we ern De Pr ee PER RE Ba Se redet Dri j . Ex 5 = ” x a Deka Ban a ba Kat £ r > - DEE ER er ART 3 no : 5 . a ee, Een j ne EEE Ei 26: Le ” EEE RR ee ua een ENTE 2 ee m ei h Dee ; Ki v ie ee > 5 EI Le N Ansae “ : A rn 5 ee wausas ee . r vr er h) v N En OR ER In Pr 0 AN, ur Ye { N - m ai, WW. ol r ine A Dal RM n. , Kar # SR: DENKSCHRIFTEN DER KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN. MATHEMATISCH-NATURWISSENSCHAFTLICHE CLASSE. SIEBENUNDSECHZIGSTER BAND. WIEN. AUS DER KAISERLICH-KÖNIGLICHEN HOF- UND STAATSDRUCKEREI. 1899. INSERIeR Seite Liznar: Die Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn zur Epoche 1890:0 nach den in den Jahren 1889 bis 1894 ausgeführten Messungen. (Mit 8 Karten) . . . . . 1 Eder und Valenta: Die Spectren des Schwefels. (Mit 5 Tafeln und 2 Textfiguren). . . . 2... 97 Schiffn®® : Expositio Plantarum in itinere suo indico annis 1893/94 succepto colleetarum specimini- busque exsiccatis distributarum, adjectis descriptionibus novarum. Series prima Klepasicanulmspante mreo nme Se ee ee a Schobloch. Bahnbestimmung des Kometen 1847 V (Brorsen) . . 0. u nun. 29205 Even Syssenider Bolydesmidenel- Theil Ms ETarelnl x) ro Eder und Valenta: Über das Funkenspectrum des Calciums und des Lithiums und seine Verbreite- tunes und Umkehrungserscheinungen. (Mit 1 Tafel) 2... 2. Rn En. nn 2.2488 Eder und Valenta: Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. (Mit I Textigur) . . . 2 2.2.2....495 Hillebrand: Die Erscheinung 1892 des periodischen Kometen Winnecki. . . 2 2.2.2.2.2.2.2..507 Sturany:, Catalog der bisher bekannt gewordenen südafrikanischen Land- und Süsswassermollusken mit besonderer Berücksichtigung des von Dr. Penther gesammelten Materiales. (Mit Dee SE ne ee N Te en Wiesner: Beiträge zur Kenntniss des photo-chemischen Klimas im arktischen Gebiete. (Mit 4 Text- SUR RE re en re a er ee, 2.40 Tandler: Zur vergleichenden Anatomie der Kopfarterien bei den Mammalia. (Mit 8 Tafeln und 17 Text- Dun) ee N ee Se re FR Br (07477 Palisa und Bidschof: Katalog von 1238 Sternen, auf Grund der in den Bänden I und II der »Publicationen der v. Kuffner'schen Sternwarte in Wien (Ottakring)« enthaltenen Meridiankreisbeob- AENERBEN N Tara, Bee ee RA ES ER ie! DIE VERTHEILUNG DER ERDMAGNETISCHEN KRAFT IN ÖSTERREICH-UNGARN ZUR EPOCHE 48900 NACH DEN IN DEN JAHREN 1889 BIS 41894 AUSGEFÜHRTEN MESSUNGEN VON Jd. LIZNAR, A. Ö. PROFESSOR AN DER K. K. TECHNISCHEN HOCHSCHULE, ADJUNCT DER K. K. CENTRALANSTALT FÜR METEOROLOGIE UND ERD- e MAGNETISMUS IN WIEN. ISTHEIE A. DIE NORMALE VERTHEILUNG ZUR EPOCHE 4890°0. 2. DIE STÖRUNGEN UND DIE STÖRENDEN KRÄFTE ZUR EPOCHE 1890°0. C. DIE NORMALE VERTHEILUNG ZUR EPOCHE 4850°0. D. DIE STÖRUNGEN ZUR EPOCHE 1850°0. Z. SACULARE ANDERUNG. F. FORMEL ZUR BERECHNUNG DER ERDMAGNETISCHEN ELEMENTE FÜR EINE BELIEBIGE ZWISCHEN 1850 UND 1890 LIEGENDE EPOCHE. (Mir 8 Kazten.) VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 7. OCTOBER 189. In dem vorliegenden zweiten Theile werden die erdmagnetischen Verhältnisse Österreich-Ungarns einer eingehenden Untersuchung unterzogen, indem die für die Epoche 1890:0, sowie die von Kreil für die Epoche 1850:0 gewonnenen Werthe der erdmagnetischen Elemente sowohl zur zahlenmässigen als auch zur graphischen Darstellung verwendet werden. Um eine strenge Vergleichung der Resultate der bei- den Aufnahmen zu ermöglichen, hielt ich es für nothwendig, dass die Daten beider Aufnahmen nach der- selben Methode bearbeitet werden. Dass diese mühsame und zeitraubende Arbeit so rasch abgeschlossen werden konnte, ist nur dadurch möglich geworden, dass mir die kais. Akademie der Wissenschaften die Mittel zur Bestreitung der Kosten eines Rechners zur Verfügung gestellt hat. Ich halte es für meine Pflicht, der kais. Akademie auch an dieser Stelle meinen ehrerbietigsten Dank abzustatten. Als Rechner habe ich Herrn F.X. Bayer, k.k. Rechnungsofficial, gewonnen, der unter meiner Leitung und Aufsicht die für die Epoche 1850 nöthigen Rechnungen mit grösstem Eifer und mit der grössten Gewissenhaftigkeit ausführte. Wenn auch diese Rechnungen zum Theil nur ein negatives Resultat ergeben haben, so sind, wie man aus der späteren Darstellung ersehen wird, nur die der Rechnung zu Grunde gelegten Daten Schuld daran. Dieses zum Theil negative Resultat beweist, dass die erdmagnetischen Ver- hältnisse Österreich-Ungarns erst durch die Daten der neuen magnetischen Aufnahmen richtig dar- gestellt werden können. Nachdem die Daten für die Epoche 1890 an versehiedenen gjften veröffentlicht worden sind, ! habe ich dieselben der leichteren Übersicht wegen in der Tabelle I für sämmtliche 210 Stationen, die alphabetisch 1 Liznar: Die Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn zur Epoche 1890°0 nach den in den Jahren 1889 bis 1894 ausgeführten Messungen. I. Theil. Denkschriften der kais. Akad. d. Wiss. Bd. LXI, 1895. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVI. 1 D J. Liznar, angeordnet sind, zusammengestellt, wobei hervorgehoben werden muss, dass sich die Werthe dieser Tabelle auf die Instrumente der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus (®. I. Theil, S. 6 [142] u. f.) beziehen. Zu diesem Behufe mussten an die von Laschober und Kesslitz- für die Stationen an den Küsten der Adria publieirten Werthe, die sich auf den magnetischen Theodoliten »Jones« und auf das Inclinatorium »Barrow Nr. 27« des k.u.k. hydrographischen Amtes in Pola beziehen, Correctionen angebracht werden, um sie auf die Wiener Instrumente zu reduciren. Nur die Declination wurde unverändert übernommen, da die in Pola ermittelte Differenz in den Angaben der In- strumente nicht sicher genug erscheint, um die Anbringung einer Correction zu rechtfertigen.- Bei der Ermittlung der an die Intensitätswerthe anzubringenden Correction ist zu berücksichtigen, dass nach S. 9 [145] des ersten Theiles Jones—Lamont I = 0°0033 ist, somit Jones—(Lamont I+0:0040) — 0:0007 war, woraus folgt: Lamont I+0:0040 = Jones +0 0007. Es mussten demnach die von Laschober und Kesslitz publieirten Werthe um 0'0007 G. E. ver- mehrt werden. Bei der Ableitung dieser Correction ist auf die Differenz: Jones—Lamont I=0:0044, die im ersten Theile ebenfalls angeführt erscheint, keine Rücksicht genommen worden, da sie mir nicht ganz sicher erschien. Das Inclinatorium »Barrow Nr. 27« ergab gegen das Wiener Normalinstrument nachfolgende Differenzen: 1889 Mai: Dover Nr. 1 — Barrow Nr.27 = —3!3 ! 1890 September: Dover Nr. 1 — Barrow Nr. 27 = —0'4.? Die nicht unbedeutende Verschiedenheit dieser Differenzen vor Beginn und nach Abschluss der mag- netischen Messungen an den Küsten der Adria hätte es wünschenswerth erscheinen lassen, dass Verglei- chungen der beiden Inclinatorien auch im Herbst 1889 und im Frühjahr 1890 ausgeführt worden wären, damit die Correction für »Barrow Nr. 27« für die beiden Beobachtungsserien genauer ermittelt werden könne. Um die mit dieser Arbeit verbundenen, nicht unbedeutenden Auslagen zu ersparen, wurde das In- clinatorium »Barrow Nr. 27« vor und nach der Reise mit dem Inclinatorium »Dover Nr. 63« des k. u. k. hydrographischen Amtes verglichen,? um eine etwaige Änderung des ersteren constatiren und in Rechnung bringen zu können. Leider sind diese Vergleichungen mit grossen Unsicherheiten behaftet, die nur den einen Schluss gestatten, dass »Barrow Nr. 27« keine beachtenswerthe Änderung erlitten haben kann, dass vielmehr die Verschiedenheit der erhaltenen Differenzen auf die Unsicherheit der Einstellungen der Nadeln zurückgeführt werden muss. Es erschien mir daher am zweckmässigsten, für die Correction das Mittel der vorhin angeführten Differenzen zu verwenden, so dass Dover Nr. 1 = Barrow Nr. 27 —1'8 gesetzt worden ist. Dementsprechend wurden alle von Laschober und Kesslitz veröffentlichten Incli- nationswerthe um 1'8 verkleinert. Was die für die Stationen in Bosnien und der Hercegovina von Kesslitz und v. Schluet erhal- tenen Werthe anbelangt, so wurden die Declinations- und Intensitätsdaten (die unter Schneider stehen- Laschober und Kesslitz: Magnetische Beobachtungen an den Küsten der Adria. Beilage zu den Mittheilungen aus dem Gebiete des Seewesens, 1892. Kesslitz und v. Schluet: Magnetische Aufnahme von Bosnien und der Hercegovina. Denkschr.d. kais. Akad. Bd.LXI, 1894. Kurländer: Erdmagnetische Messungen in Mer der ungarischen Krone in den Jahren 1892—1894. Herausgeg. von der kön. ung. naturwiss. Gesellsch. 1896. 1 Laschober und Kesslitz: Magn. Messungen an den Küsten der Adria, S. 11. 2 Ebendaselbst, S. 12. 3 Ebendaselbst, S. 10. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 3 den) unverändert übernommen, während an die Inclination eine kleine Verbesserung angebracht werden musste, deren Betrag nachfolgend bestimmt worden ist. Nach den Vergleichungen in Pola und in Wien war im Mittel: Barrow Nr. 50 — Schneider = —2'9 ! Schneider— Dover Nr. 1 = 2'4* somit: Dover Nr. 1 = Barrow Nr. 50 +0'5, d. h. die für »Barrow Nr. 50« publicirten Werthe sind um 0'5 zu vergrössern, um sie auf das Inclinatorium »Dover Nr. 1« zu beziehen. Für die ungarischen Stationen konnten die von Kurländer veröffentlichen Werthe unverändert über- nommen werden, da die Horizontal-Intensität bereits auf Lamont I (mit seiner Correction von: +0:0040) bezogen ist, während die zur Bestimmung der Declination und Inclination verwendeten Instrumente mit den Wiener Instrumenten fast vollkommen übereinstimmende Werthe lieferten. An den Stationen Pola und Triest, sowie in Budapest und Ö-Gyalla wurden sowohl von mir als auch von,Laschober und Kesslitz respective von Kurländer Messungen ausgeführt, um einen Maass- stab für die Vergleichbarkeit der von den verschiedenen Beobachtern erhaltenen Werthe zu erhalten. Die nachfolgende Zusammenstellung der auf 18900 reducirten Daten zeigt eine befriedigende Übereinstimmung derselben. Die sich ergebenden Unterschiede rühren theils von Beobachtungsfehlern, theils aber auch von der Reduction auf 18900 her, welche für alle Stationen der Adria und von Bosnien und der Hercego- vina nach den Aufzeichnungen des Magnetographen in Pola, für die übrigen Stationen nach den Wiener Registrirungen (mit einigen Ausnahmen, wo die Reduction ebenfalls nach den Magnetographen in Pola vorgenommen werden musste) ausgeführt worden sind. Es wurden folgende Werthe erhalten: Beobachter; Declination | Inclination |Horiz.-Intensität) Triest. Ku.L 10°27'0 61°20'6 2:1628 L Io 25°0 61 22:8 21635 Pola. Ku'L 10 16°6 bo 41'2 2'1930 L 10 15'5 60 42°1 2'1955 Budapest. K 8 56°8 62 27°9 2° 1181 L 8 59'2 62 28 8 221177 O-Gyalla K 8 20°7 | 62 49°2 2°0968 B 8 24°3 62 47°1 2°0953 In der Tabelle I sind für diese Stationen die Mittelwerthe eingetragen worden. Der von mir für Pola ermittelte Werth der Horizontal-Intensität zeigt eine nicht unbedeutende Differenz gegen jenen von Laschober und Kesslitz, was wohl zum grossen Theil der Reduction zuzuschreiben sein dürfte. Es muss aber bemerkt werden, dass der Mittelwerth fast genau mit dem aus den stündlichen Aufzeichnungen in Pola abgeleiteten übereinstimmt. Die Einrichtung der Tabelle I bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung, nur bezüglich der Columne mit der Überschrift: »Beobachter« sei erwähnt, dass die darin stehenden Buchstaben die Anfangsbuch- staben der Namen der Beobachter bedeuten, damit man ersehh könne, von wem die betreffenden Daten 1 Kesslitz u. v. Schluet: Magnet. Aufnahme von Bosnien und der Hercegovina, S. 10. 2 I. Theil, S. 197 [333]- 4 J. Liznar, beobachtet worden sind. Welche Bedeutung den den Stationsnamen beigesetzten Sternchen zukommt, wird man später ersehen. Tab. I. Werthe der erdmagnetischen Elemente in Österreich-Ungarn zur Epoche 18900. —————— EEE . > I iz.- - Nr. Name der Station a Breite ‚Länge v.Gr.Declination | Inclination ee Be ı |Adelsberg L 45° 46' 14° ı2' | 10° ı1'7 | 61° 26'2 2'1587 4'5149 2 Admont ER cr inf L ATS E28 Tor 29270 102295,820 2'0767 450691 BER ÄNlenzZ Ste RE IE, AT SS ET ET, 9 459 | 62 50-8 2'0868 4'5726 4° |Agram . 5 ee ee K 45 49 | 15 59 97 20200001 15:9 2'1750 4'5241 5 | Aitheim Ib, ASIE LSA ZT3TE Tor Ars 10932 3846 2:0416 45986 6 | Ancona Ku.L 437937 DSE3L TOR 172.000, 02038. 2'2557 4'40622 7 ATIELVALI a Nana Ka ee ee Ku.L 42 5 19 7 I ee ER) 2'3620 4'4039 SH StFAntEN. [EM = ee Ei L A72028: | RTosEr, ı1 59'4 |63 4:0 | 2:0686 450669 Ovı EAYEOVac a Ks 43, 8 |718750 3728.50 ,58,23948 2.3017 | 44131 10% Banjalüka' ı N en: Ku.S 44 47 IL? 8 46°5 |60 ı17'0 22303 | 4'4992 KIEW |NBIRACH Kerr ee ae es Ku.S 4 49 | 15 53 932701 10092575 2'2107 4'4791 129 Bjelnagsy I Pe Ku.S 44 46 19 14 3 2 Cool ar 2'2393 44820 132 \BlEIDerB Sg a | L 46 38 Law AT 10 248 62 ı7°1 21161 4'5500 14 | Bludenz 2 BE ER L 47 10 9 49 12 2022 03.0023 20650 4'5781 ie NBodenDachn rt Wr ee: L 5o 46 14 14 ıo 16'7 |65 29:0 1'9362 46660 160 BostwBrodae es Se Ku.S 45 9 18 I 833382700 7292 2'2155 4'4973 ı7 |Bosn. Gradiska . SR EEE: Ku.S AS Ur 8 550 | 60 33:'0 2'2093 4'4935 LOB HB OST SINN ONIE IE ter Ku.S 45 30 102 9 10'3 | 60 32°5 | 22091 4'4919 Town lBosny Samache. ae Ku.S 45 A. (987229 8722-4 00, 2455 2'2211 4'4978 20o |Bozen er 0 drin L 46. 3307| cr 3277 07 7902201702%3025 2' 1012 45518 DIE PBTGKEN ee ea ee Re Ku.S 44 52 | ı8 49 87 7EON| 002 7105 2'2335 44931 22 |Bregenz EN N A Ih 47 130. | Four 2 To=ne 1032.26. 0.22.0790 4'5841 Zara BEINdISIE RA ee RE RE ET, San DER 2'4298 4'3552 24 |Brod. K RAS ro 18) 32.33=05110093052 2'2215 4'5118 25 |Brody re L | Sow 5 259 4 506°:8 | 63 56°8 | 20695 4'7119 26 |Bruck a.d. Mur. L 47 25 15 16 9 491 | 62 38-5 20969 4'5029 27 | Brünn L 49, 22:7 2167 7350182758792 104873:3 20265 4'06598 28 | Bruneck L AOEAS ENT ST, X 73287 11022040:2 20946 4'5023 29 |Budapest . BAR 47. 30 | Jror2el7En8ror 2 2'1179 4'5823 30o | Budweis IB; 48: 59, |, 1A :28 107° 9.341004. Sur 20191 4'6283 3ı | Castelnuovo Ku.L 42 27 E33 1807350 57T 2:3457 44226 32 | Chiesch ee, L 50270 Ei 10 488165 00 1:9038 4'6467 33 |Chlumec a. d, Cidlina L so 9 15 28 9,2387 164 2 A225 1'9724 46168 34 |Cilli. 2 L ARD I 9 43°6 | 61 44:8 21470 45355 35 |Caslau . re ik 49 55 IS 2A 9737208 KOASES7SO 19845 4 0294 Lo | KOST DR A ö Ku.L 39 37 19, 56: |..8. Tor1 54. 20:0 2 4901 43216 Sa Gurzolain a ee. Ku.L 42 58 Dr EI EL jahr 23114 4'4527 Sal Czernowitz 1 48 ı7 | 25 56 5 15°8 |62 39:2 | 2.1318 406407 BONN GZOrkKoW I en leder L 49 I ZU AS ASEBTEon ND2EEnTE, 2-1211 4:6496 40 DEDLECH IE a ee K 471132 1.2.27.2380.10207 247249 Ko2r6 21462 46109 A N DIEnao a Rage Aa 580 | 131252. Nroıseon | 0085043 21928 45001 Ay N DODOIEEeNe. yo a an | Kuss 44:45; || 18. 6. | 87 420, | 60072227 | 7252344 45200 Aa DOUNSE I ne iz IE, 28,582 za & z3°7 163 17:6 | 220936 40423 A DET ee, || re 4 33 | 18 4ı Dee 22 2'2528 4'4880 45 | Durazzo * a er E- Beier, AI cı I oror 8 99|56 424 2'4058 4:3827 Mol KESenerzie na Er L 47 33 14 54 9 57'8|62 52 8| 2:0837 4'5710 A a EITaTIE ee 2 K 47 54 20 22 7 13/32 ı622#R0=2 2‘1075 45904 AS DESSERE K 45 33 18 43 8 17'8 | 60 467 2‘'2111 4'5292 ON VE el RS 45 20 140 26 ro 227272162 200:3, 1 221707 44991 BogglHocage an 9 1 |RSS Aa 3X 18 A 8 ı9°0o | 58 57:9 | 2°2929 44474 as Ho garaser Me K 45 50 | 24 59 5 31°3 60 31°9 | 2'2297 45324 Sa HorOpuss et SnueTe Aa U? 9 2'8|58 41:6 | 23000 4'4379 53 |Franzensbad ib ee] Ba 11 1108| 65, 0385°8 |) 7.0670 4'6768 Bas (hlünfkirchene a K 46.74 18 14 BI 190.20 nor 2:1857 4'5478 u (Gastein (Hop), re Ib 47 10 13er ro 37.0, | 027 45.6 20916 45096 6 Glamoc a REES Zr | IOSE5T 9 ı6°5 | 59 42°8 | 22450 44515 57 | Gleichenberg I 46 53 TE 9, 25.6 17027 2379 2 1181 4'5715 58 |Gmünd. IE, 46 54 13° 32 10) 3254| 02 288m 2.1081 4'5545 59 | Göding LE 48 51 3 9 4'4|063 42:0 | 2:0515 40302 60 | Görz 1 45 58 137038 Lor 27.706.010. 37.70) Bo 451069 61 | Golling ER L 47 36 13 10 10. 40.2637 21256 2:0702 4'5931 62 |Gradiska (Neu-) . K 45 ı6 17, 20 81.475: NOoTaagr 2'2105 45055 OsianGratzen, le... a ib 48 48 14 47 Tor Kon KosuannEıs 20300 46247 OA GraVvosa de 2 ee ie De ‚42 40 LO aS 87 43:82 158 71724 2:3298 4'4325 65 Graz. ib 47 5 De 9. 4022762722207 ZITTET 45519 1 Die Buchstaben dieser Columne haben folgende Bedeutung: L=Liznar, Ku. L=Kesslitz und Laschober, Ku. S—= Kesslitz und Schluet, K=Kurländer, O = Observatorium. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. Lana ET Nr. Name der Station Beobachter Breite |Länge v.Gr. Declination Inclination Be | : 66 | Grosswardein . K a7 21° 56' 0036-8 | 612° 51:8 2'1585 4"5774 67 |O-Gyalla . IK AZ 18 ıı 8 22°9 |62 481 20964 ! 4'5866 68 |Hereny. . 5 K 47 ı6 ı6 36 9 22 8|62 44°8 2'1018 4'5898 69 | Hermannstadt . K 45 47 2209 5 474|0bo 3 2.2669 45535 70 | Hohenelbe E 50 38 15 36 9=39:09, 1,08%. 15.2 1.9512 4'6012 ZIERWLIOLDWERZ. 202.20 L 48 40 15 40 ger20:A Noge As 2'0385 40054 72 |Jajce Ku.S 44 20 17 ı6 8705320, |2506.152-05 0.252426 4'4692 73 |Jablanica . Ku.S 43 39 17 46 9 2'6|59 87, 2z'2791 4'4438 74 |Iglau L 49 24 15 35 9 33°3 | 64 ı7°5 | 20052 4'0225 75 |Imst . I 47 14 Io 45 DT LAS 706308380 20668 4° 5734. 76 | Innsbruck L 77 15 Ye 28 112.248 1030 379 2'0701I 4'5700 77 \Ischl.... L 47 43 13 37 | ıo 33'838 | 63 21'9 | 20603 45957 78 | Jakobeny . 3 L 47 26 25 19 4 586 | 61 48°4 2'ı691 4'5912 79 | St. Johann i. T. ib, a7 #32 ee 10.84.6063. us 2°0701 4'5899 8o |Kalinovik . Ku.S A330 ı8 27 80 28-00 05825120) 2'2887 4'4349 8ı | Kalocsa K 406 32 18 58 SET MOLEAT ST 2'ı608 4'5556 82 | Karansebes . K 45 24 223 037232 WO0BE LOST 2'2420 4'5207 83 Karlsbad . L HOFerz 12,53 | er 1'9561 46655 84 | Karlsburg K 4 4 23,235 5032272 100, 4057 2'2302 4:50669 85 | Karlstadt . K 45 29 10033 953820, 1072 7.8 2°1883 45180 86 | Kaschau K 48 43 2ı ı6 6 44°8|63 ı3°5 2 0808 46190 87 | Kesmark K 49 8 20 26 TEA OB 35.57, 2'0551 46212 88 | Klagenfurt ik 46 38 14 18 10, 10:9. |.62 12:9 21154 4'5380 89 |Klattau . ıf 49 24 ISTSTS 10 420 | 64 31°1 1'9900 4'6255 90 | Klausenburg K 46 46 23.35 are | 4°5717 91 | Kljuc Ku.S 44 32 16 47 9 83|60 6-0 | z'2308 4'4751 92 |Kolomea . L 48 31 22 Da l102u0 5202 2'1205 46501 93 | Komotau . Ib, 50, 27 Ta0r25 10,.33524 00652 21950 19476 46638 94 |Krakau . L soo 4 19 58 7 20°9 | 64 26°9 20094 4'6587 95 | Kremsmünster . % 48 3 14 9 10.065030 063 312 1 2'0481 4'5931 96 | Krosno . L 49 41 2ı 46 O2 Te 00302504 2'0434 406514 97 | Lagosta Ku.Ll 42 46 16 54 SESaa7E 0582 2558 2'3248 44405 98 | Laibach } 15 Abie q a En Tom a7 Or 342 2'1550 4'52065 99 | St. Lambrecht . ı£ 47 4 14 8 ıo 26°8 | 62 41°0 20880 4'5499 100 Landeck . A E 47 8 10 34 Test 3u E037 2422 2°0718 4'5745 ıoı |Leipa (Böhm.) . IL, 50 4I 14 32 10, 10:0. 105 21.9 1'9417 4'6582 102 |Leitomischl . . ib 49 52 16 19 97 19:090002. 37-5 1'9914 46469 103 | Lemberg . L 49 49 24 1 5 10:4 | 63 56°9 20588 46878 104 |Lesina , 5 a ale Ku.L 43 10 ı6 26 9 ı9°8 | 58 54°8 2:3041 4'40624 OR NEIENZEIE es L 46 50 ı2 46 10,252.02 10223520 2.1021 4'5052 106 |Liezen . BEE: Lk, 47 34 1a 85 ıo 16:0 | 62 59°2 20781 4'5753 Kor Linz... FE L 48 ı8 EA I, 10 106.7 63. 238-7 2"0417 4°5991 108 | Lissa Ku.L AZ ER 16 ıı or 232 79010587738::8 2 3135 44463 To93.Lıyno 2... Ku.S 43 50 172 0 Sr Re, 2.2531 4'4395 11o | Losoncz 2 K 48 19 19 40 70, 2723.1100320 2354 2 0841 4'5996 ııı | Lundenburg . L 48 46 16 53 9 224.103 45:2 2'0532 4:06428 112 | Lussin pice. Ku.L 44 32 14 28 985027210602 AL 2'2020 4'4974 113 | Makarska Ku.L 43 18 a2 gr -ıo.r | 59,2 30 2'2902 4 4531 114 | Malinska . Ku.L 45 8 14 32 1022.9.231100, 15327, 2:1886 44995 ıı5 |Mals. A T 46 41 NOmR73 11 48:7) | .62, 4307 2'0908 4'5630 116 | Manfredonia *. Ku.L RE) 5, 97.2020. 157. 20:2 2'3669 4'3975 117 |Marburg . . . I 46 34 15 38 0030:0L 102, 0-7 2'1309 4'5407 118 | Maros-Väsärhel K 46 32 Pr? 3 or Bo Ze: 45098 119 | Martinsberg . K 47033 17 46 8 32-3 | 62 38-6 | 21067 45845 220 |.Medolino.. .... Ku.L 44 49 13 56 ıo ı6'1 | 60 42'9 2'1945 4 4863 ı21 |Meleda. Ku.L 42 44 172.30 8 53:8 | 58 26°4 23204 4'4449 ı22 | Melk AL: L 48 14 15 20 9 48:3 |63 27-6 | 2°0526 45938 BzaealıMeranı ce Ser sen L 46 40 a den 17030250 ,025 3001 2:0948 45522 n24 156@Miklos 2. 2... K 49 5 19 37 7 30°2|63 34'5 | 2’o61o 46312 125 | Molfetta * Ku.L AUT2 16 37 92,9:17 10500 747j:0 2'3907 43041 BB Mostar, al nee Ku.S 43. 21 17 49 8 55:2 | 58 584 | 2'2852 4'4335 Ba ENachodie nu. Re 2. 1% Boss2s ı6 10 9 ı8°9 | 65 2'9 190644 46566 128 |Nagybanya ...... K 47 39 23 35 5 36°9|62 48 | 21593 4 6115 BZg Neuhaus... 0... IE 4 8 15° 0 gs 0A 7 2'0155 46189 130 | Neustadt (Wiener-) , L 47 48 16 16 9, 16-9 |762° 5502 2'0837 45772 Kara INISEO ee, u... E BOmESL 2.) Se ao-1 10437508 0.270134 46796 132 | Ödenburg* . K 47 41 ı6 36 _ 62 48°3 20930 4'5797 733. 1Olmütz.. "2. ; L 49 306 ITaTE 8 48.6.| 64 26 2 | 20047 40458 134 | Orsova. K 44 42 22 24 6 38°5 | 59 39:0 | 22097 4'4919 XasaliBarenzo, ...... Ku.L 45 14 13, 536 10: 31.9 | 61 5.06 2°1773 45043 Bor Str Bauls rn... Ib, 46 42 KAS52 ODE 54272102 21 2'1204 4 5467 37m llhescaras 2. Ku.L A22 2% 14 13 TO 520 MSN 3A0T 2'3087 4'4285 1 Dem Werthe Kurländers: 4, —=2:0968 wurde das dreifache, meinem Werthe: H, = 20953 blos das einfache Gewich! beigelegt, weil ich nur wenige Messungen und noch dazu bei einer ungünstigen Witterung ausgeführt habe. 6 J. Liznar, _—______________________ | Nr. | Name der Station eher) Breite ‚Länge v. Gr. Deelination Inclination | ee er 15 SU |KPetrovac 2 m re ERSUNS Aauası 102.235 EI 2:2248 44678 HEN en reg oh ik 49 46 131.2 ı0o 34°0 | 64 44°9 1'9770 46344 140m Piranol Per a ae ee ee | ee 13: 34 To 32001720 2'1060 4'5080 TA Al Biseck I re te L 49 19 14129 TORE MON LSEE 2'0007 4'06149 VA NBISINOR., re Re ee une EN, 45 15 13! 57 100292221765 40 2°1761 4'4980 DAS Elan. RE ON L 49. 52 12' 44 ıo 45'7|04 529 1°0743 4'6510 DAR Po LAG See Ol 44 52 13. 51 ıo ı6°o | 60 41°6 2°1942 44827 EEE a a a oa IE 50,05 14| 25 10, #:0-.0,. 04 W535 1°90673 4'6357 LAD lErzemyslagen 2 Eu L 49 47 22; 46 SE 2°0493 4 6670 WAT DLIDTAI Re a PIE, L 49. 42 14 0 1o 150.104 739=4 1'9875 4'06432 TAS>H|/Rabazı 5,. Ave Bee ERSTEN An R, TASETO ı0o 16'4 | bo 58'2 21862 45051 1A9m Radstadt ver. 2 We L 47 23 30228 vo 30820 No2 Se 20841 45794 5 OoWliRattenbere, mi ee: I: 47: 27 I12 54 1.7, 147 911003221058 20678 4'5872 DIES RAVEN, See. © KuL 44, 24 12 13 27 224400, 30-4 2'2040 4°4774 7520 |Rawealrus ka ee ar: ‚© 50 14 23 37 56-8164 25:7. |, 20201 46940 Sm Reichenau A Ü 50 10 Ro 9 144 | 64 50°6 | 19781 4'6533 154 |Reichenberg . Se ee T: 5o 46 pe! 9 57.2 | 065 27°4 1°9409 46726 VERS RIVA SR, er ee ee L 45 53 10 51 210 3828, 102 2 07 21277, 45338 IEoB Ro Bali a RS 43 49 TOD 8 15:2 | 59 ı12'2 | 2'2808 4'4547 UST ROM ee Ren 41 54 ı2 26 | ıo 52'3|58 981 | 2'3252 4'4044 ss RoviEno ee LTE An: ı3 38 | ıo 26:3 | 60 56-8 | 21829 44950 TOM IRZESZON ER N L Je 2 Ze at 6, 2:8282 NoaSEr22 542270374 46688 1608 | Rudoltewert a L 45 48 15 10 9 474 | 61 22'5 | 2'1649 45189 oral lSalzbure sn ee L 47 48 13, #27 710% 55,27.1103, 52042 10.220526 45878 102% (Sambonla.s ai a L 49 31 23 ıı 5 25:3 | 63 46-6 | 2.0625 46674 TB WI KSAntlEcGH LATE) ee 1 49 34 20 38 7 ı10°1 063 55°6 | 2©0417 46453 OA Sanur a en L 49 34 22 12 (De el 2'0523 4.0492 TSF Sarajevor cn a ee ERS 43 51 ı8 22 8 28'2 | 59 ı6°5 | 2'2719 444067 166 |Schärding . ee 16 48 27 13, 26 ı0o 41°4 | 063 48:5 20328 46056 167 |Schässburg . . 22.2200. K 46 13 24 48 6 272 | 60 58-3 | 22207 45705 OS Schottwienz wem L 47 39 15 52 _ 62 49'3 2'0889 4'5733 1098 IS chen! zer K 48 27 18 54 8 173,063 144 | 2 0683 4'5936 NO ISEDENICON Are ee we Ku, 43 44 553 9.RA7534597, AAD 2'2535 44723 1730 Seelan = a ie 49 32 T3 9 46°6 | 64 23:8 | 19981 4:6236 ZUM ISemlin Ks a K 44 50 20 26 7 ı8:3 | 60 4:9 | 22384 4:4879 1730 1 Sen ten Herpa ML BOzws ı6 28 9,587231104248-020.22.197,70 46446 NS ee L 49 2 230031 5 :21:6| 63 12-6 | 2:0914 | 46401 LT Spalatoy ee Ru 43 30 16 27 9 .31°9 | 59 26:7 | 22069 4'4592 1700| Stasnorsrandes a RR, 42 50 ı7 42 9: 2:6| 53 33:8 | 2'3182 44448 Tr Stans lan TB 48 56 24 43 5 22 or oe rord 4'0534 178 \(Strasswalchen on 0 L 47 59 13 16 | 10 48:6 | 63 31-7 | 204062 45904 EN NS N Ba: L 49 ı6 | 23 53 | 5 ı5°9| 63 27:5 | 2'0806 | 46562 LEO N Soczawar a LE L 47.38. | 26, ı6 | a4. 47°4 |,610 56:7 | 277589745009 DEI IS 7eBedinee RE K 40 14 20 8 7 .29°7| 61 20:2 | z:ı813 4°'5470 182 | Sziszek De AT K 45 29 160 2 9°.19-72200759=0 2'1853 45006 ENT BE K 47 10 | 20. 12 | 97..33%4.| 62 5°5.| , 27239990 4028 TSA | KTartopol ee L 49 33 25 34 5 ı0'4 | 63 306°4 | 20755 46090 TSS | Warnow re ie so 1 20 59 6 49°4 | 64 17.8 | 20213 40005 180 yleodo a ee KT, 2 26 ı8 42 s 29°3|57 55°7 | 23457 4"4177 ER RC K 45 45 2ı 14 | 7 5'83| 60 49-5 | 2'2083 | 45290 18820 Mepliie e ib 50 38 13. 49 }|140,,29:0.|,65 2625|. a.0393 4.6660 TED HDESEHENE ER ee NT 49 44 ı8 39 s 47)|64 ı7'7 | 20104 46489 LOS HItap Danone Rue 43 1 17917 9 3'2|58 45°5 | 2.3016 44377 TOEFSTTLAVDIRS ne, Fr ee ze Baus 44 13 17 39 8 439|59 431 22501 4'4023 TITTEN EN er nee Ku.S 42 43 18 21 8723726110582 233 23240 4'4338 1934 KDTIENE Sn ee L 40 4 Im 86 | 772. 034001 0270076287 8271193 4'5311 LGA TEILTE 45 39 13 46 ıo 26°3| 61 217 21031 ae TOSSTTENiSCHINWEE K 438 54 DSwErS = 03 38-8 20504 46190 190% Troppau ee a L 49 57 7055 s 28:8 | 064 35:4 20009 4 6631 197 UNSVaRS N nee K 430037 22.18 HS WE Er 2:0834 406157 198. Valonasaely 2 re Ku.Ll 40 29 19 30 s 8°5|55 440 | 2'4438 4° 3403 199: Venedig en. ee all Run 45 2 To23 10 59'8 | 61 22:8 ZENER 45155 200: |" VESZDEUN A Nee N K 75 IUrn:S g 3101 | 62 48 21328 4'5549 2014| Visegrad 1 ee es 43 47 19 18 „.50'2|59 2:7 | 2"2913 44540 2024| Vlasenican u. u rn | RR A A 18 57 gr ı13°9 | 59 3125| 7272044 44048 23%, Vöcklabruck. Kar L ws o-|i13) 39 W,o-,20°5.| 63, Zus pe 204 | Weisskirchen Se Be K az 2ı 26 7 6'2 | 59 54°8 2'2507 45016 205 | Wieliczka SE a en L I Zul &e 20 4 7 306|064 147 2:0180 40442 206.1 Wien an. 0 [6) haııs ı6 22 g. ‚A2°7.108, 17% 20670 45982 2ONNZALaN N Re ENEIb, MaET TS TA; En 0982|, 00, 2025 2'2265 4:4076 2OD U ZEN ee Ku.S 44 12 17 54 3..39:4 | 5937.32) 252577 44044 ZOOS. ZINN. ae Pen N u a 100 73 oe 63 50'2 | 20388 40239 210, Zwotnilesn Ze ee Sure 44 23 19 7 g 170 59 33°4 | 22002 44007 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. A. Normale Vertheilung der erdmagnetischen Kraft zur Epoche 18900. Nach der vorstehenden Tabelle ist es unmöglich, sich eine richtige Vorstellung darüber zu machen, nach welchem Gesetze die einzelnen erdmagnetischen Elemente auf dem ganzen Gebiete vertheilt sind. Es lässt sich aber leicht ersehen, dass die Differenz: Station— Wien nach einer gewissen Richtung positiv, nach der entgegengesetzten hingegen negativ ist, dass also eine bestimmte Abhängigkeit derselben von der geographischen Lage der Station existirt. Man kann diese Abhängigkeit darstellen durch die Formel: 1) e&— ey = aAy+bAA+cAy?+dApAA+eAN, worin e, und e, den Werth des betreffenden erdmagnetischen Elementes an einer beliebigen Station respec- tive in Wien und Av = 9 Bu, AA =%— I. den Breiten-, resp. Längenunterschied dieser Station gegen Wien vorstellt, während a, b, c, d, e constante Zahlenwerthe bedeuten und unbekannt sind. Diese Unbe- kannten liessen sich leicht berechnen, wenn wir von Wien und von fünf anderen Orten die von störenden Kräften unbeeinflussten Werthe e,, und e,, die ich als normale bezeichnen will, kennen würden. Da uns aber nur die beobachteten Werthe E,„ und E, bekannt sind, so lässt sich die Ermittlung der Constanten a, b,c,d, e nur mit Hilfe der Methode der kleinsten Quadrate ausführen. Für den Normalwerth e muss der in Wien beobachtete E, mit einer Correction AE, welche den letzteren auf den normalen ergänzt, eingesetzt werden, so dass Gleichung 1) die Form annimmt: la) e— Eu = AE+aAy-+bAI+cAyp?+dApAAteAN. Lässt man die in Tabelle I mit einem Sternchen bezeichneten Stationen unberücksichtigt, weil sie entweder zu weit von den Grenzen Österreich-Ungarns entfernt liegen, oder weil an ihnen die Decli- nationen nicht beobachtet wurden, so verbleiben 195 Stationen, die eben so viele Gleichungen von der Form der Gleichung I a) liefern, aus denen nach Einsetzung von E, für e, die sechs Constanten berechnet werden können. Die für die einzelnen Stationen einzusetzenden Werthe E,—E,„, Ap, AX enthält Tabelle Ia). Die Differenz E,—E,, ist bei der Declination und Inclination in Minuten, bei der Horizontal- Intensität in Einheiten der vierten Decimale des Gauss’schen Maases ausgedrückt. Die Grössen Ay, AA bedeuten ebenfalls Minuten. I Tab. la. Differenzen der Breiten, Längen und der erdmagnetischen Elemente der einzelnen Stationen \ gegen Wien zur Epoche ı890°o. a ' Nr. Name der Station 9 —Yw Aw D—-Dw I—Jw H-—-Hw f >> | | T iR] I Adelsberg . leer re —149' —130' | 60'6 —ıI11'0 917 2 ENIOOT EEE ee | AO —I14 | 580 — 19'2 97 | Va Pe N eo as | ar 198 Aa rare ara 40 — 23 | 17'9 -121'°3 1080 5 INIETTE TE My eat ee o — 187 90°4 DNA — 254 6 NR NE a EA — 278 —ı7ı | 66°5 —219°1 1867 7 STEIVATTEN DE es var. efrle. ea eh — 370 158 — 52320 aaa 2950 8 So AU en DI He — 67 | —365 | 168'3 — 13'2 16 9. | Avtovac en SWRREN — 307 134 | — —283°4 | 2347 10 | Banjaluka .. . N Se — 208 Ber I ee —180'2 1633 1 BI ana ne — 206 — 29 | 20'9 —171'7 1437 KO BrElHa ern ul 209 172 | — 6e’ı —195°7 1723 13 BIENDETE ee nk — 97 —ı61 | aan — 6o’ı 491 WAREN WB ENT Ze] 0 — 393 179'0 eg — 20 Don Bodenbachr ae an a ae | | 65'6 131°8 | 1308 16 Bosma Brocbau es n ., al. — 86 99 — 37'3 — 1680 1485 17 BoSnhGradiskaun en ana — 187 53 — ı16°1 —164'2 | 1423 18 Bosn. Novie. . » N enaen 5 — 192 I — 0°8 ron 1421 19 BospaSamac ner. — 191 a use —172'7 1541 BDaI EBoZenn era, 4,0 105 —301 | Tag 0407 342 BR AEBIERE 0 ae ae ee] -—203 147 2,532. |. 185.7 1665 22 Breeze te — 45 — 398 181'4 9'3 —ı 174: | | J. Liznar, re TG Gr GT TG ee ee Nr. Name der Station 9—-9w A— Aw D—-Dw J—Iw H—Hw 23 | Brindisi*. —457' 95'| — 33'7 —431'9 3628 24 Brod . — 186 99 = — 16720 1545 25 Brody . 110 527 — 0) 39'7 25 26 Bruck a. Mur — 50 — 66 38'0 — 38°7 299 2 Brünn 57 13 Zar] 56°1 — 405 28 Bruneck =. — 265 122°7 = 3720 276 29 Budapest . . Zu 160 ST — 48°9 509 30 Budweis 44 —114 58 2 50'9 — 46) 3ı Castelnuovo — 348 131 — 23300) —3Tg0T 2787 32 Chieseber me: 111 — 187 OT: 102'8 — 1032 33 Chlumec a/C. 114 — ya 27'6 85°3 — 946 34 Gilli . —121 or 3225 —ug254 800 35 Caslau . 100 —ur8 25°9 79'8 — 825 36 Corfu * a 214 — Ya) —508'2 4231 37 Curzola I 46 — 2 —H 2444 38 Czernowitz . 2 574 — 235.3 —9820 648 39 Czortkow 46 566 27302 — a 541 40 | Debreezin — 43 316 —J43°7 —u6rn6 792 41 Dignano — 197 — 150 64'8 —146'9 1258 42 Doboj — 210 104 —29%1 —174°5 1674 43. Dolinarss.er 43 459 —238'0 — 6 266 44 Dolnja Tuzla —229 139 — 45.6 —205'0 1858 45 Durazzo * — 416 185 — 61°2 —394°8 3388 46 Eisenerz —ı 42 — 88 46°7 I 167 47 Erlau a 240 —117'8 —. 405 48 Esseg — 162 141 —esge — 16025 1441 49 | Fiume — 175 — 116 566 —135:9 1127 50 Foca — 284 145 — 52'1 —259'3 2259 51 Fogaras —145 517 —219°8 —1065'3 1627 52 Fort Opus al 72 = 0 —275'6 2390 53 Franzensbad 112 — 241 119'7 118°6 — 1100 54 Fünfkirchen . rer 112 — 51.9 —120%7 1187 55 Gastein (Hof-) . — 65 10% 85°9 —3726 246 56 Glamo£& — 252 29 Ha —214'4 1780 57 Gleichenberg — 82 = 32 4'5 902] 511 58 Gmünd . . —381 — 170 81'3 EI 411 59 Göding 36 46 — 6'7 24°8 — 155 60 Görz —137 — 164 76°5 — 100'2 802 61 Golling ke — 39 — 192 951 — ah 32 62 Gradiska (Neu-) . — 179 64 — 23'6 —100°1 1435 63 | Gratzen 33 295 49'0 40:6 | — 370 64 Gravosa —355 103 — an“ —299'8 2628 65 Graz ö — 70 — nn 29°1 N: 441 66 Grosswardein . — 72 334 —154°3 —: 85°4 915 67 Ö-Gyalla . — 22 109 — 48'2 —729"1 294 68 iHerenyaa.o.. — 59 14 117 — 32°4 348 69 | Hermannstadt.. . — 148 467 —203°7 — 188'6 1999 70 Hohenelbe 143 — 46 28°2 118'0 — 1158 71 El eo 25 —ı22 9:3 26°5 — 285 72 | Jajce — 235 54 — ı17'2 —204°3 1756 73 Jablanica . — 276 34 — 85 —248'5 ZE2H 74 Iglau 69 nl 22°2 60°3 — 618 75 Imst . — 61 ne] 154°'6 —- 9'2 - 2 76 Innsbruck — 60 — 298 133.9 — 13.3 31 7” Ischl © — 32 — 165 82°7 4'7 —z0n7 78 Takobeny re re: — 49 537 —252'5 — 88'8 1021 79 St. Johann ac, — 43 =2] 103°5 — 5'7 31 80 Kalinovik - B — 285 125 — 42'2 —261'3 2217 81 Kalocsa — 103 156 — 069°6 — .96°1 938 82 KaaranseDesa wer Se — 171 351 —153'8 —ı181°1 1750 83 Karlsbad .. . 118 —209 100'7 115'5 — 1109 84 Karlsburg —1I31I 433 —213'4 Zu 1632 85 Karlsstadt — 166 — 49 20°5 —135'4 1213 86 | Kaschau 28 294 —146'3 — 3'7 138 87 Kesmark . 53 244 —116°8 18'5 — 119 88 | Klagenfurt — 97 —124 65°8 — 64'3 484 89 Klattau 69 — 184 90'9 73'9 — 770 90 Klausenburg — 89 433 —192 9 —103°5 1101 91 Kljue — 223 25 — .2'8 —191'2 1638 92 Kolomea . 16 520 —249'8 — 25'0 535 93 Komotau . 132 — 177 82°1 12128 1194 94 Krakau 109 216 — 110'2 69'7 — 576 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. Nr. Name der Station | 9— oa | —Aw | D-—-Dw | J—Jw ; | | | | Os EBremsmunsten nn) —312" | —rasin! 64'2 | 13!9 gbR Krasno.. ne 9 N ie 86 | 324 | -170°0 39°2 97 | Lagosta ee Eee —329 | 32 — 17°4 —291°4 GSM larbacher tete u ne en — 132 Zn 3 53"6 —103°0 SHE WSErbambreche Mn ae.» — 71 — 134 75°7 — 36'2 Kopie landeckpe ee ale, 220 be 338 1bo°2 — 13°0 Tora WlEIBaNlBCHmAEEE ee... ln, ice) 58'g | 1247 Tom Rleilomischl nl. ae NEE 803 363, | hamsarT na 9 | 459 | —240°7 | 39°7 ToA TEeSnae Denen | 305. | 4 8-7 | —262°4 oa ENDEN... ee — 85 pHb 100°9 | — 42°2 MOBEE BITEZENER ee ee ne, — 41 | -ı2 | 64°9 | — ı80 Ro || AESEEZZ au OS RE 3 | ms | 65:6 21°5 108 SEE EA EI ie ET ar 304 NO NO ar. | 38 | 5"6 | — 227" 1 DIommbosoneze Fan wa“ 4 198 | —103°8 | — 13'8 Br Eundenburg. 2». u un. 0% 31 31 —. 28°0 232, | Luselin Bloch er 45°6 | — 156.1 Bram Makatskar. re un, en a see ea — 297 40 | s’o | —254'2 114 | Malinska . 2.» a... 0... —ı187 | =-ııo | 58-1 | —ı143°5 ung. | MalSW se ee ee ES En 3 216 | Manfredonia*.. » .. 2. ...| —397 — 27 146 —351°0 117 | Marburg .....». io men — 101 =. 18:9 — 76:5 118 | Maros-Väsarhely . ...... —103 492 —211°4 | —ı16'5 rom Martinshberg, neueren. | 84 HE er 38.6 TO BMedulnae ee ee eh einen jene — 206 — 146 650 | —ı543 Far mNeledanı ns een en — 331 | 74 — 173 | —290°8 122 NEE on ee OO — 0: | =n62 37'2 | 10°4 BZ ÄVIETATES Sa ae) a oe Teip) = = one Sa 139-2 AT BDA SEHMIRJOSN SE ae a ae ne 50 195 | -ıoorg | 173 125 MONErEu N aan we — 423 15 | 1'4 | —390'2 TOO BEVIOStARGE en Le 0 Teizteh et ee — 294 837 | = 1509 | —258-8 127 Nackodese ran nun sl 130 — FR | 105'7 T2SE ENaEyDanyarı an ver ne — 36 | 433 —214 2 | — 72°4 TPM ENEUHAUSCHET I 53 — 32. | 426 | 50°5 230 | Neustadt (Wiener) „2... .%.. — 27 ur 5:8 | — 22°0 131 Nisko AOL A 136 347 Z2rnos]| 73°8 Ba MOGENDUrE Be een nn — 34 14 a | — 28°9 133 MEEIIEIE ZN Ws ach Same EN A ürneen Sı | 53 — 22'5 | 69'0 NA IOLSOVARE ern ee ae aa —213 | 362 —152°6 —21$'2 ER IWBATENZUE En ee ee 1875 |). 166 80°8 — al) apa mstwnBanl en. 3 2 ea an nl 03 — 43°6 — 651 Doz Bescara ven a, = | =) 53:9 | 282°5 138 IRBetrovae N ee [9222231 I za\ — 189° 1 139 TEEN er 91 —ıyR) S2 9 87°7 Do DEAN oy ereeneerogı le 108: | So‘ı —120'2 ut RS a er ODER 64 — 133 648 | 61°3 142 BISHER. clean Tania are: Se er 180 —145 78°1 —133'2 143 DEPIaI RE onen bewhstere) vet aan eG 97 —218 | 94°6 | OT, SE fe ae — 203 —I5I | 64'9 —155°6 BA RELAEN SE Son weht era ne 110 —ı17 | 49°5 | 96° 1 NADWERZEMIVSIRGE Eee a ee rare 92 384 —217'0 40'0 ey | Balearen 87 — 142 | 64:5 | 82'2 DAS ERaaE ne ec — 190 — 132 65°3 — 139'0 rom HRasstadierre u — 352 —174 | 881 — 215 BROR Rattenber& er ln ne. — 48 — 268 | 123°8 — 06'4 DEE BAVCUNaAe een ann — 231 —249 | 110°3 — 166°5 BI2paleBenwasguskane ne ren, are. | 119 435 | —244°3 685 HS EREICHEAUG N. Ve nase] 115 | 3 93°4 ErtminReichenberge 0, 2 u 151 — 78 | 46°1 | 130'2 ER EDEN SS sa ae er‘ —331 | 147-7 |ı — 76:5 HOW Rosauce ee. 0 2 sl, 2266 158 — 55°9 | —245'0 US ROTE Ra es — 381 — 236 ı0o1°2 | —30g'I Sn EROVICHOLSTe I N Hair lan ce — 190 — 164 752 | —ı40°4 ESOMIERZESZOWIER I re > n | 107 339 —ı82°3 | Reg HOW ERUdOlSwert ae 2 ee. ae | . 147 cz 36°3 | — 1147 Borlasalzbure erraocee 2ee | 27 —200 | 104’6 | 9'o 162 | Sambor .. . es 76 409 | —225'8 29°4 BOBE uSandeck(AlE)N Mid ln... 82 256 | -116°0 38°4 I ES AT OR ee 79 350 | — 1876 SraL NORSATAIEVORE N ee en — 204 120. | — 42:9 —240'7 26h I Schärding .. .....% PER Erz — 176 90°3 Bn“3 Denkschriften der mathem.naturw. Cl. Bd. LXVI. [5 10 J. Lizenar, Nr. Name der Station | 9=9w | en DD Hals H-Hu 167 | Schasspurg Sn u Eee en — 122. 506' | —ı63!9 —138!9 1537 Mr 168 | Schottwien * | — 36* — 50) = — 27'9 | 219 169 ESchemnitzu sr IE Er | 72) 152 — 538 — .2°'8 13 170 Sebenico . I 27 #29 36'2 —212°6 1565 171 Seelau . | 7, It ‚22 69 ı 35'5 66°6 | — 689 172 \"Semlinnaane dee BAA | 1280| rosa 173 | Senftenberg. 2 2 Sun 110 bu 90'8 — 894 1.74. 1, SKolerg = Ne Ser ee: | AT 429 — 22025 — A. 244 175 | Spalato ee] | 20°8 | —230 5 | 1999 176 Stagno grande) 2... 2... mi —325 80 = — 85 —283 4 | 2512 177% | Stanislane gen er ar | sor | —248°9 | 346 178 Strasswalchen I ST FE TSh nn | DaeE | —E ootel 179 Suanlo Sr se re N! 61 AST | 2352 103 | 136 1300 KSUSZAWaR ee er — 37 er N ZEH] ver oo | 181 SZEBedIn Two ee er — 121 226 | —ıor'4 — 1170 1143 182, 1 Sziszeia ln de ee ereı = Tbh Ka 8:6 us 1183 1838| Szoluok Rear er Ehr 2200 10 om Ze 729 LSA IS Darnopola Eee 78 552 —240.7 19'2 85 185 3 larnowa We 106 N ee) 6o°6 | — 457 lo. | Altcfaken cu ae One ee) 140 — ae) —321°5 2787 | DETaHR Demesvarı Mauer ee an —ı150 | 292 —125:3 —147'7 | 1413 BASBRBDERUTZRGE ee er ne Eee Tag, I SU Rage 129 3 | —ı277 BSOWINDESCHENN Em u re eher 89 137 — 66"4 | 60°:5 | — 506 LOOmMLLADBAnG ner. ee Ta 55 — at) ee 2346 No | NR a a er ee 77 — 27° | —214°T | 1830 | O2 ADTEbInjEN nee ee 119 Zu | —293°9 | 2570 | 193: [Trient a Ss een rar Sr a ne 523 TOA N DRIESE, ns Fre a ai —ı156 | —ı56 752 | —Iıss | 91 LOS olrentschin er en: 39 10T | _ Bra E00, 196 | Troppau 5 oe ro2' N gg a2 78°2 — 661 17 DÜngyaL SE re ee za 3556| -1658%6| — 7-1 | ıb4. | 198 | Valona * | —466 183, | 062.00, A532 3768 | 199 | Venedig ee 108'7 — 1144 959 200 IV ES ZI EITOS N Eee er: — 70 | 93 1 39:0) — 724 | 658 | 208 VISesradP ea Me le = 2068 17020 8029 —254°5 | 2243 202 | Vlasenica | —244 DES. ee — 225 °7 1974 2053 | Vöcklabruck er A FE —ı163 | 78°4 9:8 | — 184 204 WMEISSIEIECH EN Er | — 203 304 | —124°9 | —202°4 1897 ZORERENVDElLczka ne, ne] 104 222 | -—1o0'‘5 Ss 3200 EN ae ken dc — 248 — 68 | 49'7 —190'7 | 1595 207 DENICH. Eee 24 92 | — 317 —219'9 1907 EN ARE N 37 — 19 | 06 | 5380 |) 282 | 2OGMIMZWOLDUE, deze, Mana sat end Las Terre — 232 165 | — 5441 —223°8 LoSz | Sind die sechs Unbekannten der Gleichung 1a) ermittelt worden und setzt man hierin die einer gewissen Station zukommenden Werthe von Ag und AX ein, so kann der normale Werth e, leicht berechnet werden. Der so bestimmte Werth e, wird bei den meisten Stationen einen Unterschied gegen den beobachteten E, zeigen, den wir als Wirkung einer störenden Kraft (und selbstverständlich der Beob- achtungsfehler) betrachten und als Störung bezeichnen können. Gleichung I a) setzt uns demnach in die Lage, nicht nur den normalen Werth für einen beliebigen Punkt in Österreich-Ungarn berechnen zu können, sondern wir sind auch im Stande, für jede Beobachtungsstation die Grösse der Störung zu ermitteln. Es sei hier betont, dass die zur Bestimmung der Co£ffieienten der Normalgleichungen nothwendigen Rechnungen mit der grössten Sorgfalt und wiederholt ausgeführt worden sind, wobei der Vereinfachung wegen für die Declination, Inclination und Horizontal-Intensität dieselben Stationen (195) verwendet wor- den sind, obwohl es möglich gewesen wäre, für die Inclination und Intensität auch jene Stationen, an denen die Declination nicht bestimmt werden konnte, der Rechnung zu Grunde zu legen. Declination. Für die Declination wurde in der im Vorhergehenden angegebenen Weise folgende Formel berechnet: d, = 9° 11'10+0'74— 0'030765 Ay — 0'478722AX — 0'00000858083 A p? — — 0'000307486 Ap AX + 0'00000602400 AR? Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 11 Hierin bedeutet d, die normale Declination eines beliebigen Punktes, dessen Breiten- und Längen- unterschied Ay, respective AA gegen Wien gegeben ist. Die Grösse 9°11'10 ist die zur Epoche 1890-0 in Wien beobachtete Declination und 0'74—= AE der Betrag der Störung. Nach Gleichung 2) kann die normale Declination zur Epoche 1890'0 für einen beliebigen Punkt Österreich-Ungarns berechnet werden. Werden die Werthe d, für sehr viele Punkte bestimmt und in eine Tabelle eingetragen, so lässt sich die gesetzmässige Abhängigkeit derselben von Aw und AX schwer übersehen. Man gewinnt sie aber in sehr einfacher Weise, wenn man die Daten auf einer Karte einträgt und jene Punkte, für welche d, denselben Werth hat, durch Curven verbindet; man nennt bekanntlich diese Curven Isogonen. Um die zum Zeichnen der Isogonen nöthigen Punkte zu erhalten, ist es am zweckmässigsten, die normale Declination d, für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise in Intervallen von 0°5 zu berechnen. Diese Werthe enthält Tabelle II. Man sieht aus ihr, dass die Decli- nation von West nach Ost abnimmt, dass daher die Isogonen in nordsüdlicher Richtung verlaufen und alle Breitenkreise schneiden.! Die Länge der Schnittpunkte der Isogonen mit den Breitenkreisen lassen sich durch einfache Interpolation bestimmen. Diese Daten findet man in Tabelle II. . Tab. II. Normalwerthe 5, der Declination für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 1890°o. | ) n Bu 2 Ben er ER Ä 9° 30' 10 ou nel ons || 9 rs or | ur2020, T22230, Erserze! lExs2r30, 51° 30" TEN A 8 SU r2e 32 lo za ernge ge ern 170.2028, |, ur0/270:0, |ros 543, 1700, 38.7 Bo 12 45°'5 DOES 1 RE SA TE AAN LT za gs Kon 530 3726 50 30 T2742=7 FERZION LZERTIEZ ETEER LT SOETalTT, 240,7 210 08:3 || 10: 152200 10, 083920 505 0 223959, 1 ZASAE ERDE HSS0 EKEREE re FSRoyı ar 220er 72 ro, rs 10 3064, 49 30 12; 37-0 DIES Neon ene 3osseierrn 212 Ins 70%0%|1500.50295| 71003528 49 0 men 3are TOR 2 E47 ET OESEIELTEE3A7 0 | ron Tl LTE 48 ro Sorlor ro scan 48 30 EB 2 Erz 2 re aa enIE 32,8 \0rTE 18:2, | 7UE 30. 11008 AH IF 1O0 ZA 48 0 TOWER AT re oe Er AR ae ser en Tor Tr 2=4 | 20) 4801| 100 3338 47 30 TO ORTETZE NED ELITE STAR LTE A3 23 ern 2953. | Lu SZ LL 124 10,047.325| 100 3332 AT. = 20 Ergo er2 ES Ton en Enreo re Vanessa len 2 ESEL ENNTOIER 900 IELOT HA0 Zu TON 72105 406 30 VB SE a BZ Ta ET gon El 10 25:7 | 77 Sr2r2il 10 58% V Tor au 2 1003108 46 0 B2EE1028, r2 300 | rssnors nr ariar Iutar 2308 ıı 10:6, |r10r 57% | 10, 44:22] 109 31:0 45 30 Te 00 E20 un Arge ur 32.29, |.012.22:0,| 07 > 9=7. or Soc. |s10r 43.2 #10) 30:3 45 0 DEN OSH EUER SS2H LT ASS Ur 73278 | 170 20-7 | TI 7125| X0 154:8.|.107 42-2 | 10 29,6 44 30 DEE En regen ron maus nr 2592070015325 |120N Ares, 1o: 02808 44) © BEA OR ENTE 282 ET EEAOHOE TIL IDS-H IFTE ToSAı ur Auzllmron!52222| 1040577107280: 43 30 Da gN En 508 urssrasr u 2brat air 1480| m. 82=i6, | 10° 50-8 || 10) 39:0 | To 27=2 Asse DISS ET ea nr Bez lanr Zar an T2:o.ı TT 1.0, | 10) AgSA 10, 3729) | 10 2074: 42 30 EIS SSES LT Ar | DIES SeHETN 2X 90 | IrU 7050, | 70L 159537 1,10, "48:87 1710,,30:8,| 10 25.6 42, 76 ler Eo8 SL 4T=r | DEE SOS 7 RR TO ETT 8-77, | 2105257207 11027400, 1105 35:77 1,102 247 Normalwerthe 85. h i Tas or RE ee 152730 Meran fo% Welzuate | Su Wo) | 172.30. 132 20% St. gol To 28Klo oa Ar 92 a9!“ g0733:3 Damian lo, | 182 44%8 Seu2sar 8° 12'6 SE MO | 10 2a 1 10, num | 391498 9. 339 9 1ı18'0 GeR2.aT 8 462 8 303 5 14'4 50 30 MO 2 3EnrO, 507. 1.9 50©0 9 34°4 9 18'8 De 312 Be Ans 8 320 8 10°4 50 0 1aeoro To 956] 9 50 9 734.9 019.02 290 212 8 48'9 8. 33.=6 S7 718.53 49 30 Eross20=7 ho, 5-6 io Korg O0 38:4 9 20'3 De eg) 8 ;50'2 8 352 87720:2 49 0 N Sr De eo, OEEG OuEr2Hl0T 9.053 RE 80,3628 8 22'0 48 30 on une le RG ERLeg) 9,30°3 9 218 DER 8 528 8 383 87.2359 48 0 osmosow into. 25:3.| 9% Stro 9 36°8 RE gm 1803 8 541 8 399 Sry 47 30 Poor 4552 one lo 37:27 | (952302 9 9° | 8 55°4 8, Arnd .| 8772755 A770 BioseTsuz ro . 520.1=. 09° 52°3 9 37'6 DE23.9 9.1023 8 566 8 43'0 80.203 46 30 10109,182535 1010, 4=9, | >97, 51774 9 38°o0 9 24°0 9 112 35728 8 44'4 83057 46 0 10 7200,10: > A279 876 9 384 Ben ae 1 97, 122 2 85 59°0 Ss 46 0 8 329 45 30 Tower 7 4 10, Fast 9. Fr 9 .38°8 9 25'9 OSB TE 972083 Ss 47'4 8 346 45 0 Kom xoagE Lo 43.1.9: 517 | 9, 39°1 9 266 | 9 14°0 | GE TEA 84870 8 306°4 1 Diese Tabelle kann auch dazu dienen, um aus ihr für einen gegebenen Punkt (Av, A%) die normale Declination zu berechnen, statt sich hiezu der Formel 2) zu bedienen. znar, VEN, axonmn- uno ma oO "um. o° NONNONONON SIE SDR) Ana ao saaacam ° NONONNOoNoN un SOSE SEARION @a0000 nmnaxı+ıtxrvy m o09 tm %0 rum m. Normalwerthe d,. 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III. Isogonen zur Epoche ı8g0'o. Isogone von 9 a 10° | 92 33 | 7 | 6° 52 N Ber, i Kılenzo! | 10° 58'9 12° 49'5 14° 40'6 Eh) 18° 23:3 20° ı5'2 2a | RR“ BIO) Kor ann r2, .47°8 14 40'8 ı6 34°0 18 273 20. 021.8 ZI Nu N ELSE, 50 30 To ETa 12 45 9 14 40°9 ı60 36°0 TSYE3RHE 200 72725 2292356 24 20°I SomEo 10 47'3 12 44'0 I4 41'0 ı6 382 1 ee 20 33°1 22 32:2 | 2 30'8 49 30 107 43.2 2 Ag 14 qırı 16 40°5 18 40°2 20 40°4 22, 4090 1,24, AUS 4 0 ToL 39.4 a oe ı6 42°8 18 44°8 20 47°3 | 22 sooo | 24 53°2 48 30 101 35°1 ı2 37°4 | 14 41'2 10 7455172 0182 49.02 110.20235454 | 220.0 E25 eo 48 0 Io 29'4 12 35°0 | 14 41°L 16 47°5 | 18 54°3 | 21 1'7 23 974 25 17'4 47 30 10 24'5 200250) TASTEN 16. sort ı 19 59a 2 08 2301003 25003000 eo) ıo 19'2 12020608 14 40°9 ı6 526 io) 2 lelo ir SirjEte) 23 30°0 25 1 Aaz 46 30 ve) NEE) ne ARE TA 2020, |, TOR ED AR 23 40'9 RS OR 46 0 10 81 | D2sB2 AT eo lo | oe 210 3355 a 26 ı1'5 45 30 log zur 1272170 14 40°5 TE NOS 19, 20T 20 4253 2 4'0 26 26'4 45 0 RO a N Ro a eo ie ZT TS zu Toren _ 44 30 2) Bone | Ta ne, | 14 40°0 E20 35 197 33,4 22 09 | 24 293 | — 4 0 OB AZE ag 2 VOR a 397 ae 925 19 398 22 10:8 | 24, 427 | = 43 36 Os 45180 10.1258 1026 | 742.3952 17 “26 19 46°6 220 21,20, 2A 5b | — 43 0 _— | 125 082.0 14 389 ae a aaa || at — 42 30 _ MELTE ST 14 383 D7aTOsD 20: 0©8 ZI ASES Zu R27u0 — 42 0 _ IE Sgusy TA 37208 177272256 20, mans 22 Sa 250 432 _ I l Diese Karte ist auf Kosten und im Auftrage der kais. Akademie der Wissenschaften im k. u. k. mili- tär-geographischen Institute hergestellt worden. Auf derselben sind nur die Längen- und Breitenkreise in Intervallen von 0°5, die Grenzen Österreich-Ungarns, die wichtigsten Flüsse und die Beobachtungs- stationen in blauer Farbe eingetragen. Der grössere Massstab dieser Manuscriptkarte ' wurde gewählt, um die einzelnen Punkte der isomagnetischen Linien genauer eintragen und einen eventuellen kleinen Rechnungsfehler leicht entdecken zu können. Die beigegebene Karte | ist eine verkleinerte Reproduction der Manuscriptkarte. Die Isogonen für 1890-0 sind durch stärkere Linien dargestellt, die auch über die Grenzen des Beobachtungsgebietes gezogen erscheinen, jedoch nur gestrichelt. Die Isogonen wurden nur von Grad zu Grad gezogen, weil dies vollkommen genügt, um ein klares Bild der Declinationsvertheilung zu erhalten, und weil es sich nicht empfohlen hätte, noch mehr Curven einzuzeichnen und dadurch die Übersichtlichkeit zu erschweren. Der Verlauf der Isogonen über Österreich-Ungarn zur Epoche 1890°0 ist dadurch charakterisirt, dass die Isogone von 10° fast genau von Nord nach Süd, parallel dem Meridian von 14° 30’ E. v. Gr., ver- lauft, während die westlich und östlich von ihr liegenden Isogonen eine Neigung gegen die Meridiane zei- gen. Die westlich liegenden Isogonen von 11° und 12° verlaufen in der Richtung NE—SW, die östlichen von 9° bis 5° haben eine NW--SE-Richtung. Die Neigung der Isogonen gegen die Meridiane wird umso grösser, je weiter sie nach West oder Ost von dem Meridian von 14° 30’ abstehen. Will man erfahren, welchen Winkel ß die durch einen gegebenen Punkt gehende Isogone mit dem Meridian einschliesst, so hat man nur zu berücksichtigen, dass: dı 3 tangß= —, ) ar wobei dA und dr eine unendlich kleine Änderung längs des Breiten-, resp. Meridiankreises bedeutet. Bewegt man sich auf der ins Auge gefassten Isogone von dem gegebenen Punkte aus um eine unendlich ‚kleine Strecke, so ist längs dieses Weges die Änderung der Declination Null, während sich X um dA und » um dep ändert. Differentirt man daher Gleichung ! a) nach e,, p und X und setzt de, —0, so folgt: 30) : man! a+2cApy+dAr er Srerees b+dAg+2eAri Der Winkel ß soll im Folgenden von N gegen E als positiv, von N gegen W als negativ bezeichnet werden. 1 Maassstab 1: 2,000.000, während der Verkleinerung 1: 6,000.000 entspricht. 14 J. Liznar, Würde man in der Formel 3a) die aus Tabelle III für die einzelnen Punkte einer Isogone sich erge- benden Werthe von Ay und AX einsetzen, so erhielte man die Neigung dieser Isogone gegen die Meridiane, welche sie durchschneidet. Man kann aber auch die Ap und AX der einzelnen Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise einsetzen und so die Neigung derjenigen Isogone ermitteln, die durch jeden einzelnen Schnittpunkt geht. Diese Winkel ß sind in Tabelle IIIa zusammengestellt, wobei bemerkt werden muss, dass das Vorzeichen des Winkels ß nur in der ersten Zeile jeder Verticalcolumne gesetzt worden ist. Der letzte, in der siebenten Columne stehende Werth ist mit einem Sternchen versehen, weil sein Vorzeichen ein entgegengesetztes ist. Tab. IIla. Winkel ß,, den die Isogonen mit den Meridianen zur Epoche 1890'o einschliessen. h ? 10° | Dr | 12° | 13° 14° | un | 12 | 17° | Tg0 SIE Te nr Zr | so O2 W720 Fee) Bucı7 LNTa o 50 Du Sa RES DT | 49 9 47 2 44 WERE 3.31 1 23 045 2 54 er: 7 ı0 48 Io 17 8 8 5 58 3 47 1 34 o 39 2u553 ne 7.19 47 10 48 8 35 6 20 Au ı 46 09433 2 52 Bi MET = 29 46 RR=22 Or A 6 44 4022 058 o 26 2 9X 5, 20 7230 45 10) 9 36 7 ı0 4 4I 20 02 o 19 25 5X 521 TEST 44 12 39 Io 10 7 38 I) 2 27 o ıı 2 49 5 27 s 4 43 130023 Ko A| 3 8 Du PER o 3 2 48 5 34 8 18 2 14. Kl II 28 8 42 SW 3 I (7 2 47 ST 838 x ü 19° 20° 21 22° 23° | 24° | 25. 26° 238 Bro gone 1oSsasl | 12a | rassasln le Tbegole| 7827er Er 8 | arena Des 50 ge ur 4 Te BE a TO EE2O> 22031 24. 1% 49 9 16 Ken 2 ER af | ala zer BET 25.720 48 9 30 II 40 13 48 N TOWESON | 27088 23753. | a25eR5 47 9 45 ı2 0 TAWLZ 16 2 18 32 2080037 220.39 24 38 2b: 33 46 oh 2 120 222 14 40 EN eye Re za de 22027 25420 DER 45 Io 20 ı2 46 IS To Taste | 10, AS 22 2 2 2, 17 926, 278 28 20 44 #70 230 130 72 15 4I oe le 22 ;o 2, A 27 14 29 19 43 II [e) 13 40 ı6 ı6 | ı8 49 ZU 17, Zamarı zo 0 28, 74: 30 23 2 (ar 14 Iı 16 54 TOw33 22 Bu 20 57 | ZU 1 29 ı9 Sa Aus dieser Tabelle lassen sich die von einer bestimmten Isogone und den Meridianen eingeschlos- senen Winkel ß durch einfache Interpolation sehr leicht ableiten. ö Anstatt die Berechnung von ß nach Formel 3 a) auszuführen, könnte man hiezu eine bequemere For- mel anwenden, zu der man auf folgendem Wege gelangt. Durch partielle Differentiation der Gleichung I a) nach e,, », X ergibt sich: d.e;, = (a+2cAp+däAN) dp des = (b+dAp-+2eAN) ar. Um die Änderung des erdmagnetischen Elementes e, für eine Änderung der Breite, resp. Länge um Ap,, resp. AA, zu finden, müssen die vorstehenden Differentialgleichungen zwischen den Grenzen Ar AN. 2 0% = M Ast > integrirt werden. Es wird dann, wenn die entsprechende Änderung von e, mit Aye,, « resp. A,e, bezeichnet wird. — (a+2cAp+dAN) Ag, A,es = (b+dAp+2eAN) AN, Durch Division erhält man: A,e, _a+2cAp+dAN Ay, Dies br+dlp+2eaX AN, Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. 5} Nimmt man Ay, =AN,, d.h. sucht man die Änderungen A,e, und A,e,, welche der Änderung der Breite und Länge um denselben Betrag entsprechen, so ergibt sich: A,e, a+2cApg +dAN Mit Rücksicht auf 3a) ist somit: A,e; Ares 4) tangp = Hier bedeutet ß, wie es bei der Ableitung der Formel 3a) hervorgehoben wurde, jenen Winkel, den die isomagnetischen Linien mit den Meridianen einschliessen. Für den Winkel $’, den sie mit den Breiten- kreisen bilden, ergibt sich demnach: A,e; 5) tangf’ =, 3 Um daher den Winkel zwischen einer isomagnetischen Linie und dem sie in einem bestimmten Punkte schneidenden Meridian zu finden, hat man nur von diesem Punkte ausgehend die Änderung für den Bogerf#Ay, sowohl nach der Breite als auch nach der Länge aus der Tabelle der Normalwerthe (bei der Declination ist dies Tabelle II) zu entnehmen und sie in Gleichung 4) einzusetzen. So ist z.B. für den Punkt = 48° 0‘, A = 16° 0’ nach Tabelle II die Änderung für einen Grad A,d= —1'4, \d= —28'5, demnach: tang Ba = en i = 28°5 woraus sich ergibt: Ba = —2° 48". Nach Tabelle IIla) beträgt dieser Winkel, gerechnet nach Formel 3a), —2° 53‘. Es ist selbstver- ständlich, dass der Werth von ß oder ß’ mit Zuhilfenahme der Tabellen der Normalwerthe nicht so genau ermittelt werden kann, wie nach Formel 3a); die Unterschiede werden relativ umso beträchtlicher, je kleiner Bee oder A,e, wird. Aus diesem Grunde habe ich es vorgezogen, die in Tabelle Illa) angeführten Werthe nach Formel 3a) zu berechnen. Aus der Tabelle IIIa lässt sich Folgendes entnehmen. Für die Isogone von 11° und 12° sind die Werthe von ß, positiv, für jene von 9° bis 5° hingegen negativ. Die Winkel $, wachsen bei jeder Isogone von Nord nach Süd, da sich die Isogonen immer mehr und mehr von den Meridianen entfernen. Die Folge hievon ist, dass der Abstand der Isogonen nach Süd hin immer grösser wird, oder dass demselben Län- genunterschiede im Süden ein kleinerer Unterschied der Declinationswerthe entspricht als im Norden. So ist nach Tabelle II: Längenunterschied = 1°. Breite 11° — 10° 19° — 18° 27 — 26° 51° Er er 47 — 27'bo —27'25 — 2691 42 — 2206 —21'71 —21'38 Während also in der Breite von 51° für einen Längenunterschied von 1° die Declination durchschnitt- lich um 31'64 nach Ost abnimmt, beträgt diese Abnahme in der Breite von 47° nur 27'25 und in 42° gar Dur 21:72. i Eine weitere Folge der gegen die Meridiane geneigten Lage der Isogonen ist, dass die Declination auch längs der Meridiane verschiedene Werthe annimmt. Diese Verschiedenheit wird umso grösser, je weiter die Meridiane von jenem von 14°30’ nach West oder Ost abstehen; für den letzteren ist sie aber, wie bereits früher hervorgehoben wurde, fast Null. Zum Beweise des Gesagten diene folgende Zusammen- stellung nach Tabelle II. 1 Bei der Berechnung der Werthe der Tabelle II wurden zwei Deeimalstellen gerechnet, aber nur die erste beibehalten. 16 J. Liznar, 3reitenunterschied =|°. Länge Se —500 a7 402 A532 422 10 0: 5'05 5'30 5'56 I4 30 0'07 0'32 0°57 13 0 —=,3.93 —3755 — 3529 22 0 —28223 — 7'99 = 2 27 O —13°77 —13'52 — 13°26 Westlich von dem Meridian von 14° 30’ wird daher die Declination von Nord nach Süd kleiner, öst- lich hingegen grösser. Durchschnittlich wächst die Declination auf dem Meridian von i0° von Süd nach Nord bei einer Breitenänderung von 1° um 5'30, bei dem Meridian von 14° 30’ ist die Zunahme sehr gering und beträgt nur 0'32. Auf den Meridianen von 18°, 22°, 27° sieht man die Declination von Süd - nach Nord kleiner werden, und zwar durchschnittlich um 3:58, 7'98 und 13'52 für einen Breitengrad. Dies sind die wichtigsten Eigenschaften der normalen Isogonen über Österreich-Ungarn, die man übrigens aus der Darstellung auf Karte I mit einem Blicke übersehen kann, was den Hauptvorzug der graphischen Darstellung bildet. Die wahren, d.h. die von Störungen beeinflussten, Isogonen sowie auch die anderen isomagneti- schen Linien lassen sich nach dem für diesen Zweck unzulänglichen Beobachtungsmaterial nicht dar- stellen; dies wird erst dann möglich werden, wenn eine Detailaufnahme ausgeführt sein wird, was hoffentlich recht bald geschehen dürfte. Wenn man es hie und da unternommen hat, auf Grund eines unge- nügenden Materials den wahrscheinlichen Verlauf der wahren isomagnetischen Linien zur Darstellung zu bringen, so muss derartigen Darstellungen jeder wissenschaftliche Werth abgesprochen werden, denn sie sind mehr oder weniger Phantasiegebilde oder wenigstens etwas sehr Willkürliches, das Jeder nach seinem Gutdünken abändern könnte. Inclination. Die normale Inclination für die Epoche 1890°0 kann nach folgender Formel berechnet werden: is = 63° 17'20 +1'98+0'803728 Ap —0' 101749A% —0'00019550A?o+ +0'0000584458 Ap AX +0'0000252320AN?. Hierin ist 63° 17'20 die in Wien für 1890-0 bestimmte Inclination, 1'98 der Betrag der Störung in Wien, i, die normale Inclination eines beliebigen Punktes in Österreich-Ungarn, Ay und AX dessen Breiten- und Längen-Unterschied gegen Wien in Minuten. 6) Um ein Bild der Vertheilung der Inclination zu erhalten, d. h. die Isoclinen zeichnen zu können, wurden nach Gleichung 6) die normalen Inclinationswerthe für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise für jeden halben Grad berechnet. Diese Werthe-enthält Tabelle IV. Tab. IV. Normalwerthe ;, der Inclination für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı18g0°o. x ? 930% Tor ol 10° 30" Ireso% | 170 30% ar 120730. 130.20, 132 30. Bias oi | 66° 30!o | 66° 26!7 | 66° 23'4 | 66° 20'2 | 66° ı7!o | 66° 13!9 | 66° 10:8 | 66° 7:8 | 66° 4!8 SE 6) 005 +87 | 60 3"4.1706, 200 65, 8080,05 556 lose 152-165 4922| VOR er Se 50 30 | 65 azı |65 43°7 | 65 40°3 | 65 37°0|65 33°7 |65 30°5 |65 27'365 241 | 65 2r’o Kosmo 65 025-1 |.65 21°6 6513-2 |.667, 1428 108, ca |l6n 8-2 108, 1520, More Seren seh 49 30 65 2:8 |64 59:3 |64 558 | 64 52-4 | 64 4900 | 64 45'6 | 64 42°3 |64 39°1 | 64 35°9 4 0 64. aosı |164 30°5 |164. 33.0.1 04 298 1564 26°. 1064 22.7 | 64 19°3. 042 1620 0A2Er2=8 48 30 | 64 ı7ı | 64 13°4 |64 9°9|64 6:3 |64 2°8|63 594 | 63 56:0 | 63 52:6 | 63 49°3 48 0 63 53:7 | 63 5o:o | 63 46-4 | 63 42:3 | 6% 392 |63 ,35°7 | 63 32°3.| 63 28.063 >55 47 30 63..29°9"1 63. 262 165 228.08. 77859)108 15234 103,7 07.72.0302 28827 Koss nbsue Te Fe) | 63, 5°81163 .2©0 | 0258-3. 62. 54:61 02 5120| 02. .47-4 | 02° 4328|0022240=341.62243678 46 30 | 62 41:4 | 62 37:6 |62 33-8 | 62 30-0 |; 62 26:3 |62 227 | 62 19:1 62 155 | 62 120 A) 1162 2,10:.01102 Ta oz SO EZ | 6201032 617%572011.07,85320210020.5053, (babe Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 17 \ ? 9230! | io2 0! 10° 30" TLO220% 11° 30) 12° 0! 12°730, 13000 132 30 As 70% 61° 51!4 | 61° 47'5 | 61° 43'6 | 61° 39'8 | 61° 36!0 | 61° 32'2 | 61° 28!5 | 61° 24'8 | 61° 2ı!z I) OmmE2U0n Or 21.0807. 1870801, 19427 07° 10222 )7600. 5624001 2.7. |100° 58-.9%1 60, 551.2 44 30 61 0272.607 50/0 |760 52.0 | 60° 48:7.|.00, 44°2 1160, .Ao=3Al 60 30.5, || 60° 327 | 60. "29:0 Au 1.0) 605833.001060,.298,| 00/257 | 60: 21:7. | 60. 17.301.060. 13©0, | 00. 10.0.'60, 6©1 | 66 24 43 30 60 73\)60 32|59 59'171 |59 550|59 5Iro |59 470 |59 A3'L | 59 39°2|59 25'4 43 0 | 59 40°4 | 59 36°2 | 59 32°1 |59 27°9 | 59 23°9 | 59 19°9 |59 15.9 |59 119 | 59 8 42 30 |59 ı32|59 89|59 47|59 0'5|58 56:4 | 58 52°3 | 58 48:3 | 58 44°3 | 58 40°4 42 0 BOBEARSSEESSE A022 58, 3720 58 328 | 58 286 | 58 24250 | 1585.20:4017580 10-3258, 1223 x ? ME 0% TASE2 30) 152 20n use ao | no® o' log SRolN Tol 172 30\ Sc no Sesaor Bon on Bone Son HoSS or nae osoN En LoRerAr ler os Aas NSS Az 05223950 DO: oysaora KosEa7n1 0554:27| 65 372401055.28264 05, 25.8 1052 235005 20:4 |105 7757 50 30 BEBETST ON LOSE 1EOR MOSE 12202 | 060 Kos Kon 6720| 050 73248 605, 1020, 102° 1579 |, .042 55:72 ;5o 0 64 55:5 | 64 52°5 | 64 49:5 | 64 46°5 | 64 43°6 | 64 407 | 64 37°9 | 64 351 | 64 32°3 49 30 O4 3270 1046.29::051504.22.0:.5, 1,042 232541004. 202027042 17.05.04 14:7. 1.64 12:9 1.04 951 49 O0 GAEI0L/0u 020 0,7421 020823234 1.045, 2.05241.032357220 1032454922 10632, 50337103, 48-2217032 ASS 48 30 63 461 | 63 42°8 | 63 39°7 | 63 36°5 | 63 33°5 | 63 30°4 | 63 274 |63 24°5 | 63 216 43 0 bSme22225 163018200 NOS | 0a r2n 2034 0 oz 162531003, 3537.08 2.0.3.11627 157103 47 30 02E25,82.08 162 na 70 O2 nee 02748020 462 21200 022 AT: 8110238-7211022 13557215020 3227 a7 o 029033249100622305021,02.202.75 11.020523, 41 10252.20:28 50282 171.02 10020 [13582.,,02. 1057. 1622 757 46 30 Dass S501622 Sn 02 ar | 61 BSD42 KOT SSC7 1 008 nn 82, 0074800107 Ay 0% 4203 46 0 O0 13222 K07E73947.210722302 35 |K6m 232208 402. 29:.0,|101. 20-3) N6rE 2320, 1,07 17953. |,07 100 45 30 Orr. 2072 Tao | 01.7026, ,.61 Ta Mor 3272 10722027100, 57.57410017 5358111608 15076 45 0 6o 51'6 | bo 48'0 | bo 44°5 | 60 4r'o | 60 37:6 |60 341 | 60 30°8 | 60 27'5 | bo 24'2 44 30 MOB 260 2 72100 1BETElNboR TA | 609017..01 1,00% 771.07 060°. 4221007 0287| 1597 25728 44 0 59 53:6 |59 54°9 | 59 51°3|59 47 7 | 59 44°1 | 59 40°6 | 59 37°2 | 59 33°7 | 59 30°4 43 30 59 316 |59 27°9 | 59 24'2 | 59 20°5 na 10 29415970323, 1459277 92871:597 20537 504,253 43 0 59 42,59 0'4|58 50°7 |58 53°0 | 58 49°3 | 58 45°7 | 58 4A2'ı | 58 38°6 | 58 35'1 42 30 Doz 02, 550132500 7582 98287 ERS ET 80 272 | 58 | 58 ı14°1 58 HTorsı E58, Pro 42 0 SB SH n58 4:5 | 58 for6ı 57 56-8 57 53:n| 57 Aoıa |.97 457 | 57 A2so | 57 38:4 a © 18° 30' 192200) 19° 30' 20% 0, 20° 30 212 0) 21° 30" 220% 22° 30" Buen3o% 65° 37'4 | 65° 34'9 | 65° 32'4 | 65° 300 | 65° 27'7 | 65° 25'3 | 65° 23'1 | 65° 20'9 | 65° 18'7 DK) GNS 0 10588202209 055. ToumE 055,.72505 05 2502, 10650..2291 08. ;0:8, 1064 -58©3: 1,04. „50-0 50 30 64 52:6 |64 49:9 64 474 | 64 44°9 | 64 42'4 | 64 40:0 | 64 37°6 | 64 35°3 | 64 33°0 ;so o 64 296 | 64 27:0 |64 244 | 64 218 | 64 193 |64 16°8 | 64 14°4 |64 ı20|64 97 49 30 64 64|64 3°6|064 10 |63 58:4 |63 558 |063 53:3 |63 50'8 | 63 48°4 | 63 46°0 49 0 028872.7,9110639:905:02 263123725, 11630 3456: 15632 32.0.1063, 29:4 1103. 26:9 | 637 24-2 | 03: 2x9 48 30 DSWErSE 7 0S nn 200 0063073525 |076502 10:4% 1603, 17:8 .030 522, 10635, 2.0, 163° ,0©0) | 62, ‚57.%5 ASe7o DESBR AS BO2EE SITHe 02 aSur DEAN. 02 432 | 62, AosıE. 02 37.9, 1n062 35°3 | 62 32"8 A730 0626202701028. 202.831502 223.20) 1022 21:12 1062. 13:3, | 02. 150 162, 12.9 | 62. 10:3.| 62 uf] Aa Oo ca ee Na er SE | SR oe | oe | or ER 4b 30 Grpz02 su Lore souzE Korzeaszar 07 30-4 61, 275 | 01 24:0 | 6r 21-8 | 67 109©1 | 01. 1078 46 0 Guess Kor ro5, Koyss7 a Bor Err 5 n0r 725 | 00058320. 160, 55:8; | 001 53:0 | 60 5o”2 45 30 60027724 ,005.44.731 11,00. 47:25.600.3822%,00. 3522| 00° 32:3 | 00 29:4 |.60. 26:5 | 60 23.7 45 0 Vom er ou R0oBa 7282| Hom LA bo e17200 | 002 78:6, 00, 75462, 00° 26) 595927 | 59. 508 44 30 59 54°2 | 59 5ı°o | 59 47°8|59 44°6 | 59 ars | 59 38°5 | 59 35'5 | 59 32°5 | 59 29°6 AO Bow 2702 1150723781159 20:5 89 17.359.142 \59 ı1°n |59 80|59 570o|59 2 43 30 53, 5905. |587 5072| 58. 52:9 | 58 49:7 | 58.405 | 58 43:3 | 58 40o'2 | 58 37'2 | 58 341 Zieh Des SIE 28 u 58a 58 an 58a | 58 18,2% 587 1270: | 58, 85958) 15:9 42 30 Sa 030 575050575353 57 Soro 57 46-7 | 57 aa:s | 57..40:3:| 57, 37:2 42 0 Dr 3 2100 USE SAN ET 2SLOn ET DA One 7e 21:2 | 57 17.0 | 57 ,14%6 57 1174 |.570. 802 SL 30% OSTSEE an os 650 10!4 | 65°, 85 0527 686 | 65% al o5e lg 650 5, To 64 53:8 | 64 51:7 |64 496 | 64 47'060 |64 45:6 | 64 43'060 | 64 417 | 64 39°9 | 64 38°0 50 30 64 30:8 |64 28:6 | 64 26:5 | 64 244 | 64 22°3|064 20:3 |64 18:3 |64 16°4 | 64 14:5 Komo 64 74\064 52|64 3700| 64 0:8|63 58:7 |63 56:6 | 63 54:6 | 63 52°7 | 63 507 49 30 63 4306 |063 Ara | 63 39:1 | 63 36°9 | 63 34:7 | 63 32°6 | 63 30°6 | 63 28:5 | 63 26°6 49 0 O8. 1925505, 17.222103 14:09| 63,126 | GES 70=47 1030 48232035 16:02 03, asır 103, 52:6 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. 3 18 J. Liznar, —————————————————————— 7 3 In222 0 W250. Do | 2 ee 20% aS30% 20. 20) 2b goes | 2700 | | | | 48° 30' 62° 55!ı | 62° 52!7 | 62° 50!3 | 62° 48:0 | 62° 45'8 | 62° 43'5 | 62° g1!4 | 62 39'3 | 62° 37'2 438 0 62 30'3 | 62 27°8 |62 25°4 | 62 23:1 | 62 20°7 | 62 18°5 | 62 ı16°2 62 14:1 |62 11,9 A730 62. 523 622, 22.00 K02E 022 or ONE 3327007 3.021 6 25028. |..orr zA8srE Konssabiss A7o 61 39.06 | 6x. 3750| 02. 3425 | 60, 32272012 2056,02 27/55 K01222A%0 "6x S22l.7) Or 220% 46 30 DL. SL a Vote gt 8:6 | 61 O-TON 3-6 | 01 ı°ı | 60 58'8 | 60 56°4 | 60 54°1 4b 0 6o 47'5 | 60 44'9 | bo 42'2 60! 39:7: 1,00. 37-1 |.00. 34.71.60 32:2) 700. 29.87 |1005227,2 45 30 60. 20:9, |:60. 18.2.1060. 115:02.60, 7294| 00.1074 .00 27281 1009075732 1000772290 N00222088 45 0 59 540 | 59 513 | 59 48°5 | 59 45°9 | 59 A3'2 | 59 40:6 | 59 38.1 | 59 35°0 | 59 33°1 44 30 59. :26°7 | 59702339) 1,59, 21.222].59 218774210505 21:5:275 15952732.02]759220025) 115 0552 0H Es Sue 33 44 0 53 59°. | 58 56:3 | 58 5374 | 58 507 | 58 A779 | 58 45:2 | 58 4276| 58, 4070| 58 374 43 30 58, 371..211,286 28.21 0802524 1158, 22.150) 582 10272], 58017, 0005, 8a | 58 un6 | 58 90 43 0 58 2°8|57 59°9 |57 56°9 |57 5a°0o | 57 51'2| 57 484 | 57 45°6 | 57 42°9 | 57 40°3 2 30 57 3A 0570 BaTuıE570 28312 057 252522 57 are 16:6 | 57. 132.9 nj087. 22 2 0 Se a Sy zo) 50° 75970)| 50.500, BO 053 ns en 56 47°3 | a0 4a 56 41'7 Man ersieht aus diesen Zahlen, dass die Inclination im Allgemeinen von Süd nach Nord wächst, dass also die Isoclinen die Längenkreise schneiden. Um den Verlauf der Isoclinen darzustellen, wurden in gleicher Weise wie bei der Declination die den Durchschnittspunkte der Isolinen mit den einzelnen Meri- dianen zugehörigen Breiten durch Interpolation aus Tabelle IV bestimmt. Die Coordinaten dieser Schnitt- punkte findet man in Tabelle V. Die nach diesen Daten gezeichneten Curven sind auf Karte 2 stark aus- gezogen, respective gestrichelt, wo sie über die Grenzen Österreich-Ungarns hinausgehen. Tab. V. Isoclinen zur Epoche I8ßgo 'o Te ae aa Isocline von \ 65° 64° 63° 62° | 61° 60° 59° | 58° I ge 2 I 1 I} 9° 30' | 49° 20:30 48° 81 | 46° 52:9 | 45° a0'2 | 44° 29!9 | 43° zı'g | 42° ı5'7 | 41° 113 5 1010 | 49 30"9 | 48 12:8 | a6 57°5 |45 449 | 44 34°6 | a3 2073 | 42 2074 | 41 ı16°0| = 10 30 49 35°6|48 ı7°4 47 z'ı |45 494 | 44 39'143 3170 | 42 24°9 | 41 200 = 1 49 40°2 48 22°0 |47 6'7|45 54°0|44 43°7 | 43 35°6 | 42 2975 |aı 251 = ıI 30 49 44'748 26°4 47 1171 |45 58°5 | 44 48°2 | 43 401 | 42 33°9 | 41 29°6 = Iı2 0 49 491 MB 308 |a7 15°6|46 2:9 | 44 52'643 44°5 | 42 38°4 | 41 34°0 — 12 30 49 53°4 148 35°1 [47 199 |46 73 |44 56°9 | 43 48:9 | 42 42°7 | a0 38°4 = ER) 49 '57°6|48 39°5 |47 24°0|46 ı1°5 |45 173 |43 5372 |42 a7ıı |aı 427 = 3,88 50. :7:0.1748 43:7) 147, 28-42 40 055812457 1555717430157 730) 4225 375221 HAT 94740 = 14 0 50 10“0 | 48. 47:7 | 47, 13225 1540) 19797) 45) 1907 | ARE 1502 42225525 AN = 14 30 50% 10°0| 48 51:0. 1.47 365646 24:0.|45 1328 | 44, 5270427250562 Ar5558 = 15 0 | 50 140 |48 55°8 | 47 40°6 |46 28°0 45 ı78|4 97|43 3°6|41 594 mi E30 | 48 89:7 147 44:6 |46. 31°9 45 21°8 |A4 1378 | A3 750 | 42 Wa7ar ALZoe7 ı6 0 | 50 21°8 149° 736. |'47 1484 | 400335 9.| AS Zu ar as ı1206 |42 773 | 41 4'8 16 30 | 50 255149 7'4|47 52'2|4b 398 | 45 29°5 | 44 21.6,| 432 15.0, 142072 73010413857 Inu o, | 50 29°3 | 49 ı1'2 47 56°0 |46 43°6 |a5 33°4 | 44 25°3 | 43 19°4 | 42 1571 | AT 12°6 17 30 |30° .32"8%| 49° 14°8 | a7 59:6 | 46 47'3 | 45 37'2 |44 29:1 | 43 2372 | 42 18.9 41 10°%4 18 0 50 36:4 |49 184 48 33 46 50°9 | 45 40'8 44 32:8 | 43. 26:9 |42 22:7 |Ar zo ı8 30 so 349|49 2179 48 69 |46 544 |A5 44°5 | 44 36°5 | 43 30°5 | 42 26°3 | 41 23'8 19 0 so A434 | 49 254 | 48. 1050| 46 58:0 ,|,45 4807| 44 40,10) .437 345017427 730707 nr 2 19 30 so. 46'6 | 49 28°7 |48 14:0 |47 174 |45 505 |44 43'060 | 43 37°7 | 42 3370) 41 3170 20 0 | 50 50°0 |49 32:1 148 ı7ı a7 49|4a5 549 |44 47'1|43 Al’2 | 42 37:1 | 41340 20 30 50 53°2 |49 35°4 |48 20°5 |a7 82 |45 58°3|44 50:5 | 43 44°6 | 42 406 | ar 381 210020 50 56°'2 |49 386 | 48 23'7 | 47 11:50] 46° 1:6 | 44 ©53°8 | 43 48.0) | 42 44:0 | AI 41°6 21 30 50 59:3 |49 41:7 |48 26°8|47 14°8|46 4°8|44 571 |43 5174 |42 ara | 4 45°0 22 0 |sı 23/49 447 | 48 300 |47 ı78|46 80|45 0'3|43 54°6 | 42 50°7 | AL A855 22 30 SI 893.049 May7 | 48 BB351 | Ay 20:9,| Aosursa las 7370 243-5728) eA2EnnS Jan ee A 51 8:2|49 507 | 48 36'0|)47 24:0 | 406 14'3 | 45 67 | 44 1:0 | A257 IT| Ar 5428 23 30 ER no ER 48 039-1. 1147 27:0 146, 2753,|45% 077. 44 450, KAsgero sn 275850 24 0 | St 1377 149 5062 | 48 A1°8 | 47 2958 | 46 20027745 1277| 44, 7u1 A302 3537 2422 750 24 30 | 52 16:3 |49 59:0 | 48 44°6 |47 32:7 | A0gg23°ı |45 15°7.|44 10-1 a3 053 |a2 41 25 0 | 5t 18:9 | 50 1:7 |48 47:3 |47 35:5 | 40 25°9 |45 18°5 | 44 Haurrası an n42) 72 25 30 | 5ı 2t4|50o 4°3 |48 5o'0o | 47 38:2 | 46 28:8 |45 2174 |44 1559 |43 1272 |42 1071 26 0 5t 23°9 |5o 68 48 526 |47 40'9 | a6 314 |45 24'2 | 44. 18:7 |,43. 151 42 130 26 30 | sı 26°2 | so 9:2 |48 550 |47 a3'5 | 46 34:1 | 45 26°8 | 44 214 |A3 17°9\42 158 ZT RO ‚51 286 | 50 117 |48 57:6 147 Ab°ı | ab 36°7 |A5 29:5 | 44 24°2 |43 206 |42 18°6 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 19 Die Isoclinen verlaufen in der Richtung SW—NE und sind unter einander fast parallel, es nimmt aber ihr Abstand von Nord nach Süd ab. Den Winkel ß, welchen sie mit den Breitenkreisen einschliessen, ersieht man aus Tabelle Va. Nach derselben nimmt die Neigung (gezählt von E gegen N) längs jeder Isocline von West nach Öst ab. Tab. Va. Winkel ß;, den die Isoclinen mit den Breitenkreisen zur Epoche 1890'o einschliessen. j ) dag ze ee EN ; Ko oe 72 re 14° Tsosll rose 172 18° I | BIS BERRog2 222335. N en ee ee | 50 ESIRToE E33 8 E17 128 re Base 730 71a 002 759 Me 49 Sag era 8 | Se aan] 7 2% | 07747 48 SER BSrE Ss Sms Ss erzassıe 7, 100772067. 16.350 47 ST SE 3sn | 8218 82 Arge esse 7 217, 27 007755 40 SEAT SB LSB | SD 7 Bolero 2370572 =.90.| 10: 5 45 8 47 87,337 v8 19 8 Fr TEST 758 2 ara 120, 55 44 Sera SE 330 11988 67527 39u 720217713: 077° 70 43 s 46 SE327 7 872109 SO se TRAT 728 TE ” 2 42 DIES N RR 0 | EN VERS En rer: | | x ? | oo 5 587 ‚o SET o co Lose 20 21 22 23 24 A te 272 | SS EI TEE zo zn ee | 50 6 29 6 14 Mb) 5 44 BE ZI SEE BEO 4 46 4 32 49 Bes OyErS0 1.04 2 300175,.49, #32 35%.|. 5,20 1.5. 1 a5 04 89 | 48 OS DET 0 TI SER Sal A011 55220152 12 Ansgar | 47 6 39 OZ 6 Tr BES 5 44 BEZ BELS 5 4 AST | 46 6 42 6 28 (RR heie2 5.49 Bee30 B0e23 ko) A 45 E45 0553251 50 BAT 954 | EEE 5 Aa 523 rs 15 | 44 DEKA 03568100222 015010595 1258,57 5.7 AA: 1 150.327, 91, 75, 2 GR | 43 0 so W977, Tre wen HOSE Dar PEyEe Eee Eee | 2 002722 00% 40%. 1.0028 6 167 1.01% | 02 AT 5.29 DT, Horizontal-Intensität. Zur Berechnung der normalen Horizontal-Intensität für die Epoche 1890-0 dient die Formel: hs = 2:0670 — 32:3 —7'32528A9+1°27730AX +0 :00049719Ap? + N +-0:000054296 AP A% +0:00013968 A? Die Zahl 2:0670 bedeutet, ganz ähnlich wie bei den beiden vorhergehenden Elementen, den Werth der zur Epoche 1890-0 in Wien ermittelten Horizontal-Intensität, die Correction—32°3 (in Einheiten der 4. Decimale des Mm.,- Mgr.,- Sec.-Systems) den Betrag der Störung in Wien, Ay und AX die Breiten-, respective Längen-Differenz gegen Wien in Minuten. Die mit A» und AA behafteten Glieder der rechten Seite geben ebenfalls Einheiten der 4. Decimale. Tabelle VI enthält die nach der vorstehenden Formel für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise berechneten Werthe von h,. Nach diesen Daten wächst die Horizontal-Intensität von Nord nach Süd und längs der Breitenkreise von West nach Ost, so dass die Isodynamen einen den Isoclinen ähnlichen Verlauf zeigen. Die Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Meridianen findet man in Tabelle VII und die nach derselben gezeichneten Curven auf Karte 3. 20 J. Lienar, Tab. VI. Normalwerthe 7, der Horizontal-Intensität für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 1890°o0. x ? 9° 30! || 10° ol 102302 ro iTesollT22 ol Er22EzollEr32E0N E50 5ı° 30' | 1'8721 | 18756 | ı 8792 | 1'8828 | 1'8864 | 18900 | 1'8937 | 1°8973 | 1'9010 [0 Gr) 18936 | 18971 | 1'9007 | 1'9043 | 1°9079 | 1'g115 | 1'gısı | 19188 | 19225 5o 30 1"9152 | 1'9187 , 1‘9223 | 1:9258 | 1'9294 | 1'9331 | 19367 | 1'9404 | 1'9441 5o 0 1°9309 | 1'9404 | 1'9439 | 1°9475 | 1°95I1 | 19547 | 1'9584 | 1'9020 | 1:9657 49 30 1'9587 | 19622 | 1:9657 , 1'9693 | 19729 | 1'9764 | 1'9801 | 1’9838 | 19874 49. 0 1'9805 | 1'9840 | 19876 | 19911 | 1'9947 | 1'9983 | 2'0019 | 2'0056 | 2'0093 438 30 2'0025 | 2'0060 | 2'0095 | 2:0130 | 2:0166 | 2'0202 | 2:0239 | 2'0275 | 20312 43 0 2'0245 | 20280 | 20315 | 2:035ı1 | 2:0386 | 2°0423 | 2'0459 | 2'0495 | 20532 47 30 2°0467 | 2'0501 | 20537 | 2'0572 | 2'0608 | 2:0644 | 2'0680 | 2:0716 | 2'0753 AERO 2"o089 | 2'0724 | 2'0759 | 2'0794 | 2'0830 | 2:0866 | 2'0902 | 2:0938 | 2°0975 46 30 20912 | 20947 | 2.0082 | 2:1017 | 2'1053 | 2:1089 | 2"I125 | 2’ı161 |72 1107 46 0 2.1736 | 2100 |, 272062 F27247 27276 In2ur3r2 2 1348 | 2'1385 | 2°1421 45 30 2"1361 | 21395 | 21430 | 2-1466 | 2’1501 | 2:1537 |.2°1573 | 2:1609 | 21645 AnRO 2:1587 | 2:ı621 | 2:1656 | 21691 | 2°1727 | 2:1762 | 2'1798 | 2:1834 | 2:1871 44 30 2"ı813 | 2'1848 | 2'1883 | 2'1918 | 2'1953 | 21989 | 2'2025 | 2'2061 | 2'2097 AERO 2'204I | 2'2075 | 2'2110 | 2'2145 | 22181 | 2 2216 | 2'2252 | 2:2288 | 22324 43 30 2'2269 | 2'2304 | 2'2339 | 2°2374 | 2'2409 | 2'2445 | 2 2480 | 2'2516 | 2'2553 Re) 2"2499 | 22533 | 2'2568 | 2'2603 | 22638 | 2'2074 | 2'2709 | 2'2745 | 2'2781 42 30 2.2729, | 2°2763 | 2°2798 | 2.2833 | 22868 | 2:2004 | 2:2039 | 22975 | 273011 420 6 2‘29b60 | 2:2994 | 23029 | 2'3064 | 23099 | 2:3135 | 2:3170 | 23206 | 2°3242 | | x ? I4° 0\|-14°%30"| 15° o' 18%250%016°8 [öl 162 ol 2772201077 22302 07822002 Sun=30) 19048 | 1'9085 | 1'9123 | 1'9I6I | 1'9200 lı 9238 | 1'9277 | 1’9316 | 19355 ee Be) 1'9262 | 1'9300 | 1'9338 | 19376 | 2°9414 | 1'9453 | 1'949I | I'9531 | 1'9570 50 30 1°9478 , 1"9516 | 1'9553 | 19591 | 1°90629 | ı 9668 | 1'9707 | 1'9746 | 1:9785 Kr 1'9694 | 1'9732 | 19769 | 1'9807 | 19846 | 1'9884 | 1'9923 | 1'9962 | 2’0001 49 30 1'9912 | 1°9949 | 1'9987 | 20025 | 2'0063 | 2:0101 | 2‘0140 | 2'0179 | 20218 49 0 20130 | 20167 | 2'0204 | 2'0243 | 20281 | 2 0319 | 2'0358 | 2'0397 | 2.0436 48 30 2°0349 | 2'0386 | 2 0424 | 2:0462 | 2'0500 | 2:0538 | 2:0576 | 2’o615 | 2°0654 48 0 20569 | 20606 | 2:0644 | 2’o681 | 2'0719 | 2'0758 | 2:0796 | 20835 | 2:0874 47 230 2'0790 | 2:0827 | 208064 | 2:0902 | 2'0940 | 2'0978 | 2:1017 | 2:1055 | 2:1094 ATO 2-1012: | 21049 | 21086 | 21124 | 2171062121200 |2°7238 | 2127711 2:1310 46. 30 21234 |N21277 | 21309 | 2'1346 | 2 1384 | 2°1422 | 2:1461 | 21499 | 21538 46 To 2'1458 | 2'1495 | 21532 | 2°1570 | 21608 | 2:1645 | 2 1684 | 2°1722 | 2°1761 45 30 2'ı682 | 2'1719 | 2:1756 | 2°1794 | 2'1832 | 2'1870 | 2'1908 | 2'1947 | 210985 Fer) 2"1008 | 2'1945 | 21982 | 22019 | 2:2057 | 22005 | 2'2133 | 2.2172 | 2°2210 44 30 2'2134 | 2'2171 | 2°2208 | 2°2245 | 22283 | 2'2321 | 2'2359 | 22398 | 22436 44 0 2'2361 | 2'2398 | 2'2435 | 22472 | 2°2510 | 22548 | 2:2586 | 2'2624 | 22663 43 30 2'2589 | 22626 | 2 2663 | 2'2700 | 2'2738 | 2'2776 | 2'2814 | 2'2852 | 2:2891 43 0 2°2818 | 2:2855 | 2°2892 | 22929 | 2'2007 | 2°3004 | 23042 , 2°3081 | 23119 42 30 2'3048 | 2"3085 | 2.3121. | 203159 |,2:3196 |, 243234 | 2327227225310 )0225349 42 0 2°3279 | 2'3315 | 23352 | 2'3389 | 2'3427 | 2'3464 | 23502 | 2'3540 | 23579 2 £ 18° 30'| 19° o'| 19° z30'| 20° o'| 20° 30'| 21° o'| 21° 30'| 22° o'| 22° 30' BIaw5cH 1'9395 | 1°9435 | 1°9475 | 19515 | 1'9556 | 1'9597 | 1'9638 | 19679 | 1°9721 Ge) 1"9609 | 1'’9649 | ı 9689 | 1'9730 | 1'9770 | 1’98ıı | 19852 | 1'9893 | 1'9955 50 30 1'9824 | 1'9864 | 19904 | 1'9944 | 1'9985 | 2'0026 | 2‘0067 | 2'0108 | 2'0149 50. 70 20040 | 2’0080 | 2:0120 | 2'oı6o | 20201 | 2'0241 | 2'0282 | 20323 | 2'0365 49 30 2'0257 | 2'0297 | 20337 | 20377 | 20417 | 2°0458 | 20499 | 2:0540 | 2°0581 49 0 2"0475 | 2'0514 | 2°0554 | 2°0594 | 2 0635 | 20675 | 2'0716 | 20757 | 20799 48 30 2:0694 | 2'0733 | 2:0773 | 20813 | 2'0853 | 2'0894 | 2:0935 | 2°0976 | 2'1017 48 0 2'0913 | 20953 | 2'0992 | 2 1032 | 2'1073 | 2’ı113 | 2'1154 | 2'1195 | 2'1230 47 30 21134 | 21173 | 221213 | 271253) | 21203 | 291333, jB2S13 aa | Zur 2 oTAno 47 0 2°1355 | 2'1394 | 21434 | 2°1474 | 2'I504 | 21554 | 2°1595 | 2'16306 | 2:1677 46 30 21577 | 2'ı616 | 2’ı656 | 2'16096 | 2‘1736 | 2°1776 | 2’1ı817 | 2°1858 | 2°1899 46 0 2'ı800 | 2'1839 | 2'1879 , 2'1919 | 2'1959 | 2'1999 | 2'2040 | 2'2081 |; 2'2122 45 30 2:2024 | 2:2063 | 22103 | 2'2143 | 2°2183 | 22223 | 2-2263 | 2'2304 | 22345 AB. 0 2'2249 | 2'2288 | 2 2328 | 2°2368 | 2°2407 | 2 2448 | 2'2488 | 2'2529 | 2'2570 44 30 22475: | 2°2514 |°2-2554 | 2%260931) 1022633, W2r2py 50 W227 TA 227 BA 227 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. en r 18e730N 792 0) 179° 30X| 20° o' 20° 30"| 2ı© 0!'| 21° z0'| 22° o)| 225 30) Aa or 2'2702 | 2'2741 | 2'2780 2‘2820 | 2'2860 2'2900 | 2'2940 | 2’2981 | 2°3022 43 30 | 2'2929 | 2'2968 | 2°3008 | 23047 | 2'3087 | 2'3127 | 23167 | 2'3208 | 2'3249 43.20, 23158 | 2°3197 | 2'3236 | 2°3276 | 2°3315 | 2°3355 | 23396 | 23436 | 23477 42 30 2'3387 | 2'3426 | 2'3465 | 2'3505 | 2'3544 | 23584 | 2°3625 | 23665 | 23706 42 0 | 2'3617 | 2'3656 | 2'3696 | 23735 | 2'3775 | 23855 | 23895 | 2°3930 | \ | ? Pro 2702| 24 ol ZA zollezmeoN 20 zoLlR20cn ollır20S 300272 0) T I 52 30) ı"9763 | 1'9805 | 1'9847 | 1'9890 | 1’9933 | 1'9976 | 2'0019 | 2'0063 | 20106 5I [6) 1"9977 | 20018 | 2‘o061 | 2:0103 | 2:0146 | 2'0189 | 2'0233 | 2 0276 | 20320 50 30 2"01gI | 2'0233 | 20275 , 2'0318 | 2'0361 | 2'0404 | 2'0447 | 2 0490 | 2'0534 Bor no 2'0407 | 2'0448 | 2'0491 | 2'0533 | 20576 | 2:0619 | 2'0662 | 2'0700 | 2'0749 49 30 2'0623 | 2’0665 | 2'0707 | 2°0749 | 2'0792 | 2'0835 | 2°0878 | 2'0922 | 20965 49 0 2'0840 | 2 0882 | 2'0924 | 2'0967 | 21009 | 2'1052 | 2’1095 | 2’1139 | 2'132 48 30 2"1059 | 2’ııo0o | 2'1142 | 2’ı185 | 2°1227 | 2'1270 | 2'1313 | 2°1356 | 2°1400 AST E 0 2°1278 | 2-ı3ı9 | 2'ı361 | 2°1404 | 2’1446 | 2'1489 | 2°1532 | 2°1575 | 2'1619 47 30 21498 | 2'1539 | 2"1581 | 2’1ı623 | 2°1666 | 2'1709 | 2'1752 | 2°1795 | 21838 A720 2'1719 | 2 1760 | 21802 | 2:1844 | 2:1387 | 2°1929 | 2'1972 | 2’2015 | 2"2059 4b 30 21940 | 2'1982 | 2'2024 | 2'2066 | 2 2108 | 2'2151 | 2'2194 | 2'2237 | 2'2280 46 0 22163 | 2'2205 | 2:2246 | 22288 | 22331 | 2'2373 | 2’2416 | 22459 | 2'2502 45 30 22387 | 2°2428 | 2'2470 | 22512 | 2'2554 | 2 2597 | 2’2639 | 22682 | 2°2726 45 0 2'2b11 | 2'2652 | 2'2694 | 2'2736 | 22778 | 22821 | 22864 | 2'2907 | 2:2950 44 30 2'2836 | 2°2878 | 22920 | 2'2961 | 2:3004 | 2'30406 | 2'3089 | 23132 | 2"3175 44 0 2 3063 | 2'3104 | 2'3146 | 2'3187 | 23230 | 23272 | 23315 | 2:3358 | 2'3401 #3750 2:3290 | 23331 | 2:3373 | 2 3415 | 2'3457 | 23499 | 2°3542 | 2'3584 | 2'30627 43 0 (2.3518 | 2"3559 | 2°3601 | 2°3642 |, 2°3684 | 2°3727 | 2'3769 | 2:3812 | 2'3855 42 30 | 23747 | 23788 | 23830 | 2°3871 | 2°3913 | 23955 | 23998 | 2’4041 | 2:4084 42 0 | 2'3977 | 24018 | 24059 | 2'4101 | 24143 2'4185 | 2'4227 | 2'4270 | 2:4313 Tab. VII. Isodynamen der Horizontal-Intensität zur Epoche ı890°o. eg nn Isodyname von ? 1'095 | 2'00 2°05 2°Io 2°15 2'20 2'25 2'30 2'35 % 9° 30" 49° 42!o | 48° 33'4 | 47° 25'5 | 46° 18'2 | 45° 11!5 | 44° 5'4 | 42° 59'9 | 41° 54'8 — Io 0 49 46:8 | 48 382 47 30°1 46 229 |45 161 |44 9°9|43 4'3 | 41 59'2 = 10 30 49 516 | 48 Ag°0 |47 35:0 |46 27°6|45 20:7 |44 145|43 8:8 |42 3°3 u LEO 49 56:6 | 48 478 |A7 39:38 |46 32°3|45 25°5 |44 19°2 43 13714 |42 8°3|41° 37 II 30 so ı:5|48 527 |47 446|46 371 |45 301 |44 23°8|43 18:2 | 42 1279 |4ı S8°2 ı2 0 50 6:5 |48 57°7|47 496 |46 42:0 |45 34°9 |44 28°5 |43 228 |42 ı7°5 |4ı 127 12 30 5o 117/49 2'6|47 544 |46 46°'8 | 45 39°7 | 44 33°3 | 43 27°4 |42 221 |4ı 174 se) so 167/49 77|47 59°3|46 516 |a5 44°6 | 44 381 | 43 32°1 |42 26°8 | 4ı 220 13 30 so 218 |49 ı2:8|48 4°4|46 56.6 | a5 49°4 | 44 42°9 | 43 30°9 | 42 3174 | 41 26°6 14 0 so 26:9 | 49 ı7:9|48 9:4 |47 16|45 544 |44 47'8|43 41'7 | 42 36°3 | 41 31°3 14 30 so 32°2|49 23'0|48 145 47 6°6|4a5 59°3|44 52'7 |43 46°6 | A2 4r’ı | 4I 36°1 eo 50 37:4 |49 28:2 |48 19:6 |47 116 |46 4'3|44 57'6 |43 514 | 42 45°9 | 41 40'9 15 30 so 42:7 |49 33:4 |48 24:8 47 16:8 |46 gAa|A5 25 |43 56:3 | 42 507 | AL 45°6 202 10 BO 4804104957352701048, 307051047..21:9 1.46, 14,3,| 45: 7.6) 44 1:3 | 42 55”7| 41 5085 16 30 Doer 3a EA 0, 402 1480351522 047227707 | 46: 2925 | A5 1207 AA 0673 |A3 0:5 | Ar 5553 le) OR 58:27 10497409348 48 4055 1477 32732646 24-8 1145 17°7 |44 11°4 | 43 _5°5 |.42 0°3 17 30 re Asa 845582 |017723757521.46: 295951045 7.229, 44.165, \.43.,Xo050|,42 7552 18.70 ER 05 SE ERDE OST | FASE 513221047. 4228| 46, 3571 |,45:28°0.| 44 .217°5 | 437 15°7 42 1053 18 30 51 15:3|50 5°6|48 56:6 |47 482 |46 40°4 |45 33'°2 | 44 26°7 |43 20°38 | 42 153 297 7,0 St 20:9 |50 ır1ı 49 21 |47 53:6 |46 45°7 |45 38°4 | 44 319 |43 25°8 | 42 20°4 19 30 Dr20.5 650 10:7 | Ag 755 | 47 5859,46 57T |45 4373| 44 37°2 | 43 31010 | 42 25°5 20 0 = 50 22°3|49 ı30|48 44|46 56:5 |45 49°2 | 44 42°4 | 43 36°2 | 42 30°7 20 30 Zu 50227291149 1856.48 10:0: |47% 1:9|45 545|44 A7°7 | 43 4175| 42 3507 21 0 = 150 33:6|49 24°2|48 ı5:5 |a7 7°3 |45 59°9 |44 53'143 46°8 | 42 40°9 21 30 — | 50. 39°3 | 49 29:9 |48 211 |47 1279 |4a6 5'4|44 58°5 |43 521 | 42 40°5 22 0 = Boa 20355, 48 02607 147, 18552| 46; 1079, | 457° 3:9| 430 5755| 42 5237 22 30 = | 50 50:9 | 49 4r'2 |48 32°3 |47 240 |46 164 |45 9°3|44 29 | 42 57°0 23 0 = | 50 56:8 |49 471 |48 381 |57 29°7|46 219g |a5, 149 |44 3°3|43 24 23 30 = SI 2:5|49 528 |48 43°8|57 35:3 | 46 27°0 | 45 20°4 | 44 EI 7'8 24 0 = 5 8:6|49 58°7 |48 49°5 47 41°0 | 46 33'2 |45 26°0 44 19°4 |43 13°3 24. 30 _ Sr 14342159 74:6 1148 5574 47 46-8 |46 38°9 |Aa5 31:6 | 44 24'8|43 18°8 22 I. BiRn00 ————eeeeeeeeeeeeeee ——————n Isodyname von o Ion ul zeoo, lt. zi05 | 2.10 rs 2.206, || 12225 2"30 | 2°35 a a -£, - er en a 7 Ir Ir: BT ne] ı r 2502 70. = 1°20:6 | 502 10:5 | En a RES Re ra I eo es 25 30 = sı 26"6 | so 16°6 | 49 72a 47, 258=16.17406, 5054114574350, |, 497 3020 Age 2080 26 o = = 50 226 |49 1371 |48 43 |46 56°2 | 45 48°7|44 4178 |43 35:6 26 30 — _ 50 28:7 |49 ı9'2 | 48 10:3 |47_ 2:1 |45 545 |44 47'5|43 412 27 0 = == 50 34':8|49 252/48 ı6°3 477 89 46 0'344 53'343 46°9 Der Verlauf der Isodynamen ist, wie schon früher erwähnt wurde, ganz ähnlich jenem der Isoclinen; sie sind unter einander fast parallel und nähern sich, je weiter man nach Süd schreitet, steigen aber etwas rascher an als die Isoclinen, was man durch Vergleich der beiden Karten 2 und 3 leicht ersehen kann. Nord-Componente. Eine Darstellung der Isogonen, Isoclinen, der Isodynamen der Horizontal- und Total-Intensität hat bereits Kreil nach seinen für die Epoche 18500 ermittelten Daten versucht, eine Darstellung der Iso- dynamen der Nord-, West- und Vertical-Componente hat er aber gänzlich unterlassen. Da es gewiss von Interesse ist, auch den Verlauf dieser Curven kennen zu lernen, so soll das hierauf Bezügliche im Nach- folgenden besprochen und die nöthigen Daten mitgetheilt werden. Durch die drei Elemente: Declination, Inclination und Horizontal-Intensität ist die erdmagnetische Kraft für jeden Punkt gegeben, denn die Nord-, West- und Vertical-Componente sowie die Total-Intensität lassen sich nach einfachen Relationen aus den erstgenannten Grössen leicht berechnen. Bezeichnet man die Nord-, West- und Vertical-Componente mit N, W, V, die Total-Intensität mit 7, so ist bekanntlich: H cos / N=Elieos DEW=EHSED A = ENans Um Formeln zur Berechnung der normalen Werthe dieser Grössen zu erhalten, könnte man aus den für die einzelnen Stationen für die Epoche 18900 bestimmten Werthen von D, 7, H die entsprechenden Werthe von N, W, V, 7 berechnen und mit Zugrundelegung derselben die nöthigen Formeln in der vorhin angegebenen Weise ableiten. Da die obigen Relationen auch für die Normalwerthe nz, w, v, ? gelten, so brauchen wir die Formeln. gar nicht zu kennen, sondern bestimmen die Werthe z, w, v, t nach den Gleichungen: h n —=hcosd, w=hsind, v=htangi, t= > cos? wobei h, d, i nach den im Vorhergehenden für die Normalwerthe mitgetheilten Formeln berechnet worden sind. ! In dieser Weise wurden die Normalwerthe z, der Nord-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise ermittelt und in Tabelle VIII eingetragen. Tab. VIII. Normalwerthe z, der Nord-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı8g0°o. x © ; 9030| 102 o'| do ao o'| Trs30l 720 0 Nr2C2 zolleraeo | 13° 30' | | T T 51° 30° | 18255 | 1°8309 | 178363 | 18417 | 18471 | 1"8524 | 18578 | 1"8631 | 1-8684 SE 706) 18469 | 1'8522 | 1:8576 | 18629 | 1'80683 | 1'8736 | 18789 | 1'8843 | 1'8896 so 30 18683 | 1'8736 | 18790 | 1'8843 | 18396 | 18949 | 1'9002 | 19055 | 1'9108 Ho 6) 1"8898 | 1'8951 | 1'9004 | 1'’9057 | 1'9Iıo | 1'9163 | 1'9216 | 1'9269 | 19321 49 30 1'9114 | 19167 | 1'9220 | 1'9272 | 19885 | 1'9378 | ı 9431 | 19483 | 1:9536 ! Eine Formel für diese Kräfte liesse sich dadurch ableiten, dass man in Gleichung 1a) für sechs verschiedene Punkte die nach den oben angeführten Formeln berechneten Normalwerthe », w, v, £ einsetzt und daraus die Constanten AB, a, b, c,d, e bestimmt. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. % B BP ENEHEN x x u 2 Eee . Du ou Bro ol ro 73 0 Eunzo) Euneesonlhrassrou 1223041322 001 032050) | | | 49° o0' 1°9331 , 1'9383 | 1'9436 | 1'9489 | I 9541 | 1:9594 | 1'90646 | 1'9699 | 19751 48 30 1°9549 | 1'9601 | 1'9653 | 1'9706 | 1'9758 | 1'9811 | 1'9863 | 1'9915 | 19967 48 o | 1'9767 | 1'9820 | 1'9872 | 1'9924 | 1'9976 | 2'0028 | 2’0080 | 2'0132 | 2'0184 47 30 1'9987 | 20039 | 2'0091 | 20143 | 2'0195 | 2°0247 | 2'0299 | 2°0350 | 20402 47 ° 2'0208 ı 2'0260 | 2'03ı1 | 2°0363 | 2"0415 | 2'0466 | 2’0518 | 2:0569 | 2’obzı 46 30 20430 ' 2'0481 | 2'0533 | 2'0584 | 2:0635 | 20687 | 2:0738 | 2°0789 | 20841 46 oo 20052 | 2'0703 | 2'0755 | 2'0806 | 2:0857 | 2'0908 | 2:0959 | 2'010 | 2'061 45 30 2°0876 2'0927 | 2:0978 | 2'1028 | 21079 | 2'1130 | 2:ı181 | 2'1232 | 2'1283 45 0 Bao 2151 | 22512022 2.272520 02,31303# 1.2, 1354,1,2.11740421,2:714:55, || 20.7508 44 30 21326 | 21376 | 21427 | 2:1477 | 2:1527 | 2'1578 | 21628 | 2°1678 |'2-1729 A 21553) 201603 | 251653 | 271703 | 21783 | 21803 | 2.1853 | 21903 | 2:1053 43 30 2'1780 | 2'1830 | 21880 2.1929 | 2.1979 | 2°2029 | 2“2079 | 2"2129 | 22178 ASsEo 22009 | 272058 | 2"2107 | 22157: | 22206 | 2°2256 | 22305 | 2"2355 | 2"2404 42 30 22238 | 2'2287 | 2'2336 | 2 2385 | 2'2434 | 22484 | 2'2533 | 2"2582 | 2"2631 27070 222469 | 2.2517 | 272560 | 2:2615 | 2:2604 | 2.2713 | 2:2762 | 2.2811 | 2"2859 | | | pP h 2 er = rt > mer = \ ee a | 30.1.1022 02168 30) Minor ur 7szon ran ro) | 5ı° 30' | 18737 | ı°8790 | 1:8843 | 1'3896 | 1°8948 | 1"9000 | 1”9053 | 1'9105 | 1:9157 5I [6) | 1'8948 | 1‘9001 | 1'9054 | 1'9107 | 1'9159 | 179211 | 1'9263 | 1'95316 | 19368 50 30 1gı6r | 1°9214 | 1'9266 1'9319 | 1'9371 | 1'9423 | 1'9475 | 1'9527 | 1.9579 Bozo 19374 | 1"9426 | 1'9479 | 1'9531 | 1°9583 | 1°9635 | 1'9687 | 1°9739 | 1°9791 49 30 1°0588 | 19640 | 19693 1'9745 | 1'9797 | 1'9849 | 1'9901 | 1'9953 | 20004 49 0 | 1'9803 | 1'9855 | 1°9907 | 19959 | 2'ooII | 2'0063 | 2'o0115 | 2'0167 | 20218 48 30 20019 | 2'0071 | 2'0123 | 20175 | 2'0227 | 2:0278 | 2'0330 | 2'0381 | 2:0433 48 0 | 2'0236 | 2:0288 | 2°0339 | 2:0391 | 2’0443 | 2'0494 | 2°0546 | 2'0597 | 20648 47 30 | 2°0454 | 2'0505 | 2°0557 2"o008 | 2 o660 | 20711 | 2°0762 | 2'0814 | 2'0865 A720 2'0672 | 2'0724 | 2'0775 | 2'0827 | 2'0878 | 2'0929 | 2°0980 | 2'105I | 2'1082 46 30 2°0892 | 20943 | 20994 | 2'1045 | 2'1096 | 2 1147 | 2'1198 | 2'1250 | 21300 200222201035 1257214. | 221205 | 2273100 222307 | 227418 | 2°1469 | 21520 45 30 2°1334 | 2"1384 | 2'1435 | 2°1486 | 2 1537 | 21587 | 2’1638 | 2'1689 | 2°1739 45 0 21556 | 2'1606 | 2°1657 | 21707 | 2'1758 | 2.1808 | 2'1859 | 2'ıg10 |, 21960 44 30 2°1779 | 2'1829 | 21830 | 2°1930 | 2’1981 | 2'2031 | 2°2081 | 2'2132 2'2182 44 0 22003 | 22053 | 2'2103 | 2'2154 | 2'2204 | 2°2254 | 2'2304 | 2'2354 | 2'2404 43.36 222228, 02222782 7282328 2 2378 | 2'2428 | 22478 | 2'2528 | 2'2578 | 22628 Ag 0 2:2454 | 2:2504 | 2'2553 | 2"2603 | 2'2653 | 2'2703 | 2'2752 | 2'2802 | 2"2852 42 30 | 22681 | 2'2730 | 2°2780 | 2'2829 | 2°2879 | 2'2928 2'2978 | 2'3027 | 2°3077 42 0 | 2'2909 | 2'2958 | 2'3007 | 2'3056 | 23105 | 2°3155 | 2'3204 | 2"3253 | 2'3303 t | | I | | | 51° 30' | 1'9209 | 1:9261 | 1'9313 | 1°9364 | 1°9416 | 1°9467 | 1°9518 | 19569 | 19620 SI © | 179420 | 19471 | 1"9523 | 1°9575 | 1°9626 | 19677 | 1'9728 | 1°9779 | 1'9830 so 30 | 1'9631 | 1'9683 | 1'9734 | 1'9786 | 1'9837 | 1'9888 | 1'9939 1'9990 | 20041 So o |1:0843 | 1'9894 | 1'9946 | 1"9997 | 2'0049 | 2'0100 | 2'0151 | 2'0202 | 2'0253 49 30 20056 | 20107 | 2°0159 | 2'0210 | 20261 | 2'0312 | 2'0364 | 20414 | 2'0465 49 0 20270 | 2'032I | 20372 | 20424 | 2'0475 | 2°0526 | 2"0577 | 2'0628 | 2'0679 48 30 2'0484 | 2'0536 | 2°0587 | 20638 | 2'0689 | 2'0740 | 2'0791 | 2'0842 | 2'0893 438 0 | 20700 | 2’0751ı | 2'0802 | 2:0853 | 2°0904 | 2'0955 | 2'1006 | 2°1057 | 2'1108 47 30 | 20916 |, 2'0967 | z’ı018 | 2 1009, 2‘1120 | 2'I171 | 2'1222 | 21273 | 2°1323 47 0 ZZ 2 TT8A, 102° 7235012572801 | 21337 | 2°1388 | 21439 | 2'1489 | 2'1540 406 30 2°1351 2°1402 | 2°1453 | 2°1504 | 2°1555 | 2'1ı605 | 2'1656 | 2'1707 | 2'1757 4 o 2°1570 | 21621 | 2'1672 | 21723 | 2:1773 | 2'1824 | 2'1874 | 2'1925 | 2'1975 45 30 2°1790 | 21841 | 2"1891 | 21942 | 2'1992 | 2:2043 | 2'2093 | 2'2144 | 2'2194 45 0 222011 | 2°2001 :| 2 2112 | 2°2162 | 22213 | 22263 | 22313 | 22364 | 2°2414 44 30 2 2263 | 2’2283 | 2'2333 | 22383 | 22434 | 22484 | 224 | 2°2585 | 2'2635 4A 0. | 2°2454 | 2'2505 | 2"2555 | 2'2605 | 2°2655 | 2'2705 | 2°2756 | 2'28006 | 2:2856 43 30 | 2'2678 | 2'2728 | 2'2778 | 2'2828 | 2'2878 | 2°2928 | 2'2978 | 2°3028 | 2'3078 Aso 2229025 22.2952 1,2.3005. 23051 | 273101 || 2“3151 | 273201. | 23251 | 273301 42 30 2.3127, | 2:3176 | 2:3226 | 2'3276 | 23325 | 23375 | 2°3425 | 2°3475 | 23525 [1 ) 23352 | 23402 | 2'3452 | 2°3501 | 2'3551 | 2'3600 | 2'3650 | 2°3700 | 2°3750 DD 24 J. Liznar, x 2 2308 ou 2307302 242,..096242 30'| 25° o'| 25° 30'| 26° o'| 26° 30'| 27° o DR 30% 1"9671 | 1'9721 | 1'9772 | 1'9822 | 1'9872 1'9922 | 1'9972 | 2'002I | 2°0071 51 o 19881 | 1’9931 | 19982 | 2'0032 | 2°0082 | 2°0132 | 2:0182 | 2°0232 2'0282 5o 30 2'0092 | 20142 | 2'0193 | 2:0243 | 2'0293 | 20344 | 2°0393 | 2°0443 | 2'0493 Io te) 2'0303 | 2°0354 | 2"0405 | 2°0455 | 2'0505 | 2'0555 | 2'o605 | 2°0655 | 20705 49 30 2'0o516 | 20566 | 2'0617 | 20007 | 2:0718 2'0768 | 20818 | 2:0868 | 2'0918 49 0 2:0729 | 2'0780 | 2'0830 | 20881 | 2'0931 | 2'098ı | 2'1031 | 2’108ı | 2'1132 48 30 2'0943 | 2'0994 | 2'1045 | 2'1095 | 2’ı145 2'1194 | 2'1246 | 21296 | 2'1346 48 0 | z2’ıı58 | 2°1209 | 2’1259 | 2’1310 era0e 21410) | 271400 | 2Uısxr | 21501 47 30 2'1374 | 21425 | 2'1475 | 2’1525 | 2'1576 | 21626 | 2’1676 | 2'1726 | 2°1776 470 2’ı591 | 2’ı641 | 2’ı691 | 21742 | 2°1792 | 21843 | 2°1893 | 2 1943 | 2'1993 46 30 2'1808 | 2’ı3858 | 21909 | 2°1959 | 2'200g | 2°2060 | 2'’2110 | 2"zı60 | 2 2210 4 0 2'2026 | 2'2076 | 2'2127 | 2'2177 | 2'2228 | 2'2278 | 2'2328 | 2°2378 | 22428 45 30 2'2245 | 2°2295 | 2'2346 | 22396 | 2'2446 | 2'2497 | 2'2547 | 2'2597 | 2'2647 INA Eike) 2'2405 | 2'2515 | 2'2565 | 2'2615 Er 2.2716 | 22766 | 22816 | 2'2867 44 30 2.2685 | 22735 | 2'2786 | 2'2836 | 2'2886 | 2'2036 | 2°3987 | 2'3037 | 2'3087 Aa No 2.2906 | 2:2957 | 2'3007 | 23057 | 2'3107 | 2'3157 | 2'3208 | 2'3258 | 2'3308 43 30 2'3128 | 2'3179 | 23229 | 23280 | 23329 2°3379 | 2'3429 | 23480 | 23530 43 0 223360 1223401 | 273457 1223507 | 2735527 17236027 22305221, 22370201 253752 42 30 23575 | 2'3625 | 23675 | 2'3714 | 2'3775 | 2'3825 | 2°3875 | 2°3925 | 2°3975 42 0 2)3799:| 2.3849 | 2"3805 |’2:3949 12739997] "274049, | 2°4100 7234049 [7224799 Die Nord-Componente, die auf unserem Gebiete von der Horizontal-Intensität nur wenig verschieden ist, da cosd von der Einheit nur wenig abweicht, zeigt dementsprechend eine Vertheilung, die jener der Horizontal-Intensität ganz ähnlich ist, sie wächst von Nord nach Süd und von West nach Ost. Zur Con- struction der Isodynamen wurden wieder die Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Län- genkreisen ermittelt. Diese Werthe findet man in Tabelle IX. Tab. IX. Isodynamen der Nord-Componente zur Epoche 18g90.0. ee ee ee ee ee ee se se ze a Ze Isodyname von ”) 1'90 1'095 2'00 205 2'1o ZENG 2'20 DDR 2'30 N 9° z0' 49° 45!8 | 48° 36'7 | 47° 28!2 | 46° 20!5 | 45° 13:5 | 44° 7:0 |43° .1'2 = = Togo | 49 53°2 |48 43°9 |47 35°3 | 46 27°4 |45 20'2|44 ı13°6|43 7°6| 42° 2!2 = Io 30 50 20:6 | 48.7 ya | ATea22 I A6 34-5 | a5 era | AA 120:3) Age aaa = Io 50 8ro |.48 58°5 |47 496 |46 414 |45 33°8 |44 26°9 |43 20°7 | 42 15°0 = II 30 5o 154 [49 57/47 567 |46 a8°4 |4a5 40'7 |44 33°6 |43 27°2 | 42 21°4 = ı2 0 50 22'8|49 131148 3°9|46 55'4|45 47'6 |44 40°4 | 43 33'9 | 42 27'9 Ti 12 30 50 30°3 | 49 20°4 148 ı1°1ı 47 2°5 |45 54°5 |44 471 |43 40%5 | 42. 34°3 F 13 0 50,37. 8 | 49. 27:0) 48 18521.47 00935. 402 124. 49-5359 | 43° A751 | 4224058 = 13 30 50 45°3|49 350 |48 254 |47 ı6°6 46 8:3|45 0°7|43 53'7 |42 47'3 — 14 0 50 152.7,| 49 42.3:|48 3226 | 477 2327017460 75232 645 23756710422 7024, 422205850 5 14 30 52 o'1 | 49 49°6 | 48 39°9 |47 30°7 | 46 222 |45 143 |44 71,43 05 = © 52 7:79.49 572 |48 47”2.]47 37°8 |.46 29©22| 45 2372| 04 13:9 a9. anallser mer 15 30 51 152/50 44|48 54°3|47 44°9 | 46 36°2 |45 281 |44 206 |43 13'742 74 200 51 22°6| 50 117 |49 ı1°5 |47 52'146 432 |45 350 |44 27°4 |43 20'4 |42 13°9 ı6 30 5t 30:0 | 5o ıg'ı |49 88,47 59'2 | 46 50'2 |45 41'9 | 44 34'2|43 27°1 | 42 20°5 NEO = 5o 265 |49 161 |48 64 |46 57°2|45 48°8 | 44 40°9 | 43 33°7 |42 27°1 17 30 = 5o 33°8|49 23°4 |48 13:5 |47 4'3|45 55°8 | 44 47°8 | 43 40'4 | 42 33:0 ı8 0 = 50 41°2 | 49 30°6 |48 20°'7 | 47 11:3 |46 z2'7|A4 546 |43 47'1 |42 40'3 18 30 = 50 48°6 |49 37°9 |48 278 |a7 84 |a6 96 |a5 175 |43 53°8 | 42 4659 19 0 TE 50 55°9 |49 a5'1 |48 35°0 |47 25°4|46 1ı6°6 |45 8°3|44 0'7|42 530 19 30 jr 5sı 3°3|49 52:4 |48 421 |47 32°5 |46 236|45 152|4 74|43 01 20 0 m 5t 10'7 |49 596 |48 49:3 | 47 39°6 |46 30°6 |a5 221 |44 14°2|43 6'9 20 30 - sı 18.0 | 5a“i6°9 | 48 56»5 | 47. Abe nA. 37:0, a5 28°g1| Aa zo 7aa man 20 = 52. 25.3 | 50, TA |, ag. 03:06 | Are 53482 Aor aan A500 35700 Aare a2 21 30 = = 50 2174 |49 108 |48 0'8|46 516 | 45 42'7.| 44 34°6 | 43 27°0 22 0 = — 50 28:6 | 49 17°9 |48 80 |46 585 |45 49°7 |44 Al'5 |43 33°8 22 30 = = 501. 35°8 | 49, 25°1 |48 ı5°1 47 5°5|45 566 | 44 48°3 | 43 340°5 23 0 = — 50 43°1 149 32°3|48 22:0 |4a7 126 |46 3°6|44 552 |43 47°3 23 30 . = 50 50'2 |49 39°3 |48 29'2 | 47 ı9°6 | 46 105 |45 20 |43 54'2 24 0 = = 50 574 |49 46°6 | MB 36°3 47 26°5 |46 17°5 145 8'9|44 1°0 24 30 zZ = 5ı 4°6|49 53:6 |48 43°3 |47 33°5 |46 244145 1584 77 25 © zZ = 5t ı11°7 | 50 00:7 |48 5073 |47.40°6 | 46 3172 |45 22°6 |44 14°5 25 30 = = 51 18:9 | 50 7°'8|48 57'347 47'5 | 46 33°3 |a5 29°6| 44 21'3 20 0 = = 51 26°0 50 14'9|49 4'447 54'4 | 46 452 |45 36°4 | 44 28'2 26 30 = = — 50 21°9 |49 1114 |48 115 |46 5271| 45 43°3 | 44 35°0 27 0 = | — — | 50 2970 |49 185 48 85 |46 5970 |45 5orı | 44 Auı9 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 25 Der Verlauf der nach diesen Daten gezeichneten Curven (Karte 4) ist jenem der Isodynamen der Horizontal-Intensität sehr ähnlich, sie erscheinen nur etwas mehr gegen die Breitenkreise geneigt. West-Componente. Die in der nachfolgenden Tabelle X enthaltenen Normalwerthe der West-Componente wurden nach der Formel: w=zhsind berechnet. Tab. X. Normalwerthe w, der West-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı8g0'o. k 2 O0 Eros 04 rosa |Enne2 0 Dia zol r2aoller22r solls al Era soi 51° 30' 0'4149 | 0'4070 | 0'3991 | o’3g911 | 0'3831 | 03751 | 03071 | 0'3590 | 0°3509 5ı [6) 0'4182 | 0'4103 | 04024 | 03945 | 038660 | 0'3786 | 0'37006 | o 3626 | 0'3545 5o 30 | 04214 | 0'4130 | 0'4058 | 0°3979 | 03900 | 03821 | 03741 | 0'3661ı | o 3582 so co 0'4247 , 0'4169 | 0'409I | 0'4013 | 0'3935 | 0'3856 | 0'3777 | 0'3698 | 0'3618 49 30 0°4278 | 0o'4201 | 0'4124 | 0°4047 | 0'3969 | 0'3891 | 03812 | 0'3734 | 0:3655 49 0 0'4310 | 0'4234 | 0'4157 | 0'4080 | 0'4003 | 0'3925 | 0'3847 | 0'3769 | o'3691 48 30 0°4342 | 0'4266 | o'41go | 04113 | 0'4037 | 0'3960 | 0:3883 | 0'3805 | 0'3728 48 0 0'4373 | 0'4298 | 04222 | 0'4147 | 0°4071 | 0'3994 | 0°3918 | 0'3841 | 0'3764 47 30 0'4404 | 0'4329 | 0'4255 | 0‘4180 | 0'4104 | 0'4029 | 0'3953 | 0:3877 | 0'38o1 Ey fe) 0’4435 | 0'4361 | 0°4287 | 0'4212 | 0-4138 | 0'4003 | 0:3988 | 0'3913 | 0'3837 46 30 0:4465 | 0'4392 | 0'4319 | 0'4245 | 0'4171 | 0'4097 | 0'4023 | 0:3948 | 03874 4b © | 0'4495 | 0'4423 | 0'4350 | 0'4278 | 0'4204 | 0'4131 | 0'4058 | 0:3984 | 0'3910 45 30 0'4525 | 0'4454 | 0'4382 | 0'4310 | 0°4238 | 0'4105 | 0'4092 | 0"4020 | 03946 45 0 0'4555 | 04484 | 0°4413 | 0:4342 | 0:4271 | 0'4199 | 0°4127 | 0‘4056 | 0°3983 44 30 0:4584 | 0'4514 | 0'4444 | 0°4374 | 0'4303 | 0'4233 | 0'4162 | 0'4091 | 0'4019 4 0 o'4613 | 04544 | 0'4475 | 04406 | 0'4330 | 0'4266 | 0'4196 | 0o'4126 | 0'4056 43 30 S7A0427|10°4574)| 074500 | 054437 |’0 4308 | 0'4299 IS A23en 4161 | 0'4092 437209 | 0 4670 ı 0'4003 | 0'4536 | 0"4468 ‚ o 4401 | 0'4333 | 0'4265 | 0'4196 | 0'4128 42 30 04099 | 0'4632 | 0:4506 0'4499 04433 | 0'4306 0'4299 | 0'4232 | 0'4104 42 0 0:4726 | o'4b61 | 0'45960 04530 | 0'4405 | 0°4399 04333 | 0'4207 | 0'4200 \ ? 14° ol ensgollen, ce ol 1082021002850, 7 oner7&goN 182%, 80) | Balsten 0'3427 | 0'3345 | 0'3263 | 0'3181 | 0'3098 | 0'3015 | 0'2932 | 0°2848 | 0'2764 51 (6) 0'3464 | 0'3383 | 0'3301 | 03219 | 0'3137 | 0'3055 | 0'2972 | 0:2889 | 0:2803 5o 30 0'3501 | 0'3421 | 0'3339 | 0'3258 | 0'3176 | 0'3095 | 0'3012 | 0°2930 | 0'2847 Bo2.0o 0'3538 | 0'3458 | 0'3378 | 0°3297 | 0'3216 | 0'3135 | 03053 | 0°2971 | 0'2889 49 30 0'3575 | 0'3496 | 0'3416 | 0'3336 |, 03256 | 0'3175 | 0'3094 | 0'3013 | 0'2931 49 0 0'3613 | 03534 | 0°3454 | 0°3375 | 0°3295 | 0'3215 | 0'3135 | 03055 | 0'2974 48 30 0’3650 | 03572 | 0°3493 | 0'3414 | 0:3335 | 0°3256 | 0'3176 | 0:3097 | 03016 Ast) 0‘3687 | 0°3610 | 0:3532 | 0'3454 | 0'3375 | 0'3297 | 0:3218 | 03139 | 03060 47 30 0'3724 | 0'3647 | 0:3570 | 0'3493 | 0"3416 | 0'3338 | 0°3260 | o'3181 | o 3103 u 6) 0'3761 | 0'3685 | 0'3609 | 0'3532 | 0'3456 | 0'3379 | 03302 | 03224 | 0'3146 40 30 0:3799 | 0'3724 | 0'3648 | 0'3572 | 03496 | 0'3420 | 0'3344 | 0'3267 | 0'3190 4b 0 0'3836 | 0°3762 | 0:3687 | 0'3612 | 0'3537 | 0'3462 | 03386 | 03310 | 0'3234 45 30 0:3873 | 03800 | 0'3726 | 0'3652 | 0'3578 | 0'3503 | 03429 | 0'3354 | 0'3279 45 0 o'3g1o | 0'3838 | 03705 | 03092 | 03019 | 0'3545 | 0'3472 | 0'3398 | 0'3324 44 30 0'3948 | 03876 | 0'3804 | 0'3732 | 0'3660 | 0'3587 | o'gsı5 | 0'3442 | 0'33068 Aa NO 0:3985 | 03914 | 0'3843 | 0'3772 | 0'3701 | 0'3629 | 0'3558 | 0°3486 | 03414 43 30 0'4023 | 03953 | 0:3883 | 03812 | 0'3742 | 03072 | o'3601 | 0'3530 | 0'3459 43 0 | o'406bo | 0'3991 | 0'3922 | 03853 , 0°3784 | 0'3714 | 03045 | 0°3575 | 03505 42 30 | 04097 | 0'4029 | 0:3961 | 0'3893 | 0'3825 | 0'3757 | 0'3688 | 0'3620 | o'3551 42 0 0'4134 | 0'4067 | 0'4001 | 0'3934 | 0'3867 | 0'3799 | 03732 | 0'3065 | 0'3597 rk ® 18° 30'| 19° o'| 19° 30'| Pool 02027305 210004] 2122 30212227704 |7225530, Sms zoN 0:2679 , o'2595 | o'25ıo | o'2424 | 02338 | 02252 | 02166 | 0'2079 | 0°1992 Ei Eko) 02721 | 02637 | 0'2553 | 02467 | 0'2382 | 0'2298 | o'2212 | o'2126 | 0'2039 50 30 | 0'2764 | 0'2680 | 02596 | o'2513 | 0'2427 | 0'2343 | 0'2258 | 0'2173 | 0'2087 \ l I i Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVI. 4 26 J. Liznar, 24) | N Ä 18° 30'| 19° o'| 19930! | 202 Kol 7202304 12725 02 en son 2, >20 ] f 1 ] Yo 0 o'2806 | 0'2724 | 0'2640 | 0'2557 | 02471 | o 2389 | 0'2305 | 0'2220 | 0'2135 49 30 0'2849 | 0"2667 | 0'2685 | o'2602 | 0'2519 | 0'2435 | 0'2352 | 02268 | 0'2184 49 0 0'2892 | o'2811 | 0'2729 | 0'2047 | o'2505 | 0’2482 | 0'2400 | o'2316 | 0'2233 48 30 0'2936 | 02855 | 0'2774 | 0'2093 | o'2612 | 02530 | 02448 | 0'2365 | 0'2283 48 0 0'2980 | 02900 | o'2820 | 0'27539 | 0'2659 | 0°2578 | 0'2496 | 0'2415 | 0°2333 47 30 0'302 0'2945 | 0.2866 | 0:2786 | 0:2706 | 0'2626 | 0'2546 | 0°2465 | 0'2384 47 0 0'3068 | 0'2990 | 0'2912 | 0'2833 | 0'2754 | 0'2675 | 0°2595 | o'25ı5 | 0'2435 460 30 0'3113 | 0'3036 | 0'2958 | 0'2880 | 0':2802 | 0'2724 | 0'2645 | 0°2567 | 0:2487 46 0 0'3158 | 03082 | 0'3005 | 0'2928 | 0'2851 | 0'2774 | 0'2696 | o'26b18 | 0'2540 45 305215053204. | 03128 | 0'3052 | 0°2976 | 0’2900 | 0'282 0'2747 | 02670 | 0'2593 Ar © 0'3249 | 03175 | 0'3100 | 0'3025 | 0°2950 | 0'2874 | 0'2799 | 02723 | 0'2647 44 30 0'3295 | 0'3222 | 0'3148 | 0'3074 | 0'3000 | 0'292 o'2851 | 0'2776 | 0'2701 AAO 0'3341 | 0'3269 | 03196 | 0°3123 | 0°3050 | 0'2077 | 0'2903 | 0'2829 | 0°2755 43 30 0:3388 | 0'3316 | 0°3245 | 0:3173 | o'3101 | 0'3029 | 0'2956 | 0'2884 | o'2811 ee) 0'3435 | 0'3364 | 0'3294 | 0'3223 | 0'3152 | 0'3081 | 0°3010 | 02038 | 0°2867 2 30 | 03482 | 03412 | 0:3343 | 03273 | 03204 | 0 3134 | 0'3004 | 0°2993 | 0:2923 42 oo 0'3529 | 0’346b1 | 0'3393 | 03324 | o 3256 | 0'3187 0'3118 | 0°3049 | 02980 7 i 23° ı0'|'23° ‚30! | 24° #0o!|)24° 30.2522 0%].250 301] 26702 268730) W272 or I I t Sue ele), 0'1905 | 0'1817 | 0'1729 | o'ıb40 | o'1552 | 0'1462 | 0'1373 | 0'1283 | 0'1193 51 [6) | 01952 | 0'1865 | 0'1778 o'ı690 | o'ı602 | 0'1514 | 0'1425 | 0'1336 | 0'1246 50 30 | o"2oor | 0o'ıg14 | 0'1828 | o’1741 | o'ı653 | o'ı505 | 0°1477 | 0'1389 | 0'1300 KOWEo 0'2050 | 0'1964 | 0'1878 | 0:1792 | 0'1705 | o’ı618 | o'1531 | 01447 | 0°1358 49 30 0'2099 | 0'2014 | 0°1929 | 0'1843 | 0°1758 | 0'1672 | 0'1585 | 0'1498 , o’ı4ı11 49 0 0'2149 | o'2065 | o'ıg8ı | 0'1896 | o'ı811 | 0'1726 | o'ı640 | 0°1554 | 0°1471 48 30 | o'2200 | 0o‘2117 | 0'2033 | 0‘1949 | o'ı865 | 0’1781 | 0'1696 | o'ı6ıı | o'1525 AS o'2251 | o'2ı69 | 0'2086 | 0'2003 | 0'1920 | 0’1830 | 0'1752 | 0:1668 | 0'1584 47 30 0'2303 | o‘2221 | 0'2139 | 0'2057 | 0'1975 | 0'1892 | o'ı8ıo | 0:1726 | 0'1643 47 0 | o'2355 | o'2275 | 0'2194 | o‘2112 | O‘2031 | 0°1949 | 0'1368 | 0'1785 | 0°1703 46 30 | 0'2408 | 0'2328 | 02249 | 0'2168 | 0'2088 | 0'2007 | 0'1926 | 0'1845 | 0°1764 46 0 | o0'24b2 | 0'2383 | 0'2304 | 0'2225 | 0'2145 | 0'2006 | 0'1986 | 0'1906 0'1825 45 30 0'2516 | 0°2438 | 0'23bo | 0'2282 | 0'2204 | 0'212 0'204b | 0'1967 | 0'1888 45 0 | oMs7o | 0.2494 | 0'2417 | 0’2340 | 0 2263 | o'2185 | o'2107 | 0'2029 | o'ı95L[ 44 30 o'2626 | 0.2550 | 0‘2474 | 02398 | 0o'2322 | 0'2246 | 0o'21ı69 | 0'2092 | 0'2015 44 0 |.0'2681 | 0'2607 | 0'2532 | 0°2457 | 02382 | 0'2307 | 0'2232 02156 | 0'2080 43 30 | 0'2738 | o'2665 | o'25g1 | o’2511 | 02444 | 0'2369 | 0'2295 | 0'2221 | 02146 A320 0°2795 | 02722 | 0'2050 | 0'2578 | 0'2505 | 0'2432 |ı 0'2359 , 0'2286 | 0'2213 42 30 o'28952 | 02781 | 0'2710 | 0'2639 | 0‘2568 | o 2496 | 0'2424 | 0'2352 | 0'2280 42 [e) 0'2910 | 0'284ı | 0'277ı | 0'2701 | 0'2631 | o'2561 | 0'2490 | 0'2420 | 0'2349 Aus diesen Zahlen ersieht man, dass die Isodynamen der West-Componente im Allgemeinen von NW nach SE gerichtet sind. Zur Darstellung derselben wurden deshalb die Coordinaten ihrer Schnittpunkte mit den Breitenkreisen durch Interpolation aus der Tabelle X ermittelt und in Tabelle XI zusammengestellt. Tab. XI. Isodynamen der West-Componente zur Epoche 18g0°o. Isodyname von o o'ı16 0'20 0'24 o'28 | 0'32 0'306 0'40 0'44 x 51° 30° 24° 43'6| 22° 27"2|20° 8"a|ı7° 47'717 | 250 23:0 | 12° 56'3 | 10° 26.6 _ Bo 25. Kor 71122) A3r220 23-0), 18 2 ua no, j0Tor ag = 5o 30 25.2 18201234 106=31120),3965:| 78, 21,720) mike 2 3210 3220 —_ so 0 25 3622253 17-a20 56:0118. 3222316702 35-0,013: 36=27:ixu. 056 en 49 30 255428123 Fasgolor 12:0.,18 Marge w2orT ts 50:0 Kr Kar _ 49 0 26. 14:0.23 53-221 308097 roll To 350 A soll Bann _ 48 30 26 33°8)24 ı1°8|21ı 47°4|19 20°4|ı6 sı’olı4 19°2Jıı 44°4| 9° 6'8 48 0 = 24 3Upr 112217 155,119 875401175058 |174. 3335: mE EomgLoEz 47 30 _ 24 50°9|22 24119 545 22.8114 48:3 12 ı0°A| 9° 3706 47 0 _ 25: 711773229 435122007225 117:2,39:21 15.0 Zusagen Hrn 40 30 _ 26,.32°6|23 35011200 30281107. ,EhSx | 15%, 7880 722830721 09005077 4b 0 = 25 54°8|23 23°5|20 49°9|ı8 ı13°4|ı5 34°8|ı2 53°3|10o 09°5 45 30 _ 26, 1775123 744.0. 20% 9:2 TS 5 31E 0005 Sarg ann No, 22ur ABO _ 26 47-2124 16%06) 2182956. 1178 2492.091706) 2272711 7328230110503 5155 [6°} SI Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. ee ee ee nn nn a Isodyname von re | o'ı6 | o'20 | 0:24 0:28 | 0:32 0'36 | 0:40 | 044 u x 44° 30' _ = 24° 29!2|21° 50'4 19° 8:9 |ı6° 24'7| 13° 38'0| 10° 48'9 44 0 — _ 24 52°8| 22 ı1°3|1ı9 28°4|16 42°3|13 53°7 11 26 43 30 _ 5. 1726.22 ZAZSTEOSFASSS TE 0214 HugllemL 70” A, 0% _ = 25 43°2|22. 57-9120 9:7\17. 193114 20:1|ıt 3074 2.30 | = 26 10'023 22'0|20 31'7|17 38'7|14 42°8| 11 44'8 42,0 | _ = 26 38°4|23 47°6|20o 54°3|1ı7 58'7|15 o'4|ıı 59°6 Die diesen Daten entsprechenden Curven sind auf Karte 5 dargestellt. Nach dieser Darstellung ist die West-Componente im Nordosten am kleinsten, im Südwesten hingegen am grössten. Die Isodynamen verlaufen nicht parallel, sondern ihr Abstand nimmt nach Süden zu. Da die Nord-Componente ungefähr den Werth: 2:10 hat, während der entsprechende Werth der West-Componente nur 0:30 beträgt, so ist die letztere nur '/, der ersteren. - Vertical-Intensität. Die Normalwerthe der Vertical-Intensität, die in Tabelle XII enthalten sind, wurden nach der Formel: v —htangi berechnet. Tab. XII. Normalwerthe v, der Vertical-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 1890°o0. R ö | 92 30'| 10° o' 10° 30'| 65 ARE, | u a o'| 122 30'| ae le 51° 30° | 4'3056 4'3023 | 4'2994 | 429066 4'2939 4'2917 | 4'2896 | 42876 | 4'2859 Mi ) 4'2824 | 4'2790 | 4'2759 | 4°2729 42703 | 4'2678 | 4'2655 | 42034 | 4°2615 co 30 | 42585 | 4'2550 | 4'2518 | 4'2487 | 4'2459 | 4'2433 | 42408 | 42386 | 4'2366 5o 0 4 2342 | 4 2306 | 4'2272 | 4°2240 | 4°2210 | 4 2183 | 4°2157 | 4'2133 | 42111 49 30 4'2093 | 4'2055 | 4'2021 | 4'1987 | 4 1956 | 4'1927 | 4'1900 | 4'1876 | 41852 49 0 41839 | 4 1800 | 41763 | 41729 | 4:1697 | 4:1667 | 4:1639 | 4'1612 | 41588 48 30 41580 | 4:1540 | 41503 | 4°1467 4 1434 | 4°1403 | 4°1373 | 41345 | 41320 48 0 41316 | 4:1276 | 4'1237 | 4'1200 | 4’ı165 | 4°1133 | 4’1102 | 4'1074 | 4'1046 47 30 41048 | 4'1006 | 40966 | 4'0929 4:0893 | 4'0860 | 4'0828 | 4'0798 | 40709 47 © 40775 | 4'0732 | 4:0092 | 40653 | 40617 | 4'0583 | 40549 | 4'0518 | 4:0488 46 30 4'0498 | 40455 | 4'0414 | 4'0374 | 40337 | 4'0301 40267 | 4'0234 40204 46 0 | 0218 | 4:0174 | 4’0131 |! 4'0091 | 40052 | 4'0015 | 3"9980 | 3'9947 | 3"9915 45 30 3:9934 | 39889 | 3°9845 | 39804 | 39764 | 3°9727 | 3'9691 | 3:9656 | 39623 45 0 39646 | 3:9600 | 3°9556 | 3°9513 | 3'9473 | 3°9434 | 39397 | 3'9302 | 3'9328 44 30 | 39355 | 3’9308 | 3°9263 3'9220 | 3°9179 | 3°9139 | 3 gxor | 3°9065 | 39030 4 0 | 39060 | 3:9013 | 3:3967 | 3:8923 | 3:8881 | 3"8841 | 38801 | 3 8764 | 3'°8729 43 30 | 3"9763 | 38714 | 38668 | 3:8023 | 3:8580 | 3°8539 | 3°8499 | 3:8461 | 3'8424 43 0 3-8462 | 38412 | 3'8365 | 3°8320 | 3:8276 | 3:8234 | 38193 | 38154 | 3'8117 42 30 38157 | 3:8108 | 3°80b60 | 3'8013 | 3:7969 | 3°7926 | 3'7885 | 3°7845 | 3'7807 42 0 Sa7ası | 37800 | 377752 |3°7705 | 3 7660 | 37616 | 37574 | 3°7533 | 3'7494 ? Do en zol 250 ol LL52 zalliibr 0) 162° zoll, 17° 10! 772) 30%] 118°) 70) Be 30 42845 | 4'2831 | 42820 | 4'2812 | 42805 | 4:2800 | 4°2797 | 4°2797 | 4"2798 BER 4'2599 | 4'2584 | 4'2572 | 42501 | 42553 | 4'2547 | 42542 42540 4'2539 50o 30 4'2348 | 4'2332 | 4°2318 | 42306 | 422906 | 4'2288 A="2281 | 402277 1 422205 ;5o 0 4"2092 | 4'2074 | 42059 | 4'2045 | 4'2034 | 42024 | 4°2016 | 4'2010 | 4'2006 49 30 41831 | 41812 | 41795 | 41780 | 41767 | 4°1756 | 4°1746 1 4717392] 471733 49 0 4'1566 | 4:1545 | 4°1526 | 4’ı15ı0 | 41495 | 4°1482 | 4'1472 | 4°1463 | 4°1455 48 30 4'1296 | 4'1274 | 4'1254 | 4'12360 | 41220 | 4'1206 | 4'1193 | 4’1183 | 4°1174 43 0 4 1021 | 4'0998 | 4°0977 | 40958 | 4'0940 | 40924 | 40911 | 4'0898 | 4'0888 47 30 4'0743 | 40719 | 4:0696 | 4°0676 | 40657 | 4'0640 | 4'0624 | 4’obıı | 4°0599 47 0 4'0461 | 4'0436 | 4'0412 | 4'0390 | 40309 | 40351 | 4'0334 | 40319 | 40306 46 30 4"0175 | 4'0148 | 4'0124 | 4'0Ioı | 4'0078 | 4°'0059 | 4'0041 | 4'0025 | 4'00Io 98 ö J. Liznar, x 4 A ee re | ze re | ee © 46 0 3'9886 | 3"9858 | 3'9832 | 3:9808 | 3°9785 | 39763 | 3"9744 | 3'9727 | 3°9711 45 30 3'9593 | 39504 | 39536 28 9802 | 3°9487 | 3°94605 | 3'9444 | 3°9420 | 39408 45 0 39296 | 39206 | 39238 | 39211 | 3°9186 | 39163 | 3 gr4ı | 3°g121 | 3'9103 44 30 38998 | 38966 | 3'9837 , 38909 | 3°8883 | 38858 | 3'8835 | 38814 | 38795 44 0 3'8095 | 3:8603 | 3:8032 | 38004 | 3:8576 | 38551 | 38527 | 3'8505 | 3°8483 43 30 3'8390 | 3:8357 , 3°8325 | 3'8296 | 3:8267 | 38240 | 38215 | 38192 | 3°8170 43 0 38082 | 3'8047 | 3°8015 | 37984 3 7955 | 37927 | 37901 |, 3:7876 | 3°7853 2 30 3°7770 | 3°7735 | 37702 | 3°7670 | 37640 | 3'7611 | 3°7584 | 37558 | 37535 2, Vo STETTEN 7387 ı 3'7354 8 7323 | 3°7293 Ii397265 3°7238 | 3°7213 N ü | 18223040192 702|710223011,2022 70% 20%°730) N212 710) 2130222 les2&eo) Su Son 4'2802 | 4'2807 | 4'2814 | 4'2823 | 4'234 | 4'2847 | 4'2863 | 4'2880 | 4'2899 5I [6) 4'2541 | 4'2544 | 4 2550 | 4°2557 | 4'2566 | 4'2577 | 4°2590 | 4'2605 | 42622 50 30 4'2274 | 4'2276 | 4°2280 | 4:2285 | 42292 | 4'2301 | 4'2313 | 4'232b | 4'2341 50 [0] 4'2004 | 4'2003 | 4'2006 | 4°2009 | 4'2015 | 4'2022 | 4'2031 | 4"2042 | 4'2055 49 30 4'1729 | 4°1727 | 4°1727 | 41729 | 41733 | 4°1738 | 4°1745 | 4'1755 | 41766 49 0 4"1450 | 4'1446 | 4:1445 | 4°1445 | 4'1446 | 4'1450 | 4 1456 | 4°1463 | 41472 48 30 4°1167 | 4’ı161 | 4°1159 | 4’1157 | 41157 | 4'1159 | 41163 | A-1168 | 41176 48 0 4'0880 | 4'0872 | 4:0808 | 4°0865 | 4:0863 | 4°0864 | 40866 | 4'0869 | 4°0875 47 30 4°0589 | 4'0580 | 4'0574 | 4'0570 | 4'0567 | 4:0565 | 40506 | 4:0568 | 4'0572 ATo 4'0295 | 4'0285 | 4'0277 | 40271 | 4'0266 | 4'0263 | 40262 | 4'0263 | 40265 46 30 3'9998 | 3°9986 | 39977 | 3°99609 | 3:9963 | 3:9958 | 39956 | 3:9955 | 3"9955 406 0 3'9697 | 39684 | 3 9673 | 3:9004 | 39657 7 39651 | 3:9646 | 3'9644 | 39643 45 30 39393 | 3:9379 3°9367 | 3°9356 | 39347 | 3°9340 | 3°9334 | 3"9330 | 3"9328 45 3°9086 | 3'9070 | 3°9057 | 3'9045 | 3'9035 | 3'9026 | 3:9019 | 39013 | 3°9009 44 30 38777 | 38760 | 3:8745 | 3°8732 | 38720 | 3'8710 | 3:8702 | 3:8695 | 3:8689 44 0 38464 | 38447 | 38431 | 3'8416 | 38403 | 38391 | 38382 | 3:8373 | 3 8367 430530 3'9150 | 3'8130 | 3 8113 | 3:8098 | 3:8084 | 38070 | 3'8059 | 3'8050 | 3'8042 43 0 377832 137812 | 37793. 3279777 | 3:7,701 103127747. |°3:7734 \ 327723. 327714. 42 30 37512 | 3'7490 | 3°7471 | 3°7453 | 3°74306 | 3'7421 | 3"7407 | 37395 | 37384 2 0 37299] 377167 | 37246 8377827 \\)3°7109) 3,7093. | 337078 327005. | 327052 1‘ ? 232 20) 023223047240 201 2457 30111 252270N1025253011, 2028. 0172022708 Born 51° 30° | 4'2919 | 4°2942 | 4°2968 | 4'2994 | 4 3023 | 4'3053 | 4°3086 | 4°3120 | 4°3156 iu ie) 4'2641 | 4'2661 | 4°2684 | 4°2709 | 4'2735 | 4'2763 | 4'2793 | 42826 | 42859 50 30 4'2357 | 42375 | 4'2396 | 42419 | 4'2443 | 4'2469 | 4'2497 | 4 2526 | 42558 50 4'2070 | 4°2086 | 4'2105 | 4'2125 | 4'2147 | 4°2171 | 4°2196 | 4°2224 | 4'2253 49 30 4°1778 | 4’1793 | 41810 | 41827 | 4°1847 | 4'1809 | 4°1803 | 41918 | 4'1945 49 0 41483 | 4'1495 | 41510 | 4’1526 | 4'1544 | 4°1504 | 4'1585 | 41608 | 41633 48 30 4'1184 | 4’1195 | 4'1208 | 4°1222 | 41238 | 4 1256 | 4°1275 | 4'1297 | 4'1319 481,70 4'0882 | 4'0891 | 4°0902 | 40914 | 4'0928 | 4'0944 | 4°0962 | 40981 | 41001 47 30 40577 | 40584 | 40593 | 4°0604 | 40616 | 4'0630 | 4:0645 | 40663 | 4:0681 47 [e) 4°0269 | 4'0274 | 4'0281 | 4:0290 | 4'0300 | 4'0313 | 40326 | 4'0342 | 4'0359 46 30 3'9957 | 39961 | 3°9967 | 3°9974 | 3"9982 | 3°9993 | 4'0005 | 40018 | 40033 46 0 39643 | 39645 | 3°9649 | 3:9655 | 3 9661 | 3"9671 | 3'9681 | 39692 | 39705 45 39 3°9326 | 39327 | 3"9329 | 3°9333 | 39338 | 39345 | 3"9354 | 39364 | 3°9375 Sn 3'9007 | 3 9006 | 39007 | 3°9008 | 3'9012 | 3'9018 3'9025 | 3'9033 | 3°9043 44 30 3'8685 | 38683 | 3:8682 | 3:8683 | 3:8685 | 3:8689 | 3'8694 | 3'8701 | 3 8708 4 0 38361 | 3.8357 | 3°8355 | 3°8354 | 38355 | 38357 | 3°8361 | 383066 | 3:8372 43 30 3'8035 | 3 8030 | 3:3026 | 3:8023 | 3:80253 | 38023 | 38025 | 3'8029 | 38034 ASo 3'7706 | 37699 | 3'7694 | 3'7690 | 3:7688 | 3:7687 | 3‘7688 | 3:7690 | 3:7693 42 30 | 3'7374 | 3°73066 | 37360 | 37355 | 3'7352 | 37349 | 3°7348 | 3°7349 | 3°7350 42 0 37041 | 37032 | 3°7025 | 3°7018 | 3'7013 | 37009 | 3'7008 | 3‘7006 | 3:7006 Aus diesen Daten ersieht man, dass die Vertical-Intensität von Süd nach Nord wächst, dass daher die Isodynamen alle Meridiane schneiden. Di® Coordinaten dieser Schnittpunkte enthält Tabelle XIII und die darnach entworfenen Curven Karte 6, Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 29 Tab. XIII. Isodynamen der Vertical-Intensität zur Epoche 1890'o. Isodyname von n Ba aze inars | 410 | 405 || 40er | 305 | 3:00 |, 3:85 380 73:75 ? I I I 9° 30° 50° 19'5149° 19'0|48° 20'9 |47° 24'7 146° 30'2 45° 37'0 44° 44'9 143° s3'gla3° 3'8 42° 1416| — ı0 o |5o 23'949 23°5148 25°5147 29'346 34'945 417144 49'743 58'743 8'742 19°5 — ı0 30 |5o 27'849 27'648 29'747 33'83|46 393145 46°3|44 54'344 33/43 13°4 42 24°2| — ıı o |so zı'6j49 315148 33'847 37'946 43'5|45 50:5 44 58°7144 7'843 17'842 28°7 = ıı 30 |so 35'049 35'248 37'547 418146 47'545 54045 28.44 120 43 22'142 3300| — ı2 o |s5o 38:2149 386148 410147 45'446 5ı'215 58445 068|44 161143 20'242 37°2| — ı2 30 |50o 41'249 41'748 443147 48°8 46 54846 21145 10'544 19'943 30'142 41'2 _ 13 0 |50 43°8149 44.5148 47'447 52'046 581146 5"5|45 14'144 23'543 33:9 142 4500| — 13 30 |5o 46'149 47'148 5o'1 a7 55'047 13146 8:8|45 17°5 44 270143 37'542 48°7 42° 0'6 iA © so 48'249 49'4l48 52'747 57'747 4'146 ı11°8|45 20'644 30°2 l43 40'8|42 52'1 42 41 ı4 30 |50o 5or0l49 51'548 550138 0'247 68146 ı47|a5 23°6144 33°4|43 44042 55'542 7°5 15 [6) so 51°5149 53°5148 57'148 2'547 9°3146 17'3145 26'444 36°3 43 47'142 58°6 42 10'8 ı5 30 I50 52'849 54'948 58948 4'547 115|46 19 745 28°9 144 39°0 143 499143 1542 13'9 lo) 2ke) so 53:849 56'249 0.648 6°4|47 13'646 22'045 31'344 Tee 52.6143 4'342 16°8 ı6 30 |5o 54°649 57'349 20148 81147 15'546 24'045 33°5|44 44043 551143 7042 195 170g |50 55°249 58'249 3148 9'547 17'246 25'945 35°6 44 46'243 57°4|43 9'542 221 17 30 |50 55°449 58949 4048 10'747 18°6146 27°5|45 37'444 48°2 43 59°5 43 11°8 42 24°6 ı8 0 150 55:649 59'349 4'948 117 47 19:9 46 29:0145 39'144 50'044 16143 13°9 42 26°7 ı8 30 |50 55'449 59'049 5'4|48 12'547 20'9 46 30'245 40°6 44 517144 3°5|43 15'842 28°9 19 0 |5o 55'149 59'749 5'848 13'3147 219146 31 445 41'944 53'244 5'143 17'7|42 30'9 19 30 Iso 54449 59'449 5'948 ı3'6|47 22'546 32°3 145 43°044 54°5 44 06°6 43 194142 32°7 20 0 Iso 53:7l49 59°049 5'848 13'947 23°0146 33°1145 44:0 44 55'744 8:0143 20'8|42 34°4 20 30 |50 528149 58°449 5:06.48 14'047 23 3/46 33:7 45 44°8|44 50°7 44 9'243 22'242 35°9 2ı o |so 5ı'6149 57'749 5'248 ı3:8|147 23:5 46 34145 45'444 57°5|44 10'3|43 23°5142 37°3 2ı 30 |50 50'349 56749 46.48 ı3'5 47 23'546 34'345 46°0 44 58°2 44 ı1 1143 24'642 38°5 22 0 Iso 48-7149 55'649 3°8148 13:1 47 23°3|46 34445 46'244 58°8144 11'843 25°4|42 39°6 22 30 |5o 47'049 54'349 2'9|48 ı2'5 47 23046 34°4 [45 46°4 44 59'244 12'443 26°2 42 40°5 23 o Iso 45'149 52849 17/48 117147 22°5|46 341.45 46'444 59'3144 12°9|143 20°8|j42 41°4 23 30 |50o 43'149 51'249 0'548 10'847 21'946 33°7 45 46:3 44 59°4|44 13'243 27°3|42 42'1 24 o |50o 40'849 49'348 59'048 9'6|47 21'140 33°2 45 46:0 44 59'444 13°3 43 27'042 426 24 30 50 38'449 47'448 57'448 8447 20 ıla6 32:5 145 45 6144 59'344 13°3 43 27'942 430 25 o 50 35'949 45°3148 55'748 70147 19'046 31:7 35 45'044 58°9 144 13'243 279,42 43'2 25 30 Iso 33"2149 43'048 53:848 5-47 ı7°7|46 30:7\45 44°3|44 58°4 44 12°9 43 27°9 42 43°4 26 0 150 30:3149 40:0148 51°8 48 3'647 10°4 46 29°5 45 43°4 44 57'°7|44 12°5 43 27:8 42 43'4 26 30 50 27'449 38°048 49'645 18147 14'846 28:3 45 42°4|44 57'044 12'043 27'442 43°3 Zu Ko sa 24349 35448 A737 5979147 1377146 2770145 Artalaa sb’rlaa 117443 432 Die nördlichste Isodyname von 4:25 G. E. verlauft von West nach Ost und zeigt eine nach Nord con- vexe Krümmung. Die folgenden Isodynamen besitzen eine gegen die Breitenkreise geneigte Lage, wobei die Neigung um so grösser wird, je südlicher sie liegen. Die nach Nord convexe Krümmung, die noch bei den Isodynamen von: 415, 4:05 und 3:95 ganz deutlich sichtbar ist, rückt immer östlicher. Total-Intensität. Die auf dem vorhin angegebenen Wege berechneten Normalwerthe der Total-Intensität für die Durch- schnittspunkte der Längen- und Breitenkreisen enthält Tabelle XIV. Tab. XIV. Normalwerthe /, der Total-Intensität für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 18g0°o. A a 92.304108 »oll 10° 30'| Rech Or Bollr22 ou ET20 308 732 ol 32307 SIE 30, 46950 | 4'6934 | 4'6921 ' 46910 | 46901 | 40894 | 4'6890 | 4'6887 | 46886 Arno 4:6824 | 46807 | 4°60793 | 4:6781 | 4°6771 | 46764 | 4°6757 | 4°6753 | 4'6751 50 30 460694 | 4°6677 | 46661 | 4°6648 | 46638 | 460629 | 4°0622 | 4 6617 | 46613 Bol 0 46562 | 4°6543 | 4 6527 | 4'06513 | 4'6502 | 4°0492 | 4 6484 | 4°6478 | 4'6473 49 30 4:6427 | 46408 | 4°6391 | 46376 | 46363 | 4°6352 | 40343 | 46337 | 4°6331 49 [e) 46290 | 4:6270 | 4°6252 | 4°6236 | 4'6223 | 46211 | 4'6201 | 46193 | 46183 48 30 4’6bıst | 46130 | 46112 | 46095 | 4:6081 | 4’60069 | 46058 | 4:6049 | 4'6042 48 0 4:6009 | 4:5989 | 4°5909 | 45952 | 4'5937 | 45924 | 45912 | 4'5903 | 4'5895 | I 30 J. Lisnar; N > 09 301 10% o!|N1022 30N| mı2ol ern 302 22 ol ro) Er732on ro l 47° 30" | 4'5867 | 4'5845 | 4°5826 | 4°5808 | 4°5792 | 4°5779 | 4°5767.| 4°5756 | 4°5747 47 0 |4'5724 | 45701 | 4°5681 | 4°5063 | 45647 | 4'5632 | 4°5619 | 4°5608 | 45599 46 30 4'5579 | 4°5557 | 4°5536 | 45516 | 4"5500 | 4°5485 | 4°5472 | 4°5460 | 4°5450 46 0 45434 | 4'5411 | 45390 | 4°5370 | 4°5353 | 45337 | 4°5323 | 45311 | 4°5300 45 30 45288 | 4°5264 | 4°5243 | 4°5223 | 4°5205 | 45189 | 4°5174 | 4°5162 | 4°5150 45 [6) | 4'5141 | 4°5118 | 4°5096 | 4°5075 | 4°5057 | 4'504I | 4'5026 | 4°5012 | 4°5000 44 30 | 4'4995 | 4'4972 | 4'4951 | 4'4928 | 4°4910 | 44893 | 4'4877 | 4 4803 | 44851 au 4'4850 | 4'4826 | 44803 , 4'4782 | 44762 | 4°4746 | 4°4729 | 4'4715 | 4'4702 43 30 | 4'4704 | 4'4080 | 4'4656 | 4'4635 | 4°4616 | 4'4598 | 44582 | 44567 | 4°4554 43 0 |4'4559 | 4'4534 | 44511 | 4'4489 | 4°4469 | 44452 | 4'4435 | 4"4420 | 44406 42 30 | 44414 | 4'4389 | 44305 | 4'4344 | 4'4324 | 4°4305 | 4'4288 | 44273 | 4°4259 42 0 | 44270 | 4'4245 | 4'4221 | 4’4200 | 4°4179 | 4'4161 | 44143 | 4°4128 | 4°4113 PER ARE Er ee er BE ae EI N nenn | N = ie ol o'| 250280) 1622 705]0102530) 0772850) 101727305 en | | 51° 30' | 4'6888 | 46891 | 4:6896 | 46904 | 46914 | 46925 | 4'6938 | 46954 | 46971 SO; 4°6752 | 4"6754 | 4'0758 | 4:6764 | 4:6773 | 4°6783 | 4'6795 | 4:6809 | 46825 5o 30 | 46613 | 4:6614 | 4:6617 | 46622 | 46629 | 4:6640 | 4'60648 46661 4'06676 5o o | 4:0472 | 4°6471 | 4'0473 | 46477 | 4:0483 | 4°6495 | 4°6500 | 46511 | 4°0525 49 30 4:6329 | 4'6327 | 4:0329 | 40331 | 4:6336 | 4°6342 | 4°0350 | 4:6361 | 4°6372 49 0 4'6184 | 4'6182 | 4°6180 | 4:6183 | 4'6186 | 46191 | 4’6199 | 4°6207 | 46218 48 30 46038 | 4'06034 | 46033 | 4:6034 | 46036 | 4'6040 | 4'6046 | 46055 46064 48 0 4"5889 | 4"5880 | 45883 | 4'5883 | 4'5884 | 4°5888 | 45893 | 45900 | 4°5908 47 30 45741 | 4'5736 | 4'5733 | 45732 | 45733 | 4°5735 | 45739 | 4°5745 | 4°5752 47 0 4'5592 | 4°5586 | 4'5582 | 45580 | 4°5580 | 4°5581 | 4°5584 | 4°5589 | 45596 40 30 45442 | 45435 | 45431 | 4°5428 4'5427 | 45427 | 4°5430 | 4'5434 | 4"5439 40 0 4'5291 | 4'5284 | 4 5279 | 4°5276 | 4'5274 | 4'5273 | 4°5275 | 4'5278 | 4"5282 45 30 4'514I | 4°5134 | 4°5127 | 45123 | 4'5121 | 4°5119 | 4°5120 | 4'5122 45126 45 0 4'4991 | 4°4982 | 449706 | 4'4971 | 4'4967 | 4'4965 | 4°4965 | 4 4967 | 44970 44 30 44841 | 44832 | 4'4825 | 44819 | 4°48ı5 | 4°4813 | 4°4812 | 44813 | 4°4815 44 0 4'4691 | 44682 | 4:4674 | 4°4668 | 4 4663 | 44661 | 44059 | 4'4659 | 44061 43 30 44543 | 4°4533 | 4°4525 | 4°4518 | 4°4513 | 44509 | 44507 | 44507 | 4°4508 43 0 44395 | 4°4384 | 4°4375 | 4°4368 | 4°4363 | 44358 | 4°4355 | 44355 | 44355 42 30 4'4247 | 44236 | 4°4227 | 4'4220 | 44214 | 4°4209 | 4 4206 | 4:4204 | 4'4204 42 [e) 4'4101 | 4 4090 | 4'4080 | 4'4072 | 44066 | 4'4061 4'4057 | 4'4055 | 4'4054 I En EL nn nn EL ne en R i 13% 302 79° ol 79% 50111202 Fo)lF2027 304 272 wol 212530 220 22er | sı? 30' | 4'6991 | 4'7012 | 4'7035 | 47060 | 4:7087 | 47116 | 4'7147 | 4'7180 | 47215 Bo 46843 | 4°6862 | 4'0884 | 40908 | 4:69533 | 4'6960 | 4 6990 | 4°7021 | 4'7053 5o 30 46692 | 46710 | 4'6731 | 4'6752 | 4:6776 | 4:6802 | 4:0830 | 4'6859 | 46890 ;5o 0 4'6540 | 46556 | 4°6576 | 4:6596 | 46619 | 4°6643 | 46669 | 4:0097 | 40726 49 30 46386 | 4'6402 | 46419 | 4°6439 | 4:6459 | 4'0482 | 46507 | 4°6533 | 46561 49 0 4'6231 | 4°6245 | 4°6262 | 46279 | 46299 | 4:6320 | 4:6344 | 4'6309 | 4:0395 48 30 46075 | 4'6088 | 4*6104 | 4°6120 | 4:6138 | 4°6159 | 4°6180 | 4'6204 | ‘46229 43 0 45919 | 4°5930 | 4°5944 | 45900 | 4'5977 | 4'5996 | 46016 | 46038 | 46063 47 30 4'5761 | 4°5772 | 4'5785 | 4'5800 | 45815 | 4°5833 | 4°5852 | 4°5873 | 4°5896 47 0 45604 | 4'5614 | 4°5625 | 4°5638 | 4°5054 | 4°5670 | 4°5688 | 4'5708 | 4°5730 46 30 4'5446 | 45455 | 4°5465 | 4°5478 | 4°5492 | 4'5507 | 4°5524 | 4°5543 | 45563 46 0 4'5289 | 4°5297 | 4°5306 | 4°55318 | 475331 | 4°5345 | 4°5300 | 4°5378 | 4°5397 AB030 4°5132 | 4°5138 | 4'5147 | 4°5158 | 4°5170 | 4°5183 | 4°5198 | 4'5214 | 4'5232 45 0 44975 | 4 4981 | 4'4989 | 44998 | 4°5009 | 4'5022 | 45036 | 45051 | 45068 44 30 44819 | 4'4825 | 44831 | 474840 | 4'4850 | 44861 | 4°4875 | 4°4889 | 4°4906 44 0 4:4064 | 4'4669 | 4°4675 | 44683 | 4 4692 | 44702 | 4°4715 | 4'4728 | 4°4744 43 30 44510 | 4'4514 | 4'4519 | 4'4526 | 4°4535 | 4°4545 | 4°4556 | 44569 | 4'4583 43 0 4'4357 | 44300 | 4°4365 | 44372 | 4 4379 | 4°4389 | 4°4398 | 4°4410 | 44424 42 30 44205 | 4°4208 | 44212 | 44217 | 4'4224 | 4'4233 | 4°4243 | 4°4254 | 4°4267 42 0 4°4055 | 4'4057 | 44061 | 4°4066 | 4'4072 | 4'4080 | 4'4089 | 4°4099 | 44111 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 31 15 & ; 23° 0'| 23° 30'| 24° o'| 24° 30'| 25° o 2 Ds zollreparoN 202 3082| 272% 00) | | | | 52° 30° | 4'7251 | 4°7289 | 4'7330 | 4'7372 | 4"7416 | 4°7462 | 4'7509 | 47559 | 47610 5sı o |4°7088 | 4'7124 | 4'7163 | 47203 | 4'7240 | 4°7290 | 4'7335 | 47383 | 4° 7432 50 30 46923 | 46958 4'6995 | 4'7034 |.4'7074 | 47116 | 4'7160 | 4'7205 | 4'7253 50 0 |4°0758 | 40791 | 4'6826 | 4°6863 | 46901 | 4°6942 | 4°6983 | 47027 | 47072 49 30 | 46591 | 46623 | 40656 | 46691 | 4'6723 | 4'6767 | 4'6807 | 4'6849 | 4'0893 49 0 |4"6423 | 4'6453 | 4'6486 | 4’6519 | 46554 | 46591 | 466530 | 46670 | 406712 48 30 | 4°6256 | 4°6285 | 46315 | 4°0347 | 46381 | 4'6416 | 4'0453 | 4'6492 4'6532 48 0 46088 | 4’6115 | 4:0144 46175 | 4°6206 | 4°6241 | 4°6276 | 46313 | 4 6352 47 30 4'5920 | 4'5946 | 4'5974 | 4'6003 | 46033 | 4"6066 | 4'6100 | 4'6135 | 46172 47 0 4'5752 | 4'5777 | 4'5803 | 4'5831 | 45800 | 45891 | 4°5924 | 4°5958 | 4'5994 46 30 45585 | 4'5608 | 4°50633 | 4°5060 | 45687 | 4°5718 | 4°5749 | 45782 | 45816 46 0 45418 | 4'5440 | 4'5404 | 4°5489 | 4°5516 | 4°5545 | 4°5574 | 4°56006 | 4°5638 45 30 45252 | 45273 | 4'5295 | 4'5320 | 4'5345 | 4°5373 | 45401 | 4°5432 | 4°5463 45 0 45080 | 45107 | 4'5128 | 4°5151 | 4°5175 | 45201 | 45229 45288 44 30 4'4923 | 44942 | 44902 | 44984 | 4'5068 | 4°5033 | 4°5059 | 4°5087 | 45110 | 4 0 4'4760 | 4'4778 | 44798 | 4°4819 | 4'4841 | 4°4805 | 4°4890 | 4'4917 | 4°4945 43 30 4'4599 | 44616 | 44635 | 44655 | 4°4676 | 4'4699 | 4'4723 | 44748 | 4°4775 43 0 44439 | 4°4455 | 44473 | 4°4492 | 44512 | 4'4534 | 4°4557 | 4°4582 | 4'4607 42 30 4'4280 | 44296 4'4313 | 4°4331 | 4'4351 | 4'4371 | 4°4393 | 44417 | 44442 | 42 0 4'4124 | 4°4139 | 4’4155 | 44172 | 44191 | 4'4211 | 44233 | 44255 | 4'4279 | | Da auch die Total-Intensität von Süd nach Nord wächst, so haben die Isodynamen im Allgemeinen eine ost-westliche Richtung. Die Coordinaten ihrer Schnittpunkte mit den Meridianen findet man in der folgenden Tabelle XV. Tab. XV. Isodynamen der Total-Intensität zur Epoche ı8g0°o. Isodyname von 7 Fe o N | ji 9° 30" | 50° 54'5 49° 24'1 47° BORT 46° 34'3 A5S 12'o 43° 49'7 | 42° 27'ı1 I0 © BB oz a8 23 146, 3950.|,45 168 | 43 0547 | 42 3273 10 30 St 1:6) 49 32°0| 48 6°5 46 43°2| 45 2172| 43 59°4 | 42 37°2 ae lro ass | LAS Hosa ab Ayın | a5 12553.| a4 3:7 -| 42 41r6 IT 30 52 67 | 49 380 | 48 1371 | 46 50:4 | 45 2990| 4 77|42 45°7 Tea 057 32321,404053 |, 48.2527 1.465375 |,45, 3252| 44 17°0 | 42 494 ı2 30 Bu gE9EIWAHL 42272 | 487 13:77 | 46 56:1 | 45 35°2 | 44 14°4 | 2 52°9 13 0 5ı Io’5 | 49 43°4 | 48 ı19°9 | 46 58°4 | 45 37°7 | 44 ı7°2| 42 55°9 13 30 SI 10°9 | 49 44°6 | 48 2174 | 47 0'2| 45 400 | 44 ı19°7 | 42 58°8 DE Re) 2 10:6 | 49 44°9 | 48 22:3 | 47 ı°6 | 45 41'383 | 44 218 | 43 10 14 30 ro | rom At 2 As 2a | A 52:82] 45, 43222 1449 123:8 | 43, 11352 15 0 st gr | 49 44°8| 48 2374 | a7 3°6| a5 444 | 44 2500| 43 5°0 15 30 5sı 77|49 44°2| 48 23°2|47 3'945 451 | 44 2602| 43 64 ı6 0 Sn 57 | Ag Azıı | AB 229 | a7 3°9| 45 4505| 44 27°0| 43 7°4 ı6 30 BI zehn A9r Arna | 48 P22su | Ar 3070| 45 a5 | 4a 274 | 43 893 17,09 Su ro | 49, R0so, | As 2r7o a7 3:0 450 45:5 | 44 27°6 | a3 8°9 17 30 BOBey SL 7u WAOE 3780 ABLE rg A NAT, Zum | AS Agrar AA 27°5, | -43 8:9 2 50 5570 | 49 35°5 | 48 17°7 147 0°3| 45 442 | 44 271 | a3 8°3 18 30 So 5175 | 49 32°9 | 48 ı5'6 | 46 592 | 45 43°0 | 44 26°3 | 43 34 19 0 so. 47-8 | 29 20°6| 48 13°3| 46 574 | a5 AU7 | 4 2572| 43 7°8 19 30 50 43'5 49 26°4 | 48 I10°5 4b 55°3 | 45 40'0 | 44 24'0 | 43 6°8 20 0 Bomao2 Ag zu AS 3755, 2200 529 | 45 3790| 4a 2274| a3 5°5 20,30. 500 34=6 0 49° 1809, | 487 24:31, 46, 50:0, | 45 35°0 | 44 20°5 | 43 -4°0 21 0 50 29:6 | 49 14°8| 48 0'7| 46 a7ı| a5 33°1| 44 185 | 453 21 2ı 30 Bor 2A | 49 10:3 47 5717| 406 43:9 | 45 30°4 | 44 15:9 | 43 .0°4 22 0 5o ıgı | 49 5°7| 47 53°1 | 46 40:4 | 45 27°4 | 44 13°4 | 42 581 22 30 50 13:5 | 49 0°9 | 47 48°7 | 46 36°6 | a5 24°1 | 44 104 | 42 554 230 20 so 7°6| 48 55'9 | a7 44°3 | 46 327 | 45 206 | 4 74 | 42 520 232 30 so 1'6| 48 50°5 | 47 396 | 46 286 | 45 16:8 | 44 40 | 42 49:6 24 0 49 55°4 | 48 44°9 | 47 346 | 46 241 | 45 1279| 44 0°4 | 42 46°3 24 30 149 490 | 48 39°2 | 47 295 | 46 195 ı 45 8:7 | 43 56°5 | 42 '42°9 25 0 49 425 | 48 33°3 |47 243 | 46 147 | a5 44 | 43 52°5 | 42 39°1 Pro gas 048 27 3. |.47 18:7 | 26° 9:5 |,.44 59°8 || 43, 48°3 | 42 35°3 26° 0 49 28:8 | 48 zıco| 47 ı370| 46 4'5| 44 54°9 | 43 43°8 | 42 313 26 30 49 21°8| 48 14°6| 47 7°1| a5 59°0 | 44 49°8 | 43 39°2 | 42 20°9 So ANA an ser, a7 sa: | 4553555) 44 4573| 43 3454 | a2 2203 22 J. Liznar, Die diesen Daten entsprechenden Curven sind auf Karte 7 dargestellt. Darnach zeigen die Isodynamen der Total-Intensität, ähnlich wie jene der Vertical-Componente, eine nach Nord convexe Krümmung, die bei den südlicher liegenden immer mehr nach Ost rückt. Die Vertheilung der Total-Intensität ist, wie man später ersehen wird, das beste Criterium für die Genauigkeit und Vergleichbarkeit der für die Inclination und Horizontal-Intensität durch Beobachtung ermittelten Daten. Es soll gleich hier erwähnt werden, dass sich für die Vertheilung der Intensität nach den Daten Kreils ein ganz unrichtiges Bild ergibt, dass also eine richtige Darstellung nur auf Grund des neuen Beobachtungsmaterials möglich war. B. Die Störungen und die störenden Kräfte. Berechnet man nach den im Vorhergehenden mitgetheilten Formeln für jede Beobachtungsstation den normalen Werth der Declination, Inclination und Horizontal-Intensität d, z, ı und vergleicht diese Werthe mit den direct beobachteten, so gibt die Differenz: IN N NEN die Grösse der Störung, welche jedes der erdmagnetischen Elemente in Folge der Wirkung einer stö- renden Kraft erleidet. Diese Definition der Störung hat den Vortheil, dass man aus ihren Vorzeichen so- gleich ersehen kann, ob das betreffende erdmagnetische Element durch die Beobachtung zu gross oder zu klein erhalten worden ist. Aus dem Begriffe der Störung folgt unmittelbar, dass ihre Genauigkeit abhängig ist von der Genauigkeit des beobachteten und berechneten Werthes der erdmagnetischen Elemente. Ist die Anzahl der Beobachtungsstationen hinreichend gross und sind bei den Messungen keine systematischen Fehler unterlaufen, so ist die Grösse der Störung nur mit den Beobachtungsfehlern behaftet. Da die bei unserer vorliegenden Aufnahme gemessenen Werthe der Declination und Inclination höchstens um #1’ und bei der Horizontal-Intensität um ungefähr X&0°001 G. E. fehlerhaft sein dürften (andere Angaben können nicht massgebend sein, da die von mir im I. Theile veröffentlichten Einzelwerthe zur Ableitung der Genauigkeitsgrenze nicht geeignet sind, was ich auf S. 25 [161] besonders betont habe), so muss hier- auf bei Beurtheilung der Grösse der Störungen Bedacht genommen werden. Tabelle XVI enthält sowohl die Normalwerthe als auch die Störungen der Declination, Inclination, Horizontal- und Total-Intensität, wie sie sich auf dem angegebenen Wege ergeben haben. Tab. XVI. Normalwerthe und Störungen der erdmagnetischen Elemente an den einzelnen Stationen zur Epoche 1890°o. Nr. Name der Station ds AD is AJ hs AH ts AT — | 1 Adelsbers Wen. 2 a. al roeer 220 | 0,941 W0r ou — 3'7 | 21577 |+ ı10l4°5217 — 63 2 NÜMORE EL m BEL Es eure TO 0 2228 | Ko2sseo — 0'9 | 2'0788 | — zı]|l4'5761|—- 70 3 Alenzien Me ee ee Oz Nez2%d D270N202 — .1"4 120861 |+ 7145747 | — 2ı | 4 NSTAME Eee TE AR 9 26°ı1 + 2'9 | 61 20'2 — 4'3 | 2'1089 |+ 061|4'5217 + 24 5 Alien TOR ATZE 02T 353080 — 0"5 [20404 | 7 1211 45073 | 013 6 Ancona Ko Ne an ee Pe TORE ZT — 9°5[| 59 4r'5 — 3°4 | 2'2501 |+ 5614°4587 |+- 35 7 IATENaTMRTE RL ee 8 22'0 EN I — ı1°5 I 2°3627 | — 7144082 | — 43 8 Str Anton ee egian 2 37 9334 + 0:6 | 2:0684 + 2]4'5649 | + 20 9 Aytovacmr SE ai een ST2guR HOSE SE — 4'6 | 2'3105 | — 88] 4°4397 | — 266 Io Banjaluka nn So 8 57°ı | —ı10.6| 60 ı17°9 — 0°9 | 2'2247 + 56| 4:4900 |+ 92 11 Bihatı 2: Een IE FIRE + 2'1 60 28°6 —. 3°1 112°2131 | — 241 AAg9ır | — 120 12 Bjelnagsnz en Pr er E30 222717000 5358 — 2°3 1 2°241ı2|— 1914°4910 |— 090 13 Bleibere n wu 2 a 10) 272 — 2°4 | 62 ı7°3 — o'2 | z’ııs2 + 91454856 | + 14 14 Bludenz a ee eh 12 15°0 — 49 (en Re — 0'2 | 20637 + 1314°5758|+ 23 15 Bodenbache 2.2 2 re ee Or 023 + 24 | 65 284 —+ 0'6 | 1'9381 = 19] 4:06688 | — 28 16 BosnmBrode are re 8 35°6 — 1'8 | 60 z22'0 + 7'2 | 22144 |+ 11] 4°4785 |+ 188 17 Bosn. Gradiska 7 a 8725550 | oo |,60 36'1 — 37122220920) 7 A005 18 Bosna Novi Er 9 17°0 Nr — 0-7. |m00r83y5 — 5'0 | 2'2064 == 27| 4'4980 | — 61 19 Bosn.aSamac A re ee 8 242W| — 13871260 72456 — o'ı |2'2218 — 7]|4'4990 | — ı2 | 20 Bozen: En waren ae e NELT 29H + 0'3 | 62 27'4 + 3"ı I 2"1041 | — 30 45504 + 14 IT Brekaneeı Dee De a Snbe, + ı'2| 60 ı1'8 — 0'3 |2'2334 + 11|4'49506|—- 5 22 Bregenzer a erg — 6'7 | 63 28°2 — 17 |2'0483 + 13[|4'5858|— 17 b | | Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. Nr. Name der Station ds AD is AT hs 23 Byndisiw ers, fa Sehr2lonı = ah 56° 19! —13'8 | 2’4209 | + 8 24 Brod . - et) — 1'7 6053220... 228 17272144. 7 25 Brody ..... - 4 39°9 | +ı6°9 | 64 2z’o | — 5'2 | 2°0553 | +14 26 Bruck a.d. Mur . 9 4°0o| +35 bo Mean I Tor 2ag22i 27 Brünn 97356 — 1559 Dar —10'2 | 2°0238 | + 2 28 Bruneck LI 14.0 | — 0:8 020 37009, 22.233210 2200577 — 29 Budapest . 7. »sg:c | = ro 622 26:6 | + 1:7 1,2°1170:| 30 Budweis Tora 627 14-3226 17064, 2528| 22230220172, = 31 Castelnuovo 3..32:9 | =1.0:20 1 582 0:25 207 | 2534714. | 1 32 Chiesch ee Io 444 | + 4°4 65 47 | —4'7 | 1°0596| + 33 Chlumec a. d. Cidlina 9 360|+27 bA2 gas = 11201700746. | — 34 Gilli . 9 4570| — 14 61 46°5 — 1°7 | 21447 | + 35 Caslau . 38,2 K rzsrnz GAGEASS2 0225119850. (=, 30 Corfu 8 ı7°4 | —ı7'3 er ee) REEL Inn an. Curzola DESSSE ZH eg 5873953 6-7..42400 223068) |1-1- 38 Czernovitz 4 38°6 | +37°2 620 070:8, 1-:2.82401,22774024| — 39 Czortkow AA AS 3 (ee —ı6°2 | 2’ı071 | + 40 Debrezin . 6 46.6 | + 0°8 0207338 1 21-2085 25,72370, 41 Bignano Io 20.4 | — 45 bomsozse os 2 TUT, 2 Doboj 8 3499| + Trı bossror2 2225 1222337 | 5 43 Dolina - 51.260 —12'9 03. S130X — 1°5 | 2’0940 | + 44 Dolnja Tuzla 8 2173 .| + 4:2 SEE zusl252A0z 45 Durazzo 8 185 |—86 56 48.5 — 6°1 | 2°4008 46 Eisenerz 9 541 — 3'7 62 544 | — 1°6 | 20835 47 Erlau TELSER — b'2 62723839 = 272 3212207706 48 Esseg 87 16*2, | 32 76 bo 487 — 2 0 | 2°2019 49 Fiume 20, 30:8. |, 3354 Dr 25292 24262257700 5o Foca . 8 23°3 | 431 58 58-5 | — 0:6 | 2°2944 5ı Fogaras, 59353 — 2°0 60 28'353 + 3°6 | 2°2404 52 Fort Opus 8 5 2|+96 s8 39°0 | + 2'6 | 2°3078 53 Franzensbad | 65 ı12 | + 4°6 | 1°9522 54 Fünfkirchen . . IFA | 02 78200 | 220 11271750 55 Gastein (Hof-) . 10 43°5 — 6'5 62. 47°6 — 2'0 | 2°0873 56 Glamo& . 0 rat on 59 40:9 | + 1°9 | 2°2552 57 Gleichenberg 9 270 | —ıı'4 b2 15:0 | + 8:9 | 2°1206 58 Gmünd . - Io z3r’6 | + 0'8 02 316 | — 5°9 | 2'1022 59 Göding. . . » 8 48'2 | +16'2 03.4303 — 13 | 2°0434 60 GörZ.. = J Io 27'6 o°’o 61 44°1 — 7'ı | 2°1446 61 Golling . Br Io 429 | + 3'3 63 8-4 | + 42 | 2'0684 62 Gradiska (Neu-) . 82 550.0, | — 25 bo 42'0 — 4'9 | 2°2046 63 Gratzen . 97 s7äz +28 (er + 2:6 | 2:0276 | 64 Gravosa 8 425 |+ 1'3 BSR et ion 273770 65 Graz . BER 9,2392. 04 I 1 62 27°9 558310277083 66 Grosswardein . 6224232 1 5-4 bu Para SEA 2177609 67 O-Gyalla . 8.217 .| 4 1°8 62 sors — 2'°4 | 2°0940 68 Hereny . eg 9 7'2|-+I5’6| 62 296 | +ı15°2 | 2°1089 69 Hermannstadt . Du SEE 2Z N — 718 62959 21311 2:2356 70 Hohenelbe 9 31°3 | + 8°0 68. 14,5 | 4 0%7 | 179541 7ı Horn 9,3135 | EI BEE AS BA 002301 20A0T 72 Jajce 8 56°7 _ 2'8 Sonınse3, | omas 22a, 73 Jablanica . 8 46°'6 | +16'0 5O0. 02.7 — 4'0 | 2'2804 74 Iglau RE I) We Be allihe 647 18.3 217 — 02.908 220075 75 Imst. ..; LI. 4972 n-3.7 63 7:3 | + 0o'2 | 2°0673 | — 76 Innsbruck N ek 070 1 2.0012 || 77 BSEBLEN 2% 10 303 | + 3°5 63 11:0 | +Io'g | 2’0666 | — 78 Jakobeny . Sch Bu or — 7'5 61 504 — 2-9, 12277723 79 St. Johann i. T. . DIL 3:8, —9°2 63. 10°4 | + 1:1 [| 2"0659 80 Kalinovik .. Aa: BEN ZEHHT — 2'2 585.5988. | — 35941.2:2920 81 Kalde Ser era une SE Seal, = 358 61 38°1..| 4 3°0 L2°1599 82 Karansebes . . 6 480 | —ıo'7 60 19°9 — 3'8 | 2'23067 83 Karlsbad . Io 56°0 | — 4'2 GE 1222 005550 720518 84 Karlsburg 6 zo | —29'3 60 47°9 — 1:8 | 2°2182 85 Karlstadt . oz — hr Gr 5297 16 94235,1.227805 86 Kaschau „... O4 32207 3 3A. 63 ı14°3 | — 0°$ | 20821 87 Kesmark . . Te 1958: I, SANS 08:5 38-7 — 3'0 | 2 0572 88 Klagenfurt io I0o’5 | + 6b'4 625 1387 — 0'2 | 2°1197 89 Klattau . E Io 419g | + o'ı (ET — 1°'4 | 1'9904 90 Klausenburg N. 6° "or2 | — 20 61 24°5 | + 9'2 | 2°1371 gI BU re a = 9 So|-+ 03 Go: 7=4 | — r'4 | 2°2328 92 Kolomea . Be Es, 02 62 46:4 | + 5°8 | 2:1223 93 Komotau . ı1o 3907| —65 (er — 0:3 | 1'9456 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVI. wo sb oı I TA2Nar, Nr. Name der Station ds AD is AJ hs AH ts AT = ze 94 Krakau . ee | ee) 64° 25’o | + 1'9 | 2:0129 | — 35 | 4°6614 | — 27 95 Kremsmünster . LOwENGEE — 0'2 3.230. | = 725 1 200558 | — 77.1 42590222229 96 | Krosno . er an ee ee | ee ee | = 97 Lagosta (eb elite) — 153 KO OT — 3°9 | 2:3142 | #106 | 4°4285 | +120 98 Laibach ; 107 4:4 7722085 61 Az2'ı | — 7'9 | 21474 | + 70 | 45298 | — 28 99 St. Lambrecht . Io ı5°3 | -+Ir’s5 62 35:8 | + 5'2 [20992 | —112 | 45715 | 210 100 Landeck . . . II 54°0 — 2°7 SA — 0°1 | 2:.0704 | + 14 | 4'5717 | + 28 101 Leipa (Böhm.) Toast 65 22°9 — 10 | 19439 | — 22 | 4'6664 | — 32 102 Leitomischl 9 103 | — 0'4 64 35°6 | + 1°9 | 1°9928 | — 14 | 4:6448 | 4 21 103 Lemberg ST — 6b'7 DIESAET = 258 1127057 = 77.045.67067, 0 2102007 104 Lesina . 9 18°9 | + 0'9 58 55°4 | — 0:6 | 2:2923 | #113 | 4°4408 | 4216 105 Lienz 10 524 | — 04 62 33°7 | + ı°3 | 20995 | + 26 | 4°55653 | + 89 106 Liezen . Io 124 | + 3°6 62° 5925 | o@3 ll 2rorzo,) 2 2 Are 107 Linz . Io 118 | + 4'9 03 73427-142091 270458 | —ei10 174250702 05 108 Lisa ..» 9 248 | —21'7 58 516 | —12"8 | 22950 | 4185 | 4°4379 | 6 84 109 Livno 9 43 —+12'4 59. 2850, ,| 12 210 2226627137 1, 4240070 0 20 110 Losoncz 7309| — 96 63 Zion) j, 0:1 [ 2.0867 | — 26] 46050 | — 54 111 Lundenburg . S 557 |+67 63.4058 | 1 424 112:0457 |. 821104201257 10-6303 112 Lussin picc. 10 51 | — 84 60 23:6 | +17"5 1 2°2153 | —133 | 4°4840 | 334 113 Makarska 9 47 | +11'4 58 585 + 4°5 1 2°2908 | — 6] 4'4446 | + 55 114 Malinska . 107 7359, + 5'5 60 54'7 — 1-0 710297887,1 — 1104250207 022005 I1S Mals. II 405224 — 3'7 62 42°8 + 0:9 | 20904 | + 4] 4'5598 | + 32 116 Manfredonia 922 — 06:3 Bu a2e7 — 6:5 | 2’3590 | + 79 | 4°3959 | + 16 117 Marburg ur 9 34'060 — 4'6 627 7078, 1 — 0-72 1327 IS ABA ER 118 Maros-Väsärhely 5 36:5 | + 3°2 617 . 7722|. +I32301 2220570 A301 450940 en 119 Martinsberg . 8. 73430. 0 62: 30°5 | + 3°1 | 21054 | + 13 195763 | +82 120 Medolino . 10 18°6 — 2'5 60 42°5 | + 0°'4 | 21086 | — 41 | 474038 | 95 121 Meleda. 8 53’2| + 0% 58, 12229 | 4 3751227327724 153, 1 AA2TAr a 122 Melk HALS + 0°8 65 248° | 4 278 | 270506 | — A0| 47595202274 123 Meran R AMT PS Drang — 4:6 62 36°9 — 1078| 2700558 — E55 124 St: Miklos ©» 7” 342 | — 40 63. 24026, | — 672,1 2205272 2118311042620 er 12 Molfetta OE 1327 — 8-4 97 2°3 | —ı5'3 | 2'3844 | + 63 | 43825 | 184 126 Mostar . 8 464 | + 8°8 58 55'8 r 2°6 | 2°2945 | — 93 | 4°4400 | 125 127 Nachod OSIS29 rn 65 1075 | + 104 | 779078 | — 34 | 220600 | 240 128 Nagybanya . 5 516 | —14'7 62 9”8 | — 580.1 2.7480 | +. 1131746000 | -Ur5 129 Neuhaus RG 9 508 | + 2'9 64° 1995 7 Zar 220147 2 811742622702, 130 | Neustadt (Wiener-) 9 155 | + 14 62. 58.0 | — 2:81 20828 | + 91 475825 | — 53 131 Nisko rt 6 vice) —27'5 64 354 — 4417220013. | 27 VA 0877 132 Ödenburg genoss — 0255052 — 1°9 | 2°0005 | + 25 | 45791 | + © 133 Olmütz . 8 42.6 | +00 64 17°9 | + S°3 | 20116 | + 69 | 4°06384 | + 74 134 Orsova . £ 6 49°2 | —I0'7 59° Ara 0727761222097 ol 4°4966 | — 47 135 Barenzo Nm rer Io 275 | —+ 44 (a lo] | — | ol 4'5069 | — 26 136 | St. Paul orE5522 = 62° 12.06. | — 085 | zu1210.| — , 01 AUSSAGE E25 137 Pescara Io 96 — 46 58 32°0 | + 2°7 | 2'3087 o| 4°4228 | + 57 138 Petrovac 9 178 | +07 60 ı7°0° | — 2790| 2"2290 | — A211 a24829 7 EST 139 Pilsen Io 39'9 | — 5'9 64 48:8 | — 3°9 | 1°9750 | + 20 46408 | — 64 140 Pirano Io 288 | + 24 a et — 5°4 | 2°1636 |+ 24 | 4°5160 | — 30 141 Pisek Io ı16'2 — 0'3 64 23'3 — 4'8 | 20003 |4+ 4] 4°0274 | —125 142 | Pisino 10 18°6 | +Io-6 | 61 5°o | — 10 | 2-ı791 | — 30 | 45066 | — 86 143 Plan . 10 59.9 | —I4'2 64 57°4 | — 45 | 19659 | + 84 | 46442 | + 068 144 | Pola. Io: 207 | — 47 6o 45°7 | — 41 | 21957 | — 15 | 4°4953 | — 126 145 Prag . 0 84|- 783 64 56:7 | — 3°4 | 19690 | — 17 | 4°6495 }! —138 146 Przemysl . BT —2I’o 63 58:2 | = 1012-0487, 121174200770 -—l 147 Pribram Ko FE yet 64 41:9 | — 25 | 1:9825 |+ 50 | 4'6387 | + 45 148 Rabaz . KOSEISLO N 034 60 54°7 | -+ 3°5 | 2°1883 | — 21 | 4'5012 | + 39 149 Radstadt Io 7341 + 5'1 62 55:8 | — o‘ı | 20802 | + 39 | 4°5711ı | 4 33 150 Rattenberg eh: — 3'2 63 ı0°0 | + 0:8 | 2:0659 | + 19 | 4°5767 | +105 151 Ravenna II o'4 | + To 60 33°3 | — 2.6 | 22050 | — 1060| 4°4855 | — 8ı 152 Rawa Ruska 2 Do Schr! 64 15'6 | -++-Io‘ı | 20358 | — 97 | 4'6877 | + 63 153 Reichenau 97 Tor8 | 30 64 a9 Frl 129795 Ta 1 AHA er 154 Reichenberg 9. 14830 |I-F 92 05..2355 | ++ 3°9 1 1'9443 | — 34 | 46692 | + 34 Is; | Riva. A057 | — 19 1262050630 12: 7054 172212850128 Haar 156 | Rogatica 8 16-8. — 1:61. 59. 1380 | — 1:2 I 2:2824 | — 16 | 4:4009) | 62 157 | Rom. 10. 48:00 er Ara rare | — 7:2 | 2’3202 | + 40 | 4:4098 | — 54 158 Rovigno 10 26°5 — 0'2 60 58:6 | — 1'8 | 2'1843 | — 14 | 4'5022 | — 72 159 Rzeszow (E — 069 ba 13:5 | — 1°o | 2°0356 | — 42 | 46813 | — 125 100 Rudolfswert . 9 454 + 2°0 I 24°9 — 2-44 270341 I AO | 161 Salzburg . Io 47'0 | +10'7 63 ıg9°o | + 7°2 | 2’0586 | — 70| 4°5842 | + 36 162 Sambor „= BASE —19°8 63 43°5 | + 3°ı | 2-0631 | — 6| 46605 | + 69 163 Sandec (Alt-) . 7 0'6 | -+Io'5 64 0°6 — 50 1 2°0378 | + 391 46502 | — 49 164 | Sanok £ 6 ı4°0 | —ıo'5 | 63 so‘s | — 2'2 | 2:0528| — 514:0564 | = 72 Vertheilung der erdmagmnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 35 | Nr. Name der Station ds | AD is AJ hs AH ts AT I 105 SE NETTO) wo nr re 8° zı"77 | — 3:5 59° 19:7 | — 3'2 | 2°2760 | — 41 | 4°4617 | —ı50 106 Schärding -. .'. nt Io 36°6 | + 4°83 63 47°4 | + I’ı | 2°0329 | — 1] 4'00283| + 28 167 SEHSSSHÜTOWErB Er rn, 5:35.70 =E53:%5 ko 49°6 | + 8°7 | 2:2217 | — ıo| 4°5578 | 4187 168 SCHEIHINZ Eee a 2 ee 7 58°3 | +19°0 63 14:0 | + 0'4 | 2:0747 | — 64 | 4:6068 | - 132 109 Schottwien . “. . E30 12750 2 62 5321 — 3'8 | 20864 | + 2 45777 | — 44 170 SEO. ee 9 31°0 | +ı6'3 sg 30°8 | +13°8 | 22623 | — 88 | 44592 | + 131 171 Sale, & 0 ee 9 44°1 + 2°5 64 267 — 2:9 [| 1:9989 |— 3| 4:0338 | = 102 Rz Semin ..- 7 36°7 | -ı8:4| 59 59:9 | + 5’0 | 2:2478 | — 94 | 4°4954 | — 75 173 Senftenberg . 9 5:3. | + 2°0 64 44°6 | + 3°4 | 19846 | — 70 | 46513 | — 67 174 Skole 5. 399, | 1828 68218-7 — 6°ı | 2:0869 | + 45 | 46465 | — 64 175 Spalato 9 180 | -+ı3°9 59 ı13°6 | +ı13°1 | 2°2772 | —-103 | 4°4508 | + 84 176 Stagno grande 8 507 |+ı19 58 278 | + 6°0 | 23173 | + 9]|4'4304 | +144 au) Stanislau . RE 63 83 | + 0'8 | 21014 | + 2]|4'0508 | + 26 178 Strasswalchen . Io 40°7 | +79 65 20w2 | + 55 1 270822 | — 60 | 425892 | + 13 179 Stryj . 5 20'8 —10'9 63 283 — .0'8 1 2°0799 | + 7] 405068 | — 6 180 Suezawa .-. 4 37'5 | + 9'9 61 56°3 | 4 0°4 | 21716 | —ı27 | 4:0163 | — 260 181 Szegedin . 7. 36:0 | — 6-3 61 15:8 | + 4°4 | 21826 | — 13 | 4°5397 | +4 79 182 Sziszek 9 20,32 1-5 362, 61 0'3 — 0'7 | 21869 | — ı6| 45115 | — 49 183 Szolnok BER 9 Cr a fiete 7 29°1.| + 4"3 Er) | 4'5098 | + 2I 184 Hiariopoem a nern... ar as 3057 63 347 | + ı°7 | 20819 | — 64 | 4 06787 | — 97 185 Tarnow bare I 2 64 17:7 | + o'ı 1 2:0233 | — 20 460648 | — 43 156 Teodo SI, 30500 2 0103 5 — 2°6 | 23434 | + 23 | 4°4187 | + 10 187 EREMESVArEı SEE ts 71074 — 4° 60 44:1 | + 54 | 2'2130 | — 47 | 4°5270 | + 20 188 Verl Se RL 10 27°4 | + 1° 65 25:0 | + 15 | 179407 | — 14 | 4 6650 | + 10 189 Teschen 7 59'8 +49 64 16°4 —+ 1°3 | 20168 | — 4140462 | + 27 190 Trappano . 8 59'06 +36 s8 410 | + 4'5 | 2'3057 | — 41 | 44300 | + 17 191 | Travnik 8 477 | —40o| 59 44°5 | — 174 | 2'2538 | — 37 | 4°4727 | —104 192 Trebinje . S30-A I 122 58 6:7 | +10.6.1 2°3270| — 3 4'4061 | +277 193 Trentschin ER a € _ 03 40:4 | — 16 | 2:0483 | + 2 461856) + 4 194 Trient ITes45o 0°o 62 74 | — 0°6 | 21221 | — 281 4'5386| — 75 195 Triest Lo s25C8 1 = 25 0220,95, — 552 21598 | + 33 | 4°5189 | — 57 190 Troppau SI N2LrZ + 70 Bre3 0242 2580 20016 | — 7I|4 0505 | +126 197 Ungvär 6 ı9ı | + 8°4 63 4°2 | + 5°9 | 2°0949 | —ı15 | 4°0255 | — 98 198 Valona . Sr2RUS —13°0 55 58-8 | —ı4°8 | 2°4399 | + 39 | 4°3010 | — 207 199 Venedig Tor 2595001 027 612 250 | — 2'2 | 2’1602 | + 2 45151 + 4 200 Veszprim . Ic — 0'4 De T203 Ir 7'5 1 2'1272 + 56| 4°5618 | — 69 201 ViSegrad 8 9:9 | 197 s9 9:8 | — 7'1 | 22863 | + 50| 4'4603| — 57 202 Vlasenica. . 8.1024. — 2-5 so 34:1 | — 26 | 2'2654 | — ı0| 4'4726 | — 78 203 | Vöcklabruck 10 29°7 ı —o:21| 63 24°5 | + 2'5.| 270543 | — 57 | 4°5893.| — 61 204 | Weisskirchen RETTET RE s9 55°7 | — o'g | 22543 | + 24 | 44989 | + 2 205 Wieliczka a a 5 64 20°7 — 6°0 | 20173 + 7140594 | —ı52 206 Wien 9, IL” — 0'7 31952 — 2°0 | 2:0638 | + 32 | 4 :59064 | + 18 207 Zara . 9 46°3 | -+14'5 59 55°9 | +ı0'6 | 2:2400 —ı355 | 4'4708 | — 32 208 | Zenica . See > sg 41:9 | — 4°6 | 2°25065 | + 12] 44723 | — 79 209 Znaim . 9 200 | — 8:3 63 5so:5 | — 0°3 [| 2°0343 | + 45 | 4°0145 | + 94 210 | Zwormik .. a a aa 59.243290 0010554 152725,70) 12H 26 | 4°4789 | —ı82 | Um die Gruppirung der Störungen auf dem ganzen Gebiete überblicken zu können, wurden die Grössen AD, AJ, AH, AT in den entsprechenden Karten 1, 2, 3, 7 in der Weise bei jeder Beobachtungs- station kenntlich gemacht, dass die positiven Werthe der genannten Grössen durch blaue, die negativen hingegen durch rothe Ziffern bezeichnet erscheinen. Wenn demnach bei einer Station eine positive Zahl steht, so besagt dies, dass an derselben der beobachtete Werth um die angesetzte Grössen höher ist als jener, der der normalen Vertheilung entspricht. Störungen der Declination. Werfen wir einen Blick auf die Isogonenkarte, so finden wir, dass die Störungen in folgenden Gebieten gruppenweise auftreten. 1.. Im Osten von Galizien und der Bukowina, östlich von der Isogone von 5°, treffen wir mit Ausnahme von Czortkow nur positive Störungen an; die Störung erreicht in Czernowitz und in Tar- nopol den sehr beträchtlichen Werth von 37’. Westlich von der Isogone von 5° in ganz Galizien bis Tarnow ist die wahre Declination kleiner als der normale Werth. Die grösste negative Störung mit —27’ wurde in Nisko beobachtet. 2. Ein Gebiet positiver Störung erstreckt sich westlich von Tarnow über Schlesien, Nord- und Ost-Mähren nach dem Osten und Norden Böhmens. Die im Westen von Böhmen liegenden Stationen a% {9} 36 J. Liznar, zeigen durchgehends negative Störungen. Die grösste positive Störung mit 15’ tritt in Wieliczka, die grösste negative mit — 14 in Plan auf. 3. Längs der ganzen Küste von Dalmatien bis Castelnuovo sowie im westlichen Theile Bos- niens und der Hercegovina findet man bei allen Stationen positive Störungen; das Innere und der Osten Bosniens weist negative Werthe auf. Im Nordosten Bosniens, an den Stationen: Doboj, Tuzla Bjelina, Bröka und Zvornik sind die Störungen wieder positiv. Besonders interessant ist die Thatsache, dass die der Küste Dalmatiens vorgelagerten Inseln (sowie die Ostküste Italiens) zu kleine Werthe der Declination zeigen. Die grösste positive Störung mit 16’ wurde in Sebenico und Jablanica, die grösste negative mit —22’ in Lissa gefunden. 4. Das von der Linie: Budweis— Schärding— Altheim — Salzburg-—Gollins—Gmünd-—Kla- genfurt— St. Paul—- Graz — Wr. Neustadt— Melk— Gratzen— Neuhaus umschlossene Gebiet zeigt mit Ausnahme der einzigen Station Eisenerz durchwegs positive Störungen. Für den südlichen Theil von Salzburg und für ganz Tirol haben sich nur negative Störungen ergeben. Die grösste positive Stö- rung des bezeichneten Gebietes ist 11’ und wurde für Salzburg und St. Lambrecht ermittelt. Den grössten negativen Werth zeigt St. Johann in Tirol. 5. Ferner finden wir vositive Störungen in Istrien mit dem höchsten Werthe von I1’in Pisino. An der Südwestküste, an den Stationen: Medolino, Pola und Dignano sind die Störungen negativ. 6. Am meisten ist die Declination im Innern Siebenbürgens, in Schässburg, gestört, da hier die positive Störung 53 beträgt, während sie für Maros-Väsärhely nur 3’ und für das südöstlich gelegene Fogaras --?2’ ist. Die westlich liegende Station Karlsburg zeigt aber eine negative Störung von —29. Dieses Störungsgebiet hat allen, die die Vertheilung der Declination darsustellen versucht haben (Kreil, Schenzl, Kurländer), die grössten Schwierigkeiten bereitet, da zu diesem Zwecke viel zu wenige Stationen zur Verfügung standen. 7. Auf dem übrigen Gebiete Ungarns lassen sich geschlossene Gebiete mit positiven und negativen Störungen wegen der geringen Zahl von Stationen vorläufig nicht feststellen. Die grösste posi- tive Störung ergab sich in Schemnitz (+19’) und Hereny (+16), die grösste negative zeigt Nagy- Bänya (—19). Störungen der Inclination. Ebenso wie bei der Declination können wir auf Karte 2 auch bei der Inclination Gebiete positiver und negativer Störungen unterscheiden. 1. Das östliche Galizien und der östliche Theil der Bukowina zeigen mit Ausnahme von Czortkow und Brody positive Störungen; der übrige Theil Galiziens bis Krakau weist dagegen negative Stö- rungen auf. 2. Von Krakau aus erstreckt sich ein Gebiet positiver Störungen über Schlesien, Ost-Mähren und den Nordost- und Nordrand von Böhmen. Alle übrigen Stationen Böhmens bis auf die zwei süd- lichsten Budweis und Gratzen haben negative Störungen 3. Der südlichste Theil von Böhmen, Ober-Österreich, der grösste Theil von Salzburg und fast ganz Tirol besitzen positive Störungen. Von den 4 Stationen Kärntens zeigt nur Gmünd eine negative Störung von —€', während Bleiberg, Klagenfurt und St. Paul ganz normale Werthe der Inclination ergeben haben. 4. Südöstlich von Kärnten bis an die östliche Grenze Bosniens erstreckt sich ein Gebiet negativer Störungen, indem nur Doboj und Bosn. Brod mit positiven Störungen auftreten. Negative Störungen zeigt auch ganz Istrien. 5. Die ganze dalmatinische Küste bis Gravosa, die Insel Lussin und die östlich von Dalmatien liegenden Stationen: Glamo£, Livno, Mostar und Trebinje besitzen positive Störungen. Hier finden wir die grössten positiven Störungen des ganzen Gebietes (17’ in Lussin piccolo und in Trebinje). An den Inselstationen: Lissa, Lagosta und Lesina, sowie an der italienischen Küste, mit Ausnahme der Station Pescara, sind die Störungen negativ, Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 37 6. Die Stationen Siebenbürgens: Klausenburg, Maros-Väsärhely, Schässburg und Foga- ras zeigen positive, Karlsburg und Hermannstadt hingegen negative Störungen. Der letztgenannte Ort zeigt die grösste negative Störung, nämlich: — 21’. 7. Alle Stationen im Inneren Ungarns zeigen positive Störungen; an den Stationen im Norden, Süd- westen und Südosten sind sie negativ. Störungen der Horizontal-Intensität. Die Vertheilung der Störungen dieses Elementes ersieht man aus Karte 3. Es lässt sich hieraus Folgendes entnehmen: 1. An den Stationen Ost-Galiziens, mit Ausnahme von Tarnopol und Kolomea, sind die Stö- rungen positiv; die beiden genannten Orte, sowie die drei Stationen der Bukowina besitzen negative Störungen. Westlich von der Linie Nisko— Przemysi—Skole zeigen die Stationen West-Galiziens, Schlesiens, Nordost- und Ost-Böhmens negative Werthe der Störungen, wovon in West-Gali- zien nur die beiden Orte Alt-Sandec und Wieliczka eine Ausnahme bilden. 2. Ein Gebiet positiver Störungen erstreckt sich über den grössten Theil von Mähren und über Süd- und West-Böhmen. Südlich von diesem Gebiete finden wir mehrere Stationen mit negativen Störungen. 3. Zwischen Wien und Bregenz zeigen alle Stationen in Ober-Steiermark, Süd-Salzburg und Nord-Tirol durchgehends (Admont ausgenommen) positive Störungen. Der südliche Theil Tirols, sowie der östliche Kärntens haben negative Störungen. 4. Südlich und südöstlich von diesem Gebiete negativer Störungen liegt über Krain, Nord-Istrien und Nord-Bosnien ein Streifen positiver Störungen, der mit dem im Vorhergehenden besprochenen Gebiete positiver Werthe zusammenzuhängen scheint. 5. Der südliche Theil von Istrien (mit Ausnahme von Dignano), die Küste Dalmatiens bis Stagno Grande und der östlich hievon liegende Theil von Bosnien und der Hercegovina sind negativ gestört, während die Inselstationen Lesina, Lissa, Curzola, Lagosta, Meleda und die südlichsten Stationen Dalmatiens: Stagno Grande, Gravosa, Castelnuovo und Teodo im Gegensatze positive Störungen zeigen; die südlichste Station Antivari weist aber wieder eine negative Störung auf. 6. Das interessanteste Störungsgebiet, nämlich jenes von Siebenbürgen, weist an den Stationen Klausenburg, Maros-Väsärhely, Schässburg und Fogaras negative, in Karlsburg und Her- mannstadt dagegen positive Störungen auf. Die grösste Störung in Österreich-Ungarn zeigt Her- mannstadt mit 0:0313 G. E. Berücksichtigt man, dass der Normalwerth an dieser Station h — 22356 ist, so ergibt sich, dass selbst diese grösste Störung nur 14 Procent der Horizontal-Intensität ausmacht. 7. In Ungarn kann man auch getrennte Gebiete mit positiven und negativen Störungen unterschei- den, die aber wegen der geringen Zahl von Stationen schwer abzugrenzen sind. Störungen der Total-Intensität. Die Störungen der Total-Intensität hängen selbstverständlich von den Störungen der Inclination und Horizontal-Intensität ab, weshalb sie eine eigenthümliche Gruppirung zeigen. 1. An den Stationen Galiziens und der Bukowina findet man höhere Werthe der Total-Intensität nur an folgenden Orten: Brody, Rawa ruska, Lemberg, Sambor, Stanislau, Kolomea und Czer- nowitz; an allen übrigen ist die Total-Intensität kleiner als die normale. 3. Mähren und Schlesien haben mit Ausnahme von Iglau positive Störungen. Der nordwestliche und nordöstliche Theil sowie der äusserste Süden Böhmens ist positiv gestört, während im Innern nur in Pribram und im Osten in Leitomischl eine positive Störung auftritt; alle übrigen Stationen zeigen zu kleine Werthe der Total-Intensität. 3. Das Gebiet positiver Störungen, welches in Süd-Böhmen seinen Anfang nimmt, erstreckt sich über ganz Ober-Österreich, wo nur Vöcklabruck eine negative Störung zeigt, über Salzburg und Nord-Tirol, auf welch’ letzterem Gebiete nur Imst und Bregenz eine zu kleine Total-Intensität besitzt. 4. Ein ziemlich ausgedehntes Gebiet negativer Störungen erstreckt sich von der Südostgrenze Mährens über Nieder-Österreich, den westlichen Theil von Steiermark, über Kärnten und Krain bis nach Istrien. wo nur die Stationen: Dignano, Rabaz und Medolino positive Störungen haben. 38 J. Lianar, 5. Längs der dalmatinischen Küste (ausgenommen Zara und Antivari), sowie auch auf den vorge- lagerten Inseln und an der Ostküste Italiens sind die Störungen positiv. Die bosnischen und die hercego- vinischen Stationen sind bis auf die im Norden Bosniens liegenden: Bosn. Brod, Banjaluka, Doboj und Tuzla durchwegs negativ gestört. 6. Auf dem ungarischen Territorium findet man negative Störungen nur im nördlichen Theile des- selben, und zwar an den Orten: Kesmark, Kaschau, Ungvär, Schemnitz, Losoncz, Erlau und Ö-Gyalla, ferner in Veszprim, Semlin und Orsova, während alle übrigen Stationen positive Stö- rungen zeigen. Die grösste positive Störung in Österreich-Ungarn weist Brünn (0:0346 G. E.), die grösste negative Chlumec an der Cidlina (—0:0352 G. E.) auf. Aus den beobachteten und berechneten (normalen) Werthen der Declination, Inclination und Hori- zontal-Intensität lässt sich die störende Kraft, die an den einzelnen Stationen wirksam auftritt, in sehr einfacher Weise berechnen. Sowohl für die normalen, als auch für die beobachteten (gestörten) Werthe gelten folgende Gleichungen: n=hcsosd N=n+AN=HcosD 8) w=hsind W=w+AW=HsinD vhtaned V=o FA = EHktane de, wenn mit den kleinen Buchstaben die normalen, mit den grossen die beobachteten Werthe und mit AN, AW, AV die Componenten der störenden Kraft nach Nord, West und abwärts bezeichnet werden. Durch Subtraction der vorstehenden Gleichungen erhält man die drei Componenten der störenden Kraft: AN= N-n=HcosD-—hcosd! 9) AW=W-w= HsinD —hsind AV= V-v = HtangJ—htangi. Da die Grössen D, J, H beobachtet und d, i, h berechnet worden sind, so ist die Berechnung von AN, AW, AV mit Leichtigkeit auszuführen. ’ [o} Für die Grösse der störenden Kraft S hat man dann: 10) S— VAN?+AW?+AV?, = VÄN?+AW? (Horizontal-Comp.) Ihr Azimut & findet man aus der Gleichung: 10) tange = 2% Sa, INN und ihre Neigung y gegen den Horizont aus: AV 12 tanev = u E°7 \ /AN?+AW? Das Azimut wird von Nord über West von O° bis 360° gezählt; die Neigung ist positiv, wenn die stö- rende Kraft nach abwärts gerichtet ist. Die Componenten AN, AW, AV sind im Folgenden positiv, wenn sie nach Nord, resp. West oder abwärts gerichtet sind. Die Werthe von N, W, V, n, w, v, AN, AW, AV enthält die Tabelle XVII. ! Nachdem die Störungen AD, AJ, AH bekannt sind, kann man diesen Gleichungen auch eine andere Form geben. Diffe- rentirt man nämlich die Ausdrücke für z, w, v, so ergibt sich: AN =cosdAH—hsindAD 9a) AW=hcos dAD+ sin dAH | AV=tangiAH+ . WR cos? i Man sieht aber, dass die Berechnung der Grössen AN, AW, AV nach den Gleichungen 9) einfacher ist als nach 9a). Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 39 Tab. XVII. Nord-, West- und Vertical-Componente sowie ihre Störungen, resp. die Componenten der störenden Kraft zur Epoche ı8g0°o. Nr. | Name der Station Ns Ns AN Ws; ms AW Vs vs AV I A EIS DET 1257240127235 072058321 10238251 2 1350054 | aroyan | 85 2 ENT ONtE nn l2o4d2 204 — °2 0°3660 | 03647 | + 13 | 4°0699 | 4'0767 | — 68 3 Aflenz 2'0566 | 20560 | + 6 | 0'3539 | 0'352 —+ 10 | 4'0686 | 4’0713 | — 27 4 Agram . 2'1453 | 21390 | + 57 | 0'3584 | 0°3556 | + 28 | 3°:9670 | 39676 | — 6 5 Altheim 2:00b2 | 2'0050 | + 12 | 0'3788 | 0'3786 | + 2 |4'1206 | 41197 | + 9 6 Ancona 2'2194 | 22128 | + 66 | 0°4031 |o 4082 | — 51 | 3 :8s5or | 3:849 | + 8 7 Antivari 23372 | 23370 | — 4 | 0'3417 | 0'3438 | — 21 | 3'7169 | 3°7216 | — 47 8 St. Anton . 2023 20230 | + 5 | 0'4297 | o'431ı2| — ı5 |4'o7ı6 | 4'0694 | + 22 9 Avtovac 2:2760 | 22852 | — 36 | 0:3391 | 03409 | — 18 | 3:7654 | 3°7912 | — 258 10 Banjaluka 2'2042 | 2'1976 | + 66 | 0'3402 | 0'3462 | — 60 | 3°9075 | 3°9000 | + 75 11 Bihac 21802 | 2'1828 | — 26 | o'3661 | 030652 | + 9 | 38955 | 3°9079 | —ı2 12 Bjelina . 2"2167 | 2'2188 | — 21 | 0'3175 | 0o°3163 | + ı2 | 3:8825 | 3°8917 | — 92 18} Bleiberg 20812 | 2:0801 | + ıı | 0'3825 |0'3838 | — 13 | 4'0187 | 4°0268 | — Sı 14 Bludenz 20186 | 2:0167 | + 19 | 0'4353 | 0°4379 | — 26 | 4°0859 | 4'0840 | + 19 15 Bodenbach er re. 005 907 2 ar 0345 OR ArE Er ero0 42a 42475 22 16 er Bro 22790811025 1895% | 1073210232000 10-7309, | Ton 520738 1348927 | -Forı 17 BosnaGradiska an nn. 8227820 2825| 7 | 02.3424 | 0.3424 o |3'9129 | 3°9210 | — Sı 18 Bosus Novi ee |Eorls0gg 2775 An Fonsnare Konz as sono 32grg7, | — 85 19 Bosna Samacsn En |221or2 |122707,9, 7 757170232349 1063247. 750 3023-0722 = ro 20 Bozen . 2 zu na. 2 0... | 200590 | 270620 | — 30 o-4190 | &4194 | — 4 | 40378 | 470347 | + 31 21 Breker n2E2Tor 2210N o | 0'3224 |o°3216 | + 3 |3'8986 | 3'8992 6 22 BrepenZE N En een. „| 2200327 200m 1277 1024334 104370. — 36 |4:71004 | 421028 | — 24 23 Brindisi Se nen nlN2240230|273920)| =} 1037 03643, 10.3737 — 88° 13.6143 | 320324 | IST 24 Brad En 2079072221895, | 4 7722703309) [073309 o | 3"9270 | 3:"9193 | + 77 25 Brodyse ea lN2eo6r18 17270485 || + 133 | 071784 (01672 | +12: 4"2331 | 422202 | +129 26 Bruck a.d. Mur . . .... . „| 20662 |2 o621 | + 41 | 0'3576 |0'3537 | + 39 | 4:0525 | 4'0646 | —ı21 27 Brunnen 2200071709861 | 31 70x310r7 orzrs7, | — 26 14-1061 | 471587 | —+374 28 Bruneck „ . L .nn un.02. 250545 | 270549 | = 4 | 0°4079 | 0,4085 | — 6 | 4.0529 | 4:0472 | + 57 29 Budapest . 2°0975 | 20971 | + 4 | 0'2955 | 0'2941 | — 6 |4'o635 | 4°0582 | + 53 30 Budweis 19875 | 1'9859 | + I0 | 0°3500 | 0'3542 | + 18 | 4°1646 | 4'ı1536 | +ı1o 31 Castelnuovo 2'3196 | 23154 | + 42 | 0'3488 | o'3480 | + 8 | 3'7493 | 3'7475 | + ı8 32 Chiesch RE: 1'9289 | 1'9253| + 3 0'3684 | 03652 | + 32 | 4’2114 | 42174 | — 60 33 Chlumee a. d. Cidlina . 1:9445 | 19464 | — Ig | 0'3305 | 03292 | + ı3 | 4'1742 | 4'2124 | — 382 34 Gilli . u, 2-ı1617 | 2’1137 | 4 24 | 0°3627 | 0'30632| — 5 |3'9952 | 3"9957 | — 5 35 Caslau . 1'9566 | 1°9556 | + Io | 0'3315 | o'3321 | — 6 |4'ı825 | 4'2001 | —ı76 36 Corfu 24659 | 2°4579 | + 80 | 0°3466 | o'358ı | —ıı5 | 3°5321 | 3°5546 | —225 37 Curzola 22830 | 22781 | + 49 | o'3615 |o'3630 | — ı5 | 3:8058 | 37873 | +ı35 38 Czernowitz . 2°1228 | 21332 | —ı04 | 9°1956 | 0'1733 | 4223 | 4°1220 | 4’ı136 | + 84 39 Czortkow . 21142 | 2:1000 | 4142 | 0'1713 | 0°1ı723 | — ı0o | 4°1376 | 41583 | —207 40 Debreezin 2'ı3ı1 | 2’°1221 | + 90 | 0°2537 | o'2522 | + ı5 |4'o8ı0 | 4 0583 | 4227 41 Dignano 2'1577 | 21557 | + 20 | 0'3908 | 0'3933 | — 2 3'9297 | 3°9284 | + 13 42 Doboj 2°2087 | 22081 | + 6 | 0'3380 | 0'3332 | + 48 | 3°9298 | 3:8944 | +354 43 Dolina . : 2'0849 | 20846 | + 3 | 0'1904 | 0°1983 | — 79 | 4'1434 | 4°1488 | — 54 44 Dolnja Tuzla 2'2285 | 2'2229 | + 56 | 0:3301 | 0'3265 | + 36 | 3:8816 | 3:8801 | + ı5 45 Durazzo 2'3814 | 2:3756| + 58 | 0'3417 | 0°3469 | — 52 | 3:6634 | 3:6698 | — 64 46 Eisenerz ' 20523 | 2°0525 | — 2 | o'3605 | 03583 | + 22 | 4°0684 | 4°0726 | — 42 47 Erlau 2°0908 | 2'0934 | -— 26 | 0'2649 | o'2691 | — 42 | 4°0780 | 4'0802 | — 22 48 Esseg 21880 | 2'1790 | + 90 | 0'3191 | 0'3167 | + 24 | 3°9528 | 3°9417 | +1ı1 49 Fiume Fo 2°1457 | 2’1452| + 5 | 0'3833 |0'3823 | + 10 | 39358 | 3:9466 | — 108 770) Boca are 2'2688 | 2'2699| — ı1 | 0°3317 | 03347 | — 30 | 3:8107 | 3:8145 | — 38 5 Fogaras 2'2193 | 2°2299 | —ı0o6 | 0'2145 | 0'2ı69 | — 24 | 3°9461 | 3°9554 | — 93 52 Fort Opus 2'2773 | 22801 | — 28 | 0°3626 |o'3565 | + 6ı | 3'7917 | 3°7883 | + 34 53 Franzensbad 1°9199 | 1°9150 | + 49 | 0.3794 | 0°3794 0 | 42477 | 42224 | 4253 54 Fünfkirchen . 21627 | 21514 | #113 | 0°3163 | 0°3194 | — 31 | 3°988ı | 39744 | 4137 55 Gastein (Hof-) . 2'0558 | 2°0508 | + 50 | 0'3854 | 0:3884 | — 30 | 4:0628 | 4'0003 | + 25 56 GlamocC 5 2'2156 | 2°2267 | —ııı | 0'3618 | 0°3576 | + 42 | 3°8439 | 3°8565 | —ı26 57 Gleichenberg 2°0905 | 2'0918 | — 13 | 0°3408 | 0°3482 | — 74 | 40513 | 4'0306 | +207 58 Gmünd . 20725 | 2:0668 | + 57 | 03856 | 0'3841 | + 15 | 4'0373 | 4'0429 | — 56 59 Göding . 20258 | 20193 | + 65 | 0"3235 | 0'312 4-108 | 4'1509 | 4'1385 | +124 60 Görz . 2"ı115 | 21090 | + 25 | 0:3898 | 0°3893 | + 5 | 3°'9739 | 3'9888 | —ı49 61 Golling 2'0337 | 2’0323 | + ı4 | 0'3869 |o 3846 | + 23 | 4 1001 | 4'0840 | +ı61 62 Gradiska . 2"ı1845 | 21784 | + 61 | 0°3379 | 0:3385 | — 6 | 3°9259 | 3°9286 | — 27 63 Gratzen . 1°9991 | 19971 | + 20 | 0'3526 | 0°3505 | + 2I |4'1554 | 4°1425 | +129 64 Gravosa 2'3028 | 2’29ı2 | +Iı6 | 0°3536 | 0°3509 | + 27 | 3°7708 | 3°7475 | +233 65 Graz. . a 2 O80T 2207857200 00735409 1073535. | -- TI 1403271740440) | —rT3 66 Grosswardein . » » 2 2 2.2. .]| 21441 | 2'1461ı | — 20 | 0°2486 | o'2522 | — 36 | 4'0363 | 40292 | + 7ı 67 Ö-Gyalla h 2°0740 | 2'0708 | + 32 | 0'3056 | 03041 | + ı5 | 4'0794 | 40819 | — 25 68 Hereny . 2'0737 | 20822, — 85 | 0'3426 0'3343 | + 83 | 4'0803 | 40500 | +303 40 J. Liznar, Nr. Name der Station Ns Ns AN W; Ws AW Vs vs AV 69 | Hermannstadt . 2'2553 | 2°2237 | 4316 | 0'2287 | 0°2506 | — 19 | 3'9492 | 39511 | — 19 70 Hohenelbe 1:9236 | 179272 | — 30 |'0°3272 | 03232 | 4 40 | 4725317 | 4723707172239 71 Horn 2"orıs | 2’0120 | — 5 |0'3308 | 0'3376 | — 68 | 4'1297 | 4’ı321 | — 24 2 Jajce 2'2156 | 22182 | — 26 | 03469 | 03491 | — 22 38658 | 3°8719 | — 61 73 | Jablanica . 2'2508 | 2'2537 | — 29 | 0'3582 | 03480 | +1o2 | 3°8149 | 3°8272 | —123 74 Iglau 1'9774 | 19797 | — 23 | 0'3329 |o°3332 | — 3 | 4°1649 | 41724 | — 75 75 | Imst. 2'0234 | 2"0234 0 | 0'4213 | 0'4236 |, — 23 | 4'0798 | 40801 | — 3 76 Innsbruck 2'0292 | 20197 | + 95 | 0°4096 | o°4117 | — 21 | 4°0742 | 4°0567 | +175 Ar Wlschlree 2'0254 | 20320 | — 66 | 0'3777 | 0°3759 | + ı8 | 4'1081 | 40883 | +198 78 | Jakobeny . 21609 | 2'1637 | — 28 | 0:1882 | 0'ı932 | — 50 | 4'0465, | 4'0581 | — 110 79 | St. Johann i. T. 2 0327 | 20275 | + 52 | o'3g18 | 0'3965 | — 47 | 4°0966 | 4’085ı | +115 8o | Kalinovik . 22037 | 2'2073 | — 36 | 0'3376 | 0°3396 | — 20 | 3°7988 | 38149 | —ı61 Sı Kalocsa 2'1390 21384 el 0'53017 0'3039 = W222 4 0Io5 4'0005 —-100 82 | Karansebes . 2'2270 |2 2210 | + 6o | 0'2585 | 0°2648 | — 63 | 3°9256 | 3'9264 | — 8 83 | Karlsbad . 1'9210 | 1'9164 | + 46 | 0'3687 | o'3702 | — 15 | 4'2356 | 4"2248 | +108 84 Karlsburg . 22195 | 2'2056 | 4139 | 0'2187 | 02364 | — 177 3'9853 | 3'9687 | +166 85 | Karlstadt . 2'ı581 | 2°1498 | + 83 | 03622 | 0'3047 | — 25 | 3"9527 | 3°9497 | + 30 sb Kaschau 2"ob64 | 20674 | — 10 | 0'2445 | 02466 | — 21 | 4°1237 | 4 1287 | — 50 87 | Kesmark . . 2'0387 | 20411 | — 24 | 0'2589 | 0'2505 | + 24 | 41391 | 41523 | —132 88 Klagenfurt 20814 | 20804 | — 50 | 0'3776 | 0'3745 | + 31 4'0148 | 4'0236 | — 88 89 | Rlattau . 109554 | 1°9558 | — 4 | 030695 | 0'3695 o | 4°1756 | 41807 | — 51 90 Klausenburg 2'ı1653 | 2’1751 | — 98 | 0'2204 | 02287 | — 23 | 4°0200 | 40128 | + 72 9ı | Kljut 2'2025 |'2'2045 | — 20 | 0'3543 |0'3544 | — ı | 3'8795 | 38867 | — 72 2 Kolomea 2112 21141 | — 17 |o'ı856 | o'ı859 | — 3 | 41385 | 4°1249 | + 130 93 Komotau . U'9147 | 1'9120 | + 27 | 0'3567 | 0°3000 | — 33 | 4'2376 | 42342 | + 34 94 | Krakau. 1"9929 | 19966 | — 37 | 0'2570 | o'2558 | + 12 | 4'2030 | 4°2044 | — 14 95 | Kremsmünster . 2'0154 | 2'0229 | — 75 | 0'3646 |o z061 | — ı5 | 4’ııır | 4’1041 | + 70 96 Krosno 2'0309 2'0312 nz 3 o'2201I 0’ 2291 — 818) 4'1785 4'1854 — 69 97 | Lagosta 2°2908 | 2'2848 | +120 | 0'3595 | 0°30680 | — 85 | 3:7834 | 37757 | + 77 98 | Laibach R 2’ı217 | 2'1143 | + 74 | 0'3771 |0'3756 | + ı5 | 3°9806 | 3"9884 | — 78 99 | St. Lambrecht . 2'0534 | 20657 | —123 | 0°3786 | 0°3737 | + 49 | 4°0425 | 40492 | — 67 100 Landeck BR 2'027b | 2'0259 | + 17 | 0'4256 | 04209 | — 13 | 4°0784 | 40700 | + 24 101 Leipa (Böhm.) . ı'gıı2 | 1°9139 | — 27 | 0'3427 | 0'3402 | + 25 | 4'2342 | 4 2424 | — 82 102 | Leitomischl . ı96bo | 1'9673 | — 13 | 0'3172 |o'3176 | — 4 | 41986 | 4'1957 | + 29 103 | Lemberg 2'0504 | 2°0484 | + 20 | 0'1856 | o'1895 | — 39 | 42115 | 4°1993 | 122 1040 | Tesina 0. 0.0 2"2736 | 22621 | +115 | 0'3735 | o'3710 | + 25 | 3'8216 | 3°8034 | +182 ı05s | Lienz 20644 | 20618 | + 26 | 0'3963 |0'3960| + 3 | 4°0525 | 4'0437 | + 88 106 | Liezen . 2:0448 | 2:0450 | — 2 |0'3704 | 0'3082 | + 22 | 4’o761 | 4°0767 | — 6 107 | Linz. 2'0089 | 20135 | — 46 | 0°3643 | 03022 | + 21 | 4’ı2ı1 | 41174 | 4 3 108 Lissa 2'2847 | 2'2641 | +206 | 0'3640 | 0°3754 | —ı14 | 3°7971 | 3 7985 | — 14 109 | Livno 2'2236 | 22379 | —143 | 0'3633 |0°3573 | + 60 | 3°8253 | 3"8421 | —ı168 110 Losonez 2'ob65 | 2:0083 | — 18 | 0'2704 | 0'2765 | — 61 | 4'1003 | 4’1osı | — 48 111 Lundenburg . 2"0277 | 20203 | + 74 | 0'3226 | o'3174 | + 52 | a’ı641 | 4°1344 | 4297 ı12 | Lussin piece... 2'ı689 | 2'ı8ı1ı | —ı22 |0'3803 | 03879 | — 76 | 3°9215 | 3°8985 | +-230 ı13 | Makarska . 2‘2b03 | 2'2621 | — 18 | 0'3689 | 03615 | + 74 | 3'8191 | 3°8087 | +104 ı14 | Malinska . 2°1543 | 21550 | — 7 |0'3858 | 0'3824 | + 34 | 3"9313 | 3°9342 | — 29 ı15 | Mal. 2'04b5 | 20457 | + 3 | 0'4280 | 0o'4301 | — 21 | 4'0558 | 40524 | + 34 116 | Manfredonia 2'3349 | 2'3264 | + 85 | 0'3879 | 0'3909 | — 30 | 3'7062 | 3'7094 | — 32 117 Marburg S 2'1017 | 2:1030 | — 13 | 03517 | 0'3548 | — 31 | 40096“ | 4'0135 | — 39 118 Maros-Vasarhely . 2'ı1807 | 2'ı951 | —144 | o'zı62 | o'2ı560 | + 6 | 4'0102 | 3°9995 | +107 ı19 | Martinsberg . 20834 | 20819 | + 15 |o'3128 | o'z3ı30 | — 8 | 4'0718 | 4'0632 | + 86 ı20 | Medolino . 2:1594 | 21631 | — 37 | o'3912 | 0'3935 | — 23 | 3°9130 | 3'9192 | — 62 121 Meleda . 2'2984 | 2'2932 | + 52 | 0'3598 | 03586 | + ı2 | 3:7874 | 3'7702 | +172 122 Melk . 2:022b | 2'0272 | — 46 | 0'3495 | 0°34062 | + 33 | 41097 | 4°1093 | D 4 123 | Meran ... 2'0527 |8'0528 | — ı |0'4179 | 04208 | — 29 | 4°0416 | 40452 | — 36 ı24 | St. Miklös 2.0434 | 20348 | + 86 | o'2691 | 0'2704 | — 13 | 4°1473 | 4'1490 | — 17 ı25 | Molfetta 2° 3002 | 23530 | + 72 | 0'3806 | 03854 | — 48 | 3'6510 | 36771 | —261 126 | Mostar.. . 2'2576 |2 2677 | —ıor |0'3543 | 03500 | + 43 | 37992 | 3"808ı | — 89 ı27 | Nachod 19385 | 19423 | — 38 | 0'3178 | o'3157 | + 21 | 4'2220 | 42247 | — 27 128 Nagybanya . 2'1489 | 2 1368 | +ı21 | o’2ı13 | 02193 | — 80 | 40748 | 4:0677 | + 71 129 | Neuhaus . .... 1"9855 | 19850 | + 5 |0'3463 | 0'3445 | + 18 | 4°1560 | 4°1599 | — 39 130 | Neustadt (Wiener-) . 20504 | 20557 | + 7 | 0'3361 | 03351 | + 10 | 4'0754 | 4°0819 | — 65 131 | Nisko . Sr 2'0030 | 1'9998 | + 38 | 0'1989 | 0'2147 | —158 | 4'2243 | 4'2339 | — 96 132 Odenburg = = >= = ze = 40734 | 40741 | —- 7 133 Olmütz . 1:9810 | 1°9884 | — 74 | 03070 0'3046 | + 24 | 4’ı910 | 4°1795 | +ı15 134 | Orsova. 2'2545 | 2'2530 | 4,9 | o'2625 | 02695 | — 70 | 3°8763 | 3°8818 | — 55 135 | Parenzo 2"1400 | 21411 | — 5 | 03980 | 0"3952 | + 28 | 3°9431 | 3°9461 | — 30 136 St, Paul 2'0888 |2'0893 | — 5 | 0'3650 | 03654 | — 4 | 40220 | 4°0246 | — 26 137 | Pescara 2'2730 | 22725 | + 5 | 0°4042 | 0'4072 | — 30 | 37790 | 37724 | + 66 138 | Petrovac 2:1955 | 21997 | — 42 | 0'3599 | 03601 | — 2 | 3:8745 | 38895 | -ı150 139 | Pilsen 19435 | 19409 | + 26 | 03625 | 03655 | — 30 | 4’1915 | 41996 | — 81 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in OÖsterreich-Ungarn. Es | Nr. Name der Station Ns Ns AN W; Ws | AW Vs Vs AV 140 | Pirano 2'1296 | 21275 | + 21 | 0'3955 | 0°3935 | + 20 | 3°9535 | 3°9640 | —ıo5 | 141 Pisek 1'9687 | 1'0682 | + 5 | 0'3565 | 0°3566 | — ı |4'1587 | 4°1728 | — 141 142 Pisino 2'1398 | 2°1439 | — 4I | 0'3961 | 0'3900 | + 61 | 3'93066 | 3°9448 | — 82 143 | Plan . 1°9396 | 1"9298 | + 98 | 0'3686 | o'3751 | — 65 |4'21ı2 | 4°2076 | + 36 | 144 | Pola . 21591 | 2’1600 | = 9 | o'3gıı | 0°3943 | — 32 | 3°9089 | 39226 | —ı37 145 Prag . 1'0374 | 1’9382 | — 83 | 0'3420 | 0°3467 | — 47 | 4°1975 | 42120 | —ı45 146 Przemysl . 2"0396 | 20372 | + 2 0°1988 | 0'’2ıı2 | —ı24 | 4'1930 | 4°1950 | — 6 147 Pribram 1°9557 | 19502 | + 55 | 0°3540 | 0°3562 | — 22 | 4°1964 | 4°1937 | + 27 148 | Rabaz 2 ısır | 21536 | — 25 | 0°3899 | 03881 | + 18 | 3°9391 | 3°9335 | + 56 149 Radstadt 2'0482 | 2°0449 | + 33 | 0'3853 | 0'38ı5 | 4 38 | 4°0777 | 4 0705 | + 74 150 Rattenberg 20281 | 20258 | + 23 | 0'4033 | 0°4049 | — ı6 | 4°0900 | 4'0838 | + 62 151 Ravenna 2'1633 | 2’ı595 | + 38 | 0'4214 | o°4210 | + 4 | 3'8974 | 3°9061 | — 87 152 | Rawaruska . 2'o180 | 20207 | — 87 | 0o'ı806 | o'ıg22 | —Iı6 | 4'2342 | 42226 | +116 153 Reichenau 1°9524 | Irgsaı | — 17 | 0°3170 |0°31588 | 4 18 | 4'2119 | 42114 | + 5 154 | Reichenberg 1°gıı7 | 1°9159 | — 42 | 0°3355 | 0°3309 | + 46 | 4'2504 | 42451 | + 53 155 Riva . . 2°0839 | 20842 | - 3 | 0°4295 | 0"4308 | — 13 | 40036 | 4'0036 [6) 156 | Rogatica 2'2572 | 2'2586 | — I4 | 0'3274 | 0'3287 | — ı3 | 3'8266 | 38329 | — 63 157 Rom . 2'2835 | 22791 | 4 44 | 0'4386 | 0°4348| + 38 | 37407 | 3°7501 | — 94 158 | Revigno 2'1468 | 21481 | — 13 | 0'3955 | 0'3959 | — 4 | 3"9294 | 3 9368 | — 74 159 | Rzeszow . 2'0197 | 20235 | - 38 | o'2175 | o0'2220 | — 45 | 4'2037 | 4'2155 | —ı18 160 Rudolfswert . 21334 | 21321 | 4 13 | 0’3681 | 03666 | + ı5 | 3°9666 | 3°9705 | — 39 161 Salzburg 2'0144 | 20222 | — 78 | 0:3889 | 0'3852 | + 37 | 4’1035 | 40961 | + 74 162 Sambor 2'0533 | 20527 | + Ö| 0'1949 |0'2068 | —ıı9 | 4'1872 | 4°1790 | + 82 163 Sandec . 20257 | 20226 | + 31 | 0"2554 | 0'2484 | + 70 | 4'ı725 | 4°1800 | — 75 164 | Sanok 2°0408 | 2'0407 | + I | 0o'2166 |0'2229 | — 63 |4'1717 | 41796 | — 79 165 Sarajevo 222477, 025250850 — 37 707334020023375, | — 2 3'8225 | 3°8552 | — 327 166 Schärding 19975 | 19981 | — 6 | 0'3771 | 0'3743 | +4 28 | 4'1327 | 4’1296 | + 31 167 Schässburg . 2'20b66 | 2 2ı12 | — 40 | 0'2496 | 0'2153 | 4343 | 40016 | 3°9795 | + 211 168 Schemnitz 20467 | 20547 | — 80 | 0'2982 | 0'2877 | #ıo5 | 41017 | 4’1ı32 | —ı15 169 Schottwien _ 2°0581 — — 0'3426 _ 4'0683 | 4°0744 | — 61 170 Sebenico . 2'2207 | 22512 | —ıIos | 0'3831 | 0°3740 | + 9ı | 3°8631 | 3°8427 | +204 171 Seelau . I"96g91 | 1’9701 | — Io | 03393 | 0'3380 | + 13 | 4'1697 | 41804 | — 107 172 Semlin & 2'2202 | 22280 | — 78 | 0'2846 | 0'2977 | —ı31 | 3'8898 | 38930 | — 32 173 Senftenberg. . 22705200 120897.| — 72 |023135.,0-3135 o | 4'2026 | 4'2007 | — 41 174 luler cc ae, 20823 | 20767 | 4 50 | 0°1954 | 0°2060 | — 106 | 4'1421 | 41515 | — 94 175 | Spalato 2°2356 | 22473 | -ı17 | 0 3754 | 0°3680 | + 74 | 3'8400 | 38240 | +160 176 Stagno grande 2'2894 | 2°2897 | — 3 | 0'3644 | 0'3563 | + 8ı | 3°7924 | 3°7761 | +163 177 Stanislau . 2°0935 | 20931 | + 4 | o'1845 | 0'1867 | — 22 |4'ı5ı183 | 4:1492 | + 26 178 Strasswalchen . 2°0099 | 2'0167 | — 68 | 0'3838 | 0'3803 | + 35 | 4 1091 | 4'1047 | + 44 179 Sur ro, ee 2'0718 | 2'0705 | + 13 | 0°1909 | 0'1974 | — 65 | 4’1654 | 4’1665 | — ıı 180 Suczawa . ar 21514 | 2°1645 | —ı31 | 01803 | o‘ı751 | + 52 | 4'0509 | 4°07306 | —227 181 SZeredinesn 21627 | 2’1634 | — 7 | 0'2845 | 0'2887 | — 42 | 3°9903 | 39806 | + 97 182 Sziszek B 2°1564 | 2’1583 | — 19 | 0°3542 | 0'3523 | 4 19 | 3°9413 | 3°9461 | — 48 183 Szolnok 2"ı213 | 2°ı232 | — ı9 | 0'2814 | 0'2790 | + 24 | 4°0401 | 4°0369 | + 32 184 Tarnopol . 2°0670 | 2:0753 | — 83 | 0:1371 | 0:1656 | +215 | 4'1823 | 41900 | — 77 185 TArNOWEE so. 2°0070 | 2’009ı | — 2ı | 0'2401 |0'2392 | + 9 |4'1993 | 4'2031 | — 38 186 egal re 2"3200 | 23176 | + 24 | 0o'3462 |0'3468 | — 6 | 3'7435 | 37461 | — 26 187 Temesvär. . . 21914 | 271957 | _ 43 | 072728 | 0:2763 | — 35 | 3.9553 | 379491 | + b2 188 Teplitz . 1°9069 | 19085 | — ı6 | 0°3529 |o’3522| + 7 |4'2439 | 42421 | + ı8 189 Teschen 1'9964 | 19972 | — 8 | 0'2834 | o'2806 | + 28 | 4:1888 | 4°1857 | + 31 190 Trappano . 2'2729 | 2'2774| — 45 | 0'3622 | 0'3604 | + ı8 | 3'°7942 | 37898 | + 44 191 Travnik 2:2240 | 272273 | — 33 | 013415 | 0"3446 | — 31 | 3"8534 | 3°3033: | — 99 192 | Trebinje 2°2977 | 2'3014 | — 37 | 0°3486 |0'3483| + 3 |3'7759 | 37412 | #347 193 Trient 2'0763 | 20790 | — 27 | 0'4249 | o"4255 | — 6 | 4'0049 | 4 o1ı19 | — 70 194 Triest . 2'1273 | 2’1243 | + 30 | 0'3919 | 0°3898 | + 21 | 3'g9611 | 3°9693 | — 82 195 Trentschin _ 2'0266 — —_ 0'2975 —_ 413902 F 427395 | 25 196 | Troppau 1'9790 | 1'9804 | — 14 | o 2951 |0°2908 | + 43 | 42120 | 4°1977 | +143 197 Ungvär . 9 2'0702 | 20822 | —ı20 | 0.2343 | o'2306 | + 37 | 4’1188 | 4°1238 | — 50 198 Malonarı a0 seen. 24192 | 24140 | + 52 | 0'3461 | 0°3547 | — 86 | 3°5870 | 3'0146 | — 276 199 VERedipVer ae 2°1232 | 21206 | + 26 | 0°4126 |o'4ıı6 | + 10 | 3'9637 | 39648 | — ıı 200 Veszprim . Br: 21093 | 21037 | + 56 | o'3159 |o°3153 | + 6 |4'0248 | 4°0354 | —Io6 201 Nisestade Wen ann 22699 | 22631 | + 68 | 0'3124 | 0‘3247 | —ı23 | 3'8202 | 3:8298 | — 96 202 Vlasenicahwer ar gel teı ne 2°24lı | 2°2418| — 7 | 0'3242 | 03260 ı8 | 3:8480 | 3°8565 | — 85 203 Vöcklabruck .. 2'0143 | 2:0199 | — 56 | 0°3730 | 03742 | — 12 | 4'0999 | 4'1038 | — 39 204 Weisskirchen . . . 2'2394 | 22366 | + 28 | 0'2791 | 0:2823 | — 32 | 38951 | 38932 | + 19 205 Wieliczka 5 2°0007 | 2'o0oıı | — 4 | 0'2638 | o'2549 | + 39 | 4’1828 | 4°2000 | — 172 206 Wien 20405 | 2'0373 | + 32 | 0'3299 |0°3298| + ı|4'1074 | 4100| + 4 207 Zara. .| 2°1926 | 2'2075 | —ı49 | 0'3871 | 03802 | -+ 69 | 3:8733 | 3:8691 | + 42 208 Zenica . > dma=n „| 2'2320 | 2'2306 | + 14 | o 3398 | o°3411 | — 13 | 3°8515 | 3°8701 | --ı86 209 rin Dr Er 2’o126 | 2'0074 | + 52 | 0'3258 | 0°53299 | — 41 | 41501 | 4'1418 | + 83 210 ZNONe ee .| 2°2366 | 22346 | + 20 | 0'3256 | o0'3217 | + 39 | 38457 | 3'8083 | —226 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVI. 42 J. Liznar, Die Werthe AN, AW, AV der vorstehenden Tabelle sind der leichteren Übersichtlichkeit wegen auf den Isodynamenkarten der Nord-, West- und Vertical-Componente (Karte 4, 5, 6) jeder Station beigesetzt. Auch hier sind die positiven Werthe durch blauen Druck kenntlich gemacht. Über die Vertheilung dieser Grössen soll in aller Kürze Folgendes angeführt werden. Störungen der Nord-Componente. Nachdem die Vertheilung dieser Componente sehr ähnlich ist jener der Horizontal-Intensität, so fallen auch die Gebiete positiver und negativer Störungen bei beiden fast genau zusammen. Die grösste Störung finden wir in Hermannstadt (00316 G. E.). Störungen der West-Componente. Die West-Componente ist jene Kraft, welche die Magnetnadel aus der Richtung des Meridians ablenkt. Von einer Störung derselben wird daher die Declinationsstörung zu- nächst abhängen, was man aus der zweiten der Gleichungen 9a) ersehen kann. In Folge dessen ist die Gruppirung der Störungen fast genau dieselbe, wie sie die Declinationsstörungen zeigen. Die grösste Stö- rung (0:0343 G.E.) zeigt die Station Schässburg, wo sich auch die grösste Declinationsstörung ergeben hat. Störungen der Vertical-Intensität. Die Störungen der Vertical-Intensität sind sehr ähnlich denen der Total-Intensität gruppirt. 1. In Ost-Galizien findet man positive Störungen in Rawa ruska, Brody, Lemberg, Sambor, Stanislau und Kolomea, ebenso in Czernowitz. An den übrigen Stationen Galiziens und der Buko- wina sind die Störungen negativ. 2. Mähren (ausgenommen Iglau) und Schlesien haben zu hohe Werthe der Vertical -Intensität. In Böhmen ist der Nordwestrand, dann im Norden die Station Reichenberg, im Osten Reichenau und Leitomischl, im Inneren Pribram und im Süden Budweis und Gratzen positiv gestört, während alle übrigen Stationen negative Störungen aufweisen. 3. Das Gebiet positiver Störungen Süd-Böhmens setzt sich fort über Ober-Österreich (ausge- nommen Vöcklabruck), Salzburg und Nord-Tirol, wo nur Imst und Bregenz, wie bei der Total- Intensität, zu kleine Werthe besitzen. 4. Ein breiter Streifen negativer Störungen erstreckt sich über den südlichen Theil von Nieder-Öster- reich, Steiermark (Gleichenberg ausgenommen), Kärnten, Krain und Istrien. Im letztgenannten Gebietstheile sind nur die Stationen Dignano und Rabaz positiv gestört. 5. Die Küste Dalmatiens bis Castelnuovo, die vorgelagerten Inseln, mit Ausnahme von Lissa, sowie die gegenüber liegende Küste Italiens besitzen zu hohe Werthe der Vertical-Intensität. 6. An dieses Gebiet schliesst sich im Osten ein Gebiet negativer Störungen an, das fast ganz Bosnien und die Hercegovina umfasst. Nur im Norden Bosniens sind die Stationen: Bosn. Brod, Banjaluka, Doboj und Tuzla mit positiven Störungen behaftet. 7. Der nördliche und der südlichste Theil von Ungarn, sowie der südliche Theil von Siebenbürgen zeigt sich negativ gestört, der übrige Theil dieses Gebietes besitzt bis auf die im Westen gelegene Station Veszprim durchgehends positive Störungen. Sowie bei der Total-Intensität, findet man auch bei dieser Componente die grösste positive Störung in Brünn (0°0374 G. E.), die grösste negative in Chlumec (— 0:0382 G. E.). Die bisher für Österreich-Ungarn ermittelten Störungen erscheinen im Vergleich mit jenen auf anderen Gebieten (England, Russland etc.) erhaltenen verhältnissmässig klein. Besonders bemerkens- werth ist die Thatsache, dass unser Alpengebiet, insbesondere Tirol, die kleinsten Störungen zeigt, wäh- rend das ziemlich flache Ost-Galizien bedeutend gestört erscheint. Eine eingehendere Schilderung und zweckentsprechende Eintheilung der Störungsgebiete muss einer späteren Zeit, wo von zahlreicheren Stationen Messungen vorliegen werden, vorbehalten bleiben. Eine Zusammenstellung der nach den Formeln 10), 11) und 12) gerechneten Grössen: y, S, a, v ent- hält Tabelle XVII. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 43 Tab. XVIII. Grösse und Richtung der störenden Kraft an den einzelnen Stationen zur Epoche ı8go°o. nn Nr. Name der Station Y S [2 y Nr. Name der Station Mr Ss [2 v Pr: E ul | ü I Adelspere nr. nn» 12 84 | 340° | —Sı° 70 | Hohenelbe 54 66 | 132°| — 36° 2 | Admont c 27 Se 1252 — 86 7ı Horn 68 2 | 266 — 19 Bei Allenzr. 12 33 59 —67 72 | Jajce 34 zo | 220 | —6ı 4 Agram . 64 | 064 26 —;5 73 | Jablanica . 1060 | 162 | 106 | —49 5 | Altheim rd 9 | +36 74 \Iglau . 2 79 | 187 | —73 6 | Ancona 83 | 8 |322| +5 75 |Imst . 23 25010270 — 7 7 | Antivari 21 2 | 259 —65 76 | Innsbruck 97 | 200 | 348 | +61 8 | St. Anton. 16 2 288 | +54 77 \Ischl. 68 | 209g | 165 | +71 9 | Avtovac 88 273: |,102 — 71 78 | Jakobeny . 8 57 129 | 241 —64 ıo |, Banjaluka 89 117 | 318 | +40 79 | St. Johann i. T. 70 | 135 | 318 | +59 11 Bihac 28 |F12 161 — 77 8o | Kalinovik Az 1660 | 209 — 76 TesurBjelinar. . 24 95 | ıso | —75 8ı | Kalocsa 2 104 | 299 | +76 13 | Bleiberg 17 83. 16317 — 78 82 | Karansebes . 87 87 | 314 | —5 ı4 | Bludenz 32 | 3 306 | +30 83 | Karlsbad . 48 ıI8 | 342 | +66 15 | Bodenbach 23. 0 32-155 —43 $4 | Karlsburg | 22 280 | 308 | +36 ı6 | Bosn. Brod . ı6 | 2ı2 | 322 | +84 85 | Karlsstadt 87 92 343 | +19 17 | BoSh. Gradiska I Sı o | 89 86 | Kaschau 23 55 | 245 | —65 18 | Bosn. Novi . sı | 99 | zı2 | —59 87 | Kesmark 34 | 136 | ı35 | — 706 19 | Bosn. Samac 14 | 17 | 249 — 36 88 | Klagenfurt 59 106 148 —56 20o | Bozen 30 | 43 | 188 | +46 89 | Klattau 4 51 | 180 | —85 21 | Bröka Se | Re) 90 | —37 90 | Klausenburg | 101 12 193 | +35 22 | Bregenz 2 | 47 | 300 | —30 ||| gı |Kijue IE were 7: 23 | Brindisi 135 | 226 | 319 | —53 92 | Kolomea . ı7 | 137 | ı90o | +83 24 | Brod Ta Eros o | +47 93 | Komotau . 43 55 | 309 | +39 en leBrodys. .- - a A277 40 | —+3 94 | Krakau 39 41 | 162 | —20 26 | Bruck a.d. Mur 3 57 134 44 —b5 95 | Kremsmünster . 76 104 | 191 —+42 27 | Brünn 40 | 376 | 320 | +84 96 | Krosno . 30 75. 264 7067 28 | Bruneck . 7 57 | 236 | +83 97 | Lagosta 147 | 166 | 325 | +28 29 | Budapest . 7 53. | 304. || #82 98 |Laibach ... 76 | 109 | 30 | Budweis 2A 003 48 | +78 99 St. Lambrecht . | 132 |, 148 | 158 | —2 31 Castelnuovo 43 46 II | +23 ıco | Landeck E 21T 32 | 323 | -+48 32 | Chiesch . 47 if 2 | -—51 ı01 | Leipa (Böhm) . 37 90 | 137 , —66 33 | Chlumeec a.d. Cidlina- 23 | 385 | 146 | —87 || 102 |Leitomischl . 14 32 | 197 +65 3a Gill. 25 25 | 348 | —ıı ||| 103 | Lemberg . 44 | 130 | 297 | +70 35 | Caslau . ı2 | 176 | 329 | —86 ||| 104 |Lesina . | u | || Se, 306 | Corfu I4o | 265 | 305 —58 || 105 | Lienz 26 92 7-73 37 | Curzola 5ı 192 | 343 | +75 ı06 |Liezen . 22 23 95 —15 38 | Czernowitz . 246 | 260 | 115 —+19 107 |Linz.. 51 63 | 155 | +30 39 , Czortkow 142 | 251 | 356 | 55 108 | Lissa 23:50 2236581 = 5 40 |, Debreczin . 91 | 245 9 | +68 ||| 109 | Livno 2550 22010757 —47 41 | Dignano 32 35 | 309 | +22 || ııo | Losonez 04 80 | 254 | —37 Me EDoboIr .- .- 48 | 357 83 | +82 ııı | Lundenburg 902 73107 7735, 121.783 43 | Dolnja Tuzla 67 68 SSelE-Tz 112 | Lussin piec. . 144 | 271 | 212 | +58 Bam WDolmar mr... so 96 | 273 | —34 ||| 113 | Makarska 76 | 129 | 104 | +54 45 | Durazzo 78 101 | 318 —39 ı14 | Malinska . 35 45 | 102 | —40 46 | Eisenerz . 22 47 95 | —62 ||| ı15 | Mals 22 41 | 291 | +50 Ban Enlaus An. . 40,1 254 0238 -—24 || 110 | Manfredonia | 90 96 | 341 — 19 48 | Esseg 93 | 145 15 | +50 ||| 117 | Marburg . .| 34 | 52 | 247 | —49 Kos Biume .. 11 109 63 | —84 ||| ı18 | Maros- Väsärhely | 144 | 180 | 178 | +37 5o | Fota Ö 32 50 | 250 | —50 || 119 | Martinsberg 17 88 | 332 | +79 Sal Rogarası . ... 109 | 143 | 193 | —40 ||| 120 | Medolino . 44 102 E2122 | 55 52 | Fort Opus 67 | 75 | ıı5 | +27 || 121 | Meleda Dam rso Bes 7 53 | Franzensbad 49 | 258 o | +79 ||| 122 | Melk 57 57 Aa SA 54 | Fünfkirchen 117 180 | 345 —+49 123 | Meran e 29 46 | 208 —a 55 | Gastein (Hof-) . 58 63 | 329 | +23 ||| 124 | St. Miklös 87 89 | 351 —II 56 | Glamo& B 14 | 173° | 159 | —48 || 125 |Molfetta . . 87 | 275 | 326 | —72 57 | Gleichenberg . . 75 , 220 | 260 | +70 || 126 | Mostar . 105 | 141 | sy | —40 58 | Gmünd . en 59 81 15 | —43 ||| 127 | Nachod 43 | 59 | Göding .. 126 | 177 59 | 444 128 Nagybanya 145 1022 |,327. 12.20 Bow KGoLZ I N. 25 151 11 —8o || 129 | Neuhaus ; | 19 43 74, —65 61 Golling 27 163 59 Te] 130 | Neustadt (Wiener- Ye 12 66 | 54 — 79 62 | Gradiska . 61 67 | 354 | —24 ||| 131 | Nisko Fan 3g 103 189 | 284 | —31 63 | Gratzen 29 | 132 46 | +77 | 132 |Ödenburg ... ! — = = = 64 | Gravosa Krrg |7202 ı3 | +63 || 133 | Olmütz. 5 78 | 139 | 162 | +56 65 | Graz . 22 ge) 23 | —76 ||| 134 |Orsova. 71 84 | 277 | --38 66 | Grosswardein . EST 82 | 241 +59 135 | Parenzo 28 41 100 — 46 67 | O-Gyalla . | 32 43 25 —38 ||| 136 | St. Paul 6 2712290 76 68 | Hereny. . Mrgz 325 36 1409 137 | Pescara 30 73 | 279 | +65 69 Hermannstadt . su 537 32 |1738: | Petiovac, 2 ....... 2 156 | 183 | — 7A 6 . 44 J. Liznar, | Nr. Name der Station 1 Ss | 0. | v Nr. Name der Station | N | Ss 0. y | 73 DR EDIlSenupr Eee Fe ze E40 ge Sure. oHal ln slispalator 7 Ar | 138 | 212, | 148° | 49° TAOW IPPıranogeare ee. Ser 29 ! 109 44 —75 176u01stagno’grander rer or 182 92 +61 FA Eisekuer 2.2. = EN en 5 141 | 349 — 88 17:7 Stanislaw 22 34 | 280 | +49 DAY IEISTROW RR rn EA een 74 ıIo | ı2 —48 278% Strasswalchene. er mis: 76 88 | 153 | +30 143} Plan. 0. Bene 2 ne NE 123 | 326 | +17 RUE en ea 66 07 | 2831 | —9 TARA HR Ola Bee ee 332 RT 254 — 7611| 780° 1 Suczawa » 2. 2 rn. | 1a 020758 ee Tas ADTaE „| 48 | 153 | 200 I —yalı ısı |Szegedin ... 2.02... .| 42 | sobAlabr 06 Tab | Irzemysli: .. 202 2020008:812:7208 [2.7202 1227 E21 018221571 Zekse ee ee 27 55 | 135 —61 1470| \pribrams Se er So bl go + zu rSsn Szolnolee ee 31 44 | ı28 | +46 148 | Rabaz . . ER 31 64 | 144 | +61 184% "Tarnopole er ar 225 0RA ri — 18 TAyN| KRadstant wen re OH 49.1, =ES6| 185 | Darnow 2 2 ee 23 44 | 157 — 59 150, | Rattenbere = 2.0 .| 28 | 68 | 32 00.110786, Deodom. Eu. er Ro oO Eau 1610| SRayenwa TS 95 6 | —66 ||| 187 | Temesvar eek, 655 E82 +48 1622 |U Ra warn S Kam Be ETZE | 1806 | 233 | +39 188 |EREplILZE.H SS ee 25 | 156 +46 SSg AReichenaer er ae a | en: 189 | Teschen 29 43 | 106 | +47 254 | (Reichenberp rer 62 | 82 | 132 | +40 ||| 190 | Trappano AD 65 | 158 | +42 LSSnlERIvaS a Ares | Sr I Ol aroTE Klavier 45 1og | 223 —65 1509 DRogattean ee: 19. | 66 | 223 —73 1928 REHINIEN ee 37 | 349 | 175 | +84 EIS AR OO ee re en Bl SELL A ESS EIOSN ETF ant er 23 75 | ı93 | —68 158 | Rovigno . er Dealer 14 Zi | 197° | —8oll 194 iTmesbt na... 2 BR: 37 90 35 | —66b 159 | Rzeszow . ee EN 59 | 132. | 230 17 63. TOR Trentsehin 2 Lern _ =. = Thor nRudoliswere. se. 00. 20 | 44 49 —03 TOnW SRTOPPaU. Fir Kuce.: 45 150 | 108 | +72 oımasalzburser, „en ae 86 | 114 | 155 | 441 er || = 2 22 1Samborı 2.0. ee re UO 147 | 273 | +34 19811 Valonaın 2 m... 111000102045 10307 — 70 IBSE|BSAndecssnen a ee 77 107 66 —44 199» Venedipe sen ee, 28 30 21 —21 104 ESANOKE Er ie 63 IoI | 271 —51 200 | Veszprim ee 56 120 6 —b2 TOS21,Sarajeyo- m cd sa 49: |, 335 | 2187 | 821207 [Visegrade, 7 2 realer 170 | 299 | — 34 1069 7Schärdinp? 2.280 22 29 | 42 | 1027 | +47 || 202 |'Vlasenica "22 5r 19, |. 87, 16249 077 167 | Schässburg . . . . .. .| 346 | 405 98 +31 203 | Vöcklabruck .. .... | 57 | 69 | 192 — 34 T08, U Schemnitz m 0 we. 2 2 rg2 175 | 12 —41 204 | Weisskirchen ...... Aa, Au SSL 2 109) | Schotiwien » a 2... 1 6 _ — BOB IDWIElICZkUr Er 89 ı 194 ı 93 | —63 702 KSebenicol 2 a 13902472 0730 500106, NWITen ee 32 32 | 2|I+7 DT TSEElAH ARE SEE ı6 | 108 | 128 | —81 207 |Zara. .. ee NORM TOIE | Re 1722 | ESetulinwegge 2 | 1561.1.239, | — 2 208 Zenica. DE. 19 | 187 | 317 | —84 Tas nSenitenberp rar sa 71 | 82 | 180° ı, 30311 209. ||Znam 2 „nen. 66: | 1006 | 322 | +51 Tann skole Dr re Er2o | 152 298 | — 38 PO“ WZVOrDIK 2 EA | 230 63 —79 Zur Darstellung der Richtung und Stärke der störenden Kraft wurden die Componenten derselben, AN, AW, AV in folgender Weise verwendet. Zunächst wurden die Werthe von AN und AW ihrem Vorzei- chen entsprechend auf die Nord—Süd-, resp. Ost—West-Richtung nach einem willkürlichen Maassstabe (! mm = 0:001 G.E.) aufgetragen, und zwar positiv nach Nord, resp. nach West. Die in der Horizontal- ebene wirkende Componente = VAN?+AW? ist durch Zeichnen des Kräfte-Parallelograms leicht zu finden. Denkt man sich nun durch diese eine Verticalebene gelegt und in derselben die Verticalcompo- nente AV eingezeichnet (positiv nach abwärts) und dann nach rechts in die Zeichnungsebene umgelegt, so erscheint die Verticalcomponente AV als eine gegen x senkrecht stehende Linie. Construirt man jetzt das Kräfte-Parallelogram der Kräfte y und AV, so ergibt sich die störende Kraft S. In dieser Weise sind bei den einzelnen Stationen die Figuren der Karte 8 entworfen worden. Die Horizontalcomponente y der störenden Kraft erscheint stark, die ganze störende Kraft S hingegen schwach ausgezogen, wenn sie nach oben, und gestrichelt, wenn sie nach unten gerichtet ist. Die Grösse dieser Kräfte ist durch die Länge der Pfeile ersichtlich gemacht. Aus dieser einfachen Darstellung ersieht man sofort nicht nur die Grösse, sondern auch die Richtung der störenden Kraft S, denn das Azimut derselben entspricht der Neigung des stärker ausgezogenen Pfeiles gegen den Meridian, ihre Neigung v gegen den Horizont aber dem Winkel zwischen den beiden Pfeilrichtungen. Die nicht eingezeichneten Componenten AN, AW, AV kann man sich im Geiste leicht ergänzen. Karte 8, welche ein anschauliches Bild der stören- den Kräfte gibt, ist eine Verkleinerung (1: 4.000.000) der Manuscriptkarte; ihr Maassstab ist etwas grösser als jener der vorhergehenden, weil durch eine bedeutendere Verkleinerung die Übersichtlichkeit verloren gegangen wäre. Entsprechend der Verkleinerung dieser Karte ist bei den Pfeilen 1 mm = 0'002 G.E. Aus dieser Darstellung ist Folgendes zu entnehmen. Die grössten störenden Kräfte findet man in Ost-Galizien, in der Bukowina, in Siebenbürgen, an der Küste Dalmatiens, theilweise in Bos- Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 45 nien, in Böhmen, Mähren und in Ungarn an den Stationen: Hereny, Fünfkirchen, Schemnitz und Debreezin. Ein sehr interessantes Störungsgebiet bildet die Küste von Dalmatien mit den vorgela- gerten Inseln. Während bei der ersteren die störenden Kräfte gegen das Meer gerichtet sind, ist ihre Rich- tung auf den Inselstationen gerade umgekehrt. Im stark gestörten Gebiete Siebenbürgens wirken die störenden Kräfte gegen ein Centrum hin. In Ost-Galizien und in der Bukowina ist die störende Kraft an den östlichsten Stationen von Ost nach West, an den weiter westlicher liegenden umgekehrt gerichtet. Dies hat zur Folge, dass an den ersteren die Declination vergrössert, an den letzteren hingegen verklei- nert wird. Bemerkenswerth ist noch das sich von Ost-Böhmen über Brünn nach Göding und Lun- denburg erstreckende Gebiet mit grosser störender Kraft, da auch hier ein Gegensatz bemerkt werden kann; an den Stationen Chlumec und Caslau wirkt nämlich die störende Kraft über, an den mährischen Stationen: Brünn, Göding und Lundenburg aber unter den Horizont. Auf dem Gebiete Bosniens und der Hercegovina ist die störende Kraft zum grössten Theil nach oben gerichtet. Es ist nicht schwer, Gleichungen abzuleiten, aus welchen man die Abhängigkeit der Störungen von den Normalwerthen d, i, h und den Componenten der störenden Kraft AN, AW, AV ersehen kann. Differentirt man die Gleichungen: w=hsind, n=hcosd, so erhält man: ‚AW=hcosdAD+sindAH 13) ' 3 AN=cosdAH-—nhsindAD. Multiplieirt man die erste der Gleichungen 13) mit cosd, die zweite mit sind und addirt die so erhal- tenen neuen Gleichungen, so wird: cos dAW- sind AN h 14) AD In eben so einfacher Weise ergibt sich durch Multiplication der Gleichung für AW mit sind und jener für AN mit cosd und nachherige Addition: 15) AH=cosdAN+sindAW. Für AJ erhält man einen Ausdruck durch Differentirung der Gleichung: , v tangı — 7 16) 35 Ay2eo i h (AV—tangiAAH). Um AD und AJ in Minuten zu erhalten, muss selbstverständlich die rechte Seite der Gleichungen 14) und 16) durch sin 1’ dividirt werden. Aus den vorstehenden Gleichungen kann man ersehen, dass, wenn die störende Kraft an einem Orte constant bleibt, d.h. AN, AW, AV denselben Werth beibehält, die Grösse der Störung abhängig ist von den Werthen d, i, h. Da die letzteren im Verlaufe der Säcularperiode nicht unbedeutende Veränderungen erleiden, so ist es klar, dass die zu verschiedenen Zeiten an einem und demselben Punkte ermittelten Stö- rungen nicht gleich sein können. Es lässt sich aber für einen gegebenen Punkt, für welchen die Grössen AN, AW, AV durch Beobachtung einmal bestimmt worden sind, die Störung AD, AJ, AH für jede andere Epoche, für welche d, h, i ermittelt worden sind, nach den vorstehenden Formeln sehr leicht berechnen. So lässt sich z. B. aus dem Verlaufe der Säcularperiode schliessen, dass, wenn demnächst bei uns die Declination Null sein wird, die Horizontal-Intensität einen höheren Werth A’ erreichen wird, als er beim letzten Durchgange der Magnetnadel durch den Meridian war. Bezeichnet man den letzteren mit A” und setzt in der Formel 14) für AD die Declination d=0, so wird; 46 J. Liznar, AW für 7’ AD! A h AW. 3 HEN ar woraus folgt: AW a"—nh' h"—h' h" 17) AD'—ADI = 7 —— = AD" —- ‚ also: AD! = ram, Der Werth von AD”, der einem kleineren A” entspricht, muss grösser sein als AD’. Der Unterschied beider wird um so grösser, je grösser h”’—h' gegen h’ ist. Welchen Betrag die Differenz h”’—h’ erreichen kann, lässt sich vorläufig nicht einmal annähernd angeben. Die Störung der Horizontal-Intensität ergibt sich für diese Epochen aus 15): AH=AN Mit Hilfe. der im Vorstehenden abgeleiteten einfachen Relationen würde man im Stande sein, die zu einer gewissen Epoche ausgeführte Detailaufnahme auf eine beliebige andere, für die aus den Beobach- tungen an bedeutend weniger Stationen die Normalwerthe der erdmagnetischen Elemente d, i, h berechnet worden sind, zu reduciren, und somit den Verlauf der wahren isomagnetischen Linien darzustellen. Freilich gilt dies nur dann, wenn man an der gemachten Annahme, dass die störenden Kräfte dieselben geblieben seien, festhalten kann. Da die Ursache der letzteren nur in der Beschaffenheit der Erdrinde gesucht wer- den kann, diese aber für einen längeren Zeitraum kaum grösseren Veränderungen unterliegen dürfte, so erscheint die Annahme constanter störender Kräfte nicht unzulässig. Unter dieser Voraussetzung liesse sich eine Detailaufnahme eines grösseren Gebietes, z. B. Öster- reich-Ungarns, auch schrittweise durchführen. Man braucht nämlich nur mit jeder Aufnahme, bei der die Anzahl der Stationen zur Berechnung der Normalwerthe eben genügt, eine Detailaufnahme eines Theiles des ganzen Gebietes zu verbinden und die den einzelnen Stationen entsprechenden Störungen zu ermitteln. So würde man nach und nach die Störungen für das ganze Gebiet kennen lernen; dieselben würden zwar verschiedenen Epochen entsprechen, liessen sich aber nach den vorhergehenden Dar- legungen leicht auf jede Epoche, zu der eine Aufnahme des ganzen Gebietes ausgeführt worden ist, reduciren. Unter Voraussetzung genauer Messungen hätte man .dann ebensoviele Detailaufnahmen als Aufnahmen überhaupt stattgefunden haben. Es ist selbstverständlich, dass hiemit ein derartiger Vor- gang bei der Detailaufnahme nicht empfohlen wird, es sollte nur die Möglichkeit desselben angedeutet werden. Störungen der Schwere und des Erdmagnetismus. Es wurde schon öfter die Vermuthung ausge- sprochen, dass die Schwerestörungen, die man in neuester Zeit eingehender kennen gelernt hat, mit den Störungen des Erdmagnetismus in einem gewissen Zusammenhange stehen könnten. Da wir in Öster- reich-Ungarn für sehr viele Orte Schweremessungen besitzen, die zum grössten Theil dem Herrn Obersten R. v. Sterneck zu verdanken sind, schien es mir von grossem Interesse, die denselben Orten zukommenden Störungen der Schwerkraftbeschleunigung und der erdmagnetischen Elemente neben einander zu stellen, um daraus einen etwaigen Zusammenhang beider ersehen zu können. Es wurden zu diesem Zwecke aus den vom Herrn Obersten R. v. Sterneck im astronomischen Kalender für 1896 (der Wiener Sternwarte) publicirten Stationen jene herausgezogen, von welchen für die Epoche 1890-0 auch erdmagnetische Messungen vorliegen. Die nachfolgende Tabelle XVIIIa enthält unter Ag die Ab- weichung der Schwerebeschleunigung in Hundertstel-Millimeter von ihrem normalen Werthe (Schwere- störung), während die Grössen: AD, AJ, AH, AT, AN, AW, AV die Störungen der erdmagnetischen Elemente vorstellen; S ist die Grösse der störenden Kraft, welche diese Störungen verursacht. Die Störungen der Declination und Inclination sind in Bogenminuten, jene der Intensität in Einheiten der 4. Decimale des Gauss’schen Maasses ausgedrückt. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 47 Tab. XVIIla. Störungen der Schwere und des Erdmagnetismus. | | | | | | Nr. Name der Station | As AD | AI | AH AT | AN | Aw AV Ss | | | F | | | | | I al = 32: 1 70% | — 354025 ee — SL ers 84 2 | St. Anton . —Ar —25 0 I 0502102222 —+ 20 +35 — 15 —+ 22 2 3 Binlenzens a nenn io: — 229 | = 002 | 013 + 23 + 19 — 26 + 19 37 4 Bozen. 2 ale ar6 | 03 \.--&3°0| = ,300 | 2014 — 3020| —- 4| +31 43 5 VA Dulsse De er 63 6°7| een — 17 SroT > en 47 6 | Bruck -—15|+51/|-70|+47| —- 78 | +41 | +39 | -ı2ı | 134 7 Bruneck — 69| = 0'353 | 23| — .;5 + 49 —_— 4 | — 6 + 57 57 8 Budapest . | ar a en Ss En 3 +50|+4|-6| +35 | 3 9 Curzola e=22.07 210 3.235 | ER 2424 210 —182 +49| -15 +185 | 192 10 Debreczin +42 |+08|+1ı18| +92 —+243 +90 | + ı5 —+-227 245 II Fiume |+23|+va|-40| + 7 —a9%. +5 —+ 10 — 108 109 ı2 , Göding | +31 | +16°2 | — 13 | + 8ı | +148 | +65 | +108 | +124 177 13 Graz c +13 | +rı/l-583/|+233/| +86| +26| + ıı — 113 110 14 Grosswardein . +64 | -54|+41| - 24| +53 — 20 — 36 + 71 82 15 Horn —+ 56 TaEY Hr o°3 | 10 28 Be 68 — 24 2 16 Imst . heran — 6 o| — 23 — 3 23 17 Innsbruck —ı2ı | —6'; o0o| +8 197 +95 — 21 —+175 200 18 Isch — 39 \ 2.3°5.1+10"9.| — 63 —+148 — 66 —+ 18 —+198 209 19 Klagenfurt -— 5|+6b4| -o'2| —43 — 97 —350| + 31 — 88 106 20 Klausenburg — 50 | — 270 | -4- 952°) —100.| + 16 — 98 — 2 + 72 124 21 Lagosta Do or ne ET ER idee) —+-120 —+-120 — 55 + 77 166 22 Bandeck ea ee Else 2 OT TA —+ 28 + 17 — 13 Ze a 23 | Lemberg . — Zar Ense —+117 —+ 20 — 39 +122 | 130 24 | Lesina . + 72|+0'9| — 0'606 | +ı18 | +216 | +ı15 | + 25 | +182 217 25 | Lienz | —-—46|-0o4| +13) +26| +89| + 2060| + 3 | +88 2 26 ı Lissa AD | +84 | —217 | —ı2'8 | +185 +84 —+206 IA — 14 236 27 | Bussianee | u ang an || in | | 27: 28 Malsse: ee, his | Ion |. 3&7 20:9 | E74 + 32 + 8 — 21 + 34 41 2 Meniredonsass ec we FHI32 1063, | = 6 | + 79 + ı6 + 55 — 30 — 32 96 30 Marburg 5 +44 | - 4206| -o1ı| — ı8| +41 — 13 — 31 — 39 51 31 Maros-Vasärhely 1m le 3220| 1303 | 143 | —+ 2 —14 | + 6 +107 | 180 32 NUONSR en Are —+ 70 | + 6°83| + 2.83| — 40 — 14 — 46 | + 33 + 4 57 sa Meran 2.00%. Perso. 08 7 36 ı|l-29| — 36 40 34 , St. Miklös DER 2a ao Foeetsae ar | E86. 13 — ı7 | 89 Be lawsener Neustadu a 0.2...) + 7 14 124 | 283 | + 9 = 9 ee En — 65 | 66 36 Selarlaiktgar are So a _ —Ensgr 25 eo _ I- 7| — 57 Pisino 9-49 E-1050. — Oo | — 30 — 86 — 41 | +61 — 82 | 110 38 PER: Se 2 +20 | + 2'4| —- 54, + 24 am 58 20) Fr — 105 109 39 Bolero nd 73 AT Irre 5 — 120 u) — 32 | —137 141 40 ERBE a a le 3 tee and 7325 E527 +39|-2 | +18 | 56 | 64 41 Bayer. 5 rzo | 26% 10.) — 82038 4 4 = 871, 095 42 Riva... Be ron 20:42 756 —_— 3 —_— 3 — 13 | (a ee 43 Rom . | + 58 + 4°3 | = 7°2 | + 40 — 354 +4| +33 | —94 | ıı 44 Rovigno ERBE | +80 | — o'2|— ı'3 14 — 72 — 13 _— 4 — 74| 75 45 Schardngt © 7... +06|+43|-+rı1|) — ı + 28 — 0, E28 | 2 46 Schottwien + 3| _ — 3'8| + 25 — 44 _ | _ | —-—6dı | — 47 Sebenico . | + 54 | #16°3 | +13':3 | — 88 —+131 — 105 —+ 91 |. —+204 | 247 48 Spalato Se Se | Tre] er] + 834 —117 | + 74 —+-160 212 49 Siryj>. ee. | — 20 | -ı09| -03| + 7 —. 6-13 — 65 — 1 67 50 Ararın Se Nee — 22 o'o o'6| — 28 75 27 6 Tome 5I Triest . et 290 sus | 33 — 57 | +30 | + 2ı —82 90 52 IVenedieu ne Se Br Er 5200 sol 2a 27 ar 026°| 2-10 — 11 30 53 NER ZB el t60) | 7074 07 °5 1-56 —-— 69 | +560| + 6 —Io6 | 120 Fo NDS a 262 | Konz 270. 1 32 ZrS +32| + ı Pr 32 IR ZALAL ET a ne ce ale + 47 | +14'5 | +10°6 | —ı35 — 32 —149 | + 69 + 42 | 169 | Es ist sehr schwer, aus diesen Daten eine Beziehung zwischen den Störungen der Schwere und des Erdmagnetismus zu erkennen. Da die Schwerestörungen der verticalen Richtung entsprechen, so müsste, wenn zwischen beiden Erscheinungen ein Zusammenhang bestünde, die Vertical-Intensität ganz entspre- chende Störungen zeigen. Man findet aber, dass posititive Werthe von AV sowohl positiven, als auch negativen Werthen von Ag entsprechen und dass auch ihre Grösse nicht correspondirt. So entspricht der grössten positiven Schwerestörung (+132) eine Störung AV—= —32, während bei dem viel kleineren Ag (+57) die Störung AV= +230 angetroffen wird. Das Resultat wird aber auch dann nicht günstiger, wenn man die Summe der positiven und negativen Ag getrennt bildet und mit den entsprechenden Summen von AV vergleicht. Man erhält nämlich: 48 J. Liznar, Ag AV + 1769 +766 — 145 +330 Es ergeben sich demnach sowohl für positive als auch negative Ag positive Summen von AV. Summirt man die Werthe von Ag ohne Rücksicht auf das Vorzeichen, die grösser oder kleiner sind als 50, und die entsprechenden Werthe von S, so ergibt sich: Ag> +50 Ag < +50 Ihe 910 768 ES 4 3922 2852 Die grösseren Werthe (Ag>50) entsprechen 26, die kleineren 27 Stationen. Wir ersehen aus dieser Zusammenstellung, dass die Summe der grösseren Ag fast 3mal so gross ist als jene der kleineren, wäh- rend der Unterschied der entsprechenden Summen von S ganz unbedeutend ist. Nach den vorstehenden Auseinandersetzungen kann im Allgemeinen eine Beziehung zwischen den Störungen der Schwere und des Erdmagnetismus nicht bestehen, obwohl es nicht undenkbar wäre, dass sie in einzelnen Fällen zusammenhängen könnten. Auch diesbezüglich wird eine Detailaufnahme genaueren Aufschluss zu geben vermögen. €. Normale Vertheilung der erdmagnetischen Kraft zur Epoche 18500. Es ist bereits in der Einleitung gesagt worden, dass die zur Darstellung der erdmagnetischen Verhält- nisse für die Epoche 1850-0 nöthigen Rechnungen in derselben Weise wie für die Epoche 1890:0 aus- geführt wurden. Das hiezu nothwendige Beobachtungsmaterial wurde der letzten diesbezüglichen Publica- tion Kreil’s entnommen. ! Eine Zusammenstellung dieser Daten enthält die nachfolgende Tabelle XIX. Sie ist ganz gleich angeordnet wie Tabelle I, nur wurde hier die Total-Intensität weggelassen, da ihre Werthe, wie man aus den bei der Horizontal-Intensität gemachten Darlegungen ersehen wird, nicht ganz richtig sind. Alle in dieser Abhandlung vorkommenden Declinationen sind westliche. Tab. XIX. Werthe der erdmagnetischen Elemente in Österreich-Ungarn zur Epoche ı1850°o. en ne a mass ! | \ Länge ö Horiz.- Nr. Name der Station | Breite | Declination | Inclination Een | | v. Ferro Intensität I Adelsbengie a ee En 120.0, 310 nal |r32 45 16n | E02 70 20813 2 tele) od a on oe 47 35 32 8 TA ST SE EHAEERO 20040 3 Aflenz . Ton u N 47 32 BREyA! LS 63 54 2'0081 A| AB0rdo: 3.7. 07 2 2 nee een 46217 29 43 LTR 3 28 2°0367 Nass FR ee oe I LESSEEIG) 33 39 13 36'8 62 30 20945 6 INTERINATZEA I ee ee 43 34 39. 26 17 73108 60 8 2'2472 7 Nat ee 30 758 TA, 2 64 44 1'9489 8 ANCONaN Has 1 ee nee 4337 3U 10 De 61 6 2°1709 9 radeon ee 4b ıı 38 59 1052548, 10002: 7.0 2°1178 To Belgrad ee RS SRG ıı 179| 61 16 | 21889 11 Bellayat- #..7 Hr re es fr 45 3 34032 53: 36123 62 36 2'0938 12 Bellini. 2 Klar sen 46 Sul, zog t4. 35°4 | 63.19 | 2°0479 1a HBistniz ey 97 AerS 9 498 | 62 34 2‘1143 14 Bleiberen ie IE ee AOH58 31, 22 Da EIS 2'0430 15 Bludenz 2.0 Ber a FAZG 27:29 ı6 28:0 | 64 30 1'90647 20. Badenbach EA ee go 4 31 52 1A, 55528 |..0602 7327177728573 17.2 Bormio or ee A a0 16, 1677-03 056 1'9898 18 Bozen 1 a per BELOTERSC 29 2 16 2-8 03,282 20069 19, \NBregenze . u ae nee 1 A700) Be 1652070 Org 1'9479 20 BEODHEr a Ve RAT AERO: 207235 DEE5022 63 58 1'9885 21 Brescia rd. N ee al AZ DIENT 16. .21°9,| 463. 510 2'0414 22 BrindIStm He N ee Re 40 39 | 35 40 12, 16.2 BIN L2T 2'3603 1 Magnetische und geographische Ortsbestimmungen im südöstlichen Europa und an einigen Küstenpunkten Asiens. Denk- schriften d. kais. Akad, Bd. XX. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-T Ingarn. nn nn n——— 1} : Länge | Horiz.- Nr. Name der Station Breite ä Declination| Inelination Eh v. Ferro Intensität 22 1 RT 9 ee ee re) eo erken Er 1'9943 Be mBruekgardeMutI 2. sn, | 47 25 27 a ER 03 x 20158 25 BrErDeee ke een |. 40 34 17 13 48-61 065 14 1'0274 DREIECK RS SE ae ee 46 48 29 34 SAY 03 51 2'oo018 27 Buweignee er enen,.el 40 10 F2E8 _ 65 4 1.9396 2 | re ae 44 26 43 46 OEL 60 14 | 2'2440 29 Banlomitz re ee As Tr 373 BIS 300 61 14 2'1974 BOB Gatterope a nenn: 2 028 36 26 Ye 37 59 24 2'2792 Pia IE GeitEnBE ee te 42 24 36 .39 — 59 6 | 22792 2 DIeScHEs TR ea 5o 6 307 55 15. 24°4 | 65 5ı 1'8802 33 Chinesen nr al 5o 9 33 7 147,322 65 47 1'8971 34 SEAChristopbe nn we nenn AT EB 2 S2 u 64 16 1'9654 SiS. + LEI ERS SE ee ar lese 32 58 I3 40°9 | 62 53 2°0775 36 | Como ON RE Ne 45 48 26 44 16 40°5 63 40 2'0103 BrEm Goneolanome ee in 0 ar „Any 82 29 58 15 148 632.216 2'0580 REBEL GrEMONB u = en eteche ae cc AS 8 ZI AT 1022197 3210.62, 59 20581 39 | za a oo Do Ben 2 59 34 48 2 SSL 59 55 2"2325 40 (GEBEN BE. oe ee 33072 14 47 65 31 1'9036 DIE EINGZELHOWEZ 0 0, = era ee a 48 17 43 41 OR le 20766 AZEUSZONKONE ae ee Er 49 I 43 30 8 49'9 03 33 20534 HRmanDehreezinsn . 5 Sn ee. AT, 32 39 21 Io 43'7 63 ı2 | 2 o66I 44 OBLAST N teen eaer aka ee 45 54 40 13 Io 14:6 bi 34 2'1478 IRERIED)ORLACZEE = 2 vor cu Wen hasse 40 306 30: 22 — 03 26 20316 464 | Dolina.. .. en a 41 44 Gene 64 2 20267 REN Eisenerzu.u.-. a 0. FLAT EZ 3233 14 8:6| 63 5 20086 SER ER TIaNeR el eg 753 BSEe3 II 47'6 63 31 2'0537 49 DEREN Re a ne? 36 22 12 ı7'5 027 70 2'1222 5o EINE: A oe Se, ee 45 19 32 TEA 62 24 2'1002 5ı ROSaTasenen re ee rn 45 50 42. 43 9 413 61 20 2'1778 52 Rranzenshade rear la eone 1500007 30° ol _ | 66 13 1.8746 Bee DRuntinehenner ae ei ae a ah. 46 4 SS 12 36°0 62 28 2'100I Ka Gastein(Bade) et. 0, ONE AT ET, 30 45 14 57'8 63 59 2'0122 55 STAIGEDTFENSEERT LORE eel 75 SEE 15 6°6| 64 40 1'90686 56 GIEIEHENDELEN. oc mare ee lee 406 52 33037 ER 63 28 2°0453 Bra GmundBE Were N EP ae 406 54 BIsETO 1 63. 42. 20163 St ME en a ee u a a er ||, 2'0687 BIBELGOUNERE En ee EA 3 30 47 oT 64 25 19801 (er EEE een N SS mS 13 49 2| 63 30 2:0380 VIE EGLATZEHN En een nei 5487,48 3227 14222010 042 55 19340 62 | Gravosa ... RE re) 35 wA5 \1172726©4 59,721 2'2509 63 Grosswardemt. ala en stee 47 4 39 39 TONER A23 62 47 2°0844 64 Hermannstadte. ee ee AS AT, 41 53 9 32°0 01 17 21846 DEmEnLIoNenelbemn etc: 50 37 33 Ib |ı4 ı6°2 | 66 10 1'8722 N a ee ee te 33 19 | 13 39°9| 64 42 1"9609 67 | Iglau Rn a 10 A025 EI a EL TS, 19322 DBRISTIISEH-NEI BE 2 ea en AT 14 28 20 |ı6 7°5| 64 23 1"9620 Bow innsbrucke ae hr 0 47.16 29, 3 |15 50:8 | 64. 15 19737 TOEIECHEE Te I ren ce) 47043 3U 14 ZE1A 5927| 004.22 19780 DI Teolehhellanee u NR 5 DEZ 2 ol Da AR 2'0005 Bea lakopenveaa 2... Sa. al 47 20 43. 33 8 49°6 | 62 35 | z-sıı8 5 Sea St loheannarulen. als ac as AT 32 BOSER, Ina EhAr 24 1'9726 Ta Relafata st zu; 28202 0 | AAN. 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Ferro Intensität 94 | Leipa 50° gr" 32° ı2' | .. 66° ı8' 1'8627 95 | Leitomischl . 49 53 33.259 | 7302389 65 31 | 1°912%7 96 | Lemberg . ..... 49 50 41 42 e) n=ke) 64 40 | 1'9874 or |"liesina Pen Een RER WEZABER TE gl _ 7 +222200 98 | Leutschau Home 2388 19 DI. 7828212642230 1'9977 99 Lienz 2 - ee are ie ers 46 50 | 30 24 | Is 20°1 | 63 49 2°0096 oo | Liezen... 47 34 DR er 0) 1'9944 ıo1 | Linz. 48 18 BIaEN= 6) I4 42°5 04 42 1'9612 102 | Lissa 43 5 SE ee 2°2420 103 , Losonez eo 48 19 22 25T baar7 20166 104 | Lundenburg . . . 48%, as | 234 342 |S13/7 77530 0443 19742 105 | Lussin picc. . 44 32 28 DA TasT Drsassa 27202 106 | Mailand 45 28 2bEIST | FON 107 | Mali Hallan . 44 22 Sa023 — IN 010133 2'1509 108 | Mals 46 41 280 row TO An or 1'9891 109 | Mantua 45 9 28 27 15 229 110 02258 2'o619 ııo | Marburg . | 46 35 33% 22 Tg Dans Rogers 2'0529 ııı | StMaria . 6 Buaro OS De! on Re Ci | 179953 ıı2 | Maros Väsarhel 46 32 42 18 10 115 | 62 15 21358 113 | Megline 42.27 ShERTA| Tea TS2u Ro: 2'2738 114 | Mehadia se 44 53 40 5 10 36957 177,60, 740 21840 Tara. MelkS Eee AS TA 33 I 13 56'6 | 64 35 20787 TION Nerane Er 4b 40 28 48 ı6 68 | (Ja ya 1"9963 ı17 | St. Miklös en on 49 4 37. 20 Dry 5490 022935 1'9801 DES MUTKECSW en 48 26 40 27 10 16'060 63 40 20376 ı19 | Nachod 5o 25 33 48 —_ 065 50 1'8761 ı20 | Nagybanya . 47 39 ALCELS O7 37 MoZRz 2' 1000 121 Neu Gradiska . 45 14 age Ne 0 ar | ac ı22 | Neuhaus 49 8 320.39 TA 25,00 or or 9272 123 | Neu-Szöny . ATS Ei ı2 29°8| 63 40 | 2'0326 ı24 | Nisko . 50o 34 39 49 Tor 755 65 16 1'9490 ı25 | Ödenburg A ES RE 18, 23542 0402 2'0138 1208 |, Ofenese ee rer en Ay 20 DES 2 | 63 30 2°0405 1277 nOlmützug ee. e gern 2 1149273017 USA 735 65 19 1'9327 ZEN OTSONBME EEE eh eh er tet Take a4, a2, or | 10 34'9| 60 47 2'1938 129 | Ottocaz AAN Me aER 38950 Oresı7 21230 RS Om RRadHarses Kar ee AREA 2932 EN ee, 131 | St. Paul A0n ag 032, 84 13 56'4 63 21 2°0454 132 WRaV la Sr era: A eo le a a 2'0438 133. | Petrina . 4520,10 33788 el 2°1034 134 | Pilsen 49 45 a0 v8 = 65 33 18965 135 | Pisek a ri 49 19 31 49 Tau Bs22 2 FoS 1'9156 730% | Diane Re ee 49 52 30 2I 15. 33°3 65 54 | 1'8883 DS EEROTamee re ee 44 52 31 30 14 16'0 62 14 | 2:1127 2382| Bolsterberge. 2 Senn A732 32038 _ 63 56 2'0063 139 | Poschega. . . Ir Aann52 37.2300 | ae 432 00056025222 140 | Prag. a or 32. 6 TA, 34.80.1004 210 1'8862 141 | Pressburg C Az | 34 46 SE! 64 0 20071 IA RLZEID VE ee Re De OA, 40 29 9 306'6 64 49 1'9888 Day | HRBdStAGt En ee el Le re an er | AA 31 8 14 52'0 64 ıı 1'9980 144 | Ragusa | er] 12% 1728. 450: 30 2'2623 AR lRattenbergun 2 an. sus ei 29033. Kiss 0 64.0235 | 070757 040% | Rawarruskauır ee ROLE ne a) || ver eie (OT 1'9552 147 \ Reichenau N er Bo TI 33.250, 173 50x30 10.105,.38 1'8983 148 | Reichenberg . .... 5o 46 32 44 2x4 °2406-7.|, 66 °20 1'8624 149 | Riva. RS ee Die Ass 28 30 | —_ 63 16 2'0380 150 | Rovigno .. .» 435 4 20.2205, 1522 725 62 39 2'0883 REIT IR ZESZOWEL ee Kos 39. 40, 1102 2355 65 3 1'9705 152 | Rudolfswett.. ..... 45 48 BRun2 ne (rs 20759 153 | Salzburg . . 5 a7 AS EE308365 TS 100, 26427 1'9647 ISA. .Sambora m rare. 3 497 310 7240758 9, 7238:221 704 292 1'9923 IRB Sanndeche en anelen knne eE ne | AO ZA 3 SET“. a a N 1'9697 TSOEN| Sanokae Br ee RATE 39, 53 10 16'8 64 42 1'9818 TIRTENSSCHATÄINE Een el. Leere 48 27 31 4 ARTE 7, 64 44 19439 180 ESCHASSDULEIEE ee | BETONEN; 422732 10, 1073|, 107 43 21658 19 aschemnitz a2. e 482227 30 35 1272070 64 4 2'0148 Too Schanau we u ne 503g 327 _ 66 21 1'8543 161 Schottwien . Dlrache Eee) 330.32 13° Ba 63 55 20090 TO2 | Sebenicow.are 43 44 | 33 39 Vaart 60 58 2'1793 TORW | Seelans re Er Sal Bir 49 32 320057 1A 122 65 24 19106 TOAMIN Semline ne SEI SE AA RG Su 72: au 26°5 (ai A) 21598 l Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. öl a nn nn nn TE en al Länge riZ.- Nr. Name der Station Breite ee ra Declination | Inclination BR 105, |Senftenberg. . . . SERUR Ale Bossını seen ei O5 43% 1'9042 Bubselosilberberpe ne eo. ln 48 38 Bee 2% _ 64 45 1'9459 BOT ESKOlEgeE ee a. | Ag I 41 14 9 313 64 5 2:0242 68 nSondrio) . u 2... ana Ri) 27 32 rose: 63 50 1'9986 NDS ESpalatokse Sr er AB 3ı BAT 13 285 60 43 227025 NrowınStanslauezre une. | AS 88 LER Om FAN 63 55 2'0333 DIWENSIEINAMANngerı u. re et en) AZ 12 33 56 _ 632,58 2°0349 zz SSteinberoe en lerne nen | 48 38 322m20 _ 64 51 19458 | DISWEINSTÜSERTOCHM. un nen ee a ie _ _ _ 63 58 1:9934 TA SIEYE wer ea cene Kar Er 49 15 Are33 GE 2AST 64 12 2'0235 ITS IBSUCZAWwAT IC en ee le ae 47 38 43 59 8 504 62 44 21032 WO WS Zalman Se een ne de lie ANA, 40 36 io 173 63 18 20664 177 SZIE DEAD era: 46 15 47 483 Lt 12072 62 24 21049 SI WSZOINOREN. 2 0 ee lee ee 47 10 STE II 42°6 63 10 2'0718 Do Elarnopplesee no. 2 ur eliN 291133 AST, Oma 22 64 23 2°0097 TO ERELNOWEE ee me ya ker | Bose Ar 38 41 U 1232| 65 >24 1'9570 181 INEMmESvarbe er et > 45 45 38 52 Io 50'0 61 4ı 2.1336 NOS EREpULZES 2 tet helle re so 39 Su. 27 We RO 66 25 1'8575 | NSSH BRESCHENEN. ner es 49 45 SOLT 727,3470 65 5 19471 TEAM IDORAIEN ehe vorn e 48 7 39728 lo 63 20 2 o561 ES Ola ee ee | 2407525 30 29 Ir er 62 47 20887 Tabs ehrentschinis chen in re 48 52 35 43 _ 04 49 1'9777 DS ÜNIenbEr ee ee | 7407 EA 28 40 |ı5 57'2| 63 183 20251 NS ER 45 39 31 25 IA 31°8 62 44 2°08Io TSow lroppaulen rn ae ag 350330 1220046525 052227 1'9352 TODE DU dIneR Bee en ee IAOHSTA: 30 55 — 08, 206 2:0587 TO MUDEYaRSI He al AS 40 2 Io 23'7 63 47 20302 TODE RVEerredien. u N. rer 45 26 29 59 I5 4'5 02 48 2°0758 Iosen MMeretrzkense ne ann |iR28i 46 40 48 A744 050055 2:0240 TER, | NEO EL ee ee ER) 28 37 15 38:8 | 63 20558 TORWIRNIGENZaN HT ae ee ransı || A: 532 29 13 DS 38T Os 20054 TO AVSCHIADIICHE 7 a ae ll LAS Tr zı 16 |ı14 415 | 64 383 1:9594 Lo DVVaAraScIneer Ze ee a0 33 58 = 02 49 2:0813 Tose | Weisskitcchen . so. 2 2. o.l| AA 54 3gen5 Ur 2 an 08 2°1753 LOoB |ENVIelezkas m A959 SEHR: II 44'7 65 13 1:9578 OO WVVRE EEE ABEETZ a2 era 3358|} 07 19805 || A | 32 55 1053.02 10102153 21546 DE EZ een AS ET 33 45 13 35°2| 64 48 1:9636 Obwohl diese Tabelle 202 Stationen enthält, konnten zu den nachfolgenden Rechnungen doch nur 176 Stationen verwendet werden, weil an manchen derselben nicht alle drei Elemente beobachtet worden sind, oder weil einige unzuverlässige Daten lieferten, die bei der Rechnung ausgeschieden werden mussten. Die Stationen, deren Daten verwendet wurden, sind in Tabelle XIX a mit den zu den Rechnungen nöthigen Werthen alphabetisch zusammengestellt. Die in dieser Tabelle enthaltenen Differenzen D,—D.„, J— Ju, H,— H„, konnten ebenfalls der erwähnten Publication Kreil’s entnommen werden, sind aber auf ihre Rich- tigkeit geprüft worden. Tab. XIX a. Differenzen der Breiten, Längen und der erdmagnetischen Elemente der einzelnen Stationen gegen Wien zur Epoche 1850'0. Nr. Name der Station ol— own Ka DI Du DU H'—Hw I Admankı teen: a —_ 38' | 39'3 — ı17' 151 2 NEED Ze ea — 68 | 17°9 — 23 186 5 Agordo Saar ne) — 259 125°5 — 49 472 4 VNA ee a eek FDA —.23 3'0 — 107 1050 5 NESSHENZA Te rg N ee — 279 314 —122'0 — 249 2577 DEREAUhemI rs 2 — 191 787 27 = 9406 Tee Ancona a. nee te — 276 — 172 41°9 — I9I 1814 EN ESTEN ee RE — 122 297 —159'0 — 137 1283 SE EBEISLRUEL EN N ah — 205 243. | 1359 — 181 1994 Io Bellovarser ed ee, — 140 30 — 22°5 — I0I 1043 EB Istrien nei 22200 491 | —224°0 — 103 1248 12 BjEIperre een 197 — 160 0807] > 52 535 OL {o} VE EDERRENE,, Nr. Name der Station ol —ow NER, Den = Ip H'—Hı 13 Bludenz — 64' —393 —174'2 13 — 248 14 Bodenbach . 153 — 130 81'o 135 — 1323 15 Bormio . — 103 — 300 102°9 — 21 3 16 Bozen —105 — 300 1490 — 25 174 17, Bregenz 43 —401 722 32 — 416 18 Brenner 3 —297 136°4 — 19 — 10 19 Bescia . — 101 — 371 168° 1 — 67 519 20 Brindisi B —454 98 — 776 — 416 3708 21 Brodyz2. 00: 112 529 —270°8 27 48 22 Bruck a. d. Mur . — 48 — 65 NG/2Y; — 26 263 23 Bruneck — 8 — 208 127°9 220 123 24 Bukarest . —227 584 —270°7 243 2545 25 | Carlowitz — 182 215 —150:2 — 183 2079 26 Cattaro — 348 144 — 90°6 — 293 2897 27 Chiesch 113 — 187 110°6 94 — 1093 28 | Chlumec . 116 = 344 90 — 924 29 CihT. —119 — 04 Fer — 84 880 30 | Como . —145 —433 1927 — 37 208 31 Conegliano . — 140 —244 IOoLl'o — 71 085 32 Cremona . — 185 — 381 166'0 — 81 686 33 Curzola —314 46 — 35°7 — 202 2430 34 | Caslau . 104 — bo 390'9 74 — 859 35 Czernowitz . 4 579 —248°3 — 56 871 36 Czortkow 48 568 — 2839 a 039 37 | Debreczin it 319 a —05 706 38 | Dobra . . —139 371 —199'2 = 1583 39 Dolina . 45 462 — 2683 — 15 372 40 | Eisenerz Zuuhi — 89 34°8 — 2 191 4I Erlau — 20 241 — 106'2 — 46 642 42 Esseg 108 140 — 76-3 — 137 1327 43 Fiume . —174 —I15 47°5 — 113 1106 44 Fogaras — 143 521 —232°5 — 177 1883 45 Fünfkirchen. . . — 129 113 = -- 109 1100 40 | Gastein (Bad-) . — 66 — 197 84:0 — 18 227 47 St. Georgen . . — 18 ip. 92:8 23 — 209 48 | Gleichenberg . N —#25 —=1225 — 49 558 49 | Gmünd | 9 — 172 92-6 =. 268 50 Golling — 38 — 195 86-3 8 — 094 51 GHz; — 09 A 15-4 47 485 52 Gratzen . . 35 — 95 48'2 38 — 555 53 Gravosa „.. —a 103 — 07'4 — 290 2074 54 Grosswardein . —8g 337 — Se = le 949 55 Hermannstadt , — 140 471 —241'2 — 180 1951 50 Hohenelbe 144 — 40 42°4 113 — 1173 57 Horn 27 —_ 43 6:1 25 — 286 58 | Iglau 72 — 44 22-5 60 — 573 59 | Imst. — 59 — 342 153°7 6 — 275 60 Innsbruck — 57 — 299 1370 Dr’ — 158 br Irschl -® — 108 85°9 5 ==4110 62 Isola bella — 140 — 470 233'2 — 32 110 63 Jakobeny 2 — 47 541 — 284 °2 — 102 1223 64 St. Johann i. T. el — 237 1ol'5 7 — 109 65 Kalafat — 253 393 — 1946 — 235 2402 66 | Kallwang . — 406 — 97 26°2 — 28 215 67 Karansebes . — 109 350 — 1885 — 191 1727 68 Karlsbad ß 120 — 209 122°0 113 — 1124 69 | Karlsburg — 129 437 — 2314 — 160 1793 70 Karlsstadt — 104 — 47 13'9 — 113 1104 71 Kaschau . . 28 297 — 187°8 [e) 196 72 | Kenese.. —_ 71 100 — 53:8 = 5 608 73 Kesmark ... . 55 247 1289 23 = I 74 Klagenfurt — 90 — 124 54'4 — 50 545 75 | Klattau . . 71 — 180 1088 57 — 827 76 | Klausenburg — 88 438 —219'4 — 110 1293 77 | Kolomea . ı8 523 22 — 48 627 78 | Komotau ... . 134 ef 100°0 113 — 1297 790 "Krakau 7... nat . —117'8 65 — 501 80 | Kremsmünster . = —134 58-1 25 — ale 81 Krosnaese es 33 325 —152'4 29 — 202 Sau lKbaibache m, —130 NZ 247 —u83 812 83 | St. Lambrecht — 69 124 58°7 — 28 302 84 | Landeck . — 65 —351 156° 5 5 52 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 53 Name der Station oo en 0 | Han Letsrmadalle sort a 100' a o'ı 74‘ — 768 LEST. Drum wi Fo Aa 97 400 —2062°8 23 — 22 BEUISCHRUBE EIN een eur 48 257 — 1350 13 82 iz oma oe — 83 — 218 106° 3 — 28 201 BIEZENE re A CE, — 39 — 127 61°3 7 49 VI a Ten nafleetete See 5 — 126 68'7 2 — 284 LUISA u 2 Do aen a n — 308 — ıI — 254 — 273 2525 EOSONE Ze een ee 6 200 —121'7 — 10 271 Enndenburg 2, 21: 2. 2. 32 32 — 22'5 26 — 153 BEUSSITUHICCHER EN a — 221 — 114 39°3 — 144 1317 Mallander Ne lee — 165 —431 219°6 — 69 471 NEN We ee ee RN — 92 — 352 151°6 — 16 = 4 IMAnETAN ER Be ee een an — 184 —33 129°1I — 82 72 NIEREN ea — 98 — 41 — 60 — 64 634 Su WEmEhs 0 co Su er — 102 — 358 154°9 — 20 58 Maros-Vasärhely . Be — I0I 496 — 202'3 — 122 1463 WEST 2 IR Bu ode R — 340 132 — 62'6 — 313 2843 ISEICIEN a Se ec — 200 363 — 177'3 — 217 1945 NONE ee Be SR I — 61 22:8 18 — 178 NIE. ER REN ee or Be — 03 — 314 1530 —_ 2 68 SEANIEIOSES GE Tr en et a 5 198 —101'9 18 — 34 Munkacser er ueber ee 13 385 —197'2 — 37 481 Nasybanyarı) ucrere Seas ai 4306 —222°5 — 85 1105 Nenetradiska, er nee ee —179 64 — 393 — 141 1362 Neuhaus a u reset 55 — 83 BL 49 — 62 INEUSSZONVRN Pen ee. — 28 11o — 064°0 — 37 431 Nee ee 141 347 —200°3 59 — 405 Ion, 6 a Due — 32 23 — 10'4 — 15 243 OR Dei a ee oc — 44 161 — 71:2 — 47 510 Ole En OA 83 53 2832 62 — 568 OLSOVAE EN es m Saar bare — 211 302 — 1789 — 210 2043 Oz ee — 202 — 58 2102 — 140 1335 VEN — 169 — 270 96-0 — 84 862 SHUBaUlE Re ee ataeeles — 90 — 88 22.6 — 56 559 IN Be EEE — 182 —432 212.8 — 69 543 Ener oh or Zr oe re — 167 —_— 4 — 8-2 — 120 1139 ISER ne 66 — 133 79°4 52 — 739 ar ee ra ae ertoe Bu: 99 — 221 119-5 97 — 1012 Bolsa ee een. sn — 201 — 152 42°2 — 123 1232 BOSCHERRFE N ae ne — 261 217 — 99:5 — 221 2317 N BER 112 — 110 62:6 113 — 1033 IEReSSpurpı Ey er each oe ke ale _— 4 44 —@LL5 — 17 176 ERZEMVSUR ee ee 94 387 —237'2 32 -— 7 Radstadt . . . ee — 50 —174 78-2 — 85 ass a ao ee 105 —7020 — 287 2728 RAplEnDETPIEEL. Sau ee ee — 46 — 269 121°8 6 —. 158 Rawauskar... alter en 12 437 —254°7 51 - 343 Reichenau ee 118 = 16-5 $ı — 912 Reichenberg a... 0.0. 153 = 2.9 123 — 1271 RONIENDORER AL a retle a — 189 — 276 87:7 — 98 988 BIESZOWE ra el anne een 1Io 338 —190:3 46 — 190 SEI N Eee — 25 — 203 102:8 20 — 248 SEIT DOT ee 78 411 — 2450 15 28 Sandechs ee une a neh a 81 252 — 1206 29 — 198 Se ae Or 80 est —197'0 25 = MM SCHArIDE ee 14 — 178 77°9 27 — 456 Sehässbüre 2 0. co aan — 120 510 —203°5 — 154 1703 Scheu 14 153 — 73°8 un 253 SCHOLWIEN Elke le ee ee — 34 Tal) 1.973 — 22 195 SEDERICOBRE I er — 209 23 33 —ı199 1898 SEI Re 79 =(&% 38°4 67 — 789 SEEN ee ee — 203 242 12703 — 184 1703 SENHENDETBU.M Teen ee 112 5 — 86 — 853 SE are ae 45 432 2425 u 2 347 SOHUNION Eee ve — 123 — 390 154°7 27 gI SPATSLONER- N Eee — 282 5 — 3 — 214 2030 SLaTISlaUg es 42 503 — 2693 — 438 SER ne a oO 62 451 —249°7 — 5 340 Suczawyarı, “ie I a 3 | 597 — 2834 93 1137 SEE or — 26 394 —202'5 — 709 Szepedinn a ee hal 18 226 — 1336 Zus 1154 Saahiok. Son D.0 ou ok) 233 —I11'2 — en 823 54 JR Liznar, Nr. | Name der Station ol —pi eh Dan REN, EUER, 157 | Tarnopol . .. 2... 0... 8o' | 555' —256°6 | 6' 202 158 | Narıow. 0, au 108 279 —141'6 67 — 325 150.4 liemesyau ee: Be — 148 290 —163'8 — 156 1441 100, | Deplitzi re 2.2 are ee 140 —155 | 85°7 128 — 1320 LO, Teschen Ta wre 92 135 — 59'8 48 — 424 O2. | U Rokaln re Er re ne — 6 306 — 166° 1 — 57 666 103, \ |" ARoln a re Er. — 108 147 — 62'3| — 9 992 164-4 RELent ee ER — 129 —316 143°4 — 59 356 TON | CIRLTES ge ae. — 154 —157 581 — 93 915 oO |EITOppaU A ee lade 103 91 — 476 | 64 — 543 len) \\ WÜRD 0 a en 2 | 360 Zuet | = 467 OS BVENERI ST Eee nern —107 | —243 9007| — 8 362 TOO BVIErEDZKeN TE Eee, En rege 33 406 | —226°4 E22) 345 Tom EVerona ee a ea Me it | ei 1250| —7ı 663 171 VEIRETZUNE N ee — 161 — 289 | 759 WzmWVocklabruck, 2 Sue = il) 67°7 A| on Era Weisskircheni2.s 2 2 Fe — 199 303 —I51'4 | -—ı89 1858 ran Wieliczka ee: 106 222 —ı10g°1 | 56 = ch TTS RZRTA En ee: 246 | = en 1653 176) 0 NZ INGE ee ea 38 | a 14 3ı — 259 I Declination. Mit Zugrundelegung der in vorstehender Tabelle angeführten Daten wurden die Constanten der Formel 1 a) gerechnet, so dass sich zur Berechnung der normalen Declination für die Epoche 18500 fol- gende Formel ergab: 18) d! —= 13° 33:76—6! 10+0'06273 Ay'—0'51567 AX’+0'000018704 Aw” — 0:00035243 Ay’ AN + +0'000041231 AN? Hierin ist wieder 13° 33'76 die für Wien für die Epoche 18500 abgeleitete Declination, 6'10 die Störung in Wien und Ag’, AX die Differenz der Breite und Länge einer beliebigen Station gegen Wien. Es muss jedoch betont werden, dass Kreil's Beobachtungspunkt in Wien andere Werthe von #4, und X, hatte als das jetzige magnetische Observatorium, gegen welches zur Epoche 18900 die Differenzen Ay, AA gebildet wurden. Da es für die folgenden Rechnungen bequemer ist, wenn auch für die Epoche 1850-0 die Differenzen Av, AA auf das magnetische Observatorium auf der Hohen Warte bezogen wer- den, so soll zunächst die hiezu nothwendige Abänderung der Formel erörtert werden. Es ist allgemein: el = el + a" (0, —0h,) +" (A— Mo) + C" (Os — Pi)? + Ed" (Os— Pi) As— KH el A — My)”. Will man für «%,, \, die Werthe %,, A einführen, so ist nur zu berücksichtigen, dass: ol = Pt (Pr— Pau), M— Aut M— An): Nach Einsetzung dieser Werthe in die vorstehende Gleichung ergibt sich: e! = ell+ a" (ou — pl) + BD" dv — x) +" (dr — Pi)? + A (Du— io) Av— A) + EA)” + 19) + [a +2 ae) + Or Me) Ru) + [0 + A (ul) +2 Aa Ke)] As —Au) + + (pp)? + A (Pur) o— A) + EA)”. Nun ist der in der ersten Zeile rechts vom Gleichheitszeichen stehende Ausdruck nichts anderes als der für den Punkt #, Au geltende normale Werth el,, setzt man ferner: a’ + 2c! (Or — iv) + .d" a— Mo) =a DM 4 A lu) + 2 Om) = b c! —_— ce ad!" = de e!! — ei Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 5) so wird: 20) e!= e&,+ a’ Ay +b! M+cAp?+d! Au AA+e!AN. In unserem speciellen Falle ist nach Tabelle I: 0 ASE 151 1022 » BEERIRT 0,48 18 N =l6, 22% ; On +2 ul 0, somit: ee DE 20 Mit Rücksicht hierauf erhält man für die Epoche 1850:0 die Formel: d! = 13° 27'79+0'06280 Ap—0'516370 AX+0'000018704 Ay’— —0:'00035243 Ay AX + 0'000041231 AN?, 21) wobei sich also die Grössen Ag, AA auf das magnetische Observatorium der k. k. Centralanstalt für Meteo- rologie und Erdmagnetismus (Hohe Warte) beziehen. Nach den hier abgeleiteten Relationen sind wir in der Lage, die auf einen bestimmten Punkt bezogene Formel für einen beliebigen anderen umzugestalten. Wollte man z. B. die zur Berechnung der Declination für die Epoche 1890:0 abgeleitete Formel so umgestalten, dass sich Av, AA auf das magnetische Obser- vatorium des K. k. hydrographischen Amtes in Pola bezieht, so müsste man in den vorstehenden Aus- drücken für a’ und b’ für 9, A die Breite und Länge von Pola, für p%,, A, aber jene von Wien einsetzen Nun ist aber nach Tabelle I: Bola:ı, m, — 44° 52° Ar lasse Wien: 9,=48 15 elle daher: Ph, = pp — Pau = — 203’ A —ıu = — 151”. Mit diesen Werthen ergibt sich: a= +0:019079, b=—0'418089, und da d,= 10° 20'7 ist, so lautet die gewünschte Formel: d, = 10° 20'7+0'019079 Ap — 0'418089 AX — 0'00000858083 Ay? — —-0:000307486 Ay AX + 0'00000602400 AR?, 2a) In dieser Formel ist einzusetzen: Ap = 9, —%,, AA = X, —X,, wobei %;, A; die Breite und Länge einer beliebigen Station bedeutet. In ganz gleicher Weise können auch die Formeln zur Berechnung der Inclina- tion und Horizontal-Intensität umgeformt werden. Zur Darstellung der Isogonen wurden wieder die Normalwerthe für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise in Intervallen von 0°5 berechnet, wobei für AA, Aw die bei der Rechnung für 1890-0 benützten Werthe in die Formel 21) eingesetzt wurden.! Diese Normalwerthe enthält Tabelle XX Tab. XX. Normalwerthe ö, der Declination für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı185o0°o. R ? Deo road: 10° 30' | N er 120530, | 3070, | 130030. | Ba 30: 17° 48! 17° 30!0 | 17° ı1!6 | 16° 53'2 | 16° 34'g | 16° 16:6 | 15° 58'5 | 15° 40'4 | 15° 22'4 MR) Bo A 20 101723, S00 ri sein eLo. 747.57 u Ze ee Re | er 50 30 a essen) Koxo || 1074252, 106 24:6) 107 1707| 15.,49"4 15 3250705 146 5o 0 Dzoss saure, 016 3628 010, 1o:5 | 16, 202,075 455005 2798 |,157 70,8 49 30 17 2320| 7 Se 100743506, | Lo 314 | Tb 14:48 Urs S7ay 15 20.1 Uns 23272 re 70 1 Es muss erwähnt werden, dass bei der Bildung der Differenzen Ay, AX für Wien nicht die in Tabelle I angeführten, abge- rundeten Werthe @, Aw, sondern die im I. Theil auf S. 231 [367] mitgetheilten verwendet worden sind. J. Liznar, 7 ? 30' Ko Io° 30" ee 12230, | 120) 12° 30" 13 = =— n ! ! ale] ) ! '2 16!7 | 16° sg'8 | 16° 42:9 | 16° 26:1 | 16% 09:4 | u al 19'6 | : 373 ; 6 SA AS Ts, 3158 18 6 5 10°4 |10 532821 100 237137 5102220282 4'4 5 n ir | e- 4°2 | 10.475797) 287 732077 20 5757 SUSE ON ES 43"4 25 De N 6 5: 8-0 | 16: 4220. | "167 2b 11 16% 10:20 Are an Er Bea nn 23 5 | 3 : z ö 6er 3au20 u 18°9, | 275 6 5 DRS EIE SH ed 5 2 ; a 30°3 ® 2 er: AAO ETF TA 0E E 7 ; 457 | 10730232) TOzurn on EN E5g 5 523 | 22 : lies e & 39:6 | 106 246 |ıo 96 | 15 .54°7 | ı5 39°9 | 15 Zon „ lern en 3 ee a aloe | 15 N = Se 5 3 & a a re a et ee | 2 | 1. I 5 us, N E DIR a I RER ET tal h 2 15 : To Tann AST, EL Sara Br 20H | 15 Rs: 14 = a b SEO KOT ETS FAZUB N 2A rSeronzEernS 2x 14 > “ > 2 BR N oe ng are | ne 3 3 e Ss = a B: TS TI AM Tri 3273 ELITE a2 e I = 39°5 | | rl er | 14, 3827 | TA. [6) R h o' ee ee | 16° 30 yo | ' = \, „0 ! A840 | 74° 46:6 1| 2a° 28584 742 Trlor Tagan arg ange 4 3 2 0:9 | TA AZN3 |TAr 125.8 | 1A SEAT; rar ler 33°8 13 I 7 = n SIEB TA AO" TA 229] A SEES 3879 13 2 = Be BE es = Er er ee 12 7 396 33° 5 7 10235 AA 73 3 50:37 014, 03357, NAT 221 TA 0 5 : 3 \ 3 Kan e 2, 30° r : 3 822. 1073. Aamzı ll 18, B2bE2 | TSEHTORg | 46°9 | 14 30:6 14 14:4 113 5 3 | a = en B 3% ö 3 "8 13 40'0 | 13 24°4 | 13 | £ 43°4 | 14 27'5 |14 ı06 13 55 SA. £ 3 ; © us AOL |ERAN 24.40 WLAN LBS TEST 379 | 13 En = 7"3 = = Ei Sb An ZIA | a OS | SEO TS | 23 Eu | 3 59 Be o 2 33.4 | 14 184 |14 34 | 13 48°6 | 13 33°8 | 13 a . 2 Br got a 5A TA FOSSEiers ao NE Lldr u | 13 A Be & u Bar gen 55roearLs Bar ET un u i = 33.3 20°5 142 O7 13530 EZ EBOE TTS 25 3 123 | = 39nL 2 8 | San We Re] | 13 507531 18.2370381.13 m = 5 A Bes un re . . . eier a 2 ; 1422. | IA, CS IET | 19% AS Tg rg, ! 3 | Kate ie i rar 07305820 | 13 2526) E15 33:0, 150 220:7, 13 1 5 = = Sl 737 Erebrl 13 24322003, 30:0, 73 Bois 5 I 54.4 It 2 gen | 73, 5229, |,73, 40:9, | 73.7 2828 17371065071 773 2. 12 373 : 5 2.2173), 60-9) 7393 8%5° 17355208: IS EL a2 r3 0235.03] 272725252 | > x ' am! ' °o 18° 30' 1902 08 1002708 | 20% 0) 20° 30' | 212. WO | 210. 30\ | 220770 | 222 30 2b: 20 12° 08 | mnSar2lon] nusss4algalanernon lerne 1'o | 10° 44'2 r 278 | 28.0 2 SE 1 u BESO T 3 | II 18°5 jr 2 | IE a | 2 ee | u 24°9 12.1.3873, 07 250200 ER 3554, LREENO TE HT 8 4 Ba: en) Bra. | We [er I 37 Io En ee en 23.04 120 War allDıE Er, Ba ahron ro anenE 2 10, 74971 = 33:6 | = 23°0 | 12 EEE ENTER ER LE REF) ja ai r a 2 2 | 2 22°4 | ı2 are | TE 55129 RE 30er zT : 1 3°" " 21:5 LE | en ee ne lt 72 10 — n Ei e A ne | a N Es | : 3| & zıro|ız2 6°6| ıı S2uslır 38722] 772 724-0077. Tosonlgro 56,0 | 10 | “ 20350 2 oe oa ae ee rel at Ar 57°5 | = = 20-7 | 12. 624: | Seaßi lite 392 Far ‚u 3 1o sg = 5 19:84 125 6-4. |uıe Asse en 505 (Or SR e a > ne 4 S Zi e u 327° a. L | a 4 Sol nn DSH na BeTulTo “2 "2.| 22, 6° | or. 5387, | U Zargen : a 18-9 12.0 bag, | IR SAerı wur Arc X 429202 Sur LEAST 5"4 | 10 = 18.7. | 12% 6°6.| 12 Asa 71274250) S7TE 30505 EUTEEL8 8 | IL I | S Na | nen 7 . .2 II 8: 12 67 11. SRTOo NIT | 1 2 Ä a ı2 6°8 | II 55°4 | II 441 | II 3208 | 17 22.0 Il 2075 IR 18-2, 12, soll ır ERSOWELLE AAO ENTE AO | ae a [N [6) | | Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in OÖsterreich-Ungarn. 57 h ; ER ge 232.50: 24°, 0% 24° 30 | 250 ol 282 -30\ 20:0) 26° 30" 2920) 520305 ee Fra zer |, ee ea ee 5ı [e) Deo 9 40'1 9 24'0 9 2°, | 1e8 ERTao) 8 36°0 8720: Se 7 48'°7 50 30 9 58'5 9 42°'6 9,5207 ER ee 8 23987 8 242 SET EIERN 50% 0 107 7046 DA T 9 296 9 141 8 588 O8 43335 8 2873 Sa 13.2 SE 49 30 107 #259 9 470 9 32'4 O3, 972 S 47'3 Ss 52-47 82.170 8 29 49.0 KO BEST 9 50'2 O3 9 20°5 Out hi 87 3620, 11, 8772227 s TE, 48 30 10 74 9,8228 038.3 09288 9. .9°4 32.5520912:8, 220232 10.8, 7202072283125 48 0 To) #978 OBESSEIG Or AND 0, oT 94. 13.0 8 59'0 3.745:02 |, 87 31.07 8 174 47 30 Io 12'I 9 58'2 9 44'2 I 34,197 FI050 9, 2a 8749: ST S 22°3 47 [e) ROT AH ENONE 09 97 24702, 9% 38:72179.9175. 20:73 9 6918 3'6 8 40°3 8 27'2 46 30 7022.10..0 |,10, ‚3.6 OO IC | 9 24°0 9 10'9 Ey) 8 45°0 8 321 46 oo | KORELO=A. LLO, N 16-4 ou Saar 1 298 AO=In role 2. 23 8 49'7 Say 45 30 Nor 21.0, Eros No2 gr Sbrz 9, 24403 Eroear, SEO ea a7 8 54°4 8 42°2 45 0 TORE 2A.A. | No! 120 9 59'7 9 474 Ce ia] Ey ar Keopekuos: 8 59°1 er. 5} 44 30 10927500 #107.°74-91 |,Ro, 2.59 9 51'0 Cr aa O2 730.95 1500 02326) 8 524 44 {6} 102.:29"6/|. 10, 17°3.| To 6'1 97 54°5 9 42°9 9, SIERT Eg 204 9 87 SSR 43 30 ET02232,.27 1710208 710 94 9 581 9 46°8 IEBSy7 29, 2456 omr22021. 9 2 43 0 Bros 34502 0708 73282 Eromu2272 Kos 72 1602150: 852052 39507 02972 20502 597 7825| 2927729 2 80 7053720, 070, 226-8 |, 108 10:0.1.10 54 9m 5438, 0.92,.44522 2982. 3335 9. 23°4 ORT Me 0 TOR A402 3.10107 29.3. 102 19-4 |10, 050 99.582832 1,,05.48204.11.90 38:4 9, 2874; 9 18°4 Aus den Daten dieser Tabelle wurden die Coordinaten der Schnittpunkte der Isogonen mit den Breiten- kreisen in der früher beschriebenen Weise ermittelt. (Tabelle XXI.) Durch Eintragen derselben in die Karte erhielt man die zur Construction der Isogonen nöthigen Punkte. Tab. XXI. Isogonen zur Epoche ı850°o. Isogone von © 1 | 16° 150 14° ale | n2 Bro 10° 92 h IS 30) TosBrsls era 48 l8 7703786) 1922 16:0. | 21° 78 22% 40%5 |724°73858 su 08 10753954... 12.719058, | 14° 174 | 15 24450 171772953: |, 290597. |. 2 3°5 | 22 532 | 24 44°8 5o 30 Tower OWON Er. LT nA 5 02237 206.9 rg ns2 ll? a a ee rn so o0 TOBE20.2% 01208358, EIS SFAGSONIE RS a88r ar Dann |0ror Aa 2 70, |i23 152 2 57, 49 30 KOSATO20, EU NS 42.05 ur 3132|, 17, 222%0. | 79, 2145 er 90 23: 5.0.25 450 494 0 OEESGLON ELITE FAHEO, WISE LS 5 2 20570772 319155 1519,98 1422 127 REIT 23 770737 2 I1'9 45 30 OBETSSOB En 35320, 073082957, 10205 8220, 14175. 17-021.29° 14402 7219 01374, 23. 73:3 102 19'7 48 0 OBESTGT BETT 28 on 32200 E12 nz rare 1192 13:9 | 202 0559,| 23 20©0 025, 727.8 477 30 OBEat22 no EEE Ernst | r72 ers rge 13291027, 180 128% 26271025 36:4 au OB SE Error EV 723 UT 0203 ar oT oral 2r 21252237 737:931.25 24550 4b 30 Om 2.2>8 WTOBER OL. | RO OUSE or 7 6=40ı 198 13509) | 270 724.25, 1230 38210 10257 5552 46 0 _ OENB BLAEEN OL 7 37 Erg NAT 2027,58 250 4a 2075,24 45 30 _ Now SE0E Erz TA roebalT 00 |7o, 7145427 37:2 123: 75128262 167% An = 10 27°4 | ı2 346 | 14 44°8 | ı6 581 | ıg 14°7 | 2ı 350 | 23 59°3 | 20 27°9 44 30 _ TON ErooN Su Tan 388er 55:2 rg. 1530 20 39:7 124. 07°2 267 40:2 44 0 -- 102282 720.102,0 014 3225 | 10, Sow2 erg rseni lea A352) 24 7508| 20) 53,59 43 30 —_ DESSIne nT23E 05 0 E71EE20525 1019495221 190 10-57 721° 4891. |.24 ° 257 — ASS _ DEZ SE AS EU EST 195 Ta Anzo 7ga nargı 27 5371 | 24 3477 — 42 30 _ 9925520 Er A027. 1,142. 7220, 16, 4223 |019, 317.29) | zu 58-6: 24 A502 — 42 0 _ OMXO3S. Ir 3ER NA | 16 39°5 | ı9g ıg°o | 22 4°4 | 24 50°4 — Die den Daten dieser Tabelle entsprechenden Curven sind auf Karte 1 etwas schwächer als jene für die Epoche 1890°0 eingetragen. Man sieht auf den ersten Blick, dass sich das System der Isogonen von 1850 bis 1890 von Ost nach West um circa 4° verschoben hat. Mit dieser Verschiebung war aber auch eine nicht unbedeutende Drehung verbunden, die zur Folge hatte, dass die Säcularvariation auf dem Gebiete Österreich-Ungarns nicht constant war. Der Unterschied im Verlauf der Isogonen zur Epoche 1890 und 1850 ist der, dass die Isogone von 10° der Epoche 1890 dem Meridian von 14° 30 parallel ver- lief, während im Jahre 1850 die Isogone von 12° eine zum Meridian von 19° parallele Lage gehabt hat. In Folge dessen waren die östlich von = 19° liegenden Isogonen von 11°, 10°, 9° weniger steil als im Jahre 1890, während die von dem bezeichneten Meridian westlich gelegenen Isogonen das Gegentheil zeigen. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. s 58 J. Lienar, Die Winkel ß}, welche die Isogonen in den Schnittpunkten der Längen- und Breitenkreise mit den Meridianen einschliessen, findet man in Tabelle XXIa. Die in der Columne X = 19° mit Sternchen bezeich- neten Werthe haben ein negatives Vorzeichen. Tab. NXIa. Winkel ß’, den die Isogonen mit den Meridianen zur Epoche 1850'0 einschliessen. 10° | To | 122 | 73 | 14° | ug 16° we 18° 0) / Ba gu Fr8e 33% \416° 52" |+15° 80 |+13° 09" | 009280 | 9° 331,470 32 45° 32V 3uess 5o 18 59 17 15 1.5 927 a ENTEEAO ee 437 ER}: 3.22 49 29722071, 2107239 I5 48 | 23 2 IT 52 9 49 7 40 5,30 3.05 48 19 56 | 18 5 16 10 14 Io nz #6 9 58 7 44 5 35 47 PO2 18 33 ı6 34 14 30 12.021 TO 0) >, 370 46 21 I NOS 7 Ro TA HT 1200383 10 19 TS Dee25 2 582 45 210435 19 30 1728 I RTS esıS 10 30 Ser Sep DA 44 22 17 20 II 17059 15 40 13, 23, 1107543 55 5 22 2. 33 43 2380 20 50 ei 13 36 10 57 Su RZ 5.19 22 2 23 47 2032 19 O0 | ro a) rer 81 DT 2 9 | 19° 20° | 272 22° 23° 24° 253 26° 272 2 ol — — — — — Ya — — — I eo oe ee | ee | I 22 | 50 I S I 5 38,23 ee! SS io, 2 ROSA, I ko) Em 49 0257 127 3 47 0 12 5 39 ID) 13, 34 1053 ı5 30 48 o 44 I 43 4 #12 6.4 or IT 50 14 25 16 59 I9 32 47 eu oe a 4 40 7.19 9 58 I2 39 Is 20 TSrıT 20 40 46 onr2 DD 5%) TEST or 13032 ı6 21 we) Z1ES 45 ou 2E ZIERT 5 44 Ilse una I4 30 170820 20 21 230008 44 o 2ı* Bed 6 20 || er = 15,734 ı8 38 2TEAN 24 40 43 o 4go® 3 50 7 I 10210 NS ısE3 160 48 19 57 DIS 20ER, 2 I 0 ge 4 24 720 DUST2 38 IS 2 Pr 022 24 44 277,59 Inclination. Zur Berechnung der normalen Inclination wurde folgende Formel erhalten: i! = 64° 17'00+4'01+0'72433 Ay’ — 0! 12426 X’ —0'00027129 Ay’? + +0'00011440 Ay’ AX’ +0'000014251 AN”. Werden die Differenzen Av, AX auf das magnetische Observatorium auf der Hohen Warte bezogen, so ergibt sich: il = 64° 22'46+0'72324 Ay — 0'12403 A —0'00027129 AP” + n +0'00011440Ap AA +0'000014251 AR, Die nach dieser Formel berechneten Normalwerthe für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise enthält Tabelle XXI. Tab. XXIl. Normalwerthe i} der Inclination für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı1850°o. ie 9230) rose) 10° 30' n1 or | DIC=30% 120% 120330) eh | 130550, u So) en oe ee || 67° a!ı | 67° 0!8 | 66° g7!5 | 66° 54'3 | 66° 5ı!r BI ©iO 67 0:2 | 66 56°7 | 66 53'2 | 66 49:8 | 66. 46:3 | 606 42:9 | 66 39°6 | 66 362 | 06 329 50 30 ba 42:3, | 66 38%©7.|166 3572 |:06 37:68 060° 28:7. | 00 24.6) | 1660 22 O6 66 14'3 50.8.0 66 ‘24:0 | 66 20-3. |.66, 16-6 | 66 130.665 9:31.66 5:77 0668 22:231765% 158505 NOS EN 49 30 66 52 |66 -1:47| 65° 57-0 | 05 53287705 Sonn | 65 24624 105, 422771 ,057 2395510 NOS 3555 49 0 05 4s-9g | 65 42-0 | 65% 38-17 1.65 34227652 30:4 | 05. 2656) 1652 2252| 705 ro ra LOSE 3 | Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. x 9° 30' Lose o) 10° 30' (0). | 111182 2230) | 2a nor, | 12-2230, To Er32230 | 48° 30 OneB2be 65022! 65 r8r N 650 1arn |, 650F To n0y0, 06:3, |1050 2:2 | 64°) 58:5 | 64° 54'7 48 0 One on 576 1164 53:52 1647492501564 45.257,04 AU =50 1047 3,7757 | 04 33770 47 30 04 45-0 | 64 40:8 | 64 36:6| 64 32:4 | 64 28.3 | 64 24:2 |064 20:1 | 64 10-0 | 64 12©0 47 0 64 23:83 |64 19:4 |64 ı15°1)64 109 |64 66,64 2°4 |063 538°2|653 541 |063 499 46 30 ORBEE>2LON 0398 377.16, 703 253227 1,063.748-:8: 703 4425 1103724052903 3529: | 63773720003) 274 46 0 DSB 392/85 LOSE a0220 16523078: 1103. 2623) 103. 208,103 17-4. 1,03. 1370. 003 3208 MOSER AZ 45 30 6822.:172081003 12347703 7523008 323, N02205 8274 1002 254.:29 7062 40:72 702745229 002204073 ke) DDr 28 102249: 102 444 | 0207395777 62223 3:.1% 062 30247 7627 25.821102 7271.2301027 716.27 44 30 DOBES OHNE Koeln 1022220,57 1006252 15.277 1.6218 7120010020 76.2762 I RI KT 2 44 0 622 2529: 762 Don MORE or Or 31.28 | 0704 | on A 0 30.7 Ro 339, | 01785,27652 43030 DrATBE | one son2E | 07 auuz. 67 2022068 203: Kor aror vor na |or W055 607 al A Re) GusEroT Kon Nor O7 538, Vor 20=7 060 25527010000 5026, 1.060, 45.0° 100. 40.67 007 35.7 42 30 6o 50°4 |bo As'2 | 60 400 | bo 34:8 | 60 29:6 | bo 245 | 60 194 |6bo 143 |bo 9'2 42 0 Bowe>AE 60 19.05 .0028.13.0210.00,,,,8238 K008 23:12 5055.:57.2821059 152110717597 "Au 592 4272 Bu 30 66° 47'9 | 66° 44!8 | 66° 41!6 | 66° 38'5 | 66° 35'4 | 66° 32'4 | 66° 29'4 | 66° 26'3 | 66° 23'4 mo 00,,.2057411.6622 20242 166°23227|760, 197951602 1628, 106° 130, 100, 1055) 7007 712421700 7453 50 30 062 10-00 106°, 2725 66672 74522 |766 0597 0652 57726 ‚65 54°3 |65 ;5r1 ER N re 5o 0 055:05 1657 7482721057 544275655 Aa) 105 237,590, 055 3455, 057 375271057 727,,97. [7057 2470 49 30 DEE 302.00 10522728537 005:.24.72 1622051, | 65 14:3 1|05 10°8 | 05 TA NOS AO 4 0 65, 172602105 230, [1657 4:3 1005 7027 |1042 57720 04 ©5325) 1,04 50707104 "405 | 0443750 48 30 64 50°9 |64 a7'ı | 64 43'4 | 64 39°7 | 64 3z0°0 | 64 32°3 | 64 28°6 |64 2500 | 64 214 48 0 64 29-7 | 64 25:8|64 >2>2°0 | 64 18:7 |64 14-3 |64 10:6 | 04 6°-8|064 375 |.03 :59°4 A730 DAS S:00 E04 A 0r 04T oe 03 Four 03, 752228003 748747 1,037 ARIS 032 Aor7, | 63 369 47 0 Dee SSH Kos An 1052037272 .039:331.0515.034.2962 11635 225277 N632221577 1037 27285 03.7359 46 30 O8 25:.400 165. 10:0, 11632. 714285 nose Korra|.637 265621763 225. 01625 25854. 11625 54522 1022 5054: 4b 0 DEE OLoN KOPREINSETE KO2IE 40202472220 025027320211020°3825011022 34:20 1102273025 | 62 264 45 30 DIES 053 11028 3755,901.0252 271.08 11.020325.22 10227808 102274500627 1024 162 6-1 | 62 1'9 AB O2ae2n 02 ae 020 3=2N67 58280607 5424 107. 50:0 00 4550| 67 Ar: | 67300 44 30 DIE ONE. 0N ons 38.4 OrER 338% 008.20:30 | .002,2728, 01 20321107 15298 [07 Zu 4 0 OPER Won nr Kon sun Lore 82 Kor 31.821 16022 595211602 544.6711.007 50-77 1007 45:75 43 30 60 50-8 | 60 52:0 | 60 47-3 | 60: 42"5 | 60 37°8 | 060 33°1 | 60 28°4 | 60 23:7 | 0o 197L1 LS Ko) 00553027. |.00.2. 25.8) 700, "2120| 00. 10-7260 7113:| 00, 05 |,00 | en | 50,522 42 30 bo 42|59 59°2|59 542 | 59 49°2 | 59 44°3 | 59 39°4 | 59 34°5 | 59 29°6 | 59 24°8 42 0 Does yEr |15,9553220312595820,97 5598 21.321559, 416282 1759221258 11595 65321 592 22792587 5079 ee x % 18° 30" so) on 10230, 202 0% 20230) DIE ON 210 30) nn Ro) BzS 30) 51° 30 66° 20'4 | 66° 17'5 | 06° 14:6 | 66° 11:7 | 66° 3:8 | 66° 6!o | 66° 3'2 | 66° 0!4 |.65° 57'7 str 0 OOu2n LOS 582 Kanu n2 10552522 053527 105554037052 4324 05, 740057105 37757 5o 30 ODER O5 OLA Lone N onSEg227 05222072 05 2027 105, 2327005 2077 105, coro DEWOTISE LOSESI0 05, Ag Non 05 wars, | O5 5505 25 04 592 | 04 50 Aomsso 65 0:6 |64 57'3 |64 54°0 | 64 50:7 |64 a7°4 | 64 44°2 | 64 410 |64 37°8 | 64 34°0 49 0 6439:5, 1.64, 30.3 104. 32:61:04 29:2 | 64 25-9:| 64 2275 | 64 192.64, 15°9 | 04 1277 48 30 GAST SE E64. 74:33, 104 210282104 27:73, [164223287164 .0°4| 63. 50%9.1'03. 53.05.03 15072 48 0 Dass Lose 52 1037248242 os ars 05, A303 375721,037 342,057 73077703 2752 A730 DEEEET DEE os 25 br 03Er219 103 178:251103, 77467 163% 2170| 03. 072481103 7378 47 [e) 63 ı00|03 6°1 | 63 DIS DER SE 0274702 51001020 477251027 543:502 39°8 46 30 02% 4049 1620422271102. 38: 5.1622 34:06 | 162° 3072,62: 26.8 "62. 23-0.|.62 19:2 062 15-4 46 0 62, 22:3 | 62° 18-2 | 62 14-2 |62 10-2 |%2 6-2 |62 2°2|61 58:3 | 67 54:4 | 6 50°; 45 30 Org None Sure 10 Aor An om 53 Kom Are or 37er 00 ggirn or 2ger 01 25 45 0 or 32.6.| 61 28-4 | 61 24-1 | 61 19:9 | 61 15-7. | 61 ı12°6 | 6x 74 | 61 3231| 607 59-2 44 30 61 No: 2:7 |60 58-4 |6o 54:1 |60 498 | 6o as5'5 | 605 -AN.32) 000872051160) 7828 44 0 60 410 |6o 36-6 |6o 321 |6o 27'7 | 60 23°3 | bo 18:9 | 6o 14:6 | 60 103 | bo 60 Fa30 6o 14°5 |bo 99 | bo 54 |6bo 0:9 | 59 56°4 |59 5ı'9 | 59 47°4 | 59 43°0 | 59 38°6 43.0 59, A725 | 59, 4208| 59, 73851 | 59, 3355 |.59: 28:9 | 59..24°3 | 59 19:8 | 59, 15°3 | 59: 1078 42 30 BOB 2070, E50 n5220 0590, 1004 159, 45:7 1059, 0 |,582 8063, 158 5777758 4780258 4274 | ZEE20 SB 2Jon Sn Ana 53 Aal) 758 37.24: 15853250 | 58 27.287,58 2371 58 ‚1803 558 1 736 {02} * 60 J. Liznar, 7 2 ON 23302 | 2428005 24-230 | 232 0 | 25° 30% 2-0) 262.30, 270% SLzgo" 65° 55!o | 65° 52'3 | 65° 49'6 | 65° 47'0 | 65° 44'3 | 65° 41'7 | 65° 39°2 | 65° 36'6 | 65° 34'1 5 [6) bo, 34” 8. | 65: ‚32:0. 65, 7202311765, 2625 1765, 52358265, 277,22 |1050 278742 05, 275282 0532 5o 30 06.0674.25 105, 1 10.301008 Almosı 5260105, 212W82 | 05 05:04 1042 2572.25 NOAE 5 A An OA ET, 50 o | 64 531 | 64 z5o'ı | 64 47'1|04 44'2 64, 41-2, 04 33-3.| 04 35-2204, 32209104.20028 49 30 OA PS | 04 28-4 | 04. 28:22 W047 222522064 21052264, 76-27 7647 5132202042 370235004 73) 49 0 |&4 9°4)|64 6°2|64 3:0 |063 59:9 |653 56°7 | 63 53:6 | 03 50°5 | 63 a7°5 | 03 4474 45 30 | 63 46°9 | 63 43"5 | 65 40'2 | 63 370 |63 33°7 | 63 30°5 |63 27°3 | 63 24:2 | 03 21°0 48 0 b3: 23-8. | 63 20:4 .03 3700703 213508103) 210,30 10588 7200 108,873,.721 103 220,745 KO 2 ah 47 30 63 0°2 | 62 56°7 | 62 53°2 | 62 49°8 | 62 463 | 02 A2rg | 62 39°5 | 62 36°1 | 62 3278 47 0 b2 36-2 | 62 32°06 | 62 29:°0| 62° 25-2262 21971027 71328262, 274732 | .02: 277-4700252750 40 30 62° 114.721..02 79: 62. Aa] 62% 2062| 61. 756.9 2|077953:085 0607799. 72 0750572 Eon 46,200 61 40.7062. 423.61 30.0000 93520 67, 23175001 927287 KOREA KON z20 An OLE 45 30 61 2172 "ou way 2.02 7037350087 9'4 | 61 50407 1.8 | 007 57.92 | 60: 2522 1602 5054 A 6) bo 55°2,| 60 Kkr’ı | bo, Ay:ı| 00. A301 | 60 739722) 60, 73552217002 553537 20053277242 16082320 44 30 60 28-7°| 060 24:5 |,60 20:4, | 60,.10.3.|160-212:3,|60082211005524.:22 00085205221 05905058 44 0 bo ı7|59 57°5|59 532 | 59 49°ı | 59 44'9 | 59 40°8 | 59 36°6 | 59 32°5 | 59 28°5 43: 738 89, 34:3 | 59) 320:0,|,59 25:6, |,59, 21033 1595 2277.:02 1595 12.7821 7595 3007| 159 2412 Wscugon 43 0 9 6:3|59 1°9|58 57:4 | 58 53:70 | 58 A8”7 | 58 44°3 | 53 40©o| 58 35.7. 58 3054 280 58 3791| 58 33:3 | 58 28=8.|,581 2423 | 538, 19585 1158 105:.42 10587 270595 [0582210252 05 S0 >57 Zu ss 8:0 | 58 4°3,| 57 5960, 57 5520 05750052|157, 45.021057. 4u24 2 0577283.0.2 00 E72 Aus der vorstehenden Tabelle wurden wieder durch Interpolation die Coordinaten der Schnittpunkte der Isoclinen mit den Meridianen ermittelt; man findet dieselben in Tabelle XXIII. Tab. XXIII. Isoclinen zur Epoche ı1850°o,. Isocline von x 66° 65° 64° 63° 62° 61° 00° 59° % = D2-30) 49° 22!0|47° 5ı!7 146° 27'3|45° 8lo|43° 52"8 | 42° 4ı!2 = — ı0 o |49 27°9|47 57'6|46 33°3|45 14'0|43 58'8|42 47°3 2 = le Fe 49 33°7|48 3°5|46 39°2|45 20°0|44 4°8|42 53'2 7> = LIEO 49 39°5|48 9'446 45 2145 25'844 10'7|42 59'2 = = Il 30 49 45°4|48 15'246 5ırı|45 3176|44 10°7|453 50 = = ı2 o |49 511|48 21°0|46 56°8|45 37°5|44 22'5|43 10:9 |42° 2!4 = 122730 49 56°7|48 206°6|47 2°4|45 43°2|44 28°2|43 16°7|42 8'3 _ 130 ;so 2'1]48 32147 8'145 48°9|44 33°9|43 22°4|42 14'1 = 13 30 50 97'048 37'747 ı3°0|45 54°5|44 39°5|43 28°1|42 19°8 = 14 0 so 13'0|)48 43 1|47 ı9°1|46 0'044 45'145 33'7|42 25'4 — 14 30 so 1ı8:3|48 48'5|47 24'0|46 5'6|44 5006/43 39'3|42 30°9 — 5 ie) so 23°6|48 53'°8|47 29°1|46 ı1r0|44 50'143 44°8|42 30°5 -- 752230 so 28'748 59°0|47 35°2|46 ı106°4|45 1'4|43 50°3|42 42°0 _ ee) so 33°8|49 4'2|47 40°5|460 21°7|45 6°9|43 558142 47°5 Pe ı6 30 50 38°8)49 9°3|47 45°7|40 20°9|45 12'244 0'9|42 52'9 = rl Re) 50 438149 14°5|47 50'846 32°0|45 17:5|44 6°2|42 58-2 _ 17038 50 48°7|49 19'447 55'9|46 37'2|45 22°8|44 ı11°5|43 34 — 18. © so 532549 243.148 10:8|406 A2izjlıas aran|a4 7027 a3 an a2 ı8 30 so 58-2149 29°1148 -5:8146 A7'2]45 32-8|44 27150430 13281427 8:0 us) ie) sı 2"8149 33°8|48 10°7|46 52°3|45 37°8|44 26°0|43 19°0|42 13:8 19 30 51 7:4|49 38-6|48 ı15°6|46 57°2|45 42°8|44 31"9|43 24°1|42 18-9 Zoe 5ı 120149 43'2|48 20°3|47 1'9|45 47'7|44 306°9|43 29'ı|42 23'9 20 30 51 16 5|49 48:9|48 24°9|47 6°7|45 52°6|44 41'8|43 34°0|42 28'9 21.2 10 51 207149 52°4|48 29°5|47 ı1°5|45 57°4|44 46°7|43 39 0|42 33°9 214.30 sI 25°1,49 56°8|48 34°1|47 16°2|46 z’1ı|44 5175 |43 43°8|42 33°9 22, 0 BI 29T 11148 38°6|47 20'7|46 6°3|44 56°2|43 48°:7|42 43°7 22, 50 50 5.28.1148: 4320| 477 25-3140 Irea las 70%,9))452 2532542774856 2 E 50° 9:8|48 47'5|47 29°7|46 ı16°0|45 5°5|43 58°2|42 53°4 23 30 _ so 14°0|48 51:8|47. 3472146 20”, |A5 102 |44 7 228:|42 58-4 24 = 50 18'2|48 56°0)47 38°5|460 25 045 14'7|44 7'4\43 2'7 24 30 5o 22'2|49 0'2|47 42°8|460 29°3|45 19'3|44 12'043 7°3 23,0 — 50 26'2)49 43147 47°1|46 33°7|45 23°7|44 ı16°6|43 ı1°9 25 30 _ so 30:1|49 3°4|47 51'3|46 380/45 28°0|44 21'0|43 16:6 293 10 — so 33°9|49 12°5|47 55'5\4b6 42°3|45 32°3|44 25°4|43 210 260 30 — so 37'849 ı16°5|47 59'5|46 40°5|45 36°7|44 29°7|43 25°4 2 o - 5o 41'8|49 20'4|48 3'5|46 50'6|45 40'9|44 34°1|43 29°8 Die diesen Daten entsprechenden Curven sind ähnlich wie bei den Isogonen durch schwächer gezo- gene Linien auf Karte 2 dargestellt. Man sieht, dass der Verlauf der Isoclinen zur Epoche 18500 ähnlich Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. 6l jenem von 1890-0 war; die Isoclinen von 18900 erscheinen nur durchschnittlich um 1° nach Nord ver- schoben und schliessen mit den Breitenkreisen kleinere Winkel ein. Die letzterwähnte Thatsache hat wie- der eine Verschiedenheit der Säcularvariation, die später eingehender besprochen werden soll, zur Folge. Die Neigung der Isoclinen gegen die Breitenkreise ersieht man aus Tabelle XXIIl a. Tab. XNXIIIa. Winkel BE, den die Isoclinen mit den Breitenkreisen zur Epoche 1850°0 einschliessen. 10° Uno 12° 150 14° 158 16° US | 18° ;e ol Pr — — ' —. 51° 1 ll ol el so a || Ro ee) oo 50 DE Tol HTOsESAL 102.38, |, TOR 22 MIO 7, 9 52 9 38 Ome2sı E00 49 2 TOO 42. 100,272 KLoET> 9 58 9 44 92300 Kor 7 48 Ars ra E10 59 36.10, #45 1,100 312 ETONST 7 ION. 9 50 Ows37u no9E824 47 a OS CL 2u 0100482 rose Eros Eros 9 55 9 43 |9 350 46 IE TSu FIT 240 TO 5 6170238, 010.252 2102 7272707770 OBE4S2 035 45 Error Ir 021085548 | To 418 01052292270 3172 107555 | ee 44 a eg) Aut 80 1510725021510, 44. 1010532210107 :202 1.702729 00..58.179.40 43 172022 So, 10, 5850|, To 708 105342 510752 wo || er | Se r 42 23 | Er HL 0 7107 49. 102,33 1,1072 O0 172,107 20.16.9250 a 19° 20° Zins ee er 24° | 2ine 26° 272 ? DE Bi | | | Sr BERN (ee 20 IE Sa oe ee Se I Er A 50 8 506 Ss 42 8 29 Ss ı6 52 72250 TER Sn 72820 a y 49 O4 SET 8 38 8. 28 0 8 13 | 8 07,490 7037 720 48 OT 3 1) s 40 SEE A 8222 Se SE OA 3, 47 ODE E90 aa Sag 1532318205 46 9.2 2 No oe TR | ls 45 9 30 Os Co) OES | | 8 46 Se 30,10 87 250.1. 8 5 Saas 44 0,36. |..9, 2 Daran Braga Agaasre33i 823.81 43 9 40 |9g 30 | 9 20 o9|8 5 8 50o|8 40 |8 30 |8 zı 42 9 4s5|9 34|9 2 RE Eee Jar 2 IE A | | | Horizontal-Intensität. Zur Berechnung der normalen Werthe der Horizontal-Intensität ergab sich folgende auf den Beobach- tungspunkt Kreil’s bezogene Formel: 24) h!= 1:98947 — 13.78— 726192 Ap’+ 1:71807AX + 0:0010513 Ay?+ +0:00025088 Ay’ AX’— 000030179 AX”, Die auf das magnetische Observatorium auf der Hohen Warte bezogene Formel lautet: 95) h!= 1:98664 — 7:25771Ap + 171857 AA +0°0010513 Ay? + +0:00025086 Ap AA —0 00030179 AN, Tabelle XXIV enthält die nach dieser Formel gerechneten Normalwerthe für die Schnittpunkte der Längen- und Breitenkreise. Tab. XNXIV. Normalwerthe %h/ der Horizontal-Intensität für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı1850'o0. N i 9304102 ol To> 30'| Error, 50. urn o'| 22 soul 73°, 0.032030% S1930/ 1°7712 | 17772 | 17832 | 17891 | ı 7949 | 1'8007 | ı 8065 | 18122 | 18178 BRD 17921 | 1°7981 | ı-8o4ı | ı°8100 | 18158 | 1°8216 | 18273 | 13330 | 13386 50 30 18133 | ı°8ıg2 | 18252 | 1°8310 | 1°8368 | 1°8426 | 18483 | 1'8540 | ı 8595 5o oo 18346 | 1-8405 | 1°8464 | ı 8523 | 1'8581 | 1'8638 | 1-8695 | 1'8751 | 18807 49 30 18561 | 18620 | 18679 | ı 8737 | 18795 | ı"8852 | 18909 | 1'8965 | 1'9020 4 0 18778 | 18837 | 18896 | 18954 | 1°gorı | 1'9068 | ı'g125 | 1’9180 | 1'9235 43 30 1"8997 | 19056 | 1’gı14 | 1'9172 | 1°9229 | 1'9286 | 19342 | 1'9397 | 1'9452 48 0 1"9218 | 1:9276 | 1'9334 | 1°9392 | 1 9449 | 1'9505 | 19562 | 19617 | 19671 62 J. Liznar, x S 92,30: .202, 70.1 410° 39! mr 0 nrrerog Tees ollT22 30% 132.01] 130330 47° 30' | 19440 | 1:9499 | 19557 | 19614 | 19671 | 1°9727 | 19783 | 19838 | 19892 Ay To 1°9060605 | 1°9723 | 1'9781 | 1'9838 | 1°9895 | 1°9951 | 20006 | 20061 | z’o1ıs 46 30 1"9892 | 1'9950 | 20007 | 20064 | 2 o1ı20 | 2'0176 | 20231 | 2'0286 | 2"0340 Ab 70 2 0120 | 20178 | 2'0235 | 2‘0292 | 20348 | 2°0403 | 2°0459 | 20513 | 20567 45 30 20350 | 2'0408 | 2'0465 | 2°0521 | 2'0577 | 2:0632 | 2:0687 | 2°0741 | 2'0795 45 0 20582 | 20640 | 2:06096 | 2:0753 | 2°0808 | 2'0863 | 2:0918 | 2'0972 | 2'1025 44 30 20817 | 2'0874 | 2'0930 | 2:0986 | 2’1042 | 2’1096 | 2’ıısı | 2°1205 | 21258 44 0 21052 | 21109 | 21166 | z’ı221 | 2'1277 | 2'1331 | 21386 | 2°1439 | 21492 43 30 21290 | 2°1347 | 2"1403 | 2:1458 | 21513 | 21568 | 21622 | 21675 | 2'1728 43120 2°1530 | 2°1586 | 21642 | 21697 | 2'1752 | 251806 | 21860 | 2'1913 | 2°1966 42 30 2'1772 | 21828 | 21884 | 21938 | 2’1993 | 2°2047 | 2°2101 | 22155 | 22206 2270 22015 | 2 2071 | 22127 | 22181 | 2'2236 | 2'2289 | 2'2343 | 2°2395 | 2'2448 \ ä IA2 0% 14% 30) 1520210152 504 1702 (08 Error 3ol Er7S ol Mr S2zollersco Er for 18234 | 1'8289 | 18344 | 1°8398 | 1'8452 | 1°85o5 |.1-8558 | -ı-8610 | 1"8061 5I [e) 18442 | 1'8497 | 18551 | 1°8605 | 1°8659 | 18711 | 1:8764 | 18816 | 1'8867 50 30 18651 |-1'8706 | 18760 | 1'8814 | 18867 | ı'8920 | 1:8972 | 1°9023 | 1'9074 ;5o 0 18862 | 1'8917 | 1'8971 | 1'9024 | 1°9077 | 1'9130 | 1'9182 | 1'9233 | 1'9284 497739 1 9075 | 1'9129 | 19183 | 19237 | 1°9290 | 1'95342 | 1'9393 | 1"9445 | 1'9495 49 0 1°9290 | I 9344 | 1'9398 | 1°945I | 1'9504 | 1'9556 | 1:9607 | 1'9658 | 1'9708 48 30 1'9507 | 1°9561 | 19614 | 1:96067 12092021.1.077.102| 21208230 | 7208420 10.0923 480 19726 | 1°9779 | 1'9833 | 1'9885 | 1’9938 | 1'9989 | 2°0040 | 2'00gı | 2'0140 47 30 1°9947 | 2'0000 | 2'0053 | 2’oro6 | 2'0157 | 2'0209 | 2'0260 | 2'0310 | 20359 AO 20169 | 2’0222 | 2'0275 | 2'0327 | 2'0379 | 2"0430 | 2:0481 | 2’0531 | 2°0580 46 30 2'0394 | 2'0447 | 2'0499 | 2'0551 | 2'00603 | 20653 | 2'0704 | 2°0754 | 2'0803 4b 0 2:ob20 | 2'0673 | 20725 | 2'0777 | 20828 | 2'0879 | 2:0929 | 2:0978 | 21027 45 30 20848 | 2 0901 | 2°0953 | 2'1004 | 2’1055 | 2:1106 | 2’1156 | 2’1205 | 2'1254 45 0 210781221731 |, 227183, 52.572342 02.1235 2:18 355102:0989% 2214300 2782 44 30 2’-ı311 | 2°1363 | 2'1414 | 2°1465 | 2’ı516 | 2°1566 | 2’ı615 | 21664 | 21713 44 0 21544 | 21596 | 21648 | 2:1699 | 2°1749 | 2°1799 | 2:1848 | 21896 | 2:1945 43 30 2'1780 | 2'1832 | 2'1883 | 2°1934:| 2°1984 | 2'2033 | 2'2082 | 2'2131 | 2'2179 43 0 22018. | 220069 | 232120, | 2:2177 | 2.2220 | 22570; 1249310), 22.2367.1, 2224714 20330 2°2257 | 22309 | 2'2359 | 2°2410 | 2'2459 | 2'2508 | 2'2557 | 22005 | 2°2652 42) 0 22499 | 2'2550 | 22600 | 2'2650 | 2'2700 | 2'2749 | 2'2797 | 2'2845 | 2'2892 r ® 182 30%| 192 0) 192 304 202 '0)|1202 3022122 0) 727-2301 2202201222230 SuSrso) 18712 | 18763 | 18813 | 18862 | 1'Sgıo | 1°8959 | 1'9007 | 1'9054 | 1'9101 me) 1'8918 | 1°8968 | 1°9018 | 1°9067 | ı gııs | 1°9163 | 1'9211 | 19258 | 19304 0739 1"9125 | 19175 | 1°9224 | 1'9273 | 1'9321 | 1'9369 | 19417 | 1°9463 | 1'9510 5o 0 19334 | 1'9384 | 1'9433 | 19482 | 1:9530 | 1'9577 | 1'9624 | 1:9671 | 1'9717 49 30 1°9445 | 19595 | 1'9644 | 1'9692 | 1'9740 | 1'9787 | 1'9834 | 1'9881 | 1'9926 49 0 1°9758 | 1°9807 | 1'9856 | 1'9904 | 1'9952 | 1'9999 | 2°0046 | 2:0092 | 2'0137 48 30 1°9973 | 2'0022 | 2:0071 | 2’011g | 2:0166 | 20213 | 2°0259 | 2’0305 | 2'0350 48 0 20190 | 2'0239 | 2 0287 | 2':0335 | 2:0382 | 20429 | 2'0475 | 20520 | 20565 47 30 2 0409 | 2 0457 | 2'0505 | 2'0553 | 2’o6boo | 2'0646 | 20692 | 2'0738 | 2'0782 47 [e) 20629 | 2°0677 | 2'0725 | 2°0773 | 2:0819 | 2':0866 | 2’ogıı | 2°0957 | 2° 1001 46 30 2“085I | 2:0900 | 2:0947 | 2'0994 | 21041 | 21087 | 2"1132°| 2°1177 02-1222 46 0 2°1076 | 2"1124 | 2’1171 | 2’1218 | 2’1264 | 2'1310 | 2'1355 | 2:1400 | 2°1444 45 30 2’1302 | 2°1350 | 2°1397 | 21444 | 2'1489 | 2°1535 | 21580 | 21625 | 2'1669 45 0 21530 | 2215781] 2=7025) | 271677 | 2=77717. | 201762 | 227180772 1800, 72018095 44 30 2'1760 | 2:1808 | 2'1854 | 2’Ig0o0 | 2°1946 | 2-ı9g91 | 2'2036 | 2'2080 | 2'2123 4 0 2'1992 | 2'2039 | 2'20806 | 2:2132 | 2'219 | 2'2222 | 2°2266 | 2’2310 | 2'2353 A37230 22226 | 2'2273 | 2°2319 | 22365 | 2'2410 | 2'2454 | 2°2499 | 2'2542 | 22585 Ass Lo 2'246I | 2'2508 | 2'2554 | 2 2600 | 2 2644 | 2'2689 | 2°2733 | 2°2776 | 22819 230 2°2699 | 2°2745 | 22791 | 2'2837 | 2'2881 | 2'2925 | 2°2909 | 2°3012 | 2'305; 2) 2°2938 | 22985 | 2"3030 | 23075 | 2"3120.| 2'3164 | 2°5207 | 2'3250 | 2°3203 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 63 A I k © i 23° 0'| 23° 30'| 24° o'| 24° 30'| 25° o'| 25° Bol 262200, 2027301 27° 0! | | DIEaSoN 1°9147 | 1'9192 | 1'09237 | 19282 | 19326 | 1:9369 | 1’9412 | 1'9454 | 1'9490 5I 0 19350 | 1'9395 | 1'9440 | 1'9484 | 1°9528 | 1°9571 | 19614 | 1°9656 | 1'9697 50 30 1°9555 | 1'9600 | 190645 | 19689 | 1'9732 | 1'9775 | 1°9818 | 1°9859 | 19901 Bor vo 1°9702 | 1°9807 | 1'9852 | 1'9895 | 1:9939 | 1'9981 | 2'0023 | 2'0005 | 2:0106 49 30 1'9971 | 2’ooıb | 2’o060 | 2'0104 | 2°0147 | 2 0189 | 2’0231 | 2°0272 | 20313 49 0 20182 | 20227 | 2:0271 | 20314 | 2.0357 | 2'0399 | 20441 | 2"0482 | 2'0522 48 30 2°0395 | 20439 | 20483 | 20526 | 2’o569 | z’obıı | 2’0052 | 20693 | 20733 48 0 2 obıo | 2:0654 | 2:0697 | 2'0740 | 2'0783 | 2'082 20866 | 2'09006 | 2°0946 47 30 2'0827 | 2'0870 | 2'0914 | 2'0950 | 2'0998 | 2'Io40 | 2 1081 | 2’ı121 | 2’ıı61 A770 21048 4102:51089, 02.211322 72.7174 | F2312702 1722712572,10227298 | 201338 | 221378 46 30 22112009 022273095 122:1352 172713942 | 2274350, 2212772 208117, 20570 201597 46 0 DETABSE ORTS ZI 257g 2urorn 22.7067 | 2°7698 | 277738 7201778: | 211877 45 30 21712 | 2:1755 | 21797 | 2'1839 | 2:ı880 | 21921 | 2’1ı961 | 2°2000 | 22039 A520 21038 | 21981 | 2°2023 | 2'2064 | 2'2105 | 2'2146 | 2’2186 | 2'2225 | 22264 44 30 2.2100 | 2.2209, | 2.2250. |. 22292 | 2.2332 | 272373 | 272412 | 272451 | 22490 4 0 2"2396 | 2'2438 | 2'2480 | 2'2521 | 2'2561 | 2'2601 | 2°2641 | 2'2680 | 2°2718 43 30 2"2b28 | 2°2670 | 2.2711 | 2°2752 | 2°2792 | 2:2832 | 2’2871 | 22910 | 2°2948 43 © 2"28b61 | 2'2903 | 2'2944 | 2'2985 | 2°3025 | 2'3064 | 23103 | 23142 | 23180 42 30 2"3097 | 23138 | 2'3179 | 2'3220 | 2'3260 | 2°3299 | 23338 | 23376 | 2 3413 42 0 23334 | 2'3376 | 2'3416 | 23456 | 23496 : 23574 | 23012 | 2°3049 Die aus den vorstehenden Daten abgeleiteten Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Meridianen enthält Tabelle XXV. Aus den den einzelnen Isodynamen entsprechenden Daten kann man Tab. XXV. Isodynamen der Horizontal-Intensität zur Epoche 1850°o. Isodyname von A 1:85 1'90 1'095 2'00 2'05 2'10 2°ı5 220 2025 2'30 ? =: 92301, 129273825 | 482 29.06 47° 22" 1 | 46° le or re re — — ı0 o |49 46:8|48 37°7|47 19°9\46 23°4| 45 18:1) 44 13°8| 43 10'8| 42 8°3 — — ı0 30 |49 55'158 45°7|47 37:7|46 3170| 45 :25°5| 44 21’1|43 17°9| 43 15°0 = — in 6) so 3'248 53'647 45'440 38°5| 45 32'8| 44 28°3| 43 2 8| 42 22°4 —_ | _ I1 30 50 11°4|49 1'5|47 53°1)46 46°0|45 40'1| 44 35°3| 43 31°7| 42 29'2 = = 12 0 so 195149 94148 0'8\46 53'5|45 47'4| 44 42'4| 43 38°0| 42 35°8 = - 12 30 so 27'749 ı7°3|48 8°4|47 1°0|45 5460| 44 49°5|43 45°4 | 42 42°5 — — 135,0 50 35°5)49 25'148 15'947 8'2|46 1'7|44 50°4| 43 52°3| 42 49'2 = — 13 30 so 43'7|49 32'3|48 23°5 47 ı5°5|46 88|45 3'3|43 59'0| 42 55°8 — = 14 0 5005127 | A922.40r.0) 148 731.0 147228140 1507 0745 10:2) 44 57743 Zu) _ _ 14 30 |5o 59:5|49 48-:3|48 38°4|47 30:0| 46 22°9| 45 ı77ı| 44 1274| 43 8°8| 42° 6'2 = 757,90 st 7'4)49 55°9|48 45'8|47 37°2|47 29'9|45 23°9| 44 19°0|43 15°2|42 12°5 = 0530 sı ı5°3|50 3°5|48 53'2|47 44°4| 46 36°8| 45 30°5|44 25°5|43 2106| 42 ı18°8 — 16 0 51 23°1|50 ı11°2|49 0'5|47 51'5|46 43'9| 45 37°3| 44 32°0| 43 27°9| 42 24°9 _ 16 30 _ so 18:6)49 7'847 58°5| 46 ;50:8| 45 44°0| 44 38°5| 43 34'2| 42 310, — oO, —_ so 26°'0|49 15'0|48 5:5| 46 57°4| 45 50°6| 44 45°0|43 40°5 27, 37.2 _ 17 30 = 50 33°4|49 222148 12°5|47 4:1|45 57'2|44 51'74|43 40°7| 42 43'2 = ı8 0 = 50) 40:311497 2953,48 19°5|.477 10:8 | 46 34] 44 57:7|.43. 52°9| 42 49°2 _ 18 30 — 5o 48°1149 36°4|48 26°3|47 17'6| 46 ı10:1)45 3'9|43 59'0| 42 55'2 — ) Z 50 55°3|)49 43'°5|48 33°1| 47 24'2|46 ı16°8|45 10'2|44 5'1|43 1°0 — 19 30 —_ 5ı 2:6|49 50:5|48 39'9| 47 30°7| 46 2370| 45 16°4| 44 111) 43 6°9|42° 3:8 20 0 _ 51 9'8|49 57:4A|48 40°6| 47 37:3| 46 29°2|45 2260| 44 17'143 127 422 94 20 30 = st 16°9|50o 4°3|48 53'3| 47 43°7\ 46 35°4| a5 28°6| 44 23°0| 43 18°6|42 ı15°1 21 o _ 5T 24°0|50 171'2|48 59°'9| 47 50°2| 46 41:3 45 34°7| 44 28'9| 43 24°2|42 20°7 21 30 = = 5o 180149 6'5| 47 56°6| 46 48°0| 45 40'7| 44 34'7| 43 29°8|42 z6°ı 22 0 = — 50 24:7|49 13:1148 .2:8| 40. 54'ı|l45 46°7| 44 40°5|43 35°4|42 31°5 22 30 = = 50 31:4|49 19°5|48 9°1ı|47 o0'1ı|45 52:6) 44 ab'ı| 43 41°0|42 30°9 Re) _ — 50 381149 26:0] 48 ı5°3|47 6'2|45 584|44 51°9| 43 46°5|42 42°3 23 30 = = 50. 44'7|49 32:3| 48 21'647 ı2°2|46 4'2|44 57'5|43 52 0|42 47°0 24 0 = = So) 51:3|49 38°6| 48 27-6. 47 18:1|40 0979| 45 377143 57°4|42 52°9 24 30 = = so 57':7|49 44'9' 48 33°7)47 240|46 150,45 8:5|44 2'7|42 581 256°) = — St 41149 51:2|48 39°7| 47 29°8| 46 21'3|45 140/44 3'0|43 3'2 25 30 —= = 5t ı10:5|49 57°3|48 45°7| a7 35°5| 46 26°8| 45 ı9°4|44 13°3|43 8°3 20000) — 2 16:9|50 3°4|48 51:6) 47 41:3| 46 32:3| 45 2418| 44 18°5|43 13°4 20 30 — = 51 23°2|5o 9'448 57'5|47 46:9| 46 37°8| 45 30°1|44 23'7|43 184 27 0 = = Bon Ho rar az a7r 5255| 407 A35a|A5 3573| 44 28:7|43 23 3 64 J. Liznar, ersehen, dass die Isodynamen einen Verlauf zeigen, der jenem von 1890-0 ähnlich ist; dieselben erscheinen gleich den Isoclinen etwas steiler. Ich habe die Curven auf einer Manuscriptkarte gezeichnet und ersah, dass ihre Form eine andere ist als jene der 1890-Isodynamen, sie erscheinen nämlich auf der Karte weniger gekrümmt. Weil die Übereinstimmung bei den Isogonen und Isoclinen eine so schöne war, fiel mir dies umso mehr auf, und ich dachte zunächst an Fehler, welche sich bei der Rechnung eingeschli- chen haben könnten. Es wurde deshalb die ganze Rechnung nicht nur von Herrn Bayer, sondern ganz unabhängig auch von mir wiederholt, ohne dass sich ein beachtenswerther Unterschied in den Endresul- taten ergeben hätte. Wie man aus dem Späteren ersehen wird, waren es die Isodynamen der Total-Inten- sität, welche mir die Überzeugung verschafften, dass die von Kreil angegebenen Werthe der Horizontal- Intensität mit bedeutenden Fehlern behaftet sein müssen. Diese Fehler können aber nicht zufällige, son- dern müssen systematische sein, die etwa dadurch entstanden sein könnten, dass die Constanten des Reisetheodoliten während der, 15 Jahre umfassenden Aufnahme Veränderungen erlitten haben, die nicht in Rechnung gebracht worden sind. Es darf auch nicht vergessen werden, dass die Reduction auf die Epoche 1850°0 nur in ziemlich roher Weise ausgeführt werden konnte. Da Kreil die Messungen jährlich auf einem anderen Gebiete vorgenommen hat, so erscheint es mir nicht unmöglich, dass die erwähnten Constanten-Änderungen das Beobachtungsresultat entstellt haben könnten. Nachdem ich mich von der Unrichtigkeit der nach der Formel berechneten Normalwerthe der Horizontal-Intensität überzeugt habe, hielt ich es für überflüssig, die nicht ganz richtigen Isodynamen auf der zur Veröffentlichung bestimmten Karte einzuzeichnen. Dies ist der Grund, dass auch alle übrigen Isodynamen der Epoche 1850°0 auf den entsprechenden Karten (3, 4, 5, 6, 7) fehlen. Ich werde bei der Besprechung der für 1850°0 berechneten Störungen der Horizontal-Intensität den Weg angeben, auf dem man möglicher Weise eine Verbesserung der für 18500 bestimmten Intensitätswerthe erzielen könnte. Nord-Componente. Die Normalwerthe der Nord-Componente wurden genau so wie für 1890:0 aus den Normalwerthen d’ und A’ nach der Formel: n =h'cosd' berechnet. Für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise findet man diese Werthe in Tabelle XXVI. Tab. XXVI. Normalwerthe n/ der Nord-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche ı850'o. x ? ee le ee | 30'| 12° o4122 200 32 Don ıs2 30% B1Su 30% 16863 | 1°6949 | 1°7035 | 17119 | 1'7203 | 17286 | 1:7368 | 1'7448 | 1'7528 IE 17073 | 1'7159 | 1'7244 | 1'7327 | 1'7411 | 17493 | 17574 | 17654 | 17734 5o 30 17284 || 2273707 7°7454 | 07538 | 72762001 00°77029) 1277830027862 Orga ;5o 0 1’7498 | 17583 | 17667 | 1°7749 | 1°7832 | 17913 | 1:7993 | 18072 | 18151 49 30 17713 | 17798 | 1°788ı1 | 1°70963 | 1'8045 | 18126 | 1'8206 | 1:3284 | 1'3362 49 0 17931 | 18014 | 1'8097 | 1'8179 | 1°8260 | 18340 | 1'8420 | 1'8498 | 18575 48 30 18150 | 18233 | 18316 | 18397 | 18477 | 1'8557 | 1:8636 | 1°8714 | 1'8790 48 0 18371 | 18454 | 18536 | 1"8616 | 1:8697 | 1'8776 | 18854 | 18932 | 1'9007 47 30 18594 | 1ı'8677 | 1'8758 | 1'83836 | 18918 | 1'8996 | 1°9074 |’ 1ı'gı51 | 1'9226 ke) 18819 | 18902 | 1'8982 | 1gobı | 1'g9141 | 1°9217 | 19296 | 19372 | 1"9447 46 30 1"0046b | 1'9127 | 1'9208 | 19287 | 1'9365 | 1'9443 | 19520 | 19595 | 19670 46 0 1'9275 | 1'9356 | 19435 | 1'9514 | 1'9592 | ı°9669 | 1'9745 | 1°9820 | 1'9894 45, 30 1'9506 | 19586 | 1'9665 | 1'9743 | 19821 | 1'9897 | 19973 | 2'0047 | 20121 ABım no 1'9739 | 1'9818 | 1'9897 | 1'9974 | 2'o0sI | 2'0127 | 2'0202 | 2'0276 | 2'0349 44 30 1'9974 | 2‘0053 | 2'0130 | 20207 | 2 o@84 | 2'0359 | 2°0434 | 2'0507 | 2°0579 FE 2'0210 | 2:0288 | 20366 | 2'0442 | 2’0518 | 2'0592 | 20667 | 2°0739 | 20811 43 30 2°0449 | 2'0527 | 20603 | 2°0079 | 2°0754 | 2'0828 | 2’0go1 | 2°0974 | 21045 A309 2"obgo | 2'0766 | 2°0842 | 2'0918 | 20991 | 21065 | 2'1138 |, 2°1210 | 2°1281 42 30 2-0932 | 2'1008 | 2:1084 | 2’ı158 | 2:1232 | 2 1305410213770 1227448722570 42 0, Me=117b.| 271252 | 2°1327 02 1401°| 221474 | 215467 | 2-1618 | 251088 | 21758 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. r — er u 2 i on 300752702 15% 30/162 ollErbeszon | 77208] 17°. 30% 78% 0 51° 30 17607 | 17685 | 17761 | 1'7838 | 1°7913 | 1:7986 | 18060 | 18132 | 18203 51 o 17812 | 1'7889 | 1°7966 | 1'8042 | 18116 | 18190 | 18262 | 13334 | 1'405 50 30 18019 | 13096 | 18172 | 1'8245 | 18321 | 18395 | 1-8467 | 1°8538 | 1-8608 502 0 13228 | 13305 | 18380 | 1'8455 | ı-8529 | 18601 18673 | 18744 | 1°8814 49 30 18439 | 18515 | 18590 | 18664 | 1°8738 | 1'880 | 1'888ı | 1"8952 | 19021 49 0 1:8652 | 18727 | 1'8802 | 1°8876 |, 1"8948 | 19020 | r’g0g91 | 1“gı6ı 1'9230 48 30 1:8866 | 1'8941 | 1'9016 | 1'9089 | 1’gı6r | 19233 | 19304 | ı 9373 | 1'9441 48 0 1"9083 | 19158 | 1-9231 | 1'9504 | 1"9376 | 1'9447 | 1°9517 | 1'9586 | 1"9654 47 30 1°9302 | 1°9370 | 19449 | 1'9521 | 1'9592 | 1"9663 | 1°9733 | 1°9801 | 1"9809 Ale) 1'9522 | 1'9595 | 1'9668 | 1'9740 | 1°9811 | 1'9881 | 1’9950 | 2'0019 | 20085 46 30 19744 | 1'9817 | 1'9889 | 1'9961 | 2'0031 | 2'0100 | 2'0109 | 20237 2'0304 4b 0 1'9968 | 2:0040 | 20112 | 2'o0183 | 2 0253 | 2'0322 | 2:0390 | 2°0457 | 2052 45 30 2°0194 | 2:0266 | 2:0337 | 2'0407 | 2':0477 | 2:0545 | 2:0613 | 2:0680 | 20746 45 [e) 2°0421 | 2°0493 | 2'0564 | 2'0633 | 2'0702 | 2'0771 | 2:0838 | 2'0904 | 20970 44 30 2‘o65I | 20722 | 2'0792 | 2'0862 | 2:0930 | 2°0998 | 2:1064 | 21130 | 2’1195 44 0 2'0883 | 2°0953 | 2'1023 | 2'1092 | 2'115g9 | 2’1226 2'1203 | 2'1358 | 2°1422 43 30 2-ııı6 | 21186 | 21255 | 2°1323 | 2°1390 | 2°1457 | 2°1523 | 2'1587 | 2-1652 43.750 2°1351 | 21420 | 2°1489 | 2°1557 | 2'1624 | 21689 | 2°1754 | z’ı819 | 21882 42 30 2°1588 | 21657 | 2'1725 | 2°1792 | 21859 | 21924 | 21989 | 2'2052 | 22115 AERO, 2'1827 | 2'1895 | 2'1963 | 2°2029 | 2°2095 | 2°2160 | 2'2224 | 22287 | 2'2350 18250210192 2.0110r9223021,202 0,1202” 30! | 27 ° D - ° [3° ° » » 8342 8543 8746 8951 9157 9306 9576 30 18273 | 1° I I I I 51 [e} EASA7A| I I I I I 50 30 18678 | ı° I I I I so: © 18883 | ı I I I I 49 30 1°9090 | 1° I I I I 49 0 1'9298 | I I I I I 48 30 1'9509 | I' I I I I 48 0 1'9721 | 1°9788 | ı I I 2 47 30 1'9935 | 2’0002 | 2 2 2 2 a7 201,2, N2-02ryl 2 2 2 2 46 30 20368 | 2'0435 | 2 2 2 2 46 [e) 2°0589 | 2‘0654 | 20718 | 2°0781 | 2°0843 | 2:0904 | 2°0964 45 30 20811 | 20875 | 2 2 2 2 45 0 221034 1,2 2 2 2 2 44 30 2'1259 | 2 2 2 2 2 4 0 21486 | 2’ı550 | 2 2 2 2 43 30 DR er 2 2 2 2 43 © 2'1945 | 2'2007 | 2 2 2 2 42 30 22un N 222229, 2 2 2 2 42 0 | 2'2412 | 2'2473 | 2 2 2 2 1098 "1323 DNNSNDNSNDNNDDNDNNNNHHTC3HKEHRT - [o] 107 > x Ä 232 zoll 230308 242° 0!24° 30'| DB o'| 2,2205 1,2622 (08262 70: Br 20. 18861 | 1"8922 | 18981 | 19040 | 1'9098 | 1'9154 | 19210 | 1'9265 BI 0 1°9060 | 1'9120 | 1'9179 | 1°9237 | 1’9295 | 1°9351 | 19407 | 19461 5o 30 1:9260 | 1°9320 | 1°9379 | 1'9437 | 1'9494 | 1'9550 | 1'9605 | 1°9659 5o 0 1°9461 | 1°952I | 1°9580 | 1°9637 | 1'’9694 | 1:9749 | 1'9805 | ı 9859 49 30 ı"gb65 | 1'9724 | 1'9783 | 1'9840 | 1'9897 | 1'9952 | 2°0007 | 2"0060 49 0 1:9871 | 1:9929 | 19987 | 2'0045 | 2'0100 | 2'0156 | 2'0210 | 20264 48 30 2°0078 | 2'0136 | 2'0194 | 2'0251 | 2'0307 | 2'0362 | 20416 | 2'0469 48 0 2°0287 | 20345 | 20402 | 2°0459 | 2'0514 | 20569 | 2°0623 | 2:0676 47 30 20498 | 20555 | 2:o612 | 2:o669 | 2°0724 | 2'0778 | 20832 | 2:0884 AO 2°0710 | 2'0767 | 2:0824 | 2'0880 | 2°0935 | 2°0989 | 21042 | 2°1094 46 30 2°0924 | 2°0981 | 2°1037 | 2:1093 | 2’1148 | 2'1201 | 2°1254 | 2'1306 46 ° 2°1140 | 2’1197 | 2’1253 | 2°1308 | 21362 | 2’1416 | 21468 | 2 1520 45 30 21358 | 2’1414 | 21470 | 2’1525 | 2°1578 | 21632 | 2'1684 | 21735 ASS O 2'1577 | 2:1633 | 2:1689 | 2°1743 | 2°1797 | 2'1849 | 2'ıg01 | 21952 44 30 2°1798 | 2'1854 | 2°1909 | 2°1903 | 2°2016 | 2°206g9 | 2'2120 | 2 2171 4 0 2°2021 | 2‘2077 | 2°2131 | 2°2185 | 2°2238 | 22290 | 2°2341 | 22391 43 30 2'2246 | 2'2301 | 2'2355 | 2'2408 | 2'2461 | 2'2513 | 2'2563 | 2'2613 AERO 2°2473 | 2'2527 | 22581 | 2°2634 | 2°2686 | 2:2737 | 22787 | 2'2837 42 30 2°2701 | 2'2755 | 2'2808 | 2'2801 | 2°2912 | 22903 | 23013 | 23063 42 0 2°2931 | 2°2984 | 2'3057 | 2'3089 | 23141 | 2'3191 | 2'3241 | 2"3290 \ Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. DDR, DNODDOND DD BR N RN HHHOR 65 66 J. Liznar, Aus diesen Daten wurden die in Tabelle XXVII zusammengestellten Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Meridianen abgeleitet. Vergleicht man diese Daten mit den entsprechenden der Epoche 1890:°0, so findet man, dass der Verlauf der Isodynamen beider Epochen ähnlich ist. Die beiden Curvensysteme erscheinen genau so wie bei der Horizontal-Intensität gegen einander verschoben und gedreht. Die gleichwerthigen Isodynamen der Epoche 1850:0 liegen südlicher und sind gegen die Breiten- kreise stärker geneigt. Aus dem früher angegebenen Grunde habe ich auf die graphische Darstellung dieser Isodynamen verzichtet. Tab. XXVII. Isodynamen der Nord-Componente zur Epoche 1850°o0. Isodyname von } 1'80 1'85 1'90 | 1'95 2:00 205 2'10 DET, | 220 2'25 2 | | 9300 21485 50'2 47° 42:7 \46° 36’1,45° 30!8 |44° 26'7 | 43° 23:6 |42° 21:6 = | _ _ wo 8 49 1'947 53°8|46 46'9|45 4A1'2 |44 36°8 |43 33.4 |42 310 = | = = 10 30 49 13°5|48 4°9|46 57°6|45 5176 |44 468 |43 43:0 |42 40"4 _ | _ _ 11 [e) 49 25°0|48 15°9|47 81/406 1:9 144 50°7 |43 526 |42 49'8 _ =. he II 30 49 .36°3|48 26°7|47 18°9|46 12°1 45 0:0 144 2°5 142 58°9 -- - _ 12 o 49 47'8|48 37°9|47 29'446 22°4 |45 10°060 |44 11'8 |45 82 ARE Br — er 12 30 49 59:0|48 48:9|47 40'146 32:7 45 26-5 |44 21°5 |43 17:5 |42 147 | = = 13 0 5o 10'3/)48 59'7|47 50'5|460 42'9 145 30°3 |44 30°9 |43 206'7 |42 23°5 — = 13030 so 21'6|49 10'6|48 10146 52'8 |45 46°1 144 40°3 |43 35'8 |42 32°4 _ _ 14 0 5o 32°8|49 2ı’4|48 ı1°5|47 29|1|45 55'7 |44 497 |43 44°9 |42 41'2 — — 258 5o 43'9|49 32'1|48 21'8|47 13'046 5:4 |44 591 |43 54'0 |42 49'9 — = IK) 2760 50 55°1149 42'9|48 32°3|47 23°0|460 ı5:1|45 84|44 3'0|42 58:0 —_ _ ı5 30 51 6°2|49 53:5 48 42:5 |47 32:9. |46 24:7 |a5 27%5 |44 0120143, 07:3 1429 0507 — 16-20 sı I7°2|150 4°2|48 52:7|47 42:3 |46 34-3 |45 20°9 |44 2028 43. 15:0) |42721270 — 16 30 5I. 27°9|50 14°'0|49 2:09|47 5270140 43.7 145 3071214472927 143. 2724 2 204 —_ 17% 20 = 50 25'2)49 13:0|48 24 |46 53:1 |45 45'3 |44 38:5 |43 32°9 |42 28.6 = 10730 — so 356/49 23°1|48 12°I 47 2b |45 54'2|44 47'2|43 41°4 2.2807 —_ ı8 0 > 5o 46°1149 33°0/)48 217 |47 ı1°8 |46 3:2 44 56:0 |43 49°9 |42 44°8 — 18 30 = 50,250°2,149 431 | 48° 372371477 2707| 4071200 45 46 |43 582 |42 52'9 _ 19 0 _ 5I 6-4|49 52°9|48 40:9 |47 30:3 |46 210 |a5 13:2 44 6°6 |A3 09 _ 19 30 _ 57, 16-7507 12%.0| 48.750232 1472 138174911405550:703 45222112100 4427428, 1198.00 14722 4'3 20 [6) _ sI# 26°7|50 12'3|48 59:6 |47 484 |46 38°7 |45 30°1 |44 22°9 |43 16°7 |42 118 20 30 — = O2 2 9 STORE 38°5 144 30°9 |43 24'060 |42 19'373 27 26 _ — so 31°5|49 18:3 |48 06-4 |46 ;5b°o |45 46°8 |44 39'1 |43 32°4 |42 209 21 30 =; — 5o 411149 27°4 |48 152 |47 45 |45 55'144 470 |43 40'1 |42 34°4 22 0 —, — 50 50'449 30°5 |48 240 |47 129 |46 3'3|44 54°9 |43 47'7 |42 41°7 22 30 _ — so 59:8149 As-4 |48 32:0 |47 21:4 140 110.545 222.280 ASsRn 3 1 2 der 23 0 = = 5sı 9'149 543 |48 41°3 |47 29°7 |46 ı9'4 |45 106 |44 2'9 |42 50°4 23730 — — 51 18'2|5o a617 | 48 49377 |470 737202 A027 AS TSnde A road 3"6 24 0 —_ — 5sı 27'1|50 ı1°9 |48 581 |47 46°0 46 35°2 |45 25°9 144 17'7 |43 10'8 24 30 —_ — —- 50o 20'060 |49 00.147. 54-7 140 43-7 145, 3325 149 2520143 17'8 25 oo —_ _ _ so 29°9 |49 147 |48 zo 46 50-8 |45 40:8 144 32'2 |43 248 25 30 = = = 50 37'9 |49 22°9 |48 10:0 |46 58°3 |45 48°3 44 39°5 |43 31°8 26 0 _ = = so 45°9 |49 31:1 |48 178 |47 670 |45 55'606 |44 464 |43 383°5 26 30 == = = 5o 541 |49 38°9 |48 25°5 |a7 ı13°4 |4b 2°3 |44 53°4 |43 45°3 27 °0 _ .. = 51 2:3 |49 467 |48 33°1 |47 20°9 |46 ı10'0 45 0737143 2 West-Componente. Die Normalwerthe der West-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise wurden aus h’ und d’ nach der Formel: w' = h! sin d’ gerechnet, Diese Werthe enthält Tabelle XXVII. Tab. XXVII. Normalwerthe w) der West-Componente für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 18500. | - 5 Zw om ah nut 2 Ash, mE WE Se Er a Er a 7 9° 30'| 10° o') 10° 30'| oz o'| us 30'| 23 o'| 72% 30'| 23 0.732. 430% Hsstoh 0'5417 | 0°5344 | 0o'5271 | 0'5197 | 0'5122 | 0°5047 | 0'4972 | 0°4896 | 0'4819 DRS 0°5449 | 0°5377 | 0'5304 | 0'5230 | 0°5156 | o"5081 | 0'5006 | 0:4930 | 0'4854 so 30 | 0o'5481 | 0°5409 | 0'5336 | 0”5263 | 0'5189 | o’sıız | 0,5040 | 0:4965 | 04889 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. [or} N 7 o : Ous5s0L 100 0% 0702302 17° o'| Inc 30'| 20 04 Or22soulergee 9 | I 0"5514 | 0°5441 | 0'5309 | 0'5296 | 0'5223 | 0°5149 | 0'5074 | 0'5000 | o’ 0 5545 | 05474 | 0'5402 | 05329 | 0'52506 | 0'5183 | 05109 7|.075035.|1.05 05577 | 0°5506 | 0'5435 | 053062 | 0°5290 | 0'5217 | 0'5144 | 0°5070 | 0° 0:5609 0'5538 | 0:5467 | 0'5396 | 0'5224 | 0°5251 | 0'5179 | o'sıo5 | o' 0'5041 | 0°557I | 0:5500 | 0:5429 | 0'5358 | 0:5286 | 05214 | o'5ı4I | o° 0:5073 | 05003 | 0'5533 | 0'5403 | 0°5392 | 0'5320 | 0'5249 | o’5ı71 | o' 0°5705 | 0:5636 | 0°5566 | 0°5496 | 0'5426 | o°5355 | 05284 | 05213 | o° 0'5737 | 0°5007 | 0'5599 | 05529 | 0'5400 | 0'5390 | 05319 | 0'5249 | O' 0'5708 05700 | 0°5032 | 0°5503 | 0'5494 | 0 5425 | 0'5355 | 05285 | o' 0'5800 0'5732 | o'5665 | 05597 | 0'5528 | 0'5460 | 0'5391 | 0'5322 | 0" 0°5831 | 0°5704 | 0:5697 | 0'5030 | 0'5562 | 0'5495 | 0'5427 | 0'5358 | o° 0'5803 0'5797 | 0'5730 | o'5004 | 0'5597 | 05530 | 0'5463 | 0'5395 | o' 0:5894 0'5829 | 0°5763 | 0'5097 | o'5631 | 0°5505 | 05499 | 0'5432 | o' 0'5925 | 0:5861 | 0°5790 | 0'5731 | 0°5006 | o'5601 | 0'5535 | 0°5469 | o' 0'5958 | 05893 | 0'5830 | 0'5705 | 0'5701 | 0'5036 | 05572 | 05507 | o' 0:5988 | 0°5925 | o'5862 | 0°5799 | 0°5735 | 0'5672 | 05008 | 0'5544 | o' o"6018 | 0:5957 | 0°5895 | 0'5833 | 0°5770 | 0°5708 | 0'5645 | o'5582 | o' A Braaron EreeoN en nn solTos ol) 10223081 7700210172856 | 0:4742 | 0:4665 | 0:4586 | 0:4508 | 0:4430 | 04350 | 0°4271 | o'41gL | o' 0°4777 | 0'4700 | 0:4023 | 0°4545 | 0°4467 | 0:4388 | 0:4310 | 0'4230 | o' | 0:4813 | 0:4736 | 0:4660 | 0:4582 | 0°4505 | 0:4427 | 0'4348 | 0'4270 | o' 0:4849 | 0'4773 | 0'4697 | 0:4620 | 0:4543 | 0'4465 | 0:4390 | 0:4309 | o' 04885 | 0'4810 | 0°4734 | 0'4658 04581 | 0'4505 | 0°4427 | 0'4350 | o° 0°4921 | 0°4847 | 0'4771 | 0:4696 | 0'4620 | 0°4544 | 0'4468 | 0o‘4391 | o° 0:4958 | 0:4884 | 0'4798 | 04734 | 04659 | 0'4584 | 0:4508.| 0:4432 | o° 0 4995 | 0'4921 | 0°4847 | 0'4773 | 0:4699 | 0°4624 | 0:4549 | 0:4474 | o' 0°5032 | 0:4958 | 0°4S86 | 0°:4813 | 0°4739 | 0o‘4665 | 0°4591 | 0°:4517 | o' 0:5069 | 0:4997 | 0:4925 | 0:4852 | 0:4779 | 04700 | 0'4633 | o 4559 | o' 0°5107 | 0'5035 | 0'4964 | 0:4892 | 0'4820 | 0:4748 | 0°4675 | 0:4003 | o' | 0'5145 | 0'5074 | 05003 | 0'4932 | 0:48601 | 0:4790 | 0°4718 | 0:4646 | o° 05183 | 0"5113 | 0°5043 | 0°4973 | 0'4902 | 04832 | 0°47bı | 0'46g1 | o' 0'522I | 0°5152 | 0'5083 | 0°5014 | 0'4944 | 0'4875 | 0'4805 | 0:4735 | 0° 0':5260 | 0'5192 | 0'5124 | 0'5055 | 0°4987 | 0:4918 | 0:4849 | 0'4781 | o' 0':5299 | 05231 | 0:5164 | 0°5097 | 0°5029 | 0:49062 | 0'4894 | 0'4826 | o° 0'5338 | 05271 | 0:5205 | 0'5139 | 0°5072 | 0‘5006 | 0°4939 | 0:4873 | o° 0':5377 | 05312 | 0:5247 | o'5ı81 | o'5ı16 | 0°5050 | 0°4985 | 0:4919 | o’ 0'5417 | 0'5352 | 0:5288 | 0o'5224 | o'5ıbo | 0°5095 | 0'5031 | 0:4967 | o' o 5456 | 0'5393 | 0'5330 | 0:5267 | 0:5204 | 0'5I4I | 05078 | o’5o1s | 0’ x 18° 30. | 19° o' 10250, B2082 04 208304 210 ol 210 30.| 222 © 0'4030 | 0:3950 | 0:3868 | 0:3787 | 0°3705 | 0:3623 | 0'3541.| 0'3459 | o' 0°4071 | 0°3990 | 0'3910 | 0'3829 | 0°3748 | 0:3667 | 0'3586 | 0°3504 | o' 0'4I12 | 0'4032 | 0'3952 | 0:3872.| 0:3792 | 0°37I1I | 0'3631 | 0’3550 | o° | 0'4153 | 0'4074 | 0'3995 | 0'3916 | 03836 | 0'3750 | 0'3676 | 0:3596 | o' 0°4I95 | 0°4117 | 0°4038 | 0°3900 | 0:388ı | 03802 | 0':3723 | 0'3014 | o' 0:4237 | 0:4160 | 0“4082 | 0°4005 | 0'3927 |.0:3848 | 0:3770 | 0o'3691 | o' 0°4280 | 0:4203 | 0‘4127 | 0'4050 | 0:3973 | 0'3895 | 0'3818 | 0°3740 | o° | 0'4324 | 0':4248 | 04173 | 0:4096 | 0:4020 | 0'3943 | 0:3808 | 0'3790 | o' 0'43608 | 0:4293 | 0°4218 | 0'4143 | 0°4067 | 0°3992 | 0'3916 | 0'3840 | o' 0'4412 | 0'4338 | 0'4204 | 0‘4190 | 0'415 | 0'4041 | 0:3906 | 03891 | o' 0'4457 | 0:4384 | 04311 | 04238 | 04164 | 0:4091 | 0:4017 | 0'3943 | o° 0'4503 | 0'4430 | 04358 | 0:4286 | 0:4214 | 0o'414I | 040609 | 0°3996 | o° 0°4549 | 04478 | 0'4407 | 0°4335 | 0°4264 | 0°4192 | 04123 | 0°4050 | o' 0'4595 | 0'4525 | 0'4455 | 0'43806 | 0'4315 | 0'4244 | 04177 | 0'4104 | O' 0'4643 | 0'4574 | 0'4505 | 0:4436 | 0:4366 | 0'4297 | 0'4228 | 0'4159 | o' 04691 | 04623 | 0°4555 | 04486 | 0:4419 | 0'4351 | 0'4283 | 0°4215 | o° 0°4739 | 04672 | 04606 | 04539 | 0°4472 | 0'4408 | 0'4338 | 04271 | o' 04788 | 0'4722 | 0'4657 | 0'4591 | 0.4426 | o 4460 | 0'4395 | 0'4329 | o' 0:4738 | 04773 | 0'4709 | 04645 | 0'4580 | o'4510 | 0°4452 | 0'4387 | o° 04888 | 0o°4825 | 0°4762 | 0:4699 | 0°4626 | 0:4572 | o'4510 | 0°4447 | o° Oo) [0'°) J. Lizmar, x ? 23° 2051230 3011724° 70% 172427301 12522204 252730515262 o'| 26° 30'| 2720) Bro30N 03293 | 03210 | 0'3126 | 0'3043 | 0'2957 | 0'2876 | 0'2792 | 0'2708 | 0'20623 5sı 0 0'3340 | 03257 | 0'3175 | 03092 | o 3009 | 0'2927 | 0'2843 | 0'2760 | 0'2077 50 30 0'3387 | 0'3306 | 0'3224 | 0'3142 | 03060 | 0'2978 | 0'2896 | 0'2814 | 0'2732 Sa 03435 | 0'3355 | 03274 | 03193 | 5'3112 | 0'3031 | 0'2950 | 02869 | 0'2787 49 30 0'3485 | 0'3405 | 0:3325 | 0:3245 | o'3165 | 0'3085 | 0:3005 | 0'2924 | 0'2844 49 0 0'3534 | 0'3456 | 0'3377 | 0'3298 | 0o:32138 | 0o:3139 | 03060 | 0'2981 | 0'2901 48 30 0'3585 | 0:3507 | 03429 | 0'3351 | 0°3273 | 0'3195 | 0o'3117 | 03039 | o 29060 48 0 0'3637 | 03560 | 0:3483 | 03406 | 0'332 0'3252 | 03174 | 0'3097 | 0°3020 4730 0:3089 | o:3613 | 0:3537 | 0'3461 | 0:3385 | 0'3309 | 0'3233 | 0°3157 0'3081 A720 0'3742 | 0'3667 | 03592 | 0:3517 | 0'3442 | 0'3308 | 0:3293 | 0'3218 | 0'3143 4b 30 0:3796 | 03722 | 0:30648 | 0:3575 | 0'3501 | 0°3427 | 0:3353 | 0 3279 | 03206 46 oo o'385ı | 0'3778 | 0'3705 | 0'3633 | 03560 | 0:3483 | 0':3415 | 0'3342 | 0°3270 ER: 10) 0'3907 | 0:3835 | 03763 | 0'3692 | o'3621 | 0:3549 | 0'3478 | 0'3406 | 0'3335 45 0 0'3903 | 0:3893 | 03822 | 03752 | 0'3682 | 0o-3612 | 0°3541 | 0'3471 | 0'3401 44 30 o'4021 | 0°3951 | 0'3882 | 0'3813 | 03744 | 03675 | 03606 | 0'3537 | 0'3468 44 0 0‘4079 | o'4oro | 0°3943 | 0'3875 | 0'3808 | 0:3740 | 0:3672 | 0'3005 | 0'3538 43 30 0'4138 | 0'4071 | 04005 | 03938 | 0:3872 | 03806 | 0:3739 | 0°30673 | 03607 ASw ko 0'4198 | 0'4133 | 0'4068 | o'4002 | 0°3937 | 0:3873 | 0‘3808 | 0:3743 | 0°3679 42 30 0°4259 | 0o'4195 | 0'4132 | 04008 | 04004 | 03941 | 03877 | 0:3814 | 03751 4270 04321 | 0'4259 | 0'4196 | 0'4134 | 0'4072 | 0'4010 | 0:3948 | 03886 | 03824 Aus diesen Werthen wurden in bekannter Weise die in Tabelle XXIX enthaltenen Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Breitenkreisen ermittelt. Tab. XXIX. Isodynamen der West-Componente zur Epoche 18500. | Isodyname von 9 0'54 0'50 0'460 0'42 0'38 0'34 0'30 \ | 510030, 9 3y!7 | 12 Hı3l8 | 142 SAt6 | 1707267 | 19% 5520| 22002712 | 2Aa4!o Sur Ro) 950-4, 012093 2740 115205 8582 AT E ATI 20 To 22a 5o 30 To 7312,83 | DT24050) ES 2 E17 7505,02, 20270 2er Bas Sosr © To 172.0 | .103702.02:0% |Wrsrgae Era Tage 20 Ran 20 ons 49 30 1023 04:.90 |N037 AOL SEE 27 TS 2 SNrE 20.8 ern 0 DENE 49 0 Tor 4220, 1030 28244 1010.20.820% 518, 2442.29 Kor Siuna 2senrzo 2022 48 30 Ton 5823, | 13042283 |810.2370% | 779 ER 2 or 000 Are ehrrAreo 48 [6) A 13, 572.92 5105.39.[02 6107 110222 F2rz 50222 124223223 = 47 30 10.720272 14 77228 117025054 | 20037229 0227270502 024825420 _ AO Try, Z0=gN| TA 28280 0177 2573727 107927506807 1220030284 BORD _ 46 30 IE Saal 0A Zaanbr 172 3102301020, 215:/08 2225 8749 25 Are2 _ 46 0 127 70.9.1, %5 2-3) | 772495167 205 °354.841252870-82 720 10:2 E 45 30 1226-4 | 15 18.7. 1,78, .3232 0200 0506@72|,230944:202 0208 32.8 _ 45 0 2. Ar-8 15 300711 18 2729| 272 19052 24222025 _ _ 44 30 12, 57287 108, AA ESS 2 TER Z A AO: _ _ 44 0 137 1742520202 78220 77972010205 522700 Yu 23 _ 43 30 13° 730222 1010,,32.J02 1 K797 732272 een rn, _ _ A ke) 173..49:50 | 1023812 19205,6°02 | 2250 20 _ —_ 42 30 TA 7E8SY ı17,. 1427 | 20200031023 27580120 #5620 _ _ 42 0 14. 26-06.| 17. 737°1 1 200 44.4, 2585301 _ _ —_ Auch diese Curven zeigen im Allgemeinen einen, den entsprechenden Isodynamen von 1890-0 ähn- lichen Verlauf, obzwar auch sie wegen der Unsicherheit von %’ nicht ganz richtig sein können. Vertical-Intensität. Die nach der Formel: v’— h’tang i’ berechneten Normalwerthe der Schnittpunkte der Längen- und Breitenkreise findet man in Tabelle XXX. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 69 Tab. XXX. Normalwerthe v/ der Vertical-Intensität für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise zur Epoche 1850°o. rk N [Ba Tel ib Ce) o' Tool na ollirıeezoller20& ol 1r2zoller320N|735230% 51° 30° | 4'2324 | 4'2351 | 42377 | 4°2402 | 4°2427 | 4'2451 | 4'2475 | 42497 | 4°2519 5ı (6) 42226 | 4'2248 | 4'2269 | 4'2288 | 4°2310 | 4'2329 | 4 2348 | 4°2306 | 4'2383 50 30 4°2114 | 4'2132 | 42149 | 42164 | 42181 | 4'2196 | 4'2210 | 42224 | 4°2237 507.50 4'1991 | 4'2004 | 4'2017 | 4'2028 | 4'2040 | 42050 | 4'2061 | 4'2071 | 4°2080 49 30 4°1857 | 4'1867 | 4°1875 | 4°1883 4'1890 | 4°1896 | 4:1903 | 4°1908 | 4'1913 a), 4'1714 | 4'1718 | 4°1723 | 41726 | 4°1729 | 41731 | 471734 | 4:1735 | 4°1730 48 30 4’1559 | 4°1559 | 4'1560. | 4°1559 | 4°1558 | 4°1556 | 471555 | 471552 | 41549 48 0 41394 | 41391 | 4°1388 | 4°1382 | 4°1378 | 4°1372 | 41367 | 413502 | 4°1354 47 30 4'1220 | 4:1213 | 4°1205 | 41197 | 4’ı189 | 4’1179 | 41171 | 41161 | 4 1150 47 0 4'1037 | 4'1026 | 4'015 | 4'1003 | 4'0991 | 40979 | 40965 | 4'0952 | 4 0938 46 30 4 0844 | 4°0830 | 4’08ı5 | 4'0800 | 4'0785 | 4°0768 | 4'0752 | 4'073 40718 46 0 400643 | 40626 | 4‘0608 | 4'0589 | 4:0570 | 4'0550 | 4'0531 | 4°05I0 | 4'0489 45 30 4'0434 | 4'0413 | 4'0392 | 4'0370 | 40347 | 4'032 4'0302 | 4°0278 | 4'0254 45 [6] 4'0217 | 4°0192 | 4'0107 | 40142 | 4’0117 | 4'009I | 4'0065 | 4 0038 | 4'00I1I 44 30 39992 | 3"9965 | 3°9936 | 3:9908 | 3'9880 | 3:9850 | 39822 | 39792 | 39762 W44 0 3°9759 | 3°9729 | 39098 | 3 9667 | 3°9635 | 3°9603 | 3'9572 | 3"9539 | 39500 43 30 39520 | 3°9487 | 3°9453 | 3°9419 | 39384 | 39349 | 39315 | 3°9280 | 3"9243 430 3 9274 | 3°9237 | 3°9201 | 3°9164 | 3°9126 | 3°9088 | 3'9051 | 3'9013 | 3"8975 2 30 | 3'g9021 | 38982 | 38943 | 3°8903 | 38863 | 38822 | 3°8782 | 38742 | 3°8700 42 0 | 38761 | 3°8720 3:80678 | 38635 | 3°8592 | 3°8550 | 3°8507 | 3:8464 | 3°8420 Fon ee We Pr Br er Be En en x = aaO rolle no m6s2roller6e sol 7702 0810177 30,2827707 Bao 4'2541 | 4'2502 | 4'2582 | 42602 | 4'2022 | 4°2640 | 4'20659 42676 | 4°2093 So 42402 | 42417 | 42434 | 42450 | 4°2406 | 4°2478 | 4°2492 | 4°2505 | 4°2519 5o 30 4'2250 , 4'22b2 | 4'2274 | 4'2285 | 42297 | 4°2306 | 4'2316 | 4°2325 | 4'2333 50 0 4'2089 | 4°2096 | 4°2104 | 4'211ı | 4°2118 | 4'2123 | 4'2129 | 42133 | 42139 495259 41918 | 41921 | 4°1925 | 4°1927 | 41931 | 41932 | 4°1934 | 41935 | 4°1930 49 0 A737, | Ası7a7 | A730 | 471735 | 41734 | 4°1732 | 491730 | 471727 | 471724 48 30 4°1547 | 4°1542 | 4°1538 | 4°1534 | 41528 | 4'1523 | 4’ı517 | 41511 | 4°1504 48 0 4'1347 | 41339 | 4'1332 | 4'1324 | 4’ı315 | 41306 | 4°1296 | 4:1286 | 4°1276 47 30 4’1140 | 4'1128 | 4 1117 | 4’ı1os | 41093 | 4°1079 | 4'1067 | 4’1054 | 4'1040 47 0 4°0924 | 4'0909 | 4°0893 | 4°0879 | 4'0863 | 4'0847 | 4'0831 | 4°0814 | 40797 46 30 4'0700 | 40682 | 4‘0664 | 4°0645 | 4'0027 | 4°0607 | 4'0588 | 4°0567 | 4'0547 46 0 4:0469 | 4:0448 | 40420 | 4°0405 | 40382 | 4°0359 | 4 0337 | 4°0313 | 4°0290 45 30 40230 40206 | 40181 | 40156 | 4 o13ı | 4'0Ios | 4°0079 | 4'0053 | 4'0027 45 0 39985 | 3'9957 | 3°9928 | 3"9901 | 39873 | 3°9845 | 39815 | 3°9785 | 3"9757 aus 3% 3'9732 | 3°9702 | 39671 | 3°9640 | 3°9009 | 3:9577 | 3'9545 | 3°9513 | 39481 ar. 3'9473 | 3°9439 | 39406 | 3°9372 | 39339 | 3°9304 | 3°9271 | 39235 | 3°9200 43 30 3°9208 | 3:9172 | 39136 | 3°9099 | 3°9062 | 39024 | 3:8988 | 3 8950 | 3:8913 43 0 3:8936 | 3:8897 | 3:8858 | 3-8819 | 3'8780 | 3°8740 | 3:8701 | 3:8661 | 3:8620 42 30 3'8060 | 3:8618 | 3°8576 | 3'853 3'8493 | 38451 | 3°8408 | 3°8366 | 3-8323 42 0 3'8376 | 38333 | 3"8289 | 3°8245 | 38201 | 3'8155 3'8ııı | 3°8067 | 38021 u 200 12 nn ee Pr Ab ia a Br Me Br BE EEE RNEERE EEE BREI TREE ENENE EIER EEE ER EEE > oo ° ES - {5} So > DWWPr2rPrrrrrrrRe - [$} in 13°} WWW... - {8} p D WWW PpPLPLPPrLrPrrrppr - [$} [999 [o] WWWARPLPPRPPLPPIrrr „ [$} <ı DW WPPrLrLrLrL Fre rer - [$} [o] in > \e) {x} BOSWSPRLRLLR RL LP, „ - SI No) BOWPPRPRLRLLPLLPELrpR - - So [07 70 J. Liznarv, % ? 180 30 102. Kol Erosssonl 208 o'| 208.308 27° o'| 212,30, 222000, 22° 30' 44° 0' | 39164 | 3'9129 | 3°9093 | 3°9056 | 3°9020 | 58984 | 38947 | 3°8910 | 3'8873 43 30 38875 | 3'8836 | 3:8798 | 3:8759:| 3'8722 | 3:8681 | 3:8642 | 38003 | 3°3503 A © 3'8579 | 3'8539 | 3°8497 | 3°8457 | 3°8415 | 38373 | 3:8332 | 38291 | 3°8249 230 3'8280 | 3'8237 | 3°8194 | 3°S1ı50 | 3°8106 | 3:8062 | 3°8018 | 3:7974 | 3°7930 2.0 3'7975 | 37930 | 3'7884 | 3:7838 | 3°7792 | 3'7746 | 3°7700 | 3°7653 | 3°7007 N : 230 042327012482 01724097301 | 1260 Woyl 250730 2000172023301 276,00, Bro 4'2836 4'2847 | 4'2858 | 4'2869 | 42879 | 42889 | 4'2898 | 4°2907 | 42910 DR) 4°2619 4'2627 | 4'2633 | 42640 | 4'2646 | 42652 | 4'2658 | 4'2662 | 42667 BozE3QO 4'2394 | 4'2397 | 4'2400 | 4'2403 | 4"2405 |, 4'2407 | 4'2409 | 4'2409 | 4°2407 Kowmo 4°’2160 | 4’2160 | 4'2158 | 4'2157 | 4'2156 | 42154 | 42151 | 4°2149 | 4'2146 49 30 4'1918 | 41914 | 4’1910 | 41905 | 4°1900 | 4°1894 | 41889 | 4'1882 | 4°1876 49 0 4'ı670 | 4'1662 | 41654 | 4 1646 | 41637 | 4'1628 | 4'1619 | 4'1609 | 4'1599 48 30 41414 | 4°1403 | 4°1391 | 4°1379 | 41307 | 4°1355 | 4'1342 | 41329 | 4°1315 48 [6) 41151 | 4’1137 | 4°I122 | 4’1107 | 4’1091 | 4°1075 | 4'1060 | 4°1042 | 4°1025 A730 40882 | 408064 | 4'0846 | 4°0828 | 40809 | 4“0790 | 4*0771 | 4'0751 | 4'0731 ATS 40606 | 4'0586 | 4'0564 | 4'0543 | 4'0521 | 4'0499 | 40477 | 4°0454 | 4'0431 46 30 4'0324 | 4'0301 | 4'0277 | 40252 | 4'0227 | 4°0202 | 4'0177 | 40151 | 4'0125 46 © 40037 | 4'0010 | 3:9983 | 3"9956 | 3'9928 | 3'9901 | 3:9872 | 3°9844 | 3'9815 45 39 3°9745 | 39715 | 3°9685 | 39655 | 3°9025 | 3°9594 | 39563 | 3°9531 | 3'9500 45 0 | 3'9447 | 39414 | 3°9381 | 3°9348 | 3"9315 | 39282 | 3°9248 | 3°9215 | 3°9180 44 30 | 3'9144 | 3°9108 | 3°9073 | 3:9038 |, 3"9002 | 38966 | 3'8930 | 38894 | 38847 44 0 | 3'8836 | 3:8798 | 3-8760 | 38722 | 3'8684 | 3:8647 | 3 8607 | 3:8508 | 3'3529 43 °30 | 3'8523 | 38483 | 3:3443 | 3°8402: | 3:8362 | 3:8321 | 3:3280: | 3:8238 | 3°8197 43 0 3"8206 | 3-8164 | 3-8ı2ı | 3:8078 | 38035 | 3°7992 | 3:7949_| 3'7905 | 3°7861 42 30 37885 | 3:7840 | 3:7795 | 3°7750 | 37705 | 3'7660 | 3:7614 | 3'7508 | 3'7522 42 0 37560 | 3'7513 | 3°7465 | 3:7418 |.3°7371 | 3°7323 | 3°7276 |.3°7228 | 37180 Tabelle NXXI enthält die den Schnittpunkten der Isodynamen mit den Meridianen zukommenden Coordinaten. Tab. XXXI. Isodynamen der Vertical-Intensität zur Epoche ı850°o. Tr ST en nn nn u 2 a nn i Isodyname von x 4'25 420. | 4:85 4:10 4:08, ..| 64:00. |. 3595. |) 39000 |, 3785 3'80 9 9° 30' _ 502 12.21 48°519.3 140° 54:2 | 45° 39:4 440 ar! | 43002726 |1420027,°6 — | = 10 0 = 49 59148 19°5 | 46 56-01 45 A222 4A 5320 AB Son 32°1 | _ | _ 10 30 — 49 56'448 19°7|46 576 |45 45'044 38°3 |43 35°7 |42 360°6 = | = te | _ 49 54'2|48 20°0|46 59:5 |45 ABER 418 48739087427 Ar32ı = | = Il 30 - 49 20/48 20°4|47 14 |45 50:6 44 45.2743) 43°83 2 As _ | _ 12 © — 49 50'148 20'8|47 3u 1.1457 5353144 48°6|43 47°9 2- 50°1 — — 12 30 — 49 48°5|48 21°3|47 5'1)45 55°9|44 52'0|43 516142 54'3 zu = Tao = 49 46°9 48 21°8|)47 6:9 |45 58:7 |44 55°4|43 55'5 | 42 58°6.|42°- 3°9 — 13 30 519 25'849 45°7|48 22°4|47 8°7|46 175 |44 58°7|43 59°3|43 2'842 8°6 Zr 14 0 5I 2ı1|a9 44°4 48 23°0|47 10°6|46 47045 1°8|44 37143 770|ja2 131 = 14 30 5ı 17°1|49 43'6|48 23°8|47 1275 |46 67 |45 5’2|44 679 |43 1072 42 1776 = To 51 13'449 42°7 | 48 aaes/ 47 8423 | A460 grad 1850| 44 Tor 437 rad a2 er 15 30 51 9°8|49 41°9|48 25'2|47 ı16°0 |.46 120/45 ı11°6|44 14'4|43 194 |A2 20b°4 = 100.20 5ı 6°5 149 41 1148 26°1|47 17°9|46 14°4145 14°'7|44 17'9|43 23°4|42 39°0 _ 16 30 5ı 41149 40°6|48 26°8|47 19:7 |46 ı16°9 145 ı17°8|44 21°6|43 27°4|42 35°1 = 17 [0] 5ı 1'4\|49 40'248 27'747 215 46. TO 45, 28° 48 - 25er A438 3725 2 39'4 = 17 30 so 59'249 39'8|48 28°5|47 23°3|46 220 |45 24°0|44 28:6 |43 35°4 |42 43°7 = ı8 0 so 56'949 39°5|48 29°5|47 25°1|46 24°6|45 27'0|44 32°1|43 391 |A2 47°9 = 18 30 50 55'2|49 39°4148 30°5|47 27'946, 27°1 |a5 '30°1|44 35:6|43 43:0 |42 52°1 42% 2°5 19 0 50 53'°4|49 393/48 31°6|47 28°7 |46 29-4 |45 33°1|44 39°0|43 46°8|42 561 |42 69 19 30 50 52°0|49 39'248 32°6|47 29°5 |46 zıq,|4a5 36° |44 42 4|43 50°5 |a3 0'3 |42 11°3 20. ©. 1,58 '5074 49 73950.|48. 233°0.197, 3273) AO ESas a as aan ee 15°6 20 30 50 49'149 3902 148 34°7\47 342 |46 36°9 |45 42'0|44 49'343 58°0|43 8'3 |42 19°9 0 las 48'049 39'348 35°9)47 36°0 46 39°2|45 449144 5275144 16 43 12'342 24°1 21 30 so‘ 46:8|49 39°4|48° 36°7|47 37°7 46 Ar°6|45. 47°8 44 55744. 5°3|43 16:3 42 28°3 22 0 so 45°8|49 39'048 37'8|47 39'546 43°9 45 506 44 58°9 144 90 |43 201 42 32°5 22 30 Mr 45°0|49 399 48 38°9|47 414 |46 46:3 |45 53°3 45 „2'144 1275 |a3 24°0 42 36°6 1 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 71 | Isodyname von k a N or] | 420 4:05 «|, 4:00.) |: 3-95 3:90 3:85 380 ee 2 0 ee ale Seller 23° o! |50° 44'3 [49° 40'2|48° 40!1 | 47° 43!1 | 46° 48:7 [45° 56'2 45° Sta 44° ı6t0 | 43° 27'8 |42° 40'7 23 30 50 43°5|49 40°5|48 41°3|47 44°9|46 50'945 59°0|45 3'06)44 19'5 |43 3176 |42 44°3 24 0 50 42849 40°8|48 42°4|47 46°7|46 53°3)46 1°7 145 ı1°8|44 2310|43 35'4|42 48°9 24 30 50 42°3|49 413148 43°6|47 48°9 | 46 55°6 46 44 45 14'9|44 26'3|43 39'2|42 52'8 PT) 50 41°9|49 AL"8|48 -44°7|47 50'3|46 57°9 46 7°2|45 18°0|44 29'843 42'942 50°8 25 30° |50 AL;3 |A9) 422148 45-947. 52°1|47. -0°1\46- 9°9|45 21:0 |44 33°2|43 -46°5 43 0°7 20 o 50 41'049 27 148 A711 47 3°8147 2:4|46 12:6|45 24°0|44 36'6|43 502143 406 26 30 50 40°9|49 43°3|48 48°3|47 55°7|47. 4'646. 15°2|45 27:0|44 40:0 |43 53'8)|43 3-6 27 0 50 40'749 43'848 eu Sala ar 029 a0 77701 As. 3a’o a4 43130 4337 4143, 12% Vergleicht man diese Daten mit den entsprechenden der Epoche 1890'0, so sieht man, dass auch die Isodynamen der Vertical-Intensität zu beiden Epochen einen nicht ganz unähnlichen Verlauf zeigen, doch ist der Unterschied bedeutend grösser als bei den vorhergehenden Elementen. Es ist dies leicht begreif- lich, wenn man bedenkt, dass ein etwaiger Fehler bei der Horizontal-Intensität bei der Vertical-Intensität vergrössei& wird. Denn differentirt man die Gleichung v’ = h'tangi’ nach ıh’, i’, v', so wird: MER. dv!’ = —— di’ +tang i’ dh. cos®i Ist 7’ und dh’ fehlerhaft, so hat der Fehler dv’ einen viel grösseren Werth, da hiebei dh’ mit tangi multiplieirt wird. Unter der Voraussetzung, dass di’ =0 ist, würde z. B. einem Fehler dh’ = 0:0050 bei i'—=63° ein solcher dv’ =0'0100, also ein doppelt so grosser, entsprechen. Wäre auch ö’ mit einem Fehler behaftet, dann könnten sich eventuell beide Theile der rechten Seite von dv’ summiren und dieses könnte bedeutend wachsen. Nachdem wir aber gesehen haben, dass die Isoclinen beider Epochen sehr gut über- einstimmen, so müssen wir die bei der Vertical-Intensität auftretenden Fehler dem fehlerhaften 7’ allein zuschreiben. Total-Intensität. Die normalen Werthe der Total-Intensität wurden ebenfalls aus den Normalwerthen A’ und 7’ nach der Formel: h' cosi’ berechnet. Tabelle XXXII enthält die auf diese Weise ermittelten Werthe für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise. Tab. XXI. Normalwerthe Z/ der Total-Intensität für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breiten- kreise zur Epoche 1850°o. % R ioR =“ See { ö DS ol Eros ol 102, 304er zollEr2e, ol na zoll 732 lol 13° 30! Dialo! 45881 | 4°5930 | 4°5976 | 46022 | 46068 | 4'6112 | 46155 | 4°6200 | 46242 3 45871 | 45915 | 45958 | 4°5999 | 46042 | 4'6082 | 4:6123 | 46161 | 46200 1.50 0 4'5852 | 4"5892,| 4°5931 | 4°5969 | 4°6007 | 4:6043 | 4'6080 | 46115 | 4°6149 50 30 4'5824 | 4'5860 | 4'5895 | 4'5929 | 4'5963 | 4°5996 | 46029 | 46060 | 46091 49 0 45788 | 4'5821 | 4°5852 45883 | 45913 | 4°5942 | 45972 | 4°5999 | 46026 49 30 4'5745 | 45774 | 4'5802 | 4°5829 | 45856 | 45881 | 45907 | 45931 | 4°5955 48 0 4'5095 | 4'5720 | 4'5744 | 4'5708 | 4'5791 | 4°5813 | 4°5836 | 4'5857 | 4°5877 48 30 4'5638 | 4'5059 | 4'5681 | 4'5701 | 4'5721 | 4'5740 | 4 5759 | 45778 | 4'5794 A) 45574 | 4'5593 | 4°5611 | 4°5028 | 4°5645 | 45661 | 4°5678 | 45092 | 45706 47 30 45505 | 4'5521 | 4'5536 | 4°5550 | 4'5564 | 4°5578 | 4°5590 | 4°5602 | 4°5613 40 0 45432 | 45443 | 4°5454 | 45465 | 4'5478.| 4°5487 | 4°5498 | 4°5507 | 4 5515 46 30 4"5351 | 4'5300 | 4'5309 | 4°5378 | 4'5387. | 4°5394 | 4'5402 | 4°5408 | 4°5414 45 0 4"5267 | 45274 | 45280 | 4°5286 | 45292 | 45297 | 4'5301 | 4°5305 | 45308 45 30 45178 | 45182 | 4'5186 | 45189 | 4'5192 | 4°5195 | 4°5197 | 4°5198 | 45199 4 0 45085 | 4"5087 | 4°5088 | 4"5090 | 4°5090 | 45090 | 4°5090 | 4'5089 | 4"5088 N [5] I TER znav, x u 92430.% 7028270) 1102 30% nr 0. na ol | T20280W 7225021302 03136950) 44° 0 4'4989 | 4'4989 | 4°4988 | 4°4987 | 4 4985 | 4'4983 | 44980 | 4'4977 | 4'4973 43 30 44890 | 4'4888 | 4'4884 | 4°488ı | 4'4877 | 4'4872 | 4'4868 | 44803 | 4°4857 43 0 44788 | 4'4783 | 4°4778 | 4°4772 | 4°47606 | 4'4759 | 4'4754 | 44746 | 4°4738 2 30 4'4084 | 4'4677 | 4'4670 | 4°4062 | 4'4054 | 4'4645 | 4'4637 | 44028 | 44618 270 4°4577 | 4'45069 | 4°4559 | 4°4550 | 4'4540 | 4'4530 | 4'4521 | 4'4509 | 44497 x o ee ROLE Paz n . eo Ef re oe oe ee ee 51° 30° | 4'06284 | 4'6325 | 4°6365 | 4°6405 | 4'6445 | 4'6482 | 4'6520 | 40557 | 4:0593 DI ® 4'6238 | 4°6275 | 46312 | 4'6348 | 46383 | 4°6417 | 4'6451 | 46484 | 4°6517 so 30 46183 | 4'6217 | 4'06249 | 46282 | 46313 | 4'6344 | 4'6374 | 4'0403 | 4'6432 5850 46122 | 4’6151 | 4'6180 | 406209 | 4'6237 | 4'6264 | 4'6290 | 46316 | 406342 49 30 4'6054 | 4°6079 | 4'6105 | 4°6129 | 4'6155 | 4'6178 | 4°6201 | 4°6224 | 46245 49 0 4'5979 | 4'6002 | 4°6024 | 4'6046 | 46067 | 4'6087 | 4'6107 | 4'6126 | 46145 48 30 4'5898 | 4'5918 | 45936 | 4°5955 | 4'5972 | 4°5989 | 4°6007 | 4'6023 | 46039 48 0 45812 | 4'5828 | 45844 | 4°5859 | 4°5874 | 4°5884 | 4°5903 | 4°5915 | 4°5927 47 30 45721 | 4'5734 | 4°5746 | 4°5759 | 4'5771 | 4°5782 | 4°5793 | 4'5803 | 4°5813 47 0 450624 | 4'5034 | 4'5645 | 45054 | 4'5063 | 4°5671 | 4°5080 | 4°5087 | 45094 46 30 45524 | 45531 | 4°5538 | 4°5545 | 45552 | 4°5557 | 4°5563 | 4°5568 | 45572 46 0 4'5419 | 4'5424 | 45429 | 4°5438 | 4'5437 | 4°5440 | 4°5443 | 4°5445 | 4°5447 45 30 45312 | 4'5314 | 45316 | 4°5318 | 4'5319 | 4°5320 | 4°5320 | 4'5320 | 4'5320 45 o 4'5200 | 4°5200 | 4°5200 | 4°5200 | 4°5198 | 4°5197 | 4°5195 | 4°5192 | 4'5189 44 30 4'5087 | 4'5084 | 4'5082 | 4'5079 | 4'5076 | 4°5072 | 4'5067 | 4'5063 | 4'5058 44 0 4'4970 | 4'4965 | 4'4961 | 4'4956 | 4'4950 | 4°4944 | 4°4938 | 4'4931 | 4'4924 43 30 44851 | 44845 | 44838 | 44831 | 44823 | 4°48ı5 | 4'4807 | 44798 | 44789 43 0 44730 | 4°4722 | 4°4713 | 44705 | 4'4695 | 44685 | 4'4675 | 44665 | 4'4654 42 30 4'4609 | 4°4598 | 44588 | 4'4577 | 4°4506 | 4°4554 | 4'4543 | 4°4530 | 44517 42 0 4'4486 | 44474 | 4 4461 | 4'4449 | 4'4436 | 44420 | 4"4409 | 4'4390 | 44381 Si go) 4'6628 | 4'6664 | 46698 | 4'6731 | 4'6764 | 4°6797 | 4:6828 | 46860 4'6890 gi © 4:6547 | 4'6579 | 4'6609 | 46639 | 4'6668 | 4:6697 | 4'6725 | 4'6753 | 46780 so 30 46460 | 4'6489 | 46515 | 4’6541 | 4°6566 | 4°6592 | 4’6616 | 4:6640 | 4'6663 50.0 4'6366 | 4'6390 | 46413 | 4°6436 | 4°6458 | 46481 | 46502 | 46523 | 4'6542 49 30 4'6266 | 4°6288 | 40308 | 4'6327 | 4°6346 | 4°6365 | 4°6383 | 4°6400 | 46417 49 0 46162 | 4‘6180 | 4'6197 | 4'6213 | 4'6229 | 4°6244 | 4°0259 | 4'6273 | 46286 48 30 46052 | 4°6067 | 4:6081 | 4'6094 | 4°6107 | 46119 | 46131 | 4°6142 | 46154 48 0 4°5938 | 4°5950 | 4°5962 | 4'5972 | 45982 | 4°5991 | 46000 | 46008 | 46016 47 30 4"5821 | 45830 | 4'5838 | 4°5846 | 45852 | 4'5859 | 4°58066 | 4'5871 | 45877 ul 2 4'5700 | 45706 | 4"5711 | 4'5716 | 4°5720 | 4'5725 | 4'5730 | 45732 | 4°5734 46 30 45575 | 45578 | 4°5581 | 4'5584 | 4°5585 | 4'5587 | 4°5588 | 4°5590 | 4°5589 46 0 45448 | 4°5449 | 4 5449 | 4°5449 | 4°5448 | 4'5447 | 4'54406 | 4°5444 | 45442 45 30 45318 | 4°5317 | 4°5315 | 4'5312 | 4°5309 | 45306 | 4°5303 | 4°5298 | 4°5294 AS 70 4'5185 | 4'5182 | 4°5178 | 45173 | 4'5168 | 4°5163 | 4°5157 | 4'5151 | 4°5144 44 30 4'5052 |, 4'5046 | 4'5040 | 4°5033 | 4°5025 | 4'5018 | 45011 | 45002 | 44993 4 0 4'49160 | 4'4908 | 4'4900 | 4'489ı | 4 4882 | 4°4872 | 44803 | 4'4853 | 4'4842 43 30 4'4780 | 4'4770 | 4'4760 | 4°4749 | 4'4737 | 4°4726 | 44715 | 4'4702 | 44690 43 0 4'4642 | 44630 | 4°4618 | 4'4606 | 4°4593 | 4'4579 | 4'4506 | 44552 | 4'4538 42 30 4'4504 | 4'4490 | 4'4477 | 44462 | 44448 | 4°4433 | 4 4418 | 44403 | 4'4387 42 0 4'4365 | 44351 | 4'4335 | 4°4320 | 4°4303 | 4'4287 | 4'4270 | 4'4253 | 4'4236 7 . 2328041232 30" | 24° o' | 24° go ll2K00! E% 30 112627 7026223002720! 51° 30° | 4:6g21 | 4°6949 | 4'6977 | 4 7006 | 4'7033 | 4'7060 | 47085 | 4'7111 | 4°7136 Se, 4'6806 | 46832 | 40856 | 4'688ı | 46905 | 46928 | 4°6951 | 4°6966 | 46994 5o 30 46687 | 4'6708 | 46730 | 4'675ı | 4'6771 | 4:6791 | 46811 | 4°6829 | 46847 so 0 46562 | 46581 | 4°06598 | 46616 | 46634 | 46650 | 4°6666 | 46681 | 4 6696 49 30 46432 | 46448 | 46463 | 4'6478 | 4'6492 | 46505 | 4:0519 | 46530 | 4'0542 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 73 | x | u Ar Nest el, nen a nen ener ' | 23% oN| 23° 30" 24° °0'| 24° 30"| 25° 0'| 25° 30 11262 2.01112627303127°° © | | l | | 49° 0’ | 46299 | 46312 | 4:0323 | 4°6336 | 4°6346 | 46357 | 46367 | 4:6377 | 4°6385 48 30 | 46164 | 4°6173 | 4°6182 | 4°’6190 | 46198 | 46206 | 4°6213 | 4'6220 | 4'6226 48 0 46024 | 4'6031 | 40036 | 4°0042 | 46048 | 46053 | 4:6057 | 46060 | 46064 | 47 30 | 4'5881 | 4°5885 | 4°5889 | 45892 | 4°8895 | 48897 | 4:8899 | 4 5990 | 45902 47 0 |4°5736 | 4°5738 | 4°5738 | 45739 | 4°5739 | 4°5739 | 4°5738 | 4°5737 | 45735 | 46 30 4'5588 | 4'5587 | 45586 | 4°5584 | 4°5582 | 4°5579 | 45576 | 4'5572 | 45568 | 46 0 45439 | 4'5436 | 45432 | 4°5428 | 4°5425 | 4°5419 | 4 5413 | 45407 Sal 45 30 | 45289 | 4°5283 | 45277 | 4°5271 | 45264 | 4°5257 | 45249 | 45241 | 4'5233 45 0 |4'5137 | 45129 | 4°5121 | 45113 | 4°5104 | 45094 | 4°5085 | 4°5075 | 4'5004 44 30 4°4984 | 4°4974 | 44904 | 4°4954 | 44943 | 44932 | 4'4921 | 4'4908 | 4'4890 4 0 44831 | 4°4819 | 4°4807 | 4°4795 | 44782 | 44770 | 4'4756 | 4'4742 | 4'4728 43 30 44077 | 44654 | 44050 | 4°4636 | 44622 | 44607 | 4°4592 4'4576 | 4'4560 Inr2S 2520 4 4524 | 4°4509 | 4'4493 | 4°4478 | 4 4463 | 4°4445 | 4'4428 | 4°4410 | 4'4393 42 30 44371 | 44354 | 4°4337 | 44320 | 4°4302 | 4°4284 | 4°4266 | 4'4247 | 4°4227 ae Wo 4:4218 | 4°4200 | 4°4181 | 4'4163 | 4'4144 | 4'4123 | 4°4105 | 4'4084 | 4'4064 Die aus diesen Daten abgeleiteten Coordinaten der Schnittpunkte der Isodynamen mit den Meridianen “ findet man in Tabelle XXXI. Tab. XXXII. Isodynamen der Total-Intensität zur Epoche 1850°o. Isodyname von x | 468 I a ar N aaa | #04 o 9° 30' I nl; = | = Aye 41'9 | 45° 7:3 43° 34 == 10 0 = = = 4979.337221 45, 1578| 45,748 | — 10 30 = = a ea 2505, 4751439 4635 = Te = _ zn Ay rg 2 ASen a anlnası 3758 = ı1 30 = _ HoR 25:3 ar 33:8. las 274 |Asn 92 | — I2 0 = = Som 2547 3529, 645, 95510437 2088 = I2 30 = = AO a7 Kan 37a 452 20:91 43 7125371 = 13 0 — = | 49 295 |46 593145 0°5|43 13°8 = 23,30 _ 49 191 | 46 56'1 45 OLE RE _ Io - = 1129 8:4 |a6 52:7 |45 00,43 17'3 = 14 30 = = | 48 59°3 |46 50°0|45 0'0|43 191 | = ro — | ASS TEIWAD, 4425: 745° 705057437 72097 | = ie 570) — 51° 27'4 | 48 45°0|46 450 |45 0:0 |43 22°6| _ ie Ste) = BseBarn AS 380301046) A229: | a5 0 00°5 | 45: 24:0 _ 16 30 | — 50 52°9|48 33°3|46 413 |45 07|43 26°5| = Io | = | 50 40'0 | 48 28:0 |46 39:5 |45 ı'2|43 28:4 | AR 17 30 | _ 50 290 | 48 23°6 | 46 380 | 45 1:28217430,30340 1422 059 ı8 0 \. = 50 193148 19:5 46 368 |45 275 |43 3214 42 4'2 138 30 — 50 10'9 |48 ı6°3 |46 35:9 45 3°4|43 34°4 | 42 76 In 0 _ 502 732027482 128746) 7357| 45, 7,4:07 17490 ,3075 | 42 10:6 19 30 | — 49 56:60 |48 95 |46 34°4|45 4'8|43 385 | 42 13°8 200 | _ 49 500 |48 6°8|46 33:6 |45 5'9|43 40'8 | 42 16°8 20 30 — 49 44°4 | 48 4°3|46 33°3 |45 68 |43 43°1 | 42 2o'0 21706 _ AO 3HL0n| 48 210740 732282 04572 757, | 437 4523 | 42 2372 21 30 BIT 7 | Ag zAR2, | 48: ):0%0) | Abr 325 las 38:83 | 43 47'2 | 42 20°4 22 0 5I 130 | 49 30'0 | 47 583 |46 32°1 |45 10'0|43 49°4 | 42 29'4 22 30 57T 5°4|49 261 |47 56°5|46 32:1 |45 112 |43 51:8 | 42 32°6 23 0 50 58:5 |49 227 |47 550 |46 32:4 |45 12°6|43 53°9 | 42 35'7 23 30 50 522149 19'3|47 53'7 | 46 326 |45 13°9 | 43 56'5 | 42 38'8 24 0 so 467,49 16°4 |47 527 |46 32°8 45 152 143 58°7 | 42 42°1 24 30 |5o 421 |49 13'6|47 51°6)46 33:1 |45 16.6 |44 09 |42 45'2 25 0 50 36°4 |49 ı1°0 | 47 50°60 |46 33°5 45 181 |44 3°3 | 42 48°3 25 30 50 32:0|49 83'8|47 49'8|46 33°9 |a5 195 |44 56|42 517 26 0 50 27:7|49 6°5 |47 492 |46 34°4 |45 2100 |44 80 | 42 548 26 30 Bow 29.7 AO AUG A 48272146: 35.171,45. 22%6 | 44. 1075 | 42. 58°7 ZT 50 206 |49 2z2°9 |47 48°2|46 35'745 241 |44 12'9|43 12 | | Der Verlauf dieser Curven ist ein ganz anderer als jener der Isodynamen der Epoche 1890-0. Wäh- rend die letzteren eine nach Nord convexe Krümmung zeigen, sind die ersteren gerade umgekehrt gekrümmt. Diese Thatsache ist ein Beweis dafür, dass die Werthe der Horizontal-Intensität und auch die Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. 10 74 J. Liznar, daraus abgeleiteten Normalwerthe dieses Elementes nicht ganz richtig sein können. In welcher Weise ein Fehler von h’ den Werth Z’ beeinflusst, ersieht man aus folgender Differentialgleichung: dh’ _h'tangı’ Da hd 2 cos?’ cos’ s 1 3 ln: Eu 5 3 ; nee: “ Da —-— bedeutend grösser als die Einheit ist (steigt sogar über 2), so wird der Fehler d#’ viel grösser cosi sein müssen als dh’. Der Einfluss des zweiten, von di’ abhängigen Gliedes wird, da di’ jedenfalls nur sehr klein sein kann, gegen jenen. des ersten verschwinden. D. Störungen der erdmagnetischen Elemente zur Epoche 18500. Nach den im vorhergehenden Abschnitte zur Berechnung der normalen Werthe der Declination, Incli- nation und Horizontal-Intensität angeführten Formeln wurden ebenso, wie es für die Epoche 1890°0 geschehen ist, die Normalwerthe der drei Elemente für jede Beobachtungsstation Kreil’s ermittelt und durch ihren Vergleich mit den beobachteten Werthen der Betrag der Störung bestimmt. Man findet sowohl die Normalwerthe als auch die Störungen AD‘, AJ, AH' in der folgenden Tabelle XXXIV. Tab. XXXIV. Normalwerthe und Störungen der erdmagnetischen Elemente an den einzelnen Stationen zur Epoche ı850°o. Nr. Name der Station ds AD! is AJI hs AH’ Ze = >= | | I | Adelsberp? I. 00 era ee Lalenaogr82o | Es Mesa — 3'] 2°0761 52 2 AdmOnE re NA —ı0o'0o| 64 8 8 1°9959 | 37 3 Null a an a Sana | re | 2°oobz3 | 377 AN NEL El Dane oe ee | A | 13.0| 65 30 | —- 2 20390 | — 23 5 NE ee ns Zoe] Tal 62, 30 Zar 2'0909 36 6 , Alexinatz 30 28°2 | 59 50 18 2°2477 — 5 7 Altheim (5 79 —15'4| 64 47 — 3 1°9528 — 39 8 Ancona | 14 24°0 — 83 | 61 8 _ 2 2'1073 36 9 Arad EEE ee 3'6 — | A) —9 Zu Io Beleraders Sen ke re PRIOR —ı2'4 | bı 6 10 2"1821 | 08 11 Belloyaracıza. 7.20 oe kn AS DE 6'0o | 62 30 6 2'0068 | — 30 12 Belluno | In DOT 15:3, .03, 021 —_ 2 20364 | 115 13 Bistritz er ee 18'1 (Er 3 2°1129 14 14 Bleibere sg ng 7 ee Et 4 14 39'9 — 2’4| 63 30 —5 2'0310 124 15 Bludenz 1 1024339 — 15291 04, 272 | 3 19035 12 16 Bodenbach 2A 341 66 ı9 13 18561 12 17 Bormion.ins 7. Ba ee ED 9 7’al 63 54: | 2 1'9992 — 94 18 BOZEN ee re 1754850 13'9 | 63 46 6 2'0105 — 36 19 Bregenz go tn a | MO 52 —26°3 | 64 42 7 1'9462 17 POL IN Brenrienshtr.n 2,5 net neh kai au ATS RD ZN OH —9 1'9885 [6) DEE 1 VELESCHAN SETS ee LA Re ia 140: | 700 65 12 —_— 2 2'04I0 4 220 N Brindisueese.g en Ser | ANZ —15°9 | 57 42 —2I 2'3549 54 en MER Free ee ee) 8 528 10'2 | 64 44 [6) 1'9920 23 2 Bruck asd, Mur”. = a u || 730 3703 el or — 3 20120 38 2 |BBcunnsg re | ee 25’o| 65 o 14 2'0273 I A | ne ae ae ee Be a — 3 2'0039 — 21 2 NeBukarest a nero ae || ler 6) 14 | 2°2449 = 284 |" Carlowitzı u. a ve ae wa an are asian so. Toll Drag RI Gate ee LE A2EZ — 9'°ı | 59 13 11 2'2762 | 30 BO IGHIESCh mE Se Le ee se Bee NEE 2 Ri 66 I — Io 128737 | 7 37,5 Chlnmeeear d.Gidlnasese ee Tag 2.2410.05.2.40 I 1:8950 | 15 SEN er Ve ae ee LG | LER — 8 | 2:0650 | 125 33.) 1. Gomol nn era ee. 10,505 — 3:9.| 63 35 5 2’o1bI | — 58 34 | Conegliano .. . es ee Et ln —r 0:71 7039370 4 2'0490 | 90 SR GrEmonasee LO A Be | TH I 2'0580 I 30 Curzolas I ae: al reezi 6°9| 60 3 =. 22339 — 14 372 Caslau.,. 2. Anl er Eon 208 UOTE O —9 1'9032 | 4 SSM Gzernowitzi en re 8 42'4 || ee 1 4 2:0846 #= so 39 GZOrHEROWLL . here Kara Aralre Re 8 415 SEA 037.53 — 20 2:0418 | 116 402 | Debteeziue men RE 10, 40-2 03 72 o 20695 | — 34 A122 Dobra, SAME ee N Too Su ROT au 21474 | 4 2 ı Dolna ES er a re Fe I 2°0291 | —_ 2 l Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. Nr. Name der Station ds An! is Ay h$ Au! 43 Eisenerz . . Na 14° 10°I — us ubA02 —7 2'0026 60 44 Balin, Ta 5 or oe 17252052 ZI AS OS — 6 2'0422 115 45 ESSepEe er I2 14'060 2’9 | 61 53 2 2'1306 — 84 46 Fiume . TA FIorT Nrz2 62 24 [6) 2'0981 21 47 Fogarass .. 9 27'8 NE 3 ZT RE 43 48 Fünfkirchen. ... . 27 87 62 28 [6) 21022 — 21 49 Gastein (Bad-). . 15 22 —_ 44 30 59 o 20018 104 50 St. Georgen . 14 54°8 12°8 64 30 Io 1'9710 — 24 5 Gleichenberg 13 34°9 —13'6 | 63 24 4 2°0433 20 52 Gmünd 142 AO 18°5 63 46 —_—4 20160 3 53 GO ZE ye DAS 72 2183 63 [6) 3 2"o61I1 76 54 Goluen aa cn. 15 4'8 — 4'7 64 19 6 19814 — 8 55 Graz - 130 25087 — oe — 7 2'0294 36 56 Gratzen . . 14 20'4 el —_ 2 19461 — 121 57 Gravosa . . 12, 28-2 — 18 59 34 —13 2°2531 = 58 Grosswardein . Tow 42.5 II-8S | 62 47 o 2'0926 — 82 59 Hermannstadt . 9 49°4 — 17058, 1 01% 26 — og 2'ı689 157 60 Hohenelbe . TAGE 312 er] Gl 5 5 1:8776 — 54 61 Horn . 1352-0 —12'I 604 46 —4 19611 —— 2 02 Iglau 5 TS EROLT O2 O5 917, [6) 1'9287 35 63 Imst, Se ı6 ı8°1 —ı0°6 | 64 22 I 1°9715 — 95 64 Innsbruck 1805050, | 522; 1 042 18 — 3 1'9762 _ 2 65 Ischl 14 51'8 79| 64 2ı I 1'9803 — 23 66 Isola bella Ian Tow52 1, 03.043 2 2'0040 — 35 67 Jakobeny e 9 6:3 | -ı7'2 | 62 40 5 2'1059 59 68 St. Johann i. T. is 26:2 | —-ı0'9g | 64 22 2 1'9759 — 33 69 Kalafat Oma S7 a 2 20 2'2389 — 32 70 Kallwang . TA 13..0 —ı13'6 | 04 I — 12 2'0049 61 71 Karansebes . 16) 2.121000) —17'7 O1 22 — ı6 2: 1688 — 66 72 Karlsbad I ER 2:o| 66 8 2 1:80646 12 73 Karlsburg 1or 212 2020 707745 —8 2°1518 170 74 Karlsstadt ne Seo 8:0 | 62 22 2 21020 — 21 75 Kaschau . to 5700 49|1|64 7 10 20165 — 74 76 Kenese. . 1203127 8#3.1 030 15 9 20585 — 22 At Kesmark - U 2236 224211104032 8 1'9892 2 78 Klagenfurt 1402 22:2 6205103. 26 I 2'0383 57 79 Klattau . 1 EX0.8 1-81 05 31 — 7 1'9049 19 8o Klausenburg 90.5852 — 3:81 62 2 19 2.1273 — 25 Sı Kolomea O1 7so m vAsan 032 33 — 2:0569 — 47 82 Komotau . DTTES — 35] 66 3 7 18007 —_— 8 83 Krakau .. u Be ee 7 1'9449 —256 84 Kremsmünster . 14 36°4 | — 46| 64 31 9 1'9720 — 130 85 Krosno . er Io 40°0 2141| 64 47 —ı 1'9784 — 91I 56 Baibach area. 14 13°0 14250103 L — 7 2 o6bsI 56 87 St. Lambrecht 14 30°3 252,1, 030 4% 2 2°0171 26 88 Landeck . lo ara \\ ne | nl I 1'9723 20 89 Leitomischl . ee | LE er [6) 1:9160 — 33 90 Lemberg . 9, 2937, ar 61 Ro o 1'9924 — 50 gı Tenischauge a 2 10.0 2’2| 64 2; 5 19960 17 2 Vrenzase er LO 9°:6| 63 49 o 20106 — Io 93 Brezenwn re ee. 14 29'6 Bas 6429 o 1'9944 o 94 TInZE See, ren wu: so 1403878 8:71 64 40 2 19023 a 95 SEEN ol 13 14°5 — 6°1 00 14 — 30 2'2199 221 96 DESIE ae: 130 18172 g°ı —_ _ 2:2178 82 97 Posonez sure DIrAOnT —14°0| 00 o 7 2'0170 — 4 98 Lundenburg Dal ea I DATA, 3 1'9704 38 99 Lussin picc. . ur al car Sol 61 45 8 2°1344 — 132 100 Mallandem an: lo 30°8 | 63 2 — 7 2'0529 37 IoI as ee ans oe rg 0A 2 — I 1'9924 33 102 Mantua 15 524 | — 9'5| 62 9 6 20058 — 39 103 Marburg . ha A —13°9 | 63 13 [e) 2°0543 — 14 TON St Mana eco Togera se 20285503555 2. 1 229988717 735 105 Maros-Vasärhely . oo 9 33'8 ZESS 1022 7 14 2°1391 — 33 106 INGE tere ı2 16°9 1473| 59° 10 —ı2 2'2729 9 107 Mehadıa a 0... © Tosy39: 72,322 007 53 —ı13 | 271932 92 108 Melk sous = 27, | 049 2 GI ee | = 109 Meran een lkeuke he u] Ey IR —ı 2'0005 — 42 110 SEENUKIOSE ER ou a ıı 46°9 BROS IN 04234 I 1:9844 17 Lıı Munkaesee en. Io 14'3 2:3| 63 45 5 Zucicsn N 112 Napvbanyayı 2. 2.0.0. 9 54°8 — EIS | ler 2} — II 2°0817 83 113 Newßradiska „oo. 12 48°5 6o| v1 53 3 2'1320 — 63 =] J. Liemar, Nr. Name der Station ds AD! x Ay 2 AH’ | 114 Neuhaus TASRERES 10'1 65° 10 — 4 1'9339 — 67 115 Neu-Szöny . 123028 — 1.50 63 47 — 7 2°0269 | 57 116 Nisko 10 2537 —ı18'2 65 21 — 7 1"9467 | 23 117 Odenburg 130 819.2, 4'2 63 56 6 2:0136 2 118 Ofen . e a Nulon 63 28 2 2'0489 — 84 119 Olmütz . 13 2 Ao, 1'4 05 03 6 19376 — 46 120 Orsova Io 40'9 | — 6°o 60 44 3 2'2023 — 855 121 Ottocaz 13 Arm 171 61 52 5 207272 — 42 122 Padua Ei ae —13°9 62 51 I 20662 95 123 St. Paul TAT — 87 0572 —4 20391 | 63 12 Pavia 10 50925 271 03246 2 20464 — 26 125 Petrina . 13.3195 6-1 Domes 4 21116 — 82 126 Pisek Dar AAN 90 65 23 —14 1'9170 — 14 12 Plan . u — 44 65 56 2 108778 110 128 Pola . 14 24°3 | — 83 b2 7 on 2°1723 | 4 12 Poschega . IT 4226 Kur 60 2ı 15 2'2103 | 18 130 Bram g: 14 39°8 — 50 65 52 18 ı 88974 | — ı2 131 Pressburg Ya Nasg 17°4 64 13 —13 1'9985 86 132 Przemysl . 10, el —31°1 64 45 4 1'9836 52 133 Radstadt . N — 64 7 4 1'9940 | 40 134 Ragusa Iı2 274 | — 9°6 BOmST —ı 2'2501 122 135 Rattenberg DS ZH —. 5 64 23 o 19736 | I 136 Rawa ruska . 9 39'2 —20-1 65 I M, 19693 | —I4I 137 Reichenau I 87 116 65 43 —.5 1'9023 — 40 138 Reichenberg 14 2 24°4 66 15 5 1:80656 — 32 139 Rovigno 15. 223=6 —22"0 62 36 3 2'0807 76 140 Rzeszow . 10/2321 —28 0 OST 2 19650 | 55 141 Rudolfswert . TS —33.1 62 40 —ı 2'0837 — 78 142 Salzburg . . une Seo) 67 64 29 —. 1°9703 — 56 143 Sambor 9 56-4 —28'2 64 31 I 1'9984 — 61 144 Sandec.. II 18:3 14'9 64 50 — 4 1'9719 — 22 145 Sanok . Io 27'0 —ı10°2 64 38 4 19880 | — 62 146 Schärding L5e E28 1008 64 53 — LI eg | — 25 147 Schässburg . 972987 40°6 61 44 zn 21555 | 103 148 Schemnitz 1292920 10°1 64 13 —9 200536 | 112 149 Schottwien . 73, SAOL7 12°4 64 0 5 2'0077 13 150 Sebenico . 258 LO? 60 50 8 21862 | — 65 151 Seelau . e BA 832 4'0 (2 [6) 1'9200 — 94 152 Semlin . IT 30:6 — 41 61 s 5 2'1784 — 186 153 Senftenberg . 37 3a — 0:6 65 38 5 1'9089 — 47 154 Skole OL TASE —-17'0 64 7 _ 2 20226 16 155 Sondrio TOraBOU7 —22'2 63 43 7 20086 — 100 156 Spalato ö a ee 19°1 60 34 9 2°2020 — 095 157 Stanislau . . 9 13°9| — 94 63 54 I 2'0371 8 153 Sun Are 6 9 37°6 | 135 64 15 — 3 2'0155 120 159 Suczawa . R 8 39°7 10°7 62 44 o 21049 | — ı7 160 Szatmär . Row slzly — 1'4 (et 4 20698 | — 34 161 Szegedin . LI E3S:6 —15°3 b2s2X 7 2.1119 — 70 162 | Szolnok . al Seuche) | le a 6 | 2°0723 5 163 Tarnopol . 8 46'7 30°5 64 18 5 2°0178 0% Sı 1064 Tarnow E 11 BER! 8-8 65 6 18 19572 — 2 105 Temesvar . I 78 | -ı17©3 61 48 —-7 2'1441 — 09 166 Teplitz . oc — 66 66 18 7 18504 11 167 Teschen 122053 au 65 Io —5 1'9450 21 168 Tokai 106° 540.2 7652 3 40 —20 20422 139 169 Tolna . 2 19'7 62 40 7 2°0919 — 32 170 | Trient 15 52°6 4:6 63 28 —10]72%0272 — 21 171 I 2a 31-9 | —go.r 62 46 — 2 20753 57 172 Troppau 12 44'6 1.6 05.23 — 2 1'9300 52 173 Ungvar A Io, 23:5 o'2 63 56 —9 20289 73 174 Veletips sn ST — 6°6 62 48 [6) 20698 [076) 175 Veretizker.er. 107 2252, ı Zrso 63 58 — % 20294 | — 54 176 Verona... Ina soun ı un ber 5 20546 | 12 177 Viceenza .. 15 3A 4'0 65 © 2 2°0567 | 77 178 Vöcklabruck 15. 52:9 | -ıT4 ONEe3S 5 19675 | — 6ı 179 Weisskirchen . I 47 | #3; 612 33 5 2.1846 | — 93 180 Wieliczka N, 03308 10'9 BSG anS = 2 1'9595 — 17 181 Wiener. 130 20 6°1 64 21 —_—4 1:9881 | — 14 182 Zara. e 13 42°5 10°5 7 24 2-1619 | — 70 183 Znaim . . 5 13. soo Aal aus 64 50 — 2 1'9577 59 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. TR: | | | | Nr. Name der Station a! | AD! is AJI Be | AH' — | Stan WBudwersgenns lee — — 65° 8° | — 4' | 1:9342 | 54 | 185 lBEENDTTEE Te nee äonien me _ —_ 59, 10° 7 2A 22792 o | SO EST GbrIStophe nn 3. 8 un: = | = 64 2 — 8 1'9686 — 32 | 187 DIES ER a0 —_ | _ Da. 230 2 | 704 2'0316 | [6) 188 BranzensBadee gen. —_ _ 060 °8 5 1'8737 9 189 Kodeilel 0 ae De Dr _ | _ O3 3E 7 2:0316 | 30 | 190 ENDEN ns 2 ec A ee _ | _ 66 14 | 4 1"80353 — 6[| 191 | Mahrkalanı m 2 nn. - = | -- 6102 | 8 21549 | — 40 Oz ENachodusy m ee een % - . — 65 5 | —ı 18916 | — 45 POS WEISEN ee = = | = 65 46 —13 1'8900 65 | DEE WROIsterberpn. ae ee ale = = 64 2 — 20020 Ba en. RE ne A _ | - 634425 —71122:0326 54 | TOD RSchonauen ee — = 66 18 3 1'8564 — 21 | 197 SgneHz ou m a er _ _ 64 5 | —6 1°9527 | 32,1 FOSSRSTEINAINANGER „are engeren _ _ OSE a 14 2.0338 II TODE SteinDerse er ee _ _ 64 49 2 1'9543 15 ZORELSTTENTSCHID Ga Kae er nee one _ - 64 38 11 ey 6 201 Udmesse ne an ae ah — _ 63 10 — 4 1'9253 334 | 202 VALESCHTIEE een a emehre — _ Da AT, 2 20798 15 Bei Besprechung der aus den neueren Beobachtungsdaten berechneten Störungen habe ich gezeigt, dass die Grösse derselben zu verschiedenen Zeiten verschieden sein muss, da sie von den Werthen d, i, h abhängt. Für das verhältnissmässig kleine Zeitintervall von 1850 bis 1890 müssen sich aber für einen Beobachtungsort die aus den Daten beider Epochen abgeleiteten Störungen fast ganz gleich ergeben. Nur an solchen Stationen, an denen grössere Störungen auftreten, könnte sich in Folge der Verschiedenheit der Aufstellungspunkte ein Unterschied ergeben. Aus diesem Grunde ist die folgende Tabelle XNXXIVa, in der die für 1890 und 1850 abgeleiteten Störungen nebst ihren Differenzen zusammengestellt sind, von besonderem Interesse, da wir aus diesen Differenzen die Genauigkeit der Resultate Kreil’s wenigstens bei der Declination und Inclination beurtheilen können. Tab. XXXIV a. Grösse der Störungen zur Epoche ı850°0 und 1890°o. | Nr. Name der Station | AD! AD. |AD-ADN Ay AJ IAJ-AJF| AH | AH |AH-AH! j | | EN | Me | | I IS EI SHENE SE 30:7 | — 0:9 | —-31'6| - 3'| —4'| = ı! Se 10 — 42 DE PAgmont ee | Toro | 2:8 1281| -—8S|ı —ı 7 oral 108 3 Aflenz . er ee, ee 7 | IR 9'2 — 6 — ı 5 17 7 — Io 4 DEAN ee 350: | 29 —Iıo'I ar [) 36 61 2 5 NIELS ge een al = BR | 058 15.3 — 3 — 1 2 — 39 12 5I 6 Bueonage nee: eg ge | rl 2 _ N: N 30 56 20 7 Blesberpanr er ee tere. | = 2>4 |, — 1254 oo —5 o 5 9 —I15 8 Bindenzp wre 2 a E59) |, Ag I1'o 3 (6) — 3 2 13 I OEeBodenDachnkren a kt] 334 BEA ET 73 I — 12 12 — I9 — 31 10 | Bozen . Fin ee 13°9 0:3 | —ı13'6 6 3 =5 — 3506 — 30 6 Be llBrepenzue ne en. ra. |. 26:3 | 67 19°6 7 _ 2 —9 17 13 —_— 4 Be BEINEISKER ee een se 79|ı-ı46| -22'5| —2ı —14 7 54 89 | 35 13 BEodyr ne ER ee 10rZ 16°9 6'7 [6) — 5 —5 23 142 119 14 , Bruck AA My a en Rule eg: 10'9 — 3 — 7 —_4 38 47 9 Ban EBENBNGES Te EAmreten sehe are 25°0|— 5'2 —30'2 14| 10| —-4 I 2 26 RognWBruneckr Sonne ee | Se ee oe Ne 2 5 1-21 | = 5 16 ee, MBUÄWEISHE.S EU nern | _ 26 _ —_—4 2 6 54 19 —»35 18 CHIESChH u een ale ZU 44 2008 — Io —5 5 75 2 =. 19 Chiumecgp a 2 Sn ke. 223 2.7, o'4 ı| -ıI — 10 15 — 16 — 31 20 BE ee er Ren) 1050: | — ı1°4 s6| —3 | —-2 6 12 23 — 102 a OA 6°9| — 3'353 | | — re) | 4 ale = an 406 00 ru nGaslaun. m ine. — 2'9| — ı'2 Br -—9| -b 3 a 9 5 23 | Czernowitz . . A3-1 37°2| — 5°9 4 | 8 a aa ne 24. \ Gzartkow. 2.0... s-4| Al Bug) 20 | 10 4 116 140 24 25 -(’Debreezin .... Be) o'S 6°5 [e) | 2 2 =,34 | 92 | 120 | | | | 18 J. Liznar, Nr. Name der Station AD! AD |AD-ADN Az ANe WERE | al AH |AH-AH! | | | 26 Dolinan. une I osias le 2:0 15'4 ul ern eg — 24 4 28 27 | Eisenerz . IE FE — 2 5 60 2 —358 28 Erlau a 21°4 6°2 276 6 I 7 IIS — 31 — 146 29 ESSF Eis Eee 29 naar | eg 2 _ 2 =. — 84 92 176 30 Fiume 102 I’4 | —ı0'8 [6) —eS u 21 7 — 14 31 Fogaras . 13'5 20 15°5 3 4 7 43 — 107 — 150 32 Franzensbad . —_ — 115 _ 5 5 [6) 9 48 39 33 Fünfkirchen . . 87 | — 7°5 | —ı0:2 o —_ 2 _ 2 — 21 107 128 34 Gastein (Hof-) . —44|—-6's5| — 2ı oo — 2 _ 2 104 43 — 61 35 Gleichenberg —ı13'6| —ıı"4 2'2 4 | 9 5 200 — 25 — 45 36 Gmünd . 18 5 0'8 Karel? A) 6 _ 2 3 59 56 2 Gorza ne 21'3 o'o| —21'3 -—3| -7 4 76 26 — 50 38 Golling — 47 SE8 s’o 6 4 _ 2 — 13 18 3ı 39 Gratzen 1:6 2'8 ya) 3 5 — 121 2 145 40 Gravosa — 18 Ne z’ıl —ı13 2 15 — 12 119 131 AL Graz . — 0'9 DT 2o0|I —7 — 6 I 86 28 | — 58 42 Grosswardein . ı18| — 5'4| -ı7'2 o 4 4 — 82 | — 24 58 43 Hermannstadt . —ı16'8 | — 7'8 901 —9 —21I —ı2 157 313 156 44 | Hohenelbe 13'0 s:o| — 5'o 5 I 4 — 54 | — 29 25 45 Horn —2 a Oo —_4| fe) 4 _- 2 — 16 — 14 46 Iglau o'2 o'ı | — o'I o|—ı —ı 35 |— 23 — 58 47 Imst . —ı0o'6| — 3'7 6'9 1 o —ıI —-95|-35 90 48 Innsbruck 5'2 6°5 13| — 3 [6) 3 = 89 114 49 a lnIschl =. m: 79 35|-— 44 I 11 10 — 23 | — 63 — 40 so | St. Johann i. T. — 109g | — 9:2 27, 2 I —ı — 33 2 75 st | Jakobeny —17'2| — 7'5 9'7 -—5|- 2 3 59 | — 32 — 91 2 Karansebes . —17:7 | —ı07 7'o| —ı6 — A 12 — 66 53 119 53 Karlsbad . 2.0, | 4:2 20W2 2 I —ı 125 43 | — 3 54 Karlsburg = 20:0, | 20, au] —gwsal- Bu 2 72 6 170 120 50 55 Karlsstadt Sonn = 6rT | Ar 2-4 — 6 — 21 78 99 56 Kaschau 49| — 3'4| — 8°3 10 = —ıI — 74 | — 13 61 3 Kesmark . . 2°4 4°5 2'1 8 us —ır 2 E2ir — 23 58 Klagenfurt 6°0 6'4 o'4 I [6) I 57 — 43 — 100 59 | Klattau 18 ol ee 7 —ı 6 gl = 4 023 60 Klausenburg — 3'8| — 2'o0 18 19) 9 --10 — 2 — 100 — 75 61 Kolomea . — 4'4| — o'2 4'2 —_—4| 6 10 — 47 — 18 29 62 Komotaue rer — 3'5|-—-6'5 | — 3°0 zo [6) — 7 m 20 28 63 | Krakau =, 508 2'9 6°4 7\ au 7 = 75, Per 55 21 64 Kremsmünster . — 4'6| — o'2 44 9 | 7 _ 2 —130 | — 77 53 65 Krosno . 214 | — 5°0| —26'4 LH = I 91 — 7 34 66 Laibach ... . —14'5 0'3 1481 — 7 — 8 —ı 56 70 20 67 St. Lambrecht . 2.2 I1"5 9'3 20 5 3 a — 138 68 Landeck R —11'4 | — 2'7 87 I [6) — ı 20 14 — 6 69 Leipa (Böhm.) . — Bu _ 4 —_ı —;5 — 0 0222 — 10 70 Leitomischl . — 18 | — 04 ne [6) 2 2 —er | ee! 19 71 Lemberg . —18°7 | — 6°7 12°0 o 3 3 -- 50 17 67 72 Lesina . 91 o'9| — 8'2 _ —ı _ 82 118 36 73 Lienz 9:06 | — 04 | —ıo'0 oı| I I 10 26 16 74 Liezen . IB 320, 2130) o| (6) [6) o 2 2 75 Linz . 8'7 49 | — 3°8 2 | 4 2 — 21 = ya — 20 76 | Lissa — 6.1 | 2107 | —ı5-06.| —=30 | 13 17 221 185 | — 36 Di, Losonez | —140| — 9' 44 za o — 7 — 4|- 26 | — 22 78 | Lundenburg . er 9A 67 81 Sa 4 I 38 81 43 79 Lussin piece. se 8so| — S’4 | —ı6'4 8 17 9 — 132 —133 — ı 80 Mals LA herd a —11'9 | — 3'7 82 —ı T 2 es 4 37 81 Matburst menu er —13'9 | — 4'6 9'3 [6) [6) [e) - 14 |-—- 18 _- 4 82 Maros-Vaäsarhely 22'3 3'’2| —ıyı 14 13 —ı — 33 | —143 — 110 83 EST one | — 2'7 6°8 9°5 6 3 — 3 — 51 — 40 11 84 Meran . e D | 9ı|— 4°6| -ı3'7 —ı —ı [6) —-—42|- 7 35 85 St. Miklös hr | so|-—4'0| — 9:0 1 — 6 —7 17 83 66 86 Nachoda oe en E 47 _ —ı I 2 — 45 — 34 Bor 87 Nagybänya . 6 — 3°5 14°7 11"2 II 5 6 83 113 30 85 Neu-Gradiska . . 6o|—- 25| —- 835 3 — 5 — 8 — 63 59 122 89 Neuhaus . . 10'I 230, | 72 _ 2 2 — 67 8 75 90 Nisko . —ı8'2 | —275|1|—- 9'3|1 — 7 4 3 23 21 —_— 2 gI Odenburg Eee 4'2 _ _ 6 _ 2 — 8 2 25 23 92 Ofen EEE 1ı72| — ro| —ı8'2 2 2 o — 84 3 87 93 Olmütz . — 14 6°0 4'6 6 8 2 — 46 69 115 94 Orsova . 6°o|-ıo7 | — 4'7 3 — 2 — 5 — 85 o 85 95 St. Paul — 87|- o'; 821 —4 —ı g 63 | —- 6 | — 69 96 Pilsen ı- — 59 _ —ı3 4 9 65 20 — 45 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 7 de) m Er u m En ne se m Em m m nr m nn nen Ds nn san nn rm nn Da nn nn nn an nn nn nn nn nn en an Nr. Name der Station AD! AD IAD-AD/I| Ay AJ JAJ-AF| AH! AH |AH-AH! | Seien Senne 9'o o'3 9'3 14" fe Dal A 18 98 IAIEIEL oo en en OR 44 | 14'2 9:8 2 —_—4 — 6 110 34 E26 lee el = 8:3, || — 407 3"6 — 7 4 3 4 —% — je) BOOTE ee een 578 — 208 18 — 3 21 12 17 5 BO DRLZEmySIn er ee gel | —21°0 10'1 4 —ı —5 52 12 — 40 KozRadstadt ne ae lern. al —,0r5 ST 56 4 o = a 40 39 — OEBERettenbetee a m zul = 5,5. — 352 233 o I I I 19 18 ToA ı Rawaruska. . .. 2 2 .0..0.| —20'1 | —I8'2 19 7 10 3 ET 6); 44 ERBWERReichenau u, sehe. Wale. 116 36 | — 8’o 5 I 6 — 40 — 14 26 zonsnReichenberg nn u... .| 2474 9"2,| —r5“2 5 4 — 1 — 32 — 34 _ 2 BOTEN ae he! = ı— 19 _ — 7 o 7 54 — 6 — 60 ROSE Rudoliswerte. a0. 000 a ea BB" | 2°0 SET — 1 — 2 — ı — 78 15 93 BOgEICRZESZOW - 0. un... | 86) — 69 De 2 — — 3 55 | — 42 — 97 ıIo | Salzburg | ou 7a m nLoyT 4o0I — 2 | m 9 56 70 14 ıII | Sambor N: 282 798 84 |) 3 2 —-—61 1 —- 6 55 BeSandec(Alt-) =... no on 14°9 10'5 25°4 4 5 I 22 39 61 Be Sanaker., Pure en are] —10°2,| =I0o”5 0'3 4 2 6 02 5 56 A | Schärding ... . x. . 10): 8 4'8 156] —ıı I 12 — 25 — ı 24 BE SBHASSbUTE: », 2.2 0000 40:6 53°5 od |, — Ri 9 1o 103 | — Io — 113 BB Schemmitzi ... =. un = 20. 10° 19'0 890] —9 [6) 9 112 — 64 — 176 117 SCH LEIDTENE Os 12°4 — _ —5 —.4 I 13 2 12 Br ESchentcone ent sea N Ey 1635 0'8 s 14 6 65 ss 23 Ic lange. enge ae a 4'0 25|— 15 [6) — 3 — 3 —-—0904.—-38 s6 BROS FSEMIN Ma see | Eden | —AS4 | 14° 5 5 [6) —I50 — 094 92 BASE ESENTIENDETEIE ee) —.0wh 20 2'6 5 4 I 47 70 23 PR lESkoles nen, un oe ee ee 17°0 18-3 373 2 | 6 4 16 45 29 723 | SEEN TO I9°T | 13-9 | — 5'2 9 13 4 — 95 — 103 —_— 8 BEE Stanislaumen ern een a ln 19a 557 De I I [6) — 38 2 40 BE ESERVIRS El lei Ir —I0rg, | 26 — 3 — ı 2 120 7 — 113 BO ESTEZAWAN WEN en a tel © 107 9:9 | — o'8 (6) (6) [6) 17 127 110 Be Szegedini. Rue. | 1530| 0237| 9°0 7 4 3 70 13 57 133 | Syke) Sa a ns) 43| — 7°3 6 2 — 4 -— 5|-0| —ıı BOB larnopolr a ara cege ae 30:5 306°7 6'2 5 2 3 81 64 17 BOBNSTATTOWE tan, fear? ehe cet sure .| 8:8 2 le 667 18 [6) 18 2 20 18 Bann lemesvarı ou. u. ea lreiges | = 4b n322 — 7 5 12 — 095 — 47 48 BE ENEHuEZEN See el = 0 16 82 7 2|-—; I — — 25 133 | Teschen EEE Den ie, u Kette 21h) 49 | — 88 5 I 6 20 A — 25 ERABOWERTLENISCHID GE ne ut men oe = = —_ 11 za mi 6 | 21 15 135 | Trient R 46 | o'o 4'6 Io I 9 — op — a er 236, | ITIESE.e 2% — 0-1 ZEN 26 — 2 = a 57 33 | — 24 137 | Troppau Xu0%| 7:6 6bo| — 2 5 7 22ı- 7|- 359 138 | Ungvär | S’4 821 —9 6 15 73 | -ı15 — 188 139 | Venedig a ER EM an oc) 07 73 o —_ 2 — 2 60 2 — 33 Baomle Vöcklabruck. 2 N. neh lea | — 0°2 752 5 2a BG 61 57, 4 141 | Weisskirchen . | BE 3 5 -—ı1ı| —-6 — 93 24 117 142 Wieliczka 10°9 15°1 AN2 20 6| 4 17 7 2 143 | Wien Ken: 0°7 6:8 al 21| 6 — 32 46 U ZaTan nn een Io masg |! Au 4°0 ZI RTiX 9 70 135 b5 EISEN EZNAIIE me ka a nee — 3'8 | 8:3 4°5 2 | o > 59 | 45 14 | | Betrachtet man zunächst die Unterschiede AD—AD', so findet man, dass sie bei manchen Stationen einen sehr bedeutenden Werth erreichen. Die grösste Differenz zeigt sich bei Brünn, Adelsberg und Rudolfswert, an welch’ letzterem Orte sie +35’ beträgt. Berücksichtigt man das, was ich in meinen vorläufigen Berichten über die bei den Messungen Kreil’s auftretenden, zufälligen Beobachtungsfehler gesagt habe, so werden die oft bedeutenden Unterschiede der Störungen Niemanden überraschen. Ich will hier nur anführen, dass Kreil bei der Zusammenstellung der redueirten Declinationswerthe bei sehr vielen Stationen Correctionen anbringen musste, die er aber nur annähernd bestimmen konnte. So hat er die Declination vergrössert in: Isola bella, Como, Pavia, Mailand, Bregenz, Bludenz, Sondrio, Cre- mona, Brescia, St. Christoph, Bormio, St. Maria, Stilfserjoch, Mals und Landeck um 47’, bei den Stationen: Imst, Innsbruck, Brenner, Rattenberg, Bruneck, St. Johann, Lienz und Gmünd um 53’, bei Trient und Meran um 45/, bei: Altheim, Schärding und Vöcklabruck um 40’, bei Golling um 51’ und endlich bei Radstadt um 50". 0) J. Liznar, Diese grossen Beobachtungsfehler sind dadurch verursacht worden, dass sich während der Reise das obere Ende des Aufhängefadens gedreht hat, wodurch die Torsion einen hohen Betrag erreichte und eine grosse Ablenkung der Magnetnadel bewirkte, die aber Kreil nicht gemessen hat, da er der Meinung war, dass der Theodolit keine Änderung erfahren habe. Die Unkenntniss des geänderten Torsionseinflusses hat veranlasst, dass Kreil den Alpen einen sehr grossen Einfluss auf die Declination zuschrieb. In seiner diesbezüglichen Abhandlung: Über den Einfluss der Alpen auf die Äusserungen der magne- tischen Erdkraft (Denkschr. der kais. Akad. Bd. I) zeigen die durch den erwähnten Torsionseinfluss entstellten Isogonen einen Verlauf, der freilich eine grosse störende Kraft in den Alpen vermuthen liess, der aber, wie die neue Aufnahme beweist, vollkommen unrichtig ist. Auch Kreil hat, wenn auch etwas später, die Ursache der grossen Biegung der Isogonen über dem Alpengebiete in der Unrichtigkeit der Declinationswerthe erkannt und deshalb an dieselben die vorhin angeführten Correctionen angebracht. Viel geringer sind die Differenzen der Inclinationsstörungen, obwohl dieses Element schwieriger zu bestimmen ist als die Declination. Die Störungen der Horizontal-Intensität ergeben sich für beide Epochen so verschieden, dass man auch hieraus auf bedeutende Fehler bei den Werthen Kreil’s schliessen muss. Da aber die normalen Iso- dynamen von 1850 auch eine abweichende Form zeigen, so muss die zur Berechnung der Normalwerthe aus den fehlerhaften Daten abgeleitete Formel ebenfalls fehlerhaft sein. Es liesse sich vielleicht eine Verbesserung dieser Formel dadurch erzielen, dass man die Differenzen AH-—-AH’ an die Daten Kreil’s als Correction anbringt und mit den so corrigirten Werthen die Constanten der Formel von neuem rechnet. Es können bei dieser Rechnung selbstverständlich nur die Stationen der Tabelle XXXIV a zur Verwendung kommen, da nur für diese die Correctionen durch Vergleich der Stö- rungen AHY und AH’ bekannt sind. Ist in dieser Weise eine neue Formel ermittelt worden und rechnet man nach derselben die Normalwerthe für die einzelnen Stationen, so ergeben sich neue Werthe der Stö- rungen. Aber auch die nun erhaltenen Normalwerthe werden nicht ganz richtig sein, deshalb müsste man die bereits corrigirten und der Berechnung der neuen Formel zu Grunde gelegten Daten nochmals um den Betrag der sich jetzt ergebenden Differenz AY—AH’ verbessern und mit den so corrigirten Werthen die Constanten der Formel rechnen. Diese Rechnung muss in der beschriebenen Weise öfter wiederholt werden. Ich behalte mir vor, diese mühsame Arbeit in einer späteren Zeit auszuführen. Dass ich dies nicht gleich jetzt gethan habe, möge man damit entschuldigen, dass mein Bestreben zunächst dahin gerichtet sein musste, die Resultate der neuen Aufnahme möglichst bald veröffentlichen zu können, was aber nicht mög- lich gewesen wäre, wenn ich die vorhin angedeuteten Rechnungen unternommen hätte. Auf die Berechnung der Störungen der Total-Intensität und der übrigen Componenten wurde vor- läufig ganz verzichtet, weil sie doch nicht der Wahrheit entsprochen hätten. E. Säculare Änderung. Aus den Isogonen- und Isoclinen-Karten kann man ersehen, dass die Curvensysteme nicht nur eine Verschiebung, sondern auch eine Drehung erlitten haben, was zur Folge hat, dass die säculare Änderung auf dem ganzen Gebiete keine constante war. Dasselbe gilt auch von der Intensität, nur soll diese hier nicht weiter besprochen werden, da nach den früheren Auseinandersetzungen die für 18500 mitgetheilten Intensitätswerthe nicht ganz richtig sind und daher zur Berechnung des wahren Werthes der Säcular- änderung nicht verwendet werden können. Die säculare Änderung dieses Elementes wird man erst dann ermitteln können, wenn die Intensitätswerthe für 1850 in der früher angegebenen Weise corrigirt worden sind. Um die Vertheilung der Säcular-Variation zwischen 1850 und 1890 auf dem Gebiete Österreich- Ungarns zur Darstellung zu bringen, ist es am einfachsten, die Werthe derselben aus den für die Durch- schnittspunkte der Längen- und Breitenkreise berechneten Daten abzuleiten. Für die Declination findet man diese Werthe in Tabelle XXXV. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. Tab. XXXV. Mittlere jährliche Änderung der Declination in der Zeit von ı850'0 bis ı8go‘o. Jährliche Abnahme der Declination. rk u = uud 1 ann m Be _ ET — in 0225304 (105%, 0% 1022 30, | 11° ol | ring 30' | 12° ol lNr22550. 732 02132 30, Du jo) 7'51 7'45 | 7'40 7'34 7 20 2 7'20 715 711 Si Ro 7'42 Ms Tea al, 7225 TOR 7'106 INT 7'07 7'02 ee 1638 722 7'22 Da 7:12 1607, 703 6:98 0:94 Kon ro 7:24 718 Ts 2 \0 071508 1,7208 6'99 6:94 6°90 6:86 49 30 ZIELE TO, 705 7200. 1. 6-05 6'91 6:86 | 06:82 | 673 49 0 7'o6b 7200, 0-06 691 6°87 OS 0278 0-74 ı 6:70 48 30 6°98 693 ! 6:88 6'83 679 674 | 6.70, | 006 602 45 0 6:89 684 | 6:80 OT ON 6°07 662 | 6°59 6°55 47 30 6-81 62707, her 6:67 ! 6:63 6'59 bes | (0-50 6 47 ln 6) 6273 65.682.12.0.04.: 12.0259 | 025 bs oa 6°44 6"40 4b 30 665 6.60 | 6:56 | 6'52 | 6247 6:44 6:40 636 6-33 46 0 6-57 | OR 6'44 640 636 6'33 629 6'206 45 30 6°49 Guss | 0-47 637 633 6'29 62 6'22 6°19 ASIELO 6*41 se 629 6'2 bu 22 ES 6°15 6:12 14 30 634 630 | 626 6'22 6°18 6-15 611 608 605 44 0 6:26 u2222 270870 | 615 6-11 6'08 605 601 598 43 30 6'19 6°15 | 6'11 6:08 6:04 6°o1 SoSe 5-0 5292 ER) 6-12 6°08 | 604 601 5'97 5'94 5'91 | 5'88 5'806 42 30 605 601 | 5:98 5'94 Se 5:88 Bo nz 519) 42 0 5:98 5:94 | 5:91 5:88 5:84 5'81 5:79 | 5'76 573 ? non 74230801528 0415755750% 6702.05 7702 source on no 30'| 18° o' En zoN 7'006 7'02 6'98 | 6'94 6'91 6'87 6'84 b!8o | 6'77 5ı o 6:98 694 6°90 6:86 6:83 6'79 6'760 6:73 | 671 so 30 6°90 6-86 EN) 675 6°72 6:69 6:66 6:63 Bosco 6'82 678 6°74 671 6°67 6:64 6-61 6°58 | 656 49 30 6°74 6°70 667 663 6"60 6'57 6°54 bes | 0-49 49 © 6:66 6:63 6°59 6:56 6°53 6:50 | 6:47 6:44 | 6'42 48 30 6°59 655 652 6:48 6°45 0°43 | 06°40 6:37 635 48 0 6rer 6'485 6°44 6°41 6:38 6.367 |7 0533 630 6:28 47 30 07 Dan 20237 634 6-31 6'2 6'26 6°2 6'22 A700 6° 37 ox33. 1, 0°30 6°27 6'2 6'22 620 6°17 6°15 46 30 Br 626 6°23 620 6°18 6°15 | 613 611 6:09 46 0 ee See |) Wei 6-14 6-11 6°09 6°07 6°04 603 45 30 6:46 (sr | Re) 6'07 605 6°02 6'00 60 SE 507 45 0 6°09 6500, | 76:03 6-01 5:98 5'906 594 ug eg 44 30 A 5:9 | 5°97 5:94 | 5'92 590 5:88 | 5:86 BES 44 0 5:96 3 ae 5:88 5:86 5:84 5:82 5.81 5079 43 30 ee ssBer nisse so IK Serania76 575 |+8:73 43 0 5'83 5:81 5'78 5:76 5'74 Be 5:09 5:68 42 30 Bess | To | 5:08. | 5:07 | 505 | 5°62 | 5:63 42 © 5.71 5:69 | 5:67 5:65 5:63 5:61 5'060 5'59 5'57 x sr 18053031 1170,2508 1192230 2022501 112027 30X 202% 021273071} 222.0, 1222 50) I BED, 6'75 6'72 | 6:69 6:67 6'65 6'63 6°61 6:59 6'57 Bere 667 6°05 6:62 660 6°58 6'506 6°54 | 6752 6-51 ;o 30 660 6°58 6°55 6°53 6° 51 6'49 6°47 6:46 6:44 BO 760 653 6° 51 6°48 646 6°44 642 641 639. .| 0,738 49 30 6'406 6'44 6°42 6°40 638 032307 1 10234: ee 49 0 6'39 6°37 6°35 6'33 6°31 6'30 6'28 627 6'206 48 30 6°33 630 6°28 6°27 6°25 6'2 6°22 6°21 6'20 43 0 6'206 6'24 6'22 6'20 6°19 672, 70276 6'15 6°14 47 30 6 20 6°18 6-16 6°14 Burg bar a 6220) | 6:09 6°09 Au 20 6°13 611 610 6°08 6°07 6-06 6°0o5 | 6:04 6°03 46 30 6°'07 6'05 6°04 602 601 600 5°99 5:98 5:98 46 0 601 5299 5'98 590 1723795 5.94 5794 5598 5.92 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVT. Bd. J. Liznar, m —— Behufs Construction der Curven x ? =. a Br 2 “ Be £ 130, 304 1119-200) 1795 030) | 20° o' | 20° 30' | 21° o' | 21° 30 22207021 2220302 45° 30' | s'gs | 5!os | Sioz | store 5:00 W5:no les te ter 45 0 589 5:88 5:86 | 585 5:84 5:84 5'83 5:82 5:82 44 30 583 5:82 5:81 580 5'79 5:78 5'783 SZ 577 4 0 DR ee SiS 52.15 5'74 518 513 73 5'72 43 30 Be 5:70 5509| 5:09 5:68 5:68 | 5:08 5:68 ee) BO 5100, 5508 5.04 | 5:04 503 503 5:03 5:03 42 30 502 | 5-01 5:00 5759 | 5759 59 559 5'59 559 A | 535 Sa | SEBEN | Sreh! 5754 5'54 Seh 7 o E nn 2 2380112322805 | 24° [6) | 24° Bo DER oN ern ense 20o |ereor Kun So 6:56 6'55 | 6:53 6'352 6'52 6'510 6:50 6'50 6:50 Do 6:49 6°48 6°47 6:46 | 6'46 6°45 6°45 6:44 6:44 50 30 6°43 642 | 641 |, 6°40 | 640 6°39 6'39 6'39 6°39 50 0 6'37 6:36 6:35 | 634 | 0634 633 633 6°33 6:33 49 30 6°31 62304077092 6'29 6'28 6'283 6'28 6°28 6'28 49 0 6'2 6724 |, 6©24 016222 6.23 br23= 1 16823 6:23 6°23 48 30 6°19 618 618 (| N 6°18 6°18 48 0 6°13 (a | 6.2 I AoErz 612 ee (a 613 47 30 | 6°08 6.07. [7 10%07 607. | 6207 6°07 6:07 | 6:08 | 6°08 47 0 | »:o02 6'02 6'02 602 6'02 6'02 6'03 6°03 6:04 46 30 5:97 Beg7 | 95-07 Bao 7 025507 5'97 5:98 5'98 5:99 4b 0 5'92 592 5592 5:92 | 5:92 93 5593 594 593 45 30 587 5'387 Te el 5:88 5:89 5:90 5:91 45 0 5:82 5'82 5'82 5:83 | 5:83 584 584 5:85 587 44 30 5'77 SEHR 578 rk | 5.4) 5019 580 5.81 583 44 0 5'72 573 573 5'74 5'74 5 5'706 Sem 519 43 30 5.08 5:08 5:09 00 E70 5'71 5'72 Sr) us Asa 0 3203 | ..5%046 732048, uSEhs 1) 05500] BE Seas, eo 8 120230 5'59 5'060 5200,16 5wOr 562 563 5'605 5066 5:08 2 0 555 5:56 5:56 5'57 558 500 BO 5:04 gleicher jährlicher Änderung, die ich der Kürze halber »Säcularen« nennen will, wurden aus der vorstehenden Tabelle die einem bestimmten Werthe der jähr- lichen Änderung entsprechenden Breiten für die um 0°5 abstehenden Meridiane interpolirt. Eine Zusammen- stellung dieser Werthe enthält Tabelle XXXVI. Tab. NXXVI. Curven gleicher jährlicher Änderung der Declination 1850 bis 1890. (Säcularen.) Jährliche Änderung A 6'8 6'6 6'4 6r20, |E 2610 5'8 | 5'6 R 9° 30° 147° 26'0 | 46° ı1!a | 44° sa'ı | 43° 33'3 | 42° 8'9 — _ 10 0 |47 43°6 |46 29°2 |45 1171 |43 49°9 | 42 24°5 = = 10 30 48 07 |46 45:8 |45 27°6|44 5'8|42 4or1 = = ee Ne) 48 ı78|47 2'3|45 43°6 | 44 220 | 42 50'0 — _ I 30 |48 34:4 |47 18:5 |a5 59°6 | 44 37:5 | 43 110 = = Iı2 0 [1490 50:6. | 47.13433 [046,522 11440 5222 452 2555 = = 12 30 "49, 1654| 47. sohr |740. 30:8 | As 7raNla3, 3959 422 106°7 — 3 © |49 224 |48 54 |46 454 |45 214 43 53°5 | 42 20°3 — 130830 | 49 37°6 48 20°5 |47 o'0|45 35:6 |44 06:8 | 42 32°9 — 14 0 149 ..52°7.| 48 3591. | 47. 14208 Nas ra9ra nun ee = 14 30 |so 7:5 |48 M9°6|47 27:5 |46 2 |A4 32:3 |42 57:0 — To 1.504 28,571497, 1258) y47 Sag 46 15'2| 44 44'353 |43 80 = 15 30 | 50 35°4 | 49 16°6 |47 541 |46 27:7 | 44 56°2 |43 19:0 Zi 10.0 50 491 |49 30:0 | 48 6:8: 16.39:7 145 705 |43 2955 = | (To) 5 2:3 | 49 42:6 | 48 1808 | 46 5750, | 45 21827043, 3907 _ u Ko) Ist 1524 |140) 158©0511482,3028) WA Nr2S2 1,457 32 8:8 As ASE N22202020 17.730 5I 28:0 Bo, 780 | AS 42Ton ae 12 ENAS 37208 As ae a Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Osterreich-Ungarn. 83 Jährliche Änderung y 6'8 6'6 | 6'4 | 6'2 6'o Sg | 5'6 vo 18° o' — 5oS 1853, Was nal6 | An Dale, age" | aa am A202 1a: 18 30 _ 5o 29°6|49 31 |47 3179 |45 55'9 |44 12'3 | 42 20'0 19 o = Oz 40-77 | 49 13-0747 AU-A 1740 3'6)|44 191 2 25'7 19 30 7 50 50°6 | 49 22°7|47 49°9 | 46 1174 |44 25'6 | 42 300 20000 — 5I Oro, 409, 318: 74725820, | A0T 18=r7 | 443020 ZI ZEIT 20 30 = St 9:2 |49 Ao:ı |a8 5'838 |40 24:7 | 44 35°7 | 42 302 21 0 = | 512 18:5 |49 48°3 | 43 12'3 | 46 30°5 | 44 39°06 | 42 38'3 21 30 z Su 55:8 | 48 18.8 46 353 | 44 42°7 | 42 39'2 224 70 —_ — so 2-8 | 48 24.3 | 40 39-06 | 44 4520| 42° 39°3 22 30 —_ = | 50 go | 48 30.0 | 46 2'0|44 40'842 38'2 23 0 | = ze 50 15°0 148 34'146 459 | 44 47°5 | 42 35°6 23.30 | _ —_ 50 20:1 | 48 37'9|46 476 | 44 46:9 | 42 321 24 0 — = | 50 24°5 |48 40'7 |46 48:3 |44 45°3 | 42 27°0 24 30 _ _ 50 28:5 | 48 431 | 46 48°8 | 44 42'7 | 42 200 25 0 = = 5o 3176 | 48 44°4 | 46 481 | 44 39°3 | 42 12°2 25 30 = = so 33°7 |48 45°3 | 4060 47°1|44 342 | 42 24 26 o _ _ 501,35:8. 148) 45@o |/46, 432721447 27:82 042 — WM 26 30 — | — 50 370148 43°9 46 39'8 | 44 202 | 42 — 2 [6) _ _ so 36:6 | 48 414 |46 34°5 | 44 10°0 | 2. — Durch Verbindung der so erhaltenen Punkte ergeben sich jene Curven, welche auf Karte 1 punktirt gezeichnet sind. Aus dieser Darstellung ergibt sich, dass die jährliche Änderung im Nordwesten unseres Gebietes am grössten, im Südosten dagegen am kleinsten war. Es ist demnach der Verlauf der Säcularen ein ganz anderer als derjenige, den man in Neumayers »Atlas des Erdmagnetismus« (Nebenkarte zur Karte I) gezeichnet findet. Nach Neumayer's Darstellung verlaufen diese Curven über Österreich- Ungarn in fast genau südnördlicher Richtung. Es ist wohl zweifellos, dass die hier gegebene Darstellung, die auf einem zahlreichen Beobachtungsmaterial basirt ist, den richtigen Verlauf der Säcularen gibt. In ganz gleicher Weise wurde die Säcular-Variation der Inclination ermittelt. Ihre Werthe für die Durchschnittspunkte der Längen- und Breitenkreise enthält Tabelle XXXVII, aus der wieder die zugehörigen Coordinaten einzelner Punkte der Säcularen durch einfache Interpolation bestimmt wurden. Man findet diese Coordinaten in der folgenden Tabelle XXXVIII. Tab. XXXVII. Mittlere jährliche Änderung der Inclination in der Zeit von ı850‘o0 bis ı890°o. Jährliche Abnahme der Inclination. A ? ESLIN | ER Ko Moto | ao re | Ne ee | 13° 30' Sa ao 1'19 1'19 ılıg | ılı8 1'18 ni ln 216 | 1:16 Se) 1.22 1'28 2328 ru 172 BEn226 1'26 we 1'25 50 30 1:38 1:38 1:37 103 1:36 1:35 1635 1:34 133 ;o o 1'47 1°47 1:46 1:45 1'45 1:44 1'43 1"42 L’4I ae 1:56 155 1'54 154 153 1"52 5 1:50 1:49 49 0 164 1'064 1:63 1:62 1'061 1'600 1:59 1'58 1'506 48 30 72 ap 1'70 1:69 1:68 1:67 1:06 1.65, 1 ar2dz 48 0 1:80 1'79 178 a, 1'76 1'74 173 1'72 1'70 47 30 1:88 1"86 1'85 184 1'83 1°81 1:80 ee) 47 0 1'95 1'903 wog. || mach: 189 1'388 1:86 184 ee 33 46 30 201 200 og 97 12052 007294, 020202 1'90 1:88 46 0 208 206 2'05 2.03 2:01 | 1:99 | 1:08 1:96 | 1:94 45 30 2°14 DIT? 2'10 209 2°07 2°05 2'03 202 1:99 45 0 2'20 2°18 2'106. | 2>04 Br 22100 11,2>08 206, | 0204: 44 30 Dal 2:23 | 221 | 2-19 SEN, or || De 2-10 | 2.08 44 0 230 2228 |, 22 2'24 DEZ 2°19 2°17 2:14 | z'12 43 30 2"35 as0 2630) |, 228 2i 2 2:28 2u 27 2°18 2'106 A300 2'39 2 2:34 | 2:32 | 229 2'2 2'24 22 2°ı19 42 30 2°43 2"41 2'38 236 21238 2:30 2"28 2ER 2'22 AO) 2°47 2'44 2°42 2'39 2:36 203 2037 2:28 202 J. Liznar, x i Tao TAZ Bons oo | 1020702 I100530% 722202 17 °550WrSSeroy Su ero)N Lulng ı'14 1'14 1273 1'ı2 we || ee 1'10 1'09 ee) 02 1'23 11222 ET 1'20 ee | 1°17 116 5o 30 1'32 RT 1'30 1'29 1'28 Tiu27 sah 10 1'24 50. 20 1'40 1'39 138 17374104730 135 1'33 132 Lust 49 30 1:48 147 1:45 1:44 143 142 1:40 139 1"37 49 0 1"55 1:54 1:53 151 1:50 1:48 1'47 1'45 1:44 48 30 1:02 1'61 1'59 1'58 1:56 | a EST 1'50 48 0 1'069 1:67 1:66 1'064 1:62 oe ren ST 1'55 47 30 DE ER a) NO 1'70 1:68 1'066 1'064 1'062 160 Ar o 181 erg, 127g Lars 1°74 2 1'70 1:68 165 46 30 187 TOR] F1265 1"81 1'79 Ro] 1°74 1272 1°70 46 0 1'92 Nüdterole | 1621:22) 1'506 DER; 181 1'79 Ba 1'74 45 30 1'97 1'95 1'92 1'90 1:88 1'806 1'83 181 1'78 45 [6) 2'oI 1'99 1'97 1:94 1'92 1'89 1'87- 1"84 1'82 44 30 2'006 2'03 2'01 1'98 1:96 1'953 1'90 1'88 1"85 44 00 2'ıo 2207 2:04 2'02 1'99 1'906 194 1°91 1'388 43 30 ZN 2'ı0 2'08 2'05 202 oo ron 1:93 1'90 ASEENO 2'16 273 2’ı1 2:08 205 2020, Sansog 1 ngh 1'093 2 ke 2'ı19 2'160 208 2'10 2'07 2'04 | 2'oI 1:98 1'095 2 RO | 2'22 219 2'106 212 2'09 200 2°03 2:00 1'906 h ? 18° 30211192, 0% 10S soul 202020 2088301 eneeD! [28° 30. 22060 7022075308 ArzoN 1:08 1:06 1'o5 1'04 1'03 1'02 1'00 0'99 0'97 BLU0 IST 114 1:13 KT L’10 1:09 1'07 1:00 1:04 Bo 30 22) 12T 1'20 118 Ku, RELS 114 Dar2 1:10 Ste) 6) 1'2 1'28 1'26 TR 1'23 I 1'20 118 1'106 49 30 1:36 1'34 1'32 ar 192 1.02 1023 1:22 49 0 1'42 1'40 138 or, 1238 | 3 L2Sı 1'29 NT 48 30 1'48 1'406 1"44 1°42 1'40 1'38 1'36 1:34 2 48 0 1'53 1"51 1'49 1"47 1"45 143 r’4l 1:38 1:36 47 39 1:58 1:50 154 1"52 NTSHE 1"47 1745 1743 1'40 47 0 1'63 161 1'59 1:56 1:54 192 1’49 047 1'44 4b 30 1'068 1065 1203, | 21060 158 1'55 1253 150% |, 1048 46 o 272 1:69 2670, nbAl 1:62 1'59 1:56 in} Les 45 30 1:76 1'73 rose lnEr30S 165 162 ao 1:53 ABEL oO 1'79 1:76 1:74 1'71 1:68 1:05 162 1:59 1'56 44 30 1'82 1'79 1 76 173 1'70 1'067 1'064 101 1'558 4 0 1:55 ı 82 279 1'76 ol 1270 1:66 1.203. 172100 43 30 187 184 181 178 alle DT 1:08 1'065 1:61 4310 1:89 1:86 Lesg. el 1080 1'76 TAUERZ 1:69 1:66 1:62 2 30 191 1'88 1'84 1"81 KT 1'74 1270 1'067 1:63 A200 1'093 1'89 1:86 | 1:82 1'783 DS a ol] 1:63 . 235% 50. 2324308 248 081242 BoNlionol25olabero 202530, ey o' Do 0'96 0'94 0'093 0'g1 0'90 0'88 0'86 0'84 | o!82 Se) 1'02 1'0I 099 0'97 0'095 0'94 0'92 0'90 0:88 5;o 30 1'09 1'07 1:05 1'03 1'o1 1'099 0'097 105. 12°0205 ;5o 0 1'14 he 1'10 1:08 1'006 1:04 1'02 1:00 0'98 49 30 1'20 118 op, org 2 Beer 1'09 1'07 104 1:02 49 0 1'25 22 1'20 1'18 116 1'13 DT 1°08 | 7:00 48 30 1'29 nor 1'25 1222 1:20 1-17 L'15 112 | rıo A800 naan oT 7220 1'26 >) 1927 1'18 Tenor. ans 47 30 1'38 1'35 133 1:30 Der 1'25 1322 1'19 116 47 0 141 139 1:36 7253 1.30 128 1'25 122 1'19 46 30 1°45 1'42 039 1'36 ee 1°30 127 1'24 1'21 4b o 1'48 1'45 1'42 139 136 133 1:30 126 | 1123 45 30 1:50 1:47 144 1'41 1:38 1235 131 1'28 1'25 45 0 NanS 1'50 146 1'43 1:40 1'36 es) 1'30 1'26 44 30 Ban KT 1°48 1°45 141 138 1.34 Be >, 44 0 1'506 De 1°49 | 3e26 1°42 1'39 1"35 TEST 1:28 43 30 1958 1'54 1:50 EA] 1'43 139 136 132 1'28 43770 |? 7259 155 op 1°47 1'44 1'40 1:36 1'32 1'28 42 30 N ER) 1°55 1.252 1'485 1'44 1'40 136 132 127 42 0 1'060 156 252 1'48 1"44 1'39 1:35 1"31 HZ Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 3: oO Tab. XXXVIII. Curven gleicher jährlicher Änderung der Inclination 1850 bis 1890. Jährliche Änderung h 1'0 | 1'2 1'4 | 1:6 1'8 2'o | 2'2 ? 9° 30" - | 52° 26°1 | 50° 23'7 | 49° ı5'5 | 48% 1'2 | 46° 36°7 | 44° 58'3 10 0 = | 5sı 25°6 | 50 220 | 49 ı2°9 | 47 56°7 | 46 30°5 | 44 47'9 10 30 = 5I 24°7 | 50 20°2 | 49 09°9 | 47 52:0 | 46 23:1 | 44 36°5 ke) = 2357 | so 183 |4 67 47 46°7 46 ı5°0 | 44 24'3 ıı 30 | = 52622207 [507 71057 317.492 752071472 Aus 3E | 2467 20-00 SAA 95 Be) — NE] 487 58-8147 3438 1 AS 27220 430 5374 230 | _ DS 19174 50 10-5 438 54'7 47 28°6 45 46°7 43 36°o 13e.07°| ar Le Y Bar le 48 50°0 | 47 213 | 45 35°8 | 43 I5'o en | = BIELST BO AA | 48, A8=82 147, 20378 45 23°6 42 510 14 0 - Su 132150 N eye "AB 3g-n | AT Tas 52 2 20:8 TAI 3000| = 5127.20790,1,2492050587 71.48: 73371 46 55°6 | 44 54°0 = Ve Fo _ Isa S1 49 52.3 | 48 20:7 4b 45°6 | 44 306°0 = In sorW — BEEHST | AGFA 5 | 48/1975)’ 407 3425417 Aa, 1555 = or zor | - N 1"8 Ag 426 | 48 s07:6 46 2ı1°9 Amer 3 = 16 30 = DB AoEz0oN As 35a | 202 28-37 Ag 22,70 2 we ı7 0 = Roms 49, 130°97,|.47° 54°%0: | 45 52°9 2 44°3 — Use — | 50 49:9 | 49 244 | 47 43°9 | a5 35°3 | z = ı8 0 - ze ig 17 47 3228 Tas 15 > =, 18 30 — 5003930 E49 7922 15477020507 744 323 | Sn = 19 0 — ae oz re | — Z row 3or Wi - 5042872 48 51:4, | 46 50©9 | 43. Ayuyı\ _ _ ZOOM | — 50 21'7 Ag aus | a6 3358 27 53.0 — — 200 30 _ (50 14.3 | 48 30°6 | 46 13:8 _ — — ZU 0 | — Er ee — = — 210,30 ar: 49 584 48 44 | Ay 2202| _ = = 22 0 51° 25°1 | 49 48°8 | 47 43°S | 44 406°3 | = — = 22 30 DE TSROE AH 3a | ATi a2 043 155.7 = — — 23 0 lage ara | Ay zo | _ | —_ — _ 23 30 5328 749 15,30 | 46, 4858 | = — = = ZA OB 508552301 49 721597 10.46: J2uar | — = = = Zac m 30233 |, 425400, 45, ;48°7 | - = - = 2 o | 50 35.9 | 48 29°2 | 44 57°9 = = = > 25250 50 247 | 48 9°'8 — | _ _ n— —_ DOES Ko en ER! — | _ - _ = 26 30 | 49 58°7 | 47 192 = == = = = Zu #9 43°6 | 46 45°7 = = = = = Die darnach gezeichneten Curven (punktirt) der Karte 2 geben ein klares Bild der Vertheilung der jährlichen Inclinations-Änderung für 1850— 1890. Aus den für die Vertheilung der Elemente zur Epoche 1890 und 1850 berechneten Formeln lässt sich die Gleichung der Säcularen leicht ableiten. Durch Subtraction der Gleichungen: es —em = ag +5 +cAp+dAmM+eM*......... für 1890 0 ee ad + MN + Ant + MAN +EM*..... « 1850-0 ergibt sich: ee eu eh, + (a— a)Ap + (b—b’) AR + (c—c)Ay?+ (d—d') AgAr + (e—e')AX? e—e) el oder die jährliche Änderung u Ge de, gesetzt, al = zu [(a— a’) Ap + (b—b')AX + (c—c') Ay? + (d—d’)AyAi + (ee) AR], 26) oe = d.h. die jährliche Änderung an einer beliebigen Station ist gleich der jährlichen Änderung in Wien vermehrt um eine von der Lage dieser Station abhängige Correction. Setzt man de, —k, wobei %k eine Constante bedeutet, so stellt die Gleichung 26) die Gleichung der Säcularen vom Werthe # dar. Es wurden hier zur Darstellung der Säcular-Variation nur die nach den Formeln berechneten Normalwerthe verwendet, weil diese Werthe von etwaigen Beobachtungs- und Reductionsfehlern, sowie von den Ein- flüssen localer Störungen befreit und deshalb untereinander streng vergleichbar sind, was von den aus 86 J. Liemar, den Beobachtungen direct abgeleiteten Werthen der einzelnen Stationen nicht gilt. Bei Verwendung der letzteren Daten zur Berechnung der Säcular-Variation ergeben sich häufig für ganz benachbarte Stationen sehr differirende Werthe der jährlichen Änderung, obwohl dies theoretisch ganz unmöglich ist. Es ist dies nur ein Beweis, dass die Daten beider Stationen oder wenigstens der einen derselben nicht vergleichbar sind, und es muss ganz entschieden betont werden, dass diesen Differenzen keine reelle Bedeutung zuge- schrieben werden darf. Bisher wurde nur die mittlere jährliche Änderung zwischen 1850 und 1890 untersucht. Es lässt sich aber sehr leicht auch jene Änderung finden, welche zwischen einer beliebigen Epoche ? und 1890 ein- getreten ist. Für diese Epoche lässt sich die Differenz e'—e* darstellen durch: —e Ss w 27) e!—e!, = a Ay +6, +c! Ag? +d!ApAI + et AM, wobei Zals Index zu betrachten ist. Nun wird im nächsten Abschnitte gezeigt werden, dass die Coefficienten a', b!, c', d', e' sich als Functionen der Zeit darstellen lassen, und zwar ist: — ! sp. a=ar (1890), = b+ — (£ 1890) u. s. w. Setzt man die Werthe in 27) ein und subtrahirt von dieser Gleichung jene für 1890, so wird: 8] SEEN ] (11890). an a—a | b-D | ed, „dd, 2) dem Ap+ — M+, Ar+ pl AS 40 40 Bezeichnet man den Klammerausdruck mit s, so ergibt sich für die jährliche Änderung von 1890 bis Z die Formel: h e—e; v3 em ie t—1890 t—-1890 29) d. h. man findet die jährliche Änderung für den Zeitabschnitt — 1890 an einer beliebigen Station, wenn man die zur selben Zeit in Wien beobachtete um e vermehrt. Man kann ohne Bedenken für # auch Werthe einsetzen, die grösser als 1890 sind, denn bis zur nächsten Aufnahme dürfte e kaum eine beachtenswerthe Änderung erleiden. Die Verschiedenheit der Säcular-Variation wird hauptsächlich durch die Drehung der isomagnetischen Linien bewirkt. Nachdem für die Isogonen und Isoclinen die Winkel ß, respective ß; früher mitgetheilt worden sind, dürfte es nicht ohne Interesse sein, aus den für beide Epochen abgeleiteten Werthen der- selben die Drehung zu ermitteln. Die folgen Tabellen XNXXIX und XXXIXa enthalten die Differenzen Bh—Ba und Bl—ß;, wobei ß’ der Epoche 1850-0 entspricht. Tab. XXXIN. Differenz der Winkel ß,, welche die Isogonen mit den Meridianen einschliessen. | r ? | 10° KIT 122 | 732 h 14° 1GS 16° 17° 18° | Ba—Ba | | I Eins 9° 38" ee ee Lo210r 1 100524 10° 28' 10° 29' 10° 27' 10° 21" 50 9.39 O5 Towers 102 7787| 107726 To, 31 io 31 Io 29 10 23 49 9 39 9W 58, Krosro 2 Hose Io 29 10 34 Io 34 10 32 ı9 25 48 9 39 0,2574 | or 2 | Io 23 100.32 Tos37 10437 To, 35 10 27 47 0230 9 58 102,74. | Eros 26 mer r35 Io 4I 10 42 10 38 ı0o 29 46 nt) 10 I 10, 1022751077729 Io 40 Io 45 10 46 EUR 201731 45 9 39 Io 20 TOB NS OR Io 43 10 49 wo, 12 Io 45 10 34 44 | 9 738.0 210 a a 10 48 Io 54 10 54 Io 49 108437 43 Or a7 Eros I 2025, | oA le Isa} 10) 0) Io 53 10 39 42 9 36 0 4 108 27 | Io 45 10 58 Lı 6 II 6 10 58 10 42 Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. k 9 19° 20° 212 2»S 23% 24° nn 26° ZI Bu —Ba HRS I 29a 9° 59" Sr, | Sm 8° 59" 8233. Sara | 7u063 25 6° 59' 50 Io Io 9 59 9 4I 9 18 8 54 8 26 TE TE2\X 6 45 49 10 13 9 59 9 38 9 15 S 48 S 18 7 45 8 6 30 48 Io 14 9 57 9 36 9 ıı 8 41 s 9 et Dar 47 Io 15 9 57 9 33 O5 8 34 7 58 72. 21:9 6 37 553 46 10 14 9 50 9 30 S 59 8 2 7 46 TS OLG 5 32 45 | 10 18 9 55 9 26 8 52 8 14 732 RL BT 44 ron 9 53 9 2ı 8 43 8 3 7 ı6 6 26 533 4 39 43 ee OESOH ln 92.75 8 33 7 47 053 DR 5 4 8 2 ı0 19 9, AT O1 8 21 35 6 35 5 39 4 35 3 33 Tab. XXXIXa. Differenz der Winkel ß;, welche die Isoclinen mit den Breitenkreisen einschliessen. \ oO u ee, | =. SAL: | Ze Ei FR „o = = o° u 0 o rs [0] zZ 7 ; Io | II 12 13 | 14 15 16 | 17 18 = E = = is =; _— a er ae 24 Bi—Bi | De 27 2) | 217. 2° ı8' 2° 18" 22079, | 220770) 22210 50 ZEN DRS 2E2T DER 2X 2722 >22 a 2a | 21 2A > 49 2230 | 202 | | 2125 2215 226 2327, 2 28 2930 48 2 | ee, 2 28 2 29 ZT ZA 2 31 2 34 47 2 29 22 2239 2 DE 2 238 ZUN3A 2.36 27 40 2 31 | a er 2 35 2 30 27:37 2 39 2 40 45 232 238 27 35 2306 238 2039 DAT 2 42 2 44 44 20 3078 ı 20035 | 2037 20538 2 40 2 4I ZINSEN W2A 2 46 43 In 2250 30,6.1105.22.°38 2039 ZIRAO N Boss Ar 2 43 DAS 0 2 49 42 1 =20428 | a I ZU AZ 2 44 Zn NA 2 48 2 49 2 52 h 9 19° | 20° | DIE 22m Dan | 24° | 25% | 26° Dr re z — —- [| x = Bi—Pi Se 20027. 205231 | Dan, 2220) 22228 230 2 EN 20230) 5o BE R2H, W238 \ 27.730 246,32 233 2 2 38 2 40 DAR 49 2632 2038 24335 29630 27738 SAN 243 2 45 ZERO, 48 2 35 20038 2 39 ZA 2 92 2 45 2 48 2 48 22 47 2739 2 4I 2 43 2 45 2 AN 2 49 Su ST Zn 2 56 46 242 2 45 DEFAO 248 21 50 252; ZIGA: DES RS 45 2 45 ET 2 49 | 2 51 253 27259 251 3a, 9 32,2 44 249 2 50 ES | a ln 2 56 2 59 3 I u) Su 43 2 50 2053 RSS I Re 2 58 3 303 SPES 3.8 42 2 53 2 54 2 57 2 59 UWE 30 74 25 SS IA Be F. Formel zur Berechnung der erdmagnetischen Elemente für eine beliebige, zwischen 1850 und 1890 liegende Epoche. Im Vorhergehenden wurden Formeln mitgetheilt, nach welchen man für einen beliebigen Punkt in Österreich-Ungarn, dessen Breiten- und Längen-Unterschied gegen Wien in Minuten Av, resp. AA ist, die erdmagnetischen Elemente für die Epoche 1890:0 und 1850°0 berechnen kann. Da für einen und denselben Ort die Differenz e.—e, und e/—e/, verschiedene Werthe zeigt, so ist es klar, dass sie eine Function der Zeit sein muss, und da bei einem gegebenen A» und AX diese Differenz nur von den Con- stanten a, b, c, d, e, abhängt, so müssen diese mit der Zeit veränderlich sein. Nachdem uns jetzt blos zwei Werthe der Constanten vorliegen, so brauchen wir über die zweckmässigste Form der Function keine Entscheidung zu treffen; dies wird erst dann möglich sein, wenn mehrere über die ganze Säcular- Periode vertheilte Werthe der Differenz e,—e,, bekannt sein werden. Es ist aber sicher, dass sie perio- 88 J. Diznar, discher Natur sein wird, da die Differenz e—e,, nach Ablauf der Säcular-Periode denselben Werth an- nehmen dürfte, den sie am Beginne gehabt hat. Vorläufig müssen wir uns mit einer Annäherung begnügen und setzen: 30) ee —-IM)=mFrp(t 1830), wobei # zunächst ein zwischen 1850 und 1890 liegende Epoche bezeichnet und bei e als Index zu betrachten ist. Um die Constanten m und p zu bestimmen, brauchen wir nur die bekannten Differenzen für 1890 (es— e,,) und 1850 (e\—ei,) in Gleichung 30) einzusetzen und erhalten: 31) e = e! +aAp +bAA + cAp®+ dApAA+ eMNM? + a—a' b—b' c—c ad! e—e' Ne EAN A N eu: »| 1—1890 A Ar Ar N =: Man kann diese Gleichung auch in folgender Form schreiben: I ET ER 49 ae BE Ar ui ee 3la) = e,+|a+ 6-1 99 |4p +| > + ni 1890) |A +|c+ € 1890) |A+ 2 d— d’ a e—.e 189 nel eg Toany gr m) (t 1890)] ApAr l« 40 (d—18 10) AR + |a+ Werden in diese Formeln die Werthe der Constanten eingesetzt, so ergibt sich für die Declination: 32) d! = d' — 0'030765A% --0'478724%—0'0000085808Ap?— — 0'00030749A% AA + 0'0000060240AX?— —[0'0023394»—0'000941AX + 0'000000682 1 Ap’— — 0'000001123AgA% + 0'0000008802A%?] (*— 1890), oder auch: 32a) d‘ = d' —[0'30765 + 0'002339 (—1890)] Ap— —[0:47872—0'000941 (£—1890)] AA— --[0'0000085808 + 0'000000682 (£—1890)] Ay? —[0'00030749—0 '00000 1123(2—1890)]Ap AA + + [0'000006024—0 0000008802 (7— 1890)] A2?. Die entsprechenden Formeln für die Inclination lauten: 39) ii = i!,+ 0'803734%—0'101754%—0'00019550 Ap? + + 0:000058446A% A% + 0'000025232 AM? + + [0'002012A» + 0'000557 AA + 0'000001895 Ap?®— — 0'000001399Ap AX + 0'0000002745 AX?] (— 1890), oder auch: 33 a) I i,+[0'80373 + 0'002012 (£— 1890)] Ay — —[0! 10175—0:000557 (—1890)] AA— — [0'00019550—0'000001895 (#—1890)] Ap’+ + [0000058445 — 0000001399 (*—1890)[ Ag AA + + [0'000025232 + 0'0000002745 (£—1890)] AR. Die Formeln 32) und 33) sind dann sehr bequem, wenn es sich darum handelt, für einen und denselben Ort die Declination oder Inclination für verschiedene Epochen zu berechnen. Die Formeln 32 a) und 33 a) wird man dann wählen, wenn man diese Elemente für mehrere Orte zur selben Epoche zu berechnen hat. Für die Horizontal-Intensität lässt sich diese Formel vorläufig nicht aufstellen, da, wie früher aus- einander gesetzt worden ist, die Constanten a, b, c, d, e aus den für die Epoche 1850 abgeleiteten Werthen Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 89 der Horizontal-Intensität nicht ganz richtig erhalten wurden. Erst wenn die normale Vertheilung für 1850 durch Correctur der von Kreil beobachteten Daten richtig erhalten worden sein wird, wozu derWeg früher angegeben wurde, wird man auch die entsprechende Formel für die Horizontal-Intensität ableiten können. Nach den vorstehenden Formeln ist die Berechnung der Declination und Inclination für eine zwischen 1850 und 1890 liegende Epoche / sehr einfach auszuführen. Will man für einen und denselben Ort die Werthe d und i für verschiedene Epochen ermitteln, so ist nur zu berücksichtigen, dass die mit Ag, AA behafteten Glieder constant bleiben, so dass man sie nur einmal zu berechnen hat: in diesem Falle nimmt Gleichung 31) die einfache Form an: 34) E+r+q(t—1890), wobei also r und g Constanten sind. Bezeichnet man die Differenz e,—e,, mit %, jene e\—el, mit W, so ist aus 31) leicht zu ersehen, dass: I, (es —eu)—(es— eh rny =e—a = = = ? a ee 40 ist. Statt die Werthe von r und g nach den Formeln 32) und 33) zu berechnen, kann man sie auch dadurch bestimmen, dass man die Grössen e, und e/ durch Interpolation aus den Tabellen I, IV, XX, XXI ab- leitet und davon e, und e/, abzieht, wodurch sich 8 —e„—=% und e!—el,=%W ergibt.! Setzt man in Glei- chung 34) für r und qg die Werthe ein, so gibt eine einfache Umformung: (e!—ei) Gr: (es—ew) 35 2. — el ei ) s—=e+(en Ed) + 40 (1890). Es ist dies jene Formel, die von mir bei der Reduction der beobachteten Werthe auf die Epoche 1890-0 benützt worden ist (I. Theil, p. 17 [153], Formel 5). Wollte man zur Berechnung von e nicht den Werth e’ von Wien, sondern jenen eines anderen Obser- vatoriums, zZ. B. desjenigen von Pola, verwenden, so muss die Formel ganz in derselben Weise, wie es bei Aufstellung der Formel zur Berechnung der Declination für die Epoche 1850 gezeigt worden ist, umgestaltet werden. Die Formel lautet dann: a—a! c—.c! 1—d' ; ln = dr ar Bel) ++ | = +2 40 (0, Pu) +, (&, Ru) | 1890) (2. ,) re: En U 36) ++ da, + 2er) + | S = - (0, — ww) + 2 10 (% Au) | 1890) As —A,) e—e' +] a *+ Be X 1890) [e.—r,)&— A) +]e+Z 1890) [a 7. Hierin bedeutet: &, den normalen Werth des erdmagnetischen Elementes für Pola, do % die Breite und Länge des ann Ortes, 9, Aw die geographischen Coordinaten von Wien und e& , 05, As, die entsprechenden Werthe an einer beliebigen Station. Bei der Berechnung mehrerer Werthe für einen und denselben Ort wird man sich wieder der bequemen Formel 34) bedienen. Aus 36) ist leicht zu ersehen, dass diese Formel auch in der folgenden Form a werden kann: u ee j 36 a) ee Bee Se -_— 22,7 1890), > ul Mr EN > n > 1 Oder wenn man beachtet, dass g— = — _% % d.h. gleich der Differenz der jährlichen Änderung an der Station 40 40 und in Wien ist, so braucht man nur aus Tabelle II oder IV den Werth es zu entnehmen und die Differenz: es—ew zu bilden, die Grösse q aber dadurch zu bestimmen, dass man aus Tabelle XXXV oder XXXVII den Betrag der jährlichen Änderung für die Station und für Wien ermittelt, deren Differenz das gesuchte g gibt. So erhielte man z. B. für die Declination in Prag (»=50°5':0, \=14°25'3) es—=10°8'4, und da ew=9°11'8 ist, es —ew—56'6; weiter ist nach Tabelle NXXV die jährliche Änderung für den bezeichneten Punkt—=—6'79, für Wien aber: —6'40, daher = —6'79— (—6'40)—= —0'39, so dass man die Formel erhält: t £ ! ! A, Any 58 6--0'39 (£— 1890). Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 12 90 J. Lienarv, wenn wieder wie früher mit e; und e, die normalen Werthe für die betreffende Station respective für Pola zur Epoche 1890°0, mit e‘ und e), aber jene für 18500 bezeichnet werden, die man aus den mitgetheilten Tabellen der Normalwerthe entnehmen kann. Soll e‘ nach diesen Gleichungen berechnet werden, so darf nicht übersehen werden, dass e, den nor- malen Werth vorstellt, der aus dem beobachteten E,, erhalten wird, wenn man von demselben die in der Störungstabelle für 1890°0 bei Pola angeführte Störung abzieht. Um zu zeigen, mit welcher Genauigkeit die Formeln die Declination und Inclination zu berechnen gestatten, sollen nach denselben zunächst die Werthe für Budapest, und zwar für {= 18750 berechnet werden. Setzt man in 32) die Werthe; Ap = —45', A= 160’. Apy= 2025, ApAA= — 7200, AA?— 25600, = 1875-0 ein, so erhält man für die Declination die Formel: d! = d! — 1° 12'86 + 0'224x —15. Nun war ınaW.en@ls7o.Or D>=10% Taaıe! Correction des Mirenazimuts.......... + 3°3 Störungs-Correction nach Tab. XVI.... + 0:7 somit: d, = 10 36°8. Es ist daher für Budapest: di°® — 10° 36'8— 1° 12':86—3'36= 9° 20'6. Nachdem aber in Budapest die wahre Declination in Folge der Störung um 1'0 kleiner ist, so beträgt der wahre Werth: D®= 9° 19'6. Die in Budapest ausgeführten Variationsbeobachtungen ergaben aber DE? —9°22'8,? so dass sich der berechnete Werth um 3'2 kleiner ergibt. £) Für die Inclination ergibt sich nach 33): 1, = il —53'33+0'018xX — 15. In Wien war 1875:0...... J=63° 29'8 Störungs-Correction....... +20 daher rer 22 103, lee. Mithin ist: i159° — 63° 31'8—53'33—0'27 = 62° 38'2, Dieser Normalwerth ist um 1'7 zu vergrössern, um den wahren zu erhalten, der also J*” = 62° 39!9 beträgt und sich von dem in Budapest beobachteten (62° 39’) ? nur sehr wenig unterscheidet. Es ist einleuchtend, dass das Rechnungsresultat stets von der Genauigkeit des Werthes Es abhängt, und dass ein Fehler der letztgenannten Grösse das Ergebniss der Rechnung mit seinem vollen Betrage beeinflusst. Es wird daher auch nicht befremden, dass die berechnete und beobachtete Declination in dem angeführten Beispiele eine Differenz von 3 zeigt, weil ja auch der in Budapest beobachtete Werth mit einer kleinen Unsicherheit behaftet sein wird. Wenn die Fehler von E/, und E! zufällig entgegengesetzte Zeichen besitzen, so kann die Differenz des berechneten und beobachteten Werthes leicht eine beträcht- liche Grösse erreichen. 1 Aus den in den Jahrbüchern der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus für 1874 und 1875 publi- eirten Jahresmitteln abgeleitet. 2 Schenzel: Beiträge zur Kenntniss der erdmagnetischen Verhältnisse in den Ländern der ungarischen Krone. 3 Ebendaselbst. Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 91 Man könnte vielleicht glauben, dass sich ein ebenso günstiges Resultat ergeben würde, wenn man die Rechnung mit Benützung der mittleren jährlichen Änderung ausführt. Dass dem aber nicht so ist, ersieht man aus Folgendem. Für Budapest hat man: D I Bumel8s3 0203er 2 ra) 63° 29:5 nach Kreil SINE ee a 30) 62 28:3 « Kurländer und Liznar Jährl. Änderung: ....... 6615 — E53 Daherturnl879r. 02.22. Sera B2mnDl2 Beobachten. mare OE2228 06223930 Bilferenzen see na —14 4 —12°2 Der Unterschied zwischen den beobachteten und berechneten Werthen ergibt sich nach dieser Rech- nung bedeutend grösser als nach den früheren Formeln. Aber selbst wenn man den normalen Werth der jährlichen Änderung, wie er sich aus den für 18900 und 1850°0 berechneten Normalwerthen ergibt, der Rechnung zu Grunde legt, zeigen die Rechnungsresultate auch dann bedeutende Abweichungen gegen die beobachteten Werthe. So ist für Budapest: D 2 Die normale jährl. Änderung: ...... —6'175 — 1'569 Änderung von 1875— 1890: ....... 28226) OB: ROSS OO Sant re see eher ee ae 7 880 6228-5 3 DO re ER SD 9 30°6 6 Beobachtet Per ee OEN22LS 62 39.0 DITSMONZT oa) naar —1'8 — 12:7. Es dürfte demnach der Schluss berechtigt sein, dass die im Vorstehenden abge- leiteten Formeln zur Berechnung der Werthe der erdmagnetischen Elemente am besten geeignet seien. Man wird diese Formeln aber auch über die Epoche 1890 (bis zur nächsten Aufnahme) verwenden dürfen, denn das Glied mit Z wird sich nur langsam ändern. Diesem entsprechend soll noch die Declination und Inclination von Pola für die Epoche ?=1896°5 berechnet werden. Die in 32) und 33) einzusetzenden Grössen sind: Ay = —203', A = — 151’, Ap® — 41209, ApAX —=30653, AA? —=22801, = 18965. Mit diesen Daten erhält man nach 32) di, =d' +1° 8'89+0'321x 6°5. INUREISHFUTAWIEenE I. 2 Di = 8 83:8 Störungs-Correction: ...... +0:7 somit: d,=8 34:5, so dass as 52r9 1° 8.894 2:09 = 9° 45'5 wird. Da aber dieser normale Werth wegen der in Pola auftretenden Störung um 4#'7 zu gross ist, so ergibt sich der wahre Werth: DI® 5 — 9° 40'2, während am Observatorium in Pola aus den stündlichen Daten der fast genau übereinstimmende Werth: 9° 40'9 ermittelt worden ist. Für die Inclination erhält man nach Formel 33) 2 33':51—0'45xX6°5. Imayvrenkwarers en. Vale Störungs-Correction:...... +2'0 also: #, = 63° 9'1, mithin ist: es 63 9-1 2° 33151 -2'93—60° 32'7. 99 J. Liznar, Mit Rücksicht darauf, dass die in Pola beobachtete Inclination um 4#'1 kleiner ist als ihr normaler Werth, wird J19%° — 60° 28'6. Da der aus den Beobachtungen abgeleitete Werth 60° 32'2 beträgt, so erscheint der nach Formel 33) berechnete um 3'6 zu klein. Beachtet man aber, dass das Wiener Inclina- torium Dover Nr. I die Inclination um 2’ kleiner gibt als jenes von Pola (Dover Nr. 63), so verbleibt nur ein Unterschied von 1'6. Aber selbst diese Differenz ist nicht der Ungenauigkeit der Rechnung, sondern den Beobachtungsfehlern zur Last zu legen. Wir sind somit in der Lage, die normale Declination und Inclination für einen jeden Punkt und für eine beliebige Epoche nach 1850 zu berechnen, die wahre aber nur für jene Orte, für welche die Grösse der Störung bekannt ist. Um diese Rechnung durchführen zu können, ist die Kenntniss der Werthe e/, erforderlich. Aus diesem Grunde wurden die Jahresmittel der beiden genannten Elemente, wie sie die Beobachtungen an der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus ergeben haben, in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt. Declination und Inclination in Wien. EN Tu ! D,, Tu ENDE Tu 1853: 1300, 804. 6a ala 1868 11° 18:6 63° 33'4 885. oe anern basyanlz a 1869 ıı 8.217.103, 4022 T884 10, 137 OS 1855712775039 7,047 Tas 1870, 1120575 203003558 1885772.97..34.201108, 32228 1856 ı2 44°8 64 12'5 KOT 100,502.0, 0050 3104: 18800 2.00, POSIEHORE 22 TSS7 TEST OATRTNTD) 1872 10 2’o 63 33'9 1887 9722310 2030 20,225 1858 127 29:409 122 0873; 10 A309, 73207 TS98., KO NS OSW ET BT 1859 ı2 243 64 S8°'8 1874 10 39 63 30°4 1880% 9 21350 03% 13728 T8002 122 1a bu no NSYNEETOr 5537252037300. 2 P890 2201 Manor os ur > TEOLE EISEN ET. 1870, 100272803287 user ey re 1802 12 1742 620 201 1877 10 2108. 10302723 1892 ee le lo a te 1878, 10, SEE O3 Ka TEGS E30 58.02 ORWETZEN, SO A TTE A9ENS OB rR 1879, 10, 721003, 2522 7894, 087 46:9 ,030 12-3 1805 II 897 063 59°0 1880.10, Vokal oRTN2gz 1895, 8039:137103. 77950 TSOHERLN 31.00.08 Sud 7 1881 AR Aa 1300.78, 3548 03 Fer D8H7 11. 22:08 103, Hess 188202 96 E10 05,. 02053 Zu dieser Zusammenstellung muss bemerkt werden, dass die hier angeführten Declinationswerthe der Jahre 1860— 1871 wegen des in dieser Periode sich fühlbar machenden Localeinflusses corrigirt erscheinen,!' und dass die für 1872—1896, d. h. für die ganze Beobachtungsreihe im magnetischen Observatorium auf der »Hohen Warte«, mitgetheilten Declinationswerthe um 3'3 grösser sind, als die von der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus anderweitig veröffentlichten Daten. Diese Verbesserung entspricht dem bei der Bestimmung des Mirenazimuts auf der »Hohen Warte« began- genen Fehler. (Man sehe hierüber: I. Theil, p. 24 [160]). Die Werthe für 1879—1890 sind aus den stünd- lichen Aufzeichnungen des Magnetographen abgeleitet worden, während jene nach 1890 nur als vorläufige zu betrachten sind. Die Inclinationswerthe sind bis 1883 aus den absoluten Beobachtungen jedes Jahres abgeleitet worden, wobei bemerkt werden muss, dass die Messungen bis zum Jahre 1872 mit einem Repsold’schen, von da an aber mit einem Dover'schen Inclinatorium ausgeführt worden sind. Die mit Sternchen bezeichneten Werthe sind aus den stündlichen Aufzeichnungen des Magnetographen abgeleitet worden. Die für 1890— 1896 angeführten Inclinationsdaten sind ebenfalls nur vorläufige. Die im alten Gebäude der k.k. 1 Zur Ermittlung dieses Localeinflusses wurde folgender Weg eingeschlagen. Es wurde mit den in Wien beobachteten Decli- nationswerthen die Declination di für Prag und München gerechnet und durch Anbringung der Störungs-Correcetion der Werth D. bestimmt, der dann mit der an den genannten Orten wirklich beobachteten Declination verglichen wurde. Würden die Decli- nationswerthe in Wien unbeeinflusst sein, so müsste die erwähnte Differenz nur eine kleine Grösse sein, war aber ein Local- einfluss vorhanden, so muss er sich in diesen Differenzen äussern. Nach dieser kurzen Erläuterung ist die folgende Tabelle leicht zu verstehen. IE Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 93 Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus (Favoritenstrasse) beobachteten Werthe zeigen (besonders von 1860 an) sehr grosse Unregelmässigkeiten, die grösstentheils nur Beobachtungsfehlern zugeschrieben werden müssen; diese Fehler können aber ihren Grund nur in der Unsicherheit der Nadel- einstellungen haben. Besonders auffallend sind die Sprünge von 18€0—61, 1863—64 und von 1864—71. Vom Jahre 1872 an, wo mit dem Inclinatorium Dover Nr. 1, dessen Nadeln sich viel sicherer einstellen, beobachtet worden ist, zeigt die Inclination eine stetige Abnahme, welche nur in den Jahren 1882 und 1883 eine kleine Unterbrechung erleidet. Da, wie schon früher hervorgehoben wurde, die Genauigkeit des berechneten Werthes ie von der Genauigkeit des Werthes J{ abhängt, dieser aber nach dem vorhin Gesagten bis 1872 mit bedeutenden Fehlern behaftet erscheint, so dürfte es sich empfehlen, statt der für 1858 bis 1871 angeführten Inclinationswerthe die entsprechenden J’, durch Interpolation zwischen den Werthen von 1858 und 1872 abzuleiten. Nachdem vor dem Jahre 1853 in Wien keine regelmässigen Beobachtungen der erdmagnetischen Elemente gemacht worden sind, so will ich, um wenigstens die Berechnung der Declination auch vor dieser Zeit zu ermöglichen, die in Prag beobachteten Werthe derselben mittheilen. . Declination für Prag. 1840 1841 1842 1843 1844 1845 1846 1847 1848 1849 1850 1851 T52048N6 37:4 30%7 2306 18:0 14!2 3'3 14° s6'2 Ag:g AL'g 32:6 26:6 Prag. München. d,—=D;,+ 0'7+ 56'6—0'387 (— 1890) da, =D, +0'7-+2° 17'7—0'322 (I— 1890) t d, AD 3, B, B-D, di. = »AD DE, B B-D, RS NE EEE TE o'2 150 22!0, —7®0 18° 15:0 15° 17:27 —3°3 Bars 578 473 46:7 — 06 os 720 7:0 Se B7E5 47'0 —7'8 39'2 381 — rı 6°o—-7'0 14 59014 57'838 —ı2z 58'5 38°9 —7'8 SIT 29:7, — 104 14 58°0 —7'0 510 TEN o'I 5975 eh us 25°6 22.9 — 2°7 2,5 720 45°5 AST 102 60°5 SOnLE 728 22'3 14°4 — 7'9 499) —7u 9 423 31230559 61°5 23°2 —7'8 15'4 42 —ıı'2 42°5 —7°0 BIER 29°5 —b'o 62°5 16°5 —7”8 8:7 ı2 55'8 —ı2'9 35'8 —7'0 28°8 226 —b’2 63°5 "6 —7'8 18 460°0 —ı5 8 29°9 —7'0 22°9 156 —7'3 64°5 SEA 718012, 15550 Bau 175 22:8 —7'0 158 94 —0b4 DSGB 72 2532.07 —7 8 458 30'2 —ı5'6 T3"1 —7°0 6°1 19 —4'2 065 ae 728 3153 28.92 2920 IE IST ET IB A 33 67°5 Sr ER 279 Zu 4 055 230 55.45.7250 45°4 Az ne 68:5 SIE 728 23°5 2348, 957 Kulor—73Q 44°0 SIE 3 AN 69°5 20°'4 —7'8 12°6 77-49 40°2 —7'0 3372 32°4 —o'8 70'5 127 —7'8 49 0'9 — 40 32'5 —70 ISIS 251 —0'4 Ras a2 — nes rt 34:0 17. 35:1 o'5 Deo 00 120, 560, VON 3A, REIN 36°1 —7'8 28-3 28°9 o°6 ı2 56°0 —70 49°0 5owg, so 76°5 30°3 —7'8 22° 22'I — 0'4 50'2 —7'0 43°2 442 1'0 Die Störung AD bei München habe ich dadurch ermittelt, dass ich den Mittelwerth der Differenzen BD. Jahren 1855—59 und 1875—76 bildete. Aus der Zusammenstellung für Prag ersieht man, dass bis 1859 und von 1874 an die beobachteten und berechneten Werthe recht gut übereinstimmen; von 1860—1870 ergeben sich aber recht beträchtliche Unterschiede, besonders in den Jahren 1862—1865. Dasselbe kann man aus der Zusammenstellung für München entnehmen, nur sind hier die Differenzen bedeutend kleiner als bei Prag. Es kann demnach kein Zweifel bestehen, dass die Declination in Wien von 1860— 1871 gestört war. „ aus den Das Mittel der Differenzen B-D, beträgt —10'1, jenes von B—-D}, ist —4'2. Nachdem wir annehmen können, dass sowohl die Prager als auch die Münchener Beobachtungen mit Fehlern behaftet sind, so dürfte es am zweckmässigsten sein, den Mittelwerth: —7'1 als Localeinfluss von Wien für die Zeit 1860—1872 zu betrachten. Mit diesem Werthe wurde die oben erwähnte Verbesserung durchgeführt. 94 J. Lienar, Mit diesen Daten kann man nach Gleichung 36) oder 36 a) für einen jeden Ort die Declination berechnen, wenn man statt der in den bezeichneten Gleichungen enthaltenen Grösse e, die hier angeführten Decli- nationswerthe, vermehrt um 7'8, einsetzt und in 36) für 9, und A, die Breite, respective Länge von Prag einführt. Die im Vorstehenden angeführten Formeln können auch zur Darstellung der erdmagnetischen Verhält- nisse Österreich-Ungarns für eine beliebige Epoche (seit 1850 bis zur nächsten Aufnahme) verwendet werden. Zum Schlusse erlaube ich mir einige Bemerkungen, die sich auf magnetische Aufnahmen beziehen. Da der magnetische Zustand der Erde einer periodischen Änderung unterliegt, deren Periodendauer eirca 500 Jahre beträgt, so müssen zur Fixirung der magnetischen Verhältnisse für einzelne Epochen dieser langen Periode magnetische Aufnahmen ausgeführt werden. Will man die Erscheinungen auf der ganzen Erde verstehen und eine richtige Theorie derselben aufstellen, so sind hiezu vor Allem vergleichbare Beob- achtungsdaten nothwendig. Das jetzt vorliegende Zahlenmaterial lässt in dieser Beziehung sehr viel zu wünschen übrig, denn abgesehen davon, dass die älteren Messungen mit Instrumenten ausgeführt worden sind, über deren Übereinstimmung mit den jetzt gebrauchten wir nichts wissen, kommt besonders der Umstand in Betracht, dass bei der Darstellung der magnetischen Verhältnisse der ganzen Erde für grosse Gebiete nur ältere Beobachtungen vorhanden sind, welche auf eine neuere Epoche reducirt werden müssen. Dass derartige Reductionen bei der sehr mangelhaften Kenntniss der Säcular-Änderung nur ziemlich rohe Werthe liefern können, wird wohl Jederman zugeben müssen. Wie mangelhaft die Säcular-Variation selbst für das magnetisch verhältnismässig gut untersuchte Europa ist, wurde bei Besprechung der Säcular- Variation auf dem Gebiete Österreich-Ungarns angedeutet. Man weiss ferner, dass manche Theile der Erdoberfläche sehr stark gestört sind; es kann uns daher nicht verwundern, wenn stark gestörte, oder durch eine rohe Reduction erhaltene, Daten mit den nach der Theorie abgeleiteten Werthen keine gute Übereinstimmung zeigen. Wir finden ja auch auf einem kleinen Gebiete zwischen Beobachtung und Rech- nung bedeutende Differenzen. Um vollkommen vergleichbares Material zu erhalten, ist es unbedingt nothwendig, dass zu bestimmten Epochen auf der ganzen Erde gleichzeitig erdmagnetische Messungen ausgeführt werden. Es ist selbst- verständlich, dass bei diesen Aufnahmen die Meeresflächen nicht unberücksichtigt bleiben dürfen, da sie ja den grösseren Theil der Erdoberfläche ausmachen. Diese Epochen, sowie die Beobachtungsmethoden müssen international vereinbart werden. Nachdem ein eigenes internationales Comite für Erdmagne- tismus und Luftelektricität eingesetzt worden ist, wird es seine Aufgabe sein, diesbezügliche Vor- schläge zu erstatten und deren Durchführung anzustreben. Mit dieser allgemeinen Aufnahme der ganzen Erde, bei der eventuell nur die wenig gestörten Orte berücksichtigt werden könnten, soll eine Detail-Auf- nahme der einzelnen Gebiete verbunden werden, damit etwaige im Laufe der Jahrhunderte vor sich gegangene Veränderungen in den magnetischen Verhältnissen dieser Gebiete genau ermittelt werden können. Es darf uns der Gedanke, dass die auf diese Weise kostspielig und mühsam gewonnenen Daten, wenn sie auch unsere Kenntniss erweitern, die Ursachen der erdmagnetischen Erscheinungen vorläufig doch nicht erkennen lassen, nicht abhalten, unsere Pflicht gegen spätere Generationen zu erfüllen, damit uns der Vorwurf erspart bleibe, dass wir uns zwar unserer Aufgabe bewusst waren, die Ausführung der- selben aber aus kleinlichen Rücksichten unterlassen haben. Seite “ “ Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. 95 Verbesserungen zum 1. Theil. Nebst den im I. Theil auf S. 232 [368] angeführten Verbesserungen mögen noch nachfolgende Berücksichtigung finden: 10 [146] 23 [159] 45 [181] 59 [195] 71 [207] 100 [236] 116 [252] - 117 [253] 118 [254 119 [255] 129 [265] 135 [271] 137 [273] 155 [291] 156 [292) 158 [294] 198 [334] 225 [361] 228 [364] 230 [366] 231 [867] u,.— u ist der Ausdruck: V— _’ ! durch V— -, und der Ausdruck: = u,+ u, I 1 5 (a, +2)) durch > (u) zu ersetzen; ferner ist zu setzen statt: @— 1'034.1°37 = 1'41 richtig « — 10°34. 1. Zeile soll stehen O statt OV. letzte Zeile ist der Name Pilsen durch Plan zu ersetzen. das Mittel der Horizontal-Intensität für Magnet ı soll selbstverständlich lauten: 1'9371 statt 79371. in der 8. Zeile von unten soll der 1. Werth von [D,] = 9° 39'4 statt 9°29'4 lauten. Zeile 16 statt Kapelle Renkowka soll stehen: Kapelle St. Benedict in Podgorze. Zeile 14 statt: 9°4'5 zu setzen 9°7'8; Zeile 15 statt: 6'o richtig 3'3; Zeile 18 statt: [D,] = 8° 27'6 richtig 8°24'3 statt Ö-Gyalla— Wien = —0°43'5 richtig —-0°46'8 und statt Ö-Gyalla Dy—=8°27'6 richtig 8° 24'3; ferner die auf der 7. Zeile von unten stehende Formel: 7 = 2'0435 +0°000414. O soll lauten: - Bee >= = 2'0414+0'000414 0, dann ergeben sich für 1890°0 folgende Werthe: Magnet Horizontal-Intensität Mittel I 20918 2'0916 20913 20916 2 2'09I2 2'0908 2'0910 2°0910. 1. Zeile ist der Werth [7,] = 2'0891 zu ersetzen durch: [4,] = 20913, dann ist die Differenz: Ö-Gyalla— Wien = 00283 und nicht o'o261, endlich ist das Endresultat: H,— 2'0931 statt H,= 2'0053. 11. Zeile von unten bei Alt-Sandeec statt: oh ım 5786, —ohızs!n 1480, — 2080 richtig: oh 2m 1487, —olı4m 5089, — 750, Bei Wien täglicher Gang des Chronometers statt: —258 richtig: — 437. bei Alt-Sandec statt: oh26m1738, ohgm6$2, —ı8$6 richtig: oh26m 3080, ohgmı8S4, —9$4. Bei Wien täg- licher Gang statt: —232 richtig: —3$5. letzte Zeile statt: Benedietiner-Kloster richtig: Benedictinerinnen-Kloster. Zeile 3 statt: A= 83° 9’10” richtig: A—= 83° 5’10”, 9. Zeile von unten statt: Targovica soll stehen: Targowica. bei Alt-Sandec sollen die Chronometerstände statt: oN 26m ı851, o" 26 1756, oh ım 5786 richtig lauten: oh26M 3087, oh26M 2952, oNa2m 1457. Statiuderenzımute A, — 19352218, As, — 19522.32, A-1932 21726. ist zur setzen“ A, = 19325587, A193 210L8, A 50932/0135. Die Breite 9 = 49° 36’ 56’’ ist zu ersetzen durch: » — 49° 33’ 44". In der Zusammenstellung der beobachteten Declinationen sollen statt der Werthe: 7° 11'47”, 7° ı1' 13”, 7° 9'55”, Tee surbüudierrichtigen: 72 yna82, ze riral, 725%50%, 71.58”, 6° 59/57.’ stehen. Die unter [D,] stehenden Werthe: 7°ı5'3, 7°ı5'5, 7°ı5:5, 7°ı5!4, 7°13'8, 7°ı5'ı lauten richtig: 7° ı1'3, en, ne Er ey ae Statt Alt-Sandec [D,]J=7°15'1 richtig: [Du] = 7°ı1'ı. Anstatt Alt-Sandec — Wien— —ı°56'0 richtig: — 2° 0'o und schliesslich statt Alt-Sandec D,=7° ı5'1 richtig: 7° ı1! ı. 13. Zeile von unten lese man Sternbach statt Sternberg. 18. Zeile von unten ist die Zahl: 0'221 zu ersetzen durch: o'2. bei Görz Dy= 10°%27:6 statt: D,— 9° 27'0. 1. Zeile soll heissen: Triest [4,] = 2'1598 statt: [H,] = 2° 1098. ist die Breite von Czortkow richtig 49° ı'2 statt 46°1'2, ferner ist bei Görz statt der Declination: 9°27'6 zu lesen: 10°27'6. bei Ö-Gyalla statt: D=8°27'6, H=2'0931, T=4'5768 richtig: D=8°24'3, H=2'0953, T=4'5811. Bei Alt-Sandec statt: 9=49°36'9, D=7°15'1 richtig: 9—=49°33'7, D=7°ı1'ı und bei Tarnow statt: D= 6°49'4 richtig: D= 6° 49'9. 96 J. Liznar, Vertheilung der erdmagnetischen Kraft in Österreich-Ungarn. Verbesserungen zum Il. Theil. Seite 11 Zeile 13 statt Länge lese man: Längen. » 18 Zeile 19 statt Durchschnittspunkte der Isolinen soll es richtig heissen: Durchschnittspunkten der Isoclinen. » 21 in Tabelle VII sind die Buchstaben $ und X zu vertauschen. » 24 in Tabelle IX soll X statt © und umgekehrt stehen. » 832 Zeile 14 statt ihren ist zu lesen: ihrem. » 46 Zeile 5 von unten lese man Millimetern statt Millimeter. 54 Zeile 2 und 3 von unten ist rechts vom Gleichheitszeichen statt a, resp. 5 zu lesen: a’, resp. D’. » 55 Zeile 17 statt k. k. hydrographisches Amt richtig: k. und k. hydrogr. Amt. » 71 Zeile 20 statt tangz richtig: tang ’’. » 86 in Formel 27) statt bz soll stehen: Df. > i } h \ . | N r j \ ( . u i } \ nl er Kin ESF TITESELLTRN TI soynygsup "ydoaood-yim y pun °y sep argdwasogyrogongdg "IAXT PA ‘sse[y "Aungeu-ygeur ssıy °P 'peyy 'sıey 'p UOIFLIyOSyUocdı sn _ vw — Iemtmaanı — | muIsyapy | \ \ \ \ “ T | yassiige! | | Tot! | | u + so] ] | | | gnngsswlps o | urapıun8Jo1d) en „ea \zyIMOl \ aastuns zu a aapır kıya odoumde® \ h je . ‚cl Nolmuoaan "A 80, [U MANAayo ‚ Ib Lrlre } zo (Bir ae „Ss if 7 UOYOLPAZUDA ame, | Rat Ti ; Abe, 7 j a a m ® un Fk ır Drouaya Aunaopuy jayeldeydre]# uaaan) - 0.0581 01 rm 0.0681 10) NSINO90SI "TAXI pa ossejg “Aanyeu-"yyeu “ssıy 'p 'Peyy 'sıey 'p uogyLuyasyuad “songigsup "ydeadood-yıyıu °y pun 4 sep orydeadoggorondg ‚92 BERFT 2 sr: E Ei A STEIF Fl FR EE ‚ol omnsaag a MO. TG — N me emmir er m — een, nn een — Zn es > = i Altrenuy Be 1 | | | NR | lucmen- STR IN | och uno, u / I msoänT ende } | \ = > in | ORANAYa ‘ | I ua 1" onalgupg | | N Sponmaont . * N | souinages = N Borubamta | ..- | 16T Ag | BAOBIQ ep? _ olunog, Re Waoaspöing | a, RB ftdonog,- IT — > Se ORT I Sınquasnnii, nopıasjosd | | mel neyoseye, | ; Be | | Sa 2 Me | uIosJuB mar 7 RZ N ne u a eiet| 5 | sung. j DV Sr \ 1 SraqueTet IB = | N" au} 3 ER | Des uado oa alu Funsopuy’[dygfaoyorspFusaun) | \ | F RS ' 34 ’ \ \ potoun x Y an a irge Be ® aaa hu Apaquap aM = i 2 Bar NANITIOSI te älte STR T ap Zunpogaoa !IBUZIT 'f . 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Anderseits zeigt das Bandenspectrum einen so übermässigen Reichthum an dicht nebeneinander gelagerten Linien, dass sich diese »Banden« im prismatischen Spectrum überhaupt nicht auflösen lassen und selbst in den Spectrumphotogrammen, welche wir mit unserem früher beschriebenen Gitterspectrographen mit kurzem Focus, der ein sehr gutes Definirungsvermögen besitzt, erhielten, erscheinen die vielen Tausende von Schwefellinien so dicht in den einzelnen Theilen des Spectrums zusammengedrängt, s. Tafel III, Fig. 1, dass wir auf den Versuch verzichteten, die Spectralanalyse des Schwefels damit auszuführen. Wir unterbrachen diese vor mehreren Jahren begonnene Arbeit und nahmen dieselbe erst wieder auf, als wir im Besitze eines schon vor geraumer Zeit bestellten grossen Rowland’schen Concavgitters von Breasher in Alleshany waren, welches unter einem Dutzend von solchen Gittern von Professor Rowland selbst ausgesucht worden war. Dieses Gitter ist von hervorragender Leistungsfähigkeit, es besitzt einen Krümmungsradius von 15 Fuss engl. (4 m 59 cm) und enthält auf den englischen Zoll 13000 Linien. Die Definition dieses Gitters ist eine vorzügliche und ist zu bemerken, dass dasselbe vollkommen frei von SOo- genannten »Gespenstern« ist, welche Erscheinungen auf den Spectrumphotogrammen oft recht unangenehm werden können. Sowohl das Spectrum erster, als auch jenes zweiter Ordnung ist von grosser Helligkeit die nachstehend beschriebenen Messungen wurden an dem Spectrum zweiter Ordnung durchgeführt und; es sind dieser Abhandlung auch heliographische Abbildungen der von uns hergestellen Spectrumphotogra- phien beigegeben. Die Justirung des Apparates erfolgte mit grosser Sorgfalt, die Montirung des Gitters ist dieselbe, wie wir sie bei Besprechung unseres kleinen Gitterapparates seinerzeit in diesen Denkschriften ' beschrieben 1 Bd. LXIII., 1896. Über die Spectren von Kupfer, Silber und Gold. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 13 98 J. M. Eder und E. Valenta, haben. Vor Jahresfrist war die Aufstellung fertig geworden und wir konnten an die vorliegend beschrie- bene Untersuchung gehen, welche mit Schwierigkeiten verbunden war. Diese lagen hauptsächlich in der Nothwendigkeit, das Schwefelspectrum etwa eine Stunde bei constanter Temperatur und Leuchtkraft der Röhren zu exponiren. Um dies durchzuführen, muss die Destillation des Schwefels im Vacuumrohre, wäh- rend der Funke durchschlägt, so geleitet werden, dass sich der dem Spalt gegenüber befindliche Theil des Rohres nicht mit Schwefel beschlägt. Dabei gehen sehr viele Röhren zu Grunde, ehe der Versuch beendigt ist, so dass die Herstellung einer guten Aufnahme sehr viel Zeit, Geduld und Mühe erfordert. Wir massen mehrere Tausend Linien und zwar das Linienspectrum an zwei bis vier Spectrumphoto- graphien in jedem Bezirke, das Bandenspectrum aber nur mit je einmaliger Ablesung, wobei hie und da kleinere Zonen der Controle halber doppelt gemessen wurden. Die Messungen wurden mittels des Messapparates ausgeführt; die Benützung des Projectionsapparates zum Ausmessen der Linien haben wir vermieden. So gelang es uns, die Spectren des Schwefels im reinen Zustande vollkommen auszumessen, wobei sich die älteren Arbeiten nur zum Theile mit unseren Messungen übereinstimmend erwiesen, während wir andere, frühere Angaben nicht bestätigen konnten, wie wir näher ausführen werden. Das Entstehen des Linienspectrums im Schwefeldampf beobachtete zuerst J. M. Seguin.! Derselbe verdampfte Schwefel in einer Wasserstoffatmosphäre und liess durch das Gasgemisch den Funken schlagen. Er beobachtete dabei ein Linienspectrum mit einer rothen, drei starken grünen, einer blaugrünen, zwei blauen und zwei violetten Linien, welche gegen das stärker brechbare Ende cannellirt erscheinen. Die drei grünen Hauptlinien beobachtete er auch beim Durchschlagen des Funkens durch Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd. Die Existenz zweier verschiedener Spectren des Schwefels wurde von Plücker und Hittorf* ent- deckt; sie beschrieben das Spectrum 1. und 2. Ordnung (Banden und Linienspectrum) des Schwefels in ihrer Abhandlung »On the spectra of ignited gases and vapours« und erwähnten, dass diese Spectren am vollständigsten ausgebildet in Vacuumröhren unter dem Einflusse der Entladung des Ruhmkorff’schen Inductoriums entstehen, und zwar ohne Leydenerflaschen (Spectrum 1. Ordnung), oder mit Leydenerflaschen (Spectrum 2. Ordnung). Im sichtbaren Theile des Bandenspectrums beobachteten sie 37 Banden, von denen 7 im Roth bis Gelb (bis zur Fraunhofer'schen Linie D), 18 zwischen Gelb und Blau (As), 11 zwischen Blau und Violett und eine im Violett gelegen waren. Beim stärkeren Erhitzen des Rohres mischen sich Linien des Spectrums 2. Ordnung bei, dieses selbst kommt aber nur beim Einschalten von Leydenerflaschen rein hervor. Bei mässig erhitztem Rohre ist das Linienspectrum nur im gelben, grünen und blauen Theile deutlich erkennbar. Beim stärkeren Erhitzen aber steigt die Helligkeit des Rohres und es treten die rothen, orange- gelben und die Linien im violetten Theile des Spectrums hell hervor. Dieses Spectrum, sowie das zweite Schwefelspectrum sind nach Plücker’s und Hittorf’s Zeichnungen in Taf. I, Fig. 4 u. 5 abgebildet. Der allgemeine Anblick der beiden Schwefelspectren ist, wie wir uns durch Beobachtungen mit einem kleinen Spectroskop (2—3 Prismen) überzeugten, durch diese Figuren sehr gut wiedergegeben, obschon das Bandenspectrum in Wirklichkeit einen viel complieirteren Bau hat, als man nach diesen und anderen älteren Angaben vermuthen würde. Auch J. Angström beschäftigte sich gelegentlich einer Controverse mit Wüllner betreffs des »dritten Wasserstoffspectrums« mit dem Spectrum des Schwefels, von welchem er der Ansicht war, dass es im Wasserstoffspectrum als Unreinigkeit auftreten könne. Er stellte deshalb Wellenlängenmessungen im Linienspectrum an, aber diese waren in Anbetracht des von ihm angewandten Prismenspectralapparates trotz aller angewandten Sorgfalt sehr unvollkommen, so dass seine Angaben der Wellenlängen nicht genau erscheinen. Dies zeigt der Vergleich mit den von uns weiter unten mitgetheilten Messungen, aus 1 Note sur le spectres du phosphore et du soufre (Comptes rendus 1861, Bd. 53, p. 1272). 2 Phil. Transac. 1864, Bd. CLV. Die Spectren des Schwefels. 99 welchen klar hervorgeht, dass z. B. die von uns gemessenen Liniengruppen X = 5647, 5645, 5640°5 und 5640°2 bei Angström! als eine einzige Linie geführt werden ( = 5645), ferner erscheinen die Linien 5616 und 5606 beiAngström als einfache Linie A=5613, die charakteristischen Hauptdoppellinien % = 5433 und 5428 als eine einzige Linie A = 5432 u. s. w. Sehr interessant ist die von ihm gemachte Beobachtung über den Einfluss eines starken Magnetes auf das Gasspectrum, wenn sich die Röhre zwischen den Polen befand. Er fand, dass der durch Elektrolyse erhaltene Wasserstoff (aus Schwefelsäure) die beiden Plücker'- schen Wasserstoffspectren gab, dass aber, wenn sich das Rohr zwischen den Polen eines Magneten befand, die Schwefellinien hervortraten. Auch das Kohlenwasserstoffspectrum ändert sich bei dieser Behandlung der Röhren, wie er beobachtete, und es tritt das Wasserstoffspectrum zurück. A. Ditte! liess durch Dämpfe von Chlorschwefel den Flaschenfunken schlagen und beobachtete ein Bandenspectrum, welches er auch mit Chlorselen etc. erhielt, und das er dem Chlor zuschrieb, während neben diesem Spectrum die von ihm nicht gemessenen Linien des Schwefels, respective Selens und Tellurs auftreten. In der Folge beschäftigte sich G. Salet in mehreren Abhandlungen mit dem Banden- und Linien- spectrum des Schwefels, sowie sie in Plücker’schen Röhren und im Flammenspectrum des brennenden Schwefels unter gewissen Bedingungen auftraten. Er gibt auch schematische Zeichnungen der von ihm beobachteten Spectren, welche wir in Fig. 1, 2 und 3 der Tafel I genau reproduciren. Salet beschreibt in seiner ersten Abhandlung ? zwei Spectren des Schwefels und zwar 1. ein Linien- spectrum, welches im starken Flaschenfunken entsteht, und 2. ein Bandenspectrum, das sich bei elektri- schen Entladungen von geringer Tension, ferner in der Flamme des im Wasserstoff verbrennenden Schwefels bildet, dieses tritt auch weniger scharf in dem Absorptionsspectrum des Schwefeldampfes auf. Salet schloss den Schwefel in eine Plücker’sche Röhre ohne Metallelektroden ein, Fig 1, welche an Stelle von solchen in das Innere des Rohres reichenden Elektroden an den Enden des Rohres befindliche Metallhülsen besass. Er erhitzte mit einer Lampe, um den Schwefel zum Verdampfen zu bringen, und schaltete die Messinghülsen zwischen die Pole einer Holtz’schen Influenz- maschine. Die Röhre leuchtete ebenso intensiv, als wenn sie mit in’s Innere gehenden Elektroden versehen worden wäre. Salet füllte ziemlich viel Schwefel in die Röhre, desti- lirte ihn ab, und verdrängte auf diese Weise Luft und fremde Gase so vollkommen, dass durch die zugeschmolzene und erkaltete Röhre kein Funke mehr durchschlägt. Er fand folgende Wellenlängen % = 590 = 544 \= 498 \= 462 581 938 492 453°5 077 932 487 °5 448 (stark) 570 526 (stark) 483 445 564 522 » 479 434'5 560 515 475 431°5 554 5085 470 418 548 (stark) 5045 467 406 Das Spectrum des im Wasserstoff brennenden Schwefels erzeugte Salet in der Weise, dass er Wasser- stoff, welcher eine geringe Menge Schwefeldioxyd enthält, entzündete, und die Flamme gegen eine senk- Comptes rendus 1871, Bd. 73, S. 372. Comptes rendus 1871, Bd. 73, S. 622. Comptes rendus 1871, Bd. 73, S. 5 oo vu 100 J. M. Eder und E. Velenta, recht herabfallende Wasserschichte richtete (s. unten), wodurch sie abgekühlt wird und ein hübsches Spectrum gibt, welches dem vorigen einigermassen ähnlich ist. Die von Salet gemessenen Wellenlängen für das Flammenspectrum waren: = 550 \ = 483 = 458°5 \— 416 515 479 448 408 °5 09 476 444 -5(stark) 404 504 475(stark) 438°5 396 498 (stark) 467 431 °5(stark) 492 » 462 429 (stark) 4875 457 '5(stark) 419 ferner gibt Salet für das Absorptionsspectrum des Schwefels die Banden = 471, 465, 462, 456, 445, und 437 an. In späteren Abhandlungen kam Salet wiederholt auf das Spectrum des Schwefels zurück ! und gab die erste ausführliche Mittheilung über seine Messungen des Linien- und Bandenspectrums des Schwefels in seiner Dissertation.” Lockyer? erhielt gleichfalls das von Salet beschriebene cannellirte Absorptionsspectrum des Schwefeldampfes. Auch Hasselberg* mass die Linien des Schwefelspeetrums, dessen Entstehen er bei Verwendung von gewissen Glassorten in stark evacuirten Röhren beobachtete, wobei das Glas schwefelhältig wird und beim Durchschlagen eines kräftigen Funkens ein (allerdings unreines) Schwefelspectrum (Linienspectrum) ergab.* Ein Vergleich dieses Schwefelspectrums mit jenem von Plücker und Hittorf zeigt, dass letzteres linienreicher ist, also wahrscheinlich bei höherer Temperatur, grösserem Druck und stärkerem Funken erhalten worden war. Nach Ciamician’ soll das Linienspectrum des Schwefels bei höherem Druck keine Verbreiterung erfahren, sondern sollen die Linien völlig scharf bleiben, eine Angabe, welcher wir auf Grund unserer Beobachtungen widersprechen müssen, was in dieser Abhandlung noch näher erörtert werden soll. A. de Gramont beschreibt in einer Abhandlung über die Funkenspectren einiger Mineralien (Sulfide) die Spectralerscheinungen, welche gut leitende Mineralien (Bleiglanz, Pyrit, Calcopyrit, Zinkblende, Real- gar etc.) zwischen den Elektroden eines Inductoriums eingeschaltet, gaben.® Er erhielt neben den Haupt- linien der Metalle, welche zur Charakteristik der Mineralien gehören, stets schöne Schwefelspectren, welche vollständiger und intensiver als die Spectren der Metalle selbst auftraten. Er benützte diese Methode zur spectroskopischen Mineralanalyse im sichtbaren Theile des Spectrums. Eigene Versuche. Anfangs versuchten wir die in der obigen Figur abgebildete Versuchsanordnung Salet’s (s. S. 3) zur Herstellung des Schwefelspectrums zu verwenden. Der Erfolg entsprach aber keineswegs unseren Erwartungen, denn die Erwärmung war eine ungleichmässige, der Dampfdruck im Innern des Rohres in Folge dessen ebenfalls variabel und die Linien des Spectrums änderten in Folge dessen während einer Spectrumaufnahme ihre Helligkeit, wurden bald breiter, bald schmäler ete. Wir waren daher mit dieser Anordnung nicht im Stande, die auftretenden Spectralphänomene zu verfolgen. Nach mehrfachen Versuchen fanden wir, dass Röhren mit eingeschmolzenen Platinelektroden (da Aluminiumelektroden leicht abschmelzen) die besten Resultate ergaben. Die Form der von uns benützten 1 In den Comptes rendus 1872, Bd. 74, S. 865, bemerkt Salet bezüglich einer Abhandlung von Gerner »Über das Absorp- tionsspecetrum des Schwefeldampfes«, dass er (Salet) dies bereits früher beschrieben habe. 2 George Salet, Theses presentees ä la faculte des Sciences Paris sur les spectres metalloides 1872. 3 Lockyer sur les spectres des vapeurs aux temperatures elevees. Comptes rendus 1874, Bd. 78, S. 1790. 4 Bull. de l’academie de St. Petersbourg 1880, Bd. II, S. 307, Kayser, Spectralanalyse 1883, S. 320. Ames machte später die analoge Bemerkung bezüglich Auftretens des Schwefelspectrums in Plücker’schen Röhren. 5 Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Wien. Mathem. naturw. Cl. Bd. 78. 1878. 6 Compt. rend. Mai 1894. I. Semester. Bd. 118, No. 11, S. 591; ferner Compt. rend. 1896, 8. Juni. Die Spectren des Schwefels. 101 Röhren war eine ähnliche, wie jene, welche wir zur Herstellung der verschiedenen Quecksilberspectren seinerzeit benützten !. Die Röhren wurden im erweiterten birnförmigen Theile des Rohres mit Schwefel beschickt, evacuirt und an der Luftpumpe erwärmt bis der Schwefel zu destilliren begann, worauf dieselben abgeschmolzen wurden. Die so hergestellten Vacuumröhren zeigten sich völlig frei von Luft, Wasserstoff, Kohlenwasser- stoffen etc. und ist das Vacuum derselben bei gewöhnlicher Temperatur ein derartiges, dass der Funke nicht durchschlägt. Die zur Erzielung eines Schwefelspectrums nöthige Erwärmung der Röhren nahmen wir in zu diesem Zwecke eigens construirtem Luftbade vor, welches ein in der Längsaxe der Röhren senkrecht zu dieser angebrachtes Aluminiumfenster besass, wodurch die Beobachtung des Lichtes in das Capillare möglich war, ohne dass eine locale Abkühlung des erhitzten Schwefelrohres eintreten konnte. Sopald die Schwefel- röhre eine Temperatur von 60—70° C. besitzt, entsteht genügend Schwefeldampf. Der Funke schlägt durch das Rohr und das Capillarrohr leuchtet bläulich-weiss. Die Helligkeit ist eine mässige und es entsteht — sobald kein Flaschenfunke verwendet wird — das Bandenspectrum des Schwefels. Bei weiterer Erwärmung wird die Helligkeit des Capillarrohres eine weit grössere, sie wächst bei weisser werdender Farbe des Lichtes, bis endlich die Capillare in blendend weissem Lichte erglänzt. Die günstigste Temperatur hiefür ist bei 100— 150° C. gelegen; man kann aber das Rohr über 200° C. erhitzen und immer tritt noch dasselbe Bandenspectrum auf, ohne dass die unzähligen feinen Linien derselben eine Verbreiterung erfahren würden; bei höherer Temperatur scheint sich ein continuirliches Spectrum zuzu- gesellen, auch mengen sich einige Linien, welche dem Linienspectrum angehören, dem Bandenspectrum bei und es entstehen Mischspectren. Die Expositionszeit zur Aufnahme derartiger Bandenspectren des Schwefels betrug je nach der Helligkeit des Capillarlichtes 5 Minuten bis zwei Stunden. Das Linienspectrum des Schwefels. Das in Plücker’schen Röhren auftretende Bandenspectrum des Schwefels geht sofort in das Linien- spectrum über, wenn man die secundäre Wickelung des Inductoriums mit einer bis zwei grossen Leydener- flaschen verbindet. Schon mit einem Taschenspectroskope kann man diese Änderung deutlich erkennen und die Gegenüberstellung der Plücker-Hittorf'schen Originalzeichnungen (s. Facsimile-Reproduction Taf. I, Fig. 4 u. 5) gibt in der That ein übersichtliches Bild davon, gestattet jedoch keine Erkenntniss von Einzel- heiten. Wir photographirten das Linienspectrum bei verschiedenen Temperaturen, respective Dampfdruck ? und konnten auf diese Weise unter Verwendung unseres grossen Concavgitters die Entwicklungsstadien des Entstehens dieses Spectrums genau verfolgen. Die günstigste Temperatur zur Entstehung eines scharfen Linienspectrums liegt nach unseren Ver- suchen bei 100 bis 140° C. Bei allzu zu niedriger Temperatur, also sehr kleinem Dampfdruck und Ver- wendung eines schwächeren Flaschenfunkens ist dem Linienspectrum stets das Bandenspectrum beigemengt. Beim Erwärmen des Rohres im Luftbade auf ungefähr 100 bis 110° ist das Linienspectrum mit ziemlich grosser Schärfe ausgebildet und die Linien zeigen kaum nachweisliche Verbreiterungserscheinungen. Ebenso werden die Linien scharf, wenn man eine Destillation im Rohre einleitet, indem man das eine Ende, in dem sich der Schwefel befindet, langsam erwärmt, bis der Flaschenfunke durchschlägt und das andere Ende kalt erhält, so dass dort die Condensation des Schwefeldampfes erfolgt. Auch wenn nur wenig Schwefel im Rohre ist (minimale Spuren) und dieses stärker erhitzt wird, tritt keine Verbreiterung der 1 Siehe unsere Abhandlung in diesen Denkschriften, Bd. LXI. 2 Bei dieser Versuchsreihe war stets überschüssiger Schwefel im Rohre, so dass sich ein der jeweiligen Temperatur ent- sprechender Dampfdruck einstellte. 102 J. M. Eder und E. Valenta, Linien des Schwefelspectrums auf. Bei stärkerem Erhitzen der mit überschüssigem Schwefel beschickten Vacuumröhre (160—200°), also entsprechend erhöhtem Dampfdrucke wird die Farbe des Lichtes in der Capillare weisser und dieses heller, ohne aber die Helligkeit der Lichterscheinung, welche ohne Leydener- flaschen auftritt, zu erreichen. Im Ultraviolett steigt die Zahl der auftretenden Linien und deren Intensität; merkwürdiger Weise verbreitern sich viele Linien theils einseitig, theils beiderseitig, während andere voll- kommen scharf bleiben. Viele der bei 100° C. auftretenden Hauptlinien werden gegen 200° sehr stark verbreitert, bleiben aber sehr hell und werden daher für die Ocularbeobachtung noch auffallender und scheinbar hervortretender. Bei 180—200° treten zahlreiche Linien neu auf, und zwar theils als scharfe, theils als verschwommene Typen. Man darf jedoch keinesfalls glauben, dass alle Schwefellinien bei höherer Temperatur gleichmässig heller werden; in einzelnen Fällen sind Linien bei 100° C. heller als bei 200° C., während andere intensiver werden, so dass ein Schwanken des Aussehens der Liniengruppen bemerkbar ist. Wir beobachteten jedoch, dass das allmälige Zurücktreten gewisser Schwefellinien bei steigender Temperatur mit rasch fortschreitenden Verbreiterungserscheinungen innig verknüpft ist, weil die verbrei- terten Linien zu breiten Schatten werden und sich dann der Beobachtung entziehen. Bei einer Temperatur von über 220° C. ist es schon schwierig, den Flaschenfunken durch die mit Schwefeldampf erfüllten Röhren zu schicken, weil der innere Widerstand der Röhren bereits zu gross wird. Bei dieser Temperatur erscheinen die Verbreiterungserscheinungen sehr ausgebildet. Der Funke wird bei höheren Temperaturen dünner, fadenförmig und unten verästelt. In unseren ganz aus Glas gefertigten Schwefelröhren konnten wir nur die Wirkung bis A ) 3200 beobachten; allerdings ist das Glas noch für Licht von kürzerer Wellenlänge durchlässig: wenn also das Schwefelspectrum dort nicht mehr stark auf die photographische Platte wirkte, so dürfte der Grund darin liegen, dass es entweder dort lichtärmer wird, oder, was wahrscheinlicher ist, dass die Schwefeldämpfe allzu stark absorbirend auf die ultravioletten Strahlen einwirken und daher den Austritt derselben aus dem Rohre hindern. Charakteristische, auffallende Liniengruppen im Linienspectrum des Schwefels sind im Hellblau, die einzeln stehende Linie 4716, die nahe beisammenstehenden Linien 4549 und 4552 im Indigoblau, die Hauptlinien 4464 und die Liniengruppe 4285, 4282, 4278, 4269, 42679, 42672, 4253; ganz besonders aber die hervorragendste Gruppe im photographischen Spectrum die violette Gruppe 4189, 4174, 4162, 4153, 4145, 4142, dann die Doppellinien 4028:9 und 4032°9 und schliesslich am Beginn des Ultraviolett die Hauptgruppen X = 3933, 3932, 3928, 3923. Diese Gruppen von Hauptlinien im Blau und Violett sind bei allen Druckverhältnissen, welche wir in den Kreis unserer Untersuchungen zogen, nachweislich gewesen, jedoch mit variablen Verbreiterungs- erscheinungen im Sinne unserer obigen Ausführungen. Taf. III, Fig. 3a zeigt einen Theil dieses Bezirkes, und zwar an der Grenze der beginnenden starken Verbreiterung, die daneben photographirten Linien des Eisenfunkenspectrums ! geben zugleich einen Massstab über die Grösse dieser Verbreiterung, während Taf. III, Fig. 2a einen anderen Bezirk desselben Spectrums mit scharfen Linien (bei niedrigerem Dampf- drucke) vergleichsweise zur Anschauung bringt. Um ein ganz klares Bild des Schwefelspectrums in seinen verschiedenen Verbreiterungen zu geben, ist in Taf. III, Fig. 1 a das Linienspectrum des Schwefels neben das Bandenspectrum bei niederer Temperatur gestellt und daneben das durch seine scharfen Linien aus- gezeichnete Argonspectrum? photographirt. Daraus geht hervor, dass man das Linienspectrum des Schwe- fels mit nahezu derselben Schärfe erhalten kann, wie das Argonspectrum, obschon auch einzelne Schwefel- linien auf dieser Tafel bereits Neigung zur Verbreiterung zeigen. Die drei Spectren wurden mit unserem kleinen Gitterspectrographen aufgenommen, um ein übersichtlicheres Bild zu geben. Fig. 2, Taf. III zeigt 1 Die Spectrumphotographien des Eisenfunkens auf unserer Tafel sind theilweise ohne Glasfilter photographirt und enthalten dann natürlich neben den Linien zweiter Ordnung auf solche dritter Ordnung eingelagert, weil wir ein dichteres Netz von Normal- linsen zu erzielen wünschten; die Schwefelspectren aber sind reine Spectren zweiter Ordnung, aus welchen die dritte Ordnung abfiltrirt ist. 2 Dasselbe ist reichlich exponirt und zeigt, da es mit dem Gitter von kurzem Focus aufgenommen wurde, stellenweise die Erscheinung der sogenannten »Gespenster«. Die Spectren des Schwefels. 103 das Linienspectrum gleichfalls im Stadium guter Schärfe, Fig. 3 dagegen zeigt einen anderen Bezirk im Zustande ziemlich starker Verbreiterungserscheinungen und Fig. 4, Taf. III den ultravioletten Bezirk in einem Zustande, in dem ein Theil der Linien noch scharf, ein anderer bereits verändert ist. Die beigegebenen Spectraltafeln enthalten Abbildungen des grünen, blauen und violetten Theiles, sowie des Anfanges vom Ultraviolett des Linienspectrums des Schwefels. Diese Theile schliessen aber nicht vollkommen aneinander an, sondern es fehlen den einzelnen Spectralfiguren kleine Stücke, deren Linien aber von uns aus anderen Spectrumphotographien gemessen und in den Tabellen der Wellenlängen angegeben sind. Andere Schwefellinien, welche der Verbreiterung bei steigendem Drucke besser wider- stehen, sind X = 4464, 4361, 4353, 4340, 4285, 4253; 3993, 3986, 3983, 3961, während zahlreiche starke Linien rasch eintretenden Verbreiterungserscheinungen unterliegen. Zugleich beobachteten wir, dass scharfe Doppellinien sich zu einer unscharfen Hauptlinie vereinigen; dies machte uns auf Grund unserer Auf- nahmen den Eindruck, als ob eine neue einzelne Linie entstanden und nicht ein Ineinanderfliessen der Bänder zweier selbstständig weiter bestehender Linien eingetreten wäre. Wir wollen daher diese noch wenig studirten Phänomene näher beschreiben und an der Hand der heliographischen Abbildungen (Taf. Ill) erläuterm Die Linien 4285 und 4253 verbreitern sich bei steigendem Druck nur wenig und bleiben im frü- heren Intensitätsverhältnisse, 42679, welche bei niedrigem Drucke die Intensität 4 hatte, wird stark ver- breitert und ihre Intensität wird = 8; bei A = 4267 °2 war die Intensität bei niedrigem Drucke = 5, bei erhöhtem Drucke tritt eine starke Verbreiterung ein, die Linie wird lichtschwach und verschwimmt mit der Linie X = 42679, so dass diese bei oberflächlicher Betrachtung den Eindruck einer nach Violett ver- breiterten einzelnen Linie macht. Solche Verhältnisse mögen oft Anomalien in der einseitigen Verbreiterung der Spectrallinien erklären. Die bei niedrigem Drucke scharfe Doppellinie bei A = 4485 verschwindet bei stärkerem Drucke total und macht einer verbreiterten einfachen Linie Platz, wobei es aber den Eindruck macht, als ob eine neue selbstständige Linie entstanden sei, da wir keinerlei Ränder oder Überreste der früheren Doppellinie mehr auffinden konnten. Die daneben befindliche Linie 4483°6 verbreitert sich ebenfalls, bekommt aber links und rechts anscheinend symmetrische bandförmige Schatten, welche bei *— 4483 und 4482:8 liegen und ohne Zweifel selbstständige Linien sind (ganz sicherlich aber keine »Gespenster«). Die LinieX = 4525°1 hat eine scharfe Linie zur Begleiterin X = 45248, welche bei steigendem Drucke ganz verschwindet etc. Es wurde also bei steigendem Dampfdruck im Rohre die unter dem Einflusse des Flaschenfunkens entstandene intermolekulare Bewegung beeinflusst; dies äussert sich vor Allem in starken Verbreiterungserscheinungen, aber auch, wie wir gezeigt haben, im Verschwinden und Neuauftreten von Linien; die überwiegende Anzahl der Linien bleibt aber an der alten Stelle, so dass man ‚unbesorgt das Linienspectrum des Schwefels als charakterisirt erklären kann. Die gemachten Beobachtungen haben also nicht so sehr für die Identificirung des Schwefels in Gas- gemischen, als vielmehr für die genaue Kenntniss der inneren Molecularbewegung bei Spectralphänomenen Interesse. Unsere Tabellen der Wellenlängen beziehen sich auf das scharfe, beziehungsweise ziemlich scharfe Spectrum vor Eintritt der Verbreiterungserscheinungen, denn nur auf diese Weise liessen sich scharfe Angaben der Wellenlängen erhalten, auf Grund deren ohne jede Schwierigkeit die verbreiterten Linien identificirt werden können. Verschiebung von Spectrallinien im Schwefelspectrum bei geändertem Drucke. Wir haben zuerst gelegentlich unserer Untersuchungen über das Argonspectrum nachgewiesen, ! dass in Plücker’schen Röhren bei constantem Druck lediglich durch Änderung der elektrischen Erregungsform zweifellos Änderungen der Wellenlängen gewisser Liniengruppen eintreten, welche sich durch Ver- schiebungen der Linien um eine gut messbare Grösse äussern. 1 Denkschr. d. mathem.-naturw. Cl. d. kais. Akad. d. Wiss., Wien 1896, Bd. LXIV. 104 J. M. Eder und E. Valenta, Andere analoge Phänomene in Plücker’schen Röhren sind seither nicht bekannt geworden. Wir haben uns bemüht, bei unseren Untersuchungen über das Schwefelspectrum Bedingungen zu finden, unter denen analoge Verschiebungen erzwungen werden können, und dies gelang uns durch Vermehrung des Dampf- druckes im Schwefelrohre. Schlägt der mit 2—3 grossen Leydenerflaschen verstärkte Funke eines Ruhm- korff’schen Inductoriums bei niedrigem Dampfdruck durch das Schwefelrohr, so entstehen völlig scharfe Linienspectren, während bei allmälig steigendem Dampfdrucke Verbreiterungen, zunächst einiger Linien- gruppen auftreten und bei weiter gesteigertem Druck die Verbreiterung der überwiegenden Anzahl von Linien des Schwefelspectrums eintritt, während eine kleinere Anzahl, wenn auch nicht ganz scharf, so doch nur mässig verbreitert bleibt. Bei vielen jener stark verbreiterten Linien tritt eine Änderung der Wellenlänge ein; die Linien werden nach Roth zu verschoben und zwar erleiden sie eine Verschiebung um durchschnittlich 0:5 A. E. Wir haben dieses Verschiebungsphänomen, welches höchst bemerkenswerth ist, photographisch fixirt und bringen einen Theil dieser Aufnahmen in Vergrösserung auf Taf. II, Fig. 1, da unsere Angaben sonst vielleicht auf Zweifel stossen würden. Es sind daselbst zwei Schwefelspectren (Linienspectren) zur Coin- cidenz photographirt worden und zwar das eine mit scharfen Linien bei niedrigem Drucke, das andere mit verbreiterten Linien bei erhöhtem Drucke. Es geht daraus hervor, dass einzelne Linien, z. BA = 4285, 4253, unter diesen Verhältnissen keine Verschiebung (Änderung der Wellenlänge) erlitten haben, während die Linien A\=4294, 4281, 4283, 4278, 4269, 42679, 4267-2, 4259, 4257, 4231, 4217 u. A., eine sehr deutliche Verschiebung von circa 0:5 A. E. gegen Roth erlitten haben (s. Fig. 1 der heliographischen Taf. I nach photographischen Vergrösserungen der Originalspectrumsaufnahmen). Dies zeigt die Aufnahme so deutlich, dass jeder Zweifel ausgeschlossen ist. Ferners erkennt man aus der Figur, dass mehrere früher kaum sichtbare Schwefellinien sich, wenn dieselben auch unscharf geworden sind, doch zu grösserer Helligkeit herausgebildet haben. Wir legen dem theilweisen Auftreten der Verschiebungsphänomene im Spectrum eine grosse Bedeutung bei und glauben, dass jene Liniengruppen, welche sich der in Rede stehenden Vergrösserung der Wellenlängen leichter fügen als andere, welche schwierig oder nicht darauf eingehen, eine besondere Rolle in der intermolecularen Bewegung der Dämpfe des Schwefels spielen und vielleicht auf die Existenz beständigerer und weniger beständiger Componenten desselben hinweisen. Bandenspectrum des Schwefels. Das Bandenspectrum des Schwefels macht, wie erwähnt wurde, bei kleinerer Dispersion den Eindruck eines Spectrums, welches aus Banden mit verschiedenen Maximas besteht. Eine gute Übersicht über den Habitus dieses Spectrums bei mässiger Dispersion gibt uns die in Fig. 1, Taf. III enthaltene photogra- phische Reproduction dieses Spectrums nach einer Aufnahme mit unseren kleinem Concavgitter. Neben demselben ist das Schwefellinienspectrum abgebildet, wobei auf den ersten Blick hervorgeht, dass die beiden Spectren miteinander nicht nur keine Ähnlichkeit, sondern nicht einmal gemeinsame Liniengruppen haben. Das in Fig. 1 e derselben Tafel abgebildete Argon-Spectrum dient zur Orientirung. Fig. 5, Taf. III zeigt einen Theil des Bandenspectrums nach einer Photographie des Spectrums II. Ordnung, welches mit unserem grossen Concavgitter aufgenommen wurde und zwar den Bezirk von A\=4720 bis A=3940. Dasselbe gibt die Details in dem complieirten Bau dieses Spectrums sehr gut wieder. Noch deutlicher erkennt man den Bau an der Vergrösserung dieses Spectrums, wie selbe in Fig. 3, Taf. II abgebildet ist. Um die Beziehungen unserer Messungen mit den alten Angaben (s. oben) herzustellen, bemühten wir uns, die Lage der Maxima im Bandenspectrum approximativ Zu schätzen und geben die Gegenüberstellung dieser Zahlen gegen jene von Salet. Aus dieser Zusammenstellung ist ersichtlich, dass das von uns untersuchte Spectrum wirklich mit dem von Salet beobachteten identisch ist. Die Spectren des Schwefels. 105 Eder-Valenta Salet Eder-Valenta Salet Eder-Valenta Salet Eder-Valenta Salet 5596 5594 5191 5192 4843 4842 4532 4521 5534 5529 5146 5144 4794 4787 4498 So 5475 5470 5093 5089 4748 4746 4481 ii 5419 5416 5040 5037 4710 4706 4434 4435 5359 5354 5000 4990 4663 4b51 4376 - 5310 5310 4936 4936 46010 4607 4359 4355 5253 5248 4893 4895 4565 4502 Um das Bandenspectrtum des Schwefels endgiltig wenigstens in den photographisch wirksamen Bezirken festzustellen, machten wir es vom Hellblau bis ins Ultraviolett (A = 3600) und bestimmten die Wellenlängen von circa 10000 Linien. Es sind die fast durchwegs äusserst feinen scharfen Linien derart eng nebeneinander gelagert, dass man annehmen kann, dass über die ganze Ausdehnung des Banden- spectrums im sichtbaren und unsichtbaren Theil die Linien so dicht gelagert sind, dass auf einen Abstand, welcher der Natriumdoppellinie gleichkommt, durchschnittlich dreissig Linien sich befinden; würde man noch länger belichten, so kämen noch neue Linien heraus, und es würde selbst bei Verwendung eines Instrumentes von so grosser Dispersion, wie bei unserem grossen Gitterspectrographen, das Band geschlossen erscheinen. In dem Bandenspectrum finden sich keine abschattirten Nebel, sondern durchwegs Haufen von scharfen feinen Linien und es lassen sich keine hervorragenden Ruhepunkte oder hervorragende Hauptlinien constatiren, wie sie bei anderen linienreichen Spectren, wie z. B. von Eisen, Platin, Cobalt, Nickel, unschwer finden lassen. Anschwellungen der Helligkeit des Spectrum-Bandes in zahlreiche Maximas finden sich wohl vor, doch sind dieselben weniger durch die Stärke der Linien, sondern zumeist durch deren grosse Anzahl auf demselben Raum bedingt. Präcise bestimmbare Kanten, welche anderen Bandenspectren ein charakteristisches Gepräge aufdrücken und die leichte Identificirung gestatten, wie z.B. beim Banden- spectrum von Stickstoff, Quecksilber, Wasser, Ammoniak, Cyan etc., fehlen hier. Wenn man trotzdem bei Ocularbeobachtung mit kleinen Spectroskopen glaubt, gewisse Maxima ziffermässig in Wellenlängen ausdrücken zu können, so gibt dies nur die subjective Empfindung wieder, die Ablesungen sind je nach dem Beobachter, dem Apparat, der Helligkeit der Spectren so sehr variabel, dass ihnen wenig Werth zukommt. ; Wir versuchten mit einem Krüss’schen Spectralapparat mit einem Flintglasprisma von 60°, sowie mit einem Compoundprisma diese Maxima im Schwefelbandenspectrum zu bestimmen; anderseits verklei- nerten wir unsere Spectrumphotographien, um die Maxima zu engeren, leichter bestimmbaren Streifen zusammenzudrängen, erhielten aber wenig übereinstimmende Resultate. Die Ocularablesungen stimmten so ziemlich mit den Salet’schen Ziffern überein; die mit den photographischen Verfahren erhaltenen geben nur im Blau eine beiläufige Übereinstimmung (s. oben), im Violett giengen beide Ablesemethoden stets auseinander und im Ultraviolett wurden die Maxima so verworren, dass wir darauf verzichteten, sie abzu- lesen, jedoch gibt die heliographische Abbildung ein treues Bild der in Rede stehenden Spectralerscheinung. Es fragt sich'nun, ob die Linien des Linienspectrums des Schwefels auch im Bandenspectrum vor- kommen? Dies muss insoferne verneint werden, als die Hauptlinien des ersteren Spectrums keineswegs irgendwie deutlich bemerkbar im Letzteren auftauchen; es kann wohl sein, dass unter den vielen Tausenden der feinen Linien des Schwefelbandenspectrums Linien von annähernd derselben Wellenlänge vorkommen, vielleicht auch wirkliche Coincidenzen, aber jedenfalls spielen diese Linien des Linienspectrums dann im Bandenspectrum eine derartig untergeordnete Rolle, ja sind kaum nachweisbar, dass man beide Arten von Spectren des Schwefels als selbstständige charakteristische Typen bezeichnen muss. Flammenspectrum. Das Flammenspectrum des Schwefels ist als ein Bandenspectrum zu betrachten. Es wurde zuerst von Mulder'! beobachtet, indem er ein gläsernes Rohr mit einem Wasserstoffapparate in Verbindung 1 Mulder: Über die Spectra von Schwefel, Phosphor und Selen, Journ. pract. Chem. Bd. LXXXXI, S. 112. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 14 106 J. M. Eder und E. Valenta, brachte, welches in der Nähe der mit einer Platinspitze versehenen Mündung etwas Schwefel enthielt. Wird dieser erhitzt und der Wasserstoff entzündet, so erhält man eine Flamme, welche einen blauen Kern besitzt und ein bandenartiges, schwach unterbrochenes Spectrum liefert, »in welchem vorzugsweise drei violette Linien auffallen, die sehr breit sind, indem übrigens das Spectrum noch eine unzählige Menge von grünen, blauen und violetten Linien zeigt«. Ähnlich wirkt Eintritt von Schwefelwasserstoff oder Schwefelkohlenstoff in die Wasserstofffllammen (jedoch darf nicht allzuviel Schwefelwasserstoff beitreten, sonst wird das Phänomen undeutlich). H. W. Vogel! erhielt das Bandenspectrum des Schwefels beim Verbrennen von Schwefelkohlenstoff, wenn in die Flamme Stickoxyd geblasen wurde. Das Flammenspectrum des schwefelhaltenden bren- nenden Wasserstoffes studirte Salet sehr sorgfältig, er zeigte, dass der blaue Innenkegel der Flamme zumeist ein continuirliches Spectrum gibt; das banden- artige Spectrum tritt erst dann auf, wenn man die Flamme stark abkühlt, in- dem man sie gegen ein, durch herabrieselndes Wasser gekühltes, Platinblech leitet (s. Fig. 2). Beim Flammenspectrum des Schwefels sind die rothen Banden, welche sich beim Bandenspectrum des Schwefels im Geisslerrohre sehr hell zeigen, wenig oder nicht entwickelt, dagegen treten die bei geringer Dispersion deut- lich erkennbaren in Gelb, Grün, dann sehr starke breite Streifen in Violett scheinbar scharf nach der violetten, verlaufend nach der rothen Seite des Spectrums auf; besonders mehrere breite violette Streifen fallen durch ihre Helligkeit auf. Wenn man nach Salet aus der Platinspitze eines gewöhnlichen Löth- rohres eine Wasserstofffllamme brennen lässt und diese gegen Schwefelsäure, Krystalle von Ammoniumsulfat, Natriumsulfat, Alaun, Gyps (nicht aber Barium- sulfat), Sulfite Hyposulfite und selbst gegen Glaubersalz haltige Gläser richtet, so färbt sie sich bläulich und gibt das Schwefelspectrum?. Man kann dies zum qualitativen Nachweis von Schwefel benützen, jedoch ist die Probe Fig. 2. nicht besonders charakteristisch. Salet gibt eine Abbildung des Flammen- spectrums, verglichen mit dem in Geissler’schen Röhren auftretenden Bandenspectrum (Fig. 4 u. 5, Taf. ]), welche für die allgemeine Orientirung genügen, aber nicht hinreichen, um die von Schuster angeregte Frage ? zu entscheiden, ob das Flammenspectrum ein Gemisch des Banden- und eines Verbindungs- spectrums ist. Auch uns gelang die Entscheidung dieser Frage nicht, weil wir trotz unseren Bemühungen die Flammenerscheinungen nicht andauernd und hell genug hervorbringen konnten, um das Spectrum mittels des grossen Concavgitters zu photographiren und weil die Ergebnisse der Aufnahme mit licht- stärkeren Apparaten kleinerer Dispersion zur Lösung der Frage nicht hinreichen. Wenn uns aber auch die Auflösung des Flammenspectrums in seinen Einzelheiten nicht gelang, so können wir doch auf Grund der Ocularbeobachtung uns der Ansicht nicht verschliessen, dass dieses Spectrum seinem Wesen nach mit dem vorhin erwähnten Bandenspectrum übereinstimmt und daher als ein unvollkommen entwickeltes Bandenspectrum des Schwefels aufzufassen ist. 1 Vogel experimentirte mit der sogenannten Selle’schen Lampe, welche ein sehr actinisches Licht liefert (s. Eder’s Handb. d. Photogr. 2. Aufl, Bd. I, I. Abthl. S. 532). Er beobachtete das cannellirte Bandenspectrum und beschrieb dies in den Berichten der deutschen chem. Gesellschaft Bd. VII, S. 1522. ? Repertorium Brit. Assoc. 1880, p. 272. H. Kayser, Spectralanalyse 1883, S. 320. 3 Comptes rendus 1868, Poggend. Annal. Phys. u. Chem., Bd. CXXXVIL, H. W. Vogel, Spectralanalyse, 1889, S. 302, Wasserstoff durch Schwefelammonium geleitet, gibt beim Anzünden ein continuirliches Spectrum, ebenso Schwefelkohlenstoff gemischt mit Wasserstoff (nach H. W. Vogel a.a. O.). Die Spectren des Schwefels. 107 Compoundspectrum des Schwefels. C. Runge und F. Paschen stellten Untersuchungen über ein eigenthümliches Spectrum des Schwefels an, welches dem sogenannten »Compoundspectrum« des Sauerstoffs (Wiedemann's Annal. d. Phys. u. Chem. 1897, Bd. LXI, S. 642) analog ist. Das Compoundspectrum (Serienspectrum) des Schwefels entsteht nach Runge und Paschen in der Weise, dass eine mit Platinelektroden versehene Geissler’sche Röhre mit einem kolbenartigen Ende versehen wurde, in welchen Behälter Schwefelsäure gefüllt wurde. Die Röhre stand mit einem Apparat zur elektrolytischen Entwicklung von Sauerstoff in Verbindung. Die Schwefelsäure im Kolben wurde bis zum Sieden erhitzt, bis sich etwas Dampf in und vor der Capillare des Geislerrohres condensirt hatte. Wenn man nun wartete, bis der gleichfalls entstandene Wasserdampf wieder absorbirt worden ist und währenddessen Sauerstoff durch die Röhre streichen liess, so trat unmittelbar danach das Serienspectrum des Schwefels im Geisslerrohre auf, daneben erschien das Compoundspectrum des Sauerstoffes und nach einiger Zeit das Wasserstoffspectrum. Die Hauptlinien des neuen Schwefelspectrums traten auf, wenn Schwefel in einer Röhre erhitzt und Sauerstoff zugeleitet wurde, ferner, wenn man Schwefeldioxyd einleitet. In beiden Fällen überwiegt das Bandenspectrum, und es scheint, fügen Runge und Paschen hinzu, dass das neue Spectrum nur bei Gegenwart von Sauerstoff auftritt. Compoundlinienspectrum des Schwefels nach Runge und Paschen. Wellenlängen | J | Wellenlängen) J | Wellenlängen J 724200 2 604623 6 5449°99 | 3 0757'40 2 6042°17 5 5444°58 2 6749"06 6 5890'08 2 5381'19 4 6743'92 5 5883 °74 2 5375'98 3 6538'82 I 5879.79 I 5372"82 2 6536"55 I 570044 8 529582 4 6415°08 4 5700°58 7 529089 |4 640832 g 5697'02 6 5287'88 2 6403 '70 2 50614'48 5 5279'19 6 639690 I 5608 '87 4 5279'81 5 6395'10 I 5605°52 3 5278°31 3 6176°o1 I 5507'20 5 4696°49 6 6173°77 I 550178 4 409509 8 6052°97 7 549838 3 409430 10 Eine Schlussfolgerung über die Natur der Runge-Paschen’schen Compoundspectren, ob sie Linien des elementaren Spectrums des Schwefels enthalten oder nicht, war vor Beendigung unserer vorliegenden Arbeit unthunlich, weil eben das Schwefelspectrum nicht sichergestellt war. Auf Grund unserer Arbeiten aber können wir nunmehr ganz bestimmt sagen, dass die von uns beobachteten Spectren des elemen- taren Schwefels gar nichts mit dem »Compoundspectrum des Schwefels« gemeinsam haben und dass dieses letztere höchst wahrscheinlich einer Sauerstoffverbindung des Schwefels zukommt. Spectrum von Sulfiden. Zur Untersuchung der Rolle, welche der mit Metallen verbundene Schwefel (Sulfidschwefel) im Funkenspectrum an der Luft spielt, stellten wir Stangen von Schwefelsilber her, welche die Elektricität gut leiteten und schöne grüne Funken gaben. In diesen lassen sich selbst mit Spectroskopen kleinerer Dispersion (namentlich in der Aureole) deutlich die charakteristischen Hauptlinien des Schwefels wahr- nehmen. Auch im Ultraviolett erhält man unter diesen Verhältnissen deutlich (neben den Metall- und Luft- linien) die Linien des Funkenspectrums des Schwefels und zwar ziemlich scharf mit mässigen Verbrei- terungserscheinungen vom Aussehen der Luftlinien geringer Schärfe. Dieses Spectrum ist wohl nicht ganz identisch mit dem Spectrum des Schwefels in Vacuumröhren, stimmt jedoch im Wesentlichen damit überein. 14 * 108 J. M. Eder und E. Valenta, Tabelle 1. Linienspectrum des Schwefels. Eder und Valenta %. rer nt (Rowland’sche Einheiten) ResTon ne ne zu Te == Er Z“ = 0579 = — — == = 0454 = = ER _ — 6421 —_— 6400 _ — — 6404 6400 Be = von uns gesehen, aber = R Be De ER se nicht genauer bestimmt 5 © 6309 6310 6290 _ _ _ 6290 6290 eo —_ - —_ 6152 — en — - = 6111 — = = _ _ 6009 _ — — _ 5866 - 5819°543 2 — _ 5810 — es = — _ 5780 _ 5665'123 4 50671 — 5667 50670 5662°741 I verschwommen —_ E= = _ 5660: 289 6 - 5659°7 5057 5660 5648° 565 ı — = 5650 5655 5047290 8 5645 = _ 5647 5045'920 2 verschwommen — _ — 2 5640°535 I 4 _ = = _ 5640°257 \ 8 = 56393 50641 — 5616°844 4 l 5613 — 5618 = 5606349 8 \ = 5003 5609 5610 5579'327 6 = nn 5584 =: 5565097 8 — 55613 5568 5570 5559'129 1 ae => == = 55506'141 4 verbreitert _ _ 5558 — 5536°968 3 > = 5532 ze 5526458 5 verbreitert -- _ — —- a 3 5 = 3 5522 : 5518'906 3 verschwommen — 55106°9 5509'799 10 , 5507°3 5508 5510 5478'589 2 verschwommen n— _ —_ E— 5477'0649 I = _ u 5477 5475'209 2 = > = = 5473°791 8 5474 — = = 5408505 I — 5470°5 5473 = 5454000 Io 5451 5451'0 5452 5455 5434°737 2 = = > >- 5432°994 10 5432 5438 5438 5432 5428°907 9 = 5429'7 5425 >Z Er — = 5418°4 — — 5401'035 3 verschwommen = 5386'6 — == 5345 832 8 5345 5341°7 5338 5350 320°894 8 5322 5319°2 -- 5320 — — = = 5304 = 5233°187 I — — 5269 — 5230'040 I _ _ 5231 -- 5227"406 I — = = P 5227°072 T = = — 5220°872 I — 5217'8 _ 5220 5219650 3 — 14°4 5218 5217 5212803 8 —_ —_ —_ 5207482 2 5207 _ 5207 — 5201'520 l 2 = 5200'1 = >= 5201°149 \ 6 5191 — 5199 = = _ En 5191 5205 =: = — — 5182 — 5160'348 2 _ — —_ 5100 SLA2EnTZ 3 Ze 5142°5 5143 = er == — —_ 5141 = = = — —_ 5140 —_ = E=) > 5124 = 5103'535 4 — _ 5110 — _ 5102'9 5096 5103 Die Spectren des Schwefels. 109 Ederwund Valenta ? Plücker (Rowland’sche Einheiten) | Angström Hasselberg und . Salet WA ae en Hittorf 098890 I —_ 078'3 — a I ar - ie > | 5068 RE 5047'499 3 — 5044'9 5044 — 5039596 2 = 5036 = 5032°0657 8 \ 55 5032°5 5030 5030 5027°408 4 \ 3227 _ 5024 5024 5014'248 8 5013 3 5013 5013 5o11'Sı5 3 —_ sel=7 _ — 5009762 6 —_ — 5004 5008 5007 010 I _ — 5003 — 4993°733 3 4994 49939 5000 5000 4992" 152 5 > = 4990 4990 4942°049 2 — 4941°5 4942 _ 4925493 6 4926 4925'0 4924 4925 4924°209 5 = = 4922 = 4917'410 4 verbreitert — 4918°5 —_ _ 4902656 2 _ 4901'9 4902 = 4885 831 3 — 4884°5 4884 = 4824353 2 verschwommen — — 4825 4825 4819'834 I —_ 4815°6 4813 4811°967 4 408° 5 4804 4810 4792'333 2 = 4792'8 4791 = = == — 4773°5 4777 ES u -- — 47062°8 4768 —_ — = _ 47528 4762 = — = — — 4734 > 4716'382 4 = 4714'9 4718 4715 — — —_ 4692 4690 4677804 2 — — _ —_ 4668738 2 — — 4671 4670 4661782 I verbreitert nach Reth — — ar — 4656916 3 verschwommen —- — 4657 4655 4651'043 I — —_ — — 40650°440 I —_ — _ —_ 4649328 3 — = == = 4648°416 I — _ — — 4647614 I verschwommen — — u = 406042024 2 > — _ — = 4639°024 I — _ it sehr verschwommen == — 4630 4030 4613'618 1 > —_ — 4610 4610 4596368 I » _ _ ! — = 1'28 I —_ — 5 2 2 = Zi 4593 4590 = = = — 4580 4580 4562118 | 2 = | 4561 4560 4552°592 5 = 4551°5 4552 4550 4549723 3 Ze — — 251 6 _ Die x BR 4524°7 4523 4525 4504°370 3 = = = = 4499450 } I — — — — 4486856 2 = ae = au 4485907 2 _ 4485° 1 4485 4485 4483647 4 _ _ —_ _ 4481661 I = — = = 4478033 I —_ —_ _ — er En I — — == = 4464°61 — BR: ; 4463 761 : verbreitert nach Roth — aauızn ou 4407 4450584 2 » — — — = 4440°043 N 4 — — = — 4432° 501 3 — = 4432 4435 4431° 131 I verbreitert nach Roth _ —_— = = 4418°982 2 » — — 4422 4425 4417'134 3 = = — = 110 J. M. Eder und E. Valenta, en Plücker : Angströ asselberg d Salet (Rowland’sche Einheiten) Anesträm Peschee ie = Eder und Valenta verbreitert nach Roth —_ = 4297 4295 mitunter umgekehrt — =. — — A [9% - Ko) ST S D OD OPPUWLVDMHMDTOM- oANWUrH Hung muy Hin oA Dun p D in ws Sr SI v -_ mitunter umgekehrt — En 4255 4250 verbreitert gegen Roth — _ verbreitert gegen Roth — — = — verbreitert gegen Roth — — — — » — En — — > = nn {2%} D o © „ verbreitert gegen Roth —_ _ 4158 4155 P „ ex [02 D S- S = verbreitert gegen Roth — - = = in der Regel zusammen- — — — = geflossen — — — ze ES - So D [+] [0% S - PUB NOHU BD DD NDHOHOWNONCDHPENUN DB HUND PRDBL HM Die Spectren des Schwefels. 111 Eder und Valenta Eder und Valenta Eder und Valenta (Rowland’sche Einheiten) (Rowland’sche Einheiten) (Rowland’sche Einheiten) I TEE nn Se 4072°252 3 3894'159 I 3638°267 2 4070°077 3 3892759 2 bandartig ver- 30637 °131 2 4069 802 | 2 breitert 30306'305 I 40064'0634 3 verbreitert 3882306 3 3632°144 8 4050'328 2 38706'353 bandartig ver- 3626° 508 3 4032956 4 verbreitert gegen breitert 3622892 2 Roth 3864773 I » 3618°93 I 4028°995 6 3861°541 I 3617'086 4 bandartig ver- 4011'409 I 3800833 3 verbreitert breitert 4009' 566 I 3853 "280 3 » 3600' 307 2 verschwommen 4007'995 2 3851°312 3 verbreitert gegen 3596" 152 3 4000 700 I Roth 3594575 3 4004 '045 I 3847319 2 3567 382 2 verschwommen 3999026 3 3845°330 I 3560857 I > 3998998 4 verbreitert gegen 3842" 502 2 verwaschenes 3550° 5006 I » Ultraviolett Band 3549920 2 verbreitert 3998°127 3 3839'368 2 3543856 3 bandartig ver- 39933706 5 3838440 10 breitert 3991'144 4 verbreitert gegen 3837882 8 3540'416 3 Roth 3831'980 4 3499' 566 I bandartig ver- 3986158 5 3794841 5 breitert 3983°924 6 3783°543 2 stark verbreitert 3497438 8 3982°893 I verbreitert gegen 3779'030 4 3483140 I Roth 3774713 2 3479'435 8 verbreitert 3981923 I 3700'030 2 3474001 6 3980002 4 verbreitert gegen 3754879 I 3471014 I verschwommen Roth 3750°927 3 3390354 3 3974316 1 3749"554 4 3387 242 5 3973°341 4 3748 039 5 3385986 2 verschwommen 3970*820 3 verbreitert 3744'488 2 3377'300 L 3970640 | 3 > STETS AS) 3 verbreitert 3373402 3 verschwommen 3963°279 3 » 3717'864 8 | mässig verbreitert 3372 285 I > 3961095 4 3712'808 2 > 3370490 4 A959, 408 | 1 3710604 | 2 > 3369624 | 3 3959189 2 3709°470 6 » 3368'210 2 3954"457 2 3700°32 2 > 3367306 4 3950' 866 I verschwommen 30699'52 3 » 3303°294 I verschwommen 3947320 2 » 3098046 I 33506°567 I » 3945°059 I 3096373 3 bandförmig ver- 3355'233 I 3939'897 I verschwommen breitert 3344216 2 verschwommen 3933650 3 verbreitert 30689°639 I 3341612 4 3932°437 2 3680671 I 3340508 3 3932° 104 3 30678329 4 sehr verbreitert 3330'924 I 3928°734 8 36724306 3 3325013 5 verbreitert 3923788 3 stark verbreitert 3669139 6 verbreitert 3324" 100 4 gegen Roth 3663513 I > 3317'205 2 3920°997 2 = 3662° 107 5 3314043 I 3919°550 3 2 3056'715 3 3308°953 3 3918°312 I > 30655'43 I 3305°774 2 3912°149 3 » 3654'069 I 3301806 I sehr schwach 3907'285 2 » 3653°559 I verschwommen 3301'2I1 2 3899501 2 112 J. M. Eder und E. Valenta, Tabelle II. Bandenspectrum des Schwefels. Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 6380 _ 5576°891 2 verbreitert _ 6320 — 5576'356 I vindieirt mit fe-Linie _ 6265 E= 5575687 3 —_ 6105 E- 5575°244 3 Zu 6100 — 5574'719 I — 6036 = 5574'437 3 = 5967 — 5573°972 I ==> 5900 = 5573°586 3 = 5833 — 5572°356 2 = 5779 = 5571830 2 — SuEZ = 5571"409 5 er; 5653 — 5570'972 I sehr schwach — 5001'812 3 verschwommenes Band _ 5570'639 I — 5001 '411 5 — 5570'320 2 — 5000894 3 = 5569605 2 = 5600'669 3 — 5569' 112 4 _ 5599°778 4 —_ 5568'632 I sehr schwach —_ 5599477 4 bandenartig verbreitert — 5568°337 3 _ 5598916 4 ) 5508'030 3 _ 5598" 568 4 5567603 3 = 5598076 4 5567 '235 2 73 5597'717 I R 5566883 I — 5597'370 4 5566°622 2 Bi 5597109 2 5566'369 2 — 5596'836 I 5565911 2 _ 55906°444 4 bandenartig 5505280 3 u 5595'898 4 » 5504860 2 ur 5595°505 I 55064611 2 = 5594'960 5 bandenartig Mitte 5563976 5 _ gemessen 55063132 I sehr schwach = 5594'310 5 » 5562°717 I verbreitert es 5593°804 5 scharf 5594 5562 395 2 — 5593058 2 verbreitert bandenartig 5561886 3 — 5592649 I 5561'441 4 = 5592069 I 5560'922 3 verbreitert er 5591083 4 5560°407 2 _ 5591°425 I 5559"787 3 — 5590'094 3 5559'155 5 — 5590'292 3 verbreitert 5558°'794 3 = 5589798 4 5558251 I bandenartig Mitte > 5588813 2 gemessen Er 2 5557809 | 3 i — 5588075 3 verbreitert 5557'296 3 > — 5587'408 I J 5556°843 5 — 55860991 2 5556512 I Er 5586° 526 2 verbreitert _ 5556°189 2 _ 5586'168 2 == 5555°654 3 bandenartig verbreitert de 5585 °775 3 — 5555.209 I — 5585229 3 = 5554"788 4 = 5584699 2 = 5554.529 I =: 5584°331 2 = 5554°197 | 3 _ 5583 900 5 | verbreitert, wahrscheinlich 5553°775 2 bandenartig verbreitert ze doppelt Mitte gemessen — 5553251 2 — 5582°913 I —_ 5552820 3 = 5582603 3 — 5552°514 I = 5582°183 I = 5552°195 I sehr schwach = 5581'192 I sehr schwach — 5551'836 3 — 5580'882 I — 5551'243 4 — 5580506 3 = 5550'849 4 — 5580°124 2 — 5550%276 5 u 5579'530 I = 5549'682 4 bandenartig, beiderseits — 5579'012 3 — verbreitert, Mitte scharf _ 5578-871 3 _ 5549'067 4 Bi 5577'750 3 —_ 5548694 I —_ 5577'424 3 = 5548°383 3 — Die Spectren des Schwefels. 113 rm rn Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5547985 I = 5517'550 4 = 5547°043 3 = 5517'038 4 = 5547'301 2 == 5510355 5 = 5547009 I _ 5515'746 1 er S546° 666 2 ._ 5515'421 I _ 5540'409 2 — 5515°155 I ze 5540'o051 3 = 5514°240 | 4 — 5545038 4 5513898 (| 3 a 5545178 4 == 5513048 (| 4 er 5544053 5 = 5512853 | I 3; 5544'220 4 — 5512"432 3 — 5543'594 6 _ 5511903 I verbreitertes Band — 5543°177 2 = 5511309 2 > = 5542°747 5 verbreitert —_ 5510'400 | 3 — 5542'214 4 — 5510°100 ( I — 5541900 I — 5509'594 2 re 5541°491 4 = 5509'209 3 = 5541°002 2 — 5508806 5 _ 554012 5 _ 5507'037 2 verbreitert _ 5540°235 3 — 5507"115 2 = 5539063 I — 5506" 599 4 = 5539'159 3 = 55006250 I = 5538621 6 = — 5505°771 ] 2 scharf —— 5538189 3 Band ) 5505'278 2 verbreitert —_ 5537°836 3 = 5504986 I = 5537°309 5 5504681 I = 5536926 4 5504'295 ı Z— 5536°595 4 5503893 6 — 5536303 4 5503'449 3 verbreitert _ 5535781 6 5502589 5 = 5535°347 4 5502"213 4 = 5534943 3 5501"350 I mr 5534526 6 5500°574 4 — 5534132 3 scharf 5500398 2 _ 5533°744 6 > 5499'733 v — 5533196 5 stark verbreitert, 5499" 150 2 — wahrscheinlich aus 5498810 I — 2 Linien bestehend 5498°475 3 — 5532691 3 verbreitert, vielleicht 5498°104 2 — doppelt 5497-395 2 = 5532°1069 6 5497'014 4 — 5531'422 8 een 5490°703 | 3 = Sssor67 | 3 >73 5496372 || 3 - 5530°214 2 5495401 I 5 — 5529901 2 5494777 4 > 5529°621 4 5494381 4 = 5528°912 2 verbreitert beiderseits 5493982 \ 3 u 5528°521 z 5493505 | - — 5528°126 4 5493312 | 2 —_ 55270657 4 5492803 8 — 5527"240 2 5492'105 3 = 5526765 I 5491005 I — 5526°379 3 stark verbreitert 5491'418 I —_ 5525'809 3 verbreitert 5491'103 I — 5525 438 I 5490° 711 2 = 5525°154 3 5490" 118 4 —— 5524°680 I unscharf 5489 '532 5 — 5524'420 2 > 5489'092 2 = 5523°540 3 5488079 | 4 = 5522°249 I dazwischen viele kleine 5488274 2 = Streifen, nicht messbar 5487'967 3 _ 5521"963 4 J 5487°510 9 = 5521'232 62 _ 5486° 790 10 — 5520°521 2 — 5486238 I — 5520'150 4 _ 5485814 4 = 5519'515 I = 5485 35#] 2 a = 5519°145 2 —_ 5485°'075) 4 verbreitert —_ 5518°761 2 verbreitert — 5484525 4 == 5518°529 I —_ 5483741 I = 5518233 2 — 5483492 3 — 5517°942 3 —_ 5483248 2 — Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. 15 114 J. M. Eder und E. Valenta, Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5482'813 4 = 5450°511 2 — 5482395 2 — 5450" 190 3 _ 5481°955 3 == 5448329 2 _ 5481398 6 — 5447880 3 ar 5480910 2 — 5447 459 3 _ 5480 007 2 pe 5447 '007 3 er 5480'198 2 — 5446°355 I sehr schwach -— 5479'910 5 —_ 5445842 I verbreitert — 5479341 a — 5445°044 )| 3 = 5478092 6 5444683 (| 3 = 5478'228 3 5444 °152 3 = 5477606 8 5443867 \ 2 = 5477023 B verbreitert 5443°153 I bandartig verbreitert — 5476°597 | 3 5441°892 5 verbreitert _ 5476°270 || 3 5441'504 I _ 5475770 4 5441°189 4 _ 5475°340 5 5440'700 4 —_ 5474950 3 5440°536 6 _ 5474351 | 4 verbreitert 5440'285 3 bandartig verbreitert = 5473858 || 3 scharf 5439°155 6 — 5473°374 3 5438°472 | 3 j 5473'049 2 3 5438°240 | 3 fast verwachsen — 5472°949 4 sl 5437'875 3 —— 5472°782 2 5437505 I = 5472'500 I 5436°870 4 = 5472'243 | 3 | 54306°440 4 verbreitert — 5471'390 3 5435'932 4 —_ 5470°780 I 5435 °3067 3 - 5470°278 \ 2 | 5434426 ı = 5469" 931 4 5433922 2 _ 54069°469 3 5433000 4 —_ 5469' 120 I 5432962 6 = 5468831 3 5432°527 2 en 5468299 3 5431'932 3 = 5407880 I 8 en 54607.024 ) 2 5431'219 oder Pe 5467'053 " ar 10 — 5466°5506 I _ 5430'507 2 = 5466° 183 3 = 5430198 I — 5465896 3 —_ 5429" 506 4 — 5465658 2 = 5429200 3 = 5465385 I schwach — 5428940 4 => 5465.086 2 _ 54280506 I sehr schwach — 5464680 4 — 5428349 1 Er 5464 '028 2 -- 5428008 5 en 5463709 I == 5427°685 I ER 5463400 I = 5427'272 3 _ 5462°975 i = 54206858 )| ı — 5462'751 I = 5426°655 || 2 — 5462'434 | 2 — 5426°197 || 6 = 5462 100 3 _- 5425712 2 a 5461'820 I schwach — 5425°390 \ 3 ze 5461°473 I = 5424908 5 — 5461°1600 3 — 5424°514 2 = 5460'815 2 —_ 5424 171 3 = 54060500 3 — 5423724 3 — 5460168 I —_ 5423°438 I en 5459"531 z _ 5423°143 5 = 5459' 191 2 — 5422°743 2 = 5458°507 4 — 5422°112 3 — 5457°779 2 z 5421787 I 5457010 3 == 5421467 4 54506°783 5, = 5421°078 4 5455"311 == = 5420 793 3 5455'010 3 verbreitert = 5420°385 2 5454'648 3 _ 5419°994 4 vielleicht doppelt \ 5416 5454098 2 = 5419°479 4 f 5453402 4 _ 5419" 100 3 5452046 2 E 5418609 6 54510647 4 = 5417'827 5 | I — 5417'359 5 verbreitert 5451'202 Die Spectren des Schwefels. 115 h Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der \ L Maxima Maxima 5416" 580 | 4 } 5379'346 7 — d 5410°232 4 5378°959 | 5 — | Ss415149 || 3 5378061 3 — . 5415°410 || 2 5377316 || © = 5414'325 4 5376°897 )| 5 — 5413°909 | I 5376'462 I — 5413742 (| 1 5376°173 3 = 5413402 4 5375486 3 — 5412°959 I sehr schwach 5375158 2 nur die Ecklinien der _ 5412'709 I 5374'095 ' 2 Bande ablesbar — Eara4oy |, 2 Bears 5374346 | 3 — 5412"061 3 53730680 3 — 5411'737 2 5373°195 5 = 5411'360 I 53720690 5 —_ 5411061 3 5372046 2 -- 5410'447 5® 5371°433 3 = 5409790 4 5371'147 3 — 5409 '402 I 5370'810 2 — 5409 098 2 5370°473 3 — 5408680 2 ) 5309944 1 — 5408'315 3 a 5369'673 2 scharf -— 5407998 I _ 5309384 I = 5407091 5 Ey 5308°989 4 — 5407047 3 2 5368441 )| ı = 5406547 1 es 5368314 || 2 — 5406301 2 = 5367978 3 = 5405'013 2 ur 5367588 3 verbreitert — 5404141 2 E2 5360993 4 = 5402'954 3 FE 5306'482 5 — 5402'590 1 = 5305 380 4 = 5401'957 z = 5305355 | I = 5401°593 I ar 5365093 || ı = 5401°185 3 5364 °697 6 —_ 5400'805 1 bandartig verbreitert ig 5304237 3 — 5399°0684 2 2 5363°814 5 ee 5399350 I 5363°297 5 _ 5398996 3 ar 5302896 )| 3 —_ 5398'285 3 BE 5302°520 f _ 5396479 || 2 ar 5362°140 ( 3 EN 5390'226 | 2 oz 5361 678 | 2 E= 5395'841 1 sehr schwach z 5361°531 2 — 5395046 1 » 2 5361°158 3 er 5395°327 4 u: 5300'892 I er 5393°578 2 = 5360°627 3 _ 5393°487 I u 5300'279 4 5300°312|4 5392435 | 2 Fr 5359806 5 ) 5392'082 3 = 5358°845 4 5390°967 I > mehrere angedeutete = a 3 ac ini 2 5390"716 \ B schwache Linien = 5357 367 E 5390'214 I SE 5350°973 4 M Er 3 zZ 5356203 2 verbreitert 5389049 4 == ERENe h 5388°517 2 5389-015, 4 ss, E stark verbreitert 5388' 182 3 =: 5354 019 1 » 5387504 5 = 5353"062 2 >. 5387105 L =: 5352°152 2 verbreitert 5386763 4 Ei 5351°273 3 5386' 188 5 = 5350816 I \ 5354 5385801 3 = 5350'405 3 5385014 I verschwommen TS 5349'898 2 5384°516 1 = 5349°390 I 5384183 | 4 = 5348"912 2 5383 °578 3 je 53483061 2 5383 ' 100 2 = 5346°g11 3 5382°175 R = 5346 163 2 total verschwommen nach 5381°759 3 —_ beiden Seiten 5381466 3 _ 5345'194 I verschwommen 5381°281 3 —e 5344°041 2 » 5380918 I =— 5343007 3 5380°318 3 verbreitert = 5342359 I sehr schwach ) 5341°953 I 2 116 J. M. Eder und E. Valenta, 22 Si 22 2 1 nn Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5340'898 7 verwaschen — 5305874 2 — 5340'121 B — 5305°501 3 = 5338'777 I _ 5305113 5 = 5338257 3 — 5304'404 I ee 5337890 I = 5303962 3 _ 5337476 2 —_ 5303444 5 verwaschen —_ 5337 '285 2 = 5303'274 I _ 5330'5506 I = 5301'986 I Pr 5330'12 I — 5301'381 | 2 Er 5335°510 3 —_ 5300'924 4 u 5334833 4 _ 5300'476 1 en 5334'234 I verbreitert —_ 5299 973 2 -— 5333939 I 5299 “601 I ven 5333592 3 — 52995071 | 3 = 5333106 2 = 5298795 || 3 = 5332°817 I — 5298°154 I -- 5332°525 2 = 5297°997 2 _ 5332"153 3 = 5297312 2 — Baal 22 I verschwommen bandartig — 52906'983 2 5330789 2 — 5296015 2 Ze 5330'295 4 — 5295'584 | 2 — 5329" 510 2 bandartig _ 5294° 551 I e 5327921 I _ 5294031 3 = 5327071 I = 5293300 3 == 5327309 2 = 5292240 3 == 5326731 I Eu 5290799 I verbreitert -_ 5320° 301 5 = 5290°330 | 3 = 5325'715 4 _ 5289848 (| 3 —_ 5325°223 2 — 5289006 2 verbreitert — 5324°873 I _ 5288259 2 » _ 5323851 2 ES 5287'585 3 sehr schwach — 5323587 2 - 5280932 I » _ 5323°241 2 = 5286482 2 = 5322867 2 = 5285746 2 = 5322°271 I — 5284°913 2 —= 5321858 3 e 5284450 2 en 5321°530 | 3 bandartige Streifen = Saas one « = 5321240 | 3 > — 5282630 2 — 5320"651 \ I abschattirt ER 5282'289 I sehr schwach => 5320'203 3 » _ 5281°579 I — 5319"835 I = 5280°228 1 = 5319585 2 _ 5279'898 2 _ 5319°311 3 —_ 5279'433 2 — 5318°654 4 = 5278°548 3 = 5317883 5 kart 5278°247 2 ee 531713561 I sehr schwach Er 5277'876 I schwach er 5317'119 2 » 5277'440 I sehr schwach — 5316°877 I » 5277'101 I verschwommen — 5316"586 2 52706:733 I » en 5310202 4 5276°378 4 >= 5315°720 2 5275°901 I Pr 5315338 )| 2 5275'528 3 _ 5314"998 \ 6 5274'276 I Pe 5314481 2 5273.990 I ar 5314'12 8 5273'592 I zus 53513'014 | 3 5273°323 2 — 5313°272 6 1 5310 5272°999 3 = 5312879 L 5272689 2 5312'500 3 5272'335 I = 5311°760 6 5271'872 I men 5310°621 5 ein beiderseits 5271316 2 in verwaschenes Band 5270°558 3 ae 5309'823 5 5269°378 I sehr schwach de 5309'410 3 5269°089 L es 5309071 1 5208833 || 2 — 5308: 191 2 5268508 || 2 je: 5307847 3 ) 5267847 2 er 5307'525 I — 5267 °401 I — 5307*°12I ß — 52067°254 I oe 5306'783 I — 52067°024 I == 5306°231 3 _— 5266°540 I er | Die Spectren des Schwefels. 1n7 Te) Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima | 52606° 155 3 = 5229'109 I verschwommen —— 5265'512 3 verwaschen, vielleicht - 5228°457 2 —_ doppelt 5227'943 I _ 5265'109 I — 5226°798 I — 5264'917 2 _ 5226°155 2 — 5264'044 I _ 5225°734 I — 5263° 500 4 verwaschen — 5225°258 I = 1 5263017 3 > _ 5224676 | 2 verschwommen —— 5262'484 I » _ 5224°454 | I » — 5261990 I = 5223°947 2 | E= 5261'451 5 verwaschen u 5223°671 I = | 5261°247 I = 5223°307 | I ip 5200'608 2 5222"083 | I = 5260269 I verwaschen — 5222"245 2 — 5259'841 4 En 5221°546 2 verschwommen = 5259'552 2 = 5221'274 | ı 2 | 5259 '192 1 — 5220°090 3 = 5258007 2 —_ 5220°229 2 = 5258940 | 3 _ 5219'882 I _ 5257'980 H verwaschen —_ 5219544 I — 5257'405 2 _ 5219'201 2 — 5256°803 4 _ 5218668 I = 5256°043 2 verwaschen _ 5218°037 I schwach = 5255°739 3 } 5217'704 4 — 5255269 2 5217019 3 = 5254°974 I 5215935 I = 5254°534 I 5215409 3 — 5254°153 4 5214'796 3 bandartig — 5253°756 3 5214°451 I = 5253°303 2 5213°835 I verschwommen bandartig = 5252°981 2 5213 158 3 == 5252°700 3 5212°875 I = 5252°158 3 verwaschen 5212°594 2 = 5251677 3 5212°052 2 = 5251'359 \ 3 5211°593 I verschwommen, — 5251’118 3 kaum sichtbar SenognL 2 verwaschen 5248 5210"931 | 4 scharf e5 5249'820 3 52100617 | 2 5249'315 \ 2 5210°017 2 verschwommen — 5248°958 2 5209°045 | 2 » — 5248°090 3 5208782 || 4 > Z 5247°126 2 5208300 g verbreitert = 5246" 801 | 2 5207°417 3 =; 5246330 2 verwaschen 5206906 5 verbreitert — 5245.587 3 5206409 I FE 5245°0I15 2 5205°737 I == 5244°577 3 verschwommen 5205°227 6 verbreitert = 5243" 906 I 5204°779 I = 5243212 3 5204290 2 2 5242°702 2 verschwommen 5203710 4 an; 5242'282 1 sehr schwach 5203°341 \ I Ze 5242'027 I » — 5202 904 A Fe 5241°737 2 — 5202°465 3 = 5240'856 22 _ 5201'872 2 = 5240'069 2 — 5201'652 3 stark verbreitert = 5239682 2 = 5201°156 2 5239'320 2 _ 5200 756 2 5238°477 2 verschwommen —_ 5200°333 2 5238-114 I = 5199956 3 5237°089 2 == 5199582 ı 52306°527 I — 5199309 || 2 5230°079 2 = 5ıgg-ooo || 3 5235°472 3 — 5198°475 2 ee 5234'131 2 _ 5197'817 4 verbreitert, unscharf 392 5232°817 I verschwommen _ 5197'075 ' 2 undeutlich 5196'769 3 5232°182 L — 5190588 2 5231°328 2 _ 5195'966 \ 2 5230792 1 = 5195°728 2 5230°329 I sehr schwach — 5194782 2 5229°835 2 — 5194'048 5 verbreitert ) 118 J. M. Eder und E. Valenta, Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5193430 3 verbreitert, verschwommen 5150'583 2 5192'734 I scharf 5150'287 I 5192'288 2 \ 5162 5149'935 2 5191956 2 \ 5149583 3 5190'521 I 5148'917 3 bandartig verbreitert 5190'117 3 En 5148'103 4 5188°573 I verbreitert > 5147°535 4 5188" 100 I sehr schwach — 5146°732 3 verbreitert 5187'335 I — 5146257 2 5180'880 } I _ 5145'783 4 verbreitert 5186*612 | I 2 5145031 2 5186°033 I = 5144482 3 5185010 I _ 5144000 2 5184426 3 = 5143°458 2 5183775 2 verschwommen = 5143'131 I N 5144 5183063 I sehr schwach _ 5142°574 I ganz verschwommen, 5182670 I > .— vielleicht doppelt 5182165 I » _ 5141°671 2 5181562 2 verwaschen —_ 5140'923 I verschwommen 5181109 I sehr schwach — 5140'448 2 » 5180'855 2 verwaschen —_ 5139'074 I 5178761 2 — 5138'400 2 5178°043 3 bandartig verwaschen _ 5137043 I verschwommen 5176"861 I — 5137001 I 5176401 2 verwaschen _ 513662 I 5176361 I » —_ 5136113 I 5175'881 I » _ 51350663 2 verschwommen 5175'22 2 > —— 5135 398 2 x 5173'053 2 » — 5133'270 I sehr schwach ) SUSE IL 2 » — 5132'852 I » = 5172'692 I _ 5129'743 I > — 5172"307 L sehr schwach _ 5128°816 2 — 5171°175 2 —_ 5128 220 I = 5170660 I — 5127'561 I = 5170353 2 —_ 5126°914 I verschwommen —_ 5109'0665 I sehr schwach —_ 5125733 I ganz verschwommen, - 5108°592 2 -- verbreitert 5168'122 2 _ 5123°942 I ganz verschwommen _ 5166'239 I verwaschen, sehr — 5123°188 I > _ schwach —_ 5122682 L » — 5106°142 2 verwaschen —— 5121°987 2 » — 5105330 2 » —_ 5120'490 1 22 5103:880 3 —_ 5119'500 2 = 5103389 3 = 5118'144 2 — 5103008 2 - 5117'233 3 == 5161691 4 verbreitert _ 5115 ‘0673 2 — 5161'214 2 _ 5114'984 2 bandartig verwaschen = 5160816 2 = 5113'055 I verschwommen _ 5159844 5 = 5112976 I 2 =; 5159"557 I _ N I » = 5159'148 | I ganz verwaschen _ 5112'262 I » = 5158916 | I > = 5111631 I — 5158194 | 2 verwaschen — 5I11'279 2 = 5157'921 | 2 » n 5110'943 1 — 5157'509 I _ 5110°152 I = 5157'134 3 —_ 5109'767 I sehr schwach = 5156 689 2 — 5109186 2 = 51506°275 I — 5108392 I verschwommen = 5155826 2 —_ 5107832 2 > —— 5155'332 + — 5107'195 3 zu 5154'873 2 verbreitert — 5106'22 2 verschwommen — 5154°379 3 — 5105'412 2 En; 5153900 3 — 5104'594 2 > 5153°559 I —E 5104'239 3 > 5153102 2 — 5103°731 I verwaschenes breites Band, _ 51520655 3 verbreitert — Mitte gemessen 5152'281 2 _ 5102°903 | 3 — 5151'929 3 — 5102608 3 — 5I51615 I —_ 5102140 2 Ze 5151'344 I 101'96 N 2 — 51509897 | 4 | Sur Rn Die Spectren des Schwefels. 119 a ———————————TTTT— Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5100'853 2 \ 5060'750 L verbreitert, bandartig, = 5100'494 4 kaum sichtbar 5099627 2 5059°871 4 _ 5098°972 4 5059'103 3 - 5098'392 2 5058036 I _ 5097'034 4 5058134 3 u 5096'g11 I verbreitert 5057'626 I — 5096°457 1 5056°981 4 — 5095 '983 2 5056°493 I _ 5095"055 2 5050°071 I sehr schwach = 5094684 3 5055°711 3 — 5094'225 || 2 8 5055°444 2 = 5093912 || 2 Doe9 5055086 2 _ 5093 '098 2 5054 862 I —- 5092'0697 3 verschwommen 5054°403 I verbreitert _ 5092'195 I 5053°057 I sehr schwach _ 4 5091'949 L verschwommen 5053°290 8 — | 5091°541 2 > 5052°545 | 3 _ 5090°979 3 5052"119 I — 5090° 162 2 5051440 5 — 5089388 2 ganz verschwommen, 5051'044 5 — 5089 a6 I undeutlich 5050 370 2 —_ 5088322 1 verschwommen 5049590 3 — 5087529 3 ) = I nicht messbar — 5086884 2 verschwommen _ 5048°953 2 — 50806'270 1 > —_ 5048*544 I 5084475 3 = 5048°137 2 5084024 2 = 5047 790 4 5082964 I sehr schwach, _ 5046'730 2 verschwommen _ 50462006 4 ziemlich scharf 5082°415 3 5045°418 2 5081'412 3 -- 5044712 5 5080°781 2 _ 5043930 3 verbreitert 5080"325 2 — 5043297 4 5079'334 I verbreitert, verwaschen — 5042'770 2 verwaschen 5078'503 2 — 5042'438 I 5078022 I _ 5041'9760 3 5077699 1 == 5041:438 3 b.5037 5075°217 I — 5040'887 4 5074'912 2 > 5039'094 3 5074576 3 2 5039'277 2 5074'086 2 —_ 5038'818 5 nach beiden Richtungen 5073586 I bandartig verbreitert _ verwaschen 5072'729 I verschwommen —_ 5038368 I 5071'923 2 = 5037806 3 | 5071629 I sehr schwach —_ 5037004 4 | 5071349 I — 5036 532 2 5070°893 I — 50358066 2 verwaschen, verbreitert 5070' 503 2 — 5035306 2 5070"181 I verschwommen — 5035 030 I verwaschen J 5069757 2 —_ 5034631 4 verwaschen = 50069°355 I sehr schwach, — 5033881 2 = | verschwommen —_ 5033 '201 2 verwaschen = | 5068 966 I 5032'737 I verwaschen, = 5068568 3 —_ bandartig verbreitert 5008'099 2 _ 5031'510 I > = 5007 °529 2 — 5030° 301 2 > = 5006886 2 schwach, verschwommen —_ 5028'121 L kaum sichtbar — 5066°643 \ 2 _ 5027485 L — 5o65"833 3 — 5026°447 I = 5065323 2 schwach _ 5025'045 I = 50064973 I —_ 5025008 I — 5064°546 || 2 _ 5024700 N 2 = 5064219 | I —_ 5024°377 I = 5063°825 | 2 _ 5022'084 I kaum sichtbar _ 5063°247 | I _ 5022°043 3 verbreitert —_ 5002°779 I = 5021°495 I 7 5062°315 2 verbreitert _ 5021'003 I = 5061°770 2 —_ 5020'525 2 = 5o61'189 3 _ 5019'483 2 bandartig verbreitert _ _ 5018°593 I verbreitert — 120 J. M. Eder und E. Valenta, Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 5017.820 I sehr schwach sichtbar _- 4974566 2 — 5017'090) I unscharf — 49730674 I _ 5016 7172| 2 > — 4972641 I sehr schwach — 5015 '790 I bandartig verbreitert —— 4971°915 I verschwommen E 5015'2I15 2 » > 4970°935 I > > 5014°'173 B unscharf, verbreitert = 4970°103 I = 5013'449 I verwaschen = 4909°433 I = 5012'821 2 — 4968 °786 I —_ 5011'703 4 —_ 4968638 2 —_ 5011'099 3 —_ 4967576 I _ 5010'436 2 — 49067046 I _ 5009°677 2 — 4966176 I Fr 5009322 I — 4965747 1 — 5008988 2 scharf 4905'549 I E= 5008'224 2 ganz verschwommen _ 4964764 3 — 5007 '057 3 bandartig -— 4963511 2 bandartig verbreitert = verbreitert — 4962902 I — 5005971 2 verbreitert — 4962341 2 — 5005 '304 3 — 49061°002 I = 5003 908 2 _ 4960°404 2 ” 5003'713 2 — 4959908 I a 5003°178 2 = 4958°993 I = 5002"705 I verschwommen — 4958458 I — 5002°020 4 —_ 4958'2064 2 — 5001°375 3 = 4956°0692 I — 5000°578 3 = 4956°193 2 > 5000'013 2 — 4955 °625 2 bandartig verbreitert, 4999574 2 _ Mitte gemessen —_ 4999206 8 —_ 4954'670 I _ 4998808 2 —_ 4954'056 I sehr schwach, undeutlich —_ 4993°550 I _ 4953728 2 _ 4997'989 5 bandartig verbreitert, _ 4953300 I m vielleicht doppelt 4953156 2 bandartig verbreitert — 4997306 2 » = 4952°248 I = 4996658 3 » — 4951'889 2 verbreitert, unscharf — 4996° 177 3 _ 4951020 2 — 4995034 3 — 4950'455 2 bandartig verbreitert — 4995141 3 = 4949362 2 Fe 4994 °718 4 - 4948850 3 = 4994°197 4 = 4948°458 I sehr schwach —= 4993'775 I — 4947 ° 790 3 — 4993208 4 = 4947°408 3 — 4992'712 2 — 4946968 I —_ 4992336 I _ 4946°464 I = 4991'909 3 ) 4946 006 I — 4991642 2 4945°609 I — 4991'491 2 4945°195 I FF 3 4991:059 2 4944803 2 ) 4990 628 2 verwaschen 4944 '179 I 4990'258 3 4943 °903 I 4989995 3 4943°555 3 4989543 I 4943109 2 4989182 2 4942°909 I 4988494 2 4942°439 2 bandartig 4987 '317 2 verschwommen 4941'989 2 Mitte gemessen 4987°371 I 4941°552 I kaum sichtbar 4985:737 | ı er 4941174 | ı N 4936 4985304 I verschwommen 4940'737 I verschwommen, undeutlich 4984526 I 4940403 3 4983842 I 4939871 3 4983'385 L 4939317 I sehr schwach 4982675 2 4939010 2 4982162 I total verwaschen 4938531 I 4980°833 I 4938°245 2 4980° 387 4 ziemlich scharf 4937'471 2 4979'709 I verschwommen 4936995 3 4978830 I > 4936°588 I N) 4978083 I » ’ 4935 "966 I verschwommen — 4977286 2 — 4935219 I 4976617 1 _ 4934°592 3 einige Linien nur _ 4975282 I _ angedeutet = Die Spectren des Schwefels. 121 ———— EEE EEE EEEEEEEBEEBRESBBESBESBEBERBESBEBSERBEEESaBERBBBBESEaEEBEEeEEEEEEEEBE Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 4927070 I bandartig, verschwommen — 4885°144 2 verschwommen u 4926222 2 » — 4884577 I » — 4925558 I total verschwommen —_ 4884205 2 — 4925008 L » — 4883751 I » — 4924°355 I > — 4882°399 I > — 4923°598 I — 4881910 I — 4923°244 I verbreitert, undeutlich — 4881'214 3 > — 4923 030 | 2 > = 4880°245 2 : Re 4922'422 I sehr schwach = 4879754 I > — 4922°038 I > — 4878 913 2 » 2 einige nicht ablesbare = Einige ganz Linien verschwommene, nicht 4917'827 2 stark verbreitert ablesbare Linien 4917'213 I bandartig verbreitert = 4875980 2 verschwommen — 4916°603 I sehr schwach = 4875541 3 » 2 4916260 I > —_ 4874°927 I _ 4915980 I > — 4874°455 I verschwommen, undeutlich — 4915'304 I verschwommen, bandartig — 4873°897 I verschwommen — 49141505 4 = 4873104 I > = 4913°684 3 = 4872°732 I > = 4913'214 I verschwommen _ 4872°237 I verbreitert _ 4912°617 I > —_ 4871'931 I sehr schwach —_ 4912°133 3 _ 4871'172 3 verbreitert — 4911°260 \ 2 — 4870°583 2 » — 4910'984 2 — 4870° 141 I » _ 4909'882 \ 2 verschwommen _ 4869'559 1 stark verbreitert — 4909°715 ( 2 _ 4868609 2 verbreitert — 4909 '299 I — 48068447 4 » en 4908 818 3 u 48067 300 2 _ 4908446 I = 4805827 4 — 3 3 ws a \ R bandartiger Streifen & 4906210 2 ganz verschwommen, _ 4803'839 2 verbreitert -—_ bandartig 48063 366 4 —_ 4905.557 2 — 4862881 2 verbreitert, — 4905088 \ I verschwommen — vielleicht doppelt 4904°793 1 » 4862390 2 = 4904337 | 3 » 4802034 I = 4904'020 | 3 4861°169 4 — 4903452 3 4800656 3 = 4903045 2 4860178 3 — 4902606 I verschwommen 4859405 I —_ 4902198 I 4858950 3 — 4901'610 4 4858476 4 _ 4901'108 2 4858°107 I _ 4900'249 L bandartig, verbreitert, 4857626 I _ verschwommen 48506827 5 — 4899 780 3 4856490 2 = 4899'456 I 4855803 2 streifenartig verbreitert _ 4899°077 2 4855'273 3 — 4898394 4 4895 4854898 I — 4897'921 2 4854539 I = 4896968 3 bandartig, verbreitert, 4854" 190 | 2 verwaschen —_ verschwommen 4353°726 | 2 > = 4896315 3 4853°255 2 verbreitert 4895°654 3 4852"805 2 = 4895 290 I dazwischen ein Band —_ 4894593 3 bandartig, verbreitert, 4852"281 2 verschwommen 4851'702 \ I — 4893°603 1 verschwommen 4851'342 3 scharf — 4892 °772 3 bandartig verbreitert, 4851'029 3 » — Mitte gemessen 4850'180 2 4890 525 3 » 4849°707 3 4889858 I verschwommen 4849'249 3 4889 406 1 » 4848701 I 4888°933 I verschwommen — 4848230 N 3 verbreitert 4842 4888663 1 » _ 4847°519 2 Zr 4887852 2 > — 4847°088 | 2 4887429 2 » —_ 4846° 702 | 2 einige ganz verschwommene, 4840 '124 3 nicht ablesbare Linien 4845709 2 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII Bd. 16 J. M. Eder und E. Valenta, Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 4845346 I verbreitert 4759'547 I = 4844'599 2 4759'343 I sehr schwach _ 4844298 I bandförmig 4759020 I — 4843 612 I 4758466 2 = 4842' 304 2 verschwommen, verbreitert |/ 4842 4757'5806 \ 2 en 4841'697 I » 4757818 | 2 sehr feine Streifen 4840606 2 » \ dazwischen —_ a a 2 Z 4757'054 2 nach beiden Richtungen 42397592 z abschattirt —_ hier befindet sich eine Bande von 4756367 2 derselben Constitution, wie die be- S 4756064 I sehr schwach —_ nachbarten, welche durch Bruch REN 4755°757 ] 4 verschwommen = der Platte unabgelesen blieb \ 4754'985 ? 2 » — 4754°784 )| 2 > 2 4784" 744 I _ 4754489 \| 2 » 7 4784243 1 — 4753°379 || 2 == 4783665 I schwach — 4753150 2 4783'039 l st _ 4752680 2 verschwommen 4782°779|| ı = 4752021 2 4781°948 | I = 4751'740 2 4781'738 I — 4751:0615 2 4780° 787 I verschwommen — 4751'144 | I verschwommen 4780'396 I = 4750868 || 2 4780170 I —_ 4750'626 | I 4779°179 I = 4750 239 | = 4778738 I — 4750'029 | 2 4773029 2 — 4749°722 I 4777641 2 = 4749°471 2 4777°128 I verschwommen _ 4749189 ] 3 4746 4770656 I _ 4748601 I verwaschen 4775 656 || ı — 4748416 \ - 47754068 {| 1 _ 4748101 3 verwaschen 4775154 2 — 4747 780 I 4774794 I — 4747°533 2 sehr schwach 4774104 2 = 47406°847 | I 4773377 2 = 4746°203 I 4772'910 3 verschwommen — 4746'085 2 4771'729 I — 4745611 I bandartig verbreitert 4771°285 2 = 4745°252 z 4770'912 I sehr schwach — 4744' 392 2 4770°730 || ı > — 4743 °9067 1 — 4770'540 | I verschwommen — 4743 741 I _ 4770'009 1 - 4743°465 I bandarlig verbreitert — 4709°508 N 2 = 4742°973 3 = 4769°259 2 _ 4742572 I bandartig verbreitert —_ 4765506 2 sehr schwach _ 4742'153 2 — 4768273 I > _ 4741'552 I sehr schwach — 47067'939 I > — 4741°148 1 Br 4767635 1 5 —_ 4741'083 2 schwach verbreitert — 47067342 2 > —_ 4740°680 I bandartig —_ 4706' 542 2 —_ 4740°396 ] I verbreitert — 4766'220 2 = 4739985 (| 1 — 4765'504 1 — 4739821 \ 2 = 4705'221 2 = 4739073 2 7. 4764762 I = 4739'384 I = 4764°557 I verschwommen _ 4738'992 2 — 4704°195 3 = 4738030 = = 4703756 2 _ 4737 °471 2 verschwommen —_ 4763°476 1 = 4737°188 i _ 4703'256 I _ 4736°918 I verschwommen — 4763042 2 — 4736°659 2 = 4762749 I = 4735814 E = 4702'265 2 —_ 4735 ° 5068 I bandartig verbreitert — 4762098 I = 4735051 2 2 == 4701'397 4 — 4734327 “ 20 4760916 T verschwommen — 4733°926 4 bandartig verbreitert _ 4760'437 3 bandartig 4733314 I sehr schwach — verbreitert _ 4733°117 I > — 4732°982 N = mE 4759'854 a Die Spectren des Schwefels. 99 25 (www Eder und Valenta Salet Lage der Maxima Eder und Valenta Salet Lage der Maxima 4732" 4732° 4732° 4731" 4731° 4731" 4730° 4730° 4730° 4729° 4729° 4729° 4729° 4728° 4728° 4727° 4727' 4727° 4726691 4726°208 4725570 4725" 105 an 4724 341 4723901 4723°756 4723378 4722°893 4722°559 4722221 4721°971 4721 695 4721482 4721°194 4720°607 4720°172 4719783 4719199 4718644 4718°178 4717798 4717'505 4717°185 4716°737 47106°540 4716'283 4716°084 4715799 4714813 4714'579 4714392 4714'235 4714°098 4713800 4713°556 4713°305 4713109 4712826 4712°477 4712°356 4712'034 4711'624 4711" 391 4711°137 | E 4715°318 ) nn URN HHHNDHDNDHHN HH HR NH nn WW H mm DH RUND DH DH PB D DH DD WHMND DH DH DH DNWHDWERN sehr schwach >» » verbreitert schwacher Streifen verwaschen verwaschen sehr schwach » » nach beiden Richtungen bandförmig verbreitert sehr schwach verschwommen verschwommen > scharf verbreitert sehr schwach verbreitert einige feine Streifen sehr schwach bandartig stark verbreitert, bandartig sehr schwach verbreitert 4696 ° 4095° 4095 ° 4095° 4694 ° 4094 ° 4693° 4693° 4692° 40692' 4692° 4691° 4691° 46g91° 4690° __— HH m DD Due Pomp bw DHrWSNRBRHHT RR HWWRBHID HH NDS NH HT HPAÄRRNRHTHH BD Wem pur HmN verbreitert, vielleicht doppelt nach beiden Richtungen stark verbreitert, vielleicht doppelt nach beiden Richtungen verbreitert nach beiden Richtungen verbreitert nach beiden Richtungen verbreitert nach beiden Richtungen stark verbreitert schwach verschwommen schwach verbreitert verbreitert sehr schwach verbreitert > verbreitert, vielleicht doppelt 124 J. M. Eder und E. Valenta, Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 4690'350 I verschwommen, 4671940 3 u schwach u 40671°572 3 _ end 4671'383 I —_ 4689 793 2 = 4671:208 2 we a = = 4670"990 2 er 4689278 2 670°67 6 # 4688687 4 nach beiden Richtungen Be x 5 verbreitert A703 2 = — 4070'32 6 —_ 0 120 3 r% dazwischen 4687 ES 3 = zwei streifenartige a E E S= Linien 4687423 I En 4687 '220 | 2 — 4670'122 6 — 4687081 | 2 —_ 4609 '883 6 — 4686'814 2 — 4669474 I sehr schwach = 4686 574 3 — 4669475 5 Em 40686209 I = 40669042 3 — 4685834 2 — 4668 8o1 4 — 4085 453 4 _ 4668°483 4 — 40685 '243 | 2 _ 4608338 3 verbreitert —_ 4085053 2 — 4068040 3 > —. 4084755 (| 3 _ 4607 892 4 — 4684 °503 2 —_ 40667681 I er 4684°384 || 2 _ 4667°554 I _ 40683909 4 = 4067'369 3 _ 4683760 4 — 4667 '147 I bandartige Streifen == 4083'159 I — 4666932 | 3 » 4682877 2 _ 46066°787 I > = 4682617 2 verbreitert — 4066646 \ 3 — 4682378 2 — 46066°333 6 _ 4082058 3 — 4065 970 2 = A N 5 en Er N en 4681.240 3 verbreitert — „allen! 4680406 l 3 — 40665712 2 —_ 4680'183 I _ 4605357 6 —_ 4080 076 \ 3 > 4004988 4 etwas verbreitert _ 4679'761 3 verbreitert — 40064 721 4 » — 4679'418 | 4 — 4604381 4 » Wi 467913 4 _ a 184 I _ “ehr wäble feine 4064 036 3 » ae 4603803 3 bandartiger Sur Mitte gemessen zu 40678°509 2 n 4677'957 | 4 = 4663622 4 = 4677 72 | 2 = 4663°435 i a: 4677'581 I — 4663163 5 vielleicht doppelt — 4677°'407 I erkreitert Pe 4662°796 | 2 scharf u 4677'047 3 = 46062431 2 bandartig verbreitert — 4676810 4 — 4662'220 4 4676° 348 I — 4662099 | 1 _ 4676°157 2 ze 4661876 I — 4675816 4 a 4661'799 4 en dazwischen ein Band von A393 “ 73 fünf Linien TE = 4661°179 I nn 4675485 3 — 4060°8063 8 — 4075 044 6 — 4060443 4 —_ 4674731 3 en 4660205 I == 40674 655 2 =- 4000 044 I — 4074°432 I _ 40659647 8 — 46073°953 || ı _ 4659'493 6 _ 4673°784 | 5 bandartig verbreitert — 4059'270 4 = 4673402 | ı = 4658793 2 _ 4673°296 4 _ 4658505 4 == 4673005 2 verschwommen — ea A 4672:883 3 > = gleichmässiges, 4672'82 3 es aus Streifen bestehendes 467242 3 BE Band 4672° 176 3 — 4057°975 3 = Die Spectren des Schwefels. 125 I ee Salet Salet Eder und Valenta Lage der Eder und Valenta Lage der Maxima Maxima 4657'490 3 — 4634"527 \ 4 -- 4057'188 8 - 4634°328 4 — 4656°495 3 nach beiden Richtungen -- 4633715 5 — verbreitert _ 4633 °155 I ._ 4656140 6 — 46032991 I — 4055091 2 _ 4632°711 3 2 4655°348 | 3 eingeschlossen in einem 4632°400 ] 3 4654 131 | 3 Bande -- 4632°279 I == 4654'803 | 4 _ 4632°139 \ 4 — 4654'596 4 —_ 4631584 3 bandartig verbreitert 4054'233 5 — 406031'193 2 > — 4653°948 | I = 4030°924 I _ 4053°841 I = 4630 753 2 Km 40653631 2 nach beiden Seiten — 4630514 I — abschraffirt 40630°409 \ 3 — 4653’112 I 4630°'214 2 — 4652°971 3 4630°053 2 —_ 4652'505 4 4629652 I — 40529323 8 4629342 3 _ 4652°128 2 4628°887 I —— 4651'848 3 4628°659 I — 4651°331 2 4628483 2 — 4651088 4 4028 '202 3 pe 4650'814 3 4028014 | 2 — 4050°023 3 4027°4806 | I _ 40650°493 I 4627'306 | I — 4049°993 2 4027‘ 101 2 — 4649'404 6 ( 4051 4626°917 I = 4648817 I 4626°704 2 — 40648 629 I 4626 465 2 stark verbreitert, band- 4648399 3 artig, Mitte gemessen = 4648 082 I = 4647°980 | I 4626 °079 3 — 4647 660 2 4625639 I = 4647°385 I 4625°419 8 = 4647047 ) I schwach 4625°239 2 — 4046892 1 > 4024983 B — 4046°709 | 4 40624571 \ 2 u 4646404 4 4024 °321 2 en 40645 °761 4 ) 4624194 | 3 2 40645'448 I bandartig verbreitert = 4023834 | 3 = 4645'110 I — 4623613 2 = 4644734 2 = 4023°399 2 _ 4644'509 I = 4623°084 I —_ 4643°994 4 — 4622°853 2 — 4643° 5068 3 — 4622578 2 er 4643'247 3 = 4622379 | 3 = 40642'297 3 _ 4621°876 3 — 4641°927 I — 4621703 \ I — 4641736 I = 4621'285 I — 46b41°506 4 _ 4621°124 | I — 4641'255 2 verbreitert — 4620901 4 —_ 4640'831 6 _ 4620 682 3 —_ 4640°460 4 gestreiftes Band —_ 4620542 2 — 4639805 3 > _ 4620418 3 — 4639°373 3 feinst gestreiftes Band —_ 4619°770 2 — 4639' 196 2 _ 4619°541 2 B2 4638'540 3 = 4019308 3 _ 4638331 2 sehr schwach gestreiftes - 4619211 3 — Band 4618-997 2 — 4637'946 1 — 4618850 I — 4637'723 2 == 4618°705 2 _ 4637363 I _ 4618:384 I = 4636802 3 — 40618°233 2 — 4636621 2 — 4617953 4 _ 4036°375 2 = 4617720 I - 4035°943 2 = 4617482 I _ 4035°5064 1 == 4617161 4 u 4635°2069 2 verbreitert = 4616908 4 — 40634'805 \ I _ 4616°761 5 = 4634762 1 = J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta . u Sa ee Salet = Salet —— | > [0 Ne) (29) {>} [277 in Do. | wahrscheinlich doppelt = verbreitert _ verschwommen _ scharf verbreitert u 4591°591 verschwommen — eS in Ne} [o} [o] (=> 197 DH NNHH DD NH DNHDNDHN HDD GC verschwommen = » — 4607 schwach _ DHW NWN N NWLRND OMU RD DD DH N DW RNnNUR MM verbreitert nach beiden Richtungen mit feinen Linien bandartig — PS in ao [997 00 [2% > er) sehr schwach bandartig = » —— verwaschen — verwaschen — | schwach, streifenartig, — 4580'890 | stark verbreitert E= 4580°497 — 4580 022 scharf u 457962 verschwommen ii verschwommen — 4579384 » _ 4579087 » — 4578808 verbreitert — 4578068 bandartig verbreitert —_ 4577548 sehr schwach —_ 4577'192 > — 4570°987 DDNBD-HNDHDH HH Br Hmmm NH NDHH N NH HH N WHDNDHDNDHHO N FH N LH=„»,H OFT HU HH HN FH mn “#BDHHOINSNH N DBDHHHLPH RB HH NW DH NH ONW PH HU W PH nn Die Spectren des Schwefels. 127 Eder und Valenta Eder und Valenta Salet Salet | N i 4574'133 4 = 4554'794 5 nach beiden Richtungen _ 4573890 I — abschattirt 4573602 4 — 45543406 || ı — 4573208 2 bandartig verlaufend _ ABA _ 4572966 2 » _ 4553859 )| I -- 4572°704 3 = 4553°750 7| I = 4572°273 | 3 — 4553°616 || 2 = 4571'998 I —_ 4553°284 2 _ 4571°872 I = 4553 °112 2 — 4571'479 1 — 4552962 I — 4571'5312 I = 4552'272 1 —: 4571'152 2 = 4552°553 3 = 4570 982 I —_ 4552°392 I — 4570'765 2 — 4552211 3 — 4570°292 4 — 4551"906 I = 4570°037 I == 4551°741 3 _ 4509526 3 en 4551°403 3 = 4509'277 2 = 4551°027 I = 4508990 I Mitte gemessen —_ 4550'704 4 — 4508581 2 — 4550°445 4 - 4568187 3 —_ 4549993 1 _ 4567674 I _ 4549028 3 _ 4507°435 2 — 4549" 581 I = 4507 325 2 — 4549340 I _ 4567124 2 — 4549091 4 nach beiden Richtungen 4566830 2 verwaschen = abschattirt — 4566597 1 > 4548716 I —_ 4500404 3 4548°524 4 _ 4565880 I 4548336 3 — 4565 713 ]| 2 4548182 2 — 4565:635 || 2 4547°705 2 nach beiden Richtungen E 4505 335 I verbreitert 4505198 I 4547442 | 4 _ 4565002 I schwach 4547'235 \ I == 4504798 3 verbreitert 4547'109 1 — 4504°437 I 4540°926 3 = 4564230 3 4546°745 I = 45638064 L Mitte gelesen 4546582 2 — 4563°552 || 3 4540" 336 \ 3 = 4563412 || 3 4546196 I — 4503'104 I 4546°007 )| 2 4502°955 3 4545024 2 scharf _ 4562668 I \ BR 4545'185 3 verbreitert nach beiden — 4562498 2 459 Richtungen, verschwommen 4561990 I 4544978 I — 4561-051 2 4544°771 3 — 4561'300 3 4544 °540 6 _ 45601012 I 4544°275 2 _ 4560°841 3 4544062 4 _ 4560°483 || 3 4543806 2 _ 4560'194 || 3 4543736 1 —_ 4559'882 I sehr schwach 4543°570 2 —_ 4559°743 I 4543°284)| 2 ar 4559°601 2 4542822 || 4 — 4559311 2 45420617 2 _ 4558°952 I schwach 4542"386 6 —_ 4558770 N 2 4541948 4 = /4558°581 2 J 4541'22 3 en 4558°2067 I — 4540'948 10 — 4557946 3 — 4540°777 10 breites schwarzes Band _ 4557"495 4 = 4540°055 )| 10 _ 4557'223 3 —; 4540°395 2 — 4556°871 3 = 4540'244 2 _ 4556°437 I En 4539997 | 4 _ 4556151 3 = 4539°720 || 4 _ 4555928 I = 4539'470 4 — 4555°817 2 = 4539194 2 _ 4555701 I — 4538982 3 - 4555481 I _ 4538-681 4 ar 4555'252 6 — 4538438 2 — 4538°192 I sehr schwach —_ J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta je: = Be _ Salet H Salet ; | 4538003 2 = 4519'750 4 \ 4537°77 5 = 4519° 511 2 4537490 5 = 4519°211 2 4537181 ]| 4 = 4519074 I 4536°958 || 4 = 4518°665 )| 3 45306°774 I sehr schwach —_ 4518°492 )| I 4521 4536°647 I » Ze 4518370 || ı ( 4536572 2 _ 4518181 || I 4536361 | 4 4518°067 {| 2 4530°005 || 8 — 4517'837 2 4535078 I = 4517°63 I 4535°398 8 == 4517°407 2 4535°027 Io vielleicht zwei Linien _ 4517'096 3 —_ (Int. 5) 4516°947 3 = 45340675 I = 4510433 2 5 4534487 2 — 4516°177 3 = 4534'292 I 73 4515816 6 — 4534135 3 = 4515°505 4 — 4533883 N 3 = 4515320 3 — 4533°509 5 = 4515°127 I =; 4533°254 4 E 4514888 I = 4533'054 I = 4514067 4 = 4532762 8 _ 4514'472 3 — 4532°583 1 = 4514'244 3 =5 4532327 N + = 4513'707 + = 4531'895 I = 4513°399 5 = 4531661 3 er 4513118 3 = 4531476 I schwach _ 4512'8306 I — 4531°253 4 = 4512'650 4 == 4530'992 6 stark verbreitert — 4512349 I —_ 4530° 547 6 » — 4512'209 I — 4530'190 4 _ 4512'102 I — 4529°995 3 = 4511 930 3 ve 4529°785 3 = 4511'734 I ' = 4529°504 3 —— 4511°537 I er 4529347 \ 3 — 4511'345 2 = 4529'252 3 = 4511'054 6 = 4528°907 I = 4510 791 5 = 45280655 3 5 45107534 I — 4528340 ] 5 schwaches Band — 4510°212 I — 4527°949 I > = 4510015 6 = 4527'809 \ 4 » — 4509°516 6 —_ 4527°580o (| ı verschwommen _ 4508'999 8 |stark verbreitert nach beiden _ 4527°494 (| ı » — Richtungen 4527°097 4 —_ 4508°491 4 = 4526°740 2 — 4508'013 2 — 4526478 3 —= 4507"871 2 = 4526'298 I _ 4507749 I — 4525°905 + 4507 °456 4 = 4525 "0651 | 2 verschwommen —_ 4507'188 4 — 4525°535 2 > — 4507'057 4 _ 4525°277 1 = 4500°854 I — 4525°077 2 ) 4506489 4 2 4524'7063 4 4506°227 6 = 4524'408 2 4505821 3 — 4524°198 5 4505°572 3 > 4523782 8 vielleicht nur eine Linie 4505368 I — 45230660 4 4505'172 2 — 4523°348 2 4504946 $ — 4523°208 I 4504 '416 2 — 4523°083 2 - 4504'229 2 = 4522861 3 1 A525 4503°904 5 = 4522°581 2 4503°713 3 BE 4522°400 2 4503558 5 verschwommen —_ 4522027 2 4503°295 4 scharf —_ 4521°667 4 4502°917 6 — 4521338 2 4502750 2 IE 4520'999 I 4502°509 I Er 4520°797 2 4502'325 2 = 4520014 3 4502* 100 3 _ 4520081 | 3 J 4501'943 | 2 _ aa ui ZI 2 2 Die Spectren des Schwefels. a——— nn nennen Eder und Valenta Eder und Valenta Salet - 2 — — —— Salet : | Ä 4501'762 2 — 4485591 ]| 6 — 4501°333 4 — 4485 401 || 6 = 4501'191 8 — 4485°007 \| 5 = 4500922 8 — 4484 S51 5 Er: 4500578 4 — 4484 616 5 — 4500'439 2 _ 4484375 5 ) 4500°128 4 n 4483'891 3 abschraffirt mit feinen 4499766 2 = Linien 4499°579 2 — 44830657 4 4499°400 \| ı = 4483470 2 4499°274 | 5 = 4483°289 (| 3 4499052 1 _ 4483 109 3 4498873 2 _ 4482°835 5 4498°0645 3 — 4482637 2 4498480 2 — 4482400 4 4495°149 8 — 4482'219 4 4497888 | 3 ar | 4497672 2 . 4481°787 5 4497524 2 == 4481632 5 ( 4497°330 ' 4 — 4481°412 2 ( 4480 4497" 203 4 — 4451130 || 8 stark verbreitert 4490°995 I — ao le: 4496828 6 —_ 4480°779 ı 4496 566 I = 4480501 \| 8 4496°462 3 — 4480' 202 2 4490373 | 3 = 4480092 2 verbreitert 4496° 178 8 _ 4479782 3 4495944 4 = 44195523 2 44950646 4 — 4479 N 2 4495 494 4 = Ar E “ 4495 '242 4 — 4479°047 I 4495°237 5 — 4478893 ı 4494°993 L = 4478047 3 ) 4494596 6 breiter schwarzer Streifen _ 4478°390 2 > 4494° 508 6 = 4478°187 I = 4494°023 )| 3 = 4478 023 ı = 4493'807 | 4 > 4478°020 | 8 er 44930637 4 — 4477'448 ä = 4493281 2 = 4477091 3 er 4493°045 5 2 RER 3 2 4492805 3 _ 4476°403 )| 5 — 4492679 4 — 4476°098 2 verbreitert — 4492'310 2 — 4475°807 \ 2 = = 4492187 2 _ 4475°558 I Ti 4492096 2 = 4475°373 I Ar: 4491835 3 = 4475°223 || 5 = 4491°472 4 = 4474°910 I TE 4491'289 I — 4474°757 I = 4491’ 110 4 _ 4474598 2 2; 4490806 5 _ 4474°281 || ı z 4490.579 4 — 4474178 || ı 7 4490° 375 I scharf — 4473°899 2 bandartig nach beiden — 4490° 180 5 — Richtungen verbreitert — 4489911 4 = 4473614 + = 4489717 I — 4473°352 4 Ze 4489320 | Io Mitte gemessen = 4473 °107 I 5 4489085 8 = 4472948 | I ar 4488836 2 = 4472574 1| 4 Fr 4488680 I — 4472'204 \| 4 = 4488604 | I scharf —_ 4472139 || 2 = 4488574 I > -- 4471904 || 6 FE 4488215 | 6 —_ 4471'714 I =; 4487908 6 — 4471'537 2 4487596 8 _ 4471288 || ı == 4487124 3 = 4471198 || ı 7 4486876 6 wahrscheinlich Doppellinie = 4470°985 X zu 44806°743 3 — 4470007 5 =, 4486°495 5 = 4470°439 || ı ze 4486206 5 — 4470°303 I = 4485877 \ 2 —_ 4470°171 3 rn 4485803 2 —_ 4470'003 I Fe Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 13 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta Salet Salet i i 4469849 2 = 4452°067 4 4469497 2 bandförmig verbreitert — 4452°303 I 4408°997 3 = 4452090 I 44068" 505 2 —_ 4451°973 I 4408304 || 2 — 4451°751 I verwaschen — 4468219 || 2 — 4451'562 L 4467904 3 — 4451°371 3 44067 °735 3 — 4451°073 ] 2 verwaschen — 4407 °566 I — 4450881 3 » _ 4467°259 2 —_ 4450'0608 \ 3 > = 44067 '088 3 = 4450'296 2 » —_ 4400883 I — 4450'029 \| 4 4406°727 I = 4449008 | 4 44606°488 2 = 4449°247 4 4466201 || 2 _ 4448°993 I 4466°060 || 2 —_ 4448751 | I 4405820 2 — 4448443 I 44065392 3 — 4448112 5 4405 '232 2 = 4447 836 3 44064 °798 3 = 4447 171 2 4464503 3 — 4447°017 2 4404 °'294 | I — 44406787 I 4464 '210 I —_ 4446611 )| 2 4463 °850 4 _ 44406°437 | 2 4403°447 2 verwaschen = 4446313 2 4463 ° 106 2 — 4446094 I 4403002 | I — 4445910 I 4462°868 \ I = 4445°507 \| 2 4402573 2 = 4445'476 || 2 44062°421 | I — 4445° 1061 2 4402 329 I = 4444947 2 4461660 \ 3 = 4444°798 2 4401406 2 = 4444°305 I 4461'015 4 _= 4444208 2 4400'415 4 = 4443 °780 I 4460'206 2 = 4443474 ] 2 4400°030 || 3 = 4443389 2 4459826 {| ı = 4443 °287 \ 2 4459 628 I _ 4442"914 3 — 4459519 I = 4442° 591 4 4459200 2 = 4442°078 I 4458°855 3 — 4441°890 I 4458°503 | 4 — 4441°750 2 4458293 4 = 4441°595 3 4457'814 al 7 verwaschen —_ 4441'419 2 4457°634 || 3 » = 4441045 I 4457° se a 2 _= 4440°883 2 4457°3 2 = 4440701 2 4457' 083 I — 4440°442 3 4456'903 \ 2 verwaschen _ 4440'140 I 4456°708 || 2 » = 44390609 | 3 4456° ZN 2 > = 4439"441 4 4456°407 2 » — 4438678 | 3 el I » — 4438° 542 3 4456°118 I > = 4437°708 2 4455'916 I 2 4437°053 B scharf = 4455°738 2 = 4437°148 I 4455°538 3 = 4430°906 \ 3 4455380 3 = 4436801 3 4455211 2 — 4430°450 I 4455115 2 — 4436°196 4 4454802 I — 4435937 2 4454684 I — 4435686 | 2 4454'504 3 — 4435 °598 2 4435 4454°343 I — 4435'215 | 3 4454°176 I = 4435132 3 4454048 2 = 4434'742 I 4453"855 I = 4434596 2 4453459 5 = 4434429 I 4453306 | 5 == 4434° 173 1 ) 4453°098 I — 4433°997 4 Die Spectren des Schwefels. Eder und Valenta Eder und Valenta | Salet Salet | | i 4433°583 I 4412'548 2 es 4433210 I 4412°373 2 == 4433°123 I 4412001 2 == 4432°805 I E 4411'682 2 =: 4432°643 2 4435 4411'448 I &. 4432"085 I 4411'178 I schwach verbreitert — 4431°923 I 4410'920 L we 4431°043 2 / 4410'745 I — 4431°349 I sehr schwach _ 4410'630 I 2 4430'898 I verbreitert _ 4410'293 2 u 4430 401 2 > — 4409907 2 — 4429°955 \ I > -- 4409705 I — 4429°726 I > —_ 4409°494 2 — 4429131 I » _ 4409'319 2 = 4428°792 2 —_ 4409° 107 I Ss 4428421 I - 4408602 3 En 4428030 I —_ 4408'178 2 — 4427°714 1 sehr schwach — 4407 '892 \ 2 = 4427509 I — 4407 798 I _ 4427°179 I — 4407 '400 1 — 4426932 2 _ 4407 °171 I = 4420°559 I — 4407019 I -_ bandenartige Streifen 4406°874 I sehr schwach = schwach sichtbar 4406'754 2 Er 4425884 2 verbreitert —_ 4406 517 3 ze 4425°044 I = 4406317 I — 4424°797 I — 4406° 117 2 — 4424°487 3 verbreitert — 4405°698 2 verbreitert ae 4424 °200 I _ 4405°415 I = 4423°999 I = 4405 '150 2 — 4423°749 I — 4404 161 4 — 4423659 | 2 — og F 4423°249 I = 4403033 4 —_ 4423'014 I _ 4403 °318 I ER. 4422° 801 I — 4403'012 2 EN 4422'554 I u 4402°750 I — 4422°201 3 u 4402'594 I ee 4421°731 I _ 4402°133 4 = 4421°395 I — 4401'499 4 — 4421°201I I schwach — 4401'433 I = 4420°904 I verbreitert — 440L°o015)\| 2 2 4420°017 2 — 440094 a 2 — 4420°290 2 4400°7350 | 2 = 4419856 | 3 verbreitert -- 4400°536 5 e. 4419°687 || ı — 4400'289 2 = 4419 401 I — 4399901 2 - 4419'079 I = 4399700 I — 4418'802 2 — ee 2 = 4418°430 3 = 4399400) /| 2 — eine aus schwachen Linien — 4399'172 I a bestehende Bande —_ 4398889 2 e 4417836 I —_ 4398 712 2 a 4417498 3 E 4398"425 5 _ 4417°040 I = 4397'830 I _ 4410-691 2 _ 43970623 6 er 4416°411 2 —_ 4397’ 141 I = 4415948 I — 4396889 4 = 4415488 I schwach — 4396° 549 2 = 4415°319 I = 4396 180 4 _ 4415°140 I — 4395605 4 — 4414°979 2 == 4395250 I —_ 4414'842 2 — 4394886 6 vielleicht doppelt es 4414003 1 — 4394321 || 6 — 4414°281 2 — 4394 101 || 5 = 4414 100 3 - 4393°751 I — 4413°774 2 - 4393°742 || 3 — 4413°574 I sehr schwach — 43930631 \| 3 > 4413421 I En 4393 °421 I = 4413°139 2 > 43953 °172 2 — 4412'896 I —_ 4392936 I en 4392°708 4 — J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Salet Eder und Valenta =, Salet [>> u "un EBEN HR LUD LH DU DW N ge H Re —H DH NROPRH-HWOPRPH RW HBHM oo wer nr or u ww erh sehr schwach nach beiden Richtungen verbreitert sehr schwach nach beiden Richtungen verbreitert verbreitert, wahrscheinlich doppelt, Mitte gemessen verbreitert, vielleicht doppelt 4375° 4374° 4374 ° 4374" 4374" 4374" 4373" 43173" 4373" 4373" 4373" 4372" 4372” 4372" 4371° 4371° 4311" 4371° 437105 4370° 4370" A305 4309° 4309" 4309° 4309° 4368° 4368° 4308 ° 4307 ° 4307 ° 4307 ° 4307 ° 4366° 43006 4366° 4306° 4305° 4305° 4305° 4304 ° 4304 4304 4304 4303° 4303 ° 4303° 4303 ° 4362° 4302° 4362 4302° 4301" 4301° 4301° 4300° 4360° 4300° 4300° 43395 43595 4359, 4359" 43595 4358° 4358" 4358° 4358° 4358° 4357 A3aUn verbreitert verbreitert breites Band, verbreitert - - Mitte gemessen "Oo m Won N HH own "in Su omo or nn PR SOUL N DO "WO HM RL Un OS WW DD BUND BU Pr PO WD Rn On DB PP HH RL—n Die Spectren des Schwefels. Eder und Valenta Eder und Valenta Salet — Te Salet £ Ti .. I = 4342°144 || 2 _ 4357'232 I — 4341'925 || 2 = 4356°909 6 _— 4341'818 0) — 4356°095 4 4341°572 I — 4350°409 3 4341'372 6 = 4356° 167 6 4341050 I — 4355°875 )| © 4340855 6 = 4355°077 | 5 4340°587 || 3 = 4355508 || 6 4340°439 || 4 = 4355°207 6 4340°088 6 er 4354'973 I I unablesbar —_ 4354°783 2 4339 839 6 43540628 2 4339421 | 4 — 4354474 I 4339319 || 4 = 4354°293 3 4339° 100 5 — 4354" 182 3 { 4338907 I — 4354°074 || 3 4355 4338°740 3 = 4353°8 l I 4338° 532 | 2 bandenartig = 4353°752 || I 4338 097 || 6 — 4353500 I 4337°754 2 — 4353°387 2 4337°572 I = 4353°264 )| ı 4337317 \| 2 —— A353 052 | A 4337'257 || 2 - 4352'827 4 4337050 I — 4352°527 \ 4 4330°854 2 = 4352'339 I sehr schwach 4330°0645 8 wahrscheinlich doppelt — 4352°197 I 43306350 || 6 = 4352°002 2 4336°174 || 6 = 4351 858 || ı J 4335'824 5 — ss ognj 5 4335687 5 -- 4351'212 1 — 4335371 | 4 — 4350°984 4 = 4335178 || 4 —_ 23507851 | I — 4334839 I = 4350°007 I = 4334703 6 = 4350°475 2 — 4334°454 || 5 — 4350282 | I = 4334°185 4 = 4350°177 3 — 4334° 117 4 —_ 4350°073 3 —— 4333°8o3\\| © — 4349811 | 2 - 4333-0321 | 6 = 4349065 \| ı = 4333441 )| I = 4349'522 (| ı — 4333"299 I = 4349'384 \ I — 4332°8o1 8 vielleicht doppelt == 4349'207 /| 5 = 4332°783 I = 4348°883 3 = 4332°618 I = 4348489 8 = 4332"381 6 = 4348120 I — 4332"145 I — 4347°'957 4 — 4331902 5 — 4347 °792 4 — 4331°0623 5 = 4347607 4 ar 4331310 5 I 4347°447 4 — 4331°108 - = 4347240 3 == 4330'990 ı| 6 = 4347040 2 — 4330°087 3 — 4340°871 I — 4330° 541 I = 4346°712 5 —_ 4330252 Id) nach beiden Richtungen — 4346°445 3 — 4329820 8 verbreitert 4346061 8 — 4329415 5 — 4345080 h 2 = 4329162 5 = 4345 °534 5 — 4328799 5 u 4345'232 3 — 4328°075 5 = 4345019 4 — 4328439 4 = 4344 7063 3 = 4328230 I g 4344500 3 u 4328118 ) 2 -- 4344339 | 4 — OR 2 4344" 106 6 — 43270646 \ 6 = 4343886 I = 4327°445 N 6 De 4343074 | 8 = 4327°149 ( 8 = 4343488 8 — 4320°794 )| ı 25 4343165 4 _ 4326606 2 - 4342°966 2 = 4326420 3 a 4342°815 \ 2 — 4326°172 5 _ 4342°733 2 = 4325786 I = 4342'391 3 4325°633 ı — 13 J. M. Eder und E. Valenta, TG N Dee Eder und Valenta Eder und Valenta | Salet f —: Salet i | I; 4325 °447 3 = 4310°078 5 = 4325°213 1 = 4309752 || 4 _ 4325058 2 = 4309'495 || 4 _ 4324°938 | 4 = 4309°204 I _ 4324:787 \| 4 _ 4309 075 3 = 4324°595 I = 4308°797 3 —_ 4324°450 2 == 4308 556 I _ 4324°312 3 = 4308 376 3 — 4324'132 I — 4307904 h 2 — 4323°782 5 = 4307795 2 - 4323'212 3 = 4307470 5 — 4322989 3 — 4307'250 I = 4322788 2 — 4307'122 B => 4322° 590 3 —_ +3006 888 I —_ 4322'425 3 —_ 4306680 2 — 4322°210 | 3 _ 4306427 I = 4322 102 2 — 4306'272 I = 4321°942 I — 4306'084 5 — 4321°817 I unscharf — 4305'844 \| 2 = 4321°726 2 — 4305606 I m 4321°624 (| 3 _ 4305'304 | 4 a2 4321'422 \ 5 = 4305009 4 = aa -- 4304772 I = ASS ll — 4304 599 I — 4320'925 3 —_ 4304'455 3 wahrscheinlich Triplet, — 4320'795 | 5 —_ re ] 3 Mitte gemessen eg 4320'092 3 — 43037800 23 4320'328 2 — 4303'688 \ I verschwommen N 4320'104 4 —_ 4303" 2461] 3 4319'884 5 = 4303 137$|| 3 4319'014 4 —— 4302883 I 4319416 I _ 4302606 6 Bo = 4302°338 I 4319°085 | 3 —_ 4302'182 4 4318°907 \| 5 —_ 4301'972 \ I 4318°636 ) 2 n= 4301'891 I L 4318'485 2 — 4301'688 lı ( 4300 4318'310 ) 5 - 4301°502 )| I 4318'009 || 5 -- 4301320 \ 2 4317790 || 5 = 4301°016 \| 5 4317'258 4 — 4300°857 I Aa 5 | == 4300701 2 4317'062 3 _ 4300°5I11 | 4 4310°909 I — 4300°313 2 4310°753 4 = 4300° 179 I ) 4310°491 2 — 4300 003 /)| ı 4316'22 4 _ 4299822 I = 4315943 3 _ 4299" 541 2 — 4315°740 3 -. 4299'216 4 —_ 4315478 I —_ 4298951 3 T7 4315255 2 _ 4298°741 I schwach = 4315020 || 8 _ 4298588 I Te 4314814 || 3 _ 4293°305 \ 2 55 4314°573 I = 4298235 3 = 4314'267 I wahrscheinlich doppelt —_ 4297'894 2 = 4314'080 6 — 4297511 2 = 43130694 2 verschwommen = 4297'076 3 — 4313'287 8 _ 4296972 5 == 4313090 I verschwommen — 4296662 3 z 4312'800 4 — 4296'32 I = 4312043 I — 4296° 318 3 = 4312°459 4 — 4295875 5 Zu 4312°202 3 _ 4295°598)\| 3 verbreitert — 4312'019 3 — 4295°353 3 a 4311 773 3 = 4295°135 I 7% 4311614 I _ 4294839 5 ; =: 4311'301 ) 3 = 4294503 4 verbreitert —_ 4311 158 || 4 — 4294 '310 2 = ee I —_ 4294" 164) I —_ 4310°869 I = ee I a een, 4 — 4293708 ,)| 3 = 4310°427[)| 4 _ 4293484 | 5 — Die Spectren des Schwefels. 135 LLL—————————————————————— nn nern Eder und Valenta Eder und Valenta Salet = — Salet i | 4293°039 2 —_ 4276312 || 4 —_ 4292'939 4 — 4276'205 (| 4 = 4292409 \ 3 = 4275906 3 verbreitert — 4292 239 3 = 4275°0658 | I = 4291'995 | 3 u 4275522 I = 4291°668 2 —_ 4275 297 3 _ 4291'428 3 — 4275087 ] I verbreitert _ 4291'2I0 I — 4274877 2 » -- 4291'043 5 — 4274 .752 \ I » = 4290' 762 I —_ 4274'175 4 _ 4290°591 3 — 4273'957 2 = 4290°421 I nn 4273602 I Eu 4290'281 I = 4273423 3 = 4290°145 1 — 4273°285 | 3 — 4289°979 2 —_ 4272880 I == 42897063 4 _ 4272'805 | I verschwommen - 4289435 2 == 4272' 567 2 - 4289°214 3 u 4272'369 2 _ 4289088 3 — 4272'254 | 2 — 4288880 I _ 4271'540 2 - 4288781 | 2 _ 4271345 (| 2 4288549 2 — 4271'078 I — 4288397 I - 4270°811 3 verbreitert -— 4288176 4 _ 4270'5II 4 scharf _- 4287'9506 I stark verbreitert — 4270'083 2 verbreitert — 4287°725 4 — 4209832 2 = 4287°491 3 — 4269°623 4 vielleicht Doppellinie _ 4287 °305 I _ 4269432 3 — 4287151 I —_ 4269°223 I - 4286770 2 verbreitert _ 4268°996 I - 4286620 2 > — 42068°743 L verbreitert — 4286419 I — 4268570 4 -- 4286250 3 —_ 4268'239 4 — 4285986 5 — 4268007 I = dunkles, gestreift 4267846 I ar erscheinendes Band = 4267676 I — 4285°144 4 er 4267 '411 3 verbreitert E= 4284°795 3 verbreitert, unscharf ze 4267'195 1 —e 4284° 386 2 verbreitert = 42669906 I scharf es 4284169 2 > = 42066°819 2 verbreitert — 4283°9067 { 4 5 4266400 3 = 4283°627 )| 3 = 4265°986 | 3 = 4283°204 2 = 4265913 || 2 —_ 4282832 = 7 42650685 2 en 2 2 — 4282615 I — hier liegt ein unmessbares 4282°483 | 3 z= 4265°439 | 4 Band = 4282'169 2 == 4265258 I = 4282'059 2 — 4264991 8 — 4281°908 3 — 42064784 I —_ 4281676 2 Fr 4264505 I = 4281'342 2 = 4204329 3 verschwommen —_ 4281°128 2 —= 4264° 141 | 2 = 4280'798 | 3 Zen 4264'029 L — 4280 °626 I — 4263892 2 — 4280'480 2 = 4263 °671 | 2 scharf — 4280°253 3 = 42063°551 I verschwommen — 4280° 107 I Zt 4263'256 4 — 4279'909 2 == 4263 133 | I 7 4279° 561 3 nach beiden Richtungen =: 4262°758 2 - 4279'183 | 2 stark verbreitert >= 4262490 4 = 4279'075 2 ar 4202°212 I — 4278°730 2 — 4261°966 2 — N 2 > 4261°759 2 — 4273°473 I = 4201407 3 — 4278'246 ) 4 = 4260'9063 2 — 4277911 2 verbreitert = 42b0°756 I = 4277'719 5 5; 4260°039 2 = 4277 500 2 Z 4260'222 2 — 4277°313 2 = 4259'967 I = 4276°929 I FF 4259'804 2 = 4276°758 \ 2 TI 4259678 3 = 42706°591 2 — 4259'499 2 7 136 J. M. Eder und E. Valenta, Brunn mr nn ans nn mr nn ren m mEnsC en. Em mn nn maLnC mCmm u a mGm mmnnE ESSoS Encore Ge SEE er Zn me | Eder und Valenta Eder und Valenta 3 = Salet Salet | | | Ü 4259"335 I u 4243°311 \ I verschwommen — 4259'019 3 — 4243°201 || ı » _ 4258'897 \ I — 4242°986 3 _ 4258681 I — 4242°733 \ I — 4258532 I er 4242" 554 l > se 4258°273 3 — 4242'350 \ 2 verbreitert = 4253086 2 — 4242081 | 2 — 4257'843 4 = 4241'901 2 => 4257'616 2 _ 4241745 3 — ein Band —_ 4241°595 I == 4257275 5 — 4241'462 4 = 4257 026 I —_ 4241'192 I —— 4250°944 | I — 4241008 2 = 4256699 || 2 verbreitert, Mitte gemessen — 4240835 3 = 4256°493 || 2 — 4240°583 2 = 4256115 2 |stark verbreit., Mitte gemessen — 4240°339 8 — Saas 3 R = A239n 30 \ 3 durch ein Band verbunden = 4255'062 | I scharf = re 3 — 4255580 I > = 4238976. || 4 'erhreiter == 4255 287 \ 3 verbreitert = 4238769 || 3 Bat — 4254°953 2 = 4238°557 4 Fr 4254°815 I -— 4238°187 4 = 425462 2 == 4237894 4 = 4254405 3 — 4237608 4 = 4254102 || 3 n— 4237'402 I cn 4253900 || 3 4237'164 4 = 4253'282 5 = 4236°857 5 a2 4253108 2 _ 4236° 581 3 == 4252'884 3 _ en 2 = 4252'594 I —_ 236234 I — ee I —_ 235'812 2 == 4252 2: \ 2 — a 2 — 4252104 2 = 4235625 4 — 4251°962 3 — 4235363 I x 42510643 \ — 4235°058 4 = a E in der Mitte befindet sich rs a 3 1> ein Band Ey 4234" 35 Zi 4251°273 3 = 4234164 \| 6 breites schwarzes Band = 4250°795 I = 4233°968 || 6 Ze 4250 079 - >=, 4233677 1 = 4250°595 || 2 = 4233°453 3 ng 4250289 || ı — 4233206 I — KSonaer = Fe a3 as) 2 verbunden durch ein = A249 30 3 = 4232921 || 2 dunkles Band u 4249'031 I — 4232'766 2 ; m 4249'280 2 — 4232°415 8 — a \ = 3 42322100 6 mehrere schwache RE: ae EE 4 = abschattirte Linien za 4248'479 I — 4231'458 4 — 4248215 I — 4231-322 2 — 3 = 4231°111 4 = 4248°012 3 Band auf gleichmässig -- 4230°841 || 4 = 4247°817 I dunklem Grunde —— 4230°642 2 —_ 4247580) 42 verbreitert _ 4230°539 I _ en | 2 og 4230341 6 = 4246: 789) 3 — 4229969 8 Er 4246°597 2 — 4229668 I = 4246°317 2 — 4229°427 I = 4246°052 I —_ 42290062 8 — 4245901 4 —_ 4228800 3 — 4245'704 I _ 4228656 | 4 — 4245°077 4 = 4228" 304 4 = 4245'156 3 _ 4228260 I En 4245006 2 _ 4228'017 3 > 4244843 ) I = 4227°770 2 = 4244°783 I = 4227562 5 je 4244°560 | 2 — 4227°256 4 4244"395 I = 4226°903 3 4244228 2 —_— 4226°727 3 Zu 4243°944 || 2 verbunden durch ein Band — 4226° 504 4 = 4243°725 \| 3 = 4226446 3 _ 4243540 2 4226344 I Die Spectren des Schwefels. 157 WWW II Zee) Eder und Valenta Eder und Valenta Salet 4220' 4225' 4225° 4225° 4225° 4224° 4224° 4224° 4224° 4224° 4223 ° 4223" 4223 ° 42253 ° 4223" 4222° 42226 4222° 4222° 4222° 4221° 4221’ 4221° 4221 4221° 4220° 4220° 4220° 4220° 4220° 4219° 4219° 4219° 4219° 4219° 4218° 4218 4218° 4218° 4217' 4217° 4217' 4217° 4217 4216° 4216° 4216° 4216° 42106° 4216° 4215° 4215° 4215° 4215' 4215° 4214’ 4214° 4213° 4213 4213° 4212° 4212° 4212° 4212° 4212’ 4211’ 4211’ A2EN 4211° 4211* 4211’ 841 669 539 272 185 } 656 106 799 513 186 \ 990 796 646 404 232 901 763 610 450) 343 250) N DSDS DD RRLLRHLD PU OP OD HM nun Pu pm pm DU mW DEAN RN BON DOM DH DH W WDR NH RU BAR HH UN OU heben sich auf dunklem Grunde ab schwach vielleicht (4) wahrscheinlich Doppellinie vielleicht doppelt ein dickes breites Band Band, dunkler Grund Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd, 4211051} 4210°943{ 4210'758 4210°650 4210°453] 4210°324|) 4210°139 ) 4210°000 | 4209 745 \ 4209'519 4209'237 4209011 4208°729 ] 4208°499 4208299 \ 4207'946 4207°702 4207'525 4207'311 4207°144 ) 4206'822 \ 4206609 4206409 4200°235 ‘ 4205962 \ ? 4205778 4205592 4205326 4205°037 4204827 | 4204°543 4204134 4203°907 4203798 4203503 4203 454 4203'279 4203°162 4203045 4202888 4202700 4202°378 4201'910 4201°514 4201'291 4201'184 4200986 4200°553 4200°423 4200'205 en mn rn en 4199 °660 4199431 4199'139] 4198 :88ı[ 4198698 4198459 4198'272 at 4197'730 4197'587 4197'401 vorais 4197'075 4196°815 4196581 4190°392 4196°22 vos 4195616 4195°347 4194908 ih N en "POOL OR NH DROHT RU D PNU H OH HH SU WU RD HH U RL RD N OSPR PU DU nV nun pp On Lu Lmn In $RUnL HN BU WI LICH verbreitert auf dunklem Grunde [0 0) 13 J. M. Eder und E. Valenta, TE TE ET Eder und Valenta Eder und Valenta Salet Salet i i | 4194862 1 — 4180°795 4 verbreitert — 4194°097 3 — 4180048 I _ 4194'482 4 —_ 4180°540 I — 4194308 3 — 4180°355 I — 4194'194 I u 4180'198 3 — 4194'021 I — 4179"951 8 — 4193865 ‘| 4 _ 4179657 | 4 _= 4193'720 | 4 — 4179'3706 || 8 — er 5 E, ek ' : auf dunklem Grunde = 4193128 \ I _ 4178322 ) 4 4193032 I _ 4178184 || ı 4192847 3 — 4178102 (| ı 4192'596 4 — 4178031 I 4192:313. || 4 — 4177'718 4 4192135 }| 3 — 4177°536 \| 3 4191°946 \ 2 — 4177'389 2 4191°600 5 — 4177'204 I 4191°347 4 — 4176°995 2 4191'2I1 I 4176'837 6 4190'980 5 = 4170°505 || 3 4190'802 I _ 4176°348 || 6 4175 4190°730 I = 4175982 3 4190'319 6 [Band mit zahlr. feinen Linien) = 4175'756 6 verbreitert, vielleicht doppelt 4190°131 3 = 4175'492 2 en N e Rx I 2 Band auf dunklem Grunde 4189°552 || 5 = a 4189°283 4 = 4174°759 | 4 4189039 3 = 4174" 580 5 4188816 4 — 4174'312 4 verbreitert 4188614 2 verbreitert — 4174096 4 4188290 5 — 4173933 I 4188079 2 — 4173°702 2 — ALe7 787 5 Er ALl3 Be x sehr schwach, auf ES Aaeez 5 = 4173'357 2 dunklem Grunde Bi 4187422 3 _ 4173 040 I —_ 4187'259 | I _ 4172'781 ) 4 — 4187'197 4 — 4172'530 | 6 = 4186936 I —_ 4172 318 \ 2 — 4186'839 4 _ 4172085 I _ 4186637 3 — 4171'918 3 —_ 4186438 \ 2 _ 4171'755 4 = 4186' 296 4 _ 4171'549 2 -- 4186°075 4 — 4171°337 2 = 4185887 (| 3 — 4170°955 6 no 4185°'747 2 _ 4170'662 3 — 4185632 \ I _ 4170'364 | 8 — 4185°479 3 — 4170°242 3 = 4185°379 3 = 4109932 5 = 4185 '245 6 — 4169771 I —_ 4184'882 3 — 4169567 6 — 4184 '728 8 _ 41069°193 3 verbreitert — 4184°461 | I == 4168°973 3 — nn E en verbreitert, vielleicht | w. er 5 5 4183846 3 doppelt _ 4168°377 I — 4183°713 \ 4 _ 4168221 6 = 4183478 ] 4 _ 4167832 5 — Aua3r ago. 5 einige Linien auf dunklem = A 1 r mr 4183-031 \ 5 | Grunde, nicht ablesbar > en ä Be 4182 807 2 _ 4167028 5 = 4182'619 3 — 416690 Sg — 4182304 2 _ 4166658 4 — 4182'132 3 —_ 4166°485 B — 4181'974 2 _ 4166323 | 2 = 4181°761 3 scharf — 4166' 200 4 _ 4181'583 2 = 4165916 2 = 4181370 5 stark _ 4165683 ) 4 _ 4181'188 2 4181'048 2 Die Spectren des Schwefels. 139 Eder und Valenta Eder und Valenta Salet " Salet 2 i 4165473 N 5 — 4I5Lr'oII 2 ER 4105'270 4 -- 4150'881 2 _— 4165146 || 4 = 4150°758 | ı = 4164950 I - 4150°589 || 3 — 4164807 I = 4150°493 || 3 - 4164611 | 3 En 4150'285 4 — 164416 3 _ 4150'009 I = Br N 6 —_ 4149'890 I 4 mit einander verwachsen _ 4164°094 4 = 4149'734 \ 3 ER — 4103°755 ] 4 — 4149'498 T sehr schwach = 4163'532 4 _ 4149 °406 ) I schwach — 4163285 \ 6 —_ 4149'205 || I — 4162941 4 — 4149'042 2 — 4162729 3 — 4148 905 3 — 4102°038 3 = 4148°595 5 — 41062°442 I -- 4148 227 6 — 4162332 \ 5 _ 4148051 I — 4161°971 I _ 4147897 3 — 0 5 Si ARE LER NS ganz miteinanderverwachsen Er 4161682 I _ 4147°525 || 6 - 161°572 4 _ 4147°173 I — ae | I _ A N verlaufend — 4161°173 4 _ 4146'862 3 Er — 4160°971 2 — 4146°640 2 verbreitert _ 4160'880 3 == 4146-409 } I — 4160°734 I — 4146" 311 2 _ 4100°559 2 = 4140099 3 —_ 4160°377 )| ı — 4145°890 ‚| I — 4160'199 3 — 4145042 5 4100°034 4 — 4145°323 I 4159'781 I -— 4145170 || I 4159670 3 = 4145°038 || 2 4159°576 3 — 4144°733 2 4159470 3 = 4144°310 4 4159305 I = 4143°507 2 4159039 6 —_ 4143 179 I er | 3 == ER s 158631 — 2 er l & _ na | 2 > — 4142°672 2 er 3 — 4142°397 4 nach beiden Richtungen N 4145 4157'566 8 — 4142046 2 verbreitert 4157°173 2 — ne 3 6° 6 — 4141'583 2 { re I -- 4141'317 || 4 nach beiden Richtungen 4156°485 I _ 4141'138 | I verbreitert 4156°240 3 — 4140°911 I 4150°126 \ 3 — Et 4 » ; — 4140'389 4 March 2 — ee LES Band bildend, nach beiden 4155°509 3 — 4139836 || 3 Richtungen verbreitert ET = 4139" 596 2 4155°104 4 — 4139°435 2 > 4155'034 \ 2 verschwommen = 4139'224 2 _ 4154747 | 2 — 4138°969 )| 3 _ 4154'672 3 _ 4138842 4 — 4154302 5 — 4138°249 I u 4153°979 5 = 4138'019 ) 2 — 4153°709 1 — 4137829 I >= 4153°497 5 _ 4137°709 \ I 2 4153°108 3 = 4137'469 5 == 4153009 I — 4137'055 I > 4152'818 2 —_ 4136'928 2 — 4152'640 | 3 — 4136'856 I ER 4152" 391 3 — 4136° 701 2 4152'215 3 = 4136°535 3 = ß _ 4130'202 5 — 580 2 _ Mabrara 2 nach en Ban — 151622 — verbreite = sun | 3 En Wdess:sa | = 4151'185 I —_ 4135 '672 3 u = 4135°175 3 Zei 18* 140 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta i | i 4134'987 3 4119624 L 4134'755 I LOS 2 4134'570 2 een 2 4134'359 4 4118862 3 4134060 2 4118°445 I 4133852 I 4118'311 2 4133°701 2 4118'059| 3 4133°5I1) 2 4117°852 4 4133°359 I stark 4117°587\ 3 4133'208) I schwach 4117'423{ 3 4132°923 I 4117°'107 4 4132'714 2 verbreitert, unscharf le I 4132'432 3 4116°731 3 4131'964 3 verbreitert 4116408 2 verbreitert 4131717} I 4110°084 3 4131°575( 2 4115°760 4 4131" 343 3 4115'529 3 4131"131 3 4115°170 3 4130'785 I sehr schwach 4114'983 I 4130'684 I 4114'743 2 4130°555 I sehr schwach 4114'435 3 doppelt, als einfache Linie gemessen 4130°427 I 4114'086 6 nach beiden Richtungen verbreitert 4130'280 I 4113'730 3 » 4130'112 I 4113°448 4 4129'894 I 4113'208 4 4129'653 I 4113031 I schwach 4129'387 3 4112 895 Y 4129'148 1 4112640 4 4128'g915 2 verbreitert 4112411 2 Be L 4112'277 I stark 4128°539 L 4112'132 I schwach 4128°406( I 41117953) 2 4128° ze 4 abschattirt mit drei schwachen, nicht 4111'791), 3 a T messbaren Linien 4111'635 3 4127 "795 3 4ııı 449) 1 sehr stark verbreitert nach beiden EIAN Te ® ERS 3 Richtungen 4127°274 2 4111°037\ I 4127°120 I sehr schwach 4110°774 4 4126994 I a 3 4126806 2 4110'368 3 e 4126'604 I 4110'058 6 stark verbreitert, vielleicht doppelt 4126402 I 4109°722 2 4126'205 I sehr schwach nicht messbare Linie 4126'057 I 4109'109 3 4125'830 2 a 3 ee 3 4108"514 2 4125005 8 4108322 2 4124'859 2 4108026 2 a 2 4107 801 4 4124°443 2 was I 4124°243 3 verbreitert 4107'493 I 4124'071 I 4107 '283 3 4123'949 2 4100785 8 4123'789 I sehr schwach 4106291 2 verschwommen 4123°582 I > 1.20 I 4123'457 4 4105'929 2 4123298 I schwach 4105'684 I 4123'109 I 4105572 2 4122863 2 4105375 2 4122°721) 2 4105133 2 4122"505) I 4105032 2 4122'146 4 4104°8068 I 4121'881 I 4104'729 2 4121°541 I 4104607 I sehr schwach 4121°352 I 4104488 2 er 3 dunkles Band 4104.,351 = 4120°735| 3 4104" 166 3 4120'534 2 4103°958 I sehr schwach 4120'340 4 4103094 4 4120°176 I 4103407 4 4120°05I I 4103°140 2 4119'759 I 4102'973 2 Die Spectren des Schwefels. 141 Eder und Valenta Eder und Valenta [ 2 4102'755 4102°585 4102'410 4102'261 4102086 4101'892 4101'711 4101390 4101'199) 4101000 4100°743 4100'484 4100'204 4100'063 4099893 4099049 er 4099405 4099214 4098°985 4098° 724) 4098' 526) 4098° Sao| 4098048 an ara 4097 202 4097095 4096905 4096°634 4096433 N 4095'972 4005728) 4095°3327 4095° 184) a 4094 8068| 40940660 4094475 4094309 4093928 4093'724 4093°477 a 4093" 189 4092971 er 4092°678 4092430 4092'242 en 4091°768 4091'418 4091'229 4091'059 Eee 4090493 4090 302 4089954 4089077 4089442 4089283 4089°127 4088°879 4088611 4088355 4088205 4088 092 4087 °807 4087547 N OD NH RU RUHM N DW HP ND HT UL ND PAR HILL HL HOT OD PA AH LU DH OU m RW WW HM HU NH ru Bu Hm nn sehr schwach verschwommen wahrscheinlich doppelt, verbreitert verbreitert 4087333 4087'175 4086'914 40806 734 ee 4086359 4086134] 4085 '909| 4085'714 4085445] 4085°193| 4084 °950 4084820 4084'054 4084356 4084'103 4083921) 4083'810 4083590 4083°264 4083 115 4082'873 a 4082298] 4082 18o( 4081'999 4081°833 4081°577 4081'384 4081°193 4080'977 4080786 4080'539 4080°157 4079841 4079 5060| 4079°375 4079°197 a 4078°870 4078621 4078°442) 4078246 hors- dal 4077"887 4077'792 4077'693 4077'581 4077437 4077°170 4076754 4076497 4076°400| 40706'194 4075963 4075°745 4075°555 4075373) Bus 870) 4074'793 4074001) 4074379 4074°193/ en, 4073 °720 4073°471 4073'224 4073'082 ar - "rm m Bub mM PU DW OO" wm wmwn OO HWHrH HH" W NRW DD Oo Own "un nr u nun nm WW SU DH DOW PR rer —m bilden ein Band wahrscheinlich Doppellinie verbreitert verbreitert sehr schwach vielleicht zwei 5-Linien, Mitte gemessen 142 J.M. Eder und E. Valenta, er aa nn 20. Eder und Valenta Eder und Valenta a ; 4072'816 3 en I 4072646) 3 4057'805 I 4072°538| 3 4057'044 5 4072'319 2 4057'397 3 4072'181 2 4057'123 2 4072'082 I 4056'958 5 4071'668 4 4056'708 3 4071 sel I 4056°454 4 4071'370 3 4050°331 I 4071'198 4 4056 046 I ee 4 4055833 8 4070°808 3 4055°076 3 4070582 4 a 2 4070°269 5 ae 5 4070°039 I 4055159 3 4069°950 I 4054'999 2 4069722 5 4054'794 4 4009'399 4 4054009 3 4069062 5 4054'435 3 4068688 2 4054'296 2 4068432 6 4054'157 2 4068’015 5 verbreitert 4053896 4 4067810 2 4053°768) 4 4067675 I 4053°523 3 3 1053°304| 6 4007355 3 4053102 3 4067'132 5 Be 3 4060838) 5 stark verbreitert 4052'844 3 4066'593( 5 verbreitert 4052639 4 4066279 2 4052'482 4 4066009 2 4052'220 4 4005893 I 4052 029 4 4065521 6 4051900 I a 4 4051'631 5 4065259 4 en 8 4065° 060) 8 4051'178 5 4064916), 2 ee 4 40064 ° 1733| 2 4050 807 4 4004524 I a 4 4064372 2 4050'432 2 4064201 4 4050'285 4 4004 067 3 4050'065 4 N Io el 4 bilden ein dickes Band 4063°181 8 Kohssass) 4 4062°933] 2 4049 a 3 4062°757$ 2 4049'272 1 4062'514 3 Doppellinie, Mitte gemessen 4049009 5 4062 286 3 4048803 I 4002° en 3 4048605 2 4061961 I 4048341 4 4061 "727) 8 eyssraterhee Bra ohsrorh 4 bilden ein Band, in Bey die Linien kaum 4061'416/ 2 4047842 3 sichtbar sind 4061°177 4 4047-690) 3 3000) 3 a 3 4000' 801 2 4047303 2 4060624) B 4047 ° 144) 2 4000343 5 4040'942 3 aan 3 40406° 833) 3 4060°099 1 4046 637 3 4059902 1 4046° Ye A 4059787 6 40406°142 4 4059'623 2 4045629 3 4059'496 2 4045° Br I 4059°417 2 4045°3 I 4059°128 3 4045" 7 5 4058996 2 4044° 4 3 4058'855 3 4044546 3 4058°709 4 4044'248 3 4058°553 5 4044°077 2 4058'239 5 4043°932 2 4058069 I Die Spectren des Schwefels. 143 Eder und Valenta Eder und Valenta = Fr en 4043°521 4043°293 4043°125 4042900 4042'586 Kae) 4042315 4042'040 Kara) 4041'850 4041°668 4041'252 4041'005 4040'930 4040 093 4040'575 last) 4040250 4040°004 4039802 a 4039331 4039062 038-859} 4038620 4038'296 4038°085 4037'915 4037°751 4037540 4037281 4037'018 4036 638 4036631 40306°125 4035989 40357910 4035°783 4035075 RSS] 4035147 40349067 4034'714 4034°538 4034'332 4034001 4033°772 4033°440 4033" 142 4032°928 4032°689 4032°533 4032°389 4032'210 4032°0069 4031892 a 4031°629 4031°330 4031°121 4030°698 ne 4030°142 4030'014 4029797 4029'473 4029°276 4029'209 wm" Sp Wu DD per nun DEREN DD DD FH Own "un NDHDNDDN DOW BR LSV HH PR WD PLN un Br Pe HM Vu Dm mm i zu einem Bande vereinigt vielleicht Doppellinie bandartig verbreitert breite, bandförmige Linie, Mitte gemessen, vielleicht zwei Linien 4029° 4028 4028' 4028' 4028' 4028' 4027' 4027' 4027° 4027° 4027° 4020* 4026° 4026° 4026‘ 4025° 4025° 4025° 4025° 4025" 4024° 4024° 4024° 4024° 4023' 4023° 4023° 4023° 4023' 4022° 4022° 4022° 4022° 4022° 4021' 4021° 4021' 4021' 4021° 4020° 4020° 4020° 4020° 4020° 4020° 4019 4019' 4019 4018° 4018* 4018° 4018' 4018°' 4018‘ 4017° 4017° 4017* 4017 4017 4016° 4016° 4016' 4016° 4016' 4015 4015" 4015° 4015 4014* 4014 4014' DH m HD RD DH DNDWDHH HH W) DD HHFH N DH NWNLPUDD HT ULUH LU PR NND UND DON FH mn Ha Dunn nn nm wm pn m scharf verwaschen 144 J.M. Eder und E. Valenta, und Valenta Eder und Valenta 4014' 4014' 4014° 4013' 4013" 4013° 4012° 4012° 4012° 4012 4012* 4012' 4012° 4011" 4011' 4011" 4011' 4010° 4010° 4010° 4010° 4010° 4010' 4009 4009" 4009" 4008' 4008° 4008° 4008° 4007 ° 4007° 4007° 4007 4007 4000' 4006° 40006 4006* 4006 * 4005° 4005° 4005° 4005 4004 ' 4004 ' 4004 ' 4004 ° 4004 ° 4004 ' 4003 4003' 4003 ° 4003* 4003 4002° 4002' 4002' 4002 4002' 4002' 4001 4001 4001° 4001° 4001° 4000° 4000° 4000° 4000° 040 895 610 470 338 239 113 -968 793 477 251 073 946 755 494 "271 301 112 "959 "681 493) 347\ 107 955 635 2801 ob6l verschwommen » verschwommenes Band sehr schwach schwach verbreitert 3999'835 3999733 3999037 3999432 3999°243 3999°125 3998925 3998°721 3998545 a, 3998026 3997 868 3997'0699 3997376 3996°778 3996" 506 39906°314 ee 3995722 3995 "535 3995°339 3995104 3994846 3994056 3994°355 3994174 3993991 3993667 3993596 3993407 3993133 3992°954 3992757 3992421 3992048 3991'795 3991' 502 3991'239 3991040 3990°829 3990518 3990'239 3989935 3989756 3989444 3989" 153 3989023 3988°704 , 3988-322 3987 955 3987°772 3987 619] 3987 '288| 3987°057 39806891 3986°749 3986558 er 3986016 3985862 et 3985205 3984'843 3984549 3984"385 3984247 3984000 3983750 3983 °591 "NRRAHH nach beiden Richtungen mit Schraffen abschattiıt Die Spectren des Schwefels. 145 Eder und Valenta Eder und Valenta i ni 3983 °339 2 39067072 3 3983129 I 3966818 2 3982875 4 3966-631 2 3982567 4 3906450 3 3982'479 2 3966'257 2 3982°043 3 3906083 2 3981822 3 3965 892 4 3981'510 4 verbreitert 3905°714 I 3981'275 I 3905" 511 4 3980°976 3 3905294] 2 3980743 1 3965°153 2 3980388 4 3964777 3 3980° 176 ı 3964 553 4 3979940 4 3964385 I 397195553 2 3964248 3 3979'374 4 3903°937 3 gleichmässig abfallend, scharf, Mitte en 4 gemessen 3978 Re 2 3963 602 I 3978*624 2 3963 435] 4 3978100 5 39063 481| 4 3977693 3 39063077 I 3977'384 I 3962°789 3 3977117 I 3962° 508 3 3970" 941 I 3962176 5 3976°758 4 3961-891) I 3976°483( I 3961°759} 2 3976°323 2 3961-615) 3 3976163 1 39061307 2 3975'930 I 3961" 1602| I a 3 ae 2 3975711 I 3960°857 I 39754060 3 39606781 2 3975'192 I 3960 579| I 3975007 2 3900°398 4 3974°780 3 3900243 I 3974" 532 1 3900" 119 3 aan! I 3959°931 2 3974'212 I 39598006 I 3974034) 3 3959°707 I 3973716 2 3959497 2 3973516 I 3959" 387 I 3973°322 2 3959200 I 3973190 I 3959097 4 3973012 3 3958898 I 3972°808 3 zwischen diesen Linien sind schwach 3958°794 2 a I angedeutete bandenartige Schraffirungen 3958°557 2 3972°321 3 3958°303 5 3972131 2 3958014 1 3971'907 I 3957843 3 3971762 3 3957665 4 3971°542 2 3957°393 2 3971282 3 3957°144 4 3970°929 4 3956" 965 3 3970'710 2 39503063 3 3970°504 3 3956161 I scharf 3970" 191 I 3955'954 I > 3970008 4 3955 °700 4 3969816 2 3955461 I 3969736 I a 4 3909529 I 3954'943 4 3969268 I 3954°755 I schwach 3969072 I 3954°404 4 3968955 3 3954179] 2 3908489 3 3954 0609| 2 3968375 I 3953 °912 I schwach 3908245 1 3953782 2 3968096 I 3953008 3 3967938 2 3953°495 I schwach 3967 721 2 3953°309 I 39067 °548 2 3953°129 3 3967 280 3 verbreitert 3952'908 3 Denkschriften der mathem.-naturw. C]. LXVII. Bd. 19 146 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Brdier und? Vallenta j i 3952'647 I Mitte gemessen, Doppellinie 3931'078 a 3952°308 2 en I Bose, 2 3930°559 2 3951837 2 3930°237 I 3951'500 3 3930' 100 2 3951206 3 3929691 3 3950°978 2 3929461 I 3950'073 4 wahrscheinlich Doppellinie 3928°856 4 verbreitert eh 4 3928°403 2 3950158 4 3927°573 2 3949849 3 3927°274 2 a 3 3926°953 4 3949489 2 3920°354) I 3949258] 4 3926111 3 3948" 9601| 4 5925°837| 2 3948°087 4 3925°272 2 3948° 502 4 3925042 2 3948304 4 3924802 2 3948°139 I 3924"415 2 3948°009 2 3924°178\ 2 3947735 4 3923 903| I 3947491 I 3923°733 3 Boa 2 3923288] I 3947 °201 4 Doppellinie, als einfache gemessen 3922"813 I 3940°740 I 3922"114 5 3946° 502 4 3921580 I 3946350 3 3921 "36a I verschwommen 3946° 111 4 3921'013 I 3945844 3 aa 2 verschwommen 3945 606 3 3920456 4 3945540 3 3920°047 4 3945104 4 3919°577 5 3944937 I 3919°022 3 3944752 I 3918-760} 2 3944048 4 3918309] 3 3944'350 3 3918°198| I total in einander verschwommen al 2 3917'904 I 3943826 I 3917 °542 2 ce 4 a I total in einander verschwommen ee! 4 3917046 2 3942' 507 4 u I a 4 3916*527 3 nach beiden Richtungen verbreitert 3941°041 4 3915906 2 > 3941°304 I 3915 322 3 3940'765 2 verbreitert 3914" 906 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3940440 5 2 2 > 3940° 102 1 3914°337 I > 3939°808 4 3913944 2 » 3939358 5 3913406 4 el 1 3913°153 2 3938 762 I 3912°771 I sehr schwach 3938485 3 3912" 546 2 3938°279 1 3912'212 4 3938051 2 3911"920 I a 3 3911"661 5 3937164 g 3911°408| 1 3936673 4 391L'050 3 3936'278 3 verbreitert 3910'9I1 2 3935878 2 3910°624 I 3935 460 5 3909'914 4 3935°155 3 3909" 148 I 3934916 3 Best 4 3934°535 2 verbreitert 3908570 3 3933932 4 3908343 3 3933°685 I 3907531 3 3933249 2 verbreitert 3907°127 4 3932:432 5 > 3906841 I 3931°947 2 3906°034 I 3931712 3 3906285 4 3931°416 = sehr schwach 3 & a 3905°497 Die Spectren des Schwefels. 147 a —————————————————————————————————————————————————————n TTT———— Eder und Valenta Eder und Valenta | ; 3905'126 4 3878660 3 3904084 I 3877925 I 3904477 3 38773065 4 nach beiden Richtungen verbreitert 3904157 6 3876982 2 3903819 I 3876°560 2 3903'298 I 3876103 2 3902°827 I 3875°707 2 3902362 4 nach beiden Richtungen verbreitert 3875°378 2 3901 "842 I 3874'587 I 3901 622) I 3874091 4 3901'432 4 3873670 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3900°702 5 3873249 2 a 3 3872°888 I 3900' 181 3 3872316 I 3899°753 6 3872°064 2 3899 °244| 2 3871"761 I verschwommen 3898864 3 3871"115 3 3898° 006 2 3870'816 I verschwommen 3898°248 I 3870501 3 3898°023 I a 2 3897724 3 en I 3897310 I 3869766 I verschwommene Doppellinie 3897 021 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3869156 I verschwommen Band, Mitte gemessen 38069'037 3 3896527 2 3868645 4 3896109 3 3808° = 3 3395574 2 3867509 3 3895'105 2 sehr stark verbreitert, bandartig, Mitte 3806917 3 gemessen 38066415 4 nach beiden Richtungen verbreitert 3894601 B 3805 :486 I scharf 3894202 3 3865'219 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3893°743 I 3864849] 2 3893566 I 38064 ° 566 2 3893323 3 3864233 I 3893097 I sehr schwach 3863859 2 3892 815 I 3803 °143 4 3892° 505) 2 3862480 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3891°715 2 3862091 5 3891'434 I 3861 290) 2 3891'230 I 3861218 2 3890°984 3 scharf 3860°858| 2 3890460 3 ao) 3 3890'104 2 3859°787 5 scharf 3889786 2 3859" 102 2 3889050 2 nach beiden Richtungen verbreitert 38583066 2 bandartig, Mitte gemessen 3888524 2 » 3857°750 4 3888121 2 3857°457 2 en = ein schwaches Band 3886036 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3856'312 I 3885750 5 a 2 a 2 wahrscheinlich Triplet re s 3884873 2 3854822 I 3884584 I 3854599 ı 3884332 3 en I 38840065 2 3854° 100 3 3883828 I Fe sat 3 3883214 3 3853392 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3882697 3 3853°145 1 3882429 5 3852°917 3 3882°172 I cs 2 3881°919 2 3852300 3 3881°433 6 3851 3 nach beiden Richtungen verbreitert, sehr 3881016 2 schwaches, breites Band 3880'518 I en 3880306 T Re I 3880'123 I et 3 3879'860 p} goal 700 2 ; 2 NEAR 2 3850064 I nach beiden Richtungen verbreitert 3876°635 2 or > 5 3879'325 5 3950°395 192 148 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta i Rz 3849499 4 3819559 I 3849" 183 I 3819'201 2 3848°878 3 nach beiden Richtungen verbreitert a 2 3848'0II 2 nach beiden Richtungen stark 3818'528 I verbreitert ee I 3847666 I 3817'796 3 3847'259 2 3316°986 3 3846'291 3 3816626 2 scharf 3846023 2 3815'509 2 3845 °770 2 3815'168 3 nach beiden Richtungen verbreitert 3845300 B nach beiden Richtungen verbreitert oe) I > 3844988 I 3814°573 I > 3844°718| 3 3814°074 I vielleicht Doppellinie 3844 '390 1 3813'896 I sehr schwach 3844095 4 3813°542 3 3843471 2 3812881 4 3843250 2 3812"467 I 3842°0689 I 3812°337 I sehr schwach 3842538 2 3812041 3 3842°277 I 38110645 2 3841°911 3 nach beiden Richtungen verbreitert 3811'330 4 3840'905 4 3810'704 B nach beiden Richtungen stark 3840'021 3 scharf verbreitert 3339702 I verwaschen 3809 851 2 3839174 2 4 bis 5 sehr schraffenartige Linien 3838868 L 3809'274 3 3838306 2 3808880 3 3838'253 2 3808592 I 3837'914 I verschwommen 3808377 I 3337396 2 breites, verschwommenes Band, 3807748 2 Mitte gemessen 38073065 3 3837017 3 scharf 3807*017 2 38306°758 I sehr schwach 3806694 2 3836'530 2 ori 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3836088 3 3805821 2 > 3835668] 2 3805186 3 3835 5006| 2 verschwommen 3804844 3 3835 204 I 3804 '423 I 3834901 3 3804136 1 3334"157 I scharf 3803 676 2 3833'798 I verschwommen, unscharf a 3 3833'505 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3803073 2 3833096 L 3802°421 B 3832883 I 3 Jca) I 3832630 1 3801 '645 3 3832 407 ' sehr schwach 3801 199] 2 3332°135 I 3800716 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3831884 2 3800'252 I » 3831°497 I nach beiden Richtungen verbreitert 3799893 2 > 3830°975 2 » 3799°059 2 en ı 3798°354 2 3830269 2 3797'559 I nach beiden Richtungen verbreiteit 3829° 398 1 verwaschenes Band 3797 '203 I 3829°073 I nach beiden Richtungen verbreitert 37906'889 2 3828484 2 > 3796362 L 3827 °437 I 3796° 128 2 3827152 I 3795°716 2 3820831 3 3795°390 1 3825412 I 3794618 3 3825°174 2 nach beiden Richtungen veıbreitert 3794'176 I 3824°503 4 ea 2 382 en 2 3793'504 I 3823°537 2 verschwommen 3793300 2 3822904 3 3792" 841 4 3822200 2 3792 451 I 3821'947 I 3792072 3 3821481 I 3791713 4 3821090 I 3791'400 2 3820'881 I 3791'055 L 3820' 188 I 3790' 800 2 3819881 I 3790°554 3 Die Spectren des Schwefels. 149 TTTTTTTäÖö6—_,_—,—_—_—_—_—nn ee ZZ Eder und Valenta Eder und Valenta i a? 3789972 3 3704°717 I 2897012) 4 3764°321 2 £ in einem Bande eingebettet ae A 3788-880) 3 3763032 2 stark verbreitert, bandenförmig, Mitte 3788476 3 gemessen eat I 3762667 2 3787843 I einige angedeutete, stark verbreiterte, 37874606) 2 nicht messbare Linien 3787'159| 3 3761'920 3 3786839 2 3761646 3 3786'639 3 3761'249 3 nach beiden Richtungen verbreitert 3786°143 I 3700°966 I verbreitert, unscharf 3785818 4 nach beiden Richtungen verbreitert 3760 751 3 4 3700°505 2 3785°117 3 3760° 194, 3 3784668 I 3700 oobr 3 arasal 1 3759748 2 3783046 2 3759'426 I sehr schwach 3783577 I 3759°211 I « 3733 342 I verschwommene Bande 3758°871 4 nach beiden Richtungen verbreitert 1783-085} 2 3758°099 I 3782519 2 3757'815 I gleichmässig verbreitert 3782030 I verschwommene Bande 3757'502 I sehr schwach 3781'779 I 3757'202 4 sehr scharf 3781 '511 I 3756'768 2 3781280 3 3756'280 3 gleichmässig verbreitert 3780°451 I 3755 °941 I 3780°103 3 3755°542 4 3779'902 I 3755'115 I 3779605 3 3754'854 2 3779'454 3 3754'507 I ne I 5 a 5 dazwischen eine breite, verschwommene 3778° 103 5 3753" 385 3 unmessbare Bande 3777818 I 3752°473 4 3777307 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3751'91 1 3 3777028 I sehr schwach 3751262 3 en 4 3750°873 4 3776°307 I 3750°498 1 er 2 3750°175 5 3775'262 2 3749530 2 3774°795 3 3749284 3 3774240 2 verbreitert 3749'02 I 3773°983 I 3748731 6 3773°055 1 3748°054 4 3773" 361 3 3747°456 4 37722913 3 umgekehrt 3746°998 6 3772"422 2 3746°047 3 3772085 2 3745 °429 2 SITES U7 2 3744749 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3771311 I total verschwommen, Mitte gemessen 3744" 500 I 3770°777 3 3744180 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3770'524 2 3743 782 2 3770'273 I sehr schwach, verschwommen 3743 '432 2 eine nicht messbare Linie 3742°977 2 3769768 3 3742°489 3 3769*651 3 3741'999 3 3769°472 6 sehr schwach 3741°515 3 3769215 I 3741'217 2 3768996 2 ass 3 3768° 583 2 3740'099 3 3768233 3 a . I 3767526 3 3739*617 2 3766 921 3 3739°157 2 3766670 2 3738°941] 2 3766358 2 3738°667| 2 3705'884 3 nach beiden Richtungen verbreitert 3738 453 2 el 2 el 2 3705476 2 a 2 3765 ‘029 4 nach beiden Richtungen verbreitert 3737°373 3 ; \ 150 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Eder und Valenta i i 3736744 3 3704°444 I 3736080 I 3703870 2 3735449 2 3703°220 I 3735014 2 nn 2 3734'712 2 3702" 361 2 3734°253 3 3702"022 I verwaschene Bande 3733°794 2 3700°6906 2 3733°128 2 3099907 I 3732°782 I 3699°604 3 3732°538 2 3099 038 I 3732°033 3 3098°779 2 3731'756 I 3698°553 I 3731°573 I 3098 ei 2 scharf lan 2 3097491 2 2 3730*661 4 3696°955 2 3730067 2 3696264 2 3729'845 I 3696040 I 3729611 I 3695450] 2 3729'293 3 3695°235{ 3 verwaschen ml I 30694976 2 3728°533 4 nach beiden Richtungen verbreitert, 3694°703 I verwaschene Bande verschwommen 30694643 1 » 3728°089 I 30694138 3 » 3727*819 2 3693790 I > 3727'314 2 3693499 I » 3727051 I 3093086 2 verwaschen 3726°613 3 3692642) 3 » 3726°079 2 3691'836) 3 » el I verschwommen 3091 - 400) I » ee I 3691095} 2 3725100 2 3690*872| 2 sms 2 3690552 I 3724'509 I 3690' 267 2 3724°345 2 en 2 3723°368 2 verschwommen 3089610 2 verbreitert 37225 er 2 scharf 3089208 2 verwaschen 3722°089 2 nach beiden Richtungen verbreitert 3687010 I > 3721691 3 3686585 I » 3721°043 I 3086134 2 3720' 500 I 30685779 I 3719'438 I verwaschen 3685457 I 3719149 I scharf 3684943 2 3718847) 3 3084518 3 3718518 2 3083896 I 3718-246) I 3683595 I 3717'178 2 3683 '225 2 3716'5065 2 3682° 547 I verwaschenes Band 3715'885 2 3081 ER I » en 2 3681 '203 2 > 3715°137 I ae I z 37 ee 3 verbreitert, wahrscheinlich Triplet 3680°255 I 3714'484 2 3079 302 2 a 2 3678'997 3 3713°551 8 3078440 1 3712'747 2 3677806 I 3712'417 2 verschwommen 3677'405 I scharf 3711967 2 3677°073 2 3711'404 2 3676826 I ee I 3676°271 2 3710'818 2 3675°874 I 3710'573 I 3675'644 2 3710'322 2 3675'233 3 3709°716 4 3674*055 3 3708"924 2 an 2 3708°177 I 3673042 2 2 3672717 I sehr schwach, verwaschen 3707°442 I 3672°377 2 3706786 I 3671'894 2 ee I verwaschen 3671 2 3706177 I > 3671185 I scharf 2 3705306 ziemlich scharf Bi Die Spectren des Schwefels. Eder und Valenta Eder und Valenta i i 3670° 762) 3 verwaschen 3659'656 2 3670°333 3 30659°075 3 3670: 153) I 3659706 2 3669197 3 30658' 508 I sehr schwach 3668701 | verwaschen 3058'295 2 scharf 3668 -466( I 3657991 3 3667'951 3 stark 3657°547 2 ziemlich scharf 3667634 2 verwaschen 3657068 2 3667 340 2 3656852 I scharf 3667 ‘067 I 3656°573 3 3666°899 I 3656'159 2 verbreitert es 2 3655°754 3 > 3666°217 4 30655'220 5 verbreitert, verwaschen 3666* I sehr schwach 30654° H 4 3665695 ı > 3654'334 2 3665285 2 3654° 105) 2 3664990 2 3653838} 2 3664689 2 3653: 602) 2 3664-418 2 3653 300] 2 verwaschen 3664080 2 3653°0906( 2 » 3663756 2 3052"834 ı 3663°473 2 3652536 I 3663345 I 3052°274 I 3662877 I verbreitert 3652°074 2 3662656 2 scharf 3651°583 3 3662 437 3 verwaschen 3651200 I 3662276 2 3650°537 5 3661 a I 3650:084 2 3661307 I 3649°325 I verbreitert 3661 -025) I 30649°067 4 3660°478 2 scharf 30648°838 3 an 2 > 3648°516 2 3060°019 1 schwach, nach beiden Richtungen stark verbreitert Photochemisches Laboratorium der k. k. Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. a Eur u oki Pe R en Dial J. M. Eder und E. Valenta: Die Spectren des Schwefels. Tafel I. Zeichnungen von Spectren des Schwefels. (Photozinkotypie und Lichtdruck nach den Originalzeichnungen Salet’s, Plücker's und Hittorf’s.) 790 650 Null Bier 1r | 20 20 3o *o SE SISEHERE SCH Sn 150 — _ _ 177 Se 5x sa Sp - 2700 650 600 550 Sc 450 %o0 | ) are ee, N LE m 22 Fig. 2. 11 | nllueseh nn lau nnd | = 1; 1 ! {j ! ; .| | - deren ai je ar ) | 10 20 30 at 79 809 go" Fon 510 120 230 129 12 160 Fig. 3 Fig. 4. Fig. 5. Fig. 1. Linienspeetrum des Schwefels (nach G. Salet). — Fig. 2. Bandenspectrum des Schwefels (nach G. Salet). — Fig. 3. Flammen- spectrum des Schwefels (nach G. Salet). — Fig. 4. Linienspectrtum des Schwefels (nach J. Plücker und J. W. Hittorf). — Fig. 5. Bandenspectrum des Schwefels (nach J. Plücker und J. W. Hittorf). Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. in Wien, math.-naturw. Classe, Bd. LXVII, 1898. ’ 2% RE EN De EEE [3 ” 2 k Rn. 4 RK are Dar Da Tafel II. J. M. Eder und E. Valenta: Die Spectren des Schwefels. Su ea SE 2 55 Ve 8 = .08 = = 55 SEE 5 2 55 g 3 S 3 5 S u: sa 8 = guy ea & De: 5} S a) a 1 Fig. 1 j 4 ; i # b) 14 i n F - £ = 2 2 88 = 8 so R E as 58 8 32 & 3 a 2 = Fig. 2. Er DE 55 aa EB | N i i | | | \ I N It Il) \ \ Fio. 3 | I ig. | I Il) | I} | l | | Fig. 1. a) zeigt das scharfe Linienspectrum des Schwefels (bei niedrigem Druck, Flaschenfunken); D) zeigt die Verschiebung und Verbreiterung einzelner Linien desselben Spectrums bei erhöhtem Dampfdruck, während andere Linien nicht verschoben und wenig verbreitert wurden. Fig. 2. Verbreiterungserscheinungen einzelner Linien bei erhöhtem Druck, während eine Hauptlinie derselben Gruppe (3928) scharf bleibt. Fig. 3. Vergrösserung eines Theiles des Schwefel-Bandenspectrums; daneben einige Eisenlinien zur Orientirung. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. in Wien, math.-naturw. Classe, Bd. LXVII. 1898. Spectrumphotographie von J. M. Eder und E. Valenta. Heliogravure und Druck der k. k. Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt. l Ale, # D Mi y- J. M. Eder und E. Valenta: Die Spectren des Schwefels. a) Fie.1. 5) c) soo = 5500 a 5400 “ 5300 % a) Fig. 2 | | | b) | | 4700 4500 500 4400 | in “4 50 | 50 | EU ELITE 50 3900 50 ar so 3700 50 = | Fig. 1. a) Bandenspectrum des Schwefels; b) scharfes Linienspectrum des Schwefels; c) Argonspectrum (sämmtliche mit dem kleinen Gitteı im Zustande ziemlich starker Verbreiterung; b) Eisenspectrum. — Fig. 4. a) Eisenspectrum; 5) Linie: Denkschriften d. kais. Akad. « Spectrumphotographie von J. M. Eder und E. Valenta. tl m ——— rn 4 =D 42 5 INT Ah N y ii 1 Mr! N TEROnTIeT ud II | Il 1 I | | IN) | |! | IN | | | IF Ir | I IHIIE IT HN HI | | I) III) Il f | I I I ill Kl || INN | IE | l | | II I: IN | IN Lili] | 111 | || MNHA N | II] j | I N | l Kl | IN | NEIN IE] || Il I sl 1 Il NINA \ | DUDEN DELL 148] | ' sraphen aufgenommen). — Fig enspectrum des Schwefels iı n scharfen Zustande; b) Eisenfur ae — Fig. 3. a) Linienspectrum des Schwefels m des Schwefels mit schwac nn ee Verbreiterungserscheinungen. — Fig. 5. Bandenspeetru Sc ‚in Wien, math.-naturw. Classe, Bd. LXVII. 1898. Heliogravure und Druck der k. k. Graphischen Lehr- und Versüchsan J. M. Eder und E. Valenta: Die Spectren des Schwefels. 5600 3900 zZ ec Fig. 1. a) Bandenspeetrum des Schwefels; b) scharfes Liniens pectrum des Schwefels; c) Argonspectrum (sämmtliche mit dem kleinen Gitte en: ns im Zustande ziemlich starker Verbreiterung; ) Eisenspectrum. — Fig. 4. a) Eisenspeetrum; u) Linie 5500 MM E E17 [| I EL |! I Spectrumphotographie von J. M, Eder und E. Valenta. ;n 4500 | es | Ay | ) IM I ||} ! \lIll 1) II | nl | I, 11, Mt | elrographen aufgenomme "n). — Fig. 2 ectrum des Sc hwefels mit schw: ch Her ginnenden Verbreiterungserscheinungen. — Fig. 5 ‚ AEEHBEFER Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. in W 'en, math.-naturw. Class . 4) Linienspectrum des Schwefels im scharfen Zustande; 5) Eisenfunkenspectrum. e, Bd. LXVII. 1898. 3400 | IM Tafel III. a N — Fig. 3. a) Linienspeetrum des Schwefels . Bandenspectrum des Schwefels. i Heliogravure und Druck der k. k. Graphischen Lehr- und Versüchsanste Ei} I.- 583 EXPOSITIO PLANTARUM IN ITINERE SO INDIGO ANNIS 1899/94 SUSCEPTO COLLECTARUM SPECIMINIBUSQUR EXSICCATIS DISTRIBUTARUN, ADJECTIS DESCRIPTIONIBUS NOVARUM SERIES PRIMA HEPATICARUM PARTEM CONTINENS. AUCTORE NSCHTPFNER. ARBEITEN DES BOTANISCHEN INSTITUTES DER K. K. DEUTSCHEN UNIVERSITÄT IN PRAG. (VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 2. DECEMBER 1897. In itinere meo Indico annis 1893/94 suscepto, liberalitate societatis dietae »Gesellschaft zur För- derung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen« adjuto, consilium cepi augendi herbaria speciminibus exsiccatis plantarum indigena'um regionibus illis tropieis a me exploratis, ideoque collegi ingentem copiam plantarum, quas sub nomine: »V. Schiffner, Iter Indicum 1893/94« distributurus sum. Praecipue autem summam dedi operam, ut plantas e Cryptogamarum serie investigarem, quarum pars preciosissima mihi quidem esse videatur collectio Hepaticarum quam maxime completa, non solum omnes fere species hucusque e regionibus illis a me permigratis relatas, sed etiam copiam formarum novarum comprehendens. Praeprimis igitur distribuendas esse Hepaticas putavi et seriem primam Marchantiaceas, Jungermaniaceas anakrogynas et genera nonnulla Jungermaniacearum akrogynarum complectentem determinavi et simul cum speciminibus exsiccatis enumerationem systematicam specierum, varietatum for- marumque adjectis locis natalibus cum notis de substrato, regione, altitudine supra mare ceterisque nec- non descriptionibus specierum formarumque novarum publici juris faciam. Ricciaceas perscrutandi delineandique curam amicissimus Dr. Aemilius Levier Florentinus, harum rerum peritissimus benevole subiit, sed muneris negotiis onerato laborem illum diuturnum peragendi facul- tas nondum data fuit. Cum ita se habeant res, Ricciaceas serius distribuere et enumerare coactus sum. Quamquam quod ad rem botanicam pertinet pro ratione diligenter jam exploratas terras istas tropicas putares, ingens copia plantarum adhuc incognitarum detegenda nobis restat. Mihi ipsi contigit, ut inter species 91 et varietates 40 in hac serie prima enumeratas plus quam ?/, (nempe species 61 et varietates 38) novas salutarem. Sed formarum novarum a me detectarum copiam ad scientiam propagandam non tanti aestimo, quam magnum numerum speciminum cujusque speciei diversissimis locis decerptorum, ut illius collectionis locupletissimae fundamento nixi jam nune pro more perspicere possimus, quibus modis Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 20 154 V. Schiffner, . loco natali, altitudine supra mare, substrato etc. forma structuraque unius cujusque speciei alteretur. Tenuissimae enim sunt collectiones fere omnes Cryptogamarum e terris tropieis adhuc adlatae et pro maxima parte in libris desceribuntur specimina (vel imo fragmenta tantum) sed non species. De signis abbreviationibusque in enumeratione sequente adhibitis, ceterum omnibus fere primo visu perspicuis, mihi explicandum est: Plantae ante locum natalem allatum signo asterisci (*) notatae mihi paueis tantum speciminibus obviae sunt, ideoque in collectionibus »Itineris Indici« venalibus mihi non erant emittendae, sed solum in collectione illa completa herbario meo attributa inveniuntur vel insuper nonnullis amicis a me donatae sunt. — Post indicationem unius cujusque loci natalis invenies (in paren- thesi) numerum, quo planta illa in exsiccatis supradictis signata est. MARCHANTIACEAE. Targionioideae. 1. Targionia dioica n. sp. Dioica, plantae utriusque sexus in uno eodemque caespite. Dense caespitosa, formis maximis Tar- gioniae hypophyllae similis. Frons semper fere simplex ad 23 mm longa, +5 mm lata, elongata linearis, supra plana laete viridis, marginibus interdum atrorubentibus, subtus atrorubens rarius viridis. Squamae ventrales marginem haud attingentes, atrorubentes, triangulares, sensim in appendicem transeuntes longe cuspidatam margine saepe ciliis nonnullis armatam. Involucrum et capsula ut in T. kypophylla. Sporae magnae (0:073— 0'085 mm) atrofuscae, opacae, margine undulato-tuberculatae. Elateres parvi, parum attenuati, rufi, spiris pluribus angustis. Discus antheridiifferus crassus ovalis pone apicem frondis propriae in ejus pagina superiore positus, supra verrucosus, a tergo margine paleaceo undulato et circacir- cum paleis rubris circumdatus. Antheridia ovata, longe petiolata, petiolo 4—5 cellulas longo. Inflorescentia dioica et positione disci antheridiiferi in tergo frondis primariae ab omnibus congeneri- bus diversissima. Java: Prov. Preanger. Prope Garut, in monte ignivomo Gunung Guntur supra Tjipanas, in fissuris umbrosis inter saxa vulcanica. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 11. 2. 1897 (Pl. det c. fr.). (No. 1.) 2. Cyathodium aureo-nitens (Griff.) Schffn. (Synhymenium aureo-nitens Griff.) India orientalis: Bombay; MalabarHill, ad saxa et ad terram in hortis et secus vias copiose. Regio calida + 30 m s. m. — 8. 9. 1894 (c. fr.). (No. 2.) “India orientalis: Bombay; Ghirgaum, ad muros humidos in hortis. Regio calida, alt. +5 m s. m. — 18. 10.°1893°(e. fr.). (No. 3.) India orientalis: Bombay; Insula Elephanta, ad scalam et ad templi muros. Regio calida, alt. 30 m s. m. — 15. 10. 1893 (e fr.). (No. 4.) India orientalis: Prope vicum Khandalla in montibus Bhor Ghat, ad muros et ad terram. + 600 m. ZOO TE IST Er N 3) 3. Cyathodium foetidissimum n. sp. Autoicum. Frons ad 20 mm longa, ad 7 mm lata, dichotoma, tenerrima, pallide smaragdino-viridis argenteo-nitens, subtus medio radicellosa. Squamae ventrales ubique conspicuae, majores. Involucrum, saepe dicarpum, margine haud coloratum. Capsula major, brunnea, apice vix regulariter dehiscens. Sporae subtetrahedrae, rufobrunneae, fere opacae, extus grosse tuberculatae, tuberculis 15—16 in ambitu promi- a1 Zn 2} en a u u aa Plantae Indicae. Series 1. 155 nentibus. Elateres magni, rufi, flexuosi, spiris arcte convolutis. Discus (ramulus) antheridiiferus pone ipsum involucrum in medio faciei ventralis frondis positus, fere lunulaeformis. Planta in vivo foetidissima (creosoti fere odore!). Species frondis magnitudine, foetore plantae vivae, positione ramulorum masculorum, sporarum forma et superficie aliisque notis optime diversa a Cyathodio cavernarum et C. aureo-nitente. *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. Regio nubium, alt. — 1000 m s. m. — 31. 12. 1893. (No. 6.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus. Locis humidis obscuris ad terram et ad saxa. Regio pluvialis, alt. + 600 — 800 ın s. m. — 28. 1. 1894. (No. 7.) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad ter- ram inter arborum radices ad ripas lacus vulcanici. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894. (No. 8.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango, prope Tjibodas; ad rupem humid. ad viam versus Sindanglaija. Regio nubium, alt. + 1300 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 9.) Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang in spelunca obscura. Regio E calida, alt. 450 m s. m. — 21. 7. 1894 (c. fr.). (No. 10.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore ad terram sub radices arborum in silva primaeva. Regio pluvialis, alt. — 1400 ın s. m. — 26. 7. 1894 (c. fr.). (No. 11.) Marchantioideae-Operculatae. 4. Reboulia hemisphaerica (L.) Raddi. Var. Javanica (N. ab E. p. sp.) Schffn. Java: Prov. Preanger. Prope Garut, in fissuris saxorum vulcanicorum in monte ignivomo »Gunung Guntur« copiose. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 11. 2. 1894 (c. fr.). (No. 12.) *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut ad terram. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (ec. fr.). (No. 13.) Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi, ad latus boreali-occid. in valleculo umbroso ad saxa, copiose. Regio nubium, alt. + 1520 m s. m. — 31. 7. 1894 (ce. fr.). (No. 14.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore ad saxa. Regio pluvialis, alt. 900 — 1000 m s. m. — 24.7. 1894 (c. fr.). (Nr. 15.) 5. Hypenantron Wallichianum (Lehm. et Lndnb.) Tervis. India orient.: Prope vicum Khandalla in montibus Bhor Ghat. Ad terram humidam secus rivulum, alt. = 600 m s. m. — 19. 10. 1893 (ce. fr.). (No. 16.) 6. Hypenantron vulcanicum n. sp. Dioicum. Frons coriacea, dichotoma vel rarius e ventre continua, 15—20 mm longa, apice ad Do mm lata, supra plana viridis, marginibus subundulatis ventreque atrorubens. Squamae ventrales atrorubentes, appendice bene distincta ovato-oblonga apice obtusa vel subacuta integerrima. Carpocephalum alte hemi- sphaericum dense tuberculatum. Perianthia 3—4, longe dependentia conica, pallida, in lacinias 8 fissa apice tubuloso-connatas. Pedicellus gracilis, ad 23 mm longus, sparse paleaceus, apice paleis rubris peri- anthia longitudine superantibus barbatus. Planta mascula haud visa. Hypenantro Blumeano valde affine, sed differt fronde majore duplo latiore, forma appendicis squa- marum ventralium, carpocephalo altiore dense verrucoso, perianthii laciniis apice connatis, pedicello infra carpocephalum longe barbato. Descriptio Hyp. Blumeani in Synopsi Hepat. p. 564 cum speciminibus ori- ginalibus Herbarii Neesiani et Lindenbergiani a me visis aegre congruit. *Java: Prov. Preanger. Prope Garut, inter saxa vulcanica in monte ignivomo Gunung-Guntur. Parce Rebonuliae intermixtum. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 11. 2. 1894 (c. fr..) (No. 17.) 20 * 156 V. Schiffner, 7. Hypenantron venosum (Lehm. et Lndnb.) Tervis. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum »Tji- fo} fe} burrum« ad declivia humida, umbrosa prope Lebak-Saät; rarum. Regio nubium, alt. 2193 m s. m. — 9.5. 1894 (c. fr.). (No. 18.) Var. macrosporum n. var. Differt a forma typica non nisi sporis multo (fere '/, ad '/,) majoribus. Forma viridis — Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. secus torrentem ad terram. Regio nubium, alt. = 2000 m s. m. — 24. 7. 1894 (ce. fr.). (No. 19.) Forma purpurascens — Una cum praecedente. (No. 20.) Marchantioideae-Compositae. 8. Wiesnerella Javanica Schffn. in Öst. Bot. Zeit. XLVI. p. 86 [1896]. Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh, ad terram copiose sed rarius fructificans. + 2300 m s. m. — 10. 7. 1894 (ce. fr.). (No. 21.) 9. Dumortiera hirsuta Reinw. Bl. et N. ab E. a. latior Syn. Hep. Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad terram inter arborum radices ad ripas lacus vulcanici. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. fr.). (No. 22. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad terram. Regio nubium, alt. 1600 m s. m. — 21. 4. 1894 (e. fr.). (No. 23.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano «Tjibodas« ad terram. Regio nubium, alt. = 1420 m s. m. — 28. 4. 1894 (e. fr.). (No. 24.) Var. angustior Syn. Hep. — Forma capitulo supra epiloso et fronde supra laevi insignis. *Java: Prov. Batavia. In monte »Gunung Burung« (»Gun. Bunder«), in silva primaeva ad terram. Regio calida, alt. 200—-300 m s. m. — 19. 12. 1893 (c. fr.). (No. 25.) Var. angustior Syn. Hep. — Forma fronde supra omnino fere laevi. *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad terram. Regio nubium, alt. 1470 m s. m. — 24. 7. 1894 (sterilis). (No. 26.) 10. Dumortiera velutina n. sp. Dioica. Frons ad 15cm longa, ad 12 mm lata (saepe autem minor), iteratim dichotoma vel e ventre apicis innovans innovationibus elongatis vel brevibus cordatis saepe iteratis, tenuis, mollis supra intense viridis et amoene velutina, superficie densissime papillis subglobosis (rudimentis filorum chlorophylliferorum) obsita, versus apicem arachnoideo-venulosa, subtus medio dense radiculosa, dehinc versus marginem arcuato-venosa (squamae ventrales subrudimentariae). Pedicellus carpocephali e sinu profundissimo, angusto apicis frondis oriens, + 30 mm longus, glaber sub carpocephalo tantum barbatus. Carpocephalum hemi- sphaerico-conicum, regulariter 5—8-lobatum, lobis dorso medio versus apicem exciso-truncatum sub- canaliculato-depressis, incisuris lobis interjectis minime profundis plerisque obtusis, superficie sparsissime setulosum. Involucra carpocephali lobis multo latioribus omnino obtecta (haud prominentia). Receptaculum JS haud setulosum. Cetera ut in D. hirsuta. Superficie frondis densissime papillosa et carpocephali forma a congeneribus distinguenda. Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad puteal prope domum dictum »kleines Labo- ratorium« copiose. Regio calida, alt. + 260 m s. m. — 3. 1894 (c. fr.). (No. 27.) Plantae Insulae. Series I. la7a® *Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad terram, rarius et sterilis. Regio calida, alt. — 260 m s. m. — 11. 1893. (No. 28.) *Java: Prov. Batavia. Gunung Pasir-Angin prope Gadok. Prope fontem ad terram. Regio calida, alt. — 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (sterilis). (No. 29.) Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. copiose et c. fr. Regio nubium, alt. = 1000 nm s. m. — 31. 12. 1893. (No. 30.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango, prope Tjibodas ad rupes humidas secus viam versus Sindanglaija. Regio pluvialis, alt. 1300 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 31.) Sumatra occid.: In faueibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram copiose. Regio calida, alt. 580 m s. m. — 21.7. 1894 (c. fr.). (No. 32.) 11. Marchantia emarginata Reinw. Bl. et N. ab E. (= M. palmata Reinw. Bl. et N. ab E.) Hujus speciei valde polymorphae formas sequentes inveni: a. typica. Fronde minore subcoriacea, costa in pagina dorsali haud conspicua, squamis ventralibus atropurpureis, radiis carpocephali 8 (7”—9) angustioribus (i. e. apice minus explanatis), pedunculo —+ 20 mm longo. Est forma locorum modice humidorum. Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad terram copiose. Regio calida, alt. + 260 m s. m. — 14. 11. 1893 (pl. & et c. fr.). (No. 33.) Java: Prov. Batavia. In vicinitate urbis Buitenzorg. Kampong Mandarena ad terram. Regio calida, alt. — 250 2 s. m. — 1. 3. 1894 (pl. d). (No. 34.) Java: Prov. Batavia In horto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossarum margines. Regio calida, alt. = 250 m s. m. — 13. 12. 1893 (c. fr.). (No. 35.) *Ibidem ad terram. — 27. 2. 1894 (c. fr.). (No. 36.) Java: Prov. Batavia, prope vicum Pasir Muntjang ad terram in viis cavis copiose. Regio calida, alt. 660 m s. m. — 6. 4. 1894 (c. fr.). (No. 37.) Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad viarum latera. Regio calida, alt. 450 m s. m. — 5. 12. 1893 (pl. S et c. fr.). (No. 38.) *Java.: Prov. Preanger. Prope Sukabumi ad fossarum margines. Regio pluvialis, alt. 580 m s. m. — 21.6. 1894 (c. fr.). (No. 39.) Sumatra occid.: In urbe Padang-Pandjang ad terram. Regio pluvialis, alt. 77O m s. m. — 20. 7. 1894 (c. fr.). (No. 40.) Var. multiradia n. var. Fronde submajore sed caeterum ut in forma typica, radiis carpocephali et receptaculi d’ numerosiori- bus 11 (9— 153). *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgii. Tanah-Sereal, ad terram. Regio calida, alt. #250 m s. m. — 21. 1. 1894 (pl. et c. fr.). (No. 41.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram copiose. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 28. 4. 1894 (c. fr.). (No. 42.) Var. longepedunculata n. var. Differt a forma typica pedunculo carpocephali longiore, 30—45 mm longo. Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad terram secus viam. Regio nubium, alt. 1750 ın s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr.). (No. 43.) Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas« secus viam. Regio pluvialis, alt. =+ 1250 m s. m. — 15. 2. 1894 (c. fr.). (No. 44.) V. Schiffner, Var. major n. var. — Fronde majore tenuiore haud coriacea, costa obscuriore plus minus conspicua in pagina dorsali notata, squamis ventralibus plerumque pallidioribus, carpocephalis 8 (7”—9)- radiis, radiis apice magis dilatatis (i. e. magis explanatis). Est forma locorum umbrosiorum, humi- diorum. Huc pertinent specimina originalia M. palmatae. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram Regio nubium, alt. == 1420 m s. m. — 23. 4. 1894 (ce. fr.). (No. 45.) “Java: In monte Pangerango. Infra Tjibodas; ad viam versus Sindanglaija ad terram. Regio pluvialis, alt. 1305 m s. m. — 23. 4. 1894 (c. fr. et pl. 5). (No. 46.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan; supra vicum Tjisarupan. Regio pluvialis, alt. 1270 m. — 14. 2. 1894 (c. fr.). (No. 47.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (ec. fr. et pl. d’). (No. 48.) *Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas«; in silva primaeva. Regio nubium, alt. 1560 m s. m. — 15. 2. 1894 (c. fr.). (No. 49.) Sumatra occid.; In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. 580 m s. m. — 21. 7. 1894 (c. fr.). (No. 50.) Sumatra occid.: In valle »Lobang Karbau« prope Fort de Kock, ad terram secus viam. Alt. + 900 m s. m. — 29. 7. 1894 (c. fr.). (No. 51.) *Java; Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad terram ad ripas lacus vulcanici. Regio pluvialis, alt. = 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (ce. fr.). (No. 52.) *Java: Prov. Batavia. In monte Salak: in silvis primaevis ad latus septentr. Regio nubium, alt. 1000 m s. m. — 3. 12. 1893 (c. fr.). (No. 53.) Var. major, forma thermarum. — Fronde majore tenui pluries divaricato-dichotoma, conspicue ob- seuro-costata, appendicibus squamarum ventralium perparvis. Est forma in vicinitate thermarum crescens. Java; Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas; crescit vapore calido velata haud frequens et parce fructificans. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 54.) Forma intermedia inter f. typicam, majorem et multiradiam. Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad terram. Regio calida, alt. + 260 m s. m. — 2. 1894 (c. fr. et pl. d’). (No. 55.) 12. Marchantia cataractarum n. Sp. Sterilis. Frons magna 6—7 cm longa, 8— 10mm lata, 2—3-plo dichotoma crassa coriacea plana medio subconvexa, supra obscure viridis sine vestigio costae obscurioris, subtus rubens. Squamarum ventralium rubrarum appendix late ovata acuta margine spinuloso-dentata. Epidermis fere ubique bistratosa, laevis- sima. Stomata in hoc genere maxima, oculo nudo conspicua albomarginata ore exteriore ad O'2 nm, inte- riore O'27 mm diam. Stratum aeriferum crassum, stratum basale in medio frondis + 28 cellulas altum, in medio alarum +5 cellulas. Scyphi sparsi margine spinuloso-dentati. Cetera desunt. Species inter omnes congeneres etiam in statu sterili insignis. Quoad habitum et stomata maxima Conocephalo conico nostrati haud absimilis. Haud dubito, quin sit ex affinibus M. emarginatae (confer squamarum ventralium appendicem!). Java: In monte Pangerango. Ad rupes irrigat. secus cataractas prope Tjiburrum. Regio nubium, alt. 1575 m s. m: — 28. 4. 1894. (No. 56.) 13. Marchantia nitida Lehm. et Lndnb. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa haud rara sed sterilis, Regio pluvialis, alt. + 600 ın s. m. — 28. 1. 1894 (No. 57.) Plantae Indicae. Series I. 159 Java; Prov. Batavia. In monte Megamendong secus viam supra pagum Tugu, frequens sed plerumque sterilis, pl. d' rarissima. Regio pluvialis, alt. 1100— 1350 m. s. m. — 5. 1. 1894 (No. 58.) Java: Prov. Preanger. In monte Pangerango; in horto sanatorii Sindanglaija, frequens sed sterilis. Regio pluvialis, alt. 1085 m s. m. — 19. 4. 1894 (No. 59.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram haud rara, pl. d’ raro obvia. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 13. 5. 1894. (No. 60.) *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (sterilis). (No. 61.) *Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio pluvialis, alt. + 1250 m s. m. — 15. 2. 1894 (parcissime fructificans). (No. 62.) 14. Marchantia geminata Reinw. Bl. et N. ab E. *Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad terram frequens. Regio calida, alt. & 260 m s. m. — 14.3. 1994 (c. fr. et pl. d’). ((No. 63.) *Java: Prov. Batavia. Ad pedem septentr. montis Salak ad viarum cavarum latera, sterilis cum M. "emarginata. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 4. 12. 1893. (No. 6+.) Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi; Kampong Baru, ad vias cavas, frequens et c. fr. Regio calida, alt. + 230 m s. m. — 11. 3. 1894. (No. 65.) *Java: Prov. Batavia. In horto dicto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossarum margines frequens, d’ etc. fr. Regio calida, alt. + 250 m s. m. — 13. 12. 1893. (No. 66.) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; ad saxa secus viam supra Tugu frequens, ditissime fructificans et ’. Regio pluvialis, alt. 1300— 1400 m s. m. — 5. 1. 1894. (No. 67.) *Java: Prov. Batavia. In Salak; in culturis supra vicum Sukamantri ad terram. Regio pluvialis, alt. 500— 700 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. fr.). (No. 68.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faueibus torrentis Tjiapus ad terram. Regio pluvialis, alt. 750 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 69.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram frequens, c. fr. et d'. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 70.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut frequens etc. fr. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 71.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan. Regio nubium, alt. 1550 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr. et S'). (No. 72.) Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum» Telaga bodas«: in silva primaeva secus viam frequens, ditissime fructificans et J’. Regio nubium, alt. 1560 m s. m. — 15. 2. 1894. (No. 73.) *Sumatra occid.: Padang-Pandjang ad terram. Regio pluvialis, alt. #770 m s. m. — 20. 7. 1894. (No. 74.) Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram frequentissima et fructificans et J'. Regio calida, alt 450—535 m. — 21.7. 1894. (No. 75.) Var. major n. var. Frons magnitudine illi M. sciaphilae similis, sed aliquantum crassior et costa minus conspicua. Car- pocephalum major. Receptaculum od profunde 4—8-fidum, lobis angustis. A M. sciaphila differt carpocephalo minore, profunde quadrifido et forma appendicis squamarum ven- ‚tralium ejusque margine dentato, quibus notis cum forma typica M. geminatae convenit. *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad terram ad ripas lacus vulcanici. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (ec. fr. et S). (No. 76.) Sumatra occid.: Ad viae cavae latera prope Padang-Pandjang. Regio pluvialis, alt. 670 m s. m. — 27. 7. 1894 (c. fr.). (No. 77.) 160 V. Schiffner, *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. & 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (ec. fr. et S’). (No. 78.) Forma divaricata. Regulariter pluries dichotoma, ramis divaricatis. Ceteris notis cum varietate majore convenit. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad terram. Regio nubium, alt. = 1500 m s. m. — 18. 4. 1894 (c. fr.). (No. 79.) 15. Marchantia Treubii n. sp. Dioica. Frons major ad 6 cm longa, 5—7 mm lata, 2—3-plo dichotoma coriacea supra laete viridis vix costata subtus et ad margines atrorubens. Epidermis fere ubique 2--3-stratosa e cellulis parvis aedificata superficie cellulis permultis minoribus coniecis aspera, stomata parva, stratum aeriferum crassum. Squamae ventrales rubrae conspicuae, appendices late-lanceolatae, longe cuspidatae (cuspide e cellulis 3—4 super- positis formata) integerrimae vel uno alterove dente parvo munitae. Carpocephali pedicelli saepe geminati 15—22 mm longi in pagina ventrali dense paleaceo-villosi sub carpocephalo dense et longe barbati. Carpo- cephalum +5 mm latum, alte convexum, eircuitu semicirculare sed margine posteriore haud recte truncatum sed ibidem arcuatim productum, ineisuris levibus obtusis quadrilobum (haud raro 5-lobum), lobis late deltoideis leviter emarginatis, supra medio canaliculatis, subtus inter involucra densissime paleaceo-villosum, paleis atrorubentibus involucra omnino obvelantibus. Involucra 4 (vel 5) sub lobis posita (non alternantia) margine rubro valde undulato subintegerrimo. Capsula breviter pedicellata, sporae aeque ac elateres fulvae. Receptaculum d pedicellatum, profunde 4—7 partitum, lobis angustis lineali-lanceolatis. M. geminata a M. Treubii valde affini differt: fronde minore, epidermide fere ubique unistratosa lae- vissima, squamarum appendice ovata acuta (sed non cuspidata) dentata, carpocephalo multo minore ultra medium 4-partito, lobis angustioribus, involucri margine denticulato. Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; ad saxa secus viam supra pagum Tugu haud rara. Regio pluvialis, alt. 1000 m s. m. — 5. 1. 1894 (ditissime fructificans). (No. 80.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut frequens et ditissime fructificans. Regio nubium, alt. & 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 81.) *Sumatra occid.: In valle »Lobang Karbau« prope Fort de Kock, cum M. emarginata. Regio pluvialis. — 29. 7. 1894 (e. fr.). (No. 82.) Var. intercedens n. var, Proveniunt formae intermediae aliquantum ad M. geminatam accedentis epidermide frondis sparse mamillosa ad fere laevi, carpocephalo profundius partito, involuceri margine subdenticulato, qua de causa nomine M. Treubii Var. intercedens saluto. *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio pluvialis, alt. 1090 m s. m. — 5. 1. 1890 (c. fr.) [fere forma typica!]. (No. 83.) “Java: Prov. Preanger. In horto sanatorii Sindanglaija ad terram frequens et optime fructificans. Regio pluvialis, alt. 1085 m s. m. — 16. 4. 1894. (No. 84.) Java: In monte Pangerango. Infra Tjibodas ad viam versus Sindanglaija ad terram. Regio pluvialis, alt. 1305 m s. m. — 23. 4. 1894 (c. fr. et d‘). [Propius ad M. geminatam var. majorem accedens. Haud raro observantur frondis laciniae bene evolutae e carpocephalis ortae!]. (No. 85.) “Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 13. 5. 1894.(e. fr.). (No. 86.) “Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2.1894 (pl. 0‘). (No. 87.) Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad viarum latera. Regio nubium, alt. + 1800 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr.). (No. 88.) Plantae Indicae. Series 1. 161 *Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio pluvialis, alt. + 1250 m s. m. — 15. 2. 1894 (ec. fr. et Z’). (No. 89.) 16. Marchantia sciaphila n. sp. Dioica. Frons magna, 5—10 cm longa, 7—8 mm lata, 2—3plo dichotoma, tenuis, supra laete-viridis costa nigricante notata, subtus et ad margines rubescens. Epidermis ubique unistratosa e cellulis magnis aedificata, laevissima, stomata parva, stratum aeriferum tenuissimum. Squamae ventrales rubrae minores, appendices lanceolatae vel ovato-lanceolatae, longe cuspidatae (cuspide 3—4 cellulis superpositis for- mata) integerrimae vel inconspicue dentatae. Carpocephali pedicellus solitarius ad 20 mm longus gracilis subglaber, sub carpocephalo barbatus. Carpocephalum subplanum viride eircuitu semicirculare, ad '/, qua- drilobum, lobis apice ineisura aeque profunda sed angustiore bilobis (quo fit, ut margo carpocephali fere aequaliter S-lobus appareat), supra medio canaliculatis, subtus inter involucra barbatum. Involucra 4 sub lobis posita (non alternantia), margine pallido vel rubescente valde undulato sed fere integerrimo. Capsula longius pedicellata. Planta J’ ignota. Ex affinitate M. geminatae et M. Treubii ob involucra radiis carpocephali subjecta (non interjecta, ut in plerisque Marchantiis esse solet). Differt ab utraque fronde majore tenui, conspicue obscure costata, necnon carpocephali subplani configuratione; a priore ceterum squamarum ventralium appendicis forma valde discrepat. Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad ripas umbro- sas torrentis ad terram. Regio pluvialis, alt. 720 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. fr.). (No. 90.) JUNGERMANIACEAE ANAKROGYNAE. Metzgerioideae. 17. Riccardia scabra n. sp. Dioica. Mediocris, depresso-caespitosa, atroviridis, opaca fere velutina. Frons ad 2cm longa, + 13 mm lata, irregulariter pinnata (rarius subregulariter pinnata), pinnis hic illic lacinula laterali auctis vel fere dichotomis linearibus obtusis, basi stolonifera, supra plana subtus convexa medio 6—7 cellulas crassa (centrales multo majores). Cellulae corticales et marginales extus rugulis asperis transversis scabra. Ala angusta, 1—2 cellul. lata. Ramus 2 versus basin frondis primariae, ovatus, margine cinctus squamis densis ciliiformibus e cel- lulis inflatis transverse scabris aedificatis. Archegonia pauca. Calyptra (junior) cellulis longis inflatis brunneis transverse rugosis obtecta, apice in coronulam cras- sam congestis. Planta S' subminor valde irregulariter ramosa, ramis d’ versus basin frondis rarius ad stolones plerum- que geminis tenuibus arcuatis. Margines cellulis inflatis transverse rugulosis dentati valde conniventes, ut saepe vix perspicere possis. Scabra frondis superficie facillime dignoscenda. *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad terram. Regio nubium, alt. 800— 1000 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 91.) Java: Prov. Batavia. Ad deuliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja« in silva pri- maeva ad terram. Regio pluvialis, alt. 1040 m s. m. — 7. 4. 1894 (pl. C). (No. 92.) *Sumatra oceid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad truncos putri- dos. Regio nubium, alt. 2180 m s. m. 25. 7. 1894. (No. 93.) Ibidem. Ad saxa et ad terram. Alt. 1720— 1770 m s. m. — 24.7. 1894. (No. 94.) Var. Tjiburrumensis n. var. Major, ad 3cm longa, 1:5—2 mm lata, subregulariter pinnata, inter Sphagnum, Isotachidem armatam Muscosque errecte crescens, magis stolonifera. Cellulae alares elon- Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 21 162 V. Schiffmer, gatae 3-plo longiores, quam in forma typica, saepe partim quasi e contextu solutae. Plantam ? cum calyptris junioribus vidi. Java: In monte Pangerango; apud »Tjiburrum« ad ripas praeruptas irroratas juxta cataractas in con- sortio Sphagnorum et Isotachidis armalae copiose et c. calypt. junioribus. Regio uubium, alt. 1600 an s. m. — 1.5. 1894. (No. 95.) 18. Riecardia Wettsteinii n. sp. Dioica. Mediocris, depresso-caespitosa, viva amoene viridis, sicca nigrescens. Frons ad 2 cm longa, + I mm lata, irregulariter pinnata, pinnis singulis simplieibus vel hie illic lacinula auctis vel dichotomis, obtusis, haud raro apice dilatatis, supra plana subtus convexa medio in fronde primaria 8—12 cellulas crassa (centrales corticalibus fere aequimagnae omnes laevissimae). Pinnae multo tenuiores et planiores sunt. Ala eximie undulata, pallida, latiuscula 2—3 cellulas lata e cellulis formata multo majoribus eircuitu aequaliter et optime incrassatis. Ramus ® brevis cupuliformis e fronde primaria ortus, juvenilis ad spe- ciem inceisuram frondis sistens, margine squamulis subeiliformibus vel dichotomis haud nummerosis onu- stus, — 10 archegonia biseriata gerens. Calyptra cylindrica, apice in coronulam latam humilem contracta, omnino laevissima. Rami c parvi versus basin pinnarum laterales (raro etiam in fronde primaria); oblongi explanati, late undulato-limbati supra haud squamosi; antheridiis ad 10-jugis. Species polymorpha quoad habitum R. sinuatae nostrati simillima, quae autem differt praeter alia statura submajore et fronde haud alata. Species viri clarissimo Dr. Richardo Wettstein Equ. de Westers- heim, de rebus botanicis meritissimo, grato animo dicata. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1600 »n s. m. — 21. 4. 1894. (No. 96.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 2370— 2920 m. — 9. 5. 1894 (ce. calyptr. et d'). (No. 97.) Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad terram. Regio nubium, alt. = 1600 m s. m. 14. 2. 1894 (c. calyptr. et J’). (No. 98.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad saxa. Regio nubium, alt. 1720 zn s. m. — 24. 7. 1894. (No. 99.) Var. procera n. var. Spectabilis ad 5cm longa, bipinnata. Pinnae singulae ramificatione et magnitudine omnino universam plantam formae typicae referunt. Planta Ö femincae subminor est et regulariter bipinnata. Plantam hanc speciosam pro specie propria haberes, nisi notis anatomicis omnino cum forma typica conveniret. *Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram cum Riccardia subexalata etc. Alt. 2890 ın s. m. — 9. 5. 1894 (c. calyptr. et S’). (No. 100.) Var. tenuiretis n. var. Differt a forma typica ala pinnarum latiore e cellulis maximis (3- vel rarius 2-seriatis) subleptodermicis formata. Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. = 1300 mn s. m. — 5. 1. 1894. (No. 101.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faueibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. = 800 m s. m. — 28. 1. 1894. (102.) *Java: In monte Pangerango; apud fontem juxta viam inter Tjipanas et Tjibodas. Regio pluvialis alt. 1200 m s. m. — 20. 4. 1894. (No. 103.) Sumatra occid.: Ad viae cavae latera prope Padang-Pandjang. Regio piuvialis, alt. 670 m s. m. — 27.7. 1894 (Pl. 0’). (No. 104.) Plantae Indicae. Series 1. 163 *Sumatra occid.: Fort deKock, ad viam. Regio pluvialis. — 29. 7. 1894 (c. calyptr. et /). (No. 105.) Var. tenuiretis, forma propagulifera. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. 760 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 106.) *Java: In monte Pangerango; inter Tjipanas et Tjibodas ad terram humidam. Regio pluväalis, alt. — 1300 m s. m. — 17. 4. 1894. (No. 107.) Sumatra occid.: In valle »Lobang Karbau« prope Fort de Kock ad rupes arenaceas. Regio pluvialis. — 29.7. 1894 (Pl. d' et ?). (No. 108.) Var. angustilimbia n. var. Frons primaria pro more biconvexa, crassa (11—12 ceilulas). Ala pinnarum angustior e 2 seriebus (hie illic ex unica serie) cellularum minorum incrassatorum sed saepe chlorophyllo opacorum aedificata, quo fit ut saepe aegre conspicitur. In hac varietate interdum stolones inveniuntur. Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja« in silva pri- maeva ad terram. Regio pluvialis, alt. 1040— 1120 m. — 7. 4. 1894. (No. 109.) *Ibidem. Ad arbores. Alt. 1170 m s. m. — 7. 4. 1894. (No. 110.) *Java. Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos rarissima. Regio nubium, alt. = 1420 m s. m. — 8. 5. 1894. (No. 111.) *Java. Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh; infra craterem ad truncos putri- dos. Regio alpina = 2500 m s. m. — 10.7. 1894. (No. 112.) Var. angustilimbia, forma propagulifera. *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburnum« prope Tjibodas ad terram. Regio nubium, alt. 1540 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 113.) Var. crassa n. var. Magis regulariter pinnata. Frons primaria planoconvexa crassa, in plantis robustis medio ad 17 cel- lulas alta, pinnae 8—12 cellulas crassae. Ala pinnarum unica tantum serie cellularum incrassatarum majorum constructa. Speciem propriam esse hanc varietatem putares, nisi varietas angustilimbia hanc cum forma typica eonnecteret. In statu sterili caute a R. subexralata simillima dignoscenda. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894 (c. fr.). (No. 114.) *Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad truncos putridos. Regio alpina, alt. + 2880 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 115.) e 19. Riccardia subexalata n. sp. Dioica. Magnitudine, habitu et ramificatione a R. Wettsteinii var. angustilimbia vix distincta sed dif- fert his notis: cellulae superficiales frondis minores aeque ac alares ceteris aequimagnae lepto- dermicae. Ala 1- (raro hic illic 2-) seriata, vix conspicua ob cellulas ceteris aequales chlorophyllosas. Calyptra apiculata ab initio superficie minute scabra cellulis prominentibus partim quasi e contextu solutis (nec cellulis inflatis permagnis utriculiformibus obtecta). Rami d’ geminati haud raro proveniunt. Saepe superficies frondis prope pinnarum apices cellulis e contextu solutis (propagulis) obruta est. R. major S. O. Lindb. nostras simillima differt: inflorescentia monoica, ramificatione simpliciore, ramulo ? margine brevissime ciliato. Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad arbores. Regio pluvialis, alt. = 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. calyptr.). (No. 116.) Java: Pro. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad trun- cos putridos. Regio nubium, alt. 1460— 1570 m s. m. — 21. 4. 1894 (c. fr.). (No. 117.) 21 *® 164 V. Schiffner, Ibidem: Alt. 1630 m. — 24. 4. 1894. (No. 118.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad truncos putridos. Alt. 2750 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 119.) Ibidem: Ad terram, pl. d’ et ?. — Alt. 2950— 2965 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 120.) Forma propagulifera. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894. (No. 121.) *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos putridos. Regio nubium, alt. 1560 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 122. Var. procera n. var. Spectabilis ad 6 cm longa. Frons primaria ad 2 mm lata, subregulariter pinnata vel saepius bipinnata, pinnis remotis. Ceteris notis cum forma typica convenit. Propagula interdum inveniuntur. Haec forma speciosa omnino analoga est varietati ejusdem nominis Riccardiae Wettsteinii, quacum etiam locum natalem communem habet. Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 2890 m s. m. — 9. 5. 1804. (No. 123.) Ibidem: Ad arbores. Alt. 2950 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 124.) Ibidem: Ad truncos putrides. Alt. 2965 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 125.) 20. Riccardia elongata n. sp. Dioica. Magna, suberecte laxe caespitosa, supra in vivo pallide viridis infra brunescens, cartilaginea rigida, sicca flaccida nigrescens. Frons ad 7:5 cm longa, +1 mm lata, elongata, pro more laxe simpli- citer pinnata (raro una alterave pinna iterum pauciramosa) pinnis remotis plurimis elongatis lineari- lanceolatis subacutatis. Frons primaria alte biconvexa, exalata medio 8 cellulas crassa, centrales per- magnae, corticales minutae extus laevissimae, omnes leptodermicae. Pinnae multo planiores 4 cellulas crassae angustissime alatae, cellulis alaribus haud majoribus. Stolones interdum inveniuntur. Ramuli 9 in fronde primaria laterales, parvi, solitarii, oblongolineares, crenato-limbati, supra nudi, antheridiis 3—8-jugis. Plantam 2 haud vidi. Riccardiae subexalatae sane affinis sed primo visu magnitudine habituque necnon fronde cartilaginea alte biconvexa distinguenda. Java: Prov. Batavia. Ad declivia septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad terram. Regio pluvialis, alt. + 1000 mm s. m. — 31. 12. 1893 (saepissime J’). (No. 126.) Sumatra occid.: In faucibus dietis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. 530 2 s. m. — 21.7. 1894 (pl. d’). (No. 127.) 21. Riccardia androgyna n. sp. Paroica. Major, laxe caespitosa, suberecta, supra in vivo pallide viridis infra brunescens, fere flaccida, sicca nigrescens. Frons +4cm longa, + I mm lata elongata, irregulariter bipinnata, pinnis minus remotis brevioribus simplicibus et elongatis, pinnatis (raro fere bipinnatis), pinnulis fronde primaria multo angustioribus. Frons primaria crassa fere biconvexa, subexalata, medio 8 cellulas crassa, centrales per- magnae corticales minutae extus laevissimae leptodermicae. Pinnae multo planiores, pinnulae 4 cellulas crassae, seriebus 3 (vel 2) cellularum subaequimagnarum alatae. Stolones raro obviae. Ramuli sexuales androgyni i.e. apice ?, basi d’ in fronde primaria laterales numerosi, prominentes breves, margine crenato limbati, apice subciliati, supra haud squamiferi, archegoniis paucis, antheridiis 2—4-jugis. Rami omnino masculi rarissime occurrunt. Calyptra glaberrima, apice in coronulam laevem humilem protracta (omnino ut in R. Weltsteimüi\. Plantae Indicae. Series I. 165 A Riccardia elongata, quacum structura frondis congruit, optime diversa statura minore, ramificatione et praeprimis inflorescentia. Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas, vapore aquarum cali- darum velata. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 128.) 22. Riccardia Tjibodensis n. sp. Sterilis. Major, laxe caespitosa, suberecta, in vivo laete viridis infra brunescens, sicca nigrescens. Frons ad 5 cm longa, 0:5—1 mm lata elongata, fere regulariter et densius tripinnata (raro tantum bipin- nata), pinnis inferioribus brevibus superioribus elongatis fere fastigiatis, pinnis secundariis apice subdila- tatis pinnulis abbreviatis. Frons primaria pinnae et pinnulae plano-convexae omnes eximie undulato- alatae, medio 9—10 cellulas crassae, centrales a corticalibus vix diversae, ala e triplici cellularum submajorum pellucidarum leptodermicarum serie formata, margine ob cellulas convexe prominulas subcre- nulata. Magnitudine et habitu ad R. androgynam accedit sed colore intensiore, ramificatione multo densiore tripinnatä structura frondis et pinnulis crassis ad 9-stratosis, dein ala undulata bene distincta, facile digno- seitur. Similitudinem ceterum praebet cum R. Wettsteinii var. procera, quae autem est multo robustior et minus regulariter ramificata. Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 129.) 23. Riccardia Jackii n. sp. Dioica. Mediocris, dense depresso-caespitosa, viva laete viridis, sicca nigricanti-viridis. Frons eircuitu ovato-oblonga regulariter et dense bipinnata, pinnulis plerumque dichotomis, pinnis circuitu late tri- angularibus i. e. pinnulis infimis longioribus elongatis sensim decrescentibus. Frons primaria apice dilatata medio 7 cellulas crassa, alata, pinnis pinnulisque multo tenuioribus conspicue alatis, ala e plano visa haud abrupte discreta sed sensim transiens e serie 3-plici cellularum pellucidarum leptodermi- carum effecta. Rami ? subventrales in fronde primaria, cupuliformes margine dense ciliato-laciniata. Calyptra cel- lulis magnis prominentibus papillosa, coronula cellulis inflatis iongioribus cincta. Planta S pro more minor laxius pinnata; ramuli J longi solitarii ad basin pinnarum, late lineares ex- planati, supra haud squamulosi, ala e 3-pliei serie cellularum margine crenulato-dentato cincta, antheri- dia ad 12-juga. Riecardia multifidoidi affınis sed differt statura duplo fere majore, ramificatione multo densiore exacte bipinnata, cellulis alaribus minoribus, inflorescentia semper dioica. A formis nonnulis majoribus Riccardiae diminutae habitu simillimis certe differt areolatione et calyptra papillosa. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentrion. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1200— 1350 m s. m. — 5. 12. 1893 (c. calyptr.). (No. 130.) Var. densa n. var. Minor, fronde densissime divisa pinnulis plerisque abbreviatis, cellulis alae majoribus. Rami d nume- rosissimi ad basin pinnarum. Planta 5 tantum visa. An sit hujus loci? Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dietum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1635 u s. m. — 28. 4. 1894. (No. 131.) 24. Riccardia Singapurensis n. Sp. Quoad habitum, magnitudinem structuramque frondis congruit cum Riccardia Jackii var. densa sed certe differt inflorescentia. Inveniuntur nempe in una eademque fronde ramuli omnino f et androgyni i. e, apice archegonia, basi antheridia proferentes. Calyptram haud vidi. 166 V. Schiffner, A Riccardia multifidoide differt statura majore, ramificatione densa exacte bipinnata, cellulis alaribus minoribus, inflorescentia (R. multifidoides autoica vel per exceptionem dioica est; ramuli androgyni haud inveniuntur). Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem. Regio calida, alt. 100—150 m s.m. — 6. 11. 1893. (No. 132.) 25. Riccardia multifidoides n. sp. Autoica (vel obliteratione unius sexus dioica). Minor, dense depresso caespitosa, viva pallide-viridis, sicca fuscoviridis. Frons ad 15 mm longa, +1 mm lata subregulariter bipinnata plana, pinnis plerisque tripartitis (rarius dichotomis vel simplieibus). Frondes primariae et pinnae medio constanter 5 cellulas crassae, centrales majores, corticales extus convexe-prominulae; pinnulae ultimae medio 3 cellulas crassae, corticalibus extus planis. Ala ubique conspicua bi-(vel 3-) seriata, cellulis leptodermicis pellucidis margine subeonvexe-prominulis formata. Rami d’ et $ in fronde primaria marginales, 5 parvi explanati anguste limbati, limbo crenato, antheris 3—5-jugis; ? breves cupuliformes margine ciliati; calyptra superficie squa- mulis (e 2—4 cellulis inflatis effectis) et cellulis inflatis longe prominentibus squarrosis aspera, coronula cellulis longioribus permultis cincta. Stolones saepe inveniuntur. Propagula in superficie dorsali versus pinnularum apices haud raro observantur. Riccardia maultifida nostras valde affinis est, sed differt fronde conspicue bipinnata, ala pinnularum latiore cellulis majoribus 3—4-seriatis effecta, fronde primaria 6—7 cellulas crassa, inflorescentia constanter autoica, calyptra cellulis mamilloso-prominentibus (brevioribus) minus aspera. Java: In montis Pangerango regione alpina ad truncos putridos. Alt. 2890—2965 m s. m. — 9. 5. 1894, (No. 153.) Ibidem: Ad terram. 2955 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 134.) Forma subpalmata. Saepe proveniunt formae quoad habitum aliquantum alienae, fronde abbreviata, pinnis longioribus magis ramosis, ut fere palmatisecta appareat. Ala latior 3-seriata. Ceterum structura omnino cum forma typica quadrant. In his formis interdum inveni praeter ramos sexuales /' et ? ramulos androgynos i.e. apice 9, basi d.. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. +1500 m s. m. — 18. 4. 1894. (No. 135.) Ibidem: Alt. 1700 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 136.) Ibidem: Alt. 1710 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 137.) Ibidem: Alt. 1750 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 138.) Forma subpalmata, propagulifera. Ibidem: Alt. 1560 »n s. m. — 21. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 139.) 26. Riccardia tenuicostata n. sp. Quoad habitum magnitudinemque Riccardiae multifidoidi valde affini simillima, sed differt his notis: Dioica, planta tenerrima, 5’ elongata simpliciter pinnata, ? magis ramosa bipinnata, pinnis magis abbre- viatis latioribus; ala latissima 3—5 cellulas lata margine magis crenulata, costa angusta tenuis. Rami d’ longissimi, antheridiis ad 12-jugis. Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« ad terram graniticam. Regio calida, alt. 100— 150 m s. m. — 6. 11. 1893. (No. 140.) Ibidem: Prope fontem; planta $ et d‘. (No. 141.) *Ibidem: Ad truncos putridos in silva primaeva. (No. 142.) Plantae Indicae. Series I. 16 =] 27. Riccardia flaccidissima n. Sp. Dioica. Mediocris, laxius caespitosa flaccidissima, viva laete viridis, sicca fuscoviridis. Frons ad 94 mm longa vix Imm lata, valde elongata remote pinnata, pinnis his abbreviatis his elongatis rariius iterum divisis. Frons primaria medio 4(—5) cellulas crassa laxe areolata, cellulae centrales majores, cor- ticales vix prominulae omnes valde leptodermicae. Pinnulae tenuiores, medio 3 cellulas crassae, cellulae centrales unistratosae permagnae. Ala e triplici serie cellularum pellucidarum vix majorum formata. Ramuli Z in fronde primaria et in pinnis laterales haud crebri, ut in R. multifidoide. Plantam $ haud vidi. Flacciditate eximia. Quoad areolationem similis Riccaridiae multifidoidi sed inflorescentia, magnitu- dine et ramificatione laxa primo visu diversa. Ramificatione similis R. elongatae, quae est species plus tri- plo major rigida cartilaginea. Flacciditate cum R. diminuta var. thermarum (vide infra) comparenda, sed ramificatione et structura frondis valde diversa. Java: Prov. Batavia. Ad declivia septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 28. 1. 1894 (planta JS‘). (No. 143.) 28. Riccardia platyclada n. sp. Polyoica (inflorescentia enim valde variabilis; proveniunt plantae dioicae, autoicae et saepe paroicae vel rami paroici cum in una eademque planta). Minor, laxe caespitosa, in vivo (et plerumque etiam sicca) pallide-viridis. Frons ad 14 mm longa, = I mm lata, repens i. e. uno latere pinnis suberectis praedita altero latere stolones radicellis substrato affixos emittens. Pinnae approximatae planae palmatipartitae pinnulis 2—4 basi et apice angustatis medio latioribus. Frons primaria crassa, medio 6 cellulas crassa, quarum centrales multo majores, corticales dimidio minores, minus late alata; pinnulae laxe areo- latae pellucidae medio 3 (raro 4) cellulas crassae, cellulis centralibus unistratosis maximis, late alatae, ala sensim in costam transeunte e cellularum permagnorum 3—6-plici serie formata. Ramuli ? breves subventrales margine incurvo ciliati, d limbo latiore ad 4 cellulas lato subexplanato erenulato cincti, antheridiis ad 7-jugis, ramuli paroici basi S ibidemque margine crenato-limbati, apice ? eiliati. Calyptra apice praecipue circa coronulam cellulis longis inflatis squarroso-villosa (rarius omnino laevis vel tota superficie squarroso-villosa). Ramificatione Riccardia latifrondi nostrati similis sed inflorescentia et pinnularum ala latissima primo visu distinguenda. Est species valde polymorpha cujus formas sequentes distinguere mihi contigit. a. typica. Repens, pinnae palmatae, pinnulae elongatae apice et basi attenuatae earumque ala 3 (—4) cellulas lata, cellulae magnae aequaliter parum incrassatae. Ramuli sexuales fere omnes paroici, calyptra apice tan- tum squarroso-villosa. Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad fossarum margines. Regio calida, alt. — 260 m s. m. — 11. 1893. (No. 144.) “Java: Prov. Batavia. In horto dicto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossarum mar- gines. Regio calida, alt. + 250 m s. m. 24. 11. 1893 (c. calyptr.). (No. 145.) Ibidem: 13. 12. 1893 (c. calyptr.). (No. 146.) *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi; Kampong Baru, ad arbores. Regio calida, alt. + 230 m s. m. — 11.3. 1894 (ce. fr.). (No. 147.) “Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja« in silva pri- maeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1120 m s. m. — 7. 4. 1894. (No. 148.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 nm s. m. — 18. 4. 1894. (No. 149.) *Java: In monte Pangerango. Infra Tjibodas ad arbores secus viam versus Sindanglaija. Regio plu- vialis, alt. 1305 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 150.) 168 V. Schiffner. Java: Prov. Preanger. In silva primaeva infra craterem »Kawah Manuk« ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1750— 1860 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. calyptr.). (No. 151.) *Sumatra occid.: In monte Siboga prope Padang-Pandjang. Regio pluvialis, alt. 780—900 m s. m. — 22.7. 1894 (ec. fr.). (No. 152. o. typica, forma propagulifera. Pinnulae superficie dorsali propaguliferae abbreviatae quo fit, ut habitum alienum ostendant; sed pin- nulae normales in eadem planta proveniunt. Cellulae alares leptodermicae margine convexo-subprominulae. Cetera ut in forma typica. Sumatra occid.: In urbe Padang-Pandjang ad truncos Filicum arborescentium. Regio pluvialis, alt. 770 m s. m. — 20. 7. 1894 (c. ramulis androgynis). (No. 153.) Var. leiomitra n. var. Ramificatio et structura frondis formae typicae, sed cellulae alae aligquantum minores sunt. Rami sexuales saepissime ? (planta fere semper dioica, raro autoica). Calyptra omnino laevis vel apice perpaucis tantum cellulis obsolete squarroso-villosa. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. + 700 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. calyptr.). (No. 154.) Var. grandiretis n. var. Aliquantum robustior, dioica (an semper?). Frons repens vel subregulariter bipinnata, pinnis densius pinnulatis, pinnulis plerisque abbreviatis. Cellulae alares majores aequaliter subincrassatae, =+ 3-seriatae. Frondis primariae cellulae centrales medio 5-stratosae majores; pinnulae medio 4 cellulas crassae. Calyptra fere tota valde squarroso-villosa. An sit species propria? *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos cum R. crenulata. Regio nubium, alt. 1500—1600 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 150.) *Java: Prov. Batavia. In colle »Gunung Pasir Angin« prope Gadok ad fontem. Regio calida, alt. —+ 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (est forma var. grandireti affinissima!). (No. 156.) Var. grandiretis, forma crenulata. Frondis ala cellulis convexo-prominulis suberenulata. *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1540 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 157.) Var. repens n. var. Forma cortices arborum laeves inhabitans, vix caespitosa arcte repens, pinnis unilateralibus simpli- cibus fere aequimagnis habitum peculiarem pectinatum ostendit. Ala pinnularum latissima e 5—6 seriebus cellulartum maximarum (fere 2-plo majorum, quam in forma typica!) leptodermicarum formata, margine cellulis convexo-subprominulis. Calyptra omnino formae typicae. *Java: Prov. Batavia. In colle »Gunung Pasir Angin« prope Gadok ad arbores rarius. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (c. calyptr.). (No. 158.) 29. Riccardia latifrondoides n. sp. Dioica. Quoad habitum magnitudinemque valde similis praecedenti sed structura frondis differt. Pin- nulae cellulis maximis (ad 0° 1 mm diam.) formantur; in ipso medio 4, versus alas 3 cellulas crassae sunt, cellulae centrales maximae. Ala 1—2-seriata e cellulis maximis conspicue aequaliter incrassatis. Calyptra (junior) tota cellulis longissimis inflatis squarroso-villosa. Ramuli JS longissimi, antheridiis ad 20-jugis. A Riccardia latifronde simili praeter alia inflorescentia dioica abhorret. Magis affinis videtur Rice. platycladae var. grandireti. Plantae Indicae: Series 1. 169 *Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem. Regio calida, alt. 100— 150 m. s. m. — 6. 11. 1893 (ec. calyptr. et Z‘). (No. 159.) Forma major. Planta submajor, pinnulae longiores graciliores, ala latior sed cellulis subminoribus formata. Quoad habitum R. latifrondem valde aemulat. Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem. Regio calida, alt. 100— 150 m. s. m. — 6. 11. 1893. (No. 160.) 30. Riccardia elata (Steph.) Schffn. (Aneura elata Steph., Hep. spec. nov. in Hedw. 1893, p. 19.) Planta pulcherrima, maxime polymorpha cujus formae sequentes mihi innotuerunt inter sese formis transitoriis conjunctae. a. typica. Spediosa. Frons eirceuitu ovato-oblonga ad Scm longa cum pinnis + 15 mm lata, rigida, dense et valde regulariter plumaeformi-tripinnata, pinnis contiguis vel sese partim invicem tegentibus. Frons primaria et pinnarum bases fere teretes exalatae; pinnulae ultimae ala pellucida instructa a costa opaca bene discreta, cellulis 3—4 seriatis minoribus versus marginem haud crenulatum sensim decrescen- tibus subincrassatis formata. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad arbores emortuos haud rara. Regio nubium, alt. 1200— 1350 m s. m. — 5. 12. 1893 (ce. calyptr. et 0.) (No. 161.) Ibidem: Alt. + 1000 m s. m. — 31. 12. 1893. (No. 162.) Var. angustior n. var. Frons rigida ad 8cm longa sed cum pinnis 6—8 mm tantum lata, circuitu late linearis. Habitu a forma typica diversa ceterum omnino congruens. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad saxa. Regio pluvialis, alt. 900 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 163.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dicetum »Artja« in silva pri- maeva ad terram. Regio pluvialis, alt. 1120 72 s. m. — 7. 4. 1894. (No. 164.) Var. Goebelii Schffn. (= Aneura Goebelii Schffn., Über exot. Hep. in Nova Acta, Vol.LX, p. 273, No. 128, Tab. 13, Fig. 16—26.) Differt a forma typica ramificatione minus regulari, cum una alterave pinna valde ampliata i. e. basi valde elongata sit, necnon stolonibus haud raro obviis ceteris notis cum forma typica convenit. Hanc varietatem ipse non legi. Var. Zollingeri (Steph. p. sp.) Schffn. Forma quoad specimen originale a cl. Stephani mecum benigne communicatum certe ad R. elatam ponenda, valde rigida et habitu quodam nodoso insignis. Culmen vegetationis frondis primariae enim mox emoritur et planta continuatur pinna proxima frondem primariam aemulante tali modo vegetationem mox omittente, quo casu pluries iterato planta adeo prolongatur, ut primo visu pro fronde primaria haberes, quod est re vera sympodium. — Structura frondis omnino cum planta typica congruit. Hanc varietatem ipse non legi, sed habeo specimina originalia e herb. Stephanii in Java a Zollingero collecta. Var. Stephanii n. var. Structura flacecidiore et pinnis remotioribus laxioribus a forma typica recedit. Pinnulae sunt elongatae ut in forma typica. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. to [67 170 V. Schiffner, Planta a cl. Sfephani mecum communicata pro specimine originali Aneurae elatae hanc formam refert, sed descriptio Sfephanii illius speciei (loco supra cit.) optime congruit cum forma typica. Crescit enim per- saepe utraque forma in uno eodemque caespite. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak; in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 28. 1. 1894 (Pl. Ö). (No. 165.) Var. flaccida n. var. Ramificatione fere var. Goebelii similis, pinnis nempe nonnullis elongatis, sed pinnulae laxiores sunt et magis abbreviatae. Differt Nlacciditate, ala etiam in fronde primaria conspicua, in pinnulis latiore cellulis majoribus formata. *Java: In monte Pangerango. Supra Lebak-Saät in silva primaeva cum Riccardia scabra. Regio nubium, alt. 2200 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 166.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad truncos. Alt. 2670 72 s. m. — 9. 5. 1894 (Pl. ? et J‘). (No. 167.) Var. intercedens n. var. Omnibus partibus multo minor quam forma typica, fronde 2—3 cm tantum longa, fere bipinnata pin- nulis enim haud multis, iterum divisis. Proveniunt formae laxius et densissime ramosae. Notis anatomicis cum forma typica bene convenit. — An melius pro varietate speciei sequentis censenda? Java: Prov. Batavia. In decliv. septentr. montis Gedeh ad arbores. Regio pluvialis, alt. + 1000 nz s. m. — 21. 1. 1894. (Formae densissimae et laxiores.) (No. 168.) Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad terram. Regio nubium, alt. = 1200 m s. m. — 5. 12. 1893 (c. calyptr. Forma laxior). (No. 169.) *Ibidem: Ad truncos putridos. Alt. 1200 m s. m. — 5. 12. 1893. (Forma densior). (No. 170.) Var. intercedens, forma propagulifera. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1645 mı s. m. — 24. 4. 1894. (No. 171.) 31. Riccardia diminuta n. sp. Dioica. Mediocris, caespitosa, rigidiuscula, viva laete viridis, sicca nigrescens, quoad habitum planta typica exacte Riccardiam elatam plus quadruplo diminutam in mentem revocat. Frons cir- euitu oblonga 13—15 mm longa (raro ad 22 mm) ad O'S mm lata, suberecta vel basi repens, dense bipin- nata (pinnulis rarissime hic illic iterum dichotomis). Pinnae triangulares dense pinnulatae, pinnulis infe- rioribus elongatis linearibus vix O5 mm latis, superioribus sensim decrescentibus. Stolones semper ob- viae. Frons primaria alte biconvexa vix alata medio 8—9 cellulas crassa, cellulae centrales multo majores, corticales extus planae, pinnae planiores medio 4—5 cellulas crassae, pinnulae 3 cellulas crassae stratum medium e cellulis multo majoribus. Ala pinnularum pellucida a costa opaca abrupte distincta, cellulis 3—4-seriatis versus marginem haud crenulatum sensim decrescentibus subincrassatis formata (omnino ut in .R. elata). Ramuli $ subventraliter positi cupuliformes margine squamis ciliato-incisis cincti, archegoniis bise- riatis 5—12-jugis, inter archegonia laeves. Calyptra juvenilis omnino laevis, alte-coronata (rarissime circa coronulam una alterave cellula inflata obvia), adulta ruptura cellularum superficialium subscabrida. Ramuli S in basi pinnarum (rarius etiam in fronde primaria) laterales plerumque solitarii, arcuati, cre- nulato limbati breviores longioresve supra esquamulosi, antheridiis 3—10-jugis. Affinissima R. elatae, quacum notis anatomieis, inflorescentiae calyptraeque indole aliisque omnino congruit, sed differt statura 4-plo minore et ramificatione bipinnata (vel subtripinnata) nec exacte tripin- nata (vel subquadripinnata). Plantae Indicae. Series I. Al Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad saxa. Regio nubium, alt. + 800 m s. m. — 5. 12. 1893 (ce. calyptr.). (No. 172.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. fr.). (No. 173.) *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad arbores. Regio nubium, alt. + 1000 m s. m. — 31. 12. 1893 (ec. calyptr.). (No. 174.) *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad viae cavae latera. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894. (No. 175.) *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1540 m s. m. (J et c. calyptr.). (No. 176.) Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh ad truncos putridos. Regio alpina, alt. = 2500 m s. m. — 10. 7. 1894. (No. 177.) *Ibidem: Ad truncos putridos una cum Campylopode aliisque Muscis. (Forma limbo frondis minus evoluto, angusto.) (No. 178.) “Jaya: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. + 800 m s. m. — 28. 1. 1894. (Forma minor, an minus evoluta?) (No. 179.) *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1200 m s. m. — 5. 12. 1893. (Formae pinnatae et subpalmatae.) (No. 180.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi ad decliv. boreali-occid. ad saxa. Regio nubium, alt. 2400 m. — 31.7. 1894. (No. 181.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. = 2000 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 182.) Forma subpalmata. Saepe proveniunt formae quoad habitum subpalmatum aliquantum aberrantes, minores, fronde primaria subrepente pinnis lateris substrato adpressae stoloniformibus ramosis. In hisce formis cellulae alares saepe submajores sunt. *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad arbores. Regio nubium, alt. + 900 ın s. m. — 5. 12. 1893. (No. 183.) *Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas« locis humidis, secus viam in silva primaeva. Regio nubium, alt. 1610 m s. m. — 15. 2. 1894. (No. 184.) Forma longispica. Ramulis S valde elongatis, tenuibus, antheridiis plurijugis. Planta tenerior est. Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak; in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. 760 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 185.) *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad arbores. Regio nubium, alt. = 900 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 186.) *Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang. Regio calida, alt. 530 m s. m. 21. 7. 1894. (No. 187.) Forma propagulifera. In formis pinnatis et subpalmatis saepe proveniunt propagula bicellularia in pagina dorsali pinnu- larum. Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dietum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad saxa. Regio nubium, alt. 1580 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 188.) *Ibidem: Ad truncos putridos. Alt. 1420 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 189.) ®Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894. (No. 190.) 172 V. Schiffner, Var. thermarum n. var. Elongata laxa flaccida, ad 35 mm longa (plerumque brevior) pinnis remotis, cellulae alares majores teneriores margine subprominulae. Ramuli f numerosi in fronde primaria et ad bases pinnarum. Plan- tam ® haud vidi. Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (Mixta cum aliis Riccardiis ete.) (No. 191.) *Ibidem: (Forma laxa.) (No. 192.) 32. Riccardia rigida n. sp. Dioica. Quoad habitum magnitudinemque vix distinguenda a Riccardiae diminutae formis typieis iisque quoad structuram frondis similis. Differt autem his notis: Frons exacte 3-pinnata valde rigida, frondis primariae ala omnino nulla, pinnularum ala e cellulis ovalibus 4-seriatis versus marginem decres- centibus angulis eximie trigone-incrassatis formata, squamae marginales rami $ longissime ciliatae, calyptra cellulis inflatis brevibus squarroso-subvillosa. Stolones adsunt. Affinissima est R. diminutae et R. elatae notis autem supra laudatis facile distinguenda. *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 2440 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 193.) 33. Riccardia Ridleyi n. sp. Dioica. Riccardiae rigidae affinissima, sed differens statura submajore (frons enim 2:5 cm longa), ramificatione laxiore bipinnata (nec tripinnata), pinnulis latioribus, cellulis alae pinnularum marginalibus multo minoribus quam internae fere aequaliter sed valde incrassatis. Ramuli d longissimi. Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem ad terram. Regio calida, alt. 100— 150 m s. m. — 6. 11. 1893. (Pro p. mixta cum R. tenuicostata.) (No. 194.) 34. Riccardia tenuis (Steph.) Schffn. = Aneura tennis Steph. in Hedw. 1893. Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 2780 m s. m. (No. 195.) Ibidem: Alt. 2320 m s. m. (No. 196.) *Ibidem: Alt. 2920 nm s. m. cum Pallavicinia Zollingeri (Gott.) Schffn. aliisque. (No. 197.) 35. Riccardia parvula n. sp. Dioica. Parva, dense depresso caespitosa, viva pallide-viridis, sicca fuscescens, quoad habitum formis subpalmatis Riccardiae diminntae subsimilis sed minor 5—10 mm longa ad 0:7 mm lata bipinnata, pin- nis autem perpaucis ideoque habitu fere subpalmato, pinnulis irregularibus (interdum sed raro subdivisis). Stolones saepissime adsunt. Frons biconvexa crassiuscula, primaria vix alata medio 7 cellulas crassa, cen- trales corticalibus fere aequales, pinnae anguste alatae medio ad 6 cellulas crassae, pinnulae medio > cellulas crassae earumque ala subpellucida in costam sensim transiens e cellularum vix incras- satarum ceteris corticalibus aequalium serie 2-(vel 3-)plici formata margineque omnino vel fere omnino integerrima. Ramuli ? obovati valde prominentes margine ineiso-ciliati. Calyptra coronula magna onusta, super- ficie cellulis inflatis magnis squarroso-villosa. Ramuli d ut in R. diminuta et affinibus. R. multifidoidis formae subpalmatae sunt majores et inflorescentia necnon textura frondis et cellulis alaribus duplo majoribus diversissimae. R. diminutae formae subpalmatae statura majore, pinnulis tenuioribus (medio 3-stratosis), ala valde a costa distincta et calyptra laevi recedunt. Etiam cum R. crenulata comparenda. Java: In montis Pangerango regione alpina ad arbores putridos. Alt. 2960 m. — 9. 5. 1894 (c. calyptr. et d’.) (No. 198.) Plantae Indicae. Series I. 73 *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. & 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 199.) *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad saxa. Regio nubium, alt. 1430 m s. m. — 28. 4. 1894, (Forma propagulifera.) (No. 200.) *Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh ad truncos putridos. Regio alpina, alt. + 2500 m s. m. — 10. 7. 1894. (No. 201.) 36. Riccardia crenulata n. sp. Dioica. E minimis vix 5 mm longa, dense caespitosa, viva et sicca pallide-viridis, subpalmata, pinnis e fronde primaria repente, palmatis. Stolones saepissime occurrunt. Frons tenuis; pinnulae 2—5-partitae ad 0-5 mm latae, pinnulae secundariae 0:2 - 0:3 mm latae medio 3 (raro 4) cellulas crassae, cellulae cen- trales majores, corticales extus planae. Ala lata + 3-seriata valde pellucida a costa opaca bene distincta cellulis marginalibus oblatis subminoribus valde convexo prominentibus optime crenulata. Cellulae cor- ticales et alares aequaliter incrassatae, centrales tenerae. Ramuli ? obovati valde prominentes (saepe basi angustati, subpetiolati) margine inciso-ciliati, arche- goniis biseriatis ad 5-jugis. Calyptra coronula magna instructa superficie cellulis inflatis magnis squar- roso-villosa. Ramuli f haud raro geminati longissimi limbo crenulato subexplanato cincti supra nudi, antheridiis ad 20-jugis. — Haud raro proveniunt formae propaguliferae, quarum apices pinnularum earumque ala propagulorum efformatione quasi corrosa apparent. Formis minoribus R. palmatae nostratis simillima quoad magnitudinem et ramificationem, sed primo visu distinguenda ala lata crenulata. Riccardia parvula affinis differt statura majore, ramificatione minus exacte palmata, pinnulis crassioribus (medio ad 5 cellulas crassis), ala minus distincta haud crenulata. Ala bene distincta Riccardiam dimiuutam in mentem revocat, quae autem multo major et calyptra laevi caeterisque notis diversissima est. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja« in silva pri- maeva ad terram. Regio pluvialis, alt. 1120 m s. m. — 7. 4. 1894. (No. 202.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 203.) Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 204.) Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem. Regio calida, alt. 100—150 m s. m. — 6. 11. 1893. (No. 205.) 37. Riccardia crassiretis n. sp. Dioica. Habitu, ramificatione minutieque valde similis Riccardiae crenulatae sed optime differt his notis: Pinnulae crassae biconvexae opacae vix conspicue alatae haud crenulatae medio 4 cellulas crassae, centrales multo majores, omnes (etiam centrales) parietibus crassis, corticales dimidio fere minores quam in R. crenulata et multo magis incrassatae. Calyptra squamis squarrosis sparsis e cellulis paucis inflatis formatis obsita. Ramuli d anguste limbati, limbo e cellulis magnis incrassatis margine minus crenulato, antheridiis 9—6-jugis. *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. secus torrentem ad ter- ram. Regio nubium, alt. + 2000 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 206.) 38. Riccardia Sumatrana n. sp. Dioica. Minima, dense caespitosa sicca fusco-nigra, tenuissima filiformis, rigida autem, valde elongata remote pinnata, pinnis elongatis plerisque omnino simplicibus. Frons vix ultra 7 mm longa, ad 0:16 mm tantum lata, crassa exalata; pinnae + 1’5 mm longae, 0:12 mm latae in sectione transversa 174 V. Schiffner, fere ellipticae, exalatae, e plano visae 7—8 cellulas latae, medio 4 cellulas crassae, cellulae centrales vix majores omnes leptodemicae parvae. Stolones inveniuntur. Ramuli ? valde prominentes, fere stipitati ciliis perpaucis tantum cincti. Calyptra alte coronata, super- ficie cellulis inflatis brevibus binis vel pluribus aggregatis asperrima. — Ramuli S breves arcuati canaliculati limbo fere integerrimo. Tenuitate et habitu quodam filiformi insignis, cum nulla alia commutanda. Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad truncos putridos. Regio alpina, alt. + 2800 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 207.) 39. Riccardia Singalangana n. sp. Dioica. Minor, dense caespitosa, sicca atrofusca valde rigida, formis minimis R. diminutae similis et ut inhac mox bipinnata mox subpalmata, sed pinnae minus regulares (vix late triangulares), +1 cm longa, pinnulae 0:5 mm latae. Frons crassa supra subcanaliculata i. e. in sectione transversa quasi lunu- laeformis. Frons primaria omnino exalata marginibus muticis, medio ad 17 cellulas crassa, cellulae cen- trales fere aequales, pinnulae unica serie cellularum vix conspicue alatae, medio 5—7 cellulas crassae, cellulae corticales alaresque aequales subincrassatae. Ramuli ? breves margine pauciciliati, calyptra cellulis vesiculoso-prominentibus aspera. Plantam S haud vidi. Fronde rigida crassa supra concava subtus valde convexa facile distinguenda. *Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad saxa. Regio alpina, alt. = 2800 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 208.) 40. Riccardia serrulata n. sp. Dioica. Magna, laxe depresso-caespitosa vel inter muscos, crassa rigida, viva intense viridis supra subvernicosa, sicca fusco-viridis. Frons ad 35 cm longa, ultra 1 mm lata circuitu ovato-oblonga sub- regulariter bipinnata vel fere tripinnata, supra convexa ob margines deflexos, pinnae normaliter pin- nulatae semper autem pinnae complures in paginam ventralem frondis deflexae (praecipue basales) in fasciculos densos ramulorum alienum adspectum praebentinum divisae. Isti ramuli enim tenuissimi pellucidissimi sunt, costa angusta fere evanida tenuissima alaque lata valde undulato-crispata e cellulis tenerrimis formata. Frons primaria crassa medio 7 cellulas crassa, cellulae centrales multo majores corticales paginae ventralis valde convexo- (fere mamilloso-) prominentes, paginae dorsalis planae, pinnae sensim tenuiores. Frons primaria, pinnae pinnulaeque ala lata pellucida a costa opaca bene distincta cinctae sunt, e cellularum aequaliter subincrassatarum serie 3—4-plici formata, margine cellulis his illis acute prominentibus conspicue serrulata. Ala, quippe cum sit deflexa, saepe facile praetervidenda. Ramuli 2 in fronde primaria fere ventrales brevissimi, margine squamoso-ciliati (fere ut in R. alata!). Calyptra alte coronulata squamis squarrosis acutis pluricellularibus vestita. — Ramuli X nume- rosi solitarii vel gemini ad bases ramulorum pellueidorum vel istorum ramulorum loco complures aggre- gati, curvati, margine late limbati crenato-dentati supra nudi, antheridiis 5—12-jugis. Planta pulcherrima notis supra laudatis facillime dignoscenda, cum R. heteroclada tantum com- paranda. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1200 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 209.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894. (No. 210.) Ibidem: Alt. 1630 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 211.) Ibidem: Alt. 1690 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 212.) Ibidem: Alt. 1700 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 213.) wahr Plantae Indicae. Series 1. 175 *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dietum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad saxa. Regio nubium, alt. 1540 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 214.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum« ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1910 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 215.) Ibidem: Alt. 2025 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 216.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1840 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 217.) *Ibidem: Alt. + 2000 ın s. m. — 24. 7. 1894. (No. 218.) 41. Riccardia heteroclada n. sp. Dioica. Valde affinis Riccardiae serrulatae, quacum convenit habitu, colore, ramulis pellueidis fasci- culatis, areolatione frondis, calyptrae et ramulorum d’ indole, sed differt his notis: Aliquantum robustius minus regulariter ramosa, frons primaria ad 2 mm lata, crassior, 10 cellulas (in plantis robustis ad 14 cel- lulas) crassa cellularum serie simplici (vel duplici) alata, pinnae medio ad 8 cellulas crassae, ala 1—3-seriatain costam sensim transiens minus distincta margine integerrima (nec serrulata!). Limbus ramulorum ® densius et longius ciliato squamatus; calyptra longissime coronulata densis- sime squarroso-squamata. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1600 »z s. m. — 21. 4. 1894. (No. 219.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi in silva primaeva. Regio nubium, alt. 2050 m s. m. — 30. 7. 1894. (No. 220.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi in decliv. boreali-occid. ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 31. 7. 1894. (No. 221.) Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad terram. Regio alpina, alt. 2500 m s. m. — 30. 7. 1894. — (c. calypt. et d‘.) (No. 222. 42. Riccardia hymenophylloides n. sp. Dioica. Major, subdepresso caespitosa vel adscendens, viva intense viridis sed partes inferiores frondis primariae et pinnarum fuscescentes, subvernicosa, sicca rufo-fusca. Frons e caudice repente, ad 3'5 cm longa cum pinnis explanatis 8—-10 mm lata circuitu ovato-oblonga vel late linearis, saepe e basi bifurca, densissime tripinnata. Pinnae oppositae subdevexae, in plantis dense ramosis sese invicem succube tegentes; frons igitur e dorso visa fere carinato-convexa. Frons primaria rigida infra brunnea, apice dila- tata, crassa in sectione transversa elliptica, ad 0:7 ınm lata, O'4 mm crassa, medio ad 13 cellulas crassa, structura quadam sphagnoidea insignis. Cellulae enim corticales sunt majores tenerae extus valde mamilloso-convexae, centrales proximae (exteriores) valde incrassatae parietibus brun- neis, versus centrum parietes sensim tenuiores evadunt et cellulae centri valde leptodermicae sunt. Pinnae dense et regulariter bipinnatae, circuitu late triangulares, basi validius costatae late alatae, ala in frondem primariam per spatium decurrente. Pinnulae tenerrimae structura fere metzgerioidea, marginibus decurvis grosse undulatae et irregulariter crenulatae, vix O'5 mm latae, e cellulis leptodermieis angulis minute trigone-incrassatis conflatae. Costa basi —4 cellulas lata, cellulae centrales in sectione transversa — 6 medio bistratosae, costa in medio et apice pinnularum 2 cellulas lata, cellulae centrales 2 tantum. Ala latissima, 6—8 cellulas lata, cellulis omnibus convexo-prominentibus. Ramuli ? breves subventrales, margine dense inciso-squamulosi, squamulis dentatis subciliatisve. Calyptra magna coronulata sublaevis, cellulis tantum quasi e contextu solutis asperula. Planta Ö rarior, omnino similis femineae. Ramuli d crebri ad pinnas, arcuati in paginam ventralem conversi saepissime solitarii, margine late limbati, subdenticulato-crenulati, supra nudi, antheridiis 5— 10-jugis. 176 V. Schiffner, Planta elegantissima R. eriocaulae et R. prehensili affinis, sed primo visu distinguenda. Pinnulae tenerae crispatae R. serrulatae et R. heterocladae valde similis sunt illis R. hymenophylloidis, sed ceterum hae species vix propius affınes sunt. Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 2020 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 223.) Ibidem: Alt. 2240 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. calyptr.). (No. 224.) Ibidem: Alt. + 2400 m s. m. — 25.7. 1894 (pl. d' et ? c. calyptr.). (No. 225.) Ibidem: Alt. 2500 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. calyptr.). (No. 226.) Var. flaccida n. var. Minus rigida, pallidior, sicca griseo-viridis (haud rufobadia), pinnulae densissimae flaccidae tenerrimae. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1200— 1350 m s. m. — 12. 1893. (No. 227). 43. Riccardia decipiens n. Sp. Dioica. Certe affinissima R. hymenophylloidi, sed habitu magnopere diversa. Caespites molles, in vivo et sieco virides format. Frons mollis, tenera, subcarnosa haud rigida. Planta universa quasi pinnam magis evolutam R. hymenophylloidis refert, ad 1’5cm longa, bipinnata (nec tripinnata); saepe inveniuntur for- mae subpalmatae. Frons primaria haud rigens haud fuscata sed tenera, carnosa, biconvexa, bene alata, medio +8 cellulas crassa, corticales ut in R. hymenophylloide sed centrales exteriores multo minus in- crassatae parietibus flavis (nec brunneis). Pinnulae quoad structuram omnino ut in specie supra laudata. Stolones saepe oceurrunt. Calyptra sublaevis, cellulis quasi e contextu solutis asperula, sed saepe insuper apice cellulis inflatis et squamulis perpaucis onusta. — Planta d mihi ignota. An sit forma valde aberrans Riccardiae hymenophylloidis. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium; alt. + 1500 ın s. m. (ec. calyptr.). (No. 228.) *Ibidem: Alt. 1560 m s. m. — 21. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 229.) 44. Riccardia canaliculata (N. ab E.) Schffn. (= Jungermania canaliculata N. ab E., Hep. Jav. p. 10, No. 3. — ? Aneura canaliculata N. ab E. in Syn. Hep. p. 500, No. 10.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja« in'silva pri- maeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1120 m s. m. — 7. 4. 1894. (No. 230.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 4. 5. 1894 (c. fr.). (No. 231.) “Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894 (c. fr.). (No. 232.) "Sumatra occeid.: In monte ignivomo Merapi. Ad decliv. boreali-occid. ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1600— 1800 mm s. m. — 31. 7. 1894. (No. 233.) 45. Riccardia viridissima n. sp. Dioica. Magna, laxe caespitans, viva laetissime viridis subvernicosa, sicca subfuscescens. Frons repens saepe simplex, pauciramosa ad 5 cm longa, 5—8 mm lata, medio supra canaliculato-depressa, marginibus irregulariter undulatis, ventre inlinea mediana tantum interrupte flavicanti-radicellosa. Frons medio 9—10 cellulas crassa, cellulis centralibus majoribus omnibus teneris, sensim applanata, versus margines 2 cellulas crassa. Ala angusta +2 cellulas lata, cellulis alaribus vix diversis. Plantae Indicae. Series I. Zt Ramuli $ subventrales in sinu laterali frondis positi, margine ineiso-squamosi, squamis paucis subciliato-divisis, ventre dense radicellosi. Calyptra haud coronulata apice umbonata aut omnino laevis aut squamulis nonnullis vestita. Ramuli masculi subventrales e frondis sinu laterali orti simplices vel saepe dichotomi subtus radicantes subexplanati limbo lato crenulato-dentato cincti, antheridiis 3—4-seriatis, supra inter ostia cavarum antheridiiferarum saepe verrucosi vel squamulosi. Cum R. pingui et R. sessili (Sull.) comparanda. “Java: Prov. Batavia. In horto dieto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg, ad fossarum margines. Regio calida, alt. + 250 m s. m. — 13. 12. 1893. (e. fr.). (No. 234.) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad viae cavae latera. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. fr.). (No. 235.) “Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. 1350 »2 s. m. — 5. 1. 1894 (c. fr.). (No. 236.) Java: Prov. Batavia. In monte Pangerango. Infra Tjibodas ad viam versus Sindanglaija ad terram Regio pluvialis, alt. 1305 m s. m. — 23. 4. 1894 (c. fr.). (No. 237.) *Jaya: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut ad terram. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 238.) 46. Riccardia maxima n. sp. Dioica. In hoc genere sane maxima. Plano-caespitosa vel inter Muscos lignicolos, viva atro-viridis. Frons arcte repens ad 1O cm longa, 10—12 (rarius 15) mm lata, plana paucipinnata pinnis frondi primariae omnino similibus, subtus in linea mediana interrupte radicellosa, margine vix undulato plano subsinuato ceterum integerrimo, medio 12—13 (raro 17) cellulas crassa, cellulae centrales majores corticales laevis- simae omnes leptodermicae, margines versus sensim applanata in alam unistratosam 2—4 cellulas latam transiens. Rami ? a fronde primaria haud conspicue discreti vix radicellosi, ut inflorescentia $ in sinu profundo laterali insidere videatur. Inflorescentiae $ archegonia nummerosa dense aggregata ciliis longissimis saepe ramificatis densissimis dorso ventreque cinguntur.! Calyptra maxima, adulta ad 15 mm longa, 2 mm crassa, e +11 stratis cellularum formata, haud coronulata sed apice subumbonata aut omnino laevis aut saepius ciliis archegoniisque sterilibus nonnullis e ramo 9 sursum motis paucivil- losa. — Planta d desideratur. AR. viridissima magnitudine, ramis ? densissime et longissime ciliatis necnon habitatione nunquam terrestri primo visu diversa. — Cum R. latissima (Spruce) comparanda. — R. Karsteni (Steph.), e descrip- tione valde affinis, tenuior est et cuticula cellularum dense papillosa gaudet, etiam ramulus 9 aliter con- formatus est. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1545 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 239.) Ibidem: Alt. 1600 m s. m. — 21. 4. 1894. (No. 240.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum« ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1715 m s. m. — 2. 5. 1894 (c. fr.). (No. 241.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1460 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 242.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad saxa. Regio nubium, alt. 2120” s. m. — 25. 7. 1894. (No. 243.) *Ibidem: Ad truncos putridos. Alt. 2400 m s. m. — 25. 7. 1894 (ce. fr.). (No. 244.) 1 ]Illae squamae archegonia a dorso tergentes interdum incrassantur et ampliantur neenon chlorophylliferi evadunt ut quasi lobulus parvus frondis archegonia a tergo protegat. In R. Zobala iste lobulus quam maxime evolutus est. (Vide infra.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 23 178 V. Schiffner, 47. Riccardia lobata n. sp. (= R. pinguis var. pinnatiloba Schffn., Üb. exot. Hep. in Nov. Act. Ac. Leop. Carol. Vol. LX, p. 274 [1893].) Dioica. Magna, adpresso caespitosa, viva laetissime viridis, sicca nigricans. Frons 5—7 cm longa, 5—7 mm lata, crassa carnosa, ob margines anguste deflexos crassior robustiorque apparens, saepe in ramos subaequales paucos divisa, subregulariter pinnata pinnis plus minus abbreviatis, ut grosse lobata appareat, in tota pagina ventrali radicellis brevibus rufis fasciculatim progredientibus ob- tecta, medio 10 cellulas crassa, cellulis centralibus multo majoribus omnibus leptodermieis laevissimis, versus margines attenuata sed haud procul ab ala vero 4 cellulas crassa. Ala fere semper in paginam ven- tralem devexa saepe aegre perspicienda 2—3 cellulas lata. Inflorescentiam ? in pinnis omnino ventralem esse diceres; archegonia enim dense aggregata posita sunt in sinu profundo frondis sed laciniae laterales istius sinus conjunguntur cum frondis lacinia inter- media, quae lacinia margine pilis (rhizoidis) strictis vestita inflorescentiam a dorso protegit, ut archegonia longe a margine frondis in pagina ventrali collocata appareant; a ventre cinguntur archegonia pilis (rhi- zoidis) intermixtis squamis pluricellularibus superficie pilis (rhizoidis) obtectis. Calyptra crassa basi dorsali frondis margine (i. e. lacinia intermedia supradicta) obtecta, ut paginae ventrali frondis adnatam esse putares, apice profunde umbonata et verrucis nonnullis multicellularibus coronata ceterum tota superficie dense hirsuta pilis (rhizoidis) strictis rufis simplicibus. Planta d adhuc ignota. Species distinctissima ex affinibus R. pingnis, R. viridissimae, R. maximae etc., ab omnibus facile dignoscenda habitu peculiari, inflorescentiae ? indole necnon calyptra rhizoideo-hirsuta. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. Regio nubium, alt. #1000 m s. m. — 31. 12. 1893 (mixta cum Chiloscypho succulento c. per.). (No. 245.) *Ibidem: Ad saxa. Alt. +1200 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 246.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus. Locis obscuris humidis ad terram. Regio pluvialis, alt. +600 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 247.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja« in silva pri- maeva ad terram. Regio pluvialis, alt. 1120 m S. m. — 7. 4. 1894 (c. calyptr.). (No. 248.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad saxa. Regio nubium, alt. = 1700 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 249.) "Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad truncos putri- dos. Regio nubium, alt. + 2200 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 250.) 48. Metzgeria hamata S. O. Lindb. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. Regio nubium, alt. + 1000 n s. m. — 31. 12. 1893. (No. 251.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja» in silva primaeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1170 m s. m. — 7. 4. 1894 (pl. d et ?). (No. 252.) Java: Prov. Batavia. In decliv. septentr. montis Gedeh ad arbores. Regio pluvialis, alt. + 1000 m s. m. — 21. 1.1894 (er. 'et-pl.'@). (No. 253,) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silvis secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. + 1000 m s. m. — 19. 1. 1894 (c. fr. et pl. S). (No. 254.) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong. In silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad arbores. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (pl. S et 2). (No. 255.) *Ibidem: Supra folia viva repens. Alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (pl. 2). (No. 256.) “Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 8. 5. 1894 (Status juvenilis). (No. 257.) PERS Plantae Indicae. Series I. 179 Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894 (c. fr. junior). (No. 258.) Ibidem: Alt. 1580 m s. m. — 21. 4. 1894 (partim c. fr. maturo). (No. 259.) Ibidem: Alt. 1600 ın s. m. — 21. 4. 1894 (c. fr. jun.). (No. 260.) Ibidem: Alt. 1590 m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. ? et S). (No. 261.) Ibidem: Alt. 1630 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun. et pl. Z). (No. 262.) *Ibidem: Alt. 1690 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 263.) Ibidem: Alt. 1700 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 264.) *Ibidem: Alt. 1710 m s. m. — 24. 4. 1894 (forma ala subtus dense pilosa; pl. et c. fr. jun.). (No. 265.) Ibidem: Alt. 1750 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun. et pl. S). (No. 266.) *Ibidem: Alt. 1760 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun. et pl. d'). (No. 267.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1555 m s. m. — 28. 4. 1894 (S et c. fr. jun.). (No. 268.) *Ibidem: Alt. 1580 m s. m. — 28. 4. 1894 (c. fr.). (No. 269.) *Ibidem: Alt. 1590 m s. m. — 2.5. 1894. (No. 270.) Ibidem: Alt. 1600 m s. m. — 28. 4. 1894 (J et c. fr. jun.). (No. 271.) *Ibidem: Alt. 1645 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 272.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. + 1680 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 273.) Ibidem: Alt. 1690 2 s. m. — 2. 5. 1894 (c. fr. jun. et Z’). (No. 274.) Ibidem: Alt. 1720 m s. m. — 2. 5. 1894 (c. fr. maturo et d’). (No. 275.) Ibidem: Alt. 1800 2 s. ın. . 1894 (c. fr. jun. et d’). (No. 276.) Ibidem: Alt. 1835 m s. m. — . 1894 (c. fr. jun.). (No. 277.) Ibidem: Alt. 1900 m s. . 1894 (ce. fr. jun. et (’). (No. 278.) Ibidem: Alt. 2025 m s. 1894. (No. 279.) Ibidem: Alt. 2100 m s. . 1894 (ec. fr. jun. et ‘). (No, 280.) *Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas«; in silva primigenia ad arbores Regio nubium, alt. 1560 m s. m. — 15. 2. 1894. (No. 281.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore in silva primaeva ad folia viva. Regio nubium, alt. 1400 — 1600 ın s. m. — 26. 7. 1894 (c. fr. maturo). (No. 282.) *Ibidem: Ad arbores. Alt. 1400— 1500 m s. m. — 26. 7. 1894. (No. 283.) *Ibidem: Alt. 1500— 1600 m s. m. — 26. 7. 1894 (c. fr.). (No. 284.) Ibidem: Alt. 1800 m s. m. — 26. 7. 1894 (forma ala subtus densissime pilosa, c. fr. et pl. S). (No. 285.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 25. 7. 1894 (forma ala subtus densissime pilosa, pl. 2 et J‘). (No. 286.) Ibidem: Alt. 2020 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 287.) Ibidem: Alt. 280 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 288.) Ibidem: Alt. 2240 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. fr. et pl. Z’). (No. 289.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 1855 m s. m. — 24. 7. 1894 (forma ala subtus valde pilosa). (No. 290.) Ibidem: Alt. 1950 72 s. m. — 24. 7. 1894 (forma ala subtus valde pilosa). (No. 291.) *Ibidem: Alt. 2040 m s. m. 24. 7. 1894. (No. 292.) Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi; in silva primaeva ad arbores. Regio nubium, alt. 1800 — 1900 m s. m. — 30. 7. 1894. (No. 293.) “Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi ad arbores in latere boreali-occid. Regio nubium, alt 2400 m s. m. — 31. 7. 1894 (c. fr. maturo). (No. 294.) -r DD m aa ou cn 3583 ee a on 180 V. Schiffner. Var. saxicola n. var. Differt a typo praeter habitationem cellulis alaribus multo majoribus valde pellucidis et leptodermieis. Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. Regio nubium, alt. + 1000 m s. m. — 31. 12. 1893 (ec. fr. maturo). (No. 295.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. +600 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 296.) Ibidem: Alt. 700 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 297.) Ibidem: Alt. 750 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 298.) Ibidem: Alt. + 800 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 299.) *Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad rupes. Regio calida, alt. 535 m s. m. — 21.7. 1894. (No. 300.) Ibidem: Ad saxa. alt. 450 m s. m. — 21. 7. 1894. (No. 301.) Var. subplana n. var. Differt a typo frondis marginibus subplanis, ciliis marginalibus geminatis brevioribus haud hamatis, ala subtus dense setosa. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 302.) Java: In monte Pangerango. In valle subseciva juxta viam versus Sindanglaija infra Tjibodas. Regio pluvialis, alt. 1350 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 303.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 1800 »n s. m. — 24. 7. 1894 (c. fr.). (No. 304.) Var. subplana, forma propagulifera. Proveniunt formae ad M. foliicolam accedentes structura teneriore, ciliis marginalibus saepe simpli- cibus et ramulis ecostatis marginalibus (propagulis) saepissime obviis. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1710 m s. m. — 24. 4. 1894 (e. calyptr. et pl. d‘. (No. 305.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1635 m s. m. — 28. 4. 1894 (pl. J et ?). (No. 306.) Var. subplana, forma transitoria ad M foliicolam. *Java: Prov. Batavia. In monte Salak; in silvis primaevis ad latus septentr. ad folia viva. Regio nubium, alt. 1200— 1350 m s. m. — 5. 12. 1893 (pl. d et ?). (No. 307.) *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong ad frutices sepis silvestris loco dicto »Puntjak«. Regio pluvialis, alt. 1450 m s. m. — 5. 1. 1894 (pl. ? et (’). (No. 308.) Var. angustior n. var. Frons elongata multo angustior, quam in forma typica, marginibus revolutis, ciliis brevibus strictis haud hamatis. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1590 m s. m. — 24. #. 1894. (No. 309.) *Ibidem: Alt. 1600 m s. m. — 21. 4. 1894 (cum forma typica). (No. 310.) *Ibidem: Alt. 1630 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 311.) Ibidem: Alt. 1645 m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. d’ et 2). (No. 312.) *Ibidem: Alt. 1710 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 313.) Ibidem: Alt. 1760 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun. et pl. (’). (No. 314.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dietum » Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1590 ın s. m. — 2. 5. 1894. (No. 315.) "Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum» ad arbores. Regio nubium, alt. 1685 m s. m. — 2. 5. 1894 (pl. d’ et 2). (No. 316.) er Plantae Indicae. Series I. 181 Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan; in silva primigenia ad arbores. Regio nubium, alt. + 1600 m s. m. — 14. 2. 1894. (No. 317.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi ad arbores. Regio nubium, alt. 1680 m s. m. — 31. 1894. (No. 318.) d 49. Metzgeria foliicola n. Sp. Dioica. Tenerrima pellucida foliis vivisarcte adpressa pluries dichotoma vel e ventre continua planissima, ad 30 mm longa, 0:7 mm lata (saepe minor), costa tenuis 0'038 mm lata ventre pilis sparsis fere biseriatis flaccidioribus obsita supra et infraduobus seriebuscellularum obtecta, cellulae centrales in sectione transversa 6—10 tenerrimae. Ala 13—14 cellulas lata, subtus haud setosa, margine plano pilis simplicibus (rarissime geminatis) fere omnibus apice suctorio-dilatatis instructa. Cellulae alares elongato-hexagonae, marginales fere duplo longiores quam latae, parietibus teneris. Ramuli ? cordati, haud raro elongati, ut marginem alae superent, margine et in medio dorso setosi, supra nudi arche- goniis ad 20 exacte biseriatis. Calyptra pyriformis setosa. Rami d nudi, omnino ut in M. hamata. Metzgeria hamatae affinis et forse illius speciei forma valde aberrans, sed notis supra laudatis facile distinglenda *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad folia Freycinettiae. Regio nubium, alt. 1600 m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. 2). (No. 319.) Ibidem: Ad folia viva, alt. 1600 m s. m. — 24. 4 1894 (pl. ?). (No. 320.) *]bidem: Alt. 1605 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 321.) *Ibidem: Alt. 1640 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 322). *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum«. Regio nubium, alt. + 1900 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 323.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore in silva primaeva. Regio nubium, alt. 1400— 1600 m s. m. — 26. 7. 1894. (No. 324.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. Regio nubium, alt. — 1900 m s. m. — 24. 7. 1894 (c. flore @ et calyptr. jun.). (No. 325.) Sumatra occid.: Ad decliv. occeid. montis ignivomi Merapi. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 30. 7. 1894 (pl. d' et ?). (No. 326.) 50. Metzgeria consanguinea Schffn. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos rarissima. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 4. 5. 1894 (c. fr. jun.). (No. 327.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad ramulis fruticum in cacumine montis. Alt. 2985 ım s.m. — ". 5. 1894. (No. 328.) 15. Metzgeria Sandei n. sp. Dioica. Caespitosa, M. hamatae simillima sed saepe angustior marginibus valide revolutis, ab illa ceterum his notis differt: costa valida ventre setosa dorso duabus, ventre quatuor (per spatia interdum tribus) seriebus cellularum obtegitur; infra dichotomiam dorso 3—4 ventre 6—7 series cellularum costam tegentium invenies. Cellulae centrales in sectione transversa 14—17 parietibus subincrassatis. Ala + 18 cellulas lata in pagina ventrali densius setosa margine geminato-setosa, setis multo brevioribus minus hamatis una alterave apice suctorio-ramosa. Cellulae alares minores angulis minute sed conspicue trigone incrassatis. Squama ? obcordata margine et basi setosa. Calyptra clavato-pyriformis setis haud densis sed longis obtecta. Affinis est M. myriopodae, que autem costa ventere multo densius pilosa ibidemque normaliter sex cellularum seriebus obtecta et setis marginalibus densissimis gaudet. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1545 m s. m. — 24. 4. 1894 (Pl. ?). (No. 329.) 182 V. Schiffner, *Ibidem: Alt. 1760 m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. ?). (No. 330.) Java: Prov. Preanger. In deuvliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. 1720 m s. m. — 2. 5. 1894 (pl. S cum M. hamata, c. fr. jun.). (No. 331.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio alpina, alt. 2380 m s. m. — 25. 7. 1894 (ce. fr.). (No. 332.) *Ibidem: Alt. 2440 m s. m. — 25.7. 1894 (pl. ? et J). (No. 333.) ‘*Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad arbores. Regio alpina, alt. 2390 m s. m. — 24.7. 1894 (pl. 2). (No. 334.) 52. Metzgeria conjugata S. ©. Lindb. () Plata haec Javanica idem est ac M. conjugata ex insula Celebes in Herb. Lugd. Batav. a cl. S.O. Lind- berg determinata (vide Monogr. Metz. p. 33). Etiam cum planta europaea bene congruit, sed dioica esse videtur, plantas ? tantum invenire mihi contigit. Etiam planta Celebica dioicam esse puto, specimen enim in herbario meo asservatum plantas 5 tantum praebet. — Planta nostra ad frondis margines et superficie haud raro surculos gemmiformes profert. Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga Bodas; ad viam supra vicum Wanaradja. Regio pluvialis, alt. vix 1000 m s. m. — 15. 2. 1894 (sterilis). (No. 335.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan; in cultura Coffeae supra Tjisarupan. Regio pluvialis, alt. 1330 12 s. m. — 14. 2. 1894 (pl. 2). (No. 336.) 53. Metzgeria Lindbergii n. sp. (= M. conjugata Var. minor Schffn. Üb. exot. Hep. in Nov. Act. Ac. Leop.-Carol. LX, p. 271, Nr. 124.) Autoica. Frons dichotoma vel e ventre continua subplana marginibus planis plerumque omnino laevis vel hie illice setis brevibus haud raro suctorio-dilatatis simplieibus armata, costa dorso duabus ventre nor- maliter duabus (sed per spatia tribus) seriebus cellularum tecta parce setosa; ala ad 15 cellulas lata, cellulis hexagonis angulis minute trigone-incrassatis vel omnino leptodermieis chlorophyllosis. Squama ? obcordata parce setosa, calyptra dense sed brevius setosa. Ramuli S extus omnino laeves. (Confer ceterum diagnosin loco supra eit.) A M. conjugata pariter autoica notis laudatis certe diversa species manibus S. ©. Lindbergii, generis Metzgeriae monographi peritissimi, a me dicata. *Java: Prov. Batavia. Ad arborum truncos in horto botanico Buitenzorgensi. Regio calida, alt. = 260m s. m. — 22. 11. 1893. (No. 337.) *Ibidem: Loco dicto »Kletterpflanzenquartier«. — 15. 12. 1893. (No. 338.) *Ibidem: 10. 3. 1894. (No. 339.) Ibidem: In topiaria. 19. 11. 1893 (c. fr. maturo et d’). (No. 340.) Ibidem: 25. 11. 1893 (? et’). (No. 341.) *Ibidem: 14, 4. 1894 (c. fr. jun. et d’). (No. 342.) Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi. Dessa Dramaga, ad arbores. Regio calido, alt. + 200 m s. m. — 26. 12.1893 (e. fr. et @). (No. 343.) “Java: Prov. Batavia. In colle »Gunung Pasir Angin« prope Gadok ad arbores. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (c. fr. jun. et d’). (No. 344.) "Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad arbores in zona infra silva primaevam, Regio nubium, alt. 1600— 1680 m s. m. — 30. 7. 1894 (c. fr. jun. et S). (No. 345.) ö4. Metzgeria hamatiformis Schffn. “Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad arbores. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. fr. et Z). (No. 346.) Bus. Plantae Indicae. Series 1. 183 > *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja« in silva pri- maeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1120 m s. m. — 7. 4. 1894 (c. fr. et S). (No. 347.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. — 18. 4. 1894 (c. fr. et d). (No. 348.) Ibidem: Alt. 1500 m s. m. — 24. 4. 1894 (ec. fr. jun. et Ö’). (No. 349.) Ibidem: Alt. 1550 m s. m. — 24. 4. 1894 (? et d’). (No. 350.) Ibidem: Alt. 1560 m s. m. — 21. 4. 1894 (c. fr. et d‘). (No. 351.) Ibidem: Alt. 1640 m s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun. et cum M. hamata). (No. 392.) *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dietum » Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1555 m s. m. — 28. 4. 1894 (c. fr. et (’‘). (No. 353.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dictum »Tjiburrum» ad arbores. Regio nubium, alt. 1860 m s. m. — 2. 5. 1894 (ce. fr. jun. et cum M. hamata). (No. 354.) Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomiMerapi in silva primaeva ad arbores. Regio nubium „alt. 1760 m s. m. — 30. 7. 1894 (c. fr. et Ö). (No. 355.) 55. Hymenophyton Malaccense Steph. Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« prope fontem ad terram. Regio calida, alt. 100-150 1m s. m. — 6. 11. 1893 (pl. S). (No. 356.) Leptotheceae. 56. Pallavicinia radiculosa (Sande Lac.) Schffn. Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas, vapore aquarum cali- darum velata. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2.5. 1894 (c. fr. et pl. ). (No. 357.) Ibidem: 4. 7. 1894 (ce. fr. et pl. d). (No. 358.) 97. Pallavicinia Indica n. sp. (= P. Lyelli auct. quoad pl. Javanicam.) Dioica. Caespitosa, repens, laete viridis. Frons 20 —35 mm longa +4 mm lata lanceolata vel lineari- lanceolata parce dichotoma vel saepius e ventre innovata, subtus ad costam parce radicellosa per spatia eradicellosa. Costa supra subconvexa medio 10—11 cellulas crassa; fibra centralis optime definita in sec- tione transversa — 20 cellulis minimis formata. Ala unistratosa margine remote subdentata vel omnino fere integerrima; cellulae laeves. Planta ? major, latior. Involucrum externum cupuliforme margine ciliatum internum anguste cylindricum ore ciliato-dentatum. Calyptra nunquam excedens, 2, —"s longi- tudinis involucri interni adaequans, superficie usque ad apicem archegoniis sterilibus conspersa. Cap- sula subeylindrica, seta ad 23 mm longa. Sporae dilute flavae pellucentes inconspicue reticulatae (verru- cosae). Elateres longissimi fibra gemina (interdum medio trigemina) rufobadia cuticula scabra. Planta S minor angustior. Squamae perigoniales secus costam (nunquam in ipsa costa) in alam lon- gitudinalem margine inciso-dentatam vel subeiliato-dentatam confluentes, costa ipsa supra nuda vel raris- sime una alterave squamula accessoria minutissima instructa. Pallavicinia Lyellii nostras diversa est his notis: Frons latior, calyptra matura involucrum internum semper superans, archegonia sterilia ad basin tantum calyptrae. Capsula major, sporae diametro !/, majores intense reticulatae, elaterum cuticula laevis. Squamae perigoniales haud tam conspicue in alam confluentes et marginibus anterioribus grosse ciliatis valde in costam transgredientes, in costa ipsa semper invenies squamulas multas, quarum una alterave antheridium in gremio fovet. — Pall. Hibernica sporarum et inflo- rescentiae J' indole longius recedit. “Java: Prov. Batavia. In horto dieto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossas. Regio calida, alt. + 250 m s. m. 24. 11. 1893 (c. fr. et pl. S). (No. 359.) 184 V. Schiffmer, lbidem: 18. 12. 1893 (ec. fr. et pl. ). (No. 360.) Ibidem: 27. 2. 1894 (c. fr.). (No. 361.) Ibidem: 8. 3. 1894 (c. fr.). (No. 362.) *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Kampong Tjikeumeuh ad terram argill. humidam ad fluvii ripas. Regio calida, alt + 200 mm s. m. — 2. 7. 1894. (No. 363.) ‘Java: Prov. Batavia. In vieinitate urbis Buitenzorg, Batu Tulis Ketjil inter saxa secus viam. Regio calida, alt. +200 m s. m. — 23. 11. 1893. (No. 364.) *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Kotta Batu ad terram. Regio calida, alt. + 300 m s. m. — 7.2. 1894. (No. 365.) Java: Prov. Batavia. In monte Salak in silvis primaevis ad latus septentr. in via cava umbrosa ad terram. Regio pluvialis, alt. 680 m s. m. (No. 366.) *Ibidem: Ad terram, alt. 800 m s. m. — 5. 12. 1893 (pl. (). (No. 367.) Sumatra occid.: Ad ripas fluminis prope Padang-Pandjang. Regio pluvialis, alt. 690 nm. — 23. 7. 1894 (pl. d). (No. 368.) *Sumatra oceid.: In faucibus dietis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. 553 m s. m. — 21. 7. 1894 (pl. d). (No. 369.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi in silva primaeva ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 30. 7. 1894. (No. 370.) Var. major n. var. Est forma fronde ad 6 cm longa, 4—5 mm lata. Ceterum omnino congruens cum forma typica, qua- cum saepe formis intermediis conjungitur. Java: Prov. Batavia. »Gunung Pasir-Angin« prope Gadok ad fontem. Regio calida, alt. +500 m s. m. — 24. 3. 1894 (pl. 2 et d‘). (No. 371.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. #800 m s. m. — 28. 1. 1894 (No. 372.) 58. Pallavicini Levieri n. sp. Dioica. E majoribus, ad arborum cortices etradices et adarbores putridos. Laxe caespi- tosa arcte repens amoene dilute viridis pellucens. Frons ad 7 cm longa 5—8 mm lata dichotoma et e ventre costae lateraliter innovans subtus ad costam hic illic radicellis brevibus brunneolis instructa per spatia nuda. Costa valida supra plana subtus convexa medio 15 cellulas crassa fibra centrali bene distincta brunnea in sectione transversa — 15 cellulis minimis formata. Ala unistratosa e cellulis magnis leptoder- mieis laevissimis formata, margine remotissime et valde inconspicue denticulata. Planta ? major latior. Involucrum exterum cupuliforme margine incisum laciniis dense ramoso-ciliatis, internum longe ceylindricum ad 10 mm longum primum ore compresso curvato clausum ibidemque_ ciliato-incisum. Calyptra vix ?/, involucri interni longitudinis adaequans usque ad apicem archegoniis sterilibus conspersa. Capsula subeylindrica valvis duobus apice connexis dehiscens. Sporae rufofuscae granulatae, elateres longissimi bispiri cuticula laevissima. Planta Ü in uno eodemque caespite cum ? vel caespites proprios formans, minor gracilior. Squamae perigoniales profunde incisae intermixtis squamulis sterilibus, irregulariter pluriseriatae denso vellere per spatia costam ipsam obvelantes. Antheridia magna subexserta solitaria in squa- marum alveo. Species magna elegantissima notis supra laudatis facile dignoscenda, amicissimo Dr. Aemilio Levier bryologo Florentino praestantissimo libenter dicata. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja« in silva pri- maeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1120 m s. m. — 7. 4. 1894 (pl. 2). (No. 373.) Plantae Indicae. Series 1. 185 *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silvis secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. + 1000 m s. m. — 19. 1. 1894 (pl. S‘). (No. 374.) Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad terram inter arborum radices ad ripas lacus vulcanici. Regio pluvialis, alt. + 1400 m s. m. — 9. 1. 1894 (pl. S‘). (No. 375.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra »Tjibodas« ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1590 m s. m. — 24. 4. 1894 (partim c. fr. maturo). (No. 376.) Ibidem: Alt. 1630 »z s. m. — 24. 4. 1894 (c. fr. jun.). (No. 377.) *Ibidem: Alt. 1675 m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. 2). (No. 378.) Ibidem: Alt. 1710 m s. m. — 24. 4. 1894 (partim c. fr. maturo et pl. d) (No. 379.) *Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. 1645 m s. m. — 28. 4. 1894 (pl. ?). (No. 380.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 30. 7.1894 (pl. d‘). (No. 381.) Var”"imperfecta n. var. Multo minor plus duplo angustior ala per spatia male evoluta fibra centrali e cellulis vix incrassatis haud brunneis formata. Pro certo est forma minus evoluta Pall. Levieri. Inflorescentias ? juveniles vidi. Plantam hanc a cl. J. Massart anno 1895 in Java lectam habeo; ipse formam ad hanc varietatem accedentem legi: Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos. Regio nubium, alt. + 1500 m s. m. (No. 382.) 59. Pallavicinia (subgen. Mittenia) Zollingeri (Gott.) Schffn. *Java: In monte Pangerango; in silvis primaevis supra Lebak Saät ad terram. Regio nubium, alt. 2200 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. fr. jun. et d’). (No. 383.) *Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 2620 m s. m. — 9. 5. 1894 (pl. JS‘). (No. 384.) Ibidem: Alt. 2670 m s. m. — 9.5. 1894 (ce. fr. jun. et pl. d). (No. 385.) Ibidem: Alt. 2780 m s. m. — 9.5. 1894 (c. fr. maturo). (No. 386.) Ibidem: Alt. 2820 m s. m. — 9. 5. 1894 (ec. fr. maturo). (No. 387.) Ibidem: Alt. 2870 m s. m. — 9.5. 1894 (c. fr. maturo et pl. ). (No. 388.) m b) m =) Ibidem: Alt. 2890 m s. m. — 9.5. 1894 (c. fr. maturo et pl. d‘). (No. 389.) Ibidem: Alt. 2920 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. fr. maturo et pl. (‘). (No. 390.) Ibidem: Alt. 2950 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. fr. maturo et pl. d). (No. 391.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. secus torrentem ad ter- ram. Regio nubium, alt. + 2000 m s. m. — 24. 7. 1894 (forma minus divisa, humilior, pl. TS). (No. 392.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi, in decliv. boreali-occid. ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 31. 7. 1894 (pl. ?). (No. 393.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomo Merapi ad terram. Regio alpina, alt. 2500 m s. m. — 30. 7. 1894 (pl. S’). (No. 394.) eu Codonioideae. 60. Treubia insignis Goebel. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad truncos putridos rara. Regio nubium, alt. 1710— 1720 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 395.) Ibidem: Alt. 1760 m s. m. — 24. 4. 1894. (No. 396.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. j 24 186 V. Schiffner, Haplomitrioideae. 61. Calobryum Blumei N. ab E. *Java: Prov. Batavia. In monte Salak in silvis primaevis ad latus septentr. ad truncos putridos inter muscos, rarissimum. Regio nubium, alt. + 1300 m s. m. — 5. 12. 1894 (ec. flor.). (No. 397.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dicetum »Tjiburrum» ad truncum putridum inter Riccardiam etc. rarissimum. Regio nubium, alt. 2025 m s. m. — 2.5. 1894 (pl. et c. fr. maturo). (No. 398.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad truncos putridos, raris- simum. Regio nubium, alt. 2000 m s. m. — 24. 7. 1894 (ce. flor.). (No. 399.) JUNGERMANIACEAE AKROGYNAE. Epigoniantheae. 62. Marsupella vulcanica n. sp. Dioica. E minimis inter congeners, caespites densos intense nigros subnitentes format. E caudice 3 mm alta, surculi steriles vix 15 mm longa dense foliosi foliis parvis rhizomoideo stolonifero erecta 2 + 0:2 mm longa et aeque lata ad !/, longitudinis incisa sinu fere rectangulari subacuto lobis rotundatis, sureuli 2 et Z densissime foliosi clavaeformes folia inferiora enim minima sensim majora. Cellulae folii rotundatae angulis trigone incrassatis, submarginales +0°017 mm diam., marginales minores. Inflor. ? capitata, foliis valde patulis, subfloralibus et involucralibus latioribus quam longis caulinis multo majoribus ad /,—"/, tantum ineisis sinu latissimo obtuso lobis subacutis. Folium involucrale alterum saepe 3-partitum est. Perianthium late conicum vix plicatum apice brunnescente involucrum adaequans vel paulo superans. — Folia perigonialia subinvolucralibus simillima sed basi magis excavata antheridia 1—2 foventia. Marsupellae Funckii nostrati valde affinis, quae autem differt: caespitibus brunneis, statura majore, foliis profundius et angustius incisis (sinu acutangulo), lobis acutis, foliis involucralibus erectis, perianthio omnino immerso hyalino tenero. Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan in cratere ad terram. Regio nubium, alt. 2000 an s.m. — 14. 2. 1894 (c. per. et pl. d’). (No. 400.) Java: Prov. Preanger. In cratere »Kawah Manuk«. Regio nubium, alt. +#1750—1860 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. per. et pl. d’). (No. 401.) Sumatra occid.: Ad decliv. boreali-occid. montis ignivomi Merapi, inter saxa vulcanica. Regio alpina, alt. + 2500 m s. m. — 31. 7. 1894 (c. per et pl. d’). (No. 402.) 63. Marsupella Sumatrana n. Sp. Dioica. E majoribus, rufobadia, erecto caespitosa, stolonifera e caudice rhizomoideo + 15 mm alta subaequaliter dense foliosa. Folia caulina oblato circularia 1°5 mm lata sinu levi valde obtuso emar- ginata lobis late rotundatis subinaequalibus, marginibus versus basin anguste revolutis. Cellulae ovales subsinuatae trigonis magnis, submarginales 0:023%x0°016 mm, marginales minores. Folia subin- volucralia caulinis haud multo majora, involucralia majora erecta sinu parvo angustiore rotundato bre- viter biloba. Perianthium alte liberum ad !/, longitudinis tantum adnatum immersum solidum ore valde contracto dentatum subplicatum. Capsulae valvae 0'8 mm longae ovato-lanceolatae. Seta pro ratione crassa 4-5 mm longa. — Planta J’ sterili simillima sed folia perigonialia magis ventricosa sinu acutiore incisa; antheridia gemina. Formis minoribus Marsupellae emarginalae haud dissimilis, notis laudatis facile dignoscenda. Sumatra occid.: Ad decliv. boreali-occid. montis ignivomi Merapi ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 31. 7. 1894 (c. fr. et Z). (No. 403.) a) Plantae Insulae. Series I. 187 Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi, ad terram vulcanicam. Regio alpina, alt. 2350 — 2450 m s. m. — 30. 7. 1894 (c. per. et pl. (’). (No. 404.) Ibidem: Infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. + 2600 m s. m. — 31. 7. 1894. (No. 405.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi in silva primaeva. Regio nubium, alt. +2120 m s. m. — 31.7. 1894 (transitus ad var. luridam). (No. 406.) Var. lurida n. var. Statura graciliore foliis laxius 'dispositis necnon colore lurido-viridi a typo recedit, quocum formis intermediis conjungitur. Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomo Merapi ad terram vulcanicam. Regio alpina, alt. 2400 m s. m. — 30. 7. 1894. (No. 407.) Nardia Subgen. nov. Gongylothalamus. Ramis ventralibus ex angulo amphigastrii ortis, amphigastriis profunde bifidis, bulbo hypogyno valde evoluto subgloboso, perianthio immerso. - 64. Nardia notoscyphoides n. sp. Dioica. Habitu magnitudineque Nardiae scalari similis sed intense viridi-lutea rufescens. Caulis sterilis repens + I cm longus ventre interrupte pallide radicellosus ventraliter ex angulo amphiga- striorum innovans. Folia late ovata assurgentia 12 mm longa 1 mm lata, basi lata cauli adnata dorso subdecurrentia. Cellulae magnae ovales sinuatae trigonis magnis, submarginales 0:033x 0028 mm, mar- ginales subaequales. Amphigastria conspicua late lanceolata ad '/, fere bifida. Planta ? brevior densius foliosa foliis sursum assurgentibus versus apicem sensim majoribus. Caulis infra inflorescentiam in bulbum magnum subglobosum radicelliferum solidum ampliatus. Folia subinvolucralia basi dorsali cauli, ventrali bulbo adnata obligque ovata majora, amphigastrium subinvolucrale a ceteris valde remotum in fronte bulbi affixum, caulinis multo majus ovato lanceolatum minus profunde fissum et lateribus denticulis duobus auctum. Folia involucralia subinvolucralibus duplo angustiora longe linguaefor- mia integerrima, bulbi lateribus affixa, amphigastrium involucrale aequimagnum ovato-lanceolatum uno latere cum folio invol. adjacente connatum, apice breviter acuteque incisum bulbi fronte adnatum. Perian- thium conicum subplicatum immersum involucro dimidio brevius ad !/, longitudinis cum involucro connatum ore subciliato-dentatum. Calyptra basi lata bulbi fundo insidens crassiuscula superficie uno alte- rove archegonio sterili conspersa. Sporogonia matura desiderantur. Planta d sterili similis. Folia perigonialia in caule primario ad 10-juga caulinis minora cava, basi dor- sali lobulo rotundato aucta. Valde affinis Nardiae Jackii Steph., quae autem est planta multo mollior tenerior foliorum areolatione omnino alia necnon foliis involucralibus dentatis. Una cum specie confrontata forse proprii generis inter Notoscyphum et Eunardiam intermedii typum sistit. Colorem areolationem, amphigastria fissa et bulbum Notoscyphi habet perianthio autem cum Eunardiis convenit. Etiam cum genere novissimo Gyrothyra Howe (Bull. Torrey Bot. Cl. XXIV. p. 201 ff. Tab. 302, 303 [1897]) comparanda. In statu sterili etiam a Nofo- scypho paroico (vide infra) foliis latioribus distinguenda. *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong secus viam supra pagum Tugu ad terram. Regio plu- vialis, alt. 1250 m s. m. — 5. 1. 1894 (pl. J-inter Nardiam truncatam). (No. 408.) Ibidem: Alt. 1350 m. — 5. 1. 1894 (pl. cd’ et 2 c. per.). (No. 409.) Subgen. Eucalyx S. O. Lindb. 65. Nardia Hasskarliana (N. ab E.) S.O.Lindb. *Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad viarum cavarum latera. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 4. 12. 1893. (No. 410.) 24 * V. Schiffner, Java: Prov. Batavia. Ad viarum cavarum latera inter Gadok et PasirMuntjang. Regio calida, alt. 460 ın s. m. — 6. 4. 1894 (c. per. et d’). (No. 411.) *Ibidem: (Forma brevior, c. per.). (No. 412.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud Pasir Muntjang ad terram. Regio calida, alt. 660 m s. m. — 6. 4. 1894 (c. fr. maturo). (No. 413.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. austral. montis Pangerango apud locum dietum »Artja«; Dessa Artja ad terram. Regio pluvialis, alt. 800 mm s. m. — 6. 4. 1894 (pl. d'). (No. 414.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad terram- Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 11.5. 1894 (forma brevior). (No. 415.) *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. per. et ). (No. 416.) Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. 610 m s. m. — 21. 7. 1894 (c. per.). (No. 417.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore ad terram. Regio pluvialis, alt. + 800—- 1000 nz s. m. — 24. 7. 1894 (c. per. et d’). (No. 418.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad terram. Regio nubium, alt. 1720 m s. m. — 24.7. 1894 (c. per.). (No. 419.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad viarum cavarum latera supra vicum Kotta-bahru. Regio pluvialis, alt. 1100 — 1200 m s. m. — 30. 7. 1894 (forma abbreviata). (No. 420.) *Sumatra occid.: In urbe Fort de Kock ad terram. Regio pluvialis. — 29. 7. 1894 (c. per.). (No. 421.) *Sumatra occid.: In valle »Lobang Karbau« prope Fort de Kock ad terram. Regio pluvialis, alt. — 29. 7. 1894 (c. per.). (No. 422. Var. virens n. var. Gracilior minus dense foliosa dilute viridis (haud plus minus intense purpurascens). Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad viarum cavarum latera. Regio pluvialis, alt. 610 m s. m. — 4. 12. 1893 (c. per. et d). (No. 423.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faueibus torrentis Tjiapus ad terram. Regio pluvialis, alt. 8S00 m s. m. — 28. 1. 1894 (pl. cum Nardia tetragona). (No. 424.) 66. Nardia Ariadne (Tayl.) Schffn. Insula Singapore: In monte »Bukit Timah« ad terram graniticam. Regio calida, alt. 100—150 m s. m. — 6. 11. 1893 (c. per.). (No. 425.) Java: Prov. Batavia. In vicinitate urbis Buitenzorg. Kampong Mandarena ad terram. Regio calida, alt. + 250 m s. m. — 1. 3. 1894 (ec. per.). (No. 426.) Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad viarum cavarum latera. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 4. 12. 1893 (ce. per.). (No. 427.) *Ibidem: Regio pluvialis, alt. 610 m s. m. — 4. 12. 1893. (No. 428.) *Java: Prov. Batavia. Gunung Pasir-Angin prope Gadok ad terram. Regio calida, alt. + 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (forma cellulis foliorum subminoribus, c. fr.). (No. 429.) *Java: Prov. Batavia. Ad viarum cavarum latera inter Gadog et Pasir-Muntjang. Regio calida, alt. 460 m s. m. — 6. 4. 1894 (c. per.). (No. 430.) *Sumatra occid.: Ad viae cavae latera prope Padang-Pandjang. Regio pluvialis, alt. 670 m s. m. — 27.7.1894 (c. per.). (No. 431.) 68. Nardia comata (N. ab E.) Schffn. (= Jungermania comalta N. ab E., Plagiochila comata N. ab E., Jungermania Junghuhniana N. ab E.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faueibus torrentis Tjiapus ad saxa. Regio pluvialis, alt. #600 m s. m. — 28. 1. 1894 (ce. fr. et pl. Cd’). (No. 432.) Plantae Indicae. Series I. 189 Ibidem: Alt. = 800 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 433.) Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja« ad viarum cavarum latera. Regio pluvialis, alt. 860 m s. m. — 7. 4. 1894 (c. per. raris et pl. S’). (No. 434.) *Sumatra oceid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. 470 m s. m. — 21. 7. 1894 (ce per. et pl. d‘). (No. 435.) *Sumatra occid.: In valle »Lobang-Karbau« prope Fort de Kock ad rupes arenac. Regio pluvialis. — 29. 7. 1894. (No. 436.) 68. Nardia longifolia n. sp. Dioica. E maj ibus, 15—30 mm longa cum foliis explanatis + 4 mm lata, laxe caespitans repens flavoviridis, rhizoidis longis rubentibus vel rubris. Folia explanata, linguaeformia +2 mm longa 1'6 mm lata, dorso subdecurrentia cauli late affixa interdum subundulata basi ventrali margine paulo revo- luta. Cellulae magnae, marginales 0:054x 0'054, centrales et basales multo majores, pellucidae fere leptodermicae trigonis minimis, cuticula minute granulata. Amphigastria nulla. Folia involucralia caulinis similia magis undulata. Perianthium alte emersum, conico pyramidatum supra obtuse trigonum ore breviter ciliatum. Planta / sterili simillima folia perigonialia basi minute saccata, antheridiis solitariis. Valde affinis Nardiae comatae, quae autem primo visu discrepat statura robustiore, foliorum margi- nibus ventralibus ac dorsalibus valide revolutis, cellulis plus quadruplo minoribus valde incrassatis, cuticula grosse verrucosa. Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad terram in ripis tor- rentis. Regio nubium, alt. 2000 m s. m. — 24. 7. 1894 (c. per. et d‘). (No. 437.) 69. Nardia truncata (N. ab E.) Schffn. (= Jungermania polyrhiza Sande Lac. nec Hook. in Lehm. Pug. VI! e spec. orig.!) Species fere vulgaris valde variabilis quoad colorem mox omnino viridi mox flavescente vel rufo, plantae statura breviore vel graciliore, foliorum forma angustiore vel latiore necnon areolatione; inveniuntur enim formae plerumque virides cellulis hexagonis parietibus tenuibus, trigonis vel omnino nullis vel parvis (forma iypica), et formae saepe rufae cellulis valde incrassatis trigonis rotundatis permagnis areolatione igitur omnino dissimiles (Var. ß crassiretis). Sed hae formae extremae connectuntur innumeris gradibus intermediis haud raro in uno eodemque caespite cum illis obviis; et mirabile dietu inveninuntur saepe in uno eodemque sureulo folia viecina tenere areolata et cellulis valde incrassatis trigonisque magnis instructa (formae fran- sitoriae). Java: Prov. Batavia. Buitenzorg »Lebak-Pasar« ad viae cavae latera. Regio calida, alt. 260 m s. m. — 2. 4. 1894. (No. 438.) Java: Prov. Batavia. In horto dicto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossarum mar- gines. Regio calida, alt. + 250 m s. m. — 24. 11. 1893 (c. fr. et d‘). (No. 439.) Ibidem: Ad terram. — 27. 2. 1894 (c. per.). (No. 440.) Ibidem: 8. 3. 1894 (c. fr. cum Jackiella). (No. 441.) Ibidem: 14. 4. 1894 (c. per.). (No. 441 a.) *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Tanah-Sereal ad terram. Regio calida, alt. + 250 m s.m. — 24. 1. 1894 (c. per. et pl. d’). (No. 442.) Java: Prov. Batavia. In vicinitate urbis Buitenzorg prope Kampong Mandarena ad terram. Regio calida, alt. =200 m s. m. — 27. 11. 1893 (ce. fr. et pl. S’). (No. 443.) *Ibidem: Alt. #250 m s. m. — 1.3. 1894 (c. per. et pl. d’). (No. 444.) Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi; Kampong Baru ad terram. Regio calida, alt. #230 m s. m. — 11.3. 1894 (c. per. et pl. d’). (No. 445.) *Java: Prov. Batavia. Gunung Pasir-Angin prope Gadok ad terram. Regio calida, alt. #500 m s. m. — 24. 3. 1894 (c. fr.). (No. 446.) V. Schiffner, Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud Pasir Muntjang ad terram. Regio calida, alt. 660 m s. m. — 6. 4. 1894 (pl. S, cum Notoscypho paroico). (No. 447.) *Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad viarum cavarum latera. Regio pluvialis, alt. 610 m s. m. — 4. 12. 1893 (ec. fr, una cum Notoscypho paroico). (No. 448.) *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. 1300 m s. m. — 5. 1. 1894. (No. 449.) *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango prope Tjibodas ad viam versus Sin- danglaija ad terram. Regio pluvialis, alt. 1305 m s. m. — 23. 4. 1894. (No. 450.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad terram. Regio nubium, alt. 1430 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 451.) *Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida, alt. +360 m s. m. — 21. 7. 1894. (No. 452.) *Ibidem: Ad saxa. Alt. 450 m s. m. — 21. 7. 1894. (No. 453.) Ibidem: Ad terram. Alt. 450—470 m s. m. — 21. 7. 1894. (No. 454.) *Ibidem: Prope Dessa Padang-Singalang ad terram. Alt. 530 m s. m. — 21.7. 1894. (No. 459.) Ibidem: Alt. 560 m s. m. — 21.7. 1894. (No. 456.) Ibidem: Regio pluvialis, alt. 610 m. — 21.7. 1894 (pl. /). (No. 457.) *Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad terram. Regio alpina, alt. 2800 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 458.) Formae transitoriae. *Java.: Prov. Batavia. In monte Megamendong; in silva primaeva apud lacum »Telaga Warna« ad viae cavae latera. Regio pluvialis, alt. = 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (ce. fr.). (Nr. 459.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. = 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 460.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan, locis udis ad viam in silva primaeva. Regio nubium, alt. 1500— 1600 m s. m. — 14. 2. 1894. (No. 461.) Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas«, locis udis secus viam. Regio nubium, alt. 1610 »z s. m. — 15. 2. 1894. (No. 462.) Var. crassiretis n. var. Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. +1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 463.) Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan. Regio nubium, alt. = 1600 »z s. m. — 14. 2. 1894. (No. 464.) 70. Nardia tetragona (Lndnb.) Schffn. (= Jumgermania flexicaulis var. decipiens N. ab E. — e spec. orig.!) Java: Prov. Batavia. In horto botanico Buitenzorgensi ad terram. Regio calida, alt. + 260 m s. m. — 22. 11. 1893 (c. per.). (No. 465.) Ibidem: Ad terram secus vias. — 10. 3. 1894 (c. per.). (No. 466.) Java: Prov. Batavia In horto dicto »Cultuurtuin« ad Tjikeumeuh prope Buitenzorg ad fossarum mar- gines. Regio calida, alt. + 250 m s. m. — 24. 11. 1893 (c. per.). (No. 467.) *Ibidem: Ad terram. — 27. 2. 1897 (c. per. + Nardia truncata). (No. 468.) Ibidem: 14. 4. 1894 (pl. d'). (No. 469.) , *Java: Prov. Batavia. In vicinitate urbis Buitenzorg, Kampong Mandarena, ad terram. Regio calida, alt. 250 m s. m. — 1. 3. 1894 (forma brevior, c. per.). (No. 470.) *Java: Prov. Batavia. In vieinitate urbis Buitenzorg, Batu-Tulis ketjil inter saxa secus viam. Regio calida, alt. = 200 m s. m. — 23. 11. 1893 (forma brevior, c. per. et pl. d’). (No. 471.) Plantae Indicae. Series I. 191 Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Kampong Babakan ad terram. Regio calida, alt. + 230 m s. m. — 2. 4. 1894 (c. per.). (No. 472.) Java: Prov. Batavia. Gunung Pasir-Angin prope Gadok, prope fontem ad terram. Regio calida, alt. 800 m s. m. — 2. 4. 1894 (c. per.). (No. 473.) Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak ad terram secus vias. Regio pluvialis, alt. #500 m s. m. — 4. 12. 1893. (No. 474.) *Ibidem: Ad viarum cavarum latera. Regio pluvialis, alt. 610 m s. m. — 4. 12. 1893 (e. fr. + Nardia Hasskarliana var. virens). (No. 475.) Java: Prov. Batavia. In monte Salak: in silvis primaevis ad latus septentr. ad terram. Regio pluvialis, alt. 800 m s. m. — 5. 12. 1893 (c. per. forma gracilior). (No. 476.) Java: Prov. Batavia, Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad terram. Regio pluvialis, alt. 750 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. per. et d’). (No. 477.) *Ibidem: Ad saxa. Alt. 800 m s. m. — 28. 1. 1894. (No. 478.) *Sumatra occid.: In faucibus dictis »Aneh« ad pedem montis Singalang ad terram. Regio calida alt, 450 m s. m. — 21.7. 1894 (c. per.). (Nr. 479.) *Ibidem: Alt. 530 m s. m. — 21. 7. 1894. (No. 480.) ’ 71. Nardia obliquifolia n. sp. Sterilis. Erecto-caespitosa ad4cmalta versus basin tantum radicellosa, rhizoidis atropur- pureis. Caulis brunneus validus. Folia magna 3 mm longa 2-6 mm lata, subexplanata valde oblique- ovata veloblique cordata, margine ventrali rotundato, dorsali valde decurrente. Cellulae rotundatae marginales 0:03 mm diam. versus basin majores, subincrassatae trigonis conspicuis. Amphigastria nulla. Valde similis N. fetragonae, quae differt statura paulo minore, foliis fere aequaliter ovatis dorso haud longe decurrentibus, cellulis laxioribus angulis haud trigone incrassatis. Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad ripas torrentis ad ter- ram. Regio nubium, alt. =2000 m s. m. — 24. 7. 1894. (No: 481.) 72. Nardia vulcanicola n. sp. Dioica. E maximis inter congeneres. Caespites pallide virentes vel rufescentes saepissime tumescentes altos aqua calida vulcanica imbutos vel submersos formans. Planta saepissime erecta simplex vel e ventre pauciramosa ad 4 cm alta cum foliis explanatis ultra 4 mm lata flaccida carnosula pallida radicellis parcis pallidis. Folia valde flaccida undulata oblique assurgentia oblique subeircularia basi lata cauli oblique affixa dorso decurrentia, areolatione laxissima pellucida. Cellulae rotundo- hexagonae subleptodermicae trigonis vix ullis, marginales 0:03 mm diam., medianae subellipticae 0:069x0:04 mm basales rectangulares multo majores; cuticula subtiliter striolata. Amphigastria nulla. Folia involucralia similia submajora valde undulata. Perianthium minus alte emersum, pallidum vel rubescens versus apicem tetragonum, ore dentatum. Capsula parva brunnea subglobosa; seta 10—20 mm. Plantam J haud vidi. Nardiae tetragonae et obliquifoliae affiınis, sed notis supra laudatis ab utraque bene diversa. Java: Prov. Preanger. Ad lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio nubium, alt. 1660 m s. m. — 15. 2. 1894 (c. fr.). (No. 482.) Var. tenuiretis n. var. (= Jungermania succulenta Sande Lac. nec. L et L. — e spec. orig.!) Flaccidissima! Folia multo latiora quam longa, basi latissima cauli adnata. Cellulae majores hexagonae valde leptodermicae trigonis nullis. Sterilis. 192 V. Schiffnmer, Java: Prov. Preanger. Ad lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio nubium, alt. 1660 2 s. m. — 15. 2. 1894. (No. 483.) Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad fontes calidos in cratere. Regio alpina, alt. 2080 m s. m. — 14. 2.. 1894. (No. 484.) Ibidem: (Forma cavifolia.) (No. 485.) 73. Notoscyphus paroicus n. Sp. Paroicus. Caespitosus intense viridi-flavus saepe rufescens, repens simplex vel e ventre innovans ad 17 mm longus cum foliis explanatis ad 2 mm latus dense radicellosus, rhizoidis longis pallidis. Folia ple- rumque explanata ovato-rectangularia 1'2 mm longa, O'7 mm lata, apice oblique truncata ad fere emarginato-biloba rarius apice late rotundata. In plantis abbreviatis folia breviore minus emarginata, in elongatis angustiora conspicue emarginata inveniuntur. Cellulae magnae subellipticae subsinuatae insig- niter incrassatae cuticula subgranulata, marginales 0:035x0:027 mm mediae et basales sensim majores. Amphigastria ovato-lanceolata ad 0:35 mm longa ad medium bifida marginibus saepe uno alterove dente mutico aucta. Inflorescentia ? apicalis subtus insigniter bulboso-incrassata, bulbo hemisphaerico radicelloso. Folia floralia bulbo adnata 3-juga, subinvolucralia etinvolucralia valde variabilia ovato-lanceolata varie ineiso-lobata lobis angustis acutis, cum amphigastrio subaequimagno vel inter sese vario modo connata vel partim vel omnino libera; involucralia subinvolucralibus aut aequimagna aut multo minora dein facile praetervidenda. Cellulae folior. involucr. pallidiores duplo majores fere rectangulares. Perianthium nullum. Calyptra pyriformis infra 2- pluristratosa a basi ad medium fere archegoniis sterilibus obsessa. Capsulae valvae late-lanceolatae vix 1 mm longae atrofuscae. Seta +1! cm longa. Elateres flexuosi 0:3xX0'01 mm bispiri, spiris rufo-fuscis. Sporae rufo-fuscae 0:02 mm diam., laeves. Folia perigonialia infra ipsam in- florescentiam 9, paucijuga caulinis similia sed apice profundius inceiso-emarginata subbiloba, basi dor- sali lobulo rhomboideo aucta; antheridia solitaria magna. Species inflorescentia paroica insignis ab auctoribus hucusque commutata est cum Gymmomitrio Belangeriano (= Notoscyphus lutescens |L. et L.] Mitt.) certe dioico, Africae australi, insulis Austro-Africanis et Indiae orientali indigeno. Not. paroicum etiam e Tonkin habeo (sub. nom. Nardia lutescens in Herb. Bescherelle)! *Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Kampong Baru, ad terram. Regio calida, alt. + 230 m s.m. — 11. 3. 1894. (No. 486.) Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, ad flumen Tjidani prope Kampong Mandarena. Regio calida, alt. + 200 m s. m. — 27. 11. 1893 (ec. fr.). (No. 487.) Java: Prov. Batavia. Gunung Pasir-Angin prope Gadok ad terram sub fruticibus. Regio calida, alt. —+ 500 m s. m. — 24. 3. 1894 (ec. fr.). (No. 488.) Java: Prov. Batavia. Ad pedem montis Salak, ad viarum cavarum latera. Regio pluvialis, alt. 610 m s. m. — 4. 12. 1893 (e. fr.). (No. 489.) Java: In monte Salak in silvis primaevis ad latus septentr. ad terram. Regio pluvialis, alt. 800 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 490.) Ibidem: Alt. + 1000 m s. m. — 5. 12. 1893. (No. 491.) Java: Prov. Batavia. Ad viarum cavarum latera inter Gadok et Pasir-Muntjang. Regio calida, alt. 460 m s. m. — 6. 4. 1894 (ce. fr.). (No. 492.) Java: Prov. Batavia. Prope vicum Pasir-Muntjang ad terram. Regio calida, alt. 660 m s. m. — 6. 4. 1894 (c. fr.). (No. 493.) *Java: Prov. Batavia. In decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dietum »Artja«, Dessa Artja ad terram. Regio pluvialis, alt. 800 m s. m. — 6. 4. 1894 (e. fr.). (No. 494.) Ibidem: Ad viarum cavarum latera. Alt. 860 m s. m. — 7. 4. 1894. (No. 495.) *Ibidem: In silva primigenia ad terram. Alt. 1040 m s. m. — 7. 4. 1894 (c. fr.). (No. 496). Ibidem: Alt. 1100 m s. m. — 7. 4. 1894 (c. fr.). (No. 497.) Plantae Indicae. Series 1. 193 Sumatra oceid.: Ad viae cavae latera prope Padang-Pandjang. Regio pluvialis, alt. 670 m s. m. — 27.7. 1894 (c. fr.). (No. 498.) 74. Symphyomitra Javanica n. sp. Dioica. Caespitosa, viva amoene viridis sicca fusco-lutea, robusta 10— 19 mm longa arcte repens rhi- zoidis densissimis longis pallidis basi interdum rubris. Folia densissima alternantia basi lata oblique cauli affixa sursum conniventia vel subexplanata, valde oblique late-ovata dorso decurrentia non per paria-connata in planta fertili a basi ad apicem sensim majora. Cellulae magnae parum incrassatae tri- gonis nullis, marginales subquadratae 0:05xX 0'038 mm, medianae sensim majores 0:08x 0:05 mm, cell. baseos ventralis longe rectangulares hyalinae. Amphigastria nulla. Inflorescentia ® terminalis, folia invo- lucralia caulinis simillima majora. Perigynium longissimum perpendiculariter descendens cylindricum extus radicellosum, ad I cm longum 0:9 mm crassum tubuliforme, cavitas interna cellulis magnis inflatis prominentibus coarctata, fructus juvenilis fundo insidens. Calyptra apice tantum (!/, longitudinis) libera ceterum cum perigynio connata, embryo cylindrico-clavatus fere stipitatus. Sporogonium maturum et plantang,0’ haud vidi. Plantae steriles saepe graciliores foliis minoribus minus densis inveniuntur. In statu sterili caute cum Aplozia Stephanii simili comparanda. *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut ad terram. Regio nubium, alt. + 1730 m s.m. — 12. 2. 1894 (c. perigyniis). (No. 499.) 75. Aplozia Javanica n. sp. Dioica. E minoribus, caespites humiles latos formans saepissime fusco-purpurea vel kermesina. Planta fertilis brevis 3—4 mm longa basi repens subascendens e ventre pallide radicellosa simplex vel raro hie illic lateraliter e foliorum angulo ventrali ramificata. Folia a basi sensim majora erecto patentia densa, orbicularia + I mm lata. Cellulae parvae subellipticae subsinuatae parietibus tenuibus sed trigonis magnis, marginales 0:025x0°02 mm mediae et basales semsim majores. Amphigastria nulla. Inflorescentia $ terminalis interdum innovatione suffulta. Folia involucralia caulinis similia majora autem et saepe subrepanda. Perianthium basi liberum ad '/,—*/, immersum ovato-cylindricum sensim con- tractum ab apice ultra '/, vel longius trigonum vel quadrigonum plicis obtusis vel interdum acutis et subundulatis una alterave plica ab apice saepe plus minus longe fissa, ore crenulato-dentatum capsulae egressu 4-lacerum. Capsula matura breviter emersa, ovata vel subglobosa brunnea 0:54 mm longa. Seta 2:5 mm longa. Planta d tenuior, dense et aequaliter foliosa, foliis perigonialibus minoribus basi subventricosa. Inter Aplozias Archipelagi Indici, opinor, minima colore plus minus rubente vel imo intense rubro ceterisque notis dignoscenda, quamquam valde variabilis. Utrum sit Jungermania retusa Gott. hujus loci an forse e formis Aploziae strictae nostrae, adhuc dubii restamus. Sureuli steriles pauperrimi e Herbario Sande Lacoste plantam monstrant majorem foliis paulo diversis sed areolatione bene congruentibus. Ex icone beati GottscheiaStephanio amicissimo mihi transmissa folia habet vix orbiculata saepe subretusa et perianthium longissime emersum trigone prismaticum. “Java: Prov. Preanger. Ad lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio nubium, alt. 1660 m s. m. — 15. 2. 1894 (c. per.). (No. 500.) Java: Prov. Preanger. In cratere »Kawah Manuk«. Regio nubium, alt. + 1860 m s. m. — 12. 2. 1894 (e. fr.). (No. 501.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad viarum latera in silva. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr.). (No. 502.) Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore ad terram. Regio pluvialis, alt. + S00— 1000 m s. m. — 24. 7. 1894 (forma progulifera cum Nardiae Hasskarlianae forma abbreviata). (No. 103.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. ? 25 194 V. Schiffner, Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi ad marginem crateris minoris. Regio alpina, alt. + 2600 ır s. m. — 31. 7. 1894 (sterilis, cum Marsupella vulcanica etc.). (No. 504). Varslazasın var Major gracilior ad 10 nm longa suberecta laxius foliosa, pallide viridis vel parum rubella, cellulis sub- majoribus illis formae typicae ceterum similibus aut vix sinuosis trigonis minoribus, perianthio magis exserto inflato obovato apice tantum plicato. Est forma locorum humidiorum umbrosiorum formis transi- toriis in typicam renitens. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad terram. Regio pluvialis, alt. 751 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. per.). (No. 505.) Ibidem: Ad saxa. Alt. 800 ın s. m. — 28. 1. 1894 (c. per.). (No. 506.) Ibidem: Ad terram. Alt. +800 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. per. et d'). (No. 507.) *Java: Prov. Preanger. In silva primaeva infra craterem »Kawah Manuk« in ligno putrido. Regio nubium, alt. + 1750— 1860 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. fr. et pl. d). (No. 508.) *Ipidem: In cratere ad terram. — 12. 2. 1894. (No. 509.) *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan, ad viarum latera in silva. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. per. et d’). (No. 510.) *Ibidem: In cratere ad terram. Regio alpina, alt. +2100 m s. m. — 14. 2. 1894. (No. 511.) 76. Aplozia stricta n. sp. Dioica. E majoribus, erecto-caespitosa, viridis olivacea vel fuscescens nunquam rubro tincta. Planta ad 18 »»m longa cum foliiss = 2 mm lata caule plerumque simplici pro ratione crasso stricto versus basin rhizoidis sparsis pallidis basi brunnescentibus instructa supra fere eradiculosa aequaliter foliata; folia subtransverse inserta patula late ovata in planta sterili + 1 mm lata, in pl. ? majora. Cellulae sub- rotundae sinuosae parietibus tenuibus sed trigonis rotundatis magnis, cuticula (versus folii apicem) parum verrucosa, marginales 0'026 x 0'023 mm mediae et basales submajores. Amphigastria nulla. Folia involucralia a caulinis vix diversa aequimagna. Perianthium omnino emersum cylindrico-clava- tum '/, tantum longitudinis ab apice contracto 3—4-plicatum, ore demum quadrifissum crenato-dentatum. Capsula brunnea ovata ad 1 mm longa. Elateres 0:13x 0:01 mm bispiri spiris rubrofuseis, sporae 0014 mm rufobadiae laevissimae. Planta 5 gracilior, foliis minoribus foliis perigonialibus intercalaribus 4—5-jugis transverse patulis basi ventricosis margine dorsali revoluto, antheridis solitariis (an semper?). Ab Aplozia Javanica bene distincta magnitudine, colore nunquam rubro, caule aequaliter foliato et foliis ovatis. Ab Apl. Baueri et Apl. Stephanii statura gracili, foliorum et perianthii forma necnon areolis multo minoribus differt. *Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. + 2500 m s. m. — 10.7. 1894 (c. per. et d‘). (No. 512.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 2955 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. fr. et Q'). (No. 513.) *Sumatra occid.: In monte Singalang in silvis primaevis ad decliv. orient. Regio nubium, alt. — 1800 m s. m. — 24. 7. 1894 (forma laxior, sterilis). (No. 514.) Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi in silva primaeva ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 31. 7. 1894 (c. per. et d’). (No. 515.) Var. radicellifera n. var. A typo differt caule breviore sed saepe sub flore ? innovante ramis iterum fertilibus, radicellis creber- rimis longissimis, cuticula cellularum folii conspicue verrucosa. Caeteris notis optime convenit. Plantae indicae. Sectio I. 195 Java: In monte Pangerango in silva primaeva ad terram supra Lebak-Saät. Regio nubium, alt. 2200 m s. m. — 9.5. 1894 (c. per. et pl. d’, inter Nardiam truncatam var. crassiretis c. per.) (No. 516.) 77. Aplozia Baueri n. sp. Dioica. Brevis robusta autem dense caespitosa, olivacea vel fuscescens nunquam rubro- tincta, repens rhizoidis crebris pallidis vel paulo rubentibus. Planta €—-9 mm longa vix ramosa. Folia plantae ? densa magna a basi sensim majora orbicularia vel oblato-rotunda oblique inserta adscendentia marginibus subplana, caulina ad 2 mm lata. Cellulae magnae rotundatae parietibus tenuibus trigonis autem conspicuis cuticula laevi, marginales 0:0383xX0'033 mm vel majores, mediae et basales multo majores. Amphigastria nulla. Folia involucralia ceteris multo majora saepe subtruncata et angulata undulato-repanda. Perianthium basi liberum ad medium vel ultra immersum ovatum plerumque ad basin fere profunde 5-plicatum vel plieis secundariis ad 10-plicatum (raro 3—4-plicatum) ore minus con- strieto late apertum quasi truncatum minute crenulatum haud dentatum. Capsula ovalis ad 0:9 mm longa. Elateres breves flexuosi medio crassi 0:16xX 0:01 mm spiris arctis rubro-fuscis, sporae laevissimae 0015 mm fere sanguineae. Planta d omnino similis, folia perigonialia minime mutata basi magis excavata antheridia 3 in alveo foventia. Species dicata amieissimo Dr. Ernesto Bauer de musecis, praecipue Bohemicis, investigandis bene merito. Ab Aplozia Javanica differt praeter alia statura duplo robustiore colore nunguam rubro, cellulis multo majoribus perianthio pro more pluriplicato ore magis aperto. Aplozia stricta jam statura elongata, foliorum et perianthii forma satis diversa est. Apl. Stephanii est species robustissima duplo major perianthio alte trigono ceterisque notis aberrans. Java: Prov. Preanger. Ad lacum vulcanicum »Telaga bodas«. Regio nubium, alt. 1660 m s. m. — 15. 2. 1894 (c. fr.). (No. 517.) *Java: Prov. Preanger. In cratere »Kawah Manuk«. Regio nubium, alt. 1860 m s. m. — 12. 2. 1894. (e. fr.). (No. 518.) Ibidem: Forma cellulis minus incrassatis. (No. 519.) 78. Aplozia Stephanii n. sp. Dioica. Robustissima, caespites formans rhizoidis densissimis longissimis pallidis (nunquam rubellis) contextos, repens, viva laete viridis vel rufescens (haud rubra) et Aploziae tersae nostratis ad instrar aromatice olens, sicca olivacea, rufescens vel fuscescens. Planta semper fere simplex ad 15 mm longa (J’ interdum longior) cum foliis explanatis 5—6°3 mm lata dense et fere aequaliter foliosa. Folia aut sursum vergentia aut subtransversa cava aut subexplanata subtransverse latissima basi cauli adnata dorso paullo decurrentia circularia ad 3 mm lata, saepe autem minora, marginibus saepissime anguste sed arcte revolutis. Cellulae sinuosae parietibus tenuibus sed trigonis magnis rotundatis, marginales 0:034x 0:03 mm centrales et basales submajores. Amphigastria nulla. Folia involucralia caulinis similia submajora, marginibus validius revoluta. Perianthium liberum ad medium circiter immersum normaliter ad basin fere trigone-prismaticum carinis subacutis altis apice fere tubuloso-contractum ore denticulatum. Haud raro inveniuntur perianthia 4—5-plicata breviora minus contracta minus alte cari- nata. Capsula ovata brunnea, valvulae ovato-lanceolatae ultra 1 mm longae; seta + 7 mm longa. Elateres flexuosi 0:2 X 0°Ol mm bispiri, spiris latis sanguineo-fuscis. Sporae laevissimae 0-Ol4 mm, fere san- guineae. Planta Ö haud raro caespites proprios formans longior gracilior foliis minoribus, perigonialibus vix mutatis basi subexcavatis antheridia 2—3 foventibus. Species pulchra. Hepaticarum scrutatori meritissimo dicata, statura robusta ceterisque notis laudatis facile dignoscenda. 25 * 196 V. Schiffner, Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. #2700 m s. m. — 10. 7: 1894 (c. fr.). (No. 520.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad terram. Alt. 270 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 521.) Ibidem: Alt. 2330—2890 m s. m. (No. 522. Ibidem: Alt. 2890 m s. m. (pl. 0). (No. 023.) Ibidem: Alt. 2950 m s. m. (No. 524.) Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas« ad terram humidam seceus viam in silva. Regio nubium, 1650 m s. m. — 15. 2. 1894 (ce. fr. et pl. S). (No. 523.) Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad terram in silva. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 24. 2. 1894 (c. per.). (No. 526.) *Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi in decliv. boreali-occid. ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m. s. m. — 31. 7. 1894. (No. 527.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad terram. Regio alpina, alt. + 2400 m s. m. (cum Jamesoniella microphylla). (No. 528.) *Sumatra oceid.: In monte ignivomo Merapi infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. =2600 m s. m. — 31. 7. 1894 (parce c. per.). (No. 529.) *Ibidem: Ad marginem crateris minoris. Regio alpina, alt. + 2650 m s. m. — 31. 7. 1894. (No. 530.) 79. Jamesoniella flexicaulis (N. ab E.) Schffn. Forma typica. Robusta plus minus kermesino tincta. Cellulae valde sinuosae trigonis magnis subconfluentibus. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dictum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. 2090 m s. m. — 2. 5. 1894 (pl. S). (No. 531.) Java: In montis Pangerango regione alpina ad arbores. Alt. + 2950 m s. m. — 9. 5. 1894. (No. 532.) Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh ad arbores supra »Kandang- Badak«. Regio alpina, alt. +2500 m s. m. — 10.7. 1894 (c. per.). (No. 533.) *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. = 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. per.). (No. 534.) Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad arbores. Regio alpina, alt. + 2800 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. per.). (No. 535.) Formae transitoriae ad formam virescentem. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum» ad arbores. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 2. 5. 1894 (c. fr.). (No. 536.) Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arbores. Regio nubium, alt. 2140 ın s. m. — 2. 5. 1894. (No. 537.) Forma virescens. Speciminibus majoribus formae typicae similis sed olivacea vel flavo-olivacea vix rubescens. Cellulae pleraeque haud sinuatae magis aequaliter sed valide incrassatae. Folia caulina saepe inveniuntur apice retusa vel imo subemarginata. Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium; alt. 2125 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 538.) Ibidem: Alt. +2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 539) " Java: Prov. Preanger. Apud fontes calidos supra »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arbores. Regio nubium, alt. 2140 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 540.) Plantae Indicae. Series 1. 197 80. Jamesoniella ovifolia Schftn. Ab Jam. flexicauli semper primo visu distinguenda colore nunquam rubro! sed plus minus fusco et nitore omnino nullo foliorumque perigonialium figura. Valde variabilis est quoad magnitudinem coloremque mox dilute viridem mox plus minus atrofuscum. In plantis Javanicis Sumatranisque folia involucralia nun- quam adeo incisa et amphigastria involucralia tam magna inveni, quam in planta originali Amboinensi. Utut sit, folia involucri in Jamesoniellis plerisque quam maxime variant. Formae minores a Jam. affini aegre separande. *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 2200 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 541.) Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad arbores. Regio alpina, alt. + 2500 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. per.). (No. 542.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 2320 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 543.) *Ibidem: Alt. 2360 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 544.) - Forma virescens. Planta minus robusta plus minus olivacea, foliis subexplanatis. Formis intermediis cum forma typica magna robusta fusca connexa. Plantae minores ad varietatem sequentem accedunt. Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (No. 545.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 27. 4. 1894. (No. 546.) Var. minor n. var. Planta multo minor, olivacea fuscescens vel rufofusca. Trigonis in cellularum angulis subminoribus. An praebeat transitum ad Jam. affinem ? *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1500 m s. m. — 21. 4. 1894. (No. 547.) *Ibidem: Alt. 170m s. m. — 24. 4. 1894 (pl. d). (No. 548) *Java: Prov. Preanger. In silvis ‚Primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1575 m s. m. — 28. 4. 1894. (No. 549.) *Java: Proy. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dietum » Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. 1740 m s. m. — 2. 5. 1894. (No. 550.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 1720 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 551.) Var. latifolia n. var. E formis minoribus vix 2 cm longa, olivacea rufescens; folia latissime ovata apice retusa. Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan; in confinibus superioribus vegetationis arbo- rum ad cortices. Regio nubium, alt. + 1800 m. s. m. — 14. 2. 1894 (c. per. jun.). (No. 552.) 81. Jamesoniella affınis n. sp. Dioica. E minoribus generis. Caespitosa prostrata parce radicellosa, olivacea fuscescens persaepe ad foliorum apices et perianthia conspicue rubro-tincta, haud.nitens. Planta ad 2:5 cm longa gracilis autem cum foliis explanatis 25 mm lata subsimplex, e ventre stolonifera. Folia subtransverse inserta densa cavissima ovata (explanata 13mm longa 1'’lmm lata). Cellulae subrotundae stellatim sinuosae 17 Semel*inveni” plantas nonnullas subrubentes, sed in his erat cellularum lumen tantum colore quodam rubro tinetum, nec — - etiam- interstitia, ut esse solet in Jam. flexicauli et rarius in Jam. affıni. 198 V. Schiffner, parietibus tenuibus sed trigonis magnis rotundis lineis tribus in medio convergentibus (ut esse solet in Jam. ovifolia) obviis sed minus conspicuis; cellulae e medio folio 0'032 mm diam., trigona 0-01 mm diam. Inflorescentia ? a caule procumbente geniculato-ascendens, interdum innovatione pseudo- dorsalis. Folia involucralia caulinis majora late-ovata apice saepe retusa marginibus (praecipue ad basin) vario modo inciso-pauci-laciniatis vel incisodentatis, amphigastrium involucrale foliis minor vel multo minor quoad formam et magnitudinem quam maxime variabile, ovato-lanceolatum ad late- ovatum simplex vel bifidum et vario modo inciso-laciniatum saepissime una latere cum folio involucrali adjacente plus minus alte connatum. Perianthium pro plantae gracilitate magnum ovatum ad 3 mm longum 1'7 mm latum fere ad basin profunde 5—6-plicatum ore pallidum contractum ciliatum, sub ore saepissime amoene purpureo-tinetum. Sporogonium juvenile tantum vidi. Planta S in uno eodemque caespite cum 9, simillima vix multo gracilior. Folia perigonialia densa plurijuga spicam terminalem vel saepius intercalarem formantia basi valde saccato-excavata sed haud lobulo dorsali quodam aucta. Antheridia magna solitaria. Species affinis Jamesoniellae ovifoliae sed magnitudine et gracilitate formis majoribus J. microphylae similis, differt a priore ceterum colore saepe rubro quodam immixto foliis duplo fere minoribus, cellulis minoribus, trigonis duplo fere minoribus lineis tetra&drice conniventibus multo minus conspicuis. J. micro- phylla primo visu distinguenda est colore saepissime intense kermesino, foliorum forma, foliis involucra- libus integerrimis, perianthio longe tubuloso apice tantum plicato. Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan; ad confines superiores vegetationis arborum ad cortices. Regio nubium, alt. ++ 1800 m s. m. — 14. 2. 1894 (ce. per. et pl. d'). (No. 553.) Java: Prov. Preanger. Ad lacum vulcanicum »Telaga bodas« ad terram. Regio nubium, alt. 1660 m s. m. — 15. 2. 1894 (ce. per. et pl. d). (No. 554.) 82. Jamesoniella microphylla (N. ab E.) Schffn. n. sp. (= Jungermania flexicaulis var. microphylla N. ab E.) Dioica. E minoribs. generis. Caespitosa terrestris erecta parce radicellosa plerumque intense purpurea vix nitens. Planta 10—15 mm longa (rarius ad 25 mm) subsimplex gracilis cum foliis expla- natis 15 mm lata parce stolonifera. Folia densa subtransverse inserta sursum conversa cavissima latissime cordata haudraro '/),—"/, latiora quam longa (explan. 1'2 mm longa, 15 mmrlata). Cellulae ut in J. affini sed paulo minores, trigonis magnis rotundatis lineis tribus tetrahedre in medio convergentibus minime con- spicuis notatis. Inflorescentia ? apicalis raro innovata. Folia involucralia caulinis vix majora late-ovata integerrima cavissima, amphigastrium involucrale nullum. Perianthium longe tubulosum 3 mm lon- gum 0°6 mm latum teres apice tantum plicatum, intense kermesinum ore contracto pallidum breviter eiliatum. Capsula ovato-cylindrica 1'’1 mm longa, 0:38 mm lata atrofusca, valvulis angustis lanceolatis, 4-stratosis. Seta + lO mm longa. Elateres valvularum parte superiore longe adhaerentes sanguinei longissimi (0:4 mm) tenuissimi (00043 mm) bispiri spiris rubrofuscis laxe tortis filiformibus. Sporae lae- vissimae 00071 mm rubrofuscae. Planta Ö in uno eodemque caespite cum pl. ?, a sterilibus vix diversa, folia perigonialia 6—10 juga intercalaria a caulinis minime diversa, basi magis cavata minora, antheridia 2—3 magna foventia. Species distinctissima habitatione semper fere terrestri, statura, colore, foliorum et perianthii forma necnon involucro. *Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh; infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. + 2700 m s. m. — 10. 7. 1894 (c. per. jun.). (No. 555.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut ad terram. Regio nubium, alt. # 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (c. per.). (No. 556.) “Java: Prov. Preanger. Infra lacum vulcanicum »Telaga bodas« ad terram secus viam. Regio nubium, alt. 1650 ın s. m. — 15. 2. 1894 (c. per.). (No. 557.) Plantae Indicae. Series I. 199 Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad terram secus viam. Regio nubium, alt. 1550— 1680 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr. egresso). (No. 558.) *Ibidem: Secus viam in silva. Regio nubium, alt. 1760 m s. m. — 14. 2. 1894 (c. fr.). (No. 559.) Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi ad lavam in decliv. boreali-occid. Regio nubium, alt. 1530 m s. m. — 31. 7. 1894 (ce. per.). (No. 560.) *Ibidem: Ad terram. Regio nubium, alt. 2120 m s. m. — 31.7. 1894 (c. per.). (No. 561.) Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad viarum cavarum latera supra vicum Kotta bahru. Regio pluvialis, alt. 1100— 1200 n s. m. — 30. 7. 1894. (No. 562.) *Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi ad terram. Regio alpina, alt. + 2400 m s. m. — 30. 7. 1894 (c. per.). (No. 563.) *Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad Leptospermi truncos prope lacum vulcanicum. Regio alpina, alt. + 2800 m s. m. — 25. 7. 1894 (ce. per.). (No. 564.) *Ibidem: Ad terram paludosam prope lacum vulcanicum. Regio alpina, alt. +2800 m s. m. — 25.7. 1894 (c. per.). (No. 569.) Var. @racilis n. var. Major, ad 2:5—3 cm longa haud raro innovata innovationibus iterum fertilibus, foliis latioribus (!/, latiora quam longa). Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong, secus viam supra pagum Tugu ad saxa. Regio plu- vialis, alt. 1160 »» s. m. — 5. 1. 1894. (No. 566.) Ibidem: Alt. 1350 m s. m. — 5. 1. 1894 (e. per.). (No. 567.) *Java: In monte Pangerango; loco dicto »Lebak-Saät« ad rupes. Regio nubium, alt. 2190 mn s. m. — 9.5. 1894. (c. ft. egresso). (No. 568.) Var. minuta n. var. Omnibus partibus multo minor, viridis parum rubens. Planta cum perianthio vix 5 mm foliis plus duplo minoribus, ceteris notis autem cum typo omnino congruit. *Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894. (c. per.). (No. 569.) 83. Jamesoniella tenuiretis n. Sp. Sterilis. E majoribus ad 3 cm longa cum foliis explanatis 4 mm lata. Caespitosa repens olivacea vel subfuscescens haud nitens ventraliter innovans sed ad speciem dichotoma (ob innovationem cauli sub- aequalem), usque ad apicem radicellorum pallidorum fasciculis brevibus instructa. Folia oblique inserta densa assurgentia vel subpatentia oblongo-ovata 2:2 mm longa, 1'6 mm lata. Cellulae subro- tundae (haud sinuosae) subincrassatae, submarginales 0:026%x 002 mm versus basin majores. Amphi- gastria nulla. Quamquam omnino sterilis haud dubito, quin sit ad Jamesoniellam ponenda. An sit forma quaedam anomala caule radicelloso-repente et areolatione ab omnibus congeneribus aberrans? *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad decliv. orient. ad arbores. Regio nubium, alt. 1640 m s. m. — 24. 7. 1894. (No. 570.) Sumatra occid.: In monte ignivomo Merapi infra craterem ad radices et truncos fruticum. Regio alpina, alt. + 2600 m s. m. — 31.7. 1894. (No. 571.) 84. Anastrophylium contractum (Reinw., Bl. et N.ab E.) Schffn. *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum »Artja« in silva primaeva ad arbores. Regio pluvialis, alt. 1170 m s. m. — 7. 4. 1894 (forma minor, c. per.). (No. 572.) Java: Prov. Preanger. In silvis primaevis secus viam ad locum dictum »Tjiburrum« prope Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1575 m s. m. — 28. 4. 1894 (c. per.). (No. 5783.) 200 V. Schiffner, *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dictum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. 1780 m s. m. — 2. 5. 1894 (pl. 0’). (No. 574.) Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Darajat« prope Garut. Regio nubium, alt. + 1730 m s. m. — 12. 2. 1894 (e. fr. et S). (No. 575.) Var. virescens n. var. Forma magna colore pallide olivaceo, foliis patenti-explanatis, cellulis minus incrassatis et rhizoidis crebris insignis. Quamquam re vera ventraliter innovans planta saepe ad speciem quasi dichotoma apparet (simili modo ac Jamesoniella tenuiretis). Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arborum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 20. 4. 1894 (c. per. jun.). (No. 576.) 85. Anastrophyllum piligerum (N. ab E.) Spruce. *Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra Tjibodas ad arborum truncos. Regio nubium, alt. 1540 m s. m. — 21. 4. 1894 (cum Anastr. contracto). (No. 577.) Java: Prov. Preanger. In decliv. austral. montis Pangerango; in silvis primaevis supra locum dictum »Tjiburrum« ad arbores. Regio nubium, alt. 1740 mm. s. m. — 2.5. 1894 (c. per.). (No. 578.) *Ibidem: Alt. 1780 m s. m. — 2.5. 1894 (c. per.). (No. 579.) Ibidem: Alt. 2140 m s. m. — 2.5. 1894. (No. 580.) *Sumatra occid.: In monte Singalang; in silvis primaevis ad latus austro-orient. ad arbores. Regio alpina, alt. +2500 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 581.) Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad arbores. Regio alpina, alt. +2700 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 582.) Ibidem: Alt. 2800 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 583.) Forma tenerior. Omnibus partibus minor et tenerior, saepe duplo minor, quam forma normalis. Java: Prov. Batavia. In agro Buitenzorgensi, Kotta-Batu ad arbores. Regio calida, alt. + 300 m s. m. — 7.2. 1894 (c. fr. egresso). (No. 584.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Salak in faucibus torrentis Tjiapus ad arbores. Regio pluvialis, alt. 790 m s. m. — 28. 1. 1894 (c. per.). (No. 585.) *Java: Prov. Batavia. Ad decliv. septentr. montis Pangerango apud locum dictum »Artja«; in silva primaeva ad terram inter frutices. Regio pluvialis, alt. 1040 m s. m. — 7. 4. 1894 (c.per.). (No. 586.) *Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. 1250 ın s. m. — 5. 1. 1894 (c. per). (No. 587.) *Java: In montis Pangerango regione alpina ad arbores. Alt. 2880 »» s. m. — 9. 5. 1894 (c. per.). (No. 588.) *Java: Prov. Preanger. In deeliv. austral. montis Pangerango; in horto montano »Tjibodas« ad arbo- rum truncos. Regio nubium, alt. + 1420 m s. m. — 20. 4. 1894 (c. per.). (No. 589.) *Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad arbores. Regio alpina, alt. + 2800 m s. m. — 25. 7. 1894. (No. 590.) 86. Anastrophyllum vernicosum n. sp. Dioicum. Caespites profundos molles formans. Planta erecta vel plus minus prostrata fere eradiculosa maxima ad 10 cm longa (saepe autem minor) parce ventraliter ramosa, badia, siccaintense vernicosa fere tereti-foliosa. Folia sursum secunda cavissima latissima 3 mm longa, 2'S mm lata, basi late cordata caulem amplectentia ultra medium (ad fere ?/,) inaequaliter bifida sinu acuto in fundo brevi spatio carinato-plicato, lobo ventrali duplo latiore late trigono acuto (nee cuspidato), dorsali minore angustiore a ei sul zu Plantae Indicae. Series I. 201 acuto; margines omnino integerrimi omnes (praecipue margo ventralis semicircularis) valide incurvi. Cellulae apicales stellatim sinuosae 0:022 mm diam. medianae et basales sensim duplo vel triplo longiores interstitiis Jumine aequimagnis vel imo majoribus. Inflorescentia ? saepe innovata folia involucralia a cau- linis haud diversa marginibus integerrimis. Perianthium oblongo-ovatum ultra 4 mm longum, 1'7 mm latum alte 6—8-plicatum ore contracto haud decolorato inciso-laciniatum laciniis anguste trigonis spinoso-dentatis (nee ciliatis). Capsula parva ovalis 1:2 mm longa brunnea valvulis muticis; seta vix 7 mm longa. Sporae luteo-fuscae O0 0017 mm diam minutissime muricatae. Elateres tenuissimi 0°5 mm longi, 0°0007 mm lati bispiri spiris fusco-rubris fili- formibus laxe tortis. Planta d in uno eodemque caespite cum 9, sterili simillima vel saepe minor gracilior; folia perigo- nialia intercalaria S-plurijuga caulinis similia minora autem, lobo dorsali minore angustiore basi saccato- cavo apice plerumque reflexo, antheridia magna 2 (rarius 1) foventia. Species speciosa notis laudatis facillime ab Anastrophyllo piligero affinibusque distinguenda. Quoad magnitudinem aliquantum variat. “Java: Prov. Batavia. In regione superiore montis ignivomi Gedeh ad arbores supra Kandang-Badak. Regio alpina, alt. + 2500 m s. m. — 10.7. 1894 (c. per.). (No. 591.) *Java: In montis Pangerango regione alpina ad arbores. Alt. 2975 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. per.). (No. 592.) *Ibidem: Inter frutices in cacumine montis. Alt. 2985 m s. m. — 9. 5. 1894 (c. per.). (No. 598.) Sumatra occid.: In cacumine montis Singalang ad arbores. Regio alpina, alt. + 2800 m s. m. — 25. 7. 1894 (c. fr.). (No. 594.) 87. Anastrophyllum cephalozioides n. sp. (=Jungermania piligera N. ab E. var. minor N. ab E. [p. p.=pl. 2] + var. tenerrima N. ab E. [= pl. J)). Dioicum. Tenerrima species inter congeneres, inter muscos vix caespitans olivacea fuscescens. Planta sterilis et d subsimplex ad 28 mm longa tenuissima capillaris Cephaloziellam aemulans; caulis fuscus tenax flexuosus eradiculosus remote foliatus. Folia minima 0°33 min longa, 0:29 mm lata (vel majora) valde remota subtransverse inserta subcomplicata ultra medium bifida sinu fere rectangu- lari basi obtuso lobis acute trigonis divaricatis. Cellulae apicales O-O16 mm versus basin submajores et magis elongatae, subsinuatae valde et fere aequaliter incrassatae. Planta ? (in herb. Neesiano visa) robustior iteratim innovata innovationibus iterum fertilibus ultra 20 mm longa. Folia ad basin ramo rum illis plantae sterilis quoad formam magnitudinem areolationemque omnino similia versus inflores centiam autem sensim multo densiora et 2—3-plo majora caulem amplectentia sinu angustiore fissa lobis cuspidatis omnino aliter areolata; cellulae apicales nempe magis sinuatae magis incrassatae, medıanae et basales oblongae stellatim sinuatae interstitiis Jumine aequimagnis. Folia subfloralia margine dorsali hic illic denticulo armata. Folia involucralia multo majora latiora subundulata 2—3-fida margine (praecipue dorsali) plus minus dentata. Amphigastrium involucrale haud inveni. Perianthium ovatum ad 2 mm longum pluries plicatum ore contracto ciliatum. Planta d femineae haud associata (ut videtur). Folia perigonialia caulinis omnino similia basi autem magis excavata antheridium singulum magnum foventia. Speciem curiosissimam teneritate insignem pro statu juvenili speciei cujusdam aliae haberes, sed organorum sexualium praesentia repugnat. Me haud omnino persuasum esse confiteor, quin sit surculum ? supra descriptum hujus loci, sed in herbario Neesiano asservatur promiscue cum surculis sterilibus certe ad speciem nostram pertinentibus. *Java: Prov. Preanger. In monte ignivomo Papandayan ad viae latera in silva. Regio nubium, alt. 1550— 1650 sn s. m. — 14. 2. 1894 (pl. d’). (No. 595). Java: Prov. Preanger. In Cinchoneto »Daradjat« prope Garut at arbores. Regio nubium, alt. + 1730 ın s. m. — 12. 2. 1894 (inter Anastr. contractum). (No. 596.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. [8 {or} 202 V. Schiffner, 88. Anastrophyllum Sundaicum n. sp. Dioicum. Parvum tenerum flaecidum caespites formans laxos inter alias Hepaticas et Muscos majores, suberectum, pallide virens hie illie (praecipue perianthia) rubescens, siccum fusco flavum. Planta fere eradiculosa e caudice repente pallido, stolonifera, caule tenero pallido subcarnoso, laxe foliota 10—15 mm longa cum foliis explanatis = 2 mm lata. Folia oblique inserta flaccida patentia vel subrecurva basi semiamplectente rotundata vix complicata ad medium fere bifida sinu fere rectan- gulari basi subacuto lobis subaequalibus acute trigonis. Cellulae rotundatae vix sinuosae 0:022xX 0:02 mm mediae et basales submajores fere aequaliter parum incrassatae trigonis non tantum evolutis. Am- phigastria (in involucro) et saepe juxta folia subinvolucralia obvia, parva subrectangularia vel emarginata uno latere alte cum folio adjacente connata. Folia subinvolucralia ceteris caulinis similia sed sensim majora. Inflorescentia ? saepissime innovatione suffulta. Folia involucralia patula magna oblata ad '/, longitudinis lacero 3—5-fida marginibus hic illic dentata. Amphigastrium invol. magnum '/, foliorum invol. adaequans vel superans uno latere cum folio adjacente alte connatum late ovatum bifidum sinu obtuso hie illic dente auctum. Perianthium ovatum pro planta magnum + 2 mm longum alte 6-plicatum supra saepe rubens ore subcontracto decoloratum ciliatum. Plantam d non vidi. Ab Anastrophyllo puniceo (N. ab E.) Spruce et A. recurvifolio (N. ab E.) Steph. affinibus differt sta- tura majore, foliis profundius bifidis aliter areolatis, ab A pumiceo insuper flacciditate, colore, caule tenero pallido, ab A recurvifolio foliorum marginibus haud dentatis. Pertinent species illae tres supra laudatae ad sectionem propriam vel subgenus Anastrophylli valde ad Jungermaniae (Lophoziae) genus accedentem. Abhorrent enim hae plantae ab Anastrophyllis propriis statura pusilla foliis haud complicatis suboblique insertis basi caulem non adeo amplectentibus, quibus notis cum Lophoziis conveniunt a quibus autem diversae sunt stolonibus obviis, caule erecto eradiculoso e caudice repente orto (nec repente). Sectionem hanc novam nomine: Lophoziella saluto. Java: In montis Pangerango regione alpina; in cacumine montis inter frutices. Alt. 2985 m s. m. — 9.9. 1894 (c. per.). (No. 597.) Var. Singalanganum n. var. Differt a typo foliis minus profunde bifidis, foliis involucralibus et subinvolucralibus grosse dentatis. “Sumatra occid.: In monte Singalang; in regione inferiore ad arbores. Regio nubium, alt. 1800 m s. m. — 26. 7. 1894. (No. 598.) 89. Anastrophyllum puniceum (N. ab E.) Spruce. “Java: Prov. Batavia. In monte Megamendong ad saxa secus viam supra pagum Tugu. Regio plu- vialis, alt. 1250 m s. m. — 5. 1. 1894 (ce. per.). (No. 599). Ibidem: Alt. 1300 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. per.). (No. 600.) Ibidem: Alt. 1350 m s. m. — 5. 1. 1894 (ec. per.). (No. 601.) Ibidem: Alt. 1400 m s. m. — 5. 1. 1894 (c. per.). (No. 602.) 90. Lophozia dubia n. sp. (Jungermania dubia.) Sterilis. Inter caespites Hepaticarum terricolarum (Aploziae Stephanii, Scapaniae etc.) repens, pallide viridis ad speciem iterum dichotoma re vera ramis lateralibus ex axilla folii ortis. Caulis repens subtus ad apicem usque radicellis longis pallidis instructus, fuscus apices ramorum versus pallidus, dense foliatus ad 2cm longus cum foliis explanatis ad 2:8 mm latus. Folia basi lata oblique inserta subexplanata vel canaliculata late-ovata 1'6 mm longa, 13 mm lata, biloba (rarissime triloba), sinu + /, longitu- dinis obtuso, lobis subinaequalibus (ventrali paulo majore) late trigonis acutiusculis. Cellulae ellipticae vix Sinuatae trigonis conspicuis 0:03xX 0'023 mm. Folia terminalia ad apices loborum gemmass unicellulares pallidas proferunt. Amphigastria nulla. Cetera non vidi. ec A a Te 4 Plantae Indicae. Series I. 203 Arctissime affinis Lophoziae ventricosae nostrati et forsitan ab illa vix diversa est haec planta tropica; diserimina gravioris momenti desiderantur ab organis sexualibus adhue ignotis. Utut sit, interea pro specie propria habeatur, peccatur enim magis in confundendis quam in discriminandis rerum naturae cognitionibus. *Java: Prov. Preanger. In regione superiore montis ignivomi Gedeh ad terram infra craterem. Regio alpina, alt. + 2700 m s. m. — 10. 7. 1894 (in caespitibus Aploziae Stephanii). (No. 603.) Sumatra occid.: Ad decliv. oceid. montis ignivomi Merapi in silva primaeva ad terram. Regio nubium, alt. 1760 ın s. m. — 30. 7. 1894 (sterilis cum Aplozia Stephanii ete.). (No. 604.) Ibidem: Infra craterem ad terram. Regio alpina, alt. + 2600 m s. m. — 31.7. 1894. (No. 605.) 91. Lophozia (?) Sumatrana n. sp. (Jungermania (2) Sumatrana.) Sterilis. E majoribus, laxe caespitosa subcarnosa e basi repente erecta, pallide viridis +2 cm longa cum foliis explanatis 3 mm lata, ventraliter ramosa. Caulis basi repens rhizomoideus efo- liosus dense radicellosus caules secundarios erectos subcarnosos pallidos fragiles foliosos parce radicellosos vel fere eradicellosos emittens. Folia fragilissima saepissime partim praefracta densa, basi lata oblique inserta erecto patentia subplana dorso decurrentia eircuitu subquadrata 16 mm longa, 1’2 mm lata, sinu latissimo fere ad '/, longitudinis bifida, lobis inaequalibus (ventrali majore) acute trigonis cuspidatis (cuspide cellulis 2 elongatis superpositis formata) marginibus undulato-subrepanda, margine ventrali saepe repando-dentato. Cellulae magnae subquadratae 0:036x0'032 mm aequaliter subincrassatae fere leptodermicae trigonis nullis. Amphigastria nulla. Cetera desiderantur. Species notis laudatis etiam in statu sterili facillime dignoscenda a ceteris Lophoziis abhorret caulibus erectis e basi rhizomoidea ortis et ventraliter ramificatis et forse proprii generis Plagiochilae magis, quam Lophoziae affinis typus est. Foliorum indole optime cum Zophozia convenit. Sumatra occid.: Ad decliv. occid. montis ignivomi Merapi in silva primaeva ad terram. Regio nubium, alt. 2050 m s. m. — 30. 7. 1894. (No. 606.) —tarn I Der 205 BAHNBESTIMMUNG DES KOMETEN 1847 V (BRORSEN) VON Prm. Dr. ANTON SCHOBLOCH. VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 10. FEBRUAR 1898.) Der Komet 1847 V wurde am 20. Juli von Brorsen in Altona entdeckt und am 12. September von Rümker in Hamburg zuletzt beobachtet. Während dieser Zeit wurden Beobachtungen erhalten in Altona von Brorsen, Kremsmünster von Reslhuber, Berlin von Encke, Twickenham von Hind, Bonn von Argelander und Schmidt, Paris von Faye, Hamburg von Rümker, Wien von Hornstein und Littrow. Königsberg von Wichmann, Dieselben sind veröffentlicht in A. N. XXVI, XXVII, XXIX Bishops Obs., Königsberger Beob. XXIX, Ann. de l’Obs. de Paris XIX, Ann. der Wiener Sternw. IV. Zu diesen in Galle Cometenbahnen gegebenen Quellen tritt noch eine von August 13. bis September 12. reichende Beobachtungsreihe von Kremsmünster aus Ergänzungsband der A.N., deren Mittheilung ich Herrn Prof. Kreutz verdanke. Zur Beurtheilung der Sichtbarkeitsverhältnisse des Kometen mögen folgende Bemerkungen der Beob- achter dienen: Altona, Juli 21.—25. Komet ungemein schwach. Bonn, Aug. 5.—18. » sehr hell, am 12. Schweifentwicklung, am 17. 14"5" Schweif mindestens 15’ lang. Königsberg, » TE » hell, aber gross und verwaschen. » 18. » sehr gross und hell. » 322. » sehr hell, deutlich Spuren eines Schweifes. Paris, » 8) » rund, hellere Stelle gegen die Mitte » 10. » ziemlich hell, lichtere Stelle gegen die Mitte. » 11. » etwas heller, keinen ausgesprochenen Kern. Twickenham, Juli 26. » sehr schwach 2° Durchmesser. » 27. Kleine Nebelmasse mit einer Verdichtung im Centrum. Aug. 7. Runde » ‚schwache » » » » 9. Sehr viel heller. 206 Die Beobachtungen liessen sich durch eine Parabel nicht darstellen. Quirling fand aus 3 Beob- achtungen eine Ellipse von 124 Jahren Umlaufszeit, d’Arrest aus Beobachtungen bis August 17. eine solche von 75 Jahren, Gould und Hind aus je 3 Normalörtern Ellipsen von 81 und 99 Jahren Umlaufszeit. Bei diesen Berechnungen kamen ältere Vergleichsternpositionen und Sonnenörter in Anwendung, auch Anton Schobloch, wurden die Wiener und Kremsmünsterer Beobachtungen nicht berücksichtigt. Im Folgenden gebe ich die Resultate meiner Untersuchung über diesen Kometen. Es mögen zunächst die Constanten für die mittleren Tage 1847, welche nach Oppolzer's Tafeln berechnet wurden, angeführt werden. en f log g G log h H 1 12h mittl. Par. Zeit Juli 20. +30"066 120054 | 35°35'3 1'29609 | 154° 7'8 | +3'749 21. "195 755 26°2 | || 3'867 22. "324 857 17'0 573 | 752 17° 2 3'985 23. "452 958 728 525 | ı5I 21°8 4'105 24. "581 1'21000 34 58°7 477 | 150 25°5 4'221 25. "708 100 49°5 425 | 149 30'0 4'335 2b. "835 260 40" 2 374 | 148 336 4'449 27. "963 359 3zUro 322 | 147 37'2 4'563 28. 31'090 459 A 270 | 146 40'8 4'677 29. "207 547 1362 216 | 145 44'2 4'786 30. "324 035 4'7 162 | 144 47'06 4'894 31 "441 23 33 506'2 108 | 143 51 0 5'002 August 1. "558 8ı1 47°7 053 | 142 545 5'110 => "073 898 39'2 128998 | 141 506°8 5'213 32 "788 985 30:6 942 | 140 59'0 Bed, 4. "904 1'22072 220 886 | 140 1°3 5'420 5- 32 019 159 13°5 30 | 139 5'0 5'523 6. “129 240 54 TA TS SEE 5'620 7- 239 320 | 32 57°3 | en 5716 8. "348 401 49*2 662 | 136 9'9 5'813 9. "458 482 4I°I 605 | 135 120 5'909 10. "505 560 3333 550 | 134 12°8 6000 II. 671 039 25'5 494 | 133 13'060 6'090 12. "778 712 176 438 | 132 14°5 6°180 13. "884 796 9°8 382 | 132070923 6'271 14. "985 871 2'4 328 | 130 15°9 6355 15. 33'085 946 | 31 54'9 275 | 129 ı6°5 6'438 16. "185 1'23021 OR 221 | 128 17°0 6° 521 17. 286 096 40'0 167 | 127 176 6604 T& "382 165 33°0 116, |,.1226,1720 6680 19. "477 235 26°1 064 | 125 16'4 6'756 20. "572 305 19'2 012 | 124 158 6'832 21. 668 374 1222 1279017. 723 208.25 6°909 22. ‘758 441 5'8 os, 1722 144) 6'977 23. "848 508 30 59'4 868 | ı2zı 13°6 7'045 24. "938 575 53'0 821 | 120 12°9 az) ZIB% 34'027 642 46'6 717142 \ 2791222 7'180 26. "114 708 40°6 732, TTS 104 7'240 27. "200 7173 34'7 690 | 117 83 7'301 28. "287 839 28°7 645 | 116 6°4 7362 29. "374 905 22"8 607 | 115 44 7'422 30. “455 968 17'4 572 | 114 2°3 7'474 31 "536 1'24031 11'9 530, Kıı3 00©2 7'525 September 1. "617 095 6°5 500 | ııı 581 7'576 2: 698 158 1620) 465 | ııo 56°1 7'628 + ‘778 220 29 56'0 438 | 109 53'0 7'672 4. "858 283 51 4Io | 108 49°8 TaTıS Be "938 345 46'2 382 | 107 466 7'758 6. 35'017 408 41'2 354 | 106 43°5 7'802 7. "092 470 36°8 334 | 105 40°4 7'836 3 168 533 32'4 314 | 104 37'2 7'870 9. "244 595 27°9 294 | 1053 34'0 7'904 10. "319 657 23°5 274 | 102 30'9 7'938 Er "394 720 19°6 263 | 101 26°8 7'963 12. "4069 783 ES, 252 | 100 22°8 7'988 13% "544 846 118 240 99 18 8 8'014 14. +35619 1724909 2069 1'27229 98 14°7 —+38°039 F Komet 1847 V (Brorsen). 207 Länge, Breite und Entfernung der Sonne wurden nach Leverriers Tafeln von 2 zu 2 Tagen direct berechnet und für die Zwischenzeit interpolirt. Die auf das mittlere Äquinoctium 18470 bezogenen Werte sind: 1847 ° - B IR 1847 - ızh mittl. Par. Zeit 2 | E r2lı mittl. Parr Zeit © & er | Juli zo. 117°33' 24'061 + 0'14 0°0008758 August 17° ı44°22'57'80| + 0'31 0'0051429 2 118 30 41°47 "25 000068358 18° 145 20 43'12| "41 00050535 ; 22. 119 27 58:69 37 © 00067942 19° 146 18 29'52 "51 0°0049627 23- 120 25 16'28 :39 00007511 20° rEr0Er0207, "50 0°0048708 3 24. 121 22 34'38 “4I 00067067 21° 148 14 5'062 49 00047778 25. 122 19 53°13 44 00066608 22: | 48 0'0046838 i 26. 723,17 12.50 "46 o'o0o66135 235 ı0o 9 46'91 47 0'0045890 27% 124 14 32065 so 00065649 24° 0 7,39074 38 0'0044934 28. 125 ıı 5360 "28 00005150 AS ı 2 5 34°08| 28 0°0043909 29. 120 Kg 1587 "19 000040639 26" 13 3 29°99| 19 0°0042997 30. 127 0 38°57 SIT 0'0004113 27: 1 a Gr 09 0'0042017 314 E28 4. 261 — 0'02 00003572 28- 14 59 26°7 | — 0'03 0°0041029 s e 12 E 297 Se, 0006301 297 el FE nn 0210932 Augu I x & s8 u er a Se 2 55 Sehe zu > 3; 130 56 21'49 "36 00061854 31 17 53 35°30 37 0'0038014 E 4- 131 53,502 "43 0°0061247 | September I |ı 8 5ı 42°05 41 0'0036992 5: 132 5I 20'38 "49 00060622 2. ı 9 49 5070 "44 00035959 6. 133 48 51'82 "55 0°0059976 3% 160 48 1'32 "48 0°0034914 vB 134 46 2453 "61 00059310 4 ı61 46 13'093 "5ı 0°0033857 8. 135 43 58'48 "55 00058022 Se 162 44 28°61 "44 0°0032787 9. 130 41 33°70 "48 0°00579I1I 6° 103 42 45'°29 "36 0'0031702 10. 137 39 10°31 "44 0'0057178 7 164 41 3°96 "29 00030600 Bart: 138 36 48°13 "39 00050421 & 165 39 24'506 21 0'0029483 12% 139 34 2705 2 00055041 9° 166 37 47'02 09 0'0028352 133 140 32 7'09 “14 0°0054838 10° 167 36 1128| + 004 0°0027205 14. 141 29 4818 "12 00054015 Er: 168 34 37'2 16 0'0026044 Te 142 27 30'34 —+- 0'09 00053171 12° 169 33 4°96 29 0'0024869 16. 143 25 13°54 "20 0°:0052309 23% 1700310, 34.27 38 0°0023(79 Daraus ergaben sich mit der mittleren Schiefe der Ekliptik: a — 23°27'33'26 folgende auf den mittleren Äquator und das mittlere Äquinoctium 1847.0 bezogene Sonnencoordinaten: er x y z ızh mittl. Par. Zeit Julıs=220:. — 0'°47001IIo —+ 0'826 2530 —+ 0'358 5670 2T. 0'484 9082 0'818 8780 0'355 3672 22. 0'499 6676 0'811 2730 0'352 0674 23. 0'514 2854 0'803 4417 0'348 6691 24. 0'528 7580 0'795 3852 0'345 172 25. 0'543 0816 0'787 1052 0'341 5799 | 26. 0'557 2522 0'778 6043 0'337 8908 27. 0'571 2058 0'769 8848 0'334 1004 28. 0'585 III 07060 9487 0'330 2278 29. 0'598 8087 0'751 7978 0'326 2562 30. 0'612 3303 0'742 4345 0'322 1924 Ehe 0'625 6799 0'732 8612 0'318 0373 August ı 0638 8537 0'723 0804 0313 7921 2 0'651 8478 0'713 0946 0'309 4580 3 0'604 6584 0°702 9000 0'305 0359 4 0'677 2820 0'692 5170 0'300 5270 5 0'689 7145 0'681 9303 0'295 9324 6. 0'701 9519 0'671 1486 0'291 2531 7 0'713 9902 o 660 1749 0'286 4907 8. 0'725 8252 0'049 0122 o'281 6467 9 0'737 4536 0'637 6636 0'276 7222 Io 0'748 8718 0'626 1320 0°271 7181 11 0'760 0759 o 614 4210 0'266 6362 12 o 77100618 0'602 5342 0'261 4783 13. 0'781 8204 0'590 4753 0'250 2459 14. — 0'792 3604 —+ 0'578 2482 —+ 0'250 9404 Anton Schobloch, (nn Aus Gould’s Elementen i T 1847 Sept. 9:522094 mittl. Pariser Zt. a LAS 8095250822558 19 log q 9:6886618 e 0:9739298 8 27'28 8 59:87 1847 5: 12! mittl. Par. Zeit 2 2 < August 15. — 0'802 6788 —+ 0'505 8566 —+ 0'245 5634 106. 0'812 7606 0'553 3043 0'240 1106 207% 0'822 bog1 0'540 5951 0'234 6018 18. 0'832 2216 0'527 7328 0'229 0200 19. 0'841 5957 0'514 7212 0°223 3745 20. 0'850 7287 0'501 5044 0'217 6049 21. 0'859 6185 0'488 20657 0'211 8936 22. 0'808 2628 0'474 8286 0'200 0624 23. 0'876 6593 0'401 25066 0'200 1725 24. 0'884 Sos5 0'447 5534 0'194 2254 25. 0'892 6991 0'433 7227 0'188 2227 26. 0'900 3380 0'419 7679 0'182 1663 27. 0°907 7197 0'405 0928 0'176 0576 28. 0'914 8417 0'391 5012 0'169 8983 29. 0 921 7020 0'377 1968 0'163 6901 30. 0'928 2985 0'362 7832 0'157 4344 31. 0'934 6290 o 348 2642 O'I5I 1331 September 1. 0'940 6911 0'333 6436 0'144 7880 7 0'946 4826 0'318 9255 0'138 4007 3% 0'952 0012 0'304 II4I 0'131 9728 4. 0'957 2449 0'289 2134 0'125 5063 I 0'962 2115 0'274 2271 0'119 0031 6. 0'966 8990 0'259 1600 0'112 4649 1- 0'971 3053 0'244 0164 0'105 8935 8. 0'975 4289 0'228 8012 0°099 2910 9. 0'979 2680 0'213 5189 0'092 6596 10. 0'982 8214 0°198 1745 0'086 0013 I, 0'980 0875 0'182 7728 0'079 3182 12% 0'989 0054 0'167 3185 0'072 6122 13. — 0'991 7536 —+ 0'151 8166 —+ 0'065 8854 Ekliptik und mitt. Äquin. 18470 ergaben sich die heliocentrischen Äquatorialcoordinaten x = 9:9857664 r sin (170° 45’ y= 99151036 7 sin( 70 2 = 97938776 r sin ( 90 22 ) [6 [8%] mit welchen die folgende Ephemeride von Tag zu Tag gerechnet wurde. 9'84 + v) 93°57 +0) 21'46+v) on BEE Zeit | @ app 5 5 app log p Aberr.-Zeit | logr v Juli zo. ıl4gm 22897 2b 27a 9588532 6m 2289 0'078 1050 | —ı01°32'22'19 21 56 16°87 27 o 51 48 | 9°87779 16:3 0'071 9887 100 51 16 73 228 227 30.709 28 0 49 24 | 9'87050 10-1 0°065 7703 100 9 009 23- Sk) 29 ı 8.04 | 9'86349 4'2 0'059 4474 99 25 29 23 24. te, BAULTE 30 ı 33 20 | 9°85681 5 58°6 0'053 0175 98 40 40 66 25. 27 22'72 31 148 03 | 9'85046 53°4 0'046 4775 97 54 30 49 26. | 36 6-49 32 I 33 21 | 9°84451 48°6 0'039 8252 97 6 55 00 27. | 45 14°84 | 33 027 63 | 9'83897 m 442 | 0'033 0509 96 17 49 62 28. 54 4815 33 58 7 22 | 983389 40'2 | 0o"o26 1706 95 27 10 35 29. 3 4 40°78 | 34 54 7 26 | 9°82931 3060°6 | 0'019 1632 94 34 52 20 30. 5 700807 35 48 o 36 | 9'82526 3335 0'012 0321 93 40 50 24 31. 25 59'44 | 36 39 ı8 39 | 9'82176 30'8 0'004 7744 92 44 59 14 | Komet 1847 V (Brorsen). 209 nn nen 18 | | Zar Be . Zeit 0. app d app log p Aberr.-Zeit | log r v August 1. zhz7m 12530 | 37°27'32"57 | 9°81885 sm 2856 9°997 3875 | — 91°47'13’02 2. 48 4801 38 ı2 14'4I | 9'81656 26°9 9'989 8686 90 47 25'84 3- 4 0 44°79 | 38 52 56°22 | 9°31491 25°0 | 9'982 2155 89 45 3121 4- 13 0°44 | 39 29 12°31 | 981391 24°9 9'974 4258 88 41 22°04 5. 25 32°19 | 40 0 39°45 | 9°81357 24°6 9'966 4972 87 34 51°09 6. 38 ı16°89 40 26 57 81 | 981390 24°% 9'958 4280 86 25 50'2 1: 5I 10'94 40 47 52'23 | 9°81490 250 9950 2166 SINE DA nen 8. 5 4 10'°50 41 3 ı12°o05 | 9'81657 26°9 9'941 8022 83 59 4530 9. 7 TEA, 41 12 51°41 | 9°81890 28'6 9'933 3613 S2rA2ı 21.13 10. 30 10'18 41 ı6 5r’or | 9°82185 309 9'924 7213 81 21 52'78 une 43 230 41 15 14°71 | 9°82544 330 9'915 9359 79 58 5'2 12. 55 44°46 41 8 1230 | 982961 368 9'907 0088 78 30 48'47 13. 6 8 13'160 | 40 55 57°23 | 9:83435 40°5 9897 9428 76 59 50°14 14. 20 25'56 | 40 38 46'33 | 9"83903 44'7 9'888 7418 75 24 57'2 15. 32 19°29 | 40 ı6 59:01 | 9°84541 49°3 9879 4112 73 45 5621 10. 43 52°47 | 39 50 56°27 | 9°85167 54°4 9'809 9580 72 2 32°55 17. 55 370 | 39 2ı o'26 | 9°85835 59"9 9860 3915 70 14 31'10 18. Ta ZIDT 38 47 32'97 | 9'80544 6 5'8 9'850 7233 68 z2ı 36°16 19. KOREA 38 ıo 56'20 | 987288 12°1 9'840 9673 66 23 31°17 20. 26 19°03 37 31 30'67 | 9"838065 18'8 9'831 1411 64 19 59'40 21 35 57'715 | 36 49 30:05 | 988872 25°9 9821 2657 62 10 43°57 22. 45 13°94 | 30 5 30°48 | 9'89704 33°4 9811 3063 59 55 26°42 23- 54 8'306 35 19 30'20 | 9°90559 41'2 9'801 4723 BIRSSEEONES 24. 8 2 4194 | 34 31 49°86 | 9'91434 494 9'791 6184 55 5 39'38 25. 10 55'069 | 33 42 42'58 | 992325 57'9 9'781 8454 52 30 3702 26. 18 50'76 2 52 19°57 | 9°93231 7 0'7 9'772 1989 49 48 29’ 11 278 26 28'29 32 0 50'064 | 9°94148 15'8 9'762 7320 46 59 3'30 28. 33 49°47 31 8 24'30 | 995072 202 9'753 5038 44 2 I0'12 29. 40 55'406 | 30 ı5 780 | 9°90003 348 9'744 5799 40 57 4371 30. 47 47'42 29 2ı 731 | 996937 44'7 9'736 0319 37 45 42'°79 zı 54 2646 28 26 2823 | 9°97873 54'8 9°727 9371 34 26 1146 September 1. 9,01. 153202 27 31 15'43 | 9°98807 8 51 9:720 3771 30 59 2046 2. 7 9:89 | 26 35 33°17 | 9°99739 15°7 9'713 4300 27 25 2708 3- 13 ı6°17 | 25 39 25'44 | 0°000664 26°3 9'707 1985 23 44 59'27 4. 19 ı13'30 | 24 42 56'23 | 0'01532 372 9'701 7475 19 58 29°78 5. 25 200 23 4b 9'43 | 0°02492 48°1 9697 1608 ı6 6 42 08 6. 30 42'96 22 49 9°07 | 0'03390 59'2 9'693 5078 ı2 10 27'84 72 3016272 2I 5I 59'39 | 004275 9 10'2 9'690 8470 8 10 45'74 8. AT AO 20:54 44'84 | 0'05146 DISA 9'689 2226 4 85 40°95 9. 47 4°55 19 57 30'03 | 0:06b001 32'6 9°688 6621 — 0 5 22'831 10. 52 19°34 19 0 19'88 | 006840 43'7 9'689 1752 | + 3 57 506°92 LT. 57 28'42 18 3 19'34 | 0'07660 54'8 9690 7531 8 o 644 2% 10027732201 17 6 33'41 | 0'08462 | Io 5'9 9693 3689 11 59 56'30 13. 7230025 ı6 I0 7'05 | 0'09246 77076) 9°696 9791 | + 15 56 20'98 Von den 81 Beobachtungen des Kometen ist die Mehrzahl ohne Vergleichstern in einer Form gegeben, welche eine Verbesserung ausschliesst. Umso wichtiger schien es mir, auf die Reduction der 25 Beob- achtungen, deren Vergleichstern angegeben ist, die grösste Sorgfalt zu verwenden. Dies sind insbesonders die Königsberger Heliometer-, die Pariser und Wiener Beobachtungen. sterne sind: Die benü tzten Vergleich- Nr. Autorität "OoOovDvos on PD HH "- a. 1847'0 d 18470 2b ggm 11344 |+ 34°52' 3'3 3 3 10:86 34 45 3°5 30310059522 37 51 51°2 3 48 19'45 38 23 41'2 3 49 3054 38 22 37°3 au A40F50, A 51 5 19 26b'o00 A, a Bu20, 202% AL#20 1505 5 28% 20236 AU IS 5505 ee 40 56 430 5,45 7718 41 17 20:70 7'38 20°71 oz 1880 Angenommen 7'30 | + 20'7 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. Red. adl.a. Juli 29.4 254 —3'96 29. ZECE A= 1 August 1. 247 691 2. 244 7'57 2% ZART OT 72 2220 10222 9. 2O8E 11239 9. 2'08 12'406 10. 205 Van I1.+ 1'97—13'14 11.-+ 1'96—13' 32 2 Merid. beob. Wien. 2 >» » » Ag» » Königsberg. 4 >» » » > » Wien. 2 Fund. Cat. AG. & Aurigae. AG. Bonn. 2 Merid. beob. Paris. AG. Bonn. 13 Merid. beob. Paris. 2 » » Königsb. Ep. \Ac. Bonn 4832 » 210 Anton Schobloch, Nr. a. 1847'0 ö 1847'0 Red. ad l.a. | Autorität | 12 sh 53m rgSo6 |—+ 4ı°ır 5'3 | August ız. +1°92—13"56! AG Bonn. 13 6.165 732.08 40 55 53'8 13. 1:85 13'89| 2 Merid. beob. Königsberg. 14 oe 40 31 47°9 14. 1°79 14'09| AG Bonn. 15 ae 39 8 32°0 18. 1'553 14'80| 3 Merid. beob. Königsberg. 16 TS Morzb 238 1 325 19. AO ao AT » > 17 7 45 4174 |-+ 35.48 32°4 22. +1'30—14°60| 4 >» » > Bei Stern 11 dürfte Eigenbewegung vorhanden sein, nachdem die gleichzeitigen Pariser und Königs- berger Meridianbeobachtungen in Declination übereinstimmen. Nachdem die von den Beobachtern gegebenen Positionen in den angeführten Quellen enthalten sind, sehe ich hier von einer Wiedergabe der Raumersparnis wegen ab und bemerke noch, dass Änderungen nur dort vorgenommen wurden, wo offenbare Versehen vorlagen. So ist z. B. an der Wiener Beobachtung vom 9. August bei der Verwandlung der Sternzeit in mittlere die Reduction auf mittlere Zeit —2" 13°6 weg- gelassen, nach deren Anbringung die Beobachtung sehr gut stimmt. Im Folgenden wurden die Parallaxen nach Oppolzer's Tafel berechnet und bei den zur Vergleichung der Beobachtungen mit der Ephemeride nöthigen Interpolationen die sehr bequeme Interpolationstafel in »Albrecht, Formeln und Hilfstafeln zur geographischen Ortsbestimmung« benützt. | En e: Ne Beobachtungs- | Mittlere Par. Zeit ee Gene‘ Be ar een een me ort 1847 [2 ö Sterns dacosd ad I Altona Juli 21. 500993 | ıh 56m 17831 _ —0$52 _ —+0$02 _ 2 » 21. 506167 — 27% 1)30:3 — Sm — (+106'7) 5 Hamburg 21. 518085 |ı 506 25°03| 27 1 58.8 0'50 725 —+0o'21 + 0'3 4 Altona 21. 534372 |1 50 3712:86) 24 3, 129 0'49 mie +0'°37 + 7'2 5 Hamburg 24. 533804 |2 19 20°24| 30 4 7°4 0'53 7'2 —+0'84 (+31'7) 6 Altona 25. 519847 |2. 27 3200% = 0'506 _ —0'18 _ 7 > 25. 530706 = SE 37 331 = 725 = = He 8 Hamburg 25. 544247 |2 27 42'54| 31 4 19'2 0:54 722 (—2'44) — 8:3 9 Twickenham 20. 24447 12.730 S2rrool ger Pausen 062 81 (+2'00) (+31'7) Io Hamburg 20. 503335 |2 36 37°44| 32 4 50°8 0°53 6:8 (—2°59) (—28'0) 11 Wien 29. A72488 |3 4 290.27 39 So or o'7I 83 1,2 —0'07 —ı1'8 12 Königsberg Aug. 1. 490078 |3 37 9'64| 37 27 39'2 o'65 84 3 (+0°02) (+17'6) 08; Hamburg 1. 52797313 37.31.0791 390285363 0'067 81 —+0'17 + 8'8 14 Wien 2. Ays727 \3 ASa8ngn — o°71 —_ 5 —+0'55 15 Königsberg 2. 458330 |3 48 13'77| 38 10 38°3 o'65 9:6 4 0'160 + 66 10 Hamburg 2. 483208 |3 48 36°53| 38 ıı 46°7 0'066 9'6 —0'30 —+13'6 17 | Twickenham 3. 482003 |4 0 33°03| 38 52 ı8°3 0'065 10'5 —+1'03 + 3'8 18 Hamburg 3. 502505 |4 0 48°o0| 38 53 5'2 o'68 952 —+1'08 + 3'2 19 > 4. 472674 | ı2 4056| 39 28 ı5°0 o'65 10'2 —+0'35 — 15 20 Bonn Sur A 2543247 40: 1.1220 0'74 9° —0'I0 —+11'9 21 Berlin 6. 430248 |4 37 22°82| 4o 25 37'9 0'58 I1’4 —0'30 (+19'9) 22 Hamburg 6. 491355 |4 38 ı11'89| 40 26 57°5 0'067 10'0 (+1'26) (+14'7) 23 Königsberg 7. 453508 |4 50 35°I11] 40 47 14°6 0'063 10°4 —+0'24 —+13°4 24 Bonn 7. 489189 |4 51 2096| 40 47 44:6 0:69 10'2 —+0'33 + 4'2 25 Hamburg 7. 5069814 |4 52 4°57| 40 49 ı5°3 0'70 706 —0'50 + 8'0 26 Twickenham 7. 632904 |4 52 55'00| 4o 50 22°9 0'70 6°1 6 —+-0'50 —+ 9'0 27 Hamburg 8-0 74927502 152 45020-42| 4720307320 066 10'2 (+3 44) + 8:8 28 > 9. 489410 |5 17 4'49| 41 ı2 57'2 0'064 10'4 Eon —-10'2 2 Wien 9. 752207005, 17028580 40 23, 2925 0'79 Bu 7 —o'12 + 9g'ı 30 | Twickenham 9. 555961 15 17 55.80 Ar 13 15-4 073 90 7,8 —0'33 + 17 31 Paris 9. 560352 |5 17 59°22| Ar 13 9°9 0'78 84 8 —+0'28 —5'5 32 Hamburg 10. 491837 |5 307 318 41 ı7 220 0'62 10'4 —0'50 —+11°6 33 Paris ı0. 600021 |5 31 2814| 41 ı6 58°9 0'78 Bi 9 —+0'27 + 2°6 34 Königsberg 71. 439575. |5 422 10745| 47 15040:3 0'54 K2alTT —+0'38 —I0'4 35 Wien ı1. 469774 |5 42 39°53|) 41 ı5 26°0 0°67 10°4 | ıı —+0'28 + 3'5 36 Hamburg ın. 478504 |5 42. 45°27| Ar ı5 20-2 058 10°9 —0'45 —+ 60 37 Bonn ı1. 480278 |5 42 47'80| 4ı ı5 22°8 o'6bo 12207 10 —+0'40 —+ 3'0 38 Paris 11. 554814 |5 43 44°59| AL ı5 21 0'75 8°9 | ıı —+0'13 + 2'2 39 « ı1. 635853 |5 44 46°45| 41 15 24 0'75 6°0 | ıı —0'08 (+26 2) 40 Bonn 12. 490100 |5 55 37°75| 41 8 17'3 0:60 10°'8 | ı2 —+0'58 0 41 Hamburg 12. Sarazra|ıs 56 78-3741 8 o'66 9°5 —+0'09 (+15°6) 42 Königsberg 13. 4138972 |6 7 0917| 40 57 13-9 | —o's3 | +ıo'g | 13 —0'05 Zn l | Komet 1847 V (Brorsen). il Er Er rn em Nr Beobachtungs- | Mittlere Par. Zeit Een . en me | A Sea Dan R Bu 1847 [73 D) Sterns} da. cosÖd dö 43 Bonn August ı3. 503883 | 6° 8m 16842] 40° 55'47'2| — 0861 | +10°'4 —+0$52 — 6'6 44 | Kremsmünster 13. 504658 |6 8 15'92|40 55 43°4 0'609 9°7 —0'52 — 97 45 Hamburg 13. 528400 | 6 8 33'83|40 55 36°0 0'064 9:6 —0'28 + 4’ı 46 Twickenham 13. 500312 |6 8 57'306|40 55 o'8 0'067 9'4 13 — 034 — 47 | Kremsmünster 14. 504053 | 6 20 27°54|40o 33 49°o0 0'067 98 —0'72 + 74 48 Hamburg 14. 528057 | 6 20 45'°55|40 38 13°3 o'b2 9°7 —0'23 + 0°0 49 Bonn 14. 606508 | 6 2ı 43'56|40 36 28°4 0°71 7 14 —+0'81 —I1'5 50 Kremsmünster 15. 499553 | 6 32 17°'09|40 17 13'4 0'063 10'0 (—0°97) (+13'8) 51 Hamburg 15. 604896 | 6 33 32°87|40 14 30°6 066 TS —0'09 + 3'9 52 | Kremsmünster 16. 494686 | 6.43 4809| 39 Zn 2/06) 0'59 10°1 — 0:58 23 53 » 16. 507063 | 6 43 55°78 39 50 414 o'b2 9'8 (ra) SS 54 Hamburg 16. 551537 | 644 27'77|39 49 343 o'61 9'2 —+o'12 er 55 Bonn 16. 569120 | 6 44 38'13)39 49 5'2 0'066 87 (—1'12 + 5'8 56 | Kremsmünster 17. 500456 | 6 54 53:79|39 20 56°4 0'58 10'0 —o'ı6 — ae: 57 > 27. sı2r13 | 055 0%02|39 20 318 o'61 96 — 0:82 =#553 58 Berlin 17. 517184 |6 55 14°41139 20 30'1 0'506 98 —0'49 + 2'7 59 Hamburg 17. 552343 |60 55 37'91|39 19 32°5 0259 9'2 —0'23 +12'5 60 Benn 17. 582854 |6 55 58°03|39 ı8 22 9 o'65 83 —o'21 + 1'060 61 | Kremsmünster 18. 492720 |7 5 47'69|38 47 48°9 0'54 10'I 15 —+0'17 + 12 62 > 18. 521395 |7 6 4:70138 47 ı3°6 o'61 9'4 — 0:80 (+-30°7) 63 Hamburg 18. 525777 |7 6 6:58138 46 52°9| o'52 9"9 (—1°51) (+-143) 64 Königsberg 18: 539592. | 7 06 1062711 38° 46 1277 0'57 8.8 15 —0'43 + 3'1 65 Bonn 18. 588782 | 7 6 48°56138 44 25°4 0'064 82 —+0'01 + o°I 66 Königsberg 19. 431806 | 7 15 34'90138 13 34°3 0'32 ENT 16 —+0'80 + 27 67 Hamburg 19. 539148 | 7 ı6 40°58138 9345 0'53 9°5 —o'5I — 6'4 68 | Kremsmünster TON SATZ aaa re 0'606 78 —0'22 (—32*9) 69 2 20. 519333 | 7 26 30°01137 30 43°5 0'55 94 +o'14 Ron 70 Hamburg 20. 539509 | 7 26 42'29|37 29 58°4 o'5I 9°5 — 0'03 +44 71 2 21. 544907 | 7 36 21°561360 47 41'7 0'50 903 Gi) an 72 | Kremsmünster ZEESKSEH N 730 3721030, 47 Acı 0:60 8:3 —+0'18 (—38'2) 73 Königsberg 22. 529054 | 7 45 209°85|3060 4 ı6°1 0'48 9°0 17 —0'42 + 67 74 Hamburg DRIEOZATGSN ESS no 35 La 0°53 st —0'04 (+14°7 75 » 2b. 551378 | 8 ı9 13:37|32 49 44°2| 041 8:7 (—1'10) + 1:8 76 ı Kremsmünster 29. 592792 | 8 4ı 32°76|30 ı0 ı1'4 0'483 Tr (—1'28) + 2:6 77 » 30. 603281 | 8 48 28'22|29 15 ı1°9 0°47 6*8 — 0'806 (—18°5) 78 Hamburg Sept. 4. 638741 |9 20 1'45|24 34 58°6 0:35 7'0 —o'05 — 5'9 79 » 5. 632124 | 9 25 4660/23 38 42'7 0'306 64 —0'81 See 8o | Kremsmünster ı2. 640669 |1o 3 14°62|16 583 47'6 0'34 Bi —+0'33 +11°8 81 Hamburg ı2. 644234 |io 3 ı5'26|ı6 58 23°8|—-o'30| + 5'7 —0'09 + o'I Im Allgemeinen ist der Anschluss der Ephemeride an die Beobachtungen ein guter zu nennen, doch zeigt das Überwiegen der positiven Differenzen in Declination (45 positive gegen 16 negative), dass eine weitere Verbesserung zu erreichen ist. Beobachtungen, deren Differenz 1° übersteigt, wurden aus- geschlossen, ferner einige, die vom Beobachter als sehr unsicher bezeichnet waren. Zur Ableitung der Ephemeridencorrection schien es mir am sichersten, das rechnerische Aus- gleichsverfahren anzuwenden. Es ergaben sich so für die Rectascensionen 66, für die Declinationen 62 Gleichungen von der Form AE=a+ b(t—-T)+c(t—T)*, welche nach der Methode der kleinsten Quadrate aufgelöst wurden, wobei die Beobachtungen mit Ver- gleichstern doppeltes Gewicht erhielten. Zur Bildung der Producte wurden die Crelle’schen Tafeln benützt, mit welchen diese Arbeit in raschester und sicherster Weise erledigt wird. Für die Ephemeridencorrection ergaben sich die Ausdrücke AE* — —0°04156 —0°016089 (— 7) —0°0000086 (£— T)* AE" — +3:03574+0'027406 (— T) + 0'0003265 (—T)* T= Ausg: 16-3. Bringt man die hieraus für die einzelnen Zeitintervalle sich ergebenden Correctionen an den ursprüng- lichen Differenzen an, so bleiben noch folgende Fehler übrig, die in der Tabelle einerseits fortlaufend anderseits nach dem Beobachtungsort geordnet erscheinen. 27* 212 Anton Schobloch, ? - et: Krems- : ; > Altona Berlin Bonn Hamburg Königsberg = Paris Twickenham Wien Nr. münster cosödo., dd |cosöda| dd |cosöda| dd Jcosöde| dd |cosöau| dd |cosöde dd |cosöde| dd |cosäde| dd Icosöda| dd - 0810| 272 I 3 4 5 6 | -0°49 7 8 9 Io ıı - 0832|-14'4 14 + 0'37| — 17 + 0885 |+ 1°1 - 0842| — + 0'14|+10°6 + 0'40|+ 6'2 - 0°19|+ 6'2 - 0'40|- ı'2 DH O0 ns Sun WW» + o e) + 0824|+ 0’6 . "49|+ 371 + 0842|+ o’ıI + 0'09|- 0°7 DIDI WII DS DD N NDDDDDMD © m in 0 l ° 40 +.0°56|- 3°6 42 0800 43 + 0°27|- 9°6 44 — 0853 |-12'7 40 - 0235 |- 5°4 49 + 0°82|-14°5 Du 58 -0.43|- 0.4 60 - o'ı5|- ı'5 65 + 0°08|- 3'0 Komet 1847 V (Brorsen). 213 > et Krems- E . { Altona Berlin Bonn Hamburg Königsberg TREE Paris Twickenham Wien Nr. münster | cosödu| dd Jcosödu| dd |cosöde) Ad Icosöde, dd J|cosöde| dd |cosdde| dad cos? de.| dd lcosödu| dö Icosddu| dd 71 — |- 1'2 72 + 0830| — 73 — 0828|+ 3°5 74 + o8Iı| — 75 zu > 76 _ - 0'8 77 —- 0'59 — 78 - 0:30 |- 9°6 79 — 0°45 + 0'8 80 + 0°83|+ 7°8 81 + 0°"41|- 3°9 Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über Anzahl der Beobachtungen, deren Fehler und Genauigkeit: - | Rectascensionen Declinationen Anzahl der Beobachtungen 66 62 > » positiven Fehler 30 29 » » negativen » Sr 35 32 > > 0 > Se Temeg ie I I Numer. Summe der Fehler. . 23302 297'7 Summe der Fehlerquadrate 11371 2331'2 Mass der Präcision . 1'6787 o'1153 Mittlerer Fehler. . 08421 6'130 Die Vertheilung der Fehler nach ihrer absoluten Grösse erhellt aus folgender Zusammenstellung, wobei die nach der Theorie aus dem Mass der Präcision berechneten Werte nebenstehend gegeben werden. es ES ro oo a nass SS ES nm Zahl der Fehler Zahl der Fehler Fehlergrenzen = Fehlergrenzen Beobachtung | Rechnung Beobachtung | Rechnung 08o — 081 9 12'4 0’o — 1" 10 8:0 o'ı o'2 Iı1 DDr I 2 1 7'8 o'2 o'3 12 10'5 2 3 5 Zu 0'3 0'4 9 8:8 3 4 6 6°8 054 3075 9 z7ı 4 5 3 0°2 05502050 6 5°3 5 6 5 | 3 o'6 0.7 2 3'8 6 7 4 | 46 0°7 0'8 3 26 7 8 3 3"8 o'8 0'9 4 16 8 9 4 353 0'9 — I'0 I Le) 9 10 5 2'4 Io II 3 19 11 12 o | 14 12 13 I | 1:0 13 14 [e) | 057 | 14 — 15 2 0'5 Bei einer geringen Zahl Beobachtungen haben fehlertheoretische Untersuchungen immerhin wenig vertrauenerweckendes, doch scheint mir die Übereinstimmung mit der Theorie nicht unbefriedigend, umso- mehr, als zu diesem Behufe kein Ausschluss von Beobachtungen vorgenommen wurde. Nach Ermittlung der werden. Ephemeridencorrection kann zur Es wurden hiefür folgende 5 Zeitpunkte gewählt. Bildung der Normalorte [ey oO eschritten 214 Anton Schobloch, IB II. II. ? IV. V Juli 21'5 August 3°5 August 16°5 August 29°5 September ı1'5 Rectasc. nach Eph.| 29° 4'13'08 6o0°ı1'11'92 100°58' 6'098 130°13'51'88 149°22' 6'33 F: ı5AE 6 8 . 35 00 = . = . = er Corr. FOsTZ nr 31 — 3.22 o'81 437 730 Red. 1847°0 . . — 37'062 — 4514 — 4360 = en 35250 Normalort . . . 29, 3.412977 60 10 3000 100 57 22°57 130 13 978 149 2I 23°53 da.cosß ... 5025 + 2'505 — 0:0630 — 3 780 — 06'945 Declin. nach Eph. 2 OS 33 52 56°22 39 50 56'27 30 I5 7'80 18 3 19'34 Gore. JE. + 2:54 + 2'73 + 304 a lc) 3.97 Red. 18470 . . — 6:94 + 1707 = mo + 16'35 + 17:67 Normalort . . . 27 0 47'08 35. 53.07.02 39 51 I0'84 30 ı5 27'060 18 3 40'098 BO RER. + 2'544 2735 3'036 + 3'447 + 3'968 Bei der kurzen Beobachtungsdauer des Kometen ist ein Anwachsen der Störungen nicht zu erwarten, Nach einer graphischen Darstellung schien jedoch eine grössere Annäherung an Mercur Ende August. sowie vor der Entdeckung eine solche an Mars stattgefunden zu haben, wesshalb ich die Eklipticalcoordi- naten des Kometen für die Beobachtungszeit und rückwärts bis Juli 3°5, die Distanzen von den erwähnten Planeten und Jupiter, sowie die Störungen nach der Encke’schen Methode von 4 zu 4 Tagen berechnete. Für die Zeit vor der Entdeckung ergibt sich: Coord. Juli 3°5 | ne || Gl | Juli 15°5 Juli 19°5 x 1'23500 1'20283 116870 1.13195 1'09323 Y » | - o'79157 | — o'71931 | — 064583 | — 0'57058 | — 0'49509 2 + 0'15320 | + 0'16071 | + 0'16794 | + 0'17489 | + 0'18136 X 111608 1.15048 118280 1'21411 1'24215 go» — 0'81590 | — 0'76533 | — 0'71340 | — 0°66073 | — 0'60624 z — 0'04449 | — 0'04422 | — 0°04397 | — 0'04330 | — 0'04295 log 4 936545 933538 934805 939798 946432 Störungen in den Eklipt. coord. durch Mars Oscul. Sept. 9:5 mittl. Par. Zeit. Juli 3°5 Juli 7°5 | Juli DT | Juli 15'5 | Juli 19°5 | | E 12385 + 291 212033 er + 1:30 u) — 2'26 — 1'71 — 1'24 — 0'87 — 060 [4 — 4'406 — 3007, — 2203 a3 — 0,87 Die Entfernung vom Mars betrug Juli 7:5, demnach bloss 0'216 astronomische Einheiten, die Störungen sind jedoch so gering, dass keine merkliche Bahnänderung resultirt. Die Annäherung an Mercur beträgt 28. August 0'311 astronomische Einheiten. Die Gesammstörungen während der Beobachtungs- dauer sind: Störungen in den Eklipt. coord. Oscul. Sept. 9:5 mittl. Par. Zeit. | Juli 19°5 Juli 27°5 | August 4°5 | August 12°5 | August 20°5 August 28°5 | Septemb. 5°; & — 375 | — 3'06 — 2'10 — 1'25 — 0°57 — 0'15 0'00 N —+ 0'20 | + 0'85 + 100 —+ 0'78 + 051 = 10027 0'00 ( —_ 2 —ı —ı | ‘78 “KT — 0'62 — 0'18 — 0°04 000 Komet 1847 V (Brorsen). Störungen in den Äquat. coord. Oscul. Sept. 9:5 mittl. Par. Zeit. | | | Juli 19°5 | Juli 27°5 August 4°5 | August 12°5 | August 20°5 | August 28*5 er | | & — 3'75 | — 3:06 — 2-10 — 1'235 — 0:57 — 0'15 o 00 7 + 1'30 Sr Nez) —+ 134 —+ 0'094 + 0°54 + o'21 0'00 & — 2'40 — 1'206 0300 022% E20205 0:00 | — 107/04 Diese geringen Störungswerte wurden vorläufig nicht berücksichtigt. Zur Bildung der Differentialquotienten erfolgte die Übertragung der Ausgangselemente auf den Äquator und gab T 1847 Sept. 9-522094 mittl. Par. Zt. E— NV —=o Sr V log q e 336 6 33 28 9:6886618 0:9739298 99° 52! 21'48 99:74 17:38 Äquin. 1847-0 215 Die Differentialformeln lieferten die 10 Bedingungsgleichungen, von welchen die ersten fünf den 0278012 — 8. 0'39881 — 8 9'79934"7 9° 0'57749n 7 9° 0:841672 9° 0'40552 — 8° 0:430906 — 9° 0:48230 — 9° 053744 = 9° 0:59857 — 9° 00207 di’ + 9°52666 s 22076, 23820 40513 38351 39337, 41095 65515 62740 47748 Durch die Substitionen 990845 9°55714 8'95767,— 9'73582,, {0} "00000, ,—= 950385 959529 964063 9°69577 975690 vovovovo m SB” u. wm © 857193, 9° 50903, 9'25083, 844193 '20092 "100066,, "OII25, "32891, ‘21399 ” vo»0o0 06 -34692% +9 "56561, 8 "58305 9 "80998 9° "72836 8 "73822, [) "75580 9 "00000 9° "97225 9 "82233 9 ind’dQ’ + 9'S551odr’+o' "57290 "11023, "79894 "15904 "61865 "00822 "07025, "08485, 128233, BB” vo nm DD SI 00.0 9:65515 di’ 020092 sin s’dg! 9:85510 dr’ 0:22795 dlogqg = 85061347 = 9:73035 de 0:84167 Il "325749 0'000002 —+ 37101, 9°71780 "30871, 8°25513, 04991, 7'94384 "24101 9'30394 "00000, 9:76355 "95974, 8:15312 71035, 9°21515, "12799, 9°22975, "01307 9'42723, Rectascensionen, die übrigen den Declinationen angehören. [)] "92175 "70427, "88184, "86099, "32427 "08033, "41131 9 9 9 9 9'97128 8 9 9 970214 w log Fehlereinheit o' 9 9 “) 9 9° 8 8 g 9 "69380 "470632, "05389, "063304, "090632 "85238, 18336 "47419 ergeben sich hieraus die homogen gemachten Bedingungsgleichungen: 00000 4 — 9° De 2 9 9 74333 er 8 9 9 9 8 . 32127, "02156, "940371 mm m nm m ss on mw 91846, v + 9'91603,W 00000, "81514, "51543, "434242 54378, ‘76790, "506244 "61976 "59292 50013, "04991, "27403, "06857 "12589 09905 000000, 9°73059, 9°04557, 782733 9'33271, 884448, 9:32786 9'00072 8 "03279- 9 9 8 7 9° 8 9 8 7 22795 dloggq + 8'42459, dT + 9°64638,, de "73035, "46094, "77592, "55768 06306, "57483, "05821 “73107 76314,. Diese Gleichungen, nach der Methode der kleinsten Quadrate behandelt, führen auf die Normal- gleichungen: 216 Anton Schobloch. + 3°50060x — 1’17109 — 0°4152 2 — 0°3847 U + 0°4130Vv + 0'0160W— + 0'5702 — 17100 -t 2.2220 — 0:3080 072143 -1- 0.2132 1.072027 — 07322 — 0°4152 — 0:308° +41°:7776 +1'4007 — ı1'8500 — I’5SIII = 0'7030 — 0°3847 —0'2143 +1'4007 —+2°1453 —0'9050 — 1'2332 = 2'1130 + 0'4130 + 0'2132 — 18360 — 0'90350 + 2'881I + 2'265 = — 0'0834 + o'o16o +0o'1262 — I'sııım — 1'2332 +4 2'2635 42'097 4 = — 0'8954 aus welchen die folgenden Eliminationsgleichungen hervorgehen: 0°54414x + 0'06856, 9 + 9°01826,2 + 9°58512, u 9'61595 v+ 8'20412 w=9'75603 o'2626060 9 + 9'65020,2 + 9'53528,u + 9°54575 Y+9'11910 w—9'73357, 0'20933 2 4 0'10427 u —+0'23077,V-+- 0'16941, w = 9'80514 0°01728 #4 9'73553 U 8°67293, w = 0:190671 984091 9 + 9'85072 mw 9'29699,, 7'48572 w=7'45332,. Für die Summen der Fehlerquadrate, von denen später Gebrauch gemacht wird, ergab sich: Inn] =3:1486, [nnS5]= 0.2046, [nn6] = 02020, entsprechend 151’°62, 9°87, 9?74A. Aus der letzten Eliminationsgleichung ist eine bedeutende Unsicherheit in der Bestimmung von w ersichtlich. Um zu bestimmen, in welcher Weise diese Unsicherheit sich auch auf die anderen Unbekannten erstreckt, wurden x, y, 2, u als Functionen von v und w dargestellt und erhalten: u—=0:17943 + 9:71825,v + 865565 w z2=9:89900,+ 0:16465 v + 9:94283 w = 9:31338,+ 8:82465 v + 9:17782 w x = 9'22036 + 8'30514 v + 9: 18966 w. Diese Werte, in die homogenen Bedingungsgleichungen eingesetzt, liefern das System zur Bestimmung von v und w: 9:09367 v + 9:12395 w — 9: 11647 9-69697,v -+ 972355, w = 8°46135 9:72343,v + 973118, w — 938407 8-86741,0 + 860991, w — 8: 13354 9-41306 v -+ 9:39657 w = 944149, 9-14771 v + 9:20262 w = 931781, 8:97169,v + 9:02502,w — 901616 9-17164 © -+ 9:15567 w = 915491 8:99524 v + 8:92033 w — 8:71775, 9:12882,v -+ 9°05477,w — 9:25556, aus welchem nach der Methode der kleinsten Quadrate folgt: 9:84123 v + 985081 w = 9'29548, 9-85081 v + 9:86232 w —= 9:31248,. | Die Coefficienten der beiden Gleichungen sind nahe proportional, womit die Unsicherheit in der Bestimmung von w in Zusammenhang steht. Für v ergibt sich: v — 9-45425, + 000959, w. Dieser Wert, in die Ausdrücke für die Unbekannten substituirt, gibt mit Rücksicht auf die Homogeni- tätsfactoren, wenn man zunächst von einer Bestimmung von w absieht und dieses gleich Null setzt, folgende Verbesserungen der Elemente und Darstellung der Normalorte: Komet 1874 V (Brorsen). Dale di = + 2'464 la =ilsjl5) 6. — 1'166 as! = — 1:58 2. — 0'783 7. +0:536 de = —11'716 3. +0:636 8. +1:236 dlogq = +0:0000331 4. —0:051 9. —0:167 dT = —0:0002988 5. — 1408 10. —1-517 de=0 Summe der Fehlerquadrate 9'96 entsprechend [nn5] = 9'837. Die Darstellung der Normalorte ist eine auffallend gute und es schien mir wünschenswerth, das Resultat durch eine directe Rechnung zu verificiren, bevor an eine Bestimmung von w geschritten wird. Die gefundenen Verbesserungen, an die äquatorialen Elemente angebracht, geben das System: | T 1847 Sept. 9:521795 mittl. Par. Zt. F em u=0o 992.527 11735) & 336 6 58-16 , Äquat. und mittl. Äquat. 1847-0 38 28 19-84 ; log g 9:6886949 e 0:9739293 Dieses liefert die helioc. Äquat.-Coordinaten: x —= 9:9857655 r sin (170° 44’ 58:97+v) y»=9:9151013 rsin( 70 22 40'84-+v) 2 = 9:7938843 r sin( 99 52 11'35+v) mit welchen die Positionen für die Normalortszeiten berechnet und hiebei auch die kleinen oben gegebenen | Störungswerthe mitgenommen wurden. Das Resultat ist aus folgender Tabelle ersichtlich: Me Zeit Juli 21'5 August 3°5 | August ı6°5 August 29°5 September 25 | | v —100°51'" 1"64| — 89°45'ı4'o6| — 72° ı'13'26 — ee log r 0:0719846 9:9822130 98699022 9°7445993 969078064 mittl. « 29° 3'40°73 60°10'31°13 100°57'21"65 130°13. 9:70| 7149°21"25"01 mittl. ö 27° 0!48"33 38°52'"59'47 39°51' 9°53 30°15'27'81 18° 3'42"51 log p 9°87779 9:81493 9:85109 996004 0 07660 Normalort—directe Rechnung Directe Rechnung—Different.-Rechnung da.cosö dd dao.cos d dd 1. +0'93 6. —1'25 1. —0'22 6. —0'08 2. —0'88 7. +0°55 2. —0:10 7. +0'01 3. +0:71 8 +1:31 3. +0:07 8 +0:02 4. —0:01 9. —0:21 4 +0:04 9. —0:04 5. —1'41 10. —1:53 5. +0:00 10. —0:01 Die Übereinstimmung ist völlig befriedigend. Ein Vergleich der oben gegebenen Werthe von [nn5] und [»n6] zeigt, dass eine wesentliche weitere Verbesserung durch Bestimmung von mw nicht zu erreichen sein wird. Die Bedingungsgleichungen hiefür sind: 7:79166 w — 9:22029 8:19870 w — 9:22502, 8-30756,w — 905201, 8-00638, w — 888720 7:35918 w — 8:96186 7'93833,w — 926745 8-53915 w = 786765, 8:25233,w — 8:38127, 8-18824,w — 9-30684, 838189 w — 9-33927, Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 28 218 Anton Schobloch, Hieraus folgt nach der Methode der kleinsten Quadrate: w — 0°03335, und die Verbesserungen der Elemente sind: di = +0'24 dag! = —2:21 ee dloggq = +0:0000206 dT = +0:0008602 de = —0:0000676 Die Darstellung der Normalorte wird: l. +1'200 6. —1'047 2. —-0.935 7. +0:609 3. 20-653 8 +1:221 Summe der Fehlerquadrate: 9'94 4. +0:209 9%. —_0:301 Wahrscheinlicher Fehler eines Normalortes: — 0'69, 8. —1'524 10. —1'336 Die gefundenen Verbesserungen geben die Elemente: T 1847 Sept. 9-522954 mittl. Par. Zeit. =. #75 259,.13:096 2% 336 6 57:53 \ Äquator und mittl. Äquin. 18470 Ü. 38 28. 17.62 Behufs Verificirung durch eine directe Rechnung wurden daraus abgeleitet die heliocentr. Äquat.- Coordinaten: x = 9'9857657 r sin (170° 45° 4'97+) y—= 99151044 r sin ( 70 22 47:94+v) 2 = 9:7938784 r sin( 99 52 18-43-+0). Mit diesen ergeben sich für die Normalortszeiten die Positionen: 18 £ | mittl. Ei Zeit Juli 21'5 August 3°5 August 16°5 | August 29'5 September ı1': v —100°51'13"04| — 89°45'25'94| — 72° 2'26’64| — 40°57'42'87|+ 7°59'51'48 log r 0°0719785 9'9822107 98699019 9°7445978 9:6907714 mittl. « 29° 3'40"57 60°10'31'02 100°57'21'"66 130°13' 9°46| 149°21'25'13 mittl. & 27° 0'48’19 38°%52'59"51 39281. 9203 30°15'27'95 78%31 42% 37 Normalort—directe Rechnung Directe Rechnung—Different.-Rechnung du.cosd ad da.cosd dd 1. +1'07 er 1. —0'13 6. —0'06 2. —0':79 7. +0-51 2. +0:15 7. —0:10 3.+0:70 ei li 3. +0'05 8 —0:01 4. +0:28 9. —0:35 4. -+0°07 9. —0:05 © 5. —1'52 10. —1'33 +0:00 10. +0:01 Auch hier ist die Übereinstimmung ganz befriedigend. Um zu entscheiden, welches der zwei gefun- denen Elementarsysteme als definitiv zu betrachten ist, mag die Fehlerauadratsumme der nach directer Rechnung übrig bleibenden Fehler benützt werden. Beim ersten System beträgt dieselbe 10'10, beim zweiten 9'50, so dass letzteres die bessere Darstellung gibt. Die definitiven Elemente auf die Ekliptik übertragen sind: Komet 1847 V (Brorsen). T 1847 Sept. 9:522954 mittl. Par. Zeit. m 197 8722232 2% 309 50 19-24 ) Ekliptik und mittl. Äquin. 18470 ee log q 96886824 e 0-9738622 a 18:68 U 80:75 Erfahrungsgemäss haben die periodischen Kometen ihr Aphel zumeist in der Nähe der Bahnen der grossen Planeten. Für unseren Komet ist die Apheldistanz 36°87 astron. Einheiten, er gehört also zur Gruppe, deren Aphel in der Nähe der Neptunsbahn liegt. Es sind dies folgende Kometen: Komet 1852 IV 1884 I (P—Bs) 1887 V (0) 1846 IV 1835 III (H) 1847 V Apheldistanz 296 39° 34° 34° 35° 36° a | SS Mittel 34° Neptun 30°3 Was die Grenzen der Umlaufszeit betrifft, welche noch mit den Beobachtungen vereinbar sind, mögen die Normalorte und Variationen der Elemente als Function von de angegeben werden: pw +1'153—0:00333 de” 6. —1'166—0:00849 de” —0 783+0:01091 de” 7. +0:536+0°00545 de” +0:6386—0:00123 de” 8. +1:286+0°00466 de” —0 051—0:01860 de” 9. —0:167+0:00961 de” —1:408+0:00829 de” 10. —1'517—0-.01295 de” dr’! = —11'715—0°46292 de” ds! = — 1:582+0:04478 de” di’ — + 2-464+0:15947 de" dlog qg= + 0:0000331-+0:0000008935 de AT = — 0'0002988—0 00008306 de” Nach den differentiellen Ausdrücken würde die Umlaufszeit keine bedeutenden Änderungen zulassen, für de" = + 200” erhält man eine Darstellung der Normalorte, welche nach Grösse der Fehler und Vertheilung der Vorzeichen mir nicht mehr zulässig erscheint. Für diese Werthe wurde aber die Umlaufszeit 85°%9 und 767 Jahre betragen. Bemerkenswerth erscheinen jedoch in den Ausdrücken für dr! und d’’ die Factoren von de". Für grössere Werthe von de” resultiren so bedeutende Correctionen dieser Rlemente, dass es zweifelhaft ist, ob die durch directe Rechnung aus den Elementen erhaltenen Werthe mit den aus den Differentialformeln folgenden übereinstimmen werden. Um hierüber eine sichere Entscheidung zu treffen, erscheint es, wie mir Herr Prof. Kreutz mittheilt, empfehlenswerth, die Bedingungsgleichungen unter festen Annahmen über die Excentricität aufzulösen und so in jedem Falle die übrigen Elemente den Normalorten möglichst anzupassen. Die Resultate müssen noch in jedem Falle durch directe Rechnung aus den Elementen controlirt werden. Nachdem dies für eine grössere Reihe von Annahmen über die 220 Anton Schobloch, Excentrieität immerhin eine nicht unbeträchtliche Mehrarbeit erfordert, gedenke ich hierauf in einer eigenen Untersuchung zurückzukommen. Bevor ich schliesse, möge noch einer Beziehung des Kometen zur Jupiterbahn Erwähnung geschehen. Bezeichnet man mit r$ und r9} die derselben heliocentrischen Länge: entsprechenden Radienvectoren der Kometen- und Jupiterbahn, mit bY und 53) die dazu gehörigen heliocentrischen Breiten, so ist, wenn A den Abstand der beiden Bahnen bedeutet: A = (ry- rg)’ +ArYro sin? (b4 bei). Mit den für 1847 0 geltenden Jupiterelementen verifieirt man leicht die in folgender Tabelle gemachten Angaben. Als constanter Werth für r9, wurde 9:2028 genommen. Heliocentr. £ - k 4rr sin? 1(b—b) Länge R rö log DI rd-nNı Ha 2 Rn A 290° 209°48' 6°2254 — 6°43' — 15' + 1'0226 0'4126 1'2076 291 210 50 58851 2 16 0‘6823 0'3494 0'9028 292 211 53 55703 4 18 0'3679 0'2944 0:6553 293 212 56 5'2792 5.45 19 0'0764 0'2462 05021 294 213 59 5'0092 25 20 — 0'1936 0'2050 0'4924 295 ZU, 4'7592 5 22 0'4436 o' 1680 0'06039 220 140 51 39393 1959 07, — 1120635 2'5393 2'0337 222 142 44 4'2867 8 66 o'g161 227534 1'8954 224 144 38 46830 6 64 0'5198 2'9903 ı 8057 226 146 31 51309 3 63 00659 3'2534 1'8049 228 148 25 56580 18 58 61 —+ 0'4552 3'5458 1'09372 230 150 18 6'220 2 59 1'0592 3'8753 22354 Man ersieht hieraus, dass die Kometenbahn in Länge 294° entsprechend v = 214° der Jupiterbahn sich bis auf 0'5 astr. Einheiten nähert. Das Minimum tritt ein in Länge 293° 30’, entsprechend v—= 213° 27°5 und beträgt 0'478 astr. Einheiten. Eine zweite Annäherung findet statt in Länge 224—226° entsprechend v 144° 38’—146° 31’ und beträgt 1:80 astr. Einheiten. Man kann hieran die Vermuthung anknüpfen, dass der Komet seine Bahn durch Jupiter erhalten habe; gewiss wird aber der Komet gegebenenfalls sehr beträchtlichen Störungen durch Jupiter ausgesetzt sein. 221 = FTEM DER POLYDESMIDEN eo BLIEII® | VON DELEANIRELEBAHRFÄANIITIERMIS: (Mit u Safeln I—XI1.) VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 18. NOVEMBER 1897. Inhaltsübersicht. I. Allgemeine Einleitung. b) Kurze Charakterisirung der Untergruppen. 1. Stellung der Polydesmiden im System der Diplopoden. 5. Systematisches Verzeichniss der Gruppen, Gattungen und ) a) Historische Übersicht. Arten. b) Stellung indem von mir angenommenen Systeme. Kurze 6. Tabelle zum Bestimmen der Gattungen. Übersicht über dasSystem derDiplopoden. Unterschiede | II. Systematische Beschreibung der Polydesmiden. (Der Inhalt der Polydesmiden von den nächst verwandten Gruppen. ergibt sich aus dem systematischen Verzeichniss.) 2. Allgemeines über den Körperbau der Polydesmiden. Alphabetisches Verzeichniss der Gattungen und Arten und 3. Geographische Verbreitung. ihrer Synonyme. 4. Unterabtheilungen der Polydesmiden. Literaturverzeichniss. a) Historische Übersicht, nebst Verzeichniss der bisher aufgestellten Polydesmiden-Familien. Vorwort. Das Material zu nachstehender Revision der Polydesmiden und zu den vielen Neubeschreibungen lieferten mir das Wiener Hofmuseum, das Berliner, Hamburger und Frankfurter naturhistorische Museum, die Ausbeuten verschiedener Forschungsreisenden, nämlich der Herren Prof. Kükenthal (malaischer Archipel), Prof. Semon (mal. Archipel, Australien), Dr. W. Michaelsen, Dr. Bohls, Dr. Plate (Südame- rika), Stuhlmann (Ost-Afrika), Herr Prof. Latzel, sowie meine eigene Sammlung. Vom Wiener Hof- museum und Berliner Museum konnte ich vor Allem zahlreiche Typen älterer Autoren (Peters, Humbert und Saussure etc.) nachuntersuchen und so deren Beschreibungen ergänzen. Herr Prof. Latzel über- sandte mir verschiedene seiner Originalexemplare, zumeist von einheimischen Gattungen, und von den Herren Dr. Verhoeff und Brölemann erhielt ich zahlreiche von ihnen beschriebene Arten, ebenfalls meistens Europäer, so dass letztere unter die am ausführlichsten durchgearbeiteten Gruppen zählen können. Allen denjenigen Herren, die mich durch Lieferung von Material unterstützten, den Herren Geheimrath Prof. Moebius, Custos Koelbel, Dr. Adensamer, Dir. Kraepelin, Prof. Latzel, Kükenthal, Semon, Dr. Michaelsen, Dr. Bohls, Dr. Plate, Dr. Verhoeff, Herrn Brölemann sage ich hiemit meinen besten Dank. Wie dringend nothwendig eine Revision der Polydesmiden war, weiss wohl Jeder, der sich mit dieser formenreichen Thiergruppe beschäftigt hat und die riesig zerstreute und in vielen Fällen mangelhafte Lite- 222 Carl Graf Attems, ratur kennt, mangelhaft wohl meistens deshalb, weil eine Übersicht nicht möglich war und die meisten Beschreibungen ohne Kenntniss der bereits bestehenden gemacht wurden. Die dadurch entstehende Ver- wirrung ist sehr bedauerlich, weil gerade die Polydesmiden sich in vielen Beziehungen zu recht interes- santen Studien eignen würden, zZ. B. in thiergeographischer Hinsicht oder auch in morphologischer; man denke nur an die zahllosen Modificationen der Körpergestalt, fast ausschliesslich durch verschiedene Ent- wicklung der sogenannten Kiele hervorgebracht. Da die Polydesmiden bisher von Niemandem im Ganzen bearbeitet wurden, wird es auch nicht Wun- der nehmen, wenn ich bezüglich der Zusammenfassung der Gattungen zu höheren Gruppen zu anderen Resultaten gelangte, als die früheren Autoren, obwohl ich überzeugt bin, dass sich auch in dieser Anord- nung noch manche Änderungen ergeben werden, wenn unsere Kenntnisse erst vollständiger sind; jetzt enthält jede Ausbeute der Sammler in aussereuropäischen Ländern noch zahlreiche unbeschriebene Arten, und selbst in den relativ am besten gekannten Gegenden findet sich noch immer leicht etwas Neues. Die Durcharbeitung der einzelnen Gruppen ist in dieser Publication, natürlich dem vorgelegenen Mate- riale entsprechend, nicht überall eine gleich ausführliche. Um die Zahl der Tafeln nicht übermässig gross werden zu lassen, habe ich meistens nur die unumgänglich nothwendigen Abbildusgen der Copulations- füsse gegeben. Wien, im November 1897. I. Allgemeine Einleitung. 1. Stellung der Polydesmiden im Systeme der Diplopoden. Historische Übersicht. Unsere Kenntnisse der Polydesmiden beginnen mit dem von Linne beschriebenen Polydesmus com- planatus, oder wie Linne ihn noch nannte, Julus complanatus, für den Latreille im Jahre 1802 das Genus Polydesmus aufstellte. Seit dieser Zeit ist die Zahl der Gattungen und Arten zu der stattlichen Menge der hier mitgetheilten angewachsen, ganz allmälig, und wie dies geworden ist, wollen wir kurz überblicken, bevor wir an die Darstellung des heutigen Standes der Kunde von den Polydesmiden gehen. In seinen »I Diplopodi« hat Silvestri bereits eine historische Übersicht über die Literatur, soweit sie die Systematik der Diplopoden überhaupt betrifft, gegeben, so dass ich dieselbe hier nur in Bezug auf die Polydesmiden im Besonderen näher zu detailliren brauche und im Übrigen auf die von Silvestri gegebenen übersichtlichen Tabellen der Diplopoden-Eintheilungen verweisen kann. Überall sind die Poly- desmiden eine Unterabtheilung der Chilognathen. Leach (a. 1815) theilt die Chilognathen in drei Familien: Glomeriden, Juliden und Polydesmiden, letztere mit dem einzigen Genus Polydesmus. Brandt (a. 1833) bringt die Diplopoden, resp. Chilognathen, je nachdem sie freie oder verwachsene Pleuren oder Ventralplatten haben, in drei Gruppen: Pentazonia, Trizonia und Monozonia; während die beiden ersten noch natürlicher Verwandtschaft entsprechen, vereinigt die dritte ganz heterogene Gattungen: Strongylosoma, Craspedosoma, Polydesmus und Polyxenus. Gervais (db. 1837) theilt die Ordnung der Chilognathen in Oniscoidea und Juloidea und letztere in sechs Gattungen, von denen eine Polydesmus ist, mit den Untergattungen Fontaria, Polydesmus, Stron- gylosoma. Brandt (db. 1840) behält seine alte Eintheilung der Monozonia bei, der auch Newport (b. 1844) zum Theil folgt, nur macht er insofern den Fortschritt, die Monozonia wenigstens in zwei Familien, Poly- venidae und Polydesmidae zu theilen. Seine Polydesmidae wieder zerlegt er in zwei Gruppen; zur ersten gehören Fontaria, Polydesmus, Strongylosoma, zur zweiten Craspedosoma, Platydesmus und Cambala; diese zweite Gruppe ist, wie man sieht, mit Unrecht zu den Polydesmiden gezählt. Zum Theil macht Gervais (c. 1844) diesen Fehler gut, indem er Platydesmus und Cambala aus der Familie der Polydes- System der Polydesmiden. TI. 223 midae entfernt und bei den Julidae, resp. Polyzonidae unterbringt. Gervais unterscheidet nämlich fünf Familien in seiner Ordnung Diplopoda: Polyxenidae, Glomeridae, Polydesmidae, Julidae und Polyzonidae. Die Polydesmidae umfassen die beiden Gattungen Polydesmus (mit den Untergattungen Fontaria, Poly- desmus, Stenonia und Strongylosoma) und Craspedosoma. Eine spätere Arbeit von Gervais (d. 1847) zeigt einen Rückschritt; er unterscheidet dieselben fünf Familien, aber zu den Polydesmiden zählt er hier abermals Platydesmus, den er mit Craspedosoma zu- sammen eine Tribus der Polydesmiden bilden lässt, während zur anderen Tribus die eigentlichen Poly- desmiden-Gattungen Oniscodesmus, Cyrtodesmus, Polydesmus und Strongylosoma gehören. Er stützt sich dabei auf den Brandt’schen Begriff der Monozonia, der für ihn bestimmend ist, die so disparaten Platy- desmus und Craspedosoma mit wirklichen Polydesmiden zu vereinigen. Es soll hier davon abgesehen werden, dass die Craspedosomen als Diplopoda Monozonia überhaupt nicht zu betrachten sind. Koch (2. 1847) unterscheidet sieben Familien innerhalb seiner Ordnung der Chilognathen, von denen die eine die der Polydesmiden ist, mit acht Gattungen. Irrthümlicher Weise bringt er Strongylosoma in der Familie der Blaniuliden unter. Meineit (1869) theilt die Chilognathen in zwei Sectionen, zur ersten zählen die drei Familien: Julidae, Polydesmidae (mit Gen. Polydesmus und Craspedosoma!) und Glomeridae. Zur zweiten gehört nur Polyxenus. Bei Wood (1869) zählen die Polydesmidae mit den drei anderen Familien Polyxenidae, Julidae und Lysiopetalidae zur Subordo Strongylia, die mit Subordo Pentazonia und Subordo Sugentia die Ordnung Chilognatha bildet. Saussure (c. 1860) theilt die Ordnung der Diplopoden in mehrere Familien (Oniscodesmiden, Poly- desmiden, Juliden ete.), begeht aber noch den Fehler, Platydesmus mit den Polydesmiden zu vereinigen. Allerdings theilt er die Polydesmiden in zwei Tribus: Polydesmii und Platydesmii. Humbert und Saussure (c. 1872) entfernen endlich Platydesmus und Craspedosoma aus der Familie der Polydesmiden, geben eine sehr gute Beschreibung und Diagnose der Polydesmiden, und seit dieser Zeit erscheinen keine nicht hineingehörende Gattungen mehr in dieser Familie. In seinem so bekannten und geschätzten Werke gibt Latzel (1884) folgendes System der Diplopo- den: 1. Unterordnung Pselaphognatha (Polyxenus), 2. Unterordnung Chilognatha (Familien Glomeridae, Polydesmidae, Chordeumidae, Lysiopetalidae, Julidae), 3. Unterordnung Colobognatha. Wie bei allen anderen Gruppen ist auch die Charakterisirung der Polydesmiden eine erschöpfende. Da Latzel aber blos die österreichisch-ungarischen Myriopoden behandelt, hat er nur Gelegenheit, auf die Gattungen Polydesmus, Brachydesmus, Strongylosoma und Paradesmus einzugehen; doch gibt er eine Bestimmungstabelle aller ihm bekannten Gattungen, die sehr gute Dienste leistet. Seinem Systeme sind seitdem viele Autoren gefolgt. Berlese (1886) unterscheidet drei Familien der Subordo Chilognatha: Glomeridae, Polydesmidae, Julidae. Im Jahre 1887 hat Pocock ! eine gründliche Änderung im System der Diplopoden vorgenommen. Er erhebt die Diplopoden zu einer Classe mit zwei Unterclassen: Pselaphognathen und Chilognathen, da er in Polizonium und Verwandten nur degenerirte julidenähnliche Formen sieht, die er nicht den Pselaphog- nathen und Chilognathen als gleichwerthige Gruppe gegenüberzustellen vermag. Die Chilognathen theilt er in zwei Ordnungen: Oniscomorpha und Helminthomorpha, und zählt zur ersteren die Glomeriden und Verwandte, zur letzteren alle übrigen. Diese Eintheilung ist gewiss eine berechtigte und wird seitdem meistens in der Literatur befolgt. Die Helminthomorphen zerfallen wieder in zwei Unterordnungen, in die Polydesmoidea und Juloidea, die Juloidea in die Familien Lysiopetalidae, Julidae, Polyzonidae und Chor- deumidae. Pocock hält die Polydesmiden für die ursprünglichsten Formen der Helminthomorpha und meint, dass sie sich durch folgende Merkmale von allen übrigen Helminthomorphen unterscheiden: Fehlen eines 1 Pocock, On the Classification of the Diplopoda. — Ann. and magaz. of nat. hist. (5), XX, 1887. 224 Carl Graf Attems, Angelstückes (cardo) am Oberkiefer, Fehlen eines Promentum im Gnathochilarium, und führt als weitere primitive Merkmale an: geringe Zahl von Körpersegmenten und Umwandlung des ersten Beinpaares des siebenten Ringes allein in Copulationsfüsse. Da Pocock selbst in einer späteren Arbeit (1894) diese Ein- theilung wieder verlässt, ist es unnöthig, eine Kritik oder Widerlegung zu geben. In dieser späteren Arbeit (1. 1894) werden von Pocock die Chilognathen sogar zu einer Classe erhoben, mit drei Ordnungen: Oniscomorpha, Limacomorpha und Helminthomorpha. Letztere Ordnung wird in fünf gleichwerthige Unterordnungen zerlegt: 1. Callipodoideae (= Lysiopetalidae), 2. Colobognatha, 3. Chordenmoidea, 4. Juloidea, 5. Polydesmoidea. Dasselbe System wird auch von Silvestri in seinen »I Diplopodi« adoptirt, nur mit der Modification, dass die Chilognatha eine Subclasse der Classe Diplopoda sind (neben den Pselaphognatha). Verhoeff hat eine der Unterscheidung von Oniscomorpha und Helminthomorpha analoge Theilung der Diplopoda in Opisthandria und Proterandria angeregt. (Verhoeff, g. 1894.) Diese Namen wären mir, da sie das Wesentliche der zwei Abtheilungen der Chilognathen bezeichnen, sympathischer, aber die Pocock’schen Bezeichnungen haben die Priorität. Classe Diplopoda. Subclasse Pselaphognatha. Subclasse Chilognatha. Cook (Cook and Collius, d. 1836) hat folgendes System der Diplopoden vorgeschlagen: Ordo Ancyrotricha. Fam. Polyxenidae. Ordo Lophotricha. Fam. Palaeocampidae (fossil). Ordo Oniscomorpha. Subordo Glomeroidea. Fam. Glomeridae, Gervaisiidae. Subordo Zephronioidea. Fam. Zephroniidae. Ordo Limacomorpha. Subordo Glomeridesmoidea. Fam. Glomeridesmidae, Zephroniodesmidae. Ordo Colobognatha. Subordo Polyzonoidea. Fam. Polyzoniidae, Siphonotidae, Siphono- phoridae, Siphonorhinidae. Subordo Platydesmoidea. Fam. Platydesmidae. Subordo Siphonocryptoidea. Fam. Siphonocryptidae. Ordo Monocheta. Subordo Stemmatojuloidea. Fam. Stemmatojulidae. Subordo Ayloinloidea. Fam. Xylojulidae (fossil). Ordo Merocheta. Subordo ZLysiopetaloidea. ı Von den Familien sind nur die Namen mitgetheilt! Fam. Lysiopetalidae. Subordo Craspedosomatoidea. Fam. Oraspedosomatidae, Heterochordeumi- dae, Striariidae. Subordo Polydesmoidea.'! Fam. Ammodesmidae (Ammodesmus, Dora- todesmus). Fam. Augodesmidae(Augodesmus, Euryurus, Polylepis). » Campodesmidae (Campodesmus, Cyr- todesmus). » Chelodesmidae (Chelodesmus, Lepto- desmus, Odontopeltis, Odontotropis, Priodesmus, Rhachodesmus, Stron- gylodesmaus). » Cryptodesmidae (Aporodesmus, Cryp- todesmoides, Cryptodesmus, Poratia, Trichopeltis). » Cyclodesmidae (Cyclodesmus). Gomphodesmidae (Artrodesmus, Aulo- desmus, Gomphodesmus, Harmodes- maus, Marptodesmus, Sphenodesmus, Tycodesmus). » Haplosomidae (Haplodesmus). » Oniscodesmidae (Cyphodesmus, Onisco- desmus, Sphaeriodesmus). » Oxydesmidae(Anisodesmus, Isodesmus, Mimodesmus, Orodesmus, Oxydes- mus, Scytodesmus, Tylodesmus). » Paradoxosomatidae (Paradoxosoma, Trachydesmus). System der Polydesmiden. TI. 225 Fam. Platyrhachidae (Acanthodesmaus, Odon- | Ordo Diplocheta. todesmus, Platyrhachus, Trachelodes- Subordo Spirostreptoidea. MUS). Fam. Spirostreptidae, Trachystreptidae. » Polydesmidae (Brachydesmus, Chactas- Subordo Cambaloidea. pis, Goniodesmus, Polydesmus, Scy- Fam. Pseudonannolenidae, Nannolenidae, tonotus). | Cambalidae, Cambalopsidae, Archin- » Strongylosomatidae (Anoplodesmus, | lidae. Centrodesmus, Cnemodesmus, Cylin- Subordo Juloidea. drodesmus, Eudayspeltis, Icosides- Fam. Julidae, Parainlidae, Paeromopidae, mus, Julidesmus, Ophiodesmus,Ortho- | Blaniuloidae, Isobatidae. desmus, Prionopeltis, Rhachidomor- | Subordo Siphonoinlidea. pha, Strongylosoma, Tetracentro- Fam. Siphonoiulidae. sternus, Trogodesmus). Ordo Anocheta. » Stylodesmidae (Cynedesmus, Lophodes- Subordo Spiroboloidea. mus, Pyrgodesmus, Stylodesmus). | Fam. Spirobolidae. ® Xystodesmidae (Eurydesmus, Fontaria, Subelass. Archipolypoda. Pachydesmus, Rhysodesmus, Steno- Fam. Euphoberidae. desmus, Aystodesmus). Dieses System wird wohl bei Niemandem Zustimmung finden, denn die Juliden im weitesten Sinne z. B. in zwei Ordnungen zu zerreissen und jede von diesen für sich als eine den Oniscomorpha oder Colo- bognatha etc. gleichwerthige Gruppe zu betrachten, wie Cook es thut, ist ganz unzutreffend. Von der Eintheilung der Polydesmiden, die uns hier speciell angeht, will ich noch erwähnen, dass bei Cook nichts als die Namen der Familien und Genera ohne weitere Charakterisirung mitgetheilt sind, dieselben also, so weit sie neu sind, nichts als Nomina nuda sein können. Wenn ich sie trotzdem anführte, geschah es in der Voraussicht, dass Cook doch einmal die noch ausständigen Beschreibungen der zahl- losen von ihm aufgestellten Familien-, Gattungs- und Artnamen folgen lassen werde. Schmidt (1895) hat sich in seiner Arbeit über die Anatomie der Pauropoden und Symphylen auch mit der Phylogenie der Myriopodenordnungen befasst und kommt zum Schluss, dass die Pselaphogna- then jedenfalls den Chilognathen nahe stehen, näher als die Pauropoden und Symphylen den Chilogna- then. Auch er fasst Pselaphognathen und Chilognathen unter dem Namen Diplopoden zusammen. In dieser Publication stellt er auch Betrachtungen über die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Pauropoden, Symphylen und Diplopoden an. Stellung der Polydesmiden in dem von mir angenommenen Systeme. Das System der Diplopoden denke ich mir im Wesentlichen ebenso wie Pocock, Verhoeff etc., nur mit einigen kleinen Modificationen. Am besten wird die Stellung der Polydesmiden in demselben wohl klargemacht, wenn ich eine kurze Übersicht der Hauptgruppen gebe, wobei ich natürlich auf eine Defini- tion der Classe der Diplopoden selbst nicht näher eingehen kann, da eine solche ausserhalb des Rahmens dieser Arbeit liegen würde, und ich diesfalls nur auf die Werke von Latzel, Pocock, Verhoeff, Schmidt etc. zu verweisen brauche. Classe DIPLOPODA. 1. Unterclasse Pselaphognatha Latzel 1884. Körper weich, mit verschieden geformten und theilweise büschelig gruppirten Haaren bedeckt. Oberlippe frei, in der Ausbuchtung des Vorderrandes nicht gezähnt. Oberkiefer ganz in der Mundhöhle verborgen und auf eine zweitheilige Lade beschränkt. Ein Gnatho- chilarium ist nicht entwickelt, sondern der Unterkiefer jeder Seite besteht nur aus einem kugeligen bebor- steten Basaltheil und einem ebenfalls beborsteten Taster. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 29 [86) [8 [or} Carl Graf Attems, Die Beincoxen sind weit auseinandergerückt, der Nervenstrang deutlich zweitheilig. Der Anus befindet sich im vorletzten Segment. Saftlöcher fehlen, ebenso Coxaldrüsen oder ihnen homologe Gebilde. Copulationsfüsse des d’ fehlen vollkommen. Familie Polyxenidae.: 2. Unterclasse Chilognatha. Körperbedeckung stark mit Kalk incrustirt, nackt oder nur mässig mit einfachen Haaren bedeckt. Oberlippe mit dem Kopfschild verwachsen, in der Ausbuchtung des Vorderrandes gezähnt. Oberkiefer aus zwei Abschnitten bestehend, von denen der basale, die Backen, auf den Kopfseiten vorspringen. Die Unterkiefer bilden eine Platte, das Gnathochilarium. Von dieser Bildung der Mundtheile macht nur eine Gruppe (Colobognathen) eine Ausnahme, deren Kiefer secundär verkümmert sind. Anus im letzten Segment. Saftlöcher meist vorhanden, Ventralsäcke kommen öfters vor. Copulationsfüsse beim d immer vorhanden, und zwar am 7. (resp. auch 6. und 8.) Doppelsegment oder am Hinterende des Körpers. (Beide Arten von Copulationsfüssen haben übrigens nichts mit einander zu thun.) 1. Ordnung ONISCOMORPHA. Körper kurz und breit, hoch gewölbt, vollkommen einkugelbar, aus höchstens 20 Segmenten bestehend. Copulationsfüsse des d im Hinterende des Körpers (ihre morphologische Natur, ob umgebildete Lauf- beine oder accessorische Gliedmassen, noch nicht klargestellt). Zahl der Beinpaare, die Copulationsfüsse mitgerechnet, beim 5 grösser als beim 9. Zungenlappen des Gnathochilariums median verwachsen, kein unpaares Läppchen und keine mediane Leiste zwischen den kappenförmigen Aufsätzen vorhanden (letzteres auch bei Glomeridesmiden ?). Pleuren ganz frei. Ventralplatten undeutlich entwickelt, oder wenn vorhanden, auch ganz frei. Der Dorsaltheil des Analsegmentes schliesst sich nicht ventral zu einem Ring, der die Analklappen umgreifen würde. Tracheen verzweigt (auch bei Glomeridesmiden ?). Saftlöcher fehlend oder eine mediane Längsreihe auf dem Rücken bildend. 1. Unterordnung GLOMEROIDEA. Körper aus Kopf und höchstens 14 Rumpfsegmenten bestehend, vorn sehr breit, das zweite Segment viel grösser als alle anderen. Saftlöcher in einer medianen Längsreihe auf dem Rücken vorhanden. Freie Ventralplatten vorhanden. Ruthen fehlen. Hauptformen: Gervaisia, Glomeris, Sphaerotherium. 2. Unterordnung GLOMERIDESMOIDEA. Kopf und 19 oder 20 Rumpfsegmente. Körper vorn und hinten verschmälert, das zweite Segment nicht vergrössert, sondern kleiner als das dritte. Foramina repugnatoria fehlen. Ventralplatten undeutlich entwickelt. Zwischen dem 2. und 3. Beinpaar zwei grosse Penes. System der Polydesmiden. TI. 227 2. Ordnung HELMINTHOMORPHA. Körper selten (gewisse Polydesmiden) glomeridenähnlich, meist cylindrisch und langgestreckt aus 19 bis über 100 Rumpfsegmenten bestehend. Beim Männchen stets wenigstens ein Beinpaar des 7. Ringes oder auch noch 1—3 benachbarte (das zweite des 7. Ringes und das zweite des 6. und das erste des 8. Ringes) zu Copulationsfüssen umgewan- delt. Zahl der Beinpaare, die Copulationsfüsse mitgerechnet, bei Männchen und Weibchen gleich. Zungenblätter des Gnathochilariums nicht verwachsen. Zwischen den kappenförmigen Aufsätzen ein unpaares Läppchen und eine mediane Leiste. (Bei den Colognathen sind die Mundtheile verkümmert, für sie gilt das nicht.) Pleuren und Ventralplatten frei oder verwachsen in verschiedener Weise. Der Dorsaltheil des Analsegmentes schliesst sich ventral zu einem Ring, der die Analklappen und die Analschuppe ganz umgreift. Tracheen unverzweigt. Saftlöcher meist vorhanden und dann in zwei Längsreihen in den Seiten des Körpers. A. EUGNATHA. ! Mundtheile typisch ausgebildet. Oberkiefer aus Backen und Lade bestehend, letztere wieder aus meh- reren Stücken: Reibplatte, Hauptzahn, Zahnblatt, Kammblättern, Reibblättchen. Gnathochilarium wohlent- wickelt. 1.4. Segment mit zusammen drei Beinpaaren. 5. und 6. Segment mit je zwei Paaren. Unpaare Ovarien. 1. Unterordnung POLYDESMOIDEA. 19 oder 20 Rumpfsegmente. Pleuren und Ventralplatten mit dem Dorsaltheil der Ringe zu einem Stück verschmolzen (mit Aus- nahme der vordersten Segmente, die hier und im Folgenden in dieser Beziehung unberücksichtigt bleiben). Körperform selten cylindrisch, walzenförmig, meist mit seitlichen Kielen, die dem Körper sogar ein Glomeris-ähnliches Aussehen geben können. Mandibel ohne Cardo. Augen fehlen stets. Ventralsäcke * nie vorhanden. Saftlöcher meist vorhanden und dann in unterbrochenen Reihen. Stets nur das erste Beinpaar des 7. Ringes beim Männchen in Copulationsfüsse verwandelt. Ruthen fehlen, die männlichen Geschlechtsorgane münden an den Hüften des zweiten Beinpaares. Eine Familie: Polydesmidae. 2. Unterordnung CHORDEUMOIDEA. 26, 28, 30 oder 32 Rumpfsegmente im erwachsenen Zustand. Körperform cylindrisch oder mit seitlichen Kielen, aber immer gestreckt, nie Glomeris-ähnlich. Pleuren mit den Rückenplatten verschmolzen. Ventralplatten frei. Mandibel mit Cardo. Augen fehlen nur ausnahmsweise. Ventralsäcke im männlichen Geschlecht an einigen Beinpaaren vorhanden. Saftlöcher fehlen stets. 1—4 Paare von Copulationsfüssen, nämlich meistens beide Beinpaare des 7. Ringes zu solchen um- gewandelt, selten nur eines derselben, öfters auch das zweite Paar des 6. Ringes oder auch das erste Paar des 8. Ringes. Ruthen fehlen. 1 Die Eugnathe entsprechen somit den Chilognathen Latzel’s nach Ausscheidung der Glomeriden und Glomeridesmiden, 2 Vergl. Haase, Die Abdominalanhänge der Insecten etc. Morpholog. Jahrbuch, Bd. XV. 228 Carl Graf Attems, 3. Unterordnung CALLIPODOIDEAE (= Lysiopetalidae). Segmente zahlreich, mehr als 30, in geringen Grenzen variirt die Zahl bei derselben Art. Körperform eylindrisch, ohne Seitenkiele. Pleuren frei oder mit den Rückenplatten verschmolzen. Ventralplatten frei. Mandibel mit Cardo. Augen vorhanden. Saftlöcher in ununterbrochenen Reihen vom 5. Segment an. Ventralsäcke in beiden Geschlechtern vorhanden. Erstes Beinpaar des 7. Ringes des d in Copulationsfüsse verwandelt. Ruthen fehlen. 4. Unterordnung JULOIDEAE. Segmente zahlreich, in der Anzahl variirend. Körperform cylindrisch, ohne Seitenkiele. Pleuren mit den Rückenplatten verschmolzen. Ventralplatten meist auch verschmolzen, selten frei. Mandibel mit Cardo. Augen fast immer vorhanden. Saftlöcher in ununterbrochenen Reihen vom 5. oder 6. Segmente an vorhanden. Ventralsäcke fehlen stets. Beide Beinpaare des 7. Ringes in Copulationsfüsse verwandelt. Ruthen vorhanden. B. COLOBOGNATHA. Mundtheile in verschiedenem Grade verkümmert, was besonders die Oberkiefer betrifft. Die sechs vorderen Segmente mit zusammen acht Beinpaaren. (Die Angaben über die Vertheilung der Paare auf die einzelnen Segmente variiren.) Ventralsäcke in beiden Geschlechtern vorhanden. Ovarien hinten paarig. Polyzonidae und Verwandte. Man wird bemerken, dass meine Eintheilung hinsichtlich zweier Punkte von den zuletzt erwähnten (Pocock etc.) Systemen abweicht: der Stellung der Glomeridesmiden und jener der Colobognathen. Zwar kenne ich die Glomeridesmiden nicht aus eigener Anschauung, allein nach Allem, was die Autoren darüber sagen, ist der nahe Zusammenhang derselben mit den Glomeriden im weitesten Sinne so in die Augen springend, der Unterschied zwischen ihnen und den übrigen Chilognathen, der durch die Bezeich- nungen Proterandria und Opisthandria zum Ausdrucke gebracht wird, so erheblich, dass ich nicht an der Berechtigung zweifle, einerseits diese beiden Gruppen, Glomeriden und Glomeridesmiden, zusammen der Gesammtheit der übrigen Chilognathen gegenüber zu stellen und beide Abtheilungen als gleichwerthig zu betrachten, während anderseits die Unterschiede zwischen Glomeriden und Glomeridesmiden nicht gross genug sind, um eine Ordnung, Limacomorpha, für letztere nothwendig zu machen. Der Unterschied zwischen Oniscomorpha und Helminthomorpha ist in Kürze der, dass die Männchen der letzteren das erste oder auch beide Beinpaare des 7. Ringes, eventuell auch noch die vorn und hinten angrenzenden zwei Beinpaare in Copulationsfüsse umgewandelt haben, während die Männchen der Oniscomorpha ihre Copulationsfüsse am Hinterende des Körpers haben; diese sind wohl auch umgewandelte Laufbeine, wenn auch die Zahl der Beinpaare (Laufbeine + Copulationsfüsse) bei den Männchen grösser ist als bei den Weibchen. Dieser Unterschied ist so tiefgehend, dass ich ihm durch die von mir vertretene Art des Systems Rechnung trage. Die andere Abweichung im Systeme betrifft die Stellung der Colobognathen; diese glaube ich mit Rücksicht auf die sonst in allen anderen Gruppen der Helminthomorpha so gleichförmig entwickelten Mundtheile, die hier grosse, rückschrittliche Veränderungen erfahren haben, und mit Rück- System der Polydesmiden. 229 sicht darauf, dass auch die Zahl der Beinpaare auf den vorderen Segmenten eine andere ist, als bei den übrigen Helminthomorphen, als eine allen anderen Unterordnungen gleichwerthige Abtheilung betrachten zu dürfen, was ja der von Latzel (1887) vertretenen Ansicht entspricht. Eine nähere Verwandtschaft der Colobognatha mit den Juliden, wie sie von manchen Autoren postulirt wird, ist mir — wenigstens beim europäischen Vertreter der Colobognathen, dem Polyzonium — niemals aufgefallen. Es sind doch gewich- tige Unterschiede vorhanden: Paarigkeit der Ovarien und Vorhandensein von Ventralsäckchen bei Colo- bognathen, so dass gerade mit Juliden eine nähere Verwandtschaft nicht angenommen werden kann. Es bleiben somit vier Unterordnungen in der engeren Verwandtschaft übrig, die Polydesmidea, Chordeumidea, Callipodoidea und Juloidea, alle zwar wohl umgrenzt, aber keine durch besonders tiefgreifende Unter- schiede von der anderen getrennt und alle einander vollkommen gleichwerthig. Wir wollen in Kürze einen Vergleich anstellen, wie sich die systematisch wichtigsten Merkmale bei den verschiedenen Gruppen verhalten. 1. Mundtheile. Die Polydesmiden unterscheiden sich von allen anderen 3 Unterordnungen durch das Fehlen eines Angelstückes am Öberkiefer. Die übrigen Stücke des Oberkiefers variiren bei den vier Gruppen nüır der Form nach, und zwar relativ sehr wenig. Das Gnathochilarium der Polydesmiden gleicht dem gewisser Chordeumiden (Chordeuma) und Callipodoiden (Stemmatoiuliden) darin, dass kein promen- tum vorhanden ist. Ob das Fehlen desselben bei Chordeuma allerdings etwas primärer sei, erscheint mir wohl zweifelhaft; vielleicht wird sich doch der Rest eines basalen und sehr reducirten Mentum nach- weisen lassen, in welchem Falle natürlich das Mentum der Chordeumiden dem Promentum anderer Gruppen entspricht; wie wir ja natürlich die Sache immer so auffassen müssen, dass eine ursprünglich einheitliche Platte, wie sie beispielsweise bei Glomeridesmus vorzukommen scheint, sich in zwei, drei oder auch mehr hintereinander liegende Stücke getheilt hat. Bei anderen Chordeumiden und Callipodoiden und bei allen Juloiden ist diese Platte stets getheilt in Mentum, Promentum etc. Am weitesten geht diese Theilung bei den Juloiden, bei denen drei hintereinander liegende Abschnitte unterschieden werden können, von denen sich die distale sogar noch der Länge nach theilen kann, wenn die Angaben der Autoren richtig sind. Bei den Juliden s. str. ist auch der basale Theil des Mentums der Länge nach getheilt. Ferner geschieht es bei den Juloiden öfters, dass die Zungenblätter vom Promentum medium ganz getrennt werden, wogegen die stipites bei den Juloiden s. str. in der Medianlinie hinter dem Promentum zur Berüh- rung kommen, was beides in den anderen Unterordnungen nie der Fall ist. 2. Segmentzahl. Aus der Zahl der Rumpfsegmente des erwachsenen Thieres können wir sofort er- kennen, ob wir es mit einem Polydesmiden (19 oder 20 Segmente) oder Chordeumiden (26, 28, 30 oder 32 Segmente) zu thun haben; nur die Callipodoiden und Juliden, die eine grössere und schwankende Zahl haben, können wir so nicht auseinanderhalten. Die Polydesmiden gleichen in der Zahl ihrer Segmente den Glomeridesmiden, die wohl hauptsächlich deswegen als ein Verbindungsglied zwischen Polydesmiden, resp. Helminthomorpha und Oniscomorpka betrachtet wurden, ohne dass mir das jedoch sehr einleuch- tend schiene; ich halte sie für selbständig weiter entwickelte Abkömmlinge von Glomeriden. 3. Habitus. So leicht der geübte Blick einen Polydesmiden von anderen Verwandten zu trennen vermag, so leicht sind auch Verwechslungen möglich, denn gewisse Polydesmiden (Sphaeriodesmiden und Verwandte) haben grosse Ähnlichkeit mit den Glomeriden, andere wieder, die ganz cylindrischen Strongylosomiden, erinnern an Chordeuma oder gar an Juliden und manche Atractosomen sehen ungemein unseren Polydesmiden ähnlich; das Vorhandensein oder Fehlen von Kielen also, das ja hauptsächlich den Habitus bedingt, ist kein durchgreifender Unterschied. 4. Pleuren und Ventralplatten. Bei den Polydesmiden sind mit Ausnahme der vorderen Seg- mente alle Skelettheile, Rückenplatten, Pleuren und Ventralplatten zu einem Ring verschmolzen, worin die Polydesmiden den meisten Juliden gleichkommen. Bei einigen Juliden sind die Ventralplatten frei, ebenso bei allen Chordeumiden und Callipodiden. Die Pleuren sind nur bei einem Theile der Callipo- diden frei. 230 Carl Graf Attems, 5. Saftlöcher. Wir werden wohl annehmen müssen, dass den Vorfahren der Helminthomorphen der Besitz von Saftlöchern auf allen Segmenten vom fünften an zugekommen sei; bei den Juliden und Callipo- diden findet sich dieser Zustand noch; die allermeisten Polydesmiden haben auch Saftlöcher, aber nicht in ununterbrochenen Reihen, sie fehlen mindestens auf dem 6. Segmente. Allen Chordeumiden gehen Saft- löcher vollständig ab. Bekanntlich haben auch die Colobognathen auf allen Segmenten vom fünften an Saft- löcher. 6. Augen. Die Polydesmiden sind immer augenlos, während man von den anderen drei Unterord- nungen wohl sagen muss, dass sie regelmässig Augen besitzen, jedoch kommen überall vereinzelte aus- nahmsweise Formen vor, die blind sind. 7. Das erste Beinpaar des Männchens der Helminthomorpha, das zu Copulationsfüssen umge- formt wurde, ist jedenfalls das vordere Paar des 7. Ringes, so bleibt es bei den Polydesmiden, Callipo- diden und einzelnen tiefstehenden Chordeumiden. Beim Gros der letzteren jedoch ergreift diese Umwand- lung auch das zweite Beinpaar des siebenten Ringes, und zuweilen auch das zweite des sechsten und das erste des achten Ringes. Bei den Juloiden sind stets beide Beinpaare des siebenten Ringes Copulations- füssen, nicht mehr und nicht weniger. Einen Punkt konnte ich nicht in den Kreis dieser Vergleiche mit einbeziehen, das ist die Verthei- lung der Fusspaare auf die vordersten Segmente; bei den Polydesmiden ist stets das erste Segment fusslos. Die Angaben der Autoren darüber bei den anderen Gruppen sind widersprechend, oder wenn auch übereinstimmend mir nicht glaubwürdig genug, um sie ohne Überprüfung zur Basis von Ver- gleichen machen zu können, nachdem ich gesehen habe, dass die Beschreibungen der diesbezüglichen Verhältnisse, was die Polydesmiden betrifft, meist falsch waren. Schmidt z. B. gibt als wesentlichen Unterschied zwischen Polyxenen und den anderen Diplopoden an, dass Polyxenus kein fussloses vorderes Segment besitze, während bei allen sonstigen Diplopoden eines der vorderen Segmente fusslos sei; nun sollen aber gewisse Juliden kein fussloses vorderes Segment besitzen. Alle diese Angaben bedürfen noch dringend der Überprüfung, So wäre ja auch der Unterschied zwischen Colobognathen und Eugnathen recht wesentlich, wenn es sich als richtig herausstellt, dass Polyzonium nur drei einfache vordere Segmente hat, und dass das vierte Segment bereits zwei Beinpaare trägt. 8. Ventralsäcke. Diese von Haase loc. eit. und Schmidt näher beschriebenen Gebilde kommen in beiden Geschlechtern bei Callipodiden und Colobognathen, nur auf einigen Beinpaaren des Männchens bei Chordeumiden vor. Sie sind den gleichnamigen Gebilden bei Pauropus analog; den Polydesmiden und Juliden, sowie den Pselaphognathen fehlen solche Ventralsäcke. 2. Allgemeines über den Körperbau. Der Körper der Polydesmiden besteht aus dem Kopf und im erwachsenen Zustande 19 oder 20 Rumpfsegmenten. Die Grösse schwankt innerhalb weiter Grenzen; wir kennen Arten von nur wenigen Millimetern Länge [2 mm (Ammodesmus)] und solche von 15 und mehr Centimeter Länge (gewisse Platy- rhacus-Arten). Die Gestalt ist zwar auch mannigfach, hauptsächlich bedingt durch das wechselnde Verhältniss zwischen Länge und Breite und durch die verschiedenartige Entwicklung der noch zu besprechenden Kiele, doch ist sie so charakteristisch, dass wir, von einzelnen ganz drehrunden Formen (Strongylosomiden) abgesehen, einen Polydesmiden stets leicht als solchen auf den ersten Blick erkennen. Man könnte sie höchstens mit gewissen Chordeumiden (Afractosoma) verwechseln, von denen sie aber schon die geringere Segmentzahl leicht unterscheidet. Der Körper ist eylindrisch, die Segmente besitzen seitlich plattenartige oder knotenartige Auswüchse, die sogenannten Seitenkiele. Die Segmente sind zwar, wie bei den Diplopoden überhaupt untereinander im wesentlichen gleich- artig; die ersten vier jedoch sind von den anderen dadurch unterschieden, dass sie einfache Segmente System der Polydesmiden. T. 231 sind mit höchstens einem Fusspaar, während die folgenden aus der Verschmelzung zweier Segmente ent- standen zu denken sind, und je zwei Fusspaare tragen. Erstes, vorletztes Segment und Analsegment sind fusslos. Das vorletzte Segment gleicht, abgesehen von seiner Fusslosigkeit, so sehr den übrigen Doppel- segmenten, dass wir wohl annehmen können, es sei ebenfalls aus zwei einfachen Segmenten entstanden. Beim Analsegment spricht nichts für oder gegen die Annahme, in ihm ein Doppelsegment zu sehen. Wir haben somit: Kopf vier einfache Rumpfsegmente, 13 oder 14 fusstragende Doppelsegmente, ein fussloses Doppelsegment und das Analsegment. Bezüglich Homologisirung der vorderen einfachen Segmente mit dem Thorax der Insecten wäre Folgendes zu bemerken: Wie wir später sehen werden, entspricht das erste Rumpfsegment der Diplopoden, (das Halsschildsegment) dem zweiten Maxillarsegment der Insecten, es würde somit das zweite, dritte und vierte Rumpfsegment mit dem ersten, zweiten und dritten Laufbeinpaare den drei Thoracalsegmenten der Insecten, und die Doppelsegmente dem Abdomen der Insecten entsprechen. Die Chilopoden haben bekanntlich ausser den zwei Maxillenpaaren noch ein Kieferfusspaar; dieses Segment würde also dem zweiten Rumpfsegmente der Diplopoden, und das erste Laufbeinpaar der Chilopoden dem zweiten Lauf- beinpaar der Diplopoden entsprechen. Sicher gestellt ist das alles noch nicht, wie Heymons, der die dies- bezüglichen Verhältnisse kürzlich untersuchte, bemerkt. Der Kopf. Der Kopf bildet eine runde Kapsel, an dessen Bildung ausser dem praeantennalen Kopfabschnitte drei Segmente sich betheiligen. Heymons hat erst kürzlich in einer vorläufigen Mittheilung die Sache aufge- klärt. Er fand am Embryo von Glomeris, dass der Kopf in einen praeantennalen ungegliederten Kopf- abschnitt, ein Antennen-, ein Mandibel- und ein Maxillarsegment gegliedert ist. Bei Polydesmus ist das zweifelsohne ganz gleich. Am erwachsenen Thiere verschmelzen die dorsalen Bedeckungen aller dieser Theile zu einer unge- gliederten Platte, dem Kopfschild, an dem sich keine Spur der Zusammensetzung mehr nachweisen lässt. Unter Clypeus versteht man die vorderste, also wohl dem praeantennalen Kopfabschnitte entsprechende Partie. Der Kopfschild ist eine vorn und hinten verschmälerte gewölbte Platte, deren grösste Breite in einer durch beide Antennen gehenden Querlinie liegt. Von dieser breitesten Stelle verschmälert sie sich nach vorn zu wieder, bald stärker z. B. bei Polv- desmus, bald weniger, z. B. Platyrhacus. Bei ersterem sind die Seiten des Kopfschildes seicht ausgeschnit- ten, bei letzterem mehr convex. Der Vorderrand geht in die Oberlippe über (Ob, Fig. 376, 331) wie ein durch einen nach vorn offenen Bogen begrenztes vertieftes Feld genannt wird; diese bogige Grenze ist bald kantig, bald abgerundet (Fig. 330); oberhalb derselben stehen meistens Borsten, auch wenn der Kopfschild sonst unbehaart ist. Bei Platyrhacus stehen S— 10 Borsten in einer Querreihe und darüber vier Borsten in einem Bogen. Bei Eurydesmus sind mehrere Borsten blos in einer Reihe angeordnet (Fig. 376). Bei sehr vielen Gat- tungen beginnt eine sich bis zwischen die Antennen oder selbst über den ganzen Scheitel erstreckende Beborstung bei dieser Kante und sind dann die daselbst stehenden Haare etwas stärker und länger, z. B. Oxydesmaus. | Die Oberlippe selbst ist entweder in ihrer ganzen Ausdehnung dicht beborstet z. B. bei Eurydesmus laxus (Fig. 376) oder sie trägt nur eine Querreihe dicht gedrängter Börstchen am Vorderrand, z. B. Platy- rhacus, Oxydesmus. Die Mitte des Vorderrandes ist eingebuchtet, mehr oder weniger tief und in dieser Bucht stehen drei Zähne (ausnahmsweise auch vier) (Fig. 331, 376). Die Oberfläche des Kopfes ist, wenn der Körper glatt ist, stets auch glatt, kann aber auch, wenn der Rücken granulirt oder sonstwie sculpti- rirt ist, glatt bleiben, oder sie ist granuliert oder lederartig geringelt, behaart oder nackt. Beiläufig in der Mitte zwischen Rücken und Vorderrand stehen die beiden Antennen, die ziemlich nahe aneinander inserirt sind. Lateral von dem Loch für die Antennen findet sich eine Quergrube, die 232 Carl Graf Attems, etwas schief nach rückwärts zieht, in dieselbe kann sich die Antennenbasis hineinlegen und in derselben münden auch die sogenannten Tömösvary’schen Organe (T. ©. Fig. 376). Die Seiten des Kopfes vor der Antennengegend sind zuweilen etwas grubig eingedrückt. Zwischen den Antennen beginnt eine stets vorhandene Längsfurche, die sogenannte Scheitelfurche (3 f. Fig. 376), die bis an den Hinterrand der Kopfschilder zieht. Sie ist verschieden tief, bald eine sehr seichte feine Linie, bald eine tiefe Grube, deren Ränder sich aufwulsten, was selbst zur Bildung von Tuber- keln führen kann, z. B. Oxydesmus tuberculifrons. An die Seiten des Kopfschildes schliessen sich die von oben ein wenig sichtbaren Backentheile an, der Hinterrand wird überdeckt vom Halsschild, zuweilen wird sogar der ganze Kopf vom Halsschild bedeckt (bei Cryptodesmiden und Verwandten, vergl. z. B. Fig. 352). An den Hinterrand des Kopfschildes setzt sich nach dem Innern zu eine vertical gestellte Lamelle (vl. Fig. 298) an, welche das Hinterhauptloch (HI. Fig. 298), wie man die Öffnung, welche umgrenzt wird vom Kopfschild oben und von den Mundtheilen seitlich und unten, nennen könnte, zum Theil abschliesst. An diese Lamelle setzen sich die Pleuralstücke der ersten Segmente (7) an (vergl. Fig. 298). Antennen. (Taf. V, Fig. 98; Taf. XVI, Fig. 383.) Die Antennen sind in einiger Entfernung von einander auf dem Scheitel inserirt. Diese Entfernung ist relativ immer so ziemlich dieselbe, zeigt jedenfalls keine in die Augen springenden Unterschiede. Dagegen schwankt die Dicke und Länge sowohl der ganzen Antennen als der einzelnen Glieder. Jede Antenne besteht aus acht Gliedern; wähıend die sieben ersten immer deutlich sind, ist das End- glied so kurz und überdies in das Ende des siebenten Gliedes eingesenkt, dass man es leicht übersehen kann. Sind die einzelnen Glieder von gleicher Dicke so erscheinen die Antennen, falls die Glieder cylindrisch sind, fadenförmig (z. B. viele Leptodesmus, Fontaria), falls sie mehr kugelig sind, schnurförmig (s. Euryurus). Öfters sind jedoch die Antennen mehr oder weniger keulig, indem die grösste Dicke im sechsten Glied liegt, gegen das Ende nimmt dieselbe dann wieder etwas an Breite ab (besonders gut zu sehen bei Aporo- desmus, Cryptodesmus, Poratia). Die relative Länge der einzelnen Glieder ist auch nicht überall dieselbe. Erstes und siebentes Glied sind fast immer die kürzesten (abgesehen von dem stets winzigen 8. Glied). In manchen Fällen sind die Glieder 2—6 nahezu oder ganz gleichlang (z. B. Euryurus, Prionopeltis Saussurei), oder einzelne sind länger, andere kürzer, aber in sehr verschiedenem Verhältnisse. In nachfolgender Tabelle gebe ich einige Beispiele von der relativen Länge der Glieder und habe ich die Glieder nach ihrer Länge in absteigender Reihe geordnet, wobei die gleich langen nur durch Bei- striche getrennt sind. Ark Reihenfolge der Glieder nach ihrer Länge Eurydesmus laxus . - e 2, 4-5—-3—-6—-1—7 Biporodesmus platynolus . . . - 2—3-4, 5, 6-1-7 Strongylosoma pallipes . ... 2, 3-5, 4, 6—-1—7 3 BGdVeNSES an. 2, 3-4, 5, 6-1—-7 Orthomorpha gracilis . . a: 3, 4, 5, 6-1—-7 Prionopeltis Saussurei . . . - 2, 3, 4, 5, 6-1-7 Polydesmus collaris .. .»...» 3—-9—4—6--8—2—7--1 Aporodesmus Weberi .. .... 3-9—6-4, 7—1, 2 Platyrhacus baramanus. . » . - 6-2, 3—4, 51-7 5 xzanthopus 6-2, 3, 4, 5—-1--7 Oxydesmus granulosus . . 2, 6-3, 4, 5-1—7 Euryurus aterrimus . . . 6-2, 5-3, 4-1—7 Pachyurus abstrusus . . 6—-2—3, 4, 5-1—7 System der Polvdesmiden. T. 2383 Die Antennen sind stets, auch wenn der Körper sonst nackt ist, behaart, mindestens auf den Endglie- dern, und ausserdem Träger von Sinnesorganen, meistens hat das 4., 5., 6. und 7. Glied je ein besonderes langes Haar auf der Aussenseite der Krümmung (z. B. bei Aporodesmus Weberi (Fig. 383), Polydesmus collaris, dagegen nicht bei Oxydesmus granulosus, Eurydesmus laxus). Über die Sinnesorgane der Antennen sind wir durch Leydig,! Sazepin,? besonders aber durch OÖ. v. Rath’s ? Untersuchungen genauer unterrichtet. Die Histologie dieser Sinnesorgane interessirt uns hier nicht, und ich werde nur die Vertheilung derselben besprechen. Wir haben von Sinnesorganen die Kegel und Zapfen. 1. Die Kegel sind kegelförmige, an der Spitze durchbohrte Fortsätze, welche auf dem Endgliede der Antennen stehen. Bei gewissen, aber nicht allen Eurydesmus-Arten haben wir zehn solcher Kegel, bei allen anderen Polydesmiden vier. 2. Die Zapfen kommen auf der Aussenseite des 5., 6. und 7. Gliedes, und zwar bei derselben Art in einer oder in zwei Grössen vor. Es sind schlanke, stumpfe Stäbchen. Sie sind nicht immer auf die Aussen- seite beschränkt. Bei Platyrhacus baramanus und Pl. zanthopus und bei Pachyurus abstrusus hat das sechste Glied solche Zapfen ringsherum am Ende. Sonst stehen die Zapfen des fünften und sechsten Glie- des in einem geschlossenen Felde am Ende des Gliedes auf seiner Aussenseite. Bei Bacillidesmus (Fig. 98) ist das ganze Zapfenfeld in eine tiefe Grube, die schon Latzel erwähnt, eingesenkt. In minderem Grad eingesenkt sind die Zapfenfelder des fünften und sechsten Gliedes von Eurydesmus laxus. Die Zapfen des siebenten Gliedes stehen mehr zerstreut und auf der Mitte der Aussenseite, auch sind sie öfter sehr unschein- bar, bei Aporodesmus Weberi konnte ich gar keine sehen, respective es sind alle auf der Aussenseite stehen- den Haare, aus denen die Zapfen jedenfalls hervorgegangen sind, borstenförmig. Bei Polydesmus collaris hat das fünfte und sechste Gied zweierlei Zapfen, grosse und kleine, bei Prro- nopeltis Saussurei und Pachyurus abstrusus hat das fünfte Glied grössere und kleinere, während die des sechsten alle von derselben Grösse sind, und bei den übrigen näher untersuchten Arten konnte ich nur eine Grösse von Zapfen sehen. Ausser diesen Gebilden findet sich bei Polydesmus collaris auf der Aussenseite des siebenten Gliedes ein kleiner runder Lappen, der anderen Arten fehlt. Die Aussenseite des fünften und sechsten Gliedes ist bei Aporodesmus verdickt und zu einem dicken runden Lappen ausgezogen. (Fig. 383.) Mundwerkzeuge. Die Mundwerkzeuge sind bereits von ©. v. Rath * so ausführlich beschrieben worden, dass ich nichts Neues hinzufügen und nur seine Angaben bestätigen kann. Zu den Mundwerkzeugen wird gewöhnlich nebst den eigentlichen Kiefern auch die Oberlippe gezählt, die ja allerdings bei der Nahrungsaufnahme eine sehr wichtige Rolle zu spielen scheint, aber als integri- render Bestandtheil des Kopfdaches bereits bei letzterem beschrieben wurde. Die Oberkieter (Taf. 1X, S, 210, Taf XVI, Fig: 370, 371) Dieselben bestehen aus zwei Hauptabschnitten: I. den Backentheilen und 2. der Lade. 1. Die Backen (Fig. 210, 298 B) sind seitlich beweglich am Kopfe befestigt und dienen ihrerseits der Lade der Oberkiefer zum Ansatz. Es sind blasige, in Form einer unregelmässigen — wenn man so sagen könnte — Halbkugel aufgetriebene Chitinstücke, deren Fläche durch Nähte in sieben Felder abgetheilt ist. 1 Leydig, Geruchs- und Gehörorgane der Krebse und Insecten. Müller’s Archiv, 1860. — Hautsinnesorgane der Arthro- poden. Zool. Anz. 1886, S. 284, 308. 2 Sazepin, Über den histologischen Bau und die Vertheilung der nervösen Endorgane auf den Fühlern der Myriapoden. St. Petersburg, 1884, 3 O. v.Rath, Beiträge zur Kenntniss der Chilognathen. Inaug.-Dissert. 1886. — Die Sinnesorgane der Antenne und der Unterlippe der Chilognathen. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. XXVII, 1886. 1 O.v. Rath, Beiträge zur Kenntniss der Chilognathen. Bonn, 1886. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 30 234 Carl Graf Attems, Die einzelnen Felder sind aber unbeweglich gegen einander. Es wird zwar meist angegeben, dass nur fünf solcher Felder zu sehen sind, doch wurden dabei wahrscheinlich zwei kleinere, am Rande angesetzte Stückchen übersehen. Dies ist übrigens nicht sehr wesentlich. »An der Innenseite der Backen setzt sich ein mächtiger Muskelapparat an, welcher aus fächerförmig angeordneten Muskelfasern besteht und mit dem der anderen Seite durch eine Kräftige Sehne verbunden ist. Von dieser Sehne geht dann auch ein kräftiges Muskelbündel zu den Laden. Mit dieser Sehne steht ebenfalls je ein Muskelbündel in Verbindung, welches sich am Epicranium seitlich vom Hinterhauptloch ansetzt. Der fächerige Muskel ist in Bündel entsprechend der Zahl der Backenfelder zerlegt.« Die Frage, ob die Backentheile zum Oberkiefer, also zu einem Gliedmassenpaare gehören, oder ob sie die freien Pleuren eines Kopfsomiten vorstellen, muss auch ich offen lassen, da embryologische Untersuchungen, die allein diese Frage beantworten könnten, noch ausstehen. Heymons sagt |. c. S.923 darüber: »Die Man- dibeln wachsen in die Breite, es trennt sich von ihnen ein medialer Theil (Mandibel im engeren Sinne) von einem lateralen Abschnitt (Stamm oder Backe) ab.« Die Backen scheinen somit das basale Stück der Ober- kiefer (Gliedmasse) und kein Pleuralstück vorzustellen. 2. Die Lade. (Fig. 370, 371.) Dieselbe ist recht complieirt gebaut und lässt folgende Stücke unter- scheiden. Zunächst ein aus mehreren Theilen zusammengesetztes Grundstück, dessen Form man mit einem Siegelring verglichen hat. Die Theile des Grundstückes sind eine grosse breite gebogene Platte, deren untere Fläche stark gerieft und mit feinen Chitinzähnen besetzt ist, die Reibeplatte (Rp). An dieselbe, welche die Platte des Siegelringes vorstellen würde, setzen sich zwei durch einen dritten verbundene Bogen an: der obere (OB), untere (UB) und laterale (LB) Bogen, dieser dritte Bogen ist aber nur undeut- lich sichtbar. An dieses Grundstück schliessen sich die weiteren Theile an, der Hauptzahn (4Z), die Zahnplatte (ZP]) und das Kaupolster (Xp), welch’ letzteres wiederum aus den Kammblättern (A2) und dem Reibeplättchen (Rbl) besteht. Der Hauptzahn ist auf der der Reibeplatte entgegengesetzten Seite des vom Grundstück gebildeten Ringes inseriert, und hat hin und wieder, z.B. bei Eurydesmus laxus, auf seiner Hohlseite stumpfe Neben- zähnchen. Unter ihm sitzt die Zahnplatte, deren oberster Zahn an Grösse dem Hauptzahn fast gleich kommen kann und der unterhalb desselben noch 2—3 stumpfe Zähne trägt. An sie schliesst sich das Kau- polster an, das ist eine dünne Chitinlamelle, die vorne, gegen die Zahnplatte zu, sechs Reihen kammförmig angeordnete, nach unten gerichtete und nach hinten gebogene Stacheln trägt. Hinter diesen Kammreihen wölbt sich das mit winzigen Höckerchen besetzte Chitin wulstig vor, und man nennt diesen Theil Reibe- blättchen. Der obere Bogen des Grundstückes geht in Hauptzahn und Zahnplatte über, während die untere Fläche sich hauptsächlich in das Kaupolster fortsetzt. Auf der lateralen Seite des Bogens des Grundstückes bemerkt man den starken Gelenkkopf mit dem die Lade des Oberkiefers an den Backen gelenkt (GX). Die Unterlippe. (Taf. XII, Fig. 298; Taf. XVI, Fig. 372, 373.) Dieselben wurden schon von Latzel ! und hierauf von O. v. Rath eingehend beschrieben. O.v. Rath behält die Bezeichnung der einzelnen Theile so bei, wie Latzel sie vorgeschlagen hat, ohne zu entscheiden, ob diese Ausdrücke den morphologischen Werth der einzelnen Theile richtig wiedergeben, welchem Vorgange auch ich mich anschliesse, da ich durchaus nicht einsehe, warum man alle diese unter den Latzel’schen Namen wohl bekannten Stücke umtaufen soll, wie beispielsweise Berlese und Silvestri es thun, bevor die Vermuthungen über den morphologischen Werth der in Frage stehenden Stücke durch entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen entschieden sind, was ja übrigens in letzter 1 Latzel. Die Myr. d. österr.-ungar. Mon. II. p. 43 ff. System der Polydesmiden. 1. 239 Zeit bereits in einer die Latzel'schen Ausdrücke bestätigenden Weise geschehen ist. Zur Unterlippe rechnen beide Autoren (Latzel und Rath) auch das Kehlstück, hypostoma, doch habe ich nachgewiesen, dass dieses die Ventralplatte des ersten fusslosen Rumpfsegmentes ist, dessen dorsaler Theil der Halsschild ist, vergl. unten. Die Theile der Unterlippe sind: 1. Das Kinn, mentum (mm). 2. Die zwei Angeln, cardo (ec). 3. Die zwei Stämme, stipes (sf) mit je zwei Laden (la) am Ende. 4. Die zwei Zungenplatten (22), von denen jede einen 5. kappenförmigen Aufsatz trägt (ka). 6. Ein unpaares Läppchen zwischen den beiden kappenförmigen Aufsätzen (U]). Ad 1. Das Kinn ist eine dreieckige, mit der Spitze nach vorn gerichtete Platte, deren Hinterrand meist ausgeschnitten ist, die hinten an das Hypostoma, seitlich an die Stämme und Zungenplatten angrenzt. - Ad 3. Die Stämme verschmälern sich nach hinten, woselbst die kleinen Angeln liegen. An ihrem schräg abgestutzten Vorderrande trägt jede zwei Laden, von denen der innere etwas breiter und kürzer ist als der äussere. Diese Laden haben, wie ©. v. Rath! beschrieben hat, die Form eines mit dem Boden nach vorn gerichteten Bechers; auf diesem dünnen Boden stehen in grösserer Zahl die »Kegel«, das sind Sinnesorgane. Latzel nannte sie Zahnspitzen. Ad 4. Die Zungenplatten liegen zwischen den Stipites, nach hinten an das Mentum anstossend, dessen Spitze ihre Hinterecken weit auseinander treibt; im Übrigen berühren sie sich medial ohne zu verschmelzen, und sind ziemlich gleich breit vorn und hinten bis zur Spitze des mentum. An ihrem Vorderende trägt jede einen kappenförmigen Aufsatz. Ad. Dieser sitzt auf der inneren (dorsalen) Fläche der Unterlippe und greift zugleich etwas über den Vorderrand. Von oben gesehen, haben sie je nach den Arten eine etwas verschiedene Form, wie ein Trapez mit abgerundeten Ecken, oder vorn bogig abgerundet und nach hinten sich verschmälernd u. s. w. In der Mitte der dorsalen Fläche befindet sich ein unregelmässig rundes Feld dünneren Chitins, auf welchem eine grössere Zahl von Kegeln, diesen von O. v. Rath beschriebenen Sinnesorganen, steht. Die Kegeln stehen einzeln und in kleinen Gruppen. Das vordere mediale Eck des kappenförmigen Aufsatzes, das bei anderen Familien ebenfalls ein verdünntes Chitinfeld mit vielen Kegeln besitzen kann, zeigt hier nur zwei Kegeln, einen grossen medialen und kleinen lateralen. Seitlich von diesen kappenförmigen Aufsätzen befindet sich eine feine, mit Zähnchen und Fransen versehene Membran (Mr), die sich über den lateralen Theil der Laden und das vordere Ende der Sti- pites legt. Ad 6. Zwischen den kappenförmigen Aufsätzen liegt eine starke Chitinleiste (Ch. 2), die sich nach vorn zu einem abgerundeten Läppchen (U?) verbreitet, welches entweder in der Medianlinie auf der dorsalen Seite des Vorderendes der Zungenplatten liegt, oder zwischen denselben an ihrem Vorderende, dieselben ein kurzes Stück trennend (z. B. bei Polydesmaus); es ist dies das sogenannte unpaare Läppchen (U). Polydesmus hat neben diesen Lappen jederseits einen schmalen zweispitzigen Fortsatz, den man bei der Betrachtung von oben sieht. Am Hinterrande der kappenförmigen Aufsätze setzt sich eine Membran an, die bis zum Schlunde reicht und von ©. v. Rath als »Hypopharynx« bezeichnet wurde. Sie hat stellenweise plattenartige Ver- dickungen, u. zw. eine kleine mediane, schwach chitinisirte Platte (M P), von der jederseits zwei Hörner (7) ausgehen, neben dieser Platte liegt jederseits ein sehr stark chitinisirter Seitentheil (SP) mit Einkerbungen 1 ©. v. Rath. Die Sinnesorgane der Antennen und der Unterlippe der Chilognathen. Arch. f. mikrosk. Anat. Bd. XXVIl. 30 * 236 Carl Graf Attems, und an diese Seitentheile schliessen sich die sogenannten »Arme« lateralwärts an! (vergl. ©. v. Rath. c- Taf. II, Fig. 20 und hier Taf. XVII, Fig. 385, 386, 387). Heymons fand bei Glomeris und Julus, dass dieser Hypopharynx den Ventralplatten des Mandibular- und Maxillarsegmentes entspricht und sich an der Bildung des Gnathochilariums betheiligen soll, indem er bei Julus das Promentum und das unpaare Läppchen bilden soll. 3 Aus seiner Darstellung über die Entwicklung des Gnathochilariums hebe ich hervor, dass die ursprünglich als getrennte seitliche Extremitäten sich anlegenden Maxillen im weiteren Verlaufe sich in der Medianlinie nähern und dort mit einander verwachsen, worauf in jeder Hälfte eine Theilung in einen medialen und lateralen Abschnitt erfolgt. Die medialen Abschnitte entsprechen den Lamellae linguales, die lateralen den Stipites gnathochilarii. Mit Rücksicht auf die angenommene Mitbetheiligung des Hypopharynx an der Bildung des Gnathochilariums fasst Heymons letzteres als das Verwachsungsproduct von einem in zwei Hälften gespaltenen Maxillenpaar mit dem Hypopharynx auf. Segmentzahl. Die Zahl der Körpersegmente, abgesehen vom Kopf, beträgt 20 oder 19. Ersteres ist bei den weitaus meisten Gattungen der Fall und ist das Ursprünglichere. Die Gattungen mit 19 Segmenten leiten sich von solchen mit 20 Segmenten ab; es ist offenbar das Entwicklungsstadium, welches bei den Formen mit 20 Segmenten das vorletzte ist, geschlechtsreif geworden. Die Gattungen mit 19 Segmenten sind: Bacillidesmus, Batodesmus, Brachydesmus, Haplosoma, Hyni- desmus, Icosidesmus, Oligodesmus, Paradoxosoma, Scytonotus und vielleicht Poratia. Von Poratia sind bisher allerdings nur Thiere von 19 Segmenten bekannt, aber, mir wenigstens, keine Männchen, so dass ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, wie gross die Zahl der Segmente beim erwach- senen Thiere ist, da blos die Männchen in den äusseren Charakteren erkennen lassen, ob sie erwachsen sind oder nicht. Dass diese Gattungen sich von solchen mit 20 Segmenten ableiten und nicht umgekehrt, geht aus Verschiedenem klar hervor. Bei Paradoxosoma ist wohl kein Zweifel darüber möglich; das Nähere vergl. bei diesem Genus. Mit Ausnahme von brachydesmus, welches einige 30 Arten und Scyfonotus, welches vielleicht auch einige wenige Arten zählt, haben alle Gattungen mit 19 Segmenten nur je eine Art. Das allein würde meines Erachtens schon dagegen sprechen, die Zahl 19 als die ursprüngliche Segmentzahl anzusehen, wenn man an die langen Reihen der Gattungen mit 20 Segmenten denkt. Rumpf. Von den Rumpfsegmenten erheischen zunächst die ersten drei eine besondere Betrachtung, beson- ders im Hinblick auf die Zutheilung der Beinpaare auf dieselben. Die Harttheile des ersten Segmentes sind: der Halsschild als Dorsalstück, das sogenannte Hypostoma als Ventralplatte und zwei Pleural- stücke. Alle diese vier Stücke sind von einander getrennt und nur durch membranöse Theile zusammen- gehalten. Das erste Segment hat keine mit dem Dorsalstück in fester untrennbarer Verbindung stehende ventrale Spange. (Taf. IX, Fig. 212.) Der Halsschild (Fig. 212, 384) ist eine mehr oder weniger stark gewölbte Platte von querelliptischer oder rhombischer, oder seitlich zugespitzter Gestalt, die auf ihrer Unterseite zwei Bögen hat, jederseits einen. Diese Bögen sind der Anfang der ventral schliessenden Spange der übrigen Segmente und legen sich an den ventral herabgedrückten Kopf an die Stelle an, wo folgende Stücke zusammenstossen: Basen des Mentum und der Stipites gnathochilarii, Seitentheile des Hypostoma, Backentheile des Oberkiefers, ohne aber mit einem dieser Stücke in feste Verbindung zu treten. Die Sculptur der Oberseite des Halsschildes stimmt in vielen Fällen mit derjenigen der übrigen Meta- zoniten (dem hinteren Theil der Doppelsegmente) überein, kann aber auch oft bei stärker ausgeprägter 1 Die Arme bestehen bei den von uns untersuchten Formen aus zwei Stücken (A7 und Aa), einem medialen (Ai) und einem lateralen (Aa). Fe RE System der Polydesmiden. TI. 237 Seulptur der letzteren viel schwächer und verwischter sein. Wenn er granulirt ist, stehen oft längs des Vor- der- und Hinterrandes grössere Granula. Der Umriss und die relative Breite des Halsschildes sind oft systematisch gut verwerthbar. Letztere schwankt ziemlich. Sehr schmal, schmäler als der Kopf ist er bei lcosidesmus, Trachelodesmus, Scytonotus, vielen Polydesmus- und Brachydesmus-Arten. Öfter ist er so breit wie der Kopf (z. B. die meisten Platy- rhacus, Strongylosoma), meist ist er breiter als der Kopf und annähernd oder eben so breit wie die folgen- den Schilde. Ungewöhnlich breit ist er bei Fontaria laticollis m. Eine besondere Grösse erreicht er bei den Cryptodesmiden und Pyrgodesmiden, bei denen er den Kopf ganz überdeckt. (Fig. 352, 351.) Hypostoma. (Fig. 258, 375.) Dasselbe befindet sich knapp hinter dem Mentum (Fig. 298.), diesem eng anliegend. Es ist nicht überall gleichgestaltet. Am einfachsten ist es bei Polydesmus. Bei Pol. col- laris beispielsweise sieht es folgendermassen aus: Es ist eine querovale Platte, von deren Hinterrand eine nach vorn gerichtete Duplicatur ausgeht, deren Vorderrand nur seicht eingebuchtet ist. (Bei anderen Arten trägt sie zwei grössere Lappen.) Die Hinterecken der Platte setzen sich in schräg nach rückwärts gerichtete Stäbe fort, die einen schrägen Seitenast haben. Etwas vor denselben setzen sich häutig verbundengdie Pleuralstücke an. Das sind breit-sichelförmige kleine Stücke, die sich dorsal hinaufziehen und an den Hinterrand des Kopfschildes, nämlich an die verticale Lamelle, die sich an den Hinterrand des Kopfschildes ansetzt, anlegen (Fig. 298). Zugleich liegen sie dem Vorderrande der ventralen Bogenstücke des Halsschildes an, da diese sich ebenfalls dem Hinterrande des Kopfschildes anschmiegen. Die Pleural- stücke des ersten Segmentes liegen also zwischen Hinterrand des Kopfschildes und Vorderrand des Hals- schildes, und zwar bis etwa zur Mitte der Seitenhöhe heraufreichend. Bei anderen Formen complieirt sich die Gestalt des Hypostoma etwas, die bei Polydesmus collaris erwähnte Duplicatur ist hier durch zwei abgerundete Lappen vertreten, die nach vorn gerichtet sind, und sich über den Hinterrand des Mentum legen, sowie z.B. bei Platyrhacus, Pachyurus, Eurydesmus (Fig. 375), Oxydesmus, Anoplodesmus. Ferner verschmälert sich das Hypostoma zu einer Querspange, deren Seiten sich sogar stabartig (Z) ausziehen können, z. B. bei Eurydesmus (Fig. 375), an die Enden dieser Stäbe setzen sich dann erst die Pleuralstücke (Pl) an, die auch viel schlanker sind. Die feinen Membranen, in die sich das Hypostoma seitlich fortsetzt, bilden einen geschlossenen Ring, der auch in Verbindung steht mit den Rändern des Halsschildes. An die Seiten des Hypostoma setzt sich ebenfalls häutig verbunden das Angelstück des Gnathochila- riums an. (Fig. 372.) Bisher war in der Literatur öfters die Ansicht vertreten, dass das Gnathochilarium doch aus der Ver- schmelzung zweier Extremitäten entstanden sei, und ebenso oft ist dem auch widersprochen worden. Die Annahme für das sonst fusslose erste Rumpfsegment, die Stipites gnathochilarii als Extremitäten in An- spruch zu nehmen, die mit dem Hypostoma durch die Angelstücke, dann Hüften, verbunden sind, hatte jedenfalls viel Verlockendes für sich. Man müsste dann das Mentum für die Ventralplatte des ersten Maxillarsegmentes, dessen Extremitäten die Zungenblätter wären, halten. Doch hat Heymons kürzlich nachgewiesen, dass sich beim Embryo von Glomeris, der in dieser Beziehung jedenfalls ganz unserem Polydesmus entspricht, nur ein gliedmassentragendes Maxillarsegment anlegt, und dass das »Postmaxil- larsegment«, wie er es nennt, das dem ersten Rumpf- oder Halsschildsegment entspricht, von vornherein fusslos sei. Wir müssen somit die Annahme einer Zusammensetzung des Gnathochilariums aus zwei Extre- mitätenpaaren fallen lassen. Die Seiten des Hypostoma, lateral von den erwähnten Lappen, sind ausgehöhlt, und in diese Gruben passen die Hinterenden der Stipites gnathochilarii bei herabgedrücktem Kopfe hinein, wie die Gelenksenden in die Gelenkspfanne. Das Stigma dieses Segmentes scheint nicht überall vorhanden zu sein; deutlich sah ich es nur bei Polydesmus. Es liegt in der eben erwähnten Grube. Das erste Segment hat also keine in fester Verbindung mit dem Dorsalstücke stehende ventrale Spange und keine Füsse, jedenfalls keine Laufbeine, 238 Carl Graf Attems, Beim zweiten Segment ist dies schon anders; dessen Harttheile bestehen aus zwei getrennten Stücken. Die Dorsalplatte setzt sich in die Seiten fort, und diese in eine schmale Spange, die ventral am schmäl- sten ist und hinter dem zweiten Stück, der freien Ventralplatte nämlich, welches das erste Laufbeinpaar trägt, liegt. (Fig. 374, 377.) 3ei Polydesmus collaris ist die Ventralplatte so breit wie die beiden Hüften des ersten Beinpaares zusammen. Seitlich setzt sich an sie noch je ein viereckiger Flügel an, der dem Pleuralstück des ersten Segmentes entsprechen dürfte. Der grösste Theil der Ventralplatte ist senkrecht zur Längsaxe des Kör- pers gestellt, nur eine schmale Leiste vorn liegt horizontal; in dem Winkel zwischen diesen beiden Lamellen, an der Grenze zwischen Ventralplatte und Pleuralplatte liegt das Stigma, welches in ein kurzes, gerades Rohr führt, welches sehr bald in einen Cylinder mündet, der schräg von vorn innen nach hinten aussen verläuft. Ebenso deutlich wie bei Polydesmus collaris ist die Grenze zwischen Ventralplatte und Pleuralstücken bei Anoplodesmus anthracinus und Oxydesmus granulosus, undeutlich dagegen bei Eurydesmus laxus. Das dritte Segment ist bei den verschiedenen Formen, ja Geschlechtern nicht gleich gebildet. Von den von mir untersuchten Gattungen zeigten die Männchen von Polydesmus und Odontopeltis Michaelseni klar und unzweifelhaft die Zugehörigkeit des zweiten Laufbeinpaares zu diesem Segment. Bei diesen genannten Arten ist nämlich die Ventralplatte des dritten Segmentes in derselben Weise, wie es bei allen Arten vom vierten Segment an der Fall ist, mit der ventralen Spange, die von den Seiten herabzieht, verschmolzen und die Löcher für die Insertion der Beine finden sich auf der ventralen Fläche des ein einheitliches Ganzes bildenden Ringes. Der zwischen diese beiden kreisförmigen Löcher sich hineinziehende Theil dieser Spange bleibt allerdings noch etwas gegen die übrige Fläche abgegrenzt, dadurch, dass er mehr erhaben ist, aber eine deutlich unterscheidbare Ventralplatte haben wir hier nicht mehr. Bei den Weibchen der genannten Arten ist das anders. Bei diesen bleibt die Ventralplatte, so wie die des zweiten Segmentes, frei, sie besteht aus zwei in der Mitte nur durch eine schmale Brücke zusammen- hängenden kleinen Stücken, die in dem tiefen runden Ausschnitt an der Vorderseite der ventralen Spange liegen. In der Mitte dieses Ausschnittes befindet sich ein kleiner Zapfen. Beim Männchen hat man sich dieses Zäpfchen so weit nach vorn fortgesetzt zu denken, dass es die Basis der Beine ganz trennt und die Ventralplatte noch mehr redueirt, und in ihrem letzten Rest mit der ventralen Spange untrennbar ver- schmolzen zu denken. Diese Verhältnisse werden durch Betrachtung der schematischen Figuren (217—19) deutlich. Die ventrale Spange des ? von Polydesmus trägt eine Querleiste. Sowie bei den Weibchen des Polydesmus verhält sich die Ventralplatte in beiden Geschlechtern bei Eurydesmus laxus und Oxydesmus granulosus. \Wenn man das isolirte dritte Segment eines ? von Oxydesmus granulosus von vorn betrachtet, sieht man die zum grössten Theil senkrecht gestellte Ventralplatte in dem Querschnitt des ventralen Spangentheiles des dritten Segmentes und mit demselhen häutig verbunden. Vor jeder Hüfte, ungefähr in der Mitte derselben, befindet sich der Eingang zum Stigma, welches in eine winkelig geknickte Stigmen- tasche führt. Beide Stigmentaschen zusammen bilden ein X. Von der Knickungsstelle geht ein kurzer Ast median und aufwärts ab. Hinter den Hüften mündet die weibliche Geschlechtsdrüse und das chitinisirte Ende des Ausführungs- ganges ragt als Beutel lateral von den Stigmentaschen in das Körperinnere hinein. Der Vorderrand des Segmentes macht da, wo der Ausschnitt für die Ventralplatte beginnt, einen kleinen Vorsprung, an dem sich die häutige Verbindung der Ventralplatte, welche diesen vorn festhält, ansetzt. Wenn man ein Weib- chen mit vorgestreckten Vulven betrachtet, so ist der Zusammenhang zwischen Beinpaar und Segment entschieden viel weniger klar, da das zweite Beinpaar von den Vulven so weit nach vorn getrieben wird, dass es scheinbar zum zweiten Segment gehört. Wenn die Verhältnisse bei Polydesmus-Männchen nicht so klar wären, könnte man überhaupt über die Zugehörigkeit der Beinpaare zu den Segmenten streiten und könnte falls man nur andere Gattungen kennt, behaupten, wie es auch geschehen ist, dass das dritte Segment fusslos sei. Doch glaube ich, dass Jetzt kein Zweifel mehr existirt, dass das erste Laufbeinpaar zum zweiten Segment, das zweite Laufbein- System der Polydesmiden. T. 239 paar zum dritten Segment gehört, und das erste Segment fusslos ist. Das vierte Segment ist im Wesent- lichen schon ganz so wie die folgenden Doppelsegmente gebildet; der Raum zwischen den Hüften ist schon breiter als auf den zwei vorangehenden Segmenten und beginnt sich schon nach Art der hinteren Ventralplatten zu erheben. Die folgenden Segmente vom fünften an sind Doppelsegmente und tragen jedes zwei Beinpaare mit Ausnahme des Analsegmentes und des vorletzten Segmentes, welche fusslos bleiben. Die Ringe bestehen aus zwei hintereinander gelegenen Hälften, einer ringförmigen, zum Theil im vorangehenden Ring darinsteckenden vorderen, dem Prozonit, und einer die Beine und Kiele tragenden hinteren, dem Metazonit. Letztere sind es, die die ganze Gestalt des Thieres bedingen, durch die ver- schiedenartige Entwicklung der Kiele und Dorsalfläche. Die Prozoniten, fast immer von kreisrundem Durch- schnitte, bleiben stets ganz einfach, glatt, höchstens ganz fein punktirt oder granulirt, stets ohne ausge- prägtere Sculptur. So lange die Thiere ausgestreckt sind, sieht man bei den meisten Formen nur einen schmalen Streifen des Prozoniten. Das ganze übrige steckt fernrohrartig im vorangehenden Metazoniten darin. Das Aussehen des Rückens wird daher lediglich durch die Sculptur der Metazoniten bedingt. Die Metazoniten können nun entweder ganz glatt bleiben oder in verschiedener Weise sculpturirt sein. Es kommen da vor: Feine gleichmässige Runzeln und Stricheln, oder eine mehr unregelmässige, bald sröbere, bald feinere »lederartige« Runzelung; oder eine feine bis ganz grobe Granulirung, die ganze Fläche ist dann von runden oder länglichovalen Körnchen bedeckt. Verschieden von dieser Runzelung oder Granulation ist eine meist in Verbindung mit ihr auftretende Felderung der Metazoniten. Der Anfang ist in einer Querfurche gegeben, welche beiläufig in der Mitte verläuft. Weiters kann sich die Fläche durch Längs- und weitere Querfurchen in Querreihen von Feldern theilen und zwar ist es häufig so, dass der Theil des Metazoniten vor der ersten Querfurche die erste Querreihe bildet, während die Hälfte hinter der Querfurche in zwei Querreihen zerfällt, so ist es z. B. bei Polydesmus, Brachydesmus, Platy' hacus. Die Querreihen können aber auch zahlreicher sein. Wenn die Furchen, welche die einzelnen Felder begrenzen, noch ganz seicht sind, macht dieses den Eindruck einer Felderung, werden sie tiefer, so wölben sich die einzelnen Felder zu Tuberkeln heraus, die sogar zitzenartig lang werden können, besonders in der hinteren Reihe (vgl. Orodesmus). In sehr vielen Fällen steht auf der Mitte dieser Tuberkeln ein kleines Körnchen, das Mittelknötchen, wie ich es nennen will. Bei vielen Platyrhacus-Arten sind diese Mittelknötchen allein vorhanden. Ebenso weisen in der ersten Querreihe bei vielen Polydesmus-Arten nur die Mittelknötchen auf die Tuberkeln hin, während die Furchen zwischen den Tuberkeln entweder gar nicht oder nur in der Mitte sichtbar sind. Kiele. Die Kiele sind Auftreibungen in den Seiten der Metazoniten, die angefüllt sind mit einem schwam- migen Gewebe. So verschiedenartig die Gestalt des Körpers auch sein mag, stets bleibt der Durchschnitt der Prozoniten und des Centraltheiles der Metazoniten fast oder ganz kreisrund, höchstens dass er sich ein wenig abflacht. Die Kiele sehen wir nun in allen möglichen Stadien der Entwicklung. Gänzlich fehlen die gewissen Strongylosominen. Bei anderen Formen sind es allseitig runde niedrige Beulen in den Seiten der Metazoniten, die in allen Formenreihen die Tendenz zeigen, sich in mediolateraler Richtung zu verbrei- tern und in dorsoventraler Richtung abzuflachen, dabei bemerken wir überall, dass die Kiele der vorder- sten Segmente, wenn sie nicht etwa ganz quer zur Längsachse des Körpers abstehen, leicht nach vorn gerichtet sind, während die mittleren und hinteren mehr nach rückwärts ziehen. Das Vordereck dieser letzteren ist nämlich meistens abgerundet, und Vorder- und Hinterrand ziehen schräg nach hinten und aussen; dadurch kommt es auch, dass der Hinterrand unter einem mehr oder weniger spitzen Winkel mit dem Seitenrande zusammentrifft und so den sogenannten Hintereckzahn bildet. Sehr oft läuft eine feine Leiste über den Kiel, ihn ganz seitlich begrenzend. Der Seitenrand (zuweilen auch Vorder- und Hinterrand) ist besonders bei denjenigen Arten, die breitere und flachere Kiele haben, oft gekerbt oder gezähnt und meistens steht eine Borste in jeder dieser Kerben. 240 Carl Graf Attems, Der Querschnitt der Kiele ist mehr oder weniger dreieckig, die obere und untere Fläche treffen sich im Seitenrande. Je nachdem die obere Fläche hoch in den Seiten angesetzt ist und die Wölbung des Rückens fortsetzt oder tiefer unten erst beginnt und horizontal ist, während der Rücken bogig gewölbt ist, erscheint die ganze Körpergestalt recht verschieden. Zuweilen verschmelzen Vorder- und Seitenrand des Kieles zu einer fast geraden Linie, was nur die Fortsetzung der fast überall zu bemerkenden Abstumpfung des vorderen Eckes ist, und der ganze Kiel kann dann hornartig werden und schräg nach aufwärts gerichtet sein (manche Prionopeltis, Rhachidomorpha, Centrodesmus). Bei vielen Sphaeriodesmiden sind die Kiele nach Art der Glomeriden nach unten gedrückt und überragen so nach unten zu sogar die Ventralfläche. Kurz, in der Grösse, Gestalt und Richtung der Kiele findet sich die grösste Mannigfaltigkeit und sie sind es, welche hauptsächlich den Habitus des Thieres bedingen. Die Kiele, respective gewisse unter ihnen sind auch (die Träger der Saftlöcher. Saftlöcher. Die Saftlöcher oder foramina repugnatoria oder Poren kurzweg, sind die Ausmündungen von Blau- säure bereitenden Drüsen. Durch die Untersuchungen von Max Weber! und Guldensteeden-Egeling?* sind wir über den inneren Bau und die Function dieser Drüsen genau unterrichtet und es ist auch hier nicht der Ort, des genaueren auf den anatomischen Theil einzugehen. Es sei nur kurz erwähnt, dass die Drüsen aus einem elliptischen Säckchen bestehen, das im Zellgewebe eingebettet im Innern des Kieles, wo solche vorhanden sind, liegt, und nach der Medianlinie zu an Hautmuskeln grenzt. Das zarte Drüsen- epithel liegt zwischen zwei Chitinhäuten, einer Tunica propria und intima. Am elliptischen Drüsensack liegt ein flaschenförmiger Ausführungsgang, der dort, wo er sich aus dem Sack entwickelt, von einem Ringe circulärer Muskelfasern umschnürt ist, die nach Art eines Sphincter wirken werden. Am entgegen- gesetzten Ende ragt er mit kegelförmiger Spitze in ein retortenförmiges Säckchen hinein. Das retorten- förmige Säckchen endlich öffnet sich nach aussen durch ein Foramen repugnatorium, einer ovalen nahe- zu kreisförmigen Öffnung. Vertheilung der Saftlöcher: Sie finden sich auf dem 5., 7., 8., 9., 10., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 18., 19. Segment bei Strongylo- desmus, Serangodes. Auf dem 5., 7., 9., 10., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 18., 19. Segment bei Eurydesmus, Harmodesmaus, Pleonaraius. Auf dem 5,, 7., 9., 10., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 18., 19. Segment bei Dodekaporus. Auf dem 5,, 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19. Segment bei Marptodesmus, Fontaria, Leptodesmus, - Acntangulus, Centrogaster, Rhachidomorpha, Sulciferus, Tubercularium, Cordyloporus, Julidesmus, Stron- gylosoma, Ananlacodesmus, Myrmekia, Trachydesmus, Orthomorpha, Eudasypeltis, Tetracentrosternus, Trachelodesmus, Polydesmus, Psendopolydesmus, Archipolydesmus, Microporus, Diaphorodesmus, Odon- totropis, Peridontodesmus, Rhachis, Cryptodesmus, Cryptodesmoides, Chytodesmus, Pyrgodesmus?, Dora- tonotus, Cyrtodesmus, Sphaeriodesmus, Euryurus, Pachyurus, Oxydesmus, Orodesmus, Scytodesmus, Odon- tokrepis, Platyrhacus, und wahrscheinlich bei allen sonstigen, hier nicht in anderen Gruppen genannten Gattungen, insbesonders den zahllosen Cook’schen Gattungen, Diese Porenformel ist, wie man sieht, die häufigste. Ihr entspricht die folgende, bei den Gattungen mit 19 Segmenten. Beide kann man kurz zusammenfassen: 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15. bis vorletztes Segment. Auf dem 5,, 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16., 17., 18. Segment bei folgenden Gattungen mit 19 Segmenten: Haplosoma, Paradoxosoma, Icosidesmus, Brachydesmus, Bacillidesmus. Auf dem 55 7. 9,10, 125, 13,10, 16, 177187) Segment bei Centrodesmus (20 Segmente). 1 Max Weber, Über eine Cyanwasserstoffsäure bereitende Drüse. Arch. f: mikrosk,. Anat. Bd. 21, S. 468, Taf. XXIV. 2 C. Guldensteeden-Egeling, Bildung von Blausäure bei einem Myriopoden. Pflüger’s Arch. f. Physiol. XXVIT, 1883. Eau 2 System der Polydesmiden. TI. 241 Auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16., 17. Segment bei ScyZfonotus, Oligodesmus, Poratia. (19 Seg- mente.) Auf dem 5,., 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16. Segment bei Urodesmus, Lophodesmus. (20 Segmente.) Auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15. Segment bei Psochodesmus. (20 Segmente.) Auf dem 5,, 7., 9., 12., 15., 17., 18. Segment bei Comodesmus Cook. Auf dem 5., 9. (und 11., 14., 16.???!) Segment bei Batodesmaus.! Auf dem 5. Segment bei Stenodesmus, Biporodesmus. Ganz fehlen sie bei Cryptoporus, Xyodesmus, Aporodesmus. Nach Pocock auch bei Trichopeltis, während Cook sie hier gesehen haben will. Ferners bei Hynidesmus?, Xanthodesmus?. Als das Ursprünglichste werden wir wohl mit Rücksicht auf die weite Verbreitung der Saftlöcher unter den Diplopoden überhaupt und auf das Vorkommen derselben in ununterbrochener Reihe auf allen Segmenten von einem bestimmten (c. dem fünften) an bei anderen Diplopodengruppen, auch hier die möglichst grosse Zahl anzusehen haben. Sie kommen, allgemein gesprochen, auf bestimmten Segmenten vom fünften bis vorletzten Seg- ment vor. Bei zwei Gattungen fehlen sie nur auf dem 6. Segment. Bei drei Gattungen fehlen sie auf dem 6. und 8. Segment. Bei einer Gattung fehlen sie auf dem 6. 8. und 11. Segment. Bei sehr vielen, den allermeisten Gattungen fehlen sie auf dem 6,., 8., 11. und 14. Segment. Bei einigen, auch in diese Gruppe gehörigen, ausserdem auf einigen oder einem der hintersten Seg- mente, und zwar auf dem 19. oder auf dem 19., 18., 17. oder 19., 18., 17., 16. bei Gattungen mit 20 Seg- menten, und auf dem 18. bei Gattungen mit 19 Segmenten. Batodesmus hat eine abnorme Porenformel, fest steht nur, dass das 7. Segment keine Poren hat, während einige andere Segmente solche besitzen. Auf Allen bis auf das 5. Segment fehlen sie bei zwei Gattungen und ganz fehlen sie bei mehreren Gattungen, was bei einigen allerdings strittig ist. Die Art der Porenvertheilung ist sehr interessant, und bietet wieder einmal einen vortrefflichen Beweis für die Entwicklung eines Merkmales in einer bestimmten Richtung in zwei ganz von einander unab- hängigen Gattungsreihen. Betrachten wir die Eurydesmiden und die Strongylosomiden, zwei ganz verschiedene und im System weit von einander stehende Gruppen. Erstere mit den Gattungen Eurydesmus, Harmodesmus, Dodekaporus und Marptodesmus, letztere mit den Gattungen Serangodes, Pleonaraius, Strongylosoma etc. In beiden Gruppen verschwinden in der Reihe der Gattungen die Poren auf dem (6.) 6. und 8., 6., 8. und 11., 6., 8., 11. und 14. Segment. Eine Tabelle macht das am besten anschaulich. | Die Poren fehlen | Porenformel auf Segment Strongylosomiden: Eurydesmiden: Serangodes nen, 9, 7.—19. 6 IPIEONAFBINS: » . . -n » 8, 7. 9.19. 6,8 Eurydesmus, Harmodesmus . 9,,*2., 9., 10, 12—19. (or, el Dodekaporus ; Strongylosoma etc. . . .| 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. | 6., 8., 11., 14. | Marptodesmus. . . Die Saftlöcher sind, wie bekannt, die Ausmündungen von Drüsen; je breiter die Kiele werden und je mehr sie sich dorsalventral abflachen, desto weniger Platz bleibt in ihnen für diese Drüsen übrig und es 1 Darüber vergl. im Text bei Batodesmus. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 31 242 Carl Graf Attems, ist erklärlich, dass bei gewissen Gattungen mit sehr breiten, lamellösen Kielen die Saftlöcher ungemein klein werden oder selbst ganz verschwinden, z. B. gewisse Cryptodesmiden, und einen ähnlichen Grund dürfte das Verschwinden der Poren auf hinteren Segmenten einiger Gattungen haben, da die Kiele dieser Segmente siets an Grösse abnehmen. Die Saftlächer liegen in den meisten Fällen ganz seitlich, können aber auch auf die Oberseite der Kiele rücken, besonders bei gewissen Platyrhacus-Arten, bei denen sie in der Mitte der Kiele liegen, dann bei einigen Cryptodesmiden. Bei Platyrhacus und in einigen anderen Fällen sind sie auch von einem glänzenden Ringwulst umgeben. Viel seltener als auf die Oberseite verlegen sich die Saftlöcher auf die Unterseite der Kiele, gehen auch da nie weit vom Seitenrand weg. Unterhalb einer feinen, die Kiele seit- lich säumenden Leiste, liegen sie bei Centrogaster und ventral auf dem Randwulst bei Zuryurus glaphyros. Der Kielrand in der Umgebung des Saftloches kann sich öfters zu einer eiförmigen Warze abschnüren, z. B. bei Cordyloporus, manchen Leptodesmus-Arten. Bei gewissen Polydesmus-Arten haben einige und zwar ganz bestimmte Kiele eine besondere helle, von der dunklen Farbe des Rückens und der anderen Kiele abstechende Farbe, es sind dies der 4., 6., 8., 11. und 14., seltener auch der 1., 2. und 3. Kiel, respective die Kiele der genannten Segmente. Wie man sieht, sind es gerade die porenlosen Segmente, die helle Kiele haben, während die porentragenden Kiele sich nicht in der Farbe vom Rücken unterscheiden. Ventralplatten. Freie, d. i. vom übrigen Skelet getrennte und mit demselben nur häutig verbundene Ventralplatten finden sich wie oben ausgeführt nur auf dem ersten, zweiten und mit gewissen Ausnahmen dritten Seg- ment. Die Ventralplatte des dritten Segmentes verschmilzt nämlich bei den Männchen mancher Gattungen in derselben Weise mit dem übrigen Skelet, wie das beim vierten Segment in allen Gattungen bei beiden Geschlechtern der Fall ist. Auf allen folgenden Segmenten, d. i. auf allen Segmenten vom vierten angefangen und auf dem dritten Segment mancher Männchen, ist der vorderste Theil des Segmentes oder Doppelsegmentes ein ganz glatter, kurzer Cylinder. Vom fünften Segment an, bekanntlich dem ersten Doppelsegment, bezeichnen wir diesen vorderen glatten, meist im vorangehenden Metazoniten darin steckenden Theil als Prozoniten, er ist meist durch eine Einschnürung vom dahinter gelegenen Metazoniten getrennt. Die ventrale Fläche des Prozo- niten nun ist in keiner Weise vom ganzen übrigen Umfang desselben verschieden oder nur irgendwie abgegrenzt. Ventralplatte nennen wir auf den Doppelsegmenten den ventralen Theil des Metazoniten zwi- schen den Beinen. Meist ist er gegenüber dem übrigen Metazonitenumfang polsterartig aufgetrieben, und da die Ventralplatten öfters systematisch gut verwerthbare Eigenheiten, Haare, Höcker, Leisten u. s. w. besitzen, erheischen sie einige Aufmerksamkeit. Besonders die vorderen Ventralplatten der Männchen, der Segmente vor dem Copulationsringe sind in vielen Fällen durch Fortsätze u. dgl. ausgezeichnet. Bekanntlich befindet sich die männliche Geschlechts- öffnung auf den Hüften des zweiten Beinpaares (vergl. Fig. 377), und das hier ausfliessende Sperma muss zunächst in die Copulationsfüsse, d. i. das erste Fusspaar des siebenten Segmentes gebracht werden. Bei vielen Formen kann man nun bemerken, dass die Ventralplatten der dazwischen liegenden Segmente zusammen mit den Fussgliedern der betreffenden Reihe eine Art Schutzcanal für die Copulationsfüsse bil- den, um wahrscheinlich die Aufnahme des Sperma von Seite der vorgestreckten Copulationsfüsse zu erleichtern. Zweifelsohne dienen alle die auf den vorderen Ventralplatten so oft sich findenden Höcker und beborsteten Tuberkeln in anderer Weise demselben Zwecke, nämlich die Übertragung des Sperma aus der Geschlechtsöffnung in die Copulationsfüsse zu unterstützen. So haben die Männchen der meisten Prionopeltis- und Strongylosoma- und vieler Orthomorpha-Arten auf der Ventralplatte des fünften Segmentes einen grossen, meist beborsteten, kegeligen oder in antero- posteriorer Richtung plattgedrückten Fortsatz zwischen den Beinen des vorderen Paares. An derselben Stelle haben zwei getrennte Fortsätze: Harmodesmus, Marptodesmus, Dodekaporaus. System der Polydesmiden. T. 243 Eurydesmus S hat einen grossen Kegel auf der Ventralplatte des sechsten Segmentes und zwei Fort- sätze haben hier: Harmodesmus, Marptodesmus, Dodekaporus. Die Ventralplatten sind sehr häufig eingedrückt, entweder nur der Quere nach oder im Kreuz; diese Furchen können so tief werden, dass die vier dadurch entstehenden Felder zu spitzen Hervorragungen werden, z. B. Ophrydesmus Cook. Überhaupt zeigen die Ventralplatten in sehr vielen und ganz weit ent- fernten Gattungen die Tendenz, neben den Beinen einen Höcker zu bilden, entweder neben jedem der vier Beine, oder nur neben dem vorderen oder hinteren Paare. Diese Höcker können sich dann zu ganz ansehn- lichen Dornen verlängern. Vier runde Höcker finden sich beispielsweise bei Odontopeltis Michaelseni, aber auch bei vielen anderen Arten. Vier Dornen bei Tetracentrosternus, Centrogaster, einigen Cordyloporus, zwei Leptodesmus, vielen Platyrhacus (letztere wurden früher als Acanthodesmus zusammengefasst, was aber nicht die richtige Verwandtschaft wiedergibt; das Nähere vergl. dort), Batodesmus, Strongylosoma Swinhoei und manchen anderen. Ein hakiger Dorn neben jedem Bein des hinteren Paares bei Trachelodesmus, ein gerader Zapfen daselbst bei Mikroporus. Bei einer kleinen Gruppe von Strongylosoma (mesoxanthum, mesorphinum, levisetum, coniferum) stehen am Hinterrande der Ventralplatten zwei nach hinten gerichtete kegelförmige Warzen; eben solche finden sich bei Eurydesmus angnlatus. Die Männchen von Eurydesmus haben nicht vier Kegel, sondern vier Querleisten auf jeder der Ven- tralplatten hinter dem Copulationsringe. Dieselben haben auf der Ventralplatte des 15. Segmentes einen eigenthümlichen, nach vorn gerichteten dreieckigen Fortsatz. Die Breite der Ventralplatten schwankt. Während sie in den meisten Fällen annähernd quadratisch sind, sind sie bei vielen Sphaeriodesmiden, Lophodesmus, Doratonotus u. a. sehr schmal, so dass die Hüften nahe aneinanderrücken. Umgekehrt sind sie sehr breit bei Centrogaster, Eurydesmus (besonders bei angulatus), Dodekaporus, Trachelodesmus, Ayodesmus. In den meisten Fällen sind die Ventralplatten behaart. Stigmen. (Taf. XVII, Fig. 389, 391, 392—397). Die vorderen einfachen Segmente haben je ein Paar Stigmen. Die Doppelsegmente je zwei Paare, mit Ausnahme des vorletzten und des Analsegmentes, welche fusslos sind und keine Stigmen haben. Das erste Segment (Halsschildsegment) scheint nicht immer Stigmen zu besitzen, von mehreren darauf hin untersuchten Gattungen konnte ich nur bei Polydesmus deutlich welche sehen. Dieses erste Stigma (Fig. 389) liegt in der seitlichen Grube, die das Hypostoma, die Ventralplatte des ersten Segmentes bildet. Dieses Stigma führt in eine kurze kegelförmige Röhre, die hier sehr kurze Tra- cheentasche, an deren dem Körperinnern zugewandten Ende sich die Tracheen ansetzen. Die übrigen Stigmen führen in eine längere Tracheentasche und liegen etwas oberhalb der Hüften der Beine. Bekanntlich hat das zweite Segment überall eine freie, nicht mit dem übrigen Ringtheil ver- schmolzene Ventralplatte, und diese ist es auch, die das Stigma trägt, und zwar liegt letzteres da, wo diese Ventralplatte an die seitlichen, den Pleuralstücken entsprechenden Flügel angrenzt (Fig. 390, 391). Ebenso ist es bei dem 3. Segment (Fig. 392). Die Stigmen, respective die Mündungen der Tracheentaschen bilden eine ovale Grube, die von Höckerchen und kleinen Wülsten in sehr zierlicher Weise ausgekleidet ist. (Fig. 393.) Die Öffnung selbst ist ein schmaler, gebogener Schlitz. Der Anfangstheil der Tracheentasche hat einen Ring aus stärkerem Chitin, der einen oder zwei grössere spitze Stacheln trägt. Die Tracheentaschen stellen hohle röhrenartige Gebilde vor, die schräg nach innen und aufwärts in das Körperinnere hineinziehen. Sie haben nahe der Mündung den grössten Durchmesser, und hier setzen sich auch die meisten Tracheen in mehreren Gruppen an. Die Tracheentasche hat einen kürzeren Seiten- ast (SA Fig. 95). 31* 244 Carl Graf Attems, Auf die diesbezüglichen Verhältnisse näher einzugehen, wäre hier nicht am Platze, da das doch schon zur inneren Anatomie gehört, über die an anderer Stelle berichtet wird. Erwähnen möchte ich nur, dass man an den feinen Tracheen, z. B. welche die Darmwandung umgeben, sehr schön die Spiral- verdickungen sehen kann (Fig. 397). Analsegment. (Taf. XIV, Fig. 332, 333; Taf. XVI, Fig.378; ferner Fig. 6, 24, 43, 113, 121, 141, 154, 163, 346.) Der Chitinpanzer des Analsegmentes besteht aus vier Stücken. Im Wesentlichen ist das überall gleich und im Nachfolgenden sei als Beispiel Platyrhacus xanthopus (Fig. 332, 333, 378) beschrieben. Die vier Stücke sind also: 1. Ein Ring, dessen Oberseite sich nach hinten zum Schwänzchen (S) verlängert. 2. Die Analschuppe (As), 3. und 4. die beiden Analklappen (Ak). Ad 1. Das ringförmige Hauptstück des Analsegmentes ist natürlich keiner Formveränderung fähig, dagegen ist die verschiedenartige Gestalt des Schwänzchens um so ausgiebiger systematisch verwendet worden. Auf dem Ring sammt Schwänzchen finden sich fast immer gewisse borstentragende Höcker oder Warzen. Bis zu dreien jederseits auf den Schwänzchenrändern und mehreren auf seiner Oberseite, ausser- dem noch in den zweiSeiten desRinges unterhalb derSchwänzchenbasis, die aber oft fehlen. Porat! will die ganze Gestalt des Schwänzchens lediglich auf die Stellung und Entwicklung dieser Tuberkel zurückführen. Extreme in der Gestaltung des Schwänzchens sind z. B. die meisten Zeptodesmus-Arten und anderseits gewisse Orydesmus und Cryptoporus. Erstere mit konischen, im Durchschnitt ceylindrischen, zugespitzten, schlanken Schwänzchen, ganz ohne Tuberkel (Fig. 141, 113). Letztere mit plattenförmigen, endwärts sogar breiteren als an der Basis und mit grossen zitzenförmigen Borstenwarzen versehenem Schwänzchen. Zwischen diesen beiden gibt es dann mannigfache Übergänge. Das Schwänzchen ist kegelförmig zugespitzt, zZ. B. bei Strongylodesmus, Eurydesmus, Dodekaporus, Fontaria, Leptodesmus, Centrodesmus, Centrogaster, Icosidesmus, Microporus, Trichopeltis, Urodesmus, Oniscodesmus etc. Es ist mehr verbreitert, doch immer noch endwärts deutlich verschmälert bei Cordylo- porus, Prionopeltis fasciatus, vielen Strongylosominen etc. Breitlappig, schaufelförmig ist es bei Lopho- desmus, Doratonotus, Pachyurus, Oxydesmus, Orodesmus, Odontokrepis, Platyrhacus. Endwärts breiter als an der Basis bei Cryptoporus, gewissen Oxydesmus. Die Gestalt kann übrigens innerhalb desselben Genus wechseln, so hat Sulciferus (Prionopeltis) fasciatus (Fig. 121) ein recht breites Schwänzchen mit wohlentwickelten Borstenwarzen, während die anderen Arten ein glattes konisches haben, z.B. Sulciferus (Anoplodesmus) anthracinus. (Fig. 113.) Bei den Gattungen mit breiteren Schwänzchen ist der Hinterrand je nach Entwicklung der erwähnten Tuberkel lappig oder gezähnt. Mit Porat können wir drei Paare von Tuberkeln unterscheiden, die End- höckerchen an der Spitze, die bei den Gattungen mit zugespitzt konischen Schwänzchen allein sichtbar sind als winzige, oft sogar ganz undeutliche Knötchen und die bei den Gattungen mit breiteren Schwänz- chen auf dessen Oberseite liegen können. Die Seitenhöckerchen, nahe oder weiter von der Spitze entfernt, in den Seiten. Sie können sich lamellenartig erweitern, so dass das Schwänzchen denn mit dem abgerundeten Mitteltheil dreilappig wird, oder sie können griffelartig ausgezogen sein (Diaphorodesmus). Das dritte Paar sind die Basalhöckerchen. Wie schon erwähnt, sind aber nicht immer alle deutlich entwickelt. Ad 2. Die Analschuppe (ASS) liegt dem ventralen Hinterrand des Ringes an. Sie ist meistens dreieckig oder spitzbogenförmig und trägt in der Nähe der Spitze zwei Börstchen die auf Warzen stehen können. Nehmen diese Warzen bedeutend an Grösse zu, so erscheint die Analschuppe mehr dreispitzig, ja, die Warzen können die Endspitze so überragen, dass dieselbe ganz verschwindet und die Schuppe dann trapezförmig, zweispitzig erscheint. I Porat, Zur Myr.-Fauna Kameruns. — Bihang Sv. Ak. Handl. 20, IV, 5, p. 27. a‘ t System der Polydesmiden. 1. 245 Sonst schwankt die Gestalt der Schuppe zwischen einem ziemlich schlanken Dreieck und einem breit abgerundeten Bogen. Die Warzen sind besonders gross z. B. bei Orydesmus, Eurydesmus, Trogodesmus. Ad3. Die Analklappen sind gewölbte Platten, welche an den Seiten des Hinterrandes des Ringes an- gesetzt sind und bei geschlossenem After in der Mittellinie zusammenstossen. Sie können sich so weit öffnen, dass ihre Flächen dann Verlängerungen der Seiten des Ringes bilden. Der untere, gegen die Analschuppe zu gerichtete Rand hat einen stärker winkelig abgebogenen Ansatz, der sich bei geschlossenem After über die Analschuppe ins Innere schiebt, bei geöffnetem After jedoch die Lücke, die sich zwischen Analschuppe und dem stets sichtbaren Theil der Analklappen bildet, verschliessen hilft. Die zusammenstossenden Ränder der Analklappen sind mehr oder weniger stark wulstig verdickt. Stets finden sich zwei borstentragende Wärzchen oder wenigstens zwei Borsten auf jeder Klappe, das eine, untere stets neben dem dicken Randwulst, das obere meist auf dem Randwulst selbst. Alle die erwähnten Borsten des Analsegmentes sind selten einfache Haare, meist besteht jede soge- nannte Borste aus einem kleinen Büschel von Borsten. Die Analklappen sind meistens glatt, oft auch wenn der übrige Körper granulirt ist. Dicht granulirt sind auch sie bei Cryptoporus, Diaphorodesmus, Odontokrepis, Microporus. Öfters sind sie längsrunzelig. Bei den Oniscodesmiden sind sie nicht gewölbt, sondern ganz flach, mit der Analschuppe eine Fläche bildend. Das Analsegment wird seitlich von den Kielen des 19. Segmentes eingeschlossen bei Choridesmus und vielen Cryptodesmiden. Vom vorgezogenen Rückentheil des 19. Segmentes wird es bedeckt bei Uro- desmus. Und von den lappig erweiterten und sich hinten in der Medianlinie fast berührenden Kielen des 19. Segmentes wird es bedeckt bei den Oniscodesmiden: Oncodesmus, Oniscodesmus, Lignydesmus, Katan- todesmus. Beine. Über ihre Anzahl wurde schon gesprochen. Kurz wiederholt haben das zweite, dritte und vierte Seg- ment je ein Beinpaar, das fünfte und alle folgenden mit Ausnahme des vorletzten und des Analsegmentes je zwei Beinpaare; beim Männchen ist das erste Beinpaar des siebenten Ringes in die Copulationsfüsse umgewandelt. Es haben also bei den Gattungen mit 20 Rumpfsegmenten die erwachsenen Männchen 30 die erwachsenen Weibchen 31 Beinpaare. Bei den Gattungen mit nur 19 Rumpfsegmenten haben die Männchen 28, die Weibchen 29 Beinpaare. Wie die Zahl der Beine während der Entwicklung zunimmt, davon gibt am besten folgende kleine Tabelle eine Übersicht: Hat gegen das frühere Entwieklungs-| Zahl der | Zahl der Beinpaare |7anl der fusslosen Segmente Stadi 3 5 2 adium mehr stadium No. | Segmente g | [) des Hinterendes Segmente Beinpaare I 7 3 3 3 d Q u 9 6 6 3 2 3 II 12 10 11 4 3 4 5 IV 15 16 17 4 3 6 V 17 22 23 3 2 6 VI 18 | 26 27 2 l + VI. 19 Me 28 29 2 1 2 Man sieht also, dass die Vermehrung der Zahl der Beinpaare nicht genau parallel geht der Vermehrung der Segmente. Nur beim vierten und siebenten Stadium vermehrt sich die Zahl der Beinpaare für jedes weitere Segment um zwei, bei den übrigen Stadien ist die Vermehrung der Beinpaare anfangs (2. und 3. Sta- dium) eine relativ geringere, später (5. und 6. Stadium) eine relativ grössere, als die der Segmente. 246 Carl Graf Attems, Die einzelnen Beine bestehen aus sechs (resp. sieben) Gliedern. Ich sage sechs, da das siebente Glied, der winzige Trochanter, nur ganz rudimentär ist. Man sieht wohl am Ende des ersten Gliedes, zwischen diesem und dem zweiten einen Hinweis auf einen Trochanter darin, dass am Ende dieses Gliedes zwei Articulationszapfen hintereinander liegen, und bei durchsichtig gemachten kleineren Beinen sieht man, dass das Chitin durch Einfaltung thatsächlich am Ende des ersten Gliedes einen kleinen, nicht einmal ringsherum immer ganz geschlossenen Ring bildet, der aber so eng mit dem ersten Glied verbunden bleibt und immer so undeutlich ist, dass man bei Beschreibungen aus praktischen Gründen viel besser nur von sechs Gliedern spricht. In diesem Sinne sind auch immer die hier gebrauchten Ausdrücke »zweites bis sechstes Glied« zu verstehen. Ein gesondertes, gegen die anderen bewegliches Glied ist das Rudiment eines Trochanter ja auch nicht und hat auch keine eigene Muskulatur, was wohl das Entscheidendste ist. Die relative Grösse und Gestalt der übrigen Glieder untereinander ist je nach den Arten etwas ver- schieden. Manchmal, z. B. bei den vorderen Beinen des Männchens von Strongylosoma robustum, sind alle sechs Glieder fast gleich. Bei anderen Arten desselben Genus, z.B. bei Sfr. longipes, sind die einen Glieder kurz, fast kugelig, die anderen lang und schlank. Ja, beim selben Thier verhalten sich die vorderen und hinteren Beine in dieser Beziehung nicht gleich. Meist ist es so, dass das dritte Glied das grösste ist, dann kommt das sechste, dann das fünfte, vierte, zweite, erste, welche letzteren entweder untereinander gleich lang sind, oder nur wenig in der angege- benen Reihenfolge an Grösse abnehmen. Als Beispiele mögen folgende Arten dienen, deren Beinglieder nach der Grösse in absteigender Ord- nung genannt sind; die nur durch Beistriche getrennten sind fast oder ganz gleich lang: Platyrrhacus baramanus.. . 3—6—5—1, 2,4. | Oxydesmus granulosus 3—6, 1, 2,4,5 » complicatus . . 3—6—|, 2, 4, 5. | Prionopeltis Saussurei . 3—6—1—2—-4—5 Euryurus aterrimus . . .83, 6—-1—2—4—5. Dodekaporus tanamıs . . . 3-2 —4—-1—-5-6 Biporodesmus platynotus. . 3—6—1, 2, 4, 5. Leptodesmus Bohlsi . 3—6—1,2, 4,5 So gleichartig die einzelnen Beinglieder auch sind, so finden sich doch bei vielen Arten, besonders bei den Männchen, einzelne charakteristische Eigenthümlichkeiten, die besonders systematisch oft sehr gut verwerthbar sind. Im Folgenden seien die hauptsächlichsten kurz zusammengefasst. 1. Glied: Hüfte. Immer kurz und mehr oder weniger kugelförmig, nur die Hüften des ersten Bein- paares sind ziemlich lange Cylinder. Während es, auch bei sonst gut behaarten Beinen, nackt bleibt, ist es bei manchen Platyrrhacus (baramanus, complicatus) kräftig beborstet. Fontaria tonominea und Montezumae haben am distalen Ende der Unterseite einen nach unten (quer zur Längsaxe des Gliedes) gerichteten Dorn. Das Weibchen von Eurydesmus compactilis trägt einen langen Griffel. Auf der Unterseite dieses und des zweiten Gliedes steht fast immer eine besonders lange Borste. Dass am Ende des Hüftgliedes ein rudimentärer Trochanter sichtbar sein kann, wurde schon erwähnt. 2. Glied: Hat mit dem ersten das gemeinsam, dass eine lange Borste auf der Unterseite steht; über deren Homologisirung vergl. unten. Ferners finden sich auf der Unterseite Höcker (Eurydesmus oxygo- nus S'), dicht gedrängte kurze Borsten (Oligodesmus, Myrmekia), auf gewissen Beinpaaren Papillen (Scy- tonotus). Das distale Ende der Unterseite geht in einen kräftigen Dorn aus bei Fontaria, Oxydesmus, Orodes- mus, Stenodesmus. Die Oberseite ist beulig aufgetrieben (Eurydesmus d', Strongylosoma, Myrmekia d', Anaulacodesmus J)). 3. Glied: Unterseite mit zahlreichen Höckern (Eurydesmus oxygonus d'), mit einem beborsteten Kegel (S von Strongylosoma iadrense, italicum, lenkoranum, levisetum, coniferum, drepanophorum, Trachy- desmus Simonii), mit einem grossen Auswuchs auf dem 6. und 7. Paar (Prionopeltis Saussurei S') mit dichtgedrängten kurzen Stiften (Oligodesmus S', Myrmekia d'), mit Papillen auf gewissen Beinpaaren (Scy- tonotus S'). 3. Glied des dritten Beinpaares stark verdickt Biporodesmus platynotus d') noch stärker ver- dickt, mit einer Aushöhlung (Aporodesmus, Ophrydesmus). System der Polydesmiden. I. 247 4. Glied: Die Basis der Borsten ist kugelförmig verdickt (Oligodesmus 9, Myrmekia, Anaulaco- desmus d'). Auf gewissen Beinpaaren finden sich Papillen (ScyZonotus d'). Bei Eurydesmus oxygomus d' Höcker. 5. Glied: Oberseite mit einer lang abstehenden Borste (Anaulacodesmus). Unterseite mit borsten- tragenden Kugeln (S von Strongylosoma paraguayense, enkrates, areatum, Myrmekia karykina, Oligo- desmus, Anaulacodesmus, Pleonaraius). Gewisse Beinpaare mit Papillen auf der Unterseite (Scyfonotus J'), Oberseite der Paare 13—20 mit grossen gekrümmten Hervorragungen (Scyfonotus). 6. Glied: Oberseite oberhalb der Krallen büschelig beborstet (Platyrrhacus). Das Endglied trägt eine kräftige Kralle, oberhalb derselben befinden sich selten 1—2 krallenförmige Nebenklauen, meist kann man keine eigentlichen Nebenklauen sehen; nicht nur dieses, sondern auch die anderen Glieder tragen am Ende meist 1 oder mehrere verdickte Borsten, die eventuell als Nebenkrallen betrachtet werden können, wenn sie besonders kräftig sind. Auf den Beinpaaren 1 oder 2- 5 oder 6 der Eurydesmus d' finden sich unterhalb der Krallen grosse fleischige Pölster. Die Endklaue ist besonders kräftig bei Buryurus aterrimus. Unterseite mit Kugelborsten (Siron- gylosoma paraguayense, areatım, enkrates, Myrmekia, Oligodesmus, Anaulacodesmus, Pleonaraius, viele Polydesmus- Arten). An den Hüften des zweiten Beinpaares münden beim Männchen die Geschlechtsdrüsen auf einem Tuberkel oder an der Spitze eines kürzeren oder längeren Hörnchens. Die ersten zwei Beinpaare unterscheiden sich dadurch von allen übrigen, dass die Hüften sehr nahe beieinander stehen und lang cylindrisch oder platt gedrückt sind, in der Richtung der Längsaxe des Körpers liegen, während die Hüften der übrigen Beine schräg nach seitwärts gerichtet sind. P. Schmidt (1895) hat die Ansicht ausgesprochen, dass die starken, hervorragenden Borsten auf der Unterseite der Hüfte und des Schenkels der Chilognathen den »coxofemoralen Anhängen«, wie er sie nennt, der Pauropoden, die auch bei Polyxenus in ganz ähnlicher Form vorkommen, homolog seien. Doch scheint mir das doch etwas gewagt, da diese Borsten sich durch nichts, als durch ihre Grösse von den anderen Borsten unterscheiden und es eine sehr verbreitete Erscheinung ist, dass an den Enden der Bein- glieder sowohl unten als oben einzelne grössere Borsten stehen. Copulationsfüsse. Über dieselben habe ich bereits im Jahre 1894 einen kleinen Aufsatz veröffentlicht, weshalb ich hier kürzer sein kann. Zu Copulationsfüssen ist beim Männchen das erste Beinpaar des siebenten Ringes umgewandelt. Während von den eigentlichen Laufbeinen jedes in einem besonderen Loch der Ventralplatte inserirt ist, sind hier die beiden für die Copulationsfüsse bestimmten Löcher zu einer querovalen oder bisquitför- migen Öffnung verschmolzen. In ihr sind die Copulationsfüsse so inserirt, dass der proximale, weit in das Körperinnere hineinragende Theil der Hüfte nach vorn und etwas nach aufwärts, der distale Theil nach hinten und abwärts gerichtet ist. Vom inneren Rande der Öffnung springen Chitinlamellen nach innen und hinten vor. An den Copulationsfüssen können wir mehrere Abschnitte unterscheiden: 1. Die Hüfte ist ein Hohlcylinder von verschiedener Dicke und Länge, kurz gedrungen, bis lang und schlank, mit einer grossen Öffnung zum Durchtritt der bewegenden Muskeln am proximalen Ende, das sich gegen das Körperinnere noch weiter in einen, weiteren Muskeln und Sehnen zum Ansatz dienenden Stab fortsetzt, der bald deutlich von dem dicken cylindrischen Theil geschieden ist, bald ganz mit ihm verwachsen ist. Der distale Rand des Hüfteylinders ist medial ausgeschnitten, in der Mitte desselben ist das Hüft- hörnchen inserirt, dessen in das Innere des Cylinders hineinragende Basis von sehr kräftigen Muskeln 248 Carl Graf Attems, bewegt wird. Dieses Hörnchen ist entweder in einem gleichmässigen Bogen gekrümmt oder mehr winkelig geknickt. Das verjüngte Ende ist zuweilen etwas hakig, dabei bleibt die Spitze meist weicher, um die Ein- führung in die noch zu besprechende Samenrinne zu erleichtern. Der laterale Theil des Endes der Hüfte kann sich in Form einer breiten Platte fortsetzen und den Schenkel von aussen verdecken (Leptodesmus carinovatus). _ In der Nähe des Ausschnittes der medialen Seite stehen meist einige stärkere Borsten; darunter gewöhnlich eine besonders grosse; über ihre wahrscheinliche Deutung vergl. oben. 2. Der ganze folgende, in der Hüfte inserirte Theil des Copulationsfusses bildet entweder ein unge- theiltes Stück oder ist wieder in Abschnitte zerlegt. Stets ist die Verbindung zwischen Hüfte und ihm gelenkig, niemals chitinisirt, sondern beide sind nur durch Muskel und Bänder zusammengehalten. In der natürlichen Ruhelage sind beide Theile stark gegen einander gebogen, so dass die Hüfte schräg nach hinten gerichtet ist, während der Endtheil sich nach vorn an die Ventralseite des Körpers anlegt. a. Die Basis des zweiten Theiles, der Schenkel ist-stets beborstet, meistens ringsherum sehr reichlich, nur bei wenigen Formen, zZ. B. Pleonaraius nur spärlich auf der medialen Seite. Fast immer bemerkt man am distalen Ende des Schenkelgliedes die besonders lange und starke Borste, die auch auf dem Schenkel der Laufbeine steht und dieselbe Bedeutung hat, wie letztere. Ferner ist er mehr oder weniger ange- schwollen und dadurch undurchsichtiger, während das Ende des Organes meist aus durchscheinendem, hellgelbem Chitin besteht. Auf der medialen Seite ist eine tiefe Grube, in welche das Hüfthörnchen hineinragt. Zuweilen springen die unteren Ränder dieser Grube in Form einer Schale, die etwa mit einem Schwalbennest verglichen werden kann, vor, zZ. B. bei Pachyurus, Katantodesmus. Die Umgebung dieser Grube ist immer am reich- lichsten beborstet. Die Grube verengt und vertieft sich allmählich und führt schliesslich in eine enge Rinne über, deren stark chitinisirte Ränder sich nach kurzem Verlauf eng an- und übereinander legen, so dass ein Canal gebildet wird, den ich Samenrinne nennen will. Auf Schnitten sieht man jedoch deutlich, dass die Ränder nur übereinander gelegt sind, ohne zu verwachsen. Die beiden Copulationsfüsse liegen zwar bei den meisten Formen nahe nebeneinander, doch bleiben bei den meisten Formen die Schenkel vollkommen gesondert, bei einigen Arten dagegen legen sie sich eng aneinander, was sogar zur vollständigen Verwachsung führen kann, z. B. Pleonaraius, Oligodesmus. Bei Cryptodesmus pusillus und Katantodesmus scapulatus ist auf der Hüfte neben der medialen Grube ein kolbiger, beborsteter feiner Wedel befestigt, den ich sonst von keiner Form kenne. Bis hieher ist die Bildung der Copulationsfüsse eine sehr einheitliche, die Unterschiede beziehen sich nur auf etwas verschiedene Dicke und Gestalt der einzelnen Theile. Die Form des sich an den Schenkel anschliessenden Endabschnittes ist dagegen überall recht verschieden. Während der Schenkel in Folge seiner Dicke und seines reichlichen Gehaltes an lebender Substanz undurchsichtig ist, besteht der Endabschnitt immer aus durchscheinendem, gelbem Chitin, mit wenig zelligem Inhalt in Folge seines geringen Durchmessers. Meist ist das unmittelbar auf den Schenkel folgende Stück ungetheilt und mehr oder weniger cylindrisch; ich nannte es (1894) Schiene. In den verschiedensten Gruppen kommt es vor, dass dieser ganze Endabschnitt eine einfache Sichel ohne jegliche Verästelung oder dergleichen vorstellt, doch halte ich diese einfache Gestalt für etwas Secun- däres, durch Verlust der Äste entstanden, die sich ursprünglich abgespalten hatten; einfach sichelförmig sind die Copulationsfüsse von: Strongylosoma drepanephoron, contortipes, levisetum, Platyrrhacus haplo- pus, Leptodesmus decovatus, Levizonus thaumasius und manchen anderen. Wie gesagt, ist dies aber nur die Ausnahme. Von einer Gabelung des Endes in zwei zangenartig gegen einander gekrümmte Arme, wie z.B. bei Pachyurus, manchen Platyrrhacus-Arten, bis zu den äusserst complieirten Bildungen von Aporo- desmus Weberi, Cryptodesmus pusillus n. sp., Katantodesmus scapulatus, gibt es alle möglichen Stufen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Ende, der Theil, der auf den Schenkel folgt, sich in zwei Äste spaltet, von denen der eine die directe Fortsetzung des Schenkeltheiles ist und auch die Samenrinne führt, ich nenne ihn Hauptast; der andere ist öfters beweglich gegen diesen Stammtheil abgesetzt, ich nenne System der Polydesmiden. 249 ihn Nebenast. Die Spaltung zwischen diesen beiden Ästen kann bis zum Schenkel herabreichen, so dass letzterem dann zwei getrennte Äste aufsitzen, z. B. bei Zeptodesmus, Biporodesmus. Meistens aber bleibt, wie schon oben erwähnt, ein Stück des auf den Schenkel folgenden Theiles ungetheilt. Beide Äste können sich dann weiter verästeln; sie tragen verschiedenartige Zacken und Nebenarme. Vom Hauptast kann sich der Theil, der die Samenrinne trägt, ganz abgliedern, so dass er dann einen dritten, vom Schenkel selb- ständig entspringenden Ast vorstellt, z. B. bei Lepfodesmus carinovatus. Die Samenrinne endet meist so, dass das letzte Stück durch Auseinanderweichen der Ränder wieder halbrinnenförmig wird, indem es sich zugleich immer mehr zuspitzt und verjüngt. Bei einer Gruppe, die ich Eupolydesmidae nenne, mündet die Samenrinne, nachdem sie eine Biegung gemacht hat, erst in eine blasenartige Erweiterung ein, die Samenblase. Die Mündung der Samenblase nach aussen ist rings umstellt von Borsten und liegt öfters auf einem kleinen Hügel. Das Ganze wurde Haarpolster genannt. Einen Übergang zu dieser Bildung, die sich bei Polydesmus und Brachydesmus vorfindet, bildet Archipolydesmus maroccanus mihi, bei dem die Samenrinne am Ende eines schlanken Astes mündet. Das Ende der Röhre ist in einen Kranz von Fransen aufgelöst. Das Nähere vergl. bei dem genannten Genus. Bei Polydesmus pectiniger Verh. fehlt das Haarpolster, ebenso bei Polydesmus germanicus. Von dem geschilderten Bau der Copulationsfüsse macht Rhachis eine Ausnahme. Bei diesem fehlt nämlich das sonst immer vorhandene Hüfthörnchen. Der Schenkel hat eine sehr grosse, tiefe Grube mit kreisförmiger Öffnung, die von langen Borsten umstellt und ausgekleidet ist; in ihr beginnt die kurze Samenrinne. Wahrscheinlich ist durch die Grösse der Grube das Hüfthörnchen überflüssig, welches sonst den Spermatropfen in die Samenrinne hineinstopft. Für einzelne Gruppen haben wir charakteristische Eigenthümlichkeiten der Copulationsfüsse. So sind diese Organe bei Eurydesmus von so prägnanter Gestalt, dass man leicht einen Copulationsfuss dieser Gattung von allen anderen unterscheidet. Für Strongylosoma ist charakteristisch, dass der Hauptast dünn peitschen- oder geisselförmig ist, und dass der Nebenast eine Art Scheide für ihn bildet. Es ist das zwar nicht bei allen Strongylosoma-Arten so, aber doch bei den meisten. Bei Pachyurus sind die beiden Endäste kräftig und zangenartig gegen einander gekrümmt. Die Cryptodesmiden haben ungemein complicirt gebaute Organe. Eine Eintheilung der gesammten Polydesmiden in grössere Gruppen nach dem Bau der Copulationsfüsse lässt sich nicht vornehmen; doch bleiben diese Organe immer eines der systematisch werthvollsten Merkmale. Geographische Verbreitung. In keiner Beziehung wird uns das Unzulängliche unserer Kenntnisse fühlbarer, als bei der Betrach- tung der Verbreitung der Polydesmiden. Wir kennen Polydesmiden aus allen Tropen und vom ganzen nördlichen und südlichen gemässigten Gürtel der Erde, allein von grossen Theilen dieses Areals wissen wir noch gar nichts und von anderen Theilen nur sehr wenig. Das palaearktische Gebiet ist naturgemäss am besten durchforscht; aus Süd- und Central-Amerika, Ost- und Süd-Asien sammt dem malaiischen Archi- pel und aus manchen Theilen von Afrika kennen wir schon Vieles, doch sind wir noch weit entfernt von einer nur halbwegs genügenden Kenntniss dieser letzteren Gebiete. Von dem ganzen grossen Central- Asien wissen wir gar nichts, von Nordamerika sehr wenig, aus Australien kennen wir nur wenig Arten; in Afrika scheint eine reiche Polydesmiden-Fauna vorhanden zu sein, von der wir erst kürzlich erfahren haben, aber bisher noch in unzureichender Weise. Von den bisher bekannten Arten gehört die weitaus grösste Menge den Tropen an, besonders die Zahl der Gattungen ist daselbst eine viel grössere als in den gemässigten Zonen. Von den hier aufgestellten Unterabtheilungen, Tribus, sind die einen weit verbreitet, eine über die ganze Erde, die anderen nur in einzelnen Erdtheilen. Wir wollen dieselben jetzt kurz durchgehen: Strongylosominae. Über alle Erdtheile verbreitet. Die Gattung Sirongylosoma selbst ist über das ganze von Polydesmiden bewohnte Areal vertheilt und eines der artenreichsten Genera; von diesem Genus Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 32 250 Carl Graf Attems, haben sich in jedem Erdtheil nahe verwandte Gattungen abgetrennt; in Neuseeland: Serangodes; in Süd- amerika: Pleonaraius, Myrmekia, Anaulacodesmus, Oligodesmus, Julidesmus; in Indien sammt den Inseln: Trogodesmus, Eudasypeltis, Tetracentrosternus, Haplosoma; in Süd-Europa: Trachydesmus und Para- doxosoma. Die mit Strongylosoma gleichfalls sehr nahe verwandte Gattung Orthomorpha hat auch eine sehr weite Verbreitung, nämlich Afrika mit Madagaskar, Indien sammt Inseln, China, Japan, Antillen, Australien. Mit den Strongylosimae nahe verwandt sind die Sulciferinae, von denen die Gattung Sulciferus in Asien, und zwar die Untergattungen Prionopeltis und Anoplodesmns in Indien und Sunda-Inseln, die Untergattung Zevizonus in Wladiwostok, die Gattung Centrodesmus auf Sumatra, Nasodesmus auf Ceylon, Tubercularium auf Nossibe, Cordyloporus in West- Afrika, Cookia in Tunis lebt, also kurz zusammengefasst, die Suleiferinae bewohnen Indien, West- und Ost-Afrika sammt Madagaskar. Leptodesminae. Sie sind für Süd- und Central-Amerika charakteristisch; von zwei Arten der formen- reichen Gattung Leptodesmus lebt eine in Californien, die andere in Texas, also auch in angrenzenden Theilen Nord-Amerika’s, zwei Arten sind aus den Mittelmeerländern bekannt. An die Leptodesminae schliesse ich eine Anzahl Gattungen an, die nicht in diese Tribus selbst aufzu- nehmen sind, aber ihr sehr nahe stehen dürften, und alle in Süd-Amerika vorkommen: Mikroporus, Stenodesmus, Biporodesmus, Strongylodesmus, Batodesmus, Rhachis. Die Gattung Fontaria, ebenfalls eine Verwandte von Leptodesmus, aber doch scharf von ihr getrennt, hat ausser in Nord- und Süd-Amerika auch in Japan ihre Vertreter. Von den Enpolydesminae sind die typischen Gattungen Polydesmus, Brachydesmus und Archipoly- desmus palaearktisch, erstere beide ungemein artenreich und die Hauptvertreter der Polydesmiden in Europa. Anhangsweise stelle ich auch die nordamerikanische Gattung Pseudopolydesmus hieher. Was über Vorkommen von Polydesmus-Arten in Afrika gemeldet wird, dürfte auf irrthümlichen Bestimmungen beruhen; in China und Japan scheinen nahe Verwandte von Polydesmus zu leben, doch sind die dies- bezüglichen Beschreibungen nicht derart, dass man dies sicher erkennen könnte; mir selbst sind nur zwei noch unausgewachsene Exemplare einer wahrscheinlich hieher gehörigen Gattung in die Hände gekommen. Wer weiss, was in dem grossen zwischen Kaukasus — wo noch typische Polydesmus leben — und China liegenden Gebiet noch Alles entdeckt wird. Von der kleinen Gruppe der Trachelodesminae lebt die eine Gattung Trachelodesmus in Süd-Amerika, die andere, lcosidesmus, in Neuseeland und (!) Caffraria. Ob die /cosidesmus-Art, die in Caffraria lebt, wirklich in diese Gattung gehört, weiss ich nicht sicher, da ich sie nicht gesehen habe. Scytonotus ist nordamerikanisch. Bacillidesmus (mit nur einer Art) lebt in Ungarn. Eurydesminae. Dieselben sind auf Ostafrika beschränkt, bis auf eine Art der Gattung Eurydesmus in Mexico. Nach der ausgezeichneten Beschreibung Humbert und Saussures ist an der richtigen Bestim- mung nicht zu zweifeln, schon allein wegen der auffälligen und seltenen Porenformel, die dieser Gattung zukommt und es bleibt diese Art der Verbreitung einer sonst auf ein relativ kleines Gebiet beschränkten Tribus, die weit von diesem Gebiet entfernt einen einzigen Vertreter hat, jedenfalls merkwürdig. Euryurus lebt in Südamerika. Die verwandte Gattung Pachyurus theilt sich in zwei Untergattungen, von denen die eine, Amplinus, ebenfalls in Südamerika, die andere, Angustinus, auf den Sundainseln sich findet. Die Oxrydesminae kommen nur im Osten und Westen von Mittelafrika vor und sind für diesen Erdtheil etwa so charakteristisch wie die Lepfodesminae für Südamerika. Die verwandten Gattungen Diaphorodesmus und Cryptoporus leben beide in Kamerun. Platyrrhacus hat seine Verbreitung in Südasien (malaiischer Archipel, Molukken, Birma, Indo-China), Neu-Guinea und Central- und Südamserika sammt Antillen und Bermudas. System der Polydesmiden T. 251 Cryptodesminae kennen wir aus den tropischen Theilen Asien’s, Amerika’s und Afrika’s. Auf die Details gehe ich hier nicht ein, weil die engere Systematik dieser Gruppe wegen der widersprechenden und mangelhaften Angaben noch unsicher ist. Von den Pyrgodesminae lebt Urodesmus in Kamerun, Pyrgodesmus auf Ceylon und Lophodesmus im malaiischen Archipel. Die Cyriodesminae vertheilen sich auf Südamerika (Cyrtodesmus, Oncodesmus), Java (Doratodesmus) und Liberia (Ammodesmus). Die Oniscodesminae und Sphaeriodesminae sind beide süd- amerikanisch. Überblicken wir das Gesagte, so sehen wir, dass schon von den Gruppen einige auf bestimmte thier- geographische Gebiete beschränkt sind: die Lepfodesminae und Verwandte auf Central- und Südamerika (mit 2 Ausnahmen), die Eurydesminae (1 Ausnahme) und Oxydesminae auf Afrika. Natürlich haben die Gattungen eine noch viel beschränktere Verbreitung als die höheren Gruppen; aber wir finden einzelne unter ihnen, deren Areal sich über mehrere Faunengebiete erstreckt. Es sind folgende: Strongylosoma: über alle Erdtheile verbreitet. Orthomorpha: Afrika, Asien, Australien, Antillen. Pachyurus: Indien, Südamerika. Platyrrhacus: Indien, Südamerika, Antillen, Bermudas. Fontaria: Amerika, Japan. Cryptodesmus: Indien, Südamerika, Afrika. Aporodesmus: Südamerika, Ost- und West-Indien. Eurydesmus: Ost-Afrika, Mexico. Jcosidesmus: Afrika, Neuseeland. Alle anderen Gattungen kommen nur in je einem Gebiet vor und ich werde im Folgenden bei jedem Areal die auf dasselbe beschränkten Arten namhaft machen: Palaearktisches Gebiet: Polydesmus, Brachydesmus, Archipolydesmns, Bacillidesmus, Parado- xzosoma, Trachydesmus. Ost-Afrika: Subgenus Euryzonus (gen. Eurydesmus), gen. Harmodesmus, Dodekaporus, Marpto- desmus, Tubercularium. West-Afrika: Cordyloporus, Diaphorodesmus, Cryptoporus, Urodesmus, Ammodesmus. Osten und Westen von Mittelafrika: Oxrydesminae_s. str. Süd- und Centralamerika: Pleonaraius, Myrmekia, Anaulacodesmus, Oligodesmus, Julidesmus, fast alle Leptodesminae, Mikroporus, Stenodesmus, Biporodesmus, Strongylodesmus, Batodesmus, Trache- lodesmus, Rhachis, Euryurus, Peridontodesmus, Stictodesmus, Chytodesmus, Cynedesmus, Cyrtodesmaus, alle Oniscodesminae und Sphaeriodesminae. Nordamerika: Scyfonotus, Pseudopolydesmus. Indien sammt Inseln: Trogodesmus, Eudasypeltis, Tetracentrosternus, Haplosoma, Sulciferus, Nasodesmus, Centrodesmus, Trichopeltis, Cryptodesmoides, Pyrgodesmus, Lophodesmus, Doratodesmus. Australien etc.: Serangodes. Unsere Kenntnisse sind, wie schon erwähnt, noch zu lückenhaft, um viel Allgemeines über Verbrei- tung sagen zu können, doch geht Einiges auch jetzt schon klar hervor. Das palaearktische Gebiet enthält, von den überall vorkommenden Strongylosoma abgesehen, nur Gattungen, die ausserhalb dieses Gebietes nicht vorkommen. (Cookia ist ein zu zweifelhaftes Genus puncto systematischer Stellung, als dass es hier in Betracht käme.) Mittel-Afrika besitzt auf der West- und Ostseite eine recht verschiedene Fauna. Südamerika und Centralamerika haben die an Gattungen reichste Polydesmiden-Fauna. Dieselbe zeigt in vielen Punkten Ähnlichkeit mit der indo-malaiischen Fauna, da beiden Gebieten eine ganze Anzahl Gattungen gemeinsam sind. Die Ähnlichkeit der Faunen von Nord- und Südamerika dagegen scheint nicht besonders gross zu sein. 32#+ 252 Carl Graf Attems, Wenn schon die Verbreitungsareale der Gattungen im Allgemeinen keine besonders grossen sind, gilt dies noch viel mehr von den Arten. Von den Exoten kennen wir wohl von keiner einzigen Art genau ihren Verbreitungsbezirk, viele, ja die meisten Arten liegen uns nur von einzelnen Fundstellen vor; dagegen wissen wir von unseren einheimischen Polydesmiden, dass viele Arten auf ganz kleine Bezirke beschränkt sind; wie ungleich das jedoch ist, davon gibt uns das beste Beispiel die Gattung Brachydesmus, von der eine Art, superus, fast im ganzen palaearktischen Gebiet vorkommt, während die anderen Arten zum Theil auf einzelne Kronländer Österreichs beschränkt sind. Als Beispiele weit verbreiteter Arten führe ich ausser Brach. superus noch an: Strongylosoma Guerinii Gerv., Orthomorpha gracilis (Koch), Orthomorpha coarctata (Sauss.), Polydesmus coriaceus Porat, Orthomorpha gracilis ist die am weitesten verbreitete Art die nicht nur auf den Antillen, in Südamerika, Indien, auf den Sundainseln, Madeira, sondern auch mit tropischen Pflanzen eingeschleppt in den Gewächshäusern Europa’s sich findet, wo sie durch ihre Menge selbst zur Plage werden kann. Eine ebenfalls eingeschleppte Art ist Poratia digitata, deren eigentliche Heimat man nicht kennt. Unterabtheilungen der Polydesmiden. Bevor ich an die Darstellung der Eintheilung der Polydesmiden, so wie ich sie mir denke, gehe, will ich einen kurzen Überblick über die Leistungen meiner Vorgänger geben, wobei ich mich bezüglich der älteren Schriften kurz fassen kann, da dieselben bereits oben, wo ich die Stellung der Polydesmiden als Ganzes im System behandelte, besprochen wurden. Hier stelle ich nur übersichtlich den allmählichen Zu- wachs an neuen Gattungen und höheren Abtheilungen dar. Latreille (1802): Polydesmus. Gray (1832): Fontaria. Brandt (a. 1833): Monozonia | Strongylosoma nov.gen., Craspedosoma, Polydesmus Latr., Polyxenus. Brandt (b. 1839): Gatt. Polydesmus mit 3 Sectionen und 31 Arten. Gervais (b. 1837): Gatt. Polydesmus. [Subgen. |Fontaria Gr., Polydesmus Latr., Strongylosoma Br.] Gray and Jones (1842): Stenonia. Newport (b. 1844): Polydesmidae | Fontaria Gr., Polydesmus Ltr., Strongylosoma Br. — Craspedo- soma Leach, Platydesmus Lucas, Cambala Gray. Gervais (c. 1844): Polydesmidae | Polydesmus | Fontaria Gr., Polydesmus Ltr., Stenonia Gr., Stron- gylosoma Br.) — | Craspedosoma. Newport (a. 1844): Gen. Fontaria, Polydesmus, Strongylosoma. Gervais et Goudot (1844): Oniscodesmus. C. Koch (2. 1847): Fam. Polydesmidae: Tropisoma nov., Scytonotus nov., Platyrrhacus nov., Poly- desmus Latr., Rhacophorus nov., Euryurus nov., Oxyurus nov., Fontaria Gray. Gervais (d. 1847): Fam. Polydesmidae | Oniscodesmus nov., Cyrtodesmus nov., Polydesmus Latr., Strongylosoma Br., — Craspedosoma Leach, Platydesmus Luc. Heller (1857): Brachydesmus. Saussure (b. 1859) nov. gen.: Paradesmus, Stenodesmus, Strongylodesmus, Rhachis. Saussure (c. 1860): Fam. Polydesmidae 1. Trib. Polydesmii | Polydesmus [Subgen. Strongylosoma Br., Leptodesmus nov., Fontaria Gr., Polydesmus s. str., Rhachidomorpha nov., Stenonia Gr. (1. Division Odontodesmus nov., 2. Div. Rhachis Sauss., 3. Div. Stenonia s. str.)] | Eurydesmus nov. gen., Strongylodesmus Sauss., Stenodesmus Sauss. — 2. Trib. Platydesmii | Platydesmus. Peters (c. 1864): Fam. Polydesmidae | Gen. Sphaeriodesmus nov. — Cyphodesmus nov. — Polydes- mus Latr. [Subgen. Fontaria Gr., Strongylosoma Br. (Sectio Oxyurus Koch, Strongylosoma Br.), Rhachidomorpha Sauss., Rhacophorus Koch, Cryptodesmus nov., Polydesmus Latr., Scytonotus Koch, Trachelodesmus nov., Paradesmus Sauss., Euryurus Koch, Odontodesmus Sauss., Ste- nonia Gr.| — Eurydesmus Sauss. — Strongylodesmus Sauss. System der Polydesmiden. T. 258 Humbert et Saussure (a. 1869). Neue Gattungen: Odontotropis, Icosidesmus, Pachyurus, Oxydesmus. Eine sehr verdienstvolle Arbeit, in der auch viele andere Gattungen gut beschrieben werden. Humbert et Saussure (d. 1869): Cyclodesmus nov. gen. Humbert et Saussure (c. 1872). Wohl die beste der älteren Publicationen über Myriopoden mit zahl- reichen meisterhaften Abbildungen und sehr detaillirten Beschreibungen. Leider werden die syste- matisch so wichtigen Copulationsfüsse von den Autoren nicht beschrieben und abgebildet. Hier ist zuerst der Begriff: Familie Polydesmidae im heutigen Sinne gefasst, mit Ausschluss der Chor- deumiden etc., die ältere Autoren hineinziehen; es wird eine gute Familiendiagnose geben, und die Artbeschreibungen sind sehr gut; die Eintheilung entspricht freilich nicht der hier vorgetra- genen; sie ist folgende: Fam. Polydesmidae | Trib. Sphaeriodesmii: Sphaeriodesmus Pet. Cyphodesmus Pet., Cyclodesmus H. et S., Oniscodesmus Gerv., Cyrtodesmns Gerv. | Trib. Poly- desmüi: Polydesmus [Subgen. Paradesmus Sauss., Euryurus Koch, Oxydesmus H.et S., Pachyu- rus H.etS., Stenonia Gr., Fontaria Gr., Rhachidomorpha Sauss., Oxyurus Koch, Strongylosoma Br., Icosidesmus H. et S., Polydesmus Latr., Odontotropis Latr., Rhachis Sauss.| — Strongylo- desmus Sauss., Stenodesmus Sauss., Eurydesmus nov. gen.- Karsch (d. 1880): Cryptodesmoideae nov. subfam. Latzel (c. 1884): Fam. Polydesmidae } Subfam. Sphaeriodesmia: Sphaeriodesmus Pet., Oniscodesmus Gerv., Cyphodesmus Pet., Cyclodesmus Gerv. et Goud, Cyrtodesmus Gerv. } Subfam. Polydesmia: Brachydesmus Hell., Strongylodesmus Br., Eurydesmus H. et S., Stenodesmus Sauss., Fontaria Gerv., Icosidesmus H. et S., Odontotropis H. et S., Polydesmus Latr., Rhachis Sauss., Rhaco- phorus Koch, Rhachidomorpha Pet., Stenonia Gerv., Oxydesmus H. et S., Euryurus Koch, Pachyurus H. et S., Scytonotus Koch, Oxyurus Koch, Paradesmus Sauss., Strongylosoma Br. Diese Arbeit ist allen Myriopodologen so geläufig, dass ich nichts weiter zu bemerken brauche. Daday (2. 1889). Stellt eine Familie der Paradoxosomatidae auf, mit den Genera Paradoxosoma und Trachydesmus, Formen, welche in meiner Tribus der Sfrongylosominae ihren Platz finden. Pocock (1892): Pyrgodesmus nov. gen. Cook and Collins (1893): Poratia nov. gen. (für Scytonotus digitatus Porat). Verhoeff (ce. 1893): Haplosoma nov. gen. Bollmann (1893): Subordo Polydesmoidea Poc. | Fam. Polydesmidae, Sphaeriodesmidae. Pocock (fi. 1894): Subordo Polydesmoidea. Fam. Polydesmidae | Gen. Cyclodesmus Pet., Cryptodes- mus Pet., Platyrhacus Koch, Strongylosoma Br., Odontopeltis nov. Porat (f. 1804): Stellt einer Familie Polydesmidae (mit einer neuen Gattung Cryptcporus) eine Fam. Cryptodesmidae (Syn. subfam. Cryptodesmoidae Karsch) gegenüber, zu welcher er die Gatt. Cryptodesmus Pet., Aporodesmus Por. (Cryptodesmus Pet.), Pyrgodesmus Poc., Urodesmus nov. gen. zählt. Er bildet auch die Copulationsfüsse vieler Formen ab. Pocock (l. 1894): Folgende neue Gattungen werden beschrieben: Centrodesmus, Trichopeltis, Aporo- desmus, Lophodesmus, Doratonotus. Ausserdem sind zahlreiche Arten anderer Gattungen, beson- ders von Platyrhacus und Strongylosoma gut beschrieben und abgebildet, meist auch die Copula- tionsfüsse. Pocock (n. 1895): P. theilt die Subordo Polydesmoidea in dreiFamilien: Platyrhachidae, Polydesmidae und Cryptodesmidae, deren Diagnosen sind: Platyrhachidae, Schwänzchen sehr beit, viereckig oder halbkreisförmig, Poren auf der Oberseite der Kiele gelegen, im Centrum einer glatten, kreis- förmigen Scheibe, deren Öffnung der Mündung einer Kanone gleicht. Polydesmidae, Schwanz an der Basis breiter als an Spitze, cylindrisch oder dreieckig, die Spitze stumpf abgerundet oder abgestutzt oder zweitheilig. Poren auf den Rändern der Kiele gelegen, die Area herum geschwol- len, Kiele gross oder klein, horizontal oder erhoben, wenn gross, nicht herabgekrümmt, sondern erhoben. 254 Carl Graf Attems, Cryptodesmidae: Schwanz dreieckig zugespitzt, Kiele gross und herabgedrückt, die Beine vollkommen verbergend, Poren, wenn vorhanden, auf der Oberseite der Kiele. Von neuen Gattungen werden beschrieben: Trogodesmus, Eudasypeltis, Tetracentrosternus, Priono- peltis, Anoplodesmus, Cryptodesmoides. Besonders zahlreich sind neue Orthomorpha-Arten. Silvestri (d. 1895): Stellt für Zaplosoma eine neue Fam. auf: Haplosomidae. Und beschreibt viele Arten, aber wie in allen seinen Schriften meist so kurz, dass die allerwenigsten Diagnosen brauchbar sind. Silvestri (f. 1895): Stellt eine Fam. Cyclodesmidae auf. Silvestri (g. 1895): Julidesmus nov. gen. Cook (2. 1895): Cook ist gross im Fabrieiren neuer Familien und Gattungen; er allein hat in dieser Beziehung mehr neue Namen aufgestellt als alle andere Autoren. Sehr oft erfahren wir freilich ausser dem neuen Namen nur einige ganz unwesentliche Angaben. Diese Arbeit ist übrigens noch eine seiner besseren. Er stellt folgende Familien auf: Ammodesmidae, Stylodesmidae, Campo- desmidae, Gomphodesmidae, Strongylosomatidae, Oxydesmidae, mit einer Menge neuer Gattungen, von denen sich jedoch viele nach seinen Angaben zu urtheilen als Synonyma bereits beste- hender Gattungen erweisen. Folgende dürften eine Berechtigung haben: Harmodesmus, Marpto- desmus, Orodesmus, Scytodesmus, Ammodesmus. Die Beschreibungen neuer Arten sind hier gut und ausführlich und von Abbildungen begleitet. Silvestri (l. 1896): S. gibt in dieser Publication eine systematische Übersicht der Diplopoden, so zwar, dass er die Diagnosen der von ihm anerkannten Familien und höheren Kategorien gibt und von jeder Familie eine synoptische Tabelle der Gattungen. An neuen Gattungen leistet er auch ziemlich viel, doch glaube ich, dass von den neuen Polydesmiden allein Diaphorodesmus und Peridontodesmus gerechtfertigt sind. Er theilt die Unterordnung Polydesmoidea in sieben Fam.: Sphaeriodesmidae, Cyclodesmidae, Platyrhachidae, Cryptodesmidae, Pyrgodesmidae, Polydesmi- dae und Haplosomidae. Letztere ist eine ganz unnatürliche Vereinigung aller Gat. mit 19 Rumpfsegmenten und die Polydes- midae sind ein Kunterbunt von allen den Gattungen, die in keine der übrigen Familien hinein- passen. Die übrigen Familien enthalten wenigstens nahe verwandte Formen, welche, ist aus dem Familienverzeichnisse unten zu ersehen. Silvestri (o. 1896): Cookia nov. gen. Cook (e. 1896): Wenn Cook nicht auch gute und sorgfältige Arbeiten producirt hätte, würden diese und die folgende Publication es wirklich nicht verdienen, ernst genommen zu werden. Die Zahl neuer Familien und Gattungen in diesen beiden »Arbeiten« ist riesig, so lange Cook aber über dieselben nicht mehr verräth als hier, kann er kaum Anspruch darauf machen als Autor aller dieser Namen zu gelten, denn als Autor gilt »derjenige, der eine Gattung oder Art erkennbar beschrie- ben hat«. Wir erfahren mehr oder weniger nichts von folgenden Gattungen: Nasodesmus, Cho- ridesmus, Comodesmus, Thelydesmus, Pterodesmus, Compsodesmus, Lampodesmus, Gypsodesmus, Cynedesmus, Udodesmus, Hercodesmus, Stiodesmus, Cenchrodesmus, die anderen von ihm auf- gestellten Namen, die offenbar Synonyma alter Gattungen sind, bleiben hier ungenannt. Cook (d. 1896): Neue Gattungen, die vielleicht eine Berichtigung haben werden, sind: Aanthodes- mus, Batodesmus, Plagiodesmus, Inodesmus, Dalodesmus, Hynidesmus, Otodesmus, Stictodesmus, Tanydesmus, Pocodesmus, Chytodesmus, Psochodesmus, Ophrydesmus, Oncodesmus, Detodesmus, Lignydesmus. Über seine Familien möge man sich aus dem Verzeichnisse am Schlusse orientiren. Silvestri (g. 1897): Crypturodesmus nov. gen. ö In dieser historischen Übersicht sind alle Arbeiten, in denen nur neue Arten beschrieben sind, nicht erwähnt. Sehr gute Beschreibungen lieferten in neuester Zeit Verhoeff, Brölemann, Pocock, Porat u. A. 1. Ammodesmidae Cook. 1895. East. Afr. Pol. — Proc. U. S. N. Mus. XVIII, p. 82. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 414. Gen. Ammodesmus Ck, Cenchrodesmus Ck. 2. Campodesmidae Cook. 1895. East. Afr. Pol. — Proc. U.S. N. Mus. XVII, p. 82. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 414. Gen. Campodesmus Cook, Tropidesmus Cook. 3. Chytodesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 20. Gen. Stictodesmus, Docodesmus, Tridesmus, Chytodesmus. # 4. Comodesmidae Cook. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 415. 1 1896. Brandtia, V, p. 25.? 1 Gen. Comodesmus, Thelydesmus, Discodesmus, Xyodesmus, Cylindrodesmus. 2 Comodesmus, Inodesmus. 5. Cryptodesmidae Karsch. Subfam. Cryptodesmoidae Karsch, Mittheil. Münch. en- tom. Ver. 1850, p. 143. Gen. Cryptodesmus. 1895. Cryplodesmidae Silv. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 647, 746. Poe. ibid. (2) XIV, p. 789. Porat Bihang Sv. Ak. Handl. 20, IV, 5, p. 40. Gen. Cryptodesmus, Pyrgodesmus, Aporodesmus, Urodesmus. 1896. Silvestri I Diplopodi, p. 72. Gen. Cryptodesmus, Cryptodesmoides, Aporodesmus, Tricho- peltis. 1896. Cook Brandtia V, p. 19. 1895. > 1895. » 6. Cyclodesmidae Silv. 1895. Myr. Malesi. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2), XIV, p. 747. Gen. Cyeclodesmus. 1896. Silvestri I Diplopodi, ibid. (2) XVI, p. 186. Gen. Oyclodesmus, Onicodesmus, Cyrtodesmus, Dos atonotus. | 1896. Cook Brandtia V, p. 28. Gen. Cyrelodesmus. 7. Cyrtodesmidae Cook. 1896. Brandtia II, p. 7, V, p. 28. Gen. Cyrlodesmns. 8. Dalodesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 26. Gen. Dalodesmus. 9. Doratodesmidae Cook. 1896. Brandtia, II, p. 7, V, p. 27. Gen. Doratodesmus. System der Polydesmiden. T. Verzeichniss der bisher aufgestellten Familien der Polydesmiden. 10. Gomphodesmidae Cook. 1895. East Afric. Pol. — Proc. U. S. N. Mus. XVIII, p. 82. Gen. Astrodesmus, Aulodesmus, Marptodesmus, Harmodes- mus, Tycodesmus, Gomphodesmus, Sphenodesmus. 11. Haplosomidae Silv. 1895. Myr. Papuani. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV. Gen. Haplosoma. | 1896. Silvestri I Diplopodi, p. 83. Gen. Haplosoma, Scylonotus, Poratia, Paradoxosoma, Bra- chydesmus. | 12. Hercodesmidae Cook. | 1896. Brandtia V, p. 20. Gen. Choridesmus. | 13. Hynidesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 26. Gen. Hynidesmus. 14. Oniscodesmidae Sauss. 1860. Mem. Myr. Mex. 1896. Cook Brandtia V, p. 28. Gen. Oniscodesmus. 15. Otodesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 24. Gen. Otodesmus, Trichopeltis. 16. Oxydesmidae Cook. 1895. East Afr. Pol. — Proc. U. S. N. Mus. XVIII, p. 83. Gen. Scylodesmus, Orodesmus, Mimodesmus, Oxydesmus, Isodesmus, Anisodesmus, Tycodesmus. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 416. Gen. Orodesmus, Oxydesmus, Scylodesmus, Plagiodesmus. ’ | 17. Paradoxosomatidae Daday. | 1889. Termeszetrajzi füzetek XII, p. 133. \ Gen. Paradoxosoma, Trachydesmus. 18. Platyrrhachidae Poc. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 788. | Gen. Platyrrhacus. 1896. Silvestri I Diplopodi, p. 73, ibid. (2), XIV, p. 189. | Gen. Euryurus, Polylepis, Oxydesmus, Dicrodesmus, Platyr- | rhachis, Acanthodesmus, Odontodesmus, Acisternum, Oystor- | rhachis, Cryptoporus. ‚1896. Cook Brandtia I, XII. Zahllose Genera. (Vergl. Gen. Platyrrhacus am Schlusse.) 19. Polydesmidae Silv. 1896. I Diplopodi, p. 76. Gen. Stenodesmus, Strongylodesmus, Eurydesmus, Centro- desmus, Julidesmus, Trachydesmus, Cylindrodesmus, 256 Tcosidesmus, Odontotropis, Rhachis, Fonlaria, Rhachido- morpha, Eudasypeltis, Peridontodesmus, Anoplodesmus, Leptodesmus, Tetracentrosiernus, Trogodesmus, Strongy- losoma, Eustrongylosoma, Orthomorpha, Prionopeltis, Chaetaspis, Polydesmus, Diaphorodesmus, Odontopeltis, Brachytropis. 1896. Cook Amer. Natur. XXX, p. 416. Gen. Bactrodesmus, Nasodesmus. 20. Prepodesmidae Cook. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 415. Gen. Prepodesmus, Tylodesmus, Cheirodesmus, Anisodesmus, Isodesmus, Lipodesmus. 21. Pterodesmidae Cook. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 417. Gen. Plerodesmus, Gypsodesmus, Lampodesmus, Compsodes- mus, Choridesmus. 1896. Brandtia V, p. 21. Gen. Aporodesmus, Pterodesmus, Lamprodesmus, Gypsodes- mus, Compsodesmus, Tanydesmus, Chonodesmus, Pocodes- mus, Ophrydesmus, Cryptodesmoides. 22. Pyrgodesmidae Silv. 1896. I Diplopodi, p. 76. Gen. Pyrgodesmus, Lophodesmus, Urodesmus. 23. Sphaeriodesmidae Silv. 1896. I Diplopodi, p. 69. Gen. Cyphodesmus, Sphaeriodesmus. 24. Stiodesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 25. Carl Graf Attems, 25. Strongylosomatidae Cook. 1895. Proc. U. S. N. Mus. XVIII, p. 97. Gen. Cnemodesmus, Orthomorpha, Habrodesmus, Scolodes- MUS. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 418. Gen. Habrodesmus, Scolodesmus. 26. Stylodesmidae Cook. 1895. Proc. U.S. N. Mus. XVIIL, p. 82. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 418. Gen. Stylodesmus, Pyrgodesmus, Lophodesmus, Cynedesmus. Udodesmus, Hercodesmus, Stiodesmus, 27. Thelydesmidae Cook. 1896. Brandtia V, p. 26. Gen. Thelydesmus. 28. Xyodesmidae Cook. 1896. Brandtia IV, p. 15. Gen. Scaplodesmus, Thymodesmus, Diaphorodesmus, Crypto- porus, Xyodesmus, Hypodesmus, Trachelodesmus, Bato- desmus, Peridontodesmus. 29. Xystodesmidae Cook. 1896. Ann. N. Y. Ac. of sciences. Vol. IX, no. 1—3, p.5. Fontaria, Pachydesmus, Rhysodesmus, Xystodesmus, Eurydesmus, Stenodesmus. Gen. Natürlich fehlt jede Diagnose der Familie und der neuen Gattungen. 30. Chelodesmidae Cook. 1896. Ann. N. Y. Ac. of sciences. Vol. IX, p. 4. Gen. Chelodesmus, Leptodesmus, Odontodesmus, Odontotropis, Gen. Stiodesmus, Cynedesmus, Psochodesmus, Pronodesmus, Priodesmus, Rhachodesmus, Strongylodesmus. Myxodesmus, Lophodesmus. Ohne jegliche Diagnose oder Angabe. Aus den hier über die Verwandtschaft und Gruppeneintheilung der zahlreichen Polydesmiden- Gattungen mitgetheilten verschiedenen Anschauungen bisheriger Autoren, von denen der eine in den Polydesmiden nur eine Familie mit so und so viel Gattungen sieht, während der andere in der Unterordnung der Polydesmiden zahlreiche, bis zu 30 Familien unterscheiden will, sieht man, wie schwer es sein muss, eine Gliederung dieser formenreichen Thiergruppe vorzunehmen und noch dazu eine allgemein anerkannte Gliederung. Wenn wir extreme Gruppen, etwa Strongylosomiden und Cryptodesmiden ins Auge fassen, ist es freilich, wie immer in solchen Fällen leicht, prägnante Unterschiede zwischen denselben zu finden, aber dazwischen gibt es so zahllose Übergänge, dass man an der Möglichkeit, scharf umschriebene Gruppen aus den vielen Gattungen zu bilden, verzweifelt. Meiner Ansicht nach ist es überhaupt unmöglich, innerhalb der Polydesmiden Gruppen vom Weıthe einer Familie zu unterscheiden. Aus der folgenden Übersicht wird man entnehmen, welches die Unterschiede sind, auf die hin eine Gruppirung vorgenommen wurde, und dass ähnliche Merkmale sonst in der Zoologie zur Charakterisirung einer Familie nicht aus- reichen würden. Wenn trotzdem hier eine Anzahl Gattungen unter gemeinsamem Namen zusammengefasst werden, soll damit nur die grössere, respective nähere Verwandtschaft dieser Gattungen untereinander den anderen gegenüber zum Ausdruck gebracht werden, ohne dass diese Gruppen den Werth einer Familie in dem sonst üblichen Sinne hätten. Man könnte sie etwa Tribus nennen. Wenn von drei Gattungen zwei, a und b, einander näher stehen als der dritten c, ist es von vornherein nicht gleich nothwendig, zwei Familien für diese drei Gattungen zu bilden, dazu müssen die gemeinsamen und trennenden Merkmale doch eine gewisse Höhe erreichen, was aber bei allen im Kreise der Polydesmiden unterscheidbaren Gruppen nicht der Fall ist. Es wird bei einer formenreichen Abtheilung immer vorkommen, dass die ein- Zi ETW, WE u BGG iz System der Polydesmiden. TI. 257 zelnen Gattungen in ungleichem Grade mit einander verwandt sind. Das berechtigt aber noch nicht, eine jede durch kleine Merkmale verbundene Gruppe zum Range einer Familie zu erheben. Die Gruppen, Tribus, die ich unterscheide, sind folgende: Strongylosominae: Körper cylindrisch, ganz ohne Kiele oder mit schmalen bis höchstens mässig breiten wulstigen Kielen, von denen die des zweiten Segmentes stets tiefer ventral liegen als alle anderen, 19 oder 20 Segmente. Über die ganze Erde verbreitet. Sulciferinae: Kiele stets gut entwickelt, wenn auch nicht besonders breit, der Seitenrand nie zuge- schärft, sondern wulstig. Der zweite Kiel in derselben Höhe mit den übrigen, Poren ganz seitlich auf diesem Wulst auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19 (selten 15—17). Metazoniten 5—18 stets mit Querfurche, die nur dann nicht hervortritt, wenn die ganze Fläche der Metazoniten mit Tuberkel- querreihen bedeckt ist. (Die Querfurche entspricht bei letzteren der Furche zwischen erster und zweiter Tuberkelreihe.) Halsschild wenig oder gar nicht schmäler als der folgende Metazonit. Die Copulations- füsse erinnern bei vielen täuschend an die gewisser Orthomorpha-Arten (aus der ersten Gruppe), wie ich überhaupt glaube, dass die Sulciferinae mit der Gattung Orthomorpha am engsten verwandt sind. 20 Seg- mente. Verbreitung: Indien, West-Afrika, Nossibe, Neuseeland. Leptodesminae: Kiele gut entwickelt, mit wulstig verdickten Seitenrändern, auf denen ganz seitlich auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19 die Poren liegen. Die Ausbildung der Kiele entspricht den verschiedenen bei den Sulciferinae beobachteten Graden der Entwicklung, Halsschild ebenso breit oder nur sehr wenig schmäler als der zweite Metazonit. Tibialtheil der männlichen Copulationsfüsse bis zum Ansatz am Schenkel herab gespalten, so dass dem Schenkel zwei, zuweilen auch drei getrennte Äste auf- sitzen. Nur sehr selten (bei 3 Arten) reducirt sich einer dieser Äste wieder, so dass der Copulationsfuss eine einfache Sichel vorstellt, oder es ist die Spaltung nicht ganz durchgeführt (2 Arten). Dieses Merkmal, Spaltung des Tibialtheiles bis zum Schenkel herab, ist wohl das wichtigste für diese Gruppe und kommt überhaupt sonst noch äusserst selten vor, jedenfalls nicht bei den nächsten Verwandten der Zeptodesminae. 20 Segmente. Heimat: Süd- und Centralamerika, Antillen, 2 Arten auch in den Mittelmeerländern (ver- schleppt?). Mit den Leptodesminen nahe verwandt sind folgende südamerikanische Gattungen: Mikroporus, Stenodesmus, Biporodesmus, Strongylodesmus, Batodesmus, die ich als Anhang bei den Leptodesminae anführe. Auch Fontaria gehört in die Nähe der Leptodesminae. Bezüglich ihrer charakteristischen Merkmale verweise ich auf die Genus-Diagnosen, um mich nicht unnothwendig zu wiederholen, und will hier nur bemerken, dass vier von diesen Gattungen sich durch abweichende Porenformeln auszeichnen: Stenodesmus Sauss. und Biporodesmus mihi haben nur auf dem 5. Segment Poren, sonst ist das von keiner anderen Gattung bekannt. Strongylodesmus hat auf dem 5., 7.—19. Segment Poren und stimmt darin nur noch mit Serangodes (Strongylosominen) überein. Batodesmus endlich fehlen die Poren auf dem 7. Segment, während mehrere der hinteren Segmente, welche, ist allerdings nicht mit Sicherheit festgestellt, Poren tragen. Eupolydesminae. Das Charakteristikum dieser Abtheilung ist die besondere Ausbildung der Copula- tionsfüsse. Die Samenrinne bildet nämlich vor ihrem Ende die Samenblase, deren Ausmündung von einem Kranz von Borsten umstellt ist, dem Haarpolster. Eine Brücke zu anderen Gruppen bilden jedoch einige Arten, die ich trotzdem hier aufnehme, weil sie ihrem ganzen Habitus nach so täuschend den bekannten Polydesmus ähneln, dass man an ihre nahe Verwandtschaft mit letzteren glauben muss, trotzdem ihnen entweder das Haarpolster oder Haarpolster und Samenblase fehlen. Typus dieser Abtheilung ist der all- bekannte Polydesmus complanatus L., der erste bekannte und beschriebene Polydesmide überhaupt, wes- wegen ich von einer weiteren Beschreibung des Habitus an dieser Stelle absehe. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 33 Bi 258 Carl Graf Attems, Trachelodesminae, Körper nach vorn verschmälert, die ersten Segmente halsartig eingeschnürt, Hals- schild schmäler als der Kopf. Ventralplatten breit oder sogar sehr breit. Nur zwei Gattungen mit wenigen Arten, die eine in Südamerika, die andere in Australien heimisch. Den Trachelodesminae dürfte die nordamerikanische Gattung Scylonotus nahe stehen. Die Gattung Bacillidesmus vermag ich nicht in eine dieser Gruppen einzureihen. Eine weitere, etwas isolirt stehende Gattung ist Rhachis, die sich von sämmtlichen anderen Polydes- miden dadurch unterscheidet, dass die Copulationsfüsse eines Hüfthörnchens entbehren. Südamerika. Fontaria zeichnet sich dadurch aus, dass das zweite Glied der Beine einen Dorn trägt, was sonst nur bei Oxydesmiden vorkommt. Die Kiele sind breit und lang und schliessen eng aneinander. Diese Gattung hat entschieden Ähnlichkeit mit gewissen grossen und breiten Zepfodesmus-Arten. Heimat Amerika. Eurydesminae, Körper sehr breit, wegen der breiten Kiele, die eng aneinander schliessen. Das 19. Seg- ment sehr kurz, so dass es oft von den Spitzen der Kiele des 18. Segmentes überragt wird. Oberfläche der Metazoniten glatt, Kielränder wulstig. Poren auf den Segmenten 5., 7., 9.—19. oder 5., 7., 9., 10., 12.—19. oder es kann auch die gewöhnliche Porenformel 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. vorkommen. Ventral- platten sehr breit, Männchen mit auffallenden secundären Geschlechtsmerkmalen: Polster unterhalb der Endklaue der vorderen Füsse, oft mit Fortsätzen auf gewissen Ventralplatten. 20 Rumpfsegmente. Heimat Afrika, eine Art in Amerika. Ein sehr gutes Merkmal für diese Gruppe wäre die Zahl der Poren, da ausser - bei Pleonaraius, einem Strongylosomiden, die Formel 5., 7., 9.—19. nicht mehr vorkommt. Die Formel 5., 7., 9., 10., 12.—19. (Dodekaporus) findet sich nur hier. Nun machte aber Cook auch eine Gattung mit der gewöhnlichen Porenformel bekannt, daher ist das kein durchgreifender Unterschied mehr. Ein sehr gutes Kennzeichen sind die fleischigen Pölster neben der Klaue, die bei allen genau beschriebenen Männ- chen dieser Gruppe gesehen wurden. Der ganze Habitus ist übrigens charakteristisch, die langen eng an- einanderschliessenden Kiele mit wulstigen Rändern, die glatte Oberfläche etc. machen sie leicht kenntlich. Euryurus, Pachyurus, die Oxydesminen Cryptoporus, Diaphorodesmus und Platyrrhacus haben alle das gemeinsam, dass das Schwänzchen breit, schaufeltförmig ist. Da mir das aber nicht recht genügend erscheint, um eine eigene Gruppe aus diesen sonst ziemlich verschiedenen Gattungen zu bilden, verzichte ich darauf, dieser Vereinigung einen eigenen Namen zu geben. Euryurus ist entschieden ein Vorläufer von Pachyurus, die ganze Körpergestalt beider ist ungemein ähnlich, nur dass Euryurus, auffallend glatte Metazoniten, Pachyurus dagegen constant mehrere Quer- reihen grober Tuberkel hat. Euryurus ist südamerikanisch. Pachyurus auf Südamerika und Indien vertheilt. Die Oxydesminae sind mittelgrosse bis grosse afrikanische Arten; die zwei artenreichsten Gattungen derselben, Oxydesmus und Orodesmaus, sind durch einen parallel dem Seitenrand der Kiele verlaufenden Wulst gekennzeichnet, lateral von welchem die Saftlöcher liegen; bei beiden Gattungen trägt das zweite Beinglied einen Dorn. Als mit den Oxydesminae verwandte Gattungen betrachte ich Diaphorodesmus und Cryptoporus. Erstere Gattung fällt durch die starken Fortsätze auf den vorderen Segmenten auf, die unwillkührlich an Orodesmus erinnern. Sie lebt in Kamerun. Cryptoporus, ebenfalls afrikanisch, fällt durch das gänzliche Fehlen von Saftlöchern, sowie durch die granulirten Analklappen auf. Die Kiele sind breit, die Metazoniten dicht granulirt oder warzig-höckerig. Platyrrhacus, ein sehr formverschiedenes und artenreiches Geschlecht, birgt die grössten bekannten Polydesmiden-Arten. Es hat stets ganz flache, zugeschärfte Kielränder ohne den so häufigen Seitenwulst. Eine grosse Ähnlichkeit der Copulationsfüsse von Pachyurus und Platyrrhacus ist nicht zu verkennen, sie zählen zu den am einfachsten gestalteten. Auch die der Oxydesmiden sind ihnen ähnlich. Eurytropinae. Die letzte grosse Gruppe wird gebildet von den Cryptodesmiden und Sphaeriodesmiden, die alle durch eine besonders starke Entwicklung der Kiele ausgezeichnet sind. Die Kiele sind bei grosser Breite dorso-ventral flach, daher bleibt wenig Platz für die Saftdrüsen, die also, wenn überhaupt vorhanden, sehr klein sind und sich oft ganz verlieren und mit ihnen natürlich auch ihre Ausmündung, die systema- tisch so wichtigen Saftlöcher. Die bei den erstgenannten, den Cryptodesmiden, mehr oder weniger horizon- u A u System der Polydesmiden. TI. 259 talen Kiele krümmen sich bei den Sphaeriodesmiden so herab, dass sie die Beine in der Seitenansicht ganz bedecken und den Bauch hohl erscheinen lassen. An der starken Ausbildung der Kiele nimmt auch das erste Segment theil, der Halsschild, der beim Kern der Cryptodesmiden den Kopf von oben bedeckt. Sowie das erste Segment abnorm vergrössert ist, kann in der Reihe der Sphaeriodesmiden-Gattungen eines oder zwei der vorderen fünf Segmente das Los treffen, grösser zu werden als alle anderen. Auch das 19. Seg- ment kann sich bei einigen so nach rückwärts ausdehnen, dass es das Analsegment ganz von oben bedeckt. Also grosse Ausbreitung der Kiele ist das Charakteristische dieser Gruppe. Unter den Burytropinae kann man wieder mehrere wohl geschiedene Sectionen unterscheiden. Wir haben da zunächst Formen, die an die Cryptodesmiden erinnern, ohne dass das Charakteristikum derselben, Bedecktsein des Kopfes vom Halsschilde, hier zu finden wäre. Von den hieher gehörigen Gat- tungen kenne ich nur Poratia, die übrigen sind meist nur sehr mangelhaft beschrieben. Auch Trichopeltis dürfte hieher gehören. Dann haben wir die eigentlichen Crypiodesminae, bei denen der Kopf vom Halsschild bedeckt ist und bei denen die mehr oder weniger horizontalen Kiele ausserordentlich breit und dünn sind, in Folge dessen mit winzigen oder ganz ohne Poren. Jetzt folgen die Sphaeriodesmiden im weitesten Sinn und unter diesen zunächst die Pyrgodesminae, bei denen ähnlich wie bei den Cryptodesminae der Kopf vom Halsschild bedeckt ist; dabei sind aber die Kiele stark herabgebogen, so dass der Rücken sehr gewölbt erscheint, nur Urodesmus hat noch mehr horizontale Kiele. Die Metazoniten tragen auffallende Fortsätze oder Kämme. Bei den Cyriodesminae ist der Halsschild klein, dagegen hat das zweite Segment auffallend ver- grösserte Kiele, Schwänzchen breit, abgerundet, Analsegment nicht vom 19. Segment verdeckt. Oniscodesminae: Hier ist das zweite Segment ähnlich wie in der vorigen Gruppe vergrössert, das Analsegment mit conischem Schwänzchen wird vom 19. Segment, respective von dessen Kielen überdeckt. Körper ebenso gewölbt wie bei den anderen Sphaeriodesmiden. Sphaeriodesminae: Die 2—3 vordersten Segmente und die letzten Segmente stehen mit ihrer Dorsal- fläche senkrecht zur Längsaxe des Körpers, der in hervorragendem Masse zum Zusammenkugeln einge- richtet ist. Die letzten Segmente im Verein mit dem breiten Schwänzchen bilden das Pygidium, unter welches das Vorderende des Körpers passt. Drittes oder drittes und viertes oder viertes und fünftes Segment vergrössert. Einige mangelhaft bekannte Gattungen, deren systematische Stellung man aus den dürftigen Angaben der Autoren nicht errathen kann, werden anhangsweise behandelt. Systematisches Verzeichniss der Gattungen und Arten. Sirongylosoma leviselum noV. SP: » - - 2 2 2 2.0.0... 289 STRONGYLOSOMINAE. . . ..... 271 | > GOWERHNE DON SDR rt Gatt. Serangodes nov. gen... . .. .. 273 > j VENSHDIER SU VE ee Serangodes strongylosomoides NOV. SP. » » 2» 2.2 2.0. 273 3 Bean BO SD » EDAKERGEUAMSTLOV., SDIE re a Gatt. Pleonaraius nov. gen... ... . 274 » TODUSIHM: NOVA SDE. m Se lee 292 Pleonaraius pachyskeles Nov. SP. = 222.2... . 274 » PUlvIllatmm Nov. spe. 2 0 nn 298 > AFEBANEPNOFHM TION SOSE ol Gatt. Strongylosoma Br... . . . . 275 > Parvulum: NOV. SPS 3 un a ee nn 294 Sirongylosoma concolor Gerv. 233 > RalliStonL MON SpN 00 > enkrates nov. Sp. . 284 » SEHR ESCHE er » areatum nov. Sp. . 285 » SRUMErEALTUMVEN ee me 2 208 » paragnayense Silv.. 285 » GIHEGIEHSEREIUN De 29h » mesoxanlhum nov. SP. 286 | > SYRAIDUMSEO SE ee > mesorphinum nov. Sp. 287 > GIRDERESETON SD 2 » myrmekurum nov. Sp. 289 » BalauizenkHiumip. et, Sasse 2...2.02.227297 33 * 260 Carl Graf Attems, 998 » , a Strongylosoma ocellatum Poc. eco 293 |Sirongylosoma lucluosum Silv. > gastrotrichum nov. Sp. een 298 » Iuzoniense Peters » contorlipes NOV. SPp- - « » ce re con. 299 » MORTANUME SUN: N u en en patrioticum nov. Sp. » ce. 3c0 > oenologum Silv. . > aloe ao ooncsumannc 301 » Salvadorii Silv. > KURERENAI: een ee ee u 301 > sanchim SAN: So ne la ae helaiyon m re je lz > sanguineum Silv. OS rer 02 » similimum Silv. -» 2 222 on > VE ee eo » Iransversefascialum Silv. » eurygaster NOV. SP... ee een ne. 303 > trilineatum Newp. . » Sm oe una » vermiculare Peters » Nude Bir ö len or > versicolor Silv. » KUBFIDESSSOIEIUEE- > ee ee e Nicht zugänglich waren mir die Beschreibungen von: » ‚arrae mb et Satıssı 2 na. 1305 CE t f Na ” } 306 SWORSVIDSOMANGKEEND BOcn » ‚ansversetaeniatum Koch ......- £ Iransversetaeni Ss“ e Terdon? Plog: SEMONE NOV-SP ae ee ee Lo 3 : b a aD A » Phipsoni Poc. . » innolaHim Rarsche 2 nal » sagittarium Rarsch .. “ec ce. 307 Gatt. Anaulacodesmus nov. gen. > TEE Nuke rAelle 6 ana a Anaulacodesmus levissimus nov. SP. » [BOINDESAO)] Er EZ 308 Gatt. Myrmekia nov. gen. Hlalic { ll : . » italicum Latzel. -.. x. 2 nu... 3 Myrmekia karykina nov. sp. » inavense Presl >». 00 0. len en stil ’ Bertkaui N erh eG 31l Gatt. Oligodesmus nov. gen. . . . > kordylamyihrum nov. Sp: » x»... 312 | Oligodesmus nilidus nov. Sp. .- : 2 210 » syriacum Humb. etSauss. ......- 312 (ai Kakkkeaıms She. & > erst mipret Sams ee ole $ R h 2 persicum Humb 5 > TAIESIMASCHN EIGHSES Ve ee » TcHkoFaNUNE MOV. Sp ee ol ; een 314 Gatt. Trogodesmus Poc. ..... » Gueriniüi Geiv. » . : > u» = i \ » » var. allantica Brölem.. . . . . 315 |Zrogodesmus bicolor Poc. ......- » > » capensis Porat ....- 315 > villatus Poc. . > physkon NOV.Sp. een re 315 » MEOHESCENS EIOICH 2 el ee & en : 316 2 EFFTOMENOR NOV. SP.» “ee 2 nun une. 6 Gatt. Haplosoma Verh. . . . . » KarSuEum: Boca eo & Haplosoma Strubellii Verh., ... . ne Ma lhaft beschriebene Arten: Se Gatt. Orthomorpha Bollm.. Strongylosoma Camerani Silv. »..». 2-2... 0. Bill x = Orlhomorpha aspera Koch. » BIEganS" SUN. ae lese 2 Bee en 318 a ara > 6 atı BSD > Tasciatum SIIv. 2 u Se 318 ; S B : i ER » BEKHWSIIRNION. SS et en Eee » BIUMESTÜVE ee er Be Eee 318 2 P i E a » ScHlenta Phas.= nn. > ES ae ea ek) a Pet ” ; » ırbmanni Peters » Tieumiosum. Salve oe A esse ; Er 2 m: ae » DPHEUDESLN. N ra Lee er > VATER a DNA ro ara een el) eh = Re Be > OrUCUTEKAND.OCH > Modsglianiv SÄlNz = 2 nen. u 2ale IE = 4 E » UOFOSeHAB.OIC. er: » WIRST ee re = / ar > Karschi Poc... . » MERTEEIUM SV. 0 0 an ale care 318 EN 5 : 5 » mikrotr ON Speer » ARIOSENSEISTLNE em ee ee ale i Kar ® B > Inysanopus Cook and Coll. ...... » BSeuBomMorpHImuSIlvV.: rn Bern eld ER p : : "ost (3 » beifascratum Silo 0 ld eu . » aphanes NOV. Sp: oo nee. Ganz ungenügende Beschreibungen: = coartala Sans Se Sirongylosoma albipes Silv. . ». 2... ee. 0le u. 819 » pekuensis Karsch ... » BAIzDMI SAND ei » endeusa nov. SP. > BORKEN ERS VE LE id » graciis Koch . „ «nu .. » GENIOS le » STEIN or ron ge > GEHEIICEUM SUÜVEr 2 le » BISWLCALRETLO CH re » BIORaGIWM SUN Er ee ee » biisltala Bloc 2 0 » RUF IRLELENS 5 CRTMER POT 2 Sr: > TREHTBES US er a‘ > clivicola Poc. A RO TO > zufaustunm SUllve 2 Ser » ’ Comolt-P 00... 5 > ENSULAKE Sy rer) > CORSPICHRNEISICH ee er » Japonicum Peters. ... -. 20... 081) » COISTErM2SER.O CE EEE ee » InelhumaSWNE. 0 2 De EC Ser > DDOVERESTEO Ce » oatdassbilne Aus en u a on ad » fesiaerR oc. er: F ] Orthomorpha festiva_Silv. » Nlavicoxis Poc. » Jlavocarinala Poc. > fuscocollaris Poe. . > Gestri Poc. > insularis Poc. > melanopleuris Poc. > minhlana Poc. > miranda Poc. > monlicola Poc. » nigricornis Poc. » Oatesi Poc. . > palonensis Poc. » pardalis Poc. » Paviei Poc. > pilifera Poc.. » pygmaea Poc. » semicarnea Poc. > silvesiris Poc. » subflava Poc. » subnigra Poc. » variegala Poc. > vinosa Poc. > Weberi Poc. Mangelhaft beschriebene Arten: Orthomorpha dasys Bollm. > dubia Koch 1 » Gervaisii Luce. . 5 » impressa Le Guillou . » Tonmae Ssıly. ..» » laela Cook » massai Cook > Petersii Koch » Poeyi Bollm. Gatt. Eudasypeltis Poc. Eudasypeltis pusillus Poc. . » SEEOSISH PLONC-E ao m ea, ea Gatt. Tetracentrosternus Poc. Tetracentrosternus subspinosus Poc. . Gatt. Trachydesmus Daday. Trachydesmus Simoni Dad. . » inferus (V erh.) Gatt. Paradoxosoma Daday. Paradoxosoma granulalum Dad. . Be Gatt. Xanthodesmus Cook. Xanthodesmus abessynicus Cook SULCIFERINAE. Gatt. Suleiferus m. System der Polydesmiden. T. Subgenus Anoplodesmus Poc. . Anoplodesmus spectabilis (Karsch) > ; Iucluosus (Peters) . > dyscheres nov. Sp. » anthracinus Doc...» -. .. > pinguis Poc. .. > ODESYUSYROE- » lanjoricus Poc. ... > inornalus (Humb.) . 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 339 340 340 340 340 340 340 340 340 340 340 340 341 341 342 342 342 344 344 344 344 344 345 346 347 347 348 349 349 350 350 350 350 Anoplodesmus Layardi (Humb,) > sabulosus nov. Sp. Subgenus Levizonus m. Levizonus thaumasius nov. Sp. Subgenus Prionopeltis Poc. Prionopeltis fasciatus nov. sp. » Haastii (Humb. et Sauss.) Twaithesii (Humb.) » Saussurei (Humb.) . » flaviventer nov. Sp. » tenuipes nov. Sp. . » taurinus Poc. . » planatus Poc. » cervinus Poc. Eee » Beaumonti (Le Guillou) » Kelaarti (Humb.) > xanthotrichus nov. Sp. . Gatt. Tubercularium nov. gen. Tubercularium odonlopezum nov. sp. Gatt. Cookia Silv. Cookia novalor Silv. Gatt. Nasodesmus (Ck.) m... Nasodesmus cognatus (Humb,.) Gatt. Centrodesmus Poc. Centrodesmus typicus Poc. . » discrepans Silv. Gatt. Cordyloporus nov. gen. Cordyloporus serralus nov. Sp. > sulcalus nov. Sp. » Mechowi (Karsch) > Aubryi (Lucas) . Bu: > aubryi (Luc.) var. Martinseni m. . > alternatus (Karsch) . » liberiensis (Peters) . LEPTODESMINAE. Gatt. Leptodesmus m. . Subgenus Leptodesmus Sauss.. Leptodesmus Goudoli (Gerv.). > sculpltus (Peters) . » chloropus (Peters) » carinovalus nov. SP. > serridens (Peters). > carneus (Sauss.) > centropus nov. Sp. . > acanthurus (Peters). - ..... > Frauenfeldianus (Humb. et Sauss.) > biconicus nov. Sp. » nudipes nov. Sp... » dilatatus (Br.). . - » codieillus (Karsch) . » decolor (Humb. et Sauss.) » bogotensis (Peters) » tuberculiporus nov. Sp. . » IBORISTZUNONZSPER 2 ea ae > vermiformis (Sauss.) > aculealus nov. Sp. . > BECOKAUSIBELETS) ee ww ww a oa © 01 07 En en Pt ar [Re >} w co ac oo © w w co 2%) SaAamDoa m BR & ww w {er} oa So © Leplodesmus Natlereri (Humb. et Sauss.) inlaminatus (Karsch) » SAND TSEISER)N ca, oo oo © Zelebori (Humb. et Sauss.) Orizabae Humb. et Sauss.) intermedius (Humb. et Sauss.) . Sumichrasti (Humb. et Sauss.) . aztecus (Sauss.) Are Couloni (Humb. et Sauss.) > subterraneus (Sauss.) - pulvillatus nov. SP. angustatus NOV. SP. » parallelus nov. Sp. . » validus nov. Sp. - » vestitus (C. Koch) » cyprius (Humb. et Sauss.). Subgenus Odontopeltis Poc. Odontopeltis incisus nov. Sp. » gracilipes (Humb. et Sauss.) . » Eimeri nov. Sp. > anguslatus Silv. » verrucosus Poc. . > Vincentii Poc. B » mucronalus (Peters). . . » » moranlus (Karsch) » tuberculatus mihi » formosus Poc. » mammatus Poc.. » polydesmoides nov. Sp. » Michaelseni nov. Sp. » gayanus (Gerv.) Mangelhaft beschriebene Arten der Gatt. Leptodesmus. Odontopeltis argentinea Silv. . » Balzanii Silv. Leptodesmus borealis Bollm.. Odontopeltis Borellii Silv. » Bovei Silv. . » Camerani Silv. ..».- Leptodesmus cinerascens C. Koch . Odontopellis discrepans Silv. . . » Leptodesmus fallax Peters. . > flavolimbatus Koch . » floridus Wood » Haydenianus Wood. Odontopeltis maior Silv.. . » Leplodesmus molatus Peters . > pallidus C. Koch > parmatus Karsch . » placidus Wood. > plataleus Karsch Odontopeltis proxima Silv.. Leptodesmus roseus C.Koch . » rosulans Tömösv. Odontopeltis Salvadorii Silv. . > trifidus Silv. . Leplodesmus varius Me.Neill. . Gatt. Odontotropis Humb. et Sauss. Odontotropis chlaragianıs Humb. et Sauss. Gatt. Acutangulus nov. gen. Acutangulus coscineus (Humb. et Sauss.) Carl Graf Attems, 387 387 388 389 389 389 390 390 390 391 391 392 393 394 394 395 396 398 399 400 401 401 401 402 403 403 404 404 404 405 406 Gatt. Centrogaster nov. gen. Centrogaster sanctus (Karsch) Gatt. Rhachidomorpha Sauss. . Rhachidomorpha tarascus Sauss. . » rosascens (Br.) . > aduncus Humb. et Sauss. » nodosus Peters Verwandte Gattungen der Leptodesminae. Stenodesmus Sauss. . Sienodemus mexicanus Sauss. Biporodesmus nov. gen. Biporodesmus platynofus nov. SP. . x» 2...» Strongylodesmus Sauss. Strongylodesmus cyaneus Sauss. ... Batodesmus Cook. Batodesmus alutaceus (Peters) Mikroporus nov. gen. . Mikroporus granulatus nov. Sp. . Gatt. Rhachis Sauss.. Rhachissumidis Sauss. 2. nee » GaljorBIoHnSs Diad. 2 Dre EUPOLYDESMINAE. Gatt. Archipolydesmus nov. gen. Archipolydesmus maroccanus nov.SPp- » 2.» Gatt. Polydesmus Latr. . Polydesmus germanicus Nerh. . . ... 2... » TBECDIRLSENANIEICE » CONDMSEC Koch er » » var. rannensis mihi » tatkanusı Latzieln en » » var. balcanıs Latzel . » BOIOMCHSDELZEINE ee » eERTULRSI CH Koch. „2 oc > > var. spelaea mihi » macilenlus (Koch) Daday > IBSSCHENSEhTE Niere ee en » NOFICUS: Latzele er Ze ee » KAnthoRrEepIS NON.SD: > a eo ae. » Kangifer \atzel er. Bar » altern aLze ln ee: » subscabratus Latzel . ö » > var. spelaeorum Verh. » tridentinus Latzel . ! . 2... > transsilvanicus Dad. . . . ou.» > abchasius nov. Sp. . » complanatus Latzel ....... > » var. angustus Latzel. > > » constriclus Latzel . » > >» monticola Latzel > BILVKECHS IN ee ee 1 Se » > var. monltanus Dad. . » » » sSzinnensis nov. var. > IRSWIARUSUNOY: SP ee > BlaEynomSs Roc, 2 er » Benticulaius Vatzel ren > > var. scabratus Koc » brevimanus Brölem. ..,... » subinleger Latzel Polydesmus helveticus Verh. Polydesmus aegypliacus Peters . Gatt. Brachydesmus Heller. Brachydesmus concavus nov.Sp.. . .- > DRTENISSDUEZ En 2; proximus Ltz... . » insculptus Poc. > silvanus Brölem. .... > sarmiolensis Neth. ©. » 2... > Brogiobius Dad ern. nr > zeversus Brolemı „2... > margaritatus Brölem. .... » Verharjfasılv. 3 ar ee > ET SUSE 045 een > PRFEIASIEENICHHE I een. > bosmiensss Nech.. 22 .... = dolinensis nov. Sp. . . . > erasmus Brolem. cu. v > frangipanus nov.Sp. . ... - » parallelus nov. Sp. » .. - > tomopus TKOVERST ee Eee > dalmaticus Liz. -..... > polydesmoides Verh. > dismilus Berlese S > pilidens Koch . > asthenestatus Poc. > Barberii Latzel. > gallicus Latzel .. > mediterraneus Dad. . > subulifer Brölem. Ei > BIGUFABHBOC ee. Ep > lusitanus Verh. . .. . > BESHaRSTÄVEn on acer > coriaceus Porat . »..-» = > > var. borealis Porat > inconstans Ltz. > hamalus Verh. > troglobius Ltz.. . . - > Tsszinpus Brolem zu... > nanıs Koch ... > herzegovinensis Verh.. . . . > aliaus DER N oe are > brachydesmoides Verh. . . > triseriatus Verh.. » RREIUSDAAN . 2 ae we: > genuensis Poc.. .... - > alticola Nerh. .... « WISIHROEMS. Dez. 3 Seen Ungenügend beschriebene Arten. > clavatipes Stuxberg . . > Ehrenbergii Peters .....- > longicorms SIIV. . «x - .n.. > Zusitanicus Peters ... . > BRBPSGEHSESSUUSGDIEND 2 an > BEStTGGENSESOCH En ee > EORNBABIHSIEOIC ee nahe > Benno Roc. ne » NAD 0 mean > malumcola Roc, 2. ne .c.e 1 Von hier ab erscheint die Publication als II. 447 447 445 448 449 450 451 451 452 474 System der Polydesmiden. 1. Brachydesmus Chyzeri Dad. » superus Ltz. > subterraneus Hell. . dt » » var. spelaeorum Verh. amblyotropis nov. SP. . > hungaricus Dad... .... » » Daday Verh. > nemilanus Nov. Sp. . » Brölemanni V erh. » mitis Berlese. » lapadensis Verh.. > lapidivagus V erh. > Apfelbeckii Verh. » lobifer Verh. > >> var. unciger Verh. » ‚glabrimarginalis Verh. . > herzegowinensis Verh. Pseudopolydesmus canadensis (Newp.) Anhang. Gatt. Bacillidesmus nov. gen. Bacillidesmus filiformis (Ltz) .». -.... TRACHELODESMINAE. ! Gatt. Trachelodesmus Peters. Trachelodesmus uncinatus nov. Sp. > arcticollis Peters. » constrictus P eters. Gatt. Icosidesmus Humb. et Sauss. Tcosidesmus Hochstelleri Humb. et Sauss. > Humberti Porat. Gatt. Scytonotus C. Koch. Scytonotus granulosus Say. > laevicollis C.L. Koch. > nodulosus C.L. Koch. > scabricollis C. Koch. » caesius Karsch. > cavernarum Bollm. Gatt. Fontaria Gray. Fontaria lalicollis nov. Sp. > Montezumae Sauss. » tepanecus Sauss. » fraternus Sauss. > tonominea nov. SP. » acolhuus Humb. et Sauss. > bifida Wood. > bimaculata Me. Neill. » butleriana Bollm. > coarctata Poe. > consobrina Sauss. > coriacea Koch. > corrugata W 00d. > crassicutis W 0. 0d. > Doenitzii Karsch. » evides Bollm. > furcifer Karsch. Gatt. Pseudopolydesmus nov. gen. . 481 481 Theil im folgenden Band dieser Denkschriften. Seitenangabe daher hier unmöglich. Fontaria georgiana Bollm. » Holstii Poc. » indiana Bollm. lacustris Poc. limax Sauss. Martensii Peters. montana Bollm. » mysieca Humb. et Sauss. » nahuus Humb. et Sauss. » neptunus Poc. » oblonga Koch, » otomita Sauss. » pulchella Bollm. » rileyi Bollm. » rubromarginata Bollm. » simillima Humb. et Sauss. » tallulah Bollm. » lenesseensis Bollm. » » var. siricla Brölem. » tolteca Sauss. » totonaca Sauss. » Irimaculata Wood » variala Poc. » vicina Sauss. » virginiensis Drury > zapolteca Sauss. » zendala Humb. et Sauss. EURYDESMINAE. Gatt. Eurydesmus Sauss. Subgen. Eurydesmus m. Eurydesmus angulatus Sauss. Subgen. Euryzonus m. Eurydesmus compachilis Gerst. » laxus Gerst. » diminulus nov. Sp. » wabonicus NOV. SP. » caffrarius Porat. » falcatus Karsch. » medius (Cook). » rugulosus (Cook). » Ruspolii (Silv.). » innolalus Silv. » oxygonus Peters. > mossambicus Peters. » luridus Karsch. Gatt. Harmodesmus Cook. Harmodesmus nilens Cook. Gatt. Dodekaporus nov. gen. Dodekaporus tananus nov. gen. Gatt. Marptodesmus Cook. Marplodesmus Chanleri Cook. Gatt. Euryurus Koch. Euryurus alerrimus nov. Sp. » glapohyro nov. Sp. » alboearinatus (Peters). » arealus Peters. » callipus Peters. » dealbatus Gerv. Carl Graf Attems, Euryurus erythropygus (Br.). » evides Bollm. » flavocarinatus Dad. » fumigatus Peters. » hybridus Peters. > pallipes Koch. v polygonatus (Gerv.). » semicinctus Peters. taenia Peters. » iripunctatus Peters. uncinalus Peters. v v Gatt. Pachyurus Humb. et Sauss. Subgen. Amplinus nov. Pachyurus kalonotus nov. Sp. >» aculicollis nov. Sp. » abstrusus Karsch. » Klugii (Brandt). » ater Peters. Subgen. Angustinus nov. Pachyurus fasciatus Att. » granosus Humb. et Sauss. » xestoloma Att. » erylhrokrepis Att. Mangelhaft beschriebene Arten. °achyurus margaritaceus Koch. » squammalus Koch. » Erichsoni (Br.). » Iricuspidatus (Silv.). OXYDESMINAE. Gatt. Oxydesmus Humb. et Sauss. Oxydesmus tnberculifrons Porat. > Johnstonei Cook. » deinus nov. Sp. » euryurus nov. SP. » Thomsoni (Luc.). v levigatus nov. Sp. v hemerus nov. Sp. >» effulgens Karsch. gnorimus nov. Sp. v > Kraepelinii nov. Sp. » granulosus (Pal.). » » var. fusca nov. Sp. » diaphorus nov. Sp. » umicolor nov. SP. » castaneus nov. Sp. > Valdaui Porat. » Fischeri Karsch. » flavocarinatus Silv. » episemus noV. SP. » denlatus Cook. » asaba Cook. » barombi Cook. “ Dollfusii Cook. fuambo Cook. v 3 ituri Cook. » laevis Cook. > thyridotus (Cook). > valgus (Cook). » vitlalus Cook. Oxydesmus xanthomelas Cook. > zoster Cook. Subgen. Plagiodesmus Cook. ‚Plagiodesmus occidentalis (Karsch). Gatt. Orodesmus Cook. Orodesmus mastophorus (Gerst.). » unicolor Cook. > priodus (Cook). i > elliplicus Cook. Be; forceps Cook. > camelus Cook. > bicolor Cook. > ansatus Cook. > cristatus Cook. > pectinatus Karsch » gibber Cook. Gatt. Scytodesmus Cook. Seytodesmus connivens Cook. j Gatt. Odontokrepis nov. gen. Odonlokrepis flavescens nov. SP.. » nigrescens NOV. SP. > erythropus (Luc.). Gatt. Thymodesmus Cook. Thymodesmus pulvinar Cook. Gatt. Diaphorodesmus Silv. Diaphorodesmus dorsicornis Porat Gatt. Cryptoporus Porat. Cryploporus dentosus Por. > verrucosus Por. Gatt. Platyrrhacus Koch. _ Platyrrhacus concolor Peters. > complicatus Att. > annectens (Humb. et Sauss.). > Bbouvieri Brölem. » haplopus Att. » georgos Att. > amauros Att. > amblvodon nov. Sp. > submissus Poc. > katantes nov. Sp. > tuberosus (P oc.) > marginellus Silv. > cancellatus Silv. » convexus Silv. > Suscus Koch. > favisternus Poc. > dorsalis (Peters). > moluccensis (Peters). > faustus Silv. > repandus Silv. > inaequalis Silv. > Beccarii Silv. > castus Silv. > monticola Poc. > subspinosus P oc. » pergranulatus Silv. > limonensis nov. SP. % 5 Druryi (Newp.). j » Moebiusi nov. Sp. A Der.kschriften der mathem.-naturw. Cl. LN\IT. Bd. System der Polydesmiden. T. 265 Platyrrhacus Luciae Poc. » gongylodes nov. Sp. > subalbus Poc. » verrucosus Poc. > trifidus Silv. » pilipes Peters. » Andersonii Poc. > insularis Humb. et Sauss. » doryphorus nov. Sp. » Schetelyi Karsch » xanthopus Poc. > latieollis Poc. » baramanus Att. » letanotropis nov. Sp. » margariliferus Gerv. » pergranulosus Silv. > sumalranus (Peters) » Modiglianii Silv. » proximatus Silv. » tristis Silv. » helophorus nov. Sp. » plakodonotus Att. » malaccanus (Peters). » subvittalus Peters. » Weberi Poc. < bidens Poc. » aequidens Poe. » inaequidens Poc. > funestus Silv. > Pfeifferae (Humb. et Sauss.). » pictus (Peters). » sublimbatus (Silv.). » mirandus Poec. » longispinosus Silv. » dorsalis Silv. » permirabilis Silv. > scutatus (Peters), » punctatus (Peters). > bilineatus (Luc.). » fimbriatus (Peters). » clathratus (Gevv.). > mexicanus (Luc.). » pylhon Peters Mangelhaft beschriebene Arten. Derodesmus flagellifer Cook. Mniodesmus crossolus Cook. Xerodesmus dratus Cook. Arcydesmus comptus Cook. Barydesmus Kerri Cook. Cyphorrhacus andinus Cook. Nyssodesmus alboalatus Cook. Psammodesmus cos Cook. Ryphodesmus terminalis Cook. Spilodesmus exul Cook. Platyrrhacus Brandtii Gerv. » cerasinus Wood. » denticulatus Gerv. > Loriae Silv. » maculatus Bollm. EURYTROPINAE. 1. Mit den Uryptodesminae verwandte Gattungen: 34 266 Gatt. Inodesmus Cook. Inodesmus jamaicensis Cook. Gatt. Comodesmus Cook. Gatt. Thelydesmus Cook. Gatt. Dalodesmus Cook. Dalodesmus tectus Cook. Gatt. Hynidesmus Cook. Hynidesmus lanifer Cook. Gatt. Choridesmns Cook. Choridesmus citus Cook. Gatt. Peridontodesmus Silv. Peridontodesmus Woodianus Humb. et Silv. Gatt. Poratia O. F. et A. C. Cook. Poratia digitata (Porat). 2. CRYPTODESMINAE. Gatt. Trichopeltis Poc. Trichopellis bicolor Poc. » Feae Poc. » Doriae Poc. ( » Walsoni Poc.?) Gatt. Otodesmus Cook. Otodesmus Walsoni (P oc.) Gatt. Stietodesmus Cook. Stictodesmus creper Cook. Gatt. Cryptodemus Peters. Cryptodesmus Olfersii (Brandt). » pusillus nov. Sp. » alatus (Peters). » gabonicus Luc. » subreclangulus (Por.). » crinitus (Por.). » Knutsoni Por. » ceylonicus Por. seclilis Cook. regularis Cook. Gatt. Cryptodesmoides Poc. Cryptodesmoides Feae Poc. ? Gatt. Pterodesmus Cook. Plerodesmus Bromnelii Cook. ? Gatt. Compsodesmus Cook. Compsodesmus cupulifer Cook. » Kuako Cook. > limacinus Cook. » perlatus Cook. » spinatus Gook. ? Gatt. Gypsodesmus Cook. ? Gatt. Lampodesmus (Cook. ? Gatt. Tanydesmus Cook. ? Gatt. Pocodesmus Cook. Gatt. Chytodesmus Cook. Chylodesmus laqueatus (Karsch). Gatt. Psochodesmus Cook. Psochodesmus crescentis Cook. Gatt. Aporodesmus Poc. Aporodesmus Weberi Poc. Carl Graf Attems, Aporodesmus concolor Poc. | » sumalranus Poc. | » Vincentii Poc. » Modiglianii Silv. » simillimus Silv. | » modeslus Silv. » Balzanii Silv. | ? Gatt. Ophrydesmus Cook. Ophrydesmus gede Cook. | » pugnus Cook. scaurus Cook. » Tengger Cook. Gatt. Cynedesmus Cook. Cynedesmus ornamenlatus (Karsch). 3. PYRGODESMINAE. Gatt, Pyrgodesmus Poc. Prrgodesmus obscurus Poc. Gatt. Urodesmus Porat. Urodesmus erinaceus Porat. sexcarinalus Porat. horridus (Cook). Gatt. Lophodesmus Poc. Lophodesmus pusillus Poc. ? Gatt. Hercodesmus Cook. Hercodesmus aureus Cook. ? Gatt. Udodesmus Cook Udodesmus telluster Cook. ? Gatt. Stiodesmus Cook. 4. CYRTODESMINAE. | Gatt. Doratodesmus Poc., Cook. Doratodesmus armatus Poc. muralis Cook. vestitus Cook. Gatt. Cyrtodesmus Gerv. Cyrlodesmus velutinus Gerv. et Goud. asper Peters. Gatt. Oncodesmus (ook. Oncodesmus granosus Gerv. et Goud. Gatt. Ammodesmus Cook. Ammodesmus granum Cook. Gatt. Cenchrodesmus (ook. 5. ONISCODESMINAE. Gatt. Oniscodesmus Gerv. et Goud. Oniscodesmus oniscinus Gerv. et Goud. | Gatt. Detodesmus Cook. Detodesmus aurantiacus Peters. Gatt. Lignydesmus (ook. | Lignvdesmus rubriceps Peters. Gatt. Katantodesmus nov. gen. Katantodesmus auriculatus nov. Sp. > scapulalus nov. Sp. Gatt. Crypturodesmus Silv Crvpturodesmus Targionii Silv. 3 System der Polydesmiden. 1. 267 6. SPHAERIODESMINAE. Ungenügend charakterisirte Gattungen. 3 Gatt. Pronodesmus Cook. Gatt. Cyclodesmus Humb. et Sauss, x Myxodesmus Cook. Dyelodesmus aztecus Humb et Sauss. Bactrodesmus Cook. > porcellanus Poec. Chaetaspis Bollm. » Hubbardi Cook. » Discodesmus Cook. $ Xyodesmus Cook. Gatt. Cyphodesmus Peters. Tropidesmus Cook. Cyphodesmus mexicanus Sauss. Campodesmus Cook. e Prepodesmus Cook. Gatt. Sphaeriodesmus Peters. » Tylodesmus Cook. Sphaeriodesmus mexicanus Sauss. Cheirodesmus Cook, » Saussurei noV. SP. Isodesmus Cook. > gracilis Humb. et Sauss. » Anisodesmus Cook. » pudiceus Bollm Lipodesmus Cook. Chelodesmus. . Tabelle zum Bestimmen der Gattungen. 1. a) Körper des erwachsenen Thieres aus Kopf und 20 Segmenten bestehend . . . ne 2 RE Du: > rs 19 » » N a FEnERXopi vom klaisschildssanzioder zum erössten Theil bedeckt . . . » » „u. . nu... : b) Halsschild von normaler Grösse, den Kopf nicht bedeckend s Alle 3. a) Analsegment vom 19. Segment ganz bedeckt Urodesmus Porat. b) Analsegment eventuell seitlich von den Kielen des 19. Segmentes eingeschlossen, aber nie von obenanerpedecki arg re BIRNEN 4. a) Metazoniten mit 2, aus je einer Reihe grösserer Tuberkel bestehenden Rämmen b) Metazoniten in der Mitte mit je einem einzigen sehr grossen Fortsatz c) Metazoniten ohne solche Kämme und Fortsätze D)ssSattlocher aufdem 0. (., 9., 10, 12., 13. 18. Segment Lophodesmus Poc. . Pvrgodesmus Poc 3% d. . Psochodesmus Cook. b) Saftlöcher auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19. Segment oder ganz fehlend. . 6. 6. a) Kopf nur zum Theil vom Halsschild bedeckt . . BONS. . Stictodesmus Cook. b) Kopf ganz vom Halsschild bedeckt (wie auch bei den vier vorangehenden Gattungen) . .. . 7. 7. a) 5. und 6. Glied der Antennen mit einem Seitenlappen . . . Aporodesmus Poc. b) Diese Antennenglieder ohne Seitenlappen 3. 8. a) Kiele schmal 9. b) Kiele auffallend breit li! 9. a) Antennen lang und schlank . ... . . . Dentennenskurzsundkdieke r 2 nn mn. : . Pocodesmus Cook 10. a) Saftlöcher in der hinteren Hälfte der betreffenden Kiele gelegen . Cryptodesmus Peters. b) Saftlöcher in der vorderen Hälfte derselben Kiele gelegen . Cryptodesmoides Poc 11. a) Rücken sehr stark gewölbt, Analsegment von den Kielen des 19. Segmentes bedeckt. . . . - 12% b) Rücken gewölbt oder flach, Analsegment nicht von den Kielen des 19. Segmentes bedeckt . . 1D. 12. a) Die Saftlöcher liegen auf einer ringsum abgeschnürten Beule . Lignydesmus Cook. b) Umgebung der Saftlöcher, wenn solche überhaupt vorhanden, nicht beulenartig abgeschnürt, die Saftlöcher kaum sichtbar oder ganz fehlend . . .. . Re: 13. a) Rücken glatt ee . Detodesmus Cook. b) Rücken dicht granulirt oder mit einer Tuberkelreihe ER: . 14. 14. a) Seitenrand der Kiele gerade, mit oder ohne Tuberkelzähne . . Katantodesmus nov. gen.! I Hieher auch Orvplurodesmus Silv. . Chytodesmus Cook. 34* Bis (a) 15. a) 20. a) e) 25.0) b) 26. a) b) 27. a) b) Carl Graf Attems, Seitenrand der Kiele zugespitzt, Hinterrand der Metazoniten mit einer Tuberkelreihe Oniscodesmus Gerv. Rücken stark gewölbt, Kiele ganz herabgebogen, so dass der Bauch hohl erscheint, eines oder zwei der vorderen Segmente (?—5) grösser als die übrigen. Analsegment breit... .. .16. Bauch nicht hohl, weil die Kiele nie so stark herabgebogen sind (eventuell fehlen sie ganz) keines der vorderen Segmente grösser als die übrigen . ee ee ee Be Fe Metazoniten 5—19 mit langem, medialem Fortsatz . . - » : 2 2.2.2.2... Doratodesmus Poc. Metazoniten 9— 19’ehne solchen Rortsatz 2 22 Ve Zweites Segment das’grösste vonrallene. 2 2 ee 3. oder 3. und 4. oder 4. und 5. Segment grösser als die übrigen . . . een co ©) Metazoniten mit einem dichten Haarfilz bedeckt . . » . 2 2. .2....... Oyrtodesmus Gerv. Metazoniten ohne Haaıfllz . . a ee Ma ee ALOE Das 3. Segment übertrifft alle übrigen an Grösse, Körper verlängert eiförmig, vorn mehr oder weniger gewölbt, hinten deutlich verschmälert, Oberseite glatt . . . . . Cyclodesmus H. et S. Drittes und viertes Rumpfsegment grösser als alle anderen, Rückenschilde höckerig Cyphodesmus Peters. Viertes und fünftes Rumpfsegment die grössten, Körper sehr glomeridenähnlich, vorn und hinten ziemlich gleich breit, vorn abschüssig, Analsegment breit, fast dreieckig Sphaeriodesmus Peters. Poren: fehlen gänz'. 7. am rt eh ee ET 2 Borensvorhanden acc. u oo ee re ee Metazoniten behaart, Schwänzchen conisch, Kiele sehr breit. . ... . .. .. .„ Trichopeltis Poc. Metazoniten dicht granulirt, unbehaart, Schwänzchen breit, Kiele gut entwickelt Cryptoporus Porat. Xyodesmus Cook. ? Körper Strongvlosoma-artig, mit sehr kleinen Rielen . . . . 2.0... .. Nanthodesmus Cook. Saftlöcher nur auf dem 5. Segment. . . . hr See ed an ee Saftlöchersaufden®o, und“. Seement Sr ec Saltlo chez autmehreren:Sesmentene en 1 Zweites Beinglied mit einem Dorn, Seitenrand der Kiele wulstig . . . . . . Sfenodesmus Sauss. Zweites Beinglied ohne Dorn, Seitenrand der Kiele zugeschärft : . Biporodesmus nov. gen. Satltlochez aufüden Segmenten 0. 7.,.8.,295.:105 201%, 277 13, 143 2lSllomelz ls (Or » » » » 9 7,.9:, 210,-115,212, 018,014 155216, 17 ET » De » 5., 7., 9., 10., 12., 13., 14., 15., 16, 17., 18., 19. Dodekaporus'noy. gen. » Sa: » 2, 0. 35.10, 12,18, 152 undZeventuelllauchraufenigengder folgendennDiser no ee ee De Comodesmus Cook. w | de) — D S) — N — 0,0) Saftlöcher auf den Segmenten 9. Külekenkllaeh, Kiele breite. er 2 RS YHORIEOBESIRRES Rücken sehr gewölbt, Körper Strongylosoma-artig, Kiele nur als runde, niedrige Beulen Serangodes nov. gen. Kiele breit, der zweite in derselben Höhe mit den übrigen, Körper breit . ... . el 2 Kiele schmal, der zweite tiefer ventral als die übrigen, Körper mehr rund . . Pleonaraius nov. gen. Auf der Ventralplatte zwischen den Beinen des 5. Paares gar kein Fortsatz, zwischen den Beinen des 6. Paares ein einziger Fortsatz. Copulationsfuss lang, stark eingekrümmt Zurydesmus Sauss. Zwischen den Beinen des 5. und 6. Paares je zwei Fortsätze, Copulationsfuss nicht stark gekrümmt, vielzackig 2 oe So EamodesmuslC 0a . Hieher (?) auch Ammodesmus Cook und Cenchrodesmus Cook. Xyodesmus ist zu ungenau beschrieben, um beide trennen zu können. ’ Mir ist über diese Gattung nichts weiter bekannt, als was Cook in seiner Tabelle der »Gomphodesmiden« darüber sagt (C ook b.). 30. 31. 34. 36. 38. 39. 40. 41. 43. 44. 45. 46. =, System der Polydesmiden. T. 269 Schwänzchen spitz, kegelförmig, oder wenn es durch stärkere Entwicklung der Warzen breiter erscheint, so sind die Kiele schmal und die Metazoniten haben eine Querfurche 29. Schwänzchen breit, schauielförmig, Kiele breit, Metazoniten immer ohne Querfurche . . . . 59. AellessBenieltedemieinme Dort ine ae a. Fontaria Ger: PyeitesuBeineliedrohne Dosne Se a nn 0: Die mittleren Tuberkel der Metazoniten 2 und 3 oder 2,3 und 4 in lange, spitze, hornartige Bontsatzefauspezowenn a ee Ei. 3,.Diaphorodesmus Silv. Metazonitemtolmessolehekortsäatze 0 ne re oil: NennlieheiGopulationsiusse ohnestHlüfthörnchen Pr ne nee Rhachis » > mit > ea er a ET Copulationsfüsse mit Samenblase und Haarpolster . 9 BONGESMEUS » ohne » » » N Ka IE RE Br EI or: Die Mündung der Samenrinne der Copulationsfüsse, am Ende eines schlanken Astes ist um- geben von Fransen und Borsten, Körper habituell ganz wie bei Polydesmus - Archipolydesmus nov. gen. Die Samenrinne mündet am Ende eines mehr oder weniger schlanken Astes oder Zahnes und ihres Mündunerist ganzeeintach, ohne Borsten oder Rransen 2. 22 u u zn nun af, Analsegment sammt Klappen dicht granulitt . . . . 2.2 2.2.2.2... .. Mikroporus nov. gen. Analklappen’slait, wenn auch der übrige”Körper granulirt ist .-. . » 2 n 2. Su 2 un nn. kiintentandaden Küele gezahnelt 2 N mr... ENGE roh; > Br EN Du Metazoniten runzelig mit zwei Querreihen verwischter Tuberkel, Vorderrand der Kiele glatt Peridontodesmus Silv. Metazoniten mit 4—6 Querreihen hoher auffallender Tuberkel, Vorderrand der Kiele deutlich BEISRZAUTTOHE ER een un... Imbercularium nov. gen. Vorderrand des Halsschildes rundlappig, Seitenrand der Kiele mit fingerförmigen Lappen . Poratia. Vorderrand des Halsschildes glatt, Seitenrand der Kiele glatt oder gezähnelt . . . .....388. Die sechs ersten Beinpaare des c mit einem dicken Polster unterhalb der Klaue, Körper Eury- BL ES INS SAN EV ee ee Marpiodesmus Cook. Keine solchen Tarsalpölster vorhanden . . . . . . De a ER TE era te) Kiele fehlen entweder ganz oder wenn vorhanden, reicht der des zweiten Segmentes tiefer Mentraläherabtalsdievfoleenden A. nm 2... nenne 2 BE Ne ee De (0) Kiele stets vorhanden, der zweite in derselben Höhe mit den übrigen . . . re ER: Ktelesgacnichtsyorkandenroderallseiigstunde Beulen . =. „run nun. ale Kiele stets vorhanden, Hinterecken derselben winkelig oder spitz. . . . . a Ausser den Saftlöchern hat jedes Segment noch ein Paar Poren . . . - . . . . Julidesmus Silv. NuSssedensSaltlochemnekeme/Borensvorbanden mann... 42} Nlaiazondten am lan .,a or 6 ea re Er 22% Metazoniten mit drei Reihen glatter Beulen . a a EIMDKMERTASNONSEEN: Metazoniten bis auf den Bauch herab dicht granulirt .. . » 2 2.2... .. Trachydesmus Daday. Analschuppe mit zwei auffallend gtossen Tuberkeln . . . . 2. ....... . Trogodesmus Poc. Imperkeinsdersämalschuppesklent na nen an a 2 usirongylosoma Br. Merzzoritensohne Quenfurchen nn sn Anaulacodesmus novagen. » mit » Rn 2 N N Eee BAD: Oberfläche dicht bedeckt mit schuppenförmigen, borstentragenden Tuberkeln . Eudasvpeltis Poc. Oberfläche ohne borstentragende Tuberkel, nackt oder höchstens zerstreut beborstet. . . . . 46. Ventralplatten mit vier Dornen, Metazoniten 2—4 mit Querfurche . . . . Tetracentrosternus Poc. Ventralplatten ohne Dornen, Metazoniten 2—4 ohne Querfurche . . . . Orthomorpha Bollm. 49. 50. D% Ad) b) b) o n Carl Graf Attems, Saftlöcher auf dem 5. 7. 9, 10. 12, 18, 15. 16. (417), Sesment, "Kielez spitz, horntormie MetazonitenamilOuerilcchess Er Er Er Er ee NCentrodesminsaloie Saftlöcher auch auf dem 18. und 19. Segment . u: ISSN en... 265. Die vordersten 2—4 Segmente halsartig verengt . . . ve. .a. . Tvachelodesmus Pop Die vordersten Segmente nicht schmäler als die übrigen, oft sogar die breitesten des ganzen Körpers oe een © EST STEINER En Halsschild querelliptisch, gerade so breit wie der Kopf, Habitus Polydesmus-artig Pseudopolydesmus nov. gen. Halsschild fast oder gerade so breit wie der folgende Rückenschild 7 ers 5 Metazoniten mit einer deutlichen ZOuerfünche re Metazoniten ohne Querfurche, nur bei ganz vereinzelten Arten mit einem seichten Quereindruck . 52. Saftlöcher auf einer scharf abgesetzten eiförmigen Beule, Metazoniten wenigstens zum Theil fein granulirt, Pleuralkiel fehlt, Aka nn. N Cordyloponusnoyapens Umgebung der Saftlöcher nicht beulenartig vom übrigen Kielrand abgeschnürt, Metazoniten meist glatt selten fein sranulirt, Asien 2 ar Stuleijerus mov agen: Ventralplatten sehr breit, die hinteren mit 4 Dornen, die Saftlöcher unterhalb der feinen Leiste des’ SeitenrandessderKiele rer CEnTyo SOSE ou Ventralplatten von gewöhnlicher Breite, zuweilen auch schmal, entweder keine Leiste auf dem Seitenrand der Kiele vorhanden oder wenn eine da ist, liegen die Saftlöcher oberhalb der- selben .. ua ven u ne ee Bee ee et ee re ee Kiele sehr spitz, hornförmig aufwärts gebogen . ». »... 2 2.2.2... „ khachidomorpha. Kiele nie aufwärts gebogen, höchstens in derselben Höhe mit dem Rücken, meist tiefer . . . 94. Hintereck der Kiele sehr spitz, dornförmig, Körper Strongylosoma-ähnlich durch die Schmalheit der in der Mitte der Seiten angesetzten Kiele . . .. 2. „2... - Acutangulus noy. gen. Kiele entweder schmal, mit abgerundeten Hinterecken wenigstens auf der vorderen Körperhälfte, oder breiter, inletzterem Fall kann das Hintereck breitzähnig sein, aber nie spitz, dornförmig Leptodesmus m. Seiten- und Hinterrand der Kiele gezähnelt, die Poren ganz seitlich auf einer eiförmigen Beule, Analklappen gramMlitt ©. 00. 0 er OdoniornepisNov re KiinterrandrdenskKielerungezäahnt, Analklappenfglau nr Metazoniten 1—4 oder einige oder nur einer dieser vier mit grösseren Fortsätzen, gebildet aus versrosserten Tüberkeln nr EOESWUSTODE Keinender Metazoniten?hatsolcherKortsatzer er 7 Zweites Beinglied mit einem Dorn . . . 2 re ee, DS Odesmns EEE Zseites. Beineliediohne Doin un Er ee Seitenrand der Kiele ungezähnt, der ganze Rand wulstig verdickt, oder mit einer dicken Beule, in der ganz seitlich die Saftlöcher liegen . . IE TEN ea). Seitenrand der Kiele gezähnelt, oder ungezähnt, dann aber ohne jegliche Verdickung, und der Halsschild sichtlich schmäler als die folgenden Rückenschilde . . . . 2. 2... 2 nl Rücken auffallendrelattnndrelänzende Grm ; ER EUKYURS Metazoniten mit (meist 3) Querreihen grösserer Beulen . . . ...... .„Pachyurus H. etS. Jeder Metazonit mit 4— 6 Querreihen grober Tuberkeln dicht besät . . . . . Scytodesmus Cook. Jeder Metazonit mit höchstens 3 Querreihen von Tuberkeln . . . ... . . Platyrrhacus Koch. Seulptur wie bei Polydesmus, Copulationsfüsse mit Samenblase und Haarpolster Brachydesmus Heller. ! Hier ist auch Odonlotropis H. et S. anzuschliessen, dass nach den gemachten Angaben von gewissen grossen Zeplodesmus- Arten kaum zu trennen ist. System der Polydesmiden. TI. 271 b) Die Samenrinne endigt ohne Samenblase und Haarpolster . . .. . ee le 202% Be eitiochenifenlen sanz a 2. Sen nn nenn nn anne. Ayynidesmus' Cook. 2) Sahlachhor Moraandlen, Se ro 2 ee Er 61} 63. a) Die Saftlöcher fehlen auf dem 7. Segment . ee ee Batodesmusi@ook. As ilochewsauludem = Sesment vorhanden ® . nn mE nn nn San nn REEL eeNierazonitentalattar 2 en ee Bere 08% DRNetszonitenstanulme > 2 nn 2... Ban ee er 07, 65. a) Körper vorn verschmälert, halsartig eingeschnürt, Kiele abgerundet, Halsschild schmäler als BIS SO PT en nn Jcostidesmusiil..etS. b) Körper sfrongylosoma-artig, Kiele nicht oder nur als niedrige, runde Beulen entwickelt, Hals- Schldenychrautallendeschmale ee ee 0 66. a) Rücken dicht mit zweigliedrigen Borsten bedeckt, Schwänzchen sehr kurz, die Afterklappen Richiaibenrasen de un nam an nam HaplosomaVerhoeft. b) Rücken unbehaart, Analsegment mit spitzem, cylindrischen, die Afterklappen überragenden eva ZzCcHe nn OÖligodesmus Nov: gen. 67. a) Saftlöcher auf einer eiförmigen Beule, Metazoniten mit 4—6 Querreihen borstentragender Tosaikel Noxklamenlkrsz se a . Seytonotus. b) Umgebung der Saftlöcher nicht beulenartig abgeschnürt, Metazoniten mit 3 Querreihen borsten- tragende Tuberkel oder dicht granulirt mit 3 Borstenreihen, palaearktisch . . . ......68. 68. a) NMetazoniten mit tiefer Querfurche, Körper rundlich, Seitenrand der Kiele ungezähnt Paradoxosoma Daday b) Metazoniten ohne Querfurche, Kiele gut entwickelt mit grob gezähntem Seitenrand Bacillidesmus nov. gen. [er >Arten mit Querfurche 1 | I | | Oligodesmus Myrmekia Anaulacodesmus Julidesmus Haplosoma | | | Orthomorpha Trogodesmus Trachydesmus } Eudasypeltis | Tetracentrosternus Paradoxosoma Sulciferinae Serangodes: Gestalt ganz Strongylosoma-artig. Metazoniten glatt, ohne Querfurche. Poren auf Seg- ment 5., 7.—19. Neuseeland. Pleonaraius. Gestalt ebenfalls Strongylosoma-artig, ohne Querfurche. Poren auf Segment 5., 7., 9.—19. Südamerika. Diese beiden sind jedenfalls die Vorläufer von Strongylosoma, dem Hauptgenus dieser Gruppe, von dem direct, durch Variationen in verschiedenen Richtungen, eine Anzahl Gattungen entstanden sind, von denen sich wieder andere ableiten. Es gibt Strongylosoma, deren Metazoniten ganz glatt sind, ohne Querfurche, und solche mit Quer- furche. Von denen ohne Querfurche ist Julidesmus entstanden zu denken. Was es mit den Poren ausser den Saftlöchern, von denen Silvestri spricht, für eine Bewandtniss hat, weiss ich nicht. Von einer besonderen Gruppe der querfurchenlosen Sfrongylosoma, concolor etc. sind Myrmekia, Anau- lacodesmus und Oligodesmus abzuleiten. Alle drei Genera haben mit concolor und Verwandten die abson- derlichen Gebilde auf der Sohle der Füsse des Männchens gemeinsam, und zeigen in den Copulationsfüssen eine gewisse nähere Verwandtschaft (Verwachsen der Schenkel), die schon bei Pleonaratus angedeutet ist. Ananlacodesmus hat spitze Hinterzacken der Kiele, wie die noch zu besprechenden Orthomorpha, mit denen es jedoch keinen näheren Zusammenhang zeigt. Bei Myrmekia macht sich der Anfang einer Theilung der Metazoniten-Oberfläche in Beulenreihen bemerkbar. Oligodesmus sieht sonst ganz Strongylosoma-ähnlich aus, nur hat es 19 Segmente im erwachsenen Zustand. Von den querfurchenlosen Strongylosomen leiten sich die mit Querfurche ab, und von diesen wie- der die Gattungen Orthomorpha, Trogodesmus und Trachydesmus, wahrscheinlich auch Haplosoma. Trogodesmus ist durch ungewöhnlich entwickelte Borstenwarzen der Analschuppen charakterisirt. Meines Erachtens ein zweifelhaftes Genus. Trachydesmus hat dicht granulirte Metazoniten, und gibt wieder der Gattung Paradoxosoma mit 19 Segmenten den Ursprung. Es dürfte von Strongylosoma iadrense entstanden sein, oder wenigstens von einer nahe verwandten Form. System der Polydesmiden. T. 273 Bei Orthomorpha sind wohl entwickelte Kiele vorhanden, mit stets zackigem Hintereck. Ihm verdanken Eudasypeltis und Tetracentrosternus ihren Ursprung. Ersteres mit dicht granulirten, resp. geschuppten und beborsteten Metazoniten. Tetracentrosternus mit Querfurchen auch auf den vordersten Segmenten und vier Dornen auf den Ven- tralplatten 8.—17. Und endlich glaube ich, dass die ganze Gruppe der Sulciferinae von Orthomorpha-ähnlichen Formen abstammt. Die Copulationsfüsse beider Gruppen sind oft täuschend ähnlich, auch das sonstige Exterieur erinnert sehr daran, und der Kiel des zweiten Segmentes müsste, wenn diese Verwandtschaft richtig ist, secundär in derselben Höhe mit den übrigen liegen, was seine Gestalt bei genauer Besichtigung in man- chen Fällen sehr glaubwürdig macht. Die geographische Verbreitung stimmt gut mit diesen Verwandtschaftsbeziehungen überein. Serangodes: Neuseeland. Pleonaraius, fast alle querfurchenlosen Strongylosoma, insbesondere die concolor-Gruppe, Anaulaco- desmus, Myrmekia, Oligodesmus, Julidesmus: Südamerika. Strongylosoma (zum Theil), Trogodesmus, Orthomorpha (zum Theil), Endasypeltis, Tetracentrosternus (und die meisten Sulciferinae): Asien, besonders Indien. Im paläarktischen Gebiete finden sich: Strongylosoma, Trachydesmus, Paradoxosoma. Orthomorpha und Sfrongylosoma haben auch in Afrika und Australien Vertreter. Serangodes nov. gen. Das einzige Exemplar, auf welches ich dieses neue Genus gründe, ist ein Weibchen von 19 Segmenten also vielleicht noch nicht ganz erwachsen. Trotzdem ist diese Gattung sofort von allen anderen zu unter- scheiden, da sie die Saftlöcher auf dem 5. und 7.—18. Segment hat. Eine gleiche Vertheilung (resp. auf dem 5., 7.—19. Segment) findet sich nur noch bei Strongylodesmus, welche Gattung aber ganz andere Körperumrisse hat. Serangodes würde ich sonst unbedingt in die Gattung Strongylosoma einreihen, die Gestalt ist ganz die gleiche, die Kiele sind nur durch runde Beulen vertreten, der Kiel des zweiten Seg- mentes liegt tiefer als die übrigen. Körperoberfläche glatt. Metazoniten ohne Querfurche. Schwänzchen kegelig, kurz, alles Andere wie bei Sirongylosoma. Jedenfalls ist Serangodes ein naher Verwandter von Strongylosoma. Heimat: Neuseeland. Serangodes strongylosomoides nov. Sp. ? Die Farbe hat jedenfalls durch die schlechte Conservirung sehr gelitten und ist jetzt licht kastanien- braun. Länge ca. 27 mm, Breite 3 mm. (Das Exemplar hatte 19 Segmente!) Die Gestalt ist ganz die eines Sfrongylosoma. Oberfläche glatt und glänzend. Kopf vorn behaart. Scheitel nackt, mit sehr seichter Furche. Antennen lang und schlank, leicht keulenförmig. Halsschild so breit wie der Kopf, querelliptisch. Kiele 2—4 dorsoventral etwas flacher als die anderen, welche nur niedrige, abgerundete Beulen vor- stellen. Seitlich haben sie eine feine erhabene Leiste, knapp oberhalb derselben, nahe dem Hinterende liegen auf den Segmenten 5., 7.—18. die grossen Saftlöcher. Kiel 2 tiefer ventral herabreichend als die übrigen. Alle Metazoniten ohne Querfurche. Quernaht ungeperlt und die Ringe an dieser Stelle etwas ein- geschnürt. Kein Pleuralkiel vorhanden. Schwänzchen schlank, das Ende cylindrisch und zweiwarzig. Analklappen schmal gesäumt. Anal- Schuppe breit abgerundet. Ventralplatten fast quadratisch, sehr spärlich und fein behaart, quer eingedrückt. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. 35 274 Carl Graf Attems, Beine schlank, die Unterseite reichlich behaart. Fundort: Neuseeland. »Aus morschem Holz.« (Hofmuseum.) Pleonaraius nov. gen. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Gestalt im Ganzen Sirongylosoma-artig, jedoch mit gut entwichelten, dorsoventral ziemlich dicken, seitlich mit einer feinen Leiste versehenen, im ganzen vorn und hinten abgerundeten Kielen. Saftlöcher wie bei Eurydesmus auf den Segmenten 5,., 7., 9.—19. Halsschild querelliptisch. Kiel des zweiten Segmentes tiefer hinabreichend als die übrigen. Körper- oberfläche glatt. Metazoniten ohne Querfurche. Pleuralkiel fehlt. Antennen schlank, keulig. Schwänzchen zugespitzt, conisch. Beine des d‘ auf der Unterseite der Glieder 2 und 3 beborstet, 4., 5. und 6. mit kugeligen, in ein Dörnchen auslaufenden Warzen. Heimat: Chile. Die Vertheilung der Saftlöcher bei dieser Gattung ist wohl äusserst merkwürdig, Gerade wie bei Eurydesmus, mit dem sie jedoch sonst nichts zu thun hat. Gegen eine solche Verwandtschaft spricht die ganze Gestalt, die gerade wie bei Strongylosoma ist. Gerade wie bei Sfrongylosominae liegt auch der Kiel des zweiten Segmentes tiefer als der der übrigen Segmente. Auch die Unterseite der Beine des JS ist ganz in derselben Weise bewehrt, wie bei echten Strongylosominen, beispielsweise Str. concolor, enkrates etc. Wir werden also trotz der Porenzahl die Verwandten dieser Gattung unter die Strongylosominen zu suchen haben. PN Re Pleonaraius pachyskeles nov. sp. Taf. III, Fig. 65, 66, 67, 68. Farbe: Getrocknet ist der Rücken gleichmässig licht erdbraun, im Spiritus ist der Hinterrand der Metazoniten etwas dunkler braun als das gelbbraune Übrige. Antennen braun, Füsse schmutziggelb. Länge ca. 15— 16 mm, Breite d 2 mm, ? 2!/, mm. u rn Oberfläche glatt und glänzend. Die Gestalt des Körpers hält die Mitte zwischen einem Strongylosoma und gewissen Leptodesmus- Arten mit schmalen abgerundeten Kielen. Für Sirongylosoma sind die Kiele dick und gross, wenn sie auch an und für sich nicht bedeutend sind. Der Rücken ist rundlich dadurch, dass die Kiele nicht hoch angesetzt sind. Die Kiele sind dorsoventral ziemlich dick, wie aufgeblasen und haben eine feine seitliche Leiste. Das Vordereck ist überall abgerundet, das Hintereck wird nur auf den hintersten Segmenten zu einem kleinen Zacken. Seitenrand leicht convex. Der Hinterrand erscheint durch einen seichten kurzen Längs- eindruck etwas höckerig. Halsschild querelliptisch, seitlich abgerundet. Zn en er Mr ee er Kiele des zweiten Segmentes deutlich tiefer liegend als die übrigen, vorn und hinten abgerundet. Auf dem Halsschild und den Metazoniten finden sich drei Querreihen winziger Härchen, die aufden hinteren Segmenten ganz undeutlich werden. Pleuralkiel nicht vorhanden, ebenso keine Querfurche oder dgl. auf den Metazoniten. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ohne Sculptur. Die sehr kleinen Saftlöcher liegen im abgerundeten Hintereck, knapp oberhalb der feinen seitlichen Leiste auf den Segmenten 5, 7, 9—19. Schwänzchen zugespitzt. Analschuppe und Klappen ohne Besonderheiten. Ventralplatten beiläufig quadratisch. Der Quere nach eingedrückt ohne Fortsätze auch beim d. Kopf vorn und bis zwischen die Antennen hinauf reichlich kurz und fein behaart, Scheitel nackt. Antennen mässig lang, schlank, keulenförmig verdickt am Ende, mit 4 Kegeln. Beine des? schlank, des Z dick, besonders das zweite Glied ist oberseits dick kugelig aufgetrieben. Im Allgemeinen, mit Aus- nahme der zu besprechenden Gebilde auf der Sohle, sind die Beine des J’ sehr spärlich behaart, fast nackt. System der Polydesmiden. T. 275 Das 2. Glied hat auf der Unterseite, das vorletzte auf der Oberseite eine lange abstehende Borste. Das Endglied zerstreute kurze Börstchen ringsherum, das 2. und 3. Glied haben auf der Unterseite dichtgestellte kurze, kräftige, stumpfe Börstchen, das 4., 5. und 6. Glied unten zahlreiche kugelige Warzen, die jede ein winziges, nach dem Ende des Fusses zu gerichtetes Börstchen tragen. Endklaue gross. Keine Nebenklauen (Fig. 68). Beine des ? auf der Unterseite weitschichtig beborstet, das Endglied auch oben, die langen Borsten des 2. und 5. Gliedes wie beim d‘. Copulationsfüsse: Die beborsteten beiden Schenkel verwachsen in der Medianlinie miteinander und diese Verwachsung setzt sich sogar noch auf den Basaltheil der die Samenrinne führenden Hauptäste fort (Fig. 65, 66). Von diesem verwachsenen basalen Schenkeltheil entspringen drei Paare von Ästen. Der Hauptast jeder Seite ist der kürzeste, es ist Sförmig gebogen und liegt zwischen den beiden anderen Ästen. "Von diesen ist der eine mediale lang und breit, und ziemlich nahe der Basis des Schenkels auf dessen Vorderseite (=der dem Körper in der Ruhelage zugekehrten Seite) entspringend. Das Ende ist lateral gekrümmt, der laterale Ast ist gerade, am End schräg abgestutzt und entspringt wie der Hauptast auf der Hinterseite des Schenkels. Die Samenrinne endet an der Spitze des Hauptastes, etwas seitligh und ihre Öffnung ist umstellt von feinen Fransen (Fig. 67). Nahe der Basis des Hauptastes steht ein kurzer Zacken. Diese Copulationsfüsse bieten also, abgesehen von ihrer, von der den nächsten Verwandten ganz abweichenden Gestalt in zweifacher Hinsicht Besonderheiten dar. Zunächst das Verwachsen der beiden Schenkel. Zwar sind auch bei Oligodesmus und Myrmekia die Schenkel einander sehr genähert, aber doch nicht verwachsen. Dann in den Fransen um die Öffnung der Samenrinne, von denen sich nur bei den Polydesmiden s. str. wieder etwas findet. Fundort: Tumbes, Südamerika. (Plate Coll.) Strongylosoma Brandt. 1833. Bull. soc. d. natur. d. Moscou, VI, 205. 1842. Stosatea Gray and Jones, Cycl. of Anat. and Physiol. III, 546. 1844. Tropisoma C. Koch, Deutschl. Crust., Myr. Heft 40, Th. 13. 1847. > » Syst. d. Myr., p. 57 u. 129. 1860. Subgen. Sirongylosoma Humbert, Myr. de Ceylon. 1864. > > Peters, Mon. Ber. Acad. Wiss. Berlin. 1869. > > Humbert et Saussure, Verh. zool.-bot. Ges. Wien, XIX. 1872. > > > > Miss. scient. Mexique. 1884. Strongylosoma Latzel, Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, 165. 1889. » Daday, Myr. Regni Hungariae, p. 65. 1889. > Haase, Schlesiens Diplopoden, 1. Heft. Ferners in zahlreichen Schriften von Gervais, Newport, Pocock, Porat, Verhoeff, Silvestri, Karsch, Bröle- mann, L. Koch etc. 1888. Cylindrodesmus Pocock, Proc. zool. soc. London, IV, p. 558. 1897. Atropisoma Silvestri, Neue Diplopoden. Abhandl. u. Ber. d. Mus. Dresden. Bd. VI, Nr. 9. 1897. Mestasoma Silvestri, Boll. mus. di Torino. Vol. XII, No. 283. 1897. Lecasoma Silvestri, ibid. 1897. Catharosoma (— Leiosoma) Silvestri, Neue Diplopoden. Abhandl. u. Ber. d. Mus. Dresden. Bd. VI, Nr. 9, p. 12. ?1895. Scolodesmus Cook, Proc. U. St. Nat. Mus. XVII, p. 97. ? 1896. > > Amer. Natur. XXX, p. 418. 20 Segmente. Antennen lang und schlank. Am Ende leicht keulig verdickt. Halsschild querelliptisch oder halbkreis- förmig, seitlich meist abgerundet, ebenso breit oder breiter als der Kopf. Metazoniten ohne Beulenreihen, meist ganz glatt, selten runzelig, mit oder ohne Querfurche. Kiele ganz fehlend oder sehr schmal wulstig, der Körper daher mehr oder weniger cylindrisch. Alle Kiele vom 3. an mit abgerundetem Hintereck, der 2. tiefer herabreichend als die folgenden, vorn und hinten meist 35 * 276 Carl Graf Attems, lappig ausgezogen. Saftlöcher auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segment, ganz seitlich auf den Kielen, wenn solche überhaupt vorhanden sind. Pleuralkiel vorhanden oder fehlend. Ventralplatten glatt, behaart oder nackt, zuweilen mit 2—4 Dornen oder Zapfen. Schwänzchen dreieckig oder kegelig, cylindrisch oder mehr platt und unten hohl, aber immer end- wärts verschmälert. Analschuppe dreieckig. Beine ohne Dornen. Das Endglied nur bei der mesoxantlnım- Gruppe mit einer Nebenklaue. Die letzten 1—2 Glieder des J’ auf allen oder nur den vorderen Beinen mit einer dichten Bürste. Nur bei einer Gruppe (concolor ete.) sind die Endglieder mit kugeligen Warzen bedeckt, die je eine kürzere oder längere, distal gerichtete Borste tragen. Copulationsfüsse: Schenkel kurz rundlich oder eiförmig, vom Folgenden scharf abgesetzt. Dieser, anfangs stets ungetheilt, das Ende in mannigfacher Weise modifieirt. Meist bildet der sogenannte Neben- ast eine breite Scheide für den spitzen sichelartigen Hauptast. Verbreitung: Südamerika, Bermudas, Asien, (Ostsibirien, Japan, China, Sundainseln, Philippinen, Ceylon, Hinter- und Vorderindien), Australien, Palaearktisches Gebiet, Nord- und West-Afrika, Capstadt. Diese ungemein artenreiche und weitverbreitete und mit mehreren anderen Gattungen eng verbundene Gattung verlangt eine ausführliche Besprechung der Modificationen, welche einzelne Merkmale innerhalb der Gruppe durchmachen. Gestalt: Es gibt ganz Julus-ähnliche Arten, ohne die geringste Einschnürung der Ringe zwischen Pro- und Metazoniten und ohne eine Spur von Kielen: ecarinatum, paraguayense, myrmekurum, alle drei aus Südamerika. Dann kennen wir Arten, bei denen die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten wohl mehr oder weniger eingeschnürt sind, was dem Körper ein knotiges Aussehen gibt, ohne dass jedoch Kiele, respective deutlich abgesetzte Beulen in den Seiten der Metazoniten vorhanden wären: mesoxantım, mesorphinum, levisetum, coniferum, vobustum, drepanephorum (Südamerika), Semoni (Australien), hirsutum, (Christmas Insel), subalbum, ocellatum, signatum (Indien), Guerinii, kordylamythrum, persicum (palaearktisch). Die Arten ohne Seitenkiele haben auch meistens keine Querfurche, von denselben besitzen nur fol- gende Arten eine Querfurche: drepanephorum, kordylamythrum, persicum und subalbum, ocellatum. Letztere beide nach Pocock'’s Angaben, wobei zu bemerken ist, dass diese zwei doch schwache Andeu- tungen von Kielen besitzen. Die übrigen bisher nicht erwähnten Arten haben sowohl Seitenkiele, respective -Beulen, als auch Einschnürungen zwischen den Untersegmenten. Farbe: Es gibt zahlreiche einfärbige Arten in Weiss, Gelb, Braun in allen möglichen Schattirungen und Schwarz, wobei natürlich der Bauch bei den dunkleren Arten stets lichter bleibt, oft auch (sogar meistens) ist der Seitenrand der Kiele heller als der übrige Rücken. Als das Ursprüngliche werden wir wohl die hellen, unpigmentirten Arten anzusehen haben. Lagert das Pigment sich gleichmässig ab, so entstehen die einfärbigen dunklen Arten. Das dunkle Pigment kann sich aber auch anders vertheilen. Ent- weder in Längsstreifen über den ganzen Rücken, z. B. bei mesoranthum, mesorphinum, myrmekurum, levisetum, sagittarium, vittatum, erromenon;, dadurch, dass es einen grösseren Raum einnimmt, als die helle Grundfarbe, machen dann die meisten dieser Arten einen auf dunklem Grunde hellgebänderten Ein- druck. Oder die Metazoniten sind lebhaft quergeringelt, ihre vordere Hälfte hell, die hintere dunkel, z. B. bei Semoni, oder umgekehrt, z.B. contortipes, patrioticum, hetairon, Swinhoei, transversetaeniatum, oder es bleiben nur je ein medianer Flecken, oder zwei Flecken auf jeden Metazoniten hell, u. zw.: Einzelne mediane helle Flecken haben: Novarrae (jedoch nicht scharf abgegrenzt), Kükenthali, signa- tum, kalliston, gastrotrichum, Holstii, ocellatum. Doppelreihe von Flecken, die dann mehr oder weniger deutliche Bänder bilden, finden sich bei: pallipes, italicum (Berkaui?), iadrense (die von mir untersuchten iadrense waren allerdings einfärbig gelblich braun, ausgebleicht). Einfärbig sind die übrigen nicht erwähnten Arten. System der Polydesmiden. TI. Para Der eingeschachtelte Theil der Prozoniten bleibt auch bei den dunklen Arten meistens licht. Querfurche: Die meisten Arten haben auf den Metazoniten 4—17 oder 18 eine bis zum Beginn der Seitenbeule oder nicht ganz so weit reichende Querfurche. Dieselbe fehlt bei einer Anzahl südamerikanischer Arten: concolor, enkrates, areatum, paragnayense, mesorphinum, mesoxanthum, myrmekurum, levisetum, coniferum, robustum, ecarinatum. Von den Asiaten fehlt sie nur bei gastrotrichum, signatum, hirsutum. Ferners bei Semoni (und sagittarinm?). Australien. Bei Guerinii, einer palaearktischen Art, ist sie ebenfalls nicht vorhanden, doch scheint das secundär zu sein, nachdem sonst alle palaearktischen Arten, auch diejenigen, denen Kiele abgehen, eine Querfurche ‘besitzen und nachdem man bei manchen Individuen bei günstiger Beleuchtung doch noch Spuren davon sieht. Dass diejenigen Arten, die keine Kiele haben, auch meistens einer Querfurche entbehren, wurde schon oben bemerkt. Quernaht: So bezeichne ich die meist in Form einer feinen, linienförmigen Einschnürung erscheinende Grenze zwischen den Pro- und Metazoniten der Ringe. Diese Quernaht kann entweder ganz glatt, ohne jegliche Scylptur sein, oder sie ist mehr oder weniger deutlich längsgestrichelt, oder noch weiter, die die Quernaht vorstellende Zone ist in lauter kleine Kügelchen oder Perlen aufgelöst, dann heisse ich sie geperlt. Die Quernaht ist ganz glatt: bei allen südamerikanischen Arten, mit Ausnahme von concolor d', ? und von robustum d, bei denen sie sehr fein geperlt ist, während die ? von robustum sie ganz glatt haben, ferners bei Swinhoei, signatum, hirsutum (Asien), innotatum und tranversetaeniatum (Australien), syriacum, persicum, lenkoranım, kordylamythrum, Guerinii, iadrense (palaearktisch) physkon und scutigerinum (Afrika). Geperlt ist sie bei allen Asiaten mit Ausnahme der drei eben genannten. Besonders stark geperlt bei hetairon, nodulosum, alampes, bei Novarrae (Australien), pallipes und italicum (palaearktisch). Bei rubripes, Semoni und erromenon ist sie sehr fein längsgestrichelt. Die Verhältnisse bei den palaearktischen Arten sind insofern auffallend, als wir zwei Arten (pallipes und italicum) haben, bei denen die Quernaht geperlt ist, während sie bei den übrigen Arten glatt ist, während doch beide Gruppen einen einheitlichen Ursprung haben dürften von asiatischen Arten, die beinahe alle geperlte Quernaht haben. Jedenfalls ist die Perlung der Quernaht das secundäre, es wäre dann in der Gattung Sitrongylosoma zum mindesten zweimal selb- ständig derselbe Process eingetreten, dass aus einer glatten Quernaht eine geperlte wird, bei den asiatisch- australischen Arten und bei den palaearktischen. Pleuralkiel: In den Seiten oberhalb der Beine findet sich bei den meisten Arten der sogenannte Pleural- kiel; es ist das eine feine Leiste, welche von den vorderen Segmenten nach hinten allmälig an Höhe ab- nimmt. Auf den vordersten Segmenten (2. und 3.) kann sie zuweilen sogar lappig werden. Manchmal bildet ihr Hinterende einen kleinen spitzen, den Hinterrand der Metazoniten überragenden Zacken, doch ist das meist nicht der Fall, sondern sie endet auf jedem Segment allmälig sich verflachend. Der Pleuralkiel ist entweder nur auf einigen der vordersten Segmente vorhanden, meistens bis zum 7. oder 8., zuweilen auch bis zum 16. oder 17. Segment. Er fehlt ganz bei der concolor-Gruppe (concolor, enkrates, areatum), transversetaeniatum, subalbum, gastrotrichum. Bei alampes ist noch ein ganz kleiner Zacken vorhanden. Auf Segment 2 und 3 ist er vorhanden bei signatum, rubripes 2—4 bei Holsti, nodulosum, Novarrae, 2—5 ocellatum, auf den vorderen Segmenten bis zum 7. oder $., selten 10. bei allen palaearkti- schen Arten, ferner bei drepanephorum, parvulum, vittatum, ecarinatum, Bataviae, patrioticum, eury- gaster. Bis zum 16. Segment bei pulvillatum und robustum. In der paragnayense-mesoxanthum-Gruppe geht er bis zum 14.—17. Segment. Er ist hinten zackig und reicht bis zum 16. oder 17. Segment bei Kükenthali, hetairon, contortipes, physkon. 278 Carl Graf Attems, Copulationsfüsse: Das Allgemeine über dieselben wurde schon oben gesagt. In der Gestaltung des Endtheiles macht sich Folgendes bemerkbar: Eine grosse Anzahl südamerikanischer Arten hat im Wesent- lichen denselben in Form einer breiten Platte entwickelt, die beiden Endäste sind demselben anliegend, basalwärts zurückgeklappt. Der Hauptast mit der Samenrinne ist dünn, spitz zulaufend, der andere, Nebenast, ist eine breite, öfters in Lappen zertheilte Platte, so bei mesoranthum, mesorphinum, myrme- kurum, paragnayense, parvulum, pulvillatum, vittatum. Bei den beiden indischen Arten patrioticum und contortipes ist das auch so, mit der Modification, dass bei ersterer beide Endäste nicht eingeklappt sind, während bei letzterer beide spiralig eingedreht sind. Robustum zeigt ausser dieser Bildung einen bvi allen asiatischen und palaearktischen Arten sich findenden breiten endwärts gekrümmten Haken an der Basis des Hauptastes. Der Tibialtheil, d. i. das auf den Schenkel folgende ungetheilte Stück ist etwas schlanker als bei den erstgenannten. Dasselbe gilt für ecarinatum und für die asiatischen Arten gastrotrichum, Bataviae und eurygaster (bei Bataviae finden sich zwei schlanke Hörner an der Gabelungsstelle) und für alle palaearktischen Arten. Unter letzteren ist die Ähnlichkei. der Copulationsfüsse von persicum-syriacum, iadrense-italicum, kordylamythrum-pallipes sehr deutlich. Und die Copulationsfüsse von Trachydesmus Simoni sehen denen von Sfr. iadrense so ähn- lich, dass man an der Abstammung desselben von Zadrense nicht zweifeln kann. Die Copulationsfüsse der eine einheitliche kleine Gruppe bildenden concolor, enkrates und areatum sind sehr Ähnlich. die Homologie der 3—4 Zacken, in welche sie enden, wird bei Betrachtung der betref- fenden Figuren 29, 30, 31, 44, 46 sofort klar. Enkrates und areatum theilen mit den Gattungen Pleonaraius und Oligodesmus die Verwachsung ihrer Schenkel. Drepanephorum, coniferum und levistum haben durch Verlust aller Verästelungen einfach sichel- förmige Cop.lationsfüsse erhalten. Die Copulationsfüsse von Zransversetaeniatum dagegen erinnern durch die bis fast zum Schenkel herabreichende Spaltung eher an Leptodesmus. Beine: Wie schon erwähnt tragen die zwei letzten Glieder oder nur das letzte beim J’ auf der Unterseite, entweder in deren ganzen Ausdehnung oder nur auf einem Theil derselben ein dichtes borstenähnliches Polster. Die Borsten derselben sind meistens glatt, können aber bei einigen Arten auf ihrer convexen Seite stumpf kerbzähnig sein. Bei der schon erwähnten concolor-Gruppe ist das anders. Bei diesen Arten ist die Unterseite des 3,, 4., 5. und 6. (concolor), oder des 4., 5. und 6. (enkrates) oder des 5. und 6. Gliedes (areatum) dicht mit runden Wärzchen bedeckt, von denen jedes eine kleine distalwärts gerichtete Borste trägt, so dass die Warzen als kugelige Anschwellungen der Borstenbasis erscheinen. Die anderen Glieder vom zweiten an haben auf der Unterseite zahlreiche dichtgestellte Stiftchen, nämlich kurze, stumpfe, meist am Ende etwas gekrümmte Börstchen. Die normalen Borsten, wie sie sonst auf den Füssen vorkommen, fehlen ganz oder finden sich nur an der Spitze des Endgliedes, mit Ausnahme der einzelnen langen Borsten auf der Unterseite des 2. und 3. Gliedes. Das dritte Glied des dritten Beinpaares des d’ ist bei einigen Arten dick aufgetrieben und hat auf der Unterseite einen beborsteten warzenartigen Höcker, levisetum, coniferum, drepanephorum, iadrense, ita- licum, lenkoranum. Bemerkenswerther Weise sind erstere drei Südamerikaner, letztere drei palaearktische und stehen beide Gruppen in keinem näheren Zusammenhang. Ganz die gleiche Bildung findet sich übrigens auch auf dem dritten Glied einiger vorderen Beinpaare von Trachydesmus Simoni. Erwähnen möchte ich, dass auf dem dritten Glied des 6. und 7. Beinpaares von Prionopeltis Saussurei ein grosser Auswuchs steht. Sir. lugubre Silv. soll auf dem vierten (!) Gliede des 3.—8. Beinpaares einen kleinen conischen Fortsatz haben. ‚ Ventralplatten: Die Ventralplatte des 5. Segmentes hat beim J° sehr oft einen grösseren, kegel- förmigen oder von vorn nach hinten mehr zusammengedrückten Fortsatz, nämlich bei: Myrmekurum, mesoxanthum, mesorphinum, Bataviae, gastrotrichum, paraguayense, Holstii, italicum, kordylamy- System der Polydesmiden. 1. 279 Inrum, syriacum, persicum, pallipes, drepanephorum, parvulım, signatum, Kükenthali, Novarrae, lenko- ranım. i Zuweilen kann er sich ganz oder nur am Ende in zwei Knöpfe theilen, viftatum, ecarinatum, con- color. Bei einigen Arten kann auch die Ventralplatte VI solche Fortsätze haben, mesoxanthum, mesorphimum, myrmekurum, wo sowohl zwischen den Beinen des vorderen als des hinteren Paares 1—2 beborstete Knöpfe oder Pölster stehen. Bei levisetum trägt die Ventralplatte V, sowie die hinteren Ventralplatten in dieser Gruppe es thun, ‘ am Hinterrande zwei getrennte nach rückwärts gerichtete Zäpfchen. Die Fortsätze der Ventralplatte V fehlen bei robustum, pulvillatum, enkrates, areatum, Guerini, physkon, contortipes, patrioticum. Vereinzelte Bildungen sind vier Dornen auf den Ventralplatten von Smwinhoei nach Pocock, eine Längsfurche auf dem Rücken bei cingalense und Skinneri nach Humbert und die wahrscheinlich Borstenansätze vorstellenden Punkte bei gastrotrichum auf den Metazoniten. Verbreitung; Die Arten vertheilen sich folgendermassen: Südamerika: concolor, enkrates, areatum, paraguayense, mesoxanthum, mesorphinum, myrmekurum, levisetum, coniferum, drepanephorum, ecarinatum, parvulum, pulvillatum, robustum, vittatum, lugubre. Asien: Sunda-Inseln, alampes, Bataviae, gastrotrichum, hetairon, Kükenthali, nodulosum, signatum, subalbum. Indien: contortipes, ocellatum, Jerdoni, Phipsoni. Ceylon: cingalense, simplex, Skinneri, Greeni. China: Holstii, Swinhoei, Nadari. Japan: patrioticum. Wladiwostok: eurygaster. Christmas Island: hirsutum, semirugosum. Australien: /nnolatum, Novarrae, rubripes, sagittarium, Semoni, transversetaeniatım. Palaearktisch: albonanıum, Bertkaui, Guerinii, iadrense, italicum, kordylamythrum, lenkoranum, pal- lipes, persicum, syriacum. Afrika: Physkon, scutigerinum, Guerinii, cylindraceum, capensis. Wenn wir diese Gruppen etwas näher betrachten, so ergeben sich folgende Verwandtschaften: 1. Südamerika: Concolor, areatum und enkrates bilden eine von allen übrigen Arten wohlgeschie- dene Gruppe, die durch folgende Merkmale charakterisirt ist: Sohle gewisser Tarsalglieder beim d’ mit Kugelborsten, ohne Pleuralkiel und ohne Querfurche. Copulationsfüsse in 3—4 gerade schlanke Spitzen endigend. Der Hauptast nicht viel dünner, geisselförmig. Die Schenkel bei zwei Arten verwachsen. Durch die Bewehrung der männlichen Tarsalglieder ist diese Gruppe eng mit Myrmekia, Oligodesmus, Anaulacodesmus, Pleonaraius verbunden, und theilt mit Oligodesmus und Pleonaraius ausserdem das Verwachsensein der Copulationsfussschenkel. 3 Eine eben so gut charakterisirbare zweite Gruppe wird gebildet von (paraguayense), mesoxanthum, mesorphinum, myrmekurum, levisetum, coniferum. Paraguayense bildet von den anderen Strongylosomen den Übergang zu dieser Gruppe; bei ihm ist das Analsegment normal, während bei den anderen Arten dieser Gruppe die sonst winzigen Knöpfchen am Ende der Schwänzchen zu relativ langen Zäpfchen entwickelt sind und die Mittelspitze der Analschuppe in einen ventral abstehenden kleinen Haken ausgezogen ist. Bei allen haben die Ventralplatten zwei kleine, nach hinten gerichtete Kegel am Hinterrande. Es fehlt eine Querfurche und es fehlen die Kiele. Die Quernaht ist glatt. Pleuralkiel stets vorhanden, meist weit nach hinten reichend, bis zum 17. Segment. Ausser paraguayense haben die Beine eine oder zwei kräftige Nebenklauen. (Sonst ist entweder von einer solchen gar nichts zu sehen, oder es stehen höchstens verstärkte Borsten neben der Endkralle.) Die Gestalt der Copulationsfüsse (sehr breit mit eingeschlagenen Endästen) theilt diese Gruppe mit mehreren anderen Arten; vergl. darüber oben. > Die meisten Arten dieser Gruppe sind auffallend längsgebändert: mesoxanthum, mesorphinum, myr- mekurum, levisetum; coniferum ist einfärbig, ebenso paragnayense, bei dem jedoch die Rückenmitte { etwas heller ist. h 280 Carl Graf Attems, Von den anderen südamerikanischen Arten ist noch vittatum so deutlich läugsgestreift, hat jedoch sonst andere Charaktere. Die Südamerikaner haben alle das gemeinsam, dass die Quernaht ungeperlt ist, mit alleiniger Aus- nahme von concolor und robustum (vergl. oben). 2. Bei den Asiaten ist die Quernaht fast immer geperlt (nur zwei Ausnahmen: Swinhoei und signa- tum), bei mehreren sogar sehr grob. An den Copulationsfüssen der meisten Arten können wir an der Theilungsstelle in Haupt- und Neben- ast, an der Basis des ersteren einen Seitenhacken unterscheiden, der sich schon bei robustum und ecari- natum und bei allen palaearktischen Arten findet. 3. Die australischen Arten zeigen mit den asiatischen einige Ähnlichkeiten, so sind zwei Arten auf- fallend quergeringelt gefärbt, welche Farbenanordnung nur noch bei vier indischen Arten vorkommt. Vier Arten haben eine geperlte Quernaht, was auch bei den asiatischen Arten überwiegt und sonst nur noch bei wenigen anderen vorkommt. Im Übrigen sind die sechs australischen Arten untereinander ziemlich verschieden. 4. Alle palaearktischen Arten ausser Guerinii haben eine Querfurche, sie sind entweder einfärbig oder haben zwei helle Fleckenreihen auf dunklem Grund, mehr oder weniger deutlich begrenzt. Übersicht der Arten. l. @.: Längesmm . : „un antenne re ee. bone een länge/mindestens 10m“ 2.2 2, es eur Er Er 2... ‚Metazoniten ‚ohne Querfürche:., vw... ur Auer er ee 3 b. Gewisse Metazoniten (meist 5. ee a EN 3. a. Metazoniten dicht behaart. (Kiele fehlen ganz.) . . ». » 2 2» 2.2... . . hirsutum (Pocock). b. Metazoniten unbehaart oder schwach behaart, in letzterem Falle sind beulenartige Kiele vorhanden 4. 4. a. Körper längsgebändert, entweder in der Mitte braun und seitlich gelb oder umgekehrt; Spitze der Analschuppe mehr oder weniger deutlich dornartig ausgezogen, Hinterrand der Ventral- platten mit zwei kleinen Kegeln . . .... EEE er ee oa Al 06,0 0 b. Dunkelbraun bis schwarzbraun mit 1—2 gelben lecker auf jedemeMetazonib. Pe Einfärbig, licht oder dunkel, in den verschiedensten Schattirungen von weisslich bis schwarz . 10. Am OUerBeringelt ae a a a ee N IE DEMO ee 5. a. Mitte des Rückens von einem kastanienbraunen Längsbande eingenommen, in den Seiten je ein braunes Band, dazwischen gelb . . . ne ee ee a b:. Mitte des Rückens. mit einem gelben Längsband .. .. =. 2 Warn mh A 6. a. Länge 30—32 mm. Heimat Brasilien . ven mesorphinum nov. Sp. b. Länge 20-25 mm, Heimat Sidney . . » ». 2. 20 dn0 2 0 2... Sagültarınm Karsch. 7. a. Körper knotig. Die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten eingeschnürt, höchstens 15 mm dick, Copulationsfüsse schlanke Sicheln. Borsten der Bürste auf den Tarsalgliedern des 0? glatt levisetum nov. Sp. b. Körper ganz ohne Einschnürungen zwischen den Pro- und Metazoniten, 2:5—3'2 mm dick. Copulationsfüsse breit, das Ende auf den Anfangstheil zurückgeschlagen. Die Borsten der Tarsalbürsterdes@) stumpt sägeartiszgezähnt 2 202 0. ee re S. a. Zwei scharf begrenzte braune Längsbänder auf gelblicher Grundfarbe vorhanden. Merklich grösser als myrmekurum 3.2.2 2... ee nenn nn . Mesoxanthum NOV. Sp. b. Farbe des d’ im Allgemeinen braun, mit einer breiten Medianbinde, beim ? auch ventral gelb- lichweiss, kleiner als vorige Alt. - » 2» 2 2 en 2. 2 2 20 0 0.2 . Myrmekurum DOY. Sp. 9. a. Dunkelbraun, zwei ovale Flecken aufjedem Metazoniten und die Kiele gelb . gastrotrichum nov. Sp. b. Schwarzbraun, mit lichtgelbem Fleck auf jedem Metazonit. . » 2... . .. . signatum nov. Sp. 10. I. 12. 13. 14. 15. 16. AZ. 18. 19: 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 21. 28. System der Polydesmiden. TI. 281 a. Spitzen der Analschuppe in einen kleinen ventral abstehenden Dorn ausgezogen. Schwänzchen ausEnde mitzweilangen Zäpfehen 2. m mn. nn Du. nun nn coniferum novV. Sp. b. Analschuppe ohne solchen Dorn. Schwanzspitze ohne lange Zäpfchen, höchstens mit runden Ishelkeneihem. 2 te 0 /@ta oo am, ee a ee er Re Eee Er 0 8 a. Kein Pleuralkiel vorhanden. (Bei stärkerer Vergrösserung ist allerdings eventuell eine Andeu- tunexdavonezursehen, oderan semer Stelle’ein kleiner Zaeken) . . ».. . »u2= 2.2.22.,.12 db. Ein deutlicher Pleuralkiel auf den vorderen Segmenten vorhanden . . . 2.22.22... 14. a. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten fein geperlt . -. -. . 2 2 2.2.2.2... comeolor Peters. 3, Diiess Nele Isnmagpenls sen a ee Er ER Er GB kuckenrder Metazoniten ganz ohne Eelderung 2. . na na 22 2.2 0.00. „ eMkrates nov. sp. b. Seiten des Rückens mit mehreren hexagonalen Feldern - . . . 2. ..... . areatlum nov. Sp. Ba\entsalplatterdessouSesmentes beimlenmitsemem Horisatz . 2 2. 2 u. 2 ons int Ze iesen\ientralplattexophne, Konbsatze m nenn lo. a. Schwarz. Füsse rothbraun. Ventralplatte VI ohne Fortsatz . . . . . . . .„ ecarinatum nov. Sp. b. Kaffeebraun. Ventralplatte VI mit einem Fortsatz . -. 2 2 222.2... .. paraguayense Silv. a. Pleuralkiel bis zum 16. Segment sehr deutlich. Südamerika. . . . . ».. . . robustum nov. Sp. b. Pleuralkiel höchstens bis zum 8. oder 9. Segment. Spanien, Westafrika. . . . . Guerinii Gerv. a\enttalplattene mit vier Dornen a. nun un. er .... . Swinhoei Poc. BsVentralplattentohne Domen 7 a. 2 2 2.2.2. ae 5 N lic): c. Ventralplatte 6—17 mit einem (?) beborsteten Fortsatz hinten . . . . . . .seutigerinum Porat. DeNletazonitensausser der Querfürchermitzemer Längsfurcher 2 na was me sa. 1. b. Metazoniten ohne Längsfurche . ...... ce NR el: a. Mittlere und hintere Metazoniten kürzer. Wordeseek der Kiele weniger abgerundet. Kopf schwarz- braun. Erstes Segment weisslich, die folgenden dunkelbraun. Kiele heller . cingalense (Humb.) b. Mittlere und hintere Metazoniten länger. Vordereck der Kiele stark abgerundet. Kopf, Oberseite und Kiele hellbraun. Vordere Segmente etwas dunkler . . . . 2 2... .. Skinneri (Humb.) 2. \Samı Aleunallkiel wvorientlen oo er b. Ein Pleuralkiel wenigstens auf den vorderen Segmenten vorhanden . . ». 2. 2 2 .2.2.2..2..28. ZEERWekengeintäarDietdunkelbrauner ae 22; b. Quergeringelt, indem die vordere Hälfte jedes Metazoniten schwarz, die hintere weisslich ist transversetaeniatum Koch. c. Rücken dunkelbraun, mit zwei gelben Längsbinden . . .» . 2 2.2.2.2... erromenon NOV. SP. 2 Baneenlormm. Kiele fehlen beinahe ganz» . „2 nı nu u... ‚subalbum' Boc. Bplraneer 30 masielerdeutliche 2 Senn nn 2 2 alampes; Nov. Sp Fe Rekenanitscelbeusllangsstreifene nn a ern De b. Rückenmitte ohne gelbe Längsstreifen, einfärbig oder mit anderer Zeichnung (Fleckung etc.) 208 a. Naht zwischen Pro- und Metazoniten ungeperlt . » . » 2 2 2.2.2.2.2... .„vVillatum nov. sp AED ESeaNahtzismieintveperlte en en a. ‚Blolstäl.nov.,sp. a. Körper in allen Theilen reichlich behaart . SH es radsense Bee: TE Nonpessehtsspanlichupehaartodenmackt 2 2 nen nn ne le 120: a. Naht zwischen Pro- und Metazoniten geperlt oder längsgestrichelt . . » 2» 2 2 2 2.2.2... 27. b. Diese Naht ist ungeperlt oder kaum merkbar längsgestrichelt . . » 2.2. 2. nm 20. 0.01. DamBlennalgielkbiszumelzeSepment deutliche . 2 zu... a re ee 128. Dan leBkalstelabisähöchstens zumeimmer Segment 0. 2 cl u a ne te 29. a. 20 mm lang. Vordere Hälfte jedes Metazoniten kaffeebraun, hintere Hälfte gelb contortipes nov. Sp. 1 Hieher gehört Borelli Silv. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL Bd. 36 282 DD co 34. 38. 39. 40. 41. 48. 44. 45. b. d. Ir 3 [ar b. b. b. d. Carl Graf Attems, 30 mm lang. Schwarzbraun mit verwaschenem Fleck auf der Mitte jedes Metazoniten, nahe dem Eiinterranden 2 SIRENLINCL UNO NE Rüekenkemtänbien DiesKieleseventuellähellerz rs Er Sr ge Er GE EEE EEE Quergestreift oder gefleckt, oder mit Kreuzzeichnung. . . » » » 2 2. en m nn 2 22 000 10—13 mm lang. (Italien, Schweiz, Tunis) . . =». . v2 2... 20. „Ualcum Latzel 27—40 mm lang. (Asien, Australien). . u Be ee 2 an sr ar A Vientralplattenvbreit . 2. 2 ne EU EOSEEIEN ON FESTE Vientralplatten schmale. „2 er 2 ou Sr ee re 7 Bleuralkiel nur aufrden Segmenten I und IH EEE 0.2... rubripes Koch Pleuralkiel bis zum 7. Segment deutlich 2 re Batanıaeiwee Metazoniten: vordere Hälfte schwarzbraun bis schwarz, hintere Hälfte gelbweiss oder gelb, der sanzen Breite nach... .. u... ne sm. ee ge Nicht quergeringelt, sondern gefleckt oder mit Kreuzzeichnung . ». » 2 2 2 2. 2 2 2..80. Quernaht sehr grob geperlt. Die Kiele sind kurze Beulen. Vom gelben Hinterrand des Meta- zoniten zieht ein schmaler medianer Längsstrich bis zum Vorderrand . . . . hetairon nov. sp. Quernaht fein geperlt. Kiele eben so lang wie die Metazoniten. Die Metazoniten sind hinter der Querfurche ganz gelb, aber es zieht kein Längsband von da nach vorn . . patrioticum nov. Sp. Lichtbraun oder rosenroth mit undeutlichem dunklem Querstrich auf jedem Metazoniten, 35 mmı lang se en en ee re ee ee 2 NOAULOSUMELNIONESTN Rücken dunkelbraun, mit zwei Reihen gelblicher Querflecken . . » . 2... ...... pallipes Ol. Jeder Metazonit mit einem medianen gelben Rleekr. N Er Kiele sehr klein. Ventralplatte V des d ohne Fortsatz - . .» » 2 2.2.2.0... .ocellatum Poc. Kiele relativ (für Strongylosoma) gross. Ventralplatte V des ö mit einem kleinen Knöpfchen Novarrae H. et S. Farbe: schwarzbraun bis schwarz, mit einem sehr auffallenden orangerothen Fleck auf der Mitte jedesMdezoniten 2 022 RElLSIOHENONESTE Metazoniten ohne solche auffallende Medianflecke 22 Kiele relativ gross, besonders auf den vorderen Segmenten . . . .... .. .„nnotatum Karsch. Kiele; Nacheunbedßutende Beulen 2 ler se ee en er Gelblichwzeisstoder licht gelbbraun Sr Er Pe eV Dinkelbraunebis’schwarzbraun.. 2 re Eee cc, 22, Drittes Glied des 3. und 4. Beinpaares mit einer beborsteten Auftreibung auf der Unterseite lenkoranum nov. Sp. Diesess@liediohneveimerselche Auftreibune a Kielenkanımssiehtbarz Körperkleiner. 2. 2 Ep ersichwon ES Kgelesdeunliens Körper grösser 0 u 2 Sauna VonrdemvBleuralkielinachrdem 8. Segment keine Spur mehr Bleuralktelrbisezummlonsesment-dentlich". 2 22 re 20 mm lang. Kiele fehlen. Die unbedeutende Auftreibung in den Seiten dorsal nicht durch eine Buürcheibestenzt 2 OK TEHLVIHRIENO YES 11mm lang, die schwachen seitlichen Beulen durch eine Furche dorsal begrenzt parvulum nov. sp. Ventralplatten des 5. Segmentes beim d mit einem Fortsatz. Copulationsfuss eine einfache Sichel. Körperdicke 1-3mm I... Un. une nun nn. „drepanephonum noNe Sp: Ventralplatte V mit einem Bortsatz. Dicke mindestens 3mm . 2 2 nn nee ZA Auf den vordersten Segmenten sind die die Kiele vorstellenden Beulen so gut wie ganz feh- lend. bleimat: Südamerika ne oHlVilALHNERROTTSB: Die Kiele sind auf den vordersten Segmenten durch kleine, aber ganz deutliche Beulen ver- treten. Heimat: Westafrika 2 We: ze A Wr a ne RE ERORaNONRER: DD 0,0} [u} System der Polydesmiden. T. Strongylosoma concolor Gerv. Taf. II, Fig. 46. 1847. Ins. Apt. IV, p. 117. 1864. Peters, Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin. 1881. Karsch, Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 44. (Copulationsfuss, Abbild.) Weisslich oder licht weinroth. Füsse gelblich. Länge 24 mm, Breite 27 mm. Körper kräftig, ganz glatt und glänzend, nur die hintere Hälfte jedes Metazoniten ganz unbedeutend grubig uneben, unbehaart. Stirn und Fühler ganz schwach behaart, letztere kurz, mässig dick. Eine seichte Scheitelfurche vorhanden. Halsschild seitlich abgerundet, gesäumt, mit einem unbedeutenden Quereindruck hinter der Mitte des Vorderrandes. Zweites Segment mit einem tiefer als der des dritten Segmentes herabreichenden nach vorn und hinten lappig ausgezogenen Kiel. In den Seiten der Metazoniten jederseits eine flache runde Beule, auf dieser Beule verläuft eine erhabene kleine Leiste, die am Vorderrand der Metazoniten beginnt, erst senkrecht#zur Längsaxe des Körpers nach aussen zieht, dann im Bogen nach hinten umbiegt, über die Beulen ganz seitlich gerade auf das Saftloch zuläuft, wo ein solches vorhanden ist und hinten wieder im Bogen in den Hinterrand der Metazoniten übergeht. Metazoniten ohne Querfurche. Seiten unterhalb der Beulen unregelmässig längsgerunzelt, Naht zwischen Pro- und Metazoniten sehr schwach geperlt. Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten glatt, unbehaart ohne Fortsätze, nur die des fünften Segmentes beim J beborstet und mit zwei beborsteten Zäpfchen zwischen den Füssen des vorderen Paares. Schwänzchen kurz, am Ende seicht ausgeschnitten mit zwei Tuberkeln. Analschuppe dreieckig ab- gerundet mit zwei Borstenwarzen. Analklappenränder stark verdickt mit den gewöhnlichen zwei Borsten- warzen. Beine der Weibchen glatt, beinahe unbehaart, der Männchen dick, die ersten Glieder fast unbehaart, die letzten vier Glieder auf der Unterseite mit eigenthümlichen Borsten besetzt. Auf den Endgliedern sind diese Borsten folgendermassen. Von den Hypodermis des Tarsalgliedes geht ein anfangs dünner, dann allmälig dicker werdender Strang (Hypodermis) zu jede: Borste. Die Basis der letzteren ist proximalwärts kugelig angeschwollen und gestreift, zum Theil ist diese chitinisirte Kugel in der erwähnten Parenchym- strang eingesenkt. Die Borste selbst ist kurz und dick, und am Ende entweder abgerieben oder von vorn- herein abgestumpft und ein wenig knopfförmig. Diese Gebilde sind auf den letzten Gliedern des achten Beinpaares so dicht gestellt, dass sie ein förmliches Polster bilden. Auf den Endgliedern der übrigen Beine sind sie spärlich vertheilt. Die vorangehenden Glieder haben Borsten, bei denen die Kugel an der Basis je weiter vom Ende des Beines weg, um so kleiner wird. Dafür tritt an der Rückseite der Borste ein kleiner dreieckiger Haken auf. Copulationsfüsse. Der auf den wie gewöhnlich gestalteten Schenkel folgende Theil ist gerade, die bei- derseitigen Hälften liegen eng aneinander; vor der Gabelung in Haupt- und Nebenast steht ein spitzer Dorn in der Mitte derLänge. Der Hauptast ist in drei Arme gespalten. Der mittlere derselben, der die Samenrinne - führt, ist nicht, wie es sonst meist der Fall ist, dünn geisselförmig, sondern verhältnissmässig kurz und bis zum Ende gleich dick (H). Die beiden anderen (2., 3.) sind gerade, spitz und schlank. Der Nebenast ist gegen die Basis der Copulationsfüsse zu eingeschlagen, cylindrisch, am Ende zugespitzt und trägt an der Biegungsstelle einen breiten spitzen Zahn (Fig. 46). Die Zeichnung, welche Karsch im Archiv für Natur- geschichte, Ba. 47 gibt, ist falsch, wie ich mich durch Untersuchung von einem Männchen aus demselben Glase des Berliner Museums, aus welchem Karsch sein Exemplar hatte, überzeugt habe. Fundort: Valdivia Putabla (Dr. Michaelsen coll.) mehrere S und 9. 36 * 284 Carl Graf Attems, Strongylosoma enkrates nov. Sp. Taf. II, Fig. 44. Farbe lichter oder dunkler braun, mehr erdfarben oder mehr rothbraun oder (häufiger) kastanienbraun. Kopf stets dunkel, Seiten der Metazoniten II und III bei acht von den neun Exemplaren merklich heller als der übrige Rücken, braungelb oder rothgelb; bei eingen Stücken sind die genannten Metazoniten auch auf dem Rücken hell. Die übrigen Metazoniten in der Mitte schwärzlich verdunkelt, was bei den sonst heller gefärbten Exemplaren deutlicher ist als bei den kastanienbraunen. Beine heller, gelb oder rotligelb. Die angeführten Schattirungen des Rückens sind aber nicht auffallend. Länge 25 mm, Breite 3 mm, Prozoniten 2 mm. Körper gross und kräftig. Die Kiele sind relativ dicke Beulen, obgleich allseitig ganz abgerundet, ohne jedwede Ecken oder Zacken, seitlich haben sie eine sehr feine Leiste, Knapp oberhalb derselben nahe ihrem hinteren Ende liegen die sehr kleinen Saftlöcher auf den entsprechenden Segmenten. Der hintere Theil der Beule ist durch eine kleine, vom Hinterrand bis etwa '/, der Länge ziehende Längsfurche begrenzt. Kiel des zweiten Segmentes dorsoventral etwas flacher und deutlich tiefer hinab reichend als die anderen. Halsschild relativ breit, nicht regelmässig querelliptisch, sondern der Hinterrand mehr gerade. Seiten abgerundet. Die Ringe sind zwischen Pro- und Metazoniten deutlich eingeschnürt, die Quernaht nicht sculpturirt. Von einer Querfurche und einem Pleuralkiel keine Spur. Der ganze Körper sehr glatt und glänzend und mit Ausnahme der gewöhnlichen dünnen Härchen an der Spitze des Schwänzchens, auf den Anal- klappenrändern und auf der Analschuppe anscheinend ganz unbehaart. Bei stärkerer Vergrösserung sieht man, besonders auf den vorderen Segmenten Querreihen feiner kleiner Härchen. Kopf spärlich und fein behaart, Scheitelfurche seicht. Antennen mässig lang, schlank, nur wenig verdickt am Ende. Ventralplatten des ? breiter als lang, quer eingedrückt, Ventralplatten des d’ quadratisch, oder eher länger als breit, tief im Kreuz eingedrückt, bei beiden glatt und höchstens am Hinterrand mit einigen Härchen. Keine beim d mit Fortsätzen. Schwänzchen ziemlich schlank. Analschuppe ebenfalls. Übrigens das Analsegment ohne Besonderheiten. Beine des ? schlank, die des d’ stark verdickt, besonders das zweite Glied, welches oben kugelig angeschwollen ist. Die Unterseite des zweiten und dritten Gliedes mit zahlreichen dichtgedrängten kurzen Börstchen, die Sohle des vierten, fünften und sechsten Gliedes mit kugeligen Wärzchen, von denen jedes ein Börstchen trägt. Auf den vorderen Beinen sind alle diese Bildungen stärker ausgeprägt, die Anschwellung des zweiten Gliedes ist stärker und die Kugelchen des Endgliedes zahlreicher und die kugelige Warze des vierten Gliedes undeutlicher. Endglied zerstreut beborstet, nahe der Klaue einige stärkere Borsten auch auf der Unterseite. Die Copulationsfüsse sind recht charakteristisch gestaltet. Das kleine kurze Schenkelstück ist nur in der Umgebung der das Hüfthörnchen aufnehmenden Grube kurz und fein beborstet. An diesen Schenkel setzt sich im beinahe rechten Winkel (in der Profilansicht) das Endstück an; dieses ist anfangs breit, plattig, und am Ende in vier gerade, spitze Zacken zertheilt; der laterale ist schwach S-förmig gekrümmt und trägt die Samenrinne. Dann folgt gegen die Mitte zu ein sehr langer, schlanker Spiess und dann medial noch zwei eng aneinander liegende gleich grosse Zacken, die ebenso lang sind wie der Hauptast. Auf der dem Körper abgewandten Seite stehen in der Mitte des breiten, plattigen Theiles mehrere Borsten; sie sind in der Zeichnung nicht zu sehen, da dieselbe die Ansicht von der dem Körper zugewandten vorderen Seite bringt (Fig. 44). Die Ähnlichkeit dieser Copulationsfüsse mit denen von Pleonaraius pachyskeles m. ist unverkennbar. Sie tritt auch darin hervor, dass hier wie dort die Schenkeltheile median verwachsen. Fundort: Corral (Dr. Plate coll). System der Polydesmiden. 1. 285 Von Valdivia Estancilla liegt mir auch ein von Dr. Michaelsen gesammeltes Weibchen vor, welches bis auf die bedeutend geringeren Masse ganz mit den oben beschriebenen Thieren übereinstimmt. Länge desselben 18 mm, Breite 2 nm. Strongylosoma areatum nov. Sp. Taf. II, Fig. 29, 30, 31. d' Farbe sehr dunkel braun, etwas fleckig. Füsse und Bauch lichter, braungelb. Länge ca. 20 mm, Breite 2 mm. Ziemlich schlank, stark knotig, dadurch, dass die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten ziemlich stark eingeschnürt und die Seiten der Metazoniten (Kiele) keulig auf- getrieben sind. Die Beulen nehmen vom Vorder- zum Hinterrand der Metazoniten allmälig an Breite zu, seitlich läuft eine feine Leiste und dorsal sind sie durch eine scharfe, vom Hinterrand bis etwa zwei Drittel der Länge hinziehende Längsfurche begrenzt. Durch diese Furche erscheint das Hinterende der Kielbeulen etwas zackig; von der Körpermitte bis etwa zum 16. Segment wird das Hintereck sogar etwas spitziger, dann nehmen die Kiele wieder ab. In den Seiten des Rückens, neben dieser Furche, macht sich der Anfang einer polygonalen Felderung bemerkbar. Es sind jederseits zwei sechseckige grössere Felder abgegrenzt und dahinter zwei viel klei- nere ganz am Hinterrand. Die grösseren würden einer mittleren von den drei so häufigen Felderquerreihen entsprechen. Die medialen dieser zwei Felder können mehr oder weniger bis ganz verwischt sein und auf der Rückenmitte können ganz seichte Beginne einer weiteren polygonalen Felderung auftreten. Abgesehen von dieser Felderung ist der Körper sehr glatt und glänzend. Quernaht ungeperlt. Quer- furche und Pleuralkiel gar nicht vorhanden. Halsschild seitlich abgerundet, beiläufig querelliptisch. Kiel II etwas tiefer liegend als die anderen, breit, aber abgerundet. Kopf nur ganz spärlich behaart. Scheitelfurche fast unsichtbar, nur ganz hinten ein kaum merklicher Strich. Antennen schlank, leicht keulig. Ventralplatten glatt, unbehaairt, etwas breiter als lang, quer eingedrückt. Alle ohne Fortsätze. Analsegment wie gewöhnlich. Beine dick, das zweite Glied etwas kugelig aufgetrieben. Die Bedeckung der Unterseite ist ganz wie bei Sir. enkrates, nämlich die Glieder II, III und IV mit dichtgedrängten kurzen stumpfen Börstchen. Die Glieder V und VI mit Kugeln, die aber etwas längere Börstchen tragen als bei enkrates, auf der Unterseite des zweiten und Oberseite des fünften Gliedes je eine lange Borste. Klaue kräftig. Endglied spärlich behaart. Copulationsfüsse: Die grossen, in der Medianlinie verwachsenen Hüften haben jede auf der aboralen Seite einen runden behaarten Höcker (Fig. 30). Der Schenkeltheil ist sehr klein und nur auf der dem Hüft- hörnchen zugekehrten Seite behaart (Fig. 31). Über seine Gestalt orientirt man sich am besten aus der Zeichnung Fig. 31. Die Samenrinne beginnt in einer median gelegenen Grube, verläuft anfangs auf der Medialseite des Endstückes, um dann etwas lateral abzubiegen und auf den Hauptast überzutreten. Ausser diesem Haupt- ast sitzen dem Endstück noch zwei spiessartige Äste auf, ein grösserer, gleich gross dem Hauptast (a) und ein kleinerer (db, Fig. 29). Fundort: Corral. (Dr. Plate coll.) Strongylosoma paraguayense Silv. Taf. II, Fig, 41, 42, 43. 1895. Viaggio Borelli etc. .... Boll. mus. zool. Anat. comp. Torino. Vol. X, No. 203. Kaffeebraun. Mitte der Metazoniten etwas gelblich aufgehellt. Länge d' 19—26 mm, 2 26 mm, Breite d’ 2—2 "65 mm, ? 3 mm. 286 Carl Graf Attems, Schlank. Die Gestalt des ? erinnert sehr an die von Chordeuma silvestre, indem die einzelnen Seg- mente nur sehr schwach knotig sind, die Metazoniten nur unbedeutend dicker als die Prozoniten, so dass die Einschnürungen, welche die Prozoniten sonst zwischen den Metazoniten bilden, nur ganz unbedeu- tend sind, und indem jede Spur von Kielen, auch in Gestalt von Beulen, fehlt. Der Körper des 2 ist also wirklich eylindrisch, während bei den J die Metazoniten doch etwas dicker sind als die Prozoniten, aber auch den Z fehlt jede beulige Auftreibung in den Seiten. Die Saftlöcher liegen in einer Ebene mit der übrigen Körperfläche. Metazoniten ohne jede Spur einer Querfurche. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt, ohne Perlung. : Kopf vorn schwach behaart. Scheitelfurche vorhanden. Halsschild oval gerandet. Auf dem zweiten Segment findet sich als einziger Rest der Seitenkiele eine erhabene scharfe aber niedrige Leiste. Ein Pleuralkiel auf den vorderen Segmenten vorhanden, der immer niedriger wird, je weiter nach rückwärts, und bis zum 16. Segment zu verfolgen ist. Zwischen Pleuralkiel und Saftlöchern, resp. deren Höhe, einige kurze Längsrunzein. Ventralplatten bei d' und $ mit zwei kleinen, an der Spitze beborsteten Kegeln zwischen dem hin- teren Beinpaar am Hinterrand. (Fig. 43.) Beim S hat die Ventralplatte des 5. Segmentes ausserdem zwischen dem vorderen Beinpaar einen grossen, behaarten stumpfkegeligen Fortsatz und die folgende einen kurzen niedrigen, am Ende zweithei- ligen Höcker. Schwänzchen cylindrisch, spitz,am Ende abgestutzt, mit zwei kleinen Wärzchen und mehreren Borsten. Analschuppe dreieckig abgerundet, mit zwei kleinen Borstenwarzen. Analklappenränder verdickt. Beine der ? schlank, der d dick, d.h. die vorletzten Glieder der auf das Copulationssegment folgen- den Beinpaare dick aufgetrieben, die letzten Glieder dünn und lang. Die zwei letzten Glieder auf der Unterseite mit einer Bürste von theilweise glatten, theilweise dicken, am Ende gebogenen und auf der Hinterseite mit kleinen Sägezähnchen versehenen Borsten. (Fig. 41.) Copulationsfüsse: Schenkel wie gewöhnlich rund, beborstet, der folgende Theil kurz, am Anfang stiel- förmig eingeschnürt, dann rasch verbreitert, trägt am Ende den dünn auslaufenden, peitschenförmigen Hauptast, und als Nebenast eine breite Platte mit drei spitzen Lappen auf der Hohlseite der Krümmung des Copulationsfusses. Diese Platte ist schwach chitinisirt, an ihrer Basis sitzt ein stark chitinisirtes Stück, wel- ches theilweise die Verbindung zwischen dem Nebenast und dem ungetheilten Abschnitt des Copulations- fusses herstellt, theilweise aber auch seitlich frei vorragt. (v Fig. 42.) Fundort: Paraguay (Dr. Bohls coll.), mehrere J und ?. Blumenau, Prov. Santa Catharina (Brasilien). (1 S, Hofmuseum.) Strongylosoma mesoxanthum nov. sp. Taf. I, Fig. 20, 20a; Taf. II, Fig. 32, 33. Farbe: Kopf und Antennen kastanienbraun. Körper schön längsgebändert, indem die Grundfarbe licht bräunlichgelb ist, und indem zwei kastanienbraune breite Bänder vom Halsschild bis zum Analsegment gehen. Der in der Mitte des Rückens übrig bleibende Streifen der gelblichen Grundfarbe ist beinahe so breit wie jedes der kastanienbraunen Bänder, verschmälert sich aber auf den vorderen Segmenten. Der Halsschild ist fast ganz kastanienbraun und der gelbliche Mittelstreif beginnt hier nur mit einem kleinen Fleck in der hinteren Hälfte. Körper gross und kräftig. Länge 25—30 mm, Dicke d 2:8, ? 3:2 mm, in der ganzen Länge ziem- lich gleich breit und vollkommen drehrund, ohne die geringste Andeutung von Kielen, in allen Theilen glatt und glänzend. Scheitel fast nackt, nur mit vereinzelten feinen Härchen. Scheitelfurche sehr seicht. Antennen lang und schlank, absolut nicht keulig am Ende. ID SI System der Polydesmiden. T. Halsschildseiten ganz an die Seiten angedrückt, breit dreieckig zugespitzt. Von Kielen ist, wie gesagt, keine Spur, sie sind auch nicht durch Furchen oder dergleichen vertreten. Die Saftlöcher sind klein und liegen im obersten Theil der braunen Streifen. Zwischen Pro- und Meta- zoniten eine feine, nicht weiter sculpturirte Querfurche. Metazoniten ohne Querfurche auf dem Rücken. Pleuralkiel in Form eines feinen saumartigen Wulstes, der immer dünner wird, sich aber erst beiläufig auf dem 17. Segment ganz verliert. Nur auf dem 2. Segment bildet die Pleuralnaht eine abwärts gerichtete abgerundete Lamelle. Schwänzchen, ein dorsoventral etwas abgeplatteter Kegel. Das Ende leicht aufwärts gedrückt und mit zwei schlanken Zipfeln versehen. Kleinere Knöpfchen kommen ja auch bei anderen Strongylosoma-Arten vor. Hier sind sie besonders verlängert. Sie tragen keine Borsten. Auf der Oberseite stehen zwei Borsten- paare, das eine beiläufig in der Mitte, die zwei Borsten weit von einander entfernt, das zweite nahe dem Ende, die Borsten ziemlich nahe. Auf der Unterseite des Schwänzchens stehen mehrere Borsten auf kleinen Wärzchen. Die Analschuppe geht in einen ventral etwas herabgezogenen Dorn aus. Die Analklappen sind schmal wulstig gerandet. (Fig. 32.) Die Beine sind ziemlich lang und schlank, beim Männchen nicht viel dicker als beim Weibchen, kurz und fein und nicht dicht behaart, daneben aber auch bedornt. An den distalen Enden der Glieder stehen sowohl oben als unten in beiden Geschlechtern kurze Dornen. Beim Männchen trägt das Laufbein des 7. und beider Paare des 8.—11. Segmentes auf der Unterseite des distalen Ende des vorletzten und der proximalen Hälfte des Endgliedes eine Bürste von langen Haaren, resp. Borsten, die am Ende sichelförmig gekrümmt sind und auf der convexen Seite kleine Widerhäckchen haben (Fig. 20 a). Oberhalb der End- klaue eine Nebenklaue ganz wie bei mesorphinum (Fig. 33). Die Hüften des zweiten Beinpaares des Männchens tragen ein langes schlankes, medial gekrümmtes Hörnchen. Auf der Ventralplatte des 5. Segmentes steht ein langer, nach vorn gerichteter fein behaarter zungenförmiger Lappen, dahinter ein niedriger beborsteter Knopf. Auf der Ventralplatte des 6. Segmentes stehen zwischen den Beinen des vorderen Paares zwei runde, ringsherum beborstete Knöpfe, dahinter zwi- schen den Beinen des hinteren Paares ein einziger grösserer niedrigerer Knoten. Auf der 8.—16. Ventralplatte stehen zwischen den Beinen des hinteren Paares zwei schlanke, am Ende behaarte, caudalwärts gerichtete Zäpfchen. Copulationsfüsse: Hüfte ein langer, relativ schlanker Cylinder. Schenkel reichlich und lang beborstet. Der folgende Theil beginnt mit einer Einschnürung, ist anfangs breit, plattenförmig und klappt sich am Ende auf sich selbst zurück, nachdem er an der Vorderseite den die Samenrinne führenden peitschenför- migen Hauptast abgegeben hat. Der den Nebenast repräsentirende umgeklappte Theil ist breit und am Ende in drei undeutlich abgegrenzte zarte durchsichtige Lappen getheilt. (Fig. 20.) Fundort: Blumenau in Santa Catharina (Brasilien). Strongylosoma mesorphinum nov. sp. Taf. I, Fig. 4, 5; Taf. III, Fig. 54. Farbe: Kopf lichtbraun. Antennen und Endglieder der Beine gelblichbraun. Der Körper ist in auffal- lender Weise längsgebändert. Die Grundfarbe ist weisslichgelb, über die ganze Rückenlänge vom Hals- schild bis zum Analsegment verläuft eine breite dunkel kastanienbraune Binde, und unter der Linie der Saftlöcher beginnt jederseits eine etwas lichter braune Längsbinde, die auf den vordersten Segmenten nur als verwaschener Flecken auf jedem Segment erhalten ist. Die mittlere braune Längsbinde ist eben so breit wie der Streifen gelblicher Grundfarbe, der jederseits zwischen ihm und der seitlichen braunen Binde übrig bleibt. Bauch und Anfangsglieder der Beine weisslich. Schwänzchen gelblichweiss. Von Kielen ist keine Spur vorhanden, doch sind die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten ein- geschnürt, beim Männchen stärker als beim Weibchen, was dem Körper ein etwas knotiges Ansehen gibt. 288 Carl Graf Attems, Länge 30—32 mm, Breite d 3mm, ? 35 mm. Gehört somit zu den grossen Arten. In der ganzen Länge gleich breit. Der Körper ist glatt, aber nur mässig glänzend. Gnathochilarium reichlich behaart. Vorderkopf etwas schwächer. Scheitel nur mit einzelnen Härchen. Körper mit Ausnahme einzelner Borsten auf dem Halsschilde und auf den Analsegmenten unbehaart. Scheitelfurche scharf. Antennen lang und schlank, wie gewöhnlich. Halsschild mit gleichmässig gebogenem Vorder- und Hinterrand. Seiten spitz. Auf Segment 2 und 3 zieht an der Stelle, wo der Kiel stehen würde, eine feine Furche hin, die vorn im Bogen in die Quernaht übergeht. Metazoniten ohne Querfurche. Quernaht ganz glatt, ohne jegliche Sculptur. Pleuralkiel auf den vordersten Segmenten sehr deutlich und als sehr niedriger feiner Wulst bis zum 16. Segment zu verfolgen. Schwänzchen gerade cylindrisch, am Ende stumpfkegelig, mit den gewöhnlichen Borsten auf den End- wärzchen und den Borstenbüschelchen auf der kleinen Warze der Unterseite, knapp hinter der Spitze. Analschuppe am Ende mit kleinem geradem Dorn. Analklappenwulst sehr schwach. Die Ventralplatten sind schmal, quadratisch, der Quere nach tief eingedrückt und in beiden Geschlech- tern am Hinterrand mit zwei conischen, behaarten, nach rückwärts gerichteten Zäpfchen versehen. Hüften des zweiten Beinpaares beim Männchen mit je einem grossen medial gekrümmten Hörnchen. Ventralplatte V polsterartig erhöht und dicht beborstet. Ventralplatte VI ähnlich wie die vorher- gehende, nur noch stärker polsterartig erhöht. Dieser Auswuchs ist aber nur seitlich spärlich behaart und geht vorn in ein ventral abstehendes Zäpfchen aus. Die Beine der Weibchen sind schlank und auf der Unterseite mit feinen Härchen spärlich besetzt. Einzelne Borsten an den Gliederenden sind dicker, dornartig. Die ersten fünf Glieder sind oben nur mit winzigen, anliegenden Härchen spärlich versehen, nur das Endglied ist auch oben reichlicher behaart. Die Beine des Männchens sind etwas dicker. Das vorletzte Glied ist auf den Beinen vor dem Copulationsring stark, auf den Paaren hinter dem 7. Segment weniger angeschwollen, und zwar am meisten nahe der Basis. Die ersten vier Glieder sind ringsherum leicht mit in der Mitte gebogenen oder geknickten anliegen- den Borsten versehen, deren distale Hälfte kurze Nebenzäckchen hat. Die letzten zwei Glieder haben auf der Unterseite eine dichte Bürste von langen Borsten, deren Unterseite kerbzähnig ist. Diese Borstenbüschel sind auch auf den Beinen vor dem Copulationsring reichlicher und dichter als hinter demselben. Oberhalb der Endklaue eine kräftige Nebenklaue. (Fig 54.) Copulationsfüsse: Die Hüfte ist ein langer, schlanker, etwas gekrümmter Cylinder mit einem grossen langen braunen Stachel nahe seiner Basis; derselbe ist fein sculpturirt durch Quer- und Längslinien. Ausserdem findet sich die gewöhnliche grosse Borste nahe dem Ende. Der Schenkel ist eiförmig und dicht mit langen, kräftigen Borsten besetzt, und vom folgenden Theil durch eine starke Einschnürung abge- setzt. Letzterer ist in der Mitte auf sich selbst zurückgeklappt. Die basale Hälfte ist eine breite ovale, etwas hohle Platte; vom Rande des eingeklappten Endtheiles löst sich der die Samenrinne führende dünne, geisselförmige Hauptast los. Der Nebenast hat einen kurzen schlanken Nebenzahn und ist am Ende abgerundet lappig. (Fig. 4, 5.) Die Jungen mit 19 Segmenten sind anders gefärbt wie die Erwachsenen. Es fehlen ihnen die seit- lichen braunen Längsbinden. Die Mittelbinde besteht aus ganz schmalen, öfters fast verschwindenden Flecken auf den Prozoniten und breiteren Flecken auf den Metazoniten. Im Übrigen sind sie gelblich- weiss. Breite 2—2'/,mm. Die Zäpfchen am Hinterrand der Ventralplatten sind nur kurze, runde Knöpfchen. Sonst konnte ich keine wesentlichen Sculpturunterschiede bemerken. Fundort: Santa Catharina (Brasilien). Sehr auffällig ist das Verhältniss der Farbe dieser Art zu der von mesoxanthum;, was bei mesoran- thum gelb ist, ist hier braun und umgekehrt. Bei flüchtiger Betrachtung sehen sich beide Arten daher sehr ähnlich, da die beiden Farben ganz die gleichen sind, nur anders vertheilt. System der Polydesmiden. T. 289 Strongylosoma myrmekurum nov. Sp. Taf], Rio. 165, Tat, IN, Rie., 45, Farbe: Kopf licht kastanienbraun. Antennen etwas heller. Rücken von der Farbe des Kopfes, mit einer am Halsschild beginnenden und bis ans Ende reichenden bräunlich- (J‘) oder weisslich- (?) gelben Mittellängsbinde. Beim Männchen geht die Farbe des Rückens nach unten allmälig in ein Gelblichbraun über. Beim Weibchen ist sie ziemlich plötzlich gegen das Gelblichweiss der Unterseite abgesetzt. Breite 2:5 mm. (Länge ca. 20 mm.) Körper ganz glatt und glänzend, julusähnlich, ohne die geringste Andeutung von Kielen oder von Einschnürungen zwischen den Segmenten. Kopf ohne Besonderheiten, vorn behaart. Scheitel nackt. Antennen lang und schlank. Halsschild seitlich verschmälert und zugespitzt. Vorderseitenrand stärker gebogen als der Hinterrand. Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten eine feine seichte, nicht sculpturirte Linie. Metazoniten ohne dorsale Querfurche. Segmente überhaupt ganz ohne Sculptur. Pleuralkiel vorn deutlich als feiner niedriger Wulst, andeutungsweise bis etwa zum 14. Segment zu verfolgen. = Gnathochilarium beborstet. Hüften des zweiten Beinpaares beim d mit kurzen gekrümmten Zäpfchen am Ende. Ventralplatte V beim d' mit einem grossen conischen, schräg nach vorwärts gerichteten Fortsatz. Ventralplatte VI mit einem kleinen beborsteten Knöpfehen zwischen den Beinen des vorderen und einem beborsteten niedrigen Polster zwischen den Beinen des hinteren Paares. Die hinteren Ventralplatten behaart, und der Hinterrand in zwei kurze Zäpfchen ausgezogen. Schwänzchen gerade, das stumpfe Ende dick und cylindrisch, die zwei gewöhnlichen Borstenwarzen der Spitze sind hier wie bei mesoxanthum m. zu zwei etwas divergirenden und schräg nach aufwärts gerichteten Zäpfchen ausgezogen. Oberseite des Schwänzchens mit drei Borstenpaaren und unterhalb der Spitze mehrere Borstenbüschelchen wie dort. Analschuppe in einen ventral abstehenden Dorn ausgezogen. Beine der Männchen etwas dicker als die der Weibchen, ohne eigentlich stark verdickt zu sein. Ringsum dünn und spärlich behaart, nur das Endglied reichlicher mit langen, relativ starken Borsten ver- sehen. Die Enden der Glieder mit zu Dornen verstärkten Borsten. Die Unterseite der vorletzten und pro- ximalen Hälfte der Unterseite des letzten Gliedes beim Männchen mit einer dichten Bürste ebensolcher kerbzähniger Borsten wie bei Strongylosoma mesoxanthum (Fig. 45). Alle Beine mit kurzer kräftiger Nebenklaue ober der Endklaue. Copulationsfüsse: Hüfte lang, cylindrisch. Schenkel mit langen starken Borsten dicht bedeckt, zwi- schen ihm und dem folgenden Theile eine Einschnürung. Der der Tibia+ Tarsus entsprechende Endtheil ist in der Mitte auf sich selbst zurückgeklappt; die proximale Hälfte ist eine länglich ovale Platte, an ihrem in der natürlichen Lage vorderen Rande (kopfwärts, gegen die Hüfte zu, bei gebogenem Organ) verläuft die Samenrinne, die dann auf einen schlanken, peitschenförmigen Hauptast übertritt. Der zurückgeschla- gene distale Theil endigt in drei Zähne und Lappen, einen schlanken, S-förmig gekrümmten spitzen Zahn und zwei abgerundete Lappen (a, b, Fig. 6). Fundort: Blumenau, Santa Catharina (Brasilien). Diese Art ähnelt jedenfalls sehr dem Sfr. mesoxanthum, doch macht die Färbung hier einen ganz ‘anderen Eindruck als dort; hier ist die Grundfarbe das Kastanienbraun, in welchem auf der Rückenmitte ein heller Streif hinzieht, während bei mesoranthum auf lichter, gelblicher Grundfarbe zwei dunkelbraune Streifen sich finden. Auch ist myrmekurum merklich kleiner als mesoxanthum. . Strongylosoma levisetum nov. Sp. Taf. II, Fig. 27, 28; Taf. III. Fig. 59. Kopf, Antennen, Rücken und Seiten kastanienbraun, über den ganzen Rücken zieht ein gelbes Längs- band. Bauch und Füsse lichtgelb. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 37 290 Carl Graf Attems, Länge 9 14mm (d ist kein vollständiges vorhanden). Breite F 13mm, ? 1:5 mm. Körper sehr glatt und glänzend, Rücken ganz unbehaart. Kopf vorn spärlich behaart, auf dem Scheitel vereinzelte Börstchen. Antennen schlank, am Ende leicht kolbig, Scheitelfurche deutlich. Halsschild von der gewöhnlichen Form, seitlich eher abgerundet als zugespitzt. Fläche mit 2—8 Börstchenreihen. Körper knotig. Kiele sind keine vorhanden, sondern die Segmente sind im Durchschnitt vollkommen kreisrund. An der Stelle, wo die dorsale Grenze der Kiele sein würde, etwas oberhalb der Saftlöcher, verläuft auf allen Segmenten eine seichte Furche vom Vorderrand der Metazoniten, etwas schräg nach hinten und unten, die den Hinterrand nicht ganz erreicht. Das knotige Aussehen des Körpers rührt davon her, dass jeder Ring zwischen Pro- und Metazoniten deutlich eingeschnürt ist, Querfurche keine vorhanden. Ein deutlicher aber feiner Pleuralkiel bis zum 1. Segment sichtbar. Analsegment im Wesentlichen wie bei Strong. mesoranthum m. das gerade, dicke, am Ende cylindrische Schwänzchen trägt zwei gerade, nach hinten abstehende conische Zäpfchen. Ober- halb derselben ein Borstenpaar, unterhalb, nahe der Spitze vier Borstenbüschelchen, neben jedem Anal- klappenrand zwei feine Haare. Analschuppe in einen kleinen ventral abstehenden Dorn ausgezogen. Ventralplatten der Quere nach eingedrückt, am Hinterrand mit zwei kleinen Zäpfchen. Beim Männchen trägt jede Hüfte des zweiten Beinpaares ein Hörnchen. Die Ventralplatte des fünften Segmentes am Hinterrand zwei schlanke getrennte Zäpfchen, das sechste hat keinerlei Fortsätze. Die Beine sind in beiden Geschlechtern schlank und beim Weibchen nur spärlich mit kleinen Härchen besetzt, an den Gliederenden, besonders auf der Unterseite stehen einzelne grosse, dicke, spitze Borsten. Das Endglied ist reichlicher beborstet. Beim Männchen sind die fünf ersten Glieder ebenfalls spärlich beborstet; der Unterschied zwischen den gewöhnlichen und den Borsten an den Gliederenden ist hier meist nicht gross. Das dritte Glied der vorderen Beine hat in der Mitte der Unterseite einen beborsteten Höcker (Fig. 59). Das vorletzte Glied trägt am dorsalen Ende der Unterseite ein Büschel einfacher nicht gekerbter Borsten. Das schlanke Endglied ist reichlich beborstet. Seine Spitze jedoch wird nicht von den Borsten überragt, wie bei den nächsten Verwandten mesoxanthum etc. (Fig. 28). Die Nebenkrallen der vor- deren Beine sind lang, borstenförmig auch noch die des 8. Beinpaares, die Nebenkralle der hinteren Beine ist kurz und stark. Die Copulationsfüsse sind ungemein einfach gestaltet: An den nichts Besonderes zeigenden beborsteten Schenkel schliesst sich eine allmälg verjüngte schlanke Sichel an, bis zu deren Spitze die Samenrinne verläuft (Fig. 27). | Fundort: Blumenau in Santa Catharina (Brasilien). Strongylosoma coniferum nov. Sp. Tat. I, Fig. 24. Farbe: einfärbig gelblichweiss. Vorderende leicht bräunlich verdunkelt. Länge 14 mm, Breite 13 mm. Der Körper hat zwar keine Spur von Kielen, doch sind die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten etwas eingeschnürt, was ihm ein etwas knotigeres Aussehen gibt, als den nächst Verwandten. Oberfläche ganz glatt und glänzend. Kopf vorn behaart, Scheitel mit vereinzelten Härchen. Antennen deutlich keulenförmig verdickt am Ende, reichlich behaart. ’ Halsschild halbkreisförmig mit abgerundeten Hinterecken. Auf ihm und den unmittelbar folgenden Segmenten einige Börstchen in Querreihen. Kiele sind, wie gesagt, absolut keine vorhanden, der Körper ist ganz drehrund. Es sind nur die, sonst bei Vorhandensein von Kielen, deren dorsale Begrenzung bildenden Furchen vorhanden. Die des 2. Seg- System der Polydesmiden. 1. 291 nentes etwas tiefer ventral. Auch dieses Segment, welches sonst oft einen schwachen Kiel hat, entbehrt elben vollkommen. Querfurche ist keine vorhanden, die Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten ungeperlt. Ein Pleuralkiel deutlich bis zum 17. Segment zu sehen. Sein Hinterende springt zackig über den nterrand des Metazoniten vor. Analsegment: Schwänzchen gross, etwas kolbig, am Ende mit zwei schlanken, nach rückwärts gerich- Zäpfchen versehen, auf der Unterseite der Schwanzspitze die Borstenbüschel. Analschuppe lang, am in ein spitzes, ventral abstehendes Häkchen ausgezogen. Analklappenränder schmal gesäumt - 24). { Ventralplatten behaart, der Quere nach tief eingedrückt und am Hinterrande Mit zwei Kegeln versehen. Beine auffallend schlank für ein S, besonders die hinteren, reichlich behaart, aber durchaus ohne ste auf der Unterseite gewisser Tarsalglieder. Copulationsfüsse ungemein einfach, Hüfte und beborstete Schenkel wie gewöhnlich. Der Endtheil verjüngt sich von der Basis an allmälig, ist anfangs leicht, am Ende etwas stärker gekrümmt und hat kei- Nebegäste oder Verzweigungen. Fundort: Blumenau in Santa Catarina (Brasilien S). Strongylosoma lugubre (Silv.). 97 Mestosoma Iugubre Silv. Boll. mus. zool. anat. comp. di Torino No. 282. Ich setze die Beschreibung dieser Art hieher, da dieselbe ein auffälliges Merkmal haben soll, nämlich die Fortsätze auf dem en Gliede des 3.—8. Beinpaares. Ähnliche Fortsätze finden sich wohl auf dem dritten Gliede des dritten Beinpaares gewisser aber meines Wissens bei keiner anderen Art auf dem 4. Glied. »Color fusco-niger, pedibus flavo-rufescentibus. Caput verlice profundo, media facie sub antennarum radicibus sulco transversali impressa. Antennae somitum tertium superantes, articulis 6° ceteris crassioribus. Collum lateribus rotundatis, marginatis. Somita caetera parte postica media supra sulco transversali do, carinis minimis crassis, poris in parte postica-laterali carinarum sitis. Somitum praeanale supra postice triangulare, apice 0, setis instructo. Somitum anale valvulis marginatis, sternito semielliptico apice utrinque tuberculo singulo parvo. Sterna pedes exiles infra setosi, /' Pedes parium 3—8 articulo 4° infra in parte supera processu conico parvo instructo. Organum um unco articuli primi parum uncinato, articulo ultimo apice minus lato flagello obsoleto. Long. corp. 14 mm, lat. corp. 1-3 mm. — Hab. Belgrano (Buenos-Ayres). Strongylosoma vittatum nov. sp. Taf. II, Fig. 39. - Dunkelbraun mit einer breiten gelben, durch eine schmale schwarzbraune Linie getheilten Längsbinde f dem Rücken, die auf dem Halsschild mit einem dreieckigen Fleck anfängt und an der Spitze des Schwänzchens endet. Länge Z 15 mm, ? 16mm, Breite Z 1'7 mm, ? 2 mm. Der ganze Körper glatt und glänzend, nur die hintere Hälfte der Metazoniten ganz schwach längs- inzelt. heitelfurche seicht, Antennen von gewöhnlicher Form. Eieschita querelliptisch, seitlich schmal gesäumt und abgerundet. Di e Prozoniten bilden mässige Einschnürungen zwischen den dickeren Metazoniten. Letztere mit einer che, welche so wie die Naht zwischen Pro- und Metazoniten unpunktirt ist. Das 2.—-4. Segment mit nur ganz kleinen Seitenbeulen, vom fünften Segment angefangen sind diese Kiele vorstellenden Beulen grösser, von oben gesehen erscheinen sie schon als stumpf abgerundete e, eine jede ist hinten am breitesten und verflacht sich allmälig nach vorn; das Hintereck ist abgerundet springt durchaus nicht über den Metazonitenrand vor; dorsal und ventral sind diese Beulen von einer 37* 292 Carl Graf Attems, Schwänzchen kurz mit den gewöhnlichen Borstenwarzen. Analklappenränder verdickt mit zwei Borstenwarzen. Analschuppe dreieckig, mit zwei borstentragenden Höckerchen. Beine des Weibchen dünn, die des Männchen etwas dicker und auf dem letzten und vorletzten Glied mit einer dichten Bürste längerer Borsten besetzt. Diese Borsten haben auf einer Seite eine Reihe kleiner Höckerchen, Andeutung der Kerbung der gleichen Borsten von Strongylosoma pulvillatum m. Keine Nebenklaue vorhanden. Copulationsfüsse: Schenkel rundlich eiförmig, der folgende Theil an der Basis schmäler als am Ende, wo er in zwei Äste gespalten ist. Der Hauptast mit der Samenrinne ist dünn, geisselförmig mit hyalinem Randsaum, der Nebenast ist eine breite Platte, welche eine Scheide für den Hauptast bildet (Fig. 39). Fundort: Paraguay (Dr. Bohls. Coll.) 5 9,4 2. Strongylosoma ecarinatum nov. Sp. Taf. I, Fig. 17. Männchen einfärbig schwarz, Füsse braungelb. Dick und plump. Länge 32 mm. Breite 3°8 mm. Sehr glatt und glänzend, Saftlöcher gross. Seiten unterhalb derselben schwach längsgerunzelt. Körper drehrund, ohne jede Spur von Kielen oder seitliche Beulen. Die Prozoniten sind nur wenig enger als die Metazoniten und bilden ganz schwache Einschnürungen zwischen denselben. Auch den vordersten Seg- menten fehlen Kiele vollständig, Saftlöcher sehr gross. Alle Metazoniten ohne Querfurche, Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt, ungeperlt. Kopf unbehaart, Scheitelfurche sehr seicht, Antennen kurz, Halsschild querelliptisch, seitlich ab- gerundet. Pleuralkiele auf Segment 2—4 gross, auf den weiteren Segmenten allmälig niedriger, hinter der Körper- mitte hören sie ganz auf. Ventralplatten zerstreut beborstet, die des 5. Segmentes, mit zwei ganz niedrigen Höckern zwischen den Füssen des vorderen Paares; folgende Ventralplatte ohne Fortsätze. Schwänzchen kurz, an der Basis dick abgestutzt mit kreisrundem Querschnitt und den gewöhnlichen Borstenwarzen, Analschuppe dreieckig, Analklapenränder aufgewulstet. Füsse für Männchen verhältnissmässig ziemlich schlank; die vorderen auf der Oberseite unbehaart mit Ausnahme des Endgliedes, das auch oben einige Börstchen hat. Unterseite mit wenigen, aber starken Borsten auf Glied I—IV, die letzte Borste ist besonders lang. 5. Glied am Ende mit einem Büschelchen langer schlanker Borsten, 6. Glied mit einer Bürste eben solcher Borsten und dazu am Ende einige stärkere. Kralle kräftig, Keine Nebenkrallen. Auf den Füssen hinter dem Copulationsring fehlt die Bürste des End- gliedes, an deren Stelle einzelne kräftige Borsten treten, die zwar zahlreicher sind als auf den’anderen, ebenso spärlich wie die vorderen Beine beborsteten Füssen, aber keine dichte Bürste bilden. Copulationsfüsse: Schenkel ohne Besonderheiten, der folgende Theil erst bis zur Hälfte seiner Länge ungetheilt, dann in einen dünnen, peitschenartigen Hauptast und drei breite runde Lappen, die zusammen den Nebenast repräsentiren dürften, gespalten (Fig. 17). Fundort. Valdivia Estancilla (Dr. Michaelsen coll. 2 S), Corral (Dr. Plate coll. 2). Strongylosoma robustum nov. Sp. Tas, Big. 1,2, 8, Einfärbig braun oder gelblich weiss. Körper kräftig. Länge d’ 19 mm, 2 21 mm. Breite d 2:5 mm, ? 3 mm, in der ganzen Länge gleich breit, erst kurz vor dem Hinterende sich verschmälernd. Die Prozoniten sind beim Weibchen relativ stärker eingeschnürt als beim Männchen, aber an und für sich auch beim Weibchen nicht stark. Die Männchen oben ganz glatt und glänzend, hintere Hälfte des Metazoniten beim Weibchen längs- gerunzelt, in beiden Geschlechtern, beim Weibchen etwas deutlicher, seichte Längsrunzeln zwischen Saft- lochhöhe und Pleuralkiel, System der Polydesmiden. 1. 293 Kopf vorn behaart, Scheitel nackt, mit deutlicher Furche. Antennen schlank. Halsschild querelliptisch, seitlich abgerundet, gesäumt. Kiel des 2. Segmentes wie immer tiefer hinabreichend, aber das Vordereck rechtwinkelig und nicht unter den Halsschild lappig ausgezogen, wie bei Strongylosoma Guerinii Gerv. Die folgenden Segmente haben gar keine Kiele. Die Metazoniten der Weibchen sind drehrund, bei den Männchen liegen die Saftlöcher auf einer unbedeutenden, kaum merklichen Beule. Das zweite, dritte und vierte Segment haben an Stelle der Kiele eine gebogene Furche. Pleuralkiel auf dem zweiten bis sechzehnten Segment sehr gut ausgeprägt. Metazoniten ohne Quer- furche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten beim Weibchen ganz glatt, beim Männchen sehr fein geperlt. Ventralplatten reichlich behaart, alle, auch die fünfte des Männchen ohne Fortsätze. Schwänzchen gerade, kurz, am Ende beborstet und mit zwei kleinen Höckern. Analschuppe dreieckig mit zwei Borstenwärzchen. Analklappenränder verdickt. Beine der Weibchen schlank, der Männchen dick, die vorderen Beinpaare sind auf der Unterseite der vier ersten Glieder reichlich und lang beborstet, die letzten zwei Glieder so dicht, dass die Borsten eine Bürste bilden. Die hinteren Beine (hinter dem Copulationsring) sind auf der Unterseite aller Glieder mit kräftigen, aber wenigen Borsten besetzt. Endkralle kräftig, ohne Nebenkralle. Copulationsfüsse: Schenkel kurz und borstig, der folgende ungetheilte Abschnitt durch eine Linie im Chitin (*Fig. 2) gegen das Endstück abgesetzt. Dieses Endstück ist in zwei Lappen gespalten, doch scheint es, dass als Hauptast nur der schmale, durch eine Chitinfurche abgegrenzte Aussensaum, in dem die Samenrinne verläuft und der sich in eine relativ kurze Spitze fortsetzt, anzusehen ist, der dann mit dem Lappen (aFig. 2) des Nebenastes wieder verwachsen ist, oder der noch nicht vollständig von dem- selben sich gespalten hat. Als Nebenast wären dann die beiden Lappen (a und 5 Fig. 2) anzusehen. Fundort: Valparaiso Gärten, Quilpue, Centralchile (Dr. Michaelsen coll), mehrere f und ®2. Von Quilque brachte auch Dr. Plate diese Art mit. Strongylosoma pulvillatum nov. sp. Taf. T, Big. 8, 9 Einfärbig dunkelbraun, letzte Tarsalglieder gelb. Länge d' 22 mm, $ 22—28:5 mm. Breite 3—3°5 mm. Körper knotig, indem die Prozoniten einen kleineren Umfang haben als die Metazoniten und daher Einschnürungen zwischen den letzteren vorstellen, ganz glatt und glänzend. Kopf vorn schwach behaart, Scheitel nackt, Scheitelfurche deutlich. Antennen relativ dick, spärlich behaart. Halsschild glatt, querelliptisch; Seitenlappen abgerundet, gesäumt. Metazoniten in den Seiten mit stumpfen, rundlichen Beulen, welche auf jedem Segment von vorn nach hinten allmälig an Breite zunehmen, vorn verlaufen sie ganz in das Niveau der Metazoniten, dorsal und ventral sind sie durch zwei Furchen begrenzt und deutlicher gemacht. Diese Furchen convergiren, von der Seite gesehen, nach rückwärts, nahe dem Hinterende der Beule liegen seitlich die Saftlöcher. Metazoniten mit seichter Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten ungeperlt. Zweites Segment mit einer Leiste an Stelle der Beule. Auf Segment 3 und 4 ist die den Kiel vorstellende Beule nur dadurch halbwegs deutlich, dass sie von den zwei Furchen begrenzt wird. Pleuralkiel auf Segment 1—16 sehr deutlich, das Hintereck desselben ist in ein Spitzchen ausgezogen. Zwischen Pleuralkiel und Seitenbeulen einige unregelmässige Längsrunzeln. Ventralplatten behaart, alle, auch die des fünften Segmentes beim Männchen ohne Fortsätze. Schwänzchen am Ende seicht ausgeschnitten, mit mehreren längeren Borsten. Analschuppe abgerundet dreieckig, mit zwei kleinen Borstenwarzen. {So} = IS Carl Graf Attems, Beine der Weibchen schlank, der Männchen dick, auf der Unterseite der dicken letzten zwei Tarsal- glieder mit Borstenpölstern versehen, die einzelnen Borsten sind lang, dünn und glatt. Oberhalb der grossen Endklaue zwei Nebenklauen. Copulationsfüsse: Schenkel wie immer kurz, rundlich, beborstet, der folgende Theil verbreitert sich von der Basis gegen das Ende zu allmälig und trägt hier zwei Äste, einen dünnen, peitschenförmigen Hauptast mit der Samenrinne und einen breiten, eine Scheide für den Hauptast bildenden Nebenast. Neben- zähne oder -Lappen fehlen vollständig (Fig. 8, 9). Die Weibchen schwanken bedeutend in der Grösse, was aus den oben angegebenen Dimensionen erhellt. Fundort: Paraguay (Dr. Bohls coll.), mehrere d’ und ?. Strongylosoma drepanephoron nov. Sp. Taf. I, Fig. 15; Taf. II, Fig. 37; Taf. III, Fig. 55. Kopf sammt Antennen und der Körper bis zu den Pleuren herab tiefschwarz. Bauch und Beine lichtgelb. 20 mm lang, 1'’2 mm dick, sehr schlank und sehr glatt und glänzend. Von Kielen ist keine Spur vor- handen. Der Körper ist zwischen Pro- und Metazoniten eingeschnürt, sonst aber ganz Julus-artig. Antennen lang und dünn, am Ende etwas verdickt. Scheitel beborstet. Halsschild beiläufig halbkreisförmig, indem Vorder- und Seitenränder einen Bogen bilden und der Hinterrand mehr gerade ist, Seiten abgerundet. Auf dem Halsschild und auf einigen der vordersten Segmente stehen vereinzelte Cilien. An Stelle der Kiele ist auf den Segmenten 2—4 eine kleine erhabene Leiste vorhanden, welche vorn dorsalwärts umbiegt. Vom 5. Segment an findet sich auf jedem Segment eine seichte gerade Furche, welche vom Hinterrand bis nicht ganz zum Vorderrand des Metazoniten reicht. Auf den entsprechenden Segmenten liegt nahe ihrem Hinterende das kleine, kaum bemerkbare Saftloch. Querfurche der Metazoniten seicht. Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt. Ventralplatten behaart, die fünfte des Männchens mit einem Zäpfchen zwischen den vorderen Füssen. Auf den vorderen Segmenten findet sich ein sehr deutlicher Pleuralkiel, der nach und nach zu einer feinen Linie wird und als solche noch auf dem 18. Segment zu bemerken ist. Schwänzchen lang, dick, cylindrisch, am Ende zugespitzt, ganz gerade. Beine des Männchen lang und dünn, besonders die hinteren (hinter dem Copulationsring). Das dritte Glied des dritten Paares hat auf der Mitte der Unterseite einen abgestutzten und beborsteten Kegel (Fig. 15). Das fünfte Glied aller Paare trägt auf der Unterseite des distalen Endes ein dichtes Büschel von Borsten und auf der Oberseite eine lange Borste. Sonst sind die Glieder mehr spärlich beborstet. Die Klaue ist schlank, ober ihr sitzen zwei lange, borstenförmige Nebenkrallen, deren Ende peitschenartig zurückge- schlagen ist (Fig. 55). Copulationsfüsse: Sie haben die einfachste Gestalt von allen Strongylosomen, nämlich die Gestalt eines halbkreisförmigen, an der Basis dicken und allmälig dünner werdenden Hakens. (Fig. 37.) Fundort: Santos (Hamb. Mus.) 2 d.. Strongylosoma parvulum nov. sp. Tat, -Rie. 21. Schwarzbraun, Bauch und Beine gelbbraun. Länge 11 mm. Breite 13 mm, also sehr klein. Sehr glatt und glänzend. Kopf vorn kurz beborstet, hinten nackt, eine seichte Scheitelfurche vorhanden. Halsschild querelliptisch, seitlich abgerundet, gesäumt. System der Polydesmiden. T. 295 Zweites, drittes und viertes Segment haben nicht, wie es bei den Sfrongylosoma-Arten meist der Fall ist, einen stärkeren Kiel als die übrigen Segmente, sondern an seiner Stelle ist nur eine unbedeutende Leiste. Vom fünften Segment auf jedem Metazonit seitlich ein rundliche, hinten etwas breitere Beule, die gegen den Rücken zu durch eine Furche begrenzt wird. Saftlöcher gross, seitlich auf diesen Beulen, auch auf den hintersten Segmenten ist das hintere Ende dieser, die Kiele vorstellende Beulen ganz abgerundet. Metazoniten 4—18 mit deutlicher Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt, nicht geperlt. Auf den vorderen Segmenten ein leistenförmiger Pleuralkiel. Ventralplatten glatt, ganz schwach behaart, nur die des fünften Segmentes stärker beborstet und am Vorderende zwischen dem vorderen Beinpaar mit einem stumpfkegeligen Fortsatz. Schwänzchen kurz, breit abgestutzt. Analschuppe dreieckig mit zwei Borstenwarzen. Analklappen- ränder verdickt. Beim Männchen sitzt auf der Unterseite des vierten Gliedes der ersten acht Beinpaare nahe dem distalen Ende ein behaarter Zapfen. Die zwei letzten Tarsalglieder auf der Unterseite dicht bürstig behaart. Keine Nebenklaue. Copulationsfüsse: Schenkel ohne Besonderheiten. Der folgende Theil an der Basis verengt, dann breit plattenförmig und am Ende in zwei Äste ausgehend, den dünnen, peitschenförmigen Hauptast und breiten, plattigen am Ende zugespitzten und nahe der Basis mit einem Dorn versehenen Nebenast (Fig. 21). Fundort: Buenos Ayres (Michaelsen coll). Strongylosoma kalliston nov. sp. Taf. III, Fig. 51, 52. Farbe: Kopf und Rumpf mit Ausnahme des Bauches und der Beine schwarzbraun oder schwarz, sel- tener zu dunkel Kastanienbraun aufgehellt. Auf jedem Rumpfsegment vom Halsschild angefangen bis zum Schwänzchen befindet sich auf jedem Metazoniten ein länglicher, hinten abgerundeter, vorn zugespiter, etwa ®/, mm breiter, den Vorder- und Hinterrand des Metazoniten nicht ganz erreichender orangerother Fleck. Bauch und Beine unmerklich heller als der Rücken, sehr dunkel kastanienbraun. Der ganze Körper glatt und glänzend. Männchen bedeutend kleiner als die Weibchen. Länge Z ca. 22 mm, ? ca. 23 mm, Breite d‘ 2 mm, 2? 3 mm. Der Körper macht einen sehr knotigen Eindruck, da die Ringe zwischen Pro- und Metazoniten sehr stark eingeschnürt und die Kiele kleine, nach hinten allmälig an Breite zunehmende Wülste sind. Kopf vorn behaart, auf dem Scheitel einzelne Börstchen. Scheitelfurche deutlich. Halsschild querelliptisch, seitlich vollkommen symmetrisch abgerundet (Fig. 52). Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist ganz glatt, ebenso die Querfurche auf Metazoniten 5—18. Die Kiele sind nach oben und unten scharf abgesetzte, glatte, runde Wülste, die sich nach vorn, an der Vordergrenze der Metazoniten allmälig verlaufen und hinten am breitesten sind, dabei vollkommen abgerundet; die porenlosen Kiele sind bedeutend kleiner als die porentragenden. Pleuralkiel auf keinem Segmente gross, aber noch auf dem 11.Segment als ganz feine Linie zu bemerken. Ventralplatten glatt, eingedrückt und unbehaart. Analsegment ohne besondere Merkmale. d: Die zwei letzten Tarsalglieder tragen auf der Unterseite eine dichte Bürste glatter Borsten. Das dritte Glied der Beine mit Ausnahme der vordersten drei Paare hat auf der distalen Hälfte seiner Unterseite einen kleinen beborsteten Höcker, der in der Umgebung des Copulationsringes am grössten ist und hinten nach und nach verschwindet. Keine der Ventralplatten hat einen auffälligen Fortsatz oder dergleichen. Copulationsfüsse: Nach dem gewöhnlichen, bei den südamerikanischen Arten vorkommenden Schema gestaltet. Tibialtheil scharf vom beborsteten Schenkel gesondert; anfangs breit, verschmälert sich dann und geht in zwei Äste über. Der Nebenast ist deutlich gegen den Hauptast abgesetzt und bildet eine Rinne 296 Carl Graf Attems, oder Scheide für den peitschenförmigen Hauptast, beide zusammen sind gegen den Anfangstheil der Tibia stark eingekrümmt (Fig. 51). Fundort: Rio Grande do Sul (San Cruz) (Hofmus., mehrere d und 9.) Strongylosoma simplex Humb. 1860 Polydesmus (Strongylosoma) simplex Humb. Myr. d. Ceylon Mem. Soc. phys. etc. de Geneve, XVII, p. 34. Scheitelfurche vorhanden. Antennen mässig lang, Vorderrand des Halsschildes halbkreisförmig. Hinterrand beinahe gerade, Seitenlappen zugerundet, etwas nach hinten gerichtet, eine kleine, vorn gegabelte Längsfurche. 2.—4. Segment gleich lang. Kiel des 2. horizontal, nach hinten verlängert. Kiel 3 und 4 sehr klein. Kiele der folgenden Segmente aus einfachen, kleinen, von vorn nach hinten verdickten Wülsten bestehend, die saftlochtragenden Kiele etwas dicker, Metazonit 5—16 mit Querfurche. Analschuppe länglich, hinten abgerundet. Füsse lang, unbewehrt, kurz behaart, am Ende dichter. Zwischen den Hüften des 4. Beinpaares zwei durch eine Vertiefung getrennte kleine Tuberkeln. Segmente glatt, nur einige der hinteren mit einigen Längslinien hinter der Querfurche. Oberseite der Metazoniten dunkelbraun. Unterseite und Prozoniten sehr blass. Vorderkopf, Antennen und Beine hellgelb. Länge 24 mm, Breite 2:5 mm. Punda Oya Valley. Unterscheidet sich von Skinneri und cingalensis durch Fehlen der Längsfurche, Kürze der Querfurche, Form des Halsschildes, dessen Seitenlappen wenig zugerundet und etwas nach hinten gerichtet sind, starke Antennen, Färbung und regelmässige Körper- gestalt. Strongylosoma Skinneri Humb. 1860. Polydesmus (Strongylosoma) Skinneri Humb. Myr d. Ceylon, Mem. Soc. phys. etc. de Geneve, XVIII, 31. Schlank, zwölfmal so lang als breit, kleine Scheitelfurche. Antennen lang, erreichen beinahe den Hinterrand des 5. Segmentes. Vorderrand des Halsschildes halbkreisförmig, Seiten abgerundet, Hinterrand in der Mitte gerade, ohne Kiele, nur ein wenig vor- springender Saum, seichte Längsfurche. 2. Segment tiefer herabreichend als die übrigen, Kiel schmal, nach vorn abfallend, vorn spitzwinkelig. Kiel von Segment 3 und 4 ein einfacher rundlicher Wulst. Hinter- und Vorderrand der Segmente 2—4 beinahe gerade; diese Segmente kürzer und schmäler als die übrigen, mit seichter Längsfurche. Auf dem 4. beginnt die Querfurche auf zutreten. Prozoniten vom 5. an hinten etwas eingeschnürt, Metazoniten mit tiefer Quer- und seichterer Längsfurche. Kiele horizontal, hoch angesetzt, vorn abgerundet, hinten winkelig und etwas verbreitert. Kiel 19 nur ein kleiner Wulst. Schwänzchen mit abge- stutzter Spitze, vor derselben zwei kleine Tuberkeln. Analklappen mit einer kleinen Falte vorn. Analschuppen hinten gerade, seit- lich bedornt. Beine lang, unbewehrt, sehr dicht und fein behaart. Hinter dem vorderen Beinpaare des 5. Segmentes ein schräg nach unten und hinten gerichteter Fortsatz, an der Basis breit, in der Mitte eingeschnürt, am Ende verbreitert und fein behaart. Prozoniten glatt, matt, bei starker Vergrösserung fein punktirt. Metazoniten oben und unten glatt. Kopf, Rücken und Kiele hellbraun, vordere Segmente etwas dunkler. Unterseite und Beine heller. 1. und Basis des 2. Antennen- gliedes hell, die übrigen dunkel. Länge 24, Breite 2 mm. Peradehia. Nach der Zeichnung ist die Quernaht längsgestrichelt. Die Hinterecken der Kiele überragen den Hinterrand der Metazoniten erst vom 17. Segment an. Kiele 3 und 4 sind hinten vollkommen abgerundet. Strongylosoma cingalense Humb. 1860. Polydesmus (Strongylosoma) cingalensis A. Humb. Myr. d. Ceylon, Mem. Soc. phys. ete. de Geneve, XVIII, 1866 p. 32. Kopfschild leicht ausgebuchtet, Scheitelfurche von den Antennen bis nahe zum Halsschild reichend. Antennen mässig lang. Hinterrand des Halsschildes in der Mitte gerade. Vorderrand gebogen. Seiten leicht zugerundet. Zweites Segment mit einem ver- längerten, sehr tief gelegenen und nach vorn abfallenden Kiel. Kiele des 3. und 4. Segmentes sehr klein, höher angesetzt als die des 2., etwas weniger hoch als die der folgenden Segmente. Segmente 2—4 kurz, untereinander ziemlich gleich. 4. Segment mit dem ersten Zeichen einer Querfurche, Vorderrand der Segmente vom 5. an gerade, seitlich im Bogen in den fast geraden, der Längsaxe parallelen Seitenrand übergehend. Hinterecken der Kiele auf den vorderen Segmenten zugerundet, dann rechtwinkelig, auf Segment 17 und 18 in eine Spitze ausgezogen. Diese Segmente alle mit tiefer medianer Querfurche und seichter Längsfurche. Hinter der Querfurche schwache Längslinien. 19. Segment ohne Querfurche und beinahe ohne Kiele. Schwänzchen mit abgestutzter Spitze und 2 sehr kleinen Tuberkeln, seitlich vor der Spitze. Saftloch tragende Kiele mit einer Furche im Seitenrand, in welche die Poren liegen (auf Segment 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15, 16, 17, 18, 19). Analschuppe hinten abgestutzt mit zwei sehr kleinen Tuberkeln seitlich. Beine schlank. Kopf schwarzbraun. Antennen schwarz. Erstes Segment weisslich, zweite und folgende dunkelbraun. Kiele heller. Seiten der Prozoniten schwärzlich. Bauch und Beine licht. Länge 22 mm, Breite 2°5 mm. System der Polydesmiden. T. 297 Punda Oya Valley. Erinnert an Skinneri. Unterschiede: Mittlere und hintere Metazoniten kürzer. Vorderrand gerader als bei Skinneri, letzterer bei Skinneri sehr abge- rundet. Segmente kürzer und breiter. Querfurche dichter, ebenso die Längsfurche viel schwächer, besonders hinter der Querfurche. Hintereck der hinteren Kiele weniger ausgezogen. Antennen etwas kürzer. Beine kurz und schlank. Farbe anders. Strongylosoma subalbum Poc. 1894. Weber’s Reise nach Niederl. Ostindien. pag 360. Farbe: Kopf oben dunkelbraun, unten heller, Antennen braun, an der Basis blass. Rücken braun, in der Mitte blasser, dunkler in den Seiten, Kiele dunkelbraun. Seiten oben dunkelbraun, ober den Beinen beinahe weiss, Ventralplatten und Beine beinahe weiss. Kopf glatt, glänzend und oben gefurcht, unten behaart, Antennen lang. Halsschild nicht gekielt, sehr convex, zweiter Rückenschild mit wohl entwickelten Kielen, unter die des dritten Segmentes herabreichend. Die Kiele der übrigen Segmente beinahe ganz verschwunden, lediglich durch eine Art breiten Tuberkels repräsentirt, die Segmente daher nahezu cylindrisch. Querfurche gut entwickelt, gerade, vom 5. Segment an. Quernath deutlich geperlt. Rücken und Seiten glatt, Pleuralkiel gänzlich fehlend. Schwänzchen von normaler Fofm. Analschuppe breit, mit gebogenem Hinterrand und kleinen Tuberkeln. Beine und Ventral- platten von gewöhnlicher Form. Länge 15 mm, Breite 1'5 mm. Fundort: Sumatra. Paningahan. 9. Strongylosoma alampes nov. Sp. ? Dunkelbraun. Bauch, Beine und die Seitenbeulen gelbbraun. Länge 30 mm. Breite 3:5 mm. Kopf glatt, Halsschild etwas uneben, seitlich abgerundet. Die vorderen Segmente sind ein wenig halsartig verschmälert, haben einen geringeren Durchmesser als die folgenden und ihre Kiele sind nur durch schmale Längswülste angedeutet. Oberhalb des tief herabreichenden Kieles des zweiten Segmentes mehrere bogenförmige Runzeln. Ähnliche Runzeln auch auf den übrigen Segmenten. Oberseite der Metazoniten glatt, jedoch sehr fein getäfelt, daher glanzlos. Metazoniten mit einer tiefen Querfurche. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist auf der Rückenmitte grob geperlt, seitlich sind die Körnchen mehr in die Länge gezogen, stäbchenförmig. Die Kiele der porenlosen Segmente sind sehr klein, die der porentragenden Segmente etwas grösser und mehr platt gedrückt. Sie verbreitern sich auf jedem Segment allmälig vorn, wo sie ganz schmal sind, nach rückwärts, reichen aber nicht bis zum Hinterrand der Metazoniten, sondern brechen, ein Eckchen bildend, schon vor demselben ziemlich plötzlich ab. Ein eigentlicher Pleuralkiel fehlt, an seiner Stelle steht nur ein kleiner Zacken. Schwänzchen abgestutzt, unten ausgehöhlt, vor dem Ende jederseits ein kleines Wärzchen. Anal- schuppe zweizipfelig. Fundort: Java (Dr. Adensamer coll.) 1 2. Strongylosoma Bataviae Humb. et Sauss. Tafel I, Fig. 6, 7, Tafe] II, Fig. 40. 1869. Polydesmus (Strongylosoma) Bataviae Humb. et Sauss. Verh. zool.-bot. Ges. XIX., 688. &. Einfärbig gelbbraun. Oberseite runzelig, Metazoniten undeutlich granulirt, die vordersten und hintersten deutlicher. Länge 35 nm. Breite eines mittleren Metazoniten 28 mm. Prozoniten 2 mm. Sehr lang und schlank, stark rosenkranzförmig. Segment 2—4 verschmälert, die folgenden Segmente trapezoidal, vorn verschmälert, hinten breit mit weit voneinander getrennten Kielen. Hinterende des Körpers verjüngt. 19. Segment recht lang, Kopf punktirt. Vorderrand des Halsschildes stärker gebogen als der Hinterrand, gesäumt, ebenso die Seitenlappen, letztere breit abgerundet, etwas zurückgebogen, runzelig mit drei verwischten Furchen, Hinterrand neben dem Hintereck seicht ausgeschnittten. 2. Segment gürtelförmig, so lang wie die folgenden, aber weiter herabreichend. Sein2 Kiele horizontal mit scharfem Vordereck und dreieckig zahnartigem Hintereck. 3. und 4. Segment etwas kleiner mit linienförmigen Kielen, vorn abgerundet, hinten eckig, aber nicht zahnartig, auch nicht auf den hintersten Segmenten. Die Kiele verschwinden fast ganz, Poren seitlich, im Hintereck, Metazoniten S—15 mit undeutlicher kurzer Querfurche hinter der Mitte. Segment 2—7 mit Pleuralkiel. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 38 298 Carl Graf Attems, Analsegment schmal, conisch abgestutzt. Analschuppe sehr verlängert, abgestuzt und zweiwarzig am Ende. Fundort: Java, Batavia«. Das von Humbert und Saussure seinerzeit beschriebene Exemplar des Wiener Hofmuseums ist wie viele dieser Typen leider in sehr schlechtem Erhaltungszustand. Ein Pleuralkiel, resp. ein Zacken am Hinterrande des Metazoniten an der entsprechenden Stelle findet sich noch auf dem 7. Segment. Die Ventralplatten sind schmal, quadratisch, behaart, die Ventralplatte V hat einen grösseren Fort- satz zwischen den Beinen des vorderen Paares. Die Analschuppe ist allerdings ungewöhnlich lang und zweizipfelig (während die Borstenwarzen sonst sehr klein oder ganz unsichtbar sind). (Fig. 6.) Die Beine des einzigen Männchens sind schlank und gleichmässig zerstreut behaart, ohne dichte Bürste auf der Unterseite; doch steht dies des schlechten Zustandes des einzigen Exemplares wegen nicht ganz fest. In der ganzen Gestalt stimmt diese Art mit Sfr. Kükenthali überein. Die Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten ist seicht längsgestrichelt. Von der Querfurche sieht man jetzt wenig mehr. (Fig. 40.) Die Copulationsfüsse sind sehr charakteristisch mit zwei grossen schlanken Haken oder Hörnern (k,, k, Fig. 7) unterhalb der Theilungsstelle im Haupt- und Nebenast versehen, was die Copulationsfüsse leicht von den Verwandten unterscheiden lässt. Sie sind im Übrigen schlank, der Schenkel beborstet, ohne Besonderheiten, der folgende Theil erst schlanker, dann etwas plattig verbreitert; am Rande dieser Platte entspringen die zwei erwähnten grossen spitzen, stark Sförmig gekrümmten Hörner. Der Nebenast ist breit zweilappig, der eine Lappen, der sich über das Ende des schlanken spitzen Hauptastes legt, gerade ab- gestutzt, mit einem Zipfelchen in einem Eck, der andere Lappen mit einigen kleinen Zähnchen. (Fig. 7.) Strongylosoma ocellatum Poc. 1895 Myr. from Burma. Ann. mus. eiv. st. nat. Genova (2) XIV. 801, Fig. 8. »Braun, unterhalb blasser, auf jedem Metazoniten ein breiter gelber medianer Fleck, Kiele gelb, Antennen und Beine braunschwarz. Cylindrisch, gewölbt, Kiele klein. 1. Segment flach, fast kiellos. Kiel des 2. Segmentes tiefer herab reichend als der des 1. und 2. Segmentes. Kiele der übrigen Segmente sehr klein, gerade über der Mitte der Seiten, eigentlich nur durch eine leichte, die Poren tragende Hervorragung vertreten. Die porenlosen linienförmig. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten geperlt, Metazonit 4—18 mit einer glatten, leicht ausgebuchteten Querfurche. Oberfläche glatt und glänzend, Seiten unterhalb der Kiele im Vorderende des Körpers fein granulirt, weiter hinten glatt. Pleuralkiel auf Segment 2—5, Schwänzchen dreieckig, breit abgestutzt mit kleinen Tuberkeln. Analschuppe gewölbt mit kleinen Tuberkeln. Ventralplatten hoch, quergefurcht. Entfernung zwischen den Beinen des letzten Paares kleiner als die Länge der Coxa. Beine länglich, mässig dick, Klaue gross. g' Beine dicker und länger, Ventralplatten 5 ohne Fortsatz. Copulationsfüsse an der Basis ganz frei, die zwei Fortsätze dicht um einander gewunden. Länge ca. 21 mm. Dicke 2°5 mm. Fundort: Rangoon, Tharawaddy, Taikkyii in Pegue«. Strongylosoma gastrotrichum nov. sp. Taf. I, Fig. 23; Taf. II, Fig. 35. Farbe dunkelbraun, zwei längsovale Flecken auf der Rückenmitte in der vorderen Hälfte jedes Meta- zoniten, die Kielwülste und Beine gelb. Der Bauch lichter braun als der Rücken. Antennen an der Spitze schwärzlich. Länge 37 mm. Breite 3 mm. Der Körper ist stark rosenkranzförmig, indem die Segmente zwischen Pro- und Metazoniten stark eingeschnürt sind. Im Übrigen sind die Segmente beinahe drehrund. Die kleinen Kiele sind kurze und niedrige Wülste in der hinteren Hälfte jedes Metazoniten, beiläufig in der Mitte der Seiten angesetzt. Sie beginnen, wie gesagt, ungefähr in der Mitte der Metazonitenlänge und erreichen den Hinterrand der Meta- zoniten nicht einmal, Die porentragenden werden von der Seite gesehen durch zwei nach hinten conver- BE System der Polydesmiden. TI. 299 girende Linien begrenzt, die porenlosen sind gleichmässig schmal. Sie sind hinten etwas breiter als vorn (auf jedem Metazoniten) und hinten abgerundet. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist geperlt. (Fig. 23.) Eine Quernaht ist auf den Metazoniten nicht vorhanden, doch sieht man bei gewisser Beleuchtung eine schwache Andeutung davon. Die Oberfläche des Körpers, besonders der Metazoniten, ist leicht lederartig runzelig. Sehr auffallend sind vier kreisrunde kleine Felder in einer Querlinie auf der vorderen Hälfte jedes Metazoniten, wahrscheinlich die Insertionspunkte von vier grösseren Borsten; doch sind letztere, wenn sie vorhanden waren, abgerieben. Halsschild querelliptisch mit abgerundeten Seitenlappen. Zweiter Kiel vorn und hinten etwas zackig ausgezogen. Kopf unbeborstet, Fühler lang und schlank, auf dem Scheitel neben der sehr seichten Scheitelfurche sind noch die Reste einiger grösserer Borsten sichtbar. Ein Pleuralkiel ist nicht vorhanden. Ventralplatten behaart, ohne Dornen, die 5. beim Männchen mit einer grossen, nach vorn gerichteten Lamelle zwischen dem vorderen Fusspaar. Schwänzchen kurz, relativ breit, am Ende gerade abgestutzt nicht eylindrisch, sondern unten ausgehöhlt. Analschuppe wie gewöhnlich, dreieckig. Analklappen nur sehr schwach verdickt am Rande. Beine, auch des Männchens, schlank, ganze Unterseite des Endgliedes und der distalen Hälfte des vor- letzten Gliedes der vorderen Beine mit einer dichten Bürste. Alle Glieder, auch oben, weitschichtig beborstet. Auf den hinteren Beinen kann man nur am Ende des letzten Gliedes von einer Bürste sprechen, wenn auch die proximale Hälfte des letzten Gliedes dichter beborstet ist als die anderen Glieder. Diese Borsten sind lancettförmig. Kralle kräftig ohne Nebenkralle. Copulationsfüsse (Fig. 35): Schenkel verhältnissmässig lang, beborstet, der folgende Theil schlank gerade, am Ende in mehrere gebogene Äste aufgelöst, zunächst kommen zwei (H, K) allmälig sich zuspitzende Haken, von denen der distale (7) die Samenrinne führt, dann ein dritter Endast mit Seitenzähnen. (N, Fig. 39.) Fundort: Sumatra. Toba Meer. (Burchards coll. Hamb. Mus.) d', 2. Strongylosoma contortipes nov. Sp. Taf. I, Fig. 14. Die Farbe erinnert in ihrer Vertheilung sehr an die von Sfr. patrioticum m.; was dort schwarzbraun ist, ist jedoch hier lichtkastanienbraun, also: Kopf, Antennen, Prozoniten und vordere Hälfte der Meta- zoniten (vor der Querfurche) licht kastanienbraun oder kaffeebraun. Halsschild ringsherum gelb gesäumt. Hintere Hälfte jedes Metazoniten (hinter der Querfurche) sammt der hinteren Hälfte jedes Kieles, Schwänz- chenspitze, Bauch und Beine gelb. Länge 20 mm. Breite eines Prozoniten 2 mm. Körperoberfläche glatt, jetzt matt (aber das ist vielleicht nur die Folge des schlechten Conservirungs- standes), unbehaart. Körper kräftig, jeder Ring zwischen Pro- und Metazonit deutlich eingeschnürt, die Quernaht geperlt. Die Kiele nur sehr schmal. Sie sind in dorsoventraler Richtung ziemlich breit, besonders die porentra- genden, nach oben scharf begrenzt, springen seitlich aber kaum vor, der zweite tiefer als die übrigen herabreichend. Halsschild seitlich verschmälert und abgerundet. Kopf ganz vorn mit den gewöhnlichen Börstchen, sonst unbehaart. Antennen leicht keulig. Schwänzchen von gewöhnlicher Form, ein wenig plattgedrückt am Ende. Analschuppe abgerundet mit zwei Borstenbüscheln. Borsten des Analsegmentes im Übrigen normal. Ventralplatten des J’ alle ohne Fortsätze, kurzhaarig und der Quere nach eingedrückt. Ein sehr deutlicher Pleuralkiel vorhanden, der bis ca. zum 17. Segment zu verfolgen ist. Sein Hinterende bildet ein kleines, spitzes, über den Hinterrand des Metazoniten ragende® Zäckchen. 300 Carl Graf Attems, Beine (des J’) verdickt, die ganze Unterseite der zwei letzten Glieder mit einer dichten Bürste. Die Borsten, welche nahe der Spitze auf der Oberseite stehen, sind besonders kräftig. Copulationsfüsse von sehr charakteristischer Gestalt. Schenkeltheil vom folgenden scharf abgesetzt, relativ klein und schlank und mit sehr langen Borsten besetzt, der Endtheil ist breit und zu einer Spirale eingebogen. Nach kurzem Verlauf spaltet sich dieser Endtheil, da wo die Einrollung zur Spirale beginnt, in die zwei Äste. Der Hauptast auf der Aussenseite der Krümmung ist schlank, der Nebenast sehr breit, nach dem Ende zu all- mälig verjüngt. Beide Äste verlaufen eng miteinander verbunden (Fig. 14). Fundort: Calcutta. (d‘ Hofmuseum.) Strongylosoma patrioticum nov. Sp. Taf. I, Fig. 12, 13. Kopf und Antennen schwarzbraun. Der Körper ist lebhaft quergebändert, es sind nämlich die Prozo- niten und vordere Hälfte der Metazoniten schwarzbraun bis schwarz, die hintere Hälfte der Metazoniten, nämlich der Theil hinter der Querfurche, orangegelb, ebenso sind die Kiele orangegelb, mit Ausnahme des feinen erhabenen Saumes vorn. Der Halsschild hat in der Mitte seines Hinterrandes einen halbkreisförmigen gelben Fleck, und auf den Metazoniten 2—4, die noch keine Querfurche haben, ist die Abgrenzung zwischen schwarz und gelb nicht so scharf. Analsegment an der Basis schwarz, das schaufelförmige Schwänzchen orangegelb. Unterseite der Metazoniten unterhalb der Kiele dunkel kastanienbraun. Die Anfangsglieder der Beine braungelb, die 3 Endglieder braun. Analklappen kastanienbraun mit gelben Rändern. Länge 25—28 mm. Breite d 2:5 mm, ? 3 mm. Der ganze Rücken glatt und glänzend. Unterseite der Metazoniten sehr fein granulirt. Kopf nackt, Scheitelfurche fein. Antennen nicht lang, schon an der Basis kräftig, nicht keulig. Halsschild seitlich breit abgerundet. Kiel des zweiten Segmentes deutlich tiefer hinabreichend als die anderen und nach hinten etwas lappig ausgezogen, vorn mit einem kleinen vorspringendem stumpfen Eckchen. Kiele für einen Strongylosoma gut entwickelt, im oberen Drittel der Seiten angesetzt und horizontal. Der Körperdurchschnitt kreisförmig. ; Die porenlosen Kiele sind dorsoventral ziemlich dünn, die porentragenden sind dick schwielig. Das Saftloch liegt ganz nach der Seite gerichtet in der Mitte dieser Schwiele. Vordereck aller Kiele viel stärker abgeschliffen als das zugerundete Hintereck. Die Ringe sind zwischen Pro- und Metazoniten deutlich eingeschnürt. Die Naht ist in derselben Weise wie die Querfurche auf den Metazoniten 5—18 fein geperlt. Das Männchen hat auf den Segmenten 2—7 einen, besonders in seiner hinteren Hälfte deutlichen Pleuralkiel. Beim ? ist er nur auf dem 2. und 3. Segment zu sehen und auch hier sehr klein. Das Schwänzchen ist ziemlich breit, unterseits etwas ausgehöhlt, das Ende seicht ausgeschnitten, resp. mit zwei Höckerchen versehen, an jeder Seite mit einem und mit den gewöhnlichen Borsten und Bor- stenbüscheln. Analklappen und -schuppe ohne Besonderheiten. Ventralplatten sehr deutlich kreuzförmig eingedrückt, fein behaart. Beine der Männchen etwas verdickt, die ganze Unterseite der letzten und der distalen Hälfte des vor- letzten Gliedes der vorderen Paare mit einer Bürste glatter Borsten. An den Enden des ersten und zweiten Gliedes unten steht je eine sehr lange Borste. Keine Nebenklaue. Copulationsfüsse: Hüfte dick. Schenkel kurz und klein, beborstet, eine der Borsten am Ende ist sehr lang. Der folgende Theil ist vom Schenkel deutlich abgesetzt, beginnt mit einem ganz kurzen stielartigen Stück, um sich gleich zu einer grossen, beiläufig halbkreisförmigen Platte auszudehnen, dann gabelt er sich in zwei Äste; der Hauptast mit der Samenrinne ist eine einfache, schlanke Sichel, die zum grössten Theil in den vom Nebenast gebildeten Falten liegt. Die Faltelung dieses Nebenastes ist schwierig zu beschreiben und am besten noch aus der Zeichnung zu ersehen. (Fig. 12.) System der Polydesmiden. TI. 301 Bei der Ansicht von der medialen Seite liegt der Lappen a unter dem Beginn des Hauptastes und die Lappen ß und 7 decken ihn von oben. Bei der Betrachtung von der lateralen Seite sieht man, dass das Ende des Hauptastes in der Höhlung des eingeklappten Lappens y liegt, ö ist der umgeschlagene Theil von y. (Fig. 13.) Fundort; Japan. (Hofmuseum.) Strongylosoma signatum Attems. Taf. III, Fig. 49. 1897. Myr. d. Reise Kükenthal’s. Abhandl. d. Senkenb. naturf. Ges. Bd. XXIII, p. 483, Taf. XXI, Fig. 10. Schwarzbraun, auf jedem Metazonit bis zum 19. incl. ein lichtgelber Fleck, der auf den vorderen Segmenten 2—4, vom Vorder- bis zum Hinterrand des Metazoniten reicht; vom 5. Segment an ist dieser Fleck dreieckig, mit der Spitze nach vorn und reicht vom Hinterrand bis etwas über die Mitte. Füsse dunkelrothbraun. Länge 23 mm. Breite 3°5 mm. Glatt und glänzend, Metazoniten ohne Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten nicht geperlt. Halsschild stark gewölbt. Seitenlappen abgerundet, nahe dem Hinterrande ein undeutlicher, gelber, medianer Fleck. Der Seitenrand aller Kiele ist ganz abgerundet, durchaus nicht kantig und zieht von der Pro- Meta- zonitengrenze im Bogen schräg nach hinten und aussen, so dass jeder Kiel also hinten am breitesten ist. Die hintere Hälfte jedes Kieles ist gegen den Rücken durch eine Furche abgegrenzt, das Hinterende der Kiele ist abgerundet und schneidet mit dem Hinterrand des Metazoniten ab. Die porentragenden Kiele sind dicker als die anderen. Pleuralkiel fehlt, nur auf Segment 2 und 3 an einer Stelle ein kleiner Zacken. Kopf glatt, Scheitelfurche deutlich. Antennen relativ kurz und dick. Ventralplatte des fünften Segmentes beim Männchen mit einem stumpfen Höcker zwischen den Beinen des vorderen Paares. Schwänzchen breit, abgestutzt. Analschuppe dreieckig wie gewöhnlich. Die beiden letzten Beinglieder auf der Unterseite mit einer Bürste stumpfer Borsten. Copulationsfüsse: Schenkel wie gewöhnlich, der folgende Theil hat in der Mitte seiner Länge auf der Innenseite einen spitzen Seitenzahn (Z 1.) und gabelt sich am Ende in zwei Äste, die aber an ihrer Basis nicht durch eine Naht oder Furche im Chitin abgegrenzt sind. Der Hauptast 4 mit der Samenrinne ist ein zugespitzter Haken mit einem kräftigen Zahn nahe der Basis (G 2) und einem schlanken Seitenzahn vor dem Ende (Z 3). Der Nebenast (N) ist eine breite Platte mit einem Seitenzahn (Z 4) (Fig. 49). Fundort: Soah Konorrah 1 J. Strongylosoma Kükenthali Attems. Taf. II, Fig. 48. 1897. Myr. d. Reise Kükenthal’s. Abhandl. d. Senkenb. naturf. Ges. Bd. XXIII, p. 484, Taf. XXI, Fig. 9. Schwarzbraun, ein sehr verwaschener Fleck auf der Mitte der Metazoniten, nahe dem Hinterrande, hintere Hälfte der Kiele, Bauch und Beine gelbbraun. Länge 30 mm, Breite 2:9 mm. Körper sehr glatt und glänzend, durch die Einschnürungen zwischen Pro- und Metazoniten stark rosenkranzförmig. Die Naht zwischen beiden Segmenthälften ungemein fein geperlt; bei schwacher Ver- grösserung glatt erscheinend. Zweiter Kiel reicht viel tiefer ventral herab als die folgenden, sein Vordereck ist rechtwinkelig und nicht nach vorn lappig ausgezogen. Die übrigen Kiele sind gegen den Rücken durch eine feine Furche abgegrenzt, reichen hinten bis zum Hinterrand der Metazoniten, sind hier ziemlich dick in dorsoventraler Richtung, aber nicht breit, indem 302 Carl Graf Attems, sie sich nach vorn zu allmälig verlaufen und bereits aufhören, bevor sie den Vorderrand der Metazoniten erreicht haben. Die Querfurche der Metazoniten ist ungemein seicht. Auf den vorderen Segmenten findet sich ein niedriger Pleuralkiel, der sich in ein spitzes, den Hinter- rand der Metazoniten überragendes Eckchen fortsetzt; später bleibt vom ganzen Pleuralkiel nur mehr dieser Zacken übrig, der noch bis zum 16. oder 17. Segment zu verfolgen ist. Ventralplatten tief kreuzförmig eingedrückt, glatt, unbehaart, beim Männchen die fünfte mit einer langen Lamelle zwischen den vorderen Füssen. Scheitelfurche seicht. Antennen lang und schlank. Halsschild seitlich abgerundet. Schwänzchen abgestutzt, unten hohl, am Ende mit den gewöhnlichen Borstenwarzen. Analschuppe abgestutzt, mit zwei borstentragenden Wärzchen. 2., 5. und 6. Glied der Beine beim Männchen auf der Unter- seite bürstig behaart. Copulationsfüsse: Der Schenkel setzt sich in einen vom Anfang bis Ende gleich breiten Theil fort, der zwei Äste trägt. Der Hauptast ist wie gewöhnlich dünn, spitz sichelförmig. Der Nebenast ist ziemlich complieirt gebaut, er bildet eine Scheide für den Hauptast, trägt aussen zwei am Rande gezähnelte Lamel- len (a und b), von denen die eine (b) zackig nach der Basis des Fusses zu vorragt, und an der Innenseite der Krümmung einen Haken (d). Sein Haupttheil (c) ist gross, gebogen, bei * ist das Ende der für den Hauptast bestimmten Rinne. (Fig. 48.) Fundort: Borneo, Celebes, Minehassa. d, ®. Strongylosoma hetairon Attems. 1897. Myr. d. Reise Kükenthal’s. Abhandl. d. Senkenb. naturf. Ges. Bd. XXIII, p. 485. Diese Art ähnelt sehr dem Strongylosoma nodulosum mihi, von dem sie sich folgendermassen unter- scheidet. Farbe schwarzbraun, ein breiter Querstreif längs des Hinterrandes jedes Metazoniten, der sich in der Mitte nach vorn in einen schmalen bis zum Vorderrand des Metazoniten reichenden Längsstreif fortsetzt, die porentragenden Kiele (die anderen nicht), Pleuren, Bauch und Beine gelblichweiss. Auf der Rücken- mitte jedes Prozoniten ein gelblicher Fleck. Antennen schwarzbraun. Die Kiele sind noch kleiner als bei Strongylosoma nodulosum und eigentlich nur kleine eiförmige Beulen in den Seiten, welche nur die Hälfte des Metazoniten einnehmen und weder den Vorderrand, noch den Hinterrand derselben erreichen. Analschuppe breit abgerundet, ohne Spur von Tuberkeln. Kiel des zweiten Segmentes vorn zackig, seitlich verdickt. Länge 28 mm, Breite 2:6 mm. Fundort: Celebes, Minehassa. 1 ®. Strongylosoma nodulosum Attems. 1897. Myr.d. Reise Kükenthal’s. Abhandl. d. Senkenb naturf. Ges. Bd. XXIII, p. 486. Rücken schön rosenroth, ein medianer Längsstreif und die Umgebung der Querfurche auf den Meta- zoniten, ein Längsstreif auf den Prozoniten in der Höhe der Kiele, ein Querband längs des Vorderrandes der Prozoniten braun bis schwarz. Glatt und glänzend auf dem ganzen Körper. Länge 35 mm, Breite 3 mm. Relativ schlank, rosenkranzförmig, dadurch, dass der Körper zwischen den Pro- und Metazoniten stark eingeschnürt ist; diese Naht ist ausserdem sehr deutlich geperlt, die Perlen sind besonders in der Höhe der Kiele gross. Die Kiele sind nur sehr schwach entwickelt, es sind kleine kurze Wülste, auf den poren- tragenden Segmenten grösser als auf den porenlosen, sie reichen nicht bis zum Hinterrand der Metazo- niten. Gegen den Rücken sind sie durch eine Furche abgegrenzt. Jeder Kiel ist vorn ganz schmal, verbrei- tert sich allmälig nach hinten, auf den vorderen Segmenten ist das Hintereck abgerundet, auf den hinteren Fe System der Polydesmiden. T. 3083 Segmenten etwas zackiger, bleibt aber mit seiner Spitze noch ein gutes Stück vor dem Hinterrand des Metazoniten. Die Querfurche auf den Metazoniten ist tief. Scheitelfurche deutlich. Halsschild gewölbt, die abgerundeten Seitenlappen an die Kopfseiten angedrückt. Pleuralkiel auf Segment 2—4 vorhanden, sehr niedrig, geht aber hinten in ein relativ langes und spitzes Zähnchen aus, von dem auf dem 5. und 6. Segment nichts mehr zu sehen ist. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, glatt, unbeborstet. Schwänzchen unterseits etwas ausgehöhlt, etwas abwärts gebogen, am Ende mit zwei sehr kleinen Warzen jederseits. Analschuppe hinten abgestutzt, mit zwei kaum sichtbaren Tuberkeln. Fundort: Borneo. 2 2. Strongylosoma Holstii Poc. Taf. III, Fig. 60. 1895. Sirongylosowa Holstii Poc. Ann. and. magaz. of nat. H. (6.) XV, 355. ©. Kopf und Antennen schwarz, Segmente gerade über und auf den Kielen gelb und ein grosser gelber Fleck auf der Mitte eines jeden, der sich auf die Prozoniten erstreckt, wodurch eine zusammenhängende mediane Rückenbinde entsteht. Seiten oben schwarz, unten gelb, Beine und Ventralplatten gelb. Antennen verdickt. Die Glieder nehmen vom 2.—6. an Länge zu. Körper oben glatt. Kiele klein, gerade über der Seitenmitte, ohne Vordereck. Das Hintereck kaum zugespitzt, selbst ganz hinten, und nicht den Hinterrand der Segmente überragend, für die Saftlöcher ziemlich tief ausgehöhlt, der des zweiten unter die des ersten und dritten hinabreichend, grösser, mit rechtwinkeligen Ecken. Querfurche vom 5.—18. Segmente nicht geperlt. Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten fein geperlt. Schwänzchen, Analschuppen und Ventralplatten wie gewöhnlich. Seiten der Segmente glatt, Pleuralkiel fehlt vom 5. Segment an. Klaue der Beine deutlich. & kleiner und schlanker als das Q. Kiele etwas grösser. Ventralplatte des 5. Segmentes mit einem Fortsatz. Tarsi der vorderen Beine unten dichter behaart. Copulationsfüsse ziemlich kurz. Flagellum und seine Scheide beinahe von der Basis an getrennt. Die Scheide um sich selbst korkzieherartig gewunden, scheinbar selbst in zwei Äste gespalten und mit getheilter Spitze. (Fig. 60.) Länge 9 20mm, f 15:5 mm. Breite mit den Kielen 9 2 mm, Z 1'5 mm. Great Loo-Choo. (Holst coll.) Strongylosoma eurygaster nov. Sp. Taf. I, Fig. 22; Taf. II, Fig. 38. Metazoniten schwarzbraun, Prozoniten grauschwarz. Kiele gelblich. Länge ? 27 mm. Breite d 3 mm, ? 3:5 mm. Kopf glatt und glänzend, auf dem Scheitel unbeborstet mit tiefer Furche. Antennen dünn. Halsschild glatt und glänzend, die ganz abgerundeten Seitenlappen sind etwas nach rückwärts gezogen. {=} {=} Do {=} PP {=} 1) Körper rundlich, wegen der geringen Entwicklung und des tiefen Ansatzes der Kiele. Prozoniten glanz- los. Metazoniten vor der Querfurche glatt und glänzend, hinter derselben etwas längsgerunzelt, in den Seiten unterhalb der Kiele sehr fein granulirt. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten sehr fein und schwach längsgestrichelt. Kiel des zweiten Segmentes vorn und hinten lappig ausgezogen. Die Kiele sind niedrige, runde Beulen, mit einem leistenartigen Saum seitlich, der auf den porentra- genden Segmenten um den Porus herum aufgetrieben ist; vorn sind sie etwas schmäler als hinten, und keiner ist hinten zackig oder spitz. Das 19. Segment hat nur eine kaum merkbare Auftreibung. Pleuralkiel deutlich bis zum 7. Segment, sein Hinterende abgerundet. Ventralplatten breit, die Füsse daher weit von einander entfernt, tief der Quere nach, aber nicht längs eingedrückt, behaart. Beim Männchen alle ohne Fortsatz. In den Seiten der Metazoniten oberhalb jedes Beines des vorderen Paares ein schlankes Zäpfchen wie bei Strongylosoma rubripes Koch. Schwänzchen relativ breit, am Ende ausgeschnitten, mit zwei Tuberkeln, zwei weitere nahe der Spitze, einer jederseits. Analschuppe dreieckig zugerundet, mit zwei Tuberkeln, 304 Carl Graf Attems, Vordere Beine des Männchens auf der Unterseite der zwei letzten Glieder mit einer dichten Bürste von Borsten. Die Unterseite der übrigen Glieder ist dicht, mit eigenthümlichen breiten Borsten besetzt. Diese Bor- sten sind schwach sichelförmig gekrümmt und haben meist ein kleines Spitzchen auf der concaven (dem Beinglied abgewandten) Seite. Sie selbst sehen zart und wie plattgedrückt aus. (Fig. 22.) Alle Glieder sind im Übrigen ringsherum kräftig beborstet. Die Borsten der Oberseite der ersten zwei bis drei Glieder sind allerdings viel kleiner und mehr anliegend. Auf den hinteren Beinen sind die zwei Endglieder auf der Unterseite ebenso bewehrt wie die anderen. Am Ende des zweiten Gliedes steht eine besonders grosse lange Borste. Nebenkralle ist keine vorhanden. Die Borsten der Bürste haben keine Kerbzähne. Copulationsfüsse: Auf den ovalen beborsteten Schenkel folgt wie gewöhnlich ein ungetheiltes Stück, dann spaltet sich der Copulationsfuss in einen dünnen gekrümmten Hauptast mit der Samenrinne (Z), eine breite, am Ende gezähnelte Platte (P) und drei kräftige dicke Haken (X); letztere haben seitlich sehr kleine Nebenzähnchen. (Fig. 38.) Fundort: Wladiwostock. (Hamb. Mus.) d’, 9. Strongylosoma Swinhoei Poc. 1895. Strongylosoma Swinhoei Poc. Ann. and magaz. of natur. H. (6.) XV, p. 354. 1896. > > Brölem. Mem. soc. zool. de France 1896, p. 354, Taf. XIII, Fig. 9—11. ® Farbe schwarz oder tiefbraun. Hintere Hälfte jedes Rückenschildes mit einer gelben Querbinde, welche sich, die vier ersten Segmente ausgenommen, auf die hintere Hälfte der Kiele erstreckt. Antennen schwarz. Beine distal schwarz. Körper glatt, glänzend, oben fein gestrichelt. Halsschild etwas körnig. Kiele sehr klein, über der Mitte der Seiten gelegen, oben durch eine Furche begrenzt, ohne deutliche Vorder- und Hinterecken. Kiel des zweiten Segmentes unter die des ersten und dritten hinabreichend, Vordereck stark vorgezogen, fehlt beinahe auf dem 19. Querfurche vom 5.— 18. Segment nicht geperlt. Quer- naht ebenfalls nicht sculpturirt. Schwänzchen abgestutzt, dreieckig. Tuberkeln nicht sichtbar. Analschuppe oval, die zwei Tuberkeln überragen die Spitze nicht. Seiten leicht gerunzelt. Pleuralkiel deutlich bis zum hinteren Körperende, halbmondförmig. Ventralplatten, ausgenommen auf dem Vorderende, mit vier stumpfen, rückwärts gerichteten Dornen, eine an der Basis jedes Beines. Beine mit deutlichen Klauen, normal behaart; Femur ungefähr so lang wie der Tarsus, zweimal so lang als der Trochanter, aber nicht zweimal so lang als die Tibia. Länge 35 mm. Breite mit den Kielen 3-8 mm, ohne diese 3 nm. 1 2 von Chee Foo. (Swinhoe Coll.) Vielleicht mit Oxyarus flavolimbatus L. Koch verwandt, aber letztere scheint beser entwickelteKiele und andereFärbung zu haben. In der Färbung erinnert S. Swinhoei stark an S. fransversetaenialum L. Koch und S. Phipsoni Poc. Aber bei keinem von diesen sind die Ventralplatten bedornt, ausserdem ist bei Phipsoni der Halsschild ganz gelb gesäumt und bei Zransverselaeniatum erstreckt sich das gelbe Band nicht auf die Kiele. Strongylosoma Nadari Brölem. 1396. Myr. de Chine. Ann. Soc. zool. de France 1896, p. 357, Taf. III, Fig. 17, 18. Diese Art konnte ich in die Tabelle nicht aufnehmen, da Brölemann über die Quernaht sagt: »ponctuce ?« Das Wesentlichste aus seiner Beschreibung ist Folgendes: Farbe wahrscheinlich schwarz mit weisslichen Kielen und Schwänzchen, übrigens schlecht erhalten. Länge 45 mm. Breite des 9. Metazoniten 5 mm, des 10. Prozoniten 4 mm. Körper verlängert, matt. Antennen ziemlich kurz. Halsschild seitlich abgerundet, kaum eine Spur von Hinterecken. Hinterrand nicht ausgeschnitten, oben glatt, seitlich wie alle anderen Segmente lederartig gerunzelt. Kiele des 2. Segmentes wohlentwickelt, rechtwinkelig, die des 3. und 4. Segmentes klein, abgerundet, vom 5. Segment an wieder gut ausgebildet, wenn auch kleiner als die des 2. Segmentes; bis zum 16. Segment haben sie abgerundete Ecken, von diesem an spitze, ohne dass sie den Hinterrand der Metazoniten überragen würden. Pleuralkiel auf dem 2. Segment wohlentwickelt, noch auf dem 5. Segment sichtbar, vom 6. Segment an ganz verschwunden. -Quernaht wenig tief (punktirt?), keine Einschnürung der Ringe hervorrufend. 5.— 18. Segment mit feiner, schwach ausgeprägter Querfurche. Analklappen sehr runzelig und gefaltelt, ihre Ränder wulstig gerandet. Analschuppe spitzbogig mit zwei dicken Borstenwarzen. System der Polydesmiden. T. 305 Beine mittellang, langhaarig. Männchen unbekannt. Fundort: Chou-San. Strongylosoma rubripes L. Koch. 1867. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien, XVII, p. 247. Röthlichbraun, Bauchseite heller. Kiele bräunlich gelb. Beine roth. Körperlänge ca. 40 mm. Breite 4 mm, ohne Kiele 3:5 mm. Der Körper vom 3.—5. Segment am dicksten, sonst ziemlich gleich breit. Halsschild seitlich abgerundet, vorn und seitlich etwas wulstig gesäumt, glatt, am Vorderrand in der Mitte fein granulirt. Kiel des zweiten Segmentes deutlich tiefer herabreichend als die folgenden, breit, vorn in eine Spitze endend, hinten abgerundet, lappig. Die übrigen Segmente fast glatt, nur längs des Hinterrandes der Metazoniten fein runzelig. Meta- zoniten 4—18 mit seichter Querfurche. Kiele Klein, besonders auf den porenlosen Segmenten, auf den porentragenden Segmenten sind sie dicker. Gegen den Rücken zu werden sie durch eine kleine Furche begrenzt, die Poren liegen unterhalb dieser Furche, seitlich, in der Mitte. Die Kiele sind schmal, verflachen sich vorn ganz, und erreichen hinten den Hinterrand der Metazoniten und enden hier etwas zackieg. Pleuralkiel nur auf den Segmenten 2 und 3 vorhanden. Das Hintereck dieser beiden Pleuralkiele ist abgerundet, auf den folgenden Segmenten ist vom Pleuralkiel nichts mehr zu sehen. Neben dem vorderen Beinpaar jedes Segmentes steht ein schlankes Zäpfchen. Naht zwischen Pro- und Metazoniten sehr fein längsgestrichelt. Schwänzchen kurz, breit, abgestutzt, etwas nach abwärts gebogen. Analschuppe halbkreisförmig zugerundet, ohne Tuberkeln. Afterklappen gewölbt, Ränder verdickt mit zwei Borstenwarzen. Fundort: Brinsbane, Australien (Hamb. Museum) I ®. Strongylosoma Novarrae Humb. et Sauss. Taf. III, Fig. 58. 1869. Polydesmus (Strongylosoma) Novarrae Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. XIX, p. 689. Farbe: Kopf und Antennen entweder licht kastanienbraun, oder nur der Scheitel so, der übrige Kopf sammt Antennen gelb. Metazoniten rost- oder kastanienbraun, mit Ausnahme des mittleren Theiles des Rückens vor der Querfurche, der so wie die Kiele gelb ist; die Grenzen sind aber sehr verschwommen. Prozoniten ebenfalls an ihrem vorderen Rande ins Gelbliche, am hinteren ins Kastanienbraune spielend. Ventralplatten, Schwänz- chen und Beine gelb. Länge 18—21 mm. Breite 2:5—2'8 mm. Oberfläche der Metazoniten sehr glatt und glänzend. Die Prozoniten sind etwas matter. Rücken ganz unbehaart. Kopf vorn behaart, Scheitel nackt mit deutlicher Medianfurche. Antennen schlank, am Ende leicht keulig. Alle Glieder behaart. Halsschild: Hinterrand gerade, Vorder- und Seitenrand einen Bogen bildend. Hinterecken stark ab- gerundet. Kiel des zweiten Segmentes vorn und hinten zackig ausgezogen. Das Vordereck mit einem winzigen Seitenzähnchen. j Die Kiele sind für ein Strongylosoma gut entwickelt, ebenso lang wie die Metazoniten, der Unterschied in der Dicke zwischen porenlosen und porentragenden ist nicht gross. Das Hintereck ist durch einen seichten Ausschnitt des Hinterrandes eckig. Kiele des 18. Segmentes schon etwas kleiner, das 19. Segment ist ganz drehrund, ohne Kiele. Die Poren liegen nahe dem Hintereck, eher schon auf der Unterseite. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 39 306 Carl Graf Attems, Metazoniten 5—17 mit ziemlich seichter, die Kiele nicht erreichender Querfurche. Quernaht rund geperlt. Ein Pleuralkiel ist nur auf den Segmenten 3 und 4 vorhanden, auf den anderen Segmenten keine Spur davon. Oberhalb jedes Beines ein Knöpfchen. (Tracheenmündungen.) Analsegment mit plattigem, convexen, stumpf abgerundeten, beborsteten Schwänzchen. Analschuppe spitzbogenförmig. Ventralplatten fein behaart, quer eingedrückt. Ventralplatten V des S' mit einem niedrigen Knöpfchen zwischen den vorderen Beinen. Beine reichlich behaart,die des d’' nur wenig dicker als die des ? und ohne Bürstenbildung auf den Tarsen. Die Copulationsfüsse sind von etwas ungewöhnlicher Gestalt für ein Sitrongylosoma: Schenkel wie gewöhnlich kurz, rundlich, reichlich beborstet und gegen den folgenden Theil scharf abgegrenzt. Dieser bildet ein ungetheiltes Stück, das sich am Ende in drei Äste auflöst, einer derselben entspringt etwas näher der Basis. Dieser und der andere ihm ganz ähnliche, schlanke, spitze, leicht gekrümmte Ast nehmen den dritten, der dicker, stärker hakig gekrümmt ist und die Samenrinne führt, in die Mitte. Es ist nicht die geringste Grenze im Chitin zwischen einem dieser Äste und dem Hauptstamm zu sehen. (Fig. 58.) Fundort: Auckland (Neuseeland). (Hofmuseum, Originalexemplar.) Strongylosoma transversetaeniatum L. Koch. Taf. I, Fig. 18, 19. 1881. Sitrongylosoma transversetaeniatum Karsch Arch. f. Naturg. Bd. 47. Abbild. d. Copulationsfüsse. d' Vordere Hälfte des Rückens der Metazoniten schwarzbraun, die hintere Hälfte der Metazoniten, der Hinterrand des Halsschildes und das Schwänzchen gelblichweiss, der übrige Körper kastanienbraun. Länge 50 mm. Breite 5 mm. Antennen schlank, Scheitelfurche deutlich. Halsschild mit abgerundeten, vorn und seitlich wulstig verdickten Seitenlappen. Segmente zwischen Pro- und Metazoniten eingeschnürt. Metazoniten mit einer schmalen, die Kiele nicht erreichenden Querfurche, welche zugleich die Grenze zwischen den beiden Farben der Metazoniten ist, die porenlosen Kiele sind dünne, die porentragenden dagegen dorsoventral dicke, mediolateral schmale Wülste, deren Hinterende auch auf den hinteren Seg-- menten ganz abgeschliffen, nicht einmal annähernd rechtwinklig ist. Pleuralkiele fehlen ganz. Quernaht ungeperlt, glatt. Ventralplatten beborstet. Schwänzchen ziemlich breit, abgestutzt mit kleinen Borstenwarzen am Ende. Analschuppe zugerundet, ohne Tuberkeln. Analklappen längsgestrichelt, die Ränder schwach verdickt. Die vorderen Beine des d’ auf der Unterseite der zwei letzten Glieder mit einer dichten Bürste gelber Borsten. Die übrigen Glieder sind auf der Unterseite reichlich behaart, eine der Borsten am Ende ist besonders lang. Auf den hinteren Beinen (hinter dem Copulationsring) sind die zwei letzten Glieder ebenso beborstet wie alle übrigen, ohne dichte Bürste. Kralle kräftig, ohne Nebenkralle. Die Copulationsfüsse erinnern durch die tiefe Spaltung eher an die von Leptodesmus. Auf den Schenkel folgt nämlich nicht erst ein ungetheiltes Stück, sondern dieser trägt zwei Äste. Der eine theilt sich bald wieder’in zwei, am Ende eingekrümmte Arme (b und c), von denen einer (c) die Samenrinne führt: der andere (a) ist breit plattenförmig, am Ende in einen nach der entgegengesetzten Seite, wie die Haken des ersten Astes gekrümmten Haken sich verjüngend. (Theil I, Fig. 18.) Fundort: Brinsbane, Australien. (Hamb. Museum.) 1 d.. ne Sie # Las 2. 27 an an DA a zu u A Au System der Polydesmiden. 1. 307 Strongylosoma Semoni Attems. 1898. Myriopoden, im Reiseberichte Semon’s. Farbe: Lebhaft quergeringelt, Grundfarbe licht gelbbraun, der Hinterrand aller Metazoniten ist schwarzbraun; dieser Streif ist auf dem Rücken '/,—'/,mal so breit als die Länge des Metazoniten beträgt, und wird in den Seiten schmäler und verwischter. Halsschild gelb, mit einem schwarzbraunen Saum rings- herum. Schwänzchen ganz licht gelbbraun, Kopf licht kastanienbraun, Antennen, Bauch und Füsse gelb- braun. Länge ca. 30 mm. Breite 3:2 mm. Gestalt dick und plump. Antennen kurz und dick; Scheitel unbehaart; Scheitelfurche scharf, von ihr gehen, ähnlich wie bei Julıs humgaricus, schräg nach hinten kleine Nebenfurchen ab. Halsschild querelliptisch, stark gewölbt. Vorderrand des Seitenlappens ganz sanft ausgebuchtet. Seiten selbst abgerundet. Oberfläche des Körpers glatt und glänzend, in den Seiten der Metazoniten einige Längsrunzeln. Das zweite Segment hat jederseits eine weit unter die Höhe der Saftlöcher herabgehende schmale Leiste, Reste des Kieles, welche vorn und hinten dorsalwärts umbiegt. Allen übrigen Segmenten fehlen Kiele vollkommen, nicht einmal runde Beulen sind in den Seiten vorhanden. Der Körper ist jedoch nicht ganz cylindrisch, denn zwischen Pro- und Metazoniten sind die Segmente etwas eingeschnürt. Die Naht an dieser Stelle ist sehr fein geperlt. Alle Metazoniten ohne Querfurche. Ventralplatten klein quadratisch, kreuzförmig eingedrückt, behaart. Schwänzchen kurz, etwas plattgedrückt, unterseits ausgehöhlt. Beine mässig behaart. Fundort: Burnett-Distriet, Queensland, Australien. (1 ? Semon Coll.) Die Art ist durch ihre auffallende Färbung leicht kenntlich. Strongylosoma innotatum Karsch. 1881. Archiv f. Naturgesch. 47. Bd., p. 42. Beinahe einfärbig rothbraun. Die Kiele sind für ein Sirongylosoma relativ gross, der deutlich tiefer als die übrigen herabreichende Kiel des zweiten Segmentes ist vorn lappig erweitert. Hinterecken der fünf vordersten Kiele abgerundet, vom 6. ab rechtwinkelig, nach hinten etwas spitzer werdend, doch ragt das Hintereck noch auf dem 17. Segment kaum über die hintere Segmentgrenze. Die Kiele des 18. und 19. Segmentes spitz, zahnartig. Metazoniten mit einer tiefen Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten ganz glatt und ungeperlt. Pleuralkiel auf den vier vordersten Segmenten deutlich, dann allmälig verwischt und nur mehr linien- förmig. Länge 27 mm. Fundort: Adelaide. Strongylosoma sagittarium Karsch. 1881. Archiv f. Naturgesch. 47. Bd., p. 42. »@ g. Long. corp. 20—25 mm. Testaceus, linea media dorsali fusca, et macula laterali magna iuxta costam poriferam, segmentis costatis sulco transverso carentibus, posteriora versus dilatatis subeylindricis, glabris, pedibus testaceis, antennis fusco brunneis. Appendices maris genitales elongatae tenues, corpore curvato, intus ante medium hamo valde curvato, apice truncato intus directo armato, hamis inter se implicatis. Patria: Sidney. (Daemel.)« Strongylosoma albonanum. (Latzel.) 1895. Paradesmus albonanus Latzel Myr. a. d. Umg. Hamburgs, p. 11. 1895. Strongylosomum Verhoeffi Brölem. Feuille des jeunes nat. III. ser., 25. Bd., Nr. 298. \ 308 Carl Graf Attems, Sehr klein und zierlich. Länge 5 mm. Breite 0-5—0'8 mm. Weiss, vorn verwaschen gelb, der Darmcanal schimmert durch. Kopf sehr fein runzelig, spärlich behaart. Scheitelfurche deutlich. Antennen einander an der Basis sehr genähert, mässig lang, keulig verdickt, mit langen, steifen Haaren bedeckt: 3. und 6. Glied sind die längsten, 6. Glied ziemlich verdickt, 7. und 8. Glied stärker als sonst entwickelt. Halsschild schmäler als der Kopf, halbkreisförmig, mit geradem Hinterrand und spitzen Hinterecken, gewölbt, glatt und glänzend, mit drei Reihen von Haaren. Die Segmente sind zwischen Pro- und Meta- zoniten stark eingeschnürt, die Prozoniten stecken aber so tief im vorangehenden Segment darin, dass der Körper nicht sonderlich rosenkranzförmig aussieht, mässig gewölbt. Die Oberfläche des Körpers ist sehr glatt und glänzend. Die Querfurche der Metazoniten sehr seicht. Die Beborstung der Metazoniten ist ziemlich spärlich; die einzelnen Borsten sind relativ lang, sie finden sich hauptsächlich auf dem Seiten- rand der Kiele, wo die Basis jeder Borste einen kleinen, nur bei stärkerer Vergrösserung sichtbaren Zahn bildet, und längs des Hinterrandes der Metazoniten. Die Kiele sind schmal, aber in dorsoventraler Richtung dick, der zweite reicht tiefer herab als die übrigen. Das Vordereck ist abgerundet, der Seitenrand geht parallel mit der Längsachse des Körpers, das Hintereck ist auf den vorderen Segmenten ebenfalls abgerundet, auf den hinteren bildet es ein kleines rechtwinkeliges Eckchen. Das Hinterende der Kiele erscheint aber viel runder dadurch, dass der Hinter- rand der Kiele nicht in einer zur Längsaxe des Körpers senkrechten Richtung verläuft, sondern von seiner Basis am Rücken etwas schräg nach vorn. Dagegen liegt das rechtwinkelige Hintereck weiter vorn als der Hinterrand der Metazoniten. Der Seitenrand zeigt wie schon erwähnt schwache Spuren einer Zähnelung, an jedem dieser winzigen Zähnchen steht eine Borste. Die relativ grossen Poren liegen im Hintereck der Kiele auf deren Unterseite, so dass man sie von oben nicht sieht. Schwänzchen wie gewöhnlich, Analschuppe breit, dreieckig mit abgerundeter Spitze und zwei Borsten- warzen. Copulationsfüsse: Blass, bernsteinfarben; der ungetheilten Basis sitzen zwei hakig gebogene Äste auf, der eine verdünnt sich von der dicken Basis nach dem Ende zu rasch und spaltet sich in zwei schlanke Hörnchen (Latzel zeichnet allerdings ein schlankes Hörnchen und eine breitere Platte), der andere kürzere ist ausgehöhlt, breit und umscheidet die Spitze des ersten; an der Theilungsstelle steht ein kurzer, beil- förmiger Lappen. Fundort: St. Georger Kirchhof in Hamburg. (Latzel.) Marais de la Ferte Milon. (Brölemann.) Strongylosoma pallipes (Olivier). Taf. III, Fig. 50, 71. 1792. Julus pallipes Oliv. Encycl. method. Ins. VII, p. 414. Von dieser so oft eitirten Art seien nur die wichtigsten Synonyme hier angeführt : 1835. Polydesmus pallipes Gerv. Magaz. d. Zool. VII, p. 133. 1844. Tropisoma pallipes C. Koch Deutschl. Crust. Arach. Myr. Heft 40, 23. 1847. » corrugatum C. Koch Syst. d. Myr. p. 129. » ferrugineum C. Koch Syst. d. Myr. I, p. 130. 1847. Strongylosoma pallipes Gerv. Hist. Ins. Apt. IV, p. 116. 1863. Tropisoma pallipes C. Koch Die Myr. I, 98, Fig. 87. » corrugalum C. Koch Die Myr. I, 100, Fig. 89. » ferrugineum C. Koch Die Myr. I, 99, Fig. 88. 1864. Strongylosoma pallipes Peters Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, 586. 1876. 9 - Rosicky Arch. Landesdurchf. Böhmen, I, IV, p. 39. 1883. > » Berlese Acari Myr. Scorp. itai. IX, p. 10. 1884. » » Latzel Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 158, Taf. VI, Fig. 71. 1856. » » Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. Heft 11, p. 46. 1889. > » Daday Myr. Regni Hungariae, p. 65. System der Polydesmiden. T. 309 1895. Strongylosoma pallipes Attems Myr. Steierm., p. 67. 1897. > Vejdovskyi Nemec O novem diplopodu z rodu Strongylosoma. Ferners in zahlreichen anderen Schriften von Verhoeff, Tömösvary, Fedrizzi etc. Ich gebe die Beschreibung im Wesentlichen nach der sehr guten Latzel’schen: Körper ziemlich gedrungen, Julus-ähnlich, doch fast rosenkranzförmig, glatt und sehr glänzend, fast nackt, nur an den Füssen, Fühlern, am Bauch und Mund mässig behaart. Grundfarbe in der Regel pech- braun bis pechschwarz, nicht selten aber auch rostbräunlich oder hell röthlichbraun. Über den Rücken verläuft eine Doppelreihe gelblicher Querflecken, dazwischen läuft das dunklere Längsband der Rücken- mitte. Auch in den Seiten, gegen den Bauch hinab, besitzt jedes Segment einen gelblichen, oft undeut- lichen Fleck. Beine heller oder dunkler rostbräunlich bis rothgelblich oder blass. Ich habe schon in den »Myriop. Steierm.« erwähnt, dass die erwachsenen Thiere unter Umständen zeitlebens die weisse Farbe der Jugend beibehalten können, resp. dass sich nur ein schmaler Längsstreif auf dem Rücken dunkel färbt, und dass diese Thiere von Daday unberechtigter Weise in eine eigene Var. albidum gestellt werden, unberechtigt, weil diese weisse Färbung, die ganz zerstreut unter normal gefärbten vorkommt, nur auf einem Unterbleiben der Pigmentirung in den verschiedensten Graden beruht. Ebensowenig ist die Var. fusca Daday'’s eine selbständige Abart, denn auch diese Thiere finden sich ganz zerstreut unter normal gefärbten und oft in Copula mit letzteren. Auf ein solches schwarzes Individuum bezieht sich Nemec' Sfr. Vejdovskyi. Länge 16—21 mm. Breite 2—2:5 mm. Scheitelfurche zwischen den Fühlern beginnend und bis zum Halsschild reichend. Fühler ziemlich lang, schwach keulenförmig. Halsschild gross, stark gewölbt, nahezu elliptisch oder kugelschalig, ohne Spur von Höckerchen, wie alle folgenden Schilde, doch mit drei Querreihen sehr kleiner aufrecht stehender Börstchen. Der nächst- folgende Rückenschild kurz, in den Seiten kielartig aufgeworfen, mit spitzen Vorder- und stumpfen Hinter- ecken, tief herabreichend und hier unten auch gekielt. Die Kiele aller Segmente sind niedrig und allseitig rund, dorsal von einer Furche begrenzt, die porentragenden sind etwas grössere Wülste als die porenlosen, die Saftlöcher liegen ganz seitlich im Hinterende des Wulstes inmitten eines tiefen ovalen Grübchens. Metazonit 4—16 mit seichter Querfurche, vor und hinter derselben je eine Querreihe sehr feiner, kaum wahrnehmbarer Börstchen. Die vordersten Segmente mit einem Pleuralkiel. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist geperlt, auf dem Rücken schwächer als in den Seiten, besonders deutlich in den Seiten der vorderen Segmente. Schwänzchen ziemlich spitz. Beine lang, bei Männchen entschieden länger und dicker als bei Weibchen, ausserdem zeichnen sich die männlichen Beine durch das Endglied aus, welches auf der ganzen Sohle bürstenartig oder bartwisch- ähnlich behaart ist. Copulationsfüsse der Männchen hell bernsteingelb (mit Ausnahme der Basis), hakig eingekrümmt und in der Mitte mit einem ebenfalls hakig gekrümmten inneren Ast versehen. Letzterer stellt den Neben- ast (=? Tarsus) vor, auf dem Haupttheil verläuft die Samenrinne. (Fig. 50.) Vergl. Latzel Myr. d. österr.- ungar. Mon. II., Taf. VI., Fig. 71. Attems Copulationsf. der Pol. Taf. II, Fig. 14, 15. Jugendstadien (nach Latze]): Pullus VII. 28 Z, resp. 29 ® Beinpaare, 11—12 mm lang, ca. 15 mm breit. Farbe blasser als bei den Erwachsenen. Pullus VI. 26 resp. 27 Beinpaare, 8-9 mm lang, 1—1'2 mm breit, blass mit dunkler Längslinie über den Rücken. Pullus V. 22, resp. 23 Beinpaare, 4:6—5'5 mm lang, 0:S— 1 mm breit. Pullus IV. 16, resp. 17 Beinpaare, 4 mm lang, 0:5—0'6 mm breit. Pullus III. 10. resp. 11 Beinpaare, 2:7—3 mm lang. 0 3—0°4 mm breit. 310 Carl Graf Attems, Pullus II. 6 Fusspaare, weiss, relativ gedrungen, ca. 1'5 mm lang, 0-4 mm dick. Fühler sechsgliedrig, 4. und 5. Glied dick. Die Seitenkiele enden hinten in eine Spitze, worauf eine kurze, gleichdicke Borste steht. Solche Borsten sind auch über die Oberseite in Querreihen vertheilt. Pullus I unbekannt. Fundorte: Österreich-Ungarn, Serbien, Russisch-Polen, Preussisch-Schlesien, Italien, Süd-Frankreich. Strongylosoma italicum Latzel. Taf. X, Fig. 248, 249, 250, 251. 1886. Bull. soc. entomol. ital. XVIII, p. 308. 1885. Strongylosoma pallipes var. gallicum Latzel Myr. de la Norm. 2e Jiste. 1891. > mediterraneum Daday Termeszet raizifüzetek, XIV, p. 177. 1893. » pallipes Humb. Myr. des environs de Geneve. 1894. » gallicum Brölem. Contrib. ä la faune myr. medit. III, p. 14 in Mem. soc. zool. de France, p. 450, 1894. Ich gebe die Beschreibung nach der ausführlichsten, der von Brölemann: »Färbung recht ähnlich der von pallipes, gewöhnlich blass, bisweilen röthlich. Querfurche und Hinterrand der Metazoniten und Vorderrand der Kiele bis zur Zähnelung dunkler. Rand des Kopfschildes, Bauch und Beine heller. Rosenkranzförmig, parallelseitig, vorderste Segmente etwas verengt. Kopfschild vorn mit langen gelben Borsten. Stirn und Scheitel glatt, glänzend. Scheitelfurche tief und dunkel. Antennen, keulenförmig, 6. Glied röthlich, mit weissen langen Haaren bedeckt. Halsschild gestreckt, halbkreisförmig. Seitenlappen abgerundet, Hintereck leicht aufgeworfen. Von den ersten Segmenten an nehmen die Kiele merklich an Grösse zu. Kiel des 2. Segmentes mit spitzem Hintereck, fast geraden Seiten, zwei genäherten Seitenzähnchen. Hintereck deutlich zackig. Vom 3. Seg- ment an ist das Vordereck abgerundet. Seitenrand convex, ungefähr im Drittel seiner Länge gezähnelt, hinter diesem Zähnchen stärker entwickelt und besonders vor dem Saftloch verdickt, dessen Öffnung seitlich im Eck liegt, eher nach unten gerichtet. Metazoniten sehr hervorgewölbt. Querfurche stark ausge- prägt, zwei unregelmässige Querreihen sehr kleiner borstentragender Körnchen auf jedem Metazoniten, die eine vor der Querfurche, die andere längs des Hinterrandes. Die Borsten sind kurz. Schwänzchen plötzlich verschmälert, die Spitze sehr abgestumpft, merklich die Analklappen über- ragend, letztere mässig gewölbt und gerandet. Analschuppe halbkreisförmig. Beine lang. Länge 12—14 mm. Breite 1’2—1'5 mm. Die Männchen sind meist schlanker als die Weibchen. Ihre Beine sind sehr verdickt und das Endglied der sieben ersten Paare ist auf der Unterseite mit einem reichlichen langen Filz bedeckt, der nach vorn gerichtet ist und eine Art Polster bildet. Drittes Glied des 3. und 4. Paares stark kugelig mit einem bebor- steten Fortsatz auf der Innenseite. Die Hüften (?) des 4. Paares ausserdem mit einem unpaaren Organ ver- sehen, in Gestalt einer abgerundeten Platte. Bei den afrikanischen Individuen ist diese Platte kurz, länglich queroval, an jedem Ende zweizähnig. Copulationsfuss an der Basis dick, verjüngt sich rasch zu einer Ein- schnürung, erweitert sich oberhalb derselben plötzlich wieder und theilt sich in drei Stücke, welche eine halb geschlossene Hand nachahmen. Der erste (Aussen-) Ast verlängert sich in einen starken sichelförmig gebogenen Haken, allmälig verjüngt, mit einem kleinen Zahn auf der Innenseite der Biegung nahe der Spitze. Der zweite, Innenast ist breit, plattig, zweitheilig, der erste Theil bildet einen an der Basis breiten, kurzen Haken, der nicht die Spitze des ersten Astes überragt. Der zweite viel entwickeltere Theil bildet ein parallelseitiges, am Ende schräg abgestutztes Züngelchen; drittens, von der Basis der Hohlseite ent- springt ein starker Dorn, lang und spitz, auf einer runden Warze sitzend (Fig. 250). Pulli vom 19. Segment sind S:5—9°2 mm lang und I—1'3 mm dick, solche vom 18. Segment sind 6—6°:2 mm lang und 0:S—O'9 mm dick. Auch bei ihnen haben die Männchen bereits dicke Beine, aber die Fortsätze des 3. Gliedes des 3. und 4. Paares fehlen. Fundort: Paris, Lombardei, Schweiz (Genf), Sicilien, Tunis, Dalmatien (Brölemann), Panormo, Palermo (Daday), in Tunis fand ihn auch Silvestri. System der Polydesmiden. T. sl Strongylosoma iadrense Pregl. - Rats], Big: 47. 1883. Progr. d. Ginnasio sup. in Zara, XXVI, p. 4. 1884. Latzel Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 166. Ich gebe im Wesentlichen Latzel’s Beschreibung wieder, die ich nur bestätigen kann: »Recht schlank, rosenkranzförmig, Craspedosomen-ähnlich, mässig geglättet und glänzend, in allen Theilen behaart, hellbräunlich bis Kastanienbraun mit helleren Fleckenpaaren. Diese Färbung 'kommt fol- gendermassen zu Stande: Kopf und vorderste Körpersegmente braun, eine dunkelbraune Längslinie läuft über die Mitte des ganzen Rückens, desgleichen sind die Quereinschnürungen zwischen den einzelnen Segmenten, resp. die vorderen Ringtheile mehr weniger braun, der hintere Ringtheil ist entweder ganz -bräunlichweiss, oder nur die vordere Hälfte desselben und da die dunkle Mittellinie ununterbrochen durch- läuft, so wird diese helle Färbung in Fleckenpaare aufgelöst. Bauchseite und Beine blass, letztere wie die Fühler mehr weniger verdunkelt.« Die Exemplare, die ich gesehen habe, waren einfärbig bräunlich-gelb. >» caMl8 mm lang, 1'1 mm breit. ? 14 mm lang, ca. 15 mm breit. Der etwas stark hervorgewölbte und sehr glatte Scheitel ist mit einer dunklen feinen Längsfurche gezeichnet. Die Fühler sind lang und deutlich keulig. Halsschild halbmondförmig, die Seitenecken stumpf gerundet, die Fläche stark convex und geglättet, zerstreut behaart. Zwischen den einzelnen Segmenten ist der Körper stark eingeschnürt, d. h. die hinteren Ringtheile sind mehr hervorgewölbt als die vorderen, vom 4.—17. Segment besitzen die Rückenschilde (d. h. die hinteren Ringtheile) eine seichte Querfurche oder einen Quereindruck, der den Seitenrand nicht erreicht und den Schild in zwei nahezu gleiche Hälften theilt. Die Kiele ragen mit ihren feinen dunklen und fein gezähnelten Kanten ein wenig über die Seiten vor, jedenfalls mehr als bei Sir. pallipes, wo die Kiele auch weitaus stumpfer sind. Die erwähnte Kante läuft in ein stumpfes oder etwas spitz ausgezogenes, jedoch sehr kleines Eckchen aus. Am Ende dieser Kielkante liegt das grosse Saftloch, mehr nach aus- wärts, als nach aufwärts schauend und die betreffenden Kiele sind vor dem Saftloch verdickt. Die vordersten 6—7 Segmente zeigen über den Beinen eine im Allgemeinen schwache Längskante oder Naht (=Pleuralkiel). Alle Rückenschilde sind mit ziemlich langen, schmutzigweissen bis gelblichen Börstchen reichlich besetzt, welche am Vorder- und Hinterrand des Schildes wimperförmig gereiht erscheinen können. Die Oberfläche des Rückenschildes ist, abgesehen von der Behaarung, recht geglättet, doch bemerkt man hinter der Quer- furche des Schildes undeutliche, seichte Längseindrücke oder Grübchen.« s Die Quernaht ist ganz glatt. A »Analsegment behaart, ziemlich rasch verschmälert und zugespitzt, die Spitze aber ist abgestutzt, nicht ausgerandet. Die Analklappen besitzen hoch aufgeworfene Innenränder. Beine der ? meist recht kurz und dünn, doch können sie auch wie bei dem d’ lang und ziemlich dick sein. d': Die Beine sind sehr steifhaarig und entbehren der glashellen, mit Stachelbörstchen versehenen | Körner, das 3. Glied des 3. Beinpaares ist kugelig aufgetrieben und besitzt auf der Sohlenseite ein behaartes Höckerchen. Das Endglied dieses Beinpaares ist sohlenwärts ungemein steifborstig. Die Copulationsfüsse sind bernsteingelb, recht lang und wie gewöhnlich nach vorn umgeschlagen. Das stielförmig verlängerte Endglied ist am Ende verbreitert und dreispitzig, der äusserste Zahn ist kurz gabelig, der mittlere breit dreieckig, zugespitzt, der hintere ziemlich dünn und fast hakenförmig. Zugleich ist dieses dreizähnige Organ etwas löffelförmig ausgehöhlt. (Fig. 47.) Fundort: Zara.« Strongylosoma Bertkaui Verhoeff. 1892. Neue Diplop. d. palaearkt. Region. Zool. Anz. Nr. 403, 404. Die Beschreibung, welche Verhoeff von dieser Art gegeben hat, genügt wohl kaum. Sie lautet: >0. Habituell dem Sir. iadrense Pregl sehr ähnlich, auch von derselben Grösse und derselben Farbe. Ich gebe die wich- tigsten Unterschiede an: 312 Carl Graf Attems, B.! Halsschild nur am Vorderrande mit sechs Borsten. J.2 Halsschild am’ Vorder- und Hinterrand mit einer Reihe Borsten, auf der Scheibe 1—2 Reihen. B. Rücken sehr glänzend, alle Segmente völlig nackt, nur an den vordersten und hintersten hie und da einmal ein Börstchen. J. Rücken nur mässig glänzend. Alle Segmente reichlich beborstet, die langen Borsten stehen am Hinterrande »wimperartig«, B. Die hinteren Ringtheile sind durch eine sehr tiefe Furche, welche zwischen den Kielen verläuft, in zwei gleiche Theile getheilt, die Furchen hören etwas über den Kielen auf. J. Diese Furche ist nur in der Rückenmitte deutlich. B. Seiten über dem Kielwulst mit tiefer Furche, welche vom Vorder- bis zum Hinterrand der hinteren Segmenttheile reicht. J. Diese Furche ist nicht ausgeprägt. Bei Beiden: Vordere Ringe wenig sichtbar. B. Die wulstartigen Seitenkiele sind von vorn bis hinten an den hinteren Segmenten sichtbar. J. Die wulstartigen Seitenkiele sind nur hinten ausgeprägt. Foramina viel weniger deutlich. Vorkommen: Coimbra (Moller).« Strongylosoma kordylamythrum nov. sp. Taf. I, Fig. 36. Metazoniten dunkel kastanienbraun, in den Seiten schwach gelblich marmorirt. Prozoniten bei einigen ebenso dunkel kastanienbraun, bei anderen nur in der hinteren Hälfte, während die vordere gelb ist. Kopf gelbbraun, Antennen gelb, die Spitze dunkel. Bauch und Beine gelb. d Länge 13 mm. Breite 15 mm. 2 2 mm breit und entsprechend länger als das J'. Glatt und glänzend. Antennen schlank, Scheitel dicht fein behaart. Halsschild halbkreisförmig mit ganz abgerundeten Seitenlappen. Die Segmente sind zwischen den Pro- und Metazoniten stark eingeschnürt und die betreffende Naht ist sehr schwach geperlt, eigentlich nur sehr seicht längsgestrichelt. Querfurche der Metazoniten sehr seicht, vom 16. Segment an sogar etwas undeutlich. Die Kiele sind durch rundliche Auftreibungen im oberen Drittel der Seiten der Metazoniten vertreten, sie nehmen nur die hintere Hälfte der Länge jedes Metazoniten ein; bilden einen kleinen Höcker und sind weder dorsal, noch ventral durch Furchen begrenzt. Die Saftlöcher liegen auf der Spitze derselben auf den entsprechenden Segmenten. Kiel des zweiten Segmentes vorn in einen kurzen, stumpfen Lappen ausgezogen. Pleuralkiel beim d’ sehr deutlich auf Segment 2—6, ganz schwach noch auf dem 7. Segment, beim ® deutlich nur auf Segment 3 und 4, verwischt noch auf dem 5., weiter hinten keine Spur mehr davon. Halsschild und vorderste Metazoniten mit einer Reihe von Börstchen nahe dem Vorderrand. Ventralplatten beborstet, die fünfte beim g° mit einer schmalen Lamelle zwischen den Vorderfüssen. Schwänzchen cylindrisch, schlank und spitz. Analschuppe dreieckig. Beine des S' nicht wesentlich dicker als die des ?, relativ schlank, beborstet, auf der Unterseite dichter. Copulationsfüsse: Schenkel länglich, beborstet, der folgende Theil an der Basis etwas gekrümmt, sonst gerade, cylindrisch, mässig dick, am Ende hakig zurückgeschlagen. Vor dem Ende steht ein zweiter, dem ersterwähnten entgegen gerichteter Haken (X). Auf dem Endhaken verläuft die Samenrinne (Fig. 36). Fundort: W.-Kaukasus, Abchasien (Berl. Museum) d ?. Lenkoran. (Kaukasus.) Strongylosoma syriacum Humb. et Sauss. Tat, Big. 10. 1869. Polydesmus (Strongylosoma) syriacus Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien, XIX, p. 686. Heller oder dunkler kastanienbraun mit gelblichen Antennen, Beinen und Bauch. Länge 18—20 mm. Breite 2 mm. Die Kiele sind sehr gering entwickelt und die Einschnürung der Ringe zwischen Pro- und Metazoniten ist beim ? schwach, beim d stärker. Die Oberfläche glatt und glänzend. Metazoniten 5—17 mit Querfurche, diese, sowie die Quernaht glatt, ungeperlt. Halsschild seitlich breit abgerundet. Kiel II nach vorn ausgezogen, tiefer als die anderen. Die Kiele alle sehr schmale, nach oben zu scharf begrenzte Wülste. i 1B.=Bertkaui; ? J.=Jadrense. System der Polydesmiden. T. 313 Schwänzchen schlank. Analschuppe dreieckig, mit zwei kleinen Borstenwärzchen. Analklappen stark gewölbt. Die Ränder dünnwulstig. Pleuralkiel auf den vordersten Segmenten schwach entwickelt, verliert sich vom 8. Segment an voll- ständig. Über die Behaarung und Fortsätze der Ventralplatten kann ich des schlechten Conservirungszustandes wegen keine sicheren Angaben machen. Beine des J’ viel dicker als beim ?. Ob die Unterseite der Tarsalglieder eine dichte Bürste hat, wie persicus, konnte ich wegen des schlechten Conservirungszustandes nicht mehr feststellen. Copulationsfüsse: Schenkel wie gewöhnlich beborstet, dann dicker als das folgende ungetheilte Tibialstück. Das Ende des letzteren trägt auf der medialen Seite (der Seite des Hüfthörnchens) ein längeres distal gekrümmtes Hörnchen (X). Die Grenze gegen das Endstück (Tarsus) beginnt auf der lateralen Seite schon früher und scheint bei * (cf. Fig. 10) durch. Haupt- und Nebenast sind ganz ähnliche, breite, am Ende eingekrümmte Lamellen. (Fig. 10.) Fundort: Jerusalem (Hofmuseum), Syrien, Cypern. (Humb. et Sauss.) Ich habg.die Originalexemplare Humb. et Sauss. gesehen, doch sind sie so schlecht erhalten, dass man nicht mehr alles deutlich sehen kann. Auch die Exemplare von Jerusalem, nach denen vorstehende Beschreibung verfasst ist, lassen viel zu wünschen übrig puncto Conservirung. Sie stimmen in der Grösse am besten mit denen von Cypern überein, doch sind die Grössenunterschiede zwischen diesen und denen von Syrien nur sehr gering. Strongylosoma persicum Humb. et Sauss. Tafal,. Biel. 1869. Polydesmus (Strongylosoma) persicus Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien, XIX, p. 687. »Einfärbig weissgelb, glatt, etwas lederartig. Länge 25 mm. Breite 1’S mm; cylindrisch, im 3. und 4. Segment verschmälert. Antennen einander sehr genähert inserirt, mässig lang, dick, am Ende keulig. Vorderrand des Halsschildes ‚stärker gebogen als der Hinterrand. Seitenlappen schmal, etwas abgestutzt, abgerundet, vorn und seitwärts gesäumt, beinahe ein Hintereck bildend, indem der Hinterrand seitlich etwas ausgeschnitten ist. Prozoniten von geringerem Durchmesser als die Metazoniten. Kiel des 2. Segmentes tief herabreichend, mit scharfen Ecken, die folgenden Segmente mit kleinen linienförmigen rudimen- tären Kielen, welche nach oben durch eine leicht gebogene Furche angedeutet sind; die porentragenden Kiele breitgedrückt, die Saftlöcher ganz im Hintereck. Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten tief. 5. oder 6.—18. Metazonit mit starker, die Kiele nicht erreichender Querfurche. Segment 2—10 mit kleinem Pleuralkiel, der besonders vom 4. Segment an deutlich ist. Schwänzchen kurz, conisch. Analschuppe spitz bogenförmig. Füsse recht dick. Fundort: Persien. Unterscheidet sich von Str. pallipes Ol. durch das von vorn nach hinten kürzere Halsschild mit weniger gebogenem Vorder- rand, durch die geringere Entwicklung der Kiele und das längere Schwänzchen.« Mit pallipes ist diese Art wohl nicht zu verwechseln. Am nächsten steht sie dem Sfr. syriacum H. und S,., von dem sie sich durch die viel geringere Entwicklung der Kiele und geringere Grösse unterscheidet. Noch näher steht sie Sir. Lenkoranum m., von dem sie sich ausser durch die Form der Copulationsfüsse durch das Fehlen der beborsteten Auftreibung auf der Unterseite des dritten Gliedes des 3. und 4. Beinpaares des JS unterscheidet. Die Originalexemplare sind in so schlechtem Zustand, dass eine sehr genaue Beschreibung darnach nicht mehr gegeben werden könnte. Die Richtigkeit der oben wiedergegebenen Beschreibung konnte ich constatiren. Die Ventralplatte V hat zwischen den Beinen des vorderen Paares ein kleines Knöpfchen. Die vorderen Beine des fd haben auf der Unterseite des letzten Tarsalgliedes eine dichte Bürste, auf den hinteren Beinen dagegen nicht. So wie die Thiere habituell dem Strongylosoma syriacum H. et S. sehr ähnlich sind, so gleichen auch die Copulationsfüsse denen von syriacum. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 40 314 Carl Graf Attems, Wir sehen wie bei syriacım unterhalb der Theilungsstelle im Haupt- und Nebenast ein schlankes Hörnchen und die beiden Endäste sind ebensolche dünne, einander eng anliegende breite Platten wie dort, nur nicht hakig eingebogen am Ende. Strongylosoma Lenkoranum nov. Sp. Taf. II, Fig. 25, 26. d. Licht bräunlichgelb, mit verwaschenen kastanienbraun verdunkelten Stellen, so auf der Mitte der Metazoniten und unterhalb der Saftlochlinie. Antennen gelb, an der Spitze etwas bräunlich verdunkelt. Füsse lichtgelb. Sehr schlank, ca. 18 mm lang und dabei nicht ganz 1 '5 mm dick, glatt und glänzend. Die Ringe sind zwischen Pro- und Metazo- niten stark eingeschnürt, entbehren aber vollkommen der Kiele. Metazoniten 5—17 mit einer sehr seichten kurzen Querfurche. Quernaht ungeperlt, in den Seiten, auf den vorderen Segmenten jedoch seicht längsgestreift. Die Saftlöcher liegen vom ersten auf dem 5. Segment angefangen ganz nahe dem Hinterrand der Meta- zoniten, was diese Art von den südamerikanischen kiellosen Arten, bei denen die Saftlöcher mehr in der Mitte der Metazoniten liegen, unterscheidet. Auf den Segmenten 2—6 ein feiner Pleuralkiel. Analsegment ohne besondere Merkmale. Kopf vorn behaart, Scheitel nackt, oder nur vereinzelte Härchen. Antennen schlank, leicht keulig. Halsschild seitlich abgerundet. Ventralplatten fast quadratisch, reichlich behaart. Die fünfte mit einem spitzen, dreieckigen Fortsatz zwischen den Beinen des vorderen Paares. Die vorderen Beinpaare etwas dicker als die hinteren, mit einer dichten Bürste langer Haare auf der Unterseite des letzten Gliedes. Das dritte und vierte Paar ausserdem mit einer Auftreibung auf dem dritten Glied, welche ein Haar- büschel trägt. (Fig. 25.) Auf den Beinen hinter dem Copulationsring fehlen die dichten Bürsten der Endglieder, alle Glieder sind mit mehr weitschichtig gestellten langen abstehenden Haaren versehen. Copulationsfüsse: Schenkel beborstet, länglich eiförmig, vom folgenden Theil scharf abgesetzt. Dieser ist bis nahe dem Ende gleich breit, etwas abgeplattet und gebogen. Das Ende verjüngt sich rasch und ist zugleich umgebogen, die Spitze ist hakig, die Samenrinnne mündet an dieser Spitze. Unweit dem Ende entspringt ein schlankes Hörnchen. (X Fig. 26.) Fundort: Lenkoran. (Kaukasus.) Strongylosoma Guerinii (Gerv.). Taf. III, Fig. 56, 57. 1836. Polydesmus Guerinii Gerv. Ann. Soc. entom. France, p. 686. 1847. Strongylosoma Guerinii Gerv. Ins. Apt. IV, p. 116. » cylindraceum Gerv. Ins. Apt. IV, p. 117. 1869. Polydesmus (Strongylosoma) Guerinii Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien XIX, p. 685. 1892. Strongylosoma Guerinii Poc. Proc. zool. soc. London 1872. 1893. > > Poc. Ann. and magaz. nat. hist. (6) XI, p. 130, Taf. IX, Fig. 2. 1893. » cylindraceum f. capensis Por. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 18, IV, 7, p. 16. Myr. fran Vest. och Syd-Afrika. 1894. » Guerinii, mit var. atlanticum Brölem. Contrib. Faune myr. mediterr. III, p. 19. Mem. soc. zool. France. 1892. » lusitanum Verh. Zool. Anz. Nr. 403. Kaffeebraun, Rückenmitte mit einer undeutlichen dunklen Längslinie. Bauch und Beine gelbbraun. Antennen vom 6. Glied bis zur Spitze schwarz. Länge 20—25 mm. Breite 3—3°8 mm, die vordersten Segmente schmäler. 4 System der Polydesmiden. T. 315 Glatt und glänzend, die Segmente sind zwischen Pro- und Metazoniten nur wenig eingeschnürt, die Kiele auch nur minimal, so dass der Körper ziemlich cylindrisch ist, aber immerhin noch deutlich knotiger (oder »rosenkranzförmig«), als z. B. Strongylosoma paraguayense Silv. Kopf glatt, unbehaart. Scheitelfurche vorhanden, Antennen lang, schlank. Halsschild querelliptisch, mit abgerundeten Seitenlappen. Der Kiel des zweiten Segmentes, eine niedrige Leiste, zieht unter dem Halsschild so weit nach vorn, dass er den Kopf, wenn letzterer ein wenig eingebogen ist, berührt. Auf den Metazoniten sieht man je nach den Individuen mit etwas verschiedener Deutlichkeit eine ungemein seichte Querfurche bei gewisseı Beleuchtung und wenn das Thier lufttrocken ist. Bei den ? ist diese Furche noch ein wenig deutlicher als bei den d‘, bei welch’ letzteren sie zuweilen gar nicht zu sehen ist. Die nicht porentragenden Segmente haben keine Kiele oder dgl., die porentragenden Segmente haben an Stelle der Kiele eine rundliche niedrige Beule, welche dorsalwärts durch eine scharfe Furche abgegrenzt wird. Diese Furche findet sich auch auf den porenlosen Segmenten an der analogen Stelle. Die Saftlöcher sind sehr gross und liegen seitlich in der Mitte dieser niedrigen Beule. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist glatt, ungeperlt. Auf den vorderen Segmenten ein niederer Pleuralkiel, der sich vom 9. Segment an vollständig verliert. Ventralplatten sehr fein und kurz behaart, alle, auch die 5. des ', ohne Fortsätze. Schwänzchen nicht ganz cylindrisch, sondern ein wenig breiter als hoch, mit der Spitze ganz schwach nach abwärts geneigt. Analschuppe dreieckig zugespitzt. Beine der Männchen merklich dicker als die des Weibchen, wenig behaart, mit Ausnahme der 2 letzten Tarsalglieder, die eine Bürste auf der Unterseite haben. Auf den hintersten Segmenten verliert sich die Bürste des vorletzten Gliedes nach und nach, die des letzten bleibt aber. Copulationsfüsse: Schenkel und Hüfte ohne Besonderheiten, mit der gewöhnlichen Beborstung. Die auf den Schenkel folgenden Theile beider Seiten bilden zusammen einen Kreis; jeder Theil ist nämlich bogen- förmig und liegt der Bauchfläche an. Die gegeneinander geneigten Enden lösen sich in vier Äste auf. Zu- nächst haben wir einen an der Aussenseite sich abzweigenden, peitschenförmigen, dünn auslaufenden Hauptast mit der Samenrinne (,47); dieser liegt eng einem mit einem Widerhaken versehenen breiten Lap- pen (a) an. Dann haben wir noch einen sich gleich wieder in zwei senkrecht zu einander gestellte Äste spal- tenden Arm (b) (Fig. 47, 46). Fundorte: Gehört zu den sehr weit verbreiteten Arten: Madeira, Canaria, Teneriffa, Fuertaventura, Bermudas, Algier, Tunis, Kriegsschiffhafen Victoria in Kamerun, Südspanien, Portugal. Strongylosoma Guerinii Gerv. var. atlantica Brölem. 1894. Mem. soc. zool. de France, p. 458. »20 mm lang. Seitentheile der Somiten nicht runzelig, sondern nur mehr oder weniger verwischt längs- gefurcht. El Kantara (Constantine). 4 d’ 17 9.« Die Berechtigung dieser Varietät erscheint mir wohl etwas zweifelhaft. Strongylosoma Guerinii var. capensis Porat. Syn. Strongylosoma cylindraceum Gerv. forma capensis Por. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 18, 1893. Aus der lateinischen Beschreibung Por. geht kein anderer Unterschied vom typischen Gzerinii hervor, ausser dass die Metazoniten seitlich und unten undeutliche und unregelmässige, strichelförmige Runzeln haben. Vielleicht steht noch etwas mehr in der schwedischen Anmerkung, die ich nicht verstehe. Fundort: Capstadt. Strongylosoma physkon nov. sp. Taf. II, Fig. 34. Oberseite schwarzbraun, die Kiele verwaschen gelblich aufgehellt, bei einzelnen Individuen auch der Hinterrand der Metazoniten gelblich schimmernd, Bauch und Beine gelbbraun. 40 * 316 Carl Graf Attems, Länge 35—42 mm. Breite d 4 mm, ? 5 mm. Antennen sehr lang und dünn. Scheitel unbehaart, mit deutlicher Furche. Halsschild ungefähr halbkreisförmig. Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinterrand fast gerade, Seitenlappen abgerundet. Oberfläche des Körpers eben, aber matt, glanzlos. Die Metazoniten fein quergerunzelt, mit seichter Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten nicht geperlt. Die Kiele sind abgerundete niedrige Wülste, sie verbreitern sich auf jedem Segment von vorn nach hinten ganz allmälig. Das Hintereck ist nur auf dem 17. und 18. Segment etwas zackig. Auf den porenlosen Segmenten ist der ganze Kiel überhaupt nur eine Leiste, auf den porentragenden Segmenten ist er dicker. Auf den Kielen ist aber keine feine scharfe Leiste vorhanden, wie sie sich bei anderen Arten oft findet. Dorsal und ventral ist jeder Kiel durch eine seichte Furchenlinie begrenzt. Die Kiele der vordersten Seg- mente sind zwar sehr niedrig, aber doch deutlich sichtbar, zum Unterschiede von Strongylosoma pulvil- latum mihi, wo sie auf den vordersten Segmenten so gut wie ganz fehlen. Die Saftlöcher liegen nahe dem Hinterrande des Kieles ganz seitlich. Bis zum 16. Segment ist ein deutlicher Pleuralkiel vorhanden, der bis zum 16. Segment hinten in ein kleines Eckchen ausgezogen ist. Bei dieser Art ist der Pleuralkiel relativ sehr stark entwickelt. Die Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele sind schwach längs gerunzelt. Ventralplatten fein beborstet und kreuzförmig eingedrückt, beim Männchen alle, auch die des fünften Segmentes ohne Fortsatz. Beine schwach behaart, die des Männchen dicker als beim Weibchen, die vorderen auf der Unterseite der letzten zwei Glieder mit einer dichten Bürste. Aut den hinteren Beinen ist die Unterseite der fünf ersten Glieder mit dicken Borsten besetzt, das Endglied ebenfalls, aber sie sind viel dichter gestellt als auf den Gliedern I—V, ohne jedoch eine so compacte Bürste zu bilden, wie sie die zwei letzten Glieder der vorderen Beine haben. Die Kralle ist kräftig, ober ihr ist eine Borste so dick und kurz, dass man sie eventuell als Nebenklaue bezeichnen könnte. Copulationsfüsse: Der Schenkel bietet nichts besonderes. Der Hauptast ist dünn, sichelförmig und um den relativ schlanken Nebenast herumgeschlungen. Letzterer ist am Ende zweilappig, beide Lappen abgerundet, der eine sehr kurz (Fig. 34). Fundort: Sierra Leone, West-Afrika. (Hamb. Museum.) / ®. Strongylosoma erromenon nov. Sp. Schwarzbraun, zwei Längsbinden auf dem Rücken gelb, in der hinteren Hälfte jedes Metazoniten verbreitert sich die Binde zu einem rundlichen Fleck, auf den Metazoniten ist die Binde lebhafter gefärbt als auf den Prozoniten. Die Kielränder sind gelbbraun. Länge 45 mm. Breite 4:5 mm. Oberfläche des Körpers sehr fein gerunzelt, daher nicht glänzend, sondern matt. Metazoniten mit Querfurche. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten sehr schwach längsgestrichelt. Die Kiele sind dicke, rundliche, glatte und glänzende, auf jedem Segment vorn ganz flach begin- nende, nach hinten allmälig sich verbreitende Wülste, die durch eine Furche scharf gegen den Rücken abgesetzt sind. Die porenlosen sind nur wenig dünner als die porentragenden und auch die vordersten sind dicke runde Wülste, während sonst bei vielen anderen Arten die vordersten Kiele dorsoventral viel flacher sind als die folgenden Kiele. In den Seiten der Segmente 2, 3 und 4 ganz schwache Höcker in der Pleuralkielgegend, weiterhin verschwinden auch diese. Fühler lang und dünn, Halsschild seitlich abgerundet. Ventralplatten behaart. Schwänzchen breit, nicht cylindrisch, sondern plattgedrückt, aber gegen das Ende zu verschmälert. Fundort nicht angegeben. (Hamb. Museum.) 2 ®. U Ze ED u 2 | | System der Polydesmiden. T. 317 Subgenus? Cylindrodesmus Poc. 1888. Proceeding zoological society, London. IV, p. 558. »Genus generi Sirongylosoma affine; eo discrepans quod foramina repugnatoria, absentibus carinis lateralibus, in segmento- rum superficie situm habent; labeo ad speciem ferme quadratae laminae ex anteriore capitis margine prominentis conformato.« Strongylosoma hirsutum Poc. Syn. Oylindrodesmus hirsutus Poc. — 1888. Proc. zool. soc. IV, p. 558, Fig. 2. »Farbe gelb oder ochergelb, Kopfschild merklich gewölbt im oberen Theil und mit medianer Längsfurche, welche den Raum zwischen den Antennen nicht erreicht. Der Zwischenraum zwischen den Antennen sehr schmal. Aussen von der Insertion jeder Antenne ist der Kopfschild ziemlich tief ausgehöhlt, diese Grube ist medial von einer abgerundeten Hervorragung, lateral von einer deutlichen Furche begrenzt, die nach unten zu allmälig in die übrige Fläche übergeht und sich in den Aussenrand fortsetzt. Unter- halb der Antennen ist der Kopfschild eingeschnürt. Oberlippe merklich vorragend als beinahe quadratische Verlängerung, deren Seiten- rand mit dem Seitenrand der Kopfplatte einen Winkel von ca. 135° bildet. Ihr Vorderrand fast gerade, in der Mitte schwach gezähnt, die Ecken abgerundet. Kopfplatte dicht bedeckt mit kurzen Haaren und dicht, aber verwischt punktirt. Antennen kurz und behaart. Segmente 2, 3, 4, 5 proximal verschmälert, ungefähr gleich lang, becherförmig, das sechste viel grösser und eylindrischer als die vorangehenden, das siebente cylindrisch, klein aber deutlich. Rückenschilde matt, nicht glänzend, runzelig, dicht mit kurzen Haaren bedeckt, dazwischen einige längere. Der erste mit ein- fachen Ränderggund abgerundeten Seiten, der zweite unten jederseits verbreitert, die hintere Hälfte von jedem der folgenden gewölbt; die weniger gewölbte Unterseite trifft fast im rechten Winkel auf die Seitenläche, nahe der Vereinigung beider Flächen ist eine Ein- schnürung, was aussieht, als hätte jedes Segment unten jederseits eine kielähnliche Hervorragung. Diese Hervorragungen bilden eine eontinuirliche Reihe vom Seitenrand des ersten Segmentes bis zum Hinterende des Körpers, die den Pleuralkielen von Strongylosoma entspricht. Saftlöcher klein, kreisrund, mit leicht erhobenen Rändern, in der Mitte der Seiten derselben Segmente wie bei Strongylosoma, aber nicht auf der Spur eines Kieles gelegen. Die der vorderen Körpergegend in der vorderen, die der hinteren Körpergegend in der hinteren Metazonitenhälfte gelegen. Schwänzchen kurz, abgerundet, die Analklappen leicht überragend. Die Ränder der letzteren nicht erhoben, Analschuppe unge- fähr quadratisch, mit leicht concaven und etwas convergirenden Seitenrändern, am Ende jedes derselben ein vorspringender Zahn. Beine behaart. Die männlichen Copulationsfüsse bestehen aus zwei Gliedern: das halb im Körper gelegene proximale ist schlank, oben cylin- drisch, unten dick, auf der Medialseite membranartig; vom distalen Ende der letzteren entspringt im rechten Winkel das distale Glied, parallel mit der Längsaxe des Körpers nach vorn gerichtet, es hat die Form einer leicht gekrümmten Sichel, und ist an dem zweispitzigen Ende scharf aufwärts gekrümmt; proximal ist es mit einigen längeren und kürzeren Haaren versehen. Länge ca. 7 mm. 5 und 6 ® unter Steinen in Flying Fish Cove.« Pocock hat für diese Art ein eigenes Genus aufgestellt und bezeichnet als deren Hauptmerkmal das gänzliche Fehlen der Kiele. Natürlich eignet sich dasselbe nicht dazu, um als generischer Unterschied von anderen Sirongylosoma-Arten verwendet zu werden. Aus nachfolgender Beschreibung ist ersichtlich, dass es mehrere andere ganz drehrunde Arten gibt und alle möglichen Übergänge von diesen zu solchen mit deutlichen Kielen. Letztere bleiben jedoch immer so unbedeutend und rundlich, dass mir nicht plausibel ist, wie man das Fehlen von Kielen als Charak- teristikum einer Gattung neben Sfrongylosoma ansehen kann. Wie es mit dem Kopfschilde beschaffen ist, weiss ich nicht, ich kenne das Thier selbst nicht. Die Behaarung ist ein bei Sirongylosoma selten vor- kommendes Merkmal, welches diese Art mit Strongylosoma iadrense Prgl. z. B. theilt. Vorläufig stelle ich hirsutus aus letzteren zwei Gründen in eine Untergruppe, sie mag Cylindrodesmus heissen, bis dass end- giltig entschieden werden kann, ob es im selben Genus mit den anderen Strongylosoma-Arten gelassen werden kann. Die angegebenen Daten genügen jedenfalls nicht zur Begründung einer neuen Gattung. Folgende Arten sind zu ungenau beschrieben, um sie wiedererkennen zu lassen, doch findet sich in ihren Beschreibungen einiges Charakteristische, was hier mitgetheilt sei. Strongylosoma Camerani Silv. 1895. Boll. Mus. zool. anat. compar. Torino, No 203, Vol. X. »Color fusco rufus vel fusco niger, sequentis supra in media parte antica et postica post sulcum macula singula flava, parva, subovali ornatis, antennis pedibusque rufescentibus. ... « Querfurche vorhanden. Ventralplatte 5 beim 5 ohne Fortsatz. Länge f 18mm, 9 2:2 mm. Breite Z' 2mm, 9 2:6 mm. Habitat: Chaco. Dazu eine kleine Skizze der Copulationsfüsse. 318 Carl Graf Attems, Strongylosoma elegans Silv. 1897. Atropisoma elegans Silv. Neue Diplopoden. Abhandl. u. Ber. d. Mus. Dresden. Bd. VI, No. 9, p. 12. Habitat: Neu-Holland, Gayudah. Strongylosoma fasciatum Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova. (2) XIV, p. 642. Myr. Papuani. »Nigricans vel fuscum, dorso fascia media alba, lata.... Segmenta unciatim tenue signata; carinis patvis.... Jg Pedes copulativi simplices, apice multo recurvato circulum fere formante. Leng. corp. 283 mm, lat. 3 mm. Habitat: Nova Guinea Hughibagu, Moroka, 1300 m. Strongylosoma filum Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova. (2) XIV, p. 739. Myr. Malesi. » .„.. Segmenta seriebus binis setarum ornata, carinis minimis, rotundatis. ... « Habitat: Sumatra, Si Rambe. Mit primitiver Zeichnung eines Copulationsfusses. Strongylosoma hirtellum Silv. 1895. Loc. cıt. Myr. Malesi, p. 738. ».... Segmenta seriebus quaternis setarum ornata, carinis parvis, angulo antico rotundato, postico acute producto. .. « Habitat: Sumatra, Si-Rambe. Strongylosoma luxuriosum Silv, 1895. Loc. eit. Myr. Papuani, p. 643. »... 0. Pedes primi paris incrassati, uneinati, articulo tertio crassiore, processu eoniformi intus instructo „.. pedes copu- lativı compositi, a basi processus tres oriuntur... Habitat: Nova Guinea, Sorong.« Strongylosoma maculatum Silv. 1895. Loc. cit. Myr. Papuani, p. 642. »Nigrum, anulis postice macula semieirculari magna, flava, ventre pedibusque rufescentibus ... & pedes primi paris bre- viores, uncinati,“articulo tertio, maximo, inflato et infra ad basim processu coniformi setoso instructo, pedes 4. paris inter coxas, processu sat longo laminari, rectangulari, pedes copulativi coxis longioribus, apice dilatato inaequaliter 5-partita. Long. 30 mm, lat. 46 mm. Habitat: Nova Guinea, Moroka, 1500 m.« Strongylosoma Modiglianii Silv. 1895. Loc. cit. Myr. Malesi, p. 743. Über die Copulationsfüsse, deren Zeichnung beigegeben ist, wird bemerkt: »Pedes copulativi apice laminari, hyalino, exca- vato, inferne processibus duobus quorum alter inferior, longior et apice recurvato, alter superior, brevis rectus. Habitat: Sumatra, Si Rambe.« Strongylosoma nanum Silv. 1895. Loc. eit. p. 739. » 5. Color ruber ventre pedibusque flavis.... Segmenta .. serie antica et postica setarum ornata, suleis nullis, carinis per- parvis. Processus sternalis segmenti 5-i sat crevis; pedes copulativi in summa parte bipartıti et processu styliformi proximo. Long. 14 mm, lat. 0:9 mm. Habitat: Engano, Bua-bua.« Neben der geringen Grösse ist bemerkenswerth, dass dies die einzige mir bekannte ausseramerikanische Art ist, deren Meta- zoniten keine Querfurche hat, Str. Guerinii abgesehen, bei dem die Querfurche ebenfalls kaum angedeutet ist. Strongylosoma neglectum Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova. (2), XV, p. 485. »Habitat: Seiva, Hoghoghi.« In der Beschreibung steht nichts Brauchbares, doch ist eine Zeichnung des Copulationsfusses beigefügt, aus dem man sieht, dass letzterer einer der wenigen ist, welche einen einfachen Haken darstellen, ohne Seitenäste, wie drepanophoron. Strongylosoma niasense Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova. (2) XIV, p. 741. Myr. Malesi. »Color piceo-niger, segmentis supra macula singula flava, magna, trianguliformi, angulo postico carinarum flavo, sternis pedi- busque fuseis ...g" processus sternalis segmenti 5-i longus, rectangularis, pedes copulativi apice laminari sed acuminato et dente trianguliformi laterali inferne processibus duobus eadem fere longitudine, sed alter antrorsum vergens, subtilior, alter retrorsum, crassior. Long. 40 mm, lat. 3:S mm. Habitat Nias: Lelemboli, Gunung Sitoli, Barrolovalani, Hili Zabobo.« System der Polydesmiden. TI. 319 Strongylosoma pseudomorphum Silv. 1895. Boll. mus. zool. an. compar. Torino. No 203, vol. X. »Color fusco rufus vel fusco niger, segmentis supra in media parte antica et postica ante sulcum macula singula flava, sat parva subeirculari, antennis pedibusque rufis vel fusco rufis.. . Scuta dorsalia supra levia, sulco parti posticae tenui, profundo, carinis parvis, crassis... g' Sterni segmenti 5-i processu nullo ... Pedes copulativi cf. Fig. Long. 25—28 mm, lat. 9 3:8 mm, & 2'Smm. Habitat: Paraguay central.« Strongylosoma trifasciatum Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova. (2), XIV, p. 742. »g. Color cinereo fuscus, dorso fasciis tribus nigris armato ... Habitat: Sumatra, Si Rambe.« Die Beschreibungen folgender Arten sind ganz ungenügend: Strongylosoma albipes Silv. Str. laetum (Silv.) Myr. Papuani. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat, Genova (2) 1897. Mestosoma laetum Silv. Boll. mus. zool. anat. comp. XIV."Neu-Guinea, Moroka. di Torino, No 283. Bolivia: San Franeisco. Str. Balzanü, Silv. Str. longipes Silv. 1895. Myr. America merid. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV. (Copulationsfussabbildung sehr mangelhaft.) Yungas. Str. luctnuosum (Silv.) Myr. Papuani. 1895. Neu-Guinea, Moroka. Str. Borellii Silv. 1897. Mestosoma luctuosum Silv. Boll. mus. di Torino, 1895. Boll. mus. zool. et anat. comp. Torino, No. 203. No’288. Bolivia: Caiza. Vol. X. (Gehört in die concolor-Gruppe.) Argentinien. Str. Inzoniense Peters Str. dentatum Silv. 1864. Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, p.535. Luzon, Boro- Myr. Malesi. 1895. Ann. mus. ceiv. stor. nat. Genova (2) boso. XIV. Sumatra, Si Rambe. 3 En u Str. montanum Silv. Str. derelictum Silv. Myr. Amer. merid., p. 7, 1895. Yungas, Cordico, Chulu- Myr. Amer. merid. 1895. Missiones mosetenes. (Copula- mani. (Mangelhafte Copulationsfussabbildung..) tionsfussabbildung sehr mangelhaft.) R Str. oenologum Silv. Str. elongatum Silv. ? Myr. Papuanı. 1895. Neu-Guinea, Moroka. Myr. Malesi. 1855. Hias. Barvolovalani, Hili Zabobo. Str. Salvadorii Silv. 1895. Boll. mus. zool. anat. comp. Torino, No. 203, Vol.X. Str. eruca Wood. 1864. Polydesmus (Strongylosoma) eruca Wood Proc. Phi- lad. Akad. p. 8. Argentinien, Salta. 1865. > > > Wood Trans. Amer. Philos. Soc. XIII, p. 227. Str. sanctum Silv. Myr. Amer. merid. 1895. Paraguay, Incarnacion. (Mit man- Str. glabrum Peters. gelhafter Copulationsfussabbildung.) 1864. Monatsber. Akad. Wiss. Berlin. 1881. Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd., p. 44. (Copula-| Sfr. sanguineum Silv. tionsfussabbildung.) Sierra Geral. Myr. Papuani. 1895. Neu-Guinea, Moroka. Str. inerme Silv. Str. Myr. Malesi. 1895. Sumatra, Si Rambe. . simillimum Silv. 1895. Myr. Malesi. Mentavei Sereino. (Die mangelhafte Str. infaustum Silv. Copulationsfussabbildung stimmt nicht einmal mit der Myr. Malesi. 1895. Sumatra, Si Rambe. düxtopenzBeschresnng,) Str. insulare (Silv.) Str. transverse fasciatum (Silv.) 1897. Eustrongylosoma transverse fasciatum Silv. Neue Diplopoden. Abhandl. u. Ber. d. Mus. Dresden, Bd. VI, No. 9, p. 12. Neuholland: Gayudah. 1897. Eustrongylosoma insularis Silv. Neue Diplopoden. Abhandl. u. Ber. mus. Dresden. Bd.VI, No. 9. Ins. Caro- linae: Ponape. Str. Japonicum Peters. Str. trilineata Newport. 1864. Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, p. 535. Yokohama. 1844. Ann. and Mag. nat. hist. XII, p. 266. 320 Carl Graf Atiems, Str. vermicnlaris Peters. | Str. versicolor Silv. 1869. Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, p. 286. Caracas, Myr. Papuani. 1895. Neu-Guinea, Gerekamum, Mtes Astro- | Chacao. labe. Pocock hat 1892 im J. A. S. Bombay Bd. VII drei Arten unter den Namen Strongylosoma Greeni, » Jerdoni, » Phipsoni beschrieben, deren Beschreibung mir nicht zugänglich war. Scolodesmus Cook. 1895. Proc. Unit. Stat. Nat. Mus. XVII, p. 97. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 418. Was Cook in der ersterwähnten Schrift mittheilt, lässt darauf schliessen, dass Scolodesmus mit Stron- gylosoma zusammenfällt. Dass auf den Ventralplatten neben jedem Bein ein conischer Dorn sich befindet, genügt doch nicht für die Charakterisirung einer neuen Gattung und sonst stimmt Alles auf Strongylosoma. Im »Amer. Natur.« 1896 wird nichts mitgetheilt, als dass die Thiere lange Beine und Fühler haben. Scolodesmus grallator Cook loc. cit. Ohne jede Beschreibung. Liberia. Anaulacodesmus nov. gen. 20 Segmente. Antennen lang und schlank. Halsschild halbkreisförmig. Hinterecken abgerundet. Rücken gewölbt. Metazoniten sehr glatt, ohne Querfurche. Kiele sehr klein und schmal mit spitzen Hinterecken, der zweite reicht tiefer herab als die folgenden. Saftlöcher ganz seitlich auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15—19. Segment sehr nahe dem Hintereck. Pleuralkiel nicht vorhanden. Schwänzchen cylindrisch zugespitzt. Copulationsfüsse schlank, gerade, auf dem Schenkel folgt ein längeres ungetheiltes Stück, das am Ende mehrere Äste trägt. Heimat: Südamerika. Diese Thiere sind wohl von Strongylosoma s. str. herzuleiten, ohne Querfurche auf den Metazoniten, wie solche in Südamerika vorkommen und unterscheiden sich von einem S/rongylosoma nur dadurch, dass die Hinterecken der Kiele spitz sind. In letzterem Punkte stimmen sie also mit Orthomorpha überein, die aber alle eine Querfurche auf den Metazoniten haben und von denen bisher keine Art aus Südamerika bekannt ist. Die spitzen Hinterecken der Kiele sind wohl kein monophyletisches Merkmal. Anaulacodesmus und Orthomorpha mit solchen spitzen Kielecken stammen wohl beide von Strongylosoma ab. In Südamerika finden sich Strongylosoma-Arten mit und ohne Querfurche auf den Metazoniten, in Indien und Afrika, ausser Gxerinii, nur solche mit Querfurche. Es liegt nahe, anzunehmen, dass das südamerikanische Anau- lacodesmus vom querfurchenlosen Strongylosoma abstammt, während die Orthomorpha-Arten von Ostindien und Afrika sich von den wie gesagt mit Querfurchen versehenen Strongylosoma-Arten dieser Gegenden her- leiten. Anaulacodesmus levissimus nov. Sp. Taf. IV, Fig. 72. S Rücken und Seiten schmutzig dunkelbraun, die Seiten etwas heller marmorirt. Bauch und Beine gelb. Länge 16 mm. Breite 1'’5 mm. Der Körper ist im 3. Segnent am schmälsten. Die ganze Oberseite sehr glatt und glänzend, Metazoniten ohne Querfurche, Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt, nicht geperlt. Kopf glatt und glänzend, ganz unbehaart, eine Scheitelfurche nicht sichtbar. Antennen lang und schlank. Halsschild glatt, glänzend, halbkreisförmig mit abgerundeten Hinterecken. . a System der Polydesmiden. T. 321 Der Rücken ist gewölbt, seine Wölbung geht continuirlich bis zur Leiste, welche seitlich auf den wenig entwickelten Kielen hinzieht. Die Kiele bilden eigentlich nur eine beulige Auftreibung der Meta- zoniten, auf jedem hinten breiter als vorn. Auf den hintersten Segmenten ist eine Andeutung von, vom Rücken abgesetzten Kielen dadurch gegeben, dass eine Furche parallel mit dem Seitenrand vom Hinterrand bis etwa zur Mitte der Metazonitenlänge hinzieht. Die erwähnte seitliche Leiste bildet im Hintereck ein ganz kleines spitzes Eckchen. Der zweite Kiel reicht tiefer hinab als der Halsschild und der Kiel des dritten Segmentes, ist ebenso breit als ersterer und viel breiter als letzterer. Die Saftlöcher liegen beinahe ganz im Hintereck der kleinen Kiele. Ein Pleuralkiel nicht vorhanden. Schwänzchen cylindrisch zugespitzt. Analklappen dreieckig spitz. Ventralplatten glatt und glänzend, ganz unbehaart, alle ohne Fortsatz. Beine nur spärlich und kurz beborstet, die Unterseite der drei letzten Glieder und die Spitze des viert- letzten sind dicht mit runden, kugelförmigen Tuberkeln bedeckt, die zum Theil nach vorn in einen Stachel auslaufen. Auf den vorderen Beinen ist das nur der Fall auf dem Endglied, und auch auf diesem sind die proximal stehenden Kugeln nur mit winzigen Dörnchen, die parallel dem Tarsalglied gerichtet sind, ver- sehen; nach und nach verlängern sich diese Dornen, erlangen das Übergewicht über die basalen Kugeln, die nur mehr wie eine Verdickung ihrer Basis aussehen, und am Ende des letzten Gliedes sind nur kräftige Borsten stehen geblieben. Auf den hintersten Beinen haben die Kugeln aller Glieder Dornen oder Borsten. Auf der Oberseite des vorletzten Gliedes und der Unterseite des 1. und 2. Gliedes befindet sich je eine grosse, abstehende Borste. Endklaue kräftig, ohne Nebenkralle. Copulationsfüsse lang, schlank und ganz gerade, der Schenkel sehr kurz, breiter als lang, auf der Innenseite dünn und kurz beborstet, der darauf folgende Theil ceylindrisch, schlank, aussen mit einzelnen grösseren Borsten besetzt, trägt am Ende drei spitze Äste, zwei gerade und zwischen ihnen einen dritten, schwach Sförmig gekrümmten mit der Samenrinne. (Fig. 72.) Fundort: Valdivia. (Dr. Michaelsen coll.) d’ 6. Myrmekia nov. gen. 20 Segmente. Antennen lang und schlank. Halschild querelliptisch. Metazoniten seitlich beulig aufgetrieben. Kielleiste des zweiten Segmentes tiefer hinabreichend als die des dritten. Oberseite der Metazoniten mit drei Querreihen flacher Beulen. Saftlöcher seitlich auf den Beulen des 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15. —19. Segmentes. Kein Pleuralkiel, Ventralplatten ohne Dornen oder dgl. Schwänzchen cylindrisch zugespitzt. Hauptast der Copulationsfüsse kurz und breit, geisselförmig. Der auf den Schenkel folgende Theil des Copulationsfusses ungespalten. Heimat: Südamerika. Dieses Genus ist sehr nahe mit Sfrongylosoma Brandt verwandt; der einzige Unterschied besteht darin, dass die Metazoniten Querreihen flacher Beulen haben, der aber etwas Ähnliches, bei keinem anderen Strongylosoma, Orthomorpha etc. vorkommt, während sich diese Sculptur in mehreren anderen Gattungen findet, erscheint es wohl gerechtfertigt, die einzige Art Myr. Karykina zur Vertreterin eines besonderen Genus zu erheben. Myrmekia Karykina nov. Sp. Taf. IV, Fig. 73, 74, 75. cd Einfärbig dunkelrothbraun. Beine gelbbraun. Länge 13 mm. Breite 14 mm. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 41 322 Carl Graf Attems, Antennen lang und schlank. Kopf glatt, Scheitel unbehaart. Scheitelfurche undeutlich. Halschild glatt, querelliptisch, mit abgerundeten Seitenlappen. Oberseite der Metazoniten mit drei Querreihen flacher Höcker. Diese Sculptur ist aber nicht scharf ausgeprägt, im Übrigen ist die Oberfläche glatt, aber wenig glänzend. Prozoniten und Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele glatt, glanzlos. Die Metazoniten sind seit- lich beulig aufgetrieben und haben eine schmale scharfe Leiste, welche in einem horizontalen Halbkreis über die Beule zieht. Auf dem zweiten Segment repräsentirt sie allein den Kiel und reicht tiefer ventral, als die des dritten Segmentes. Die Saftlöcher liegen seitlich auf den Beulen. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist nicht geperlt. Pleuralkiel ist keiner vorhanden. Ventralplatten glatt, unbehaart, alle ohne Fortsätze. Schwänzchen cylindrisch zugespitzt. Beine dick, das zweite Glied oben angeschwollen. Mit Ausnahme des auch oben sehr spärlich behaarten Endgliedes sind die Glieder oben und in den Seiten fast unbehaart. Die Glieder II, III und IV auf den vor- deren Beinen (Fig. 74), II und III auf den hinteren Beinen sind unten dicht bedeckt mit kurzen, ziemlich kräftigen, am Ende zurückgekrümmten Borsten. Die Glieder V und VI der vorderen, IV, V und VI der hintersten Beine haben auf der Unterseite spitze, von einer kugeligen Warze entspringende Borsten (wie z. B. Strongylosoma paraguayense und andere). Die mediane Streifung dieser Kugeln ist sehr undeutlich. (Fig. 75.) Endkralle kräftig, ohne Nebenklaue. Copulationsfüsse: Im Gegensatz zu den eigentlichen Sirongylosoma-Arten ist der Schenkel hier nur sehr wenig beborstet und auch gar nicht scharf gegen den folgenden Theil abgesetzt, sondern geht ohne Grenze in denselben über. Am Ende ist er gespalten in zwei Äste, der Hauptast ist kurz und breit und bildet eine Rinne, die Samenrinne, nahe seiner Basis steht ein rundlicher Seitenlappen. Der Nebenast ist zwei- lappig, der eine Lappen ist gekrümmt, der andere eine kurze breite, abgerundete Platte. (Fig. 73). Fundort: Valparaiso, Vina del mar. (Dr. Michaelsen coll.). 1d. Oligodesmus nov. gen. Der Körper besteht aus Kopf und 19 Segmenten. Antennen lang und schlank. Halsschild querelliptisch. Körper einem Sfrongylosoma in der Gestalt sehr ähnlich, keine eigentlichen Kiele vorhanden, sondern an ihrer Stelle eine niedrige runde Auftreibung. Oberseite der Metazoniten glatt mit Anfang einer schwachen Felderung, zwei Reihen von Börstchen auf jedem Metazonit. Keine Querfurche. Poren seitlich auf dem 5., 7., 9., 10. 12., 13., 15., 16., 17. Segment. Ein Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten ohne Dornen. Schwänzchen cylindrisch, zugespitzt. Männchen mit 28, Weibchen mit 29 Beinpaaren. Heimat: Südamerika. Diese Thiere ähneln ungemein einem kleinen Strongylosoma, unterscheiden sich aber von demselben wesentlich dadurch, dass sie nur 19 Segmente haben. Von Haplosoma, welches ebenfalls Strongylosoma-artig ist und ebenfalls nur 19 Segmente hat, unter- scheidet sich Olygodesmus durch das Fehlen der zweigliedrigen, dichtgestellten Borsten auf der Oberfläche und der Saftlöcher auf dem 18. Segment. System der Polydesmiden. T. 323 Oligodesmus nitidus n. sp. Taf. III, Fig. 69, #0, 71. Licht gelbbraun, auf der Rückenmitte und längs der Kielränder bringt eine dunkelbraune Marmorirung drei dunkle Längsstreifen hervor; beim Männchen ist diese Zeichnung mehr ausgeprägt als beim Weibchen. Länge 10 mm. Breite 1’2 mm. In der Gestalt ähneln diese Thiere sehr einem kleinen Strongylosoma. Die ganze Oberfläche ist glatt und glänzend. Metazoniten mit zwei Reihen winziger Börstchen. 18. und 19. Segment reichlich beborstet. Auf dem hinteren Theile jedes Metazoniten macht sich der schwache Anfang einer Felderung bemerkbar. Keine Querfurche vorhanden, ebenso kein Pleuralkiel. Die Kiele werden durch allseitig runde Auftreibungen repräsentirt, sind sehr schwach entwickelt, auf den vorderen Segmenten noch verhältnissmässig etwas breiter; seitlich auf den Kielen ist eine schmale erhabene Leiste. Parallel mit ihr und in einiger Entfernung vom Seitenrand verläuft vom Hinterrand bis etwa zur Mitte der Metazonitenlänge eine Furche. Zwischen dieser Furche und der Leiste, sehr nahe der letzteren, liegen die Saftlöcher auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15., 16., 17. Segment. Kopf dicht, kurz beborstet. Antennen lang und schlank. Halssc#ild gewölbt, querelliptisch, Seitenlappen abgerundet. Ventralplatten mit kurzen Börstchen. Schwänzchen cylindrisch, zugespitzt. Analschuppe abgerundet dreieckig. Männchen mit 28, Weibchen mit 29 Beinpaaren, die der ersteren verdickt, besonders in den 3 Anfangs- gliedern, welche auf der Unterseite mit kurzen, spitzen Dörnchen besetzt sind. Die drei Endglieder tragen dichtgestellte runde, knopfförmige Tuberkeln, die sich nach vorn in ein winziges Dörnchen fortsetzen. (Fig. 70, 71.) Auf der Oberseite des fünften Gliedes eine sehr lange Borste. Beborstet sind die Beine nur sehr spärlich. Endglied mit einer kräftigen Kralle, ohne Nebenkralle. Copulationsfüsse: Auf dem beborsteten Schenkel sitzt eine durchscheinende gerade Platte, die am Ende zwei grössere nach aussen gerichtete Haken (a b) und nach innen ein kleines Hörnchen trägt, auf welch’ letzterem die Samenrinne endet. (Fig. 69.) Die Basis des Tibialtheiles ist eingeschnürt, in der Mitte steht ein Börstchen. Fundort: Valparaiso. (Dr. Michaelsen Coll.) Julidesmus Silv. 1895. Diplop. dell’america meridionale. Ann. mus. eiv. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 773. Genu generi Strongylosomati finitimum, sed differt, carinis nullis, segmentis in partibus duabus distinctis non partitis, seg- mento singulo praeter foramina repugnatoria utrinque poris binis parvis inter sese aliquantum remotis instructo. Julidesmus typicus Silv. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 773. »Q. Color flavo terreus, margine postico segmentorum rufo. Caput vertice sulco profundo. Antennae longae. Scutum primum dorsale lateribus rotundatis. Scuta dorsalia cetera carinis nullis, sutura minime profunda. Segmentum ultimum scuto dorsali elon- gato, crasso, scuto ventrali postice rotundato. Pedes longi. Long. corp. 22 mm, lat. 2 mn. Habitat: Yungas: Coroico Chulumani, 1600 mm. Man sieht, die Beschreibung lässt an Kürze nichts zu wünschen übrig; welcher Art die ausser den Saftlöchern vorhandenen Poren wohl sein mögen, wäre interessant, festzustellen. Trogodesmus Pocock. 1895. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 804. Der Umstand, dass drei, übrigens wie es nach den Beschreibungen scheint, einander sehr ähnliche Arten, grössere Borstenwarzen auf der Analschuppe haben, als es sonst der Fall ist, hat Pocock bewo- gen, für diese Arten ein besonderes Genus zu gründen. Seine Diagnose lautet: »Ähnelt Strongylosoma in der Mehrzahl der Merkmale, unterscheidet sich aber merklich durch die ungewöhnliche Entwicklung der zwei Tuberkel auf der Analschuppe.« 41 * 324 Carl Graf Attems, Aus den Speciesbeschreibungen geht hervor, dass auf den Metazoniten eine Querfurche vorhanden ist, dass die Hinterecken der Kiele abgerundet wnd nur auf den hintersten Segmenten etwas ausgezogen sind. Ventralplatten unbedornt. Ein Pleuralkiel nur auf dem 2. und 3. Segment. Heimat: Birma. Pocock gibt folgenden Schlüssel: a) Rücken schwarz oder braun und gelb gestreift, indem ein deutliches gelbes, medianes Band vorhanden ist, und jederseits von ihm ein schwarzes. a!) Das mediane Rückenband bildet einen Streifen von ziemlich gleichmässiger Breite, aber auf den vorderen Segmenten nicht so scharf begrenzt und verwischt . . . . oe aa e£ 8 es Haste... b!) Das mediane Rückenband sehr deutlich begrenzt auf dem ganzen Ke End sichtbar auf den vorderen Rücken- schildern; jedoch nimmt es die Form einer Reihe von Flecken an, wegen der Breite der Flecken auf der Mitte jederäsegmenthallien ars Er 5 : Do, eo a EL b) Rücken, die gelben Kiele ausgenommen, einfärbig Chase nder ren DE Er ee ee REES Trogodesmus bicolor Poc. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 804, Fig. 10, 10a. Charin Cheba (Biapo) 1000— 1200 m. Yado 1000— 1400 m. Trogodesmus nigrescens Poc. Ibid. p. 806. Palon (Pegu). Trogodesmus vittatus Poc. Ibid. p. 806. Charin Cheba 400—900 m. Haplosoma Verhoefft. 1893. Zool. Anzeiger, Nr. 437. Eine neue Polydesmiden-Gattung. Die Richtigkeit von Verhoff’s Beschreibungen kann ich nach meinen Exemplaren nur bestätigen. Verhoeff sagt: »Körper aus Kopf und 19 Segmenten bestehend. Erstes Segment fusslos, 2.—4. mit je einem, 5.—17. mit je zwei Beinpaaren, 18. und 19. Segment fusslos. Vorderes Bein- paar des 7. Segmentes beim Männchen in Copulationsfüsse verwandelt. Summa 5 28 Beinpaare, ® 29 Beinpaare. Körperform ähnlich der von Strongylosoma, also Querschnitt rund, Segmente seitwärts nicht in Nügelartige Erweiterungen vor- tretend. Am Rücken sind die Segmente mit einem dichten und langen Haarwald bedeckt. Die einzelnen Haare sind zweigliedrig, indem das eigentliche Haar auf einem von einem sehr feinen Canal durchbohrten Stiele aufsitzt. Die Oberfläche der Segmente ist übersät mit mikroskopisch kleinen Wärzchen. Die Copulationsorgane des Männchens sind einfacher als bei allen anderen bekannten Polydesmiden-Gattungen, indem sie nur aus einem einzigen schlanken Ast bestehen, welcher seiner Länge nach von einem Spermagang durchzogen wird. Ein Polster von Haaren fehlt. Am Hüfttheil sitzt auch hier ein Anhang in Form eines gekrümmten Körnchens. Die dorsale Analplatte ragt nicht in einen Fortsatz vor, sondern die Endspitze liegt an und biegt sich über die Afterklappen etwas herab. Es sind zehn Paare von Foramina repugnatoria vorhanden, nämlich am 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—18. Segment. Collum frei, doppelt so breit wie lang. Erste Ventralplatte fehlt. Bei den folgenden Segmenten sind durch eine Furche ein Vorder- und ein Hinterring deutlich gegen einander abgesetzt. Zweite und dritte Ventralplatte frei; von diesen Platten greift eine dem Dorsalring angehörige, dünne Spange her, welche den Ring unten völlig schliesst. Die folgenden Ventralplatten sind mit den Dorsalplatten verwachsen. 1 Antennen kurz und sehr dick. Ausser dem rudimentären letzten (8.) Gliede, welches die spateligen Endspitzchen trägt, sind alle Glieder ungefähr so breit wie lang, das erste sogar entschieden breiter als lang. Ocellen fehlen. Labrum mit drei Zahnvorsprüngen. Die Mandibeln erinnern an diejenigen von Polydesmus. Der Zahn ist deutlich, ebenso die gezähnelte Reibplatte. Am Zahn- blatte stehen fünf stumpfe Absätze. Die Kammblätter sind sehr zart und schwer unterscheidbar. - Am Gnathochilarium sind zwei Lamellae linguales und zwei Stipites gnathochilarii gut erkennbar. Letztere tragen deutliche, am Ende mit Tastborsten besetzte äussere und innere Laden. Das Mentum ist unpaar, gross und dreieckig, ein Promentum fehlt. Ein deutliches, queres Hypostoma lagert unter dem Mentum. Cardines gnathochilarii sind vorhanden, aber auch hier klein und etwas länglich.« ! Zu diesen Angaben Verhoeff’s über das Verhalten der Ventralplatten vergl. das in der Einleitung Gesagte. System der Polydesmiden. TI. 325 Die Einfachheit der Copulationsfüsse, auf welche Verhoeff ein so grosses Gewicht legt, ist kein nur bei diesem Genus vorkommendes Merkmal. Eben so einfache Copulationsfüsse hat z.B. Levizonns thauma- sius, Strongylosoma drepanephoron, Leptodesmus decoratus, vestitus, mehrere Platyrrhacus-Arten ete. Dass Brachydesmus ein Vorläufer von Polydesmus und Haplosoma ein solcher von Strongylosoma sei, wäre noch zu beweisen. Ich glaube eher, dass beide Genera, sowie die anderen mit 19 Segmenten, z.B. Oligodesmus mihi und JZcosidesmus Humb. et Sauss. umgekehrt aus Gattungen mit 20 Rumpfsegmenten entstanden sind, dadurch, dass bei Arten mit ursprünglich 20 Rumpfsegmenten das vorletzte Entwicklungsstadium _ bereits geschlechtsreif wurde. Haplosoma Strubellii Verhoefft. 1893. Zool. Anzeiger, Nr. 437. Eine neue Polydesmiden-Gattung. 1895. Haplosomum Strubellii Brölem. Zool. Anzeiger, Nr. 476. 1895. » > Silv. Myr. Papuani. Ann. mus. civ. hist. nat. Genova (2) XIV. »Länge 7—8 mm. Breite 0°8 mm. Körper der Männchen hellbraun, der Weibchen weisslich, bei beiden ist der Rücken dicht und lang behaart, im Übrigen allent- halben nackt. Beine ziemlich kurz, sechsgliedrig. Sie bestehen aus einer rundlich viereckigen Coxa, welche so breit wie lang ist, einem Femur, welcher am Grunde eingeschnürt und im Übrigen doppelt so lang wie in der Mitte breit ist, einer Tibia, welche 11/,mal länger ist, als der Femur und gegen das Ende sich allmälig verdickt und aus drei Tarsalgliedern, von denen das erste kaum so lang ist wie breit, das zweite so breit, aber 11/„mal länger als das erste, das dritte wesentlich dünner und fast dreimal so lang als das zweite. Am Ende trägt es eine spitze, fast gerade Kralle, eine Nebenkralle oder Borste fehlt. Die Beine sind reich beborstet, am dritten Tarsalglied besonders kräftig. Diese Beinborsten sind einfach, nicht zweigliedrig. Am ersten und zweiten Beinpaar ist die Coxa länglicher, Femur und Tibia gedrungener als an den anderen Beinen, die End- kralle trägt eine kleine Nebenborste. Das mit mikroskopisch kleinen Papillen besetzte Skelet zeigt auf den hinteren Ringen zerstreute winzige schwarze Pünktchen und ist ausser den zweigliedrigen Haaren noch mit höchst winzigen Börstchen besetzt, etwa halb so lang wie das Grundglied der Haare, die Papillen stehen dicht an einander in zierlichen Querreihen. Am Hinterrand der Segmente stehen in erster Reihe einfache Borsten, welche etwas länger sind als die Grundglieder der Haare. Die Copulationsorgane des Männchens sind noch einfacher als die primitivsten bei Polydesmus (z. B. collaris). Ein krummes Hüfthörnchen ist auch hier vorhanden. Die Mündung des Spermaganges ist im zarten Armende sehr deutlich erkennbar. Den Spermagang konnte ich bis unten hin verfolgen, aber die Stelle, wo er in die Grundblase eintritt, ist schwer deutlich zu erkennen. Bei Polydesmus und Brachydesmus liegt die Mündung des Spermaganges weit vom Ende des Copulationsfusses entfernt und ist von einem Haarpolster umgeben. Ein sol- ches fehlt bei Haplosoma. Im Skelet des Copulationsfusses liegen zerstreut winzige helle Poren.« Fundort: Tropfsteinhöhle (»lian ikan«) von Amboina. (Strubell.) Cueva de Antipolo, oder Cueva de Talbae. Grotte auf Lueon. (E. Simon coll.) An den mir von Herrn Dr. Strubell gütigst gesandten Exemplaren konnte sich die Richtigkeit obiger Beschreibung feststellen. Sehr auffallend ist in der That die Beborstung des Körpers. Über die von Ver- hoeff besonders hervorgehobene einfache Form der Copulationsfüsse habe ich schon oben gesprochen. Mit den Angaben über eine »Grundblase« der Copulationsfüsse, sowie mit denen über die vordersten Ven- tralplatten bin ich natürlich nicht einverstanden. Orthomorpha Bollm. 1893. Bull. Unit. Stat. Nat. Mus. No 46, p. 159, 196. 1859. Paradesmus Saussure Linn. Entomol. XII, p. 325. 1860. Polydesmus subgen. Paradesmus Sauss. Mem. Mex. Myr., p. 34. 1869. > > » Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-bot. Ges. XIX. 1872. » > > > > Miss. scient. Mex. Zool. VI, 2, p. 24. 1872. Paradesmus Porat Öfver. Vet. Akad. Förh. No. 5, p. 9. 1884. > Latzel Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 161. 1887. » Daday Myr. Regni Hungariae, p. 66. 1895. Orthomorpha Pocock Myr. from Burma. Ann. mus. civ. nat. Genova (2) XIV, p. 807. 1894. Strongylosoma ex p. Pocock. Weber'’s Reise nach Niederl. Indien, III, II, p. 358. Farbe meist dunkelbraun mit gelben Kielen. Antennen schlank. a 326 Carl Graf Attems, Halsschild breiter als der Kopf, meist halbkreisförmig mit abgerundeten, seltener spitzen Hinterecken, meist glatt. Metazoniten glatt, auf dem 4.—18. eine Querfurche, nur asperum ist granulirt. Rücken mehr oder weniger gewölbt, nie ganz flach. Alle Kiele mit spitzen Hinterecken, auch die vorderen; wenigstens sind die Hinterecken scharf winkelig, wenn die vordersten den Hinterrand der Metazoniten schon nicht überragen. Seitentand glatt, nur bei zwei Arten gezähnelt, zuweilen ein kleines Zähnchen hinter dem Vordereck, sonst glatt, schmal, wulstig verdickt. Saftlöcher seitlich ungefähr in der Mitte des Seitenrandes oder hinter derselben. Kiel des zweiten Seg- mentes tiefer ventral herabreichend als die folgenden. Ventralplatten nackt oder beborstet. Pleuralkiel meist vorhanden, wenn nicht, ist er durch einen Tuberkel ersetzt. Schwänzchen nicht sehr spitz und nicht cylindrisch, jedenfalls aber nach hinten verjüngt, am Ende meist mit Borstenwarzen. Analschuppe dreieckig. Beine lang und schlank. Copulationsfüsse: Der Schenkel ist kurz rundlich, beborstet, deutlich vom folgenden abgesetzt. Dann folgt ein längeres cylindrisches Stück ohne Seitenzähne oder dgl. Bezüglich des Endes des Copulations- fusses können wir zwei Gruppen von Arten unterscheiden. Als Repräsentant der ersten nehme ich O. vica- rius Karsch. Das längere, schon erwähnte cylindrische Stück geht in eine ganz dünn auslaufende, die Samenrinne führende Sichel aus, den Hauptast, und setzt sich anderseits durch Vermittlung eines nicht bei allen Arten deutlich geschiedenen, kurzen Stückes in den Nebenast fort, der schmäler oder breiter ist und in letzterem Fall eine Art Scheide für den Hauptast bilden kann. Bei der zweiten Gruppe, mit O. gracilis Koch, als Vertreter geht das cylindrische, lange Stück ebenfalls in einen dünnen, sichelförmigen Hauptast über und trägt einen hier aber dreitheiligen Nebenast, letzterer ist nämlich erst in 2 Äste gegabelt, von denen der eine sich noch einmal theilt. Das kurze, die Verbindung zwischen dem Nebenast und dem un- getheilten langen Stück herstellende Glied trägt bei O. gracilis einen Seitenhaken, der sein Analogon bei O. roseipes Poc. und vielleicht auch O. aphanes mihi hat. O. flavicoxis Poc. und subnigrum Poc. scheinen nach den Zeichnungen eine Art Übergang zwischen beiden Gruppen zu bilden. Ihre Copulationsfüsse enden, nach den viel zu ungenauen Abbildungen, aus denen man gar nicht ersieht, welcher der Äste die Samenrinne führt, dreitheilig. Verbreitung: Indien sammt Sundainseln beherbergen die meisten Arten. Japan, China, Australien, West- und Ost-Mittel-Afrika, Madagascar, Nossibe. Eine Art auch auf Jamaika, und eine Art ist mit tropi- schen Pflanzen in Warmhäuser Europa’s eingeschleppt worden. Übersicht der Orthomorpha-Arten ia) Sehr klein Sem lang Mi. zur a re ee AT IE SEA b) Grosser, mindestens 10mm, meist bedeutend länger. . 2... 2 re 2. a)/Metazoniten’granulitte m a un. 202 IE EEaSper m D)>Metazoniteniglatte "2 u un a a wann Me 3. a) Metazoniten 3— 18 ausser der Querfurche mit einer tiefen Längsfurche: . . . . . . . . bisulcata h)=Alle-Metazoniten ohne Langstizche RE a. 2020 4. a) Seitenrand der Kiele ungezähnelt (einen nahe dem Vordereck stehenden, übrigens nicht immer vorhandenen winzigen: Zahn ausgenommen) ... = 2,2... “mie we er b) Seitenrand der Kiele gezähnelt . a a 3 RA re 5. a) An Stelle des Pleuralkieles findet sich auf den vordersten Segmenten ein rundlicher Höcker . . 6. b) Mit leistenförmigem Pleuralkiel, wenigstens auf Segment 2—4. . . 2.2. 222 2.2.2... 1. 6. a) Metazoniten vor der Querfurche dunkelbraun, hinter derselben gelbbraun . . . cingulata Attems. b) Metazoniten einfärbig schwarzbraun . . » » 2 2 22222 nen nn... MerpuSa nov. Sp. ! Ist ein Sirongylosoma, wie ich mich später überzeugte. LEE BELLE AMEBEREN System der Polydesmiden. TI. 327 7. a) Eine Reihe von Borsten längs des Hinterrandes der Segmente . . ........ ..vinosa Poc. b) Hinterrand der Segmente ohne Borsten . . . ee REES ee FB: 8. a) Naht zwischen Pro- und Metazoniten nicht Sk et: ee des ae RE RN: b) Diese Naht ist deutlich geperlt . ........ I: Re ee Eee} Pe. a) Letzte Ventralpatte so tief eingedrückt, dass die zwei Hälften wie Hüften aussehen . coxisternis Poc. | b) Letzte Ventralplatte nicht auffallend tief eingedrückt . . ..... PA =, 210: 10. a) Kiele sehr klein; sie wären Sfrongylosoma-artig, wenn sie nicht spitze Talea hätten . „DI. | ET ee. N En re en DR | Dad) Rücken emfärbig dunkelbraunroth . . »....2...... ae 2... „ „aculeata Peters. b) Mitte des Halsschildes und der grösste Theil der Metazoniten rothbraun bis braunschwarz, | Seiten des Halsschildes, Kiele, Hinterrand der Metazoniten und zwei Flecken auf den Prozoniten ockergelb, hintere Ventralplatten beborstet . . . » . 2 .2..2..2..2..... Hartmanni Peters. t Bereenerauttallend lange (Afrika) . 7. 2. Dan. anne nina u. Jongipes mihi- b) Beine von gewöhnlicher Länge . . . . . u | 13. a) Rück@n dunkel mit zwei gelben oder röthliehen ee ktnden Kiele 2 SE E b) Rücken einfärbig dunkel, oder die Hälfte der Metazoniten vor der Querfurche dunkel, hinter derseivemeelb, 272. - P - 2 - EI FREE TR era‘ c) Rücken blass röthlichbraun mit dunklem ee RR PR Metazonit . . . . . . eruciferum Poc. 14. a) Die Längsbänder reduceirt auf ein Paar rundliche gelbe Flecken vor der Querfurche jedes Seg- identesäifstele klein .. .. .....4.... = an IS; Be rer pardahssEoc: b) Die Längsbänder ununterbrochen über Pro- und Vereinten ae Se an or 15. a) Kiele ganz klein, ohne jede Spur eines Vorderrandes oder Vordereckes, De spitz, aber klein und dornförmig, nur auf dem hinteren Körperdrittel etwas den Hinterrand der Meta- a AAN TEEHENDETFAP ED EN WE en let COMMON: b) Kiele grösser, Hintereck gross, stark und domartig . . .». -» 2.2... er Eee Mir. ZB, 16. a) Die Längsstreifen des Rückens mehr parallelseitig, nicht sichtbar ea an der Grenze zwischen Pro- und Metazoniten . . . - EN - a 711177002 b) Die Längsstreifen unregelmässig in Folge der san an dieser "Naht LE WE N ye 17. a) Körperseiten unmittelbar unterhalb der Kiele schwarz, in den unteren zwei Dritteln hellgelb miranda. b) Körperseiten beinahe bis zu den Füssen herab dunkelbraun. . . . . . melanopleuris, bistriata. 18. a) Halsschild ganz gelb .. ... - EEE EN se A ee: ae A RRISChH. b) Halsschild nicht ganz gelb, entweder nur vorn, oder ganz schwarz. . . . - A: 19. a) Pleuralkiel vom 2—16 Segment. Copulationsfüsse complicirt . . mikrotropis, REN roseipes. b) Pleuralkiel vom 5. Segment an ganz fehlend oder nur durch 1—2 kleine Spitzchen ersetzt . . 20. 20. a) Seitenrand der Kiele wenig verdickt, deutlich zweimal eingebuchtet np e Ale b) Seitenrand der Kiele viel deutlicher verdickt, weniger eingebuchtet und ohne Zähnchen 22. 21. a) Saftlöcher von oben sichtbar. Auf den Rückenschildern ein schwacher, medianer, Fleck silvestris Poc. b) Saftlöcher von oben unsichtbar, ohne solche Flecken auf den Rückenschildern . . . Doriae Poc. 22. a) Rücken einfärbig, lichter oder dunkler braun bis schwarz, Kiele gelb. . - . . ER RLZE b) Rücken nicht einfärbig, sondern die vordere Hälfte der Metazoniten von der Querfurche dunkel, | die hintere Hälfte gelb .... - - : ng ar ee en 5} 23. a) Auf dem Rücken sind die Spuren zweier heller ehänder Satan ee re WMMIAHETOC. b) Rücken ganz ohne Spur von hellen Längsbändern . . . - ae -.: TE En]: atrorosea Poc. b) Segmente der vorderen Körperhälfte mit Andeutung von Pleuralkielen. 18. Segment mit Quer- 24. a) Vom 5. Segment an keine Spur von Pleuralkiel mehr. 18. En ohne ee y furche . 25. 328 Carl Graf Attems, 25. a) Schwänzchen schlank parallelseitig. Kiele und Schwänzchen mehr gelb... . . conspicna Box b) Schwänzchen an der Basis viel breiter als am Ende, Kiele und Schwänzchen weniger gelb Weberi Poc. 26. a) Halsschild, die Kiele ausgenommen, dunkelbraun, Seitenrand der Kiele weniger verdickt . . . 27. b) Halsschild vorn dunkelbraun, Seitenrand der Kiele sehr stark verdickt . . . .». „2.2... 28. 27. a) Antennen und Beine rothgelb, der Pleuralkiel bildet einen ununterbrochenen Streifen bis zur Kör- permitte und ist bis beinahe zum Hinterende sichtbar. . . . =». ............. Oatesü Poc. b) Antennen und Beine dunkelbraun. Der Pleuralkiel bildet nur bis zum 3. Segment einen ununter- brochenen Streifen und verschwindet ganz auf der hinteren Körperhälfte . . fusco-collaris Poc. 28. a) Rückenschilde sehr dunkel. Das gelbe Querband ist auf einen medianen Streif oder länglichen Fleck reducirt, der vom Gelb der Kiele getrennt bleibt...» » » 2 2... .... GestriPoc. b) Rücken viel lichter, die Schilder nur auf dem Fleck vor der Querfurche dunkelbraun insularis, clivicola, monticola, palonensis Poc. 29. a) Kiele kleiner (nach nigricorne zu schliessen dadurch, dass das Vordereck stark abgerundet ist) 30. b) Kiele stärker entwickelt, mit eckigem Vorderwinkel . . x. x... une nenn. 86. 30. a) Hinterrand der Analschuppe abgestutzt, dreilappig . » » 2 =. 2 u 2 ur ve 2er b) Tuberkeln der Analschuppe lang, papillenförmig, die Spitze weit überragend, Prozoniten, Meta- zoniten und Rarbe.der Beineswienbeiiflauieo vs 2 31. a) Beine ganz gelb, Pro- und Metazonitennaht schwächer geperlt. . » » 2 2. nen un. 82 b) Distale Beinglieder dunkelbraun, Perlen der Naht zwischen Pro- und Metazoniten durch Zwischenräume getrennt, welche halb so gross sind wie die Länge der Perlen . flavicoxis Poc. 32. a) Ein breites Rückenband und Kiele gelb ... . - ee ee ee SEMICHKNERAIONE b) Körper ganz rosa oder roth . .. - € ee ee ee ee ee CAT NELONT 33. a) Segmente schwarz, Ventralplatten en] Kielspitzen gelb. . 2 2. 2.2.2 subnigvanbloc: b) Ventralplatten und wenigstens der untere Theil der Seiten gelb . .. . 2»... en... 84 34. a) Kiele ganz gelb, die zwei distalen Beinglieder dunkelbraun . . 2». ........ subflava Poc. b) Kiele nur an der Spitze gelb, die drei distalen Beinglieder dunkelbraun . a o- 010.: 35. a) Die Copulationsfüsse besitzen vor der Theilung in die beiden Endäste einen langen schlanken DENN: oa 8 De ee Re SEE TPRANESINONEESTE b) Copulationsfüsse ohne DieBen Zahn SMS a eh: 2 MEHACORNIE ON 36. a) Schon der zweite Kiel mit spitzem, den Hinterrand der Segmente en Hintereck vicaria. b) Auf den vordersten Segmenten überragt das Hintereck den Hinterrand der Segmente nicht . . 37. SzSGoNklalsschild granmliet‘, „2 80 8 1001 Su SIE En .... . pekuensis Karsch. D}aHalsschildiglatt: Ne. = 200 dk, unten ee ee es 88. 4) Metazoniten glatt; . 0 2 ade aa E00 Ten ee en ee a ee ee b) Metazoniten deutlich lederartig gerunzelt . . . . ae nit 1 ENdEHSANOVMESR} 39. a) Operfläche glatt, Länge 17 mm, Kiele, Bauch und Beine en are. EOIE, b) Oberfläche glänzend, aber nicht glatt, sondern runzelig, Länge 14 mm, Kiele nur wenig blasser alsrder.tieibraune Rücken 2 ey ERHIeRG Orthomorpha aspera L. Koch. 1867. Strongylosoma asperum L. Koch Verhandl. zool.-bot. Ges. Wien, XVII, p. 245. »Matt glänzend. Die vorderen Segmenttheile dunkel rothbraun, die hinteren schwarz, unten gegen die Insertion der Beine rothbraun, die Beine bräunlich roth, die letzten Glieder schwarzbraun, die Fühler dunkel rothbraun. Ein schmaler Saum der Rippen und die Spitzen des letzten Segmentes bräunlich roth. Der Körper ziemlich gleich dick. Der Kopf gewölbt, in der Mitte des Hinterrandes und über den Fühlern eingedrückt, in der Mittellinie vom Hinterrand bis zu den Fühlern eine tief einschneidende Furchenlinie, die Kopffläche in den Seiten dicht fein granulirt; der Raum zwischen den Rippen und den Fühlern gerunzelt und mit kurzen Borsten besetzt. Die Fühler ebenfalls mit kurzen Börstchen besetzt. Die Seitenfortsätze des ersten Segmentes gerundet, vor ihnen eine fast bis zur Mitte am Vorderrand heraufziehende Furche. Die Fläche besonders nach hinten zu gekörnt. Das zweite Segment unter das erste herabgehend, mit einem ziemlich vorspringenden, gerundeten, vorm spitz endenden Seitenlappen. Die Fläche granulirt, unterhalb des Seitenlappens fein gerunzelt. Alle kieltragenden Segmente mit System der Polydesmiden. I. 329 dicht grobkörniger Fläche, unterhalb der Kiele jedoch fast glatt; mit Ausnahme der vier ersten und der vier letzten in der Mitte durch eine Furchenlinie der Quere nach abgetheilt, die vorderen Segmenttheile glatt. Die Kiele hinten spitz, vorn sich verflachend, ziemlich gewölbt. Die Poren in einer spitz eiförmigen Vertiefung in den Seiten der Kiele, nahe an ihrem Hinterende. Das letzte Seg- ment ist abgestutzt, leicht ausgerandet, ziemlich breit, spitz endend, die Spitze ohne Borsten. Das untere Praeanalsegment halbkreisförmig, mit zwei Stachelborsten an seiner hinteren Rundung. Die Afterklappen leicht gewölbt, mit aufgeworfenem Hinterrand, etwas granulirt, jederseits des Hinterrandes eine Stachelborste. Körperlänge 43 mm. Dicke eines mittleren Segmentes ohne Kiele 3:5 mm. Vorkommen: Brinsbane.« Orthomorpha cingulata nov. sp. Taf. IV, Fig. 84. d Prozoniten, vordere Hälfte der Metazoniten bis zur Querfurche und Bauch dunkelbraun. Hintere Hälfte der Metazoniten Kiele und Beine licht gelbbraun. Länge 25 mm. Breite 25 mm. Glatt und glänzend. Rücken mässig gewölbt, die Kiele horizontal, in der Mitte der Seiten angesetzt Halsschild seitlich abgerundet. Die Kiele so stark entwickelt, wie bei Orth. gracilis. Alle Vorderecken abgerundet, mehr als bei Orth. gracilis, Hinterecken vom Kiel 2—4 spitz, etwas zahnartig vorgezogen, die folgenden #17 rechtwinkelig mit dem Hinterrand der Metazoniten abschneidend, der 18. ganz unbedeutend vorgezogen, der 19. winzig klein. Die Segmente sind zwischen Pro- und Metazoniten stark eingeschnütt. Die Naht fein geperlt, Querfurche auf den Metazoniten breit, glatt, ungeperlt. Die Kiele haben auf den porenlosen Segmenten einen schmalen, auf den porentragenden einen dicken Randsaum. Das Saftloch liegt ganz seitlich. Antennen verhältnissmässig sehr kurz und dick, Kopf glatt und glänzend, Scheitelfurche scharf. Ventralplatten fein beborstet, die fünfte beim Männchen mit einer Lamelle zwischen den Vorderfüssen. Auf den vordersten Segmenten steht an der Stelle, wo sonst der Pleuralkiel ist, ein runder Höcker. Schwänzchen am Ende abgestutzt, mit einem grösseren Wärzchen jederseits. Analschuppe abgerundet, die zwei Borstenwarzen sehr klein. Männliche Copulationsfüsse kurz und breit. Schenkeltheil von gewöhnlicher Form und Beborstung, gegen den folgenden Theil scharf abgestutzt. Die Basis des letzteren schmal, dann plötzlich verbreitert, am Ende in drei Äste gespalten, einen dünnen, geisselförmigen Hauptast (#7) mit der Samenrinne und zwei breite Lamellen (A und B), von denen die eine (B) nocheinmal bis über die Hälfte gespalten ist. (Fig. 84.) Fundort: Japan. (Berl. Museum.) Orthomorpha herpusa nov. sp. ? Schwarzbraun. Kiele gelbbraun, beide Färbungen nicht scharf gegeneinander abstechend, sondern verschwommen ineinander übergehend. Bauch und Beine gelbbraun. Länge 30 mm. Breite 3°2 mm. Rückenmitte höher als die horizontalen Kiele. Prozoniten matt, sonst glatt, Metazoniten mit seichter Querfurche, vor derselben fein, hinter ihr grob lederartig gerunzelt. Naht zwischen Pro- und Metazoniten gestrichelt. Kopf glatt und glänzend. Scheitel unbeborstet. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang und schlank. Halsschild glatt, nur längs des Hinterrandes gerunzelt, seitlich abgerundet. Kiel des zweiten Segmentes tiefer herabreichend als der dritte, sein Vordereck stumpflappig, das Hintereck spitzzackig ausgezogen. Vordereck der übrigen Kiele ganz abgerundet, gesäumt. Hintereck in eine Spitze ausgezogen, die je weiter nach hinten, desto stärker wird und auf dem 17. und 18. Segment einen recht langen Dorn bildet. Die Seitenränder sind nicht wulstig, wie z.B. bei Orth. coarctata Sauss., sondern sie haben nur einen schmalen Randsaum und nur die saftlochtragenden sind in der Umgebung derselben breitgequetscht. Die Saftlöcher liegen beiläufig in der Mitte des Seitenrandes oder nur wenig hinter derselben, auf den hintersten Segmenten ganz in der Mitte. Bei 9 Weibchen von Öst-Java (B. M.) sind auch die porentragenden Kiele nicht mehr verdickt als die porenlosen, sie sind sowie diese schmal gesäumt, ohne dicken Randwulst. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 42 330 Carl Graf Attems, Auf dem zweiten und dritten Segment ein kleiner Pleuralkiel vorhanden, auf dem vierten Segment an seiner Stelle nur mehr ein kleines Zähnchen, vom fünften Segment ab keine Spur mehr davon. Ventralplatten schwach behaart. Auf den vorderen Segmenten in den Seiten oberhalb jedes vorderen Beinpaares ein kleiner Tuberkel. Schwänzchen verhältnissmässig breit, am Ende ausgeschnitten und jederseits von dem Ausschnitt mit zwei Warzen, Analschuppe abgestutzt, ohne Borstenwarzen. Beine verhältnissmässig lang und schlank. Fundort: Java (Dr. Adensamer Coll.) Tangergebiet Ost-Java. (Berl. Museum.) Orthomorpha aculeata Peters. 1855. Strongylosoma aculealum Peters Monatsber. Ak. Wiss. Berlin, p. 78. 1862. » > > Naturwiss. Reise nach Mozambique. 1895. Habrodesmus aculeatus Cook East Afr. Polyd. Proc. Unit. St. Nat. Mus. XVIII, p. 98, Taf. V, Fig. 6, Sı Das Wesentlichste aus der Peters’schen Beschreibung ist Folgendes: »Kopf, Antennen und Rückenseite dunkel weinroth, Bauchseite, Füsse und Spitzen der Kiele blassgelb. Länge 25 mm, eine Antenne 4:5 mm, die Hinterbeine 0°3 mm. Breite des Kopfes 22 mm. Grösste Körperbreite 2°7 mm. Die Körperform ist eylindrisch, wurmförmig, knotig. Kopf etwas schmäler als das erste Dorsalsegment. Scheitelfurche sehr deutlich. Antennen doppelt so lang wie die Breite des Kopfes. Halsschild mit vorderem convexen und hinterem convexen, in der Mitte ein wenig ausgebuchtetem Rand, welche durch einen abgerundeten Winkel in einander übergehen. Die Fläche ist fein unregelmässig granulirt, welche Granulation auf den folgenden Segmenten mehr und mehr abnimmt, so dass der Körper fast ganz glatt erscheint. Seitlicher Theil des vorderen Randes des Hals- schildes wulstig verdickt. Metazonit II halb so lang wie der Halsschild, vorn und hinten geradrandig, der seitliche schmale Rand scharf nach oben gewandt, vorn und hinten mit einer abgerundeten Ecke vorspringend. Dritter Metazonit etwas länger als der zweite, vierter etwas länger als der dritte, vom 5.—18. jeder mit einer Querfurche. Die Kiele gehen ungefähr aus dem oberen Drittel der Segmente her- vor, beginnen vorn mit einer breiten und flachen, nur oben scharf begrenzten Basis und laufen hinten etwas aufsteigend in einen spitzen vorspringenden Dorn aus. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich, nahe vor der Spitze des Seitenkieles. Schwänzchen im hinteren Theil plötzlich verschmälert und zugespitzt. Analschuppe dreieckig, hinten zugespitzt, jederseits ein kleines Knötchen. Die Beine nehmen von vorn nach hinten beträchtlich an Länge zu.« Diese Beschreibung passt ganz gut auf eine grössere Anzahl jugendlicher Thiere von 18 und weniger Segmenten aus Mossambique. (Hamb. Museum.) Die Kiele sind sehr klein, was auch aus der Peters’schen Abbildung hervorgeht. Auf.den vorderen Segmenten ist ein deutlicher Pleuralkiel bis etwa zur Körpermitte. Die Querfurche auf den Metazoniten ist bei diesen jugendlichen Thieren sehr seicht. Der zweite Kiel liegt nur sehr wenig tiefer als der des dritten Segmentes. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten ist glatt. Farbe gelbbraun, oben etwas dunkler. Länge ca. 15 mm. (18 Segmente.) Fundort: Mossambique. Orthomorpha Hartmanni Peters. 1864. Sirongylosoma (Polydesmus) Hartmanni Peters Sitzungsber. Akad. Wiss. Berlin 1864, p. 534. 1895. Habrodesmus Hartmanni Cook East Afr. Polyd. — Proc. Unit. St. Nat. Mus. XVII, p. 98. »Diese schöne Art steht dem Sfr. aculeatum Peters in Bezug auf die ganze Körpergestalt, die Bildung der Kiele, die grosse Länge der Antennen und Beine äusserst nahe, unterscheidet sich aber sehr von ihm durch die Färbung. Kopf, Mitte des ersten und der grösste Theil der übrigen Segmente rothbraun, braun oder schwarzbraun. Der Rand des ersten Segmentes, sowie der hin- tere Rand der folgenden Segmente, die Kiele, zwei Flecke auf den vorderen Segmenttheilen und die Spitze des letzten Segmentes ochergelb, Antennen dunkelbraun, an den Gelenken gelb; Beine und Bauchseite graubraun. Länge 27 mm. Breite 2°3 mm. Sennar. (Dr. Hartmann.)« Cook, der diese Art in eine nicht näher charakterisirte unnöthige Gattung Habrodesmus stellt, gibt nach Untersuchung der Originalexemplare des Berl. Museum an, dass die hintersten Ventralplatten konische Dornen tragen. Orthomorpha ? Massai Cook. 1896. Habrodesmus Massai Cook Brandtia XIV, p. 59. Massailand. System der Polydesmiden. 1. 331 Orthomorpha lonpipes \tt. Taf. IV, Fig. 87, 88. 1896. Beschreibung der von Stuhlmann in Ost-Afrika gesammelten Myriopoden. Dunkel oder heller chocoladeoraun, Prozoniten etwas lichter, Kiele gelblich. Bauch und Beine gelb Länge 25 mm. Breite 2:2 mm. (J'.) Schlank, die ersten vier Segmente sind schmäler und niedriger als die übrigen, der Hals daher einge- schnürt. Vorderkopf schwach behaart. Scheitelfurche sehr seicht, kaum bemerkbar. Antennen lang und schlank, nur das distale Ende des fünften Gliedes auf der Oberseite mit einer An schwellung und das ganze sechste Glied etwas verdickt. Die Oberseite des Körpers eben, ohne Tuberkel etc., aber sehr fein gekörnt. Halsschild: Vorder- und Seitenränder ein Bogen, Hinterrand gerade, glatt, Seitenränder verdickt. Die RKiele ragen schon vom zweiten Segment an mit ihrem sehr spitzen Hintereck über den Hinterrand der Metazoniten hinaus, die saftlochtragenden sind dick, die übrigen schmal, die Saftlöcher liegen seitlich in der Mitte zwischen Querfurche und Hintereck, der des zweiten Segmentes reicht tiefer hinab als der des dritten. Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt, ungeperlt. Querfurche auf den Metazoniten 4—18 vorhanden. Auf Segment 2—17 ein bogenförmiger, hinten dorsalwärts ziehender Pleuralkiel. Ventralplatten glatt, zerstreut beborstet, beim Männchen steht auf den Segmenten hinter dem Copu- lationsringe neben jedem vorderen Bein ein winziger, knapp neben jedem hinteren Bein ein bedeutend grösserer, spitzer, kegeliger, nach rückwärts, gegen das Schwanzende zu gerichteter Dorn. Beim Weib- chen ist nur auf den Segmenten der hinteren Körperhälfte mit Ausnahme der letzten neben jedem hinteren Bein ein sehr kleines Zäpfchen vorhanden. Schwänzchen abgestutzt, nicht zweiwarzig am Ende, nur beborstet, cylindrisch zugespitzt. Anal- klappenränder wulstig. Analschuppen dreieckig mit zwei Borstenwarzen. Beine auffallend lang und schlank, so dass man diese Art schon daran erkennen kann. Die Beine vor dem Copulationsring beim d auf der ganzen Unterseite des Endgliedes und dem Ende des vorletzten Gliedes mit einer dichten Bürste von Haaren. Im Übrigen sind die Beine nur spärlich behaart, die vorderen Beine des J' sind auch etwas dicker als die hinteren, welche so wie alle der ? sehr schlank sind. An den Gliederenden finden sich einige stärkere, mehr dornartige Borsten, so auch eine neben der langen End- kralle, die man als Nebenkralle ansehen könnte. (Fig. 88.) Copulationsfüsse der Männchen: Schenkeltheil verhältnissmässig gross, dick und lang, vom folgenden Stück durch seine Farbe und durch eine Chitinfurche deutlich abgesetzt, dieser am Ende in vier Äste auf- gelöst, einen spiralig aufgerollten, dünnen, geisselförmigen Hauptast (7) mit der Samenrinne, daneben ein kurzer, ebenso dünner Ast (X), dann ein langer, am Ende gekrümmter, mit zarten hyalinen Säumen versehener (N) und ein nach der Basis des Copulationsfusses zu gerichteter, kürzerer Ast (X). (Fig. 87.) Fundort: Quilimani (Afrika) Stuhlmann Coll. Orthomorpha crucifera Poc. Paredesmus crucifer Poc. Myr. from Mergui Archip. — Journ. Linn. Soc. XXI, p. 293, Taf. 24, Fig. 6. Länge 60 mm, Breite 5 mm. Farbe: Oberseite jedes Segmentes blass röthlich braun mit einem dunklen, medianen Längsband vom Vorder- zum Hinterrand. Basaltheil der Oberfläche der Kiele dunkelbraun, an der Spitze in gelb übergehend, die erhobenen Ränder der Kiele hellbraun. Ein dunkles Band von der Basis eines Kieles zum anderen, im rechten Winkel das Längsband schneidend. 332 Carl Graf Attems, Oberer Theil der Seiten jedes Segmentes dunkel chocoladebraun, unten und auf der Unterseite in licht- braun übergehend. Kiele blassgelb. Kopf beinahe schwarz. Hintertheil und Kiele des Halsschildes gelb. Vorderer Theil schwarz. Beine hellgelb, Antennen gelb, die Hälfte des vorletzten und letzten Gliedes braun. Körper glatt und glänzend. Kiele beinahe horizontal, leicht gehoben, hoch in den Seiten angesetzt. Vorderseitenrand sehr convex, trägt den Porus in einer Depression. Kiele des I. Segmentes gut entwickelt und leicht herabgedrückt. Erster Rückenschild mehr als 2mal so breit als lang, beinahe so breit wie der zweite und 2mal so lang wie der 2. Metazonit. - Kiele der hinteren Segmente stark nach rückwärts vorragend. Scheitelfurche vorhanden. Querfurche auf den Metazoniten von der Basis eines Kieles zur andern. Hinterer Theil der Metazoniten verwischt längsgestreift. Schwänzchen dreieckig abgestutzt, zweitheilig mit 3 Tuberkeln jederseits. Analschuppen abgerundet mit 2 Tuberkeln. 1 ? von King Island. Zwei Weibchen von Satanga (Berl. Museum) stimmen mit dieser Beschreibung Pocock’s ganz über- ein, nur dass sie bedeutend kleiner sind, sie messen 30 mm in der Länge und 45 mm in der Breite. Da Pocock auf eine Breite von 5 mm, eine Länge von 60 mm angibt, scheint letzteres ein Druckfehler zu sein, denn die Thiere wären dann unproportionirt schlank. Als Ergänzung zu obiger Beschreibung will ich erwähnen: Der zweite Kiel, der etwas unter das Niveau des dritten Kieles herabreicht, ist vorn eckig und hat hier ein kleines Zähnchen; die übrigen sind am Vordereck sehr abgerundet, die sehr spitzen Hinterecken der Kiele überragen schon vom zweiten Segment angefangen den Hinterrand der Segmente. Die Quernaht zwischen Pro- und Metazoniten ist glatt, nicht geperlt. Auf Segment 2—4 ein deutlicher Pleuralkiel. Ventralplatten reichlich beborstet. Orthomorpha atrorosea Poc. Taf. IV, Fig. 91. 1894. Strongylosoma atroroseum Poc. Weber’s Reise nach Niederl. Ostind. III, p. 368. Metazoniten oben dunkelbraun. Kiele blassgelb, beide Farben aber nicht scharf getrennt. Prozoniten und Seiten der Metazoniten lichtbraun, Bauch und Beine gelb. Länge ca. 30 mm. Breite 3—3°5 mm. Kopf vorn behaart, Scheitel glatt, unbehaart, eine seichte Scheitelfurche vorhanden, Antennen mässig lang, am Ende etwas verdickt. Der ganze Körper sehr glatt und glänzend, Rücken gewölbt, die Kiele beiläufig in der Mitte der Seiten angesetzt, seitlich etwas aufsteigend, ihre Ränder wulstig verdickt. Nahe dem Hintereck verdickt sich der Randwulst auf den porenlosen Kielen nur wenig, auf den porentragenden ist er in der Mitte stark aufge- trieben, das Saftloch liegt ganz seitlich. Vordereck aller Kiele stark abgerundet, Vorderrand und Seiten- rand bilden einen Bogen. Hintereck vom dritten Segment an (nicht vom 6) in einen grossen spitzen Zahn ausgezogen, der den Hinterrand der Metazoniten überragt. Zweiter Kiel seitlich deutlich tiefer herabreichend als der dritte, nach vorn und rückwärts lappig ausgezogen. Halsschild halbkreisförmig, Hinterrand gerade, stark gewölbt, nur der verdickte und ganz abgerundete Seitenlappen steht horizontal ab. Es ist ein gutes Stück schmäler als der zweite Schild. Auf Metazonit 4—17 eine seichte Quergrube, auf dem 18. keine. Pro-, Metazonitennaht glatt, ungeperlt. System der Polydesmiden. T. 333 Auf den Segmenten 2—4 ein deutlicher Pleuralkiel, auf dem 5., 6. und 7. Segment steht an der Stelle, wo er endigen würde, ein spitzes Zäckchen, weiter hinten fehlt jede Spur von ihm. Ventralplatten glatt, unbeborstet, quadratisch, kreuzförmig eingedrückt. Beim Männchen geht die Begrenzung der Öffnung für die Copulationsfüsse neben jedem Copulationsfuss in einen spitzen Zahn aus, ferner hat die Ventralplatte des 5. Segmentes einen langen, gegen das Ende zu verbreiterten und schwach zweilappigen Fortsatz; die sechste ohne Fortsatz. Schwänzchen an der Basis breit, bis gegen die Mitte sich verschmälernd, dann bis zur Spitze parallel- seitig, breit, am Ende zweilappig. Analschuppe abgerundet. Beine mässig kurz behaart, die Unterseite der zwei letzten Glieder auf den vorderen Beinen, des letzten Gliedes auf den hinteren Beinen viel reich- licher. Auf der Unterseite der meisten Glieder eine einzelne, besonders lange Borste, besonders auf dem zweiten Glied. Copulationsfüsse: Schenkel und Hüfte wie gewöhnlich, darauf folgt ein schlanker Cylinder. Der Neben- ast hat an der Aussenseite der schwachen Krümmung einen nach der Basis des Copulationsfusses zu gerichteten Haken (7%) und ist in zwei breite Lamellen gespalten. (a und 2. Fig. 91.) Der Hauptast ist wie gewöhnlichsschlank und spitz. (Fig. 91.) Fundort: Java Buitenzorg (? Pocock); Tjibodas. (d' Semon.) Orthomorpha Karschi (Poc.) Paradesmus Karschi Poc. Myr. Mergui Archip. — Journ. Linn. Soc. XXI, p. 293. »Farbe: Prozoniten oben und seitlich dunkel chocoladebraun, unten gelb. Metazoniten oben gelb, mit braunem Vorderrand, Seiten braun. Ventralplatten gelb. Ober- und Unterseite der Kiele gelb. Halsschild gelb, mit einem braunen Feck am Vorderrand. Füsse blassbraun. Kopf und Antennen schwarz. Länge 43 mm. Breite 5 mm. Körper glatt und glänzend. Kiele horizontal, mit dickem Lateralrand, auf welchem das Saftloch liegt. Kiele des zweiten Segmentes gut entwickelt und nicht unter die des folgenden Segmentes hinabreichend. ! Erster Rückenschild mehr als doppelt so breit als lang, beinahe so breit als der zweite, und zweimal so lang als der zweite Metazonit. Scheitelfurche vorhanden. Jeder Rückenschild (sie !) mit Querfurche von der Basis eines Kieles zum anderen. Schwänzchen dreieckig abgestumpft, mit einem vorderen grösseren und hinteren, kleinerem Tuberkel jederseits. Analschuppe mit zwei Tuberkeln. Copulationsfüsse schlank, gekrümmt, mit zwei hakenartigen Fortsätzen endigend, der hintere ist breiter und dreizähnig, der vordere schlank und gespitzt, nahe am ersten liegend. King Island, Sullivan Island. (5 g', 5 2 .)« » Orthomorpha mikrotropis nov. Sp. ? Schwarzbraun. Kiele gelb. Bauch und Beine gelbbraun. Körper kräftig. Länge ca. 35 mm, Breite 3:5 mm, glatt aber glanzlos. Körper cylindrisch. Die Seitenkiele sehr klein, sie bilden nur kleine unbedeutende Knötchen in der Mitte der Seiten. Kopf glatt und glänzend, unbeborstet. Scheitelfurche deutlich. Antennen von gewöhnlicher Grösse. Halsschild hinten seitlich in einen abgerundeten kleinen Lappen, der den Kiel des zweiten Segmentes theilweise bedeckt, ausgezogen. Die Kiele des 2. und 3. Segmentes sind dünn und der kleine Zahn, den das Hintereck bildet, ist spitz. Vom 4. Segment angefangen sind die Kiele kleine, dicke Wülste, welche auf der vorderen Grenze der Metazoniten im Niveau derselben beginnen, sich allmälig nach hinten verbrei- tern, dabei etwas niedriger werden, so dass sie von der Seite gesehen, oben und unten durch zwei nach hinten convergirende Linien begrenzt erscheinen. Das Hintereck bildet einen stumpfen kleinen Vorsprung. 1 Pocock sagt aber: »Die Form der Copulationsfüsse zeigt, dass diese Form nahe verwandt ist mit P. vicarius.« Ich stelle daher diese Art, die ich selbst nicht kenne, mit einigem Zweifel in dieses Genus. Vielleicht ist es auch eine Prionopeltis-Art, deren Copulationsfüsse ja bekanntlich im Wesentlichen gerade so gebaut sind wie bei Orthomorpha. 334 Carl Graf Attems, Metazoniten mit seichter aber ganz deutlicher Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten glatt. Pleuralkiel bis zum 15. Segment zu verfolgen, zuletzt allerdings nur mehr als Linie. Ventralplatten kurz und fein beborstet. Schwänzchen drehrund, allmälig zugespitzt, ohne Borstenwärzchen. Fundort: Pandera, Ceylon. (Berl. Mus.). Orthomorpha thysanopus (Cook and Collins). 1893. Paradesmus thysanopus Cook and Collins Myr. of West Afrika. Ann. New York Ak. of se. Vol. VIII, p.25, Taf. I, Fig. 1—6. »Körper eher schlank, leicht abgeplattet, vorn allmälig und leicht verdünnt, hinten plötzlicher. Scheitel glatt. Scheitelfurche vom Hinterrand bis unter die Antennen. Clypeus kurz, oben glatt, unten runzelig und behaart, die untere Borste länger, in mehr weniger regelmässigen Querreihen. Labrum sehr kurz, drei Zähnchen. Antennen 6—7 mm lang. Endglied dicht behaart, die anderen leicht behaart. 2, Glied das längste, das dritte beinahe gleich, die anderen abnehmend. 1. Segment glatt, Vorderrand gebogen, Hinterrand fast gerade, daher halbelliptisch, 2. Segment sehr convex und glatt, so lang und breiter als das ersie. Der Kiel vorn leicht, hinten mehr ausgezogen. 3. und 4. Segment: Kiele schmäler, Vordereck fehlt, Hintereck stärker als im zweiten, vom 5.—17. Segment eine leichte Querfurche auf dem hinteren Subsegment. Hintere Segmente mit schmaler medianer Längsfurche. Kiele hinten zugespitzt, auf den drei letzten Segmenten abnehmend. Die des 19. beinahe verschwunden. Alle Segmente ausser dem ersten und den vier letzten mit Pleuralkiel. Segmente zwischen den Kielen der Länge nach gerunzelt. Foramina repugnatoria gross, kreisrund, seitlich und nahe der Hinterecke der Kiele. Analsegment leicht rauh, einige Borsten am Hinterrand und eine jederseits an der Basis des glatten, leicht gebogenen, kaum verschmälerten Schwänzchens. Analschuppe dreieckig abgestumpft, ungefähr so breit als lang, mit einer Borste jederseits, unter der Spitze. Beine: 5. Glied des 1.—10. oder 12. beim Männchen mit dichter haariger Franse in der distalen Hälfte der Unterseite. 6. Glied des 1.—14., 15. auf der ganzen Unterseite ebenso. Das 4. Beinpaar des Männchens und das 3. oder 5. im 3. Glied auf der Unterseite geschwollen und mit einem abgestutzten conischen, schrägen Fortsatz am Ende. Die Öffnung führt in eine Naschenartige Höhle, welche eine unregelmässige homogene Masse enthält. In zwei Fällen schien es eine röhrenartige Verbindung aus der oberhalb, im Innern des Gliedes gelegenen Höhle zu sein. Farbe: Chocoladebraun, beinahe schwarz. Unterlippe, Ränder des 1. Segmentes, Hinterrand, Kiele und Bauch, Schwänzchen und proximale Beinglieder blassgelb, Antennen braun. Der gelbe Hinterrand der Segmente ist zuweilen verwischt und die Ventralfläche und distalen Beinglieder können blassroth- braun sein. Grösste Länge 26 mm. Breite 3 mm. Habitat: 1 und ein Stück Z'. 2 @. Congo. 2. Jänner.« Orthomorpha roseipes Poc. Taf. IV, Fig. 86. Ann. and magaz. of nat. hist. (6) XV, p. 353. »g'. Farbe: Kopf und Oberseite pechschwarz, auf der Unterseite hochroth aufgehellt. Kiele und Schwänzchen lichtgelb. Antenne rostroth mit schwarzem Endglied. Beine röthlichgelb. Tarsen beinahe weiss. Antenne lang, schlank, 3., 4., 5. Glied lang und beinahe gleich, 2. und 6. kürzer und ungefähr gleichlang. Segmente oben lederartig, nicht glänzend, Querfurche vom 4.—18. seicht, aber lang, Quernaht nicht geperlt. Kiele über der Seitenmitte angepresst, klein. Vorderecken gerundet. Hinterecken kaum vorgezogen, selbst auf dem Hinterende des Körpers. Kiel des zweiten Segmentes gross, unter den ersten und dritten hinabreichend, vorn und hinten abgerundet. Schwänzchen breit, abgestutzt, mit spitzem Dorn jederseits und vier runden Tuberkeln am Ende. Analschuppe dreieckig, mit zwei (sie!) grossen Tuberkeln jederseits. Seiten der Segmente sehr fein granulirt, vorn gröber, die Höcker, welche die Stigmen tragen, hervorragend. Pleuralkiel auf den vorderen Segmenten stark entwickelt, nach hinten allmälig schwächer werdend, auf dem 17. Segment gerade noch sichtbar, auf dem vierten durch einen verdickten, das hintere Stigma überragenden Auswuchs repräsentirt. Ventralplatten, wie gewöhnlich, unbedornt, die achte mit einem langen ab- und vorwärts gerichteten zungenförmigen Fortsatz. Beine lang behaart. Femur länger als der Tarsus, ungefähr zweimal so lang als der Trochanter, aber nicht zweimal so lang wie die Tibia, welche um ein wenig kürzer als der Tarsus ist. Ein Büschel weisser Haare am unteren Ende des Trochanter, die zwei Endglieder unten dicht weiss behaart. Klaue deutlich. Copulationsfüsse lang, schlank, Endtheil stark abwärts gebogen, in ein äusseres, kurzes, abgestutztes, spatelförmiges Stück endigend; das Flagellum und seine Scheide entspringen auf der Innenseite des letzteren; beide sind stark gekrümmt. Das Flagellum ist einfach, die Scheide am Ende zweitheilig, mit zwei kurzen Fortsätzen nahe ihrer Basis. (Fig. 86.) System der Polydesmiden. T. 335 Länge 44 mn. Breite mit den Kielen 5 mm, ohne diese 5°5 mn. Chusan Island. g'. (J. J. Walker.): Orthomorpha aphanes nov. sp. Farbe rothbraun. Spitze der Kiele gelb. Antennen schwarz. Kopf oben braun. Ventralplatten, Seiten die drei proximalen Beinglieder gelb, die drei distalen Beinglieder rothbraun. Länge 34 mm. Breite 3:3 mm. Kopf vorn behaart, auf dem Scheitel glatt und glänzend. Scheitelfurche scharf. Antennen lang. Halsschild seitlich abgerundet. Kiele nur sehr mässig entwickelt, auf jedem Segment vorn ganz flach, erheben sie sich hinten all- mälig; vom 2. Segment an ragen sie mit ihrem spitzen Hintereck über den hinteren Metazonitenrand hinaus. Ein Vorderrand und Vordereck ist nicht vorhanden, weil die seitliche Begrenzung in einem flachen Bogen von der Pro- und Metazonitengrenze zum Hintereck zieht. Querfurche auf den Metazoniten sehr seicht. Zwischen Pro- und Metazoniten sind die Segmente eingeschnürt und die Naht ist deutlich geperlt. Die porentragenden Kiele sind verdickt und haben den Porus ganz seitlich. Der ganze Körper glatt und glänzend. Vordere Segmente mit einem kleinen Pleuralkiel, von dem nach und nach nur mehr ein kleines, spitzes, vorragendes Eckchen am Hinterrand der Metazoniten übrig bleibt. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, fein beborstet. Beim JS die fünfte mit einem sehr grossen, schräg nach vorn gerichteten Fortsatz. Schwänzchen am Ende abgestutzt, mit zwei grösseren Borstenwarzen jederseits, am Ende beborstet. Analschuppe mit zwei grossen porentragenden, zitzenförmigen Warzen. Beim J ist die Unterseite des ganzen letzten und der distalen Hälfte des vorletzten Gliedes dichter beborstet als die übrigen Glieder, welche ringsherum nur zerstreute Borsten haben. Diese Borsten der letzten Glieder sind messerklingenförmig (Fig. 92). Beine sehr lang. Copulationsfüsse des J': Schenkeltheil kurz und beborstet, wie gewöhnlich, gegen den folgenden Theil deutlich und scharf abgesetzt, dieser knieförmig gebogen, vor dem Knie ein schlanker, langer Zahn, hinter demselben theilt sich der Fuss in zwei Äste, einen dünnen, sichelförmigen Hauptast mit der Samen- tinne, und eine längere breite Lamelle, den Nebenast, der am Ende gezähnelt ist. Fundort: Bindjei Estate, Deli, Ost-Sumatra (Hamb. Mus.). Orthomorpha coarctata (Sauss.). IRatanVse Rio Sn: 1860. Polydesmus coarctatus Sauss. Mem. Mex. Myr. p. 39, Fig. 18. 1869. > » Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-bot. Ges. Wien, XIX, p. 670. 1881. Polydesmus (Paradesmus) vicarius Karsch Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 38, Taf. III, Fig. 8. 1895. Orthomorpha coarctata Pocock Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 809. 1894. Paradesmus sp. Attems Copulationsfüsse d. Polydesmiden. Sitzungsb. Akad. Wiss. Wien, Bd. CIII. Dunkelkastanienbraun. Kiele, Bauch und Beine hellgelb. In der Färbung erinnert es sehr an P. gracilis. Sehr glatt und glänzend. Metazoniten unterhalb der Kiele etwas runzelig. Rücken etwas stärker gewölbt als bei gracilis. Länge 17—20 mm, Breite 1’9—2°1 mm. Vorderkopf schwach behaart, Hinterkopf nackt, glatt und glänzend. Scheitelfurche deutlich. Antennen von gewöhnlicher Grösse. Halsschild glatt und glänzend, halbkreisförmig, Hinterrand gerade, Vorderrand mit einigen Börstchen besetzt, hinter demselben ein flacher Quereindruck. Metazoniten 2—4 bedeutend kürzer als die übrigen, einander sehr genähert. Vorderecken aller Kiele abgerundet, auf dem Seitenrand nahe dem Vordereck ein kleines, mit einer Borste versehenes Zähnchen. Seitenrand wulstig verdickt. Hintereck in ein kleines Zähnchen ausgezogen; 336 Carl Graf Attems, dadurch, dass der Hinterrand der Kiele seicht ausgeschnitten ist, wird dieses Zähnchen noch accentuirter, es ist seitlich länger als bei Par. gracilis, und seine Grösse nimmt vom Kopf zum Schwanzende allmälig zu, so wie die Dicke des Randwulstes nach hinten zunimmt. Naht zwischen Pro- und Metazoniten punctirt, ebenso die tiefe Querfurche auf den Metazoniten. Längs des Vorderrandes der vorderen Metazoniten eine Reihe kleiner zarter Börstchen. Pleuralkiel nur auf den vorderen Segmenten deutlich, er wird bald zu einer dünnen Linie und ver- schwindet ganz, nur beim Männchen geht er auf den vorderen Segmenten an seinem Hinterende in ein spitzes Zäckchen über. Ventralplatten glatt, tief kreuzförmig eingedrückt, die fünfte des Männchen ohne Fortsatz. Saftlöcher etwas vor dem Hinterrand der Metazoniten, somit ziemlich nahe dem Hintereck der Kiele, ganz seitlich. Schwänzchen unten ausgehöhlt, abgestutzt, mit mehreren kleinen Borstenwarzen auf der Oberseite. Analklappenränder etwas verdickt. Analschuppe abgerundet, dreieckig, mit zwei Borstenwarzen. Füsse in beiden Geschlechtern dünn und kurz, beim S' wohl etwas dicker als beim ®. Im Allgemeinen spärlich behaart, nur die Unterseite des Endgliedes des J', besonders der vorderen Beine, ist dichter behaart, ohne dass die Borsten jedoch eine auffallende Bürste bilden würden. Auf der Unterseite des zweiten Gliedes eine sehr lange Borste. Die Gliederenden haben dagegen nicht einzelne dornartig verdickte Borsten. Keine Spur einer Nebenkralle. Copulationsfüsse: Schenkel und Hüfte ohne Besonderheiten. Schiene schlank cylindrisch. Hauptast schlank und spitz, Nebenast breiter, aber ohne Verästelung oder Seitenhaken. (Fig 85.) Fundorte: Java, Ternate, Halmaheira, Gani (Kükenthal), Bindjei Estate, Deli, Ost-Sumatra, Tamatave, Madagascar, Nossibe bei Madagascar (Hamb. Mus.), Borneo, Mayotti Anjoani, Pynimana (Öber-Birma), Tharawaddy, Moulmein, Rangoon, Tenasserim, Palon, Bhamo, Malewoon (Pocock), Jamaika, Cayenne. Ich habe mich durch Untersuchung eines im Wiener Hofmuseum befindlichen, von Humbert und Saussure im Jahre 1869 zu ihrer bekannten, obeitirten Abhandlung über die Polydesmiden des Wiener Museums benützten Exemplares von der Identität von coarctata mit vicaria überzeugt. Aus der Beschrei- bung geht der Unterschied von coarctata und gracilis nicht recht hervor, man konnte früher coarctata eventuell auch als Synonym von gracilis deuten. Orthomorpha pekuensis (Karsch). Taf. IV, Fig. 81, 82. 1881. Polydesmus (Paradesmus) pehuensis Karsch Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 39, Taf. III, Fig. 10. Über die Farbe sagt Karsch: Schwärzlich, Kiele allein gelb. Metazoniten neben den Kielen schwarz. Jetzt sind die Thiere (Originalexemplare des Berliner Museums) dunkel kastanienbraun, mit gelben Kielen. Länge 35 mm, Breite 3—4 mm. Kopf glatt. Scheitel unbeborstet. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang und schlank, zurückgelegt den Hinterrand der Metazoniten erreichend. Der Halsschild ist nicht etwa gleichmässig granulirt, sondern hat nur in der vorderen Hälfte unregel- mässige, zerstreute Höckerchen. Eine feine weitschichtige Granulirung findet sich auch auf den folgenden 3—4 Metazoniten, die übrigen sind beim Weibchen glatt, beim Männchen noch zerstreut granulirt. Der zweite Kiel reicht tiefer herab als der dritte, die Hinterecken der Kiele werden je weiter nach dem Schwanzende zu, umso spitzer, und ragen auf der hinteren Körperhälfte bedeutend über die hintere Meta- zonitengrenze hinaus. Die Saftlöcher haben keinerlei Beule oder Auftreibung in ihrer Umgebung. Querfurchen auf den Metazoniten glatt. Naht zwischen Pro- und Metazoniten längsgestrichelt. Der Pleuralkiel ist bis zum 17. Segment deutlich, je weiter nach hinten umso niedriger wird er. Ventralplatten behaart; beim Männchen hat keine der vorderen eine besondere Hervorragung. Schwänzchen an der Basis etwas plattgedrückt, an der Spitze cylindrisch, ohne besondere Borsten- warzen. Analschuppe dreieckig, abgerundet. System der Polydesmiden. 1. 337 Männliche Copulationsfüsse (Fig. 81, 82): Schenkel kurz und klein, das folgende Stück spiralig ein- gekrümmt, mehr als eine Kreislage bildend, bis zur Mitte ungetheilt, dann in zwei Äste gespalten, einen dünn auslaufenden, sichelförmigen Hauptast mit der Samenrinne und einen breiten, den Hauptast umschei- denden Nebenast, der am Ende zweitheilig ist (Fig. 82) und auf der Hohlseite, vor dieser Theilung ein Seitenzähnchen hat (Fig. 81). Fundort: Peking. Orthomorpha endeusa ! nov. sp. Die ursprüngliche Farbe des einzigen vorliegenden schlecht erhaltenen Weibchens ist nicht mehr deut- lich erkennbar, jetzt dunkelbraun. Länge 22 mm. Breite 2 mm, sehr dünn und schlank. Kopf beborstet. Fühler lang, am Ende etwas verdickt. Rücken gewölbt. Kiele in der Mitte der Seiten angesetzt. Oberseite lederartig gerunzelt. Halsschildseiten kaum verjüngt. Vorder- und Hinterecken abgerundet. Der Kiel vom 2. Segment ist vorn und hinten spitzlappig ausgezogen und reicht tiefer hinab als der dritte Rückenschild. Die Kiele sind von oben gesehen rechteckig, mit schwach abgerundetem Vordereck und ganz rechtwinkligem Hintereck. Nahe dem Vordereck ein winziges Zähnchen auf dem Seitenrand. Vom 15. Segment an beginnt das Hinter- eck sich in ein Zähnchen auszuziehen, das auf den hintersten Segmenten spitz und lang ist. Die Kiele sind schmal. Prozoniten lang, eben so lang wie die Metazoniten; letztere mit Querfurche. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten geperlt. Auf Segment 2—4 ein Pleuralkiel. Fundort: Tient sin. (Hamb. Mus.). Orthomorpha gracilis (C. Koch). Taf. IV, Fig. 89, 90. 1847. Fontaria gracilis C. Koch Syst. d. Myr. p. 142. 1863. » > C. Koch Die Myr. II, p. 51. Fig. 173. 1879. Paradesmus gracilis Tömösväry Term. füz. III, p. 246, Taf. X, Fig. 1—5. 1882. Fontaria gracilis Weber Arch. f. mikrosk. Anat. XXI, p. 465 —475. 1883. » sp. Guldensteeden-Egeling in Pflüger’s Arch. f. Phys. XXVII. 1884. Paradesmus gracilis Latzel Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 162, Taf. VI, Fig. 70. 1884. » > Pocock Journ. Linn. Soc. XX, p. 526. 1887. > gracilis Daday Myr. Regni Hungariae. 1894. > > Attems Copulationsfüsse d. Polydesmiden, p. 7, Taf. I, Fig. 1—4. 1895. Orlhomorpha gracilis Pocock Ann. and magaz. nat. hist. (6) XV, p. 356. Latzel hat eine sehr gute Beschreibung gegeben, der ich hier folge: Schlank, etwas flach gedrückt, nach vorn nur wenig verschmälert, glatt und sehr glänzend. Kopf und Rücken dunkel kastanienbraun bis schwarzbraun. Bauch und Beine gelblichweiss. Die Seitenkiele der Rückenschilde und das Schwänzchen des Analsegmentes sind ebenfalls fast gelblichweiss, desgleichen das letzte Glied der braunen Fühler und die Mundgegend. Einzelne Individuen sind kastanienbraun. Länge d 16—18 mm, $ 18—20'5. Breite 2—2'3 mm. Der sehr geglättete und stark glänzende Hinterkopf zeigt eine lange und sehr tiefe Längsfurche auf der Mitte. Zwischen den mit ihrer Basis einander sehr genäherten Fühlern ist der Kopf grubig uneben. Von da an bis zur Oberlippe ist der Kopf langborstig behaart. Fühler recht lang und schwach oder kaum keulig verdickt. Halsschild gross, fast halbkreisförmig. Hinterrand kaum ein wenig geschweift. Hinterecken abgestumpft rechtwinklig, wenig vorgezogen. Die Fläche zeigt eine Längsfurche und zwei ‚hinter einander liegende Quereindrücke. Längs des Vorderrandes am Seitenrande und sonst auf der Fläche 1 Von &vösw. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 43 338 Carl Graf Attems, stehen ziemlich lange Borsten. Der 2. und 3. Rückenschild viel kürzer als der Halsschild, seitlich wie alle folgenden, erweitert. Vorderecken der Seitenkiele vorgezogen, aufgeworfen gerandet. Hinterecken nahezu rechtwinklig, auf den hintersten Segmenten ziemlich spitz nach hinten vorgezogen. Die Kiele sind alle mehr weniger parallelrandig, etwas aufgeworfen und tragen vorne auf einem kleinen Zähnchen je ein Börstchen. Das 4. bis 18. Segment besitzt auf dem hinteren Ringtheil oberseits eine tiefe, sehr deutliche, in der Mitte etwas nach vorn gezogene Querfurche, welche den Seitenrand nicht erreicht und den hinteren Ringtheil in zwei nahezu gleiche Partien, eine vordere und eine hintere Partie, theilt. Die etwas dunklere vordere Partie zeigt längs des Vorderrandes eine Querreihe von Borsten; weder vor der Querfurche, noch hinter derselben sind Höckerchen zu bemerken, nur eine feine Längsrunzelung macht sich auf dem hin- teren Ringtheile der Rückenschilde (hinter der Querfurche) bemerkbar, die aber trotzdem glatt und glänzend sind. Vorderer Ringtheil sehr feinkörnig-aderig, in der Quernaht steht eine Reihe glänzender Höckerchen oder deutlicher Körnchen, alle von gleicher Grösse, eine Querreihe bildend, die aber nicht in die Seiten hinabsteigt und auf den vordersten und hintersten Segmenten viel weniger auffällig entwickelt ist. Die Saftlöcher sind recht deutlich, rund, auf der Kante der Seitenkiele, hinter deren Mitte und erst in der Seiten- lage zu sehen. Die Kiele des 17., 18., 19. Segmentes sind hinter dem Saftloche ausgehöhlt. Analsegment ziemlich gross. Schwänzchen ziemlich lang mit zwei glatten Höckerchen endigend, so dass es stumpf zweispitzig oder ausgerandet aussieht, mit Börstchen bekleidet. Analklappen glatt, am Grunde und längs der aufgeworfenen Mittelränder eingedrückt. Analschuppe breit, zugerundet, gewölbt, vor der Spitze eingedrückt. Beine der Männchen nur wenig dicker und länger als die der Weibchen, von diesen aber durch kurze Dörnchen oder Höckerchen verschieden, welche auf der Innenseite, besonders des 5. und 6. Gliedes stehen. Die Grösse und Zahl dieser Kegelchen ist je nach den Fundorten etwas verschieden. Dieses Merkmal gibt übrigens ein gutes Mittel, diese Art von der äusserlich so ähnlichen O. coarctata zu unterscheiden (Fig. 89). Die Unterseite der zwei letzten Dorsalglieder des g' ist wohl etwas reichlicher beborstet, aber nur ganz unbedeutend mehr und durchaus nicht so dicht wie die zahlreichen Verwandten. Die erwähnten Kegel oder Dornen oder Höcker sind übrigens nichts anderes als die Homologa der Knöpfe, die sich an der Unterseite gewisser Tarsalglieder bei manchen Sfrongylosoma-Arten, z. B. para- guayense und verwandten Gattungen finden. Hier sind sie spitz conisch geworden und haben sich von den Borsten etwas getrennt. Neben jedem solchen Kegel steht nämlich eine Borste. Eine Beschreibung der Copulationsfüsse habe ich bereits gegeben (vergl. Sitzungsb. d. Akad. d. Wiss. Wien 1894. p. 45 [Copulationsf. d. Polyd. p. 7], Taf. I, Fig. 1—4, ebenso vergl. Latzel, Myr. d. öster.- ungar. Mon. II, p. 164, Taf. VI, Fig. 70), Thl. IV, Fig. 90. Fundort: Viti-Inseln, Rio de Janeiro (Berl. Mus.), Valparaiso, Santos (Hamb. Mus.), Paraguay (Dr. Bohls coll.), Fernando Noronha, Great Loo Choo (Pocock), Gewächshäuser der Magaretheninsel bei Pest (Latzel, Attems) und Gewächshäuser vieler anderer Städte (Bonn, Hamburg etc.), Oratava auf Teneriffa, Funchal auf Madeira. O. gracilis ist somit die am weitesten verbreitete Art unter allen Polydes- miden. Ausserdem sind folgende Arten genau beschrieben: O. bistriata Poc. O. carnea Poc. 1895. Myr. of Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2), 1894. Strongylosoma carneum Poc. Weber’s Reise nach XIV. p, 844. Niederl. Ostindien, III, p 362, Taf. 22, Fig. 4. Bhamo. Sumatra, Manindjan, Padang, Paningahan. O. bisulcata Poc. O. clivicola Poc. Ibid. p. 808. 1895. Myr. of Burma, 1. c. p. 819. Rangoon, Meteleo. Mount Mooleyit. O. bivittata P oc. O. comotti Poc. Ibid. p. 814. Ibid. p. 814. Sheumaga. Minhla. 2 a Ti u A nn Ed a u u A 2 nn ne u TE A 3 System der Polydesmiden. O. conspicua (Poc.). 1894. Strongylosoma conspicuum Poc. Weber's Reise etc. III, p. 168, Taf. 22, Fig. 9. Java. O. coxisternis Poc. 1895. Myr. of Burma, 1. c. p. 811, Fig. 12. Bhamo. O. Doriae Poc. Ibid. p. 813, Fig. 19. Yado (1000—1400 m), Bia po (1000— 1200 m), Meteleo (900— 1000 m), Poepoli (900 — 1200 in). O. festae Silv. 1896. Boll. mus. zool. anat. comp. di Torino, No. 254. Ecuador. O. festiva Bröl. “ 1896. Myr. rec. en Indo Chine. — Bull. mus. hist. nat. Paris 1896, no. 7. O. flavicornis (Poc.). 1894. Strongylosoma flavicornis Poc. Weber’s Reise etc. III, p. 366, Taf. 22, Fig. 8. Sumatra. O. flavocarinata (Dad.). 1889. Paradesmus flavocarinatus Dad. Termeszetrajzi füze- tek XIII, p. 136. 1894. > » Dad. ibid. XVII. Siam. O. fuscocollaris Poc. 1895. Myr. of Burma, |. c. Malewoon. p. 822, Fig. 18. O. Gestri Poc. Ibid. p. 820. Kokareet. O. insularis Poc. Ibid. p. 817. Reef Island. O. melanopleuris Poc. Ibid. p. 813. Minhla. O. minhlana Poc. Ibid. p. 816, Fig. 20. Minhla. OÖ. miranda Poc. Ibid. p. 812, Fig. 13. Rangoon, Tharawaddy, Palon, Thizian. O. monticola Poc. lbid. p- 280. Carın Cheba. 339 O- nigricornis (Poc.). 1894. Strongylosoma nigricorne Poc. Weber's Reise etc. III, p. 364, Taf. 22, Fig. 6. Sumatra, Manindjan. Vergl. Taf. IV, Fig. 83, Cop.-Füsse. O. Oatesi Poc. 1895. Myr. of Burma, 1. c. p. 821, Fig. 17. S. Tenasserim. O. palonensis Poc. Ibid. p. 820. Palon. O. pardalis Poc. Ibid. p. 815. Palon. O. Paviei Bröl. 1896. Myr. rec. en Indo Chine. — Bull. mus. hist. nat. Paris 1896. O. pilifera Poc. Myr. of Burma, 1. c. p. 809, Fig. 11. O. pygmaea (Poc.). 1894. Strongylosoma pygmaeum Poc. Webers Reise etc. II, p. 360, Taf. 22, Fig. 2. Java, Buitenzorg. O. semicarnea (Poc.). 1894. Strongylosoma semicarneum, ibid. p. 363, Taf. 22, Fig. 5. Sumatra, Manindjan, Sing Karah. O. silvestris Poc. 1895. Myr. of Burma, 1. c. p. 824. Shao, Carin, Ghea (1200— 1400 ın). O. subflava (Poc.). 1894. Strongylosoma subflava Poc. Weber's Reise etc. III, p. 365. Sumatra. O. subniger (Poc.). 1884. Strongylosoma subnigrum Poc. ibid. p.365, Taf. 22, Fig. 7. Sumatra. O. variegata Bröl. 1896. Myr. rec. en Indo Chine. — Bull. mus. hist. nat. Paris, 1896. O. vinosa (Poc.) 1894. Strongylosoma vinosum Poc. Weber’s Reise etc. III, p- 361, Taf. 22, Fig. 3. Flores, Basi. O. Weberi (Poc.). 1894. Strongylosoma Weberi Poc. ibid. p. 367, Taf. 21, Fig. 4. Java Buitenzorg. Ausserdem existiren von folgenden Arten mangelhafte Beschreibungen: 43 * 340 Carl Graf Attems, 1895. Strongylosoma impressum Silv. Myr. Papuani, p. 30. . dasys Bollm. : > Ann. di Genova (2) XIV. 1887. Paradesmus dasys Bollm. Proc. U. St. N. Mus. X, Ne p- 619. N ; 1893. Orthomorpha dasys Bollm. ibid. p. 36. BE HZ Maryland. 1895. Myr. Papuani, 1. c. O. dubia (L. Koch). Neu-Guinea, Hughibagu, Morok. 1867. Strongylosoma dubium L. Koch Verh. zool.-bot. Ges. ONPeers TRKocn: XVII, p. 247. 8 ee e r m Brinsbane 1865. Strongylosoma Petersii Verh.zool.-bot. Ges. XV, 882. 1881. » » Karsch Arch. f. Naturg. 47, O. Gervaisii Lucas. ar 1840. Polydesmus Gervaisii Luc. Hist.anim. art. Apt. p.525. Wollongong (Neu-Holland), Cap York, Sidney. 1844. » » Gerv. Ins. Apt. IV, p. 118. } 1883. Sirongylosoma Gervaisii Poc. Ann. and Mag. nat. O. poeyi Bollm. hist. (6) XI, p. 131, Taf.IX, Fig.1. Nach Pocock 1887. Sirongylosoma poeyi Bollm. Entom.Amer. III, p. 82. auch synonym mit Str. Petersii Koch und Karsch. 1888. Paradesmus Poeyi Bollm. Proc. U. St. N. Mus. XI, p- 386. O. impressa (Le Guillou). 1889. Orthomorpha Poeyi Bollm. Bull. U. St. N. Mus. 46, 1894. Strongylosoma impressum Gerv. Ins. Apt. IV, p.103 p- 87. Wahrscheinlich = Orth. vicaria (Karsch). — 104. Havanna, Cuba. Habrodesmus Cook. 1895. Proc. U. St. Nat. Mus. XVII, 97. 1896. Amer. Natur. XXX, p. 418. Fällt wohl mit Orthomorpha zusammen; man kann sich allerdings schwer eine Vorstellung machen, wie dieses Genus wohl aussieht, wenn Cook in seiner Tabelle (1895) erst sagt: »carinae inconspicuouse und gleich darauf »carinae of all the segments distinct«. Es werden folgende Artnamen erwähnt, natürlich ohne Diagnosen: Habrodesmus aculeatus (Peters). > Hartmanni (Peters). » laetus Cook. » Massai Cook. Genus Eudasypeltis Pocock. 1895. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 796. »Verwandt mit Sitrongylosoma. Körper schlank, cylindrisch. Kiele. klein, ihre hintere Hälfte breiter. Saftlöcher auf Segment 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19, gerade auf der unteren Hälfte der Seitenfläche. Metazoniten oben dicht mit engste- henden schuppenförmigen Körnchen und abstehenden weissen Borsten bedeckt. Seitenfläche fein granulirt und oberhalb mit Borsten besetzt. Auf den Metazoniten eine Querfurche deutlich.« Heimat: Birma, Mergui Archipelag, Sumatra. Schlüssel zum Bestimmen der Eudasypeltis-Arten: a‘. Klein, 14:5 mm lang. Vordere Hälfte jedes porentragenden Kieles nur durch 2—3 Zähnchen repräsen- tirt. Hintere Hälfte derselben subquadratisch, tuberkelförmig . . ....... . .pusillus Pocock, b!, Grösserer ca. 24 mm lang. Seitenrand der Kiele gerade, mit 4—5 schwachen Zähnen . setosus Pocock. Eudasypeltis pusillus Pocock. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 796, Fig. 4. Über die Kiele sagt Pocock: ».... Kiel des 3. und 4. Segmentes wohl entwickelt, mit abgerundetem Vorder- und spitzem ausgezogenen Hintereck, die übrigen Kiele gerade über der Mitte der Seiten angesetzt, ungleichmässig gestaltet; auf den porentra- genden Segmenten ist die vordere Hälfte beinahe ganz verschwunden und nur durch 2—3 kleine Zähne vertreten, während die hintere Hälfte verbreitert und beinahe quadratisch ist, mehr oder weniger tuberkelähnlich, mit abgerundetem Vorder- und spitz ausgezogenem Hintereck; letzteres überragt aber nur auf dem 18. Segment den Hinterrand der Segmente; die porenlosen Kiele sind klein und vierzähnig, der hinterste Zahn ist der grösste und tuberkelförmig.« System der Polydesmiden. 1. 341 Das Wesentlichste aus der übrigen Beschreibung ist: Kopf oben und Rücken tiefbraun. Lippengegend, Bauch, Beine und unterer Theil der Seiten ockergelb. Antennen kurz, dick. Scheitelfurche schwach. Scheitel rauh, behaart. Halsschild halbkreisförmig. Kiel des 2. Segmentes horizontal, vorn und hinten ausgezogen, tiefer herabreichend, als die übrigen. Querfurche der Metazoniten 15—18 seicht. Pleuralkiel etwas verdickt und bis zum 15. Segment sichtbar. Schwänzchen dreieckig, dick an der Basis, abgestutzt. Beine behaart, kurz und dick. &. Ventralplatte des 5. Segmentes mit einem ovalen, nicht zweitheiligen, gut entwickelten Fortsatz. Copulationsfüsse mässig lang, dick, in zwei schlanke gekrümmte Äste endigend, von denen der untere eine Scheide für den oberen bildet. Länge ca. 14'5 mm. Fundort: Pla-po auf dem Monte Mooleyit. (Tenasserim.) Eudasypeltis setosus Pocock. Strongylosoma selosum Pocock Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 320. - In den »Myr. from Burma.« Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV stellt Pocock diese ursprünglich als Strongylosoma beschriebene Art in ein neu von ihm gegründetes Genus. »Colousg(in Alkohol) uniform testaceous troughout. (Head and anterior 4 somites missing.) The keel bearing portion of the rest ofthe somites thickly beset above and at the sides with long setae, which project in all directions, and distinetly covered with squammiform granules. The transverse sulcus distinet. The keels small and slender, but distinct, situated in about the middle of the side, as long as the part of the tergite that bears them, their anterior angle nearly rectangular, the posterior acute and spiniform the lateral edge armed with from 3 to 5 distinet sharp teeth. Anal tergite, sternite, and valves of normal form, the tergite stout, distally narrowed, truncate, the ster- nite posteriorly convex, the tubercles small. The sterne transversaly and longitudinally prooved not spined. Copulatory feet long and slender, formed almost as in Paradesmus coarctatus, the third segment long and cylindrical, and terminating distally with two slender curved processes which are closely applied together. Length 19 mm (when complete publ. —= 24). Hab.: Mergui. 1 '. Owens Island. ...Entirely peculiar in its hairiness and its dentate keels.« Tetracentrosternus Pocock. 1895. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 803. »Verwandt mit Strongylosoma und Orthomorpha. Körper schlank. Kiele schmal und klein. Querfurche tief und von Kiel zu Kiel reichend, auf Seg- ment I—5 ebenso vorhanden wie auf den übrigen. Kiel des zweiten Segmentes tief wie bei Sfrongylosoma. Schwanz und Analschuppe ebenso wie bei letzterem Genus. Beine lang und schlank. Femur mehr als zweimal so lang wie der Trochanter, merklich länger als der Tarsus, und ungefähr zweimal so lang wie die Tibia, die nur wenig kürzer ist als der Tarsus. 8.—17. Ventralplatte mit 4 Tuberkeln, eine an der Basis jedes Beines; gegen das hintere Körperende zu nehmen diese Tuberkel nach und nach an Grösse zu, bis dass sie auf den 14.—17. Segment die Form langer, nach rückwärts gerichtete Dornen haben.« Wichtiger als das Vorhandensein der Dornen auf den Ventralplatten ist es, dass die vordersten. drei Metazoniten eine Querfurche haben. Das kommt sonst bei allen verwandten Gruppen nicht vor. Das Vorhandensein der Ventralplattendornen allein würde mich nicht bestimmen, diese Gruppe zum Rang eines Genus zu erheben, weil die Neigung, solche Fortsätze zu bilden, überhaupt bei den meisten Genera der Polydesmiden besteht und innerhalb einer Gattung bei Arten vorkommt, die untereinander viel weniger nahe verwandt sind, als es Arten mit Dornen und solche ohne Dornen sind, so dass also diese Eigenschaft allein noch nicht auf gemeinsame nahe Verwandtschaft schliessen lassen muss; z. B. haben bei Strongy- losoma zwei Arten, S. paraguayense Silv. und S. Swinhoei, Pocock, Fortsätze auf den Ventralplatten, ohne dass man nach den sonstigen Eigenschaften voraussetzen muss, dass das Vorhandensein dieser Tuberkel bei ihnen auf gemeinsamer Abstammung beruht. Ebenso kommen im Genus Platyrhacus bei Arten aus verschiedenen Gruppen Dornen auf den Ventralplatten vor. Heimat: Birma. 342 Carl Graf Attems, Tetracentrosternus subspinosus Pocock. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 803, Fig. 9, 9a. Fundort: Birma: Puepoli, Bia-po. Trachydesmus Daday. 1889. Myr. extr. mus. nat. Hung. — Termeszetrajzi füzetek XII, p. 134. 1894. Strongylosoma. ex p. Bröl. Soc. geol. France, 1894. 1897. » ex p. Verh. Arch. f. Naturg. 1897. Kopf und 20 Segmente. Männchen mit 30, Weibchen mit 31 Beinpaaren. Körper drehrund, ohne Kiele. Kopf und Metazoniten, letztere bis zum Bauch hinab, dicht granulirt. Antennen schlank, etwas keulig verdickt am Ende. Saftlöcher auf dem 5,., 7., 9., 10., 12., 15.—19. Segment. Halsschild querelliptisch, schmal. Pleuralkiel nicht zu sehen. Schwänzchen kegelförmig. Metazoniten ohne dorsale Querfurche. Heimat: Mittelmeerländer (Corfu, Dalmatien, Fiume), wahrscheinlich auch Bosnien, Hercegovina (vergl. Strongylosoma erosum). Diese Gattung ähnelt sonst sehr Sfrongylosoma, nur dass die Metazoniten dicht granulirt sind. Die einzige bisher bekannte Art dürfte von einer Sfrongylosoma iadrense ähnlichen Form abstammen. Daday beschreibt noch eine zweite Gattung, Paradoxosoma, welche mit Trachydesmus die grösste Ähnlichkeit zu haben scheint, auch in der Form der Copulationsfüsse, aber sich wesentlich dadurch unterscheidet, dass sie nur 19 Segmente hat. Auch in diesem Falle geht es also klar hervor, dass die Polydesmiden-Gattungen mit 19 Segmenten nicht die ursprünglicheren sind, wie man etwa glauben könnte, sondern dass sie dadurch entstanden sind, dass die vorletzte Entwicklungsstufe von Formen mit normal 20 Segmenten geschlechts- reif wurde. Denn dass Paradoxosoma nicht Trachydesmus den Ursprung gegeben, könnte man nicht gut leugnen, aber dass die Strongylosoma zum mindesten die iadrense ähnlichen, von Trachydesmus abstam- men, wird wohl Niemand behaupten, anderseits ist der nahe Zusammenhang von Paradoxosoma— Trachy- desmus— Strongylosoma iadrense so klar, dass, wenn die Reihe nicht in der genannten Folge vor sich gegangen ist, es umgekehrt sein muss, und Paradoxrosoma von Trachydesmus oder wenigstens von ähn- lichen Formen herzuleiten ist. Daday stellte Trachydesmus zusammen mit Paradoxosoma Daday in eine eigene Familie, die er Paradoxosomatidae nannte, dabei fasst er die ganzen Polydesmiden als Familie auf, in welche seiner Meinung nach also Trachydesmus und Paradoxosoma nicht gehören sollen. Schon Silvestri nahm die beiden Genera unter die Polydesmiden, die bei ihm den Rang einer Unterordnung haben, auf, und zwar Trachydesmus in seine Familie der Polydesmidae und Paradoxosoma in die unhaltbare Familie der Haplo- somidae. Auch ich sehe absolut keinen Grund, diese beiden Gattungen aus den Polydesmiden im weitesten Sinne auszuschliessen, und ebenso wenig geht aus den Beschreibungen hervor, warum diese beiden Gat- tungen zu einer Familie vereinigt und den übrigen Polydesmiden s. ]. gegenüber gestellt werden sollten. Trachydesmus Simoni Daday. Taf. III, Fig. 62. 1889. Termeszetrajzi füzetek XI, p. 134, Taf. V, Fig. 7, 8, 10-18. 1894. Syn.? Sirongylosoma erosum Bröl. Contrib. a la faune myr. mediterr. III. Soc. geol. France, p. 453. 1897. > dalmatinum Verh. Arch. f. Naturg. 1897, P. 145, Taf. XII, Fig. 11. Farbe: Kopf, Antennen und Beine lichtgelb, der übrige Körper licht erdbraun, mit schwarzbraunen Querringeln, da der vorderste Rand der Metazoniten schwarzbraun ist. Länge d 8—-9 mm, $ 10—11 mm. Breite der Metazoniten 0:8—0:9 mm, der Prozoniten 0:73 mm. F 7 Zn zz re 2 Dh u System der Polydesmiden. 1. 343 Sehr klein und zierlich. Drehrund ohne jegliche Seitenkiele, dabei aber knotig, beim d noch mehr als beim 9, sowohl zwischen Pro- und Metazoniten, als auch zwischen letzteren und dem nächstfolgenden Prozoniten eingeschnürt. Wenn auch keine Kiele vorhanden sind, so sieht man doch, wenn man einen Körperring von rückwärts betrachtet, an der Stelle der Kiele eine leichte Verdickung. Pleuralkiel nicht ausgeprägt. Die Prozoniten sind ganz feinkörnig, die Metazoniten wie mit Sand bedeckt, nämlich dicht mit klei- neren und grösseren Körnchen besäet. Diese Granulirung setzt sich sogar auf den Bauch fort. Der ganze Körper ist in Folge der geschilderten Sculptur matt, und dabei ganz unbehaart auf der Oberseite. Ventralplatten quer seicht eingedrückt, behaart. Kopf feinkörnig. Scheitelfurche deutlich. Scheitel unbehaart. Vordertheil des Kopfschildes mit kurzen, feinen Härchen. Antenen nmässig lang und ziemlich schlank, gut beborstet, am Ende etwas verdickt. Halsschild gerade so granulirt wie die übrigen Metazoniten, querelliptisch, schmäler als der Kopf, stark gewölbt, die Seiten herabgedrückt, beim 5’ sieht man drei Querreihen kleiner Börstchen. Oberseite des Analsegmentes granulirt wie die Metazoniten. Analklappen dagegen glatt. Schwänz- chen endwärts verschmälert, quer abgeschnitten, nicht zugespitzt, Unterseite etwas hohl. Analschuppe breit abgerundet, Analklappen gewölbt, die Ränder fein gesäumt. Beine des d’ etwas verdickt, ziemlich langborstig, die Borsten stehen aber überall einzeln und bilden auf der Unterseite der letzten Glieder keine Bürste. Das dritte Glied der vorderen Beine ist auf seiner Unter- seite verdickt und mit einem beborsteten warzenartigen Fortsatz versehen, ganz ähnlich wie z. B. Sfrongy- losoma drepanephoron. Die Copulationsfüsse sind nach demselben Typus wie z. B. die von Sirongylosoma iadrense gebaut, auf dem beborsteten Schenkel folgt ein cylindrisches schmäleres Stück, das sich dann in drei Äste auflöst, einen allmälig sich zuspitzenden hakigen oder sichelförmigen Hauptast (7), der vor der Biegungsstelle ein kleines spitzes Zähnchen hat und einen breit plattenförmigen Nebenast, dessen Endrand gezähnelt ist (N) An der Gabelungsstelle entspringt ausserdem ein dritter gegabelter Ast, der dem bei vielen Strongyloso- minen an dieser Stelle stehenden Haken entspricht (X Fig. 62). Fundort: Fiume (Tersato), Cattaro, Pridworje, Süddalmatien (Attems), Corfu (Daday), Cattaro (Dalmat.), Trebinje, Herzegowina (Verh.). Was Brölemann unter dem Namen Strongylosoma erosum beschrieben hat, dürfte ein Trachydesmus Simoni gewesen sein. Der Vergleich der Metazonitensculptur mit einem von Säure zerfressenen Kalkstein ist recht treffend. Damit Jeder selbst urtheilen kann, führe ich die Übersetzung der Brölemann’schen Beschreibung hier an: Strongylosoma erosum Brölem. 1894. Contrib. & la faune myr. mediterr. III. Soc. geol. de France 1894, p. 453. »Klein, rosenkranzförmtg, ganz matt und rauh, erdig rothbraun. Hintersaum der Metazoniten schwarzbraun, Füsse und Bauch heller. Circa 10—11mm lang, 1 mm dick. Kopf langborstig. Antennen einander sehr genähert. Stirn gewölbt, fein quergestreift. Scheitel runzelig. Scheitelfurche tief kurz, dunkel. Antennen lang, gegen das Ende kaum verdickt..... Halsschild convex, mässig lang und schmal, d.h. seine Ecken bleiben fast gerade, kaum abgestumpft. Seine Fläche, sowie die aller Metazoniten dicht besäet mit ungleichen Granulationen, die zuweilen zusammenfliessen und dem Thiere das Aussehen eines durch Säure angefressenen Kalksteines geben. Auf dem Halsschild bilden diese sonst unregelmässigen Granulationen einen Kranz ringsherum und eine borstentragende Querreihe; auf dem folgenden Segmente sieht man zerstreute stärkere Granulationen, beson- ders in der Umgebung der Saftlöcher. Letztere öffnen sich auf einer derselben hinter der Quernaht und sind, obwohl relativ gross, schwer zu sehen. Kiele sind keine vorhanden, ihre Stelle wird von 2—3 grossen glänzenden Granulationen eingenommen. Prozoniten auf der ganzen Fläche fein punktirt und fast glänzend. Metazoniten stark hervorgewölbt. Pleuralkiel deutlich. Bauchfläche, obwohl runzelig, doch viel weniger granulirt als der Rücken. Stigmen klein, rund. Analsegment oben granulirt, wird seitlich nach und nach weniger runzelig, breit zungenförmig, plötzlich mit stumpfer Spitze endend, jederseits ein stärkeres Körnchen, daher undeutlich dreilappig, das Schwänzchen überragt um Vieles die Analklappe. Letz- 344 Carl Graf Attems, tere wenig gewölbt, runzelig, gesäumt. Analschuppe halbkreisförmtg abgerundet. Füsse kurz, schlank. Hüften stark punktirt. 5. und 6. Glied kurz, kugelig. Männchen unbekannt. Fundort: Mont Ivan an der bosnisch-herzegowinischen Grenze.« Trachydesmus inferus (Verh.) 1897. Strongylosoma inferum Verh. Arch. f. Naturg. 1897, p. 146. n »Länge 5 Erinnert sonst sehr an Simonii, kann aber mit diesem nicht zusammenfallen, weil ich Pulli VII von demselben mit vorlie- ‘mm. (Pullus VII.) Körper weiss, matt. gendem Höhlenthiere verglichen habe und abweichend gefunden. Rückenplatten unbeborstet; die Metazoniten rauh, aber nicht so grobkörnig wie bei Simonii. Das Analsegment ist am Ende dreispitzig, aber die mittlere Spitze tritt entschieden stärker vor, als die seitlichen. Vorkommen: Wolfshöhle bei Trebinje (Herzegowina). 1 @. Pullus VII.« Paradoxosoma Daday. 1889. Myr. extr. mus. nat. Hung. Termeszetrajzi füzetek XII, p. 135. »Corpore subteri, parum juliformi, numero segmentorum 19, scutis dorsalibus in medio sulco sat pro- fundo exaratis, tuberculis parvis setigeris 12 in seriebus tribus positis, carinatis, carinis linearibus eva- nescentibus, pedum paribus in ? 29, in d’ 28 articulo tertio pedum tertiorum valde inflato pulvilloque piligero praedito.« Aus der Diagnose der Familie Paradoxosomatidae ist noch Folgendes zu ergänzen: Körper mässig verlängert. Antennen länglich, etwas keulig verdickt, 2. und 3. Glied die grössten. Saftlöcher auf dem 5,, 7., 9., 10., 12., 13., 15.—18. Segment; alle oder wenigstens die vorderen Segmente mit Pleuralkiel, Weib- chen mit 29, Männchen mit 28 Beinpaaren. Analsegment mit mehr oder weniger spitzem Schwänzchen. Über die Stellung dieser Gattung im System und die Berechtigung der Familie Paradoxosomatidae Dad. wurde schon bei Trachydesmus gesprochen. Silvestri stellte diese Gattung mit Haplosoma, Scytonotus, Poratia und Brachydesmus in eine Familie mit Haplosomidae, deren einziges gemeinsames Merkmal die geringere Zahl der Körpersegmente (19) ist. Über die Berechtigung dieser Familie an anderer Stelle. Paradoxosoma granulatum Dad. Taf. III, Fig. 63, 64. 1889. Termeszetrajzi füzetek XII, p. 135, Taf. V, Fig. 19, 20, 22, 23. »Corpore graeili, nitido antice parum angustato, Navo-brunneo; antennis latitudine corporis longioribus, sat tenuibus; fronte dense erinito; scutis dorsalibus excepto ultimo dense tenuiterque granulatis seriebus tribus transversalibus tubereulorum setigero- rum minorum 12 et prope carinas tuberculorum, maiorum setigerorum utringue duorum praeditis, setis parvis, albicantibus rigidis (Fig. 64); segmento ultimo, levigato, acuminato, in apice setis duabus longis vestito,; valvulis analibus sparsim ciliatis marginatis, squama anali subtriangulari; foraminibus repugnatoris in fine carinarum positis, magnis, pedibus sat longis crassisque, albo fla- vidis; artieulis ultimis pedum maris infra densissime crinitis; pedibus copulatoriis maris ut in Trachydesmo Simonii formatis, sed processu maiore in apice non inclinato (Fig. 63). Long. corp. 7—7°5 mm. Lat. corp. 1—1'2 mm. Patria: Corfu, Patras. Xanthodesmus Cook. 1896. Brandtia XIV, p. 59. East African Strongylosomatidae. Aus den |. c. gemachten Angaben Cook’s geht nur hervor, dass die Poren auch auf dem 5. Segment fehlen (ob sie aber wohl auf allen Segmenten fehlen, wird nicht gesagt), und dass das Männchen des Fort- satzes auf der Ventralplatte des vierten Beinpaares, die ganz unverändert ist, entbehrt. [2 Xanthodesmus abyssinicus Cook. 1896. Brandtia XIV, p. 59. Nahe verwandt mit Habrodesmus Hartmanni, aber etwas schlanker. Das Männchen mit etwas kür- zeren und schlankeren Beinen. System der Polydesmiden. T. 345 Die Copulationsfüsse von der für HZabrodesmus gewöhnlichen Form, aber verschieden dadurch, dass sie am Ende in zwei beinahe gleiche zusammengeneigte Äste gespalten sind. Abessynien. Sulciferinae. Gattungen: Sulciferus (mit den Untergattungen: Anoplodesmus, Levizonus, Prionopeltis) Tubercula- rium, Nasodesmus, Centrodesmus, Cordyloporus, und? Cookia. Dass ich diese Gruppe als Abkömmling von Orthomorpha ähnlichen Formen ansehe, habe ich bereits oben erwähnt. Antennen schlank, meist keulig verdickt am Ende. Halsschild wenig oder nicht schmäler als der folgende Schild. Kiele gut entwickelt, der zweite in derselben Höhe mit den übrigen. Seitenränder wulstig gesäumt, glatt oder gezähnelt, zeigen in der Entwicklung ihres Hintereckes zu einem zahnartigen Vorsprung eine analoge Stufenfolge wie die Sfrongylosominae oder Leptodesminae. Schon innerhalb der Gattung Sulciferus haben wir Formen mit abgerundeten Hinterecken der vorderen Kiele (Anoplodesmus) und solche mit zahnartigen Hinterecken aller Kiele (Prionopeltis). Tubercularium stimmt in der Form seiner Kiele mit Prionopeltis überein. Centrodesmus ist noch eine Weiterbildung der Verhältnisse bei Prionopeltis, die schräg aufwärts gerichteten Kiele sind schlank, hornförmig. Die Poren liegen auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19 ganz seitlich in der wulstigen Rand- verdickung, die sich in der Umgebung des Saftloches bei Cordyloporus zu einer schwach umgrenzten Beula abschnürt. Bei Centrodesmus fehlen die Saftlöcher auf dem 19. (und 18.?) Segment, Die Metazoniten sind glatt oder granulirt, in beiden Fällen können längs des Hinterrandes Knötchen auftreten. Bei Tubercularium ist die ganze Oberseite der Metazoniten in sehr auffälliger Weise mit glatten runden Tuberkeln bedeckt. Bei dieser Gattung verschwindet daher auch die sonst immer vorhandene Quer- furche der Segmente 4—17 und 18. Dasselbe gilt für Nasodesmus. Schwänzchen kegelig oder etwas breiter und platter, immer aber endwärts verschmälert. Während die Copulationsfüsse gewisser Sulciferus-Arten täuschend denen von Orthomorpha ähnlich sind, geht die Spaltung des Endtheiles bei Cordyloporus, ähnlich wie bei Leptodesminae, bis ganz oder nahezu zum Schenkel herab. Mittelgrosse Formen mit 20 Rumpfsegmenten. Verbreitung: Indien und West-Afrika, Nossibe, Neuseeland. An folgenden Körpertheilen zeigt sich bei dieser Gruppe eine ganz analoge fortschreitende Entwick- lung wie bei Leptodesminae. Sculptur der Metazoniten: Wie gesagt, haben alle hieher gehörigen Gattungen eine Querfurche auf den Metazoniten, die nur dann nicht zu unterscheiden ist, wenn die ganze Fläche dicht mit Höckern bedeckt ist. (Tubercularium.) Im Übrigen sind die Metazoniten ganz glatt (Sulciferus dyscheres, anthracinus, inornatus, Twaithesii, pingnis, obesus, Saussurei, letztere nicht immer) oder leicht gerunzelt (Sulc. spectabilis, sulcatus, fasciatus, tenuipes), oder dicht und fein granulirt (Sulc. Layardi, sabnlosus, Kelaarti, xanthotrichus, alle Cordylo- porus). Bei allen diesen Modificationen kann es vorkommen, dass Querreihen grösserer Knötchen auftreten, zuerst längs des Hinterrandes (Sue. flaviventer, tenuipes, fasciatus, tauricus, planatus, cervinus, Layardi, sabnlosus, zuweilen bei Saussurei). Bei Tubercularium ist die ganze Fläche mit Querreihen grösserer Tuberkel bedeckt, ebenso bei Nasodesmus. Hintereck der Kiele: In dieser Beziehung entspricht Anaplodesmus der Untergattung Leptodesmus. Prionopeltis entspricht Odontopeltis und Centrodesmus entspricht Rachidomorpha. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 44 346 Carl Graf Attems, Bei ersterer Gruppe sind die Hinterecken der vorderen Kiele abgerundet, und die Kiele der vier ersten Segmente etwas von den anderen verschieden, seitlich weniger deutlich wulstig verdickt. Bei Prionopeltis, sowie bei Odontopeltis, sind die Hinterecken aller Kiele zackig bis zahnartig und untereinander ziemlich gleich, der Rücken im Allgemeinen flacher als bei der ersten Gruppe. Centrodesmus ist in derselben Weise das Extrem in der Entwicklung der Kiele, wie Rachidomorpha unter den Leptodesminen. Die Kiele biegen sich nach aufwärts und werden durch Verschmelzen des Vor- der- und Seitenrandes zu einem flachen Bogen, horn- oder dornförmig. Ähnlich wie bei Leptodesmus, schnürt sich die Umgebung der Saftlöcher vom übrigen Kielrand, der dann nur schmal gesäumt ist, zu einer dicken eiförmigen Beule ab bei Cordyloporaus. Von secundären Geschlechtscharakteren der Männchen sind hauptsächlich zwei Tuberkel auf der fünften Ventralplatte, die auch zu einem grösseren Fortsatz verschmelzen können, zu erwähnen, finden sich aber nur hin und wieder. Mit Ausnahme von Prionopeltis Saussurei mit grossen Auswüchsen an gewissen Beingliedern fehlen den Beinen der 5 besondere Eigenthümlichkeiten. Sulciferus nov. gen. — Anoplodesmus Poc. + Prionopeltis Poc. + Levizonus mihi. Die Synonymie vergl. bei den Subgenera. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Antennen lang, schlank, meist leicht keulig. Halsschild breiter als der Kopf, querelliptisch oder halbkreisförmig. Zweiter Kiel in derselben Höhe mit den übrigen. Metazoniten bei Subgen. Prionopeltis und Anoplodesmus immer mit Querfurche auf Segment 4 oder 9—17 oder 18; bei Levizonus fehlt die Querfurche. Metazoniten ganz glatt oder runzlig oder dicht granulirt, oft mit einer Querreihe grosser Körnchen längs des Hinterrandes (bes. bei Prionopeltis). Seirenrand der Kiele wulstig verdickt, glatt, ungezähnt, oder bei Prionopeltis zuweilen mit 2—3 win- zigen Eckchen, zuweilen rinnenartig ausgehöhlt. Saftlöcher ganz seitlich, ihre Umgebung nie beulenartig vom übrigen Kielrand abgeschnürt, auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12,213, 15—19. Die Hinterecken der Kiele sind in der vorderen Körperhälfte abgerundet oder zahnartig; vergl. bei den Untergattungen. Pleuralkiel vorhanden oder fehlend, eventuell 1—2 Zäpfchen an seiner Stelle. Ventralplatten stets unbedornt, die fünfte bei d’ meist mit einem grossen Fortsatz zwischen den Beinen des vorderen Paares. Schwänzchen cylindrisch und zugespitzt, oder zuweilen (bei einigen Prionopeltis-Arten) breiter, unten hohl. Copulationsfüsse bei Prionopeltis und Anoplodesmus ganz nach dem Orthomorpha-Typus gebaut: Schlank, auf den rundlichen, beborsteten Schenkel folgt ein schlankes, cylindrisches, ungetheiltes Stück, das am Ende meist zwei Endarme trägt, der eine davon ist dünn, geissel- oder sichelförmig mit der Samen- rinne, der andere breitere bildet eine Scheide für den ersteren und kann sich weiter gabeln, ganz ähnlich wie bei Orthomorpha. Heimat: Indien: Ceylon, Birma, Sunda-Inseln. Nur Levizonus lebt in Wladiwostock. Diese Gattung theile ich in drei Untergattungen: Anoplodesmus, Prionopeltis und Levizonus. Letztere wird nur durch eine einzige Art repräsentirt, die ich eigentlich hauptsächlich der geographi- schen Verbreitung wegen hier aufführe, sonst wäre man eher geneigt, sie für ein Leptodesmus zu halten. Da aber Lepfodesmus mit Ausnahme der zwei in Kleinasien lebenden cyprius und vestitutus auf Südame- rika beschränkt ist, während /haumasius, die in Rede stehende Art, in Wladiwostock gefunden wurde, liegt System der Polydesmiden. T. 347 es näher, sie für einen Abkömmling der indischen Anoplodesmus zu halten, dem die Querfurche des Meta- zoniten verloren gegangen, und dessen Copulationsfüsse durch Verlust der Verästelungen zu einfachen Sicheln geworden sind. Die beiden anderen Gruppen, Anoplodesmus und Prionopeltis, unterscheiden sich lediglich durch die eckige, resp. zahnartige oder abgerundete Form der Hinterecken der Kiele, besonders der vorderen, und das scheint mir höchstens zur Unterscheidung zweier Untergattungen genügend, die ich auch eigentlich mehr aus praktischen Gründen bestehen lasse, als weil ich glauben würde, dass die unter diesem Namen zusammengefassten Arten unter einander näher verwandt wären, als Anoplodesmus und Prionopeltis unter einander. Während bei Anoplodesmus mehr die glatten Metazoniten überwiegen, haben wir bei Prionopeltis eine grössere Anzahl dicht granulirter Arten, doch sind auch An. sabulosus und Layardi granulirt, welch’ letz- teren Humbert selbst als nahen Verwandten von Saussurei bezeichnet, eine wegen ihrer deutlich zahn- artigen Hinterecken aller Kiele unzweifelhafte Prionopeltis-Art; bei diesen beiden finden sich ausserdem die den meisten Prionopeltis zukommenden grösseren Körnchen längs des Hinterrandes. - Subgenus Anoplodesmus. Syn. Anoplodesmus Poc. 1895. Myr. from Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 797. » Paradesmus Karsch ex p., Oxyurus Pet. ex p., Strongylosoma Humb. ex p., Polydesmus Humb. ex p. In diese Gruppe stelle ich alle diejenigen Arten, bei denen die Kiele im Allgemeinen abgerundet sind, besonders die der vorderen Segmente, welche niemals zahnartige Hinterecken haben. Seitenrand glatt, wulstig, stets ungezähnt. Metazoniten meist glatt, nur bei zwei Arten granulirt. Pleuralkiel auf den vordersten Segmenten stets vorhanden. Heimat: Sunda-Inseln, Ceylon, Birma, Vorderindien. Übersicht der Arten. l. a. Metazoniten glatt oder höchstens leicht lederartig gerunzelt ee Er SER A Nleiszomlien dheinksranultes on IE, 2 oe ee Er 2. a. Seitenrand der Kiele sehr stark verdickt; dieser Seitenwulst ist scharf vom übrigen Kiel ab- ICE ZU a N ee ee en .,sDeckabilis: BE Seitenrändedeniktelemmichtssorauffallendewulstis ı 0.0 0 000 See Dee interecksdensvordesrennKteleswinkeliot ee en nenne „ Muckuosus. Bintereckzderivorderen/Kiele abgerundet. ae ma nenn 4. a. Kiele grösser, so lang wie die Metazoniten, ihr Hinterrand nicht schräg nach vorwärts gerichtet, sondern in einer Linie mit dem Hinterrand der Metazoniten . . 5 ; 2. b. Kiele kleiner, endwärts verengt; der Hinterrand (die vier letzten Segmente ausgenommen) SCHTIFSNACHEVORWALISESCHICHT CD ee en ne 6. 5. a. Ventralplatten kurz und dünn beborstet. Drittes Glied des 6. Beinpaares ohne Fortsatz dyscheres nov. SP. b. Ventralplatten unbeborstet. Drittes Glied des 6. Beinpaares beim Männchen mit einem Fortsatz anthracinus Poc. 6. a. Kiele klein; der 17.—19. scharf und zahnartig. .....:.. Se SHINELSSOG BeaSielererosser-sspitzerdenihinterstemabgestumpft . 2... 200 nn nn. obesus Poc. 7. a. Gleichmässig hell hornfarben .. .... Sa er ER FARR: . .„ "Eayardi Humb. b. Rücken sehr dunkelbraun. Kiele hell Welssgätb . er SHBAlOSWSEHOVZSP. Anaplodesmus spectabilis (Karsch). Syn. Polydesmus (Paradesmus) spectabilis Karsch Archiv f. Naturg. 47. Bd., p. 38, Taf. III, Fig. 9. » nach Karsch: Polydesmus Beaumontii Le Guillou Bull. soc. phil. Paris 1841, p- 85. » » Gervais Ins. Apt. IV, p. 101. 44* 348 Carl Graf Attems, Doch sind die unter dem Namen Par. Beaumontii aufgehobenen, sehr defecten Exemplare des Ber- liner Museums von einer anderen, jedoch wegen des schlechten Erhaltungszustandes nicht näher zu beschreibenden Art. Farbe eines Exemplares: Die hinteren zwei Drittel jedes Prozoniten und ein Streif längs des Vorder- randes der Metazoniten dunkelbraun, das Übrige gelb. Länge ca. 35 mm. Breite 6 mm. Dicke eines Prozoniten 4 mm. Metazoniten mit Querfurche. Zweiter Kiel in derselben Höhe mit den übrigen. Vorderecken der Kiele überall abgerundet, Hinterecken der vordersten Kiele ebenfalls, auf den hintersten, vom 16. an bildet das Hintereck einen dicken, rasch zugespitzten Zahn, der den Hinterrand der Metazoniten überragt; auf den mittleren Segmenten ist das Hintereck rechtwinklig. Seitenrand der Kiele sehr stark wulstig verdickt; dieser Wulst ist scharf vom übrigen Kiel abgesetzt. Die porenlosen Kiele sind nicht viel weniger verdickt als die porentragenden. Die Poren liegen ganz seitlich in einer Grube nahe dem Hintereck. Die Kiele der vorder- sten vier Segmente sind seitlich nicht wulstig verdickt und haben abgerundet rechtwinklige Vorder- und Hinterecken. Prozoniten glatt, Oberseite der Metazoniten sehr fein lederartig gerunzelt. Auf den vorderen Segmenten ein niederer Pleuralkiel. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild. Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hin- terrand in der Mitte sehr seicht ausgeschnitten. Seitenlappen etwas abgerundet. Ventralplatten schwach kreuzförmig eingedrückt; ob sie beborstet waren, ist nicht mehr zu ent- scheiden. Schwänzchen relativ breit, am Ende nicht ausgeschnitten, mit zwei Warzen, auf der Oberseite, nahe „dem Ende ein weiteres Paar und jederseits auf dem Seitenrand zwei Warzen. Analschuppe abgerundet, nicht dreieckig, mit zwei Borstenwarzen. Analklappe gewölbt, niedrig gerandet. Fundort: Java (Karsch), Ceylon (Berl. Mus.). Anoplodesmus luctuosus (Peters). Taf. V, Fig. 106. 1864. Polydesmus (Oxyurus) Iuctuosus Peters Monatsber. Akad. Wiss. Berlin, p. 532. 1866. Polydesmus (Strongylosoma) Iuctuosus Humbert Myr. de Ceylon, p. 35. 1895. Anoplodesmus striolatus Pocock Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 799. »Farbe schwarz. Ränder des Halsschildes und der Kiele, hinterer Rand der Metazoniten, die Basis der Fühlerglieder und Beine schmutzig rothbraun. Länge d 48 mm, $ 44 mm. Breite mit den Kielen J 7 mm, ? 6'2 mm, ohne Kiele d\, ? 4:5 mm. Kopf glatt. Antennen schlank. Scheitelfurche scharf. Halsschild: Vorderrand gebogen. Hinterrand in der Mitte gerade, an den Seitenlappen seicht aus- geschnitten, letztere ganz spitz. Rücken des J’ etwas flacher als der des ?, mit verhältnissmässig breiteren Kielen. Metazonit 2—4 kürzer als die übrigen, die Hinterecken dieser Kiele spitzwinklig, vom 15. an nach und nach zahnartig ausgezogen. Die porenlosen Kiele haben einen dünnen, die porentragenden einen dickeren Seitenrandwulst; die Foramina repugnatoria liegen ganz nach der Seite gerichtet in der Mitte dieses Wulstes, ihre Umgebung ist aber nicht zu einer eiförmigen Beule abgeschnürt. Metazonit 5—18 mit einer tiefen Querfurche, der ganze Rücken glatt und glänzend. Ventralplatten kurz beborstet, die des 5. Segmentes mit einem grossen, am Ende abgerundeten und wulstig verdickten Fortsatz zwischen dem vorderen Beinpaaär. Schwänzchen cylindrisch, mit der Spitze leicht nach abwärts gebogen. Analschuppe dreieckig zugespitzt, mit zwei Borstenwärzchen. Analklappenränder wulstig. Die Copulationsfüsse erinnern etwas an Anoplodesmus dyscheres und anthracinus. System der Polydesmiden. T. 349 Schenkel länglich, beborstet, der darauf folgende Theil bis zur Hälfte ungetheilt und löst sich dann in zwei einander sehr ähnliche gekrümmte Äste auf, von denen der an der Krümmung aussen stehende die Samenrinne führt. Das Ende dieses Astes wird von einer kurzen, durch Falten des zweiten Astes gebil- deten rinnenartigen Scheide aufgenommen. An der Hohlseite dieses zweiten Astes, zum Theil auch noch am ungetheilten Stück des Copulationsfusses, sitzt eine oben oder unten in zwei breite Zacken ausgehende Platte. (Fig. 106.) Fundort: Ceylon, Rambodde (Berl. Mus. Peters Typ.!). Z d. Süd-Tenasserim. Pocock'’s Beschreibung seines Anoplodesmus striolatus passt vollkommen auf die Peters’sche Art, von der ich das Originalexemplar untersuchte. Auch die Copulationsfüsse stimmen ganz überein, so weit man dies nach der etwas dürftigen Zeichnung Pocock'’s beurtheilen kann. Anoplodesmus dyscheres nov. Sp. Taf. V, Fig. 102. Schwarzbraun. Kiele, Antennen, Bauch und Beine gelbbraun. Länge,g’ 44 mm. Breite d' 5 mm. Breite ? 6 mm. Ganze Oberfläche glatt und glänzend. Antennen lang und schlank, Scheitelfurche deutlich. Halsschild gewölbt, ein wenig schmäler als der zweite Rückenschild. Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinterrand gerade, Hinterecken abgerundet. Rücken gewölbt. Die Kiele sind vorn in der Mitte der Seiten, auf der hinteren Körperhälfte, etwas oberhalb der Mitte angesetzt, horizontal, schmal, dick und rundlich. Ein Vordereck fehlt, denn der Vorder- rand zieht gleich von der Basis im Bogen zum Hintereck und ist mit dem Seiterand zu einem Bogen ver- schmolzen, nur auf den vordersten Segmenten ist das Vordereck etwas wenig verwischt. Der Hinterrand der Segmente ist bis zum 16. ganz gerade, so dass das Hintereck der Kiele absolut nicht vorspringt; auf den Segmenten 17—19 bildet es ein kleines rundliches Zäpfchen. Im Ganzen sind die Kiele, wie gesagt, mehr oder weniger wulstartig. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich, nahe dem Hinterende. Metazoniten mit scharfer aber seichter Querfurche. Quernaht sehr fein geperlt. Auf den vorderen Segmenten ein niedriger Pleuralkiel. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, dicht und fein beborstet. Schwänzchen dick, eylindrisch. Analschuppe dreieckig. d. Die Kiele sind verhältnissmässig etwas schmäler als beim 9. Ventralplatte des 5. Segmentes mit einem rundlichen beborsteten Höcker zwischen dem vorderen Beinpaar. Die Copulationsfüsse sind im Wesentlichen ganz so geformt, wie die von luctuosus und anthracinus, doch ist der obere Zacken der an der Innenseite ansitzenden Lamelle hier bedeutend grösser und abge- rundet, während der untere klein und spitz ist; bei den anderen zwei erwähnten Arten sind beide Zacken gleich gross. (Fig. 102.) Fundort: Bindjey Estate, Deli, Ost-Sumatra. (Hamb. Mus., mehrere Ü und ?.) Anoplodesmus anthracinus Pocock. Taf. V, Fig. 113, 114. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 798. Die Farbe erinnert sehr an die von Paradesmus pekuensis: Dunkel kastanienbraun. Kiele und Beine gelb. Bauch, Kopf und Antennen hellbraun. Länge ? 34 mm, Breite 4:5 mm. Breite d’ 4 mm. Antennen lang und schlank. Kopf beborstet. Scheitel glatt und glänzend, mit deutlicher scharfer Furche. 350 Carl Graf Attems, Halsschild mit convexem Vorder- und geradem Hinterrand. Seitenlappen verschmälert und abgerundet. Der Kiel des zweiten Rückenschildes liegt nicht oder nur ganz unbedeutend tiefer als die übrigen. Der Körper ist auf den vordersten Segmenten am breitesten. Die ganze Oberseite des Körpers glatt und glänzend, die Unterseite der Metazoniten fein gerunzelt. Die ersten drei Rückenschilde, den Halsschild mit inbegriffen, schliessen eng aneinander und sind kürzer und stärker gewölbt als die übrigen. Die Querfurche auf den Metazoniten ist sichtbar, aber nur sehr seicht. Die Kiele sind schmal, wulstig, sitzen in der Mitte der Seiten, ihr Vorderende verflacht sich allmälig, das Hintereck ist zugerundet und springt durchaus nicht über den Hinterrand der Segmente vor. Nur die Ränder des Halsschildes und ersten darauf folgenden Kiele sind nicht wulstig, sondern zugeschärft. Saft- löcher Klein, seitlich auf den Kielen gelegen, die sie tragenden Kielränder kaum dicker als die porenlosen. Ventralplatten glatt und glänzend, schwach Kreuzförmig eingedrückt, unbeborstet, nur längs des Vor- derrandes stehen einige spärliche Härchen. Vom Hintereck der Kiele zieht eine schmale Leiste quer nach abwärts und geht im Bogen in einen Pleuralkiel über, der auf den vordersten sieben Segmenten sehr deutlich ist, dann allmälig kürzer wird; schliesslich ist bis etwa zum 14. Segment nur mehr die herabziehende Leiste zu sehen. Schwänzchen schlank, ganz cylindrisch (Fig. 113). Analschuppe dreieckig abgerundet. Analklappen- ränder sehr stark wulstig gesäumt. d. Ventralplatte des 5. Segmentes mit einem queren, niedrigen Wulst zwischen den Vorderbeinen. Auf dem dritten Gliede des zweiten Beinpaares des 6. Segmentes ein warzenförmiger Fortsatz. Die Copulationsfüsse erinnern in ihrer Gestalt ungemein an die von Anopl. luctuosus und dyscheres. Die geringen Unterschiede in den Grössenverhältnissen der einzelnen Theile sind am besten aus der Abbil- dung zu ersehen. (Fig. 114.) Fundort: Rangoon. (Hamb. Mus.) Anoplodesmus pingnis Poc. | Anoplodesmus tanjoricus Poc. 1895. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 800. Syn. 1892. Leplodesmus lanjoricus Poc. Journ. A. S. Bom- Fundort: Rangoon. Palan in Pegu. | bay VII. Anoplodesmus obesus Poc Die Beschreibung dieser Art war mir nicht zugänglich. 1895. Ann. mus civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 800. | Kuss ZIspier Alocızn Fundort: Meteleo, Carin Mountains. Anoplodesmus inornatus (Humb.). 13866. Polydesmus inornatus Humb. Myr. d. Ceylon. M&m. soc. phys. de Geneve, XVII, p. 30, Taf. III, Fig. 11. Humbert hat nur ein junges Männchen von 19 Segmenten mit 28 Beinpaaren und noch unent- wickelten Copulationsfüssen untersucht: »Gleichmässig breit, 25°5 mm lang, 3’4—5 mm breit, mit sehr kurzen, tief angesetzten Kielen. Kopf glatt mit Scheitelfurche. Antennen von mittlerer Länge. Halsschild mit schwach gebogenem Vorderrand. Hinterrand in der Mitte gerade, seitlich schräg nach vorn ziehend und mit dem Vorderrand einen abgerundeten Winkel bildend. 2. und 3. Segment kurz. Kiele des 2. Segmentes unge- fähr viereckig, mit etwas gerundeten Vorderecken. Seitenrand etwas gehoben, aber nicht wulstig. Kiel des 3. Segmentes etwas kürzer als alle anderen, schräg nach rückwärts gerichtet. Hintereck deutlicher. Kiel 4 dem 3. ähnlich, mit stärkerem Seitenwulst. Die Kiele vom 5. Segment an werden durch einen einfachen, hinten sehr verdickten und gegen das Segment durch eine Rinne abgesetzten Wulst dargestellt; dieser Wulst ist auf den porentragenden Segmenten dicker. Metazoniten vom 4. mit einer die Kiele nicht erreichenden Querfurche. Die Saftlöcher in kleinen Grübchen auf der Aussenseite der Kiele. Prozoniten glatt, wenig im voran- gehenden Segment darin steckend. Oberseite der Metazoniten glatt, Unterseite derselben fein und gedrängt granulirt. Spitze des Schwänzchens abgerundet. Vorderrand der Analschuppe regelmässig gerundet. Analklappen mit einer Vertiefung längs des Randes des Schwänzchens. Füsse kurz, unbedornt. Einige wenige kurze Haare vorn auf dem Kopf, auf den Antennen und letzten Fuss- gliedern, sonst nackt. Kopf hellbraun. Antennen und der übrige Körper hell hornfarben, ‚durchscheinend. Fundort: Peradenia.« 1 Anoplodesmus (?) Layardi (Humb.). 1860. Polydesmus Layardi Humb. Myr. de Ceylan, p. 28, Taf, III, Fig. 10. »?. Kopf braun. Antennen, Segmente und Füsse hell hornfarbig. System der Polydesmiden. TI. sol Länge 40 mm. Breite 6°5 mm. Kopf oben glatt, vorn und in den Seiten runzelig. Scheitelfurche tief. Seitlich von derselben ist der Kopf hervorgewölbt. , Halsschild breiter als der Kopf, gewölbt, seitlich spitz winklig. Vorderrand gebogen, am Beginn der Kiele seicht ausgeschnitten mit einer Reihe kleiner Körnchen. Prozoniten glatt. Metazoniten oben und unten fein granulirt, vom 4. an mit einer Querfurche, längs des Hinterrandes, mit Ausnahme der letzten zwei Segmente, eine Querreihe von acht gleichgrossen kleinen Höckerchen. Rücken wenig gewölbt, besonders in der Körpermitte. Kiele hoch angesetzt, schwach wulstig gerandet, auf den porenlosen und porentragenden Segmenten. Hinterrand der Kiele 5—19 beinahe gerade, der des 19. Segmentes ein kleiner dornartiger Tuberkel. Saftlöcher seitlich in einer Verbreiterung des Seitenrandes, mit Ausnahme der zwei letzten, welche auf der Unterseite der Anschwel- lung liegen. Schwänzchen abgestumpft cylindrisch. Analschuppe abgerundet, mit kleinen Warzen. Füsse mässig lang, kurz behaart. Fundort: Peradenia bei Kandy.« Anoplodesmus sabulosus nov. sp. ?. Farbe: Kopf, Rücken und Seiten sehr dunkelbraun. Die ganzen Kiele hell weisslichgelb. Antennen lichter braun. Ventralplatten und Beine licht bräunlichgelb. Länge 43 mm. Breite 6:5 mm. Dicke der Prozoniten 4°/, mm. Kopf licht runzelig, vorn sehr zerstreut behaart. Scheitel nackt. Antennen lang, schlank. Backentheile granulirt, sowie die Seiten der Metazoniten. Halsschild ziemlich lang, unregelmässig querelliptisch, indem der Vorderrand gleichmässig gebogen, der Hinterrand dagegen in der Mitte mehr gerade und seitlich seicht ausgeschnitten ist. Seitenlappen abge- rundet. Er ist ungefähr so breit wie der dritte und die folgenden Schilde, aber etwas schmäler als der zweite. Halsschild und alle Metazoniten sehr dicht und gleichmässig fein granulirt. Längs des Hinterrandes der Metazoniten steht eine Reihe kleiner Tuberkel, die aber wenig auffallen. Die dichte Granulirung reicht bis an den glatten Seitenwulst der Kielc. Metazoniten 4—18 mit einer scharfen, bis an den Beginn der Kiele reichenden Querfurche. Kiel des 2. Segmentes ein wenig breiter als die übrigen und vorn leicht lappig vorgezogen. Die Vorderecken aller Kiele abgerundet, je weiter caudalwärts, desto stärker ist die Abrundung. Hinterecken bis zur Körpermitte ebenfalls abgerundet, dann werden sie abgestumpfte rechte Winkel; 16 mit dem Anfang eines Zackens, 17 und 18 mit breitem dreieckigen Zahn, 19 mit ganz kleinen Zähn- chen. Seitenrand der Kiele wulstig verdickt, auf den porentragenden ist der Saum dicker aufgetrieben, doch verstreicht diese Auftreibung nach vorn (und hinten) allmälig, ohne sich zu einer distincten Beule abzu- schnüren. Metazoniten auch unterhalb der Kiele granulirt. Prozoniten sehr glatt und glänzend. In den Seiten oberhalb der Stigmen eine leichte runde Auftreibung. Ventralplatten quer eingedrückt, reichlich behaait. Schwänzchen kurz, spitz, kegelig. Analklappen granulirt, sowie die Metazoniten seitlich, mit schmalem Randwulst. Analschuppe eben- falls leicht granulirt, abgerundet, mit zwei Borsten, ohne sichtbare Warzen. Beine schlank, behaart, das dritte Glied das längste. Fundort: Ceylon, Kandy. (1 ?, Hofmuseum.) Subgen. Levizonus mihi. Metazoniten ohne Querfurche, ganz glatt. Kiele mit abgerundeten Hinterecken bis nahe dem Schwanzende. Copulationsfüsse ohne Theilung der Seitenarme, einfach sichelartig. Hätten die Metazoniten eine Querfurche, so würde ich die dieser Untergattung zugehörige Art zu Anoplodesmus stellen. Ich glaube auch, dass die Anoplodesmus-Arten die nächsten Verwandten derselben sind; doch sind die Copulationsfüsse gerade hier anders als bei allen Anoplodesmus- und Prionopeltis- Arten. 352 Carl Graf Attems, Während die letztgenannten zwei Gruppen in Indien zu Hause sind, stammt Lev. thaumasius von Wladiwostock. Sonst könnte man eventuell sogar versucht sein, sie zu Leptodesmus zu stellen, was ich aber doch nicht für richtig halten würde. Levizonus thaumasius nov. Sp. Dar. V Ries. 12, Einfärbig gelblichweiss. Sehr glatt und glänzend. Länge ca. 34 mm. Breite 4 mm. Antennen lang und dünn. Kopf sehr glatt und glänzend, auf dem Scheitel einige zerstreute Börstchen. Scheitelfurche scharf. Halsschild gross, gewölbt, so breit wie der folgende Rückenschild, querelliptisch, seitlich abgerundet. Der Körper ist beinahe cylindrisch, die Kiele sind nur ganz unscheinbar, in der Mitte der Seiten an- gesetzt, vorn und hinten abgerundet, ohne scharfe Ecken, vorn noch flachbogiger als hinten, was, je näher dem Schwanzende, desto mehr hervortritt; doch hat auch auf den hintersten Segmenten kein einziger Kiel ein spitzes Hintereck, nur das des 18. Segmentes tritt als ganz kurzes Zäpfchen über den Hinterrand des Metazoniten vor. Kiel 19 ein niedriger, runder, sehr kleiner Wulst. Vorder- und Hinterrand der Kiele sind nicht verdickt, der Seitenrand ist ein wenig wulstig. Dieser Wulst ist auf den porentragenden Kielen ein wenig grösser. Auf jedem Segment verbreitert sich der Wulst nach rückwärts zu, und bildet in der hinteren Hälfte eigentlich allein den Kiel. Das Saftloch liegt auf diesem Wulst seitlich, ganz nahe dem Hinterende. Die Kiele der Segmente 2—4 sind flach, ihr Seitenrand kaum merkbar wulstig verdickt, und diese Segmente sind ähnlich wie bei Leptodesmus-Arten breiter als die folgenden Segmente. Metazoniten ohne Querfurche, ganz glatt. Naht zwischen Pro- und Metazoniten ungemein fein und gar nicht auffällig längsgestrichelt. Ein scharfer Pleuralkiel fehlt auf allen Segmenten, nur auf Segment 2 und 3 ist die Gegend desselben rund wulstig aufgetrieben. Ventralplatten glatt, unbeborstet, die fünfte beim Männchen mit zwei winzigen, kaum bemerkbaren Höckerehen zwischen den Vorderfüssen. Schwänzchen schlank, cylindrisch, spitz, etwas nach abwärts gebogen, mit einigen feinen Borsten, aber ohne sie tragende Warzen. Analschuppe dreieckig abgestutzt. Unterseite der Beine kräftig beborstet. Copulationsfüsse: Sehr einfach gestaltet, ohne Gabelung und ohne Seitenzähne. Der Schenkel ist birn- förmig angeschwollen und beborstet; der den Anfang der Samenrinne aufnehmende Theil etwas vorragend. Der Rest des Copulationsfusses ist ein zu einem Kreis zusammengebogener, nach dem Ende zu etwas an Durchmesser abnehmender Cylinder, dessen Spitze hakig eingebogen ist, an ihr mündet die Samen- rinne. (Fig. 112.) Fundort: Wladiwostock. (Hamb. Mus.) Subgen. Prionopeltis. Syn. Prionopeltis Pocock 1895. Myr. from Burma. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 828. Syn. Polydesmus und Oxyurus Humb., Humb. et Sauss. ex p. Umfasst alle Arten, bei denen die Hinterecken der Kiele schon vom zweiten Segment an spitz und zahnartig sind. Metazoniten nur selten ganz glatt, meist granulirt oder wenigstens mit einer Querreihe von Tuberkeln längs des Hinterrandes. Heimat: Indien sammt Ceylon und Sunda-Inseln, Neuseeland. NE System der Polydesmiden. T. 399 Übersicht der Arten. 1. a. Rücken mit heller Längsbinde auf Pro- und Metazoniten . . » 2 2.2.2.2... .fasciatus noVv. Sp. Beakückensohneihelle Länssbinde 2 . . » 2: . >. N ea ee DE 2. a. Metazoniten ganz glatt, mit zwei Querreihen von 6—8 gelben Flecken . . . . Twaithesii Humb. b. Metazoniten glatt, die der hinteren Körperhälfte mit einer Querreihe von Feldern, ohne Flecken- DEE nenn Haas Humb:e:Sauss: c. Metazoniten glatt, öfters mit einer Tuberkelreihe längs des Hinterrandes, ohne Querreihen gelber LES IE ae ee ee ee anne ir d. Metazoniten dicht granulitt. . . .... BR Beuhe N 0 rear ee ee 3. a. Drittes Glied des 6. und 7. Beinpaares beim 4 mit einem grossen Auswuchs . . Saussurei Humb. ZeeDiesesuBeinslieduehnereinentsolchen AuswuchS Se et een A 4. a. Dunkelbraun, Kiele nur sehr wenig heller, rothbraun . . . De flauiVenteanoy.sp: Ba inkelbreunsukselenicbhaftsselber nn. „tenuipes noy. Sp. Der Metazoniten mit einer Tuberkelreihe längsdes Hinterrandes . . . . 2 2. 2 m 2 2 en en. . "Sing Sollen iss ee ee 6. a. In der hinteren Querreihe auf der hinteren Körperhälte sechs Tuberkeln. Kiele mässig aufge- EOS een a MINUS PC b2 Hintere Tüberkelreihe aus vier Tuberkeln bestehend . ». . . : -. "2 2 2.2 2 0 nn... erraKseleikaum aufsebogen, ‚beinahe horizontal > 2. 2 2 na nun en... „ planatus Poe. b. Kiele grösser und sehr stark aufgebogen . . . . . en re rcerUindSs Baoick 8. a. 32—35 mm lang, 3%/,—4'5 mm breit. Seitenrand der Kiele tiefer rinnenartig ausgehöhlt und SEE, Me By ae OR er Er . . Kelaarti Humb. b. 17—20 mm lang, 1’7—2'2 mm breit. Seitenrand der Kiele schwächer ausgehöhlt, mit zwei KlemennborstentragendentEckehen.. 3 230nthotrichus now: Sp. Prionopeltis fasciatus nov. Sp. Taf. V, Fig. 120, 121. Dunkler oder heller braun, eine Längsbinde, welche auf dem vorderen Rande des Halsschildes beginnt und bis zur Spitze des Schwänzchens reicht, Kiele, Bauch und Beine gelb. Länge 47 mm. Breite 5 mm. Kopf unbehaart. Scheitelfurche vorhanden. Fühler von gewöhnlicher Länge und Dicke. Halsschilä: Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinterrand fast gerade. Seitenlappen abge- rundet, etwas verjüngt, schwach aufwärts gebogen. Rücken ziemlich flach, weil die Kiele ganz hoch oben in den Seiten angesetzt sind, ihre Oberseite horizontal, die Unterseite aufwärts steigend; Hintereck vom zweiten Segment angefangen mit einem brei- ten, zugespitzten Zahn endigend, der auf den Kielen 16—19 zu einem langen dünnen Dorn verschmälert ist. Vorderrand der Kiele überall bogig, etwas vorspringend, Übergang in den Seitenrand abgerundet. Die Kiele sind von der vorderen Basis angefangen bis etwa zur Mitte des Seitenrandes schmal gesäumt, dann verdickt sich der Saum, besonders auf den porentragenden Kielen allmälig bis zum hinteren Eck. Die Poren liegen ganz seitlich, auf der vorderen Körperhälfte um das Mehrfache des Porendurchmessers vom Hintereck entfernt, demselben aber doch sehr genähert. Prozoniten glatt, aber nicht glänzend. Metazoniten ungemein fein granulirt oder lederartig gerunzelt, Hinterrand mit einer Reihe kleiner Körnchen. Querfurche der Metazoniten sehr seicht. Naht zwischen Pro- und Metazoniten ungemein fein geperlt. Ventralplatte beborstet. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 45 354 Carl Graf Attems, Auf den Segmenten 2—4 deutliche aber kleine Pleuralkiele, vom fünften an wird dieser durch einen kleinen Zacken ersetzt, der da steht, wo der Pleuralkiel enden würde; von der Körpermitte an ver- schwindet auch er allmälig. Schwänzchen sehr breit. Hinterrand abgestutzt, in der Mitte desselben mehrere Borsten, dann jeder- seits eine cylindrische, unbeborstete, abgerundete Warze und aussen von dieser schon auf dem Seiten- rand eine grössere, borstentragende Warze. Die Seitenränder sind nahezu parallel. (Fig. 121.) Copulationsfüsse: Hüfte schlank, cylindrisch, auf der Vorderseite beborstet. Schenkel von gewöhn- licher Form, beborstet, der folgende Theil kräftig, gerade, geht am Ende ohne deutliche Abgrenzung in den schlanken, zugespitzten, sichelförmig gekrümmten Hauptast über; neben dem letzteren, auf der Innen- seite seiner Krümmung entspringt der deutlich abgesetzte Nebenast, der gebogen ist und am Ende in zwei gleichgestaltete Spitzen ausgeht. (Fig. 120.) Fundort: Borneo. (Hofmus., Berl. Mus.) /', ?. Bendjermasin, S.-O.-Borneo. (Hamb. Mus.) Prionopeltis Haastii (Humb. et Sauss.) 1869. Polydesmus (Oxyurus) Haastii Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. XIX, p. 683. »Schwarzbraun. Unterseite heller. Länge 25 mm. Breite in der Körpermitte 4 mm, des 2. Segmentes 3 mm, eines Prozoniten 2°6 mm. Vorderende verschmälert, schlank. Rücken wenig gewölbt. Kiele hoch angesetzt. Kopf rauh und punktirt. Antennen gegen ‚das Ende schwach verdickt. Halsschild stark gewölbt. Vorderrand bogig. Hinterrand ausgeschnitten. Seitenecken spitz, nach rückwärts gerichtet. Vorder- eck des Kieles des 2. Segmentes eckig, des 3. und 4. abgestumpft, vom 5. an abgerundet. Hintereck aller Kiele zahnartig aus- gezogen, vom 17. Segment an sogar sehr spitz. Seitenrand mit 3—4 sehr kleinen Zähnchen. Hinterrand stark ausgeschnitten, säge- artig gezähnt, beinahe keine Randverdickung. Saftlöcker ganz seitlich, im hinteren Theil der Kiele. Körperoberfläche vorn glatt, rückwärts etwas rauh, dann granulirt. Metazoniten mit Querfurche, hinter derselben auf der hin- teren Körperhälfte eine Querreihe von sechs Feldern. Schwänzchen regelmässig kegelförmig. Analschuppe abgerundet dreieckig. Beine ziemlich kurz. Fundort: Auckland, Waikato River, Neuseeland.« Prionopeltis Twaithesii (Humb.). 1860. Polydesmus Twaithesii Humb. Myr. d. Ceylon, p. 27, Taf. II, Fig. 9. »Nahe verwandt mit P. Saussurei, von dem er sich erstens durch die bedeutendere Grösse, zweitens durch den geraderen Hinterrand der mittleren Segmente, drittens durch die Färbung unterscheidet. Bauch dunkel. Füsse schwärzlich. Am Vordertheil der Kiele beginnt eine gelblichweisse Einfassung und zieht über den Seiten- und Hinterrand der Segmente. Zwei Querreihen von je 6—8 gelben Flecken, eine vor, die andere hinter der Querfurche, letztere verschmilzt zum Theil mit dem gelben Hintersaum der Segmente. Der gelbe Saum des Segmentes setzt sich auch längs des Hinterrandes ventralwärts fort, und bildet somit gelbe Streifen in den Seiten des Bauches. Halsschild rings herum gelb gesäumt. Vordertheil mehrerer Segmente gelblich aufgehellt. Länge 52—53 mm. Breite 8 mm. Körperoberfläche glatt, ausser in der Gegend zwischen Kielen und Füssen. Alles Übrige wie bei Saussurei.« Humbert legt das Hauptgewicht bei der Unterscheidung dieser Art von Saussurei auf die Färbung. Bei Saussurei sind die ganzen Kiele gelb, dagegen fehlt ihnen der gelbe Hintersaum der Segmente und Vordersaum des Halsschildes und die Querreihen gelber Flecken. Fundort: Paradenia. Prionopeltis Saussurei (Humb.). Taf. V, Fig. 103, 104. 1860. Polydesmus Saussurei Humb. Myr. de Ceylan, p. 26, Taf. II, Fig. 8. Kopf vorn lichtbraun, nach oben allmälig dunkler werdend bis schwarzbraun. fh Antennen braun. Rücken schwarz. Die ganzen Kiele und die Spitze des Schwänzchens hellgelb, Unter- seite unterhalb der Kiele dunkelbraun. Ventralplatten und Füsse bräunlichgelb. Einzelne Individuen sind statt schwarz mehr oder weniger kastanienbraun. Ein d von Kandy ist sogar einfärbig gelblichweiss bis auf den etwas bräunlich verdunkelten Kopf und Halsschild. Länge 40—43 nm. Breite 6:5—7 mm. System der Polydesmiden. T. 399 Körper vorn leicht verbreitert, dann bis zum 15. Segment gleich breit, hinten etwas verschmälert. Rücken schwach gewölbt, die Kiele hoch angesetzt und horizontal, aber auch beim J nicht die Rücken- höhe erreichend. Rücken glänzend. Prozoniten- und die Metazonitenhälfte hinter der Querfurche glatt. Metazoniten vor der Querfurche sehr undeutlich und sehr fein, Oberseite der Kiele etwas deutlicher punktirt-runzelig. Pro- zoniten auch ventral sehr glatt und glänzend. Metazoniten unterhalb der Kiele fein granulirt. Der Hinter- rand der letzten Segmente ist etwas grob längsrunzelig. Granulationen längs des Hinterrandes kommen bei einigen der von mir untersuchten Exemplaren vor, aber den meisten fehlen solche kleine Tuberkeln. Querfurche auf Segment 5—18 tief. Kopf seicht gerunzelt, unbehaart. Scheitelfurche sehr seicht. Antennen schlank, nicht keulig, zurück- gelegt bis zum Hinterrand des 4. Segmentes reichend. Halsschild seitlich zugespitzt. Vorderrand gebogen, am Beginn der Seitenlappen leicht ausgeschnitten. Hinterrand der Seitenlappen stärker ausgeschnitten. Die Flächen des Halsschildes sehr fein granulirt oder runzelig. Kiele breit. Vordereck abgerundet. Der Hinterrand zieht schon auf dem 2. Segment schräg nach rück- wärts und aussen, so dass schon das Hintereck dieses Kieles zackig erscheint. Dieser Zahn wird wie gewöhnlich nach hinten länger und spitzer. Der des 19. Segmentes ist zwar klein, aber ganz spitz. Der Seitenrand der porenlosen Kiele ist nur wenig dicker gesäumt als der Vorder- und Hinterrand. Die poren- tragenden Kiele haben einen dicken wulstigen Randsaum, der in der Mitte eine tiefe runde Kerbe hat, in deren Mitte das Saftloch ganz nach der Seite gerichtet liegt. Schwänzchen spitz, ein kleiner schlanker Cylinder. Analschuppe abgerundet. Analklappen mit schmalem Randwulst, die zwei Borstenwarzen etwas von demselben entfernt. Ventralplatten glatt, quer eingedrückt, sehr fein behaart. Die Ventralplatte V hat einen grossen dicken und breiten, den ganzen Raum zwischen dem vorderen Fusspaar ausfüllenden Höcker, der am Ende in einen queren Wulst endet. Beine fein behaart. Beim 5 hat das 3. Glied des 6. und 7. Paares auf der Unterseite einen grossen Zapfen oder Auswuchs, der des 7. Beines ist bedeutend grösser als der des 6. (Fig. 103.) Copulationsfüsse: Schenkel wie immer, klein, beborstet, scharf gegen den Tibialtheil abgesetzt, der hier relativ sehr breit ist. Die Gabelungsstelle in Haupt- und Nebenast liegt ziemlich weit gegen das Ende zu. Hauptast schlank, im Querschnitt cylindrisch, zugespitzt. Nebenast aus einer breiten, tief gebuchteten, dem Haken an der Basis des Copulationsfusses von zZ. B. Prionopeltis Kelaarti und xanthotrichus entspre- chenden Platte und einer eine Scheide für den Hauptast bildenden Rinne bestehend. (Fig. 104.) Fundort: Ceylon (Paradenia). (Hofmuseum.) Prionopeltis flaviventer nov. sp. Taf. V, Fig. 111. Dunkelbraun. Kiele etwas heller, röthlichbraun. Bauch gelb. Länge 43 mm, Breite 5 mm. Der Rücken ist ziemlich gewölbt, beim Weibchen stärker als beim Männchen, seine Mitte liegt höher als der Rand der Kiele, letztere horizontal, glänzend und glatt, auf den Metazoniten vom circa zehnten an steht längs des Hinterrandes eine Reihe kleiner Tuberkeln. Querfurche auf den Metazoniten vorhanden. Pro- und Metazonitennaht fein geperlt. Prozoniten glatt, aber weniger glänzend, matt, mit einer sehr feinen medianen Längsfurche. Halsschild halbkreisförmig. Hinterrand in der Mitte nicht ausgeschnitten. Kiel 2—4 mit sehr spitzem Hintereck, das noch dadurch accentuirt wird, dass der Hinterrand nicht ausgeschnitten ist; auch auf den folgenden Segmenten ist das Hintereck sehr spitz. Vordereck überall stark abgerundet. 45 * 356 Carl Graf Attems, Die Saftlöcher liegen ganz seitlich an der hinteren Grenze der Metazoniten, also von der dieselbe über- ragenden Spitze der Kiele noch ziemlich weit entfernt. Vorderrand schmal gesäumt. Seitenrand glatt, dick wulstig verdickt. Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele fein granulirt. Auf den vordersten Segmenten ein ganz schwacher Pleuralkiel. Ventralplatten reichlich beborstet, ebenso die Beine. Schwänzchen sehr breit, unterseits ausgehöhlt, am Ende abgestutzt und in der Mitte mit drei sehr kleinen und jederseits mit einer grossen Warze; dahinter auf dem Seitenrand bald eine kleinere und in der Mitte des Seitenrandes eine dritte Warze. Analschuppe abgestutzt, mit zwei Borstenwarzen. Copulationsfüsse: Alle Theile ziemlich schlank, der Schenkel quer zur Hüfte gestellt, länglich, bebor- stet, der darauf folgende Theil gebogen, am Ende in zwei krumme Äste gespalten, den schlanken, spitz auslaufenden Hauptast und den seine Spitze umscheidenden breiten, am Ende mehrzackigen Nebenast. Die ganze Form erinnert ungemein an die von Orthomorpha vicaria, auch darin, dass von der Theilung in Haupt- und Nebenast eine Furche durch das Chitin geht, und dass der Nebenast ebenfalls zackig gegen den Basaltheil abgesetzt ist. (Fig. 111.) j Fundort: Preanger (Java). (Hamb. Mus.) Prionopeltis tenuipes nov. Sp. Taf. V, Fig. 101. Dunkelbraun, die ganzen Kiele lebhaft gelb. Länge 40 mm. Breite 4 mm. Antennen von gewöhnlicher Grösse, mässig beborstet. Scheitelfurche vorhanden. Kopf glatt und glänzend, unbeborstet. Rücken sehr wenig gewölbt. Die Medianlinie liegt in einer Höhe mit den Seitenrändern der Kiele oder nur sehr wenig höher. Halsschid glatt, nur längs des Hinterrandes mit einigen flachen Längseindrücken. Vorderrand abge- rundet. Hinterrand gerade, die gelben verdickten Seitenlappen von der Stelle, wo sie vom Körper abtreten, bis zum Hintereck wulstig gerandet, etwas aufwärts gebogen. Der gelbe Kiel des 2. Segmentes ist hinten in eine ziemlich lange, den Hinterrand des Metazoniten überragende Spitze ausgezogen, und liegt in gleicher Höhe mit dem Kiele des 3. Segmentes. Vordereck ungefähr rechtwinklig. Seitenrand verdickt, mit vier kleinen Tuberkeln besetzt. Von der Unterseite des Vordereckes zieht eine erhabene Leiste ventralwärts, die in den Pleuralkiel übergeht. Die übrigen Kiele sind so angesetzt, dass sie mit ihrem oberen Rande ungefähr in der Höhe der Rückenmitte liegen; sie steigen daher seitlich etwas an. Vordereck überall stark abgerundet. Hintereck spitz, am Ende schwarz, auf Segment 2—4 ist diese Spitze länger als auf den unmittelbar folgenden Segmenten; vom ca. 14. Segment an wird sie dann wie- derum stärker, um auf den hintersten Segmenten eine Art Dörnchen zu bilden. Seitenrand wulstig verdickt. Der Wulst ist dorsal und ventral durch eine scharfe Linie abgegrenzt, seitlich mit zwei kleinen Tuberkeln (Andeutung einer Zähnelung). Die saftlochtragenden Kiele breitgequetscht. Die Saftlöcher liegen in einer Grube etwas hinter der Mitte, ganz seitlich, bei einigen Individuen auf den vorderen Segmenten sogar auf der Unterseite. Die seichte, fein punktirte Querfurche auf den Metazoniten macht in der Mitte einen Winkel nach vorn. Die Naht zwischen Pro- und Metazoniten fein geperlt. Längs des Hinterrandes der Rückenschilde steht eine Reihe kleiner Höckerchen. Der Rücken ist zwar lederartig gerunzelt, dabei aber glänzend. Die vorderen Segmente sind glatter. Die Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele und der Pleuralkiel granulirt. Letzterer bis zum 12. oder i8. Segment zu sehen, geht hinten in ein rundliches, schräg nach hinten und abwärts gerichtetes Zäpfchen System der Polydesmiden. T. 357 aus, welches von den mittelsten Segmenten an rasch kleiner wird. Von ihm aus zieht parallel mit dem Hinterrand der Segmente eine erhabene Linie bis nahe zum Kiel hinauf. Ventralplatten reichlich beborstet, neben jedem Bein ein stumpfes Höckerchen, die fünfte beim Männ- chen mit zwei kegelförmigen Fortsätzen. Schwänzchen verhältnissmässig breit, am Ende abgestutzt und beborstet, am Ende mit vier und nahe der Basis mit zwei kürzeren Borstenwärzchen. Analschuppe dreieckig, mit zwei verhältnissmässig grossen Borstenwarzen und einem Querwulst zwischen denselben. Analklappen hervorgewölbt, die wulstig verdickten Ränder liegen in einer medianen Einsenkung. Beine der Männchen recht schlank. Ober- und Unterseite des letzten Tarsalgliedes reichlich beborstet, aber ohne dichte Bürstenbildung. Beim Weibchen sind die Kiele verhältnissmässig schmäler. Bei den Weibchen mit 19 Segmenten tritt die Wölbung des Rückens noch mehr hervor. Die Kiele liegen hier viel niedriger als die Rückenhöhe. Der Rücken ist glatter als bei Erwachsenen. Copulationsfüsse: Hüfte relativ dick; Schenkel länglich oval, beborstet, sehr deutlich vom folgenden gekrümmten cylindrischen Theil abgesetzt, letzterer wieder durch eine Grenze im Chitin von einem kurzen Stück getrennt, welches auf der Aussenseite der Krümmung in einen schlanken sichelförmigen Hauptast mit der Samenrinne übergeht, und auf der Innenseite der Krümmung den gelenkig abgesetzten breiten Nebenast trägt. Die ganze Form des Copulationsfusses erinnert sehr an die von Prionopeltis flaviventer mihi. (Fig. 101.) Fundort: Java. (Berl. Mus). Prionopeltis taurinus Poc. ‚ Prionopeltis cervinus Poc. 1855. Myr. of Burma. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2), | Ibid. p. 831, Fig. 23. XIV, p. 830, Fig. 22. | Malewoon, S. Tenasserim. Fundort: Rangoon, Pegu. Prionopeltis planatus Poc. Ibid. p. 899, Fig. 21. Great Cocos Island, Andamanen. | Prionopeltis sp. (Beaumonti Le Guillou?) Unter dem Namen Paradesmus Beaumontii sind in einem Glase des Berliner Museums Thiere ent- halten, welche jedenfalls zum Genus Prionopeltis gehören; aber da die Sculptur des Rückens nicht mehr erkennbar ist, und es bei der Unterscheidung der Arten hauptsächlich auf diese ankommt, lässt sich die Art nicht näher bestimmen. Die Thiere sind so schlecht erhalten, dass eine erschöpfende Beschreibung nicht gegeben werden kann. Folgendes sei erwähnt: Farbe wahrscheinlich kastanienbraun. Kiele und Prozoniten gelb. Länge ca. 35 mm. Breite 4°5 mm, Antennen schlank, nicht lang. Halsschild halbkreisförmig, gewölbt, beinahe so breit wie der folgende Rückenschild, Hinterecken nicht sehr spitz. Rücken sehr mässig gewölbt. Kiele hoch angesetzt, nicht breit. Vorderecken abgerundet. Hinter dem- selben auf dem wulstig verdickten Seitenrand ein winziges Zahnhöckerchen. Poren in einer Grube ganz seitlich. Hinterecken alle vom zweiten angefangen sehr spitz und den Hinterrand der Metazoniten über- ragend, je weiter nach hinten, desto länger wird dieser Zahn. Metazoniten 4—18 mit Querfurche. Die Oberseite der Metazoniten scheint glatt zu sein. Hintereck der stumpfwulstigen Pleuralkiele auf der vorderen Körperhälfte in ein spitzes Dörnchen aus- gezogen. se) a be Carl Graf Attems, Ventralplatten reichlich behaart. Schwänzchen verhältnissmässig lang, von der Basis bis zur Mitte seiner Länge kegelförmig, von da bis zum Ende ein gleichmässig dicker Cylinder. Analschuppe abgerundet dreieckig, mit zwei Borstenwarzen. Fundort: Java. (Berl. Mus.) Prionopeltis Kelaarti (Humb.). Taf. V/,2212729953100: 1860. Polydesmus Kelaart! Humbert, Myr. de Ceylan, p. 23, Taf. IL, Fig. 7. 1869. Pol. (Oxyurus) Kelaarti Humb. et Sauss., Verh. zool.-bot. Ges. Wien, XIX, p. 683. Dunkel rothbraun, Antennen, Ventralplatten, Beine, Ränder und Spitzen der Kiele gelblichbraun. Endglieder der Beine dunkler. Länge 32—35 mm. Breite 3°/, —4'5 mm. Kopf glatt, aber nicht glänzend, dicht und kurz beborstet, besonders auch auf den Oberkieferseiten und Backen. Antennen lang und schlank. Scheitelfurche deutlich. Halsschild: Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinterrand in der Mitte und auf den Seiten- lappen eingebuchtet. Hinterecken spitz. Die ganze Fläche zerstreut, gelb beborstet. Rücken etwas hohl, dadurch, dass die Kiele hoch angesetzt und aufwärts gebogen sind. Prozoniten matt, äusserst fein granulirt. Alle Metazoniten längs des Hinterrandes mit einer Reihe gelber, nach rückwärts gerichteter Borsten. Metazoniten 2—4 ausserdem davor mit zwei Reihen abstehender eben solcher Borsten; auf den fol- genden Metazoniten sieht man ebenfalls Spuren dieser Beborstung, die auf den hintersten Segmenten wie- der deutlich wird, Metazonit 18 und 19 mit mehreren unregelmässigen Börstchenreihen, Metazonit 4—17 oder 18 mit einer bis zum Anfang der Kiele reichenden Querfurche. Auf allen Kielen, vom zweiten ange- fangen, ist das Hintereck breit zahnförmig, den Hinterrand der Segmente überragend. Vorderrand der Kiele ganz schmal gesäumt, convex. Vordereck ganz abgerundet. Der schmale Saum des Vorderrandes bricht hinter dem Vordereck auf einmal ab und der Seitenrand ist jetzt rinnenförmig ausgehöhlt. Diese Rinne reicht bis zum Hintereck. Seitenrand ganz ungezähnt. Die Saftlöcher sind sehr klein und liegen etwas hinter der Mitte des Seitenrandes, weit vom Hintereck entfernt. Der Hinterrand springt an seiner Basis ganz schwach zackig vor, seitlich ist er seicht ausgeschnitten. Ventralplatten der Quere nach tief eingedrückt, gleichmässig kurz beborstet. Fünfte Ventralplatte mit einem runden Höcker zwischen den vorderen Beinen, der oben zwei Wärzchen trägt. Schwänzchen kurz, kegelförmig, unten etwas ausgehöhlt, die Spitze nach abwärts geneigt, beborstet, auf jedem Seitenrand eine Borstenwarze. a u Analklappen mit sehr hohem Randwulst und den gewöhnlichen zwei Borstenwarzen. Analschuppe dreieckig, mit zwei langen Borsten. Beine lang, gleichmässig und dicht beborstet. Copulationsfüsse: Hüfte ziemlich dick, unbeborstet. Schenkel von gewöhnlicher Form. Der folgende Theil relativ breit und kurz, erst gerade, dann ganz ohne Abgrenzung in den allmälig sich verjüngenden sichelförmigen Hauptast übergehend. Da wo letzterer beginnt, auf der Innenseite seiner Krümmung steht der gelenkig abgesetzte Nebenast, der an seiner Basis einen nach abwärts gerichteten längeren Haken trägt und im Übrigen eine eingefaltete und eine Scheide für die Spitze des Hauptastes bildende gebogene Platte vorstellt. (Fig. 99, 100.) Fundort: Pandera, Ceylon. (Berl. Mus.). Ö, ?. Peradenia Trinkomalie Humb. Madras. (Humb. et Sauss.) Obige Beschreibung ist nach den gut erhaltenen Exemplaren des Berliner Museums gegeben. Ich hatte auch die von Humbert und Saussure bestimmten Stücke von Madras vor Augen und habe deren Copu- lationsfüsse mit denen von Pandera ganz übereinstimmend gefunden. System der Polydesmiden. TI. 399 Prionopeltis xanthotrichus nov. Sp. Taf. V, Fig. 115. Kopf, Antennen und Rücken dunkel kastanienbraun. Seiten ebenso, zuweilen etwas heller. Prozoniten, so weit sie frei sind, von der Farbe der Metazoniten, der eingeschachtelte Theil heller. Bauch und Beine und ein Theil der Kiele gelblich. Die Kiele sind vorn von der Farbe des Rückens, die scharfe Grenze zwi- schen dieser Farbe und dem Gelb des hinteren Theiles zieht vom Vordereck schräg bis zum Anfang der Querfurche, so dass ein vorderes braunes Dreieck auf den Kielen entsteht. Länge 17—20 mm. Breite d 1'7 mm, 9 2:2 mm. Prozoniten d I mm, 2? 1:8 mm. Körper nach vorn eher etwas, aber nur ganz wenig verbreitert, hinten eben so wenig verjüngt. Aus den Massen sieht man, dass die Weibchen relativ viel dickeren Körper und schmälere Kiele haben. Der Rücken des Männchens ist ziemlich flach, die Kiele hoch angesetzt und horizontal, seitlich sogar aufwärts gebogen, der Rücken des Weibchens dagegen merklich gewölbt, die horizontalen Kiele tiefer angesetzt. Kopf vorn beborstet. Scheitel nackt, mit deutlicher Medianfurche. Antennen lang, keulig, reichlich behaart. r Halsschild breit. Vorder- und Seitenrand bilden zusammen beiläufig einen Halbkreis. Hinterrand in der Mitte gerade, seitlich nach vorn ausgebuchtet, so dass das Seiteneck sehr spitz wird. Fläche dicht granulirt. Diese Granulirung besteht, sowie die des Rückens, aus gleichmässigen, kleinen, aber scharf abgegrenzten Körnchen, unter denen man, wenn man will, drei Querreihen etwas grösserer Körnchen bemerken kann, von denen jedes ein leicht abbrechendes Härchen trägt. Die Metazoniten sind ebenso wie der Halsschild dicht, gleichmässig und fein granulirt. Querreihen grösserer Körnchen sind nicht zu unterscheiden. Metazonit 4—17 mit einer Querfurche, vor derselben eine, hinter ihr zwei Querreihen gelber Börstchen, die längs des Hinterrandes zahlreicher und länger als die der beiden anderen Reihen. Die Metazoniten sind auch in den Seiten eben so granulirt, wie auf dem Rücken, nur die Ventralplatten sind glatt, der Quere nach eingedrückt und mit sehr feinen zerstreuten Härchen versehen. Prozoniten fein punktirt. Pleuralkiel nicht vorhanden. In den Seiten oberhalb der Beine stehen nur zwei grössere Wärzchen oder Zäpfchen, von denen das hintere caudalwärts nach und nach kleiner wird. Kiele: Vorderrand überall stark nach rückwärts gebogen. Übergang in den geraden Seitenrand durch ein vorspringendes Eckchen markirt. Seitenrand rinnenartig ausgehöhlt, aber nicht so deutlich wie bei Kelaarti auf den porenlosen Segmenten. In der Mitte des Seitenrandes ein zweites borstentragendes Eck- chen; wo Saftlöcher vorhanden sind, liegen sie knapp hinter diesem Eckchen. Hintereck aller, auch der ersten Kiele in einen langen, schlanken, spitzen Zahn ausgezogen. Schwänzchen kegelförmig, am Ende abgeschnitten und mit zwei Borsten auf der Endfläche, vor dem Ende dorsal eine Querreihe von vier borstentragenden Wärzchen und nahe der Basis des Schwänzchens eine zweite Reihe von vier Borstenwarzen. Analschuppe und -Klappen ohne Besonderheiten. Beine gleichmässig behaart, die des d’ nicht merklich dicker als die des 9. Ventralplatte des 5. Segmentes des & mit einem wenig auffälligen, am Ende zweihöckerigen Knopf zwischen den Beinen des vorderen Paares. Die Copulationsfüsse ähneln ungemein denen von Kelaarti, die ganze Anlage ist gleich; wir haben insbesondere auch den grossen, basalwärts gerichteten Haken (X) an der Basis des Nebenastes. Die Spitze des letzteren ist etwas anders, was aus der Figur zu ersehen ist. (Fig. 115.) Fundort: Ceylon; mehrere J’ und ?. Kandy I J. Mauritius bei Port Louis I ?. 360 Carl Graf Attems, Tuberculariuum nov. gen. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Antennen mässig lang, leicht keulig, 5. und 6. Glied auf der Aussenseite mit einer leichten Anschwellung. Halsschild so breit wie der Kopf. Kiele gut entwickelt, horizontal, in der Form wie bei Prionopeltis. Hintereck vom 2. Segment an zahnartig. Halsschild: Alle Metazoniten und Schwänzchen dicht mit groben Granulationen bedeckt, die sich in 4—6 Querreihen anordnen, jede trägt ein winziges Härchen. Alle Ränder der Kiele durch Vorstehen der äussersten Granula gesägt erscheinend. Saftlöcher auf Segment 5., 7., 9, 10, 12, 13, 15—19. Die betreffenden Kiele etwas dicker, aber kein deutlicher Wulst oder Beule etc. vorhanden. Schwänzchen conisch. Analschuppe rund, mit zwei grossen Warzen. Ventralplatten etwas länger als breit. Copulationsfüsse: Die beiderseitigen Basaltheile (Schenkel) eng verbunden. Fundort: Nossibe. Das Charakteristische dieser Gattung ist die eigenthümliche, stark ausgeprägte Granulation des Rückens und die Zähnelung aller Kielränder. Dadurch unterscheidet sie sich von allen verwandten Gattungen. Abgesehen von dieser Granulation erinnert die Körpergestalt täuschend an ein Odontopeltis oder Prionopeltis oder dgl., und ich glaube, dass man dieses Genus als einen Abkömmling von Prionopeltis-ähnlichen Formen anzusehen hat. Tubercularium odontopezum nov. Sp. Taf. VII, Fig. 158, 159, 160, 161. S. Farbe der Metazoniten ein vorn etwas lichteres, hinten dunkleres Braun. Kielränder gelblich auf- gehellt. Unterseite licht gelbbraun. Beine und Antennen schmutzig gelb. Glanzlos. Länge 28 mm. Breite 3:5 mm. Dicke eines Prozoniten 2 mm. Die Gestalt erinnert, abgesehen von der auffallenden, noch zu besprechenden Sculptur, ganz an ein Odontopeltis oder Prionopeltis. Der Rücken ist flach oder kaum gewölbt. Die Kiele hoch angesetzt, horizontal. Die Hinterecken selbst etwas ansteigend. Kopf nur ganz vorn glatt und glänzend, die übrige Fläche runzelig punktirt, mit feinen kurzen Här- chen bedeckt. Scheitelfurche tief und scharf. Antennen mässig lang, leicht keulig. Das 5. und 6. Glied am Ende der Aussenseite mit einer leichten Anschwellung. Halsschild so breit wie der Kopf, seitlich mässig zugespitzt, im Ganzen ungefähr querelliptisch, dicht mit einer groben Granulation bedeckt. Metazoniten 2—4: die vorderen und hinteren Begrenzungen des Rückentheiles bilden nach vorn offene Bögen. Die Kiele sind vom zweiten in abnehmendem Maasse nach vorwärts gerichtet. Das Vordereck aller Kiele ist stark abgerundet, so zwar, dass der ganze Vorderrand einen schräg nach rückwärts ziehenden Bogen bildet. Seitenrand gerade. Hintereck vom 2. Segment an zahnartig; dieser Zahn ist auf den Segmenten 15—17 am grössten. Die Metazoniten sind dicht bedeckt mit einer groben Granulation. Diese Körnchen sind auf den Seg- menten 2—4 in vier, auf den Segmenten 5—13 in fünf und auf den hintersten Segmenten in sechs etwas unregelmässigen Querreihen angeordnet. Jedes Körnchen trägt ein feines kurzes Härchen. Der Vorder- und Seitenrand der Kiele sieht wie gesägt aus, dadurch, dass die Körnchen über ihn hinausragen. Der Hinter- rand der Kiele ist noch auffallender gezähnt, da die hier stehenden Körnchen der hintersten Reihe lang, zapfenförmig und nach rückwärts gerichtet sind. (Fig. 159.) Die Oberseite der Metazoniten ist matt, glanzlos, die Unterseite glatt, glänzend. System der Polydesmiden. T. 361 Die ganzen Prozoniten sind, einen schmalen glatten Streif an der Grenze gegen den Metazoniten aus- genommen, fein punktirt und glanzlos. Ventralplatten schmal, länger als breit, glatt, unbehaart, kreuzförmig eingedrückt. Analschuppe abgerundet, mit zwei grossen kegeligen Warzen. Schwänzchen conisch, eben so dicht mit kegeligen Tuberkeln bedeckt, wie die Metazoniten. Analklappen nicht längsgerunzelt, schmal wulstig gesäumt. # Beine mässig verdickt. Unterseite der Hüfte der vorderen Beine etwas kugelig aufgetrieben. Unter- seite aller Glieder mit kurzen, sichel- oder messerklingenförmigen Börstchen dicht bedeckt. Auf der Unter- seite des 1. und 2. Gliedes je eine lange Borste. Copulationsfüsse: Die beiderseitigen Schenkel und der Anfang des folgenden Theiles sind eng mit einander verwachsen, doch bleibt die deutliche Trennungslinie bestehen. (Fig. 161.) Der Schenkel ist mässig angeschwollen, spärlich beborstet. Die Samenrinne beginnt mit einer kleinen Erweiterung im medialen unteren Ende. Auf den Schenkel folgt zunächst ein cylindrisches gerades Stück, das am Ende drei Äste trägt, auf dem lateralsten verläuft die Samenrinne, er ist sowie der mittlere ein schwach gebogener einfacher Zacken. (Fig. 160.) Der mediale Ast ist eine breite gezähnelte Platte, die in der natürlichen Lage in einer Sagittalebene liegt, daher bei der Betrachtung der Copulationsfüsse von deren Ventral- und Dorsalseite nur undeutlich sichtbar wird. Fig. 158 zeigt sie in der Seitenansicht. Auf der dem Körper zugewendeten Seite reicht die Beborstung des cylindrischen Theiles bis nahe dessen Ende und Gabelung in die drei Endäste; wie oft, ist die Basis des Organes auf dieser Seite aus- gehöhlt und der untere, diese Grube begrenzende Rand langborstig. (Fig. 158, 160, 161.) Fundort: Nossibe. (1 JS‘). Cookia Silv. 1896. Una escursione in Tunisia. — Natur. Sicil. 1896, p. 158. Silvestri hat loc. eit. eine neue Gattung beschrieben, jedoch wieder so kurz, dass es schwer hält sich von derselben eine klare Vorstellung zu machen. Ich vermuthe, dass sie in die Nähe meiner Gattung Tubercularium gehört. Silvestri’s Diagnose lautet: »Corpus minus depressum, elongatum, tergitum singulum transversaliter sulcatum, tuberculis sat acutis, triseriatis, setis lon- giuseulis instructis ornatum. Carinae laterales sat magnae, margine laterali et laterali-postico profunde dentato. Foramina repugnatoria in margine laterali carinarum sita in somitis 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19. Somitum praeanale postice angulatum, apice truncato, setis nonnullis ornato, valvulas anales aligquantum superantes. Sterna laevia. 5‘. Pedes aliquantum incrassati. Organum copulativum articulo ultımo hastis tribus constituto« Vor Allem ist mir die Gestalt des Schwänzchens etwas unklar, und eine Zeichnung desselben wäre gut gewesen. Die Stellung dieser Gattung hier ist, wie gesagt, keine ganz sichere. Heimat: Tunis. Cookia novator Silv. Loe. cit. p. 159, Taf. VII, Fig. 6—8. »Color rufescens, ventre pedibusque pallide rufis. Antennae tergitum secundum superantes, articulo sexto longiore et cras- siore. Tergitum primum ellipticum margine laterali postico dentibus duobus produclis, supra seriebus 4 tuberculorum ornatum. Tergita caetera seriebus 3 tuberculorum setigerorum instructa, et pone seriem anticam sulco transversali impressa. Carinae lateraliter profunde 6 dentatae. Setae tuberculorum longae. Somitum praeanale postice crassum, angulatum, valvulas anales aliquantum superans. Valvulae anales setis duabus ornatis, sternito anale rotundato, setis duabus instructo. Pedes breves exiles. Long. corp. 12 mm. Lat. corp. 2 mm. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 46 362 Carl Graf Attems, JS. Eadem fere statura, pedes incrassati. Organum copulativum articulo ultimo hastis tribus, quarum duae connatae bre- viores altera (seminis ductus) attenuata apice recurvato, altera recta processu laterali subrectangulari margine dentato, hasta lon- gior sat lata apice reflexo. Habitat: Baboneh.« Nasodesmus (Cook) mihi.' Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Antennen keulig verdickt und plattgedrückt. Halsschild schmäler als der Kopf und die folgenden Schilde. Kiele gut entwickelt, horizontal, eckig. Poren auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19 auf der Oberseite in der Nähe des Hintereckes. Metazoniten mit drei Querreihen von sechs, sechs und vier grossen Tuberkeln. Schwänzchen kegelförmig zugespitzt. Heimat: Ceylon. In den Myriopoden Ceylons hat Humbert einen Polydesmus cognatus beschrieben, der jedoch nicht in den Rahmen unserer europäischen Gattung Polydesmus hineinpasst, wenn auch vielleicht wirklich, wie Humbert meint, nahe mit derselben verwandt ist. Erstens ist die Sculptur der Metazoniten doch anders als bei Polvdesmus, wo sie bekanntlich eine sehr constante ist, und zweitens können wir eine Art von So verschiedenem Fundort (Ceylon — während sonst alle Polydesmus dem palaearktischen Gebiet angehören) so lange ganz gewiss nicht zu Polydesmus ziehen, als nichts über die Copulationsfüsse bekannt ist, ob Samenblase und Haarpolster vorhanden sind oder fehlen. Nach der Beschreibung Humbert’s scheint ja eine gewisse Ähnlichkeit mit unserem Polydesmus zu bestehen, besonders im Umriss der Kiele, und darin, dass drei Reihen grosser Beulen auf den Metazoniten sich finden (doch stimmt die Zeichnung auf Taf. Il, Fig. 6c nicht ganz mit der Beschreibung überein). Nasodesmus cognatus (Humb.) 1866. Polydesmus cognalus Humb. Myr. de Ceylon, p. 22, Taf. II, Fig. 6. 1896. Nasodesmus cognatus Cook Amer. Natur. XXX, p. 417. »Graubraun. Beine heller. Länge 12 —14 mm. Breite 2 mm, vorn und hinten verschmälert. Rücken flach. Metazoniten eng aneinanderschliessend. Prozoniten wenig sichtbar. Scheitelfurche sichtbar. Antennen am Ende keulig verdickt und zusammengedrückt. Halsschild queroval. Vorderrand stärker gebogen als der Hinterrand (in der Zeichnung sieht man ein spitzes Hintereck), schmäler als der Kopf, seine Fläche mit drei Querreihen von Tuberkeln, vier längs des Vorderrandes, sechs längs des Hinterrandes und vier dazwischen. Hinterecken aller Kiele vom 2.—19. spitzzähnig (aus der Zeichnung sieht man, dass das Vordereck mehr abgerundet und der Seitenrand ziemlich convex und mit drei feinen Zahnkerben versehen ist). Metazoniten mit drei Querreihen grosser Tuberkel, die vorderste und mittlere aus je sechs Tuberkeln bestehend und seitlich nach hinten gekrümmt, die hinterste aus vier gröseeren Tuberkeln bestehend, die nur auf dem Rückentheil der Metazoniten stehen, über deren Hinterrand ragen, so dass er gezähnt aussieht, und sich auf den letzten Segmenten in einen feinen Dorn fortsetzen. Alle diese Tuberkeln bilden eine Furche an der Medianlinie des Rückens und auf jedem Segment eine schräge Furche von vorn aussen nach hinten innen durch ihre Lage. Ausser deren Tuberkeln sind die Metazoniten sehr fein und regelmässig punktirt, nur die Spitzen der Tuberkeln bleiben glatt. Schwänzchen zugespitzt. Fundort: Paradenia bei Knady, Pundel-Oya-Thal.« Centrodesmus Pocock. 1894. Weber’s Zool. Ergebn. einer Reise nach Niederl. Ostindien, III, 2. Heft, p. 369. Antennen sehr lang und schlank, durch einen Zwischenraum getrennt, der ungefähr so gross ist, wie die Länge des Basalsegmentes; letzteres kurz, nämlich eim Viertel der übrigen Länge. 2.—6. Glied beinahe eylindrisch und gleich lang. ! Im Amer. Natur. XXX, p. 417 (1896) führt Cook den Gattungsnamen Nasodesmus für Polydesmus cognatus Humb. ein, ohne eine Diagnose zu geben. System der Polydesmiden. 1. 363 Halsschild mit sehr breiten, an der Basis langen, am Ende zugespitzten Kielen. Die übrigen Segmente mit kräftigen Kielen, die Kiele hoch oben angesetzt, nach auf- und rückwärts gerichtet, zur Rückenebene in einem Winkel von 45—50° geneigt. Kiele schlank, beinahe cylindrisch, viel enger an der Basis als der Metazonit. Kiel des 19. Segmentes knötchenförmig. Poren deutlich, gerade unter dem Rande der Kiele, von der Spitze um ca. ein Viertel der Länge ent- fernt, auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13. 15, 16, 17 (182); nicht sichtbar auf dem 19. Schwänzchen dreieckig, breit an der Basis, schlank am Ende, abgestutzt, mit zwei Paar Tuberkeln oben nahe der Spitze und zwei zahnartigen Tuberkeln auf jedem Seitenrand. Analschuppe dreieckig, zugespitzt, mit zwei Tuberkeln. Beine sehr lang und schlank. Heimat: Sumatra. Ich würde diese Gattung als Synonym zu Rhachidomorpha stellen, wenn nicht ein Unterschied in der Zahl der Saftlöcher angegeben würde, und dazu die eine nicht ausschliesslich südamerikanisch, die andere sumatranisch wäre. . Centrodesmus typicus Poc. 1895. Weber’s Zool. Ergeb. einer Reise etc. III. Bd., 2. Heft, p. 370, Taf. XXI, Fig. 10. Fundort: Sumatra. Centrodesmus discrepans Silv. 1895. Myr. Malesi, p. 41. Ann. mus. civ. st. nat. Genova (2) XIV. Fundort: Sumatra, Si-Rambe. Die Berechtigung letzterer Art scheint mir sehr zweifelhaft zu sein. Silvestri sagt am Schlusse der äusserst dürftigen Beschreibung: »Cent. typico finitimus, sed magnitudine, carinarum apice magis acuminato bene distinctus.« Die Länge gibt er mit 30 mm an; über die Kiele sagt er: »...carinis magnis, valde aliformibus apice acumi- nato, margine antico supero 4—5 dentato.« Pocock beschreibt seinen C. Yypicus folgendermassen: »The rest of the keels anteriorly convex, posteriorly concave pointed at the apex and armed with a few small teeth in front of the apex....« Länge 37 mm. Man sieht, dass aus den Beschreibungen kein fassbarer Unterschied herauszufinden ist. Cordyloporus nov. gen. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Antennen lang und schlank. Halsschild beiläufig querelliptisch, seitlich abgerundet oder zugespitzt. Hintereck der vorderen Kiele abgerundet. Die Senlöcher liegen auf einer scharf vom übrigen, schmal- wulstigen Kielrand abgesetzten eiförmigen Beule des 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segmentes. Metazoniten immer mit Querfurche. Ventralplatten mit oder ohne Dornen. Pleuralkiel nicht vorhanden. Schwänzchen breit abgeplattet, nach hinten allerdings verschmälert. Die Spaltung des Endtheiles der Copulationsfüsse geht beinahe oder ganz bis zum Schenkel herab. Von den Endästen ist der Hauptast dünn, zugespitzt, der Nebenast breit plattig. Heimat: West-Afrika. Übersicht der Arten: l. a. Alle Kiele gleich gefärbt . FE H w. b. Einige bestimmte Kiele lebhaft gelb oder rosenroth, der übrige er dunkel . ou un 46* 364 Carl Graf Attems, 2..&.. Ventralplatten. ohne Dornen? x x 2.1 alna Se Br d. Ventralplatten mit vier Dornen; Metazoniten vor der Querfurche platt, wie aufgeblasen, hinter derselben, granulint, . 2 ee nn alvennorn Sp SeTeae 3, a. Metazoniten gleichmässig granulirt, tief schwarz . . v2... un nn. nn hberiensis Bei 5. Metazoniten glatt, fein lederarlie, uneben, tothpraunge Sr Er Er A. a, Hinterrand der.Kiele gezähnt EEE Sen KaEUSEN OA d. Hlinterrand der Kiele glatt 2 v2 a SCHLUSS EN ON A 5. a. Kiele seitlich nicht verschmälert, sondern nur mit abgerundeten Ecken. Hintereck der Kiele 16-118 mit langemuspitzenvZ ah re er ee 0 db. Kiele seitlich deutlich verschmälert. Hintereck der Kiele 16—18 von der abgerundeten Poren- beule gebildet ... - 0. eu a SE VECHOTITEFSENTEIETE Cordyloporus serratus nov. Sp. Rothbraun. Antennen roth. Füsse gelbbraun. Länge 50 mm. Breite 6°25 mm. Kopf glatt, nur mit vereinzelten Börstchen. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang und schlank. Halsschild so breit wie der zweite Schild. Vorderrand schwach bogig. Hinterrand in der Mitte seicht ausgeschnitten. Seitenlappen zugerundet. Rücken wenig gewölbt. Kiele nahezu horizontal. Metazoniten glatt, nur fein lederartig uneben, daher nicht glänzend. Oberseite der Kiele fein gekörnt. Metazonit 5—17 mit einer äusserst seichten undeutlichen Querfurche. Kiel 2—4 mit abgerundeten Vorder- und Hinterecken, auf allen folgenden Kielen hat der Seitenrand einen schmalen verdickten Randsaum und bildet kurz hinter dem abgerundeten Vordereck ein Zähnchen. Auf den porentragenden Kielen wird ein zweites Zähnchen dadurch gebildet, dass das Saftloch inmitten einer eiförmigen Beule liegt, welche hinten plötzlich abbricht und spitz-zähnig vortritt. Das Hintereck selbst ist zahnartig, je weiter nach rückwärts, desto grösser ist dieser Zahn, auf dem 16.— 19. Segment lang und spitz. Der Hinterrand der Kiele ist in mehrere, dem Hintereckszahn ganz ähnliche Zähne ein- geschnitten, deren jeder vor dem Hintereck medianwärts zu abnimmt. Durch diese Bildung unterscheidet sich diese Art von sämmtlichen näheren Verwandten. Kein Pleuralkiel vorhanden. Längs des Hinterrandes der Metazoniten auf der Unterseite bis zu den Kielen herauf eine Reihe von Knötchen. Ventralplatten breit, glatt, mit ganz vereinzelten winzigen Börstchen. Schwänzchen dadurch breit, dass die zwei wie gewöhnlich neben der Spitze stehenden Borsten- warzen sehr gross und beinahe so lang sind wie die Spitze des Schwänzchens selbst. Ausserdem finden sich vier kleinere Borstenwarzen auf der Oberseite und je eine auf dem Seitenrand weiter gegen die Basis zu. Seiten des Analsegmentes mit zwei weiteren, ebenso die Analschuppe, letztere dreieckig, zugespitzt. Analklappenränder verdickt. Beine sehr spärlich behaart. Fundort: Cape Mount, West-Afrika. (Hamb. Mus.) ?. Cordyloporus sulcatus nov. Sp. Das einzige dieser Beschreibung zu Grunde liegende Exemplar ist schlecht erhalten. Die Farbe scheint dunkel kastanienbraun mit gelben Kielen gewesen zu sein. Wegen des Zerfalles lässt sich auch die Länge nicht mehr genau angeben. Die Breite beträgt sammt den Kielen 6 mm, wobei zu bemerken ist, dass der Körper verhältnissmässig breit ist, bis zum 17. Segment bleibt er gleichbreit und verschmälert sich dann rasch. Antennen lang und schlank. Kopf vorn beborstet. Scheitel glatt. Scheitelfurche seicht. System der Polydesmiden. I. 365 Halsschild seitlich abgerundet. Der Rücken ist sehr schwach gewölbt, nur vorne etwas stärker, und hier sind auch die Kiele etwas nach unten gerichtet; vom ersten Drittel beiläufig angefangen ragen die Kiele etwas über die Horizontale hinauf, ihr Aussenrand liegt in derselben Höhe wie die Mitte des Rückens. Die Segmente sind zwischen Pro- und Metazoniten stark eingeschnürt. Die ganze Oberseite ist fein runzelig, aber nicht eigentlich granulirt. Über die Prozoniten läuft in der Mitte eine seichte, aber scharfe Längsfurche, die andeutungsweise auch auf den Metazoniten zu sehen sein kann. Die Metazoniten sind durch eine tiefe, aber nicht scharfe Querfurche getheilt. Die Kiele sind länger als die Metazoniten und springen in Folge dessen mit ihrem Hinterrand weiter vor als die hintere Grenze der Metazoniten. Die Kiele sind bis hinter die Körpermitte rechteckig mit ganz abgerundeten Vorder- und Hinterecken. Auf den hinteren Segmenten werden die Hinterecken, wie gewöhnlich, etwas eckiger und sind auf dem 16., 17. und 18. Segment in einen sehr grossen, breiten, aber stumpfen Zahn ausgezogen, die Ränder der Kiele glatt und gesäumt. Die Poren der Saftdrüsen münden auf einer grossen, allseitig vom Kielrand scharf abgeschnürten eiförmigen Warze. Ventralplatte des 5. Segmentes beim d beborstet, mit zwei Tuberkeln zwischen dem vorderen Bein- paar; die übrigen sind glatt, ohne Fortsätze, ob auch beborstet, lässt sich wegen der schlechten Conser- virung nicht mehr entscheiden. Schwänzchen cylindrisch, mit einigen sehr langen, dünnen Borsten. Analschuppe dreieckig, zugespitzt. Copulationsfüsse des d. Der Schenkeltheil mehr kurz und gedrungen, trägt die vollständig getrennten zwei Äste. Der Hauptast spaltet sich bald nach seiner Mitte in zwei Arme. Der eine ist eine breite Platte, die an ihrer Innenseite einen schlanken Zahn trägt, auf dem die Samenrinne endigt, der andere ist mehr eylindrisch, am Ende spitzig. Der Nebenast trägt in der Mitte seines Seitenrandes einen langen schlanken Spiess, und endigt mit einer mehrfach gebogenen, am Ende mit einem Zacken versehenen Platte. Fundort der dem Hamburger Museum gehörigen Thiere unbekannt. Cordyloporus Mechowi (Karsch). Taf. V, Fig, 108, 109, 110. 1881. Rhachidomorpha Mechowi Karsch Berl. Entom. Zeitschr. Bd. 25. Dunkelbraun. 2. 5., 7., 9., 12., 15., 17., 18. Kiel hellgelb, beim 9., 12. und 15. Kiel ergreift die gelbe Färbung auch einen Theil des Rückens. Länge d 40 mm, ? 44mm. Breite d 45mm, 2 5:5 mm. Antennen lang und schlank. Scheitelfurche tief. Prozoniten matt, gleichmässig fein granulirt. Metazoniten mit einer Querfurche, dicht und fein granu- lirt, vor der Querfurche mit einer, hinter derselben mit zwei Reihen etwas grösserer, glänzender Tuber- keln, die aber zum Theil verwischt sein oder fehlen können. Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele fein granulirt. Halsschild breit, beinahe so breit wie der zweite Rückenschild. Seitenlappen spitz und gelb. Vorder- rand derselben etwas convex. Hinterrand seicht ausgeschnitten. Längs des Vorderrandes grössere Tuber- keln. Die übrige Fläche mit einzelnen grösseren Höckern. Kiele mässig entwickelt, hoch angesetzt. Vorder- und Hinterrand convergiren nach aussen. Der Seitenrand ist auf den porentragenden Segmenten von einer dicken eiförmigen Beule eingenommen, welche tingsherum gegen den Kielrand scharf abgesetzt ist. Das Saftloch liegt ganz nach der Seite gerichtet in ihrer Mitte. Vor dieser Beule bildet das Ende des Vorderrandes des Kieles ein kleines Zähnchen. (Fig. 110.) Auf den porenlosen Kielen ist der Seitenrand mässig zugeschärft und hat in der Mitte einen kleinen Zahn- höcker. (Fig. 109.) 366 Carl Graf Attems, Tre Hintereck des 6. und 8. Segmentes stumpfeckig, des 11. und 14. zahnartig, des 15.—19. abgerundet, d. h. die eiförmige Porenbeule reicht bis an das Hintereck und ist rund (zum Unterschied von ornatus, wo das Hintereck der Kiele 16—19 durch einen langen, breiten, spitzen Zahn gebildet wird). In der Mitte des Hinterrandes der Kiele 15—18 steht ein spitzes, bald grösseres, bald kleineres Zähnchen. Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten breit und kurz, glatt, fein beborstet. Schwänzchen mässig breit, am Ende abgestutzt, mit einem Borstenwärzchen auf jedem Seitenrand vor der Spitze. Analschuppe stumpf dreieckig, mit zwei Borstenwarzen. Copulationsfüsse: Dem beborsteten Schenkeltheil sitzen zwei breite, einander parallele Platten und zwischen denselben ein dritter sich bald in zwei gekrümmte Spitzen theilender Ast auf, die Samenrinne verläuft auf einem dieser schlanken Hörner des mittleren Astes. Von den beiden Lamellen ist die eine breiter und länger als die andere. (Fig. 108.) Fundort: Quango. (Berl. Mus. Karsch’s Originalexempl.?) 5 ?. Was Karsch bewogen hat, diese Art in das Genus Rhachidomorpha zu stellen, kann ich mir absolut nicht denken. Cordyloporus Aubryi (Lucas). Taf. V, Fig. 116, 117, 118, 119. 1858. Paradesmus Aubryi Lucas Myr. du Gabon. Thomson’s Arch. Ent. II, p. 440. 1864. Polydesmus (Paradesmus) ornatus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 540. 1893. Paradesmus Aubryi Porat Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 18, IV, p. 20. Schwarz. Ein Querfleck auf dem Halsschilde und die Spitzen des zweiten und dritten Kieles gelblich, ein grosser runder Fleck, der nicht ganz bis an den Vorderrand des Kieles reicht, auf den porentragenden Kielen schön rosenroth. Bauch, Beine und Antennen dunkelrothbraun. Ein Männchen, welches mit so gefärbten anderen Exemplaren von derselben Localität stammt und sonst ganz mit ihnen übereinstimmt, ist da, wo die anderen schwarz sind, lichtbraun (die porentragenden Kiele auch hier rosenroth). Länge 43—45 mm. Breite mit den Kielen 6:25 — 8 mm (ohne Kiele 6 mm bei Sımm breiten Exem- plaren). Körper nach hinten verschmälert. Kopf seitlich und vorn bis zu den Antennen kurz gelb beborstet. Scheitel unbehaart, glatt. Scheitel- furche scharf. Antennen lang, schlank. Rücken wenig gewölbt. Kiele horizontal. Halsschild ungefähr querelliptisch, seitlich abgerundet. '! Hinterrand in der Mitte seicht aus- geschnitten. Kiel 2—6 nach vorn gerichtet, mit spitzzähnigen Vorderecken und stark abgerundeten Hinterecken; Vorder- und Hinterecken vom 7.—15. Kiel ganz rund (Fig. 118), vom 16. Kiel an wird das Hintereck zahn- artig, je weiter nach rückwärts, desto schlanker ist dieser Zahn. (Fig. 119.) Die Kielränder sind durchaus schmal gesäumt. Dieser schmale dünne Randwulst wird auf den porentragenden Kielen durch die läng- liche, das Hintereck nicht erreichende Beule unterbrochen, in deren Mitte das Saftloch, ganz nach der Seite gerichtet, mündet. Prozoniten glatt, glanzlos. Metazoniten auf dem Rücken lederartig gerunzelt, auf der Oberseite der Kiele und in den Seiten unterhalb derselben dicht granulirt. Ventralplatten beborstet und zerstreut granulirt. Ein eigentlicher Pleuralkiel ist nicht vorhanden, an seiner Stelle steht ein kleiner Tuberkel. \etazonit 4—18 mit einer Querfurche, hinter derselben in der Mitte des Rückens eine seichte, aber doch deutlich sichtbare Längsfurche, vor der Querfurche setzt sie sich nur andeutungsweise fort. I Peters sagt in seiner Beschreibung »spitz«, was ich aber nach Untersuchung des Originalexemplares als unrichtig erklären. muss. Br System der Polydesmiden. 1. 367 Schwänzchen verhältnissmässig sehr breit, am Ende abgestutzt, jedes Eck mit einer kleinen Borsten- warze, ungefähr im zweiten Drittel der Länge des Seitenrandes eine sehr grosse Borstenwarze, oben vor der Spitze mehrere Borsten. Analschuppe dreieckig abgerundet, mit einem kleinen Spitzchen in der Mitte und jederseits davor mit einer Borste, die aber nicht auf einem 'Tuberkel sitzt. Copulationsfüsse (Fig. 116, 117): Schenkel kurz rundlich, lang beborstet, die Tibia theilt sich bald in zwei Äste, die wieder jeder zweigespalten sind, der ganze Copulationsfuss breit. Die Tibia ist vom Schen- kel bis gegen die Theilungsstelle in die vier Endäste geschlitzt (Fig. 117 bei S), aber dann wieder vor dieser Trennungsstelle verwachsen. Von den vier Endästen ist einer hakenförmig und schlank, er führt die Samen- rinne, die drei anderen mehr breit, plattig; in der Mitte der Tibia steht noch seitwärts ein schlanker, gekrümmter Zahn. (Fig. 116.) Fundorte: Guinea, AdaFoah, ®. (Berl.Mus. Peters, Typ.!). Togo-Gebiet, Misa-Höhe. (Berl. Mus.).ZJ ? Cordyloporus Aubryi (Lucas) var. Martinseni mihi. Ein dem Hamburger Museum gehörendes Weibchen aus Gross-Popo ist etwas kleiner, 5 mm breit und _ abweichend gefärbt. Das Rosenroth auf den porentragenden Segmenten ist weiter ausgedehnt; es sind die Kiele dieser Seg- mente 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19 vollständig rosenroth, und auch der Rückentheil der Segmente 5, 7, 9 ist bis auf einen schmalen, schwarzen Längsstrich ganz rosenroth, die Metazoniten I2 und 15 sind voll- kommen rosenroth, ohne schwarzem Mittelstrich. Auf all’ den genannten Segmenten erstreckt sich das Rosenroth unten gerade bis an die ventrale Grenze der Kiele, die somit oben und unten rosenroth sind. Die Unterseite der Metazoniten ist überall tiefschwarz, sowie die ganze übrige Oberseite. Bei der typischen Form ist der rosenrothe Fleck der porentragenden Segmente rundlich und vorn noch von einem schmalen, bis an den Seitenrand der Kiele reichenden Streifen schwarz eingefasst. Cordyloporus alternatus (Karsch). TarıV, Bie- 100. 1879. Polydesmus alternatus Karsch Zeitschr. f. d. ges. Naturw. LII, p. 825. Gelblichweiss, hintere Hälfte jedes Prozoniten dunkelbraun. Breite d 4:5 mm. Breite eines Prozoniten 3 mm. Kopf vorn reichlich, auf dem Scheitel spärlich behaart, Scheitelfurche tief. Antennen lang und schlank. Halsschild gewölbt, querelliptisch. Seitenlappen abgerundet. Prozoniten matt, Metazoniten grob granulirt, die einzelnen Körnchen sehr verschieden gross, kleinere Körnchen bis zu grossen glatten Blasen, letztere mehr auf den Kielen, die vordere Hälfte der Metazoniten vor der Querfurche glatt und wie aufgeblasen. Der vordere Theil des Körpers ist viel weniger gewölbt als es sonst der Fall zu sein pflegt, denn der Rücken ist nur wenig gewölbt und die Kiele sind etwas über die Horizontale aufgebogen. Auch weiter hinten ist der Rücken sehr wenig gewölbt. Kiel 2—4 etwas nach vorn gezogen mit winkeligen Vorder- und stark abgerundeten Hinterecken. Kiel 9—13 elliptisch. Kiel 14—19 mit abgerundeten Vorderecken, der 14.— 16. mit winkeligen, der 17.—19. mit Spitzzähnig ausgezogenen Hinterecken. Saftlöcher ganz nach der Seite gerichtet, in der Mitte einer scharf abgesetzten eiförmigen Beule; mit Ausnahme dieser Porenbeule sind die Kielränder glatt, nicht wulstig ver- dickt, sondern schmal gesäumt. Die Kiele sind aber an ihrer Basis dick aufgetrieben und verdünnen sich gegen den Rand zu allmälig. Metazonit 4— 18 mit einer Querfurche. Ein Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten unbeborstet, beim & mit vier spitzen, nach rückwärts gerichteten Dornen, dem ? fehlen diese Dornen. 368 Carl Graf Attems, Schwänzchen mit einem grösseren Tuberkel jederseits vor der Spitze. Analschuppe abgerundet. Anal- klappenränder kaum verdickt. Copulationsfüsse: Schenkel auf der Innenseite mit einem dichten Polster dünner Borsten, auf der Aussenseite mit einer Reihe dicker Stiften besetzt, der folgende Theil bis etwa zur Mitte ungetheilt, dann gabelt er sich in zwei Äste: der Hauptast mit der Samenrinne verschmälert sich gegen das hakig einge- krümmte spitze Ende allmälig, der dicke Nebenast geht erst ein Stück parallel mit dem Hauptast und schlägt sich dann wieder gegen die Basis des Copulationsfusses herab, bald nach dieser Biegung verbreitert er sich zu einem hohlen, mit mehreren Endzähnen versehenen Blatt. (Fig. 105.) Fundort: West-Afrika. Chinchoxo. (Berl. Mus. Karsch Originalexempl.) Cordyloporus liberiensis (Peters). Taf. V, Fig. 107. 1864. Polydesmus (Paradesmus) liberiensis Peters, Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin. 1864, p. 540. Ganz schwarz. Ventralplatten kirschroth. Antennen und Beine rostroth. Länge 34 mm. Breite mit den Kielen 4°3 mm, ohne Kiel 3 mm. Kopf fein lederartig gerunzelt, vorn behaart, Scheitelfurche scharf. Antennen lang und schlank. Halsschild: Vorderrand breit und gebogen. Hinterrand schmal und gerade, Seitenränder seicht ausge- schnitten und schräg vom Hinterrand nach vorn und aussen zum abgerundeten Vordereck ziehend. Rücken flach. Kiele horizontal oder etwas aufsteigend. Prozoniten fast glatt, Metazoniten oben und unten dicht und fein granulirt, mit einer scharfen Quer- furche. Kielränder alle gesäumt, die Vorderecken abgerundet, die Hinterecken ebenfalls bis zum 10., vom 10.—12. letzteres ganz unbedeutend eckig, vom 13. mehr und mehr zugespitzt und hinten in einen spitzen und langen Zahn ausgezogen. Die Saftlöcher liegen seitlich auf den vorderen und mittleren Segmente auf einer grossen eiförmigen Beule, auf den hintersten Segmenten verschmilzt diese Beule mit der wulstigen Einfassung des Kielrandes. Pleuralkiel: Nur auf den vier vordersten Segmenten ist eine schwache Andeutung davon vorhanden. Ventralplatten fein granulirt, vorn beborstet, alle auch beim J’ ohne Fortsätze. Schwänzchen am Ende abgestutzt, zweiwarzig, jederseits auf dem Seitenrand noch eine grössere Warze. Beine lang. Copulationsfüsse: Schenkel kurz und gedrungen, wie gewöhnlich beborstet, trägt zwei ganz getrennte aber eng aneinander liegende Äste. Der Hauptast ist länger und schlanker, mehrfach gebogen, am Ende zugespitzt. Der Nebenast eine breitere, hohle, durch einen runden Ausschnitt am Ende in zwei Lappen getheilte Lamelle, von denen der eine rund, der andere gezähnelt ist. (Fig. 107.) Fundort: Liberia (Berliner Museum, Peter’s Originalexemp!.). Als zu dieser Art gehörig betrachte ich mehrere aus Öst-Afrika mir vorliegende Jugendformen, die trotz der zu erwähnenden Unterschiede so viel Ähnlichkeit in der Sculptur mit dem erwachsenen d’ haben, dass die Unterschiede nur solche des verschiedenen Alters sein dürften. 1 2 von 19 Segmenten aus Monrovia (Hamburger Museum) ist rothbraun. Prozoniten und hintere Hälfte der Metazoniten heller als die vordere Hälfte der Metazoniten; ein schmaler Strich auf der Rücken- mitte und ein breiter Strich auf den Prozoniten in der Höhe der Kiele jederseits röthlichgelb. Seitenlappen des Halsschildes ganz spitz. Die Form der Metazoniten ganz wie beim erwachsenen d', vorn querelliptisch, abgerundet. Hintereck vom 13. an in einen kurzen spitzen Zahn ausgezogen. Die eiförmige Beule, auf welcher die Saftlöcher liegen, verlängert sich, vom 15. Segment angefangen, rückwärts in einen spitzen Zahn, der neben dem Zahn des Hintereckes steht, zuweilen kann medial vom Hintereck noch ein drittes kleines Zähnchen stehen, so dass das Hintereck dann dreispitzig ist. System der Polydesmiden. T. 369 Mehrere S und $ von 19 Segmenten des Hamburger Museums vom »Kriegsschiffhafen Victoria in Kamerun« stammend, sind ganz so in der Sculptur, nur etwas anders gefärbt. Kopf und Halsschild röthlich- braun, der ganze übrige Körper gelblichweiss, doch zieht auf den vordersten Segmenten ein schwacher brauner Anflug vom Kopf her über den Rücken. Ein S von 18 Segmenten, 16 mm lang ist weisslich, die zwei Zähnchen der hintersten Kiele sind ver- hältnissmässig länger. An Stelle der Copulationsfüsse zwei kleine runde Knötchen. Fundort: Liberia. (Berl. Mus. Peter's Originalexemplar.) LEPTODESMINAE. Gattungen: Lepfodesmus (mit den Untergattungen Leptodesmus und Odontopeltis), Acutangulus, Cen- trogaster, Rhachidomorpha. Mittelgrosse bis grosse Formen mit 20 Rumpfsegmenten. Antennen schlank. Halsschild wenig oder nicht schmäler als der folgende Schild. Metazofiten glatt oder fein granulirt, immer ohne Querfurche, oder mit Querreihen von Buckeln oder Feldern in verschiedenem Grade der Entwicklung. Kiele stets gut entwickelt, seitlich wulstig verdickt und glatt oder gezähnelt. Poren seitlich, selten etwas schräg nach oben gerichtet, noch seltener ventral auf dem Randwulst, auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15— 19. Zweiter Kiel in derselben Höhe mit den übrigen. Schwänzchen kegelförmig zugespitzt. Ventralplatten zuweilen mit Dornen oder Höckern. An den Copulationsfüssen geht die Spaltung des Endtheiles bis zum Schenkel herab, dem also zwei, zuweilen sogar drei getrennte Äste aufsitzen. Verbreitung: Südamerika, Central-Amerika, Antillen. Zwei Arten auch in den Mittelmeerländern. Den Hauptstock dieser Gruppe bildet die Gattung Leptodesmus. Acutangulus und Centrogaster haben nur je eine Art und von Rhachidomorpha scheint mir auch nur eine Art mit Sicherheit generisch von Lepto- desmus abgetrennt werden zu können. Über die stufenweise Entwicklung gewisser Körpermerkmale wird bei den betreffenden Unterabthei- lungen gesprochen. Bezüglich des Zusammenhanges der genannten Gattungen sei Folgendes bemerkt: Acutangulus denke ich mir von Leptodesmus-Arten aus der Gruppe vermiformis, aztecus etc. entstan- den, der ganze Habitus ist zwar bei flüchtiger Betrachtung Sirongylosoma-artig, doch liegt der Kiel des 2. Segmentes in einer Höhe mit den übrigen, und zeigen die Metazoniten an ihrem Hinterrande kleine Körnchen, was beides bei Strongylosoma nie vorkommt. Ferner ist der Halsschild nicht Sfrongylosoma-artig. Centrogaster, ausgezeichnet durch die Breite und Bedornung seiner Ventralplatten, Lage der Poren ventral von der Seitenrandleiste etc., dürfte von Odontopeltis, und zwar gracilipes oder Eimeri ähnlichen Arten herzuleiten sein. Es theilt mit diesen die Form der Kiele, dichte, feine Granulation der Metazoniten und hat wenigstens auf den vorderen Segmenten eine Querreihe kleiner Knötchen, wie sie bei Eimeri und anderen Arten vorkommen. Rhachidomorpha, eine Gattung, die ich nur aus den Beschreibungen kenne, scheint in Beziehung auf seine Kiele nur eine Weiterbildung von Odontopeltis zu sein. Genus Leptodesmus. — Leptodesmus + Odontopeltis aut. Die Synonyme vergl. bei den betreffenden Unterabtheilungen. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Rleine (18 mm lange) bis grosse (ca. 60—70 mm lange) Formen. Antennen schlank, meistens gar nicht, höchstens ganz leicht keulig verdickt. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 47 4 370 Carl Graf Attems, Halsschild so breit oder fast so breit wie der folgende Schild. Kiel des 2. Segmentes in derselben Höhe mit den übrigen. Kiele stets deutlich entwickelt, von schmalen, dickwulstigen bis zu breiten, flachen Kielen viele Über- gänge. Der Seitenrand stets wulstig gesäumt oder verdickt. Wenn der Saum schmal ist, so ist er wenig- stens in der Umgebung der Poren dick aufgetrieben. Diese Porenbeule ist oft scharf vom übrigen Kielrand abgeschnürt als eiförmige Warze. Poren auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segment. Seitenrand glatt oder gezähnt, letzteres aber seltener. Metazoniten entweder ganz glatt oder lederartig gerunzelt, oder dicht und fein granulirt. Bei allen diesen Modificationen können 1—4 Querreihen grösserer Körnchen oder flacher Beulen auftreten. Ventralplatten zuweilen mit vier Höckern oder Dornen, einem neben jeden Fuss. Schwänzchen schlank, cylindrisch im Querschnitt, kegelförmig zugespitzt. Copulationsfüsse: Auf dem Schenkel sitzen zwei (selten sogar drei) vollständig von einander getrennte Äste, resp. die Spaltung in Haupt- und Nebenast geht bis zum Schenkel herab. Wenn drei Äste da sind, hat sich der Hauptast noch weiter gespalten. Höchst selten sind die Copulationsfüsse einfache Sicheln. Verbreitung: Central- und Südamerika, Antillen, zwei Arten auch in Europa, Rleinasien. Ich vereinige in dieser Gattung sowohl die bisher unter Zeptodesmus beschriebenen Arten, als auch die Odontopeltis von Pocock und Anderen. Pocock, der letzteren Namen aufgestellt hat, gab keine zusammen- hängende Diagnose dafür. Aus seinen und anderer Autoren, z. B. Silvestri’s Tabellen kann man nur ersehen, dass sie das Charakteristische von Odontopeltis in folgenden Merkmalen sehen: Hinterecken der Kiele zahnartig ausgezogen. Metazoniten mit drei Querreihen von Tuberkeln, Seitenrand der Kiele gezähnt. Letztere beide Merkmale sind nicht durchgreifend, und finden sich andererseits zum Theil auch bei verwandten, aber doch nicht hieher gehörigen Formen, wie sich aus dem Folgenden zeigen wird. Das erste, zahnartiges Hintereck aller Kiele, bleibt das einzig Charakteristische, um Odontopeltis und Leptodesmus s. str. zu trennen, und wenn ich auf das hin die Gattung Lepiodesmus in zwei Untergruppen, Leptodesmus s. str. und Odontopeltis theile, so geschieht es mehr aus praktischen Gründen, um die Übersicht über diese lange Reihe von Formen zu erleichtern, als weil ich grosses Gewicht auf diese Trennung legen würde. Vereinigt sind alle hieher gehörigen Arten durch die Gestaltung der Copulationsfüsse, an denen der auf den Schenkel folgende Theil bis zu diesem herab gespalten ist in zwei, ausnahmsweise sogar in drei Äste; dies findet sich nur höchst selten bei anderen Gattungen, jedenfalls nicht bei nahen Verwandten. Nur drei Arten (decoratus, cyprius und vestitus) machen eine Ausnahme; bei ihnen sind die Copulationsfüsse einfache Sicheln oder Haken, wohl durch secundären Verlust der Nebenverästelungen entstanden zu denken. Und ebenso erklären sich die am Ende etwas verästelten, aber an der Basis in der Nähe des Schenkels ungetheilten Copulationsfüsse von Gayanus und Michaelseni. Die Merkmale, deren stufenweise Entwick- lung wir in der langen Reihe der Formen beobachten, sind wieder hauptsächlich: Sculptur der Meta- zoniten, Hintereckszahn der Kiele, Zähnelung des Seitenrandes der Kiele und Seitenrandwulst, resp. Poren- beule. Vorher möchte ich jedoch einiges über das Verhalten in der Färbung gewisser Arten sagen: Im Allge- meinen ist der Rüeken einfärbig. Bei dunkel gefärbten Arten kann jedoch der Hinterrand der Metazoniten gelblich aufgehellt sein. a) Bei dilatatus, tuberculiporus, nudipes und besonders bei parallelus ist der Hinterrand der Metazo- niten schön gelb, während die übrige Fläche dunkler braun ist. b) Bei augustatus ist der Hinterrand der Metazoniten ebenfalls gelb, doch ist dieser gelbe Streifen in der Mitte des Rückens und auf den Kielen merklich breiter, diese breiten Stellen sind durch schmälere in den Seiten des Rückens verbunden. c) Bei aculeatus und noch viel deutlicher bei codicillus ist das auf den vorderen Segmenten, sowie bei b) augustatus, auf den hinteren Segmenten verliert sich dagegen die Verbindung zwischen dem mittleren gelben Fleck und dem Gelb der hinteren Kielhälfte. ee 6, System der Polydesmiden. T. 371 d) Bei Vincentii haben wir auf allen Segmenten in der Mitte des Rückens einen dreieckigen, mit der Spitze des Dreieckes nach vorn gekehrten gelben Fleck und gelbe Kiele. Diese Färbung ist nach Pocock’s Angaben auch etwas variabel, das Gelb kann theils fehlen, theils so überhand nehmen, dass nur mehr ein schmaler brauner Streifen jederseits übrig bleibt. e) Bei formosus »ist ein breites gelbes medianes Dorsalband« vorhanden, die Kielränder sind eben- falls gelb. Wir sehen also in der Reihe der genannten Arten eine vom Hinter- zum Vorderende des Körpers fort- schreitende Auflösung des gelben Hinterrandes der Metazoniten in drei getrennte Flecken und schliesslich Vereinigung der medianen Flecken zu einem Längsband. Wie sich die oben als systematisch wichtig genannten Merkmale entwickeln ist bei den Unterabthei- lungen genauer angegeben. Hier sei nur erwähnt, dass die Arten bezüglich- der Entwicklung aller dieser Merkmale natürlich nicht auf derselben Stufe stehen. In Bezug auf eines derselben kann eine Art schon weit gexommen sein, z. B. auf allen Segmenten zahnartige Hinterecken der Kiele haben, während die Metazoniten noch ganz glatt sind (Vincentii), andererseits treten die Querreihen von Tuberkeln schon bei Arten mit noch abgerundeten Kielen auf. Die Gattung Leptodesmus theilt sich also in zwei Untergruppen: zur ersten, Lepfodesmus s. str. zähle ich alle Arten mit abgerundeten. oder höchstens stumpfwinkeligen Hinterecken der vorderen Kiele, die Meta- zoniten sind bei der Mehrzahl glatt, der Rücken meist ziemlich gut gewölbt, der Seitenrand der Kiele nie gezähnt. Eine Übergangsgruppe wird gebildet von einer Anzahl Arten, bei denen die Metazoniten fein granulirt sind, öfter schon mit Querreihen etwas grössere Knötchen darunter. Unter Odoniopeltis fasse ich alle Arten zusammen mit zahnartigem Hintereck aller Kiele. Der Rücken ist meist flacher, ganz glatt sind die Metazoniten nur bei einer einzigen Art (Vincentii), bei allen anderen sind sie entweder fein granulirt mit oder ohne Querreihen von grösseren Tuberkeln, oder sie sind glatt mit Querreihen von Buckeln oder Höckern, die bei den extremen Formen zu zitzenartigen Hervorragungen werden können. Subgen. Leptodesmus Sauss. 1860. Mem. Myr. Mexique, p. 41. Syn. 1847. Oxyurus C. Koch Syst. d. Myr. 1864. > Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 532. 1569. » Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien, XIX, p. 682. 1872. > Humb. et Sauss. Miss. scient. au Mexique, p. 39. 1881. > Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd. 1894. Odontopeltis ex parte, Pocock Journ. Linn. Soc. XXIV. Antennen lang und schlank. Halsschild breit, beinahe oder ebenso breit wie der folgende Rückenschild. Zweiter Kiel in derselben Höhe mit dem dritten. Kiele mit wulstig verdickten ungezähnten Seitenrändern, die Saftlöcher liegen auf diesem Wulst, meist nahe dem Hintereck, oder auf einer von dem dann schwachen Randwulst abgeschnürten Beule auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segment. Hinterecken der vorderen Kiele abgerundet oder winkelig, aber nie . zahnartig. Metazoniten glatt oder granulirt, stets ohne Querfurche. Ventralplatten meist ohne Dornen, nur sehr selten (bei 2 Arten) bedornt. Schwänzchen kegelig zugespitzt, mit cylindrischem Querschnitt. - Copulationsfüsse: Auf dem Schenkel sitzen zwei völlig von einander getrennte, eventuell weiter gega- belte Äste auf. Nur bei cyprius, vestitus und decoratus ist der Copulationsfuss ein einfacher Haken. Heimat: Südamerika, Europa (vestitus und cyprius). Bei einer Betrachtung der systematisch wichtigsten Körpermerkmale bei allen Arten stellt sich Folgendes heraus: 47” 372 Carl Graf Attems, Der Rücken der Metazoniten ist entweder ganz glatt, oder lederartig gerunzelt, oder fein granulirt, und zwar entweder dicht mit kleinen runden Körnchen bedeckt (carinovatus oder mehr durch kleine Zick- zackrunzeln zertheilt (carneus, centropus, biconicus). Lederartig gerunzelt ist acanthurus; ebenso Gonudoti, sculptus und chloropus, bei welchen ausserdem drei noch undeutliche Querreihen grösserer Beulen auftreten. Auch bei carinovatıs bemerkt man drei Querreihen kleiner Tuberkeln, welche grösser sind als die Körnchen der Granulirung. Nudipes, der seinen sonstigen Eigenschaften nach in die Nähe von centropus gehört, bildet zwischen diesen granulirten und den glatten Arten insofern einen Übergang, als die Metazoniten zwar glatt, aber matt, glanzlos sind. Die übrigen Arten haben ganz glatte, glänzende Metazoniten. Die Ränder der Kiele sind von einem Wulst eingefasst, der auf dem Vorder- und Hinterrand immer schmal und dünn bleibend, seitlich stets mehr oder weniger verdickt ist, besonders auf den porentragenden Kielen. In der Umgebung der Poren schwillt er meistens zu einer dicken Beule an, in deren Mitte dann das Saftloch liegt, und zwar meistens mit der Öffnung ganz nach der Seite, doch rückt es bei einigen Arten mehr auf die Oberseite der Kiele und sieht dann schräg nach oben und aussen oder ganz nach oben. (Car- neus, centropus, acanthurus, nudipes, carinovatus.) Während bei den meisten Arten die Verdickung des Seitenrandes, in der das Saftloch liest, allmälig nach vorn in den weiteren schmalen Randsaum übergeht, und hinten ebenso, ist diese Beule bei manchen Arten scharf vom Seitenrand abgesetzt, und erscheint bei der Ansicht des Kieles von oben als vorspringende eiförmige Warze. Bei decolor, bogotensis, tuberculiporus, Bohlsi, vermiiformis, carinovatus. Bei manchen anderen Arten, zZ. B. codicillus reicht die schwielige Verdickung nicht bis zum Hintereck des Kieles, sondern bricht plötzlich vor demselben ab, doch bildet dann der Seitenrand bis zum Hinterende der Beule eine gerade Linie und wir können bei diesen Arten nicht von einer »scharf abgesetzten« Porenbeule sprechen. Die vorderen Kiele, deren Hintereck höchstens undeutlich winkelig, oft dagegen abgerundet ist, haben immer einen mehr oder weniger geraden Seitenrand, derselbe kann bei manchen Arten auf den mittleren und hinteren Segmenten mit dem Vorderrand des Kieles durch Abschleifen des Vorderecks verschmelzen, beide bilden dann zusammen einen flachen Bogen und die Kiele sind dreieckig, so carneus, centropus, nudipes, acnleatus, decoratus, Nattereri. Sehr lang sind die Kiele bei cyprius und vestitus, den beiden einzigen palaearktischen Arten, sie sind länger als der Rückentheil der Metazoniten und die hintereinander liegenden schliessen enger aneinander als sonst. Der Hinterrand der Kiele kann stumpfe Zähnchen haben, Couloni, Gondoti, carinovatus. Die Ventralplatten sind im Allgemeinen breit, besonders bei biconicus. Bei letzterem stehen auf jeder zwei kurze, nach rückwärts gerichtete Dornen, einer neben jedem Bein des hinteren Paares. Vier solcher kurzer Dornen, nämlich auch neben den vorderen Beinen, finden sich bei codicillus und vier längere bei dilatatus. Als charakteristisch für die Copulationsfüsse wurde bereits angegeben, dass auf dem Schenkel zwei völlig von einander getrennte Äste stehen, von denen einer die Samenrinne führt und Hauptast heissen mag. Unverzweigt sind diese beiden Äste bei Bohlsi, Goudoti, intaminatus, angustatus und validus. Der Nebenast verschwindet ganz bei einigen Arten. Angedeutet ist dies schon bei validus, bei dem er nur ein kurzer schlanker Spiess ist; völlig fehlt er bei decoratus, cyprius und vestitus. Dagegen haben die beiden Äste weitere Theilungen aufzuweisen bei bogotensis, centropus, nudipes, codicillus, dilatatus, tuberculiporus. Sie sind in diverse Lappen eingeschnitten und haben Zähne, Zacken etc. Bei parallelus ist die Theilung schon ziemlich weitgehend, und der die Samenrinne führende Abschnitt des Hauptastes ist beinahe bis zur Basis auf den Schenkel herab vom übrigen Hauptast abgespalten. Ganz als vollständiger Ast entspringt er vom Schenkel bei palvillatus, bei dem somit der Schenkel drei getrennte Äste trägt. Etwas Ähnliches ist auch bei carinovalıus der Fall, bei dem die Hüfte abnorm gross ist und den System der Polydesmiden. 1. 373 Schenkel von aussen verdeckt, der eine grosse Platte trägt, die wieder die weiteren zwei dem Schenkel aufsitzenden Äste verdeckt. Wir können somit folgende Gruppirung der Arten vornehmen: 1. Metazoniten nicht glatt, sondern lederartig gerunzelt oder dicht granulirt. a) Ausserdem mit drei Querreihen grösserer Beulen: Goudoti, sculptus, chloropus. b) Ebenfalls drei Querreihen grösserer Körnchen vorhanden, als die übrige feine Granulation. Die Poren auf einer schwach abgesetzten eiförmigen Beule: carinovatus. c) Hintereckszahn der Kiele mit Nebenzähnchen: serridens. d) Metazoniten dicht und fein längsgerunzelt, die Poren liegen mehr auf der Oberseite der Kiele in der Mitte des breiten, flachen Seitenrandwulstes: carneus, centropus, acanthurus (Franenfeldia- nus?). e) Die Metazoniten sind wie bei d, die Öffnung der Saftlöcher dagegen ganz seitlich: biconicns. Einen Übergang zwischen der Gruppe d, e und den folgenden bildet nudipes, bei dem die Saftlöcher wie bei d liegen, der aber glatte, wenn auch glanzlose Metazoniten hat. 2. Metazoniten ganz glatt und glänzend. a) Ventralplatten mit vier kürzeren oder längeren Tuberkeln oder Dornen: dilatatus, codicillus. b) Die Poren liegen auf einer scharf abgesetzten eiförmigen Beule: decolor, bogotensis, tuberculi- porus, Bohlsi, vermiformis. c) Die Kiele sind mehr dreieckig: Nattereri, aculeatus, decoratus. d) Seitenrand der Kiele deutlich vom Vorderrand getrennt, resp. beide in einen (nahezu) rechten Winkel zu einander. Seitenrand nämlich, wenn auch convex, doch im Ganzen parallel mit der Längsaxe des Körpers: a. Kleinere einfärbige Arten: Conloni, pulvillatus, subterraneus, intaminatus, Zelebori, Sallei, aztecus, Orizabae, intermedius, Sumichrasti, vestitus, cyprius. ß. Grössere Arten, ein gelber Hintersaum oder Fleck der Metazoniten sticht lebhaft von der übrigen kastanienbraunen Farbe ab: parallelus, angustatus, validus. Übersicht der Arten: 1. a. Metazoniten ganz glatt und glänzend . 2x b. Metazoniten granulirt oder gerunzelt . 218 2. a. Ventralplatten mit vier Tuberkeln oder Dornen 3. b. Ventralplatten unbedornt en en re IE Merle Sa urn A 3. a. Auf der hinteren Körperhälfte reicht die Schwiele, in der das Saftloch liegt, bis zum Hintereck, ihr Hinterende bildet selbst das Hintereck . . . . . . a dilatatusBr. b. Die erwähnte Schwiele bricht ein Stück vor dem Hinterende des Seitenrandes des Kieles plötz- Dre tg 1 Pe ee nie 5 © COcllns: Karsch. 4. a. Saiftlöcher auf einer scharf vom Seitenrand abgesetzten Belle -. »- ». 2». 2.2 2.2.02... BaaDienEorenbeulesverstreichtallmählesin den Seitentand,. oc. zu ae ae nen nf E72 Metazoniten mit Andeutungreiner Querfurche . on. nun. en u „.decelor H.etS. DBNietazonitenKohmeljeslichesOerfurchem a a ee ee 6. a. Hinterrand der Kiele ausgeschnitten, Hintereck der Kiele daher stumpfzackig . . bogotensis (Pet.) Eaklinieneesäderäksselesvomstünftenramabperundet . .. 2... ao erinnere Tl. 7. a. Körper 45 mm und mehr lang. Hinterrand der Metazoniten gelb. . . . . fuberculiporus nov. sp. b. Kleiner. Immer viel weniger als 45 mm lang, ohne gelben Hintersaum . . 2... 2... ERS LS ChTOchbraum ne ee een euren Bohlsi noVv. Sp. BEE ESCHE et SS ee an lan rn Vermiformis l..et S. 92a. Hlinterrand der Kiele mit I-2 zahnartigen Körnchen . . ......... .Couloni H.etS. 2, Ahmkentamalgler KMielleralein 5 02 a u re | 07 374 Carl Graf Attems, 10, a. Kiele mehr weniger dreieckig, indem Vorder- und Seitenrand zu einem Bogen zusammenfliessen . 11, b. Seitenrand der Kiele parallel mit der Längsaxe des Körpers, wenn auch öfters convex . . . . 14. 11. a. Ventralplatten und erste Beinglieder mit kurzen dicken Dörnchen besetzt . . . aculeatus nov. Sp. b. Ventralplatten und erste Beinglieder nackt oder dünn behaart 7 EN rl 12,74; "Kein Pleuralkiel vorhanden ren ECKE db. Bis zum 8. oder 18. Segment’ein-Bleuralkiel, 2 a nor 13. a. Blass weinroth, glänzend. Poren ganz seitlich . . „m m un nenn nn Nattiereri El. enss b. Dunkel kastanienbraun, matt. Poren schräg nach oben gerichtet . . 2... nudipes nov. Sp. 14. a. Unterseite der vorletzten Tarsalglieder des Männchens mit einem grossen Polster pulvillatus nov. Sp. b.. Kein solches-Polster vorhanden.» 2. nu N 15. a. Die Kiele sind länger als der Rückentheil der Metazoniten, daher eng aneinanderschliessend . 16, b. Die Kiele sind höchstes so lang wie der Rückentheil der Metazoniten, daher weiter von einander abstehend‘. 2 20a 0 ee ke ER 16. a. Copulationsfuss eine einfache glatte Sichel 7 esta b. Copulationsfuss auf der Hohlseite mit einer gesägten Lamelle .. . . . .. .. „eyprius H. et S. 17. a. Hintereck der vordersten Kiele (2—4) ganz abgerundet. Farbe dunkel rothbraun, zuweilen mit gelbem Hinterrand der Metazoniten; meist grössere Arten 2 2000 un b. Kleinere Arten, anders gefärbt, meist weiss, selten mit Braun. Hinterrand der Metazoniten nicht 18. a. In den Seiten oberhalb der Beine ein grosser Höcker . . . 2 2 2... . angustatus nov. Sp. db. Kein: solcher,Höcker vorhanden? Sn. N a 2e 19. a. Ventralplatte des 4. Segmentes mit beborsteten Fortsätzen, die des 6. Segmentes grubig, unbe- borstet, die des siebenten mit zwei schlanken Zäpfchen . . 2. 2 2... .. .„validus nov. Sp, b. Ventralplatte des 4. Segmentes ohne Fortsatz, die des sechsten beborstet, die des 7. Segmentes s ohne-Zäpicheg rn A LEN EOKD LE SETO NE 20. a. Poren im Hintereck der Kiele auch auf dem 5. und 7. Segment . . .. . .„subterraneus H. et S. b. Poren wenigstens des 5. und 7. Segmentes in der Mitte des Seitenrandes . intzaminatus Karsch. 21. a. Poren auf einer schwach abgesetzten eiförmigen Beule . . . .» 2. 2... .. .„ carinovatıs nov. Sp. b. Porenbeule nicht'scharf abgesetzt — u nn ee N 22. a. Metazoniten gleichmässig, dicht und fein längsgerunzelt oder lederartig gerunzelt, ohne Reihen grösserer Tuberkel . . .. . ee Pe RE b. Metazoniten unregelmässig und grob lederartig gerunzelt, mit dem Anfang von drei Tuberkel- TOLON Ne ee ar er een ee N Ve By RE NE RE Er 23. a. Ventralplatten mit zwei kleinen, nach hinten gerichteten Kegeln auf dem Hinterrande. Saftlöcher BANZISCHUCHEE ee ee ee De ee 2 BICORICHSTT ONE b. Ventralplatte ohne solche Kegel. Saftlöcher schräg nach oben gerichtet . . 2 2..2.2.2..24. 24. a. Kiele der mittleren und hinteren Segmente mehr oder weniger dreieckig, nämlich Vorder- und Seitenrand zu einem Bogen verschmolzen . . . . 2... N db. Seitenrand der Kiele parallel mit der Längsaxe des Körpers (wenn auch etwas convex) . . . . 26. 25. a. Schwarzbraun. mit rothen Kielspitzen . . . Be ee CEHINOPUSTNONGSEN b.. Maättrosa. Kiele braun sn u N CHRRENSETTESEEN 26. a. In den Seiten oberhalb jedes vorderen Beines der Ringe ein grosser Höcker . acanthurus H. et S. b. Kein. solcher Höcker vorhandene rn Eranenfelliannsaklaens: 27. a. Braungrau oder weissgrau, 18 mm lang. Kiele sehr wenig entwickelt. .» „2 22 seuiptus Bet: b.: 55° =07 mm lang. Kiele breit . : wm en ee en nee a SE a ! Hieher gehören auch: Zelebori, Sallei, aztecus, Orizabae, intermedius, Sumichrasti. System der Polydesmiden. 1. 375 PerarDunkelbraun. Aussenrand’der Kiele olivengrün . » . ...: 2.2.2.2... .chloropus Pet. PeDmmkelbraun. Kıiele bis über die Mitte lebhaft gelb -. - - . .. : 22.2... Gondoli Gerv. Leptodesmus Goudoti (Gerv.). Taf. VI, Fig. 125, 126. Polydesmus Goudoli Gerv. Ins. Apt. IV, p. 110. — Voyage de Castelnau, p. 8. 1864. > (Oxyurus) Goudoti Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 532. _ Dunkelbraun bis schwarzbraun, Antennen, Seiten des Halsschildes und die Kiele seitlich bis über die Mitte gelb, Bauch und Beine lichtrothbraun. Länge d 55 mm, 2 57 mm. Breite d’ 9 mm, ? 9:5 mm, bei letzterer Breite eines Prozoniten 6°5 mm. Kopf glatt und glänzend, unbehaart. Scheitelfurche deutlich, Antennen lang und schlank. Halsschild breit, ebenso breit wie der folgende Rückenschild, kurz. Vorderrand schwach gebogen. Hinterrand fast gerade, in der Mitte seicht ausgeschnitten. Seitenlappen zugespitzt, gerandet. Vorderrand convex, Hinterrand concav. Rücken mässig gewölbt, die Kiele folgen dieser Wölbung, ihr Vordereck abgerundet. Das Hintereck bis zur Köfpermitte etwa rechtwinkelig, von da ab in einen bis zum 18. Segment allmälig an Grösse zuneh- menden Zahn ausgezogen. Alle Ränder der Kiele schmal wulstig gesäumt, dieser Saum verdickt sich um die Saftlöcher herum zu einer Beule, die aber nicht vom übrigen Kielrand abgesetzt ist. Öffnung der Poren nach oben gerichtet. Seitenrand glatt. In der Mitte des Hinterrandes des 5.— 17. Kieles ein kleines Zähnchen, das auf den porentragenden Segmenten grösser sein kann als auf den anderen. (Fig. 126.) Metazoniten der vorderen Körperhälfte unregelmässig lederartig gerunzelt, auf den hinteren Segmenten _ lassen sich bereits drei Querreihen flacher Beulen unter der Runzelung herausfinden. Prozoniten glatt, aber glanzlos. Unterseite der Metazoniten matt, fein runzelig. Ventralplatten glatt und glänzend, weder behaart noch eingedrückt; beim Männchen auf den Seg- _ menten hinter dem Copulationsring mit vier niedrigen Tuberkeln. Schwänzchen cylindrisch, etwas mit der Spitze nach abwärts gebogen, nahe derselben mehrere kleine borstentragende Wärzchen. Analschuppe dreieckig zugespitzt, mit zwei kleinen Borstenwärzchen. Anal- _ klappenränder schwach wulstig. Beine glatt, beinahe unbehaart. In den Seiten oberhalb ihrer Insertion zwischen den zwei Paaren jedes | Segmentes ein Tuberkel. % Männliche Copulationsfüsse: Auf dem beborsteten Schenkeltheil sitzen zwei vollständig getrennte Äste: der ganz wie eine Sichel gestaltete Hauptast mit geradem Stiel und sich allmälig zuspitzender halbkreis- förmig gebogener Klinge und der breitere und längere, mehrfach gebogene, am Ende spitze, plattenförmige Nebenast. (Fig. 125.) Fundort: Puerto Cabello, Venezuela, Baranquilla. Leptodesmus sculptus (Peters). 1864. Polydesmus (Oxyurus) sculplus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin 1864, p. 620. »Sehr nahe verwandt mit P. serridens Pet. mit derselben cylindrischen Körperform und Convexität des Rückens mit eben so ‚wenig entwickelten Kielen, die sich nach hinten in einen spitzen Dorn verlängern. Verschieden vorzüglich dadurch, dass dieser - Dorn keine Nebenzähne an seiner inneren Seite hat, und dass die kieltragenden Segmente eine andere Structur zeigen, indem sich _ auf ihrer vorderen Hälfte zerstreute, in unregelmässigen Querreihen stehende punktförmige Granula, auf der hinteren dichtgedrängte, - in Querreihen geordnete Längswülste und namentlich am hinteren Rande feine kurze Härchen zeigen. Die Farbe ist braungrau oder weissgrau. Länge 18 mm, Breite mit den Kielen 2 mm, ohne Kiel 1°5 mm. Bogota.« Leptodesmus chloropus (Peters). a Polydesmus (Oxyurus) chloropus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin 1864, p. 619. »In seinem. ganzen Habitus am nächsten verwandt mit P. dilatalus und acanthurus. Während die erste von diesen Arten aber ganz glatt ist, und die zweite die kieltragender Segmente zumal nach hinten hin unregelmässig fein granulirt‘hat, sind bei 376 Carl Graf Attems, der vorliegenden die kieltragenden Segmente lederartig gerunzelt, ausserdem die Kiele viel mehr entwickelt und die Seitenporen mehr nach oben gerichtet. Die kieltragenden Segmente bilden wie bei P. acanthurus (aber nicht bei P. dilatatus) über der Basis jedes vorderen Fusses einen kleinen Dorn, über der jedes hinteren Fusses eine kleine Leiste. Farbe dunkelbraun, an der Unterseite mit einem violetten Anfluge, der äussere Rand der Kiele, besonders unten, mit einem helleren olivengrünen Anfluge. Die Basis der Beine und die sie umgebende Gegend der Segmente grünlich violett. Der übrige Theil der Beine und die Fühler gelblich grün. Totallänge 57 mm. Breite mit den Kielen 11°5 mm, ohne Kiel 6°4 mm. 30gotä.« Leptodesmus carinovatus nov. Sp. Taf. VI, Fig. 127, 128, 129; Taf. VII, Fig. 154. Mir liegen zwei Männchen vor: das eine ist auf dem Rücken dunkelrothbraun. Seiten heller. Ventral- platten und ersten 4 Beinglieder hell, schmutzigröthlichbraun. Spitzen der Beine etwas mehr braun. Das andere Männchen ist weit dunkler, fast schwarz auf dem Rücken und in den Seiten. Ventralplatten sehr dunkelbraun, ebenso die Füsse, nur die ersten Glieder etwas lichter. Länge 53 mm, grösste Breite 9 mm. Dicke eines Prozoniten 5 mm. Körper vorn breit, hinten ganz all- mälig etwas verjüngt. Rücken gewölbt. Kiele zwar hoch angesetzt, aber leicht abfallend. Kopf vorn und seitlich fein gelb behaart. Scheitel nackt mit tiefer Furche. Seiten längsrissig. Antennen wie gewöhnlich bei Leptodesmus, gar nicht keulig verdickt, schlank, bis auf das 4. Segment reichend. Alle Metazoniten sind ungemein gleichmässig, dicht und fein granulirt. Diese Granulation geht bis an den Rand der Kiele und wird ganz seitlich nur sehr wenig weitschichtiger. Ausser dieser feinen Granulation bemerkt man noch drei Querreihen etwas grösserer Tuberkel, in jeder Reihe ungefähr 10; zwischen der ersten und zweiten Reihe sieht man eine ungemein seichte Depression. Die zweite und dritte Reihe sind einander ziemlich genähert, die dritte steht ganz nahe dem Hinterrand, die Reihen beginnen bereits auf dem Halsschilde. Die Prozoniten sind matt, ungemein fein punktirt, an der Grenze zwischen Pro- und Metazoniten ein glatter Streifen. Die Kiele 1-4 haben ringsherum einen glatten Saum, der vorn und hinten schmal, seitlich etwas breiter ist, besonders im Hintereck. (Fig. 127, Kiel des 10. Segmentes.) Halsschild seitlich stärker verschmälert, durch stärkeres Zurückweichen des Vorderrandes der Seiten- lappen, sonst im Wesentlichen wie die folgenden Kiele gestaltet. Vordereck abgerundet. Hintereck ebenfalls oder sehr stumpfwinkelig. Auf dem Hinterrande des 4. Kieles nahe dem Hintereck "macht sich der Anfang eines später zu erwähnenden Zahnes bemerkbar. Vom 5. Segment an sind die Ränder der Kiele ringsherum fein und glatt gesäumt, das Hintereck ist sehr deutlich zahnartig, neben diesen Zahn steht auf dem Hinterrand noch ein zweiter kleinerer, der auf den Segmenten 11 und 14 relativ etwas grösser ist. Der glatte Saum des Seitenrandes des 11. Segmentes zeigt die kaum wahrnehmbare Andeutung einer Zähnelung. Die Poren liegen auf einer grossen, scharf vom Kielrand abgesetzten eiförmigen Beule. Auf dem 17. Segment streckt sie sich etwas, und bildet auf dem 18. und 19. Segment den Hintereckszahn. Die Öff- nung der Saftlöcher ist schräg nach oben gerichtet. Seiten der Metazoniten unterhalb der Kiele spitz granu- lirt, neben dem vorderen Stigma jedes Ringes ein grösserer, warziger Höcker, neben dem hinteren eine lundeutliche öfters fehlende Auftreibung. Ventralplatten quer eingedrückt, behaart, neben jedem hinteren Bein ein winziger Kegel. Analschuppen dreieckig, die Spitze leicht aufwärts gebogen. Zwei kleine Tuberkeln mit Borsten. (Fig. 154.) g Analklappen stark längsgerunzelt, mit diekem Randwulst. Schwänzchen eylindrisch abgerundet, jederseits relativ grosse Borstenwarzen. Füsse lang, schlank, gleichmässig fein behaart, das dritte Glied besonders lang. System der Polydesmiden. T. 377 Copulationsfüsse: Sie sind recht charakteristisch gestaltet, wenn auch der Typus im Allgemeinen der dem Genus eigenthümliche bleibt. Die Hüften sind sehr gross. Sie bilden lateral eine grosse oblonge Platte, welche weit aus der ventralen Öffnung herausragt und den basalen Theil, den Schenkel, von aussen ver- deckt, am Ende steht eine starke Borste. Der Schenkel ist ungefähr eiförmig, dicht und lang beborstet, und wie gesagt von aussen ganz von - der Hüfte verdeckt, das in seine Grube hineinragende Hüfthörnchen ist stark; an dem Schenkel setzt sich eine breite, abgerundete Platte an, die wie eine Schale die zwei weiteren dem Schenkel aufsitzenden Äste nach aussen verbirgt, von diesen Ästen ist der eine eine schwach gekrümmte Sichel mit der Samenrinne, der ındere eine in der Mitte eingeschnürte zarte Platte. (Fig. 128, 129.) Fundort: Manaos, Amazonenstrom (/ Hamburger Mus.). Leptodesmus serridens (Peters). 1864. Polydesmus serridens Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin 1864, p. 619. »Durch die cylindrische Gestalt sich an P. bogotensis Pet. anschliessend. Kopf und erstes halbmondförmiges, hinten flach ‚eingebuchtetes Segment glatt. Die folgenden Segmente durch eine dicht gedrängte, flache (nur mit der Lupe sichtbare), nach dem hinteren Rand®hin weniger feine Granulation ausgezeichnet. Die Kiele wenig entwickelt, die der vorderen Körperhälfte bei den Weib- chen am Rande vorn und hinten abgerundet, bei den Männchen am hinteren Winkel in einen kurzen spitzen Zahn ausgezogen, welcher an den Kielen der hinterei Körperhälfte immer sehr entwickelt, nach hinten gerichtet und an seinem inneren Rand mit Nebenzacken bewehrt ist. Das letzte Segment ist, genau betrachtet, an der Endspitze abgestumpft, mit zwei kleinen seitlichen Nebendornen und weiter vorn mit zwei oberen kteinen Höckern versehen. Die runden Poren öffnen sich nach der Seite und ein wenig nach oben am hinteren Ende des äusseren Kielrandes. Fühler und Beine sind mässig lang. Die Farbe ist entweder ganz grauweiss oder die vorderen Abtheilungen der Segmente sind schwarz, so dass das Thier ein geringeltes Ansehen erhält. Länge 21 mm. Breite mit den Kielen 2-3 mm, ohne Kiele 2 mm. Bogota.« Leptodesmus carneus Sauss. 1859. Polydesmus carneus Sauss. Linn. entom. XII, p. 324. } (Leptodesmus) carneus Sauss. Myr. d. Mexique, p. 46, Fig. 15. (Oxyurus) carneus Humb. et Sauss. Miss. scient. au Mexique, p. 41. Matt, auf dem Hinterende dunklere Flecken, Kiele und Seitenlappen der ersten Segmente braun. Gross. 82 mm lang, 14 mm breit. Antennen fehlen beim untersuchten Exemplar. Kopf glatt und glänzend. Scheitelfurche tief. Halsschild breiter als der Kopf, beinahe so breit wie der zweite Schild, stark gewölbt. Vorderrand in der Mitte ziemlich gerade, im Bogen in den Seitenrand übergehend. Hinterrand in der Mitte seicht ausge- Der cylindrische Theil des Körpers sehr dick im Verhältniss zu den nur schwach entwickelten Kielen. - Die ganze Oberfläche sehr dicht fein gerunzelt, matt, die Seiten unterhalb der Kiele stark gerunzelt. Kiele auf den vorderen Segmenten abfallend, von der Körpermitte an mehr und mehr horizontal, auf den hintersten Segmenten ganz horizontal, Vordereck abgerundet, Hintereck spitz, mit nach aussen gerich- tetem Dorn, auf den mittleren und hinteren Segmenten verschmelzen Vorder- und Seitenrand zu einem i Bogen, die ganzen Kiele daher beinahe dreieckig, das Hintereck überragt den Hinterrand der Segmente vom 16. Segment an. » Beulen der Seitenränder glatt glänzend, auf der Oberseite gelegen. Die Beulen der porentragenden Kiele stark verbreitert, mit einer Grube in der Hinterhälfte, die hinten spitz endet, die Poren öffnen sich in ihr. ‚Ventralplatten glatt, unbeborstet, nicht eingedrückt. Schwänzchen ein nach abwärts gebogener Dorn, Analschuppe dreieckig abgerundet, die Spitze in der ‘ itte grösser als die beiden seitlichen Borstenwarzen. Beine lang, mässig dick, beinahe nackt, nur auf der Oberseite der Endglieder mit einigen kurzen dicken Borsten besetzt. enkschriften der mathem.-naturw. CL. LXVIL Bd. 48 378 Carl Graf Attems, Leptodesmus centropus nov. Sp. Taf. VI, Fig. 122, 123. d Schwarzbraun, die hinteren zwei Drittel jedes Kielrandes roth, Unterseite der Metazoniten dunkel- braun. Ventralplatten lichtbraun. Antennen und Beine gelb. Körper gross und kräftig, vorn verbreitert, auf dem 3. Segment am breitesten (10 mm). Körpermitte 9:5 mm breit sammt den Kielen, Länge 60 mm. Rücken ziemlich gewölbt, vorn noch mehr als hinten, die Kiele folgen dieser Wölbung. Antennen schlank, mässig lang, zurückgelegt etwas den Hinterrand des dritten Rückenschildes über- ragend. Kopf glatt, unbeborstet, Scheitelfurche vorhanden. Halsschild: Vorder- und Seitenrand zusammen bilden einen mässig flachen Bogen, Hinterrand mehr gerade, in der Mitte ausgeschnitten. Prozoniten oben ungemein fein gestrichelt und gerunzelt, unten glatt. Oberseite der Metazoniten fein aber sehr dicht gerunzelt, bei gewisser Beleuchtung sieht man Spuren der gewissen drei Tuberkelreihen. Eine Querfurche fehlt vollständig. Das Vordereck aller Kiele stark abgerundet, richtiger ganz fehlend, die Kiele daher vorn ganz schmal. Hintereck aller Kiele spitz, auf den Segmenten 2—4 liegt es in derselben Linie mit der hinteren Metazonitengrenze, und erscheint nur spitzig, weil der Hinterrand des Kieles seicht ausgeschnitten ist, vom 5. Segment an überragt es den Hinterrand mit einem breiten, spitzen Zacken. Die Seitenränder der nicht porentragenden Kiele sind nur schmal wulstig eingefasst, diejenigen der porentra- senden sind in der Umgebung des Saftloches breitgequetscht und letzteres liegt nach oben gerichtet, in der Mitte dieser flachen Auftreibung. (Fig. 123, Kiel des 13. Segmentes.) Ein Pleuralkiel ist bis etwa zum 15. Segment sichtbar. Auf den vordersten Segmenten, bis zum 7. inclusive, ist derselbe ziemlich hoch und gezackt, dann wird er ein mehr glatter und niedriger Wulst, der hinten schräg nach aussen zieht. Alle Ventralplatten sehr glatt, unbeborstet, ohne jegliche Fortsätze, auch die 4., 5. und 6. Die Analschuppe hat in der Mitte ein kleines aufwärts gebogenes Zäpfchen. Beine: Die ersten drei Glieder ganz nackt, auf den zwei vorletzten stehen einige wenige, auf dem letzten eine grössere Anzahl kurzer schwacher Dörnchen. Haare oder Borsten kann man diese etwas un- gewöhnliche Bekleidung wegen ihrer Kürze und Dicke wohl nicht nennen. Copulationsfüsse: Auf dem rundlichen beborsteten Schenkeltheil sitzen zwei vollständig getrennte Äste. Der Hauptast ist eine sehr einfach gestaltete, in der Mitte etwas gebogene Lamelle, vor ihrem Ende löst sich ein gerader Zahn ab, auf dem die Samenrinne endigt. Der Nebenast endigt in zwei stumpfe, gebogene Zacken, in dem Einschnitt zwischen beiden steht ein winziger Zahn. (Fig. 122.) Fundort: St. Catharina, Brasilien. (Hamburger Museum 1 d‘.) Leptodesmus acanthurus (Peters). 1864. Polydesmus (Oxyurus) acanthurus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 532. »An Gestalt, in der Entwicklung der Kiele und durch die langen Beine und Fühler sehr ähnlich dem Ox. dilatatus Bdt. Das kieltragende Segment verschmälert sich aber unter den Kielen viel mehr und wird durch eine vertiefte schräge Linie in eine kleinere hintere und eine grössere vordere Abtheilung getheilt, welche letztere über den Beinen einen kurzen Dorn bildet; letztes Dorsalseg- ment zugespitzt, neben der Spitze mit zwei kleineren und weiter vorn mit zwei etwas grösseren Nebenspitzen; unteres Präanal- segment dreieckig spitz winkelig. Blass kirschroth. Kiele, Fühler und Beine gelblich. Länge 60 mm. Breite mit den Kielen 10 mm, ohne Kiele 6°7 min. Veragua. Kieltragende Segmente zumal nach hinten hin unregelmässig fein granulirt.« Ich glaube, dass einige Weibchen einer ZLeptodesmus-Art des Hofmuseums derselben Art angehörten, die Peter’s zu vorstehender Beschreibung gedient hat, und es sei ergänzend Folgendes bemerkt: Die Metazoniten sind gleichmässig und seicht lederartig gerunzelt, dabei mässig glänzend. Die Prozo- niten sind glatt, aber nicht glänzend. Die Vorderecken aller Kiele sind abgerundet, jedoch nicht so stark, cn FE nn un Da 2 AL A ü Z d Lu mm a Lu um nn System der Polydesmiden. T. 379 dass der Vorder- und Seitenrand verschmelzen, sondern es bleibt ein deutlicher, leicht convexer Seitenrand. Die Ränder der Kiele sind ringsherum fein gesäumt, in der Umgebung der Saftlöcher schwillt der Saum zu einer breiten Beule an, die aber nicht vom Kielrand abgesetzt ist. Die Öffnung der Saftlöcher ist schräg nach oben und aussen gerichtet, inmitten dieser Beule. Das Hintereck der Kiele ist auf Segment 2 —4 ziem- lich abgerundet, dann wird es leicht zackig, bildet aber nur auf den letzten Segmenten etwa vom 15.— 18. einen breiten, nicht sehr spitzen Zahn. Kiel 19 ein sehr kleiner runder Lappen, wie überhaupt das ganze 19. Segment nur sehr kurz ist. Ventralplatten glatt, unbehaart, in der Mitte nicht eingedrückt, dagegen jederseits zwischen den zwei Füssen jeder Seite. Oberhalb des vorderen Beines jedes Segmentes befindet sich ein dicker, stumpfer, recht grosser Kegel, der durch einen seichten Eindruck von einem kleinen Querwulst getrennt ist, der dahinter längs des Hinter- randes des Ringes hinzieht. Schwänzchen cylindrisch, leicht abwärts gebogen, die 4 Borstenwarzen jeder Seite gut ausgebildet. Analschuppe dreieckig. Analklappen mit scharf abgesetzten schmalen hohen Rändern. Beine lang und schlank, sehr spärlich beborstet, nur das Endglied, besonders auf der Oberseite etwas reichlicher. Die Farbe der mir vorliegenden Exemplare ist zwar nicht kirschroth, wie Peter’s angibt, kann aber etwas gelitten haben. Die Thiere sind jetzt dunkelbraun, mit gelblichen Kielen und meist auch gelblichen Hintersaum der Ringe. Antennen und Beine sammt Ventralplatten gelb. Fundort: Venezuela. Leptodesmus Frauenfeldianus (Humb. et Sauss.). 1870. Polydesmus Frauenfeldianus Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 172, 2. 1872. » (Oxyurus) Frauenfeldianus Humb. et Sauss. Miss. scient. au Mexique, p. 41, Taf. I, Fig. 7. »Relativ sehr breit, die vordersten drei und hintersten vier Segmente verjüngt, sonst gleichbreit. Länge 63 mm. Breite 10 mm. Kopf granulirt. Halsschild kurz. Seitenlappen eckig, ihr Vorderrand gebogen und gesäumt, ihr Hinterrand beinahe gerade, etwas schräg nach vorn gerichtet, an der Basis etwas convex. Nahe dem Vorderrand die Spur einer Furche. Zweites Segment kurz. Die Kiele schräg nach vorn gerichtet, am Ende schräg abgestutzt, aber nicht verschmälert, nahe dem Hintereck oben eine Art win- ziger Tuberkel. Drittes Segment von derselben Gestalt, aber etwas länger und eckiger, das vierte noch länger und eckiger. Kiele der folgenden Segmente transversal, der Vorderrand etwas zurückgebogen und gesäumt. Vordereck beinahe bogenförmig abge- rundet. Hintereck deutlich, aber stumpf. Vordereck bis zum 6. Segment mit einem winzigen Zahn. Porenbeulen beinahe seitlich, ihr Hintereck bildet einen stumpfen Vorsprung. Die Poren in der Mitte der Beule in einem Grübchen. Kiele des 15. Segmentes sichel- förmig, hinten spitz, vorn abgerundet, vom 16. Segment ist der Hinterrand der Kiele stark nach rückwärts gerichtet. Kiel 19 ein kleiner stumpfer Zahn. Schwänzchen kurz, konisch abgestutzt. Analklappen gerunzelt. Analschuppen breit, spitzbogenförmig. Rücken flach, sehr wenig gewölbt (besonders auf den 4—5 vorderen Segmenten). Kiele breit, horizontal, bis zum 5. oder 6. Segment einander berührend, dann weit getrennt. Oberseite der Metazoniten und des freien Theiles der Prozoniten dicht chagrinirt; diese Sculptur setzt sich auch auf die Seiten fort, wird aber immer schwächer, selbst im Hinterrand des Körpers. Farbe chocoladebraun. Seiten- und Hintersaum der Kiele gelblich; auf den porenlosen Segmenten ist der gelbe Fleck drei- eckig. Antennen und Füsse gelblich. Fundort: Neu-Granada.« Leptodesmus biconicus nov. Sp. Kopf und Rücken der Metazoniten schwarzbraun. Unterseite der Metazoniten, Antennen und Beine heller braun. Seitenrand der Kiele und Prozoniten bräunlich gelb. Körper gross und dick, rund. Rücken gewölbt. Kiele schmal und abfallend. Länge 45—-50 mm. Breite in der Mitte 11 mm. Halsschild 8mm. Vorder- und Hinterende verschmä- lert, hinten vom 16. Segment an. Dicke eines Prozoniten 8 mm. Kopf sehr glatt und glänzend, mit seichter feiner Scheitelfurche, ganz unbehaart. Antennen lang und dünn, am Ende gar nicht verdickt. 48* 380 Carl Graf Attems, Halsschild relativ schmal. (Die volle Körperbreite wird erst im 6. Segment erreicht.) Vorder- und Hin- terrand parallel und fast ganz gerade. Seitenflügel spitzbogenförmig, mässig zugespitzt. Vorderrand der Seitenflügel fein gesäumt. Der Halsschild ist ein wenig breiter als der Kopf. Seine Fläche fast glatt, nur ganz seicht und zerstreut gerunzelt. Der Rückentheil der Metazoniten 2—4 ist ebenso. Diese Kiele sind schon stärker gerunzelt. Vom 5. Segment an sind die Metazoniten sehr dicht mit kleinen zickzackförmigen Längsrunzeln bedeckt, nur nahe der Prozoniten- und Metazonitennaht sind diese feinen Runzeln gerade, die sich nach vorn auf die erwähnte Naht fortsetzen, so dass sie fein längsgestrichelt aussieht. Prozoniten: vordere Hälfte glatt, hin- tere fein längsrissig. Die Kiele sind schmal und folgen der Rückenwölbung. Ihre Vorderecken- sind alle abgerundet. Der Vorderrand ist mit einem scharf abgesetzten feinen Saum versehen, der sich in der Mitte des Seitenrandes zu verdicken anfängt, auf den porentragenden Kielen stärker als auf den porenlosen. Das Saftloch liegt dann nahe dem Hintereck ganz seitlich in dieser Verdickung. Die Hinterecken sind alle winkelig oder zahn- artig, keines ist abgerundet. Der Hinterrand der vordersten Kiele 2—4 ist seicht ausgeschnitten, so dass schon die Hinterecken dieser Segmente eher zackig erscheinen. Auf den hinteren Segmenten bildet es einen grossen spitzen Zahn. Kiel des 19. Segmentes ein kleiner runder Knopf. Der Hinterrand der Kiele springt an seiner Basis etwas schulterartig vor. Ventralplatten glatt, unbehaart, ungemein breit, neben dem hinteren Bein jeder Seite bildet sie einen spitzen kurzen, nach rückwärts gerichteten Zahn. Die Form der Ventralplatten erinnert ganz an die von Eurydesmaus. Schwänzchen cylindrisch, leicht abwärts gekrümmt. Analschuppe breit, an der Basis der Ränder etwas convex, die Spitze ein winziges Zäpfchen bildend. Die Borstenwarzen winzig und ziemlich weit von ihr entfernt, seitlich. Analklappenränder wulstig. Beine auf der Unterseite fast unbehaart, nur das dritte Glied hat wenige, kurze Härchen, das Endglied dagegen fast gar keine. Auf der Oberseite sind die drei letzten Glieder dagegen reichlich beborstet. Ein Pleuralkiel ist auf den vorderen Segmenten deutlich, wenn auch nicht sehr hoch und scharf. Andeu- tungsweise sieht man ihn bis zum 16. oder 17. Segment. Fundort: Rio de Janeiro, Berg Corcorado. (Saida-Expedition, Hofmuseum 1 9.) Diese Art sieht habituell dem carneus, acanthurus etc. sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch leicht von denselben dadurch, dass die Poren ganz seitlich liegen und die Randverdickung dem entsprechend sehr klein und schmal ist. Leptodesmus nudipes nov. Sp. Taf. VII, Fig. 148. Dunkel kastanienbraun. Die hintere Hälfte jedesMetazoniten etwas heller, die Spitzen der Kiele hellgelb, Kopf und Antennen mit Ausnahme der gelben Spitzen röthlichbraun. Ventralplatten und Beine gelb. Bei einem zweiten cd’ sind die Theile, die beim ersten wie eben beschrieben gelb sind, nur etwas heller gelbbraun, wahrscheinlich in Folge des Alkohols. Länge 52 mm. Breite des 2. Segmentes S?/,, des 11. Segmentes 75 mm. Körper vom 6.— 18. Segment gleichbreit, vom 5. nach vorn zu allmälig verbreitert, die grösste Breite im dritten Segmente. Die ganze Oberfläche des Körpers glatt, aber matt, nicht glänzend, in Folge einer ungemein feinen lederartigen Runzelung, die viel feiner ist, als bei Z. centropus. Kopf glatt, unbehaart. Scheitelfurche sehr seicht, Antennen lang und schlank. Halsschild eben so breit wie der folgende Rückenschild. Vorder- und Seitenränder zu einem Bogen verschmolzen. Hinterrand in der Mitte seicht ausgeschnitten. Seiteneck abgestumpft. Rücken mässig gewölbt. Die Kiele sind hoch angesetzt, beinahe horizontal. Vorder- und Seitenrand der Kiele bilden zusammen einen Bogen, der Hinterrand steht bis zum 14. Kiel senkrecht zur Längsaxe des System der Polydesmiden. T. 31 Körpers, vom 15. Segment an fängt er an schräg nach rückwärts und hinten zu ziehen. Hintereck auf den Segmenten bis incl. 14. winkelig. indem der Seitenrand unter einem Winkel von ca. 80° auf den Hinterrand trifft, vom 15. Segment an wird das Hintereck zahnartig, dieser Zahn ist auf dem 15. Segment breit und kurz, auf dem 16. Segment schon merklich länger und auf dem 17. und 18. lang und spitz. Das ganze 19. Segment ist sehr kurz, die Kiele desselben nur kleine Zacken, deren Spitzen von den nach rückwärts gerichteten Hintereckszähnen des 18. Segmentes um ein gutes Stück nach hinten überragt werden. Der Seitenrand der Kiele ist wulstig verdickt, glatt, zahnlos, auf den porenlosen Kielen ist dieser Wulst mässig dick, auf den porentragenden Kielen viel breiter, wie platt gedrückt. Das Saftloch liegt in der Mitte dieser Verbreiterung nach oben und aussen gerichtet, vom Seitenrand so weit entfernt, als der Porendurchmesser beträgt, vom Hintereck um das Mehrfache desselben. Die Umgebung des Saftloches ist aber nicht etwa vom übrigen Kielrand abgesetzt, sondern geht vorn und hinten allmälig in den Rand- saum über. Auf den vorderen Segmenten ein Pleuralkiel, der bis zum 13. Segment zu verfolgen ist, aber zuletzt schon sehr undeutlich wird. Ventralplatten glatt, eben, glänzend, unbehaart, ohne Fortsätze. Schwänzchen kegelförmig, mit den gewöhnlichen kleinen Borstenwarzen. Analschuppe abgerundet dreieckig, die Spitze etwas vorgezogen. Analklappenränder hoch wulstig. Beine ziemlich lang und für Männchen relativ nicht dick, beinahe ganz unbehaart, das 2. Giied auf dem distalen Ende unten mit einer grossen Borste, das 3., 4. und 5. Glied auf dem distalen Ende mit meh- reren kurzen Börstchen, das Endglied etwas reichlicher beborstet. Copulationsfüsse im Ganzen kurz und gedrungen, das distale Endc der Hüfte trägt an seiner Vorder- seite einen lateralwärts gerichteten schlanken Spiess (S), Schenkel kurz, medial dicht und lang beborstet. Er trägt zwei Äste: Der Hauptast verschmälert sich von der Basis gegen die Spitze zu allmälig und theilt sich kurz vor dem Ende in zwei abgerundete, leicht gekrümmte Lappen. Der Nebenast ist breiter und am Ende ebenfalls zweitheilig, der eine dieser Theile ist eine breite abgerundete Platte, der andere ein schlanker, am Ende hakiger Spiess. (Fig. 148.) Fundort: Paraguay (1 0’). Leptodesmus dilatatus (Brandt). Taf. VII, Fig. 136, 137. Polydesmus dilatatus Brandt Recueil, p. 132. » » Gerv. Ins. Apt. IV, p. 111. 1864. » (Oxyurus) dilatatus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 532. 1881. Oxyurus Henselii Karsch, Arch. f. Naturg. Bd. 47. Kirschroth oder rothbraun. Antennen, Beine, hintere Hälfte des Rückentheiles der Metazoniten und Spitze der Kiele gelb, glatt und glänzend, an der Grenze zwischen Kiele und Rücken auf den vorderen Segmenten etwas runzelig. Körper sehr breit. Rücken wenig gewölbt. Länge 46 mm. Breite 8°5 mn. Kopf vorn reichlich behaart neben der scharfen aber seichten Scheitelfurche jederseits einige Borsten. Antennen lang und schlank. Halsschild breit, Vorderrand ein nach vorn offener flacher Bogen, geht abgerundet in den Seitenrand über, Hintereck spitzwinkelig. Hinterrand dreimal seicht eingebuchtet. Die vier vordersten Kiele’schliessen eng aneinander. Alle Vorderecken abgerundet. Vorderrand gesäumt, an der Basis schwach vorspringend. Seitenrand schwach bogig, auf den porenlosen Kielen mit einem schmalen, auf den porentragenden mit einem dickeren Randwulst, in dessen Mitte mit der Öffnung ganz nach der Seite gerichtet, das Saftloch liegt. Der Seitenrandwulst ist relativ schmäler als bei codicillus und reicht auf den porentragenden Segmenten der hinteren Körperhälfte bis zum Hintereck. Die Auftreibung, in deren Mitte das Saftloch liegt, ist sehr unbedeutend und durchaus nicht als eiförmige Beule vom übrigen Rand abgesetzt. Hintereck der vordersten Kiele rechtwinkelig mit abgestumpftem Winkel, bis zum 14. Seg- 382 Carl Graf Attems, ment in einen kurzen breiten Zahn ausgezogen, der vom 15. Segment an bis zum 18. Segment rasch grösser wird. Kiel, ein runder, nach rückwärts gerichteter Lappen. Hinterrand der Kiele an der Basis stumpfzähnig, im Übrigen fein gesägt. (Fig. 137.) Ventralplatten beborstet, beim Männchen die auf den Copulationsring folgenden mit vier spitzen Wärz- chen, von denen die zwei neben dem hinteren Beinpaare des 8. Segmentes viel grösser sind als die übrigen. Dem Weibchen fehlen diese Tuberkel. Seiten der Metazoniten oberhalb der Beine glatt, ohne jegliche Hervorragung. Schwänzchen schlank, cylindrisch, Spitze nach abwärts gebogen, jeder Seitenrand mit drei Borsten- warzen. Analschuppe zugespitzt, die Spitze etwas in die Höhe gebogen, weniger als bei codieillus. Zwei kleine Borstenwarzen. Analklappen wie gewöhnlich wulstig gerandet mit 2 Borstenwarzen. Männliche Copulationsfüsse. Hüfthörnchen lang und dünn, Schenkel rundlich, beborstet, ihm sitzen zwei getrennte Äste auf. Der Hauptast ist eine breite, am Ende eingebogene und gezähnelte Platte, auf der einen Seite hat sie einen einwärts gerichteten Zahn. Die Samenrinne verläuft auf der Hohlseite und geht auf ein nahe dem Ende stehendes Hörnchen über. Der Nebenast ist an der Basis dick und gabelt sich sehr bald in 3 Arme. (Fig. 136.) Fundort: Sierra Geral. (Berliner Museum). Leptodesmus codicillus (Karsch). Tafel VI, Fig. 140, 141; Tafel VII, Fig. 155. 1851. Polydesmus (Oxyurus) codicillus Karsch Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 40, Taf. III, Fig. 15. Syn.? 1895. Odontopeltis discrepans Silv. Bull. mus. zool. Anat. comp. Torino. Vol. X, No. 203. Rücken heller oder dunkler rothbraun. Ein Fleck auf dem hinteren Theil jedes Kieles und ein Querstreif längs des Hinterrandes der Metazoniten eiergelb, beide Flecken sind auf den vorderen Segmenten zu einem die ganze Breite der Metazoniten einnehmenden Hinterrandssaum vereinigt, während nach hinten zu die Verbindung zwischen ihnen immer schmäler wird und schliesslich ganz aufhört, Bauch und Beine lichtroth- braun, Schwänzchen gelb. Länge 47 mm, Karsch. Breite d’ 3. Segment 9 mm. 10. Segment 8 mm; ? der ganze Körper gleich breit, 8:5 mm. Glatt und glänzend, vorn etwas mehr, hinten weniger gewölbt, immer aber noch mehr als dilatatus. Die Kiele folgen der Wölbung des Rückens. Kopf glatt, ausser den paar gewöhnlichen Borsten auch vorne unbehaart, dafür aber ist die Unterseite des Gnathochilariums beborstet. Scheitelfurche scharf. Antennen mässig lang und dick, dicht und kurz beborstet. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild, Vorder- und Seitenränder zu einem Bogen ver- schmolzen. Vorderrand in der Mitte beinahe gerade, Hinterrand gerade, nicht ausgeschnitten. Hinter- ecken spitz. Kiele der vordersten 5 Segmente eng aneinander schliessend, sogar ein wenig übergreifend. Die Kiele sind etwas länger als der Rücken der Metazoniten, ihre Vorder- und Hinterränder springen daher an ihren Basen etwas vor, auf den hinteren Segmenten bildet der Hinterrand an seinem Beginn einen stumpfen Zahn, im Übrigen ist er seicht concav und äusserst fein sägeartig. Der Zahn, der das Hintereck bildet, ist vorne stumpf und breit, hinten immer spitzer und auf dem 17. und 18. Segment recht gross. Der Vorderrand ist glatt, schmal wulstig eingefasst, der Seitenrand schwach convex, die schmale Einfassung des Vorderrandes wird hier zu einem kräftigen Wulst, der aber das Hintereck nicht erreicht, sondern ein Stückchen vor dem- selben plötzlich abbricht, so dass ein Absatz im Seitenrand entsteht. Die Poren liegen inmitten einer beu- ligen Auftreibung, die sich nach vorn allmälig in den Randwulst verliert, hinten das Ende desselben bildet (Fig. 155). System der Polydesmiden. 1. 383 Vorderecken der Kiele abgerundet. Metazoniten ohne Querfurche, allerdings bemerkt man bei gewisser Beleuchtung an ihrer Stelle eine leichte Depression. Beim Männchen: Ventralplatte des 5. Segmentes mit zwei langen, beborsteten, am Ende stumpf meisselartig zugeschärften Fortsätzen zwischen dem vorderen Beinpaar und zwei kleinen Höckern zwischen dem hinteren Paare. Ventralplatte des 6. Segmentes mit zwei langborstigen stumpfen Höckern zwischen dem vorderen Beinpaar. Ventralplatte des 8. Segmentes mit zwei zitzenartigen, ganz mit schwarzen Dornen und Borsten bedeckten Fortsätzen zwischen dem hinteren Beinpaar. Die folgenden Ventralplatten kreuz- förmig eingedrückt, beborstet, mit vier spitzen, sehr niedrigen Warzen. Ventralplatten der Weibchen mit zwei Querreihen von Borsten, je eine zwischen jedem Fusspaar, ausserdem neben jedem Bein ein kleiner an der Spitze schwärzlicher Tuberkel, die, je weiter nach vorn, desto kleiner sind und deren Grösse je nach den Individuen etwas wechselt. Schwänzchen lang, schlank, cylindrisch, etwas nach abwärts gebogen, mit den gewöhnlichen Borsten- warzen, Seiten des Analsegmentes mit zwei Borstenwarzen. Analklappenränder wulstig verdickt. Anal- schuppe in einen längeren, der Wölbung der Analklappen anliegenden Dorn ausgezogen (Fig. 141). Seiten der Metazoniten oberhalb der Beine ohne Zacken oder Leisten. Beim Männchen ist das distale Ende der Unterseite des 2. Gliedes des 2.—6. Fusspaares in einen Dorn ausgezogen, ganz ähnlich wie auf den Füssen hinter dem Copulationsring bei Fontaria. Das 6. Beinpaar hat ausserdem einen ähnlichen auf dem 1. Glied. Unterseite der Beine vom sechsten an sehr reichlich beborstet. Copulationsfüsse: Breit und kurz, dem beborsteten Schenkeltheil sitzen zwei vollkommen getrennte Äste auf, der breite Hauptast ist am Ende übergebogen, das eine Eck der übergebogenen Platte ist abge- rundet, das andere spitz, zahnförmig. Die Samenrinne verläuft auf der Hohlseite und endigt auf einem gebo- genen Zacken. Der Nebenast ist ebenfalls breit, am Ende abgerundet, vor dem Ende stehen 3--4 Zacken (Fig. 140). Fundort: Paraguay (Dr. Bohls coll.) (Berliner Museum), mehrere d’ und ®. Leptodesmus decolor Humb. et Sauss. 1869. Polydesmus decolor Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. Zool. 173, 3. 1892. » (Oxyurus) decolor Humb. et Sauss. Miss. scient. au Mexique, p. 44. »Schlank, vorn etwas verbreitert, besonders im 3. und 4. Segment. Antennen mit gleichen Gliedern, ausser dem ersten und siebenten. Vorderrand des Halsschildes gebogen und in der ganzen Länge gesäumt. Hinterrand in der Mitte ausgeschnitten. Seitenlappen breit, gebildet durch das Zusammenstossen des scharfen Hinter- und sehr gebogenen Vorderrandes. 2. und 4. Segment kurz und breit, mit eckigen, etwas nach vorn gerichteten Kielen. Kiel des vierten etwas schräg geschnitten, so dass das Vordereck spitzer ist als das Hintereck, des fünften mit eckigen, leicht abgerundeten Kielen. Vordereck der folgenden Kiele mehr und mehr abgerundet. Hintereck mehr und mehr winkelig; letzteres vom 15. an spitz werdend, zahnartig, aber nur auf dem 18. Segment. Alle drei Ränder gesäumt. Seitenwülste klein, erst auf der Hinterhälfte des Aussenrandes gelegen und auf den mittleren Segmenten einen Tuberkel bildend, auf dem hinteren Segment nur mehr die hinterste Spitze einnehmend. Poren seitlich. Rücken ziemlich flach. Metazoniten fein lederartig runzelig, seitlich mit den Spuren einer Granulation, mit undeutlicher, sehr seichter Querfurche. ! 6—7 vordere Segmente mit leichtem Pleuralkiel. Farbe weisslich. Länge 40 mm. Breite des 4. Segmentes 5:6 mm, der Körpermitte 51 mm, eines Prozoniten 3°8 mm. Fundort: Brasilien. I Dieselbe ist kaum merkbar, nur ein seichter Eindruck, keine scharfe Furche. 384 Carl Graf Attems, Leptodesmus bogotensis Peters. Taf. VII, Fig. 149, 150. 1864. Polydesmus (Oxyurus) bogotensis Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 619. Farbe nach Peters »chocoladenfarbig, die hintere Hälfte des Halsschildes, der obere Theil der Meta- zoniten und das Körperende mehr bräunlich, der Kopf, die Prozoniten und die Unterseite mehr bläulich. Antennen und Beine rothbraun«. Länge 40 mm. Breite 5 mm, Breite des Prozoniten 3°7 mm. Sehr glatt und glänzend. Scheitelfurche scharf. Antennen mässig dick, zurückgelegt bis über das 3. Segment reichend. Halsschild beinahe so breit wie der folgende Rückenschild. Vorderrand gebogen. Hinterrand gerade, in der Mitte seicht eingebuchtet. Seitenlappen verjüngt, abgerundet, verdickt. Rücken gewölbt. Die Kiele nur wenig entwickelt, vorn und hinten schmal gesäumt. Seitenrand stark wulstig verdickt, sein Hinterende bildet einen stumpfen Zahn dadurch, dass der Hinterrand der Kiele etwas ausgeschnitten ist; dieser Zahn überragt aber den Hinterrand der Metazoniten nicht. Die porentragenden Kiele haben in der hinteren Hälfte ihres Seitenrandes eine eiförmige Beule, welche durch eine Furche scharf vom Kielrand abgesetzt ist; nahe der hinteren Spitze dieser Beule ist das Saftloch. Das Hintereck des 17. und 18. Kieles ist in einen etwas längeren, den Hinterrand der Metazoniten überragenden Zahn aus- gezogen. (Fig. 150.) Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten glatt und glänzend, unbehaart. Schwänzchen cylindrisch mit den gewöhnlichen Borstenwärchen. Analschuppe zugespitzt dreieckig. Copulationsfüsse: Schenkel kurz, rundlich, beborstet, trägt zwei Äste, der Hauptast ist wieder bis beinahe zur Basis herab in zwei Arme gespalten, der eine derselben ist schwach Sförmig gebogen, gegen das Ende zu allmälig verschmälert und hakig eingebogen und führt die Samenrinne (H,), in der Mitte mit einem kurzen, breiten aber spitzen Zacken (Z). Der zweite Arm des Hauptastes (A,) ist gerade, hat eine in zahlreiche Zähnchen eingeschnittene Lamelle und ist am Ende breitzähnig. Der Nebenast verbreitert sich von der Basis bis gegen das zweite Drittel seiner Länge, zieht sich dann wieder in einen Zacken aus, und trägt an seiner breitesten Stelle zwei Zähne, einen geraden und einen gekrümmten. Fundort: Bogota. (Berl. Mus.) (Originalexemplar von Peters!) Leptodesmus tuberculiporus nov. Sp. Taf. VI, Fig. 124. Das einzige Exemplar ist sehr schlecht erhalten, daher nicht mehr Alles genau constatirbar. Die Farbe scheint dunkel kastanienbraun gewesen zu sein, mit gelben Kielen. Kopf oberseits glatt, vorn beborstet. Scheitelfurche seicht. Antennen lang und schlank. Halsschild seitlich abgerundet. Der Rücken ist sehr schwach gewölbt. Die Kiele steigen seitlich etwas an und ihr Seitenrand liegt in derselben Höhe wie die Mitte des Rückens, nur auf den vorderen Segmenten ist der Rücken stärker gewölbt und die Kiele abwärts geneigt. Die ganze Oberfläche ist fein lederartig gerunzelt, nicht eigentlich granulirt. Die Segmente sind zwi- schen Pro- und Metazoniten stark eingeschnürt. Die Metazoniten haben eine Quergrube, die nicht etwa so scharf furchenartig ist wie bei Strongylo- sominae. Pro- und Metazoniten haben eine sehr dünne scharfe, seichte Längsfurche, Die Kiele bis hinter der Körpermitte sind rechteckig, mit ganz abgerundeten Vorder- und Hinterecken. Auf den hinteren Segmenten wird das Hintereck erst etwas eckig und ist auf dem 16., 17. und 18. Segment in einen sehr grossen breiten, aber stumpfen Zahn ausgezogen. Die Ränder der Kiele sind glatt umgesäumt. ä System der Polydesmiden. 1. 385 Die Poren liegen auf einer grossen, allseitig vom Kielrand scharf abgeschnürten eiförmigen Warze. Die - Kiele sind etwas länger als die Metazoniten und springen deswegen hinten über den Kielrand desselben vor. Ventralplatte V mit zwei Tuberkeln zwischen den vorderen Beinen, beborstet. Alles Übrige glatt, ohne Fortsätze, ob behaart, ist nicht mehr zu entscheiden. Schwänzchen cylindrisch, mit einigen sehr langen dünnen Borsten. Analschuppe dreieckig zugespitzt. Copulationsfüsse: Schenkel kurz und gedrungen. Haupt- und Nebenast vollständig getrennt. Der Hauptast spaltet sich bald nach seiner Mitte in eine breite Platte, welche vor dem Ende einen schlanken Zahn trägt, auf dem die Samenrinne endigt, und dessen Spitze eben so lang ist wie die Platte selbst, und einen runden, geraden, zugespitzten Zapfen. Der Nebenast trägt in der Mitte seines Seitenrandes einen langen schlanken Spiess und endigt mit einer mehrfach gebogenen, am Ende mit einem Zahn versehenen Platte. (Fig. 124.) Fundort: Bahia? (Hamb. Mus.) Leptodesmus Bohlsi nov. sp. — Taf. VI, Fig. 144; Taf. VII, Fig. 156. Einfärbig kirschrothbraun, die Kiele etwas heller. Beine gelblich. Länge d 32 mm, $ 36 mm. Breite d Amm, 2 5 mm. Die Oberseite sehr fein lederartig gerunzelt. Seiten unterhalb der Kiele seicht längsrunzelig, der ganze Körper aber dabei glatt und glänzend. Vorderkopf runzelig und behaart. Scheitelfurche tief, jederseits derselben auf dem Scheitel zwei Borsten. Halsschild breit, ganz eben so breit wie der folgende Rückenschild. Vorder- und Seitenrand zu einem Bogen verschmolzen. Hintereck spitz. Hinterrand in der Mitte ausgeschnitten. Rücken mässig gewölbt. Kiele im oberen Drittel der Seiten angesetzt. 2.—4. Segment mit verhältnissmässig grossen flachen Kielen, welche eng aneinanderschliessen und eine ganz andere Gestalt haben als die folgenden. Vorderrand gerade. Vordereck abgerundet. Hinterrand seicht ausgeschnitten. Hintereck ungefähr rechtwinkelig auf Segment 1—3, abgerundet auf dem 4. Kiel. Die folgenden Segmente haben sehr kleine Kiele, denen ein Vordereck ganz fehlt. Der Vorder- und Seitenrand bilden einen Bogen, der bis zum Hinter- eck, resp. bis zur eiförmigen Porenbeule zieht. Letztere ist scharf vom Kielrand abgeschnürt, der schmal gesäumt ist; auf den nicht porentragenden Segmenten verdickt sich dieser Saum im Hintereck, da wo auf den porentragenden Segmenten die Beule steht. Das Hintereck ist abgerundet. Der Hinterrand durchaus nicht ausgeschnitten, daher das Hintereck auch gar nicht stumpfzähnig. Öffnung des Saftloches ganz seit- ich. Metazoniten ohne Querfurche. Naht zwischen Pro- und Metazoniten fein punktirt. (Fig. 156.) Auf den vorderen Segmenten ein kleiner Pleuralkiel, der vorn und hinten im Bogen in die Ränder des Metazoniten übergeht, auf den hinteren Segmenten wird der Pleuralkiel zu einer niedrigen, schräg nach hinten und aufwärts ziehenden Linie. Ventralplatten glatt, unbeborstet, beim Männchen alle ohne Fortsatz. Schwänzchen spitz, mit 2—3 Borstenwarzen jederseits. Analschuppe dreizipfelig, indem die seitlichen zwei Borstenwarzen beinahe eben so gross sind, wie die mittlere Spitze. Analklappenränder wulstig ver- dickt, jede mit zwei Borstenwarzen. Beine ziemlich lang und schlank, sehr spärlich beborstet, auch beim d'. Männliche Copulationsfüsse: Schenkel rundlich, trägt zwei vollständig getrennte Äste. Hauptast breit sichelförmig. Die Samenrinne verläuft bis zu seiner Spitze. Nebenast, eine an der Basis schmale, dann rasch verbreiterte, abgerundete Lamelle, mit einer aussen angesetzten Falte. (Fig. 144.) Fundort: Paraguay. (Dr. Bohls und Rohde.) San Bernardino. (Dr. Jordan coll.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 49 386 Carl Graf Attems, Leptodesmus vermiformis (Sauss.). 1859. Polydesmus vermiformis Sauss. Linn. entomol. XIII, p. 326. 1860. » » Sauss. Mem. Mex. Myr., p. 40, Fig. 4. 1881. Sirongylosoma vermiforme Karsch Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 44. Von dieser Art lag mir nur ein Männchen von 19 Segmenten vor, doch ist dasselbe durch die Beulen, welche die Saftlöcher tragen, so gut von seinen nächsten Verwandten unterschieden, dass man sicher sein “ kann, dass es eine besondere Art vorstellt. Länge ca. 40 mm. Breite 5 mm. Gelblichweiss. Die Prozoniten röthlich überlaufen, der ganze Körper glatt und glänzend. Kopf vorn mit den gewöhnlichen Borstenreihen, sonst nackt. Scheitelfurche vorhanden. Antennen wie gewöhnlich. Der Rücken sehr convex, die Kiele in der Mitte der Seiten angesetzt, sehr schwach entwickelt. Vorder- eck abgerundet, das Hintereck bis zum 15. Segment incl. ebenfalls, vom 16. an macht die porentragende Beule einen kleinen Vorsprung, letztere ist rundlich eiförmig, scharf vom Kielrand abgesetzt. Ventralplatten glatt, unbeborstet. Metazoniten ohne Querfurche. Heimat: Venezuela. Porto Cabello (Hamb. Museum). Leptodesmus aculeatus nov. Sp. Dunkelkirschroth, Bauch lichter, die Spitzen aller Kiele und der Hinterrand der Kiele 2 und 3 blass. gelb. In der Mitte jedes Metazoniten auf der hinteren Hälfte ein verwaschener gelblicher Fleck. Beine und Fühler lichtgelb. Länge 36 mm. Breite 6 nm. Kopf glatt, unbehaart. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang und schlank. Rücken stark gewölbt, Kiele unbedeutend entwickelt, der Körper daher nahezu cylindrisch. Oberseite glatt, wenig glänzend. Halsschild deutlich schmäler als der zweite Rückenschild. Vorderrand bogig. Hinterrand in der Mitte seicht ausgeschnitten. Seitenlappen abgerundet. 2.—4. Kiel mit abgestumpft rechtwinkeligem Vorder- und Hintereck. Die Ränder schmal gesäumt. Von den folgenden Kielen sind die saftlochtragenden dicke, un- regelmässig kegelige, abgerundete Knöpfe, die nur die hintere Hälfte der Länge der Metazoniten einnehmen. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich auf der Spitze dieser Knöpfe, die nicht porentragenden Kiele sind flacher und ungefähr dreieckig, die Spitze des Dreieckes bildet das Hintereck. Auf den vorderen Segmenten ein deutlicher Pleuralkiel, der vom 7.—8. Segment an zu einer schwachen Linie wird und sich auf dem 14., 15. Segment ganz verliert. Ventralplatten und Unterseite der ersten Beinglieder mit braunen Dörnchen bedeckt, die dadurch besonders auffallen, dass ihre Basis dunkelbraun ist, während die Fläche, auf der sie stehen, viel heller ist. Durch diese auffallende Bildung unterscheidet sich diese Art von sämmtlichen näheren Verwandten. Schwänzchen cylindrisch, Analschuppe mit kurzer dicker, etwas aufgebogener Spitze und zwei ver- hältnissmässig grossen Borstenwarzen. Beine ausser den erwähnten Dörnchen der ersten Glieder reichlich beborstet. Fundort: Des dem Berl. Museum gehörigen einzigen ? nicht angegeben. Zweifelsohne Südamerika. Leptodesmus decoratus Peters. Taf. VI, Fig. 145. 1864. Polydesmus (Oxyurus) decoratus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 533. »Dunkel röthlichbrauu, die Antennen, Beine, sowie der äussere Rand und die Spitze der Kiele röthlich gelbbraun.« Die Farbe der Originalexemplare ist inzwischen ausgebleicht zu Lichtbraun. Mitte der Metazo- niten längs des Hinterrandes heller. Kiele ebenfalls heller, auf den Metazoniten sieht man eine polygonale dunkle Felderung, dabei sind aber die Metazoniten ganz glatt, aber nicht glänzend. Länge 36 mm. Breite 5°2 mm, die Prozoniten 3°7 mm. BE 4 LU EEE u EL u a a u a System der Polydesmiden. TI. 387 Kopf glatt unbehaart. Scheitelfurche sichtbar. Antennen mässig lang, gegen das Ende etwas verdickt. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild. Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinter- rand gerade. Seitenlappen spitz. Rücken gewölbt. Die Kiele sind sehr schwach entwickelt, im oberen Drittel der Seiten angesetzt, hori- zontal. Vorderecken sind keine vorhanden, da der Seitenrand und Vorderrand einen Bogen bilden. Der Seitenrand ist wulstig aufgetrieben, auf den porentragenden Kielen nur unbedeutend mehr als auf den an- deren. Die Saftlöcher liegen. ganz nahe dem Hintereck, nach der Seite und nach oben gerichtet. Keine Spur einer eiförmigen Beule. Das Hintereck der vordersten vier Kiele ist rechtwinkelig, vom 5. an zahnartig. Dieser Zahn überragt etwas den Hinterrand der Metazoniten, ist rundlich und stumpf bis zum 14. Segment, dann immer spitzer, auf den letzten Segmenten scharf zugespitzt, Kiel 2 und 3 haben abgerundete Vorder- ecken. Kiel 19 klein, aber spitz. Pleuralkiel ist keiner vorhanden, auch kein Höcker steht an seiner Stelle. Ventralplatten glatt, glänzend, unbehaart. Schwänzchen cylindrisch, etwas nach abwärts geneigt mit mehreren Borstenwarzen. Beine beinahe nackt, nur das Endglied reichlicher behaart, das zweite Glied trägt auf dem distalen Ende der Unterseite einen kleinen Knopf oder ein Zäpfchen. Die Copulationsfüsse sind auffallend verschieden von denen der meisten übrigen Leptodesmus-Arten. Sie haben keinerlei Verästelung oder Seitenzähne, der kurze, beborstete Schenkel geht in einen langen schlanken, geraden Cylinder über, an den sich, durch eine kleine Einschnürung getrennt, der im Halbkreis eingerollte Endtheil anschliesst. Die Samenrinne verläuft bis zum Ende dieses sich allmälig verschmälernden Bogens. (Fig. 145.) Man wird wohl annehmen müssen, dass dieser Zahn dadurch zu Stande gekommen ist, dass der all- mälig redueirte Nebenast ganz verschwunden ist und nicht, dass diese einfache Gestalt die ursprüngliche ist. Fundort: Caräcas (Berliner Museum, Originalexemplar). Leptodesmus Nattereri (Humb. et Sauss.). 1869. Polydesmus Naltereri Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 173, 4. 1872. > (Oxyurus) Nattereri Humb. et Sauss. Miss. scient. Mexique, p. 45. »Schlank, die 3—4 vordersten Segmente leicht verbreitert. Kopf etwas runzelig. Stirne glatt. Scheitelfurche tief... Halsschild kurz, eben so breit wie der folgende. Vorderrand ganz gebogen. Seitenlappen schmal, mit abgestumpfter Spitze. Hinterrand in der Mitte etwas ausgeschnitten, aber seitlich nicht schräg gestutzt. Zweites Segment in der Mitte des Hinterrandes noch leicht aus- geschnitten. Kiele der Segmente 2 —6 ‚abfallend, ziegelförmig sich deckend, rechteckig. Vorderrand leicht gebogen, er und der Seitenrand gesäumt. Hintereck spitzer als das vordere. 'Hinterrand des 2. und 3. Segmentes unmerklich concav. Hintereck des 4. scharf rechtwinkelig, die folgenden Kiele immer schwächer, ohne Vorderrand, mit spitzem, vom 8. oder 9. Segment an zahnartigem Hintereck...Seitenwülste oval, im hinteren Theil der Kiele. Poren seitlich. Schwänzchen conisch, die 8-9 vordersten Segmente mit niedrigem, nach oben concaven Pleuralkiel, der auf den vordersten zahnförmig endet. Länge 37 mm. Breite des 2, Segmentes 55 mm, in der Mitte 5 mm, eines Prozoniten 4 mm. Glatt. Blass weinroth. Kiele und Unterseite farblos. Fundort: Brasilien. Unterscheidet sich von decolor durch die beinahe rudimentären, dreieckigen Kiele, die schmäleren und spitzeren Seitenlappen des Halsschildes, die nach vorn verschmälerten Kiele 2—4, glattere Oberfläche, ohne jegliche Querfurche auf den Metazoniten.« Leptodesmus intaminatus (Karsch). Taf. VI, Fig. 135. 1881. Polydesmus (Oxyurus) inlaminatus Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd., p. 41. Farbe: Die meisten der mir vorliegenden Exemplare sind (wahrscheinlich ausgebleicht) gelblichweiss, einige jedoch sind kastanienbraun mit gelblichen Kielen und Bauch. Beine am Ende wieder etwas verdunkelt. ! Länge 34—36 mm. Breite 55 mm. 1 Farbe nach Karsch beinahe einfärbig schalgelb. Hinterrand der Metazoniten schwärzlich. Jetzt ist dieser Hintersaum des Originalexemplares, das ich unteruchte, rothbraun. 49* 388 Carl Graf Altems, Körper parallelrandig, bis nahe dem Hinterende gleich breit. Das Hinterende ziemlich plötzlich ver- schmälert, die vordersten Segmente nicht verbreitert, wie das so olt der Fall ist bei Zeplodesmus, sondern eher unmerklich verschmälert. Der ganze Körper sehr glatt und glänzend. Kopf bis auf die Borstenquerreihe am Vorderrande ganz unbehaart, Scheitelfurche seicht, Antennen fein behaart, kurz und nicht keulig verdickt. Rücken ziemlich gewölbt, Halsschild mit ziemlich spitzen Seitenlappen. Hinterrand in der Mitte ganz seicht ausgeschnitten, fast gerade. Seitenränder natürlich keine unterscheidbar. Kiele beiläufig in der Mitte der Seiten angesetzt, schmal, horizontal, alle sehr gleichartig, die des 2.—4. Segmentes seitlich kaum wulstig verdickt und mit schwach abgestumpften rechten Winkeln. Auf allen folgenden verdickt sich der schmale Saum des Vorder- und Hinterrandes auf dem Seitenrand zu einem Wulst, der auf den porentragenden Rielen merklich dicker ist. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich, beiläufig in der Mitte dieses Wulstes. Der Seitenrand selbst ist convex, aber im ganzen parallel mit der Längsaxe des Körpers. Vorderecken überall abgerundet, das Hintereck wird erst auf dem 14. oder 15. Segment undeutlich eckig und auf dem 16.— 18. Segment zu einem kurzen, breiten, ziemlich stumpfen, dreieckigen Zahn. Segment 19 mit kurzen abgestumpften Lappen als Kiele. Schwänzchen schlank eylindrisch. Analschuppe abgerundet ohne Mittelspitze. Die Borstenwarzen sehr klein. Analklappen gut gewölbt, mit scharf abgesetzen, dickwulstigen Rändern. Ventralplatten glatt, unbehaart, zwischen den beiden Beinen jeder Seite tief eingedrückt, der Eindruck vereinigt sich jedoch nicht mit dem der anderen Seite. Keine Ventralplatte belm 0° mit Fortsätzen. In der Pleuralgegend ist auf den vordersten Segmenten bis etwa zum 6. eine granulirte niedrige Auf- treibung vorhanden. Beine des 0’ sehr merklich verdickt und auf der Unterseite auch des 1. Gliedes kurz behaart. Endklaue gross, besonders beim d'. | Die Copulationsfüsse sind sehr klein, dünn und kurz, der stark und lang beborstete Femoraltheil ent- sendet von der Stelle, wo die Grube mit dem Anfang der Samenrinne sich befindet, eine breite rechteckige Platte. Der beborstete Theil reicht ziemlich weit hinauf bis etwa zur Mitte des einen der beiden gegen- einandergekrümmten Haken, die dem Schenkel aufsitzen, dieser, der Hauptast ist kurz und breit, der Nebenast ist schlanker und spitzer. (Fig. 135.) Fundort: Sissions Station, Nord-Californien (Hofmuseum) Californien. (Karsch Originalexemplar.) Leptodesmus Sallei Sauss. 1860. Polvdesmus Salle? Sauss. Mem, Mexique Myr. p. 42, Taf. II, Fig. 8. Farbe des erwachsenen Thieres nach Saussure wahrscheinlich braun. Ein mir vorliegendes ? von 19 Segmenten ist weiss, getrocknet sind die erwachsenen nach Saussure ebenfalls weiss, mit röthlichen Antennen, Stirn und erstes Segment braun marmorirt, alle porenlosen Segmente mit zwei braunen Flecken am Vorderrand der Metazoniten. Länge 36 mm. Breite 5 mm. Breite eines ? von 19 Segmenten 3 mn. Sehr glatt und glänzend. h Rücken stark gewölbt, die Kiele sind ungefähr in der Mitte der Seiten angesetzt, schmal, ihr Seitenrand. wulstig verdickt, auch auf den vordersten Segmenten vom 2. an, auf den porentragenden stärker als auf den porenlosen. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich auf diesem Wulst, nahe dem Hintereck, auch auf dem 5. und 7. Segment, ihre Umgebung ist nicht beulenartig abgeschnürt. Hintereck der Kiele bis zum 14. incl. abgerundet, vom 15.— 18, mässig zahnartig ausgezogen, Seitenrand der Kiele parallel mit der Längsaxe des Körpers. Hinterrand senkrecht zu derselben bis zum 16. Segment. Kiel 19 sehr klein. Halsschild, Vorder- und Seitenränder bilden einen Halbkreis. Hinterrand fast gerade. Seitenecken mässig Spitz. Antennen schlank. Kopf unbehaart. Scheitelfurche vorhanden, System der Polydesmiden. 1. 389 _ Ventralplatten glatt, unbehaart, ohne Fortsätze. S Auf den vordersten Segmenten an Stelle des Pleuralkieles ein undeutlicher niedriger rundlicher Wulst, Schwänzchen sehr spitz. Analklappe stark gestreift. Analschuppe breit, aber spitz. ‚Fundort: Antillen (Saussure) Dallas Texas. (Berliner Museum.) (? von 19 Segmenten war Strongy- SO m a vermiformis bezeichnet). Leptodesmus Zelebori (Humb. et Sauss.). - Polydesmus Zelebori Humb. et Sauss. Rev et mag. d. zool. 173, 5 > (Oxyurus) Zelebori Humb. et Sauss. Miss. scient. Mexique, p. 46. _ »Körper wurmförmig, gewölbt, überall gleichdick, nur die vorderen Segmente sehr leicht verschmälert. Kiele etwas abfallend, was unterhalb der Körpermitte angesetzt. Kopfschild breit ausgeschnitten. Seitenlappen winkelig. Scheitelfurche sehr seicht. Antennen schlank. Halsschild kurz, vom oger , hinten ausgeschnitten. Seitenlappen abgerundet dreieckig. Hinterrand stark, Vorderrand sehr schwach oder gar nicht nt. Segment 2 und 4 sehr gewölbt, die Metazoniten in der Mitte verschmälert, ihre Kiele leicht nach vorn gerichtet, ziem- g, alle Ränder gesäumt, der hintere stärker als der vordere. Kiel 2 und 3 etwas abgerundet; der vierte nur im Vorder- folgenden Kiele sehr eckig, seitlich stark, vorn und hinten schwach gesäumt. Vom 8. oder 9. Segment sind die Kiele etwas rückwärtäßßerichtet, bleiben aber sehr eckig, vom zwölften an werden sie immer schmäler. Vorder- und Seitenrand bilden Bogen, vom 16. Segment bleibt vom Kiel nur mehr ein kleiner, nach rückwärts gerichteter Tuberkel übrig, der auf dem 19. Seg- ‚beinahe ganz verschwindet. Hintereck der Kiele nirgends über den Hinterrand der Segmente verlängert. Poren im Hinterende Iste ganz seitlich, besonders hinten. Schwänzchen conisch. Analschuppe dreieckig, am Ende dreiwarzig. Auf den acht vorderen Segmenten ein undeutlicher Pleural- iel, dessen Hinterrand auf den Segmenten 2 und 3 in den Hinterrand der Metazoniten übergeht. Füsse mässig lang, vorletztes Glied unten bedornt, letztes sehr kurz. Glatt, etwas lederartig, besonders auf den Metazoniten. Seiten unterhalb der Kiele etwas gestreift. Farbe oben blassroth, unten schmutzigweiss. Antennen an der Basis röthlich. Länge 29 mm, Breite 45 mm, eines Prozoniten 3°2 mm. Fundort: Rio de Janeiro. Unterscheidet sich von Nattereri dadurch, dass die Kiele bis zum 11. sehr eckig bleiben und hinten nicht stark gesäumt Ber dei Naltereri ist der Vorderrand der Seitenlappen des Halsschildes stark gesäumt, der Kopfschild nicht breit ausgeschnitten, zuralkiele oben stark ausgebuchtet ete. Sallei unterscheidet sich von Zelebori durch das Fehlen der Pleuralkiele, und da- ‚dass die Kiele alle vorn abgerundet und die vordersten vorn breit gesäumt sind.« Leptodesmus Orizabae (Humb. et Sauss.). Polydesmus Orizabae Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 151, 10. > (Ozxyurus) Orizabae Humb. et Sauss. Miss, seient. Mexique, 48, Taf. I, Fig. 11. 9. Sehr nahe verwandt mit aztecus, cylindrisch. Kiele sehr kurz und weit getrennt, Antennen das 4. Segment erreichend. recht flach, nur die ersten 4 Segmente sehr gewölbt mit stark abfallenden Kielen, die Ränder regelmässig gesäumt. Id in der Mitte des Hinterrandes ausgeschnitten. Hinterrand seiner Seitenlappen gerade, Vorder- und Seitenrand ver- Die folgenden Kiele sehr kurz, horizontal, die Poren seitlich, klein, im hinteren Theil der Segmente gelegen. Bis zum og: t ist der Hinterrand der Kiele etwas schief geschnitten, d. h. die Kiele erstrecken sich nieht ganz bis zum Hinter- net). Länge 35 mm. Breite 8 mm (2. und 10. Segment). Mexico bei Orizaba, Östl. Cordilleren. idet sich von aztecus durch die stärkere Ausbuchtung der Seiten des Schwänzchens, stärker zugespitztes Hinter- eren Körper, flacheren Rücken, relativ schmälere Kiele, stärker gewölbte vordere Segmente. Bterecheidet sich von dieser Art durch den dickeren Körper, die wenigstens in der hinteren Körperhälfte verlängerten € hei den etwas concaven Hinterrand der vorderen Kiele.« u Leptodesmus intermedius (Humb. et Sauss.). 5 inlermedius Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 151, 11. (Osyurus) intermedius Humb. et Sauss. Miss. scient. Mexique, 49, Taf. I, Fig. 10. is dorso sat plano, carinis mediocribus, anticis dilatatis, quadratis angulis rotundatis; mediis suntrigonalibus, wa ce angulalis sed non produclis; ee Pe in, carinis 16.—18. postice produetis /. aba: as Sams, näher dem letzteren. Halsschild an seinen Kielen wenig ver- Sumichrasi. Die Kl breiter als bei Orieabas, vom 9. an mehr dreieckig. Vorder- und 1% u B En i 390 Carl Graf Attems, Seitenrand zu einem Bogen verschmolzen, Hintereck spitz, aber nicht verlängert, ausser ein wenig auf den Segmenten 16— 18, Hinterende der Kiele verdickt für die Poren, Seiten unterhalb der Kiele fein punktirt und granulirt. Fundort: Mexico, Orizaba.« Leptodesmus Sumichrasti (Humb. et Sauss.). 1869. Polydesmus Sumichrasti Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 151,9. 1872. » (Oxyurus) Sumichrasti Miss. seient. Mexique, 49, Taf. I, Fig. 8. »Albidus laevis, dorso fere plano, carinis lamellaribus, dilatatis, quadratis, angulis rotundatis, antice extus et postice mar- ginatis, tantum 17. et 18. postice angulatim productis, carinis primi segmenti vix attenuatis apice fere latitudine partis mediae segmenti, @ tuberibus postice circum poros tumidis. Long. 30 mm, lat. 3°6 mm. &' Sehr nahe mit Orizaba verwandt, aber der Rücken flacher, Kiele breit, mit abgerundeten Ecken und deutlichen Rand- wülsten und längs des Vorder- und Hinterrandes gesäumt, Hintereck einfach abgerundet, nicht schief abgeschnitten, oder der Hinterrand eingebuchtet, sondern der Seitenwulst setzt sich auf den Hintersaum fort. Der Seitenwulst ist nicht zu einer Beule angeschwollen wie bei aztecus. Hinterecken des 17. und 18. Kieles verlängert, der des 19. nur zapfenförmig. Kiel des 1. Segmentes sehr lang, ebenso lang wie die Mitte des Segmentes, abgerundet, verschmälert, Seiten der Metazo- niten unterhalb der Kiele auf den vorderen Segmenten granulirt, sonst punktirt. ® Das Hinterende der Seitenwülste der porentragenden Kiele ist angeschwollen und setzt sich nicht regelmässig in den Hintersaum fort. Vom etwa 14. Segment an ist das Hintereck nicht mehr abgerundet. Seiten unterhalb der Kiele auf den vor- deren Segmenten stark granulirt. Fundort: Mexico, Östl. Cordilleren, Orizaba. Diese Art ist charakterisirt durch die breiten, lamellenförmigen rechteckigen Kiele, mit abgerundeten Winkeln, an Zuryurus erinnernd, « Leptodesmus aztecus (Sauss.). 1859. Polydesmus azlecus Sauss. Linn. entom. XII, p. 324. 1860. » » Sauss. Mem. Mex. Myriop. p. 43, Fig. 5. »Albidus laevis cylindricus, carinae brevissimae perdistantes, segmentum praeanale acuminatum. ® Cylindrisch, schlank gestreckt. Kiele sehr kurz und weit getrennt. Prozoniten beinahe ebenso lang wie die Metazoniten. Scheitelfurche vorhanden. Antennen recht lang, erreichen das 3. Segment. Kopfschild mit abgerundeten Ecken. Vorderrand bogig ausgeschnitten, runzelig, weiss oder fein grau gefleckt. Halsschild so breit wie der folgende, seitlich abgerundet und fein gesäumt. Die 3—4 vordersten Segmente convex mit etwas abfallenden Kielen, so breit wie die folgenden, die Kiele etwas nach vorn gerichtet, fein gesäumt mit schwachen Wülsten. Die folgenden Kiele sehr kurz, abgerundet, gesäumt und mit wenig entwickelten Beulen endigend, auf den Segmenten 16, 17 und 18 sehr schwach nach rückwärts gerichtet. Poren ganz seitlich. Kiele des 19. Segmentes nur kleine nach rückwärts gerichtete Zähne. Schwänzchen spitz, etwas gebogen. Analschuppen eckig. Analklappen neben dem Rand mit einer tiefen Furche. Schmutzig weiss, glatt und glänzend. Länge 30 mm. Breite 5 mm. &. Kiele grösser, mehr gehoben und horizontal vorn abgerundet, so dass die Seitenwülste sehr kurz sind, die poren- tragenden sind verdickt, tuberkelförmig. Die Poren liegen ganz seitlich am Ende dieser Tuberkeln. Länge 45 mm. Fundort: Mexico, Puebla. Pie d’Orizaba. Vulcan von Tuxtla.« Leptodesmus Couloni (Humb. et Sauss.). 1869. Polydesmus Ceuloni Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 151, 8. 1872. » (Oxyurus) Couloni Humb. et Sauss. Miss. scient. Mexique, p. 43, Taf. I, Fig. 9. 1894. Odonlopeltis Couloni Pocock Journ. Linn. Soc. XXIV, 518. »Nahe verwandt mit Sallei, aber der Rücken flacher und die Kiele etwas breiter. Hinterrand von Segment 1 und 2 in der Mitte ausgeschnitten. Seitenlappen des Halsschildes schmal, vorn stark gesäumt. Kiele 2—4 etwas nach vorn gerichtet, hinten gebogen, ringsherum stark gesäumt. Vordereck abgerundet. Hintereck spitz, Hinterrand leicht concav. Mittlere Segmente wenig gewölbt, die Kiele folgen der Rückenwölbung, sind mässig breit, stark gesäumt, vorn abgerundet, hinten eckig, Hinterrand kaum ausgeschnitten, die porenlosen enden hinten mit einem kleinen Zahn, die anderen sind erst vom 16. etwas ausgezogen. Die Seitenwülste auf der hinteren Spitze der Kiele gehen vorn in den Saum über. Die Poren nahe dem Hintereck. Schwänzchen conisch, kurz. Wenn man ein einzelnes Segment von rückwärts betrachtet, sehen die Kiele dreieckig aus, in #/, der Höhe der Seiten (nicht einfach tuberkelförmig wie bei Sallei.) Glatt und glänzend, auf den Seiten des Rückens einige zerstreute Granula. Hinterrand jedes Kieles mit 1—2 zahnartigen Körnchen. Schmutzigweiss. Kopf und ein Streif in der Höhe der Kiele, Füsse”tnd Antennen bräunlich. g‘. Rücken fast ganz flach. Seitenlappen des Halsschildes sehr spitz, Kiele etwas breiter und hinten zahnartiger, horizontal, die Zähnchen des Hinterrandes der Kiele, sehr deutlich vom 5.—16.Segment, setzen sich zuweilen als kleine Falten fort. Länge Jg’ 35 mm, 9 64mm. Breite Z 5mm, 2 5'8 mm, eines Prozoniten g 3mm, 2 45 mm. Fundort: Cuba. System der Polydesmiden. T. 391 Unterscheidet sich von Sallei durch die Grösse, den flacheren Rücken, die breiteren und höher angesetzten Kiele, der Randsaum ist weniger breit als bei Sallei und die Porenbeule kleiner. Bei Sallei ist das Hintereck der porenlosen Kiele nicht zahnförmig wie hier und die Metazoniten sind nicht granulirt. Bei Couloni haben die Metazoniten einen leichten Quereindruck.« Leptodesmus subterraneus (Sauss.). 1859. Polydesmus subterraneus Sauss. Linn. entom. XIII, p. 323. 1860. » » Sauss. Mem. Mex. Myriop. p. 44, Fig. 6, 7. »g. Antennen lang. Körper gestreckt, schlank. Die Segmente weit getrennt, glatt und glänzend. Kopfschild etwas aus- geschnitten. Scheitelfurche vorhanden. Antennen lang und dick, das 4. Segment erreichend. Halsschild fast so breit wie der folgende mit spitzen, nach hinten gerichteten Seiten, die drei folgenden vorn abgerundet, hinten spitz, seitlich schwach gesäumt. Die folgenden Kiele alle vorn abgerundet, spitz und erst schwach, dann stark ausgezogen hinten, seitlich mit Wülsten. Die Kiele seitlich gehoben und fast horizontal. Die Beulen, welche die Poren tragen, liegen nahe dem Hintereck der Kiele. Der Porus liegt im Hintertheil derselben auch auf den Segmenten 5 und 7. Kiele des vorletzten Segmentes rudimentär. Schwänzchen convex, drei- eckig mit verlängerter, etwas herabgebogener und abgestutzter Spitze. Analschuppe spitzbogenförmig. Rücken abgeflacht, wenig gewölbt, die Kiele im obersten Viertel der Seitentheile. Schmutzigweiss, lebend schön weiss, oft mit bräunlichem oder Rosa-Anflug. &. Antennen schwächer. Körper mehr cylindrisch. Rücken gewölbter, Kiele daher tiefer angesetzt, weniger entwickelt, so dass die porentragenden Wülste Tuberkel in der hinteren Hälfte des Seitenrandes der Kiele vorstellen, die vom Vorderrand durch eine®Ausschnitt getrennt sind. Länge 27 mm. Breite 4 mm. Fundort: Cuba. Grotte von Cotilla im Guano der Fledermäuse (Phyllostoma jamaicensis). Leptodesmus pulvillatus nov. sp. Taf. VI, Fig. 132, 133. Gelblich braun; Kopf, die Metazoniten in ihrem Vorderrand und seitlichen Partien des Rückens und die Seiten unterhalb der Kiele kastanienbraun verdunkelt. Kielränder, Antennen und Beine gelb. Rücken der Prozoniten gelblich, mit verwaschenem, braunem Mittelstrich, auf den Metazoniten ein rund- licher brauner Fleck in Verlängerung dieses Striches. Länge 56 mm. Breite 6 mm. Dicke eines Prozoniten 4 mm. Körper walzlich und ziemlich schlank. Rücken gewölbt. Kiele sehr schmal, die ganze Oberfläche glatt, aber matt, nicht glänzend. Auch mit Ausnahme der dünn und kurz behaarten Antennen und letzten Bein- gliedes ganz unbehaart. Scheitelfurche deutlich und scharf. Antennen leicht kolbig verdickt. Halsschild gross, nämlich lang und so breit wie das folgende Segment. Vorderrand etwas stärker gebogen als der Hinterrand, beide seitlich abgerundet ineinander übergehend. Ein Seitenrand ist aber nicht zu unterscheiden. Der Anfang eines solchen ist schon auf dem folgenden Kiel zu sehen, dessen Ecken zwar noch sehr stark abgerundet sind. Kiel des 3. Segmentes mit leicht con- vexem Seitenrand und abgerundeten Ecken. Die Ränder der Kiele 1—4 sind fein gesäumt, vom 5. Seg- ment an ist der Seitenrand dickwulstig auch auf den porenlosen Segmenten, und dieser Wulst ist in der Umgebung der Poren nicht wesentlich dicker und gar nicht etwa beulen- oder schwielenförmig abgesetzt. Das Vordereck aller Kiele ist abgerundet, je weiter nach hinten desto mehr, schon vom 8. Segment an bilden Vorder- und Seitenrand einen Bogen. Hintereck der Kiele 4—7 beiläutig rechtwinklig, vom 8. Seg- ment an zackig. Dieser Zacken ist auf den Segmenten 14—17 ziemlich gleich gross, nur mässig lang und spitz, der Kiel des 18. Segmentes besteht nur aus einem abgerundeten, das Saftloch tragenden Zäpfchen in der hinteren Hälfte der Seiten, das den Hinterrand überragt, das 19. Segment ist fast drehrund und trägt an Stelle des Kieles nur ein kleines Zäckchen mit dem Saftloch. Der Rücken ist gut gewölbt, die Kiele im oberen Drittel angesetzt und, wie schon erwähnt, schmal, dorsoventral dagegen dick. Ventralplatten glatt, unbehaart und ohne Fortsatz. Analschuppe mit stark convergirenden Seitenrändern, die Spitze dreizipfelig dadurch, dass die beiden Borstenwarzen gross sind. Analklappen fast gewölbt mit scharf abgesetzten wulstigen Rändern. Schwänzchen cylindrisch, leicht nach abwärts gekrümmt. 392 Carl Graf Attems, Beine des 1., 2. und 3. Paares einander sehr nahe inserirt. Die Hüften berühren sich in der Mittellinie fast. Hüften des 3. Paares mit je einem schlanken, geraden, kurz behaarten Zäpfchen. Das distale Ende des 2. Gliedes aller Beine mit Ausnahme der zwei letzten Paare trägt einen weisslichen Knopf. (Fig. 133.) Das 3. Glied ist das längste. Das vorletzte Glied aller Beine mit Ausnahme der zwei letzten Paare ist distal etwas verdickt und hat einen weisslichen, dicken, am Ende zugespitzten Fortsatz, der dem Endglied von unten eng anliegt. Das Endglied ist klein, kurz und schlank und ringsherum beborstet, während die übrigen Glieder unbehaart sind. Der beschriebene Fortsatz des vorletzten Gliedes ist sehr auffallend, da etwas Ähnliches bei keinem anderen Polydesmiden auf diesem Gliede vorkommt. Er erinnert nur einigermassen an die am Ende des letzten Gliedes gewisser Eurydesmus-Arten sich vorfindenden Pölster. Copulationsfüsse: Der Schenkel hat auf der medialen Seite einen napfartigen Vorsprung, der die An- fangsgrube der Samenrinne enthält, in welche das Hüfthörnchen hineinragt. Er ist im Übrigen beborstet und ungefähr so breit als lang. Ihm sitzen hier sogar drei getrennte Äste auf; der Hauptast hat sich hier nämlich noch weiter in einen schlanken, hakigen, kleinen Theil, der die Samenrinne führt, und einen gros- sen, in zwei ganz Ähnlich gestaltete breite, spitze, aufwärts gekrümmte Haken endigenden Theil gespalten. Der Nebenast ist der grösste der drei Äste, breit, und hat an der dem Hauptast abgewandten Seite zunächst einen spitzen Zacken, dann zwei lange, einwärts gekrümmte Haken, an der Basis des zweiten steht ein kurzer dicker Kegeldorn; das Ende ist zu einem grossen spitzen Haken eingeschlagen. (Fig. 132.) Fundort: San Paolo di Olivenza. (Hofmus.) Leptodesmus angustatus nov. Sp. k Taf. VI, Fig. 143. Licht kastanienbraun bis dunkel rothbraun. Antennen und Beine gelb. Bei den lichten Exemplaren sind die Kielränder kaum merklich heller gelb gefärbt, während bei den dunkelbraunen Thieren die gelbe Farbe des Randes der Kiele gegen die des Rückens absticht. Länge 69 mm. Breite des 3. Segmentes 10 mm, des 10. Segmentes 9 nm. Körper also nach vorn verbreitert und verschmälert sich allmälig nach hinten. Kopf sehr glatt und glänzend, unbeborstet. Scheitelfurche sehr seicht. Antennen lang und schlank. Halsschild breit, so breit wie der folgende Rückenschild. Vorderrand in der Mitte schwach convex. Vordereck abgeflacht. Hintereck abgerundet. Hinterrand in der Mitte merklich ausgeschnitten. Rücken wenig gewölbt. Prozoniten sehr fein chagrinirt. Metazoniten glänzend, auf den vorderen Seg- menten ist der Rücken glatt und die Oberseite der Kiele lederartig gerunzelt. Auf den hinteren Segmenten ist auch der Rückentkeil fein gerunzelt, während die Kiele etwas gröber runzelig sind. Ausserdem treten auf den hinteren Metazoniten drei Querreihen kaum sichtbarer, winziger Tuberkel auf. Von einer Querfurche ist auf den Metazoniten keine Spur. Die Kiele folgen auf den vorderen Segmenten der Wölbung des Rückens und sind weiter hinten hori- zontal. Bis zum 13. inclusive sind sie vorn und hinten ganz abgerundet, der Bogen, in dem der Vorderrand in den Seitenrand übergeht, ist flacher als der, den der Hinterrand beim Übergang in den Seitenrand bildet. Auf dem 14. und 15. Kiel ist das Hintereck etwas eckiger, auf dem 16.—18. bildet es einen breiten spitzen Zahn. Kiel 19 sehr klein und abgerundet. Vorder- und Hinterrand der Kiele schmal wulstig gerandet. Seitenrand mit einem rundlichen, glänzenden Wulst, der auf den porentragenden Segmenten nur wenig grösser ist als auf den porenlosen. Beim Männchen hat die Ventralplatte des 4. Segmentes zwei behaarte, fast mit einander verschmolzene Höcker, die zwei folgenden sind langbüschelig beborstet, die des 8. Segmentes mit vier, mit kurzen dicken Borsten besetzten Tuberkeln; die Beborstung verliert sich Allmällig, einige der vorderen von der 9. an sind noch ganz beborstet, die weiteren nur mehr längs des Vorderrandes. Ventralplatten der ? glatt, spärlich beborstet, ohne Tuberkeln etc. Die Borsten sind dünner und nicht so auffallend wie beim d’, wo sie dunkelbraun sind und gegen den gelblichen Grund abstechen. 3 System der Polydesmiden. T. 393 Schwänzchen cylindrisch, jederseits zwei Borstenwarzen. Analschuppe dreieckig. Die Spitze zipfelig dorsalwärts gebogen. 2 Analklappen wie gewöhnlich am Rande wulstig verdickt mit zwei Borstenwarzen. Beine dicht und ganz kurz beborstet. In den Seiten oberhalb jedes vorderen Beines jedes Segmentes findet sich ein Höcker, der auf der vor- deren Körperhälfte mehr spitz und klein ist und nach hinten zu einem grossen, glänzenden, runden Knopf wird. Beim / relativ grösser als beim ®. Männliche Copulationsfüsse im Wesen sowie die von Leptodesmus validus mihi. Dem kurzen gedrun- genen Schenkeltheil sitzen zwei getrennte Äste auf; beide sind sehr einfach gestaltet: der Hauptast ist breit, am Ende eingekrümmt. Die Samenrinne verläuft auf seiner Hohlseite bis an das Ende eines kleinen, auf der Spitze stehenden Zahnes. Der Nebenast ist verhältnissmässig grösser als bei L. validus, wenn er auch schon sehr reducirt ist. (Fig. 143.) Die Vulven der Weibchen zwischen dem 2. und 3. Beinpaar sind grosse, querovale, in der Mitte ein- ander fast berührende Löcher. Fundort: Bolivia: Tipuani. (Hamb. Mus.) Leptodesmus parallelus nov. sp. Taf. VI, Fig. 130, 131. d. Dunkel rothbraun. Hintere Hälfte der Metazoniten und Kiele gelb. Halsschild mit einem breiten selben Saum ringsherum. Bauch und Beine gelbbraun. Schwänzchen gelb. Länge ca. 45 mm. Körper parallelseitig. Breite 7 mm. Rücken mässig gewölbt, die Kiele folgen dieser Wölbung. Kopf sehr glatt und glänzend, unbehaart. Scheitelfurche seicht, Antennen lang und schlank. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild, regelmässig querelliptisch, seitlich abgerundet. Die ganze Oberfläche des Körpers glatt, aber in Folge einer sehr feinen Runzelung nicht sehr glänzend, Metazoniten ohne Spur von Querfurche. Bis zum 10. Segment sind die Vorder- und Hinterecken der Kiele ganz gleichmässig abgerundet, von der Körpermitte an wird das Hintereck immer eckiger und bildet auf dem 16.—18. Segment einen breiten spitzen Zahn. Kiel des 19. Segmentes ein winziger Zacken. Die Kiele sind längs ihres Vorder- und Hinter- randes schmal gesäumt, Seitenrand breit gesäumt, auf den porentragenden Kielen verdickt sich dieser Seiten- saum zu einem breiten, niedrigen Wulst, in dessen Mitte das Saftloch liegt. Ventralplatte des 5. Segmentes mit vier behaarten stumpfen Höckern, die folgende beborstet, die des 8. mit einem kleinen Höcker neben jedem Bein, die folgenden glatt, unbeborstet. Auf der Leiste, welche die Ventralplatte zwischen dem hinteren Beinpaar des Copulationsringes bildet, fehlen die zwei Hörnchen, welche Lept. validus hat. Schwänzchen cylindrisch, Seitenrand mit je einem Borstenwärzchen nahe der Spitze. Analschuppe spitz, die Spitze kurz dornförmig, etwas dorsalwärts gebogen. Analklappen glatt, Ränder wulstig. Zweites Beinglied oben beulig aufgetrieben. Männliche Copulationsfüsse: Die Hüfte hat einen den Schenkeltheil von aussen bedeckenden platten- förmigen Fortsatz und trägt auf der dem Hüfthörnchen entgegengesetzten Seite noch ein zweites kleines Hörnchen und mehrere lange Borsten. Schenkel kurz, mit sehr langen Borsten. Ihnen sitzen zwei voll- ständig getrennte Äste auf. Der kürzere Hauptast ist dreitheilig, die Arme gebogen, auf einem läuft die Samenrinne bis an das Ende, der Nebenast gabelt sich bald in zwei lange Arme, von denen die Spitze des einen hakig nach abwärts gekrümmt ist. (Fig. 130, 131.) Heimat: Paraguay. (Berliner Mus.) Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIl. Bd. 50 SU 394 Carl Graf Attems, Leptodesmus validus nov. Sp. Taf. VI, Fig. 138, 139. Dunkler oder heller kastanienbraun. Antennen, Bauch und Beine lichter. Halsschild lebhaft gelb eingefasst. Hinterrand aller Metazoniten gelb gesäumt. Dieser Saum ist auf der Rückenmitte und auf den Kielen breit, zwischen diesen Stellen schmal. Länge 64-—-70 mm. Breite in der Körpermitte S-11 mm. Der Körper ist vorn breiter, bei einem d 10. Segment 9-5 mm breit. 2. Segment 11 mm breit. Breite eines Prozoniten 7 mm bei 11 mm Breite mit den Kielen. Kopf glatt und glänzend. Antennen lang schlank. Halsschild: Vorderrand in der Mitte gerade, die Seiten ziehen im flachen Bogen zum Hintereck, letz- teres abgestumpft, Hinterrand in der Mitte seicht ausgeschnitten. Halsschild ebenso breit wie der folgende Rückenschild. Körper vom 5. Segment nach vorn zu verbreitert, grösste Breite im 2. und 3. Segment. Rücken mässig gewölbt. Körper glatt. a Bis zum 13. Segment sind alle porentragenden Kiele vorn und hinten abgerundet, die nichtporen- tragenden vorn ebenfalls, hinten etwas eckiger, vom 14.— 16. Segment ist das Hintereck spitzwinkelig, 17. und 18. Segment mit breitem, grossen, etwas abgestumpften Zahn als Hintereck, der des 19. ganz klein, aber spitz. Die Kiele sind ringsherum gesäumt, die Saftlöcher liegen in der Mitte einer vorn und hinten all- mälig in den Saum übergehenden Beule. (Fig. 139.) Die Metazoniten sind der Quere nach ganz seicht breit eingedrückt, doch ist das noch keine Quer- jurche, sondern nur die schwache Andeutung einer solchen. Schwänzchen schlank, cylindrisch, etwas ventralwärts gekrümmt. Analschuppen dreieckig zugespitzt. Analklappenränder dick wulstig. Borstenwärzchen fehlen auf dem Analsegment ganz. Ventralplatten beim J': 4. Segment mit einem kurzborstigen, am Ende durch eine Längsfurche getheilten Fortsatz, die des 5. Segmentes mit vier kurzborstigen runden Höckern, welche beinahe den ganzen Raum zwischen den Hüften einnehmen, die des 6. Segmentes bildet eine tiefe, glatte, unbeborstete, mit Längsrunzeln versehene Grube, nur neben jedem Bein ein Borstenbüschel. Von der Ventralplatte des 7. Segmentes bleibt hinter der Öffnung, aus der die Copulationsfüsse heraus- ragen, nur eine dünne, senkrecht gestellte Lamelle übrig, die in der Mitte zugespitzt ist und jederseits neben den Hüften des hinteren Beinpaares ein schlankes Zäpfchen trägt. Ventralplatte 8 und 9 mit vier grossen dicken, mit kurzen dicken Borsten besetzten Höckern, von der 10. an nur ein kleiner Tuberkel neben jedem Fuss. Alle sind glatt, nur längs des Vorder- und Hinterrandes beborstet. Ventralplatten des ? beborstet, die der hinteren Körperhälfte mit einem sehr kleinen Tuberkel neben jedem Bein (kleiner als beim (’). Copulationsfüsse: Hüfte ohne Besonderheiten, Schenkel auf der Innenseite mit relativ wenigen, aber starken Borsten besetzt, länglich; er trägt zwei sehr ungleich grosse Äste. Der Hauptast, in den sich der Schenkel unmittelbar fortsetzt, ist an der Basis eingeschnürt, verbreitert sich allmälig zu einer hohlen ein- gerollten Platte, deren eine Kante ungefähr in der Mitte einen grossen, breiten Zahn (Z) trägt. Das Ende der Platte ist in einen stumpfen runden und einen gezähnelten Lappen durch eine Bucht getheilt. Der Neben- ast, der dem Schenkel mehr seitlich aufsitzt, ist hier senr klein und nur ein schlanker gerader Spiess, dessen Basis knopfförmig angeschwollen ist. (Fig. 138.) Fundort: Paraguay (Berliner Museum.) Leptodesmus vestitus (C. Koch). Taf. VI, Fig. 134. 1847. Oxyurus veslilus C. Koch Syst. d. Myriop. p. 139. System der Polydesmiden. 1. 395 Die Farbe ist nicht mehr deutlich erkennbar, weil die Thiere offenbar durch langes Liegen im Alkohol verblasst sind, sie sind weisslichgelb, der Rücken scheint bräunlich gewesen zu sein mit einem hellen Quer- fleck auf der hinteren Hälfte der Metazoniten. Kiele heller als der Rücken. Länge 34 mm. Breite 5°5 mm. Körper ganz parallelseitig vom 2.—17. Segment gleich breit. Kopf wie der ganze übrige Körper glatt und glänzend. Antennen lang und schlank. Scheitelfurche sehr seicht. Scheitel mit einigen grösseren Borsten. Halsschild so breit wie der zweite Rückenschild. Vorderrand fast gerade, im flachen Bogen in den Seitenrand übergehend, Hinterrand in der Mitte seicht eingeschnitten, geht unter einem Winkel von ca. 70° in den Seitenrand über. Hintereckspitze oben abgestumpft. Rücken nur wenig gewölbt. Die Kiele folgen dieser geringen Wölbung. Die Kiele sind länger als der Rückentheil der Metazoniten, daher eng aneinander schliessend, bis zum 14. sind sie viereckig mit ganz abgerundeten Vorder- und Hinterecken. Hintereck des 16.—19. Kieles in einen stumpfen Zahn ausgezogen, dessen Grösse bis zum 18. zunimmt. Seitenrand wulstig verdickt, glatt, ohne Zähne. Die Saftlöcher liegen ganz nach der Seite gerichtet, etwas hinter der Mitte in diesem Wulst. Pleuralkiel nicht vorhanden. Ventralplatten kurz, breit, erhaben, glatt, unbeborstet und nicht eingedrückt. Schwänzchen schlank, eylindrisch. Analschuppe dreieckig mit abgestumpfter Spitze. Die Körnchen, auf welchen die Borsten sitzen, kaum sichtbar. Copulationsfüsse: Sie sind ungemein einfach, nämlich schmal sichelförmig, ohne jegliche Nebenäste oder dgl.; von der Basis gegen die Spitze allmälig verjüngt; der wie gewöhnlich behaarte Schenkeltheil ist deutlich vom folgenden abgesetzt. Die Samenrinne verläuft bis an das etwas lappig verbreiterte Ende des Copulationsfusses. (Fig. 134.) Fundort: Dardanellen (Berliner Museum) 5 9. Leptodesmus cyprius (Humb. et Sauss.). Taf. VI, Fig. 142. 1869. Polydesmus (Oxyurus) cyprius Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-bot. Ges. XIX, p. 684. »Körper sehr flach, breit, gleichbreit oder etwas verschmälert im zweiten Viertel. Die Kiele einander berührend. Antennen schlank, lang. Kopf glatt. Scheitelfurche seicht. Halsschild kurz und breit, beinahe eben so breit wie die folgenden. Hinterrand in der Mitte etwas ausgeschnitten. Vorder- rand in der Mitte gerade, die sehr gebogenen Seitentheile treffen unter einem spitzen Winkel auf den Hinterrand und sind gesäumt. Die folgenden drei Segmente quer, die Kiele breit und eckig, nicht oder kaum nach vorn gerichtet, gesäumt. Die des zweiten am Vordereck mit den Spuren eines Zähnchens. Kiele 4—9 ebenfalls breit und eckig, aber mit etwas abgerundeten Winkeln, merklich länger als der Rest des Metazoniten, indem der Hinterrand der Kiele weiter rückwärts reicht als der des Rückentheiles. Auf den folgenden Segmenten werden die Kiele immer mehr flügelförmig, mit etwas abgerundetem Hinterrand. Kiele des 19. Segmentes nach hinten gerichtet und sehr abgerundet. Wülste schwach. Die Poren auf der Oberseite, vorn in der Mitte, hinten mehr im hinteren Theil des Seitenrandes. Schwänzchen sehr kurz, konisch. Analschuppe spitzbogenförmig, dreizipfelig. Füsse lang, das 2. Glied unten distal leicht eckig, aber nicht dornartig. Glatt, gestrichelt, lederartig. Die Kiele mit verwischter Granulation. Farbe gelblichweiss, die grösseren kastanienbraun. Länge g' 34mm, 9 36 mm. Breite der Metazoniten Z' 6mm, 9 75 mm, eines Prozoniten g' 45mm, 9 5 mm. Fundort: Cypern. Zu dieser sehr zutreffenden Beschreibung, wie ich mich an den von den Autoren benützten Exem- plaren des Hofmuseums überzeugte, habe ich Folgendes zu bemerken: Die Breite bleibt vom Halsschild bis zum 18. Segment inclusive die gleiche. Das 19. Segment ist plötz- lich schmäler und hat ganz abgerundete, lappige Kiele, während die Hinterecken des 18. Segmentes noch ganz spitz sind. Schwänzchen sehr zugespitzt. Analschuppe spitzbogenförmig, aber die zwei Borstenwarzen sind so klein, dass man sie eigentlich nicht dreizipfelig nennen kann. 50* 396 Carl Graf Attems, Die Prozoniten stecken so in den langen Metazoniten darin, dass die Hinterecken sich über den nach- folgenden Metazoniten zum Theil darüberlegen. Die Kiele sind lang, länger als die Rückentheile der Metazoniten, was auch zu diesem Überdecken beiträgt. Die wulstige Verdickung des Seitenrandes ist schwach und auch auf den porentragenden Kielen nicht viel dicker als auf den porenlosen. Die Saftlöcher liegen so, dass ihre Öffnung nach oben sieht. Ventralplatten breit, dicht behaart. Die beiderseitigen Eindrücke zwischen den Beinen jeder Seite ver- einigen sich nicht in der Mitte. Beim d hat die Ventralplatte des 4. Segmentes (3. Beinpaar) eine knopf- artige Erhöhung, und die folgenden zwei solche, die aber eng verschmolzen sind. An den Pleuren der vorderen Körperhälfte ein Tuberkel. Beine des d merklich verdickt. Unterseite dicht behaart, vom 1. Glied an. Endglied auch oben behaart. Copulationsfüsse: Sie stellen eine ziemlich schlanke, etwas unregelmässige und schwach gebogene Sichel vor. Der beborstete Theil reicht bis zum Beginn des letzten Drittels der Länge. Die Hohlseite trägt eine Lage von unregelmässig ausgezackten Zähnen, von der hakig umgebogenen Spitze bis zur Mitte des beborsteten Theiles. Vor dem Ende steht ein kurzer runder Lappen. Die Samenrinne mündet an der Spitze des Organs. (Fig. 142.) Subgenus Odontopeltis. 1894. Odontopeltis Poc. Journ. Linn. Soc. XNXIV. Myr. Fauna from West Indies. 1847. Rhacophorus C. Koch Syst. d. Myriop. Pocock führt den neuen Namen ein, weil Rhacophorus bereits für ein Froschgenus vergeben ist, ohne eine ausführliche Diagnose zu geben. Die Koch’sche ist ganz ungenügend. 1895. Odontopeltis Silv. I Diplopodi, p. 80. 1897. Leiodesmus Silv. Boll. mus. zool. anat. comp. di Torino, Vol. XII, No. 283. 1897. Alocodesmus Silv. ibid. No. 254. Wir werden auch in dieser Gruppe die Entwicklung der einzelnen systematisch wichtigen Theile ver- folgen: 1. Sculptur der Metazoniten. Eine einzige Art (Vincentii) ist ganz glatt. Zwei Arten (incisus und gracilipes) sind sehr dicht und fein granulirt, haben aber sonst keine Quer- reihen grösserer Körnchen etc., was sonst bei allen übrigen Arten, wenigstens der Anlage nach, der Fall ist. Vorher möchte ich bemerken, dass incisus gerade so gut zu Zepfodesmaus s. str. gezogen werden könnte, weil die Hinterecken der vorderen Kiele noch nicht zahnartig, sondern mehr rechtwinkelig sind, doch hat mich die grosse Ähnlichkeit dieser Art mit Eimeri und der sehr flache Rücken, der bei Leptodesmus s. str. selten oder gar nicht vorkommt, während er bei Odontopeltis häufiger ist, bewogen, incisus hieher zu nehmen. Es ist eine Übergangsform, eine jener Arten, welche die Trennung einer grossen Gruppe in Unter- abtheilungen erschweren und sich in keine der letzteren mit mehr Berechtigung einreihen lassen als in eine andere. Fein granulirt sind ausserdem Eimeri, angustatus und verrucosus, die anderen Arten sind, die noch zu besprechende Sculptur abgesehen, glatt. Diese besteht in Querreihen von grösseren oder kleineren Höcker- chen oder Beulen. Querreihen kleiner runder, ziemlich weit von einander abstehenden Rörnchen finden sich bei Eimeri, der in dieser Hinsicht an carinovatus erinnert. Bei mucronatus ist der Anfang einer Felderung der Metazoniten in runde Buckel gegeben, eine win- kelige Querfurche mit nach hinten ausgehenden Längsfurchen. Bei morantus ist es ähnlich. Einzelne der seitlichen Buckel sind schon stärker, mehr warzenartig ent- wickelt, letzteres ist in noch stärkeren Masse der Fall bei /uberculatus, formosus und mammatus, bei denen auch die mittleren Buckel immer deutlicher abgegrenzt sind. - | | ’ System der Polydesmiden. 1. 397 Bei polydesmoides, gayanıs und Michaelseni ist keiner der Buckel so hoch, ersterer ist noch unvoll- ständig in polygonale buckelige Felder getheilt, während bei Michaelseni drei, bei gayanus vier Querreihen von 4—6 ziemlich gleich grossen und hohen Buckeln die ganze Fläche bedecken. 2. Das Hintereck der vorderen Kiele ist nur bei zzcisus noch mehr rechtwinkelig, bei allen übrigen ist es auf allen Segmenten zahnartig, die Grösse dieses Zahnes nimmt zwar caudalwärts zu, aber nicht sehr wesentlich. Eine Weiterbildung und das Extrem in dieser Richtung zeigt die Gattung Rhachidomorpha. 3. Der Seitenrand der Kiele zeigt bei dieser Gruppe die Neigung gezähnt zu werden. Gracilipes, Eimeri, Vincentii, mucronatus und incisus haben einen glatten ungezähnten Seitenrand, abgesehen von dem die Porenbeule vorn begrenzenden Einschnitt. Bei mucronatus und fuberculatus steht nahe dem Vordereck ein kleines Zähnchen. Formosus, mammatus, verrucosus, polydesmoides, gayanıus und Michaelseni haben 3—7 Zähnchen auf dem Seitenrand. Bei letzteren drei Arten läuft längs des ganzen Seitenrandwulstes ganz aussen eine feine Leiste, welche gezähnelt ist; wie die Zähnelung der ersten drei Arten ist, kann ich aus eigener An- schauung nicht sagen. 4. Bei mucronatus, polydesmoides, gayanıs und Michaelseni ist auch die Umgebung des Saftloches im Vergleich mit dem übrigen Kielrand nicht sonderlich dicker, jedenfalls nicht scharf abgesetzt. Bei den anderen Arten dagegen ist sie zu einer deutlichen eiförmigen Warze abgeschnürt durch einen Einschnitt des Seitenrandes vor ihr. Sehr ausgeprägt ist dieser Einschnitt z. B. bei ineisus. Die Arten gruppiren sich somit folgendermassen: I. Metazoniten dicht und fein granulirt. 1. Ohne Querreihen von Knötchen. Hintereck der vorderen Kiele mehr winkelig als zahnartig: incisus. Hintereck aller Kiele zahnartig: gracilipes. 2. Mit drei Querreihen von Knötchen: Eimeri. 8. Mit einer Querfurche auf Segment 5—19 und 2 Querreihen von Tuberkeln hinter dieser Furche: angustatus. 4. Mit einer Querreihe grosser Tuberkel: verrucosus. ! II. Metazoniten nicht fein granulirt. 1. Ganz glatt: Vincentüi. 2. Mit dem Anfang einer Theilung im Buckel: mucronatus. 3. Theilung in Buckel weiter fortgeschritten, einzelne derselben warzenartig; morantus, tubercu- latus, formosus, mammatus. RS . Querreihen flacher Beulen. Seitenrand der Kiele von einer feinen Leiste eingesäumt, welche gezähnelt ist: polydesmoides, Michaelseni, gayanus. Verbreitung: Central- und Südamerika, Antillen. Übersicht der Arten: l. a) Metazoniten fein granulirt (mit oder ohne Höcker oder Beulen) . . . . . . El u b) Metazoniten glatt, glänzend, ebenfalls mit oder ohne Beulenreihen . . » 2... u... 2.0) Hinterecken der vorderen Kiele rechtwinklig. Hinterrand dieser Kiele gerade, Metazoniten ohne Onerwsinen won, Iwsehkeitn I 07 0, ae 1 OR Ro a or b) Hintereck der vorderen Kiele zackig, Hinterrand dieser Kiele ausgeschnitten . . . 22.2... 3. a) Ohne Querreihen grösserer Tuberkel . . ee re ORACHADEes>FL,.UMS: BD)ANIEOuerceinen von Knotehen oder Tüberkeln auf den Metazoniten »- » . x ı aus ec 4 1 Hier würde sich nach der Metazonitensculptur Centrogaster sanctııs anschliessen, 398 Carl Graf Atiems, 4. a) Hinterrand der Metazoniten mit einer Reihe von grossen Tuberkeln. Seitenrand der Kiele gezähnt verrucosus Poc. b) Metazoniten mit drei Querreihen kleiner Körnchen (ausser der dichten feinen Granulirung). Seiten- rand der Kiele ungezähnt „rs. 2. 2.0 u ee ee b) Metazoniten mit einer Querfurche und dahinter mit zwei Tuberkelreihen . . . angustatus Silv. 5. a) Metazoniten ganz glatt ae ee ea VANGeN ee b) Metazoniten mit verschiedener Sculptur . -. ». . 2.2.2... I : es 6. 6. a) Innenseite des Hintereckzahnes mit 1— 3 spitzen Zähnchen . . . . ..... .„maucronatns (Pet.) b) Innenseite des Llintereckzahnes ohne’ solehe Zähn chen 7a) Rückenleinfarbie, ohne Nittellanesbinder Pr 5 b) Braun, mit breiter gelber Mittellängsbinde und gelben Kielen . . . 2. 2 2.2.2.2... formosus 8. a) sSeitenrand der Kiele ganz ungezännt „22 en ruberculatus mia b) Seitenrand der.Kiele mit I—7 Zähnchen . .... ee 0 © 9. a) Metazoniten ganz oder zum Theil durch eine polygonale Felderung in grosse flache Buckel getheiln gkeinierzderselbenehoenszitzento rn DE 0) b) Von den in Querreihen stehenden grösseren Tuberkeln sind die seitlichen hoch, zitzenförmig . 12. 10. a) Metazoniten mit 3—4 Querreihen von je 4—6 grossen flachen Buckeln .. ...2.....Ü1l. b) Metazoniten mit einer seichten polygonalen Felderung, welche zwei Querreihen von ca. 10 Fel- dern abgrenzt "3 n. 2 ee r epolydesmoidesae 11. a) Drei Querreihen von Buckeln. Halsschild so breit wie der folgende Schild. Hinterrand gerade. Ventralplatten des d’ mit je vier grösseren Fortsätzen a oe 5 sonen. Michaelseni ans ie b) Vier Querreihen von Buckeln. Halsschild schmäler als der folgende, querelliptisch, d.h. auch der Hinterrand gewölbt. Ventralpatten des J ohne Fortsätze . . . ...... . Gayanus (Gerv.) 12. a) Dunkelbraun. Metazoniten mit einer Querfurche und dem Beginn einer Felderung, hinter der- selben jederseits circa drei grössere warzenartige Tuberkel . . . .... . morantus Karsch. b) Schwarz, jeder Metazonit mit sieben zitzenförmigen Hervorragungen jederseits . mammatus Poc. Odontopeltis incisus nov. Sp. Taf. VII, Fig. 153. Farbe im Allgemeinen dunkel rothbraun. Die Kielränder etwas heller rothbraun durchscheinend; ebenso ist die Unterseite lichter und die Füsse mehr gelbbraun. Antennen: Fünf ersten Glieder rothbraun, das sechste an der Basis ebenso. Rest der Antennen schön eiergelb. Der ganze Körper matt, ohne Glanz. Länge 38—43 mm. Breite d 6 mm, ? 6°5 mm. Dicke eines Prozoniten (2) 4 mm. Körper beim Männchen sichtlich flacher als beim Weibchen. Bei ersteren erreichen besonders vorn die Kiele die Höhe der Rückenmitte oder übertreffen sie sogar. Vom Halsschild an gleich die volle Breite. Hinterende ganz allmälig etwas verjüngt. Kopf feinkörnig, vorn behaart, auf dem Scheitel nackt. Antennen lang, kräftig, am Ende nicht merklich dicker. Halsschild breit, sehr flach, in der Gestalt sehr den nächstfolgenden Metazoniten gleichend. Vorder- und Hinterrand gerade. Vordereck stark abgerundet. Hintereck abgestumpft. Kiel des 2.—4. Segmentes ganz Ähnlich, nur sind die Ecken etwas besser markirt. Das Vordereck weniger stark abgerundet und mit einem winzigen Zähnchen versehen. Das Vordereck aller folgenden Kiele bleibt abgerundet, je weiter nach hinten, desto stärker. Der Seitenrand der porentragenden Kiele hat in der Mitte einen Einschnitt, so dass vor diesen Einschnitt der Seitenrand einen runden Lappen bildet; hinter dem Einschnitt wird der Seitenrand von einer ovalen Schwiele eingenommen, die oberseits ausgehöhlt ist, in welcher Aushöhlung im Centrum das kleine Saftloch liegt. ee De DE 2 u 2 System der Polydesmiden. 1. 399 Diese Schwiele bildet auf den porentragenden Segmenten auch das Hintereck, welches breitzackig ist. Auf den Segmenten 16, 17, 18 ist das Hintereck ein breiter dreieckiger Zahn. Der Kiel des 19. Segmentes ist ein kleiner abgerundeter Lappen. Bis zum 14. Segment sind die Hinterecken eher rechtwinkelig, kaum merklich ausgezogen. Oberseite der Metazoniten fein, dicht und gleichmässig granulirt. Unterseite etwas rauh. Prozoniten matt, aber nicht granulirt. Ventralplatten seicht kreuzförmig eingedrückt und mit spärlichen gelben Härchen, ohne Fortsätze oder dergleichen bei d.. Schwänzchen ziemlich lang, nahe der Spitze auf der Oberseite die drei Borstenwarzen, das Ende gerade abgeschnitten. Analschuppe dreieckig zugespitzt. Randwulst der Analklappen sehr hoch. Beine lang und schlank, beim Männchen nicht merklich dicker als beim Weibchen, ringsherum gleich- mässig behaart. Copulationsfüsse: Hüfthörnchen basal sehr dick. Dem beborsteten, eiförmigen Schenkeltheil sitzen zwei getrennte Äste auf, der Hauptast ist der schmälere, er sitzt medial vom Nebenast. Die Samenrinne geht aus der Grube im Schenkel beinahe ganz gerade bis zur Spitze des vorderen der beiden Zacken, in die der Hauptast gespalten ist. Der Nebenast ist eine breite, am Ende ganz gerade abgestutzte Platte. Im hinteren distalen Winkel ist ein kurzer schräger, mit spitzen Stacheln besetzter Wulst. (Fig. 153.) Fundort‘ Rio de Janeiro, Bai Corcovedo. (Hofmus.) Odontopeltis gracilipes Humb. et Sauss. 1870. Polydesmus gractilipes Humb. et Sauss, Rev. et mag. d. zool. 172, 1. 1872. » (Oxyurus) gracilipes Humb. et Sauss. Miss. scient. Mexique, p. 39. Schwarzbraun, Bauch röthlichbraun, Metazoniten mit einer schmalen, verwachsenen gelblichen Längs- binde. Prozoniten mit einem runden, gelblichweissen, durch eine schmale dunkle Längslinie getheilten Fleck in der Mitte. Länge 50 mm. Breite des 1.'Segmentes 6 mm, in der Mitte 76 mm. Kopf glatt, die Scheitelfurche bricht zwischen den Antennen plötzlich ab, Antennen sehr lang und schlank, zurückgelegt überragen sie den Hinterrand des 4. Segmentes. Halsschild: Vorderrand bogig. Seitenecken ganz spitz. Hinterrand in der Mitte gerade, an den Seiten- flügeln concav. Rücken flach nur sehr wenig gewölbt. Kiele breit. Oberfläche der Prozoniten glatt, der Metazoniten gleichmässig fein granulirt und lederartig gerunzelt ohne Querfurche, oder dieselbe kaum sichtbar. Hinter- ecken aller Kiele spitz, zahnartig, das Hintereck überragt den Hinterrand der Metazoniten aber erst von den Segmenten der Körpermitte an. Auf den vorderen Segmenten wird der Zahn des Hintereckes dadurch ausgesprochener, dass der Hinterrand der Kiele ausgebuchtet ist, je weiter nach hinten desto länger wird dieser Zahn. Vordereck der Kiele abgerundet, auf den vordersten Segmenten bilden Vorder- und Seitenrand einen Bogen und die Kiele 2—4 sind im Ganzen etwas nach vorn gerichtet. Der Seitenrand der porenlosen Kiele ist nur ganz schwach wulstig gesäumt, auf den porentragenden ist die hintere Hälfte des Seitenrandes beulenartig verdickt, diese Beule bildet mit ihrer hinteren Hälfte der Hintereckszahn. Das Saftloch liegt ganz nach der Seite gerichtet in der Mitte dieser Beule. Ventralplatten glatt, nicht eingedrückt, nackt, nur längs des Vorderrandes schwach behaart. Schwänzchen plötzlich verjüngt, conisch, am Ende abgestutzt mit zwei Borstenwarzen jederseits, jeder Seitenrand mit einer weiteren Warze. Analschuppe breit dreieckig mit zwei kleinen Borstenwarzen. Beine lang und schlank. Fundort: Brasilien. (Hofmuseum $ Originalexemplar.) 400 Carl Graf Attems, Odontopeltis Eimeri nov. sp. Taf. VII, Fig. 151. Farbe: Männchen auf dem Rücken ganz dunkelrothbraun, fast schwarzbraun. Kielränder, Antennen, Beine und Unterseite wenig lichter rothbraun. Die Unterseite der ersten zwei Beinglieder gelbbraun. Das Weibchen im Ganzen etwas lichter rothbraun. Länge d’ 43 mm, ? 50 mm. Breite des Halsschildes ? 5 mm, d 55 mm. Körpermitte J 7:5 mm, ? 8 mm. Breite eines mittleren Prozoniten ? 5 mm, d' 4 mm. Aus den gegebenen Maassen sieht man, dass die Kiele beim d, obwohl die Maasse im Ganzen geringer bleiben, relativ breiter sind als beim ®. Körper vorn nicht, hinten deutlich verschmälert. Mit der relativ grösseren Dicke des ? hängt auch die stärkere Rückenwölbung beim ? zusammen. Beim Männchen erreichen die Seitenränder der Kiele die Höhe der Rückenmitte, während letzteres beim Weibchen weitaus nicht der Fall ist. Der ganze Körper matt, nicht glänzend, und mit Ausnahme der Beine und Ventralplatten unbehaart. Kopf mit tiefer Scheitelfurche, unbehaart, mit Ausnahme einiger Börstchen vorn (ausser den gewöhn- lichen Borstenreihen). Antennen schlank, gar nicht verdickt am Ende, reichen zurückgelegt bis zum Hinterrand des 4. Seg- mentes. Halsschild breit, viel breiter als der Kopf. Vorder- und Seitenränder zu einem Bogen verschmolzen. Hinterrand im Allgemeinen gerade, nur dreimal seicht eingebuchtet, einmal in der Mitte und jederseits. Die Seitenecken des Halsschildes ziemlich spitz, mit einer kleinen Verdickung des feinen Randsaumes, der den Halsschild mit Ausnahme des mittleren Theiles des Vorderrandes umzieht. Er ist schwach gewölbt. Längs der Ränder stehen kleine Körnchen, vor denen des Hinterrandes noch einige weitere unregelmässige. Die Kiele sind, wie schon erwähnt, beim d breiter und horizontal, beim $ etwas schmäler und mehr abfallend. Das Vordereck ist stark abgerundet, der Seitenrand bleibt jedoch gerade und verschmilzt nicht mit dem Vorderrand zu einem Bogen. Der Winkel des Hintereckes ist auf den 2—3 vordersten Segmenten ein etwas geringerer als ein rechter, vom 5. an wird er deutlich zahnartig. Auf den porentragenden Segmenten ist dieser Zahn dicker, da er hier vom Hinterende der eiförmigen Porenbeule gebildet wird. Die grossen Poren liegen schräg nach der Seite und oben gerichtet in der Mitte einer eiförmigen, hinten zugespitzten, vorn abgerundeten Beule, die vorn in den schmalen Seitensaum über- geht; hinten setzt sich seitlich der Hinterrandssaum an. Der Hintereckszahn wird caudalwärts immer grösser und spitzer, bis zum 28. Segment. Das 19. Seg- ment trägt einen abgerundeten Lappen. Auf den hinteren zwei Dritteln der Metazoniten stehen drei Querreihen kleiner Körnchen. Die Reihen sind meist unterbrochen, ca. 12—14 Körnchen stehen in jeder Reihe. Im Übrigen sind die Metazoniten matt, feinkörnig, runzelig, die Prozoniten noch viel feiner gekörnt, ebenfalls matt in Folge dessen. Ventralplatten mit einer feinen Querfurche, sonst eben aber matt, mit wenigen gelben feinen Härchen besetzt. Analschuppe dreieckig, die Spitze in ein winziges, der Wölbung des Analklappenrandes folgendes Zäpfchen ausgezogen, die Seitenränder der Analschuppe etwas gewölbt, die Analklappen fein wulstig gerandet. Die Beine reichlich behaart auf allen Gliedern und auch beim Männchen bis zum Ende gleichmässig ohne Bürstenbildung. Copulationsfüsse: Der wie gewöhnliche beborstete und verdickte Schenkel trägt zwei Äste. Der Haupt- ast liegt, wenn man das auf dem Rücken liegende Thier betrachtet, oben, im Anfang dünn, dann wird er System der Polydesmiden. T. 401 plötzlich breiter und theilt sich in einen schlanken spitzen lateralen Arm mit der Samenrinne und einen breiten schwach gekrümmten und zugespitzten medialen Arm. Der Nebenast ist in seiner basalen Hälfte schlank cylindrisch, distal lamellenförmig verbreitert und gezähnelt. (Fig. 151.) Fundort: Blumenau, Prov. Santa Catharina, Brasilien. (Hofmus.) Odontopeltis angustatus (Silv.). 1897. Alocodesmus angustatus Silv. Boll. mus. di Torino, No. 283. »Caput vertice sat prominente, sulco profundo. Antennae segmentum tertium fere superantes, artieulis 2—6 subaequalibus, septimo brevi. Tergitum primum abbreviatum antice rotundatum, postice truncatum, medium parum exeisum, angulis parum pro- ductis, supra serie granulorum posticorum maiorum ornatum et granulis parvis. Segmenta cetera tota granulis parvis obsessa, dorso a quinto transversaliter profunde sulcato et seriebus duabus postieis granulorum maiorum ornato et granulis nonnullis. Carinae parvae angulo antico valde rotundato, postico producto, margine laterali integro. Pori laterales-posteriori. Carinae porigerae ex- eisae. Segmentum ultimum tergito triangulari, apice recte truncato setis longis instructo, utrinque tuberculis duobus magnis seti- geris, supra etiam nonnullis tuberculis (4) setigeris ornato, sternito semicirculari apice parum producto, utrinque tuberculis duobus magnis. Valvulae anales ad marginem medium tuberculis duobus setigeris instructae. Sterna lata, ad basim pedum processu brevi, spiniformi armata. Pedes perlongi, setis instructi. &. Foemina angustior antennis pedibusque longioribus. Pedes primi paris artieulis abbreviatis, magis setosis, secundi paris articulo prim® infra ad apicem aliquantum producto, late rotundato. Organum copulativum rectum basi setosa, hasta bipartita, quorum pars altera processu arcuato, acuto magno et processu minore bifido instructa, altera processu laminari dentato et pro- cessu laterali acuto, parum arcuato. — Color nigropiceus, ventre, pedum articulis basalibus terreis, angulo postico carinarum flavo. Long. corp. 42 mm, lat. corp. 55 mm. Long. antennarum 7 mm, pedem 7 mm.« Als Fundort wird man nach dem Titel der Publication wohl Ecuador zu betrachten haben. Odontopeltis verrucosus Poc. 1894. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 516, Taf. 39, Fig. 6. »Kopf und Oberseite der Prozoniten chocoladebraun, der übrige Theil des Körpers gelb. Antennen lang, 2.—5. Glied beinahe gleich lang und dick, das 6. das längste. Halsschild ungefähr so breit wie der zweite; durchaus dicht granulirt, sein Vorderrand gleichmässig convex. Hinterrand gerade, obgleich leicht ausgebuchtet. Seitenlappen aufgebogen und gekielt. Hintereck eckig und scharf. Prozoniten glatt. Metazoniten dicht granulirt, mit einer Reihe von sechs grösseren Körnchen längs des Hinterrandes, in der Mitte undeutlich quer eingedrückt. Die Kiele wohl entwickelt, horizontal, auf der Rückenhöhe entspringend. Vorderrand convex. Hinterrand entsprechend concav. Hintereck spitz und zahnförmig, den Hinterrand der Metazoniten weit überragend, wenigstens auf der hinteren Körperhälfte. Der Hinterrand mit einem deutlichen Tuberkel nahe seiner Ansatzstelle, im Übrigen gezähnelt. Seitenrand mit grösseren und kleineren Zähnchen. Die porentragenden Kiele mit tiefer Mediankerbe. Die Poren lateral aber leicht aufwärts gerichtet, in einer Einsenkung vor dem Hintereck gelegen. Seiten unterhalb der Kiele granulirt. Am Vorderende des Körpers ein granulirter Kiel oberhalb der Beine. Schwänzchen verjüngt, an der Spitze abgestutzt mit zwei und seitwärts mit mehreren poren- tragenden Warzen. Analschuppe dreieckig, die zwei Tuberkeln vor den Hinterrändern gelegen. Ventralplatten breit, glatt, unbedornt. Beine lang und dicht behaart, das 1., 2., 4., 5. Glied beinahe gleich lang, das 3., sowie das 6. so lang wie zwei der übrigen Glieder. &‘ schlanker als das @. Die Kiele etwas mehr gehoben. Die Ventralplatten des 4. und 5. Segmentes mit zwei behaarten Tuberkeln. Copulationsfüsse kurz, kräftig, einander berührend aber nicht gekreuzt, jeder aus zwei sehr ungleich grossen Fortsätzen bestehend; der grössere ist distal verbreitert, hohl und am Ende nach aussen gekrümmt, der kürzere ebenfalls gekrümmt, ist an der Innenseite des grösseren nach auf- und vorwärts gerichtet. Länge 9 24mm, g' 23 mm. Breite 9 35mm, j' 3 mm. Localität: Jamaika. Offenbar mit O. morantus nahe verwandt, aber in verschiedenen Punkten abweichend, so: Oberfläche dicht granulirt. Sculptur weniger deutlich. Basalzahn des Hinterrandes der Kiele grösser u. s. w.« Odontopeltis Vincentii Poc. 1894. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 514, Taf. 39, Fig. 4. »Farbe: Chocoladebraun. Kiele gelb, ein dreieckiger gelber Fleck auf der Rückenmitte der Metazoniten. Antennen rostfarben. Beine und Ventralplatten gelb oder ockerfarben, glatt und glänzend. Q kräftig, parallelseitig. Antennen mässig lang und schlank. 2.—6. Glied beinahe gleich. Halsschild so breit wie der zweite und die übrigen, sein Vorderrand convex, die Kiele wohl entwickelt, herabgedrückt, ihr Vordereck convex. Hintereck rechtwinklig und scharf. Die Kiele des 2. und 3. Segmentes ebenfalls gut entwickelt, herabgedrückt und einander berührend, der des vierten viel klei- ner, mit stark vorgezogenem und zahnartigem Hintereck. Auf den übrigen Segmenten ist die Dorsalseite nicht gefurcht, die Kiele » Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIl1. Bd. 51 a 402 Carl Graf Attems, entspringen über der Mitte der Seiten, aber nicht auf der Rückenhöhe, sind klein, horizontal, mit convexem Vorderrand, spitzem und vorgezogenem Hintereck. Seitenrand verdickt, besonders um den Porus; dieser verdickte Ring vorn durch eine deutliche Kerbe begrenzt. Seiten der Somiten oben glatt, unten granulirt. Schwänzchen wie bei Sfrongylosoma oder Paradesmus. Analschuppe drei- eckig mit den zwei Tuberkeln vor der Spitze. Ventralplatten breit, unbedornt. Beine mässig lang, Trochanter zweimal so lang wie die Coxa, der Tarsus behaart und viel kürzer als der Femur. Ä & schlanker als das ®, aber mit breiteren Kielen. Ventralplatte des 6. Segmentes ausgehöhlt. Copulationsfüsse kurz, in drei beinahe gleiche Spitzen endigend, von denen die äussere an der Basis dick und am Ende sehr schlank und gekrümmt ist, die innere viel schlanker, an der Basis aber weniger plötzlich verjüngt, die dritte, ober und zwischen den anderen beiden sitzend, ist beinahe fadenförmig. Die Tibia der Beine hat unterseits einen distalwärts gerichteten Fortsatz, welcher unter dem proximalen Ende des Tarsus liegt, Länge der @ 275 mm. Breite 44mm, g' 26—3'8 mm. Localität: St. Vincent. (St. H. Smith.) Diese Art zeigt namhafte Variationen der Farbe; in einigen Fällen fehlt der mediane gelbe Fleck auf dem Rücken gänzlich, und das Gelb auf den Kielen ist viel weniger ausgesprochen. In anderen Fällen ist der gelbe Fleck so ausgedehnt, dass das Braun auf einen breiten Fleck jederseits redueirt ist. Da aber alle diese verschiedenfarbigen Formen sich nicht anderweitig unterscheiden, ziehe ich sie zur selben Art.« Ich kenne diese Art nicht aus eigener Anschauung, doch möchte ich bezüglich der Färbung an codi- cellus, parallelus, validus einerseits und formosus andererseits erinnern. Das Genauere wurde oben im allgemeinen Theil von Leptodesmus erwähnt. Odontopeltis mucronatus (Pet.). Taf. VII, Fig. 146. 1564. Polydesmus mucronatus Pet. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 622. Farbe nach Peters: Oben grauschwarz, unten schwärzlichgrau, jung graubraun mit weissen Kiel- spitzen. Länge 18 mm. Breite d 1’8S mm, 2 2 mm, ohne Kiele 1:2 mm. Körper parallelseitig, vorn und hinten gleichbreit, glatt und glänzend. Kopf glatt, zerstreut beborstet. Scheitelfurche sehr fein. Antennen lang, mässig verdickt. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild. Vorder- und Seitenränder bilden einen Halbkreis. Hinterrand gerade. Hinterecken spitz. Drei Reihen von Börstchen auf der Fläche. Rücken mässig gewölbt. Jeder Metazonit mit tiefer, in der Mitte winkelig nach vorn gezogener Quer- furche. Die Hälfte hinter der Querfurche zeigt Andeutungen von Längsfurchen, so dass undeutlich abge- grenzte Felder entstehen. (Erster Anfang der Tuberkelquerreihen.) Kiele gut entwickelt, hoch angesetzt, beinahe horizontal. Vordereck abgerundet. Hintereck schon vom zweiten an spitz ausgezogen und den Hinterrand der Metazoniten überragend. Dieser Zahn des Hintereckes ist lang und spitz und trägt auf seiner Innenseite auf den vordersten fünf Segmenten je einen, auf den fol- genden je zwei und auf den hintersten drei spitze Zähnchen, die jedes ein Börstchen tragen. Seitenrand der Kiele mit einem winzigen Zähnchen nahe hinter dem Vordereck, ein zweites kleineres der vorderen Segmente verschwindet hinten ganz. Der Seitenrand ist nicht wulstig verdickt; die porentragenden sind nur unbedeutend dicker als die porenlosen. Die Saftlöcher liegen ganz seitlich, in einer Höhe mit dem Hinterrande der Metazoniten. Auf den vorderen Segmenten ein deutlicher Pleuralkiel mit höckeriger Kante, der nach und nach zu einer unscheinbaren kleinen Leiste wird und ganz verschwindet. Ventralplatten glatt, der Länge nach eingedrückt. Schwänzchen zugespitzt. Seitenrand und Spitze mit den gewöhnlichen Höckerchen. Analschuppe dreieckig zugerundet. Männliche Copulationsfüsse: Von dem birnförmig angeschwollenen basalen Schenkeltheil gehen drei breite, eng aneinanderliegende Platten (P,, P,, P,), die zusammen den Nebenast vorstellen, aus; an die eine von ihnen schliesst sich der mehr geisselartige Träger der Samenrinne an. (Fig. 146.) Fundort: Bogota. (Berl. Mus. Peters Typ.!) Br 4 System der Polydesmiden. T. 403 Odontopeltis morantus (Karsch). 1881. Polydesmus (Rhacophorus) morantus Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd., p. 39. — Non Odontopeltis morantus Poc. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 515, 1894. Q. Metazoniten mit Ausnahme eines dunkelbraunen Streifens längs des Vorderrandes, Schwänzchen und Kiele gelb, der übrige Rücken dunkelbraun. Länge ca. 35 mm. Breite 4 mm. Die Antennen fehlen dem einzigen Exemplar. Scheitelfurche deutlich. Über die Behaarung des Kopfes kann der schlechten Conservirung wegen Nichts gesagt werden. Vorder- und Seitenränder des Halsschildes bilden einen ziemlich flachen Bogen. Hintereck spitz. Hinterrand dreimal eingebuchtet, einmal in der Mitte und an jedem Seitenlappen. Rücken etwas gewölbt, dadurch, dass die Kiele nicht ganz oben angesetzt sind; glatt und glänzend. Tuberkeln sind auf den vorderen Segmenten nicht zu sehen, mit Ausnahme der äussersten der zwei hin- teren Reihen, welche spitz sind. Die der hintersten Reihe stehen ganz auf dem Rand, mit ihrer Spitze diesen überragend. Auf den Segmenten des Hinterendes sieht man eine Andeutung der hinteren Tuberkel- reihe, gut Aüsgebildet sind aber eigentlich nur die äussersten Tuberkel der hinteren und die zwei äusseren der mittleren Reihe. Querfurche auf den Metazoniten vorhanden. Die Kiele sind schmal, horizontal. Das Vordereck ist stark abgerundet, von der vorderen Basis des Kieles an ist der Vorder- und Seitenrand wulstig verdickt. Auf den nicht saftlochtragenden Kielen geht diese Verdickung bis zum Hintereck, auf den porentragenden Kielen bis zur Beule, in der das Saftloch sich öffnet. Diese ist eiförmig, ringsum vom Kielrand abgesetzt, hinten zugespitzt; auf den hintersten Seg- menten übrigens weniger hoch und weniger scharf abgesetzt. Das Saftloch ist nach oben gerichtet. Auf den vorderen Kielen hat der Seitenrand nahe dem Vordereck ein unbedeutendes kleines Zähnchen. Ventralplatten ohne Fortsätze oder dergleichen; ob sie beborstet sind, ist wegen der schlechten Con- servirung nicht mehr zu entscheiden. Fundort: Jamaika. 1 ?. (Karsch’s Orig.-Exempl.!) D Odontopeltis tuberculatus mihi. Syn. 1894. Odonlopeltis morantus Poc. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 515, Taf. 39, Fig. 5. Non Syn. Oxyurus morantus Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd., p. 39. Farbe oben braun. Kiele und Hinterrand der Schilde gelb. Antennen und Beine gelb. Halsschild oben glatt. Vorderrand schwach convex, von einem Seiteneck zum anderen. Hinterrand dreimal eingebuchtet. Seitenecken spitz, zahnartig. Zweiter und dritter Rückenschild oben fast oder ganz glatt. Die Kiele wohl entwickelt, mit gebogenem Vorder-, ausgebuchtetem Hinter- und geradem, verdicktem Seitenrand. Hinterecken spitz und vorgezogen. Vierter Schild oben mit verwischter Sculptur, die folgenden deutlich sculpturirt, mit einer medianen Längsfurche, von der jederseits eine Querfurche abgeht, so dass die Fläche wie bei Polydesmus s. str. in Felder getheilt ist. Seitentheile der Oberfläche mit sechs grossen, niedrigen, sich fast berührenden Tuberkeln versehen. Die hinteren sind etwas spitz, der dem Kiel am nächsten stehende springt als conischer Zahn _ über den Hinterrand der Metazoniten vor. Die Kiele entspringen gerade über der Mitte der Seiten, sind horizontal, aber nicht breit. Vordereck abgerundet. Hintereck spitz, dornförmig. Seitenrand vorn mit einem kleinen Zahn, eine deutliche Kerbe vor der verdickten Umgebung des Saftloches. Saft- löcker nach aussen und oben gerichtet. Seiten beinahe glatt, mit einem scharfen Pleuralkiel auf der vorderen Körperhälfte. Schwänzchen dreieckig. Spitze abgestutzt, mit einem deutlichen Seitenhöcker vor derselben. Analschuppe abgestumpft drei- eckig, mit einem borstentragenden Tuberkel in der Mitte des Seitenrandes. Ventralplatten breit, hinten kaum ausgerandet. Beine von gewöhnlicher Länge. ... &. Die Kiele sind etwas höher als beim Weibchen, was ihm ein flacheres Aussehen gibt. Beine etwas kürzer und kräftiger. Copulationsfüsse kurz und kräftig, am Ende verbreitert, zusammengedrückt und nach vorn und abwärts geneigt. Von der oberen (vorderen) Fläche des Schenkels entspringen zwei Fortsätze nahe der Basis; sie kreuzen sich, der äussere ist einwärts, der innere auswärts gerichtet. Länge 20 mm. Fundort: Jamaika. Diese Art scheint von allen Verwandten durch die Sculptur der Metazoniten, welche an die von Polydesmus erinnert, ver- „schieden zu sein. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal ist das Vorhandensein des grossen dornähnlichen Zahnes an der Basis des Hinterrandes der Kiele.« 51* 404 Carl Graf Attems, Ich habe Karsch’s Originalexemplar von O. morantus aus dem Berliner Museum untersucht, doch stimmt Pocock’s Beschreibung mit diesem Thiere nicht überein. Pocock hatte daher vermuthlich eine neue Art vor sich, und der Name muss geändert werden. Odontopeltis formosus Poc. 1894. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 517, Taf. 39, Fig. 7. »Nahe verwandt mit 0. moranlus Karsch. ®. Farbe: Oberseite mit einem breiten gelben, medialen Dorsalband, seitlich braun. Aussenrand der Kiele gelb. Kopf und Analsegment ganz braun. Antennen und Beine gelb, letztere proximal etwas dunkler. Körper kräftig und beinahe flach, die Kiele beinahe horizontal und nahe der Rückenhöhe entspringend. Halsschild mit gleichmässig convexem Vorderrand und in der Mitte ausgebuchtetem Hinterrand. Der Rest der Segmente glatt und glänzend, aber beinahe wie Folydesmus sculpturirt, nämlich durch eine mediane Längs- und eine Querfurche getheilt. Der Raum hinter der Querfurche in zwei Querreihen polygonaler Felder getheilt. Von jedem der zwei äussersten Felder der hinteren Reihe entspringt ein dornartiger Zahn; von diesen ist der äussere grösser als der innere und an der Ansatzstelle der Kiele gelegen; der innere fehlt auf dem 1., 18. und 19. Segment. Das vordere Feld jedes Segmentes mit zwei borstentragenden Tuberkeln versehen. Die Kiele mässig lang. Der Vorderrand convex; der Hinterrand tief con- cav. Aussenrand gezähnt und mit zwei Dornen auf der vorderen Hälfte. Der hintere derselben durch einen tiefen Einschnitt gebildet, welcher das verdickte Porenfeld abgrenzt Vordereck der Kiele abgerundet. Hintereck spitz vorgezogen. Poren gross, nach oben und rückwärts gerichtet. Länge 175 mm. Localität: Jamaika. Unterscheidet sich von morantus durch die Zähnelung des Kielseitenrandes, ausgesprochenere Seulptur und verschiedene Färbung, « Odontopeltis mammatus Poc. 1894. Journ. Linn. Soc. XXIV, p. 518, Taf. 39, Fig. S. »Verwandt mit formosus und verrucosus. g. Schwarz. Beine rostfarben. Schlank. Rücken flach. Kiele gross, horizontal, beinahe wie bei O. formosus, aber das Hinter- eck mehr ausgezogen und die ganze Sculptur weniger Polydesmus-artig. Die Oberfläche jedes Segmentes jederseits mit sieben zitzen- förmigen Auswüchsen versehen, von denen die drei der hinteren Reihe mehr dornartig und nach hinten gerichtet sind, besonders der äussere an der Ansatzstelle der Kiele, der die Form eines grossen Zahnes hat. Beine und Antennen lang. Copulationsfüsse sehr kurz. Länge 17 mm. Localität: Mandeville, Jamaika. (Cockerell.)« Odontopeltis polydesmoides nov. sp. Taf. VII, Fig. 147. Rothbraun. Bauch und Beine des Männchen lichter rothbraun, beim Weibchen gelblich. Länge 38 mm. Breite 4:8 mm Die ganze Gestalt erinnert an gewisse Polydesmus-Arten. Kopf glatt und glänzend, vorn zerstreut beborset. Antennen verhältnissmässig lang und schlank. Scheitelfurche eine feine Linie. Halsschild sehr glatt und glänzend, halbkreisförmig. Der Winkel in dem der vordere Bogen mit dem Hinterrand zusammenstösst abgerundet. Der Hinterrand dreimal eingebuchtet, in der Mitte und an jedem Seitenflügel. Rücken flach, seine Medianlinie nur wenig höher als der Seitenrand der Kiele. Letztere sind ziemlich breit, horizontal, eckig, mit parallelem Vorder- und Hinterrand, Vordereck etwas abgerundet. Seitenrand mit 6—7 winzigen Zähnchen, Hintereck in einen spitzen, aber nicht langen Zahn ausgezogen. Auf den hinteren Segmenten rundet sich das Vordereck mehr und mehr ab und der Zahn des Hinterecks wird grösser. Ränder der Kiele fein gesäumt. Metazoniten glatt und glänzend, ihre Sculptur erinnert sehr an unsere Poly- desmus. Die Oberseite der Kiele wird von einer flachen, aber ausgedehnten Beule eingenommen, welche sich mit dem »fingerförmigen Wulst,« der vom Hintereckzahn nach vorwärts zieht, vereinigt. Zwischen den beiderseitigen Beulen läuft hinter der Mitte der Metazoniten eine Querfurche im Zickzack, von jedem ihrer Winkel geht abwechselnd nach vorn und nach hinten eine seichte Längsfurche ab, so dass eine Art Felde- rung der Metazoniten zu Stande kommt; in jeder Reihe sind ungefähr zehn Felder. N. System der Polydesmiden. 1. 405 Die Saftlöcher liegen auf der Oberseite, oberhalb der feinen, die Kielränder säumenden Leiste, hinter der Mitte, auch auf dem 5. und 7. Segment, aber auf allen Segmenten vom Hintereck um das Mehrfache des Porendurchmessers entfernt. Seiten unterhalb der Kiele glanzlos, schwach längsgerunzelt, kein Pleuralkiel vorhanden. Prozoniten matt, nur die Grenze zwischen Pro- und Metazoniten glänzend längs gestrichelt. Ventralplatten glatt und glänzend, kreuzförmig tief eingedrückt. Beim Männchen die des 6. Segmentes stark beborstet, doch ohne Fortsatz, dafür sind die ersten Glieder des 4.—7. Beinpaares nach innen und unten beulig aufgetrieben. Beine beinahe unbehaart, beim Männchen verdickt, das zweite Glied sogar sehr stark. Analsegment gestreckt. Schwänzchen cylindrisch zugerundet, am Ende mit einigen Börstchen. Anal- schuppe dreieckig, mit zwei kleinen Borstenwärzchen. Analklappenränder schwach verdickt. Die Klappen sonst glatt. Männliche Copulationsfüsse nach dem Typus der Zeptodesmus-Arten gebaut: Schenkel wie gewöhn- lich beborstet; ihm sitzen zwei Äste auf: der Hauptast (7), der bald in weitere drei Arme gespalten ist, einen schlanken, gebogenen, mit der Samenrinne (Ah), einen zweiten ähnlichen etwas längeren (Hu) und einen dritten breiteren auf einer Seite spitzen (An). Der Nebenast (N) ist eine breite, am Ende gezähnelte Platte, die in der Mitte einen spitzen gebogenen Zacken trägt. Die Beborstung des Schenkels setzt sich auf den Basaltheil des Nebenastes fort. (Fig. 147.) Fundort: Valdivia. (Dr. Michaelsen coll.) Corral (Dr. Plate coll.) Odontopeltis Michaelseni nov. sp. Taf. VII. Fig. 147. u he Einfärbig rothbraun. Bauch und Beine lichter. Länge 25 mm. Breite 3°5 mm. | Rücken flach, nur ganz unbedeutend gewölbt. Kiele horizontal. Kopf glatt und glänzend, vorn kurz beborstet. Scheitelfurche sehr seicht. Fühler kurz, am Ende verdickt. Halsschild querelliptisch, seitlich verjüngt und abgerundet. Hinterrand gewölbt. Er ist schmäler}als der zweite Rückenschild. Metazoniten ganz glatt und glänzend. Beim Weibchen ist durch eine polygonale Felderung eine ähn- liche Sculptur von drei Querreihen von flachen Beulen angedeutet, wie bei Polydesmus-Arten. Beim Männ- chen ist diese Felderung viel verwischter. Eine Querfurche ist auf den Metazoniten in Folge dessen nicht zu unterscheiden, sie würde die erste und zweite Felderreihe trennen. Naht zwischen Pro- und Metazoniten fein geperlt. Vordereck der Kiele stark abgerundet. Hintereck spitz, mit einem vom Kopf- zum Schwanz- ende allmälig an Grösse zunehmenden, den Hinterrand der Metazoniten schon vom 2. Segment an über- ragenden Zacken. Hinterrand der Kiele ausgeschnitten. Der Zahn des Hintereckes wird dadurch und durch eine parallel mit dem Seitenrand bis etwa zur Mitte laufende, den Zahnwulst medianwärts begrenzende Furche deutlicher, fast wulstartig. Vom Beginn des Vorderrandes läuft ein feiner, schmaler, erhabener Saum längs des Randes der Kiele bis zum Hintereck, der 3—4 kleine Zähnchen hat. Die Saftlöcher liegen auf allen Kielen der hintersten Spitze sehr genähert, von ihr nicht einmal so weit entfernt, als der Porendurch- messer beträgt. Ventralplatten der Weibchen glatt, der Männchen hinter dem Copulationsring eine jede mit vier grossen beborsteten Höckern, einen neben jedem Bein. Auf den vorderen Segmenten sind diese Höcker am Ende zweitheilig, auf den hintersten einfach kegelförmig. Ventralplatte 6 vertieft, 5 erhaben, unbeborstet. Schwänzchen wie gewöhnlich, jederseits mit einer, am Ende mit mehreren Borstenwärzchen. > . . | Analschuppe dreieckig zugerundet. ' Männliche Copulationsfüsse: Der ganze auf die Hüfte folgende Theil ist ein einheitliches Stück, mit im Halbkreis gebogenem Aussenrand und mehreren Fortsätzen am Innenrande; der erste von der Basis gezählt, ist lang und schlank und führt die Samenrinne, dann kommt ein zweiter ähnlicher, etwas kleinerer, 406 Carl Graf Attems, dann. ein breiter, zweizackiger, dann der gefranzte Endhaken. An der Basıs aussen steht ein stumpfer, breiter, runder Zacken. (Fig. 152.) Fundort: Quilpue. (Dr. Michaelsen coll., Dr. Plate coll.) Odontopeltis gayanus (Gerv.). Taf. VII, Fig. 157. Syn. Polydesmus gayanus Gerv. Ins. Apt. IV, p. 114. » » Voyage de Castelnau, p. 10. Die Farbe eines kürzlich gesammelten, gut erhaltenen Männchens und mehrerer Weibchen ist einfärbig dunkel rothbraun. Antennen, Bauch und Beine lichter. Ein längere Zeit im Berliner Museum aufbewahrtes Weibchen ist weiss, eine breite Binde längs des Hinterrandes der Metazoniten, einschliesslich der Spitze der Kiele braun. Länge des d’ 35 mm. Breite 3:8 mm, 2 33—39 mm lang, 4:5—5 mm breit. Schlank. Rücken ziem- lich flach, nur wenig gewölbt. Kopf vorn behaart, auf dem Scheitel unbehaart, glatt und glänzend. Scheitelfurche deutlich. Antennen schlank. Halsschild breit, so breit wie der zweite Rückenschild. Vorderrand in der Mitte fast gerade, seitlich mit dem Seitenrand zu einem Bogen verschmolzen und hier jederseits mit drei Börstchen versehen. Hinter- rand in der Mitte gerade, an den Seitenlappen ausgebuchtet, so dass die Hinterecken recht spitz werden. Sie sind sowie die Seiten aller übrigen Schilde etwas wulstig verdickt. Prozoniten matt, durch eine Ringfurche in der Mitte getheilt. Naht zwischen ihnen und den Metazoniten kaum merkbar längsgestrichelt. Metazoniten oben und unten sehr glänzend. Dabei treten deutlich, vom sechsten angefangen, vier Querreihen grosser Beulen auf, die erste Reihe aus vier sehr flachen, die zweite und dritte in der Mitte aus vier etwas höheren, die vierte aus sechs scharf abgegrenzten Beulen bestehend; die äusseren (fünfte und sechste) der zwei mittleren Reihen verschmelzen mit der seitlichen Beule auf den Kielen, dem zum Hintereck ziehenden und allmälig nach hinten zu sich scharf abgrenzenden »fingerförmigen Wulst«. Die Tuberkel der ersten und vierten Reihe sind klein, die der zwei mittleren gross. Auf den hin- teren Segmenten kommt zu jeder der drei vorderen Reihen ein Buckel dazu, so dass dann alle vier Reihen sechs Beulen haben. Die Kiele sind hoch angesetzt und horizontal, das Vordereck ist sehr abgerundet, das Hintereck in einen dicken Zahn ausgezogen, dessen Grösse von vorn nach hinten zunimmt, der aber schon auf dem zweiten Kiel den Hinterrand überragt; auf den hinteren Segmenten sind diese Zähne recht lang und spitz, der des 19. Segmentes ist klein, aber spitz. Die Kiele selbst sind dick und haben aussen einen erhabenen schmalen Saum, welcher in 5—5 Zähnchen eingeschnitten ist, jeder derselben mit einem Börstchen. Die Kiele selbst sind dick, die porentragenden noch etwas mehr als die anderen. Die Poren liegen ganz seitlich, knapp oberhalb des erwähnten Saumes und ganz nahe der hinteren Spitze. Unterseite der Kiele runzelig. Seiten der Metazoniten und ganzen Prozoniten glatt. Ventralplatten schmal, quadratisch, kreuzförmig eingedrückt, zerstreut beborstet, keine mit Fortsatz, auch nicht die des Männchens. Von einem Pleuralkiel keine Spur. Schwänzchen von der Basis an sich allmälig verschmälernd. Analschuppe dreieckig, abgestumpft. Beine dünn, auch die des Männchens, besonders das Endglied sehr lang und dünn, ringsum gleich- mässig beborstet. Die Copulationsfüsse zeigen viel Ähnlichkeit mit denen von Od. Michaelseni. Bei beiden sitzen dem Schenkel nicht zwei Äste auf, sondern nur einer, der wahrscheinlich dem Hauptaste der anderen Arten ent- spricht, während der Nebenast verloren. gegangen sein dürfte. Das auf dem Schenkel aufsitzende Endstück ist in der Mitte gebogen, anfangs schlank, später etwas breiter werdend und sich verästelnd, der unterste Ast führt die Samenrinne, dann kommt ein kleiner aus- System der Polydesmiden. TI. 407 wärts gekrümmter Haken, dann ein grosser, nach unten gebogener Haken und dann eine in circa 7 Zähne eingeschnittene Endlamelle. (Fig. 157.) Fundort: Chile. (Gervais.) Valdivia. (Michael sen coll.) Corral. (Plate coll.) Es existiren in der Literatur noch eine Anzahl Beschreibungen, welche aber zur Wiedererkennung der damit gemeinten Arten ganz ungenügend sind. Unter folgenden Namen sind Leptodesmus-Arten beschrieben, und zwar von beiden Untergattungen Leptodesmus und Odontopeltis. Odontopeltis argentinea Silv. 1895. Viaggio Borelli, Boll. mus. zool. anat. comp. Torino. No. 203, Vol. X. (Cop.-F. Abb. 1) Argentinien, Tucumani. Odontopeltis Balzanii Silv. 1895. Myr. Amer. occeid. p.6. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV. (Cop.-F.-Abb.) Missiones Mosetenes. Leptodesmus borealis Bollm. 1893. Bull. U. S. Nat. Mus. No. 46, p. 182. Winona. Odontopeltis Borelli Silv. 1895. Viaggio Borelli, Boll. ete. Torino, No. 203. (Cop.- F.-Abb.) Paraguay, Assuncion. Odontopeltis Bovei Silv. 1895. Myr. Amer. merid. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV. 1895. Viaggio Borelli, Boll. ete. Torino. No. 203. (Cop.- F.-Abb.) Syn.? Polydesmus rubescens Gerv. Ann.Soc. ent.France, V, 379. 1897 Ins. Apt. IV, 112. Missiones Giabbibini, Paraguay. | » » » >» Odontopeltis Camerani Silv. | 1895. Viaggio Borelli, Boll. ete. Torino, No. 203, Vol.X. (Cop.-F. Abb.) Paraguay centrale. Oxyurus cinerascens C. Koch. 1847. Syst. d. Myr. p. 140. Odontopeltis discrepans Silv. 1895. Viaggio Borelli, Boll. etc. Torino, No 203. Syn.? Leptodesmus codicillus Karsch. Paraguay, Assuncion. Polydesmus (Oxyurus) fallax Peters. 1864. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 533. Brasilien, Santa Cruz. Oxyurus flavolimbatus L. Koch. 1877. Verhandl. zool.-bot. Ges. XXVII. Japan, Arachn., Myr. Leptodesmus floridus Wood. 1864. Proc. Akad. Philad. p. 9. Syn.? Leptodesmus placidus Wood. ibid. Michigan. 1 Copulationsfuss-Abbildung. Polydesmus (Leptodesmus) Haydenianus W 00d. 1864. Proc. Akad. Philad. p. 10. Oregon. Odontopeltis maior (Silv.). 1847. Leiodesmus maior Silv. Boll. etc. Torino, No. 283. Bolivia, Argentina. Polydesmus (Oxyurus) notatus Peters. 1864. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 534. Columbien. Oxyurus pallidus C. Koch. 1847. Syst. d. Myr. p. 140. Brasilien. Oxyurus parmatus Karsch. 1881. Arch. f. Naturg. Bd. 47. Sierra Geral. Polydesmus (Leptodesmus) placidus Wood. 1869. Proc. Akad. Philad. p. 9. Michigan. Polydesmus (Oxyurus) plataleus Karsch. 1881. Arch. f. Naturg. Bd. 47, p. 40, Taf. III, Fig. 14. Puerto Cabello. Odontopeltis proxima Silv. 1895. Viaggio Borelli, Boll. ete. Torino, No. 203, Vol.X. (Cop.-F. Abb.) Argentinien. Oxyurus roseus C. Koch. Syst. d. Myr. p. 140. Fundort? Oxyurus rosulans Tömösväry. Termeszetraizi füzetek IX. (Cop.-F. Abb.) Odontopeltis Salvadorii Silv. 1895. Viaggio Borelli, Boll. etc. Torino, No.203, Vol.X. Paraguay, Rio Apa. Odontopeltis trifidus Silv. 1897. Leiodesmus trifidus Silv. Boll. etc. Torino, No.283. Bolivia, Caiza. Polydesmus varius M. Neill. 1887. Proc. U. S, Nat. Mus. X, p. 323. 1897.. Leptodesmus varius Bollm. Bull. Re. S. N. Mus. No. 46, p. 122. Florida. 408 Carl Graf Attems, Odontotropis Humb. et Sauss. 1869. Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Wien. XIX, p. 692. 1872. Miss. scient. Mex. p. 53. 20 Segmente. Körper sehr gross. Körper gleichmässig breit oder vorn verschmälert, gross. Rücken gewölbt. Kiele vom vierten ab nicht aneinanderschliessend, blattförmig breit, vom fünften ab der Seitenrand gezähnelt. Saftlöcher oberseits und am Rande, auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segment. Halsschild viel breiter als der Kopf, beinahe so breit wie der folgende Rückenschild. Schwänzchen kegelförmig. Die zwei ersten Beinglieder ohne Dornen. Heimat: Argentinien. Odontotropis clarazianus Humb. et Sauss. 1869. Polydesmus clarazianıs Humb. et Sauss. Rev. et mag. d, zool. 152, 12. 1872. » (Odontotropis) claragianus Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. p. 53, Taf. II, Fig. 4. »Länge 117 mm. Breite in der Mitte 18mm. Breite des Halsschildes 1 y 5 mm. Länge desselben 5 mm. Breite eines mitt- leren Prozoniten 10°8 mm. Breit, vorn verschmälert. Rücken etwas gewölbt, mit breiten, der Rückenwölbung folgenden Kielen. Scheitelfurche sehr tief. Kopfschild breit, flach, stark ausgeschnitten. Antennen bis zum 4. Segment reichend. Halsschild schmäler als die folgenden, kurz. Hinterrand recht regelmässig gebogen. Vorderrand in der Mitte gerade, seitlich gebogen bis zur Vereinigung mit dem Seitenrand. Ecken spitz. Die drei folgenden Segmente nach und nach verbreitert. Hinterrand der Kiele etwas nach vorn gerichtet. Vorder- und Seiten- rand der Kiele II—-IV zu einem Bogen verschmolzen. Seitenecken spitz. Die folgenden Kiele breit, viereckig, leicht nach hinten gerichtet. Vorder- und Hinterrand parallel. Seitenrand stark gezähnelt, meist vierzähnig, die Zähne spitz und dornartig, die Beulen ganz auf der Oberseite, sehr kurz, sie bilden nur eine kleine, die beiden mittleren Zähne umfassende Anschwellung, und endigen an der Spitze des dritten Zahnes. Poren ganz auf der Oberseite, an der Basis des Dornes. Vom 14. Segment an werden die Kiele mehr und mehr schräge. Vom 15.—18. Segment hat der Seitenrand nur mehr einen Basalzahn und zwei lange, mehr und mehr nach hinten gerichtete und am Eck stehende Dornen. 15. Segment mit zwei abgerundeten Lappen. Schwänzchen conisch. Analklappen spitzbogenförmig. Kopf glatt. Rücken der Metazoniten sehr deutlich, regelmässig und dicht chagrinirt. Die hintere Körperhälfte wird sehr regelmässig war- zig, selbst etwas auf den Prozoniten. Seiten unterhalb der Kiele punktirt und runzelig, auf der hinteren Körperhälfte chagrinirt werdend. Farbe schwärzlich. Mitte des Vorderrandes des Halsschildes, Hintereck der Kiele mit den drei hinteren Zähnen und Schwänz- chen gelb. Mitte des Hinterrandes der mittleren Segmente bernsteinfarben. Unterseite, Füsse und Antennen schwarzbraun. Fundort: Argentinien.« Gatt. Acutangulus nov. gen. Körper aus Kopf und 20 Segmenten bestehend. Hinterecken aller Kiele zackig, vom 4. Segment an sogar dünn dornartig, sehr spitz. Seitenrand der sehr schmalen Kiele mässig wulstig. Poren ganz seitlich auf dem 5., 7., 9., 10. 11., 13. 15.—19. Segment, ihre Umgebung nicht beulig abgegrenzt. Metazoniten glatt mit einer Reihe kleiner Knötchen längs des Hinterrandes. Ventralplatten breit und kurz. Schwänzchen kegelig. Heimat: Mexiko. Der ganze Habitus der einzigen Art dieser Gattung stimmt so wenig mit den übrigen Leptodesmus Arten überein, dass ich es vorgezogen habe, sie als Repräsentanten einer eigenen Gattung zu betrachten. Abgesehen von den nadelscharfen Hinterecken der Kiele und dem in derselben Höhe mit den übrigen liegenden zweiten Kiel würde sie eher, bei flüchtiger Betrachtung, an ein Strongylosoma erinnern, wie sie ja auch Humbert und Saussure dahin gestellt haben. Trotzdem erscheint mir die nahe Verwandtschaft mit Leptodesmus unzweifelhaft, und zwar mit Arten aus den Gruppen vermiformis, aztecus etc. System der Polydesmiden. T. 409 Acutangulus coccineus Humb. et Sauss. 1870. Polydesmus coccineus Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 152, 13. 1872. » (Strongylosoma) coccineus Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. p. 50, Taf. I, Fig. 12. Röthlich; getrocknet, milchweiss oder rosenroth. Vorderende oft braungelb, im Alkohol blassroth. Die Kiele dunkelroth. Die Metazoniten auf dem Rücken dunkler bis violett oder braun. Länge 18 mm. Breite 2 mm. Rundlich, wegen der geringen Entwicklung der Kiele beinahe cylindrisch, Sfrongylosoma-artig, glatt und glänzend. Längs des Hinterrandes der Metazoniten eine Reihe winziger Knötchen. Halsschild beiläufig halbkreisförmig. Seitenecken spitz. Die Kiele sind sehr schmal, die porentragenden sind wie aufgeblasen oder breitgequetscht, ohne dass jedoch die Umgebung des Saftloches beulenartig abgeschnürt wäre; die porenlosen Kiele sind schmale Wülste. Das Hintereck des 2. Segmentes ist rechtwinkelig, das des 3. Segmentes ist ein mässig spitzer, breiter Zahn, vom 4. Segment an ist das Hintereck in einen dünnen, sehr spitzen Zahn oder Dorn aus- gezogen, der etwas nach einwärts gekrümmt ist und den Hinterrand des Metazoniten überragt. Kiel des 19. Segmefttes beinahe nicht zu sehen. Ventralplatten breit und kurz, zart behaart, ohne Dornen. Kein Pleuralkiel vorhanden. Metazoniten ohne Querfurche oder eine solche nur schwach angedeutet Fundort: Mexiko, Orizaba. (2? Hofmus.!) Centrogaster nov. gen. 4 | Nahe verwandt mit Odontopeltis Poc. und Leptodesmus Sauss. 20 Segmente. Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild. | Rücken etwas abgeflacht. Metazoniten fein granulirt, längs des Hinterrandes des 2. 2 5. Segmentes eine Reihe grösserer Tuberkel, Spuren derselben auch auf den folgenden Segmenten. Keine Querfurche auf den Metazoniten. } Kiele mässig breit. Hintereck aller Kiele vom zweiten an spitz, zahnartig, den Hinterrand der Meta- zoniten überragend. | Seitenrand der Kiele glatt ungezähnt, wenig verdickt, mit einer schmalen erhabenen Leiste, ventral von derselben liegen die Saftlöcher auf dem 5., 7., 9., 12., 13., 15.—19. Segment. Ventralplatten sehr breit, die der hinteren Segmente mit einem kurzen Dorn neben jedem Fuss. Schwänzchen kegelig. Heimat: Sta. Martha. | Das Charakteristische dieses Genus sind die Breite der Ventralplatten, Granulation der Metazoniten, | die Lage der Saftlöcher ventral von der seitlichen Leiste, der spitze Zahn des Hintereckes der Kiele bei ungezähutem Seitenrand. In Bezug auf die Metazonitensculptur schliesst er sich an Odontopeltis Eimeri oder verrucosus an. Centrogaster sanctus (Karsch). Syn. 1881. Polydesmus (Oxyurus) sanctus Karsch Arch. f. Naturg. 47. Bd., p. 41. Karsch sagt über die Farbe: »Dunkelbraun, ein unvollständiger, dorsaler Längsstreif schwärzlich. Antennen und Beine gelbbraun.« Das Exemplar hat inzwischen seine ursprüngliche Farbe verloren. j Länge 45 mm. Breite 6 mm. | Kopf vorn reichlich, auf dem Scheitel spärlich beborstet. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang und schlank. Halsschild gross. Vorder- und Seitenränder bilden einen Bogen. Hinterrand fast gerade. Hinterecken spitz, glatt, nur längs des Hinterrandes einige Körnchen. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 52 4 Carl Graf Attems, Rücken flach. Kiele mässig entwickelt, horizontal, der Vorder- und Seitenrand der letzteren sind zu einem Bogen verschmolzen, der vom Ansatz an der Grenze zwischen Pro- und Metazoniten bis zum Hinter- eck geht, also kann man auch von keinem Vordereck sprechen. Das Hintereck ist überall ein spitzer, breiter Zahn, der schon vom 2. Segment an den Hinterrand der Metazoniten bedeutend überragt. Der ganze Rand der Kiele hat einen feinen erhabenen Saum; auf den porentragenden Kielen macht dieser Saum eine kleine Ausbuchtung über den Saftlöchern und zieht über dieselben hinweg, die Saftlöcher bleiben also ventral vom Saum, sie liegen in einem seichten Ausschnitt des Seitenrandes, nahe der hinteren Spitze, ganz nach der Seite gerichtet, inmitten einer sehr schwachen Verdickung des Seitenrandes. Metazoniten oberseits fein und dicht granulirt, längs des Hinterrandes auf dem 2.—5. Schild eine Reihe grösserer Tuberkel, Spuren derselben auch auf den rückwärtigen Segmenten. Prozoniten matt, sehr fein. chagrinirt. Ventralplatten sehr breit (viel breiter als bei den meisten Arten) zerstreut beborstet, auf den hinteren neben jedem Fuss ein kurzer, spitzer nach rückwärts gerichteter Dorn. Die Füsse in Folge der breiten Ventralplatten weit voneinander entfernt. Schwänzchen kurz, erscheint dick dadurch, dass jederseits neben der Spitze zwei grössere Borsten- warzen stehen. Analschuppe mit einem Borstenwärzchen jederseits neben der Mittelspitze, im ganzen abgerundet. Beine sehr spärlich beborstet, von gewöhnlicher Länge. Heimat: St. Martha. (Berliner Museum Originalexemplar.) Rhachidomorpha Sauss. 1860. Mem. Soc. phys. ete. Geneve, XV, 68; M&em. Mex. Myr. 1869. Humbert et Saussure Verhandl. zool.-bot Ges. XIX, p. 682. 1872. » » » Miss. scient. Mex. p. 37. 20 Segmente. Mittelgrösse (ca. 20 mm lang.) Antennen lang und schlank. Körper schlank. Rücken flach, die Kiele in der Höhe der Rückenmitte angesetzt, seitlich stark auf- steigend (Fig. 96), mehr oder weniger dornförmig; sie haben keinen Seitenrand, sondern nur einen Vorder- und einen Hinterrand, die sich im spitzen Winkel treffen. Saftlöcher seitlich in einer kleinen Längsgrube auf dem 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segment, ganz nahe der Spitze auf der Kante der Kiele. Glatt und glänzend. Metazoniten glatt ohne Querfurche. Halsschild fast so breit wie der folgende Rückenschild. Schwänzchen kegelförmig. Heimat Mexico. Rhachidomorpha tarascus Sauss. Taf. IV, Fig. 96. Polydesmus (Rhachidomorpha) tarascus Sauss. Mem. Mex. Myr. p. 69, Fig. 24. Mexico, Cordova. Rhachidomorpha rosascens (Brandt). 1803. Polydesmus rosascens Recueil, p. 130. 1844. » > Gerv. Ins. Apt. IV, p. 113. 1864. Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 536. 1872. Humbert et Saussure Miss. scient. Mex. p. 31, Fig. 158. Brasilien. Die Beschreibung ist gänzlich ungenügend. Rhachidomorpha aduncus (uncinatus) Humb. et Sauss. 1869. Polvdesmus uncinatus Humb. et Sauss. Rev. et mag. d. zool. 152, 14. 1872. » (Rhachidomorpha) uncinatus Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. p. 38, Taf. I, Fig. 14. Mexico. 3 Pe ee W System der Polydesmiden. TI. 411 3 Rhachidomorpha nodosus Pet. 1869. Polydesmus (Rhachidomorpha) nodosus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 536. Neu-Granada. Sehr mangelhafte Beschreibung. Pol. (Rhachidomorpha) alutaceus Peters loc. cit. p. 620 ist sicher kein Rhachidomorpha, da gerade die charakteristische Gestalt der Kiele fehlt, sonst ist aus der dürftigen Beschreibung nicht recht zu ent- nehmen, was diese Art eigentlich vorstellt. Cook hat kürzlich festgestellt, dass es der Vertreter einer, durch eine sehr ungewöhnliche Porenformel ausgezeichneten Gattung (Batodesmus) ist. Anhang zu den Leplodesminae: Verwandte Gattungen. Stenodesmus Sauss. 1860. Mem. Myr. Mex. p. 81. 1872. Humbert et Sauss. Miss. seient. Mex. p. 55. Kopf und 20 Segmente. Gross. Antennen lang, schlank. Kiele gut entwickelt, horizontal. Seitenrand schmal wulstig gesäumt. Poren nur auf dem 5. Segment. Halsschild breiter als der Kopf. Rücken mässig gewölbt. Schwänzchen conisch. Analschuppe abgerundet mit zwei Borstenwarzen. Zweites Beinglied mit einem langen Dorn. Heimat: Mexico. Stenodesmus mexicanus Sauss. 1859. Linn. entom. XIII, p. 327. 1860. Mem. Mex. Myr. p. 81, Fig. 21. Aus der Beschreibung hebe ich nur Folgendes hervor: Farbe schön kastanienbraun. Kielränder gelb, ebenso Füsse und Bauch gelb. Länge 65 mm. Breite 12 mm. Also gross und breit. Rücken mässig gewölbt. Metazoniten längsgestreift mit Querreihen zerstreuten Körnchen. Der ganze Körper wie glänzend lackirt. Kiele der vordersten vier Segmente mit nach vorn gerichtetem Hinterrand, vom 6. Segment an ist der Hinterrand ausgeschnitten und das Eck zahnartig. Dieser Zahn wird immer spitzer bis zum 13. Segment. Seitenrand der Kiele unter der Lupe mit 3—4 stumpfen Zähnchen. Poren im wulstigen Randsaum des 5. Segmentes mit der Öffnung nach oben. Fundort: Cordova. Biporodesmus nov. gen. 20 Segmente. Halschild breiter als der Kopf. Rücken hohl, indem die Seitenkiele vom 2.—19. Segment etwas nach aufwärts gebogen sind. Kiele- breit, seitlich zugeschärft, ohne jegliche Seitenverdickung. Seitenrand glatt, ungezähnt. Saft- löcher sehr klein, nur auf dem 5. Segment vorhanden. Ventralplatten mit vier kleinen Tuberkeln. Zweites Glied der Beine ohne Dornen. Schwänzchen kegelig, nicht sehr spitz. Heimat: Südamerika. Diese Gattung stimmt mit Stenodesmus darin überein, dass die Saftlöcher sich nur auf dem 5. Segment finden, aber sie unterscheidet sich von derselben durch das Fehlen der Dornen auf dem zweiten Beingliede und dadurch, dass die Kiele seitlich gar nicht verdickt, sondern zugeschärft sind. 412 Carl Graf Attems, Biporodesmus platynotus nov. Sp. Taf. XV, Fig. 342. Prozoniten dunkelbraun, mit einem, etwas über 1 mm breiten, medianen weisslichen Längsband, dieses setzt sich in derselben Breite nach hinten bis etwa zur Mitte jedes Metazoniten fort, hier geht es in ein die ganze hintere Hälfte der Oberseite jedes Metazoniten sammt Kielen einnehmendes weisses Feld über. Rest der Metazoniten, Kopf, Antennen, Bauch und Beine dunkelbraun. Vordere Hälfte des Halsschildes dunkel- braun, hintere Hälfte weiss. Länge 45 mm. Breite 6 mm. Dicke eines Prozoniten 3 mm. Kopf feinkörnig, zerstreut beborstet. Scheitelfurche vorhanden. Antennen entspringen nahe voneinander, lang, mässig dick. Halsschild viel breiter als der Kopf, aber schmäler als der folgende Rückenschild, mit einem flachen Längseindruck in der Mitte. Vorderrand bogig, der fein gezähnelte Hinterrand der Seitenflügel zieht von innen schräg nach vorn und aussen. Seitenecken ziemlich spitz. Der Rücken ist hohl, indem die Kiele 2—19 aufwärts gebogen und hoch angesetzt sind. Letztere sind sehr breit, ihr Seitenrand ganz ohne Verdickung, zugeschärft, ungezähnt. Die Metazoniten sammt den Kielen sind, von oben gesehen, beinahe rechteckig, nur das Vordereck der Seitenkiele ist abgerundet. Auf den hinteren Segmenten sind die einander parallelen Vorder- und Seitenränder nicht mehr ganz senkrecht zur Längsaxe des Körpers, sondern ziehen etwas nach rückwärts. Metazoniten fein granulirt. Prozoniten glatt. Poren sehr klein, nur auf dem 5. Segment vorhanden, im weissen Felde, etwa ®/, mm vom Seitenrande entfernt. Auf dem 3. Segment ist die Pleuralnahtgegend durch einen unbedeutenden Kiel angedeutet, auf dem 4., 5. und 6. Segment durch einige spitze, an seiner Stelle stehende Wärzchen. Ventralplatten mit grösseren, borstentragenden Höckerchen zerstreut besetzt. Auf der Ventralplatte des 5. Segmentes findet sich innen, neben der Insertion jedes hinteren Beines eine kleine, zitzenförmige Warze. Die Ventralplatte des 4. Segmentes trägt zwei viel grössere ebensolche Warzen. Auf allen Ventralplatten hinter dem Copulationsring steht neben jedem hinteren Fuss ebenfalls ein kegeliger Tuberkel. Alle Beine kräftig beborstet, doch ohne dass die Borsten auf der Unterseite der Glieder Bürsten bilden würden. Erstes Beinpaar kleiner als die übrigen, vorletztes und vorvorletztes Glied kugelig verdickt. Auf der Hüfte des 2. Beinpaares münden die Geschlechtsdrüsen auf einem langen Zapfen. Drittes Glied des dritten Beinpaares stark aufgetrieben. Das Schwänzchen ist kugelig, erscheint aber recht stumpf durch zwei hintereinander stehende Warzen jederseits nahe der Spitze. Ein drittes Höckerpaar näher der Basis. Analschuppe gerade abgestutzt, zwei- warzig. Analklappen gewölbt und gerandet, parallel mit dem Rande läuft eine seichte Furche. Copulationsfüsse: Schenkel dick und rundlich, medianwärts stark beborstet, lateral drei dicke lange Borsten, geht allmälig in den folgenden Theil über, der sich bald in zwei Äste gabelt: einen einfachen gera- den, am Ende leicht hakig gekrümmten Nebenast und einen anfangs auch geraden, dann winkelig nach aussen geknickten und an der Biegungstelle in zwei Lamellen gespaltenen Hauptast; auf letzteren stehen unterhalb der Biegungsstelle mehrere starke Borsten. Die Samenrinne endet auf einer seiner beiden Lamellen. (Fig. 342.) Fundort: Cordilleren Ecuador 1 d. . Strongylodesmus Sauss. 1860. Mem. Myr. Mex. p. 79. 1872. Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. p. 55. Kopf und 20 Segmente. Mittelgrösse. System der Polydesmiden. 1. 413 Antennen lang, schlank. Halsschild so breit wie die folgenden Schilde. Kiele gut entwickelt, hoch angesetzt, horizontal. Seiten- rand der porentragenden Segmente wulstig verdickt, die Poren ganz seitlich in diesem Wulst auf den Seg- menten 5, 7—19. Die Kiele der porenlosen Segmente ringsherum schmal gesäumt. Hinterecken der Kiele erst vom 17. Segment an breitzähnig. Gestalt der Kiele bis zum 16. rechteckig mit abgestumpften Winkeln. Rücken flach, Ventralplatten breiter als lang. Beine sehr lang und schlank. Schwänzchen conisch. Analschuppe dreieckig. Heimat: Mexico. Nach den Bruchstücken eines jungen Männchens im Hofmuseum und nach Saussure’s Beschreibung und Abbildung zu schliessen, gehört diese Gattung in die Nähe der Leptodesmiden. - Die Porenformel theilt sie mit Serangodes, von denen sie sich jedoch durch die Gestalt der Kiele, Lage des zweiten Kieles in einer Höhe mit der übrigen, Form des Halsschildes etc. unterscheidet. So lange ich keine ordentlich conservirten Thiere gesehen, stelle ich Strongylodesmus mit Zweifel in die Nähe der Leplodesminae, denen er den ganzen Habitus nach noch am ähnlichsten ist. — Strongylodesmus cyaneus Sauss. 1859. Polydesmus cyaneus Sauss. Linn. entom. XIII, p. 327. 1860. Sirongylodesmus cyaneus Sauss. M&m. Mex. Myr. p. 79, Fig. 20. 1879. » » Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. p. 55. Das Exemplar des Hofmuseums ist zu einer Beschreibung nicht mehr geeignet. Das Wesentliche ist: Farbe azurblau oder grünlich. Länge 47 mm. Breite 7 mm. Körper schlank. Kiele hoch angesetzt, horizontal. Rücken daher flach, Kiele bis zum 16. rechtwinkelig mit abgerundeten Ecken, die hintersten mit breitem spitzen Hintereckszahn. Metazoniten fein chagrinirt. Seitenrand der porenlosen Kiele fein gesäumt, der porentragenden wulstig verdickt. Die Poren liegen ganz seitlich. Halsschild breit, mit 4 Rändern, die seitlichen gebogen, Vorder- und Hinterrand fast gerade, flach, vorn eine kleine Querfurche. Ventralplatten breiter als lang, quer eingedrückt, dicht behaart. Schwänzchen conisch. Analschuppen dreieckig. Beine sehr lang und schlank. Fundort: Gemässigte Gegenden Mexico’s. Orizaba. Batodesmus Cook. 1896. Brandtia IV, p. 16. On the Xyodesmidae, a new family. Körper aus Kopf und 19 Segmenten (?) bestehend, schlank, die nach der Seite gerichteten Poren auf den Segmenten 5, 9 und ?11, 14, 16 (???); fehlen sicher auf dem 7. Segment. Ventralplatten der letzten Segmente mit zwei langen Dornen zwischen den Beinen. Rücken flach. Kiele schmal zugespitzt und aufgebogen. Heimat: Südamerika Cook hat Peter’s Originalexemplar von Rhachidomorpha alutacea, welches dem Berliner Museum gehört, untersucht, und gefunden, dass es zerbrochen war und geleimt ist, daher kann die ursprüngliche Segmentzahl nicht mehr sicher angegeben werden. Da es ein Männchen ist, konnte er feststellen, dass auf dem 7. Segment keine Poren vorhanden sind, doch glaube ich, dass die weiteren porentragenden Segmente sicher nicht das 11., 14. und 16. waren, sie dürften in verkehrter Reihenfolge aneinander geleimt worden sein. Das Fehlen derselben auf dem 7. Segment, wo auf rückwärtigen Segmenten noch welche zu finden sind, steht jedenfalls unter den Polydesmiden einzig da. Batodesmus alutaceus (Pet.). 1864. Polydesmus (Rhachidomorpha) alutaceus Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 620. +14 Carl Graf Attems, »Dem P. nodosus Pet. schr nahe verwandt, verschieden von ihm dadurch, dass die Kiele nicht so weit oben, mehr von der Seite ausgehen, daher weiter von einander entfernt stehen, mit Ausnahme der letzten nicht aufsteigen, sondern eine horizontaie Richtung haben und daher, von der Seite betrachtet, von dem flach convexen Rücken überragt werden. Die langen Fühler und Beine, sowie die Granulation wie bei jener Art. Farbe graubraun. Länge 29 mm. Breite mit den Kielen 33 mm, ohne Kiele 2 mm. Fundort: Bogota (g').« Mikroporus nov. gen. 20 Segmente. Der ganze Körper mit Ausnahme der vorderen Hälfte jedes Prozoniten, der Ventralplatten und der 3eine dicht und gleichmässig granulirt, unbehaart. Rücken stark gewölbt. Kiele breit, horizontal, beiläufig in der Mitte der Seiten angesetzt. Seitenrand zugeschärft, ohne jegli- cher Randverdickung, mit kleinen runden Zähnchen. Saftlöcher winzig, nahe dem Seitenrande des 5., 7., 9., 10., 12., 13., 15.—19. Segmentes. Vordere Ventralplatten bis etwa zur zehnten mit einem Zäpfchen neben jedem hinteren Fuss. Schwänzchen kurzkegelig, zugespitzt. Analklappen auch granulirt. Fundort: Südamerika. Über die systematische Stellung dieser Gattung ist es schwer, sich schlüssig zu werden. Sie erinnert einerseits durch die Bewehrung gewisser Glieder der Beine des d an die Sfrongylosominae, doch kommen diese Kugelborsten auch in anderen Gruppen, zZ. B. Polydesmus vor, daher ist das kein Grund, sie zu den Strongylosominae zu ziehen, von denen sie sich ausserdem völlig durch ihre Körpergestalt entfernen. Die Kiele sind seitlich durchaus nicht verdickt. Sehr auffallend ist die über den ganzen Körper ausgedehnte gleichmässige Granulirung. Mikroporus granulatus nov. Sp. Taf. IV, Big, 76,77, 78, 29, 80, d. Rothbraun, die.Kielränder etwas heller. Bauch und Beine lichtgelbbraun. Auf der Rückenmitte jedes Metazoniten nahe dem Hinterrand ein kleiner gelber Fleck. Die ganze Oberfläche des Körpers, mit Ausnahme der vorderen Hälfte jedes Prozoniten und der Ventralplatten und Beine, dicht und gleichmässig mit kleinen Körnchen bedeckt. Länge ca. 24 mm. Breite 3:5 mm. Kopf ebenso granulirt wie der ganze übrige Körper, die Scheitelfurche daher nicht sichtbar. Unbehaart. Antennen von mittlerer Länge und Dicke. ä Halsschild eben so breit wie der Kopf, seine Mitte abgeflacht. Die Seitentheile beinahe im rechten Winkel dazu nach abwärts gerichtet, abgerundet. Rücken stark gewölbt. (Fig. 79.) Kiele in der Mitte der Seiten angesetzt, horizontal, breit. Vorderrand convex, von seiner Basis an im Bogen nach vorn vorsprin- gend. Vordereck in Folge dessen abgerundet, da der Bogen des Vorderrandes beinahe continuirlich in den Seitenrand übergeht. Hintereck auf den vorderen und mittleren Kielen ungefähr rechtwinkelig, auf den hin- teren zieht der Hinterrand der Kiele schräg nach hinten und aussen, so dass das Hintereck ein breiter Zahn ist. Seitenrand mit 6—8 kleinen runden Zähnchen. Vorder- und Hinterrand mit zahlreichen, aber noch kleinen Zähnchen. Saftlöcher winzig klein, sehr nahe dem Hinterrand, kaum zu bemerken. Auf dem 5., 7., 9., 10, 12., 13., 15.—19. Segment. (Fig. 80.) Auf den Ventralplatten bis etwa zur zehnten befinden sich zwei zapfenförmige Fortsätze, einer neben den Hüften jedes der hinteren Füsse der Segmente, der Hüfte eng anliegend. Schwänzchen sehr kurz, spitz, gekörnt, sowie die Analklappen. Analschuppe am Ende wie abgestutzt. e Das 2., 3. und 4. Glied der Beine ist auf der Unterseite mit einem Wald von Chitinzäpfchen bedeckt (Fig. 76), das 5. und 6. Glied mit Börstehen, deren Basis kugelig angeschwollen ist, und welche den Glie- dern anliegen. (Fig. 77.) System der Polydesmiden. 1. 415 Copulationsfüsse: Das Hüfthörnchen ist ein sehr schlanker Halbbogen. Der Schenkel und das folgende Stück sind mit einander zu einem Stück verschmolzen und bıs beinahe zur Gabelung in die drei Endäste beborstet. Von letzteren ist einer breit (X), der andere schmal und löffelförmig (N); zwischen beiden liegt der dritte, ein schlanker, die Samenrinne führender Haken (Sr). (Fig. 78.) Fundort: Valdivia, Ins. Tega. (Dr. Michaelsen coll.) 2 d.. Gleichfalls in der Nähe der Leptodesminae findet folgende Gattung ihren Platz, ohne dass sie in der Gruppe der Leptodesminae selbst aufzunehmen wäre. Rhachis Sauss. 1859. Linn. entom. XII. 1860. Saussure Mem. Mex. Myr. p. 71. 1869. Humbert et Saussure Verhandl. zool.-bot. Ges. XIX, p. 692. 1872. > » Miss. scient. Mex. p. 70. Kopf und 20 Segmente. Antenmen lang und schlank, nicht keulig. Halsschild beinahe so breit wie die folgenden Segmente. Rücken flach oder selbst hohl. (Metazoniten sehr fein gerunzelt oder gefaltelt.) Prozoniten sehr lang und nur wenig in den vorangehenden Metazoniten eingeschachtelt, die aufeinanderfolgenden Kiele daher, mit Ausnahme der vordersten, weit voneinander entfernt, breit lamellenförmig (lappig eingeschnitten oder etwas gezähnelt). Die porenlosen Kiele haben gar keinen Seitenwulst. Die Saftlöcher öffnen sich auf der Oberseite der Kiele 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19; sie sind medial von einem gebogenen Wulst begrenzt und liegen nahe dem Seitenrande, von demselben nur auf den hinteren Segmenten etwas entfernt. Schwänzchen kegelig, oder dreieckig. Beine sehr lang (Ventralplatten dicht behaart), den Hüften der Copulationsfüsse fehlt das Hörnchen, was diese Gattung von allen anderen Polydesmidengattungen unter- scheidet. Die Basis des Schenkels hat medial eine grosse, tiefe, von Borsten ausgekleidete Grube, welche wahrscheinlich das Hüfthörnchen entbehrlich macht, da der Spermatropfen auch ohne seine Hilfe von dieser weiten Öffnung aufgenommen werden kann. Heimat: Mexico. (Californien.) Rhachis viridis (Sauss.). Taf. IV, Fig. 93, 94, 95. 1859. Polydesmus (Rhachis) viridis Sauss. Linn. entom. XIII, p. 326. 1860. > > > > Mem. Mex. Myr. p: 72, Fig. 16. Farbe des mir vorliegenden Exemplares offenbar durch das Liegen im Alkohol verblasst. Die Kiele, Beine und Antennen sind gelblichweiss, der cylindrische Körper mit Spuren von Blau und Grün. Länge 50 mm (— 60 mm Saussure). Breite des 3. Metazoniten 6 mm, des 14. Metazoniten 5 mm. Dicke der Prozoniten in der ganzen Körperlänge gleichmässig 3'/, mm. Saussure gibt als Breite 7 mm an. Der Körper ist sehr langgestreckt, was besonders dadurch hervortritt, dass die Prozoniten der Seg- mente 7—16 lang sind und sich nur sehr wenig in die vorangehenden Metazoniten einschachteln. Im Vorder- und Hinterende des Körpers schliessen die Kiele wie gewöhnlich aneinander. Die Mitte des Körpers erinnert, wie Saussure sehr treffend bemerkt, an eine Reihe Wirbel. Der Rücken ist in der ganzen Körperlänge, vom Halsschild bis zum 18. Segment hohl, die Mitte nämlich ziemlich eben und die Kiele flügelartig aufsteigend, und dabei hoch angesetzt, beinahe in der Höhe der Rückenmitte. (Fig. 95.) Die Oberseite der Metazoniten ist ungemein fein lederartig gerunzelt oder gefaltelt, die Prozoniten sind glatt, über den Glanz lässt sich wegen des Conservirungszustandes nichts sagen. Kopf gleichmässig fein gerunzelt, vorn behaart, Scheitel nackt, mit scharfer relativ tiefer Medianfurche Antennen lang, in der ganzen Länge gleichmässig dick, reichlich behaart. 416 Carl Graf Attems, Halsschild viel breiter als der Kopf, fast so breit wie der folgende Schild, der Vorderrand leicht concav, der Seitenrand convex und schräg nach aussen und hinten ziehend. Hinterrand in der Mitte gerade, seitlich etwas nach vorn gerichtet. Ecken abgerundet. Die vordersten Metazoniten schliessen eng aneinander und sind mit ihren Kielen die breitesten, beson- ders das 4. Im Vordereck der Kiele der vorderen Körperhälfte steht ein kleines spitzes Zähnchen, das caudalwärts allmälıg stumpfer wird und vom ca. 13. Segment ganz verschwindet. Der Seitenrand der Kiele ist concav, am stärksten in der Mitte des Körpers und besonders auf den porenlosen Segmenten. Es ist auf den poren- losen Segmenten gar nicht wulstig verdickt. Die Poren sind etwas vom Seitenrand weggerückt und gegen den Rücken zu von einer wulstigen Auftreibung begrenzt, aber nur bis etwa zum 15. Segment; auf den letzten Segmenten liegen die Poren vom Seitenrand ungefähr so weit entfernt als ihr Durchmesser beträgt. Das Hintereck ist auf den vorderen und mittleren Segmenten abgerundet, wird hinten eckiger, beson- ders dadurch, dass der Hinterrand des Kiceles seitlich einen kleinen seichten Ausschnitt hat, gerade neben dem Eck. Die Spuren dieses Ausschnittes sieht man schon auf dem 6. Segment; die Hinterecken des 17. Segmentes sind plötzlich zu langen breiten spitzen Zähnen geworden, ebenso die des 18; die des 19. sind kleiner und mehr abgerundet. Schwänzchen kegelig, mässig zugespitzt. Analklappenränder wulstig. Analschuppen dreieckig ohne erkennbare Warzen. Ventralplatten der Quere nach eingedrückt, dicht behaart. Hüften des zweiten Beinpaares des d° mit grossen Hörnchen (Ausmündung der Geschlechtsdrüsen). Hüften des dritten Paares mit ähnlichen, aber kleineren Zäpfchen. Alle Beine reichlich behaart, schlank. Die Copulationsfüsse von Rhachis unterscheiden sich von denen allen anderen Polydesmiden s. lat. da- durch, dass ihnen das Hüfthörnchen fehlt. Betrachtet man einen Copulationsfuss von der medialen Seite, so sieht man, dass er aus zwei Theilen besteht, der relativ kurzen gedrungenen Hüfte und dem beweglich an- gesetzten Endstück. Dieses ist ebenfalls breit und kurz, die kugelig angeschwollene Basis hat eine tiefe Grube mit beinahe kreisförmiger Öffnung. Diese Grube ist ausgekleidet mit langen Borsten und auf ihrem Grunde, adoral, beginnt die Samenrinne. Die aborale Seite der Basis ist dicht beborstet und endigt in einen ebenfalls beborsteten Kegel. Dann ist das Organ eingeschnürt. Das Ende bilden Lamellen mit theils glatten, theils gezähnelten Rändern. Es sind mehr oder weniger deutlich vier solcher Lamellen abgegrenzt, zwischen ihnen mündet die Samenrinne, oberhalb eines Hörnchens. (vergl. Fig. 94.) An der Aussenseite eines der glatten Endlappen ist ein kleiner keuliger Zapfen angesetzt, der mehrere starke Borsten trägt. (Fig. 93.) Physiologisch scheint mir die grosse Grube an der Basis des Copulationsfusses, am Femur, der Ersatz für das Hüfthörnchen zu sein. Bei allen anderen Polydesmiden beginnt die Samenrinne zwar auch ®;n einer mehr oder weniger deutlich ausgeprägten Grube, in die dann das Sperma offenbar durch das Hüft- hörnchen hineingestopft wird. Hier, bei Rhachis, scheint letzteres durch die Grösse und den Umfang der Grube entbehrlich geworden zu sein. Der Spermatropfen wird wahrscheinlich auch ohne Nachhilfe eines Hüfthörnchens von der grossen tiefen Grube aufgenommen und in die Samenrinne, die am Grunde der Grube beginnt, weiter geleitet. Fundort: Ost-Cordilleren von Mexico. (Hofmuseum.) Rhachis californicus Dad. Termeszetraizi füzetek, Bd. XIV. EUPOLYDESMINAE. Gattungen: Polydesmus, Brachydesmus, Archipolydesmus, Pseudopolydesmus. Das Charakteristikum dieser Gruppe liegt im Bau der Copulationsfüsse. Ich habe schon in meinem kleinen Aufsatz über die Copulationsfüsse der Polydesmiden p. 6 gesagt, dass man die Polydesmiden nach System der Polydesmiden. T. 417 der Endigungsweise der Samenrinne in zwei Gruppen bringen kann: bei der einen Gruppe endigt diese Samenrinne einfach so, dass die Ränder des geschlossenen Canales, dessen Ende immer auf einem mehr oder weniger schlanken Ast übertritt, sich wieder etwas öffnen, so dass das letzte Stück halbrinnen- förmig ist; diese Gruppe umfasst alle anderen Polydesmiden, mit Ausnahme der jetzt zu besprechenden Eupolydesminae, bei welchen die Samenrinne nach ein- oder zweimaliger Umbiegung in eine durch Ein- stülpung gebildete Blase, deren äussere Mündung, öfters auf der Spitze eines kleinen Höckers, umgeben ist von einem Kranz von Borsten. Die Blase heisst »Samenblase«, die beborstete Mündung heisst »Haar- polster«. So ist es bei allen Brachydesmus und bei den Polydesmus, mit Ausnahme von zwei Arten (pectinifer und germanicus). Bei letzteren beiden fehlt das Borstenbüschel, und während die Samenblase bei pectinifer vorhanden ist, fehlt bei germanicus auch diese letztere. Trotzdem stelle ich diese Arten in die Gattung Polydesmus, da der ganze sonstige Habitus im Zusammenhang mit der geographischen Verbreitung dafür spricht (übrigens muss ich bemerken, dass ich die Copulationsfüsse dieser beiden Arten nicht selbst unter- suchen konnte). Sehr wahrscheinlich haben wir es bei diesen zwei Species mit einem secundären Verloren- gehen des Borstenbüschels zu thun. Anders scheint mir dagegen die Sache beim Genus Archipolydesmus m. zu liegen, auch diesem fehlt eine Samenblase und damit auch ein eigentlicher Haarpolster. Die Samenrinne mündet am Ende eines Seitenastes in ähnlicher Weise wie bei den anderen Polydesmiden, abgesehen von Eupolydesminen, nur sind die Ränder der Mündung gefranzt. Man braucht sich nur vorzustellen, dass sich der Ast mit dem Ende der Samenrinne verkürzt und die Franzung stärker wird, so haben wir ein Haarpolster. Der Habitus von Archipolydesmus ist ganz der eines typischen Polydesmus. Aus dem gleichen Grunde stelle ich auch die Art Psendopolydesmus canadensis zu den Eupolydesminen; denn wenn man ihre Copulationsfüsse nicht kennt, würde man sie unbedingt für einen Polydesmus halten. Auch fehlt den Copulationsfüssen die Samenblase und der Haarpolster, und dann ist die Art amerikanisch, während alle übrigen Eupolydesminae palaeark- tisch sind, so dass also die generische Trennung von Polydesmus wohl gerechtfertigt sein dürfte. Die Copulationsfüsse haben auch eine ganz andere Form als die der Polydesmus-Arten, und es ist keine Incon- sequenz, wenn ich Polydesmus pectinifer und germanicus zu Polydesmus ziehe, canadensis dagegen in eine andere Gattung, denn pectinifer hat noch die Samenblase und germanicus lebt in den Rheinlanden, wo nur Eupolydesminae vorkommen; ausserdem sieht man seinen Copulationsfüssen die nahe Verwandt- schaft mit den anderen Polydesmus an der sonstigen Form an. Die übrigen Charaktere der Eupolydesminae sind folgende: Rücken leicht gewölbt, flach oder selbst etwas hohl, im Allgemeinen aber abgeplattet. Kiele wohl entwickelt, horizontal oder sehr wenig nach abwärts oder aufwärts gebogen, selten stark aufgerichtet, Seitenrand glatt oder gezähnt, niemals wulstig verdickt, eher zugeschärft. Metazoniten mit drei Querreihen grosser Tuberkel, von denen die der ersten Reihe jedoch oft ver- wischt sind. Ursprünglich sind 6 Tuberkel in jeder Reihe, dann aber fliessen die vergrösserten äusseren Tuberkel der ersten und zweiten Reihe zu einer Beule mehr oder weniger zusammen, und es hat den An- schein, dass in der ersten und zweiten Reihe nur vier Tuberkel stehen. Abgesehen von diesen grossen flachen Tuberkeln ist die Oberfläche des Rückens glatt, niemals fein granulirt oder chagrinirt. Halsschild im Allgemeinen schmal, meist schmäler als der Kopf sammt Backen, nur selten so breit wie dieser, also immer schmäler als der folgende Rückenschild. ö Antennen relativ lang und schlank. Schwänzchen conisch zugespitzt. Ventralplatten und Beine unbedornt. 19 oder 20 Rumpfsegmente. Heimat: Polydesmus, Brachydesmus und Archipolydesmus palaearktisch, u. zw. von Skandinavien bıs “ Nordküste von Afrika und von den Azoren bis zum Kaukasus und Kleinasien; Psendopolydesmus lebt in Nordamerika. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 93 418 : Carl Graf Attems, Archipolydesmus nov. gen. In der ganzen Körpergestalt stimmt dieses Genus vollkommen mit Polydesmus überein. Die einzige Verschiedenheit liegt in einer Eigenschaft der Copulationsfüsse. Bekanntlich ist für Polydesmus und das von demselben abgeleitete nahe verwandte Genus Brachydesmus, im Gegensatz zu allen anderen Polydes- midengattungen charakteristisch, dass die Samenrinne vor ihrem Ende eine Anschwellung bildet, die so- genannte Samenblase, und dass deren Öffnung nach aussen umgeben ist von einem Kranz von Haaren, dem sogenannten Haarpolster. Bei Archipolydesmus nun endet die Samenrinne an der Spitze eines langen, schlanken Zahnes, ohne vorher eine Samenblase zu bilden; das Ende der Samenrinne, ihre Ränder sind gefranzt und in dieser die Mündung umgebenden Franzen und Zäckchen haben wir den Beginn des Haar- polsters. Bezüglich aller übrigen Körpermerkmale sei auf das Genus Polydesmus verwiesen, die dort gege- bene Beschreibung passt auch hieher. Heimat: Marokko. Archipolydesmus maroccanus nov. Sp. Einfärbig weiss. Länge 7—9 mm. Breite 15 mm. Scheitelfurche deutlich. Kopf mit winzigen kurzen Härchen bedeckt. Antennen sehr lang am Ende verdickt. Halsschild viel schmäler als der Kopf, queroval, seitlich ganz abgerundet. Körper relativ breit, Rücken recht flach. Prozoniten glatt. Metazoniten mit drei regelmässigen Querreihen von Höckern, von denen jeder ein Börstchen trägt. Diese Höckerreihen nehmen die ganze Oberfläche ein und reichen auch bis an den Rand der Kiele. Letztere haben nicht etwa nur eine grosse Beule oder Blase wie die eigentlichen Polydesmus-Arten. Sie sind nicht breit und hoch angesetzt, ihre Vorderecken sind rechtwinkelig, ihr Hintereck in einen mässigen Zahn aus- gezogen, der Seitenrand ist grob gezähnelt, sammt Vorder- und Hintereck sind es 3-5 Zähne, von denen jeder ein Börstchen trägt. Ventralplatten glatt. Schwänzchen kegelförmig zugespitzt. Analschuppe dreieckig. Copulationsfüsse: Die Hüfte ist relativ sehr klein, ein kurzer Cylinder von geringem Durchmesser im Verhältniss zur Dicke des Schenkels. Der ganze Theil vom Schenkel bis zum Ende ist wie bei Polydesmus zu einem Stück verwachsen. Die Basis, also der Schenkel ist kugelig angeschwollen und beborstet, dann folgt ein gerades, cylindrisches Stück, das eine gezähnelte Leiste und in seiner zweiten Hälfte einen rund- lichen Knopf trägt. Hierauf ist der Copulationsfuss eingeknickt, an der Biegungsstelle steht aussen ein kurzer Zahn, innen ein langer, schlanker gekrümmter Fortsatz. Der Theil nach der Biegung trägt zwei weitere Zähne und seine Spitze ist hakig eingebogen. Die Samenrinne beginnt wie gewöhnlich in einer Grube des Schenkels und zieht bis an das Ende des an der Innenseite der Biegungsstelle stehenden schlanken Fortsatzes. Das Ende der die Samenrinne bil- denden Ränder dieses Fortsatzes ist zerfranzt. Höchst wahrscheinlich haben wir in diesem die Mündung der die Samenrinne umgebenden Franzen und Lappen, die Vorläufer des Haarpolsters der echten Polydes- mus-Arten, zu sehen. Wir werden uns die Verhältnisse bei Polydesmus wohl aus der hier geschilderten entstanden denken, durch Verkürzung und völliges Schwinden des schlanken Zahnes. Die Mündung der Samenrinne kommt dann in den Hauptstamm des Copulationsfusses zu liegen, und wenn sich dann noch die sogenannte Samenblase ausbildet, haben wir einen echten Polydesmus, Fundort: Tetuan, Marokko (Berliner Museum) d ®, Ber System der Polydesmiden. 1. 419 Polydesmus Latr. 1802 u. 1804. Hist. nat. des crust. et des ins. IIL, p. 44, VII, p. 77. 1847. Polydesmus C. Koch Syst. d. Myr., p. 59, 132. 1860. » Sauss. Mem. Mex. Myr., p. 325 (als Subgenus aufgefasst). 1868. » Meinert Naturhist. Tidsskr. (3), V, p. 24. 1872. > Humb. et Sauss. Miss. scient. Mex. VI, p. 51. Ausserdem haben zahllose andere der älteren Schriftsteller Myriopoden unter dem Namen Polydesmus beschrieben, ohne jedoch gute, heute brauchbare Genus-Diagnosen zu geben. Es gebrauchten diese Gattungen u. A.: Leach, Porat, Stuxberg, Menge, Fanzago, Fedrizzi, Cantoni, Berlese, Karlinski. Die erste gute Gattungsdiagnose ist von Latzel: 1884. Polydesmus Latzel Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 136. 1889. » Daday Myr. Regni Hungariae. 1894. » Attems Die Copulationsfüsse d. Polyd., p. 1o. 1895. » + Propolydesmus N erhoeff Zool. Anz. Nr. 477. 1896. » » » » » » 508. Pocock, Silvestri, Brölemann etc. gebrauchen diesen Namen in demselben Sinne wie hier. Körper aus Kopf und 20 Rumpfsegmenten bestehend. Er erhält durch die nur in geringen Grenzen schwankende Entwicklung der Kiele und Seulptur der Oberfläche sein charakteristisches Aussehen. Kiele wohl entwickelt, horizontal oder nur wenig von der wagrechten Lage nach auf- oder abwärts sich entfernend, mit mehr oder weniger zugeschärftem, nie wulstig verdickten, glatten oder 3—5 zähnigen Seitenrand. Sculptur der Metazoniten: Es sind drei Reihen von Feldern vorhanden, ursprünglich jede Reihe aus sechs Feldern bestehend. Der Raum zwischen der Naht zwischen Pro- und Metazoniten und der ersten der zwei Querfurchen, welche diese Reihen begrenzen, kann jedoch der Eintheilung in Felder entbehren, u. zw. entweder ganz oder es ist, was das häufigere ist, wenigstens die Medianfurche vorhanden. Die lateralen Felder der ersten und zweiten Reihe sind fast immer in besonderer Weise ausgebildet, indem sie zur so- genannten »Beule« verschmelzen. Diese liegt auf der Oberseite der Kiele. Die Verschmelzung ist entweder eine vollständige oder es bleibt eine seichte Querfurche übrig, in welchem Falle der hintere der beiden Buckel (der der zweiten Felderreihe zugehörige) immer der grössere ist. Schon der vordere der beiden die Beule bildenden Buckel ist grösser als alle anderen Tuberkel, der hintere ist noch viel mehr vergrössert und nimmt oft den ganzen Raum lateral von der zweiten und dritten Felderreihe ein. Da die Zugehörigkeit der beiden erwähnten Buckel als laterale Felder der ersten und zweiten Reihe selten klar ist, in Folge ihrer Vergrösserung und Lageveränderung, so sprechen wir immer von einer ersten und zweiten Felderreihe zu je vier und einer dritten Reihe zu 6 Tuberkeln, wie das auch im Folgenden immer der Fall ist, ausserdem von einer Beule. Die Breite der Tuberkelreihen in der Richtung vom Kopf zum Schwanzende und damit auch die Länge und Grösse der Tuberkel nimmt von der ersten zur dritten Reihe meist allmälig ab. Doch können auch die Tuberkel der zweiten und dritten Reihe untereinander gleich gross sein. Fast immer lässt sich in der Mitte jedes dieser Tuberkel ein kleines Körnchen erkennen, das ich »Mittelknötchen« nenne. Sie sind es, welche die Borsten tragen, wenn solche überhaubt auf dem Rücken vorhanden sind. auch auf der Beule finden sich solche Körnchen, entsprechend den beiden sie bildenden Tuberkeln, zwei auf jeder Beule, was somit allein schon ein Anhaltspunkt ist, um die Enstehung der Beule aus zwei Tuberkeln zu erkennen, auch wenn keine Furche mehr zwischen ihnen übrig ist. Vom Hintereck der Kiele zieht sich meist ein wulstiger Streifen etwas schräg nach vorn und innen bis in die Mitte der Kiellänge oder darüber hinaus, er heisst der Fingerwulst. Die Furchen, welche die erwähnten Felderreihen erzeugen, sind je nach den Arten verschieden tief, und damit erscheinen auch die Tuberkel verschieden hoch und die Sculptur flach oder grob; von dieser Felderung abgesehen ist die Oberfläche der Metazoniten glatt, nie chagrinirt oder fein granulirt, meist auch glänzend, seltener matt. 53 * 420 Carl Graf Attems, Der Umriss der Kiele ist entweder ein sehr eckiger, wenn die drei Ränder der Kiele gerade sind und im Winkel aneinander stossen, oder abgerundet, wenn diese Ränder convex sind und im Bogen ineinander übergehen; zwischen diesen Extremen gibt es alle Übergänge. Meist sind die Kiele der vordersten 3—4 Segmente etwas nach vorn gerichtet, d. h. Vorder- und Hinterrand dieser Kiele verlaufen schräg nach vorn und aussen, so dass das Vordereck Spitzer ist als das abgerundete oder wenigstens stumpfe Hinter- eck, dann folgen einige wenige Segmente mit ganz transversalen Kielen und dann ziehen sich die Kiele, je weiter nach dem Schwanzende zu umso deutlicher nach hinten, d. h. Vorder- und Hinterrand verlaufen schräg nach aussen und hinten. Der Seitenrand kann ‚gerade oder convex, glatt oder gezähnelt sein. Die Grösse dieser Zähne ist natürlich je nach den Arten auch verschieden: von kaum merklichen, stumpfen Absätzen bis zu deutlichen spitzen Zacken; aber auch am selben Individuum nimmt die Grösse der Zähne vom Kopf gegen das Schwanzende allmälig ab und die vordersten Segmente können ganz deutlich gezäh- nelte Seitenränder haben, während die der hinteren Segmente glatt sind. Die Zahl dieser Zähne ist auf den vordersten Segmenten etwas unregelmässig (2., 3. und 4.), auf den mittleren und hinteren Segmenten beträgt sie 4 oder 5, 4 auf den porenlosen, 5 auf den porentragenden Segmenten, wobei Vorder- und Hintereck mitgerechnet sind, da der vorderste Zahn stets im Vordereck steht. Wie bei allen Polydesmiden nimmt die Grösse des Hintereckszahnes auf den letzten Segmenten sehr rasch zu und auch bei Arten mit sonst abgerundeten Kielen ist dieser spitz. Die Zähnchen tragen meist kleine Borsten, was gewöhnlich Handin Hand mit der Beborstung des Rückens geht. Die Saftlöcher liegen ganz nahe dem Seitenrande und nahe dem Hintereck oben, auf der Aussenseite des fingerförmigen Wulstes, falls ein solcher vorhanden ist, auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—19. Der erste Rückenschild, der Halsschild, ist meist querelliptisch oder nierenförmig, meist schmäler als der Kopf sammt Backen, kann aber auch ebenso breit oder selbst ein wenig breiter sein. Ein deutliches Hintereck ist selten, meist sind die Seiten abgerundet. Der Hinterrand ist in der Mitte meistens seicht aus- geschnitten (daher die Nierenform) und die Fläche in drei mehr oder weniger deutliche Reihen von Tuber- keln getheilt. Die Beborstung ist auf dem Vorder- und Hinterende des Körpers besser ausgebildet als in der Mitte, wo sie oft ganz fehlt. Der Kopf ist kurz und dicht beborstet, der Scheitel von einer deutlichen, oft tiefen Medianfurche getheilt, die Fühler sind lang und schlank, am Ende keulig verdickt. Das Schwänzchen ist conisch zugespitzt. Die Ventralplatten sind ziemlich schmal, der Quere nach oder im Kreuz eingedrückt, glatt oder körnig, rauh und behaart. Dass das Verhalten des ventralen Theiles des 3. Segmentes bei den Männchen dieser Gattung deutlich die Zugehörigkeit des 2. Laufbeinpaares zum 3. Segment beweist, wurde schon in der allgemeinen Einlei- tung auseinandergesetzt. Die Beine der Männchen sind grösser und stärker als bei den Weibchen und tragen auf der Unterseite der Endglieder eigenthümliche glashelle Wärzchen neben den Borsten. In beiden Geschlechtern sind die 3eine (sowie die Antennen) reichlich behaart, resp. beborstet. Die Grösse der Arten schwankt zwischen 5 mm (fissilobus) und 35 mm (Collaris), am häufigsten sind mittlere Grössen von 15—20 mm. Die Farbe ist ein helleres oder dunkleres Braun. seltener (bei den kleinen Arten) ist sie weisslich. Bei gewissen Arten sind die Kiele bestimmter Segmente heller als die Grundfarbe. Von den Copulationsfüssen gilt, was darüber schon in der Charakterisirung der Gruppe der Eupoly- desminae gesagt wurde. Charakteristisch für diese Gruppe und somit auch für Polvdesmus ist der Besitz einer blasenartigen Erweiterung des Endes der Samenrinne, die Samenblase, deren Öffnung von einem Haarbüschel, dem Haar- polster, umgeben ist. Bei zwei Arten (pectinifer und germanicus) fehlt letzteres, und das ist, wie ich glaube, secundär entstanden zu denken. WR 6“ ur. rue ee ee 5 Be de a a a System der Polydesmiden. T. 421 Geographische Verbreitung: Mit Sicherheit ist diese Gattung bisher nur aus dem palaearktischen Gebiete festgestellt. Es werden zwar aus China und Japan auch einige Arten als hieher gehörig beschrieben, doch ist es noch zweifelhaft, ob sie hieher gehören, da über ihre Copulationsfüsse bisher nichts bekannt ist. Innerhalb des palaearktischen Gebietes lebt das Gros der bisher bekannten Arten in den österreichisch- ungarischen Alpeniändern und in der Lombardei. Doch kann man vorläufig noch keine allgemeinen Schlüsse über ihre Verbreitung ziehen, da offenbar erst die wenigsten Gegenden in dieser Hinsicht genü- gend erforscht sind; während wir aus einigen Gegenden, z. B. Alpenländer und Lombardei, eine Menge Arten kennen, wissen wir von angrenzenden, ganz gewiss ebenso für diese Thiere geeigneten Ländern noch gar nichts. So viel ist gewiss, dass wir Polydesmus von Skandinavien im Norden bis zu den Mittel- meerinseln im Süden und von den Azoren im Westen bis zum Kaukasus und Kleinasien im Osten kennen. Im Norden leben natürlich nur wenige Arten; aus Skandinavien kenne ich nur drei, und es dürften sich daselbst auch nicht viele mehr finden. In Österreich-Ungarn wurden bisher 18, in Italien, und zwar zumeist in der Lombardei, etwa 16 Arten entdeckt. Aus allen übrigen Ländern liegt eine viel geringere Anzahl vor, was, wie gesagt, zum grossen Theil wohl nur an der mangelnden Durchforschung dieser Gegenden liegt. Einige, Arten sind weit verbreitet, z. B. denticulatus, gallicus, coriaceus, complanatus, subinteger; andere wieder auf ein ganz kleines Gebiet beschränkt, was bei manchen Arten, die in einem wohl durch- forschten Gebiete leben, mit völliger Sicherheit behauptet werden kann. Tabelle zum Bestimmen der Arten: Br Eeonmlauonstusserohmerhlaanpolsten a EN en ne b) Copulationsfüsse mit Haarpolster . .. . N ce U: 2. a) Schneeweiss, 78:5 mm lang. Heimat Rheingegend. . . . . 2.2... .. ..germanicus Verh. b) Graubraun, 13:5 mm lang. Heimat Portugal -. . . . . ee Sn EetinDgerN eich: 3. a) Die Spaltung des Copulationsfusses in Haupt- und Nebenast geht nicht weiter herab als bis in die Höhe des Haarpolsters, so dass dieses dem noch ungetheilten Stamme und nicht dem Inlai stage iS, er, ea re ae a er er b) Copulationsfüsse deutlich in Haupt- und Nebenast gespalten, das Haarpolster sitzt dem Haupt- aa A aaa a har no: Vo ee ee 4. a) Die Vorderecken aller und die Hinterecken der vorderen Kiele abgerundet . . 2.2.22... b) Vorder- und Hinterecken der Kiele eckig. Seitenrand gezähnt. . . . . - SE1h0R 5. a) Gewisse Kiele (die des 3., 4., 6., 8., 11., 14. Segmentes) sind lebhaft hell a seh gefärbt, der UhriacsRue Kennel ee N Remo: b) Der Rücken ist einfärbig oder höchstens sind gewisse Kiele ein wenig heller gefärbt (bei edentulus) 8. fer} N Halsschild braun, die Kiele des 3., 4., 6., 8., 11. und 14. Segmentes gelbweiss oder blass schmutzig gelb. Karpathen . . . Bis AR RE b) Halsschild und Kiele 4., 6, S., Me und 14. lebhaft gelb, oft orangelb. Südliche A collaris C. Koch. SI = Spitze der männlichen Copulationsfüsse gegabelt. Körper bis 27 mm lang. (Galizien) polonicus Ltz. b) Spitze der Copulationsfüsse einfach. Körper höchstens 16 mm lang. (Hohe Tatra) . . /Zatranus Ltz. 8. a) Copulationsfüsse sichelförmig, mit vielen oder wenigen Zähnchen auf der Hohlseite, aber nicht in zwei schlanke, annähernd gleich grosse Sicheln ohne Nebenzähne gespalten... ... 9. b) Copulationsfüsse in zwei schlanke Sicheln gespalten; distal vom Haarpolster keine weiteren Zähne, unterhalb desselben ein schlanker Spiess . » . . » 2... .. .„Zscherichü Verh. 9. a) Hohlseite des Copulationsfusses mit zahlreichen spiessartigen, zuweilen gegabelten Zähnen edentulus Koch. b) Am Ende der Hohlseite nur ein stielförmiges und ein kleines dreieckiges Zähnchen macilentus (Koch) Daday. 1072) Die Oberseite der Kiele (2, 3) 4, 6, 8, 11, 14 ist auffallend hell, meist gelblich „2: .....1. 77 IS. 19. 20. 2 Carl Graf Attems, b) Rücken. einfärbig. hellbraun: „U. ar 2 Se re . a) Copulationsfüsse langästig, geweihartig. Körper gross, 3—4 mm breit. Südliche Alpen rangifer Ltz. b) Copulationsfüsse schwach hakenförmig, etwas verbreitert, mit relativ kurzen Zähnen. Körper kleiner, 18—2:7 mm breit. Oberösterreich, Hochgebirge Kärntens. . . ......,.12 2. a) Rücken etwas hohl wegen Aufbiegen der Kiele. Copulationsfüsse am Ende drehrund, zweispitzig, neben dem Haarpolster kein zweispitziges Hörnchen vorhanden. . . . . „xanthokrepis n. Sp. b) Rücken flach. Copulationsfüsse am Ende plattig verbreitert, mit einem Zahne jederseits, neben dem Haarpolster ein’ zweispitziges Hörnchen 2. 2 vu. nn enoricusalgEz 3. a) Beule auf den Kielen gross. Rücken glänzend. Copulationsfüsse mit zwei parallelen Sicheln endigend, einer schmalen und einer breiten. Beide ohne Nebenzähnchen . . . .falcifer Ltz. b) Beule kleiner. Rücken matt. Copulationsfüsse mit zwei divergirenden breiten Zacken endigend, der eine distalwärts, der andere nach der Basis des Fusses zu gekrümmt, mehrere kleine Nebenzähnchen 2 re SYUBSGO NE SE . a) Halsschild mit einer einzigen Ausnahme (Zridentinus) breit, so breit wie der Kopf sammt Backen oder selbst breiter. Nebenast der Copulationsfüsse relativ lang und schlank und stark ein- gebogen, der Haarpolster sitzt an der Basis des Hauptastes . . ... . 2 vn rd: b) Halsschild immer schmäler als der Kopf sammt Backen. Nebenast der Copulationsfüsse relativ kürzer als bei der ersten Gruppe und nicht so stark eingeschlagen, sondern sichelförmig gekrümmt. Wenn er eine lange, schlanke Sichel bildet, ist die Spaltung in Haupt- und Neben- ast viel deutlicher und der Haarpolster sitzt am Ende des Hauptastes . . ».........20. . a) Halsschild schmäler als der Kopf sammt Backen. . . . 2» .2..2.....0. . Zridentinus Ltz.‘ b) Halsschild wenigstens so breit wie der Kopf... Sn. a ra 16. j. a) Das Ende des Nebenastes der Copulationsfüsse mit einem Büschel längerer, spiessartiger Zähne abchasius n. Sp. b) Das Ende des Nebenastes einfach oder höchstens zweispitzig . » . » 2. ... a s. NU- a) Endhälfte des Nebenastes mit einer lappigen Anschwellung auf der Innenseite . . ee, Verh. k)RNebenasBohnersolcherAnschyyvelltun DEszer Er Er Er Er SEE EEE: sAlısr a) Kiele der vorderen Segmente aufgebogen (wie bei zllyricus) ac NE b) Kiele der vorderen Segmente horizontal. Rücken ganz fach . . . .... . .complanatus Ltz. a) Rückensculptur grob. Halsschild mit drei deutlichen Tuberkelreihen . . . . . . insulanus n. Sp. b) Rücken- und Halsschildsculptur sehr schwach ausgeprägt . . » » 2.2.2.2... .„ platynotus Poc. a) Das Zähnchen auf der Hohlseite des Nebenastes nahe seiner Krümmung ist so lang, dass es fast die Spitze des Nebenastes selbst erreicht . - . -» 2» 2.2.2200... „ denticnlatus Koch. b) Dieses Zähnchen ist ganz klein oder fehlt ganz a „"2ilR . a) Hauptast der Copulationsfüsse am Ende abgestutzt, nicht hakig . . . - . a He: ER b) Hauptast der Copulationsfüsse am Ende eine gerade Spitze oder einen einfachen Haken bildend . 23. 0) Happtast'am Ende 2 Shakleıı I ar. lea Ne ne Re ar ee . a) Kleiner. Rückensculptur derber . . . . - - 2... nenn nen. „ Drevimanus Bröl. b) Grösser. Seulptur sehr flach 7 m. an wen 6, u ee ee See En 3. a) Der Nebenast ist eine schlanke Sichel ohne jeden Nebenzahn . . ... 2... 2. un... r 24. b) Der Nebenast hat mindestens ein Seitenzähnchen . . . . 2..." Nr ER se 24. a) Metazoniten mit drei Querreihen von je sechs Tuberkeln (die lateralen Felder der 1. und 2. Reihe sondern"sich nicht zuleiner Beulesap) Es m N er 2... asthenestatus Poc. b) Erste Felderreihe gar nicht ausgebildet, zweite mit vier, dritte mit sechs Tuberkeln . Barberii Ltz. 5. a) Grössere, 17—23 mm lange, heller oder dunkler braune Rormene er E25 b) Kleinere, 5—15 mm lange, meist sehr blasse Formen . . . ». 2... nun 2 en gen 29, 1 Hieher auch transsilvanicus Daday. Zi Zain Ad „ar System der Polydesmiden. 1. 423 > Rlslken aliimzenkl 2.5... eo, ee Eu N b) Rücken nicht glänzend. Halsschild an Stelle der Hinterecken mit einem Knötchen im ringsherum verlaufenden Saum u... ".. a een lusttamus"Nerh. Brea)seitenrand.der Riele'mit 3 4 deutlichen Zahnkerben . . . . 2 2 2... 2.0. .gallicus Liz. b) Seitenrand der Kiele entweder gar nicht oder kaum merkbar eingekerbt . . . 22 ..2..2...28. 28. a) Erdbraun oder rothbraun. Das Ende des Hauptastes distal vom Haarpolster ganz gerade oder NURSSENLEWENIETTekummE en ent. re sübnlfeaBnol. b) Einfärbig hell fleischfarben. Hauptast mit einem kurzen, stark gekrümmten Haken am Ende Laurae Poc. 29. a) Winzig klein, 5 mm lang, seitliche Tuberkeln der ersten und zweiten Felderreihe nicht anders wie die übrigen, daher drei Querreihen von je sechs Tuberkeln vorhanden . . . fissilobus Bröl. b) Grösse 10—15 mm lang, eine Beule vorhanden, daher in der ersten und zweiten Felderreihe nur je vier Iulgaikal' 40 Sr ee ee ER E07 80. a) Hintereck aller Kiele, vom zweiten angefangen, zahnartig, vom sechsten an ist dieser Zahn spitz; Hintereck des Halsschildes rechtwinklig . . . a NER, b) Hintereck der vordersten Kiele mehr abgerundet. Halsschild querelliptisch oder nierenförmig . . 31. 31. a) Copulationsfüsse sehr kurz und breit, Brachydesmus-artig. Erste Felderreihe der Metazoniten deutlich abgegrenzt. Seitenrand der Kiele grob und spitz gezähnt. . . . . nanıs (Koch) Dad. b) Copulationsfüsse schlank, von der gewöhnlichen Polydesmus-Form. Erste Felderreihe gar nicht oder undeutlich in Tuberkeln getheilt. Seitenrandzähne rundlich und kurz oder ganz fehlend . 32. 82. a) Halsschild seitlich ganz abgerundet. . . . . 2... a re: BBklalsschildseitengsierade,zemandersparallele Es 2 nen ea ee dl 33. a) Ende des Hauptastes gerade, trapezförmig spitz. Nebenast am Ende mit zwei Spitzchen, in der NiegohwerSetten zahl w „ndispar. Silv. b) Ende des Hauptastes hakig eingekrümmt. Nebenast mit einem Zähnchen in der Mitte der Krüm- Tr UT Se en ers Lana a, EOMACEUS- Pörc, 34. a) Rücken sehr rundlich wegen der geringen Breite der dorsoventral dicken Kiele. Erste Felderreihe mit einer deutlichen Medianfurche . . . . ED ae . . .Mmconsians Ltz. b) Rücken flach. Kiele gut entwickelt. In der ersten Felderreihe nicht einmal eine Medianfurche zu schen 0: en Hamas; Weich: 35. a) Seitenrand der Kiele | kaum merklich ee ER dr a aaa: DisSeitenrangkderKielestierundsspitzgezahne rn nennen nnn. . pihdens Koch. 36. a) Hauptast des Copulationsfusses in zwei divergirende Körnchen endigend . . . . helveticus Verh. b) Hauptast des Copulationsfusses mit einem grösseren Haken und zwei kleineren Zähnchen endi- SC anne ne 2 AilusBerlese. In dieser Tabelle konnten folgende Arten, von denen bisher nur die Weibchen bekannt sind, nicht auf- genommen werden, da die Haupteintheilung der Tabelle nach den Copulationsfüssen erfolgte: alticola Verh., albidus Dad., brachydesmoides Verh., triseriatus Verh.. Ebenso konnten die Arten genuensis Poc., graecus Dad., pulcher Silv., longicornis Silv., distractus Ltz. nicht berücksichtigt werden. Herzegowinensis, dessen Beschreibung erst nach Fertigstellung dieser Arbeit erschien, konnte eben- falls in der Tabelle nicht untergebracht werden. Polydesmus germanicus Verh. Taf. IX, Fig. 222, 223. 1896. Zool. Anzeiger, Nr. 508. Körper schneeweiss, wenig glänzend. Länge d 7—7:5 mm, 2? 7—8'5 mm. Breite ?/,—?/, mm. Kopf reichlich behaart. Antennen kolbig verdickt. 424 Carl Graf Attems, Halsschild schmäler als der Kopf sammt Backen. Hinterrand gerade. Vorder- und Seitenränder zusammen einen Halbkreis bildend. Drei Reihen von Börstchen. Rücken gewölbt. Die Kiele sind lang, aber schmal und haben auffallend gerade Seitenränder. Vorder- eck der Kiele 2 und 3 abgerundet. Vordereck der folgenden Kiele winkelig. Kiel 4 hat noch ein rechtwin- keliges Hintereck, vom fünften an ist das Hintereck zackig, überragt den Hinterrand der Metazoniten erst vom 11. Segment an. Seitenrand dreimal leicht gekerbt. Bei stärkerer Vergrösserung bemerkt man, dass an den Einker- bungen feine Stiftchen (Tastborsten) stehen; ein viertes befindet sich vor den Hinterecken, die im All- gemeinen wenig vorspringen. Die Sculptur der Metazoniten ist sehr verwischt, dagegen sind sehr deutlich die drei Borstenreihen. Ventralplatten der Quere nach eingedrückt und beborstet Die Beine des J sind wesentlich dicker als die des ?, was namentlich durch Aufblähung des Femur und der Tibia erreicht wird. Sie sind ferner ausgezeichnet durch mehrere Längsreihen feiner Spitzen, welche an der Innenseite des letzten und auch vorletzten Beingliedes stehen und durch sehr feine Papillen an der Innenseite des Tarsalgliedes. Die Copulationsfüsse konnte ich nicht genau genug untersuchen, um selbst eine Beschreibung der- selben zu geben. Das Wesentlichste, was Verhoeff hervorhebt, das Fehlen des Haarpolsters, scheint mir richtig, auch ich konnte ein solches nicht sehen. Verhoeff sagt: »Der Femoraltheil ist vom Tibialtheil nicht abgeschnürt, er ist reichlich beborstet, aber nicht bestachelt. Distalwärts tritt eine abgerundete Ecke vor und hinter dieser folgt, durch eine kleine Bucht getrennt, ein recht kleines Spitzchen. Auswärts von demselben mündet mit einer relativ grossen, rundlichen Öffnung der Samengang. Ein Haarbüschel fehlt vollständig. Der in stumpfen Winkeln nach innen gekrümmte Aussenast, der Tarsalabschnitt, ist durch eine deutliche Querkante gegen den Tibialabschnitt abgesetzt. Er schwillt in der Mitte an und verschmä- lert sich wieder gegen das Ende. Am Ende ist er in zwei Spitzen gegabelt. Drei andere Spitzen, welche proximalwärts gerichtet sind, stehen an der Anschwellungsstelle. Über den Tibialabschnitt erhebt sich aber auch noch ein Innenast, der noch nicht die halbe Länge des Aussenastes erreicht, auch dünner ist und innenwärts an seinem Ende ein Zähnchen besitzt.« (Fig. 222, 223.) Fundort: Ober-Cassel a./R. in einem Steinbruch unter bröckeligen Felstrümmern zwischen faulenden, feuchten Blättern. Unter 20 2 nur 3 d’ am 21/3, unter 40 $ 2 d’ am 12/4. Von daher stammen auch die von mir untersuchten Stücke des Hofmuseums. Polydesmus pectiniger Verh. Taf. IX, Fig. 217. 1883. Zool. Anzeiger, Nr. 419, XVI, p. 168. Polydesmus pectiniger. 1895. >» » » 477, p. 18 > 1896. » > » 508. »Länge 13:5 mm. Graubraun, einfärbig, glänzend. Unbeborstet, auch Halsschild und die letzten Rückenplatten entbehren der Borsten. Seitenkanten der Seitenflügel fast glatt, nur sehr schwach drei- bis viermal eingekerbt. Seitenflügel ziemlich gewölbt, zwei Felder auf denselben nicht abgesetzt, nur der Fingerwulst hinten markirt. Felder der ersten Reihe undeutlich, nur die Mittellinie und die Mittelknötchen deutlich. In der zweiten Reihe vier, in der dritten meist sechs Felder deutlich abgesetzt. Zwischen der ersten und zweiten Reihe eine tiefe Furche. Copulationsfüsse sehr eigenartig, so dass ich sie mit keiner anderen mir bekannten Art vergleichen kann. Der Aussenarm ist iang und ziemlich gleich breit, etwas nach innen gebogen. In der Mitte seiner Unterseite trägt er einen kräftigen dreieckigen Zahn. Die Spitze ist hakig umgebogen und unter ihr stehen # System der Polydesmiden. 1. 425 noch vier lange, spitze Zähne, welche nach der Basis des Armes zu an Länge allmälig abnehmen. Wegen dieser fünf Zähne in gleichen Abständen gewährt das Armende das Bild einer Harke (pecten) oder eines groben Kammes. Der Aussenarm geht sehr plötzlich in ein dickes Grundstück über, dessen Innenecke schwach zahnartig vortritt. In der Mitte des Grundstückes (welches übrigens der borstigen Coxa aufsitzt) bemerkt man den Eingang zu einer Höhlung, doch ist der sonst so verbreitete Haarpolster hier nicht nach- weisbar. Neben der Öffnung sitzt ein dünnes halbkreisförmiges Anhangsgebilde auf, welches vielleicht dem sonst fehlenden Innenast entspricht und ein Drittel der Länge des Aussenastes beträgt. (Fig. 217.) Fundort: Coimbra. 1 d’.« Im Zool. Anzeiger Nr. 477 will Verhoeff — mit Rücksicht darauf, dass 1. das an der Mündung der Samenhöhle sonst befindliche Haarbüschel fehlt und 2. noch deutlich durch Demarcationslinien und Ein- schnürungen eine Differenzirung der Copulationsfüsse der Coxa, beborsteten Femur, nackte Tibia und Tar- sus erhalten ist (wobei die Samenhöhle in der Tibia mündet) — diese Art zum Vertreter einer Untergattung Propolydesmus erheben, doch fand er später eine Übergangsform (Pol. germanicus), bei der auch der Haarpolster fehlt, während keine Abgrenzung von Femoral- und Tibialabschnitt nachweisbar ist, so dass er die Untergattung Propolydesmus wieder einzieht. Was nun das Verhältniss dieser beiden Arten (pectiniger und germanicus) zu dem typischen Polydes- mus einerseits und zu Archipolydesmus m. anderseits betrifft, so glaube ich, dass die beiden erstgenannten secundär erst den Haarpolster verloren haben. Ich kenne die Copulationsfüsse von pectiniger nicht aus eigener Anschauung, doch bei Betrachtung der Abbildung in Nr. 508 des zool. Anzeigers drängt sich unwill- kürlich die grosse Ähnlichkeit dieses Organes mit dem von Pol. subinteger beispielsweise auf. Man braucht sich nur den Hauptast noch etwas mehr verkürzt und die die Mündung der Samenblase umgebenden Haare in Wegfall gekommen zu denken, so haben wir die Copulationsfüsse von pectiniger; und die Copulations- organe von germanicus erinnern schon gar, abgesehen vom Mangel des Haarpolsters, an unsere übrigen einheimischen Polydesmus. Bei Archipolydesmus dagegen mündet die Samenrinne ganz ähnlich wie bei Odontopeltis z.B. am Ende eines schlanken Astes, ohne vorher eine Samenblase zu bilden. Ich stelle daher mit Verhoeff sowohl pectiniger als germanicus in die Gattung Polydesmus, trenne dagegen Archipolydesmus maroccanus davon ab. Polydesmus collaris C. Koch. Taf. IX, Fig. 210, 211, 212, 213; Taf. X, Fig. 252. 1847. Syst. d. Myr., p. 111. 1863. Die Myr. I, p. 6, Fig. 7. 1869. Humb. et Sauss. Verhandl. zool.-botan. Ges. Wien XIX, p. 692. 1876. Latzel Jahrb. naturhist. Landesmus. von Kärnten, XII, p. 99. 1884. Berlese Acari Myr. etc. Fasc. III, No. 9, Fig. 1—7. 1884. Latzel Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 157, Taf. V, Fig. 56. 1889. Daday Myr. Regni Hung., p. 68. 1894. Attems Copulationsfüsse d. Polyd., p. 12, Fig. 27—31. 1895. Attems Myr. Steierm., p. 65. — Sitzungsb. Akad. Wiss. Wien, CIV, p. 187. Bräunlichroth, röthlichbraun, seltener kastanienbraun, unten viel blässer, in den Seiten etwas dunkler. Der ganze Halsschild und Kiele des 4., 8., 6., 11. und 14. Segmentes oben und unten lebhaft gelb. Zuweilen auch die Kiele des 2. Segmentes, hin und wieder sogar alle Segmente gelb. Beine einfärbig blass, röthlich- braun, doch können die Hüften und Schenkel verdunkelt sein wie die Fühler. Länge 28—34 mm. Breite 4—5 mm. Körper kräftig, nahezu parallelrandig, etwas hinter der Mitte am breitesten, vorn nicht merklich ver- schmälert. Glatt und glänzend und mit Ausnahme der Fühler, Beine und Ventralplatten unbehaart. * Scheitelfurche tief und deutlich. Fühler dünn und lang. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL. Bd. 54 426 Carl Graf Attems, Halsschild so breit wie Kopf und Rücken zusammen, fast querelliptisch, der Hinterrand ganz seicht ausgeschnitten, seitlich unmerklich gekerbt. Solche winzige Zahnkerben finden sich auch auf dem Seiten- rand des 2. und 3. Kieles. Fläche des Halsschildes undeutlich in flache Buckelreihen getheilt. Rücken glatt und glänzend, die Sculptur flach. In der ersten Reihe ist nicht einmal die Medianfurche überall sichtbar, nur hin und wieder ist sie deutlich. Dagegen sieht man öfters vier winzige Knötchen auf dem der ersten Felderreihe entsprechenden, nach hinten durch eine Bogenlinie begrenzten, etwas erhabenen Raum. In der zweiten Felderreihe sind immer vier Tuberkel sehr deutlich abgegrenzt; in der dritten Reihe sind meistens nur die vier mittleren ebenso deutlich wie die Tuberkeln der zweiten Reihe. Die seitlichen Tuberkeln sind meistens ganz verwischt, jedenfalls niedriger und nur durch eine seichte Linie von der Beule abgegrenzt. Letztere gross, Fingerwulst sehr deutlich. Fig. 252 zeigt das 5. Segment eines Thieres mit besonders gut ausgeprägter Sculptur; sie ist nicht immer so deutlich. Die Vorderecken des 2. und 3. Schildes sind eckig nach vorn ausgezogen, der Seitenrand stumpf gezähnelt. Vom 4. Segment an sind die Kiele stark abgerundet, besonders die Vorderecken. Der Seitenrand ist sehr convex und zahnlos, nur bei starker Vergrösserung kann man Spuren von Zahnkerben wahrnehmen. Jedenfalls gehört diese Art zu denjenigen, welche die rundesten Kiele haben. Der Hinterrand der Kiele ist gerade und das Hintereck der vorderen zehn Segmente abgerundet; erst vom 11. Segmente bildet das Hin- terende des Fingerwulstes ein kleines, den Hinterrand überragendes Zähnchen, das nur auf dem 17. und 18. Segment etwas grösser ist. Die Ventralplatten sind der Quere nach eingedrückt, beim Männchen ausserdem auch der Länge nach, aber seichter und körnig uneben, in beiden Geschlechtern fein behaart. Die Analschuppe ist gerade abgestutzt und die zwei borstentragenden Wärzchen sind gross. Die ersten drei Glieder der Beine der Männchen sind verdickt, die 3—4 letzten Glieder tragen auf der Innenseite zwei Längsreihen kleiner, mit einer steifen Borste versehener Wärzchen. Die beiden vordersten Beinpaare sind viel kürzer als die übrigen. Copulationsfüsse: Die weiche glashelle Spitze des Hüfthörnchens trägt einen kleinen Widerhaken. Der Winkel zwischen Tibial- und beborstetem Femoraltheil ist hier nur ein ganz stumpfer, beide haben fast dieselbe Richtung. Die Copulationsfüsse gehören zu den einfachsten der ganzen Gattung, was Verästelung des Endtheiles anbelangt. Auf der Rückseite (convexen Seite) findet sich ein mehrzackiger Vorsprung, auf der Hohlseite hinter dem Haarpolster ein breiter spitzer Zahn, ein weiterer sehr breiter und kurzer Zahn zwischen dem eben erwähnten und der leicht hakig gekrümmten und allmälig sich verjüngenden Spitze. (Fig. 213.) Wie ich schon (Myr. Steierm.) erwähnt habe, liebt diese Art besonders feuchte Stellen, meist findet man sie in der Nähe eines Wässerchens, und da oft in sehr grosser Anzahl auf einer kleinen Stelle, beson- ders im Herbste, October. Verbreitung: Steiermark bis Graz herauf, im ganzen Unterland häufig, Kärnten, Krain, Kroatien, West- ungarn und Südungarn, Bosnien, Herzegowina, Serbien, Italien. Var. Rannensis mihi. 1895. Myr. Steiermarks, p. 66. Unterscheidet sich von der sehr einheitlichen Grundform, die mir sonst von den verschiedenen Locali- täten in ganz übereinstimmenden Exemplaren vorliegt, durch erhebliche geringere Grösse und dunklere Färbung. Während der Typus 28—34 mm lang und 4—5 mm breit ist, messen die grössten Individuen dieser Abart nur 23 mm Länge und 3:5 mm in die Breite, meist sind sie noch kleiner. Die Grundfarbe ist ein sehr dunkles Braun, etwa schwarzbraun, von dem sich die gelben Kiele besonders scharf abheben. Es kommt hier auch viel häufiger vor, dass der zweite Rückenschild ganz gelb ist; z.B. von 27 Exemplaren mit 20 Segmenten war er bei 15 ganz gelb, bei 4 zum grössten Theil und nur bei 8 braun. Über die Hälfte der zahlreichen untersuchten Pulli hat ihn ganz, sehr viele zum Theil gelb. Fundort: Rann (Untersteiermark). System der Polydesmiden. T. 427 Polydesmus tatranus Ltz. Taf. IX, Fig. 220. 1882. Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Wien, XXXII, p. 281. 1884. Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 156. Taf. VI, Fig. 66. »Farbe oberseits hauptsächlich braun, während die Seitentheile des 2., 3., 4., 6., 8., 11. und 14. Rücken- schildes oben und unten lebhaft gelb oder weisslichgelb sind. Bauchseite und Beine sehr blass, doch können die letzteren etwas verdunkelt sein. Fühler braun. In der Färbung auch dem Pol. rangifer ähnlich. Körper recht schlank, vorn und hinten nur wenig verschmälert, im Allgemeinen dem Pol. collaris ähn- lich, doch um Vieles kleiner und recht zierlich, geglättet und glänzend, wenig behaart. Länge d' 11 mm, ? 12—15 mm. Breite j 1-5 mm, ? 1:7—2 mm. Scheitelfurche sehr deulich. Fühler schwach keulig, lang.« Halsschild bedeutend schmäler als der Kopf sammt den Backen, seitlich breit abgerundet, hinten schwach ausgeschnitten; längs des Hinterrandes 6—8 Randhöcker, vorn mit tiefer Querfurche. Sculptur des Rückens derb. Vorderecken des zweiten Schildes etwas nach vorn gezogen, mit einem kleinen Zähn- chen im Eek, kurz hinter diesem ein zweites stumpfes und dahinter ein drittes kleineres Zähnchen. Der Seitenrand der übrigen Kiele ist convex und zahnlos (wenigstens bei den von mir untersuchten Weibchen). Latzel sagt: »zahnlos oder undeutlich und sehr fein gezähnelt«. Hinterrand der Kiele vom circa 9. Segment an ganz schwach ausgeschnitten, je weiter nach hinten, desto deutlicher, dadurch wird das Hintereck zahnartig. Dieser Zahn überragt aber erst vom 15. oder 16. Segment an den Hinterrand. In der ersten Felderreihe nur die Medianfurche deutlich, in der zweiten vier, in der dritten Reihe sechs Tuberkeln. Beule gross, rund. Fingerwulst vom 5. Segment an deutlich. Von Pol. edentulus ist diese Art dem Umriss nach, besonders was das Vorderende betrifft, nicht zu unterscheiden. Die Beine des Männchens sind mit kurzen, sehr steifen Borstenhaaren besetzt, die Borsten der Innen- seite stehen auf durchscheinenden Knötchen, besonders an den Endgliedern. Copulationsfüsse der Männchen dick, schuhförmig (in der Seitenlage), die dünnere Spitze schwach, hakig gebogen, vor der Spitze ein kräftiger Zahn, zwischen diesem und der Basis ein weiterer behaarter Zahn. (Fig. 229.) Fundort: Hohe Tatra, galizische und ungarische Seite. Polydesmus tatranus var. balcanus Ltz. Unter diesem Namen beschreibt Latzel l.c. ein Weibchen von 20 Segmenten aus Serbien. Länge 16 mm. Breite 2 mm. Form und Farbe sehr ähnlich der von Zatranus, unterscheidet sich jedoch auffallend von demselben dadurch, dass vom siebenten Rückenschilde angefangen die Hinterrandsecken nicht mehr gerundet, sondern in einen allmälig etwas länger werdenden, kräftigen, mässig nach einwärts gekrümmten Fortsatz erweitert erscheinen, während die Vorderrandecken alle völlig gerundet, die aufgeworfenen Seiten- ränder der Rückenschilder ganz zahnlos sind. Beine dick. Ventrale Querleiste des 3. Segmentes kräftig ent- wickelt, am unteren Rand unregelmässig eingekerbt, an den Seitenecken gerundet. Latzel hat nur ein Weibchen gesehen und meint, es sei nicht unwahrscheinlich, dass dieses zu einer anderen Art, nicht zu Zatranus gehöre, was mir auch das Richtige zu sein scheint. Polydesmus polonicus Ltz. Taf. VIII, Fig. 192, 193. 1884. Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 160, Taf. V, Fig. 64. Farbe blass röthlichbraun, in den Seiten des 2., 3., 4., 6., 8., 11. und 14. Rückenschildes blassgelb. Körper vorn deutlich verschmälert, vom 5. Segment an parallelrandig. Länge J 26:5 mm. Breite d’ 4 mm. 54 * 428 Carl Graf Attems, Scheitelfurche sehr deutlich, zwischen den Fühlern in zwei Grübchen auslaufend. Fühler nur wenig keulenförmig verdickt, dünn und ziemlich lang. Halsschild schmal, um ein gutes Stück schmäler als der zweite Rückenschild, seitlich ganz abgerundet, querelliptisch oder schwach nierenförmig, indem der Hinterrand unmerklich eingebuchtet ist, zwei undeut- liche Querfurchen auf seiner Fläche. Rücken sehr glatt und glänzend, in der ersten Felderreihe nur die Medianfurche deutlich und tief, die vier Felder der zweiten und die sechs Felder der dritten Reihe sind zwar ziemlich niedrig, aber doch sehr deutlich abgegrenzt. Beule sehr gross, blasig aufgetrieben. Fingerwulst deutlich, bis über die Mitte der Länge reichend. Vordereck aller Kiele zugerundet. Hintereck der ersten 8—10 Segmente ebenfalls abgerundet, die fol- senden etwas stumpfeckig, einen kurzen Zahn bildet das Hintereck aber erst vom 16. Segment an. Seitenrand der Kiele convex, sehr schwach gezähnelt. (Fig. 192.) Ventralplatten und Beine fein und kurz behaart. Beine des Männchens lang und ziemlich dick, auf der Innenseite mit deutlichen Wärzchen versehen. Erstes Beinpaar merklich kleiner als die folgenden. »Copulationsfüsse dick und knieförmig, ziemlich dünn auslaufend, am Ende kurz gabelig, innen an der ausgehöhlten Basis der Haarpolster, vor diesem ein dünnes, hakig gekrümmtes, durchscheinendes Horn tragend und am äusseren Seitenrand mit einem kleinen Zahne versehen.« Der Latzel’schen Abbildung nach scheinen die Copulationsfüsse sehr an die von collaris zu erinnern. (Fig. 193.) Fundort: Przemysl (Galizien), 0°. (Ich sah dieses einzige Exemplar Latzel’s ebenfalls.) Polydesmus edentulus C. Koch. Taf. IX, Fig. 196— 204. 1847. Syst. d. Myr., p. 134. 2 1863. C. Koch Die Myriop. II, p. 4, Fig. 128. 1877. Fedrizzi Ann. soc. natur, Modena, XI, p. 109. (Pol. edentulus und macilentus.) 1884. Latzel Die Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 154. 1883. Berlese Acari Myr., Scorp. ete. III, 10. Pol. macilentus. 1884. » > > » » XL, 7 » pennsylvanicus. 1884. » » » » » XI, 8 » edentulus. 1884. » > » » » XI, 9 >» destacens. 1882. Heller 1889. Dalla Torre. 1889. Daday Myr. Regni Hung., p. 67. 1894. Attems Copulationsfüsse d. Polyd., p. 13, Fig. 34. 1895. Verhoeff Aphorismen. — Zool. Anz. Nr. 476—478. Mit Subspecies bidentatus. 1896. » Archiv f. Naturg., p. 199. Rücken lichter oder dunkler braun, gewöhnlich umso dunkler, je grösser die Race in einer Gegend ist. Die Kiele des 4., 6., 8., 10., 14., manchmal auch des 3. Segmentes gelblich oder weiss; je dunkler der Rücken sonst ist, desto deutlicher wird dieser Farbenunterschied. Die genannten Kiele können ganz weisslich sein oder nur gefleckt,; bei den kleinen, lichten Exemplaren (z. B. von Meran) ist der Rücken einfärbig. Kopf heller. Antennen dunkelbraun. Unterseite sammt Beinen gelblichweiss. Länge des d’ 10°5—16 (nach Latzel 13—17) mm, des ? 14—19 mm. Breit des d’, 2 1’8—2°5 mm. Die Grössenunterschiede sind somit recht bedeutend. Die kleinsten mir vorliegenden Individuen (0’) von 10:5 mm Länge stammen von Meran; go’ von Schluderbach und Bad Moos in Tirol messen 12:5 mm Länge, es scheint somit die Grösse dieser Art gegen die westliche Grenze ihres Verbreitungsgebietes hin abzunehmen. Die steirischen dd’ sind 14:5. -16 mm lang, die kroatischen ebenso. Besonders die steiri- schen Exemplare sind dunkelbraun gefärbt. ’ Das Schwanken in der Grösse bei dieser Art bestätigt auch Verhoeff,! der auch sagt, dass »manche Erwachsene der einen Gegend nur so gross sind, als Pulli VI einer anderen«. 1 Verhoeff Beitr. z. Kenntn. pal. Myr. — Arch. f. Naturg. 1896, p. 199. — System der Polydesmiden. T. 429 Scheitelfurche deutlich. Fühler dünn und lang. Scheitel sehr kurz und fein behaart. Halsschild querelliptisch bis nierenförmig, etwas schmäler als der Kopf sammt Backen, seitlich abge- rundet. Längs des Hinterrandes eine Querreihe kleiner Tuberkel, die äussersten etwas grösser. Die Tuberkel der beiden vorderen Reihen nur sehr undeutlich abgegrenzt, die drei Reihen winziger Börstchen vorhanden. Zweiter Kiel nach vorn gezogen, sein Seitenrand mit winzigen Zähnchen, von denen das vorderste im Vordereck steht. Hintereck stumpfwinklig. Die Vorderecken aller übrigen Kiele abgerundet. Die Hinterecken bis zum achten oder neunten eben- falls rund, dann durch schwache Einbuchtung des Hinterrandes der Kiele erst winkelig werdend; auf den letzten Segmenten, vom ca. 15. an, spitzzähnig. Seitenrand convex. Unter dem Mikroskop zeigt er 3—4 win- zige Kerben mit ebenso kleinen Börstchen. In der ersten Felderreihe meist nur die Medianfurche und die vier Mittelknötchen deutlich, zuweilen sieht man auch die Furchen, welche die vier Tuberkel bilden; die vier Tuberkel der zweiten und sechs der dritten Reihe wohl getrennt. Die Tuberkel beider Reihen ziemlich gleich gross. Jede mit einem winzigen Börstchen. Die Beule ist deutlich durch eine Querfurche in zwei hinter einander liegende Buckeln getheilt, jeder mit seinem Mittelknötchen. Fingerwulst sehr deutlich, vom Hintereck bis zum vorderen Drittel der Kiellänge reichend. Rücken im Übrigen glatt und glänzend. Ventralplatten rauh, mit tiefem Quer- und seichterem Längseindruck, reichlich beborstet. Beine der Männchen verdickt, mit borstentragenden Warzen auf der Unterseite der Tarsen. (Fig. 204 ein Bein des 8. Paares und Fig. 203 einige Kugelborsten, stärker vergrössert.) Die Copulationsfüsse sind kurz und gedrungen, bilden im Ganzen eine kurze Sichel und verjüngen sich von der nur mässig verdickten Basis gegen das Ende zu allmälig. Beiläufig in der Mitte der Hohlseite steht der Haarpolster an der Basis eines grossen spitzen, bald wagrecht abstehenden, bald ganz geraden, oder etwas gebogenen, dem Hauptaste von z. B. complanatus entsprechenden Zahnes. Distal vom Haarpolster steht auf der Medialseite ein grosser breiter, dreieckiger Zahn, der zuweilen (vergl. die Exemplare von Plitvica) in zwei gespalten sein kann; neben ihm auf der lateralen Seite sitzt ein dicker kräftiger, basalwärts zurückgerichteter Dorn, der am Ende in mehrere Spitzen zerschlissen ist, oder auch gespalten sein kann. Distal von diesem Dorn bis zur Spitze ist die Hohlseite mit einer grösseren Anzahl von schlanken Spiessen, von denen einzelne gespalten sein können, besetzt. Das Ende des Haupt- Stammes ist hakig gebogen. Der Rücken trägt eine Reihe unregelmässiger Spitzzähnchen, die, je nachdem sie ganz auf der Kante oder mehr lateral stehen, deutlicher oder undeutlicher sind. (Fig. 196— 202.) Verhoeff will zwei Formen unterscheiden: ! eine typische westliche und eine östliche Varietät, die er bidentatus nennt. Letztere soll »etwas kleiner sein und die Beulen auf den Seitenfllügeln schwächer. Der Hauptstamm des Copulationsfusses wird gegen das Ende viel dünner als bei edeniulus, der grosse, neben dem Haarbüschel stehende Zahn ist schlanker und in der Mitte gekrümmt, der dreieckige Zahn ragt stärker vor, der gestreckte Zahn daneben ist mehr zurückgekrümmt. Die Zahl der in der Concavität stehenden Stacheln ist geringer als bei edentulus und es fehlen diejenigen, welche vor der Mitte dichotomirt sind.« Nach Untersuchung einer grossen Zahl von edentulus aus weit entfernten Gegenden (Steiermark, und zwar Vordernberg, Peggau, Schöckl und anderen Orten Obersteiers, Graz, Marburg, Bachern; dann Kroa- tien, Agram, Plitvica, Warasdin; Meran, Schluderbach, Sorapiss in Tirol etc.) muss ich diese Unterschei- dung als nicht gerechtfertigt.erklären. Die Grösse schwankt ohne erkennbare Regel bei dieser Art bedeu- tend, eher dass man umgekehrt, als es Verhoeff will, ein Kleinerwerden nach Westen constatiren könnte. Und die Modificationen der Copulationsfüsse (vergl. die Figuren 196-202) sind so gering, dass sie nicht einmal Localracen begründen können. Der »grosse Zahn o« Verhoeff's steht bei östlichen und westlichen Stücken bald weg, bald ist er gerade, ohne dass das sonderlich verschieden aussehen würde; dichotomisch gegabelte Zähne fand ich auch bei Tiroler Exemplaren, während solche gespaltene Zähne bei kroatischen 1 Verhoeff, Aphorismen etc. — Zool. Anz. 1895, Nr. 476—478. 430 Carl Graf Attems, Stücken fehlen können. Also durchgreifende Unterschiede finde ich keine; allerdings ist diese Art etwas variabel, und würden sich vielleicht im Laufe der Zeit die Unterschiede je nach den Localitäten so vergrös- sern, dass wir Subspecies unterscheiden können; vorläufig ist dies nicht möglich. Fundorte: Südliche Alpenländer, Lombardei, Oberitalien, Oberösterreich. In dem angegebenen Gebiete ist er überall häufig. Ich kenne ihn aus verschiedenen Orten Tirols (Meran, Moos bei Sexten, Schluderbach, Pfalzgauhütte auf dem Sorapiss, Toblach ete.), Kärntens, Krains, des Küstenlandes, Steiermarks, Kroatiens, aus Niederösterreich nur aus dem ganz an dessen südlicher Grenze gelegenen Reisthal am Fusse der Raxalpe. Verhoeff fand ihn an vielen Orten Tirols, Brölemann in der Lombardei bei Brenno, Vendrogno, Ponte di Nossa ete., Daday im Maros-Tordaer Comitat in Ungarn. Gesicherte Angaben, dass er auch in Deutschland vorkomme, liegen nicht vor, da die Identificirung mit Pol. testaceus Koch und macilentus Koch doch gar zu unsicher ist. Var. spelaea Att. 1895. Die Myr. Steiermarks, p. 64. — Sitzungsb. d. k. Akad. d. Wiss. Wien, CIV, p. 180. Die erwachsenen Thiere dieser Varietät gleichen in Grösse und Farbe ganz dem ältesten Larven- stadium der Stammform (mit 19 Segmenten). Länge d 11—12 mm. Breite 1'5 mm. (Grösse der typischen edentulus aus Graz: 16—17 mm lang, über 2 mm breit). Farbe gelblichweiss, der Darm schimmert schwarz durch. Kopf und vorderste Segmente mehr oder weniger röthlichbraun überlaufen. Die Seitenkiele des 3, 4., 6., 8., 11. und 14. Segmentes sind auch hier ein wenig lichter als der übrige Körper, doch fällt es bei der allgemeinen blassen Färbung wenig auf. Die Sculptur der Rückenschilde ist verwischter als bei der Grundform. In der ersten Felderreihe nur die vier Mittelknötchen,. Seitenrand der Kiele ganz schwach gezähnelt, jeder Zahn trägt eine winzige Borste. Sculptur des Halsschildes sehr undeutlich höckerig, uneben. Copulationsfüsse ebenso wie bei der Stammform. Fundort: Lurloch bei Semriach (Steiermark). Polydesmus macilentus (C. Koch) Dad. Taf. IX, Fig. 228. ?1847. C. Koch, Deutschl. Crust., Myr., Arachn. Heft 40, Taf. XII. ? 1563. > Die Myr. II, p. 19, Fig. 141. j ? 1847. Polydesmus testaceus C. Koch Syst. d. Myr., p. 135. ? 1868. » » > Die Myr. I, p. 86, Fig. 75. 1886. » macilentus Daday Myr. Regni Hung., p. 67, Taf. II, Fig. 10. | »Corpore sat gracili, angusto, antice posticeque attenuato, subnitido, brunneo, subtus pallidiore; antennis fuscescentibus ; , scuto primo dorsali subreniformi, sculptura evidenti, tubereulis seriei anterioris sculptura sat distineta, angulis rotundatis; scutis | ceteris obliteratis in lateribus valde inflatis levigatisque, angulis postieis scutorum 6 anteriorum subrotundatis, ceterorum productis, pedibus longis, fulvis; pedibus copulatoriis in mare hamatis, in parte concava unidentatis pulvilloque piligero instructis, in parte convexa tridentatis, dente apicali lato, cariniformi, ceteris multo minoribus, angustis in latere exteriore processu spiniformi armatis. Longit. corp. 15—17 mm. Latid. corp. 1’8— 2-2 mm. Habitat: Dees, Kazan, Mehädia, Orsova, Segesvär.« u Daday kennt selbst ebenso wenig wie Latzel die Copulationsfüsse des echten P. macilentus, doch vermuthet er, dass die von ihm an den angeführten Orten gefundenen Thiere mit macilentus identisch seien, und von edentulus, zu dessen Synonymie, allerdings mit Fragezeichen, Latzel macilentus stellt, verschieden. Die Copulationsfüsse sind, der beigegebenen Abbildung nach, allerdings völlig von denen des edentulus verschieden. (Fig. 228.) Ob diese, also von edentulus sicher verschiedene Art, mit macilentus Koch zusammenfällt, lässt sich vorläufig nicht entscheiden; dazu müsste man die Copulationsfüsse des : letzteren kennen. Polydesmus Escherichii (Verh.). Taf. VIII, Fig. 179. 1896. Zool. Ergebn. einer von Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. — Arch. f. Naturgesch. 1896, p. 13. Farbe bräunlich. rs a u a a 2 A ee 3 System der Polydesmiden. T. 431 Länge 16— 17 mm. Breite 1?/, mm. Kopf vorn spärlich und kurz behaart. Scheitel nackt, glänzend mit deutlicher Furche. Antennen schlank, am Ende keulig verdickt. Rücken glänzend, unbehaart. Halsschild queroval, schmäler als Kopf sammt Backen, sehr glatt und glänzend, die einzige Sculptur ist eine Quervertiefung im hinteren Drittel und eine von ihr nach vorn ausgehende kurze Längsgrube. Sculptur der Metazoniten: In der ersten Reihe ist nur die tiefe Medianfurche ausgebildet, in der zweiten Felderreihe vier deutliche Tuberkel, die grösser sind, als die sechs Tuberkel der dritten Reihe. Mittelknötchen sieht man auf keinem der Tuberkel.! Beule gross. Fingerwulst deutlich. Kiele schmal. Vorderecken abgerundet. Seitenrand convex mit 4—5 kleinen Zähnen (incl Hintereck), doch sind diese Zähne so klein, dass man sie nur unter dem Mikroskop sieht. Nur die der hinteren Körper- segmente tragen winzige Börstchen. Das Hintereck der Kiele bildet eine dreieckige Spitze, die dadurch accentuirter wird, dass der Hinterrand der Kiele ausgeschnitten ist. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, der Längseindruck hier sehr deutlich, reichlich aber kurz behaart. Analschuppe abgerundet dreieckig. Analklappen fein wulstig gerandet. Die Copulationsfüsse hat Verhoeff nicht ganz richtig beschrieben. Er sagt ausdrücklich: »ein Innen- ast ? fehlt vollständig«. Die beiden Äste liegen allerdings so nahe neben einander und haben so die gleiche Breite, dass einem der kürzere leicht entgehen kann. Man sieht diesen, den Hauptast, deutlich erst, wenn man das Organ in Glycerin aufhellt. Er endigt so wie der Nebenast mit einem kurzen stumpfen Haken. (Fig. 179.) Im Übrigen ist die Beschreibung Verhoeff's richtig: Der Schenkel ist reichlich beborstet. Das ganze Organ bildet eine schmale, stark gekrümmte Sichel. Unterhalb des Haarpolsters steht ein grosser spitzer, gerader Stachel. Der Haarpolster ist klein und unscheinbar. Fundort: Pera-Skutari-Heidar Pascha. (Verhoeff 1 d‘.) Brussa. (1 d' Hofmus.) Wenn diese Art auch äusserlich einigermassen dem edentulus ähnelt, so ist sie doch sofort an den Copulationsfüssen zu unterscheiden. Der hier als Hauptast bezeichnete Theil entspricht dem grossen, neben dem Haarpolster stehenden Zahne von edentulus. Der Nebenast, der dort so viele Nebenzähne hat, ist hier eine einfache glatte, dünne Sichel. Für den Spiess unterhalb des Haarpolsters findet sich bei edentulus kein Analogon. Polydesmus noricus Ltz. Taf. VII, Rig. 168, 169, 170. 1884. Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 144. Latzel’s Beschreibung, die ich in einigen Punkten nach den mir vom Autor zur Verfügung gestellten Exemplaren ergänze, lautet: Die Färbung erinnert am meisten an die des Pol. collaris (oder rangifer), doch ist der Halsschild nie- mals gelb, sondern behält die bräunlichrothe bis rothbräunliche Grundfarbe, während die flügelartigen, seit- lichen Kiele des 4., 6., 8., 11., 14. Rückenschildes mehr weniger lebhaft blassgelb aufgehellt sind. Am 2. und 3. Schilde, sowie an den Hinterecken einiger Endschilde, können ebenfalls Spuren solcher Aufhel- lung auftreten. Schlank und schmal, überall gleichbreit, ziemlich glänzend bis fast matt. Länge d’ 12 mm, 2 13—15 mm. Breite d’ 1’Smm, ? 2 mm. Scheitelfurche tief. Fühler ziemlich kurz, keulenförmig. Halsschild schmäler als der Kopf, seitlich abgerundet, schwach nierenförmig, indem der Hinterrand seicht ausgeschnitten ist. Vorderrand mit einer Reihe kleiner Börstchen. Die Fläche mit undeutlichen Höckerreihen, halbwegs deutlich ist nur die hinterste Reihe. 1 Verhoeff gibt an, dass man sie in der ersten Reihe sieht, was ich nicht bemerkte. 2 — Hauptast. 432 Carl Graf Attems, Sculptur der Rückenschilde deutlich ausgeprägt. In der ersten Felderreihe stehen jederseits von der Medianfurche zwei winzige, borstentragende Knötchen (nicht Tuberkel). Die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sind gut begrenzt und tragen ebenfalls Borsten. Beule deutlich, wenn auch nicht gross. Fingerwulst bis zur Mitte des Kielseitenrandes reichend, Die Kiele sind beim Weibchen relativ breiter und eckiger als beim Männchen. Vorderecken der vor- dersten Kiele winkelig, mit einem Zähnchen gerade im Eck, die Vorderecken der folgenden Kiele werden allmälig stumpfwinkelig, ohne jedoch irgendwo abgerundet zu sein, da jenes Zähnchen überall zu sehen ist. Der Seitenrand der Kiele ist sehr schwach convex und beim Männchen kaum merkbar, beim Weibchen dagegen deutlich und gröber gezähnelt. Die Zähnchen tragen meist eine Borste. Die Hinterecken der Kiele 2>—5 des Männchens sind rechtwinkelig oder sogar abgestumpft, die folgenden sind in einen kurzen Zahn ausgezogen, dessen Grösse nach dem Schwanze zunimmt. Beim Weibchen sind die Hintereckzähne grösser und spitziger. (Fig. 170.) Die Beine der Männchen sind weitaus kräftiger und länger als die der Weibchen und besitzen wieder mehr weniger gereihte, in Stachelspitzen ausgehende Körner an der Innenseite der drei letzten Glieder. Die Copulationsfüsse der Männchen sind recht klein. Sie sind schwach sichelförmig gekrümmt, von oben nach unten, d. h. von der convexen zur concaven und ausgehöhlten Seite zusammengedrückt, ver- breitert, an der Spitze jedoch stark verschmälert und fast stielrund, am Aussenrande der Verbreiterung in zwei Zähnchen eirigeschnitten. In der Mitte der concaven (nach abwärts gerichteten) Fläche steht der Haar- polster und knapp hinter ihm (spitzenwärts) ein dünnes gabelspaltiges Hörnchen. Ein anderes, undeutlich gegabeltes, dickeres, aber auch nur kurzes Horn sitzt am Innenrande gegenüber dem Haarpolster und ist dem früheren entgegengesetzt gerichtet. In der Seitenlage sieht man jenes an der concaven, dieses an der convexen Seite des Copulationsfusses vorragen. Der wurmförmige Fortsatz an der Basis ist verhältniss- mässig gross und schwach gezähnt. (Fig. 168, 169.) Fundort: Höchste Spitze des Obir (2050 sn) in Kärnten. Nahe verwandt mit xanthokrepis aus dem Ennsthal; die Unterschiede zwischen beiden Arten siehe dort. Polydesmus xanthokrepis nov. Sp. Taf. VIII, Fig. 178. Antennen, Kopf und-Rücken dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Kiele des 3. 4, 6., 8, 11. und 14. Segmentes schön gelb. Beine und Bauch licht gelbbraun. Länge d’ 17 mm. Breite ? 2:7 mm. Die Körpergestalt erinnert sehr an Polydesmus illyricus. Scheitelfurche tief. Antennen ziemlich lang, keulig verdickt. Kopf fast nackt, auch der Rücken ist so gut wie unbehaart, nur die vordersten und letzten Segmente tragen einige winzige Börstchen. Halsschild breit, ziemlich flach, sein Vorderrand in der Mitte mässig, seitlich stark bogig gekrümmt. Hinterrand in der Mitte sehr seicht ausgeschnitten, seitlich schräg nach vorn ziehend zur Vereinigung mit dem vorderen Bogen. Der Rücken ist in der vorderen Körperhälfte etwas hohl, indem die Kiele ähnlich wie bei Pol. illyrieus, aber nicht so stark aufgebogen sind. Er ist mässig glänzend, seine Sculptur sehr deutlich. Die Tuberkeln der ersten Reihe nicht ausgeprägt, neben der deutlichen Medianfurche jederseits nur die zwei Mittelknöt- chen, die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe scharf definirt. Die Beule ist sehr flach, auf den vorder- sten Segmenten fast ganz verdickt. Fingerwulst ziemlich deutlich, schräg nach einwärts vom Hintereck bis zur Mitte des Kieles ziehend. Die Kiele sind eckig, das Vordereck rechtwinkelig, erst vom 15. Segment an ist es durch Zurück- weichen des Vorderrandes abgestumpft. Seitenrand ganz gerade mit drei bis vier kleineren Zähnchen. Hinterecken des 2. und 3. Kieles rechtwinkelig, dann immer deutlicher in einen Zahn ausgezogen, dessen Grösse je weiter nach hinten umsomehr zunimmt. a EU System der Polydesmiden. 1. 435 Unterseite des letzten Beingliedes des d’ ohne Warzen oder dergleichen. Copulationsfüsse: Schenkel dick und kräftig, der Hauptast ist am Ende gerade abgeschnitten und sein körperwärts gerichtetes Eck läuft in einen kurzen geraden, spitzen Zahn aus. Der Nebenast ist kurz, an der Basis breit, sich rasch verjüngend, leicht gekrümmt, vor der hakigen Spitze steht auf der Hohlseite ein Zahn. (Fig. 178.) Vorkommen: Weyer a.d. Enns. (Latzel coll.) 1 d ad., 1 0’ von 19 Segmenten. Diese Art ähnelt sehr dem Pol. noricus Ltz. Die Unterschiede sind folgende: 1. noricus ist merklich kleiner; 2. der Rücken von xanthokrepis ist vorn durch Aufbiegen der Kiele etwas hohl, was bei noricus nicht der Fall ist; 3. die Copulationsfüsse weisen zwar auch auf nahe Verwandtschaft hin, doch ist Fol- gendes anders: a) bei vanthokrepis ist der Anfang einer Spaltung in Haupt- und Nebenast vorhanden; das breit abgestutzte Ende des ersteren geht auf der convexen Seite des Copulationsfusses in einen kräftigen Kegel aus. Neben dem Haarpolster steht kein zweispitziges Hörnchen wie bei noricus, und das Ende ist nicht eine hohle Platte mit zwei Zähnchen, einem jederseits, sondern drehrund, und vor der Spitze steht ein gleichfalls runder Zahn auf der Hohlseite der Krümmung. Polydesmus rangifer Ltz. Par vll. Riss 171, 172. 1884. Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 148. 1893. Polydesmus abbazianus Verhoeff Berl. entom. Zeitschr. XXXVII, p. 276. Allgemeine Farbe blass röthlichbraun, unterseits noch blasser. Der 2., 3., 4., 6., 8., 11. und 14. Seiten- kiel oben und unten blassgelb. Die letzten Seitenkiele haben gelbliche Hinterecken. Der Halsschild ist nie gelb und kaum blasser als die Grundfarbe, um den Seitenrand zuweilen etwas geröthet. Körper recht glänzend. Länge d' 18—25 mm, 2 18—24 mm. Breite d 2:9—3:6mm, % 3 Scheitelfurche deutlich, nach vorn in zwei Schenkel auslaufend, welche zwischen den Fühlern in zwei 3:5 mm. kleinen quergestellten Grübchen endigen. Fühler recht schlank, schwach keulenförmig. Halsschild breit, fast ebenso breit wie der Kopf sammt den Backen, fast querelliptisch. Der Hintertheil seines Seitenflügels schwach aufwärts gebogen und ein wenig eckiger als die vordere Partie des Seiten- randes, längs des Hinterrandes eine Reihe von acht Tuberkeln, der Mitteltheil des Schildes ganz undeutlich in vier grössere Tuberkel getheilt. Die Kiele sind horizontal, sie liegen in einer Ebene mit dem Rücken. Die Kiele 2—4 sind mässig nach vorn gezogen, zweiter und dritter mit stumpfwinkeligen, vierter mit rechtwinkeligen Hinterecken, das Hintereck wird vom 7. Segment an zackig, die Länge des Zahnes nimmt nach hinten immer mehr zu. Die Kiele des d’ erscheinen eckiger als die des ?, weil der Seitenrand beim J’ gerade ist und beim Zusammen- treffen von convexem Vorderrand und beinahe geradem Seitenrand ein deutlicheres Zähnchen steht als beim 9; bei letzterem ist von einer Zähnelung nicht die Rede, während man beim J’ eine sehr feine Ker- bung sieht. Sculptur der Rückenschilde: in der ersten Felderreihe ist nur eine sehr seichte Medianfurche vorhanden und vier winzige Knötchen, die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sind deutlich. Die Beule ist gross, der Fingerwulst ist sehr deutlich, er zieht nach vorn bis in die Höhe der Quer- furche zwischen erster und zweiter Felderreihe. Rücken fast kahl. Ventralplatten höckerig, reichlich und fein behaart. Analschuppe breit abgerundet mit zwei dicken Borstenwarzen. Die Beine der d’ sind länger und dicker als die der ?, und besitzen an der Innenseite der vier letzten Glieder deutliche, durchsichtige, mit je einem steifen Börstchen besetzte Wärzchen in zwei Längsreihen. Ventrale Querleiste auf dem 3. Segmente des ? kaum etwas ausgerandet. Die Mündungen der männlichen Geschlechtsöffnungen befinden sich auf Zäpfchen auf den Hüften des 2. Beinpaares. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVTI. Bd. 55 434 Carl Graf Attems, Copulationsfüsse: Sie sind nicht in einen den Haarpolster tragenden Haupt- und grossen Nebenast gespalten, sondern der Haarpolster sitzt unmittelbar dem Hauptstamme des Copulationsfusses in der Mitte der Hohlseite auf. Das ganze Organ ist sichelförmig gekrümmt. Rechts und links vom Haarpolster ent- springen zwei lange, schlanke Fortsätze, ein dünnerer, gerader, der auf der Unterseite ein winziges Zähn- chen tragen kann, und ein breiterer, sichelförmig gekrümmter, der wieder gegabelt sein und an der Basis noch einige zahnförmige Einschnitte zeigen kann. Die Hohlseite des nun folgenden Theiles ist lamellen- artig zugeschärft und mit einigen Zähnchen versehen; das Endstück, an dessen Beginn ein dicker kegel- förmiger Zahn steht, ist cylindrisch und endigt wie abgeschnitten. (Fig. 171, 172.) Heimat: Österreichisches Küstenland, Krain, Kärnten. Polydesmus falcifer Ltz. Taf. VIIL, Fig. 177. 1884. Die Myr. d. österr.-ungar. Mon. 1], p. 146, Taf. V, Fig. 63. Die Farbe dieser Thiere schwankt zwischen schmutzigweiss bis dunkel kastanienbraun. In der Regel sind sie blasser, doch können manche Weibchen sehr dunkel gefärbt sein. Überhaupt sind die Weibchen meist dunkler als die Männchen, die von derselben Localität stammen. Bei den dunkler gefärbten Exem- plaren bleibt der 6., 8., 11. und 14. Seitenkiel heller als die Grundfarbe des Rückens, während bei den blassen Exemplaren ein solcher Unterschied nicht oder kaum merkbar ist. Wie in der Farbe, so besteht auch in der Grösse ein recht merkbarer Unterschied zwischen Männchen und Weibchen. Erstere messen durchschnittlich 15°5 mm Länge und 2:5 mm Breite, letztere 18, resp. 2 S mm. Der Rücken ist glänzend, bei den Weibchen flach, bei den Männchen etwas hohl, weil die Kiele, besonders die vorderen, ein wenig in die Höhe gebogen sind. Scheitelfurche sehr deutlich. Fühler sehr lang und dünn. Halsschild fast nierenförmig, nämlich seitlich abgerundet und in der Mitte des Hinterrandes rund aus- geschnitten, schmäler als der Kopf sammt Backen und schmäler als der folgende Schild, der ebenso breit ist wie die Backen. Längs des Hinterrandes stehen acht Tuberkel, die Mitte der Fläche ist in zwei Buckel getheilt, vor derselben eine Querfurche. Die Kiele sind eckig, derjenige des 2. Segmentes besitzt vorgezo- gene Vorder- und fast rechtwinkelige Hinterecken, und je drei sehr kleine Zähnchen am Seitenrande. Auch die folgenden Kiele haben fast rechtwinkelige Vorderecken und gezähnelte Seitenränder. Die Hinterecken sind anfangs rechtwinkelig und verlängern sich nach hinten hin allmälig, bis sie schliesslich recht spitz und lang ausgezogen erscheinen. Sculptur der Rückenschilde flach. In der ersten Felderreihe nur die seitliche Medianfurche und die vier Mittelknötchen. Die Beule ist ganz unbedeutend, klein und niedrig, der Fingerwulst dagegen deutlich. Analschuppe abgerundet, mit zwei grösseren Borstenwarzen. Ventralplatten fein behaart. Beine der Männchen etwas verdickt und auf der Unterseite der drei letzten Glieder mit gereihten Wärzchen besetzt. Copulationsfüsse: Die Basis, der beborstete Schenkeltheil, ist gegen den folgenden Theil kaum ver- dickt. Das ganze Organ ist zweimal stark gebogen, so dass die Endäste parallel mit dem Anfangstheil, aber in umgekehrter Richtung verlaufen. Das Stück bis zur ersten Krümmung ist anfangs unmerklich verdickt (aber weniger als bei vielen anderen Arten), dann schwach eingeschnürt und an der Stelle der ersten Krümmung wieder verbreitert; bald hinter der ersten Krümmung steht der Haarpolster, aber nicht auf einem abgeschnürten Ast, sondern auf einem unbedeutenden niedrigen Kegel. Nach dem Haarpolster kommt ein längerer, schlanker, nach der Basis des Copulationsfusses zu gerichteter Zahn, dessen Ende bald zweispitzig, bald in mehrere Zähnchen eingeschnitten ist. Nach der zweiten Krümmung gabelt sich der Fuss in zwei schwach gebogene Äste, der eine etwas breiter als der andere, beide ohne Nebenzähnchen. (Fig. 177.) Fundorte: Österreichisches Küstenland. (Latzel.) Görz (Aut.). System der Polydesmiden. T. 435 Polydesmus subscabratus Ltz. Taf. VIII, Fig. 187, 188, 189. 1884. Die Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 147. 1889. Daday, Myr. Regni Hung. p. 69. 1889. Polvdesmus banalicus Daday ibid. p. 70. 1896. > spelaeorum Verhoeff Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Wien, 1896 (— Varietät). Durch die Freundlichkeit Prof. Latzel’s konnte ich eines seiner Originalexemplare untersuchen. Körper ziemlich schlank und fast parallelseitig, nach vorn jedoch ein wenig verschmälert, wenig glän- zend bis matt, eintönig schmutzigbraun oder erdfärbig braun, an den Seiten- und Hinterrändern der Rücken- schilde manchmal bräunlich verdunkelt. Länge 15—18 mm. Breite 2:2—2:6 mm. Scheitel reichlich und kurz beborstet. Scheitelfurche tief. Fühler ziemlich kurz. Halsschild relativ breit, nur sehr wenig schmäler als der Kopf sammt Backen. Vorderrand bogig. Seitenrand gerade, beim Zusammenstossen von Vorder- und Seitenrand ein kleines Zähnchen, gebildet durch einegeEinschnitt im Seitenrand. Hinterrand in der Mitte fast gerade, seitlich concav und schräg nach vorn zum Hintereck ziehend; letzteres stumpf eckig. Längs des Vorderrandes eine Reihe von zehn bebor- steten Tuberkeln, längs des Hinterrandes acht und zwischen diesen beiden Reihen sechs solcher Tuberkel, die Tuberkel der hinteren Reihe die grössten. Sculptur der Rückenschilde derb. In der ersten Felderreihe, resp. in dem Raum vor der ersten Quer- furche, die durch eine seichte mediane Längslinie getheilt ist, finden sich beim d' nur vier winzige Knötchen, während beim ? gesonderte Tuberkel mit je einem dieser Knötchen in ihrer Mitte vorhanden sind. Die vier Tuberkel der zweiten und die sechs der dritten Reihe sind scharf ausgeprägt. Die Beule ist sehr gross, ein Fingerwulst ist kaum entwickelt, nur der Hintereckzahn selbst ist etwas wulstig ver- dickt. Die ersten Kiele sind stark nach vorn gezogen; das Vordereck ist winkelig, nirgends abgerundet, der Seitenrand grob gezähnelt und etwas verflacht. Hintereck zahnartig, je weiter nach hinten umsomehr, (Fig. 189.) Ventralplatten höckerig, mit etwas weitschichtig gestellten, mittellangen Haaren versehen. Analschuppe breit abgerundet, mit zwei dicken kurzen Borstenwarzen. Unterseite der drei letzten Beinglieder beim Männchen mit den gewöhnlichen Warzen in Längsreihen versehen. Copulationsfüsse der Männchen breit, etwas bogenförmig gekrümmt. Der Hauptast am Ende etwas hakig gekrümmt; an seiner Basis auf der etwas ausgehöhlten Innenseite steht der Haarpolster. Der Neben- ast erscheint zweiästig dadurch, dass der Zahn auf der Hohlseite (db) hier sehr gross ist, grösser als das eigentliche Ende des Nebenastes (a), breitzähnig, mit einem kleinen Zähnchen an seiner Basis, distal. Das Ende des Nebenastes ist dünn und in mehrere Zähnchen (a) gespalten. (Fig. 187, 188.) Vorkommen: Serbien. (Latzel.) Orsova. (Daday.) Mehadia. (Hofmuseum.) Ich bemerke, dass die Zeichnung des Copulationsfusses nach dem von Latzel gesandten Exemplare gemacht ist. Polydesmus subscabratus var. spelaeorum Verh. Taf. VIII, Fig. 190. 1896. Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. 1896. Graubraun, ziemlich matt, gegen das Vorder- und Hinterende etwas ins Röthlichbraune übergehend. Länge d 18 5 mm, ? 17:33 mm. Breite 2:5 mm. j Halsschild so breit wie der Kopf. Hinterecken zwar abgestumpft, aber doch deutlich markirt. Es sind zwar drei Reihen von Börstchen vorhanden, die Börstchen der vordersten Reihe stehen aber nicht auf Tuberkeln. Sehr deutlich dagegen sind die sechs Tuberkeln der mittleren und die acht Tuberkeln der hin- teren Reihe; letztere stehen in einem nach vorn offenen Bogen. o O1 436 Carl Graf Attems, Der Rücken ist ganz matt, nur die Mittelknötchen und der Fingerwulst glänzen. Die Sculptur ist flach. In der ersten Reihe sind keine Tuberkel abgetheilt, und die Grenzen zwischen den Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sind nicht besonders scharf. Die sechs Mittelknötchen jeder Reihe sind sehr deutlich, die Äussersten der ersten und zweiten Reihe gehören zu der hier nur schwach ausgebildeten Beule. Ventralplatten der Quere nach eingedrückt, reichlich beborstet. Der Umriss der Kiele entspricht, wie Verhoeff richtig bemerkt, sehr dem von Pol. illyricus, aber noch mehr sehen diese Thiere habituell dem Pol. subscabratus Ltz. ähnlich, der ja in denselben Gegenden lebt, und es ist wohl zweifellos, dass wir es mit einer Varietät von subscabratus zu thun haben. Ich konnte nur Weibchen von spelaeorum untersuchen und finde als einzigen Unterschied von subscabratus eine flachere und verwischtere Sculptur der Metazoniten. Die Copulationsfüsse zeigen deutlich die nahe Verwandtschaft. Hier wie dort ist ein charakteristischer grosser Zahn (2) vor dem Ende, der basalwärts zurückgeschlagen ist und an seiner Basis ein Nebenzähn- chen trägt (in Verhoeff's Zeichnung |. c. mit »c« bezeichnet. Das Haarpolster steht an der Basis eines kräftigen Hakens. Unterhalb desselben zeichnet Verhoeff einen blassen Höcker (d), den ich bei der forma genuina vermisse. Die Unterschiede sind somit sehr gering und lassen diese Form höchstens als Höhlen- varietät von subscabratus auffassen. (Fig. 190.) Fundort: Räuberhöhle bei Herkulesbad (Banat). Polydesmus tridentinus Ltz. Taf. IX, Fig. 214. 1884. Die Myr. d. österr.-ungar. Mon. Il, p. 140. 1892. Polydesmus bigeniculalus Brölem. Contrib. a la faune myriop. mediterr. II. — Ann. Soc. Linn. de Lyon, XXXIX. 1896. » tridentinus Verhoeff Arch. f. Naturg. 1896, p..178. Sehr schlank und zierlich; vorn und hinten leicht verschmälert. Erdbraun, vorn zuweilen etwas ver- schmälert. Unterseite weisslich. Länge 9:5— 11 mm. Breite 1’1—1'5 mm. Länge nach Verhoeff d 8-10 mm, ? S:5—13 mm. Antennen sehr lang. Halschild breit, jedoch schmäler als die Backen und als der folgende Rückenschild, halbkreisförmig. Hinterecken deutlich, die Seiten beinahe kielartig. Längs des Hinterrandes sechs Tuberkeln. Die vordersten drei Kiele sind nach vorn gezogen, mit recht- bis stumpfwinkeligen Hinterecken. Vor- dereck des 1. Kieles spitz, die folgenden ungefähr rechtwinkelig, vom vierten an mehr abgerundet, bleiben jedoch immer winkelig. Die Kiele sind überhaupt sehr eckig. Seitenrand leicht convex, mit 3—4 borsten- tragenden Zähnchen. Hinterecken erst, wie gesagt, rechtwinkelig, dann mehr und mehr zahnartig. Dieser Zahn wird vom 14. oder 15. Kiel an sehr spitz. Sculptur der Metazoniten sehr deutlich. Vorderste Felderreihe nur mit der Medianfurche. Tuberkel der hintersten Reihe etwas spitzig. Beule flach. Fingerwulst sehr deutlich. Die Hüften des 2. Beinpaares tragen in beiden Geschlechtern ein warziges, nach hinten gerichtetes Zäpfchen. (Ausmündung der Geschlechtsdrüsen.) Copulationsfüsse peitschenförmig verdünnt und sehr stark hakig eingekrümmt. Hauptast dünn und gerade, das Haarpolster nahe seiner Basis. Nebenast mit zwei kräftigen Zähnchen vor der stärksten Krüm- mung. Vor dem spitzen Ende steht ein Zähnchen auf der Innenseite, das bald kurz sein kann (Bewohner der Ebene), bald lang und dünn (Bergbewohner). (Fig. 214.) Fundorte: Südtirol. (Latzel.) Erba, Gavirate, Nesso, Gromo, Girola in der Lombardei. (Brölemann.) Tirol (Kalterer Seebecken, Roveredo, Caldonazzo, Pergine, Insel im östlichen Loppio-See, Riva, Varone, Arco, Chiarana, Ponalschlucht, Salo.) (Verhoeff.) ui System der Polydesmiden. T. 437 Polydesmus transsylvanicus Dad. Taf. IX, Fig. 221. 1886. Myr. Regni Hung. p. 69, Taf. XI, Fig. 13. »Corpore gracillimo, deplanato, dilute flaveo-brunneo, sceuto primo dorsali subsemicireulari; sceutis ceteris evidenter tuber- eulatis, tuberculis seriei posterioris longiusculis sat acutisque, pedibus longis, albidis; pedibus copulatoriis maris in apice parum bifurcatis, in parte concava bidentatis, dente anteriore maiore parum bifurcato, posteriore vero minore simpliei, pulvilloque seti- gero parvo, in parte convexa unidentatis, dente parvo acuminato armatis. (Fig. 221.) Longit. corp. 7— 15 mm. Latit. corp. 0°9—1'3 mm. Habitat: Deva.« Daday erwähnt ferner, dass diese Art dem Zridentinus sehr ähnlich sei und sich namentlich nur durch die Copulationsfüsse unterscheide. Aus der recht bescheidenen Abbildung der letzteren sieht man, dass es thatsächlich eine bisher nicht beschriebene Species sein dürfte, doch sind die textlichen, oben eitirten Angaben denn doch zu dürftig, um die Art wiedererkennen und in einer Tabelle unterbringen zu können. Polydesmus abchasius nov. sp. Taf. VIII, Fig. 174, 175. Rothbraun; ein ganz schmaler Saum der Kiele und ein grösserer Fleck auf der Oberseite derselben weisslich. Länge 12 mm. Breite 3 mm. Rücken sehr flach, auf den vordersten Segmenten sogar hohl, dadurch, dass die Kiele hier schräg nach aufwärts gebogen sind. Antennen schwarzbraun, von gewöhnlicher Grösse. Kopf glatt, unbehaart. Scheitelfurche kaum sichtbar. Halsschild breit. Vorderrand in der Mitte gerade, mit einer Reihe kleiner Borsten. Seitenlappen in die Höhe gebogen, mässig zugespitzt, mit convexem Vorder- und beinahe geradem Hinterrand. Kiele sehr breit im Verhältniss zur Körperdicke, auf den vordersten Segmenten schräg aufwärts gerichtet, vom 6. Segment an horizontal. Seitenrand mit 3—4 winzigen Zähnchen (das Hintereck nicht mitgerechnet). Vordereck abgerundet. Hintereck mehr spitzwinkelig, aber nicht zahnartig ausgezogen. Oberseite der Kiele glatt. Rücken zwischen denselben durch eine Querfurche in zwei Hälften getheilt, die vor der Furche glatt, die hinter der Querfurche in zwei Tuberkelreihen von vier in der vorderen, sechs in der hinteren getheilt, diese ganze Sculptur aber flach. Prozoniten und Metazoniten unterhalb der Kiele glatt, aber glanzlos. An den Copulationsfüssen ist die Spitze des Nebenastes in so charakteristischer Weise gestaltet, dass man schon daran diese Art leicht von sämmtlichen anderen Polydesmus unterscheiden kann. (Fig. 174.) Die Hüfte ist sehr breit und kräftig beborstet. Sie geht in den anfangs schmäleren, dann sich etwas verbreiternden Endtheil über. An der breiten Stelle gabelt er sich in Haupt- und Nebenast. Ersterer liegt medial und ist viel kleiner, nahe seiner Basis befindet sich auf ihm der Haarpolster, die allmälig verjüngte Spitze ist hakig gebogen, sonst ist er gerade. Der Nebenast ist wie bei zllyrieus gebogen, an der Biegungs- stelle hat er einen stumpfen Zahn (2), das Ende trägt ein Bündel kräftiger, spitzer Dornen (d), vor welchen noch einige in einer Reihe stehen (d’). (Fig. 175.) Fundort: W.-Kaukasus, Abchasien. (Berl. Mus.) Polydesmus complanatus L. Taf. IX, Fig. 205; Taf. X, Fig. 277. 1761. Linne Fauna sueeica, ed. II, p. 502. 1866. Porat, Sveriges Myriopoder, p. 17. 1868. Meinert Naturh. Tidskr. 3. R. Bd. V, p. 24. 1870. Stuxberg, Öfvers. Vetensk. Akad. Förh., p. 906. 1884. Latzel in Gedeau de Kerville. Myr. d. 1. Normandie, I, p. 262, II, p. 365 mit der Var. angustus, 1886. Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N, F. 11. Heft, p. 44, 438 Carl Graf Attems, 1859. Porat Nya Bidrag. Entom. Tidskr. Stockholm, p. 21. 1891. Verhoeff Berl. entom. Zeitschr. XXXVI, p. 125. Ich gebe folgende Beschreibung von d’ und ®, die ich bei Bonn gesammelt habe. Farbe gleichmässig erdbraun. Antennen dunkel. Unterseite gelblich. Länge 20 mm. Breite 3 mm. Körper vorn etwas verschmälert, beim 0 stärker als beim ®. Halsschild relativ schmäler als bei zllyricus, sogar etwas schmäler als der Kopf sammt den Backen, beim d' fast querelliptisch, indem Vorder- und Hinterrand beinahe gleichmässig gebogen und Vorder- und Hinterecken durch Abrundung ganz verloren gegangen sind. Hinterecken durch eine kleine Randver- dickung allerdings noch markirt. Beim 5 ist der Halsschild noch etwas eckiger, die Hinterecken zwar abgerundet, aber deutlich. Fläche des Halsschildes höckerig uneben, ohne dass die Tuberkeln scharf abgegrenzt wären, die kleinen glänzenden Mittelknötchen dagegen deutlich sichtbar. Der Halsschild ist, sowie der übrige Rücken, matt, nicht glänzend. Die Kiele sind relativ schmäler als bei zllyricus und nicht so eckig. Das Vordereck mehr abgerundet. Der Seitenrand leicht convex und mit 3—4 sehr kleinen stumpfen Zähnchen versehen. Diese Zähnchen werden eigentlich mehr deutlich durch die Sculptur der Oberfläche der Kiele, als durch die Einkerbung des Seitenrandes. Hinterecken der vordersten Kiele abgerundet, dann rechtwinkelig, beim Jd vom circa 10., beim ? schon vom circa 6. Segment an dadurch, dass der Hinterrand der Kiele etwas ausgeschnitten ist, zackig, auf den letzen Segmenten (d’ 18. und 19., ? 16.—19. Segment) spitzzähnig. Das Hintereck ist im Allgemeinen stumpfer als bei zllyricus. Die vordersten Kiele sind nicht in die Höhe gebogen, was in Verbindung mit ihrer relativ geringeren Breite den Hauptunterschied im Habitus beider Arten ausmacht. Sculptur der Metazoniten: Im Gegensatz zu illyricus sind die vier Tuberkel der ersten Felderreihe ziemlich deutlich von einander getrennt, jedes mit einem kleinen Mittelknötchen. Die Tuberkel der zweiten und dritten Reihe sind höher und spitzer als bei zllyricus. Die Beule ist höher als bei illyricus, beim ? durch eine seichte Fortsetzung der Trennungslinie zwi- schen erster und zweiter Felderreihe getheilt. Fingerwulst deutlich. Die ganze Sculptur ist derber als bei illyricus. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, reichlich und fein beborstet. Analschuppe abgerundet dreieckig, mit sehr kleinen Borstenwarzen. Den Unterschied in den Copulationsfüssen zwischen complanatus und illyricus hat bereits Verhoeff in das rechte Licht gerückt. Er sagt: ' »Der Copulationsfuss von complanatus L. (Fig. 205) besitzt im Ver- gleich zu illyriens Verh.: 1. einen gedrungenen Mitteltheil (womit er den auf die Hüfte folgenden Tibial- theil meint); 2. ist der Nebenast kürzer, besitzt an seiner Biegung einen viel kräftigeren Zahn und ist 3. jenseits der Biegung gerade, kurz und ohne Mittelanschwellung; 4. ist der Hauptast bedeutend grösser, springt unten knieartig vor und trägt oberhalb des Haarpolsters nicht einen daumartigen Fortsatz, sondern ein langes, spitzes, etwas gekrümmtes Horn. Man erkennt schon mit der Lupe, dass die Copulationsfüsse von öllyricus viel schlanker sind und darum stärker vertreten als die des complanatus. Fundorte: Deutschland (z. B. Bonn a. Rhein, unteres Neckarthal, Hamburg, Schlesien), Schwe- den, Dänemark, Frankreich (Foret d’Andaine, Ferte Milon, Normandie), Schweiz (Visp a. Rhöne, Genfer See). Die Angaben bezüglich seines Vorkommens in den Alpenländern und weiter südlich beziehen sich wohl auf zllyricus und andere Verwandte. ’ Ebensowenig wie wir jetzt deuten können, was die älteren Autoren unter dem, was sie complamatus nannten, vor sich hatten, können wir das Verbreitungsgebiet dieser Art in seiner ganzen Ausdehnung 1 Verhoeff, Beitr. z. Diplopodenfauna Tirols. — Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Wien 1894. System der Polydesmiden. T. 439 bestimmen, da alle älteren Angaben werthlos sind. Daher mag auch die Anführung einer so geringen Anzahl von Literaturangaben bei einer so altbekannten Art nicht Wunder nehmen. Auch auf den Azoren kommt er vor (Santa Maria, Sao Miguel), vergl. Brölemann. Var. constrictus Ltz. 1884. Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 153. 1886. Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 11. Heft, p. 45. Latzel sagt von dieser Form: »Auf den schlesisch-böhmischen Gebirgen (Sudeten, Riesengebirge etc.) gibt es sehr schlanke, mehr weniger parallelseitige Individuen, die ich als Var. constrictus von der gewöhnlichen Form unterscheide. Auch ist bei diesen Thieren die Seulptur der Rückenschilde noch derber ausgeprägt als sonst, und sind die Vorderecken derselben mehr zugerundet, die Hinterecken weniger spitz ausgezogen.« Haase fand diese Varietät auch in Schlesien. Var. monticola Ltz. |. c. 1884. 1886. Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 11. Heft, p. 45. Ob diese Varietät wirklich eine Abart von complanatus ist, erscheint mir sehr zweifelhaft und für die Salzburger, Kärntner und Tiroler Thiere, die Latzel auch hieher zieht, ist es ganz sicher nicht richtig. In diesen Gegenden kommt nur die sehr ähnliche Art Pol. illyrieus Verh. vor, complanatus fehlt hier voll- kommen, daher würde die Varietät zum mindesten zu illyricus zu stellen sein, welche Art allerdings erst später bekannt wurde, als Latzel’s Beschreibung. Vielleicht ist es gar eine eigene Art. Latzel sagt darüber Folgendes: »Die Männchen messen 13— 18 mm in der Länge, 2:2 —2°8 mm in der-Breite und haben dieselbe Sculptur wie bei der Haupt- form; auch in den Copulationsfüssen ist kaum ein anderer Unterschied zu finden, als dass der grössere, dreieckige, hinter der Krümmung stehende Zahn fehlt. Die Weibchen messen 13--20 mm in der Länge und 2:5—3 mm in der Breite. Auch die Anamor- phosen zeigen verhältnissmässig geringere Dimensionen. Vielleicht Pol. scabratus ©. Koch.« I Haase will diese Varietät auf dem Altvater, Beskiden (Pr.-Schlesien) gefunden haben. Var. angustus Ltz. 1884. Bull. soc. am. de sci. nat. de Rouen, p. 207. »Sat gracilis et angustatus. Scutorum margines laterales suberenulati angulique anteriores fere obtusi. Pedes copulativi maris breviores, praesertim in parte apicali, processu acuto juxta pulvillum piligerum sito aliquanto longiore et subtortuoso. Long. corp. 13—16 ann, latid. corp. 2°1—2°4 mm. Habitat: Gallia septentrionali-occidentalis. (Eure.)« Polydesmus illyricus Verh. Taf. IX, Fig. 206, 207; Taf. X, Fig. 245, 246. 1893. Verhoeff Neue Diplop. aus d. österr. Küstenland. — Berl. entom. Zeitschr. Bd. XXXVII, p. 273. 1894. Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Wien, XIII, p. 44. 1894. Zool. Anz. Nr. 461. 1895. Beitr. z. Kenntn. paläont. Myr. I. — Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. 45, 7, p. 291. 1884. Polydesmus complanatus Latzel Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 150, Taf. V, Fig. 55; Taf. VI, Fig. 67 ex paıte. 1889. > » und monlanus Daday Myr. Regni Hung., p. 68, 69, Taf. II, Fig. 1—7. 1894. » » Attems Copulationsfüsse d. Polydesm., p. 12, Fig. 20, 22, 23, 24, 25. — Myr. Steiermarks. 1897. > illyricus Verhoeff Zool. Anz. Nr. 527, 528. (Rasse montanus.) Ich gebe im Folgenden zunächst eine Beschreibung ganz typisch entwickelter Exemplare dieser Art vom Monte Maggiore bei Abbazia und werde dann die Übergänge zu complanatus anführen. Farbe des Rückens heller oder dunkler röthlichbraun. Die Kiele mehr gelblich, jedenfalls lichter als der Rücken, einzelne können durch ihre lichtere Färbung hervorstechen, nämlich der 6., 8., 11. und 14. Kiel, weniger und nicht immer auch der 2., 3. und 4. Kiel, doch ist dieser Unterschied in der Farbe der Kiele unter einander nur schwach angedeutet. ? Einzig die Var. szinnensis mihi unterscheidet sich wesent- licher durch ihre Färbung. 1 Pol. scabratus Koch wird von Haase mit einer Varietät von Pol. dentieulatus identificirt. > Ich mache aufmerksam, dass die genannten Kiele gerade diejenigen sind, welche keine Saftlöcher haben. 440 Carl Graf Attems, Unterseite wie gewöhnlich blasser. Antennen von der Farbe des Rückens. Länge d’ und ? 25 mm. Breite d Amm, 2 4:3 mm. Scheitel sehr spärlich beborstet. Medianfurche scharf. Antennen lang und schlank. Halsschild sehr breit, breiter als der Kopf sammt Backen. Vorderrand fast gerade. Vorderecken abge- rundet. Seitenrand etwas schräg nach rück- und auswärts ziehend, zuweilen mit einem kleinen Zahnein- schnitt. Hinterrand flachbogig, Hinterecken daher abgestumpft. Parallel mit dem Hinterrand verläuft eine seichte, undeutliche Furche, von der aus da, wo die Kiele beginnen, jederseits eine seichte Längsfurche nach rückwärts zieht, so dass der Streifen längs des Hinter- randes undeutlich in drei Wülste getheilt wird. Parallel mit dem Vorderrand zieht eine kurze und ebenfalls sehr seichte Querfurche. Die ganze Sculptur des Halsschildes ist lach, wenig in die Augen fallend. Längs des Vorderrandes eine Reihe von acht kleinen Börstchen, in der Mitte eine zweite Börstchenreihe. Die auf den Halsschild folgenden Kiele sind sehr deutlich, beim d’ noch stärker als beim ? in die Höhe gebogen, der Rücken erscheint daher hohl; das verliert sich beiläufig auf dem 6. oder 7. Segment. Der Umriss der Kiele ist überall sehr eckig. Der Vorderrand ist auf den vordersten Segmenten schwach convex und etwas nach vorn gerichtet, dann wird er mehr gerade und zieht je weiter caudalwärts, umso deutlicher schräg nach hinten und aussen. Vorder- und Seitenrand stossen beinahe im rechten Winkel zusammen. Der Seitenrand hat auf den porentragenden Segmenten vier, auf den porenlosen drei deutliche Zahnkerben. Das Hintereck des 2. Segmentes ist stumpfwinkelig, des 3.—7. Segmentes rechtwinkelig, auf dem 8. Segment beginnt es einen kurzen Zacken zu bilden, dessen Grösse, wie gewöhnlich, caudalwärts zunimmt, und der auf dem 16.— 19. Segment einen grossen breiten Zahn bildet. Der Rücken ist glatt und glänzend, mit flacher Sceulptur. In der ersten Felderreihe sind nur die vier Mittelknötchen und eine sehr seichte Medianfurche vor- handen. Die Tuberkeln der 2. und 3. Felderreihe sind sehr flach, ebenso sind Beule und Fingerwulst sehr flach. Die Beule ist nicht quergetheilt, wie bei complanatus (2), oder höchstens medial mit dem Anfang einer ganz kurzen Querlinie versehen, der Fortsetzung der Trennungslinie zwischen 1. und 2. Felderreihe; meist ist aber eine solche ganz unsichtbar. Borsten finden sich nur auf dem Hinterrand des 18. und 19. Segmentes und des Analsegmentes (wobei die winzigen, nur unter dem Mikroskope sichtbaren Stümmelchen, die bei Lupenbetrachtung verschwinden, unerwähnt bleiben). Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, reichlich und fein behaart. Analschuppe abgerundet, dreieckig, die Borstenwarzen sehr klein. Die Copulationsfüsse sämmtlicher Polydesmus illyricus, die ich in Kroatien, Küstenland, Krain, Tirol, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und Westungarn gefunden habe, zeigen die charakteristischen, diese Art von complanmatus unterscheidenden Merkmale; der ganze Habitus aber zeigt je nach den Gegenden sehr verschiedene Übergänge zu complanatus. Thiere mit ganz so stark aufgebogenen Kielen der vorderen Segmente liegen mir von keiner anderen Localität als vom Monte Maggiore vor. Annähernd so aufgebogene Kiele und im Übrigen ganz gleichen Habitus zeigen die Exemplare aus Kroatien (Agram, Warasdin, Umgebung der Plitvicer Seen), Küstenland (Görz, Istrien), Meran, Steiermark (Hügel um Graz, Unterthal bei Schladming, Gstatterboden, Schöckl, Hoch- schwab ete.). Die Grösse der d’ schwankt zwischen 18—25 mm Länge und 3—4 mm Breite. Aus Rann in Steiermark besitze ich Thiere von 18 mm Länge, schwach 3 mm Breite der d', bei denen die Kiele relativ schmäler sind, was besonders deutlich wird, wenn man sie mit gleichgrossen Exemplaren, wie sie mir bei- spielsweise aus Görz vorliegen, vergleicht. Die Kiele sind relativ so breit, wie bei complanatus (z. B. aus Bonn), dabei aber sind die vordersten ganz so aufgebogen wie die kroatischen und die Copulationsfüsse ganz typisch ällyricus. Während in den Hügeln der Umgebung von Graz typische illyricus vorkommen, finden sich in den Murauen südlich von Graz Thiere mit relativ schlankeren und weniger aufgebogenen Kielen. Die Männchen System der Polydesmiden. 1. 441 sind durchschnittlich 22 mm lang und 3°5 mm breit, sie sind dunkel gefärbt, mit den gewissen Kielen etwas aufgehellt. Die Copulationsfüsse sind ganz illyricus. Vom Leithagebirge und aus Niederösterreich besitze ich Exemplare, die nach ihren Copulationsfüssen decidirt zu illyriens gehören, während die vorderen Kiele nicht aufgebogen, sondern horizontal sind. Doch sind sie breiter als die typischen complanatus und die Kiele auch etwas heller gefärbt als dort. Die Copulationsfüsse (Fig. 206, 207) sind lang, hakenförmig eingekrümmt und kreuzen sich in der Ruhelage mit ihren peitschenförmigen Enden etwas. Sie haben die grösste Ähnlichkeit mit denen von com- planatus. Die Unterschiede sind folgende: Die Spaltung zwischen Haupt- und Nebenast geht nicht so tief hinab als bei complanatus. Hier wie dort ist der dicke Schenkel stark beborstet und das unmittelbar dar- auf folgende Stück etwas eingeschnürt. Der Hauptast ist relativ kleiner als bei complanatus, leicht gekrümmt und abgestumpft oder mit einem kurzen Häkchen endigend. Der Nebenast ist grösser als bei complanatus, das Zähnchen vor der Biegung ist relativ kleiner als bei complanatus. Zwischen der Spaltung in Haupt- und Nebenast und diesem Zähnchen tritt die Unterseite (Hohlseite) des Nebenastes rundlappig vor. Nachsder Biegung ist der Fuss meist etwas gebogen und hat immer einen grösseren runden oder drei- eckigen Lappen auf der Hohlseite. Das Stück nach der Biegung ist relativ länger als bei complanatus. Das Ende ist zweispitzig. Der eben erwähnte Lappen des Endstückes ist das bequemste Unterscheidungsmerk- mal zwischen zllyricus und complanatus. So wie eben beschrieben, sehen die Copulationsfüsse aller von mir in Österreich-Ungarn gesammelten illyricus aus, die eventuellen Modificationen sind zu geringfügiger Natur, als dass sie erwähnt zu werden brauchten. Über die Siebenbürger Form montanus vergl. unten. Mit dem ganzen Habitus der Thiere ist es aber nicht so; wie schon oben erwähnt, sind die Unterschiede zwischen einem typischen complanatus von Norddeutschland und einem illyricus vom Monte Maggiore sehr bedeutende, und zwischen diesen beiden finden wir in Österreich viele Übergänge. Schon in der Gegend von Graz zeigt sich dies. Während die Exemplare aus der hügeligen Umgebung ganz mit den anderen in Kroatien, Küstenland, Tirol etc. gesam- melten Stücken übereinstimmen (breite, aufgebogene Kiele etc.), finden sich in den Murauen südlich von Graz Thiere, welche viel eher an complanatus erinnern, und noch viel complanatus-ähnlicher sind die Thiere aus der Umgebung Wiens und vom Leithagebirge; doch wie gesagt, alle haben typische zllyricus- Copulationsfüsse. Illyricus ist somit erstens mehr eine südliche Form, die das Extrem ihrer Entwicklung im Küstenland (Mte. Maggiore bei Abbazia) erreicht, und zweitens mehr eine Bergform. Complanatus dagegen ist mehr ein Thier der Ebene des mittleren und nördlichen Deutschlands. Die genauen Grenzen zwischen beiden Arten sind noch nicht festgestellt, da ja ihre Unterscheidung erst ziemlich jung ist. Mir ist aus Österreich bis zur Donau als Nordgrenze bisher kein complanatus bekannt, womit ich meine früheren Angaben in den »Myr. Steiermarks« rectificire. Kürzlich stellte Verhoeff diese Form auch für Siebenbürgen (Rothenthurmpass, Hohe Rinne, Kron- stadt, Rosenau etc.) fest; '! ebenso für Bosnien (Sarajevo, Jablanica; vergl. Verhoeff). Rasse montanus Verh. Taf. IX, Fig. 208. 1897. Zool. Anz. Nr. 527, 528. Syn. 1889. Polydesmus monlanus Daday Myr. Regni Hung., p. 69, Taf. II, Fig. 7. »Stimmt mit illyricus Verh. sowohl in der sonstigen Gestalt als auch in der Grösse überein. Länge des d 21—24°5 mm. Die Copulationsorgane zeigen deutliche und constante Abweichungen, stehen aber dennoch denen des illyrieus so nahe, dass ich es für richtig halte, diese Form dem illyricus als Race unterzuordnen. 1 Diplopodenfauna Siebenbürgens. Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. 1897, p. 445. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 56 442 Carl Graf Attems, Die Copulationsfüsse springen in der Mitte der Vorderfläche in einen Zahn vor, welcher bei öllyricus fehlt. Die Umbiegungsstelle des Aussenastes ist viel kürzer als bei zllyricus. Hinter der Umbiegung ist eine nur schwache Anschwellung zu sehen (bei illyricus eine starke). Der vor der Umbiegung befindliche Lap- pen (2) ist entschieden kräftiger als bei illyricus. (Fig. 208.) Vorkommen: Wälder bei Sinaia häufig, Waldschlucht bei Tömös.« Var. Szinnensis nov. var. Taf. X, Fig. 245, 246. Wie schon oben erwähnt, kommt es bei zllyrieus öfters vor, besonders bei den dunkel gefärbten Stücken, dass die Kiele der porenlosen Segmente, nämlich des 2., 3., 4., 6., 8., 14. Segmentes heller gefärbt sind als der Rücken. Auf einem Berge in der Nähe von Szinna im Zempliner Comitat am Südrande der Kar- pathen, dem Vihorlat (1074 m Höhe) fand ich nun eine grössere Anzahl von illyricus, bei denen sowohl diese Aufhellung der porenlosen Kiele in sehr auffallender Weise zu sehen ist, als auch eine weitere Farben- nuance; es ist nämlich der ganze Halsschild und folgende Rückenschild hellgelblichweiss. Während die hel- lere Farbe der folgenden Kiele sich bei längerem Liegen in Alkohol verliert, so dass dann der Rücken ein mehr gleichmässiges Braun erhält, bleibt diese helle Farbe der zwei ersten Schilde auch im Alkohol sehr deutlich. In allen übrigen Punkten, insbesondere auch in der Gestalt der Copulationsfüsse, stimmen diese Thiere sonst ganz mit dem typischen zllyricus überein. Erwähnen möchte ich noch, dass in der Nähe des Fundortes der var. szinnensis auch typisch gefärbte illyricus vorkommen, nämlich auf den Hügeln in der Umgebung von Szinna selbst (in ca. 300—400 m Höhe). Unter diesen finden sich sowohl einfärbig braune als auch solche mit lebhaft aufgehellten Kielen des 4., 6., 8., 11. und 14. Segmentes. Bei allen diesen ist aber der Halsschild dunkelbraun. Polydesmus insulanus nov. Sp. Taf. VIII, Fig. 173. Farbe des Jichter als die des ?, gelbbraun. Antennen dunkel graubraun, ? braun mit gelblich auf- gehellten Kielrändern, Antennen so wie beim fd grauschwarz. Länge 17—18 mm. Breite d 2:7 ? 3 mm, Körper des d' vorn etwa mehr verschmälert als beim ®. Kopf dicht, kurz und fein behaart, Scheitelfurche scharf. Halsschild breit, etwas breiter als der Kopf. Vorderrand flachbogig, Seitenränder beim Ö fast parallel. beim ? nach hinten etwas divergirend. Hinterrand in den Seiten ausgeschnitten. Es sind drei Reihen von Tuberkeln vorhanden, vorn eine gebogene Reihe von zehn ganz kleinen, hinten eine solche von acht grossen, zwischen beiden eine gerade Reihe von sechs grossen, aber flachen Tuberkeln. Borsten sah ich auf denselben keine. Die Körpersculptur ist grob, sowohl was die Zähnelung der Kielränder als die Metazoniten betrifft. Alle Kiele sind aufgebogen in beiden Geschlechtern, jedoch beim 0’ mehr als beim ? und vorn stärker als hinten. Es erinnert das an Pol. illyricus Verh. Die Kiele sind sehr eckig, die Vorderecken vom ersten auf den Halsschild folgenden an so, die Hinterecken vom dritten oder vierten an zackig. Der Seitenrand hat 3--5 grobe Zähnchen, die nicht sehr spitz, aber relativ tief eingeschnitten sind. Die Zähne tragen keine Borsten. Sculptur der Metazoniten: In der ersten Felderreihe nur die Medianfurche und die vier Mittelknötchen deutlich, in der zweiten vier runde Tuberkel, in der dritten sechs kleine, mehr zugespitzte, von denen die äussersten etwas undeutlich sind. Die Beule gross, ungetheilt, obwohl die beiden auf sie entfallenden Mittel- knötchen deutlich sind. Die Beule reicht beinahe vom Vorder- zum Hinterrand der Kiele. Von einem Fingerwulst kann eigentlich nicht die Rede sein. Beim Ö ist in der ersten Felderreihe, auf den letzten Segmenten eine Eintheilung in vier Tuberkel zu bemerken. Jeder Tuberkel trägt ein winziges Börstchen. ad | System der Polydesmiden. I. 443 Ventralplatten der Quere nach eingedrückt, dicht und fein behaart. Ein Längseindruck ist nur ange- deutet. Copulationsfüsse: Der beborstete Schenkeltheil verdickt. Dann ist das Organ ein kurzes Stück einge- schnürt, bis zur ersten Biegungsstelle, von der an es sich wieder allmälig stark verbreitert, um sich wieder zu verjüngen und in zwei Äste zu theilen. Der Hauptast ist kurz, kegelförmig, trägt auf einem abgestutzt conischen Zapfen das Haarpolster und geht in einen starken spitzen Haken über, der auf der convexen Seite, nahe der Spitze ein Zähnchen hat. Der Nebenast ist stark knieförmig umgebogen, vor dieser Biegung steht auf der Hohlseite ein grosser, kräftiger Zahn. (Fig. 173.) Die Copulationsfüsse haben somit grosse Ähnlichkeit mit denen der complanatus-Gruppe, nur dass der Theil des Nebenastes nach der Biegung verkürzt und vereinfacht ist. Fundort: Lissa. Polydesmus platynotus Poc. Taf. IX, Fig. 226. 1894. Diplop. of Liguria. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 504, Fig. 20. . »Farbe (im Alkohol): Oberseite einfärbig graubraun. Unterseite und Beine gelb. Antennen dunkler als die Beine, am Ende bräunlich. ©. Körper ungefähr von derselben Grösse wie complanatus, vorn verengt. Antennen etwas länger als die Körperbreite. Halsschild so breit oder etwas breiter als der Kopf sammt Backen, mit sehr deut- lichen Kielen, geradem Vorderrand, breit abgerundeten Vorderecken, rechtwinkeligen Hinterecken. Hinterrand der Kiele schräg nach oben gerichtet. Oberfläche kaum sculpturirt, mit einem Quereindruck hinten und einigen Körnchen. Die übrigen Rückenschilde mit sehr grossen Kielen, von denen die vorderen leicht oder sehr merklich aufwärts gebogen sind. Die Felderung schwach ausgeprägt und niedrig, viel undeutlicher als bei complanatus. Hinterrand des Kieles des 5. Segmentes bei- nahe in einer Linie mit dem Hinterrande der Rückenmitte. Hinterrand des folgenden deutlich ausgerandet und je weiter nach dem Hintereck zu, desto mehr nach rückwärts gerichtet. Vorderecken der Kiele viereckig oder zum mindesten nicht abgerundet. Die Hinterecken vom sechsten an nach hinten immer spitzer werdend. Seitenrand der porentragenden Segmente mit vier Zähnen oder Kerben, die übrigen Kiele mit drei solchen, die vorderen Kiele stärker gezähnt als die rückwärtigen. Die Beine relativ länger als bei complanatus. g. Etwas schlanker als das ®, die Kiele mehr aufgebogen. Die Copulationsfüsse sehr ähnlich denen von P. complanatus von England, stark im Knie abgebogen und in zwei Fortsätzen endigend. Der eine (— Hauptast) kurz, zugespitzt wie bei complanatus, aber deutlich ausgebuchtet, indem sein Hinterrand an der Basis stark ausgehöhlt ist. Der andere (= Nebenast) mit der distalen, rechtwinkelig abgebogenen Hälfte schräg nach innen gerichtet aber viel kürzer als bei complanatus, schlank, mit einem kleinen Dorn ober der hakigen Spitze und einem deutlichen dreieckigen Zahn gerade vor der Biegung. (Fig. 226.) Länge ca. 20 mm. Breite J' 3 2 mm, 9 3°5 mm. Fundort: Genua, Busalla. (1300 — 1500’.)« Diese Art vereinigt in merkwürdiger Mischung die Charaktere von P. complanatus und ilyricus. Die ganze Körpergestalt fällt mit der von illyricus zusammen, während die Copulationsfüsse viel mehr an com- planatus erinnern, wenn sie sich auch von demselben unterscheiden, wie der Autor selbst angibt. Wenn Pocock nicht ausdrücklich die Gestalt des Hauptastes hervorheben würde und aus der Zeichnung nicht das Fehlen der Mittelanschwellung im Endstück des Nebenastes zu ersehen wäre, bekanntlich die Hauptunter- schiede der Copulationsfüsse von illyricus von denen der complanatus, so würde ich auch angesichts der Verbreitung platynotns mit illyricus für identisch halten, so aber geht das nicht. Polydesmus denticulatus ©. Koch. Taf. VIII, Fig. 185, 186. 1847, Syst. d. Myr., p. 135. 1851. Polydesmus acutangulus Menge Myr. d. Umg. v. Danzig, p. 9. 1863. > denticulatus C. Koch Die Myr. II, p. 2, Fig. 127. 1877. > Fanzagoi Fedrizzi Ann. Soc. d. Nat. in Modena, XI, p. 107. 1882. > denticulatus Karlinski Sprawozd. Kom. Fig. XVII, p. 236. 1884. > > Latzel Die Myr d. österr.-ungar. Mon. II, p. 141. 1886. » » Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 11. Heft, p. 43. 1889. » » Porat Entom. Tidskr. Stockholm. Nya Bidrag, p. 21. 444 Carl Graf Attems, 1889. Polvdesmus denticulatus Daday Myr. Regni Hung., p. 69. 1891. » » Verhoeff, Berl. entom. Zeitschr. XXXVI, p. 122. 1894. > > Attems Copulationsfüsse d. Polyd., p. 12, Fig. 19, 32, 33. 1895. > > Latzel Myr. d. Umg. Hamburgs, p. 8. 1896. » » Verhoeff Zool. Anz. Nr. 508. In dieser Synonymie sind diejenigen Schriften, in denen nur unwesentliche Fundortsangaben stehen, nicht erwähnt. Latzel hat 1884 diese Art so erschöpfend beschrieben, dass ich nur Weniges hinzufügen kann. Farbe meist hellröthlich braun, auf der Bauchseite blasser. Die Farbe des Rückens kann von gelblich- braun bis dunkelbraun schwanken. Rücken wenig glänzend, fast matt. Länge 10— 15mm. Breite 19 — 26mm. Kopf ohne Besonderheiten. Halsschild breiter als der Kopf, aber schmäler als die Backen. Vorderrand mässig gebogen, im Bogen in die Seiten übergehend, Hinterrand fast gerade, die Seitenecken deutlich, aber etwas abgestumpft. Seine Sculptur ist derjenigen der Metazoniten entsprechend derb. Längs des Vorderrandes steht eine Reihe nach vorn gerichteter Börstchen, längs des Hinterrandes eine Reihe scharf definirter und davon eine Reihe weniger gut ausgeprägter Tuberkel, beide tragen Börstchen. Sculptur der Metazoniten: Die Tuberkel der zweiten Reihe sind deutlich, die der dritten Reihe höher und spitz, aber kleiner als die der zweiten Reihe. Die Beule ist hier besonders gross und hoch; sie reicht fast über die ganze Oberfläche der Kiele vom Vorder- bis zum Hinterrand und lässt seitwärts nur einen schmalen Saum übrig, so dass auch der Fingerwulst nur verschwindend klein ist. Eine Abtheilung durch eine Querfurche ist absolut nicht zu sehen. Die zwei sie bildenden Tuberkel sind ganz zusammengeflossen, nur die Mittelknötchen sind noch sichtbar. Alle Tuberkeln tragen Borsten. Kiele: Die Kiele des zweiten Segmentes sind etwas nach vorn gerichtet. Sie sind sehr deutlich gezähnt, aber nicht besonders eckig. Die Hinterecken der Kiele 2—5 sind rechtwinklig, vom 6. an sind sie zackig und das nimmt, wie immer, caudalwärts zu. Das Vordereck erscheint dadurch, dass der vordere Theil des Seitenrandes nach innen hineinweicht, etwas abgerundet, und zwar haben schon die vorderen Kiele keine rechtwinkeligen Vorderecken. Der Seiten- rand ist gezähnelt, auf den vordersten Segmenten recht grob, weiter nach hinten seichter; wie gewöhnlich sind 3—5 Zähnchen vorhanden. Diese Zähnchen tragen keulige Börstchen. Diese Keulenform der Borsten ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal dieser Art von Brachydesmus superus. Gewisse Jugendstadien von Pol. denticulatus ähneln sonst in Grösse und Farbe ungemein etwas älteren Brachydesmus superus. und in manchen Gegenden, z. B. der Steiermark, sind diese beiden die einzigen Formen, die man überhaupt mitein- ander verwechseln könnte. Die Querleiste der Bauchseite des 3. Segmentes der Weibchen zeigt eine etwas verschiedene Entwick- lung: während sie bei einigen Individuen in der Mitte ziemlich tief ausgerandet und mit spitzen Seiten- cken versehen ist, erscheint dieselbe bei anderen wenig kräftig vorspringend, nicht ausgerandet und in den Ecken nicht zugespitzt. In jenem Falle liegt über der Ausrandung ein zapfenähnlicher Fortsatz der Hüften des zweiten Beinpaares. Copulationsfüsse: Dieselben sind leicht von sämmtlichen Verwandten zu unterscheiden, dabei aber, wie ich schon 1894 erwähnte, vielfachen kleinen individuellen Schwankungen unterworfen (Fig. 185, 186). Der Tibialtheil ist im rechten Winkel zum beborsteten Femoraltheil gestellt. Die beiden Endäste, Haupt- und Nebenast, stehen ihrerseits wieder im rechten Winkel zum Tibialtheil. Die Spaltung in diese zwei Äste geht tief herab und das Haarpolster sitzt nahe dem Ende des Hauptastes. Dieser ist breit, gerade, das Ende hinter dem Haarpolster ist hakig gekrümmt und zugespitzt, auf der dem Nebenast zugekehrten Seite, unter- halb des Haarpolsters steht ein kleines Zähnchen. Der Nebenast ist sichelförmig gebogen, am Ende eben- falls leicht hakig eingekrümmt, zuweilen mit einem kaum merklichen Zähnchen auf der Hohlseite vor der Spitze. BEER System der Polydesmiden. 445 Der Zahn (X), der bei so vielen Arten in der Mitte der Krümmung steht, ist hier sehr lang, so dass er fast die Spitze des Nebenastes erreicht, wechselt übrigens in seiner Grösse und in der Richtung, die er nimmt (vrgl. die Fig. 185 und 186). Nahe seiner Basis, auf der dem Nebenast zugekehrten Seite, trägt er ein kleines Seitenzähnchen. Dieser grosse Zahn des Nebenastes, der denselben wie zweigespalten erscheinen lässt, ist es, der die Copulationsfüsse dieser Art charakterisirt. Verbreitung: Er zählt zu den weitverbreitetsten Arten und ist in Deutschland und Österreich-Ungarn entschieden häufig. Fast alle Kronländer Österreichs beherbergen ihn (Tirol, Kärnten, Steiermark, Nieder-Österreich), ebenso Ungarn und Siebenbürgen. Ferners in Deutschland bekannt aus der Rhein-Provinz, Hamburg, Lüneburg, unteres Pusterthal, Preussisch-Schlesien, Danzig, dann Schweiz, Mittel-Frankreich, Skandinavien. Verhoeff hatte 1891 auf vermeintliche Unterschiede von den Copulationsfüssen hin eine Var. germa- nicus aufgestellt, hat dieselbe aber 1896 wieder eingezogen, nachdem er sich überzeugt hat, dass die Thiere aus Bonn ganz mit den Österreichern übereinstimmen. - Polydesmus dent:culatus C. Koch var. scabratus C. Koch. 1886. Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 11. Heft, p. 44. Syn. 1847. Polydesmus scabratus C. Koch Syst. d. Myr., p. 136. 1863. = > > Die Myr. II, p. 5, Fig. 129. Haase fand in Schlesien Exemplare, die etwas von der typischen Form abweichen und auf welche er Kochs Beschreibung von Pol. scabratus beziehen zu können glaubt. Sie sind »bis 12mm lang und 1’6mm breit. Alle Höcker, auch die der ersten Reihe, sind sehr deutlich; die der dritten Reihe ragen über dem Hinterrand, besonders auf den hinteren Ringen heraus. Borsten lang und starr. Am Rand der Schilde 3—5 Zähnchen; die Hinterecken bilden schon vom dritten Ring an spitze Winkel«. Fundort: Oderwald bei Ohlau (Pr.-Schlesien). (3 Exempl.) Polydesmus brevimanus Brölem. Taf. VIII, Fig. 183. 1892. Contrib. a la faune myriap. medit. II. Note. — Ann. Soc. Linn. de Lyon, XXXIX, Taf. I, Fig. 3. Rothbraun. zuweilen bräunlich aschgrau, Bauch und Beine blasser, fast weiss. Glatt und glänzend, vorn und hinten verschmälert. Länge 10— 15mm. Breite 1’3— 1’9 mm. Antennen sehr lang. Halsschild schmal, viel schmäler als die breiten Backen, aber etwas breiter als der Kopf ohne diese, ellip- tisch, seitlich ganz abgerundet. Die Mitte des Hinterrandes ist kaum merkbar ausgeschnitten. Die Tuberkeln längs desselben sind beim J etwas deutlicher als beim 9, sie stehen im Bogen und sind vorn durch eine Querfurche begrenzt. Die Kiele sind ganz abgerundet. Die des 2., 3. und 4. Segmentes unmerklich nach vorn gezogen. Der fünfte hinten und vorn gleichmässig abgerundet, vom sechsten an beginnt der Hinterrand der Kiele ganz schwach ausgeschnitten zu sein, dadurch wird das Hintereck stumpf zackig, erst auf dem letzten Segmente wird es spitz. Vordereck aller Kiele abgerundet. Seitenrand concav, nicht gezähnt, sondern nur mit kaum sichtbaren Kerben versehen. In der ersten Felderreihe der Metazoniten ist nur die Medianfurche ausgebildet, die zwei Tuberkeln jeder Seite sind zu einem niedrigen Querwulst zusammengeflossen. Die beiden anderen Reihen gut ausge- bildet, die hinterste aus sechs kleinen Tuberkeln. Die Borsten der Tuberkeln sind winzig klein. Die Beule ist deutlich, ungetheilt, d. h. aus den verschmolzenen äusseren Tuberkeln der ersten und zweiten Reihe gebildet. Das Mittelknötchen des vorderen ist sichtbar. Der Fingerwulst ist deutlich, 446 Carl Graf Attems, Analschuppe abgerundet dreieckig, jedoch spitzer als bei subulifer, die zwei Borstenwarzen deutlich. Ventralplatten reichlich und kurz behaart. Copulationsfüsse: Femoraltheil beborstet und eiförmig angeschwollen. Darauf verjüngt sich der Copu- lationsfuss erst zu einem kurzen, cylindrischen Stück, um sich dann plötzlich wieder zu verbreitern und in zwei Arme zu gabeln, die sich beinahe im rechten Winkel ansetzen; der Hauptast ist am Ende weiter in einen breiten durchscheinenden dreieckigen Zacken und ein schlankes, schwach gekrümmtes Hörnchen getheilt. Unterhalb des breiten Zahnes steht das Haarpolster. Der Nebenast ist sichelförmig gekrümmt und vor dem hakig gebogenen Ende ein wenig verbreitert (Fig. 183). Fundort: Ebene von Pavia, Hügel von Erba, Malnate, Casate, Olgiate, Voralpen von Monbegro und Sondrio. Polydesmus subinteger Ltz. Taf. VIII, Fig. 181. 1884. Gadeau de Kerville Myr. de la Normandie. — Bull. soc. ann. sei. nat. d. Rouen, 1883, XIX, II, p. 268. 1891. Polydesmus subinteger Verhoeff Beitr. z. mitteleurop. Diplopodenfauna. — Berl. entom. Zeitschr. XXXVI, p. 123. 1891. » eximius Berlese Acari. Myr. e Scorp. hucusque in Italia reperta, 59, 8. 1594. » macilentus Humbert Myr. des envir. de Geneve. Erdfarben oder rothbraun. Glatt und glänzend. Latzel gibt folgende Masse an: Länge 18mm, Breite ca. 1’8 mm. Verhoeff gibt für die J’ eine Länge von 16°5--17 mm an. Von den mir zur Verfügung stehenden Stücken von Ferte-Milon messen die Männchen 20mm in die Länge und 3mm in die Breite, während die Weibchen noch etwas grösser sind (3), mm breit). Scheitel unbehaart, nur ganz vereinzelte Börstchen sichtbar. Auch der übrige Körper ist so gut wie ganz unbeborstet. Nur einige Kerben der Seitenränder haben winzige, nur unter dem Mikroskop sichtbare Börstchen. Halsschild ziemlich breit, aber doch schmäler als die Backen, querelliptisch, seitlich abgerundet. Längs des Hinterrandes drei deutliche Tuberkel, vor denselben eine Querfurche, nahe dem Vorderrand ebenfalls eine Querfurche, beide durch eine sehr seichte Längsfurche in der Mitte verbunden, so dass der Raum zwischen beiden Querfurchen in zwei undeutliche Buckel getheilt ist. Ausserdem trägt der Halsschild die gewöhnlichen Borstenreihen. Kiel des zweiten und dritten, manchmal noch der des vierten Segmentes ganz schwach nach vorn gezogen und etwas eckiger und seitlich deutlicher gezähnt als die übrigen Kiele. Erstere beiden erscheinen besonders dadurch eckiger, dass das erste Zähnchen des Seitenrandes beinahe im Vordereck steht. Vorderecken aller übrigen Kiele abgerundet, der Seitenrand concav mit Andeutung von 3—4 winzigen Zahnkerben, »gezähnt« kann man den Seitenrand aber eigentlich nicht nennen. Hintereck des zweiten Kieles stumpfwinkelig, vom 6. oder 7. Segment ist der Hinterrand seicht ausgeschnitten, wodurch das Hintereck anfangs stumpf zackig, später deutlich zahnartig wird, auf den hintersten Segmenten, vom 14. an überragt dieser Zahn den Hinter- rand der Metazoniten, auf dem letzten ist er lang und spitz. Die erste Felderreihe der Metazoniten ist nicht ausgebildet, nur die 4 Mittelknötchen sind deutlich sicht- bar. Die Madianfurche ist beim 0 fast gar nicht, beim ® nur sehr schwach ausgebildet. Die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sind flach. Die Beule reicht beinahe vom Vorder- bis zum Hinterrand, ist aber bei dieser relativ grossen Ausdeh- nung nicht hoch. Durch eine äusserst seichte Querlinie, die Fortsetzung der Furche zwischen erster und zweiter Felderreihe, ist eine Eintheilung der Beule in zwei hintereinander liegende Buckel angedeutet. Dass die Beule den äussersten Tuberkeln der ersten und zweiten Felderreihe entspricht, sieht man auch daraus deutlich, dass in der Mitte jedes der beiden Buckel ein ebensolches Knötchen sich findet, wie auf den übrigen Tuberkeln. Der Fingerwulst ist ganz undeutlich. Ventralplatten körnig rauh, reichlich behaart, die Haare beim d sehr kurz, beim ? merklich länger. System der Polydesmiden. T. 447 Analschuppe abgerundet, mit zwei deutlichen Borstenwarzen. Analklappenränder schmal wulstig. Copulationsfüsse: Die Spaltung in Haupt- und Nebenast reicht tief herab, bis nahe an den beborsteten Hüfttheil. Der Hauptast ist kurz, breit und am Ende breit endigend ohne hakenartige Verlängerung über den Haarpolster hinaus. Der Nebenast seiner ganzen Länge nach mässig und gleichförmig gebogen, am Ende zweispitzig, in der Mitte der Hohlseite mit einem dreieckigen Zahn versehen (Fig. 181). Fundorte: Seine-Inferieure, Charente, Deux Sevres (Latzel), Ferte Milon (Brölem), Genf, Visp a. Rhöne, Unteres Neckarthal, Rhein- und Mosel-Gebiet (Verhoeff). Subinteger und brevimanus sehen sich sehr ähnlich. Bei dbrevimanus sind die Tuberkeln ein wenig _ höher als bei subinteger, wo sie sehr flach sind. Dies tritt besonders auf den vordersten Segmenten deutlich hervor. Brevimanus ist auch etwas kleiner als subinteger. Polydesmus helveticus Verh. Taf. VIII, Fig. 191. 1894. Beitr. eDiplopodenfauna d. Schweiz. — Berl. entom. Zeitschr. Bd. XXXIX, p. 284. 1894. Polydesmus Thomasii Pocock Contr. to our knowl. of the Dipl. of Liguria, p. 519. Von dieser Art hatte ich nur ein 9’ von 19 Segmenten, das der Autor mir überlassen, zur Untersuchung. Verhoeff sagt, dass helveticus von subinteger Latzel im übrigen Körperbaue schwer zu unterscheiden, aber sehr verschieden durch die Copulationsfüsse sei. Farbe wie bei subinteger, nämlich gelbbraun, glatt und glänzend. Länge 13—15 mm, also bedeutend kleiner als subinteger (letzterer misst 1S—20 in die Länge). Halsschild schmal, viel schmäler als der Kopf sammt den Backen, ungefähr halbkreisförmig, das Hinter- eck etwas abgestumpft, längs des Vorderrandes eine Reihe von Borsten, längst des Hinterrandes eine Reihe schwacher Tuberkeln. Beim Z pull. von 19 Segmenten, das ich besitze, sind die Kiele der vordersten Segmente vorn eckig. Die Vorderecken werden weiter nach rückwärts immer stumpfer. Die Hinterecken bilden bereits von der Körpermitte an einen zwar kurzen, aber doch deutlich den Hinterrand etwas überragenden Zahn, der auf den hintersten Segmenten ganz spitz wird. Seitenrand beinahe gerade, mit 3—4 sehr seichten Zahnkerben. Wenn die Sculptur der Dorsalplatten wie bei subinteger ist, fehlt die Tuberkeleintheilung in der ersten Felderreihe. Die Tuberkeln der beiden anderen Reihen sind deutlich, die Furche zwischen der 1. und 2. Felderreihe stark und der ganzen Länge nach vertieft. Ventralplatten mit schütter stehenden, relativ langen Haaren. Analschuppe abgerundet, dreieckig. Die zwei Borstenwarzen deutlich. Über die Copulationsfüsse sagt Verhoeff: »Der Aussenarm (Nebenast) ist bei helveficus kürzer und kräftiger (als bei subinteger), sein Ende läuft nicht in zwei divergirende, sondern nur in einen umgebogenen Haken aus. In der Concavität ist der Zahn dem Ende viel mehr genähert, ausserdem viel kräftiger und stark enterhakenartig zurück- gebogen. Der Grundtheil ist blasig aufgetrieben, der Innenarm (Hauptast) davon sehr scharf abgesetzt und am Ende mit zwei divergirenden Haken gekrönt. Das Hüfthörnchen ist hinter dem verschmälerten Ende wieder etwas verdickt und trägt zwei kleine Spitzchen« (Fig. 191). Vorkommen: Villeneuve am Genfersee in einem schattigen Wald unter Steinen und Moos. Polydesmus dismilus Ber!. Taf. IX, Fig. 215. 1891. Acari. Myr., Arachn. hucusque in Italia rep. Fasc. 59, Nr. 9. »Testaceus, robustulus, latiuseulus, scuto dorsali primo obsolete tubereulato,; exoandrio faleipibus duabus constituto qua- ‚rum exterior subrecta, latiuscula, duplo interiori longior, interne unidentata. Ad 18 mm long., 1'8 mm.« ' Dazu bemerkt Berlese noch: ... »Halsschild länglich oval. Hinterecken rechtwinkelig. Hinterrand stärker gebogen als der Vorderrand, die Sculptur verwischt, eigentlich nur vier Tuberkel längs des Hinterrandes deutlich. (Nach der Zeichnung sind es mehrere; auch sind die Hinterecken nicht rechtwinkelig gezeichnet. Der Halsschild ist so breit wie der Kopf sammt Backen.) 448 Carl Graf Attems, Metazoniten bei 5 und ® verschieden: & schmäler als beim Q. Vorderecken ganz abgerundet. Hintereck ziemlich spitz. Seitenrand etwas sägezähnig (nach der Zeichnung stark convex, überhaupt zu den abgerundeten Kielen gehörig). Sculptur der Schilde undeutlich. (Nach der Zeichnung ist die Beule durch eine Querfurche getheilt, in der ersten Felderreihe nur die Medianfurche zu sehen.) 9. Rückenschilde breit, ganz rechtwinkelig. Vordereck fast mit rechtem Winkel. Hintereck rechtwinkelig, aber nicht zahn- förmig. Seitenränder gezähnt (nach der Zeichnung auch hier sehr convex, überhaupt nicht so eckig gezeichnet als beschrieben). Seulptur sehr deutlich. (Es werden auch in der ersten Felderreihe vier Tuberkel gezeichnet.) Beine des ® schlank, des 5 dick. Copulationsfüsse: Gezeichnet und beschrieben ist nur der Theil von der Höhe des Haarpolsters an; Haupt- und Nebenast wohl geschieden. Ersterer, halb so lang als der Nebenast, verlängert sich hinter dem Haarpolster in eine kräftige, am Ende mit zwei kurzen Zähnen versehene Sichel. Auf der anderen Seite des Haarpolsters stehen zwei ungleich grosse, gegen einander gekrümmte Zähne. Der Nebenast ist fast gerade, nur leicht gekrümmt, sehr kräftig, in der Mitte der Hohlseite mit einem spitzen Widerhaken versehen und am Ende leicht hakig gekrümmt. (Fig. 215.) Fundort: Florenz. Polydesmus pilidens Ü. Koch. Taf. IX, Fig. 216. 1847. Syst. d. Myr., p. 136. 1863. Die Myr. I, p. 85, Fig. 74. 1893. Humbert Myr. d. envir. d. Geneve, p. 14. — Mem. soc. phys.-hist. nat. Geneve, XXXII, no. 1, Taf. II, Fig. III. Aus der sehr ausführlichen Beschreibung Humbert's sei Folgendes hervorgehoben: Oberseite rothbraun. Unterseite der Kiele, Seiten, Analklappen und Beine heller. Unterseite des Kopfes, Bauch und erste Beinglieder gelbweiss. Länge g' 13°7 mm, Q 12°7 mm. Breite des Halsschildes 5’ 1:08 mn, 9 1:05 mm. Breite des 2. Segmentes g' 1:59 mm, 9 15mm. Die ganze Oberfläche matt, nicht glänzend. Scheitelfurche deutlich. Halsschild schmäler als der Kopf, Vorderrand bogig. Übergang in die Seitenränder abgerundet. Letztere kurz, gerade. Hinter- ecken fast rechtwinkelig, in der Mitte des Seitenrandes oder etwas vor ihr ein Zähnchen, resp. eine Borste. Hinterrand fast gerade. Drei Querreihen von Knötchen, in der ersten zehn ganz kleine borstentragende Tuberkeln, in der zweiten acht grössere, in der dritten ebenfalls. (Die Zeichnung stimmt mit dieser Beschreibung nicht ganz.) Die vordersten Kiele etwas vorgezogen. Vordereck des zweiten spitz. Auf den Segmenten 2, 3 und 4 steht gerade im Vorder- eck ein Zähnchen, das auf den folgenden verschwindet. Die Zähnelung des Seitenrandes ist auf den ersten Segmenten am stärksten, doch sind die Zähnchen des Seitenrandes, nach der Zeichnung des 11. und 12. Segmentes zu schliessen, ausserordentlich spitz und scharf, die porenlosen Segmente haben drei, die porentragenden vier Zähnchen, das Hintereck inbegriffen. Hintereck zackig, auf den letzten Segmenten spitzzähnig. Die vordersten Kiele sind nicht aufgebogen. Sceulptur der Metazoniten: Drei Felderreihen, auch die Tuberkel der ersten Reihe deutlich gesondeıt, in der Zahl vier, zweite Reihe auch aus vier, dritte aus sechs Tuberkeln bestehend. Die Zusammensetzung der Beule aus den äussersten Tuberkeln der zwei ersten Reihen ist durch eine Querfurche und durch die Mittelknötchen zuweilen angedeutet. Auf den letzten Segmenten zerlegt sie sich wieder in die zwei Tuberkel, so dass da drei Reihen von je sechs fast gleichen Tuberkeln vorhanden sind. Fingerwulst vor- handen. (Die Figuren stimmen mit dieser Beschreibung nicht ganz.) Analschuppe spitzbeogig. Humbert gibt zwar mehrere Abbildungen der Copulationsfüsse, aber keine Beschreibung derselben. Wir sehen aus den Figuren, dass sie ziemlich kurz und gedrungen sind. Die Spaltung in Haupt- und Neben- ast geht tief herab. Der Hauptast ist breit bis zum Ende, hier medial ein Hörnchen, lateral zwei Zacken tragend. Nebenast sichelförmig, das Ende eine einfache Spitze, in der Mitte der Krümmung auf der Hohl- seite ein Zähnchen. Fundort: Genf, Gärten. Polydesmus asthenestatus Poc. Taf. IX, Fig. 224. 1894. Diplopoda of Liguria. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2), XIV, p. 519, Fig. 8. Das Hofmuseum besitzt zwei Weibchen dieser Art, die Verhoeff demselben abgetreten hat. Nach diesen ist die gänzlich unzureichende Beschreibung Pococks ergänzt, wobei ich natürlich nicht garantiren kann, dass diese zwei Weibchen derselben Art angehören, die Pocock bei Abfassung seiner Beschreibung vor Augen hatte. Bei den meisten Polydesmus-Arten bleibt die Gestalt der Copulationsfüsse das einzig stich- hältige Merkmal, und es bleibt zu hoffen, dass Verhoeff bei Bestimmung besagter Weibchen auch Männ- System der Polydesmiden. T. 449 chen zur Verfügung hatte, die er auf die Übereinstimmung ihrer Copulationsfüsse mit der sehr dürftigen Figur Pococks prüfen konnte. Farbe (im Alkohol) gelb. Länge S—-9 mm. Klein und schlank. Kopf fein und dick beborstet. Scheitelfurche scharf. Fühler lang und schlank, am Ende keulig verdickt. Halsschild schmal, schmäler als der Kopf sammt den Backen. Vorder- und Seitenrand bilden einen Halbkreis. Hinterrand fast gerade. Seiten abgerundet. Drei Reihen deutlicher Tuberkel, jedes mit einem Börstchen besetzt. Zweiter, dritter und vierter Kiel mit winkeligen, die folgenden mit abgerundeten Vorderecken. Diese und die Kiele des 5. Segmentes seitlich kräftig gezähnt, stärker als die folgenden. Vom sechsten an ist die Zähnelung nur äusserst schwach und nur bei mikroskopischer Betrachtung deutlich zu sehen. Jedes Zähnchen trägt eine Borste. Der Seitenrand ist convex. Hinterecken der Kiele bis zum zehnten abgerundet, dann etwas winkelig, auf den hintersten Segmenten, vom 14. an, ist der Hinterrand der Kiele etwas ausgeschnitten und das Hintereck daher zackig, anfangs nur stumpf und,kurz, erst auf den letzten spitz. Die Kiele sind horizontal. Die Seulptur der Rückenplatten stimmt mit der von P. fissilobus Bröl. darin überein, dass die so- genannte Beule nicht wesentlich grösser ist als die vier anderen Tuberkeln der zweiten Reihe, und dass auch in der ersten Felderreihe sechs, allerdings schwächer abgegrenzte Tuberkeln vorhanden sind, so dass wir also drei Querreihen von je sechs Tuberkeln haben. Jeder Tuberkel trägt eine kleine Borste; die Tuberkeln der mittleren Reihe sind die grössten. Ein Fingerwulst ist nur auf den porentragenden Segmenten deutlich. Ventralplatten der Quere nach ein- gedrückt und gut beborstet. Aus der, wie schon gesagt, recht flüchtigen Zeichnung der Copulationsfüsse sieht man, dass die Spaltung in Haupt- und Nebenast tief herab reicht. Der Hauptast ist beilförmig, der Nebenast einfach ohne Seitenzähnchen, nicht gekrümmt und bis zum Ende fast gleich dick. Ein Haarpolster zeichnet Pocock nicht (Fig. 224). Fundort; Fiesole bei Florenz. Diese Art hat somit in der Sculptur der Dorsalplatten grosse Ähnlichkeit mit fissilobus, auch die Copu- lationsfüsse erinnern sehr an die von fissilobus, nur dass dort der Hauptast gerade und conisch zugespitzt ist. Wesentlich unterscheidet sich afshenestatus von fissilobus durch die viel schwächere Zähnelung des Seiten- randes der Kiele, die bei f#ssilobus in ganz charakteristischer Weise das Hintereck zweispitzig erscheinen lässt. Polydesmus Barberii Ltz. Taf. VIII, Fig. 180; Taf. X, Fig. 254. 1889. Sopra alcuni myr. cavernic ital. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2), Bd. VII. Schlank und zierlich, weisslich. Kopf und vorderste Segmente gelblich. Rücken sehr glatt und glänzend. Länge 10 — 14mm. Breite 1— 1’3mm. Halsschild halbkreisförmig, dabei ziemlich gewölbt, bedeutend schmäler als Kopf sammt Backen. Hinterecken abgestumpft, Hinterrand gerade. Fläche glatt oder unmerklich uneben. Längs des Vorderrandes eine Reihe grösserer Borsten. Sceulptur der Rückenschilde ziemlich flach. Die Tuberkeln der ersten Feiderreihe nicht ausgeprägt, nur eine seichte Medianfurche ist vorhanden und vier winzige Börstchen. Zweite und dritte Felderreihe durch Längsfurchen in vier, resp. sechs längliche Erhebungen getheilt. Auf den letzten Segmenten werden sie etwas spitzer. Sie tragen kleine Börstchen. Beule länglich. Fingerwulst deutlich und lang, parallel mit dem Seitenrand bis nane zum Vorderrand ziehend. Er ist auf den hinteren Segmenten grösser als die Beule, auf den vorderen Segmenten ist es umgekehrt. Denksehriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. = oı 450 Carl Graf Attems, Vordereck aller Kiele abgerundet, Hintereck der vordersten Kiele ebenfalls, nach und nach wird es eckiger und bildet vom 8. Segment an einen kräftigen, spitzen Zahn. Seitenrand convex, schwach gezähnelt (Fig. 180). Jedes Zähnchen trägt ein Börstchen. Copulationsfüsse (nach Latzels Beschreibung und Zeichnung) sehr klein und schlank. Besonders der Hauptast ist relativ sehr dünn für seine Länge, er ist beinahe ebenso lang wie der Nebenast. Nahe dem hakig eingekrümmten Ende trägt er den Haarpolster. Nebenast ohne Nebenzähnchen oder dergleichen, schlank, nach dem Ende zu allmälig verjüngt, sichelig gebogen (Taf. X, Fig. 254). Vorkommen: Grotte im Mte. Gazzo bei Sestri Ponente, Grotte Dana Balon (Isoverde), Grotte Lubea. Ich untersuchte ein mir von H. Prof. Latzel übersandtes Exemplar. Polydesmus gallicus Ltz. Taf. VIII, Fig. 193, 194. 1854. Gadeau de Kerville Myr. d. 1. Normandie. — Bull. am. sci. nat. de Rouen, XIX, II, 1883, p. 218. 1889. Ibid. 2me addenda A la faune d. myr. d. 1. Normandie, p. 365. ?1893. Polydesmus gallicus Daday Math. Termesz. ertes. magyar. Akad. XVI, p. 26. ? 1889. : mediterraneus Daday ibid. XII, p. 140, Taf. \V, Fig. 25—27. Erdbraun oder rothbraun, Unterseite heller, Rücken glänzend. Länge 17—20 mm. Breite 2°3—2:S mm. Scheitelfurche deutlich. Vorderkopf reichlich, Scheitel sehr spärlich beborstet. Halsschild breiter als der Kopf und schmäler als die Backen, beinahe querelliptisch, nur die Hinterecken sind ganz schwach ausge- prägt. Längs seines Vorderrandes eine Reihe kleiner Börstchen, längs des Hinterrandes eine Reihe grösserer Tuberkel. Die Kiele sind nicht breit, horizontal. Das Vordereck überall abgerundet, je weiter nach hinten desto mehr. Der Seitenrand ist mässig convex, mit 3—4 deutlichen, aber sehr seichten Zahnkerben. Der Hinter- rand ist ausgeschnitten, das Hintereck daher stumpfeckig, nur auf den hintersten Segmenten ist es spitz und erst vom 15. Segment an überragt es den Hinterrand der Metazoniten. Im Raum der ersten Felderreihe stehen jederseits von der Medianfurche nur die zwei winzigen Mittel- knötchen. Die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sind deutlich aber nicht hoch, jede trägt ein win- ziges Börstchen. Ebenso sind die Beulen ziemlich flach. Der Fingerwulst ist kaum ausgebildet. Die Ventralplatten sind kreuzförmig eingedruckt und tragen vereinzelt Borsten neben den Insertions- punkten der Beine. Unterseite der letzten Beinglieder des Männchens mit den gewöhnlichen Warzen und Stacheln. Copulationsfüsse: Der behorstete Femoraltheil ist mässig verdickt, das darauf folgende ungegabelte Stück ist in der Mitte eingeschnürt. Der Hauptast ist relativ gross, da er nicht viel kleiner ist als der Neben- ast. Er ist in der zweiten Hälfte, da wo er den Haarpolster trägt, am breitesten und endigt mit einem nach abwärts gekrümmten Hörnchen. Der gekrümmte Nebenast ist bis nahe zum Ende nicht verjüngt und trägt auf der Hohlseite nahe der Spitze ein bis zwei kräftige Zähne oder Lappen. Das Ende ist hakig (Fig. 193, 194). Fundort: Gallia septentrionalis et occidentalis (Eure, Charente, Deux Sevres), Azoren (Santa Maria San Miguel). Verhoeff (Aphorismen etc.) bezweifelt zwar die Identität des von Daday beschriebenen gallicus mit dem von Latzel beschriebenen, meint sogar, dass Daday zwei verschiedene Arten vermengt habe; doch glaube ich dass die anscheinend so verschiedenen Zeichnungen der Copulationsfüsse, die Daday gibt, doch von einer und derselben Art sind, nur in verschiedener Lage gezeichnet sind. Ebenso dürfte es sich mit den drei Figuren seines Pol. mediterraneus verhalten, die auf den ersten Blick ganz verschieden aussehen, bis man bemerkt, dass es nur die verschiedene Lage des Präparates, vielleicht neben kleinen aber sehr gering- fügigen Formverschiedenheiten, es war, welche die Ungleichheit der Figuren hervorgebracht hat. Man ver- eleiche die Zeichnung des Copulationsfusses, die ich nach einem von Herrn Brölemann erhaltenen Exem- bu System der Polydesmiden. 1. 451 plare herstellte mit Daday’s Figuren, und man wird wahrscheinlich ebenfalls alle drei (gallicus Latzel gallicus Daday und mediterraneum Daday) für identisch halten. In diesem Fall ist gallicus über ein grosses Territorium verbreitet: Frankreich, Azoren, Corfu, Patras, Serbien und wahrscheinlich auch in den zwischen den bezeichneten Gebieten liegenden Mittelmeerländern. Polydesmus gallicus Dad. 1891. Daday Termeszetrajzi füzetek XVI, p. 104, Taf. V, Fig. 1—4. — Myr. nova nel minus cognita mus. nat. Hung. »Gracilis, angustus, subopacus, asperulus, pallide rufo-brunneus, antennis subelavatis, latitudine corporis longioribus fuseis, seuto primo dorsali subelliptico, angulis postieis parum produetis tubereulis 8 in margine antico posticeque et in medio, tuber- eulis marginis posterioris validiuseulis (Taf. V, 4) sceutis dorsalibus ceteris angulo anteriori recto vel subrecto, angulo postico parum produecto acutiusculo, marginibus lateralibus serrulatis, denticeulis setigeris. Sceutis distincete tuberculatis, tubereulis in seriebus tri- bus ornatis, setigeris, posterioribus 6 valde ceteris parum inflatis (Taf. V, 2), pedibus copulatoriis maris valde arcuatis bipartitis, parte superiore multo longiori, apice acuminato, extrorsum curvato, hamuliformi, in margine intero-exteriore parum dilatato mucro- neque introrsum posticeque curvato arcuato, parte inferiori arcuata in apice bipartita, tuberculo piligero (Taf. V, 1, 3). Long. corp. 10—10°5 mm, latid. max. 1’2— 15 mm. Patria: Grecia meridionalis (Palavas). 3 9, g. Polydesmi banatici Dad. finitimus, sed structura inter aliis pedum copulatorium bene distinguendus.« So weit Daday; ob diese Art identisch ist mit gallicus Ltz., vermag ich nicht zu entscheiden, halte es aber für wahrscheinlich. Polydesmus mediterraneus Dad. Taf. X, Fig. 230. 1887. Myr. extr. mus. nat. Hung. — Termesz. füzetek, XII, p. 140, Taf. V, Fig. 25 — 27. »Corpore gracile, antice attenuato, nitido vel subopaco, asperulo, rufo-brunneo, antennis latitudine corporis multo longio- ribus, subclavatis; scuto primo dorsali reniformi tuberculis anticis valde evanescentibus, setigeris postieis distinetis, segmentis 2—4 angulis anticis postieisque rotundatis, ceteris angulis antieis rotundatis, postieis distinete productis; marginibus lateralibus carinarum 3—4 denticulatis, dentibus perparvis, setigeris; pedibus sat longis, brunneis vel lavo-brunneis, pedibus copulatoriis bipartitis, parte interna apice bifida, processu superiore aculeiformi, acuminato, parum curvato, inferiore vero in apice rotundato, tubereuliformi, pulvillo piligero magno; parte externa arcuata, apicem versus attenuata in apice bifida processu superiore plus minusve sursum vergenti, recto vel curvato, processu inferiore deorsum spectanti. Long. corp. 8-16 mm, lat. 1:5— 2 mm. Patria: Serbia (Negotin), Corfu, Patras.« Die Zeichnung der Copulationsfüsse, die Daday dazu gibt (vergl. Taf. X, Fig. 230), lässt vermuthen, dass mediterraneus identisch sei mit gallicus Ltz. Doch bin ich in Anbetracht der Localitäten, an denen mediterraneus gefunden wurde, doch noch im Zweifel. Wenn sich aber beide als synonym erweisen, ist gallicus über ein sehr grosses Areal verbreitet. Polydesmus subulifer Brölem. Taf. VIII, Fig. 182. 1892. Contrib. a la faune myriop. mediterr. — Ann. Soc. Linn. d. Lyon, XXXIX, Taf. I, Fig. 4. | Lichter oder dunkler erdbraun oder rothbraun. Unterseite blasser. | Sehr glatt und glänzend. { Länge 18—22 5 mm (Mittel 19:5 mm). Breite 2 7 —3°9 mm (Mittel 3°5 mm). | Antennen lang. Scheitelfurche deutlich. | Halsschild schmal, bedeutend schmäler als die Backen, ganz quer elliptisch, seitlich vollkommen } abgerundet. Hinterrand in der Mitte unmerklich ausgeschnitten. Über die Sculptur des Halsschildes sagt Brölemann, dass zwei Querfurchen vorhanden seien. Zwischen der tieferen vorderen und dem Vorder- rande sind iO mit je einem Börstchen versehene Erhebungen, zwischen beiden Furchen 6 ähnliche Tuber- _ keln. Diese Sculptur ist aber wohl sehr undeutlich. In der Mitte längs des Hinterrandes bemerkte ich die E- einiger Tuberkel, 57* 152 \ Carl Graf Attems, Die Kiele sind abgerundet, der Seitenrand convex, das Vordereck überall abgerundet, das Hintereck anfangs ebenfalls, dann dadurch, dass der Hinterrand seicht ausgeschnitten ist, stumpfzackig, erst auf den hintersten Segmenten spitzer. Eine Zähnelung des Seitenrandes ist entweder gar nicht vorhanden, oder nur bei sehr genauer Betrachtung bemerkbar. Die Streifen vor der vorderen Querfurche der Metazoniten durch die mediane Furche halbirt, eine weitere Eintheilung in Tuberkeln nicht vorhanden, die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe deutlich abgegrenzt. Die Beule ist gross und nimmt beinahe die ganze Länge des Kieles ein. Das Mittelknötchen des vor- deren der beiden zur Beule zusammengeflossenen Tuberkeln sichtbar, aber keine Grenze zwischen bei- den letzteren. Fingerwulst sehr deutlich. Ventralplatten mit ziemlich langen, etwas weitschichtig gestellten Borsten. Analschuppe breit abgerundet, mit zwei Borstenwarzen. Copulationsfüsse: Der etwas verdickte Femoraltheil hat am distalen Ende seiner Unterseite einen grossen, rundlichen Höcker, darauf sitzt eine kurze Einschnürung, dann verbreitert sich der Fuss erst plötzlich, dann mehr allmälig bis zur Gabelung. Die beiden Äste sind im rechten Winkel an den Basaltheil angesetzt. Der Hauptast ist in seiner basalen Hälfte gleichmässig dick, hinter dem Haarpolster, der an der Mitte der Unterseite sitzt, verjüngt er sich bis zum leicht hakig zurückgekrümmten Ende. Der schwach gebogene Nebenast ist bis zum Ende ziemlich dick und trägt auf der Mitte der Hohlseite einen starken, spitzen Zahn; das Ende ist stumpfhakig. (Fig. 182.) Fundort: Hügel der Briance. Sehr gemein unter Steinen und trockenem Laub, hauptsächlich in bewal- deten Thälern. Polydesmus Laurae Poc. Taf. IX, Fig. 218. 1891. Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) X, p. 399. »Farbe der Oberseite licht Nleischfarben. Antennen und Beine röthlich angeflogen. Glänzend. Länge 23 nm. Breite 3°5 mm. Körper mässig breit und flach, vorn und hinten verschmälert. Vorder- undyHinterrand des Halsschildes fast gerade und einander parallel, die Seiten gleichmässig und stark convex. Sceulptur der Fläche undeutlich, die übrigen Rückenschilde normal seulpturirt, aber ganz glatt. Vorderecken der Kiele deutlich abgerundet, die Hinterecken nur im Hinterrande des Körpers stark ausgezogen. Seitenrand ganz glatt und ungezähnt. Füsse mässig lang. Copu- lationsfüsse: . ... Schenkel beborstet, der folgende Theil tief herab gespalten, beide Äste in fast rechtem Winkel zur Basis ange- setzt. Der Hauptast breit, trägt den Haarpolster fast am Ende, hinter demselben bildet er noch ein kleines Häkchen. Der Nebenast ist eine sehr schlanke, stark gebogene Sichel mit einem spitzen Zähnchen in der zweiten Hälfte der Krümmung und einer zwei- theiligen Spitze. (Fig. 218.) Fundort: Busalla (Ligurien). « Polydesmus lusitanus Verh. 1892. Neue Diplop. d. palaearct. Region. — Zool. Anz. Nr. 404. Graubraun, einfärbig, wenig glänzend. f Länge 20 — 21 mm. Breite 2:5 mm. Scheitelfurche lang und deutlich, zwischen den Antennen gegabelt. Rücken sammt Halsschild borstenlos, nur am Vorderrande des Halsschildes 6—8 Borsten und am Hinterrand des vorletzten Segmentes und spurenweise auch des drittletzten sechs kleine Börstchen. Halsschild breit, seitlich abgerundet, beiläufig querelliptisch, der Vorderrand jedoch schwächer gewölbt als der Hinterrand, ringsherum fein erhaben gesäumt, an, der Stelle, wo die Hinterecken liegen würden, verdickt sich dieser Saum zu einem Knöpfchen, analog dem Fingerwulst der übrigen Segmente. Längs des Hinterrandes ein Bogen von acht Tuberkeln, die übrige Fläche grubig uneben. ! Pocock scheint nicht zu wissen, dass die Sculptur sehr verschieden sein kann, Sysiem der Polydesmiden. I. 453 Die Kiele gehören zum runden Typus. Die vordersten drei auf den Halsschild folgenden sind etwas nach vorn gezogen und haben ganz stumpfe Hinterecken und abgerundete Vorderecken. Bei den folgenden Segmenten kann man von einem Vordereck nicht sprechen, denn der Vorderrand der Kiele geht in continuir- lichem Bogen in den schwach convexen Seitenrand über; dieser ist 3—4mal ungemein seicht eingekerbt. Das Hintereck ist auf dem 5. und 6. Segment ganz abgerundet; auf dem 6. Segment beginnt eine schwache Einbuchtung des Hinterrandes der Kiele aufzutreten, so dass das Hintereck dann stumpfzähnig aussieht, doch bildet es nur auf dem 17., 18. und 19. Segment spitze, lange Zähne, kürzere schon auf dem 16. Segment. Die Mittelfurche läuft deutlich über die ganze Länge der Dorsalplatten, die Tuberkeln der vorderen Reihe sind verwischt, es sind nur noch Spuren von Trennungslinien vorhanden. Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe sehr deutlich, ihre Mittelhöckerchen dagegen ebenfalls verwischt. Von der Oberfläche der Kiele des S‘ sagt Verhoeff, dass sie »gewölbt sei, ohne Felder, der Finger- wulst nur in den Hinterecken deutlich«. Bei den ?, von denen ich eines besitze, ist die Beule sehr flach, auf den meisten Segmenten entspricht sie nur dem äussersten Tuberkel der mittleren Reihe. Der Finger- ist grösser als beim d.. Analsehuppe breit abgerundet, mit zwei langen Borstenwarzen. Analklappenränder wulstig. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, der Quere nach stärker als der Länge nach; reichlich behaart, die Haare relativ lang. Die Copulationsbeine des S ähneln denen des Pol. inconstans Ltz., sind aber erstens länger und schlanker, zweitens am Innenrande des Aussenarmes nicht mit einem breiten, sondern einem schmalen, spitzen Zahn bewaffnet, und dieser trägt noch einen zweiten, rechtwinklig stehenden, spitzen Nebenzahn drittens ist der Endzahn des Innenarmes lang und erst an der Spitze hakig umgebogen, und ausserdem ist noch eine Zahnecke unterhalb des Polsters. Vorkommen: Coimbra (Portugal). Polydesmus dispar Silv. Taf. IX, Fig. 227. 1894. Boll. d. Soc. rom. per gli stud. zool. Ill. Roma. 1894. Brölemann Mem. Soc. zool. de France, 1894, p. 449, Taf. XIII, Fig. 16—18. »Hell erdfarben, alle Schilde fein braun gesäumt, hinten breiter. Kopf, Antennen und Füsse blass, bisweilen weisslich. Länge ca. 10 mm. Breite 1’3 mm (9). Scheitelfurche deutlich. Kopf behaart. Antennen lang, etwas keulig... Halsschild schmäler als der Kopf, nierenförmig. Vor- derrand gebogen. Seiten abgerundet. Hinterrand leicht ausgeschnitten, ringsherum fein gesäumt. Zwei Reihen von je sechs Beulen durch eine Querfurche, die hinter der Mitte liegt, getrennt. Jede Beule mit einem borstentragenden Mittelknötchen. Die Borsten fein und kurz. Zweiter Kiel nach vorn gerichtet und leicht gehoben. Vordereck rechtwinkelig und spitz. Seitenrand gegen das zurückwei- chende, schräg geschnittene Hintereck convex. Kiele des 3. und 4. Segmentes weniger nach vorn gerichtet und weniger eckig. Vordereck der folgenden Kiele je weiter nach hinten, desto abgerundeter, beim ./' noch mehr als beim ®. Seulptur sehr deutlich. Beulen der Kiele aufgetrieben. Hintereck nur auf den sechs letzten Segmenten spitz, sonst rechtwinkelig; erinnert an fissilobus. Beine des f', besonders die ersten Paare, etwas verdickt. Copulationsfüsse (Fig. 227) kurz, an der Basis eingeschnürt. Hauptast hinter dem Haarpolster in eine trapezlörmige scharfe Spitze ausgezogen, welche mit der des Nebenastes zusammentrifft. Letzterer ist regelmässig sichelförmig und endet mit zwei sehr feinen, nach einwärts gekrümmten Zähnchen. Fundort: Apenninen (Borgotaro-Emilia).« Polydesmus coriaceus Por. Taf. VIII, Fig. 184. 1870. Öfvers. Vetensk. Akad. Förh. Nr. 7, p- 819, Fig. 7. 1889. Polydesmus coriaceus var. borealis Porat Nya Bidrag ete. — Entom. Tidsskr. Stockholm 1889. » rhenanus Nerhoeff Berl. entom. Zeitschr. XXXVI, p. 121, Taf. V, Fig. 1. » coriaceus Verhoeff Diplopoden Rheinpreussens. Rücken dunkelbraun. Bauch und Beine heller. Länge 15—15 mm, Breite 1’4— 16 mm, 454 Carl Graf Attems, Kopf reichlich fein beborstet. Scheitelfurche sehr deutlich. Halsschild schmäler als der Kopf sammt den Backen, querelliptisch, seitlich ganz abgerundet. Zwei Reihen von Höckerchen, zwischen beiden eine tiefe Furche. Die Höckerchen tragen Borsten. Vor diesen borstentragenden Körnchenreihen ist eine Querreihe von Börstchen, die nicht auf Höckerchen stehen. Die Kiele sind schmal, beim Männchen relativ noch schmäler als beim Weibchen; da ausserdem die Beule gross ist, erscheint der Rücken, besonders beim Männchen, gewölbt und rundlich. Körper glänzend. Sculptur der Metazoniten grob. In der ersten Felderreihe sind die vier Felder undeut- lich abgegrenzt, die vier Tuberkeln der zweiten und die sechs der dritten Reihe dagegen sind sehr deutlich, unter einander gleich gross und rundlich. Die Beule ist gross, beim Männchen relativ grösser als beim Weibchen. Eine Theilung derselben in zwei hinter einander liegende Buckel ist bei den mir vorliegenden Männchen und Weibchen nicht zu sehen. Ein deutlicher Fingerwulst vorhanden. Vordereck aller Kiele abgerundet, Hintereck auf der vorderen Körperhälfte ebenfalls, dann wird es etwas zackig, überragt den Hinterrand aber erst vom 17. Segment an, bleibt aber auch auf den hintersten Segmenten relativ kurz und stumpf. Der Seitenrand der Kiele ist schwach convex und zwei- bis dreimal rundlich eingekerbt, eigentlich gezähnt nicht. Diese Kerben, sowie die Tuberkeln der Oberseite tragen alle kurze, stumpfe Börstchen. Ventralplatten tief der Quere nach eingedrückt, reichlich behaart. Von den Copulationsfüssen seines Pol. rhenanus, der synonym ist mit coriaceus, gibt Verhoeff eine deutliche Abbildung und Beschreibung. Der Hauptast endigt »vogelkopfartig«. Der Haarpolster steht an der Basis dieses Endhakens. Der Nebenast ist lang, dünn, stark gebogen, ungefähr in der Mitte mit einem kleinen Nebenzahn versehen; das Ende ist einfach hakig gebogen. (Fig. 184.) Fundort: Deutschland (Cochem und Treis a. d. Mosel, Ahrmündung, Elisenhöhe bei Bingen [Verhoeff)). Azoren (Corvo, Flores, Fayal, Santa Maria, Sao Miguel). Var. borealis Por. Entomol. Tidsskr. Stockholm, 1889, p. 22. »Polydesmo denticulato simillimus, at minor, pedibus copulativis maris (bipartitis) stipite longiore exteriore simpliei (sub apicem non ramifero sed interdum denticulo minimo) apiei simplici; stipite breviore interiore apice simplici, hamato, pulvilloque setigero; angulis posticis carinarum lateralium tantum in segmentis 5—6 ultimis ultra marginem posticum transversum dorsi pro- ductis. Long. corp. 10--15 mm, lat. 15 man. Habitat: Skane, Upsala, Vestergotland, Smaland, Vestenauland.« Polydesmus inconstans Ltz. Taf. IX, Fig. 219. 1884. Bull. soc. amis sei. nat. Rouen, XIX, p. 209, Taf. I, Fig. 3. — Myr. d. 1. Normandie. 1895. Latzel Myr. d. Umgeb. Hamburgs. Latzel’'s Beschreibung lautet: »Polydesmo nano et pilidenti finitimus, pallescens. Scuta dorsalia omnia sculptura bene distineta, tubereulis pilis perbrevibus obsessis, angulis antieis vix rotundatis, posticis modice productis, marginibus lateralibus erassiusculis, crenulatis vel denticulatis, denticulis pilis perbrevibus obsessis. Pedes copulativi maris uncinati, ante uneum uni- dentati, in parte femorali dilatata processu magno, interno, approximato, sub apice etiam hamato pulvillum setigerum gerente, instructi. Long. corp. 9-15 mm. Lat. corp. 1-2—1 8 mm. Patria: Gallia septentrionali occidentalis, occidentalis et centralis (Seine inferieure, Eure, Charente, Environs de Vichy) Eilbeck, Eimsbüttel, Steinwärder, Wandsbeck bei Hamburg. « Auf diese Beschreibung passt ein Polydesmus-Männchen von Eimsbüttel bei Hamburg, nach dem ich obige Beschreibung folgendermassen ergänze: Farbe lichtbraun, wie lichte Exemplare von denticnlatns. Kopf, Beine und Bauch wie gewöhnlich viel plasser. Länge 11 mm, Breite 13 mm. 4 System der Polydesmiden. I. 455 Rücken mässig glänzend, rundlich, da die Kiele recht schmal und dick sind. Die Sceulptur ist deutlich ausgeprägt. In der ersten Felderreihe ist nur die Medianlinie deutlich und jederseits von ihr zwei winzige Knötchen. Von den vier, resp. sechs Feldern der zweiten, resp. dritten Reihe, die alle gut begrenzt sind trägt jedes ein winziges Börstchen. Das Vordereck der Kiele ist abgerundet, der Seitenrand leicht convex und 3—4mal seicht eingekerbt. Der Hinterrand ist ausgeschnitten, so dass das Hintereck stumpfzackig erscheint, doch überragt es selbst auf den hintersten Segmenten nur sehr wenig den Hinterrand der Meta- zoniten. Auf den vordersten Segmenten ist das Hintereck, da hier der Hinterrand nicht ausgeschnitten ist, mehr abgerundet. Die rundliche Beule ist gross, der Fingerwulst dagegen kaum sichtbar, der Rand des Kieles lateral von der Beule, überhaupt nur sehr schmal. Kopf reichlich kurz behaart. Medianfurche deutlich. Antennen relativ kurz. Halsschild etwas breiter als der Kopf ohne Backen, aber viel schmäler als diese. Vorder- und Hinter- ecken abgestumpft, ungefähr in der Mitte der Fläche eine Reihe ganz kleiner und längs des Hinterrandes eine Reihe grösserer Tuberkeln. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, neben den Beinen und an den Rändern spärlich beborstet. Beine des J reichlich behaart, auf der Unterseite der letzten Glieder die gewöhnlichen grossen Warzen. Copulationsfüsse: Basaltheil der Tibia etwas verdünnt, gegenüber der dickeren Theilungsstelle in die zwei Endäste. Der Nebenast ist eine einfache Sichel mit einem winzigen stumpfen Haken vor der Bie- gungsstelle. Der Hauptast ist relativ lang, allmälig sich verjüngend und mit einem Haken endigend, an der Basis dieses Hakens liegt der Haarpolster. (Fig. 219.) Polydesmus hamatus Verh. Taf. IX, Fig. 207. 1997. Zool. Anz. Nr. 527, 528. 2. Farbe graubraun oder erdbraun, glanzlos. Länge d’ 11— 115mm, 2 12:5 mm. Kopf fein behaart. Scheitelfurche deutlich. Antennen schlank. Halsschild merklich schmäler als der Kopf. Seitenränder ziemlich gerade und einander parallel, daher das Hintereck deutlich, wenn auch nicht scharf. Vorder- und Hinterrand relativ schwach gebogen. Sculptur verwischt, drei Reihen Börstchen dagegen deutlich. Verhoeff sagt über die Sculptur des Rückens im Allgemeinen, dass sie »recht deutlich« sei: man sieht allerdings die Tuberkeln der zweiten und dritten Reihe, aber die sie begrenzenden Furchen sind sehr seicht, die Sculptur überhaupt eine sehr flache. In der ersten Felderreihe sind nur die Mittelknötchen sicht- bar, es fehlt selbst die Medianfurche. Die Beule ist gross, hoch, ihre zwei Knötchen deutlich, die Furche die sie in zwei hinter einander liegende Buckel theilt, nur undeutlich. Die Kiele haben etwas abgerundete Vorderecken und convexe, mit 4—5 stumpfen Zähnchen versehene Seitenränder. In der Mitte des Körpers sind diese Zähnchen nur mehr durch sehr seichte Kerben angedeutet, und auch diese verschwinden auf den letzten sieben Segmenten ganz. Hintereck stumpfzackig. Der Seitenrand des soll stärker gezähnt sein. Hinterste Reihe der Rücken- tuberkeln beborstet. Ebenso die Zähnchen des Seitenrandes. Über die Copulationsfüsse des mir unbekannten Männchens sagt Verhoeff: »Copulationsfüsse mit beborstetem Femoralabschnitte. Polster und Samengang deutlich. Sowohl Aussen- (—=Neben-) als Innen- (=Haupt-)ast sind hakenartig umgebogen, der letztere ist viel kürzer als der erstere. Vor dem spitzen Ende des Aussenastes ein zurückstehender kleiner Stachel. In der Mitte der Krümmung befindet sich eine auffallende Einschnürung, welche als Rest der Begrenzung zweier Tarsalia aufzufassen ist. Hart an dieser Stelle steht immer ein grösseres, aussen ein kleineres Zähnchen.« (Fig. 209.) Fundort: Hohe Rinne bei Hermannstadt, 1420 m Höhe, unter Moos, gestürzten morschen Fichten. 456 Carl Graf Attems, Polydesmus troglobius Ltz. Par. VE, Bier 170. 1889. Sopra aleuni myr. cavern, ital. —- Ann. mus. eiv. stor. nat. Genova (2) VII. Körper schlank, ziemlich parallelseitig, weder vorn noch hinten merklich verschmälert, farblos. Rücken glatt und glänzend. Länge 10— 12 mm. Breite 1-3—1'5 mm. Antennen lang, am Ende keulig verdickt. Scheitelfurche deutlich. Kopf gut beborstet. Halsschild schmäler als Kopf sammt Backen. Vorderrand bogig gerundet. Es ist ein kurzes, gerades Seitenstück vorhanden, beim Übergang desselben in den Vorderrand steht ein kleines, mit einer Borste ver- sehenes Zähnchen. Hinterrand in der Mitte fast gerade, seitlich schräg nach vorn ziehend. Übergang vom Hinterrand in den Seitenrand eckig, fast rechtwinkelig. Vordereck der vordersten Kiele ziemlich eckig. Vorderrand der Kiele des 2. und 3. Segmenten schwach convex; auf den folgenden Segmenten wird diese Rundung immer stärker. Der Vorderrand zieht immer mehr von seiner Basis an im Bogen schräg nach rückwärts. Bei der Vereinigung mit dem Seitenrand steht ein kleines Zähnchen. Dieses wird je weiter rückwärts, desto kleiner. Vom 5. Segment an ist das Vorder- eck schon stark abgerundet und nur mehr durch das erwähnte kleine Zähnchen markirt. Seitenrand der Kiele schwach gezähnelt. Hintereck aller Kiele, auch schon des zweiten, zahnartig. Dieser Zahn wird schon vom 6. Segment an lang und spitz. Sculptur der Rückenplatten ziemlich schwach ausgeprägt. Die erste Felderreihe nicht entwickelt, ihre Stelle wird von einer glatten, schwachen Auftreibung ein- genommen. Tuberkeln der 2. und 3. Reihe etwas undeutlich abgegrenzt. Beule relativ sehr klein und nie- drig. Fingerwulst deutlich. Hinterrand der Metazoniten vom dritten an durch die Tuberkeln der hintersten Reihe wie gezähnt. Jeder Tuberkel, auch der zweiten Reihe, trägt ein winziges Börstchen. Copulationsfüsse: Hauptast kurz, breit, neben dem Haarpolster mit einem Zahnfortsatz. Nebenast viel länger, sichelförmig, am Ende zweispitzig, in der Hohlseite nahe dem Ende steht ein Zahn. (Fig. 176.) Vorkommen: Höhle Bossea. Polydesmus fissilobus Brölem. Taf. IX, Fig. 229. 1892. Contrib. a la faune myr. mediterr. II. -- Ann. Soe. Linn. de Lyon, XXXIX, Taf. I, Fig. 2. Sehr klein und zart, blass gelblichweiss, zuweilen mit einer dunklen Längsbinde (durchschimmernder Darm), glänzend, parallelseitig, weder vorn noch hinten verjüngt. Länge d 5 mm, 2 5:5—7 mm. Breite d' 0:7 mm, 2 0:7 —-0'8 mm. Stirn mässig gewölbt, reichlich behaart. Scheitelfurche deutlich. Antennen lang bis sehr lang, keulig verdickt. Die Backen sind bei 0’ und 2 stark aufgetrieben, vielleicht etwas mehr als es bei anderen Arten der Fall ist, der Halsschild daher, obwohl er nicht schmal ist (er ist nur wenig schmäler als der folgende Meta- zonit), doch um ein gutes Stück schmäler als die Backen, seine Form hält die Mitte zwischen einem Halbkreis und einer Ellipse, der Hinterrand ist nämlich nicht gerade, sondern zieht seitlich schräg nach vorwärts. Hinterecken sind daher keine ausgebildet. Vorder- und Seitenrander bilden einen Halbkreis. Sculptur des Halsschildes undeutlich, drei Reihen kleiner, vorwärts gerichteter Borsten, je eine längs des Vorder- und Hinterrandes und in der Mitte. Die Sculptur der Metazoniten zeigt eine kleine aber recht auffallende Verschiedenheit von der der anderen Polydesmus-Arten, mit Ausnahme von asthenestatus Poc., bei dem es ähnlich ist. Während sonst in der 1. und 2. Felderreihe nur je vier Tuberkeln stehen, indem die äusseren denen der 3. Reihe von sechs Tuberkeln entsprechenden Tuberkeln der 1. und 2. Reihe zu der grossen Beule verschmelzen, die zuweilen System der Polydesmiden. T. 457 noch eine Trennung in zwei hinter einander liegende Buckel erkennen lässt, sind hier drei Querreihen von je sechs gleich grossen Tuberkeln vorhanden. Die Tuberkeln der 1. Reihe sind allerdings viel weniger scharf getrennt, als die der zwei anderen Reihen, aber doch deutlich durch ihre Mittelknötchen. Die Tuber- keln der 2. Reihe sind die grössten. Alle tragen kleine glashelle Börstchen. Die Kiele gehören eher zum eckigen Typus, doch ist der Vorderrand derselben ziemlich stark convex, daher erscheint das Vordereck mehr abgerundet. Der Seitenrand ist leicht convex und auf den porentra- genden Segmenten dreimal, auf den anderen zweimal kräftig gezähnt. Der dritte Zahn steht nahe dem Hintereck, welches dadurch in zwei Spitzen gespalten erscheint. Jeder Zahn trägt ein Börstchen. Die Warzen der Unterseite des letzten Beingliedes des Männchens sind recht klein. Das distale Ende des vorletzten Beingliedes der hinteren Paare hat auf der Oberseite eine ganz besonders lange Borste. Copulationsfüsse: Schenkel stark beborstet, eine besonders grosse Borste, die viel länger ist als alle übrigen, reicht bis nahe zum Haarpolster. Gleich am Beginn der Tibia spaltet sich der Copulationsfuss in zwei Arme. Der ungefähr conische Hauptast hat wie gewöhnlich die Samenrinne und am Ende einen Haar- polster. Dieser ist allerdings etwas länger als sonst, doch ist der Arm nicht, wie Brölemann es angibt ringsherumgbehaart. Der Nebenast ist gerade, trägt in der Mitte der concaven Fläche eine Apophyse, ver- breitert sich gegen das Ende zu und endigt in Form eines Papageienschnabels. (Fig. 229.) Vorkommen: Cernobbia am Comosee, Santa Catarina del Sasso, Malnate, Lambrugo, Canonica d’Adda. Sie halten sich nach Brölemann mit Vorliebe am Fusse wilder Erdbeersträucher auf. Polydesmus nanus (C. Koch) Dad. Taf. X, Fig. 232. 21847. Syst. d. Myr., p. 137. ? 1863. Die Myriopoden, II, p. 6, Fig. 130. 1889. Daday Termeszetrajzi füzetek, XII, p. 139, Taf. V, Fig. 21. »Corpore gracili, depresso, antice parum attenuato, subopaco, rufobrunneo vel brunneo; antennis latitudine corporis lon- gioribus; segmento primo reniformi, antice tuberculis setigeris marginalibus 6, tuberculis ceteris evanescentibus; segmentis ceteris tuberculis anterioribus maioribus, mediis postieisque minoribus depressis, angulis anticis posticisque rectis, marginibus lateralibus carinarum distincte denticulatis, denticulis 4—5 setigeris, carinis basin valde inflatis, tubereuli ovali maiore, brunneo-granulato ; pedibus longis, cinereis vel albido-flavescentibus; pedibus copulatoriis in margine interno pulvillo piligero processuque parvo prae- ditis, in apice unidentatis. (Fig. 232.) Long. corp. 8-10 mm. Lat. corp. 1—1'2 mm. Patria: Corfu.« Ohne Daday nahe treten zu wollen, glaube ich doch, dass das, was er unter dem Namen Poly- desmus namus beschrieben hat, gar kein Polydesmus, sondern ein Brachydesmaus ist. Die Cupulationsfüsse erinnern viel eher an einen Brachydesmus wegen ihrer Kürze und Dicke. Und warum es gerade die Koch’sche Beschreibung auf die ihm vorliegenden Thiere bezog, weiss ich nicht. Koch’s Abbildung zeigt allerdings einen Polydesmus (mit 20 Segmenten). Polydesmus herzegowinensis Verh. 1897. Über Diplopoden aus Bosnien, Herzegowina und Dalmatien. — Arch. f. Naturg. 1897, p. 144, Taf. XIII, Fig. 12. »Länge des g' 16-20 mm, 9 17—20 mm. Körper braun, völlig matt. Collum mit spitz vortretenden Hinterecken und dre Reihen deutlicher borstentragender Knötchen, die zweite am wenigsten deutlich. Seitenflügel der Rückenplatten gross und an den Rändern stark 4—5zähnig. Innen sind sie in beiden Geschlechtern (beim 5 nur wenig stärker) aufgetrieben. (Beule durch eine Querfurche getheilt, zwei Knötchen.) Felder der ersten Reihe nicht abgegrenzt, die Knötchen aller drei Reihen sehr deutlich. Kiele 2-5 etwas aufgebogen. Die Vorderränder der Kiele ziehen im leichten Bogen schräg nach hinten. Die Hinterecken treten spitz vor. Die Beborstung ist im Ganzen spärlich. Kräftigere Borsten stehen, ausser dem Collum, nur am Hinterende der sechs bis zehn letzten Segmente. Copulationsfüsse: Nach der Abbildung steht der Haarpolster an der Basis des Hauptastes (= Innenast Verhoeff's); letzterer ist klein und am Ende angeschwollen zweispitzig. Der Nebenast (— Hauptast Verhoeff’s) ist im rechten Winkel umgebogen, der Endtheil, nach dieser Biegung gerade, zugespitzt; vor der Biegungsstelle steht ein dreieckiger Zahn. Fundort: Mostar, Blato, Radobolje Kral (Herzegowina).« Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 58 458 Carl Graf Attems, Polydesmus albidus Dad. 1889. Myr. Regni Hung., p. 67. »Corpore gracile, angusto, albido; capite flavido denseque cerinito, antennis latitudine corporis multo longioribus, subela- vatis, scuto primo dorsale subelliptico, tubereulis indistinctis, setigeris, angulis parum rotundatis modice productis; scutis ceteris dorsalibus sculptura obliterata, tubereulis setigeris perparvis, angulis anterioribus valde obtusis, posticis parum productis, acutis, in marginibus lateralibus parum denticulatis, denticulis setigeris, pedibus albis, longiusculis. Mas ignotus. Longit. 9 mm, latid. O°8 mm. Habitat: Zilah. 1 Exemplar.« Polydesmus brachydesmoides Verh. 1895. Beitr. z. Kenntn. paläarct. Myr. I. — Verhandl. zool.-botan. Ges. XLV, 7. Heft, p. 290. »Körper weiss (in der Mediane schimmert der Darm dunkel durch), glänzend. Halsschild relativ breit, aber doch sichtlich schmäler als der Kopf sammt den Backen, seitlich abgerundet, die Vorderseite ist stärker gebogen als die Hinterseite, letztere in der Mitte rund ausgeschnitten, die Fläche glatt, nur längs des Hinterrandes ein bis zwei Feider angedeutet. Kanten der Kiele sehr schwach 3—4zähnig, so dass sie fast glatt erscheinen. Die vorderen Kiele sind nicht aufgebogen. Sie gehören zum eckigen Typus. Vorder- und Seitenrand der Kiele bilden beinahe einen rechten Winkel mit einander, der nur wenig abgestumpft ist; je weiter nach hinten, umso stumpfer wird das Vordereck. Beborstung schwach, nur an den drei bis vier ersten Segmenten bemerkbar (und hier dünn) und am Hinterrand des 19., 18., 17. und 16. Segmentes. Auf der zweiten Rückenplatte ist die erste Felderreihe völlig erloschen, die zweite kaum angedeutet, nur die dritte gut aus- geprägt. Auf den übrigen Rumpfsegmenten ist die erste Felderreihe auch erloschen. Kleine Knötchen ohne Borsten sind bemerkbar. Die Querfurche zwischen erster und zweiter Reihe ist deutlich. Die zweite Felderreihe ist immer schwach, aber erkennbar, die dritte immer deutlich, aber nie stärker erhoben, Auf den Seitenflügeln bemerkt man einen erhobenen Fingerwulst auf dem 5., 7., 9., 10., 12., i3., 15., 16., 17., 18. und 19. Segment, also denjenigen, welche Wehrdrüsen besitzen... Die Hinterränder der Segmente sind in der Mitte gerade, seitlich (hinter den Flügeln) eingebuchtet, die Ecken treten daher vom 6. Segment an vor. Besonders auf den hinteren Segmenten sind diese Ecken recht spitz ausgezogen. Ventralplatten unbehaart, deutlich der Quere nach eingedrückt. Längseindruck undeutlich. Scheitelfurche tief. Antennen von normaler Länge. Vorkommen: Ruine Castua bei Abbazia, in Gesellschaft von rangifer Ltz. unter Steinen zwischen Pflanzen in Holzmehl und Hobelspänen. 10 pull. von 19 Segmenten, von denen 3 ? in der Gefangenschaft 20 Segmente erhielten. « Nach Verhoeff ist diese Art, trotzdem das Männchen noch unbekannt ist, von so charakteristischer Bildung, dass eine Verwechslung mit anderen Arten ausgeschlossen sein soll. An dem Pull. VII, wel- ches der Autor mir freundlichst sandte, konnte ich allerdings nichts Besonderes bemerken. Pol. albidus Dad. soll dieser Art nahe kommen, doch ist albidus bedeutend kleiner (9 mm lang, OS mm breit) und »capite flavido denseque crinito«, während bei brachydesmoides der Kopf mit dem übrigen Körper gleich- färbig weisslich ist und die Behaarung schwach und dünn. Polydesmus triseriatus Verh. 1893. Berl. entom. Zeitschr. XXXVII, p. 276. — Neue Diplop. a. d. österr. Küstenlande. Die von Verhoeff I. c. gegebene Beschreibung ergänze ich nach einem vom Autor dem Hofmuseum abgetretenen Exemplare: Länge eines Pull. VII 12— 13 mm. Körper auffallend glatt und glänzend. Rücken ziemlich gewölbt. Kiele schmal. Halsschild sehr schmal, ganz gleichmässig querelliptisch, seitlich breit abgerundet, mit zwei Reihen kleiner, borstentragender Körnchen, eine längs des Vorder-, die andere längs des Hinterrandes. Sculptur der Metazoniten sehr scharf ausgeprägt. In der ersten Felderreihe ist die Medianfurche deutlich, und jeder- seits von ihr zwei Mittelknötchen, welche sowie die Mittelknötchen der anderen zwei Reihen winzige Börst- chen tragen. Die vier Tuberkeln der zweiten Reihe, die sechs Tuberkeln der dritten Reihe, die Beule und der Fingerwulst sind sehr scharf definirt. Vorderecken der Kiele 2, 3 und 4 eckig, die folgenden abgerundet. Seitenrand convex und auf den vordersten Segmenten ziemlich deutlich, weiter hinten nur ganz schwach gezähnt, resp. gekerbt. System der Polydesmiden. T. 459 Hinterecken der Kiele 2, 3 und 4 stumpfwinkelig, des fünften rechtwinkelig, dann vom sechsten an immer mehr zahnartig werdend, doch ist dieser Zahn auch auf den hintersten Segmenten nicht lang. Ventralplatten der Quere nach eingedrückt, zerstreut beborstet. Männchen bisher unbekannt. Fundort: Pola, Abbazia (Istrien). | Polydesmus graecus Dad. | Taf. X, Fig. 231. 1879. Myr. extr. mus. nat. Hung.; Termeszetrajzi füzetek XII, p. 139, Taf. V, Fig. 24. »Corpore gracili, angusto, antice valde attenuato, modice nitenti vel subopaco, asperulo, rufo-brunneo, antennis latitudine eorporis multo longioribus, subclavatis; scuto primo dorsali subreniformi, biimpresso seriebusque tribus transversalibus tuber- eulorum setigerorum praedito; scuto secundo angulis acutis scutis vero ceteris angulis anticis subrotundatis posticis vero modice productis marginibus lateralibus carinarum 4—5 denticulatis; tuberculis lateralibus inflatis; pedibus copulatoriis valde arcuatis basin processu longo acuminato armatis, in parte apicali bipartitis, parte interiore cornu parvo, pulvilloque piligero instructo, parte exteriore simplici. (Fig. 231.) Long. corp. 10—12 mm. Lat. corp. 1—1'2 mm. Patria: Morea (Demiobas).« . Polydesmus genuensis Poc. Taf. DX, Fig. 225. 1894. Diplopoda of Liguria. — Ann. mus. civ. stor. nat. Genova (2) XIV, p. 509, Fig. 1. » »Q von mittlerer Grösse und schlank. Halsschild schwach sculpturirt. Der Vorder- und Seitenrand zugerundet, nicht gekielt. Hinterecken abgestumpft. Seulptur der übrigen Rückenschilde schwach, stärker im Hinterende; die Tuberkeln mit kurzen Börstchen. Kiele horizontal, aber klein, nicht ganz in einer Höhe mit der Rückenmitte. Vorderecken abgerundet, Hinterecken spitz und © vorgezogen. Seitenrand sehr undeutlich gezähnt, jede Kerbe mit einem kurzen Haar. &. Platter als das ®, indem die Kiele stärker aufgebogen sind, so dass die Hinterecken der letzten Segmente sich über die Rückenmitte erheben. Copulationsfüsse knieförmig gebogen, das »distale Segment« lang und schlank, die Spitze mit einem winzigen subapicalen Foıtsatz. Das Femoralsegment so lang wie das distale und nahe bei demselben, mit einem kleinen zahnartigen, borstentragenden Fortsatz an der Basis. (Fig. 225.) | Länge bis zu ca. 18 mm. Breite 2 mm. Fundorte: Genua, Busalla.« Die Zeichnung, welche Pocock gibt (vergl. die Copie, Fig. 225), genügt nicht, um diese Art in die Tabelle einzureihen. Polydesmus alticola Verh. A 1894. Beiträge zur Diplopodenfauna der Schweiz. — Berl. entom. Jahrb. XXXIX, p. 286. ä Verhoeff sagt über diese Art: »Am Daubensee (2000 ») unfern des Gemmijoches bei Lenkerbad fand ich unter Steintrümmern zwei unreife Exemplare von | 19 Segmenten und ein reifes ® einer Polydesmus-Art, welche sowohl subinteger Ltz., als helveticus Verh. habituell sehr ähnlich ist. Farbe und Glanz sind ganz wie bei diesen beiden Arten, die Seitenflügelränder kaum merklich gekerbt. Länge des reifen 9 12 mm. Bemerkenswerthe Unterschiede sind folgende: Die erste Felderreihe der Dorsalplatten ist, besonders an den vorderen Segmenten, entschieden deutlicher als bei jenen bei- den Arten. Auch sind auf den Collum zwei rundlich-hexagonale Felder recht deutlich, welche von der Mittelfurche und zwei ein- b gebuchteten Querfurchen gebildet werden, deren eine hinter dem Vorder-, deren andere vor dem Hinterrande steht. Das zugehörige & hat zweifellos abweichende Copulationsfüsse.« Polydesmus distractus Ltz. 1888. Contrib. a la faune de myr. de France, p. 7. — Bull. Soc. hist. nat. Toulouse 1888. { »Gracilis et angustus, Polydesmo edentulo similis terreus (vel piceus) subnitidus. Antennae latitudine corporis longiores, \ tenues, subelavatae. Scuta omnia sculptura manifesta, tubereulis pilis brevibus obsessis, superficie scabrosa, scutorum angulis _ antieis subrectis vel paulo rotundatis, postieis vix vel modice productis, marginibus lateralibus manifeste denticulatis, denticulis piligeris. Pedes sat longi. Mas: Organa copulativa eadem fere forma ac in Polydesmo inconstante. Long. corp. 18—20 mm. Lat. corp. 2 mm. Patria: Gallia (Carcassonne, Dep. Aude).« 98* 460 Carl Graf Attems, Ganz ungenügend sind folgende Beschreibungen: Polydesmus aegyptiacus Pet. Pol. lusitanicus Pet. 1864. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin. p. 537. 1864. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 538. Egypten. Portugal. Pol. clavatipes Stuxb. Pol. tabescens Stuxb. 1876. Öfvers. K. Vet. Ak. Förhandl. 33, No. 2. Stockholm. 1876. Öfvers. K. Vet. Ak. Förhandl. 33, No. 2. Stockholm. Sibirien. Sibirien. Pol. Ehrenbergüi Pet. Pol. testaceus C. Koch. 1864. Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 538. 1897. Syst. d. Myr. Esypten. 1895. Brölem. Myr. racc. in Lombardia. Lombardei. Pol. longicornis Silv. 1894. Boll. soc. Rom. zool. Vol. III. 1895. Brölem. EI. d. Myr. rar. in Lombardia. Careno, Lago di Como. Die unter dem Namen Polydesmus sicnlus von Fanzago in den Atti d. Soc. Ven. Trent. VI, p. 20, 1878 beschriebene Art ist sicher kein Polydesmus. Ebensowenig sind die von Porat aus Kamerun und Kapstadt beschriebenen » Polydesmus«-Arten unserer Gattung angehörig. Die Namen dieser letzteren sind folgende: Pol. laevigatus Por. Pol. integratus Por. 1893. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 18, IV, No. 7, p. 17. 1895. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 20, IV, No. 5, p. 30. Kapstadt. i Kamerun. Pol. claviger Por. Pol. parvulus Por. 1895. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 20, IV, No. 5, p. 31. 1895. Bihang Sv. Ak. Handl. Bd. 20, IV, No. 5, p. 31. Syn. Polydesmus seliger Porat Bihang etc. Bd. 18, IV, 7, p. 19. Kamerun. Kapstadt. Was Porat über die ganze Körpersculptur sagt, und besonders über die Copulationsfüsse, spricht schon ganz entschieden gegen die Zugehörigkeit dieser Arten zu Polydesmus, ganz abgesehen von der geographischen Verbreitung. Über ihre systematische Stellung konnte ich mir aus den Beschreibungen kein rechtes Urtheil bilden. Pocock hat in den Ann. and mag. of nat. hist. 6.ser. XV, p.356 ff., Taf.XI, Fig. 4—7, 1895 vier Arten beschrieben aus China und Japan. Nach der geographischen Verbreitung erscheint auch deren Zugehörig- keit zu Polydesmus recht unglaubwürdig, und leider hat Pocock auch keine Abbildung oder genügend genaue Beschreibung der Copulationsfüsse gegeben, was allein diese Frage, ob wir hier typische Poly- desmus vor uns haben oder nicht, entscheiden könnte. Die sonstige Beschreibung würde allerdings auf Polydesmus passen. Mir selbst lagen zwei Exemplare einer Art aus Japan vor, leider keine erwachsenen Thiere, die ich unbedingt als Polydesmus ansprechen möchte (vergl. weiter unten). Die Frage, ob ausser- halb des palaearktischen Gebietes echte Polydesmus vorkommen, bleibt eine offene. Die Namen der von Pocock beschriebenen Arten sind folgende: Polydesmus compactus Poc 1.c. p. 357, Taf. XI, Fig. 6. — Tsu Shima. » dentiger » » » 808, » XI » 7.— Japan. » Moorei » » »0806, » XL, » 4.— China. » paludicola » » » 807, » XI, » 5.— China. Was ich über oben erwähnte zwei Pulli mittheilen kann, ist Folgendes: Polydesmus ?sp. Aus Baka (Central-Japan) liegen mir zwei Individuen, ein d und ein 2 von je 19 Segmenten vor. Das Männchen hat an Stelle der Copulationsfüsse kleine Knöpfchen, also sind es Pulli der vorletzten Stufe. Sie entsprechen vollkommen im Habitus den Merkmalen der Gattung Polydesmus. System der Polydesmiden. I. 461 Rücken sehr dunkelbraun, glatt und glänzend. Bauch und Beine gelblich. In der ersten Felderreihe nur eine Medianfurche, zweite Reihe aus vier, dritte aus sechs Tuberkeln bestehend. Sculptur nicht grob, eher flach. Eine grosse, ungetheilte Beule und ein Fingerwulst wie bei allen übrigen Polydesmus. Vordereck der Kiele abgerundet. Seitenrand leicht convex, mit 3—4 winzigen Kerben. Hintereck schon vom 2. Segment an zackig, spitzzähnig, überragt den Hinterrand der Metazoniten schon vom 3. Segment an. Halsschild etwas schmäler als der Kopf, glatt. Vorder- und Seitenrand zu einem Bogen verschmolzen. Hinterrand leicht gebogen. Hinterecken stumpf. Kopf, Antennen, Ventralplatten und Analsegment zeigen nichts von allen anderen Polydesmen Abwei- chendes. Brachydesmus Heller. 1857. Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Wien, Bd. XXVI, p. 318. 1854. Latzel Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 127. 1886. Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. Heft 11, p. 40. 1889. Daday Myr. regni Hungariae, p. 70. Körper aus Kopf und 19 Rumpfsegmenten bestehend. In allen übrigen Punkten stimmt diese Gattung ungemein mit Polydesmus überein, so dass es nach dem Habitus allein unmöglich ist, einen Brachydesmus von einem Polydesmus zu unterscheiden. Im All- gemeinen zwar bleiben die Brachydesmus-Arten kleiner und blasser gefärbt als die meisten Polydesmaus, doch gibt es unter letzteren auch Arten, die kleiner sind als manche Brachydesmen, so dass das kein Unterscheidungsmerkmal sein kann. In Bezug auf Körpersculptur etc. verweise ich daher auf das für die Gattung Polydesmus Gesagte, das auch hier gilt. Arten mit abwechselnd hellen und dunklen Kielen wie bei Polydesmus kommen hier nicht vor. Die Zahl der Beinpaare des erwachsenen Thieres ist der geringeren Segmentzahl entsprechend auch kleiner als bei Polydesmus, nämlich 23 beim Männchen und 29 beim Weibchen. Die Copulationsfüsse sind ganz nach demselben Typus gebaut, wie bei Polydesmus, und zeigen die bei diesen beiden Gattungen allein vorkommende Samenblase mit Haarpolster. Bei genauer Kenntniss kann man allerdings den Copulationsfuss eines Brachydesmus von dem eines Polydesmus leicht unterscheiden. Bei Brachydesmus ist er relativ kürzer und gedrungener, und es kommt meines Wissens hier nie vor, dass das Ende in zwei schlanke Äste gespalten ist, von denen der eine, der Hauptast, den Haarpolster trägt, wie das bei Polydesmus meist (aber nicht immer) der Fall ist, sondern der breite Hauptstamm trägt in der Mitte oder nahe dem Ende das Haarpolster und eine Anzahl von Zähnen und Zacken. Bezüglich der Verbreitung ist die eigenthümliche Thatsache zu constatiren, dass eine Art (superus) eine viel grössere Verbreitung hat, als alle anderen Arten zusammen. Superus verbreitet sich über Skan- dinavien, Deutschland, Österreich, Ungarn, Frankreich, Italien, Azoren, Canaren und Tunis, während die allermeisten übrigen Arten in Krain (4 Arten), Bosnien, Herzegowina (10 Arten), Südungarn und Kroatien (8 Arten), Oberitalien (6 Arten) und Dalmatien (5 Arten) leben. Nur je eine Art kennen wir aus dem Küsten- land, Steiermark, Azoren und Portugal. Tabelle zum Bestimmen der Brachydesmus-Arten: ! 1. a. Kiele auffallend stark in die Höhe gebogen, ihre Spitzen die Rückenmitte weit überragend concavus NOV. SP. Deakaelernontzonialsodenhöchstensrleieht aufsebogen » 2. 2 vn. na num nn une nun 2. a. Körper 18—20 mm lang, weiss mit schwarz durchschimmerndem Darm . . . . . .inferus Ltz. b. Körper bedeutend kleiner, wenn annähernd so gross, dann dunkel gefärbt . . » . v2... 1 In diese Tabelle konnten. Br. mitis Berl. und Br. Brölemanni Verh, nicht aufgenommen werden. 462 10. IR 12 14. 15. 17. 18. b. 2. b. Carl Graf Attems, Kiele eckig dadurch, dass ihre Vorderecken rechtwinklig und die Ränder gerade oder nur schwach COnVvex sind Sn u NE Se PR 5 ee Ser En Kiele abgerundet dadurch, dass der Vorderrand im Bogen in den convexen Seitenrand übergeht 20 Sculptur der Metazoniten deutlich ausgeprägt, oft sogar sehr derb . . .. . 2... 2.2.2. ..5 Sculptur der Metazoniten sehr verwischt, die Tuberkeln, wenn überhaupt erkennbar, sehr flach 16. Halsschild mit deutlichen Hinterecken (d. h. Seitenrand und Hinterrand treffen unter einem Win- kel’zusammen)-.t str ne SS Dr Halsschild seitlich ganz abgerundet, ohne Hinterecken . 2 2 m mm ee ER Farbe heller oder dunkler’rothbraun "Se ee N ee Farbe. sehr blass; weiss oder gelblichweiss 2... 200 u ie en Länge 6°8S—8°5 mm. Die erste Tuberkelreihe undeutlich . . . ». 2... .. .carniolensis Verh. Länge 12—16 mm. Alle drei Tuberkelreihen sehr deutlich . ee Br. ©: Rücken glänzend, seine Tuberkeln und die Zähne des Seitenrandes beborstet . . . proximus Ltz. insculptus Poc. ! Rücken matt, Tuberkeln und Seitenrandzähne unbeborstet . . .» 2 2 2.2.2.2... . silvanus Bröl. Copulationsfüsse relativ schlank; am Ende, nach dem Haarpolster nicht in zwei gespalten, son- dern mit einigen kleinen Zähnchen, unterhalb des Haarpolsters ein spitzer Zahn . exiguus Bröl, Copulationsfüsse breit, vor dem Haarpolster kein Zahn, das Ende in zwei grosse Äste gespalten troglobius Dad. Lichter oder dunkler braun gefärbt . A re ER Sehr blass, weiss oder gelblichweiss . . . - ... Be A a RE I SE Copulationsfüsse mit einem nach der convexen Seite der Copulationsfüsse (ei die Copulations- füsse ausgestreckt sind, kopfwärts) zu gekrümmten Haken endigend. Rücken der Männchen auf den vorderen Segmenten etwas hohl, weil die Kiele leicht aufgebogen sind . reversas Bröl. Copulationsfüsse wie gewöhnlich mit der Spitze nach der Hohlseite zu gekrümmt (caudalwärts). Rücken;fläch® 5 . %. u ame a ne en a ee Wenig glänzend, erste Felderreihe gut ausgeprägt . -. . 2 2.2.2.2... . margaritatus Bröl. Sehr glänzend, erste Felderreihe undeutlich oder gar nicht ausgeprägt . -. - » 2.2... ..18 10—12 mm lang, alle Tuberkeln mit winzigen Börstchen. Medianfurche der ersten Felderreihe Kaumsichtbat., u 2 SE ee re ER ESTER 15—17 mm lang. Borsten nur auf den Tuberkeln der hintersten Reihe deulich. Medianfurche der etsten Belderreihe tief Aufn 2 Du a ee ER a FRI Seitenrand der Kiele'stark gezähnelt MN. 2... ne DAEmSUN ER Seitenrand der Kiele schwach und stumpf gezähnelt 2 2 I Se 14 mm lang. Copulationsfüsse breit und gedrungen . . .. . nn. . dolinensis nOv.Spe S.5—I mm lang. Copulationsfüsse, schlank 7... 2 s nu 2 » AR ER Sehr klein (6 mm lang) und dabei doch gut gefärbt, rothbraun . . . . . .frangipanus nov. Sp. 8—12 mm lang, ganz weiss oder höchstens gelblichweiss.. . » -» » » 2. 2 2 2 2 2 0.2.1 Kiele länger als der zugehörige Metazonit, daher schliessen die aufeinanderfolgenden eng an- SINANdER N IT Sn, er ee NE HEUR NS TE Kiele von derselben Länge wie.ihre Metazoniten.. . -» . 2 x ze nn sun nn nee Seitenrand der Kiele auffallend gerade. Seiten des Halsschildes abgerundet. Borsten des Rückens ZUSESPILZE ee nn N ee er TER RIRSEN ET Seitenrand der mittleren und der hinteren Kiele leicht convex. Hinterrand des Halsschildes deut- lich sichtbar. Borsten keulig. u. 02 Se 42 Kein single: Me ae ER 1 Eine Trennung ist nicht möglich. ° Diese Art wurde hier (bei den Arten mit verwischter Sculptur) und oben (bei den Arten mit deutlicher Sculptur) aufgenommen, man im Zweifel sein kann, wie man die Rückensculptur bezeichnen soll, was bei allen anderen Arten nicht der Fall ist, - | | | | - ” System der Polydesmiden. T. 463 Copulationsfüsse sichelförmig, endwärts verjüngt, mit gezähnter Lamelle (vergl. Taf.XI, Fig. 271) superus Ltz. Copulationsfüsse gerade, am Ende etwas verdickt, ohne gezähnte Lamelle (vergl. Taf.X, Fig. 235) bosniensis Verh. Senlpntnsdesikuckens immer. deutlicher, Oftsogar deib . . 2. Me ua ne 2 ee em Dal. Sonilljartane tele MainWalskenis wi a cr Ka Se N 7; netenotesdunkleripraunsgefärbte nn ne DA, Wersstodenlichtgelb 2. 2 u... er N ER NA: Auf der Hohlseite des Copulationsfusses, am Beginne des Tibialtheiles befindet sich ein zackiger NOS EU Eee ee aaa Sublerraneus Heller. Ansdensanmerebenen Stelle.peundet sichikein solcher Vorsprung . » 2 2 run 2 2 02.98. Vor dem Haarpolster steht kein Zahn, das Ende des Copulationsfusses geht in drei ziemlich grosse Zähne aus. Borsten kolbig . . ».». 2 22. .2 2 200... . Amblyotropis nov. Sp. Vor dem Haarpolster stehen zwei Zähne, das Ende des Copulationsfusses nicht in drei gleich Beese Zacken getheilt. (Borsten?) . .. 2 u. 2 num un nenn. ‚ Aungaricus Dad. Die Tuberkeln der vordersten Reihe nicht oder nur sehr undeutlich abgegrenzt . . . »...25. Auch die Tuberkeln der vordersten Reihe besonders bei ? sehr scharf begrenzt . . Chyzeri Dad. Knapp unterhalb des Haarpolsters steht ein kleiner Stachel . . .. . . . polydesmoides Verh Unterhalb des Haarpolsters steht kein Stachel un won, . . dalmaticus Ltz. Sehr klein, 5 mm lang, das Haarpolster sitzt auf einem kleinen Fortsatz, der sich in eine Spitze Be ic een nn rn HOMÜANAS NON::SP Grösser, 9—9°5 mm lang. Der Haarpolster wird nicht von einem wie oben beschriebenen Fort- LEHE OEL UNE O1 re en ame nu. DadayoNVern: Brachydesmus concavus nov. Sp. Taf. XI, Fig. 259, 260. Farbe einfärbig weissgelb. Der ganze Körper sehr glatt und glänzend. Länge ca. 15 mm. (Da alle Exemplare eingerollt sind, ist dieselbe nicht genau messbar.) Breite 2:5 mm. Kopf glatt und glänzend, vorn spärlich beborstet. Scheitel fast nackt. Scheitelfurche tief. Antennen lang, schlank, am Ende keulig verdickt, reichlich beborstet. Halsschild schmäler als der Kopf sammt den Backen. Vorder- und Hinterrand flachbogig. Seitenrand durch die Abrundung der Ecken nicht ganz verschwunden, doch ist die Abrundung stark genug, um ihn undeutlich zu machen. Die Sculptur des Halsschildes, sowie die der Metazoniten wenig ausgeprägt, in der Mitte ein flacher Längseindruck, so dass die Seiten der Fläche flache Buckel bilden, nach hinten mündet der Längseindruck in eine kurze, nahe dem Hinterrand verlaufende Quergrube. Drei Querreihen _ kleiner spitzer Börstchen auf dem Halsschild deutlich. Die Körpergestalt ist bei dieser Art ungemein charakteristisch dadurch, dass die grossen eckigen Seitenkiele so stark aufwärts gebogen sind, wie bei keinem anderen Brachydesmus. (Fig. 260). Ihr Seiten- rand überragt weit die Mitte des Rückens. Dabei sind sie, wie gesagt, sehr eckig, das Vordereck ungefähr rechtwinkelig, das Hintereck der vorderen Segmente ebenso, dann mehr und mehr zackig werdend, der Seitenrand ist zugeschärft, schwach convex und mehrmals seicht und rund eingekerbt. Die Beule ist gross, wohl begrenzt und liegt ganz auf dem schräg aufsteigenden Kiele, was besonders in der Ansicht eines Segmentes von hinten deutlich wird. Die Sculptur des Rückens zwischen den Beulen ist schwach. Die Metazoniten sind durch eine Quer- furche halbirt, die vordere Hälfte ist durch eine scharfe Längsfurche in der Mitte getheilt, die hintere Hälfte, entsprechend der 2 und 3. Felderreihe, ist nur beim Weibchen deutlich in zwei Querreihen von vier, resp. sechs Tuberkeln getheilt, beim Männchen ist die hintere Querreihe sehr undeutlich, die Tuber- keln sehr klein und auch die lateralen Tuberkeln der mittleren Reihe sind schwächer. Die Verwischung 464 Carl Graf Atiems, der Sculptur nimmt in der hinteren Körperhälfte noch zu, auch beim Weibchen, wo auch die hinterste Tuberkelreihe sehr undeutlich ist. Von Borsten sieht man nur auf einzelnen Kerben des Seitenrandes Spuren, sonst ist der Rücken nackt. Ventralplatten tief quer eingedrückt, ziemlich spärlich mit feinen Höckern besetzt. Die Copulationsfüsse sind mit zahlreichen Zacken versehen. Sie sind wie fast immer bei Brachydes- maus kurz und gedrungen. Der basale Femoraltheil ist kugelig abgerundet und beborstet. Die Höhlung für den Beginn der Samenrinne wird jederseits von einer Leiste begrenzt, von denen eine jede am Beginn in einen spitzen Zacken ausgezogen ist (1 und 2 der Fig. 259). Neben dem Haarpolster steht ein basalwärts gekrümmter Haken (3). Das Ende des Copulationsfusses theilt sich in einen grossen starken, am Ende in zwei Spitzen auslaufenden Haken (4) und einen viel längeren, schlanken, zarten Haken (7), zwischen wel- chen beiden noch eine in zwei Zacken (5 und 6) auslaufende Platte ist. (Fig. 259.) Fundort: Grotte »Mährisch Loch« bei Gottschee (Krain). Brachydesmus inferus Ltz. Taf. XI, Fig. 264, 265. 1884. Myr. d. österr.-ung. Mon. I, p. 135. Farbe schmutzigweiss, blass, am Kopf wohl etwas gelblich, der Darm scheint in der Medianlinie schwarz durch. Länge d 21mm, ? 18—20 mm. Breite d 3:7 mm, 2 3—3'3 mm. Die Grösse gegenüber allen anderen mir bekannten Brachydesmus-Arten ist auffallend und lässt diese Art sofort leicht erkennen. Scheitelfurche sehr deutlich. Fühler sehr schwach keulenförmig. Halsschild etwas schmäler als der Kopf sammt den Backen, ungefähr halbkreisförmig, die Seitentheile etwas gehoben und abgerundet, die Hinterecken wenig deutlich. DieFläche mitBuckeln und Börstchen bedeckt. Sculptur der Metazoniten: Die Querfurche zwischen erster und zweiter Felderreihe halbirt die Meta- zoniten gerade. Die mediane Längsfurche der ersten Felderreihe ist tief. Tuberkeln der zweiten und dritten Felderreihe niedrig rund, die zwei äusseren Tuberkeln der zweiten Reihe sind wenig scharf von den Seiten- beulen abgegrenzt, die sechs Tuberkeln der hintersten Reihe sind beim Männchen sehr klein und undeut- lich begrenzt, beim Weibchen sind sie zwar etwas grösser, aber immer noch viel kleiner als die der zweiten Reihe. Beule gross, aufgeblasen. Fingerwulst nur sehr schwach entwickelt, eigentlich so gut wie fehlend. Vorderecken der vordersten Kiele rechtwinkelig, auf den folgenden Segmenten dadurch, dass der Vor- derrand etwas convex ist und schräg nach hinten und aussen zieht, etwas abgestumpft. Im Vordereck steht das erste Zähnchen. Zähnelung des Seitenrandes deutlich, die einzelnen Zähne aber kurz und stumpf, mit je einer Borste versehen. Seitenrand schwach convex. (Fig. 269.) Bei dieser Sculptur ist der Rücken sehr glatt und glänzend. Ventralplatten des 0° kreuzförmig eingedrückt, mit sehr kurzen Härchen, die des ? der Quere nach, nur die hintersten im Kreuz eingedrückt, unbehaart. »Die Beine der Männchen sind viel dicker und länger als die der Weibchen, die fast auffällig dünne, kurze Beine haben. Ausserdem ist die Unterseite der Beine der d' mit Körnern besetzt, welche je eine Spitze tragen und in mehreren Reihen stehen.« Copulationsfüsse kurz und gedrungen. Schenkel kugelig dick, der folgende Theil tief grubig aus- gehöhlt, die Ränder dieser Grube bilden im Anfang je einen spitzen Zacken. Das Ende ist dreizähnig; zwischen lateralem und medianen Zahn zieht ein kurzer gezähnter Kamm zu einem der beiden auf der Innenseite nahe dem Haarpolster stehenden Hörnchen. (Fig. 264 nach Latzel’s Originalexempl.) Fundort: Vodena jama bei Ostarija (Militärgrenze). # Brachydesmus proximus Ltz. Taf. X, Fig. 253. 1887. Revue biolog. du Nord de la France I, p. 405; Contrib. & l’et. de la faune myr. des Acores. i System der Polydesmiden. T. 465 1895. Latzel Beitr. z. Kenntn. d. Fauna von Madeira etc. Hamb. wiss. Anst. 1896. Silvestri: Una escursione in Tunisia. Licht erdbraun oder röthlichbraun. Rücken sehr glatt und glänzend. Länge 11—12 mm. Breite 1’25—1'5 mm. Männchen merklich schlanker als das Weibchen. Parallel- randig. Rücken nur sehr schwach gewölbt. Kopf fein behaart. Halsschild relativ breit, aber schmäler als der Kopf sammt Backen, beinahe queroval, der Hinterrand mehr gerade, die Seiten mit einem kleinen Eckchen. Hinter einer Querfurche stehen längs des Hinterrandes acht kleine Tuberkeln. Sculptur der Metazoniten derb, drei gut ausgebildete Tuberkelreihen, in der ersten Reihe die grössten, in der dritten die kleinsten Tuberkeln. Beule gross, durch eine Querfurche getheilt. Fingerwulst klein, bis zur Mitte der Kiellänge reichend. Mittelknötchen sah ich auf den Tuberkeln keine. Kiele eckig, wenn auch nicht besonders, weil der Seitenrand vorn etwas nach innen zurückweicht, wodurch sich das Vordereck etwas abstumpft. Vordgrrand der Kiele anfangs transversal, dann leicht schräg nach rückwärts. Seitenrand, wie gesagt, etwas convex. mit 3—4 kleinen Zähnchen. Diese Zähnchen tragen so wie die Tuberkeln des Rückens winzige, sehr leicht abbrechende Börstchen. Im Allgemeinen sieht der Körper bei flüchtiger Betrachtung unbeborstet aus. Die vorderen Kiele sind etwas gröber gezähnelt als die mittleren und hinteren. Vordereck und Hinter- eck der 5—6 vordersten Kiele ganz rechtwinklig; dann beginnt das Vordereck durch das geschilderte Zurückweichen des Vorderrandes sich etwas abzustumpfen, und das Hintereck wird zackig und bildet auf den letzten 5—6 Segmenten einen breiten spitzen Zahn. Füsse des Männchens wie immer dicker als die des Weibchens. Copulationsfüsse: Ähneln etwas denen von Br. superus. Sie sind relativ schlank. Sichelförmig gekrümmt. Auf der Hohlseite steht vor dem Haarpolster ein langer, spornartiger Zahn, hinter dem Haar- polster erst ein kräftiger, etwas basalwärts zurückgebogener Zahn, dann folgt noch ein schlanker, spiess- artiger Zahn. Nahe dem Femur steht auf der Hohlseite ein stumpfer Zacken. (Fig 253.) Verbreitung: San Miguel (Azoren), Guilmar, Teneriffa, Orotava (L.), Tunis (Ain Draham, Babouch, Silv.). Brachydesmus insculptus Poc. Taf. X, Fig. 233, 234. 1891. Proc. zool. soc. London 1892, p. 27. »Farbe blassbraun oder ochergelb. Mässig kräftig. Länge 13 mm. Breite 1°6 mm. Halsschild mit sechs kleinen Tuberkeln längs des Vorderrandes und einer Reihe grosser Tuberkeln längs des Hinterrandes. Seulptur der übrigen Metazoniten sehr stark ausgeprägt. Vordereck der Kiele abgestumpft, aber etwas gezähnt im Eck. Hintereck spitz und vorgezogen. Seitenrand der porenlosen Kiele 4-, der porentragenden 5-zähnig (Fig. 234). Beine kurz und kräftig. Copu- lationsfüsse stark und sichelförmig, vor der gekrümmten Spitze schmäler. Vor der Spitze auf den Innen- und Aussenast je ein Fort- satz, auf der Hinterseite sind drei weitere Fortsätze und eine membranöse Ausbreitung. (Fig. 233.) Fundort: Hammam R’irha.« Pocock sagt selbst, dass diese wohl etwas kümmerlich beschriebene Art vielleicht identisch ist mit Br. proximus Ltz. Brachydesmus silvanus Brölem. Taf. X, Fig. 239. 1894. Contrib. & la faune myr. mediterr. III. — Mem. Soc. zool. d. France, p. 445, Taf. XI, Fig. 3; Taf. XII, Fig. 14, 15. 1896. Polydesmus Camerani Silvestri Bull. mus. zool. di Torino, Vol. XI, p. 233. Farbe: Heller oder dunkler gelbbraun, die Kiele zuweilen aufgehellt, die Antennen dunkler, Bauch und erste Beinglieder sehr blass. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT, Bd. 59 466 Carl Graf Attems, Länge 12— 16 mm. Breite 1:8—2'4 mm. Kräftig, parallelseitig, gegen den Kopf zu etwas verschmälert. Scheitelfurche deutlich. Antennen kurz. Halsschild für einen Brachydesmus ziemlich breit, fast so breit wie der Kopf sammt Backen. Vorder- rand bogig. Seitenränder ziemlich gerade und einander parallel. Hinterrand in der Mitte gerade, seitlich schräg nach vorn ziehend. Hinterecken, d. h. der Winkel, den Seitenränder und Hinterrand bilden, deutlich. Die ganze Oberseite ist matt und die Sculptur des Rückens ist sehr derb ausgeprägt, besonders deut- lich sind in allen drei Reihen die Mittelknötchen. Borsten konnte ich auf denselben jedoch nicht bemerken, ebensowenig wie auf den Zähnen des Seitenrandes. Die erste Felderreihe, so breit wie die beiden anderen zusammengenommen, ist nur durch eine Medianfurche in zwei Beulen getheilt. Die Tuberkel der zweiten und dritten Reihe sind fast gleich gross. Die Beule ist gross und flach. Die breiten Kiele sind sehr eckig und horizontal, wenn nicht sogar ein wenig aufwärts gebogen. Vorder- und Hinterrand sind einander parallel, auf den vordersten Segmenten quer zur Längsaxe gerichtet, später etwas schräg nach hinten Der Vorderrand ist, wie Brölemann richtig bemerkt, gerade, nicht, wie es meistens der Fall ist, convex. Ebenso ist der Seitenrand gerade, doch nicht so auffallend, wie beispielsweise bei Dr. parallelus, da doch das Vordereck ein wenig nach innen zurückweicht. Die vorder- sten Kiele haben 4—5 deutliche, wenn auch nicht sehr grosse Zähnchen auf dem Seitenrande; nach hinten zu werden sie allmälig kleiner und schliesslich zu seichten Kerben. Das Hintereck ist zackig, ragt aber nur auf den hintersten Segmenten wesentlich über den Hinterrand der Metazoniten hinaus. Beine lang, beim d auf der Unterseite mit den bekannten Wärzchen. Die Copulationsfüsse sind (nach Brölemann’s Beschreibung) kurz und gedrungen, stark winkelig abgebogen, an der Biegungsstelle verdickt, mit einem (oder 2) starken Zähnen an der Basis auf der Innen- seite, einem langen Dorn vor dem Haarpolster und 3—4 Zähnen oder Dornen an der Spitze. (Fig. 239.) Vorkommen: Malnate, Pavia, Cernusco, Vedano (OÖberitalien), von wo ich Brölemann zwei Exem- plare verdanke. Turin (Silv.). Brachydesmus carniolensis Verh. Taf. X, Fig. 241. 1895. Beitr. z. Kenntn. pal. Myr..I. — Verh. zool.-bot. Ges. Wiss. XLV, p. 287. »Länge 6°5—8°5 mm. Körper graubraun, wenig glänzend, fast matt. Die Kanten der Seitenflügel sind 3—4-zähnig, die Zähne etwas spitz, deutlich. Alle Zähne tragen deutliche Borsten, auch die Knötchen der Felderreihen aller Segmente. Hinterrandborsten sind an allen Segmenten zu sehen. Am Collum sind deutlich drei Reihen von borstentragenden Knötchen ausgebildet, am 2., 3. und 4. Segment ebenso, die Knoten etwas warzenartig erhoben. An den folgenden Segmenten eine tiefe Querfurche zwischen der ersten und zweiten Felderreihe. Die Felder der ersten Reihe sind schwach, aber doch noch unterscheidbar, besonders die borstentragenden Knötchen. Sehr gut ausgeprägt sind die Felder der zweiten und dritten Reihe. Auf den Seitenflügeln sind die im Dreieck stehenden kleinen Knötchen erkennbar und auch die schwach abgesetzten Felder. Die Hinterrandecken fangen schon vom 5. oder 6. Segment an in deutliche Spitzen vorzutreten. Die Copulationsorgane (Fig. 241) sind hier wieder ein wenig schlanker gebaut. Der Femoralabschnitt ist beborstet, entbehrt aber der Stacheln. Eine sehr schwache Einschnürung setzt ihn gegen den in der Mitte nach einwärts gekrümmten Tibialtheil ab. Dieser springt am distalen Ende in einen blattartigen Lappen vor, welcher durch einen schmalen Spalt wieder in zwei Zähne getrennt ist. Der obere breitere Zahn ist an der Spitze leicht ausgebuchtet, der untere, schmälere Zahn etwas gekrümmt. Neben der Basis des Zahnes (7) tritt noch ein spitzer Stachel vor, den man in der Figur durchschimmern sieht. Der Polster ist deutlich in Haare zertheilt. Unter demselben in der Concavität tritt auch noch ein spitzer Stachel vor, an dem sich basalwärts eine sehr fein gezähnelte, membranartige Kante anschliesst. Vorkommen: In den Wäldern am Fusse der Nanos, bei St. Michael, westlich von Adelsberg (Krain) unter Laub.« Verhoeff hält froglobius für einen unterirdischen Abkömmling von carniolensis, der sich durch andere Form der Copulationsfüsse und durch seine Farbe (weiss mit bläulichem Schimmer) unterscheidet. Brachydesmus troglobius Dad. Taf. XI, Fig. 273; 1889. Myr. Regni Hungariae, p. 71, Taf. II, Fig. 17. System der Polydesmiden. T. 467 »Corpore sat gracili, antice magis quam postice attenuato, albido vel Navo-albido, pallidissime coerulescenti; antennis sub- clavatis, fuscescentibus latitudine corporis longioribus; vertice tenuiter sulcato; scuto primo dorsali subreniformi, in margine postico subreeto, angulis postieis acutiusculis, tuberculis distinctis, setigeris; scutis sequentibus antice posticeque rectangulatis, in dentem, postice acutum, setigerum productis, tubereulis setigeris marginis posticis productis, lateribus denticulatis; pedibus longis, albo-coeruleis; pedibus copulatoriis maris bipartitis, crassis, parte superiore geniculata, arcuata apice sinuata, parum bifida, latere exteriore processu parvo, dentiformi, interiore veru processu spiniformi instructa, paıte inferiore in dentem validum termi- nata pulvilloque pilıgero praedita. (Fig. 273.) Long. corp. 8S—I1l mm. Lat. 1’5—1'8 mm. Habitat: Caverna Abaliget (Baranya-Comitat, Ungarn).« Brachydesmus reversus Brölem. Taf. XI, Fig. 275, 276. 1894. Contrib. a la faune myr. mediterr. III. — Soc. zool. de France 1894, p. 447, Taf. XI, Fig. 6—9. 1897. Brach. reversus Verh. Arch. f. Naturg. 1897, p. 142. Farbe nach Bröleman n dunkel rothbraun, auf den Kielen, Antennen und Beinen röther, Bauch heller. Die Exemplare, die ich sah, sind lichter rothbraun. Kiele, Bauch und Beine blasser. Antennen-Keule schwärzlich verdunkelt, mässig glänzend (nicht matt!). Länge 11:5— 125 mm. Breite 1’6—1'S mm. Vorderende sichtlich verschmälert. d. Kopf behaart. Scheitelfurche etc. wie gewöhnlich. Halsschild viel schmäler als der Kopf sammt Backen. Vorderrand mässig gebogen. Seiten abgerundet. Hintereck ganz verschwommen (Brölemann zeichnet es in Fig. 5 viel zu eckig), kurz vor demselben ein stumpfes Zähnchen, nämlich ein überragender Tuberkel. Drei Reihen borstentragender Tuberkeln deutlich. Rücken der vorderen Segmente fast hohl erscheinend, da die Kiele leicht aufwärts gebogen sind. Die Seulptur des Rückens ist zwar sehr deutlich, aber nicht derb, die Kiele gehören zu den eckigen und haben im Kleinen ganz die Form, wie etwa die von Polydesmus illyricus. Alle die Beulenreihen sind deutlich abgegrenzt, die erste hat die grössten, die dritte die kleinsten Tuberkeln. Mittelknötchen sehr deutlich. Borsten auf allen und zwar winzig klein. Wie gesagt, sind alle Tuberkeln flach. Beule deutlich, die sie in zwei zerlegende Querfurche sehr seicht, die zwei Mittelknöt- chen auch hier deutlich. Fingerwulst klein. Kiele eckig. Vorderrand fast geradlinig und transversal. Seitenrand mit drei bis vier seichten Kerben, so dass 4—5 Zähne entstehen, die aber nur sehr kurz sind. Alle tragen winzige zugespitzte Börstchen. Das Hintereck ist auf den vordersten Segmenten abgestumpft, wird dann rechteckig, auf der zweiten Kör- perhälfte zackig, bildet aber erst auf den letzten Segmenten (16.—17.) einen grösseren Zahn. Die Copulationsfüsse haben in der That eine äusserst eigenartige Gestalt, wie Brölemann richtig bemerkt; ich folge seiner Beschreibung, deren Richtigkeit ich, soweit man es an den Copulationsfüssen in situ sehen kann, bestätige. Sie sind an der Basis breit, von der Form einer dreiseitigen Pyramide. Die Innenkante derselben ist stumpf gezähnelt. Auf der Hohlseite des Copulationsfusses (in der gewöhnlichen Lage nach abwärts oder caudalwärts gerichtet) bemerkt man eine glänzende Halbkugel, neben welcher sich der sehr deutliche Haarpolster befindet. Distal von dieser Kugel ist eine kleine Lamelle und mehrere Zähne und daneben ein kleiner Spiess. Das Ende des ganzen Copulationsfusses ist ein grosser, sehr starker, ganz leicht gekrümmter und bei weggestrecktem Copulationsfuss nach dem Kopfende zu gerichteter Zahn. Dass derselbe aber nicht den Ausführungscanal des Samenreservoirs vorstellt, wie Brölemann meint, ist evi- dent. (Fig. 275, 276.) Fundort: Mont Ivan (Bosnien— Herzegowina) (Brölem.), Trebevic, Ivan Planina (Verh.). Brachydesmus margaritatus Brölem. 1894. Mem. soc. zool. de France. Tome VII, p. 443, Taf. XI, Fig. 1, 2. »Schlank, vorn kaum verschmälert, wenig glänzend. Sculptur sehr deutlich. Erd- oder rothbraun, häufig sehr dunkel. Bauch und Beine etwas heller. Länge 10—10°5 mm. Breite 1’25—1'3 mın. Kopf vorn spärlich behaart. Scheitelfurche scharf, Ss Do « 468 Carl Graf. Attems, Halsschild schmäler als Kopf und Backen, seitlich ganz abgerundet. Hinterrand leicht ausgeschnitten. Sculptur grob, längs des Vorderrandes zehn, längs des Hinterrandes acht längliche, borstentragende Tuberkeln, dazwischen eine Reihe von sechs sol- chen Tuberkeln. Seulptur der Metazoniten gleichfalls deutlich, auch die vier Tuberkeln der ersten Reihe gut ausgeprägt. Die Grösse der Tuber- keln nimmt von der ersten zur dritten Reihe ab. Die Querfurche zwischen erster und zweiter Reihe ist tiefer als gewöhnlich, und theilt auch die Beule. Die Borsten auf den Tuberkeln sind kurz bis sehr kurz, zuweilen abgestossen. Kiele eckig, die des 2.—4. Segmentes wenig nach vorn gerichtet, mit scharfem Vordereck und rechtwinkligem Hintereck. Auf den hinteren Segmenten rundet sich das Vordereck ein wenig ab, wird jedoch nie ganz stumpf, weil es vom ersten Seiten- randzähnchen eingenommen wird. Hintereck der vorderen Kiele rechtwinklig, dann je weiter nach hinten, desto deutlicher zahn- artig. Seitenrand convex, vorn stark gezähnelt; caudalwärts wird diese Zähnelung schwächer. Beine des Männchens verdickt, sonst ohne Besonderheiten. Die Copulationsfüsse unterscheiden sich nicht wesentlich von denen des Brach. silvanus Br., nur haben sie weniger Dornen am Ende. Fundort: Meldola (Romagna). Sicher nahe verwandt mit silvanus, unterscheidet sich von demselben durch Grösse und Schlankheit, deutlichere Seulptur und besonders durch die Form des Halsschildes.« Brachydesmus Verhoeffi Silv. 1894. Boll. soc. Rom. per gli stud. zool. Vol. III, fasc. V, VI. 1897. Verhoeff Arch. f. Naturg. 1897, Taf. XIII, Fig. 10. (Abbild. des Copulationsfusses.) 2. Lichterdfarben. Rücken glatt und glänzend. Länge 10— 12 mm. Breite 1'6 mm, Körper ziemlich breit für seine Länge. Kopf ohne Besonderheiten. Fühler lang, keulenförmig. Halsschild querelliptisch. Hinterrand nur unmerklich ausgeschnitten, Seiten ganz abgerundet ohne Hinterecken. Fläche mit drei deutlichen borstentragenden Tuberkelreihen. Sculptur der Metazoniten gut ausgeprägt, aber nicht grob. In der ersten Felderreihe ist selbst die Medianfurche kaum sichtbar. Die Tuberkel der 2. und 3. Reihe untereinander ziemlich gleich gross. Die Beule ist deutlich in zwei hintereinanderliegende Buckel getheilt, die den äussersten Tuberkeln der 1. und 2. Reihe entsprechen. Der vordere derselben ist nicht grösser als ein Tuberkel der 2. Reihe. Alle Tuberkeln tragen winzige Börstchen. Die Kiele sind eckig, ein Fingerwulst ist nicht zu sehen Die vordersten 3—4 Riele sind wie gewöhnlich etwas mehr nach vorn gerichtet, mit abgerundeten Ecken und stumpfzähnigen Seitenrändern. Auf allen folgenden Segmenten ist das Vordereck rechtwinklig, der Seitenrand ‚zugeschärft, fast gerade, mit unmerklichen kleinen Kerben, aber nicht eigentlich gezähnelt. Das Vordereck wie gewöhnlich zackig. Der Rücken (des 9!) ist seiner ganzen Länge nach mässig gewölbt. Über die Copulationsfüsse des mir unbekannten d’' sagt Silvestri: „Org. cop. iisdem Brachydesmii Latzelii persimilia sed dente marginali externo longissimo, dentibus in cavitate longioribus.* Habitat: Subiaco, Umbrien. Verhoeff hat I. c. den Copulationsfuss abgebildet, dessen Form ungemein an den von superus erinnert. Brachydesmus Latzelii Silv. 1894. Boll. soc. Rom. per gli stud. zool. Vol. III, fase. V, VI. Gehört zu den grösseren und stärker gefärbten Arten mit grober Sculptur. Farbe ein lichtes Rothbraun. Rücken sehr glatt und glänzend; fast unbeborstet. Länge 15—17 mm. Breite 2 mm. Scheitelfurche deutlich. Kopf sehr fein behaart. Halsschild regelmässig querelliptisch, seitlich ganz abgerundet, schmäler als der breite Kopf sammt Backen. Längs des Vorder- und Hinterrandes je eine Reihe kleiner Tuberkeln, das dazwischen liegende Feld durch eine mediane Furche in zwei grosse Buckel getheilt. Die Sculptur der Metazoniten ist eine ungemein derbe. In der 1. Felderreihe ist die mediane Furche tief, die 2 seitlichen Längsfurchen dagegen nur angedeutet. Die 4 Tuberkeln der 2. Reihe sind etwas grösser als die 6 der 3. Reihe. Die Beule ist hier durch eine tiefe Querfurche in zwei hintereinanderliegende Buckel System der Polydesmiden. I. 469 getheilt, so dass man ganz deutlich sieht, dass dieselben den äussersten Beulen der 1. und 2. Felderreihe entsprechen. Der Fingerwulst ist dieckwulstig aufgetrieben. Die Tuberkel der 3. Reihe tragen kleine Börstchen. Die Kiele sind nur mässig breit und erscheinen plump wegen der Höhe der Beulen ihrer Oberseite. Die vordersten Segmente bis zum 5. haben abgerundete Ecken, vom 6. Segment an werden die Kiele eckiger, das Vordereck bleibt jedoch immer etwas abgestumpft, das Hintereck ist ein kurzer, breiter, spitzer Zacken. Der Seitenrand ist sehr leicht convex und mit einigen sehr seichten Kerben versehen. Beim einzigen mir vorliegenden 9 ist der Rücken im vorderen Theile rundlich, gewölbt, hinten wird er etwas flacher. Über die Copulationsfüsse sagt Silvestri: »Org. cop. iisdem Brachydesmi proximi Latz. persimilia; pone apicem obtusatum, dente marginali utrimque et in cavitate dentibus duobus approximatis, pulvillum setigerum inter se habentibus instructa. Pedes omnes valde incrassati«. Habitat: Rom, Bracciano, Colle Pezzo, Bevagna. Brachydesmus Attemsii Verh. Taf. X, Fig. 236. 1895. Beitr. z. k. palaearkt. Myr. I. — Verhandl. zool.-bot. Ges. Wien, Bd. NLV, Heft 7, p. 284. Syn. 1895. Brachydesmus hungaricus Verhoeff Zool. Anz. Nr. 476. Graugelblich bis grauweisslich, glänzend. Länge 10—11 mm. Breite d' Körpermitte 1:5 mm. Prozonit 0'9 mm. Halsschild mit wenig deutlichen, abgerundeten Hinterecken. Die Sculptur des Halsschildes sowie aller übrigen Metazoniten ist gut ausgeprägt, man sieht auch in der ersten Felderreihe eine, wenn auch schwächere Abtheilung in Felder. Beule ziemlich ausgedehnt, aber flach; von einem Fingerwulst ist nichts zu sehen. Die Kiele gehören zu den eckigen, mit stark gezähntem Seitenrand. Der Vorderrand der Kiele ist etwas convex; dadurch erscheint das Vordereck, obwohl es vom ersten kleinen Zähnchen des Seitenrandes ein- genommen wird, etwas abgerundet. Hinterecken spitz zahnartig, nur auf den vordersten 3—4 Segmenten ist das Hintereck nicht nach hinten ausgezogen. Die porentragenden Kiele haben 5, die porenlosen 4 Zähn- chen des Seitenrandes. Die Tuberkel der Metazoniten und die Zähnchen des Seitenrandes tragen je ein winziges zugespitztes Börstchen. Ventralplatten kreuzförmig eingedrückt, stärker der Quere nach und fein behaart. Die Schilderung der Copulationsfüsse gebe ich nach Verhoeff (Fig. 236). „Sie sind von gedrungener Gestalt, der reich beborstete Femoraltheil ist deutlich gegen die Hüfte abgesetzt, an letzterer findet sich ein kräftiges krummes Hörnchen. An der Innenseite des Femoralabschnittes nehmen die Borsten distal- wärts eine mehr stachelartige Form an. Es folgt dann eine leichte Einschnürung, welche als Grenze zwischen Femoral- und Tibialtheil angesehen werden muss, ohne dass jedoch eine wirkliche Demarcations- furche vorhanden wäre. Der Tibialtheil ist länglich-oval. Der Haarpolster ist klein. Die einzelnen Haare sind äusserst fein. Um den Polster stehen 4 kleine Zähnchen, unter denen 'eines kräftiger ist. Am Ende des Copulationsfusses finden sich zwei grosse Hacken. Der eine ist gerade, breit und dreieckig, der andere gebogen, schmal und lang, krallenartig. Samenblase, Samengang und die Grube im Femoraltheil sind deut- lich ausgebildet“. Vorkommen: Laibach (Tivoliwälder, unter Laub an feuchter Waldstelle und auf Kräutern). Brachydesmus bosniensis Verh. Taf. X, Fig. 235. 1895. Beitr. z. k. palaearkt. Myr. I. — Verhandl. zool.-botan. Ges. Bd. XLV, Heft 7, p. 286. »Länge 8°5—9 mn. Körper grauweiss, ziemlich glänzend, fast überall gleich breit, aus Kopf und 19 Segmenten bestehend. 470 Carl Graf Attems, Die Kanten der Seitenflügel sind 3—4zähnig, die Zähne schwach und stumpf. Die Beborstung der Segmente ist schwach und nur am Hinterrande der letzten Segmente deutlich wahrzunehmen, aber auch hier kurz; kräftiger am Collum und den Seiten des 2., 3. und 4. Segmentes. Zwischen der ersten und zweiten Felderreihe eine tiefe Querfurche. Die Felder der ersten Reihe sind ver- wischt, die der zweiten und dritten deutlich. Am Collum ist die erste und zweite Felderreihe unterdrückt, die dritte ist nur in der Mitte ausgebildet. Spitz vortretende Ecken der Hinterränder findet man nur am 17., 16. und 15. Segment, an den mittleren (9.— 14.) sind sie nur mehr andeutungsweise vorhanden. Die Hinterränder der Segmente sind daher auffallend gerade, an den Seitenflügeln sind beim Q deutlich zwei neben einander liegende Felder abgesetzt, beim 5’ ist nur das innere deutlich ausgebildet und etwas blasig aufgetrieben. Die Copulationsorgane (Fig. 235) zeichnen sich durch schlanken Bau gegenüber denen der meisten anderen Brachydesmen aus. Der rundliche Femoraltheil ist beborstet, besitzt aber keine Stacheln. An der Mitte der Innenseite des Tibialtheiles springt ein kräftiger dreieckiger und spitzer Zahn vor. Das Ende des Fusses ist etwas keulenartig verdickt, und finden sich daselbst nach innen zu auch wieder die zwei Fortsätze, welche um etwa ebensoviel kleiner sind als die entsprechenden der beiden Arten Altemsi und polydesmoides, wie der Tibialtheil hier länger ist als bei jenen. Der kleinere Zahn ist stachelförmig, der grössere verbreitert und am Ende leicht ausgebuchtet. Unter ihnen findet sich ein rudimentärer Polster. Samenblase, Samengang und Grube sind vor- handen. Das Hüfthörnchen ist stark hakenförmig gekrümmt, nach der Biegung bedeutend verdünnt und am Ende in ein winziges Spitzehen ausgezogen. Vorkommen: An der MoScanika (Bosnien), 1 g', 1 9), Sarajevo, Jablanica.« Zu dieser Beschreibung erwähne ich Folgendes als Ergänzung: Von den drei Exemplaren, die Verhoeff an das Hofmuseum einsandte, sind zwei gelblichweiss, das dritte rothbraun. Der Körper ist sehr schlank, die Kiele schmal und eckig. Vorderrand der Kiele geradlinig, anfangs transversal, auf den hinteren Kielen etwas nach hinten schräg. Seitenrand fast gerade, nur die vor- dere Hälfte weicht etwas nach innen zurück. Drei bis vier seichte Kerben erzeugen 4—5 Zähnchen, welche jedes ein kleines spitzes Börstchen tragen. Die Zähnelung der vorderen Kiele ist unbedeutend gröber als die der hinteren. Das Vordereck ist überall winklig, das Hintereck anfangs auch rechtwinklig, dann ein wenig zackig, auf den letzten Segmenten erst zahnartig. Die Sculptur ist sehr flach, die erste Felderreihe ist nicht ganz deutlich, die zwei hinteren dagegen voll- kommen. Die Beule ist gross und hoch. Der ganze Rücken glänzend. Halsschild ziemlich breit (relativ), regelmässig, querelliptisch und seitlich abgerundet, hinten hoch gesäumt. Die 3 Borstenreihen sehr deutlich- Brachydesmus dolinensis ! nov. Sp. Taf. XI, Fig. 272. Farbe weiss mit einem leichten Stich in das gelbliche, glatt und glänzend. Länge 14 mm, Breite 1:5 mm. Kopf reichlich beborstet, Antennen gegen das Ende zu etwas keulig verdickt. Halsschild schmal, viel schmäler als der Kopf und als der zweite Rückenschild, querelliptisch, höckerig, dabei aber glänzend, mit den gewöhnlichen Borstenreihen. Der Rücken ist gewölbt, die Kiele gar nicht aufgebogen. Die Prozoniten sind fein chagrinirt, die Metazoniten sowohl oben als unten glatt und glänzend. Rücken mit drei Felderreihen, welche alle spitze Borsten tragen. Die Grösse der Tuberkeln nimmt von der 1. zur 3. Reihe allmälig ab. Die Beule ist deutlich. Die Kiele sind nicht breit, eckig mit schwach gezähntem Seitenrand. Nur die vordersten Kiele (2—4) haben 3—4 stärkere Zähne, die Zähne der übrigen Kiele sind sehr klein. Alle tragen dünne, zugespitzte Borsten. Das Vordereck der vordersten Kiele ist rechteckig; auf den hinteren Segmenten wird es dadurch, dass der Vorderrand etwas convex ist, mehr abgerundet. Hintereck vorn rechteckig, hinten in einen Zahn ausgezogen. Der Seitenrand der Kiele ist fast ganz gerade. Die Pleuren des Copulationsringes springen auch hier nach hinten vor und bedecken die Basen der Copulationsfüsse nach aussen. Die Copulationsfüsse sind ziemlich gerade. Von der Basis an gerechnet kommt erst ein stumpfer Höcker, dann ein schlanker Spiess, dann der den Haarpolster tragende Fortsatz. dann ein spitzer Zahn, dann ein hakig gekrümmter Zahn und dann ein kurzer spitzer Zacken (Fig. 172). Fundort: Istrien: Lippizaner Wald, Basovizza, Gabrovizza, Podgorje; St, Florian bei Görz, } Nach den Dolinen, in denen man ihn (und Verwandte) meistens findet, u ee u Fe az a an 22 System der Polydesmiden. T. 471 Brachydesmus exiguus Brölem. Taf. XI, Fig. 274. 1894. Contr. ä& 1. f. myr. medit. III. — Mem. soe. zool. de France, 1894, p. 441, Taf. XII, Fig. 11— 13. Farbe gelblichweiss, das Vorderende etwas ins Röthliche spielend, gehört jedoch zu den sehr blassen Arten. Sehr klein und zierlich. Länge 8—9 mm. Breite 0:5—0'9 mm. Kopf wie gewöhnlich behaart und mit Scheitelfurche. Halsschild viel schmäler als die Backen. Vorder- und Seitenränder einen grossen Bogen bildend, Hinter- rand in der Mitte ausgeschnitten. Hinterecken deutlich, wenn auch nicht gerade spitz. Fläche undeutlich seulpturirt, was wohl zum Theil von der geringen Grösse kommt, mit drei Borstenreihen. Aus dem gleichen Grund, Kleinheit, ist auch die Sculptur der Metazoniten etwas undeutlich zu sehen; ausserdem ist sie sehr flach. Dagegen sind überall die drei Reihen von keuligen Börstchen deutlich, ebenso wie auf den Zähnen des Hinterrandes, der Rücken macht sogar einen relativ stark behaarten Eindruck. Beule recht deutlich. Die Kiele gehören zu den eckigen (wenigstens mässig eckigen). Sie sind horizontal, der Rücken ziem- lich gewölbt. Das Vordereck des zweiten Segmentes ist rechtwinklig, vom dritten Segment an schon etwas stumpf- winklig, da der Vorderrand nicht ganz transversal ist, sondern etwas schräg nach hinten zieht, er bleibt aber geradlinig, so wie das Eck selbst, das vom ersten Zähnchen des Seitenrandes eingenommen wird, win- kelig. Das Hintereck ist auf den Segmenten 2--5 stumpfwinklig, auf Segment 6 und 7 ganz rechtwinklig, vom 8. Segment an fängt der Hinterrand an etwas schräg nach hinten und aussen zu ziehen, das Hintereck ist aber erst auf den letzten Segmenten 15 oder 16—18 breit und spitzzähnig. Der Seitenrand der vordersten Segmente ist gerade, derjenige der mittleren und hinteren sehr leicht convex, die vordersten haben in der ersten Hälfte des Seitenrandes 2 kleine Zähnchen, von der Körpermitte an sind jedoch nur mehr 2-3 sehr seichte runde Kerben im Seitenrande, die lediglich durch die darin sitzenden kolbigen Börstchen deutlich werden. Von den Copulationsfüssen, die ich selbst nicht untersuchen konnte, sagt Brölemann, dass sie sehr denen von superus ähneln; sie sind bernsteingelb, sichelförmig gebogen, schmal, entbehren des grossen dreieckigen Zahnes an der inneren Basis der Krümmung. Auch die anderen Zähne haben oft eine etwas verschiedene Form. Grösse und Stellung wie dort (Fig. 274). Fundort: Lombardei (Villa Albese, Erba, Carate, Gavirate, Pavia, Codogno). Brachydesmus frangipanus nov. Sp. Taf. XI, Fig. 268. Farbe: Rothbraun. Die Rückenmitte etwas dunkler als die Kielränder und als die Unterseite. Der grösste Theil der Kieloberseite wird von einem länglichrunden Feld von 10— 15 dicht bei einander stehen- den dunkelbraunen runden Flecken, dem Ausdruck der Muskelansätze, eingenommen. Antennen schneeweiss Länge 6 mm. Breite: Halsschild 0:47 mm, Kopf 0:6 mm, 2. Segment 0-61 mm, 10. Segment (Meta- zonit) 0-65 mm, 10. Prozonit 0-43 mm. Länge einer Antenne O°6 mm. Dicke des 5. Gliedes derselben 0:16 mm. Kopf dick und beborstet. Antennen lang, keulenförmig, Halsschild viel schmäler als der Kopf. Vorder- und Hinterrand bilden einen Halbkreis, Hinterrand fast gerade, daher entstehen ziemlich spitze Hinterecken; die eventuelle Felderung des Halsschildes ist wegen der geringen Grösse undeutlich. Rücken mässig gewölbt. Kiele gut entwickelt, nahezu horizontal. Seitenrand auf den vordersten 3 Segmenten mit 3, auf dem folgenden mit 4 kräftigen spitzen Zähnen; auf den hintersten Segmenten können bis zu 5 Zähne vorhanden sein. Jedes Zähnchen trägt eine starke, spitze (nicht wie bei vielen Arten keulig verdickte) Borste. 172 Carl Graf Attems, Die Kiele sind sehr eckig, mit ungefähr rechten Winkeln. Der Vorderrand ist etwas nach vorn convex, das Hintereck ganz schwach ausgezogen, und zwar nach dem Schwanzende zu etwas stärker wie gewöhnlich. Eine Felderung des Rückens ist nur sehr undeutlich ausgeprägt. Endglieder der Beine beborstet. Die Copulationsfüsse sind gedrungen und laufen in einen kräftigen glasigen Haken aus; auf seiner Innenseite steht ein spitzer Zahn, kurz dahinter-ein schlanker Spiess, auf den unmittelbar der Haarpolster folgt; basalwärts kommt noch ein Haken und ein spitzer Zahn. Die Pleuren des Copulationsringes bilden, indem sie sich nach unten ausbiegen, die Aussenbedeckung des Basaltheiles des Copulationsfusses. (Fig. 268.) Fundort: Tersato bei Fiume (J'). (Der Name wurde nach dem Fundort, am Fusse des Frangipanischlosses, gewählt.) Brachydesmus parallelus nov. Sp. Taf. XI, Fig. 263. d. Schneeweis, glatt und glänzend. Länge 12 mm. Breite | mm. Die ganze Rückensculptur ist sehr undeutlich, eine deuliche Felderung ist nicht vorhanden, man sieht nur undeutlich abgegrenzte Buckel. Dagegen sind die drei Reihen von Borsten gut ausgeprägt. Die Borsten sind zugespitzt. Der Rücken ist gewölbt rundlich, die Kiele sind sehr schmal, der auffallend gerade Seitenrand erscheint in Folge dessen relativ lang. Die Vorder- und Hinterecken der Kiele sind rechtwinklig, der Seitenrand ist scharf, auf den vorderen Segmenten mit 2—4, wegen der Kleinheit des Objectes nur bei stärkerer Ver- grösserung, dann aber sehr deutlich sichtbaren Zähnchen versehen; auf den rückwärtigen Segmenten sind diese Zähnchen mehr abgeschliffen. Die Hinterecken der Kiele der hinteren Körperhälfte sind zwar spitz, aber nur wenig zahnartig ausgezogen. Halssehild querelliptisch, seine Sculptur, sowie die des Rückens ver- dickt. Kopf reichlich und verhältnismässig lang beborstet. Seine Borsten sind von derselben Länge wie die des Rückens. Antennen dicht beborstet, schwach keulig. Die zwei letzten Beinglieder des d haben auf der Unterseite eine Reihe von Zäpfchen oder stumpfen Zähnchen. Copulationsfüsse: Wie gewöhnlich kurz und gedrungen; nahe der Basis (dem beborsteten Femoraltheil) steht kein Zacken. Auf der Hohlseite stehen erst einige kleine Stiftchen, dann eine fein gezähnelte Lamelle kurz vor dem Haarpolster. Das Ende geht in drei grössere Zähne aus, einen schlanken geraden und zwei etwas gegeneinander gekrümmte (Fig. 263). Fundort: Recsinaschlucht bei Fiume (1 J)). Brachydesmus tomopus nov. Sp. Taf. XI, Fig. 261. Farbe gelblichweiss, der Darm schimmert oft schwarz durch. Länge 9—-10 mm. Breite eines 9 I'1 mm. Rücken glatt und glänzend mit flacher Sculptur. Kiele sehr eckig. Kopf reichlich behaart. Antennen lang, dünn, keulenförmig. Halsschild mässig breit, wenig schmäler als Kopf sammt Backen. Hinterecken deutlich. Hinterrand in der Mitte ausgeschnitten, Vorderrand mit einer Reihe grösserer Borsten. Die Sculptur des Rückens ist sehr verwischt, beim 9 noch mehr als beim /. Die Querfurche zwischen der 1. und 2. Felderreihe halbirt den Metazoniten. Mittelknötchen und Borsten konnte ich keine sehen. Die Tuberkel der 2. und 3. Reihe sind halbwegs deutlich. Beule gross. Die Kiele, die zum sehr eckigen Typus gehören, sind auffallend lang, länger als der zugehörige Rücken- theil des Metazoniten, daher schliessen die hintereinander liegenden eng aneinander. Vorder- und Hinter- System der Polydesmiden. 1. 475 rand, einander parallel, sind auch auf den Segmenten der hinteren Körperhälfte quer zur Längsaxe_ des Körpers gerichtet, nur die drei allerletzten Segmente sind schwach schräg nach hinten. Sie sind gerade. Der Seitenrand ist fast gerade, nur ganz leicht convex und mit 4—5 Zähnchen versehen, die auf den vorderen Segmenten gröber sind als hinten, woselbst sie recht klein werden. Das Hintereck bildet nur auf den letzten Segmenten (16—18) einen deutlichen Zahn, auf den anderen ist er infolge des geschilderten Verlaufes der Ränder äusserst kurz. Borsten sind auf den Zähnen keine. Copulationsfüsse recht charakteristisch gestaltet durch die tiefe Einschnürung zwischen den End- zacken in der Höhe des Haarpolsters. An der Basis finden sich keine scharfen Zacken. Die eine der Leisten, welche die tiefe Höhlung auf der Krümmungsseite des Copulationsfusses, in der die Samenrinne beginnt, begrenzen, macht einen kleinen stumpfen Vorsprung. Bis zum Haarpolster ist der Copulations- fuss gerade, kurz und breit, hier spaltet es sich in zwei Arme. Der eine trägt an seiner Basis den Haar- polster und neben demselben einen spitzen dreieckigen Zahn (a); er endigt hakig mit mehreren (3) Zähnen (b). Der andere Arm (c) verbreitet sich nach seiner eingeschnürten Basis wieder, um sich dann gegen die Spitze zu allmälig zu verjüngen. An der dem ersten Arm zugekehrten Seite trägt er einen kleinen runden Lappen (d) (Fig. 261). Fundort: Ragusa. (Einige Stücke.) Brachydesmus dalmaticus Ltz. Taf. XI, Fig. 255, 256. 1884. Myr. d. österr.-ungar. Mon. II, p. 132. 1897. Brachydesmus dalmaticus Verhoeff Arch. f. Naturg. 1897, p. 141, Taf. XIII, Fig. 7. Farbe hellbraun, ins Röthliche geneigt, glatt und glänzend. Länge 14:5 mm. Breite 1°9 mm. Scheitelfurche deutlich. Fühler lang. Halsschild etwas schmäler als der Kopf, ganz querelliptisch, seitlich vollkommen abgerundet, ohne Spur von Seitenecken, »mit derber Sculptur, indem die zwei Querfurchen ziemlich tief und die Höckerchen der hintersten Reihe sehr deutlich sind«. Rücken glänzend, aber mit derber Sculptur. In der ersten Felderreihe ist die Medianfurche tief, die seit- lichen Furchen kaum merklich. Die Tuberkeln der 2. und 3. Felderreihe sind sehr gut ausgeprägt, nur die lateralen Tuberkeln der 3. Reihe sind viel kleiner als die übrigen und auf den vorderen und mittleren Seg- menten fast gar nicht ausgebildet. Die Beule ist gross, der sogenannte Fingerwulst undeutlich, indem nur das Hintereck etwas verdickt ist, aber es zieht kein eigentlicher Längswulst nach vorn. Vorderecken der Kiele abgerundet die Hinterecken bilden kurze stumpfe Zacken, nur die vorletzten sind spitzer. Seitenrand der Kiele convex, gekerbt, zwischen den Kerben dicke rundliche Knöpfchen, nicht Zähnchen (Fig. 256). Über die Beborstung des Rückens, Scheitels und Halsschildes kann ich nichts Sicheres angeben; das von mit untersuchte Originalexemplar Latzel’s ist haarlos, doch könnten eventuelle Borsten auch im Laufe der Zeit verloren gegangen sein. Ventralplatten tief der Quere nach eingedrückt, unbehaart aber fein granulirt. Beine der Männchen stark verdickt, mit kräftigen und zahlreichen, farblosen, ein kurzes Dörnchen tra- genden Höckerchen auf der Innenseite der Endglieder. Copulationsfüsse gedrungen und verbreitet. »Die Bauchplatte ! tritt auswärts stark warzen- oder kegel- förmig vor und trägt zwei lange Borsten. Die Hüfte ? ist stark nach hinten erweitert und verbreitet. Der übrige Theil ist sehr gedrungen, auf der nach hinten, respective unten gerichteten Breitseite ausgehöhlt, mit einigen Höckerchen in der Hohlfläche und einem Zähnchen am inneren Rande; das Ende ist stark ver- schmälert, und an der Basis dieses verschmälerten Theiles steht ein bernsteingelbes Höckerchen, das ! Bauchplatte (Latzel) — Hüfte. ® Hüfte (Latzel) = Schenkel. Denkschriften der mathem.-natuıw. Cl. LXV1. Pd. 60 474 Carl Graf Attems, durchlocht zu sein scheint. Das ganze Organ ist nur mässig gekrümmt.« (Fig. 255 nach Latzel’s Original- exemplar.) Fundort: Dalmatien (Cattaro). Die Zeichnung des Copulationsfusses ist nach dem Originalexemplar Latzels gemacht, das der Autor mir gütigst geliehen hat. Brachydesmus polydesmoides Verh. 1895. Beitr. z. Kenntn. pal. Myr. I. — Verhandl. zool.-bot. Ges. Wien, Bd. XLV, p. 285, Fig. 2, Farbe graubraun oder rothbraun, glatt und glänzend; wie Verhoeff richtig bemerkt, im Habitus sehr an manche kleine Polydesmen erinnernd. Länge 1i—12 mm. Breite eines 11'’5 mm langen 9 1'’7 mm. Scheitelfurche seicht, Kopf nur ganz zerstreut und sehr kurz behaart, beinahe nackt, glatt und glän- zend, Antennen gegen das Ende zu wenig verdickt. Halsschild querelliptisch, seitlich ganz abgerundet, mit drei Querreihen von Börstchen und drei un- deutlich definirten Beulenreihen. Rücken gewölbt, glatt und glänzend, mit sehr gut ausgeprägter Sculptur und mässig entwickelten Kielen. Die vier Felder der ersten Querreihe sind etwas undeutlicher begrenzt als die gleich grossen der zweiten Reihe; die sechs Felder der dritten Reihe sind etwas kleiner. Beule gross, fingerförmiger Wulst deutlich. Die Kiele sind in dorsoventraler Richtung dick, ihre Oberseite ist horizontal, Vordereck abgerundet, Hintereck in einen Zacken ausgezogen, je weiter caudalwärts desto mehr. Seitenrand zugeschärft, mit 3— + kurzen stumpfen Zähnchen, Diese Zähnchen und die Beulen der Oberseite tragen kurze, schwach keulige Börstchen. Copulationsfüsse: »Am Femoralabschnitt ausser den Borsten auch noch stärkere Stacheln. Tibial- abschnitt von annähernd dreieckig abgerundeter Gestalt. Am Ende zwei starke Haken, ein dickerer, wel- cher kürzer ist, schwach gebogen und mehr proximalwärts, und ein dünnerer, welcher länger ist und stärker gebogen. Zwischen beiden Haken findet sich noch ein blattartiger Zahn, dessen Ende dreieckig vorspringt. Unter dem kürzeren Endhaken steht das von feinen Haaren gebildete, deutliche Polster. Dicht unter dem- selben befindet sich ein kleiner Stachel. Ein etwas grösserer Stachel steht an der inneren Kante des Tibial- abschnittes.« (Verhoeff.) Fundort: Sarajevo und Moscanicathal in Bosnien. (Verhoeff.) Brachydesmus Chyzeri Dad. Taf. XI, Fig. 262, 269. 1889. Myr. regni Hungariae, p. 72, Taf. II, Fig. 15, 16. Farbe dunkelrothbraun, was bekanntlich bei den Brachydesmen seltener ist, meist sind sie weisslich oder lichtgelb. Der ganze Körper einfärbig, Unterseite und Beine kaum heller. Länge 10—12 mm. Breite 1:8—2 mm. Körper sehr glänzend und Sculptur sehr derb. Halsschild querelliptisch, schmal, gewölbt, seitlich ganz abgerundet, ohne Spur von Hinterecken. Kiele relativ schmal, Rücken dadurch gewölbt erscheinend, Vordereck der Kiele abgerundet, Seiten- rand schwach convex und sehr seicht drei- bis viermal eingekerbt, Hintereck zackig wie gewöhnlich, und zwar bis über die Körpermitte überragt das Hintereck den Hinterrand der Metazoniten nicht. Von der Sculptur des Halsschildes ist nur die hinterste Beulenreihe recht deutlich. Auf den Meta- zoniten ist auch die vorderste Beulenreihe sehr gut ausgeprägt, so dass wir also drei wohlentwickelte Tuberkelreihen haben; die Tuberkeln der zwei vorderen, je 4, sind untereinander gleich gross, die 6 der hintersten sind viel kleiner. Die Beule ist gross; von einem deutlichen Fingerwulst kann man wohl nicht sprechen. System der Polydesmiden. 1. 475 Die Copulationsfüsse sind kurz, mässig dick, nahe dem beborsteten Femoraltheil steht kein Zacken. Kurz vor dem Haarpolster steht ein schlanker spitzer Zahn gerade ab (a). Gleich hinter dem Haarpolster stehen zwei Zähne, ein kurzer gedrungener etwas gekrümmter (b) und ein langer schlanker spiessartiger (c) beide etwas basalwärts gerichtet. Das Ende geht in einen grossen, kräftigen, zweitheiligen Haken (d) aus, dessen einer Theil auf dem Rücken ein kleines Nebenzähnchen (e) trägt. (Fig. 262.) Fundort: Recsinaschlucht bei Fiume (Daday). Rann in Untersteiermark, Podgorje und Basovizza in Istrien. (Verf.). Brachydesmus superus Ltz. Taf. XI, Fig. 271. 1884. Die Myriop. d. österr.-ung. Mon. II, p. 130. 1882. Brachydesmus superus Latzel Sprawozd. Kom. fizyogr. XVII, p. 236 (ohne Diagnose). 1885. > » Berlese Acari, Myr. et Scorp. ital. XXIII, No. 6. 1886. » » Haase Zeitschr. f. Entom. Breslau. N. F. 11. Heft, p. 41. 1889. > » Porat Entom. Tidskr. Stockholm; Nya bidrag ete. p. 6. 1889. » » Daday Myr. regni Hungariae, p. 42. 1891. = > » var. mosellanus Verhoeff Berl. entom. Zeitschr. XXXVL p. 125. Letztere Varietät wurde später vom Autor selbst wieder eingezogen. 1894. > » Attems Die Copulationsfüsse d. Polydesmiden, p. 13, Fig. 25, 26. . Die Beschreibung Latzel's ist sehr gut, und ich brauche sie nur in einigen Punkten zu ergänzen. Farbe sehr blass, bräunlichgrau bis grünlichgrau; nach längerem Liegen im Spiritus rostbräunlich; Kopt immer etwas dunkler, ins röthliche geneigt. Beine weisslich. Hintere Segmente zuweilen schwärzlichgrün. Der dunkelgrüne oder schwarze Darminhalt leuchtet oft durch das Integument hindurch. Länge 7:5—9'5 mm. Breite 1—1'I mm. Gestalt sehr schlank. Scheitelfurche deutlich. Fühler relativ lang und dick, am Ende keulig. Halsschild querelliptisch, seitlich ganz abgerundet, Hinterrand kaum ausgeschnitten. Die drei Borsten- reihen sind sehr deutlich. Die Tuberkeln der 1. und 2. Reihe kaum sichtbar, die der hintersten Reihe (ca. 4 an der Zahl), dagegen gut ausgeprägt. Rücken der ganzen Körperlänge nach mässig gewölbt, Kiele schmal. Körper nach vorn etwas verschmälert, nach hinten verbreitert. Oberfläche glatt und glänzend. Seulptur der Metazoniten deutlich, aber nicht derb; in der ersten Felderreihe nur die Medianturche aus- geprägt, Beule niedrig. Alle Tuberkeln tragen relativ grosse Borsten, die zugespitzt sind. (Das lässt Weib- chen dieser Art leicht von jungen Polydesmus denticulatus unterscheiden, mit denen sie eventuell verwech- selt werden können.) Kiele im Allgemeinen eckig. Vorderecken fast rechtwinklig, nur sehr wenig abgestumpft, der Vorder- rand fast transversal zur Längsaxe des Körpers. Hintereck der Kiele 2—5 ungefähr rechtwinklig, vom 6. an zackig; wie Latzel richtig bemerkt, ist der Hintereckszahn leicht nach einwärts gezogen, weil der Seiten- rand etwas convex ist. Der Seitenrand ist sehr fein gezähnelt, mit 3—5 Zähnchen wie gewöhnlich. Dabei ist der Seitenrand nicht etwa verdickt, sondern die Kiele erscheinen trotz ihrer geringen Breite eher zugeschärft. Füsse des Männchens viel dicker als die des Weibchens. Die Copulationsfüsse sind recht schlank, was bekanntlich bei Brachydesmus eine seltene Ausnahme ist. Am beborsteten Schenkel sehen wir neben der tiefen, das Hüfthörnchen aufnehmenden und der Samen- rinne Ursprung gebenden Grube eine zweite, lateral von der ersteren, die von derselben durch eine dünne Chitinlamelle getrennt ist, und parallel mit ihr verläuft. Der Tibialtheil kann mit einem hohlen Blatte ver- glichen werden, in dessen Höhlung die Samenrinne verläuft; der mediale Rand ist gesägt-gezähnt, der late- rale bildet am Beginn zwei stumpf unregelmässige Zacken (die sich besser ausgebildet, aber fast immer nur in der Einzahl bei vielen anderen Brachydesmen vorfinden); vor dem Haarpolster steht ein schlanker spitzer Zahn, hinter dem Haarpolster vier ähnliche Zähne. Das Ende ist zugespitzt, das ganze Organ sichelförmig gebogen (Fig. 271). 60 * 476 Carl Graf Attems, Diese Art zählt zu den wenigen Polydesmiden, die über ein grosses Territorium verbreitet sind. Wir kennen sie von Skandinavien, Deutschland (insbesondere Hamburg, respective Unterelbe, Rheinprovinz, Preussisch Schlesien), Österreich-Ungarn (Niederösterreich, Mähren, Tirol, Steiermark '), Croatien, Ober- und Westungarn, Pest), Italien (Lombardei, Rom), Frankreich (Ferte Milon), Azoren, Orotava, Guilmar, Tene- riffa, Tunis. Der Schluss liegt nahe, dass Br. superus auch in den dazwischen liegenden Gegenden nicht fehlt; wenn man bedenkt, dass ich ihn z.B. bei Graz erst nach mehrjährigem Myriopodensammeln entdeckte, wird dies noch wahrscheinlicher. So ein Fall zeigt, wie sehr man sich hüten muss, das Fehlen einer Art anzunehmen, wenn man sie nicht gleich findet. Brachydesmus subterraneus Heller. Taf. XI, Fig. 258. 1857. Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Wien. Mathem.-naturw. Cl. Bd. XXVI, p. 319. 1864. Polydesmus cavernarum Peters Monatsber. Ak. Wiss. Berlin, 1865, p. 538. 21832. » > Joseph Berl. entom. Zeitschr. XXVI, p. 23. 1882. Brachydesmus subterraneus var. fragilis Joseph ibid. ? 1882. > » Karlinski Sprawozd. Kom. Fiz. XVII, p. 237. 1884. » > Latzel Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 133, Taf. VI, Fig. 68. 1895. » » var. spelaeorum Verhoeff Beitr. z. k. pal. Myr. — Verh. zool.-bot. Ges. Bd.XLV, Heft 7, p. 288, 1897. > » Verhoeff Arch. f. Naturg. 1897, p. 143, Textfig. Farbe: Weiss, blassgelb oder bräunlichgelb, am Kopfe ins Röthliche fallend oder ins Orangegelbe; auch eine schwache Beimischung von Grün lässt sich öfter wahrnehmen und eine dunkle Längslinie am Rücken Länge 10°5— 15 mm. Breite 1— 1'5 mm. Scheitelfurche deutlich, Scheitel nur sehr spärlich beborstet. Antennen lang, am Ende keulig verdickt. Halsschild schmal, bedeutend schmäler als der Kopf, querelliptisch, seitlich ganz abgerundet, mit drei sehr deutlichen Querreihen von Borsten. Rücken glatt und glänzend. Sculptur zwar flach, aber sehr deutlich. In der ersten Reihe ist nur die Medianfurche vorhanden, in der zweiten Reihe vier Tuberkeln, beim d etwas grösser als die der hintersten Reihe, beim $ sind die Tuberkel der 2. und 3. Reihe fast gleich gross. In der 3. Reihe sind nur 4 Tuberkeln deutlich abgegrenzt, nur auf den hintersten Segmenten sind auch die lateralen sichtbar. Beule deutlich, Fingerwulst nicht eigentlich entwickelt, nur das Hintereck ist wulstig verdickt. Die Beborstung des Rückens ist zwar sehr schwach, aber doch vorhanden. Der erste Kiel ist vorn spitzlappig ausgezogen. Die Vorderecken der folgenden sind ganz abgerundet, wie bei Pol. collaris, ebenso ihre Hinterecken. Der Seitenrand ist überall ziemlich stark convex. Vom 7. Segment an wird das Hintereck zahnartig, doch bleibt dieser Zahn ganz kurz, nur das 18. Segment hat einen etwas grösseren Zahn. Der Seitenrand der von mir untersuchten Exemplare war auf allen Segmenten ungezähnt, nur bei stär- kerer Vergrösserung kann man einige unmerkliche Kerben in dem Börstchen sehen. Latzel fand auf den mittleren und hinteren Schildern öfter 3—4 ziemlich deutliche, mit je einem Börstchen besetzte Zähnchen. Beine des Männchens verdickt. Copulationsfüsse: Der basale Schenkeltheil ist wie immer beborstet und hat auf der medialen Seite die tiefe Grube und den Beginn der Samenrinne mit dem hineinragenden Hüfthörnchen. Aber auch auf der late- ralen Seite hat der Schenkel einen tiefen Einschnitt (e Fig. 258); unter demselben springt ein grosser stumpfer Haken vor (m). Der von diesem Haken aufwärts ziehende Rand ist fein gezähnelt. Der ganze * . u . . 2.4 . - . . ” Copulationsfuss ist breit und gedrungen. Neben dem Haarpolster befindet sich ein breiter dreieckiger Zahn (nm). ! Bei Graz entdeckte ich diese Art erst nach Publication meiner »Myriop. Steiermarks«. System der Polydesmiden. 1. 477 Das Ende geht in zwei nur wenig getrennte grössere Haken aus. Der eine davon ist durch einen _ runden Einschnitt in zwei Spitzen getheilt und im Ganzen sehr breit. Der andere ist schlank und spitz (Fig. 258). Vorkommen: Adelsberger Grotte, Vodena Jama bei Ostarija (Banat) (Latzel). Divacca-Grotte, Karluca- Höhle am Zirknitzer See (Verhoeff), Dalmatien (Verhoeff), Höhle bei Livno in Bosnien (Apfelbeck- Verhoeff). . Subspec. spelaeorum Verh. R Taf. XI, Fig. 257. 1895. Verhandl. zool.-botan. Ges. Bd. XLV, p. 289. Verhoeff sagt über diese Subspecies folgendes: »In der Magdalenengrotte bei Adelsberg entdeckte ich in dem schlickigen ganz hinteren Gange, welcher zu dem Olmtümpel führt, auf dem Lehm umherlaufend, ein Brachydesmus-Männchen, das in allem Übrigen vollkommen mit subterraneus übereinstimmt in den Copulationsorganen aber merklich abweicht. Die Copulationsfüsse sind im Ganzen etwas kräftiger als bei der Grundform, der blattartige Endzahn (a) und der Endstachel (d) sind deutlich ausgebildet; auch findet sich die fein gezahnte Kante Z und der Samengang schimmert merklich hindurch. Es fehlen nun aber vollständig die beiden Zähne der Grundform, von denen der eine durch eine Bucht gegen den Lappen a abgesetzt ist, während der andere isolirt steht. Ferner ist der Basallappen d, welcher bei der Grundform stark vortritt und sich in eine Kante bis zum Höcker e fortsetzt, hier nur schwach entwickelt, so dass er kaum merklich vortritt, und ist die Kante undeutlich. Brachydesmus amblyotropis nov. sp. Taf. XI, Fig. 270. Farbe: Weiss mit einem leichten Stich in das Gelbliche, der Darm schimmert in der Medianlinie schwarz durch. Länge 6 mm. Breite des Kopfes 0:63 mm, des 3. Segmentes 0:55 mm, der Körpermitte 0:66 mm, des 10. Proto- _ zoniten 0:44 mm. Grösste Breite der Antennen 0° 16 mm. Kopf breit, dicht mit feinen, kurzen Härchen besetzt. Scheitelfurche sehr deutlich. Antennen keulig ver- dickt, reichlich beborstet. Halsschild schmal. Vorder- und Seitenrand bilden einen Halbkreis; da der Hinterrand ebenfalls gebogen ist, treffen beide in einer Rundung zusammen, so dass ein Hintereck kaum bemerkbar ist. Zweiter Rückenschild rechtwinklig mit abgestumpften Vorder- und Hinterecken, Seitenrand mit zwei kleinen, borstentragenden Höckerchen, die man nicht eigentlich Zähne nennen kann. Rücken gewölbt; Sculptur desselben: drei Querreihen borstentragender Höckerchen sind recht deutlich die je ein kurzes, etwas kolbiges Börstchen tragen. Vorderecken der Kiele stark abgerundet, je weiter nach hinten desto mehr; Hinterecken der vorderen Segmente ebenfalls abgerundet, auf den mittleren Segmenten stumpfwinkelig, nur auf den hintersten eckig, die ganzen Kiele daher sehr rundlich erscheinend. Seitenrand der Kiele mit 3-—5 stumpfen kleinen Zähnchen, die ebensolche kolbige Börstchen tragen wie die Höcker des Seitenrückens. Die Copulationsfüsse sind kurz, gedrungen, gehen am Ende in vier Spitzen aus. Drei davon sind unter- einander gleich lang, eine ist kürzer, von den drei langen sind zwei spitz, die dritte, mittlere von ihnen, ist hakig gekrümmt. Die Samenrinne macht vor der Einmündung in die Samenblase die gewisse, bei Poly- desmus beschriebene Biegung (Fig. 270). Fundort: Belathal bei Vidovec in der Nähe Warasdins (Kroatien). 1 J.. Brachydesmus hungaricus Dad. Taf. X, Fig. 237. 1889. Myr. regni Hungariae, p. 71, Taf. II, Fig. 14. x »Corpore gracili flavescenti, antennis latitudine corporis multo longioribus, clavatis; scuto primo dorsali subelliptico, angulis rotundatis tuberculis deplanatis; scutis sequentibus distincete tuberculatis, tuberculis setigeris, setis perbrevibus apicem versus 478 Carl Graf Attems, roboratis, angulis antieis valde rotundatis, posticis parum productis, marginibus lateralibus dentieulatis, dentieulis setigeris; pedi- bus copulatoriis bipartitis, parte superiore parum longiore in dentem validum exeunte in margine exteriore dente parvo armata, parte inferiore in dentem validum producta, ante pulvillum piligerum bidentata (Fig. 233). 9 ignota. Long. corp. Smm. Lat. corp. I mm. Habitat: Peer (Szilägyer Comitat, Ungarn). Brachydesmus Dadayi Verh. Taf. X, Fig. 238. 1895. Beitr. z. k. pal. Myr. I. — Verhandl. zool.-bot. Gesellsch. Bd. XLV, p. 286. »Länge 9—9°5 mm. Körper grauweisslich, matt, nicht oder nur sehr wenig glänzend. Kanten der Seitenllügel 3 —4zähnig. Die Zähne stumpf und schwach. Die Beborstung ist nur am Collum und den drei fol- genden Segmenten kräftig, auch sind kürzere Börstchen am Hinterrand der hinteren Segmente bemerkbar, sonst überhaupt nicht. Collum ohne alle Felderung, auch vor dem Hinterrande ist kaum eine Spur zu sehen. Die Querfurche zwischen der ersten und zweiten Felderreihe ist auf den vorderen Segmenten, also etwa dem 5.—13., tief, besonders seitwärts, auf den hinteren, dem 14. ete. schwach. Die Felder der ersten Reihe sind ganz verwischt, aber auch die der zweiten und dritten treten nur wenig hervor und auf den Seitenflügeln sind auch keine deutlichen Felder abgegrenzt. Die Hinterecken der Rückenplatten treten nur am 17. Segment etwas vor, am 16. und 15. sind sie schon rudimentär, weiter nach vorne überhaupt nicht vorhanden, so dass die Hinterränder gerade sind. Die Copulationsorgane erinnern mehr an die von Altemsi und polvdesmoides als an die von bosniensis. Der Femoraltheil ist beborstet und weiter distalwärts mit einer grossen Stachelgruppe besetzt. Eine deutliche Abschnürung gegen den Tibialtheil ist nicht vorhanden. Letzterer springt an der Basis innen in eine stumpfe Ecke vor, ist im Übrigen von kurzer, gedrungener Gestalt und trägt am Ende die zwei bekannten Zähne, deren einer noch ein Nebenknötchen besitzt. Ungefähr in der Mitte mündet die von einem kleinen Polster umgebene Samenhöhle. Unter dem Polster stehen zwei kleine Spitzchen, darüber ein stärkerer Stachel. Der Samengang hat nur kurzen Verlauf. Die Grube ist länglich und gross. (Fig. 238.) Vorkommen: Ufer eines Sumpfes bei Promontor, südl. von Budapest (g’).« Verhoeff fügt noch hinzu, dass diese Art schwer von Brach. superus zu unterscheiden ist. Superus glänzt etwas, ist mehr beborstet und hat deutlich ausgeprägte Felder der zweiten und dritten Reihe und mehr hervortretende Hinterecken der letzten Seg- mente, Brachydesmus nemilanus nov. Sp. Taf. XI, Fig. 266, 267. Einfärbig, gelblichweiss. Winzig klein. Länge ca. 5 mm. (Nicht genau messbar weil eingerollt.) ?. Breite des 10. Segmentes: Metazonit 0:7 mm, Prozonit 0-5 mm. Länge » » > > 0:28 mm, » 0:22 mm. Der ganze Kopf (sammt Scheitel) dicht beborstet, die Scheitelfurche deswegen und wegen der- geringen Grösse des Objectes nur undeutlich. Antennen ziemlich gross, das sechste Glied keulig verdickt, das siebente ziemlich lang und wieder all- mälig verjüngt. Halsschild relativ breit, fast ebenso breit wie der Kopf, queroval, seitlich mit einem kleinen Eckchen, das eine Borste trägt. Halsschild und alle Metazoniten mit drei Querreihen weisser, relativ grosser, leicht abbrechender spitzen Börstchen besetzt; ebensolche stehen auf den Zähnchen des Seitenrandes. Der Rücken ist sehr gewölbt und seine Sculptur nur sehr undeutlich ausgeprägt. Jede Borste steht zwar auf einer kleinen Erhebung, doch sind diese Tuberkeln nur sehr schlecht begrenzt. Die Kiele (Fig. 267) sind schmal und herabgebogen, das Vordereck ist abgerundet, der Seitenrand leicht convex mit 3—4 Zahnkerben, das Hintereck stumpfwinkelig, nur das Hintereck des 17. und 18. Seg- mentes bildet einen kurzen Zahn. Die Beine des Männchens sind nur wenig verdickt, gleichmässig beborstet. ohne besondere Bildungen. Copulationsfüsse: Der Hüfttheil ist sehr gross und lang, mit einigen Borsten, der folgende Theil ist kurz und gedrungen. Der unterste Theil des Schenkelabschnittes ist mit dünnen, der distale und seitliche Theil desselben mit dicken stiftförmigen Borsten besetzt. Zwei besonders lange Borsten ragen weit über die anderen hinaus. Das Ende des Organs ist auf der der Ventralfläche zugekehrten (oralen) Seite beulig aufgetrieben und das distale Ende gerade abgeschnitten; auf der aboralen Seite steht ein grosser, drei- System der Polydesmiden. 1. 479 eckiger und basal davon ein schlanker gekrümmter Zahn. Der Haarpolster steht auf einem kurzen, in einen Zahn endigenden Höcker (Fig, 266). Fundort: Nemila. Brachydesmus Broelemanni Verh. 1895. Zool. Anzeiger, Nr. 476, 478. — Aphorismen etc., p. 19. »Länge 10— Il mm. Körper graubraun, etwas glänzend. Die Kanten der Seitenllügel sind deutlich 3—4zähnig. Die Buckel der Felderreihen der Rückenschilder sind im Allgemeinen sehr. deutlich ausgeprägt. In der dritten Reihe unterscheidet man deutlich sechs, in der zweiten Reihe vier Felder. Die Furche zwischen der ersten und zweiten Felderreihe ist sehr tief. Die Buckel der ersten Felderreihe sind auch kräftig, aber die Grenze zwischen den äusseren und inneren Buckeln ist schwach vertieft. Der grosse Buckel der Seitenllügel ist durch eine schwache Querfurche in zwei Buckel abgesetzt. Ein Fingerwulst vor den Hinterecken ist deutlich erhoben. Deutliche Borsten stehen nur am Hinterrande der vier letzten Körperringe und am Vorderrande des Collum. Auf letzterem bemerkt man sechs Felder vor dem Hinterrande. Die Copulationsfüsse ähneln am meisten denen des Brach. silvanıs Bröl. Der Hauptarm ist in der Mitte am dicksten, gegen das Ende allmälig verschmälert und etwas eingekrümmt. Das Ende selbst ist ziemlich stumpf. Gleich über dem beborsteten Femoral- theil springt die Armbasis in eine dreieckige Spitze vor. In der Concavität steht ungefähr in der Mitte der Haarpolster, proximal daneben ein spitzer Zahn, distal daneben ein lappenartiger, stumpfer Zahn, noch weiter hinter diesem ein zweiter, ebenfalls sehr spitzer Zahn. Auf der Mitte der convexen Seite findet sich eine Reihe etwas gebogener, vertiefter Parallelstricheln. Fundort: Coimbra (Portugal). 1 %.« Brachydesmus mitis Berl. Taf. X, Fig. 240. 1891. Acari myr. et scorpioni hucusque in Italia reperta. Fasc. 59, No. 10. »Testaceo terreus, pedibus 5' copulativis latis, laminis 2 runcatis, subaequalibus, parallelis constitutis, ad 8-9 mm long. — Mus. Florentin. ad Lavaiaono. Cavanna coll. Gracilis, terreus, antennae robustae et crassiusculae, corporis latitudinem aequantes. Scutum anticum subovale, seriebus eranulorum 2 transversis contiguis obsoletis. Scuta cetera rectangula, angulis antieis rotundato-obtusis, postieis acutis rostratis, margines laterales dentibus 4 manifestis. Scuta tubereulis manifestissimis, in medio umbilicatis, postice ceurtis, piligeris. &. Pedes copulativi lati, in appendicibus 2 faleiformibus terminati, quarum exterior maior partim apice interiorum prote- gens, apice bimucronata interior curte triangula, apice acuminata, basi pulvillo piligero praedita.« (Fig. 240.) Während des Druckes kam mir eine Arbeit Verhoeff’s: »Über Diplopoden aus Bosnien, Herzegowina und Dalmatien, I. Theil: Polydesmidae« (Arch. f. Naturg. 1897, p. 135 ff., Taf. XIII) zu, in der eine Anzahl neuer Arten beschrieben wird, von denen ich jedoch hier nur die Namen anführen kann: Brachydesmus lapadensis V erh. Brach. lobifer var. unciger V erh. L.c. p. 139, Taf. XIII, Fig. 1. L. c. p. 141, Taf. XIII, Fig. 6. Halbinsel Lapad (Dalmatien), Omblathal, Trebinje (Herze- Steinfelder zwischen Mostar und Buna (Herzegowina). gowina). Brach. glabrimarginalis V erh. L.h. p. 142, Taf. XII, Fig. 7. L. ce. p. 140, Taf. XIII, Fig. 2, 3. Mostar—Blato (Herzegowina). Castelnuovo an der Bocche di Cattaro (Dalmatien). Brach. apfelbeckii Verh. L. c. p. 140, Taf. XIII, Fig. 4. Trebinje (Herzegowina). Brach. lobifer Verh. L. c. p. 141, Taf. XIII, Fig. 5. Ramathal bei Jablanica (Bosnien). Brach. lapidivagus V erh. Brach. herzegowinensis Verh. L.c. p. 143, Taf. XIII, Fig. 8. Jablanica (Bosnien). ar Pseudopolydesmus nov. gen. Während der ganze Habitus täuschend an den eines echten Polydesmus, 2. B. Pol. collaris Koch erinnert, fehlt den Copulationsfüssen das Charakteristische des Polydesmus, nämlich die Samenblase und der Haarpolster. Die Samenrinne mündet in derselben Weise wie bei allen Polydesmiden im weitesten Sinn, mit Ausnahme von Polydesmidae s. str. 480 Carl Graf Attems, Wegen aller sonstigen Merkmale sei auf Polydesmus verwiesen. Heimat: Nordamerika. Pseudopolydesmus canadensis (Newport). Taf. X, Fig. 244. ?1820. Polvdesmus serratus Say Journ. Ac. Sci. Philad. p. 106. 1544. » canadensis Newport Ann. and mag. XII, p. 265. 1847. > Gervais Ins. Apt. IV, p. 106. 1860. » serratus Saussure Mem. Mex. Myr., p. 67. 1864. > » Peters Mon. Ber. Akad. Wiss. Berlin, p. 534. 1867. > canadensis Wood Myr. of North Amer., p. 216. 1872. » . Humb. et Sauss. Miss. seient. Mexique, p. 52. Die Farbe der im Hofmuseum seit Langem im Alkohol aufbewahrten zwei Exemplare ist jetzt ein schmutziges Gelbbraun, jedenfalls aber nicht die ursprüngliche. Länge ca. 22 mm. Breite 3:-5—4 mm. Die Thiere erinnern im Habitus vollkommen an unsere Polydesmus, etwa an Pol. collaris, abgesehen von der Farbe. Die Antennen sind sehr lang und schlank, am Ende gar nicht kolbig verdickt. Scheitelfurche deutlich. Der Kopf ist so wie der ganze Rücken vollkommen unbehaart. Doch könnten eventuell vorhanden gewesene Haare sich im Lauf der Zeit abgestossen haben. Im übrigen ist der Kopf glatt und scheint wie der Rücken glänzend gewesen zu sein. Halsschild gerade so breit wie der Kopf sammt den Backen, beinahe querelliptisch. Hinterrand in der Mitte seicht ausgeschnitten, seitlich breit abgerundet. Die Sculptur besteht aus zwei undeutlich abgegrenzten flachen Buckelreihen. Der Rücken ist ganz schwach gewölbt. Die Kiele sind gerade so wie etwa bei Polydesmus collaris. Das Vordereck überall gleich abgerundet. Der Seitenrand convex und anscheinend ganz ungezähnt, erst bei stär- kerer Vergrösserung sieht man auf den vorderen Segmenten des Männchens drei unmerkliche Zahnkerben. Die Hinterecken sind auf den vorderen Segmenten ebenfalls abgerundet. Hier sogar noch stärker als die Vor- derecken; vom 7. oder 8. Segment an werden sie etwas winkelig, was immer mehr zunimmt, erst auf den letzten Segmenten bilden sie spitze Zähne. Die Sculptur des glatten und glänzenden Rückens ist seicht. In der ersten Felderreihe ist kaum die Medianfurche angedeutet. Deutlich abgegrenzt sind je vier Tuberkeln in der 2. und 3. Reihe. Diese Tuberkeln sind Nach und ungefähr quadratisch. Während bei fast allen Polydesmen in der dritten Reihe sechs Tuberkeln abgegrenzt sind, verschmelzen hier die lateralen Tuberkeln mit der Beule, die aber niedrig und wenig scharf abge- grenzt ist. Sehr deutlich ist der Fingerwulst. Die kleinen Saftlöcher liegen auf einer lateralen Fläche in der hinteren Hälfte des Seitenrandes. Der feine Saum des Vorderrandes der Kiele setzt sich auf der Aussenseite des Fingerwulstes bis zum Hintereck fort. Von den Mittelknötchen der Tuberkeln ist hier nirgends eine Spur. Analsegment ein spitzer kleiner Kegel, dünn beborstet. Analschuppe abgerundet dreieckig, Anal- klappen gewölbt, der schmale Randwulst schwach abgesetzt. Ventralplatten glatt, fein behaart, kreuzförmig eingedrückt, der Längseindruck undeutlicher. Beim Männchen stehen auf der Ventralplatte des sechsten Segmentes zwischen den vorderen Beinen zwei am Ende behaarte, kurze Zäpfchen. Das zweite Glied aller Beine des Männchens ist auf der Oberseite dick beulig aufgetrieben. Die Grösse aieser Beule nimmt caudalwärts stetig ab. s Im übrigen sind die Beine sehr kurz und dicht behaart. Während diese Thiere ihrem ganzen Habitus nach unbedingt Polydesmus wären, kann man sie in Anbetracht ihrer Copulationsfüsse doch nicht mit dieser Gattung vereinigen. Es fehlt ihnen das Haupt- charakteristicum von Polydesmus, die Samenblase und der Haarpolster. EA System der Polydesmiden. 1. 48] Die Hüfte bietet nichts Besonderes, sie ist rundlich und beborstet. Der bewegliche folgende Theil bildet im Ganzen eine schlanke Sichel, deren Basis, der Schenkel, birnförmig angeschwollen ist; auf der Innen- seite steht beim Übergang in den schlanken Theil ein stumpfer Kegel. Die Samenrinne mündet in der Mitte der Krümmung, ohne vorher in eine Samenblasse überzugehen und ohne dass ihre Mündung von einem Haarbüschel umstellt wäre, einfach nach aussen, neben der Mündung steht ein kräftiger kurzer Zahn, nach derselben ein rundlicher weicherer Höcker mit schwächerem Clutin, da wo er aufhört, ein kurzer Zacken. Das Ende des Organes trägt einen Kamm kräftiger glasheller Dornen; nicht ganz in der Mitte dieses Kammes findet sich ein Zacken und das Ende selbst ist leicht hakig (Fig. 244). Ein wenig erinnert die Form des Copulationsfusses somit an unseren Polydesmus edentulus, aber noch mehr an Pol. pectiniger V erh., und das Thier macht überhaupt eher den Eindruck als wenn das Nichtvorhandensein der Samenblase und des Haarpolsters etwas Secundäres wäre, als ob es von echten Polydesmus-Arten abstamme und diesen Theil nur verloren hätte. Im Gegensatz zu Odontopeltis polydesmoides aus Südamerika, der zwar auch im Habi- tus täuschend an gewisse Polydesmus-Arten erinnert, jedoch meiner Ansicht nach sicher nicht von solchen abstammt, eher umgekehrt. Die Zapfen auf der Ventralplatte des sechsten Segmentes stehen sicher mit dem Geschäft der Samenentleerung in Zusammenhang, ersetzten vielleicht den Haarpolster. Fundort: Pennsylvanien (Hofmuseum), Vereinigte Staaten, Südcarolina (Saussure). Saussures Beschreibung 1860 sowie die von Gervais stimmen ganz mit dem mir vorliegenden Exemplare des Hofmuseums überein, nur dass die Antennen nicht gar so kurz sind, wie Saussure angibt, sondern über das dritte Segment hinausragen. Bacillidesmus nov. gen. Körper aus Kopf und 19 Segmenten bestehend, sehr klein. Kiele gut entwickelt, Seitenrand nicht verdickt, aber stark gezähnelt. Saftlöcher ganz seitlich, Meta- zoniten dicht granulirt, mit drei Reihen von Börstchen. Halsschild fast so breit wie die folgenden Segmente, seitlich ebenfalls gezähnelt. Kopf sehr gross. Antennen lang und keulenförmig, das Bündel von Zapfen des sechsten Antennen- gliedes ist in eine tiefe Grube eingesenkt. Analsegment gross, dick cylindrisch, Analschuppe trapezförmig mit zwei Borstenwarzen. Beine des Männchens stark verdickt, besonders die zwei ersten Glieder. Die vier letzten Glieder mit dornigen Höckern besetzt. Copulationsfüsse sichelförmig gekrümmt, am Ende in mehrere Blätter und Spitzen aufgelöst. Heimat: Südöstliches Ungarn. Ich mache Brachydesmus filiformis Latzel, dessen Originalexemplare ich untersuchen konnte, zum Vertreter dieser neuen Gattung, da diese Art absolut nicht in den Rahmen der Brachydesmiden hineinpasst. Die Sculptur der Metazoniten ist ganz anders als bei sämmtlichen Polydesmiden s. str. und auch die Copu- lationsfüsse sind eher nach dem Typus der Strongylosominae gebaut. Ebenfalls fehlt ihnen das Hauptcha- rakteristicum der Copulationsfüsse von Brachydesmus (und Polydesmus) die Samenblase mit Haarpolster. Bacillidesmus filiformis (Ltz.). Taf. V, Fig. 97, 98, 1884. Brachydesmus filiformis Latzel Die Myr. d. österr.-ung. Mon. II, p. 129. »Sehr blass, insbesondere die vorderen und hinteren Segmente, und mit bräunlichen Pünktchen scheckig bespritzt. Ungemein zierlich und schmal, fadenförmig, matt oder nur sehr wenig glänzend. Länge 4—4'8 mm. Breite O5 mm.« Ich maass O'41mm Breite der Metazoniten und 0:25 mm Breite der Prozoniten. Scheitelfurche sehr seicht, manchmal kaum sichtbar, Fühler lang und keulenförmig, indem das sechste Glied stark verdickt ist; dasselbe Glied zeigt an der Spitze eine zahnartige Erweiterung, die einen Hohl- Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. [al 482 Carl Graf Attems, System der Polydesmiden. 1. raum einschliesst, in welchem ein dunkles Körperchen liegt (Sinnesorgan) und ist unter allen das längste Das 1. Glied ist sehr klein, das 2. und 3. nahezu gleich lang, ebenso das 4. und 5. Glied, diese zwei aber kürzer als jene zwei.» h Über das erwähnte Sinnesorgan des sechsten Antennengliedes kann ich, da mir nur die zwei Original- exemplare Latzels zur Untersuchung vorlagen, auch nicht viel mehr sagen. Man sieht am sechsten, stark verdickten Glied den Eingang zu einer tiefen Grube, auf deren Grund ein Bündel schlanker Stäbe steht. An die Basis dieser Grube tritt eine seitliche Erweiterung des grossen Fühlerganglions im sechsten Glied heran. Die im Grunde der Grube stehenden Stäbe dürften den sonst an der Oberfläche stehenden »Zapfen« v. Rath’s entsprechen, und der Unterschied hier nur der sein, dass dieses Zapfenbündel in eine tiefe Grube eingesenkt ist (Fig. 98). Kopf reichlich beborstet, gross und breit, mit den Backen breiter als die folgenden Segmente. Vorder- und Seitenrand des Halsschildes zu einem Bogen verschmolzen, Hinterrand gerade. Seiten ecken spitz zahnartig. Vor diesem Eckzahn stehen zwei kleine Zähnchen, mit den Spitzen der Eckzähne ist der Halsschild fast so breit wie das folgende Segment. Der Hinterrand ist nicht gezähnt. Die Fläche ist fein gekörnt und mit mehreren Borstenreihen versehen. Der Rücken ist gewölbt, so dass die Kiele beiläufig in der Mitte der Seitenhöhe stehen. Die Meta- zoniten sind dicht und fein granulirt und haben drei regelmässige Querreihen weisser Börstchen. Diese Borsten sind relativ lang und kräftig. Der Seitenrand der Kiele ist gezähnelt. Auf den vorderen Segmenten hat der Seitenrand am Vordereck einen kleineren und dahinter drei grössere spitze Zähne. Auf den hinteren Segmenten steht zwischen dem 2. und 3. und zwischen dem 3. und 4. grösseren Zahn noch je ein kleinerer Zahn, so dass der Seitenrand dann sechszähnig ist. Borsten tragen nur die drei grösseren Zähne. Die Tuberkeln, auf welchen die Borsten längs des Hinterrandes der Kiele stehen, springen ebenfalls zahnartig vor, so dass derHinterrand der Kiele gezähnt aussieht. Der dritte grössere Zahn bildet, wie gesagt, das zackig vorspringende Hintereck. Die Saftdrüsen in Gestalt kleiner beulenförmiger Bläschen öffnen sich auf dem Seitenrand und sind dem Hinter- eck ziemlich genähert. Das Analsegment ist relativ gross; es ist bis nahe zur Spitze dick cylindrisch und nur sehr schwach ver- jüngt und spitzt sich erst kurz vor dem Ende zu. Langborstig. Analschuppe trapezförmig. Die Ecken der schmalen Hinterseite in zwei warzige Zipfel ausgezogen, die je eine Borste tragen. »Die Beine sind im Schenkel- und Schienenglied stark verdickt, insbesondere bei Männchen, und zwischen diesen beiden Gliedern eingeschnürt; die vier letzten Glieder der männlichen Beine sind auf der Innenseite mit dornigen Höckern besetzt, die aber erst bei ziemlich starker Vergrösserung wahrnehmbar sind.« Die Copulationsfüsse sind absolut nicht nach dem Typus der Polydesmiden s. str. gebaut. Es fehlt voll- kommen eine Samenblase und ein Haarpolster. Sie sind stark gekrümmt und laufen in mehrere verschieden geformte Blätter und Spitzen aus (Fig. 97). Fundort: Südöstliches Ungarn (Latzel, 2 Exemp!.). Tatel-l. Strongylosoma. si - k a En EP ae m u. ou. La 15. Serge Ssan® BD DD Eon nS Speer nurpmwn » » » » Strongylosoma. Strongylosoma robustum n.sp., C.-F. » » Ende des 1. C.-F. stärker vergrössert. a und b zwei Lappen des Nebenastes. » » 5, ein Bein des dritten Paares, ohne Borsten. mesorphinum n. Sp., C--F. » » Ende des vorigen, stärker vergrössert. Balaviae H. et S., Hinterende von der Ventralseite. » » 1. C.-F. von innen. pulvillatum n. sp., 1. C.-F. von innen. » » r. C.-F. von aussen. Tate: 5 syriacum H. et S., 1. C.-F. von innen. persicum H. et S., (Orig.-Exempl.) 1. C.-F. von innen. patrioticum n. sp., r. C.-F. von innen. » » das Ende des 1. C.-F. a, B,.7, ©—=Lappen des Nebenastes. contorlipes n. Sp., r. C.-F. von innen. drepanephorum n.sp., g', drittes Bein. myrmekurum n. Sp., r. C.-F. von innen ecarinatum n. Sp., r. C.-F. von innen. transverselaeniatum Koch, r. C.-F. von aussen. > » Ende des vorigen von innen. mesoxanthum n. sp., |. C.-F. von innen. parvulum n.sp., C.-F. von innen. eurygaster n. Sp., &, eine Borste von der Unterseite des dritten Gliedes der Füsse. gastrotrichum n. sp., ein Segment aus der Körpermitte, coniferum n. sp-, Hinterende. „ . & I n B s Br Taf.L LithAnstxThBannwarthWien., s. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd. LXVI. . FR REN : System der Polydesmiden. (1). Strongylosoma. a 36. Strongylosoma lenkoranım n.sp., &', 2.—6. Glied des dritten Beines. Farelall Strongylosoma. » » Cr. leviselum n. Sp., C.-F. » » d, Spitze eines hinteren Fusses, N kl = Nebenklaue. arealum n. Sp., C.-F. » » Schenkel der C.-F. von der aboralen Seite. » _ dieselben von der oralen Seite. mesoxanthum n.sp., Hinterende. » » &, Endglieder des achten Beines. physkon n. sp., C.-F. gastrotrichum n. sp., r. C.-F. kordylamythrum n. sp., 1. C.-F. drepanephorum n. sp., r. C.-F. eurygaster n. Sp., r. C.-F. villatum n. Sp., r. C.-F. Bataviae H. et S., 15. Segment. paraguayense Silv., 5, Borsten eines Fusses hinter dem Copulationsringe. » » r. C.-F. > » eine Ventralplatte (V) mit den zwei Kegeln (Kg) zwischen den Beinen des hinteren ° Paares (Bp II). Bp 1 vorderes Beinpaar dieses Segmentes. 1 enkrates n. sp., tr. C.-F. myrmekurum n.Sp., g', Ende eines vorderen Fusses. NK Nebenklaue. concolor n. sp., r. C.-Fuss. iadrense Pregl, 1. C.-F. /F _ Taf... Lith Anst x. ThBannwarthWien. _ Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math-naturw. Classe, Bd.LXVI. ———e2e29 080 ERSTETT = Te = _ C.Graf Attems: System der Polydesmiden. (1) Tarel 11. Strongylosoma. Paradoxosoma. Trachydesmus. Pleonaraius. Oligodesmus. > On © od or oı oı a OL a he ns 1 00 Tafel I. Strongylosoma, Paradoxosoma, Trachydesmus, Pleonaraius, Strongylosoma Kükenthali m., 1. C.-F. signatum m., 1. C.-F. pallipes Ol., 1. C.-F. kalliston n. sp., 1. C.-F. » Vorderende des Körpers. parvulum n.sp., &', ein Bein hinter dem Copulationsringe. mesorphinum n.Sp., &, 3.—6. Glied eines vorderen Beines. > drepanephorum n.sp., &, Ende eines hinteren Beines. Gnerinii Gerv. (Madeira), r. |. C.-F. Endtheil des vorigen, stärker vergrössert. Novarrae H. et S., 1. C.-F. levisetum n. Sp., g', 8. Bein. Holstii Poc., C.-F. (Copie). pallipes OÖ). Trachydesmus Simoni Dad., r. C.-F. Paradoxosoma granulalum Dad., C.-F. (Copie). » » » 7. und 8. Segment. Pleonaraius pachvyskeles n. sp., C. F. von der oralen Seite. dieselben von der aboralen Seite. » » > Ende des Astes mit der Samenrinne. » » &, 2.—6. Glied des 3. Beines. Oligodesmus nitidus n. sp., Ü.-Füsse. d, ein vorderes Bein. » » Kugelborsten vom Endglied des vorigen. Oligodesmus. Taf.Il. LithAnst v.TluBannwarthNien. 3 al Mk, S \ Attems: System der Polydesmiden..(1). elelN\V. Anaulacodesmus. Myrmekıa. Orthomorpha. Mikroporus. Rhachıis. Rhachidomorpha. Tafel IV. Anaulacodesmus, Myrmekia, Orthomorpha, Mikroporus, Rhachis, Rhachidomorpha. Fig. 72. Anaulacodesmus levissimus n. sp., \. C.-F. » 73. Movrmekia karykina n. sp., C.-F. » 74. > > > &, 3. Bein. 75. > » > Kugelborsten vom Endglied eines Beines. » 76. Mikroporns granulalus n. sp., g, ein Fuss vor dem Copulationsringe. al, > » » &, eine Borste vom 5. Glied eines vorderen Beines. » 78. » » > 1. C.-F. » 79. » > > d, 6. Segment. » 80. > » » d', 9. Segment von oben. » 81. Orthomorpha pecuensis Karsch, 1. C.-F. von innen. » 82. » » » Spitze des vorigen von aussen. » 88. » nigricornis Poc., v. C.-F. » 84, » cingulata n. Sp., r. C.-F. » 85. » coarclata Sauss |. C.-F. » 86. » roseipes Poc. 1. C.-F. (Copie). » 87. > longipes m., r. C.-F. von aussen. » 88. » » » 0, ein hinteres Bein. » 89. » gracilis Koch, Kugelborsten von der Unterseite des letzten Gliedes. » 90. » » » Ende des Copulationsfusses. >.g1. » alrorosea Poöc, GR, » 92. > aphanes n. sp., Borste von der Unterseite des letzten Fussgliedes. » 93. Rhachis viridis Sauss., r. |. C.-F. von innen. » 94. > > > Spitze des 1. C.-F. von aussen. » 95. > > > 6. und 7. Segment (Copie). » 96. Rhachidomorpha larasca Sauss., ein Segment. Fe” a Bd A A me a a Ad = Be ‚af Attems: System. der Polydesmiden.(I) Pi - LithAnst vThBannwartbWien e _ Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd. LXVII. neh NV. Bacillidesmus. Sulciferus. Cordyloporus. 97. 98. 99. 100. 101. 102. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. alle 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 120. 121. — ® er EZ: ”-. Tatel\. Bacillidesmus, Sulciferus, Cordyloporus. Bacillidesmus filiformis (Ltz.), C.-F. » » » Ende einer Antenne. Prionopeltis Kelaarti Humb., r. C.-F. von aussen. » > » Ende des vorigen von innen, stärker vergrössert. » tenuipes n. Sp., 1. C.-F. von innen. Anoplodesmus dyscheres n. sp., r. C.-F. von aussen. Prionopeltis Saussurei (Humb.), 5‘, 6. Bein. » » » 1. C.-F. von aussen. Cordyloporus alternatus Pet., C.-F. Anoplodesmus Iuctuosus 1. C.-F. von aussen. Cordyloporus liberiensis Pet., |. C.-F. von aussen. » Mechowi (Karsch), C.-F. » » » 8. Segment. » » » 17. Segment. Prionopeltis flaviventer n. sp., r. C.-F. von innen. Levizonus thaumasius n. sp., 1. C.-F. von innen. Anoplodesmus anthracinus Poc., Analsegment. » > » r.C.-F. von aussen. Prionopeltis xanthotrichus n. sp., 1. C.-F. von aussen. Cordyloporus Aubeyi (Lu e.), r. C.-F. von innen. » » » derselbe von aussen. » » » 14. Segment. » > » 17. Segment. Prionopeltis fasciatus n. sp., 1. C.-F. von aussen. » > » Analsegment. // . a Lith Anst x ThBannwarihWien. u : = chriften d. kais. Akad. d. Wiss. math .naturw. Classe, Bd.LXV\1. E 1 F ToNJCEE Zs P BE NENER RE 2 » 3 v - \ , f 5 Fr ei ME P A Tafel VI. Leptodesmus. Fig. 122. ».108: » 124. 125: > 126. >» 127: » 128. » 129. >» 130. > 131. » 132. » 133. » 134. » 180. » 136. B » 137% » 138. » 139. » 140. » 141. » 142. » 143. » 144. » 145. Tal N Leptodesmus. Leplodesmus centropus n. sp., 1. C.-F. von innen. > » rn. 18. Kiel. tuberculiporus n. sp., 1. C.-F. von innen. Goudoti Gerv., 1. C.-F. von aussen. » » r. 13. Kiel. carinovalus n. sp., r. 10. Kiel. » » 1.C.-F. von innen. > » 1. C.-F. von aussen. parallelus n. sp., 1. C.-F. von aussen. » » r. C.-F. von innen. pulvillatus n. sp., C.-F. » » a 2. Bein. vestitus Koch, r. C -F. inlaminatus Karsch, C.-F. dilatatus Brandt, C.-F. >». » r. 13. Kiel. = validus n. sp., r. C.-F. von innen. » » Metazonit des 13. und Prozonit des 14. Segmentes. codieillus Karsch, C.-F. > u > Analsegment. eyprius Koch, 1. C.-F. von innen. angustalus n. sp., r. C.-F. von innen. Bohlsi n. sp., C.-F. decoraltus r. C.-F. Ber Yu nt C.Graf Attems: System der Polydesmiden (1) Taf.M. a ee 4 > Pr Be j Lith Anst v.TaBannwarthWien. _ Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd.LXYIl. Br er. 07 RE er > n a ii . j en Tafel VI. Leptodesmus. Tubercularıum. Euryurus. Trachelodesmus. Diaphorodesmus. Tafel VI. Odontopeltis mucronalus (Pet.), C.-F. » polydesmoides n. sp., r. C.-F. Leplodesmus nudipes n. sp., r. C.-F. > bogotensis » r.C.-F. > » » r. Kiele des l4. und 15. Segmentes. Odontopeltis Eimeri n. sp., r. C.-F. von unten. » Michaelseni n. sp., r. C.-F. » incisus n. Sp-, r. C.-F. Leptodesmus carinovatus n. sp., Analschuppe. > codieillus Karsch, 1. Kiel des 11. Segmentes. » Bohlsii n. sp., r. Kiele des 14. und 15. Segmentes. Odontopeltis gayanus, C.-F. Tubercularium odontopezum n. sp., Ende des Copulationsfusses. » » » r. 14.. Kiel. > » » » Copulationsfüsse von der aboralen Seite. » “ » » Schenkel der Copulationsfüsse von der oralen Seite. Euryurus aterrimus n. sp., 1. C.-F. von innen. » glaphyros » 1. C.-F. von innen. » » » Analsegment von der Dorsalseite. Trachelodesmus uneinatus n. sp., Vorderende. ” » > » 12. Segment. Diaphorodesmus dorsicornis Por. Vorderende (Copie). N ® Leptodesmus, Tubercularium, Euryurus, Trachelodesmus, Diaphorodesmus. De » raf Ättems: System der Polydesmiden ..(T), Taf. "06 Ag e99® 009, eg ©. 00 © 0009, Lith Anst vThBannwarthNien. 'en d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd.LXVI. eniel Sl. Polydesmus. Tarel VIIL Polydesmus. K bezeichnet ein bei den meisten Polydesmus-Arten in der Krümmung des Nebenastes des Copulationsfusses sich befindendes Zähnchen. Fg. 168. Polydesmus noricus Ltz., C.-F. von der aboralen Seite » 169. » » » r.C.-F. von aussen. » 170. » » » &, 11. Segment. Fig. 168—170 sind nach einem Originalexemplare Latzel’s hergestellt. Fig. 171. Polydesmus rangifer Ltz., r. C.-F. von innen. » 172. > » » 1.C.-F. von aussen. » 173. » insulanus n. Sp., r. C.-F. von innen. » 174. > abchasius n. sp., C.-F. » 175. » » » Spitze des Nebenastes des vorigen. » 176. > troglobius Ltz., r. C.-F. von innen. Salz. » falcifer Ltz., C.-F. ß » 178. > xanthokrepis n. sp., r. C.-F. von innen. P » 179. » Escherichii Verh., 1. C.-F. von innen. » 180. » Barberii Ltz., 11. Segment. » 181. » subinteger Ltz., r. C.-F. von aussen. » 182. > subulifer Bröl., 1. C.-F. von aussen. » 183. » brevimanus Bröl., r. C.-F. von aussen. » 184. » coriaceus Por. (Copie aus Verhoeff, A.). » 185. » denticulatus Koch, Graz, C.-F. » 186. » » 4 » Niederösterreich, Spitze des Nebenastes. » 187. » subscabratus Ltz. (Originalexemplar Latzel’s), 1. C.-F. » 188. » » » Spitze des r. Copulationsfusses von aussen. » 189. » > » 11. Segment desselben Exemplares. » 190. » » » var. spelaeorum \ erh. (Copie). » 191. > helveticus Verh., C.-F. (Copie). » 192. » polonicus Ltz., 11. Segment. » 193. » » » C.-F. (Copie aus Latze)). » 194. > gallicus Ltz., Caen, r. C.-F. von aussen. » 195. » > » > Ende des 1. C.-F. von innen. a nu eu fl “ LithAnst vThBannwarthVien, 1. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd. LXVIT Tatel IX. Polydesmus. Dar Fig. 196. » Fig. 196— 202 zeigt sieben Copulationsfüsse von Polydesmus edentulus Koch aus verschiedenen Gegenden, und zwar: 197. » 198. 199. 200. 201. 202. 203. 204. 205. 206. 207. 208. 209. 210. ZU 2.12. Rax (Reisthal), 1. ©.-F. von aussen. Sorapis (Tirol) in der Nähe der Pfalzgauhütte, r. C.-F. von aussen. Bela-Thal in Kroatien (bei Warasdin), 1. C.-F. von aussen. Marburg in Steiermark, r. C.-F. von aussen. Plitvica (Süd-Kroatien), l. C.-F. von aussen. Schluderbach bei Toblach (Tirol), r. C.-F. von aussen. Riegersburg bei Feldbach (Steiermark), 1. C.-F., von aussen. Polydesmus edentulus Koch aus Plitvica, Kugelborsten von der Unterseite des 5. Gliedes des 8. Beines des g'. Das ganze 8. Bein desselben Exemplares. Polydesmus complanatus L. (Copie nach Verhoeff). » Tarel X Polydesmus. illyricus Verh. Vordernberg (Steiermark), Ü.-F. » » Nieder-Österreich, C.-F. » var. monlana Dad. (Copie, Zool. Anz. Nr. 528). hamatus Verh. (Copie, Zool. Anz. Nr. 528). collaris Koch, Backentheil des Oberkiefers. » » . 3. Segment von der Ventralseite. » » &. 1. Segment von der Ventralseite in Kalilauge ausgekocht. Ha=Halsschild, Ay—=Hypo- stoma, Pl=Pleuraltheile. » > Graz, C.-F. tridentinus Ltz., C.-F. (Copie aus Verhoeff). a=Spitze des Nebenastes eines anderen Exemplares. dismilus Berl., C.-F. (Copie). pilideus Koch, Ü.-F. (Copie aus Saussure Myr. de Geneve). pecliniger Verh., C.-F. (Copie, Zool. Anz. Nr. 508). Laurae Poc., C.-F. (Copie). inconstans Ltz., C.-F. (Copie) latranus Ltz., C.-F. (Copie). Iranssilvanicus Dad., C.-F. (Copie). germaniceus Verh., C.-F. (Copie). > > Spitze des vorigen von der anderen Seite. asthenestatus Poc., C.-F. (Copie). genuensis Poc., C.-F. (Copie). platynotus Poc., C.-F. (Copie). dispar Silv., C.-F. (Copie aus Brölemann III. Contr. Tafel XII, Fig. 18). macilentus Koch, Dad., C.-F. (Copie, Myr regni Hung.). fissilobus Bröl., C.-F. Lith Anst v. ThBannwarthNien. d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd.LXVI. in Te L 4: ’ Br Tate. Polydesmus. Brachydesmus. Archipolydesmus. Pseudopolydesmus. Strongylosoma. Tale Polydesmus, Brachydesmus, Archipolydesmus, Pseudopolydesmus, Strongylosoma. Fig. 230. Polvdesmus mediterraneus Dad., C.-F. (Copie). a=Der ganze Fuss, b und c= Enden des Nebenastes von anderen Exemplaren. » 281. » graecus Dad., C.-F. (Copie). » 232. » nanus Dad., C.-F. (Copie). » 233. Brachydesmus insculptus Poc., C.-F. (Copie). » 234. > > » ein Rückenschild {Copie). > 235. » bosniensis \ erh., C.-F. (Copie). » 236. » Attemsii Verh., C.-F. (Copie). » 237. > hungaricus Dad., C.-F. (Copie). » 238. » Dadayi Verh., C.-F. (Copie). » 239. » silvanıs Bröl., C.-F. (Copie). » 240. » miltis Berl., C.-F. (Copie). » 241. » carniolensis Verh., C.-F. (Copie). » 242. Archipolvdesmus maroccanus n. Sp., r. ©.-F. von aussen. » 249. » » Spitze des Astes mit der Samenrinne vom vorigen. » 244. Pseudopolydesmus canadensis Koch, 1. C.-F. von aussen. » 245. Polvdesmus illyrieus Verh. var. szinuensis m. Vorderende. » 246. Derselbe. 11. Segment. » 247. Polydesmus complanatus L. 2. Segment von hinten. » 248. Strongylosoma ilalicum Ltz. &. Von 19 Segmenten; 7. Ring von der Ventralseite mit den knopfförmigen Anlagen der Copulationsfüsse. » 249. Derselbe. Segmente mit dem Fortsatz auf der Ventralplatte. » 250. Derselbe. R. C.-F. von innen (Copie nach Humbert, Myr. de Geneve). » 251. Strongylosoma pallipes Ol., Schnitt durch die Chitinwand eines Metazoniten. » 252. Polydesmus collaris Koch. 9. 5. Segment. » 253. Brachvydesmus proximns Ltz., C.-F. (Copie). » 254. Polydesmus Barberii Ltz., C.-F. (Copie). \ Bin = LithAnst v.ThBannwarthNien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd. LXVI. * EEE. Brachydesmus. Fr Fatel XT Brachydesmus. b, c, d, s, m bezeichnet auf allen Figuren homologe Zacken der Copulationsfüsse. m == Ein Vorsprung an der Grenze von Femur und Tibia. s=Ein spitzer Dorn unterhalb des Haarpolsters (nicht immer vorhanden). b=Ein Zahn knapp oberhalb des Haarpolsters, der Spitze des Hauptastes bei Polydesmus entsprechend. c=Der Haupthaken am Ende des Copulationsfusses. d=Ein schlanker Dorn am vorigen. - 255. Brachydesmus dalmaticus Ltz. (Originalex.), 1. C.-F. von innen. 256. » » » » .d. 11. Segment. 257. > sublerraneus var. spelaea Verh., C.-F. (Copie). 258. » » Heller, 1. C.-F. von aussen. 259. » concavus n. Sp., 1. C.-F. von aussen. 260. » » » dg. Ein Segment aus der Mitte, im Querschnitt. 261. » tomopus n. sp., 1. C.-F. von aussen. 262. » Chyzeri Dad., Rann, r. C.-F. von aussen. 263. » parallelus n. sp., r. C.-F. von aussen. 264. » inferus Ltz. (Originalex.), r. C.-F. von aussen. 265. » » » » 9. 11. Segment. 266. » nemilanus n. Sp., r. C.-F. von aussen. 267. » » » 10. Segment. 268. » Frangipanus n. sp., 1. C.-F. von aussen. 269. » Chyzeri Dad. in etwas anderer Lage als Fig. 262. 270. » amblyotropis n. sp., r. C.-F. von aussen. 271. » superus v. C.-F. von innen. 272. » dolinensis n. sp. Lippizaner Wald, r. C.-F. von innen. 273. > troglobius Dad., C.-F. (Copie). 274. » exiguus Bröl., C.-F. (Copie). Bud. > reversus Bröl., 1. C.-F. von aussen, in situ gezeichnet. 276. » > » C.-F. (Copie). ®« = « DIA | he i E 2 Se % e wu | a 25 Y - LithAnstvThBannwarthWien, ften d. kais. Akad. d. Wiss. math..naturw. Classe, Bd.LXVI. Dr 2 SPECTRALANALYSE DER LEUCHTGASFLAMME VON JM. EDER UND E. VALENTA. (Mit ı Sextfigur.) Über das Spectrum der in Luft oder Sauerstoff mit schwach leuchtender Flamme brennenden Kohlen- wasserstoffe, namentlich des blauen Flammenkegels in der Flamme des Bunsen’schen Gasbrenners, liegen seit dem Jahre 1856 mehrfache Untersuchungen vor, welche sich sowohl auf den sichtbaren als auf den _ ultravioletten Theil desselben erstrecken. Dieser letztere wurde von einem von uns im Jahre 1836 unter Anwendung eines Glasspectrographen entdeckt ! und 1890 zugleich mit dem sichtbaren Spectrum mittels eines Quarzspectographen von geringer Dispersion (ein Quarzprisma) untersucht, die Spectrumphoto- graphie publieirt und die Wellenlängen der wichtigsten charakteristischen Linien und Banden gemessen. Mittlerweile erschien die Abhandlung von W.N. Hartley über »Flame Spectra at highes temperatures« Part. I (Philos. Transact. Royal Loc. London Bd. 185 (1894) S. 161, worin das Spectrum der Sauerstoff- Leuchtgasflamme beschrieben wird; Hartley berücksichtigte hiebei die Eingangs erwähnte Arbeit nicht oder — kannte sie nicht. Nun differiren aber die von Hartley angegebenen Lagen der »Markinglike sharp lines« bedeutend mit den früheren Angaben. Die höchst charakteristische blaue Kohlenbande ö im Swan’schen Spectrum, welche bei = 4737 besonders auffällig einsetzt (und von uns identisch mit der »4. Kohlenbande« Kayser und Runges im elektrischen Kohlenbogen gefunden wurde), ist bei Hartley nicht erwähnt, es sei denn, dass man annimmt, es seien Messungsfehler von beiläufig fünf ganzen Angström’schen Einheiten unterlaufen, d. h., es seien Hartley’s Zahlen X = 4732 und 4720 ungenaue Werthe der von uns gemessenen markanten Kanten ı = 4737 und 4715. Dagegen spricht aber der Umstand, dass Hartley selbst diese Linien für andere als die Kayser und Runge'schen Kanten hält und letztere nicht als vergleichbar citirt. Hartley kommt an zahlreichen ähnlichen Hauptpunkten in Differenz mit allen früheren Spectral- _ analytikern (Swan, Angström, Thalen, Hasselberg, Lecog, Eder? u. A.). Da wir aber diese Banden (Kanten und Liniengruppen) stets sehr deutlich und mit den verschiedensten Apparaten (Quarz- und Glasspectrograph, kleines und grosses Congavgitter) fanden, so mussten wir 1 Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wissensch. Wien 1886. II. Abth. Bd. 94. Juli-Heft. Eder, Über das sichtbare und ultraviolette Emissionsspectrum schwach leuchtender Flammen verbrennender Kohlenwasser- stoffe (Swan’sches Spectrum) in der Oxyhydrogenflamme. Denkschr. d. kais. Akad. d. Wissensch. Wien 1890. B. 57. 61* 484 J. M. Eder und E. Valenta, annehmen, dass die Wellenlängenmessungen Hartley’s sehr ungenau waren. Derselbe arbeitete nämlich mit sehr weitem Spalte und einem Quarzprisma, welche beide Umstände, wenn sie zusammenwirken, eine genaue Definition ausschliessen. Nur so kann man es erklären, dass bei Hartley die charakteristische Liniengruppe (scheinbar ein- zelnstehende Linien) X = 4324 fehlt, welche doch von dem einen von uns gleichfalls mit einem Quarz- apparate seiner Zeit aufgefunden und bei unseren folgenden Arbeiten mit dem Gitterspectrographen sicher- sestellt wurde; ebenso findet sich die ultraviolette Bande & bei Hartley derartig verstümmelt angegeben, dass die Sache eine Klärung nöthig macht. Wir unterzogen deshalb die Sauerstoff-Leuchtgasflamme nicht nur einer neuerlichen Untersuchung mit dem Quarzapparate bei sehr engem Spalte, sondern auch mit unserem lichtstarken Gitterspectrographen mit kurzem Focus, sowie zum Schlusse mit dem grossen Gitter mit langem Focus (Krümmungsradius = 15 Fuss englisch) einer neuerlichen sorgfältigen Untersuchung, um genaue Werthe für die Wellenlängen der Leuchtgasflamme (blauer Flammenkegel) zu erhalten. Wir liessen Sauerstoff unter dem Drucke !/, bis ®/, Atmosphären mittels eines Linneman’schen Gebläses in Leuchtgas treten, so dass ein heller blauer Flammenkegel enstand, welcher das in Rede stehende Spectrum am deutlichsten aussendet, während die obere farblose Partie nur das Oxyhydrogen- spectrum gibt. Bei anderen Versuchsreihen mässigten wir die Sauerstoffzufuhr auf ein Minimum, so dass gerade noch ein blauer Kegel entstand, und endlich arbeiteten wir auch mit dem gewöhnlichen Leuchtgas- Bunsenbrenner, um den Charakter der Spectren bei relativ niederer Temperatur zu studiren. Die Belich- tungszeit schwankte in letzterem Falle von 6 bis 12 Stunden bis zu acht Tagen; das Vergleichsspectrum (Eisenfunken) wurde zu Anfang und am Schlusse der Versuche einphotographirt und nur jene Platten zu Messungen benützt, bei welchen die Ungenauigkeiten der Resultate durch Temperaturschwankungen während des Versuches nicht mehr als eirca 0:05 A. E. betrugen. Bei sehr reichlicher Sauerstoffzufuhr und dadurch bedingte relativ hohe Temperaturen treten nicht nur die Kanten der Banden deutlicher hervor, son- dern im Anschlusse an dieselben erscheinen (bei Anwendung des Gitter -Spectrographen mit grosser Dis- persion) zahlreiche feine Linien; das continuirliche Spectrum, mit welchem die Kanten der Banden bei kleinerer Dispersion scheinbar abschattirt sind, besteht also aus Liniengruppen, welche umso deutlicher werden, je höher die Verbrennungstemperatur wird. Bei relativ niedrigen Temperaturen, besonders bei der Bunsen’schen Flamme (Leuchtgas und Luft) sind die abschattirten Liniengruppen stark verschwommen, so dass sie fast als homogene Schattirung erscheinen und die an den Kanten sich zusammenballenden Linien bilden dann dunkle Streifen, welche bereits früher photograpkisch abgebildet und reproduceirt wurden.! Trotz dieser Schwankungen konnten wir unter allen Umständen die zu Grunde liegende Type des Spectrums der Leuchtgasflamme erkennen. Die von uns mit Benützung unseres grossen Concavgitters (Spectrum II. Ordnung) erzielte Genauig- keit ist eine nach der Schärfe der Liniengruppen verschiedene. Bei schärferen Linien der charakteristischen violetten und ultravioletten Hauptbanden X = 4314— 3871 dürften mit keinen grösseren Messungsfehlern als 0:01—0:02 A. E. behaftet sein, während die weniger gut photographirbaren Linien im violetten Bande & Messungsfehler von beiläufg 0:03 A. E. enthalten dürften, wogegen die blaugrünen Bande ö noch etwas weniger präcise auf unseren Photogrammen erschienen (wir benützten Jodbromsilberplatten, da reine Brom silberplatten in diesem Bezirke, um X = 4700 schon weniger empfindlich sind) vielleicht im ungünstigsten Falle Fehler bis 0:07 A.E. aufweisen mögen. Die feineren und undeutlicheren Linien der abschattirten Banden entzogen sich bei letzterem Bande zum Theile der Messung, so dass die Anzahl derselben in Wirklichkeit grösser ist, als die in unserer Tabelle trotzdem noch in reichlicher Zahl angeführten Linien; übrigens reichen dieselben vollkommen zur Charakterisirung der Spectralbande aus. Unsere neuen Messungen, welche wohl das Spectrum der Sauerstoff-Leuchtgasflamme (Swan’sches Spectrum) mit weitaus grösserer Genauigkeit als alle früheren Messungen feststellen, lassen über die An- ordnung der Banden keinen Zweifel zu. Daraus geht hervor, dass die in unserer oben citirten Abhandlung 1Edera.a.O. Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. 485 (siehe Anmerkung 2 auf der ersten Seite) gegebene Charakterisirung des Swan’schen Spectrums (im sicht- baren und auch im ultravioletten Theile) vollständig zutreffend war und weit besser mit den Ergebnissen _ unserer Resultate mit dem grossen Gitterspectrographen übereinstimmt als Hartley’s Angaben. Die von Hartley auf Grund seiner ungenauen Messungen angenommenen Beziehungen des Spectrums der Oxygenleuchtgasflamme sind also nicht mehr stichhältig, wenn man die genauen Zahlen unserer weit besser definirten Spectren einsetzt. Hartley glaubte die Kayser- und Runge’schen Cyanbanden‘ = 4215, 4208 etc. des elektrischen Kohlenbogenlichtes in der Oxygen-Leuchtgasflamme zu finden. Dagegen ergeben unsere Messungen zweifellos, dass die mit A = 4216 beginnende violette Cyanbande mit der violetten Leuchtgasflammen- speetralbande (£) gar nichts gemein hat,! und nur ungenaue Messungen können zu solchen irrigen 'Schlüssen führen. Die Spectralanalyse des Spectrums der Oxygen-Leuchtgasflamme (Swan’sches Spectrum) ergab uns folgende Resultate: Die gelbe (ß), die grüne (Y) und die grünlichblaue (6) Bande des Swan’schen Spectrums brennender Kohlenwasserstoffe besteht aus mehreren nach violett abschattirten Kanten, welche bei guter Auflösung ‚sich als aus zahlreichen feinen Linien zusammengesetzt erweisen. Dieselben, sowie die Bande (e) finden sich auch mit überraschender Übereinstimmung im Spectrum des elektrischen Kohlenbogens, sowie wahr- scheinlich auch im brennenden Cyangas. Es sind also höchst wahrscheinlich ziemlich allgemein unter ver- schiedenen Verhältnissen auftretende Bestandtheile des Kohlenstoffspectrums oder bestimmte Formen des- selben. Die grüne Bande 7 sowie die blaue ö enthalten ausser den charakteristischen Kanten noch viele feine Linien, welche sich gegen die violette Seite des Spectrums fortsetzen und bei sehr langer Belichtung und intensiver Verbrennung des Leuchtgases deutlich auftreten. Im Violett treten die Kanten der Kohlenstoffbanden des elektrischen Kohlenbogens nur fragmentarisch auf (4380, 4372, 4365) und verschwinden beim lebhaften Anfachen der Flamme mit Sauerstoff. Dagegen beginnen dort die specifisch charakteristischen ultravioletten Banden ((<—) brennender Kohlenwasserstoffe, welche diese Art von Spectrum typisch vom elektrischen Kohlenbogen unterscheidet. Diese zuerst von dem einen von uns aufgefundenen Hauptbanden im Spectrum brennender Kohlen- wasserstoffe fehlt also im elektrischen Kohlenbogen, scheint sich aber im brennenden Cyangas zu finden. Theil des Specetrums brennender Kohlenwasserstoffe. Bande & Bande 4350 4300 Diese wichtigen Banden bilden wir als genaues Facsimile der mit dem grossen Gitterspectrographen gewonnenen Photographie in vorstehender Figur ab, während die genaue Wellenlänge der betreffenden _ Linien in unserer Tabelle angegeben ist. 1 Was übrigens bereits in der a. a. O. citirten Eder’'schen Abhandlung 1890 constatirt wurde. 486 J.M. Eder und E. Valenta, Im Übrigen bemerken wir noch, dass die in der Leuchtgasflamme stets intensiv auftretenden ultı violetten Wasserbanden sich stets sehr deutlich nachweisen lassen; sie müssen beim Arbeiten im Spectr Il, Ordnung im Blauviolett durch starkes grünliches Glas abfitrirt werden. In nachstehender Tabelle geben wir die von uns ermittelten Wellenlängen des Swan’schen Spectru (mit Ausschluss der Wasserbanden), Da man bei den gewöhnlichen Laboratoriumsarbeiten mit klei Prismenspeetroskopen in der Regel nur die mangelhaft aufgelösten Kohlenstoffbanden beobachten kann die völlig aufgelösten Spectren einen stark abweichenden Gesammteindruck gewähren, so ist es nüt die Lage der Kanten (scheinbar ziemlich scharfe einzeln stehende oder zu Gruppen vereinigte Linien) R zustellen. Deshalb haben wir eine Rubrik für das scheinbare Aussehen des Swan’schen Spectrum | kleiner Dispersion beigegeben, Auf die vergleichsweise Anführung und Nebenstellung der Hartley’schen Zahlen in unserer Tat haben wir verzichtet, weil die ersteren in so hohem Grade ungenau sind, dass eine Vergleichung unthunl erscheint, Wellenlänge-Messungen im Spectrum brennender Kohlenwasserstoffe. (Swan’sches Spectrum.) (Rowland’sche Einheiten. — Die Intensität (#) der stärksten Linien = 10, die der schwächsten = 1) Eder und Valenta | Swan’'sches Spectrum | bei geringes x RE bei grosser R Anmailkins | Dispersion PRNIENNE Dispersion r AT EElS TEE Bern { 6188 Ie — | Erscheint nur beim Anfachen _ — | Bei grosser Dispersion erscheinen d Rothe \ 6120 | — | mit Sauerstoff deutlich; im _ _ Banden «a, 3 und y in sehr viele in 0052 el Bunsen’ schen Brenner nu _ Linien aufgelöst, welche wahrschein! | 5999 - als undeutliches ver- — _ dieselbe Structur, wie die an derselb SOss _ | schwommenes Band. n— _ Stelle liegenden Kohlenbanden im trischen Kohlenbogenlichte besit: t S635 —_ _ — derFall ist ganz analog wie bei Bande Gelbe \ Sssıs _ u _ welche wir bei grosser Dispersion Bande 8 | ARE ST x —_ _ messen haben. { ssor _ | er u: h Re —_ | Diese Linien erscheinen 5 a l S423 —_ | wer in der Leuchtgas- ar % N Sauerstofflamme. Bu Ps N f Ip | sıos — E— — | Bei sehr reichlicher Sauerstofizufuhr I x Grüne 129 _ _ _ sich die nebenstehenden Kanten ı F | Bande y SO90 _ — — | Banden als Anfangslinien eines N l Ssost — | Erscheint nur in der Leucht _ _ reichen Liniensystems (Kohlen | \ gas-Sauerstoflamme. I des elektrischen } | Bei sehr reichlicher Sauerstoff: . | | treten die brechbareren Nebe: x besser hervor, so dass man sie bis 14 i A > 48W verfolgen kann; sie sind | | | nicht charakteristisch. ' f| au | > [Pie erenstehengen Lisie wıs7 25 ı | Kante der Bande. ) ' _ — erscheinen auf einem co: 4730 ı 1 Bw /| = — | tmuirlichen hellen Grunde ee ı Bande & = — | zu liegen. Dieser lässt sich] 4750718 ı © | —_ — | Jjedech in feine Linien a 4735°80 ı | = — | Ren (S mebenstehendef 4735°55 ı N | | Tabelk} ea . z ’ Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. 487 Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei grosser 5 Anmerkung u EN Me. Anmerkung ir {U u © Bar Bu SEP Pe es te er 473503 4734 ©3 473417 4733 53 | 473297 | 473242 4731796 473091 | 473006 4729 30 4728 91 4723-58 4723-32 472761 4726°45 4726 06 4725°75 472498 4724°47 4723°95 4723 02 4722 31 4721 45 472116 4720-68 4718-74 4718-36 4718 19 4717°57 471720 4716-76 4716.04 471573 4715°37 4715.13 471499 471480 4714°70 471411 4713°57 4713°27 4712-81 471237 4712771 4710-98 471058 470986 2a - | 470921 | *s | Doppelt. j 4708-78 1, I Me m „Dem Mi Verschwommen. | Wahrscheinlich doppelt. ni urn bu mh, nd dk im IR. - ” en Le a ur Dre Pr a - un [re u u 5 ii. Mn} nl w Au hd dk u Due r TrN u 4708-60 2 470766 | a 4709750 3 | Undeutlich. 4707°08 2/y 470692 !a 470679 Is 470599 2,_ 4705°43 2/„ | Mit einer Liniengruppe. 4705°19 Yan 470444 470416 Le Le DIV z 4704-08 — 470376 — 4702°67 is v 4702135 3 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei geringer Dispersion Anmerkung bei grosser Dispersion Anmerkung Blaue Bande ö u 4679 4701'14 4700' 50 4700" 32 4700'28 4700'08 409896 4098 '41 40697 66 4097 '57 40697 22 4090699 469659 4690°34 4096 06 469528 4069504 469484 469463 4694 °30 409395 4692'93 409206 40690°7 468962 408880 4687 '22 40656 60 468495 4684°79 40684°58 4065454 468449 468388 4068361 468275 408230 468178 4680°25 4679°44 4678°74 467856 4678°37 4677°91 4677'75 4676°73 467629 4676°17 4675'84 4075°54 467538 4673 "91 4673°34 467281 4672*18 4671°75 467 1° 11 4670'89 4670°44 4670°24 4606979 4669 *'26 466857 466639 466690 "Wr mm m DH N DSH NW Den pn [rn Es & N ww mr” I U og u 1 SS wm Mio Dun ww BDHHB- no SEE BDDHRS Kante. Kante. > Undeutliche Kante. Spectralanalyse der Leuchlgasflamme. 459 Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei geringer Dispersion Anmerkung bei grosser Dispersion Anmerkung Blaue Bande d Violette Bande e 1 — | | \ 4372 Die ziemlich breiten, aber nicht intensiv bandartigen Streifen 4380, 4372 und 4364 beobachteten wir in gewöhnlichen Bun- sen’schen Flammen oder schwach mit Sauerstoff angefachten Sauerstoff- Leuchtgaslammen neben der, deutllich aber nicht sehr stark ausgebildeten linienreichen Gruppen (; letztere ent- wickeln sich beim reichlichen Zuführen von gepresstem Sauerstoff besonders deutlich und präcise, während die ge- nannten Streifen zurücktreten. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL, Bd, 406590 400453 460440 40662'28 4600'27 4659"61 4059"42 4058°95 4058 70 465819 465636 46056'08 405487 405390 4053°59 4653°13 4052°27 4651'98 4651'03 46b51°18 4651°03 4650°50 4649'29 404702 4045065 4644°54 464312 4642°35 4641'31 4640" 55 403978 4063842 403810 403768 4637°54 463706 4036°76 463634 463608 4035°50 463503 403489 403424 403409 463361 403302 4632'28 4032'10 438980 438906 438709 4387 22 4385'29 438316 4382"90 4380°91 4380°17 437840 437739 4375°79 437436 437292 4371°14 Den -D euren SS u "poor Hrmr He Ber mn, E°.- er ww - [97 „ (CC) 1/g ww H- (SC - au w Han eg [Op SeiT [Su SS e - SEES to NS RD PBOPELPRNAHHH HM 490 J. M. Eder ımd E. Valenta, Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei geringer Dispersion bei grosser Anmerkung . - > Dispersion Anmerkung Violette jande e Violette Bande & \ _ ES =] SI 4352 "61 as © © \D un a (92) an (22) 4300'0 4309°96 430786 4366°77 43006°67 43042 4303'97 4303'42 4303'22 4300 62 435983 4359061 43506 07 435643 4350°12 4355'84 4352°85 4352'61 4352"30 435217 4351'90 4348°45 4348076 4340°37 434405 434371 434351 434323 433951 4339'07 4334°87 4334°78 4324°47 4324206 4323°97 4323°53 4323°28 4323"04 Scheinbar einzelnstehende starke Linie. Scheinbar einfache starke Anfangslinie auf continuir- lich gegen Ultraviolett ab- schattirtem Grunde. 431426 4313 °71 4313 14 4313705 4312'85 4312"63 4312'32 4312'18 4311'78 Ss SI] 4311'28 A3ıILıı 4310°73 4310°51 4310'19 4309°79 430949 43092 430894 430863 4308'26 4308'06 4307 '72 430740 4300°91 4306°79 Dumm nn nn nn m m DIS WU NM DD N NSS N WS DS Un + 5 cs owwpPpPw nun + sw PP +UnDDDwmD ph u | ‚Einzeln stehende Liniengruppe. Diese Bande tritt nicht im elektrischen Kohlenbogenlichte auf, sondern ist dem Spectrum brennender Kohlenwasser- stoffe (vielleicht auch brennender Cyan) eigenthümlich. Die Cyanbande (im Kohlenbogenlicht) A—= 4216 u. ff. hat mit dieser Bande nichts gemein. un. Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. 491 Eder und Valenta Swan’sches Spectrum £ | bei geringer Dispersion bei grosser i Anmerkung E 3 = Dispersion i Anmerkung == = 4306°24 — — 4306'02 —— = 4305°59 = = 4305°52 = Fr: 430515 — ._ 4304°91 = >= 4304'09 _ — 4304 50 = — 430406 — = 430380 = == seh = = 430320 == — 4302°99 = — 4302'854 = = R 4302°40 = — 430190 = — 4301'23 — — 4301°I1 —_ —_ 4300'68 _ — 4300"44 — — 430002 42990 = 429930 —_ 4298°94 — — 429806 — _ 4297°86 — — 429761 en _ 429738 = = 4297°09 _ — 429682 a. = 429641 6 er Bone | Violette } 21 Mn en Er | Bande & 4293°5 —= 4293 °26 | — —_ 4292'18 — — 4291°31 — — 4291'13 or — 428928 u = 4289'21 — — 428881 — = 428703 42806°0 _ 42806°59 en — 428632 a — 428623 = — 428566 Ze 4285.56 = = E 428510 = _ 428502 — — 428421 4282'0 _ - 4282°II Pe — 4281 ı6 en = 428114 — =, 4280°33 — — 4280'15 ee er 4279'86 — = 4279'52 4270 = 427572 en — 4275°45 — — 4275°03 ae = 427434 — = 427401 _ _ 427389 — — 4273°58 > = 4270°24 ex = 4269°91 DH NDS MS NDWMIDIDOD HH BB HHRN DW RR FT FT DIN On DW Hp Le N HUT BUG HD AND N PR FU HT HH Rn U Hm m um u) au 499 J. M. Eder und E. Valenta, Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei'geringer i Anmerkung ee i Anmerkung | | Dispersion | : = Dispersion SuneLZung ( 4268 _ 4268°18 3 = — 4207 '86 4 > o: 4267 '52 2 4202 _ 42062'10 3 an — 4261'85 3 == — 4261'04 3 — — 4201'30 3 — — 4259350 I — = 4259'23 I 2 — 4258'87 I — — 425863 I — — 4255°91 3 4256 —_ 4255'72 3 _ _ 4255°38 3 = — 4255°14 3 4250 _ 4249°78 3 _ - 424964 3 — = 424908 3 — = 424891 3 4244 = 4243" 54 6 = — 4242°07 3 Violette — 4242°55 3 —_ — 423822 I Bande £ 4237 er 4237'28 8 = == 23039 3 — —_ 4230'25 3 ee — 4233°14 I 4231 = 4231°13 4 — = 422995 3 4225 2 422500 B a = 422366 4 4218 _ 4218'82 4 En >= 4217'32 3 4212 > 4212'75 3 _ — 4211°07 3 4206 — 420005 2 _ —_ 420491 2 4201 — 4200°73 2 — — 4198 °06 I 4195 — 4194°87 2 4190 —_ 4192'°2 1 _ — 4186'80 I l —_ = 4180°99 I 4048 — 4047 °8 ı | Von hier hebt eine neue Bandeschwach an. 4033 = 403353 I 4019 _ 4019°5 I — — 4007°17 I 4007 — 4007 '02 I = — 399486 2 3994 = 399465 2 = = 3983 °33 2 Ultra- 3983 = 3983°17 2 violette Eh > en E Bande — _ 3903°24 3 3962 —_ 396256 3 = = 3962°38 3 > — 3953"26 6 3953 Ze 395301 2 = = 3944'40 2 3944 — 394414 7 — = 393009 2 3930 = 3935 "91 5 Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. 495 MT ne ee SG Tee ee Eder und Valenta Swan’sches Spectrum bei geringer Dispersion bei grosser i Anmerkung Dispersion i Anmerkung >= 2 393581 — — 3928° 51 3928 _ 392842 Zi — 3921'97 3922 — 3921°90 -- - 30210227, =; = 3920'94 3915 m; 3915'95 = = 391580 = = 391406 _ _ 3914'18 —_ —_— 3910°69 3910 — 3910°50 — == 390844 IE — 3907 99 3906 — 3906' 15 — = 3905'94 = —_ 390282 3902 —_ 390214 —_— — 3901 89 3898 — 389865 = = 389836 3896 — 3895°07 — = 3895 °33 3893 = 389330 — —_ 389286 = 3891'43 3890 = 3890°83 Ultra- = — 389000 violette Be = ee Pr} Bande = > 3886-66 3884 _ 3884'04 = = 388450 — _ 3881°24 _ — 388096 — 388062 —_ _ 388046 3878 —_ 3877'09 3877 = 3877'44 = _ 3877'21 FE = 38706°29 3875 = 3875°51 = — 3875°29 . = — 3875'03 ZT = 387482 = = 387469 - = 387450 — = 387438 > = 387380 = = 3873°30 — — 387306 = = 3872"96 — _ 387260 38720 -— 387226 _ — | Scheinbar einzelnstehende 3871°87 _ — Linie. 3871'60 in in DH NONBRBRH NR HHH RN DT N RN BR H HR HH HU HH HH DU RUSS OS LP LU UT BU DB Don BB nm pp 494 J. M. Eder und E. Valenta, Spectralanalyse der Leuchtgasflamme. Eder und Valenta Swan sches Speetrum bei SeSLSEL 1 Anmerkung ee} Eee i Anmerkung Dispersion Dispersion |} ( 3687 °7 ı |Diese Bande ist licht- _ — | Wurde von uns bei grosser Dispersion | 30678"2 1 schwach; die Linien sind _ _ nicht gemessen. 7 36693 I regelmässig vertheilt und _ _ 36643 2 bei k — 3642—3635 tritt _ = z3661°4 2 ein schwaches continuir- _ _ 3058 '1 2 liches Spectrum auf. — — Ultra- 3654°7 2 = _ violette I 3651"3 2 —_ u Bande » 3646°6 2 _ 3642°5 2 —_ —_ 3638°5 I —_ _ 30350 I — = ( 3628" 3 2 | Einzelnstehende, charak- —_ _ teristische Schlusslinie. Wien, Photochemisches Laboratorium der k. k. graphischen Lehr- und Versuchsanstalt. ÜBER DAS FUNKENSPECTRUM DES CALGIUMS UND DES LITHIUNS SEINE VERBREITERUNGS- UND UMKEHRUNGSERSCHEINUNGEN. J. M. EDER uw E. VALENTA. (Mit ı Sa fef.) VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 7. JULI 1898.) Das Funkenspectrum des Calciums wurde in seinem sichtbaren Theile von Huggins, Thalen, Kirchhoff!, im ultravioletten Theile von Prof. Dr. Franz Exner und Dr. E. Haschek* untersucht. Da wir selbst vor längerer Zeit eine Reihe der stärkst brechbaren Caleiumlinien mittelst eines Quarzspectro- - graphen (mit einem Prisma) untersucht und ihre Wellenlängen bestimmt hatten®, Exner und Haschek aber in diesem Theile des Spectrums mit ihrem Gitterspectrographen keine Linien erhielten, so griffen wir die Sache neuerdings auf. Zunächst suchten wir festzustellen, in wie weit die angewandten Apparate hiebei _ von Einfluss gewesen sein könnten, da wir wiederholt beobachtet hatten*, dass der Quarzspectrograph im äussersten Ultraviolett viel lichtstärker ist, als der Gitterspectrograph. Zur Erzeugung des Calcium- funkens bedienten wir uns (ebenso wie vor 6 Jahren) metallischer Caleiumelektroden und eines sehr kräftigen Ruhmkorff’s Inductoriums, welches einen intensiven stark knatternden Funken von grosser Helligkeit lieferte. Wir verwendeten jedoch an Stelle des Quarzspectrographen unser grosses Concavgitter (wie Exner und Haschek). Die damit erzielten Spectrumphotogramme zeigten gleichfalls die von uns im brechbarsten Theile seiner Zeit beobachteten Linien (mit Ausnahme einiger besonders schwacher und einiger zweifel- hafter von uns deshalb in den Tabellen nicht geführten), jedoch musste die Belichtungszeit bei Verwen- dung des kräftigsten Calciumfunkens auf 1—2 Stunden ausgedehnt werden; daraus geht hervor, dass Watt’s Index of Spectra 1889, S. 24, Kayser, Spectralanalyse 1883, S. 252, Londoner Spectrum Analysis 1898, S. 109. Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Mathem.-naturw. Classe, Bd. 106, Abth. IIa 1897, S. 1131. Eder-Valenta. Akademieanzeiger der kais. Akad. d. Wiss. in Wien (1892). Eder-Valenta. Über das Emissionspeetrum des Kohlenstoffes und Siliciums, Denksch. LX. Bd. 1892 und Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Wien, Mathem.-naturw. Cl., Abth. ITa 1898. » = ww - 196 J. M. Eder und E. Valenta, man sehr wohl auch mit dem Gitterspectrographen im brechbarsten Ultraviolett (A < 2889) die von uns seiner Zeit angegebenen Caleiumlinien nachweisen kann. Benützt man jedoch Chlorcaleium, sei es auf Eisenelektroden aufgeschmolzen nach Exner und Haschek oder wie Gramont! vorgeht, so treten die Nebenlinien so lichtschwach auf, dass man sie kaum nachweisen kann und sie sich der Beobachtung sehr leicht entziehen. Dies tritt nicht nur beim Calcium ein, sondern auch bei den Alkalimetallen; auch in diesem Falle erhielten wir mit metallischem Kalium und Natrium bei unserer Versuchsanordnung viel mehr Linien, welche unzweifelhaft dem Linienspectrum des Kaliums und Natriums angehören,* als die Herren Exner und Haschek. Um die Frage über das complete Linienspectrum des Calciums zu klären und uns zu überzeugen, ob denn thatsächlich so viele Calciumlinien, welche Kayser und Runge im Bogenspectrum auffanden, im Caleiumfunkenspectrum fehlen, stellten wir eine Reihe von Spectrumphotogrammen des Caleiumfunkens mit unserem grossen Concavgitter? her, bedienten uns jedoch meistens des Spectrums II. Ordnung und photographirten das Eisenfunken-, respective Bogenspectrum daneben, so dass wir correcte Coincidenzen erhielten, indem die als Verunreinigung des von uns verwendeten Calciums im Calciumspectrum auf- tretenden schwachen Eisenlinien mit den entsprechenden Linien der Vergleichsspectren völlig zusammen- fielen. Unser metallisches Calcium war auf elektrolytischem Wege von Dr. Schuchardt hergestellt und enthielt an Verunreinigungen geringe Mengen von Eisen, Mangan, Magnesium, Strontium, Lithium und Silicium, ferners konnten Kohlenstofflinien beobachtet werden (vom anhängenden Petroleum herrührend), namentlich die ultraviolette Kohlenstoff-Hauptlinie X = 2478°5 und in sehr geringem Masse die sogenannten Cyan- banden. ! Unsere Messungen im Spectrum II. Ordnung geben wir mit drei Decimalstellen einer Angström- schen Einheit an. Die Fehlergrenze dürfte bei den schärferen Calciumlinien durchschnittlich 0:01 — 002 Angström’sche Einheit betragen, bei den unscharfen Caleiumlinien und jenen, welche am Spectrum I. Ordnung (äusserstes Ultraviolett) gemessen wurden, im Maximum 0:05 A. E. Linien, welche uns besonders interessirten, massen wir am Spectrum Ill. Ordnung und erzielten naturgemäss eine entsprechend höhere Genauigkeit. Wir lassen nunmehr die von uns aufgestellten Wellenlängen der Linien des Caleiumfunkenspectrums folgen und stellen die von Exner und Haschek gefundenen Zahlen daneben, und schliesslich die Linien des Bogenspectrums nach Kayser und Runge. Das Flammenspectrum der Caleiumverbindungen haben wir bereits früher untersucht* und wiederholen die sehr beachtenswerte Thatsache, dass von A= 6440 bis 3420 von allen Linien des metallischen Caleiums nur die eine violette Linie A—=4227 im Flammen- spectrum der Caleiumverbindung auftritt, während alle anderen Hauptlinien des Funkens oder Bogens fehlen. In nachfolgender Tabelle sind sämmtliche Wellenlängen auf Rowlands Standards bezogen; die Inten- sitäten sind in der Weise angegeben, dass 10 die stärkste und I die geringste bedeutet. 1 Chem. Centralbl. 1898, S. 1154. Gramont bringt die zu untersuchenden Verbindungen auf einen passenden Platin- oder Graphitspatel zwischen die unter einen spitzen Winkel geneigten Pole und lässt den Funken über die geschmolzene Masse über- springen. > 2 Siehe Eder und Valenta: Über das Speetrum des Kaliums, Natriums und Cadmiums, diese »Denkschrilten« Bd. LXI, 1894. 3 Beschrieben in diesen »Denkschriften«e Bd. LXVII, 1898, Spectrum des Schwefels. 4 Siehe Eder und Valenta: Über den Verlauf der Bunsen$chen Flammenreactionen im Ultraviolett. Denkschr. d. kais. Akad, d, Wiss. LX. Bd., 1893, Funkenspectrum des Calciums und des Lithiums. 497 Calcium Funkenspecetrum Bogenspectrum 1 Fraglich, ob zu Caleium gehörig, wahrscheinlich Magnesium. _ Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. Rider Exner : 2a und Kayseı v Br ke; Bemerkung Haschek und 1 3emerkung 1 IR etall. Ca) (geschmolz. EIge el. Ca — Salze) > 64999 5 N 6499'855 | 4 6493°9 10 6493 97 | 4 6471°9 S 6471855 | 4 6462'8 10 6462'75 6 umgekehrt 644999 5 644999 | 4 64394 10 6439°36 |ıo umgekehrt 6169°9 5 6169°87 6 61694 5|l von uns geschen aber nicht gemessen 616936 4 61668 st 6166°75 4 = 616398 4 6162° 10 616246 |1o umgekehrt 6161°60 3 br22:5 ® 10 6122°46 |ıo 3 6102°99 s 6102°99 8 » ) 5807'94 5 verbreitert nach Roth 5857'7 s Baer to unscharf 50603009 5 scharf 500306 5 5601'475 5 » 5601'51 8 5598-681 5 ziemlich scharf 5598'08 8 unscharf 5594632 | > 5594:64 |10 > 5590'324 | 4 scharf 5590'30 8 5588°948 6 etwas verbreitert 5588'96 10 5582167 4 scharf 5582°16 5 513.720 2 verbreitert nach Violett 5513'07 8 5349'619 5 scharf 5349'66 |1o ae 5 » Bas D 5205720 5 z 5205°79 5264402 | 3 » 52064°46 | 5 5262°365 3 > 5262°48 5 5261:803 3 » n20%0.05 5 5260'58 4 5189°05 |5 5188°977 2 ziemlich scharf 5041'920 I verschwommen 5041'93 s unscharf nach Roth 4878°360 |4 scharf 4878°34 |ıo » 4847'2 1 undeutlich 484722 4 unscharf nach Violett 4833°85 | ı > 482304 I » e 480747 | I » 408540 | 4 > 4624 ° 71 I 4586086 | 6 verbreitert nach Roth 4586°ı2 |ro 4581618 |5 ziemlich scharf 4581:66 | 8 4578°780 | 4 » 4578°82 | 8 4527'183 4 verbreitert nach Roth 4527'17 5 451273 I unscharf 450989 1 » I e 450804 I > 4451'34 2 sehr stark verbreitert ! 4481'7 44067'929 I undeutlich 44066625 1 » 4456' 786 3 scharf 4456°Sı 4 4456057 5 » 445606 2 44506'08 2 umgekehrt 4454°919 |7 verbreitert 445493 5| 4454°97 |1o » 4444'087 I sehr schwach 4442'963 I » 4435838 6 scharf 443584 3 443586 3 umgekehrt 4435°124 6 verbreitert 443512 4 443513 |ıo > 4425616 8 beiderseitig verbreitert 442562 3 442561 |ıo » 4355°467 3 stark nach Roth verbreitert 435541 5 verbreitert 4333°932 u 4330°313 2 4318'798 8 ein wenig nach Violett verbreitert 4318°79 5 4318 °'80 s umgekehrt 63 498 J. M. Eder und E. Valenta, a —————————————— Calcium Funkenspectrum Bogenspectrum Eder Dr > El 3 | und Kayser : elta 1 Bemerkung Haschek 1 und i Bemerkung ac R unge (metall. Ca) Be 4314148 2 4310'585 I 4307'8064 5 4307'92 2 4307'91 8 umgekehrt 4302676 9 4302'70 6 4302'68 |1o > 4299°133 | 8 4299" 14 3l 429914 | 5 4289°534 | 8 428955 3l 428951 8 umgekehrt 4283125 8 428318 3 428316 s » 4278018 2 4277'403 | ı 4271700 I stark verbreitert 4240'515 2 verschwommen 4240'55 1 4240'58 4 4238587 I sehr undeutlich 4226870 8 umgekehrt, Hauptlinie 4266°88 10 422691 |ıo umgekehrt 4130'98 I sehr undeutlich 4127'90 I » 4123'39 I ß 4098876 2 verbreitert, unscharf nach Roth 4098 '82 4 verbreitert nach Roth 4095'243 2 x 4095'25 2 B 4092°03 2 » 4057980 3 seharf 3979208 umgekehrt, ist wahrscheinlich ein Gespenst ! 3973908 2 scharf 3973'87 2 3973°89 5 verbreitert nach Roth 3968638 |1o umgekehrt, Hauptlinie 396862 So 3968°63 |1o umgekehrt 3957'96b0 umgekehrt, ist wahrscheinlich ein Gespenst 3957232 | 4 ziemlich scharf 3957'23 1 3957'23 5 verbreitert nach Roth 3949" 101 S 2 3949 03 1 394909 4 » 3933803 |ıo umgekehrt, Hauptlinie 3933°8ı |1o0 3933°83 |1o umgekehrt 3923°345 |rolumgekehrt, ist wahrscheinlich ein Gespenst 3915388 I schwach 3909980 I » 3905691 4 scharf 3856°153 2 bandartig verbreitert 3826 306 4 ziemlich scharf 3759°419 | 3 scharf 3747151 4 bandartig verbreitert 3737090 |ıoleinseitig nach Roth verbreitert (Hauptlinie) 3737'25 15 373708 4 3716°193 2 verbreitert nach Roth 3706-190 Jıoleinseitig nach Roth verbreitert (Hauptlinie) 3706'25 10 3706-18 4 30696 429 2 verbreitert nach Roth x 3685317 3 scharf 3653'006 | 2 365362 |4 3644°466 | 8 3644°53 2| 364445 |1o umgekehrt 30630812 6 verbreitert nach Violett 3630'8 I 3630 82 8 » 3624162 5 » 36241 I 3624°15 8 » 3001957 2 bandartig verbreitert 3594'259 I ziemlich scharf 35871506 4 stark verbreitert, bandartig 353560 2 ziemlich scharf 3510797 4 > 3505'00 5 scharf 3487°87 2 verbreitert gegen Roth 348776 5 verbreitert nach Roth 3474°96 2 bandartig gegen Roth verbreitert 3474'98 4 » 340868 4 » 345658 2 ziemlich scharf 3444°53 3 scharf 3387°99 3 > 3372930 | 6 » 3301374 6 » 3361'92 8| verbreitert nach Violett 3349°508 | 6 > 3350°22 | 8 » 3349 199 4 » _ 3344'49 5 2 333530 2 » 333226 2 verschwommen 332960 3 scharf 3323°09 6 » 32806°26 4 verbreitert nach Roth Funkenspectrum des Calciums und des Lithiums. 499 Caleium Funkenspectrum Bogen peeteum Bader | Exner ia und Kayser Valenta Bemerkung Haschek und 4 Bemerkung (metall. Ca) (geschmolz. Bu ; rs Ca — Salze) 3278°74 2 scharf 327488 2 verbreitert nach Roth 3260931 2 » 3261 70 4 > 3248 71 3 » 324211 3 » 3239" 15 3 > 3236°70 5 » 3234 68 6 » 3225°74 4 unscharf nach Roth 3224°42 I » 322300 2 » 32184 I schwach 3217'05 I » B21S 275 4 unscharf nach Violett 320968 2 » 3181'409 8 umgekehrt (nach Roth verbreitert) 3181'51 7 z181'40 4 3179°447 |1o umgekehrt nach Roth verbreitert (Hauptlinie))- 3179060 10 3179'45 5 3170°2 I undeutlich 3170'23 I unscharf 3166°095 I sehr unscharf 3159°013 |Iojumgekehrt nach Roth verbreitert (Hauptlinie) 3159'I1 Io 315898 5 3150'85 2 unscharf 3140'91 2 » 313609 I » 3117'74 I sehr unscharf 3107°'96 I » 310392 2 ziemlich scharf 3101'87 8 » 3092°84 8 > 3088* 11 4 » 3082°21 8 » 3078 67 3 » 307539 2 » 307306 I » 306640 3 verbreitert 3009732 3 scharf 3009°29 3 300698 4 » 3006°95 I 3006°95 1 2999°74 2 299976 4 2997°2 I undeutlich 299742 4 2995°08 3 scharf 2995 04 I 2995°06 | 4 293683 4 verbreitert 292892 4 » 2816°44 2 verschwommen 2660°53 4 2575'22 3 2508°09 3 2398°73 2 verbreitert, undeutlich 239866 1 umgekehrt 2373724 = 231302 1 2309'20 I 229009 I 2275°44 2 227560 5 umgekehrt 2259°5 1 |1/o verschwommen 2208°95 2 2200°5 1 |1/, verschwommen 2200°84 2 umgekehrt 2198°03 2 2133°0 1 |1/o 21312 1 (lo 2123°0 1 1, 2113°0I I 2103 47 L 2099°87 I 208664 I 208153 I 1 Lichtarm und verbreitert; nur mit Quarzspectrographen nachweisbar. 63* 500 J. M. Eder und E. Valenta, Vergleicht man die von uns gemessenen Linien mit den daneben stehenden von Exner und Haschek gefundenen Linien des Caleiumfunkenspectrums, so ergibt sich zweifellos, dass die letztgenannten Forscher ein unvollkommen entwickeltes Funkenspectrum des Calciums vor sich hatten. Ferner müssen wir bemerken, dass aus diesem unvollkommen entwickelten Spectrum noch die von Exner und Haschek 7 geführten Linien A—=4486:1 und 2889°67 zu streichen sind, da sie im Funkenspectrum des metallischen Caleiums nicht vorkommen. Wir müssten diese Linien (falls sie wahre Ca-Linien wären) schon deshalb gefunden haben, weil wir viel schwächere Linien, welche in Exner und Haschek’s Calciumspectrum nicht mehr auftraten, noch mit Leichtigkeit nachweisen konnten; dagegen sind in diesem Spectralbezirk andere lichtarme und schwer nachweisbare Linien vorhanden, welche eben nur bei Verwendung von metallischen Caleiumelektroden deutlich auftreten. Vergleicht man das Funkenspectrum des metallischen Caleiums mit dem Caleiumbogenspectrum, so fällt die verhältnissmässig grosse Übereinstimmung beider im weniger brechbaren Theile auf, indem dort so ziemlich alle stärkeren Linien des Funkens auch als starke Linien im Bogen auftreten; erst im brech- bareren Ultraviolett erweist sich das Funkenspectrum mit mehreren ziemlich starken Linien als linienreicher und treten merkliche Unterschiede auf. Ferner wäre als bemerkenswerthes Ergebnis anzuführen, dass im completen Caleiumfunkenspectrum unter den einseitig nach Roth verbreiterten Linien auch mehrfach solche gefunden wurden, welche auch im Bogenspectrum (Kayser und Runge) mit genau derselben Charakteristik auftreten % =4098, 4095, 3487, 3474); anderseits kommen im Calciumbogenspectrum nach Roth verbreiterte Linien vor, welche im Funkenspectrum scharf erscheinen und vice versa. Es ist also auf Grund unserer Beobachtungen nicht thunlich, einen Unterschied zwischen Bogen- und Funkenspectrum darin zu suchen, dass die Linien im Funkenspectrum nach Roth verwaschen sind, und im Bogenspectrum scharf erscheinen. Vielmehr ist diese Verbreiterungserscheinung gewisser Linien gegen Roth, anderer gegen Violett, anderer aber gleichmässig nach beiden Seiten eine allgemein unter den verschiedensten Variationen auf- tretende Erscheinung, welche nicht nur dem Caleiumfunken, sondern auch dem Bogen zukommt. Unter den gegen Roth verwaschenen Linien des Funkens sind A= 3737, 3706, 3181, 3179 und 3159 besonders auffallend. Bei diesen Linien bemerkt man auch das excentrische Umkehrungsphänomen, d. h. die Umkehrungserscheinung liegt nicht in der Mitte einer symmetrischen dicken Linie, sondern mehr gegen Violett zu oder mit anderen Worten, die gegen Roth zu liegende Seite der nicht umgekehrten Umgebung ist stärker verbreitert und intensiver als die andere Seite. Diese Verbreiterungserscheinung gegen Roth, welche den Eindruck einer Linienverschiebung macht, erwähnen Exner und Haschek, sie geben an, dass die umgekehrten Linien des Funkens mit denselben aber nicht umgekehrten Linien des Funkens nicht eoineidiren !, sondern, dass die letzteren um durchschnittlich 0-11 A. E. gegen Roth verschoben seien, was sie im Sinne der Untersuchungen Humphrey und Mohlers, Jewells u. A. als Folge der grösseren Dampfdichte oder vielleicht des local gesteigerten Druckes im Funken deuten; sie nehmen an, dass im stark prasselnden Funken des von ihnen verwendeten Inductoriums eine grosse Druckdifferenz (12—14 Atmosphären) in der Funkenbahn vorhanden sei. Da wir das Phänomen der Linienverschiebung beim Argon”? und Schwefelspectrum ? selbstständig entdeckt hatten, so interessirten uns die geschilderten Erscheinungen im Calciumfunken in hohem Grade und wir wiederholten die Versuche. In der That erhielten wir bei unseren ersten Versuchen Spectrumphotogramme (I. Ordnung), welche das Verschiebungsphänomen zu bestätigen schienen. Wir erzeugten nämlich einen möglichst intensiven knatternden Funken zwischen Calciumelektroden mit Hilfe eines grossen Ruhmkorff’schen Inductoriums unter Einschaltung einer ent- ! Die Coineidenz der umgekehrten Linien des Funkenspeetrums mit den umgekehrten Linien des Bogens geben Exner und Haschek zu. 2 Denkschr. d. kais. Akad. d. Wiss., Wien 1896. 3» a. a. ©. Bd. LXVI. 1898. Funkenspectrum des Calciums und des Lithiums. vol sprechenden Anzahl von Leydenerflaschen und erhielten präcise Umkehrungserscheinungen, daneben photo- sraphirten wir das Spectrum des Funkens zwischen zwei mit ein wenig Kalksalzlösung imprägnirten Kohlen- spitzen und erhielten dieselben Linien nicht umgekehrt, sondern als merklich breite dichte Streifen, deren Mitte wir massen und dabei eine scheinbare Verschiebung nach Roth fanden. Es gelang uns jedoch nicht auch nur annähernd constante Zahlen dieser Verschiebungen zu erhalten, sondern sie schwankten bei einem und demselben Funken bei verschiedenen rasch hintereinander erfolgten Aufnahmen, und verschieden kräftiger, länger oder kürzer dauernder Entwicklung des latenten Bildes. Die Schwankung betrug zum Beispiel bei einer Versuchsreihe 0024 bis 0:105 A. E. und noch mehr, auch schien uns die Art der Ent- wicklung (hart oder weich arbeitende Entwickler) und der Platten selbst das Resultat zu beeinflussen. Um die Phänomene mit grösster Genauigkeit verfolgen zu können, arbeiteten wir mit den Spec- tren II. und Ill. Ordnung, erzielten somit eine bedeutend grössere Auflösung als jene es war, welche unsere Vorgänger beim Studium dieser Linien zur Anwendung gebracht hatten. Die Expositionszeit war bei mehr als einem Dutzend Aufnahmen sehr stark variirt und die Bromsilber- platten und Entwickler waren derartig gewählt worden, dass die Gradation der Spectrumphotogramme eine möglighst zarte war und die Details jeder einzelnen verbreiterten Linie deutlich erkennen liess. Wir photographirten nicht nur die Umkehrungsphänomene bei den einseitig verbreiterten Linien, son- dern auch bei den anderen beiderseits scharfen Liniengruppen und geben ein getreues Facsimile in der heliographischen Abbildung unserer Tafel. Die Spectrumphotogramme der Linien A= 3181, 3179 und 3159 stammen vom Spectrum III. Ordnung, jene der Linien A=4455, 4454, 4435 und 4425 vom Spectrum II. Ordnung und wurden gleichzeitig auf ein und derselben Platte erhalten. Zur grösseren Deutlichkeit haben wir diese Photogramme noch mässig (circa 4mal) vergrössert, was bei der grossen Schärfe der Auf- nahmen leicht möglich war, ohne dass diese wesentlich beeinträchtigt worden wäre. Zunächst beschreiben wir die normalen Umkehrungserscheinungen von gleichmässig scharfen oder symmetrisch verbreiterten Linien z. B. Calcium X = 4454, 4435 1 (siehe die Tafel), denn diese Phänomene sind typisch: 1. Eine gleichmässig scharfe oder symmetrisch beiderseits verbreiterte Linie kehrt sich genau centrisch um und die von einer Verunreinigung oder schwachen Metalldampf hervorgebrachte nicht umgekehrte Linie coincidirt völlig mit derUmkehrungserscheinung und zwar im Funken und Bogen untereinander, wie unsere Aufnahme klar zeigt. 2. Bei jenen Linien, welche einseitig verbreitert oder einseitig intensiv scharf, gegen die andere Seite aber unscharf und allmälig verbreitert erscheinen, verlaufen die Umkehrungserscheinungen im Allgemeinen anders. Zunächst beobachteten wir, dass bei derartigen gegen Roth verbreiterten Linien, z.B. die LinieX = 3179 und 3159 des Calciumfunkenspectrums (siehe Tafel). ferner beiA=3737 und 3706, die einseitige Verbrei- terung keineswegs derartig erfolgt, dass um den hellsten Theil der Linie, (welche durch sehr kurze Belich- tung zu constatiren ist) sich die unscharf verlaufende starke Verbreiterungserscheinung ausschliesslich gegen Roth erstreckt. Vielmehr wird die scharfe Kante gleichfalls, aber ganz wenig gegen Violett ver- breitert, so dass dieselbe keine völlig constante Lage besitzt, sondern etwas gegen Violett vorrückt und zwar liegt das Maximum der Helligkeit solcher Linien gegen die violette Seite. Es ist also ausserordentlich schwer bei einigermassen länger belichteten derartigen Linien eine con- stante Wellenlängemessung zu machen, nur durch sehr kurze Belichtung und sorgfältige photographische Hervorrufung lässt sich die Wellenlänge der dominirend hellen Stelle der Linie mit constanter Genauigkeit bestimmen und sie entspricht der Hauptschwingung der spectralen Lichterscheinung. Bringt man bei derartigen Linien durch Vermehrung der Dampfmenge etc. die entsprechenden Umkeh- rungserscheinungen hervor, so erscheinen diese unsymmetrisch, ebenso wie die nicht umgekehrten Linien; es tritt die von Exner und Haschek mit uns ganz übereinstimmend geschilderte excentrisch nach Violett verschobene Umkehrungserscheinung auf. Eine von uns im Funkenspectrum III. Ordnung angestellte umfangreiche Versuchsreihe zeigte unzwei- _ felhaft, dass bei sehr kurzer Belichtung und sorgfältiger Hervorrufung die nicht umgekehrte Linie mit 502 J. M. Eder und E. Valenta, der Umkehrungserscheinung coineidirt; die feinsten Linien von Caleium A = 3181, 3179, 3159 auf unserer heliographischen Tafel zeigen diese Coincidenz !. Der intensivste, also der dominirende Theil der nicht umgekehrten Linie bleibt bei längerer Belichtung? an derselben Stelle, daneben wird die gewaltige einseitige Verbreiterungserscheinung gegen Roth bemerk- lich, welche bei kräftiger Entwicklung und Anwendung von »hart und kräftig arbeitenden« Platten mit dem ursprünglichen Maximum zu einem scheinbar einheitlichen Streifen (dicke Linie) zusammenfliesst, misst man die Mitte, so erhält man variable Zahlenwerthe einer » Verschiebung gegen Roth«, oder richtiger: einer unscharf verlaufende Verbreiterungserscheinung gegen Roth ?” Die scheinbare Mitte derselben schwankt mit der Expositionszeit und Entwicklungsart und man hat nicht die dominirende Lichterschei- nung, sondern nur eine schwankende Nebenerscheinung fixirt. Dies zeigt unsere Heliogravure deutlich. (Noch deutlicher als die Heliogravure erscheint das Originalnegativ.) Man sieht, wie bei schwacher Belichtung und zarter Entwicklung die nicht umgekehrte Caleiumlinie A\=3179 und 3159 völlig mit den umgekehrten coin- eidirt; ferners wie an derselben Platte bei längerer Belichtung in Folge einseitiger Verbreiterung die Linie nach Roth verschoben erscheint, wenn man die Entwicklung so leitet, dass die verbreiterte Linie gleich- mässig dicht wird. Ferner sieht man, dass bei der umgekehrten Linie genau dieselbe Verbreiterungserscheinung auftritt. Wir können also auf Grund unserer Beobachtungen sagen, dass die Verbreiterung gegen Roth nicht nur der nicht umgekehrten Linie zukommt, sondern, dass sie auch die Umgebung der entsprechend umge- kehrten Linie zeigt. Auch bei letzterer liegt nächst der dominirend (durch die Umkehrungserscheinung charakterisirten) Wellenlänge des intensivsten Theiles der verbreiterten Linie genau dieselbe Verbreiterungs- erscheinung gegen Roth, so dass sich »Funke umgekehrt« und »Funke nicht umgekehrt« ganz analog verhalten. Da die Umkehrungserscheinung den intensivsten Theil der verbreiterten Linie schwächt, d.h. im Negativ hell gibt, so tritt die benachbarte einseitige Verbreiterungserscheinung um so kräftiger auf, ja es kann vorkommen, dass der intensiv dominirende Rand einer einseitig verbreiterten Linie durch begin- nende Umkehrungserscheinungen so geschwächt wird, dass man die benachbarte Verbreiterungserschei- nung als das Maximum der Linie zu erkennen glaubt. Dies zeigt auf unserer Tafel namentlich die Linie 3181, meistens ist dieselbe nicht umgekehrt und jedermann würde auf Grund der vorliegenden Photo- graphie in diesem Falle (bei reichlich exponirten Platten, wie der Mitteltheil der Figur) das Maximum der Linie viel weiter gegen Roth zu versetzen, wenn nicht die (hier ziemlich schwer erhältliche) Umkehrungs- erscheinung die Aufmerksamkeit erwecken würde, diese liegt excentrisch gegen Violett. Untersucht man aber einen mit wenig Calcium zwischen Kohlenelektroden oder anderen Elektroden erzeugten kräftigen Flaschenfunken, belichtet sehr kurz, so dass man die eigentliche Spectrallinie thunlichst frei von den begleitenden Nebenerscheinungen der Verbreiterung hält, so beobachteten wir stets völlige Coincidenz. Auf Grund unserer Versuche können wir also gegensätzliche Veränderungen der Wellenlängen der Linien im »Funken umgekehit« und »nicht umgekehrt« nicht als thatsächlich existirend ansehen, wenig- stens gelten sie nicht für die von den Herren Exner und Haschek angeführten Calciumlinien A\=3159, 3179, 3181, 3706 und 3737. Die von den Genannten, auf Grund der scheinbaren Verschiebung der an- geführten Caleiumlinien und gestützt auf die Arbeiten Jewells, Humphrey und Mohlers (siehe Citat) über Variationen der Wellenlänge einzelner Linien zu Folge variablen Druckes und variabler Dichte des betreffenden Metalldampfes, gemachte Annahme eines enorm gesteigerten Druckes im Innern der Funken- bahn erscheint uns zweifelhaft. ! Die feinen, nicht umgekehrten Linien wurden durch Kohlenelektroden, welche mit wenig Calciumsalz absichtlich verun- reinigt waren hergestellt; die Umkehrungserscheinung mit Caleiumelekfroden und stärkstem Flaschenfunken eines grossen Rhum- korff’schen Inductoriums erhalten. ? Abgesehen von den geringem Zuwachs gegen Violett. 3 Stark, exponirte etwas nach Violett verbreiterte Linien geben im entgegengesetzten Sinne stark abweichende Zahlen. Fumkenspectrum des Calciums und des Lithiums. 5083 Keine Verschiebung der Linien beobachteten Exner und Haschek bei A=4302, 4299, 4289, 4283, 4226, 3968, 3933. Diese Linien sind es aber gerade, welche nach Humphrey und Mohler’s grund- legenden Untersuchungen ! Verschiebungen bei steigendem Drucke unterworfen sind. Wenn also im Cal- eiumspectrum unter Zugrundelegung derHumphrey und Mohler'schen Untersuchungen auf einen enorm gesteigerten Dampfdruck geschlossen werden soll, so müssten doch in erster Linie die angeführten Hum- phrey undMohler’schen Standards Verschiebungen zeigen, wenn man die Humphrey und Mohler’schen Schlussfolgerungen anwenden will. Die erwähnten Standards zeigen aber nach Exner und Haschek’'s eigenem Befunde, sowie nach unseren (mit grösserer Dispersion angestellten) Messungen keine Verschie- bungsphänomene. Deshalb erachten wir die Annahme enormer Druckerscheinungen in der Funkenbahn des Caleiumfunkens für nicht erwiesen und zweifelhaft. Zum Schlusse bemerken wir noch, dass wir wiederholt experimentell die von Jewell, Humphrey und Mohler gemachte Beobachtung bestätigt fanden, dass die Verbreiterung oder Verschiebung bei stei- sendem Drucke nach Roth zu erfolgt. Aber wir glauben, dass kein Grund zur Annahme eines enorm hohen Druckes in der Funkenbahn vorhanden ist, wenn keine andere Stütze hiefür besteht, als die geschilderten Verbreiterungserscheinungen im Funkenspectrum des Calciums an der Luft bei gewöhnlichem Drucke. Wir fanden nämlich bei einigen Calciumlinien Erscheinungen die für das Gegentheil sprechen, indem andere Linien im Bogenspectrum nach Roth verbreitert erscheinen, dagegen im Funkenspectrum scharf bleiben. Funkenspectrum des Lithiums. Das Spectrum des Lithiums zeichnet sich durch seinen einfachen Bau und die geringe Anzahl der Linien sowohl im Bogen als auch im Funken aus und ist (wenn man das gesammte sichtbare und ultra- violette Spectrum in Betracht zieht) sogar linienärmer, als das Natriumspectrum. Das Bogenspectrum wurde von Kayser und Runge? erschöpfend untersucht, sie fanden 18 Linien. Das ultraviolette Funkenspectrum des Lithiums untersuchten Exner und Haschek und zwar unter Anwen- dung von auf Eisen aufgeschmolzenem Lithiumsulfat. Sie konnten im ganzen ultravioletten Bezirk nur drei Lithiumlinien A= 281555, 3232-91, 460310) finden.? Uns interessirte besonders jene Lithiumlinie, welche Exner und Haschek mit der Wellenlänge 323291 bestimmten, weil sie von den Genannten als einer der Beweise angeführt wird (nächst Caleiumlinien siehe oben), dass Linienverschiebungen zwischen Bogen und Funkenspectrum sich bemerkbar machen, aus denen sie die in unserer vorhergehenden Abhandlung »Über das Spectrum des Caleiums ete.« citirten Schlussfol- gerungen ziehen. Wir suchten das complete Funkenspectrum des Lithiums zu gewinnen und benützten metallische Lithiumelektroden (an der Luft) und einen starken Ruhmkorff’schen Flaschenfunken. Das metallische Lithium stellte uns Herr Hofrath Professor Dr. Ludwig freundlichst zur Verfügung; dasselbe war von ihm selbst auf elektrolytischem Wege dargestellt worden und es liessen sich in diesem Lithium nur Spuren von Magnesium und Kupfer spectralanalytisch nachweisen. Das letztere leistete uns bei den Wellen- längebestimmungen gute Dienste, indem die von Rowland als Standard benützte Hauptlinie des Kupfers "= 3247671 dabei als sehr feine scharfe Linie in unseren Spetrumphotogrammen hervortrat und eine sehr ‚genaue Messung der fraglichen Linie A—= 3232 gestattete; selbstverständlich photographirten wir auch Eisen- standards zur Controle mit. Die Aufnahmen wurden mit unserem grossen Concavgitter gemacht. Die Genauigkeit der zumeist un- scharfen Lithiumlinien dürfte 0-05 A. E. betragen, bei der von uns an verschiedenen kurz exponirten Lithiumplatten gemessenen Linie A—=3232 aber wohl auf 0:02 A. E. gesteigert worden sein. Die letztge- 1 Astrophysical Journal Bd. III, S. 128. 2 Preussische Akad. d. Wiss. Berlin 1890, siche auch Watt’s »Index of Spectra» 1893. > Sitzungsber. d. kais. Akad. d. Wiss. Wien. Bd. CVI, Abth. II, December 1897. 504 J. M. Eder und E. Valenta, nannte Lithiumlinie ist nämlich einseitig verbreitert (nach Roth) und in derselben Richtung unscharf. Wir erhielten die Linie bald umgekehrt, bald nicht. Misst man die Mitte der nicht umgekehrten Linie, welche etwas reichlich belichtet worden war, bei kräftig (»hart«) entwickelten Platten, so kann man den dominirend hellen Linienkern nicht mehr von der einseitigen schwächeren Verbreiterung trennen und man erhält dann stark schwankende Werthe von durchschnittlich X = 323296. Exner und Haschek gaben dieser Linie den Werth %=3232°91. Exponirt man aber kurz, so erhält man die Linie schmal und sehr scharf messbar und der nunmehr constante Werth der Wellenlänge wurde von uns mit A\= 3232798 bestimmt. Hält man diese Zahl den Kayser und Runge’schen Werthen der entsprechenden Bogenlinien mit = 323277 ent- gegen, so ergibt sich eine weit geringere Abweichung zwischen Funken und Bogen als Exner und Haschek fanden, demzufolge entfällt nach unseren Versuchsergebnissen und Messungen der Grund, irgend welche beträchtliche Verschiebung dieser Linie im Funkenspectrum gegenüber dem Bogenspectrum annehmen zu können. Für die Linie A = 460246 fanden wir diesen Werth als Mittel von 10 Bestimmungen mit dem mög- lichen Fehler von 0:05 A.E.; diese Linie hat aber ein sonderbares Aussehen, weil die Umkehrungserschei- nung ! ungewöhnlich breit ist, und deshalb schwer messbar wird und weil der angrenzende Theil nach Roth zu stärker verbreitert erscheint. Es ist somit das Phänomen analog dem in der vorigen Abhandlung beschrie- benen Verhalten einseitig verbreiterter Linien. Übrigens kommen sowohl im Bogen- als auch im Funken- spectrum mehrfach nach Roth verbreiterte Linien vor, so dass dieses Phänomen keinen principiellen Unter- schied zwischen beiden Arten von Spectren darbietet. Die von Exner und Haschek geführte Lithiumlinie X = 2815°55 konnten wir trotz aller Bemühung bei Verwendung unserer reinen Lithiummetallelektroden nicht erhalten, obschon wir andere Nebenlinien, welche die Genannten bei ihrer Versuchsanordnung wegen geringer Lichtintensität nicht erhalten konnten sehr deutlich photographirten. Nach unserer Ansicht muss deshalb die Linie A=2815°55 aus der Reihe der Lithiumlinien gestrichen werden. Lithium. Eder und Valenta Kayser und Runge i 3emerkung i Bemerkung Flammen- Funken- Bogenspectrum spectrum speetrum 6708 6708'2 10 6708'2 10 meist umgekehrt 6103 ee os Von uns gesehen, aber Arons " s 377 nicht gemessen 1037 4972’ 11 4 4972’ 11 5 unscharf gegen Roth 4002 4602°46 10 umgekehrt, verbreitert nach 4602°37 10 umgekehrt Roth 4273'52 4 unscharf, gegen Roth 4273°44 4 unscharf nach Roth 4132°57 6 unscharf, nach beiden 4132'44 8 unscharf nach beiden Seiten stark verbreitert Seiten 398590 Ü unscharf nach Roth 3985'94 2 unscharf nach Roth 39152 5 unscharf, nach beiden Seiten umgekehrt 3838-3 I unscharf nach Roth 37949 4 unscharf nach beiden Seiten 5 3718°9 I unscharf nach beiden . Seiten 3670°6 I unscharf nach beiden Seiten I Der helle Streifen im Speetrumnegative. a a Mn u SA EN er ehe ns Ay rn u Ta i | Funkenspectrum des Caleiums und des Lithiums. 5805 Eder und Valenta Kayser und Runge i Bemerkung i Bemerkung Flammen- Funken- Bogenspectrum spectrum spectrum | = { be | 4 ee \ 3232°8 3232°798 s bei kurzer Belichtung 3232"77 s meist umgekehrt scharf, bei längerer ver- breitert nach Roth 2741°57 2 2741°39 5 256260 4 j | 247513 4 1 | | 2425°55 2 | 2394 54 I Die Intensität der hellsten Linie z—10, jene der schwächsten = 1. Vergleicht man diese drei Spectren, so ergibt sich, dass das Flammenspectrum naturgemäss sehr linien- arm ist, das Funken- und Bogenspectrum dagegen differiren unter sich weniger als dies bei Kalium und Natrium der Fall ist. Wir fanden keine einzige Lithiumlinie im Funken, welche mit charakteristischer Hellig- keit sich vom Bogenspectrum unterscheiden würde, während beim Natrium- und noch mehr beim Kalium- _ funkenspectrum viele charakteristische Linien auftauchen, die im Bogen fehlen. Es scheint uns der Zuwachs - von hellen Linien im Funkenspectrum gegenüber dem Bogenspectrum in einem gewissen Zusammenhange mit dem Atomgewichten dieser Gruppe von Elementen zu stehen, da diese Erscheinung am stärksten bei Kalium, weniger bei Natrium und noch weniger oder nicht beim Lithium auftritt. Wien, photochemisches Laboratorium der k. k. graphischen Lehr- und Versuchsanstalt. nel AR NE un — Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 64 , > ”. I. Eder und E, Valenta: Funkenspectrum des Calciums und des Lithiums. 4435'8 = - 44351 * 44955 nn nenn 0 = Ei: & Sn = Umkehrungs- und Verbreiterungs-Erscheinungen im Funkenspectrum des Calciums. Denkschriften der kaiserl. Akademie der Wissenschaften, mathem.-naturw. Classe, Bd. LXII. 1898. DIE ERSCHEINUNG 1892 DES PERIODISCHEN KOMETEN WINNECKE VON DEICAHRT HTIETEBRAND, PRIVATDOGENT AN DERK. K. UNIVERSITÄT WIEN. (VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 14. JULT 1898.) Die umfangreichen Arbeiten über diesen Kometen, die Prof. Freih. v. Haerdtl veröffentlicht hat, schliessen mit der Erscheinung 1886 desselben ab. Ich habe die Weiterbearbeitung des Kometen übernommen und als ersten Theil derselben jene Verbesserung der Bahnelemente ermittelt, welche die Einbeziehung der Beobachtungen des Jahres 1892 ergeben. I. Ephemeride für die Erscheinung 1892. - Prof. v. Haerdtl hat in den Nummern 3062, 3083 und 3112 der »Astronomischen Nachrichten« eine Ephemeride für die Erscheinung 1892 mitgetheilt, welcher drei verschiedene Elementensysteme zu Grunde liegen, die den Osculationsepochen: 1892. Jänner 260, Juli 40, December 11'0 mittl. Zeit Berlin ent- sprechen. In dem wissenschaftlichen Nachlasse desselben fand sich nun eine später gerechnete Ephemeride, welche zum Vergleiche mit den Beobachtungen bestimmt war. Sie umfasst nur jenes Zeitintervall, innerhalb dessen Beobachtungen gemacht wurden und ist mit einem einheitlichen Elementensysteme gerechnet. Als solches wurde das der Osculationsepoche Juli 40 entsprechende gewählt Dasselbe ist jedoch mit dem für die publicirte Ephemeride benützte nicht völlig identisch, da bei Ermittlung desselben einer Correctur Rech- nung getragen wurde, welche die Neuberechnung der Mercurstörungen nothwendig erscheinen liess. In der im 56. Bande der Denkschriften erschienenen Abhandlung über den Kometen Winnecke werden die Mercursstörungen in der mittleren täglichen siderischen Bewegung von 1875 März 11:0 bis 1886 November 13:0 mit + 0”’0009150 angegeben, während nach einer später durchgeführten Rechnung, bei welcher durchwegs die Mercursmasse 1:5205000 verwendet wurde, diese Störungen den Betrag — 00038640 erhalten. Bei dem Umstande, als die der citirten Abhandlung zu Grunde liegenden Manuscripte nicht mehr vor- liegen, fehlt jeder Anhaltspunkt für die Ursache dieser ersten irrthümlichen Angabe. Mit Berücksichtigung des verbesserten Werthes für p findet v. Haerdtl folgendes Elementen system. 648 508 Carl Hillebrand, Ep. und Osc. 1892 Juli 4:0 mittl. Berl. Zeit. zz We ul ee) 2=276 11 449 2=104 4 37:05 mittl. Aequ. 1890. i= 14 3133.64 Mit diesem Elementensysteme wurde von ihm die nachstehende Ephemeride gerechnet. m nun u mL 2 m mm nn na nen mm mn nn m ner me Ba BELA nm Tun an Ta a rue Zomur E n m A Vam 7 BAEEEEE BE a rn SER SE Ems Ze | | | = Mittl. Zeit Berlin | 0. app. Diff. p app: Diff. | logp en 3 I 1892 März ı6°5 |ı2h 45m 8808 E + 29°46'15'9 2: 9°8976 | 6m 3352 17°5 44 16°91 er 30 11 9:0 |" Eee 98924 28°4 18°5 43 22"90 ab 30 37 27'4 15426 9'8872 24°0 19°5 42 20'006 59-69 31 3 10'0 1544°9 9'8821 19°8 | 20°5 41 26°37 02-54 31 28 54°9 1545°7 9'8771 15°8 ZUNER 40 23'83 65:38 31 54 40°6 1544°4 9'8721 KLET 22-5 39 1845 Re 3220 25-0 1540 9'8072 6.6 23=5 38 ı10'22 For 32740, 2601 15362 9'8623 (2307 24°5 36 5921 73°75 33 II 42°3 Bear Rey | 5 53°5 25°5 35 45'406 76-Ay 33 37 ı2'2 1521°2 98528 54°7 20°5 34 28°99 79°17 34 2334 1510°0 98481 50'9 27°5 33 9'82 81:78 34 27 43°4 14974 9:8435 47'2 | 28°5 31 48:04 S4“32 34 52 40°8 1483-1 98390 430 29°5 30 2372 80-78 35 17 23'9 1466-7 | 9.3345 40° 1 30°5 28 5094 89° 17 35 41 50°6 aasEH |) assaı 36°7 März 315 27 27'77 91:46 36 5 59°0 1428-3 | 9 3257 333 April 1°5 25 56'31 a 36 29 47'3 at 9'8215 300 DS 24 22'065 a 36 53 13°7 ee 98173 26°9 375 22 46°90 97:76 37 ı6 16°6 1357°7 98132 23°8 45 21 9'14 GandE 37 38 54'3 area | 9280Dt 20'8 5°5 19 29'48 ee Se BE 17'8 6°5 17 48'03 ae 38 22 48:5 2 9'8o11 14°9 75 16 4:92 re 38 44 21 re a EELE, 12-1 8°5 I4 20°22 106.06 39 4 447 a, ER 9"3 9°5 12 34'106 107°37 39 24 55'0 ae 97396 6:6 10:5 10 46'79 ei r 39 44 31'4 11410 97858 40 11°5 8 5828 109-49 40 3 33°3 robert 12°5 ENTE 110446 40 22 o'2 a 9:7734 | 4 58°9 1.3105 5 1839 ee 40 39 50°6 el 506°4 14°5 3 27'2 GE 40 57 3'2 994,3.| 2.1712 54'0 In ana KT 112 BE 41 13 37°5 Be 9:7677 51:6 10°5 59 43°58 1xa"30|. 22003258 or6-ı | 97642 49°2 175 57 5128 VER 41 44 48°9 876-5 97607 406 9 18:5 55 58'854 112"39 41 59 25°4 aa | MONTSz2 446 19 5 54 6'45 ea 2 13 21°8 7a5°4 9:7538 42°3 20°5 2 1428 seh 4272043722 754°4 9:7503 40°1 215 50 22'48 LIT" 30 2 39 11:6 712-8 97469 37'9 22°5 48 31°18 or 42 51 4'4 brr=a.| 227433 ST] 23°5 4b 40'506 109*73 A3ms2 are8 6298 9°7401 33°5 24 5 44 50'83 108-773 43 12 45°6 588-7 97306 3174 25°5 43 2'ı10 ee 43 22 343 47:9 | 2.7332 293 26°5 41 14°50 106: 33 43 31 42°2 507:6 97298 27.2 27°5 39 2817 er 43 40 9'8 a6n2sı| 91208 25°1 28°5 37 43'2 10341 43 47 57°6 a ee 22°9 295 35 59'806 one 43 55 6°5 el ERREE 20:8 April 3 °5 34 18:04 oe 44 1372 ae 97157 18°7 145 32 3792 ; 44 7.30°2 Bm 97122 10°6 2:5 30 59°03 44 12 45°0 ee: 14° 5 35 29 23'17 94-61 44 17 24°7 244° 1 97048 12°3 45 27 48'56 9275 44 21 28°8 RE 9'7011 10°1 5°5 26 15:81 a aa 24 58°8 N EZ 7'9 6°5 24 44:88 Beten 44 27 56°0 148°0 9:6934 5°7 RR 23 15'81 87-17 44 30 210 i12.6 | 90894 3°5 Mai 85 |Iı 21 48°64 85-33 44 32 14:6 Er 9:6853 4, 132 I 509 Komet Winnecke. Aberr. - Diff. 6 app- Diff. log p | Zeit Mittl. Zeit Berlin 9. app- nel e 9:6853 qm 182 : a a "6812 | 3 58°9 een an = 85°33 44 33 37°9 544 ass 56°6 9°5 20 23°3 83 5» ee 2.6768 Be 10°5 18 Se 81°77 ne | 275 503 2 % ro ie = 44 34 55'7 29° 96635 49'4 12:5 16 SR 78°35 14 34 26:6 ER 3:0035 u us 13 27: a ee 194 | 9-6542 44°4 14°5 13 a 75'47 44 32 12°6 103°4 Sn 15°5 12 ee 74" 10 44 30 29'2 a u 10°5 II I 7290 44 28 22°4 1a023 A 324 17°5 10 = 71:88 44 25 55° 1 eh se 10.3 > 30 a BEST 193°3 | 9-6281 31.4 20:5 b ee 1os3E 44 19 48°4 2141 96224 286 20°5 6 ae 09°59 44 16 14°3 Es a 28:6 21°5 7, Ei 69°23 44 22 20°4 a 2 22°5 4 a 6915 A 272-1 en > 23°5 2 Res 69-37 Aue 350 a a Re 24°5 a Re 69:80 43 58 451 300° 2 9° 5910 en E zn 70°48 43 53 38°9 323°1 "5842 Ir 265 | 10 59 29°63 71'52 ME 8 1568 m I > su | He 357°0 | 9.5098 2 | 5 85 a | ra 9.5022 | 3, 237 nn z en De 43,30 2574 3883'2 95544 2 58°4 30-5 337 Bar en Mai 31°5 53 14'37 SEebE Ar 8 Se es a9 | 9-5379 51:8 En . a. 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Zeit Berlin 0. app. Diff. d app. | 1892 Juli 15°5 | 5h32m 6804 B — 1°13' 8°4 ; - I ae — 557°95 E j ee 85 | 5 5 5780| 4790| 7 one0 19° Su Doeır z 83 39 33.6 dos . Br ae ie Io 7 6 EG En 39573 R Mes 1 | = Se 34396 Es | 2305| 32 sone ll ze Ay2o 24:5 DrE 2727208308 2 ) 26° ae ee 28 5 : 1588 REN 18 ” es 29'5 5, 21288 E 19 31 26°6 sj9aR 4 1 40°74 20 13 10'6 Anbei 3.58, 10030 Tees 20 52 10°4 Aus Ma 54. DEN 2 3 x 2I 28 41'9 5 % Er 189'068 2 & | ae ee n : Tann A Er = ur Pe 150° 10 ee R SL Be | a 9°5 32 43°49 UN 25 16 157 10°5 30 18'335 ade 25 38 52°4 Rain 27 56:96 a = 260 o 32"9 12°5 25 37'47 a 20027. 2163 13°5 23 13750 26 41 20°4 145 21 ATS ee 27, 10,93207 15°5 ı8 4951 SR 27 100 0: 0 106 tr 133784 e sa ae 17°5 a ee Me US 12 "21 De, 28 Io 315 = 9 60-08 2 a: 28 26 E “= 20° ” e© 33 45 8 "6 aus |) u a 22°5 3 145 134°35 29 Io 1 2325| 3: 0) mosna we 29 24 24°9 24° 2 2.58 3 a | ee 20°5 54 10'00 la 30 ı 56'8 275 5ı 5181 219 BOnL3U RG 7 28:5 Ag 3024 75 29°5 27 N2r a8 a so eo 30:5 En ne 141°00 En Fe 58-3 Aue 105 22 > 141°95 > 2) & Aug. 3 2 29'27 142°89 30 53 0'0 Stein 105 40 648 143°72 = 2 2 3 2:76 Rus I 19°( | sa ee 45 32 5308 En 30 23. 1007 a er. Es sa; N "5 SE a 146°05 = = a 9°5 a 10 5 18 13°00 147734 ss 5o 164 11:5 Bel are 12"5 73.218270 ZIU AO 31 54 20°0 13%5 10 Sc | ars ass 14"5 8 24'00 210099 31 55 53°3 15°5 5 5706| 140734 | 31 55 33-4 10:5 a DE ee 18:5 58 43'25 ee 3I 5I 25'0 19°5 56 20°54 dur 31 48 43:6 20°5 33. Soc I41'43 Es he Br E SA DD 5 I =: 3908 Nee I Fr 12 39 Bm 28: I 4 29 7 139'47 sSwoccoor [> SO OWN DOT SI oO 0 DODODODODOODO OO OO. oaNS O0 g) @OSHARNHOVO in © 0 0 OT D - B2 Sun nu BR ner oe je a te} SEE N) VOOSOVSVVOVOVDODVDOSOOSDDODODSDOSODODODOC OO BDO DO .© DOOSuHonSsuakn6 wo SOoONnOSNOOWMWOMmA URÜUNHHOOOBDDOBDOUOOSO KR OmU HMO RSU U MO DOOOVOVODVDODODVDODODBDODODOD OO BWUPAHROD [nm WD Un On OL SD DNDWPOSEDR Komet Winnecke. Sl 2 5 5 | Een S an a | Aberı Mittl. Zeit Berlin 9. app. Dift. ö app. Diff. log p Zeit 1892 Sept. 21°5 ıhsım 39508 a aueaı 29.7 Be 97552 4m 4333 | | 75 ii a ea nn a ee I Fe BE | Busstabı|, “nase, a er = ET ee le N ee | h &) a 12406 so 5 10 500° 5 9° 8005 de 29°5 34 5'40 121° 55 30 49 40°5 529.8 | 2 8008 19°0 Sept. 30°5 32, 3::85 [18-03 30 40 50'7 558-5 | ? 8133 23°9 Ocean Bor uag2 PR Sosst 3202 Yo 9'8199 28°8 DER 235 8:06 en 30 21 46°3 98264 aaa 355 26 1513 ER 30 IT 34°0 6373 | ? 8329 38°9 +8 2 1 so Bann] ARoeE 9 8395 Eu | ee e 2 5154 10216 Zon3 E39 7045 9'085 5 54 | 2 19 9'383 99-27 29 26 48°7 7251 | ? 8592 6 00 > 8°5 17 3011 96-3 29 14 43:6 744°7 555 r 5 a re »orD 5 ee i $ 4 90:63 20 49 53 "5 7806 9 >79 ‘ , = 12 50'11 8737 28 36 34-9 797-8 9,8250 > ee a | I ee Ne er ee Eee re ER; nr 4 Fr Rs 2,32 = ne ns ae er 6 58°9 18:5 3 41:76 69:34 PORESEeB8 8790 | 9.0317 753 19°5 5 3536 Re 26 = S SeeR! asR2 ö IR 20'5 I 63°47 26 28 Bee 89374 Det 18°4 5 F 60°55 RER 9085 ee : 21'5 E03, 57'066 26 13 35°3 916-6 99513 251 22°5 059 33"08 5481 25 58 18°7 923°9 9'9579 318 23'5 5838.87 | 51.99 25 42 54°8 690-5 959644 3250 Oct. 245 | 0 57 46:88 — 25 27 24°35 99709 745°5 | j ü II. Vergleichssterne 1892. ‘ Zu em nachstehenden Verzeichnisse sei bemerkt, dass zur Reduction auf das mittlere Äquinoctium - 1892 durchwegs die Struve’sche Präcessionsconstante angewendet wurde, und dass die von Auwers in - den Nr. 3195 und 3414 der »Astronomischen Nachrichten« mitgetheilten Reductionen auf das System des 'Fundamentalkataloges der Zonenbeobachtungen der astronomischen Gesellschaft berücksichtigt sind. Von den südlichen Vergleichsternen sind sämmtliche verfügbare Quellen angegeben mit Ausnahme des im Auwer’schen Bradleykatalog vorkommenden Sternes Nr. 13, von dem nur die Position aus dem genannten f3 atalog und eine jüngeren Datums — aus dem Capkatalog 1890 — angeführt sind. Von den nördlichen Sternen "sind zwei von Herrn €. Oertel in München bezüglich ihrer E. B. untersucht worden; von den übrigen sind die Positionen nach Möglichkeit aus den Katalogen der Astr. Ges. adoptirt worden. Da bei denjenigen, welche noch anderswo vorzufinden waren, eine E. B. entweder nicht ersichtlich, oder nicht mit Sicherheit abzuleiten war, so wurde von einer weiteren Quellenangabe abgesehen. Die Positionen der Anschlusssterne rühren theils von den betreffenden Beobachtern her, theils sind dieselben an der hiesigen Sternwarte von Herrn Dr. Bidschof am Equatoreal coude nachträglich bestimmt worden, für welche Mühe ich dem er t } ‚genannten Herrn an dieser Stelle meinen besten Dank ausspreche. 512 Carl Hillebrand, Mittleres Äquinoctium 1892°0. N En | Nummer Oangenmlae [2 ö Bemerkungen un ee zen —— ame - er Aus benachbarten Stern- I Washingt. Merid. C.Z. 1006,20. .... ıı 3m33S19 — 26° ı6' 25'3 positionen sind empirische Mit 2@- 772,70 Zn gets 18°9 Correet. auf Argelander | Transit. Z. 90, 3I . 33'062 21'8 angebracht worden. | ve Bepem —26 20 22°0 !/s (Mer. + Mur. + Tr.). 2 Atgelander-WjeiSsusAn Er: a —2b 46 6'2 Gordoba GenAC-MToST Er re 52"41 96 2.2 Zoe 2"49 9°6 Batis. 15080 Er. - 52'45 9:8 Stone!Gape-Cr Aa 52'39 9'2 I 4 8243 —26 46 09,5 1/, (4/o Cord. G. C.+1/g Cord. Z. C.+-Par.+Stone). 3 Cordoba Gen. C. 1689 SEIEN 130 0287 —31 ı6 14°9 » ZONE a ee 1:94 12'060 we, ish, —31 ı6 13°7 1/, (Cord. G. C. + Cord. ZEN): 4 Gordoba Gen Crg1e 2a er ee —31 36 38°9 On. 18°33 Sup | Stone Gape-Or77or Re ee 18:31 39'0 | I v0 48.33 au 038 1/o (1/o Cord. G. C. + 1a Cord. Z. C.+Stone). 5 I 57 40° —30 55 6 A ee! —31 54 7 ZT —sT 54 8 Argelander-Weiss 1546 ar R 2 48 38'065 —30 ı6 29'7 Gordobald@en 7 E75090 I N nun 38'069 318 HC DL ee 3882 30°7 | 2 48 3875 —30 ı6 31'3 1/o (Cord, G. C. + Cord. l 2.C.). 9 Argelander-Weiss 1500 . 2 50, 2" 24 —30 16 53°5 Cordoba Gen. C. 3119 2.25 55'8 j FO en 222 54'5 j StonelGape-CH Ingmar: 2'23 55'2 ' 2.1050,,42%23 —30 ı6 55:2 1/9 (Io Cord. G. C.+1/g j Cord. Z.+Stone). 10 Argelander-Weiss 16004 . 0. 2...» 2 54 30'064 —29 20 187 5 BEUSSOILLROR GE RR 30'61 12°4 Cordoba ZIGEnVg22g Per. 30'65 12°4 G61doprZ Ge re 30'062 123 Stone Gape-Cr Ton ee 30'59 MT 2 54 30”0N —29. 20. 123 1/, (Brüssel-+ !/, Cord. G. C.-+1/ Cord. Z. C.+Stone). 11 Argelandeı Weiss 10700 2 2 56 10'"30 -30 8 8:9 f Gordobauz. KO: er Our 10°31 TA: a —30 8 ıı Cord. Z. C. } 12 Argelander-Weiss 1654... 2... 259 ı171°70 —29 39 4602 Gordoh21Gen.@ 3300 2 rn er 11'605 47'6 Be Ze: 11'75 ES] 2 59,11:70 —29 39 47'6 1/, (Cord. G. C. + Cord. 2.C.). 13 Bradley-Auwers as Er Sue 29.210 —29 24 46'7 Cape-C. ET a ® E Dear, 5 zere 2058 E. B. nach Auwers 1/, (3 Sa Bas He—29 72924027 Bradi.-+Capes). Komet Winecke. 513 Nummer Quelle % ö Bemerkungen Argelander-Weiss 1873. . . . . ... SWS 157122, —27 21 47°9 Gordopa Gen. 6.3752 . » - 2... 5779 49°6 | Gorlia sen ale ee 57'85 49°8 30 7210 2571382 —27 21 497 1/o (Cord. G. C. + Cord. 23G.). Lalande 7217 .. - Ders Brm48 78.287 —22 36 66'7 Argelander-Weiss Er ae: ME 8'30 56'6 Cordoba Gen. C. 4315 en er se Br 58°6 Stone Cape C. 1644 n 8.49 59°5 Radcliffe C. (2) 912 8:38 58-4 3 48 841 — 2282302 15920 1), (Cord. G. GC. + Stone —+- Radel.,). Lalande 7298 RE Kalle 3, 50° 3891 — 20 538,2056 BonnNBoeV ler ee ee 3862 1763 (SREELURTEON u aa aa a 3902 20°I = 3 50 38-89 —21 53 192 1/, (Bonn + 2 Cine.) Lalande 7311 . . EN 3,50 55:93 —2I 54 46°6 Argelander-Weiss 2196 0 Dar ar Den 46°o Gramm aaa 55:94 46°1 Radeliier@(a)lg23., Name 55°90 46'3 3. 505255,92 —21 54 402 1/, (Cine. + Radcl.,). Argelander-Weiss 2348 . 2. . . u...» 4 4 7'90 —19 25 2:5 Gneinnatin zo. were: ee Sue 807 5 a2 3207 10, 250 328 Cine. Argelander-Weiss 2301 . .. 2.2... A RR) —ı19 34. 11°7 Cineinnati 583. . . eale B 5:48 13:8 Radcliffe C. (2) 983 5'39 14'6 4 5 544 a0) ge er 1/, (Cine. —+- Radel.,). Palander Sum ee ee] —I9 17 ı1'3 BonnsBdAV IE See . 1109 9-1 ANGER NS Deo Kr ec 11'22 10°6 Einetmeulissie ar, oa 11'160 6'2 Radeliitei@ı (2) 985 Sa ar een 11°12 9:0 Asa rg 37 1/, (Bonn + 2 Arm., + 2 Cine. + 2 Radel.,). Argelander-Weiss 2428 . - . 2... 4 ı1 16°16 —ı8 36 43'4 Balandeisntge se. nee A130 55523 —ı17 58 ı3°1 BonneBdaV De re ee N 55'093 17.6 Paris , 5010 .. Er NR 56'09 De WERTET SEN Radcliffe C. (2) 1026 ee ALTE 55'94 17°2 4 13 55'94 ZT 1/3 (Bonn + 2 Radecl. 5). DE AH I —ı8 47 Valandessanist Dre er er 2920200,20.8% —ı13 52 30°6 Schjellerup 1449. » . 2... a 2660 31:8 Barseg22en an: er 26°75 32'2 BordopaXGen Gas007 aan 26°70 31°9 Radehtei@(2) 1073 0. un ae 2668 32°4 4 26 26°68 EEE 1/4 (Schj. + Par. + Cord. G. C.-+Radel.s). Balande 87450 2. na en... 4 31 5746 —15 8 46:3 Argelande-Weiss 2681 . . » 2. 2... 33 44'6 4305733 15 8 440 Argel. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL. Bd. ö 65 514 Carl Hillebrand, | Nummer Quelle | 0. | ö Bemerkungen | 26 Lalande 8880 . 4 36 40'32 —I2 4I 4° Schjelerup 1508 —9 40'35 36 Paris, 5390 . 40°43 68 Armagh , 580 . er 40'285 4'2 Cordoba Gen. C. 5281 40'45 2°9 | Radcliffe C. (2) ııı5 . 40'38 28 4 36 40'38 —I2 41 q°ı 1/, (Sehj.+-Par.;+ Arm., —+-Cord. G. C.+Radel.,). 27 Santini 453 . 4 48 59'b2 —II 17 46'ı 28 Wien-Ottakring Z. 207 4 49 35'22 — 9 57 41:3 29 SENUNITAK OB ee 4 52 5782 — 9 55 40'5 | Wien Ottakring Z. 207 57'53 38'9 | Ra 2571208 —9 55 39°4 1/, (Sant.-+-2 Wien-OÖtt.). 30 München 1092 ee AT 33T Ar io 2 Wien-Ottakring Z. 97 und 219 . 37 ı6 20 A737 70 —ı8 27 50% Wien-Ottakr. 31 Lalande 9981 — 2 BuTA 22.70 —2h I) AS Paris, 6140. . 22'067 22°3 Cordoba Gen. C. 6114 22'65 20 5 14 22°66 ze de 220 1/, (Par.3+Cord. G. C.). 32 A.S. Leiden Z. ı5, ı65 . 8 47 10'20 3 ze 33 A. G. Leiden Z. ı6, 165 . Pt u 4:20 % SE GE 34 A. G. Leiden Z. 32, 34, 283 8 53 30°43 34 2 9'8 35 Strassburg, Mikrom 9 0 18'99 942 32 Ataıy Anschluss an Nr. 36. 36 AIGaDEerdent/ 232 ZA 9 © 20°18 +34 35 KH 57 B.D. + 34° 1949. 97:27 T3u88 34 1972769 Ableitung der Position u. E. B. vom Herrn Dr. Oertel in München.S. Astr. Nachr. Nr. 3148. 38 Bonn, Bd. VI. a Du u ge +35 28 74 A. G. Lund Z. 150, 167 e 3'29 57, One +35 28 35°7 A. G. 39 Weisse „ 9A, 70, 71, 72 9 6 44'75 +35 32 59°2 ANGHEuUnde er 44°47 59'2 Briefl. Mitth. 9 06 44'47 +35 32 59'2 A.G. 40 > Z. 186, 193 . 9 14 35'75 +35 24 17'2 4ı z STILE: Or 2358 30,08 270270 42 > » 171,175... 9.25 4'95 +36 54 14'3 43 » SIT5O, TOT ee 9 25 20°96 +36 48 45°5 44 Göttingen, Mikrom. 9032 1174 +37 41 281 Anschl. an Par. 11914. 45 A. G. Lund, Z. 171, 175 00735, 02.719 +37 45 28'8 46 » > 171,175. 9 36 #29'17 137, 31a rag 47 > SENT TI SDR FE. 9 41 24°09 +38 5 425 48 Cincinnati Merid.-Beob. . . 9 42 52'54 +38 39 35°0 Komet Winnecke. Nummer Bmuzezialwe a d Bemerkungen AaGıbindamo,mszn on gl 49m 26541 38° 35" 34'9 > 186, 193 953230 333 » SIEG 9,.56.216-29 eo) ae » 2. 190, 183 . 9 56 29°29 +39 8 s®o A. G. Bonn 7488, Lund Z. 155, 159. TORE ABI A2 +39, 54. 973 2 7533 104592754539 4017 33103 1534 = 10 09 58'30 +40 34 510 » 7596 5 X et —+41 Tan > TOZSWER ® 100827 6° 11 +41 10 oh “ » 7630 KO Te 161377 40 49 506 » 7078 . IO 28 53°44 +41 26 09% » 7716 10 34 28:70 +42 5 23'8 a 7749 - 10723977 2:9535 +41 52 34°5 » 150 re Io 39 22'060 42 36. 27.8 » MOB re 10 41 50'06 +41 40 45'8 Wien, Mikrom. Io 42 33°40 A237 ıoı Anschl. an A.G. Bonn 7750.) Hamburg, Mikrom.. . . . ö Io 43 3036 +42 40 42'2 dto. 7734. A. G. Bonn 7784 . E 10 45 1506 42 49 20:0 > 1320.02... 10 49 34'706 +43 3 129 München, Mikrom. . . wn. 10 52 14°74 SEA a5 dto. 7855. » » B o Io: 282 30:92 1-45, 380 dto. 7855. ArGaBonne7syan ae . Tor Sa alı, +43 29 39°1 Mit E. B. > MSSET ne a ıI0O 54 34'21 +43 18 go'1 » SON or a le +43 45 48°4 > 7370... . 10 55 50°35 +43 57 50 München, Mikrom. . 5 Om 58 0335,58 +43 54 38°8 Anschl, an A.G. Bonn 7870. A.[G.Bonn 7894... . 10 59 843 43 43. 24°2 Wien, Mikroms icon. 10 59 41'92 +44 7 1019 dto. 7899. B. D..44° 20850. 30. un 20, 20264 +44 4 52'8 Besonders untersucht von Herrn Dr. Oertel in Münch. S. Astr. Nachr. Nr. 3148; ausser den dort benutzten Katalogen wurde hier noch Cine. 616 berücksichtigt. Bonn, Bd. VI, +44° 2058 . TI 2 50"57 +43 59 511 Wien, Mikrom. . : 2 31 22:83 4a a7 1303 Anschl. an A.G. Bonn 7890. München, Mikrom. . . . : IT 3 oH=61 +44 Io 36°2 Anschl. an Pulkowa 1733. Me Hamburg, > Fe 27°76 38'0 Anschl. an A. G. 11 3 27:69 +44 10 371 Bonn 7920 1/, (München+-Hamb.). 65* Carl Hillebrand, Nummer QENzeAlge [7 6 Bemerkungen A. G. Bonn 7910. in gm 35868 +43° 47' 33°6 München, Mikrom. ıı Br aliund: +43 58 78 Anschl. an Bonn B. VI. —+44° 2058. Strassburg, 2 Merid. Beob. . . 38:18 85 II 3 3818 +43 58 s- 5 Strassburg. A. G. Bonn 7920 . I A TAN SEAA e 202 München, Mikrom. . II 6 28:83 +44 14 29°9 Anschl. an Pulk. 1733 — A. G. Bonn 7920; letztere Position wurde benutzt. A. G. Bonn 7942 . ee le) 44 25, 14757. > 7958 . LIE EEE 05T 344 357 590 Wien, Mikrom. (B. D.-+44° 2078) . 1 2a +44 25 48° Anschl. an A.G. Bonn 7942, (B. D.+44° 2082). IN ns ro83 +44 37 ı16'2 dto. 8031. A. G. Bonn 8176 . 10,98 Foyegir url er gen » 8180. II 89 34°77 H43 48 32°9 » 8181 ı1 39 45'33 +43 54 0'8 » 8210 I 44 25°T10 +43 19 19'3 > 8233 & = II 47 4:04 DAS EeT 3 » 8239 - - I1 47 34'22 ne EC) > 8241 II 47 49'85 A432 nr 2027 > B254. a II 49 38°08 4277271520 > S2OHN Areas II 52 49-19 +42 26 o°ı Hamburg, Mikrom. . DEES2 glas SE A2EE AB ZEIE dto. 8254 A25G.7BONN8S ZU Eee ae: Il 58 43'26 +41 46 34 > 3302, Green. Dig S-AUETA E3U8 AGHEUNd Ze or 12 2 asyA +36; 24 59°2 Strassburg, Mikrom. . .. . 222 ed) Se Anschluss an A. G. Lund Z. 169, 173. IWIEnE AV leo ee u 12 29 42°45 30 Foo Anschluss an A. G. Lund Z. 169, 173. A. G. Leiden, Z. 30, 33 ı2 38 4o'ob 21330 505 A507 Wien, Mikrom. . . 12 41 59:93 +30 35 47°5 a an Lund Z. 43, A. G. Leiden, 2.43,44 2» co. 12,43 70%89 +30 59 85 > 2. 43, 44 12 43 3:14 E31 Paso » Hi AA OS . ı2 48 23'89 +30 42 o0r4 Komet Winnecke. a I Ill. Beobachtung der Erscheinung 1892. Der Komet wurde im Ganzen 172mal beobachtet. Das Haupteontingent der Beobachtungen vor dem - Perihel lieferten die Sternwarten zu Hamburg, Wien, München, Genf, Algier und Karlsruhe, ausserdem _ wurde er noch in Rom, Washington, Strassburg, Göttingen, Cincinnati, Northfield, Berlin, Jena, Marseille, Greenwich, Kremsmünster und Toulouse beobachtet; das ganze Beobachtungsmaterial nach dem Perihel lieferte fast ausschliesslich Windsor, von welcher Sternwarte die grösste Beobachtungsreihe — es sind nicht weniger als fünfunddreissig Beobachtungen gemacht worden — vorliegt. Nachstehend die Resultate der Beobachtungen, geordnet nach den Beobachtungsorten, nebst Angabe der Reduction auf den scheinbaren Ort, der Parallaxe und der Abweichung von der Ephemeride. l N 2 Reduction auf | a le Differenz | d Belle Differenz PS Datom 5 E | der arallaxe | Be Ortszeit | > So Komet — Stern | scheinb. Ort Beob.-Rechn. Fi 52 4892 Ss le | E ® = Oo | | Q Am z |. AR D @.\ D AR | D AR | 2 Sn |z | | = Algier. Beobachter: R=Ramband, S=Sy. Quelle: Compt. rend. B. 114, pag. 992 = Bull. astr. Bd. 9, pag. 298. 12 April zo Jjıoh rom 568|22, 10) 97| —om 28589 — o' 7'8| +ı5g91| + 2'8| +0508| —0'6 | 40533] — vs R 14 20 II 0222720, 14) 97| —o 3395| + o z2r'5| +1°91| + 2°8 —+0'35 212) 0°'09 4'9, S 15 22 ır 37 9110, 83 95) 41 23:14] —ıo 42'9| +1°89| 4 2°8| +0°56) —o'7 | —o'47| —ı3°1| R 20 25, Ir 8 36 |18, ı2| 92] —ı 24°46| + 2 57°7| +1°86| + 3°7|) +0'52| —ı°o | —o'ı6| — 8°9| S 21 2 It 43 32 l18,ı2| 92| —ı 27'19l 4 3 10'7| +1°86| + 3'7| +0°68| —o'3 o'ıı — 90 R 22 26 jo 6 g9|15,10| 89) +2 55°60| — 2 53°4| +1'82| + 4°4| +0'24| —ı'8 | —-ı'24| — 67|S 23 26 |ıo 33 30 |14,10| 89) +2 5417| — 2 42°3| +1'82| + 4'4| +0'38| —ı'5 | —o’sol — 6°4| R 3ı | Mai 16 8 56 52 jı5,ı0) 86| +ı 21'82| — 5 31°2| +1'3060| + 9'2| +0°54| —ı'9 -0'38| — s5’ol R 32 16 9 17 10 |15,10| 86| +1 20'46| — 5 35°8| +1'36| + 9°2| +0°66| —ı°6 | —o's9| — 7'7| S 33 ı7 |1o ı6 23 [15,10] 85| +1 24°58| 4 2 221) +1'33| + 9°4| +1°02| —o'2 | —0'97| — 8°6| S 68 28 9 ı5 715,18 75| —ı 5937| —o 32°4| +1°05| +10°4| +ı°14| -3:4 | —0°40| + o°5|R 69 28 O3 395 110 205 07240281 -.1,05 5: 10”4 1527 —r2 | —or50l = 5:41 S 72 30 9 56 z2ı |2o,ı2) 70 +o 22'41|l +0 53°8 -+0'97| +10°6| +1°45 DT 039 Des 73 30 95.56.30. 20572 7°| —+o 21'24| +0 47°1l +0°97| +10°6 +1'54| —3'7 | —ı'46| — =.) R Bemerkungen des Beobachters: La comete de Winnecke, malgre sa faiblesse extreme, a pu &tre observee ä l’&quatoreal coude de 0”318. La partie la plus intense de la nebulosit& est ronde, d’environ 2’ de diametre, avec un point brillant central, qui apparait par Eclats; mais la nebulosite semble s’etendre A une tres grande distance au dela. Berlin. Beobachter: W=Wiitt. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 133, pag. 385. h 17 | April 23 |ı2 50 48|5,5|94| -o 59°57| —2 54°3 | +0°96| —3°4 | +0°67| + 4'9| —o'75| —7'6 |W 116 | Juni 24 lıı 36 ı2|6,6|45| —3 2361| —S 58'ı | —o'o7| +9°6 | +2'02| +40'0) —2'34| +2'2 |W Bemerkungen des Beobachters: April 23. Komet ungemein schwach, zeitweilig fixsternartiger Kern aufleuchtend. Vergr. 200fach. Juni 24. Komet ziemlich hell, sehr scharf ausgebildeter fixsternartiger Kern. Vergr. 200fach. 518 Carl Hillebrand, | | © IE Differenz | An Differenz = Date &0 | cn den | Parallaxe Ss.» o I < Br - E | E en er > © Komet — Stern | scheinb. Ort | Beob.-Rechn. 5 E< 1892 = 8 3 au zur AR | D | AR | ne.i: | D. | a) z S |Z | | 2} Cincinnatti. Beobachter: P= Porter. Quelle: Astr. Journ. Bd. 13, pag. 6. | | Bu N 109 | Juni 20o |ıch s;m335| 8, 6|sı | om ı18547| —4 45°6 | +o®21| 410°3| +2$80| 420°9| — 1874 5'’g |P 113 | 22 19, Erg Br 8; 6148| +1 47'35| —2 33°4 | —o'12| + 9:9, +2'95)| +19°8 —ı'89 —3'4 |P 119 25 9 13 20 | 8, s —2 35°51| —4 19'7 | en + 9°2| +3°23| +26°1 Fr —b'2 |P Genf. Beobachter: K= Kammermann. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 131, pag 401 und Bd. 132, pag. 27. 8 April I 8 48 30 | 7, 3l101| +0 19'16| +o 37'0 | +1'84| — 5°5) —0o'38| + 3°0| +1'67| —88°0| K 13 2o |Iı ı2 52 |13, 4| 97) —o 33°98| +o 24'7 | +1°91| 4 1:9] +0'33| + 1°5| —o°61| + 3:3) K 28 Mai ıı |ız 30 54 jı2, 4| 88| +2 24°63| —2 331 | +1'48| + 8°4 +0°98| +4 4°2| —o 59 — 2’ı K 29 13 9 33 53 [20,10] 88] —o 640] —-2 591 | +1'45| + 87) +0'56| + 1°5| —0'04| — 2'7| K 35 20 |10 54 4112, A| 8385| —2 0942| —6 373 | 41:27) 4 9©7| Hırıı) 4 5071| 0756| oA 36 21 9,23 ı |ı2, 4] 79|l +1 54°86| —ı 41 | +4ı1'21| + 9°9 +0'77| + 2'5| —4'33| —ı2°ol K 43 2 9 5ı ı9 |ı2, 6| 77| +ı 45'83| —ı 9o0| -+ı 13| —+10°2| +1'00| + 3°9| —o'28| + 2°8| K 48 25 9 51 352 jı2z, 8| 77) #0 36°05| —6 0°; | +r'ıı) +10°3) +1'04| + 4°2| —o'25| + 04 K 64 27 to ıı 56 3, ı| 721 3 5°43| #2 25°8 | +1:06| +10°6| +1'19| + 5°6| —0':44| — 44 K 65 27 |to ı9 ı5|ı1, 6) 75| -—o 4912) +4 520 | +ı 06) +ı10:6| +1'22| + 5'8| —o'28| — 0o‘4| K 7x 30 9 49 45 |20, 8| 70| +o 24'04| +0 56°5 | +0°97| +10°6| +1'22| + 5'7| —o'o2) — ıo K | | I 86 Juni 6 9 48 31 |20, 10) 65| +0 24'42| —o 54'9 | +0'7b| +10 8 +1'54| + 8°6| —0'93 5'3/ K 88 7 9 35 47 |19,10| 64| —o 31°26| —5 53°2 | +0'73| +10'8| +1'55| + 8°5| —o'20| — 0'3| K 90 10 9 47 30 |17, 6) 60| +o 57'35| —2 15°6 | +0°63| +10°8| +1 76) +ı1'0| —o'31 33! K 124 27 |lo ı4 10 |ıı, 4| 38) +ı 38°22| —4 49°4 | —o:ı0l + 8:8 +2°77| +39°8) ---ı'37)| + z’ıl K En Bemerkungen des Beobachters: April 1. Komet an der Grenze der Sichtbarkeit. Himmel dunstig. Beobachtung unsicher. 20. Gleiche Bemerkung. Mai 11. Komet verschwindet zuletzt im Dunst. Beobachtung während der Mondesfinsterniss an- gestellt. 20. Komet im zweizölligen Sucher sichtbar. Juni 6. Der Komet erscheint als nebliger Fleck ohne centrale Verdichtung. Man ist nicht immer sicher, die Mitte zu beobachten. » 27. Luft sehr unruhig. Die Beobachtung wird durch einen Baum in nächster Nähe der Stern- warte unterbrochen. Derselbe verhindert ebenfalls die Beobachtungen an den folgenden Tagen. gone Göttingen. Beobachter: S= Schur. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 132, pag. 229. | | 59 | Mai 20 | nr 8 |77| —o 38'67 II 44'4 —1'10| +10'4| +1'28| +10'7| +0°91| +11" 74 | 30 |ıı qı 58 8 |70 o 23°8 +0'97| +10'6)| +1'37| +ız'ı1| —o'23) — Zu 7 —+o 18:44 + I 12 159) —ı 50:79 + 3 16°9 —+0'54| +10°7| +1'84| +20'4| —1'43 5 2. 743 ı2 |57| —o 45°98| — 6b 46°0 -+0°45| +10'7| +1'94| +22°0) —ı'47 117 DAS TI 2a RG | 8144| —o Sn — 5 2'60 +0 05| + 9°6| +2'14 +38°9| —2'41| — SS OoOBSsP$ nnmnının Komet Winnecke. 519 * i ; Reduction auf | | : &n a j , | - g nn. Eu Differenz | En Parallege Differenz = Ortszeit = 3 Komet--Stern | scheinb. Ort | Beob.-Rechn. | 5 3 j & | 2 1892 | 8 Ä | F ge Zr EN p|Iı a D AR p |I% a N IzZ | | | m Bemerkungen des Beobachters: Mai 26. Komet mit halbem Objectiv sehr schwach. Beobachtung äusserst schwierig. » 830. Sehr schwierige Messung; grosse ausgedehnte Nebelmasse. Juni 13. Komet bei der hellen Beleuchtung des Himmels etwas schwach. » 15. Himmelsgrund sehr hell. » 24. Komet recht hell, sternartige Verdichtung. ” Grenwich. Beobachter: C= Crammelin. Quelle: Monthly Not. 52, pag 605. ’ 126 | Juni 27 oh 35m 7838| 2 39| —oM 21873) +ı1' 48"9| -—o'ı6) +8°8 | —+2°39 +43°1| —2'7ı1| —ı7'4| | | | Bemerkungen des Beobachters: The observation is corrected for refraction, but not for parallaxe (Correction : —0’13, +1'9). ‘The comparison star is a close triple, the components being nearly equal. The mean of their places has been used; as the triplieity was not noticed with the law power employed. The comet was very bright at June 27. and was readily visible in spite of the bright twilight. Hamburg. Beobachter: L—= Luther, S=Schorr. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 131. pag. 89 u. Bd. 134, pag. 373. Apıl 15 |9 47 5133 6l100| —ı 25'701 —2 5r’ı | +1'94| — o'2| —o’ı3]l +4 3'3| —o'22| — 7'5| L 17 |ıo ı 22 123, 0) 99| —o 45'37 — —+1'94| + 0'7| —o'o4 — —0rO5| nee L 19 9 38 44 |35, 6) 98) +ı 25°'40| —3 ı-8 | +1"90| + 1°9| —o'08| + 3'0| —o’20| —ır'ı) L 23 lıo 45 27 |24, 4| 94| —o sr’ıgl —53 49°4 | +1°88| + 3 0) +0°26| + 3°2| —o'40l — 7'5| L 24, 11203633122, 4195 _ +1 287 | -+1'88| + 3'2 — SFLNEN n00R0R — WE 27 9 56 ı|8, 3) 89) #1 1302) #5 212 | +ı1'81| +4 4°5| #016) + 2°9| —o'19| — 5'2| S 27 jıo ı9 28 |ı2, 3] 89| +1 11°49| 45 33:0 | +1°81]| + 4°5| +0o'26| 4 3°I o'ool — r’ı| L 29 jıı 52 40 |24, 4| Sıl —3 47'98| +0 49'3 | #180) + 4°9| +0°63| + 4°6| +o'06| — 7'4| L Mai 2ı |ı2 36 35 |2o, 4| 8S0| #ı 4512 45 38 | +ı'21l + 9°9| +1°16| +ır°0| —o'ı15| — 4'3| S 22 |ı2 36 34 |25, 4| 80) +0 35°97| +1 9°7 | #r'ıg9| +ıo'0o| +r’18| +ı1'4| —o'08| — 3 4| S 23 lız 34 30 Jıo, 2| 83| —ı 20'38| +2 20° | #118] +ı10°0| +1'20| +ı1'7| —o'59| + 3°1| S 24 |ır 46 54 |2o, 4| 77| +1 ar'ıs)ı —ı 35°4 | 40°97| +10°6| +1°17|) +ı10°2| —o'ıı]) + 2°7| S 25 |ız 27 33 jıo, 3] 78| — 21°64| —ı 37°8 | 1713| +10°2| +1°23| +12°2| —0'97| — 1°5| S 30 |ı2 54 14 |28, 5| 70| #o 14'28| +o z’3 | +0°97| +10'6| +1°31) +15°'06| —o’53| — 0°6 S 3 |ıı 59 39 |20, 4| 70| —ı 2:25) —6 113 | +0°95| +1o°6| +1°35) +13°8| —o'56| — 2'1| S Juni I | 43 21 |9, 3] 67| —2 4447| —ı 50'2 | +0°94| +10°06| 41'360 +13'6) —o'04| — ı'8| S 3 j1ı2 18 38120, 4| 67) —o 44'74| -o 5r‘ı | +0°86| +10°7| +1:39| +10°5| —o°55| — 1'3 S) 6 jıı 32 58 Jı7, 4| 65| +0 ı17:60| —ı 30°6 | +0°76| +10'8| +1°50| +16°0| —0'93| + 8:0| S Zu 23972197 mA 31 02) 52 26 171 6 13°2 | -ro7u 10:9) 1 48| +20'ıl —0o'33| + 4°2| S 18 |ı2 15 3120, 4| 54| —2 10:45) —3 382 | +0°34| +10°4| +1°75| +31°0| --0°97| + 3°06| S 27 |lıı 19 35 |9, o| 38| +1 1914 —_ —0'09 — —+-2'00 — —TUSG| > nen s 520 Nummer der Carl Hillebrand, Datum Ortszeit 1892 Differenz Komet — Stern Reduction auf den scheinb. Ort Differenz Beob.-Rechn. Parallaxe Beobachtung Zahl der Vergl. Beobachter Mai Juni DD mw Porn m 5. Komet trotz guter Luft an der Grenze der Sichtbarkeit. Bemerkungen des Beobachters: Beobachtung daher sehr schwierig und wenig sicher. Komet sehr schwach. Nachbarstern 10. Gr. schwächt ihn noch mehr. . Komet an der Grenze der Sichtbarkeit mit Kernchen wenig heller wie 13”. Beobachtung sehr schwierig. u. 24. Komet sehr schwach und schwierig zu beobachten. Komet erscheint wesentlich besser als an den vorhergehenden Tagen. Deutlicher Kern 12”, coma 1’—11/,‘. Komet erscheint heute wesentlich heller mit Kern 12". Komet hat einen deutlichen Kern 12:5 Grösse, . Kern 113”, coma 11), . . Komet scheinbar schwächer als gestern; Kern 11:6”. Luft sehr schlecht. Luft sehr schlecht. Beobachtung sehr schwierig; Komet schwach, nur mit Mühe wahrzu- nehmen. . Komet sehr schwach, Luft schlecht. . Komet äusserst schwach, Luft sehr schlecht, der ganze Himmel mit Wolken bezogen. . Ebenso; heftiger Wind. . Mondschein, Komet schwach, Luft sehr gut. . Ebenso. . Ein Stern 11” steht dicht dabei und stört sehr; Mondschein. . Beobachtung durch Wolken; Komet an der Grenze der Sichtbarkeit. Heller Mondschein. . Deutlicher Kern 11"; Luft sehr schlecht; Declination schlecht, da die Fäden nicht hell genug beleuchtet werden konnten. . Komet äusserst schwach, ganz in der Nähe des Horizontes. Helle Dämmerung. Wolken ver- hindern weitere Anschlüsse. Beobachter: K=Knopf. Jena. Quelle: Briefl. Mitth. | ! 98 | Juni 13 |ı2b 28m ıs sg| —2m 0862| + 2' 39’ıl +0854| +10'7| +1872| +24'7 125 u us Wo 2 —o 19:65) —ıı 330) —o'09| + 8°8| +2 13) +45 '9 e = | Karlsruhe. Beobachter: R= Ristenpart. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 133, pag. 323. 2 53 Mai 25. 1222200 89 8 77| #o 29°23|l — 6 31°5| +0°95| +10°7| +1'36| +ı1:0| —o’14| + 5°5| R 60 26 |ı2 20 40 Ö 77| —o 41’ı0) —ıı 46°1| +0°93| +10'8| +1 38| +ı1'8| +0°46| + 0'3|R 61 262 |127 28 Z40 5 761 —o 8:52] —ı4 27°1| #109] +10'4| +1'38| +ı1'8| +8°48| —ı17'0/ R 67 27 |ı2 ıo 45 jo, 8| 75| —o 54°55| +4 13°1| +1°06| +10°4| +1:39| +ır"4| —0’39| —10'4| R 75 | 30o lıı 42 59 lo, ıı) 70| +o ı9'ııl + o 19°0| 4+0°97| +ro’6| +1°45| +ı1°5| +0'92) — 5'2| R 6 | 30o |ı2 o 58|6, o| 70) +o 17'98 _ —+0'97| +10°6| +1'46 —_ 0777| wanna R 2 bs. Comet Winnecke. © [8% ER nn nn l &n > Differenz Reduction auf er Direfenz | 5 Dat SE | den Parallaxe In) s3 atum O = @ Komet— Stern | scheinb. Ort Beob.-Rechn. 5 8 - | zE ö 1892 En | m I | . ga ee AR D AR D AR D AR Deo 2 N & a 91 |! Juni 10 |ıoh s5ma4s®8lo, 2) bo] +om 56568] —2' ı5"r | +oSo2| +10°'9| +1872| +13"0| —0°09| + 3'1| R | 92 1o 10 33 453 |4, 6| 0600| —-O 53°95| —2 24'4 | +0'°62| +10°9| +1'78| +14'6 —+0"09| + zıı R| 95 135 BOB OT ETE49 E95 ATI EOS FA 10 7 EEE 17 2 032 375 R| 97 we \hisr 6 50.5, 0590| —r 50°05 —_ | +0°54| +10'7| —+1'94 = —OL Yard R | 105 ı8 10 8 26 |ı, 2) 54| —ı 48°19| —2 41'8 | +0'34| +10'4 2°22| +21°5| —ı°60l +17'7| Rı Irı 21 |Io 7 8 |ı, 6 50| —o 53'09| +2 50'353 | +0'20| +ıo'I| +2 41| +26°2) —o:66| + 1'9 R | | | | | | | Bemerkungen des Beobachters: Mai 25. Zuerst beobachtet als kernlose Nebelmasse. » 26. Beobachtung schwierig. » 27. Gut zu beobachten bei ausgezeichneter Luft. » 30. Komet wegen Mond und Dunst sehr schwach, oft kaum zu sehen. Beobachtung anstrengend, zuletzt weniger, da Mond tiefer steht. Auch stört der helle Vergleichstern 6°2". | | Juni 10. Komet wegen der Dämmerung und des steigenden Mondes ein sehr schwieriges und immer schwierigeres Object. » 13. Komet etwa 1’ Durchmesser mit centraler Verdichtung ohne scharf ausgesprochenen Kern. » 18. Beobachtung unvollständig wegen Wolken. » 21. Komet trotz der hellen Dämmerung nicht gerade schwierig. Kremsmünster. Beobachter: S=Schwab. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 132, pag. 133. I | | N | | 230 | Juni 280 110 200,32 | 6 36 —3 14'64| —9 7'3 | —o'13|) +8°6 | 3 +44°5| us —12'3| S | | ) | | | Bemerkungen des Beobachters: Juni 28. Grosser Kern; wegen tiefen Standes verwaschen. Marseille. Beobachter: B= Borelly. Quelle: Bull. astr. Bd. 10, pag. 13. | | | | er | 169. | Sept. 26 lı2 10 36 |5,5|3|1-+ı 16:58| —2 451 | +3°07| -F22°9| —o 23| +13'8| —o'ı2) +8’ ı | B 171 | Oet. Tas or 35 AS les, 5| 2| —2 1717| —ı 265 | +3 28| +17°6| —o‘o8| + 9°6) +0'33| +5°5 | B München. Beobachter: O = Oertel Quelle: Astr. Nachr. Bd. 132, pag. 57 | | 37 | Mai 2 en a 57, 6,84 —ı 16°94| +0 59°3 | +1'24| + 9°8| +1'30| +9°9 | —ı'37| —ı9'4| O 39 Br rise 20 20.7 2 27:0 | rr20ol 3879 +17°22| 4-73 | 0:05) — 3:70 45 24 |Io 8 48 BD, a u 43odı, —ı 28°9 | —+0'97| +10°6' +1'24| +7'4 —0'29| — 2'4 [6] 51 25 |ıo 40 20 |ı8, 6, 82 =2 ya) = ee a) Sea ee Zar atum o = 7 “ 52 5 2 _ heinb. Ort = : 35 | Os | > @ Komet— Stern scheinb. Or Beob.-Rechn 5 52 1892 a gi = .| = re Ban =uG | I | 8 Em | = lı AR D AR D AR D AR D Ile Z | | N IZ | a re En — - nenn — m ln 82 | Juni 2 |rol 46m 588] o, 2|69| — | — 3' 8:6 —. | ro: ge Eee — 5:00 83 | 2 |ıo 58 41 |24, 8] 68 | —ım48549| — 2 59'6 0390) —+10°7| +1?51) +10°0| —0$19| — 4:90 54 2 |ıo 58 40 |ı6, 0(069| —2 4'89 +0:90) —_ —+-I'51 u —Or AM ee 16) 93 | ıı |1o 33 36 Jı5, 5|61| —6 18:67] +0, 0°8| +0'64 -+ıo'7| +1'85| +ı5'1l —o'83| — 0:1] O 107 19 |To 55 39 J18, 6553| —ı 12°52| + ı 23°5| +0'29 +ı10'3| 4227| +26°ı| —ı'15| — 2'900 115 24 io 7 9Jı5, 5l46) —4 1647| + ı 21:6] #007) + 9°5| #262] +32:1| —2°25| — 6:110 123 26 |to 20o 7|15, 5490| —7 48'21| —o 35'9| —o 05) + 8°8| +2°64| +40°8| —ı"63| — 7'710 132 | 28 10 45 ı8 |9, 3137| —5 18:08) 4 5 277 -o:13| + 5°7| +2°46| #457] —ı 70| —ı5 5/0 | | Bemerkungen des Beobachters: Mai 21. Beobachtungen nicht völlig sicher; am Schluss Wolken. Komet noch etwas schwierig. 22. Vorzügliche Luft, Komet erscheint als elliptischer Nebel, mit schwachem, aber deutlich erkennbaren Kern. Beobachtungen sicher. 24. Luft 2, Komet ist gut sichtbar, ebenso sein Kern. 25. Komet ziemlich hell, länglich; deutlicher Kern, ebenfalls länglich. Luft 8. 27. Luft gut; Durchmesser des Kometen in der Richtung des Parallels etwa 1’5, senkrecht darauf I”. Juni 2. Luft 2, mondhell. Komet sehr schwach und verwaschen, jedoch Kern sichtbar. » 11. Luft 2, mondhell. Komet schwach. » 19. Luft 3, Komet ziemlich hell. » 24. Luft 2, später 1. Beobachtung sehr sicher. Komet sehr hell, mit intensivem Kern von etwa 10. Grösse. 27. Luft 2, Mond am Westhimmel. Komet zeigt heute einen merklichen, im Positionswinkel 45° liegenden Schweif. » 28. Luft 4, schlecht. Komet stand schon ganz nahe am Horizont und verschwand nach der dritten Einstellung hinter der westlichen Kuppel. 26 | Apri Northfield. Beobachter: W—= Wilson. Quelle: Astr. Jour. Bd. 12, pag. 183. | | | | U F232 nt 2540 22% |0,244100)| 2809102 | + ı ı6'3| #1'81| + 4 7| +0°73|) +2°2 | 40°43| — 9°3)W 50 | Mai 2 10 38 48 |9, 4|81 I-3 15:02 +9 4o'5| +ı ı3| +1o'1) +1'26| +5°4 | —o'40| — 4'3)W 172 | Oct. 20 |10 54 30 | 9,6 1-2 19°63 | +1 = =7 —+17'4| —o o1| +9°4 | +o'21| +10 1 W | | In Bemerkungen des Beobachters: April 28. Comet visible in 5-inch finder. About 2’ in diameter. Nucleus well-defined; about 11 mag. Mai October 25. Easily seen in 5-inch finder. Head at least 3’ in diameter. Nucleus well-defined; 11". 20. Comet very faint, round, 1’ in diameter, with central condensation. Komet Winnecke. 529 a nn — — — —— mn nn | x ne | En U RR Differenz , Reduction auf at Deenz | g Datum | = |% | den | Parallaxe Eu a © r en Tee 4 el = ° 35 Ortszeit | > je Komet — Stern | scheinb. Ort 3eob.-Rechn. | = = 5 1892 | = 2 2 = = Rei 5 8 N | | l ® 5 Se AR D R | D AR | D AR D 2 z Sellz | | | | [20) Rom. Beobachter: M=Millosevich. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 130, pag. 235 | | | | 102 | Juni 17 |rob z4m28®8 9, 3|55 +2!" 34801] — 1! sırıl 40835) +10’4| 42544 +19'5| —05S46) — 2’5|M 108 20 9 ıo 6|Jı2, 4511| +2 1:08) + 2 28°8| -+0°23| —+1o'2 —+2'59 16°8 1'24 o'7|M 112 22 9 37 6|ı2, 4|49| —3 8:13) + 8 5o'r| +o’ı6| + 9°9| +2 82| 4+22°3| —2:41| + o°5|M 114 23 98:35) 73541.0,, 2147| 1 740204, +8 ı19'5 +o'ın + 9°7) +2°90| —+24°5 —2'44| — r'ıM 118 25 9 40 53 |6, 4|42| —o 32'85| + 6 ıo'ı) +o’ı1ı) + 9°3) —+3°04 +29°5| —2'40| — 7'3|M 121 26 9 14 8|ıı, 441) —I 7:19 +4 47'1l —0.060 —+ 9°I) +43'15| +29°3 2-11] 7'3|M 128 28 09222827476, 02|32 273590 231212772729, 0:15 582515 32241 3527| —3 95| —10-91M 133 29 O9 74 A220, 2|32|+o 4:39 —4 94 au 32 Ste arte, = o0o/M Strassburg. Beobachter: K=Kobold. Quelle: Astr. Nachr. Bd. 134, pag. 171. | | | | | | 7| März 3ı Jı2 7 10 |lıo, ı0lıo2| —o 17'201 — o 34°3] +1'82| — 5°8| -+0°06| + 2°8| —o'32| — ı'7| K 42 | Mai 22 9,32 37 vo, alzıı 1 47227, 1 9:3) —+1'13| +#+10°2| +0°88| + 4'ı| —0o'09| — 2'ı| K 49 25 62.259, 33 107 4282 —e 55:06 + 0o 38'7| #1°13| #101] +1°04| + 5'2| —o'35| — 3°5| K 79 | Juni I 9 54 44 20, 8| 71l —2 3855| — ı 14°6| +0°93| +ıo°6] +1'27| + 7'3| —o'07| + 7'9| K 101 ı6 |ıo 49 57 20, 8| 58| —4 58°47| — ı ee Sri Sees) Sram) San I a K 131 28 |ıo 23 25 |ıs, 8| 35| —3 22°03| — 7 33'7| —o’ı2) + 8:6) +2°59| +44 1] —ı:93| — 2°9| K | | | | | Bemerkungen des Beobachters: Mai 24. Ein runder Nebel, 2’ gross, gegen die Mitte heller, aber ohne eigentlichen Kern. Juni 16. Bei sehr dunstiger Luft schwierig zu beobachten, da eine Verdichtung nicht vorhanden. | Später wird bemerkt, dass der zu den Einstellungen benützte Faden schlaff geworden war; möglicherweise ist dadurch schon die Declinationsbestimmung betroffen. 28. Komet 1’ gross, rund, mit centraler Verdichtung. Genau nach Norden ein breiter schweif- artiger Ansatz. Toulouse. Beobachter: C = Cosserat. Quelle: Bull. astr. Bd. 11, pag. 101. | | | | | 18 Apres 2a to 32 0) 112.112|'92)| 1-0 | sa 1871 5,028 20221-070112 2 C | | NEE Washington. Beobachter: F=Frisby. Quelle: Astr. Jour. Bd. 12, pag. 30 und 54. 55 | Mai DR To oo Tas 3 Kosor| Fro os +rnr2| FH IorT) +7°22| 271 0247| 99 F 70 28 9, a7 les, 3l70| +2 38-81 17 45 6| —+ro1| 4+10°4| +1'12| 4 2°4— 1:04 — ro'2| F 81 | Juni De Torre 3: 00:00) — 2 5751| -+0:95| 10:6) +1759| + 5 2] 0705| - 275) E 100 RT o 40 |20, 4|56| +ı 4o'26| — o 32°4| +0'44| +10'7| +2'36| +18°7+ 7"20+ 42°6|F| 103 17 |it ı9 55 jo, 4l55| +ı 2159| — 6 37’4| +0°35| +10°6 2°:50| +22°5|— o 62 — o'g9 F 120 25 lıı 32 4|Jıo, 2|43| —3 9°57| —o 3:3] +0'o2| + 9'2| +3°01| +33°3 +17'36|+-120°0| F 134 29 9 'ı9 ı6 Jı5, 3133| —3 46°41| — 3 257] —o 16. + 8'2 216, 4376| — 3°26+ Es DR) 66% ro [BE Carl Hillebrand, März 18 20. 20: > vellL Mai 14. Beer: 18. 3 DA Bo! mer DT: Di: Juni 12 Bemerkungen des Beobachters: . u. 19. Himmel ausserordentlich rein. Komet äusserst schwach und klein, etwa 5’ im Durch- messer mit einem deutlichen fixsternartigen Kern 16. Grösse. (Wiederauffindung). Luft sehr rein. Komet sehr schwach, kaum zu sehen. Er gleicht einem blassen, runden Nebelfleck von ca. 10” Durchmesser mit etwas hellerer Mitte. Etwas dunstig. Komet sehr schwach und daher schwer zu beobachten. Coma '/,' Durch- messer. Luft sehr gut. Komet schon viel heller, aber immerhin noch schwach. '/,’ Durchmesser; griesiger Kern. Luft sehr ruhig und rein. Komet schon recht hell = %95". Coma 3° Durchmesser, ver- waschener Kern. Komet recht hell. Ziemlich scharf begrenzter Kern, der von einer hellen Coma von !/,' Durch- messer umgeben ist, die dann allmählig in eine blassere Nebelhülle von 5° Durchmesser übergeht. . Runde Coma von 3’—4’ Durchmesser; Kern fast '/,’ gross und ziemlich hell—= * 10". bestimmt auf 6° Durchmesser ausgedehnt, rund; Helligkeit des Kometen etwa = * 9”. Komet im Sucher von 1'/, Zoll Öffnung als kleiner Nebelfleck zu erkennen, so gut wie ein Stern 9:52. Komet im Sucher leicht sichtbar. Ein fixsternartiger Kern 12." zuerst von einer hellen Coma von !/,’ Durchmesser umgeben, die dann immer blasser wird und sich unter einem Durchmesser von ca. 6’ allmählig verliert. Wahrnehmbarkeit des Kometen im Sucher 9". . Wahrnehmbarkeit 8”, | | | | | x | $ ze | en | | le Differenz Du az Parallax Differenz | = zZ | matım | = en u | won arallaxe a & | E - ‚I 6) Komet— Stern | scheinb. Ort Beob.-Rechn. 4 [E95 Ortszeit li Lv | DVS 1892 2 | = 3 Eo I = | 5 = 5 30 4 63]—ır 41'306) + 0 57°9| +o°65| --10°6| +1°90| -—15'7| —ı'o2| —3'0 |H 104 | El 8 54— I 4617] — ı 55°4| -50°34| +10°4| +2°25| +23°0| —o'’g9ıl +0 3 |H 110 21. MORE 3258 8 2—4 10'44| + 2 21°9| +0'22| +1ıo0°1I 2'41| +28°ıl —2'ı8| —3°5 |H 122 27, |Noms2owssT 6 40|— 7 45'32| — 0 15:0) —o’o5| + 8-8| +2°59| +41'°7| —2'52 —7'3 |H 129 28 10 28.9 4 37-5 3:067| + 7 ....| —o’ıı]l + 8°5| +2°58 — — 1: 83 IE H Hellste Partie des Kometen '/,’ Durchmesser mit starker Verdichtung in der Mitte. Coma Komet Winnecke. 325 | * Moon R ed ti < f pp a = h Differenz e Bee au n " | Differenz at WER = en Parallaxe | Ep: en Ortszeit = 3 Komet—Stern scheinb. Ort | Beob.-Rechn. |. | -o = R= 3 er 218 — Face Ze E2 EA | | I =; a ee) | = AR | D | AR D R | D | AR D 3, zZ N |IZ | | ja) Juni 18. Komet im Sucher so leicht zu erkennen, wie einer der beiden Sterne BD.+40° 2286 (6:8") und 2288 (73%); angenommen 7:0". » 21. Helligkeitseindruck des Kometen im Sucher 6!/,"— 7". » 27. Komet nicht heller als Juni 21., offenbar nur wegen eines tieferen Standes. Windsor. Beobachter: T —= Tebbutt. Quelle: Monthly Not. 53, pag. 70 = Astr. Nachr. Bd. 131, pag. 405. | e 1 | 135 | Juli 17 17h 48m 5785| 10 |z3ı | Homssssal + 2! 32"3]| —osııl +12°1) —2883) —31°1) —ı566| 4 9-8 T 136 | Kom 10, 2 10 |30| #1 s8-r5| — 0 5500| -oro2| {13:61 2:72] 27:61 — 1:24 ı 6-77 137 | 20 |17 41 30 | 1o |29| -o 37:80 — 2 23°5| +o'or| +14°3 2:36 —24'9| —0'98 ZIEH 138 | 20 17 248 38 8 |28| +2 42°560| —o 46°7| +40°02| +14°4| —2'30) —24 7 1'07 OA“ 139 21 DE 30r mb 14 27, —3 1705| — 5 7'8| +0°04| —+14°9| 2'209 23.2 IE AS NETT 140 | Ze NS 2 20270 0753072 5 E02) 1550 2'27 219 werT o'6| T 141 2a asmarı 5 124| 47 Ir’ö65| — ı 51°9| +0'19| +16°7)] —ı'82| —ı9°1| —0'89| + 4°2|T 142 24 17 26 26| 8 |25| —3 3877| + 8 53°0| +0°17| +17°0| —r'89| —ı8°1|l —ı'20| + 9°7| T 143 27 |17 35 ı6| ır |22) +0 6:79 +7 31°2| +0°34| +18°9| —ı°43| —ı3°8| —0'93| +17°0| T | 144 28.116 37 29% ıo |2ı| —ı 2:85| — o 44'9| +0°38| +19°3| —ı°86| —ı4 7) 1°09| +412'ı| T 145 | DSH NORIT 147 ea is Serlıcı) 220, Zone ne el) ee] oe At 146 2 klar Rue & ıo |18| +2 1'60| + 2 38°6 +0'44 —+19°9| —ı'87| —ı4'2| —0°67| +10°6| T 147 29, 1b 10 2 ıo |z2o| +4o 5857| —5 179 +0'44| -E1956| — 1287| 14°2| —o&6rl + Seo T 148 29 |16 57 ı7 7 \19| +0 5745| Hı1o 3174| 70°44| +19°9| —ı"55| —ı2:7) —0'45| +10°7| T 149 | Aug. 2 hen Rey nes oo a ee | ed Serie] Zu oe er Tr 150 2 EINER GEaLE 9 1777| +ı 26°47| — ı 7:6 -+0°64 +21°7] —1°54| — 1006| —0°2060| +15°1| T 151 3 |ı5s 54 24 | 10 |ı5s| -+ır 12'591 + 7 49°1| -+0°68| +22'1| —ı°56 10°4 o‘52| +21°3| T 152 ı5 |13 so 8| ı2 |ı4| —2 2704| +8 24 0| +1'24| -H25°5| —ı47| 79 —o'2ı| +17'3| T 153 BI NIS RT AS 8 /Jıo| +7 9:54 o 13°6| 4+1'72) -+20°7| —1'0060 — 4'4| +0'44| +17 °'6| T 154 a | SE IE nero rscol FT 63] 26280 7:00) aa 0209| rss 155 PS SP ron mel 2 ale 6 23: er 74 +26°9| —ı°08 — 4°5| +0°09| +16°5| T | 150 20073, 2a, Io || —ı 1835| +9 51'3| +1'80| +27'0| —0o‘99| — 3°9 —o’ı1) +20°2) T 157 Een 10 8| +3 54°57) + 6 30°5| +1'89| +27'0| -0'89| — 3°3) -o’46| -Fı3-8| T 158 Ze 50022 ro 9| +2 31.18) +6 54'1| +1'88| +27°0) —0'89| — 3°3| -+0°54| -+18-5| T Bau sept. 10° 10 0.45 | 10 6| +0 43°27] — 9 52°2| +2°76| +25°4| —I'00) — 47 ..... Soelt 160 20, tor 0 as To 7, —2 19:91| = 0 59°7| +2°74| +25°5| 1700| — 4°7| 220eel sans m 161 ya ro 36.805.470 6| —ı 45'311 — 8 43°6| +2°78| +25°3| —o’88| — 3°5| 22222.| ee. Nr 162 ı7 | 36 5| ıo | 7|-4 4847] +o 8'3| +27 Se = = worsea| vonoae ur 103 TO DL Tor 3 5 5 2 7:38) + ı 44'2| +2°84| 2439| 03750 255 Sen een. Ak 164 as der 5 6| —4 1313| — 6 54°6| +2 80) —+25'2 —0:75| — 2 ohoonall godane m 105 127 Julie ran 03 5 7| —-7 16:36) + ı 58°7| -+2°78| +25°3| —o’75| — 2°5 end. AN 106 DO LI AO As 10 4| +2 34°29| —Io 12°9| +2°g1| -+24°5| —0o°54 — ı1°5 -+0°59| +19°ı) T 167 227 |ror 33 58 | 15 al —ı 58 05| — 2 28°5| +2°95| +24'2| —0'74 — 2°6| +0°49| 4173| T 108 20, In 073 282710 3) +2 15'77 o 0'2| 43°07 -+23°0 —o'52) — ı°6 -+0°07 +14'5| T 170 2 un er 4 3| +o 2'090 + 7 31'4| 43°09| +22'9| —o 38) — I’ı) —0'99| -+32'0) T me | | | (Die Beobachtung Juli 17 wurde am 4'/,zölligen, alle übrigen am 8zölligen Refractor gemacht. Sept. 27 stand im Mittelpunkte des Kometen ein Stern 10”, der von der centralen Verdichtung nicht zu trennen war.) Ermittelt man aus den hier angeführten Daten die scheinbaren Orte des Kometen und ordnet dieselben nun nach den Beobachtungszeiten, so erhält man die folgende Zusammenstellung, zu welcher noch bemerkt werden soll, dass die auf den Meridian von Berlin redueirten Beobachtungszeiten bereits um die Aberrations- zeit vermindert sind, und zwar unter Anwendung der Struve’schen Aberrationsconstanten 497°8. In der letzten Columne sollen jene Daten Platz finden, die geeignet erscheinen, von vornherein das Gewicht 526 Carl Hillebrand, der Beobachtung zu beeinträchtigen. Dabei bedeutet x und z'. dass die Beobachtung vom Beobachter selbst als unsicher, respective sehr unsicher bezeichnet wurde, a, dass der Vergleichstern nur in einem älteren Katalog vorkommt, und A, dass derselbe ein Anschlussstern ist. Bei den Beobachtungen, denen 1 das Gewicht O oder ',, beigelegt wurde, ist dies neben dem Beobachtungsorte angegeben. ı 60 | ” a5 | Beobachtung- ;& | Or Datum R D Rechnung Sr mittl. Berliner Zeit z> IAR'cosD| AD 1 | Wien’. ne 3 WMETZENSERTZTD ı2h43m 27836 +30°35'15°1| — 5’2| + 31 A 2 a RER oe 1843722 43 26°85|+30 35 417) + 62 —e2020 3 A are 19°41153 2322 51-1 3180894350 Berg 1958 4 20°37944 ea eo en 5 25°53009 35 4368433 33 22 + 60 + 4'ı Ju 6 .. 3149307 2 een) Tee an era = 095 A 7a | StraSsSDUrge 3151675 27 253941130, 6 214 — 309 — A 32 NGEnBErFe Er oe Arc 1'38331 26 8:76+30 25 337) + ı5o| — 38o|u u) Hamburger reelle 15'41382 I SASNoB IL ATT2, 1528 2 per —-— 75| ul | Io » I 17'42380 LIU 7 5 0107 0 —. 06 ee | I1 > Ag 19°40813 54 16°57|442 12 5506| — 2'2 — ırı | n! A Day EAISTELIEe er en 20°44979 52 20290442 25 545| + 3'7 — 3'8 DSL GENTW ls 20'48414 2 15'45|442 26 28°2| — 6'7 + 3'3|u TAB ALBIETI. en er ls 20'48834 52 15'50|442 26 23'2]| — ı'0 — 49 15 er ao 22°50971 48 29°64,+442 5o 580) — 5'2 — 131 Io E Hamburee nr Per Een 23°45456 46 45'17)443 1387 — 4°4 - 75|u er72nBerlin. A oc. o 23°53219 46 306°27 +43 2 29°1 — 82 — 7% 18% RO UlOUSeNE Er 24'46890 44 54'23443 12 197) + o'1ı — 069 sernon] BETam br ser .o| 24"53175 A RE SE Ic ee u — 1718| u 208 | WAlgtenzn ur re | 2548997 43 3°02|443 22 197) — 1'7 — 89 | 21 » 25'51422 43. 0.A5|-1.43.22 33a er — 9'0 22 » 2644662 41 1897443 31 6°3| — ı3°5 — 6'7 23 Sr 26°465061 41 1768443 31 17 7) — 5°5 — 64 24 | Hamburg 2742034 39 3646443 39 257) — zı — 5'2 25 » 27'43062 39 34°87)+43 39 37°7 aranı Ts Er 26 | Northfield a Eee 28°78878 37 13'69)443 49 56°ıı + 4'6 — 9'3 242 | Hlambure? So er. 29°50139 35 59°78|443 54 59°6| + 0° — TER, 28 |hGenf 2 Mann An720 17 3762444 34 57 — 6353| — zı A 29 5 NEL RE HEHE re ee 13°41598 15 67141444 34 2733| — 04 a, A Sana Wienkae cc va we ee 1442861 13 48°51444 33 370) + 34 + 0'3 A 31 | Algier. RR BORN 16'39903 ıT 20°23|-+44 530 35°7| — 41 — 5'0 | 32 » een. Bi 16'413512 V12182.09101,44230.031.24 0053 en | 33 Be EU Fo ee 17'45428 ı1o 2°62|444 28 20 Il — 10'4 — 8:6 10.3441 Were er SEE 18°39641 S 5598444 26 77) + zo| — 1:9 SSH GENE nn En 20.471859 | 6 >28°051194. 10537 - ol oA 36 ee N ne 21'40808 | 5 1967444 16 22:7) — 406°5 — 12'0 A Sa München eG 21°52091 5 14°43|444 15 48°9| — 1437| 4 |% A SCH SEN HEN nenn 2153249 5 1525444 ı6 27 — 1°6 43 392 "München ne 22°47740 4 2.9 595|-1.440 72522 22 ZZ 020, 207 | Hamprre gr a er EN 22°53251 | 4 8509|) -AAIR2 ET = 0,9 ze 41 » ee ES 23"53111 2 56°53|444 8 2°0| —.. 063 + z31ı|ı 42 Strässpurge 2441090 ı 55°92|444 3 57°8| — 20 Zr 28 434 GENE a2 ee RER: 24:42844 1254200244 2355759 3 ou 28 \ N Te a Kot d Be 24 "44241 Sa 7 HAAS 3 An 22er: a Ara | Münchener. 2440709 I SEHE E AA Zar Sg er — 2 402 | Hamburger en 2449809 2 .49°93| 144 3) 38-2) — 152 a ao A| Wien. re 2542098 07745750 1437597 23507 21.7 2259 — GBR NGEUENE ee 2542802 o 4486443 59 6°7) — 27| + 04 49 | Strassburg . en 2542970 o 4469443 59 2'5| — 3°8 Ze 30, Kos WIEN Ir ne tn 25'43932 o 43°21|443 58 552) — 12°5 30 Bay | Miinchen er 25°45153 o 43°:33 +43 58 50°5| — 1:9 a 2 > N. or 2547617 o 41'2114+43 58 47'060 re rd SanlKarisruher 0 se 2552558 9, 38:18 443 58 ago ru Er a 545 OH amburs es | 25°52635 o 37°29|4+43 58 35°7)| — 10'5 2% @ Su B\Washingtong we 25006575 o 2801443 57 45°9| — 5'2 ze) 7 Sr NEO Se ec 25°73730 o 23'05443 57 2906| — 44 Ze ) a5, 1, Münchener 2 eK 2646701 10 59 306°94+43 53 39°0)| — ı1'3 — 41073 58 > a 20°48119 Some 3oubo 1 1an53Ea7.u7 ro A 59, |.Göttingen .. Eee 2650200 s9 30°35|443 53 49°5| + 9'7 + 114 | u! 903 Karlsruhe See 20°53153 597 2785443 53 29°3]| + 5°0 at O3 61 > . Oo 26°53153 59 3587-443 53 12°0| + 917 a or | A | | | | . ı l E Komet Winnecke. oO [68] SI] ——_ _ _ _ __===—=—___ä_ä_ä_ä2ä666eeeeeee | | # a n Beobachtung- | 158 25 R | D Rechnung; ie E mittl. Berliner Zeit e— = = z° AAR'cosD| AD — tee — BeeWieneee en 2.0. dc. Mai 2738668 ıohs8m 25563|+43°48'54'7| — ro | a 63 3 ae Er er 27'43088 58 2260443 48 30°4| — 5°'5 — 84 u, (OT er Er 27'44286 58 21°80|4+43 48 50°4| — 4°8 | = Ana) 65 De, ee Mer ae: ca 27°44794 58 2159443 48 3260| — 370| — 04 BREI München = a... se | 27°'47824 | 58 19°531443 48 2355| — 17 | + or5 DaeRarlstuhe ... 2 20:0... & 27°51912 58 16.331443 47 59 ı| — 4°2| — ı0:4 2 ASS es a re 2841209 DZ LASER 35 ra Et ocise| 69 SE re ae 1 28°42774 57 10°00|443 42 5500| — 54| — 54| BWashington „2.2... 2863600 56 54°09|443 41 37'5| — 113 — 10'2 2 (Er 30°427506 54 3938443 30 5ı’9) — o'2 — 10 72 | Algier. ae 3044080 54 37°98|433 30 46°2| — 4242| — ı©7 | 73 re) 30°44 101 54 30°90|743 30 40°5| — 15'9 a #13 74 | Göttingen ON En 30"49495 54 33°93|4+43 30 25°0| — 2'5 er NETT. 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Sekten Senne lei se 22°40215 | 40 21'26|438 44 57°2)| — 283°2 = ou; Bee nGmeinnati. mr are 2265619 44 42°87|438 37 31°3| — 221 Zu I14 | Rom 23°40113 | 39 40°46|+38 ı4 56°2| — 287 — 11 115 | München ee ZASA2SS3 | 52 15°39437 38 17=5| — 26°7.)| — 6-1 eWBerlin.. re 20. 2005: 2448238 31. :49°5314+37 37 20°3| — 27°8 SL 0 BuRGöttlingen 0. 0 0. 2448351 31 48'95|437 37 14'0| — 28°6 — 17 A Be ROW nn 25°40490 24 35°25|437 ı 31 2827, — 73 119 | Cineinnati . ... . N 2505494 22 3269436 50 29'9| — 23° —. 6.2 220,1 Washington . - . - . -.. „© 2573082 22 14°24436 49 19°7| -+-208°06 —+-120'0 er Rom . 26380635 9 17 19°47+36 17 33°1| — 25°6 3 122 | Wien . 2742802 9) 297435 24 52°7)| — 30'8 978 Bea Munchen =... one. 27'43464 DIES 3135248 3059 gg | 77, GENE ee nen 2744506 Be ee | TER | VE a? 27°'47478 6 26°86+35 22 20°9 — 27'5 — 06% a BebeiGreenwich.. . . =. 0.00.49 2747730 6 24°97+435 22 2'2| — 33'°2 — 174 a eHelEHamBUurg ;, 4.04 202 0, 0© 27°48047 RE ET ee gro ee | 2285 | Ro er EN 28°39216 8 57 32°75|434 29 219) — 24'1 — 16°9 BErBlEWIenl . © cc us to 28°42711 Dr 12:38. eo‘ — 16°5 o >28 Carl Hillebrand, = | 2; f Pe | Beobachtung- 58 Ostzr i 2 f R D Rechnung o* mittl. Berliner Zeit u = © AAR'cosD AD 130 | Kremsmünster . . . . ». .| Juni 2843420 sh57m 7899)4+34°26'47'5| — 17'9 — ı12'3 131 | Strassburg . 28°447063 5060 59°43|+34 2b 0'5| — 23'9 250 A | 132 | München 28°45210 56 56'93|+34 25 36°0| — 2ı'0 —_— 155 |u 133 | Rom De era 0. 29° 380686 47 17'701+33 24 30°4| — ı18°9 oo | 134 | Washington nr 2903874 44 34'224+33 6 3506| — ar'ı + r5 13 Windsor ee li 17 35971 5 ı5 15'260 — 457 9°1| — 24'8 + 9'8 150 19°33918 459 32:57|— 8 24 1'7)| — ı8'6 + 06'7 137 20'35453 Se 17395958, 1355| ra — 225 138 20°35453 el ER ET Ze > 139 21'34709 45 40332111 23 2°2| — 51°3 + ı'2 a 140 22'33038 39 31'93|—12 40 339 — 64 | — 0:6 141 » 23°35934 33. 3070 13,54, 20:9 | 13 000 42 142 24°34387 28 ı6'87|—14 59 52°7| — 17'2 —+ I0'1 a 143 27'34988 le Nor || Seo) 144 28°30576 To 1831-18 37 23°7| — 15'5 + ı2'1 a 145 28'30576 ER | einem .an.o co 140 29'29435 6 8"24|-19 22 19°2| — 09°8 + 10°6 147 29'29435 6 8:30|—ı9 22 2ııı — 8909| + 8:9 148 ee co) 29°32344 [0 178|—=19 23 35°5| — 64 + I10°7 149 | » A ee Are 228998 352 21°321—2I 55 453°%0| — 06°0 —+ 14'2 150 » | 2'28998 52 21.4921 55 4279| = 307 are I5I 327958 49 2012| —22 27 582 — 7'2 + 213 152 15°19280 197 Boss —2y ar Kerr 28 + 17'3 153 23 19791 ı 40'81|—-29 20 3606| + 5'7 + 17'6 154 | 23°19791 I 40'86|—29 20 5°4 + 06:5 + 15'8 155 | 25'18156 2 57 10°'92|—29 45 48'°2| + 12 + ı16°5 150 26° 18841 54 52°77|—29 57 57°0) — 15 + 20"2 | 157 | 27°19654 52 34°32—30 9 37'ı| + 6o —+ 18°8 158 > ann oo: 2719054 2 34°40|—-30 9 37°4 + 09 + 185 159 » ee | WSERLE 008237, FRE O0 BA Gr: 160 » ES Kalcı 60 ab 106°03237 161 » ee Er ee 17050686 RR Pe ODE TE LE Kr ee 162 » a bee Ach: 17'05086 eh 08 |N6% au era er | 1063 » re AL 18'08041 Re ra 99 or || antreten | 164 > De a ae ae We ee 1808041 ar er aaenwer Nor 5 u | 105 » Wo en oe ac 1808041 EEK Se a Et Be Re EEE SG | 166 » ee a ee 20°10788 154 54°99|—31 46 28°3| + 7°5 + 19'1 | 1067 » ON En oe 22'05510 50 2249-31 38 46.1 + 63 1703 | 168 | > B s 20 07568 472,209 ST 215 52 org —+ 14'5 | 169 | Marseille ro er 2652005 40 21'29)—-3I 12 519g) — T';5 + 81 1704 Windson.sik- ea 2709666 39 6'67|—-31ı 8 20°5| — 12'7 + 3200| u | I71ı Marseille, ur OR 2 38°46|—26 44 15°8| + 4°4 + 5'5|u | 1720| Noithiielde: er 20°74545 ı 16 95|—26 24 5ı°5| + 2°8 —+ 10'1 au | | | IV. Bildung der Normalorte. Bei der Bildung der Normalorte wurden die Beobachtungen 1 bis 8 nicht mit einbezogen, da nach den Bemerkungen der Beobachter bei dem gänzlichen Fehlen einer centralen Verdichtung ein sicheres Pointiren völligen ausgeschlossen war, ein Umstand, der auch in den Beträgen: Beobachtung — Rechnung zum Aus- druck kommt. Ebenso wurden die letzten zwei isolirten Beobachtungen 171 und 172 nicht berück- sichtigt. Bei der Art der Vertheilung der übrigen Beobachtungen war es möglich, die Normalorte so zu wählen, dass dieselben durch gleiche — dreissigtägige — Intervalle getrennt sind. Der erste Normalort wurde aus den Beobachtungen 9—27 abgeleitet. Dieselben ergeben zunächst April 2436701 Ancosö = —2'42 Aö= —7'15; dabei ist zu bemerken, dass hier und auch bei den folgenden Ableitungen Beobachtungen, welche an einem und demselben Tage und am gleichen Orte gemacht wurden, zu Einer Beobachtung zusammen- gezogen wurden. Pi Komet Winnecke. 529 Zieht man die Beobachtungen 9— 18 und 20—27 zu je einem Orte zusammen, so erhält man für die Grössen Aa. cos ö und Aö Beträge, welche als tägliche Änderung derselben die Werthe +0'336 und --0'025 ergeben. Wählt man nun April 26:0 als Zeit des ersten Normalortes, welches Vorgehen weiter unten seine Begründung finden wird, so erhält man als ersten Normalort: April 26:0 Aa cosö = —1'87 B— —7'11. Von Mai 11. ab folgt nun eine ununterbrochene Beobachtungsreihe bis Juni 29. Dieselbe soll zur Bildung von zwei Normalorten verwendet werden. Um nun das vorgesetzte Intervall zwischen Epochen je zwei auf einander folgender Normalorte einzuhalten, ohne ein Missverhältniss in der Zahl der verwendeten Beobachtungen einzuführen, so wurde versucht, innerhalb dieser Reihe die Grössen Aa cos und Aö in der Form darzustellen. Aucosö = A+B(t—T)+C(— T)? Aö = A'+B'(t—T)+C’(i—T)*? “ Zu diesem Behufe wurden die Beobachtungen in kleineren Gruppen vereinigt und so zur Ermittlung der Grössen A...C’ verwendet. Setzt man T = Juni 6:0, so erhält man: Nr. der Beob. t—T Au. cos 6 AB 28— 34 — 2273307 — 2'28 — 83'559 39— 46 — 1480247 — 2:58 — 1:57 47 — 61 — 12°35519 — 4:86 — 4:38 62— 78 — 8:87968 — 5'16 — 3:49 79-—— 89 — .3'06996 — 3:38 + 0:26 90— 98 + 6:16914 — 9:00 + 1:47 99— 109 + 12:25766 — 12°45 — 1:58 110—117 + 17:32598 -—— 26:79 — 1'87 118— 134 + 21:52863 — 23:46 — 7:78 Führt man diese Grössen in die obigen Relationen ein, so erhält man für je drei Unbekannte neun Gleichungen, aus denen dieselben nach der Methode der kleinsten Quadrate bestimmt werden können. Setzt man &=0'LA und &=0:1A’, macht man weiters die Gleichungen homogen durch Ein- führung der Unbekannten n==21035667.3 e= 2:71334.C e==al2189607629, 213320, wo die Co£ficienten logarithmisch angesetzt sind, und führt als Fehlereinheit für die Gleichungen in Rectascension eine Zahl ein, deren Logarithmus 142797, für die in Declination eine Zahl, deren Logarithmus 0:89098 ist, so erhält man die folgenden Gleichungssysteme, in welchen die numerischen Grössen logarithmisch angegeben sind: Rectascension Declination EN &+0,00000 n-+0: 00000 & — 8,92996 9,65925 £+9,81367 7+9:62733 6 — 8,98365 930492 £+9,73518 7+9:47036 £ — 9,25867 9 75049 &+9,591737+9:18346 C — 928468 9,65185 &+9,13046 7+8:26093 C — 910095 8:52399 &+9-43356 +8867 110 — 9,52627 927634 &+9:73174n+9:46348 5 — 9,66720 9:30768 £+9-88203 7+9:76406 C — 0,00000 9:38086 &+9'97635 +9 932708 = 9 94236 0:00000 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. 530 Carl Hillebrand, Daraus ergeben sich die folgenden Normalgleichungen: Rectascension. + 8:0900 &+0:0201 n+9:3732 & = —0'3358 — 0:0201 &+3:7320 n—0:02995 = —1'5945 + 0:3732 &+4:02999+2:52215 = — 17371. Declination. + 0:0900 8—0:0201 n’+0:3732 €’ = —0'2891 — 0:0201 &8+3:7320 n7’—0:0299 € = — 0: 1239 + 0:3732 8 —0 0299 n’+2:5221 ( = — 18576. Die Auflösung derselben ergibt: log & — 0,39165 log € — 9,63100 log n — 9,64657 log’ — 8,61194 log {= 9,51776 log € — 9,2850. Mit Rücksicht auf die angenommenen Homogenitätsfactoren und Fehlereinheiten erhält man dann folgende Darstellung: Ancosd = —6'601—9 : 71787 (t—Juni 6:0)— 8: 23239 (—Juni 6 0)? Ad — —0'333—8: 14625 (E—Juni 6:0)—8 00614 (t—Juni 60)*, wobei die überstrichenen Zahlen Logarithmen sind. Ermittelt man darnach für die # der einzelnen Gleichungen die Werthe Aa.cosö und Aö und bildet die Differenzen. Beobachtung— Rechnung, so erhält man als Quadratsumme derselben für Rectascension 6592, für Declination 3158. Die Grösse [nn,] war für Rectascension gleich 0°0919, für Declination 0-5227 gefunden worden, welche Grössen nach Befreiung von den Fehlereinheiten die Werthe 65°96, beziehungsweise 31:62 ergeben, in guter Übereinstimmung mit der Summe der Fehlerquadrate. Unter Anwendung dieser Formel erhält man die beiden Normalorte Mai 260 Narcoso=- 91509 Aö= —1'4l, Juni 25:0 Aacos6 = —22:69 An ADB Das gleiche Verfahren wurde auf die zusammenhängende Reihe von Beobachtungen nach dem Perihel angewendet, die sich von Juli 17. bis August 27. erstreckt. Man erhält in gleicher Weise wie oben, wenn T = August 7°0 ist: Nr. der Beob. t—T Au. cosd A3 135—138 —18:98219 — 19:53 — 4 80 139 —142 —15'15333 — 1665 + 3:73 143— 148 — 968010 — 12:40 +13:37 149 —151 — 4:21522 — 6:03 +17'98 152 + 8:19286 — 2:80 +17'30 153 — 158 +18 °44111 + 3:06 +18:01. Komet Winnecke. Do Nimmt man als Logarithmus der Fehlereinheit in Rectascension 129070, in Declination 125551 und führt als Unbekannte ein E=g14 2 01 n = 1:27835 B u’ = 127835 B’ = 255670 C (= 2-55670 C.. wobei die Coefficienten von B...C’ logarithmisch sind, so ergeben sich die beiden Gleichungssysteme Rectascension Declination &+0,00000 7-+0:00000 £ = 0,00000 9 42573 &+9,90216 n+9 80432 { = 993071 9:31620 &+9,70753 n+9 41506 & = 9,80272 9:87062 &+9,34647 7 +8°69294 5 = 9 48962 9:99928 &+9:63508 7+9:270168 = 9,19646 9-98254 = &+9:98744 7+9°97488 5 = 9: 19502 000000. Daraus resultiren als Normalgleichungen: Rectascension. +0:0600 &—0: 1127 7+0°3077 5 = — 0:2783 —0:1127 5+3°0768 n—0'6551& = +2:1633 +0:3077 &—0:6551 n+2'4017 & = —1'6025. Declination. +0:0600 € —0:1127 7'+0:3077 0 — +0:3642 —0: 1127 € +3:0768 7 —0'6551 ! = +0°8871 +0:3077 € —0:6551 7’ +2 4017 ' = +1:2307. Die Auflösung derselben ergibt: log & = 0, 43963 log &' = 1'03246 log = 9'75458 log n' = 9: 72337 los;G== 9720327 log. = 9,85971. Die Grössen Aa. cosö und Ad dieser Beobachtungsreihe werden darnach dargestellt durch: Ancosö—= — 5'374+9' 76693 (August 7 0)—7' 93727 (—August 70)? Aö — +19-407-+9: 70053 (t—August 7° 0)—8° 55852 (t— August 7:0)? Ermittelt man die Werthe dieser Grössen für die # der obigen sechs Orte, so findet man als Summe der Quadrate der übrig bleibenden Fehler für Rectascension 7:38, für Declination 26:48. Die Rechnung ergab für [nn,] für Rectascension 0:0191, für Declination 0'0815, woraus mit Berück- sichtigung der Fehlereinheiten in befriedigender Übereinstimmung die Werthe 7:29 und 2644 folgen. Mit Hilfe dieser Darstellung wurden zwei weitere Normalorte gebildet: Juli 25°0 Aacosö = — 14'44 Aoer or August 24:0 Aacosö=+ 2 07 Aö = +17°48. 67* D Carl Hillebrand, Sy Schliesslich wurden die Beobachtungen 166—170 zu einem sechsten Normalort zusammengezogen. Man erhält zunächst Sept. 2369122 Na.cos0 = -F3:580 Are jr Die Beobachtungen ergeben als tägliche Änderungen dieser Grössen — 1'379, resp. —1"322, woraus als sechster Normalort folgt: Sept. 23:0 Aaucosö= +4'25 Ad = + 15'686. Da diese letzte Gruppe wegen der geringen Zahl der Beobachtungen den unsichersten Ort liefert so war es wünschenswerth, den Normalort möglichst wenig weit von dem Mittel der Beobachtungen anzunehmen und behufs Herhaltung des gleichen Intervalles lieber den ersten Normalort zu verlegen. Eine Zusammenstellung der sechs Normalorte der Erscheinung 1892 und Reduction auf den Jahres- anfang gibt: I. April 260 ll. Mai A6°0 III. Juli 25°0 a. (Ephem.) 1792.82000222 le le als 17 Au — 2'6 — 4'1 —28°5 Red. -— 84 —12°9 —17°6 Sn 175 31 51-8 165 0 57-7 141 57 15-6 ° (Ephem.) +43 27 13°3 +43 56 14-1 +37 17 33°2 A& —7'1 —1'4 —4'3 Red. +0°5 +12 +0°3 Os +43 27 6:7 +43 56 13°9 2.37, 21002959 IV. Juli 25-0 V. Aug. 240 VI. Sept. 23-0 o. (Ephem.) 66° 14’ 10'2 44° 57’ 56'3 (0% Au — 15:0 + 24 + 5:0 Red. — 154 — 19:9 —24°9 a 66 18 89-8 44 57 38-8 27 2 40-3 ö (Ephem,) —15- 40. 53-7 ag —31 34 29-6 A& +6°8 +17°5 +15'7 Red. —8°9 —11'4 —12'6 On: —15 40 55°8 —29 30 55°3 —31 34 26°5. V. Anschluss der Elemente an die Beobachtungen. Die Differentialguotienten wurden nach jenen Formeln ermittelt, die in Oppolzer’s »Lehrbuch«, Il. Th., pag 390 und 391 für periodische Kometen kurzer Umlaufszeit gegeben sind und wurden durch eine unabhängige doppelte Rechnung controlirt. Die in den Haerdtl’schen Untersuchungen angenommene Ausgangsepoche 1875 März 110 mittlere Berliner Zeit wurde hier beibehalten. Was die numerischen Grundlagen der nachstehenden Grössen betrifft, so ergibt sich zunächst aus den eingangs angegebenen Elementen für das Äquinoctium 1892:0: + rn =m16, 210 45507 104 6 14:06 14 31 33:98. > Il = Die analogen Grössen, aber bezogen auf den Äquator, sind dann: Komet Winnecke. me 2192 We) 2 DA; wobei e = 23° 27’ 11'834 gesetzt wurde. Es ist ferner ; I | = 283° 10’ 50" jogr—= 011822 } lomp = 973150 II BL Onz IEzSr 0:01799 9:59446 I 350° 49’ 3" 9:95006 926001 IV 3a 19% 9.982783 9.206841 denen die numerischen Grössen durchwegs Logarithmen bedeuten: Rectascension. 98" V 67° 36’ 24" 0:07870 9-57125 \ 999 VI ei le 0:17435 9:76484. Hieraus ergeben sich für die Änderungen der Elemente folgende zwölf Bedingungsgleichungen, in 1892 April 26°0 0:88340 8 M+4:67649 81u+0,96050 89+0 444138 7’+9°61405 sin 7’00’+9 40428 81’ — Mai Juni Juli Aug. Sept. 1892 April Mai Juni Juli Aug. Sept. 26:0 0:04015 25:0 1,57998 25:0 1,40537 24:0 003403 23:0 0:80391 26-0 26:0 0:88222 25:0 1:04260 25:0 0:85659 24:0 101422 23:0 0:77184 3:78918 5,61850 4,60824 02084 4:83752 468261 4:79901 504484 4:82407 4:08926 0,92182 0,96511 062319 0:86773 0:88743 0: 14690 0: 58840 0,31214 024049 041627 Declination. 9,87051 0,2181 090957 0:80397 056203 9:88790 0:093683 0:19732 0:31698 0:09829 9:78946 008998 084840 9:77465 0:32381 0:40593 996906 0,30823 0,31977 — 0,27148. 9731922 = — 0, 46538. 918328 — — 1,39983. V27TlSS= —4#15997 0 05758 = =:0' 831997. 977412 = — 062839. 0:49318 8 M+4 29596 8u+9 79509 86 +8,60447 87'+0° 30298 sin ! 6 +9 70265 87 — — 0,85187. 971391 — — 0,14922. 0,57963 — — 0,62941. 0,62571 — 0,00812 — = 1:19479. Was die Homogenitätsfactoren und die Fehlereinheit betrifft, so wurden, um die Verbindung mit den früheren Erscheinungen leichter herstellen zu können, jene Grössen dafür angenommen, welche v. Haerdtl bei der Verbindung der Erscheinungen 1853, 1869, 1875 und 1886 angewendet hat und demgemäss gesetzt “ 534 Carl Hillebrand, x, = 0'98286 9M x, — 4:77266 du. x, = 0:71247 99 %, = 0:21430 dr’ x, — 036159 sin 99’ %, = 0:01333 97 log (Fehlereinheit) = 0:91487 ! Man erhält dann das Gleichungssystem 990054 x, +9:90383 x, +0, 24803 x,+0°22983 x, +9" 25246 x,+9,39095 x, — 9,35661 9-05729 901652 0,20985 993260 942787 930589 — 9,55051 0,59712 0,84584 0-25264 0,37410 9-72839 9,71995 = 0,44096 0,42251 9,83558 9-91072 0,09784 948681 0-26385 — 0,24470 9-05117 0:24818 0-15526 0:02619 9-41304 0-04425 — 9-40110 9-82105 * 0:06486 0:17496 0:20197 9-34059 9:760,9 = 9-71352 951032 952330 9-08262 8,39017 9-94139 9-68932 — 9,93700 9:89936 9-90995 9,15804 9-67360 9-96222 9,70058 — 9,23435 0.059774 998285 9,4993 987932 0-04515 0,56630 — 9,71454 9-87361 027218 0:19710 Y:98322 9,60747 0,85185 — 9,91572 0:03136 005141 0-09150 010268 9,94664 9,25980 — 0:32767 9:78898 9:31654 9:84956 9:88399 9,95818 ed ER. Aus diesen Gleichungen und denjenigen, welche sich aus Normalorten der oben angegebenen vier Erscheinungen ergeben, sind nun die wahrscheinlichsten Werthe für x,...x, abzuleiten. Die letzterwähnten Gleichungen finden sich in den beiden Abhandlungen über den Kometen Winnecke, welche v. Haerdtl in den Denkschriften der kais. Akad. d. Wissensch. veröffentlicht hat. (Bd. 55, II. Abth., pag. 289 bis 292 und Bd. 56, II. Abth., pag. 163 und 164). Die Grössen Aa. cosö und Ad wurden der zweiten Abhandlung entnommen, welche wegen der verbesserten Störungen von denen der ersten etwas abweichen. Bildet man aus den zwölf Gleichungen der Erscheinung 1892 die Coefficienten der Normal- gleichungen und vereinigt dieselben mit denjenigen, die aus den vier früheren Erscheinungen folgen — abzüglich der Co£fficienten der Verbesserungen der Jupiter- und Mercurmasse, auf welche hier noch nicht eingegangen werden soll — so erhält man unter Beibehaltung der Gauss’schen Symbole: [aa| = +32:4412 [ab] = 34:3870 [ac] = +7:2824 [ad] = +21'8291 [ae] = —2'1317 [af] = — 14-8333 [an] = +19:2085 [as] = +98: 1835 [Pd] = +63 4980 [bc] = +18:7901 [Pd] = +26 4841 [be] = —2:7488 [bf] = — 142703 [on] = +24:5570 [bs] = + 150-6968 [ee] =+23:0784 [cd)= +6:0945 [ce] = —A-1178 [ef] = — 70157 [en] = +12-0600 [es] = +56: 1717 [dd] = +22: 2542 [de] = —1'7508 [Af] = — 12-4369 [dn] = +13:1887 [ds] = +75:6632 [ee] = +9'4534 [ef] = +2 2141 [en] = —7 :1809.[es] = —5'4939 Base [Yan] = —11:2269 [fs] = +21"8030 [nn] = +27:3565 [ns] = +77 9629. 1 Siehe Denkschr. d. Akad. d. Wiss. B. 56, II. Abth., p. 163. “ ui Komet Winnecke. 535 Die Gleichungen [aa] x, +[ab] z,+lac] xz,+[ad] x,+[ae] z,+[af] x, = [an] [ab] x, + [66] 2,+ [de] 2,3+ [ba] x,+ [be] x,+ [bf] x, = [bnn] ergeben dann lIos2%, = 967695 losı2, = 8772890 log x, = 938537 log x, = 8,73672 log x, = 9,73049 log, 7, = 8. 17.821 Unter Berücksichtigung der Fehlereinheit und der Homogenitätsfactoren erhält man daraus die folgenden Correctionen der Elemente S aM — +0:406 = — —0:274 sin FIR = — 1'922 0 — —0:120 AIR — 40'387 du. — +0:000 0074. Dabei beziehen sich r’, &, !’ bezüglich der Ekliptik sind auf den Äquator als Fundamentalebene. Die analogen Correctionen ect = +0'071 ie ER re —lle ER Substituirt man diese Elementencorrectionen in die 36 Bedingungsgleichungen der Erscheinungen 1858... 1892, so erhält man als Summe der Quadrate der noch übrig bleibenden Abweichungen Die bei der Auflösung der Normalgleichungen ermittelte Grösse [»n,] = 106716 gibt, mit dem Quadrate der Fehlereinheit multiplicirt in befriedigender Übereinstimmung damit 721:09. Bringt man die ermittelten Correctionen an die Ausgangswerthe an, so erhält man als wahrschein- lichstes Elementensystem: Epoche und Öseul. 1892. Juli 4:0 m. Berl. Zeit. M= 0° 31’ 530 = =276 21 45-14 % =104 6 11-96) mittl. Äqu. 1892-0 ea a, 9 = 46 33 5-20 u — 609'667 3544 Rechnet man mit Berücksichtigung der obigen Correctionen die benützten Normalorte, so ergeben sich schliesslich noch die nachfolgenden Abweichungen im Sinne: Beobachtung—Rechnung: > DIE 536 Carl Hillebrand, Komet Winnecke. Aa cos ö RAY 1858 März 17:0 —5-1 + 6-5 April 12-0 —8-3 jr Juni 12:0 —5-3 — 9 ” 1869 Mi 1:0. .0:0 + 7°0 Mai 12:0 +0°6 + 5:3 Juni WO 1:8 Be Sept. 207-127 7 1875 Febr. 100 .—8:6 9:9 1886 Aug. 25:0 +3°6 es Sept. 14:0 —0'9 + 6.4 Oct. 4-0 —2-4 + 8-4 Nov. 13-0 -+3°0 + 6°5 1892 April 26:0 +2°9 = 522 Mai 26:0 +5°9 0 Juni 25:0. +2°2 — 0:8 Juli 25.0. —3-4 en Aug. 240 +04 + 71 Sept. 23:0 +0'8 + 73 2 u < 2 5 . e er r — EU T - 4 » “ - o ir a Bu. Dr a Eee; m eret) a ra a a i I 937 CATALOG DER BISHER BEKANNT GEWORDENEN SÜDAFRIKANISCHEN LAND- UND SÜSSWASSER-MOLLUSKEN MIT BESONDERER BERUCKSICHTIGUNG DES VON Dr. PENTHER GESAMMELTEN MATERIALES VON DEIRUDOERTSTURANY, K. UND K. ASSISTENT AM K. K. NATURHISTORISCHEN HOFMUSEUM. (Mit 3 Ic feln.) (VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 16. JUNI 1898.) Wer gegenwärtig marine Mollusken aus Südafrika bestimmen will, der greift nach dem Catalog von Sowerby!, um zunächst eine Übersicht über die dort vorkommenden Arten zu gewinnen und dann die im Catalog citirte Literatur weiter zu verfolgen. Er wird rasch zum Ziele gelangen und nach gethaner Arbeit das nützliche Büchlein befriedigt aus der Hand legen. Anders steht es mit der Literatur über die südafrikanischen Land- und Süsswasser-Mollusken. Seit 1848, seit dem Erscheinen des vortrefflichen Werkes von Prof. Ferd. Krauss, ist keine zusammenfassende Arbeit über die südafrikanische Binnenfauna publicirt worden, wohl aber eine stattliche Anzahl von kleineren Abhandlungen, die zumeist die Diagnosen neuer Arten oder für ältere Arten die Angabe ihrer Verbreitung bis in das südafrikanische Gebiet hinein enthalten. Nur vereinzelt stehen monographische Arbeiten da; ich meine die Zusammenstellung der südafrikanischen Achatina-Arten durch E. Smith (Ann. & Mag. Nat. Hist 1890), die der Unioniden durch denselben (Ann. & Mag. Nat. Hist. 1891) und die der Phasis-Trachycystis-Arten durch Pilsbry (Manual of Conchology). Zur Bearbeitung von südafrikanischem Material musste man sich der grossen Mühe unterziehen, jene zahlreichen Einzelbeschreibungen, resp. die sie enthaltenden Arbeiten aus den verschiedensten Zeitschriften zusammenzusuchen, wobei man natürlich Gefahr lief, den einen oder anderen wichtigen Beitrag zu übersehen. Diesem Mangel in der malakologischen Literatur hoffe ich mit diesem Cataloge zu steuern, der seine Entstehung dem Umstande verdankt, dass ich von meinem Freunde und Collegen Dr. A. Penther eine 1 Sowerby G. B. »Marine Shells of South Africa«, London, 1892. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 68 538 Dr. Rudolf Sturany, erosse Anzahl Mollusken aus Südafrika, speciell Kapland und Natal zur Bearbeitung erhielt. Es ergaben sich aus der Literatur zusammen mit den neuen Formen 408 Arten von Land- und Süsswasser-Mollusken, Das berücksichtigte Gebiet wird nördlich vom Kunene-Fluss, dem Kubango- und Sambesi-Stromgebiet begrenzt (ungefähr zwischen dem 18. und 16. Breitegrad). Wo die Literaturangabe beispielsweise Orte am nördlichen Ufer des Sambesi nennt (Tette etc.), habe ich die bezügliche Art ohne viel Bedenken noch in das Verzeichniss aufgenommen, indem ich der Ansicht bin, dass derlei Grenzformen sich auch weiter südlich finden lassen. Der Catalog in der vorliegenden Fassung soll ein Seitenstück zu dem genannten Sowerby’schen sein und mit diesem zusammen gewissermassen eine Neuauflage des classischen Werkes von Prof. Krauss bilden. Man wird darin die wichtigsten Literaturnachweise finden, eine Vorstellung von der Reichhaltigkeit der Fauna, hauptsächlich in der Ennea-Gattung, bekommen und für die letztere selbst auch eine Tabelle zur Übersicht der einzelnen Arten und einen Versuch ihrer Anordnung nach der natürlichen Verwandtschaft antreffen. Schema der gewählten Eintheilung und Reihenfolge. ET] ä 6 a en en | Familien Gattungen Ss 'Testacellidae (1—2) . Apera (1—2). | < :° Streptaxidae (3—75) . . . . Ennea (3—75). So Rhytididae (76—91) ‚Natalina (76—87), Macrocyclis (S8—91). Be Vitrinidae (92—104) ... . |Vitrina (92— 103), Gallandia (104). Limacidae (105) . . . . . . Agriolimax (105). N Urocyclidae (106-110) . . . |Urocyelus (106— 110). | S Zonitidae (111—121) .. . . Nanina (111—113), Trochonanina (114—116), Zingis 35 (117—121). Se Io Helicidae (122—199) . . . . Pella (122—129), Phasis (130-179), Dorcasia (180— | S | Sa | 192), Eulota (193), Vallonia (194), Helix (195 — | S SS As] 196), Amalia (197”—198), Oopelta (199). | S % 3S Achatinidae (200—248) . |Achatina (200 — 230), Livinhacia (231—232), Stenogyra Se € (©) (233), Opeas (334—244), Euonyma (245), Hapalus | 2@ (246), Cionella (247—248). Em e ‚li Buliminidae (249—272) . . . Buliminus (249—272). = Ins Pupidae (273—306) . . . . . Pupa (273—305), Coeliaxis (306). Al | Succinidae (307—8315) . . . Succinea (307—315). — | 2 = ee E ==F De ä SS REN: be] ‚829 Vaginulidae (316—319) . . \Vaginula (316 —319). 2, SIw Oncidiidae (320) . .. . . . |Oncidium (320). E Sa a S Ne Limnaeidae (321—344) . . . Limnaeus (321—323), Isidora (324—326), Physa (327 (©) SS 3 — 332), Physopsis (333), Planorbis (334—340), 35 | Segmentina (341 — 342), Ancylus (343 — 344). QS a Auriculidae (345—353) . . . |Melampus (345— 349), Cassidula (350), Auricula (351), | Sn | Alexia (352-353). | Truncatellidae (354-355) - . |Truncatella (354), Tomichia (355). | | J > Cyelophoridae (356— 369) . . Cvelolus (356—358), Cvelophorus (359—360), Cyelo- R < = stoma (361—369). | SS S7 Melanidae (370—373) . . . . 'Melania (370—373). I & S x ‚Hyarobiidae (374—379) . . . Hydrobia (374—379). 2 Wr So \Paludinidae (330—381) . . . |Cleopatra (380), Vivipara (381). R 2 = \Ampullariidae (382—386) . . Ampullaria (382), Lanistes (383—386). ee Assimineidae (337— 390) . . ‚Assiminea (387 — 390). © | ' a Aug | ı S&ls |Byarocenidae (391) . . . . . Hydrocena (891). | | = se E3 Neritidae (392—394) . . MM |Neritina (392—8394). | BEE m — —— — —. — arielliprenchiate Cyrenidae (395-401)... . |Corbicita (395 — 397), Sphaerium (398), Pisidium (399 (395 —408) 400), Limosina (401). |Unionidae (402—408) . . . . |Unio (402—405), Spatha (406—408). Südafrikanische Mollusken. 39 GASTROFODA. Ord. Pulmonata. I. Stylommatophora. A. AGNATHA. Fam. TESTACELLIDAE. Gatt. Apera Heynem. 1. Apera burnupi E. A. Sm. 1892. Apera Bumuz! E. A. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 466. 1893. Chlamydephorus » » Cockerell in Conchologist Il, p. 189, n. 348. Pietermaritzburg. 2. Apera gibbonsi Binney. 1879. Chlamydephorus Gibbonsi Binney, Bull. Mus. Soc. Camp. Zool. Cambridge, p. 331. 1885. > » » Tryon, Man. of Gonch. (2. ser.), vol. I, p. 17, t. 2, f. 95 und p. 251. 1885. Apera > » Heynemann in Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 17—20, t. 2, f. 5—7 undp. 293. 1893. Chlamydephorus » » Cockerell in Conchologist, II, p. 189, no. 347. Natal Colony (Umgeni Valley) und Cape Colony. Fam. STREPTAXIDAE. Gatt. Ennea H. et A. Adams. Bei der hier folgenden Aufzählung der südafrikanischen Ennea-Arten war ich bemüht, eine möglichst »natürliche« Zusammenstellung zu bringen und dadurch den Überblick über die nähere oder entferntere Verwandtschaft der einzelnen Formen zu erleichtern. Freilich stellten sich diesem Versuche bedeutende Schwierigkeiten entgegen; denn es sind, wie für viele andere Gattungen, so auch für die Enneen bis heute durchgreifende, den Anforderungen der Phylogenie gerecht werdende Eintheilungsgründe noch nicht _ gefunden worden. Da die Anatomie der Gattung Ennea überhaupt und ihrer einzelnen Arten im Spe- ciellen noch viel zu wenig bekannt ist, als dass sie uns eine grundlegende Eintheilung vorzeichnen könnte, so sind wir nach wie vor bei der Schaffung von Sectionen oder Untergattungen auf die Gehäuse- merkmale angewiesen. Unter diesen ward bisher vorzüglich auf die Bezahnung der Mündung Gewicht gelegt und wurden je nach dem Fehlen einer solchen, oder nach dem Vorhandensein von 1, 2, 4 oder mehr Zähnen verschiedene Sectionen gegründet, wovon jedoch nur Edentulina, Uniplicaria und Pauci- dentina haltbar zu sein scheinen. Die letztere beispielsweise vereinigt von südafrikanischen Enneen 8 Arten, die durch den Besitz von je einem Zahn auf der Mündungswand und am Aussenrand aus- gezeichnet, thatsächlich eine ziemlich geschlossene Reihe bilden und nur durch die Verschiedenheit der inneren Columellarfaltenbildung Bedenken erregen. (S. Tabelle Nr. 3—10). Schlimmer steht es mit den Sectionen Auttonella Pfr. und Gulella Pfr. In die erstere kämen nach L. Pfeiffer ! Ennea-Arten von cylindrischer Gestalt mit einer Falte auf der Mündungswand und mit 4 Zähnen im Ganzen (d. h. incl. jener Parietalfalte), in die letztere Formen mit »ringsum bezahnter 1 Pfr. Monogr. Helie. IV, p. 335. 540 Rudolf Sturany, Mündung«. Diese Auseinanderhaltung von 2 grösseren, umfangreichen Sectionen ist nur geeignet, Ver- wirrung zu schaffen und nahverwandte Arten im Systeme von einander zu trennen. Mit 4 Zähnen aus- gestattete Gehäuse zusammenzustellen, gleichgiltig wie diese Zähne angeordnet sind (ob sie zur Hälfte auf den Aussenrand vertheilt sind oder ob regelrecht je einer auf Mündungswand, Aussenrand, Basal- rand und Columella zu stehen kommt), verstösst gar zu arg gegen die natürliche Verwandtschaft der Arten, die doch im Systeme stets zum Ausdruck kommen soll, und ebenso unlogisch ist es, alle mehr- zahnigen in eine Gruppe zu bringen. Eine vierzahnige Art könnte sehr leicht mit einer sechszahnigen nahe verwandt sein und durch Übergänge diese Verwandtschaft documentiren. Nach Pfeiffer müsste die eine zu Huttonella, die andere zu Gulella gestellt werden. Pfeiffer hat gewiss mit seinem kundigen Blick die Schwierigkeit der Eintheilung der Enneen erkannt und im Stillen die Unhaltbarkeit seiner Sectionen gefühlt, sonst hätte er auch die einzelnen Gruppen etwas genauer gekennzeichnet. Es ist gewiss nicht der Mangel an Achtung vor dem bedeutenden Manne, wenn ich jetzt angesichts der enorm grossen Anzahl von neuentdeckten Ennea-Arten zu dem Schlusse komme, dass die Sectionen Huttonella und Gulella aufzulassen sind und dass wir über die Bezahnung hinaus nach ganz anderen Eintheilungs- gründen suchen müssen. Die Gestalt des Gehäuses ist gewiss nicht ohne Bedeutung für die Eintheilung. Ob das Gehäuse cylindrisch, tonnen- oder eiförmig aufgebaut ist, wird im Vereine mit anderen Merkmalen (mit der Sculptur der Schale; mit der Ausgestaltung der Spindel, d. h. ihrer Faltenbildung im Inneren oder am Rande!; mit der Anzahl der Gehäusewindungen, mit der Bewaffnung der Mundränder und der Form der Mündung; mit der Beschaffenheit der Naht und der Nabelgegend) eine natürlichere Eintheilung anbahnen. Der künftige Monograph der Gattung wird die Anatomie der Thiere als Basis nehmen und innerhalb der verschiedenen Gruppen, die ihm dieselbe vorschreibt, die verschiedensten Gehäusemerkmale für die weitere Eintheilung benützen. Einige Sectionen werden hiebei vielleicht ihre Haltbarkeit beweisen (Ptyeho- itrema Mörch, west- und ostafrikanisch, durch das Vorherrschen von Falten (nicht Zähnen) in der Mün- dung, die an der Aussenseite als langspurige Rinnen sichtbar sind, charakterisirt und Ereisa d’Ailly, westafrikanisch, mit einem Einschnitt am Mündungswinkel und einer Gehäusestreifung von rechts nach links), andere aber werden aufgelassen werden. Vorläufig konnte ich nichts Anderes thun, als nach Möglichkeit die bestehende Eintheilung zu berück- sichtigen und anscheinend näher mit einander verwandte Formen zusammenzustellen. Dabei wurden die verschiedensten Gehäusemerkmale in ihrer Wichtigkeit erwogen und auf verbindende Arten besonders Rücksicht genommen. Was in der Aufzählung naturgemäss nur hintereinander gebracht werden kann, ist in der nebenan entworfenen Übersicht hinsichtlich des Grades der Verwandtschaft dadurch gekennzeichnet, dass es entweder nahe aneinander geschrieben steht oder durch Striche im engeren oder weiteren Raume verbunden wurde. In der Tabelle, die die wichtigsten Merkmale in einer gedrängten Übersicht gibt, sind die mehr minder alleinstehenden Arten oder die verwandte Formen vereinigenden Gruppen von dickeren Querstrichen eingeschlossen. Ich kann leider die Bemerkung nicht unterdrücken, dass in der Literatur sehr häufig zwischen der Art-Beschreibung und der Art-Abbildung Widersprüche obwalten. Immerhin ist eine ungenaue Figur noch besser als gar keine. Denn beim gänzlichen Mangel einer Abbildung ist der Vorstellung der beschriebenen Art ein weiter Spielraum gelassen, wenig geeignet zur Kenntniss der Naturobjecte beizu- tragen. Mag die Beschreibung noch so genau sein, eine Abbildung wird sie niemals ersetzen; denn die subjective Auffassung des Autors über die einzelnen Begriffe und Merkmale des Objectes ist ganz individuell. 1 Nicht so sehr die (äussere) Bezahnung des Columellarandes als vielmehr die im Inneren der Mündung an der Spindel sitzende Faltenbildung; diese ist oft schwer zu sehen, da sie sehr tief liegen kann und da häufig die Mündung durch eine seitliche Comprimirung des Gehäuses oder durch dıe mächtigen Labialzähne stark eingeengt ist, so dass sich jene Faltenbildung nicht gut erkennen lässt. 541 vnsıgum —anı out sıpÄava ıpAao/mvAas = € nayguad vıjomıd apa wSamın — DIDINILZOAIS | vayyuııkavı pa X ıpjouad Südafrikanische Mollusken. vyıunm ıoynban] — ıuvdda] - jeyasjpuemis A uayoyanyeu“ Jo9ıyı YIeU aD1aymoq | vo Jap 51N09 11ajlıafd py1jod sısuapppsupa sısuadangzj1anın | pypyuapızınum panaygna paopıjndum P7spmYJoPp sııquısut sısu2170non vyounlas vınaadmı 1ssnvAY Z Y2 vwAavdas suadu1 £ / % / enyand suapuaajun v2 N m suaaaflıp puwısump» K Al EN En 2 S sıumyndad y vımojsodado SısuadA1aqsuayv1p max 5 Q sısnaodnidısı S Pu141908109 N Be BR S D4 11q x 4 3 nz sımmmomg ES vyuopossiaad v1jsoy9N0P aaayunp " E72 wa 2 1p1noS I % pjuopoJ21} puwayuam— ei DUDN2]SS0AI vaunsıp sısuapjarfamı surısuvA] 2 1s42q]0 -SU3PISSPAI 5 EIT £ sısnauvganp \ 091704908 sı10daj sıann sısuappvu usauug uaydsueyLuifepns I9p sımaof -apnaıdsaad vnaıdsaad | o supfui mopons 1542804 pnpıpuvs 44311109 pımıxa [ STAqp]ISSv.19 aayanb | j und I vorsmganduwz 542 Rudolf Sturany, Anzahl Zahn oder Nr. Art-Name Gestalt Seulptur der Falte anzder ö Mündungs- Windungen wand 1 zanguebarica Morel. oval, conisch zugespitzt glatt Ben — 81% —9 1 :Df. dicht und schief 2) planti Pfr. oval gestreift : IE 8—9 1 3 quekelti Melv. Pnsby. abgestumpft eylindrisch zur, aber dicht eTOSS gestreift RE säbelförmig 4 crassilabris Crvn. ziemlich ceylindrisch fein und dieht 8 1 a gestreift 3 1 B) eximia Melv. Pnsby. eylindrisch fadenförmig gestreift gross 6 3 N LAN. 2 f ziemlich schief collieri Melv. Pnsby. et Tl 1 7 1 7 candidula Morel. zart costulirt schief gefurcht, 71/g 1 8 infans Crvn. zwischen den Furchen breit, spiral gestreift gerade 9 = 30 Zi dick und schief DS 1 wottoni Melv. Pnsby. gestreift sähellörmie 7 1 10 rogersi Melv. Pnsby. > dicht gestreift scharf, säbelförmig 11 perspicnaeformis Sturany eylindrisch glatt 8 i ö ® = säbelförmig ee - >= — (en 7 1 12 perspicna Melv. Pnsby. glatt gross 13 } Ne ee fein und schief 81/, l natalensis Crvn. elliptisch konskrrlirt dünn.ureeeN 8 1 14 socratica Melv. Pnsby. eylindrisch langgestreckt | dick schief gestreift stark 15 ılbersi Pfr lindrisch bis eiförmi u a et : ung e ig ( 2 eylindrisc örmig und fein gerippt zungenförmig 16 dislincta Melv. Pnsby. eylindrisch schief dicht gestreift & : vorspringend 6—7 1 17 crossleyana Melv. Pnsby. eylindrisch schief gerippt gouldi Pfr. länglich LRnSc 8 ı 18 rippenstreifig gouldi Pfr. wen WAT ee 9 1 var. excedens Sturany Tanz, zeylndgpeh Eur ppEgSuerhE stark 5 BE 71lg 1 19 |[binominis Sturany (=natalensis Morel.) eylindrisch rippenstreifig Südafrikanische Mollusken. | Maasse Zähne am | Innere Columellar- | Gehäuse- * 2 ne Col 1 len Län Breite en de 2 bänge . Aussenrand ee. Unterrand Bildung 2 e rand E Een in Millimetern = — _ 20— 24 10 _ Sect. Edentulina. _ - 1 16 9 61, (41/5) ee Sect. Uniplicaria. schräg 1 — _ 1 12—13—14°3,6—6°3—7°4| circa 4°5 klein = Z 1 VE 51, 31/, schwach _ 1 ı 9 4 = . (kann 2-gabelig sein) _ _ 1 7 4 — Nummer 3 bis 10 dürften nahe verwandte Formen sein —_ = 1 6 3 _ und zur Sect. Paucidentina sehr gehören; möglich aber, dass verbreitert Nummer 5 davon auszu- = = > 5-53), 23), 11/, schliessen ist. 1 _ _ 1 9—5'6 2 —2'4 2:3—2'4 vorspringend 1 — _ _ 5 2 _ klein, scharf 1 _ _ 1 deutlich . schwach 1 _ 1 1 4 225 _ In der Original-Zeichnung bedeutend ist der Basalzahn nicht ge- entwickelt geben. er Fa Da a Te ee ET] : - \ - 2 Aa Steht isolirt im Systeme. I _ 1 1 8 325 —_ 2-gabelig ? zahnartige = Verdickung en u a > : ER 2 / Sta Die Arten 15—51 bilden gedrückt eine complicirte Gruppe. = 1 1 12 4-5 — * klein _— 1 il 05 2 E= klein, zitzenförmig = einfach 1 1 _ 81/, 4 3: 22/, = stumpf . 1 1 9-5 35 28 vorspringend 1 1 1 8 31/0 _ gross, klein — | zugespitzt 544 Rudolf Sturany, Anzahl Zahn oder Nr. Art-Name Gestalt Seulptur der Falte an der e Mündungs- Windungen wand ? 20 consobrina Ancey. eylindrisch schief gestreift ; E 21 aperosioma Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift . . ; Fr REeR a schief rippenstreifig 8 1 22 wahlbergi Krss. rundlich abgestumpft (bes. d. letzte Umg.) breit 71a—8 1 : { 4 Val > Sag rippenstreifig, bes. an stark 23 transiens Sturany eylindrisch bis tonnenförmig AENEHE nes etwas schräg und 8 24 menkeana Pfr. länglich eiförmig tief schwachrippig ; äe S1/, ; 25 dunkeri Pfr. eylindrisch eiförmig a m SeurEE aufrecht- gerıpp stehend, gross 26 vandenbroeckii Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift & en. 8—9 27 differens Sturany eylindrisch bis tonnenförmig) stark rippenstreifig E ER, schief und zart 6 28 regularis Melv. Pnsby. eylindrisch Gestreikt 7 29 pulchella Melv. Pnsby. tönnchenförmig gestreift gross, säbelförmig 9 1 alle stark und schräg senkrecht, 30 separata Sturany tonnenförmig rippenstreifig Et (+1 kleines) 9 1 31 burnupi Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift gross, säbelförmig 8 1 32 cairnsi Melv. Pnsby. » gestreift sehr gross 33 nonotiensis Melv. Pnsby. tönnchenförmig feingestreift 2 Ri. : ae $ : 7 1 33 dokimasta Melv. Pnsby. kurz cylindrisch schief gestreift sehr stand 35 eulhymia Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift l ! gross dicht und zart 7 36 vanstaadensis Melv. Pnsby. eylindrisch ne gestreift 37 pfeifferi Krss. u. var. miniata Krss. > dicht gestreift % Südafrikanische Mollusken. Maasse Zähne am Innere I .. \ Columellar- Gehäuse- B 3 alten Mündung emerkung | Rx 3 Länge Breite Aussenrand an Unterrand Bildung S rand 2 De: in Millimetern B 5 5 | en 5 5 Die Originalbeschreibung ä j R | es ; x war mir leider nichtzugäng- SDSLTUNE lich. Ponsonby’s 3 (einer — - 1 8:75 35 _ — davon basal) 2 1 1 ern 41,5 u — faltenartig klein | | | | 2 1 1 1 10—11'4 46—-5'2 | circa 3l/, mm horizontal hoch und ar 3— 3:3 - breit | 2 _ 1 1 11 5 Alf, _ iefim Gaumen | 3 1 1 1 Sl, 41, 302 (der oberste _ s. klein) 1 _ 2 1 7 35 _ — einfach einfach zitzenförmig 2 1 1 1 7'2—7'7 3:5—3'7 2—2'5 (+1 minut) | zahnartiger = Vorsprung 2 1 1 1 a 35 — Vergl. Nummer 20. klein _ 1 1 6-0 2:85 _ klein, —_ einfach 2 1 1—2 _ 6:7—7°5 3:6—3°7 2:1—2°6 horizontal |, horizontale hoch und ze (+1) zahnartige 2.1—2°4 Falte breit 2 _ 1 1 8 4 = (der untere Vergl. Nummer 42. grösser) 2 1 1 — 8 4 == (der untere | mehr weniger Vergl. Nummer 25. grösser) oberflächlich = 1 1 5-55 2—2°5 _ Anschluss an Nummer 30. _ 1 1 5 2-5 = — klein gross 2; 1 1 1 4:5—5'0 2—2°5 = a einfach zitzenförmig | 1 1 Sb) 1:75 _ klein, zitzenförmig _ einfach 1 1 _ 5°5 3°7 2% = er oft 2-gabelig Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 69 046 Rudolf Sturany, Anzahl Zahn oder Nr. Art-Name Gestalt Seulptur der Fallerauiiig - Mündungs- Windungen wand 38 cionis Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift ; - - s gross, säbelförmig 7 1 39 bowkerae Melv. Pnsby. eylindrisch einfach dicht gestreift breit, vorstehend 71lo 1 40 delicatula Pfr. eiförmig dicht rippenstreifig 7—8 1 : ; en 1 re er : tief 41 impervia Melv. Pnsby. tönnchenförmig schief rippenstreifig eindringend äe i 1 42 adamsiana Pfr. eiförmig länglich Sue u gen Tel gestreift 7Afa— 81) 1 43 infrendens v. Mrts. eylindrisch oval glatt zusammen- gepresst, hoch 8 1 kräftig 44 ingens Sturany eylindrisch glatt 45 kraussi Pfr. ziemlich cylindrisch glatt 71/g 1 im Allgemeinen glatt; 7 1 . 4 ER fadenförmige Naht kräftig 6 e era S 1 u 22 . de - Br 46 sejuncta Sturany tonnenförmig Rippenstreifung um scharfkantig den Nabel 27 BT im Allgemeinen glatt; ] fadenförmige Naht, 78 | 47 instabilis Sturany » Rippenstreifung um dep: kräftig d. Nabel und nächst 5 der Naht glatt (nur stellenw. 8 1 PEN TE.- über d. fadenförmige senkrecht, mit 48 ampullacea Sturany » a Nerens gestreift) zähnchen glatt (nur stellenw. Amer “ 1 49 multidentata Sturany eylindrisch-eiförmig über d. fadenförmige Naht zart gestreift £ E f ER latt, nur an der Naht 6—7 1 50 aritzburgens Y is Ben 5 20 maritzburgensis Melv. Pnsby. eylindrisch fein gestreift säbelförmig 7 1 öl polita Melv. Pnsby. tonnenförmig-cylindrisch glatt gross 7 1 52 auris leporis Melv. Pnsby. tönnchenförmig spärlich gestreift se Südafrikanische Mollusken. 547 nn nn nn nm EEE | Maasse Zähne am Innere Columellar- Gehäuse- | IR | Mündung Bemerkung Columellar- eben Länge Zreite Aussenrand a Unterrand Bildung = rand ? RER in Millimetern r 1 = 1 1 4 | = 2-gabelig klein, spitz gross = 1 1 1 3 | 1:25 ” verdickt klein, einfach F- 1 1 52], 31, 21:02 klein tiefliegend, — 2-zähnig | ı = _ 1 7-5 25 = 2 —3-zackig 3-gabelig | u ig, Babel | Vergl. Nummer 43. eindringend | 1 _ 2 1 9 41 : 21/, “ klein | I | 5 la Anschlussan Nummer31. 2 | = 2 1 66-7 | 3:1-3:5 | 21:2 klein, scharf dick, | = zweitheilig | 3 — 1 2 9 32 | 2 \ (2 tief im Zähne | Inneren, tiefliegend | — 1 senkrecht darüber) | 1 _ 1 1 71/o 3 | 21:2 — = Se = = 1 1 1 —_ 57-63—-71 2°8—3°0 2 i stark zahnartig | > vorspringende | Falte | | 2 — 1 1 ze kräftig 2 = ı 1 | horizontal (basico- En | lumellar!) 2 ’ eg

y lee; 2-theilig 60 re 2 ’ 2 een 7lyg 1 isipingoensis Sturany klein tonnenförmig (oben " z mächtip ntehe var. simillima » breit!) ei ilt isipingoönsis Sturany Ne r 2 8 1 var. oylindrica » eylindrisch' (gestreckt) schwächer 71—8 1 61 leppani Sturany fast gleichmässig cylindrisch) schief rippenstreifig kräftig 6 1 62 farquhari Melv. Pnsby. tönnchenförmig gestreift gross, säbelförmig 6 1 63 munita Melv. Pnsby. kurz ceylindrisch EDEL) ie: gestreift Südafrikanische Mollusken. 549 (bisweilen 2-gabelig) | Maasse Zähne am | Innere ' Columellar- Gehäuse- y E Fee Fur Sen Mündung Bemerkung = € Aussenrand ln: Unterrand Bildung 3 rand B BE ı Millimetern E 1 _ 1 1 6°0—6°5 3 2 breit, kräftig, | tief = 2—3-fach gelegen gelappt 2 _ 1 1 6 31/z 2: 12% dick, fast klein zusammen- = fliessend 1 N | es An 0 Ba Zwischen der PETE : | falte und dem Columellar- sehr # gross, innen gelegen, 3 rt ; E 5 je 3= RE | zahn sitzt tief im Innern verdickt verdickt zitzenförmig |, | SEE ein 5. Zahn. 1 _ 1 1 4 2 — gross, einfach innen gelegen, — 2-theilig | zitzenförmig 1 — 1 1 4 2 14 gross, mehrlappig darüber 2 1 kleiner, darunter 2 kleine Zähne 1 — 1 1 5 2 - = hervorragend einfach 1 = 1 1 4 2.25 _ In der Original-Zeichnung dick einfach klein grösser. 1 1 2:8 14 0°7 stark (Basicol.- 1 | _ Zahn) 1 1 —_ 1 2°6 1-5 0.8 stark (Basicol.) _ 1 1 _ 1 BT 165) 08 stark (Basicol.) ar ERe- = 1 3-0 1-5 0-7 1 (schwächerer Versteckt = Basicol.-Z.) | 1 1 1 1 50—5'5 2:3—2'4 Br TI kräftig, zahnartiger schwach, Vergl. Nr. 54. 3-lappig Vorsprung | tief gelegen | 1 _ 3 1 _ einfach Vergl. Nr. 66. (basal ?) _ 1 1 35 15 —_ gross, dick klein Rudolf Sturany, Anzahl Zahn oder alt Nr. Art-Name Gestalt Seulptur der ER] Salz { Mündungs- Windungen aa S1/—61/o 1 arnoldi Sturany eylindrisch grob rippenstreifig 64 F, zu S 7 1 arnoldi Sturany var. elongata Sturany fast gleichmässig eylindrisch > 5 1 65 labyrinthica Melv. Pnsby. kurz cylindrisch gestreift sehr gross — DT ms zz ss ——— 9 1 66 scrobiculata Melv. Pnsby. eylindrisch schief gestreift 8T0SS m m eeeä——__äaon”____— 6 1 67 crawfordi Melv. Pnsby. klein tonnenförmig schief gestreift säbelförmig gestreift (hauptsächl z : . EL TEN ee re sestrei auptsächl. j 68 caryatis Melv. Pnsby. eylindrisch an der Naht) säbelförmig 69 schief regelmässig ambigua Sturany (= pusilla Morelet) costulirt m—— ss nn — 22 R 5 : glatt 7 = 5 = R {=} 70 mariae Melv. Pnsby. kurz cylindrisch (Linie um d. Naht) — gestreift, an der Naht ö z 7 je, 77 po / r > zur Hi Han Dur 4 cal margarettae Melv. Pnsby. kurz eylindrisch Se leschbrerenalint scharh 6 1 72 cimolia Melv. Pnsby. eylindrisch glatt gross 73 pentheri Sturany 6Ya—7 1 Südafrikanische Mollusken. Q\ O1 oder 2-gabelig [603 Maasse Innere nr Columellar- Gehäuse- | falten- : Mündung Bemerkung Aussenrand Bildung 3reite — er in Millimetern | = En — _ , | = ? 1721-3 ) kräftig | | (mit Anlage | | an zur Mehr- | lappigkeit) | 7 ir = r ı ? 1:3 N kräftig | (mit Anlage | 3 zur Mehr- | lappigkeit) | | r = — uf ii @ l | 0-85 at durchfurcht | DI In der Zeichnung ist ein Basalzähnchen sicht- bar, in der Beschreibung ein solches aber nicht erwähnt. 1 | 1’4 _ Nummer 67—73 bilden i zitzenförmi wieder eine besondere Beer ee Gruppe. 1 1 | 1 =: Ss. grOSS | — a | | e 1 — | D ER ziemlich | en quadratiseh | | 1 = 1 Bi 2-gabelig = 1 | 1 1°5 en klein — J 1 | 1225 = nicht | = auffallend 1 1 2a 2° 0:6—0°7 _ —_ 552 Rudolf Sturany, | 3. Ennea zanguebarica Morel. 1889. Ennea zanguebarica Morelet, Journ. de Conch. XXXVI, p. 10, pl. 1,f.7 u. 7a. Port Elizabeth. v. Martens (beschalte Weichthiere D. Ost-Afr. p. 13) stellt wohl mit Recht diesen Vertreter der Section Edentulina Pfr. zu den Synonymen der in Ost-Afrika weit verbreiteten E. obesa (J. Gibb.). 4. Ennea planti Pfr. Taf. I, Eig. 1. 1855. Ennea Planti Pfeiffer (Uniplicaria), Malak. Bl. II, p. 173. 1856. » » » Novit. conch. I, p. 72, t. 20, f. 5, 6. 1859. » » » Monogr. Helic. IV, p. 337, 1881. » > » Nomencl. Hel. viv. p. 18. 1885. > 5 Tryon, Man. of Conch. (2. Ser.), vol. I, p. 90, pl. 17, f. 25. Natal. Die Abbildung in den Novit. conch. und die Copie Tryon’s weisen statt der im Text erwähnten Columellarfalte eine tiefliegende Gaumenfalte auf. Ich hielt es daher zur Vermeidung von Irrthümern für angezeigt, eine richtiggestellte Figur einzuschalten, die nach einem von Dr. A. Penther aus Durban ein- gesandten Exemplar angefertigt ist. Dr. Penther hat die Art in Durban am Bluff am 19. Juli 1897, tags darauf in Umbilo-Road und schliess- lich in Stamford Hill gefunden. od. Ennea queketti Melv. Pnsby. 1896. Ennea Quekelti Melvill und Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. Ser.), vol. XVIIL, p. 315, pl. XVI, f. 2. Natal. Ich glaube annehmen zu dürfen, dass eine Anzahl von Stücken, die Dr. Penther am 16. Juli 1897 bei Isipingo, circa 15—20 englische Meilen südlich von Durban, und in der nächsten Umgebung von Durban gesammelt hat, hieher zu rechnen sind, und möchte auf einige kleine Differenzen hinweisen, die sich im Vergleiche zur Öriginalbeschreibung ergeben. Vor Allem wäre zu erwähnen, dass die Gehäusebreite der Exemplare von Isipingo durchwegs mindestens um 1 mm mehr beträgt und dass auch die Höhe etwas bedeutender ist. Die Dimensionen sind die folgenden: Hohe’ des/Gehausesi er ae 13:6 141 141 143 Breite » » a ee 7.20 7:0 el 74 Höhe der Mündung . OR 4:4 43 45 4:6 45 Breite » » en Fe 26 43 45 43 4:7 mm u. Ss. w. Umgänge sind 8'/, bis 9 zu zählen. Die Naht verläuft nicht so schief, als Melvill und Ponsonby in der Abbildung andeuten; es dürfte dies ebenso ein Zeichenfehler sein, wie die Zuspitzung des Gehäuses. 6. Ennea crassilabris Crvn. 1880. Ennea crassilabris Craven, Proc. Zool. Soc., p. 616, pl. LVII, f. 5. 1885. » » » (Huttonella) Tryon, Man. of Conch. (2. Ser.), vol. I, p. 102, pl. 20, f. 50, 51. Leydenburg in Transvaal. s 7. Ennea eximia Melv. Pnsby. 1898. Ennea eximia Melvillu. Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. Ser.), vol. I, p. 28, pl. VII, £. 8. Zwischen der Delagoa-Bay und Barberton, Transvaal. Südafrikanische Mollusken. 553 8. Ennea collieri Melv. Pnsby. 1893. Ennea collieri Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. Ser.), vol. XI, p. 23, pl. III, f. 13. Pretoria. 9. Ennea candidula Morel. 1889, Ennea candidula Morelet, Journ. de Conch., XXXVI, p. 12, pl. II, £. 2. Port Elizabeth. 10. Ennea infans Crvn. 1880. Ennea infans Craven, Proc. Zool. Soc., p. 616, t. 57, f. 6. 1885. > » » (Huttonella) Tryon, Man. of Conch. (2. Ser.), vol. I, p. 102, pl. 20, f. 55, 56. Leydenburg in Transvaal. 11. Ennea wottoni Melv. Pnsby. 1895. Ennea Wottoni Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVI, p. 479, pl. 18, £. 6. Grahanmgstown. Eine Anzahl von Exemplaren, die Dr. Penther im Albany District gesammelt hat, sind 5°2—5°'6 mm lang und 2:3—2'4 mm breit, bei einem Mündungsdurchmesser von 14 mm. 12. Ennea rogersi Melv. Pnsby. 1898. Ennea Rogersi Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. Ser.), vol. I, p. 26, pl. VIII, £. 6. »Cradock Comonage«, Süd-Afrika. 13. Ennea perspicuaeformis n. sp. Taf. 1, Fig. 2. Das cylindrisch aufgebaute, durchscheinende und matt glänzende Gehäuse besitzt 6 Windungen, die durch eine schwach fadenförmige Naht von einander getrennt und mit Ausnahme einiger unmittelbar vor der Mündung stehender Querstreifen glatt sind. Der Nabel ist geschlossen. Die Mündung beträgt ungefähr ein Drittel der Gehäuselänge, ist relativ breit gelippt und weist die folgende Bewaffnung auf: Eine senk- - recht gestellte, säbelförmige Falte steht an der Mündungswand nächst dem äusseren Rande, ein deutlicher Zahn in der Mitte des letzteren, und im Innern ist eine schwache Columellarfalte zu verzeichnen. Länge der Schale 2:6, Breite 1'3 mm. Dr. Penther hat diese mit Ennea perspicua Melv. Pnsby. verwandte, von ihr aber durch die Klein- heit des Gehäuses und die geringere Anzahl von Windungen unterschiedene Art in Lourengo Marques (Delagoa-Bay) am 9. Juli 1897 in einem einzigen Exemplare gesammelt. 14. Ennea perspicua Melv. Pnsby. 1893. Ennea perspicua Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 23, pl. III, f. 12. Transvaal. 15. Ennea natalensis Crvn. 1880. Ennea natalensis Craven, Proc. Zool. Soc., p. 619, pl. LVII, £. 7. 1885. > > > (Gulella), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 100, pl. 20, f. 57, 58. Durham Harbour, Port Natal. Dr. Penther hat diese Art in zahlreichen, auf die Originalbeschreibung gut passenden Stücken aus Durban geschickt, sie aber auch bei Isipingo am 16. Juli 1897 gesammelt; sie scheint speciell in Durban am Bluff häufig zu sein. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL Bd. 70 554 Rudolf Sturany, 16. Ennea socratica Melv. Pnsby. 1893. Ennea socratica Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 109, pl. IIT, f. 14. Pietermaritzburg. 17. Ennea albersi Pfr. 1854. Pupa Albersi Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 295. 1855. Ennea Albersi Malak. Bl. II, p. 61. 1855. > > » Novit. conch. I, p. 38, t. 10, f. 15—17. 1859. » » » Monogr. Helie. IV, p. 338. 1881. > » (Gulella) Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 19. 1875. » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 97, t. 19, f. 83, 84. Port Natal. 18. Ennea distincta Melv. Pnsby. 1893. Ennea distincta Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6 ser.), vol. XI, p. 22, pl. III, f. 10. Middelburg, Transvaal. 19. Ennea crossleyana Melv. Pnsby. 1893. Ennea Crosslevana Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 106, pl. III, £. 8. Pietermaritzburg. Gegenüber den Grössenangaben in der Originalbeschreibung (9°5:2 mm) wäre zu bemerken, dass einige Exemplare, welche mir Dr. Penther aus Maritzburg vorlegte, dieselben um ein Geringes überragen. 20. Ennea gouldi Pfr. 1855. Ennea Gouldi’Pfeiffer (Gulella), Malak. Bl. II, p. 174. 1856. . > » Novit. conch. I, p. 72, t. 20, f. 7—10. 1859. » > » Monogr. Helie. IV, p. 339. 1881. > » » (Gulella), Nomenc!. Hel. viv. p. 19. 1885. » > > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 98, t. 19, f. 13. Port Natal. Dr. Penther hat die Art zahlreich in Durban, speciell in Coolie Location und am Durban Bluff ge- sammelt, ferner einige Exemplare aus Umbiloroad, Stamford Hill und aus dem südlicher gelegenen Isipingo gebracht. Enmea gouldi Pfr. wechselt, nach diesem Penther'schen Materiale zu urtheilen, sehr in der Grösse; eine extreme Form ist im Folgenden als var. excedens beschrieben. Var. excedens nov. Taf. I, Fig. 3. Das Gehäuse ist langgestreckt, cylindrisch, besteht aus 9 Umgängen, die stark rippenstreifig sich präsentiren, und besitzt in der Mündung einen starken Zahn auf der Mündungswand nächst der Insertion des Aussenrandes, auf der rechten Wand 3 Zähne in regelmässigen Distanzen, an der Basis einen Zahn und an der Columella eine ins Innere stark hereinragende Faltenbildung. Die Länge der Schale beträgt 9 5, die Breite 3:5 mm, die Mündung ist 2:8 mm hoch und ebenso breit. Dr. Penther hat diese Form in Durban gefunden. 21. Ennea binominis mihi. 1889. Ennea natalensis Morelet, Journ. de Conch. p. XXXII, p. 11, pl. II, £. 1. Port Elizabeth. _ Ich sah mich bezüglich dieser Art zu einer Neubenennung veranlasst, da in der Literatur der Name E. natalensis bereits von Craven für eine ganz verschiedene Ennea gebraucht wurde und die betreffende Publication Morelet entgangen war. Südafrikanische Mollusken. [11 [oil OD 22. Ennea consobrina Ancey. 1892. Ennea consobrina Ancey, Brit. Naturalist, p. 125. 1898. > > Melvill& Ponsonby in Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, pl. VIII, f. 9. Südafrika. 23. Ennea aperostoma Melv. Pnsby. 1892. Ennea aperostoma Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 93, pl. VI, £. 10. Natal. var. lissophanes Melv. Pnsby. 1892. Ennea aperostoma var lissophanes Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 93. Natal. 24. Ennea wahlbergi (Krauss). 1848. Pupa Wahlbergi Krauss, Südafr. Moll., p. 80, t. 5, f. 5. 1848. > » » Pfeiffer, Monogr. Hel. II., p. 352. 1850. >» =>» » Conch. Cab. Mart. Chem. I, 15, p. 158, t. 19, f. 6—9. 1881. Ennea » » (Gulella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 19. 1885. >» » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 96, pl. 19, f. 99. Natal. Dr. Penther hat am 16. Juli 1897 einige in der Grösse verschiedene, zweifellos aber hieher gehörige Stücke bei Isipingo gefunden; ferner liegen einige Exemplare aus »Durban und Umgebung« vor. 25. Ennea transiens n. sp. Taf. I, Fig. 4. Das Gehäuse ist cylindrisch bis tonnenförmig, besteht aus 7'/,—8 Windungen und hat mit Ausnahme des glatten Embryonalgewindes eine rippenstreifige Sculptur. Die Rippchen setzen an der Naht kräftig ein und werden in ihrem Entfernen von derselben schwächer. An der Mündungswand steht eine starke Falte, die stumpfwinkelig gebogen ist, an dem rechten Mundrande stehen 2 horizontale Zähne, an der Basis der Mündung, schon mehr gegen die Spindel zu gekehrt, befindet sich 1 Zahn und die Spindel ist ebenfalls mit einem schwachen Zahn aussen und einer starken Faltenbildung im Innern ausgestattet. Der Mundsaum ist losgelöst, verbreitert und etwas umgeschlagen. Der rechte Mundrand steht an seiner Einlenkungsstelle mit der grossen Falte der Mündungswand in Verbindung. kiobesgest@ehausesg.2.1.0:.22102077141507771922 10:07 11-4, 11-1 Breite » » Re) 50 5:0 4:6 on 9.0 a Höhe der Mündung . . 3°5 87. 35 35 37 4:0 37 Breite » » re 3.8 3-2 32 Sich! 3:8 33 mm Durban und Umgebung (Stamford Hill, Coolie Location, Durban Bluff) sehr häufig (leg. Penther). Die Maassverhältnisse dieser zwischen E. wahlbergi Krss. und E. menkeana Pfr. stehenden neuen Art sind mithin sehr variabel. 26. Ennea menkeana (Pfr.). . Pupa Menkeana Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 551. Ennea > > Malak. Bl. II, p. 61. » » > (Gulella), Malak. Bl. II, p. 173. Vertigo » » (Alvearella), H. & A. Adams, Gen. Moll. II, p. 173. ..Ennea > > Novit. conch. I, p. 113, t. 32, f. 3—5. » » > (Gulella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 19. > > 5 > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 97, t. 18, f. 79. Natal. Rudolf Sturany, [@o} 1 O1 [op] 27. Ennea dunkeri Pfr. 1855. Ennea Dunkeri (Gulella), Pfeiffer, Malak. Bl. II, p. 173. 1856. » » n » Novit. conch. I, p. 73, t. 20, f. 11—13. 1859. » Monogr. Helic. IV, p. 339. 1881. » > Nomencl. Hel. viv., p. 19. 1885. » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 98, pl. 19, f. 89. (Pupa Dunkeri v. Marts.) Port Natal. 28. Ennea vandenbroeckii Melv. Pnsby. 1893. Ennea Vandenbroeckii Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 110, pl. III, f. 16. Natal. 29. Ennea differens n. Sp. Taf. I, Fig, 5, 6. Das Gehäuse ist cylindrisch bis tonnenförmig, besitzt einen stichförmigen Nabel und besteht aus 8 bis9 Umgängen, von denen die ersten 2 glatt, die übrigen mit schräg gestellten Rippenstreifen ausgestattet sind. Die Bezahnung der Mündung besteht aus einem senkrecht gestellten, starken Faltenzahn an der Mündungs- wand, 2 Zähnen an dem rechten Mundrand, zu denen sich oben meist noch ein minutiöses Zähnchen nächst dem Einlenkungswinkel gesellt und die ungleich sind, indem der obere eine unbedeutende Entwicklung erfahren hat, der untere hingegen sich faltenförmig in horizontaler Lage in den Schlund zieht, und einem Basalzahn. Die Columella tritt mit ihrem Rande rechts zahnartig vor und besitzt tief im Innern eine Falten- und Knotenbildung. Im Nacken des Gehäuses sind 2 Grübchen bemerkbar, wovon die eine dem 2. (unteren) Zahn des rechten Mundrandes, die andere dem Basalzahne entspricht. Blohexdesi@ehauses re 7°2 728 7-5 Zac ZT Breite » » VErk: er 33 3:8 3:7 BO 3:7 mm Höhe und Breite der Mündung circa 2:0— 2:5 nım. Dr. A. Penther hat diese neue Art am Durban-Bluff und in Umbilo-Road am 19. und 20. Juli 1897, sowie in der Coolie-Location gesammelt. Sie ist verwandt mit E.. regularis Melv. Pnsby, von der sie vor Allem durch die grössere Anzahl von Umgängen unterschieden ist, mit E. vandenbroeckii Melv. Pnsby, die aber am Aussenrande weniger Zähne (nur einen) besitzt, und schliesslich mit der unten folgenden E. separata mihi, die aber weit genabelt ist und eine ganz andere Spindelbewaffnung zeigt. Die beigegebene Fig. 6 stellt die normale Gestalt der E. differens dar, Fig. 5 aber ein mit 9 Umgängen und einer nach unten verengten Mündung ausgestattetes Exemplar, das vielleicht in Folge von Wachs- thumshinderniss missgestaltet wurde. 30. Ennea regularis Melv. Pnsby. 1893. Ennea regularis Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 22, pl. III, £. 11. Cope’s Folly, Maritzburg. 31. Ennea pulchella Melv. Pnsby. 1893. Ennea pulchella Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 108, pl. III, f. 13. »Chase Krantz», Maritzburg. 32. Ennea separata n. sp. Tat. IuRies7,28: Das Gehäuse ist tonnenförmig, weit genabelt und besteht aus 9 Umgängen. Das Embryonalgewinde ist glatt, die übrigen Umgänge sind stark und schräg rippenstreifig. Die Naht schneidet tief ein. An der Mündungswand steht eine starke senkrechte Falte und links davon ein kleines Nebenzähnchen; am rechten nes EEE NED EU PIE N Pe u ER EUER Sa ODER EN © & a4 du Zi m, Pen Südafrikanische Mollusken. 957 Rande befinden sich 2 horizontale Zähne übereinander, von denen der untere stärker entwickelt ist und zu denen sich nur selten noch ein drittes Zähnchen ganz oben im Winkel gesellt, an der Basis befindet sich ein schwacher Zahn, der eventuell auch in der Zweizahl erscheinen kann, an der Columella eine horizontale zahnartige Falte. Die Mundränder sind nicht verbunden; der rechte Mundrand lenkt in unmittelbarer Nähe der oberwähnten grossen Falte ein. Die Rückseite der Mündung ist durch 2 grubenförmige Vertiefungen ausgezeichnet, von denen die stärkere dem grösseren Labialzahn, die schwächere dem Basalzahn ent- spricht. Blonendes Gehäuses 2 2.2.2022. 1020 123 7. 0:2 7:0 87. Breite » » BE 8 37 BT 37 37 DS klohesder Mündung. . . . ..2:6 2 24 2.3 228 Bl Breite » » De Ve RL 23 2.8 23 zent 2:3 mm Ein besonders breitlippiges Exemplar mit dicken Zähnen misst 78, respective 3°7 mm. Diese Art wurde von Dr. Penther am 16. Juli 1897 bei Isipingo entdeckt und am 19. Juli auch am Durban Bluff, sowie in der Umgebung von Durban gefunden. Sie ist mit E. differens mihi verwandt, kommt zusammen mit ihr vor, besitzt aber an dem Columellarrande eine deutliche Querfalte, während bei E. differens der Rand bloss zahnartig nach rechts erweitert ist. Damit ım Zusammenhange steht auch die verschiedene Nabelbildung; bei E. differens ist eine Spalte zu sehen, bei E. separata ein breiter Trichter. 33. Ennea burnupi Melv. Pnsby. 1897. Ennea Burnupi Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 634, pl. XVII, £. 2. »Town Bush, Maritzburg, and Gordon Falls on the Zwartkop Mountain«, Natal. 34. Ennea cairnsi Melv. Pnsby. 1897. Ennea Cairnsi Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 634, pl. XVII, f. 1. «Mouth of the Buffalo River« in Südafrika. 35. Ennea nonotiensis Melv. Pnsby. 1894. Ennea nonotiensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 95, pl. I, Ralos Nonoti, Küste von Natal. 36. Ennea dokimasta Melv. Pnsby. 1898. Enuea dokimasta Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 27, pl. VII, 87. Natal. 37. Ennea euthymia Melv. Pnsby. 1893. Ennea eulhymia Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 107, pl. II, f. 10. Pietermaritzburg. Ein paar Exemplare aus Maritzburg, die mir Dr. Penther bereits determinirt übergab, passen aus- gezeichnet zur Beschreibung der Autoren, nur möchte ich auf Grund derselben die Länge und Breite der Schale um gut einen halben Millimeter mehr angeben (etwa 5:25). Ferner ist in der citirten Abbildung die allgemeine Form etwas verzogen und nicht so gleichmässig ceylindrisch wiedergegeben, als sie that- sächlich ist. 508 Rudolf Sturany, 38. Ennea vanstaadensis Melv. Pnsby. 1893. Ennea vanstaadensis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 110, pl. III, £. 17. Van Staaden’s River. 39. Ennea pfeifferi (Krauss). 1848. Pupa Pfeifferi Krauss, Südafr. Moll. p. 79. 1846. > > Pfeiffer, Symb. Sect. III, p. 59. 1848. >» > » » Monogr. Hel. II, p, 352. 1850. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 15, p. 87, t. 12, f. 17—19. 1881. Ennea » » (Huttonella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 20. 1885. > » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I., p. 101, pl. 19, f. 98. (Vertigo Pfeifferi Ad.) Zoetendals Valley, Potteberg District, Swellendam; Kap der guten Hoffnung. Var. miniata Krauss. 1848. Pupa Pfeifferi Krauss var. miniata, Krauss, Südafr. Moll. p. 79. Mohapaani. 40. Ennea cionis Melv. Pnsby. 1898. Ennea cionis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 25, pl. VIII, f. 4. Port Elizabeth. 41. Ennea bowkerae Melv. Pnsby. 1892. Ennea Bowkerae Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. (6. ser.), vol. IX, p. 92, pl. VI, f. 9. East London. 42. Ennea delicatula Pfr. 1856. Ennea delicatula Pfeiffer, Malak. Bl. III, p. 259. 1859. » » > Novit. conch. I, p. 117, t. 32, f. 21—23. 1859. » > (Gulella), Pfeiffer, Monogr. Helic. IV, p. 340. 1881. » > » » Nomencl. Hel. viv. p. 19. 1885. > » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 96, pl. 19, f. 2. Port Natal. 43. Ennea impervia Melv. Pnsby. 1896. Ennea impervia Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVII, p. 315, pl. XVT, 1. 1. Natal. 44. Ennea adamsiana Pfr. 1856. Ennea Adamsiana Pfeiffer, Proc. Zool. Soc. 1859. » » » Novit. conch. I, p. 114, t. 32, f. 9—11. 1859. » » » Monogr. Helic. IV, p. 339. 1881. > » (Gulella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 19. 1885. > > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 98, pl. 19, f. 85. ERRLTTEVNEPLI TE Südafrikanische Mollusken. 559 45. Ennea infrendens v. Marts. 1866. Pupa (Ennea) infrendens v. Martens, Malak. Bl. XII, p. 110, t. 3, f. 10—12. 1868. Ennea » » Pfeiffer, Monogr. Hel. V. p. 454. 1881. » » » (Gulella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 19. 1885. > » > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 98, pl. 19, f. 86. Natal. Dr. A. Penther hat aus Durban 3 Exemplare eingeschickt, die in den Dimensionen von einander abweichen und auch sonst kleine Verschiedenheiten zeigen. Das Gehäuse besitzt 7'/;—8'/, Windungen, einen sehr engen, stichförmigen Nabel, eine fadenförmige Naht, ist ziemlich cylindrisch gestaltet (vor dem Apex am breitesten), glatt und misst in der Höhe 6°6 6°9 TG Breite Au 3'838 8 SH Höhe der Mündung 22 23 Da Breite » » DRS 23 2:4 mm Das Exemplar 3 ist also im Allgemeinen gestreckter, schlanker, als die anderen zwei. Dasselbe unter- scheidet sich auch noch durch den Mangel des bei Exemplar 1 und 2 ober dem Basalzahn am Spindelrande eingeschalteten Zähnchens. — Die starke Falte an der Mündungswand, der Doppelzahn am rechten Rande, der Basalzahn, jenes kleine Zähnchen und die Doppelfalte im Inneren an der Spindel sprechen deutlich für E. infrendens v. Marts. Vor Schluss der Arbeit übergab mir Dr. Penther noch eine grössere Anzahl von Exemplaren von der Coolie Location; dieselben variiren bezüglich der Grösse zwischen den in der citirten Originalbeschreibung angegebenen Maassen und den Proportionen der oben erwähnten Exemplare. 46. Ennea ingens n. sp. Taf. I, Fig. 9. Das Gehäuse ist cylindrisch, glatt, besteht aus 9 Umgängen, die durch eine schwach fadenförmige Naht getrennt sind, und besitzt einen offenen, stichförmigen Nabel. In der Mündung fällt ein kräftiger Zahn auf der Mündungswand auf, der mit dem rechts daneben inserirenden Aussenrand in Verbindung steht; der Aussen- rand ist nach innen eingebuchtet und trägt 3 kleine Zähne, von denen 2 tief im Gaumen liegen, das dritte und schwächste senkrecht darüber gelagert ist. Ferner sind ein Basalzahn und 2 knotenartige Zähne tief im Innern an der Spindel vorhanden. Im Nacken sind 2 Grübchen zu sehen, das eine ist ziemlich tief und ent- spricht der Bezahnung am Aussenrande, das andere ist seicht und liegt an der Basis. Die Mundränder sind durch einen weiten Zwischenraum getrennt; der Aussenrand ist eingebuchtet und ebenso ist an der Basis eine leichte Einbuchtung zu constatiren, so dass die Mündung eine Kleeblattform erhält und derjenigen von M. margarettae Melv. Pnsby. entfernt ähnlich sieht. Länge des Gehäuses 9, Breite 3'2 mm, Höhe und Breite der Mündung 2: 1 mm. Diese neue Art wurde von Dr. Penther aus Durban eingeschickt und gehört unbedingt in den Formen- kreis der E. infrendens v. Marts. Sie macht mir geradezu den Eindruck, als wäre sie trotz ihrer Länge eine _ „in den Mundrändern noch schwache, weil noch nicht ausgewachsene E. infrendens. | | 47. Ennea kraussi Pfr. 1855. Ennea Kraussi (Huttonella) Pfeiffer, Malak. Bl. II, p. 174. 1856. » » Pfeiffer, Novit. Conch. I, p. 73, t. 20, f. 14— 16. 1859. » » > Monogr. Hel. IV, p. 341. 1881. > » (Huttonella), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 20. 1885. » » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 100, pl. 19, £. 91. (Pupa Kraussi v. Marts.) Port Natal. 560 Rudolf Sturany, 48. Ennea sejuncta n. sp. Taf. I, Fig. 10—12. Das Gehäuse ist tonnenförmig, glatt und besteht aus 7 Windungen, die durch eine deutliche, schwach fadenförmige Naht getrennt sind. Der Nabel ist stichförmig; im Umkreise desselben trägt die letzte Windung eine Anzahl Falten als einzige Spur einer Rippenstreifung. Die Bezahnung der Mündung besteht aus einem kräftigen, scharfkantigen Zahn an der Mündungswand nächst der Insertion des rechten Randes, einem nicht minder starken Zahn an der Aussenwand, dem auf der Rückseite des letzten Umganges eine tiefe Grube entspricht, einem Basalzahn und einer zahnartig vorspringenden Columellarfalte tief im Innern. Die wulstigen Mundränder sind nicht verbunden. Höhe des Gehäuses . .9°7 6:1 6°3 6: Ass Breite » » ee rl ect Be 3:0 mm etc. Die Mündung ist circa 2 mm hoch und ebenso breit. Dr. Penther hat diese neue Art in Anzahl aus Durban und Umgebung eingeschickt. 49. Ennea instabilis n. sp. Taf. I, Fig. 18. Das tonnenförmige Gehäuse besteht aus 7—8 Windungen, die an der Naht einen breiten Faden und eine schräg über diesen Faden verlaufende Querstreifung erkennen lassen. Mit Ausnahme dieser Strichelung im oberen Theile der Windungen nächst der Naht und einer im Umkreise des stichförmigen Nabels gestellten zarten Streifung ist das Gehäuse glatt. Die Embryonalwindungen entbehren gänzlich einer Skulptur. In der Mündung ist ein kräftiger Zahn an der Mündungswand, 2 Zähne am rechten Rande, 1 Basalzahn und eine kräftig entwickelte Columellarfalte sichtbar. Von den Zähnen der Aussenwand ist der obere klein, der untere gross und entspricht letzterem eine Grube auf der Rückseite des Gehäuses. Elöhe. des Gehäuses. . . 6:2 6:3 6.3 65 674,62 76:0 527 534 Breite » > a ZE EZR alERee ac Te ee we 272 Die Höhe der Mündung beträgt 18 mm, die Breite derselben ebensoviel. Diese Ennea-Art, welche Dr. Penther bei Isipingo am 16.VII. 1897, am Durbän-Bluff am 19. VII. 1897 und in Umbilo-Road am 20. VII. 1897 ziemlich zahlreich gesammelt hat, ist die nächste Verwandte zur E. sejuncta mihi und ist von derselben durch den 2. (kleinen) Zahn an der rechten Wand, sowie die Quer- strichelung an der fadenförmigen Naht unterschieden. 50. Ennea ampullacea n. sp. Taf. I, Fig. 14, 15. Das Gehäuse ist tonnenförmig und besteht aus 8 Windungen, die durch eine stark fadenförmige Naht getrennt sind. An den mittleren Umgängen verläuft über diese fadenförmige Naht eine zarte Querstreifung, im Übrigen ist das Gehäuse glatt und durchscheinend. Der Nabel ist geschlossen und zieht von der Stelle seines Verschlusses bis hinauf zur Einlenkungsstelle des Spindelrandes eine seichte Furche. Die Mündung ist verhältnissmässig klein, hat kräftige etwas nach aussen verbreiterte Ränder, die nicht verbunden sind, und zeigt folgende Bezahnung. An der Mündungswand steht ein kräftiger, senkrechter Faltenzahn, der über- dies mitunter rechts gegenüber dem rechten Rande ein kleines Zähnchen erkennen lässt und links ebenfalls ein Nebenzähnchen aufweisen kann. Letzteres tritt allerdings selten auf. Der rechte Mundrand trägt 2 hori- zontale Zähne, wovon der untere grösser ist; an der Basis, schon mehr auf den Spindelrand gerückt, steht 1 Zahn und im Inneren an der Spindel eine zahnartig vorspringende Falte. Flöhe des Gehäuses... 25.25, 528, DES DIL BDA Or: Breite » » ER Free 2er N 2 ee er: Die Mündung misst ungefähr 15 mm in der Höhe und Breite. Südafrikanisch® Mollusken. 561 Dr. A. Penther hat diese hübsche Form bei Isipingo am 16. VII. 1897 und Umbilo Road am 20. VII. 1897 zahlreich gefunden. Es befinden sich unter den vorliegenden Exemplaren solche mit oben stark ver- breitertem, ballonförmig aufgetriebenen Gehäuse und solche von mehr cylindrischer Gestalt. Obwohl die letzteren — in der Minderzahl vorhanden! — dadurch mehr an E. instabilis mihi erinnern, sind sie doch nicht dieser nah verwandten Art zuzurechnen, sondern gehören zur ebenbeschriebenen E. ampullacea. Die beiden Arten, instabilis und ampullacea, lassen sich sehr gut durch die Stellung der Mündungszähne aus- einanderhalten. Bei E. ampullacea stehen sich unterer Aussenwandzahn und äusserer Columellarzahn gerade gegenüber; bei E. instabilis ist der letztere tief hinab gerückt und gewissermassen zu einem Basal- zahn geworden, steht also dem unteren Aussenwandzahn nicht gegenüber. Was hier für E. instabilis ange- geben wurde, gilt auch für die überdies nur mit einem Aussenwandzahn ausgestattete E. sejuncta, die eben- falls in die nächste Verwandtschaft gehört. öl. Ennea multidentata n. sp. Taf. I, Fig. 16. Das Gehäuse ist cylindrisch bis eiförmig, besteht aus 6'/, bis 7 Umgängen, ist stichförmig genabelt und besitzt an dem obersten Theil der Umgänge (mit Ausnahme des Embryonalgewindes) nächst der Naht eine feine Strichelung; im Übrigen ist es ganz glatt. Die Bezahnung ist äusserst complieirt. Die Mündungswand trägt eine kräftige, etwas schief gestellte Falte, an dem Aussenrand stehen 2 Zähne, von denen der obere, schwächere mit einem Nebenzähnchen, der untere nach innen und unten ebenfalls mit einem kleinen Zahn ausgestattet ist; am Columellarrande steht ein Zahn, ferner ist ein Basicolumellarfaltenzahn und rechts von diesem ein minimales Basalzähnchen zu verzeichnen. Überdies ist im Inneren an der Columella eine Falten- bildung sichtbar. Kioherdesi@cehausese meet 4-1 Breite » » a a DD 2a] Höhe der Mündung . . 1:4 1°3 Breite » » ee wor) 11 mm Dr. Penther hat von dieser Art 2 Exemplare bei Isipingo am 16. VII. 1897 gefunden. 52. Ennea maritzburgensis Melv. Pnsby. 1893. Ennea maritzburgensis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 107, pl. II, £. 11. Pietermaritzburg. 53. Ennea polita Melv. Pnsby. 1893. Ennea polita Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 108, pl. III, p. 12. Tharfield. 54. Ennea auris leporis Melv. Pnsby. 1898. Ennea auris leporis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 25, pl. VII, f. 3. Natal. 55. Ennea durbanensis n. Sp. War aRig.17. Das eiförmige Gehäuse besteht aus 9—9'/; Windungen und ist stark quer rippenstreifig; an den letzten Windungen stehen die Rippenstreifen senkrecht, an den oberen mehr schräg. Der Nabel ist stich- bis ritz- förmig, die Mündung mehr oder weniger dreieckig, der Nacken mit 2 schwächeren, ganz nahe aneinander- stehenden Kielen und einer breiten, dem Labialzahn entsprechenden Grube ausgestattet. In der Mündung Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 71 562 Rudolf Sturany, fällt zunächst eine senkrecht gestellte Falte an der Mündungswand auf; am Aussenrande steht ein breiter kräftiger Zahn, der 2—3fach gelappt ist, so dass es den Anschein gewinnt, als sei er aus 2—3 kleineren Zähnen hervorgegangen; ferner ist noch ein tiefgelegener Basalzahn und eine starke Spindelfalte im Innern sichtbar. Durch die genannten Zähne und Falten, sowie durch den nach rechts erweiterten und vorsprin- genden Spindelrand wird die Mündung sehr verengt. Die nach aussen etwas umgeschlagenen Mundränder sind nicht verbunden; die Verbindung ist nur durch eine feine Linie angedeutet. Die Höhe des Gehäuses beträgt circa 6—6'/,, die Breite 3 mm, die Mündung misst circa 2 mm in Höhe und Breite. Dr. Penther hat die Art ziemlich zahlreich vom Durban Bluff gebracht, sie aber auch am 16. VII. 1897 bei Isipingo erbeutet (allerdings hier sehr spärlich!). E. durbanensis mihi ist nahverwandt mit der folgen- den Art. 56. Ennea crassidens Pfr. 1856. Ennea crassidens Pfeiffer, Proc. Zool. Soc. 1859. » » > Novit. conch. I, p. 114, t. 32, Fig. 6—8. 1859. » > » (Gulella), Monogr. Helic. IV, p. 340. 1881. » » 5 > Nomenel. Helie. viv., p- 19. 1885. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 97, t. 19, f. 100. (Pupa crassidens v. Marts.) Port Natal. 57. Ennea tharfieldensis Melv. Pnsby. 1893. Ennea tharfieldensis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 109, pl. III, f. 15. Tharfield. 58. Ennea thelodonta Melv. Pnsby. 1892. Eumea thelodonta Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. (6. ser.), Vol. IX, p. 85, pl. VI, f. 4. Noord Hoek u. Monk’s Kloof. 59. Ennea perissodonta n. sp. Taf. I, Fig. 18. Das cylindrische bis tonnenförmige, stichförmig genabelte Gehäuse besteht aus 7 Windungen, die durch eine deutliche, tief einschneidende Naht getrennt sind und mit Ausnahme des Embryonalgewindes fein rippenstreifig sich erweisen. An der Mündungswand steht eine starke, schiefe Falte, die in den rechten Mundrand übergeht. Dieser trägt oben einen horizontalen Faltenzahn mit einem daraus entspringenden Zähnchen und unten 2 aufein- anderfolgende kleine Zähne. Dem grossen Faltenzahn des Aussenrandes entspricht im Nacken eine Grube und im Mundrande selbst eine leichte Einbuchtung oder Schweifung. An der Basis der Mündung sitzt ein Zahn, dem ebenfalls im Nacken eine seichte Grube entspricht, an der Spindel, tief ins Innere des Gehäuses gerichtet eine mehrfache zahnartige Faltenbildung. Zwischen der erwähnten Falte auf der Mündungswand und der Einlenkungsstelle des Spindelrandes sitzt noch ein kleines Zähnchen. Die Mundränder sind nicht verbunden, aber ziemlich breit und nach aussen geschlagen. Höhe des Gehäuses 4, Breite 2 mm. Höhe und Breite der Mündung 14 mm, Es liegt ein einziges Exemplar aus Lourengo MarQues (= Delagoa Bay) vor, das Dr. Penther dort gefunden hat. Die Art erinnert in Form, Grösse und Bezahnung an E. thelodonta Melv. Pnsby. Südafrikanische Mollusken. 563 60. Ennea dolichoskia Melv. Pnsby. 1892. Ennea dolichoskia Melvill & Ponsonby, Ann. u. Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 86, pl. VI, f. 6. Port Elizabeth. 61. Ennea drakensbergensis Melv. Pnsby. 1893. Ennea drakensbergensis Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 107, pl. III, £. 9. Pietermaritzburg. 62. Ennea isipingo@nsis n. sp. Taf. I, Fig. 19. Das mit Ausnahme des Embryonalgewindes stark rippenstreifige Gehäuse besteht aus 7'/, Windungen. Der Nabel ist stichförmig und lässt in seiner nächsten Umgebung eine mit dem Spindelrand parallel ver- laufende Schwiele erkennen. Die Mündung weist eine starke Falte auf der Mündungswand, die an den Aussenrand anstösst, einen nach innen weit und mächtig fortgesetzten Zahn an diesem Aussenrand, ein schwaches verborgenes Basalzähnchen und einen kleinen Zahn am unteren Ende der Columella (also sozusagen ein Basicolumellar-Zähnchen) auf. Tief im Innern des Gehäuses liegt noch eine breite Columellar- falte. Die Mundränder sind breit und nicht verbunden. Dem Zahn des rechten Randes entspricht im Nacken eine tiefe Grube. Höhe des Gehäuses 2:8, Breite 14 mm. Höhe und Breite der Mündung 0:7 mm. Die auf Taf. Il, Fig. 19 abgebildete Form ist aus der Reihe der von Dr. Penther bei Isipingo auf- ‚gefundenen Exemplare hiermit provisorisch als der Typus der neuen Art (E. isipingoönsis) aufgestellt worden. Die folgenden Varietäten sind ebenfalls bei Isipingo gesammelt. Var. discrepans n. Taf. I, Fig. 20. Das Gehäuse ist rippenstreifig und aus 7'/, Windungen zusammengesetzt; Nabel- und Nackenbildung wie beim Typus. Die Mündung ist dreieckig, hat eine Falte an der Mündungswand, einen dicken Zahn an dem rechten Rande, einen schwachen Basicolumellar-Zahn und im Inneren des Gehäuses eine Columellar- falte. Das Basalzähnchen des Typus fehlt hier. Der dicke Labial-Zahn ist anders gestaltet als beim Typus. Höhe des Gehäuses 26, Breite 1-5 mm. Höhe und Breite der Mündung circa O0°8 mm. Var, simillima n. Taf. I, Fig. 21. Das Gehäuse ist oben breiter als die Varietät diserepans mihi, also mehr tonnenförmig. besteht aus - 7'% Windungen und ist mit Ausnahme der Embryonalwindungen rippenstreifig. Nacken und Nabelbildung, .Bezahnung der Mündung sind wie bei var. discrepans. (Das schwache Basalzähnchen fehlt also auch hier; die Columellarfalte ist auch hier versteckt tief innen im Gehäuse.) Die Mundränder sind durch eine ange- deutete Linie verbunden. Höhe des Gehäuses 2:7, Breite 1:5 mm. Mündung circa 0'8 mm breit und hoch. Var. cylindrica n. Tat. I, Fig. 22. Das cylindrische Gehäuse besteht aus 8 Windungen, wovon die ersteren glatt, die übrigen rippen- streifig sind. Nacken und Nabelbildung sind entsprechend dem Charakter der echten E. isipingoönsis mihi. Tale 564 Rudolf Sturany, Die Mundränder sind durch eine Linie verbunden, an der Mündungswand steht eine Falte, am rechten Rande ein Zahn, schwächer als bei den vorhergehenden Varietäten; das Basalzähnchen des Typus fehlt, die Columellarfalte ist hier sehr versteckt und nicht sehr breit. Höhe des Gehäuses 3°0, Breite 15 mm. Höhe und Breite der Mündung circa 0:7 mm. 63. Ennea leppani n. sp. Taf. II, Fig. 23, 24, 25. Das rechtsgewundene Gehäuse ist stichförmig genabelt und fast gleichmässig cylindrisch aus 71/,—8 Umgängen aufgebaut. Das Embryonalgewinde (2—2!/, Umgänge) ist glatt, die übrigen Windungen sind regelmässig rippenstreifig, und zwar verlaufen diese Rippen etwas schief von links nach rechts. Die Mün- dung weist so dicke, breit ausgeschlagene Ränder und eine so mächtige Bezahnung auf, dass für den Aus- tritt des Thieres nur eine sehr enge Öffnung verbleibt. Die Mundränder sind nicht verbunden; eine glasig glänzende Fläche oberhalb der Mündungswand markirt gewissermassen eine Verbindung derselben. An der Mündungswand steht eine Kräftige Falte, die — wenn man das Gehäuse von der Seite betrachtet — etwas über den Mundrand hervorragt. Sie geht an der Insertionsstelle des oberen Mundrandes in diesen unter Bildung einer kleinen Bucht über. Der rechte Mundrand trägt einen kräftigen, breiten, 3-lappigen Zahn, der schief nach dem Inneren der Schale gerichtet ist. Der Spindelrand trägt ebenfalls einen zahnartigen Vor- sprung, der jenem 3-lappigen Zahn gegenübergestellt ist, und überdies trägt die Spindel eine sehr tief im Schlunde gelegene Faltenbildung. Zwischen dem oberseitigen Spindelrand-Vorsprung und dem 3-lappigen Zahn der rechten Wand schiebt sich noch ein schwacher, tiefer gelegener Basalzahn ein. Der Nacken trägt 2 schwache Kiele, zwischen denen eine seichte Grube, entsprechend dem ebengenannten Basalzahn, liegt. Ferner ist an der rechten Seite eine Vertiefung sichtbar, die dem mittleren Vorsprung des kräftigen (3-lappigen) Labial-Zahnes entspricht. Noch ist zu bemerken, dass der obere Rand des grossen Zahnes, resp. die Verbindungslinie zwischen dessen 2 oberen Lappen fast parallel verläuft zu der ihm gegenüber gestellten Parietalfalte. Höhe des Gehäuses . Dr) 50) 0-1 Breite » » ; a: Zus 2-4 Höhe » Mündung . 18 1'8 1:8 Breite » » „lat! 1°5 1’4 mm. Dr. Penther hat die hier berücksichtigten Exemplare an einer ihm von Fräulein L. Leppan bezeich- neten Stelle im Albany-District gesammelt. 64. Ennea farquhari Melv. Pnsby. 1895. Ennea Farquhari Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVI, p. 478, pl. 18, f. 3—5. Grahamstown. 65. Ennea munita Melv. Pnsby. 1892. Ennea munita Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 86, pl. VI, f. 5. Griqualand East. 66. Ennea arnoldi n. sp. Taf. II, Fig. 26-30. Das Gehäuse ist aus 5,—6', Windungen zusammengesetzt, relativ grob rippenstreifig (d. h. die Rippenstreifen sind bei der Kleinheit der Schale verhältnissmässig stark entwickelt und fehlen nur am Embryonalgewinde), stichförmig genabelt und besitzt eine Mündung, die etwas länger als breit ist und durch die Bezahnung eingeengt erscheint. An der Mündungswand ist eine zahnartige Falte schräg gestellt (von Südafrikanisehe Mollusken. 969 rechts nach links), an dem rechten Rande steht 1 kräftiger Zahn, der die Anlage zur Mehrlappigkeit verräth, und darunter basal I Zahn. Dem Zahne der rechten Wand entspricht eine Vertiefung im Nacken, dem Basalzahn ein unbedeutendes Grübchen ebenda, das zwischen schwachen Kielen eingeschlossen ist. Höhe des Gehäuses. . .3°0 2°7 Breite » » A Die Mündung ist circa 1 mm breit und hoch. Gesammelt von Dr. Arnold Penther bei Isipingo am 16. VII. 1897 und in Durban. Var. elongata n. Taf. II, Fig. 31. Das Gehäuse ist fast gleichmässig cylindrisch, an der Basis ganz wenig schmäler als oben, besteht aus 7 Windungen, von denen die ersteren glatt, die übrigen ziemlich grob rippenstreifig sind (und zwar verlaufen die Rippen „etwas schräg). Der Nabel ist offen, stichförmig. Im Nacken ist das Gehäuse stark eingeschnürt, hauptsächlich an der Stelle, die einem kräftigen Zahn des rechten Randes entspricht. Dadurch ist auch der rechte Mundrand etwas eingebogen. An der Mündungswand steht etwas schräg eine zahnartige Falte, ferner ist ein kräftiger Zahn, - der zur Mehrlappigkeit neigt, am Aussenrande, sowie ein Basalzahn zu constatiren. Die Mundränder sind _ durch eind Linie verbunden; der rechte Mundrand steht mit der Parietalfalte in Verbindung. Höhe des Gehäuses 3°1, Breite 13 mm. Die Mündung misst circa | mm in Höhe und Breite. Das einzige Exemplar wurde von Dr. Penther zusammen mit den Stücken von E. arnoldi mihi bei Isipingo erbeutet; es schien mir anfangs eine neue Art zu begründen, bis mir durch die Durchsicht einer grösseren Anzahl von nachgelieferten arnoldi-Exemplaren klar wurde, dass ich nur eine durch die Ver- längerung des Gehäuses und Vermehrung der Windungen ausgezeichnete Varietät vor mir habe, die ich nun durch die vorstehende Beschreibung und die beigefügte Zeichnung genügend gekennzeichnet zu haben glaube. 67. Ennea labyrinthica Melv. Pnsby. 1895. Ennea labyrinthica Melville u. Ponsonby, Ann. u. Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVI, p. 479, pl. 18, f.7, 8. Grahamstown. 68. Ennea scrobiculata Melv. Pnsby. 1892. Ennea scrobiculala Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 93, pl. VI, f. 8. Natal. 69. Ennea crawfordi Melv. Pnsby. 1898. Ennea Crawfordi Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 26, pl. VIIL, f. 5. Port Elizabeth. 70. Ennea caryatis Melv. Pnsby. 1898. Ennea caryalis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 24, pl. VIII, £. 2. Südafrika. 71. Ennea ambigua mihi. 1889. Ennea pusilla Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 13, pl. II, f. 3. Port Elizabeth. 566 Rudolf Sturany, Der Name pusilla war für eine Ennea bereits vergeben, als Morelet die Form aus Port Elizabeth publi- eirte. Eine Neubenennung ist daher wohl gerechtfertigt. 72. Ennea mariae Melv. Pnsby. 1892. Ennea Mariae Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 92, pl. VI, f. 12, Somerset East. 73. Ennea margarettae Melv. Pnsby. 1895. Ennea margarettae Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVI, p. 479, pl. 18, f. 1. Grahamstown. 74. Ennea cimolia Melv. Pnsby. 1895. Ennea cimolia Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVI, p. 478, pl. 18, f. 2. Grahamstown. 75. Ennea pentheri n. sp. Taf. II, Fig. 32, 33. Das Gehäuse ist cylindrisch, glatt und besteht aus 6'/,—7 Windungen. Auf der Mündungswand steht nächst der Einlenkung des rechten Mundrandes ein an der Basis etwas bauchig verbreiterter Faltenzahn, am rechten Mundrand I Zahn und an der Spindel (tiefer im Gehäuse) eine Falte. Die etwas verbreiterten Mundränder sind nicht eigentlich verbunden, die Verbindung ist nur schwach durch eine Linie angedeutet. Höhe des Gehäuses 2:3--2 4, Breite 0:6—0°7 mm. Dr. Penther hat die Art in 3 Exemplaren bei Isipingo gesammelt. Fam. RHYTIDIDAE. Gatt. Natalina Pilsbry (= Aerope Alb., non Leach). 76. Natalina caffra (Fer.). 1820—1851. Helix Caffra Ferussaec, Hist. Nat. des Moll. p. 3, Hist. pl. 9A, f. 8. 1838. » » » Lamarck, 12.ed., 168, t. VIII, p. 107. 1846. > > > Pfeiffer, Symbol. Sect. III, p. 12, Nr. 55. 1846—1853. >» » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I. 12, p. 52, Nr. 444, t. 74, f. 1—3. 1848. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 40. 1848. » » > Krauss, Südafr. Moll. p. 75. 1851. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix) f. 179. 1881. Aerope > > Pfeiffer, Nomenel. Hel. viv., p. 26. 1885. > > > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 131, pl. 25, f. 13, 14. 1889. Helix > > Morelet, Journ. de conch. XXXVII, p. 19. 1892. Nalalina » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. »In den Wäldern in der Nähe der Natalbai. Jung in den jüngsten Meeresbildungen an der Algoa-Bai.« Port Elizabeth. — Kap der guten Hoffnung. — Grahamstown, Prov. Albany. — Kowie. Var. wesselliana Maltzan. 1876. Helix Caffra Fer. var. Wesselliana Maltzan. Jahrb. d. deutsch. Malak. Ges. III, p. 149, t. 5, f. 1. Südafrika. 77. Natalina beyrichi (Marts.). 1890. Aerope beyrichi v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr. 1890, p. 85. 1897. » » » Arch. f. Naturgesch. 63. Jahrg., I. Bd., p. 35, t. 6, f. 1,2, 3. Pondoland. 1892. Natalina Natal. 1892. Natalina 1846 — 1853. 1892. Natalina > . Elaea Bere } 1895. - 1850. Südafrika. > > > » >» . Natalina » Natal; Port Elizabeth. “ v » > > > Südafrikanische Mollusken. 78. Natalina eumacta (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Aerope) eumacta Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 237, pl. XIII, f. 4. » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. 79. Natalina trimeni (Melv. Pnsby..) 1892. Helix (Aerope) Trimeni Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 237, pl. XIIL, f. 1. » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. 80. Natalina knysnaensis (Pftr.). 1845. Helix knysnaensis Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 131. Conch. Cab. Mart. Chemn. I 12, p. 343, t. 133, t.5—6. Philippi, Abb. u. Beschr. II, p. 85, t. 7, £. 5. Monogr. Helic. I, p. 84. Krauss, Südafr. Moll., p. 76. Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 77. (Pella) Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 102. > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, f. Morelet, Journ. de Conch. XXXVIL p. 19. Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Knysna und George-District; Port Elizabeth; Kap der guten Hoffnung. 81. Natalina coerneyensis Melv. Pnsby. 1894. Natalina coerneyensis Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 91, pl. 1, f. 2. Coerney bei Port Elizabeth. 82. Natalina vernicosa (Krauss.). . Helix vernicosa Krauss, Südafr. Moll. p. 76, t. 4, f. 23. Reeve, Conch. Icon. (Helix), t. 43. f. 198. (Pella) Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 102. Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 130, pl. 28, f. 52—54. Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 135. Var. minor. 1885. Elaea vernicosa Krauss, var. ß minor, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 131. 83. Natalina chaplini Melv. Pnsby. 1894. Natalina Chaplini Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 91, pl. 1, f. 3. > Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, pl. XI, f.5—5b. Karnachs bei Port Elizabeth. 84. Natalina cosmia (Pfr.). 1846—1853. Helix cosmia Pfeiffer, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, Nr. 934, p. 389, t. 143, f. 6—8. munda Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. VI, p. 253. cerea Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak. p. 16 cosmia Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak. p. 112. > >» Monogr. Helic. III, p. 94. Reeve, Conch. Icon. (Helix). f. 1174. 7 3. 568 Rudolf Sturany, 1881. Helix cosmia Pfeiffer, Nomenel. Hel. viv. p. 102. 1887. » > » (Pella), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, f. 80. 1892. Natalina » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Kap der guten Hoffnung, nahe der Camp’s Bay. 85. Natalina caffrula Melv. Pnsby. 1898. Natalina caffrula Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. I, p. 24, pl. VII, f. 1. Knysna. An dieser Stelle muss ich zweier Schalen Erwähnung thun, die Dr. Penther eingeschickt hat. Die eine stammt aus Durban, ist 13 mm breit und 6°5 (resp. 77) mm hoch, perspectivisch genabelt, gelbgrün bis braun gefärbt, glänzend und durchscheinend und besteht aus 5 rasch zunehmenden Windungen. Das Embryonalgewinde (2!/); Windungen) ist glatt, das Übrige fein und regelmässig quer gestreift, und zwar greift diese Streifung keineswegs auf die Unterseite des letzten Umganges über. In die genannten Quer- streifen mengen sich einige deutliche, braune Anwachsstreifen auf dem letzten Umgange. Das zweite Exem- plar wurde in Matolla (2 Stationen von Delagoabay entfernt, an der Bahn nach Pretoria) todt gesammelt und ist grösser (17 mm breit und 7'/s, resp. 9'/, mm hoch). Beide stimmen einigermassen mit H. (Macrocystis) coenotera Melv. Pnsby überein, von der sie aber die geringere Grösse trennt, und dürften mit Sicherheit zu der jüngst beschriebenen N. caffrula zu zählen sein. 86. Natalina dumeticola (Bs.). 1851. Helix dumeticola Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. VII, p. 106. 1846— 1853. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 390, t. 143, f. 16—18. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 93. 1853. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1172. 1881. » » » (Pella) Pfeiffer, Nomenel. Hel. viv. p. 102. 1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, £. 79. 1892. Natalina » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII. p. 135. Kap der guten Hoffnung. Green Point, Simon’s Town & Strand, Ufer der False Bay. 87. Natalina omphalion (Bs.). 1864. Helix omphalion Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 494. 1868. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 153. 1881. » » » (Pella) Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv. p. 102. 1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108. 1892. Natalina >» » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Bei Simonstown, Kap der guten Hoffnung. Gatt. Macrocyclis Beck. Die folgenden 3 Arten gehören nach Pilsbry (Tryon-Pilsbry Man. of Conch. 2. ser., vol. VIII, p. 135) vielleicht auch zu Natalina. Vorläufig habe ich sie zwar noch, theilweise den Benennungen von Melvill u. Ponsonby folgend, unter dem Namen Macrocyclis zusammengefasst, womit ich gleichzeitig ihre Zuzählung zu den Heliciden als definitiv umgestossen bezeichnen will und ihren engen Anschluss an die Gattung Natalina befürworte. Die anatomische Untersuchung wird hierin hoffentlich bald Klarheit schaffen. 88. Macrocyclis coenotera Melv. Pnsb y: 1892. Helix (Macrocylis) coenotera Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X. p. 238, pl. XIII, f. 2. 1892. » » » » » (? Natalina) Tryon-Pilsbry, Man. ofConch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Tharfield. Südafrikanische Mollusken. 969 89. Macrocyclis liparoxantha Melv. Pnsby. 1892. Helix (Macrocyclis) liparoxantha Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 238, pl. XIII, £. 3. 1892. » » » » (?Natalina) Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p- 135. Maritzburg. 90. Macrocyclis quekettiana Melv. Pnsby. 1893. Helix (Macrocyclis) Quekettiana Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 103, pl. III, f£. 1. Pietermaritzburg. 91. ?Macrocyclis schaerfiae (Pfr). 1861. Helix Schaerfiae Pfeiffer, Malak. Bl. VII, p. 73, t. 2, f. 1—3. 1864. » » » Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 494. 1868. » > » Monogr. Helic. V, p. 242. 1881. Macrocyclis Schaerfiae Pfeiffer, Nomenel. Hel. viv., p. 62. 1885. Helix, > » (Kobelt), Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 615, t. 178, f. 1—6. 1890. Helix (Ampelita) schaerfiae Pfeiffer, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VI, p. 43, pl. 7, f£. 95, 96, 97, 1, 2. Andebosch und Bredabosch, Kap der guten Hoffnung. Auch die Aufführung dieser Art unter dem Gattungsnamen Macrocyclis bedeutet ein Provisorium bis zur definitiven Erledigung der Frage durch die genaue Kenntnis der anatomischen Charaktere. Pilsbry sagt im Manual of Conch (2. ser., vol. VI, p. 44) über schaerfiae Pfr.: »it may prove to belong to the Agnatha, near Rhytida or Aerope«. B. GNATHOPHORA. Fam. VITRINIDAE. Gatt. Vitrina Drap 92. Vitrina fuscicolor Melv. Pnsby. 1892. Vitrina fuscicolor Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 240, pl. XII, f. 10. »Rensberg’s Kop, an offshoot of the Drakensberg at an elevation of 7000 feet.« 93. Vitrina cingulata Melv. Pnsby. 1890. Vitrina cingulata Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 466. 1892. > » > Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, t. 5, f. 8. Port Elizabeth. 94. Vitrina zonamydra Melv. Pnsby. 1890. Vitrina zonamydra Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 467. 1892 » » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, t. 5, f. 9. Port Elizabeth. — Von Dr. Penther auch in Durban (Natal) gefunden. 95. Vitrina natalensis Krauss. 1848. Vitrina natalensis Krauss, Südafr. Moll., p. 74, t. 4, f. 17. 1848. > > > Pfeiffer, Monogr. Helie. II. p. 505. 1862. > > > Reeve, Conch. Icon. (Vitrina), f. 1. 1881, » » » Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 29. u | [6] Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. 570 Rudolf Sturany, 1885. Vitrina natalensis Krauss, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 156, pl. 34, f. 83— 84. 1889. > » » v. Martens, Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin p. 163. 1890. > > » Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Natal (auf Pflanzen in der Nähe der Natalbai), d’Urban. 96. Vitrina chrysoprasina Melv. Pnsby. 1892. Vitrina chrysoprasina Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 241, pl. XIII, f. 11. Pretoria. 97. Vitrina cornea Pfr. 1848. Vitrina cornea Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 505. 1846. » > > Symbol. Sect. III, p. 81. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 74. 1854. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I], 11, p. 21, t. 2, f. 31 —33. 1862. » » > Reeve, Conch. Icon. (Vitrina) f. 24. 1881. » » » Nomencl. Helic. viv. p. 28. 1885. » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 157, pl. 34, f. 92—94. 1889. » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. 1890. » » » Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 469. Port Natal; Port Elizabeth; in den Urwäldern der östlichen Provinzen des Kaplandes. 98. Vitrina pellicula (Fer.). 1820— 1851. Helicolimax pellicula Ferussac, Hist. nat. des Moll., pr. 9, Hist. pl. 9A, f. 5—7. 1846 Vitrina » » Pfeiffer, Symbolae, Sect. II, p. 17. 1848. > > » (Helicolimax) Pfeiffer, Monogr. Helic. II, 505. 1848. » > » Krauss, Südafr. Moll. p. 74. 1862. » » » Reeve, Conch. Icon. (Vitrina) f. 56. 1881. » » » Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv. p. 28. 1885. » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 157, pl. 34, f. 95, 96. 1890. » » » Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, f. 469. Kap der guten Hoffnung. 99. Vitrina phoedima Melv. Pnsb. 1892. Vitrina phoedima Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 241, pl. XIII, f. 12. Maritzburg. Durch Dr. A. Penther habe ich 2 Exemplare vom Originalfundort erhalten, die in der Höhe etwas weniger messen, als Melvill und Ponsonby im Text angeben, die citirte Abbildung aber etwas an Höhe übertreffen. Das eine Exemplar hat ein deutliches rothbraunes Band über der Mitte des letzten Umganges, das andere lässt ein solches vermissen (nur eine ganz zarte Andeutung nahe der Mündung ist vorhanden). Erwähnenswerth ist noch die fadenförmige Naht und die grünlich gelbe Grundfarbe der Schalen. 100. Vitrina vandenbroecki Crvn. 1880. Vitrina Vandenbroeckii Craven, Proc. Zool. Soc. p. 615. t. LVII, f. 4. 1885. » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 156, pl. 34, f. 90, 91. 1890. » » Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Leydenburg, Transvaal. Siüdafrikanische Mollusken. 571 101. Vitrina poeppigii Mke. 1846. Vitrina Poeppigii Mke., Pfeiffer, Symbol. Sect. III, p. 81. 1848. > » > » Monosgr. Helic. III, 504. 1848. » > » Krauss, Südafr. Moll., p. 74. 1854. » » » Coneh. Cab. Martini Chemn.], I1, p. 17, t. 2, f. 13-15. > » » Reeve, Conch. Icon. (Vitrina) f. 49. » » » Craven, Proc. Zool. Soc. p. 615. » » » Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv. p. 28. » » » Tryon, Man. Conch. (2. ser.), vol. I, p. 156, pl. 34, f. 85—87. » » » Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Natal, Transvaal (banks of the »Moori River«). 102. Vitrina transvaalensis Crvn. 1880. Vitrina transvaalensis Craven, Proc. Zool. Soc., p. 615, pl. 57, f. 3. 1885. > » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 156, pl. 34, f. 88—89. > » » Melvill& Ponsonby. Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Leydenburg, Transvaal. 103. Vitrina planti Pfr. 1856. Vitrina planti Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 324. » > » Monogr. Helie. IV, p. 794. » » » Reeve, Conch. Icon. (Vitrina), f. 57. » > A, Nomenel. Helic. viv., p. 28. » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 157. » » » Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 469. Natal. Gatt. Gallandia Bgt. 104. Gallandia hudsoniae (Bs.). 1864. Helix Hudsoniae Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XII, p. 493. 1868. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 104. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 102. 1890. Vitrina >» » Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 467 —468. . Pella (Gallandia) Hudsoniae Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 134—135. Riversdale, Port Elizabeth. Var. rufofilosa Melv. Pnsby. 1890. Vitrina hudsoniae Benson, var. rufofilosa, Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Port Elizabeth. Var. meridionalis Melv. Pnsby. 1890. Vitrina hudsoniae Benson, var. meridionalis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 468. Port Elizabeth. Var. aloicola Melv. Pnsby. 1890. Vitrina hudsoniae Benson, var. aloicola Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Mat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 469. Port Elizabeth. 172*. 572 Rudolf Sturany, Fam. LIMACIDAE. Gatt. Agriolimax Mörch. 105. Agriolimax laevis (0. F. Müll.). 1774. Limax laevisO.F. Müller, Verm. Hist. vol. II, p. 1. 1885. » » » (Krynickia), Tryon, Man. of Cönch. (2. ser.), vol. I, p. 211, pl. 52, f. 21. 1885. Agriolimax laevis O.F. Müller, Simroth, Zeitschr. f. wiss. Zool., 42. Bd., p. 327, t. 7, f. 17. 1893. » » » Cockerell, Conchologist II, p. 176 (Nr. 153). Dieser Kosmopolit befindet sich in der Sammlung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums in Wien mit der Fundortsangabe »Cap« — Es dürfte in Südafrika übrigens noch ein zweiter Kosmopolit, nämlich Zimax variegatus (Ss. flavus) vorkommen, doch fehlen hierüber noch verlässliche Nachrichten. Ebenso unsicher ist es, ob Agriolimax jickelii Heynem. an der Ostküste Afrika'’s soweit nach Süden verbreitet ist, dass er in dieses Faunen-Verzeichniss aufgenommen werden müsste. Fam. UROCYCLIDAE. Gatt. Urocyclus Gr. 106. Urocyclus fasciatus v. Marts. 1885. Urocyelus fasciatus Martens, Heynemann in Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293. 1893. » » » Cockerell in Conchologist II, p. 187. 1895. > > > Simroth, Deutsch Ost-Afr. IV, Nacktschn., p. 6. Rio Quilimane (gegenüber dem Sambesi-Delta). 107. Urocyclus flavescens (Keferst.). 1866. Parmarion flavescens Keferstein, Malak. Bl., p. 70 (fide Binney). 1879. Urocyleus » » Gibbons in Journ. of Conch. II, p. 138. 1885. » » » Heynemann in Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293. 1893. » » » Cockerell in Conchologist IL, p. 187. 1895. > » » Simroth, Deutsch Öst-Afr. IV, Nacktschn., p. 6. Mungurumbe, Inhambane, Sambesimündung. 108. Urocyclus kirkii Gray. 1864. Urocyclus kirkii Gray, Proc. Zool. Soc. p, 251. 1879. » » » Gibbons in Journ. of Conch. II, p. 139. 1885. » > » Heynemann, im Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293. 1893. » » » Cockerell in Conchologist II, p. 187. 1895. » » » Simroth, Deutsch Ost-Afr. IV, Nacktschn., p. 6. Delagoa Bay; Port Natal; Innambane, Sambesimündung. 109. Urocyclus kraussianus (Heynem.). 1848. Limax (Arion) spec.? Krauss, Südafr. Moll., p. 73. 1862. » kraussianus Heynemann, Malak. Bl. IX, p. 217. 1885. Urocyclus? >» > Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293. 1891. Urocyclus » » Cockerell in Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VII, p. 102. 1893. » > » > in Conchologist II, p. 187, Nr. 275. 1895. < » > Simroth, Deutsch-Ost-Afr. IV, Nacktsch., p. 6. Kap-Region und Natal. 110. Urocyclus pallescens Cockerell. 1891. Urocyclus pallescens Cockerell, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VII, p. 101. 1893. » > » Conchologist II, p. 187, Nr. 269. Durban, Natal. Südafrikanische Mollusken. 973 Fam. ZONITIDAE. Gatt. Nanina Gr. 111. Nanina afra (Pfr.). . Helix afra Pfeiffer, Proc. Zool. Soc. (casu omiss.). . Nanina » » (Bensonia), Malak. Bl., p. 119. . Helix » » Monogr. Helic. IV, p. 125. . Nanina (Bensonia) afra Pfeiffer, Nomencl. Helic. vic., p. 42. > > > > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 109. Kap der guten Hoffnung. 112. Nanina arnotti (Bs..) . Helix arnotti Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XII, p. 491. > » > Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 67. . Nanina (Hemiplecta) arnotti Benson, Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv. p. 48. 2 m (Xestina) » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 87. Kap der guten Hoffnung (Colesberg). 113. Nanina hypochlora Melv.Pnsby. 1892. Nanina hypochlora Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 87, pl. IV, f. 8. Kap der guten Hoffnung. Gatt. Trochonanina Mss. 114. Trochonanina mozambicensis (Pfr.). 1855. Helix Mozambicensis Pfeiffer, Proc. Zool. Soc. p. 91, t. 31, f. 9. 1855. » » » (Trochomorpha), Malak. Bl., pl. 132. 1859. > » » Monogr. Helic. IV, p. 32. 1859. Nanina (Trochomorpha) mossambicensis Pfeiffer, v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 211. 1864. > > » > Dohrn, Proc. Zool. Soc. p. 116. 1869. » » » » v. Martens, Nachrichtsbl. p. 149. 1869. Trochonanina Mozambicensis Pfeiffer, Mousson in Journ. de Conch. XVII, p. 330. 1869. Helix Mozambicensis Pfeiffer, Novit. Conch. III, p. 499, t. 108, f. 1-3. 1870— 1894. Martensia mossambicensis Pfeiffer, Semper, Reis. Arch. Philipp. II, 3. Bd., p. 42, t. 3, f. 5; t. 6, f. 15. 1871. » » > Martens, Malak. Bl. XVII, p. 138. ‚1879. Helix Mozambicensis Pfeiffer, Conch. Cab. Mart. Chemn., I, 12, p. 609, t. 177,1. 7—11. 1879. Nanina » > Gibbons in Journ. of Conch. II, p. 142. ‚1881. Trochonanina Mozambicensis Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv. p. 57. 11886. Nanina (Martensia) Mozambicensis Pfeiffer, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II. p. 50. 1889. Trochonanina Mozambicensis Pfeiffer, Bourguignat, Moll. de l’Afr. equ. p. 17. 1889. Trochonanina mossambicensis Pfeiffer, v. Martens, Sitzber. Ges. naturf. Fr. Berlin p. 163. 1894. » > » E. Smith, Proc. Mal. Soc. I, p. 164. 1895. Martensia » > Godwin-Austen, Proc. Mal. Soc. I, p. 281, pl. 19, 1f.1—-1e. ‚1896. Trochonanina » > v. Martens, Besch. Weichth. Deutsch Ost-Afr. p. 46, t. I, fig. 8. Tette am Sambesi; Ukamba; am See Ukerewe; Ikschongore b. d. Delagoa-Bai. Dr. Penther hat 2 typische Exemplare in Movene (circa 35 englische Meilen von der Delagoa-Bai ent- _fernt) gefunden. var. elatior (Marts.). 1866. Trochomorpha? mossambicensis Pfeiffer, var. elatior v. Martens, Malak. Bl. XIII, p. 92. 1869. Helix mozambicensis B-elatior, Pfeiffer, Novit. Conch. II, p. 499, t. 108, f. 4--6. 1873. Trochonanina Mossambicensis Pfeiffer, var. elatior, Martens, in Malak. Bl. XXI, p. 37. 1896. > » » » » » v. Martens, Besch. Weichth. Deutsch Ost-Afr. p. 47, SSNIIAE. 9. Ikschongore an der Delagoa-Bai. 974 Rudolf Sturany, var. albopicta (Marts.). 1869. Nanina mossambicensis Pfeiffer, var. albopieta v. Martens, v. d. Decken’s Reisen in Ost-Afr. III, p. 56, Moll. taf. 1, f. 2. 1878. Trochonanina » » » » Martens in Monatsber. d. Akad. d. Wiss., Berlin p. 289. 1885. » anceyi Bourguignat, Helixarionidees p. 9. 1885. Ledoulxia albopieta (Martens), Bourguignat, Helixarionidees p. 12. 1889. Trochonanina Anceyi Bourguignat, Moll. de l’Afr. equat. p. 20. 1889. Ledoulxia albopicla (Martens), Bourguignat, Moll. de l’Afr. equat., p. 24. 1896. Trochonanina mossambicensis (Pfeiffer), var. albopicta Martens, Besch. Weichth. Deutsch Ost-Afr. p. 47. Tette am Sambesi. 115. Trochonanina pretoriensis Melv. Pnsby. 1390. Helix (Trochonanina) preloriensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 469. 1892. » » » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. IV, f. 5. Pretoria, Transvaal. Untergatt. Trochozonites. Nach v. Martens (Besch. Weichth. Deutsch-Ostafr. p. 44) ist Trochozonites eine Unterabtheilung von Trochonanina. 116. Trochonanina (Trochozonites) dioryx Melv. Pnsby. 1592. Helix (Trochozonites) dioryx Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 89, pl. V, f. 2. S. Afrika: Robbe Bay, »on Sand-Dunes«. Gatt. Zingis v. Marts. (Syn. Sheldonia Ancey). 117. Zingis delicata Melv. Pnsby. 1895. Zingis delicata Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, p. 163, pl. XII, f. 1, la. Knysna. 118. Zingis cotyledonis (Bs.). 1850. Helix Cotyledonis Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. V, p. 216. 1846 — 1853. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 376, Nr. 914, t. 141, f. 3, 4. 1852. » » > Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 740. 1853. » > » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 31. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 101. 1887. > » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 103, pl. 20, f. 59. 1892. Zingis » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Kap der guten Hoffnung, Simon’s Bay. 119. Zingis phytostylus (Bs.). 1864. Helix phytostylus Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), XIII, p. 492. 1868. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 52. 1881. » » » (Conulus), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 72. 1886. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 176. „1892. Zingis » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Kap der guten Hoffnung, Colesberg und Riversdale. 120. Zingis natalensis (Pfr.). 1846. Helix nalalensis Pfeiffer, Symbol. Sect. III, p. 11, No. 31; p. 65, No. 282. 1846 — 1853. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 231, t. 29, f. 30—32. Südafrikanische Mollusken. 97 a 1848. Helix natalensis Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 29. 1848. > > > Krauss, Südafr. Moll., p. 75. 1854. » > > Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1227. 1881. > > > (Pella), Nomenel. Helic. viv., p. 101. 1887. » > » >» Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108, pl. 20, f. 58. 1892. Zingis > > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Natal. 121. Zingis trotteriana (Bs.). ‚1848. Helix trolteriana Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. II, p. 161. 1846 — 1853. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 388, Nr. 932, t. 143, f. 1,2. » > » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 745. > » > Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 29. » » > (Pella) Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 101. > » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 103, pl. 20, f. 57. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Zingis » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 135. Port Blizabeth; bei Uitenhage. Fam. HELICIDAE. Gatt. Pella Alb. In der Gattung Pella verbleiben, nachdem nunmehr Pilsbry die meisten der ihr früher zugewiesenen Arten zu der Gattung Phasis, resp. den Untergattungen Trachyceystis und Sculptaria gestellt hat, nur mehr ‚wenige Species, nämlich hartvigiana Pfr., pinguis Krss., symmetrica Crvn. und tollini Alb., ferner die in der Literatur ohne Beschreibung und ohne Abbildung erschienenen congellana Krss., pisolina Gld., roseri Krss. und charybdis Bs. Was die ersten 4 anlangt, so glaube ich annehmen zu dürfen, dass sie Pilsbry auf Grund von anatomischen Merkmalen vor der Übersetzung in die Phasis-Trachycystis-Gruppe bewahrt hat; denn im Gehäuse zeigen sie, jede für sich betrachtet, nahe Verwandtschaft mit einzelnen Phasis-Arten. Pella hartvigiana Pfr. hat eine ähnliche Form wie Phasis (Trachycystis) bisculpta Bs; Pella pingnis Krss. ist mit Phasis (Trachycystis) petrobia Bs., Pella symmetrica Crvn. mit Phasis (Trachycystis) aenea Krss. zu vergleichen und Pella tollini Alb. hat ganz die allgemeine Gestalt von Phasis (Trachycystis) aprica Krss. Es wäre daher auch möglich, dass sie von Pilsbry bei der Zusammenstellung der Phasis Trachycystis-Liste übersehen worden sind. B 122. Pella hartvigiana (Pfr.). | 1861. Helix Hartvigiana Pfeiffer, Malak. Bl. VIII, p. 167. 1868. » » » Monogr. Helie. V, p. 239. 1881. > » » (Pella), Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1885. > » » Kobelt in Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 617, t. 178, f. 10— 12. 1887. > > » (Pella), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 89—91. Kap der guten Hoffnung; Gnadenthal bei Stellenbosch. 123. Pella pinguis (Krauss). 1848. Helix pinguis Krauss, Südafr. Moll., p. 75, t. 4, f. 19. 1848. >» » > Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 91. 1851. >» > » , Reeve, Conch. Icon. (Helix), t. 43, f. 200. 1853. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 64. 1881. > » > (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv. p. 102. ‚1837. >» > > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 103, pl. 20, f. 60. 576 Rudolf Sturany, 124. Pella symmetrica (Crvn.) 1880. Helix symmetrica Craven, Proc. Zool. Soc., p. 614, t. 57, f. 2. 1837. » (Pella) symmetrica Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 108, pl. 21, f. 99. Leydenburg, Transvaal. 125. Pella tollini (Alb.). 1857. Helix Tollini Albers, in litt. et in Mal. Bl. IV, p. 94. 1856. > > » Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. XVII, p. 436. 1859. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. IV, p. 172. 1881. > > > (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1885. » » > Kobelt in Conch. Cab. Mart. Chemn., I, 12, p. 618, t. 178, f. 13—15. 1837. » » » (Pella), Tryon, Man. of Conch (2. ser.), vol. III, p. 108, pl. 21, f. 92 —94. Tafelberg, Kap der guten Hoffnung. 126. Pella congellana (Krauss). 1860. Helix congellana Krauss (Pella), Alb. Helic. ed. Mart., p. 84. 1868. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 434. 1881. » » » (Pella?), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 102. 1837. » » » (Fella), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108. Kap der guten Hoffnung. 127. Pella pisolina (Gd.). 1859. Nanina pisolina Gould, Proc. Bost. Soe. VI, p. 423. 1869. Helix » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p., 54. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102, 1857. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108. Kap der guten Hoffnung. 128. Pella roseri (Krauss). 1860. Helix Roseri Krauss (Pella), Martens in Alb. Helic., 2. ed., p. 84. 1868 > » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 435. 1881. » » » » Pfeiffer. Nomencl. Helic. viv., p. 102.. 1837. » » > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 108. Kap der guten Hoffnung. 129. Pella charybdis (Bs.). 1856. Helix charybdis Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. XVIII, p. 436. 1859. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. IV, p. 106. 1881. > > > (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1837. » > > Tryon, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. III, p. 108. Kap der guten Hoffnung. (Wasserfall nächst dem höchsten »blockhouse« am Tafelberg gegen Ronde- bosch.) Gatt. Phasis Alb. Pilsbry führt die Arten dieser umfangreichen Gättung in drei Gruppen auf; die erste umfasst die Formen von Phasis s. str., die zweite wird Trachycystis, die dritte Sculptaria genannt. Die Schwierigkeit einer natürlichen Reihenfolge bei der Aufzählung erkennend, hat Pilsbry einfach innerhalb der genannten Gruppen die alphabetische Reihenfolge gewählt. Ich folge im vorliegenden Verzeichniss seinem Beispiele. Südafrikanische Mollusken. 57 il a) Phasis s. str. 130. Phasis capensis (Pfr.). 1841—1846. Helix capensis Pfeiffer, Symb. Sect. I, p. 40, Sect. III, p. 14, Nr. 154. > » > Monogr. Helie. I, p. 60. 1846 — 1853. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 220, t., 34, f. 9-11. » » » Krauss, Südafr. Moll, p. 75. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 202. » » » Martens, Jahrb. d. deutsch. Mal. Ges. I, p. 120. » » » (Pella) Nomenel. Hel. viv., p. 102. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 103, pl. 20, f. 61. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Phasis » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Helix irrorata Zgl. ined. und Helix littoricola Bs. Auf Pflanzen am Greenpoint bei der Kapstadt ziemlich häufig und zuweilen auch in dem daselbst vor- ‚kommenden jüngsten Meereskalk. — Port Elizabeth. Von Dr. Penther in Port Alfred (Kowie) im April 1896 gesammelt. 131. Phasis menkeana (Pfr.). 1841—1846. Helix Menkeana Pfeiffer, Symbol. Sect. II, p. 23, Sect. III, p. 14, Nr. 232. 1848. » » » Monogr. Helic. I, p. 55. 1846— 1853. » » » Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 229, t. 111, f. 15. 1848. > > » Krauss, Südafr. Moll., p. 75. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 591. » > » (@Phasis), Pfeiffer, Nomencl. Hel. viv., p. 181. > » > (Pella), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108, pl. 21, f. 98. Phasis >» » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. Ser.), vol. IX, p. 37 u. vol. X, pl.10, f. 1—3. Kap der guten Hoffnung (»Auf dem Stamme einer Protea in der Nähe der Missionsstation Flim im Meeresküste an der Simon’s und Hout Bay. 132. Phasis namaquana (Marts.). . Helix namaquana v. Martens, Sitzgsber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 161. . Phasis-Trachycystis namaquana v. Martens, Tryon-Pilsbry, Man. of. Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 297. . Phasis » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 37. . Helix » > Arch. f. Naturgesch., 63. Jahrg., Bd. 1, p. 38, t. 7, f. 1—4. Ebenen zwischen Port Nolloth und Ananas, Klein Namaland. 133. Phasis paludicola (Bs.). 1850. Helix paludicola Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist., vol. VI, p. 253. 18461853. > » > Conch. Cab. Mart. Chemn., I, 12, p. 358. N. 885, t. 137, f. 4, 5. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 66. 1853. > » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1179. ‚1881. » >» > (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 102. ‚1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 104, pl. 20, f. 64. 1894. Phasis > » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 37. Kap der guten Hoffnung. 134. Phasis sturmiana (Pfr.). Y 1851. Helix Sturmiana Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 253. 1846— 1853. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. (Helix), I, 12, p. 397, t. 144, f. 3, 4. 1853. > > » Monogr. Helic., III, p. 150. 1853. Fe: = Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1132. > » > (Ampelita), Nomenc!. Helic. viv., p. 184. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 73 978 Rudolf Sturany, 1890. Heltx Sturmiana Pfeiffer, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VI, p. 36, f. 28, 29 1894. Phasis » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 37. Delagoa Bay. 135. Phasis uitenhagensis (Krauss). 1848. Helix Uitenhagensis Krauss, Südafr. Moll., p. 76, t. 4, f. 22. 1846. > > > Pfeiffer, Symb., III, p. 66. 1848. > > » Pfeiffer, Monogr Helic., I, p. 61. 1854. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1461. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 102. 1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 104, pl. 20, f. 63. 1894. Phasis » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 37. Fuss des Berges Winterhoeck in der Provinz Uitenhage. b) Untergatt. Trachycystis Pilsbry. 136. Phasis (Trachycystis) actinotricha (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Pella) actinotrichka Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 238, pl. XIII, f. 5. 1892. Phasis-Trachveystis actinolricha Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 143, pl. 35 £. 14. 1894. » » » > » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX., p. 38. Pietermaritzburg. 137. Phasis (Trachycystis) aenea (Krauss). 1848. Helix aenea Krauss, Südafr. Moll., p. 74, t. 4, f. 18. 1848. > » » Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 92. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic., III, p. 68. 1854. > » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1320. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 102. 1887. » > > » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 105, pl. 20, f. 71. 1894. Phasis (Trachycyslis) aenea Krauss, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX., p. 38. Natal. 138. Phasis (Trachycystis) africae (Brown). 1865. Helix Africae Brown, Amer. Journ. Conch. I, p. 136. 1876. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. VII, p. 459. 1877. > » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I. 12, p. 527, t. 162, f. 8, 9. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 102. 1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 108. 1892. Phasis-Trachyeystis Africae Brown, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 142, pl. 43, f. 55—56. 1894, » (Trachycystis) » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. »Great Brakke«. 139. Phasis (Trachyceystis) alcocki Melv. Pnsby. 1895. Helix (Trachycystis) alcocki Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, p. 164, pl. XII, f. 2, 2a. Kowie. 140. Phasis (Trachycystis) aprica (Krauss). 1848. Helix aprica Krauss, Südafr. Moll., p. 77, t. 4, f. 26. 1848. » > » Pfeiffer, Zeitschr. f. Mal., p. 114. 1851. » » > Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 201. 1853. > » » Pfeiffer, Monogr. Helie. III, p. 123. Südafrikanische Mollusken. 579 1881. Helix aprica Krauss (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1887. > < » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 88. 1894. Phasis (Trachyceystis) aprica Krauss (Pella), Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Natal. 141. Phasis (Trachycystis) aulacophora (Ancey). 1890. Helix aulacophora Ancey, Bull. Soc. Mal. Fr. vol. VII, p. 158. 1892. Phasis-Trachycystis aulacophora Ancey, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 138, p. 43, f. 60, 61. 1894. » (Trachycystis) > > > Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Süd-Afrika. 142. Phasis (Trachycystis) bathycoele (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Pella) bathycoele Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 89, pl. V, f. 4. 1892. Phasis (Trachyoystis) bathycoele Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 139, pl. 35, f. 18. 1894. > = » » > » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Craigie Burn, Somerset East. 143. Phasis (Trachycystis) bisculpta (Bs.). 1851. Helix bisculpla Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. VII, p. 103. 1846-1853. » » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 380, Nr. 920, t. 141, f. 17—19. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 72. 1853. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1171. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 102. 1837. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 105, pl. 20, f. 72. 1894. Phasis (Trachyoystis) bisculpla Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38, pl. 10, f. 5—7. pl. 15, f. 34. Kap der guten Hoffnung (Camp’s Bay). 144. Phasis (Trachycystis) browningii (Bs.). 1864. Helix Browningii Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 493. 1868. > > » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 178. 1881. > > » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 102. 1892. Phasis (Trachycystis) Browningii Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 136. 1894. > » > > » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38, pl. 10, f. 8, 9. | »Cape Point«. 145. Phasis (Trachycystis) burnupi (Melv. Pnsby.). . Helix (Pella) Burnupi Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol.X, p. 239, pl. XIII, f. 6. . Phasis (Trachycystis) Burnupi Melv. Pnsby., Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 140, pl. 35, f. 5. » » > » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Cope’s Folly, bei Maritzburg. Dr. Penther hat diese hübsche Art ebenfalls von Maritzburg gebracht. 146. Phasis (Trachycystis) conisalea (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Pella) conisalea Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 139, pl. XII, f. 7. 1892. Phasis (Trachycystis) conisalea Melv. Pnsby., Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 145, pl. 35, f. 4. 1894. > > > » > Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Maritzburg. 73* 980 1890. 1892. 1892. 1894. 1892. 1892. 1894. 1892. 1892. 1894. 1892. 1892. 1894. 1890. 1892. 1894. 1891. 1892. 1892. 1894. 1889. 1892. 1894, Rudolf Sturany, 147. Phasis (Trachycystis) crawfordi (Melv. Pnsby.). Helix (Pella) Crawfordi Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 469. Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. IV, f. 4. Phasis (Trachvcystis) Crawfordi Melv. Pnsby., Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 146, pl. 35, f. 10. » » Port Elizabeth. » » > Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. 148. Phasis (Trachycystis) epetrima (Melv. Pnsby.). Helix (Pella) epetrima Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 84, pl. IV, f. 2. Phasis (Trachycoystis) epetrima Melvill&Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 146, » » Somerset District. pl. 35, f. 6. » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. 149. Phasis (Trachycystis) erateina (Melv. Pnsby.). Helix (Pella) erateina Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 88, pl. V, f. 3. Phasis (Trachycystis) erateina Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 137, > » » > PeSSarne » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Bredasdorp »in sand under stones« & Cape Point. 150. Phasis (Trachycystis) farquhari (Melv. Pnsby.). Helix Farguhari Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 240, pl. XIII, f. 9. Phasis (Trachycystis) Farquhari Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 147, » » Port Elizabeth. pl. 35, f. 2. » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. 151. Phasis (Trachycystis) glanvilliana (Ancey). Helix glanvilliana Ancey, Bull. Soe. Mal. Fr. VII, p. 157. Phasis (Trachycystlis) glanvilliana Ancey, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 147. » » Grahamstown, Albany-District. Helix hottentota Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Ann. & Mag. » » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. 152. Phasis (Trachycystis) hottentota (Melv. Pnsby.). » Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 239. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. IV, £. 6. Phasis (Trachycyslis) hottentota Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 141, » > Port Elizabeth. pl. 35, f. 8. » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. Hieher gehören wahrscheinlich auch 2 von Dr. Penther aus Maritzburg gebrachte Exemplare. 153. Phasis (Trachycystis) inops Morel. (non Mss.). ®. Helix inops Morelet, Journ. de Conch. XXXII, p. 6, pl. 1, f. 2. Phasis (Trachyoystis) inops Morelet, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 144, pl. 43, f. 50, 51. » » Port Elizabeth. » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. Südafrikanische Mollusken. sl 154. Phasis (Trachycystis) liricostata (Melv. Pnsby.). . Helix (Pella) liricostata Melvill &Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 239. > » > » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. V, f. 1. . Phasis (Trachycystis) liricostata Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 140 pl. '35,.f. 9. » » » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. East-Griqualand. 155. Phasis (Trachycystis) loveni (Melv. Pnsby.). 8. Helix Loveni Krauss, Südafr. Moll., p. 76, t. 4, f. 21. » _ > Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 93. > > » Reeve, Conch. Icon. (Helix), p. 195, t. 43 auct. r > » Pfeiffer, Monogr. Helice. III, p. 79. > > » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic., p. 102. » » > » Tryon, Man. of Conch. @. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, f. 74. so. Phasis (Trachycystis) Loveni Krauss, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. Natal. 156. Phasis (Trachycystis) lygaea (Melv. Pnsby.). 1 892. Helix (Pella) Iygaca Melvill&Ponsonby. Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 85, pl. IV, £. 7. > » » > > Man. of Conch. (2. ser.), vol IX, p. 39. 157. Phasis (Trachycystis) microscopica (Krauss). Helix microscopica Krauss, Südafr. Moll., p. 76, t. 4, f. 20. > u: » Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 93. > > > > Monogr. Helic. III, p. 83. > » > (Pella), Peiffer, Nomenel. Helic. viv., p- 102. » > » » ee Man. Bu (2. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, Ei 17.208. Mooi-Fluss, Natal. 158. Phasis (Trachycystis) minythodes (Melv. Pnsby.). 92. Helix (Pella) minylthodes Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 240, pl. XIII, f. 8. Phasis (Trachycystis) minythodes Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 144. pl. 35, f. 15. > > » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Craigie Burn. 159. Phasis (Trachycystis) perplicata (Bs.). Helix perplicala Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist (2. ser.), vol. VII, p. 104. — 1853. » > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 381, No. 921, t. 141, f. 20—22 > » > Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 81. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), p. 1173. > > » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. > > » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 106, pl. 20, f, 76. 94. epson) peipcna B enson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. _ Port Elizabeth y 582 Rudolf Sturany, 160. Phasis (Trachycystis) petrobia (Bs.). 1851. Helix petrobia Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser. ) vol. VII, p. 105. 1846 — 1853. > > » Conch. Cab. Mart. Chemn., I, 12, p. 382, N. 923, t. 141, f. 25—27 1853. » > » Pfeiffer, Monogr. Helie. III, p. 95. 1853. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1169. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1887. » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20., f. 81. 1894. Phasis ee Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Kap der guten Hoffnung. 161. Phasis (Trachycystis) planti (Pfr.). 1854. Helix Platli Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 51 (err. typ.). 1854. » Planli » Reeve, Conch. Icon. (Helix), pl. 189, f. 1325. 1855. » » » (Hygromia), Malak. Bl., II, p. 127. 1859. » » » Monogr. Helic. IV, p. 60. 1880. » » > Craven, Proc. Zool. Soc., p. 614. 1881. » » » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 102. 1885. » » » Kobelt in Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 622, t. 178, f. 29—31. 1837. „ » » Tryon, Man. of Conch. (I. ser.), vol. III, p. 105, pl. 20, f. 73. 1892. Phasis (Trachycyslis) Planti Pfeiffer, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p- 142, pl. 43, f. 57—59. 1894. » » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Leydenburg Goldfields. Natal. 162. Phasis (Trachycystis) prionacis (Bs.). 1849. Helix Prionacis Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 493. 1850. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 183. 1881. » » » (Fella). Pfeiffer, Nomencl. Helic., p. 102. 1837. > » » » Tryon, Man. of Conch., (2. ser.), vol. IIl, p. 108. 1892. Phasis (Trachyeystis) Prionacis Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 137. 1894. » » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Kap der guten Hoffnung; Bredasdorp. i 163. Phasis (Trachycystis) rariplicata (Bs.). Helix rariplicala Benson, in litt. 1849. » » » Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 71. 1850. » » > Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. VI, p. 254. 1846 — 1853. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 323, N. 824, t. 129, f. 31—33. 1853. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1183. 1850. » » » (Patula), Albers, Helic., p. 64. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 96. 1881. > » » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 102. 1887. . » » » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 82. 1894. Phasis (Trachycystis) rariplicata Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Kap der guten Hoffnung. 164. Phasis (Trachycystis) rhysodes (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Pella) rhysodes Melvill & Pons onby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 87, pl. IV, £. 2. 1892. Phasis (Trachycystis) rhysodes Melvill & Ponso nby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 141, pl235, f 2. 1894. » » » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Süd-Afrika. Südafrikanische Mollusken. 583 165. Phasis (Trachycystis) rivularis (Krauss). 1848. Helix rivularis Krauss, Südafr. Moll., p. 77, t. 4, f. 25. 1848. > » » Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak. p. 114. 1853. » » > > Monogr. Helic., III, p. 110. 1881. > » » (Pella), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 102. 1887. > » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 85—37. 1894. Phasis (Trachycystis) rivularis Krauss, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Natal, an der Quelle des Mooi-Flusses. 166. Phasis (Trachycystis) sabuletorum (Bs.). 1851. Helix sabulelorum Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. VII, p. 105. 1846 — 1853. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 414, N. 968. t. 147, f. 16, 17. 1853. » » > Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 96. 1853. > » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1180. 1881. » > » (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 102. 1887. “> > » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 83. 1894. Phasis (Trachycystis) sabulelorum Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX., p. 28. Kap der guten Hoffnung. 167. Phasis (Trachycystis) somersetensis (Melv. Pnsby.). 1893. Helix (Patula) somersetensis Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 19, pl. 3, f. 2. 1892. » » » Tryon-Pilsbry, Man. ofConch. (2. ser.), vol. VII, p. 295, pl. 43, 1.63. 1894. Phasis (Trachycystis) somersetensis Melvill&Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Somerset Rast. 168. Phasis (Trachycystis) strobilodes (Melv. Pnsby.). 1893. Helix (Pella) strobilodes Melvill& Ponsonby, Ann. et Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 19, pl. II, £. 1. 1892. Phasis (Trachyevstis) strobilodes Melvill&Ponsonby. Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 147, pl. 48, f. 62. 1894. > » » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX., p. 38. Tharfield. 169. Phasis (Trachycystis) tabulae (Chaper). 1885. Helicopsis tabulae Chaper, Bull. Soc. Zool. de Fr., vol X, p. 483, pl. XI, f. 4,5. 1892. Phasis (Trachycystis) tabulae Chaper, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 139, pl. 43, f. 52. 1894. » » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Table Mountein (Capetown). 170. Phasis (Trachycystis) teretiuscula Melv. Pnsby. 1897. Trachvovstis tereliuscula Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 635, pl. XVII, f. 5. Howick bei Pietermaritzburg. 171. Phasis (Trachycystis) trichosteiroma (Melv. Pnsby.). 1892. Helix (Pella) trichosteiroma Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX., p. S4, pl. IV, f. 9. 1892. Phasis (Trachveystis) Irichosteiroma Melvill&Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 143, | Se 1894. > » » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Port Elizabeth. 584 Rudolf Sturany, 172. Phasis (Trachycystis) tuguriolum (Melv. Pnsby.). 1891. Helix (Pella) tuguriolum Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat hist. (6. ser.), vol. IX, p. 88, pl. V, f. 5. 1892. Phasis (Trachveystis) tuguriolum Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 145, pl. 35, f. 1. 1894. > > ” Tryon-Pilsbry, Man. of Coneh. (2. ser.), vol. IX, p. 38. Süd-Afrika. 175. Phasis (Trachycystis) turmalis (More|). 1889. Helix turmalis Morelet, Journ. de Conch., vol. XXXVII, p. 5, pl. 1, £. 1. 1892. Phasis (Trachyeystis) turmalis Morelet, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol VIII, p. 144, pl. 43, f. 53, 54. 1894. » » > » > Man. of Conch. (2. ser.), vol IX, p. 39. = Port Elizabeth. 174. Phasis (Trachycystis) viridescens (Melv. Pnsby.). 1891. Helix (Patula) viridescens Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 238. 1892. » » > » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. IV, £. 1. 1892. » » » » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 78, pl. 30, f. 32. 1894. Phasis (Trachyoyslis) viridescens Melvill&Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. Pretoria, Transvaal. 175. Phasis (Trachycystis) vorticialis (Bs.). 1850. Helix vorticialis Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. V, p. 216. 1846— 1853. >» » >» Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 382, Nr. 924, t. 141, f. 23— 30. 1853. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 108. 1853. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 1181. 1881. » > > (Pella), Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 102. 1887. » » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 107, pl. 20, f. 84. 1894. Phasis (Trachycystis) vorticialis Benson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. Kap der guten Hoffnung; Port Elizabeth. c) Untergatt. Sculptaria Pfr. 176. Phasis (Sculptaria) chapmanni Ancey. 1890. Sculptaria chapmanni Ancey, Bull. Soc. Mal. Fr. VII, p. 156. 1892. » » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 152. 1894. > » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39 & 340. Walwich Bay, Ovampoland. Pilsbry sagt: »Ponsonby writes that Ancey’s S. chapmanni has been compared with {he type of damarensis H. Ad. and found to be absolutely the same«. 177. Phasis (Sculptaria) damarensis (H. Ad.). 1870. Helix (Corilla) damarensis H. Ad., Proc. Zool. Soc., t. 27, f. 14. 1887. » (Sculptaria) sculplurala Gray, var. Damarensis H. Adams, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 138, pl. 25, f. 67, 68. 1894. Sculptaria damarensis H. Ad., Tryon-Pilsbry (2. ser.), vol. IX, p. 39. Damara, S.-W.-Afr. 178. Phasis (Sculptaria) retisculpta (Marts.). 1889. Helix relisculpta v. Martens, Nachrichtsbl. d. d. mai. Ges. XXI, p- 154. 1892. Sculplaria retisculpta v. Martens, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 152. 1894. » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. 1897. » > » Arch f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 38, t. 7, f. 5—7. Ussab, Damaraland. Südafrikanische Mollusken. 585 179. Phasis (Sculptaria) sculpturata (Gr.). Helix sculpturata Gray, Mss. 184 » > » Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 408. 18: . » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), t. 08, f. 1471. 188:. » (Polygyra, Sculptaria) sculpturata Gray, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 138, pl. 25, f. 69. 1894. Sculptaria sculpturata Gray, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39, pl. 10, f. 4. 21897. » > » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 39. Damara, S. O. Afr. var. collaris (Pfr.). 1867. Helix collaris Pfeiffer, Mal. Bl., p. 197. 1868. >» > » Monogr. Helic. V, p. 506. 1869. > » » Novit. conch. III, p. 496, t. 107, f. 5,9. 1885. >» » » Kobelt in Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 621, t. 178, f. 26—28. - 1887. Helix (Sculptaria) sculpturata Gray, var. collaris Pfeiffer, Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 138, pl. 24, f. 27, 28. 1894. Phasis > » » » » » » -Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 39. 1897. Helix® >» > » » » > v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 39. Damara, S. O. Afr. Gatt. Dorcasia Gr. 180. Dorcasia rosacea (Müll.). 1773. Helix rosacea Müller, Verm. Hist vol. I, No. 272. 1838. > » » Deshayes in Lamarck, Hist. nat. voi. VIII, p. 94. 1848. » » > Pfeiffer, Monogr. Helie. vol. I, p. 319. 1846 — 1853. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 40, t. 4, f. 5, 6. 1887. > » > (Dorcasia), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 213, pl. 49, f. 100. Kap der guten Hoffnung. 181. Dorcasia porphyrostoma Melv. Pnsby. 1891. Helix (Dorcasia) porphyrostoma Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 238. 1892. » » » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. 4, £. 11. 1892. » > > > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 262. z pl. 28, f. 3. 1894. Dorcasia porphyrostoma Melvill & Ponsonby, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. Namaqualand. 182. Dorcasia globulus (Müll.). 1773. Helix globulus Müller, Verm. Hist. vol. II, p. 68, No. 264. 1849. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 77. 1851. » > » Reeve, Conch. Icon. (Helix), pl. 41, f. 186. 1846— 1853. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. XII. 1880. > > » Craven, Proc. Zool. Soc., p. 619. . 1881. > > » (Dorcasia), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 187. 1887. > » > » Tryon, Man. uf Conch. (2. ser.), vol. III, p. 213, pl. 49, f. 1. 1889. > « » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 160. 1894. Dorcasia >» » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. 1897. » » > v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., I. Bd., p. 39. Auf den Dünen der Kap’schen Fläche, in der Nähe des westlichen Olifantsflusses und subfossil im | jüngsten Meerkalk bei Greenpoint und in der Algoa-Bai. Nördlich und südlich vom Oranjefluss. Robben- Island in der Tafelbucht (Cape-Col.). Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Rd. 74 586 Rudolf Sturany, 183. Dorcasia namaquensis Melv. Pnsby. 1891. Helix (Dorcasia) namaquensis Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 237. 1892, » » » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. 4, f. 12. B 1892. > » » > Tryon-Pilsbry, Man. of Coneh. (2. ser.), vol. VIII, p. 26 Bi pl. 28, fi 1. 1894. Dorcasia » » » Man. of Coneh. (2. ser.), vol IX, p. 173. Namaqualand. 184. Dorcasia gypsina Melv. Pnsby. 1891. Helix (Dorcasia) gypsina Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 238. 1892. » » > » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IN, pl. 4, f. 10. 1899. > > > Tryon-Pilsbry, Man. of Coneh. (2. ser.), vol. VIII, p. 262, pl. 28, f. 2, 1894. Dorcasia » > > Man. of Conceh. (2. ser.), vol. IX, p. 173. % »Springbok«, Afr. merid. 185. Dorcasia coagulum (Marts.). 1889. Helix coagulum v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr., p. 160. 1892. > » » (Dorcasia), Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 263. 1894. Dorcasia » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol, IX, p. 173. 1897. Helix » » Arch, f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 37, t. 7, £f. 11—14. Gross-Namaland, am Wege von Ars nach dem Oranjefluss, sowie im Sande am unteren Oranje. 186. Dorcasia lucana (Müll.). 1838. Helix Iucana Lm., Hist. Nat., vol. VIII, p. 37. 1820— 1851. » » Müller, Ferussac, Hist. nat. des Moll., t. 28, f. 11, 12. 1837. > 2 Rossmässler, Iconogr, I (5), p. 4, f. 293. 1848. > » > Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 331. 1846 — 1858. » » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 338, t. 60, f. 1,2. 1851. > » > Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 187. 1881. > > > (Dorcasia) Pfeiffer, Nomencel. Helic. viv., p. 187. 1887. » (Dorcasia) Iucana Müller, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 213, pl. 49, f. 2. 1894. Dorcasia Incana Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. Kap der guten Hoffnung. Küsten der Simon’s & Hout Bay. 187. Dorcasia inhluzana Melv. Pnsby. 1894. Helix (Dorcasia) inhluzana Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 91, pl. 1, f. 4. 1895. > > » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, pl. XII, f. 6, 6a. 1894. Dorcasia » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. Inhluzan Mountain Drakensberg Range. i # 188. Dorcasia kraussi (Pfr.). 1846. Helix Kraussi Pfeiffer, Symb. III, p. 70. f Be >» Monogr. Helic. I, p. 197. “0 1848. > > > Krauss, Südafr. Moll., p. 77, t. 4, f. 24. 2 1854. > > > Reeve, Conch, Icon. (Helix), f. 139 j 1881. » » » (Dorcasia), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 187. 1SSS. > » > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol IV, p- 50. u 1894. Dorcasia Kraussi Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. In den Wäldern der Outeniqua-Berge, George District. “ en Ko - Südafrikanische Mollusken. 587 189. Dorcasia cernua (Marts.). Helix cernua v. Martens, Sitzungsber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 161. Dorcasıa cernua v. Martens, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 262. rs > > > Man. of Conch, (2. ser.), vol. IX, p. 173. Helix cernua v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. 1, p. 36, t. 7, f. 8-10. ngamthal, Gross-Namaland; eine kleinere Varietät in Rooiberg (Roterberg) bei Bethanien, Gross-Nama- uf Sandsteinfelsen im Angam-Thale). 190. Dorcasia alexandri Gr. Dorcasid Alexändri Gray in Mus. Brit. elix Alexandri Gray, (Dorcasia), Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 332. > » Reeve, Conch. Icon. (Hetix), f. 1470. > » (Dorcasia), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 186. » » » Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 292. Pr > > Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 213, pl. 49, f. 3. > » v.Martens, Sitzungsber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 161. var. minor (Bttg.). Helix Alexandri Gray, var. minor Böttger, Ber. d. Senckenb. nat. Ges., p. 22, T. 2, F. 1. Dorcasia alexandri Gray, var. minor Böttger, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VII, p. 261, pl. 28, f. 98— 100. > » » » » Tryon-Pilsbry, Man of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. > > » > » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg, Bd. I, p. 39. Geitsi-Gubel bei Berseba; südl. Theil von Kalahari. var. rotundata (Mss.). Helix alexandri Gray, var. rolundala Mouss on, Journ. de Coneh., p. 292. ia alexandri Gray, var. rolundata Mousson, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser)., vol. VII, p. 261. » > > » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. s » > » » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 39. :»hoboth, Nord-Great-Namaland. 191. Dorcasia bulbus (Mke.). Helix bulbus Menke mss., - > > 2 Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak. p. 116. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. ], 12, p. 268, N. 747, t. 122, f. 4—6. » > > Pfeiffer, Monogr. Helie. II, p. 153. > A > > > (Dorcasia), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 187. » » > >» ° Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. HI, p: 213, pl. 49, f. i10=12. » > Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 173. Untergatt. Tulbaghinia Melv. Pnsby. 192. Dorcasia (Tulbaghinia) isomerioides Melv. Pnsby. Jorcas 2 (Tulbaghinia) isomerioides Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. 1, p- 28, pl. VII, f. 10. ck Mountains, Tulbagh District. 74* an [00] 00) Rudolf Sturany, Gatt. Eulota Hartmann. 193. Eulota similaris (Fer.). 1820—1851. Helix similaris Ferussaec, pr. 262, Hist. nat. Moll., t. 25 B, f. 1,4, t.27 A, f. 3. 1846. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 341, t. 60, f. 13—16. 1848. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 336. 1851. » > » Reeve, Conch. Icon. (Helix), f. 149. 1881. » > » (Hygromia, Fruticicola), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 119. 1887. > > » (Dorcasia) Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. III, p. 205, pl. 46, f. 27—30; pl 47, f. 33—37. 1894. Eulota > » Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 205. Natal. Dies ist wohl eine nach Südafrika eingeschleppte Art. Gatt. Vallonia Risso. 194. Vallonia pulchella (Müll.). 1773. Helix pulchella Müller, Hist. verm. Il, p. 30, N. 232. 1838. » » » Lam., Hist. VI, p. 94, N. 107, Ed. Desh. VIII, p. 76. 1820 — 1851. » » » Desh. in Fer. hist. I, p. 21, N. 30, t. 69, f. 12—13. 1848. » » » Pfeiffer, Monogr. Helie. I, p. 365. 1852. » » » Reeve, Conch. Icon. (Helix), t. 122, f. 725. 1850. » » » (Glaphyra), Albers, Helic., p. 87. 1846. » » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 12, p. 326, t. 129, f. 48—52. 1881. » » » (Vallonia), Pfeiffer, Nomenel. Heliec. viv., p. 116. 1892. Vallonia pulchella Müller, Tryon-Pilsbry, Man. of Conch. (2. ser.), vol. VIII, p. 248, p. 32, f. 1—5. 1894. » » » » Man. of Conch. (2. ser.), vol. IX, p. 283. : Eine nach Südafrika eingeschleppte Art. Von Dr. Penther aus Maritzburg gebracht. Ausser dieser europäischen Art sollen — wie mir Dr. Penther theils persönlich mittheilte, theils durch Notizen aus Sammlungen zutrug — in Südafrika auch Vallonia costata Müll, Euparypha pisana Müll,, Pomatia aspersa Müll. und Hyalinia cellaria Müll. infolge Einschleppung vorkommen und sich dort bereits ganz wohl fühlen. Es fehlt mir aber sowohl authentisches Material als der nöthige Literatur-Nachweis, um jene Arten in das Verzeichniss aufzunehmen. Nicht eingereihte Helices. ” 195. Helix capsula Bs. 1864. Helix capsula Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 492. 1868. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 52. 1881. >» » » (Conulus), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 72. 1887. » » » (? Conulus), Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. II, p. 176. Simon’s Bay. 196. Helix fanulus Pfr. 1856. Helix fanulus Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 33. Port Natal, Südafrikanische Mollusken. 989 Gatt. Amalia Moog. 197. Amalia capensis (Krauss). 1848. Limax (Limas) capensis Krauss, Südafr. Moll., p. 73. 1862. Amalia capensis (Krauss), Heynemann in Malak., Bl. IX, p. 216. 1885. » » > » » Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 294. 1891. » » » Cockerellin Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VII, p. 336. 1893. > > » > » Conchologist II, p. 174, No. 94. Kap-Provinz. 198. Amalia gagates forma typus Less. & Poll. 1885. Amalia gagates? Heynemann in Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293. 1891. » gagates forma typus Less. &Poll., Cockerellin Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VII, p. 337. 1893. > » » » » » » Conchologist II, p. 174, No. 78. Port Elizabeth; Kap der guten Hoffnung. - Gatt. Oopelta Mörch. 199. Oopelta nigropunctata Mörch. 1867. Oopelta nigropunclata Mörch, Heynemann in Malak., Bl. XIV, p. 191, t. 2, f. 1, 2. 1885. » » » Tryon, Man. of Conch. (2. ser.), vol. I, p. 225. 1885. » » » Heynemann in Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 293— 295. 1893. » » » Cockerell in Conchologist II, p. 189, No. 358. Diese sehr seltene Nachtschnecke wurde von Dr. Arnold Penther im Albany-Distrikt gefunden. Fam. ACHATINIDAE. Gatt. Achatina Lnı. Bei der Zusammenstellung der südafrikanischen Achatinen war ich zwar vom besten Vorsatze geleitet, die Verwandtschaft der einzelnen Formen möglichst zu beleuchten und in der Reihenfolge zum Ausdruck zu bringen, aber ich musste nach mehrfachen Versuchen leider auch hier zur Aufzählung der Arten in alpha- betischer Reihenfolge Zuflucht nehmen. Es finden sich nämlich in der Literatur leider nur zu häufig Species- Beschreibungen ohne Abbildungen (Ach. aurora Pfr., bisculpta E. Sm., burnupi E. Sm., dimidiata E. Sm., granulata Pfr., natalensis Pfr., schencki Marts., simplex E. Sm., transvaalensis E. Sm.), wodurch man genöthigt ist, sich behufs vergleichenden Studiums der Schalen die betreffenden Formen nach den blossen Beschreibungen zu construieren. Dies erschwert natürlich ungemein die Übersicht über die bekannten Arten; denn kaum hat man sich an der Hand des Textes eine Achatina-Schale sozusagen in der Phantasie aus- gestaltet, so verliert auch schon das gewonnene Bild an Schärfe durch das vielseitige und vielfach gestörte Vergleichen mit anderen Abbildungen von Achatina-Arten oder anderen ebenfalls nur durch Beschreibungen ermöglichten Phantasie-Bildern von Achatinen. Nur das Vorhandensein von wirklich naturgetreuen Abbil- dungen oder noch besser die Möglichkeit, sicher determinirte Exemplare und eventuell die Originalexemplare zu vergleichen, würde hier zum ersehnten Ziele führen. Die Aufzählung der bis 1890 aus Südafrika bekannt gewordenen Achatina-Arten durch E. Smith (Ann. & Mag. Nat. Hist. [6] VI, p. 390 —494), von der ich allerdings nicht weiss, ob sie mit Absicht so und nicht anders gewählt worden ist, trifft die »natürliche Verwandtschaft« der Formen nicht sonderlich gut. Dort sind beispielsweise A. semidecussata Mke. und A. ustulata Lam. weit voneinander getrennt, obwohl sie mit einander nahe verwandt zu sein scheinen. An diese beiden schliesst sich die von Dr. A. Penther aus Durban gebrachte neue Art (A. pentheri) an. Verwandt untereinander dürften auch A. cinnamomea Melv. Pnsby,, 590 Rudolf Sturany, f A. oedigyra Melv. Pnsby. unb A. damarensis Pfr. sein und dürfte sich an die letztere einerseits A. penestes Melv. Pnsby., andererseits A. smithii Crvn. (mit A. transvaalensis E. Sm., A. natalensis Pfr., A. chur- chilliana Melv. Pnsby., A. simplex E.Sm., A. burnupi E. Sm. und A. dimidiata E. Sm.) angliedern. A. drakensbergensis Melv. Pnsby., A. vestita Pfr. und panthera FEr. bilden eine Reihe; A. planti Pfr. gehört zur reticulata-Gruppe; A. zebra Lm. verhält sich zu A. kraussi Rv. etwa wie sich A. cramfordi Morel. zu A. varicosa Pfr. verhält; die linksgewundene A. scaevula Melv. Pusby. wäre zu isoliren. Zu solchen und ähnlichen Betrachtungen bin ich zwar im Studium der Literatur gekommen, alser im Allgemeinen gewann ich keine befriedigende Übersicht, weshalb ich — wie gesagt — zum einfachsten Aus- kunftsmittel greife, zur alphabetischen Reihe. 200. Achatina aurora Pfr. | 1854. Achatina aurora Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 294. 1859. 1881. > 1890. Port Natal. 1878. Achatina bisculpla E. Smith, Quart. Journ. of Conch., vol. I, p. 349. » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393. 1890. » Süd-Afrika. 1890. Achatina Burnupi E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392, 393 — 394. » Monogr. Helie. IV, p. 602. Nomencel. Helie. viv., p. 265. E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393. 201. Achatina bisculpta E. Sm. 202. Achatina burnupi E. Sm. Drakensberg, North of Natal, 5000— 6000”. 203. Achatina churchilliana Melv. Pnsby. 1895. Achatina Churchilliana Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, p. 164, pl XI,t 3. Port Natal. 204. Achatina cinnamomea Melv. Pnsby. | 1894. Achalina cinnamomea Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 92, pl. 1, f. 6. Standerton. = ’ : | 205. Achatina crawfordi Morel. | 1889. Achalina Crawfordi Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 8, pl. I, f. 3. 4 1890. » » E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 391. Port Elizabeth, Kap Colonie. 206. Achatina damarensis Pfr. Novit. Conch. vol. IV, p. 2, pl. CIX, f. 3—4. Monogr. Helic. VIIL, p.274. Nomenel. Helic. viv., p. 265. v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 162. E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 391. » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 40. 1870. Achatina Dammarensis Pfeiffer, Malak. Bl. vol. XVII, p. 31. 1870 (—1876). >» . 1877. » » » 1881. » » 1889. » damarensis > 1890. » 1897. » >» > Damaraland: Ubeb am Khanfluss. J a Südafrikanische Mollusken. 591 207. Achatina dimidiata E. Sm. 1878. Achatina dimidiata E. Smith, Quart. Journ. Conch., vol. I, no. 15, p. 348. 1880. > > » Craven in Proc Zool. Soc., p. 616. 1890. » » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. Leydenburg (Transvaal); Eastern Slope of the Drakensbereg. 208. Achatina drakensbergensis Melv. Pnsby. 1897. Achatina drakensbergensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 636, pl. XVIL, f. 7. Inhluzan, Drakensberg range, Natal. 209. Achatina granulata Pfr. 1852. Achatina granulata Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 66. 1853. » » » Monogr. Helic. III, p. 484. 1861. > semigranosa Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 25. 1861. » E » Malak. Bl., p. 78. 1868. » > > Monogr. Helic. VI, p. 216. 1881. » » » Nomenel. Helic. viv., p. 265. 1881. » granulata » Nomencl. Helic. viv., p. 265. 1889. » » » (= Ach. zebra, var. granulala Krss.), Sitzber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 164. 1890. » » » (+Ach. semigranosa Pfeiffer), E.Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 391. 1897. » > » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. 1, p. 36. Pietermaritzburg, Natal; Kap. Hinsichtlich der Stellung von A. semigranosa Pfr. als Synonym von A. granulata Pfr. berufe ich mich auf E. Smith, der dieselbe in Ann. & Mag. Nat. Hist. (6) VI, p. 391 als eine Jugendform der letzteren bezeichnet. 210. Achatina immaculata Im. 1838. Achatina immaculata Lamarck, ed. Dh., Hist. nat., t. VII, p. 295. 1830. » > » Deshayes, Enc. meth. II, p 9, Nr. 1. 1838. » » » Beck, ind. p. 75, Nr. 3. 1820— 1851. Helix (Cochlitoma) immaculala Lamarck, Ferrussac, Hist. des Moll., pl. 127. 1848. Achatina > » Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 251. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 81. 1859. » » » Pfeiffer, Monogr. Helie. IV, p. 600. 1879. » » > Gibbons, Journ. of Conch. Il, p. 143. 1881. > » » Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 264. 1890. » » » E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393. Delagoa-Bai; Natal; Inhambane. 211. Achatina kraussi Rv. 1842. Achatina Kraussi Reeve, Proc. Zool. Soc., p. 59. 1842. » » » Conch. syst., vol. H, pl. 179, £. 19. 1848. » » > Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 250. 1848. > > » Krauss, Südafr. Moll., p. 81. 1849. > » » Reeve, Conch. Icon. (Achatina), pl. VI, f. 21. 1845 — 1855. » » » Pfeiffer, Conch. Cab. Mart. Chemn.I, 13, p. 329, pl. XXIII, f. 2. 1881. » » » » Nomencl. Helic. viv., p. 265. 1890. » > > E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393. Koegafluss, rechtes Ufer, nächst der Ausmündung in die Algoa Bai, Port Natal. Von den 4 Exemplaren, die Dr. Penther aus Cape Colony gebracht hat, misst das grösste 122 mm in der Höhe und 51 mm in der Breite; die Mündung desselben ist 63 mm hoch und 33 mm breit; ein anderes Exemplar (jünger) hat die Dimensionen 74:43, resp. 45:23 nm. 592 Rudolf Sturany, 212. Achatina livingstonei Melv. Pnsby. 1897. Achatina Livingstonei Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 636, pl. XVII, £. 6. Kuruman, Bechuanaland. 213. Achatina natalensis Pfr. 1854. Achatina nalalensis Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 294. 1855. >» » > Malak. Bl. II, p. 168. 1859. » > » Monogr. Helic. IV, p. 602. 1881. » » » Nomencl. Helic. vie., p. 265. 1890. » > > E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. Port Natal; Delagoa-Bay. 214. Achatina oedigyra Melv. Pnsby. 1894. Achatina oedigyra Melvill&Ponsonby. Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 92, pl. 1, f. 7. Craigie Burn, Somerset East. 215. Achatina panthera (Fer.). 1820— 1851. Helix (Cochlitoma) panthera Ferussac, p. 349, Hist., t. 126, f. 1, 2. 1838. Achatina » » Lamarck, ed. Dh., Hist. nat. An. s. vert. VII, p. 309. 1845 — 1855. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 13, p. 327, t. 28, f. 1. 1846. » Lamarckiana Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 115. 1848. » » > Monogr. Helic. II, p. 253. 1848. » panthera Ferussac, Pfeiffer, Monogr. Helice. II, p. 252. 1849. » » > Reeve, Conch. Icon. (Achatina), pl. III, f. 12. 1860. » > > Morelet, Series Conch. (II), p. 69. 18695. » » » Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 232. 1879. » » » Gibbons, Journ. of Conch. II, p. 143. 1879. » » » Bourguignat, Descript. div. esp. de Moll. de ’Egypte, p. 9. 1889. > » » » Moll. de l’Afr. equ., p. 75. 1881. » » » Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 265. 1889. » » > v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. 1896. » » » » Besch. Weichth. Deutsch Ost-Afr., p. 83. Queensriver bei der Victoria-Mine unweit Barberton und am Lobombo-Gebirge im westlichen Trans- . vaal auf dem Wege von Barberton zur Delagoa-Bai. — Tette am Sambesi. — Inhambane. Dr. Penther hat diese weitverbreitete Art im portugiesischen Gebiete gesammelt. 216. Achatina penestes Melv. Pnsby. 1893. Achatina penestes Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 104, pl. III, f. 3. Pretoria. 217. Achatina pentheri n. sp. Taf. II, Fig. 40. Das Gehäuse ist langausgezogen, thurmförmig und besteht aus 7'/, Umgängen. Der Apex (Embryonal- gewinde) ist nicht zugespitzt, sondern abgerundet und ist aus 1'/, glatten Windungen gebildet. Auf diese folgen regelmässig spiralgestreifte Umgänge: in regelmässigen Spiralreihen nämlich ist hier eine Körner- Skulptur angeordnet, die bezüglich der Grösse der gränulae mit dem Anwachsen der Umgänge ebenfalls zunimmt, auf dem letzten Umgange aber, ungefähr von der Hälfte desselben ab aufhört. Die Zeichnung besteht in braunen Striemen oder langgezogenen Flecken in der Längsrichtung auf den letzten 3—4 Um- gängen; sie sind gegen die Naht zu breiter, nach oben aber spitz auslaufend. Die Höhe des Gehäuses beträgt 40 mm, die Breite 19 mm; die Mündung misst 19 mm in der Höhe und 10/,mm in der Breite. Südafrikanische Mollusken. 893 Dr. Penther hat diese neue, mit Ach. ustulata Lm. und A. semidecussata Mke. verwandte Art in ıreren Exemplaren bei Durban am 3. Juli 1897 gesammelt. 218. Achatina planti Pfr. Achatina Planti Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 25, t. 3, f. 6. » » Novit. Conch. II, p. 160, pl. XLII, f. 1—2. » » Monogr. Helic. VI, p. 218. > » Nomenel. Helic. viv., p. 266. » » Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393. 219. Achatina rhabdota Melv. Pnsby. . Achatina rhabdota Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (7. ser.), vol. J, p. 29, pl. VII, £. 11. Südafrika. 220. Achatina scaevola Melv. Pnsby. e Achatina scaevola Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 104, pl. III, f. 2. _ Transvaal. 221. Achatina schencki Marts. . Achatina Schencki v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. Macmac b. Lydersburg, »Drakensberge«, Transvaal. 222. Achatina schinziana Mouss. . Achatina Schinziana Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 294, pl. 12, f. 3. » » » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 40. Ondonga im Ovampo-Land. Br» 223. Achatina semidecussata Mke. Achatina semidecussata Menke, mss. » » > Pfeiffer, Symb. III, p. 91. » » » Philippi, Abbild. u. Beschr. II, p. 213, t. 1, f. 1. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 13, p. 336, pl. XXVII, f. 2, 3. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 81. » » > Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 257. » » » » Nomencl. Helic. viv., p. 266. » » > v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr., p. 164. » > » Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 391. tal; Transvaal (oberer Olifants-River, nördlich von Middelburg). 224. Achatina simplex E. Sm. Ichatina simplex E. Smith, Quart. Journ. of Conch. I, p. 350. ee: > > Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. 225. Achatina smithii Crvn. “ ıtina Smithii Craven, Proc. Zool. Soc., p. 617, pl. LVII, £. 1. E> > » Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. ydenburg, Transvaal. möchte ich eine Schale rechnen, die Dr. Penther am 16. August 1895 am Maitengue-Fluss im ‚and gesammelt hat. Sie ist 58'/, mm hoch, 32 mm breit, die Mündung misst 32 mm in der Höhe = [5 3 3 7 5 © 3 U I} En : @ 5 = S @ = 1 wi | 594 Rudolf Sturany, (Länge) und 20 mm in der Breite. Das zugespitzte Gewinde besteht aus 81/, Umgängen und entspricht ungefähr dem oberen Gehäusetheil von Zimicolaria africana. (Sammlung des Hofmuseums!) Das Embryonal- gewinde ist glatt, die übrigen Umgänge sind in ihrem obersten Theile, also knapp an der Naht, mit Körnchen- reinen besetzt; auf den unteren 4—5 Umgängen stehen breite, etwas gezackte Querbänder von dunkler Farbe. 226. Achatina transvaalensis E. Sm. 1878. Achatina Transvaalensis E. Smith, Quart. Journ. of Conch., vol. I, p. 351. 1880. » » > Craven in Proc. Zool. Soc., p. 616. 1890. > » > Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. Leydenburg, Transvaal; östlicher Abhang der Drakensberge. 227. Achatina ustulata Lm. 1838. Achatina ustulala Lamarck, 9, p. 130 ed. Dh., Hist. nat. anim. s. vert., t. VIII, p. 297. 1820— 1851. Helix (Cochlitoma) ustulata Lamarck, Ferussac, Hist. nat. des Moll., pl. 125, f. 1, 2. | 1842. Achatina > > Reeve, Conch. syst., vol. II, p. 86, pl. 177, f. 5. 1848. > > > Krauss, Südafr. Moll., p. 81. 1848. > > > Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 257. 1849. > > > Reeve, Conch. Icon. (Achatina), pl. XI, f. 40. | 1881. > > > Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 266. | 1890. > > > Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 393 | District George (Kap der guten Hoffnung). 228. Achatina varicosa Pfr. 1861. Achatina varicosa Pfeiffer, Malak. Bl. VIII, p. 73, pl. II, f. 7, 8. 1868. > > > Monogr. Helie. VI, p. 215. 1881. > » > Nomenel. Helic. viv., p. 265. 1890. > > > Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 391. . 1869. > > > Novit. Conch. vol. III, p. 490, pl. CVI, f. 1, 2. | | Enon, nördlich von Port Elizabeth. 229. Achatina vestita Pfr. 1854. Achatina vestita Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 293. 1854. > > 3 Novit. Conch. I, p. 35, pl. IX, f. 8, 9. i 1855. » > > Malak. Bl. Il, p. 168. \ 1859. > > > Monogr. Helic. IV, p. 603. 1 1881. > > > Nomenel. Helic. viv., p. 266. h h 1890. » > > Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI. p. 391. 2 1897. > > > Martens, Arch. f. Naturg. 63. Jahrg., Bd. 1, p. 36. 4 Port Natal, Delagoa Bay. Pondoland. 230. Achatina zebra Lm. 1838. Achatina zebra Lamarck, Hist. nat. Anim., s. vert., t. VIII, p. 295. 1820—1851. Helix zebra Lamarck, Ferussac, Hist. nat. des Moll., pl. 133. 1848. Achatina zebra Lamarck (Bulla), Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 250. 1848. > > > Krauss, Südafr. Moll. p. 80. 1859. > > > Reeve, Conch. Icon. (Achatina), pl. VII, f. 23. 1845— 1855. > > > Peiffer, Conch. Cab. Mart. Chemn. 1,13, 79.291 Zed.22, 91.1, 743: 1889. > > > Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. 1890. > > > Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VI, p. 392. Districte George und Uitenhage (unter den Dünenpflanzen, besonders den grossblättrigen Mesembryan- t!hemum — Arten, unter welchen sie sich den Tag über verstecken, seltener in den Urwäldern.) Caffraria, Albany-District, Cape Colony. Südafrikanische Mollusken. 595 var. granulata Krauss. 1848. Achatina zebra Lamarck, var. granulata Krauss, Südafr. Moll., p. 80. Outeniqualand; District George, Cape Colony. Gatt. Livinhacia Crosse. 231. Livinhacia kraussi (Pfr.). 1846. Bulimus Kraussi Pfeiffer, Symbolae Hist. Helic. III, p. 85. 1848. > » > Krauss, Südafr. Moll., p. 78, t.5, f. 4. 1848. » » » Monogr. Helic. II, p. 184. 1849. > » » Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), f. 436. 1858. Limicolaria Kraussi Pfeiffer, H. Adams, Genera II, p. 183. 1881. Ku > > Nomencl. Helie. viv., p. 262. 1860. Achatina fuscolabris Martens, Albers, Helic., ed. II, p. 202. 1889. » » » v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr., p. 163. 1889. Livinhacia Kraussi Pfeiffer, Crosse, Journ. de Conch. XXXVII, p. 111. 1895. > » > Kobelt, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 10, p. 7, t. 2, £. 1. (Non Achatina Kraussi Reeve, Conch. Icon., sp. 21.) Natalbai. Dr. Penther hat 4 Exemplare aus Natal gebracht, die die folgenden Masse besitzen: Höhe des Gehäuses 1128) 118 108 107 Breite » » 65 61 56 59 Höhe der Mündung 66 63 96 96 Breite » » 44 41 38 40 mm. 232. Livinhacia arnoldi n. sp. Taf. II, Fig. 41. Das Gehäuse besteht aus 7 Windungen, ist kegelförmig gestaltet und hat eine ovale, mit rosafarbigem Rande geschmückte Mundöffnung. Der Nabel ist halb vom Spindelumschlag bedeckt. Die Embryonal- windungen sind glatt, die übrigen mit unregelmässigen Anwachsstreifen sculptirt. Auf dem vorletzten Umgang sind spärliche Längslinien zu sehen (Gitterung). Höhe des Gehäuses 91, Breite 61 sum. Höhe der Mündung 57, Breite 42 mm. Das einzige Exemplar, welches Dr. Penther von dieser neuen Art gefunden hat, stammt aus der Nähe des Amanze Inyama Flusses im Matabele-Land (7./VII. 1895). Zivinhacia arnoldi mihi nähert sich in der Gestalt der Abbildung von Z. nilotica Pfr. im Conch. Cab. I. 10, t. 1, f. 1 (p. 5—7), besitzt aber auch mit L. kraussi Pfr. ‘einige Merkmale gemeinsam. Gatt. Stenogyra Shuttl. 233. Stenogyra (Obeliscus) lanceolata (Pfr.). 1854. Bulimus lanceolatus Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 292. 1855. » » » (Obeliscus), Pfeiffer, Malak. Bl. Il., p. 156. 1859. > » > Monogr. Helic. IV, p. 455. 1881. Stenogyra lanceolala » (Obeliscus), Nomenel. Helic. viv., p. 319. Cape Colony; Natal. Nach einigen von Dr. Penther gebrachten jungen Schalen zu urtheilen, dürfte diese Art speciell in Durban vorkommen. es or 296 Rudolf Sturany, Gatt. Opeas Alb. Die Gruppe Opeas war früher eine Section innerhalb der Gattung Sienogyra, ebenso die Gruppe Subu- lina Schum; beide wurden jüngst von Martens (Besch. Weichthiere Deutsch-Ostafr.) treffend charakteri- sirt und definitiv zu Gattungen erhoben. Die in Südafrika lebenden Stenogyren gehören infolge ihres nicht ausgeschnittenen oder abgestutzten Columellarrandes sämmtlich in die Gattung Opeas. 1889. 1896. 1848. 1848. 1853. 1880. 1881. 1889. 234. Opeas acus (Morel.). Stenogyra acus Morelet, Journ. de Conch. XXXVI, p. 8, pl. 1, f. 6. Port Elizabeth. 235. Opeas cacuminatum (Melv. Pnsby.). Stenogyra cacuminala Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 85, pl. VI, f. 2. Bedford. 2 36. Opeas glaucocyaneum (Melv. Pnsby.). Subulina glaucocyanea Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVII, p. 317, pl. XVI, f. 5. Port Eizabeth. 237. Opeas turriforme (Krauss). Bulimus turriformis Krauss, Südafr. Moll., p. 78, t.5, f. 2. > > » » » Pfeiffer in Zeitschr. f. Mal., p. 121. Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 392. Craven in Proc. Zool. Soc., p. 615. Stenogyra (Opeas) Iurriformis Krauss, Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 320. Buliminus » > Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth; Natal; Leydenburg, Transvaal. Hieher glaube ich eine Anzahl von Exemplaren rechnen zu können, die Dr. Penther in der Kowie gesam- melt hat. Sie weisen eine schwache Querstreifung auf den Windungen auf, besitzen einen leicht eingebogenen (rechten) Mündungsrand und entbehren einer fadenförmigen Naht. Höhe des Gehäuses 145 12.4 13°0 13°2 Breite » » 38 35 3:4 35 Höhe der Mündung 37 31 322 34 Breite » » DD | 2 2:0 mm. Anzahl der Windungen 9'), bis 10. Mit der Abbildung im Reeve’schen Werke darf man die hier angeführten Exemplare freilich nicht vergleichen; dort scheint unter dem Namen 2. furriformis Krss. fälschlich eine davon ganz verschiedene Form publieirt worden zu sein. Hingegen stimmen die Penther'schen Stücke gut zur Abbildung im Krauss’schen Buche und grossentheils auch zur Beschreibung. 238. Opeas crystallinum (Melv. Pnsby.). 1896. Subulina erystallina Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVIIL, p. 316, pl. XVIL,f. 4. Pietermaritzburg. Südafrikanische Mollusken. 597 239. Opeas lineare (Krauss). 1848. Bulimus linearis Krauss, Südafr. Moll., p. 78, t. 5, f. 3. 1848. > » » Pfeiffer, Monogr. Helice. II, p. 157. 1850. » > > Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), f. 648. 1845— 1855. » » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 13, p. 257, pl. 69, f. 15—17. 1880. » 5 » Craven in Proc. Zool. Soc., p. 616. ‚1881. Stenogyra (Opeas) linearis Krauss, Pfeiffer, Nomencel. Helic. viv., p. 321. 1889. Bulimus > » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth; Mohapaani-Berg am Limpopofluss; Wynberg, Orange Free State und Leydenburg, _ Transvaal. Dr. Penther sammelte diese Art in Durban (Durban Bluff, Stamford Hill, Coolie Location und Umbilo- road), sowie bei Isipingo. Ich glagbe annehmen zu dürfen, dass diese Art durch eine fadenförmige Naht charakterisiert ist. Krauss erwähnt zwar im Urtexte nichts davon, aber er kennzeichnet die Art gut genug durch die Abbildung und durch die Bemerkung, dass das Verhältnis der Mündungshöhe zur Gehäusehöhe kleiner ist als bei turri- _ formis. Ferner ist die Art sowohl im Reeve wie im Conchylien Cabinet (Mart. Chemn.) mit jener faden- förmigen Naht dargestellt. Ein weiteres Kennzeichen ist wohl die glänzende Oberfläche der Schale, die ; Anzahl der Windungen (10) und die Grösse (ca. 12'/, mm lang und 3 mm breit). 240. Opeas chapmanni (Melv. Pnsby.). 1892. Sienogyra Chapmanni Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 90, pl. VI, f. 3. Ovampoland. 241. Opeas tugelense (Melv. Pnsby.). 1897. Subulina tugelensis Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 637, pl. XVII, f. 9. Unterer Tugela-Fluss, Natal. 242. Opeas vitreum (Mouss.). 1887. Stenogyra (Subulina) vitrea Mousson, Journ. de Conch. XXXV., p. 296, pl. XII, f. 6. ‚1897. » » » » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 40. Ku-Ganab, südöstl. von Ondonga, im Ovampoland. 243. Opeas durbanense n. sp. Taf. II, Fig. 42, 43, 44. Das kegelförmige Gehäuse ist mit seinen 6'/, Umgängen mehr oder minder stufenförmig aufgebaut, ist durchscheinend, schwach glänzend und von grünlicher Farbe, besitzt einen stumpfen Apex und eine ganz _ schwach fadenförmige Naht. Von einer Skulptur der Schale kann kaum die Rede sein, da nur bei Lupen- vergrösserung äusserst zarte Anwachsstreifen sichtbar sind. Der Spindelrand der Mündung ist etwas nach links geschlagen, so dass vom Nabel nur ein unbedeutender Ritz erübrigt. B Die Schale ist 8:7 mm hoch, 33 mm breit; die Mündung desselben misst 35 mm in der Länge und B1-7 mm in der Breite. Dr. Penther hat ein einziges Exemplar am 3. Juli 1897 in Durban gefunden. 244. Opeas crawfordi Melv. Pnsby. 1893. Stenogyra Crawfordi Melviil & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 105, pl. III, f. 4. Van Staaden’s River. 398 Rudolf Sinrany, Gatt. Eunonyma Melv. Pnsby. ü Dem Vorschlage von Melvill & Ponsonby folgend, führe ich die folgende, Iinkseewundene Fi r } als Typus einer besonderen Gaiiung auf 245. Euonyma loeocochlis Melv. Pnsby. 1896. Sabalies kewscklis Meivill & Ponsonby (evemi mov. sen Esssyms), Ara. & Mar Nat Hrt (6. ser) vol NVoL p 36 pLXVL £3 . 2 Humansdorp, Si. Francis Bay. — Gatt. Hapalus Alb. 245. Hapalus catarractae Melv. Pnsby. 1897. Hapalzs cularraciar Melvill & Ponsonby, Ana & Mas. Nat Hist (6. ser) vol NIX p. 635 pLNVL Le Howick, ein Wasserfall bei Pietermaritzburg, Natal Von Dr. Penther auch bei Durban gefunden Gatt. Cionella Jefir. Seci. Caeciliandla Bgi 247. Cionella (Caecilianella) advena Ancer. 13850 Gesslizwella adırza Ancey, Le Nzte.X, p. 215 Key, Ovampoland (»Lüderitzland« oder »Damara«). 248. Cionella (Caecilianella) ovampoensis Melv. Pnsby. 1892. Ciomells seuszpuezsis Melvill & Ponsonby, Azz & Mas Nazi Hit (6 se), wL IL p.S1, pLVL£E1 Ovampoland * Dr. Peniher hai in Maiolla »an feinsten Wurzelfäserchen der Gräser circa 1—2 css unter der fläche« 3 Exemplare gefunden, die von der im Ovampoland entdeckten nicht zu trennen sind. . Fam. BULIMINIDAE. Gatt. Buliminus Ehrbg. a) Section Lsparus Alb. 249. Buliminus (Liparus) pygmaeus (H. Ad 1870 Balsmuiss mymarms H Adzms, Proc. Zuol Soc, p. 7, pl, £ 18 1877. — > > Pfeiffer, Moaoer. He&c VII, p. 133. 1351. > > > (Liparss), Pfeiffer, Nomeacl Hebe vie, p. 382 1859. Balmizzs > - vw. Martens, Säzber. Ges. nat. Fr. Beriia, p. 163_ 1397. > > > > Arch f Niue 68. ku, BiLp Dammaraland (Ebenen am Khanfluss nördlich von Tsoachaub). 5b) Secüon Pachnodas Alb. ® 2. Buliminus (Pachnodus) spadiceus (Mke) 1585. Belisaus spadirems Menke, Pfeiffer, Spmbolae, vol IL p. 87. 1851855. — 5 = Coach Cab. Mart Chemn Ju 13, p. 223, : 61, Lı2 18 - Tr 1550 - > > (Tegismerss), Albers, Hebe, p. 167. M 15%7_ a a > Philippi, Abb & Besche. IL 13,123, 135, f3 * 1828 = = » Krauss, Südefr Moll, p. 72 > 1328 > > = Pfeiffer, Monosr. Bebr. I, p. 192. 1529. > > > Reeve, Conch. icon (Balimas), i 74, 1 3379 1581 Balssimz - > (Packwoias), Pfeiffer, Nomeaci Hebr vw, p- ası y. fr e Natal, Mons Mohapaani. In Wäldern nächst dem Flusse Umlaas E- 2 . A RE . \ i IP, n I rn Ru Ei Südafrikanische Mollusken. 599 251. Buliminus (Pachnodus) maritzburgensis Melv. Pnsby. 1893. Buliminus (Pachnodus) maritzburgensis Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIT, p. 105, pl. 3, f. 5. Pietermaritzburg. 252. Buliminus (Pachnodus) natalensis (Krauss). 1846. Bulimus natalensis Krauss, mss., Pfeiffer, Symb. III, p. 86. 1848. > > > Südafr. Moll., p. 78, t. 5, f. 1. 1848. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. II, 48. 1881. Bulimina >» » (Pachnodus), Pfeiffer, Nomencel. Helic. viv., p. 283. Natalbai und Drackenberg. Dr. Penther hat ein paar Exemplare aus Durban eingeschickt, die bei den Maassverhältnissen des Typus mehr Windungen besitzen, als die Originaldiagnose angibt (nämlich 7'/, statt 6). Durch ein - deutliches, W#m Spindelumschlag nur halb gedecktes Nabelloch erinnert das eine dieser Exemplare (speciell von Umbiloroad stammend) ein wenig an B. spadiceus Mke. Ferner liegt mir 1 Stück aus Lourengo Marques vor, das in der Farbe und Bänderung mit B. natalensis ganz üereinstimmt, aber bedeutend schmäler gebaut ist, als diese Art. 253. Buliminus (Pachnodus) arenicola (Bs.). 1856. Bulimus arenicola Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), XVII, p. 433. 1859. » > » Pfeiffer, Monogr. Helic. IV, p. 481. 1881. Bulimina (Pachnodus) arenicola Benson, Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 284. Ad colles arenosas prope sinum »Waterloo« dictum Caffrariae; Port Natal. 254. Buliminus (Pachnodus) drakensbergensis E. Sm. 1877. Bulimus (Pachnodus) drakensbergensis E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (4. ser.), vol. XX, p. 538. 1880. > » drakensbergensis > Craven in Proc. Zool. Soce., p. 615. Pilgrims Rest. Transvaal. — Östlicher Abhang der Drakensberge bei den Goldfeldern Lydenburg's, Transvaal. 255. Buliminus (Pachnodus) carinifer Melv. Pnsby. 1897. Buliminus (Pachnodus) carinifer Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 637, pl. XVII, f. 8. Gordon Falls. 256. Buliminus (Pachnodus) vitellinus (Pfr.). 1854. Bulimus vitellinus Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 57. 1855. > > » (Rhachis), Malak. Bl. II, p. 161. 1859. > ) » > Monogr. Helic. IV, p. 480. 1881. Bulimina vittelina » (Pachnodus), Nomencl. Helic. viv., p. 284. Natal. 257. Buliminus (Pachnodus) jejunus Melv. Pnsby. 1893. Buliminus (Pachnodus) jejunus Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 106, pl. III, f. 7. Nördl. Transvaal. 258. Buliminus (Pachnodus) conulus (Rve.). 1849. Bulimus conulus Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), f. 577. 1853. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. III, p. 440. 1881. Bulimina >» » (Pachnodus), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv. p. 214. Port Natal. 600 Rudolf Sturan», c) Section Rhachis Alb. 259. Buliminus (Rhachis) meridionalis (Pfr.). 1847. Bulimus meridionalis Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 231. 1848. » » » Monogr. Helic. II, p. 108. 1848. > » > Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), t. 56, f. 370. 1881. » » » (Rachis), Nomenel. Helic. viv., p. 284. 1889. » > > Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth. Hieher gehört vermuthlich auch ein von Dr. Penther in Matolla gefundenes Exemplar, wenn dasselbe auch im Allgemeinen schlanker gestaltet ist, als das im Reeve abgebildete; denn alle übrigen Merkmale (das Vorhandensein von 7 Windungen, die kaffeebraune Binde in der Mitte des letzten und an der Naht der anderen Umgänge, die schwache und unregelmässige Querstreifung des Gehäuses, die Nabelbildung u. s. w.) stimmen mit denen von B. meridionalis Pfeiffer überein. Die Höhe jener Schale beträgt 19:5, die Breite 11:3 mm, ihre Mündung ist 95 mm hoch und 6'4 mm breit. 260. Buliminus (Rhachis) picturatus (Morel.). 1889. Bulimus pieturatus Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 7, pl. 1, f. 4. Port Elizabeth. 261. Buliminus (Rhachis) dubiosus n. sp. Taf. II, Fig. 45, 46. Das kegelförmige Gehäuse besteht aus 7'/, Umgängen und besitzt einen engen, vom Spindelumschlag fast bedeckten Nabel. Das Embryonalgewinde (2 Umgänge) ist schwarz bis blauschwarz gefärbt; im unteren Theile des darauf folgenden Umganges steht ein breites, schwarzes Band, das bald in zwei Binden sich trennt und gegen die Mündung zu in blauschwarze oder schwarzbraune Flecken sich auflöst. Auf dem vor- letzten Umgange beginnt.dann noch ein dunkles Band in der Naht, das auf der letzten Windung natürlich freiliegt und im Umkreise des Nabels von einem (4.) breiten dunklen Band begleitet wird. Das letztere besitzt ein wenig die Neigung, sich in Flecken aufzulösen. Die Sculptur ist mehr oder weniger glatt; nur ganz schwache Anwachsstreifen sind sichtbar. Elöhe, des Gehäuses were Fe Mirass 20:5 Breite » » 96 113 BlohesdersViundunerse ee 9.3 Breite » » eh kese, KIOZ 7:O mm. Dr. Penther hat diese Art in 2 Exemplaren in Matolla gesammelt. Sie erinnert sehr an die Abbildung von B. nigrilineatus aus Madagascar im Grandidier'schen Werke t. 21, f. 4, 4a. 262. Buliminus (Rhachis) punctatus (Ant.). 1839. Bulimus punctatus Anton, Verz. Conch. Samml., p. 42. 1820— 1851. » > > Deshayesb. Ferussac, Hist. nat. II, p. 186, pl. 157, f. 7, 8. 1845. » ferrusaci Dunker, Zeitschr. f. Mal., p. 164. 1848. » » » Pfeiffer, Monogr. Helic. II,.p. 212. 1848. » punctatus Ant., Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 212. 1845 — 1855. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 13, p. 229, t. 62, f. 22—24. 1849. > » » Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), f. 452. 1849. » ferrusaci Dkr., > Conch. Icon. (Bulimus), f. 441. 1859. » pumnctatus Ant., v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 213. 1860. Buliminus (Rhachis) punctatus Ant., v. Martens, 2. ed. von Albers Hel., p. 231. 1863. Bulimus punctatus Ant., Morelet, Series Conch.-Il, p. 66. Südafrikanische Mollusken. 601 1869. Buliminus (Rhachis) punciatus Ant., v. Martens, Nachrichtsbl. d. deutsch. mal. Ges. I, p- 153. - 1876. Bulimus punctatus Ant., Hanley & Theobald, Conch. Ind., p. 10, pl. 20, f. 6. 1878. Buliminus (Rhachis) punctatus Ant., Nevill., Hand-List. Moll. Ind. Mus. I, p. 130. 1379. Bulimus punctatus Ant., Gibbons in Quart. Journ. of Conch. II, 1879, p. 144. 1880. » > » Cravenin Proc Zool. Soc., p. 217. ‚1889. Rachisellus punctatus Ant., Bourguignat, Moll. de l’Afr. &qu., p. 69. ‚1896. Buliminus (Rhachis) punctatus Ant., v. Martens, Deutsch Ost-Afr., Besch. Weichth., p. 76. Diese nach Afrika vermuthlich eingeschleppte Art (vide Martens 1896) wurde bisher in dem hier berücksichtigten Gebiete in Tette am Sambesi gesammelt, ferner in Omaruru in Damara, Upingtonia und Epitonna, südlich von Ondonga. 263. Buliminus (Rhachis) melanacme (Pfr.). 1855. Bulrmus melanacme Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., P:96, pl31,.8,8. >, » __ _Monogr. Helic. IV, p. 486. 1859. > > > v. Martens, Malak. Bl. VI, pl. 213. ‚1860. Buliminus (Rhachis) melanacme Pfeiffer, v. Martens in Albers Helic., 2. Ausg., p. 231. 1869. » > » > » Nachrichtsbl. mal. Ges., p. 152. 1889. Pachnodus sesamorum Bourguignat, Moll. de l’Afr. &quat., p. 66, pl. 3, f. 23. 1896. Buliminus (Rhachis) melanacme (Pfeiffer), v. Martens, Besch. Weichth. Deutsch Ost-Afr., p. 75. () Tette am Sambesi. 264. Buliminus (Rhachis) pentheri n. sp. Taf. II, Fig. 47, 48. Das Gehäuse ist kegelförmig mit breiter Basis und aus circa 6 Umgängen gebildet, der Nabel ziemlich eng und vom Spindelrand theilweise bedeckt. Der Apex (id est eine Windung) ist braun gefärbt; aut dem dritten Umgange beginnt ein brauner Streifen, der eine Strecke weit in der Mitte vorläuft, um alsdann auf der letzten oder vorletzten Windung sich in Flecken aufzulösen oder ganz zu verschwinden. Am unteren Theile der oberen Windungen, in der Naht, verläuft ebenfalls ein dünnes Band, das auf dem letzten Umgange breit und dunkel aus der Naht hervortritt und hier in mässiger Entfernung vom Nabel noch ‚von einem zweiten, ebenfalls auffallend dunkel gefärbten Streifen begleitet wird. Auf der Rückseite des letzten Umganges befinden sich übrigens noch mehrere unregelmässig vertheilte Punktflecken, die viel- leicht auf Bänder zurückzuführen sind. Die Sculptur des Gehäuses besteht aus zarten und unregelmäs- sigen Anwachsstreifen. BlohesdesuGenäuses en on 16 Breite » » Se EEE RE 12 Elohesder#Mündunengr zusam... 9 Breite » » Ta 7 mm. Diese schöne und interessante Art wurde von Dr. Penther in Matolla entdeckt. Sie hat ungefähr die Gestalt von B. melanacme Pfr. d) Section Leucochiloides Clessin. 265. Buliminus (Leucochiloides) minusculus Mousson. 1887. Buliminus (Leucochiloides) minusculus Mousson, Journ. de Conch. XXNV, p. 295, pl. XII, f. 5, 5a. 1897. > » > > v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., . Bd., p. 40. Ku-Ganab, südöstlich von Ondonga, im Ovampo-Land. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 7e . 76 602 Rudolf Sturany, e) Section Zebrina Held. 266. Buliminus (Zebrina) damarensis (H. Ad.). 1870. Bulimulus Dammarensis H. Adams, Proc. Zool. Soc., p. 9, pl. I, f. 17. 1870. Bulimus > Pfeiffer, Malak. Bl. XVII, p. 93. 1870 — 1876. » » » Novit. Conch. IV, p. 3, t. 109, f. 5—8. 1877. » Damarensis H. Ad. (Bulimulus), Pfeiffer, Monogr. Helic. VIII, p. 177. 1881. » » » (Zebrina), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 295. 1887. » » > (Eburnea), Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 295. 1889. Buliminus » » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr., p. 162. 1897. » 0) >» » » Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. I, p. 40. Ubeb am Khanfluss und nördlich von Tsoachaul, Damaraland. var. exspectata Mss. 1887. Buliminus (Eburnea) Damarensis H. Adams, var. erspeclala Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 295, pl. XII, f. 4. Omaruru in Damara, Upingtonia. 267. Buliminus (Zebrina) burchelli (Gr.). 1834. Bulimus Burchelli Gray, Proc. Zool. Soc., p. 66. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 78. 1848. » » » Pfeiffer, Monogr. Helie. II, p. 162. 1849. » » » Reeve, Conch. Icon. (Bulimus), t. 76, f. 548. 1881. » » » (Zebrina), Pfeiffer, Nomencl. Helic. viv., p. 295. Lattakoo im Betschuanaland. Cape Colony; Natal. f) In Sectionen noch nicht eingereihte Buliminus-Arten. 268. Buliminus layardi Melv. Pnsby. 1892. Buliminus Layardi Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 90, pl. V, f. 11. »Kobis.« 269. Buliminus movenensis n. Sp. Taf. II, Fig. 49, 50, 51. Das Gehäuse ist langgestreckt, kegelig, von hornbrauner Farbe, besteht aus 7 '/, Umgängen und besitzt einen ziemlich weiten Nabel, der nur ganz schwach vom umgeschlagenen Spindelrand bedeckt ist. Sämmtliche Windungen sind stark und etwas schräg quergestreift, schwach convex und durch eine tief einschneidende Naht getrennt. Höhe des Gehäuses E19 18 Breite » » Be er nn ee ar ROT Se) Hoherden Nündunss Er (35) Breite » » a ee in 93 mm. Dr. Penther hat diese neue Art in Movene gesammelt. Sie ist zu vergleichen mit B. lZamoensis von Ost-Afrika (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., IX, 1892, p. 90) und mit B. layardi Melv. Pnsby. (s. oben). 270. Buliminus nuptialis Melv. Pnsby. 1894. Buliminus nuptialis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat.Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 92, pl. 1, f. 5. Craigie Burn, Somerset East. 271. Buliminus transvaalensis Melv. Pnsby. 1893. Buliminus transvaalensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 105, pl. III, f. 6. Nördl. Transvaal. Südafrikanische Mollusken. 603 272. Buliminus oppositus (Mouss.). 1887. Helix (Cochlicella) opposita Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 293, pl. 12, f. 2. 1897. Buliminus > » (Cochlicella), v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., Bd. TI, p. 40. Upingtonia im Ovampoland. Fam. PUPIDAE. Gatt. Pupa Drap. a) Section Faula H. A. Ad. 273. Pupa (Faula) capensis Kurr. 1850. Pupasapensis Kurr., Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 15, p. 10, t. 1, f. 19— 20. 1846. » > » Pfeiffer, Symb. Sect. II, p. 53. 1548. > » » » Monogr. Helic. II, p. 331. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 79. 1881. » > » (Faula), Pfeiffer, Nomencl. Helie. viv., p. 345. 1889. > » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth; Zoetendalsvalley, Zwellendam. 274. Pupa (Faula) pottenbergensis Krauss. 1850. Pupa pottenbergensis Krauss, Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I. 15, p. 17, t. 2, f. 20— 22. 1546. » » » Pfeiffer, Symb. Sect. II, p. 54. 1548. » » » » Monogr. Helie. II, p. 331. 1548. » > » Südafr. Moll., p. 79. 1881. » » » (Faula), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 345. Auf Pflanzen in Potteberg im District Zwellendam. Küsten der Simon’s und Hout Bay. 275. Pupa (Faula) ponsonbyana Morel. 1889. Pupa (Faula) ponsonbyana Morelet, Journ. de Conch. XXXVI, p. 9, pl. 1, f. 5. Port Elizabeth. 276. Pupa (Faula) kurrii Krauss. 1846. Pupa Kurrü Krauss, Pfeiffer, Symb. Sect. II, p. 54. -i850. >» » > Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 15, p. 111, t. 15, £. 5, 6. 1850. » ovularıs Kurr., Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 15, p. 10, t. 1, £.16—18. 1848. » Kurrii Krauss, Pfeiffer, Monogr. Helie. II, p. 331. 1848. >» » » Südafr. Moll., p. 79. wi881. > » » (Faula), Pfeiffer, Nomencl. Helic., p. 345. 1889. >» » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth; Zoetendalsvalley, Zwellendam; George District. 277. Pupa (Faula) pereximia Melv. Pnsby. 1897. Pupa (Faula) pereximia Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 638, pl. XVII, f. 3. Südafrika. 278. Pupa (Faula) glanvilliana Ancey. 1880. Pıupa Glanvilliana Ancey, Le Natur. X, p. 200. East London (Kap-Colonie b. Caprerie anglaise). 604 Rudolf Sturany, Ich sah mich nach sorgfältigem Studium der Originalbeschreibungen veranlasst, die beiden folgenden linksgewundenen, relativ grossen und aus zahlreichen Umgängen aufgebauten Arten entgegen den bisherigen Gepflogenheiten zur Section Faula zu stellen und würde mit P. /ayardi Bs. ebenso verfahren, wenn nicht in der Originaldiagnose die Angabe fehlen würde, ob diese Art links- oder rechtsgewunden ist. 279. Pupa (Faula) pamphorodon Bs. 1864. Pupa Pamphorodon Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 495. 1868. > » » Pfeiffer, Monogr. Helie. VI, p. 320. 1881. >» » » (? Vertigo; Vertilla), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 361. Simonstown, Kap der guten Hoffnung. 280. Pupa (Faula) fryana Bs. 1864. Pupa Fryana Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XII, p. 495. 1868. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. VI, p. 319. 1881. >» » » (? Vertigo; Vertilla), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p- 361. Bredasdorp. 281. Pupa (Faula) stoaphora Bs. - 889. Pupa stoaphora Benson (Faula), Paetel, Cat. d. Conch. Samml. II, p. 305. Kap der guten Hoffnung. b) Section Vertigo Drap. (Subsection Vertilla Mog. Tand,) 282. Pupa (Vertigo) sinistorsa Urvn. 1880. Pupa (Vertigo) sinistorsa Craven, Proc. Zool. Soc., p. 618, pl. LVII, f. 8. Cape Recif, Algoa Bay, Klein Setjes Bosch bei Beaufort, Cape Colony. 283. Pupa (Vertigo) thaumasta Melv. Pnsby. 1891. Vertigo thaumasta Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 239. 1892. > » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 94. pl. VI, £. 7. Port Elizabeth. Dr. Penther hat in Port Alfred eine Anzahl von Exemplaren gesammelt, die sich von P. thaumasta durch das Vorhandensein eines 4. Zahnes unterscheiden. (Derselbe ist ganz schwach ausgebildet und steht am Basalrande der Mündung.) Auch sind die Exemplare durchwegs etwas schlanker als das von Melv. Pnsby. abgebildete. Was die nächstverwandte P. sinistrorsa betrifft, so würde die Originalbeschreibung derselben wohl recht gut auf !die Penther’schen Exemplare passen, aber die von Craven gebrachte Abbildung spricht entschieden gegen eine derartige Determination. c) Pupa-Arten von zweifelhafter systematischer Stellung. 284. Pupa layardi Bs. 1856. Pupa Layardi Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. XVII, p. 435. 1859. >» » » Pfeiffer, Monogr. Helic. IV, p. 674. 1864. >» » » Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XII, p. 496 (Correctur). 1868. >» » > Pfeiffer, Monogr. Helic. VI, p. 318. 1881. >» > » (Vertigo; Alaee), Pfeiffer, Nomencl., p. 358. Bredasdorp (Kap der guten Hoffnung); Cape Point. Südafrikanische Mollusken. 605 var. minor Bs. 1864. Pupa Layardi Benson, var. minor, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XII, p. 496. Bredasdorp. 285. Pupa elizabethensis Melv. Pnsby. 1892. Pupa elizabelhensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 91, pl. 5, f. 13. Port Elizabeth. In der Abbildung ist fälschlich ein zahnartig aussehender heller Fleck an der Basis der Mündung gezeichnet. 286. Pupa amphodon Melv. Pnsby. 1896. Pupa amphodon Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVII, p. 317, pl. XVI, f. 6, 7. Zwartkops, bei Port Elizabeth. 287. Pupa custodita Melv. Pnsby. 1894. Pupa custodita Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 93, pl. 1, f. 9. Pretoria, Transvaal 288. Pupa fontana Krauss. 1848. Pupa fonlana Krauss, Südafr. Moll., p. 80, t. 5, f. 6. 1848. >» » » Pfeiffer, Monogr. Helic. II, p. 355. I88l. >» » » (Vertigo; Alaea), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p. 358. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVIIN, p. 19. Port Elizabeth; Quelle des Mooi-Flusses (Arm des Vahl Rivers, der in den Orange-Fluss einmündet). Dr. Penther hat von Zwartkops eine Anzahl von Exemplaren (darunter [ Albino) gebracht, die aller Wahrscheinlichkeit nach hieher gehören. Sie lassen sich kurz ungefähr so beschreiben: Gehäuse braun, _ eylindrisch-tonnenförmig; Sculptur mikroskopisch, feinste Querstreifung; 7—7'/, Windungen; in der Mündung 2 tiefgelegene Zähnchen an der rechten Wand, 1 Faltenzahn an der Mündungswand und 1 tief- gelegener Spindelzahn (Faltenbildung), überdies bisweilen 1 faltenartige Verdickung an der Mündungswand Er nächst der Einlenkung des rechten Mundrandes; Nabel stichförmig; Höhe des Gehäuses 3°1—3'2, Breite 1:4—1'6 mm. 239. Pupa frustillum Melv. Pnsby. 1894. Pupa frustillum Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 94, pl. I, f. 14. Port Elizabeth. 290. Pupa charybdica Melv. Pnsby. 1894. Pupa charybdica Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 94, pl. 1, f. 13. Coerney bei Port Elizabeth. Die Bezahnung der Mündung ist in der citirten Abbildung schlecht, d. h. nicht zur Beschreibung _ passend wiedergegeben. 606 Rudolf Sturany, 291. Pupa sykesii Melv. Pnsby. 1893. Pupa Sykesii Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 21, pl. III, f. 6 (false deser.). 1893. > > > Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 111 (Correetur). Griqualand East. 292. Pupa iota Melv. Pnsby. 1894. Pupa iola Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 93, pl. 1, f. 10. Pretoria, Transvaal. 293. Pupa dadion Bs. 1864. Pupa dadion Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (3. ser.), vol. XIII, p. 495. 1868. > > > Pfeiffer, Monogr. Helic. VI, p. 320. 1881. > > > (Pupilla), Pfeiffer, Nomenel. Helic. viv., p- 354. Ostseite des Tafelberges, auch bei Simonstown. 294. Pupa tabularis Melv. Pnsby. 1893. Pupa fabularis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 20, pl. 3, f. 3. Cape Town. In der eitirten Abbildung fehlt der Parietalzahn. 295. Pupa keraea Melv.Pnsby. 1894. Pupa keraca Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 94, pl. 1, f. 12. z ” Pretoria. 296. Pupa omicronaria \Melv. Pnsby. 1894. Pupa omicronaria Melwill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 93, pl. 1, f£. 11. Pretoria. 297. Pupa quantula Melv. Pnsby. 1893. Pupa guantula Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 20, pl. 3, f.5. Port Elizabeth. 298. Pupa psichion Melv. Pnsby. 1894. Pupa psichion Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIV, p. 93, pl. 1, £. 8. Pretoria. z 299. Pupa haploa Melv. Pnsby. 1893. Pupa haploa Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 21, pl. 3, f. 7. Pretoria. 300. Pupa pentheri n. sp. Taf. II, Fig. 34, 35, 36. “ Das Gehäuse besteht aus ca. 74, sehr mässig convexgen Windungen, die glatt und durch eine schneidende Naht voneinander getrennt sind. Die Gestalt desselben ist kegelförmig, indem es and breiter ist (als oben) und sich nach oben zu allmählich verjüngt. Der Apex ist stumpf. ’ ß Höhe des Gehäuses...» 0... 3.0.17 ur Breite >» > ER re ale a Ken A ie N E ' Dr. Penther sammelte diese winzige Art’zahlreicfin Umbiloroad. ” N ; ( © 2 } . ü E =; e Fand Ze. PS a = Südafrikanische Mollusken. 607 301. Pupa pretoriensis Melv. Pnsby. 1893. Pupa pretoriensis Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 21, pl. 3, f. 8. Pretoria, Transvaal. 302. Pupa dysorota Melv. Pnsby. - 1893. Pupa dysorota Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 20, t. 3, f. 4 (falsche Beschr.). 1893. » > » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 111 (Correect.). , Griqualand East. 303. Pupa ovampoensis Melv. Pnsby. 1892. Pıpa ovampoensis Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, p. 91, pl. 6, f. 11. Ovampoland. 304. Pupa griqualandica Melv. Pnsby. ‚1893. Pupa griqualandica Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 22, pl. 3, f. 9. Griqualand East. 305. Pupa damarica Ancey. 1880. Pupa damarica Ancey, Le Natural. X, 1880, p. 200. Key, Ovampoland (Damara). Hievon war mir die Originalbeschreibung leider nicht zugänglich. Gatt. Coeliaxis Ad. & Angas. 306. Coeliaxis layardi H. Ad. & Angas. 1865. Subulina (Coeliaxis) Layardi H. Ad. & Angas, Proc. Zool. Soe., p. 54, t. 2, f. 1. 1868. Bulimus Layardi H. Ad. & Angas, Pfeiffer, Monogr. Helie. VI, p. 95. 1881. Coeliaxis » » » Nomenel. Helic, viv., p. 365. Kap der guten Hoffnung. Von Dr. Penther zahlreich gesammelt in der Kowie (Port Alfred). Fam. SUCCINIDAE. Gatt. Succinea Drap. 307. Succinea patentissima Mke. Succinea palenlissima Menke in litt. » » > Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 52. » » » » Monogr. Helic. III, p. 623. E > » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 11, p. 58, t. 6, f. 26, 27, 28. » » > (Brachvspira), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 410. Port Natal. ® 608 Rudolf Sturany, 308. Succinea planti Pfr. 1856. Succinea Planli Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 326. 1859. > > Monogr. Helic. IV, p. 805. 1881. » » (Brachyspira), Nomenel. Helic. viv., p. 410. Natal. 309. Succinea putris (L.). Helix putris Linne, Syst. ed. X, p. 774, ed. XII, p. 1249, Nr. 705. 1520— 1851. » » » (Cochlohydra), Ferussac, Hist. Nat., t. 11, f. 4, 8, 9. 1848. Succinea amphibia Drap., var. africana, Krauss, Südafr. Moll., p. 73. 1848. » putris L., Pfeiffer, Monogr. Helic. I, p. 513. 1854. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 11, p. 33. 1568. > » » Pfeiffer, Monogr. Helic. V, p. 26. 1881. >» » » (Tapada), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 411. Limpopofluss. 310. Suceinea delalandei Pfr. 1851. Succinea Delalandei Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak. VIII, p. 28. 1820—1851. Helix (Cochlohydra) elongata y, Ferussac, Hist. Nat., t. 11, f. 11. 1853. Succinea Delalandei Pfeiffer Monogr. Helic. II, p. 11. 1854. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 11, p. 37, f. 33—40. 1880. » > » Craven in Proc. Zool. Soc., p. 617. 1881. » » » (Tapada), Nomenel. Helic. viv., p. 413. Ufer des Oliphant River, Transvaal. Baszaarms Kraal, Kap der guten Hoffnung. 311. Succinea exarata Krauss. 1848. Succinea exarala Krauss, Südafr. Moll., p. 74, t. 4, f. 15. 1848, » > » Pfeiffer, Monogr. Helice. II, p. 518. 1881. » > » (Tapada), Pfeiffer, Nomenel. Helic., p. 413. Natal. 312. Succinea striata Krauss. 1848. Succinea siriala Krauss, Südafr. Moll., p. 73, t. 4, f. 16. 1853. » > » Pfeiffer, Monogr. Helie. III, p. 11. e 1881. » » » (Tapada), Pfeiffer, Nomenel. Helie. viv., p. 413. Limpopofluss. 313. Succinea bowkeri Melv. Pnsby. 1893. Succinea Bowkeri Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 110, pl. III, £. 18. Malvern. 314. Succinea dakaensis n. sp. Taf. III, Fig. 52, 53, 54. Das Gehäuse besteht aus 3—3'/, Umgängen, die durch eine tief einschneidende Naht von einander getrennt sind und eine zum Mundrand parallele Querstreifung erkennen lassen. Höhe des Gehäuses . . .9 2 8 13°9 Breite » » 360) 5120) 4-3 7425 Elöherder Mündunee 022 65 4°5 9-1 Breite » » ee 4 3 5 mm. Dr. Penther hat diese neue Art im Gebiet des Dakaflusses am 2. November 1895 gesammelt. Südafrikanische Mollusken. 609 315. Suceinea arborea Mouss. 387. Succinea arborea Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 297, plOl2r 7. > > > Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., 1. Bd., p. 40. »Kalaruri.« C. PLEUROMMATOPHORA. Fam. VAGINULIDAE. Gatt. Vaginula Fer. 316. Vaginula maura Heynem. Yan Pmaura Heynemann, Jahrb. d. deutsch. Mal. Ges. XII, p. 7, t. 1, £. 6, 7. » > » Jahrb. d. deutsch. Mal. Ges. XII, p. 14 u. 293. » » » Cockerellin Conchologist II, p. 194, Nr. 528. » » » Simroth in Deutsch Ost-Afr. IV, Nacktschn., p. 13. Delagoa-Bay, Südost-Afrika. . 317. Vaginula natalensis v. Rapp. Vaginulus natalensis v. Rapp, Krauss, Südafr. Moll., p. 72. > » » Jahrb. d. deutsch. mal. Ges., XII, p. 103 u. 293. 3. » » » Cockerell in Conchologist II, p. 194, Nr. 527. 5. Vaginula > » Simroth in Deutsch Ost-Afr. IV, Nacktschn., p. 13. Natal. Hieher gehört vielleicht ein von Dr. A. Penther in der Kowie erbeutetes Exemplar. 318. Vaginula petersi v. Marts. { Vaginula Petersi Martens, Heynemann, Jahrb. d. deutsch. mal. Ges. XII, p. 105 u. 293. 395. > >» » Simroth in Deutsch Ost-Afr. IV, Nacktschn., p. 13. _ Inhambane, portugiesisches Gebiet. 319. Vaginula saxicola Cockerell. Vaginula saxicola Cockerell, Conchologist II, p. 194, Nr. 529. Fam. ONCIDIIDAE. Gatt. Oncidium Buchanan (emend. Plate). 320. Oncidium peroni Cuv. Onchidium Peronii Cuvier, Ann. Mus. Nat. Hist. V, p. 38, pl. 6. 3. Peronia mauritiana Blainville, Manuel de Malacol., p. 489, pl. 46, f. 7. » Peronii Cuvier, Krauss, Südafr. Moll., p. 72. 1894. Oncidium peroni Cuvier, Plate, Zoolog. Jahrb., Abth. f. Anat. & Ontog. VII, p. 172. _ Natalküste. nkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. Tal f er: ji 610 Rudolf Sturany, II. Basommatophora. Fam. LIMNAEIDAE. Gatt. Limnaeus Lm. 321. Limnaeus natalensis Krauss. 1848. Limnaeus natalensis Krauss, Südafr. Moll., p. 85, t. 5, f. 15. 1862. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I 175, p. 31, pl. 6, f. 1—3. 1866. Limnaea > > v. Martens, Mal. Bl. XII, p. 101, pl. II, f. 8, 9. 1872. » E > Reeve, Conch. Icon. (Limnaea), f. 46. 1880. > > 5 Craven in Proc. Zool. Soc., p. 617. 1881. » > > Smith in Proc. Zool. Soc., p. 295. I 1839. > > > Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. r 1889. > > > v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. “l Natal, in Simpfen an der Küste; Transvaal; Pilgrim’s Rest; Port Elizabeth; Itschongove an der Dela- goa-Bai (portug. Geb.). 322. Limnaeus dakaönsis n. sp. Taf. III, Fig. 55, 56. - Das kegelförmige Gehäuse besteht aus5 Windungen, die eine schwache unregelmässige Querstreifung besitzen. Der letzte Umgang ist mächtig entwickelt, nach links stark ausgebaucht, aber doch nach oben zu verschmälert. Der Mundrand ist scharf und besitzt bei den erwachsenen Exemplaren rechts eine starke Einbuchtung. Der Columellarrand ist etwas spiral gedreht, der Nabel bedeckt durchbohrt. Höhe des Gehäuses . . . - .24l, 22 22 20 23 17 141), Breite » "> a di 12 12 11 3; 8. ] Höhe der Mündung . . . . .18 1: 16 15 14 13 10%, Breite » » eye 8), 81), 81), 8 775 6 mm. 7 : Dr. Penther hat diese an Limnaea Lavigeriana Bst. (Bourguignat, Icon. mal. Tang. 1888, pl. I f. 18, 19) erinnernde Form am 2. November 1895 in Daka gefunden. E 323. Limnaeus umlaasianus Küst. in - 1862. Limnaeus Umlaasianus Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 175, p. 32, pl. VI, f. 4—5. 1870. > > > Nevill, Hand List Moll. Ind. Mus., p. 239. Umlaa-Flus. Bourguignat stellt in seiner »Histoire malacologique de l’Abyssinie« (1883, Ann. sc. nat., 6. sc XV, p. 97, 126) diese Form zum weitverbreiteten Limmaeus truncatulus Mllr. Gatt. Isidora Ehrbg. — 324. Isidora zanzibarica (Cless.). 1886. Physa Zanzebarica Clessin, Conch. Cab. Mart. Chemn. |, 17, p. 362, t. 51, f. 5. 1889. >» cornea Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 16, pl. 1], f. 8. 1896. Isidora zanzibarica Cless., v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 140. Port Elizabeth. Pr Südafrikanische Mollusken. 6ll 325. Isidora tropica (Krauss). 1848. Physa tropica Krauss, Südafr. Moll., p. S4, t. 5, f. 12. 1856. » » » Bourguignat, Amen. mal. I, p. 175. 1873. » » » Reeve, Conch. Icon. (Physa), f. 32*. 1889. > > >» Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 288, t. 41, f. 8, 11. 1889. > » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. 1896. Isidora » » v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 140. Port Elizabeth; Lepenula-Fluss (25—26° lat. austr.). 326. Isidora forskali Ehrbg. (1830. Isıdora Forskali Ehrenberg, Symb. phys., Nr. 3. 1848. Physa Wahlbergi Krauss, Südafr. Moll., p. S4, t. 5, f. 13. 1856. > rskali Ehrenberg, Bourguignat, Amen. malac. I, p. 174. 1869. Isidora >» » v. Martens, Mal. Bl. XVI, p. 213. 1874. > > » Jiekeli, Land- u. Süssw.-Moll., Nordost-Afr., p. 198, t. 3, f. 3, t. 7, f. 13a —h. 1880. Pyrgophysa Wahlbergi Krauss, Crosse, Journ. de Conch., p. 142. 1883. Physa Forskali Ehrenberg, Bourguignat, Ann. se. nat. (6. ser.), vol. XV, p. 99 u. 127. 1886. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 320, t. 39, f. 2. 1891. Isidora >» > v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 17. 1896. > > > > Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 141, t. 1, £. 15. 1866. Physa Forskalii Ehrenberg, v. Martens, Mal. Bl. XIII, p. 6. 1869. » Wahlbergi Krauss, Dohrn, Mal. Bl. XVI, p. 15. 1888. Isidora Forskalii Ehrenberg, Pfeffer, Jahrb. Hamb. wiss. Anst. VI, p. 25. 1862. > Wahlbergi » Conch. Cab. 1175, p. 71, t. 12, f. 23—24. Limpopo-Fluss. Gatt. Physa Drap. Von den hier vorläufig noch unter dem Gattungsnamen Physa angeführten Arten werden wohl bei besserem Bekanntwerden der betreffenden Thiere, resp. Weichtheile einige zu der vorstehenden Gattung Isidora gerechnet werden müssen. 327. Physa diaphana Krauss. 1848. Physa diaphana Krauss, Südafr. Moll., t. 5, f. 11. ‚1871. » » » Reeve, Conch. Icon. (Physa). f. Si. 1886. > » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 282, t. 40, f. 12. Umgeni-Thal, Natal. 328. Physa natalensis Krauss. 1848. Physa natalensis Krauss, Südafr. Moll., t. 5, f. 10. 1873. > > > Reeve, Conch. Icon. (Physa), f. 79. 1883. > aalalica Bourguignat, Ann. sc. nat. (6. ser.), vol. XV, p. 98 & 126. 1886. » Natalensis Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 8, t. 1, f. 12— 14. In Bächen und Flüssen des Umgeni-Thales, Natalküste. 329. Physa cyrtonota Bgt. 1856. Physa cyrionolata Bourguignat, Amen. mal. I, p. 177, t. 21, . 1-2. 1868. » > » Morelet, Voy. Welwitsch, p. 43. 1886. > » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 323, t. 39, f. 5. Olifant-Fluss, Südafrika. Physa cyrtonota Bgt. wird von Jickeli (l. cc.) zu Physa contorta gestellt. 612 Rudolf Sturany, 330. Physa verreauxii Bgt. 1856. Physa (Isidora) Verreauxii Bourguignat, Amen. mal. I, p. 176, t. 21, f. 3—4, 1868. Physa Verreauxii Bourguignat, Morelet, Voy. Welwitsch, p. 43. 1886. > > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I 17, p. 316, t. 39, f. 1. Im Olifant-Flusse und im Knysna-Distriet, Süd-Afrika. 331. Physa craveni mihi. 1880. Physa lirata Craven, Proc. Zool. Soc., p. 617, pl. LVII, f. 10. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVI, p. 20. Port Elizabeth; Mooi River; Transvaal. Der Name /irata ist schon vor Craven für eine Art aus Nieder-Mesopotamien verwendet worden; es empfiehlt sich daher die obige Neubenennung. 332. Physa parietalis Mss. 1887. Physa parielalis Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 298, pl. 12, f. 8, 8a. 1889. > > » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. 1897. » > > v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., 2. Bd., p. 40. Port Elizabeth; Ondonga. Es ist mir nicht gelungen, die Originalbeschreibung Mousson’s ausfindig zu machen und stützt sich obiges Citat nur auf die Morelet’sche Angabe. Gatt. Physopsis Krauss. 333. Physopsis africana Krauss. 1848. Physopsis africana Krauss, Südafr. Moll., p. 85, t. 5, f. 14. 1859. » > > v. Martens, Mal. Bl. VI, pl. 215. 1862. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I 175, p. 72, t. 12, f. 29, 30. 1869. > » > Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 223. 1873. » » » v. Martens, Mal. Bl. XXI, p. 42. 1874. Physa » » Reeve, Conch. Icon. (Physa), f. 2. 1879. Physopsis » » Bourguignat, Descript. d. div. esp. terr. et luv. de Moll. de l’Egypte, p. 12. 1886. Physa » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 17, p. 409, t. 41, f. 12. 1889. Physopsis > » Morelet, Journ. de Conch. XXXVIL, p. 20. 1891. » > » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 17. 1896. » » » » Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 142. Kap der guten Hoffnung, Port Elizabeth; Port Natal. Dr. Penther sammelte diese Art am 2. November 1895 im Daka-Stromgebiet des mittleren Sambesi. Gatt. Planorbis Guett. N 334. Planorbis bowkeri Melv. Pnsby. 1893. Planorbis Bowkeri Melvill& Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XI, p. 111, pl. III, f. 19. Im nördlichen Transvaal. v 335. Planorbis natalensis Krauss. 1848. Planorbis Nataleusis Krauss, Südafr. Moll., p. 83, t. 5, £. 9. 1878. > > > Reeve, Conch. Icon. (Planorbis), f. 32. > 1886. > » > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 17, p. 109, t. 17, f. 3, 1889. > > » Morelet in Journ. de Conch. XXXVII, p. 19. Port Elizabeth, Umgeni Valley, Natal. Südafrikanische Mollusken. 618 336. Planorbis pfeifferi Krauss. 1848. Planorbis Pfeifferi Krauss, Südafr. Moll., p. 83, t. 5, f. 7. 1878. » » » Reeve, Conch. Icon. (Planorbis), p- 33. 1886. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 17, p. 87, t. 10, f. 26—28. 1889. > » » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. Umgeni-Thal, Natal; Itschongove an der Delagoa-Bai (portug. Geb.). Dr. Penther hat diese Art am 2. November 1895 im Daka-Stromgebiet des mittleren Sambesi, gesammelt. 337. Planorbis crawfordi Melv. Pnsby. 1893. Planorbis Crawfordi Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XII, p. 111, pl. I 8 20. Van Staaden’s River. 338. Planorbis costulatus Krauss. 1848. Planorbäs costulatus Krauss, Südafr. Moll., p. 83, t. 5, 1. 8. 1869. „> Stelzneri v. Martens, Mal. Bl. XVI, p. 212. 1874. » costulatus Krauss, Jickeli, Land- u. Süssw.-Moll. Nordost-Afr., p. 219, t. 7, f. 22—23. 1878. > > > Reeve, Conch. Icon. (Planorbis), f. 26. 1886. > > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 17, p. 131, p. 21, f. 2. Umgeni Thal, Natal 339. Planorbis caffer Krauss. 1889. Planorbis cafer Krauss, Morelet, Journ. de Conch. XXXVI, p- 19. Ich fand in der Literatur leider weder die Originalbeschreibung, noch sonst eine Erwähnung dieser von Morelet in der citirten Abhandlung für Port Elizabeth angegebenen Schnecke. 340. Planorbis anderssoni Ancey. 1890. Planorbis anderssoni Ancey, Bull. Soc. Mal. Fr. VII, p. 161. »Omambond«, Damaraland. Leider konnte ich die Ancey’sche Originalbeschreibung nirgends auftreiben und muss es dahingestellt sein lassen, ob eine Anzahl von Exemplaren, die mir Dr. Penther bereits mit der Determination Pl. Anders- soni übergab und die in Backbeach (Durban) gesammelt worden waren, auch wirklich mit der Anceyschen Art identisch sind. Sie sind von brauner Farbe, besitzen 3'/, Windungen, haben eine tiefe Naht und als Skulptur eine mikroskopisch feine Querstreifung. Die Oberseite ist concav eingesenkt, die Unterseite flach; die Mündung nach oben ausgebaucht. Höhe 1 mm, Breite 3.mm. Ich bin auch nicht sicher, ob die im Zool. Record verzeichnete Schreibweise (anderssoni), welche mir mangels der citirten Abhandlung massgebend sein musste, die richtige ist und ob nicht vielmehr dafür andersoni zu schreiben wäre. Gatt. Segmentina Flem. 341. Segmentina emicans Melv. Pnsby. 1892. Planorbis (Segmentina) emicans Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. X, p. 241, pl. 1, £. 13, 13a. Zwartkops bei Port Elizabeth. 342. Segmentina planodiscus Melv. Pnsby. 1897. Planorbis (Segmentina) planodiscus Melvill & Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 638, pl. XVII, f. 10. Umgeni-Thal, Natal. Dr. Penther sammelte in Backbeach (Durban) eine grössere Anzahl einer Planorbis-Art, die zwar etwas höher als S. planodiscus Melv. Pnsby. gebaut ist und in der Mündung etwas von jener abweicht, dennoch aber mit ihr zu identificiren sein dürfte. Sie ist durch eine auffallend gefleckte Oberseite ausge- zeichnet. 614 1848. 1853. 1855. 1864. 1882. 1889. 1896. 1880. 1889. 1844. 1547. 1848. 1848. 1889. 1842, 1844. 1348. 1889. 1830. 1838. 1838. 1844. 1848. 1848. 1856. 1860. 1889. 1896. Rudolf Sturany, Gatt. Ancylus Geoffr. 343. Ancylus caffer Krauss. Ancylus cafer Krauss, Südafr. Moll., p. 70, t. 4, f. 13. » > » Bourguignat, Cat. Ancyl. Journ. Conch. IV, p. 182. H. & A. Adams, Gen. rec. moll. II, p. 266. > > Bourguignat, Spicil., p. 193. > Conch. Cab. Mart. Chemn. I], 6, p. 36, t. I, f. 18—20, t. 4, £. 11. » > Morelet, Journ. de Conch. XXXVIL, p. 20. v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 151, t. I, f. 19a, c, a. Ancylus obliquus Küster in litt. Pietermaritzburg, Natal. 344. Ancylus transvaalensis Crvn. Ancylus transvaalensis Craven, Proc. Zool. Soc., p. 617, pl. LVII, £. 11. Transvaal: Mooi River. Fam. AURICULIDAE. Gatt. Melampus Montf. 345. Melampus acinoides Morel. Melampus acinoides Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 14, pl. 1, £. 9. Port Elizabeth. 346. Melampus caffer (Krauss). Auricula caffra Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 86, t. 5, f. 6—8. Conovulus ater Mühlf. in lit. u. Anton, Verzeichn., p. 48, Nr. 1173. Auricula Caffra Krauss, Südafr. Moll., p. 82. » » » Reeve, Conch. Icon. (Auricula), pl. VII, f. 53. Melampus caffer » Paetel, Catalog 4. Ausg., II, p. 377. Natal, an der Ausmündung des Umlaas-Flusses. 347. Melampus küsteri (Krauss). Auricula Küsteri Krauss in lit. > monile Reeve, Conch. Syst. II, t. 187, f. 8. > Küsteri Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. ], 16, p. 34, t. 4, f. 10—13. » » » Südafr. Moll., p. 81. Melampus » > Paetel, Catalog, 4. Ausg., II, p. 379. Natal, an der Ausmündung des Umlaas-Flusses. 348. Melampus lividus (Desh.). Auricula livida Deshayes, Encycl. meth. Vers., II, p. 91, No. 10. > > » Lamarck, Hist. Nat. anim., s. vert. VIII, p. 338. » » » Beck, Index Moll., p. 106. » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 44, t. 6, f. 21. » » Krauss, Südafr. Moll., p. 81. Reeve, Conch. Icon. (Auricula), f. 58. > » » Pfeiffer, Monogr. Aur., p. #1. Melampus lividus » Morelet, Series Conch. II, p. 94. » » » Pätel, Cat. d. Conch. Samml. II, p. 379. » > » v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth , p. 2 Natal, an der Ausmündung des Umlaas-Flusses. Südafrikanische Mollusken. var. fasciata Küst. 1844. Auricula livida Deshayes, var. fasciata Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 45, f. 26. var. ovata Küst. 1844. Auricula livida Deshayes, var. ovafa Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 45, f. 24, 25. var. coerulea Küst. 1844. Auricula livida Deshayes, var. coerulea Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 45, f. 22, 23. 349. Melampus umlaasianus (Krauss). 1848. Auricula Umlaasiana Krauss, Südafr. Moll., p. 82. 1844. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 43, t. 6, f. 16—20. 1848. > > > Reeve, Conch. Icon. (Auricula), f. 48. 1889. Melamptis Umlaasianus Krauss, Paetel, Cat. d. Conch. Samml., p. 380. Natal, an der Ausmündung des Umlaas-Flusses. var. obscura Küst. 1344. Auricula Umlaasiana Krauss, var. obscura Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 44. Gatt. Cassidula Fer. 350. Cassidula kraussi (Küst.). 1844. Auricula Kraussii Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 24, t. 3, f. 6, 7, 8. 1848. » » > Krauss, Südafr. Moll., p. 82. 1848. 5 » » Reeve, Conch. Icon. (Auricula), f. 32. 1889. Cassidula >» » Paetel, Cat. d. Conch. Samml., p. 384. Natal, an der Ausmündung des Umlaas-Flusses. Gatt. Auricula Lm. 351. Auricula pellucens Mke. 1830. Auricula pellucens Menke, Synopsis moll., p. 131. 1844. » B » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 16, p. 17, t. 2, f. 16, 17. 1848. » _ » Krauss, Südafr. Moll., p. 82. Natal. Gatt. Alexia Leach. 352. Alexia acuminata Morel. ' 1889. Alexia acuminata Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 15, pl. I, £. 11. Port Elizabeth. 399. Alexia pulchella Morel. 1889. Alexa pulchella Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 15, pl. I, f. 10. Port Elizabeth. 616 Rudolf Sturany, Ord. Prosobranchia. I. Taenioglossa. Kam. ERUNGATELLEIDAE, Gatt. Truncatella Risso. 354. Truncatella teres Pfr. Truncatella teres Pfeiffer, Monogr. Auric. 188. 1856. » Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 336. 1858. > Monogr, Pneum. Il, p- 7. 1865. » Monogr. Pneum, Ill, p. 7. 1868. » Cox, Mon. Austr. Landschn., p. 92, t. 15, f. 9, 9a, b. 1874. » » Crosse, Journ. de Conch. XXI, p. 240. 1874. » » Jickeli, Land- u. Süssw.-Moll. Nordost-Aft., p. 188. 1876. ‚ ‚ > Pfeiffer, Monogr. Pneum. IV. p. 15. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. Port Rlizabeth. Dr. Penther brachte nur | Exemplar vom Zwartkopsriver bei Port Elizabeth. Gatt. Tomichia. Bs. 355. Tomichia ventricosa (Sow.). 1842. Truncatella ventricosa Sow., Reeve, Conch. syst. II, p. 182, f. 2. 1846. » » » Pfeiffer, Zeitschr. f. Malak., p. 189. » capensis Krauss, in litt, 1846. » ventricosa Sow., Krauss, Südafr. Moll., p. 87, t. 5, f. 22. 1855. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 23. p. 13, t. 2, f. 27—31. 1889. Tomichia » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. »In stagnantibus planitei capensis et Zoetendals— Valleys, bei Zwellendam am Kap der guten Hofi- nung. Port Elizabeth. var, brevis Krauss. 1848. Truncatella ventricosa Sow., var, brevis Krauss, Südafr. Moll., p. 87. Diese Varietät liegt mir in grösserer Anzahl aus dem Lorens River (Sommerset-District, südwestliches Kapland) vor, wo sie Herr Dr. E. Holub gesammelt hat. Fam. CYCLOPHPORIDAE. Gatt. Cyclotus Gldg. 356. Cyclotus natalensis Pfr. 1861. Ovelotus Natalensis Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 388. 1869, » » » Reeve, Conch. Icon. (Oyelotus), f. 54. 1865. » » » Monogr. Pneum. III, p. 28. 1876. » » » Monogr. Pneum. IV, p. 36. Natal. Südafrikanische Mollusken. 617 357. Cyclotus alabastris Crvn. 1860. Ovclotus alabastris Craven, Proc. Zool. Soc., p. 619, pl. 57, f. 9. Cape Recif, Algoa-Bay. 358. ? Cyclotus isipingo@nsis n. Sp. Taf. II, f. 37, 38, 39. Das Gehäuse ist mehr oder weniger scheibenförmig, weit und offen genabelt, und besteht aus 4 Win- dungen, die durch eine tief einschneidende Naht getrennt sind; betrachtet man die Schale von vorne, so ragt der Apex ein wenig über das übrige Gewinde hervor. Der letzte Umgang senkt sich vor der Mündung ‚stark abwärts; an ihm sind deutliche Querrippen sichtbar, die in relativ weiten Distanzen leistenförmig ‚hervortreten. Die Mündung ist kreisförmig und besitzt einen scharfen Rand. (Der Deckel fehlt leider bei 'sämmtlichen Exemplaren; es lässt sich daher bloss vermuthen, dass die Art zu Cyelotus gehört.) Die Breite des Gehäuses beträgt 2'/,, die Höhe 1’0—1'2 mm. Mündungsdurchmesser ca. 06—0'8 mm. Dr. Penther hat diese hübsche kleine Art in Umbiloroad (Durban) und bei Isipingo gesammelt. Sie ist ungefähr ein Oyclotus suturalis Sow. (Conch. Cab. I, 17, t. 12, f. 10—12) im Kleinen. Gatt. Cyclophorus Mft. 359. Cyclophorus convexiusculus (Pfr.) 1855. Oyclostoma convexiusculum (Oyclophorus), Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 104. 1858. Ovclophorus convexiusculus Pfeiffer, Monogr. Pneum. II, p. 68. 1861. » » » Reeve, Conch. Icon. (Oyclophorus), t. 19, f. 92. 1865. » » ” Monogr. Pneum. III, p. 76. 1876. » » » Monogr. Pneum. IV (Suppl. III, p. 121. 1889. » » 5 Paetel, Cat. d. Conch. Samml. II, p. 450. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. Kap der guten Hoffnung; Port Elizabeth. var. minor Bs. 1856. Oyclophorus convexiusculus Pfeiffer, var. minor Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. XVIII, p. 438. Tafelberg. 360. Cyclophorus wahlbergi (Bs.). 1848. Oyclostoma translucidum G.B.Sow., Krauss, Südafr. Moll., p. 83. 1852. » wahlbergi Benson, Ann. & Mag, Nat. Hist. (2. ser.), vol. X, p. 271. ‚1846. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 19a. p. 386, t. 50, f. 17— 19. 1852. » » ” Pfeiffer, Monogr. Pneum. I, p. 416. 1858. Oyvclophorus » » » Monogr. Pneum. II, p. 59. 1858. ” » » Adams, Gen. Rec. Moll. II, p. 280. 1861. » » » Reeve, Conch. Icon. (Cyclophorus), t. 17, f. 81. » » » Pfeiffer, Monogr. Pneum. III, p. 69. » » » » Monogr. Pneum. IV, p. 111. » » » E. Smith, Proc. Zool. Soc., p. 277. z » » Paetel, Cat. d. Conch. Samml. II, p. 455. » » » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 163. > » > 5 Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 9. Pondoland, Port Grosenor; Natal. - Dr. Penther sammelte diese Art zahlreich in Durban und Umgebung; sie scheint dort eine der häufigsten Schnecken zu sein. Auch aus der Umgebung von Isipingo liegt mir I Exemplar vor. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 78 618 Rudolf Sturany, Fam. CYCLOSTOMATIDAE. Gatt. Cyclostoma (Lm. Drap.) Hartm. 361. Cyclostoma calcareum Sow. Il. 1819. Cyeclostoma sulcala Lamarck, Hist. nat. anim. s. vert. VI, p. 144, ed. 2., VIII, p. 354. 1847. " calcareum Sowerby, Thesaurus I, p. 118, pl. 26, f. 113. 1846. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 19a, p. 88, t. 11, £. 11, 12. 1852. Ovyelostomus calcareus Sowerby, Pfeiffer, Consp. Cyelost., Nr. 293. 1852 > » > » Monogr. Pneum. I, p. 201. 1858. » » » » Monogr. Pneum. II, p. 115. 1861. Cvelostoma calcareum > Reeve, Conch. Icon. (Cyelostoma), pl. 3, f. 13. 1864. » » Dohrn, Proe. Zool. Soc., p. 117. 1865. (Cvelostomus calcareus » > Proc. Zool. Soc., p. 233. 1865. > » Pfeiffer, Monogr. Pneum. III, p. 126. 1876. > » » » Monogr. Pneum. IV, p. 172. 1879. > » » Gibbons, Journ. of Conch. II, p. 145. 1881. Cvyelostoma insulare var., E. Smith, Proc. Zool. Soc., p. 277, pl. 32, f. 1. 1896. > calcareum Sowerby II, v. Martens in Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 3. Bei Tette am Sambesi. 362. Cyclostoma insulare Pfr. 1852. COyclostoma insulare Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 64. 1846. > > > Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 19a, p. 351, t. 45, f. 56. 1852. Cyelostomus insularis Pfeiffer, Consp. Cyeclost. Nr. 314, p. 63. 1852. » > » Monogr. Pneum. I, p. 215. 1858. » » » Monogr. Pneum. II, p. 120. 1861. Cyeclostoma insulare Pfeiffer, Reeve, Conch. Icon. (Cyclostoma), f. 41. 1865. Cyelostomus insularis » Monogr. Pneum. III, p. 129. 1876. » » Monogr. Pneum. IV, p. 176. Port Natal. 363. Cyclostoma ochraceum Melv. Pnsby. 1896. Cyclostoma ochraceum Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XVII, p. 318, pl. XVI, f. 8,9. Süd-Afrika. 364. Cyclostoma transvaalense Melv. Pnsby. 1891. Cyclostoma Iransvaalense Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 237. 1892. » > » Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. IX, pl. V, f. 6. Pretoria, Transvaal. 365. Cyclostoma ligatum (Lam.). 1774. Nerita ligata Müll., Hist. verm. II, p. 181, N. 368. ‚ 1828. Turbo ligalus >» Wood, Index, t. 32, f. 122. 1819. Cyelostoma ligata Lamarck, Hist. nat. anim. s. vert. VI, p. 147, 2. ed., VIII, p. 359. 1846, » ligatum > Conch. Cab. Mart. Chemn.I, 19, p. 33, t.4, f. 12, 13; t.8, 1.3, 4. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 82. 1852. Cyclostomus ligatus » Pfeiffer, Consp. Cyclost., N. 326. 1852. » > » » Monogr. Pneum. I, p. 221. 1858. » >» » > Monogr. Pneum. II, p. 122. 1861. Oyelostoma ligatum » Reeve, Conch. Icon. (Cyclostoma), f. 54. 1865. » » » Pfeiffer, Monogr. Pneum. Ill, p. 131. 1876. » » > » Monogr. Pneum. IV, p. 177. 1889. > > > v. Martens, Sitzungsber. Ges. nat. Fr. Berlin, p. 163. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. 1896. » > » v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 5. Natal: östl. Distr., Kamiesberge; Durban. Mosselbai, Zwartkop River bei Port Elizabeth; Port Eliza- beth, Port Alfred. Transvaal: Leydenburg, Barberton etc. — Tette am Sambesi. ze i Südafrikanische Mollusken. var. minor. 1847. Oyeclostoma affıne Sowerby, Thesaurus I, p. 98, t. 23, f. 25, 26. 1846. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn.I, 19a, p. 62, t. 8, f. 17, 18. 1848. > ligatum var. Krauss. Südafr. Moll., p. 82. 1876. Cyclostomus ligatus var. Pfeiffer, Monogr. Pneum. IV, p. 177. 1861. Cyelostoma sulcatum, Reeve, Conch. Icon. (Oyclostoma), f. 66. Tigerbai der afrikanischen Küste. 366. Cyclostoma goudotianum Sow. 1847. COyclostoma Goudolianum Sowerby, Thesaurus |, p. 130, t. 29, f. 193. 1856. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 19a, p. 106, t. 13, f. S—10. 1848. » ligatum var. Krauss, Südafr. Moll., p. 82. 1852. Cveclostomus Goudotianus Sowerby, Pfeiffer, Consp. Cyelost., Nr. 316. 1852. » » » » Monogr. Pneum. I. p. 216. 1858. „w » > Monogr. Pneum. II, p. 121. 1858. » » » Adams, Gen. Rec. Moll. II, p. 291. 1861. » » Reeve, Conch. Icon. (Cyelostoma), f. 42. 1865. » » > Pfeiffer, Monogr. Pneum. III, p. 129. 1876. » » > > Monogr. Pneum. IV, p. 176. 367. Cyclostoma foveolatum Melv. Pnsby. 1895. Cyclostoma foveolatum Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XV, p. 164, pl. XII, f. 4, 4a. Port Alfred, Cape Colony; Natal. 368. Cyclostoma kraussianum Pfr. 1852. Cyclostoma Kraussianum Pfeiffer, Proc. Zool. Soc., p. 64. 1846. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 19a, p. 334, pl. 43, f. 17, 18. 1852. Cyclostomus Kraussianus » Consp. Cyeclost., p. 62, Nr. 297. 1852. » » » Monogr. Pneum. I, p- 204. 1858. » » » Monogr. Pneum. II, p. 115. 1858. Tropidophora Kraussiana » Adams, Gen. Rec. Moll. II, p. 292. 1861. Cyclostoma Kraussianım » Reeve, Conch. Icon. (Cyclostoma), f. 52 (? f. 69). 1865. Cyclostomus Kraussianus » Monogr. Pneum. III, p. 126. 1876. » » » Monogr. Pneum. IV, p. 173. 1879. Oyclostoma Kraussianum » Gibbons, Journ. of Conch. II, p. 145. 1880. » > » Craven, Proc. Zool. Soc., p. 617. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. Port Elizabeth; Transvaal: Pilgrim’s Rest; Inhambane. 369. Cyclostoma parvispirum Pfr. 1854. COyclostoma parvispirum Pfeiffer (Cyclostomus), Proc. Zool. Soc., p. 128. 1858. Oyclostomus parvispirus » Monogr. Pneum. II, p. 123. 1861. Cyclostoma parvispirum » Reeve, Conch. Icon. (Cyelostoma), f. 47. 1865. Cyclostomus parvispirus » Monogr. Pneum. III, p. 131. 1876. » » » Monogr. Pneum. IV, p. 178. 1889. » » » Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. Port Elizabeth. Fam. MELANIDAE. Gatt. Melania Lm. 370. Melania crawfordi Brot. 1894. Melania Crawfordi Brot, Journ. de Conch,. XLII, p. 473, pl. IN, f. 5. Transvaal: Middelburg. 820 Rudolf Sturany, 371. Melania tuberculata (Müll.).! 1774. Nerita tuberculata O. F. Müller, Hist. Verm. II, p. 191. 1859. Melania Inhambanica v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 216, t. 2, f. 10. 1874. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 24, p. 66, t. 7, f. 6. 1574. > tuberculata (Müller), Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 24, p. 247, t. 26, f. 11, Ila—f. 1889. » inhambanica v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. 1896. > tuberculata (Müller), v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 193. Bei Tette am Sambesi und an der Küste des südlichen portugiesischen Gebietes bei Inhambane; im westlichen Transvaal 4 Meilen westlich von Komati auf dem Wege von Barberton nach der Delagoa-Bai; im Ngami-See (20° Südbr. und 24° Ostl.). 372. Melania histrionica Rv. 1860. Melania histrionica Reeve, Conch. Icon. (Melania), f. 192. 1868. > > » Morelet, Voyage du Dr. Welwitsch, Moll., p. 42. Kap-Colonie. Im Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 24, wird diese Art unter die Synonymen von Claviger balteatus Phil. verwiesen. 373. Melania victoriae Dohrn. 1865. Melania Victoriae Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 234. 1874. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 24, p. 257, t. 26, f. 2. 1896. > » » v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Beschr. Weichth., p. 195. In den Victoria-Fällen des Sambesi. Fam. HYDROBIIDAE. Gatt. Hydrobia Hartm. 374. Hydrobia alabastrina Morel. 1889. Hydrobia alabastrina Morelet, Journ. de Conch., p. 19, pl. II, f. 5. Port Elizabeth. 375. Hydrobia caledonensis Chaper. 1885. Hydrobia caledonensis Chaper, Bull. Soc. Zool. de Fr. X, p. 484, pl. XI, f. 6. Nicht weit von Caledon, auf dem Wege nach Swellendam. 376. Hydrobia fasciata (Krauss). 1848. Paludina fasciata Krauss, Südafr. Moll., p. 86, t.5, f. 18. 1887. Hydrobia > » Paetel, Cat. d. Conch. Samml. I, p. 439. Flüsse Knysna und Zoetendals-Valley. 377. Hydrobia knysnaensis (Krauss). 1848. Paludina knysnaensis Krauss, Südafr. Moll., p. 86, t. 5, f. 17. 1887. Hydrobia > > Paetel, Cat. d. Conch. Samml. I, p. 439. Flüsse Knysna und Zoetendals-Valley. 1 Angesichts der immensen Literatur über diese weit verbreitete und allenthalben gemeine Süsswasserschnecke habe ich nur die wichtigsten Citate zum Abdrucke gewählt, um insbesondere die Zugehörigkeit von Melania Inhambanica v. Marts. zur Melania tuberculata Müller hervorzuheben. ® [o}} [$6) Südafrikanische Mollusken. 378. Hydrobia tristis Morel. 1889. Hydrobia tristis Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 18, pl. II, f. 4. Port Elizabeth. 379. Hydrobia zwellendamensis (Krauss). 1848. Paludina Zwellendamensis Krauss, Südafr. Moll. 1852. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 21, p. 53, t. 10, f. 19, 20. 1868. » » » Morelet, Moll. in Voyage du Dr. Welwitsch, p. 42. Gewässer der Zoetendals-Valley, District Zwellendam der Kapcolonie. Fam. PALUDINIDAE. - Gatt. Cleopatra Trosch. 380. Cleopatra amoena (Morel). 1851. Melania amaena Morelet, Journ. de Conch. II, p. 192, pl. 5, f. 9. 1860. » > » Series conch. II, p. 117. 1879. Cleopatra » » Bourguignat, Div. esp. Moll. Egypte, p. 19, Note. 1879.? » kinganica & cameroni Bourguignat, Div. esp. Moll. Egypte, p. 21. 1888. > africana (Martens), Pfeffer, Jahrb. Hamb. Anst. VI, p. 26. 1889. » ? sp. » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. 1891. » amoena Morelet, v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 17. 1896. » » » » Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 187. Rio Quaqua südlich von Quilimane, nahe der Mündung des Sambesi; Itschongove an der Delagoa-Bai, portug. Gebiet. Gatt. Vivipara Lm. 381. Vivipara unicolor (Oliv.). 1804. Cyclostoma unicolor Olivier, Voyage, p. 39, t. 31, f. 9a, b. 1830. Paludina » » Deshayes, Enc. meth. Vers. II, p. 692. 1838. » > » Lamarck, Hist. Nat. anim., s. vert. VI, p. 274, ed. 2, VIII, p. 513. 1842 — 1845. » » » Philippi, Abb. u. Beschr. I, p. 117, t. 1, f. 16a. 1852. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 21, p. 21, t.4, f. 12, 13. 1862. » polita Frauenfeld, Verh. zool. bot. Ges. Wien, p. 1163. 1874. Vivipara unicolor Oliv., Jickeli, Land- u. Süssw.-Moll. Nordost-Afr., p. 235, t. 7, f. 30. 1896. » > > v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 175. Süd-Afrika. (In der Sammlung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums befindet sich das Original- Exemplar von Frauenfeld’s Paludina polita, die nunmehr als Synonym von P. ımicolor Oliv. erkannt ist.) var. sambesiensis n. Taf. III, Fig. 57—61. Unter diesem neuen Namen bringe ich in Wort und Bild eine Reihe von Exemplaren, die Dr. Penther an den Victoria-Fällen des Sambesi gesammelt hat und die sich wohl mit V. unicolor Oliv. so ziemlich ver- einigen lassen. Sie sind in den Massverhältnissen sehr variabel, wie die folgende Zusammenstellung zeigt: 1 2 3 4 5 6 Höhe des Gehäuses . . . . . 27 26 26, 26 26, 23 Breite > si 19, : "20 19%, 19 181), Höhe der Mündung . . . . . 141, 14 14!/, 14 14 13 mm. 622 Rudolf Sturany, 7 8 9 10 11 12 Höhe desiGekäuses . .2.,722037/, 231/, 25%), 27 25 24 Breite >» EL ee ra 18Y,.N fir. Aarsayl Höhe der Mündung . . . . . 131, 14 14 131), 14 13'/, mm. Auch in der Farbe sind sie verschieden, und zwar sind die Exemplare 1—8 von dunkelbrauner Farbe, die Exemplare 9—12 gelbgrün gefärbt. Die ersteren besitzen stark verwittertes und angenagtes Embryonal- gewinde, die letzteren ein etwas besser erhaltenes Gehäuse. Dadurch gewinnt man den Eindruck, als wäre an 2 Localitäten gesammelt worden, Die 5 Figuren mögen übrigens demonstriren, wie verschieden die allgemeine Gestalt sein kann; Fig. 57 beispielsweise ist ein auffallend breites Exemplar mit geöffnetem Nabel, Fig. 58 ein Exemplar mit starker Querstreifung auf dem letzten Umgang, Fig. 61 ein langgestrecktes Exemplar. Und doch gehören sie alle in den Formenkreis von unicolor (Oliv.), resp. der neuen im Sambesi-Flusse vorkommenden Varietät. Fam. AMPULLARIIDAE. Gatt. Ampullaria Lm. 382. Ampullaria occidentalis Mouss. 1887. Ampullaria occidentalis Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 299, pl. 12, f. 9. 1897. » » » v. Martens, Arch. f. Naturg., 63. Jahrg., 1. Bd., p. 40. Kunene-Fluss im Ovampo-Land. Gatt. Lanistes Montf. 383. Lanistes purpureus (Jonas). 1839. Ampullaria purpurea Jonas, Arch. f. Naturg., Wiegmann, V 1, p. 342, t. 10, £. 1. 1845. Lanistes purpureus (Jonas), Troschel, Arch. f. Naturg., Erichson XI, p. 216. 1851. Ampullaria purpurea Jonas, Conch. Cab. Mart. Chemn. I 20, p. 22, t. 6, f. 1. 1858. Meladomus olivaceus (Sowerby), H. & A. Adams, Gen. of Moll. I, p. 349, pl. 37, f.6, 6a u.b. 1859. Lanistes purpurens (Jonas), v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 216. 1860 — 1866. » > » Pfeiffer, Novit. conch. Il, p. 293. 1860. Ampullaria olivacea (Sowerby), Morelet, Series Conch. II, p. 108. 1864. Lanistes purpureus (Jonas), Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 117. 1865. » > » > Proc. Zool. Soc., p. 233. 1879. Meladomus purpureus (Jonas), Bourguignat, Descript. div. esp., p. 34. 1888. Ampullaria purpurea Jonas, Pfeffer, Jahrb. Hambg. Anst. VI, p. 25. 1889. Meladomus purpureus > Bourguignat, Moll. de l’Afr. equat., p. 170. 1896. Lanistes purpureus (Jonas), v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 163. Tette am Sambesi. 384. Lanistes olivaceus (Sow.), var. ambiguus Marts. 1851. Ampullaria ovum (ex parte), Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 20, p. 22, t. 7, f. 7. 1866. Lanistes olivaceus (Sowerby), var. ambiguus, v. Martens in Pfeiffer's Novit. Conch. II, p. 292, t. 71, f. 34. 1896. » » » » » » Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 165. Tette am Sambesi. 385. Lanistes ovum Ptrs. Taf. III, Fig. 62, 63, 1845. Lanistes ovum Peters, Arch. f. Naturg. XI, p. 215. 1851. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. I, 20, p. 22, t. 6, f. 2. 1856 — 1863. » » » Troschel, Geb. d. Schnecken I, p. 90, t. 6, f. 11. Südafrikanische Mollusken. 623 1860. Lanistes ovum Peters, v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 216. 1860 — 1866. » » » Pfeiffer, Novit. Conch. II, p. 290. 1877. Lanistes affinis E. Smith, Proc. Zool. Soc., p. 716, pl. 74, f. 7. 1881. « » » Proc. Zool. Soc., p. 290, pl. 24, f. 23. 1886. » ovum Peters, Furtado, Journ. de Conch. XXXIV, p. 152. 1889. » > » v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. 1893. » affinis E. Smith, Proc. Zool. Soc., p. 635. 1894. » » » Ancey, Mem. Soc. Zool. de France VII, p. 223. 1896. » ovum Peters, v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 166. Tette am Sambesi; Itschongove an der Delagoa-Bai, portug. Geb. Dr. A. Penther hat am 13. August 1895 bei Meno’s Kraal im Matabele-Land eine Anzahl von Exem- plaren gesammelt, die mit dem von mir seinerzeit als Lanistes affinis var. manyaranus beschriebenen, von Dr. Baumann im Manyara-See gefundenen Exemplare unverkennbare Ähnlichkeit (namentlich in den Pro- portionen und in deı Nabelbildung) besitzen. Da inzwischen v. Martens jene Varietät im Hinblicke auf die Synonymie won L. affinis Smith mit Z. ovum Ptrs. als Localform der letzteren aufgestellt hat, so stehe ich nicht an, die nun vorliegenden Exemplare aus dem Matabele-Land ebenfalls unter dem Namen Z. ovum Ptrs. aufzuführen. Sie variiren in den Proportionen wie folgt: i 2 3 4 5 6 7 8 Höhe des Gehäuses . . 45'/, 441), 381/, 38 381), 35 36 38 Breite » » 2 41 37 38 36 35 36 38 Höhe der Mündung . . 28 28 24 241), 24 23 241), 241), Breite » » RER 22 18 191), 15 18% 18 18!/, 9 10 11 12 13 14 15 16 Höhe des Gehäuses . . 35 331), 29 32 31 331, 281), 281), Breite » >» ..34 BU ol wa 2, 27 271), Höhe der Mündung . . 231), 231), 22), 231), Zul, 219% 191), (Safe Breite » > Kalt, Ida); 17 1a)s 150, 62/5 14 13 mm 386. Lanistes ellipticus Marts. 1866. Lanistes elliplicus v. Martens, Pfeiffer's Novit. Conch. II, p. 224, t. 70, f. 9, 10. 1877. » solidus E. Smith, Proc. Zool. Soc., p. 716, z. Th., t. 74, f. 11. 1886. » zambesianus Furtado, Journ. de Conch. XXXIV, p. 148— 151, pl. 7, f. 1. 1889. Meladomus ellipticus Bourguignat, Moll. de l’Afr. equat., p. 123. 1896. Lanistes ellipticus v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 168. Tette am Sambesi. Dr. Holub hat dem k. k. naturhistorischen Hofmuseum 3 Exemplare von der Tschobemündung über- geben, die mit Z. ellipticus gut übereinstimmen. Sie haben eine hammerschlägige Skulptur und messen in der Höhe des Gehäuses 42, 40 und 38!/,, in der Breite desselben 39, 36 und 36'/,, in der Mündungshöhe 31, 28 und 29'/, und in der Mündungsbreite 20'/,, 19 und 19'/, mm. var. trapeziformis A. Furtado. 1886. Lanistes elliplicus Martens, var. trapeziformis A. Furtado, Journ. de Conch. XXXIV, p. 150. Sambesi-Fluss, unterhalb Tette. 624 Rudolf Sturany, Fam. ASSIMINEIDAE. Gatt. Assiminea Leach. 387. Assiminea bifasciata Nevill. 1880 Assiminea bifasciata G. Nevill, Journ. Asiat. S. Bengal., p. 163. 1884. » » » Hand List. Moll. Ind. Mus. II, p. 69. 388. Assiminea ovata (Krauss). 1848. Paludina ovata Krauss, Südafr. Moll., p. 85, t. 5, f. 16. 1887. Hydrobia » > Paetel, Cat. d. Conch. Samml. I, p. 440. 1889. Assiminea ovata ) Morelet, Journ. de Conch. XXXVII, p. 20. Port Elizabeth. 389. Assiminea ponsonbyi Morel. Assiminea Ponsonbyi Böttger, in litt. 1889. » > Morelet, Journ. de Conch XXXVII, p. 17, pl. II, f. 6. Port Elizabeth. 390. Assiminea tyttha Melv. Pnsby. 1897. Assiminea tyttha Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. XIX, p. 639, pl. XVII, £. 11. Howick bei Pietermaritzburg, an der Unterseite der Blätter von Salbei-Büschen. II. Rhipidoglossa. Fam. HYDROCENIDAE. Gatt. Hydrocena Parr. 391. Hydrocena noticola Bs. 1856. Hiydrocena Noticola Benson, Ann. & Mag. Nat. Hist. (2. ser.), vol. XVII, p. 439. 1858. » > » Pfeiffer, Monogr. Pneum. II, p. 158. 1865. > » » » Monogr. Pneum. III, p. 172. 1876. Realıa (Hydrocena) » » Monogr. Pneum. IV, p. 211. Tafelberg, Kap der guten Hoffnung. Fam. NERITIDAE. Gatt. Neritina Lim. 392. Neritina crepidularia Lam. 1822. Neritina crepidularia Lamarck, Hist. nat. anim. s. vert. VI, 2, ed. 2, VIII, p. 572. 1832 — 1841. » » » G.B. Sowerby, Conch. Illustr. (Neritina), No. 12, f. 25. 1848. » » » Krauss, Südafr. Molk, p. 88. 1855. » » » Sowerby, Thesaurus II, p. 509, pl. 113, f. 139— 144. 1850. » > > Recluz, Journ de Conch. I, p. 69. 1855. » > » Reeve, Conch. Icon. (Neritina), f. 38. 1860. > » » Martens, Malak. Bl. VII, p. 49. 1879. > » » Conch. Cab. Mart. Chemn. II, 10, p. 37, t. 7, f. 1—14. Natal. Südafrikanische Mollusken. 393. Neritina knorri Recl|. 1841. Neritina Knorri Recluz, Revue Zool., p. 274. 1850. » » » Journ. de Conch., p. 144. 1855. > beckii, Sowerby, Thesaurus II, pl. 109, f. 13. 1860. » Knorri Recluz, Morelet, Series Conch. II, p. 120. 1869. » » » Martens, Nachrichtsbl. d. deutsch. mal. Ges., I, p. 154. 1855. » Beckii Sowerby, Reeve, Conch. Icon. (Neritina), f. 11. 1855. » Knorri Recluz, » Conch. Icon. (Neritina), f. 6. 1879. » » > Conch. Cab. Mart. Chemn. II, 10, p. 55, t. 8, f. 4—6. 1896. » » » v. Martens, Deutsch-Ost-Afrika IV, Besch. Weichth., p. 213. Inhambane im südlichen Theile von Mocambique. 394. Neritina natalensis Rve. 1855. Neritina natalensis Reeve, Conch. Icon (Neritina), f. 75. 1838. > zebra Lamarck, Hist. nat. anim. s. vert, t. VIII, p. 570. 1848. » » » Krauss, Südafr. Moll., p. 88. 1859 — 1865. » natalensis Reeve, v. Martens, Decken’s Reise III, p. 154. 1879. » > » Conch. Cab. Mart. Chemn. II, 10, p. 96, t. II, f. 10, 11, 15. 1896. » » » v. Martens, Deutsch-Ost-Afr. IV., Besch. Weichth., p. 213. Sambesi bei Tette; bei Inhambane an der Küste des südlichen Mocambique; Umgenifluss, Natal. LAMELLIBRANCHIATA. Fam. CYRENIDAE. Gatt. Corbicula Meg. 395. Corbicula africana (Krauss). 1848. Cyrena africana Krauss, Südafr. Moll., p. 8, 9. » Gauritziana Krauss, in litt. 1866. Corbicula africana Krauss, Prime, Ann. Lyc. Nat. Hist., Newyork, VIII, p. 224, f. 57. 1879. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 3, p. 156, t. 27, f. 21—24. 1889. » » » v. Martens, Sitzber. Ges. nat. Fr., p. 165. Lepenula-Fluss; Itschongove bei der Delagoa-Bai. var. olivacea (Krauss). Cyrena Gauritziana Krauss, in litt. 1847. » radiata Parr., Philippi, Abb. u. Beschr. II, p. 78, t. 1, £. 8. 1848. » africana var. a. olivacea, Krauss, Südafr. Moll., p. 8, t. 1, f. 8. Gauritzfluss, Prov. Zwellendam, Lepenula-Fluss. var. albida (Krauss). 1847. Cyrena pusilla Parr., Philippi, Abb. u. Beschr. II, p. 78, t. 1, f.7 1848. » africana var. ß. albida, Krauss, Südafr. Moll. p. 9. 1879. Corbicula albida Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 3, p. 156, t. 27, f. 25—26. Lepenula-Fluss. 396. Corbicula oliphantensis Crvn. 1880. Corbicula oliphantensis Craven, Proc. Zool. Soc., p. 618, t. 57, f. 12. Oliphant River, Transvaal. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Rd. 79 626 Rudolf Sturany, 97. Corbicula astartina (Marts.). 1859. Cyrena astarlina v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 219, pl. 3, f. 6, 7. 1865. » > » Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 234. 1896. Corbicula astartina v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 260. Sambesi bei Tette. Gatt. Sphaerium Scop. 398. Sphaerium capense (Krauss). 1848. Cyelas capensis Krauss, Südafr. Moll., p. 7, t. I, £. 6. 1879. Sphaerium capense Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 3. p. 93, t. 10, f£. 3-5, 1880. » » » Paetel, Cat. d. Conch. Samml., p. 105. Knysnafluss, Cape Colony. Gatt. Pisidium Pfr. 399. Pisidium langleyanum Melv. Pnsby. 1891. Pisidium Langleyanım Melvill&Ponsonby, Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. VIII, p. 237. 1892. » > » Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. IX, pl. V, f. 7. Port Elizabeth. 400. Pisidium ovampicum Ancey. 1890. Pisidium ovampicum Ancey, Bull. Soc. Mal. de France, VII, p. 161. »Ovambonde«, Damaraland. Gatt. Limosina Cless. 401. Limosina ferruginea (Krauss). 1848. Cyclas ferruginea Krauss, Südafr. Moll., p. 7, t. 1, £. 7. Pisidium parasidicum Parr. in litt. 1858. Musculum parasiltivum H. & A. Adams, Gen.rec. Moll. II, p. 452. 1858. » ferrugineum > Gen. rec. moll. II, p. 451. 1879. Limosina ferruginea Krauss, Conch Cab. Mart. Chemn. IX, 3, p. 247, t. 46, f. 1—4. 1890. » > » Paetel, Cat. d. Conch. Samml., p. 109. Knysnafluss, Kapland. Fam. UNIONIDAE. Gatt. Unio Retz. 402. Unio caffer Krauss. 1848. Unio caffer Krauss, Südafr. Moll., p. 18, p. I, f. 14. 1850. » Verreauxianus Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad., vol. VIII, p. 94. 1850. » africanıs Lea, Proc. Acad. Nat. Se. Philad., vol. VIII, p. 94. 1848 — 1856. » cafter Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 2, p. 143, pl. 42, f. 2, 3. 1858. » Verreauxianus Lea, Journ. Acad. Nat. Sc. Philad., vol. III, p. 301, pl. XXVII, f. 16. 1858. » africanus Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad., vol. III, p. 300, pl. XXVII, f. 15. 1864. » nalalensis Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad., vol. XXII, p. 113. 1865. » Africanus Lea, Reeve, Conch. Icon. (Unio), pl. XXI, f. 100. 1866. » cafer Krauss, Reeve, Conch. Icon. (Unio), pl. 41, f. 226. 1866. » natalensis Lea, Journ. Acad. Nat. Sc. Philad, vol. VI, p. 59, pl. XX,f. 57. 1868. » Verreauxianus Lea, Reeve, Conch. Icon. (Unio), pl. 69, f. 352. 1868. » natalensis Lea, Reeve, Conch. leon(Unio), pl. 71, f. 362. Südafrikanische Mollusken. 627 1880. Unio cafer Krauss, Craven, Proc. Zool. Soe., p. 618. 1885. » wvaalensis Chaper, Bull. Soc. Zool. France, vol. X, p. 480, pl. XI, f. 1—3. 1889. » nalalensis Lea, v. Martens, Sitzungsber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 165. 1891. » caffer Krauss, E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VII, p. 317. Flüsse von Natal und Cape Colony (Riet Spruit bei Wynberg, Orange Free St.). Vaal Fluss, bei Barclay in der Nähe der Diamantfelder von Griqualand West (U. vaalensis Chaper); Vaalfluss zwischen Kimberley und Christiania, sowie zwischen Bloemhof und Christiania in Transvaal (U. natalensis Lea fide Martens). var. pentheri n. Taf. III, Fig. 64, 65. Dr. Penther hat in Panda ma tinka, d. i. nächst dem mittleren Laufe des Sambesi 2 Unio-Exemplare gesammelt, die mit U. caffer höchstwahrscheinlich zu vereinigen sind, von dem Typus aber doch in Gestalt und Proportionen abweichen, weshalb ich sie hier unter einem besonderen Varietätnamen anführe. Zur grösseren Kfarheit bringe ich auch ein paar Abbildungen davon (eine Ansicht von der linken Seite und eine Ansicht von oben). Die Länge der beiden Exemplare beträgt 51'/,, respective 57 mm, die Breite (Höhe) 26'/,, respective 281/,, die Dicke 18, respective 18'/, mm. Die Messung von Vorderrand und Hinterrand ergab 13:38'/, bei dem kleineren, 14:43 mm bei dem grösseren Exemplare. Diese Proportionen deuten auf die nahe Verwandtschaft mit O. natalensis Lea, d.i. also nach E. Smith einem Synonym von Ü. caffer Krss. 403. Unio verreauxi (Charpentier) Küster. 1848—1856. Unio Verreauxi Charpentier, mss. in Küster, Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 2, p. 150, pl. 43, f. 6. 1889. » » » v. Martens, Sitzungsber. Ges. nat. Fr. 1889, p. 165. 1591. » » » E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 319. Zoetendals Valley, Kap der guten Hoffnung. Kalkspruit zwischen Vaal und Heidelberg, Transvaal. 404. Unio kunenensis Nss. 1887. Unio kunenensis Mousson, Journ. de Conch. XXXV, p. 300, pl. XII, f. 10. 1891. >» » » E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 319. ‚1897. >» » » v. Martens, Arch. f. Naturg. 63. Jahrg., 1. Band, p. 40. In einem Nebenflusse des Kunene, Nord-Ovampo-Land. 405. Unio mossambicensis Ptrs. 1860. Unio mossambicensis Peters, mscer. bei Martens, Malak. Bl. VI, p. 218, t.3, f. 3—5. 1864. >» » » Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 117. 1885. » > > Charmes, Bull. Soc. Mal. de France, vol. II, p. 166. 1896. >» » > v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 225, t. 7, f. 2. Sambesi bei Tette. Gatt. Spatha Lea. 406. Spatha wahlbergi (Krauss). 1848. Iridina Wahlbergi Krauss, Südafr. Moll., p. 19, t. 2, £. 1. 1864. Spatha natalensis Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad. 1864, p. 113. 1866. » » >» Journ. Acad. Nat. Sc. Philad. VI, p. 64, pl. XX, f. 58. 1864. » » » Observat. XI, p. 68. 1876. » » » Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 1, p. 189, p. 62, f. 7, 8. 79% 628 1876. Spatha Wahlbergi Krauss, Conch. Cab. Mart. Chemn. IX, 1, p. 187, pl. 63, f. 1. Mutela » » E. Smith, Ann. & Mag. Nat. Hist. (6. ser.), vol. VIII, p. 319. Spalha » » v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 247. 1891. 1896. 1860. 1896. Muschel sind 88, 46 und 25 mm; der Vorderrand ist 20 mm lang. 1 Exemplar von Dr. Penther im Maitengue-Flusse (Matabele-Land) gefunden. isolirt. 408. Spatha petersi v. Marts. 1860. Spatha Petersi v. Martens, Malak. Bl. VI, p. 218, t. 3, f. 1,2. 1864. » » » Dohrn, Proc. Zool. Soc., p. 117. 1864. » modesta Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. Philad., p. 109. 1864. » » » Observat. XI, p. 41, pl. 13, f. 35. 1889. Spathella petersi Bourguignat, Moll. de l’Afr. equat., p. 197. 1889. Spatha » (var.) v. Martens, Sitzber. Ges. Nat. Fr. Berlin, p. 164. 1890. Mutela » » Paetel, Cat. d. Conch. Samml. III, p. 137. 1894. » » » E. Smith, Proc. Mal. Soc. London, p. 167. 1896. » » > Deutsch Ost-Afr., Besch. Weichth., p. 251. Rudolf Sturany, Umpingave River, Natal. Im Affenfluss, einem Nebenflusse des Limpopo. var. dorsalis v. Marts. Spatha Wahlbergi Krauss (Iridina), Malak. Bl. VI, p. 217. » » > » var. dorsalis v. Martens, Deutsch Ost-Afr. IV, Besch. Weichth., p. 247. Sambesi-Fluss, bei Tette und Sena. 407. Spatha maitenguensis n. sp. Taf. III, Fig. 66. Die Muschel ist gestreckt, ziemlich regelmässig oval gestaltet, dunkelbraun gefärbt mit schwachen oliv- grünen Mischungen. Die rechte Schale überragt mit ihrem Schlossrande hauptsächlich in der Wirbelgegend und nach vorne zu die linke Schale. Der Unterrand ist ziemlich geradlinig (in der Mitte nur ganz schwach eingebogen), der hintere Rückenrand horizontal (kaum ansteigend); Hinter- und Rückenrand bilden in ihrem Übergange keinen Winkel, sondern verschmelzen im Bogen. Die Länge der Schale verhält sich zur Dicke wie 2:1, der Wirbel steht im ersten Viertel der Länge; die Maasse für Länge, Höhe und Breite der Diese neue Form ist wohl nahe verwandt mit Spatha wahlbergi var. dorsalis und Sp. wahlbergi var. spatuliformis, lässt sich aber mit keiner von beiden vereinigen und ebensowenig mit der typischen Sp. wahlbergi. Um nicht Verwirrung in die Synonymie zu bringen, habe ich dieselbe vorläufig als eigene Art Sambesi bei Tette; Itschongove bei der Delagoa-Bai (var.) Siüdafrikanische Mollusken. 629 CHtiste Literatur. * Adams Henry: »Descriptions of a New Genus and of Eighteen New Species of Mollusks«. (Proc. Zool. Soc. London, 1870, p- 5—9, pl. 1.) * — Henry: »Descriptions of two New Species of African Land Shells«. (Proc. Zool. 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Zool. de France, VII., 1894, p. 217— 234.) AntonH. E.: »Verzeichniss der Conchylien, welche sich in der Sammlung von Hermann Eduard Anton befinden«. Halle, 1839. Beck: »Index Molluscorum praesentis aevi musei prineipis augustissimi Christiani Frederici«. Hafniae, 1838. Benson W.H.: »Characters of seven new Species of Helix, with amended discriptions of some species previonsly described, and Notes on others requiring remark«. (Ann. & Mag. Nat. Hist-, 2. ser., vol. II., 1848, p. 158— 164.) #= —_ »Characters of several new East Indian and South African Helices, with remarks on some other species of the Genus occuring at the Cape of Good Hope«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 2. ser., vol. V., 1850, p. 213— 217.) # — »Characters of new species of Helix from India, Mauritius and the Cape of Good Hope; also of a new Mauritian Tornatellina. with remarks on the habits of a Cape Succinea«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 2. ser., vol. 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Conchylien-Cabinet, Systematisches, von Martini und Chemnitz (2. Ausgabe Küster-Kobelt). Cox James C.: »A Monograph of Australian Land Shells«. 1868, Sydney, mit 18 Taf. *= Craven Alfred E.: »On a Collection of Land- and Freshwater Shells from the Transvaal and Orange Free State in South-Africa, with Descriptions of nine new Species«. (Proc. Zool. Soc. London, 1880, p. 614—618, pl. LVII. ex p.) ® — »Description of three new species of Land-Shells from Cape Colony and Natal«. (Proc. Zool. Soc. London 1880, p. 618—619, pl. LVII ex p.) Crosse: »Description du nouveau genre Pyrgophysa«. (Journ. de Conch. XXVII, 1880, p. 140 — 142.) # Cuwier G.: »Sur l’Onchidie, genre de Mollusques nuds voisin des Limaces, et sur une espece nouvelle, Onchidium Peronii«. (Ann. Mus. d’Hist. nat., tome V, 1804, p. 37—51, pl. 6.) Decken Claus Carl von, vide v. Martens! Deshayes (Bruguiere et Lamarck): »Encyclopedie methodique. Histoire naturelle des Vers». p. 2, Paris, 1830. 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XI., Philadelphia. 1864. _ Martens, E. von: »Verzeichniss der von Prof. Peters in Mossambique gesammelten Land- und Süsswasser-Mollusken«. (Malak. Bl., vol. 6., 1859, p. 211— 221.) — Zweite Ausgabe von Joh. Christ Albers’, »Die Heliceen nach natürlicher Verwandtschaft systematisch geordnet«. Leipzig, 1860. — »Über einige afrikanische Binnenconchylien«. (Malak. Bl. vol. XIII, 1866, p. 61 —110, pl. III. ex p.) — »Conchylien aus Zanzibar zwischen Sesamsaamen«. (Nachrichtsbl. d. deutsch. mal. Ges. 1869, p. 149 — 156.) — Mollusken in Decken’s »Reisen in Ost-Afrika in den Jahren 1859—65«. III. Band 1869. — Referat (Malak. Bl. XVII, 1871, p. 131—147.) — »Zusammenstellung der von Dr. Georg Schweinfurth in Afrika gesammelten Land- und Süsswasser- Conchylien.«e (Malak. Bl. XXI, 1873, p. 37—46.) — »Über einige südafrikanische Mollusken. Nach der Sammlung von Dr. G. Fritsch«. (Jahrb. d. deutsch. malak. Ges. I., 1874, b. 119— 146.) — »Übersicht der von Herrn J. M. Hildebrandt während seiner letzten mit Unterstützung der Akademie in Ostafrika ausgeführten Reise gesammelten Land- und Süsswasser-Conchylien«. (Monatsber. kgl. preuss. Akad. d. Wissensch. 1878, p. 288 — 299.) — »Conchologische Mittheilungen als Fortsetzung der Novitates conchologicae«. Bd. I. 1881, I. 1881— 85, III. 1889.) * — »Südafrikanische Landschnecken«. (Sitzungsber. Ges. naturf. Fr. Berlin, 7889, p. 160— 165.) #= — »Eine neue Damara-Schnecke«. (Nachrichtsbl. d. deutsch. mal. Ges. XXI, 1889, p. 154— 155.) — »Einige der von Dr. F. Stuhlmann auf der Expedition Emin Pascha’s in den Landschaften Ukwere, Ukami, Usagara und Ugogo gesammelten Land- und Süsswasser-Conchylien«. (Sitzgsber. Ges. nat. Fr. Berlin, 1891, p. 13—18.) — »Beschalte Weichthiere Ost-Afrikas». 308 pp., 7 Taf. u. zahlr. Abb. im Texte, in »Deutsch-Ost-Afrika«, IV, 1896. — »Conchologische Miscellen I«. (Arch. f. Naturgesch. 63. Jahrgang, I. Band, 1897, p. 35 ff.) #= Melvill J. C. & Ponsonby John Henry: »Descriptions of four new Species of Terrestrial Mollusca from South Africa, with Observations on Helix Huttoniae (Bens.)<. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. VI., 1890, p. 466—469.) #= — »Descriptions of Nine New Terrestrial and Fluviatile Mollusks from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. VII. 1891, p. 237— 240.) #= — »Descriptions of Seven new Species of Terrestrial Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. IX., 1892, p. 84—87, pl. IV. & VIex p.) #= — »Descriptions of Seventeen new Terrestrial Mollusks from South or Central Africa, in the Collection of Edgar L. Layard, Esq«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. IX., 1892, p. 87—94, pl. IV and VI ex p.) #® — »Descriptions of Thirteen new Species of Terrestrial and Freshwater Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. X., 1892, p. 237—242, pl. XIII.) Er »Descriptions of Thirteen new Species of Terrestrial Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. XI., 1893, p. 19— 24, pl. III.) #= — »Descriptions of Twenty new Species of Terrestrial and Fluviatile Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist. 6. ser., vol. XIT., 1893, p. 103—111, pl. II.) = — Descriptions of Fifteen new Species of South-African Terrestrial Mollusca«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. XIV., 1894, p- 90—95, pl. 1.) '#®= — »Descriptions of Four new Species of Terrestrial Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. XV., 1895, p- 163 — 165, pl. XII.) EB »Descriptions of Five new Species of Ennea from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser.,, vol. XVI., 7895, p. 478—480, pl. XVII.) - = — »Descriptions of new Terrestrial Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. XVII., 7896, p. 314—318, pl. XVIL) #= — »Descriptions of Eleven new Species of Land and Freshwater Mollusca from South Africa«. (Ann. & Mag. Nat. Hist., 6. ser., vol. XIX., 1897, p. 633 — 639, pl. 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Pns 6% y- Rudolf Sturany, Index edruckt sind die modernen, für die Überschriften der einzelnen Arten gewählten Namen, die Namen der Untergattungen (Sectionen) und Varietäten. — Die erste eingeklammerte Zahl bezieht merirung der Arten, die zweite ist das Citat der Seite.) cinnamomea Melv. Pnsby.. crawfordi Morel. damarensis Pfr. dimidiata E. Sm. . drakensbergensis Melv. Pnsby. fuscolabris Marts. granulata Krss., var. . granulata Pfr. . Immaculataslemer re kraussi Rv. lamarckiana Fer... .. livingstonei Melv. Pnsby. natalensis Pfr. oedigyra Melv. Basby. panthera Fer. . penestes Melv. Pay. . pentheri Sturany planti Pfr... rhabdota Melv. En scaevola Melv. Pnsby.. schencki Marts.. schinziana Mss. . semidecussata Mke. semigranosa Pfr. . simplex E. Sm... smithii Crvn. transvaalensis E. Sm... ustulatal.ms 2.0.» varicosa Pfr. vestita Pfr. zebra Lm.. IE beyrichi Marts. Cala Wer: one ar: eumactla Melv. Pnsby. . trimeni Melv. Pnsby. Agriolimax laevis OÖ. F. Müll. Alaes fonlana Krss.. Alexia acuminata Morel. pulchella Morel. Amalia capensis Krss. ..... » > > gagates Lessona & Pollonde 5 SCHDerfiaenEite 2 sturmiana Pfr... [200] [201] 54 [202] 54 [203] 54 [20 [205] 54 [206] 54 [207155 [208] 55 [231] 59 [230] 59 [209] 55 [210] 55 211]55 [215] 56 . [212]56 [213] 56 [214] 56 [215] 56 [216] 56 [217) 56 [218] 57 [219] 57 [220] 57 [288] 69 [852] 79 . [853] 79 . [197]53 [198] 53 [91] 33 ft34] 41 » » » » >» 200] 54 JAmpullaria occidentalis Mss. olivacea Sow. ovum Ptrs. purpurea Jonas ... 4] 54 |JAncylus caffer Krss. ..... » Oblyguus Kstr. eur a we transvaalensis Crvn. Apera burnupi E. Sm. . > gibbonsi Binn... . . Assimisea bifasciata Nev. » » » Ovatau RInSisenr ee ponsonbyi Morel. . tyttha Melv. Pnsby. . Auricula caffra Küst. . » » > » Bensonia afra Pfr. coerulea Küst., var fasciata Küst., var. . Rrasssir Kaust e küsteri Krss. BARS EIEZENDN Een sr monile Rv. obscura Küst., var. . ovala Küst., var. . pellucens Mke. . . umlaasiana Krss. Bulimina arenicola Bs. ..... » » » Conulus Bwer. 2... nalalensis Krss. en spadicea Mke. vitellina Pfr. . Buliminus arenicola Bs. . bucchellin@Gr. ne 0% a carinifer Melv. Pnsby. conulus Rve. . damarensis H. Ad.. drakensbergensis E. Sm. dubiosus Sturany . exspectata Mss. var... jejunus Melv. Pnsby. . layardi Melv. Pnsby. maritzburgensis Melv. Pns » y. melanacme Pfr... . meridionalis Pfr. . . minusculus Mss. movenensis Sturany natalensis Krss. z nuptialis Melv. Pn sby. U. eursiv die Synonyme, sowie sich auf die fortlaufende Num- [382] 86 [383] 86 [385] 86 [383] 86 [343] 78 [343] 78 [344] 78 ss [2] 3 [387] 88 [388] 88 [389] 88 [390] 88 [346] 78 [348] 79 [348] 79 [350] 79 [347] 78 [348] 78 [347] 78 [349] 79 [348] 79 [351] 79 [349] 79 [111] 37 [253] 63 [258] 63 [252] 63 [250] 62 [256] 63 | [253] 63 [26766 [255] 63 [258] 63 [266] 66 | [25468 [261] 64 [266] 65 [257] 63 [268] 66 [251] 63 [263] 65 [259] 64 [265] 65 [269] 66 [252768 [270] 66 S ä Südafrikanische Mollusken. i "Buliminus SBROSLESEMISER Se Seeds eigene U en convexiusculum Pfr. » pentheri Sturany. .. . Sad Duo Ale » foveolatum Melv. Pnsby. » Bieturamısı Morelas a een. 1260164 » goudotianum Sow. » BRHetatusr Amir ae a7 [1262]:64 > insulare var. Pfr. » PypmaeussHande an eae. Sesnenn [2491,62 » insulare Pfr., var. . » spadiceus Mke.. ... ER. 221200]/02 » kraussianum Pfr. » transvaalensis Melv. Enaby. als) » lkegatumelom er see > BUIFRSONHMSERTSSE lan one eher 1237160 » minor, var. = 2 » WeILNUSBERTES Eee re. 1290] > ochraceum Melv. Pn SB Bulimulus damarensis H. Ad... . . 2 2 2...2.... [1266] 66 > parvispirum Pfr. » FILOmGRUSEO Ede en Sue. 12491162 » sulcata lm. 2. 0% Bumus arenicola BSs. - » .» - -» == 22-000. 0. [283]63 » translucidum Sow. Se RurERellE Gr 2 20 am ach ae er] 66 » transvaalense Melv. Pnsby. . Er ORHluSaRVeE ne. ea ln te 201208] 68 » UMIEGIORLONEN DE ee zamarensis Adı =... 00:8. .. [266] 66 » . wahlbergi Bs... . » drakensbergensis E.Sm. . . .. 2... 0. [254] 63|Oyelostomus calcareus Sow. a, no rin: 2. 2 005 8 0 08 ea 262],64 > goudotianus SOW. . ...:° 0 ESS ER ee Re oe GK) » insularıs Pfr. . 2... Blangeplamus Pit. 2. 2... Henn [233] 59 » kraussianus Pfr. Var Ne ee erreeneeen 18061771 » ligatus Lam. E HeaHSERTSSe 2 2 2er ein 1289101 » IRRHESERRACS N er melanacme Bit. 2. 2 -= 0 = 2 2er a4 [263]65/Eyelotus alabastııs Grvn. . . ...2..000%» merdionalss Bfr. 2 2.0 ©» 2.800002 0:0 [209],64 > isipingoönsis Sturany ....». RREHERSISISTSEr one eat de au au [282]63 > natalensisehifr. u: » pichuratus Motel... ... . > 2.2.22. .|260]64|Cyrena africana Kıss.. ... - un EratuSERTItE 2 en .262]641 57 albidn Kıss, var . © 02...» Be pieleense We. 00 0 ea ae 28016 » aslartina Marts.. . . er Bimriformis BESS. . © 0 =. 0.0.00. [2372]60| >» gäuritziana Krss. » Dstellanus Bit. = 0. Senn ehe er en 1208108 » ORVBEEGKLSSH VAL seen era En. men. 02 one en ner 11280],58 » pusilla Parr., . Caecilianella advena Ancey ... ee EAN 2 ARZTES ea aloe » ovampoensis Melv. Pn Sn nn 948]62]|Dorcasia alexzandri Gray. . . vo. 2.0. BEE Nahknaussin Rust ee ee 185079 > bulbus Mkei 7. an a0 Chlamydephorus burnupi Sm...» 2.22.20 .. [1] 3 2 cermua Maris. . .. 2... 0... » BEDDOBSEIBADDS N een 2] 3 » coagulum Marts. .... Bionella advena Ancey.. » 2... 2." 0... [247]62 > elobalussMulle 22. 2. we » ovampoensis Melv.Pnsby. ...... .... [248]62 » gypsina Melv. Pnsby. Beleopatra africana Marts. . . 22.2 = =. 202 800 .[880]85 » inhluzana Melv.Pnsby. ..... » amoena Morel.... 2.2... 0... [880]8| >» isomerioides Melv.Pnsby.. .. . > GR. oo ae erslollket SEE KTAUSSIARIHUGETS ce See ke er een > ERRGIREEaNBIc Erle lucana Müll... 2 2.2 el: Boehtella opposita MSSs.. . - 2. 22. 00 2000. 1272]67| >» minor Btig,var. ........ Cochlitoma immaculata Lm. . » .2.2....0.. [210555] » namaquensis Melv. Ba had > panthera Fer... ...=.=. 0.0.0. [215]56| > porphyrostoma Melv. Pnsby.. » HSEULALG me 227 5eln > tosacea Müll=- „0 8. dee Coeeslianella advena Ancey. . 2... 2.2... 0.0. [247] 62]|2laea vernicosa Krss.. .. 2.2... Beoeliaxis layardı Ad. &Angas. . .» -. 2... 0. .[806]71lEnnea adamsiana Pfr. . ».... 22.2». lusiater MHIR 2 2. 2000000 ann WBdle| >» albersi Pfr. .....-.» Connlus capsulaBs.. - =. - 2.2.2. .0..0.0. [195]52| >» ambigua Sturany..... >. Borbiehla albiau Brss., var... 20. . 000.0. [895]89| > ampullacea Sturany. ..... 2... » ErICAHABESKS Se ee 25899]:89 » aperostoma Melv.Pnsby. .... = eästarina Maris. . 2. 0.0.0.0 00 (89790) > armoldi Sturany. 0: > Ohpbamtensis Gnvmir. co, 2 en. [396]89 » auris leporis Melv. Pnsby. "Corilla damarensis H.Ad. ..:.».....0.0. [17748 > binominis Sturany ... 2.2... ES cagensis Kyss. . . 2 08 0.2 2 00000 0. [8981901 » bowkerae Melv.Pnsby. ...... BErFUSHEBNETSS: 4; 0 20000 oa a en ee [401190 >) "burnupr Melv-Pnsbyr 2. 2. net Cyclophorus convexiusculus Pfr. . . . 2.2.2... B5981 » caiımnsi Melv. Pnsby. » BREHDTE BIS ya er a, 1809],81 >» candidula Morel. „vn. mues > Byabl beraubt ie 11860181 Ba caryauısı MelvaRnspyercaer . ee Cyelostoma affıne Sow. . .. 2... .. 0.0. [65]8]| > cimolia Melv. Pnsby. > ealcareum SO, Wa Ten ira ehe Aura 2.9 11861,1,82 » cionis Melv. Pnsby.. 80* Cochlohydra elongata. - - » 2» 2.2..." en... [10]72] >» rotundata Mss., var. . 2.2... 635 [359] s1 [367] 83 [366] 83 [362] 82 [361] 82 [368] 83 [365] 82 [365] 83 [363] 82 [369] 83 [361] 82 [360] 81 [364] 82 [381] 85 [360] 31 [361] 82 [366] 83 [362] 82 [368] 83 [365] 82 [369] 83 [357] 51 [358] 81 [356] 80 [395] 89 [395] 89 [396] 90 [395] 89 [395] 89 [395] 89 [395] 89 [190] 51 [191] 51 [189] 51 [185] 50 [182] 49 [184] 50 [187] 50 [192] 51 [188] 50 [186] 50 [190] 51 [183] 50 [181] 49 [180] 49 [190] 51 [82] 31 [44] 22 [17] 18 [71] 29 [50] 24 [23] 19 [66] 28 [54] 25 [21] 18 [41] 22 [33] 21 [34] 21 [917 [70] 29 [72] 30 [40] 22 Ennea collieri Melv. Pnsby. consobrina Ancey.. crassidens Pfr... crassilabris Crvn. crawfordi Melv. Pnsby. crossleyana Melv. Pnsby. cylindrica Sturany, var. delicatula Pfr. differens Sturany discrepans Sturany, var. distincta Melv. Pnsby.. dokimasta Melv. Pnsby. . dolichoskia Melv. Pnsby.. drakensbergensis Melv. Pnsby. dunkeri Pfr. . durbanensis Sturany elongala Sturany, var. euthymia Melv. Pnsby. excedens Sturany, var. eximia Melv. Pnsby.. farquhari Melv. Pnsby. gouldi Pfr. Se: impervia Melv. Pnsby.. infans Crvn. infrendens Marts. ingens Sturany . instabilis Sturany . isipingoönsis Sturany kraussi Pfr. 5 labyrinthica Melv. Pn sby. leppani Sturany lissophanes Melv. Pnsby. var. . margarettae Melv. Pnsby. mariae Melv. Pnsby. maritzburgens’s Melv. Pnsby, menkeana Pfr... miniata Krss., var... multidentata Sturany munita Melv. Pnsby. natalensis Crvn. . natalensis Morel. nonotiensis Melv. Pnsby. obesa J. Gibb. pentheri Sturany perissondonta Sturany . perspicua Melv. Pnsby. perspicuaeformis Sturany pfeifferi Krss. planti Pfr... 3 polita Melv. Pnsby. pulchella Melv. Pnsby. pusilla Morel. . 3% queketti Melv. Pnsby. regularis Melv. Pnsby.. rogersi Melv. Pnsby. scrobiculata Melv. Pnsby. sejunceta Sturany .... separata Sturany simillima Sturany, var. socratica Melv. Pnsby. tharfieldensis Melv. Pnsby. thelodonta Melv. Pnsby. aaa on — fer} ge} = DDr DH+D—DHe m DS. Oo [61] 27 [27] 20 [55] 25 [66] 29 [37] 21 [20] 18 ww wo fe} [sc) 1 Down wm SI » vanstaadensis Melv. Pnsby. » wahlbergi Krss. . » wottoni Melv. Pnsby. » zanguebarica Morel.. Eulota similaris Fer. ho Euonyma loeocochlis Melv. Pn sby. Faula capensis Kurr. » fryana Bs. E » glanvilliana Ancey. . >» kurs BS. ... » pamphorodon Bs. » pereximia Melv. Pnsby. . » ponsonbyana Morel. . » polltenbergensis Krss. » sioaphora Bs. Gallandia hudsoniae Bs. : > rufofilosa Melv. Pasby. > meridionalis Melv. a var... » aloicola Melv. Pnsby., var. . Gulella adamsiana Pfr. » albersi Pfr. » crassidens Pfr. . » delicatula Pfr. . » dunkeri Pfr.. » gouldi Pfr. » infrendens Marts. » menkeana Pfr. . » nalalensis Crvn. » wahlbergi Krss. : Hapalus catarractae Melv. Pnsbz: n Helicolimax pellicula Fer. Helicopsis tabulae Chaper. Helix actinotricha Melv. Pnsby. » aenea Krss. » afra Pfr. . » .africae Bs. £ » alcocki Melv. Pnsby. » alexandri Gr. » aprica Krss. » arnotli Bs. [3] 16 [72] 30 [59] 26 [14] 17 [13] 17 [39] 22 [4] 16 [53] 25 [31] 20 [71] 29 [5] 16 [30] 20 [12] 17 [68] 29 [48] 24 [32] 20 [62] 27 » aulacophora Ancey. s » balhycoele Melv. PNsby. . >» bisculpla Bs. » brownigüi Bs. . » bulbus Mke. 6 » burnupi Melv. Pnsby.. » caffra Fer. >» capensis Pfr. » capsula Bs.. » cerea Pfr. » cernua Marts. » charybdis Bs. » „coagulum Marts. » coenolera Melv. Pnsby. » collaris Pfr... » congellana Krss. » conisalea Melv. Pnsby. Ste oe [16] 18 [57] 26 [58] 26 » cotyledonis Bs. 0 >» crawfordi Melv. Pnsby. [25] ı9 [28] 20 [38] 22 [24] 19 [11] 17 [3] 16 [193] 52 [245] 62 [273] 67 [280] 68 [278] 67 [276] 67 [279] 68 [277] 67 [275] 67 [274] 67 [281] 68 [104] 35 [104] 35 [104] 35 [104] 35 [44] 22 [17] 18 [56] 26 [42] 22 [27] 20 [20] 18 [45] 23 [26] 19 [15] 17 [24] 19 [246] 62 [98] 34 [169] 47 [136] 42 [137] 42 [111] 37 [138] 42 [139] 42 [190] 51 [140] 42 [112] 37 [141] 43 [142] 43 [143] 43 [144] 43 1191] 51 [145] 43 [76] 30 [130] 41 [195] 52 [84] 31 [189] 51 [129] 40 [185] 50 [88] 32 [179] 49 [126] 40 [146] 43 [84] 31 [118] 38 [147] 44 Pe! Südafrikanische Mollusken. 637 erlanmarensis H.Ad. . » - 2.22.20... 0. 172j48|Helix seulpturata Gr. .». een 1179] 49 ang Melv.Pnsby. © 2... 2.0.00... [lIO]S8| > simzlarıs Ber... . . N er 11.931102 edumelicola BSs. - - - - = = 2... 0.0.0. [86]32| » somerseiensis Melv. Si ee OZAT » elongata Fer... . 310] 72) E > rstrobrloBesuaMelyaBnSsDiy... nee 1168] 47 » epetrima Melv. Be ee | AAN emsuma Bot: 2: Ne Bat Berzierna Melv. Ensby.. . 2.2... 2... [149 44| » symmelrica Crvn... 2er. neuen: [124] 40 a Meiv.Pasby.. 2.2 ..2..2.2.2.2 BO > BlimAlb.... 20.0 [125]40 Befanulus Pfr. . . . nn... M96]52) >» Grichosteiroma Melv.Pnsby. . 2... 2...» [171] 47 » farguhari Melv. Pasby. ee ol emeni Mely.ensibiy. s a. reale er: [79] 31 mama Ancey. .. 2... 0.000. DM 5 MrotterimaBs. . oo... 121] 39 So globulus Müll. ».... 2.2.2000... 0182]49) » teguriolum Melv. er ee LZZNAS epana Melv.Ensby.. ..... 2.00.20 08450 > dammalis Motel... ....- ernennen [173] 48 man Pit. . 0. 2.220020 00. D22]80 = Wilenhagensis Krss. . ... 0... 0. [185]42 oHenlota Melv. Pnsby. : 0... 000 MS2JAM 5 Hsinlaalm. .. 2... nee ne [227] 58 a sDninE Bo 000 een. M0A]35| » Wernicosa Krss. . . - EN ER: [82] 31 >» immaculata Lm.. » 2» 2 22.202.000... 1210]55| » viridescens Melv. Br a As RnzaNElv. Pnsby: - . =. - 2 2... M871580 » vorkcahsBs...:...- een. [175] 48 ars More Ss] 5 Hvesselkana Maltz., var. cu. . cm un [76] 30 Eee EEE MSOJ AU Suzebra Lim. 20.0 ee ee [230] 58 ransnaensisiBir. . 2 2.2... 02.202.020. [80] 31 Hemiplecta RN Se eEK = kraussi Pfr... .. - rer NEST Erurkonela crassilapris Civm . me nun [6] 16 » liparoxanlha Mei Rah RN [89] 33) » DLS CHEN a oo [10] 17 Belirscostata Melv.PEnsby. . . ........ [184]45| » SS ee ee, [E22 oricolaEBis: 2 une so 2 DOHORNISSIE e or ode ar ae [39] 22 Bess een. er. 85] 45)Eydrobia alabastrina Morel.. 0 - -ı ve u=n [374] 84 anne ee er [86],50 > caledonensis Chaper. ... cr... [375] 54 an tisafson >) -Hasclata Krss. „ante. ne 878184 » Iygaea Melv. Pnsby. re loe]kn] » knysnaensis Krss. . ee. [377] S4 IRRE N a N} 4 » OURLAR RSS SE En era VElaygla ge) ae [388] 88 ieroscopsca, BIESS.. 2 un 2 ann [NoRAo] 5; ee en [8181189 » minor Bttg,, var. . .. ee SQ LOL » En ellendamensisnRuss se a 87] » minylhodes Melv. Be re los] As EiydrocenammoncolarBs. 2.00 2 2 ee 0 euer Hosambicensis: Pfr... 2. 0. 020.000. 05 A 37 \miding MORIDEKED RUSS ea ee a Bee [406] 91 en 22.0783 Teidora forskalii Ehrbg. . . * 45 > 0. nenn = [826] 75 HEBEN ots ee er 32a 57 Etropica Krssa 200.0 me Sande [325] 75 Beramaguensıs Mely. Ensby. . . .. 0.0.0. 0.1183]90| >. verreauzü Bet: „ . :. 0. un un u 330] 76 Eomaialensis Pit... . -. 2... en... 120038 >» zanzibarica Cless.. .. ce [324] 74 BunRalamBiISe ee een [87] 32)Lanistes affinis E.Sm. ... 2... 00 e0.- 385] 87 a opposiaMss..... » 2... nn nn... [272167 » ambiguus Marts., var . 2... [384] 86 a pandiolaBs. ...... 2.2.0... [13341 > eiipkeus’Märts.. . ...... 00. sus we. [886],87 aniherasVernsn 2 2] 56 >. olivaceus Sow. San as on. [384] 86 u eRRhate BIS: aa ee ee [159]45 » ONUmLRRTSE ET ee res z [ss5] 86 u. 87 rer DBian Bis re TL60]46 >) Sipurpureus Jonas. „0 sau u: [383] 36 HNEOSWIHSBS. 2.2.2. aa nnd [119j88] SS ee. 19881187 BeninemSsRESS.. . 0 on. none ne [1283]89| » trapeziformis Furt, var... 2.000. [386] 87 schna nd neo nn FL2ZI40 » zambesianus Furt: ©... 0.9000. [886] 87 erlanii Pit. - . :.: al] Ae|lreRanIziaalbopiera Mazts. 2 0. nn [114] 38 » porphyrostoma Melv. Pn nr erretei Aglrenlomerus spadieeus Mike. 2. nu [250] 62 » preloriensis Melv.Pnsby. ......... [115]38Zencochiloides minusculus Marts. een [265] 65 SS ee 62] AB rmarreapensis Bnss =... a 0. une [197] 53 Beruichella MUlE 2 u... 000 nn. [494]52 » Kraussinus Heynem.. ..-..: ec... [109] 36 Bepuinis L. .... .. 30972 Zrmizolania Braussı Br. er 2 nen [231] 59 » queketliana Melv. Bay ES ]SB ZEiEnGERA Hatalensss Esel [323] 74 elacata BE 63T AS Limnaeus dakasnsis Sturany vu uud. [322] 74 Berehscuipia Marts.. 20.0 0000 nee. [178] 48] Eee ee oe Era BE HVSGBEEMEINSPOSBY-. 0...» ec ar. [164146 » iersinun este. 6 0 Do ae alle: OR LESERSE SS ne ae free ee, ee [165] 47 Limosina ferruginea en re A090 Bsacea Müll oma nn. nn "MEO]AOLiparus pygmaens Ad... 2:0. [249] 62 ESS nee [128] 40.Livinhacia arnoldi SV en [232] 59 arunaata NSS, var... sooo. 00... [M90]51 » kranssihiiee ae oa re erhler > sabulelorum BSs.. . . . 2.2... 0.0.0.0. 0. [166] 47/Macrocyclis coenotera Melv. Be ara a, FE Be ahnennae Bir... 0.204 2m ee [91183 » liparoxantha Melv. Pnsby.. ... . - [89] 33 638 Macrocyclis quekettiana Melv. Pnsby. » schaerfiac Pfr... Martensia mossambicensis Pfr. Meladomus ellipticus Marts. » olivaceus Sow. » purpureus Jonas... Melampus acinoides Morel. caffer Krss. coerulea Küst., var. fasciata Küst., var. küsteri Krss. . » lividus Desh. . obscura Küst., var. ovala Küst., var. umlaasianus Krss. Melania amoena Morel. crawfordi Brot. . » histrionica Rv. » inhambanica Marts. tuberculata Mllr. » victoriae Dohrn. Musculum parasitivum Ad. . » ferruginenm Ad. . Mutela petersi Marts. » wahlbergi Krss. Nanina afra Pfr. » arnotti Bs. » elatior Marts., var. . 2. » hypochlora Melv. Pnsby. » mozambicensis Pfr. » pisolina Gld. Natalina beyrichi Marts. » caffra Fer.. > caffrula Melv. Prsby. » chaplini Melv. Pnsby. » coerneyensis Melv. Pnsby. » cosmia Pfr. » dumeticola Bs. . » eumacta Melv. Pnsby. » knysnaensis Pfr. . » minor, var. . » omphalion Bs. » trimeni Melv. Pnsby.. » vernicosa Krss. > wesselliana Maltz., var. Nerita ligata Mllr. » tuberculata Mllr. Neritina beckii Sow. » erepidularia Lm.. » knorri Rec]. » natalensis Rv.. » zebra Lm Obeliscus lanceolatus Pfr. . Onchidium peronii Cuv. » tonganım Q. & G. Oneidium peroni Cuv. Oopelta nigropunctata Mörch. Opeas acus Morel. e » cacuminatum Meiv. Pn 2 e » chapmanni Melv. Pnsby. » crawfordi Melv. Pnsby.. » erystallinum Melv. Pnsby. [90] 33 [91] 33 [114] 37 [386] 87 [383] 86 [383] 86 [345] 78 [346] 78 [348] 79 [348] 79 [347] 78 [348] 78 [349] 79 [348] 79 [349] 79 [380] 85 [370] 83| [372] 84 [371] 84 [371] 84 [373] 84 [401] 90) [401] 90 [408] 92 [406] 92 [111] 37 [112] 37 [114] 37 [113] 37 [114] 37 [127] 40 [77] 30 [76] 30 [85] 32 [83] 31 [81] 31 [84] 31 [86] 32 [78] 31 [80] 31 [82] 31 [87] 32 [79] 31 [82] 31 [76] 30) [365] 82 [371] 84 [393] 89 [392] 88 [393] 80 [394] 89 [394] 89 [233] 59 [320] 73 [320] 73 [320] 73 [199] 53 [234] 60 [235] 60 [240] 61 [244] 61 [238] 60 Rudolf Sturany, Opeas durbanense Sturany . glaucocyaneum Melv. Pnsby.. lineare Krss. tugelense Melv. aeg turriforme Krss. vitreum Mss. . Pachnodus arenicola Bs. . . SR. carinifer Melv. Be EEE conulns Rve. Se: drakensbergensis E. Sm. . Jejunus Melv. Pnsby. maritzburgensis Melv. Pnsby.. natalensis Krss. sesamorum Bst. spadiceus Mke. vitellinus Pfr. Paludina fasciata Krss. knysnaensis Krss. . ovata Krss. polita Frnfld. unicolor Oliv. o zwellendamensis Krss. . Parmarion flavescens Keferst. Patula rariplicala Bs. » » somersetensis Melv. Pnsby. viridescens Melv. Pnsby. Pella aenea Krss. . africae Brown. aprica Krss. bathycoele Melv. En bisculpta Bs. DrONMOSMSBIS BR er burnupi Melv.Pnsby....... capensis Pfr. charybdis Bs.. ConpellanapRerssa u „ee een conisalea Melv. Pnsby. cosmia Pfr. cotyledonis Bs. .. . ET crawfordi Melv. Pneby. as AWMERLOIGEBSE 0. 02 200 eRemmMa N elv:Enshbyz. nee erateina Melv. Pnsby. hartvigiana Pfr. . hudsoniae Bs. . knysnaensis Pfr. . A Gricostata Melv.Pnsby.. ..... Toveni Krss. . re a Iygaea Melv. Er ea menkeana Pfr... microscopica Krss.. & minylhodes Melv. Pnsby. NEDLEHSTS Bin: 0 res omphalion Br. wraludicola Bi . 2.2.0.2 0 sa perplIcala BSn er. BEIKOBDIRNBS. 0 0 er PIRgUISIRLSSI 2 2 nr Pisolnan Glen ee plants Bitn Me prionacis Bs. HORIONACAIG "BIS. EB ee [243] 61 [236] 60 2361 [241] 61 \ [237] 60 [242] 61 [253] 63 [255] 63 [258] 63 [254] 63 [1257163 [251] 63 [252] 63 [263] 65° [250162 [256] 63 [376] 34 [377] 84 [388] 88. [381] 85 381] 85° [379] 85 [107] 36 [163] 46 [167] 47 Be 48 Pella rhysodes Melv. Pnsby. . rivularis Krss. roseri Krss. sabulelorum Bs. strobilodes Melv. Pns by symmetrica Crvn.. tollini Abb. trichosteiroma Melv. Pn: s » y- trotteriana Bs. . E Zuguriolum Melv. Pns ” y- uitenhagensis Krss. vorlicialis Bs. . Peronia mauritiana Blainv. £ Phasis actinotricha Melv. Pnsby. aenea Krss.. africae Brown. e alcocki a elv. Pnsby. aprica Krss. aulacophora Ancey. bathycoele Melv. Pnsby.. - bisculpta Bs. brownigiü Bs. & burnupi Melv. Pnsby. capensis Pfr. chapmanni Pfr. collaris Pfr., var. . a conisalea Melv. Pnsby. crawfordi Melv. Pnsby. damarensis Melv. Pnsby. epetrima Melv. Pnsby. erateina Melv. Pnsby. farquhari Melv. Pnsby.. glanvilliana Ancey . hottentota Melv. Pnsby. inops Morel. 5 liricostata Melv. Pnsby. "loveni Krss. . lygaea Melv. Day menkeana Pfr. microscopica Krss. . minythodes Melv. Pnsby. namaquana Marts. . paludicola Bs. perplicata Bs. petrobia Bs. planti Pfr. . prionacis Bs. rariplicata Bs. retisculpta Marts. rhysodes Melv. Pnsby. rivularis Krss. sabuletorum Bs. sculpturata Gr... somersetensis Melv. Pnsby. strobilodes Melv. Pnsby. . sturmiana Pfr. . tabulae Chaper . . teretiuscula Melv. Pnsby. trichosteiroma Melv. Pnsby. tuguriolum Melv. Pnsby. . turmalis Morel. uitenhagensis Krss. Südafrikanische Mollusken. [164] 46'/Phasis viridescens Melv. Pnsby. . [165] 47) [124] 40 171] 47 [121] 39 [172] 48 [135] 42 320] 73 [136] 42 [137] 42 [138] 42 [139] 42 [140] 42 [141] 43 [142] 43 [143] 43 [144] 43 [145] 43 [130] 41 [176] 48 [179] 49 - [148] 44 [149] 44) [150] 44) [152] 44 [153] 44 [154] 45 [155] 45 [156] 45 [131] 41 [157] 45 [158] 45 [132] 41 [133] 41 [159] 45 [160] 46 [161] 46 [162] 46 [163] 46 [178] 48 [164] 46 [165] 47 [166] 47 [179] 49 [167] 47 [168] 47 [134] 41 [169] 47| [170] 47 [171] 47 [172] 48 [173] 48 [135] 42 [125] 40 [175] 48| [146] 43 [147] 44 [177] 48] [151] 44| | | | » » » vorticialis Bs. [128] 40 Physa africana Krss. 166] 47, [168] 47! cornea Morel.. craveni Sturany eyrtonota Bst. diaphana Krss. forskali Ehrnbg. lirata Crven. natalica Bgt. natalensis Krss. parietalis Mss. tropica Krss. verreauxii Bgt. . wahlbergi Krss. . zanzebarica C less. . Physopsis africana Krss. . Pisidium langleyanum Melv. p n St y. » » ovampicum Ancey. parasidiceum Parr. . Planorbis anderssoni Ancey bowkeri Melv. Pnsby. caffer Krss. . costulatus Krss. . crawfordi Melv. Pnsby. emicans Melv. Pnsby. natalensis Krss. pfeifferi Krss. planodiscus Melv. Pns » y- stelzneri v. Marts. |Pupa albersi Pfr. amphodon Melv. Posen capensis Kurr. charybdica Melv. Pn hr y- crassidens Marts. . custodita Melv. Pnsby.. dadion Bs. damarica Äncey. dunkeri Marts. R dysorota Melv. Pnsby. elizabethensis Melv. Pnsby. fontana Krss. frustillum Melv.Pns ee y. fryana Bs. . glanvilliana Ancey . griqualandica Melv. Pnsby. . haploa Melv. Pnsby.. infrendens Marts. jota Melv. Pnsby. . keraea Melv. Pnsby.. kraussi Pfr. kurrü Krss. layardi Bs. menkeana Pfr. miniata Krss., var. minor Bs., var. . omiecronaria Melv. Pns 3; y- ovampoensis Melv. Pnsby. ovularis Kurr. pamphorodon Bs. pentheri Sturany pereximia Melv. Pnsby. 639 [174] 48 [175] 48 333] 76 324] 74 331] 76 329] 75 [327] [326] 331] 76 328] [328] 332] [325 [330] 326] [324 [3833 [399] [400] 401] [340] 334] [339] [338] [337] [341] [335 336] [342] 77 338] 7 [17] 18 [286] 68 [273] 67 [290] 69 [56] 26 [287] 69 [293] 70 [305] 71 [27] 20 [302] 71 [285] 69 [288] 69 [289] 69 [280] 68 [278] 67 [304] 71 [299] 70 [45] 23 [292] 70 [295] 70 [47] 23 [276] 67 [284] 68 [26] 19 [39] 22 [284] 69 [296] 70 [303] 71 [276] 67 [279] 68 [300] 70 [277] 67 =] oa ou Re ee (or s Eifer) -] SIERERTELDELDER DET ES SINN‘ 090 09 oa» I4ÄN-Hn Sı as op} 640 Pupa pfeifferi Kıss. . > » ponsonbyana Morel. . pottenbergensis Krss. pretoriensis Melv. Pnsby. psichion Melv. Pnsby. quantula Melv. Pnsby. . sinistrorsa Ürvn. stoaphora Bs. sykesii Melv. Pnsby.. tabularis Melv. Pnsby. . thaumasta Melv. Pnsby. wahlbergi Krauss. Pyrgophysa wahlbergi Krss. . Realia nolicola Bs. . Rhachis dubiosus Sturany > > > melanacme Pfr. meridionalis Pfr. pentheri Sturany. pichuratus Morel punclatus Ant. Sculptaria chapmanni Ancey » > > » collaris Pfr., var. damarensis Ad. . reslisculpta Marts. sculpturala Gr. . Segmentina emicans Melv. Pnsby. planodiscus Melv. Pnsby. Spatha dorsalis Marts., var. . maitenguensis Sturany. modesta Lea . nalalensis Lea . petersi Marts. . wahlbergi Krss. Spathella pelersi Bgt. . Sphaerium capense Krss. Stenogyra acus Morel. > cacuminata Melv. Pns b y- chapmanni Melv. Pnsby. crawfordi Melv. Pnsby. lanceolata Pfr. linearis Krss. . turriformis Krss. vitrea Mss. Subulina erystallina Melv. Pn nr glaucocyanea Melv. Pnsby. layardi Ang. loeocochlis Melv. Pn Sr y- tugelensis Melv. Pnsby. vitrea Mss. . Succinea africana Krss. . amphibia Drap. arborea Mss. bowkeri Melv.Pn Er y- dakaönsis Sturany . delalandi Pfr. exarata Krss. patentissima Mke. planti Pfr. . putris L. striata Krss. . Tapada delalandei Pfr. > exarala Krss. Rudolf Sturany, [406] 91 [408] 92 [406] 9ı [408] 92 > > 22/Tapada putris L. striata Krss. . 7 Tomichia brevis Krss., var. | ventricosa BS.. . 0.27% Br Trachycystis actinotricha Melv. Pnsby. aenea Krss. africae Brown . er alcocki Melv. Pnsby. . aprica Krss. . B aulacophora Ancey . bathycoele Melv. Pnsby. bisculpta Bs. . browningü Bs. . E burnupi Melv. Pnsby. conisalea Melv. Pnsby. crawfordi Melv. Pnsby.. epetrima Melv. Pnsby. eraleina Melv. Pnsby. farquhari Melv. Pnsby. glanvilliana Ancey. hottentola Melv. Pnsby.. inops Morel. liricostata Melv. Pnsby. loveni Krss. Iygaea Melv. Pnsby. microscopica Krss. minythodes Melv. Pnsby. . perplicalta Bs. petrobia Bs. planti Pfr. . prionacis Bs.. rariplicata Bs. 5 rhysodes Melv. Pnsby. rivularis Krss. . sabuletorum Bs. e somersetensis Melv. Pnsby. strobilodes Melv. Pnsby. tabulae Chaper Sr teretiuscula Melv. Pnsby. . trichosteiroma Melv. Pnsby.. Zuguriolum Melv. Pnsby. turmalis Morel. 5 viridescens Melv. Pnsby. . vorticialis Bs. Trochomorpha elatior Marts., var. > > > > > mozambicensis Pfr. Trochonanina albopicta Marts., var. anceyi Bgt. elatior Marts., var. mozambicensisPfr. . pretoriensis Melv. Pnsby. [315] 73/Trochozonites dioryx Melv. Pnsby. [313] 72|Tropidophora kraussiana Pfr. |314] 72\Truncatella brevis Krss., var. ..... [310] 72 > tEres- PT. ea [311] 72 “, ventricosa SoW. [307] 71\Tulbaghinia isomerioides Melv. Enshs y- [308] 72|Turbo Ligatus Müll. SE [309] 72|Unciplicaria plantiPfr...... . [312] 72\Unio africanus Lea... . BscaberBTSssN. ” kunenensis Mss.. [310] 72 [311] 72 [309] 72 [312] 72 [355] 80 [355] 80 [136] 42 [137] 42 [138] 42 [139] 42 [140] 42 [141] 43 [142] 43 143]3 1443 [145] 435 | [146|43 [147]44 | [1a] [149]44 1150)4 [151]44 [152]4 153] [154] 45 | [155) 20 | [156] 45 | [157[ 45 | [158]5 159) [160] 46 [161]46 [162] 46 [163] 6 [16446 [165] 47° [166] 47 [167] 47 [168] 47 [169] 47 [170] 47 [171] 47 [172] 48 [173] 48 [174] 48 [175] 48 [114] 37 [114] 37 [114] 38 [114] 38 [114] 37 [114]37 [115] 38 [116] 38 [368] 83 [355] 0 [354] 80 [355] 80 |192] 51 [365] 82 16 [402] 90 |402] 90 [404] 91 Südafrikanische Mollusken. 641 Baossambicensis Ptrs. .. . .. 0.0... [405] 9llVitrina aloieoda Melv. Pasby. . .. 2.2 22... [104] 35 en le ea nen 0]402190) >» chrysoprasinaMelv.Pnsby: .. ..... [96] 34 enTherE Sturany, var . = 2 20202 2000505 [402] 91 cmenlatsuWeElvABnSihiyn, 2 [93] 33 REHSSICHEpeTS Se een [402191 SEE COLNE a DIET [97] 34 ERRERTEI USE en ee 403] 9L zu fuscicolon MelysEnSpy. 2. 0 en. [92] 33 Dereianusleen nn [ao2]90 > huasonineBs. 22... 22.2.2022... [10485 rocyclus fasciatısn arts se rn .e [06136 » meridionalis Melv. Pnsby.,var. ..... .. [10435 > favescens Keferstt ......... [1071386] >». nmatalensisKrss. .....2.2..0220.020.0[95]38 Br TUN US ee 108186 Sr elliculaierge ze er los kraussianüsHeynuem. 2 2 2 2... .0.. 109136 Fe BhoedmarMielyErISspye Eee [99] 3+ pallescens Gockerell 2. ... 2. 1110]'36 BE Dan NER los] Elasmauratleynem..,. ..,. „=: 0... [816/73 ZEEROEBPIEHENDKe BE ee tl miatalene SUR pipe real ze Se rufojsosaMelvePnsby. 2. au... [104] 35 FASSTE Sr a ee ENG BtranSsyaalensisl@uwm er 21028 SaxtcolesCockerelle 2. 2m... 819] TSss>vandenbroecki,@nyn oje almsmatalensisRapp. . . . » . . 2... ... [817]73]| >» zonamydraMelv.Pnsby.......... [94133 ER GEpEIcE NEE ee ne [19252 Xessina amotiBs: 22. 2... ne 1287 BopaBlana rss: N. nennen 2881169] Zebrina Burchelli'Gr. ... - » 2.2.0... 020% 200% [267],66 BRERRERNGSRET: = 2.0.00 a, aaa 2 FRAMaremsis ELrAd. . 2 namen a en 21266]66 Ba Ener 39]22|ZineisseotyledonisiBsy. nannte] ErrSiron sale ne esafloal > delicata Melv. Pnsby, 2... an a ktzse DRS VE yaEnSbye a. 2 0283]168 > natalensis Pfr: . . ae. nenne [12088 para sambesiensis Sturany, var... ...... [381]85| » phytostylusBs. ...2..2..2.22.220.0.0.. [1119]38 EuzicD1o le lI Be Sr re Er [Sallaaı > itrotterianalBss nn. A yes Meaag du Bir . - x * hri der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. 18 a # „ - a 2 x “ ie ur (o>} [6%] Rudolf Sturany, Südafrikanische Mollusken. Tafelerklärung. TARELT. - 1% Ennea planti Pfr., vergrössert, S. 16. 2 » perspicuaeformis n.Sp., vergr., S. 17. 3. » gouldi Pfr., nov. var. excedens, vergr., S. 18. 4. » transiens n. sp., vergr., S. 19. ah (eh » differens n. sp., vergr., S. 20. 4, » separala n.sp., vergr., S. 20. 9: » ingens n.Sp., vergr., S. 23. 10, 11,12. » sejuncta, n. sp., vergr., S. 24. 13. » instabilis n. sp., vergr., S. 24. 14, 15. » ampullacea n.sp., vergr., S. 24. 16 » maultidentata n. sp., vergr., S. 25. im? » durbanensis n. sp., vergr., S. 25. 18 » perissodonta n. sp., vergr., S.26. . l 19— 22. » isipingoensis n. Sp., vergr., S. 27. (Fig. 19 Typus, Fig. 20 var. discrepans, Fig. 21 var. simillima, Fig. 22 eylindrica.) - DAR SII: ig. 23, 24, 25. Ennea leppani n.sp., vergr., S. 28. 26, 27, 28, 29, 30. >. arnoldi n. sp., vergr., S. 28. 31. » arnoldi n. sp., var. elongata, vergr., S. 29. 32, 33. » pentheri n. sp., vergr., S. 30. 34, 35, 36. Pupa pentheri n. sp., vergr., S. 70. 37, 38, 39. ? Oyelotus. isipingoönsis n. sp., vergr., S. 81. 40. Achatina pentheri n. sp., nat. Gr., S. 56. 41. Livinhacia arnoldi n. sp., nat. Gr., S. 59. 42, 43, 44. Opeas durbanense n. sp. (Fig. 42 nat. Gr., Fig. 43, 44 vergr.), S. 61. 45, 46. Buliminus (Rhachis) dubiosus n. sp., nat. Gr., S. 64. 47, 48. » » pentheri n.sp., nat. Gr., S. 69. 49, 50, 51. > movenensis n. Sp., nat. Gr., S. 66. TAFEL II. ig. 52, 53, 54. Succinea dakaönsis n. sp. (Fig. 52 nat. Gr., Fig. 53, 54 vergr.), S. 72. 55, 56. Limnaeus dakaönsis n. sp., nat. Gr., S. 74. 57—61. Vivipara unicolor (Oliv.), nov. var. sambesiensis, nat. Gr., S. 85. 62, 63. Lanistes ovum Ptrs. (aus dem Matabele-Land), nat. Gr., S. 86. 64, 65. Unio caffer Krss., nov. var. pentheri, nat. Gr., S. 91. 66. Spatha maitenguensis n. sp., nat. Gr., S. 92. o — es —— P . . “ Y . e I Q . © “4 j e i ö [3 Sr; & PD E TEE Word _ R.Sturany: Südafrikanische Mollusken Tarı 20 = as TR Ana r N NE) EN NM und N, AN \ NS IN Lith.Anst v. ThBannwarth ‚Wien. h- D* R.Sturany del. e Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd. LXVI. - R.Sturany: Südafrikanische Mollusken el 35 Lith. Anst x. ThBannwarth Wien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd.L "W. Liepoldt del, Lith. Anst.v.ThBannwarth Wien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd. LXVI. BEITRÄGE ZUR KENNTNISS DES PHOTÜGHENISCHEN KLIMA INN ARKTIOCHEN GEBIETE VON J. WIESNER W.M.K. AKAD. (Mur 4 dextfigquzen,) VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 23. JUNI 1898. Einleitung. Die vorliegende Abhandlung bildet eine Fortsetzung meiner Studien über das photochemische Klima und schliesst sich unmittelbar an meine » Untersuchungen über das photochemische Klima von Wien, Cairo und Buitenzorg (Java)« an.' Anscheinend im Interesse der Klimatologie unternommen, und diesem Zwecke wohl auch dienend, sind es in erster Linie doch pflanzenphysiologische Gesichtspunkte, welche mich zu diesen Studien an- regten, vor allem das Bestreben, den Lichtgenuss der Pflanzen kennen zu lernen. Ich drücke denselben aus als das Verhältniss der chemischen Lichtstärke an einem Pflanzenstandorte (J') zur chemischen Inten- sität des gesammten Tageslichtes (J). J ist aber das Element des photochemischen Klimas, so dass meine Untersuchungen über den Lichtgenuss der Pflanzen unmittelbar auch Beiträge zur Kenntniss des photoche- mischen Klima liefern, welches indess, wie das bisher relativ so wenig bearbeitete Lichtklima überhaupt, für das Verständniss des Pflanzenlebens und der Verbreitung der Vegetation von grosser Bedeutung ist. Meine nachstehend mitgetheilten Beobachtungsergebnisse betreffen in erster Linie die chemische Intensität des gesammten Tageslichtes. Die Methode der Bestimmung ist genau dieselbe, welche ich auch in Wien, Cairo und Buitenzorg in Anwendung brachte und die ich in der oben genannten Abhandlung genau geschildert habe. Da es sich niemals um sehr hohe Intensitäten handelte, so benützte ich niemals den 10er-Ton, sondern wählte für niedere Intensitäten (bis 0-1) den Normalton, für mittlere einen genau geaichten 2er- und für höhere einen genau geaichten 7er-Ton. Da im Handinsolator das Normalpapier zwischen dem Normal- und dem 2er-, beziehungsweise 7er-Ton lag, so hatte ich bei jeder Bestimmung die freie Wahl zwischen zwei, beziehungsweise drei Tönen, und konnte, wenn der Zeitraum bis zur Erreichung des Normaltones für eine genaue Intensitätsbestimmung mir zu kurz erschien, warten, bis der 2er-, beziehungsweise 7 er-T'on erreicht wurde. Da also meine Lichtbestimmungen im arktischen Gebiete genau nach derselben Methode wie in Wien Cairo und Buitenzorg ausgeführt wurden, so sind die Beobachtungen vollkommen vergleichbar. 1 Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss., math.-naturwiss. Cl., Bd. 64 (1896). s1* 644 J. Wiesner, Zahlreiche Bestimmungen waren dem Verhältnisse von Ober- oder Vorderlicht gewidmet. Es wurde zu diesem Behufe die Stärke des Oberlichtes (= J/ = Intensität des gesammten Tageslichtes, d. i, die Intensität des Tageslichtes, gemessen auf der horizontalen Fläche) mit der Stärke des auf die verticale Fläche fallenden Lichtes verglichen. Dieser Vergleich ist in pflanzenphysiologischer Beziehung, wie ich schon bei einer früheren Gelegenheit auseinandersetzte,! von hohem Interesse, denn im grossen Ganzen ist eine Pflanze entweder auf das Oberlicht oder auf das Vorderlicht angewiesen. Als Beispiele führe ich die horizontal ausgebreiteten »Wurzelblätter«, welche nur dem Oberlichte ausgesetzt sind und das Laub zahlreicher, an verticalen Felsen und Wänden emporklimmenden oder daselbst wachsenden Pflanzen an, welches bei sonst freier Exposition vertical orientirt ist, also bloss dem Vorderlichte ausgesetzt ist. Aber auch bei freier Exposition können Pflanzen hauptsächlich auf das Vorderlicht angewiesen sein, z.B. die Cypresse und andere Pyramidenbäume, welche sich durch den langgestreckten Wuchs vom Zenith- licht emancipiren. Bei der Prüfung des Vorderlichtes habe ich Rücksicht genommen auf die Weltgegend, von welcher das Vorderlicht einfiel und habe gewöhnlich gleichzeitig das von Nord, Süd, Ost und West kommende Licht gemessen. Hieraus leitete ich das mittlere Vorderlicht ab, welches ich mit dem Gesammtlichte, d. i. mit dem bei freier Exposition auf die horizontale Fläche fallenden Licht in Vergleich setzte. Zur Bestimmung des Vorderlichtes benützte ich aus Gründen, die ich gleich angeben werde, nicht das Normalpapier, sondern bestimmte käufliche photographische Papiere. Ersteres muss für den täglichen Bedarf stets frisch dargestellt werden. Ich war darauf eingerichtet, die paar Streifen, welche ich täglich brauchte, rasch herzustellen. Zur Herstellung grösserer Quantitäten von Normalpapier wäre ich mit meinem sehr compendiösen Apparate nicht ausgekommen. Ich habe desshalb alle relativen Intensitäts- bestimmungen (also vor Allem die Bestimmung des Verhältnisses der Stärke des Vorder- zu der des Ober- lichtes) mit käuflichem photographischen Papier angestellt. An ein solches Papier sind zwei Forderungen zu stellen: erstlich muss es bei einer bestimmten Lichtstärke sich gleichmässig färben und zweitens müssen, wie bei Normalpapier, die zur Herstellung eines bestimmten Farbentones erforderlichen Producte aus Expositionszeit und Intensität jeweils constant sein. Ich habe verschiedene käufliche photographische Papiere nach dieser Richtung untersucht und habe gefunden, dass das unter dem Namen »Celluloid, Vin- dobona, weiss, matt« in Wien verkaufte photographische Papier meinem Zwecke recht gut entspricht und bei geringen oder mittleren Intensitäten — und nur um solche hat es sich gehandelt; im anderen Falle benützte ich Normalpapier — Zahlenwerthe liefert, welche ohne Correctur verwendet werden können, während für hohe Intensitäten, im Vergleiche zu Normalpapier eine Correctur erforderlich ist.? So wie der »Lichtgenuss« allerdings auf Grund der Bestimmung chemischer Lichtstärken festgestellt wird, aber mit grosser Annäherung auch für die Stärke des Lichtes überhaupt, welches der Pflanze zufliesst, gilt, so drücken die unten mitgetheilten Zahlen über Ober- und Vorderlicht das Verhältniss beider nicht nur mit Rücksicht auf die chemisch wirksamen Strahlen, sondern des Lichtes überhaupt, gleichfalls mit grosser Annäherung, aus. i Was in dieser Abhandlung über Ermittlung der Intensität des diffusen Lichtes, über Ermittlung von täglichen Lichtsummen etc. mitgetheilt wird, ist in betreff der angewendeten Methode in der eingangs genannten Abhandlung ausführlich erörtert. ! Wiesner, Unters. über den Lichtgenuss der Pflanzen mit Rücksicht auf die Vegetation von Wien, Cairo und Buitenzorg. |Photometr. Unters. auf pflanzenphysik. Gebiete. II. Sitzungsber. der kais. Akad. d. Wiss. Bd. 104 (1895), S. 622.] 2 Jedes Päckchen Celluloid besteht gewöhnlich aus vollkommen gleichen lichtempfindlichen Papierblättern, doch muss man sich hievon stets durch den Versuch überzeugen, was ja sehr leicht durchführbar ist. Die Lichtempfindlichkeit der Papiere ver- schiedener Päckchen ist sehr häufig verschieden, so dass man für jedes Packet die Relation zum Normalpapier feststellen muss. r\ Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 645 Erstes Capitel. Beobachtungen über die chemische Intensität des gesammten Tageslichtes. IE Advent-Bai. Geographische Breite: 78° 12'. Den auf die Advent-Bai Bezug nehmenden Beobachtungen wurden Barometerstand und Daten über Psychrometerdifferenzen behufs Fixirung der relativen Feuchtigkeit beigefügt, da alle diese Daten rück- sichtlich der Advent-Bai fehlen, vielleicht aber bei späteren Berechnungen der Lichtstärken erwünscht sein _ dürften. Die BafÖmeterbeobachtungen wurden mittels eines Aneroids ausgeführt, welches vor der Abreise in der k. k. Centralanstalt für Meteorologie in Wien verglichen wurde. In Tromsö wurden die Barometer- beobachtungen mittels desselben Aneroids von mir fortgetzt, aber nur zum Zwecke des Vergleiches mit den vorher in der Advent-Bai erhaltenen Werthen, da in Tromsö regelmässig meteorologische Beobachtungen an- gestellt werden. Nach meiner Rückkunft nach Wien ersuchte ich denDirector des kön.norwegischen meteoro- logischen Centralinstituts, Herrn Prof. Dr. Mohnin Christiania, mir die Barometerbeobachtungen von Tromsö bezüglich jener Zeit, in welcher ich dort meine Aufzeichungen machte, zukommen zu lassen. Herr Prof. Mohn hatte die Güte, mir brieflich die gewünschten Daten zu senden. Es stellte sich eine vollständige Übereinstimmung meiner Aneroidbeobachtungen mit den in Tromsö angestellten heraus, woraus sich er- gibt, dass meine in Advent-Bai ermittelten Daten als richtig zu betrachten sind. Die Beobachtungen über psychrometrische Differenzen machte ich mit einem in der Wiener Central- anstalt verglichenen Reisepsychrometer. Die in Tromsö von mir erhaltenen Daten stimmen bis auf einige unwesentliche Unterschiede mit den dort angestellten regulären diesbezüglichen Beobachtungen überein; deren Kenntniss ich gleichfalls der Güte des Herrn Prof. Mohn verdanke, wofür ich hiemit meinen ver- bindlichsten Dank ausdrücke. | ; : | Relative Tag und Stunde u. Bewölkung Sonne! en, , en Pe Anmerkung | 1} | I} 6. August 12k Mittg.|28° 23' Bo Sı 0:233 | 770 | _ | — | Nebel. 12h 30m p. |28 18 Bir S 0215 — | — | — | Starker Nebel. 1 30 27 31 Bio | Sn 07185 — — — | Schwacher Nebel. | 1 50 DA BI Sn 57051750 — - | — | Schwacher Nebel in den | | | | \ fernen Bergen. | 2 15 26 24 Bio So 0:180 _— | _ Ina > | 4 30 20 59 Bio 1 02198 770 _ m. > | 6 16 28 Bjo So 0119 _ = — » | 7 13 26 Bio So 0.082 _ == — » | 9 8 12 Bio So 0-031 770°5 5:6—5'2 SE 10 6 20 Bio 0 0:028 | 770-5 56-52) 94 | 15 Drau EB, S 0-024 | - A| sa | 12 Mttn.| 4 39 Byo Sp 0015 _ 5:2—4'8 94 | der. > Fa 21 44 Bjo So 0:140 771 50-46 94 | Q 24 17 Bio Sy) 0157 — 5.544 83 10 26 17 Bo | % 0:134 = Amei 87 11 27 36 Bio So 0.143 770 ‚5°9—-4°9 86 | 12 Mttg.|28 6 Bo | 5% 0 167 _ 6°:4—5'2 83 | 1 p- |27 44 ‚0 | So 0'167 — IN 2 26 32 h h 0-175 — | _ — 3 24 36 By N) 0178 = | 60-50) 8 ! Die Zahlen dieser Rubrik geben den Grad der Sonnenbedeckung an, wie ich denselben in meiner früheren Abhandlung charakterisirt habe. S, bedeutet, dass der Ort, wo die Sonne steht, nicht zu erkennen ist. S,, dass dieselbe nur als Schein, S,, dass | sie als Scheibe zu sehen ist. S, bedeutet zart bedeckte, S, völlig unbedeckte Sonne. 646 J. Wiesner, Tag und Stunde an Bewölkung | Sonne DR ne Den 7. August 4h m A ln Bs Sı 0'220 _ 6'2—4'2 6 16 12 Er Ss 0:089 | 770 5:5—4'6 7 13 8 Bun 5 0°073 | 770 5-4—4°5 8 10 20 en 5, 0:054 | 770 52-46 10 6 2 es &, 0 026 | 770 52-46 10 20 5 83 r & 0-019 | 770 — 12 Mttn.| 4 22 Bio g, 0:015 | 770 5:6 50 5. >» 9 30 a. 125 6 Bin S; 0-146 771 6:8-6°0 11 27 19 Bio So 0.143 | 771 7'2—6'2 12 Mttg.|27 49 Byo Sp 0'164 | 771 6°0—5'7 12 15 p.|27 48 3 5, 0:150 | 771 - N 27 27 Bio S, 0-131 | 770 == 2 26 15 By 5, 0:164 | 771 = ® 24 19 By S, 0-149 770 5-°5—5:0 4 30 20 24 By S 0°130 772 6-8—6-4 5 18 56 By Ss 0136 | 772 = 615 15 78 Bun 5 |) 0daaıı 772 6-3—5°3 7 12 51 Bio Sr 0-044 7715 | 6:1-5°0 9 DS Bio 5, 0-041 771 6°0-5°0 10 5 45 Bio So 0.020 771 6°0—5°2 11 4 32 Bio 5 0-05 | 771 5:6—4-8 12 Mitn.| 4 5 Bio 5 0:017 771 5:6—4°9 On 1 a.| 4 23 Bio S, 0:019 771 54-49 8 21 9 Bio Ss | 0.125 771 5:0—4:2 ©) 23 42 Bjo So 0135 771 — 10 25 48 Br; 5 0155 771 5-2—4-3 11 272 Bis 5, 0.1386 | 77ı — 12 Mite.|27 32 Bio 5 0158 | 77 = 1 p. 127 10 B, 5 0-132 | 771 6°0-5°0 3 24 2 Bjo S 0.136 | 771 64-55 4 21 838 Bin 5 0:102 771 253 5 18 38 Bin S, 0090 z7ı 6:2 —5-4 6 15 35 Bir Ss. ı W-o78 - e 7 12 834 En 5 0°056 — 5 44:8 8 9 45 Bio S 0°048 — 5:6—4°9 9 7 19 Bio So 0'042 == = 10 5 Bio S. 0:021 770 = 11 4 14 Bye 5 0-014 770 5.24 8 12 Mttn.| 8 47 Ein 5 0-013 769 50-44 10. >» S a. |20 52 Br 57 0121 768 5.64 9 23 25 Bio 55 0:133 — 54—4 10 25 26 Bio S, 0 205 | 766 59-4 11 26 44 Bio S, 0-228 = 6:25 as 26 56 B; En 0:259 = _ 11 45 27 1 By SS. | 0a - = il 50 27 12 By 0'455 766 _ 12 Mitte.|27 14 By Ss | 0.383 766 _ Baisepe 27 is By S, 0:249 _ _ 12 30 27 9 B, S, 0564 — — 12 40 7 5 B- SS, | 0352 - - 1 26 52 B- Se 0:280 = — 1 30 26 22 By SR |P20>380 ae 18 26 8 B, SE 910-334 — = 2 25 39 B5 So, | 0:344 | 766 7-2-6°2 25 25 31 B, S, 0"489 = = 2 10 25 23 By S, 0-412 = = 2 20 3 6 Ba 5: 0:380 | 765°5 Z 2 30 24 46 B- SM 0:239 — _ 2 35 24 937 B- Sj 0161 — _ 2 40 24 96 Bx & 01 — = 3 23 48 By 5 0151 ee: 4 30 19 48 Ba Sn 0045 7645 —_ 6 15 18 Ba, 5 0-101 = — 6.8 5 9 By ES 0:130 _ — | 65 lo By S 0154 _ _ | 1%, 1a Bs | So 0076 764 6'2—5'2 8 9 28 Bo 5, 0-050 ee 9 un B, Sr 00338 - _ |5.5-4:8 10 5 En S6 | 0.026 — | 5:4—47 Doc | Relative- Feuchtig keit ya! 86 86 90 90 Anmerkung Etwas Nebel Schwacher Nebelregen. Nebelig. » » D Schwacher Nebel in Ou.W Nebel. Gleichmässig bedeckt. >» » > > » » Schwere Wolken im Zenith, Horizont zum Theile frei, Sturm. Zenith frei, Horizont dicht bewölkt. N frei. Ferne Berge im Nebel. Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 647 —————————————EEE Sonnen- a S Licht- | Barometer-| Psychrom. ae Bez un8 Stunde höhe Baal EupE unge intensität stand Differenz eh Anmerkung 11. August 2 m a,| 4 51 Byo So 0029 764 50—4'2 87 Gleichmässig bewölkt. 3 6 36 Bio 0 0:026 _ _ = > 4 8 54 Bio So 0049 = — = » 5 11 38 Bjo Sn 0:068 - _ _ 6 14 37 Bio So 0:080 — _ _ 7 17 40 Bio So 0:092 — _ _ 8 20 833 Bi $ 0-102 = 5-2-44| 97 0,S,W Nebel. 9 28 2 Bio S | 0-11 = Bde wg : 10 2a 10 N) 0 127 _ — _ » schwächer. 12 Mttge.|26 57 Bin Sa ee rd 64-45 | 72 1 p: |26 33 Bio Sı 0 125 = Bu2—n? 85 Feiner Nebelregen. 2 25 21 Bjo Sl» 0116 — 58-52 | 91 : 3 23 26 Bio Sy 0116 = 55-50 | 93 R 4 20 56 a - 54-48 | 91 5 5 18.02 Bir S, | 0090 = 5-4—4'7 | 89 | Nebelfrei. “ 14 59 5 Ss, | 0097 | 784 = u 7 57 Bio S, 0:064 = = = 8 A m Ss, | 0041 = — = 90:5 6 52 Byo 5 0022 = 60-50 | 8 10 4 51 By Sı 0025 — 54—4'0 78 11 3uB8 Be Son | 0:098 | 764 5-5-45| 8 12 Mttn.| 3 11 Ba 0.014 — a = > 12 5 a 3 12 By, S, 0'028 = — —_ 1 3.29 15 Ss | 0.028 | 764 86-048 | 82 2 4 33 Bg | 002 = 6:0-5°0| 85 3 6 17 Bio So 0.030 = = = Schwacher Regen. 9 22 48 Er S, | 0.124 - 5:6-46| 85 9 23 0 Byo S| 0:147 _ _ E= 10 24 50. Byo So 0:150 _ 5:5—45 85 11 26 8 Bio So-i 0154 764 _ —_ Nebel in OÖ und W. 12 _ Mittg.|26 39 Bio So 0:134 _ 5:8—4°6 82 1 p- [26 16 BE, S, 0:188 = = = 3 23 8 By S, 0176 = 5.6—4'3 80 4 20 38 Bio So | 0149 = 5:6-4°3 | 80 5 17 45 Bo Sa ii a m = 6 14 42 Big Ss, | 0-092 | 764 = = Z 11 40 Bjo S 0:065 _ 5:6—4'7 86 8 8 52 Byo So 0050 -- 5:1—4'2 86 te) 6 26 Bio So 0046 _ 5:0—4'1 86 10 4 34 Bjo So 0:030 _ 4:9--3°9 84 Bewölkung sehr dünn. 11 3 21 By S, 0:024 _ 5:0—4 1 86 12 Mittn.| 2 53 Bio So 0.022 _ 5:0—4°0 84 » 8 a.|19 57 Bz So 0'115 763 58-51 90 9 22 31 Ba So-ı | 9125 — 5'9—4 6 8 10 24 32 Ba 7 0:228 _ 6'7—5'6 84 11 25 50 B; a-3 | 0'305 — _ = 11 30 26 11 Br Sa 0'268 — _ — 12 Mttg.|26 20 Ba Sı-a | 0°237 = 8:0—6-1 73 12 40 p. |26 11 Be 5; 0'327 _ _ _ 1 25 58 B; Sz 0340 _ _ _ 17 52 25 56 Be Sı 0:198 _ _ _ 17& 25 55 Be So 0155 _ - 2 24 45 Bs N) 0:146 7625 _ _ 3 23 49 By 5, 0:229 _ _ — 3 2 23 44 Bg So—z | 0269 = _ _ Wind, stark bewegte See. 3 4 23 40 By S3—4 | 0300 _ _ _ 5 17 26 Br Sa; | 0:130 _ 9:1—6°0 60 Vergleicht man die Lichtintensitäten, welche in Advent-Bai bei halb bedeckter oder unbedeckter Sonne erhalten werden, entsprechend den Bezeichnungen S,, S,, S, und S,, mit den correspondirenden Bei gleicher Sonnenhöhe sind die Intensitäten, welche in Advent-Bai bei halb- oder unbedeckter Sonne herrschen, im Durchschnitte grösser alsin Wien, hingegen kleinerals ın Buitenzorg. 648 J. Wiesner, Als Beispiel mögen die folgenden, an den gesammten Orten für eine Sonnenhöhe von beiläufig 26° zu Stande gekommenen Mittelwerthe dienen: Wien, Mittag, S,; anfangs November und anfangs Februar : 320290 Wien, zu anderen Tageszeiten, S,; Vormittag oder Nachmittag in jenen Monaten, in welchen die Mittagssonnenhöhe mehr als 26° beträgt . J = 0:322 Advent-Bai S, 1028340 Buitenzorg S, . == 02360: Dass mit zunehmender Sonnenhöhe bei unbedecktem Himmel die Intensitätsunterschiede für gleiche Sonnenhöhen an verschiedenen Erdpunkten immer kleiner werden, wurde schon in einer früheren Abhand- lung von mir nachgewiesen.!' Wegen zu geringer Sonnenhöhe und häufiger Himmelsbedeckung tritt in Advent-Bai diese Thatsache nur wenig in Erscheinung. Das Verhältniss der Lichtintensitäten bei gleichen Sonnenhöhen, vollkommen bedeckter Sonne S,) und bedecktem Himmel, welches sich aus den in Wien, Buitenzorg und in der Advent Bai angestellten Beobachtungen ergeben hat, scheint mir so bemerkenswerth, dass ich die betreffenden Grenz- und Mittel- werthe trotz vieler Lücken in den Beobachtungen in der nachfolgenden Tabelle zusammenzufassen für zweckmässig gehalten habe. In dieser Tabelle bezeichnen die angeführten Grade die beiläufigen Sonnenhöhen, indem + 30’ ein- bezogen wurden. Es entspricht also 1° den Sonnenhöhen von 0° 31 ’—1° 30'; 2° umschliesst die Sonnen- höhen von 1° 31'—2° 30’ u. Ss. w. Die Intensitäten sind der Einfachheit halber nicht auf 1'000, sondern auf 1000 bezogen. Es ist also beispielsweise die Intensität 0°058 durch die Zahl 58 ausgedrückt. Für jeden Grad sind bezüglich der verglichenen Orte Grenzwerthe und Mittel angegeben. Es bedeuten also beispielsweise in der zweite Zeile der Tabelle die Zahlen 2° 7--22; 12, dass bei einer Sonnenhöhe von 1° 31’—2° 30' (und bedecktem Himmel) in Wien die Intensität zwischen 0:007 und 0'022 schwankte und dass aus allen beobachteten Werthen sich als Mittel eine Intensität von 0°012 ergeben hat. Wenn in einer Rubrik nur eine Zahl erscheint, so liegt nur eine Beobachtung vor. Fehlende Beobachtungen sind durch das Zeichen — ausgedrückt. Sonnenhöhe Wien Buitenzorg Advent-Bai iz — 28 20—24; 22 — jo 2 7—22; 12 _ —- — )— bi} —_— )j- 40—62; 51 13—24; 19 4 7—17; 12 33—60; 46 14—19; 16 1—4° 7—26 20—62 13—24 Mittel: 16°6 39:6 1750 Verhältniss: 1 2-4 1:05 Di —_— j- 33—87; 45 19— 30; 25 6 40—65; 50 = ee 20—46; 29 7 4—69; 35 80—122; 101 22 —42; 32 8 31—836; 33 — jo —_— jo ee) 33-190 19—46 Mittel: 39:3 70:3 286 Verhältniss: 1 1:8 0272 ! Photochem. Klima von Wien, ete. Denkschr. der kais. Akad. d. W. Bd. 64. (1896), S. 162. Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. Gebiete. 649 Sonnenhöhe Wien Buitenzorg Advent Bai 9° 7—9, 8 19 41—50; 47 10 23 105—141; 101 50—54; 52 101 —_— ),— 109 68 12 30 —- ı 86— 76; 65 9—12° 7—80 79— 141 41—76 Mittel: 20-3 96:3 98:0 Verhältniss: 1 4:7 28 8 42—52; 48 82— 147; 114 44—73; 58 14 +1— 100; 70 62—172; 117 80 15 47—47; 47 90—200; 145 78—101; 92 16 40—101; 70 — 89 Pr 13—16° 40—101 62—200 44—101 Mittel: 987 125°3 79°7 Verhältniss: 1 Du 1-3 IE 25—88; 57 181 92 18 41—63; 52 = io 90— 101; 100 19 7—54; 48 134— 286; 210 = ee 20 22—41; 39 135— 250: 192 102—115; 108 17— 20° 7—83 134— 286 90—115 Mittel: 41-5 194-3 100 Verhältniss: l 46 2-4 ln 28—67; 44 263 102— 149; 128 22 43—71; 57 237 125 23 22—117; 69 166 116—133, 122 24 90 294 135—178; 153 21—24° 22—117 166— 294 102—178 Mittel: 69°5 2400 1320 Verhältniss: 1 3:6 210) 29% 66—99; 76 66-294; 180 116—146; 134 26 8&0— 103; 132 26 134—175; 153 27. 18—58; 38 1 131— 167; 146 28 83— 166; 116 111 150— 164; 157 25—28° 18— 166 26—294 116—175 Mittel: 90:5 105°6 147°5 Verhältniss: 1 1:15 1:6 Totalverhältniss (1—28°): 1 Pal 1269 Aus obigen Zusammenstellungen geht hervor: erstens, dass bei völlig bedeckter Sonne (S,) und bedecktem Himmel in der Advent-Bai die Zunahme der Lichtstärke mit der Sonnenhöhe fast ganz regel- mässig erfolgt (von 4 zu 4°: 175, 28:6, 58:0, 79:7, 100, 1320, 147-5), während diese Zunahme sowohl in Wien als in Buitenzorg, besonders aber in Wien starken Unregelmässigkeiten unterliegt (Wien von 4 zu 4°: 16:6, 39-3, 20:3, 58-7, 415, 65:0, 90:5; in Buitenzorg von 4 zu 4°: 36-6, 70:3, 96:3, 1253 194-3, 240 0, 105:6), und zweitens, dass bei bedeckter Sonne und bedecktem Himmel, sowie auch bei halb- und unbedeckter Sonne, die Stärke des Lichtes bei gleicher Sonnenhöhe in Advent-Bai grösser als in Wien aber geringer als in Buitenzorg gefunden wurde. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 32 550 J. Wiesner, Gegen die Zulässigkeit dieser Schlüsse wird vielleicht eingewendet werden, dass die Beobachtungs- periode in Advent-Bai bloss acht Tage, hingegen in Buitenzorg mehrere Monate und in Wien ein Jahr und mehr beträgt. Allein durch den Vergleich der in dieser Abhandlung mitgetheilten, auf Advent-Bai Bezug nehmenden Beobachtungen mit den in Wien und Buitenzorg angestellten ergibt sich, dass an den beiden Orten in jeder Woche, ja häufig sogar an einem und demselben Tage ! die auf gleiche Sonnenhöhen Bezug nehmende Schwankung der Intensität beträchtlich grösser als in Advent-Bai gefunden wurde und die Wiener Mittagsbeobachtungen sich naturgemäss auf einen verhältnissmässig kurzen Zeitraum (30. October bis 11. Februar) beziehen. Vergleicht man die bei gleicher Sonnenhöhe und gleicher Sonnenbedeckung an Vor- und Nachmittagen zu Stande gekommen Intensitäten, so gelangt man rücksichtlich jener zahlreichen Fälle, in welchen der Himmel bedeckt war,” zu dem Resultate, dass die Lichtstärken nur geringe oder gar keine Unterschiede erkennen lassen. In 55 Procenten der Fälle überwiegt die Intensität an Nachmittagen, in 33 Procenten der Fälle die der Vormittage und in 12 Procenten der Fälle war kein Unterschied wahrnehmbar. Auch dieses Resultat scheint mir sehr bemerkenswerth, da nach den in Wien und Buitenzorg angestellten Beobachtun- gen sich für die Vormittags- und Nachmittags- bei gleicher Sonnenhöhe zu Stande gekommenen Intensitäten häufig sehr beträchtliche Unterschiede herausgestellt haben. Auch ergab sich für Wien, dass bei bewölktem Himmel im Mai, Juni und Juli die durchschnittliche Intensität Vormittags grösser als Nachmittags ist während in den übrigen Monaten sich das umgekehrte Verhältniss ergab. Was endlich die zeitliche Lage des täglichen Intensitätsmaximums anlangt, so geht aus der verhältnissmässig geringen Zahl der in Advent-Bai angestellten Beobachtungen hervor, dass dasselbe bei gleich bleibender Himmelsbedeckung auf den Mittag fällt. Der Zustand des Himmels erlaubte nicht die Entscheidung der Frage, in welcher Zeit das tägliche Maximum bei völlig klarem Himmel fällt. Die grosse Gleichmässigkeit in der Zunahme der Lichtstärke mit der Steigerung der Sonnenstärke bei bedecktem Himmel lässt vermuthen, dass auch bei unbedecktem Himmel das Intensitätsmaximum auf den Mittag fällt. Allein die folgende Beobachtungsreihe, welche ich in Hammerfest am 17. August bei fast voll- kommen klarem Himmel und rücksichtlich der Zeit von 9" 30" a. bis 7" p. bei vollkommen unbedeckter Sonne anzustellen Gelegenheit hatte, spricht dafür, dass in hohen Breiten auch bei unbedecktem Himmel das Intensitätsmaximum gegen Mittag zu eine Verschiebung erfahren könne. Die Hammerfester Beobachtungen sind auch insoferne interressant, als sie zum Theile bei Sonnen- höhen vorgenommen wurden, welche den maximalen Mittags-Sonnenhöhen von Advent-Bai schon sehr nahe kommen. I. Hammerfest. 5 3, ee ss sy Tag und Stunde Ort Breite | Sonnenhöhe | Bewölkung | Sonne | Intensität Anmerkung I I 16. August 12h m Mitte. |Vor Hammerfest | 70° 50' BZ HAT. Bo So 0°216 Zur See. 1 p. > Samen By 5A 0:221 > 5 35 Hammerfest |70 39 15 9 Bio So 0055 Am Lande N, W, S Nebel. 6 » 13 4 Bjo So 00583 Am Lande Nebel. 17. August 9 30 a. « 27 56 B; 4 0.448 Am Lande. 10 29 37 Ba S, 0:485 > 10 35 » 30 54 By Sy 0460 » 11 31 50 B, S, 0-582 > 1125 » 31 54 Bj S 0475 > 1 S. z.B. 25. Mai 1893 in Wien, wo bei Sy und circa 6° J= 0'005—0'065, bei 15—16° 0:022—0:101, bei 25—26° 0:066 bis 0°166 gefunden wurde, etc. (Wiesner, |. c. p. 106. Daselbst noch zahlreiche andere Beispiele). 2 Die Zahl der Beobachtungen bei unbedeckter Sonne war zu klein, um eine verallgemeinernde Schlussfolge zu gestatten. Ze Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 651 nennen EEnBEEmEnBEEnEEnEnEEEEEEEEEEEee Eee Tag und Stunde | Ort | Breite | Sonnenhöhe | Bewölkung | Sonne | Intensität | Anmerkung 17. August 12h Mttg. | Hammerfest |70°39'| 32° 39' | B, Ss 0'489 | Am Lande. 1 p- > 220, EEE Se 0:530 | > | 2 » 29 5 | 2 4 0436 > 4 » 22 28 | 0 S4 0'298 » 4 45 > 18,90 | N) S 0:275 » 5 > ee | Bo Ss, 0212 > 6 < 12 8 B, S 0°147 » 7 » 758 | B, S; 0048 > 8 » 3 33 Bz S—4 0:020 > 9 » 0 38 Ba nicht mehr | Sonne untergegangen, messbar Dämmerung. IN. = Tromsö. Geographische Breite: 69° 38'. | | Tag und Stunde Sonnenhöhe | Bewölkung Sonne ‘ Intensität | Anmerkung 18. August 3h 45 p. 232 A] Bo | S, 0-180 Am Lande. | 4 22 35 By Sz 0225 » | 4 2 22 26 By Sn ®:225 » 8 2,27 Bio So 0010 » dünnes Gewölk. 19. » 8 a. 21 50 | Bo So | 0'052 > Nebel, schwacher Regen. 9 26 16 Bjo So 0062 > » > > 10 29 51 Byo So —_ > Regen. 11 32 10 Bo So _ . > 12 Mttg. saw la Bjo S = » > 12 ap: 32 57 Bio So | 0.072 » schwacher Regen. 2 30 6 Bo So | 0'102 dichte Wolken, kein Nebel. 2130" bis 28°23" bis B S | R 4h50m p. 17° 49' >10 >0 | =; 5 gest: 5h iz 10 | Bz Se g232 > 5 5m Ko lo a Ba Ss 0°173 » 5 30 14 43 | 32 Sen 0142 | » 6 Dr Bjo So | 0065 | > 7 | Ta? B, S 0.075. | » 20. > 6 40 a 14 53 B; S% 0'228 > 1 16 34 Bz S 0259 > 1 25 18 42 Bz S, 0'292 > 7 35 195307 3 Bs S, 09-311 » 8 Dazu) By S; 0:276 > | 9 25 59 B, Ss 0318 | 92,530 26 6 B; S—4 0360 > 978 26 10 B; S 0460 9.5 26 18 B, Sı 0.181 > | 10 29 32 B; S 0466 » 10 30 30 42 B, Sz 0'352 » 12 Mttg. 32 41 B; Sz 0'536 » 127 2 D 32 39 Be S, 0'305 » 1 30 30 53 By S; 0'245 > 29 47 Bio Si 0-181 » 3 26 19 Bjo So 0:150 » | 5 16 58 B- Sj 0-110 > | 6 11 47 B- Si 0:079 > | 8 10 3057 Bjo S 0:021 » schwacher Nebelregen. 9 — 1 20 Bo So 0:001 | » leichte Bewölkung. 21. > 8 a. 21 15 Bjo So 0.128 | > im Süden Nebel. 9 25 41 Bjo So 0.129 > 10-114 N en En Eu Rn: » Regen. 12h Mttg. 32: 22 Bio S, 0'318 » 1 p- 31 38 By S; 0.254 > 2 29 26 By So 0'198 > 3 26 14 Bz S 0'395 > 6 11. 28 Bjo So 0063 » 7 6 7 By So 0041 » 82% J. Wiesner, | Tag und Stunde | Sonnenhöhe | Bewölkung Sonne | Intensität Anmerkung | a En = erde 2 ri 21. August 8h P- 1° 48' Bz So 0.014 Am Lande. s 30m O5 Bio So | 0002 » 22 a: ı 20 56 By Ss 0:379 > 9 25 22 Bo S, 0432 » 10 28 54 Bo Sy 0'458 Am Meere. 10 30m 30 8 Bo S 0470 Am Lande. 11 Sl Bo S, 0480 » 11 30 31 37 Bo S, 0'500 » 12 Mttg. 32 2 Bo S4 0510 > 1 15 30 45 Bo 5 0'495 Am Meere. 130 30 12 Bo S4 0:588 Am Lande. 3 p- 25 39 B, Sa 0'179 » 3 2 25 48 B, S, 0'368 > 5 16719 Bs S; 0°116 » 6 ITE38 Be 9-1 0:054 » 6 30 8 36 By S 0-052 » 6 35 See] By So 0 041 > . 7 6 3 By Sı 0'018 » 7 30 3 47 Bo So 0°015 > 8 1 30 By So 0:007 » ) -1 50 Bio So unmessbar » 23. » 8 a. 20 37 Bj Sı 0'353 » 9 25 38 Bo S 0:422 > 10 28 35 By S 0'463 » 10 30 29 44 Bo S 0'422 ; 11 30 52 Bo S 0'508 » N, S Dunst; O, W klar. 11 30 Sl al7 Bo S, 0508 > > 12 Mttg. 31 42 Bo S 0'483 12 30 p 31 20 Ba | S 0525 » 1 30 58 Ba S4 0'488 » Duns im ü n. 130 29 52 By Sz 0.395 | » > 2 28 45 By Sa 0408 Wolken in Sund O, 3 25 19 B; Sı 0:175 » 5 15 59 B, Sag 0:134 > 6 10 49 By Sp 0076 » Ü 5 45 By So 0'043 » 24. » 8 a. 20 17 Bjo So 0:138 » 9 24 45 Bjo S; 0:161 » 10 28 15 Bo | So 0:124 > schwacher Nebelregen. 11 30 32 Bo S9-3 0.450 » 12 Mttg. 31 21 By Sa 0412 » 2252 pP: 31 19 By S3—, 0488 » 1 30 37 Bjo | S—ı 0:291 > 2 28 24 Bo So 0165 schwacher Regen. 3—5h nn “4 Bu „0 S = > stärkerer Regen. 6" 10 27 Byo So 0.012 > Nebel und Wolken im O. 7 5 23 Bio So 0004 > überall schwarzes Gewölk, kein Nebel. 8 0 583 Bio So unmessbar > > 25. » 12h Mittag. 30 58 Ba So 0'082 » im Zenithe schwere Wolken, Horizont hell, Im Durchschnitte sind für gleiche Sonnenhöhen die chemischen Lichtintensitäten in Tromsö höher als in Wien, aber geringer als in der Advent-Bai. Da mit zunehmender Sonnenhöhe die Unterschiede in der chemischen Lichtintensität an verschiedenen Erdpunkten abnehmen, so ist es begreiflich, dass bei den höchsten mittäglichen Sonnenhöhen in der Advent Bai (25—29°) und gleicher Sonnenhöhe in Tromsö die genannten Unterschiede geringer sind, als bei niedrigeren Sonnenständen. Vergleicht man die Tromsöer Intensitäten für Sonnenhöhen, welche wohl in Wien und Buitenzorg, nicht aber in der Advent-Bai erreicht werden (29—33°), so stellt sich bei unbedeckter oder halb bedeckter Sonne ein kleiner Unterschied zwischen Tromsö und Wien und ein beträchtlich grösserer zwischen Tromsö und Buitenzorg heraus. et e Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. (Gebiete. 653 Berechnet man die Mittel der Intensitäten, welche sich bei bedecktem Himmel und vollkommen bedeckter Sonne rücksichtlich gleicher Sonnenhöhen für Advent-Bai und Tromsö ergaben, so findet man, dass in Tromsö die Intensitäten viel wechselnder sind und im Durchschnitte beträchtlich geringer ausfielen, als in der Advent-Bai. Letzteres geht aus der folgenden Zusammenstellung hervor: Advent-Bai Sonnenhöhe 1— 4° Intensität im Mittel 76° > 5— 8 » 286 » 9—12 » 58°0 » 13—16 » 79'7 » 17—20 » 1000 » 21—24 » 132-0 » 25— 28 » 147°5 . a Trömsö Sonnenhöhe 1— 4° Intensität im Mittel 12-0 » 5— 8 » 26°6 » 9—12 > 37:5 » 13—16 » ! » 17—20 » ? » 21—24 » 90 » 25—28 » 113 Trotz sehr beträchtlicher Schwankungen der bei völlig bedecktem Himmel sich einstellenden Intensi- täten, welche im Einzelnen den Tabellen zu entnehmen sind, zeigt sich doch selbst bei dieser Bedeckungs- art des Himmels Steigerung der Intensität mit zunehmender Sonnenhöhe. IV. Trondhjem. Geographische Breite: 63° 26' N. Tag und Stunde Sonnenhöhe | Bewölkung Sonne Intensität Anmerkung 28. Juli 12h Mttg. 452 27" Bio So 0:259 12 15m p. 45 13 10 So 0:280 12 20 45 8 Bjo So 0:220 12 30 44 58 Bio So 0:304 9 021 Ba So 0'016 29. > 6 45 a. 21 19 Ba S 0:210 7 22 43 B» S; 0215 8 25 32 15 Ba Sz 0291 | 10 45 42 58 Bs 9—3 0°437 11 30 44 32 Br 3 0471 12 Mttg. 45 13 Bs Ss 0346 5 P- 23 59 Bs S-1 0:184 7 10 49 By So 0:071 8 4 56 Byo S 0040 gilD EE 0535 | Ba Ss | 0:007 Sonne wohl untergezogen, aber in Folge | | 5 Refraction noch zu sehen. 10 -2 50 * By So | 0:0008 Sonne schon untergegangen. 30. » 9 a. Sr Bio | So 0°127 10 AUMERT Byo | Sn 0:233 11 43 35 | Bio | So 0:155 Schwacher Regen. | 12 Mittg. 44 58 Bjo | So 0:175 » 1 2) 441 Bio | So 0145 » | 2 40 57 Bio | Sp 0:145 » 4 30 17 Bio Sn 0166 > ‚© im Nebel. 4 45 25 10 Bjo So 0156 Schwerer Regen. | \ 6 726 | Bio | So 0048 Regnerisch. 7 10.36 Bio S 0-021 > | nE| J Wiesner, > Tag und Stunde Sonnenhöhe | Bewölkung | Sonne | Intensität Anmerkung D nn ne SEE FEERSEEEESSESSESEESSESSESESNESSEEEEEEEEEEEEENEE m Ai Tan 97 3% Ro Sı 0233 v0 38 26 Bin S 0212 10% 4 24 Bio S| 0.250 j Il INzERN) Bin S, ERRR) | | 11 90 406 In 5, 0.497 | 11 3 48 Bin $ 0:528 12 Mitte) 44 48 Bo 31 0:380 | g pP 40 42 By, So-a 0:49 | 8 580 20 30 By, S 0416 | s$ 5 2ı 58 By Sı 0.336 | 5 80 20 9 By Sy 02 | ? 10 9 B, S, 170 | ? 18 8 65 | By S 0.1938 | 7% ? 3% By Sı 0+105 | 7 8 46 By S, 0085 8 10 -0 86 B, So 0006 | i | win \ \ . | ER Be- N Le y I | lag und Stunde | On Breite Sonnenhöhe) wölkung | Sonne | Intensität Anmerkung I | | a a a en 3 eu — . | 28, August dh 950 p, | Trondhjem | 63°28' | NER | B, Sy 0:280 ö | 18 19 B, Sı 0°199 | Zenith ganz frei, 4 6 \ | 805% B; Ss 0.074 » h| DM 0» 10 15 | Hamar [6041 | 34 45 | BR; | S, 0:523 | Leicht bewölkt, ) TUERT | | 937 8 Bio | Sul 0888 » R 13 Mttg, | | | 8838 | By Sy | 04589 | Dichter bewölkt. | | | Die Trondhjemer Beobachtungen ergaben bereits für gleiche Sonnenhöhe eine starke Annäherung d 5 Intensität des gesammten Tageslichtes an die bezüglichen Wiener Daten, Bei halbbedeckter’oder unbedeckter Sonne sind die bei gleichen Sonnenhöhen beobachtete Intensitäten entweder grösser oder kleiner oder gleich den in Wien gefundenen correspondirenden \Verthen, Die ersteren überwiegen, so dass wieder eine gewisse Annäherung an die im hohen Norden gefundene Daten sich ergibt. Ähnlich verhält es sich mit der bei vollkommen bedeckten Himmel eintretenden Lichtintensitä nur ist die bei gleicher Sonnenhöhe stattfindende Intensität in der Regel grösser als in Wien, so dass Annäherung an das hochnordische Klima bei vollkommener Himmelsbedeckung noch deutlicher als b halb oder unbedeckter Sonne zum Ausdrucke kommt. Fasst man alle im hohen Norden angestellten, auf die Ermittlung der chemischen Intensität d Himmelslichtes Bezug nehmenden Daten zusammen, so ergibt sich, dass für gleiche Sonnenhöhen une anscheinend gleiche Himmelsbedeckung an allen arktischen Beobachtungsstationen Ü Durehschnitte höhere Werthe zu Stande kommen als in Wien. Die Unterschiede zwischen Advent-Bai und Wien sind am grössten, sodann folgen die Unterschi zwischen Tromsö und Wien, endlich die zwischen Trondhjem und Wien. Doch soll hieraus kein Ss über den Zusammenhang der Liehtintensität mit der geographischen Breite abgeleitet werden; denn einfache Zunahme der Intensität mit zunehmender geographischer Breite widerspricht der Thats dass in Buitenzorg auf Java die Lichtintensität bei gleicherSonnenhöhe und anscheinend gleicher Himmel bedeckung grösser ist als in der Advent-Bai, und in Cairo geringer als in Wien, “ Dass die bei gleicher Sonnenhöhe an verschiedenen Erdpunkten sich einstellenden Unterschiede Lichtintensität auf Zustände der Atmosphäre zurückzuführen sind, ist selbstverständlich; die beson d Zustände der Atmosphäre, welche diese Umstände bedingen, snd aber noch unbekannt, Wa ” U Zur Kenntniss des photochem, Klima’s im akt, Gebiete, 655 { Die im arktischen Gebiete häufig sehr starke Refraction des Lichtes ' mag mit eine der Ursachen der be; federen Sonnenständen sich einstellenden relativ hohen Lichtstärken sein, In den oben mitgetheilten über die jeweiligen Sonnenhöhen zur Zeit der Beobachtung ist nur die sogenannte »mittlere« ion berücksichtigt werden, welche für 62—32° 40' bloss 1', für 32° 40’ ,.2’, für 21° 0’—15°10’ 2: trägt, Wahrscheinlich erschien in Folge grösserer Refraction die Sonne aber höher als sich nach ographischer Breite, Tageszeit und blosser Berlicksichtigung der sogenannten »mittleren« Refraction , Dies musste eine relative Verstärkung der Intensität des Lichtes zur Folge haben, Ob aber diese hung der Lichstärke in meinen Beobachtungen zum Ausdrucke kam, vermag ich nicht zu beur- Zweites Capitel. Beobachtungen über die Stärke des Oberlichtes im Vergleiche zum Vorderlicht, Auf die Wichtigkeit dieses Gegenstandes, zumal in pflanzenphisiologischer Beziehung, wurde schon Einleitung hingewiesen, Unter Oberlicht verstehe ich hier der Kürze halber das gesammte auf die Horizontalfläche fallende Acht, und unter Vorderlicht das auf die Verticalfiäche fallende Licht, Rücksichtlich des letzteren wurde entweder jenes Licht, welches von einer bestimmten Weltgegend N, 5, 0, W, NO, SO etc.) auffiel, gemessen, oder es wurde, womöglich gleichzeitig, das von verschiedenen ichtungen kommende, auf die Verticalläche fallende Licht gemessen, hieraus das mittlere Vorderlicht geleitet und dieses mit dem Oberlicht in Vergleich gesetzt, Es wird aus der Darstellung ersichtlich sein, ob es sich um ein bestimmt orientirtes Vorderlicht oder ı das mittlere Vorderlicht handelt, Die Bestimmungen des Vorderlichtes wurden in der Art vorgenommen, dass ich das Licht auf das im 'er tical aufgestellten Handinsolator eingefügte lichtempfindliche Papier 50 lange einwirken liess, bis ein : Skalenton erreicht wurde, bei niederer Lichtstärke ein niederer Ton (gewöhnlich der 2er-Ton), si i höherer Lichtintensität ein hoher Ton (gewöhnlich der 7 er-Ton). Die zum Eintritte des Farbentones forderliche Zeit wurde mit jener verglichen, welche erforderlich war, um gleichzeitig auf dem horizontal nirten Normalpapier — und sonstiger freier Exposition — den betreffenden Ton zu erhalten, Die enen Zeiten sind den betreflenden Intensitäten umgekehrt proportionirt, Die Orientirung wurde in einer Reihe von Versuchen, welche ich sofort mittheilen werde, mit Rlck- t auf den jeweiligen Sonnenstand so gewählt, dass der vertical gestellte Insolator genau der Sonne nüberstand. Es wurden, wenn möglich gleichzeitig, oder bei nahezu gleichbleibender Beleuchtung hintereinander noch drei andere Aufstellungen gemacht und die betreffenden Zeitbestimmungen durch- Um 12" Mittags erfolgte also die Exposition nach Norden, Osten, Stiden und Westen, desgleichen In den Zwischenstunden war die Richtung verschieden. Es war von vorneherein eine he Vertheilung der Lichtintensität zu erwarten, nämlich die grösste Intensität auf jener Vertical- ‚weiche der Sonne gegenüberstand, die geringste auf jener, welche gegen letztere um 130° ver- en war; die beiden um 90° gewendeten Verticalflächen liessen eine Intensität erwarten, weiche en dem Maximum und Minimum gelegen war. Aus den auf den vier senkrecht zu einanderstehenden ächen gemessenen Intensitäten wurde, wie schon bemerkt, die mittlere Intensität (mittleres Vor- t) gerechnet und mit der Intensität des gesammten Tageslichtes (Oberlicht) in Vergleich gesetzt, 2 Übersichtlichkeit halber sind in den nachfolgenden Zusammenstellungen die Zeiten für den Ein- b gleichen Farbentones so umgerechnet worden, dass die Zeit für den Eintritt des Tones auf der E_ A A Ei u rs . ’ 656 J. Wiesner, horizontalen Fläche (bei völlig freier Exposition) gleich 100 gesetzt wurde. Da bei jeder Beobachtungsreihe die Intensität des Gesammtlichtes angegeben ist, so lässt sich die Intensität für jede Verticalfläche leicht berechnen. Ich beginne mit der Mittheilung einer Beobachtungsreihe, welche auf offenem Meere zwischen bei- läufig 66° 30’ und 67° 30’ nördlicher Breite bei völlig klarem Himmel und bei vollkommen unbedeckter Sonne (B,, S,) am 2. August in der Zeit von 7 Es war auf der Fahrt von Baian nach Bodö: " a. bis 6% p. ausgeführt wurde. 1) 7" a. Sonnenhöhe = 21°6 2) 8" a. Sonnenhöhe = 27°3 Intensität = 0'218 Intensität = 0342 Gesammtes Tageslicht . . 100 Gesammtes Tageslicht . . 100 Vorderlichtt N. . . . =233 NN Os 50 » Speer 3228 SONVE 29m, » oe OSOSEE EN eg » Wecos. Zell NN Ver 538 Mittleres Vorderlicht -. . . 219-7 Mittleres Vorderlicht . . . 2585 3) 10" a. Sonnenhöhe — 36°7 4) 11" a. Sonnenhöhe = 39°4 Intensität = 0'528 Intensität = 0'548 Gesammtes Tageslicht . . 100 Gesammtes Tageslicht . . 100 ININIWVAR ee 2 00 Nu N nee ol SSOLA Hr era 08 Seen NN) ONOZ WEIT 290 ee en ehll0) NVISIWI en ee SH N ee ee ER Mittleres Vorderlicht . . . 263°0 Mittleres Vordetlicht . . . 2922 5) 12" m. Sonnenhöhe = 40°5 6) 1" p. Sonnenhöhe = 39°5 Intensität = 0°519 Intensität = 0°551 Gesammtes Tageslicht . . 100 Gesammtes Tageslicht . . 100 N 0 N —= 3% Sr a a BER ao Sn a u) OR 2:0 ee sa ae) VI 2 ee W — 380 Mittleres Vorderlicht . . . 2897 Mittleres Vorlichte 2......2..31320 7) 2" p. Sonnenhöhe = 37°0 8) 4" p. Sonnenhöhe = 28°1 Intensität = 0.498 Intensität = 0'380 Gesammtes Tageslicht . . 100 Gesammtes Tageslicht . . 100 NINOR ee te NNW 7.0 Im 00 SSIW 2 a re SOO, „ut urn smart) OSOA Hrn EN 20 ONOy a en Tl WISE er lo WSWER I red Mittleres Vorderlicht . . . 2680 Mittleres Vorderlicht . . . 252°5 Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. Gebiete. 657 9) ö" p. Sonnenhöhe — 22°5 10) 6" p. Sonnenhöhe = 16°9 Intensität = 0'369 Intensität = 0'212 Gesammtes Tageslicht . . 100 Gesammtes Tageslicht . . 100 Nee ei 280 INES en Kr r— 193 Se re 20 Son a Bo a len! OR ee 205 OB er — 238 Ve ld MN, 0 VER le Mittleres Vorderlicht . . . 248°2 Mittleres Vorderlicht . . . 185°7 Aus den angeführten Zeitwerthen ergibt sich das jeweilige Verhältniss der Intensität des Oberlichtes (Ot) zur mittleren Intensität des Vorderlichtes (V). In der folgenden Tabelle ist dieses Verhältniss für die beobachteten zehn Tagesstunden ausgedrückt: - | ma Tor 21951 | 80 a. .0:V=2:58:1 f 10% a. 03V 203 | Iiozas MON 29231 | 12% m. .0:V=2:89:1 por ‚O:V=&S1B | Pizp: OS =DRS AN p. .0:V=2-52:1 | Sup: O2 V = 2.481 | bin: Veen Aus dieser Versuchsreihe ist zu ersehen, dass unter den während des Versuches herrschend gewesenen Lichtverhältnissen mit steigender Sonnenhöhe die Intensität des Vorderlichtes imVergleiche zur Intensität des Oberlichtes abnahm, dass Morgens und Abends die relative Intensität des auf die Vertical- - fläche fallenden Lichtes verglichen mit jener des Gesammtlichtes am grössten, um Mittag herum am geringsten war. Die Depression des Oberlichtes im Vergleiche zum Vorderlieht um 12" m. erklärt sich wohl aus der Depression des Gesammtlichtes zur genannten Stunde. Weiter ist aus den sämmtlichen Versuchen dieser Reihe zu ersehen, dass sich auf jener Verticalfläche, welche der Sonne gegenübersteht, die grösste, auf der gegenüber liegenden Verticalfläche die geringste Lichtstärke einstellt. Dieses Resultat war ja selbstverständlich zu erwarten. Allein es war von vorneherein auch zu erwarten, dass auf den beiden Verticalebenen, welche auf die eben genannten Verticalebenen senkrecht stehen, ein im Vergleiche zu Maximum und Minimum intermediäres Verhalten sich kundgeben werde, und dass auf diesen beiden Flächen, natürlich unbedeckten Himmel vorausgesetzt, die Lichtstärken gleich sind. Um nicht missverstanden zu werden, sei folgendes Beispiel angeführt. Steht die Sonne genau im Süden, so ist auf der nach dieser Weltgegend gewendeten Verticalfläche die grösste, auf der entgegen- gesetzten, also nach Norden orientirten Verticalfläche die geringste Intensität zu bemerken. Hingegen zeigen die nach Ost und West orientirten Verticalebenen ein intermediäres Verhalten. Von vorneherein wäre man geneigt, anzunehmen, dass diese sich intermediär verhaltenden gegenüber- liegenden Flächen bei klarem Himmel sich durch gleiche Beleuchtungsintensität auszeichnen müssten. Ein Blick auf obige Tabelle sagt aber, dass dies nicht strenge zutrifft, mithin sich selbst bei vollkommen klar erscheinendem Himmel eine nicht völligsymmetrische Vertheilung derLichtintensi- 4 ch TE a a u ae le ln un | A dl nn täten einstellen kann. Ich schalte hier ein, was sich aus anderen Versuchen ergeben hat, dass auch das diffuse Licht an der Sonnenseite intensiver als an der entgegengesetzten ist. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 33 658 J. Wiesner, Ich führe nun eine grössere Zahl von Beobachtungsreihen an, bei welchen aber die Beleuchtung auf der fortwährend nach einer bestimmten Weltgegend gerichtete Verticalläche gewonnen wurde. In je Veruchsreihe wurde die Bestimmung auf der constant nach N, S, OÖ und W gekehrte Verticalfläche genommen. Aus den vier Einzelnwerthen wurde die mittlere Vorderlichtstärke (V) abgeleitet und mit Stärke des Oberlichtes (OÖ) in Vergleich gesetzt. 1) Trondhjem 28. Juli 12% m. B,,S.- Sonnenhöhe = 45° 27'. Intensität = 0'259. Gesammtes Tageslicht . -. -. » ». . . ...100 N a en lo)st SER EI 2.00, 2180 Dr re a ne KO Keen ln WI Reg Dr ER N SU Mittleres. Vorderlicht .. . . x 22. .x2,.15557 2) Trondhjem 29. Juli 7° a. B,S,. Sonnenhöhe = 22° 43'. Intensität = 0° 215. Gesammtes Tageslicht. . . . 2... ...100 N . 209 Sag: N a er 201 EN E SIE he 45 OEM ZrnBBzn W I ee DE 218 Mittleresorderlicht . » = » 08 =»... 168-2 3) Trondhjem 29. Juli 10% 45” a. B.Sı—.- Sonnenhöhe = 42° 58'. Intensität = 0°437. Gesammtes Tageslicht . . . . . SIOO ER NET ER REER -SENSE: 412 SE er er Wa et cr 117 DE an fe ee EN A 276 Mittleres Vorderlicht un nn ner 2682 - 4) Trondhjem 29. Juli 11% 30° B,S,. . Sonnenhöhe = 44° 32’. Intensität = 0°471. Gesammtes Tageslicht. . . 2... #10 x h N Aa A ee a 293 Fe Bi RN . 113 we EEE 565.0 234 ia Wi en Eee Be: Mittleres Vorderlict . . ...— ..®.226-5 - ei € Y : Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. Trondhjem 31. Juli 3° 50" p. B,S,. Sonnenhöhe = 30° 39!. Intensität = 0416. ERAVESPEADEH Mittleres Vorderlicht . - - = .2 2. - 294-2 - Trondhjem 31. Juli 5° 15” p. B,S,. Sonnenhöhe = 21° 58’. Intensität = 0336. | V:0 =2-422:1 2.3 Trondhjem 31. Juli 7° p. B,S,. Sonnenhöhe = 10° 23'. Intensität = 0° 179. \ 0:V =2-342:1 Mittleres Vorderlicht. -. . . . - » .. 2842 / - Trondhjem 31. Juli 7* 30” p. B,S,. Sonnenhöhe = 7° 26'. Intensität = 0° 105. Besanımies-Tageshehk "2... ar 100° a Dar a 7 201 En hal we hehrer ne 200 i Be ee .....; 211 ee ER see; 108 Mittleres VordeslielE 7? m nn ner 180-0 ° ö Trondhjem am Meere 1. August 10° a. B,S,. Sonnenhöhe = 39° 5”. Intensität = 0° 225. — Gesamtes Tageslicht - - . - -» - - --- BORN ee Me 255 El 2 A Fe 220 en nn. 193 A Bee N I, VE EC, Mittleres Vorderlicht. .. . .. - . - 220-2 u 560 10) 11) 12) 13) 14) J: WM jesn GR Am Meere bei Beian 63° 51" N. B. 12" m. B,S,. Sonnenhöhe = 42° 2’, Intensität = 0583. Gesammtes Tageslicht ri N ee ee a AG SL a a ee (or OB a Ne) N DEE SEE en ee Mittleres’Voorderlicht 2 2 ru ol 3. August am Meere 69° 20' N.B Sonnenhöhe = 262°. Intensität = 0218 Gesammtes Tageslicht. . 0.2.....2.72.100 IN ee NE E05 SE Eu ee ae A MittlezesaV/orderlichEr ee ee 3. August am Meere 69° 30' N. B. OF Pr BA0E 1 ‚8 a. BoS. | OEaV 82701 a, Bise,. Sonnenhöhe = 307°, Intensität = 0348, Gesammtesalageslicht 2 rare NOW N Myee DER SE SA SW ee er ro SOES es nee se a a ae SW se EU ET ern J Mittleres Vorderlicht. . . . . . OT 3. August am Meere 69° 40’ N.B. Sonnenhöhe = 344°, Intensität = 0'388. GesammtesDasesicchter ie Ne a a N or) SE ee ee ler: On EVER EEE NOTE Ve ze Se eo 294 Mititleres(Operlichte. er 5, OrV =2871 3. August am Meere 69° 40’. 12" m. B,S,. Sonnenhöhe = 37 :1°. Intensität = 0495. Gesammtes Tageslicht. ru 200207100 N 2: A 3 Se ss) Ob RE EI EEE NDS Wr ee ee Mittleres Voorderlichten ro 20) O:V = 2-540:1 Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 661 15) Advent-Bai. 8. August 11" a. B,,S,- Sonnenhöhe = 27° 19'. Intensität = 0° 143. Gesammtessllageslicht, 200. ..222.222100 Te Se N a TAT > a RR nr ae nn Ve a. era 6 ee 15ß MittlereswViorderlichtr.n 2 2 no 16) Advent-Bai. 9. August 10% a. B,,S;- Sonnenhöhe = 25° 43’. Intensität = 0° 155. . Gesammtes Tageslicht Bas 100 N re a a Rn SE NE er y var N BR ine a Ve ee ee Wen 100 Mittleres Vorderlicht . . . . SOLO 17) Advent-Bai. 9. August 1° p. B,,S,- Sonnenhöhe = 27° 10'. Intensität = 0: 132. Gesammtesalageslicht 2007207727100 IN en a en 198 (OREr a Rn a 9 169 1 2 a ae en a 2 MittlenessVorderliche ran... o AN 18) Advent-Bai. 9. August 5" p. B,,S.- Sonnenhöhe = 18° 38". Intensität = 0'090. Gesammtes Tageslicht. . 2... ...100 \ | Se SE N re ' an 5 BE rn. 1. 22086 ze Ve ee, re a EEE 127 NittleresaViorderlicht 165 19) Advent-Bai. 9. August 7" p. B,,S;- Sonnenhöhe = 12° 34’. Intensität = 0056. Gesammteshliageslicha. sn. 002.22 .2..100 \ Ne... .1088 Sn. 2.184 ee E02, 188 Ver rn 129 MittleresöVorderlieht „0 0... 2..0...184-7 | ORV = 108471 662 J. Wiesner, 20) Advent-Bai. 10. August 8" a. B,,S.- Sonnenhöhe = 20° 52'. Intensität = 0121. Gesammtes Tageslicht . . . . . N IN ee Me . 187 Se ar . 178 ee Ot,N. RE RE 180 ns Ve 190. Mittleres Vorderlicht . » ı x - ss uon e. 183°7 21) Advent-Bai. 10. August 10" a. B.,S.- Sonnenhöhe = 25° 26'. Intensität = 0'205. GesammtescTapeslicht re 100 Ns er 215 De ee u ee 140 2 URS EN RE EN 201 rt N a u Er ... 199 Mittleres Vorderlicehtr er pe 1887 22) Advent-Bai. 10. August 12" m. B,S,-, Sonnenhöhe = 27° 14". Intensität = 0:333. GesammteszDageslichtr > rer UNO Na EN ee ee 333 | SE RER BEE Re E all OEL ER EIER, EN 203 SE Er . 208 \ Mittleres Vorderlicht 2 ee eur 213°7 23) Advent-Bai. 10. August I! 45% p. B,S,_.- Sonnenhöhe = 26° 2’. Intensität = 0334. Gesammtes Tageslicht 2 cn Er un 100 N Ne ae a A OR ONE 299 SAU . 84 7 EEE N N N 257 Sy Ze De RL AR Re: 232 \ b Mittleres Vorderlicht . . - 2 2 cs... 218-0 24) Advent-Bai. 11. August 10% a. B,,S.- Sonnenhöhe = 25° 7‘. Intensität = 0° 127. Gesammtes Tageslicht #100 N RE 198 Se TEE 150 : Be ET ER 169 NET Wa 169 P Mittleres Vorderlicht . .. . 2. ..8.171°5 : Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 663 25) Advent-Bai. 11. August 2" p. B,,S.- Sonnenhöhe = 25° 21’. » Intensität = 0° 116. Gesammtes Tageslicht. . . . . 2... . 100 er ee 167 a Pr PP 160 N 168 a Fe ee ME 155 MittleresMarderlicht“. . 7 =. 2.000 2% 1625 26) Advent-Bai. 12. August 12” m. B,,S;- Sonnenhöhe = 26° 39’. Intensität = 0° 134. ® Gesammtes Mageslichter „ru. 2,53872,7,100 N TE en. a . 163 Re Et 1 RR 166 NN ee 153 VID? Ve ne ee Ge HR SE 166 Mittleres;Vorderlicht:. 2. 2.2 2.,.2= 162-077, 27) Advent-Bai. 12. August 1" p. B,.S;- Sonnenhöhe = 26° 16’. Intensität = 0° 188, Gesammtes Tageslicht. . -. . ..... 100 Da N ET 222 / ee ern KERZE 203 | Re WR MI 207 en a ara; 218 Mittleres Vorderlicht . : . - . . -..» . 212-5 28) Advent-Bai. 12. August 3" p. B,S,: Sonnenhöhe = 23° 8'. Intensität = 0° 176. Gesammtes Tageslicht... . . N a NER? 09° a 202 ed ch a rate 197 j 7, Ve fr EN 206 Day rw 1 N EEE 192 Mittleres Vorderlicht. . . -. -. . .. - - 199 °2 / 29) Advent-Bai. 12. August 8° p. B,,S,- Sonnenhöhe = 8° 52’. Intensität = 0050. Gesammtes Tageslicht... . . - - » 100 Le ee oe 166 I PER ar. ; 163 a Es ee nn. . 175 DAN ENT Re a 177 Mittleres Vorderlicht. . - - - - aloe j - . _ 564 J. Wiesner, 30) Advent-Bai. 12. August 9" p. B,,S.- Sonnenhöhe = 6° 26'. Intensität = 0046. Gesammtes Tageslicht . . . OR \ N: ea ee (0) Sie mt u ET RO | Or al MittleressViorderlicht re / O72V=000:71 31) Advent-Bai. 13. August 9? a. B,S,-.- Sonnenhöhe = 22° 31’. Intensität = 0: 125. Gesammtes Tageslicht. . . . . ....100 IN Br ee Re ariale) SI ee, 15. 1N2)0) (el Be AO) VE ee: ee ee re MittleressViorderlicht 7a OHV ZT N 32) Advent-Bai. 13. August 10" a. B,S,. Sonnenhöhe = 24° 32’. Intensität = 0228. Gesammtesnllageslicht a 7 2,0775527100 INy Se re a Re rl Se ee RE OT ee, ee Ve Vrandee ee: Rense 92 Ich ee swVioxdenlichl Per 77 33) Advent-Bai. 13. August 12" 15” p. B,S,-.,. Sonnenhöhe = 26° 17’. Intensität = 0'231. Gesammtes Dageslicht rl‘ \ ee Se 2 DI N ER re ze NlithleresViorderlicht sr ee (64.5 34) Hammerfest. 17. August 12” m. B,S,. Sonnenhöhe = 32° 39', Intensität = 0'489. Gesammıtes Tageslicht 27 Sr 20002,51100 \ INGE 2 90 de er 2 SE N Eee BE EN Rn! 3. W En ae \ Mittlexes/Vordetlicht 2 7 En 29720 201 Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 669 35) Tromsö. 20. August 7" a. B,S,. Sonnenhöhe = 16° 34'. Intensität = 0 259. Gesammtessliaseslicht se. 20.02 22851600 N AR DAR SI ee rer 239 One be el NN a 0 ae ee ee ee 11! IMiktlegesaVorderlienter ed 36) Tromsö. 20. August 8" a. B,S,. Sonnenhöhe = 21° 32’. Intensität = 0'276. _ OESVE270 We Gesammtes Tageslicht. .. . . .... .100 \ N ee ee ea 1228 Se N RE wen 220 O2 3 De re Ve ee a ee DAN en 2 239 Mittleres Vorderlicht. . . . are ae = 37) Tromsö. 21. August 12" m. B,,Sı- Sonnenhöhe = 32° 22'. Intensität = 0318. Gesammtes Mageslicht . er. 22222100 Ne a 2‘ Se ee ee (e\0) De 5.105 N Z2.03721 VS en ii 3,200 NitleressMordenlichties Ser 2037 38) Tromsö. 21. August 3" p. B,S,. Sonnenhöhe = 26° 14'. Intensität = 0°395. Gesammtesslageslichter 200222100 \ Nee a ee A er Ve 70) SI ee 4 LO (Os ee Bauer 21 ce) N en Set ed NO INittleresöViorderlicht rar 2222 27220:0 39) Tromsö. 22. August 8" a. B,S,. Sonnenhöhe = 20° 56’. Intensität = 0°379. Gesammtesnlageslichne a7 2.2. 2.100 \ N here, en, 2 2.8310 SR teren, 2 290 Os: eo ro ee ee er Ce 6) 7 Ne 2 ia 38 820 Mittleres Vorderlicht. - . .. -» 2... ..244'7 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVI. Bd. 34 666 J. Wiesner, 40) Tromsö. 22. August 1" 30’ p. B,S,. Sonnenhöhe = 30° 12’. Intensität = 0588. Gesammtes, Rageslicht 200 N a ee Se RO) FI ee ar We a er EN 8302 Mittleres Vorderlieht 2. 02.2.2202 72632 41) Tromsö. 23. August 10" a. B,S,. Sonnenhöhe = 23° 35’. Intensität = 0'463. Gesammtesellageslicht sr (OO N 312 EN . 161 $ De . 183 u Ze w BE . 298 Mittleres Vorderlicht . ... 2:2. 2...288°5 / 42) Tromsö. 23. August 12" m. B,S,. Sonnenhöhe = 31° 42!. Intensität = 0:483. Gesammtes Mageslichle. 2.2 7 27200222100 IN U Er EIER EEE 592 SEEN EEE £ A a ae 329 zn Ne, BE FR Re EC Mittleres Vorderlicht sr 2 nu. 2 mE ER 298: 43) Tromsö. 23. August 1" p. B,S,. Sonnenhöhe = 30° 58’. Intensität = 0'488. Gesammites Tageslicht ze ru Ge: 100 \ N en Re 870 I a 0 a NE: 95 5 a RN re N Mr a 2, Ve ee yes ae Mittleres Vorderlicht Sr a era 44) Tromsö. 23. August 2" p. B,S,. ® Sonnenhöhe = 28° 45’. Intensität —=0 408. Gesammtes Tageslicht. . . - . . - . #100 a . 331 0 © nt 121 EEE Re 318 DEM Zr] Wr NE a 298 ° Mittleres Vorderlicht . . . . ... . y ». 267-0 / Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. Gebiete. 667 45) Tromsö 25. August 12" m. ByS,. Sonnenhöhe = 30° 58" Intensität = 0082. GEsSanumtesshageslicht or en. 00.251005 N 5 76 S 2 l7A0) [6) p a E al erden N % A, ; 180 \ NintleresaViordenliche m re 7A / Die vorgeführten Beobachtungszeiten liefern zunächst eine weitere Bestätigung der früher (S. 14 ff.) mit- getheilten Ergebnisse, dass nämlich bei-klarem oder theilweise bewölktem Himmel auf der verticalen Fläche die grösst@®Lichtstärke jener Lage der Verticalebene entspricht, welche der Sonne zugewendet ist, die geringste der entgegengesetzt orientirten Verticalfläche, während die beiden senkrecht zu den beiden genannten Verticalebenen orientirten Verticalflächen rücksichtlich der Beleuchtung ein intermedianes Ver- halten darbieten. Es ist also beispielsweise zu Mittag die nach Süden gekehrte Verticalflläche am stärksten, die nach Norden gekehrte am schwächsten beleuchtet, während die nach Osten und Westen gewendeten Vertical- ebenen eine mittlere Beleuchtung aufweisen (vgl. die Reihen 1, 4, 10, 14, 27, 33, 34, 37). Auch bei zahl- reichen in Wien angestellten ähnlichen Versuchen hat sich ein Gleiches herausgestellt. Hieraus ergibt sich nicht nur die allgemein bekannte stärkste Beleuchtung an nach Süden gekehrten Standorten, sondern auch das Ungünstige der nach Norden gewendeten Pflanzenstandorte, indem auf denselben gerade zur Zeit grösster Intensität des ge- sammten Tageslichtes (zu Mittag) die relativ geringste Lichtstärke des diffusen Lichtes zu Stande kommt. Das Minimum der Lichtintensität fällt in allen Gebieten zur Mittagzeit auf die nach Norden gekehrte Verticalfläche, das Maximum, mit Ausnahme des hochnordischen Gebietes, stets auf die nach Süden gewendete. Im hohen Norden fällt nämlich zur Mitternachtsstunde das Maximum der Lichtstärke auf die nach Norden, das Minimum auf die nach Süden gekehrte Verticalfläche. Da aber die Lichtintensitäten zur Mitternachtstunde sehr geringe sind, so bewirkt die Begünstigung der Exposition nach Norden keinen grossen Vortheil für die Pflanze, sondern trägt nur dazu bei, die Beleuchtung nach den verschiedensten Weltgegenden auszugleichen. Der durchschnittliche grösste Unterschied zwischen der Beleuchtung eines nach Norden und eines nach Süden gekehrten Standortes wird sich in niedrigen Breiten ergeben, der geringste für die Vegetation in Betracht kommende an den äussersten arktischen Grenzen der Vegetation. Wie die Beobachtung lehrt, bleibt selbst bei stärkerer Tagesbeleuchtung die Intensität des Lichtes auf der nach Norden gerichteten Verticalläche gegen das gesammte Tageslicht beträchtlich zurück und kann daselbst bis unter ein Viertel des gesammten Tageslichtes sinken (s. die Reihen 3, 4, 6, 10, 14, 22, 34). Hingegen kann zeitweilig auf der nach Osten, Süden und Westen gekehrten Verticalfläche bei un- bedeckter Sonne die Intensität des Lichtes grösser werden als das Gesammtlicht (vgl. die Reihen 2, 10, 11, 14, 23, 34, 35, 36, 39, 40, 42 und 43). Steht die Sonne in SO, so sind die nach Süden und die nach Osten gekehrten Verticalflächen nahezu gleich beleuchtet, ferner die nach Norden und die nach Westen orientirten Verticalllächen; steht sie hingegen im SW, so empfangen die nach Süden und Westen gekehrten Verticalflächen annähernd gleich viel Licht, und ebenso die nach Osten und Norden orientirten Verticalllächen (vgl. 28, 38). Bei starker, gleichmässiger Bewölkung wird die Beleuchtung aufallen Verticalflächen gleich, die Stellung der Sonne hat also dann keinen Einfluss auf die Beleuchtungsstärke verschieden orien- tirter Verticalllächen (Reihe 30, angenähert auch 20, 25, 26 etc.). S4* 668 J. Wiesner, Diese gleichmässige Beleuchtung auf der Verticalfläche bei stark bedecktem Himmel kann zweierlei Gründe haben. Es ist entweder jener Theil des Himmels, in welchem die Sonne steht, stärker bewölkt als der entgegengesetzte und die Zwischentheile verhalten sich intermediär, oder aber es erfolgt bei einer bestimmten Mächtigkeit der Wolken oder des Nebels eine bis zur gleichartigen Mischung gesteigerte Licht- zerstreuung. Mit Rücksicht auf die Häufigkeit des Eintrittes gleicher Beleuchtung auf verschieden orientirten Verticalflächen muss wohl angenommen werden, dass die letztere Art des Zustandekommens die gewöhn- liche ist. Da selbst bei vollkommen klar erscheinendem Himmel die auf den Verticalfllächen gemessenen Licht- stärken nicht vollkommen symmetrisch vertheilt sind (s. oben S. 15), so darf es nicht Wunder nehmen, dass auch bei gleichmässig bedeckt erscheinendem Himmel sich Abweichungen von der symmetrischen Lichtvertheilung, und zwar in noch höherem Masse bemerkbar machen. Dass bei ungleich bedecktem Himmel die Vertheilung der Lichtstärke des Himmels unregelmässig wird, ist selbst- verständlich. Je stärker der Himmel bedeckt ist, desto weniger deutlich treten die oben angeführten Gesetzmässigkeiten der Beleuchtung hervor, bis sich endlich bei starker Himmelsbedeckung, wie wir gesehen haben, völlig gleiche Beleuchtung auf der Verticalfläche, unabhängig von der Weltgegend, einstellt. Worauf die bei völlig klar erscheinendem oder schwach und gleichmässig bedecktem Himmel ein- tretenden Abweichungen von der symmetrischen Lichtvertheilung beruhen, ist nicht leicht zu sagen. Da in Folge der Erdbewegung die Sonne ihre Lage zu jedem Punkte des Horizontes fortwährend ändert, SO ist eine gewisse Assymmetrie der Lichtvertheilung von vorneherein anzunehmen; aber die hiedurch bedingten Abweichungen von einer absolut genauen symmetrischen Lichtvertheilung sind durch meine auf grosse Genauigkeit keinen Anspruch erhebende Methode der Lichtintensitätsbestimmung nicht zu ermitteln. Vielmehr müssen Zustände der Atmosphäre als Ursachen der genannten Abweichungen angenommen werden. In Betreff des Verhältnisses der Beleuchtung auf der Verticallläche (Vorderlicht) zur Beleuchtung auf der Horizontallläche (Oberlicht) lehren die mitgetheilten Beobachtungsreihen rücksichtlich des unbedeckten Himmels dasselbe, was die oben (S. 15) angeführten Daten dargethan haben, dass nämlich mit steigender Sonnenhöhe im grossen Ganzen die mittlere Intensität auf der verticalen Fläche im Vergleiche zum gesammten Tageslichte abnimmt. Um Mittag herum scheint sich gewöhnlich eine kleine Steigerung der Intensität des auf die Verticalfläche fallenden Lichtes im Vergleiche zur Intensität des gesammten Tages- lichtes einzustellen.! Im grossen Ganzen steigt mit Erhebung der Sonne über den Horizont die Stärke des Oberlichtes im Vergleiche zum Vorderlicht. In dem später folgenden Capitel »Lichtsummen« wird dieser Satz durch Vorführung graphisch dargestellter nordischer und Wiener Beobachtungen noch näher erläutert werden. Bei bedecktem Himmel stellen sich begreiflicherweise Unregelmässigkeiten im Verhältnisse zwischen Vorder- und Oberlicht ein. Doch ist unverkennbar, dass bei bedecktem Himmel (und bedeckter Sonne) das erstere im Vergleiche zu letzterem relativ verstärkt erscheint. Doch macht sich auch hier der Einfluss der Sonnenhöhe bemerklich. Bei niederem Sonnenstande und bedecktem Himmel wird sich dementsprechend die grösste Annäherung des Vorderlichtes an das Öberlicht einstellen. In Bezug auf die Vertheilung der Lichtintensität des Himmels in der Richtung vom Horizont zum Zenith stellte ich mir nur die Frage, wie sich das Zenithlicht zum Gesammtlicht verhält. Ich habe sowohl in der Advent-Bai als in Tromsö zahlreiche einschlägige Beobachtungen angestellt, und zwar mit innen geschwärztem gleichseitigen Cylinder, in welche beiläufig '/.., des Lichtes des Himmels- gewölbes einstrahlt. 1 In mittleren Breiten (Wien) habe ich dieselbe Relation zwischen Gesammtlicht und dem auf die verticale Fläche fallenden Lichte beobachtet. Während in hohen Breiten das Gesammtlicht nur selten das Dreifache des auf die Verticalläche fallenden (mittleren) Lichtes erreicht, habe ich in Wien (Mai) beobachtet, dass das Gesammtlicht selbst das Vierfache des auf die verticale Fläche fallenden Lichtes überragen kann, Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 669 Da die Sonnenhöhe an den genannten Orten selbst Mittags stets tief unter 60° sich befindet, so konnte in die gleichseitigen Cylinder kein directes Sonnenlicht, sondern bloss diffuses Tageslicht hineingelangen. Die Intensität dieses Lichtes verglich ich mit dem diffusen Tageslichte ' und fand, dass dieses obere Siebentel des Himmels eine Helligkeit besass, welche im Maximum der Hälfte, im Minimum dem dritten Theile der Gesammtintensität entsprach. Zwischen Advent-Bai und Tromsö fand ich in dieser Beziehung keinen Unter- schied. Auf Genauigkeit machen diese Bestimmungen keinen Anspruch; aber so viel geht aus denselben mit Sicherheit hervor, dass so lange die Sonne über dem Horizonte ist, das diffuse Zenithlicht beträchtlich intensiver ist, als das durchschnittliche diffuse Licht des Gesammthimmels.? Fasst man die wichtigsten der mitgetheilten Daten zusammen, so ergeben sich bezüglich des arktischen Gebietes folgende charakteristische Momente des photochemischen Klima’s: 1. Die Unterschiede in der Beleuchtung sind im Laufe eines astronomischen Tages in keinem untersuchten Gebiete geringer als im hocharktischen, erstlich wegen der geringen Mittags-Sonnenhöhe und zweitens weil zur Zeit, des nordischen Tages die Sonne überhaupt nicht unter den Horizont sinkt. Dieses Resultat ist ein selbstverständliches und die diesbezüglichen Beobachtungen haben nur insoferne einen Werth, als sie zahlenmässig lehren, in welchen Grenzen die tägliche Intensität sich hält. 2, Die Unterschiede in der Beleuchtung sind auch mit Rücksicht auf die Richtung des Lichteinfalles in keinem Vegetationsgebiete geringer als im hochnordischen; vor allem, weil sich ergab, dass die Unter- schiede zwischen der Stärke des Ober- und des Vorderlichtes relativ geringe sind. Während der Beobachtungsperiode verhielt sich in der Advent-Bai die Stärke des Oberlichtes zu der mittleren Stärke des Vorderlichtes in den extremsten Fällen wie 1°54:1 und 2:17: 1 und im Mittel wie 1:81 :1. Während der Beobachtungsperiode erreichte aber im nördlichen Norwegen, also bei grösseren Mittags-Sonnenhöhen, das Oberlicht schon nahezu die dreifache Stärke des Vorderlichtes (vgl. Anmerkung auf S. 26). 3. Es ergibt sich also im hochnordischen Gebiete eine gewisse relative Gleichmässigkeit der Beleuchtung, welche auch noch durch die häufige und langandauernde Himmels- und Sonnenbedeckung begünstigt wird. In keinem der untersuchten Vegetationsgebiete zeigte sich eine so gleichmässige Zunahme der Lichtstärke mit zunehmender Sonnenhöhe bei bedecktem Himmel als im hohen Norden. 4. Endlich wird die relative Gleichmässigkeit der Beleuchtung auch dadurch noch begünstigt, dass die Sonne auch im Norden steht. Die bei uns sich einstellende Ungunst der Beleuchtung nördlicher Standorte in Folge der Lichtschwäche der Mittagslichtes wird im hocharktischen Gebiete durch die Beleuchtung vom Norden her einigermassen ausgeglichen. Hier weist um Mitternacht der südliche Himmel die geringste Intensität des diffusen Lichtes auf. Es wirken also alle Umstände zusammen, um das Tageslicht zu relativer Gleichmässigkeit. zu zwingen Diese relative Gleichmässigkeit der Beleuchtung im Vergleiche zu den Lichtverhältnissen anderer Erdzonen bewirkt weitgehende Consequenzen des Vegetationscharakters, welche in einer später folgenden Abhandlung über den Lichtgenuss der arktischen Vegetation eingehend geschildert werden sollen. Ich will hier nur auf einige in die Augen springende Thatsachen über die Rückwirkung der relativen Gleichmässigkeit der Beleuchtung auf die hochnordischen Pflanzen aufmerksam machen. Eine Orientirung der Blätter nach dem stärksten diffusen Lichte kommt bei den meisten hocharktischen-Pflanzen in der Regel nicht vor, dieselbe prägt sich im grossen Ganzen successive desto mehr aus, je niederer die geographische Breite des Ver- breitungsbezirkes der betreffenden Pflanzen wird. Nur verhältnissmässig wenige Pflanzenarten suchen im 1 Über Bestimmung des diffusen Tageslichtes während des Sonnenscheins, s. Wiesner, Untersuchungen über das photo- chemische Klima von Wien, Cairo und Buitenzorg 1. c. p. 124 fid. 2 Nach den von mir bisher in Wien angestellten Beobachtungen ist das in den gleichseitigen Cylinder einstrahlende diffuse Licht gleichfalls, u. z. das ganze Jahr hindurch durchschnittlich 2—3mal so intensiv wie das durehschnittliche diffuse Gesammt- licht, Aussergewöhnliche Sonnen- und Himmelsbedeckung können indess dieses Verhältniss ändern. 670 I Wiesner, hochnordischen Gebiete aus dem, wie oben dargelegt, relativ starken Zenithlicht Nutzen zu ziehen, indem sie das Bestreben zeigen, ihre grünen Vegetationsorgane möglichst horizontal auszubreiten. Es sind dies die relativ lichtbedürftigeren der hochnordischen Pflanzen, wohl durchaus Einwanderer aus lichtreicheren Vegetationsgebieten. Wenn auch das Zenithlicht im Vergleiche zum mittleren Gesammtlichte stark ist, so ist ersteres wegen geringer Sonnenhöhe doch, absolut genommen, schwach und ich neige der Ansicht zu, dass im hoch- arktischen Gebiete ein typischer Strauch oder gar Baum sich selbst dann nicht entwickeln könnte, wenn die sonstigen Vegetationsbedingungen die Existenz solcher Gewächse zulassen würden, weil die äusseren Laub- massen den inneren zu viel Licht entziehen würden, als dass die letzteren die Kohlensäure assimiliren und überhaupt sich genügend ausbilden könnten. In Folge desselben Umstandes ist dort, wo im Norden ein Baumwuchs anzutreffen ist, die Verzweigung der Holzgewächse eine sehr unvollkommene, und da mit der Höhenzunahme der Holzgewächse deren Innenlicht abgeschwächt wird, der Höhenentwicklung der Bäume dort eine nahe Grenze gesetzt. Obgleich die Bäume des Nordens in Folge geringer Lichtstärke weder hoch werden, noch im Waldbestande dicht nebeneinander stehen, unterbleibt wegen Lichtmangels die Unterholzbildung oder ist auf ein Minimum reduceirt. Eine kleine Begünstigung erfährt die Beleuchtung im hochnordischen Gebiete durch die über das Mittel- maass hinausgehende Steigerung der Lichtintensität. Es wurde ja oben gezeigt, dass für gleiche Sonnenhöhen und gleiche Sonnen- und Himmelsbedeckung die Intensität des Lichtes in der Advent-Bai grösser ist als in allen anderen in dieser Richtung untersuchten von Wien nordwärts liegenden Vegetationsgebieten. Diese Steigerung der Beleuchtung muss selbstverständlich den Gewächsen zu Gute kommen. Da an der nordischen Vegetationsgrenze alle Blätter einer Pflanze dem Lichte frei exponirt sind, mithin kein Lichtentgang durch Überwachsung der Blätter oder Laub stattfindet, so ergeben die an der arktischen Vegetationsgrenze angestellten Beobachtungen eine neuerliche Bestätigung des schon früher ! aus- gesprochenen Satzes, dass der Antheil, den die Pflanze vom Gesammtlichte erhält, desto grösser ist, je kleiner die Intensität des Gesammtlichtes sich gestaltet. Dieser Satz findet eine insoferne selbstverständliche Einschränkung, als er für jene Vegetationsgebiete, in welchen die Lichtintensität sich bis zur Einschränkung und Hemmung der Vegetationsprocesse steigert (Steppen, Wüsten), keine Giltigkeit hat. Drittes Capitel. Tägliche Lichtsummen. Aus den im Laufe eines astronomischen Tages ermittelten Lichtintensitäten ergibt sich durch Con- struction und durch eine einfache Berechnung die Tageslichtsumme. Trägt man die 24 Stunden des Tages auf die Abscisse, die in den einzelnen Stunden beobachteten Intensitäten als Ordinaten auf, so erhält man eine Curve, aus welcher sich nach Roscoe die tägliche Lichtsumme ableiten lässt.” Diese Curve geht bezüglich jener Erdpunkte, auf welchen innerhalb vierundzwanzig Stunden Tag und Nacht miteinander ab- wechseln, von der Abseisse aus und kehrt wieder zur Abseisse zurück. Die Fläche nun, welche einerseits von der Intensitätscurve, anderseits von der Abseisse begrenzt wird, repräsentirt die Lichtsumme des betreffenden Tages. Da in der Advent-Bai zur Beobachtungszeit die Sonne nicht unterging, so wird die Fläche, welche dem täglichen Integral (Lichtsumme) entspricht, oben von der Tagescurve, unten von der Abseisse und zu den beiden Seiten von Ordinaten begrenzt. ') Unters. über den Lichtgenuss der Planzen ete. L. c. p. 708 {f. >) Näheres über diese Integrationsmethode s. Wiesmer, photochem. Klima von Wien ete. 1. c. p. 1öl ff. Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 671 In der untenstehenden Figur I ist das Lichtintegral für die Advent-Bai rücksichtlich der Zeit vom 6. August 1897, 12" Mittags bis 7. August 12" Mittags dargestellt. Die Fläche, welche der vierundzwanzig- - stündigen Lichtsumme entspricht, ist nach oben durch die Intensitätscurve ab, nach unten durch die Abscisse 12,1..... Ken 12 und nach den Seiten durch die Ordinaten a 12" und 5 12" begrenzt. Fig. 1. Pe — Ä er a m | ie] | Re | | Saar 018 010 008 006 004 002 — Im — 2a — A: En! Je TEE ZN ER ON 0 22 Don ee er a a EEE Mittag Mitternacht . Mittag Gang der chemischen Intensität des gesammten Tageslichtes innerhalb 24 Stunden in der Advent-Bai vom 6. August 121 Mittags bis 7. August 121 Mittags. (Bedeutung der ganz ausgezogenen und der punktirten Linie wie in Fig. 2.) Berechnet man das Integrale nach Roscoe’s Vorgang, indem man die Fläche (Rechteck), welche ent- steht, wenn man den ganzen astronomischen Tag (24 Stunden) mit der Intensität I multiplicirt, = 1000 setzt, - so ergibt sich für den genannten vierundzwanzigstündigen Zeitraum der Werth 97 4. In Fig. 2 ist die Lichtsumme für den 11. August 1897 (Advent-Bai) dargestellt. Die Beobachtung begann um 2" Morgens und wurde bis 12" Nachts fortgesetzt. Von 12" Mitternacht bis 2" Morgens (11. August) fehlen die Beobachtungen und wurden die Intensitätswerthe schätzungsweise "in die Figur eingetragen (punktirte Linie der Figur 27). Die Berechnung der Lichtintegrale wird nach den vorher gegebenen Erklärungen verständlich sein. Die für den 24-stündigen Tag berechnete Lichtsumme _ betrug 90:8. Vergleicht man die zur Beobachtungszeit in der Advent-Bai erhaltenen Tageslichtsummen mit jenen, welche in Wien bei gleicher mittäglicher Sonnenhöhe erhalten werden (26—28°, entsprechend der Zeit _ zwischen dem 29. October und 4. November, oder 5. bis 11. Februar), so erhält man ein durchschnittliches Verhältniss von 2:5 : 1, in den extremen Fällen von 2: 1 und sogar nahezu 3: 1. 672 J. Wiesner, In der Beobachtungszeit (Anfangs August) ist also in der Advent-Bai die tägliche Lichtsumme im Durchschnitte zweieinhalbmal so gross als in Wien bei gleicher mittäg- licher Sonnenhöhe (Anfang November oder Februar). Fig. 2. 014 010 006 004 oa ee al Mitternacht MHillag Mitternacht Gang der chemischen Intensität des gesammten Tageslichtes in der Advent-Bai am 11. August 1895 zwischen 12" Mitternacht und 121 Mitternacht. — ______ Intensität des gesammten Tageslichtes, beobachtet. In der Zeit von 12" Mitternacht bis 2h a. wurde nicht beobachtet. Dieses Stück der Curve wurde nach angenommener Intensität gezeichnet. Das Flächenstück 12h ab c 1211 entspricht der Tageslichtsumme. Jene Lichtsumme, welche in der Advent-Bai bei einer mittäglichen Sonnenhöhe von 26—28° erreicht wird, kommt nach meinen bisherigen Beobachtungen in Wien erst bei einer mittägigen Sonnenhöhe von 87 bis 39° zu Stande, anscheinend gleiche Sonnen- und Himmelsbedeckung an beiden Orten voraus- gesetzt. Das Verhältniss der Lichtintegrale, welches bei gleicher mittäglicher Sonnenhöhe zwischen der Advent- Bai und Wien herrscht, wird sich innerhalb der Periode, in welcher in der Advent-Bai die Sonne nicht untergeht, d. i. vom 21. April bis zum 23. August, fortwährend ändern. Dieses Verhältniss ist sowohl von der Tageslänge, als auch von der bei gleicher Sonnenhöhe und gleicher Himmelsbedeckung herrschenden Lichtstärke abhängig. Da mit zunehmender Sonnenhöhe die Unterschiede in der Lichtintensität an ver- schieden Punkten der Erde für gleiche Sonnenhöhen sich verkleinern ' und in mittleren Breiten mit der Zunahme der mittäglichen Sonnenhöhe die Tageslänge zunimmt, so ist ersichtlich, dass zur Zeit der grössten Mittags-Sonnenhöhe in der Advent-Bai (am 21. Juni 35° 15‘) das Lichtintegrale im Vergleiche zu dem in Wien (Anfang October und Anfang März) zu Stande kommenden relativ klein sein wird. Da aber bei einer Mittags-Sonnenhöhe in Wien von 35° 15’ wahrscheinlich noch nicht jene Lichtstärke herrscht, wie’ am 21. Juni in der Advent-Bai, hingegen der Tag in Wien zur Zeit der genannten Mittags-Sonnenhöhe nur etwa 11 Stunden erreicht, so lässt sich annehmen, dass selbst in dem gedachten Falle das Lichtintegral in der Advent-Bai, verglichen mit Wien, doch noch beträchtlich grösser sein dürfte. Aus den angeführten Thatsachen und Erwägungen lässt sich ableiten, dass die Tageslichtsummen vom Beginne des nordischen Tages (Frühling) bis zum höchsten Sonnenstande (21. Juni) langsamer ansteigen ı Wiesner, Photochem. Klima etc., 1. c. p. 162. Zur Kenntniss des photochem. Klima’s im arkt. Gebiete. 673 und von hier bis zum Schlusse des nordischen Tages (Herbst) langsamer abnehmen als in den analogen Jahresepochen (d. i. in den Perioden gleicher Mittags-Sonnenhöhen) mittlerer Breiten. ' So zeigt sich also auch rücksichtlich der täglichen Lichtsummen im hochnordischen Gebiete eine srössere Gleichmässigkeit der Beleuchtung als in allen anderen Zonen der Erde. Ich habe auch den Versuch gemacht, die tägliche auf der horizontalen Fläche gemessene Licht- summe mit jenen Partial-Lichtsummen zu vergleichen, welche man erhält, wenn man die auf die verticale Fläche fallende Lichtmenge während des Tages messend verfolgt, wobei ich die nach Nord, Süd, Ost und West orientirte Verticallläche zur Beobachtung heranzog, um zu erfahren, wie gross im Laufe eines Tages die Lichtmenge ist, welche auf die nach Nord, Süd, Ost und West gerichtete Verticalfläche fällt. Diese Ermittlung ist in pflanzenphysiologischer Beziehung von Wichtigkeit, wie ich oben bereits andeutete und in _ einer später folgenden Abhandlung näher auseinandersetzen werde. Da mit zunehmender Himmelsbedeckung, wie ich oben zeigte, die Intensitäten des gleichzeitig auf die nach Nord, Süd, Ost und West orientirte Verticalfläche fallenden Lichtes sich immer mehr nähern und end- lich mit einäfider übereinstimmen (s. oben p. 22, Nr. 30), so war es wünschenswerth, die erforderliche Be- obachtungsreihe bei möglichst unbedecktem Himmel auszuführen. Die mehrfach angefangenen Versuche mussten wegen eintretender Himmelsbedeckung unterbrochen werden und nur eine einzige Reihe erwies sich als brauchbar. Dieselbe wurde an einem vollkommen klaren Tag angestellt. Es war dies der 2. August, an welchem Tage der Himmel fast fortwährend ganz unbedeckt ‚war. Diese Beobachtungsreihe, welche in Fig. 3 dargestellt ist, wurde zur See zwischen 7" a. und 6" p. in einer Breite von ca. 67° N. B. ausgeführt. = a g Y ® v E 1 Fr Ai u IE 7 N Di Er 7 8 « 10 2 12 1 2 3 4 3 6 Oberlicht und Vorderlicht zwischen 7" a. und 6h p. zur See in einer Breite von ca. 67° N. Oberlicht. s-nunnnnnnnnnn. Nördliches Vorderlicht. Südliches > pa etliches > Westliches > i Bis zu welcher Höhe sich die Tageslichtsumme in der Advent-Bai zur Zeit des höchsten Sonnenstandes erheben kann, ist aus meinen Beobachtungen nicht zu ersehen. Berechnet man die aus den angestellten Beobachtungen für die genannte Zeit als wahrschein- lich sich ergebende Lichtsumme, so kommt man auf den Werth 121, welcher tief unter dem auf Wien bezugnehmenden Monatsmittel von September (150) und April (145) gelegen ist. E Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 85 674 J. Wiesner, I Die Intensıtät wurde auf der verticalen Fläche gemessen, aber stets darauf geachtet, dass die vier annähernd gleichzeitig zur Beobachtung herangezogenen Verticalflächen genau den Himmelsrichtungen ent- sprechen. In der Beobachtungszeit betrug: | die Lichtsumme des gesammten Tageslichtes . . . . . 187 N | » » auf der nach N gerichteten Verticallläche »0 # » > >» » re) > > 100 } » » >» » » WW » » 100. Vergleicht man die Lichtsumme für das gesammte Tageslicht (Oberlicht) mit dem Mittel aus den rück- sichtlich N, S, ©, W (Vorderlicht) gefundenen Zahlen, so erhält man das Verhältniss 1:87 : 1. Leider konnte diese Beobachtungsreihe nicht mehr wiederholt werden, hauptsächlich wegen nicht genügender Klarheit des Himmels, aber auch wegen anderer dringender Arbeiten. Hingegen habe ich in Wien mehrere derartige Versuchsreihen ausgeführt, von welchen ich eine am 24. Mail. J. bei relativ sehr gutem Wetter (B,—B,; S,_,) angestellte hier mitttheilen will, weil sie auffällig zeigt, wie verschieden im Vergleiche mit hohen Breiten das Verhältniss zwischen Ober- und Vorderlicht sich gestaltet Das Resultat dieser Versuchsreihe ist in Fig. 4 graphisch dargestellt. Fig. 4. E — | 10 09 ' -| 1 08 BE | | a— — Be! 06 — | 05 18 A| 04 > PA N 03 — \ BE WR j ErEnuE E eis or Be 9 10 n 12 1 2 3 4 5 oh Mittag . 2 Oberlicht und Vorderlicht zwischen 7! a. und 5b p. in Wien am 24. Mai. Oberlicht. „-unnnnnnnnn.- Nördliches Vorderlicht. ——— — Südliches > ———. Östliches » x = Westliches » x Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. Gebiete. 675 Berechnet man aus dem Verlauf der Curven die einzelnen Integrale, so erhält man für die Beob- achtungszeit (7" a. bis 5" p.) folgende Zahlen: Lichtsumme des gesammten Tageslichtes . . . . . . .342 » auf der nach N gerichteten Verticalfläche - . 52 »» S > >» el? n, N LO > il >» >» » WW > 3 a AlilTRe Daraus berechnet sich das Verhältniss der Stärke des gesammten Tageslichtes (Oberlicht) zur Stärke des mittleren auf die Verticalfläche fallenden Lichtes (Vorderlicht) wie 2°96 : 1. Setzt man die Lichtsumme für das nördliche Vorderlicht = 1, so erhält man für den nordischen Beob- achtungsort: Gesammtlicht .9'74 . N 12,00 S . 3.08 (6) 2200 W 200) Hingegen für Wien: Gesammilicht er er 097 N et) S . 3.30 (6) 232 W 22229 Auch diese Versuchsreihen lehren wieder, wie die Stärke des Oberlichtes im Vergleiche zur Stärke des Vorderlichtes mit der geographischen Breite abnimmt. Zusammenfassung der Hauptresultate. 1. Im hochnordischen Gebiete (Advent-Bai, Tromsö) wurde bei gleicher Sonnenhöhe und gleicher Himmelsbedeckung die chemische Intensität des gesammten Tageslichtes durchschnittlich grösser gefunden als in Wien und Cairo, hingegen kleiner als in Buitenzorg. Für Trondhjem gilt dasselbe Verhalten, aber mit einer bereits stark hervortretenden Annäherung an Wien. 2. Bei vollkommen bedecktem Himmel wurde in der Advent-Bai eine mit der Sonnenhöhe so regel- mässig steigende Lichtstärke gefunden, wie in keinem anderen der untersuchten Gebiete. 3. In der Advent-Bai sind bei gleicher Sonnenhöhe und gleicher Himmelsbedeckung die vor- und nach- mittägigen chemischen Lichtintensitäten nahezu gleich; doch werden in der Mehrzahl der Fälle die Nach- mittagsintensitäten etwas grösser als die correspondirenden Vormittagsintensitäten gefunden. 4. Die grösste Intensität des gesammten Tages- und des diffusen Lichtes ist in allen Gebieten auf jener Verticalfläche zu beobachten, welche der Sonne gegenüberliegt, die geringste auf der entgegengesetzt orientirten Verticalfläche. Die Intensitäten auf den zwischenliegenden zu den beiden ersteren senkrechten Verticalflächen verhalten sich intermediär. 5. Selbst bei vollkommen klarem Himmel ist rücksichtlich der beleuchteten Verticalflächen eine voll- ständig symmetrische Vertheilung der Lichtintensitäten häufig nicht vorhanden. 6. Mit steigender Sonnenhöhe nimmt das Vorderlicht (mittleres auf die Verticalfläche fallendes Licht) im Vergleiche zum Oberlicht (Intensität des gesammten Tageslichtes) ab. In der Advent-Bai wurde das Ver- hältniss des Vorderlichtes zum Oberlichte wie 1:15 bis 2:2 gefunden; während in Wien (im Monate Mai) dieses Verhältniss 1 : 4 und darüber betragen kann. 85* 676 J. Wiesner, Zur Kenntniss des photochem. Klima's im arkt. Gebiete. 7. Für Tage gleicher mittäglicher Sonnenhöhe ist die Tages-Lichtsumme im arkt. Gebiete beträchtlich höher als in mittleren Breiten. Anfangs August ist die durchschnittliche Tageslichtsumme in der Advent-Bai nahezu 2:5 grösser als bei gleicher Mittags-Sonnenhöhe in Wien (Anfang November oder Februar). 8. Das Lichtklima des hochnordischen Vegetationsgebietes ist durch eine relativ grosse Gleichmässigkeit der Lichtstärke ausgezeichnet, welche in keinem anderen der untersuchten Gebiete beobachtet wurde. Diese grosse Gleichmässigkeit spricht sich zunächst in den niedrigen Maximis und hohen Minimis der Intensität des gesammten Tageslichtes aus, welche wieder in dem Gange des täglichen Sonnenstandes ihren Grund haben. Es steigen vom Frühling bis Sommer die Tagessummen im hocharktischen Vegetationsgebiete viel langsamer an und fallen von Sommer bis Herbst viel langsamer ab, als in mittleren Breiten. Auch kommt im hohen Norden die Stärke des Vorderlichtes jener des Oberlichtes so nahe wie in keinem anderen Vegetationsgebiete. Es steigt bei vollkommener Himmelsbedeckung in keinem anderen untersuchten Gebiete die Lichtstärke mit zunehmender Sonnenhöhe so gleichmässig als im arktischen. Endlich trägt auch der Umstand, dass Mitternachts der Norden am stärksten, der Süden am schwächsten beleuchtet ist, zum Aus- gleiche der Lichtstärke bei. Die in der Advent-Bai angestellten Beobachtungen liefern eine Bestätigung des schon früher vom Ver- fasser ausgesprochenen Satzes, dass der Antheil, den die Pflanze vom Gesammtlichte bekommt, desto grösser ist, je kleiner die Stärke des Gesammtlichtes ist, selbstverständlich abgesehen von jenen Gebieten, in welchen die Sonnenstrahlung bereits hemmend in die Pflanzenentwicklung’eingreift (Steppen, Wüsten). Die grösste Menge vom Gesammtlichte erhalten die Pflanzen an den arktischen Vegetationsgrenzen. Dieser grosse Bedarf an vorhandenem Lichte bedingt, dass jede Selbstbeschattung der Gewächse durch das eigene Laub an den äussersten nordischen Vegetationsgrenzen ausgeschlossen ist, und in den benachbarten Gebieten (z. B. in Hammerfest) nur eine minimale (physiologische) Verzweigung der Holzgewächse möglich ist. Näheres über den Zusammenhang des hochnordischen Lichtklimas mit dem Vegetationscharakter, speciell über den Lichtgenuss hochnordischer Gewächse folgt in einer späteren Abhandlung. Zum Schlusse habe ich noch meinem verehrten Freunde und Collegen, Herrn Prof. E.W eiss, Director der k. k. Sternwarte, innigen Dank zu sagen: Herr Director Weiss, welcher schon bei meinen früheren photo- klimatischen Studien mich werkthätig unterstützte, hatte auch diesmal die Güte, die zahlreichen, für diese Abhandlung erforderlich gewesenen Sonnenhöhen theils selbst zu berechnen, theils deren sorgfältige Berechnung zu veranlassen. — nah nn — . ZUR VERGLEICHENDEN ANATOMIE KOPFARTERIEN BEI DEN MAMMALIA Dr. JULIUS TANDLER, PROSECTOR DER I. ANATOMISCHEN LEHRKANZEL IN WIEN. Mil 8 Safeln und 47 dextfiguzen. VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 14. JULI 1508. Poaknalberick umge; Die vorliegende Schrift bildet den ersten Theil einer grösser angelegten Arbeit über die vergleichende Anatomie und Entwicklungsgeschichte der arteriellen Kopfgefässe. Sie umfasst die Resultate der von mir bisher angestellten vergleichend-anatomischen Studien über diesen Gegenstand bei den Mammalia und nur soviel aus der Entwicklungsgeschichte, als zum Verständnis und zum Beweise der hier geäusserten Ideen unbedingt nothwendig ist. Der entwicklungsgeschichtliche Theil soll in einer selbstständigen Publication sobald als möglich nachgetragen werden. Die Fülle des Materiales einerseits, die Grösse der Arbeit andererseits haben mich gezwungen, von der Idee abzugehen, die vergleichende Anatomie der Schädelgefässe überhaupt, einheitlich durch- geführt, auf einmal zu publiciren, und mit einer Veröffentlichung der bisher gewonnenen Resultate zu _ beginnen. In ähnlicher Weise sollen späterhin die Derivate der Carotis communis womöglich auch bei den übrigen Classen der Wirbelthierreihe sowohl phylogenetisch als ontogenetisch durchgearbeitet werden. Ich will nur hoffen, dass durch diese Theilung des Ganzen in einzelne Abschnitte dieses an Genauigkeit gewinne, an Übersichtlichkeit aber nicht verliere. Abgesehen von den Schwierigkeiten rein technischer Natur, wie zZ. B. die Beschaffung des nöthigen Materiales oder die Injection der oft schlecht conservirten Exemplare, ergaben sich im Laufe der Untersuchungen bei den einzelnen Ordnungen Resultate, welche eine neuerliche Durchsicht mancher anderer erforderte, um die Einzelbefunde zu controliren und sie auf ihre morphologische Wertigkeit prüfen zu können. Der Plan der vorliegenden Arbeit wäre kurz skizzirt folgender: 678 Julius Tandler, Nach einer Literaturübersicht, welche einer jeden Thierclasse vorangeschickt ist, folgt die Beschrei- bung der hier in Betracht kommenden Arterienabschnitte bei den mir zur Verfügung gestandenen Vertretern der einzelnen Thierclassen. Anschliessend an die Beschreibung jeder einzelnen Ordnung gebe ich ein kurzes Resume der charakteristischen Befunde. Ganz zum Schlusse sind die Gesammtergebnisse angefügt, geordnet nach den in der Arbeit berücksichtigten Gefässabschnitten; diese sind folgende: 1. Carotis interna, 2. Cireulus arteriosus, 3. Arteria stapedia. Was die Literaturangaben anbelangt, möge hier folgende Bemerkung Platz finden. Ich habe die vorhandene Literatur soweit berücksichtigt, als ich in der Lage war, der betreffenden Werke habhaft zu werden. Bei dem Umstande aber, dass in allen möglichen Schriften verstreut, längere oder kürzere Notizen über die Schädelarterien sich finden, ist es wohl leicht möglich, dass mir die eine oder die andere Angabe entgangen ist. Es existiren wohl eine Reihe von Einzelbeschreibungen, aber ohne erklärenden oder vergleichend-anatomischen Zusammenhang. Daher kann ich für eine vollkommen lückenlose Literafirangabe nicht einstehen. Da hier nur die vergleichende Anatomie berücksichtigt werden soll, fehlt selbstverständlich der grössere Theil der literarischen Angaben über die Entwick- lung der hier in Betracht kommenden Arterienabschnitte. Was die bei dieser Arbeit zur Verwendung gelangten Methoden der Untersuchung betrifft, so wurden nach Möglichkeit frische Objecte gebraucht und injiceirt. Als Injectionsmassen dienten mir die von Teich- mann oder Kadyi angegebenen. Bei Thieren, von welchen mir mehrere Exemplare zur Verfügung standen, wurden auch Celloidin-Corrosionen nach dem bekannten, von Hochstetter angegebenen Verfahren an- gefertigt. Mit Ausnahme einiger weniger Vertreter der Monotremen und Edentaten, von denen einige, z. B. Echidna, von mehreren Autoren (Hyrtl, Hochstetter) übereinstimmend beschrieben wurden und deren Befunde ich übernahm, verwendete ich fast nur von mir selber injiceirte und präparirte Objecte. Sämmtliche Ordnungen der Mammalia fanden in der vorliegenden Arbeit Berücksichtigung, mit Aus- nahme der der Cefaceen, von denen mir kein einziger Vertreter zur Verfügung stand. Da sich in der Literatur über diese Thierclasse keine auf unsere Fragen bezüglichen Angaben finden, sehe ich mich genöthigt, diese vorderhand vollkommen zu übergehen. Da es für die Klarheit der Darstellung nicht unwesentlich sein dürfte, möchte ich gleich hier bezüglich der von mir gebrauchten Nomenclatur das Wichtigste erwähnen: Die Arterien sind, soweit dies möglich, mit den für den Menschen üblichen Namen belegt. Da sich aber, wie ich annehmen muss, beim ausgebildeten Menschen de norma eine Reihe von Gefässabschnitten diese Gefässabschnitte theils die bei den Thieren bisher üblichen Bezeichnungen zu acceptiren, theils neue Namen einzuführen. Im Laufe der Untersuchung nun stellte es sich heraus, dass bei den Mammalia ein gewisser Grund- typus der Gefässversorgung eruirbar sei und dass man im Stande ist, mit Hilfe dieses Typus die einzelnen Varianten ungezwungen zu erklären. Ich habe daher die wichtigsten Formen der Gefässversorgung des Kopfes unter Zugrundelegung des besagten Typus an den betreffenden Stellen in Form von Schematain den Text aufgenommen. Da nun hiebei die Arteria stapedia eine besondere Rolle spielt, möge ihre Deli- nition gleich hier aufgenommen werden. e Unter Arteria stapedia, oder stapedialem Gefäss ist die aus der Carotisinterna stam- mende, beim Embryo die Stapes-Anlage durchbrechende, späterhin zwischen den Stapes- Schenkeln durchziehende Arterie zu verstehen, gleichgiltig, ob diese im speciellen Falle vollständig erhalten, rudimentär geworden oder abschnittsweise verschwunden ist. An dieser Arteria stapedia sind zwei Äste zu unterscheiden? zurückgebildet, demnach in der Nomenclatur keinen Platz gefunden hat, sah ich mich veranlasst, = Pu \ . | f Kopfarterien der Mammalia. 679 1. ein Ramus superior, 2. ein Ramus inferior. Der Ramus superior ist für die Entwicklung der. Arteria meningea media und der Orbitalarterien von Bedeutung. Der Ramus inferior hilft die Arteria maxillaris interna aufbauen. Die Theilung in die beiden Äste erfolgt, nachdem die Arteria stapedia den Stapes passirt hat, knapp bevor sie die Paukenhöhle verlässt. Man kann daher an dieser Arterie zuerst einen Abschnitt unterscheiden, der vom Ursprung der Arterie aus der Carotis interna bis zur Theilungsstelle reicht. Er wurde kurzweg als Paukenhöhlenabschnitt bezeichnet. Der Ramusinferior verlässt die Paukenhöhle durch die Fissura petro-tympanica. Nach dem Durehtritt durch dieselbe sind an ihm zwei Abschnitte zu unterscheiden; ein proximal von der Kreuzungs- stelle mit dem III. Aste des Trigeminus, welcher lateral von der Arterie liegt, gelegener und ein distal von der Kreuzung befindlicher. Der Ramus superior zieht von seiner bereits erwähnten Ursprungsstelle aufwärts und erreicht das Cavum cranii. Am Eintritt in dasselbe entlässt er einen schwachen Ast an die Dura biegt dann nach vorne um und erreicht an der lateralen Wand des Schädels verlaufend die Orbita, so dass an ihm ein intra- eranialer und ein orbitaler Abschnitt zu unterscheiden ist. Da nun das stapediale Gefäss das primäre Gefäss für den Oberkiefer vorstellt, das den Oberkiefer beim Menschen versorgende Gefäss aber als Maxillaris interna angesprochen wird, habe ich mich entschlossen, die Arteria stapedia zum Unterschiede von der Maxillaris interna secundaria als Arteria maxil- laris interna primaria zu bezeichnen, so dass in der vorliegenden Arbeit Arteria stapedia, stape- diales Gefäss, Arteria maxillaris interna primaria Synonyma bedeuten. Den Ausdruck stapediales Gefäss habe ich beibehalten, weil er einerseits in der Literatur so über- kommen ist, andererseits weil er den Verlauf dieser Arterie charakterisirt. Als Arteria ophtalmica ist nur jenes Gefäss angesprochen, dass in Begleitung des Nervus opticus durch das Foramen opticum in die Augenhöhle zieht und aus der Carotis interna stammt. Ich erwähne dies hier, weil eine Reihe von Autoren eine aus der Maxillaris interna stammende, durch die Fissura orbitalis inferior ziehende, den Inhalt der Orbita versorgende Arterie als Arteria ophtalmica bezeichnen. Dieses Gefäss nun nenne ich Ramus orbitalis der Maxillaris interna. Als Maxillaris interna kurzweg ist erst der Antheil der Carotis externa zu verstehen, der sich distal vom Abgange der Arteria temporalis superfieialis befindet. Der Verlauf der Arteria maxillaris interna wurde immer in seinem Verhältnisse zum Ill. Trigeminus-Aste orientirt, da sich im Laufe der Untersuchung ergab, dass diese Beziehung das sicherste Kriterium bietet. Es konnte deshalb von einer Beschreibung der Topographie dieser Arterie zu den Musculi pterygoidei umsomehr Abstand genommen werden, als die Verhältnisse dieser Musculatur bei den einzelnen Thier- species sehr different sind. \ An dieser Stelle sei meinem verehrten Lehrer und Chef, Herrn Professor Dr. Zuckerkandl für sein unermüdliches Interesse, das er meiner Arbeit entgegenbrachte, der wärmste Dank ausgesprochen. Diese Arbeit wurde grösstentheils erst durch die mir von der hohen kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien zu Theil gewordene Unterstützung ermöglicht. Ich sage hiemit der hohen kaiserlichen Akademie der Wissenschaften für die Ermögli- chung und Drucklegung dieser Arbeit meinen ergebensten Dank. 680 Julius Tandler, I. Monotremata. Ornithorhynchus paradoxus, Echidna setosa. Obwohl die Literatur über die Anatomie dieser Ordnung eine sehr umfangreiche ist, sind gerade die Angaben über das Gefässsystem der Monotremen eigentlich nur von zwei Autoren in Berücksichtigung zu ziehen; es sind dies die von Hyrtl und F. Hochstetter. Hyrtl selbst sagt ja am Beginne seiner 1853 der Wiener Akademie vorgelegten Arbeit über »das arterielle Gefässsystem der Monotremens: »Das arterielle Gefässsystem der Echidna war bisher nicht untersucht; die Angaben der Cyclopedia of Anatomy and Physio- logy im Artikel ‚Monotremata‘ beschränken sich auf wenige Zeilen, deren Inhalt überdies nicht ganz richtig ist.« Zu Beginn seiner Beschreibung des Ornithorhynchus paradoxus erwähnt Hyrtl die von Meckel 1826 herausgegebene Monographie des Schnabelthieres, in welcher jedoch das arterielle Gefässystem dieses Thieres nur mit einigen Zeilen abgethan ist. Ich glaube daher nicht fehl zu gehen, wenn ich nur die bereits eitirte Arbeit Hyrtl's und die von F. Hochstetter erst kürzlich (1896) erschienene Schrift: »Beiträge zur Anatomie und Entwicklungsgeschichte des Blutgefässsystems der Monotremen« hier anführe. Meine Nach- untersuchung, welche noch dazu unvollständig war, da ich nur Ornithorhynchus, nicht aber Echidna zu untersuchen Gelegenheit hatte, kann keine besonderen neuen Resultate liefern, sondern bestätigt nur die Ergebnisse dieser beiden Forscher. Bezüglich des Ornithorhynchus parodoxus sagt F. Hochstetter wie folgt: »Auch was Hyrtl über den Verlauf und die Verzweigung der Carotis communis und ihrer beiden Äste, der inneren und der äusseren Carotis mittheilt, kann ich, soweit meine Beobachtungen reichen, vollinhaltlich bestätigen. Nur über gewisse feinere Verzweigungen fehlen mir eigene Befunde, da mir die Injection der Kopfarterien im Allgemeinen nicht so gut gelungen ist, wie dies bei Hyrtl der Fall gewesen zu sein scheint. So konnte ich beispielsweise den höchst complicirten Verlauf der von diesem Autor als Arteria maxillaris interna bezeichneten Arterie nach ihrem Austritte aus der Trommelhöhle nicht weiter verfolgen, vermag daher über die Endäste dieser Arterie nichts auszusagen.« An dem mir zur Verfügung stehenden Exemplare war mir glücklicherweise die Injection mit Ausnahme der feinen orbitalen Verzweigungen so ziemlich gelungen, und ich konnte an diesem Thiere die von Hyrtl gemachten Angaben im Grossen und Ganzen bestätigen. Die sich ergebenden geringfügigen Differenzen sind bei der Beschreibung des Ornithorhynchus angeführt. Hyrt! nennt das stapediale Gefäss »Arteria maxil- | laris interna«, eine Bezeichnung, gegen die ja, wie diese Untersuchung lehrt, nichts einzuwenden ist, wenn man sich hiebei vor Augen hält, dass damit die Maxillaris interna primaria gemeint ist. Hyrtl allerdings dürfte von der Ansicht ausgegangen sein, dass diese Maxillaris interna die unserem gleichnamigen Gefässe homologe Arterie sei, welche bei diesen Thieren durch die Paukenhöhle läuft. Als Wahrscheinlich- | keitsgrund gibt er die kräftige Entwickelung der Kaumuskeln an. | Bemerkenswerth ist die Beschreibung, die Hyrtl über den Verlauf der Carotis interna gibt: »Die eigentliche Carotis interna schlägt die Richtung nach innen und oben zum hinteren Rande der Nasenscheide- | wand ein, sendet auf diesem Wege kleine unbedeutende Zweigchen zum geraden Kopfmuskel und einen sehr feinen Ast zur hinteren Rachenwand, tritt sodann in die Choane ein und dringt durch ein am oberen Umfange derselben befindliches, dicht an der Nasenscheidewand liegendes Loch in die Schädelhöhle.« Den von Hochstetter gemachten Befund bezüglich der Arteriae vertebrales, dass nämlich diese genau so wie beim Menschen verlaufen, konnte ich vollkommen bestätigen. Bezüglich Echidna möchte ich hier nur kurz Folgendes anführen. Hochstetter sagt in seiner bereits citirten Arbeit unter dem Titel Arteria carotis communis: »Was Hyrtl über den Verlauf und die Äste dieser Kopfarterien der Mammalia. 681 Arterie sagt, vermag ich vollkommen zu bestätigen... .. . . Bezüglich der Verzweigungen der Arteria carotis interna und externa vermag ich Neues nicht zu bringen und kann nur die Angabe Hyrtl's in allen Punkten bestätigen. Seine Abbildung auf Tafel II stimmt bezüglich der Carotiden bis auf ganz unwesentliche Details, mit dem, was ich an dem einzigen Exemplare, bei dem mir die Injection der Carotiden leidlich gut gelungen ist, gesehen habe.« Ich halte es daher für zweckmässig, anschliessend an die Beschreibung des Ornithorynchus eine solche von Echidna in Form eines Excerptes aus Hyrtl’s Arbeit zu geben, um an der Hand derselben die von Hyrtl erhobenen, von Hochstetter bestätigten Befunde vergleichend-anatomisch deuten zu können. Ornithorhynchus paradoxus. Nach Abgabe der Arteria thyreoidea theilt sich die Arteria carotis communis gabelig in zwei ziemlich gleich starke Äste, von denen der eine als Arteria carotis interna plus dem stapedialen Gefässe dorsalwärts zieht, währenddem der andere Ast als Arteria carotis externa sich ventral wendet. I. Arteria carotis externa: Diese zieht ein kleines Stück aufwärts bis zur Kreuzungsstelle mit dem Nervus hypoglossus, wo sie die Arteria lingualis entlässt. Unmittelbar oberhalb des Abganges dieser Arterie ziehen von der Carotis externa einige schwächere Muskeläste medialwärts sowie lateralwärts ab. Die Arterie gelangt nun an die untere Fläche des Meatus auditorius cartilaginosus, wo sie sich folgendermassen in ihre Endzweige auflöst (Fig. 1). Einige Äste gelangen direct in die Wand der Backentasche und endigen hier; sie bilden die am meisten oberflächlichen Ausbreitungen der Carotis externa. Am hinteren Rande der Backentasche zieht ein stärkerer Ast aufwärts, er dürfte wohl der Arteria temporalis superficialis der höheren Säuger entsprechen. Am vorderen Rande der Backentasche ziehen einige Äste schnauzenwärts, von denen einer etwas stärker ist und auch eine zum Mundhöhlenboden ziehende Arterie abgibt. Diese Arterie ist wohl als Arteria maxillaris externa aufzufassen. Alle diese Arterien verlaufen in Begleitung der einzelnen Facialis-Äste und liegen, wie ersichtlich, lateral vom Kiefergelenke. Der noch übrig bleibende Antheil der Carotis externa aber verbleibt in seinen Ausbreitungen medial vom Kiefergelenke und verhält sich folgendermassen: Abgesehen von einigen schwächeren Muskelästen gelangt der grössere Antheil der Arterie hinter den III. Ast des Trigeminus, der bei diesem Thiere verhältnissmässig stark ist. Ein Zweig gesellt sich nun ven hinten her zum Ramus mandibularis des III. Trigeminus-Astes und gelangt mit ihm in den Unterkiefer. Ein anderer aber bedeutend schwächerer Zweig desselben Gefässes erreicht die mediale Seite des Ill. Trigeminus- Astes und tritt hier in Communication mit der Arteria stapedia, gerade am hinteren Rande des Canalis ptery- goideus (Fig. 2). Einen Ast, der dem III. Trigeminus-Aste folgend durch das Foramen ovale in die Schädel- höhle gelangt, wie das Hyrtl beschreibt, konnte ich bei meinem Exemplare nicht auffinden, ebensowenig wurde es mir klar, was Hyrtl mit »Arteria masseterica und pterygoidea« bezeichnet. II. Arteria carotis interna: Dieses Gefäss, dessen Ursprung aus der Carotis communis schon erwähnt wurde, zieht als eine ziemlich starke Arterie mit dem Nervus vago-sympathicus aufwärts und theilt sich nach einem Verlaufe von circa I!/),cm in zwei Theile, von denen der schwächere, medialwärts ziehende die Fortsetzung der Carotis interna repräsentirt, während der laterale, unvergleichlich stärkere Abschnitt die Arteria stapedia darstellt. Die Carotis gelangt der tiefen Halsmusculatur dicht anliegend bis an die Schädelbasis, biegt hier nach vorne und liegt nun von unten her vollkommen frei zugänglich in einer Knochenrinne der Schädelbasis. Diese freie Zugänglichkeit des Gefässes erklärt sich aus dem Umstande, dass eine untere, knöcherne Wand der Pauken- höhle vollkommen fehlt, da bloss ein Annulus tympanicus vorhanden ist. Die Arterie gelangt nun an das Keilbein, liegt in einem allseitig abgeschlossenen Canal, welcher der hinteren Wand der Sella turceica angehört und kommt am Processus clinoideus posticus zur Seite der Hypophyse zum Vorschein. Dadurch, dass dıe Schädelbasis im medialen Abschnitt der mittleren Schädel- Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 86 682 Julius Tandler, grube sehr dünn ist, sieht man die an der unteren Fläche freinach vorne ziehende Carotis im inieirten Zustande bei Eröffnung der Schädelhöhle durchschimmeiın. Dadurch, dass die untere Wand des Canalis caroticus bei dem Mangel einer knöchernen unteren Wand des Cavum tympani vollkommen fehlt, die Durchbruchstelle der Carotis selbst aber ziemlich weit vorne liegt, ist es wohl erklärlich, dass Hyrtl die Arteria carotis in die Choane eintreten und von da in die Schädelhöhle gelangen lässt. Dort, wo die Arteria carotis die Dura mater medial vom Trigeminus durchsetzt, gibt sie nach vorne die schwache Arteria corporis callosi ab. Diese vereinigt sich mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite zu einem einheitlichen Gefäss, das zwischen den beiden Hemisphären aufwärts zieht. Nach Abgabe der Corporis callosi biegt das Stammgefäss um, entlässt an der Umbiegungsstelle die Arteriae fossae Sylvii und wendet sich direct nach hinten. Nach Abgabe einer ganz schwachen Arteria cerebri posterior verbinden sich die Stammgefässe beider Seiten zur Arteria basilaris. Man müsste daher das Gefässtück von der Theilungsstelle der Basilaris bis zum Abgang der Arteria profunda cerebri, als Arteria cerebri posterior, den weiter nach vorne gelegenen Abschnitt als Communicans posterior auffassen. (Fig. 3.) Den Abgang der Arteria ophtalmica konnte ich leider an dem mir zu Verfügung stehenden Exem- plare nicht auffinden. Auch aus den Angaben Hyrtl’s ist nicht mit Genauigkeit festzustellen, wo diese Arterie eigentlich entspringt. Hyrtl sagt nämlich über den Circulus arteriosus folgendes: »Beide Vertebrales verschmelzen in der Schädelhöhle zur Basilaris, welche sich wie gewöhnlich in zwei profundae theilt, deren jede mit der Carotis interna anastomosirt, oder sie vielmehr in sich aufnimmt. Jenseits dieser Anastomose verbreiten sich die profundae an der Basalfläche des grossen Gehirnes, hängen mittels doppelter Anastomosen unter einander zusammen, und schicken mit dem Nervus opticus einen feinen Ast in die Augenhöhle, welcher nur den Bulbus, nicht aber die Umgebungen desselben mit Blut versorgt.« Nach dieser Beschreibung scheint wohl Hyrtl nicht nur das aus der Basilaris stammende Gefäss bis zur Einmündung der Carotis, sondern auch die Arteriae fossae Sylvii und corporis callosi als Arteria profunda cerebri zu bezeichnen. Doch glaube ich, dass diese Bezeichnung, wie ein Vergleich mit der auf Tafel I, Fig. 3 gegebenen Abbildung lehrt, nicht haltbar ist, sondern dass man als Profunda cerebri nur das in der hinteren Schädelgrube gelegene Stück bezeichnen kann, währenddem das rostralwärts von dem Abgange der eigentlichen Profunda cerebri gelegene Stück als Communicans posterior zu bezeichnen ist. Die ziemlich starken Vertebrales, bezüglich deren Verlaufes ich mich vollständig dem von F.Hochstetter Gesagten anschliessen kann, vereinigen sich zur Arteria basilaris, so dass der Circulus arteriosus dieser Thiere vollständig geschlossen erscheint (Fig. 3). UI. Das stapediale Gefäss: Dieses Gefäss, das sich schon unterhalb der Paukenhöhle von der Carotis interna abgliedert, gibt, bevor es in die Paukenhöhle eintritt, eine schwache Arterie ab, welche nackenwärts verläuft. Es hat den Anschein, als ob sie die fehlende Arteria occipitalis ersetzen würde. Das Stammgefäss selbst gelangt von hinten her medial vom Facialis in die Paukenhöhle krümmt sich hier aufwärts, gelangt an das Foramen ovale und verläuft hier oberhalb des Stapes. Dieser selbst wird von Hyrtl als einschenkelig beschrieben. Hyrtl allerdings lässt diesen Schenkel durch Verschmelzen beider entstehen, eine Annahme, welche wohl nicht mehr für sich hat, als die Voraussetzung, dass der andere Schenkel überhaupt sich nicht ausbildete, zu welch’ letzterer Ansicht ich mich bei genauerer Überlegung hinneige. Jedenfalls ist es nachweisbar, dass die Arteria stapedia oberhalb des Stapes-Schenkel über die Stapes-Platte hinwegzieht. Die Arterie zieht nun nach vorne und verlässt die Paukenhöhle durch die Spalte, die zwischen dem Annulus tympanicus und dem Os petrosum liegt, gelangt hierauf von hinten her an die Medial-Seite des Trigeminus. Hier nimmt sie den Ramus anastomoticus von Seite der Carotis externa auf und gelangt in den Canalis pterygoideus. Diesen durchzieht die Arterie und theilt sich an seinem vorderen Rand in den Ramus infraorbitalis und einen Ramus orbitalis. Der Ramus orbitalis scheint sämmtliche Gebilde der Orbita mit DT vr Kopfarterien der Mamnmnalia. 683 Ausnahme des Bulbus zu versorgen. An meinem Objecte war nur sein Anfangsstück, das ziemlich stark ist, tadellos inicirt. Echidna setosa. Excerpt aus Hyrtl: »Das arterielle Gefässsystem der Monotremen.« Die Carotis communis verläuft bis zur Seitengegend der Cartilago thyreoidea, wo sie sich wie beim Menschen in eine stärkere Carotis externa und eine schwächere interna spaltet. Auf dem Wege dahin erzeugt sie die Arteria thyreoidea. I. Carotis externa: Die Arteria carotis externa theilt sich nach einem vier Linien Jangen, nach einwärts gerichteten Verlaufe in zwei Endäste, einen inneren und einen äusseren. Der innere Endast ist die Arteria lingualis. Der äussere Endast vertritt die Maxillaris externa, interna und die Ophtalmica. Er zieht leicht S-förmig gebogen zum Meatus auditorius externus hin, unter welchem er zur unteren Seite des Unter- kiefergelenkstückes gelangt und erzeugt auf diesem Wege: a) ein Bündel von Ästen, welche vor dem äusseren Ohre bis zum Jochbogen hinaufgehen und theils dieses, theils die Schädelinsertion des allgemeinen Hautmuskels, die Kaumuskeln und die Haut der Schläfengegend versorgen. Dieses Bündel repräsentirt sonach die Arteria temporalis; b) ein Truncus communis mit zwei Ästen, der eine für die Glandula parotis, der andere linkerseits blos für den Musculus mylohyoideus, rechterseits nicht nur für diesen Muskel, sondern auch für den Mund- höhlenboden (als Arteria sublingualis); c) die Ophtalmica. Sie geht zwischen dem schwachen Pterygoideus externus und internus durch, tritt in den hinteren Raum der Orbita und versorgt sämmtliche Contenta der Augenhöhle. Ein feiner Ast zieht als Arteria ethmoidalis in die Nasenhöhle. Mehrere längere, feinere Zweige gehen aus der Augenhöhle nach vorne zur Haut und zu den Weichtheilen der Oberfläche des Kopfes; d) ein Drüsenzweig für die Glandula sublingualis; e) zwei Ethmoidales posteriores; f) eine Arteria infraorbitalis. I. Arteria carotis interna: Die Carotis interna spaltet sich einen Drittelzoll über ihrem Ursprung in die Oceipitalis und eigentliche Carotis interna. Letztere ist etwas schwächer als erstere. Die Occipitalis gibt zuerst Arteriae cervicales inferiores und eine rücklaufende Cervicalis superior und einen schwächeren Ramus oceipitalis ab. Ihr Hauptstamm betritt nun die Diplo& der Schläfenschuppe durch ein auffallend weites Loch, welches über dem äusseren Gehörgange liegt und in einen Canal führt, der anfangs in der Diplo& der Schläfen- schuppe, dann an der Verbindungsstelle des Seitenwandbeines und grossen Keilbeinflügels, und zuletzt in der Diplo& des Stirnbeines verläuft. Die in diesen Canal eingeschlossene Fortsetzung der Arteria occipitalis welche ich (Hyrtl) Arteria diplo&tica magna nennen will, schickt während ihres Verlaufes folgende Äste ab: a) Arteria meningea media; b) Rami diplo£tici; c) zwei Rami ophtalmici, welche theils mit den Beinhautästen der Arteria ophtalmica anastomosiren, theil- weise in den Weichtheilen der Orbita, mit Ausnahme des Bulbus endigen; d) eine Arteria ethmoidalis, welche in die Nasenhöhle gelangt. Die eigentliche Carotis interna legt sich an die obere Wand des Pharynx, passirt das an der Fuge zwischen vorderem und hinterem Keilbeine befindliche Foramen caroticum, bildet auf dem Wege zum Türkensattel eine langgezogene S-förmige Krümmung und löst sich zuletzt (nachdem sie die Arteria 86* 684 Julius Tandler, centralis Nervi optici abgegeben) in die drei bekannten Zweige auf, welche mit den Ästen der Arteria basilaris eine ganz gewöhnlichen Circulus Willisii bilden. Die Arteriae vertebrales verhalten sich genau so wie bei Ornithorhynchus. Resume. Die beiden hier beschriebenen Vertreter ergeben also folgende Befunde: Die Arteria carotis interna ist gut entwickelt und hilft den Circulus arteriosus bilden. In Folge des vollständigen Mangels einer knöchernen, unteren Paukenhöhlenwand fehlt diesen Thieren der Schläfenbein- abschnitt des Canalis caroticus. Daher perforirt die Carotis einfach die untere Wand der Schädelkapsel und ist bis an die Perforationsstelle von unten her frei zugänglich. Die Carotis externa ist in ihren Zweigen noch nicht vollkommen differenziert, speciell bei Ornithorhynchus, so dass man nur den einzelnen Arterien höherer Säuger analoge Ausbreitungsbezirke unterscheiden kann. Die Carotis externa ist bei Ornithorhynchus nur Gefäss der Zunge und des Unterkiefers, eine Ver- bindung mit dem unteren Aste des stapedialen Gefässes ist eben angebahnt. Bei Echidna hingegen ist diese Verbindung schon so sehr erweitert, dass auch der Oberkiefer bereits zum Ausbreitungsgebiet der Carotis externa gehört. Das stapediale Gefäss ist bei Ornithorhynchus vollkommen erhalten in seinem Ramus inferior, so dass die Versorgung des Oberkiefers blos diesem obliegt. Schema Nr. 1. Ornithorhynchus paradoxus. C©.c. (Carotis communis. Ge. » externa. G=: » interna. A.st. Arteria stapedia. r.i. Ramus inferior. KS » superior der Arteria stapedia. 7.0. » orbitalis. N.tr. III Nervus trigeminus III. Ast. An allen Schemen bedeuten die doppelten Contouren die nicht ausgebildeten oder rudımentären Gefässstrecken, die einfach schwarzen Linien die persistenten Abschnitte. Die durchbrochene Stelle soll das im Canalis pterygoideus steckende Gefässstück ver- sinnbildlichen. In allen Schemen sind alle Gefässe auf eine Sagittalebene projieirt gedacht. Kopfarterien der Mammalia. 685 Der Ramus superior ist mit Ausnahme seines orbitalen Abschnittes zurückgebildet. Dieser orbitale - Abschnitt aber hat durch Ausweitung einer — wie wir sehen werden — allgemein verbreiteten Anastomose Anschluss an den Ramus inferior gefunden. Bei diesem Thiere sind demnach die primären Verhältnisse so ziemlich gewahrt und die Arteria maxillarisinterna primaria fast vollständig erhalten. Bei Echidna ist der proximale Abschnitt der Arteria maxillaris interna primaria vollständig geschwunden, der distale Theil aber des unteren Astes des stapedialen Gefässes wurde unverändert (so weit dies nämlich aus Hyrtl’s Beschreibung entnommen werden kann) von der Carotis externa übernommen. Der obere Ast des stapedialen Gefässes ist secundär über die Schläfenbeinpyramide hinweg mit der aus der Arteria occipitalis stammenden Arteria mastoidea in Verbindung getreten. Dieses eigenthümliche "Verhältnis schliesst direct an das bei den Edentaten häufig vorkommende an (vergl. Schema von Dasypus novemcinctus). Der Circulus arteriosus ist vollständig und wird sowohl von der Carotis als von den Vertebrales ver- ‚sorgt. Die aus der Arteria fossae Sylvii stammende Communicans posterior ist so stark, dass sie sich direct in die Basilaris zu implantiren scheint, wodurch die eigentlich aus der Basilaris stammende Profunda cerebri als ein Zweig der Communicans posterior erscheint. Il. Marsupialia. Halmaturus giganteus. Macropus ruficollis. Hypsiprymnus Gemardi. Didelphys dorsigera. Phalangista vulpina. Da ich nirgends in der Literatur eine auf die hier in Frage kommenden Gefässbezirke bezügliche Stelle gefunden habe, kann ich von einer Angabe der betreffenden Autoren vollkommen absehen. Dieselben haben sich fast ausschliesslich nur mit den Arterien der Extremitäten und mit den vom Aortenbogen abgehenden - proximalen Gefässstücken beschäftigt. Ich selbst habe 5 Vertreter dieser Ordnung untersucht, so dass ich annehmen kann, über die Gefäss- verhältnisse derselben orientirt zu sein. Halmaturus giganteus. Die Arteria carotis communis zieht mit dem Vagus et Sympathicus aufwärts und theilt sich am unteren Rande des Musculus biventer in die Carotis interna und externa, von welchen die letztere die stärkere ist. I. Arteria carotis externa: Diese gibt sofort bei ihrem Ursprunge die Arteria thyreoidea ab, gelangt dann unter den mächtigen "Musculus biventer, wo sie knapp unter ihrer Kreuzungsstelle mit dem Nervus hypoglossus die starke Arteria lingualis abgibt. Hierauf gelangt die Arteria carotis externa an die untere, hintere Seite des Unterkiefers, wo sie schon ziemlich hoch oben dieArteriamaxillarisexterna entlässt. Der stärkere Antheil dieses Gefässes wird zum nutritiven Gefässe der Drüse, während der schwächere Abschnitt am unteren Rande der Mandi- 'bula nach vorne zieht und sich am vorderen Rande des Masseter in seine Endäste auflöst. Die Carotis 'externa zieht nun durch die Fossa retromandibularis bis in die Höhe des Unterkieferköpfchens, gibt auf dem Wege dahin die Arteria auricularis, die starke Arteria transversa faciei und die schwache Temporalis super- ficialis ab und wird hierauf zur Maxillaris interna. x Arteria maxillaris interna: Diese verläuft in ihrem Anfangsstücke knapp am Unterkieferköpfchen lateral vom Ill. Aste des Trige- minus. An der Kreuzungsstelle mit demselben gibt sie nach abwärts die den Nervus mandibularis beglei- tende Arteria alveolaris inferior ab. Die Arterie verhält sich im übrigen sehr ähnlich der des Menschen, 686 Julius Tandler, entlässt einige stärkere Rami pterygoidei, ferner die Arteria temporalis profunda und eine ziemlich starke Buceolabialis. Die Fortsetzung der Arteria maxillaris interna gelangt nun an das Tuber maxillare, wo sich ihr der U. Trigeminus-Ast zugesellt. Die Fortsetzung des Stammes verläuft am Orbitalrande nach vorne, und erreicht mit dem Nervus infra- orbitalis als gleichnamige Arterie das Gesicht. Das Gefäss gibt auch die Arteria spheno-palatina, sowie die übrigen Gefässe für die Nasenhöhle ab. Nur einige ganz schwache Äste begeben sich durch die Fissura orbitalis inf. zu den unteren Augenmuskeln. Eine directe Anastomose mit den oberen Augenhöhlengefässen war nicht nachweisbar. II. Arteria carotis interna: Diese zieht an der lateralen Seite des Pharynx aufwärts und gelangt an die Schädelbasis. Hier tritt das Gefäss an die, am skeletirten Schädel von unten her deutlich freiliegende, Spitze der Schläfenbeinpyramide und biegt hier nach vorne. Die Arterie ist, insoweit sie dem Schläfenbeine angehören sollte, von unten her vollkommen frei zugänglich, da eine untere Wand des Canalis caroticus am Schläfenbeine nicht existirt. Es fehlt auch vollkommen die Bulla tympanica. An Stelle des Foramen lacerum anticum haben diese Thiere nur einen ganz feinen Schlitz. Die Arterie tritt nun an den hinteren Keilbeinabschnitt heran und ist hier in einem eigenen Knochencanale aufgenommen, der das Gefäss bis an die lange Sella turcica geleitet, wo es medial vom Trigeminus zum Vorscheine kommt. Zur Seite der Sella tureica angelangt, spaltet sich die Arteria carotis interna in zwei Äste: einen vorderen und einen hinteren Ast. Der hintere Ast bildet zuerst die starke Arteria cerebri posterior und setzt sich dann weiter fort, um in die Basilaris zu münden. Der vordere Abschnitt theilt sich in zwei ziemlich gleich starke Theile, von denen der eine, mehr caudalwärts gelegen, durch die aus der Vereinigung der Fissura orbitalis superior und des Foramen opticum hervor- gegangene Öffnung als Arteria ophtalmicain die Orbita zieht und sich daselbst ähnlich wie beim Menschen verhält. Der obere Ast repräsentirt einen Truncus communis für die Arteria fossae Sylvii und corporis callosi. Die letztere gibt zunächst eine ziemlich starke Arterie für den Bulbus olfactorius ab und verbindet sich hierauf mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite. Die beiden Arteriae vertebrales sind ziemlich starke Gefässe, die im Verlaufe aufwärts durch Abgabe von Muskelästen sich immer mehr und mehr erschöpfen. Am Atlas angelangt, zieht der weitaus mächtigere Abschnitt des Gefässes als Ramus vertebralis cervicalis zur Nackenmusculatur und zum Hinterhaupt, um auf diese Weise das Versorgungsgebiet der fast rudimentären Arteria oceipitalis zu ersetzen. Nur ein ganz kleines Gefäss tritt als Arteria vertebralis cerebralis durch das Foramen occipitale in die Schädelkapsel und vereinigt sich mit dem gleichnamigen Gefässe der anderen Seite zur Arteria basilaris. Zu bemerken ist, dass die Arteria basilaris von vorne nach rückwärts an Caliber mehr und mehr abnimmt, sie also ihr Blut gewiss nicht aus den Vertebrales, sondern aus der Carotis bezieht. Die Carotis versorgt demnach bei diesem Thiere eigentlich das gesammte Gehirn, da die Vertebralis in Rückbildung begriffen ist. Die Arteria meningea media dieses Thieres entsteht derart, dass aus dem Zweige der mächtigen Auricularis posterior, welcher den distalen Ausbreitungsbezirk der Art. occipitalis übernommen hat, ein Ast in die Diplo& des Schläfenbeines hinter der Pyramide eintritt, in der Diplo& verläuft, über die Pyramidenkante hinwegtritt und von hier aus erst die typische Meningea media bildet. Dieses Verhältniss schliesst enge an das bei Echidna und das bei den Edentaten beobachtete an. Macropus ruficollis. Von einer genauen Beschreibung dieses Thieres kann wohl Umgang genommen werden, da sich die Verhältnisse mit denen von Halmaturus giganteus vollkommen decken. Fr Kopfarterien der Mammalia. 687 Hypsiprymnus Gemardi. Die Arteria carotis communis gibt linkerseits eine Arteria thyreoidea ab, rechterseits geht die Arteria thyreoidea erst aus der Carotis externa hervor. Bemerkenswerth ist bei diesem Thiere, dass die Arteria cervicalis ascendens fast so stark ist wie die Arteria carotis. In der Höhe des Zungenbeines spaltet sich die Arteria carotis communis in die interna und externa, von denen die letztere fast doppelt so stark ist wie die erstere. I Carotis externa: Diese gibt linkerseits die starke Arteria lingualis ab, während rechterseits dieses Gefäss fast voll- ständig fehlt. Am Unterkieferwinkel entlässt die Carotis die mässig starke Maxillaris externa, die sich in einen für die Submaxillar-Drüse bestimmten Ast und in einen, der als Arteria submentalis bis nach vorne zieht, spalteis Eine am vorderen Rande des Masseter ziehende Arterie fehlt bei diesemThiere. Ebenso ist die Arteria occipitalis rudimentär; nach Abgabe der Arteria auricularis und der mässig starken Transversa faciei und einer ebensolchen Temporalis superficialis gelangt die Carotis als Maxillaris interna an die mediale Seite des Unterkieferköpfchens. Die Maxillaris interna zieht lateral vom III. Trigeminus-Aste nach vorne, gibt die Arteria alveolaris inferior und temporalis profunda ab, gesellt sich zum Il. Aste des Tri- geminus und zieht mit diesem ins Gesicht. II. Arteria carotis interna: Diese zieht an der lateralen Pharynxwand aufwärts, gelangt an die Schädelbasis, wo sie, da auch bei diesem Thiere die untere Wand des Canalis caroticus fehlt, frei zugänglich ist. Durch einen im hinteren Keilbeinkörper gelegenen Canal gelangt die Arterie in die Schädelhöhle. Der Circulus arteriosus, die Arteriae vertebrales und die Arteria ophtalmica verhalten sich so wie die betreffenden Gefässe von Halmaturus giganteus. Didelphys dorsigera. Die Arteria carotis communis zieht astlos am Halse hinauf bis in die Höhe des Larynx. Hier gibt sie die Arteria thyreoidea ab und verschwindet unter dem Biventer, theilt sich daselbst in die Carotis interna und externa, von denen die letztere an Grösse überwiegt. I. Carotis externa: Diese gibt unmittelbar oberhalb der Theilungsstelle die Arteria lingualis ab, zieht dann aufwärts und entlässt am oberen Rande des Biventer die Arteria maxillaris externa, die stärker ist als bei den übrigen beschriebenen Marsupialiern und noch gut ausgebildet am vorderen Rande des Musculus masseter ins Gesicht tritt. Die Carotis externa selbst bildet einen lateralwärts convexen Bogen, erreicht die Fossa retromandibu- laris, wo die Arteria auricularis posterior abgeht. Hierauf wendet sich die Arterie medialwärts, entlässt die Transversa faciei und Temporalis superficialis und verschwindet medial vom Unterkieferköpfchen als Arteria maxillaris interna. Ihre directe Fortsetzung liegt lateral vom III. Trigeminus-Aste, gibt zuerst die Arteria alveolaris inferior, dann die Temporalis profunda ab und gelangt mit dem II. Aste des Trigeminus als Arteria infraorbitalis ins Gesicht. II. Carotis interna: Die Arteria carotis interna zieht von dem Musculus stylo-hyoideus und stylo-pharyngeus gedeckt auf- wärts an die Schädelbasis, legt sich hier genau so wie bei den anderen Marsupialiern vollkommen frei an die untere Fläche der Pyramidenspitze, tritt hierauf in den dem hinteren Keilbeinkörper angehörenden Knochencanal und gelangt medial vom Trigeminus an die Sella turcica. Hier entlässt die Arterie nach rück- wärts ein ziemlich schwaches Gefäss, das direct in die Arteria cerebri posterior mündet. 688 Julius Tandler, Die Arteria carotis theilt sich nun in zwei gleich starke Abschnitte: der untere Antheil bildet die sehr starke Arteria ophtalmica, welche die gesammten Gebilde der Orbita versorgt, der obere einen Truncus communis für die Arteria fossae Sylvii und corporis callosi. Die Arteriae vertebrales cerebrales sind ziemlich schwach, vereinigen sich zur Basilaris, die sich in die beiden Arteriae cerebri posteriores spaltet. Jede Cerebri posterior nimmt die schon beschriebene, aus der Carotis stammende Communicans posterior auf. Phalangista vulpina. Da sich die Verhältnisse der arteriellen Schädelgefässe mit denen bei Didelphys dorsigera beschriebenen vollkommen decken, kann von einer genaueren Beschreibung abgesehen werden. Zu bemerken wäre höchstens, dass eine an typischer Stelle abgehende Arteria occipitalis nicht auffindbar war. Der dieser Arterie zugehörige Gefässbezirk wird von der starken Auricularis posterior übernommen. Resume. Im Allgemeinen wäre bei dieser Ordnung zu bemerken, dass ihr arterielles Gefässsystem des Schädels, speciell was die Entwicklung der Arteria ophtalmica und die der Maxillaris interna anbelangt, sich eng an die beim Menschen bestehenden Verhältnisse anschliesst. Die Carotis interna ist bei dieser Thierclasse gut entwickelt. Sie verläuft frei an der unteren Fläche der Schädelbasis bis zu ihrer Durchbruchsstelle in die Schädelkapsel und führt fast allein dem Gehirne das arterielle Blut zu. Die Carotisexterna endigt in Form der Maxillaris interna, welche bei allen Vertretern lateral vom III. Trigeminus-Aste gelegen ist. Die Maxillaris interna selbst gibt nur einige Muskeläste gegen die Orbita ab. Erwähnenswerth wäre noch die verhältnissmässig schwache Ausbildung des Gesichtsantheiles der Maxillaris externa, ebenso wie die schwache Entwicklung der Arteria oceipitalis. Der proximale Abschnitt des stapedialen Gefässes ist vollständig zuGrunde gegangen. Die Vereinigung des Ramus inferior mit der Maxillaris interna muss, da diese Arterie lateral vom III. Trigeminusaste liegt, erst Schema Nr. 2. Halmaturus gisanteus. o'od A. st. A.o. Arteria ophthamlica. Die übrigen Bezeichnungen wie bei Schema |. distal von diesem eingetreten sein, sowie es das beigegebene Schema illustrirt. Vom Ramus superior bleibt der orbitale Abschnitt insoferne erhalten, als er von der mächtig entwickelten Arteria ophtalmica übernommen wird. -_ Kopfarterien der Mammalia. 659 Interessant ist bei diesen Thieren das Verhältniss der Arteria meningea media. Sie bleibt ebenfalls als ein Derivat des Ramus superior bestehen. Doch hat sie ihre Verbindung mit dem proximalen Abschnitte des stapedialen Gefässes, da dieses selbst zu Grunde geht, verloren, dafür aber secundär eine Verbindung mit der Oceipitalis, respective mit dem diese vertretenden Aste der Auricularis acquirirt, so dass bei diesen Thieren, die bezüglich der übrigen Gefässentwicklung des Schädels den hochstehenden Mammaliern ähneln, sich gerade bezüglich des vorerwähnten Gefässbezirkes Verhältnisse finden, welche sich denen der Edentaten und Monotremen anreihen. Betreffs des Circulus arteriosus ergab sich Folgendes: Da die Arteriae vertebrales in Rückbildung begriffen sind, wird die Arteria carotis immer mehr und mehr das Hauptgefäss des Gehirnes. Diese Rück- bildung ist klar ersichtlich schon aus dem Umstande, dass die Arteria basilaris nach rückwärts hin mehr und mehr an Lumen verliert. Die Arteria communicans posterior hat sich erweitert, so dass die Carotis interna sich an ihrem Ende in einen Ramus anterior i. e. Arteria fossae Sylvii und einen Ramus posterior, i. e. Communicans posterior spaltet. Die Arteria cerebri post. erhält auf diese Weise ihr Blut hauptsächlich aus der Carotis und erscheint als die starke Fortsetzung der Communicans posterior. Die Art. ophtalmica geht gerade an der Theilungsstelle der Carotis in die beiden Rami hervor. III. Edentata. Dasypus novemcinctus. Dasypus villosus. (Bradypus torquatus. Chlamydophorus truncatus. Manis macrura. Myrmecophaga tamandua. Orycteropus capensis.) Von den verschiedenen Autoren, welche sich mit der Anatomie dieser Thiere beschäftigt haben, sind die meisten auf die Untersuchung der bei diesen Thieren vorkommenden Wundernetze ausgegangen, ohne auf die genaueren Verhältnisse der Schädelarterien Rücksicht zu nehmen. Dies gilt von Stannius, Vrolik, Allmann und anderen, mit Ausnahme Hyrt!'s. Auch in der Monographie «anatomische Untersuchungen über die Edentaten» von Wilhelm von Rapp ist nichts über die Schädelgefässe enthalten. Es genügt daher vollkommen, die ausgezeichneten Untersuchungen Hyrtl's über diesen Gegenstand zu berücksichtigen. Hyrti hat diese in einer Reihe von Abhandlungen in der Wiener Akademie der Wissenschaften niedergelegt. Im ganzen hat er Manis macrura, Myrmecophaga tamandua, Dasypus novem- cinctus, Bradypus torguatus, Orycteropus capensis und Chlamydophorus truncatus untersucht und beschrieben. Mir selbst stand nur ein Exemplar von Dasypus novemeinctus, eines vom Dasypus villosus und der macerierte Schädelvon Myrmecophaga jubata zur Verfügung. Ich will daher zuerst dasjenige, was Hyrtl über Dasypus novemceinctus angibt, in Kürze besprechen und die für meine Untersuchungen meritorischen Befunde beidenvorhin erwähnten von Hyrtl untersuchten Edentaten anführen, um dieselben in der Zusammenfassung über diese Thierclasse in Erwägung zu ziehen. Meine Untersuchungen über Dasypus novemeinctus konnten die Resultate Hyrtl’s im grossen und ganzen bestätigen. Die einzelnen Differenzpunkte sind bei der Beschreibung selbst angeführt, so dass man von einem weiteren Citieren der Hyrtl’schen Angaben hier wohl Umgang nehmen kann. Erwähnen will ich nur hier, dass Hyrtl die Arteria diploätica magna, deren Morphologie später besprochen werden soll als ein nur bei den Edentaten vorkommendes Gefäss betrachtet, während dem es, wie wir gesehen haben auch bei Echidna genau so gut entwickelt vorkommt und sich auch theilweise bei den Marsupialiern findet. Hyrtl schreibt nämlich auf pag. 24 seiner »Beiträge zur vergleichenden Angiologie« V. »Das Arterielle Gefässsystem der Edentaten«: ... . »ich nenne sie deshalb Arteria diploötica magna. Diese nur bei Edentaten vorkommende Arterie« .... etc. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 87 690 Julius Tandler, Dasypus novemeinctus. Die Arteria carotis communis gibt in der Höhe der Glandula thyreoidea die Arteria thyreoidea ab. Die Carotis communis zieht nun weiter und theilt sich in der Höhe des Larynx wie folgt: nach vorne zieht ein ganz kurzer Truncus ab, der sich sofort in die Arterialingualis und maxillarisexterna theilt. Nach hinten entwickelt sich ebenfalls ein ganz kurzer Truncus als gemeinsamer Ursprung der Carotis interna und Arteria occipitalis (Fig. 4.), Taf. II. I. Car otis externa: Zwischen den beiden Trunei in der Mitte befindet sich die Fortsetzung der Carotis externa. Die Arteria lingualis ist nicht immer gleichmässig auf beiden Seiten entwickelt insoferne, als manchmal die rechte, manchmal die linke an Stärke zu prävalieren scheint. Die Arteria maxillaris externa gibt zuerst einen mächtigen Ast an die bis an die Clavicula reichende Parotis ab, zieht hierauf nach vorne, entlässt die ziemlich starke Arteria submentalis und zieht am vorderen Rand des Musculus masseter über den Unterkiefer ins Gesicht. Daselbst löst sie sich sofort pinselförmig in eine Reihe von Zweigen auf, die untereinander anastomosieren, wie das genauer Hyrtl in seinen «Beiträgen zur vergleichenden Angiologie» beschreibt. Nach Abgabe der beiden eben beschriebenen Arterien gelangt die Fortsetzung der Carotis externa hinter den Unterkieferwinkel und von hier durch die Fossa retromandibularis bis in die Höhe des Unterkieferköpf- chens. An diesem angelangt beschreibt das Gefäss einen nach aufwärts kurzen Bogen und liegt hierauf medial vom Unterkiefer. Bis dorthin, entlässt sie eine schwache Arteria auricularis posterior, einige nutritive Gefässe für die Musculatur und Speicheldrüse, um endlich auf der Höhe des Bogens eine mässig starke Transversa faciei und Temporalis superficialis abzugeben. Der Theil des Gefässes, der medial vom Unterkiefer liegt, muss wohl als Arteria maxillaris interna bezeichnet werden. Dieses Gefäss zieht nun nach vorne und kreuzt den III. Trigeminusast an dessen medialer Seite. An der Kreuzungsstelle entlässt es die Arteria alveolaris inferior, welche mit dem Nervus alveolaris inferior in den Unterkiefer zieht. Die Arterie zieht dann weiter, gelangt an die untere Fläche der Orbita, gibt eine oder zwei Arteriae temporales ab und gesellt sich zum II. Aste des Trigeminus. Im hinteren Winkel der Orbita zweigt von der dorsalen Wand des Gefässes ein ziemlich mächtiger Ast ab, der den Nervus opticus lateral umgreifend, sich mit dem orbitalen Ende der Arteria stapedia verbindet. Sein näheres Verhalten folgt später. Hyrtl nennt dieses Gefäss «arteria orbito-ethmoidalis». Die Maxillaris interna sendet nun durch das Foramen sphenopalatinun noch eine mächtige Arterie ab und theilt sich derart, dass ein schwacher Ast bei dem Nervus infraorbitalis bleibend mit ihm durch den gleich- namigen Canal zieht, während der übrige Abschnitt, in mehrere parallele Äste gespalten, an der Aussenfläche des Oberkiefers gesichtswärts läuft. Il. Carotis interna: Diese zieht von ihrem vorhin erwähnten gemeinsamen Ursprunge mit der Arteria oceipitalis, diese in schwachem Bogen medialwärts kreuzend cranialwärts. Das Gefäss gelangt nun an die Schädelbasis, etwas vor dem Foramen jugulare gelegen und biegt hier medialwärts um. Es verlauft hierauf entlang dem häutigen Bodenantheil des Cavum tympani, und gelangt auf diese Weise bis an die Schläfenbeinspitze‘ Dasypus novemeinetus besitzt nämlich noch kein Os tympani, sondern einfach einen Annulus tympanicus und die mediale Partie des Bodens der Paukenhöhle bleibt bindegewebig. Am macerierten Schädel ist daher das Promontcrium von unten her frei sichtbar. Durch dieses eigenthümliche Verhalten kommt es, dass die untere Wand des Canalis caroticus vollkommen fehlt, durch welchen Umstand das Gefäss in demjenigen Theil, der der ersten Krümmung unserer Carotis entspricht, bei der Präparation von unten her bis in die Gegend der lateralen Pharynxwand freiliegt. Ft Kopfarterien der Mammalia. 691 Die Arteria carotis interna kommt nun an der Spitze der Schläfenbeinpyramide im Schädelcavum zum Vorschein, lagert sich hierauf, medial vom mächtigen Trigeminus gelegen in eine Rinne des Keilbeins, um an der flachen Sella tureica ziemlich weit rückwärts die Dura mater zu perforiren. AnderPerforationsstelle gibtdie Arterie selbst eineganz schwache Ophtalmica ab und theiltsich hierauf in zwei Äste: der eine, mediale, ist die Arteria corporis callosi, der andere, laterale die Arteriafossae Sylvii. Ausjeder der beiden entwickelt sich ein kleiner Ast, die zusammen eine etwas mächtigere Arteria bulbina für den Bulbus olfactorius liefern. Jede Arteria fossae Sylvii hängt mit der Arteria cerebri profunda durch eine schwache Arteria communicans posterior zusammen. (Fig. 5.) Die mittelstarken Arteriae vertebrales vereinigen sich am Clivus zur starken Basilaris, die sich am vorderen Clivus-Ende in die beiden Cerebri profundae theilt. Die Thiere haben also einen vollkommen abgeschlossenen Circulus arteriosus, der sich von dem der höchst gestellten Säugethiere fast gar nicht unter- scheidet. III. Die Arteria occipitalis: Diese gelangt als überaus mächtiges Gefäss in typischer Weise gegen den Nacken und gibt hier eine Reihe von Ästen an die Nackenmusculatur ab. Einen diese Arterie direct mit der Vertebralis verbindenden Ast, wie ihn Hyrtl beschreibt, konnte ich nicht finden. Der Hauptabschnitt der Arterie lagert sich in einen Knochencanal, der in der Pars mastoidea ossis temporalis gelegen ist. Die Arterie verläuft hier in der Diplo&, ist auch am eröffneten Schädel von der hinteren Schädelgrube aus sichtbar, biegt nach kurzem Verlaufe nach vorne um und zieht nun im Bogen durch den lateralen Anfangstheil der oberen Kante der Schläfen- beinpyramide hindurch. (Fig.5.) In der mittleren Schädelgrube wird das Gefäss wieder sichtbar, gibt hier die Arteria meningea media ab und verläuft, immer subdural bleibend nach vorne; das Gefäss durchzieht nun im Bereiche der grossen Keilbeinflügel in eine Rinne aufgenommen die mittlere Schädelgrube, und gelangt durch ein Foramen der hinteren Orbital-Wand in die Orbita. Hier nimmt sie den von der Arteria maxillaris interna stammenden Ramus orbitalis auf, zieht dann in ihrer directen Fortsetzung als mächtige Arteria ethmoidalis weiter und gelangt in den Schädel retour auf die Lamina cribrosa. Sie versorgt auch mit einigen kleineren Ästen die Augenmuskeln. Inwieweit sie sich bei Bildung der Arteriae ciliares betheilt, konnte ich nicht eruiren. Hyrtl nennt diese Arterie, von der Stelle an, wo sie die Diplo& betritt »Arteria diplo@tica magna« und betrachtet sie als ein nur den Edentaten zukommendes Gefäss. Ich glaube, dass der Abschnitt der Arterie, derschnauzenwärts von der Pyramidenkante liegt, das Stück also nach Abgabe der Arteria meningea media, den Ramus superior arteriae stapediae repräsentirt; sowohl sein distales Verhalten in der Orbita, als auch seine Verlaufsweise in der mittleren Schädelgrube sprechen für diese Annahme. Es liesse sich demnach das Gefäss derart erklären, dass man annimmt, der Ramus mastoideus dieser Thiere sei sehr stark enwickelt und gehe eine secundäre Verbindung mit der Arteria stapedia ein. Die übrigen Abschnitte der Arteria stapedia aber gingen zu Grunde. (Siehe Schema.) Dasypus villosus. Da von diesem Thiere ein ganz frisches Exemplar in meinen Besitz gelangte, war ich in die Möglichkeit versetzt, durch eine vollkommen gelungene Injection die bei Dasypus novemeinctus, als an einem Alkohol Exemplare, an dem ja die Injection nie so tadelios gelingt, erhobenen Befunde zu controliren. Ich will daher hier nur dasjenige anführen, was gegenüber Dasypus novemeinctus different ist oder was an diesem - besser inicirten Präparate genauer zu verfolgen war. Vor allem soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei diesem Thiere kein Wundernetz der Maxillaris externa vorhanden ist, wie es H yrtl für Dasypus novemeinctus beschreibt, dessen Befund ich auch bestätigen konnte, sondern eine einfache Maxillaris externa. 692 Julius Tandler, Bezüglich des Verlaufes der Arteria carotisinterna ergab sich folgendes. Ursprung und anfäng- licher Verlauf deckt sich vollkommen mit dem bei Dasypus novemceinctus. Während aber dort die untere knöcherne Wand der Paukenhöhle fehlt, ist sie hier vollständig und es ergiebt sich hieraus sofort das Vor- handensein einer unteren Wand des Canalis caroticus. Bei Dasypus novemciuctus war das Verhälniss der Arteria ophtalmicazu den Ciliararterien nicht eruirbar; bei Dasypus villosus war unzweifelhaft festzustellen, dass die Arteriae ciliares aus dem oberen Aste des stapedialen Gefässes stammen. während die Arteria ophtalmica, deren Ursprung sich mit dem beim neun- gliederigen Gürtelthier beschriebenen vollkommen, deckt, nur zur Arteria centralis retinae wird. Die übrigen Verhältnisse der Orbita, des Ramus orbitalis, der Maxillaris interna, der Verlauf der Arteria oceipitalis und deren peripheres Verhalten sind bei beiden Thieren congruent. Von Interesse ist nur noch das Verhältniss der Maxillarisinterna zum III. Aste des Trigeminus. Während diese Arterie bei Dasypus movemcinctus einfach medial vom Ill. Trigeminus Aste vorüber- streicht, bildet sie hier einen vollkommen geschlossenen Ring um diesen Nerven derart, dass ein Theil des Gefässes medial, der andere lateral vom Ill. Aste nach vorne zieht. Fig. 6, Taf. I. Die beiden vereinigen sich wieder vor dem III. Trigeminus Aste. Inwieweit diese Inselbildung für die Erklärung der Maxillaris interna von Belang ist, werde ich an geeigneter Stelle zu erörtern Gelegenheit nehmen. Bradypus torquatus. (Nach Hyrt!..) Die Carotiden dieses Thieres beschreibt Hyrtlin einer separaten Abhandlung unabhängig von seiner zusammenfassenden Arbeit über das Gefässystem der Edentaten, wo über die Carotiden nichts geschrieben wurde. Die Carotis communis gibt noch vor ihrer Theilung die Arteria thyreoidea ab; die Theilung selbst in die Carotis interna und externa, zwischen welche Gefässe sich das grosse Zungenbeinhorn einschiebt, findet «über dem ersten Halswirbel» statt. Kearoristexterna. Diese entsendet zuerst dieArterialingualis, hierauf die Palatina ascendens. Nun lässt Hyrtl auch die Alveolaris inferior daselbst entstehen, ein Befund, den ich mir absolut nicht erklären kann. Die Carotis externa gibt auch die Arteria occipitalis ab, welche, soweit dies ersichtlich, eine Arteria diplo&tica magna im Sinne Hyrtl's liefert. Die Fortsetzung der Carotis externa gelangt als Maxillaris interna medial vom Unter- kiefer und entlässt folgende Zweige: 1. Arteria temporalis profunda, welche das von Hyrtl »Retetemporale« genannte Wundernetz bildet. 2. Vier aufsteigende Äste, die das Rete ophtalmicum bilden, welches im hinteren Winkel der Orbita untergebracht, die Gebilde der Augenhöhle mit Ausnahme des Bulbus versorgt. 3. Die Arteria infraorbitalis, welche das Rete infraorbitale bildet. II. Arteria carotisinterna. Ihr Verlauf bis in die Schädelhöhle ist nicht genauer beschrieben. An einem macerierten Schädel eines Bradypus, der mir zur Verfügung stand, fand ich den Canalis caroticus ganz kurz unmittelbar an der Spitze der Schläfenbeinpyramide die Basis cranii durchsetzen. Da das Thier nur einen Annulus tympanicus besitzt, die knöcherne untere Wand des Cavum tympani also fehlt, dürften sich auch hier ähnliche Verhältnisse ergeben wıe bei Dasypus novemeinctus. In die Schädelhöhle eingetreten, bleibt die Carotis interna eine Strecke weit subdural, um an der Seite der Hypophysis die Dura zu perforiren und in einen vorderen und einen hinteren Ast zu zerfallen. Vom vorderen Aste geht die Arteria ophtalmica ab, bevor derselbe in die Corporis callosi und die Fossae Sylvii zerfällt. m PETE > EDDIE TEREN ee Kopfarterien der Mammalia. 693 Chlamydophorus truncatus. (Nach Hyrt!].) Man kann wohl sagen, dass, soweit dies aus der kurzen Beschreibung über die Schädelgefässe dieses Thieres ersichtlich ist, dieselben Verhältnisse vorliegen, wie bei Dasypus novemeinctus. Hyrtl findet auch hier eine Arteria diplo&tica magna, eine Maxillarisinterna und sagt dann schliesslich »quae vasa nec decursu nec ramificatione insolita a Dasypodibusdistinguntur. Carotis internaiisdem deceurrendi legibus paret, quas in Dasypode novemeincto valere, loco supra citato scripsimus.« Manis macrura. (Nach Hyrtl.) Die Carotis communis theilt sich noch unterhalb des Schildknorpels in die Carotis externa und interna, welche wie beim Menschen, die innere nach aussen, die äussere nach innen gelagert sind. I. Carolis externa. Diese bietet nachstehende Astfolge dar: 1. Äste für die Kehlkopfmuskeln. 2. Die starke Arteria lingualis. 3. Rami für die Glandula submaxillaris. 4. Die Arteria occipito-temporalis mit einem Ramus occipitalis für das Hinterhaupt und einen ramus temporalis für die Schläfengegend. 9. Die Maxillaris externa. Nun wird die Carotis externa zur Arteria maxillaris interna. Diese krümmt sich vor dem Pauken- knochen nach ein- und aufwärts zur Schädelbasis. Es ist hier leider nicht angeführt, ob sie medial oder lateral vom Ill. Trigeminus-Aste verläuft. Die Maxillaris interna entlässt die alveolaris inferior, einen Ramus orbitalis für den Sehapparat, sowie Rami pharyngei und ethmoidales. II. Carotis interna. «Die carotis interna versorgt nurmit einem kleinen Nebenaste das Gehirn. Unmittelbar an ihrem Ursprung gibt sie einen Muskelzweig zu den tiefen Halsmuskeln, krümmt sich hierauf nach innen und oben zu den hinter dem Paukenknochen befindlichen, unteren Öffnung des Canalis caroticus schickt in die Paukenhöhle einen nicht unbeträchtlichen Ramus tympanicus, derüber das Promontorium aufsteigt und an den starken Nervus facialis sich anlegt und betritt hierauf die Schädelhöhle.» Die Fortsetzung derCarotis interna mündet in die beiden starken Spaltungsäste der Arteria basilaris und drückt hiedurch die Betheiligung der Carotis interna an der Ernährung des Gehirnes aus. Die vorher abgehende Arteria ophtalmica ist viel stärker als die Fortsetzung derCarotis selbst, gelangt in die Augenhöhle, liefert hier die Ciliararterien die Rami frontales und ethmoidales. Sie entlässt auch eine in die Schädelhöhle. rücklaufende Arteria meningea. Myrmecophaga tamandua. (Nach Hyrtl.) . Die Carotis communis theilt sich in der Höhe des Zungenbeinhornes in die Carotis externa und interna I. Carotis externa. Diese entlässt zuerst die Arteria occipitalis, aus welcher nebst einigen Muskelzweigen und einigen Ästen für das äussere Ohr die von Hyrtlals Arteria diplo@ticamagna bezeichnete Arterie stammt und die sich von der gleichnamigen Arterie bei Dasypaus nur durch eine Anastomose mit der Arteria temporalis und dadurch unterscheidet, dass sie soweit dies aus Hyrtl's Beschreibung zu entnehmen ist, die Beziehung zur Orbita verloren hat. Morphologisch gilt dasselbe, was bei Dasypus über dieses Gefäss gesagt wurde. Der 694 Julius Tandler, nächste Ast, den die Carotisexterna entlässt, ist die Arteria maxillaris externa. Die eigentliche Fortsetzung der Carotis bezeichnet Hyrtl eigenthümlicher Weise als Arteriatemporo-maxillaris, obwohl er selbst angibt, dass sie sich am Unterkiefergelenke in zwei Äste theilt von denen der eine vor dem Ohre hinaufzieht und hier wie bereits erwähnt, mit der Arteria diploötica magna anastomosiert, währenddem der andere sich in die starke Arteria transversa faciei und die Arteria maxillaris interna theilt. Man kann selbsverständlich von dieser Bezeichnung vollkommen absehen und die Arteria carotis externa nach Abgabe der Temporalis und Transversa faciei einfach in die Maxillaris interna übergehen lassen. Die Arteria maxillaris interna zieht medial vom Kinnbackengelenke, (es ist auch hier nichts über ihre Lage zum IIl. Aste des Trigeminus gesagt) entlässt die Arteria alveolaris inferior, versorgt von unten her den Inhalt der Orbita und zieht mit dem Nervus infraorbitalis nach vorne. Il. Arteria carotisinterna. Diese zieht unter dem grossen Zungenbeinhorne zur knöchernen Paukenblase und tritt in die Höhle derselben durch ein Loch ein, welches in der Naht zwischen Bulla und dem Hinterhauptbeine angebracht ist. Die Arterie verläuft nun in einer Furche des Promontoriums freiin der Paukenhöhle, gelangt in das Schädelcavum, gibt hier die Arteria ophtalmica ab, welche bloss den Bulbus oculi, nicht aber seine Umgebung versorgt und implantiert sich in den Cireulus arteriosus. Während ihres Verlaufes durch die Paukenhöhle entlässt die Carotis interna eine ganz schwache Arteria stapedia, welche zwischen den Crura stapedis hindurchzieht. Über ihr näheres Verhalten ist aus Hyrtl's Schrift nichts zu ersehen. An dem mir zur Verfügung stehenden macerierten Schädel von Myrmecophaga jubata konnte ich sowohl den Eintritt der Arteria carotis interna in die Paukenhöhle, als auch ihren Verlauf deutlich nachweisen; es zieht nämlich die Arterie in einer in die mediale und hintere Bullawand eingeschnittenen Rinne zuerst aufwärts, biegt dann plötzlich nach vorne um und verläuft in einer Knochenrinne am unteren Abhange des Promontoriums. Orycteropus capensis. (Nach Hyrtl.) Von Orycteropus besass Hyrtl, wie er selbst sagt, nur ein schlecht conserviertes Exemplar. Er gibt daher auch keine Beschreibung der Arterien; hingegen findet sich in seiner Arbeit «zur vergleichenden Anatomie der Trommelhöhle» (Wien, 1848) unter der Überschrift: «Steigbügelarterie von Orycteropus und Myrmecophaga »eine Bemerkung, welche wie ich glaube, für meine Untersuchungen von Bedeutungist. Es heisst dort: «Vom Promontorium, welches wie bei allen Edentaten nur wenig vorspringt, geht ein kurzes breites und straffes Band zur fibrösen Scheide des in der Paukenhöhle freilaufenden Nervus communicans faciei. Dieses Ligament geht zwischen den Schenkeln des weitgespaltenen Steigbügels durch, und theilt den Raum der Intercruralöffnung in zwei kleinere Löcher. Das obere dient zum Verlauf einer Arterie, welche durch ein an der hinteren Wand des Paukenknochens befindlichesLoch in die Trommelhöhle gelangt, und auf dem Promontorium in einer ziemlich tiefen Rinne zum Stapes emporsteigt, um zwischen den Schenkeln hindurch zur oberen Wand der Trommelhöhle zu gehen, und durch dieselbe in das Cavum cranii zu treten. So viel ich an dem äusserst übel zugerichteten Schädel, den ich vor mir hatte, ausmitteln konnte, scheint das Gefäss ein Seitenast der Arteria maxillaris interna zu sein, welcher nicht in der Schädelhöhle bleibt, sondern mit dem zweiten Aste des Trigeminus aus ihr tritt und sich zur Augenhöhle begibt, wo er als Arteria infraorbitalis verläuft. Ob er inder Schädelhöhle einen Ast zum Gehirne gibt,und dadurch die Bedeutung einer carotis interna anprechen könnte, war nicht zu ermitteln. Ein ähnliches Gefäss, aber bedeutend schwächer and ich bei Myrmecophaga tamandua und es ist somit sicher gestellt, dass eine sogenannte Steigbügel-, arterie nicht bloss bei den bekannten Arten der Chiropteren, Nager und Insectivoren, sondern auch bei den genannten Gattungen der Zahnlosen vorkommt.» Resume. Die Betrachtung dieser Ordnung ist deshalb besonders instructiv, weil sie fast in Beziehung aller hier in Frage kommenden Gefässabschnitte verschiedene Entwicklungsstadien repräsentiert. et Kopfarterien der Mammalia. 695 Die Arteria carotis interna ist beider ganzen Classe gut entwickelt. Interessant ist ihre Topographie zur Paukenhöhle. Während sie bei Myrmecophaga noch frei in der Paukenhöhle liegendüber dasPromontorium hinwegzieht,ein Verhältnis, demwir noch beiden Rodentia,Insectivora und Chiroptera begegnen werden, liegt sie bei Dasypus novemcinctus der unteren, häutigen Paukenhöhlenwand an, ohne dass es noch zur Bildung eines auch von unten her abgeschlossenen Canalis caroticus gekommen wäre, ein Ereignis, das sich bei dem mit einer knöcheren, bullös aufgetriebenen unteren Paukenhöhlenwand versehenen Dasypus villosus bereits vollzogen hat. Bezüglich der Carotis externa wäre zu erwähnen: nach Abgabe der Maxillaris externa, welche sich bei einigen Edentaten in ein Wundernetz auflöst, und nach Abgabe der Temporalis superficialis wird die Arterie zur Maxillaris interna. Es ist also auch hier schon die Verbindung der carotis externa mit dem stapedialen Gefässe eingetreten Bei Dasypus novemcinctus und villosus konnte ich constatieren, dass diese Verbindung noch hinter dem IN. Trigeminus-Aste eintritt, da ja die Maxillaris interna medial von diesem situiert ist. Besonders interessan ist diesbezüglich das schon früher beschriebene VerhältniS bei Dasypus villosus. Selbst wenn der beschriebene Fall eine Varietät vorstellt, ist er auch als solche für die hier vorwaltenden Verhältnisse charakteristisch. Die bei diesem Thiere gefundene Inselbildung erklärt, wie ich glaube, zur Genüge das Verhältnis der Maxillaris interna zu diesem Nerven. Je nachdem der eine oder der andere der beiden den Trigeminus umgreifenden Äste sich entwickelt, während der andere zurückbleibt, liegt die Arterie medial oder lateral vom Trigeminus. Die Maxillarisinternagibtauch, soweit diesaus der Beschreibung ersichtlichist, einenRamus orbitalis ab. Bezüglich der Arteria stapedia bei den Edentaten gilt folgendes: Fast jeder Theil der Arteria stapedia ist bei dieser Thierclasse als persistent nachweisbar; während dem bei Dasypusund Manis der proximaledurch die Stapesschenkeln durchziehende Theil fehlt, ist. derselbe bei Myrmecophaga und Orycteropus vollkommen entwickelt. Bei Myrmecophaga scheint nur in Fortsetzung des Hauptstammes der Ramus superior erhalten geblieben zu sein, während bei Orycteropus derRamus inferior in Verbindung mit dem Hauptstamme persistent Schema Nr. 3. Dasypus novemeinctus. 0. Arteria oceipitalis. Diese tritt hier secundär mit dem distalen Abschnitte des Ramus superior arteriae stapediae in Verbindung. Im Übrigen vergl. Schema Nr. 1. geblieben zu scheint. Bei Dasypus geht wie erwähnt, der proximale Abschnitt vollkommen zu Grunde; vom Ramus inferior erhält sich selbstverständlich das Stück vom Trigeminus-Aste distalwärts. Vom Ramus 696 Julius Tandler, superior erhält sich die Arteria meningea media und der distal von ihr gelegene Abschnitt. Nur tritt dieser Abschnitt bei Dasypus, Myrmecophaga und Bradypus secundär so ähnlich wie bei Echidna und den Marsupialiern mit der Oceipitalis in Verbindung. Bei Manis macrnura hingegen geht die gesammte rück- wärtige Bahn zu Grunde und es erhält sich nur das Stück des Ramus superior zwischen Meningea media und Orbita, so dass die Meningea media dieser Thiere ihr Blut rückläufig aus der Orbita bezieht. Wenn man daher aus dem beigelegten Schema, das für Dasypus novemeinctus Geltung hat, nur einfach die einzelnen, hier nicht entwickelten Gefässabschnitte, sich in dem speciellen Falle entwickelt, andere, hier wohl entwickelte, im speciellen Falle rückgebildet vorstellt, ist man wohl im Stande die Arterien- verhältnisse der einzelnen Edentaten ganz gut zu dedueieren. Bezüglich des Circulus arteriosus wäre zu erwähnen, dass sowohl Carotis als Arteriae vertebrales fast in derselben Weise betheiligt sind wie beim Menschen. Die Arteria ophtalmica entwickelt sich aus der Carotis interna noch vor deren Theilung, ist sehr schwach und bildet nur das nutritive Gefäss des Bulbus, da der übrige Inhalt der Orbita sowohl vom Ramus superior der Arteria maxillaris primaria als auch vom Ramus orbitalis versorgt wird. IV. Perissodactyla. Equus caballus. Über den wichtigsten und am leichtesten zugänglichen Vertreter dieser Ordnung, über das Pferd, existiren selbstverständlich in den verschiedenen Handbüchern der Anatomie der Haussäugethiere ziemlich genaue Beschreibungen der Arterienabschnitte, die hierinFrage kommen. Unter denlandläufigen Anatomiendes Pferdes seien hier nur die von Frank, Leyh und F. Müller erwähnt. Da selbstverständlich den Autoren vergleichend anatomisches Material abging, finden sich häufig Angaben, welche wohl für das betreffende Thier, also das Pferd, zweckmässig erscheinen mögen, morphologisch aber sicherlich nicht haltbar sind. So nennt z. B. Frank das aus der Maxillaris interna stammende Gefäss, welches in die Orbita zieht und hier sämmtliche Gebilde versorgt, »Arteria ophtalmica«, ebenso wie es Leyh bezeichnet. Währenddem aber der erstere Autor die Arteria centralis retinae von der Maxillaris interna entstehen lässt, sagt Leyh ausdrücklich: »Aus dem vorderen Aste (der Arteria carotis interna) nehmen folgende Gefässe ihren Ursprung: ...../) die Central-Arterie der Netzhaut.« Es ist also bei diesen Thieren, wie ich mich auch selbst über- zeugt habe, dasRudiment der primären Arteria ophtalmica in Form der Centralis retinae erhalten; das aber von den Autoren als Arteria ophtalmica bezeichnete Gefäss wäre vergleichend anatomisch so zu erklären wie es im Resume geschehen soll. Ein durch die Fissura Glaseri von der Maxillaris interna abziehendes Gefäss beschreibt Frank, bei den anderen Autoren habe ich eine Angabe darüber nicht gefunden. Hingegen schreibt Hyrtl in der vergleichenden Anatomie des inneren Gehörorganes ausdrücklich, dass er bei einem neugeborenen Pferdefüllen die Steigbügelarterie vorgefunden habe. Trotz der, wie erwähnt, ziemlich genauen Beschreibungen, die über das Pferd existiren, habe ich mich dennoch veranlasst gesehen, der Voll- ständigkeit halber auch dieses Thier genau zu untersuchen und hier zu beschreiben. Equus caballus. Nach Abgabe der Arteria thyreoidea zieht die Arteria carotis communis cranialwärts und theilt sich, von der Parotis gedeckt, in der Höhe des Biventer in drei Äste,'derart, dass der erste, der medialen und hinteren Wand entsteigend, gleichzeitig der schwächste ist, währenddem der die directe Fortsetzung der Carotis bildende der stärkste ist. Zwischen beiden entspringt aus der lateralen Wand der Arterie der mittelstarke III. Ast. Das zuerst erwähnte Gefäss ist die schwache Carotis interna, das zweite Gefäss die mächtige Carotis externa und die dritte die Arteria oceipitalis. Kopfarterien der Mammalia. 697 ano szexterna: Die Carotis externa zieht ein kurzesStück cranialwärts und gibt hierauf einen mächtigen Truncus com- munis für die Lingualis und Maxillaris externa ab. Es geschieht dies in der Höhe des Os hyoideum. Frank lässt die Carotis externa sich hier in die » äussere und innere Kinnbackenarterie« theilen, bezeichnet demnach schon das Stück vom Abgange des Truncus communis bis zum Unterkieferköpfchen, das ich conform mit den anderen Thieren als Carotis externa bezeichne, als Maxillaris interna. a) Die Lingualis entspringt einige Centimeter nach der Entwicklung des Truncus communis und zieht zur Zunge; b) die Maxillaris externa gelangt am vorderen Rande des Masseter ins Gesicht und verzweigt sich daselbst. Die Fortsetzung der Carotis externa zieht, vom hinteren Bauche des Digastricus gedeckt aufwärts, bildet einen lateral convexen Bogen um den Zungenbeinapparat herum, gelangt hierauf in die Fossa retro- mandibularis und von hier bis in die Höhe des Unterkieferköpfchens. Hier wird sie zur Arteria maxillaris interna. Bis dahin gibt sie nebst einigen Drüsenästen die mächtige Auricularis posterior und die schwächere Aurieularis anterior ab. Gerade an der Umbiegungsstelle zur Maxillaris interna entspringt aus ihr ein Truncus communis, der sich nach kurzem Verlaufe in die Arteria Temporalis superficialis und transversa faciei theilt. Arteria maxillaris interna: Medial vom Unterkiefer gelegen, zieht die Arterie nach vorne und wird vom III. Aste des Trigeminus an ihrer lateralen Seite gekreuzt. An der Kreuzungsstelle entlässt sie die Arteria alveolaris inferior, die mi dem gleichnamigen Nerven in den Unterkiefer zieht. Hierauf entsendet die Arterie noch die Temporalis pro- funda und einenach rückwärts ziehende, ganzschwache Arterie, die durch die Fissura Glaseri in die Pauken- höhle gelangt. Frank bezeichnet sie als »Arteriatympanica«. Die Maxillaris interna tritt nun in den kurzen Canalis pterygoideus ein, durchläuft denselben, um am vorderen Ende des Canales in ihre Endäste zu zerfallen. Die directe Fortsetzung des Stammes zieht mit demII. Aste des Trigeminusin den Canalis infraorbi- talis und gelangt als Arteria infraorbitalis ins Gesicht. Am Austritt aus den Canalis pterygoideus entwickelt sich aus der Maxillaris interna ein mächtiges Gefäss, das sofort nach seinem Entstehen die Periorbita durch- bricht und sich folgendermassen verhält: Es gibt Äste ab an die unteren Augenmuskeln, dann die Arteriae ceiliares und spaltet sich schliesslich in die Arteria lacrymalis, frontalis und ethmoidalis, liefert also sämmtliche Gefässe der Orbita mit Ausnahme der Centralis retinae. Ausser dieser Arterie gibt die Maxillaris interna medialwärts die mächtige Sphenopalatina und lateral- wärts die Bucco-labialis ab. Il. Arteria carotis interna: Diese Arterie bildet, wie schon erwähnt, den schwächsten der drei Äste, zieht gegen die Bulla aufwärts, gelangt an deren mediale Seite und erreicht hier die Schädelbasis. Die Bulla selbst ist sehr klein und kantig. Die Schädelbasis ist an dieser Stelle durch die Vereinigung des Foramen lacerum anticum und posticum, sowie der Foramina ovale und rotundum stark defect. Am frischen Objecte ist hier eine Fibrocartilago eingeschaltet. Die Arteria carotis gelangt nun an die Spitze der Schläfenbeinpyramide, die frei in den grossen Knochendefect sieht, kommt an die Oberfläche der Fibrocartilago zu liegen und gelangt in den Sinus cavernosus. Hier verläuft die Arterie medial vom Trige- minus zur Seite der Sella turcica. Noch immer subdural gelegen, entlässt die Arterie einen mehr oder minder mächtigen Verbindungsast zu der anderseitigen Carotis, der, am hinteren Rande der Sella tureica gelegen, die Schädelbasis kreuzt. Diese Verbindung zwischen den beiden Carotiden scheint bezüglich ihrer Stärke zu variiren. In einem von mir untersuchten Falle waren statt eines mehrere solche Verbindungsäste vor- handen, die noch untereinander anastomisırten, so dass das Ganze fast wie ein beginnendes Wundernetz aussah. Dort, wo die Carotis interna die Jura mater perforirt, theilt sie sich sofort in einen Ramus anterior und posterior. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. I.NVII Bd. 88 698 Julius Tandler, a) Der Ramus anterior spaltet sich in die Arteriae fossae Sylvii und corporis callosi, von denen die beiden letzteren durch die Communicans anterior verbunden sind. Ausserdem gibt der Ramus anterior gerade an seiner Ursprungsstelle noch die ganz dünne Arteria centralis retinae ab, die durch das Foramen optieum in die Orbita zieht; b) der Ramus posterior repräsentirt wohl die stark ausgeweitete Communicans posterior, welche nach Abgabe der Arteria cerebri profunda, mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite zur Basilaris zusammenttritt. Die Basilaris selbst wird nach rückwärts an Caliber immer schwächer und schwächer. Die Arteria oceipitalis, welche, wie gesagt, bedeutend stärker ist als die Carotis interna und in ihrem Ursprunge etwas variirt, kreuzt die Carotis an deren lateralen Seite und zieht gegen das Hinterhaupt aufwärts. Hier gibt sie zuerst eine Reihe von Muskelästen an die Nackenmuskulatur ab und theilt sich in eine Arteria mastoidea, welche, in der Diplo& sich verzweigend, weit nach vorne zu verfolgen ist und in einen Ramus descendens, der in einem dem Foramen transversarium des Atlas homologen Loche sich mit dem Ramus cerebralis arteriae vertebralis verbindet. Die Arteria vertebralis ist sehr stark, erschöpft sich aber in ihrem Laufe aufwärts in der Nacken- muskulatur. Nur ein schwacher Rest bleibt als Ramus cerebralis bestehen. Dieser vereinigt sich, wie erwähnt, mit dem Ramus descendens der Arteria occipitalis und mündet in die Arteria basilaris. Resume. Eine für die gesammten Perissodactyla eiltige Zusammenfassung kann ich eigentlich im Fol- genden nicht geben, da mir nur das Pferd zur Verfügung stand. Ich muss mich daher darauf beschränken, blos die sich hieraus ergebenden Resultate zu resumiren. Die Carotisinterna ist mässig stark entwickelt und gelangt an der medialen Seite der Bulla an die Schädelbasis, die sie in der beschriebenen Weise durchsetzt. Schema Nr. 4. Equus caballus. A.st. A.a. Arteria alveolaris. Die übrigen Bezeichnungen wie in den anderen Schemen. + Stelle, wo die Arteria maxillaris interna im Canalis-pterygoideus liegt. Kopfarterien der Mammalia. 699 Die Carotis externa wird nach Abgabe der Temporalis superficialis zurMaxillaris interna. Sie vereinigt sich mit dem Ramus inferior der Arteria maxillaris interna primaria noch hinter dem III. Aste des Trige- minus da sie medial von diesem verläuft. Sie liefert auch den mächtigen Ramus orbitalis (nach Frank Arteria ophtalmica). Von der Arteria stapedia, deren Injection in ihrem proximalen Abschnitte Hyrtl einmal bei einem Pferdefüllen gelungen seinsoll, erhaltensich nur folgende Abschnitte:ein kleines, vonFrank als Arteria tympa- nica bezeichnetes, aus der Maxillaris interna stammendes Gefäss, das die Fissura Glaseri durchsetzt. Es ist dies der Rest des Ramus inferior, proximal von seiner Vereinigung mit der Carotis externa (siehe Schema). Vom Ramus superior bleibt der gesammte orbitale Abschnitt erhalten, der mit dem Ramus orbitalis in Verbindung tritt, da er seinen proximalen Zusammenhang verliert. Ferner von dem intaracranialen Abschnitte das sich an den orbitalen Abschnitt zunächst anschliessende Stück in Form der Arteria meningea anterior. Am Cireulus arteriosus dieses Thieres sind die Carotis interna und die Vertebrales im Vereine mit den Occipitäl- Arterien betheiligt.Doch scheint die Carotis das Übergewicht zu besitzen. Der Circulus arteriosus ist durch die Ausweitung der Arteria communicans posterior in seinem äusseren Ansehen etwas verändert. Dadurch nun, dass die Communicans posterior einerseits sehr stark ist, andererseits der Theilungswinkel in den Truncus communis der Fossae Sylvii, Corporis callosi und derCommunicans post. etwas nach unten ver- schoben erscheint, stellt sich die Arteria ophtalmica als ein Ast dieses Trunceus communis unmittelbar nach seinem Abgange dar. V. Artiodactyla. Sus domesticus. Bos taurus. Ovis aries. Capra hircus. Cervus tarandus. Dama communis. Porlax pictus. Camelus dromedarins. Diese Ordnung stellt den eigentlichen Ausgangspunkt meiner Arbeit insoferne dar, als ich ursprüng- lich darauf ausging, die Rückbildung der Carotis interna und die Bildung des Wundernetzes speciell beim Rinde zu studiren. In den gewöhnlichen Handbüchern der Anatomie der Haussäugethiere findet sich nirgends eine genaue Beschreibung der Carotis interna oder der dieser Arterie eigenthümlichen Rückbildungs- verhältnisse. Die einen Autoren berichten, dass eine Carotis interna überhaupt fehle, während andere beschreiben, dass die Carotis interna als ein Ast der Maxillaris interna in die Schädelhöhle gelange und in das bekannte Wundernetz sich auflöse. Die Ansichten, wie sie sich in den gebräuchlichsten Lehrbüchern der Haussäuge- thiere finden, sollen hier in möglichster Kürze wiedergegeben werden. So schreibt z. B. F. Leisering und C. Müller im »Handbuch der vergleichenden Anatomie der Haussäugethiere« (VI. Auflage, Berlin 1885) im Capitel »Vordere Aorta der Wiederkäuer« »Über dem Kehlkopf theilt sich jede Kopfarterie bei dem Rind in die Hinterhauptarterie, äussere Kinnbackenarterie und innere Kinnbackenarterie, bei dem Schaf und der Ziege in die Hinterhauptarterie, Zungenarterie und innere Kinn- backenarterie. Dieinnere Kopfarterie fehlt als besonderer Stamm.« Imfolgenden heisst es dann: »Die innere Kopfarterie gibt beim Rind ab ..... dieinnere Kopfarterie wird durch mehrere Äste der innerenKinnbackenarterie gebildet, von denen ein stärkerer durch das eirunde Loch, vier bis fünf schwächere durch die Augenhöhlenspalte in die Schädelhöhle treten .... « Über die Arteria vertebralis im Verhältnis zum Gehirn findet sich keine Angabe. Beim Schweine wird später die Theilung in die Hinterhauptarterie,innere und äussere Kopfarterie beschrieben, ebenso eine Verbindung der Oceipitalis mit der Vertebralis angegeben. Leyh schreibt im Handbuch der Anatomie der Haussäugethiere (Stuttgart 1850): »Bei den Wiederkäuern entspringt jede Kopfarterie für sich, der gemeinschaftliche Stamm fehlt also, sie nehmen denselben Verlauf wie bei dem Pferde, theilen sich aber oben am Kopfe in vier Äste, nämlich in 38* 700 Julius Tandler, die Oberhauptarterie, die Zungenarterie, die äussere (fehlt dem Schaf und der Ziege) und innere Kinn- backenarterie.« Im folgenden schreibt Ley h: »Bei den Wiederkäuern entspringt die innere Kopfarterie aus derinneren Kinnbackenarterie, und bildet mit der untern Hirnhautarterie und einem Ast der Hals- wirbelarterie ein grösseres Geflecht, das sogenannte wunderbare Netz (Rete mirabile) das zwischen der Grundfläche der Schädelhöhle und der harten Hirnhaut liegt. Aus der inneren Kopfarterie entspringt auch die Grundarterie des Gehirns«. »Bei dem Schweine lässt die innere Kofarterie keinen wesentlichen Unterschied nachweisen (dem Pferde gegenüber), als dass sie wie bei den Wiederkäuern das wunderbare Gefässnetz bildet.« Im Lehrbuch der Anatomie der Haussäugethiere von Franz Müller (3. Auflage Wien 1885) ist eben- falls von einem normalen Abgange der Arteria carotis interna nicht die Rede. Dort theilt sich die Drossel- schlagader nach Abgabe der Hinterhauptschlagader in die schwächere äussere und die stärkere innere Kieferschlagader. Von letzterer geht dann nach der Ausdrucksweise des Autors die untere Gehirnarterie ins Wundernetz an der Schädelbasis. Auch in der neuesten (dritten) von Paul Martin herausgegebenen Auflage des Handbuches der Anatomie der Hausthiere von Ludwig Frank sind die Verhältnisse der Carotıs so wie in den bisher citirten Büchern beschrieben. Es heisst dort: »Hinter dem Luftröhrenkopfe theilt sie (die Carotis communis) sich: A) in die äussere und B) in die innere Kienbackenarterie. Als dritter Ast geht C) die Hinterhauptarterie ab. Bei der näheren Beschreibung der Maxillaris interna heisst es dann: »Die innere Kopfarterie wird von mehreren Ästen der inneren Kinnbackenarterie ersetzt«. Auch bezüglich der anderen Arterien- verhältnisse schliesst sich dieses Buch den anderen an. Es würde zu weit führen alle Stellen zu citiren oder zu berücksichtigen; es ist mir auch von vorneherein Klar, dass ja noch viele mehr oder minder richtige Beschreibungen über die Schädelarterien der allgemein zugänglicheren Artiodactyla existiren. Ich kann aber auf dieselben keine Rücksicht nehmen, da es eben nur Beschreibungen von normalen oder auch anormalen Verhältnissen sind, ohne Rücksicht auf Phylo- oder Ontogenese. So z.B. bringt Barkow im IV. Bande seiner »comparativen Morphologie« einige gute Abbildungen über die Schädelarterien, speciell über das Wundernetz. Die Arbeit desselben Autors: »Über den Verlauf der Schlagadern am Kopfe des Schafes« war mir nicht zugänglich. Ich war bereits mit meinen Untersuchungen über die Carotis interna und ihre Rückbildung bei diesen Thieren fast fertig, als mir die Arbeit »Recherches sur l’appareil auditif chez les mammiferes« von Beauregard zu Gesicht kam. In derselben beschreibt der Autor eine Carotis interna, welche er bei einem todtgeborenen Bastard eines Mufflon gefunden hat und gibt an, dass dieselbe über das Promontorium hinwegziehe. Auch beim Schafembryo habe er das Gefäss beobachtet. Er sagt: »De ces faits je me crois autorise A conclure que la branche dite »meningee«, des ruminants adultes est en realite la carotide, interne; mais que celle ci bien developee chez les jeunes sujets, meme encore a la naissance, s’atrophie peu A peu chez l’adulte jusqu’ & perdre ses rapports avec le reseau admirable.» Aus diesem Citat erhellt nicht, was Beauregard unter »branche meningee« versteht. Die Arteria meningea posterior autorum kann es wohl nicht sein, weil dieselbe aus der Occipitalis stammt (Frank), während ich in der Lage bin, die obliterirte Carotis interna als bindegewebigen Strang nachzuweisen. Bezüglich der Entwicklung eines stapedialen Gefässes dieser Thierclasse habe ich nur in der Arbeit von W. Salensky »Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der knorpeligen Gehörknöchelchen bei Säugethieren« eine Angabe gefunden. ’ Allerdings ist hier als Carotis interna sowohl in der beigegebenen Tafel (Morphologisches Jahrbuch, Carl Gegenbauer Bd. VI. Nr. XX, Fig. 1) als auch im Text die Vena jugul. int. bezeichnet. Es heisst nämlich im Text pag. 421 unten: »Hinter dem Facralis liegt ein Blutgefäss, in welchem man bald die Carotis interna erkennt (Fig. 1 Cr.), welche bei der Bildung des Stapes eine nicht unbedeutende Rolle spielt«. - J ‘ % N Kopfarterien der Mammalia. 701 Das hinter dem Facialis gelegene Gefäss nun ist die Vena jugularis, die Carotis interna liegt ventral und medial vom Facialis, wie es auch aus den der Abhandlung von Siebenmann (His. Archiv Jahrgang 1894) - beigegebenen Abbildungen ersichtlich ist. Salensky nennt das stapediale Gefäss Arteria mandibularis ein Ausdruck den auch Siebenmann übernommen hat; es geht natürlich nicht von dem von Salensky, als Arteria Carotis interna bezeichneten Gefäss, sondern von der wirklichen Carotis interna ab. | Zu erwähnen wäre übrigens noch, dass Salensky in seinem früheren Aufsatze »Zur Entwickelungs- geschichte der Gehörknöchelchen.« dieses Gefäss als Arteria carotis externa bezeichnet. Das Genauere über diese Verhältnisse soil gelegentlich der zusammenfassenden Besprechung des stapedialen Gefässes besprochen werden. Dort will ich noch auf die Arbeiten von Salensky und Siebenmann zurückkommen. Über die Ätiologie des Wundernetzes, speciell bei diesen Thieren, existiren natürlich mehrere Hypo- thesen, von denen aber keine viel für sich hat. So bringt z. B. Owen in seiner »Comparative Anatomy and Physiolggy of Vertebrates« die Existenz der Wundernetze an der Schädelbasis mit der Ernährungs- weise dieser Thiere, das heisst also mit dem Grasen, bei dem der Kopf immer gesenkt ist, zusammen. Daher habe z. B. das Wundernetz bei der Giraffe die geringste Ausdehnung. Wie weit übrigens gerade im Capitel der Gefässlehre die Ungenauigkeit geht, ersieht man daraus dass Owen die Arteria carotis interna bei Sus scrofa gar durch das Foramen lacerum posticum ziehen lässt u. a. m. Bezüglich meiner eigenen Untersuchungen wäre folgendes zu sagen: Ich habe die jüngeren Stadien der Rinds- und Schweine-Embryonen mikroskopisch studirt und an ihnen selbstredend eine gut entwickelte Arteria carotis interna gefunden. Die älteren Stadien habe ich mit Teichmann oder Kadyi injicirt und präparirt. Einige Embryonen wurden nach Hochstetter mit Celloidinmasse injieirt und kalt macerirt. Es lies sich hiebei deutlich nachweisen, dass die anfangs eben so starke Carotis interna wie die _ Carotis externa, sich, je älter der Embryo wird, immer mehr und mehr zurückbildet. An einem intra _ partum abgestorbenen Thiere fand ich die Carotis interna noch mit Masse bis an die Schläfenbein- Spitze also bis an das Wundernetz gefüllt. £ Bei einem circa ein Jahr alten Thiere war nichts mehr nachweisbar als ein bindegewebiger Strang, der entweder gar kein oder nur ein ganz feines Lumen besass. Schliesslich sei noch bemerkt, dass im folgenden nur die wichtigsten Vertreter dieser Classe beschrieben werden sollen, von manchen Thieren wurde eine ganze Reihe präparirt, deren Ergebnisse zusammengefasst wurden. Sus domesticus. Schweinsembryo. Schnauzen-Nackenlänge circa 5cm. An dem mit Kadyi injicirten Schädel ergeben sich folgende Verhältnisse: " Die Arteria carotis communis theilt sich in der Höhe des Zungenbeines nach Abgabe der Arteria thyreoidea in einen die Fortsetzung des Stammes bildenden aufwärts steigenden Ast und in einen ‚mehr medial ziehenden Truncus communis. Ersterer stellt die Carotis externa, letzterer den gemeinsamen Abgang der Carotis interna und der Occeipitalis dar. Die Carotis interna zieht gegen die mediale, in diesem Stadium fast vollkommen knorpelige Bullawand. In derselben zieht das Gefäss aufwärts, gelangt über den vorderen unteren Antheil des Promontorium und von da unter die Pyramidenspitze. Schon hier noch extracranial, beginnt das Gefäss sich in ein Wundernetz aufzulösen, das in dem intracraniellen seine Fortsetzung findet. Die Arteria oceipitalis gibt einen ziemlich starken Ast ab, der mit der Vertebralis in directe Communication tritt. Die übrigen Äste der Arterie verhalten sich typisch. 702 Julius Tandler, Die Carotis externa gibt knapp oberhalb der Theilungsstelle die Arteria lingualis und distal davon die Arteria maxillaris externa ab. Letztere zeigt das bekannte Verhalten zum Masseterrande und zum Unterkiefer. Die nächsten Äste der Carotis externa sind die starke Auricularis posterior und die schwächere Auricularis anterior. Nach Abgabe einer minimalen Arteria transversa faciei und einer schwachen Temporalis superficialis biegt das Gefäss als Arteria maxillaris interna medial vom Unterkieferhals nach vorne um. Hier liegt sie lateral vom III. Ast des Trigeminus und gibt einen mit diesem Nerven die Schädel- basis passirenden aufwärts ziehenden Ast ab, der in das Wundernetz mündet. An derselben Stelle zweigt auch nach abwärts die Arteria mandibularis ab, die mit dem gleichnamigen Nerven verläuft. Der Stamm zieht nun nach Abgabe einer Arteria temporalis profunda nach vorne, wird vom N. buccolabialis, dem das gleichnamige Gefäss folgt, lateralwärts gekreuzt und gelangt an die untere Seite des II. Trigeminus-Astes. Hier spaltet sich die Maxillaris interna in zwei Äste, von denen der eine als Ramus infraorbitalis mit dem gleichnamigen Nerven gesichtswärts zieht, während der andere cranialwärts sich in einen für das Wundernetz bestimmten und in einen orbitalen Antheil spaltet. Der erstere um- spinnt mit einer Reihe von Ästen den II. Trigeminusast an seiner Austrittsstelle aus der Schädelbasis und mündet in das Wundernetz, der zweite begibt sich in die Orbita, Ramus orbitalis. versorgt die unteren Augenmuskel, zieht dann von oben und lateral über den Opticus und verzweigt sich als Arteria frontalis, lacrymalis und als Ciliararterien. Die Arteriae vertebrales vereinigen sich zur Basi- laris, die den Circulus arteriosus abschliesst. Die Verhältnisse am Schädel des erwachsenen Schweines decken sich in den hier in Betracht kommenden Punkten vollkommen mit den eben beschriebenen. Bos taurus. Von diesem Thiere wurden alle möglichen embryonalen Stadien, neugeborene, junge und auch ältere Thiere untersucht. An Embryonen fand sich regelmässig eine gut entwickelte Carotis interna, welche bei den jüngeren Stadien vom selben Caliber wie die externa, in den älteren Stadien immer mehr und mehr ihre Bedeutung verlor. Am Neugeborenen war die Carotis interna ganz gut injieirbar, während an einem Kalbe nur das proximale Stück sich noch schwach mit Masse füllen liess. Am erwachsenen Rind war nur ein bindegewebiger Strang nachweisbar. Erwähnen will ich gleich hier, dass es mir gelungen ist, den proximalen Theil des stapedialen Gefässes noch an einem Rindsembryo von circa 6 cm Schnauzen-Nackenlänge zu inji- einem(Sieher ara aRre27%) Im allgemeinen gelten für das Rind folgende, kurz skizzirte Gefässverhältnisse: Die Carotis communis setzt sich nach Abgabe der rudimentären Carotis interna als Carolis externa, fort. Sie entlässt nach hinten die starke Arteria occipitalis, nach vorne einen Truncus communis für die Arteria lingualis und die Arteria maxillaris externa, welche sich in typischer Weise verhalten’ Die Arteria occipitalis tritt wie bei den anderen Artiodactylen mit der Vertebralis in Verbindung und entlässt auch die Arteria condyloidea. Die Carotis externa gelangt nun in die Fossa retromandibularis und von hier aufwärts zum Unter- kieferköpfchen, wo sie zur Maxillaris interna wird. Bis dorthin entlässt sie die Auricularis posterior, die Transversa faciei und die Temporalis superficialis. Die Maxillarisinterna liegt hierauflateral vom Ill. Trigeminus-Aste, entsendet die bekannten Zweige zum Wundernetze, einen starken Ramus orbitalis und wird zur Infraorbitalis. Das Wundernetz selbst und der Circulus arteriosus verhalten sich so wie die des Schweines. Nur mit dem Unterschiede, dass schon die durch die Fissura orbitalis eintretenden Äste in der Orbita bereits Kopfarterien der Mammalia. 703 in ein Wundernetz zerfallen, so dass man einen cranialen und einen orbitalen Abschnitt unter- scheiden kann. Die Arteriae vertebrales geben, nachdem sie sich mit der Oceipitalarterie verbunden haben, wohl subdural gelegene Äste an das Wundernetz ab, haben aber jeden Zusammenhang mit der Basilararterie verloren, so dass sie nur mittelbar auf dem Wege des Wundernetzes das Gehirn mit Blut versorgen. Ovis aries. Dieses Thier verhält sich in den hier in Betracht kommenden Gefässabschnitten so wie Bos faurus. Daher kann von einer genaueren Beschreibung abgesehen werden (Vergl. Fig. 8). Pr . Capra hircus. Auch dieses Thier verhält sich so wie Bos faurus oder ÖOvis aries. Cervus tarandus. Die Arteria carotis communis zieht begleitet von der Vena jugularis interna und dem Vago- sympathicus am Halse hinauf, und gibt auf diesem Wege eine Reihe von Ästen an die Halsmuseulatur, die Trachea und an den Oesophagus ab. Am unteren Rande des Kehlkopfes angelangt, zweigt von der Arterie dorsalwärts ein mächtiger Ast zur Nackenmusculatur und ventralwärts die Arteria thyreoidea ab, welche sich in die Thyreoidea propria, die Laryngea inferior und in einige Rami tracheales und oesophageae theilt. Die Carotis wird nun von der mächtigen Parotis gedeckt, nach deren Wegnahme sich folgende Verhältnisse ergeben: Der I. Ast stellt eine mächtige, dorsalwärts ziehende Arterie vor, welche unter der Nackenmuskulatur durchziehend, am Epistropheus eine starke Anastomose mit der Arteria vertebralis eingeht. Es existirt also hier eine directe Communication zwischen der Carotis und der Vertebralis. Die Arteria carotis wird nun lateralwärts vom Musculus biventer gedeckt und vom Nervus hypoglossus gekreuzt. Gerade an der Kreuzungsstelle zeigt sich folgendes Verhalten: aus der dorsalen Wand des Gefässes entwickelt sich ein mächtiger, spulrunder Strang, der vom Nervus caroticus begleitet, an der medialen Bullawand verschwindet. Dieser Strang ist die obliterierte Arteria carotis interna. An derselben Stelle, wo dieser Strang aus der Carotis communis abgeht, entspringt die mächtige Arteria occipitalis. Diese verläuft an der lateralen Seite der obliterirten Carotis interna und theilt sich nach einem Verlaufe von circa 2cm in einen Ramus meningeus, der mit dem Vagus die Schädelhöhle betritt und in zwei andere Äste. Von diesen ist der eine die typische Arteria occipitalis, der andere die Arteria condyloidea. Der Hauptstamm der Carotis communis zieht als Arteria carotis externa gegen das Kiefer gelenk aufwärts und gibt bis dorthin folgende Äste ab: 1. Einen Truncus communis für die Arteria lingualis und die Arteria maxillaris externa, die vor dem Masseter den Unterkieferrand passirt und gesichtswärts zieht. 2. Die in derselben Höhe entspringende, sehr starke Arteria auricularis posterior. 3. In der Höhe des Unterkieferhalses einen Truncus communis für die sehr schwache Arteria transversa faciei und die starke Temporalis superficialis. Von hier an muss man das Gefäss als Arteria maxillaris interna bezeichnen. 704 Julius Tandler, Diese zieht medial vom Unterkiefer nach vorne und liest an der lateralen Seite des Nervus mandibularis trigemini. An der Kreuzungsstelle gibt sie caudalwärts die Arteria alveolaris inferior seu mandibularis, cranialwärts die Temporalis profunda ab. Nach vorne weiterziehend wird die Arterie an ihrer lateralen Seite vom Nervus buccolabialis gekreuzt, dem sie die sehr starke Arteria buccolabialis mitgibt. Die Arterie kommt nun dicht an die Basis cranii zu liegen und gesellt sich hier zum zweiten Aste des Nervus trigeminus. An dieser Stelle entspringen aus der Arterie eine Reihe starker Zweige, welche sich cranialwärts wenden und mit dem zweiten Ast des Trigeminus in die Schädel- höhle gelangen. Die Arteria maxillaris interna zieht nun ein kurzes Stück mit dem Ramus secundus trigemini und theilt sich in einen Ramus orbitalis und in einen Ramus infraorbitalis. Der erstere gelangt in die Orbita und versorgt fast alle Gebilde derselben, mit Ausnahme der Centralis retinae, während der letztere mit dem Nervus infraorbitalis durch den gleichnamigen Canal ins Gesicht gelangt und sich hier in seine Endäste auflöst. Die Arteria vertebralis zieht durch die Querfortsätze der Halswirbel aufwärts und gibt an jedem Spatium intervertebrale einen Ast für die Nackenmuseulatur ab. Das Gefäss gelangt noch ziemlich mächtig an den Epistropheus, wo die vorhin beschriebene Communication mit der Arteria carotis communis eintritt und gelangt hierauf in einen eigenen Canal des Atlas. Hier theilt sie sich derart dass die Fortsetzung die Nackenmuseulatur perforirt und sich hier auflöst. Nur ein ganz schwacher Ast gelangt subdural in das Schädelcavum, zieht hier aufwärts und durchbricht die Dura als ein ganz schwacher Ast, um in die Arteria basilaris zu münden. Es stellt dieses dünne Gefäss das Rudiment der embryonal stark entwickelten Vertebralis cerebralis dar. Vor der Thheilung geht die Vertebralis im Atlas- canal eine weite Communication mit der vorhin beschriebenen Arteria condyloidea eın. Die Gefässe an der Schädelbasis dieses Thieres zeigen folgendes Verhalten: Der Circeulus arteriosus Willisii ist vollkommen geschlossen. Zur Seite der Sella turcica tritt aus dem später zu beschreibenden Wundernetze durch die Dura mater ein mächtiges Gefäss und theilt sich noch an der Durchtrittsstelle in zwei Äste, einen vorderen und einen rückwärtigen. Der vordere repräsentirt die Arteria fossae Sylvii und die Arteria corporis callosi, von denen die letztere eine starke Arterie für den Bulbus olfactorius abgibt und sich dann mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite zu einem gemeinsamen Stamme verbindet. Der rückwärtige Ast gibt die Arteria cerebri posterior ab, und vereinigt sich dann kurz darauf mit dem gleichnamigen Gefässe der anderen Seite zur Arteria basilaris, so dass man dieses Stück als Homologon unserer Arteria communicans posterior ansehen kann. Die Basilaris zieht über den Clivus abwärts; sie wird nach rückwärts zu immer schwächer und schwächer, so dass man annehmen kann, dass der Blutstrom in diesem Gefässe von vorne nach rückwärts verläuft. Die Arterie setzt sich direet in die Spinalis anterior fort. Man kann die beiden Stücke von einander nur durch die Mündung der rudimentären Arteria vertebralis sondern. Zu bemerken wäre noch, dass an der Stelle, wo das aus dem Wundernetze stammende Gefäss die Dura perforirt, sich eine kleine Arteria ophtalmica entwickelt die mit dem Nervus opticus zieht. Öffnet man die Dura mater, so findet man medial vom Trigeminus, im Sinus cavernosus gelegen, das mächtige Wundernetz, das sich durch die Fissura orbitalis hindurch, bis in den hinteren Winkel der Orbita | fortsetzt. Die Wundernetze beider Seiten communicieren untereinander an der Stelle des Sinus circularis | und reichen nach hinten bis an die Pyramidenspitze. Das Wundernetz wird ausschliesslich von den vorhin beschriebenen Ästen der Maxillaris interna gespeist. Dieses Thier zeigt also kurz gesagt, folgende Verhältnisse: Eine vollkommen obliterirte Carotis interna, eine rudimentäre Vertebralis; das Hauptgefäss des Schädels und der Orbita, die Maxillaris interna, versorgt auch das Gehirn. Kopfarterien der Mammalia. 705 Dama communis. Die Carotiscommunis zieht unter Abgabe einer Rei hevon Zweigen an die Nackenmusculatur aufwärts und gibt in der Höhe des Larynx die Arteria thyreoidea ab, die sich in die Thyreoidea propria und in Rami Jaryngeales und tracheales spaltet. Etwas oberhalb des Abganges der Arteria thyreoidea geht aus der Carotis ein ziemlich mächtiges Gefäss zur Nackenmusculatur, das in einen Ramus ascendens und descendens zerfällt. Aus letzterem stammt ein Ast, der am Epistropheus mit der Arteria vertebralis in directe Verbindung tritt. Es existirt also auch bei diesem Thier eine directe Verbindung zwischen Carotis und Vertebralis. Die Carotis communis spaltet sich unter dem Biventer in: 1. Die Carotis externa. 2. Die Carotis interna. 3. Ein Trunceus communis der Arteria lingualis und maxillaris externa. 4. Ein@Truncus communis der Arteria pharyngea und der Arteria condyloidea. 1. Die Arteria carotis externa ist die mächtige Fortsetzung dec Stammes gegen den Unterkiefer- winkel aufwärts. 2. Die Arteria carotis interna ist nur in Form eines bindegewebigen Stranges vorhanden, der das obliterirte Rudiment der embryonalen Arterie vorstellt. Es ist also noch bei diesem schon sehr alten Thiere — es handelte sich um eine seit vielen Jahren in der hiesigen Menagerie lebende Hirschkuh — das Rudiment nachweisbar. Der Bindegewebsstrang gesellt sich zum N. caroticus des sympathicus und gelangt mit ihm in die mediale Bullawand um von hier in der bei den anderen Artiodactylen beschriebenen Weise zum Wundernetze zu gelangen. 3. Der Trunceus communis spaltet sich nach kurzem Verlaufe nach vorne und oben in die Lingualis und in die Maxillaris externa. Diese gibt die schwache Submentalis ab und gelangt über den Unterkieferrand ins Gesicht, um sich hier in ihre zwei Endäste für den Oberkiefer und Unterkiefer zu theilen. 4. Der Truncus communis für die Arteria pharyngea und die Arteria condyloidea geht an der medialen Seite der Carotis ab. Er ist sehr kurz; die Pharyngea zieht am Pharynx sich verästelnd aufwärts, während die Condyloidea sich dem Nervus vagus anlegt, mit ihm aufwärts gelangt und sich in zwei Endäste spaltet, von denen der mächtigere durch das Foramen condyloideum zur Dura, der schwächere mit dem Vagus eben dorthin gelangt. Die Arteria carotis externa zieht lateral vom Zungenbeinapparat über diesen hinweg und gelangt hinter den Unterkiefer. Hier gibt sie die mächtige Arteria auricularis posterior ab, biegt nun nach vorne um, entlässt einen Truncus communis für die Arteria auricularis anterior, die Temporalis superficialis und die ganz schwache Arteria transversa faciei und verschwindet als Arteria maxillaris interna medial vom Unterkiefer- Halse. Die Arteria oceipitalis stammt bei diesem Thiere von der Arteria auricularis posterior, das heisst, man muss wohl annehmen, dass der proximale Abschnitt der Oceipitalis verloren geht, während sich der distale erhält und mit der vielleicht in Folge des grossen Ohres ohnehin starken Arteria auricularis posterior eine secundäre Verbindung eingeht. Die Arteria maxillaris interna zieht medial vom Unterkiefer nach vorne, liegt lateral vom III. Trigeminus-Aste und gibt an der Kreuzungsstelle mit dem N. mandibularis nach unten die Arteria alveolaris inferior und nach oben die Arteria temporalis profunda ab. An derselben Stelle zieht auch cranial- _ wärts ein mächtiges Gefäss ab, das medial vom Ill. Trigeminus-Aste verläuft und mit ihm die Schädelhöhle betritt, um mit dem Wundernetz in Communication zu treten. Die Arteria maxillaris interna setzt nun ihren Weg nach vorne fort und gelangt an den II. Trigeminus- Ast, wo sie sich theilt. Ein Ast zieht lateralwärts als Ramus buccolabialis und gelangt auf dem Musculus buceinatorius gelegen ins Gesicht. Ein zweiter Ast, der in der Fortsetzung des Hauptstammes verläuft, zieht mit dem N. infraorbitalis als Arteria infraorbitalis durch den gleichnamigen Canal nach vorne. Ein dritter Ast Denkschriften der mathem.-aaturw. Cl. LXVII. Bd 89 706 Julius Tandler. gelangt durch die Fissura orbitalis in die Orbita, Ramus orbitalis, und theilt sich abgesehen von den Muskel- ästen in die Ciliararterien, in die Frontalis, Lacrymalis und in die Ethmoidalis. Ein vierter Ast als gelangt Arteria sphaenopalatina in die Nasenhöhle. Der Rest der Arteria maxillaris interna gelangt mit II. Trigeminus-Aste in die Schädelhöhle und mündet in das Wundernetz. Der Circulus arteriosus dieser Thiere verhält sich wie folgt: Jederseits neben der Sella turcica kommt intradural ein mächtiges Gefäss zum Vorschein, das sich sofort in einen Ramus anterior und posterior theilt, Der Ramus anterior spaltet sich in die Arteria fossae Sylvii und in die Arteria corporis callosi; die beiden letzteren sind unter einander durch eine kurze Communicans anterior verbunden. Die Rami posteriores beider Seiten vereinigen sich am Clivus zur Arteria basilaris: man müsste sie also für aus- geweitete Arteriae communicantes posteriores erklären. An der Vereinigungsstelle entspringt die Arteria cerebri profunda. Die Basilaris wird nach rück- wärts zu immer schwächer und endigt als Arteria spinalis anterior. Eine Verbindung mit der Vertebralis konnte ich nicht nachweisen. Mit dem Optieus zusammen zieht nur eine ganz feine Geleitarterie, das Rudiment der Öphtalmica, das gerade an der Theilungsstelle der Carotis entspringt. Der gemeinsame vorhin beschriebene Truncus stammt aus dem mächtigen subduralen Wundernetze, das medial vom Trigeminus im Sinus cavernosus liegt und dem sich des Genaueren so verhält, wie das der anderen Artiodactylen. Die Arteria vertebralis ist von Haus aus schwach, erschöpft sich am Halse und geht die bereits beschriebene Verbindung mit der Carotis communis ein. Die Gehirnversorgung stellt sich bei diesen Thieren so, dass sie ausschliesslich von Seite der Maxillaris interna geschieht, da eine Arteria vertebralis cerebralis nicht vorhanden, die Carotis interna aber obliterirt ist. Auch die Orbita ist vollständig von der Maxillaris interna annectirt. Portax pictus und Antilope. Dieses Thier bietet dieselben Befunde wie Dama commaunis. Ebenso verhalten sich verschiedene Arten von Antilopen, die ich zu untersuchen Gelegenheit hatte. Camelus dromedarius. Es handelt sich hier um ein neugebornes unmittelbar post partum eingegangenes Thier. Die Arteria carotis communis zieht unter Abgabe einer bedeutenden Anzahl von kleinen Arterien, die fast segmental angeordnet gegen die Nackenmusculatur ziehen, und unter Abgabe einiger Rami tracheales und oesophagei am Halse aufwärts. Von den medial und ventral ziehenden Ästen ziehen drei zur Glandula thyreoidea; von diesen ist die mittlere die stärkste und als eigentliche Arteria thyreoidea zu bezeichnen. Die carotis communis gelangt nun in die Höhe des Zungenbeinapparates. Nimmt man die die ganze Region dominirende Parotis weg, so sieht man folgendes Verhältnis: Vom Musculus stylohyoideus und biventer — der jede Beziehung zum Zungenbein verloren hat — und vom Hypoglossus gekreuzt, gehen vom Hauptstamm beiläufig in derselben Höhe drei Gefässe ab: l. die Arteria lingualis, 2. die Arteria occipitalis, 3. die Arteria carotis interna. 1. Die Arteria lingualis zieht als mächtigster von den drei Ästen mit dem Nervus hypoglossus nach vorne und verschwindet in der Zunge. 2. Die Arteria occipitalis verläuft dorsalwärts und spaltet sich nach einem circa '/,cm langen Verlauf in zwei Theile. Das eine Gefäss zieht mehr in caudaler Richtung gegen den Processus transversus des Atlas und verbindet sich hier mit der Arteria vertebralis in einer später zu beschreibenden Weise; das Kopfarterien der Mammalia. 707 andere Gefäss ist schwächer, geht knapp am Processus paramastoideus vorüber, gibt eine kleine perforirende Arteria mastoidea ab und verzweigt sich in der Nackenmusculatur. Es bildet dieser Ast also die typische Occipitalis. Während beim Rennthier der Verbindungsast der Carotis mit der Vertebralis direct aus der letzteren abgeht, stammt er bei diesem Thier aus einem Truncus communis mit der Arteria oceipitalis. 3. Die Arteria carotis interna repräsentirt den schwächsten Ast; er geht an der medialen hinteren Wand der arteria Carotis communis ab, gesellt sich zum Vago-sympathicus und zleht mit ihm cranialwärts. Das Gefäss gelangt an die mediale Seite der Bulla tympanica, die vollkommen spongiös ist, bettet sich hier in eine Rinne ein, kommt dann medial von der Cochlea zu liegen und erreicht die Pyramidenspitze. Hier mündet sie in das Wundernetz. Die Arterie hat einen Durchmesser von knapp I mm. Es handelt sich, wie erwähnt, um ein neugeborenes Thier. Man kann bei dem geringen Caliber der Arterie wohl annehmen, dass sie auch innerhalb kurzer Zeit obliteriren werde, so dass das erwachsene Thier wohl auch keine Carotis interna besitzt. Nach dem Abgange der eben besprochenen Carotis interna muss man das cranialwärts in der Richtung der Carotis communis weiter aufsteigende Gefäss als Carotis externa bezeichnen. Noch unter dem Musculus biventer entlässt diese aus einem kurzen Trunceus communis die Arteria maxillaris externa und die Auricularis posterior. Der Hauptstamm kommt nun an den hinteren Rand des Unterkiefers zu liegen und zieht bis an das Kiefergelenk aufwärts. Hier biegt die Arterie nach vorne um und ist von nun an als Arteria maxillaris interna anzusprechen. Schon medial vom Unterkieferhals gelegen gibt die Arterie ein schwaches Gefäss ab, das den Unterkiefer rückwärts um- sreifend durch die Parotis hindurch vor den Meatus auditorius externus zieht und sich dann aufwärts wendet. Dieses Gefäss dürfte die Arteria temporalis superficialis sein. Der Stamm wird nun von dem Nervus mandibularis lateral gekreuzt und gibt an dieser Stelle die Alveolaris inferior abwärts und die Arteria temporalis profunda aufwärts ab. Weiter vorne wird die Arterie an ihrer lateralen Seite vom Nervus buccolabialis gekreuzt, dem sie die ziemlich starke gleichnamige Arterie mitgibt. Die Maxillaris interna gelangt nun an den II. Ast des Trigeminus und spaltet sich gabelförmig, so dass ein Theil der Arteria lateral, der andere medial den Nerven umgreift. Aus dem lateralen Abschnitte stammt die Arteria lacrymalis und die Supraorbi- talis. Der mediale Theil bildet erstens ein Wundernetz, dass den II. Trigeminusast umspinnend sich einer- seits in die Schädelhöhle, andererseits in die Orbita fortsetzt, zweitens setzt er sich als Arteria infra- orbitalis den gleichnamigen Nerven begleitend bis ins Gesicht fort, drittens liefert er die Arteria spheno- dalatina für die Nasenhöhle. Der Circulus arteriosus dieser Thiere verhält sich genau so wie der vom Cervus tarandus und stammt ebenfalls aus dem Wundernetz. Dieses liegt an der Basis cranii im Sinus cavernosus, medial vom Trigeminusganglion und erstreckt sich hinten bis an die Pyramidenspitze, vorne bis in die Orbita. Mit dem Nervus opticus zieht eine ganz schwache Begleitarterie durch das Foramen opticum in die Orbita. Sie repräsentirt das Rudiment der Arteria ophtalmica. Die den Bulbus und seine Adnexe versorgenden Gefässe hat das im hinteren Abschnitte der Augenhöhle gelegene Wundernetz an sich genommen. Die Arteria vertebralis ist schwach, verläuft in den Löchern der Querfortsätze aufwärts und verbindet sich direct mit dem vorhin beschriebenen Aste der Carotis communis, der aber beim Zusammen- tritte der beiden Gefässe das weitaus mächtigere ist. Von der Communicationsstelle geht der stärkere Theil zur Nackenmusculatur, der schwächere als Arteria vertebralis cerebralis zur Arteria basilaris. Es existirt also auch hier eine Verbindung zwischen der Vertebralis und der Carotis. 89* 708 Julius Tandler, Resume. Die bei dieser Ordnung erhobenen Befunde ergeben zusammengefasst beiläufig folgendes: Die Arteria carotis communis spaltet sich wie bei den anderen Ordnungen in die Carotis interna und externa. Wenn auch die erstere bei den meisten Vertretern der Artiodactyla sich vollständig zurück- bildet, so ist sie doch embryonal angelegt; der Rückbildungsmodus geht derart vor sich, dass er schon intrauterin beginnt und hierauf im Extrauterin-Leben sein Ende erreicht. Das Rudiment der Carotis interna ist in Form eines bindegewebigen Stranges, der aus der dorsalen Wand der carotis communis abzweigt, deutlich nachweisbar. (Vgl. Taf. III, Fig. 9). Die Arteria carotis interna oder ihr Rudiment verläuft nach ihrem Abgange aus der Carotis communis gegen die stark entwickelte Bulla tympanica aufwärts und bettet sich in eine in die mediale Bulla-Wand eingeschnittene Rinne ein (Taf. II, Fig. 10). Von hier gelangt die Arterie an den medialen vor- deren Abschnitt des Promontorium, allseitig von Knochen umhüllt, biegt nach innen um und erreicht die Spitze der Schläfenbeinpyramide, um, solange sie durchgängig ist, in das intracraniale Wundernetz zu münden. Den Bildungsmodus dieses Wundernetzes und den Zeitpunkt seines Entstehens genau anzugeben, bin ich leider nicht im Stande. Ich kann nur sagen, dass sich das Rete mirabile innerhalb eines verhältnismässig kurzen Zeitraumes des Embryonallebens entwickelt, da es bei nicht weit von einander entfernten Stadien, in dem einen noch vollkommen fehlt, während es in dem anderen schon seine volle Entwicklung erreicht. Erwähnenswert wäre, dass sich schon frühzeitig an Stelle des späteren Wunder- netzes ein stark vascularisirter Mesodermpfropf nachweisen lässt. Die Carotis externa geht in die überaus gut entwickelte Maxillaris interna über. Diese selbst liegt lateral vom dritten Trigeminus-Aste, so dass die Vereinigung der Carotis externa (vgl. Schema!) mit der Maxillaris interna primaria erst vor dem Trigeminus erfolgt ist. Die Maxillaris interna gibt nun eine Reihe mächtiger Äste ab, welche das basale Wundernetz mit Blut versorgen und ausserdem noch einen Ramus orbitalis für den Inhalt der Orbita. Charakteristisch ist das Verhalten der Maxillaris interna zum Trigeminus bei Dama commaumis, bei welchem der Hauptstamm der Maxillaris interna lateral vom Trigeminus verläuft, während die für das Wundernetz bestimmten Zweige der Maxillaris interna, den Trigeminus-Ast von hinten umgreifend, sich an dessen mediale Seite begeben, so dass es auch hier, wenn auch nicht so vollständig wie bei Dasypus villosus zu einem um den Ill. Ast des Trigeminus angeordneten Arterienringe kommt. Bezüglich des stapedialen Gefässes ist folgendes zu sagen. Salensky hat dasselbe am Schaf- Embryo nachgewiesen, Hyrtl gibt an, es bei Ovis aries gesehen zu haben, mir selbst ist die Injection bei einem Rinds-Embryo gelungen. (Vgl. Fig. 7.) Von diesem Gefäss persistirt bei den Artiodactyla der distale Abschnitt des Ramus inferior in Form der Maxilliaris interna, ferner der orbitale Abschnitt des Ramus superior, der seine Verbindung mit dem Centrum selbstredend verloren hat und sich an den Ramus orbitalis anschliesst. (Vgl. Schema Nr. 5.) Der Circulus arteriosus dieser Thiere ist vollständig. Die Arteria communicans posterior ist sehr stark ausgeweitet, da ja der Zufluss zum Circulus arteriosus von hinten her auf dem Wege der Arteria vertebralis fast vollkommen fehlt oder mangelhaft ist. Dadurch erscheint die Arteria cerebri posterior wie ein Seitenzweig des von der Carotis in gleicher Stärke bis zur Basilaris ziehenden Gefäss- YET on 1 0 stammes. Ähnlich wie mit der Rückbildung der Carotis intern@ verhält es sich auch mit der Arteria vertebralis. An ganz jungen Embryonen vereinigen sich noch die beiden starken Vertebral-Arterien zur Basilaris. Späterhin gewinnt der äussere, zur Nackenmusculatur ziehende Antheil der Vertebralis immer mehr und mehr an Ausdehnung, während der Ramus cerebralis schwächer und schwächer wird. Nachdem sich noch eine Communication mit der Occipitalis ausgebildet hat, begibt sich ein Theil der Vertebral-Arterie subdural zum Clivus aufsteigend, zum Wundernetze. Manche Artiodactyla bleiben auf diesem Stadium Nopfarterien der Mammalia. 709 stehen, bei anderen verschwindet der intradurale Abschnitt der Vertebralis vollständig, so dass die Verte- bralis nur noch subdural mit dem Wundernetze zusammenhängt. Bei manchen wird auch dieser Zusammen- hang rudimentär. Schema Nr. 5. Ungulate. Der Ramus anastomotieus (r. a.) in Form eines Wundernetzes. Die Bezeichnungen wie in den früheren Schemen. Die Arteria ophtalmica entwickelt sich an der Durchtrittsstelle des aus dem Wundernetze stammen- den Gefässes durch die Dura mater. Man muss daher annehmen, dass der distale Abschnitt der Carotis interna sich im Wundernetze auflöst und auch das die Dura mater durchsetzende Gefäss bis zum Abgang der Ophtalmica als Carotis interna ansprechen. Bei manchen Zweihufern entspringt die Ophtalmica gerade an der Theilungsstelle der Carotis in den Ramus anterior und posterior, bei anderen, dadurch, dass der Theilungswinkel tiefer einschneidet, scheinbar aus dem Ramus anterior. VI. Carnivora. Felis domestica. Felis tigris. Felis pardus. Felis pardalis. Viverra zibetha. Viverra Bojei. Hyaena striata. Canis familiaris. Canis lupus. Meles taxus. Arctictis (Binturong). Ursus maritimus. Die Literatur über die Carnivoren ist wohl im Vergleiche zur leichten Zugänglichkeit der Vertreter dieser Ordnung als eine spärliche zu bezeichnen. Mit Ausnahme der ausgezeichneten Monographie von Ellenberger und Baum über den Hund fand ich nur in den verschiedenen Anatomieen der Haussäuge- thiere kurze Bemerkungen über das Gefässsystem der Katze und des Hundes. Hiezu kommt noch die Arbeit von Karl Leopold Barkow über Zufra vulgaris und die kurzen Beschreibungen dieses Autors über Mustela martes, Canis familiaris und Felis catus, die er in seinen »Disquisitiones recentiores« gibt. Ausserdem ist zu erwähnen, dass Barkow im IV. Theile seiner comparativen Morphologie Abbildungen von Ursus arctos und Meles vulgaris liefert, auf die noch zurückgekommen werden soll. Was zunächst die oben citirte Anatomie des Hundes von Ellenberger und Baum anbelangt, so will ich gleich hier erwähnen, dass ich im Allgemeinen die von diesen Autoren gegebene Beschreibung der Schädelarterien bestätigen konnte. Die sich ergebenden Differenzen und ihre Begründung finden Berück- " sichtigung in der speciellen Beschreibung dieses Thieres. 710 Julius Tandler, Erwähnen möchte ich noch hier, dass mir das Original der Arbeit von Bellarminow über die soge- nannte Arteria ophtalmica interna nicht zur Verfügung stand, sondern dass ich blos die von Ellen- berger und Baum hierüber gemachten Angaben benützen konnte. In dem Handbuche der Anatomie der Hausthiere von Frank sind in dem Capitel »Arterien des Halses und Kopfes beim Fleischfresser« die Verhältnisse beim Hunde und der Katze ganz kurz berück- sichtigt. So heisst es daselbst von der Carotis interna des Hundes: »Die innere Kopfarterie ist schwach, läuft durch den Kopfpulsadercanal in die Schädelhöhle, verbindet sich nicht mit der entgegengesetzten, steht jedoch durch feine Äste, die durch das hintere Augenhöhlenloch gehen, mit der Augenarterie in Verbindung, sonst wie das Pferd.« Bezüglich der Arteria maxillaris interna heisst es aber eigenthümlicher Weise daselbst folgender- massen: »Die innere Kinnbackenarterie ist stark, läuft durch keinen Knochencanal..... « Währenddem Ellenberger und Baum ausdrücklich die Maxillaris interna durch den Canalis pterygoideus ziehen lassen, ein Befund, den ich an jedem von mir untersuchten Hunde bestätigen konnte. Über die Katze schreibt Frank folgendermassen: »Bei der Katze ist erwähnenswerth, dass die innere Kopfarterie durch den Kopfpulsadercanal und durch das ovale Loch in die Schädelhöhle dringt, sich, wie bei den Wiederkäuern, zu einem Wundernetze auflöst, aus welchem jederseits sich erst der ein- fache Stamm der inneren Kopfarterie herausbildet. Ein kleineres Wundernetz bildet der Verbindungszweig der inneren Kopfarterie mit der Augenarterie.« (Gurlt.) In der von Leisering und Müller besorgten V. Auflage von Gurlt's »Handbuch der vgl. Anatomie der Haussäugethiere« heisst es wörtlich, wie folgt: »Bei der Katze theilt sich die innere Kopfarterie in 3 Äste, von denen einer sich in den Kopfbeugern verzweigt, der zweite dringt durch den Kopfpulsadercanal, der dritte, stärkste, durch das eirunde Loch in die Schädelhöhle. In derselben bilden die beiden letzteren Äste, in Verbindung mit den durch die Augenhöhlenspalte eindringenden Zweigen des Augenhöhlengeflechtes, zur Seite der Lehne des Türkensattels ein Wundernetz, aus welchem an jeder Seite ein Gefäss hervorgeht und sich am Gehirne in derselben Weise wie bei dem Pferde vertheilt.« Diese Angabe ist wohl nur dahin zu erklären, dass unter innerer Kopfarterie auch der aus der Orbita in Form eines Wundernetzes kommende Ramus anastomoticus gemeint ist Leyh gibt anschliessend an die Beschreibung des Pferdes nur ein paar kurze, unwesentliche Bemer- kungen, über die hier wohl hinweggegangen werden kann. F. Müller erwähnt auch den Theil des Wundernetzes, der innerhalb der Schädelkapsel liegt, indem er sagt: »Bei der Katze findet sich auch ein Wundernetz in der Schädelhöhle«, während Frank und Leyh dieser Theil des Wundernetzes vollkommen entgangen zu sein scheint. Barkow beschreibt die Arterienverhältnisse bei Mustela martes etwas genauer. Er bezeichnet auch den Ramus orbitalis der Maxillaris interna als Arteria ophtalmica, indem er sagt: »infra fissuram orbitalem superiorem arteria maxillaris interna in arteriam ophtalmicam et continuationem arteriae maxillaris internae finditur.« Auch bei Mustela martes existirt nach Barkow eine Verbindung der sogenannten Arteria ophtal- mica und der Carotis. Er schreibt nämlich: »Arteria ophtalmica primum ramum edit, qui per fissuram orbi- 4 talem superiorem in cranii cavum penetrat. Lineas tres lineamque dimidiam ad partem posteriorem decurrit, - arteriam meningeam mediam emittit, et deinde cum arteria carotide cerebrali in truncum communem con- jungitur.« j Barkow beschreibt auch im Archiv für Anatomie und Physiologie, Jahrg. 1829, unter dem Titel: »Über einige Eigenthümlichkeiten im Verlaufe der Schlagadern der Fischotter« in aller Kürze die Arterien des Schädels. Bemerkenswerth wäre in dieser Schrift vor allem folgender Satz: »Die inneren Kopfschlagadern verlaufen als untergeordnete Zweige der Carotis communis durch den Canalis caroticus, und treten neben dem Türkensattel an die Grundfläche des Gehirnes; ein Wundernetz findet sich hier nicht, aber als leiseste Andeutung desselben kommt ein Zweig aus der Maxillaris interna, geht durch die obere Augen- höhlenspalte in die Schädelhöhle und senkt sich’ an derselben Stelle in den Stamm der Carotis cerebralis, wo 3: Kopfarterien der Mammalia. 711 der Stamm aus dem Wundernetze beim Hunde in die Carotis cerebralis einmündet.« Derselbe Autor bringt, wie schon erwähnt im IV. Bande seiner comparativen Morphologie sowohl von Ursus arctos, als auch Meles vulgaris Illustrationen (Tafel XLI, Tafel NLID), mit welchen die von mir gegebenen Befunde übereinstimmen. = Felis domestica. Die Arteria carotis communis zieht unter Abgabe einiger kleinerer Äste an den Oesophagus und die Nackenmuskulatur am Halse hinauf. Als erster grösserer Ast geht in der Höhe des Larynx die Arteria thyre- oidea ab, welche in manchen Fällen die Arteria laryngea liefert, während sie an einzelnen Exemplaren sich als selbständiges Gefäss aus der Carotis communis entwickelt. Nun tritt die Arteria carotis communis unter - den Biventer und verhält sich hier, wie folgt: Gleich am unteren Rande des Muskels, an der Kreuzungsstelle mit dem Nervus hypoglossus, entwickelt sich aus dem Hauptstamme ein ganz kurzer Truncus communis, der sich sofort nach seinem Entstehen in drei schwache Äste theilt. Der stärkste von diesen ist die am meisten dorsal ziehende Arteria occipitalis, ‚hierauf folgt die Carotis interna und noch mehr ventral eine schwache Arteria pharyngea ascendens, während der Hauptstamm des Gefässes als Arteria carotis externa weiter zieht. I. Die Arteria carotis externa: Noch vom Biventer gedeckt, entlässt die Carotis externa die Arteria lingualis, biegt dann ein wenig dorsalwärts und gibt die Arteria maxillaris externa ab. Diese Arterie gelangt nach Abgabe der Arteria - submentalis in typischer Weise am vorderen Rande des Masseter über die Mandibula ins Gesicht, um sich hier "inihre Endäste aufzulösen. Nach Abgabe der Maxillaris externa beschreibt die Carotis externa einen nach "lateral und hinten convexen Bogen, gelangt in die Fossa retromandibularis, wo sie zwischen der mächtigen Bulla einerseits und dem Unterkiefer andererseits aufwärts zieht. Die Arterie erreicht nun die untere Wand des Meatus auditorius externus, wendet sich hier plötzlich medialwärts und nach vorne und wird zur Arteria maxillaris interna. Nebst einigen Rami glandulares für die die ganze Region deckende Parotis entlässt die _ Arterie bis zum Meatus auditorius externus noch die beiden Auricular-Arterien, von denen die Auricularis _ posterior die bedeutend mächtigere ist. Gerade an der Stelle, wo die Carotis zur Maxillaris interna abbiegt, “entsteht aus ihr ein Truncus communis, der sich in die schwächere Transversa faciei und die stärkere _ Temporalis superficialis spaltet. Die Arteria maxillaris interna: Diese Arterie zieht, medial vom Unterkiefer gelegen, ein kleines Stück schnauzenwärts und gibt die _ Arteria alveolaris inf. ab. Hierauf wird sie derart vom III. Aste des Trigeminus gekreuzt, dass dieser lateral von der Arterie vorüberzieht. Unmittelbar nach der Kreuzung mit diesem Nerven biegt die Arterie nach _ vorne um und gelangt unter die Fissura orbitalis superior, wo sie sich plötzlich in ein mächtiges Wunder netz auflöst, das den II. Ast des Trigeminus vollkommen einhüllt. Dieses Wundernetz liegt, wie erwähnt, unmittelbar unter der Fissura orbitalis superior und reicht in das Schädelcavum hinein, so dass man wohl einen orbitalen und einen cranialen Abschnitt desselben ‚unterscheiden kann. Der craniale Theil, sowie sein Verhältniss zur Carotis interna sollen später besprochen "werden. Der orbitale Abschnitt entlässt lateralwärts die Arteria buccolabialis, aufwärts einige Rami tempo- rales profundi. Präparirt man das Wundernetz ab, so zeigt es sich, dass man den Hauptstamm der Arteria maxillaris interna deutlich durch das Wundernetz hindurch verfolgen kann. Man sieht hiebei auch, dass das Wunder- netz nicht nur lateral, sondern auch medial vom Hauptstamme angeordnet ist und dass dieser einen gut isolirten Ast cranialwärts sendet, der sich, nachdem er das Wundernetz verlassen hat, in die Arteriae lacrymalis, frontalis und die mächtige Ethmoidalis spaltet. Auch die Arteriae ciliares stammen aus dem Wunder- 7112, Julius Tandler, netze, so ist sehr gross, dass also von Seite der Maxillaris interna sämmtliche Gebilde der Orbita versorgt werden. Der Stamm derMaxillaris interna zieht hierauf am Boden derOrbita mit dem II. Aste des Trigeminus schnauzenwärts und gelangt durch das Foramen infraorbitale ins Gesicht. Die für die Nasenhöhle bestimmten Äste stammen ebenfalls aus dem Wundernetze. II. Arteria carotis interna. Die Arteria carotis interna der Katze ist rudimentär. An einer Reihe von Exemplaren, an denen sich die übrigen Arterien mit Teichmann’scher oder Kadyi'scher Masse gut gefüllt hatten, war die Carotis interna fast gar nicht oder blos in ihrem proximalen Abschnitte gefüllt. Es’ waren dies ältere Thiere. An jungen Exemplaren füllte sich die Carotis interna etwas besser, erreichte aber selbst an ganz jungen Thieren niemals die eigentlich vorauszusetzende Stärke. Sofort nach ihrem Entstehen zieht die Carotis cranialwärts, gesellt sich zum Sympathicus und erreicht mit diesem die mediale Seite der mächtigen Bulla, zieht hier aufwärts und gelangt an die Basis cranii, weit hinten unmittelbar vor dem Foramen jugulare. Diese Verschiebung nach hinten ist augenscheinlich herbei- geführt durch die mächtige Entwicklung der Bullatympanica. Man findet auch am macerirten Schädel, knapp vor dem Foramen jugulare, das lateral von der Wölbung der Bulla überragt wird, einen feinen Schlitz, der in die Substanz der Bulla einschneidet. Bei oberflächlicher Betrachtung ist dieser Schlitz leicht zu übersehen. Die Carotis verläuft nun, in der medialen Bullawand eingebettet, anfangs schief nach aufwärts und vorne, biegt dann sanft lateralwärts um und gelangt hiedurch, noch immer in der Bullawand gelegen, an die ventrale, vordere Seite der Schnecke. Nun biegt das Gefäss aufwärts und kommt unter die Spitze der Schläfenbeinpyramide zu liegen. Von hier an zieht die Arterie schief cranial- und medialwärts von oben her durch die Spitze der Schläfenbeinpyramide gedeckt. Nun betritt dıe Carotis das Schädelcavum, verläuft medial vom Trigeminus und mündet in das daselbst gelegene arterielle Wundernetz ein. Bezüglich der Gehirnarterien wäre Folgendes zu sagen: Jederseits seitlich von der Sella tureica durch- bricht ein mächtiges Gefäss die Dura mater und theilt sich sofort in zwei ziemlich gleich starke Äste: Das Gefäss stammt selbstverständlich aus dem Wundernetze, sein Querschnitt ist viel stärker als der der Carotis interna. Der eine der beiden Äste, der Ramus anterior, theilt sich in die Arteria fossae Sylvii und die A.corporis callosi, die untereinander durch eine starkeCommunicans anterior verbunden sind. Knapp bevor die Arteria fossae Sylvii abgeht, entspringt eine ganz schwache Arteria ophtalmica, welche mit dem Nervus optieus in die Orbita zieht. Die Arteria ophtalmica ist im Allgemeinen sehr schwach, in Fällen, wo sie etwas stärker entwickelt und gut injicirt war, konnte man deutlich ihre Anastomose mit den aus der Arteria maxillaris interna auf dem Wege des orbitalen Wundernetzes stammenden Arteriae ciliares nachweisen. Der Ramus posterior der aus dem Wundernetze stammenden Arterie repräsentirt die Arteria com- municans posterior in stark ausgeweitetem Zustande, gibt lateralwärts die Arteria profunda cerebri ab und vereinigt sich mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite zur ziemlich starken Arteria basilaris. Die Arteria occipitalis ist schwach und löst sich in der Nackenmuskulatur auf. Die Arteria vertebralis ist stark entwickelt, zieht in ihrem Haupttheile in die Schädelhöhle und verbindet sich mit dem anderseitigen Gefässe zur Basilaris. Felis tigris. v Die Carotis communis gelangt nach Abgabe der Arteria thyreoidea und eines mächtigen, für die Nackenmuskulatur bestimmten Gefässes in die Höhe des Biventer, tritt unter denselben und verhält sich hier, wie folgt: Gerade dort, wo der Arterienstamm vom Nervus hypoglossus gekreuzt wird, entwickelt sich aus der medialen hinteren Wand ein Strang, der, sich zum Vagus und Sympathicus gesellend, aufwärts zieht. Er Kopfarterien der Mammalia. 713 repräsentirt das Rudiment der Arteria carotis interna, von dem noch später die Rede sein wird. Von dieser Stelle an muss man das mächtige, aufwärts ziehende Gefäss als Carotis externa ansprechen. engteniar earovıs externa: Knapp nach ihrem Entstehen entlässt die Carotis externa nach hinten die Arteria occipitalis, die auf- fallend schwach ist, im Übrigen aber den typischen Verlauf gegen den Nacken nimmt. Noch unter dem Biventer gelegen, gibt die Carotis die mächtige Lingualis und unmittelbar darüber die Arteria maxillaris externa ‘ab. Von dieser gelangt nur ein schwacher Antheil in typischer Weise über den vorderen Rand des Masseter ins Gesicht, während der Haupttheil als Ramus glandularis für die Submaxillardrüse, andererseits als Ramus sub- ‚mentalis sich verzweigt. Die Carotis externa erreicht nun in einem nach hinten convexen Bogen den Unter- kieferwinkel, entlässt die sehr starke Arteria auricularis posterior, unmittelbar darüber die Auricularis anterior, kreuzt hierauf den knorpeligen Gehörgang von unten her und gelangt an den Unterkieferkopf. Hier entlässt sie die ganz schwache Arteria temporalis superficialis. Eine Transversa faciei war nicht auffindbar, dagegen eine Reihe mächtiger Arterien für den Musculus masseter. Am Unterkieferköpfchen wird die Arterie zur Maxillaris interna. Diese Arterie gelangt, medial vom Unterkiefer gelegen, an den III. Ast des Trigeminus, an dessen lateraler Seite sie vorüberzieht. Hier gibt sie die Arteria alveolaris inferior ab, wendet sich nach aufwärts und löst sich in ein mächtiges Wundernetz auf, das, im hinteren Abschnitte der Orbita gelegen, diesen vollkommen ausfüllt. Der Stamm der Maxillaris interna ist an der unteren Seite des Wunder- netzes deutlich nach vorne verfolgbar. Nach kurzem Verlaufe theilt er sich in die mächtige Arteria spheno- palatina und in die Infraorbitalis. An dem erwähnten Wundernetze kann man seiner Topik nach zwei allerdings direct ineinander übergehende Theile unterscheiden. Einen vorderen extracranialen und einen rückwärtigen cranialen. Der Zusammenhang beider findet durch die erweiterte Fissura orbitalis superior sjatt. Der orbitale Abschnitt entlässt nebst einer Reihe von Rami musculares an seiner vorderen Peripherie die starke Arteria ethmoidalis, die Arteriae frontalis und laerymalis und ausser diesen die Arteriae eiliares. Der craniale Abschnitt des Wundernetzes lagert sich medial vom Trigeminus-Ganglion in den Sinus cavernosus und liefert die Gehirnarterien. Il. Arteria carotis interna: Die Carotis interna, deren Ursprung schon erwähnt wurde, gelangt weit hinten knapp vor dem Foramen jugulare in Form eines Stranges zusammen mit dem Nervus sympathicus an die mediale Wand der Bulla. Ihr Verlauf zusammen mit dem Nervus caroticus bis in die Schädelhöhle gleicht vollkommen dem bei der Katze beschriebenen. Das Endstück der Arterie, das ist ihre Mündung in das Wundernetz, war in dem vor- liegenden Präparate mit Teichmann'scher Masse fadendünn gefüllt. Ein mikroskopisches Präparat konnte von diesem Gefässe nicht gemacht werden, doch ist anzunehmen, dass sich die strangförmige Carotis interna so verhält, wie dies bei anderen Thieren mit rudimentärer Carotis interna der Fall ist. Bezüglich der Arteriae vertebrales, der Arteria ophtalmica und des Circulus arteriosus Willisii bei Felis pardus Gesagte. ri Felis pardus. Die Arteria carotis communis gibt in der Höhe des Larynx die Arteria thyreoidea und an der- selben Stelle ein ziemlich starkes Gefäss ab, das dorsalwärts verläuft und nach Abgabe einiger Äste an der Nackenmusculatur eine directe Verbindung mit der Arteria vertebralis eingeht. Nach Abzweigung dieser beiden Äste zieht die Carotis communis weiter aufwärts, tritt unter den Musculus biventer und verhält sich hier folgendermassen: Aus der hinteren Wand des mächtigen Gefässes zieht ein bindegewebiger Strang nach hinten und oben. Dieser erscheint gerade an seinem Ursprunge etwas verdickt und noch deutlich sichtbar mit Masse gefüllt. Unmittelbar darüber kann man in diesem Strange nur mit Lupenvergrösserung einen ganz feinen Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LNXVIT. Bd. 010) 714 Julius Tandler, Faden Injectionsmasse nachweisen. Dieser Strang stellt die Arteria carotisinterna vor. Unmittelbar ober- halb des Abganges dieses Stranges entspringt aus der Fortsetzung des Hauptstammes, den man jetzt als Carotis externa bezeichnen muss, die schwache Arteria oceipitalis, die in typischer Weise gegen die Regio occipitalis verläuft und sich hier auflöst. Diese Arterie gibt kurz nach ihrem Ursprunge ein Gefäss ab, das sich zum Nervus vagus begibt und einerseits mit kleineren Ästen die hintere Pharynxwand versorgt, andererseits als Arteria meningea postica in das Schädelcavum gelangt. . Ir Garotıs externa: Diese repräsentirt die mächtige directe Fortsetzung der Carotis communis und entlässt, noch vom Biventer gedeckt, die Arteria lingualisund Maxillaris externa. Bezüglich der letzteren wäre zu bemerken, dass der Ramus submentalis an Stärke beiweitem überwiegt, so dass der Abschnitt der Arterie, der vor dem Masseter ins Gesicht zieht, sehr schwach entwickelt erscheint. Die Carotis externa beschreibt nun einen lateral und nach hinten gerichteten Bogen, gelangt an den Unterkieferwinkel und von hier bis in die Höhe des Unter- kieferköpfchens, wo sie als Maxillaris interna verschwindet. Bis zu dieser Stelle entlässt sie nebst Rami paro- tidei und masseterici die vordere und hintere Auriculararterie, und an der Umbiegungsstelle zur Maxillaris interna die Arteria temporalis superficialis und Transversa faciei. Die Maxillaris interna entlässt zuerst die Arteria alveolaris inferior, die mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer zieht. Hierauf zieht die Arterie nach vorne und oben und wird hiebei vom III. Aste des Trigeminus an ihrer medialen Seite gekreuzt. Unmittelbar darüber löst sich die Arterie in ein mächtiges Wundernetz auf. Dieses Wundernetz verhält sich, von seiner Mächtigkeit abgesehen, genau so wie das der Katze, es ist auch hier ein cranialer und ein orbitaler Abschnitt zu unterscheiden. Diese beiden stehen durch die Fissura orbitalis superior miteinander in directer Verbindung. Auch hier versorgt die Maxillaris interna auf dem Wege des Wundernetzes sämmtliche Gebilde der Orbita einschliesslich des Bulbus. Das Wundernetz umgreift den II. Ast des Trigeminus vollständig und entlässt nach vorne die den Nerven begleitende Arteria infraorbitalis, medialwärts die Arteria spheno-palatina. II. Arteria carotis interna: Die Arteria carotis interna, deren Verhalten an ihrem Ursprunge bereits beschrieben wurde, zieht, wie erwähnt, als strangförmiges Gebilde cranialwärts. Diese rudimentäre Carotis wurde zusammen mit dem Nervus caroticus verfolgt. Sie liegt genau wie bei der Katze in der medialen Wand der mächtigen Bulla und zeigt dieselben Verhältnisse zur Cochlea, wie sie bei Felis domestica beschrieben wurden. Die Rückbildung dieser Arterie ist nur weiter fortgeschritten, daher war der Zusammenhang mit dem basalen Wundernetze nicht auffindbar. Bezüglich des Circulus arteriosus, der Gehirngefässe und der Vertebralis gilt das bei der Katze Erhobene; es wäre höchstens zu bemerken, dass die Arteria ophtalmica dieses Thieres noch viel weiter rückgebildet als bei Felis domestica ist. Sie stellt ein ganz feines, fadenförmiges Gefäss dar, welches mit dem Nervus opticus durch das Foramen opticum verfolgbar ist. Ob das Gefäss die Centralis retinae bildet, konnte ich nicht eruiren; desgleichen ist eine Anastomose mit den aus der Maxillaris interna stammenden Ciliararterien < sicher auszuschliessen. Felis pardalis. Da die arteriellen Verhältnisse am Schädel dieses Thieres vollkommen den bei Felis pardus gefundenen gleichen, kann ich von einer Beschreibung dieses Thieres Umgang nehmen. Viverra zibetha. | Die Arteria carotis communis gibt während ihres Verlaufes eine Reihe von Ästen an die Halsmusculatur an die Speiseröhre und die Trachea ab. Am unteren Rande der Glandula thyreoidea entwickelt sich eine Kopfarterien der Mammalia. 718 mässig starke Arterie aus der Carotis communis, welche in die Glandula thyreoidea eintritt. In der Höhe des Larynx geht von der Carotis communis erst die eigentliche Arteria thyreoidea ab. Nach Abgabe dieses Astes theilt sich die Carotis communis, in der Höhe des Zungenbeines angelangt, in die starke Carotis externa und die schwache Carotis interna. Im Theilungswinkel entsteht die schwache Arteria oceipitalis, die in typischer Weise verläuft. I. Carotis externa: Diese entlässt sofort die Arteria laryngea und unmittelbar darüber die starke Lingualis. Nach Abgabe dieser Gefässe wendet sie sich rückwärts und lateral, gibt die starke Maxillaris externa ab, gelangt in die Fossa retromandibularis und von hier bis in die untere Wand des Gehörgangknorpels. Nun biegt sie plötzlich nach vorne ab und wird zur Arteria maxillaris interna. Bis hieher entstehen aus ihr nebst Rami musculares und glandulares die Arteria auricularis posterior und anterior, sowie die Arteria temporalis superficialis. Die Arteria maxillaris interna gelangt medial vom Unterkiefer nach vorne bis an den III. Trige- minus-Ast®Hier spaltet sich die Arterie in zwei Theile, einen medialen und einen lateralen Abschnitt. Der laterale Abschnitt zieht lateral vom Ill. Trigeminus-Aste nach vorne, entlässt unmittelbar an seinem Ursprunge die Arteria alveolaris inferior und begibt sich, medialwärts sanft abbiegend, zum II. Aste des Trigeminus. Nachdem noch die Arteria buccolabialis vom Stamme abzweigt, wird die Maxillaris interna zur infraorbitalis, die mit dem Il. Trigeminus-Aste ins Gesicht zieht. Der mediale Abschnitt der Maxillaris interna umgreift im Bogen den Ill. Ast des Trigeminus von hinten und gelangt so an die mediale Seite der Nerven. Von hier aus durchzieht die Arterie in einen ganz kurzen Canalis pterygoideus, um, im hinteren Winkel der Orbita den II. Ast des Trigeminus übersetzend, sich in ihre Endäste aufzulösen. Diese sind die starke Arteria ethmoidalis, eine schwache Frontalis, eine Reihe von Muskelästen und die Arteriae eiliares. Dort, wo das Gefäss an der Fissura orbitalis vorüber zieht, entlässt es eine ziemlich starke Arterie, die, diese Fissur durchbrechend, in vielen Windungen zum subduralen Abschnitte der Carotis interna gelangt und sich hier implantirt. Bei diesem T'hiere ist also deutlich nachweisbar die Communication zwischen dem vor- deren Abschnitte der stapedialen Gefässe und der Maxillaris interna hinter dem III. Aste des Trigeminus eingetreten, wobei sich aber streckenweise beide Gefässbahnen erhalten haben, so dass die eine medial, die andere lateral vom III. Aste des Trigeminus vorbeizieht. Der durch die Fissura orbitalis tretende Arterien- stamm ist zweifelsohne das Äquivalent des bei den Katzen diese Fissur durchziehenden Wundernetzes. Die ersten Anfänge dieses Wundernetzes wären wohl auch schon hier wahrnehmbar, und zwar in Form der verschiedenen starken Krümmungen, die dieses Gefäss beschreibt, wobei sich schon secundär Anastomosen zwischen den Krümmungen bemerkbar machen. Taf. IV, Fig. 13. Il. Arteria carotis interna: Diese ist, wie schon erwähnt, bedeutend schwächer wie die Carotis externa, gelangt an die mediale Wand der Bulla und verläuft in einem dieser Wand angehörenden Canale cranialwärts, genau so gelagert wie bei den Katzen. Dadurch aber, dass das Gefäss gut injicirbar und die Wandung der Bulla sehr dünn ist, ist das Gefäss bei Eröffnung des Cavum tympanifin seinem Verlaufe und Verhältnisse zum Promontorium bis zur Pyramidenspitze deutlich verfolgbar. Taf. IV, Fig. 14. Hier biegt dann die Arterie cranialwärts um und gelangt in das Schädelcavum. Jetzt verläuft sie medial vom Trigeminus gelegen nach vorne, nimmt den vorhin beschriebenen Ramus anastomoticus aus der Maxillaris interna auf und perforirt die Dura mater. An der Perforationsstelle selbst spaitet sich das Gefäss in den gleich starken Ramus anterior und posterior. Der Ramus anterior entlässt knapp oberhalb seines Ursprunges eine schwache Arteria ophtal. mica, die mit dem Nervus opticus in die Orbita zieht und wahrscheinlich blos die Arteria centralis retinae abgibt. Hierauf theilt sich die Arterie in die Arteria cerebri media und in die Cerebri anterior, von denen die letztere durch die Communicans anterior mit dem gleichnamigen Gefässe der anderen Seite zusammenhängt. E 90* 716 Julius Tandler, Der Ramus posterior der Carotis zieht nach rückwärts und implantirt sich direet in die ziemlich starke Basilaris. Die Cerebri posterior erscheint nur als Seitengefäss dieses Ramus posterior. Die Arteria basilaris entsteht durch Vereinigung der ziemlich starken Arteriae vertebrales cerebrales Der Cireulus arteriosus ist also vollständig und gleicht ganz dem der Felidae. Viverra Bojei. Die Verhältnisse der arteriellen Gefässe des Schädels gleichen vollkommen denen der Zibethkatze, so dass eine eigene Beschreibung als überflüssig erscheint. Hyaena striata. Die Arteria carotis communis zieht unter Abgabe einer Reihe von Zweigen an die Musculatur, den Oesophagus und die Trachea aufwärts, und gelangt bis in dieHöhe desLarynx, wo sie die Arteria thyreoidea entlässt. In der Höhe des Os hyoides tritt die Theilung in Carotis interna und externa ein. Bei keinem Thiere ist dieser Theilungsmodus in Folge des eigenthümlichen Verhältnisses der Carotis interna so frappirend, wie hier. An der T'hheilungsstelle selbst haben nämlich die beiden Carotiden dasselbe Lumen, wobei die Carotis interna in der wie beim Menschen candelaberartigen Weise abzweigt. Nach einer Länge von beiläufig !/,—1 cm wird die starke Carotis interna in zwei im Verhältnisse zum Stammgefässe überaus schwache Äste zerlegt, von denen der ventral gelegene die Fortsetzung der Carotis interna, der mehr dorsal gelegene die Arteria oceipitalis repräsentirt. Die Arteria occipitalis theilt sich sofort nach ihrem Entstehen in zwei Äste, einen Ramus ascendens und einen Ramus descendens. Der erstere verhält sich typisch als Arteria oceipitalis, der zweite ist weit abwärts in die Nackenmusculatur zu verfolgen. I. Arteria carotis externa: Sie zieht aufwärts, gibt zuerst die Arteria lingualis, hierauf die Maxillaris externa ab. Das Gefäss beschreibt dann einen nach lateral convexen Bogen, sendet die Arteria auricularis posterior ab und gelangt an die untere Fläche des knorpeligen Gehörganges. Hier entwickeln sich aus ihr die Auricularis anterior und die Temporalis superficialis. Am Unterkieferköpfchen biegt die Carotis externa als Maxillaris interna, medial vom Unterkiefer gelegen, nach vorne um, entlässt zuerst die Arteria alveolaris inferior und begibt sich an die mediale Seite des III. Astes des Trigeminus. Nachdem die Arterie diesen gekreuzt hat, löst sie sich in ein mächtiges Wundernetz auf, an dem wieder ein extra- und ein intracranialer Abschnitt zu unterscheiden ist. Das Wundernetz selbst ist verhältnissmässig noch stärker entwickelt als bei den Felidae. Auch hier setzt sich dann die Maxillaris interna als Arteria infraorbitalis, die die Sphenopalatina abgibt, fort und gelangt mit dem ll. Aste des Trigeminus, der bei seinem Austritte vollkommen vom Wundernetze geschlossen ist, ins Gesicht. Aus dem Wundernetze stammen die Arteriae ciliares, ethmoidalis, frontalis und lacrymalis. II. Arteria carotis interna! Ihr eigenthümlicher Ursprung wurde schon oben besprochen. Sie gelangt wie bei den Felidae an die hintere mediale Wand der Bulla, nimmt denselben gewundenen Verlauf an der medialen Bullawand, wie bei den Katzen. Zu bemerken wäre nur, dass der grösste Abschnitt der Arterie nur einen Strang reprä- sentirt, bei dem eine Füllung mit feiner Teichmann’'scher Masse nicht nachweisbar ist. Nur das proximale, aus dem weiten Abschnitte hervorgehende, und das distale, mit dem Wundernetze zusammenhängende Stück der Arterie war injieirt. Die Arteriae vertebrales, ebenso wie die Basilaris, in die jederseits der Ramus posterior der an der Sella turcica aus dem Wundernetze hervorkommenden Gehirngelässe mündet, sind ziemlich schwach. Kopfarterien der Mammalia. TER, Dieser Ramus posterior liefert auch die Arteria cerebri posterior, während der Ramus anterior, die rudimentäre, mit dem Opticus verlaufende Ophtalmica, die Arteriae fossae Sylvii und corporis callosi liefert. Der Cireulus Willisii ist geschlossen und gleicht in seiner Configuration dem der Katze. Canis familiaris. Obwohl Ellenberger und Baum in ihrer Monographie über den Haushund die Arterien dieses T'hieres ausführlich beschreiben, sehe ich mich dennoch veranlasst, hier eine Beschreibung der bezüglichen Arterien- verhältnisse zu geben. Es geschieht dies einerseits der Vollständigkeit halber, andererseits deshalb, weil sich bezüglich der morphologischen Auffassung einzelner Gefässabschnitte Differenzen ergeben haben, welche bei der Berücksichtigung des Umstandes, dass in der citirten Monographie vom vergleichend ana- tomischen Standpunkte völlig Umgang genommen wurde, leicht begreiflich sind. Nach Abgabe der Arteria thyreoidea theilt sich die Arteria carotis communis ın die Arteria carotis externa und interna, von denen die letztere bedeutend schwächer ist als die erstere. I. Arteria carotis externa: Diese repräsentirt die eigentliche Fortsetzung des Hauptstammes und entlässt knapp nach ihrem Ursprunge aus ihrer dorsalen Wand die Arteria occipitalis. Der Ursprung scheint insoferne ein wenig zu variiren, als die Arteria occipitaiis manchmal im Theilungswinkel zwischen Carotis externa und interna manchesmal etwas höher oben entspringt. Die Occipitalis kreuzt nun die Carotis interna an deren lateralen Seite und gelangt in die Nackenregion. Ihre Rami ceivicales treten in directe Verbindung mit der Arteria vertebralis und sind in dieser Weise bei der Bildung der Arteria basilaris betheiligt. Die Arteria carotis externa zieht nun weiter cranialwärts und entlässt, noch unter dem Biventer gelegen, die Arteria lingualis. Unmittelbar darüber die Arteria maxillaris externa, welche, verhältnissmässig schwach, nach Abgabe eines Ramus sublingualis am vorderen Rande des Masseter ins Gesicht gelangt. Die Carotis externa umgreift nun von rückwärts die Mandibula, entlässt die sehr starke Arteria auricularis posterior und die Arteria temporalis superficialis und wendet sich dann medial vom Unterkiefer als Arteria maxillaris interna nach vorne. Die Arteria maxillaris interna. Diesen Namen legen Ellenberger und Baum der Arteria carotis externa sofort nach Abgabe der Arteria maxillaris externa bei, während ich die Carotis externa erst nach Abgabe der Temporalis superficialis als Maxillaris interna bezeichne. Die Arterie gelangt, dicht neben dem Unterkiefer gelegen, nach vorne bis an den Nervus mandibularis. Hier entlässt das Gefäss die Arteria alveolaris inferior und die Temporalis profunda und wendet sich nun plötzlich medialwärts, um den Ill. Ast des Trigeminus an seiner hinteren Seite zu umgreifen und an dessen mediale Seite zu gelangen. Hier tritt die Arteria maxillaris interna in den kurzen Canalis pterygoideus. Bevor sie in diesen Canal eintritt, entlässt sie die Arteria meningea media, welche entweder neben dem III. Aste des Trigeminus durch das Foramen ovale oder durch ein separates Foramen spinosum in die Schädel- höhle gelangt. Die Maxillaris interna passirt den Canalis pterygoideus und zieht mit dem II. Trigeminus-Aste nach vorne. Unmittelbar nach ihrem Austritte aus dem genannten Canale zweigt von der Arterie ein ziemlich starker Ramus orbitalis ab, der von Ellenberger und Baum als »Arteria ophtalmica« bezeichnet wird. Diese sagen: »Sie (Arteria ophtalmica) entspringt aus der Arteria maxillaris interna (beim Menschen aus der Carotis interna), nachdem dieselbe den Canalis pterygoideus verlassen hat«..... Dieses Gefäss, das keinesfalls das Homologon der Arteria ophtalmica des Menschen ist, gelangt von unten her in die Orbita und entlässt entweder noch aus seinem Hauptstamme, wie ich es an Corrosions- präparaten gesehen habe, oder aus einem seiner Äste, wie ich das in Übereinstimmung mit Ellenberger und Baum angeben kann, einen Ramus anastomoticus, der durch die Fissura orbitalis in die Schädel- höhle zurückläuft und in die Carotis interna mündet. 718 Julius Tandler, Der Ast, der den Ramus anastomoticus liefert, zieht nun nach vorne, gelangt auf den Nervus opticus und n tritt hier in direete Anastomose mit der Arteria ophtalmica, welche, aus dem Cireulus arteriosus stammend, zusämmen mit dem Nervus optieus durch das Foramen opticum in die Orbita gelangt. Diese eigentliche Arteria ophtalmica ist Ellenberger und Baum vollkommen entgangen. Der Ramus anastomoticus aber wird in seinem Verlaufe von dem subduralen Abschnitte der Carotis interna bis zu seinem Abgange aus dem Ramus orbitalis, ferner das Arterienstück von hier bis zum Nervus optieus und bis zum Bulbus von Bellarminow als Arteria ophtalmica interna bezeichnet. Wenig- | stens schreiben Ellenberger und Baum Folgendes: .»Kurz nach ihrem Ursprunge gibt sie, respective einer ihrer Rami musculares, einen Ramus ana- stomotieus ab, der durch die Fissura orbitalis zur Arteria carotis interna geht; er gibt nach Bellar- | minow, der ihn Arteria ophtalmica interna nennt, die Arteria centralis retinae ab.« Auch Bellarminow scheint die eigentliche Arteria ophtalmica und deren Vereinigung mit dem eben beschriebenen Gefässe übersehen zu haben; soweit dies durch Injection festzustellen war, stammt die Centralis retinae aus der Vereinigung dieser beiden Arterien, so dass an der Bildung der Centralis retinae die eigentliche Ophtalmica zumindest ebenso betheiligt ist, als das von Bellarminow als Arteria ophtalmica interna bezeichnete Gefäss. Der Ramus anastomotieus aber ist beim Hunde an Stelle des Wundernetzes getreten, das bei den Katzen, auf dieselbe Weise aus der Maxillaris interna entstehend, diese mit der Carotis interna verbindet. Von einer Abbildung dieses Gefässes kann hier wohl abgesehen und auf die von Viverra zibetha gegebene verwiesen werden, Taf. IV, Fig. 13. Es ist wahrscheinlich, dass dieses beim Hunde vorliegende Verhältniss das primäre, während das Verhältniss bei der Zibethkatze ein Zwischenstadium zwischen einfacher Anastomose und dem Wundernetze bedeuten würde. Der Ramus orbitalis liefert ausserdem noch die Arteriae ethmoidalis, frontalis und lacrymalis und die Arteriae ciliares. Der übrige Theil der Arteria maxillaris interna wird zur Arteria infraorbitalis, die nach Abgabe der Arteria buccolabialis in den Infraorbitalcanal gelangt. II. Carotis interna: Diese bildet an ihrem Ursprunge eine ganz schwache, divertikelartige Erweiterung, zieht hierauf cranialwärts und gelangt neben dem Foramen jugulare an die mediale Bullawand. Hier tritt sie in einen in diese Wand eingeschnittenen Suleus, biegt hierauf nach vorne um und gelangt an die Spitze der Schläfenbeinpyramide, wo sie subdural wird. Noch im Sinus caroticus gelegen, empfängt sie den Ramus anastomoticus, der auch mit der Meningea media in Verbindung tritt, und perforirt hierauf zur Seite der Sella turcica die Dura mater. An der Perforationsstelle theilt sich die Carotis in einen Ramus posterior und einen Ramus anterior. Der Ramus anterior theilt sich in die Arteriae corporis callosi und fossae Sylvii; gerade an der Theilungsstelle entspringt die Arteriae ophtalmica. Die beiden Rami posteriores vereinigen sich nach Abgabe der Arteria cerebri posterior zur Arteria basilaris. Diese selbst wird durch den Zusammentritt der beiden Vertebrales, die mit den Ästen der Oceipitalis communieiren, gebildet £ Der Circulus arteriosus wird vorne durch die Communicans anterior abgeschlossen. Canis lupus. . Da die Arterienverhältnisse denen bei Canis familiaris vollkommen gleichen, kann von einer genaueren Beschreibung Umgang genommen werden. Zu erwähnen wäre höchstens, dass der Ramus anastomoticus zwischen Carotis interna und Maxillaris interna im Verhältnisse noch stärker, die Arteria ophtalmica dagegen so schwach ist, dassich die beim Hunde beschriebene Communication mit dem Ramus anastomotieus hier nicht mehr nachweisen konnte, Kopfarterien der Mammalia. ae) Meles taxus. Die Arteria carotis communis theilt sich nach Abgabe der Arteria thyreoidea in der Höhe des Zungenbeinkörpers in die Carotis interna und externa. Der Theilungswinkel ist so ähnlich wie beim _ Wickelbären, nur ist die Carotis interna im Verhältnisse etwas schwächer. Auch hier entspringt gerade im Theilungswinkel die Arteria occipitalis, welche sich nackenwärts begibt und dort in zwei Äste spaltet. Der Ramus superior ist unverhältnissmässig schwach und löst sich sofort in seine Endzweige auf, während der Ramus inferior im Bereiche des Atlas in directer Communication mit der Vertebralis tritt und auf diese Weise also die Carotis mit der Vertebralis noch extracranial verbindet. I. Carotis externa: Diese entlässt sofort nach ihrem Entstehen die Lingualis, zieht dann schief nach vorne und oben und gibt die ganz schwache Arteria maxillaris externaab. Nun gelangt die Carotis hinter den Unter- kiefer, wo die mächtige Auricularis posterior von ihr abzweigt, und verschwindet nach Abgabe der Auricularis anterior und eines Truncus communis für die Temporalis superficialis und Transversa faciei als Arteria maxillaris interna medial vom Unterkiefer. Die Arteria maxillaris interna entlässt zuerst die Arteria alveolaris inferior, lagert sich dann lateral vom III. Aste des Trigeminus und gelangt von hier unter den hinteren Winkel der Örbita. Daselbst verhält sich das Gefäss, wie folgt: Die Fortsetzung der Arterie gelangt mit dem Il. Aste des Trige- minus als Arteria infraorbitalis ins Gesicht, währenddem der orbitale Abschnitt der Arterie sofort nach seinem Entstehen einen Ast abgibt, der durch die Fissura orbitalis superior in das Schädelcavum zieht und sich hier mit dem subduralen Abschnitte der Carotis interna verbindet. Es ist also auch bei diesem Thiere statt des Wundernetzes, das bei den Felidae die Maxillaris interna und Carotis interna verbindet, nur ein einfaches Gefäss, Ramus anastomoticus, vorhanden. Der andere Theil des Gefässes versorgt sämmtliche Gebilde der Orbita, mit Ausnahme der Retina. Die Centralis retinae stammt aus der rudimentären Arteria ophtalmica. II. Arteria carotis interna: Diese gelangt, medial von den Zungenbeinmuskeln aufwärts ziehend, an die Basis cranii, kommt an die mediale Bullawand, wo sich die Arterie in einen in dieser Wand gelegenen Schlitz einbettet; zum Unter- schiede von den anderen Carnivoren, bei denen der Eintritt der Carotis interna unmittelbar vor dem Foramen jugulare liegt, ist hier der Eintritt um ein gutes Stück nach vorne verschoben und hat daher jeden Zusammen- hang mit dem Foramen jugulare verloren. Nach Eintritt in den Canal wendet sich die Arterie nach vorne und etwas medial, erreicht die Pyramiden- spitze und hierauf das Cavum cranii. Die Arterie bildet hier, subdural gelegen, eine Schlinge, welche an die Verhältnisse beim Eisbären erinnert, jedoch viel kleiner ist; hierauf nimmt die Carotis interna den vorhin beschriebenen R. anastomot. aus der Maxillaris interna auf und perforirt die Dura mater. Die Verhältnisse, wie sie sich nach Wegnahme der Dura bieten, sind von Barkow im IV. Bande der »comparativen Morphologie«, Tafel XLI, wiedergegeben. Die Arteriae vertebrales sind ziemlich schwach, werden aber durch die schon beschriebene Communication mit der Carotis verstärkt und gelangen in den Schädel. Über den Circeulus arteriosus und die Gehirnarterien bin ich leider nicht im Stande, eine Angabe zu machen, da diese Gefässe an dem einzigen mir zur Verfügung stehenden Exemplare ruinirt waren. Nur die schwache, den Nervus opticus begleitende Arteria ophtalmica war auffindbar. Arctictis (Binturong). Die Arteria carotis communis zieht astlos bis in die Höhe des Larynx, wo sie sich unmittelbar nach Abgabe der Arteria thyreoidea in die Arteria carotis interna und externa theilt. Die Theilungsweise in die 720 Julius Tandler, beiden Carotiden gleicht sehr der bei den Primaten, es zeigt sich nämlich hier der sogenannte candelaber- artige Abgang der Carotis interna. Im stumpfen Winkel zwischen den beiden Carotiden entspringt die mässig starke Occipitalis, welche, die Carotis interna lateral kreuzend, nackenwärts zieht und sich hier in einen Ramus descendens und ascendens theilt. l. Carotis externa: Diese entlässt sofort nach ihremUrsprunge die starkeArteria lingualis, zieht hieraufrein Stück cranial- wärts und gibt die mässig starke Maxillaris externa ab, die in typischer Weise über den vorderenRand des Masseter gesichtswärts läuft. Hierauf beschreibt die Carotis externa einen schwachen, nach rückwärts con- vexen Bogen, umgreift den Unterkieferwinkel und biegt hier plötzlich medial vom Unterkiefer als Maxillaris interna nach vorne um. Bis dahin entlässt sie nebst einigen Rami musculares et parotidei die starke Auricu- laris posterior, die schwache A. anterior und einen Truncus communis für die Temporalis superficialis und Transversa faciei. Die Arteria maxillaris interna zieht medial vom Unterkiefer nach vorne, gibt die Arteria alveolaris inferior ab, wird hierauf vom Ill. Aste des Trigeminus an ihrer lateralen Seite gekreuzt und gelangt in den Canalis pterygoideus, durchzieht ihn und theilt sich 1. in einen Ramus orbitalis, der, die membranösen Gebilde der Orbita durchbrechend, sämmtliche Arterien der Orbita — mit Ausnahme der Centralis retinae — abgibt und 2. in einen Ramus infraorbitalis, der die Sphenopalatina abgibt, und mit dem Nervus infraorbitalis ins Gesicht gelangt. Bei diesem Thiere fand sich ein vollständiger Canalis pterygoideus, währenddem sich am Skelette eines nicht näher specifieirten Wickelbären statt eines Canalis pterygoideus ein tiefer, lateral offener Sulcus pterygoideus vorfand. II. Arteria carotis interna: Ihre Ursprungsweise wurde schon früher beschrieben. Die Arterie gelangt an die Schädelbasis zu medialen, bullös vorgetriebenen Wand des Cavum tympani, jedoch weiter vorne als bei Ursus maritimus, Die Arterie zieht hierauf, in typischer Weise sich zur Cochlea verhaltend, zur Spitze der Schläfenbein- pyramide und erreicht hier das Schädelcavum. Nun kommt die Arterie medial vom Trigeminus in den Sinus cavernosus zu liegen, in welchem sie vollkommen gestreckt bis zu ihrem Durchbruche durch die Dura verläuft. Von den beim Eisbären beschriebenen Krümmungen ist nichts zu sehen. Dort, wo die Arteria carotis interna die Dura mater durchbricht, theilt sie sich in den Ramus anterior und posterior. Gleich nach dem Entstehen entlässt der Ramus anterior die ganz feine Arteria ophtalmica und theilt sich hierauf in die Arteriae fossae Sylvii und corporis callosi, von denen die beiden letzteren durch die Communicans anterior verbunden sind. Der Ramus posterior zieht nach hinten und liefert zusammen mit dem aus der Arteria basilaris stammenden Abschnitte die Arteria cerebri posterior; doch ist der aus der Carotis stammende Anthejil der stärkere. Die beiden Vertebrales sind ziemlich stark und verbinden sich zur Basilaris, welche sich, wie erwähnt, theilt. Der Cireulus Willisii ist also geschlossen und scheint bezüglich seiner Zusammensetzung zwischen dem der Felidae und dem des Eisbären zu stehen. Ursus maritimus. Die Arteria carotis communis gelangt astlos bis in die Höhe des Larynx, wo sie die Arteria thyreoidea abgibt. Unmittelbar darüber entlässt sie einige mächtige Muskeläste und theilt sich hierauf in der Höhe des Zungenbeinhornes in die Carotis externa und interna, von denen die letztere die beiweitem schwächere ist. Zusammen mit der Carotis interna aus einem ganz kurzen Truncus communis entsteht eine schwache Arterie, die sich an der lateralen Pharynxwandserschöpft. Aus demselben Truncus entsteht noch Kopfarterien der Mammalia, 721 _ eine schwache Arterie, von der der eine Ast als Arteria condyloidea in den Schädel gelangt, während der andere gegen die Nackenmuskulatur zieht: es repräsentirt diese Arterie die rudimentäre Arteria occipitalis. I. Arteria carotis externa: Diese gibt knapp nach ihrem Entstehen die starke Arteria lingualis ab, kommt hiebei unter den mäch- tigen Musculus biventer zu liegen, an dessen oberen Rand sie die schwache Maxillaris externa entlässt. Daselbst geht auch aus ihr eine starke Arterie ab, welche sich in der Nackenmuskulatur auflöst und derart das Verbreitungsgebiet der rudimentären Oceipitalis übernimmt. Die Carotis externa kommt hierauf hinter den Unterkieferwinkel zu liegen, entlässt hier die starke Auricularis posterior und wendet sich in leichtem Bogen, den ganz kurzen, aufsteigenden Theil des Unterkiefers passirend, als Arteria maxillaris interna nach vorne. Hier entlässt sie noch die mässig starke Temporalis superficialis. Eine Transversa faciei war nicht nachweisbar. Die Arteria maxillaris interna Zieht, medial vom Unterkiefer gelegen, ein kleines Stück nach vorne, entsendet die Arteria alveolaris inf., die mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer zieht, biegt hierauf medialwärts und wird vom III. Aste des Trigeminus lateral gekreuzt. Die Arteria tritt nun in den Canalis pterygoideus ein, durchzieht denselben und theilt sich sofort nach ihrem Austreten in zwei Theile. Der eine Theil zieht mit dem II. Aste des Trigeminus am Boden der Orbita nach vorne, entlässt die Arteria sphenopalatina und tritt durch den Canalis infraorbitalis mit dem gleich- namigen Nerven ins Gesicht. Dieser Antheil des Gefässes liefert auch noch die Arteria temporalis profunda. Der andere Ast der Maxillaris interna zieht von der vorderen Öffnung des Canalis pterygoideus aufwärts, durchbricht die membranöse untere Wand der Orbita und versorgt sämmtliche Gebilde der Augen- höhle (Ramus orbitalis). II. Arteria carotis interna: Die Carotis interna, deren Ursprung aus der Carotis communis schon früher erwähnt wurde, wendet sich sofort dorsalwärts und verläuft medial vom Zungenbeinmuskel-Apparat aufwärts. Die Arterie gelangt zusammen mit dem Nervus caroticus des Sympathicus an die Schädelbasis, und zwar weit hinten, unmittelbar vor dem Foramen lacerum posticum. Am macerirten Objecte erscheint das Foramen caroticum wie eine nach vorne medial gerichtete Aus- buchtung des Foramen jugulare. Untersucht man die Bestandtheile des Canalis caroticus, so findet man auch hier den Canalis caroticus speciell in seinem hinteren Abschnitte als eine tiefe Rinne, die in die mediale Wand des Os tympanicum eingetragen ist. Von einer Bulla tympanica kann man hier nicht sprechen, da eine wirklich bullöse Auftreibung fehlt; die untere Wand ist fast horizontal eingestellt und nicht vor- getrieben. Bei der genaueren Untersuchung zeigt es sich, dass die Carotis auch hier etwas medial und unterhalb der Schnecke vorüberzieht, nach Passage derselben aufwärts zieht und in das Schädelcavum an der Spitze der Schläfenbeinpyramide eintritt. Diese Eintrittsstelle ist weit hinten gelegen, ein Factum, das durch die verhältnissmässig sehr lange mittlere Schläfengrube und die Kürze der Schläfenbein- pyramide erklärlich erscheint. Nachdem nun die Carotis die knöcherne Schädelbasis perforirt hat, liegt sie subdural in dem weit nach hinten reichenden Sinus cavernosus. Hier ist die Arterie in Form einer Doppelschlinge angeordnet, deren einzelne Schenkel noch um die Längsaxe torquirt erscheinen. Durch diese eigenthümliche Anord- nung erlangt der subduraie Abschnitt der Carotis eine bedeutende Länge; bei dem von mir untersuchten Falle z. B. betrug die Länge des Gefässes von seinem Durchtritte durch die knöcherne Schädelbasis bis zu seinem Durchbruche durch die Dura an der Sella turcica über 16cm. Von einer bildlichen Wiedergabe dieser etwas complicirten Verhältnisse kann hier wohl abgesehen werden, da Barkow im IV. Theile seiner »comparativen Morphologie«, Tafel XLI, ein anschauliches Bild dieser Verhältnisse gibt. Nach dem Durchtritte durch die Dura mater theilt sich die Carotis interna in die Arteriae fossae Sylvii und corporis callosi. Die letzteren stehen durch eine Communicans anterior in Verbindung. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 91 722 Julius Tandler, Jede A. fossae Sylvii nimmt sofort nach ihrem Entstehen eine mässig starke Communicans posterior auf. Diese selbst stammt aus der Profunda cerebri, welche durch Spaltung aus der starken Arteria basilaris entsteht. Die Arteriae vertebrales sind sehr stark und vereinigen sich zur Arteria basilaris. Der Cireulus arteriosus des Eisbären ist demnach geschlossen und ähnelt, abweichend von dem der Felidae, sehr dem der Primaten. Resume. Die Carnivoren zeigen eine Reihe ganz interessanter Übergangs- und Entwicklungsstadien einiger Gefässabschnitte, vor allem der Carotis interna und des basalen Wundernetzes. Die Carotis interna zeigt in dieser Thierclasse fast alle Formen ihrer Ausbildung. So ist sie z. B. beim Panther oder beim Tiger fast vollkommen obliterirt und zu einem bindegewebigen Strange geworden, während sie z. B. bei der Zibethkalze schon besser und beim Dachs noch besser entwickelt ist. Beim Bären endlich erscheint die Arterie in voller Entwicklung wie bei den Primaten. Auch bezüglich des Wundeınetzes sind eine Reihe von Übergangsstadien deutlich erkennbar. Während bei Felis domestica, pardus und pardalis ein mächtiges, basales Wundernetz entwickelt ist, sehen wir bereits bei Viverra zibetha den Stamm der Arteria carotis nicht mehr in ein Wundernetz auf- gelöst, wohl aber noch mit Anfängen desselben — worauf noch zurückgekommen werden wird — in Ver- bindung. Bei Canis famitliaris wird diese Verbindung noch schwächer, die Arterie verläuft in ihrem intraduralen Abschnitte noch ziemlich gerade. Bei Arctictis und Meles taxus lässt sich bereits eine einfache Schlinge nachweisen, welche dann bei Ursus maritimus die beschriebene monströse Form annimmt. Bezüglich des Verlaufes der Carotis interna wäre Folgendes zu erwähnen: Bei allen Vertretern dieser Classe lässt sich nachweisen, dass die Arterie in einem der medialen Bulla- wand angehörigen Canale verläuft, welcher je nach dem Entwicklungsgrade und der Grösse dieser Bulla seinen caudalen Anfang weiter vorne oder weiter hinten besitzt. So sehen wir z. B. bei den Katzen den Anfang des Canalis caroticus unmittelbar vor dem Foramen lacerum posticum liegen, während er bei Meles taxus durch eine fast I cm breite Knochenbrücke von diesem Foramen getrennt erscheint. Die Beziehung zum Promontorium ist eine ziemlich fixe und speciell an Thieren mit dünner Bullawand deutlich ersichtlich. (Siehe Fig. 14.) Die Arteria carotis externa setzt sich bei allen Raubthieren in die Maxillaris interna fort. Ihre Vereinigung mit der Maxillaris interna primaria aber variirt insoferne, als sie manchmal hinter dem III. Aste des Trigeminus, manchmal vor demselben eintritt. So liegt z. B. bei Felis domestica, bei Hyaena striata, Canis familiaris, Arctictis und Ursus die Arterie an der medialen Seite des Nerven, es ist also die Vereinigung hinter dem Nerven eingetreten, während beim Panther, Pantherkatze, Tiger, bei Meles taxus die Arterie an der lateralen Seite des Nerven gelegen ist. Auch in dieser Thierclasse lässt sich, und zwar bei Viverra zibetha, ein Übergangsstadium zwischen diesen beiden Lagerungsverhältnissen nachweisen. (Vgl. Fig. 13.) Auch hier bildet sich ähnlich wie bei Dasypus villosus oder Dama comm. ein vorne offener Arterienring. Die Maxillaris interna entsendet bei den Carnivoren einen Ramus orbitalis, der bei allen nach weisbar mit dem Ramus superior der Arteria stapedia communiecirt. Ausser diesem Ramus orbitalis entlässt die Maxillaris interna bei allen untersuchten Thieren mit Ausnahme von Arctictis und Ursus maritimus, bei welchen ich ein gut entwickeltes Gefäss nicht nachweisen konnte, einen Ramus anasto- moticeus durch die Fissura orbitalis in die Schädelhöhle retour zum subduralen Abschnitte der Carotis interna. Ferner ist es möglich, vom einfachen Ramus anastomoticus bis zum completen Wundernetze alle Stadien der Entwickelung innerhalb dieser Ordnung nachzuweisen. Nopfarterien der M« alia. 128 Kopfarterien der Mammalia 23 Bei Meles tarüs existirt ein einfacher, ziemlich schwach ausgebildet, nicht geschlängelter Ramus anasto- moticus. Beim Hunde ist derselbe schon etwas stärker, bei der Zibethkatze zeigen sich an ihm bereits die ersten Anzeichen des Wundernetzes insoferne, als diese Arterie schon eine Reihe von Krümmungen auf- weist, und sich zwischen den einzelnen Krümmungen schon Anastomosen gebildet haben. Bei den Felidae endlich nimmt das Wundernetz immer mehr und mehr an Volumen zu. Die Arteria stapedia, deren embryonales Vorkommen Hegetschweiler in einer Arbeit über die Steigbügelentwicklung bei der Katze erwähnt hat, geht in ihrem proximalen Abschnitte vollkommen zu Grunde. (Siehe Schema Nr. 6.) Schema Nr. 6. Felis zibetha. C.ü a.st. r.a. Ramus anastomoticus. Die übrigen Bezeichnungen wie in den früheren Schemen. Es erhält sich von ihr nur der distale Abschnitt des Ramus inferior in Form der Maxillarisinterna, ferner der gleiche Abschnitt des Ramus superior inForm der Lacrymalis, EthmoidalisundFrontalis und ein ganz kurzes Stückchen des intracranialen Abschnittes in Form der Arteria meningea anterior. Der Circulus arteriosus dieser Thierclasse ist ebenfalls wegen seiner Übergangsformen interessant. Während bei Felis domestica und beim Hunde die Arteria communicans posterior so stark entwickelt ist, dass sie als Ramus posterior der Carotis interna angesprochen wird, und die Profunda cerebri einfach als Seitenzweig dieser Arterie erscheint, bildet sie sich bei Meles faxus und Arctictis immer mehr zurück, so dass die Arteria profunda cerebri gleichmässig sowohl aus der Basilaris, als aus der Communicans posterior zusammengesetzt erscheint. Beim Bären endlich ist die Communicans posterior schon ganz schwach; die Profunda cerebri entsteht aus der Basilaris und der Circulus gleicht dem der Primaten. Die Arteria ophtalmica dieser Thiere ist im Allgemeinen sehr schwach entwickelt und meistens nur als Arteria centralis retinae vorhanden. Ihr Ursprung verhält sich conform der Gestaltung des Circulus arteriosus: Bei Ursus arctos entspringt sie so wie beim Menschen; bei Meles und Arctictis knapp unter der Theilungsstelle; bei anderen gerade an der Theilungsstelle. Je mächtiger aber der Ramus posterior entwickelt ist, und je tiefer die Theilung in das Stammgefäss einschneidet, desto mehr erscheint der Ursprung der Ophtalmica gegen den Ramus anterior verschoben. 912 724 Julius Tandler, VII. Pinnipedia. Phoca witulina. Otaria jubata. In der Literatur war mir von dieser Ordnung nur die von Burow im Archiv für Anatomie und Physio- logie publicierte Arbeit über das Gefässystem der Robben auffindbar. Doch beschäftigt sich auch dieser Autor nur ganz kurz mit den hier in Betracht kommenden Gefässbezirken. Er beschreibt den Ursprung und Verlauf der Carotis communis und fährt dann fort. .... «Die Theilungsstelle der Carotis in die Facialis und Cerebralis liegt an der inneren Seite vom Winkel des Unterkiefers. Der Verlauf beider zeigt keine Abweichungen vom gewöhnlichen Bau. Ich überhebe mich deshalb einer ausführlichen Beschreibung derselben und bemerke nur, dass der Ramus infraorbitalis von der Maxillaris interna verhältnissmässig sehr gross ist, in die überaus starken Nervenbündel des Infraorbitalisnerven eindringt und sich hier schon vielfach spaltet«. Hyrtl hat wohl in einer ganz kurzen Notiz: «Über einige Eigenthümlichkeiten der arteriellen Gefäss verästlungen bei den Seehunden und Wallrossen» einige Beiträge zur Anatomie des Gefässystemes der Pinnipedier gebracht, welche aber hier nicht in Betracht kommen. L Phoca vitulina. Die Arteria carotiscommunis zieht unter Abgabe einer Reihe von mächtigen Ästen an die Hals- musculatur aufwärts und entlässt knapp unterhalb der Stelle, wo sie sich theilt, die Arteria thyreoidea. In der Höhe des Zungenbeines theilt sich die Carotis communis wie folgt: Präparirt man den mächtigen Mus- culus biventer, der diese Region deckt, ab, so findet man, dass sich die Carotis communis an ihrem Ursprunge in zwei gleich starke Abschnitte theilt, einen vorderen, die Carotis externa und einen hinteren die Carotis interna. Der rückwärtige starke Abschnitt verliert aber fast plötzlich sein mächtiges Lumen und theilt sich in 3 Äste, von denen der an der oberen Wand entspringende die Arteria occipitalis, der zweite die Arteria carotis interna und der dritte, der schwächste, eine Arteria condyloidea repräsentirt. Es handelt sich also hier um eine fast sinusartige Erweiterung des Anfangsstückes der Carotis interna (vergl. Fig. 15). Die Arteria occipitalis, deren vorhin Erwähnung gethan wurde, gelangt in typischer Weise in die Nackenregion und löst sich hier in ihre Endäste auf. I. Arteria carotis externa: Diese Arterie entlässt zuerst eine mächtigen Ramus biventericus, biegt dann medialwärts ab; hier entlässt sie zuerst eine für die Kehlkopfmuskeln bestimmte Arterie und hierauf die Arteria lingualis. Nun wendet sich der Stamm des Gefässes unterhalb des Unterkiefers plötzlich lateralwärts und kommt am Unter- kieferwinkel zum Vorschein. Hier entspringt aus ihm die verhältnismässig schwache Arteria maxillaris externa, von der nur ein ganz schwacher Ast über den Masseter ins Gesicht gelangt. Die Arteria carotis externa liegt eingezwängt zwischen der weit nach vorne reichenden Bulla und dem Unterkiefer, entlässt hier dicht nebeneinander die mächtige Arteria auricularis posterior und unmittelbar darüber die Arteria temporalis superficialis. Nun drängt sich die Carotis externa unterhalb des Unterkiefer- gelenkes an die mediale Seite des Unterkiefers und wird auf diese Weise zur Maxillaris interna. Die Arteria maxillaris interna zieht lateral vom III. Trigeminus-Aste vorüber, entlässt an dieser Stelle die Arteria alveolaris inferior und wendet sich nunmedialwärts, um sofort in ihre zwei Antheile zu zerfallen. Der eine Theil der Arterie verläuft mit dem Il. Aste des Trigeminus nach vorne, entlässt noch die Arteria buccolabialis und wird zur Arteria infraorbitalis. Der andere Abschnitt der Arterie umgreift in Form eines kurzen Truncus communis, der sich sofort in seine Äste auflöst, den II. Trigeminus Ast von oben und gelangt auf diese Weise in den hinteren Winkel der Orbita, Ramus orbitalis. Hier entwickeln sich aus dem besagten Truncus communis ausser den verschiedenen Muskelästen dieArteriaefrontalis,lacrymalis und 4; Kopfarterien der Mammalia. 725 und ethmoidalis. Ein mächtiger Ast der Arterie gelangt, über den Nervus opticus hinwegziehend, an dessen mediale Seite und löst sich in die Arteriae ciliares auf. Ausser diesen orbitalen Ästen sind noch zwei Äste morphologisch beachtenswert. Dort, wo die Arteriae - frontalis und ethmoidalis abgehen, kehrt ein starker Ast oberhalb des I. Astes des Trigeminus in die Schädel- _ höhle retour und bildet die Arteria meningea media, so dass also bei diesem Thiere die Arteria meningea - media aus der Orbita stammt. Dieses Verhältnis ist dahin zu erklären, dass nur der proximale Abschnitt des stapedialen Gefässes zugrunde ging, während der distale, mit dem Ramus orbitalis der Maxillaris interna in Verbindung getreten, sich erhalten hat. Der andere Ast zieht, von einem Muskelaste des Ramus orbitalis ausgehend, mit dem II. Aste des Trige- f minus in die Schädelhöhle retour und mündet in den subduralen Abschnitt der Carotis interna. Dieses Gefäss ist wohl äusserst schwach, doch konnte ich es in allen Fällen, sowohl bei Phoca als bei Ofaria, die ich ‚untersuchte, deutlich nachweisen. Es dürfte diese Arterie den letzten Rest der bei den Felidae in Form eines _ Wundernetzes, bei den Hunden in Form einer einfachen Arterie, eines Ramus anastomoticus, VOr- handenen Verbindung zwischen Carotis interna und Maxillaris interna darstellen. Il. Carotis interna: f Die Ursprungsweise dieser Arterie wurde bereits des genaueren beschrieben; die Carotis zieht cranial- wärts und gelangt an die mediale Seite der überaus mächtigen Bulla tympanica. Die Arterie tritt hier in einen der medialen Bullawand angehörenden Canal, zieht anfangs lateralwärts, - biegt dann vorn und medialwärts um und erreicht die Schläfenbeinspitze, an der sie in das Schädelcavum gelangt. Wohl an keinem Thiere ist die Zugehörigkeit des Canalis caroticus zur Bulla so klar wie beim See- hund. Am macerirten Objecte sieht man in der medialen Wand der glasharten äusserst spröden Bulla all- ‚seitig noch von der Substanz der Bulla umgeben, die untere Öffnung des Canalis caroticus. Löst man, wie es an jungen Thieren leicht möglich ist, die Bulla tympanica aus ihrem Zusammenhange mit dem Felsenbein, ‚so bleibt dieser Abschnitt des Canalis caroticus als vollkommener zur Bulla gehöriger Canal erhalten. Bei Er- - Öffnung der Bulla von ihrer lateralen Seite her zeigt sich ein mächtiger in das Cavum bullae vorspringender "Wulst als Ausdruck dieses Canales. In die Schädelhöhle gelangt, beschreibt die Arterie, noch unter der ‚Dura gelegen, eine s-förmige Krümmung (Fig. 16), empfängt daselbst auch den rudimentären Ramus anasto- _ moticus aus der Maxillaris interna und perforirt zur Seite des Sella turcica die Dura mater. Gerade an der Durchbruchsstelle theilt sich die Arterie in einen Ramusanterior und einen Ramus posterior. Der Ramus anterior zerfällt in die Arteria fossae Sylvii und corporis callosi. Die beiden Aa. corporis callosi verbinden sich nach Abgabe eines Astes an den Bulbus olfactorius zu einer gemeinsamen Arterie. Der Ramus posterior inplantirt sich nach Abgabe der Cerebri posterior in die mächtige Basilaris, die durch die Vereinigung der beiden starken Vertebrales entsteht. Dort wo die Carotis interna sich in den’ Ramus anterior und posterior theilt, entlässt sie eine ganz _ schwache Arteria ophtalmica, welche zusammen mit dem Nervus opticus in die Orbita tritt. Die Arterie ist Otaria jubata. Die arteriellen Gefässe des Schädels bei diesem Thiere verhalten sich fast vollkommen so wie die von Orbita in eine Reihe mächtiger Arterien auflöst, welche den Nervus opticus vollkommen einhüllend (so _ dass von demselben ohne Zerstörung dieser Arterien eigentlich nichts zu sehen ist) nach vorne zur Sclera - ziehen. Dieses Geflecht liefert sowohlCiliararterien,als auch die Ethmoidalis, Frontalis und die Muskel- arterien. Taf. V, Fig. 17. m Resume. Die Arteria carotis interna ist bei dieser Ordnung sehr gut entwickelt. Sie erreicht die mediale "Bullawand wird in diese aufgenommen und verläuft allseitig von Knochen umschlossen über den unteren 726 Julius Tandler, vorderen Abschnitt des Promontoriums, wo sie einen deutlich sichtbaren Wulst aufwirft. In der Schädelhöhle bildet sie eine s-förmige Schlinge, welche an die beim Bären etwas erinnert. Die Carotis externa schliesst an die Maxillaris interna primaria schnauzenwärts vom III. Trigeminusaste an (siehe Schema). Daher liegt die Maxillaris interna lateral vom III. Trigeminus. Die Maxillaris interna entsendet einen mächtigen Ramus orbitalis und einen zur Carotis rück- läufigen Ramus anastomotcus, der allerdings schon stark rückgebildet ist. Vom stapedialen Gefässe bleiben folgende Abschnitte erhalten: Der distale Theil des Ramus inferior als Maxillaris interna. Vom Ramus superior der orbitale Abschnitt, der sich mit dem Ramus orbitalis der Maxillaris interna verbindet. Ausser diesem Abschnitte bleibt noch ein Theil des intracranialen Abschnittes erhalten, und zwar in Form der Arteria meningea media, welche demnach bei diesen Thieren rückläufig aus der Orbita ihr Blut bezieht. Schema Nr. 7. Phoca vitulina. Der Ramus anastomotieus ganz schwach. Die Arteria meningea media vum erhält ihr Blut rückläufig aus der Orbita. Bezeichnungen wie bei den übrigen Schemen. Der Circulus arteriosus wird sowohl von der Carotis interna, als auch von den starken Vertebrales versorgt. Die Carotis interna theilt sich in einen Ramus anterior und posterior von vollkommen gleicher Stärke. Der Ramus posterior setzt sich direct in die Basilaris fort, so dass die Profunda cerebri als ein Seitenast erscheint. (Fig. 16.) Die Arteria ophtalmica entsteht gerade an der Theilungsstelle der Carotis interna in den Ramus anterior und posterior. Die Gebilde der Orbita werden mit Ausnahme der Centralis retinae von dem aus der Maxillaris interna stammenden Ramus orbitalis versorgt. Kopfarterien der Mammalia. SI D&D =] VII. Rodentia. Mus rattus. Sciurus vulgaris. Sciurus aureogaster. Sciurus americanus. Arctomys marmota. Pedetes caffer. Cavia cobaya. Lepus cuniculus. Wenn von irgend einer Ordnung die von mir einleitend gebrauchten Worte, »dass wohl eine Reihe von Einzelbeschreibungen ohne jeden vergleichenden oder erklärenden Zusammenhang existieren«, Geltung haben, so gilt dies vor allem von den Vertretern der Rodentia. Es ist selbstverständlich, dass manche dieser Befunde als aus alten Zeiten stammend durch die technische Unvollkommenheit mangelhaft sind, währenddem andere wieder, als jeden Vergleiches entbehrend, in Bezug auf die Nomenclatur als falsch an- gesehen werden müssen. So ist zum Beispiel den älteren Autoren die ganz schwache Arteria carotis interna mancher Nager vollkommen entgangen, während in dem gewiss ausgezeichneten Werke von Hyrtl über die vergleichende Anatomie des Gehörorganes noch wörtlich zu lesen ist: »Die Carotis cerebralis (bei Cavia cobaya) gelangt somit als einNebenast der Orbito-Maxillararterie durch das Sehloch in die Schädelhöhle«, es ist wohl ohne Zweifel leicht deducierbar, dass, wenn auch eine solche Arterie de facto existiert, sie doch morphologisch nicht als Carotis bezeichnet werden kann. Von den Autoren, in deren Werken Angaben über die Schädelarterien zu finden sind, sind hauptsächlich folgende zu nennen: Adolf Wilhelm Otto, A. Meckel, Barkow, Hyrtl, Owen, Friedrich Meckel und W. Krause. In dem Werke «De animalium quorundam per hiemem dormentium vasis cephalicis et aure interna« widerlegt Otto gleich einleitend die Ansichten von Mangilius undSaissy bezüglich desMangels der Arteria carotis cerebralis bei Thieren mit Winterschlaf und die daran geknüpften Hypothesen, und beschreibt eine Reihe von Nagern, die wir hier, soweit als möglich, anführen wollen ; diese sind: Sorex, Castor, Hypadaeus arvalis, Lemnus, Myoxus glis, Cricetus vulgaris, Dipus, Bathyergus maritimus, Arctomys marmota, Hydro- choerus capibara, Sciurus vulgaris, Cavia cobaya und verschiedene Arten von Mäusen. Es würde zu weit führen, die von ihm beiden einzelnen Thieren erhobenen Befunde hier wiederzugeben, zu erwähnen wäre nur, dass er beim Biber Verhältnisse findet, die denen beim Menschen am meisten ähnlich sind; ferner dass aus seinen Beschreibungen hervorgeht, dass die Familie Mures, ferner Sciurus und Arc- tomys einerseits, die Familie der Leporiden, Cavia, Hydrochoerus und Dasyprocta andrerseits untereinander ähnliche Verhältnisse darbieten. Das durch den Stapes ziehende Gefäss bezeichnet er einfach als den einen Ast der Carotis interna, der dann zur Orbita zieht; den Durchtritt dieses Gefässes durch das Cavum tympanicum nennt er »Canalis auris arteriosus«. Er erwähnt auch den kleinen Riegel, auf welchem, wie er sich ausdrückt, gleichsam der Steigbügel reitet und erklärt, dass diesen Carlisle zuerst gesehen und bezeichnet habe. «Carlisle, qui primus hanc trabeculam in Marmota et Cavia Cobaya de texit eam pessulam vocavit.» A. Meckel beschreibt in einer ganz kurzen Notiz, dass die Arteria carotis interna beim Murmelthier durch das »gerissene Loch zwischen Hinterhaupt und Schlafbein, dann in den Wänden der Paukenhöhle und zwischen den Schenkeln des weiten Steigbügels hindurchziehe.« Barkow beschreibt in seinen »Disquisitiones recentiores de mammalium et avium« Arctomys Citillus Seiurus vulgaris, Cricetus vulgaris und andere verschiedenen Ordnungen angehörende Thiere, von denen die einzelnen am entsprechenden Orte behandelt werden. Bei Arctomys citillus heisst es in dem citierten Werke wie folgt: »Arteria carotis interna, quae nomen _ hoc vix meretur sed potius arteria ophtalmica nominare deberet.... per os tympanicum et stapedem decurrit ..... in orbitam pervenit.« Bei Sciurus vulgaris bestätigt Barkow die Befunde von Otto. Bei Cricetus vulgaris schreibt er ausdrücklich wie folgt: »Arteria carotis externa, arteriam thyreoideam superiorem, lingualem, maxillarem externam, auricularem posteriorem edit, et in ramum pterygoideum 798 Julius Tandler, valde debilem, arteriam transversam faciei ettemporalem finditur. Praeter ramum pterygoideumnullum arteriae maxillaris internae indieium ex arteria carotide oritur.» Die Beschreibung der Carotis externa deckt sich mit der beim Murmelthier gegebenen. Im IV. Theile der comparativen Morphologie gibt derselbe Autor auf Tafel XXX eine Horizontal- und Sagittalansicht des Schädels von Cavia cobaya mit inicirten Gefässen. Doch keine der beiden Abbildungen stimmen mit den von mir gegebenen Bildern überein. In den zu den Illustrationen gegebenen Erklärungen lässt Barkow, ebenso wie Hyrtl, die Carotis interna durch das Foramen opticum in die Schädelhöhle treten. In dem schon des öfteren citirten Werke «über das innere Gehörorgan des Menschen und der Säugethiere» schreibt Hyrtl, dass bei Cavia cobaya und einer ganzen Reihe von Nagern sich in der Stapes- Öffnung ein ganz feiner Riegel finde, auf welchem der Stapes reite. In dem Capitel über die Gefässe der Paukenhöhle, in dem Hyrtl eine längere Beschreibung der arteriellen Verhältnisse bei Erinaceus und Talpa gibt, widmet er auch der Ordnung der Nager einige Worte. So sagt er unter anderem, dass bei Sorexr sich die Gefässe wie bei Talpa verhalten, ferner dass das bei Sciurus durch die Trommelhöhle und durch die Schenkel des Steigbügels laufende Gefäss gar keine Beziehung zum Gehirn zeige. Des weiteren sagt er wörtlich wie folgt: »Die Arterie (Arteria stapedia die er übrigens — wie Otto— als Arteria menigeo-orbi- talis bezeichnet) gibt während ihres Verlaufes durch die Paukenhöhle gar keine Nebenäste ab. Erst vor ihrem Eintritte in die Schädelhöhle schickt sie eine Arteria palatina descendens..... ab.« Diese Arteri palatina descendens ist wie wie wirbei der genauen Beschreibung von Sciurus sehen werden nichts anderes als der untere Ast des stapedialen Gefässes. Über Cavia cobaya äussert er sich dahin, dass keine namhafte Arterie durch die Trommelhöhle oder den Stapes ziehe. »Die Carotis interna existiert zwar, hat abereinen ganzabnormen Verlauf. Diesogenannte Carotis communis schickt successive die Schilddrüsen-, Hinterhaupt, äussere Kiefer- und Zungenarterieab, gehtdann durch das Foramen ovale desKeilbeinsin die Schädelhöhle, und durch das mit der oberen Augengrubenspalte vereinigte Foramen rotundum in die Augenhöhle und schickt von hier durch das Foramen opticum einen Ast retour in die Schädelhöhle, der vor dem Chiasma mit dem der anderen Seite anasto- mosiertund zur Gehirnbasis geht, um die vordere Peripherie der Willis’schen Anastomosa zu bilden. Die Carotis cerebralis gelangt somitals ein Nebenast der Orbito-Maxillararterie durch das Sehlochin die Schädelhöhle.« Wie weit diese Beschreibung den morphologischen Thatsachen widerspricht, werden wir bei Er- hebung der Befunde bei Cavia cobaya des genaueren auszuführen haben. Richard Owen gibt in seiner »Anatomy of Vertebrates«, Vol. II. wohl die Zeichnungen des Steigbügels vom Stachelschwein und vom Murmelthier, bei welchen man eine Arterie durch den Stapes durchziehen sieht und erwähnt einfach dieses Factum. Des genaueren geht er auf dieses Verhältnis ebensowenig ein, wie andere Verfasser von Compendien der vergleichenden Anatomie, zum Beispiel Friedrich Meckel. Bezüglich der Monographie Krause’s über das Kaninchen möchte ich nur kurz erwähnen, dass ich seinen Ausführungen in den Hauptzügen beipflichten kann. Differenzen ergaben sich nur bezüglich der Auffassung der Arteria maxillaris interna und der Arteria tympanica; doch will ich diese gelegentlich der Specialbeschreibung des Kaninchens begründen. Was nun meine eigenen Untersuchungen anbelangt, so werde ich ja das Meritorische über diese Thiere in dem Resume auseinandersetzen und will hier nur kurz Folgendes gesagt haben: Die Nager bieten fast alle denkbaren Combinationen der Verbindufgen zwischen Carotis interna und stapedialem Gefässe und der Carotis externa dar. Es ist ferner selbstverständlich, dass auch bei denjenigen Thieren eine Carotis interna embryonal angelegt ist, wo sie im Extrauterin-Leben nicht einmal mehr im Rudiment nach- weisbar ist. Die Entwicklung des stapedialen Gefässes habe ich genauer speciell bei dieser Ordnung, und zwar an Embryonen von Cavia cobaya beobachtet. Kopfarterien der Mammalia. 7129 Bevor wir uns an die Einzelbeschreibung wenden, möchte ich nur noch bemerken, dass ich selbst- verständlich bei den leichter zugänglichen Objecten eine grosse Reihe von Exemplaren mit allen möglichen technischen Hilfsmitteln untersuchte, um der Beschreibung eventueller Abnormitäten nach Möglichkeit aus dem Wege zu gehen, so dass die z. B. für Mus rattus, Sciurus und Cavia festgestellten Verhältnisse wohl als die für die erwähnten Familien giltigen angesehen werden können. Mus rattus. Untersucht wurde eine ganze Reihe von weissen Ratten, wie wir sie an unserem Institute zu embryo- logischen Zwecken züchten. Die Arteria carotis communis zieht astlos von den stark entwickelten Speicheldrüsen und der mächtigen Halsmusculatur gedeckt bis in die Höhe des Larynx. Hier theilt sie sich in zwei mächtige Stämme, di® beide sofort am unteren Rande des Muse. biventer verschwinden. Entfernt man diesen, wie die auf Taf. V, Fig. 18 wiedergegebene Zeichnung zeigt, so bietet sich fol- gendes Verhalten: Während der eine Ast mehr ventral und nach vorne zieht und sich sofort verzweigt, gesellt sich der andere Ast zum Vagus, um mit diesem astlos cranialwärts zu ziehen. Das erste Gefäss ist die Carotis externa, das zweite die Carotis interna. I. Die Arteria carotis externa. Diese gibt sofort nach ihrem Entstehen die ziemlich schwache Arteria thyreoidea ab. Dieser gegenüber entspringt die Arteria oceipitalis. Dieses Gefäss ist gut entwickelt, kreuzt die Arteria carotis interna an deren lateralen Seite und gelangt in die Nackenregion um sich hier typisch zu verhalten. Die Carotis externa setzt nun ihren Weg nach vorne und oben fort und theilt sich unmittelbar oberhalb des grossen Zungenbeinhorns in drei ziemlich gleich starke Äste und zwar in die: a) Arteria lingualis, b) Arteria maxillaris, c) Fortsetzung des Hauptstammes. Ada). Die Lingualis ist das am meisten nach vorne gerichtete Gefäss. Sie zieht mit dem N. Hypo- glossus nach vorne gegen die Zunge. Ad b). Die Arteriamaxillaris externa liegt in der Furche zwischen dem den Unterkiefer nach unten überragenden Musc. masseter und dem vorderen Bauche des Biventer. Hier zieht sie schräg nach vorne und gelangt üher den Unterkiefer am vorderen Rande des Musc. masseter in das Gesicht, um sich hier zu verzweigen. Noch in derFurche gelegen gibt das Gefäss einenstarken Ast für die Glandula submaxillaris ab, ferner die schnauzenwärtsziehende Arteriasubmentalisund endlichein Gefäss, das cranialwärts zieht;dieser Ast liegt medial vom Unterkiefer und verläuft am vorderen Rande des Muse. pterygoideus aufwärts. Ad ce). Dieser Ast ist die eigentliche Fortsetzung der Arteria carotis externa. Er biegt nach hinten um, gelangt in die Fossa retromaxillaris und lagert sich hier zwischen den aufsteigenden Theil des Unterkiefers und die mächtige Bulla tympanica. Nun beschreibt das Gefäss einen nach vorne und lateral gerichteten Bogen und gibt hiebei einige Äste an die Parotis und an den Musc. masseter ab. Hierauf entlässt der Arterienstamm die Auricularis posterior und anterior und gelangt bis in die Höhe des Jochbogens, wo er als Arteria transversa faciei fast rechtwinkelig umbiegend nach vorne über die Wange zieht. An der Krümmungsstelle zweigt nach aufwärts eine ganz schwache Arteria temporalis superficialis ab. An derselben Stelle zieht vom Stamme ein kleiner Ast, die rudimentäre Maxillaris interna, von der medialen Seite der Gefässwand ab, der medial vom Unterkiefer verschwindet. Verfolgt man dieses Gefäss, so findet man, dass es sich nach ganz kurzem Verlaufe in zwei Äste spaltet; der eine zieht als Arteria Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL. Bd. 99 730 Julius Tandler, alveolaris inferior mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer, der andere verliert sich ım Muse. pterygoideus externus. Der ganze Gefässstamm liegt lateral vom Nervus mandibularis. Eine Fortsetzung der Arteria maxillaris interna, denn so muss man dieses kurze medial vom Unterkiefer gelegene Gefässstück bezeichnen, war trotz der Untersuchung vieler Fälle absolut nicht auffindbar. Man muss also sagen, die Arteria maxillaris interna dieser Thiere sei constant rudimentär. Il. Die Arteria carotisinterna. Dieses Gefäss zieht von der Ursprungsstelle aus der Carotis communis, wie schon beschrieben mit dem N. vagus und N. sympathicus cranialwärts und theilt sich circa '/, cm. unterhalb der stark nach abwärts vorspringenden Bulla in zwei Äste, von denen der eine mehr dorsal, der andere mehr ventral zu liegen kommt. Der erste ist das stapediale Gefäss, der zweite die Fortsetzung der Arteria carotis interna. Die Abzweigung der Arteria stapedia, die bei anderen Thieren z.B. bei Erinaceus oder Lemur ete. noch innerhalb der Bulla erfolgt, geschieht hier knapp unterhalb derselben. Die Carotis gelangt nun in eine in der Substanz der medialen Bullawand liegende Rinne, zieht unter dem Schneckenwulst vorbei und gelangt in die Spitze der Schläfenbeinpyramide. Innerhalb dieses Abschnittes ihres Verlaufes ist die Arterie bei lateralwärts geöffneter Bulla durch die Wand des Knochencanales hindurch- schimmernd sichtbar, wie dies Fig. 19 auf Tafel IV zeigt. Das Gefäss gelangt nun in die Schädelhöhle, scheinbar weit rückwärts, was durch die flache sehr lang gestreckte Sella turcica bedingt ist, und verläuft hier ein gutes Stück subdural nach vorne medial vom Ganglion des Trigeminus, um dann die Dura zu perforiren und sich mit der mächtigen Arteria communicans posterior zu verbinden. Das stapediale Gefäss (Fig. 19) betritt die Bulla natürlich gesondert von der Carotis interna hinter und oberhalb dieser. Ihre Eintrittsstelle liegt am Übergange ‘der hinteren Bullawand in die mediale ziemlich hoch oben. Das Gefäss gelangt an den "hinteren oberen Promontoriumabschnitt, biegt nach vorne um und kommt hierauf an die Fenestra ovalis. Diese quert es, indem es zwischen den beiden Schenkeln des Stapes hindurchtritt. Bis unmittelbar hinter dem Stapes liegt das Gefäss frei in der Paukenhöhle, von hier an in einem Knochencanal, der am Übergange des Tegmen tympani in die mediale Paukenhöhlenwand gelegen ist. Ersteres ist so dünn, dass das Gefäss durch dasselbe hindurch von der Schädelhöhle aus sichtbar ist. Die Arterie verlässt nun die Paukenhöhle im vorderen medialen Winkel derselben durch die Fissura Glaseri Hier zweigt von ihr ein Gefäss ab, das schädelwärts ziehend denKnochen perforirtund an der inneren Fläche des Schädels subdural verläuft (Meningea media). Die Arteria stapedia gelangt nun aus der Fissura Glaseri in eine an der unteren Fläche der Pars ptery- goidea des Os sphenoidale befindliche Rinne und von hier in den Canalis pterygoideus. Diesen durchzieht das Gefäss in seiner ganzen Ausdehnung und gibt an der Austrittsstelle aus demselben zuerst einen Ramus pterygoideus und dann die Arteria temporalis profunda ab. Die Fortsetzung des Gefässes tritt als Arteria infraorbitalis zum gleichnamigen Nerven und zieht mit ihm ins Gesicht. Von der oberen Seite des Gefässes entspringt ein Truncus communis, der die untere fibröse Augenhöhlenwand durchbohrt und in die Orbita gelangt, Ramus orbitalis. Hier theilt er sich in die Arteria supraorbitalis, lacrymalis, ethmoi- dalis und in mehrere Muskeläste. Bevor die Arteria infraorbitalis in den gleichnamigen Canal gelangt, gibt sie die ziemlich starke Arteria buccolabialis ab, die mit dem N. buccolabialis um das Tuber maxillare herum in das Gesicht zieht. Vom Hauptstamme entspringen noch medialwärts die Äste für den harten Gaumen und für die Nasen- höhle. Die Arteriae vertebrales sind stark und vereinigen sich am Clivus zur Arteria basilaris. Diese theilt sich nach Abgabe der Arteriae cerebelli anteriores inferiores in die beiden Arteriae cerebri poste- riores, die anfangs mehr in der Richtung, wie sonst die Communicantes posteriores, also schief nach vorne und aussen ziehen. Gerade dort, wo jedes der beiden Gefässe lateralwärts abbiegt, um zum Gehirn zu ziehen, vereinigt es sich mit der von rückwärts und unten kommenden Arteria carotis interna. Es sieht sich also em ee Kopfarterien der Mammalia. 731 das Gefässverhältniss so an, als ob die Basilaris sich in die beiden Communicantes posteriores spalten würde, die vor ihrer Vereinigungsstelle mit der Carotis die Arteria cerebri posteriores abgeben. Der nun der Communicans posterior und der Carotis gemeinschaftliche Gefässstamm zieht zur Seite der Sella turcica nach vorne gibt lateral die Arteria fossae Sylvii und nach vorne und medial die Arteria corporis callosi ab. Die beiden letzteren vereinigen sich und schliessen auf diese Weise den Circulus Willisii ab. An der Theilungsstelle in die beiden letztgenannten Gefässe entspringt aus der unteren Gefäss- wand die starke Arteria ophtalmica, die mit dem N. opticeus zieht und nur die Arteria ciliares abgibt. Morphologisch muss man natürlich annehmen, dass das Stück des Gefässes von der Implantation der Carotis interna in die Communicans posterior bis zum Abgange der Arteria ophtalmica noch der Arteria carotis interna angehört. Eine Anastomose der Ophtalmica mit den früher beschriebenen aus dem stapedialen Gefässe stammenden orbitalen Ästen konnte ich nicht nachweisen. - Sceiurus vulgaris. Die Arteria carotis communis gibt ziemlich tief unten noch caudal von der Cartilago cricoidea die Arteria thyroidea ab, zieht dann weiter und theilt sich unter dem M. biventer in zwei Äste, in die Arteria carotis externa und in die Carotis interna. 1. DieCarotis externa wendet sich sofort gegen vorne. Gerade an der Theilungsstelle, u. zw. im Winkel selbst, aber schon mehr der Carotis externa angehörig, entspringt die Arteria occipitalis, die ich daher für den ersten Ast der äusseren Carotis ansehe. Die Occeipitalis kreuzt die Carotis interna an der lateralen Seite und verhält sich vollkommen typisch. Der Stamm der Carotis externa zieht nun weiter nach vorne und oben, um sich nach einem Verlaut von eirca !/, cm in zweiÄste zu spalten. Der vordere der beiden repräsentirt einen ganz kurzen Truncus communis für die Arteria lingualis und die Arteria maxillaris externa, der andere die Fortsetzung der Carotis externa. Der gemeinsame Theil der beiden erstgenannten Arterien ist bisweilen so kurz, dass man eigentlich in solchen Fällen von einer Dreitheilung des Hauptgefässes sprechen muss. Die Lingualis zieht als erstes Gefäss einfach nach vorne zur Zunge. Die Arteria maxillaris externa liegt in einer medial vom vorderen Biventerbauche, lateral vom Masseter gebildeten Furche und gibt einige Äste für die Muskeln, ferner ein kleines Gefäss, das am vorderen Rand des Pterygoideus internus kopfwärts zieht und endlich die Arteria submentalis ab. Hierauf gelangt sie ins Gesicht, wo sie sich in ihre Endäste auflöst. Die Fortsetzung der Carotis externa macht einen Bogen nach hinten, gelangt an den Unterkieferwinkel, von hier zwischen dem aufsteigenden Theile des Unterkiefers und der weit nach vorne ragenden Bulla tym- punica bis an dasKiefergelenk aufwärts, ummedial von diesem als Arteria maxillarisinterna zu verschwinden. Bis dorthin gibt sie nebst einigen Rami masseterici und parotidei die Arteria auricularis posterior und anterior ab.Gerade an derUmbiegungsstelle entlässt sie noch die Arteria transversa faciei nach vorne und die ganz schwache Temporalis superficialis nach oben. Die Arteria maxillaris interna zieht, nachdem sie das Kiefergelenk an dessen medialer Seite passirt hat, ein Stück nach vorne und spaltet sich hierauf in zwei Äste. (Tafel VI, Fig. 20.) Der eine zieht an der lateralen Seite des Ill. Trigeminusastes nach vorne, gibt an seiner Kreuzungs- stelle mit dem Nerven diesem die Arteria alveolaris inferior mit und verästelt sich als Arteria temporalis profunda. Der andere Ast zieht im scharfen Bogen an der hinteren Seite den III. Trigeminusast umgreifend medial- wärts bis an den Processus pterygoideus. Hier wendet sich das Gefäss plötzlich schnauzenwärts und tritt in den Canalis pterygoideus ein. Gerade an der Eintrittsstelle in diesen Canal nimmt es den Ramus inferior vom stapedialen Gefässe auf. Über dieses Verhalten folgt noch später Genaueres. Die Maxillaris interna durchsetzt den Canalis pterygoideus und theilt sich hierauf folgendermassen: Zuerst geht ein 92= 732 Julius Tandler, Gefäss lateralwärts gegen das Gesicht ab; es ist dies die Arteria bucco-labialis, die sich zum gleichnamigen Nerven begibt. Der Hauptstamm setzt sich gerade nach vorne fort und zieht mit dem N. infraorbitalis in das Gesicht. Medial geht von ihm die Arteria sphenopalatina für die Nasenhöhle ab. Endlich verläuft noch nach aufwärts in die Orbita ein Ast, Ramus orbitalis, der sich nach kurzem Verlaufe theilt. Ein Ast verbindet sich direct mit dem orbitalen Antheile des stapedialen Gefässes, ein anderer bildet den Ramus orbitalis in- ferior und versorgt die unteren Augenmuskeln. Il. Die Arteria carotisinterna: Von der Ursprungsstelle aus der Carotis communis zieht das Gefäss zusammen mit dem Vago- sympathiceus cranialwärts und wird an seiner lateralen Seite von der Arteria oceipitalis gekreuzt. Nach einem Verlaufe von circa ®/ıcm tritt das Gefäss an die mächtige Bulla tympanica heran. Es verläuft hier — wie man sich besonders gut an Celloidincorrosionen überzeugen kann — in einem der medialen Bullawand angehörigen Canale weiter aufwärts, u. zw. begleitet vom Ramus carotieus des Sympathicus. Dort wo das Gefäss nun an das in die Bullahöhlung weit vorspringende Promontorium herantritt, wird es vom N. caroticus verlassen, der durch einen schiefen Schlitz des knöchernen Canals direct auf das Pro- montorium tritt, während das Gefäss in einem nach hinten oben und lateral gerichteten Bogen weiter auf- wärts zieht. Bis zu dem angeführten Schlitz ist das Gefäss die Arteria carotis interna, von hier an stapediales Gefäss, eine Auffassung, die ich noch später begründen werde. Das stapediale Gefäss gelangt nun an das Foramen ovale und zieht zwischen den Schenkeln des tief eingesunkenen Stapes hindurch. Das Gefäss wendet sich hierauf nach vorne und verlässt das Cavum tympanicum. Während des ganzen Verlaufes durch die Paukenhöhle ist die Arterie allseitig in den Knochen eingeschlossen, der Canal zeigt nur am Stapesdurchtritt einen Defect. Dort, wo das Gefäss die Paukenhöhle verlässt, theilt es sich in zwei Äste. Der eine Ast verläuft in dem basalen Theile der Fissura Glaseri medialwärts und verbindet sich mit der Arteria maxillaris interna an ihrem Eintritt in den Canalis pterygoidens; dieses Stück ist die eigentliche Fortsetzung des Ramus inferior der Arteriastapedialis, wie ein einfacher Vergleich mit anderen Thieren z.B. mit der Ratte lehrt. Der zweite Ast verläuft subdural gerade nach vorne an der Innenwand der mittleren Schädelgrube und gelangt in die Orbita. Hier geht er die schon beschriebene Anastomose mit der Arteria maxillaris interna ein. Hierauf theilt sich die Arterie in die Arteriae lacrymalis, frontalis undethmoidalis, während ihre Fortsetzung den N. opticus dorsal umgreifend zu den Arteriae ciliares wird. Der zweite Ast entlässt kurz nach seinem Entstehen die Arteria meningea media, die sich ganz typisch verhält. Untersucht man das Promontorium am macerirten Öbjecte, so findet man ganz deutlich ent- sprechend der Stelle, wo bei der Ratte, oder noch besser beim Igel die Arteria carotis über dasselbe hinweg- zieht, eine deutliche Furche. Bis in diese Furche hinein lässt sich auch der N. caroticus ganz deutlich verfolgen. Trotzdem ich sehr feine Injectionen gemacht habe, ist es mir nie gelungen, ein Gefäss in diesem Sulcus nachzuweisen. Doch zweifle ich nicht, dass im Embryo hier die Art. carotis interna verläuft. Auch im Sinus cavernosus konnte ich die Arterie nicht finden. Man muss daher sagen, die Arteria carotis interna reicht bei Sciurus vulgaris bis zum Abgange des stapedialen Gefässes, von da anbisan den Circulus, respective bisan den Abgang der rudimentären Arteria ophtalmica istsie vollkommen obliterirt. ’ Die beiden Arteriae vertebrales sind sehr stark, sie präsentiren ja die einzigen Gehirnarterien. Sie vereinigen sich zur mächtigen Arteriabasilaris, die sich wieder in die beiden Arteriae communicantes posteriores spaltet. Diese sind so mächtig, dass die Arteriae cerebri posterior und die Cerebri media nurals ihre Zweige erscheinen. Der Endast jeder Communicans biegt als Arteria corporis callosi medialwärts ab. Diese beiden Arterien vereinigen sich und schliessen so den Circeulus arteriosus ab. A Kopfarterien der Mammalia. 138 Dort wo die Arteria fossae Sylvii entspringt, zieht nach vorne eine ganz schwache Arterie, die sich zum Nervus opticus gesellt und mit ihm in die Orbita gelangt, Arteria ophtalmica. Ihr Anfangstheil ist morpho- logisch das Endstück der Carotis interna. Sciurus aureogaster. Da die Untersuchung dieses Thieres in den meisten Punkten dieselben Befunde ergab, die bei Sciurus vulgaris notirt sind, will ich von einer genaueren Beschreibung Umgang nehmen. Auch dieses Thier hat ein stapediales Gefäss, dessen unterer Ast durch die Fissura Glaseri eine directe Communication mit der Maxillaris interna vor ihrem Eintritt in den Canalis pterygoideus eingeht. Der obere Ast zieht in die Orbita als Ramus superior. Die Arteria carotisexterna gibt dieselben Äste ab, wie beim gewöhnlichen Eichhörnchen und endet als Arteria maxillaris interna, von der ebenfalls der schwächere, die Alveolaris inferior und die Tempo- ralis profuhda liefernde Abschnitt lateral vom III. Trigeminusaste, der stärkere medial von demselben zu liegen kommt. Die Arteria carotis existirt auch hier in ihrem proximalen Abschnitte nur bis zum Abgange der Arteria stapedialis, dann obliterirt sie vollständig bis zu dem in dem Sinus cavernosus gelegenen Theile. Hier zeigt sich aber eine nennenswerte Differenz. Aus dem Circulus arteriosus, der sich im Übrigen so wie bei Sciurus vulgaris verhält, geht hier die etwas besser entwickelte Art. ophtalmica ab. Selbstredend ist der Anfangstheil dieses Gefässes das distale Endstück der Carotis interna. An dieser Stelle aber zieht medial vom Trigeminusganglion eine Fortsetzung dıeses Gefässes caudalwärts, welche direct durch das Foramen rotundum in die darunter vorüberziehende Maxillaris interna führt. Wir hätten demnach auch hier eine directe Anastomose zwischen der Carotis interna und der Maxillarisinterna gegeben, ein Ver- halten, das sich auch noch bei anderen Thieren, am stärksten ausgebildet bei den Rurminantia findet. Diese Communication ist der bedeutendste Differenzpunkt zwischen den beiden Species. Es zeigt sich hier das Auftreten der vorderen Gefässbahn für die obliterirte Arteria carotisin seinen Anfängen. Sciurus americanus. Die Arterienverhältnisse dieses Thieres gleichen bezüglich der hier in Betracht kommenden Abschnitte vollkommen den bei Sciurus aureogaster gefundenen. Zu erwähnen wäre nur, dass der Ramus anastomoticus bedeutend stärker entwickelt ist als bei Sciurus aureogaster. Arctomys marmota. 5 Die Carotis communis zieht astlos bis zum Larynx, wo sie die Arteria thyreoidea abgibt. Unmittel- bar darüber am unteren Rande des Biventer theilt sie sieh, wie folgt: Leicht nach vorne gebogen, die Richtung des Stammes fortsetzend zieht der mächtigste Ast als Art. carotis externa weiter, während die Arteria carotis interna fast rechtwinkelig nach hinten abbiegt.-Gerade im Winkel zwischen den beiden Gefässen entsteht die Arteria oceipitalis. Diese Arterie gelangt nachdem sie die Carotis interna an deren lateraler Seite gekreuzthat, in die Nacken- region und verästelt sich daselbst. I. Carotis externa: Der Stamm gibt nach vorne und aufwärts ziehend circa 1 cm, nach seinem Entstehen die Arteria lingualis ab, die zur Zunge zieht. Unmittelbar darüber zweigt die Arteriamaxillaris externa ab, die nach vorne zieht und am vorderen Rande des M. masseter in das Gesicht gelangt, um sich hier zu ver- ästeln. Noch medial vom Masseter gelegen gibt die Maxillaris externa die Arteria submentalis und eine starke Arterie ab, die am vorderen Rande des M. pterygoideus cranialwärts zieht, 734 Julius Tandler. Die Fortsetzung der Arteria carotis externa biegt nach Abgabe der Maxillaris externa nach hinten um, gelangt in die Fossa retromandibularis, dann hinter dem aufsteigenden Unterkieferaste aufwärts, gibt hier die Arteria auricularis posterior und anterior ab und verschwindet nun als Arteria maxillaris interna medial vom Kiefergelenke. An der Umbiegungsstelle entlässt sie die schwache Arteria transversa faciei und die minimale Arteria temporalis superficialis. Die Arteria maxillaris interna zieht medial vom Unterkiefer ein Stück nach vorne und gibt einen Truneus communis ab, aus dem die Arteria alveolaris inferior und die Arteria temporalis profunda entsteht. Dieser Truncus liegt no ch lateral vom N. mandibularis, während der Stamm der Maxillaris sich scharf medial wendend den Nerven von hinten umgreift, um an dessen mediale Seite zu gelangen. Die Arterie gelangt nun bis an den Processus pterygoideus, wo sie den Ramus inferior des stape- dialen Gefässes als Ramus anastomotieus aufnimmt, und sich im rechten Winkel nach vorne wendet. Nun durchläuft das Gefäss den Canalis pterygoideus, dessen obere Wand so dünn ist, dass die inijeirte Arterie nach Entfernung des Trigeminus vom Schädelcavum aus deutlich sichtbar ist, und gelangt mit dem II. Trige- minusaste an die untere Augenhöhlenspalte. Hier nimmt sie einen später zu beschreibenden Ast aus der Orbita von medialwärts und oben auf, während sie lateralwärts die sehr starke Arteria buccolabialis entlässt. Diese zieht mit dem gleichnamigen Nerven schnauzenwätrts. In ihrer directen Fortsetzung gelangt di= Maxil- laris interna als Arteria infraorbitalis mit dem II. Trigeminusaste in das Gesicht. II. Die Arteria carotis interna: Nachdem die Arterie, wie bereits erwähnt, fast rechtwinkelig aus der Carotis communis entstanden ist, gesellt sie sich zum Vago-sympathicus, um mit demselben cranialwärts zu ziehen. Die Arterie gelangt nun an die mediale Bullawand, gerade dort wo sie in die hintere umbiegt, und lagert sich in einen dieser Wand zu- gehörigen Canal. In diesen Canal folgt dem Gefäss natürlich der N. caroticus; dieser aber biegt, bevor das Gefäss von hinten her an das Promontorium kommt, plötzlich nach vorne ab, zieht um die untere Wölbung des Promontoriums herum und verschwindet gegen die Pyramidenspitze. Bis an die Stelle, wo sich der N.caroticus vom Gefässstammtrennt, reicht die Carotisinterna, vonhier an ist sie vollkommen zurückgebildet, bis auf das unmittelbar mit dem Circulus zusammenhängende Stück, das später beschrieben werden soll. In der Fortsetzung der Carotis liegt das stapediale Gefäss. Dieses zieht in der Paukenhöhle aufwärts, biegt hierauf nach vorne und passiert die Stapeslücke und verlässt das Cavum tympanicum im vorderen medialen Winkel derselben. Während des ganzen Verlaufes liegt es in einem Knochencanal, der nur in der Gegend des Stapes defect ist. An der Austrittsstelle aus der Paukenhöhle entlässt das Gefäss die nach aufwärts ziehende Arteria meningea media, während es sich selbst in zwei fast gleichstarke Äste spaltet. Von diesen zieht der untere durch die Fissura Glaseri und implantirt sich in die Arteria maxillaris an ihrer Eintrittsstelle in den Canalis pterygoideus. Es ist dies der vorhin erwähnte Ramus anastomoticus. Es existirt also auch beim Murmelthier eine directe Verbindung der Maxillaris interna mit der Arteria stapedia. (Fig. 21.) Der obere Ast zieht subdural entlang der lateralen Wand der mittleren Schädelgrube und gelangt in die Orbita. Hier spaltet sich die Arterie in einen Ramus superior und einen Ramus inferior. Aus dem ersteren entsteht die Arteria laerymalis, frontalis undethmoidalis. Der Ramus inferior nimmt ein aus der Carotis interna stammendes noch später zu beschreibendes Gefäss auf und liefert die Arteriae ciliares. Die beiden Vertebrales sind sehr stark und vereinigen sich zur Arteria basilaris, die sich am Clivusende in die beiden Arteriae communicantes posteriores theilt. Jede von diesen gibt zuerst die Arteria cerebri posterior, hierauf die Arteria fössae Sylvii ab und endet als Arteria cor- poris callosi. Diese sind durch eine schwache Communicans anterior untereinander verbunden. In der Mitte der ziemlich lang gestreckten Sella turcica stosst von innen und unten kommend zur Communicans posterior ein Gefäss, das unschwer als das distale Stück der Carotisinterna zu erkennen ist. Bevor es in den Circulus arteriosus mündet, gibt es nach vorne einen ganz schwachen Ast ab, der den N. opticus durch das Foramen opticum begleitet. Es ist die rudimentäre Arteria Kopfarterien der Mammalia. 735 _ ophtalmica; ihr distales Stück, die Arteriae ciliares, hat der orbitale Ast des stapedialen Gefässes an sich gerissen. Verfolgt man nun das Carotisende abwärts, so sieht man, dass es im Sinus caverrosus medial vom Trigeminus liegt und sich hierauf nach rückwärts und unten zur Schläfenbeinspitze wendet. Bis hierher ist das Gefäss fein injicirt verfolgbar, Es ist mir gelungen seine obliterirte Fortsetzung mit der Lupe bis an das Promontorium zu verfolgen, demnach seinen Anschluss an das proximale Stück zu finden. Am Boden des Sinus cavernosus zeigt es sich nun, dass der grössere Antheil des Gefässes nicht als Rudiment der Carotis interna nach rückwärts zieht, sondern dem Trigeminus folgend nach vorne läuft. Selbst- redend gehört dieser Gefässabschnitt nicht mehr zur Carotis. Das Gefäss zieht nach vorne und verschwindet in der Orbita. Beim Eintritt in die Augenhöhle zieht der mächtigere Antheil des Gefässes in geschlängeltem Verlaufe abwärts und mündet in die Arteria maxillaris interna, dort wo sie an der häutigen unteren Orbital- wand vorüber zieht. Der Rest des Gefässes nimmt in der Orbita seinen Lauf nach vorne und mündet in den unteren Ast des orbitalen Endes der Arteria stapedia. Es eXistirt demnach bei Arctomys eine Verbindung der Carotisinterna mit der Maxil- laris interna einerseits, mit der Arteriastapedia andererseits. Die erstere Verbindung kommt auch wohl etwas modificirt bei Sciurus aureogaster vor. (Fig. 21.) Pedetes caffer. Die Arteria carotis communis zieht unter Abgabe einzelner ganz kleiner Äste für die mächtige Hals- musculatur von dieser und der Speicheldrüse gedeckt den kurzen Hals bis in die Höhe des Os hyoides hinautf. Hier verschwindet das Gefäss unter dem Musculus biventer, der fast vollkommen von der starken Kau- musculatur und dem grossen Unterkiefer lateral überdacht ist. Nimmt man den Biventer weg, so sieht man gerade an der Kreuzungsstelle mit dem Nervus hypogiossus die Theilung des Gefässes in zwei Äste; einer liegt mehr ventral, es ist das die Carotis externa, während der andere, mehr dorsal gelegen, zusammen mit dem Vago-sympathicus medial vom Musculus stylo-pharyngeus verschwindet, also die Carotis interna repräsentirt. I. Carotis externa: Gerade oberhalb der Ursprungsstelle gibt dieses Gefäss nach vorne die Arteria thyreoidea, nach hinten die Arteria occipitalis ab. Die letztere ist sehr schwach und löst sich bald in der Nackenmusculatur in ihre Endäste auf. Nun wendet sich die Arteria carotis externa in der tiefen Rinne gelegen, die durch den starken Unter- kiefer und die noch stärkern Kaumusculatur lateralwärts, von dem vorderen Bauche des Biventer medial- wärts begrenzt wird, nach vorne und gibt nach einem Verlauf von eirca 1 cm die Arteria lingualis ab. Unmittelbar darüber theilt sie sich in zwei gleich starke Äste, von denen der vordere die Arteria maxillaris externa, der andere die Fortsetzung der Carotis ist. Die Arteria maxillaris externa verläuft in der vorhin beschriebenen Rinne, ihre Richtung nach vorne beibehaltend weiter und gibt eine Reihe von Muskelästen für den Musculus masseter und pterygoideus ab. Von den für den Pterygoideus bestimmten Ästen ist ein am vorderen Rande dieses Muskels verlaufender bemerkenswerth. Die Arteria maxillaris externa gelangt hierauf ins Gesicht, wo sie sich auflöst. Die Fort- setzung der Arteria carotis externa verläuft in gerade entgegengesetzter Richtung wie die Arteria maxillaris externa, also nach hinten und erreicht die Fossa retromandibularis. Hier gibt sie die starke Arteria auricularis posterior ab, wendet sich in steilem Verlaufe nach aufwärts und gelangt bis in die Höhe des Jochbogens. Daselbst kehrt sie plötzlich in scharfem Bogert nach unten um und verläuft ein Stück abwärts, um sich recht- winkelig umbiegend nach vorne zu wenden, und als Arteria transversa faciei quer über das Gesicht zu ziehen. Dort, wo sie sich nach vorne wendet, entlässt sie eine ganz schwache Arteria temporalis superficialis. Trotz des eifrigsten Suchens gelang es mir nicht, auch nur einen kleinen Ast zu finden, der sich medial vom Unter- 736 Julius Tandler, kiefer begeben würde, also der Arteria maxillaris interna entspräche, so dass man sagen muss: Die Carotis externa dieses Thieres endet als Arteria transversa faciei, und esist nicht einmal das Rudiment einer aus der Carotis externa stammenden Arteriamaxillarisinterna vorhanden. ll. Arteriacarotisinterna: Diese Arterie gelangt unmittelbar nach ihrem Entstehen an die mediale Seite der Bulla tympanica, und zieht in einer der medialen Wand derselben angehörenden Knochenrinne aufwärts. Das Gefäss biegt nach vorne und medialwärts um, gelangt in die Pyramidenspitze des Schläfenbeines und kommt von hier aus jederseits neben der Hypophyse im Schädelinneren zum Vorschein. Die Eintrittsstelle in das knöcherne Schädelcavum ist scheinbar weit rückwärts gelegen, was sich einer- seits aus der relativen Länge der Sella tureica, anderseits aus dem Umstande erklären lässt, dass die beiden bullösen Hohlräume, die dem Cavum tympanicum jederseits aufgesetzt sind, im Schädel weit nach vorne reichen, wodurch speciell die mittlere Schädelgrube sehr kurz erscheint. Die Perforationsstelle der Carotis durch die Dura mater liegt weit vorne, so dass der subdurale Abschnitt der Arterie mehr als 1 cm misst. Noch im Sinus cavernosus, also medial vom Trigeminus gelegen, gibt die Carotis interna einen mäch- tigen Ast ab, der an Stärke den zum Gehirne ziehenden, die Dura perforirenden Antheil des Gefässes bei- weitem übertrifft. Das Verhalten dieses Gehirnantheiles der Carotis soll in seinen Details später, bei der Besprechung des Circulus arteriosus Willisii, Berücksichtigung finden. Zu erwähnen wäre nur hier, dass die Arterie dort, wo sie die Dura perforirt, ein ganz feines Begleitgefäss des Nervus opticus abgibt, das man wohl als Rudiment der Arteria ophtalmica auffassen muss. Verfolgen wir nun den anderen, also subdural bleibenden Ast der Carotis interna, so finden wir folgende Verhältnisse: Dieses Gefäss verläuft mit dem Nervus trigeminus bis an das hintere Ende der Orbita und spaltet sich in zwei Äste: a) Der obere Ast zieht über den Nervus opticus hinweg, gibt die Arteriae frontalis und ethmoidalis ab und löst sich hierauf in die Ciliararterien auf. Man könnte diesen Ast als Ramus orbitalis superior bezeichnen; b) der untere Ast biegt fast senkrecht nach abwärts und spaltet sich nach ganz kurzem Verlaufe in zwei Zweige, einen vorderen und einen rückwärtigen. Der vordere repräsentirt die Fortsetzung des Hauptgefässes sowohl bezüglich der Richtung, als auch der Stärke; er zieht unter Abgabe eines Ramus orbitalis inferior für die unteren Augenmuskeln und der Arteria buccolabialis mit dem II. Aste des Trigeminus durch den Canalis infraorbitalis ins Gesicht. Der hintere Ast gelangt, scharf nach hinten umbiegend, in den Canalis pterygoideus, zieht durch den- selben nach hinten, verlässt ihn, und trifft hier auf den Ill. Trigeminus-Ast. Ein Theil dieser Arterie zieht mit dem Nervus mandibularis als Arteria alveolaris zum Unterkiefer, während sich der andere wie die Arteria temporalis profunda verhält. Der Canalis pterygoideus ist in seiner oberen Wand so dünn, dass die ihn durchsetzende Arterie vom Schädelcavum aus nach Wegnahme der Dura mater sichtbar wird. Ein stapediales Gefäss oder dessen Rudiment in der Paukenhöhle konnte ich in diesem Falle nicht nachweisen. Diese so complicirten Gefässverhältnisse sind ohne einen Vergleich mit denen bei Arctomys marmota fast unerklärlich. Bei einem Vergleiche dieser beiden Thiere aber werden die Befunde, wie sie sich bei Pedetes caffer darbieten, leicht erklärlich. _ Zur Erleichterung des Verständnisses seien hier schematisch die bezüglichen Arterien beider Thiere allerdings von der räumlichen Anordnung abgesehen, auf die Sagittalebene projieirt, nebeneinander gestellt. Es ergibt sich dann Folgendes: Der bei Arctomys vorkommende Ramus anastomoticus aus der Carotis interna hat sich bei Pedeles maximal ausgeweitet, so dass der distale, also vor dem vorderen Ende des Canalis pterygoideus gelegene Abschnitt der Maxillaris interna als directe Fortsetzung derselben erscheint. Da nun U [KR Mammalia. Kı pfa rterien der "1a lv9 s2J2p2, "6 IN ewayag "SLIB[OIAB BLIOJIY ‘ISESNUIWOSLLL "III ‚SIeNgqIo « "SN9NOWOISTUR ‘Jeipadeys aenısjıy Jonedns “ollajur snuey eıpadeJs eLlonıy eussQu « "BULOIX9 SIIOIET 4 wY II HN 04 "pjomAaput SAm0794 V SUIN wWwayas IS y a2) o7} Bd LXVII. Denkschriften der mathem.-naturw. Ul. 738 Julius Tandler, einerseits das stapediale Gefäss vollständig zu Grunde ging, anderseits das Verbindungsstück der Carotis externa mit dem distalen Abschnitte der Maxillaris interna fehlt, so fliesst das gesammte Blut auf dem Wege der Carotis interna und des Ramus anastomoticus. \ Der Theil aber, des unteren Stückes des stapedialen Gefässes, der im Canalis pterygoideus liegt, hat sich erhalten, nur ist in ihm eine Umkehrung der Kreislaufrichtung in der Weise eingetreten, dass das Blut nicht wie sonst entweder aus dem stapedialen Gefässe oder der Maxillaris interna kommend, von rückwärts nach vorne, sondern umgekehrt von vorne nach hinten fliesst. Nachdem das hinter dem Canalis pterygoideus gelegene Gefässstück zu Grunde gegangen ist, muss die Arteria alveolaris und temporalis profunda ihr Blut in der vorhin beschriebenen Weise beziehen. Eine Vereinigung des oberen Astes mit dem oberen, für die Orbita bestimmten Abschnitt des stapedia- len Gefässes, wie eine solche bei Arctomys eintritt, kann bei der vollständigen Rückbildung des Gefässes bei Pedetes nicht gefunden werden. Durch das Zugrundegehen des stapedialen Gefässes und durch den Mangel einer Verbindung der Maxil- laris interna mit der Carotis externa und schliesslich durch Ausweitung des Ramus anastomoticus kommt die befremdende Erscheinung zu Stande, dass bei Pedetes die Arteria carotis interna die Orbita, den Oberkiefer und Unterkiefer mit Blut versorgt. Vergleicht man also, wie gesagt, die Verhältnisse mit denen bei Arctomys, bei welchem sowohl das stape- diale Gefäss in seinem oberen Abschnitte, als auch die Maxillaris interna gut entwickelt bleiben, während die Carotis interna rudimentär wird, so sieht man, dass die Verhältnisse fast dieselben sind; geändert haben sich nur die Verbindungen der Peripherie mit dem Centrum, sowie die Caliberverhältnisse der einzelnen Abschnitte. Diese so merkwürdigen Verhältnisse verlieren übrigens viel des Merkwürdigen, wenn man die Secundärveränderungen des Kopfskelettes bei diesen Thieren in Betracht zieht. Die beiden schwachen Vertebrales vereinigen sich zur schwachen Arteria basilaris, die sich, am Ende des Clivus angelangt, in die beiden Cerebri posteriores theilt. Nach kurzem Verlaufe gibt jede Arteria cerebri posterior eine minimale Arteria commu- nicans posterior ab, die in die Arteria fossae Sylvii mündet. Jederseits zur Seite der Sella turcica perforirt medial vom Trigeminus-Ganglion eine Arteria die Dura, die sich nach einem Verlaufe von circa '/; cm in zwei gleich starke Äste theilt. Der eine zieht noch in der mittleren Schädelgrube lateral und nimmt die Arteriae communicantes auf: es ist das die Arteria fossae Sylvii, während der andere Ast nach vorne zieht und durch eine kurze Arteria communicans anterior mit der homologen Arterie der anderen Seite verbunden ist. Es ist dies also die Arteria cerebri anterior. Diese Thiere haben demnach einen vollkommen geschlossenen Circulus arteriosusW illisii, der bezüglich seiner Anordnung dem der übrigen Nager wenig gleicht, sich vielmehr den Verhältnissen, wie sie bei den Affen und Menschen persistiren, anschliesst. Cavia cobaya. Die Arteria carotis communis gibt in der Höhe des Larynx ventralwärts die Arteria thyreoidea, dorsal die Arteria occipitales ab; von einer typischen Theilung in eine Carotisinterna und externa kann nicht die Rede sein. Nur an der Stelle, wo die Arteria occipitalis abgeht, sieht man eine ganz geringe Ausbauchung der medialen und hinteren Wand des Stammgefässes. Bei der Präparation mit der Lupe findet man einen variabel stark entwickelten, meistens aber ganz feinen Strang, von dieser Stelle der Gefässwand ausgehend, sich zum Nervus sympathicus begeben. Dieser bindegewebige Faden repräsentirt wohl den letzten Rest derim Embryo gut entwickelten Carotisinterna. Kopfarterien der Mammalia. 739 Die Arteria occipitalis ist mittelstark und verhält sich typisch. An der Abgangsstelle derselben entspringt auch ein Gefäss, das, an der lateralen Pharynxwand aufwärts ziehend, sich daselbst auflöst, Arteria pharyngea ascendens. I. Carotis externa: Die in der Richtung der Carotis communis gerade aufwärts steigende Carotis externa kommt unter den Biventer zu liegen und theilt sich am oberen Rande desselben, wie folgt: Nach vorne geht der beiweitem stärkere Antheil des Gefässes als Truncus communis für die Arteriae lingualis und maxillaris externa ab, nach rückwärts zieht die schwächere Fortsetzung des Stammgefässes weiter. 1. Die Fortsetzung der Carotis externa verläuft in der, von der weitnach abwärts und hinten reichenden Unterkiefermuskulatur lateralwärts und dem hinteren Bauche des Biventer medialwärts, begrenzten Rinne schief nach hinten und oben. Das Gefäss gelangt an die Fossa retromandibularis, dann zwischen Bulla und Unterkiefef#bis an den knorpeligen Gehörgang. Hier entsendet die Arterie die starke Arteria auricularis posterior, kommt hierauf vor den Meatus auditorius zu liegen und endet als ganz schwache Arteria tempo- ralis superficialis. Einen Ast, der, aus der Fortsetzung der Carotis externa stammend, medial vom Unterkiefer weitergezogen wäre, konnte ich in keinem Falle nachweisen. In vielen Fällen hingegen gelangte, medial vom Unterkiefer hervorkommend, ein ziemlich starkes Gefäss vor den Meatus auditorius und vereinigte sich dann mit dem Reste der Carotis externa, um mit diesem zusammen die ganz schwache Arteria transversa faciei zu bilden. In anderen Fällen wieder ist die Arteria transversa faciei noch ein Ast der Carotis externa allein, während das vorhin erwähnte Gefäss sich als Muskelast erschöpft und kaum noch eine Communi- cation mit der Carotis externa zeigt. 2. Die Arteria maxillaris externa, die, wie schon erwähnt, den bedeutend stärkeren Antheil der Carotis externa bildet, zieht in der Rinne zwischen Unterkiefermuskulatur und vorderem Bauche des Biventer nach vorne, und theilt sich nach einem Verlaufe von eirca 1 cm, wie folgt: Der schwächere Abschnitt des Gefässes zieht als Stamm der Maxillaris externa in typischer Weise schnauzenwärts weiter und gelangt am vorderen Rande des Masseter ins Gesicht. Der stärkere Abschnitt biegt gleich nach seinem Entstehen cranialwärts ab und verläuft medial vom Ptery- goideus. Dieser Theil des Gefässes existirt auch schon bei einigen anderen Nagern, doch bildet er daselbst nur einen schwachen Muskelast, der noch keine Verbindung mit dem im Canalis pterygoideus gelegenen Gefässe hat. Das Gefäss selbst liegt beim Aufwärtsziehen medial und hinten vom Nervus mandibularis. Etwas unter- halb der Schädelbasis gibt die Arterie zuerst die Arteria alveolaris inferior ab, hierauf einen mächtigen Muskelast für den Musculus temporalis nach vorne, und an derselben Stelle einen Ast nach hinten, der zwischen den beiden Musculi pterygoidei durchlaufend, bis an das Unterkieferköpfchen gelangt. Seine Endi- gungsweise daselbst und seine Communication mit der Carotis externa wurde bereits früher beschrieben An der unteren Fläche der Schädelbasis angelangt, dort, wo dieselbe durch die Vereinigung der Foramina rotundum und ovale defect ist, biegt die Arterie, medial und unter dem III. Trigeminus-Aste gelegen, plötzlich nach vorne in den kurzen Canalis pterygoideus dieser Thiere um, durchzieht den- selben, ist hiebei von der Schädelbasis aus sichtbar, und verhält sich, am vorderen Ende des Canales angelangt, wie folgt: Der Hauptantheil der Arterie zieht als Ramus infraorbitalis mit dem gleichnamigen Aste des Trige- minus ins Gesicht. Im hinteren Abschnitte der Orbita gelegen, biegt ein mächtiger Ast dieses Gefässes nach aufwärts ab, wendet sich dann unmittelbar unter dem Orbitaldache über den Nervus opticus nach vorne, gibt einen Ramus frontalis und lacrymalis ab und tritt hierauf mit der Arteria ophtalmica in directe Com- munication. 93* 740 Julius Tandler, Der gemeinsame Stamm der beiden spaltet sich nach Abgabe der starken Arteria ethmoidalis in die Arteriae ciliares. Die Ethmoidalarterie ist sehr stark und versorgt das im Canalis nasolacrymalis gelegene Wundernetz. Am hinteren Ende des Canalis pterygoideus zieht aus dem Hauptstamme der vorhin beschriebenen Arterie ein Gefäss nach hinten, das sich in Bezug auf seinen Situs genau so verhält, wie jener Abschnit des unteren Theiles des stapedialen Gefässes, der zwischen dem Abgange des Ramus superior der Arteria stapedia und dem Canalis pterygoideus liegt, und beispielsweise bei Mus rattus vollkommen entwickelt, ei Sciurus nur als Ramus anastomoticus erhalten bleibt. Dieses Gefäss wird nun bei Cavia cobaya zur Arteria meningea media. Schema Nr. 10. Cavia cobaya. C.e. Carotis externa. Ci. » interna. A.st. Arteria stapedia. r.i. Ramus inferior. HS: » superior Arteriae stapediae. r.0. » orbitalis. A.m. Arteria meningea media. [OF » ophtalmica. A.o. » oceipitalis. N. tr. III Ill. Trigeminusast. x. die eigentliche Fortsetzung der Carotis externa, die als Temporalis endet. r.p. Ramus pterygoideus, der bei diesem Thiere und bei Lepus cuniculus sehr stark wird und so die Fortsetzung der Carotis externa bildet, aber medial vom Ligamentum stylomaxillare liegt. Zwischen x und r. p. der Rest des aus der Carotis externa stammenden Maxillaris interna R. Wenn man den soeben beschriebenen complieirten Verlauf der Arterie des Näheren untersucht, so zeigt es sich, wie das beiliegende Schema illustrirt, dass es sich hier nicht um ein einheitliches Gefäss handelt, sondern um eine Aneinanderreihung von Gefässabschnitten verschiedenen Ursprunges und verschiedener Dignität. Kopfarterien der Mammalia. TE Neu ist nur die starke Ausbildung des Ramus pterygoideus, wodurch die Existenz des proximalen, aus der Carotis externa stammenden Abschnittes der Maxillaris interna sozusagen überflüssig gemacht wird. Dieses Gefäss aber als Maxillaris interna zu bezeichnen, geht wohl nicht an, da es ja nicht aus dem oberen Abschnitte der Carotis externa, der lateral vom Ligamentum stylo-maxillare hinwegzieht, stammt. Vom Eintritte in den Canalis pterygoideus an ist das Gefäss der distale Abschnitt der Maxillaris interna, wie er sich ja bei allen Nagern findet. Das proximale, mit der Carotis externa direct im Zusammenhange stehende Stück zwischen den beiden Pterygoidei ist auch bei diesen Thieren, wenn auch nur ange- ideutet, vorhanden. Es ist das der nach hinten ziehende, variabel starke, mit dem Endstücke der Carotis of in Verbindung tretende Muskelast. Die Arteria meningea media dieser Thiere repräsentirt in dem Stücke, das aus der Arteria maxillaris interna nach rückwärts zieht, also in ihrem proximalen Abschnitte nichts anderes als das Rudiment des unteren Astes der Arteria stapedia, der bei Sciurns zum Beispiel, wo die Arteria stapedia zeitlebens erhalten bleibt, gut ausgebildet erscheint. Der distale Abschnitt der Arteria meningea media deckt sich dann natürlich mit der auch bei den übrigen Thieren aus der Stapedia stammenden Meningea media. Das in der Orbita über dem Nervus opticus mit der Arteria ophtalmica zusammentretende Gefäss ist als distales Ende des Ramus superior der Arteria stapedia aufzufassen. Die Arteria ophtalmica dieser Thiere bleibt eben sehr stark und daher die Communication erhalten. (Fig. 23). Der Zusammenhang dieses Gefässes aber mit der Arteria maxillaris interna wird sofort klar, wenn man den bei den meisten Thieren vorkommenden Ramus orbitalis berücksichtigt. Hier ist eben dieser Communi- cationsast sehr stark ausgeweitet, währenddem die Verbindung mit dem stapedialen Gefässe zu Grunde gegangen ist. Durch diese eigenthümliche Anordnung der Gefässe erklärt es sich, dass Hyrtl die Arteria carotis cerebralis aus der Arteria orbito-maxillaris stammend, durch das Foramen opticum in die Schädelhöhle gelangen lässt. II. Die Arteria carotis interna ist, wie bereits angedeutet, vollkommen rückgebildet. Nur der Theil der an den Circulus arteriosus anschliesst, respective als ein Bestandtheil in demselben aufgenommen ist, also bis zum Abgange der Arteria ophtalmica, ist gut entwickelt. Das stapediale Gefäss ist ebenfalls in seinem Paukenhöhlenantheile vollkommen zurückgebildet von seinem Ramus inferior und superior existiren nur die zur Bildung der Arteria meningea media und der orbitalen Gefässe verwendeten Stücke. Die Vertebrales sind sehr stark — sie sind ja die einzigen Gefässe, die das Gehirn versorgen — und vereinigen sich zur mächtigen Arteria basilaris. Diese theilt sich am vorderen Ende des Clivus spitz- winkelig in die beiden starken Communicantes posteriores, welche die beiden hinteren Gehirnarterien abgeben und nach vorne ziehen. In der Mitte der Sella turcica sieht man an gut gelungenen Injectionen medial vom mächtigen Trigeminus ein ganz schwaches Gefässästchen in die Communicans posterior münden, das sich gegen die Schläfenbeinspitze verfolgen lässt. Es ist dies wohl das cerebrale Ende der rudimentären Arteria carotis interna. Was vor der Mündung dieses Gefässes liegt, muss man morphologisch als der Arteria carotis interna zugehörend ansehen. Diese entlässt die sehr starke Arteria ophtalmica, die mit dem Nervus opticus in die Orbita zieht Ihr Verhalten daselbst wurde schon beschrieben. Nach Abgabe dieser Arterie bleibt- noch ein Truncus communis für die Arteria cerebri media und Arteria cerebrianterior übrig, von denen sich die beiden letzteren zu einem einheitlichen Stamme verbinden Diese Thiere haben demnach einen vollkommen geschlossenen Circeulus arteriosus Willisii, der an den anderen Nager, vor allem aber an den der Prosimiae sich enge anschliesst. 742 Julius Tandler, Lepus cuniculus, Obwohl W. Krause in seiner Monographie über das Kaninchen die arteriellen Gefässverhältnisse des Schädels genau beschrieben hat, sehe ich mich doch veranlasst, der Vollständigkeit halber die Gefässver- hältnisse dieses T'hieres, so weit sie hier in Betracht kommen, zu beschreiben, und dies umsomehr, als sich in einigen Punkten Meinungsdifferenzen ergeben. Nach Abgabe der Arteria thyreoidea theilt sich die Arteria carotis communis in die Arteria carotis externa und interna. Il. Carotis externa: Sie zieht in einem medialwärts convexen Bogen aufwärts und theilt sich am oberen Rande des Musculus biventer derart, dass nach hinten die Arteria occipitalis, gerade nach aufwärts die Fortsetzung des Stammes, nach vorne die Arteria maxillaris externa und noch weiter nach vorne die Arteria lingualis entspringt. Die beiden letzteren entstehen öfters aus einem Truncus communis. Nach einem ganz kurzen Verlaufe theilt sich die Carotis externa in zwei Äste: I. Der eine zieht schief im Bogen nach hinten zwischen Bulla und dem weit nach hinten reichenden Unterkiefer über das Ligamentum stylo-maxillare aufwärts und gibt hiebei die Arteriae auricularis anterior und posterior ab. Am Jochbogen angelangt, theilt sich das Gefäss in die Arteriae temporalis superficialis und transversa faciei. Ein Gefäss, das medial vom Unterkiefergelenke an dieser Stelle verlaufen würde, war nicht nachweisbar. Krause bezeichnet nun dieses ganze Gefäss als Arteria temporalis superficialis. Man muss aber wohl sagen, dass es einfach dem distalen Abschnitte der Carotis externa entspricht. Der andere Ast zieht als der stärkere Abschnitt des Stammgefässes, an der medialen Seite des Musculus pterygoideus cranialwärts, liegt hiebei in seinem oberen Theile medial und hinter dem III. Aste des Trige- minus und gelangt an den Canalis pterygoideus. Krause nennt diesen Canal einmal »Foramen ptery- goideum anteriuss, ein andermal »Foramen sphenoidale anterius«. Unterhalb der Kreuzungsstelle der Arterie mit dem Nervus mandibularis zieht nach vorne die Arteria alveolaris inferior in den Unterkiefer, nach hinten aber zieht eine Arterie durch den medialen Abschnitt der Fissura Glaseri, um als Arteria meningea media den Schädel durchbrechend, subdural weiter zu laufen. Krause bezeichnet dieses Gefäss als Arteria tympanica. In Wirklichkeit repräsentirt aber dieses Gefäss den distalen Abschnitt des unteren Astes der Arteria stapedia, und die Verhältnisse stellen sich bezüglich der Arteria meningea media so, wie sie bei Cavia cobaya beschrieben wurden. (Vgl. Schema Nr. 10.) Von der Ursprungsstelle aus der Carotis externa bis an den Eintritt in den Canalis pterygoideus ist dieses Gefässstück wohl eine secundäre Anastomose, wahrscheinlich hervorgegangen durch die Ausweitung des Ramus pterygoideus, so ähnlich wie bei Cavia cobaya. Es einfach als Arteria maxillaris interna zu bezeichnen, wie es Krause gethan hat, dürfte wohl kaum angehen, da es medial vom Ligamentum stylo- maxillare liegt und man auch annelımen müsste, dass der Ursprung der Maxillaris interna, der doch distal von dem der Auricularis und Transversa faciei liegt, an der Carotis hinuntergewandert sei. Dieses Gefässstück kann demnach — nur descriptiv, nicht aber morphologisch — als Arteria maxillaris interna bezeichnet werden. Nachdem nun die Arterie den Canalis pterygoideus, der bei diesem Thiere sehr kurz ist, durchsetzt hat, verläuft ihre directe Fortsetzung mit dem II. Trigeminus-Aste als Arteria infraorbitalis ins Gesicht. Nach aufwärts zieht im hinteren Theile der Orbita ein mächtiger Ast, Ramus orbitalis, der, über den Nervus opticus hinwegziehend, die Arteria lacrymalis und frontalis abgibt und sich hierauf mit der ganz schwachen Arteria ophtalmica verbindet. Auch diese Verhältnisse gleichen den bei Cavia cobaya beschriebenen; es handelt sich auch hier um den Ramus orbitalis und um das orbitale Ende des stapedialen Gefässes. Krause benennt dieses Gefäss als Arteria orbitalis inferior, f Kopfarterien der Mammalia. 743 Der Unterschied gegenüber Cavia ist nur dadurch bedingt, dass die Ophtalmica selbst sehr schwach ist. Dort, wo der Ramus in dem hinteren Abschnitte der Orbita von der Maxillaris interna herkommend das stapediale Gefäss trifft, gibt dieses einen Ast ab, der, nach aufwärts ziehend, die rückwärtige Wand der _ Örbita an der Stelle, wo sich die Naht zwischen £rossem und kleinem Keilbeinflügel findet, perforirt. Das Gefäss sieht so aus, als ob es direct aus der Maxillaris interna, respective aus dem Ramus orbitalis käme, da der dahinter liegende Abschnitt des oberen Astes des stapedialen Gefässes zu Grunde gegangen ist. Dieser Ast verläuft, nachdem er in die Schädelhöhle eingetreten ist, am vorderen Rande der mittleren -_ Schädelgrube subdural aufwärts. Krause nennt dieses Gefäss eigenthümlicher Weise » Arteria meningea media« und sagt von ihm, dass es durch das Foramen spinosum ziehe. Selbstredend kann dieses »Foramen ‚Spinosum « keinesfalls ein Äquivalent des menschlichen Foramen spinosum sein, ebenso ist die Arterie nicht ‚die Meningea media, sondern eine Arteria meningea anterior, welche auch bei anderen Thieren — z.B. den Halbaffen — mit erhaltenem stapedialen Gefässe, dort, wo dasselbe die Orbita durchbricht, von demselben abgeht. ll. Carotis interna: Diese Arterie ist ziemlich schwach, läuft an der medialen Seite des Musculus stylo-pharyngeus cranial- wärts, gelangt an die mediale Seite der Bulla und zieht hier in einem, der medialen Wand angehörenden _ Knochencanal aufwärts, gelangt in die Schläfenbeinpyramide, und von hier aus unter und medial vom Trigeminus an die Sella tureica; hier perforirt das Gefäss die Dura mater und biegt aufwärts und gibt die schwache Arteria ophtalmica ab, die mit dem Nervus opticus in die Augenhöhle zieht. Die beiden Arteriae vertebrales sind ziemlich stark, vereinigen sich zur Basilaris, die sich in _ die beiden Cerebri posteriores spaltet. Jede Arteria cerebri posterior hängt durch eine mässig starke 'Communicans posterior mit der Cerebri media zusammen, die den hinteren Endast der Carotis _ cerebralis bildet; der vordere Endast ist die Arteria cerebri anterior, die mit der gleichnamigen Arterie der anderen Seite durch die Communicans anterior verbunden ist. Resume. Bei keiner Thierclasse der Mammalia kommt es durch Persistenz der einen oder der anderen Bahn _ oder durch Ausweitung der einzelnen Abschnitte zu so weitgehenden, für den ersten Blick so unerklärlichen Differenzen wie bei den Rodentia. Doch ist man im Stande, die einzelnen Formen von der allen Mamma- - lia gemeinsamen Grundform abzuleiten. : £ Die Carotis interna zeigt alle Stufen der Entwicklung. Während sie bei Cavia cobaya und bei Sciurus fast nicht einmal in ihrem Rudiment nachweisbar ist, ist dieses bei Arctomys gerade noch auffindbar. Bei Lepus cuniculus ist die Carotis interna schwach, bei Mus rattus schon ganz gut entwickelt, und bei Pedetes caffer nicht nur das Gefäss des Gehirnes, sondern sie hat auch die Versorgung der gesammten Orbita, des Oberkiefers, ja sogar des Unterkiefers übernommen. Ihr Verlauf, respective der ihres Rudimentes, bi ist ein vollkommen constanter; es variirt nur die Dicke der Knochenhülle, welche das Gefäss bei seinem "Laufe durch die mediale Bullawand bekleidet. - Bei Scinrus, sowohl vulgaris als aureogaster und bei Arctomys ist die Carotis interna gut entwickelt bis zum Abgange der Arteria stapedia. Von da an ist sie obliterirt, so dass also der proximale Abschnitt bei ’ diesen Thieren erhalten bleibt. Bei Cavia cobaya, wo sich auch das stapediale Gefäss, wie noch später auseinandergesetzt wird zurückbildet, fehlt auch der proximale Abschnitt der Carotis interna. Über die Carotis externa und ihren Anschluss an die Arteria maxillaris interna primaria wäre _ Folgendes zu sagen: 744 Julıns Tandler, Bei Mus rattus und Pedetes caffer hat die Arteria carotis externa den Zusammenhang mit der Maxil- laris interna primaria vollständig verloren oder noch gar nicht erreicht. Bei Pedetes caffer nämlich endigt die Arteria carotis externa als Temporalis superficialis oder Transversa faciei, ohne einen Ast an die mediale Seite des Unterkiefers abzusenden. Bei der Ratte behält die Carotis externa die primären embryologischen Verhältnisse insoferne bei, als sie die mediale Seite des Unterkiefers wohl erreicht, aber nur zur Arteria alveolaris wird. Bei Cavia cobaya und bei Zepus cumiculus tritt sie allerdings in Beziehung zur Maxillaris interna, jedoch durch Entwicklung einer Seitenbahn. Es bildet sich nämlich der auch bei den anderen Rodentia gut entwickelte Ramus pterygoideus soweit aus, dass er Anschluss an die Maxillaris interna erreicht. Bei Sciurus und Arctomys ist der Zusammenhang der Carotis externa mit der Maxillaris interna primaria besonders schön nachweisbar. (Vgl. Fig. 20.) Es bildet sich auch hier um den Ill. Ast des Trigeminus der schon öfter angeführte Arterienring, nur ist in diesen Fällen das Verhältniss noch dadurch klarer, dass der proximale Abschnitt des stapedialen Gefässes bei diesen Thieren persistirt; auf diese Weise kann man den der Carotis externa angehörenden lateralen, nur mit der Alveolaris inferior zusammenhängenden Schenkel, ferner das mediale, mit der Maxillaris interna zusammenhängende Stück deutlich erkennen. (Siehe Fig. 20, Schema Nr. 8.) Die Maxillaris interna passirt bei allen mir bekannten Nagern den Canalis pterygoideus und gibt nach dessen Passage bei Sciurus aureogaster und Arctomys einen Ramus anastomoticus zum sub- duralen Abschnitte der Carotis interna ab, wie wir ihn bei den Artiodactyla und den Carnivora finden. Es soll noch im Folgenden auf diesen Ramus anastomoticus zurückgekommen werden. Bei allen Nagern aber liefert die Maxillaris interna einen Ramus orbitalis, der bei manchen mit dem orbitalen Ende der Arteria stapedia anastomosirt, respective dieses übernimmt, bei manchen auch mit der Arteria ophtalmica in Verbindung tritt. Die Arteria stapedia zeigt ebenso grosse Differenzen wie die Arteria carotis interna. Wie schon einleitend erwähnt, habe ich sie sowohl am Kaninchen-, als auch- am Meerschweinchenembryo gesehen. Das stapediale Gefäss persistirt nun bei den verschiedenen Rodentia in verschieden starker Ausdehnung. Bei Scinrus erhalten sich, ebenso wie bei Arctomys, sowohl der obere als der untere Ast vollkommen. Es besitzen diese Thiere den höchsten Grad der Persistenz dieser Arterie. Bei Mus rattus persistirt der Ramus inferior vollständig, vom Ramus superior der grösste Theil. Bei Cavia cobaya und bei Lepus cuniculus (siehe Schema Nr. 10) persistirt der distale Abschnitt des Ramus inferior, sowie der distale Abschnitt des Ramus superior, beim Kaninchen — von letzterem noch mehr als bei Cavia (Arteria meningea anterior). Ähnliche Verhältnisse bietet Pedetes caffer. Der Circulus arteriosus dieser Thierclasse zeigt, je nach dem Rückbildungsprocesse, den die Carotis interna durchmacht, verschiedene Verhältnisse. Bei denjenigen Nagern, bei welchen die Vertebralarterien die Hauptgefässe des Gehirnes darstellen, erscheint die Communicans posterior als directe Fortsetzung der Basilaris, so dass die Arteria cerebri posterior und media als Seitenzweige derselben abzugehen scheinen Fig. 23. Bei Pedetes caffer hingegen, wo die Arteria carotis interna das Übergewicht erlangt (vgl. Fig. 22), ähnelt ‚der Circulus arteriosus in seiner Anordnung schon wieder mehr dem der Carnivoren, indem die Carotis interna in einen Ramus anterior und posterior sich spaltet. Bezüglich der Arteria ophtalmica gilt Folgendes: Bei einigen ist sie sehr schwach und liefert nur die Arteria centralis retinae; bei anderen ist sie bereits stärker und daher auch an der Abgabe der Ciliararterien betheiligt. Die stärkste Ophtalmica findet sich bei Cavia cobaya, hier aber deshalb, weil die Arteria ophtalmica durch eine breite Anastomose mit dem Ramus orbitalis der Maxillaris interna verbunden, auf diesem Wege dem Gehirne Blut zuführt, da die Carotis interna vollkommen obliterirt ist. Interessant ist das Verhältniss des bereits erwähnten Ramus anastomoticus zum subduralen Abschnitte der Carotis interna. Bei Sciurus aureogaster finden wir seine erste Andeutung. Kopfarterien der Mammalia. 745 Bei Arcitomys ist dieser Ramus, aus dem, wie früher beschrieben, bei den Carnivora und Artiodactyla wahrscheinlich das Wundernetz wird, schon besser entwickelt. Doch dürfte hier noch das Blut aus der Maxillaris interna durch den Ramus anastomoticeus in die bis bis an diese Stelle obliterirte Carotis interna und von hier in den Circulus arteriosus fliessen. F Gerade umgekehrt verhält sich das bei Pedetes caffer. Hier muss das Blut, da einerseits der proximale Abschnitt der Arteria stapedia zu Grunde geht, anderseits die Carotis externa nicht an die Maxillaris interna anschliesst, auf dem Wege der Carotis interna und des Ramus anastomoticus erst in die Maxillaris interna und von hier einerseits in die Infraorbitalis, anderseits durch den Canalis pterygoideus retour in die Arteria alveolaris inferior gelangen, so dass man ohne den Vergleich mit anderen Thieren wohl kaum im Stande wäre, die Gefässverhältnisse bei diesem T'hiere zu deuten. (Schema 9.) IX. Inseetivora. Erinaceus europaeus. Talpa europaea. Von den Autoren, welche sich mit dem arteriellen Gefässsystem dieser Ordnung beschäftigt haben, wären A. Meckel, Adolph Otto, Hyrtl und Barkow zu erwähnen. A. Meckel beschreibt im Archiv für Anatomie und Physiologie (1828) ganz kurz, dass er beim Igel die Arteria carotis interna, ebenso wie beim Marrmelthier durch den Stapes hindurchziehen sah. Es ist selbstverständlich, dass dies nicht die Carotis interna, sondern das stapediale Gefäss war, übrigens stellt Meckel selbst das Ganze als zufälligen Befund an einigen ihm überbrachten Gehörknöchelchen dar. Otto beschreibt in seiner Arbeit »De animalium quorundam per hiemem dormentium vasis cephalicis«. sowohl die Schädelarterien von Erinaceus europaeus als auch Talpa. Bei Erinacaeus schreibt Otto Folgendes: »Tunc carotis cerebralis per foramen quoddam magnum et rotundum in cavum tympani penetrat, tbique in sulco paullulum assurgens, in duos finditur ramos, quorum alter et quidem exterior, emissis vasis pluribus pro ipso tympani cavo in sulco super primum cochleae gyrum usque ad stapedem ascendit, eum perforat et in profundo tegminis cavi tympanici sulco antrorsum dirigitur, per foramen proprium in cavum cranii intrat ibique emissa arteria menyngea media in sulco profundo ossis parietalis recta via progreditur et per canalem longum ad superiorem orbitae partem penetrat alter vero, et quidem ramus profundior supra cochleam ad profundissimam cavi tympani partem prorepens, - per canalem angustum, prope sellam turcicam exeuntem, in cavum cranii intrat et in circulum Willisii S inseritur, ita tamen, ut hie magis ex arteria vertebrali, quam ex carotide formetur.» Es ist wohl nicht nothwendig, diesem Citate irgend etwas hinzuzufügen. Bei Talpa europaea beschreibt Otto ähnliche Verhältnisse, er bezeichnet die Carotis interna in der Paukenhöhle als »Ramum profundiorem seu cerebralem« und das stapediale Gefäss als »Ramum superficialem seu menyngo-orbitalem.« Diesen letzten Ast lässt er in die Schädelhöhle gelangen, dort die Arteria meningea abgeben und durch das Foramen ovale in die Orbita gelangen, eine Ansicht, die schon Hyrtl, wie noch erwähnt werden wird, als irrthümlich bezeichnet. Hyrtl beschreibt in seiner Monographie über das innere Gehörorgan die Arterienverhältnisse des Schädels beim Igel. Nach seiner Angabe betritt die Arteria carotis interna die Paukenhöhle und theilt sich in zwei Äste, von denen der eine vier- bis fünfmal stärker als der andere, die Fortsetzung des Gefässes _ bildet. Er passirt den Steigbügel, gelangt zur vorderen Wand der Paukenhöhle und tritt durch ein im _ Processus tympanicus des grossen Keilbeinflügels befindliches Loch in den Grund der Jochaugengrube und theilt sich daselbst in zwei gleichstarke Äste, deren einer zur Muskulatur des Unterkiefers tritt, während der andere seinen Lauf horizontal zum Canalis infraorbitalis fortsetzt. Hier gibt dieses Gefäss nebst anderen Zweigen die Arteria orbitalis ab; über diese schreibt Hyrtl ‚Folgendes: »Die Arteria orbitalis. Ich nenne sie so, weil sie sich in allen in der Augenhöhle liegenden Gebilden — nur im Bulbus nicht — verzweigt, und einen starken Ast durch das Foramen ethmoidale zur Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 94 746 Julius Tandler, Schädelhöhle für den Riechkolben schickt, dessen Nebenäste zur harten Hirnhaut und durch die Foramina cribrosa in die Nasenhöhle gelangen. Sie entspricht somit der Arteria ophtalmica beim Menschen, kann aber nicht ihren Namen führen, weil auch beim Igel eine äusserst feine Arteria ophtalmica, aus dem Circulus Willisii entstanden, mit dem Sehnerven zur Augenhöhle gelangt, sich aber nur in die Ciliararterien theilt.« Das, was Hyrtl hier als Arteria orbitalis bezeichnet, ist wohl ein Conglomerat von zwei Arterien, wie dies aus der auf Tafel VII, Figur 24, beigegebenen Abbildung und aus der folgenden Beschreibung dieses Thieres ersichtlich ist. Da Hyrtl diese Arterie in der Jochaugengrube entstehen lässt, deckt sich -ihr Ursprung mit dem von mir beschriebenen Ramus orbitalis vollkommen. Dieser Ramus orbitalis aber tritt in directe Communica- tion mit dem oberen Aste des stapedialen Gefässes, welches nebst Arteria frontalis und lacrymalis auch die Arteria ethmoidalis abgibt, und zwar unmittelbar nach der Communicationsstelle. Den oberen Ast des stapedialen Gefässes aber, der in der Paukenhöhle abzweigt, hat Hyrtl vollkommen übersehen. Er beschreibt also als Arteria orbitalis den Ramus orbitalis plus dem distalen Aste der Arteria stapedia. Den zweiten kleineren Ast, der in der Paukenhöhle verläuft, lässt Hyrtl als Arteria carotis interna in den Circulus arteriosus eingehen, was sich mit meinen Befunden vollkommen deckt. Eigenthümlich ist nur, dass Hyrtl zum Schlusse sagt: »Die Arteria carotis interna ist somit ein unbedeutender Nebenast der vereinigten Augenhöhlen- und inneren Kieferarterie.« Bezüglich Hyrtl’s Beschreibung über Talpa wäre Folgendes zu erwähnen: Er sagt daselbst: »Die Carotis selbst theilt sich in der Schädelhöhle in zwei Zweige, deren innerer zum Circulus Willisii geht, während der äussere direct zu den Seitenmassen des grossen Gehirnes verläuft.« Ich konnte diesen Befund nicht bestätigen. Auch Hyrtl lässt die vereinigte Augenhöhle- und innere Kieferarterie -— so nennt er den unteren Ast der Arteria stapedia — in die Schädelhöhle gelangen und dieselbe durch das Foramen ovale wieder verlassen. Während ihres Verlaufes in der Schädelhöhle gibt sie eine wahre Arteria meningea media ab, dienach Hyrtl’s Angabe beim Igel fehlt. Über den weiteren Verlauf der Arterie schreibt dann Hyrtl wie folgt: »Von der vorderen Peripherie des runden Fensters an liegt er (Ramus inferior arteriae stapedis) zwischen beiden Blättern des grossen Keilbeinllügels in der Diplo& eingeschlossen, kommt durch eine besondere Öffnung -- nicht durch die vereinigten Fissura orbitalis und Foramen rotundum — in die Augenhöhle und verästelt sich nach demselben Gesetze wie bei Erinaceus. Otto lässt ihn durch das ovale Loch des Keilbeines zur Augenhöhle gehen, bezeichnet ihn übrigens richtig als Arteria meningo-orbitalis« Erinaceus europaeus. Die Arteria carotis communis theilt sich nach Abgabe der Arteria thyreoidea caudal vom unteren Rande des Biventer in zwei fast gleich starke Stämme, von denen der vordere die Arteria carotis externa, der hintere einen Truncus communis der Arteria carotis interna, occipitalis und einiger pharyngealer Äste repräsentirt. I. Carotis externa: Sie zieht schief nach vorne vom Biventer gedeckt und theilt sich nach einem Verlaufe von eirca I cm wie folgt: Am meisten nach vorne zieht der stärkste Ast, die Arteria lingualis; mit ihr zusammen entspringt ein mächtiger, für die Submanxillardrüse bestimmter Ast. Aus einem ganz kurzen Truncus communis nun, der gerade nach aufwärts zieht, entspringt die Arteria maxillaris externa und die Fortsetzung der Carotis externa. Die Maxillaris externa selbst ist verhältnissmässig schwach, und zieht nach Abgate einiger mächtige Äste am vorderen Rande des starken Musculus masseter ins Gesicht. ä Kopfarterien der Mammalia. 747 Die Fortsetzung der Carotis externa zieht im Bogen nach hinten, gelangt in die Fossa retromandi- bularis und von hier aufwärts zum knorpeligen Gehörgang, gibt daselbst die beiden Arteriae auriculares ab und endigt als Arteria temporalis superfiialis. Von einer aus der Carotis externa abgehenden Arteria maxillaris interna kann absolut nicht die Rede sein, da sich kein Ast medial vom Unterkiefer nachweisen lässt. IH. Arteria carotisinterna: Wie schon erwähnt, entspringt dieses Gefäss in Form eines Truncus communis zusammen mit der Arteria oceipitalis und einigen für die Pharynxmuskeln bestimmten Ästen. Nach ganz kurzem Verlaufe gehen zuerst medialwärts die eben erwähnten Rami pharyngei ab und unmittelbar darüber entspringt die Arteria occipitalis, die ziemlich mächtig in typischer Weise in den Nacken zieht und sich daselbst in ihre Endäste auflöst. Die Arteria carotis interna zieht, an ihrer lateralen Seite von der soeben beschriebenen Arteria oceipitalis gekreuzt, aufwärts und gelangt ziemlich weit hinten und oben an die Bulla tympanica heran und tritt in dieselbe ein. Unmittelbar nach ihrem Eintritte spaltet sich die Arterie, an der medialen Wand der _ Paukenhöhle gelegen, in zwei Äste, von denen der eine, an Caliber schwächere über den unteren Abschnitt des Promontoriums hinwegziehend, medialwärts verschwindet, während der andere aufwärts biegt. Der erste Ast ist die Fortsetzung der Carotis interna, der zweite die Arteria stapedia. (Fig. 24.) a) Die Fortsetzung der Carotisinterna gelangt nun in der medialen Wand der Bulla weiter ziehend in die Spitze der Schläfenbeinpyramide und kommt im Sinus cavernosus medial vom Trigeminus an der Schädelinnenfläche zum Vorschein, perforirt hierauf die Dura und verläuft hier ein ziemlich langes Stück zur Seite der Sella turcica weiter, um sich nach Abgabe der Arteria ophtalmica in den Circu- lus arteriosus zu implantiren. b) Die Arteria stapedia biegt aufwärts, gelangt an den Stapes, zieht zwischen den beiden Schenkeln des Stapes hindurch und geht an der medialen oberen Paukenhöhlenwand nach vorne; hier theilt sich die Arterie in zwei Äste, Bis zu dieser Theilungsstelle liegt die Arteria stapedia vollkommen frei in der Paukenhöhle Die Theilung tritt derart ein, dass an der Fissura Glaseri selbst ein Ast des Ge- fässes in der Fortsetzung des Hauptstammes gerade aus nach vorne durch die Fissura Glaseri hindurch- zieht, währenddem der andere Ast, rechtwinkelig aufwärts ziehend, in der Decke des Cavum tympanicum lateralwärts verläuft, im hinteren Winkel der mittleren Schädelgrube subdural wird, nach vorne umbiegt unter Abgabe eines meningealen Ästchens, das subdural liegend gegen die Convexität des Schädels verläuft. Der die Fissura Glaseri durchbrechende Ast ist der Ramus inferior, der andere der Ramus superior der Arteria stapedia. 1. Der untere Ast des stapedialen Gefässes: Nachdem derselbe die Fissura Glaseri verlassen hat, gelangt er in den Canalis pterygoideus, der sehr kurz ist. Am vorderen Ende des Canales theilt sich das Gefäss derart, dass der eine Ast des Gefässes von hinten her den Nervus mandibularis umgreifend, an die laterale Seite des dritten Trigeminusastes gelangt und nun als Arteria alveolaris inferior mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer zieht, während der andere Ast medial vom dritten Trigeminusastes verbleibt. Dieser Ast gelangt nun zum zweiten Aste des Trigeminus und zieht mit dem Nervus infraorbitalis durch den gleichnamigen Canal ins Gesicht. Auf dem Wege dahin gibt er nebst der starken Arteria temporalis profunda und der Arteria bucco-labialis im hinteren Winkel der Orbita einen Ramus orbitalis ab, der theils die unteren Augenmuskeln versieht, theils aber als ein Ramus anastomoticus zum orbitalen Ende des oberen Astes der Arteria stapedia zieht. 2. Der obere Asi der Arteria stapedia, der in der schon beschriebenen Art und Weise unter Abgabe der Arteria meningea media nach vorne zieht, geht an der Seitenwand der mittleren Schädelgrube weiter und gelangt durch ein Loch zwischen den beiden Keilbeinflügeln in die Orbita. Hier anastomosirt dieses Gefäss, oberhalb des Opticus gelagert, einerseits mitder Arteria ophtalmica, andererseits durch den schon 94* 748 Julius Tandler, [früher beschriebene Ramus orbitalis mit dem Endstücke des unteren Astes der Arteria stapedia. Hierauf theilt sich die Arterie in die Arteria ethmoidalis, frontalis und lacrymalis. Die Verhältnisse stellten sich demnach in der Orbita derart, dass die Arteriae ciliares hauptsächlich von der schwachen Ophtalmica, die übrigen Gefässe der Augenhöhle hauptsächlich vom Ramus superior der Arteria stapedia und auch vom Ramus orbitalis beigestellt werden. Ausserdem existiren noch die eben beschriebenen Communicationen zwischen diesen drei Gefässen. Die Arteriae vertebrales ziehen unter Abgabe einer Reihe von Zweigen an die Nackenmuseulatur aufwärts, und vereinigen sich endlich am Clivus zur Arteria basilaris. Diese spaltet sich in die beiden Arteriae cerebri profundae, welche jede eine Communicans posterior abgibt. Die Carotis cerebralis theilt sich in die Cerebri media und anterior; diese beiden letzten sind durch die Arteria communicans anterior verbunden, so dass der Circulus arteriosus Willisii dieser Thiere vollkommen geschlossen erscheint. Talpa europaea. Die Arteria carotis communis theilt sich bereits tief unten am Halse in die Carotis interna und externa, von denen die erstere stärker ist als die letztere. l. Carotis externa. Diese entlässt sofort an ihrem Ursprunge die Arteria occipitalis, die ziemlich stark ist; an derselben Stelle zweigt die nach vorne ziehende schwache Arteria thyreoidea ab. Die Carotis zieht nun weiter ceranial- wärts und theilt sich etwas unterhalb des grossen Zungenbeinhornes in zwei Äste. Der medial gelegene ist die in die Zunge ziehende Arteria lingualis, währenddem der andere die Arteria maxillaris externa ist, die in typischer Weise vor dem M. masseter ins Gesicht gelangt. Eine sonstige Verzweigung der Carotis externa mit Ausnahme der Muskeläste war an den untersuchten Exemplaren nicht nachweisbar, so dass weder von einer aus der Carotis externa stammenden Maxillarisinterna, noch von einer Temporalis superficialis die Rede sein kann. ll. Arteria carotisinterna. Der Ursprung dieses Gefässes wurde schon beschrieben. Die Arterie zieht ceranialwärts und gelangt ziemlich weit hinten an die mediale Wand der ganz schwachen Bulla. In diese eingetreten, spaltet sich die Arterie sofort in zwei Äste: der eine, und zwar der schwächere, zieht über das nur wenig vorgebauchte Promontorium hinweg und erreicht die Spitze der Schläfenbeinpyramide, wo er in die Schädelhöhle durch- bricht. Es ist das die Fortsetzung der Carotis interna. Diese gelangt an die mediale Seite des Trigeminus und implantirt sich in den Circulus arteriosus. Über die Arteria ophtalmica kann ich nichts aussagen, da mir deren Injection an keinem Objec te gelang, Das aus der Carotis interna, wie schon erwähnt, sofort nach ihrem Durchbruch durch die Bulla ab- zweigende Gefäss ist die Arteria stapedia. Diese zieht zuerst zwischen den Stapesschenkeln durch, wendet sich hierauf nach vorne und spaltet sich typisch in den Ramus superior und inferior. Der Ramus inferior verlässt die Paukenhöhle in ihrem vorderen Winkel. Die Arterie ist von der Schädelhöhle aus nach Wegnahme der Dura mater sichtbar, so dass es den Anschein hat, wie es auch Hyrtl beschreibt, dass die Arterie in die Schädelhöhle eintritt und diese wieder durch das Foramen ovale verlässt. Trotzdem muss man wohl annehmen, dass die Arterie genau so verläuft wie bei Erinaceus europaeus da sich diese scheinbare Differenz, wie ich glaube, durch die Modification des Keilbeines, das an der Bildung der oberen und vorderen Paukenhöhlenwand betheiligt ist, ganz gut erklären lässt. Kopfarterien der Mammalia. 749 Die A. stapedia gelangt nun hinter dem dritten Aste des Trigeminus zum Vorschein und entlässt daselbst einen Zweig, der den Trigeminus von rückwärts umgreifend, an dessen iaterale Seite gelangt. Hier spaltet er sich in zwei Äste: der eine gelangt hinter dem Unterkieferköpfchen oberflächlich zum Vorschein und verhält sich im Übrigen wie die typische Arteria temporalis superficialis. Der andere Ast zieht mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer als Arteria alveolaris inferior. Der Hauptstamm aber bleibt medial vom dritten Trigeminusaste, gelangt zum Ramus secundus trigemini, mit dem er unter Abgabe des Ramus oreitalis und buccolabialis als Arteria infraorbitalis schnauzenwärts zieht. Der Ramus superior der Arteria stapedia gibt zuerst die Arteria meningea media und einen den Knochen perforirenden, zum Schläfemuskel verlaufenden Ast ab, biegt um und betritt die Orbita, deren mediale Wand er in ihrem hinteren Abschnitte durchsetzt. Er liefert die Ethmoidalis und Frontalis. Inwieweit er bei Bildung der Arteriae ciliares betheiligt sei, konnte ich nicht eruiren. Er scheint auch mit dem aus dem Ramus inferior kommenden Ramus orbitalis zu anastomosiren. Der Öirculus arteriosus ist genau so zusammengesetzt wie der von Erinaceus. Resume. Die Gefässverhältnisse dieser Thierclasse, bei welcher die embryonalen Zustände diesbezüglich ziemlich vollständig erhalten bleiben, gestalten sich demnach folgendermassen: Die Carotis interna ist gut entwickelt und erreicht den Circulus arteriosus. Sie verläuft, in die mediale Bullawand eingetreten, jeder Knochenhülle entblösst, frei über das Promontorium, und entlässt noch, inner- halb der Paukenhöhle gelegen, die Arteria stapedia. Schema Nr. 11. Erinaceus europeus. 0. y TEN ————_ p9 N . = N T.U FZ N n L No — Wr: A. N — A. st. G W Y ö / — Ci. Y Co C.e. Carotis externa. C. 1. >» interna. A.st. Arteria stapedia. r.s. Ramus superior. HN » inferior der Arteria stapedia. V.0. » orbitalis. O0. Arteria ophtalmica (die parallelen, aus ihr stammenden Arterien sind Ciliararterien) A.a. Arteria alveolaris inferior, hier von der Maxillaris interna primaria stammend. N. tr. III 11. Trigeminussast. 750 Julius Tandler, Die Carotis externa hatbei diesen Thieren nichtnur keinen Anschlussan die Maxillaris interna primaria behalten, sondern selbst hat einen Theil ihrer distalen Gefässverzweigung an jene abgegeben. Daher kommt es, dass bei Erinaceus die Arteria temporalis superficialis noch aus der Carotis externa stammt, während die Arteria alveolaris inferior von der Maxillaris interna primaria annectirt erscheint. Bei Talpa geht diese Rückbildung der Carotis externa noch weiter, da bei diesem Thiere nicht nur die Alveolaris inferior, sondern auch die oberflächliche Endausbreitung der Carotis externa, die Arteria temporalis superficialis, von dem stapedialen Gefässe übernommen wird. Es muss daher im Embryonalleben die Verbindung zwischen Carotis externa und stapedialem Gefässe eingetreten sein, welche später in dem der Carotis externa angehörenden Gebiete obliterirt ist (vgl. Schema). Die Arteria stapedia erscheint in allen ihren Theilen erhalten. Sowohl Ramus superior als Ramus inferior bleiben bei beiden von mir untersuchten Insectenfressern in ihrer ursprünglichen Aus- dehnung bestehen. Es existirt auch ein Ramus orbitalis, der von der Maxillaris interna primaria aus gehend, sich mit dem orbitalen Ende des Ramus superior einerseits, mit der Ophtalmica andererseits ver- bindet. Der Circulus arteriosus wird sowohl von den Vertebralarterien, als auch von den Carotiden beige- stellt. Bezüglich seiner Configuration schliesst er sich durch die geringe Ausbildung der Communicans posterior ziemlich enge dem der höheren Säugethiere an. Die Arteria ophtalmica ist zumindest bei Erinaccus gut entwickelt. X. Chiroptera. Pteropus edulis. Vespertilio murinus. Rhinolophus hipposideros. Die bisherigen Angaben über die arteriellen Schädelgefässe der Chiropteren sind ziemlich mangelhaft. In vieler Beziehung war ich nicht im Stande, die von mir gemachten Befunde mit dem bisher bekannten in Einklang zu bringen. Die ältesten mir zugänglichen Untersuchungen über das Gefässsystem dieser Thierclasse sind in der bereits des öfteren citirten Arbeit von Otto enthalten: »De animalium quorundam per hyemem dormentium vasis cephalieis.« In derselben beschreibt der Autor das Verhältniss der Arteria carotis externa und interna. Die letztere lässt er durch den Stapes hindurchtreten und sagt dann von diesem Gefässe wie folgt: »Cavum cranii ingressa, mox in duos dividitur ramos, exteriorem et interiorem. Ille major est et in sulco satis profundo retrorsum dirigitur; dat plures arterias meningeas, et tunc in Vespertilionibus huius terrae per foramen quoddam proprium, in Pteropode autem Capensi per canalem longum orbitam intrat. Denique misso ramulo quodam, in cavum cranii redeunte inque cribro ossis ethmoidei diviso, in oculi musculis et uti arteria supraorbitalis finitur; alter vero ramus exit per fissuram laceram anteriorem e cavo cranii, sed mox in hoc per foramen ovale recurrit, arteriolas dat parvas pro dura menyngea maiorem ramum ad eirculum Willisii, et postremo per fissuram orbitalem ad oculum dirigitur. « Bei den von mir untersuchten Pteropiden — im ganzen vier an der Zahl — liess sich absolut keine Übereinstimmung mit den von Otto gegebenen Befunden herstellen, so dass ich wohl annehmen muss, dass es sich hier vielleicht um Beobachtungsfelfller von Seite Otto’s handeln dürfte. Ich konnte nämlich weder den von ihm beschriebenen langen Canal des einen Astes finden, noch gelang es mir, ein Gefäss zu sehen, das durch das Foramen lacerum aus dem Schädel geht, durch das Foramen ovale in denselben zurückkehrt und sich mit dem Circulus Willisii verbindet. Dass er übrigens die Arteria carotis interna mit dem stapedialen Gefässe verwechselte, geht aus dem Schlusssatze des den Chiropteren gewidmeten Capitels seiner Arbeit hervor, der folgendermassen lautet: »Omnes mihi eandem auris et vasorum encephali con- ditionem, nec non arteriae carotidis cerebralis per stapedem decursum demonstraverunt.« Die zweite hier in Frage kommende Arbeit ist die von Hyrtl: »Vergleichend-anatomische Unter- suchungen über das innere Gehörorgan des Menschen und der Säugethiere.« Kopfarterien der Mammalia. 751 Im Capitel IV dieser Arbeit beschreibt Hyrtl des genaueren die Paukenhöhle der Chiropteren und sagt unter Anderem: »Über dem Promontorium verläuft bei Vespertilio, Noctilio, Plecotus, Phyllostoma, Mormoops und Taphazous eine Furche, nicht für den Jacobson’schen Nerven, sondern für ein später zu beschreibendes Blutgefäss, welches zwischen den Schenkeln des Steigbügels durchgeht. Bei den schwanzlosen Russetten fehlt sie.» In dem den Gefässen der Paukenhöhle gewidmeten Capitel kommt Hyrtl auch auf die Gefässe der Chiropteren zu sprechen und bemerkt daselbst, dass die von Otto gegebene Beschreibung mit seiner Unter- suchung nicht übereinstimme. »Das Gefäss, welches in die Paukenhöhle läuft, entspringt, mit der Arteria oceipitaiis vereinigt, aus dem Hauptstamme der Carotis, geht durch eine am inneren Rande der Bulla befind- liche Öffnung in die Paukenhöhle, nicht wie Otto angibt, durch die Membran, welche den Raum zwischen Paukenknochen und Felsenbein ausfüllt, läuft über das Promontorium zum Steigbügel und theilt sich vor ihm in zwei Zweige. 2 Der erste, welchen Otto ganz übergeht, dringt durch einen zwischen Felsenbein und Keilbeinkörper gelegenen Spalt in die Schädelhöhle, sendet eine kurze und feine Carotis cerebralis ab, geht mit dem zweiten Aste des fünften Paares zur Orbita und verliert sich als Arteria orbitalis.« Diesen letzteren zur Orbita ziehenden Ast konnte ich nicht nachweisen; ebenso war der von Hyrtl bei Vespertilio und Rhinolophus beschriebene Ramus anastomotieus zwischen Steigbügelgefäss und der Hinter- hauptarterie nicht auffindbar. Ausser diesen beiden Arbeiten wäre hier noch die von H. Beauregard, betitelt: »Recherches sur l’appa- reil auditif chez les Mammiferes«, im Journal de l’anatomie et de la physiologie, Bd. 29, erschienen, zu erwähnen. In derselben beschreibt der Autor — allerdings nur nebenbei — bei Besprechung der Canalis caroticus die Carotis interna, hauptsächlich in ihrem Verlaufe über die häutige Bulla, ohne auf die weiteren arteriellen Verhältnisse Rücksicht zu nehmen. Bezüglich meiner Untersuchungen wäre zu erwähnen, dass die hier gegebenen Beschreibungen von Rhinolophns hipposideros und Vespertilio murinus in ihrem Meritorischen dem Manuscripte des Prosectors unseres Institutes, Herrn Dr. Grosser, der über das Gefässsystem der Chiropteren arbeitet, entnommen sind. Für die Überlassung der entsprechenden Daten, deren Feststellung bei der Kleinheit der Thiere bedeutende Schwierigkeiten verursacht, sage ich meinem Collegen Dr. Grosser herzlichsten Dank. Pteropus edulis. Die Arteria carotis communis zieht astlos bis in die Höhe des Larynx, wo sie aus ihrer vorderen Wand die Arteria thyreoidea, aus ihrer hinteren Wand einen mässig starken Ast für den Musculus sterno- cleidomastoideus entlässt. Die Arterie zieht hierauf cranialwärts weiter und wird vom mächtigen Musculus biventer gedeckt und an derselben Stelle vom Nervus hypoglossus gekreuzt. Präparirt man den Biventer ab, so ergibt sich folgendes Verhältniss: Gerade an der Kreuzungsstelle mit dem Hypoglossus theilt sich das Gefäss in drei fast gleich starke Äste. Ganz nach vorne zieht zusammen mit dem Nervus hypoglossus die Arteria lingualis, die noch an ihrer Entstehungsstelle eine schwache Arteria laryngea abgibt. In der Fortsetzung des Hauptstammes zieht aufwärts die Arteria carotis externa, währenddem fast rechtwinkelig nach hinten die Arteria carotis interna abbiegt. 1. Die Arteria carotis externa: Diese Arterie gibt am oberen Rande des Biventer angelangt, nach vorne die Arteria maxillaris externa ab. Diese ist ziemlich schwach, entlässt die kleine Arteria submentalis ab und gelangt am vorderen Rande des NMasseter über den Unterkiefer ins Gesicht. 79 Julius Tandler, Die Carotis selbst zieht in der Fossa retromandibularis aufwärts, liegt hierauf zwischen hinterem Unter- kieferrand und Meatus auditorius externus und gibt hier nebst einigen Ästen an die Drüse und an die Museulatur die beiden Auriculararterien ab. Unmittelbar am Unterkieferköpfchen biegt sie medialwärts um und verschwindet als Arteria maxillaris interna hinter dem Unterkiefer. An der Biegungsstelle entlässt sie noch die ganz schwache Arteria temporalis superficialis und die etwas stärkere Transversa faciei. Arteria maxillaris interna: Nach einem ganz kurzen Verlaufe an der medialen Seite des Unterkiefers theilt sich diese Arterie in zwei Äste: Der eine Ast kommt lateral vom dritten Trigeminusast zu liegen und spaltet sich nach kurzem Verlaufe in die Arteria alveolaris inferior, die mit dem Nervus mandibularis in den Unterkiefer zieht und die Arteria temporalis profunda. Taf. VIII, Fig. 25. Der andere Ast, der den Hauptantheil des Gefässes bildet, zieht medialwärts, umgreift den dritten Trigeminusast von hinten und kommt an dessen mediale Seite zu liegen. Er tritt nun in einen Canal an der Schädelbasis, durchzieht ihn und gesellt sich zum zweiten Aste des Trigeminus. An dieser Stelle wäre zu bemerken, dass dieser Canalis pterygoideus in seiner oberen Wand vollkommen defect ist, also am macerirten Objecte nur eine Knochenrinne an der Schädelbasis vorstellt, die intra vitam zum Canal ergänzt wird. Am injieirten Objecte ist daher dieser Antheil der Arterie von der eröffneten Schädelbasis durch die Dura mater hindurch sichtbar. (Ich möchte diesen Canal für das Analogon des Canalis pterygoideus der anderen Thiere halten, da er einerseits noch der Pars pterygoidea angehört, andererseits dasselbe Stück der Arteria maxillaris interna beherbergt, das bei anderen Thieren zweifellos durch den Canalis pterygoideus zieht.) Bevor die Arterie diesen Canal betritt, gibt sie einen kleinen Ast nach rückwärts ab, der durch die bei diesen Thieren weit offen bleibende Fissura Glaseri zieht, noch schnauzenwärts vom Stapes, also im vorderen oberen Winkel der Paukenhöhle nach aufwärts umbiegt, das Tegmen tympani durchbricht und zur Arteria meningea media wird. Dort wo die Arteria maxillaris interna den Canalis pterygoideus verlässt undan die untere membranöse Wand der Orbita gelangt, theilt sie sich in zwei Hauptäste: Der eine zieht, die Richtung des Stammes beibehaltend, mit dem zweiten Aste des Trigeminus durch den kurzen Canalis infraorbitalis und gelangt als Arteria infraorbitalis ins Gesicht. Auf dem Wege dahin gibt dieses Gefäss die Arterien für den Gaumen und die Nasenhöhle nebst der Arteria buccolabialis ab. Der zweite Ast repräsentirt den Ramus orbitalis; er gelangt im hinteren Abschnitte der Orbita, die membranöse untere Wand derselben durchsetzend, unter Abgabe einer Reihe von Zweigen an die untere Augenmusculatur über den Opticus hinweg, und spaltet sich, oberhalb desselben gelegen, nachdem er Rami museulares an die oberen Augenmuskeln abgegeben hat, in die Arteria frontalis lacrymalis und ethmoidalis. Er zeigt auch eine Anastomose mit der schwachen Arteria ophtalmica und hilft auf diese Weise die Arteriae ciliares bilden. Die bisher beschriebenen Gefässverhältnisse sind — wie das beifolgende Schema Nr. 12 zeigt — auf folgende Weise zu erklären: Die Arteria maxillaris interna besteht aus zwei Stücken, von denen das eine, umfassend die Arteriae temporalis profunda und Alveolaris inferior, dem Gefässgebiete der Carotis externa angehört. Es liegt auch lateral vom dritten Trigeminusaste. Der Abschnitt, welcher den dritten Trigeminusast von rückwärts umgreift, ist der Communicationsast zwischen dem distalen Abschnitte der Arteria stapedia und demEndaste der Arteria carotis externa. Der zweite Abschnitt der Carotis externa, der medial vom dritten Trigeminusaste liegt, gehört schon dem stapedialen Gefässe an, das bei diesen Thieren derart erhalten bleibt, dass von der Theilungsstelle in Ramus superior und inferior distal das Gefäss persistirt, während sein proximaler Abschnitt bis zu seinem Ursprunge aus Carotis interna zu Grunde geht. Kopfarterien der Mammalia. 799 Die Arteria meningea media ist zusammengesetzt aus einem Stücke des Ramus inferior und einem Stücke des Ramus superior der Arteria stapedia und dem distal, aus der auch sonst aus dem Ramus superior entspringenden meningealen Ramification. Schema Nr. 12. Pteropus edulis. 0. Tn5% A.m. F; BR: —_ ; Zur < 1 Fr NT gunananıauussun Ast N Mind. ae. \ \\ 6.1 GE C.e. Carotis externa. (83% » interna. A.st. Arteria stapedia r.i. Ramus inferior. Y88 » superior Arteriae stapediae. 7.0: » orbitalis. 0. Arteria ophtalmica. A. m. » meningea media. N.tr. III Ill. Trigeminusast. Die durchbrochene Stelle vor dem Nerven bedeutet den Durchtritt der Arterie durch den Canalis pterygoideus. Der Ramus orbitalis verbindet auch hier, wie des Öfteren beschrieben, die Arteria maxillaris interna und den Ramus superior der Arteria stapedia; die oberen orbitalen Gefässe entsprechen dem distalen Ende der Arteria stapedia. 2. Arteria carotis interna: An der Ursprungsstelle dieses Gefässes entsteht in dem Winkel zwischen ihm selbst und der Carotis externa eine ganz schwacheArteria occipitalis, welche die Carotis interna lateralwärts kreuzend nacken- wärts zieht und hier sofort endet. Die Arteria carotis interna selbst zieht vom Nervus caroticus des Sympathicus begleitet, gegen die Schädelbasis. Hier erreicht das Gefäss die untere häutige Wand des Cavum tympanicum, biegt an derselben medialwärts, von unten her vollkommen frei zugängig, um und gelangt auf diese Weise bis an die Schläfenbeinspitze. Nun wendet sich das Gefäss plötzlich aufwärts und gelangt in das Schädelinnere, wo es in einer seichten Furche zur Seite der flachen Sella tureica nach vorne verläuft. Im Ganzen ist die Arteria carotis interna schwächer als die Carotis externa. Das Gefäss verlässt ziemlich weit vorne media vom Trigeminus den Sinus cavernosus und implantirt sich im Circulus arteriosus. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 95 754 Julius Tandler, Die Arteriae vertebrales sind sehr stark und vereinigen sich zur Arteria basilaris, die sich am vorderen Ende des Clivus in die beiden mächtigen Arteriae communicantes posteriores spaltet. Diese sind so stark, dass die Arteria cerebri posteriorals ein Seitenzweig derselben erscheint, ziehen längs der Sella turcica nach vorne und nehmen die Arteria carotis interna auf. Ein Stück vor der Mündunsgsstelle dieses Gefässes zweigt aus dem Circulus die schwache Arteria ophtalmica ab, hierauf theilen sich die Communicantes in die Arteriae fossae Sylvii und Arteriae corporis callosi, von denen die beiden letzteren mit einander in Verbindung stehen. Die Thiere haben also einen vollkommen geschlossenen Circulus arteriosus, der in seinen Verhält- nissen denen der Halbaffen am nächsten steht. Vespertilio murinus. Bei diesem Thiere theilt sich die Arteria carotis communis am medialen Winkel des Musculus digastricus in eine schwächere Arteria carotis interna und eine stärkere Carotis externa. I. Arteria carotis externa: Diese verschwindet unter dem Musculus biventer, wird vom Nervus hypoglossus lateral gekreuzt und gibt an dieser Stelle die Arteria thyreoidea und lingualis ab. Unmittelbar darauf erfolgt die Auftheilung des Gefässes in seine Endäste: Zunächst entspringt hier ein Gefäss, welches sich dem lateralen Rande der Bulla anschmiegt und hinter dem Ohre in Äste für das äussere Ohr, die Parotis und den hinteren Abschnitt des Musculus temporalis zerfällt (Arteria auricularis posterior). Des weiteren entwickelt sich hier aus der Carotis: eine Arterie für die Glandula submaxillaris, die Arteria maxillaris externa und interna. Die Arteria maxillaris externa zieht dem unteren und vorderen Rande des Masseter entlang in den Gesichtsbereich. Die Arteria maxillaris interna, der stärkste Endast der Arteria carotis externa, schlingt sich um das Unterkieferköpfchen und gibt zunächst eine Arteria alveolaris inferior ab, die lateral vom Nervus mandi- bularis gelegen, mit diesem in den Unterkiefer eintritt; dann eine starke Arteria temporalis profunda, welche das Hauptgefäss des starken Musculus temporalis ist. Der Hauptstamm der Arteria maxillaris interna wendet sich nun medialwärts, zieht medial vom Trigeminus (dritter Ast) vorbei und gibt hier einen Ast ab, der theils als Arteria buccolabialis am Musculus buceinatorius, theils in der Haut des äusseren Augenwinkels endet. Dann theilt sich das Gefäss in zwei Arterien, die stärkere laterale begibt sich mit dem zweiten Aste des Trigeminus in den Canalis infraorbitalis, während der mediale Ast sich zum ersten Aste des Trigeminus gesellt, die Arteria lacrymalis abgibt und sich dann dem Nervus opticus anschliesst, Ramus orbitalis. Hier zerfällt er in einige Arteriae ciliares und in die Arteria nervi optici. Il. Arteria carotis interna: Diese entsendet zunächst eine Arteria sterno-cleido-mastoidea, dann eine Arteria occipitalis, die sich caudal vom Processus mastoideus an die Nackenmusculatur begibt, und eine Arterie für den Pharynx. Nun tritt das Gefäss zwischen Bulla und Schneckenkapsel in die Paukenhöhle ein und verlauft unter der Schleimhaut über das Promontorium. Knapp oberhalb desselben wendet es sich nach vorne und innen gegen den medialen Winkel der Paukenhöhle, tritt in die Schädelhöhle ein und verbindet sich mit der Arteria communicans posterior. Dieser letzte Theil der Arteria carotis interna ist ein sehr schwaches Gefäss, denn an ihrer Umbiegungs- stelle am Promontorium hat sie die starke Arteria stapedia abgegeben. Diese erscheint als directe Fortsetzung der Carotis, zieht durch den Stapes, durchsetzt das Pauken- höhlendach und theilt sich, immer subdural bleibend, in zwei Äste, von denen der eine die Arteria meningea media bildet, während der andere. nach vorne ‚zieht und unter Abgabe einer Arteria Pa” Kopfarterien der Mammalia. Nas ethmoidalis wieder den Knochen durchbohrt und als Arteria frontalis am oberen Augenwinkel endigt. Die arteriellen Verhältnisse gestalten sich wie das beigefügte Schema zeigt folgendermassen: Schema Nr. 13. Vespertilio murirnus. ee N.tr.I. C.e. Carotis externa. Ci. » interna. A.st. Arteria stapedia. r.s. Ramus superior. Hd. » inferior Arteriae stapediae. r.0. » orbitalis. o. Arteria ophtalmica. A. m. » meningea media. N.tr. III Ill. Trigeminusast. Die Carotis externa liefert die Arteria maxillaris interna, die hinter dem dritten Trigeminusaste in zwei Theile zerfällt, von denen der lateraleals die Fortsetzung der Carotis externa, der mediale als der distale Abschnitt des Ramus inferior der Arteria stapedia erscheint. Die Verbindung aber mit dem proximalen Abschnitte ist zu Grunde gegangen. Der Ramus orbitalis ist sehr stark geworden, und hat auch das distale Gebiet der Arteria ophtalmica annectirt; diese selbst ist vollkommen verschwunden. Der Ramus superior der Arteria stapedia endet als Arteria frontalis. Die Arteriae vertebrales sind sehr stark und verbinden sich zur Arteria basilaris. Diese zerfällt in zwei Arteriae cerebri posteriores, die Hauptgefässe des Gehirnes. Wie schon erwähnt, geben diese schwache Communicantes posteriores ab, die sich mit den inneren Carotiden verbinden, um als Arteriae fossae Sylvii und cerebri anteriores zu endigen. Den Hirngefässen fehlt jederZusammenhang mit denen der Orbita. Bei einem Embryo von 9 mm: Scheitelsteisslänge finden wir eine gut entwickelte Arteria carotis interna und Arteria stapedia; die Arteria centralis retinae entspringt noch vom intracra- nialen Theile der Carotisinterna. 750 Julius Tandler, Rhinolophus hipposideros. Die Arteria carotis communis theilt sich am Innenrande des Musculus digastricus in die Arteria carotis externa und interna. l. Die Arteria carotis externa: Diese gibt die Arteria thyreoidea, lingualis, maxillaris externa und auricularis posterior ab und endigt als Arteria maxillaris interna. Diese entsendet zunächst medial vom Unterkieferköpfchen angelangt die Arteria alveolaris inferior. Nun macht sie aber nicht die bei Vespertilio beschriebene scharfe Biegung gegen die Medianebene, sondern bleibt demUnterkiefer angeschlossen lateral vom Trigeminus. Auf diesen Wege gibt sie zahlreiche Zweige an die Kaumuseulatur ab und spaltet sich schliesslich in zwei Endäste, deren einer sich als Arteria infraorbitalis von der lateralen Seite her dem zweiten Trigeminusaste anschliesst und einen Ast in die Nasenhöhle entsendet, während der andere Ast sich im lateralen Theile der Orbita verzweigt. (Ramus orbitalis). Dieser gibt auch die Arteria nervi optici ab; doch scheint dieses Verhältniss zu variiren, da die Arteria nervi optici in manchen Fällen auch früher von der Arteria maxillaris interna abgehen und einen längeren selbstständigen Verlauf haben kann. ö Il. Carotis interna: Diese gibt die Arteria occipitalis für die Nackenmusculatur ab und zieht hierauf über das Schneckengehäuse, dessen hinterer Theil frei an der unteren Fläche der Schädelbasis liegt, in die Pauken- Pe höhle. Hier setzt sie sich in die Arteria stapedia fort. Von dem über das Promontorium weiter in die Schädelhöhle laufenden Theile ist, wie die mikro- skopische Untersuchung zeigt, nur ein obliterirter submucös verlaufender Strang übrig geblieben. Die Arteria stapedia zieht durch den Stapes und verhält sich im Übrigen so wie bei Vespertilio, ihr Ramus inferior aber ist auch in seinem distalen Abschnitte bis weit nach vorne zu Grunde gegangen, wodurch das Lateralbleiben der Arteria maxillaris interna in Bezug auf den Trigeminus zu erklären wäre. Der Ramus superior der Arteria stapedia gibt an typischer Stelle die Meningea media ab und endet als Arteria frontalis in der Orbita. Dem Gehirne wird das Blut ausschliesslich durch die starke Arteria vertebralis zugeführt. Wieder ist die Arteria cerebri posterior das Hauptgefäss für das Grosshirn. Die Arteria ophtalmica als Ast der Carotis int. ist vollständig verschwunden. Resume. Bei dieser Thierclasse, welche sich bezüglich ihrer Schädelarterien ziemlich gut an die der Insectivoren anschliessen lässt, machen sich eine Reihe secundärer Veränderungen geltend. Dies zeigt sich sofort bei der Betrachtung der Arteria carotis interna. Während Pferopus und Vespertilio eine gut ausgebildete Carotis interna besitzen, welche mit dem Circulus im Zusammenhange steht, geht das distal von der Stapedia gelegene Stück der Arterie bei Rhino- lophus vollständig zu Grunde, so dass die Carotis interna dieses Thieres den Zusammenhang mit dem Gehirne vollständig aufgibt. Bei Vespertilio ist die Arteria carotisinterna selbst, bei Rhinolophus ihr Rudiment in ihrem Verlaufe über das Promontorium deutlich verfolgbar. . Bei Pferopus edulis, wo die untere Wand des Cavum tympani noch häutig ist und die Schläfenbein- spitze noch freiliegt, bleibt die Arteria carotis interna bis zu ihrer Perforationsstelle von unten her frei. zugänglich. Die Arteria carotis externa schliesst bei allen drei Thieren an die Maxillaris interna primaria an, jedoch derart, dass bei Pferopus und bei Vespertilio dieser Anschluss hinter dem dritten Trigeminusaste, Kopfarterien der Mammalia. TON. bei Rhinolophus vor demselben erfolgt; daher liegt auch die Arteria maxillaris interna bei den ersten zwei genannten Handflüglern medial, bei letzteren lateral vom dritten Trigeminusaste. Die beiden Abschnitte der Maxillaris interna, nämlich der der Carotis externa angehörende, und der aus dem stapediäalen Gefässe stammende, sowie das Verbindungsstück hinter dem dritten Trigeminusaste sind bei Pferopus und Vespertilio von einander deutlich differenzirt, speciell aber bei dem ersteren, da hier noch ein Theil des proximalen Abschnittes der Arteria stapedia erhalten bleibt (vgl. Schema Nr. 12 und Fig. 25). Von der Arteria stapedia (Maxillaris interna primaria) persistiren verschieden grosse Abschnitte bei den einzelnen Chiropteren. Der Ramus inferior erhält sich in seinem die Maxillaris interna beistellenden Bezirke bei den verschie- denen Fledermäusen. Bei Pteropus wie erwähnt, noch etwas weiter nach rückwärts bis zum Abgange des Ramus superior. Dafür gehigbei diesem Thiere der proximale Abschnitt vollständig zu Grunde, während er bei Vespertilio und Rhinolophus in seinem Zusammenhange mit dem Ramus superior erhalten bleibt. Von diesem Ramus ‚superior behält Pferopus nur das orbitale Stück, das mit dem Ramus orbitalis der Maxillaris interna und der Ophtalmica in Communication tritt. Der Circulus arteriosus ist bei Vespertilio und bei Pferopus vollständig geschlossen und wird von der Vertebralis und von der Carotis versorgt. Bei Rhinolophus ist die Vertebralis durch Rückbildung der Carotis das einzige Gehirngefäss. Parallel der starken Entwicklung der Arteriae vertebrales ist die Communicans posterior so stark ent- wickelt, dass die Profunda cerebri und Cerebri media als Seitenzweige dieser Arterie erscheinen. Bei Pteropus edulis ist die Ophtalmica ziemlich gut entwickelt und an der Versorgung der Orbita 3 betheiligt. Die Rückbildung geht aber bei den anderen Vertretern so weit, dass diese Arterie vollkommen verschwindet und sogar die Arteria nervi optici an den Ramus orbitalis abgibt. XI. Prosimiae. Chiromys madagascariensis. Lemur varius. Stenops gracilis. Otolicnus crassicaudatus. Eine Literatur über die Schädelarterien der Halbaffen existirt überhaupt nicht, nicht einmal in Form zerstreuter Andeutungen, wenigstens habe ich trotz eifrigen Suchens nichts nennenswertes gefunden. Hyrtl beschreibt wohl die Wundernetze an den Extremitäten von Lemur und Otolicnus, scheint aber die Schädelgefässe nie injicirt oder zumindest nicht beschrieben zu haben. (Neue Wundernetze und Geflechte bei Vögeln und Säugethieren v. Hyrtl, Denkschriften der k. k. Akademie der Wissenschaften zu Wien 1863.) In seiner Monographie «Vergleichend anatomische Untersuchungen über das innere Gehörorgan des Menschen und der Säugethiere» widmet Hyrtl den Verhältnissen der Bulla tympanica und des Mittelohres R zwar ein ganzes Capitel, erwähnt aber weder hier noch in einem späteren Capitel über die Gefässe der - Paukenhöhle mit einem Worte das stapediale Gefäss oder die Carotis interna bei den Lemuren. Es scheint ihm dies vollkommen entgangen zu sein. Er schreibt vielmehr ausdrücklich: «Der Canalis caroticus geht nicht mehr durch die Paukenhöhle», etwas, das wohl für Stenops und Otolicnus, nicht aber, wie wir sehen werden, für Chiromys und Lemur silt. > Bei meinen Untersuchungen über diese Thierclasse gewann ich überhaupt den Eindruck, dass sich zumindest in Bezug auf die Schädelarterien innerhalb dieser Ordnung zwei Gruppen von einander streng abgrenzen lassen. Die eine schliesst sich mehr den Nagern an, das ist Chiromys und die Lemuren, die andere - den Affen. Wirfinden daher bei der ersteren der Persistenz des stapedialen Gefässes, die Rückbildung der Carotis interna und das Überwiegen der Vertebralis, bei den letzteren hingegen vollkommene Rückbildung des ‚stapedialen Gefässes und Prävalenz der Carotis interna. Ja bezüglich der Lage der Carotis zur Bullawand 758 Julius Tandler, bei Otolicnus finden sich leicht nachweisbare Anklänge an die Verhältnisse bei den Chiropteren. In wie weit diese Verhältnisse als Resultate der phylogenetischen Beziehungen oder als Convergenzbildungen an- zusehen sind, ist natürlich nicht zu unterscheiden. Ich habe im ganzen, Stenops, Otolicnus und Lemur selbst untersucht und glaube damit wohl die wichtigsten Vertreter dieser Thierclasse kennen gelernt zu haben. Dazu kommt noch die Beschreibung von Chiromys madagascariensis, die ich grösstentheils dem Manuscripte der gleichzeitig erscheinenden Monographie über dieses Thier von meinem Chef Professor Zuckerkandl entnommen habe. Chiromys madagascariensis. (Aus der gleichzeitig erscheinenden Monographie dieses Thieres von Professor Zuckerkandl.) Der Stamm der gemeinschaftlichen Carotis verläuft bis gegen die Schilddrüse als gerades Rohr auf- wärts, biegt hierauf medianwärts bis an den Musculus biventer ab, wo die Arteria maxillo-lingualis abzweigt. Nach Abgabe dieses Truncus communis wendet sich das Gefässrohr nach hinten zur Fossa retromandibularis, tritt in diese Grube ein und steigt nach Absendung der Arteria auricularis posterior gegen das Kiefergelenk empor, um sich hier in ihre Endäste, die A. temporalis und maxillaris interna, zu spalten. Von einer Theilung der Carotis communis in eine Carotis interna und externa wie beim Menschen kann bei Chiromys nicht die Rede sein, denn die Carotis cerebralis ist rudimentär und erscheint als ein untergeordneter Ast des Stammes, der in seinem Laufe gegen den Kopf von Strecke zu Strecke Gefässe entlässt. Zu diesen gehören: An der medialen Seite des Stammes: 1. Die Arteria laryngea inferior. 2. Die Arteria thyreoidea, welche gegenüber der Schilddrüse abzweigt. 3. Ein Truncus communis für die Arteriae maxillaris externa und lingualis. Die Abzweigungsstelle der- selben findet sich oberhalb der Kreuzung des Carotis-Stammes mit dem Musculus digastricus in der Fossa submaxillaris. a) Die Maxillaris externa liegt nicht wie beim Menschen in einer Rinne der Drüse, sondern oberhalb derselben. Ein starker Zweig der Arterie dringt in die Drüse ein. Hierauf schlägt sich der Stamm in typischer Weise um den Unterkiefer und gelangt in das Gesicht; b) Die Arteria lingualis, welche bedeckt vom Musculus hyo-glossus zur Zunge zieht. Von der lateralen Seite des Carotis-Stammes zweigen ab: 4. Die Arteria carotis interna; ihre Beschreibung folgt später. 5. Die Arteria occipitalis, welche oberhalb der Carotis interna abgeht; das Gefäss quert die hintere Wand der Vena jugularis interna und setzt hierauf über den Querfortsatz des Atlas und den Musculus rectus capitis lat. hinweg. Die Fortsetzung des Stammes der Carotis externa gibt in der Fossa retromandibularis ab: 6. Die Arteria auricularis posterior, welche entsprechend der Grösse des äusseren Ohres ein starkes Gefäss darstellt, und spaltet sich hierauf in die Arteria temporalis und maxillaris interna. 7. Die Arteria temporalis. 8. Die Arteria maxillaris interna verhält sich in Bezug auf ihre Topik wie beim Menschen. Das Gefäss gelangt von der medialen Seite des Unterkiefer-Halses, wo es zwischen diesem und dem Musculus pterygoideus steckt, in die Unterschläfengrube, zieht hierauf gegen die Tuberositas maxillaris medialwärts und spaltet sich an seinem Ende in zwei fast gleich starke Zweige in die Arteria infraorbitalis und die Arteria spheno-palatina. a) Die Arteria infraorbitalis repräsentirt ein kräftig entwickeltes Gefäss, das mit dem Nervus infraorbitalis gesichtswärts zieht. b) Die Arteria spheno-palatina verzweigt sich als Arteria nasalis posterior, Arteria septi narium und palatina descendens. Astfolge der Arteria carotisinterna. Kopfarterien der Mammalia. 759 Wie wir gesehen haben, zweigt an der typischen Stelle des Carotis-Stammes die Carotis interna ab; sie liegt an der medialen Seite der Vena jugularis interna und entsendet, ehe sie den Schädelgrund erreicht, zwei Äste; einen an der Kreuzungstelle des Musculus digastricus für den hinteren Bauch dieses Muskels und höher oben einen zweiten, welcher mit dem Nervus vagus in die Schädelhöhle zieht und als hintere Meningealarterie endet. Das extracranielle Stück der Carotis interna zeigt eine Länge von zwei cm, seine obere Hälfte läuft über die Bulla tympanica und zwar an der Grenze der medialen und lateralen Wand nach oben und tritt durch eine, höchst wahrscheinlich der Bulla tympanica angehörende 3 mm unter den Foramen stylo-mastoi- deum gelegene Öffnung von hinten her in die Paukenhöhle ein. Die Arterie legt sich hierauf ventral von der Fenestra rotunda auf den hinteren Theil des Schnecken- wulstes, beschreibt hier eine kleine Biegung, welche einen sagittal über den Schneckenwulst nasalwärts ziehenden feinen Ast entsendet. Der Stamm selbst wendet sich nach oben gegen den Steigbügel, passiert dessen Lücke, dieselbe ganz ausfüllend, biegt cranial von diesem Knöchelchen nach vorne ab, durchsetzt den übrigen Theil der Paukenhöhle und verlässt dieselbe durch eine in ihrem oberen, medialen Winkel gelegene Lücke. Das Gefäss durchsetzt hierauf, subdural gelagert, die mittlere Schädelgrube und endigt in der Orbita. Ich bezeichne das die Stapes-Lückepassierende Gefäss als Arteria stapedia, den zarten nach vorne verlaufenden Ast als Schläfenbeinantheil der Carotis interna. Die Richtigkeit der letztern Angabe geht schon daraus zu Genüge hervor, dass diese Arterie in Begleitung des Nervus caroticus ihren Weg nimmt. Oberhalb des Stapes steckt die Steigbügelarterie, in einem dünnwandigen, an der caudalen Seite des Nervus facialis befindlichen Knochencanal, der neben dem Steigbügel beginnt, und an der Mündungsstelle des Canales gegen die mittlere Schädelgrube endet. Sobald die Arteria stapedia die mittlere Schädelgrube betreten hat, entsendet sie eine kräftige Arteria meningea media, die in Begleitung einer Vene, direct in die Substanz des Schläfenbeines tritt, und die beim Menschen die aus der Maxillaris interna entspringende Meningea media ersetzt. Der Ramus superior arteriae stapediae selbst bettet sich in eine breite Furche am Boden der mittleren Schädelgrube, zieht von zwei Venen flankiert nach vorne, durchsetzt die laterale Wand des im kleinen Keilbeinflügel befindlichen pneumatischen Raumes und gelangt in den hinteren Winkel der Augen- höhle. Hier anastomosiert dieses Gefäss mit der Arteria ophthalmica. Vor dieser Anastomose schickt sie noch einen Ast dem Schläfenmuskel zu; eine Verbindung zwischen diesem Aste und der Maxillaris interna war nicht nachweisbar. Die Arteria o phtalmica spaltet sich in zwei gleich starke Äste, einen oberflächlichen und einen tiefen Der oberflächliche verbindet sich wie gesagt, mit der Arteria stapedia, und bildet mit dieser die Arteria acrymalis, frontalis und ethmoidalis. Der tiefe Ast bildet die Ciliar-Arterien. Die Pars tympanica der Arteria carotis interna wurde bisher nur in ihrem Verlaufe über den Schneckenwulst beschrieben. Dieselbe setzt, sagittal eingestellt, über den genannten Vorsprung hinweg, und verlässt durch eine enge, schlitzförmige, medial vom Quintus gelegene Lücke der Felsenbeinspitze (obere Mündung des Canalis caroticus) das Cavum tympanicum. Nun liegt das zarte Gefäss im Sinus cavernosus, durcheilt denselben, an der medialen Seite des Nervus abducens gelagert, biegt, nachdem es den Sinus cavernosus verlassen nach hinten um, und mündet scheinbar in die Arteria communicans posterior. Der nach hinten abbiegende Theil der Carotis interna ist viel stärker als der im Sinus cavernosus befindliche Antheil des Gefässes. Gerade an der Biegungsstelle zweigt die Arteria ophthalmica ab.Die Gefässformation macht aus diesem Grunde den Eindruck, als würde die Ophthal- mica von der Arteria communicansposterior abgehen, und der zarte Theil der Carotis interna in die Ophthal- mica münden. Die Arteriae vertebrales sind sehr kräftig entwickelt und vereinigen sich am hinteren Rande der Brücke zur starken Arteria basilaris. Diese theilt sich in die beiden mächtigen Communicantes posteriores, welche nach vorne ziehen. Die Arteria cerebri posterior sowie die Cerebelli anterior superior, 760 Julius Tandler, erscheinen einfach als Seitenzweige dieser mächtigen Arterie. An der Fossa Sylvii angelangt, spaltet sie sich in die Arteria cerebri media und die schwache cerebri anterior. Die beiden letzteren vereinigen sich untereinander und schliessen auf diese Weise den Circulus arteriosus ab. Bevor die ArteriaCommunicans posterior in die Arteria cerebri anterior und media zerfällt, mündet in sie die Arterıa carotisinterna und zwar, wie schon beschrieben, in das seit der Abgabe der Ophthalmica mächtigere Stück der Arterie. Man muss wohl annehmen, dass im obersten Abschnitt der Carotis interna das Blut aus der Arteria cerebri posterior kommend, gegen die Ophthalmica caudalwärts und nicht wie sonst cranialwärts fliesst, so dass das Stück zwischen Mündungsstelle und Ophthalmiea wohl morphologisch der Carotis interna zugehörigangesprochen werden muss,functionell aber als Anfangsstück der Arteria ophthalmica zu betrachten wäre. Aus alldem ergibt sich, dass Chiromys J.einein ihrer ganzen Länge erhaltene Arteria carotis interna, Il. ein stapediales Gefäss besitzt, III. dass der gesammte Gehirnkreislauf von den Arteriae vertebrales annectiert wurde, Ad I. Die Carotis interna besteht aus folgenden Stücken: a) aus dem Halsstück bis zum Eintritt in die Bulla; b) aus dem Paukenhöhlenstück, das die Arteria stapedia abgibt; c) aus dem im Sinus cavernosus liegenden Stücke; d) aus demStücke zwischen demUrsprung der Arteria ophthalmica und der Mündung der Communicans posterior. Das Halsstück der Arteria Carotis interna ist am mächtigsten, da es noch das der Arteria stapedia zu- gehörende Blut führt. Von den Caliberverhältnissen der Arterie ist bei ihrer Eintheilung und ihrem Nachweise vollkommen abgesehen, da ja Stärke oder Schwäche eines Gefässes in Bezug auf seine Morphologie irre- levant erscheint. Ad II. Die Arteria stapedia dieses Thieres bleibt zeitlebens abschnittsweise erhalten. Ihr distaler Theil tritt aber mit der Arteria maxillaris interna direct in Verbindung und verliert die ursprüngliche Communi- cation mit dem Muttergefässe. Im übrigen werden wir ja noch auf die Verhältnisse des stapedialen Gefässes gelegentlich der zu- sammenfassenden Besprechung desselben zurückkommen. Lemur varius. Die Arteria carotis communis zieht astlos am Halse hinauf bis in die Höhe des Larynx, wo sie die schwache Arteria thyreoidea abgibt.Unmittelbar darüber entspringen aus der Carotis drei Äste, während der Stamm seinen Weg gegen den Unterkieferwinkel fortsetzt. Die Ursprungsstelle deckt sich mit der Kreuzungs- stelle des Musculus biventer. Von einer candelaberartigen Theilung in eine Carotis externa und interna ist nichts nachweisbar. Die drei vorhin erwähnten Arterien sind folgende: I. Die Arteria oceipitalis. II. Die Arteria carotisinterna. . III. Die schwache Arteria pharyngea ascendens. Ad 1. Die Arteria occipitalis ist ziemlich stark, nimmt den typischen Verlauf und vertheilt sich in der Nackenmuseculatur und am Oceiput. Ad ll. Die Arteria carotis interna soll späterhin im Zusammenhange beschrieben werden. Kopfarterien der Mammalia. 761 Ad III. Die Arteria pharyngea ascendens verläuft an der hinteren Pharynxwand bis gegen die Schädel- basis aufwärts. Der Stamm der Carotis externa zieht, wie bemerkt, cranialwärts weiter, gibt am oberen Rande die des Biventer die Arteria lingualis, unmittelbar darüber die Arteria maxillarisexterna ab, kommt in Fossa retromandibularis ziemlich tief medialwärts zu liegen und gelangt bis in die Höhe des Unterkiefer- winkels. Nun beschreibt das Gefäss einen nach hinten und oben convexen Bogen, schmiegt sich an den Gehörgangknorpel und gibt an dieser Stelle, nenst einigen Ästen an die Parotis und den Masseter der Reihe nach die Arteriae auricularis posterior, anterior und temporalis superficialis ab. Hierauf verschwindet das Gefäss als Arteria maxillaris interna medial vom Unterkieferhälschen. Die vorhin erwähnte Arteria lingualis zieht in die Zunge, die Arteria maxillaris externa gelangt über den Rand des Unterkiefers sich hinaufschwingend ins Gesicht. - Die Maxillaris interna zieht wie beim Menschen zwischen Pterygoideus internus und externus hin- durch nach vorne, gibt die Arteria alveolaris inferior ab und gelangt in die Unterschläfengrube. Hier zweigt von ihr der mächtiger, später noch zu erwähnende Ramus orbitalis zum stapedialen Gefässe ab, hierauf theilt sich die Arteria maxillaris interna in ihre beiden Endäste, in die Arteria sphenopalatina, die in die Nase zieht und in die Arteria infraorbitalis, die mit dem II. Trigeminusaste ins Gesicht zieht. Eine Arteria meningea media geht von der Maxillaris interna nicht ab. II. Die Arteria carotisinterna: Dieses Gefäss, dessen Abgangsweise von der Carotis communis schon beschrieben wurde, zieht gerade cranialwärts und gelangt an die hintere Wand der mächtigen Bulla, zieht an dieser entlang und tritt in die Bulla selbst erst hoch oben, knapp unterhalb des Austrittes des Facialis ein. Am skeletierten Objecte, bei dem die Nähte noch erhalten sind, sieht man ganz deutlich, dass dieser Canal der Bulla tympanica selbst angehört. Das Gefäss. gelangt jetzt in die Paukenhöhle und theilt sich in einem knöchernen Riegel gelegen, der vom Promontorium nach rückwärts reicht, in zwei Theile. Die starke Fortsetzung des Stammes zieht entlang der Zusammentrittsstelle der hinteren und medialen Paukenhöhlenwand ein Stück cranial- wärts, biegt dann plötzlich nach vorne um, gelangt an die Fovea ovalis und zieht zwischen den beiden Crura stapedis hindurch. Das Gefäss setzt nun seinen Verlauf nach vorne fort, verlässt die Paukenhöhle in ihrem vorderen, medialen Winkel und gelangt in die Schädelhöhle. An der Durchtrittsstelle zweigt von ihm die Arteria meningea media ab. Dieses stapediale Gefäss verläuft dann, in einem Knochensulcus gelegen, subdural nach vorne, verlässt wieder die Schädelhöhle und gelangt in die Orbita. Hier zweigt gleich beim Eintritte vom Stamme lateral- wärts ein stärkerer Ast ab, der in die Unterschläfengrube gelangt und direetmitdem vorhin beschriebenen Ramus orbitalis der Arteria maxillaris interna anastomisiert. Der Hauptstamm tritt in die Communication mit der Arteria ophthalmica, und verzweigt sich hierauf als Arteria ethmoidalis, frontalis undlacrymalis. Von der vorhin beschriebenen Theilungsstelle des tympanalen Gefässes bis in die Orbita ist das Gefäss der Ramus superior arteriae stapediae. Der schwächere Ast, von welchem vorhin die Rede war, ist die eigentliche Fortsetzung der Carotis interna. Diese verläuft quer über das Promontorium hinweg, verlässt die Paukenhöhle in ihrem medialen unteren Winkel und kommt in die Substanz der Schläfenbeinspitze zu liegen. An der Stelle, die unserem Foramen lacerum anticum entspricht, gelangt das Gefäss in das Schädelcavum, verläuft hier im Sinus caver- nosus, medial vom Trigeminus und Abducens, und mündet scheinbar in die viel stärkere Arteria ophthalmica gerade an der Stelle wo sich dieselbe, aus der Communicans posterior von obenher kommend, nach vorne gegen die Orbita wendet. Wir hätten also an der Arteria carotis interna bei diesem Thiere folgende Stücke zu unterscheiden I. Das Anfangsstück bis in den Eintritt in das Cavum tympanicum, respective bis an die Abzweigung des stapedialen Gefässes; dieses Stück ist so mächtig, weil es noch das Blut für das starke stapediale Gefäss führt. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 96 762 Julius Tandler, II. Das tympanale Stück, bis zum Eintritt in den Sinus cavernosus. Dieser Abschnitt ist sehr schwach. III. Das Stück im Sinus cavernosus bis zur Arteria ophthalmica; auch dieses Stück ist sehr schwach, IV. Das Stück von der Arteria ophthalmica bis zum Zusammentreten mit der mächtigen Communicans posterior. Dieser Abschnitt ist deshalb stark, weil er das in diesem Falle aus der Communicans posterior stammende Blut durch dasAnfangsstück der Carotis in der dem gewöhnlichen Kreislaufe der Carotis gerade entgegengesetzten Richtung zurOphthalmica führt. Morphologisch gehört also dieses scheinbar zur Ophthalmica gehörende Stück zur Carotis interna und die Ophtalmica geht also auch hier aus der Carotis hervor, ein Verhalten, das ja bei den meisten mit stark entwickelten Carotiden versehenen Thieren fixiert, zu den primären entwicklungsgeschichtlichen Verhältnissen der Schädelgefässe gehört. Den Nachweis, dass das bisher beschriebene Gefäss thatsächlich Carotis interna sei, glaube ich abgesehen von der Lage auch damit geführt zu haben, dass ich den Nervus caroticus in seinem Verlaufe mit dieser Arterie durch die Paukenhöhle hindurch bis in den Sinus cavernosus verfolgte. Die Arteria ophtalmica geht wohl die bereits beschriebene Anastomose mit dem stapedialen Gefässe ein, gibt aber selbst die Arteriae ciliares für den Bulbus ab. Schema Nr. 14. Lemur varius. C.e. Carotis externa. (a » interna. A.st. Arteria stapedia. r.i. Ramus inferior. 53 superior Arteria stapediae. ro. » orbitalis. 0. Arteria ophtalmica. A, m. » meningea media. N. tr. III Ill. Trigeminusast. Denkt man sich den Ramus orbitalis nicht mehr in Communication mit der Arteria stapedia, so gilt dieses Schema auch für Chiromys. Die Arteriae vertebrales sind ziemlich stark und vereinigen sich im spitzen Winkel am Clivus zur Basilaris. Diese spaltet sich in die beiden Communicantes posteriores, die gerade aus nach vorne ziehen, um sich, in der vorderen Schädelgrube angelangt, in die Arteriae fossae Sylvii, und in je eine Kopfarterien der Mammalia. 768 A.corporis callosi zu spalten. Jede Corporis callosi gibt eine auf der Lamina cribrosa nach vorne ziehende Arterie für den Bulbus olfactorius ab. Die beiden Arteriae cerebri anteriores vereinigen sich zu einer ein- zelnen Arterie, die über den Balken hinaufzieht. Die Arteria cerebelli anterior inferior und die Arteria cerebri posterior erscheinen als Seitenäste der Communicans posterior. Die Art und Weise der Mündung der Carotis interna in die Communicans posterior wurde bereits erwähnt. Lemur hat demnach eine in Rückbildung begriffene Arteria carotis interna, ein persistierendes stapediales Gefäss, das die Arteria meningea media abgibt und die Orbita versorgen hilft. Der Gehirnkreislauf dieser Thiere wird einzig und allein durch die Arteriae vertebrales besorgt auf dem Wege der bedeutend aus- geweiteten Arteriae communicantes posteriores, wodurch sich die eigenthümliche Umgestaltung des Circulus arteriosus Willisii, ja vielleicht auch die Rückbildung der Arteria carotis interna erklären lässt. . Stenops gracilis. Die Arteria carotis communis zieht astlos bis in die Höhe des Larynx, wo sie sich in zwei gleiche Äste, einen dorsalen und ventralen, theilt. Der ventrale entspricht unserer Carotis externa, der dorsale der €. interna. Erstere gibt sofort eine schwache Arteria thyreoidea ab. Über die Theilungsstelle zieht der Musculus digastricus hinweg, der den gesammten Gefässbaum deckt. Nach einem Verlaufe von einigen mm gibt die Carotis externa einen dorsalen Ast für den sterno-cleidomastoideus und dieNackenmusculatur ab. Unmittelbar cranial davon theilt sich die Carotis externa in vier Äste: 1. Arteria laryngea; 2. Arteria lingualis; 3. Arteria maxillaris externa; 4. Fortsetzung der Carotis externa. Ad 1. Die Arteria laryngea zieht zum Larynx. Ad 2. Die Lingualis zieht in typischer Weise zur Zunge. Ad 3. Die Maxillaris externa ist sehr stark, gibt eine ebensolche Submentalis ab und zieht am vorderen Rande des Musculus masseter über den Unterkiefer hinauf gesichtswärts. Ad 4. Die directe Fortsetzung ist das stärkste, von den vier Gefässen des Hauptstammes und gibt an der Umbiegungsstelle zur Arteria maxillaris interna am Unterkieferhälschen einen Trunceus communis für die schwache Arteria temporalis superficialis und die minimale Transversa faciei ab. Im übrigen verhält sich die Maxillaris interna dieses Thieres wie die des Affen und des Menschen. Die Carotis interna ist ziemlich stark und zeigt ein höchst merkwürdiges Verhalten. Kurz nach ihrem Entstehen aus der Carotis communis löst sie sich in eine Reihe von Ästen auf (ich zählte auf der einen Seite fünf, auf der anderen noch mehr solcher) die untereinander verschlungen aufwärts ziehen und sich knapp vor der Schädelbasis wieder zu einem einheitlichen Gefässe sammeln. Es ist also hier in den extracranialen Verlauf der Carotis interna ein einfaches bipolares Wunder- netz eingeschaltet. Die Arteria carotis interna betritt hierauf den Canalis caroticus, der auffallend kurz ist, gelangt in die Schädelhöhle, liegt hier medial vom Trigeminus im Sinus cavernosus, gibt die Arteria ophthalmica ab und vereinigt sich mit der Communicans posterior. Auf der linken Seite des untersuchten Thieres zeigte sich folgender interessanter Befund, den ich, da er mir bei keinem der vielen sonst untersuchten Thiere und auch beim Menschen niemals begegnet ist, hier erwähnen will. Dort, wo sich die Carotis externa in die vorhin- erwähnten 4 Äste theilt, entwickelt sich aus ihr ein mächtiger Gefässstamm und zieht an der lateralen Seite der Pharynxmusculatur entlang direct zum oberen Ende des in die Carotis interna eingeschaltenen Wundernetzes. Wir haben es also hier mit einer abnormen, mir vollkommen unerklärlichen Anastomose zwischen Carotis interna und externa zu thun. 96* 764 Julius Tandler, Die Arteriae vertebrales sind ziemlich stark vereinigen sich am Clivus zur Basilaris, die sich am vorderen Brückenrande in je zwei Trunci communes spaltet, die sich als Communicans posterior und Cerebri posteriores verzweigen. Nach dem Zusammenflusse der Communicans posterior mit der Carotis interna geht aus dem gemein- schaftlichen Stamme die Arteria fossae Sylvii und corporis callosi hervor. Die beiden letzteren ver- einigen sich zu einem einheitlichen Stamme. Der Circulus arteriosus ist also auch hier vollkommen geschlossen und steht dadurch, dass einerseits die beiden Communicantes posteriores noch sehr stark, — viel stärker als beim Menschen — andrerseits die Carotis interna stärker als beim Fingerthier und beim Lemur sind, beiläufg in der Mitte zwischen den zur Gruppe der Lemuren gehörenden Halbaffen und den Affen. Von einem stapedialen Gefäss konnte ich nichts nachweisen. Ebenso ist die Bulla tympanica rudimentär; sie verhält sich schon so wie bei den Affen. Otolienus crassicaudatus. Die Arteria carotis communis zieht astlos über den Hals hinauf und theilt sich knapp unterhalb der Stelle, wo das Gefäss vom Hypoglossus und Biventer gekreuzt wird, in zwei circa gleich starke Stämme, von denen der eine nach vorne als Carotis externa, der andere, schwach bogenförmig gekrümmt, nach hinten und medial als Carotis interna zieht. Die Carotis externa gibt unmittelbar oberhalb der Theilungsstelle die Arteria occipitalis ab, die, gegen den Nacken gelangend, sich hier in typischer Weise verzweigt, und theilt sich hierauf in zwei Äste theilt: Der erste repräsentirt einen Truncus communis für die Arteria lingualis, thyreoidea, Arteria submentalis und Arteria maxillaris externa. Der zweite ist die Fortsetzung des Stammes und wird zur Arteria maxillaris interna. a) Die Arteria lingualis ist der dickste Ast und zieht in schwachem Bogen nach vorne und medial; b) Die Arteria thyreoidea begibt sich, steil umbiegend, abwärts und theilt sich in Äste für die Drüse und für die Kehlkopfmuseulatur; c) Die Arteria submentalis bildet bei diesem Thiere einen selbständigen Zweig, der, aus dem Truncus communis stammend, keine Beziehung zur Arteria maxillaris externa zeigt. d) Die Arteria maxillaris externa repräsentiert ein ziemlich starkes Gefäss, das in typischer Weise am vorderen Rand des Masseter über den Unterkiefer zieht und in das Gesicht gelangt. Der vorhin erwähnte, die Fortsetzung des Hauptstammes bildende, Il. Ast zieht in der Fossa retroman- dibullaris aufwärts, gibt hier die starke Auricularis posterior für das grosse Ohr ab, biegt dann, am Unter- kieferköpfchen angelangt plötzlich als Maxillaris interna nach vorne. An der Umbiegungsstelle gibt sie einen Arterienstamm ab, von dem einige kleinere Äste zum Masseter und zur Parotis gelangen, dessen Fortsetzung aber schläfenwärts zieht und sich in eine schwächere Arteria temporalis superficialis und eine stärkere Auricularis anterior theilt. Die Arteria maxillaris interna dieser Thiere verhält sich so wie die der Affen und des Menschen. Die Arteria carotis interna ist stark entwickelt, zieht, fast vollkommen frei von der unteren Fläche des Schädels liegend, über die kleine, ganz dünnwandige und durchscheinende Bulla hinweg, löst sich an dieser Stelle in ein bipolares Wundernetzauf, das sich von dem bei Stenops beschriebenen nur dadurch unterscheidet, dass die beiden Pole näher an einander gerückt sind und gelangt, einen ganz kurzen Canalis caroticus passierend, in die Schädelhöhle. Das Verhältnis des Gefässes zur Bulla und zur Schädelbasis erinnert lebhaft an das der Chiropteren. An dem Vereinigungspunkte mit der Communicans posteriore entlässt das Gefäss die ziemlich starke Arteria ophtalmica. Die Arteriae vertebrales sind stark und vereinigen sich zur Basilaris. Bezüglich des Circulus arteriosus gilt in allen Stücken das bei Stenops gracilis gesagte, Kopfarterien der Mammalia. 768 Resume. In dieser Thierclasse lassen sich bezüglich der arteriellen Schädelgefässe zwei Gruppen unterscheiden. Die eine Gruppe, repräsentiert durch Chiromys und Lemur schliesst sich an die Nager an, die andere, wie z. B. Stenops und Otolicnmus verhalten sich schon so wie die Affen und der Mensch. Bei Chiromys und bei Lemur ist die Arteria carotisinterna rudimentär, während sie bei Stenops und Otolicnus gut entwickelt erscheint. Bei den ersten beiden nimmt sie, ähnlich wie bei den Rodentia, den Verlauf durch die Paukenhöhle, während sie bei den beiden letzteren die Paukenhöhle nicht mehr betritt. Bei Chiromys und Lemur ist ausserdem zu bemerken, dass der distale Abschnitt der Carotis interna und zwar jenes Stück, das zwischen Arteria ophthalmica und Circulus liegt, ausgeweitet erscheint und das Blut unter Umkehr der gewöhnlichen Stromrichtung aus dem Circulus arteriosus in die Ophthalmica bringt. Die Arteria carotis externa endigt als Maxillaris interna, wobei zu bemerken ist, dass die Verbindung der Carotis externa mit der Maxillaris interna primaria bei allen Halbaffen vor dem Nervus trigeminus gelegen ist, so dass die Maxillaris interna lateral vom Ill. Trigeminus-Aste zu liegen kommt. Bei Lemur entlässt die Maxillaris interna noch einen Ramus orbitalis, der mit dem Ramus superior der Arteria stapedia in Com- munication tritt; bei Chiromys ist diese Communication nicht mehr nachweisbar, bei Lemur und Otolicnus ist der Ramus orbitalis ein kleiner Muskelast. Die Arteria stapedia istin ihrem proximalen Abschnitte bis zur Theilungsstelle in den Ramus superior und inferior, dann in ihrem Ramus superior bei Chiromys und Lemur erhalten. Bei diesen Thieren geht nur das Stück des Ramus inferior zu Grunde, das von der Theilung der Arteria stapedia bis zur Vereinigung mit der Carotis externa reicht. Bei Ofolicnus und Stenops aber geht der gesammte proximale Abschnitt der Arteria stapedia verloren und es erhalten sich nur die distalen Abschnitte beider Äste als Maxillaris interna und als orbitale Gefässe. Bei Chiromys und Lemur, wo die Carotis rudimentär ist, ist die Vertebralis das einzige Versorgungs- gefäss für den Circulus arteriosus. Dem entsprechend ist auch bei diesen Thieren der Ramus communicans posterior so stark ausgeweitet, dass die Arteriae cerebri posterior und media als Seitenäste erscheinen. Dem gegenüber verhält sich der Circulus arteriosus von Sienops und Oiolicnus so ähnlich wie der des Menschen. XII. Simiae. Hapale penicillata. Cynocephalus hamadryas. Cynocephalus porcarius. Semmopithecus entellus. Ateles paniscus. Die literarische Ausbeute über die hier in Frage kommenden Verhältnisse war eine geringe, obgleich die Literatur über die Arterien dieser Thierclasse eine ziemlich grosse ist. Doch haben die meisten Autoren nur über die Arterien der Extremitäten gearbeitet. Von den mir zugänglichen Arbeiten wären hier zu erwähnen die von Theile, von Rojecki, Eisler, Hyrtl, Barkow und Vrolik. Theile beschreibt in seiner im Archiv für Anatomie und Physiologie 1852 erschienenen Arbeit das Arteriensystem von Simia inuus. Da sich die von ihm gegebene genaue Beschreibung im Grossen und Ganzen mit den von mir gegebenen Beschreibungen deckt, kann wohl von einer genaueren Anführung der- selben Umgang genommen werden. Von Interesse ist eigentlich nur, was er von der Arteria lacrymalis schreibt: »Der grössere Ast (der Arteria lacrymalis), welcher in seiner Verbreitung dem vorderen Aste der Meningea media entspricht, dringt durch ein Loch oben an der äusseren Augenhöhlenwand, zwischen dem Stirnbeine und dem grossen Keilbeinflügel, in die Schädelhöhle, befindet sich beim Eintritte in die Schädel- 766 Julius Tandler, höhle an der Hervorragung, welcher der Fossa Sylvii des Gehirnes entspricht, und verläuft von hier aus in einer Knochenfurche über die Schuppe des Schläfenbeines und über das Scheitelbein nach oben und hinten, indem sie sich an Jeı haıten Hirnhaut verästelt. Das Loch in der Augenhöhlenwand und die ver- ästelte Gefässfurche findet sich gleichmässig auf beiden Seiten bei allen vier Exemplaren, und ein paar- mal sah ich noch die abgerissere Arterie in dem Loche stecken. Die gleiche Beschaffenheit der Knochen finde ich aber auch am Schädel von Simia maimon und Simia macacus, so dass wahrscheinlich bei allen Affen ein zur Meningea media zu zählender Ast von der Ophtalmica abgeht.« Rojecki beschreibt die Schädelarterien von Macacus cynomolgus und Macacus sinicus sehr ausführ- lich und nimmt hiebei auch Rücksicht auf die Arterienverhältnisse des Magot, des Orang-Utan, des Chim- panse und des Gorilla, wobei er die einschlägigen Arbeiten von Gratiolet und Alix, Jeffries, Vrolik, Chapman und Deniker citirt. Da sich die Beschreibung mit den von mir gegebenen Daten deckt, ist eine ausführliche Angabe seiner Resultate überflüssig. Nur bezüglich der Arteria lacrymalis wäre Folgendes zu bemerken: Rojecki schreibt am Schlusse einer längeren Beschreibung der Arteria lacrymalis bei Macacus cynomolgus und sinicus: »Mais je n’ai pu constater la petite meningienne.« Demgegenüber möchte ich erwähnen, dass ich an einem macerirten Schädel von Macacus cynomolgus und eines anderen Macacıs die aus der Orbita in die Schädelhöhle führenden Foramina, sowie die sich im Schädelinneren anschliessenden Gefässfurchen deutlich nachweisen konnte. Eisler beschreibt die Hauptverzweigungen der Arteria carotis communis beim Gorilla, ohne auf die feineren Ramificationen eingehen zu können, da er, wie in seiner Einleitung zu lesen ist, auf eine Injection der Gefässe verzichten musste. Er findet an dem von ihm untersuchten Exemplare einen Truncus com- munis für die Lingualis und Maxillaris externa, wie ich ihn auch bei Afeles paniscus beschreiben konnte. Aus Hyrtl's vergleichend anatomischen Untersuchungen über das innere Gehörorgan sei nur in aller Kürze folgende hieher gehörende Stelle citirt: »Die Paukenhöhle der Affen unterscheidet sich von der menschlichen durch ein sehr constantes Criterium, welches darin besteht, dass der Canalis caroticus nicht wie beim Menschen vor ihr, sondern in ihr liegt, und entweder vor oder über dem Promontorium verläuft. « Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch angeführt, dass Barkow im II. Theile seiner compara- tiven Morphologie, Tafel LXV, die oberflächlichen Gesichtsarterien von Simia troglodytes, und auf Tafel LXVI, Fig. II, die Arterien der Schädelbasis bei demselben Thiere ziemlich schematisch illustrirt. Vrolik beschreibt in seinen »Recherches d’anatomie compar&e sur le chimpanse« nur die Haupt- gefässstämme dieses Affen, die sich wie die des Menschen verhalten. Hapale penicillata. Die Arteria carotis communis theilt sich in der Höhe des Larynx in die Carotis interna und externa, von denen die letztere stärker ist als die erstere. IE@anotıswesstennae Sie spaltet sich unmittelbar nach ihrem Entstehen in zwei fast gleich starke Äste, einen vorderen und, einen rückwärtigen, von denen ersterer einen Truncus communis für die Arteria maxillaris externa lingualis und thyreoidea superior, letzterer die Fortsetzung der Carotis repräsentirt. Dieser Truncus com- munis entlässt zuerst die Arteria thyreoidea, die ziemlich Mächtig ist, und theilt sich hierauf in die Lin- gualis und Maxillaris externa; beide Arterien zeigen das typische Verhalten. Auffällig ist, dass zumindest in meinem Exemplare keine an der normalen Stelle abgehende Arteria occipitalis aufzufinden war. Die Fortsetzung der Arteria carotis externa gelangt nun in die Regia retromandibularis, und lässt ober- halb derselben die starke Arteria auricularis posterior abgehen, welche das distale Gefässgebiet der Arteria occipitalis übernommen hat, liefert dann die Arteria auricularis anterior, temporalis superfieialis und die Trans- Kopfarterien der Mammalia. 767 versa faciei, um hierauf als Arteria maxillaris interna medial vom Unterkieferköpfchen zu ver- schwinden. Diese verhält sich schon genau so wie die gleichnamige Arterie des Menschen, mit dem ein- zigen Unterschiede, dass eine von ihr abgehende Meningea media nicht aufßndbar war. IeArteria carotis interna: e Sie gelangt, von der Ursprungsstelle medianwärts ziehend, an die Schädelbasis und begibt sich hier an die bauchige Auftreibung der unteren Paukenwand. Hier tritt sie ein, verläuft, allseitig von einer dünnen Knochensubstanz umkleidet, bis an das Promontorium, biegt hier nach vorne und innen um, gelangt an die Spitze der Schläfenbeinpyramide und von hier ins Cavum cranii. Jetzt verläuft sie an der medialen Seite des Trigeminus, perforirt die Dura mater an der Sella turcica, entlässt daselbst die starke Arteria ophtal- mica und hilft den Circulus arteriosus bilden. Dieser selbst ist so gebaut wie der des Menschen. DieArteria ophtalmica ist sehr stark, entsendet die Arteriae frontalis, ethmoidalis laerymalis und bildet die Ciliararterien. Die Arteria lacrymalis, der stärkste Ast der Ophtalmica, gibt einen nach hinten abbiegenden Zweig ab, der die Orbita durch ein feines Canälchen oberhalb der Fissura orbitalis superior verlässt und in die Schädelhöhle zurückzieht, um hier die Arteria meningea media zu bilden. Cynocephalus hamadryas. Die Carotis communis theilt sich in derselben Art und Weise wie beim Menschen in die Carotis intefna und externa. I. Carotis externa: Diese entlässt einen Truncus comm., von welchen kurz nach seinem Ursprunge die Lingualis und die Arteria thyreoidea abzweigen. An der medialen Seite der Carotis externa entspringt eine ganz schwache Pharyngea ascendens und oberhalb des Ursprunges der Lingualis eine Maxillaris externa, die einen typischen Verlauf nimmt. Eine an gewöhnlicher Stelle abgehende Occipitalis war bei diesem Thiere nicht nachweisbar. Die Fortsetzung der Carotis externa entlässt in ihrem Verlaufe bis zum Unterkieferköpfchen die Arteria auricularis posterior, die den Ausbreitungsbezirk der Arteria occipitalis übernommen hat, die Auricu- larisanterior, Rami parotidei, die starke Transversa faciei und die etwas schwächere Temporalis superficialis. Hierauf begibt sich die Arterie als Maxillarisinterna an die mediale Seite des Unterkieferköpfchens und liegt lateral vom III. Trigeminusaste. Die Arterie verhält sich im Übrigen so wie die Maxillaris interna des Menschen; sie liefert auch die Meningea media. II. Carotis interna: Diese gelangt an die blasig aufgetriebene untere Paukenhöhlenwand, erreicht, allseitig vom Knochen umschlossen, das Promontorium in seinem unteren Abschnitte und gelangt, nach vorne ziehend, an die Spitze der Schläfenbeinpyramide. Bei Eröffnung der Paukenhöhle sieht man das injieirte Gefäss durch die dünne Wand durchscheinen. In der Schädelhöhle selbst verhält sich die Carotis interna so wie die des Menschen. Die Arteria ophtalmica versorgt sämmtliche Gebilde der Augenhöhle; die Arteria lacrymalis sendet einen rückläufigen Ast ab, der, die hintere Orbitalwand oberhalb des oberen lateralen Endes der Fissura orbitalis superior in einem eigenen Knochencanale durchsetzend, in die Schädelhöhle gelangt und sich hier direct mit der aus der Maxillaris interna stammenden Menmgea media verbindet. Das Gefäss war in jedem der untersuchten Fälle gut entwickelt Cynocephalus porcarius. An dem untersuchten Exemplare waren gegenüber Cynocephalus hamadryas nur folgende Differenzen bemerkbar: 768 Julius Tandler, Die Arteria thyreoidea entspringt noch aus der Carotis communis, gerade an der Theilungsstelle. Die Arteria maxillaris externa ist verhältnissmässig schwach, hingegen zieht die Arteria transversa faciei als mächtige Arterie quer über die Wangenregion. Die Temporalis superficialis ist schwach. Die übrigen Verhältnisse decken sich mit denen bei Cynocephalus hamadryas beschriebenen. Semnopithecus entellus. Das arterielle Gefässsystem des Schädels verhält sich genau so wie das von Cynocephalus. Zu bemerken wäre höchstens, dass der aus der Arteria lacrymalis stammende Ast der Meningea media bei diesem Thiere sehr stark ist. Er zieht, aus der Orbita kommend, der lateralen Wand der mittleren Schädelgrube entlang, bis fast an das Tegmen tympani, wo er sich mit der aus der Maxillaris interna stammenden Meningea media verbindet. An derselben Stelle zieht in der Fortsetzung seiner Richtung ein kleiner Ast von der Meningea media durch das Tegmen tympani in die Paukenhöhle, wo er nicht mehr weiter zu verfolgen ist. Es ist also bei diesem Thiere der Ramus superior des stapedialen Gefässes deutlich von der Paukenhöhle in die Orbita verfolgbar. « Ateles paniscus. ® Die Arteria carotis communis spaltet sich in derselben Weise in die Carotis interna und externa wie beim Menschen. l. Carotis externa: Diese entlässt kurz nach ihrem Ursprunge aus ihrer hinteren Wand die mässig starke Arteria oceipitalis, aus ihrer vorderen Wand die Arteria thyreoidea superior. Unmittelbar darüber entspringt ein Trunceus communis für die Lingualis und Maxillaris externa, der sich nach einem Verlaufe von eirca 1!» cm in die beiden genannten Gefässe, die sich typisch verhalten, auflöst. Die Carotis externa gelangt nun in die Fossa retromandibularis, entlässt nebst Muskel und Drüsen- ästen die starke Auricularis posterior, die schwache Auricularis anterior, eine ebensolche Temporalis super- fieialis und eine ganz kleine Transversa faciei. Hierauf kommt die Arterie als Maxillaris interna medial vom Unterkiefer zu liegen, zieht an der lateralen Seite des III. Astes des Trigeminus, und verhält sich bezüglich ihrer Topik und Astabgabe wie die Maxillaris interna des Menschen. II. Carotis interna: Sie gelangt an die bullös aufgetriebene, untere Paukenhöhlenwand, biegt dann in dieser medialwärts ab, erreicht den unteren Abschnitt des Promontoriums, wo sie bei der Eröffnung der Paukenhöhle, allseitig von einer dünnen Knochenwand eingeschlossen, deutlich sichtbar ist. Von hier biegt die Arterie nach vorne und innen und erreicht die Schläfenbeinpyramide, wo sie die Dura perforirt. Die übrigen Verhältnisse decken sich mit denen des Menschen. Die Arteria ophtalmica versorgt den gesammten Inhalt der Orbita; der rückläufige Ast aus der Lacrymalis, der in die Arteria meningea mündet, ist ziemlich stark, doch stammt die Meningea selbst schon aus der Maxillaris interna. Der Cireulus Willisii ist wie beim Menschen angeordnet. Resume. Die Gefässverhältnisse der Affen decken sich im grossen Ganzen schon fast vollständig mit denen des Menschen. Die Carotis interna, welche schon ähnliche Ursprungsverhältnisse wie beim Menschen zeigt, erreicht die Schädelbasis fast an dem analogen Orte wie beim Menschen. Währenddem aber beim Menschen und Kopfarterien der Mammalia. 769 den anthropoiden Affen die untere Wand des Canalis caroticus aus compacter Knochenmasse besteht, finden wir bei den niederen Affen diese Wand blasig aufgetrieben und Cellulae bergend. Das Verhältnis der Carotis interna zum Promontorium schliesst sich eng an das niederer Affen an, und es ist das speciell bei jenen Affen gut ersichtlich, bei welchen die Wand des Canalis caroticus ziemlich dünn ist. Bei solchen Thieren sieht man dann die Carotis interna in injieirtem Zustande über den unteren Abschnitt des Promontoriums hinwegstreichen. Bei den Anthropoiden ist die Carotis noch mehr nach unten und vorne von der Cochlea gerückt und zeigt das vom Menschen bekannte Verhältniss zur Cochlea. Bei allen Affen ist die Carotis interna gut entwickelt. Die Carotis externa endigt als Maxillaris interna, welche so wie beim Menschen an der lateralen Seite des Nervus trigeminus verläuft, so dass der Anschluss der Carotis externa an das stapediale Gefäss erst vor dem III. Aste des Trigeminus eingetreten ist. Der Ramus orbitalis ist nur in Form einiger schwächerer, durch die Fissura orbitalis inferior ziehender Muskeläste erhalten. Die Arteria stapedia, deren proximales Ende Hyrtl bei /nuus sylvanus gesehen hat, geht bei dieser Thierclasse in seinem proximalen Abschnitte vollkommen zu Grunde (vgl. Schema des Menschen). Von ihm bleibt nur bestehen der distale Abschnitt des Ramus inferior nach seiner Vereinigung mit der Carotis externa als Maxillaris interna, ferner das orbitale Ende des Ramus superior, das sich an die Arteria ophtalmica angeschlossen hat. Ausser diesem orbitalen Abschnitte besteht auch ein variabel grosser Abschnitt proximal davon, der bei den verschiedenen Affen verschieden starke Entwicklung zeigt und als ein aus der Arteria lacrymalis stammender Ramus meningeus angesprochen wird. Er ist natürlich nichts Anderes, als der persistente craniale Abschnitt des Ramus superior der Arteria stapedia. Sehr gut entwickelt und von der Orbita bis an das Paukenhöhlendach reichend, fand ich ihn bei Semnopithecus entellus, schwächer erscheint er bei Cynocephalus hamadryas, bei Hapale und Ateles. Bei Macacus cynomolgus, ebenso beim Orang und Mycetes, von welchen Thieren mir nur macerirte Schädel zur Verfügung standen, konnte ich ganz deutlich die Durchtrittsstelle des recurrirenden Astes oberhalb der Fissura orbitalis superior und die sich an diesesForamen anschliessenden Furchen des Knochens nachweisen, so dass ich die Vermuthung Theile’s, dass der von ihm beschriebene, aus der Lacrymalis stammende-Ramus meningeus bei allen Affen sich finde, nur bestätigen kann, womit auch gesagt ist, dass vom Ramus superior der Stapedia auch ein Stück des cranialen Abschnittes bestehen bleibt. Bei Ateles und einigen anderen mündet dieses Gefäss in die aus der Maxillaris interna stammende Meningea media. Bei Hapale hingegen gelang es mir nicht, eine aus der Maxillaris interna stammende Meningea media zu finden, vielmehr wird dieselbe rückläufig auf dem besprochenen Wege aus der Lacry- malis gebildet. Der Circulus arteriosus verhält sich genau so wie der des Menschen. An seinem Aufbaue sind Carotis und Vertebralis betheiligt. Die Arteria ophtalmica ist das Gefäss der gesammten Orbita, indem sie einerseits das orbitale Ende des Ramus superior der Stapedia übernommen hat, anderseits der aus der Maxillaris interna stammende Ramus orbitalis rudimentär wird. Dies mag wohl mit dem immer mehr fortschreitenden Verschlusse der Orbita nach unten hin zusammenhängen. Mensch. Von einer Beschreibung der beim Menschen vorliegenden Verhältnisse kann, als allgemein bekannt, abgesehen werden. Es wird sich nur darum handeln, einerseits nachzuweisen, inwieweit die vergleichend anatomischen und entwicklungsgeschichtlichen Befunde für den Menschen verwerthbar sind, anderseits, ob die beim Menschen in den betreffenden Gefässbezirken vorkommenden Varietäten auf vergleichend anatomische Weise erklärlich erscheinen und hiedurch die gegebenen Annahmen bestätigen. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVII. 97 770 Julius Tandler, Die Carotis interna des Menschen zeigt eine ähnliche Beziehung zum Promontorium, respective zur Cochlea, wie bei den meisten Thieren; der Unterschied besteht nur darin, dass der Canalis caroticus beim Menschen etwas mehr nach innen und vorne gerückt erscheint, wodurch die noch bei vielen Affen durch die Paukenhöhle sichtbare Carotis wohl aus der Paukenhöhle verschwindet, aber ihre Beziehung zur Cochlea beibehält. Die Arteria carotis externa tritt beim Menschen normaler Weise mit dem Ramus inferior des stape- dialen Gefässes gesichtswärts vom III. Trigeminus-Aste in Verbindung. Man kann dies daraus entnehmen, dass die Arterie unter normalen Verhältnissen lateral vom III. Trigeminus-Aste zu liegen kommt. Nur in manchen Fällen scheint der Anschluss der Carotis externa an die Arteria maxillaris interna primaria hinter dem III. Trigeminus-Aste zu erfolgen. Es sind das jene Fälle, in denen die Arterie an der medialen Seite des III. Trigeminus-Astes vorüberzieht. Es ist dies eine Varietät der Maxillaris interna, welche häufiger vorzukommen scheint, als allgemein angenommen wird. Professor Zuckerkandl hat gelegentlich der Herstellung von Präparaten für seinen Atlas der topographischen Anatomie 20 Gesichts- hälften auf das Verhältniss der Maxillaris interna zum Ill. Trigeminus-Aste untersucht. Hiebei stellte es sich heraus, dass unter diesen 20 Fällen 16mal die Arterie lateral und 4mal medial zu liegen kam. Wenn man auch aus einer so kleinen Statistik zu weiter gehenden Schlüssen nicht berechtigt ist, da der Zufall sehr leicht mitspielen kann, so glaube ich dennoch sagen zu können, dass aus diesem Verhältnisse die Annahme berechtigt sei, dass diese Varietät nicht zu den seltenen Arterienvarie- täten gehört. W. Krause führt übrigens diese Varietät in Henle’s Gefässlehre ebenfalls an und erwähnt daselbst noch ein anderes Vorkommniss, dass nämlich die Arterie durch einen in der Lamina externa des Processus pterygoideus gelegenen Canal zieht, wobei er auf die Analogie mit dem Kaninchen hinweist. Diese Varietät wäre demnach dahin zu erklären, dass in den gegebenen Fällen die Vereinigung der Maxillaris interna primaria mit der Carotis schon früher, also schon hinter dem III. Aste des Trigeminus erfolgte (vgl. Schema Nr. 18). als dem mehr proximalen Abschnitte der Arterie angehörend, weniger von Interesse. Doch illustriren. auch sie durch ihre Entstehungsweise, das heisst durch die Bildung eines Ringes ähnliche Verhältnisse, wie sie distalwärts um den III. Ast des Trigeminus supponirt werden müssen. Leider haben sowohl Jössel als auch Delitzin die von ihnen beschriebenen Abnormitäten nach dem, wie ich glaube, hier’ vor Allem mass- gebenden Gesichtspunkte, dem Ligamentum stylomaxillare, nicht orientirt. Wenn nämlich die Maxil- laris communis, wie sie Delitzin benennt, medial vom Ligamentum stylomaxillare liegen würde, würde sie sich mit der Maxillaris interna bei Cavia cobaya und Lepus cuniculus vollkommen decken. (Siehe diese.) Bezüglich des stapedialen Gefässes beim Menschen wäre Folgendes zu erwähnen: Was sein embryonales Vorkommen anlangt, sei nur in Kürze gesagt, dass Siebenmann die Arteria stapedia beim menschlichen Embryo aus der Carotis interna kommend beschrieben und illustrirt hat, und ihr-Vorkommen für den Aufbau des Stapes verwerthete. Er bezeichnet dieses Gefäss als Arteria stapedia sive mandibularis, eine Benennung, die er wohl von Salensky, der diese Arterie, wie erwähnt, beim Schaf- embryo beobachtete, übernommen hat. In Kürze sei auch hier angeführt, dass His in seiner Anatomie menschlicher Embryonen, Ill, Fig. 150, worauf Siebenmann hinweist, die Arteria stapedia, allerdings unter Fragezeichen, illustrirt. Von dieser Arteria stapedia erhalten sich beim Menschen manche Abschnitte normaliter, manche in Form bestimmter Varietäten, welche weiter unten angeführt’ werden sollen. Vom Ramus inferior, der Maxillaris interna primaria, erhält sich derjenige Abschnitt, der distal vom Kreuzungspunkte mit dem III. Trigeminus-Aste gelegen ist (vgl. Schema Nr. 15). Nur in jenen Fällen, wo die Arterie an der medialen Seite des III. Trigeminus-Astes liegt, persistirt auch das medial vom Trigeminus gelegene Stück der Arteria maxillaris interna primaria, da in solchen Fällen der Anschluss der Carotis interna an diese hinter dem III. Trigeminus-Aste erfolgt. In den Fällen, Die von Jössel und Delitzin angegebenen Varietäten der Maxillaris interna sind für diese Arbeit. Kopfarterien der Mammalia. 771 wo die besagte Abnormität vorkommt, finden wir auch (siehe Fig. 26, 28, 29), dass die Arteria maxillaris interna, bevor sie, die mediale Seite des Unterkieferhälschens verlassend, nach innen umbiegt, einen Truncus communis abgibt, der sich in die Arteria alveolaris inferior und die Temporalis profunda spaltet. Schema Nr. 15. Mensch. C.e. Carotis externa. C. 2. » interna. A.st. Arteria stapedia. r.s. Ramus superior. Kal, » inferior. 0. Arteria ophtalmica. A. m. » meningea media. N.tr. III Ill. Trigeminusast. Inwieweit die beim Menschen normaler Weise vorkommende Arteria tympanica, welche von der Maxillaris interna nach rückwärts ziehend, die Fissura Glaseri durchsetzt und in die Paukenhöhle gelangt, einem proximal von der Vereinigung mit der Carotis externa gelegenen Abschnitte der Arteria stapedia entspricht, kann ich nicht entscheiden. Für diese Annahme würde der Umstand sprechen, dass die Arteria maxillaris interna primaria der Thiere, dort, wo sie persistirt, ebenfalls durch die Fissura Glaseri aus der Paukenhöhle in die Unterschläfengrube gelangt. Vom Ramus superior persistirt normaler Weise der orbitale Abschnitt in Form der Arteriae lacrymalis, frontalis und ethmoidalis, doch derart, dass diese Theile den Zusammenhang mit dem proximalen Abschnitte, (da dieser zu Grunde geht), vollkommen aufgegeben haben und sich der beim Menschen stark entwickelten Arteria ophtalmica anschliessen. Von dem intracranialen Abschnitte des Ramus superior persistirt wohl normaler Weise ein ganz schwacher Ramus meningeus, welcher, von der Lacrymalis ausgehend, ein ganz kleines Foramen passirt, das lateral vom oberen seitlichen Ende der Fiss ura orbitalis superior gelegen ist und aus der Orbita in die Sehädelhöhle führt. Gewöhnlich kann man diesen Ramus meningeus bis zu seiner Anastomose mit der Meningea media verfolgen. Henle bezeichnet diesen Ast als Ramus recurrens. Andere Autoren bezeichnen ‚ihn, wegen seiner Verbindung mit der Meningea media, als Ramus orbitalis der Meningea media. In dem Aufsatze: »Zur Anatomie der Orbitalarterien« bezeichnet E. Zuckerkandl diesen Ast als eine eleie 772 Julius Tandler, normale Anastomose zwischen der Arteria ophtalmica und der Meningea media und gibt an, dass dieser Ast als ein in der Anatomie schon längst bekannter, constant vorkommender zu betrachten sei. Sowohl sein Vor- kommen, als auch der Umstand, dass er das eine Mal durch die Fissura orbitalis selbst, das andere Mal durch den beschriebenen Canaliculus — Zuckerkandl benennt ihn Canalis cranio-orbitalis — ziehe, sei schon Haller bekannt gewesen. Dieser Arterienast ist nun nichts Anderes, als das intracraniale Stück des Ramus superior der Arteria stapedia, und je nachdem einmal die Verbindung mit der Meningea media, das andere Mal die Verbindung mit der Arteria ophtalmica zu Grunde geht, schwach wird oder sich besonders stark entwickelt, lassen sich die vielfach beschriebenen Varietäten dieser Region erklären. So beschreibt schon Luschka einen Fall, bei welchem die Arteria ophtalmica einerseits aus der Carotis interna, anderseits aus der Meningea media stamme. Dubreuil bringt einen Fall, bei welchem die gesammte Arteria ophtalmica aus der Meningea media stammt, ähnliche Fälle registriren Krause, Thiedemann und Theile. Zuckerkandl publicirt vier hieher gehörige Fälle, welche er auch als der erste als durch Ausweitung dieser normalen Anastomose entstanden erklärt. In der ausführlichen Arbeit von F. R. Meyer: »Zur Anatomie der Orbitalarterien«, welcher auch ein grosses Literaturverzeichniss angefügt ist, sind eine Reihe von Fällen eigener Beobachtung notirt, wo speciell die Arteria lacrymalis direct aus der Arteria meningea media stammt. Das umgekehrte Verhältniss, dass nämlich der grössere Theil der Ramification der Meningea media rückläufig auf diesem Wege aus der Ophtalmica stammt, ist ebenfalls beschrieben worden. In solchen Fällen sei das Foramen spinosum sehr eng und die Arteria meningea media sehr schwach. Hieher gehören ausser den Fällen von Zuckerkandl die Fälle von Haller, Kurnow, Blandin, Barkow u.a. Auf eine genauere Beschreibung der erwähnten Varietäten muss ich, als nicht mehr in den Rahmen dieser Arbeit gehörig, verzichten und auf die betreffenden Originalaufsätze verweisen. Die Fälle, in denen die Arteria ophtalmica nach dem Ausdrucke der Autoren aus der Meningea media stammt, würden sich decken mit den Verhältnissen bei jenen Thieren, wo die gesammten Gebilde der Orbita vom Ramus superior arteriae stapediae versorgt werden. In diesen Fällen hätte demnach die Arteria ophtal- mica den distalen Abschnitt des Ramus superior noch nicht übernommen. Ein Zwischenstadium würde der Fall von Luschka bedeuten. In den übrigen ist leider über das Vorkommen einer mit dem Nervus opticus ziehenden Arterie — der eigentlichen Ophtalmica — nichts gesagt. Der bei den meisten Thieren nachgewiesene Ramus orbitalis, welcher aus der Maxillaris interna stammt, ist schon beim Affen zu einem einfachen Muskelaste herabgesunken und kommt in dieser Form beim Menschen ebenfalls vor. Gesammt-Resume. Wie schon in der Einleitung erwähnt, sollen hier am Ende die Ergebnisse dieser Untersuchung, geordnet nach den einzelnen Gefässabschnitten, zusammengefasst werden, um die verschiedenen Wand- lungen, die die Derivate der Carotis in der Ascendenz durchmachen, zusammenfassend beleuchten zu können. Wie wir noch sehen werden, kann man von einer für eine bestimmte Ordnung charakteristischen Anordnung der arteriellen Schädelgefässe nicht sprechen, da sich einerseits einzelne Typen in manchen Ord- nungen wiederholen, andererseits Thiere, welche in den nächsten verwandtschaftlichen Beziehungen stehen, ganz differente Verhältnisse darbieten. Veränderungen des Gefässsystems, deren einzelne Stufen sich in ihrem Fort- schreiten analog der Ascendenz verfolgen liessen, auf diesem Gebiete zu suchen, ist wohl vorderhand ein vollkommen vergebliches Bemühen. Ich hatte während der ganzen Arbeit nur das Bestreben, den Grundtypus festzustellen, und in diesem erst die einzelnen Varianten einzutragen. Massgebend war für mich nur die Zu Kopfarterien der Mammalia. 773 Thatsache, dass dieser Grundtypus allen an ihn gestellten Anforderungen entspreche und dass man im Stande sei, auch wirklich die speciellen Verhältnisse bei den einzelnen Thieren hiedurch zu erklären. Einen Grund hiefür, warum das eine Mal der eine Abschnitt, ein anderes Mal der andere Abschnitt des Gefässsystems obliterirt, kann ich absolut nicht angeben. Ich musste mich eben resignirt an die Worte Krause's halten: »...Welche auch die allgemeinen Gründe sein mögen, jedenfalls sind solche für die Entstehung der speciellen Varietäten zur Zeitnicht anzugeben und man kann nur sagen: Erst wenn diese Räthsel gelöst sein werden, dürfte ein Einblick in die Grundgesetze der Bildung thierischer Organismen alle darauf verwendete Arbeit lohnen.« Die einzelnen nun hier im Zusammenhange zu besprechenden Arterienabschnitte sind folgende: 1. Arteria carotis interna. 2. Der Circulus arteriosus Willisii und die Arteria vertebralis. 3. Di@ Arteria stapedia. I. Arteria carotis interna: Diese Arterie ist selbstverständlich ein primäres, in der ganzen Reihe der Mammalia constant zur Entwicklung gelangendes Gefäss. Sie obliterirt bei einer Reihe von Thieren derart, dass man in einigen Fällen noch den obliterirten Strang, in anderen Fällen nicht einmal mehr diesen nachweisen kann. Die Carotis interna ist gut entwickelt, bei den Monotremata, Marsupialia, Edendata, Perissodactyla, Pinnipedia, Insectivora, Affen und beim Menschen. Unter den Carni- vora persistirt sie gut entwickelt bei Ursus und bei Meles taxus, mässig entwickelt bei Viverra, bei Canis familiaris und bei Felis domestica, bei den Rodentia gut entwickelt bei Pedetes caffer und Lepus cuni- culis, bei den Chiroptera bei Pteropus und Vespertilio, bei den Prosimiae bei Otolicnus und Stenops. Vollkommen obliterirt ist die Carotis interna bei den meisten Artiodactyla, bei Felis tigris, pardus bei Cavia cobaya. Bei manchen Thieren ist der Theil der Carotis interna, welcher bis zum Abgange des stapedialen Gefässes reicht, gut entwickelt, der darauffolgende rudimentär, z. B. bei Rhinolophus, Arctomys, Chiromys und Lemur. Wir sehen demnach, dass es möglich ist, innerhalb der Mammalia alle Formen der Persistenz dieser Arterie zu eruiren, verfolgbar von der vollkommenen Entwicklung bis zur totalen Obliteration. Die Art und Weise der Rückbildung ist folgende: Nachdem die Carotis interna vollständig ausgebildet ist, beginnt in den späteren Stadien des Embryo- nallebens die Rückbildung derart, dass diese Arterie im Wachsthum hinter den anderen Arterien immer mehr und mehr zurückbleibt. Die Obliteration erreicht ihr Ende, wenigstens bei den Artiodactyla, wo diese Frage studirt wurde, erst längere Zeit post partum. Die Annahme, dass die Obliteration der Carotis interna mit der mächtigen Entwicklung der Bulla und den daraus resultirenden mechanischen Hindernissen zusammenhänge, ist kaum haltbar, wenn die Arteria carotis interna gerade z. B. bei Phoca vitulina gut erhalten bleibt, da eben dieses Thier die am stärksten entwickelte und härteste Bulla besitzt; und doch sieht man, dass die Carotis, allseitig von glashartem Knochen eingeschlossen, cranialwärts zieht. Auf der Suche nach einem Grunde für die Rückbildung der Carotis interna kam ich nebst anderen Hypothesen auch auf die Idee, die Rückbildung dadurch zu erklären, dass durch die mächtige Entwicklung der Nasenhöhle und der Gesichtsregion die Arterien dieser Region immer mehr prävaliren, so dass diese Bahn als die mechanisch günstigere schliesslich auch die Versorgung des Gehirnes, den Endbezirk der Carotis interna übernimmt. Doch bald überzeugte ich mich auch von der Hinfälligkeit dieser Hypothese. Die Topik der Arteria carotis interna an ihrer Durchbruchstelle in das Schädelcavum weist einen einzigen genau topographisch bestimmbaren Punkt auf, und das ist die Cochlea. Ich habe mich daher bemüht, gerade dieses Verhältnis möglichst genau zu fixiren. Die Arteria carotis interna verläuft immer an 774 Julius Tandler, der vorderen (ventralen) Seite der Cochlea. Ihre Beziehung zur Cochlea variirt nur insoferne, als das Gefäss manchmal mehr lateral, manchmal mehr medial an der Cochlea liegt. Der Weg, den die Arterie bis zur Cochlea nimmt, ist gerade in seinem letzten Abschnitte von besonderem Interesse. Bei jenen Thieren, bei welchen die untere Wand der Paukenhöhle nicht verknöchert, und welche Thiere zeitlebens nur einen Anulus tympanicus behalten, sehen wir die Arteria carotis interna an der unteren Fläche des Schädels frei zugänglich, die ventrale Seite der Schnecke erreichen und von hier in das Schädel- cavum durchbrechen. Je mehr die Verknöcherung und die Ausweitung der unteren Paukenhöhlenwand vorschreitet, ein desto grösserer Abschnitt der Carotis bettet sich in den Knochen ein, desto mehr verschiebt sich aber auch die Eintrittsstelle der Arterie in den Knochen selbst nach hinten und lateralwärts. So sehen wir bei Thieren mit sehr grosser Bulla, z. B. bei den Felidae, das Föramen caroticum — wenn man so das untere Ende des Canalis caroticus bezeichnen kann — sich unmittelbar an das Foramen lacerum posticum anschliessen, wodurch es den Anschein gewinnt, als ob die Arteria carotis interna durch das Foramen lacerum in die Schädelhöhle ginge. Der Canal selbst wird von dem medialen Theile des Os tympanicum beigestellt. Die Thatsache nun, inwieweit die Arterie am Promontorium sichtbar ist, hängt davon ab, wie weit einerseits das Os tympanicum an dem Promontorium hinaufreichend, dieses in seinem unteren Abschnitte deckt, andererseits wie dick dieser hinaufreichende Antheil ist. Dort, wo das Os tympanicum schon weit unten an dem Promontorium endigt, so dass dieses in einem grossen Segmente in der Paukenhöhle frei liegt, sehen wir die Arterie frei über das Promontorium hinwegziehen, z.B. bei einigen Nagern, Insectivoren u.a. In jenen Fällen, wo das Os tympanicum allerdings ziemlich hoch hinaufgeht, aber sehr dünnwandig ist, sieht man die Arterie durch eine dünne Knochenwand durchschimmern, Z. B. bei der Zibethkatze (vgl. Abbild.). Nimmt nun diese Wand immer mehr an Dicke zu, so ist manchmal noch ein von der Arterie aufgeworfener Wulst zu sehen, z. B. bei Phoca vitulina. Beim Affen sehen wir ein ähnliches Verhältniss insoferne, als hier der Canalis caroticus noch knapp in den Bereich der Paukenhöhle fällt, währenddem er beim Menschen bekanntlich die Cochlea bereits so kreuzt, dass er schon ausserhalb des Bereiches der Paukenhöhle an der vorderen medialen Seite vorüberzieht. Nachdem die Arteria carotis die Cochlea passirt hat, wendet sie sich medialwärts und erreicht.die Spitze der Schläfenbeinpyramide, biegt hier aufwärts und kommt an die mediale Seite des Trigeminus zu liegen. Dieser Abschnitt im Laufe des Gefässes variirt nur insoferne, als bei manchen Thieren die mittlere Schädelgrube besonders lang ist und dadurch der Eintritt der Carotis weit nach rückwärts verlagert erscheint. Bei manchen Thieren ist der an der Seite des Keil- beinkörpers befindliche Sulcus caroticus (des Menschen) zu einem vollkommenen Canal abgeschlossen. Die Durchbruchstelle durch die Dura liegt immer zur Seite der Hypophyse. II. Circulus arteriosus. Unmittelbar nach dem Durchbruche durch die Dura mater betheiligt sich die Carotis interna an der Bildung des Circulus arteriosus. Bei sämmtlichen untersuchten Mammalia liess sich ein vollkommen geschlossener Circulus arteriosus nachweisen, doch zeigte dieser sowohl bezüglich der ihn versorgenden Arterien, als auch bezüglich seiner einzelnen Componenten weitgehende Unterschiede. Was zunächst die Versorgung anlangt, so ist darüben Folgendes zu sagen: Es lassen sich zwischen dem einen Extrem, das ist die Versorgung des Circulus nur durch die Vertebralis, wie z. B. bei Rhinolophus, Chiromys und Lemur und dem anderen Extrem, das ist der Circulus arteriosus wird nur von der Carotis, respective durch das für sie eintretende Wundernetz versorgt, wie z.B. bei den Artiodactyla, alle möglichen Zwischenstadien finden. Analog diesen Verschiedenheiten in der Versorgung baut sich auch der Circulus verschieden auf. Bei denjenigen Thieren, bei welchen die Versorgung nur durch die Vertebralis geschieht, theilt sich die Basilaris in zwei gleich starke Äste, welche entlang der Basis des Gehirnes nach vorne ziehen. Sie geben zuerst seitlich je eine Arteria profunda ceıebri ab und spalten sich schliesslich in die Arteriae cerebri media und anterior. Bevor diese Spaltung eintritt, nehmen sie das Rudiment der Carotis interna auf. Dies gilt für eine Reihe von Nagern, für Chiromys, Bemur, Rhinolophus u. a. m. = rz a Kopfarterien der Mammalia. 775 Dort, wo sowohl die Vertebralis als die Carotis ziemlich gleichmässig am Aufbau des Circulus sich be- theiligen, finden wir die mittlere und vordere Gehirnarterie aus der ersteren, die hintere aus der letzteren stammend (z. B. bei Ursus, Stenops, den Affen und beim Menschen). Je mehr nun die Carotis interna, gleichgiltig ob für sich allein oder mit Unterstützung der Arteria maxillaris interna die Versorgung des Gehirnes übernimmt, desto mehr weitet sich jetzt wieder die Communicans posterior aber von vorneher aus, so dass die Arteria carotis in einen Ramus anterior und posterior gespalten erscheint, wobei der Ramus posterior immer mehr und mehr in die Cerebri posterior über- geht (z. B. bei den Pinnipedia, den der meisten Carnivoren). Bei denjenigen Thieren endlich, wo die Arteriae vertebrales verschwinden, fliesst das Blut auf dem Wege des Ramus posterior bis in die Basilaris, welche caudalwärts immer mehr und mehr an Lumen verliert (z. B. bei den meisten Artiodactyla). Schema Nr. 16. - Die drei extremen Formen des Circulus arteriosus Willisit. I. Mensch. II. Zemur varius. III. Bos taurus. Das Gefässstück zwischen a und 5 ist die Arteria communicans posterior. ©. Arteria carotis (bei I. so stark wie vertebralis, bei II. rudimentär, bei III. fast das alleinige Gehirngefäss). v. » vertebralis (bei I. so stark wie Carotis, bei II. das alleinige Gehirngefäss, bei III rudimentär). Ce. » corporis cailosi. f. 8. » fossae Sylvii. BAp: » cerebri profunda. Je‘ nach der Ausweitung der Strecke a bis b ändert sich das Bild des Cireulus, trotzdem ihn morphologisch dieselben Stücke zusammensetzen. Adäquat diesen Verhältnissen gestaltet sich auch der Ursprung der Arteria ophtalmica, deren Ver- halten in der Orbita noch später berücksichtigt wird. Der Ursprung dieser Arterie variirt insoferne, als er bei manchen Thieren aus der Carotis vor der _ Abgabe der Gehirnarterien (wie beim Affen, Bären und Menschen u.a.) liegt, während er bei anderen - Thieren gerade an der Theilungsstelle der Carotis in die Gehirnarterien gelegen ist (Pferd). Des weiteren finden wir bei manchen Thieren (Viverra, Cavia) die Arteria ophtalmica ihren Ursprung aus dem Ramus anterior der Carotis interna nehmen. Daraus würde sich entweder eine Verschiebung des Ursprunges der _ Ophtalmica in distaler Richtung oder derselbe Vorgang bei dem Ramus posterior, i. e. Communicans posterior in proximaler Richtung ergeben. 776 Julius Tandler, Prüft mar nun bei den verschiedenen Thieren genau die Ursprungsweise der Arteria ophtalmica, so zeigt es sich, dass diese scheinbare Verschiebung der Ursprungsstellen auf zwei Ursachen zurückzu- führen ist. Diese sind: 1. Die Ausweitung der Communicans posterior und 2. das tiefere Einschneiden des Theilungswinkels zwischen Ramus anterior und posterior in das Rohr der Carotis interna. Ich glaube, dass die nebenstehenden Schemen diesen Vorgang hinlänglich ver- sinnbildlichen. Schema Nr. 17. Verschiedene Ursprungsweisen der Arteria Ophtalmica. a b b. 1% P d. P- ö I. Mensch. II. Meles. III. Pferd. IV. Viverra. 0. Arteria ophtalmica. p- » communicans posterior. a. » fossae Sylvii. b. » corporis callosi. Einerseits wird die Communicans posterior stärker, andererseits verschiebt sich der Punkt 4 immer mehr proximalwärts, d. h. der Theilungswinkel schneidet immer tiefer ein. In den subduralen Abschnitt der Arteria carotis interna, der bezüglich seiner Länge variirt, ist bei den meisten Carnivoren und Artiodactylen ein Wundernetz eingeschaltet. Was seine Entwickelung anlangt, habe ich das Wenige, was ich bisher auffinden konnte, bei den Artiodactyla angeführt. Seine Anlage lässt sich bei den verschiedenen Thieren vom einfachen Ramus anastomoticus bis zum ausgebildeten Wunder- netze verfolgen. Bei Sciurus aureogaster und Arctomys finden wir einen Ramus anastomoticus, der aus dem Gebiete der Arteria maxillaris interna zum subduralen Abschnitte der Carotis interna führt. Beim Hunde findet man ebenfalls diesen Ramus anastomoticus einfach geschlängelt, bei der Zibethkatze haben diese Windungen zugenommen, wobei sich schon secundäre Anastomosen zwischen den einzelnen Windungen ausbilden, bis schliesslich an die Stelle des einfachen Ramus anastomoticus ein dichtes Wundernetz tritt. Der letzte Abschnitt des subduralen Theiles der Carotis interna löst sich ebenfalls in ein dichtes Wundernetz auf. Solche subdurale, im Sinus caroticus untergebrachte Wundernetze findet man bei den meisten Artiodactyla und vielen Carnivoren. Ob nicht die Schlingenbildung des subduralen Abschnittes der Carotis interna, wie sie sich am schönsten bei Ursus findet, den Anfang der Wundernetzbildung repräsentirt, muss ich dahingestellt sein lassen. III. Arteria stapedia. Dass die Arteria stapedia als ein bei allen Classen der Mammalia vorkommendes Gefäss zu betrachten ist, glaube ich in folgender Art nachweisen zu können. Die embryonale Anlage dieses Gefässes wurde von Salensky beim Schafe, von Siebenmann und His beim Menschen, von Fraser beim Schwein, beim Hund, beim Schaf beim Kalb und beim Menschen, von Hegetschweiler bei der Katze, von mir beim Kaninchen und beim Meerschweinchen gefunden. Ausserdem gelang es Hyrtl, den Rest dieser Arterie bei Inuus sylvanus, bei Ovis aries, bei Eguus caballus, mir selbst bei Bos faurus nachzuweisen. Kopfarterien der Mammalia. DATA Vollkommen persistent bleibt dieses Gefäss unter den Monotremen beim Ornithorhynchus, bei den Rodentia bei Mus rattus und Arctomys, von den Insectivoren bei Erinaceus und Talpa. Von den Chiropteren bei Rhinolophus, von den Prosimieren bei Chiromys und Lemur. Bei allen diesen Thieren wurde der Abgang der Arteria stapedia aus der Carotis interna zweifellos constatirt. Das embryonale Vorkommen der Arterie und ihrer Persistenz bei so vielen Classen der Mammalia begründen meine Annahme, dass diese Arterie ein primäres Gefäss des Kopfes ist. Diese Arterie versorgt demnach ursprünglich den Oberkiefer, die Orbita und die Dura mater mit Blut. In jenen Fällen, wo dieses primäre Verhältniss gewahrt bleibt, sehen wir auch am erwachsenen Individuum die bezeichneten Bezirke von der Arteria stapedia versorgt. Es handelt sich nun darum, zu erklären, wie diejenigen Verhältnisse zu Stande kommen, welche bei jenen Thieren vorhanden sind, wo secundär Veränderungen eintraten. Der Ramus inferior der Arteria stapedia wird von der Arteria carotis externa übernommen, und zwar auf folgende Weise: Dort, wo die Arteria stapedia lateral vom dritten Trigemiusaste gekreuzt wird, kommt es zur Ausbildung einer Anastomose zwischen ihr und der sich in die Alveolaris inferior fort- setzenden Arteria maxillaris interna. Diese Anastomose kann nun hinter, also proximalwärts von der Kreuzungsstelle, oder vor, also distalwärts von dieser eintreten. In exceptionellen Fällen sind auch beide Anastomosen vorhanden, so dass es zu einem vollständig abgeschlossenen, um den dritten Ast des Trigeminus angeordneten Arterienringe kommt (z. B. Dasypus villosus). Trittnun diese Anastomose dorsalwärts vom dritten Trigeminusaste auf, so sehen wir die Arteria maxillaris interna (secundaria) an der medialen Seite des Nerven vorüberziehen, so wie dies bei der Maxillaris interna primaria der Fall ist. Wir finden dieses Verhältniss z. B. bei den Edentaten, bei den Perissodactylen, von den Carnivoren bei Felis domestica, bei Hyaena striata, Canis, Arctictis und Ursus, bei Pteropus von den Chiropten, und beim Menschen (als Varietät). Tritt nun die Anastomose der Carotis externa mit der Maxillaris interna primaria ventral von der Kreuzungsstelle mit dem dritten Trigeminusaste ein, so liegt die Maxillarisinterna secundaria lateral vom Nerven. Dieses Verhältniss zeigen die Marsupialier, die Artiodactylen, einige Carnivoren (z. B. Panther, Tiger und Dachs), die Pinnipedier, dann Rhinolophus, Prosimiae, Simiae und der Mensch. Bei einigen Thieren sehen wir einen Theil der Maxillaris interna secundaria medial, einen anderen lateral vom Nerven gelegen (z. B. bei Dasypus villosus, bei Dama oder Viverra zibetha). Bei einigen Thieren sieht man auch direct den Übergang zu den primären Verhältnissen insoferne, als einerseits der Paukenhöhlenabsehnitt des stapedialen Gefässes persistent bleibt andererseits die Anastomose des distalen Abschnittes des Ramus inferior mit der Carotis externa in erhalten geblieben ist. Dies zeigt sich am schönsten bei Sciurus und Arctomys (vgl. diese). Das ursprüngliche primäre Verhältniss der Kieferversorgung wird am besten illustrirt durch Mus rattus. Bei diesem Thiere findet man nämlich die Arteria carotis externa nach Abgabe der Temporalis superficialis wohl an die mediale Seite des Unterkiefers gelangen, aber nur als Arteria alveolaris inferior enden. Eine Verbindung mit dem stapedialen Gefässe ist noch nicht eingetreten. Interessant ist, dass, sowie die Carotis externa vielfach durch Anastomose den Ausbreitungsbezirk der ‚Arteria stapedia übernimmt, bei manchen Thieren gerade das Umgekehrte der Fall ist, das heisst, dass die Arteria stapedia wohl die Anastomose mit der Carotis externa eingeht, aber nun den distalen Antheil dieser Arterie selbst übernimmt, wobei sich diesfalls der proximal von der Communicationsstelle gelegene - Abschnitt der Carotis externa zurückbildet. Dies sieht man bei Erineaceus, bei dem die Arteria carotis externa als Temporalis superficialis endet, während die Alveolaris inferior aus der Maxillaris interna primaria stammt. Noch weiter geht diese secundäre Bildung bei Talpa. Hier übernimmt die Maxillaris interna primaria nicht nur die Alveolaris inferior, sondern auch die Arteria temporalis superficialis, während die Carotis externa als Maxillaris externa endet. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. Bd. LXVI. 98 778 Julius Tandler, Man kann also auch hier wieder alle Stadien der Gefässversorgung nachweisen; es lässt sich eine geschlossene Reihe aufstellen, an deren Anfang das Verhältniss der voll- ständigintacten Arteria maxillarisinterna primaria steht, deren Ende durch die Übernahme ihres Ramusinferior an die Carotis externa gegeben ist. Der Ramus superior der Arteria stapedia zeigt ebenfalls eine variable Persistenz. Auch sein distaler Gefässbezirk, nämlich die Orbita, wird secundär von anderen Gefässen übernommen. Was zunächst seinen intracranialen Abschnitt anlangt, so ist hierüber Folgendes zu sagen: Derselbe ist betheiligt an dem Aufbaue der Arteria meningea media, und zwar auf verschiedene Weise, je nachdem er seine Verbindung nach der einen oder anderen Seite verloren, respective acquirirt hat. Am vollständigsten an das primäre Verhältniss angeschlossen, finden wir den Ramus superior bei den Insectivoren. Hier gibt er nach dem Eintritte in die Schädelhöhle die Arteria meningea media ab, um hierauf in die Orbita zu gelangen. Ähnlich verhält sich das bei Arctomys. Bei Echidna, den Edentaten, bei den Marsupialiern, übernimmt die Arteria mastoidea die distale Ausbreitung des Ramus superior. Bei Pferopus z. B. sehen wir vom intra- cranialen Abschnitte nur den meningealen Zweig erhalten, diesen selbst aber noch mit der Maxillaris interna primaria im Zusammenhange. Erst ziemlich spät scheint die Arteria meningea media secundär durch die Schädelbasis hindurch mit der Maxillaris interna in Verbindung zu treten. wie das beim Menschen de norma der Fall ist. Wir finden nämlich noch beim Affen regelmässig einen breiten Zufluss zur Meningea media aus der Ophtalmica, während die Verbindung mit der Maxillaris interna noch schwach entwickelt ist. Beim Menschen gewinnt diese Verbindung die Oberhand, die Anastomose mit der Ophtalmica aber erhält sich regelmässig, wenn auch meistens sehr schwach. Die Verbindung der Meningea media aber mit dem Gefäss- bezirke der Ophtalmica ist das Rudiment des intracranialen Abschnittes des Arteria stapedia. Der orbitale Abschnitt versorgtprimärdieHilfsapparate des Auges,sodassdie Arteria ophtalmica primär wohlnur das Gefäss der Derivate der Augenblase zu sein scheint. Auch in diesem Abschnitte des Gefässystemes lässt sich ein Vicariiren einzelner Theile nachweisen. Wir haben im Ganzen drei Zuflüsse, welche die Gebilde der Orbita zu versorgen im Stande sind. Diese sind: 1. Die Arteria ophtalmica, 2. Der orbitale Abschnitt des Ramus superior der Arteria stapedia, und 3. Der Ramus orbitalis aus der Maxillarisinterna. Was zunächst diesen letzten Ast anlangt, so wäre darüber Folgendes zu sagen: Ich habe diesen Ast als einen vollkommen constanten, gut entwickelten von den Monotremen bis zu den Halbaffen nachweisen können. Erst hier verkümmert dieser Ast, gibt seine Anastomose mit der Ophtalmica und der Pars orbitalis arteriae stapediae auf, um beim Affen und Menschen durch die Fissura orbitalis inferior als unscheinbarer Muskel- und Periostast zu enden. Ein jeder dieser drei Zuflüsse kann sich besonders aus- oder zurückbilden und auch diesbezüglich lassen sich vollkommen geschlossene Reihen darstellen. So finden wir z. B. beim Menschen die Arteria ophtalmica sehr stark entwickelt; sie hat die Ausbreitung des Ramus superior übernommen und ist de facto das einzige Gefäss der Orbita. Bei einer Reihe von Thieren wird die Arteria ophtalmica immer schwächer und schwächer, um schliesslich (z. B. bei Vespertilio und Rhinolophus) vollkommen zu obliteriren, so dass speciell bei Rhino- lophus in manchen Fällen sogar die Arteria nervi optici vom Ramus orbitalis der Arteria maxillaris interna gespeist wird. Auch die verschiedenen Übergangsstadien zwischen den beiden Extremen lassen sich deutlich nachweisen. So versorgen bei Erinacaeus europaeus alle drei Gebiete ziemlich gleichmässig die Orbita; ähnlich verhält es sich bei Lemur und Chiromys. Ich glaube demnach nachgewiesen zu haben, dass die Arteria stapedia im Stande ist, in jenen Fällen, in denen sie vollkommen persistirt, sowohl den Oberkiefer, als auch den grösseren Abschnitt der Orbita zu versorgen. Wenn man nun bedenkt, dass dieses Gefäss einerseits bei den verschiedenen Ordnungen der Mammalia ziemlich frühzeitig aufgetreten nachgewiesen wurde, andererseits bei so vielen Säugern durch das ganze Leben persistirt, so muss man wohl annehmen, dass die Verhältnisse, wie sie der Mensch F} FR Kopfarterien der Mammalia. 779 und die höheren Säuger bieten, als secundäre zu bezeichnen sind, dass somit die Be- zeichnung der Arteria stapedia als Arteria maxillaris interna primaria eine gewisse Be- rechtigung besitzt; hiefür glaube ich den phylogenetischen Beweis erbracht zu haben. Da mir aber im Laufe der Untersuchungimmer mehr und mehr das Factum klar wurde, dass der Oberkiefer primär von der Arteria carotis dorsalis her versorgt werde, trat immer lebhafter der Gedanke an mich heran, dass zumindest, was die Gefässversorgung anlangt, eine gemeinschaftliche Abkunft desselben mit der des Unterkiefers noch fraglich sei. Mit anderen Worten, dass zumindest von diesem Gesichtspunkte aus die gemeinsame Abkunft des Oberkiefers und Unterkiefers derzeit nicht vollkommen erwiesen sei. Ich bin mir wohl bewusst, dass die Überführung dieser Hypothese in eine Theorie, wenn überhaupt möglich, nur durch eingehendes Studium der Entwicklung dieser Theile denkbar ist. Ich habe es unternommen, diese Hypothese hier zu äussern, als ich gegen Ende meiner Untersuchungen bei der nochmaligen Durchsicht der einschlägigen Literatur auf folgende bemerkenswerte Stelle in Dursy’s Entwicklungsgeschichte des Kopfes stiess! »Die zur Begründung meiner Lehre der Gaumenbildung herbeigezogene Entwicklungsgeschichte der Nasen- und Mundhöhle verlangte auch ein Eingehen auf die das Gesicht zusammensetzenden Bildungs- fortsätze, und ich gewann dadurch die Überzeugung, dass die Oberkieferwülste weder als Fortsätze des ersten Schlundbogens, noch als dessen seitliche Bogenstücke betrachtet werden können. Sie und selbst die Stirnfortsätze sind den Schlundbogen ursprünglich analoge Bildungen, nämlich Bogenhälften, deren mediane Vereinigung durch die Kopfbeuge gehindert wird, ausnahmsweise aber zu Stande kommen kann.« g8* 780 Julius Tandler. Literaturverzeichniss. Anderson Will. Anatomical Note upon the relation of the infernal carotid artery to Wall of the tympanum. 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Die Verästelung der Arterien vom Halse her dargestellt. C.i. Arteria carotis interna. C.e. » > externa. m. Meatus auditorius cartilaginosus. e. Gefässverästelung der Carotis externa, entsprechend der Temporalis superficialis und der Maxillaris externa. Fig. 2. Ornithorhynchus paradoxus. Trachea und Ösophagus sind unterhalb des Larynx durchgeschnitten und hinaufgeschlagen. Die Backentasche ist medialwärts verzogen, vorher abgelöst; das äussere Ohr entfernt, das Trommelfell rechts aus- geschnitten, links sammt dem Annulus tympanicus entfernt. C.i. Carotis interna, von unten frei zugänglich (etwas medialwärts verschoben). C.e. Carotis externa mit ihren Endästen. A.s. Arteria stapedia. St. Stapes. A.t. Annulus tympanicus. N.f. Nervus facialis. p.p. Prozessus pterygoideus. Ö. Ösophagus. Tr. Trachea. B.t. Backentasche. Fig. 3. Ornithorhynchus paradoxus. Circulus arteriosus am Grunde der Schädelhöhle. C.i. Arteria carotis interna. a.v. » vertebralis. a.c.p. » cerebri posterior. a.c.m. > » media. a.c.a. » cerebri anterior. Fig. 6. Dasypus villosus. Arterienring von Seite der Maxillaris interna um den III. Ast des Trigeminus. TAFEL I. Fig. 4. Dasypus novemeinctus. Theilungsmodus der Carotis communis. C.i. Carotis interna. C. e. >» externa. O. Arteria oceipitalis. a. m. » maxillaris interna. Fig. 5. Dasypus novemeinctus. Arterien an der Basis cranii nach Entfernung des Gehirns. r.s. Ramus superior der Arteria stapedia. Fig. 7. Embryo von Bos taurus. Die Paukenhöhle von der Seite vollkommen freigelegt; über das stark vorspringende Promontorium zieht die rudimentäre Arteria stapedia. * C.e. Carotis externa. (08:3 » interna, rudimentär. a.st. Arteria stapedia. [07 » oceipitalis. N.c. Nervus caroticus. Fig. 8. Ovis aries. Wundernetz an der Schädelbasis in Verbindung mit Maxillaris interna. Kopfarterien der Mammalia. 783 Fig. 10. Bos taurus (alter Embryo). Corrosionspräparat. Schädelbasis von unten gesehen. Eintritt der schon schwachen Carotis interna in die Bulla, links ist die untere Bullawand entfernt. C.e. Carotis externa. @.3. » externa. TAFEL Ill. f Fig. 9. Portax pietus. Hals und Wange präparirt. C.i. Carotis interna (schwarz) als obliterirter Strang. C. e. » externa. a.c. Arteria condyloidea. N.s. Nervus sympathicus. N.h. » hypoglossus. Fig. 11. Felis domestica. Verhältniss der Arteria maxillaris interna zum III. Ast des Trigeminus. Orbitales Wundernetz. .— TAFEL IV. Fig. 12. Felis tigris. Zusammenhang des orbitalen und cranialen Wundernetzes. C.i. Carotis interna (rudimentär). Daneben der N. caroticus. a.ım. Arteria maxillaris interna. II. II. Ast des Trigeminus. DEIN: 02 > > Fig. 13. Viverra Zibetha. Ansicht des Circeulus und der beiden Äste der Maxillaris interna, von oben gesehen. Der Ramus anastomo- ticus, von der Maxillaris interna zum subduralen Abschnitte der Carotis ziehend, ist vielfach geschlängelt und zeigt auch schon Queranastomosen. a.m. Arteria maxillaris interna. a.m.l. ihr lateraler Abschnitt. a.m.m. ihr medialer > r.a. Ramus anastomicus. II. II. Trigeminusast. II. II. > ie. 14 Viverra Zibetha. Paukenhöhle von der Seite eröffnet. Man sieht durch die dünne mediale Dullawand hindurch die Carotis interna. C.i. Carotis interna. G3e: » externa. N.s. Nervus sympathicus. ig. 15. Otaria jubata. Theilungsstelle der Carotis communis von der Seite her dargestellt. Man sieht die mächtige Bulla und die plötzliche Verengerung der Carotis interna nach ihrem Abgange. C.i. Carotis interna. C. e. » externa. ig. 19. Mus rattus. (Corrosionspräparat.) Verlauf der Arteria stapedia (a st) und der Carotis interna (Ci). IDAEBRIESNVE ie. 16. Phoca vitulina. Ansicht des Circulus arteriosus, rechts ist der Sinus cavernosus eröffnet. C.i. Carotis interna. b. Arteria basilaris. r.a. Ramus anastomoticus. v. Vorderer Ast der Carotis. h. Hintererr > >» > ig. 17. Otaria jubata. Die mächtigen Arterien der Orbita. Aus der Maxillaris interna stammend, durch Wegnahme der Orbitadecke dargestellt. ig. 18. Mus rattus. Verästelung der Carotis communis. G.i. Carotis interna. GC. e. » _ externa. 784 Julius Tandler, BARRY Fig. 20. Seiurus vulgaris. Die Maxillaris interna umfasst den III. Trigeminusast. a.st. Arteria stapedia, aus dem Cavum tympanicum kommend. Fig. 23. Cavia cobaya. Circulus arteriosus, an der Schädelbasis nach Wegnahme des Gehirns dargestellt. A.o. Arteria ophthalmica sehr stark entwickelt. Die Carotis interna ist vollkommen zurückgebildet. TARERSVI: Fig. 21. Arctomys marmota. Schädelbasis mit Arterien, von oben gesehen. Rechts ist die Dura mater und das Orbitaldach weg- genommen. C.i. Arteria carotis interna (rudimentär). a. m. Mm. » meningea media. rl.) ramus inferior | . j ga: st. . . ; Arteriae stapediae. FiS! » superior | +.a. ramus astomoticus, der von dem Circulus, respective von der Carotis interna zum orbitalen Abschnitte der Arteria stapedia zieht. In der Orbita schematisch die Orbital-Arterien. Fig. 24. Erinaceus europaeus. Corrosionspräparat. Das Cavum tympanicum seitlich eröffnet, das Promontorium und der Stapes sowie die mediale Bullawand sichtbar. Das Parietale ist ebenfalls entfernt. ©. i. Carotis interna nach Abgang der mächtigen Arteria stapedia, die sich nach der Passage des Steigbügels in 2 Äste theilt. r.s. ramus superior. 1-3: » inferior dieser Arterie. Fig. 27. Verlauf der normalen Arteria maxillaris interna beim Menschen, in ihrem Verhältnisse zum Unterkiefer. TAREL VII. Fig. 22. Pedetes caffer. Schädel, von oben eröffnet. Ebenso die beiden mächtigen Cava tympanica, die hoch hinaufreichen. In der Tiefe derselben sind die Gehörknöchelchen zu sehen. Im Cavum cranii der Circulus arteriosus, dessen Verbindung mit der Arteria carotis interna links durch Wegnahme der Dura mater sichtbar gemacht ist. r.a. Ramus anterior. r.p- » posterior der Arteria carotis interna. Fig. 25. Pteropus edulis. Die Maxillaris interna theilt sich hinter dem III. Trigeminusaste in zwei Theile; ein Theil verläuft lateral, einer medial vom Nerven nach vorne. a.st. Arteria stapedia (rudimentär). Fig. 26. (Vgl. Fig. 27). Unterschläfengrube des Menschen. Verhältniss der Arteria maxillaris interna zum Ill. Trigeminusaste. Fig. 28. Arteria maxillaris interna medial vom Ill. Trigeminusaste beim Menschen (Varietät). Fig. 29. Von demselben Fall genommen. In der Inceisur der Mandibula ist statt der Arteria maxillaris interna ein für den Unterkiefer und den M. temporalis bestimmter schwacher Truneus sichtbar. -m mes Keilitz de]. J.Tandler:: Kopfarterien der Mammalia, Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-naturw- Classe, Bd.LXVI. Tat. T, LithAnst vThBannwarthWien J.Tandler: Kopfarterien der Mammualia. Tat. Il. LithAnst «ThBannwarthihien. ften d. kais. Akad. d. Wiss. math.-nattrw. Classe, Keilitz del Denkschri J.Tandler: Kopfarterien der Mammalia. Taf. II. Keilitz dei Lith Anst vThBannwarthWien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd. LXVI. Kopfarterien der Mammalia. J.Tandler Fig. 12. Keilite del LithAnstv.ThBannwarthWien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -natürw. Classe, Bd. LXVI. Taf. V. Lith Anst.vThBannwarthWien. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd.LXVI. Denkschriften.d. Kopfarterien der Mammalia. J.Tandler Keilitz del. 1* Taf: M. J.Tandler: Kopfarterien der Mammalia. Sr = =—_S un { Fig.20. Lith Anst vThBannwarthWien. Keilitz dei Denkschriften d. kais. Akad.d. Wiss. math.-naturw. Classe, Bd.LXVI. N EEE PDLSLEZEEN U DS LNOE WED ME MER BET iO TER HT gr nis u Due, AZ De in a AR ur J.Tandler:: Kopfarterien der Mammalia. Tat. VI. T ee Keilitz deı Lith Anst x ThBannwarthNien . Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd.LXVI. a Te —- en H . H 5 er 2 f te | il deı N lammalia ? s Kop arterie . | J.Tandl . Tat \M . Fig. 22. Fig. 25. | rp LithAnst v ThBannwarthVien. Denkschriften d. kais. Akad. d. Wiss. math -naturw. Classe, Bd.LXVI. KATALOG VON 1233 STERNEN, AUF GRUND DER IN DEN BÄNDEN I UND II DER „PUBLICATIONEN DER v. KUFFNERSCHEN STERNWARTE IN WIEN (OTTAKRING)" ENTHALTENEN MERIDIANKREISBEOBACHTUNGEN AUSGEARBEITET UND AUF DAS ÄQUINOCTIUM 1890°0 BEZOGEN VON Dr. JOHANN PALISA, ADJUNCT UND Dr ERIEDRICH.-BIDSCHOF, ASSISTENT AN DER K. K. UNIVERSITÄTS-STERNWARTE ZU WIEN. (VORGELEGT IN DER SITZUNG VOM 7. JULI 1898.) Einleitung. Die nachstehenden Zeilen sollen eine kurze Darstellung der Entstehung und Ausarbeitung des folgenden Verzeichnisses von 1238 Sternen liefern und über den hiebei eingehaltenen Vorgang Aufschluss geben. Es ist eine wohl bekannte Thatsache, dass eine grosse Anzahl genauer Ortsbestimmungen von licht- schwachen Fixsternen — zumeist Resultate von Beobachtungen an Meridiankreisen — nur selten zu systema- tischer Verwendung kommt, weil diese Beobachtungsergebnisse entweder nicht in Form von Sternverzeich- nissen oder nur in kleinen Serien, beziehungsweise Katalogen publieirt worden sind. Um nun eine leichte Benützung derartiger Beobachtungen von Seite der Astronomen der k. k. Universitäts-Sternwarte in Wien zu ermöglichen, hat der Adjunct an derselben, Dr. J. Palisa eine grössere Anzahl solcher kleiner Stern- kataloge und jene Beobachtungsreihen von Fixsternen, welche in astronomischen Zeitschriften veröffentlicht worden sind, einer umfassenden Revision unterzogen und dann einerseits durch Eintragung entsprechender Bemerkungen in die der Anstalt gehörigen Exemplare der grossen »Durchmusterungen« ! des Himmels, andererseits durch Anlegung von Zettelkatalogen das angestrebte Ziel erreicht. Gelegentlich der Durchführung dieser für interne Zwecke des Institutes in Angriff genommenen Arbeit wurde dem Herrn Adjuncten Dr. J. Palisa von Dr. Bidschof der Vorschlag gemacht, in dieselbe auch jene Meridiankreisbeobachtungen 1 Diese seien der Vollständigkeit wegen hier citirt: 1. Bonner Sternverzeichniss I. Section (— 2° bis +20° Declination) im 3. Bande ) der astronomischen Beobachtungen » » IEr> (+20 » +41 > Ym2.d v> ‘ auf der Sternwarte zu Bonn. Heraus- > » Disssks (+41 » +90 » Eee 3 gegeben von F. W. Argelander. 2. » > Ivo > (-—2 » —23 » ) » 8. » daselbst, herausgegeben von E. Schönfeld. 3. Cordoba Durchmusterung; Part. . (—22 » —32 » ) im 16. Bande der »Results of the National Argentine Observatory« herausgegeben von John M. Thome. Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL Bd. 99 786 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, einzubeziehen, welche in den beiden ersten Bänden der Publicationen der v. Ku ffner’schen Sternwarte in Wien (Ottakring) ! zur Veröffentlichung gelangt sind, weil diese Ortsbestimmungen sowohl durch ihre grosse Zahl als auch in Folge ihrer Genauigkeit eine erhebliche und werthvolle Bereicherung des zu sammelnden suppletorischen Materials von Fixsternpositionen abzugeben versprachen. Dr. Palisa unternahm auch im Hinblick hierauf die Ausführung dieser Ergänzung seiner vorhin erwähnten grossen Arbeit und lieferte da- durch die Grundlagen für das vorliegende Sternverzeichniss. Ehe nun auf die Einzelheiten der Anlegung und der Construction desselben eingegangen werden soll, mögen einige kurze Bemerkungen über die Beobach- tungen, auf welche es sich gründet und die Verhältnisse, unter welchen dieselben gewonnen wurden, hier Platz finden. Die Beobachtungen sind in den Jahren 1887 bis einschliesslich 1890 an dem Repsold’schen Meridian- kreise der Ottakringer Sternwarte erhalten worden, dessen Objectiv eine freie Öffnung von 123 mm und eine Brennweite von 150 cm besitzt. Die angewendete Vergrösserung war bis zum 1. April 1887 eine 60fache, von diesem Tage ab eine 120fache. Das Fadennetz des Instrumentes hatte 23 feste Rectascensions- fäden, deren äusserste im Äquator je 72° vom Mittelfaden abstanden, und einen beweglichen Faden, welchen eine Revolution der Rectascensionsschraube im Äquator um 4°1910 verschiebt. Die Antritte der Sterne wurden in der Regel an einer grösseren Anzahl von Fäden beobachtet und zwar wurden dieselben zumeist bei hellen Fäden chronographisch festgelegt, wozu ein Hipp’scher Chronograph in Verbindung mit der Uhr Urban Nr. 19 diente. Für Declinationseinstellungen war ein festes und ein bewegliches Fadensystem vor- handen. Jedes derselben bestand aus einem Fadenpaar, dessen Fäden 10" voneinander abstanden; in einer Entfernung von 160° von deren Mitte befand sich ein einzelner Faden. Der Werth einer Umdrehung der Schraube, welche das bewegliche System der Declinationsfäden verschiebt, wurde zu 62'622 gefunden. Der von 2 zu 2 Minuten getheilte Kreis des Instrumentes hat einen Durchmesser von 55 cm und ist mit vier Mikroskopen versehen. Mehrfache Declinationseinstellungen wurden während des Durchganges ziem- lich häufig gemacht, dagegen Grössenschätzungen der beobachteten Fixsterne nicht immer vorgenommen. Als Beobachter fungirte Herr Dr. Norbert Herz, ausserdem im Jahre 1887 Herr Dr. Jakob Raffmann, in den übrigen Jahren Herr Dr. Samuel Oppenheim. An einigen Beobachtungsreihen betheiligten sich auch der Besitzer der Sternwarte, Herr Moriz Edler v. Kuffner und der k.u.k. Major, Herr Franz Netuschill. Die Grundlagen für die in herkömmlicher Weise vorgenommene Reduction der Beobachtungen lieferte der Fundamental-Katalog für die Zonenbeobachtungen am nördlichen Himmel von Auwers, doch wurden die in grösserer südlicher Declination befindlichen Sterne desselben zumeist nicht benützt. In einzelnen Fällen wurden auch Positionen aus dem vorläufigen Fundamental-Katalog für die südlichen Zonen der astrono- mischen Gesellschaft verwendet. Bezüglich der Reductionen ist noch zu bemerken, dass die Reduction vom scheinbaren Ort auf den mittleren Ort des Jahresanfangs zumeist in doppelter Rechnung ausgeführt worden ist. Hinsichtlich der Art und Weise der Veröffentlichung muss auf die Originalpublication verwiesen werden; es sei hier nur erwähnt, dass daselbst die Beobachtungen aller Objecte ohne Unterschied nach ihrer zeit- lichen Aufeinanderfolge gegeben sind und die Anführung der scheinbaren Orte, sowie der zugehörigen Re- ductionsbeträge dort den rechnerischen Abschluss bilden. So ist das Material, auf welchem der folgende Sternkatalog beruht, gewonnen worden. Als nun der Entschluss gefasst war, dasselbe für den internen Gebrauch auf der k. k. Universitäts-Sternwarte zu Wien in eine praktische Gestalt zu bringen, zeigte es sich, dass die Publicationsart der Beobachtungen das bisher in ähnlichen Fällen von Dr. Palisa zu gleichem Zwecke eingehaltene Verfahren nicht zuliess. Des- halb wurden auf Veranlassung von Dr. Bidschof zunächst sämmtliche auf den jeweiligen Jahresanfang bezogenen Positionen ermittelt und dieselben, sowie die zugehörigen Daten und Anmerkungen von dem Hilfsbeamten im k. k. Ministerium des Innern, Herrn Anton Kalbm ayer aus den beiden Bänden der Publi- cationen der v. Kuffner’schen Sternwarte auf einzelne Zettel herausgeschrieben. Nach einer von Dr. Bid- ® Publicationen der v. Kuffner’schen Sternwarte in Wien (Ottakring). Herausgegeben von Dr. Norbert Herz. Wien, k. k. Hofbuchhandlung Wilhelm Frick. Der erste Band erschien im Jahre 1889; der zweite im Jahre 1892. Katalog von 1238 Sternen. 787 schof vorgenommenen durchgreifenden Controle dieser Zettel erfolgte die Ordnung derselben nach den geraden Aufsteigungen, sowie die Identificirung der mehrfach beobachteten Sterne, welche Arbeit Herr Dr. J. Palisa durchführte. Hiemit war das ursprünglich in Aussicht genommene Ziel erreicht. Gleichzeitig erkannte man aber, dass es recht wünschenswerth sei, die Arbeit den Astronomen überhaupt zugänglich zu machen. Diese Erwägung gab Anlass zu einer weiteren Ausgestaltung der bisher ausgeführten provisori- schen Katalogsanlage, bei welcher Ausgestaltung jedoch nach den Intentionen des Herrn Directors der k. K. Universitäts-Sternwarte zu Wien, Professor Dr. Edmund Weiss und der Verfasser des Kataloges dafür Sorge getragen werden sollte, dass auch jede eventuelle, einzelne Ortsangaben betreffende Nachforschung in der Originalpublication möglichst leicht vorgenommen werden kann. In Ausführung dieses erweiterten Planes reducirte Herr Dr. J. Palisa zunächst die sämmtlichen Sternorte auf das mittlere Äquinoctium 18900. Dieses Äguinoctium wurde hauptsächlich aus dem Grunde gewählt, weil es der Epoche der Beobachtungen sehr nahe liegt, indem die sämmtlichen in Betracht kommenden Orts- bestimmungen in den Jahren 1887—1890 erhalten worden sind. Die bei diesen Reductionen nothwendigen Grössen der Präcession wurden fast ausschliesslich mit Hilfe der im zweiten Theile von Gould’s Zonen- katalog! enthaltenen Präcessionstafeln berechnet; nur für Sterne, welche in höheren Declinationen stehen, wurden auch bei Ermittlung dieser provisorischen Präcessionswerthe dieselben strenge berechnet. Nach Vollendung dieser Rechnungen trug Herr Dr. J. Palisain den nun tabellarisch zusammenge- stellten Katalog bei jedem Stern die Ziffern des Gradkataloges der »Durchmusterungen« * und die Nummer, unter welcher jeder betreffende Stern in dem zugehörigen Gradkatalog vorkommt in eine besondere Rubrik ein, wobei es als Regel zu gelten hatte, dass bei Sternen, welche in den Grenzzonen der Durchmusterungs- kataloge vorkommen, der nördlichere dieser Kataloge citirt werden sollte. Gleichzeitig mit der Eintragung dieser Citate wurden auch die Grössen der Sterne nach den Angaben der Durchmusterungen notirt. Bei diesen Vergleichungen stiess man auf eine Reihe von in Ottakring beobachteten Sternen, welche in den Durchmusterungsverzeichnissen nicht gefunden werden konnten. In manchen dieser Fälle konnte bei hel- leren Objecten durch Annahme einfacher Versehen, bei schwächeren Sternen auch durch Benützung von Sternkarten Klarheit in die Sachlage gebracht werden; in anderen Fällen mussten aber mit Hilfe der Durch- musterungen oder der in den Ottakringer Publicationen selbst enthaltenen Angaben Hypothesen und Com- binationen gemacht werden, um den vermuthlichen Irrthum zu beseitigen. Führte eine solche Annahme auf einen Stern, dessen Ort in einem anderen Sternverzeichnisse genau angegeben ist, so wurde diese Position mit der in Frage stehenden strenge verglichen. Zeigte sich hiebei nur eine Differenz in den Zehnern der Rectascensionssecunden oder nur in den Bogenminuten der Declination und ergab die in fast allen diesen Fällen vorgenommene Revision der betreffenden Himmelsgegend keinen Stern an dem Orte, auf welchen die Angaben in den Ottakringer Publicationen hinwiesen, so wurde die entsprechende Correctur der Ottakringer Position als richtig angenommen und demgemäss der Ort geändert. Führte eine Hypothese aber nur auf eine Positionsangabe der Durchmusterungen, so wurde der betreffende Stern durch einen mikrometrischen Anschluss genau bestimmt und dann sowie vorhin verfahren. In den Fällen, wo auch die Benützung der Durchmusterungen nicht möglich war — es handelt sich hiebei um die im folgenden Kata- loge als Anonyma bezeichneten Sterne — wurde der Himmel selbst zu Rathe gezogen. Es ist zu bemerken, dass in jedem Falle der Auffindung eines grösseren Versehens die betreffende Position, so weit dies die verfügbaren Daten gestatteten, neu berechnet worden ist. Kleinere Fehler konnten nur wenige entdeckt werden, und zwar waren dies zumeist solche, deren Auffindung zufällig oder gelegentlich erfolgte, da nicht systematisch nach derartigen Versehen gesucht wurde. Die Identificirungsarbeit hat Herr Dr. J. Palisa allein durchgeführt; hingegen theilten sich beide Verfasser des vorliegenden Sternverzeichnisses in die am Himmel vorzunehmenden Revisionen, wobei Dr. Palisa den grossen 27zölligen und den 12zölligen 1 Zone-Catalogue. Mean Positions for 1875°0 of the stars observed in the Zones at the Argentine national observatory by Benjamin Athorp Gould. Cordoba 1884. Part. II. Appendix. 2 Vergl. die Anmerkung auf Seite 785. 99% 188 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Refractor der k.k. Sternwarte benützte, während Dr. Bidschof seine bezüglichen umfassenderen Beobach- tungen an dem 14zölligen Equatoreal coude ausführte. Die aus Anlass dieser Revisionsarbeiten ausgeführten zahlreichen mikrometrischen Anschlüsse werden seinerzeit in den Annalen der k. k. Universitäts-Sternwarte zu Wien veröffentlicht werden; in dem folgenden Sternkataloge ist nur, sofern dies nöthig war, auf deren Ergebnisse Bezug genommen worden. Nachdem auf die geschilderte Weise das Sternverzeichniss gebildet war, redigirte Dr. Bidschof die Anmerkungen zu den einzelnen Positionen und berechnete dann definitive Werthe der Präcession für die- selben, wobei die von Herrn Director Prof. Dr. E. Becker herausgegebenen Tafeln ! benützt wurden. Nach denselben werden die zu ermittelnden Werthe der Präcession für die Epoche 1890-0 aus den folgenden Formeln berechnet: Präcession in Rectascension = + 3°0725+1°3369 sinatg6; Präcession in Declination = +20'053 cos o. Bei der Vergleichung dieser definitiven Präcessionswerthe mit den provisorischen von Dr. Palisa ermittelten ergab sich, dass in einzelnen Fällen die letztgenannten Werthe nicht richtig waren. Da mit den- selben die Reduction der Beobachtungen auf die Epoche des Kataloges vorgenommen worden war, SO erfolgte in diesen Fällen die Neurechnung dieser Reduction. Zum Schlusse ist der fertig gestellte Katalog einer eingehenden Revision unterworfen worden. Es erübrigt nun noch die einzelnen Colonnen des Verzeichnisses anzuführen und, so weit dies erfor- derlich scheint, zu erklären. Colonne 1 enthält die fortlaufende Katalogsnummer. » 2 gibt die Grösse des Sternes, welche nach der betreffenden Angabe der Durchmusterung angesetzt ist. Nur bei jenen Sternen, welche in den Durchmusterungen fehlen, sind die Angaben der »Publicationen der v. Kuffner’schen Sternwarte« oder die Schätzungen der Verfasser dieses Kataloges eingesetzt worden. Diese Sterne sind dadurch kenntlich, dass sie in der 8. Colonne (s. unten) als Anonyma bezeichnet sind. Liegen bei Sternen, welche in den Durchmusterungen fehlen, Schätzungen der Verfasser des Kataloges der Grössenangabe zu Grunde, so erkennt man dies aus der in der 9. Colonne (s. unten) vorfindlichen Bemerkung, dass die Position durch einen mikrometrischen Anschluss controlirt ist. » 3 liefert die auf das Äquinoctium 1890-0 bezogene Rectascension des betreffenden Sternes. Hiezu ist zu bemerken, dass bei mehrfach beobachteten Sternen die einzelnen Positionen nach dem Datum (vergl. Colonne 7) und nicht nach ihrer Aufeinanderfolge in gerader Aufsteigung ange- ordnet worden sind. 4 gibt die zugehörige jährliche Präcession in Rectascension. » 5 liefert die auf das Äquinoctium 1890:0 bezogene Declination der Sterne. 6 gibt die zugehörige jährliche Präcession in Declination. » 7 gibt die Epoche einer jeden einzelnen Position an. Diese Angabe ermöglicht auch die leichte Auffindung der dem Orte zu Grunde liegenden Beobachtung in den »Publicationen der v. Kuffner’schen Sternwarte.» Es finden sich nämlich die aus dem Jahre 1887 stammenden Beobachtungen im I. Bande derselben vor und zwar auf Seite 116— 137 die von Herrn Dr. Nor- bert Herz angestellten; auf Seite 144—153 jene, welche von Herrn Dr. Jakob Raffmann her- rühren. Die Beobachtungen aus den Jahren 1888, 1889 und 1890 sind im II. Bande der genannten Publicationen veröffentlicht. I Tafeln zur Berechnung der Präcession. Herausgegeben von E. Becker, Director der Sternwarte in Strassburg. Separat- abdruck aus dem zweiten Bande der Annalen der kaiserl. Universitäts-Sternwarte in Strassburg. Karlsruhe 1898. f Katalog von 1238 Sternen. 789 Colonne 8 citirt unter dem Titel »Durchmusterung« eines der mehrfach genannten Durchmusterungswerke, ! bei welcher Citirung in den Grenzzonen die nördlichere Durchmusterung anzuführen war. Das in dieser Rubrik mehrfach vorkommende Wort »Anonyma« bedeutet, dass der betreffende Stern in keinem dieser Werke gefunden werden kann. » 9 liefert unter der Überschrift »Bemerkungen« die wichtigeren Notizen, welche entweder von den Beobachtern oder von den Verfassern dieses Kataloges bei einzelnen Sternen gemacht worden sind. Als Anhang zu dem Sternkataloge sind demselben von den Verfassern zwei tabellarisch eingerichtete Verzeichnisse beigegeben worden, um seine Benützung thunlichst zu erleichtern und insbesondere, um den Astronomen eine Möglichkeit zu bieten, erfolgloses Nachsuchen in demselben zu vermeiden. Das erste dieser Verzeichnisse ist von Dr. Palisa zusammengestellt worden, und ist nach den Grad- katalogen der Durchmusterungen geordnet, wobei mit der nördlichsten Zone derselben begonnen wurde. Von den beiden Colonnen des Verzeichnisses citirt die erste die Gradkataloge der Durchmusterungen, die zweite jene Nummern von Sternen des betreffenden Gradkataloges, für welche in dem vorstehenden Kata- loge Positionen sich vorfinden, so ist z. B. der Stern BD+80°, Nr. 221 hier angeführt, weil im Katalog eine Beobachtung desselben enthalten ist. Das zweite vonDr. Bidschof zusammengestellte Verzeichniss umfasst die auf das Äquinoctium 18550 bezogenen Orte jener Sterne des vorliegenden Kataloges, für welche sich in den »Durchmusterungen« keine Positionen vorfinden, und die daher hier als Anonyma angeführt wurden. Die Coordinaten der Sterne sind hiebei nur bis auf das Zehntel der Zeitsecunde, beziehungsweise der Bogenminute, und zwar mit Hilfe der im Kataloge bei den betreffenden Sternen angeführten Präcessionsgrössen berechnet worden, weil in den »Durchmusterungen« die gleiche Genauigkeitsgrenze eingehalten ist. Ausser dieser genäherten Orts- angabe ist in der Tabelle auch die Nummer, unter welcher der Stern im Katalog angeführt ist, und seine Grösse, so weit bezügliche Schätzungen vorhanden sind, angesetzt worden. Wegen der verhältnissmässig geringeren Anzahl von Sternen, welche diese Tabelle enthält, konnte ohne Schaden für ihre Übersichtlich- keit von einer Anordnung der in ihr enthaltenen Sterne nach den Gradzonen der »Durchmusterungen« Umgang genommen werden. Eine Eintragung aller durch diese beiden Verzeichnisse gelieferten Daten in die Exemplare der Durch- musterungen kann bei Nachsuchungen einigen Nutzen gewähren. Zu Citationszwecken erlauben sich die Verfasser als abgekürzte Bezeichnung des vorliegenden Kataloges die Chiffre: »Kf.« in Vorschlag zu bringen, welche Signatur an den Gründer der Sternwarte, auf welcher die im Kataloge enthaltenen Beob- achtungen angestellt worden sind, in einfacher Weise erinnert. Am Schlusse dieses Vorwortes, welches von Dr. Bidschof abgefasst worden ist, hat derselbe im Namen des Herrn Dr. Palisa, sowie in seinem eigenen noch die angenehme Pflicht zu erfüllen, dem Director der k. k. Universitäts-Sternwarte zu Wien, Herrn Professor Dr. E. Weiss, den Dank dafür aus- zusprechen, dass er nicht blos die für die Schreibarbeiten zur Herstellung des Kataloges nothwendigen Mittel bewilligte, sondern auch den Verfassern durch seine Rathschläge bei der Anlage und Durchführung der Arbeit seine Unterstützung angedeihen liess. Wien, am 4. Juli 1898. 1 Vergl. die Anmerkung ..auf Seite 785. end ab 792 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Sup Rectascension Mk: Declination ER z 2 € ER ER Nummer} Grösse nt Praecession 1890-0 Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1 7:6 | oh ım 45582] + 38070|—12°13'31"4| + 20°05[1888 Oct. 161 — 12° W 6617 2 6-slo 2 6roıl + 3°072|- 3 9 38-8] + 20"05j1888 Oct. 201 3 >| 4 Ceti. 603 41'2 K E 18 6-02 39:8 1890 Sept. 29 60'04 40'7 » 3 6'28 39°1 Dec.78 3 bası lo KzeA t 3uo72l aa a shi nor 1890 Sept. 29) 3 3l 5 Ceti. - 34°17 35.8 > .30 4 928110208 56275 0-1 535073 1.1 TERTEA TED En 20'04[j1887 Oct. 22|+ o 13 5 solo 9 z3'24| + 3054-19 32 33°7| + 200411833 Oct. 161 19 21] 7 Ceti. i 3'18 343 1890 Sept. 29 3,39 32'4 » 30 a7 muß Dec. 8 = oıı o + 3°074l4+ ı 14 18°6| + 20'03 1887. Oct. 22l+ ı 28 Indexles. um 2' unsicher. Der ö z = ie ; hier gegebene Ort stimmt mit der Position von A. G. Katalog; Albany Nr. 38. 7 9°3|o ır 1037| + 3°074l+ ı 13 25°2| + 20'03 1887 Oct. 22|+ ı 29 s| 65 |o ı2 20:04| + 3°054|-14 3 58°3| + 20'02 1889 Dec. 17|— 14 42 9 6:81 o1ı4 34'64| + 3'052|—-13 40 20°9| + 20'01 1889 Dec. 17l— 13 32 ıol 9°4|o ı5 39°63| + 3°074|+ I 15 14'1| + 20'00 1887 Oct. 2214 ı 44| Sequens australisbeobachtet. 11 9°510o16 2g’ıgl + 3°062|—- 6 o 37'8| + 20°00[1889 Sept. 19) 6 55|j Rectascension um — ıM x > . corrigirt. 12 goloıy 21 + 3°075|+ 1 12 47°5| + 20 ool1887 Oct. 22|+ ı 49 13 6°5loı7 ı13°57| + 3049-12 49 17°1| + 19°99 1888 Oct: ı61— 13 60| 9 Ceti. £ 363 19°2 1889 » 15 13:61 180 1890 Sept. 2 14 8-o|o ı7 42'38| + 3'219|454 46 48°2| + 1999 1888 Oct. 1S|+ 54 so 42°38 40° Nov. 8 15 | 9:5 |o. 18 22°41| + zroyspt 2 13 5375| + 19°99j1887 Oct. 2204 ı 53 22'48 47'2 » 23 10 a ee a er ee 9811887 Oct. 234 1 54 17 6'3 |o 22 5006| + 3°022|—-20 56 24°8| + 19°95 1888 Oct. 10I— 21 57 50:05 25°4 1889 » 15 50"13 2.1 Nov 5011 8 1890 Sept. 2 18 5:2 | o 24 52°65| + 3°007|—24 23 44°9| + 19'93 1888 Oct. ı6— 24 179 "63 406°9 1890 Sept. 2 19 5:81 029 5406| + 3:069|— ı 6376| + 19 88l13888 Nov. 25|— ı 68] 14 Ceti. 53"96 34'8 ı889 Dec. 17 "99 36'0 1890 Sept. 29 20| 9:0 |o 30 ı1°44| + 3°078|+ 2 ı6 2°7| + 198811887 Oct. 221+ 2 75 11"54 "8 Be 2 21 7:3 |o 31 34°98| + 3°108j410 49 52°5| + 19'836 1889 Sept. 14|+ 10 05 az 51'8 » 16 ; Schr Buzz » 19 35'13 ZT Oct. 15 rn) Ba Nov BZ, 5o I Dec 22 78.1032 21° 351-1 3uo79l42 27973031 75219 8511887 Oct. 22|+ I 108 21.52 Bra » Katalog von 1238 Sternen. 133 Te k Zu GER er ectascensi > Declinatio E 2 Nummerl|Grösse a Praecession as Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 23 | 6°8 | ol\zam 27508) + 3°069|— ı° 6'30°9| + 19'85|1888 Aug. 24|- 1° ® 75[ 15 Ceti. 2708 30°35 Oct. 16 27'106 30'7 Nov. 25 27°18 3979 1890 >. 72 24 | 9’0 [0 36 23°38| + 3°083|+ 2 5ı 36:0] + ı19-8ol1887 Oct. 22|+ 2 92 23'383 36'6 > 23 25 73|037 7'34| + 3':135|+16 3 42°8| + 19'79|1889 Sept. 14|-- 15 106 | 139 42°3 » 10 744 41°4 » 19 | 7'406 43°0 Ochs1s 747 2'4 Nov. 3 ; 1257 4353 » 12 | > 1:49 4174 Dec. 9 26 | 8°9 |o 37 10'98| + 3°083|4- 2 43 56°7| + 197911887 Oct. 22|+ 2 95 ENZT2 74 » 23 27 5°2jo4ı 17'20| 4 z'11g9[+-I1 22 22°7| + 19'73l1889 Dec. 9g|+ ıı 96 | 28 | 77 Jo 42 28'35| + z3:110|4 8 37 17°0| + 19'71 Sept + 8 110 28:40 7'2 Nov I2 29 9:0jo42 34°20| + z3’114+ 9 39 29°8| + 1971 Sept Lg. 9 90 34'09 Sr Nov. 3 30 8:0 1044 27°47| + 3'123|411 13 55'2| + 19°68 SEDEETOR TUT 102 2748 544 Nov. 12 31 | 58] o44 37°05| + 3:021[-11 14 13°9| + 19°67|1888 Sept. zı]— rı 153] 19 Ceti. 37'05 11:6 Oct. | 37:09 14-1 1890 Sept. 29 | 3702 14°8 >» 30 | 37'00 257, Nov. 12 32 | 85 |o44 4983| + 3°117[4 9 48 45°8| 4 19°67|1889 Sept. 1ol+ 9 97 49"87 45°0 Nov. 3 33 701045 4932| + 3 130|+12 II 12'0)| + 19'065 Sept. 14I+ Iı 100 49°34 KL? Nov 3 49°50 12"0 Dec. 9 34| 93 |045 56:33) + 3°085|+ 2 37 12°2| 4 19'65I1888 Nov. 25|+ 2 120 56°13 14'2 Dec. 13 35 8:31 0.46 23°42| - 3'1720| FIOo 0 123] + 19'64|1889 Sept. ı6I+ 9 99 235 130 Nov. 12 36| 8:3|0o47 383) + 3°117|4 9 12 24°0| + 19:63 » ı12l+ 9 101 37 | 95 |o 47 19°50| + 3'084|+ 2 29 58°8| + 19°63|1888 » 27l+ 2 124 38 8:41048 601 + 3'124[4-10 31 33°0| + 19°61|1889 Sept. 14|+ Io 105 | 39 6°5 [o 50 22'90| + 3'142[413 21 21°ıl 4 19'57 » 19|#+ 13 127 22'8;5 21°5 Nov. 12 22'092 7 Dec. 9 40 60 |o5o 30°56| + zrorıl—-11 51 46°0| + 19°57[1888 Aug. 24|—- 12 162] 22 Ceti. | 30°71 45'3 Sept. 21 30'47 45'353 Ocht.1G 30'58 45'4 1890 Sept. 29 3052 45'8 >» 30 | 30°52 45°0 Nov. 12 | 4I 8:8 1050 4355| + z:135|+12 7 3°1| -+ 19°50f18899 » zf+ ıı 118 | 42 | 82 |o5ı 3602) + z'135[+11 50 5°3| + 1934 Sept. 16]+ ıı 120 | 36°o5 5'4 Nov. ı2 Denkschriften der mathem.-naturw. CI. LXVII. Bd. 100 94 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Rectascension|,, . | Declination Praecession ; 5 Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890'0 1890'0 Nummer|[Grösse 43 94 | olisım 408584| - 38087I+ 2°43' 7'9| + 1888 Ne 135 40°55 8 44 Ba Re en 6 52 + 1889 118 ag 924 1 07527 37254 49 306) + 1888 137 31:49 34'2 46 | 9°5 |o 52 43°44 SAng E 138 47 | 770 |o 53 18:33 13 30°8| + 174 18:38 346 1890 18°31 3559 1836 34'9 18 OUSa lo 55, Ag 37 53 52°6| + 1888 112] Kreislesungum +35 'corrig., was durch eine Anschluss- beobachtung bestät. wird. 49 8.5. | 0,537 57701 0576 + 1889 143 5702 58°1 50 g9’o|o54 54'39 56 24°7| + 1888 114 51 9:8 | o 55 20'906 24 42'8| + 185 52 8:2 1055 28:8; 35 189) + 1859 115 | 53 8:0 Jo 55 36'00 IQ II’I| + 135 3596 955 54 8:5 1056 46°66 39 37°2| + 150 oT onsy org 25 1ı8°3| + 1888 192 10'25 20°4 | s6| 8:5 lo 57 10°96 32 47:2 + 1889 154 57 | Re 27 30°1| + 126 19'52 30-1 19'485 28'8 58 6-o|o58 9:38 46 371) + 1888 174| 26 Cetı. 9"33 30'6 1890 OST Sr 9734 38:0 59 9'0 Jo 58 14'97 23 420 + 1889 156 60 5:5 |o 59 16'87 21 16°4| + 1063 16°93 16°7 1700 16°6 61 HEOlI EL 05 0538 23 35°0| + 168 62 828 Ir 0% 17:00 26 45°9| + 1888 204 63 SEBEl 15.039578 43 29°5| + 1889 159 64 Szoyj.r. 2 Baeiro 16 33°9| + 104 2'600 348 65 STolT 2 42 49 306) + 116 - 66 8:61 ı 2 38:o1 4 08 + 119) 67 8-Huin 3 8-46 2 217 + 1888 234 68 6-2 2 4,827 346 5 186) + 7l1889 175 21'45 184 221] 33 Ceti. [01 - (22) Hr, o + 69 620, | TE 0 5 Kutalog von 1238 Sternen. I Rectascension! Declinatio Nummer[Grössel SION praecession] Denon Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890°0 | 1890'0 | : : | — = — = 70 8-8 | ıh sm 7506 35193|4+-17°48'25°2| + 1889 Nov. 3]+ 17° 2 166 71 RE In ee ee 3'181l4+16 ıı 31°7| + 1889 Sept. 164+ 16 123 13537 30°9 Dee. 9 72 S22 lu 5 727%27 3'167]+14 6 25°2) + Sept. 19)4+ 13 175 2714 26°9 Nov. 12 73 8:5] ı 6 58:90 3'184]4-16 ı0 49°9| + Sept. 14|+ 15 175 59'07 46°7 Nov. 3 74 O-5E 012 8% or 3181415 33 4°5) + > Seh 17 17'00 36, Dee229 75 8:3 | ı 10 1886 3’196|+17 3 12'7| + Nov. 3j+ 16 129 - 1893 12.5 » ı2 18°97 T2Ug Dee. 9 70 SEITE 1°18 3’o051l— 3 4 46°5| + 1888 Aug. 24|— 3 172] 39 Ceti. 1'18 46°3 Sept. 21 1.027 47°7 Oct. 18 124 466 Nov. 27 1.23 46°4 1890 Sept. 29 1'20 460 Nov. 12 ZI S2Sıl L ur 37.66 3'18gl+15 46 25°9) + 1889 >» 3l+ ı5 185 37.752 27'8 2312 TEN Sen I 7124 Enz 3'094|+- 3 2 6°3) + 1887 Jän. 3l+ 2 185] f Piscium. 7°43 6-3 Nov. 26 Bei der Beobachtung vom | 7'483 Le; 1890 Sept. 29 29.September 1890 wurde die Kreislesung um +20" | corrigirt. | 79 8201 1.127,2052g 3°208|4+17 59 52°0| + 1889 » 194 17 183 29'28 Br Noy. 12 Sol 75 |nu.17, 1272 3105|+ 4 9 47°0| + 1890 Sept. 294 3 190 Sı a | ey! 3'157l4+-10 47 32°8| + 1889 » 14l+ 10 171 5'27 32"1 310 5'43 329 A) 5'30 33°0 Nov. 12 82 75231, 72.227 29312 3'212|416 30 36°6) + Sept. 14|4+ ı6 154 2918 35°4 ns 29731 35.0 Sad 29'28 36°6 Nov. 12 83 SO 1724.219°73 28764—22 ıı 551 + 1888 Aug. 24]— 22 254| 48 Ceti 19°53 54°3 SEpEs2T Bei der Beobachtung vom 19°50 51'9 Deeız 29. September 1890 wurde | 19*51 54'2 1890 Sept. 29 die Kreislesung um + 1° 84 BEsallııse, 37837 2'925—15 57 47'8| + 1888 Aug 24l— 10 270| 50 Ceti 37"14 46°8 Sept. 21 3706 47°2 Dee. 03 Syart2 46°6 1890 Sept. 2 85 50/7 35. 42229 z3119)+ 4 55 521] + 1887 Nov. 264 4 293| v Piscium. 56 Das U 372 A219 3°179|+10 58 24°7| + 1888 » 25[+ 10 226 444 256 2227 871 5°8 | ı 4o 28-04 3.0100— 6 ı7 16) + Dec. 13] — 6 336 27'990 22 » 14 27'98 HT 1890 Sept. 29 27°97 209; » 30 27'94 207 Nov. 12 100 * 796 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, mL — — — — — — Rectascension Declination N Gr öss > ‚Praecession Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen Nummer|Groösse 1890°0 1% 1890°0 155 pP 8 kung 88 8.5 | 149m 37805| + 39268 +17°39'44'7| + 17'80j1888 Nov. 3714 46°3 » 89 9°5| 156 1423| + 3'275[+17 17 14 Zu > | 14'383 13'2 » | 90 7:3 | 158 10'38| + 3062| o 52 56) + 17'44 Dec. 61 Ceti. 10:32 4'9 > 10'33 DET ı890 Sept 10°27 623 , 10°32 6°3 Nov 91 9°5 | ı 58 44'383) + 3°2304-13 22 30°9| 4 17%42 1888 92 s-SsI2 2 47'91| + 3°240|+13 46 41'8| + 17'24 47'85 427 » 95 araleze 332 At 2:845[-18 15 o’I| 4 17'21 Dec S2.2 1’4 1890 Sept S27ı Ad Sept 32°73 358 Nov 94| Jıl2 3 35'31| + 3°038[— 2 5sı 9°7| + 172111888 Dec 62 Ceti. 3526 83 » 35'23 83 1890 Sept 35°18 72 > 95 6-3|2 5 327521] + 31704 8 1 .... + 17712[1887 Jän. 96 407] 27077 10Jor — 3er 8-19 „u... + 17°04 Jän. &1 Ceti. ; 10'12 48°8 1890 Sept 10°18 A » 97 5:41 2 17 30°574-+ 2°731]-24 18 59°1| + 165511838 Dec + Fornaeis. 30°59 57:3 « Bossa 59'2 1890 Sept 30° 33 559 > 98 47 | 2 20 3816| {8 2-8981 12 47 13°3| 4 1036 ıSSS Dec p Ceti. 3815 12°7 ar 38'10 let: 1890 Sept 3813 10°9 » 99 8-1 | 2 23 34°16| + 2991| - 5 50 ı8°2| + 16'24|1887 Jän. 100 as 2 26 82"50| — 2847| 15 43 40@3| 7 10707 1888 Dec s Ceti. 52°47 38'060 » "43 40°0 1890 Sept 41 3950 » 1ol TES01 2727820087. 42003] „122153250275 1.2210 04|1887 > 102 92 | 227 38°84| + 4'916|4+66 285 6 -+ 16'03[1888 Nov | ı03 | 770 229 agııl + zrorsi— 4 1 4178| 4 159211890 Sept So Ceti. 104 Bsbrll2.22 riss Deggo| 53a zer Sol1ı887 Jän. 105 6'ol 2 32 929 + 3°017|— 3 52 22°5| + 15791883 Dec 81 Ceti. 9'29 21°5 « 9°29 2227 1890 Sept 9'37 19:8 > ae Ce) u) 8'4| 2 32 5o‘74| + 2°898[—-11 53 44°0| 4 15 7611887 | 107 4’Il 257 32-49l + 2°055j-24 3 22°4| 4 14"33 ı8go Nov x3 Eridani, 108 S:S| 3 o 19:62] + 5'267|466 39 56°2| + 14'1611888 >» Katalog von 12358 Sternen. 797 a————————— un Se Rectascension| i Declinati s 2 ‚Nummer|Grösse 90-0 Praecession erg Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 2 = m = | 109 | 5°3 | alt zm 9564| + 3°045|— 1°36'28°8| + 13'73|1888 Dec. ı5|— 1° W457| 94 Ceti. 9:65 27'7 1890 Sept. 30 9"57 30'0 Nov. 12 110 50o|3 ıo 29°44| + 2'g912|— 9 13 44°0| 4 13'51|1888 Dec. ı5S|—- 9 624] £ Eridani. 29°35 2.8 1890 Sept. 30 29°35 44°3 Nov. ı2 Iıı 40 314 37'54| + z2'’664lI—22 9 29'8 CE 3225 1888 Dee. E51 22 584 r* Eridani. 37.235 30°7 1890 Sept. 30 742 SUET Nov. I2 112 6-o| 3 24 24°35| 4 2°831l-15 3 14°5| 4 12°59|1888 Dec. ı5|— 13 6062 24'21 15°1 1890 Sept. 30 24°2 10°5 Nov. 12 “ 113 so|3 25 9°78| + 2'973|—- 5 27 10’0| + 12'54|1888 Dee. ı5l— 5 074] 17 Eridani. 9'52 94 1890 Sept. 30) 9'45 I0"3 1890 Nov. 12 114 5o|l 3 31ı 1676| + 2'730l-17 49 52°6| + 12'12|1888 Dec. ı5l— ı7 0991 20 Eridani. 16°7 52°9 ı889 Febr. 8 16'067 55°4 ıSgo Nov. 12 115 g’ol 335 36°53| + 2°939|— 7 3 25°4| + 11'81lı888 Febr. 12|— 7 055 116 5:81 3 38 55°25| + 3°044|— I 30 38°8| + ı1'58 Dec. ı5j— ı 526] 24 Eridani. 55'30 39 9 ı889 Febr. 8 Sa 39°5 ıSgo Nov. 12 117 8:21 343 33°71| + 3°45914+19 13 49°8| 4 11'24 Febr. ıJ+ 19 000 118 8:51 346 14°84| + 3°463|+19 16 45°6| + ır'os » ıl+ 19 606 119 571347 15'064| + z'’gb1l— 5 41 25°0| + 10°9711888 Dec. ı5|— 5 7069| 30 Eridani. 15.03 24°4 1889 Febr. 8 15'59 24°9 ı8Sgo Jän. ıı 15'063 26°5 Nov. 12 120 8:81 352 9'38| + 3°009|— 3 ıı 21'8| + 10'61|1888 Febr. 12[l—- 3 647 121 8:51 358 4974| + 3°489|4+19 50 20°5| + ı10'1ılısgo >» 1+ 19 655 49°71 1707, 2.24 | 122 g9g’2|4 o 1347| + 3'493l420 o 20'5| + 10°o1 » 414 19 6064 | 123 6°4|4 ı 4rı3) + 2°687|—-18 20 5ı’0o| + 9°90 Jän. ı1]— 18 752 41'006 48°1 Bebr. CI 4I'ıs 50'7 Nov. 12 124 9214 2 29'46| + 3°49914+20 5 4201 + 9'84 Febr. 4|+ 19 070 125 0114 5 0°54| + 2°924—- 7 12 .....|+ 09°64l1887 » gi—- 7 758] 37 Eridani. | 0-61 44°3 1888 >» 12 Die Beobachtung 1887 | 0'506 420 1890 Jän. II Febr. 9 wurde um —+30$ | o'62 4352 Nov. 12 corrigirt. | 126 4414 6 2985| + 2°925I—- 7 7 30'9| + 9'53|1888 Febr. ı2l— 7 764] o! Eridani. 127 9514 6 56°63| + 3°504|4+20 7 4°8| + 9°49l1890 » 4] Anonyma Steht auf Chacornae'’s Karte. 128 48|4 9 9°65| + z'852|—10 31 48°0| + 9'32[1889 > 8]— 10 867| A Eridani. 974 48'1 1890 Jän. ıı 9:88 49°9 Febr. 26 9'72 49°7 Nov. 12 129 8:8 | 4 ı0o 52'29|l + 3'51014+20 14 26°9| + 9'19 Febr. ı]+ 20 725 52'20 2322 tg 130 9°214 ıı o0°o7| + 3°512|4+20 ı7 31 + 918 » .4|4+ 20 727 798 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, IN ']Gröss Rechese spp p aegensi n Dleehon Praecession Epoche [Durchmuster Bemerkung IR ummer] Grosse 1890°0 raecessıo 1890°0 acces“ poOcC c sterung) emerkungen 131 5‘o | 4lısm sısos| + 28614|—20°54' 7'6| + 1889 Febr. W831 | | raTz 84 1890 Jän. | 5105 83 Febr. 51'19 9°0 Nov. | | 132 481417 4521| + 3°44514-17 11 17°6| + 1889 Febr. 714] 8? Tauri. | 133 Se 2:19 + 2'988— 4 0 2'3) + 1890 Jän. 818] 5 Eridani. 2'20 XI Febr. 2'38 a] » | 134 | 50 | 4 22 9°07| + 3424106 06 47'3| + 1887 605 | 1351| 5'0 | 4 26 14:05) + 30661— o 10 50°3| + 1889 713| 45 Eridani. 15'03 47'6 1890 I5°11 51 | 1306| 8:5 [a 35 36°14| + 3°595[+22 43 49°5| + 1887 >» 737 137 451435 3779| + 2z’621l—-19 52 62°0| + 1890 Jän. 988] 54 Eridani. 37.282 58'6 Febr 3800 5955 > 138 8:01443 41°'43| + 2'702|—-16 21 41°2) + Jän. 958 139 541445 ı14'05| + 2°6g991—-16 24 32°1| + » 964] 60 Eridani. | 14'10 31°5 Febr 14'42 33.8 » 140 var. 4 54 49'06| + 2°783I—-12 42 04 + 1888 Dec. 1047| 64 Eridani. 49'07 og 1890 Jän. 4901 LT Febr 141 9:8 |4 57 56°07| + 2’gııl— 7 7 40°7| + 1888 Dec 960 142 | 95 | 459 31°09| + z’gıı|- 7 8 36°0| + > 965 143 9 oI5 o 4432| — z2'’914l- 7 0 242 + » 972 144 5215 o 5672| + 3°505I+18 29 47°2| + 1887 Febr 779| 104 Tauri. 56'90 48°7 März 145 gas 5 1 2 2er a7 N ATaulet 1888 Dec 976 146 | 9315 4 14'901 + z’g15[— 6 56 97) + » 1096 Zi | Fo ee IE RE > 1000 148 zol5 8 15:8 + z'883]— 8 16 39°9| + 1887 März 1059| Kreislesung für diesen und d. darauffolgenden Funda- mentalstern um -+2' corrig. 149 EOS 17 BAazul 7 aasıı 17 KO Febr. 919| Praecedens beobachtet. 5493 516 1888 >» 150 551518 0301 + 3481-17 16 49°2| + 1887 >» 920] ııı Tauri. 0'41 2'8 März 0'29 48°8 1888 Febr. 151 6:0 | 5 20 45'23| + 3°497|117 52 24 + 1887 März 928 152 31 | 5 23 31°84| 4 2z°570j 20 50 50.5 + ıSI18g90 Jän. 1096| B Leporis. 153 9:51 524 52'34| 4 3'063] 0 24 37°3| + o6|1888 Febr. 975 I Be 9°3| 537 4304| + 31544 3 30 10°6) + 95[1889 >» 1017 43'07 6'9 1890 Jän. 155 6:31 548 26°04| + 3°551|419 43 40°4| + "01l1887 März 1126| y? Orionis. 156 | 82|548 47:43) + 3°047|—- 1 5 57°5| + 98|1890 >» 1059 Katalog von 1238 Sternen. 139 u 1 T Nummerl|Grösse Rectascension pn, „ocession Dean Praecession Epoche Durcehmusterung Bemerkungen 1890°0 1890°0 - | 157 5°7 | 5t54m 33508| + 3$001l— 3° 4'45'4| + 0'48|1890 Jän. 30|— 3° 1256 33719 40°0 >» 31 3318 406°4 Febr. ı 3315 46° I 2:27 33'23 45'06 März 12 158 5:61 5 56 56°90| + 3'55114-19 41 30°1| + 0'27|1887 » 31#+ 19 1186| y4 Orionis, um +20 corri- girt. 159 6‘2|6 8 2256| + 3°537|+19 ıı 36°2| — 073 Dec. 2j+ 19 1270| 71 Orionis. 100 475109 29-351 — 2792601 - 6-74 531°] — o'S2|1890 Jän. 30|— 6 1469] 5 Monocerotis. 29°40 30'2 > 37 29'40 25°9 Bebr. 71 5 29'52 304 März 12 29'44 290 I ) 161 9253710212 1’99)-+ 6'223|4+67 2 227) — 1'05[1888 Febr. ı2|+ 67 425| Rectascension der 1. Beob- 284 27 >» 28 achtungunsicherbeobachtet. 162 70o|6 12 24°85| + 2'821l-1ı0 41 7°4| — ıo8]1Sgo Jän. 30|— 10 1455| © Monocerotis. 24 88 6'8 sr 24°79 7a Febr. ı 24°97 61 März 12 24°94 6°1 Tz 163 9°5|6 13 5179| + 6'230|4+67 5 257) — 12111888 » 4l+ 67 427 164 9°3 |6 19 26°98| + 5°504|+61 ı7 16:9) — 1'70|1888 » 414 61 8861 Position durch Anschluss controlirt. 165 9:3 |06 ı9 32'853] + 5'537|+61 36 28:7| — 1'71|1888 Febr. 12]+ 61 887 166 © 61 34'406) + "sıol+61 20 52°3| — 1'71|1888 März 4 Anonyma Position durch Anschluss 975 93 575 52'3 7 J controlirt. 167 9°:3 [6 21 46°00| + 5'568I4+61 55 344] — 1'90[1888 Febr. 28[+ 61 891 168 43 1 6 22 26°01)| + 3'564|420 16 5o'8| — 1'96[1887 Dec. 2j+ 20 1441| v Geminorum. 169 9:0o|6 27 59°24| + 5'52514+61 34 59°3| — 2'44Jı888 März 4]+ 61 894 170 7:3 | 6 28 29°95| + 5'522|4+61 34 4°2| — 2'49 Febr. 12[+ 61 8906| 10 Lyneis. 30'006 8° März 4 171 6:5 |6 35 26°13| + 3°086)+ o 35 50°6) — 3°og|1890 Jän. zıl+ o 1546 2612 49°7 März 13 2608 49°2 » 27 172 9°4 1 6 39 30°46| + ı1'278|480 52 540) — 3'44|1888 Febr. ı2[+ 80 221 29'72 Eu) or 29°71 53°1 März 173 9:4 | 6 39 43°46| + 10'585|+80 3 30°0| — 3'406 Febr. 28[+ So 223| Praecedens beobachtet. 43'30 2757 März 174 9:3 16 39 55°00| + 11'237|4+380 5o 25°ı) — a=A7 Febr. 28[+ So 222 55'22 2358 März 4 175 5-1 1650 5123| 4 2°598|—-19 59 48°9| — 4'42|1890 Jän. 31|— 19 1610| 19 Canis majoris. 51'28 499 März 27 2701126502 102547 52A7 0 224591 25 15 5450 4569 Jän. 31]— 25 3804 5"40 54"8 März 27 177 5’ol657 27'ı1l + 2'980I— 4 4 49°4| — 4'97 Jän. 31l— 4 1788| 19 Monocerotis. 27'06 48°8 März 27 27E.US 48°4 » 28 178 5517 4 4591| + z2’981l— 4 3584| — 5'59 Jän. z31l— 4 1840| 20 Monocerotis. 45'82 Bis März 27 45°87 578 » 28 S00 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, | Nummerl|Grösse ae Bin Praecession Sal maez Praecession Epoche Durcehmusterung Bemerkungen 1890°0 1890°0 —— —— — — ——— ll — a Ep ET — 179 77 | zZ 7m 33535) + 33458|416°46' o0’ı| — 5'83j1887 Jän. 9gl+ 16 1419 180 8417 8 1283| + 3'458I4+16 47 ....| — 588 914 106 1423 12'89 39'0 1ı88S März 4 181 9'217 8 27'59| + 3'458[+16 47 82) — 5'90 4l+ 16 1424 182 8s:6|7 8 40'460) + 3°4060l4+-16 5ı 41°7| — 5:03 Febr. 28[+ 16 1426 183 9517 9 4963| + 3'400l+16 553 So) — 6°o1 2S[+ 16 1430 | oa 5:0]714 5'553) + 2'498|—-24 21 32°1|l — 6'37|1889 März 13|— 24 5173| 29 Canis majoris. 5.58 33°3 1890 » 27 5:80 29'9 28 185 6‘ol|l7ı5 27'47| + 3°548|]420 37 28 — 6'48[1887 5I+ 20 1775| 56 Geminorum. 180 9°5|7 16 45'360) + 5'34514060 56 44°4| — 6'59|1888 Febr. 28[4+ 61 969 45'306 45°7 März 187 6:61 710 45°59| + 2'878|— 8 46 18:6) — 6'59|1889 13l— 8 1872 45°51 22°4 1890 » 27 45"55 17°9 28 188 OS 770 Ruka|-t ebn2l 28 0,24=8| = 7660 » 28|4- 23 1098 189 I 6°5 | 7 20 27°48| 4 3'541|+20 28 37:0) — 6°o00l1887 Jän. ol+ 20 1805| 61 Geminorum. 190 6231 722 auss7ı 208521 17 20 3970 7'08|1889 März 13|— ıı 1951 3 474 I8Sgo » 27 4145 3°8 > 128 191 541729 2001| — 2’571I—-22 3 32°5| — 7'62|1889 » 13[— 21 2007 20'065 BAuE 1890 Jän. 17 20'67 319 März 21 20'58 ar » 27 2071 Sun » 28 192 7z'ı| 732 42'53| + 2°902|— 7 52 44°3| — 7'89 Jän. 31|— °7 2088 42°37 432 Febr. ı 193 5'417 33 10012 52555747701 -1-17 25552023 2 7'93[1887 Jän. 9|+ 18 1701] f Geminorum. 7-67 28:0 » 18 ae) 281 März 5 751 29°2 u: 194 4°0|735 59°51| + 2'873|— 9 17 42°8| — 8'106l1889 » ı13l— 9 2172| 26 Monocerotis. 59737 43°4 ı8go Febr. ı 59°57 45°7 März 21 59'49 41'7 >». 27 59'59 41°5 » 28 195 51 | 7 39 45°42| + 3°485|4+18 46 39°7| — 8461887 Jän. 9|+ 18 1733] Sı Geminorum. 453 387 » 18 45'34 41'8 März 5 45 "31 41°0 » 6 196 54 | 7 40 39'20| + 2°935|— 6 30 ı1ı'3| — 8°53[1890 Jän. 14]— 6 2281 197 6°0 | 740 52'97| + 2'764|—14 17 49'8| — S'54l1889 März 13|— 14 2199| 4 Navis. 52'87 7 1890 Febr. ı 52'94 48°7 März 27 3,02 48°3 » 28 198 711742 5321| + 2'0935[|— 6 30 8°7| — S8'70 Jän. 14I— 6 2305 53739 10'2 >17 199 3:9 1 7 44 5349| 4 S-ıı8l 2 ıı 3100| — 8:86 » 14|+ 2 1801 200 | 9°31 744 55'860) + z’ı14l4+ ı 59 55°5| — 886 » alt 2 1802 201 911744 57'98| + 31164 2 4490| — 8'87 » 14l+ 2 1803| Sequens beobachtet. 57:88] 44°4 Febr. ı Katalog von 1238 Sternen. 801 Re stascensi 5 Declinatio r 5 NummerlGrösse ee [Praecession en |Praecession Epoche |Durchmusterung Bemerkungen 202 6°5 | zhasm 14584| + 38080|4+ 0°21'27'3| — S"8ol1890 Jän. 1ı7|+ 0° MW 2108 14'81 25°9 >» 31 203 571745 59°50| ++ 3°115[4+ 2 2 950°g9 — 8'095 >» I141+ 2 1808 59'064 48°5 Febr. ı 204 571746 40:68) + 2'783Il—13 30 24°3| — 9 ooJı88g März 13[— 13 2267| 9 Navis. 40'75 23133 1890 Febr. 4 40'066 23°0 März 27 4071 23°3 28 205 931 747 5977| + 3'082|+ o 26 19°4| — 910 Jän. z31[+ o 2117 200 823 | 7 48 2:58| + 3'085|4+ 0 37 1'7) — 912 Bar oo 2119 12°6 ö Febr. = 5 4'7 ebr. 4 207 6°0 | 7 49 ı15'02| + 3'509|4+20 Io 26°2| — 9°2011887 April 2i+ 20 1940| 85 Geminorum. 208 8:31 749 58°85| + 2°982[— 4 23 10:0] — 9'26|1890 Jän. 14|- 4 2143 58'91 8:8 Febr. 4 ® 209 71 Il 750 3437| + 2°749I—-15 17 19°5| — 9'30 Jän. 31J— ı5 2133 341 18°8 Bebr. 1 210 vn | ag 9065| + 2'7501—--15 13 5906| — 9”37 Jän. 31J— ı5 2143 9°47 58°5 Bebr- I 2II 7ıl 7 51 312°53| + 2°638I—20 10 14°3| — 938 lang 141 20 2284 3160 10°6 REDET 212 8:3|7 52 5°94| + 3°085|4+ o 35 30°7| — 9'42 Jene, Sy) Be) 2142 5'94 3U:3 Febr. 4 213 4°3|7 52 7°72| + 2"582|—-22 35 13:6) — 9g42|1889 März ı3l- 22 2087| ıı Navis. as 12°4 18900 » 27 7-82 ı1'6 » 28 214 771753 3°521| + 2°641l-20 7 59°4| — 09'50 Jän. 14l— 20 2302 215 84 | 7 53 ze’ıol + 2°977I— 4 38 12 _ 9'52 Jän. 14I— 4 2158 20'03 13°1 Bebr. ı 210 SEA TESTS 22077) 2437,41057 209556 Jän. 14l— 4 2160 27 Ze Febr. ı 217 4917 54 14°42| + 3°0053I— 3 22 49°9| — 9'5911889 März ı3]— 3 2157| 27 Monocerotis. 14'45 49°5 1890 » 21 14'43 48°2 27 14'406 48°0 » 28 180 70755 Los 227 4 3a Ası7| = 09565 Jän. 14— 4 2106 1'062 40°4 » 31 219 628 117255 19) + 3°020|— 2 34 50°9| — 09:66 Bebr. 1 2 2379 222 49'5 a 220 9:01 755 52°5060| + 2:09006I— 8 4 50'1|l — 971 4— 7 2313 zn 931755 53°74| + 2°908|—- 8 o 46'2| — 0971 di 2311 222 8'417 56 30°00| + z°’gıol— 7 54 35°5| — 9'760 Jän. 17l— 7 2319 223 881758 4'501 + 2°0645I—20 10 5'8| — 09:88 Jän. 31l— 20 2353 404 35 Febr. ı 224 9’0o| 759 39'14| + 2°895|— 8 47 6° — 10'00 Jän. 14|— 5 2211 39 40 10'3 Febr. ı 225 8518 o 4116| + 3°085|4+ 0 37 14'0| — 10°08 » 4+ 0 2185 41'28 13°6 März 21 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 101 802 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, = a stascensio R Declinatio 5 Nummer] Grösse en N Praecession De |Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen = | n = 4 226 7:5 | Sh ım 6s15| + 28662|—-19°34'42°5| — 10’1111890 März 27|— 19° MW 2240 6°15 41'060 » 28 227 | 8-23l + 2'891|— 8 55 19°6| — Iorıı Jän. 14J— 8 2221 8:31 222 Hebr. 228 6-olS ı 9°'46| + 2’Sgıl— S 55 46°7| — 10-11 Jän. 14]— 8 2222 9:44 47'0 Febr. ı 229 5:4|8 ı 17'45| + 3536421 54 2'2| — 10'12 März 2914 22 1802 230 8-5 [8 ı 21°03| + 3°082|4 o 27 ıı’2| — 10'13 Febr. 4+ o 2192 231 8-ol3 ı 3462| + 2°664|—-19 30 38°7)| — Io’ıs Jän. 31J— I9 2243 34'063 35'4 März 2 3470 364 » 28 232 SE2a 287 Ir gr = 12052 | 20 ET UE » 281— 19 2245 233 9°0o|8 ı 4600| + 3'083|4+ o 31 I2'2| — 10'106 Febr. 4l+ o 2193 4600 137 März 21 234 8518 2 3811) + 3°082|+ o 27 20°2| — 10'22 Febr. 4I+ 0 2195 3804 21° März 21 235 8518 2 5149| + 3'082|4 o 27 10'5| — 10'24 Febr. 4|+ o 2199 51°35 14°5 März 21 236 8-318 3 39°73| + 3'077|+ o ı2 16°6| — 1o'30 Jän. 14l+ O0 2203 39794 134 Ss 30-7 14'1 Febr. ı 237 8:1 ]|8 4 12°46| + 2°956|— 5 48 I5'5| — 10'34|1887 Jän. ı8I— 5 2381] Corrigirt um + 1° in Declı- nation; Druckfehler. 238 7'6|8 7 28°41| + 2°420|—-29 52 59°0| — 1IOo'5gl1890 >» 14l— 29 5713 2848 61°4 Febr. ı 28°35 59"6 A 239 9°2 1 8 ıı 26'853] + 3'496|+20 38 56°5| — 10'88|1888 März 25|+ 20 2039 240 74 | 8 ır 30°92| + 2'972|— 5 6 54°9| — 108911887 Jän. ı18[—- 4 2284 241 9-oI8 ıı 3341| + 2°975|— 4 58 9°5| — 10'8911888 März 29) 4 2285 242 7518 ı1ı 4915| + 2°974l— 5 I 54°2| — 10'91|1887 Jän. 18 — 4 2288 243 6:3 |8 ı3 10'701 + z’8530l—ı2 ı5 36°9| — 11'01|1889 März 13]— 12 2449 10'74 Erik! 1890 Febr. ı 10:64 a7 » 4 10'68 ae7 März 19 10'72 359 >» 27 244 6'o | 8 ı3 56°03| + 3°506l+21 15 39°5| — 1106 » 2914- 21 1817] Rectascension um —ıM eorrigirt; Kreisablesung um —+ro' verbessert. 245 951815 34'34| + 3°488|-+20 31 26°8| — 11'1811888 » 31j4 20 2005 246 8:8] 8 ıı6 41r'40o| + 3°4831420 22 ı2’ı| — 11'26 » 25j+ 20 2070 247 9:3 | 8 ı7 38°ıol + 2°959I— 5 50 54'3| — 11'33|1887 Jän. ı8[— 5 2515 248 9°5|8 119 ı5°13l + 3'478|+20 17 41°2| = 11'45|1888 März 31|+ 20 2080 249 7:8 |8 21 29°'60| + z°962|— 5 48 36°3) — 11611887 Jän. ı8[— 5 2529 250 8:518 23 5°'44| + 3'484|+20 47 38°5| — 11'72[1888 März 25|4- 20 2095 Katalog von 1238 Sternen. 803 — er eg rer ee es Nummer|Grösse sach Praecession Seelmeren Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890'0 1890'0 251 8-8 | Sh2gm 25521] + 3°304l+13° 7'17"3| — 11'8g|18g0 Jän. 17|+ 13° MW 1935 2552 15°0 Febr. 14 252 g’-ı IS 26 1623| + z°’961|— 5 56 55:3] — 1Ir’g5j1887 Jän. 1SI— 5 2564 283 5:61 826 34°35| + 2'699I-19 ı2 18'8| — 11'97|1889 Febr. 13|— 19 2438 34737 2170 18900 » 4 3421 25°5 März 19 | 34"37 22°1 > 2ı 254 8:3 | 8 28 30°25| + 2’0963I— 5 50 36°9| — 12"10|1837 Jän. 18[— 5 2573 | | 255 9:31 828 3345| + 36531428 34 2'6| — ı12'1ılı8s9g0 » 17|+ 28 1625 | 33:89 0'o Febr. 14 - | =5© 58 830 Bd re Zr ZI er a | 2540 611 15'0 April 9 6'10 13°8 1890 Febr. 4 3 2) 1 6°08 1507 März 19 6'13 1357 » 21 257 637.108, 32 2u 7A = 2©8A51 12 2 13er 1237 Febr. 14I— 12 2607| Kreislesung um + 10'corri- girt. | 258 781832 35°53| + 2°846l—12 9 13'3| — 12'39 14l— 12 2bogl Kreislesung um +-10'corri- girt. 259 5718 34 48°88| + 2'849|—ı2 5 ı1°6| — 12'54|1889 » 131— It 2420| 6 Hydrae. | 48°76 14°2 April 9 | 48°74 15'0 ı890 Febr. 4 4906 13°4 » 14 48°68 14°4 März 19 260 8:31 8 36 53"02| 4+ 3'4201418 32 39°5| — 12'68118857 >» 20j+ 18 2022 261 6:o | 84r 40'44| + 3°046|— ı 29 41'060) — 13'00|1889 April 9|— 1 2130| In Rectascension um — 15 40'49 390 1890 Febr. 4 eorrigirt. 40°87 40°4 > 14 40 40 2u März 19 262 6°2| 8 aı 4469| + z'735I-ı18 zı ı8°S| — 13°01|1889 April 9|— 18 2474 44'81 19°5 ı890 Jän. 17 44'063 10'3 Febr. 4 44.°67 19'4 März 19 263 g-ı | 843 47'064] + 5'152|464 6 1175| — 13'14 Jän. 31]+ 64 711 47'79 10'2 Bebr. I 204 9:3] 844 1023| + 3'A412|418 36 3°5| — 131711887 März 20l+ 18 2054 265 6:71 844 53'95| + 3°3564+15 44 30 8| — 13 21 » 7] ı5 1917| 54 Cancri. 266 851845 47°'95| + 2°978I— 5 21 47°ı|l — 13'27 Jän. ı8[— 5 2648 267 6:31 8 46 10:08) + 2'954|— 6 45 56°5)| — 13'30|1889 Febr. 13] — 6 2743| 15 Hydrae. 10'04 576 April 9 10'12 55'8 1890 Febr. 4 10'04 50°6 März 19 268 8:51 8406 4849| + 3°344l+15 13 46°2| — 13°34|18897 >» 11-15 19271 \ 4836 49'9 » 20 269 8:81 847 48°00| + 3°343|4+15 14 42°1| — 1340 » I1+ 15 1930 3 les 888 ne \ Die Beobachtungen von +1,97 457 I Ares / 1887 März ıı um — ı 270 8:51 848 4278| + 3°341|+15 ı1 ır1| — 13'46118897 » + 15 1934 SPTTIEIEN. 42'"81 326) » 20 271 | S'ı | 848 53°44| + 3°3401415 8 5060| — 13'47 » 114 15 1936 53'062 49'0 >» 20 LONz su4 Johann Palisa und Friedrich Bidschof. ‚Nummerl|Grös se REES Praecession Deo \Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 1590'0 1890'0 S 272 9°4 | S"4gm 47°83| + 3°505|4+23°39'46°8| — 13°53|1890 Febr. 14+ 23° „MW 2017 47'44 49'8 März 17 47'067 50°4 ee) 273 9'218 50 38'560) + 3'506l4+23 47 14'5| — 13'59 Febr. I4]+- 23 2020 3843 134 März 17 35'40 176 » 19 274 er 6°82| + 3°349|4+15 44 37°5)| — 13°62|1887 Jän. ı1l+ 15 1945| o! Ganeri. 7'07 38°o0 » 18 6:89 38:6 März 7 275 6'0o|8 53 34'20| + 2'799|-ı15 42 48:6) — 13'781889 Febr. 13|- 15 2056 3413 48°6 April 9 276 8:518 53 3842| + 3°285(+12 21 33°3| — 137811888 7i4+ 12 1951 277 S-4| 8 59 31°02| + 2°735I—-ı19 37 46°6| — 1415 7 19 26010 278 8s90|9 2 4355| + 3'378|+18 7 241 — 14°35 » 7l+ 18 2128 I Fee) Aal 9-3 2’ı2) + 3°459|4+22 29 24° — 14'37|1890 Febr. 4|+ 22 2o01J & Cancri. 2'05 22: März 31 280 5819 3 19'190) 4 2'939I—- 8 8 43'3| — 14'38|1889 Febr. 13] — 8 2588] 19 Hydrae. 19'16 44°2 April 9 S 19'19 Aa 1890 März 9 19°19 43°3 2431 281 9319 3 43°40| + 3'377I+18 7 54°4| — 14'41[1888 April 7|+ 18 2132 282 7319 4 20'160) + 2'917|— 9 29 31°4| — 14'44l1889 März ı9I— 9 2755 283 8s:9|g 4 38'889) + 3'315[+14 42 21:6) — 14°46lı890 Febr. 14l+ 14 2041 38'76 23°0 März 17 284 _ 9 4 4785| + 3'370I+-183 ıı — 14°4711887 Febr. 16 Anonyma 285 6'3 9 072.30752127> 22752 —19 17 54'9| — 14'060 1889 » 1I31— 19 2044 5639 54-4 1890 März 19 256 | 10 9 7 1874| + 3°285[+13 3 ı1'5| — 14'062|1887 Febr, 25 Anonyma 287 6°5|9 7 20'301 + 3°437|+21 44 10:3] — 14'06311890 4] 21 1991 288 9519 7 23'98| + 3'284|+13 o 55'5| — 14'6311887 April 9|+- 13 2054 289 6'919 8 50°53| + 2°842|-ı4 14 27'2) — 14'72|1890 März 31ıl— 14 2786 290 92519 9.392641 — 3W258l--11 37 22°5| — 14276 Febr. 14]+ ıı 2004 291 831910 4'42| + 3'307|+14 35 27’1|l — 14'7911889 April SI+ 14 2057 4'42 270 ı8Sgo März 17 292 9'019 12 1ı61| + 3°366{+18 ıı 24°2| — 14'90|1887 » 2014 IS 2162 293 8:3 | 9 ı2 56°06| + 3°248I+11 10 45°8| — 14'96 April 9|+ ıı 2008 294 5219 16 37'37| + 2'655I—25 29 50'4| — 15'17l1890 März 31[— 25 7114| 0 Pyxidis. 295 9:31 916 37'64| + 3'252|+ı11 36 39°0) — 15'1711887 April 9|+ ıı 2020 296 70| 9 1ı83 33°65| + 3'356|+18 8 56°4| — 15'28 Febr. 3[+ 18 2183 297 9’ı | 9 20 45'22) + 3'270|+12 59 2'9| — 15°40 April 914 13 208g] In Rectascension um —+ı" eorrigirt. 298 9°5 | 9 2ı I0'68| + 3'270|+13 o 32°0| — 15'43 » 9I+ 13 2090 299 7'5| 925 35'07| + 3°3164+16 15 ....| — 15'067 Febr. 25[+ 16 1984 35'38 1503 1888 April 7 Katalog von 1238 Sternen. 805 Rectascension Deelination NummerlGrösse 1956:0 Praecession 1890°0 Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 300 85 | gh2sm 49591] + 28860|—14°20' ı'2| — 15'068|1888 April 13|— 14° „X 2872[| In Rectascension um +20° eorrigirt. 301 4'819 26 22'49| + 3'062|— 0o 42 2°4| — 15'71[1889 März ı9l— 0 2211| 8 eorrigirt. wlan 181 10 1988 91 2'8 Febr. BD NW - a (27) [297 = [9 - > a je - - in 1 in - [e} oo =. 27} [o] + 3 Ne} (5) SI 40°21) + 3'3806[-+20 48 38:1 — 15'78 April gj+ 20 2339 306 9:1 |9 31 32'23| + 3°384|4+21ı 8 25'0| — 15'99|1889 März 19) 21 2065 32°54 19'8 April 8 307 9°319 31 33°57| + 3'3781I420 44 26°2| — 15°99|1887 9|+ 20 2345| In Declination um —ı? corrigirt, Rechenfehler. Febr. 2 309 9%5.1 9 34 20:54| 4 372741474 15...) — 16714 5 "78 April 7 [5] © I ee SI D [2] [2] nr ° in [97 oo SI a | - [997 49 62’0l — 16'17|1889 März 2917| # Hydrae. - [277 April ıSgo Febr. ı März 3 Lu SE N SEC} °© ws o . D os on Oo w - - [0] in Me} 1977 in D [e3 n Yo} [977 [e>7 1957 Bj [0] [077 [977 - 06) | ı6°19j1887 Aprii 9 Anonyma In dieser Position kommt in der Bonner Durchmuste- rung kein Stern vor. Cor- tigirt man in Declination . 8 Si = um —ıo', so erhält man einen Ort, der nahe mit dem A.G.Katalog (Berlin, Auwers Nr. 3894) zusam- | mentrifft; corrigirt man die Rectascension um +1", so stimmt sie mitjenervon Nr. 748 des Greenwicher »Seven years-Katalog« u. | | mit jener von Nr. 1192 des »New Seven years« Kata- logs überein, die Declina- tion weicht aber um 20" von den bezüglichen An- | gaben dieser zwei Kata- loge ab. 312 91 19 36 ı15°48| + 3'347|+19 ı6 29°2| — 16°24|1885 » 7I+ 19 2244 [977 - [977 Ko] [977 Ko} ws oO D in > oo ws -365[4+20 28 5'9| — 16'24 » 13j+ 20 2365 ws - + Ne) wi Ko] [27] [-3 [2,1 [0,0] *ı7| + 3°'271|4+14 14 47°9| — 106'27l1887 Febr. 314 14 2132 "379121 24 54°7| — 16°28|1888 April 714 21 2084| Kreislesung um — 1° corri- | girt. [057 - in oo = Ne} w SI > a SI 1077 316 8-6 19 37 42°98| + 3°'2701+14 13 57'5| — 16'31j1887 Jän. ı8I+- 14 2135 319 82821097370. 4787,26 3:2721.:.24.,18 19°6| — 16°31 » 18|+ 14 2137 806 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, = 7 Rectascension|,. an Declination |, Er ent : Nummer! Grösse STB |Praecession ; Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen | 1890°0 | 1890'0 318 9°4 | gN39m 28515) + 3°365|420°48'42'8| — 16'40|1888 April 13|4+ 20° MM 2376 2824 43°8 ie) 28'04 46°8 17 319 851939 49"69| + 3°380l+21 50 550) — 16'42 7I+ 21 2096| In Rectascension um + 108 corrigirt. 320 9°0|940o 6'19| + 3'3791-H21 49 46°5| — 16'43 » 7l+ 21 2101 zer 9 9 41 30°59| + 3'267|+14 22 3°3| — 16°51Jı887 Febr. 3 Anonyma Steht auf Chacornae’s Karte. 322 8:31 942 2807| + 2'grı|l-ı2 4 ı2°4| — 16°55|1888 April 7]— ıı 2722 27'81 141 >12 27'82 16°3 1889 März 7 | 27'063 13°5 ui 323 8:71 942 40'26| + 2°g912|-ı2 2 56‘0l — 16-56j1888 April 7|— ıı 2724 39792 56'8 arg) 40'10 59'4 ı889 März 7 40°00 59'0 ag 324 921947 31'41| + 3°230l+12 9 50°3| — 16'79|1887 Febr. 3|+ 12 2108 | 31'79 Gries) 1888 April 7 325 911947 42'94| + 3 2301412 ı0 31'9| — 1680 » 7l+ ı2 2109 320 de) 948 3436| + 3°227|+12 ı — 16'84|1887 Febr. 25 Anonyma Position controlirt. 327 5'51949 40'92| + 2'832|—ı8 29 19°9) — 16°90|1889 März 19|— 18 2810 i 40'98 20'4 April 8 40'91 20°4 ı89o März 31 328 9:4 | 950 ır'ıı) + 2°960|— 8 52 20°5| — 16'92|1888 April 17]— 8 2796 N | 329 9'5 | 9 50 30'08| + 3'258|+14 32 ı2'3| — 16°94 » 13[+ 14 2165 30'19 15°4 » ı6 330 S:41 9 5ı 39°07| + 2’962[— 8 5ı 10:8| — 1699 ı7I— 8 2807 331 9°5|951 4898| + 3'223|+12 ı 35‘2| — 17'00[1887 Febr. 3|+ ı2 2122 49° 14 366 » 2 332 525, |,9 520°18°33| 5 32351412 158 8-3] = 17,102 Jän. ı1J+ 13 2183] v Leonis. 1835 9"3 März 7 18°32 74 1890 > 333 651954 0:67) + 312014 3 54 37'0| — 17:10[1888 April 23l+ 4 2276| ı2 Sextantis. 0:69 35'7 1890 März 31 334 901954 7'71| + 3°'17644- 8 27 45'8| — 17'10|1887 April g9l+ 8 2299 335 9:5|954 12'32| + 3°176|+ 8 28 5g‘°o| — ı7'ı1 > 9g+- 8 2300 330 9:51954 13°96| + 3'24014+13 31 28°2| — 171111888 » 714 13 2189 13'86 280 SE) 13'88 2ER » ı6 337 10 9 54 28°24| + 3°2404+13 30 60°5| — 1712 200077 Anonyma Position controlirt. 28°26 59°6 >70 338 9-1 | 9 55 20'88| + 3'323|+19 52 5o'ol — 17'16j1889 März 19|+ 20 2417 Zere I) April 8 33€ 8:6 | 9 57 3108| + 2'956|— 9 42 27°7| — 172611888 >» 7l- 9 2979| Beobachtung 1888 April 7 3066 SER! ı889 März 7 in Rectascension um — IO$ 30'88 32'0 » 19 corrigirt. 30'58 31'2 April 8 340 941957 3671| + 3°'196+10 ı6 19°8| — 17"26j188S8 >» ı16l+ 10 2099 Katalog von 1238 Sternen. 807 nn Nummer[Grösse Seren [Praecession ee Praecession Epoche Durchmusterung! Bemerkungen 341 8-o | gh5Sm 23573] + 23958|— 9°37'12"4| — 17'29|1888 April 2 2984 23°75 16°4 1889 März 23'960 13'3 - 342 9-1 1959 4'51l + 3'196l4+-10 22 49°8| — 17'33|1887 Jän. 2102 4'19 49'8 Febr. 4737 494 Be 4:08 BT 1888 April 343 451959, 4599| 4 2"9231 12 31 5473| — 17.735 » 3073] v? Hydırae. 46°03 541 Nov. 46°07 55'4 1889 April 46°07 54'3 1890 März | 344 g:o lIıo o 3961) + 3 o61l— o 57 22°5| — 17'39|1887 April 2294 " 39'74 25°4 1889 März 345 34 lIo ı zo’ı1r) + 3'278[+17 17 54°8| — 17'42|1890 2171] 7 Leonis. 346 g’o [Io ı 5819| + 3°205|+1I 22 19°6| — 17°45|1888 April 2173 58'17 KIA, > 347 9°5 jtıo 2 2128| + 3'212|+12 2 25°4| — 17'47 2146 21'33 22°5 | 348 1,.9::50 1707 27° 277733) = 302131472773 5 2148 | 2740 2'4 » 349 79 jlo 3 46°22| + 3°o060|—- ı 7 44'5| — 17'53j1887 >» 2301 3a ONE are ro ae > 2359 351 9:6 IIıo 6 25°73| + 2z’g64l— 9 38 ı7'1|l — 176411889 März zoı6 352 8:4 Io 7 41'13| + 2°990I— 7 27 33°1| — 17'6g|1838 April 2982 353 8:5 jro 1o 31'48| + 3061]— ı 3 0°7| — 17'81|1887 >» 2316 354 5°5 [Io ı2 10'03| + 2°992[— 7 31 ıı'8| — 17'87|1888 > 3001| 22 Sextantis. 9'885 14 1 188g März 9'85 2203 1890 » 981 I1'3 April | 355 8'o [ro 14 0'380) + 30764 o 20 ı3'3| — 17'95]1887 2641 | 356 8:9 [ıo 14 25°59| + 3'251|4+16 42 57'4| — 17'96|1889 März 2112 | Am5S 5.5 % 357 9°3 [to 14 51'660) + 3°:006|— 6 24 36°5| — 17'98|1888 April 3127 358 94 flo ı5 0°64| + 3°006l— 6 27 ı2°8| — 17'098 » 3128 359 8:8 Jıo ı5s 4'306) + 3°'o006l— 6 26 45'7| — 17'99 > 3129 360 9°5 [Io ı6 27'77| + 3'229|+15 ı 9'6| — 18:05|1889 März 2193 361 8°’4 Jıo ı7 15'97| + -orol— 6 ıı 52°8| — 18'07|1888 April 3134| In Rectascension um — 108 3 5 3 5 313 15'84 er 1889 März corrigirt. 362 9°o jIo ı7 24'51l + 3'074l4+ o 11 57'0| — 18'08|1887 April 2646| In Rectascension um —+ı" corrigirt. » & 363 6-3 Iro 17 52'806) + 3°037I— 3 31 5°5| — ı18'09|1888 » 2911| 25 Sextantis. 52'88 0°4 Nov. 52'095 4°9 1889 März 52°89 8 1890 » 364 9'o JIo 20 39'27| -—- 3'103|+ 3 6 20:6) — 18°20|1887 April 2306 808 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, | | Rectascension > Declination Praecession 1890°0 1890'0 | Nummer Grösse \Praecession Epoche Durchmusterung 3emerkungen ° 365 8‘ı liobzom 48500) + 3°202 3° 2'52'2| — 18'20j1889 März 13° N 2256 47'906 510 > 366 | 10 ı0 22 28'ı8| + 3°199|4+12 56 153] — 1826 » Anonyma 367 g9'ı lıo 23 47'05| + 3°000I— 7 32 37'8 18311888 April 7 3044 368 7:0 jıo 24 15'506) + 3°479|4-36 50 19°1) — 18'33j1890 März 37 2088 Ine52 18'2 > 3069 9°7 [10 24 28 20| + 3'000 7 36 46°ı1|l — 18'34|1888 April 7 3049 | 370 b‘o [ro 25 28°44| + 3'006|— 7 4 26°3| — 18'37|1889 März 6 3173| In Rectascension um +1° 8:34 24°1 1890 April eorrigirt. en 6°‘o [Io 26 ı19°53| + 3'212]|4+14 42 6°8| — 18'40|1890 14 2255 | 372 | 9:5 [ro 28 14°94| + 3°173[4-10 58 ı6°5| — 18°47|1888 11 2244 14 76 21-0 > 15'03 20°4 1889 März 1492 27 » 373 5:5 Iro 28 46°88| + 2'851|-23 10 40°7| — 18°48]1890 April 22 2946| 44 Hydrae. 374 9°5 jıo 29 38'04| + 3'168|+10 34 24'7 18'51]1888 10 2171 375 | 9’2 jto 30 56°86| + 3'167|+10 34 59°7 18°55 10 2174 56'92 60'2 ı889 März 56:86 60°7 > 376 87 [ro 31 3'82| + 3'235|+17 49 32°1|l — 18'506 18 2382 Su 3140 » 377 57 Ito 32 50'231 + 3'467|4+38 28 61'1|l — 18°02|1890 >» 38 2106 50'19 59°8 » 5o'I1l Sn April 378 5'2 jıo 33 1329| + 2'928|—-ı6 ı8 ı8°6| — 18°03 » 16 3100| x Hydrae. 379 7:8 lıo 33 3145| + 3'4631438 24 4785| — 18'064 März 21 38 2167 31'45 470 » 380 7'5 [Io 35 ı5°23| + 3'224l4+17 26 50'5| — 18'70|1889 > 17 2259 15713 5355 2 381 8:0 Jo 30 0°70| + 3'455|4+38 37 12°9| — 18'72|1890 », 2 38 2172 0:70 "5 » 382 8°5 [ro 38 ı12°69| + 3'450|438 56 ı2'0| — 18'79 » 39 2375| Die Zonen von Lund geben 12°52 32 > = +38° 56' 3'5. 383 5'8 jıo 4o 35°73| + 3°192|414 46 3160| — 18°86) April 14 2294 384 7'8 ljıo 41 19'81| + 3'003 8 48 53'5| — 18'88|18899 >» 8 2999 385 7:9 |ro 41 59'67| + z’ı59|+11 ı 23°9| — 18°9011887 > 1 2280| In Rectascension um +1" eorrigirt. 386 8'5 Iro 42 11'04| + 3'003 S 55 136) — 18'91|1889 » 8 300 387 8:6 [Io 42 31'99| + 3'00 8 59 ı6°4| — 18:92 > 8 3000 388 5'2 jıo 44 46'60| + 3'009 8 18 54°5| — 18'98|1888 » 8 3018] 4ı Sextantis. 4702 Bram ı889 März 46°99 SE 1890 » 46'93 Ze, April 389 7'o jıo 46 27'34| + 3'4306|-4-40 45 März 19|+ 40 2378 > —ı X9n03 DD Bo or Katalog von 1238 Sternen. 809 : = ctascension! : Declinati . = Nummerl[Grösse en Praecession Ze Sr Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 390 rol47m 40532) + _ 1889 April — 8° K 3029 391 10 48 6°62 + _ 1888 — 3125] 5? Hydrae. 662 1889 März 662 1890 > 6°54 April 0°57 : 392 10 49 45°57| + = 1889 = 3039 | 393 Io 50 55'853) + — März + 8 24306 394 Io 5I 45'960) + = 2 8 2437 45'71 » 4580 395 10752 105 = April =. 8 3047 396 1054 8°35| + — 1887 + 064 824 8:32 » 397 Io 55 12'63| + = ı889 März + 16 2203 | 2'75 x 398 Io 56 12'99| + — 1888 April — ı 2471| p? Leonis. | 297 1890 > | 13'02 » 399 to 50 52'97| + — März 10|+ 8 2449| Die Beobachtung 1890 April | 5322 April 3oum — 108 inRectascen- | sion corrigirt. 400 10 56 5461| + = März 19J+ 41 2155 | 54"50 x | | 401 2057,72 97}. = » 1914 4I 2150 207 > 13°03 » 402 BO TE TAB | = » 2117-41 2157 403 Io 57 3129| + _ rol+ 8 2451 | 404 Io 58 47'34| + — 1889 » 2ıl+ 8 2454 | 5 | 405 207732507 = ae © 2457 32'16 18900 » 406 LIE 2 39:44 2 = » 10+ 8 2460) 39'383 April 407 LI 3,.22"39|-|- _ März ı0l+ 8 2403 22'43 » 2ı 408 IT 4 4803 + — 10f+ 8 2465 47'906 Erz! 409 ı 6 1485| + — "5011888 April 23|— 22 3095| 8 Crateris. 14'89 1890 März 31 14'75 April ı 410 ıı 8 18.81] + = "5411887 >» 8 2476 18:68 1888 März 2 | 4ıı IT II 415 + — April 23l— 2 3315] » Leonis. 4'09 1889 März 2ı 4'25 1890 >» 31 A April 412 II I2 42'32| + — 18897 » 6445 1909 Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVIL Bd. 102 s10 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, nn nn, Rectascension > Declination . Nummer|Grösse = ; Praecession Praecession Epoche Durchmusterung »merkunge 1890°0 1890°0 £ P S Bemerkungen 413 5:3 [rıhı6m 47540) + 35315[444° 5'10'6| — 19'70j1887 April 6|+ 44° „W 2083| 56 Ursae majoris. 47'20 2959 De 414 8 6Irı 19 1782| + 3°035|— 8 58 42°5| — 19°74|1889 » 5j—- 8 3164 415 4'2 |ıı 19 2315| + 3°o00|—17 4 49°0| — 19'74|1888 » 23|— 16 3244| 7 Crateris. aıb | 93. jır 20 44°58| + 3-0371— 8 54 1773| — 1977611889 >» 52 78 3170 417 9°2 Irı 20 53'84| + 3°059|— 3 22 31'2| — 19'706 März 21l— 3 3115 53°74 29°9 1890 » 2I 418 6:0 Jıı 21 37°11| + 3°026|—ı1 45 8 — 19'77[1888 April 23|— 11 3098] x Crateris. Sy 77 1890 März 31 37'02 Ta April ı 419 g‘ı |jıı zı 40°92| + 3'060|— 3 ı2 29°0| — 19'77|1889 März 21] 3 3119 40'76 2120 1890 » 21 420 9°5 [rı 21 58°15| + 3°038[— 8 51 47°0| — 19'78|1889 April 5I— 8 3176 421 7:ı jr 22 16°48| + 3°068|— ı 5 41'2| — 19'78[1887 64— o 2442 422 6°7 Jıı 24 3312| + 3°273[444 10 58°2)| — 19'81|1890 März 214 44 2102 53426 59'2 » 3I 423 seo |rı 24 41°62| + 3°064|— 2 23 49°0| — 19 8ılıS89 April 5|— 2 3360| e Leonis. 41'061 406'6 1890 » I 41'69 48°2 » 30 424 7:7 Iıı 26 2277| + 3°068|— ı 10 52'2| — 19'84|18897 » 6|— 0 2447 425 | 8-8 fir 27 44°51| + 3°043I— 8 55 54°9| — 19'85|1889 >» 5I— 8 3188 426 44 |nı 31 6:03) + 30451 9 Iı 38°6| —- 19'389 März 21l— 8 3202] d Crateris. 6°'18 39'7 April 8 6'22 3,2 ıSgo März 31 599 She April ı 427 | 6°5 Jr 31 42°62| + 3°239|445 19 3173| — 19°90 März 19|+ 45 1943 42'069 31'9 Sa 428 zo lıı 35 o°72| + 3°053|— 7 47 45°9| — 19'93[1888 April 17)— 7 3271 429 9°2 Iıı 35 11:69] + 3°0521— 7 56 23'ıl — 19'93 » 17I— 7 3272 430 75 Iıı 35 28°92| 4 3'213|444 37 10 — 19°94|1890 März 19|+ 44 2115 28°92 3'9 >. 327 43ı | 7:3 Iıı 38 2876| + 3°1981445 5 59°6| — 19'906 19|+ 45 1961 28'608 61°7 227 | 28'88 62° 1 3 432 so [Ir 39 ı1'19| + 3'034|—17 44 19°4| — 19°97 April ıl— ı7 3460|; Crateris. EI2T 21°8 » 30 433 9°5 Jrı 40 561] + 3708514 6 47 30°4| — 19°98|1889 März 21l+ 6 2496| Declination unsicher. | 434 9'2 |ıı 41 9'351 + 3'085|+ 6 29 16°8| — 19'98|1888 April 17|+ 6 2497 9'31 17.0 1889 Mäız 21 9'25 15°5 April 435 S-8 fir 41 58°34| + 3°084|4+ 6 30 7'8| — 199917888 » 17I+ 6 2504 5814 6'2 ers 58'32 41 LSg00 a 7 436 g-ı lıı 42 grıg9l + 30854 6 46 16°7| — 19°9911888 >» ı17)+ © 2506 437 | 7°2 |jir 43 28'383] + 3°082|4+ 5 47 56°1| — 2o'o0 Febr. 28[]+ 5 2545 Katalog von 1238 Sternen. s1l So er u er er nn nn mn nn nn nn | 'Nummer| Grösse ar Praecession ee |\Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen | 438 9°4 [rıhasm 21533] + 38063[— 7°46'51'9| — 20"o3j1888 April 17— 7° A 3zıı 439 8:9 Jıı 48 4868| + 3°060J—ıo 43 40°9| — 20°'03|1889 März 2ıl— ı0 3361 4808 398 1ı8go April ı 440 9’I II1 49 27°53)| + 3'064l— 7 4I 57°5| — 20'03|1838 » 171— 7 3314 441 54 [Iı 50 24°52) + 3'056|—ı60 32 17'3| — 20'03|1890 > 1J— 16 3358| n Crateris. | 24'060 18°7 30 ’ | | 442 9°o [Ir 50 5311| + 3°08ol+ 7 54 4I’ıl — 20'04|1889 » 5I+ 5 2550 | | 443 g’ojıı 51 0'32| + 3°079|+ 6 53 38°5| — 20041890 Jän. ı7l+- 7 2496| Kreislesung um —ı? | corrigirt. 444 | 92 |ıı 52 5°58| + 3°079|+ 7 47 59°5| — 2z0'o4|1889 April 5I+ 7 2497 | 582 58°7 1890 Jän. 31 | 445 | S’o |Iı 52 5°95| + 3°0794 7 35 19°4| — 20'04 Febr. 2714 7 2499 446 7'6 |jıı 52 8098| + 3°066|— 7 39 38°4| — 20'oq4l1888 April 17)— 7 3323 447 | 9’ı |tı 53 28°35| + 3°0771+ 6 37 30°4| — 20 041889 >» 5I+ 6 2534 28°45 29°6 1890 Jän. 17 448 6°8 Iıı 53 31°78| + 3°0664— 9 s5ı 51°3| — zo 04|1889 März zıl—- 9 3408 31'83 52°4 ı890 April 30 449 5:8 jr 54 1879| + 30754 4 16 2'ı| — 20'05J1888 Febr. 2834 4 2556| d Virginis. 450 6°4 |[Iı 55 5°72| + 3'068|— 9 49 8'3| — 2005 Mai 5l— 9 3413 5'069 9°5 ı8go April ı SUmd, 37 230 451 87 lıı 55 23°62| + 3°076|-+ 8 31 40°6| — 20°05 Febr. 22]+ 8 2559 23°38 41'8 » 27 23°44 41°8 April ı 452 8-5 [ıı 55 23°92| + 3°07614+ 7 32 58°3| — 20‘05jI88gg » 5I+ 7 2503| Es wurde der sequens be- 23'098 56°3 1ıSgo Febr. 27 obachtet. | I} 453 8°4 [1ı 55 49°90| + 3°075I4+ 7 7 5°'4| — 20°05|1889 April 5I+ 7 2505 49'906 4°9 ı8go Jän. 31 454 9°o |Iı 56 477) + 3°069|— 7 46 30 8| — 20°05|1888 April 17]— 7 3334 455 9°5 [rt 56 23°27| + 3°070|— 7 42 6°1]l — 20:05 > AU, 7 3330 456 6°5 jı2 o 21'81| + 3°073|— 2 31 5°9| — 20'05j1890 » II— 2 3460 2180 722 » 30 457 88 lı2 ı 7°'65| + 3°07214+ 5 54 42°7| — 20°05j1889 >» 5[+ 6 2549 7:82 41°9 1890 Jän. 17 458 9’3|1ı2 ı 1926| + 3°072l4+ 5 6 z20'ıl — 20'o5 Febr. 22[+ 5 2585 A591 183.01 125702 55:53| 2: 35.07.11.,.3597229:5| 2 20:05 24 5 2587 55°31 32"1 2 460 9’ olı2z 3 2097| + 3°071|4+ 4 41 28°7| — 20°05l1889 April 5I+ 4 2578 295 27°5 1890 Jän. 17 461 9°5 fjız2 3 18'832) + 3°071|+ 4 41 54°9| — 20'o5j1889 April 5I+ 4 2579 462 9°5fı2 4 53°96)| + 3°071l4+ 2 58 52'2| — 2005 » I Ar) 2008 54'18 510 1890 Jän. 17 463 9’2lı2 5 9°'43| + 3°071l4+- 2 56 41°8| — 20°05|1889 April 5I+ 3 2610 9:60 39.7 1890 Jän. 31 102° s12 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Eee ee NummerlGrösse ro Praecession en |Praecession Epoche Durehmusterung Bemerkungen — _ — ——— - — Z— 4064 8-8 Ir2 sm 55524] + 3%071|+ 3°13'10"8| — 20"o5|18g90 Febr. 22|4+ 3° „W 2611 5514 7231 » 27 465 8:7 lı2 9 45'71|l + 3'070|+ 2 6 9°0) — 20'053 22|4+ 2 2523 | | | 466 87 lı2 10 4°91| + 3'071[4+ I 27 38°7| — 20°03 22|+ ı 20673 5704 39'7 27 467 78 I12 ır 20°84| + 3°071|4+ o 57 48°6| — 20'053 » 22l+ ı 2676 | 468 8'5 |I2 ın 30°07| + 3'07014 2 19 26°5| — 20'03 Jän. 31l+ 2 2525 469 5'2 |ı2 14 45'88| + 3°0607|+ 3 55 29°9| — 20'01|1887 April 6)+ 4 2604| 16 Virginis. 470 so Ir2 ı5 15°04| + 3'093|—-ı2 57 20°4| — 20'o1lı8go Febr. 22|—- 12 3614 1491 19°3 April 471 87 |ı2 16 41°07| + 306614 3 54 27°ı)| — 20'00|1837 > 0 4 2609] Die Kreislesung der Beob- 40 89 DEN 1890 Jän. II achtung 1890 Jänner ıı wurde um —ı° corrigirt. 472 87 Iı2 ı6 54°27| + 3°057|+ 8 39 39°ı| — 20'o0l1889 April 5I+ 8 2593 #731 735112 70° 5395| 4 370821 252 1970, =, 1gna8lıBa7e BA 3273 474 g9’o [12 20 55:73] + 307114 o 27 38:3] — 19°9711889 » 5j+ © 2943 475 7°7 (12 21 8-ıı) + 3°072l+ o 25 32°4| — 19°97 » 5I+ 0 2944| In Rectascension um — 1" corrigirt. 470 8:8 Jı2 21 g9’:ı2 + 3°088S[|- 7 6 5S’o| — 19'97l1890 Febr. 27]— 6 3571 477 6°5 Ii2 22 6°35| + 3°052l+ 9 ı3 10°2| — 19°96[1887 April 6|4+- 9 2628 478 6°5 fjı2 22 ı2°89| + 3'082|— 4 o 23°0| — 19'96|1888 » 23I— 3 3298 12'095 23°4 Mai 5 12'099 24°7 ı889 April 8 12:84 22'8 1890 » 1 479 g'ı |I2 22 19°45| + 3'089|— 7 6 42°4| — 19'9011889 März 2ıl— 6 3570 1966 44'4 1890 Jän. 17 19:60 416 Febr. 27 480 9°5 [12 24 ı1'ı9l + 3°091|— 7 23 21°6| — 19°94|1889 März 2ıl— 7 3414| Die Kreisles. der Beobach- ı1° 10 29*1 ı890 Febr. 22 tung 1889 März2rum +2" corrig. DieBogensecunden dieser Beobacht. stimmen überein mit jener der neuen Wiener Zonen. 481 7'5 jı2 24 22°92| + 3°086— 5 24 47'3| — 19°9411887 April 7I— 5 3513 482 70 jı2 24 49°64| + 3'012|422 33 25°ı|l — 19'93|1890 Jän. ı1|+ 22 2478 483 9°5 [12 25 zo'ı1l + 3°093|— 7 54 ı8'7| — 19'93|18389 März 2ıl— 7 3419 484 9°o |ı2 25 3704| + 3°og1ıl— 7 3 23°9| — 19°93|1890 Jän. 31— 6 3587 485 E22 182275 75 51273 162182350931 —727547505515.52.19292 % Ue.T, 3422 55'19 SI Febr. 22 486 7'5 jı2 26 5°69| + 3z’113]-ı5 6 23°8| — 19°92|1887 April 61— 14 3530 487 2 ı2 28 36°58| + 3'142|—-22 47 16°4| — 19'90[1888 » 23j— 22 3401| B Corvi 488 | 10 ı2 30 44'01| + 3'063|+4+ 2 55 33°9| — 19871890 Febr. 22] Anonyma 489 9°5 |ı2 30 46°50| + 3°063|4 2 58 53°9| — 19'87 » 22l4+ 3 2671 490 7'3 Iı2 31 40°28| + 3°097|— 7 41 40°0| — 19'806 Jän. 17l— 7 3443 40'27 3959 a 40'35 38°9 Febr. 17 491 9°5 jı2 32 40°75| + 3r059l+ 4 6 27°6| — 19'85[1889 April 5I+ 4 2633 Katalog von 1238 Sternen. Rectascension Declination Nummer|Grösse 5 Praecession = Praecession Epoche Durchmusterung 3emerkungen 1890°0 1890'0 492 6-0 jı2h32m 45578) + 35064|4 2°27'36’9| — 19'85|1890 Jän. ııfH 2° „M 2560 493 9°5 |j12 32 48°41| + 3°0591+ 4 7 58°3| — 19°85[1889 April 5I+ 4 2035 1 494 So jI2 35 34°14| + 3'098I— 7 23 23°2| — 19'84[1888 » z23l—- 7 3452] y Virginis. 3412| 2a A Mai 5 3411 25'°I ı8Sg März 2ı 34°17 251 April 8 3416 27:0 Mai 13 3415 26°5| 1890 Febr. 22 495 92 jI2 35 1741| + 3'102|— 8 ı0 14° 5| — 19'831 Jän. W71—- 7 3462 496 3°9 lı2z 35 36°50| + 3'102|— 8 ıo 21'2| — 19°81 ne 7 34063 30'42 252 Febr. 22 “ 497 S‘6 Jız 36 3104| + 3°017|4+14 45 48°6| — 19'80|j1888 Mai 54 14 2533 30°93| 466 1889 April 5 498 9'3 Jı2 37 50°02| + 3°059|+ 3 30 17°4| — 19'78j1890 Febr. 22|+ 3 2684 499 9°ı |jı2 37 56°14| + 3'104|— 8 13 54'7| — 19'78I1889 März 2ıl— 8 3411 5615| 548 1890 Jän. 17 500 8-9 Ii2 39 42:04| + z°o66j+ ı 39 29°9| — 19°75|1890 Febr. 22|+ ı 2749 501 8:8 jı2 39 56°39 + 3'066|+ ı 35 20°8| — 19°75[1889 April 5+ ı 2750 56°47 1740 1890 Febr. 22 502 7:3 |j12 41 23°99| + 3'109|— 8 306 47°2| — 19'73 27|— > 3424 503 6°3 |jı2 41 52°29| + 3°097I— 5 41 58°5| — 19°72|1888 Mai 5I— 5 3569 52'28 53 9 1889 >» 13 52°29 596 1890 Jän. ıı 52"38 59°5 Febr. 22 504 8°5 [12 42 17°49| + 3°100|— 8 33 1°3| — 19'71l1889 März 21l— 8 3425 17'54 KT 1890 Jän. 17 17'63 5 Febr. 27 505 8'7 jı2 42 ı18°80| + 3°109I— 8 32 38°0| — 19°71|1889 März 21l— 8 3426 18°74 376 ıSgo Jän. 17 18:96 | Febr. 27 506 9°5 [12 43 17°83| + 3'003|+-15 21 34°8| — 19'70|1888 Mai sl+ ı5 2510 17'95 3475 4 10 507 73 j12 43 1802| + 3'ı11l— 8 37 6°8| — 19°70l1890 Febr. 27I— 38 3429 508 So [12 44 25'18| + 3'067|4+ ı 15 58°6| — 19'68|1889 April sI+ ı 2758 25'26 55'0 1890 Febr. 22 509 9°0 Jı2 46 25°46| + z'115|— 9 4 34°9| — 19:64 22]— 8 3440 510 9°1 jI2 47 21°49| + 3'114|— 8 37 49°7) — 19°63 22|— 8 3443 21'50 ET >27 5I1 9°o |[I2 47 30°16| + 3'119 9 35 8°7| — 19°63 Jän. ı7l— 9 3575 30730 88 > 512 5°3 jı2 48 37°97| + 3°117l— 8 56 29°9| — 19'60liS88 April 23l— 8 3449| 9 Virginis. 38:04 30*1 1889 Mai 13 37'883 30'6 1890 Jän. II 37'92 29°2 Mai 10 513 Sch last 1357| + 3°7261—10 17°12°5| — 19055 Jän. 17|— 10 3581 13'82 13° 3 23 514 75 j12 50 44°38| + 3'121l— 9 9 48°4| — 19°54|1889 März 21|— 8 3457 4442 44°9 t890 Febr. 27 44°37 46°4 Mai 10 s14 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, NummerlGrösse Blauen Praecession De Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 1890'0 1890'0 515 8-0 [rz2"55 m 29590| + 3$141|— 12° 1'31"6 19'47l1890 Jän. 17|— 11° „# 3413 30'02 322] » 31 516 9°5 |jI2 55 35°91] + 29731417 14 17'3 19°47j1888 Mai sl+ 17 2571| Position durch Anschluss controlirt. 517 9°5 II2 55 43°13| + 2°972|+17 ı5 17°0 19'406) 5I+ 17 2572| Position durch Anschluss e eontrolirt. 518 8'o |Jı2 57 6'02| + 2'875|4+30 56 49°6 19°43 » 27|+ 31 2442 519 8:5 [12 57 23°31| + 2'374|430 52 12°4 19'43 22 31 2443 520 | 61 [12 57 52'606) + 3°194|—-19 59 32°4 19:42 April 23|— 19 3629 52'068 33.06 1889 Mai 13 za 3381 1ıSgo Jän. Iı 5207 34°0 Febr. 22 5263 33-6 Mai 10 521 9'7|13 o 19'806] + 3'129|— 9 ı2 3'7 19'306 April 25[— 9 3620 Bez 9505 [7370539753172 37.731, Z9972774452 19735 A a 3621 523 ousira 1 1°40| + 2'924|4+22 52 54 19'35 Mai 10l+ 23 2537 524 9°4 JI3 ı 44'607) + 3°132]— 9 26 59'3 19°33 April 25|— 9 3625 525 San ee ee le 2] 19'25 a 3640 526 5'713 6 ı12'31| + 3°179|—-15 36 ı8°2| 19°22|1889 März 2ıl— ı5 3613| 53 Virginis. 12'37 185 Mai ı3 12'23 18°4 1890 Jän. Iı Tool 20°1 Febr. 22 527 8:6 II3 8 5885| + 3'174|—14 26 8°6 19°15 Jän. 17|J— 14 3671 59’o1 955 231 528 9:1 lI3 9 23°54| + 3'139|— 9 28 42°6 19°14 April 25|— 9 30650 529 6°3 |jı3 18 49'59| +. 3°109|— 4 35 19'4 ıS 88]1887 » 71—- 4 3472| 66 Virginis. 530 70 [13 20 12'54| + 3'206j—-16 ı7 ı5'1 1ı8'84lj18g90 Mai 17|— 16 3658 531 90 Jı3 22 2369| + 3'157I—ıo ı2 16'- 187711887 » 22j— Io 3680| In Declination um — 2" cor- rigirt. 532 85 Jı3 23 47°'84| + 3'158I—-10 8 33°0 1873 > 22100 3702 47'88 34°3 1888 » ı6 533 6°6 |jı3 24 41°33| + 3°122|— 5 54 8'3 1ı8:70[1890 Febr. 22]— 5 3706f 72 Virginis. 41°41 8:3 Mai 10 41'38 8:4 a 17 41'39 987 el 534 8'2 |ı3 26 ı1°18| + 3'156|— 9 4ı 28°5 186611888 » z7l— 9 3706 535 6°4 lı3 26 6:84] + 3°233l-18 9 39°7 1ıS'65j1890 Febr. 22|— 17 3877| 73 Virginis. 685 40'9 Mai 17 7:00 42'7 u sel 536 | 9°2 [13 28 43°35| + 3°158I|— 9 39 40°7 18'57|18897 » 22 9 3716 537 | 8°8 j13 37° 6°96| + 3161| 9 44 6°3 18:49 » 22 09 3729 538 | 8°6 j13 33 55°43| + 3'163I— 9 41 220 18°39 » 2217 9 3738 5391 5°3 113 35 50°26| + z71500- 8 8 54°1 18'3211888 >» 5l- 7 3674| »» Virginis. 50'27 50'8 1890 Febr. 22 50'24 52'8 Mai 17 50'2 52'2 » 30 540 7'o |13 38 10°94| + 3'120|— 4 56 40'0 18'24|1887 Jän. 16I— 4 3540 Katalog von 1238 Sternen. 815 a—————————————————————————————————————————L nn nn nn Nummer[Grösse PB Praecession a Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 541 g9°ı [jızhz38m 2955| + 3$177l—10°37' 8’4| — 18'23|1887 Mai 22|— 10° 3744 542 8’o IlI3 40 2°3060)| + 3°179l—-ı10 40 ı8'3| — 18'17 » 22|— 10 3748 543 8-8 |jı3 43 52°86| + 2'826|4+22 49 50°9| — 18°03l1888 Juni 2]+ 23 2618| Juni 2: 6 um —ı" corr., 52'095 51'7 1890 Mai 16 Mai 16: Reduction corr. | | 544 9°3 113 47 13°32| + 2°82014+22 43 24°060| — 17'090[1888 Juni 2I4- 22 2642] In Rectascension um —+20® corrigirt. | 545 8-8 [13:47 51'70| + 2'819|+22 40 ı8°9| — 17'87 » 2|+ 22 2643|1890 Mai 16: Reduction | 51'70 a3 ıS9go Mai 16 eorrigirt. 546 6°2 |ı3 49 3°20) + 3'083|— o 57 39°8| — 17'82|188S8 » z23l— o 2758| p Virginis. Die Reduction | 3'283 29 1889 13 der Beobachtung vom = 3°24 440 1890 16 ı6. Mai 1890 wurde | 3'23 42°4 17 corrigirt. | 547 6°0 I13 49 ı12°15| + 3°153[— 7 31 2°5| — 17°82|1887 Jän. ı6|— 7 3728 | 548 80 Jı3 5I 55°54| + 3°194l—ıo 59 58°2| — 17'71 Mai 22]j— 10 3791 | 549 57 |13 52 2086| + 3°358I—-24 26 3°7| — 17'06911888 >» 231— 24 11202] 47 Hydrae. Die Reduction 20:67 49 1890 Febr. 22 der Beobachtung vom | 20'86 81 Mai 16 16. Mai 1890 wurde cor- 20'82 6°5 » 17 rigirt. 550 9'o [13 55 8°20| + 3°195|—10 46 31°3| — 17'57|1887 » 22|— 10 3800 551 7-4 [13 55 ı17°69| + 2z2:329|449 4 58°4| — 17'57l1890 März 1ol+ 49 2259 | 17275 628 Mai Io 552 8:5 [13 59 8°40| + 2°3061449 5 23°9| — 17°40 März 10/4 49 ‚2265 8:50 Pr | Mai 10 553 78 14 0° 2745) 4 32221] 12 32 5170| — 1736 » 1060| — 12 3958] Reduction corrigitt. 554 8:3 lIı4 o 19'52| + 3°206|—-ı1 ı8 22°2)| — 17'35[18897 » 22|— ıı 3664 555 6°5 jIı4 2 35°29| 4 3°209|—-ı1 Iı8 22°2) — 17°25 sur Pol 37T 3671 556 scolı4 4 49'97| + 3°268|—-15 46 551) — 17'15j1888 » 23|— 15 3817| 40 Virginis. 49'98 564 Juni 19 | 50:04 56°5 ı88g Mai 13 | 4996 56.6 1890 » ı7 | 557 73114 5 13°:74| + 3°213l—11 25 53°9) — 17'13j1887 » 22|— ıı 3680 | | 558 | 70 jı4 8 37°54| + 3°140|— 5 26 8:0) — 16:98 Be 2) 3837 | 559 9°2 [14 ıı 1715| + 3°215[—-11 8 35'°3) — 16'85 April 9|— 10 3865| In Rectascension um +1! | corrigirt. 560 g’ı |ı4 13 42°49| + z2°217l449 ı5 57°0| — 16'74|1890 März 10|+ 49 2286 561 8-8 [14 13 43°91| + 22171449 15 38°3| — 16°73 » T0I+ 49 2287 44'15 38°7 Mai 10 562 | 6°5 [14 14 48°47) + 2216449 6 ı1°8| — 16°68 März 1ol+ 49 2290 48°49 2°4 Mai 10 48'19 233 » 16 563 7:3 [14 16 ı5°56| + z2'211l449 o 41°0) — 16'061 März 10/+ 49 2294 15'56 41°7 Mai Io 15:20 44°3 » 16 564 9°o [14 ı6 25°41| + 3'196|— 9 23 35°9| — 16°60|1887 April 9|— 9 3919 565 6°3 |14 17 30°49| + 3'222|-ı1 ı2 39°7| — 16'55[1888 Mai 23|— ıı 3729| 2 Librae. 30'46 40 9 Juni 19 30°41 43°8 ıSgo Mai 17 566 9°o I14 19 50:29, + 3°197l— 9 ı6 ı8°5)| — 16'43l1887 April 9l— 9 3932 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, nn nn nn ld kennst Rectascension) Declination |Nummer[Grösse 1890-0 1890°0 Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 567 | 8:6 Jı4b2ım 3889) + '39'9| — 1887 Mai 4° .W 3690 568 6°8 I14 23 2.61) + 30.7 = >» 4 3695 275 40°0 Juni 509 8°2 II4 24 1953| + 50°2| — April 6 4012 570 | 8°7 |14 27 alt 3 = Mai 4 3704 21'28 SyET 1888 Juni 571 78I14 27 32°49| + 3'0| — 1887 April 6 4025 572 8'o I14 27 52°47| + 67) — 0) 4026 573 6°7 |14 28 39'23| + 20°3| — ıS88 Mai 19 3903 39"11 DT, Juni 39'35 216 ı8Sg Mai 39'26 25'0 Juni 39°23| 23'8 1890 Mai 574 8°5 [14 30 19°07| + srl — 3911888 März 13 3931 575 824, 1047350 35200] + 559 — 1887 Juni 4 3718 576 | 8:9 |14 35 2036| + 107, — Mai 5 3928 20'34 12°0 Juni 20'406 10°0 577 8-6 |14 38 37°44| + 4733| — Mai 4 3744 578-1 9:7 [14 39 41°43| + pa = Juni 4 3740 579 On | ara see El —< 1888 > Anonyma 580 9°5 [14 45 5740| + 58°2| — 12 2754 581 9°4 [14 46 19:73) + 275) — 1887 Mai 10 3954 19'82 20'5 Juni 582 58 114 48 24°48| + Ha — April 1 3827| &1 Librae. 583 9°o |I4 49 5430| + 59’3| — ı888 Juni 27 2434 584 | 9°3 [14 50 5°09 + 52 1887 Mai 16 3968 585 9:3 |14 50 6°35 + 18 — ı88S Juni Anonyma 556 5:5 [14 50 4799| + 54:3] — ı889 Mai 10 3989| &2 Librae. 48'09 54'0 Juni 47'94 5555 » 47'93 55°8 1890 Mai 587 g:ı |14 54 58°14| + o'1) — 1887 > 10 4012 588 | var. I14 55 575) + 38 = 1889 >» 7 3938] 5 Librae. 578 55'4 Juni 2 570 > 5.04 56"2 1ıSgo Mai 589 | 9:0 J14 56 zıı1ı) + Seen — 1887 Juni 18 3959 590 8°o [14 57 55°'96| + 19°2| — Mai Io 4019 591 8:6 [14 58 ı9°15| + 37:21, — » 10 4021 592 45 lI5 oo 097 —+ o'5| — April 48 2259] 44 Bootis. 593 | 93 |jt5 2 5491| + 523] — Juni 18 3985 594 78 I15 5 2718) + 14'5| — Mai 10 4049 Katalog von 1238 Sternen. 817 Denkschriften d. mathem.-naturw. CI. LXVIT. Bd. = > ctascension 3 eclinati - a x 'NummerlGrösse an "|Praecession a, Praecession Epoche Durchmusterung 3jemerkungen 595 4°5 [sh sm 57509| + 33413|— 19°22'30'3 13"Sı]ı88g Juni ı1[— 19° % 4047] £2 Librae. 596 9°51I5 7 24°43| + 3°240I— 9 44 32° 2| 13°71[1888 ı1l— 9 4095 597 8s-3|ı5 7 45°64| + 3°279—-11 58 4°4| 13691887 Mai 22|— ıı 3909 598 Senseo 2a ae2bal In 2.10:5| 13°59 » 22|— ı0 4063 24 °44 17°4| 188g Juni 13 599 8-9 [15 13 59°57) + 3'179|— 6 5 o°o, 13°29|1887 Il 5 4053 600 6°3 Iı5 16 53°71| + 3°339I—14 44 26°8| 13° 10|1889 11J— 14 4188] 0? Librae. | | 601 9°5 jI5 17 1564| + 3°182|— 6 8 5ıı 13°07|1887 11 6 4191 | | 1} 602 [#65 Jı5 18 3°45| + 3°084|— 0 37 45°5 13°02|1889 Mai 1ı9l— o 2961| 8 Serpentis. 3:36 47°2| Juni 13 3'48 47°7| » 16 3'49) 47°5 ıS9o Mai 16 BIRT 44°4 Juni 9 | | 003 9°5 II5 20 2001| + 3'251l— 9 51 39'3 12:87|1888 1 9 4143 | 604 4’o lıs 20 20°54l + 2279437 43 58°8| 12°87|1887 27l+ 37 2636| y2 Bootis. 005 73115 21 33°74| + 3°340{—14 34 10'2 12:78 191 14 4208 | 606 6°0 |ı5 22 3°20| + 3'375j—ı16 19 563 12°75]1889 11l— 16 4089| 32 Librae. | 3°14 58°3 >; 13 3'08 57'0| » 16 3:21 56°7 ı8go Mai 16 3:217 55°2| Juni 9 607 98 jı5 23 36°ı15| + 3'252|— 9 48 26°5 12'65|1888 111 9 4I5ı | 608 8:5 [15 23 48°72) + 3°340|—14 26 3°9 12'63|1887 » 19I— 14 4218 609 6°5 |jı5s 24 2805| + 3°375|—-16 13 53°5 12'59j1889 >» I 16 40991 £? Librae. z | 610 8:5 Iı5 24 3766| + 3°1861— 6 14 17°6 12° 5811887 ı1l— 6 4221 611 9°ı I15 26 22°39| + 3'252|— 9 43 1ı°8 124611888 11l— 9 4165 012 8-5 Jı5 2 10°45| + 3°253|— 9 44 113 12'40 Ill 9 4167 613 | 3-6 j15 27 33:60) + 3°345|-14 33 1°7 123811887 19— 14 4229 | | 614 | 4 7 fi5 28 9°91| + 3°252|— 9 4ı 131 ı2°33[1889 Mai ı9l— 9 4171| 37 Librae. 9'92 14'3 Juni 11 | 9:89 14°7 3 990 1377 > 10 | 10'02 12°4 ıSgo Mai 16 | 9°99 13°5 Juni 9 615 GEONIESE3 EEE 393 En 23,72191 22724972920 12°13|1887 » 291% 7 40064 616 6°o lı5 32 34 062| + 3'439|—-ı183 56 21°8 1ı2’03j1888 » zıjl— ı8 4118| 41 Librae. 34:66 PT ı88g Mai 19 | 34"58 19°8 Juni Iı | 3404 Z2h > 16 34°59 20°9 ıSgo Mai 16 34'060 20°9 Juni 9 617 g’oflı5s 35 2:08) + 2'94514+ 6 43 47'2 118511887 » 254 6 3083]|Der Angabe des Beobachters | zufolgeist dieMinutenzahl | in Declination unsicher; | sie wurde um— 2'10" cor- rigirt, wodurch die Position in Einklang mit der von Nr. | 5800 des zweiten Münch- ner Sternverzeichnisses | gebracht werden konnte. | 103 818 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Tr GG ee ee ze e Nr tascension, R Declinatio 5 Nummer] Grösse eo [Praecession ee Praecession Epoche Durchmusterung| Bemerkungen | 618 9°8 Jıshz5m 46524) + 33224|— 7°57'56°4| — 11'80|1889 Juni 16 7° 4077 619 9-2 ls 35 srl + 37219) - 7 42 17%5| — 117'8011887 > 4078] Kreislesung um —ıo' cor- rigirt. 620 go Iı5 37 27'84| + 3°2211— 7 47 26°1| — 11:68 » 4088 | 621 528 175037 3 14|l + 3'370|-15 19 19°6| — ı1'65 Febr. 4171] 'n Librae. | 5314 17°8 Juni Die Declination vom 27. Juni 52°97 18°4 1888 >» 1887 wurde um — 1'corri- 3'08 175 ı88g9 Mai girt. 53'07 202 Juni 5313 307733 1890 Mai 53°07 179 Juni 622 6°3 It5 40 5402| + 3'183)— 5 46 39 6| — 11'44l1887 >» 4161 623 g’ı |t5 44 38060) + 3'186)— 5 48 40'8| — ır°ı7 » 4174 | 624 9°o |I5 46 29'59| + 3'2271— 7 53 106°4 — 11°03 » 4123 625 48 Iı5 47 33°67| + 3'402|—-16 24 21°5| — 10°95 ” 41741 © Librae. | 020 82 |ı5 47 52°406| + 3°229|—- 7 57 5'060) — 10'093 » 4131 627 g'ı |I5 48 45'27| + 3°395)-16 2 6°6| — 10'87|1889 >» 4211 628 g'o [15 50 5°03| + 3°405I—-ı16 26 32°8| — 10'77j1887 >» 4178S[Die Beobachtung vom 25. 5 07 36°5 1889 » Juni 1897 wurde in Rect- ascension um — IM und die Kreislesung um -+6' corrigirt; die Declination vom 13. Juni 1889 wurde um den Betrag einer Schraubenrevolution ver- bessert. 629 8:8 Iı5 50 21°99| + 3°40u3j—ı160 20 46'ı|l — 10'75|1887 4179| Die Kreislesung vom 25. Juni 2196 2°6 1887 wurde um +-6' cor- 22°05 41°5 » rigirt. 2206 43°8 1889 » 630 8:8 [15 50 24°36| + 3'407|—-1ı6 30 16°8| — 10'74l1887 » 4180l Die Kreislesung wurde um —+6' corrigirt. 631 9°3 I15 20 5442| + 3'398|-1ı6 5 223] — 10'°71|1889 » 4222] Die Kreislesung wurde um +4" corigirt. 632 7'815 51 4202| + 3°414|-ı6 46 7'8| — 10'65l[1887 » 4185 633 5'0 Iı5 52 1'068 3'354|—13 57 41'4| — 10'62|18388 >» 4302] 48 Librae. 1:80 2'6 1889 Mai 1'80 4m I 1889 Juni 170 43'6 ıSgo Mai ur I) 2'0 1890 Juni 634 | 9'8 [15 52 54'360) + 3°233|— S 1 44°5| — 10'5611887 » 4152 635 | 62 |ı5 54 9'39| + 3'404|- 16 12 30°5| — 10°47 » 4196 636 S’5 Iı5 54 27'42| + 3°230|— 7 52 51°2| — 10°44 » 4158 637 6°5 Jı5 56 37°72) + 1°94114-44 35 27'3| — 10'28|1Sgo Mai 2530 638 S’o Iı5 56 5818| + 3'445|—-17 57 50'4| — 10'25j1887 Juni 4478 582 41'0 » 639 | 7'5 lıs 57 301 + 3°229|— 7 44 27°5| — 10'25 » 4174 640 2’o|ı5 59 z2'5sıl + 3°481]—-ı9 30 9°8| — 10'10|1888 » 4307] ß Seorpii. Katalog von 1238 Sternen. 819 | 2 | S » ectascens | 2 Jeclina B = Nummer[Grösse a SER Un ression Be en \Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890'0 1890'0 £ 641 9:0 |r6h om 59506) + 3$229|— 7°41'21'6| — 9'95j1887 Juni 19)— 7° WM 4189 | 642 1 58 [16 ı 29°8ol + 3"329|-12 26 57°0| — g'gılıssg Mai 19|— 12 4425| tı Scorpii. 29'93 575 Juni ı1 29"84 SB 2 23 29'88 72 1890 Mai 30 29'806 Sch Juni 9 643 | 7:0 116 x 4673| + 3449117 5639:6| — 9"Sg|1887 » 25|- 17 4494 4691 Sr, 20 644 78116 ı 47'83| + 3'229|— 7 39 3906| — 9'839 19l— 7 4198 DAR 780 ro 3 2ous5 al 22 77 72 09:76 >» 731 22 4104 . 646 7316 3 4957| + 3'542|—-2ı 5ı 59°6| — 9'73]j1889 16|— 21 4287 Baal ss sr 32233) = 7 48 2523| — 9: 00|1887 I 7 4223 | 648 75116 7 4950| + 3'546l—2ı 5ı 19 — 9'43|1889 13|-- 21 4308 49'067 18°7 16 649 | S°5 |I6 7 50°35| + 3'468|—-18 33 8'3| — 9'43j1887 — 18 4247 50°43 7'6 26 50'406 8:9 27 650 8-5 [16 ı2 101) + 3'240|—- 8 o 38'ı|l — 9'Io > nel 7 4255 LO 40°6 1889 » 16 651 9°2 |I6Ö ı2 24°09| + 3°488|—-ı19 ı3 17'3| — 9'07l1887 » 25|— 19 4355 4'09 10'353 » 20 652 9'6 [16 15 5:72| + 3°'242l— 8 3 40°7| — 3:86 ll 4205 653 5:0 [16 17 3996| + 3°506l—19 46 46.1) — 8"66[1889 >» rl Tg 4365] U Ophiuchi. 39597 45°9 RR) 40'03 46°5 ı890 Mai 30 39'93 45'8 Juni 9 39'96 46°6 » 26 654 9'5 [16 18 50°68| + 3°2421— 7 59 36°5| — 8'57|1887 » 191—- 7 4279| In Rectascension wurde um | —ın und in Deelination um +30" eorrigirt. 655 | 8:8 [16 19 9°8o|l + 3°350I—ı12 55 3175| — S°54|1890 Juli 4]— 12 4501 656 8-8 [16 19 58°50| + 3°551l—2ı 32 31°8| — S-48J18Sg Juni 16|— 21 4350 657 | 3:5 [16 20 ı5°27| + 3°242|—- 7 57 2'2| — 8°45[1887 » 10l— 7 4284 | 658 I 52 |i6 20 38°93| + 3:471|--ı8 ı2 22°0| — S8°42l1889 » ı1l— ı8 , 4282| In Rectascension um +ı" eorrigirt. 659 8:6 Iı6 21 5370| + 3°350[—-12 5ı 23°1| — 8'32|1899 » z6j— 12 4515 5371 DT Juli 4 660 72 lı6 22 52°30| + 3°241|— 7 52 54°8| — 8'25[1887 Juni 19I— 7 42991 In Rectascension um + 1!" corrigirt. 661 8-9 |i6 24 3248| + 3°352|—-ı12 52 24°5| — S-ı1lı8go Juli 4|— ı2 4525| In Deelination um -+2' eorrigirt. 662 | 8:3 [16 24 40°73| + 3°352|-12 53 360°8S| — S8ıo Juni 26|—- 12 4527| Die Declination vom 4. Juli | 40:64 322 Juli 4 1890 wurde um +2! cor- rigirt. 103 * 820 Johann Palisa und Friedrich Bidschof. | Nummer| Grösse SS Praecession Dann Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890'0 1890°0 663 5:0 [r6N24m 50%57| + 3°432|—16°22'18"1] — S"ogl1887 Febr. 14|— 16° % 4298| » Ophiuchi. Die Declination 50'47| Eee » 15 vom 13. Juni 1889 wurde 50'58 2O=7 Yale 2. um — Io" corrigirt. 50'53 20°8 188g Juni 1ı 50'50 22°1 » 13 50'59 21°3 ıSgo Mai 30 50'54 20°5 Juni 26 004 8-91 10, 2502 30597372431 7.,55058271 0982. 07108575 a 7, 4307 605 6°9 Iı6 26 52°54| + 3'296|—-10 19 386) — 798 271 10 4330 666 9:3 Jı6 26 57°56| + 3'241|— 7 50 12'7 7'92 19J— 7 4317 60721, 7.3 110228 236-442 3 2aal 755, 2051 79 19|— 7 4324 668 8°2 lı6 28 57 —+ 3°'561|—21 38 44°7| — 7'7611890 » 26l— 21 4389 57'32 42'4 Juli 4 669 55 |JI6ö 30 3472) + 3'118[— 2 5 220) — 7631889 Juni ıı|)— 2 4211] ı2 Ophiuchi. 34'006 210 » 15 34'75 20°9 1890 Mai 30 34'78 219 Juni 26 670 9°3 I16 33 5795| + 3°113[— ı 51 102) — 7'35[1887 26 3227| Die Rectascension wurde um — 1" corrigirt. 671 9°ı [16 35 7'44| + 3’111l— 147 o'1| — 726 26|— ı 3229| Die Rectascension wurde um — ı!N corrigirt. 672 53 jı6 35 ı12°74| + 3°466|—-ı17 31 41°8) — Mas Febr. 14l— 17 4618| 24 Scorpii. 12'58 41°06 » 15 12'506 45°1 Juli 30 1267 2°4 1889 Juni 11 12'065 43'9 1890 2 12'061 44'2 » 26 12'061 2'4 Juli 4 673 6°5 [I6 36 8°ı7| + 3°042|+ ı 23 30°4| — 7‘17|1889 Juni ı14+ ı 3290| 14 Ophiuchi. 8-17 29'3 ıSgo Mai 30 815 30'060 Juni 25 8'20 30'9 » 26 8'29 SEE Juli 4 674 8:0 |[ı6 37 35°49| + 3'246|— 7 54 35°8| — 7'o6l1887 Juni 19)— 7 4347 675 9°5 II6 go 48:86) + 3°251|— 8 4 ı6'3| — 6'79 19)— 8 4311 676 9:8 jI6 43 4'53| + 3°'606{—22 54 24°2)| — 661 25I— 22 4223 4'109 x) 1890 » 26 677 | 5'1 [16 43 4488| + 3°'309|—-10 35 16°6| — 6'5511889 11] 10 4394| 20 Ophiuchi. 44°95 106°9 » 16 44 96 UZIsET 1890 » 2 44'83 14'9 Juli 4 678 9°3 |16 43 47'79| + 3'605I—22 52 28°8| — 6°54|1887 Juni 25j— 22 4227| Eine Anschlussbeobach- 47°62 9°5 1590 » 26 tung gibt für 1890°0: ö—= —22° 52' ı6'o. Bemerkung des Beobach- ters am 25. Juni 1887: Ein Stern ıoMm geht 308 vor und ist o's südlich. 679 | 93 [16 45 32°03| + 3'255|— 8 13 2'0) — 6°40l1887 >» 19l— 38 4333 680 9°o [I6 47 3°84| + 3°'2561— S ız2 26°7| — 6'27 » 19l— 8 4342 681 8°5 [16 48 ı1°13| + 3°254I— 8 6 19°3| — 6-18 19I— 8 4347 A u nn. . Katalog von 1238 Sternen. 821 EEE ] A: Rectascension a Declination } 5 T 3 raecess Ienecess 7 che UTC ster 5 >73 ale oA Nummer|Grösse 1890°0 Praecession 1800-0 Praecession Epoche Durehmusterung 3jemerkungen 682 8°9 Jr6h4gm 11558) + 38201|— 5°45'21"ıl — 6’10j1887 Juni 25|— 5° .W 4376 683 6°2 lı6 49 40°85| + 3°453|—-16 37 49°5| — 6 06 Juli 30|— 16 4371 6854 5 5 [I6 50o ı10:02| + 3'613|—22 58 28:6) — 6'o2|1889 Juni IIJ— 22 4249| 24 Ophiuchi. 10'00 30°0 1890 » 2 9°93 307 2 1000 28'7 Juli 4 685 DEZE NONSSE SITES E3E2oN E44 507 5°75[1887 Juni 25 Anonyma Die Rectascension wurde aufGrund einerAnschluss- beobachtung um 408 corrigirt. 686 „8 olı6 53 34°58| + 3°248I— 7 47 ı8°5| — 573 » 19I— 7 4333 687 | 8:6 [16 53 38°38| + 3°199|— 5 39 37°3| — 573 25|- 5 4390 68801 723.110. 54 1207| + 3103) A 3 271 — 506911890 26l— 3 4040 689 58 [16 55 ı15°56| + 3'164|— 4 3 26°2| — 5'59]1889 Er 4 4215| 30 Ophiuchi. 15°55 27.03 1890 >» 2 EBEhT Eu 26 690 Bro ION 5, 57.091 1 9325071 23 72053780 5531889 Juli 21]— 20 4614 691 9°5 [16 56 1893| + 3°5006I—20 59 42'°5| — 5'50[1890 » 41— 20 4b 106 692 | 7°5 I16 57 21757) + 3°434|—ı5 42 31°3| — 5'41j1887 Juni 19I— ı5 4438 693 8:5 jı6 57 43:03] + 3°564l—20 53 r0o:ı|l — 5'38[1890 April 28|— 20 4624| Die Kreislesung wurde um — 8! corrigirt. 694 84 |16 57 47°'29| + 3°704|-20 6 39°2| — 5'383 Juni 251 — 26 11850 47'30 418 » 26 47°17 40°7 Jul #4 695 90 Iı6 53 30°13| + 3°559|—20 40 ıı6) — 53211889. » 17l— 20 4028 29°99 94 2.2 096 9:4 |16 58 59°99| + 3°557[—20 35 23°4| — 5'27 R 1I71— 20 4030 59'87 16° 1 ıS9o Juni 25 | | 697 72 {16 59 1647| + 3°714l—-26 25 45°0| — S2 > 26l— 26 11880 698 6-6 {17 0 4'24| + 3°712|—-26 21 44°0| — 5'18 April 28I—- 26 11896 4'22 46°7 Juni 25 43 40'9 2020 417 48° 1 Jule 699 go jı7 ı 3815| + 3°434|—ı5 38 2'8| — 5°05[1887 Juni 25|— ı5 4456 700 8:8 lı7 3 3°82| + 3°'4361—-15 41 220) — 493 19I— 15 4463 701 9°Alı7z 5 4133| + 3'1411—- 3 0126| — 4711889 Juli 17]— 2 4311 41'44 37, a2 ee Ts 36303 r2nasgs7s Ausg jnsgoN > 4l— 12 4086 3'74 48°7 Ze 7103| 9°5 jız 8 44°94| + 3°140|— 2 59 17°5| — 4'45|1889 ll 2 4319 4448 13°8 21 704 4°3 lı7z 10 57'80| + 3°0801— o 19 15°6| — 4'26 Juni ııl— o 3255| 41 Ophiuchi. 57'85 14°06 » 16 57'85 118 1890 25 57'86 14'2 - 26 705 87 j17 ıı 5871| + 3°560I—20 4ı 5'7| — 4°17 April 28[— 20 4710 822 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, nn en ee a Sn ee EEE Nummer|Grösse Br 800.0 _|Praecession s ae Praecession Epoche Durchmusterung; Bemerkungen 700 5:0 [r7lıı4m 24567) + 3°575j—20°59'38°5]| — 3'96|1889 Juni ı1]— 20° 4731] & Ophiuchi. 24'067 41'0 » 16 2471 38"7 1890 » 2 24'066 38°8 » 26 24°65 38°2 Juli 4 707 8°5 [17 15 31°34| + 3°566|—20 37 59°2| — 3'87|1887 Juni 25I— 20 4744] Die Rectascension der Beob- 3637 54°9 » 27 achtung vom 25. Juni SE2 a 1890 April 28 1857 wurde um — 2M, jene der Beobachtung vom 27. Juni 1887 um —ım eorrigirt. 708 8:8 jı7 16 z2'35| + 3°524]—-18 59 40'2) — 3'82|18S9 Juli 17[— 18 4508 709 | 10 17 ı8 9'22| + 3'522|-18 52 38°7| — 3°64 a Anonyma Position controlirt. 710 9°5 [17 ı8 2160| + 3'521|—ı8 50 37'9| — 3.62 » 21 Anonyma Position controlirt. 711 4'8 |ı17 20 4761| + 3°187|— 4 59 20'3| — 341 Juni ııl— 4 4275| 27 Ophiuchi. 47'72 17'060 » 10 4764 20'0 ıSgo Mai 7 47'64 20°4 Juni 2 47'067 217 » 26 47'65 18°5 Juli 4 712 | 9°o0 Jı7 2ı 44'060) + 3°170|— 4 13 41'7)| — 3'35[1889 » 17] 4 4282 4453 30'7 » 21 713 9°3 Iı7 21 5806| + 3°1701— 4 12 59°5| — 3'31 » 17l- 4 4284 57:91 KYä} 21 714 5'2 [17 24 42'21l + 3°657] 23 52 33°4| — 3°08|1890 April 28|—- 23 13412] 5 Ophiuchi. 42'22 3953 Mai 7 42'27 36°8 Juni 26 2°18 306°4 Jule 715 7'o|jı7 27 59'71| + z’412|+426 31 4| — 279 April 28|+ 26 3038 5966 3°2 Mai 7 716 4°8 lı7 31 51799) + 3'260|— 8 3 5°3| — 2’46|1889 Juni 16|— 8 4472| y. Ophiuchi. Die Reduction 51'91 23 1590 April 28 der Beobachtung 1890 51'097 52 Juni 26 April 28 wurde corrigirt. 51794 4'4 Juli 4 717 8-8 jı7 32 . 2°58| + 3°6631—23 58 32:8) — 2°44 Juni 26|— 23 13482 718 4°5 lı7 35 ı13°98| + 3'375|—12 48 59°0| — 2'16]1889 >» 161— 12 4808] o Serpentis. 14'01 56'8 Juli 11 13'92 55'6 » 18 13'095 579 1890 Juni 26 1388 Bat Juli 4 719 7'017 36 32°65| -+ z'262|4+31 20 48°6| — 2'05 » 284 31 3076 DE 48°2 Aug. 2 720 8:3 jı7 36 41°06| + z’263|+31 20 ı0°7| — 2°04 » Far 3077 721 | 6:3 jı7 37 3575| + 3390-13 27 11-4) — 1:0611887 April 12 13 4732 722 9'2 j17 40 26°23| + 3°205I— 5 41 53'ı1| — 1'71]1889 Juli ı8S[—- 5 4495 26"03 45°2 1890 April 28 723 8-5 [17 41 10°50| + 3'260|— 8 ı 46°2| — 1"65[1887 April 12]— 8 4498 Katalog von 12358 Sternen. 823 ss ee zu ee ee ee BIS T - Rectascension Declination Nummer| Grösse 1890°0 Praecession 1890°0 \Praecession Epoche Durcehmusterung Bemerkungen 724 6°0 |r7b4gm 26574| + 35526|—18°46'52’"4| — 0'92|1887 April 12]— 18° W 4686 26:80 SWioR! Juli 31 2680 56'6 1889 » 11 26'069 HH 1890 April 28 26:84 | Juni 26 2676 55'0 Juli 4 725 9:0 |I7 54 4892 + 2299430 3 28:0) — 045 April 28[| Anonyma Position controlirt. . 726 77 \17 54 50°47| + 2°29914+30 3 24'9| — 0'45 >» 28|4- 30 3096 50'062 24°3 Maı 7 727 Ss Ix7 56 3449| 5 22197| 1.58 13 3:7) — 0:30 > 71+ 33 3006 3454 56 Juni 26 . 728 7'5 jı7z 56 49°08| + 2'511l4 22 46 34°2| — 0'28 April 28]4- 22 3256 49'22 3341 Mai 7 729 | 7'84| + 3°6781—24 2ı 43°8| — 0'25 Juli 28]— 24 13814 7502 18.95 351107859 2242778 12127372371 370:205950 2220105 Aug. 2I- 7 4557 731 73118 o 25'89| + z2°508[1422 54 26°2| + 0'04 April 2814 22 3267 | 97 24'2 Mai 7 732 78 |18 ı 53°31| + 3°593]—21ı 16 ı1°5| + 0'16l1887 Juli 4l— 2ı 48064 733 7'818 2 ı17°50| + 2'84914+ 9 28 58°0| + 0'20 April ı2 9 3505 734 9°0o [IS 3 49°99| + 2°’669|4+16 48 30°8| + 0'34J1890 Juli 7J+ 16 3381 735 5:7 l18 5 0'66| + 3°'660|—23 43 23°0| + 0'44 » 281 23 14047 736 7'7 118 6 38°96) + 2°4021426 38 47'3| + 0'58 Aug. 2614 26 3187 737 58 [18 8 3915| + 3°579|—20 45 37 1ı| + 0'76j1837 Juni 7I— 20 5054| ı5 Sagittarii. Die Rectas- 3922 366 Juli 4 cension vom I1. Juli 1889 3898 3703 1889 >» I1 wurde um — ı5 verbessert. 733 6°5 [iS 8 4o'20| + 3°570|—-20 25 8°7)| + 0'76j1887 April 12]— 20 5055] 16 Sagittarii. 739 82 lIS ıı 55°45| + 3°520[-18 30 54'4| + 104 » 12|— 18, 4895 740 8°3 [18 ı5 42°61| + 2°4091426 27 37°6| + 1'37|1890 » 2814 26 3219 42°55 30'8 Mai 7 741 9’o |ı8 18 2'85| + 3'325[—10 44 34°5| + 1'58[1889 Juli 18[— 10 4680 742 5°4 |ı8S ı8 47°92| + 3°573l—-20 35 57°4| + 1‘64[1887 April 12]— 20 5134| 2ı Sagittarii. 47'584 611 Juni 7 47'94 58°3 Juli 4 48°04 59°6 1889 » 11 743 5'0 |ı8 22 55°62| + 3°'420[—14 38 8'2| + 2'00|1888 Sept. 14]— 14 5071| 2 Hev. Scuti. Bars 6°4 1889 Juli 11 55'068 7:6 > 18 55°67 8-8 >» 25 55°63 54 Aug. 9 55'71 Mia 1890 Juni 4 5575 553 Juli 4 744 8:8 lı8 23 ı12°36| + Ne) v [eo] [22] - [ee] [2] I "5481—19 40 34° Juni 7]— 19 5025 [277 745 6°8 |1S 23 30°53| + 3°420l—14 39 ıı'ıl + 2’o5|1889 Juli 18|— 14 5077 30553 13'7 » 25 30°47 12'6 Aug. 9 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, B in stascension) : Declinatio B Nummer] Grösse 6 [Praecession i a \Praecession Epoche |Durchmusterung Bemerkungen 746 9°o Jı8h25m 14578) + 25406514+24°33'42’8| + 2’20l1890 April 28[4+ 24° „W 3437 747 8°7 lıS 25 5893| + 3°544l—-19 31 49°ı)| + 2'27l1887 Juni 7I— 19 5057] Bemerkung des Beobachters 59'32 45°5 1889 Juli 25 am 7. Juni 1887: Minute in Declination unsicher. 748 7'7 \18 28 ı16°48| + 24651424 35 49°2| + 2'47|1890 April 284 24 3450) 16" 32 50*5 Juli 4 749 5:3 j18 28 55°54| + 3°332]-11 3 45°0| + 2'5211888 Sept. 14l— II 4681] Die Rectascension vom 14. 55'601 45°8 1889 Juli 25 Sept. 1888 wurde um +1 55°57 43°3 Aug. 9 eorrigirt. 55'061 44°8 1890 Juni 4 55°58 44°5 Juli 4 750 9:0 |I$8 29 0'48| + 3'541|—ı9 28 32°9| + 2°5411887 Juni 71— 19 5078 751 8'2 l18 30 52 8060| + 2°48914+-23 46 54°2| + 2"6glı8g90 April 284 23 33834 286 3°4 Juli 7 752 6°1 [18 31 49°29| + 3°051[—23 35 52°9| + 27711888 Sept. 14l— 23 14572 49'28 ZEIS 1889 Juli ıı 49'28 53'6 > 15 49'350 54'9 18go Juni 4 49'35 2°0 Juli 4 753 9°2 18 31 57:02) + 2°47714-24 13 25°4| + 2'79 71-24 3464| Die Kreislesung wurde um | — 1° corrigirt. 754 8 9 JıS 32 1274| + 3°189I— 5 o 580) + 2811887 27I— 5 4709 755 84 |18 32 24°74| + 3°533|-19 ıı 39°4| + 2'83 Juni 7]— 19 5113 750 7'5 lı8 32 38°67| + 2°472|4+24 20 37°6| + 2'85j1890 April 28I4+ 24 3469 38'064 396 Juli 28 757 | 10 18 35 29°45| + 3°539|—19 26 317) + 3°09|1887 Juni 7| Anonyma Bemerk. des Beobachters:; | Die Bogenminute derDecli- nation unsicher. Eine An- schlussbeobachtung _lie- fert: 18 35m 228560 und — 19° 26 37.7 758 6°5 Iı8 36 2635| + 3'537l—ı19 23 20°4| + 3'17|1890 Juli zı[— 19 5134 759 5°5 [j18 37 3210| + 3°267I— 8 23 3°1| + 3'27l1888 Juni 25|— 3 4686| 5 Hev. Scuti. 31:80 o'2 Sept. 14 31'86 0'2 1889 Juli 11 3186 18 Aug. 8 31'88 0'4 1890 Juli 4 760 70 lı8 37 39'86| + 3°5381—ı9 25 38°7) + 32811887 Juni 7j— 19 5142 3990 38°4 ı8go Juli 31 761 | 10 ı8 383 8°43| + 3'201I— 5 35 17'3| + 3°32[1887 >» 25 Anonyma Position controlirt. 762 4'5 I18 41 20°25| + 3°185|— 4 5ı 54°ı|l + 3°60|1888 Sept. 144— 4 4582] 6 Hev. Scuti. 20'28 en] 1889 Juli ıı 20'21 54°4 >». 02 20'26 55'6 Aug. 8 20°26 54'5 1890 Juni 4 20'32 34 Juli 4 763 9:0 |I8 42 18°88| + 3'179|— 4 38 49°0| + 3'068f188%7 » 25I—- 4 4583 704 8-3 [18 42 3115| + 3°189)— 5 3 13°0| + 3'70 » 27l— 5 4768 765 53 f1ı8 433 8’4ı| + 3°562|—20 26 55'909) + 3'75 » 31]— 20 5277 766 6°1 j18 44 5°43| + 2’6dis|+1g9 ı2 211) + 3'83|1890 Aug. 2614 19 3798 5053 20°8 DR Katalog won 1258 Sternen. 7) aut “16 44 - : ctascension, ß Declinati e Nummer] Grösse ae Praecession ak gesessen | — — 767 6°9 J18b44m 13571| + 38610|—22°17'14'3) + 13'84 15°4 1378 14'7 13'706 14'5 13°65 10'7 768 8-8 [IS 46 ı17°52| + z’615[4+19 ı6 2'8| + 17,46) 12 769 | 9:0 I18 47 ‘2077| + 32751 - 8 48 44°3| 20°52 41'9 20°54 41:06 770 8:8 [I8 48 09'891) + 3°318[—-10 39 15'8| + 77: [9-1 |18 48 47°30| + z'ıg91|— 5 ıo o'2| + 772 | 5°5 [TS 50 48°23| + 3568-20 47 58°3| + 7731| 5°9 [18 st 14°90| + 2°6501+17 58 4 1) + 14'906 6°7 14"05 4,8 14'82 48 70 028257 1782572820559 7321871 51587 let 775 g9'o |I8 5sı 33°19| + 2°661|+17 30 41°6) + 776 | 9'3 [18 5ı 48°91]| + 2658417 39 59°4| + 721 \ 9°x2 |13 51 55561) 4 2765814177 38 52:2) + 55559 48:6 778 g’ı [IS 52 10°85| + 3°189)— 5 7 376 + 779 6°5 I18 55 16°40| + 3°431l—-15 26 ı12°1| + 10°35 13'8 10°33 134 16°44 aan 1636 14'7 16'37 14'3 16°34 13:6 78o | g’ı [IS 55 38°40| + 3'189 5 7 38°5) + 781 | 61 [18 55 43°63| + 3:678|—-24 59 52°4| + 732 | 70 |18 56 39°32| + 3°525j-19 15 41°1) + 783 | 42 [18 58 5°52| + 3°593|-21 54 5°7| + 734 8’ı 18 59 39°17| + 2°665|4+17 31 20°1ı| + 3922 19°4 785 So ER ı:22| + 2°687|+16 41 24°6| + 1°19 DIA! 786.1 3°1 j19 3 13°42| + 3°571|—-2i ı2 2°4| + 787 8-5 |rg 3 27°21| 4 3°213|- 6 135 38°%4| + 788 6°5 jI9 3 4480| + 2'687|+16 40 48°7) + 4482 47'4 789 7'2|19 3 58°30| + 2'738|+14 36 ı3°ı| + 58:36 12'8 790 | 83 [19 6 9°50| + 3"312]—-10 34 47'8| + Denkschriften der mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. Epoche 1857 511890 1887 1890 1859 1890 1887 Durchmusterung Sept. Juli Aug. Juni Juli Aug. : Juli Sept. Juli Aug. Juli » Aug. Juli Juni Sept. Juli Aug. Juni Juli Aug. Juni Juli Aug. » Juli 22° MW 4881 19 3811 8 4748 10 4855 5 4806 20 5339 17 3779 5 4818 17 3785 17 3787 17 3788 5 4822 15 5185 5 4839 25 13055 19 5275 21 5237| 0 Sagittarii. 17 3845 10 3752 21 5275| ® Sagittarii. {0} 5040 16 3758 14 3802 10 4988] In Rectascension um -+-10° eorrigint 104 826 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, TG Tr TG en en ee se eoe[ se EI Rectascension) Declination |Nummer|Grösse 1890°0 Iäsesss 1890°0 \Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 791 5°7 jıgh 6m 42567) + 38255|— 8° 7'22"9| + 5'75|1888 Juni 25|— 8° „4887| 20 Aquilae. 4270 Zn Sept. 13 42°73 23'4 » 14 42°67 22'6 ı889 Juni 18 | 42°74 22°8 Juli ıı 42:72 20°8 x 42'76 23°0 > 5 42'606 23°8 Aug. 8 43'75 22 6 u u) 42°69 223 » 19 4268 20°5 Sept. 14 42'70 2320 1890 Juni 4 792 so |I9g 7 30"75| + 2°6891+16 40 2ı’ı|l + 5'82 » 4l+ ı6 3774 30°72 20'0 Juli 4 30'790 18 3 > 7 793 8:5 jı9 7 3201| + 3'310l—10o 32 6'3| + 5:82j1837 Sept. 7|— 10 4994 794 | 7:0 |I9 7 3868| + 2’6g90|+16 39 44°2| + 5'83[1890 Juni 4f+ 16 3775| Sequens beobachtet. 38'51 44°8 Juli 4 3861 44°5 » 7 38'506 44'4 » 30 795 6°5 |jIı9g 8 14'701 + 2°734l+14 50 57'9| + 5'88 Aug. 27|+ 14 3829 796 | 7:5 II9 8 16'791 + 2'7361414 45 23°3| + 5'89 271+ 14 3830 797 9:6|19 9 S'33| + 3°310l—ıo 31 27°'3| + 5'96j1887 Sept. 7I— 10 5012 798 8:3 lI9 9 55'560) + 2'701l4+16 13 23°3| + 6°o2lı8g0 Juli 4l+ 16 3792 55'061 20°6 » 31 55'79 18° Aug. I 799 8:7 II9 10 12°94| + 3'624I—23 24 49°5| + 06°o5 Sept. 22|— 23 15228] In Rectascension um —-z!! corrigirt. 800 9°:ı |I9 10 49°94| + 2'702|+16 ı2 ı0°0|) + 610 Juli 7I+ 16 3796 49'74 Des > 28 801 53 j19 ıı ı11°90| 4 3°514|—19 8 51'5)| 4 6°13|1888 Juni 25|— 19 5379| d Sagittarii. 11'901 2'9 Sept. 13 I1'03 R98) ı889 Mai 19 11'96 I, ı8Sgo Juni 4 8502 8:9 [19 ır 4200| + 2 696|-+16 28 z1°3| + 6°17 Juli 31l+ 16 3798 803 9°8 Jıg ıı 5810) 4 3'31I1—10 36 20°1l + 6'19|1887 Sept. 7l— 10 5023 804 74 [19 ı2 ı5°53| + 3'198{— 5 37 13°5| + 6°22|1889 Aug. 19|— 5 4927 805 78 |19 ı2 3857| + 3°226|— 6 53 ıı'5| + 6°25j18897 » 20|— 6 5092 8306 9'4 |I9 ı3 23'39| + 3°308I-ı0 31 27 + 6-31 Sept. 7l— 10 5030 807 9'3 |ı9 13 34°74| + 2'697|4+16 29 55°9| + 6'33[1890 Juni 44- 16 3808 34'54 578 Juli 31 808 5'o |I9 14 40'53| + 3'197|— 5 37 1ı5°9) + 6°42|1889 Juni ıS[—- 5 4930| 26 Aquilae. 40°52 da 22 40'58 15°5 Juli 11 40755 156 we 40'060 14'8 Aug. 9 40° 50 14'4 2 19 40'54 oz Sept. 14 809 SI [02 = No} - > D ‘78| + 2 807|4+11 49 46'2 ıSgo Juli 28I+ ı1 3801 42'87 45'9 le t + a + [22 Katalog von 1238 Sternen. —6———_Aö6ö6ö6 TTS nn0wW = N & olinot | |Nummer[Grösse Beetascension|pzecession en |\Praecession Epoche Durchmusterung) 3emerkungen 1890'0 | 1390'0 | = : DE v,elraag R 5 EaE: % | So 4°7 [ıghısm 25563] + 3°439|—16° 9'39°4| + 6°48|188S Juni 16° „W 5283] v Sagittarii. 25'065 39'9 Sept. 25'064 39"9 ı88g Mai 25°87 39:3 1890 Juni Sıı S’5 |ıg ı5 31°00| — 2'694|+16 38 138) + 06'49 Juli 16 3819 31°01I 12'9 » 812 8:9 [19 ı5 3146| + 3°309l—10 34 33°7) + 64911887 Sept. 10 5045 813 g9-ı |ıg ı7 9°67| + 3'226|— 6 56 6'1l + 6'062 Aug. 6 5123 514 77 |19 17 29'o05| + 2'738|414 50 56°0) + 6'65|1890 Juni 14 3892 28"83 55'8 Aug. Sı5 | ®%o |ıg ı7 5ı'32| + 3°306-10 30 24°6| + 6:68|1887 Sept. 10 5062 Sı6 9'2 [19 18 1ı’48| + 2°715|+15 50 49°ıl + 6°70|1890 Juli 15 3787 108 52'9 Aug. 817 9°'2 Iıg 18 9°48| + 2’715|+15 50 38°'9| + 6'71 » 15 3789 818 5'4 Iıg ı8 34°89| + 3°652|—24 43 17°5| + 674 Sept 24 15303 819 70 lıg 18 5168| + 2°716(+15 48 5°1| + 6:76 Juli 15 3798 51:58 505 2 820 7’ı |19g 19 1908| + 2'So4l+ı2 4 6'5| + 6'80 12 3896 1900 6°4 821 8:7 lı9 19 43°56| + z'Sı2l+ıı 42 34°0| + 06:84 Juni II 3334 43°50 351 Juli 822 78 |19 20 59°22| + 2'797|+12 22 50:7) + 06'94 Juni 12 3904 59'0 50'9 Juli 823 77 \1ıg 2ı 28°44| + 3°2031— 5 57 14°7| + 6°98[18S9 Juni 6 5ı5l 28°54 1406 Juli 824 9°5 [rg 22 53°33|1 + 3°2071-6 9 94 + 7’Iı0 Sept. 6 5156 825 8-8 |19g 22 54°76| + 3°194I— 5 33 57'060) + 7'10 Aug. 5 4983 8326 8-3 lıg 23 5°81| #+ 3°213I— 6 23 49°7| + 7'11 Juni 6 5158 5:74 544 Juli 5'84 5406 Aug. 827 8°5 [19 24 9°'46) + 3'185I— 5 8 59°8| + 7'20 Juli 5 4985 828 8’4 |19 24 ı19°41| + 3°309|—-10 43 50°9| + 7'21|1887 Sept. 10 5097 829 7'5 lıg 24 27°58| + 2°Sozl+12 ıo 4r'ı|l + 7'22|1890 Juni 12 3929 27°51 38°7 > 27'506 40"I Juli ZN STH - 830 5:7 |19 24 54°63| + z°138[— 3 ı 4°1l + 7'26|j1888 Juni 3 4612] e Aquilae. 5400 4°7 1889 Mai 54'061 AUT Aug. 55 22 2°9 1890 Juni 5462 23:3 Juli 54'061 3.9 Oct. 831 8-4 Iı9 25 2124| + 3'201— 5 54 6'353] + 7'30J1889 Juli 5 4989 832 8'2 lıg 25 43°52| + 3'189I— 5 20 541) + 1233 Juni 5 4992 833 6°5 [19 26 19°25| + 2°419|4+27 44 41) + 7'38]1890 Aug. 2 3411| B? Cygni. 104 * 8328 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, | 1 sce n celınatin | NummerlGrösse Beet Een Declination Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 18900°0 | 1890°0 = = 834 926m 22580 3l + 7'38[1889 Juli — 5° ,W 4995 835 19.27. 2331700 9 —-+ 7'48|1887 Sept. — Io 5112 836 19 27 33°86 2 + 7'48|1889 Juni - 5 500 33'90 6 Sept. 837 TOT27 En g% 4 + vAuTe) Juni — 5000 5370 "4 Juli 838 10.28 35073 2| + 7'5611887 Aug. Mn 4991 839 19 28 40'76 o + 7'57|1889 Juni —_— 4 4843 40'74 "8 Aug. S40 19 29 3'061 5l + 7'60[1887 Sept. — 0) 512 841 19 29 23°07 ı| + 7'63[1889 Juli 25|— 4 4846 23'806 2 Aug. 19 842 19 29 44°05 o| —+- 76511890 Juli ne 2 397 44'859 6 » 843 19 29 56'906 ol + 7'67 Juni le) 3904 5686 3 > 844 I9 30 22'08 ser 7'70[1889 Juli = 3 4644 845 I9 30 3012 A Oct. es 5020 840 19 30 44°48 0 + 773 Juli Zu 5021 44'31 zB Aug. 847 I9 30 4821 2| + 7741887 Sept. 2210 51531 848 19 30 56'62 + 7'75|1889 Juni = 4 4855 849 19 30 58'42 Srill zer 77511888 » — 7 5006] » Aquilae. 5839 = 1889 Mai 58'42 ‘o 1890 Juni 58'42 =7 Oct. 850 19 31 2228 ı + 7'76 Juli EL 3906 851 19 31 27'00 + 779 Juni + ıı 3912] Beobachtung Juli 28. : Refrac- 27'02 4 Juli tion corrigirt. 852 Rt "5| + 7'83[1889 Juni = A 4861 “3 Juli 853 19 32 27'37 5| + 7'87|1887 Aug. 20l- 7 5015 354 19 32 4083 7 -+ 78 Sept. — 1) 5140 855 19 33 12°56 9| + 7'92|1890 Aug. — 23 15618 856 eh Ei lo 9| + 7'92 Juni + 16 3925 13"03 6 Juli 857 19 33 3091 „| + 7'096 Juni Ze d) 3928 30'806 "o Juli 858 19 33 3220 8|+ 7:06 Aug. 27|— 23 1562 359 19 33 45'88 al + 7°98l18897 > - 7 5024 860 19 34 30°10 "ı) + 8rog4l1ı889 Juni 18 5 5036| Die Rectascension vom 18. 30'07 7 » Juni 1889 wurde um— 128 30'19 se Aug. eorrigirt. 30'12 us Sept. 3017 2 Oct. Eee ne. a Di Katalog von 12. D} 38 Sternen. 829 SA Rectascension) 3 Declinati : a |NummerlGrösse or 2 un a en Epoche Durehmusterung Bemerkungen ee en N A 7 — = = 801 75 Irglzam 56580| + 351644— 4°17'13"4| + S8®o7lı88g Juli ııl— 4° M 4877 50'75 II’4 Aug. 19 862 9°2 Iıg 35 48:88) + 3:385|—-14 21 59°2] + S°14|18g90 Juli z1ı[— 14 5511 48°74 57'0 Aug. 27 863 | 9'3 I19 35 50°80| + 3°'3861—14 24 9°8S| + 8:14 27|— 14 5512 304 7'7 119 35 59°26| + 3'°170|— 4 32 4260| + 8'15[1889 Juni 25I— 4 4883 59'28 2°4 Juli 25 59'20 44'0 Aug. 9 59'17 40'3 » 19 805 90 IIg 35 59°57| + 3°295|—-10 20 55°2)| + $-16J1887 Sept. I2]— Io 5155 866 | 6:6 |19 36 2:65| + 3°276|— 9 26 5174| + 8-16 » 1ı7l- 9 5209 8067 94 lig 36 27°’ı1)l + 3'294I—-10 18 44°9| + s'19 » 12|— 10 5159 8068 9°5 II9 38 8:19) + 3'219I— 6 52 33°7| + S'33 Aug. 20|— 6 5246 8069 9°7 |r9 38 25°14) + 3°219I— 6 52 21) + 8-35 20 Anonyma Position durch eine schlussbeobachtung con- trolirt. 870 9°7 |19 38 33:68| + 3'273|— 9 23 35°8| + 8:36 ST] Eee 6) m) 5228 871 9°7 lıg 38 37°55| + 3°292|—-10 14 48°5| + 8:37 12]— Io 5170 872 | 8'3 |19 39 26°85| + 3°174|— 447 15°6| + S'43[1889 Juni 18) 4 4903 26'092 14°5 Juli ıı 26°76 ZEN Aug. I9 873 5:0 II 39 506°74| + 3°514|—-20 1 50'7| + 8°4711887 29I— 20 5698J f Sagittarii. 5667 29°6b 1389 » 8 56'78 30°3 1890 Juni 4 56'78 STE7 Juli 4 5673 30©3 Qe 26 874 9:0 II9g 40 40'38| + 3'1591— 4 6 136) + 8°53[1889 Juni 18I— 4 4910 40'41 13 8 Juli 25 875 9:5 [19 40 55'91| + 3'274|— 9 26 33°3| + 8°55[1887 Sept. 17)— 9 5243 876 7'8 |19 41 2'72| + 3°156|— 3 55 50°5| + $°56[1889 14l— 4 4916 877 S’4 [19 41 8°24| + 3'293|—-10 19 27'090) + 8° 56[1887 » 121— Io 5181 878 | 10 19 4I 19°30| + 3°291l—-10 ı5s 6°3| + S'58 12 Anonyma Position eontrolirt. 879 7'S [19 aı 56°47| + 3'189|— 5 30 13°9) + 8'63]18Sg9 Juni 25 56'41 131 Aug. 19I— 5 5000 88o 9°2 IIıg 42 3130| + 3'274l— 9 30 43°4| + 58°67l1887 Sept. 17l— 9 5248 881 6:1 Irg 42 58°28| + 3°3101—ı1 8 38:6) + 8°71lı8go Juli 4|— ıı ng 882 7'9I19 43 4°45| + 3'290|—-10 ı5 22'0l + S'72[1887 Sept. 12]— 10 5191 883 | 7°8 j19 43 7°65| + 3°173|— 4 46 g°ı| + 872|1889 Juni 18|- 4 4926 IR hS 10'4 » 25 7278 10'°7 Juli 11 7'70 10°3 2 7'76 9°3 Aug. 9 asp: 9'8 Sept. 14 7'060 9° Och 5 An- 330 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Rectascension , - Declination Praecession Nummer|Grösse 5 Praecession Epoche Durchmusterung erk z 1890°0 1890500 02 P erung Bemerkungen 854 8:0 (19h4z3m 47 3l— 4°48'16°'9) + 1889 Juni 4° 1 4936 46 14 '2 Oct. | 885 5°'9 [IQ 44 43 —II 2 31°3| + ı88S Juni 11 5149| 51 Aquilae. 43° 325, 1889 Aug. 43° ST 1890 Juli 43 3370 Oct. 386 6°5 [19 44 59 — 4 58 186 + 1889 Juli 5 5075 59 17°8 > 887 8,30 oWAs 2% — 4 49 27'2| + Oct. 4 4948] Kreislesung um —ı? corrigirt. 338 50 {19 45 45 +1o 8.27'8 — 1890 Juni 10 4073| 0 Aquilae. 45 25'7 : 45 25°6 Juli 889 | 10'5 !ıg 46 19° er er ee Juni Anonyma In Declination um —31'3, d. h. um eine halbe Schraubenrevolution cor- rigirt. 890 S'2 |I9 46 29° ar ET » 9 4292| Sequens. 29° 14'4 Juli 2/0 25% 7 Aug 891 9°0o |ı9g 47 0 — 6 52 49°7) + 1887 6 5289 892 9'4 [19 47 5 —6 50 29.0| -1- (0 5291 893 8'0 |19 47 30 — 4 51 23°4| + 1889 Juni 4 4960 30° ZT Juli 30° 23°6 Sept. 30 25°1 Oct. 894 | 86 |19 48 16 +12 57 43°7| + 1890 Juni 12 4122 - 16° 42°9 Aug. 895 S'o I19 48 25 — 5 19 50°4| + 1889 Juni 5 5099 2% 2'’8 Aug. 25° 50'7 x 896 8:6 |19 48 55 +12 59 834 + 1890 12 4129 897 70 [19 49 ı7 + 651 ıı 2 + Juni 6 4351 17, 10° Juli 898 9°4 [19 49 19 — 648 883 + 1887 Aug 6 5306 899 SSH 90, Dr. —ıI8 32 15°5| + 1890 Oct 18 5538 900 8'5 II9 5o 37 A721 18 39 11°8| + Sept. 18 5539 901 8:8 Iıg 5ı 28 g6|+13 10 49°5| + Juni 4210 28 49'4 Aug. 902 8'2 |19 5ı 29° 175I— 4 58 44°5| + ıS89 Juni 5120 29° 44°9 Juli 903 9’ı lıg 5ı 31 “795|4+13 14 12 + [1890 Juni 4211 31 1.27 Aug. 904 | 8°5 |19 5ı 42° "470|—18 34 52°4| + Sept. 5544 905 7'4 119 5ı 54 — 9 21 7 + 1887 3031 Kreislesung um -+1o' corrigirt. 906 DRS | hate) a er "212l— 6 44 22°4| + Aug. 5319| Kreislesung um —ı9' eorrigirt. Katalog von 1238 Sternen. Nummer[Grösse er Praecession ee |Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 907 8-5 Jıglszm 6585| + 35186|— 5°28'50'2| + 9"42|188g Juli 6:68 49°4 Aug. 6:76 48 7 Sept. 6-68 50'0 Oct. 908 8:3 [19 52 12°96| + 3'471|—-ı18 40 34°ı1| + 9'43|1890 909 8'2 lıg 52 1'44| + 3'210l— 6 38 470) + _9'44|1887 Aug. 1’34 47°8 ıSSg Juli 2137 45'9 Oct. 21'26 45°4 > 910 8-5 [19 52 22'553] + 3'168I—- 4 39 1°5| + 09'44 Aug. gIı 8:2 [19 52 4145| + 3'168I— 4 39 5 + 9'47 41'22 7 912 9 0J|19 53 4°'80| + 2'797I+13 10 16'7| + 9'49|1890 Juni 4'89 27.20 Aug. 913 89 Jı9g 53 542) 4 2'798I+13 6 46°9 + 9'50 Juni 5'23 41°4 Sept. 2 914 8°7 [19 53 4°02) + 2°797I+13 Io 210) + 9°51 Juli 13'82 2319 Sept. 1378 20°1 > 915 8:8 Iıg 53 2125| + 2°796|+13 14 ı5'°0| + 9'52 Juli 21'07 17'4 Aug. 2104 15'9 Sept. gı6 | 6°3 |19 53 48°48| + 3'285|—1o 14 39'8| + 9'55|1887 917 g’ı [9 54 5'17| + 2'797I4+13 13 11°9| + 9'58|1890 Juni 2 AufGrund einer Anschluss- 4'095 6'0 Sept. 2 beobachtung wurde die Rectascension der Beob- achtung vom 25. Juni um —ıS5 und die Decli- nation um —ıR; ferner bei der Declination vom 29. September —2R 648 in +2R 648 corrigirt. 918 7S|19 55 0'57) + 3'167|— 4 36 43’ıl + 9'64l1889 Juni 0'553 45°1 Juli 919 78 |19 55 10'83| + 2°So6l+12 47 60°6| + 9:66|1890 Aug. 10'095 LYARS 10'93 59°5 Sept. 920 | 8:o |19 55 23'72| + 3°274|— 9 47 23°5| + 967|1887 921 9°5 JIg 55 27°73| + 3'264I— 9 ı8 20'ıl + 9'68 922 7'6 |19 55 30°'06| + z°’g15|-+ 7 40 47°0) + 9'68]|1890 923 9'2 |I9 55 35°59| + 3°283]—ı0o ı2 6°3| + 9'6911887 Position durch eine An- schlussbeobachtung con- trolirt. 924 8'2 |I9 55 42'906) + 3°'209I— 6 go 4ı'2| + 9°70) Aug. z'98 39°8 1889 Juni 42'906 40°1 Aug. 925 72 |19 55 43°64| + z2°8o1l+13 4 39'ıl + 9'70l1890 Juli 43'069 39°6 Sept. Johann Palisa und Friedrich Bidschof, r nn... [Reetascension ,,, 2: Declination |. I: R Nummerl|Grösse Praecession er Praecession Epoche Durchmusterung 3emerkungen 1890°0 | 1890'0 ° = 926 5°8 [1g"55m 48594 + 3°363|—13°56'28°7| + 9'71l1888 Juni 25|— 14° „% 5618| 63 Sagittarii. 4888| 28° 1] Sept. 15 Beobachtung 1890 Juni 4: 48'90 29°3| ıSgo Juni 4 Reduction corrigirt. 48'85 30'3 (Oki Ki) 927 9°ı [ı9 55 5737| + 3°21I1— 045 30°1| + 9 7211887 Aug. 20|— 6 5341 928 6°3 jı9 56 20'88| + 3 1ı81l— 5 17 39°6) + 9°75[1889 Juni 25|— 5 5138 20:86 39°8| Julizs2, 929 g9:ı [19 56 26°'89| + 3'272|— 9 4ı 39°5| + 9'75J1887 Sept. 16— 9 5330 930 9:5 [19 56 46°74| + 3'262|— 9 13 53:01 + 9:78 I 9 5334 951 SET LOST 8'25| + 3°2301— 8 o 3'060 + 9'Sıjı889 Aug. 9I— 58 5205 S’11 2 Sept. 14 8:00, 5'8 Octr 235 932 6°8 [19 57 13°23| + 3'565[I—22 54 13°4| + 9'81]1888 Juni 25|— 22 5318 ec 12°4| Sept. ı5 13'25 13'5 1890 Juni 4 1319 13'2 (X 6) 933 | 8°2 |19 57 24°93| + 3'173|— 4 56 19°5| + 9'83[1889 Juli 25I— 5 5144 24°95 17'8 Oct. 3 4'93 18°4 >» 5 954 8:1 lıg 57 27°56| + 2°8o6l+ı2 52 56°6| + 9'83J|1890 Juni 25|+4+ ı2 41906 27'55 50°5 Sept. 22 935 | ıı() [19 57 30'60| + 3'290|—10 35 26°0| + 9'84J1887 7| Anonyma Anschlussbeobachtung stimmt nicht; eine Cor- rectur in R um — 2" | führt auf —ı0° 5247. 936 9'4 [19 57 306°85| + 3°253I— 8 47 47°ı| + 98411888 28|— 8 5208 937 | 10°5 |19 57 39°58| # 3'281l-10 8 27°8 + 9'85|1887 12 Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- trolirt, welche aber die Declination um 13" nörd- licher gibt. 938 | ıı 19 57 52°65| + 3'254|— 8 50 412) + 9'86|1888 28S| Anonyma Position controlirt. 939 8-8 |ı9 58 2258| + 3°547l—22 ı3 22°7| + 9°g90l1890 »- 22|—- 22 5328 2204 244 29 940 | 8°2 |ıg 58 28°68| + 3°272|— 9 44 57°2| + grgılıs8s7 >» 16 9 5347 941 9:2 |ı9 58 47'701 + 3°291|—10 40 55°6| + 9'093 » 7I— ı0 5265 942 8'5 [19 59 27°07| + 3°213|— 6 53 46°9 + 9'98[1889 Juni 18|— 6 5360) 26°97 48°4 Aug. I9 943 | 10 19 59 30°68| + 3°281l—-ı10 ıı ı6°0) 4 9'9gl1887 Sept. 12] Anonyma ’ In Rectascension um — 1M30$o0 corrigirt; die zur Controle gemachte Anschlussbeobachtung gibt aber eine um 8" nörd- lichere Declination. 944 | 10 19 59 36°84| + 3 280l-10 8 54'9| + 10'00 2 ar2 Anonyma Position controlirt. 945 9':3|2o o 6°'8ıl + 3°'208I— 6 4ı 20'7| + 10'03 Aug. 20 06 53067 9406 7'2|20o o 48'04| + 3'168I— 4 43 55°9| + 10'0gl1889 Juli 25|— 4 5016 48°13 53'6 Aug. 19 947 75)»o o 5751| + 3'260|— 9 ı3 48'2| + 10'10|1887 Sept. 17I— 9 5350 Katalog von 1238 Sternen. 833 : ER Rectascensi : Declinati ; Nummer] Grösse 90:0 |Praecession a Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 948 | 7'3-.|2oh ım 6595| + 3°245[— 8°29'48°8| + 1o’ı1jı88g Juli 25|— S° 5237 6:95. 491 Sept. 14 6:97 50'0 Oct. 5 949 9°3Ppo ı 7'77| + 3'261]— 9 16 30°2| + 10'11|1887 Sept. 17]- 9 5358 950 9:31o ı 9'560) + 3'261J— 9 ı5 216) + 1orıı 17]— 9 5359 951 9'o |®o ı 22:01 + 3°207l—-,6 39 6°'6| + 10'135 Aug. 20|— 6 5374 952 9°ol2o ı 36°59| + 3'207|— 6 38 14°0 + ıo'ı5 20|— 6 53706 953 9%5,1207° 1 4922| — 2957 0 057 7| —- 10°16J[1890 Lt 5 4415 I 954 9° 20 I 52°38| + 3°201[— 9 19 14°8| + 10'17[1887 Sept. 17|— 9 5303 955 8:8 jo ı 56'531 + 3°269|— 9 40 21'5| + 10'17 16|— 9 5364 0956| 9°3 lo 2 063] + 2'948I4+ 6 ro 42°1| + 10"1811890 29+ 6 4440 957 6:8 120 2 1416| + 3'215I— 7 4 45°4| + 10'19l1888 Juni 25I— 7 5177 14'22 43'9 Sept. ı5 14'22 44°7 ı8Sgo Juni 4 1424| 45'0 Juli 4 14°14 44°7 Oct. 6 958 73120 2 2819 + 3'288{|—-ı10 37 56°4| + 10'21[1837 Sept. 7|— ıo 5284 959 8-7 |jEo 2 2852| + 3'222|— 7 25 2 + 10'21|1889 Juli 25|— 7 5178 960 S-ı Bo 2 49'01| + 3'220I— 7 20 22'7| + 10'24 Aug. II— 7 5183 49°17 2287 Sept. 14 49'15 220 Oct. +3 4901 23'7 DS g61 8:7 lo 2 51°07| + 3'289I—-ı0 39 7'2| + 10'24l1887 Sept. 7l— ı0 5287| Kreislesung um -+2' cor- rigirt. 962 | 10 20 3 27'15| + 3'282|-ı0 ı9 37'4| 4 10'29 >12 Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- trolirt. 963 | g:a po 4 1°58| + 2'9494+ 6 9 43'2| + 10'33[1899 >» 29+ 6 4457 964 9:3 |20 4 12'22| + 2°952|+ 6 0 23°3| + 10'34 Oct. 6|+ 5 4427 gb5s | 9°; jo 4 23°37) + 3'261|— 9 20 53°4| + 10'36|1887 Sept. ı7l— 9 5376 g66 | 9:5 po 4 3470| + 3'2591— 9 15 53°6) + 10'37 Saum 29 5378 967 9:ı 2?o 4 4843| + 3'26601— 9 36 2°3| + 10'539 16l— 9 5379 968 6°5 go 5 12'08| + 3°257|— 9 10 1’ı|l + 10'42 » ın— 9 5382 22 3'4 1889 Juni 25 1226 Ze Juli 25 12°19 3'0 Aug 969 | 10 20 5 31'33| + 3'280|—-ı0 ı7 6'2| + 10'44|1887 Sept. 12|—- ı0o 5302 9709 go ro 5 3299| + 3'283|—10 27 34°4| + 10'44 121 10 5303 971 79 |20o 5 44'93| + 2'952|4 6 ı 22'1) -— 10°46j1890 » 22l+ 5 4435| Sequens beobachtet. 4479 19°6 Oct. 6 972 | ıo 20 6 27'07| + 295314 5 58 ı0'5| + 1o0°s51 Juni 25] Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- trolirt. 973 9-o|20o 6 2925| + 3'285|—-10 34 39°3| + 10'51|1887 Sept. 7I— 10 5307 Denkschriften d. mathem.-naturw. Cl. LXVII. Bd. 105 83 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, ectascensi h Declinati E ; Nummer| Grösse eo |Praecession ran |Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 974 | 9:0 Joh 6m 36518| + 33286|—10°36'16’0| + 10'52|1887 Sept. 7|— 10° „WM 5310 975 | 10 20 6 5079| + 3'265|— 9 36 29°7| + 10°54 » 1061- 9 5392 976 954 1207 7. 5222| 0352571 9 12733735 10250 171-829 5393 on 974 20 8 3477| 4 3:2641 935 25°2| +7 10:67 16— 9 5398 9785| 9'’3 Po 8 47'71| + 3'258|— 9 17 340) + 10'068 17l— 9 5400 979 9-3 120 87 4867| = 3726519 41 2°09| = 10709 2 1009 5401 980 9’o eo 9 26°03| + 3'258I— 9 20 43°0| + 10'73 » 191— 9 5404 981 8-9 lo 9 54'17| + 3'281ı]—ıo 29 22°5| + 10'77 » 7] 10 5332 982 6°o [po ıır 33°77| + 3°529|-22 8 57:8| + 10'39|1888 Oct. ı2|— 22 5384 4 Caprieorni. 3301 57'8 1889 >» 5 33275 BT 18go Juli 31 33:60 58'8 Aug. ı 3364 59°1 Oct. 6 983 7:8 |?o ı2 21'88| + 3'203|— 6 39 10'7| + 10°95[1889 Juni 18[— 6 5440 984 5:7 lo ı3 2°84| + 3°467|—-19 27 41°6| 4 11'00|1887 Aug. 29|— 19 5770| . Capricorni. 985 8°5 [zo 14 18°54| + 3°283|—10 42 51°0| + I1'09 Sept. 7l— 10 5351 986 g'ı [20 14 21'96| + 3'275|—10 ı9 13'°8| + I1’og » 17|— 10 5352 987 6°3 [po 14 34°73| + 3'203l— 6 42 ı7'4| + Ir’ıı Aug. 20|— 6 5451 3483 14'6 1889 Juni ı8 34'81 18°7 » 2 3478 17, Juli 11 34°73 19°8 2025 34'854 179 Aug. 9 34779 1705 BED) 34'80 17.22 Sept. 14 988 8-4 [eo 14 45'47| + 2°975|+ 5 1 48°6| + 11°12[|1890 Juni 254 4 4419 45°45 49°8 Aug. ı 1887 >» 20|—- 6 5455 (6) + = u S 989 | 7'3 Po ı5s 16°'82| — 3"2031— 6 42 o' 990 | 10 20 ı6 37:16) + 3'274|—-10 20 10:7) + 11'26|1888 Sept. 23] Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- trolirt. 991 g9’ı ro ı6 3976| + 3'280|—10 38 59°4| + 11'26118897 » 7|— 10 5366 ” 992 9:3 Io ı6 44’ı1l + 2°984|+ 4 35 54°4| + 11'27l1890 Juni 25)+ 4 4429 44°03 517 Aug. ı 993 8:8 po ı6 5157| + 2°98414- 4 35 ol =: rvzB Juni 25j+ 4 4430 51'55 n23 Aug. ı 994 9:5 po ı6 53°61| + 3'275[—-ı0 21 32°2| 4 11'28|1888 Sept. 28[— 10 5368 995 | 10 j20.17 5'32| + 3274| 10 19 ı4°8| 4 11729 » 28| Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- - trolirt. 996 8-8 bo ı7 15°93| + 3'133|— 3 7 25°0| + 11'301889 Aug. 19) 3 487 997 9°4 Po ı7 37'60| + 3'272|-ı0 ı4 7'2| + 11'33|1887 Sept. 17|— 10 5372 998 9’o jo 17 59'23| + 3°2711—-ı0 ı2 42°1| + 11:36 » ı12]— 10 5374 999 g'o $o ı8 ı15:64| + 3'273|—-ı10 ı9 35°ı| + 11'38 » 12|— Io 5376 15°51 3550 | EV Katalog von 1238 Sternen. 835 —————— nn Ense ] T Rectascension P Declination NummerlGrösse E raecession Praecession Epoche Durehmusterung 3emerkungen | 1890°0 18900 | 1008 92 l20ohıs3m 17569] + 33272|—-10°17'53"8| 4+ 11'38|1887 Sept. ı2]— 10° .W 5377 1001 9°o |2o ı9g ı16°36| + 3'204|— 6 49 56'3| + 11'45 Aug. 20|— 6 5471 1002 6:3 [po 19 5816 3’133l— 3 9 23°1| + 11°49|1889 Juni ı8[— 3 4888 58°33 24°8 >» 25 58'25 24°4 Juli ıı 58'20 24°9 » 25 58:34 25'0 Aug. 9 58'28 23°3 Sept. 14 1003 | 10 20 20 ı1'64| + 3'277|—-10 36 28°9| + 11'52|1887 7| Anonyma Position durch eine An- schlussbeobachtung con- | trolirt. . ; 1004 9-1 |2o 20 ı18°50| + 3°202|— 6 46 ı8°8| + ı11'52[1887 Aug. 20|— 6 5477 1005 8:5 [po 20 44°25| + 3°431|-18 8 51'6) + 11°55[1889 Oct. 5j— 18 5684 1000 5°4 I20o 21 1653| + 3'439|—18 34 ı8'0) + 11'57[1887 Sept. 26|— ı8 5055 1007 Huon1205277 25225311772 332.274 10529 35-91 = 103 710 5397 1008 9°5 Io 22 1415| + 3°248|— 9 ıı 30:3] + 11:66 ee) 5472 lol) 5-1 ao 22 35°14| + 3 429|-ı8 ıo 37'3| 4 11'069 Aug. 29|— ı18 5689| p Capricorni. 35°15 38:6 > 30 3528 360 1888 Oct. ı2 1010 7'3 120 22 43°73| + 3°430|—-18 14 5°6| + 11'70[1889 » SIE 5691 IolI 9:0 l20 22 54:16| + 3°204I— 6 54 31°8| + 11:71[1887 Aug. 20|— 7 5304 1012 9:6 |ao 23 20'47| + 3'252|— 9 24 47'9| + 11'74 Sept. 2719 5478 1013 9.0220823 28312 su20531 09 27% Ser 7 11275 Bd 5479 1014 85 Io 23 36°38| + 3°270[-10 22 2'3| + 11'76 > 3120270 5405| Recetascension um — ı" eorrigirt. 1015 9'2 lo 24 3'24| + 3'272l-10 26 32'8| 4 11'79 zo 5409 1016 9:3 po 24 7°1ı7l + 3'272|—-ı0 26 59:6) + ı11'79 Zi ro 5410 1017 9'3 |jpo 24 30°88| + 3'259|— 9 47 8'ı| + 11'82 » ı6|— 9 5481] Auf Grund einer Anschluss- 30'78 8:5 1888 » 28 beobachtung wurde die Kreislesung vom 28. Sept. 1888 um —ı' corrigirt. 1018 g"ı |eo 24 3870| + 3°253I— 9 29 21°5| + 118311887 Br 0 5482 1019 9:8 |eo 24 51°33| + 3°258|— 9 44 49°7| + 11'85|1888 BE > rn 5483] Auf Grund einer Anschluss- beobachtung Kreislesung a nel dan — 2"212 corrigirt. 1020 7:8 120 24 5641| + 3°270|-10 24 7'7| + 11'85j1887 » 12|j— 10 5414 1021 9:6 $2o 25 46'34| + 3°258I— 9 45 5°1ıl + 1ı'gılıss8 » 28I— 9 54806] Auf Grund einer Anschluss- beobachtung Kreislesung um —ı' und —o"g6s in — 1965 corrigirt. 1022 9:5 20 26 ı13'26| + 3'252|— 9 29 o'2| + 11'94|18897 » ı7l= 9 5489 1023 6'2 !2o 26 22'60| + 3°266|-10 13 42°5| + 11'95|1888 Oct. ı2|— 10 5423 2264 40° 3 1889 Aug. 8 22'6b2 42°9 Oct 3 22'51 42'0 » 5 22'067 42°5 1890 >» 6 105” 836 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Nummerl|Grösse Recke Ben an Deelination \Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 15900 1890°0 | = = 1024 | 9'3 |2oh26m 51883] + 3°256|— 9°44' 3'2| + 11'9011887 Sept. 10|— 9° 1 5ag1 Die Declination vom 10. Sep- 51:68 18 u (ı) tember um +0! 2 corrig.; 51'060 2°5 1858 » 28 Rechenfehler; Kreislesung vom 28. September um 1025 9°1ı po 27 29°32| + 3°207|— 7 ır o’ı|l + 12°03l1888 Oct. 23l—- 7 5324| —1' corrigirt. Anschluss- controle. 1026 9'8 jo 27 49°86| + 3'253|— 9 36 17'7| + 12:0611887 Sept. 16l— 9 5490 1027 8°5 120 27 55°55| + 3°270|—-10 29 51'3| + 12:06 ı2]— 10 5431 1028 8011205230 Sor2n| I 322501 or area] Tor 171 9 Sisteh 1029 9'4 |20 28 59°51| + 3'250|— 9 28 5ı'8| + 12'14 17) 9 59092 1030 | So eo 29 ;5'35| + 3'259|— 9 57 26°7| + ız'14 » 131— 10 5438 1031 83:3 jo 29 16°77| + 3'248|- 9 22 520) + 12:16 » 171— 9 5507 1032 | 10 20 29 53°85| + 3°2b1l-ıo 4 9'0l + 12'20|1838 » 28 Anonyma Position durch Anschluss eontrolirt. Er geht dem Sterne -10°5444 um 2324 nach und ist 2'57"4 nörd- licher. 1033 | Io 20 30 4°'02| £ 3°2071— 7 14 6°5| + 12'21 Oct. 23 Anonyma Position durch Anschluss eontrolirt. - 1034 5"4 [ao 30 59°93| + 3°127l— 2 55 5ı'3| + 12'28 » 12I— 3 4961| 70 Aquilae. 59594 50:6 1889 » 3 5993 50:0 1890 Juli 31 59"93 50'8 Oct. 6 1035 9:3 po 32 631] + 3'206|— 7 13 35°4| + 12'35j1888 » 23I— 7 5352 1036 | 10 20 32 28°:84| + 3°206|-- 7 13 19°6| + 12'38 » 23 Anonyma Position durch Anschluss econtrolirt. 1037 9:7 jo 33 0°35)| + 3"2001— 7 13 49°5| + 12'41 » 23l— 7 5350| In Rectascension auf Grund einer Anschlussbeobach- tung um —ıM corrigitt. 1038 | 8'5 [ao 34 35'13) + 3'253|— 9 47 45°4| + 12°52|1887 Sept. ı3|— 9 5537 1039 | 10 |20 34 46°48| + 3°245|— 9 23 24°3| + 12°54 a | et) 5538 1040 8:0 120 34 53°73| + 3°204|— 7 ıı 106) + 12°55 Aug. 20|— 7 5369 1041 g’olo 35 z2'91| + 3'204|— 7 Io I8'ıl + 12°55 20|— 7 5372 1042 85 I2o 35 4°82| + 3'255|— 9 54 42'°2| + 12'56 Sept. 13]— 10 5472 1043 8:5 [po 35 9°05| + 3'257|—-10 ı 58'9| + 12°56 7|— 10 5473 1044 9°4 |eo 35 34°06| + 3°245|— 9 26 23°6) + 12'59 et) 5545 1045 8:8 po 36 38°55| + 3'241|— 9 ıı z0'ı| + 1266 » 17I— 9 5546 1046 94 [Eco 38 0:48) + 3'198I— 6 57 189) + 12'706 Aug. 20|— 7 5383 1047 9°o 120 38 23'98| + 3'254l|-1ı0o o 23'2| + 12:78 Sept. 16|— 10 5487 23'85 20'5 1888 Oct. 23 1048 9°2 I2o 40 13'70| + 3'254l—-ı0o 4 47'6| + 12'90|1887 Sept. 7I— 10 5497 1049 9'o [ao 40 42'31| + 3'252|— 9 56 45°0| + 12:94 & >» 12l— Io 5501 42'30 434 er 1050 9°o |2o 40 52'60| — 3'196— 6 52 z0o'0l + 12°95 Aug. 20|— 7 5398 1051 | 9'ı [po 43 35°55| + 3'248|— 9 51 36°9| + 13°13 Sept. 121— 9 5589 3556 37:6 3 1052 9'4 120 44 40'42| + 3°249|— 9 58 2°2| +._13'20 » ı16]— Io 5519 Katalog von 1238 Sternen. 837 Rectascension B Declination Praecession Nummer] Grösse 5 > 1890'0 1890°0 Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen o ' > L v 2oh4aMm 44582|) + 3°248 44°79 1053 | 90 1054 9:I 150 45 21'03| + 3203 1055 75 120 45 49'001 + 3'202|—-10 43 43°0| + 13'27 1050601 9’L jo 46 3° (2%) vw [977 vw > c | \D + oo p [977 =ı - os D Yo] In Declination corrigirt um -+0'2. Rechenfehler. 1057 | 9°1 120 46 49°82| + 3°1991- 7 13 4'7| + 13'34 Aug 5426 1058 | 9°7 |20o 47 10:64| + 3'247] - 9 54 27°7| + 13'36 Sept 5538 IL°II 24°3 > u . 1059 | 9'3 jo 47 2586| + 3 246|— 9 53 34°8| + 13'38 5539 25°87 38'0 26'o1 36'7 > ıob0 | 9°I |2o 47 43'86| + 3'302|—12 58 55°9| + 13'40|1890 Aug. 5785 43'069 61° Sept 1061 9°I |po 48 21'301 + 3'245I— 9 5I 1'4| + 13°44|1887 5007 21'32 6 1062 | ©6°3 |2o 48 34°03| + 3°401|—ı8 20 231] + 134611888 Oct. 5805| 19 Capricorni. 34'85 22:0 » 34'906 20'8 1890 Juli 3488 22°09 Aug 1063 9°7 Iso 49 9°'8ıl + 3'259|-10 AI 31°4| + 13'49|1887 Sept. 5542 1064 I 9'2 |po 49 49'69| + 3° 196|— 7 7 10'8| + 13'54 Aug 5441 1065 9°2 Io so 10°08| + 3'257J 10 36 42°1|l + 13°50 Sept 5540 10606 | 6'2 jo 50 57'28| + 3'248[|-ı0o 7 9'6| + 13'061 5553| In Declination um —+2'2 corrigirt. Rechenfehler. 1067 5:8 Iso sı 3107| + 3'362|—-16 27 15°5| + 13'064 Aug. 5741 1068 9’I bo 5ı 4417| + 3°194|— 7 4 160) + 13:66 5453 1069 9°3 ?o 5ı 53°68| + 3'239|— 9 38 45'4| + 13'067 Sept. 5622 1070 | 9°0 jo 52 54°57| + 3'2401— 9 46 31°8| + 13'7 5631 5452 SE) 1071 9'2 |po 52 5484| + 3'255|—10 35 56°5| + 13'7 5559 1072 9’0 |2o 52 58'060] + 3'240|— 9 44 25°0| + 13'74 » 5063 5803 254 » 1073 | 9'2 [po 53 0'84| + 3°240|— 9 47 97) + 13'74 > 5635 1074 6'0 oo 54 46'23| + 3'160|— 5 9 1ı7'7| + 13'85[1888 Oct 5433| 11 Aquarii. 46'283 146 > 46'24 nn 1890 Aug 46°33 DES Sept 1075 | 9°5 jeo 55 43°63| + 3'238] 9 45 7°5| + 1391118897 » 564 1076 9°8 Io 55 46°89| + 3°189|— 6 55 S’ıl + 13°9 Aug 547 1077 | 8°9 $po 56 24'84| + 3'244|—-10o 6 276) + 13°95 Sept 5575| In Declination um -+0'2 corrigirt. Rechenfehler. 1078 9'ı |2o 56 3014| + 3'253|—10 40 21'3| + 13°96 » 5576 1079 8'5 lo 56 32'04| + 3'270|—ı1 36 46°2| + 13°96j1890 Aug. 550 40°5 838 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, ee Tr el Rectascension „ e Declination Praecession NummerlGrösse 1890°0 1890'0 Praecession Epoche Durchmusterung! Bemerkungen 1080 | 8°1 Jaols6m 32891) + 3°240|— 9°52'49'3) + 13"9611887 Sept 3282| 46°5 1081 8:6 Io 56 49'78| + 3'2531—10 39 26'0| 4+ 13:98 » 1082 9°o [zo 57 51'44| + 3'268[—-ı1 36 22°5| + 14'04l1890 >» 1083 | 9°0 [20 58 34°44| + 3°235I— 9 42 4'°5| + 14'09118897 » 1084 9'3 I2o 58 39°55| + 3’1871— 6 52 0°9| + 14'10 Aug 1085 9’3%»ı o 20°’1I0l + 3'235I— 9 46 0°7| + 14'20 Sept 20'02 103 » 1086 9’5|ı o 2167| + 3'233|— 9 40 ı1'3| + 14'20 > 1087 GET 20 727 JOSE 52 9 ZEIT 1088 | 9’o |2ı 3 34°71| + 3'230|— 9 35 54°5| + 14'40 In Declination um -+o'2 corrigirt. Rechenfehler. | [o} [6 29) [S} {5} si er Ko) 2 Kreislesung um -+2' corri- girt. 1094 9°3 |2ı 13 46°36| + 3°'4291—21 53 13°9| + 1500[1890 1095 g’o l2r 14 45°'37| + 3'428[—-21ı 54 58°2| + 15:06 AS 58:6 1096 8’o |2ı 14 5641| + 3'222l— 9 37 ı'2| + 150711887 1097 g:ol2ı 14 58'80| + 3°220|— 9 30 26°5| + 15'07 » 1098 6°2 [pr 15 1831| + 3°150|— 5 1 34°9| + 15'09|1888 > 16 Aquarii. 18:32 36°4 Oct. 18:38 35°9 1890 Juli 18'26 30'2 Aug 18'29 36'6 Sept 1099 | g’ı jpı ı5 39°93| + 3'427|-—22 o 0'6| + ı;5'11 1100 70 jar 16 4'39| + 3'224l— 9 47 38°9| + 15'14j18857 >» 1101 65 fer ı7 2°55| + 3'223|— 9 47 19°0| + ı15'19 > 2'38 ı6°1 » 1102 90 In Declination um —+0o'2 eorrigirt. Rechenfehler. 1103 8'5 XIor2] 294 Die Rectascension der Be- obachtung vom 16. Sept. 1887 wurde um + 4° corrigirt. 46'o 1105 64 |aı 21 0°61| + 3°412|—21 40 16°9| + 15'42|1890 Sept. 1106 85 Katalog von 1238 Sternen. 839 EEE nn Rectascension Decelination Epoche Nummer|Grösse 1890°0 Praecession 1850-6 Praecession 1107 9°4 [2ıh2zm 9566| + 3°220|— 9°52'27'9| + 15'54]1887 1108 g’o [21 23 22'44| + 3'233|—10 44 40 ol + 15'55[1890 1109 9°3 Ir 24 14'85| + 3'233|—10 47 58°2| + 15'060 1110 9:0 |pı 25 32°26| + 3'231]-10 46 8°9| + 15'67 32.37 11'060 IIII g"4 jaı 27 15°38| + 3°214l— 9 42 56°2| + 15'7611887 1112 77 121 27 41°72| + 3°220(—-10 8 52'1l + ı15'78 1113 | 10 21 29 26°70| + 3°213|— 9 44 35°5| + 15'88 1114 o’o I2ı 29 3773| + 3'395|—21 33 519 + 15'8g|1ı890 3780 53°7 1115 9'5 21 29 48°48| + 3°213|— 9 48 4°4| + 15°90J1887 1110 47 121 30 5531| + 3'366|—19 57 30:4) + 15'96|1888 55'33 30,7 1890 55'24 ar 529 31'4 1117 8:8 I2ı 30 56°:89| + 3'392|—21 31 58°6| + 1596 1118 9:3 ’ı 31 55°99| + 3'459I—25 40 10°9) + ı16'o1 1119 8-o [ar 31 57'260) + 3216-10 5 26°2| + 16'01lı887 57'24 24°8 1120 8:5 [pr 32 29°32| + 3°210— 9 44 54°0) + 1604 1121 9:8 [21 32 3810| + 3'050|4+ ı 34 ı2°8| + 16'05|1888 1122 9°3 l2ı 33 24'33| + 3°213l— 9 59 23°2| + 16'0gl1887 1123 | 9°8 21 33 34°25| + 3'209l— 9 41 38'7| + ı16'10 1124 8-o [a1 33 35°90| + 3°4561—25 43 8°0| + 16'10l1890 35399 9"2 35'83 8.6 1125 8-5 [21 33 41°52| + 3°422|—-23 41 45°4| + 16-10 41°47 48°0 41'406 46°8 1126 g’ı I2ı 34 6°72| + 3°209|— 9 44 45°5| + 16°12|1887 1127 g’o |2ı 34 52'306) + 3°440|—24 55 38°8) + 16'16J1890 52"51 40°8 1128 8:o II 35 5'29| + 3'207l— 9 38 29°3)| + 16'1811887 1129 9:5 1 55 5'50| + 3'o51l+ ı 33 43'1| + 16'18[1888 5'45 44'2 1130 9°'3 |21 35 43'50| + 3'210l— 9 54 37'0| + 16'21|1887 1131 ser ler 30 A977 + 302212110 8,61 + 16-27 1132 | 10 2ı 36 55'02| + 3'052|+ ı 31 37'4| + 16'27|1888 1133 8'5 |aı 37 10°47| + 3'208[— 9 50 34'8| + _16'28j1887 Sept. Sept. Juli Aug. Sept. > Nov. Durchmusterung Bemerkungen 131— 18] — 161 — do) 5681 Io 50506 Io 5093 9 5705 10 5705 9 5774 21 6049 D) 5777 20 0251 21 6053 25 15525 Io 5720 9 5792 10 5722 23 17044 9 5805 24 16770 9 5809 I 4520 Io 5739 10 5747 Anonyma 9 5820 e Capricorni Die Kreislesung September 1887 wurde um — 2' corrigirt. Position durch controlirt. Declination um eorrigirt. Rechenfehler. Position durch controlirt. vom IO. Anschluss + 1'0'2 Anschluss 840 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, re en Rectascension]| c Declination } Praecession |Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen Nummerl|Grösse en r 1890'0 1890'0 8 1134 | 8‘o pıhzom 3825| + 3°202|— 9°32'30"8| + 16'38|1890 Aug. 1|— 9° „W 5827 3'18| 314 Sept. 19 3"14| 31°4 » 29 1135 ss ler 39 8-31] + 3°2031— 9 35 ı5'1| 4 10738 Aug. 1]- 9 5829| Sequens beobachtet. | 1136 9°8 |21ı 39 2064| + 3'205 9.46 50°3| —+ 16°39[1857 Sept. 16I— 9 5830 1137 g-o |er 4r ı3°01| + 3"215I-10 39 2°7| + 16°4918897 >» 1ol—- 10 5760| Um —+o'2 in Declination corrigirt. Rechenfehler. 1138 8-8 |prı 4ı 1438| + 3 4141-24 10 47'4| + 16:49|1890 > 201— 24 16829 1139 8-9 lı 41 39°80| + 3'415[—24 17 42°6| + 10’51 18I— 24 10834 1140 8-7 |pr 42 40°53| + 3'410|—24 8 56°4| + 10'506 18] — 24 16842 40° 55 5579 2219 40° 50 506°5 29 TI4I HS 2143, MASS 937330 1853,57 —+ 10:59 30[— 19 6169 1142 g9°2 Ir 44 1012| + 3'408I—-24 Io 19'2| + 1003 » 191— 24 16858 9'090 18°7 » 29 *75|1887 » 10I— 10 5779| In Rectascension um —ı"! u. inDeclination um +0'2 corrigirt. 1144 g:o [pr 46 4ı'55| + 3'324|—18 53 20°3| + 16'75 1890 » ı18[—- 19 6181| Praecedens. 41:67 BE » 19 41'52 2OR2 » 29 1145 9-3 eı 46 42°12| + 3324-18 53 56°3| + 16:76 18[— 19 6181] Sequens. 42'40 See a) ı146 | 5’o Jar 47 17:85) + 3°256|—14 4 9°7| + 16°78|1887 Aug. 311— 14 6149 17:78 9'7 Sept 1147 | 5:7 Ir 48 25°69| + 3°133|— 4 47 29°7) + 16:84j1888 » 17) 4 5568 2560 29°8| Nov. Io 25'74 30'9 1889 Sept. 8 2561 2725 1890 Aug. 25°67 3ı0e3 Sept. 30 1148 8-8 leı 50 2623| + 3-199|-10 ı 39°1| + 16°953[1887 » 1ol— 10 5794|In Declination um —+o'2 corrigirt. Rechenfehler. 1149 8-3 |pı 5o 33°32| + 3°200|—-10 6 23'9| + 106'94) >» 701— 10 5795| In Rectascension um +20° und in Declination um —+0'2 corrigirt. 1150 6-2 l2ı 52 35°77| + 3"353|—21 42 26°2| + 170311888 » u7l— 21 6131 35'066 25°5 Nov. 10 35'069 26°6 1839 Sept 3572 28°2 1890 Aug. 3567 26°7 Sept. 3 LISı 6-8 lsı 56 853] + 3°302|- 18 25 5ı'9| + ı17'1911888 >» 17j— 18 bo56 8:52 50'5 Nov. Io 8:57 55'0 1890 Sept. 23 8:60 53"2 » 29 8:58 2'8 » 30 1152 g-o leı 59 3500| + 3:243|-14 ı8 ı7"1) + 17'35|1887"Nov. 161 14 6205 1153 9:5 2 © zı’5ıl + 3°189I— 9 52 33'°2| + 17:38 Sept. 10l— 10 5833| In Deelination um —+o'2 corrigirt. Rechenfehler. 1154 „:olje2 2 26°56| + 3'274|-ı7 4 51°5| + 17'47[1890 Aug. 1] 17 6451 26°57 BER Sept. 23 26'062 208 » 29 i Katalog von 1238 Sternen. S41 De N nn ne ee GG ze, | Nummerl|Grösse Recke scen sion in ae essian Daumzune Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen 1890'0 1890'0 | = z — — ——— — | —— = = —_ = = = — — — — 1155 8-8 [22h am 32528] + 38275|—17° 8'59'0l + 17'48[1890 Sept. 29|— 17° 6454 11506 78Sl22 2 4110| + 3'213]—12 9 3°5| + 17'48I1890 Sept. 30|— 12 6185 1157 8:3 122 4 31°82| + 3'185I— 9 55 43°1) + 17°56l1887 Sept. 1o|— 10 5851] In Declination um -+-o'2 corrigirt. Rechenfehler. 1158 5:72 4 44°62| + 3211-12 6 202) + 17°57|1887 Aug. 4l— ı2 6196| In Deelination um+10°0’20" 44'069 20°I 1890 Sept. 29 eorrigirt. Druck- und Rechenfehler. 1159 8-9 22 7 55°94| + 3 165I— 8 2ı 14°ı|l + 17°7011887 Oct. 23|— 8 5835| Die Beobachtung vom 5601 Rn: 1889 Sept. 19 19. September 1888 in Declination um —ı" = corrigirt. 1160 8:8 jp2 ıo 27'79| + 3°161|— 8 14 25°8| + 17'81l1887 Nov. 16|— 8 5844| Kreislesung um +10" cor- rigirt. 1161 guonle22r3 rl ang 84 alt 17a Oct. 23l— 8 5854 1162 5:7 2 ı5 32°25| + 3'312[—-22 8 56°ıl + 18°oo0|1888 Sept. 17l— 22 5897| 47 Aquanii. 32227 563 Nov. Io 32"14 Sr En S2u21 58'0 1890 Sept. 23 32.51 55 6 N > 29 32723 STE 30 1163 6°5 122 ı8 33°44| + 3°216|—-14 5 ı2°1| + 1$'12J1888 » 171— 14 6276| 50 Aquarii. 33°57 I1‘9 Nov. 10 3353 12°0 1889 Sept. 19 33"51 I1"4 2890 >» 23 33,253 12'4 » 30 33°61 22.53 Nov. 9 1164 8-8 [|22 18 55°22| + 3°254I—-17 38 ı7°1| + 18’13[1887 Oct. 22l— ı7 6515 5546 17°8 » 23 55°'42 14'060 Nov. 16 1105 9:4 122 20 ı17°..| + 3'250I—-17 32 13°0| + 18'18 Oct. 22] — 17 6519| Ein Stern g9”5 geht 38 vor; 1763 16.6 SR 3' nördlich. 1781 13° Nov. 16 1166 4 8 122 24 49°44| + 3°180|—11 14 27'1| + 18'35|1888 Sept. 17|— ıı 5850| s Aquarii. 49'506 27'2 SS 49°54 27°6 » 19 49'53 26° 3 1890 » 23 49°49 27'2 Nov. 9 1167 | 9°3 2 28 2:07) + 3171| 10 39 21°3| + 18461887 Oct. 23]— ıo 5946 ı168 | 5°7 |22 28 4o'60| + 3°274|—-21 16 15°7| + 18-48J1888 Sept. 17l— 2ı 6251| v Aquarii. 40°51 19'6 Nov. ıı 40555 17°6 1889 Sept. 19 40'060 Bu 18900 » 23 40 60 17'5 Nov. 9 1169 | 8°8 |22 30 35'96| + 3°127|— 6 10 20°4| + 18-55l1889 Sept. 8! 6 6028 25) 1170 | 8:6 2 31 26°06| + 3169| -10 50 26°9| + 18-57l1887 Oct. 23l— ıı 5880 ı17ı | 6:9 j2 33 28:63] + 3°165I—-10 36 4'2| + 18:64 » 23]— ı0 5963 1172 SYolz2 36 ı12°55| + 31063110 42 1°4| + 18:73 » 22]— ı0 5973 T2355 10 » 23 1173 70122 37 1400| + 3°162|-10 40 43'6) + 18:76 » 22j— Io 5975 14°05 43°'8 >23 Denkschriften d. mathem.-naturw. Cl. LXVIT. Bd. 106 542 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, 27703 BU & Ar... „[Rectascension|,, g Declinati 2 NummerlGrösse a u: raecession ads A Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 1174 m 40510) + ’9| + Nov. — 19° # 6324] 66 Aquarii. 40'006 2 40°05 6 Sept. 40705 22 $ 4011 In Nov. 1175 37'90| + 9| + Oct. — Io 598 1176 5185| + 8| + » == LO 5998 1177 20'23| + 9 + — ıı 5933] In Rectascension um + 108 corrigirt. Rechenfehler. 1178 4367| + 5 + = 5946 1179 28:58 + SE Sept. 5 5885 1180 40'48| —+ 2 + Oct. — 10 6018 1181 49'69| + 7 + — 10 6020 1182 3E2b 0 A = ZT 5953 1183 559: ol + — 1 5954 559 a Sept 1184 35°55| + "8| + Nov #5 5894 35°51 8 » 3552 22 Sept 35755 9 » 35°57 E > 35°55 3 Nov 1185 46°01) + ı + > = 3 5989 1186 945 + ol —+ Oct. —=rO 6030 1187 5047| + 5 + Nov nr 5967| In Reetascension um +ıl corrigirt. 1188 11'64| + 8 + Oct. — Io 6037 1189 2985| + Sl > 77 5976| Beobachtung 1888 Nov. 8 30'06 2) Nov in Rectascension um—+ 1! corrigirt. 1190 32'990) + -2| + Oct. er 5977| Die Beobacht. 1888 Oct. 27 33°47 "o Nov. 8 wurde in Declinat. um eine 3338 58 Sept halbe Schraubendrehung, 33"51 o » ferner 1888 Nov. 8 in Rec- tascension um +IN u. 1890 Sept. 29 um+2° corrigitt. Position durch Anschluss controlirt. 1191 27'58| + 6) + Nov. 8 6003 1192 49°32| + 9 + Oct. — II 5981 1193 1188| + 9) —+ » — 10 6048 1194 25'821 + za 2 Sept Be, 6018| A! Aquanii. 25°58 "9 Nov 2566 6 » 25'62 "6 Sept 25'065 8 » io) a] SH 5) + 3 6019 1196 824) + 9 + Oct. 23l— ıı 5997 1197 17'84| + 4| -+ 22a ET 5998 Katalog von 1238 Sternen. 343 re or er mn or man m m a m nn r - n ectascensi r eclinati | : e Nummer] Grösse Se PPraecession er Praecession Epoche Durchmusterung Bemerkungen ) | € Zn 7 1198 | 93 jst om 45°95| + 3°137|—10°39'16°9 + 19'39|1887 Oct. 22|—- 10° „W 6059 1199 83123 0 50:89) + 3°128[—- 9 14 IT’4| 4 1939 Nov. 17I— 9 6118 1200 78123 ı 2848| + 3°122|— 8 ı7 15'4| + 19°40) Sept. 2]— 8 6025| h* Aquarii. 1201 9:3 23 3 38°51) + 3°135|-10 55 51°9| + 19'45 Oct. 231 rı 6013 1202 9:8 l23 3 41'82)| + 3°133[—10 36 36°1) + 19'45 » 22|— 10 6071 1203 s7 13 5 9'84| + 3'124]— 9 13 1ı2°8| + 1948 Nov. ı7]— 9 6138 1204 9:6 |3 6 28°90| + 3'123|— 9 22 14 0| + 19'51 ı7l— 9 0143 1205 8:6 l23 7 45°68| + 3°129l—-10 31 43°7| + 19'53 Oct. 22]— 10 6084 w 1206 sS:o|23 7 5764| + 3z'131l—-ı10 55 0'7) + 19'54 23|— Iı 6027 1207 S:5 123 8 46'18| + 3°130[—11ı 3 36°4| + 19'55 23|— ıı 6031 1208 5°5 123 ı1 8:92| + 3'114]— 8 19 34'7| + 19'60J1888 » 161— 8 6076 | 1209 8-3 3 ıı 20°73| + 3°127|—10 58 14°9| + 19°60|18897 >» 23|— ıı 6042 1210 5°7 123 13 ı1°19| + 3’ı21[—-10 Iı 39°4| + 19'64|1889 » ı15|— 10 6094 1211 $8:ol23 ı5 33:29] + 3°107|—- 7 37 31°0| + 196811887 Nov. ı7l- 7 5993 | ı212 | 9:3 |23 16 38°56) + 3°121l-10 57 4'°7| + 19:69 Oct2al ur 6059 1213 4°5 [23 17 ı11°59| + 3°166|—20 42 4'7| + 19'70|1888 Nov. ııl— 20 65871] d! Aquanii. 1156 3°8| 1889 Oct. ı5 IL'53 5'0 1890 Sept. 30 11'58 3°2| Nov. 30 1214 8:5 123 ı7 42'93| + 3'113l— 9 29 ı2'6| + 19'71|1889 Sept. 1gI— 9 6181 43'07 10'5 1890 » 30 1215 7:2 123 18 53°02| + z’oy1l+23 8. + 19'73j1887 » 3|I+ 22 4827 1216 9-2 |23 20 57°35| + 3°070|+ o 37 16°9| + 19:76 Nov. 17l+ 0 4996 1217 9’3 123 2ı z2'28| + z3'116{-ı1 o 31'4| + 19'76l1890 Sept. 30|— ıı 6075 | 1218 8:8 123 23 20 94| + 3'070|+ o 40 ı1’o) + 19'80|1887 Nov. 17l+ o 5003 1219 8-5 123 25 9°52| + 3111-10 45 43°4| + 19'82 Oct. 22]— 10 6125 g 2378 23 1220 58123 27 3111| 4 3°'147|—-21 31 21°6) 4 19°85j1888 Nov. ı1l— 21 6437| > Aquarii. 3L'15 22°6 1889 Sept. 19 31'30 20°4 1890 >» 2 31'20 210 » 30 31'19 20'8 Nov. 30 | 1221 9°5 |23 27 57'89| + 3'107l—ı0 37 30'7, + 19'86j1887 Oct. 22|— 10 6132 1222 9:0 I23 23 40°53| + 3°'107|—10 40 s3 + 19'87 » 23j— 10 6135 1223 6°3 123 29 51°58| + 3'097I— 8 4 24'ıl + 19°88[1883 Nov. ııl- 8 6142 51'74 22°7| 1890 Sept. 29 51'065 24:0) >» 30 51:66 240, Nov. 30 I 1224 g’ı j23 30 20°45| + 3°037|4-11 39 I1°6| + 19'80|1889 Sept. 19|4- rı 5028 | 1225 | 10 23 31 55:69] + 3°103|-10 39 22 5 + 19°90|1887 Oct. 22 Anonyma Position durch Anschluss | controlirt. 1220 78123 32 1°20|l + 3°103l—ı0 34 58°4 -+ 19°90 » 22l— Io 0145 110 58° 1| 2.023 | 106” 844 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Te ee ee Se 8: ectascensio : Declination : Nummer] Grösse en Praecession a |Praecession Epoche Durchmusterung) Bemerkungen 1227 9°4 Ie3h33m 478544| + 33098|— 9°25'13"0| + 19'92|1887 Sept. 17J— 9° „W 6226J In Rectascension um +10S, in Declination um +1! corrigirt. Position durch |° 1228 6°3 22 42 53°29| + 3°085|— 6 59 29'1| + 2000 » 3l— 7 6086| Anschluss controlirt. 1229 6°5 |e3 44 34°13| + 3°089|—ı10 35 18:6) + 20'o1|1888 Oct. 16|— 10 6177 3419 Raor Nov. 25 34°21 18:4 1890 Sept. 29 34'15 18°9 » 3 3418 18:8 Nov. 30) 34'42 18:5 Dec. 8 1230 87 123 44 43°25| + 3°07014- ı ı8 22°7| + 20'01|1887 Oct. 22|+ ı 4783 1231 5‘o [23 45 40°42| + 3°102|—19 31 14°4| + 20'01|1888 » ı161— 19 6522] z? Aquarii. 40'49 15'6 1890 Sept. 29 40°45 10'4 » 30 40'065 14'5 Dec 1232 8:6 3 47 54°00| + . 3°071|+ ı 5 26°7| + 20°02|1887 Oct. 22|+ o 5066 1233 8’o |23 49 1827| + 3'096|—20 39 22°8| + 20°03|1888 » ı16j— 20 6668 1234 9°4 123 5sı 28:27] + 3°06714- 6 14 39°7| + 20'04j18857 » 22|+ 6 5221 1235 5°2 |e3 53 2'60| + 3'075|— 4 9 58°6| 4+ 20:04 SEpDmS I 7 5996| 27 Piseium. 2°45 59°6 - [1888 Oct. 106 256 bo'2 » 18 Die Rectascension vom 3. 2'59 59°1 1890 Sept. 2 Sept. 1887 wurde um +1! 2'47 59'9 » 30 corrigirt. Druckfehler. 281 58'2 Dee. 8 1236 S’o [23 55 24°57| + 3°075|— 6 26 49°7| + 20°05l1888 Oct. ı6|— 6 6341 1237 8'0 |23 55 20'27| + 3°075|— 6 29 ıı'8| + 20'05 » 161— 6 6342 1238 47 3 55 6°24| + 3°076|—1/ 56 53°3| + 2o°o5 » 161— 18 64171 2 Ceti. 6:31 53°7 » 18 6'26 53'6 Nov. 25 6:30 54'6 1890 Sept. 29 6°27 54'6 » 30 6:60 54'8 Decses Katalog von 12358 Sternen. Anhang. 845 I. Verzeichniss der im vorstehenden Kataloge enthaltenen Sterne, geordnet nach den Zonen der Durch- musterungen. Bemerkung. Ein der Nummer angefügter Asterisk zeigt an, dass in der Durchmusterung bei dem betrefienden Stern kein Hinweis auf einen Sternkatalog steht. Zone Nummer in dem Gradkatalog der »Durchmusterungs - +80° Bar? 222223. +67 A25*, A2yR +66 Z2A", 2ASK +64 7ı11*, 824. +61 886*, 887*, Sgı*, 894, 396, gbg*. +54 50*. 253 234* +49 2259, 2205*, 2280, 2287, 2290, 2294 +48 2259. +45 1909, 1943, 1961. +44 2083, 2102, 2II5, 2530. +AI a ae Er +40 2378. +39 2375- +38 2166, 2167, 2172. +37 2088, 2630. +33 3006 +31 2442, 2443, 30706, 3077. +30 3096. +28 1625. +27 2434, 3411. +26 3038, 3187, 3219. +24 3437*, 3450, 3464*, 3469. +23 1698, 2017*, 2020*, 2537, 2618, 3384. +22 737, ı862, 2061, 2478, 2642*, 2043*, 3256, 3267, 4827. +21 1817, 1991, 2065*, 2084, 2096*, 2101. +20 725, 727, 1441, 1775, 1805, 19406, 2039*, 2005*, 2070*, 2080*, 2095, 2339, 2345*, 2365, 2376, 2417. +19 600, 6o6, 655, 664, 670*, 1126, 1136, 1270, 2244, 3798, 3811. +18 779, 1701, 1733, 2022, 2054, 2128, 2132*, 2162, 2183, 2382*. or 106*, 183, 284, 303*, 714, 919, 920, 928, 2171, 2259, 2571*, 2572*, 3779, 3785*, 3787*, 3788*, 3845. +16 116, 119, 123, 129*, 154, 605, 1419, 1423, 1424, 1426, 1430*, 1984, 1988, 2112, 2203, 3381, 3752, 3758, 3774, 3775, 3792, 3796, 3798*, 3808*, 3819, 3904, 3925, 3928. +15 100, 154, 159, 104, 175, 177, 185, 1917, 1927*, 1930*, 1934, 1936, 1945, 2193*, 2510*, 3787*, 3789*, 3798. +14 163, 168, 175, 2041, 2057, 2126*, 2132*, 2135, 2137, 2165*, 2255, 2294, 2533, 3802, 3829, 3830, 3892. +13 127, 143, 150, 150, 175, 327*, 337*, 1935, 2054“, 2089, 2090, 2183, 2189*, 2256, 4210*, 4211*, 4220, 4221, 4223, 4224, 4230. +12 118*, 126, I95I, 2108”, 2109*, 2122*, 2146, 2148, 2754*, 3896, 3904*, 3929*, 3973, 4122*, 4129*, 4184, 4189, 4196*. lu: 96, 102, 106, 118, 120, 135, 2004*, 2008, 2020*, 2173*, 2244*, 22830, 3801, 3834*, 3900, 3912, 5028. 846 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, rn Zone Nummer in dem Gradkatalog der »Durchmusterung« + 10° | 65, 105, IS, 171, 226*, 2099, 2102*, 2171*, 2174*, 4073. nr) | 90, 97, 99, LOL, I12*, 114*, 2628, 3565, 4292. +38 a e3102299 2300*, 2430*, 2437, 2449, 2451, 2454*, 2457*, 2400, 2463, 2465, 2476, 2550, 2559, 2593. a | 347, 2496*, 2497, 2499, 2503, 2505, 4334. +0 | 2496*, 2497, 2504, 2506, 2534, 2549, 3083, 4351, 4440*, 4457*, 5221*. MS 2545, 2585*, 2587, 4415*, 4427°, 4435. . 2A 293, 2276, 2556, 2578*, 2579*, 2004, 2609, 2633*, 2035*, 4419, 4429, 4430. Es 190, 1017*, 23066, 2608*, 2610, 2611. 2671*, 2684*. 2 | 75*, 92, 95, 120, 124*, 135”, 137, 138*, 185, 1801, 1802*, 1803, 1808, 2523*, 2525, 2500. Zeil 28, 29*, 44*, 49, 55, 54**, 108, 221, 2673*, 2676, 2749, 2750, 2758, 3290, 4520**, 4783. +0 | 13*, 174, 1546, 2108, 2117*, 2119, 2142, 2185*, 2192, 2193*, 2195, 2199, 2203*, 2641, 2646*, 2943, 2944, 4990*, 5003, 5066*. RS, 713, 975°, 2211, 2294, 2301, 2316, 2442, 2447, 2758, 2961, 3255. — sel 7068,75, 285, A57, 520, 1059, 2130, 2359, 2471, 3227*, 3220°. u 2379, 3315. 3360, 3460, 4211, 4311*, 4319*. —a3 2, 3, 172, 324, 647, 1256, 2157, 2911, 3115, 3119, 3298, 4040, 4612, 4644*, 4873, 4838, 4961. —+# 420, 436, 818, 1788, 1840, 2143, 2158*, 2160, 2100, 2284, 2285, 2288, 3273, 3472, 3540, 3690, 3695, 3704, 3718, 3744, 3746*, 4215, 4275, 4282, 4284*, 4582, 4583*, 4843, 4846, 4855, 4861, 4877, 4883, 4903, 4910*, 4916, 4926, 4930, 4948, 4900, 4982, 4984, 4992, 5016, 5568, 5996. Zr) 491, 674, 709, 2381, 2515*, 2529, 2564, 2573, 2048, 3513, 3569, 3706, 3837, 3928, 4053*, 4161, 4174*, 4376*, 4390, 4495*, 4709, 4708, 4806*, 4818, 4822, 4839*, 4927, 4936, 4983, 4985, 4989, 4992, 4995, 5003, 5000, 5020, 5021, 5036, 5000, 5075, 5099, 5120, 5124, 5138, 5144, 5433, 5524, 5885, 5894. = % 55%, 185”, 192°, 204*, 3306, 486, 1ı096*, 1469, 2281, 2305, 2743, 3127*, 3128*%, 3129, 3134, 3173, 3571 3576*, 3587, 4012, 4025, 4026, 4191*, 4221, 5046, 5092, 5123, 5151, 5156*, 5158, 5246, 5289*, 5291*, 53006*, 5319, 5320, 5339, 5341, 5300, 5367*, 5374, 5376, 5440, 5451, 5455, 5471, 5477*, 6028*, 6341, 6342. —#7 655”, 758, 764, 960*, 965*, 972*, 976*, 1000*, 2088, 2311*, 2313, 2319, 2540, 2843, 28506*, 2982, 3001, 3044*, 3049*, 3271, 3272*, 3311, 3314, 3323, 3334, 3330*, 3414*, 3419*, 3422*, 3443, 3452, 3402, 3463, 3074, 3728, 3938, 4004*, 4077*, 4078*, 4088, 4123*, 4131, 4152*, 4158, 4174, 4189, 4198; 4223*, 4255, 4205*, 4279*, 4284, 4299, 4307*, 4317*, 4324, 4347, 4333, 4557*, 4991, 5006, 5015*, 5024. 5177, 5178, 5183, 5304, 5324, 5352, 5350*, 53069, 5372, 5383*, 5398, 5426, 5441, 5453*, 5473*, 5480*, 5993, 6086. 8 1059, 1872, 2211*, 2221, 2222, 2588, 2796*, 2307, 2999, 3003, 3006, 3018, 3029, 3039, 3047*, 3164. 3170*, 3170*, 3188, 3202, 3411*, 3424, 3425, 3420, 3429, 3440, 3443, 3449, 3457, 4311*, 4333*, 4342, 4347*, 4472, 4498, 4080, 4748, 4887, 5205, 5208*, 5237, 5835, 5844, 5854, 5989, 6003, 6018, 6019, 6025, | 6076, 6142. er 624, 2172, 2755*, 2979, 2984, 3010*, 3408, 3413, 3575, 3620*, 3621, 3625*, 3640, 3650*, 3702, 3706, 3716*, 3729, 3738, 3919, 3932*, 4095*, 4143*, 4151*, 41605, 4167, 4171, 5209, 5228*, 5243*, 5248*, 5303, 5324, 5325*, 5330*, 5334*, 5347, 5350, 5358*, 5359*, 5363*, 5364, 5376*, 5378*, 5379*, 5382, 5392*, 5393*, 5398, 5400*, 5401, 5404, 5472*, 5478*, 5479, 5481*, 5482, 5483*, 5480*, 5489*, 5491, 5490*, 5501, 5502, 5507, 5537, 5538*, 5545*, 5546*, 5589, 5596, 5007, 5022*, 5631, 5632, 5635, 5642*, 5648, 5053*, 5654, 5663*, 5668, 5696, 5099, 5715, 5716, 5724, 5728, 5741, 5743, 57065*, 5774*, 5777*, 5792, | 5800*, 5805, 5809, 5820, 5827, 5829, 5830*, 6118, 6138, 6145, 6181, 6226*. Be 807, 1455, 3301, 3581, 3080*, 3744, 3748, 3791, 3800, 3865, 3989, 4012, 4019, 4021, 4049, 4063, 4336, 4394, 4680*, 4855, 4988, 4994, 5012*, 5023*, 5030*, 5045, 5002, 5097, 5112, 5122, 5131, 5140, 5155, 5159*, 5170*, 5181, 5191, 5238, 5248*, 5205*, 5484, 5287, 5302*, 5303, 5307, 5310*, 5332, 5351, 5352*, 5306, 5308*, 5372*, 5374, 5370, 5377. 5397, 5405, 5409, 5410*, 5414, 5423, 5431, 5438, 5472, 5473, 5487*, 5497*, 5501, 5519*, 5521, 5524, 5526, 5538*, 5539, 5542*, 5546*, 5553, 5559%, 5575, 5576, 5577, 5580, 5624, 5644, 5003, 5679*, 5681, 5686, 5693, 5705, 5720, 5722, 5739, 5747, 5760, 5779, 5794, 5795, 5833*, 5851, 5946, 5903, 5973, 5975, 5983*, 5998, 6018, 6020*, 6030, 6037*, 6048*, 6059*, 6071*, 6084, 6094, 6125, 6132*, 6135*, 6145, 6177. ** Der Buchstabe B ist in der »Durchmusterung« zu streichen. Katalog von 1238 Sternen. 847 ss ee N na Zone Nummer in dem Gradkatalog der »Durchmusterung« — 11° 153, 1951, 2420, 2722, 2724, 3098, 3413, 3064, 30671, 3680, 3729, 3827, 3909, 4681, 5131, 5149, 5502, 5509, 5850, 5880, 5933, 5946, 5953, 5954, 5967*, 5976*, 5977*, 5981, 5997, 5998, 6013”, 0027, 6031, 6042, 6059*, 6075*. —ı2 162, 451, 478, 496, 1047, 2449, 2607, 2609, 3073, 3014, 3958, 4425, 4501*, 4515, 4525, 4527, 4086, 4808, | 6185, 6196, 6617. —13 52, bo, 662, 2267, 2917, 3931, 4302, 4732, 5785. —14 42, 2199, 2786, 2872, 2876, 3530, 3071, 4188, 4208, 4218, 4229, 507I, 5077, 5511, 5512, 5618, 6149, 6205”, | 6276. —15 449, 2133, 2143, 2656, 3613, 3817, 4171, 4211, 4222, 4438, 4456, 4463*, 5185, 5935. —ıI0 270, 958, 964, 3100, 3244, 3358, 3058, 3954*, 3908*, 4089, 4099, 4174, 4178*, 4179, 4180, 4185, 4190, 4298, 4371, 5283, 5741. —ı 7 699, 3400, 3877, 4478, 4494, 4618, 6451, 6454*, 6515, 6519*. —18 374, 752, 2474, 2810, 3959, 3985, 4118, 4247*, 4282, 4508, 4686, 4895, 5538, 5539, 5544, 5549, 5684*, 5085, 5689, 5691, 5805, 6056, 6417. —ı9 21, 988, 1010, 2240, 2243, 2245, 2438, 2610, 2644, 3125, 3029, 3903, 4047, 4307, 4355, 4305, 5025, 5057, 5078, 5113, 5134, 5142, 5275, 5379, 5776, 6092, 6169, 6181, 6324, 6522. -- 20 174, 831, 1096, 2284, 2302, 2353, 4b14*, 4616*, 4624, 4628, 4630*, 4710”, 4731, 4744, 5054, 5055, 5134, 5277, 5339, 5698, 6251, 6587, 6668. — 21 | 57, 2007, 4287, 4308, 4350, 4389, 4804, 5237, 5275, 0020, 6049*, 6053*, 6131, 6251, 6437 — 22 254, 584, 2087, 2946, 3095, 3401, 4104, 4223*, 4227*, 4249, 4881, 5318, 5328, 5384, 5006*, 50669, 5672*, 5897. —23 13412, 13482 14.047, 14572, 15228, 15618, 15625, 17044. —24 | 179, 1038, 1387, 5173, 11202, 13814, 15303, 16770, 16829, 16334, 16842, 16858*. —25 38064, 7114, 13055, 15525*, 15535. — 26 11850, 11880, 11890. a | 5713. ’ 348 Johann Palisa und Friedrich Bidschof, Katalog von 1238 Sternen. II. Verzeichniss der auf das Aquinoctium 1855'0 bezogenen genäherten Orte jener Sterne des Kat iR loges, welche in den „Durchmusterungen“ fehlen. ei Nummern Rectascension Declination une Grösse | im Kataloge 18550 18550 > 127 9°5 4N gm 54850 +20° 1:6 166 9°5 6, Iron zn 6 +61 21°8 234 _ 90,22 oT +18 19'4 286 10 O2 +Ig 1007 N) 8:5 9 33 29°5 +18 42°8 321 9 97739, 4273 +14 317 326 10 9 46 41°4 +12 10°6 337 10 9 52 34°8 Su, AR) 366 Io Io 20 36*2 130 0x9 488 Io ı2 28 56'8 u 1782 579 955 14 4I 214 rı12 15"9 585 9°3 14 48 351 +27 20°8 685 92 16 51 29'5 ATS 709 10 er) —ıI8 50°5 710 9'5 I7 ı6 184 —ı8 485 725 950 17 53 284 SO 37, 757 10 er ee De) —19 283 761 10 ı8 36 ı16°4 —.5 37.2 809 9°7 19 36 32°5 — 6 56°9 878 10 19 39 24°1 —IOo 20°I 889 Io'5 19 44 391 +9 ı2ı1 I35**) 10 1075573555 19, HET 937 1025 19) 755 447 — 10, 21472 938 11 19 55 588 — 8 50°4 943 10 19 57 35'8 Fe | 944 10 19 57 42'0 —ı10 14'7 962 10 2 Om Sa —ı10 25'6 972 10 20 4 437 SEE 2.50 990 Io 20 14 42°06 —ıo 206°8 995 10 ZONE Eros — 1022578 1003 10 20 ı8 ı06°9 — 10, 43,02 F 1032 10 or —Io 11'3 1033 10 200.287 .71°8 — 7 21'2 1036 10 20. 30 36°6 — 7 20°5 1121 98 ZI ZN 54: + I 24°'8 1132 10 DIE SEE 82 Dr #221 1225 10 230002 07 ET —Io 51°0 *) Vergl. die Bemerkung bei diesem Stern (pag. 21,— pag |So5)]). **, Vergl. die Bemerkung bei diesem Stern (pag. 48, = pag. [832]). BAR J . fi STRENG LED ARE Hit Kt f uch NM RE TERRA N rd BEI HB TER a 21 3 13 a Bl et 1 VEREIN RR BER RN ZU KARL HEN 9 na | i } 4 INTER DER PO ATINERRU ATEM DENE? ER ee A af } | Nie N DI De IRRE LRN EN EUE ed N RN DL u a cu en uni a 2 4 Lay 4 E ’. PR